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Ausbildungshof Gips Reminder Ranch

Dieses Thema im Forum "Ausbilder" wurde erstellt von Veija, 9 Juli 2014.

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  1. Veija

    Veija Bekanntes Mitglied

    [​IMG]
    Hallo und herzlich Willkommen auf der Gips Reminder Ranch!
    Ich habe mir zu Herzen genommen, die Westernkunst in der Joelle-Welt ein wenig zu fördern, und habe diese Trainingsmethode ein wenig gesplitet. Natürlich wird auch die klassische englische Reitweise angeboten!

    Regeln
    - nett und freundlich bleiben
    - Formular benutzen
    - innerhalb von ein paar Tagen überweisen
    - pro User nur ein Pferd + ein Auftrag
    - Aufträge nach Bearbeitung entweder löschen oder in ein Feedback umwandeln- Danke!


    Formular:
    Wie ihr im Bericht angesprochen werden wollt:
    Name und Link des Pferdes:
    Was soll gemacht werden?:
    Maximaler Preis(beachtet Grundpreis):
    Schicksal?**: ja | nein - Zahl:

    ** Schicksal: Das bedeutet hier nichts anderes, als dass das Pferd einfach einmal härter angepackt wird und nicht alles schön und rosig abläuft.
    - keine Extrakosten
    - wenn ja, wählt eine Zahl zwischen 1 und 6 und ich würfle -> je nachdem welche Zahl, gibt es ein anderes "Schicksal"



    Mein Angebot:
    Zu Beginn werden hier vorerst nur ein paar Trainingsmethoden aufgelistet sein. Mit der Zeit wird das ganze erweitert und vollständiger sowie schöner gestaltet werden.
    Besonders auf die englischen Reitweisen bezogen!

    Anlongieren:
    (ist für ältere Pferde im Packet 'Einreiten' mit dabei)
    Wie der Name schon sagt wird hier das Pferd anlongiert und soweit trainiert, dass es nur auf Kommando an der Longe läuft.


    Einreiten:
    Hier wird euer Pferd schonend an- und eingeritten. Es fängt beim Aussacken an, geht übers Longieren bis zum fertig eingerittenen Pferd. (Je nach Wunsch 1 bis 3 Berichte -> 1 Aussacken, 2 Longieren, 3 Einreiten)

    Stufentraining
    (Da die einzelnen Diziplinen ja zur Oberklasse 'Western' gehören, können diese als Stufentraining angesehen werden.):
    Alle Diziplinen können auch für Stutkrönungen und Hengstkörungen gebucht werden!

    Western

    LK 5(E), LK 4(A), LK 3(L), LK 2(M), LK 1(S)

    Grundpreise:
    LK 5 auf LK 4: 150 + 1 Joelle pro Zeichen
    LK 4 auf LK 3: 200 + 1 Joelle pro Zeichen
    LK 3 auf LK 2: 250 + 1 Joelle pro Zeichen
    LK 2 auf LK 1: 300 + 1 Joelle pro Zeichen

    Halter:
    Diese Art des Trainings ist für zukünftige Zuchtpferde von hoher Bedeutung. Das Pferd wird darauf traininert, am (Show)Halfter neben einem zu gehen und auf die feinsten Körpersprachen zu reagieren. Bleibt der Mensch stehen, soll das Pferd unverzüglich geschlossen neben ihm stehen bleiben. Trainiert wird hierbei besonders das Timing zwischen Pferd und Reiter, der in diesem Fall selbst laufen muss. Natürlich wird das Pferd auch darauf trainiert, schön auszusehen und in allen Gängen schwungvoll und elegant zu laufen.
    Auf Turnieren wird hierbei das Pferd bewertet.


    Showmanship at Halter:
    Diese Diziplin ist eigentlich die Selbe wie die oben genannte, nur wird hierbei der Gesamtzustand von Reiter und Pferd bewertet. Trainiert wird diese Diziplin, in dem ich, die Trainierin, zu erst dem Besitzer zeige auf was geachtet werden soll, so dass dieser dann in meinem Training einmal zeigt, was er und sein Pferd kann.

    Western Pleasure:
    Trainiert werden hierbei die typischen Gangarten Walk(=Schritt), Trot(=Trab) und Lope(=Galopp). Das Pferd muss auf feinste Hilfen willig und sofort reagieren. Alles soll mühelos und als Vergnügen(daher auch der Name Pleasure) erscheinen. Die Pferde laufen am losen Zügel und sollen brav auf dem Hufschlag laufen.

    Ranch Pleasure:
    In dieser Diziplin zeigen sich die besten Ranch-/Arbeitspferde. Es gibt hierzu 4 Pattern, von denen eine geritten wird. Die geforderten Manöver beinhalten Walk, Jog und Lope auf beiden Händen: außerdem Extended Jog und Lope auf mindestens einer Hand. Weiterhin müssen Stopps, Richtungswechsel und Rückwärts während der Prüfung gezeigt werden.

    Western Riding:
    Hier werden vorallem gleichmäßige, korrekte und punktgenaue Galoppwechsel gefordert. Wege werden durch Pilonen und Stangen vorgegeben(also durch eine Pattern).

    Western Horsemanship:
    In dieser Übung geht es wieder hauptsächlich um den Reiter. Trainieren kann man hierbei die Haltung, den Sitz und die Hilfengebung. Ich, die Trainierin, werde dort die Reaktion des Pferde auf Hilfen testen und natürlich dem Reiter/ der Reiterin;Besitzer/in Tipps zum besseren Reiten geben.
    Zudem besteht das Turnier aus 2 Teilen: Der erste Teil ist eine Pattern, die haargenau durchritten werden muss. Der zweite Teil ist eine Gruppenaufgabe, die einer Pleasure ähnelt, jedoch wird hier wieder der Reiter bewertet.


    Trail:
    Hierbei muss das Pferd seine Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Es werden verschiedene Situationen nachgebaut, die im Gelände auftreten könnten. So zum Beispiel durch einen Wassergraben gehen, über Brücken, unter Bäumen und Ästen durch und und und.. Natürlich sollte das Pferd dabei stets ruhig sein und sich voll auf den Reiter verlassen, der es in solchen Situationen sicher durch die Gefahren leiten wird.

    Reining:
    Meine Lieblingsdiziplin, die ich auch meinen Pferden hier beibringe oder besser: nach dem ich alle meine Pferde hier trainiere.
    Reining leitet sich von den Reins(=Zügeln) ab. Es ist die Dressur des Westernreitens. Hierbei wird ausschließlich im Galopp geritten. Trainiert wird am Anfang jedoch ersteinmal im schritt und Trab, bevor es an den Galopp und somit die schnellen Manöver geht. Manöver sind unter anderem: Spins, Sliding Stops, Zirkel, Fliegende Galoppwechsel, Roll Backs, Rückwärtsrichten und Tempiunterschiede.


    Cutting:
    Hierbei wird das Pferd zunächst an Rinder gewöhnt, bevor es überhaupt anfangen kann damit zu arbeiten. Hat ein Pferd zu großen Respekt oder gar Angst vor Rindern, muss man sie langsam und lange an die anderen Tiere gewöhnen, bevor man überhaupt mit dem Training anfangen kann. Ist man dann soweit, trainiert man natürlich auf Turnierniveau. Als erstes muss ein Rind aus einer Herde 'herausgeschnitten' (= to cut) -> hierzu hat der Reiter zweieinhalb Minuten Zeit! Sobald das Rind von den anderen getrennt ist und sich in der Mitte der Arena und des Platzes befindet, darf der Reiter keinerlei Zügelhilfen mehr geben. Das Pferd muss alleine arbeiten. Nur Pferde mit ausgeprägtem Cow Sense können diese Diziplin bis in hohe Klassen ausführen.
    Deshalb behalte ich mir vor in dieser Diziplin nur typische Westernrassen zu trainieren!


    Working Cowhorse:
    Auch in dieser Diziplin ist der Cow Sense gefragt! Die Prüfung besteht aus zwei Teilen: Die "Dry Work" beeinhaltet dabei Elemente aus der Reining(Reiningkenntnisse müssen für diese Diziplin natürlich gegeben sein!). Anschließend folgt die "Fence Work": Das Rind muss zunächst an der kurzen Seite gehalten werden, ehe es an der Langen Seite laufen darf und einmal nach links und einmal nach rechts getrieben werden. Zum Abschluss muss das Rind einen Zirkel rechtsherum und einen Linksherum gelenkt werden.

    Hunter under Saddle:
    Hierbei wird das Pferd in englische Ausrüstung gesteckt. Diese Diziplin unterscheidet sich außer der Ausrüstung nicht so sehr von der Pleasure. Es werden die selben Gangarten trainiert, nur soll das Pferd hier schneller laufen als in der Pleasure.

    Hunter Hack:
    (siehe Hunter under Saddle) <- Als Zusatz muss das Pferd zwei Sprünge überwinden.

    Hunt seat Equitation:

    (siehe Western Horsemanship) <- Eben nur in englischer Ausrüstung.

    Barrel Race:

    In dieser Diziplin kommt es auf Geschwindigkeit an. Nach einrm fliegenden Start(das Pferd galoppiert in hohem Tempo in die Halle) müssen 3 Tonnen umrundet werden.

    Pole Banding:

    In dieser Diziplin kommt es ebenfalls auf Geschwindigkeit an. Nach einrm fliegenden Start(das Pferd galoppiert in hohem Tempo in die Halle) müssen im Slalom eine gewisse Anzahl an Stangen umritten werden.

    Pleasure Driving:
    Diese Diziplin sieht man noch nicht allzu häufig in Deutschland. Hierbei wird das Pferd vor einen kleinen Wagen(Pleasure Cart) gespannt und in den verschiedenen Gangarten Walk (Schritt), Park Gait (langsamer Trab) und Road Gait (schnellerer Trab) präsentiert.

    Versatility Ranch Horse:
    Diese Diziplin zeigt das ganze Können eines Westernpferdes! Hierbei geht es um die urspüngliche Arbeit der Cowboys. Es werden diese 5 Diziplinen gefragt: Ranch Riding, Ranch Trail, Ranch Cutting, Working Ranch Horse, Ranch Conformation.
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    V


    Ranch Riding:
    Hier werden alle drei Grundgangarten auf beiden Seiten gezeigt. Somit zeigen die Pferde plötzliche Richtungsänderungen, Stops und Back Ups.

    Ranch Trail:
    Der Parcours besteht aus mindestens 6 Hindernissen. Diese Hindernisse sollten so gewählt sein, dass sie ohne Probleme im Alltag eines Ranchpferdes auftreten können. Deshalb wird dir Prüfung draußen veranstaltet. Zudem wird noch die drei Grundgangarten bewertet.
    Pflichthindernisse sind:
    - Öffnen, durchreiten, schließen eines Tores
    - Ziehen eines Balken(entweder frei, oder vorgegeben durch eine Pattern)
    - Stillstehen des Pferdes, während der Reiter das Zaumzeug abnimmt, wieder anlegt und anschließend alle 4 Hufen hebt
    Wahlhindernisse sind:
    - Überquerung eines Wassergrabens
    - Schritt- /Trab- /Galoppstangen
    - Back Up(Rückwärtsrichten)
    - Überqueren einer Brücke


    Ranch Cutting:
    Der Reiter steht mit seinem Pferd einer Rinderherde gegenüber, aus dem ein einzelnes, nummeriertes Rind getrennt wird. Dann muss das Pferd sein Können in der Arbeit mit Rindern unter Beweis stellen, in dem es das Rind von der Herde weghält. Wenn der Reiter denkt, er hat genug gezeigt, trennt er ein weiteres Rind von der Herde und macht das Selbe nochmal. Der Reiter wird von 2 Turnback-Reiter und 2 Herdholdern unterstützt. Im Gegensatz zum Cutting, darf der Reiter hier Zügelhilfen geben.
    Das Zeitlimit beträgt jedoch nur 2 Minuten!

    Working Ranch Horse:
    Diese Diziplin ist in drei Teilbereiche gegliedert:
    1. Reining
    2. Arbeit an einem einzelnen Rind(ähnlich wie Working Cowhorse)
    3. Einfangen & Stoppen des Rindes mit dem Rope(Lasso)


    Ranch Conformation:
    Hier wird das Pferd an der Hand vorgestellt und bewertet wird sein Gebäude(Pferdetyp, Bemuskelung etc)

    Superhorse:
    Superhorse ist eine besonders schwere Diziplin, da sie Elemente aus vier Diziplinen enthält:
    - Reining
    - Pleasure
    - Trail
    - Western Riding
    Das Pferd brauch dazu ein sehr vielseitiges Talent.


    Englisch

    E A L M S (S* S** S***)

    Grundpreise:
    E auf A : 150 + 1 Joelle pro Zeichen
    A auf L : 200 + 1 Joelle pro Zeichen
    L auf M : 250 + 1 Joelle pro Zeichen
    M auf S : 300 + 1 Joelle pro Zeichen
    (S auf S* : 350 + 1 Joelle pro Zeichen)
    (S* auf S** : 400 + 1 Joelle pro Zeichen)
    (S** auf S*** : 450 + 1 Joelle pro Zeichen)


    Dressur

    Springen

    Fahren(nur in Ausnahmefällen)

    Military

    Galopprennen

    Distanz



    Ich hoffe, dass der ein oder andere sich durch den Text schlägt und ich doch das Interesse mancher geweckt habe.

    lg Veija​
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 27 Apr. 2015
    2 Person(en) gefällt das.
  2. Veija

    Veija Bekanntes Mitglied

    Der Header für jeden Auftrag:​
    [​IMG]

    Einzelaufträge 0/5 frei
    März
    1. Occu, Amor, Western E-A, Barrel Race​
    2. Occu, Echo Western Pleasure​
    3. jojomaus, Thulin, Fahren A-L​
    April
    1. Wolfszeit, Nabuko, Anlongieren​
    2. Wolfszeit, Carry on my Wayward Son, Western E-A, Reining​
    3. Eowin, Sissi, Anlongieren​
    4. Eowin, Mila, Dressur E-A(Langzügel)​
    5. Eowin, Bishr, Western E-A, Trail, oder was Pferd entspricht​
    6. Jual, Elliot, Dressur, Springen oder Military(verrechnen mit den beiden HS berichten)​
    April/Mai​
    1. Ally, Skyrim, Dressur L-M​
    2. Ally, Cinnamon, Springen A-L​
    3. Nanook, Anlongieren​
    Multiple Training Aufträge 0/2 frei
    1. AliciaFarina, Mina Western E-S​
    2. AliciaFarina, Remi Western A-S​

    ACHTUNG
    Werden Aufträge nach dem 20ten eines Monats gegeben, könnte es sein, dass sie erst im darauffolgenden Monat erledigt werden!​
    Bis Ende dieses Monats, sind sie jedoch auf jeden Fall fertig!​
    Kundenliste
    Stelli: 6 Aufträge
    HuskyJenny: 4 Aufträge
    Jackie: 1 Auftrag
    Rasha: 2 Aufträge
    Boralie: 1 Auftrag
    Ravenna: 3 Aufträge​
    Mohikanerin: 1 Auftrag
    Friese: 2 Aufträge
    Occulta: 2 Aufträge
    Snoopy: 4 Aufträge
    Svartur: 2 Aufträge
    Edfriend: 2 Aufträge
    Gwen: 1 Auftrag
    IceLandGirl: 1 Auftrag
    Cooper: 2 Aufträge
    AliciaFarina: 5 Aufträge​
    Janina2604: 3 Aufträge​
    Yumika: 1 Auftrag
    Pepe: 1 Auftrag
    Ranga: 2 Aufträge​
    Rhapsody: 1 Auftrag
    Ofagwa: 2 Aufträge
    Ally: 2 Aufträge
    Samarti: 2 Aufträge
    BellaS: 1 Auftrag
     
