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Abzeichen 1

Dieses Thema im Forum "Pferde & Ponys" wurde erstellt von Elli<3, 31 Mai 2007.

  1. Elli<3

    Elli<3 Neues Mitglied

    Abzeichen (Pferd)

    aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

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    Als Abzeichen bezeichnet man bei Pferden unveränderliche und angeborene Identifizierungsmerkmale. Man unterscheidet dabei zwischen den Fellwirbeln und den Weißen Abzeichen, das sind lokal auftretende, durch die an dieser Stelle nicht vorhandene Melanozyten verursachte Fell-Entfärbungen. Diese werden wegen ihrer Weiße "albinotisch" genannt, gehören aber tatsächlich dem Leuzistischen Formenkreis an und entstehen ähnlich wie Scheckungsmuster.
    Weiße Abzeichen können am Kopf in Form einer Blesse und an den Beinen als weitere Abzeichen auftreten. An anderen Körperstellen gelten Weißfärbungen nicht als Abzeichen, vielmehr wird das Pferd dann als Schecke bezeichnet. Häufig findet man Abzeichen bei Braunen und Füchsen, seltener hingegen bei Rappen. Bei manchen Pferderassen, wie zum Beispiel den Friesen, sind Abzeichen aufgrund der Züchtungsvorschriften nicht erlaubt. Die Abzeichen an den Beinen können sich auch auf die Hufe erstrecken, was dann zu weißen Hufen führt.
    Andere Pferde können auch Abzeichen haben, die nicht weiß sind, beispielsweise einen Aalstrich - das ist ein von der Mähne bis zum Schweif über der Wirbelsäule verlaufender dunklerer Strich - oder zebraähnlich gestreifte Beine. Die Zebrastreifung ist dabei nicht weiß, sondern normalerweise nur eine geringe, meist dunklere Abweichung von der normalen Haarfarbe.
    Alle angeborenen Abzeichen sind so individuell, dass sie zur Identifizierung herangezogen werden (wie der Fingerabdruck beim Menschen). Bei der Ausstellung der Abstammungspapiere werden sie vom Tierarzt in diese eingetragen. Erworbene Abzeichen, wie Brandzeichen oder Narben von Verletzungen können zusätzlich aufgenommen werden.
    Hat ein Pferd keinerlei weiße Abzeichen so wird in den Identifikationspapieren "ohne Abzeichen" eingetragen. Diese Tiere können dann nur über Fellwirbel und nicht angeborene Zeichen identifiziert werden.

    Blessenarten [Bearbeiten]

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    Verschiedene Weiße Abzeichen. [weitere folgen].
    • Ohne Blesse: Kein weißes Abzeichen am Kopf
    • Flocke: eine nur kleine, etwa fingernagelgroße weiße Stelle auf der Stirn
    • Blume: etwas größerer, circa walnussgroßer weißer Fleck auf der Stirn
    • Stern: weißer Fleck auf der Stirn, der noch nicht den Nasenrücken betrifft
    • Flämmchen: schmaler Strich auf der Stirn, nicht auf den Nasenrücken übergehend
    • Keilstern: weißer Fleck auf der Stirn, der auf dem Nasenrücken einen kurzen Auslauf hat
    • Strich: schmaler weißer Streifen, der über den Nasenrücken und eventuell die Stirn verläuft
    • Schmale Blesse: weißer Fleck auf der Stirn, der in einen schmalen Streifen übergeht, der sich über den gesamten Nasenrücken zieht
    • Breite Blesse: wie die Schmale Blesse, jedoch mit einem breiten Streifen
    • Laterne: sehr breite Blesse, die den Nasenrücken und fast die ganze Stirn vollständig bedeckt und an den Nüstern endet
    • Schnippe: weißer Fleck zwischen den Nüstern des Pferdes (siehe auch Bild Abzeichen an den Gliedmaßen)
    • Milch- oder Mehlmaul: vollständig weiße Zeichnung um Lippen und Nüstern herum
    • Krötenmaul: fleckige weiße Zeichnung um Lippen und Nüstern herum
    Schmale Blesse, Breite Blesse und Strich können durchgehend und unterbrochen sein.
    Alle Formen können in symmetrischer, aber auch in sehr unregelmäßiger Form auftreten. Blessen können auch kombiniert auftreten, zum Beispiel als Flocke gemeinsam mit einer Schnippe.

