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A Song of Ice and Fire

Dieses Thema im Forum "Rollenspiele" wurde erstellt von Loki, 8 Feb. 2016.

  1. Loki

    Loki ihr glaubt ihr seid schlau, ich weiß ich bin dumm

    Ich musste es einfach tun - verzeiht meine nicht vorhandene Kreativität, ich bin leider zu unfähig mir 'was Eigenes als Rollenspiel auszudenken. x.x

    Nun ja. Wie der Name des Rollenspiels vielleicht dem ein oder anderen schon sagt, geht es hier um die Welt der allgemeinbekannten HBO-Serie Game of Thrones, eventuell sagt einem die Buchreihe (kompatibel mit dem RS Titel) von George R. R. Martin auch eher etwas, ich weiß es nicht. Jedenfalls habe ich mich so in diese Welt verliebt, dass ich dachte: Hey! Ich brauche unbedingt ein Rollenspiel dazu!
    Aber wann soll es spielen? Am Anfang der im Buch und in der Serie beschriebenen Handlung? Irgendwie blöd. Meine grandiose Idee: Wir lassen es einfach ein paar hundert Jährchen früher beginnen, da hat man ja noch genug Freiraum (abgesehen vom Eisernen Thron, aber so schöne Adelshausrivalitäten sind ja auch mal interessant :3).
    Also. Das Rollenspiel spielt während der Regentschaft von König Aenys Targaryen I. (37-42 N. A. E.) - also einige Zeit vor den Geschehnissen, die uns bekannt sind. Ich denke, groß beschreiben muss ich hier nicht, man kann ja alles Mögliche zu Westeros in hübschen Wikis nachlesen, falls man etwas wissen will. :)

    Hier dürft ihr euch gerne anmelden!
    Name:
    Auch bekannt als:
    Alter:
    Geschlecht:
    Aussehen:
    Charakter:
    Titel:
    Herkunft:
    Familie:
    Sonstiges:

    Viel Spaß beim Schreiben!
    Bei offenen Fragen einfach mich direkt anschreiben. :3
     
    Canyon und BellaS gefällt das.
  2. BellaS

    BellaS Ich bin ...äh ...'Eigen'

    Name: Annabelle Nieke Karstark
    Auch bekannt als: Die Wölfin
    Alter: 26 Jahre
    Geschlecht: weiblich
    Aussehen: Annabelle ist groß und muskulös. Sie entspricht nicht dem üblichen Schönheitsideal, sondern ist völlig eigen. Zwar hat sie mit ihren blonden Locken wirklich schöne Haare und ist im großen und ganzen auch nicht hässlich, doch kleidet sie sich nicht wie eine Dame und legt keinen Wert auf ihre Erscheinung.
    Charakter: Annabelle ist mutig, entschlossen und auf Gerechtigkeit und Ehre bedacht. Sie lebt als Kämpferin und findet es unsinnig, dass nur Männer Ritter werden können. Sie liebt und lebt ihre Freiheit. Die Ehre, eine ihrer größten Stärken, ist gleichzeitig allerdings auch ihre Schwäche – gerade wenn sie an Gegner ohne solche gerät. Annabelle ist noch viel mehr als das, doch ist sie schwer zu beschreiben. Nicht einmal sie selbst kennt all ihre Eigenschaften und sie entdeckt immer wieder neue Facetten.
    Titel: (Lady Karstark) – wer sie ohne ihre Erlaubnisso nennt ist schnell einen Kopf kürzer
    Herkunft: Annabelle ist eine jüngere Tochter aus dem Hause Stark und wurde in jungen Jahren mit Lord Karstark, einem Vasallen der Familie, verheiratet. Als ihr Mann fiel, erzwang sie sich als Erbin seiner Ländereien ihre Freiheit.
    Familie: (fiktive Starks!! Hab dazu nichts gefunden...^^ - Wäre cool wenn ihr das übernehmen oder richtig nachgucken könntet)

    Robert Stark (Vater) – Laysa Stark (Mutter)
    Brandon Stark (ältester Bruder – Erbe von Winterfell) – Maryna Stark (ältere Schwester) – Jon Stark (älteres Bruder) – Alyna Stark (jüngere Schwester)
    Sonstiges: Annabelle gehört die Burg der Karstarks, sie wird allerdings immer wieder von anderen Mitgliedern des Hausen zurückgefordert, da sie ''nur'' eine Frau ist und dazu noch angeheiratet.