  3. Veija

    Veija Bekanntes Mitglied

    Beispiele:
    Fahrtraining E auf A​
    Kaum war der Ausbildungsbetrieb offen, schon bissen die ersten Kunden an. Die erste Kundin für heute war Stelli mit ihrem Appaloosa Secret Sign. Ich fand es etwas ungewöhnlich ein Appaloosa einzufahren, aber ich tat was mir gesagt wurde.
    Bei Stelli angekommen reichte sie mir kurz die Hand und erklärte wo ich alles vorfinden konnte, selbst die Kutsche. Zum Schluss zeigte sie mir noch das Pferd um was es ging, ehe sie sich verabschiedete mit dem Vorwand, dass sie sich um andere Pferde kümmern musste. Gesagt getan. Ich holte mir Signs Halfter, nahm ihn von der Koppel und brachte ihn in die Stalgasse um ihn zu putzen. Das Putzen verlief relativ schnell, weshalb ich mich sogleich an den wesentlichen Teil begeben konnte. Ich suchte eine Doppellonge und hackte sie in das Halfter ein. Ich band den Hengst los und fing an mit ihm über den Hof zu gehen. Dabei ging er nicht wie üblich beim Doppellongentraining um mich herum, sondern ich ging hinter ihm her, was ihn anfangs dann doch sehr verwirrte. Unser Weg führte uns aus dem Stall auf den Hof, wo er abermals verwirrt stehen blieb. "Vorwärts, Junge", gab ich ihm einen Befehl und schnalzte. Seine Ohren flogen aufmerksam hin und her und er betrachtete sich die Umgebung, ehe ich einmal an der rechten Longe zog und er nach rechts gehen sollte. Nun hatte ich den armen Kerl vollkommen verwirrt. Er ging zu erst nach links, dann nach rechts und blieb dann sichtlich beleidigt stehen. "Ach Sign", sagte ich lachend. "Nicht so."
    Ich ging auf ihn zu, rollte die Longen ein wenig auf und stellte mich neben ihn. Dann führte ich ihn wieder an und ging auf den Platz. Vielleicht sollte ich ihm mal die grundlegenden Taktiken der Doppellongenarbeit beibringen, ehe ich weitermachen konnte. Also sortierte ich die Leinen und schickte ihn von mir weg. Hier klappte alles flüssig. Er ging auf beiden Seiten im Schritt, er ging auf beiden Seiten im Trab und er ging auf beiden Seiten im Galopp. Warum sollte das jetzt nicht auch anders klappen..
    Ich versuchte die Übung von eben also noch einmal und siehe da, es klappte! Wenn ich rechts zog, ging er nach rechts. Zog ich nach links, ging er nach links. Nun war er bereit in das Geschirr gesteckt zu werden. Ich ging also mit ihm zurück in den Stall und legte ihm nachdem er einmal an allem geschnuppert hatte das Fahrgeschirr an. Er stand schön locker da- so wie es sein sollte. Doch bevor ich ihn an die Kutsche schnallen würde, suchte ich mir einen Bollerwagen, in den ich mich reinsetzte und den er ziehen sollte. Natürlich war er durch den Zug im Maul etwas verwundert, da er ja nun mit dem Kopf und nicht mit seinem Körper ziehen musste. Doch da er sich so gut benahm, sah ich keine Schwierigkeiten ihn vor die Kutsche zu schnallen!
    Ich ging also wieder in den Stall zurück, stellte den Bollerwagen weg und schnallte den braven Hengst nun vorsichtig an die Kutsche. Die Zügel machte ich am Bock fest und stellte mich zu erst an seinen Kopf, um ein paar Schritte mit ihm zu gehen. Auch das klappte gut, weshalb ich mich in die Kutsche setzte und ein wenig über den Hof spazieren fuhr. Er gab wirklich genau das wieder, was ich von ihm verlangte. Zufrieden lies ich ihn noch ein paar Schritte im Trab machen, ehe ich in wieder ausspannte und ausgiebig lobte. Das hatte er für den Anfang wirklich gut gemacht! Ich stellte die Kutsche an ihren Platz zurück und befreite ihn aus dem Geschirr. "Fertig mein Junge", sagte ich ehe ich alles wegräumte und ihn auf die Koppel entlies. Ich verabschiedete mich noch von Stelli, ehe ich mich in den Wagen setzte und zufrieden nach Hause fuhr.
    3580 Zeichen, by Veija
    Dressurtraining E auf A​
    Gestern war ich auf Stellis Hof gewesen und hatte ihr ein Pferd im Fahren trainiert, heute war ich bei Jenny und sollte einem ihrer Pferde die Dressur ein wenig näher bringen. Skeptisch betrachtete ich das Navi, ehe ich dann schließlich auf ihren Hof auffuhr. Ich grübelte kurz. Lange war es her, dass ich im Dressursattel gesessen hatte. Doch ein Trainer sollte natürlich vielseitig sein und so konnte dies wahrscheinlich kaum Probleme bringen, wenn ich ihr Pferd trainieren würde. Ihr Pferd war ein Hengst, das noch dazu. Doch ich würde das schon hinbekommen.
    Auf ihrem Hof angekommen parkte ich meinen Wagen auf dem Parkplatz und stieg aus. Ich holte meine Schutzweste, die Handschuhe, den Helm und die Sporen, ehe ich mich auf den Weg zum Haupthaus machte, wo ich glaubte, Jenny anzutreffen. Ich klingelte kurz und eine junge Dame öffnete mir die Tür. "Jenny?", fragte ich sie und sie bejahte meine Frage. "Verena", stellte ich mich vor und schüttelte ihre Hand. Nach einem kurzen Gespräch zeigte sie mir wo ich alles finden konnte und zeigte mir auch ihren Hengst, um den es ging. King of Darkness hieß der Gute und war ein wahrer Prachtkerl. "Danke", sagte ich dann zu ihr. "Jetzt komme ich alleine klar."
    Zurück in der Sattelkammer angekommen, suchte ich mir sein Halfter und seinen Führstrick, ehe ich wieder zur Koppel ging und den Hengst einfing. Willig kam er auf mich zu und nach einem Lekerli waren wir scheinbar schon beste Freunde. Kurz lachte ich, ehe ich mit dem Rappen zusammen zurück zum Stall ging und ihn dort in der Stallgasse anband. Ich nahm ihm die leichte Fliegendecke ab und fing an ihn zu putzen. Den Putzkasten hatte ich mir eben schon bereitgestellt. Mit Putzen war ich sehr schnell fertig. Klar, er hatte ja auch eine Decke angehabt. So konnte ich also seine Satteldecke und den Sattel holen. Beides fand auf seinem Rücken platz, ehe ich den Sattelgurt anzog. Nur noch nicht zu fest, da er sich sehr aufgeplustert hatte. Ich holte ebenfalls seine Bandagen und die Trense. Die Bandagen waren schnell angelegt und auch die Trense hatte er schnell an. Ich gurtete nochmals kurz nach, ehe ich meine Weste und den Helm anzog. Damit bewaffnet gingen wir zum Platz. Dort gurtete ich nochmals nach und stieg dann auf. Ich hatte mir einiges angelesen, was in E Dressuren und später in A Dressuren gefordert werden würde. Davon wollte ich ein paar Dinge mit dem Hengst üben. Wir fingen also an mit ganzen Bahnen im Schritt auf beiden Händen. Dann ganze Bahnen auf beiden Händen im Trab und das wiederrum auch im Galopp. Ich parierte ihn wieder zum Schritt durch und hielt ihn an. Trieb dann wieder zum Schritt an und lies ihn wieder anhalten. Das ganze machten wir auch im Trab. Zwar hielt er an, stand jedoch nicht geschlossen so wie ich ihn haben wollte. Deshalb dauerte unsere Trab-Stand- Übung ein wenig länger als gedacht. Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass ich nicht mehr allzuviel Zeit hatte, da der nächste Kunde bereits wartete. Jedoch musste ich ihm schon noch etwas beibringen, ehe ich fahren konnte. Leichttraben gehört auch zu den Lektionen dazu, doch das hatten wir schnell abgeschlossen. Wir gingen ein paar Schlangenlinien im Schritt und im Trab, ehe ich noch einige Zirkel ebenfalls im Schritt und im Trab ging. Zum Schluss übten wir noch eine A Lektion- und zwar aus dem Schritt angaloppieren. Etwas verdutzt legte der Hengst die Ohren an, sprang aber nach einiger Bemühung nach vorne und galoppierte ein Stück. Das sollte mir für diese Einheit reichen. Ich ritt ihn also noch ein wenig im Schritt trocken. Ich stieg ab und brachte ihn in den Stall. Dort sattelte ich ihn ab, kontrollierte nochmals die Hufe und brachte alles weg. Zum Schluss bekam er seine Fliegendecke zurück, ehe ich im noch ein Lekerli zwischen die Zähne schob und er endlich zurück auf die Koppel durfte. Ich nahm ihm das Halfter ab, hängte es weg und nahm meine Sachen, ehe ich mich mit einem positiven Feedback zu ihrem Pferd bei ihr verabschiedete und nach Hause fuhr.
    3988 Zeichen, by Veija
    Springtraining E auf A​
    Die letzen beiden Tage hatte ich schon ein Pferd im Fahren und ein Pferd in der Dressur trainiert. Heute fuhr ich zu Amy nach Heartland, um einen ihrer Haflingerhengste im Springen zu trainieren. Es dauerte nicht lange ehe ich auf ihrem Hof ankam. Ich stieg aus und ging sogleich zum Haupthaus um nach Amy zu fragen. Sie begrüßte mich und zeigte mir kurz wo alles war, ehe ich mir Askans Halfter schnappte und ihn von der Koppel holte. Ich krabbelte ihm kurz durch den Schopf, ehe ich ihn in der Stallgasse anband. Das Putzzeug hatte ich schon geholt und ich war sehr schnell fertig mit Putzen. Das Sattelzeug lag rasch auf seinem Rücken und ich zog meine Schutzweste, meine Handschuhe und meinen Helm an. Neugierig schnupperte der Hengst an meinen Handschuhen, ehe ich ihn auf den Platz führte. Für Turniere der Klasse E war eine Sprunghöhe von 0,80m-0,90m vorgesehen. Ich band den Hengst am Zaun an und legte die Stangen auf die vorgegebene Höhe. Dann ging ich zu ihm zurück, band ihn los und gurtete nach. Ich stieg auf und ritt ihn einige Runden im Schritt war, ehe ich antrabte und schließlich ersteinmal einige Runden galoppierte. Kreuz und quer über den Platz und zwischen den Hindernissen durch. Dann steuerte ich auf das erste Hindernis zu und er sprang zwar etwas zu spät ab, doch die Stange blieb liegen. Ich wendete ihn sofort und lenkte ihn auf ein anderes Hindernis zu. Das nahm er ein wenig früher und so Bestand keine Gefahr, dass er an die Stange drankommen würde. Wir hatten jetzt zwei von acht Hindernissen genommen. Doch die anderen Vier waren kein Problem, da er wirklich begabt im Springen war. Ich war doch recht zufrieden mit ihm und ritt ihn einige Runden im Schritt trocken, ehe ich abstieg und ihn zurück in den Stall brachte. Dort sattelte ich ab, räumte alles weg und brachte ihn zurück auf die Koppel. Kurz ging ich zurück zum Hindernisparcour und räumte alles Aufgebaute weg, ehe ich Amy kurz erklärte wie es geklappt hatte und dann letztendlich den Weg nach Hause antrat.
    2003 Zeichen, by Veija
    Western(Reining) LK 3 auf LK 2 (A - L)​
    Heute war ich auf dem Weg zu Jessica Rheinburg und ihrem Quarter Horse. Ich sollte den Hengst in der Reining ein wenig weiterbringen. Auf dem Hof angekommen parkte ich mein Auto und stieg aus. Jessica hatte mich schon erwartet, denn sie stürmte freudig auf mich zu und schüttelte mir die Hand. "Hallo", erwiderte ich ihren Gruß lächelnd. Sie zeigte mir sofort wo ich alles finden konnte und überlies mich dann mir selbst, da sie noch einiges zu tun hatte. Ich holte mir Halfter und Strick und fing mir Possy ein, was sich als schwieriger gestaltete, als ich gedacht hatte. Der Hengst schlug unruhig mit dem Schweif und warf nervös den Kopf hoch. Ich überlegte kurz, ehe ich mich einfach mit ausgestreckter Hand ihm gegenüber stellte und wartete. Nach einiger Zeit kam er auf mich zu und lies sich doch langsam einfangen. Wir gingen in den Stall und ich band ihn in der Stallgasse an. Das Putzen und satteln verlief schnell, weshalb wir rasch am Platz waren. Ich gurtete noch einmal nach, ehe ich mich in den Sattel schwang. Ich hatte keine genaue Pattern im Kopf, weshalb ich einfach alle Manöver durchgehen wollte und Präzision und Schnelligkeit abfragen würde.
    Gesagt getan. Nachdem ich den Hengst im Schritt und Trab warmgeritten hatte, ging es an die Manöver. Ich galoppierte ihn an und er sprang auch sauber um, als ich von der linken Hand auf die rechte Hand wechselte. Dort galoppierte ich zu erst ein paar Zirkel. Kleine Zirkel im langsamen Galopp, große Zirkel im schnellen Galopp. Als ich von einem kleinen Zirkel auf der rechten Hand in einen auf der linken Hand wechseln wollte, versprang der Hengst sich gründlich und musste noch zweimal umspringen, ehe er richtig lief. Doch nach ein paar Versuchen im langsamen sowie im schnellen Galopp sprang er doch ordentlich um, weshalb ich nun an die Spins und Stops gehen konnte. Ich stoppte ihn einige Mal aus dem Schritt und aus dem Trab, ehe ich ihn wieder angaloppierte und aus dem vollen Tempo stoppte. Der Stop war nicht perfekt, doch für die Klasse L reichte es, weshalb ich an das letzte Manöver für das heutige Training ging. Die Spins. Diese schienen jedoch seine Stärke zu sein, weshalb ich ihm da nicht viel neues beibringen konnte. Ich trimmte ihn lediglich darauf, dass er sauberer kreuzte und ein wenif schneller drehte.
    Ich ritt ihn noch im Schritt trocken, ehe ich zurück in die Stallgasse ging und ihn absattelte. Er bekam noch ein Leckerli und ich brachte ihn zurück auf die Koppel, ehe ich mich von Jessica verabschiedetete und nach Hause fuhr.
    2519 Zeichen, by Veija
    Western(Reining) LK 5 auf LK 4 (E - A)​
    Genervt drehte ich am Radio die Lautstärke hoch, ehe ich weiter mitsummte. Ich hatte mir ein paar Tage freigenommen, weshalb die letzte Zeit im Ausbildungsbetrieb nicht viel passiert war. Doch heute ging es weiter und ich wollte die drei Kunden noch abarbeiten, ehe ich neue Aufträge annehmen wollte. Heute war ich zu Sarah Kyren und ihrem Connemarahengst Stormbringer unterwegs.
    Ein letzter Blick auf das Navi zeigte mir, dass ich gleich da war- und so war es auch. Ich blinkte nach rechts und fuhr auf Sarahs Hof auf, ehe ich mich auf den Parkplatz stellte und mein Auto ausmachte. Ich schnappte mir meinen Helm und die Schutzweste, ehe ich das Auto abschloss und zum Haupthaus ging. Ich klingelte kurz und schon machte sie mir die Tür auf. Ich begrüßte sie kurz und schon gingen wir zu Stormbringer. Mir wurde kurz erklärt wo ich alles finden konnte, und schon machte ich mich an die Arbeit. Ich schnappte mir Storms Halfter und ging ihn auf der Koppel besuchen. Dort musste ich nur einmal rufen und der neugierige Hengst kam angaloppiert, um zu schauen, wer da fremdes am Zaun stand. Ich streichelte ihm kurz über den Kopf und halfterte ihn dann auf, um mit ihm in den Stall zu gehen. Dort band ich ihn an und fing an zu putzen. Er war nicht so sonderlich dreckig, weshalb ich sehr schnell fertig war mit putzen. Ich ging wieder in die Sattelkammer und holte sein Pad und den Westernsattel. Beides fand auf seinem Rücken Platz, ehe ich die Trense und die Bandagen holte. Alles war sehr schnell angelegt, weshalb ich mir kurz noch meinen Helm anzog, ebenso wie meine Schutzweste. Dann löste ich sein Halfter von seinem Hals und wir gingen zur Halle. Dort gurtete ich nochmal nach, ehe ich mich in den Sattel schwang. Ich saß noch nicht richtig da trabte der Hengst schon an. Skeptisch zog ich die Augenbrauen hoch und der Herr durfte braf rückwärts dorthin zurückgehen, wo ich aufgestiegen war. Dann blieben wir ersteinmal stehen. Das war nämlich auch eine Übung im Westernreiten- dass die Pferde einfach stehenblieben, wenn sie keine Befehle bekamen. Bei einigen meiner Pferde konnte ich mittlerweile schon soweit gehen, dass ich sie in die Halle stellte, kurz etwas in den Stall holen ging und sie noch an der selben Stelle auf mich warteten.