    Abzeichen an den Gliedmaßen [Bearbeiten]

    Die Bezeichnung gibt stets zunächst den Ort beginnend mit der Seite an, beispielsweise "links vorne", und nennt dann die Bezeichnung des Abzeichens. Es zählt immer der höchste Punkt, der vom weißen Abzeichen erreicht wird, ist der Verlauf nicht einheitlich, spricht man von unregelmäßig.
    Die Unterteilung erfolgt nach Gliedmaßenabschnitten (aufsteigende Liste):
    • Krone
    • Ballen
    • Fessel
    • Fuß halb
    • Fuß
    • Fuß hoch
    • Bein
    • Bein hoch
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    Jeweils links kleines Abzeichen (Krone) und entsprechend heller Huf, rechts kein Abzeichen und dunkler Huf




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    Relativ gleichmäßige Zeichnung jeweils an den Vorder- und Hinterbeinen
    Fellfarben der Pferde

    aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

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    Pferde in verschiedenen Farben


    Die Fellfarben der Pferde, wie wir sie heute kennen, sind in erster Linie Resultat des züchterischen Eingriffs durch den Menschen, der beim Pferd wie bei anderen domestizierten Tieren Abweichungen als etwas Besonderes begünstigte und weiterzüchtete.
    Inhaltsverzeichnis

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    Ursprüngliche Fellfarben [Bearbeiten]

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    Przewalski-Pferd


    Wildpferde sind als Pflanzenfresser und Beutetiere darauf angewiesen, möglichst wenig aufzufallen. Daraus resultiert eine einheitliche Tarnfarbe, wie sie bei vielen herdenbildenden Beutetieren anzutreffen ist. Die Färbung der Tiere ist einheitlich, damit einzelne Exemplare nicht aus der Herde herausstechen, und sie ist tarnend, um sich möglichst wenig vom Lebensraum abzuheben. Die Falbfarbe des Przewalski-Pferdes und anderer Wildequiden wie dem Onager und dem Kulan dürfte deshalb der Farbe der Ahnen unserer Hauspferde recht nahe kommen. Wildpferde haben noch heute oft eine unaufällige Fellfarbe; je nachdem, wo die jeweilige Pferdeart lebt, sind dabei Brauntöne vorherrschend.
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    Typische Wildfarben/Falben (Dülmener Wildpferde im Merfelder Bruch)



    Fellfarben als Resultat züchterischer Arbeit [Bearbeiten]

    Aufgrund der züchterischen Leistung gibt es heute eine ganze Reihe an Farben bei Pferden. Viele davon sind in fast allen Rassen, manche jedoch auch nur in sehr wenigen Rassen anzutreffen. Auch gibt es umgekehrt bestimmte Rassen, bei denen es nur wenige Farbvarianten gibt.
    Im Allgemeinen unterscheidet man die Farben des Pferdes in Bezug auf das Langhaar, also Mähne und Schweif, sowie das Kurzhaar, also das Fell. Die heutigen deutschen Farbbezeichnungen sind eine historisch gewachsene kulturelle Übereinkunft. Sie beruhen auf Definitionen, die den Phänotyp, also das Erscheinungsbild der Pferde beschreiben und nicht den Anspruch erheben, genetisch korrekte Zusammenhänge darzulegen. Durch das sehr komplexe Zusammenspiel der unterschiedlichen Gene können Pferde aufgrund ihrer äußeren Erscheinung einer Farbe zugeordnet werden, obwohl genetisch große, als Genotyp bezeichnete Unterschiede zwischen ihnen bestehen. Die Fellfarbe wird in erster Linie durch die Menge der Pigmente bestimmt. Genauer gesagt besitzen Pferde nur ein einziges Pigment. Schimmel haben folglich eine sehr geringe Pigmentdichte, Rappen hingegen eine höchstmögliche Dichte dieses Pigments.
    Die genauen genetischen Zusammenhänge bei der Färbung des Felles und der Augen der Pferde werden im Artikel Genetik der Pferdefarben erklärt.
    Nicht selten steht eine Zuchtrasse im Zeichen einer bestimmten Fellfarbe. Waren beispielsweise Friesen früher als Schecken, Schimmel, Füchse zu finden, so nennt man sie heute „die schwarzen Perlen“, weil nur noch Rappen zur Aufnahme in die Zuchtbücher berechtigt sind. Ebenso dürfen Vollblutaraber zum Beispiel nur als klare Farben ohne Schecken auftreten.