    Ich hoffe, dass mir hier niemand böse ist, weil ich gleich mit den Starks angefangen habe.... Aber mein Herz gehört derm Norden :S
     
  3. Canyon

    Canyon Denkwerkstattbesitzerin

    Name: Aethan Karstark
    Auch bekannt als: Der Schneewolf
    Alter: 24 Jahre
    Geschlecht: Männlich
    Aussehen: Aethan hat seinen Namen nicht umsonst, denn durch einen Pigmentfehler sind seine Haare weiß wie Schnee. Auch seine Haut ist heller als normal und durch die eisblauen Augen passt der Name der Schneewolf perfekt zu ihm. Wie alle Karstarks ist auch Aethan groß und kräftig gebaut, mit breiten Schultern und starken Armen, also ein perfekter Krieger.
    Charakter: Es gibt nicht viele ehrliche und faire Anführer in Westeros, Aethan ist jedoch davon überzeugt, dass er zu einem dieser gehört. Er möge damit auch nicht ganz falsch liegen, da er nie das Leben anderer über seines stellen würde und immer versucht, zum Wohle aller zu handeln. Eiegentlich könnte er Lord von Karholt sein, kämpfte jedoch nicht um diesen Titel, als Annabelle diesen für sich beanspruchte. Solange sie ihn mit Würde trug und ihre Handlungen in die Richtung seiner Ziele führten, war es ihm sogar recht. Anführer verstarben viel zu schnell und er war froh, keiner zu sein. Aethan kann sehr einfältig, töricht und leichtgläubig sein und nimmt vieles auf die leichte Schulter. Trotzdem ist er einer der besten Kämpfer und recht beliebt bei seinem Volk. Außerdem sieht er keinen Nutzen darin zu heiraten und würde dies nur für das Allgemeinwohl tun. Er steht Annabelle stehts mit seinem Rat zur Seite, genießt aber auch das freie Leben und ist viel in den Wäldern unterwegs.
    Titel: Lord Aethan
    Herkunft: Haus Karstark
    Familie: Aethan ist der jüngere Bruder des verstorben Lord Karstark und hätte damit als einziger das Recht auf den Thron. Er achtet jedoch Annabelle zu sehr als gute Herrscherin, als dass er er einen Kampf mit ihr beginnen möchte. Er hat keine Frau und keine Kinder.
    Aethan verstand sich immer gut mit seinem Bruder und dessen Frau und würde beide mit seinem Leben beschützen,wenn er könnte.
    Sonstiges: Na ja, ich hoffe mal, dass ich nicht alles falsch gemacht habe, bin noch nicht so erfahren :D Habe mich mal gleich an Bella dran gehängt^^
     
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  4. Loki

    Loki ihr glaubt ihr seid schlau, ich weiß ich bin dumm

    Name: Collin Bolton
    Auch bekannt als: Der junge Bolton
    Alter: 19 Jahre
    Geschlecht: männlich
    Aussehen: Der junge Bolton hat, wie alle seine Brüder, dichtes, schwarzes Haar und blaue Augen. Schon von der Ferne kann man erkennen, ob der Gegenüber ein Bolton ist, doch nicht welcher. Außer bei Collin. Denn Collin hat, im Gegensatz zu den recht einheitlichen Gesichtszügen seiner Verwandten, eine spitze Nase im Gesicht und ebenso recht spitz zulaufende Ohren, was ihm immer ein gewisses Aussehen von Listigkeit verschafft. Auch ist er etwas kleiner geraten als seine Geschwister, was (zu seinem Alter) immer ein weiterer Grund war, ihn aufzuziehen.
    Charakter: Collin ist kein ehrenhafter Mensch, niemand, der sich für jemand anderen aufopfern würde. Als Kind wurde er oftmals von seinen Brüdern gedemütigt, da er der Jüngste und Kleinste war, was sich auch auf sein heuziges Verhalten auswirkt. Er wirkt unausgeglichen, egoistisch und hat auch einen Hang zum Sadismus. Oftmals bringt er zynische Witze an unangebrachten Stellen und demütigt auch gerne andere Leute - wie sollte er es auch anders kennen? Doch Collin kann auch anders. Er kann den höflichen Lordling spielen, der nett und adrett ist. Diese Rolle beherrscht er ausgesprochen gut, weshalb er gerne auch als "Präsentiersohn" fungiert.
    Titel: Lord Collin Bolton
    Herkunft: Grauenstein
    Familie: Collin ist der jüngste der fünf Bolton-Söhnen und somit stehen seine Chancen, einmal Lord von Grauenstein zu
    werden, nicht gerade günstig. Eben weil er der Jüngste und "Unbedeutendste ist, spielt er keine sehr große Rolle in seiner Famile, was aber auch bedeutet, dass er weniger Aufgaben zu erledigen hat. Dies empfindet er als nicht besonders tragisch und so kümmert er sich lieber um sein Vergnügen, als um irgendwelche Verantwortungen.
    Brüder:
    Roose (26 Jahre)
    Harrion +
    Jonos (zweieiige Zwillinge - 25 Jahre)
    Cley (23 Jahre)
    Sonstiges: Collin ist noch nicht vermählt.