    Als Storm nun einige Zeit einfach still gestanden hatte, schnalzte ich einmal und der Hengst trabte wieder an. Erneut nahm ich ihn zurück, jedoch nur soweit, dass er im lockeren Schritt ganze Bahnen ging. Wir wechselten einmal durch die Länge der Bahn, ehe ich nochmals schnalzte und er antrabte. Ich ritt ihn in einen Zirkel und trabte dort einige Male, ehe ich ein paar Achten ritt, damit er auf beiden Händen 'warm' wurde. Dann fing das eigentliche Training erst an. Ich galoppierte ihn an und blieb zunächst auf einem kleinen Zirkel auf der rechten Hand. Diesen kleinen Zirkel galoppierten wir recht langsam. Am Punkt X lenkte ich ihn nach außen und schnalzte, so dass wir die großen Zirkel im schnellen Galopp ritten. Ich hatte schon vermehrt festgestellt, dass Pferde fast keine Probleme hatten, schnelle Galoppwechsel zu machen. Das wurde mir jetzt wieder bestätigt. Am Punkt X gab ich präzise und schnelle Hilfen zum Galoppwechsel, und sofort sprang er um und wir galoppierten auf der linken Hand große, schnelle Zirkel. Wieder am Punkt X nahm ich ihn zurück und wir galoppierten noch ein paar kleine, langsame Zirkel, ehe ich ihn wieder wechseln lies. Zwar sprang er einmal nach, jedoch war das in dieser Klasse noch kein großer Fehler. Würde er weiter in der Reining ausgebildet werden, müsste daran hart gearbeitet werden. Als wir wieder in der Mitte ankamen, stoppte ich ihn. Schnaufend stand er still und blickte stur auf den Boden. Doch wir waren noch nicht fertig. Ich nahm die Zügel nach rechts und streckte das rechte Bein vom Bauch weg. Mit dem linken tippte ich ihn immer wieder mit der Ferse an, bis er anfing sich auf der Hinterhand zu drehen. Er drehte sich nicht direkt auf den Hinterbeinen, sondern ging kleine Kreise. Doch wie gesagt, für diese Klasse reichte schon allein die Tatsache, dass er ein Connemara war aus, damit er nicht so korrekt laufen musste wie ein Westernpferd. Das Selbe machten wir noch auf der anderen Seite. Dann reichte es für diese Trainingseinheit. Wenn Sarah so weitertrainierte, standen dem Hengst alle Türen offen zu Turnieren der Klasse A.
    Ich ritt ihn noch einige Runden trocken, ehe ich abstieg und den Gurt lockerte. Dann brachte ich ihn in den Stall, sattelte ihn ab und brachte ihn zurück auf die Koppel, ehe ich alles wegräumte und erneut zu Sarah ging. Ich berichtete ihr kurz alle Einzelheiten des Trainings, ehe ich mich verabschiedete und ins Auto setzte, um nach Hause zu fahren.
    4695 Zeichen by Veija
    Einreiten​
    Ich war gerade auf dem Heimweg von Stelli, als mein Handy klingelte. Elena war am Telefon, sie wollte dass ich heute noch zu ihr kam und ein Pferd von ihr einritt. Natürlich konnte ich nicht nein sagen, weshalb ich entschuldigend zu Alexis, meiner Cousine blickte. "Lust mir zu helfen ein pferd einzureiten, es ist dringend?", fragte ich sie doch sie nickte nur überschwänglich. Wir drehten also auf der Autobahn um und fuhren zu Elena. Ich begrüßte sie kurz und stellte ihr Alexis meine Cousine vor, ehe sie uns ihr Pferd zeigte. Es war eine hübsche Quarter Horse Stute, vom Züchter wo ich auch meine Devil her hatte.
    Ich halfterte die Stute auf und ging in den Stall. Dort band ich sie am Putzplatz an und Alexis fing an sie zu putzen, während ich Sattel und Zaumzeug in die Reithalle schaffte. Als ich damit fertig war, war Alexis gerade fertig mit putzen, so dass ich Face Down die Longe einharken konnte und Alex die Peitsche in die Hand drückte. Laut Friese war die Schimmelstute schon longiert worden. Ebenso hatte sie schon einen Sattel auf dem Rücken und eine Trense im Maul gehabt- nur sich draufzusetzen hatte Elena sich nicht getraut gehabt. In der Halle angekommen, gab Alexis mir die Peitsche und stellte sich an die Bande. Ich ging mit der Stute in die Mitte und fing an sie zu longieren. Auf einfaches Schnalzen ging sie im Schritt los, auf mehrmaliges Schnalzen trabte sie an, und auf Küsschen fing sie an zu galoppieren. Ich wärmte sie auf beiden Händen gut auf, ehe ich meine Cousine zu mir rief, damit sie die Stute festhielt. Ich legte die Peitsche weg und schnappte mir das Pad, an dem ich sie einmal riechen lies. Ohne groß zu zögern oder Theater zu machen, schmiss ich das schwere Pad mit einem Ruck auf ihren Rücken. Zwar sprang die Stute kurz zur Seite, reagierte jedoch nicht weiter darauf. "Braves Mädchen", lobte ich sie und nahm das Pad wieder runter. Ich fuhr nun damit an ihrem Bauch entlang, ebenso wie an den Beinen und am Hals, was ihr nun weniger ausmachte, da es nach ihr roch. Als sie das über sich ergehen lies, nahm ich den Sattel und lies sie auch daran riechen, ehe ich diesen auch mit schwung auf ihren Rücken warf. Erneut hüpfte sie ein wenig zur Seite, doch dann stand sie still. Quarter sowie alle Westernpferde waren was das Einreiten anging ziemlich hart im Nehmen. Ich nahm also nun doch vorsichtig den Sattelgurt und zog ihn an. Zunächst so, dass er gerade hielt. Alex sollte Face Down nun einige Runden im Schritt herumführen, ehe sie sich wieder vor mich stellte. Ich gurtete nach und sie ging erneut ein paar Runden. Diesmal sollte sie am Ende der Bahn auf mich zutraben, falls Face Down anfing zu buckeln oder wegzuspringen, sollte sie einfach die Longe durch die Hände gleiten lassen. Deshalb hatte die Stute ja noch ihr Halfter an. Doch es geschah nichts dergleichen. Face Down trabte neben ihr her. Zwar war sie sehr schnell unterwegs und hüpfte immer ein klein wenig nach vorne, wenn die Steigbügel an ihren Bauch klopften, doch sonst benahm sie sich.
    Als Alexis wieder mit der Stute vor mir stand, gurtete ich ein letztes Mal nach und schickte meine Cousine wieder an die Bande, damit sie dort wartete, denn ich würde die Stute jetzt noch ein wenig longieren, ehe ich erste versuche machte mich auf sie zu setzen. Im Schritt klappte das sehr gut. Ich konnte die Seiten wechseln wie ich wollte, sie lief fleisig vorwärts. Im Trab klappte auch alles, doch die große Überraschung kam beim Galopp. Ich trieb sie vorwärts und gab ihr mt meinr Stimme die passenden Hilfen. Doch auch nachdem sie nach drei Versuchen nicht angaloppiert war, tippte ich sie mit der Peitsche an der Kruppe an. Sie legte blitzschnell die Ohren flach an den Kopf, nahm diesen runter und buckelte wie wild los. Natürlich erschreckte sie sich jedes Mal, wenn die Steigbügel an ihren Bauch klatschten, doch auch das gehörte dazu. Ich lies einfach die Longe länger, so dass sie ihren Weg, welchen auch immer sie gehen wollte, vor sich hin buckelte. Als ich jedoch am Ende der Longe war und sie noch immer buckelnd in der Halle rumsprang, zog ich einmal mit aller Kraft die ich hatte an der Longe, so dass ich sie völlig aus dem Gleichgewicht brachte und sie aufpassen musste, dass sie nicht viel. So wie ich es mir erhofft hatte, stand sie nun total verduzt auf der Stelle und schaute mich an. "Tja Mädchen, das hättest du nicht gedacht, oder?", ohne dass sie lange verschnaufen konnte, nahm ich sie wieder kürzer und lies sie um mich herumtraben, ehe ich erneut Hilfen zum Galopp gab. Diesmal klappte es besser und ich hörte auch bald auf dieser Hand auf, ehe ich sie noch auf der anderen Seite galoppieren lies. Sichtlich erschöpft fiel sie in einen langsameren Galopp. Nun war der Zeitpunkt gekommen aufzuhören. Ich nahm ihr das Halfter ab und zog ihr die Trense an, ehe ich Alexis bat sie festzuhalten. Ich stellte mich neben die Stute und ging mit einem Fuß in den Steigbügel. Der Sattel rutschte etwas, weshalb ich nochmal nachgurtete. Dann machte ich das Ganze erneut. Ich stellte den linken Fuß in den Steigbügel und zog mich hoch. Ich wackelte etwas, ehe ich wieder abstieg und das Ganze nochmal machte. Dann schwang ich mein Bein rüber und saß im Sattel. Alexis schaute mich verwundert an, doch ich nickte nur. "Gib sie mir", befahl ich ihr und sie gab mir die Zügel. Diese nahm ich leicht an und schnalzte. Noch lies ich meine Beine komplett von ihrem Körper weg. Nachdem ich ein paar Runden so im Schritt geritten war, hielt ich sie an und versuchte das Ganze nochmal. Diesmal tippte ich sie jedoch mit meinen Fersen an. Sie legte zwar kurz die Ohren an, machte jedoch nichts weiter.Schließlich trabte ich sie an und ritt auch ein paar Runden, ehe ich sie angaloppierte. Natürlich sprang sie falsch an und wirkte etwas unbeholfen, doch sie machte sich ganz gut. Ich ritt sie also in die Mitte und stellte Alexis nun ihrer ersten großen Aufgabe. "Ich nehm sie an die Longe und du reitest sie im Schritt trocken", gab ich ihr den Befehl und stieg ab. Ich lobte die Stute ausgiebig und gab ihr auch ein paar kleine Lekerlis, ehe ich die Longe in die Trense einklickte und Alexis hochhalf, natürlich nicht ohne ihr meine Weste und meinen Helm gegeben zu haben. Sie lenkt die Stute nach außen und nutzt die gesamte Länge der Longe aus. Als sie fertig mit Trockenreiten war, kam sie wieder in die Mitte und stieg ab. Wir beide lobten die Stute ganz doll, ehe ich ihren Gurt etwas lockerte und wir sie in den Stall brachten. Da sattelte ich sie ab und Alexis war ihr die Decke auf und brachte sie weg. Ich räumte das Sattelzeug weg und ging dann zu Elena, um ihr zu erklären, wie weit wir gekommen waren und wie sie weitertrainieren musste. Bald darauf kam dann Alexis, wir verabschiedeten uns und fuhren nach Hause.
    6747 Zeichen, by Veija
    Western(Pleasure) Lk 5 auf LK 4 (E - A)​
    Heute war ich wieder auf dem Weg zu Sarah und ihrem Connemarahengst Stormbringer. Den Apfelschimmel kannte ich schon, denn ich hatte ihn vor ein paar Monaten der Reiinng trainiert. Heute und auch die nächsten Tage, sollte ich ihm die Pleasure ein wenig näher bringen. Pleasure heißt in dem Sinne "Vergnügen", weshalb wir bestimmt eine paar tolle Tage haben werden.
    Lächelnd fuhr ich auf Sarahs Hof auf, ehe ich meinen Wagen irgendwo parkte und aus dem Auto stieg. Die zierliche Dame begrüßte mich sogleich und zeigte mir direkt, wo ich Storm finden konnte. Heute wollte ich mich wieder ein wenig mit ihrm vertraut machen. Also holte ich ihn von der Weide und band ihn an seiner Box im Stall fest, ehe ich ihn gründlich putzte. Dann holte ich Longe und Peitsche, ehe ich mit ihm in die Halle ging. Zunächst wollte ich durch ausgiebiges Longieren erreichen, dass er langsam und losgelassen in allen Gangarten lief, und nicht vor sich hin raste.
    In der Halle angekommen, hakte ich die Longe an die linke Seite seines Halfters und lies ihn um mich herumgehen. Zunächst wärmte ich ihn im Schritt auf, ehe er antraben sollte. Das machte er auch ganz ordentlich, jedoch rannte er, wie ich befürchtet hatte, vor sich hin. "Ruuuuhig", sagte ich ein paar Mal, ehe er sichtlich langsamer trabte und schön den Rücken aufwölbte. Als ich damit zufrieden war, lies ich ihn angaloppieren und fand hier das Selbe Spielchen vor. Er galoppierte wahnsinnig schnell und hastig. Erneut versuchte ich ihn durch meine Stimme zu beruhigen, damit er langsamer lief. Doch er fiel ständig wieder in den Trab. Sichtlich verärgert biss ich mir auf die Unterlippe und galoppierte ihn wieder an. Diesmal sagte ich nur zweimal 'ruuhig' zu ihm. Nun wurde er langsamer, ohne gleich in den Trab zu fallen.
    Als ich zufrieden war, wechselte ich die Seite und hakte die Longe in der anderen Seite ein, ehe ich ihn wieder im Schritt um mich herumgehen lies. Die rechte Seite schien seine bessere Seite zu sein, weshalb ich mir jetzt mehr erhoffte. Nach einer Weile im Schritt, gab ich das Kommando zum Traben. Er war wirklich viel ruhiger, wölbte den Rücken auf und trat sehr schön unter. Schließlich galoppierte ich ihn an. Hier war das Selbe: Er lief viel ruhiger, wölbte den Rücken auf und trat schön unter. Ich hielt ihn an und lobte ihn, ehe er noch ein paar Runden im Schritt um mich herum gehen sollte, damit er ein wenig trocken wurde, denn er hatte ziemlich viel geschwitzt. Zufrieden brachte ich ihn in den Stall zurück, warf ihm eine Decke über und stellte ihn in die Box, ehe ich alles wegräumte. Morgen würde ich ihn dann reiten.
    Schon früh am Morgen war ich auf den Beinen, denn heute ging es ans Eingemachte. Ich frühstückte noch mit Sarah zusammen, ehe sie zu ihren Pferden ging und ich nochmal in meinem Zimmer verschwand, um mir meine Reitsachen anzuziehen. Ich schlüpfte in meine Schutzweste und zog meinen Helm an, ehe ich in den Stall zu Storm ging. Der Hengst brummelte mir leise entgegen und ich gab ihm eine Karotte, die ich mir aus der Futterkammer geholt hatte. Ich holte den Hengst aus der Box und band ihn an seiner Box an, ehe ich ihm die Decke abnahm und anfing zu putzen. Da er die ganze Nacht in der Box gestanden hatte, war ich damit relativ schnell fertig und konnte satteln. In der Sattelkammer überlegte ich jedoch etwas länger, was ich ihm raufschmeißen konnte. Ich entschied mich dann für ein grünes Pad und seinen normalen Westernsattel. Beides fand auf seinem Rücken seinen Platz, ehe ich mir eine einfache Wassertrense im Westernstil holte. Mir war es zu gefährlich, sofort auf Kandarre zu reiten. Ich schaute mich kurz um, ehe ich noch seine Bandagen mitholte, die ebenfalls in grün waren. Wieder bei ihm legte ich ihm Bandagen und trense an, ehe ich nochmal nachgurtete und dann in die Halle ging, wo ich nochmals den Gurt kontrollierte und mich dann in den Sattel schwang. Vom letzen Mal hatte er gelernt, weshalb er nun artig wartete, bis ich ihm die ersten Hilfen gab. Zunächst ritt ich ihn im Schritt ganze Bahnen, halbe Bahnen und Zirkel warm, ehe ich ihn antrabte. Natürlich trabte er wieder sehr schnell an, doch ich lies ihn zunächst einfach laufen, da er heute nur so von Energie protzte. Ich galoppierte ihn noch auf dem Zirkel an, ehe ich die Seite wechselte und wieder im Schritt anfing. Es folgte der Trab und schließlich der Galopp, ehe ich ihn anhielt und kurz lobte. Nun konnte die eigentliche Arbeit beginnen.
    Ich hielt den Hengst im Schritt auf der ganzen Bahn, ehe ich ihn antrabte. Ich nahm die Zügel kürzer, hielt jedoch meine Fersen fest am Bauch, so dass er nicht in den Schritt fiel sondern einfach langsamer weitertrabte. Natürlich war es kein Problem andere Pferde beim Turnier zu überholen, doch ich konnte das persönlich überhaupt nicht leiden, weshalb die Pferde, die ich trainierte, sich einfach angewöhnen mussten, langsam zu laufen. Nachdem er kaum schneller trabte als sein Schritt war, lobte ich ihn von oben, indem ich ihm den Hals klopfte und galoppierte ihn an. Natürlich sprang er schwungvoll nach vorne und galoppierte fleißig vor sich her, wie wir es bei unserem letzen Training trainiert hatten, doch das war heute fatal. Ich nahm die Zügel wieder viel kürzer, lies meine Fersen jedoch am Bauch, so dass er langsamer galoppieren musste. Natürlich war das viel anstrengender, wie sich einfach zu strecken und vor sich her zu springen, doch das war nicht Ziel der Übung. Nach einigen Runden hatte er sich damit abgefunden und ich parierte ihn zum Schritt durch, machte einen langsamen Spin und ging in die andere Richtung, stoppte ihn, ging 5 Schritte zurück und trabte ihn an, denn ich wollte nicht, dass das Training für ihn langweilig wurde. Nun ritt ich ihn also auf seiner besseren Hand, was ich deutlich daran merkte, dass er hier viel langsamer und schwungvoller trabte. Auch der Galopp war sehr viel losgelassener, wie auf der anderen Hand. Ich parierte ihn zum Schritt durch, ehe ich ihn wieder anhielt, einen langsamen halben Spin in die andere Richtung machte und ein paar Schritte zurückging. Dann trabte ich ihn an, parierte ihn wieder zum Schritt durch und lobte ihn ausgiebig. Wir hatten es fast! Nachdem ich ihn ein paar Runden trockengeritten hatte, sattelte ich ihn ab und stellte ihn wieder in die Box, ehe ich alles wegräumte und Sarah das Füttern des Hengstes überlies. Natürlich bekam er von mir noch ein Leckerli, ehe ich mich müde ins Bett legte. Morgen noch, dann wäre ich fertig mit der Arbeit mit ihm.