    Aalstrich, Schulterkreuz und andere Abzeichen [Bearbeiten]

    Manche Pferde, vorwiegend Falben, gelegentlich aber auch Braune oder Dunkelfüchse, weisen noch die primitiven Abzeichen ihrer Vorfahren auf. Diese können als Zebrastreifen an den Beinen auftreten oder in Form eines dunklen Streifens, der den Rücken entlang verläuft und Dorsalstrich oder Aalstrich genannt wird, oder aber als Streifen, welche seitlich die Schultern hinunter laufen, dann meist zusammen mit einem Aalstrich ein sogenanntes Schulterkreuz bildend. Diese Merkmale sind selten bei Ponys zu beobachten, häufig hingegen bei Eseln.
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    Jeweils links kleines Abzeichen (Krone) und entsprechend heller Huf, rechts kein Abzeichen und dunkler Huf




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    Relativ gleichmäßige Zeichnung jeweils an den Vorder- und Hinterbeinen




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    Auch hier ist die Verbindung zwischen Abzeichen und Huffärbung zu erkennen




    Eine andere Art von Abzeichen sind ebenfalls angeborene, weiße, weil pigmentfreie Stellen im Fell der Pferde. Sie kommen in verschiedener Form an der Stirn vor und werden dann Blesse genannt, oder aber an den Beinen der Pferde. Grundsätzlich können diese weißen Abzeichen bei allen Pferderassen auftreten, die Zuchtvorschriften mancher Rassen verbieten sie jedoch.
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    Verschiedene Weiße Abzeichen. [weitere folgen].


    Außerdem nennt man auch die bei Pferden individuell unterschiedlichen Fellwirbel Abzeichen.

    Die einzelnen Fellfarben [Bearbeiten]

    Die Fellfarbe, welche ein Fohlen bei seiner Geburt hat, muss nicht zwangsläufig so bleiben. In den meisten Fällen wird das Endergebnis beim erwachsenen Pferd dunkler ausfallen. Eine bekannte Ausnahme von dieser Regel bildet beispielsweise der Schimmel, welcher mit dem Erwachsenwerden immer heller wird. Auch Winterfell und Sommerfell eines individuellen Pferdes unterscheiden sich zum Teil deutlich voneinander.

    Rappe [Bearbeiten]

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    Zwei Rappen (Friesen) auf der Weide.


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    Rappe im Sommer


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    Friese


    Rappe ist eine eher seltene Farbe. Dennoch ist es bei einigen Pferderassen, wie beispielsweise dem Friesen, dem Fell Pony und dem Mérens-Pferd, im Zuchtstandard verankert, dass sie Rappen sein müssen.
    Der klassische Rappe hat sowohl schwarzes Langhaar als auch schwarzes Fell. Hufe und Augen sind, Abzeichen außer acht gelassen, dunkel. Neben den „konstanten“ Rappen, die in jeder Jahreszeit schwarzes Fell haben (Glanzrappen oder Blaurappen), gibt es auch Sommerrappen, die im Winter ein bräunliches oder rötliches Fell bekommen, und Winterrappen, welche im Sommer ein eher bräunliches, gräuliches (Kohlrappen) oder rötliches Fell tragen.
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    Commons: Rappen – Bilder, Videos und/oder Audiodateien
    Durch das aufhellende Cream-Gen können aus der Grundfarbe eines Rappen die graugetönte Farbe Smoky Black oder die fast weiße Farbe Smoky Cream entstehen.
     

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