    Heute saß ich wieder schon früh im Sattel, schließlich musste ich ständig mit dem Gedanken spielen, dass meine Auszubildende mit meinen Pferden überfordert war und ich sofort heim müsste. Storm hatte anscheinend etwas Muskelkater, denn er lief generell langsamer als gestern, was jedoch nur positiv war. Er trabte langsamer, galoppierte langsamer an und lies sich leichter durchparieren. Heute würde ich eine einfache Pattern im Beisein von Sarah durchreiten, ehe sie sich auf ihn setzen konnte.
    Ich rief Sarah in die Halle und stellte mich an die Tür, in die Mitte der kurzen Seite. Dann trieb ich ihn zum Schritt an und trabte ihn kurz nach der Ecke die lange Seite entlang. In der Mitte der anderen Seite stoppte ich ihn und machte eine 360° Drehung, ehe ich ihn angaloppierte und einen halben Zirkel ritt. Am Punkt X gab ich die Hilfen zum Galoppwechsel und wir galoppierten auf der anderen Hand ebenfalls einen Zirkel, ehe wir in einigem Abstand paralell zur langen Seite einen schnelleren Galopp hinlegten. Ich hatte mir als Pattern eine Ranch Horse Pleasure ausgesucht, keine normale Pleasure, da ich fande, dass der Hengst darin ein wenig mehr Freude hatte, als in normalen Pleasures. Kurz vor der Kurve, nahm ich ihn im Galopp nochmal ein wenig zurück, so dass wir einen schönen halben Zirkel reiten konnten, ehe ich ihn gerade nach unten lenkte und wir kurz vor dem Punkt X nach rechts abbogen. Ich hatte ihn bis jetzt daran gehindert einen Galoppwechsel zu machen, da dies vorgeschrieben war. Nun parierte ich ihn zum Extendet Jog durch, so dass er gar keinen Galoppwechsel mehr machen musste. Kurz vor den Schrittstangen parierte ich ihn nun zum Schritt durch, ehe wir langsam über die Stangen gingen und vor der Pylone stoppten. Dann lenkte ich ihn 4 Schritte zurück, hielt kurz inne und lobte ihn ganz doll. Ich lächelte Sarah zu, die auf uns zukam und ihren Hengst ebenfalls lobte. Ich schwang mich aus dem Sattel und sie schwang sich hoch, ehe ich ihr ein paar Anweisungen gab. Sie ritt die selbe Pattern wir ich gerade und war sichtlich erfreut über die Fortschritte ihres Pferdes. Lächelnd verabschiedete ich mich, packte meine Sachen und fuhr dann nach Hause.
    8653 Zeichen, by Veija
    Galopprennen E auf A​
    Gelassen blickte ich auf mein Handy. Stelli hatte mich wieder angerufen, sie brauchte für eine Hannoveranerstute eine Aufstufung im Galopprennen. Natürlich konnte ich kein Pferd alleine auf die Rennbahn schicken, weshalb der Hänger schon angehangen und geöffnet war. Ich würde Jagger mit zu ihr nehmen, damit ihre Stute von Anfang an sofort eine Konkurrentin hatte. Jedoch konnte ich keine zwei Pferde reiten, weshalb ich meine Cousine angerufen hatte. Sie hatte auch sofort zugesagt und war schon auf dem Weg hierher. Sie würde meine Jagger reiten und ich das Pferd von Stelli- sofern diese Idee ihr zusagte, ein fremdes jedoch kerngesundes Pferd mit auf ihren Hof zu bringen.
    Während ich wartete, ging ich zu Jagger und machte sie für den Transport fertig. Ich hatte sie relativ schnell fertig gemacht, weshalb sie gerade im Hänger stand, als meine Cousine kam. "Hey Alexis!", begrüßte ich sie und umarmte sie überschwänglich. Vielleicht war sie eine Mögliche Kandidatin, hier auf den Hof zu ziehen und mir unter die Arme zu greifen, denn sie hatte mich schon lange nach einem Praktikum oder einer Ausbildung hier gefragt. Nun konnte sie einmal beweisen wie gut sie im Sattel war.
    Gesagt getan, wir schwangen uns ins Auto und fuhren zu Stelli. Die Fahrt verlief ohne Probleme, dauerte nur etwas länger als sonst, was wohl an dem Hänger samt dem Pferd lag. Bei ihr angekommen kümmerte sich Alexis um Jagger. Sie lud sie aus und sattelte sie am Hänger, während ich Stelli suchen ging und ihr mein Vorhaben erklärte. Sie fand es sinnvoll und zeigte mir wo die Stute stand. Jacarta fiel mir wegen ihres Kopfabzeichens sofort ins Auge, eine schöne Stute. Ich halfterte sie auf und sattelte sie, ehe ich mir ihr zum Hänger zurückging, wo Stelli sich mein Pferd anschaute. Jagger hatte für ein Englisches Vollblut schon eine seltsame Farbe, aber ich mochte die Kleine wirklich sehr gerne. "So Alexis, fangen wir an", sagte ich zu meiner Cousine und wir gingen zur Ovalbahn. Dort schwangen wir uns in die Sättel und gingen zum Aufwärmen ersteinmal zwei bis drei Runden Schritt, und trabten eine Runde. Alexis ging mit Jagger zu erst in die Startbox, ehe ich mit Jacarta folgte. Die beiden Pferde schienen sich jetzt schon zu mögen, weshalb die Stute nach kurzem Zögern doch in die Box ging. Stelli hatte sich bereiterklärt die Boxen zu schließen und das Startsignal zu geben. Jagger wusste natürlich dass sie losrennen sollte, sobald sich die Box öffnete. Ich vermutete, dass Jacarta da anderer Meinung wäre, doch dem war nicht so. Als Jagger mit einem Sprung aus der Box hüpfte, flogen Jaccies Ohren nach hinten und sie setzte ihr nach. Wir lagen zwar gute zwei Pferdelängen hinter Jagger und Alexis, doch schließlich war Jaggers Rasse für diesen Sport geboren und Jaccie nicht. Sie schlug sich dennoch ganz gut und holte minimal auf. Es war zudem etwas komplizierter ihr beizubringen, dass sie einfach so schnell laufen sollte wie sie konnte, da sie vom anderen Training her gewöhnt war, im langsamen Galopp zu laufen. Wir preschten durch die Ziellinie und Stelli klatschte kurz in die Hände. Wir ließen beide Pferde auslaufen, ehe wir zurück zu den Startboxen trabten. Einmal würde natürlich nicht reichen. Jaccie schnaubte einmal und schüttelte ihren Kopf, ehe ich sie erneut in die Startbox lenkte. Alexis wartete bis ich drin war, ehe sie reinging. Gut, dachte ich mir. Jaccie hatte keine Angst vor den engen Startboxen. Erneut ging die Startbox auf und Jaccie stürmte als erste nach vorne. Ich hatte Alexis ein Handzeichen gegeben, sie solle Jagger zurückhalten, was sie auch tat. Jaccie blickte einmal kurz nach hinten, doch sofort zog ich ihren Kopf rum. Sie sollte aufpassen, wo sie hinlief. Jagger gefiel es zwar nicht, dass sie nicht wirklich laufen durfte, doch auf ein Zeichen von mir durfte sie es schließlich und ich sah aus dem Augenwinkel, wie sie sich uns näherten. Natürlich trieb ich Jaccie mehr und mehr an, denn auch sie hatte Jagger und Alexis bemerkt. Ihr zuvor relativ kleinen Galoppsprünge wurden immer größer und sie versuchte schneller zu werden, bis wir schließlich doch als erste ins Ziel kamen. Das würde Jaccie beim nächsten Start helfen, wenn sie einmal in einem richtigen Rennen startete. Ich klopfte freudig ihren Hals und lobte sie ganz doll. Da Stelli noch bei uns stand, bekam sie von ihr auch ein Lekerli, ehe sie die Stute auch übernahm. "Ich mach das, du hast bestimmt noch zu tun", meinte sie zu mir und schaute einmal kurz zu Alexis, ehe sie sich von uns verabschiedete und mit ihrem Pferd in den Stall ging. "Das hat doch gut geklappt!", sagte ich zu meiner Cousine und lobte meine Stute Jagger ausgiebig, ehe wir sie zusammen absattelten, ihr die Decke auflegten und sie einluden. dann setzten wir uns ins Auto und fuhren zurück zum Hof. Wir hatten einiges zu besprechen.
    4811 Zeichen, by Veija
    Military E auf A​
    Heute war ich mal wieder auf dem Weg zu Stelli. Ich hatte sie mittlerweile wirklich liebgewonnen, da ich beinahe jede Woche einmal auf ihren Hof fuhr. Heute hatte ich meine Cousine nicht dabei, denn ich sollte Stellis Deutsches Reitpony Silverangel in Military auf die nächsthöhere Stufe bringen. Da Military oder Eventing, wie es heute genannt wurde, absolut nicht zu meinen Stärken gehörte, musste ich mich heute wirklich konzentrieren und hatte keine Zeir, eine zweite Person zu beschäftigen.
    Bei Stelli angekommen, begrüßte ich sie wie jedes Mal überschwänglich und sie zeigte mir sogleich ihre Stute. Es war ein schönes Pferd, und wir würden uns sicher schnell anfreunden, da ich sie im nächsten Monat wieder besuchen würde, um sie in Springen zu trainieren. Ich halfterte sie also auf und brachte sie in die Stallgasse, um sie zu putzen. Damit war ich relativ schnell fertig, doch bevor ich sie sattelte, wollte ich ihre Kontidion testen und schnappte mir die Longe und die Peitsche, ehe ich Besagte in ihr Halfter einharkte und in die Halle ging. Dort wärmte ich sie auf beiden Seiten im Schritt und Trab auf, ehe ich sie angaloppieren lies und den Zirkel immer weiter vergrößerte, bis sie schließlich an der ganzen Länge der Longe galoppierte. Nach einiger Zeit nahm ich ihn zurück und wechselte die Hand. Dort lies ich sie wieder lange galoppieren, ehe ich sie erneut zurücknahm und aus der Halle führte, ehe ich sie in der Stallgasse anband und sattelte. Das erste was wir üben mussten waren ein paar Sprünge der Klasse A. Zwar hatte er im Springen diese Klasse schon erreicht, doch bevor ich auf die Strecke ging, wollte ich doch einmal versuchen wie sicher er war. Demnach baute ich ein paar Hindernisse der Klasse A auf und fing an ihn nochmal ein wenig aufzuwärmen. Er hatte inzwischen etwas verschnauft und atmete wieder normal, weshalb ich ihn wieder fordern konnte. Nach ein paar Galopprunden ritt ich ihn auf einen Steilsprung zu, den er solide nahm und auch ordentlich wieder aufkam. Das nächste Hindernis war eine Trippelbarre, die er auch locker nahm. Er berührte zwar mit einem Hinterhuf die letzte Stange, doch sie blieb liegen.
    Das letzte Hindernis was ich aufgebaut hatte war eine dreifache Kombination. Den ersten Sprung nahm er locker hin, beim zweiten musste er etwas kämpfen und den dritten warf er ab. Das würden wir gleich nochmal versuchen,doch zu erst sprangen wir erneut den Steilsprung, damit er sich gleich auf die dreifache besser konzentrieren konnte. Zum Glück betrat gerade ein anderes Mädchen die Halle, die mir netterweise die Stange wieder drauflegte. "Danke!", sagte ich herzlich und galoppierte die Stute wieder an. Das erste Hindernis klappte wieder locker, beim zweiten trieb ich sie mehr an. Sie packte es auch und beim dritten tat sie sich wieder etwas schwerer. Ich trieb sie jedoch weiter nach vorne, so dass sie gar keine Zeit hatte groß nachzudenken und sie sprang ab. Ich setzte mich in den leichten Sitz und wir flogen nur knapp über die Stange- doch sie blieb liegen. Ich lobte Silverangel ganz doll und wollte absteigen um die Hindernisse abzubauen, doch das Mädchen brauchte sie noch beziehungsweise würde sie ein wenig umbauen für ihre Springstunde. Damit war ich natürlich mehr als zufrieden, weshalb ich raus auf die Geländestrecke ritt. Ich hatte Glück, dass gerade Hindernisse der Klasse A aufgebaut waren, denn so konnte ich sofort loslegen. Damit die Stute die Strecke kennenlernte, ging ich sie zu erst im Schritt und Trab ab. Es gab nur ein Hindernis was ihr Sorgen bereitete: das war der Tiefsprung, den ich sie im Trab runtergetrieben habe. Doch das würde sich mit der Zeit legen, wenn sie begriffen hate, was sie machen sollte.
    Ich startete also von vorne und galoppierte ersteinmal eine lange Gerade entlang, ehe ich auf das erste Hindernis zuritt. Es war eine einfache Hecke die sie überspringen musste, was sie auch mit Leichtigkeit tat. Normal sollte das Pferd in der Klasse A ca 520m die Minute galoppieren, doch ich durchlief den Parcours mit ungefähr 400 Metern die Minute, da das ja alles Neuland für die Stute war. Die Hindernisse die uns auf dem Weg begegneten waren kein Problem für die Stute. Das nächste schwierigere war der Wassergraben, der ihr Angst zu machen schien. Trotzdem galoppierte ich sie darauf zu und trieb sie immer weiter vorwärts, obwohl sie zögerte. Die letzen Sprünge vor Wassergraben waren raumgreifender und schneller. Als sie absprang, setzte ich mich in den leichten Sitz um ihr zu helfen, besser über den Sprung zu kommen. Ich schaute kurz nach unten und sah, dass sie mit den Vorderbeinen Gras unter den Hufen hatte, die Hinterhufen jedoch das kühle Nass trafen. Sie erschreckte sich und machte einen Satz nach vorne, doch das schlimmste war geschafft. Es fehlte nurnoch der Tiersprung, auf den ich sie hinlenkte und immer weiter nach vorne trieb. Die Stute galoppierte nicht mehr richtig sondern fing an vor sich hinzuhüpfen, bis ich ihr klar den Befehl gab nach vorne zu laufen, was sie dann auch tat. Etwas unsicher aber zielstrebig sprang sie den knappen Meter nach unten und das Wasser spritzte nur so an ihr hoch. Sie erschreckte sich wieder und buckelte aus dem Graben heraus, doch ich lobte sie ganz doll für ihren Mut, den sie ganz sicher bewiesen hatte. Es waren noch 2 Hecken vor uns, die sie locker sprang, ehe ich sie zurück zum Stall ritt und fertig für die Box machte. Zum Schluss sagte ich Stelli noch was wir heute erreicht hatten und wie sie die Stute weiter trainieren sollte, ehe ich mich ins Auto setzte und nach Hause fuhr. In ein paar Tagen würde man sich wiedersehen.
    5600 Zeichen, by Veija
    Western(Reining) Lk 3 auf LK 2​
    Kaum war ich bei Stelli fertig war ich auch schon auf dem Weg zu Elena. Gestern hatte ich ihr ein Pferd eingeritten und heute sollte ich meiner Lieblingsaufgabe nachgehen können: Sie wollte, dass ich ihren Quarter Horse Hengst General Jack von LK 3 auf LK 2 trainierte. Während der Autfahrt ging ich eine Pattern im Kopf durch. Da der Hengst die Manöver der Reining schon beherrschte, musste ich das Ganze nur schnell, präzise und genau abrufen. Bei ihr angekommen, fand ich sie bei dem Hengst, der schon geputzt und gesattelt dort stand. "Danke dir!", sagte ich zu und schnappte mir sofort den Hengst, um in die Halle zu gehen. Mittlerweile hatte ich mir eine Pattern ausgedacht, die ich schon einmal bei einem Turnier geritten bin. Es war eine Limited Open Chamionchip Pattern, die es in sich hatte. Ich ritt den Hengst zu erst im Schritt und Trab warm, ehe ich noch ein paar Runden galoppierte und mich dann an den Eingang der Halle stellte, denn dort würde die Prüfung beginnen. Doch nun viel mir ein, dass ich das Wichtigste vergessen hatte. Ich stieg ab und gab dem Hengst den Befehl stehenzubleiben, ehe ich mir 6 Pylonen schnappte und 3 im gleichen Abstand rechts und links hinstellte. In der Mitte rechts und links eine, und die anderen 4 jeweils im gleichen Abstand vorne und hinten an die Halle. Dann ging ich zu ihm zurück. Er hatte brav gewartete und ich lobte ihn einmal kurz, ehe ich mich in den Sattel schwang und ihn mit Küsschengeräuschen in den Galopp brachte. Wir galoppierten im vollen Tempo zwischen die mittlere und die hintere Pylone, ehe ich ihn stoppte und er wunderschön mit der Hinterhand untertrat und über den Boden schlitterte. Er war noch nicht ganz zum Stehen gekommen, als ich mich schon nach hinten lehnte und schnalzte, damit er zurücklief. Bei der mittleren Pylone stoppten wir und er konnte kurz verschnaufen, ehe ich Hilfen zum Spin gab. Zu erst 4 Drehungen nach rechts, dann 4 1/4 Drehungen nach links. Nach einer kurzen Pause galoppierte ich ihn an und wir liefen auf der linken Hand zu erst einen kleinen langsamen Zirkel und dann drei große Schnelle, ehe wir am Punkt X einen Galoppwechsel machten einen großen schnellen Zirkel, doch wir vervollständigten diesen nicht, sondern galoppierten an der rechten Hallenseite geradeaus und stoppten kurz vor der dritten Pylone. Sofort gab ich Hilfen zum Rollback, den er sofort rechtsrum sprang und aus diesem Schwung angaloppierte. Wir galoppierten wieder einen schnellen großen Zirkel auf der linken Hand, doch schlossen ihn erneut nicht. Am Ende der kurzen Seite der Halle galoppierten wir wieder eine Gerade, wo ich ihn erneut stoppte und sofort Hilfen zum Rollback gab. Diesen sprang er sogleich links rum, ehe wir den letzten halben Zirkel auf der linken Hand galoppierten, ehe wir erneut auf der Geraden waren und den letzten Sliding Stop hinlegten. Als der Hengst stand, lobte ich ihn ganz doll und stieg ab. Er war wirklich gut zu reiten und reagierte präzise auf meine Hilfen. Nun kannte er schon eine Patttern, die er in der Leistungsklasse 2 beziehungsweise M laufen musste. Ich räumte die Pylonen weg und brachte ihn in den Stall, in dem Elena schon auf mich wartete. "Es hat alles super geklappt und er kann ab sofort in der Leistungsklasse 2 beziehungsweise M starten!", sagte ich ihr und erkannte ein Lächeln auf ihrem Gesicht. Sie übernahm den Hengst und ich verabschiedetete mich von mir, ehe ich mich ins Auto setzte und nach Hause fuhr.
    3443 Zeichen, by Veija
    Dressur L auf M​
    Ich freute mich gerade auf meinen wohlverdienten Feierabend, als ich noch einen Anruf bekam. Jenny nahm meine Dienste in Anspruch, und das am Besten noch heute. Es ging um einen ihrer Andalusier, den ich in Dressur von der Stufe L auf die Stufe M bringen sollte. Ich schaltete mein Navi um und fuhr dann zu ihr. Vage hatte ich den Weg noch in Erinnerung, als ich ihr Pferd Darkness trainiert hatte. Bei ihr angekommen schaltete ich den Motor aus. Es dämmerte schon so langsam, weshalb ich mich nach der Reithalle umsah. Natürlich fand ich auf ihrem Hof eine. Also brauchte ich mir keine Sorgen zu machen, im Dunkeln reiten zu müssen. Ich ging zum Haupthaus und klingelte. Niemand da. Also ging ich einfach in den Stall und fand Jenny schon an der Box von Maris. "Hey", begrüßte ich die junge Dame und schaute mir gleich den schicken Apfelschimmelhengst an. Es war wirklich ein prächtiges Tier, der wahrscheinlich genauso schön laufen konnte wie seine Ausstrahlung war. Ich halfterte ihn auf und holte ihn aus der Box um ihn zu putzen. Er war sowieso schon ziemlich sauber, weshalb ich schnell seine Schabracke und seinen Dressursattel auf seinem Rücken hatte. Ich gurtete an und zog ihm noch an alle vier Beine Bandagen und vorne Sprungglocken an, da mir das einfach sicherer war. Ich gurtete nochmals nach und zog ihm dann die Kandarre an. Ich war kein Freund von Dressurkandarren, sondern eher von den Westernkandarren, da ich nicht gerne so viel in der Hand hatte. Aber mittlerweile kam ich immer besser mit dieser Anforderung klar. In der Halle angekommen, zog ich meinen Helm an und gurtete nochmal nach, ehe ich mir auch die Sporen anzog und mich in den Sattel schwang. Marsi war wirklich riesig im Vergleich zu meinen Westernpferden. Ich begann ihn im Schritt, Trab und Galopp warmzureiten, ehe ich mit den ersten leichteren Übungen anfing. Natürlich mussten wir zu erst einiges aus der L- Dressur wiederholen, ehe wir uns an die M- Elemente wagen konnten. So gingen wir zu erst ganze Bahnen im Schritt, Mittelschritt, Trab, Arbeitstrab, Mitteltrab, versammelten Trab, Galopp, Arbeitsgalopp, Mittelgalopp und versammelten Galopp. Der Hengst kannte dies natürlich alles, weshalb es für ihn ein leichtes war, das umzusetzen. Auch einfache Übungen waren das Halten aus dem Schritt und Trab, sowie die Übergange zwischen Schritt und Trab, Trab und Galopp sowie Schritt und Galopp. Wir ritten noch ein paar Zirkel im Galopp, ehe wir uns an ein paar einfache Galoppwechsel wagten, die für den schon erfahrenen Hengst auch kein Problem darstellten. Er beherrschte sowohl Kehrtwendung auf der Vorder- sowie auf der Hinterhand. Zum Schluss der L- Figuren übten wir Schlangenliniern durch die Bahn mit 3 Bögen und einfachen Galoppwechseln. Auch das klappte sehr gut, so dass wir uns nun an die M-Elemente wagen konnten. Zu erst ging es an die verstärkten Gangarten. Dazu fingen wir im Schritt an. Ich ritt ihn ganz normal und trieb ihn dann mit den Sporen vorwärts, während ich an der Zügelhaltung nichts veränderte. Er hatte sofort begriffen und fing an im schnelleren Schritt zu gehen. So weit so gut, dachte ich mir und trabte ihn an. Dort machte ich das Selbe nochmal und er trabte im starken Trab ganze Bahnen, ehe ich ihn angaloppierte und es nochmal versuchte. Das war wirklich nicht schwer und er hatte schnell begriffen. Eine weitere Übung war das Halten aus dem Galopp. Dafür versammelte ich ihn soweit, dass er kaum schneller galoppierte als wenn er trabte. Dann hielt ich ihn an. Zu erst war er etwas verwirrt, doch nach ein paar Mal probieren schien er begriffen zu haben. Eine weitere Lektion waren Traversalen, an die wir uns jetzt wagten. Dafür ritt ich ihn in die rechte Ecke und lenkte in dann minimal quer, sodass er sich etwas nach links bewegte. Mein linkes Bein lag nun eng an seinem Bauch und mein rechter Fuß mit der Spore tippte ihn immer wieder an. Das ganze machten wir im Trab, da mir das einfacher erschien als im Schritt. Der Hengst schien wirklich schnell zu begreifen und kreuzte die Beine, bis wir in der oberen linken Ecke angekommen waren. Das Ganze machten wir nochmal in die andere Richtung, ehe ich es im langsamen Galopp versuchte. Zwar sah das Ganze noch etwas holprig aus, doch schließlich konnte ich Jenny nicht die ganze Arbeit abnehmen, etwas musste ja noch für sie übrig bleiben. Ich lächelte kurz über das Talent des jungen Hengstes und hielt ihn am Punkt X an, um ihn zu loben. "Braver Junge!", sprach ich und klopfte seinen Hals. Die letzte Übung die ich heute versuchen wollte, waren Fliegende Galoppwechsel. Dazu ritt ich ihn in eine Ecke und fing an große Zirkel zu galoppieren. Jedes Mal wenn wir am Punkt X vorbeikamen gab ich Hilfen zum Galoppwechsel. Zunächst musste der Hengst immer wieder nachspringen, doch nach ein paar Versuchen klappte das auch besser und er konnte ab und an sauber umspringen. Nach einiger Zeit hielt ich ihn an, denn er war ganz außer Atem. Lange saß ich auf seinem Rücken und lobte ihn, ehe ich abstieg und ihn fertig machte um in die Box zu stellen. Jenny hatte mich aus dem Stall beobachtet und war sehr zufrieden mit meiner Arbeit. Ich erklärte ihr noch wie sie ihn weiter trainieren sollte, ehe ich mich verabschiedete und nach Hause fuhr.
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    Dressur E auf A​
    Heute hatte ich mir etwas ganz besonderes überlegt. Da Alexis ja ab sofort ständig auf dem Hof herumlungerte und nichts zu tun hatte, da sie an die meisten Pferde von mir nicht ran gehen durfte beziehungsweise konnte, weil sie nicht die Erfahrung hatte, wollte ich sie heute mit zu Jenny nehmen, damit sie mir die Pferde warm ritt. Ich sollte heute 2 und morgen 3 ihrer Pferde in Dressur trainieren, und zwar von der Stufe E auf die Stufe A. Ich stand an meinem Auto und überlegte, als mein Handy klingelte. "Aaah, Alexis, gut dass du anrufst. Komm mal zum Auto auf dem Hof", befahl ich ihr ohne sie ausreden zu lassen und schon kam sie mit Bella an der Hand um die Ecke geschnitten.Skeptisch betrachtete ich die Beiden, ehe ich dann doch lächelte. "Bring Bella bitte auf die Koppel und zieh dich um, ich fahr Pferde trainieren und brauch dich als Reiter, hast du Lust?", fragte ich sie und war froh, dass ich Bellas Halfter in dem Moment in der Hand hatte, denn bei den lauten Quietschtönen die Alexis von sich gab, hüpfte Bella zur Seite und blickte sie mit angelegten Ohren an. "Ist gut Mädchen, alles ok", pflegte ich ihr bei und war meiner Auszubildenden einen bösen Blick zu. "Leise", gab ich ihr als Befehl wieder und blickte sie nun doch lächelnd an. "Also was ist? Bella soll auf die Koppel und steht noch immer hier...", sagte ich ihr dann und sah, wie sie sich Bellas Strick schnappte und zur Koppel lief. Ich musste lachen als ich sah, wie angesäuert Bella über diesen Sprint war, doch sie stand ja gleich auf der Koppel. Kaum stand diese dort hüpfte Alexis jodelnd weg. Bella brauchte nur eine Sekunde, ehe sie schreckhaft wie ein junges Reh davon sprang und wild buckelnd über die Weide preschte und mir die anderen Pferde nervös machte. Ich zischte und ging an die Koppel, Alexis war sich ja eh umziehen. "Bella!", schrie ich über die Koppel gefolgt von einem "Whoa". Doch natürlich hörte die Stute nicht. Ich seufzte und kletterte über den Zaun und ging hinter ihr her, ehe ich sie in eine Ecke gelenkt hatte. "Gib dich Mädchen", fauchte ich sie an und sie blickte mich nur mit ihren Kulleraugen an. Normalerweise wäre es süß gewesen, doch ihre angelegten Ohren machten den Anblick alles andere als süß. Doch sie kam auf mich zu und lies sich streicheln. Ich verließ die Koppel und setzte mich ins Auto, in dem Alexis auch schon saß. "Das nächste Mal passt du auf. Sie hat mir die ganze Koppel wuschig gemacht und das alles nur, weil du deine Gefühle nicht im Zaum halten kannst", tadelte ich das junge Mädchen, die verletzt zu Boden schaute. Ich startete den Wagen und wir fuhren endlich los. Nach einiger Zeit waren wir auch endlich bei Jenny angekommen und wir stiegen aus, sagten ihr kurz Hallo und ließen uns zeigen, wo die beiden Pferde standen. Heute würde es um Black Star, eine Friesenstute, und Araña, eine Pura Raza Españolastute gehen. Die Friesenstute war schon sagenhafte 16 Jahre alt, weshalb ich Alexis befahl sie fertig zu machen. Die spanische Stute war um einiges jünger, weshalb ich mich lieber selbst um sie kümmerte. Wir holten beide von der Koppel und putzten sie, ehe wir sattelten und in die Halle gingen. Ich hatte erst überlegt Alexis auf den Platz zu schicken, doch ich hatte es lieber, wenn ich sie im Blickfeld hatte. Schließlich wusste ich noch nicht genug über ihre Reitweise und wir ritten zwei fremde Pferde, was das Ganze nochmal gefährlicher machte, als es so schon war.
    Ich schwang mich also auf den Rücken der Spanierin und sie auf den Rücken der Friesin. "Wärm die Stute erst einmal im Schritt und Trab auf, warte mit dem Galoppieren bis ich auch soweit bin", gab ich ihr Anweisungen und fing an meine Stute aufzuwärmen. Mir fiel sofort auf, wie sie versuchte, möglichst korrekt zu laufen und genau das zu machen, was ich wollte. Einmal wollte ich durch die Länge der Bahn wechseln, als sie von sich aus mit Traversalen anfing. Vielleicht durfte ich diese Stute ja weiter trainieren, dann hatte ich bestimmt noch so manche Freuden an dem hübschen Tier. Als wir beide Pferde im Schritt und Trab ausreichend gymnastiziert hatten, nickte ich ihr zu, so dass sie außen um mich herum galoppierte. Ich galoppierte die junge Stute ebenfalls an und hielt mich eher im inneren der Halle auf. Sie sprang sehr raumgreifend, weshalb ich nach knapp zwei Runden wieder aufhörte. Sie hatte einfach noch zu viele Probleme mit ihrem Gleichgewicht, als dass ich sie hätte kleine Runden galoppieren können. Als Alexis dann fertig war und ich die ganze Größe der Halle nutzen konnte, sah das wiederum ganz anders aus. Ich parierte sie irgendwann durch und fing dann mit den ersten Aufgaben an, die ich Alexis auch erklärte und die sie mit Black Star übte. Die Übungen waren sehr einfach für mich und auch Alexis, und die Pferde kannten das Meiste davon auch schon. So zum Beispiel den Übergang vom normalen Schritt zum mittleren Schritt. Dazu nahm ich die Zügel vorne an und trieb mit den Fersen. Die Spanierin trabte zu erst an, doch ich nahm sie zurück und machte das ganze so lange, bis sie im Schritt einfach schneller ging. Dann lies ich die Zügel etwas gehen und das wars auch schon. Das Selbe versuchte ich ihr im Trab und im Galopp klar zu machen, was auch sehr gut klappte. Ich sah zu Alexis rüber, doch auch sie hatte keine Probleme damit. Als nächstes übten wir das Halten aus dem Schritt und aus dem Trab. Im Trab mussten wir etwas kämpfen, doch nach einiger Zeit hatten wir auch das im Griff. Alexis mit der erfahreneren Stute brauchte ich nur aus dem Augenwinkel zu beobachten, dass ich wusste, dass alles glatt lief. Das junge Mädchen konnte eben doch sehr gut mit Pferden. Die nächste Übung war Leichttraben, ehe ich trabe und das aussitzen übte. Einmal schmiss die Spanierin ihren Hintern in die Luft um mir zu zeigen, dass sie das gar nicht toll fand, wenn ich ihr einfach die ganze Zeit im Rücken hing, doch da musste sie durch. Ich wollte jedoch nicht zu lange üben, da dies schädlich für den Rücken ist- zumindest wurde mir das mal gesagt. Das Training neigte sich fast dem Ende. Ich teilte die Halle imaginär in der Mitte, so dass Alexis nun die rechte und ich die linke Hälfte hatte, denn nun ritten wir beide Zirkel, weshalb wir den Platz brauchten. Zu erst im Schritt, dann im Trab, und dann im Galopp. Zum 'durch den Zirkel wechseln' parierten wir beide jedoch wieder zum Trab durch, da Galoppwechsel in dieser Klasse noch nicht gefragt wurden. Alles klappte wie geplant, weshalb wir nun zu der letzten Übung für diese Trainingseinheit kamen. Den Schlangenlinien, welche wir erst im Schritt und dann im Trab ritten. Ich wies Alexis an ihre Friesin trocken zureiten, während ich noch etwas versuchte. Die Spanierin kam mir so talentiert vor, weshalb ich die Schlangenlinien einmal im Galopp versuchte. Ich probierte dieses mal nur mit zwei Bögen, damit sie genug Platz hatte. Sie sprang sofort richtig an und als ich sie wieder zurück nach links lenkte, sprang sie zu meiner großen Verwunderung um. Ich war sichtlich begeistert von diesem Naturtalent, dass ich sie als wir wieder an der Bande ankamen sofort anhielt und lobte. Dann ritt ich sie trocken und übergab sie Alexis, damit sie sie absattelte und in die Box brachte. Ich ging mit Black Star die ganzen Übungen nochmal von vorne durch, damit ich mir auch sicher sein konnte, dass sie begriffen hatte. Das hatte sie aber auch, weshalb auch sie schnell wieder in ihrer Box stand.
    Zum Schluss gingen wir noch zu Jenny um ihr von unseren Erfolgen zu berichten. Ich erklärte ihr stolz, was ihre Spanierin schon konnte und dass ich mich sehr darüber freuen würde, sie in der Dressur weiterzubilden, da sie wirklich ein Naturtalent war.
    Nach einem langen Gespräch und schließlich einer glücklichen Besitzerin fuhren Alexis und ich nach Hause. Schon morgen würden wir wieder auf Jennys Hof sein und die anderen drei Friesen trainieren.
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    Western(Working Cowhorse) LK 5 auf LK 4​
    Heute war ich mal zu einem etwas anderen Auftrag unterwegs. Ich sollte Esnare the Sun in Working Cowhorse ausbilden. Nicht alle Pferde waren dazu geeignet, weshalb ich natürlich mit vollem Elan bei der Sache sein würde und auch schon etwas organisiert hatte. Ich hatte Fynja gesagt, sie solle mit der fertig gesattelten Stute auf dem Hof stehen. Als ich auf den Hof auffuhr, sah ich sie auch schon. Ich stieg aus und wir begrüßten uns kurz, ehe wir die Stute einluden. Ich hatte einen Amerikanischen Trailer, in den man Pferde gesattelt stellen konnte.
    Unser Ziel war eine nahe gelegen Halle, in die ich ein paar Rinder gestellt hatte. Ein Freund von mir hatte mir geholfen die Tiere hierher zu bringen. Er saß auch als Turnback-Rider auf einem seiner Pferde, um mir zu helfen- es waren auch seine Rinder. Gemeinsam mit Fynja lud ich die Stute aus dem Trailer und brachte sie in die Halle. Missmutig beäugte sie die Rinder. Doch daran wagten wir uns noch gar nicht. Ich wollte sie zu erst einfach ein wenig im Beisein der Tiere longieren. David sollte nur aufpassen, dass keines an die Stute rankam. Wenn sie sich jetzt schon zu Tode erschrecken würde, hätte niemand Etwas gewonnen. Das Longieren klappte allerdings sehr gut, auch wenn sie etwas stocken und misstrauisch lief. Fynja hatte es sich auf der Bande bequem gemacht und fing die Longe, die ich ihr zuwarf ehe ich mich in den Sattel schwang. Zunächst ritt ich ein paar einfache Bahnfiguren, um sie lockerer zu machen, ehe ich sie frontal auf die Runder zusteuerte und eines sich einfach provokant vor sie stellte. Das war hart, für die unerfahrene Stute und David war schon auf dem Weg, um es wegzutreiben. "Lass..", sagte ich knapp und trieb die Stute vorwärts. Sie sollte lernen, dass die Rinder vor ihr weichen sollten, auch wenn das hier alles andere als der optimale Einstieg war, so war ich dennoch voller Zuversicht, dass sie das schaffen würde. Zu meiner Verwunderung ging sie wirklich langsam vorwärts, blieb dann aber ruckartig stehen und scharrte einmal stark mit einem der Vorderhufen. Erschrocken sprang das Rind weg und wollte rechts an ihr vorbei. Ich nutzte die Chance, lenkte sie nach rechts und drückte mein linkes Bein feste in ihren Bauch. Erschrocken sprang sie nach rechts und blockierte dem Rind den weg, welches abdrehte und im 90° Winkel von uns weglief. Sofort gab ich Sunny passende Hilfen, damit sie ihm nachgaloppierte, was sie dann auch tat. Stoppen konnte die Stute schon ein wenig, weshalb ich das auch ausnutzte und etwas machte, was wohl nicht so gern gesehen war. Doch so trainieren vor allem die Amerikaner ihre Pferde: Das Rind lief parallel zu uns. Ich nahm die Zügel ein ganzes Stück kürzer und in zwei Hände, ehe ich den linken Zügel ruckartig nach hinten zog, so dass sie ihren Kopf stark nach links beugte, ehe ich gleichzeitig die Hilfen zum Stop gab. Esnare schlitterte also quer vor das Rind, welches erschrocken stehen blieb und genau in die andere Richtung lief. Nun war ich wirklich überrascht. Ohne auch nur den Ansatz von Hilfen sprang Esnare dem Rind hinterher und drängte es an die Bande, ehe ich ihr wieder half, es in die andere Richtung zu treiben. Ich nickte David zu und er übernahm, so dass ich zu Fynja reiten konnte. "Sie ist ein Naturtalent!", sagte ich ihr freudig und schwang mich von ihrem Rücken. Ich hielt Fynja die Zügel hin. "Hier, versuch mal. Sie macht vieles von selbst. Halt dich nur fest und fall nicht runter!", mahnte ich sie lächelnd und half ihr in den Sattel. Esnare the Sun und Fynja waren ein tolles Team, weshalb ich beschloss, David, Sunny und Fynja noch ein wenig weiter trainieren zu lassen. Esnare durfte nun in der LK4 starten. Somit war mein Ziel erreicht. Lächelnd verabschiedete ich mich von Beiden und setzte mich in den Wagen. David würde Esnare und Fynja nachher heimbringen, weshalb sie meinen Hänger nicht mehr brauchten und ich nach Hause fuhr.
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    Western(Reining) LK 2 auf LK 1​
    Freudig schaute ich auf meinen Terminkalender. Ich würde heute wieder den schicken Quarter Hengst Possy von Jessica Rheinburg reiten. Ich war wirklich gespannt, wie er sich entwickelt hatte, da ich ihn heute schon in die LK1 bringen durfte.
    Auf dem Hof von Jessica angekommen wartete sie schon auf mich und begrüßte mich lächelnd. "Hallo", sagte ich und umwamrte sie kurz. "Wie gehts dir?", fragte ich sie dann, worauf ich die Antwort: "Ach, ganz ok", bekam. Wir quatschten noch ein wenig weiter und verquatschten uns dann. Lachend sah ich auf die Uhr. "Ich müsste dann doch mal, hab einen engen Terminplan", sagte ich und ging zur Koppel. Jessica hatte, wie ich, die Pferde das ganze Jahr am Tag auf der Koppel, was auch gut für die Tiere war. "Poooooossy", rief ich einmal laut und pfiff. Sachte hob der Hengst den Kopf und kam misstrauisch auf mich zu. "Na, kennst du mich noch?", fragte ich ihn und zog ein Leckerli aus meiner Tasche, denn ich wusste ja, wie schreckhaft und scheu er gegenüber Fremden war. Doch sein Verhalten mir gegenüber war schon viel besser, als das letzte Mal, weshalb ich ihn doch recht schnell aufhalftern und in den Stall bringen konnte. Dort nahm ich ihm die Decke ab und seufzte erstmal. "Dreckiges Ponylein", säuselte ich und nahm das Putzzeug, um ihn wieder sauber zu schrubben, was definitiv länger dauerte, als ich gedacht hatte. Doch nachdem ich ihn sauber hatte, war er doch recht schnell gesattelt und wir gingen in die Halle, da es draußen schon wieder dunkel wurde- leider. Ich sehnte mich so zum Sommer.
    In der Halle angekommen überlegte ich kurz, ob ich longieren sollte, entschied mich aber dagegen, da er den ganzen Tag hatte auf der Koppel toben können. Das Aufsteigen hatten wir ja im letzten Training geübt, weshalb er brav stehen blieb, bis ich ihm ein Kommando gab. Dann ging er im Schritt ganze Bahnen auf der rechten und linken Hand, sowie im Trab. Bevor ich galoppierte übte ich Schlangenlinien und Traversalen im Schritt und Trab. Das Ganze baute ich dann so weit aus, dass er seitwärts über eine imaginäre Stange ging. Natürlich nur im Schritt, da man das nicht im Trab machte und der arme Junge sich die Beine brechen würde. Dann fing das eigentliche Training an und ich würde diesmal nicht nachgeben, denn er sollte bald in der höchsten Klasse laufen, da durfte er sich keine Fehler mehr erlauben.
    Zu erst waren Spins dran, an die ich wieder langsam ran ging. Ich stoppte ihn aus dem Trab einfach irgendwo in der Halle und lies ihn kurz verschnaufen, ehe ich meine linke Hand mit den Zügeln nach rechts nahm, das rechte Bein vom Körper wegstreckte und mit dem linken rhythmisch gegen seinen Bauch klopfte. Natürlich wusste er, was er tun sollte und fing langsam an sich zu drehen. Dann merkte ich schon sein Problem: er schleifte das übergreifende Hinterbein nach. Also alles langsamer, so dass er genug Zeit hatte, sein Bein umzusetzen. Als er begriffen hatte, dass ich ihm nichts böses wollte und ihm nur helfen wollte, stellte er sich auf mich ein und entspannte sich ein wenig mehr. Das merkte ich daran, dass er den Kopf ein Stück fallen lies und sich wirklich gleichmäßiger drehte. Nach ein paar Runden machte ich Pause und versuchte das Ganze ein wenig schneller, was auch nun besser klappte, bis ich nach ein paar kurzen Pausen volles Tempo von ihm forderte. Eine Runde, zwei Runden, drei Runden, 4 Runden, Stop. Lobend klopfte ich seinen Hals. "Guter Junge!", sagte ich zu ihm. Er hatte wirklich genau gestoppt, so dass ich die Richtung nicht korrigieren musste. Wir versuchten es nun auch in die andere Richtung. Es dauerte ein bisschen länger, doch er schaffte es schließlich auch, bei vollem Tempo fast richtig zu stoppen. Ich lobte ihn und lies ihn erstmal im Schritt ein wenig verschnaufen, ehe ich kurz Back Up übte. Natürlich konnte er schon ordentlich Rückwärtsrichten, weshalb ich da keine Zeit mehr rein verschwenden musste und gleich zum Galopp, Roll Backs, Flying Changes und Sliding Stops kam. Flying Changes waren kein problem, die Sliding Stops klappten auch super. Lediglich bei den Roll Backs hatte er ein paar Probleme, die wir jedoch durch mehrmaliges wiederholen beseitigen konnten.
    Fröhlich klopfte ich seinen verschwitzten Hals. "Bist fertig Kleiner", sagte ich und stieg ab, um ihn wieder in den Stall zu bringen. Dort traf ich Jessica, der ich die Ergebnisse des Trainings erzählte. Zufrieden nickte sie und übernahm ihren Hengst, da es wirklich an der Zeit war, dass ich mal wieder nach Hause kam. "Dann hoffentlich bis zum nächsten Mal!", sagte ich und verabschiedete mich von den Beiden, ehe ich nach Hause fuhr.
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    Einreiten(Western)​
    Heute war ich mal wieder auf dem Weg zu einem neuen Kunden. Ich sollte die Stute Annie get your Gun von Alicia einreiten. Das Ganze würde heute nur ein sehr kurzer Besuch werden, da die Stute schon alles kannte außer den Reiter und die jeweiligen Hilfen. Alicia hatte mit ihr schon die ganzen Stimmkommandos geübt und auch sonst vom Boden her schon viel mit ihr gearbeitet.
    Nach einer Ewigkeit kam ich auf dem Hof von ihr an und parkte den Wagen, ehe ich meinen Reithelm und meine Schutzweste sowie meine Handschuhe aus dem Wagen holte und auf das Haus zustiefelte. An der Haustür angekommen klingelte ich einmal, doch es machte niemand auf. Zuversichtlich ging ich in den Stall und traf dort auf eine junge Dame, die sich als Alicia vorstellte. Sie erklärte mir wo ich alles finden konnte und dann legte ich los. Die schicke Paint Horse Stute stand in ihrer Box. Sofort merkte ich, wie neugierig sie war und kraulte ihren Kopf. Leise brummelte sie, ehe ich sie ans Halfter nahm und in die Stallgasse führte, um sie zu putzen. Zunächst nahm ich ihre Decke ab, ehe ich sie auf den Boden legte und die kleine mir ins Bein gezwickt hatte. Natürlich lies ich das nicht durchgehn und haute ihr mit meiner flachen Hand auf die Brust. "Sag mal..", fauchte ich sie an, so dass sie kurz die Ohren anlegte und sich von mir wegdrehte.
    Das Putzen verlief dann aber doch schneller als gedacht, weshalb ich ihr das Pad, den Sattel und die Trense anlegte und mit Longe und Peitsche bewaffnet in die Halle ging. Dort fing ich an sie zu Longieren, nachdem ich nachgegurtet hatte. Die Grundkommandos stimmten alle, weshalb ich doch recht schnell mit Longieren fertig war und erste Aussitzversuche unternehmen konnte.
    Ich stellte einen Fuß leicht in den Steigbügel und die Stute hüpfte weg. Kein Problem, dachte ich mir und ging nochmal mit Ruhe an das Ganze ran. Erneut stellte ich den Fuß in den Steigbügel und kraulte sie am Hals. Dieses Mal stand sie viel ruhiger und spielte nur ein wenig mit den Ohren. "Good girl", lobte ich sie und ging wieder aus dem Steigbügel raus, ehe ich mit ihr eine kleine Runde durch die Halle drehte und erneut irgendwo stehen blieb, um erneut den Fuß in den Steigbügel zu setzen. Diesmal schnaubte sie kurz und fing an zu kauen. "So ist gut", sagte ich leise und stemmte mich leicht hoch. Jedoch nur so weit, dass ich jederzeit aus dem Bügel rausspringen konnte, und sofort wieder Boden unter den Füßen hatte. Sie zuckte zwar nervös mit den Ohren, lies sich jedoch alles gefallen, weshalb ich wieder rausstieg und ein paar Runden durch die Halle drehte- dabei auch kurz mit ihr antrabte. Dann stieg ich erneut in den Steigbügel und tat ein paar Mal so, als würde ich mein Bein über ihren Rücken schwingen, wobei ich absichtlich an ihre Kruppe drankam. Einmal sprang sie erschrocken weg. Ich hüpfte aus dem Bügel und lies die Zügel los, welche ich vorher an den Sattel geknotet hatte. Deshalb war das nicht schlimm. Nachdem sie sich total aufregte und wie eine bekloppte durch die Halle preschte, ging ich zur Bande und holte mir meine Flasche, um einen Schluck zu trinken. Nach ein paar Minuten kam die kleine jedoch wieder neugierig zu mir rüber und beschnupperte mich. "Abgeregt?", fagte ich sie und ging wieder mit ihr in die Mitte, ehe ich ihr kurz den Hals klopfte und mich ohne zu zögern auf ihren Rücken setzte. Verwirrt und mit angelegten Ohren stand sie schwer atmend da. Sie bewegte sich nicht, ehe ich die Zügel ein wenig hochnahm- sie waren noch immer am Horn festgebunden- und meine Fersen an ihren Bauch drückte. Erschrocken machte sie einen Satz nach vorne. Ich hatte damit gerechnet und konnte mich halten. "Eeeaaaaasy", sagte ich ein paar Mal leise, ehe ich sie dazu brachte, im Schritt durch die Halle zu gehen. Mir war es egal wohin sie ging, hauptsache sie bewegte sich. Nach etwa fünf Minuten löste ich die Zügel vorsichtig vom Horn und nahm sie leicht auf. Kurz zuckte Annie mit den Ohren, ehe ich sie nur durch die Zügel lenkte. Nach einer Zeit nahm ich die Beine mit dazu. Ab jetzt lernte sie wirklich schnell, weshalb ich am Ende der Trainingseinheit sogar kurz auf beiden Händen mit ihr galoppieren konnte. Zufrieden lobte ich sie und stieg ab, um sie wieder in den Stall zu bringen. Da Alicia selbst Trainerin war, konnte sie die weiteren Schritte selbst erledigen. Sie nahm mir die Stute ab und ich verabschiedete mich, ehe ich mich auf den Weg zum nächsten Kunden machte.
    4419 Zeichen, by Veija
    Distanz E auf A​
    Heute war ich zu einem besonderen Kunden unterwegs. Es handelte sich hierbei um ein Connemarapony. Nicht irgendeins, sondern eine wunderschöne Goldpalominostute von Ravenna. Es war nicht das erste Mal, dass ich zu Ravenna fuhr, weshalb ich schon wusste, wo alles war. Ich parkte den Wagen und begrüßte Ravenna, ehe ich in den Stall zu den Pferden ging. Argo streckte mir schon neugierig den Kopf entgegen, weshalb ich sie nicht lange suchen musste und sofort versuchte, sie mit einer Möhre zu bestechen, was im Endeffekt auch klappte. Ich halfterte sie auf und nahm sie aus der Box, ehe ich sie davor anband und ihr die Decke abnahm, bevor ich anfing zu putzen. Damit war ich recht schnell fertig, ehe ich ihre Satteldecke, den Sattel und die Trense holte. Dazu noch ein Vorderzeug und Gamaschen für die Vorderbeine. In der Distanz war ich nicht so erfahren wie in den Westerndiziplinen, doch bestimmt würden Argo und ich das hinbekommen. Das erste was sie brauchte war viel Kondition. Die hatte Ravenna auf meinen Wunsch hin auch schon mit ihr aufgebaut. Viel spazieren gehen, ausreien, longieren und in der Führanlage laufen lassen. Dazu noch viel Koppelgang. Ich würde ihre Ausdauer jedoch gleich auf eine harte Probe stellen, um zu schauen, ob es für Turnierniveau reichte. Doch zunächst zog ich die Gamaschen fest und machte ihr Halfter ab, ehe ich noch eine Longe und eine Peitsche holte. Damit bewaffnet ging ich in die Halle. Es war zwar noch hell und halbwegs angenehm draußen, was die Temperaturen anging, aber ich wollte zu erst etwas drinnen arbeiten.
    In der Halle angekommen gurtete ich nach, ehe ich die Zügel zusammenmachte und unter ihrem Kinnriemen hochband. So konnte sie sich nicht auf die Zügel treten. Gegen die Steigbügel konnte ich jetzt nichts machen, das musste sie lernen, dass diese ab und an Gegen ihren Bauch schlugen. So schickte ich sie mit der Peitsche von mir weg, so dass sie an der Bande vorbeitrabte. Ich hielt sie lange im Trab, wechselte die Seiten und parierte zum Schritt durch, ehe ich sie zum Angaloppieren aufforderte und sie in großen Sprüngen ganze Bahnen durch die Halle galoppierte. Nach einiger Zeit fing sie ganz schön an zu schnaufen, wehshalb ich sie zum Trab durchparieren lies und schließlich zum Schritt. Dann legte ich die Peitsche weg und ging auf sie zu, löste die Zügel und stieg auf, nachdem ich nachgegurtet hatte. Zu erst ritt ich die Grundlegenden Lektionen im Dressurreiten der Klasse E, ehe ich sie ein wenig nur im Schritt ritt, damit sie trocken wurde. Dann ging ich raus und in den Wald. Ich hatte mir vorher eine Karte zusammengestellt, die ich reiten wollte. Argo wollte auf geraden Strecken immer galoppieren, was ich ihr jedoch verbot. Sie durfte nur galoppieren, wenn es bergauf ging, damit sie zum einen schneller oben war und zum anderen ein Gefühl dafür bekam, was es hieß, einen Berg hochzugaloppieren. Auf den engen Biegungen und Kurven, sowie quer durch den Wald ritt ich die Stute nur im Schritt. Genauso bergab. Dort wollte sie zwar immer antraben, aber ich hielt sie zurück, bis wir wieder gerade waren. Dann durfte sie traben. Der Rückweg erfolgte genauso, obwohl ich sie ein wenig mehr galoppieren lies, damit wir schneller daheim waren, weil es anfing dunkel zu werden.
    Wieder am Hof angekommen erwartete uns Ravenna schon und nahm mir die Stute ab. "Also das Training verlief gut, sie kann auch jetzt in der Klasse A starten, jedoch solltest du viel mit ihr im Gelände gehen, damit sie ein Gefühl dafür bekommt, wann sie wo traben und galoppieren sollte, oder wo sie besser Schritt gehen sollte", erklärte ich Ravenna und verabschiedete mich dann. Heute und morgen oder übermorgen standen noch zwei Kunden an, die noch abgearbeitet werden mussten.
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    Western(Trail) LK 5 auf LK 4​
    Heute fuhr ich zum ersten Mal zu Janina auf den Hof. Es ging um ihren Criollohengst Till Death, den ich im Trail eine Stufe weiterbringen sollte. Auf dem Hof angekommen sah ich mich kurz um, ehe ich an der Haustür klingelte und mir eine junge Frau öffnete, die sich als Janina vorstellte. Ich besprach kurz mit ihr den heutigen Plan, ehe sie mir alles zeigte und mich dann arbeiten lies. Till stand seelenruhig in seiner Box und mümmelte sein Heu. Ungern wollte ich ihn aus seiner Ruhe herausreißen, doch die Arbeit rief. Kurz schnalzte ich, ehe er die Ohren spitzte und seinen Kopf aus der Box reckte. Ich streichelte ihn kurz, ehe ich ihm das Halfter anlegte und ihn aus der Box nahm. Putzen musste ich nicht viel, außer ihm die ganzen Heuhalme aus der Mähne ziehen, weshalb er ziemlich herumzickte. Als das jedoch geklärt war, konnte ich ihn satteln und in die Halle gehen, wo Janina mir schon alles für einen Parcours hingelegt hatte. Ich musste es nur noch so aufstellen, wie ich es wollte. Als Helfer hatte sie mir einen ihrer Mitarbeiter geschickt, den ich durch die Halle schicken konnte, um mir alles aufzubauen. Ich hatte mir eine einfache Pattern ausgedacht, die ich vor ein paar Jahren selbst mal geritten bin. Es war eine Walk- Trot Pattern, weshalb sie für die Klasse 5 und die Klasse 4 durchaus genommen werden konnte. Der Beginn war eine kleine Brücke. Ich manövrierte ihn zu der Brücke hin und lies ihn ersteinmal daran riechen, bevor ich ihn langsam darauf zu trieb, und er einen Huf vor den anderen setzte. Als er mitten auf der Brücke stand und weitergehen wollte, erschrack er bei dem hohlen Geräusch der Bretter und sprang nach hinten zurück. Mit angelegten Ohren ging er vorne ein wenig in die Luft, doch er beruhigte sich schnell wieder, weshalb ich einen neuen Versuch wagte. Diesmal kam ihm das Geräusch nicht ganz so unheimlich vor, weshalb er brav über die Brücke ging. Ich lobte ihn und hielt ihn auf die beiden Schrittstangen zu, die als nächstes folgten. Klong, klong. "Ach Till, guck doch wo du hinläufst!", tadelte ich den Hengst vorwurfsvoll und versuchte das Ganze nochmal. Dieses Mal nahm ich die Zügel so weit an, dass er den Kopf nach unten wölbte und schaute, wo er hinlief. Es klappte, weshalb wir nun in Schlangenlinien um die 3 Pylonen gehen konnten. Bei der zweiten Pylone lag noch eine Stange, die er jedoch solide nahm. Nun waren wir am Ende der langen Seite und wir bogen nach rechts ab, ehe ich ihn antrabte. Natürlich musste er seinen Kopf hochreisen, weshalb ich den Parcours kurz abbrach und ihn ganze Bahnen im Trab ritt, biss ich seinen Kopf wieder unten hatte. Erst dann lenkte ich ihn auf die Trabstangen zu, die er locker nahm und lenkte ihn dann so, als wöllte ich durch die Länge der Bahn wechseln. Dabei parierte ich ihn zum Schritt durchparierte und in eine "Box" aus 4 Stangen stieg, in der wir uns einmal um uns selbst drehten. Für ein Westernpferd kein Problem, weshalb wir recht schnell wieder aus der Box herauskonnten, um eine Pylone gingen und dann wieder durch die Box trabten, bis wir in eine "Sackgasse" kamen, die aus 3 Stangen bestand. Ich ritt ihn bis an die vorderste Stange, ehe ich Hilfen zum Back Up gab. "Whoa...whoa...whoa...", sagte ich leise und lehnte mich weit nach hinten. Ohne Probleme ging er talentierte Hengst rückwärts, bis wir uns um 90° drehten, und über vier Schrittstangen gingen. Das letzte Hinderniss war ein Tor, mit dem er doch recht viele Probleme hatte. Wären hinter dem Tor Rinder gewesen, wären sie uns alle weggelaufen. Doch zum Schluss konnte er sich damit anfreunden und schaute nicht panisch auf das "Teil". Zwischen zwei Pylonen war das Ende der Strecke, weshalb ich ihn doll lobte und Janina zu uns rufen lies. Ich erklärte ihr, wie sie den Parcours zu reiten hatte und schaute ihr dabei zu, wir sie durchritt. Ab und an gab ich ihr ein paar Tipps, was sie wie besser machen konnte, ehe ich mich verabschiedete und nach Hause fuhr.
    3938 Zeichen, by Veija
    Einreiten(Englisch)​
    Nachdem ich alle Angelegenheiten auf dem Hof geklärt hatte und meine drei Angestellten wussten, was sie zu tun hatten, konnte ich endlich zu Lilith Gyllenhaal, meiner alten Freundin fahren. Auf dem Hof angekommen, verquatschten wir uns natürlich, weil wir so viel zu erzählen hatten und keiner den anderen ausreden lassen konnte- natürlich. Lachend gingen wir dann in den Stall, wo ich sofort auf ihren Norweger zusteuerte. "Na Dickerchen...", sagte ich lächelnd und sah Liliths belustigten Blick, ehe sie mich in die Seite knuffte. "Hey, komm. Er war mal dicker.", sagte sie lachend und zeigte mir ihre anderen Pferde. Snuff kannte ich ja noch von früher.. Nur Steel war mir noch nicht bekannt. "DRP und Araber also?", fragte ich Lou woraufhin sie nickte. "Na dann wollen wir mal..", sagte ich und streichelte der kleinen Stute über den Kopf, ehe ich ihr das Halfter anzog und sie putzte. Lou wollte mit Morke ausreiten, weshalb sie schon bald verschwunden war.
    Steel benahm sich bisher noch ganz ordentlich. Und soweit ich Lou verstanden hatte, hörte sie schon auf die Stimmkommandos, wobei diese beim englisch einreiten nicht so von Belang waren. Ich wollte ihr Halfter gerade gegen den Kappzaum tauschen, da riss sie ihren Kopf rum und versuchte mit allen Mitteln, wegzulaufen. "Heeeey!", sagte ich und stemmte mich so gegen sie, dass sie paralell zur Wand stand, und nicht mehr am Strick reißen konnte, da hinter ihr auch Wand war. "Was ist denn jetzt los?!", fragte ich sie verwirrt. Natürlich bekam ich keine Antwort aber ich wusste, dass ich einiges an Arbeit vor mir hatte, die ich auch nicht nach einem Tag beenden konnte. Seufzend konnte ich ihr endlich den Kappzaum anziehen und die Longe dranmachen, ehe ich mir eine Satteldecke, ihren Sattel und eine Peitsche schnappte. Damit bewaffnet ging ich in die Halle, wo sie wieder einen ihrer Anfälle hatte. Diesmal lies ich die Longe durch meine Finger gleiten. Wenn sie laufen wollte, sollte sie laufen. Ich hielt sie ständig im Trab oder Galopp, blockte jeglichen Versuch in den Schritt zu fallen ab, bis ich sie anhielt um die Seite zu wechseln. Dann trieb ich sie wieder zum Trab an. Sichtlich erschöpft fing sie an zu kauen und lies den Kopf ein wenig hängen. "Siehst du, wer am längeren Hebel sitzt, Mädchen?", fragte ich sie lachend und lies sie nun endlich Schritt gehen, damit sie verschnaufen konnte. "Teeeerab", sagte ich und sie sprang wieder im Trab an. Es war ungewohnt, ihr die Gangarten vorzusagen. Bei den Westernpferden arbeitete ich nur mit whoa, easy, schnalzen und küsschen geben. Doch Steel war kein Westernpferd, weshalb ich mich anpassen musste. Nach einiger Zeit gab ich ihr das Kommando zum Galopp, ehe ich sie nach ein paar Runden wieder in den Schritt zurücknahm. Ich wechselte die Seite und ging erneut alle Gangarten durch. Lou hatte nicht gelogen, sie hörte auf Stimmkommandos- zumindest meistens.
    Nun kam ich jedoch zu dem kniggligen Teil.. ich legte die Longe auf den Boden und stellte mich mit dem Fuß auf das Ende. Ich hielt ihr die Satteldecke vor die Nase, damit sie daran riechen konnte, ehe ich sie ohne rücksicht auf ihren Rücken warf. Damit hatten die meisten Pferde weniger Probleme, als wenn man die Decken ganz sachte auf ihre Rücken legte und sofort wieder herunterriss, wenn die Pferde sich auch nur einen Centimeter bewegten. Steel schien die Decke ganz kalt zu lassen, weshalb ich auch schon den Sattel holte und etwas sachter auf ihren Rücken legte. Ich konnte den Sattelgurt sogar sofort festmachen, ehe sie die Ohren anlegte und mich missbilligend anschaute. Aus Reflex hob ich die Peitsche hoch und hielt sie gegen ihre Hinterhand, damit sie sich nicht drehen und mich treten konnte. Dann ging es los. Gerade noch so konnte ich mir das Ende der Longe schnappen, ehe sie mit einem riesen Bocksprung vor mir wegsprang und wie von der Tarantel gestochen durch die Halle fegte. Ich lies die Peitsche fallen und hielt nun mit beiden Händen die Longe fest. Das Pferd hatte ganz schön Kraft, auch wenn sie nicht danach aussah. "Ruuuuhig", sagte ich immer wieder und versuchte sie davon zu überzeugen, dass das Ding auf ihrem Rücken gar nicht so schlimm war, wie sie gerade tat. Da sie keine Anstalten machte sich zu beruhigen, hielt ich sie einfach fest und lies sie hüpfen.
    Es dauerte bestimmt 10 Minuten, bis sie sich endlich wieder fasste. "Ist's jetzt gut?", fragte ich sie schnippisch und holte sie zu mir rüber. Ich entschied, dass es langsam gut war für heute. Doch zu erst ging ich einige Runden mit ihr im Schritt, damit sie ein positives Endergebnis hatte und sie nicht mehr so stark schwitzte. Kurzerhand sattelte ich sie ab und ging mit ihr zurück in den Stall, wo Lou ihr völlig verschwitztes Pony in Empfang nahm. "Und, wie wars?", fragte sie mich und sah an meinem abgekämpften Gesichtsausdruck, dass es wohl nicht so gut gelaufen war. "Wir haben bestimmt eine Viertelstunde damit verbracht, wie bescheurt im Kreis zu rennen und so zu tun, als würde der Sattel uns umbringen... ich mach morgen weiter, für heute ist es definitiv genug..", sagte ich und fragte, ob ich bei ihr übernachten könnte. Sie willigte ein und nach kurzem Aufenthalt im Stall gingen wir ins Haus, wo wir uns etwas zu essen machten, ehe wir ins Bett gingen.
    Der nächste Tag begann mit einem starken Muskelkater in meinen Armen. Doch als ich mir im Stall Steel ansah, erging es ihr da nicht besser. "Na Mädchen, heute wieder so schlecht drauf?", fragte ich sie und sofort lagen ihre Ohren flach am Kopf. "Ich hab dich auch lieb..", meinte ich ironisch, ehe ich ihr Halfter holte und sie in die Stallgasse führte, um sie zu putzen. Sie war offensichtlich noch so ausgepowert von gestern, dass sie keinerlei Zickereien in Erwägung zog. Ich holte die selben Utensilien wie gestern mit in die Halle. Erneut longierte ich die Stute, jedoch nicht so lange und nicht so intensiv. Ich legte ihr die Satteldecke auf den Rücken, ehe der Sattel folgte, dessen Sattelgurt ich festzurrte. Ich schickte sie von mir weg und longierte sie auf beiden Seiten ausgiebig. Heute war sie viel braver als gestern, weshalb ich den Kappzaum wieder gegen ihr Halfter tauschte und den Führstrick wie Zügel an diesem festmachte. Dann stellte ich die Steigbügel auf meine Körpergröße ein, ehe ich mich mit einem Fuß in den Sattel stellte. Sie zuckte nur kurz mit den Ohren, doch das war alles. Völlig uneingenommen, und da sie eh schon k.o. war, schwang ich mich auf ihren Rücken und lies mich sanft hineingleiten. Nervös tänzelte die Kleine hin und her, machte sonst jedoch keine Anstalten sich zu wehren. Ich trieb sie locker an. Sofort setzte sie sich in Bewegung und ging kreuz und quer durch die Halle. Ziemlich zum Schluss nahm ich dann meine "Zügel" auf und versuchte sie durch die Halle zu lenken, was sehr gut klappte. Mit diesem Ergebnis machte ich schluss für heute und brachte sie zurück in ihre Box.
    Am nächsten Tag wiederholte ich das ganze Spiel nochmals, ehe ich nach einem weiteren Tag mit der Trense anfing. Sie wehrte sich kaum dagegen, sondern nahm es einfach hin. Sie fügte sich langsam und wusste, wer der Chef war.
    Heute würde ich sie als eingeritten betrachten können, denn nachdem ich ihr gestern die Trense schmackhaft gemacht hatte, konnte ich heute die ersten Bahnfiguren in allen drei Gangarten reiten. Sie war zwar noch sehr unsicher, doch das bekam Lou selbst hin. Schließlich konnte sie ja reiten und kannte die junge Stute länger als ich.
    Ich gab Lou und Steel noch eine Reitstunde, um zu schauen, wie sie miteinander harmonierten. Dann verabschiedete ich mich- doch ich würde in den nächsten Tagen einmal mit der ganzen Mannschaft vorbeikommen, um einen kleinen Ausritt zu machen.
    7681 Zeichen, by Veija
     
  4. Rasha

    Rasha Aktives Mitglied

    Formular:
    Was soll gemacht werden?: Western A- L​
    Der Auftrag wurde recht zügig bearbeitet. Es wurde absolut auf mein Pferd eingegangen und man merkt, dass hier jemand schreibt, der auch wirklich Ahnung vom Westernreitern hat! :)
    Vielen Dank!! :)
     
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  5. Waiting

    Waiting Hufpflegerin

    Feedback Fahrtraining E - A
    Sehr flüssiger Text, der sich toll lesen lässt. Geht auf den Charakter des Ponys ein und ist realsitisch. Gerne wieder!
     
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  6. Snoopy

    Snoopy Bekanntes Mitglied

    Es hatte zwar etwas gedauert aber das ist ja ok^^ den die berichte sind eirklich suuuper geworden!!!
     
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  7. Occulta

    Occulta Schattenpferd

    Feedback
    Top geschrieben, gut auf das Pferd eingegangen und auf den ersten Blick keine Rechtschreibfehler - sehr zu empfehlen :)
     
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  8. Ravenna

    Ravenna I walk her path...

    Stormbringer | Western Pleasure
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    Mein zweites Mal in dem ich meinen Storm bei ihr ins Training geschickt habe. Wiedermal ein flüssig zu lesender Text in dem ich meinen Hof, meinen Hengst und mich selbst wieder finden konnte. Pure Begeisterung auf meiner Seite - wenn es wieder um Western geht, dann komm ich immer wieder gern vorbei. Es ist zu merken das du auch "vom Fach" bist!.
     
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  9. Eddi

    Eddi Modi

    Feedback
    Dissident Aggressor
    Joyce

    Texte sind klasse geschrieben! Es wurde super auf die Pferde und deren Charaktere eingegangen und die Texte kamen wirklich fix! Vielen Dank für diesen tollen Service :)
     
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  10. Gwen

    Gwen Jolly Tickled Pink!

    Feedback
    Duke of Darkness - Western Pleasure

    Schöner und sehr schneller geschriebener Text. Man merkt deine Westernerfahrung, das ist wirklich sehr schön, vielen Dank! :)
     
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  11. Samanta

    Samanta Leseratte

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    Batteries not Included - Einreiten

    Vielen lieben Dank :) Bin sehr zufrieden mit dem Text. Gute Rechtschreibung und super auf den Charakter eingegangen. Jederzeit wieder
     
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  12. Cooper

    Cooper Boo

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    Sooorry fürs Zeit lassen :D


    Der Text ist super Fachlich geschrieben und wurde mit der Schicksalsnummer nicht langweilig. Auch wenn Truth jetz im Reining garkein Talent hat, aber dafür im Trail :D ...war es ein toller Text wie schon gesagt. Komme gerne wieder mit ihr, oder auch Hendersin, das sind nur die zwei Westernhühleins die ich hab ^^
     
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  13. Rasha

    Rasha Aktives Mitglied

    Der Text ist klasse! Es wird auf das Pferd und dessen Charakter eingegangen und auch die Übungen werden realistisch und richtig beschrieben! :)
    Danke!!!
     
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  14. AliciaFarina

    AliciaFarina #Tinkertier

    Feedback:

    Der Bericht ist schön geschrieben und es wurde gut auf Annie eingeganen :) Ich freue mich schon auf den nächsten Bericht
     
  15. Janina2604

    Janina2604 Bekanntes Mitglied

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    Wie ihr im Bericht angesprochen werden wollt: Janina​
    Name und Link des Pferdes: Till death
    Was soll gemacht werden?: Trail LK 5 auf LK 4​
    Maximaler Preis(beachtet Grundpreis): 5.500 Joellen​
    Schicksal?**: ja | nein - Zahl: 4​
    Schön geschriebener Bericht, der recht schnell 'abgeliefert' wurde.​
    Das war nicht mein letzter Auftrag ;)
     
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  16. Loulou

    Loulou Gesperrte Benutzer

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    Einreiten - KS' Steel Heart
    Sehr schnell obwohl du Arme ihn zwei mal schreiben musstest. Gefällt mir auch inhaltlich super, bist gut auf ihren Charakter eingegangen :wub:​
     
  17. Cooper

    Cooper Boo

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    Wie ihr im Bericht angesprochen werden wollt: Cooper Chattahoochee
    Name und Link des Pferdes: Seattle Slew
    Was soll gemacht werden?: Einreiten
    Maximaler Preis(beachtet Grundpreis): Ich weiß jetz nicht ob ich blöd bin oder dafür kein Preis steht ._. Würde dir geben was auch immer du dann verlangst. :)
    Schicksal?**: ja | nein - Zahl: 2

    Wie ich deine Texte liebe. Seattle wurde schön, ruhig und mir viel Geduld eingeritten. Ich habe viele Tipps und Tricks bekommen um somit noch besser mit ihm üben zu können. Es lohnt sich immerwieder bei dir vorbei zu schauen und dafür sind die Preise gerechtfertigt. Man merkt das du dir sehr viel Mühe gibst und in den Texten merkt man dein Fachwissen sowie die Liebe du du reinsteckst :)
     
  18. Pepe

    Pepe Pepe



    Toller Text in angemessener Zeit! Gerne wieder :)
     
  19. AliciaFarina

    AliciaFarina #Tinkertier

    Feedback:
    Die Berichte sind wunderbar geworden, ich freue mich darauf weitere Pferde bei dir in Beritt geben zu dürfen :)

    Formular Multiple Training & All in All:
    für weitere Informationen bitte diesen Blog lesen!
    Wie ihr im Bericht angesprochen werden wollt: Alicia Grey
    Name und Link des Pferdes: Gisela
    Was soll gemacht werden?: Western A-S Reining oder Trail das was besser passt :)
    Multiple Training (x) | All in All ( )
    Max. Preis pro Bericht(ohne Aufgerechneten Grundpreis!): 3000
    Schicksal?**: ja ( ) | nein (X) - Zahl:
     
  20. Stelli

    Stelli Bekanntes Mitglied

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    Schöner Bericht, vielen Dank!
     
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