    Jetzt habt ihr die Starterlaubnis. :D
     
    Zuletzt bearbeitet: 25 März 2016
    BellaS gefällt das.
  5. Loki

    Loki ihr glaubt ihr seid schlau, ich weiß ich bin dumm

    Collin

    "Wann habt Ihr vor Collin zu vermählen, Vater? Er hatte immerhin schon seinen 19. Namenstag." Roose, mein ältester Bruder war mit seinem Pferd auf einer Höhe mit meinem Vater, nachdem er seine Frau weiter hinten in unserem Zug gelassen und zu ihm an die Spitze getrabt war. Ich befand mich nahe genug um alles zu hören, was die beiden besprachen, wobei ich, als mein Name fiel, erst hellhörig wurde. Ja, wir waren auf dem Weg zu einer Hochzeit in Winterfell. Das Haus Stark wollte den lachhaften Umbers wohl das Gefühl geben, auch etwas Macht zu haben. Wir Boltons waren uns nicht sehr einig mit den Starks. Sie hatten...andere Vorstellungen davon, wie man Gefangene behandelt und vorallem davon, wer über uns herrscht. Und über Grauenstein sollte einzig und allein mein Vater und nicht Robert Stark zu bestimmen haben. Trotzdem waren wir zu dieser Feierlichkeit eingeladen und des "Friedens" Willen, kamen wir dieser Einladung nach. "Wenn die Zeit dazu ist", holte mich mein Vater wieder aus meinen Gedanken. Vermählung. Nichts, was ich benötigen würde. So etwas brachte nur Pflichten mit sich und wenn ich eine Frau f*cken wollte, würde ich es tun. Dazu brauchte man kein Eheweib. Es gab genug Bordelle oder schlicht dumme Weiber, die auf alles und jeden reinfielen. Wozu also heiraten? Natürlich kannte ich die Antwort und sie war keine Liebe. Es ging immer um Bündnisse, um Machteinfluss. "Ihr solltet ihn mit der jüngsten Stark-Tochter vermählen. So hätten wir auch Einfluss dorthin", sprach mein Bruder. "Lasst das meine Entscheidung sein, Sohn."
     
  6. Canyon

    Canyon Denkwerkstattbesitzerin

    Aethan

    Eine kalte Windfront blies mir ins Gesicht, als ich meinen weißen Hengst zu einem noch schnelleren Tempo antrieb. Ich liebte Galopprennen, doch komischerweise taten dies nicht viele. Seit Tagen waren wir unterwegs und während die anderen immer müder wurden, wurde ich immer lebendiger. Ich freute mich darauf, endlich mal wieder in der Burg der Starks verweilen zu können, um bei dieser Hochzeit zugegen zu sein, für die sich sowieso niemand interessierte. Na gut, niemand war übertrieben. Es gab so einige, welche solche Feste dazu nutzten, sich bis ins unendliche zu betrinken, doch zu denen gehörte ich nicht. Annabelle hatte es mal erwähnt, wer genau denn da heiratete, aber das hatte ich mir nicht gemerkt. Unwichtig so etwas.
    Mit einem lauten »Ho!« parierte ich den Hengst durch, drehte eine kleine Halbrunde und blickte in die Richtung, aus welcher ich gekommen war. Die zwei Knaben, welche ich dazu hatte animieren können mitzumachen, kamen den kleinen Hügel hinauf galoppiert. Beiden stand der Schweiß auf der Stirn und sie sahen nicht so aus, als hätte es ihnen große Freude gemacht.
    Viel weiter unten sah ich die restlichen der Kolonne durch die leeren Felder des Nordens ziehen. Ich liebte den Norden, mit all seinen kleinen Dörfern, den vielen Feldern und natürlich dem Schnee. Es war mir ein unvorstellbarer Gedanke, dass jemand aus dem Süden noch nie Schneeflocken auf der Kleidung liegen gehabt hatte.
    Von hier oben konnte ich auch meine Schwägerin Annabelle erkennen, welche, untypisch für eine Frau, auf einem stattlichen Ross saß und den Trupp anführte. Sie war ein starkes und junges Mädchen, welcher es schnell den Kopf kosten konnte, dass sie so viel wagte.
    Ich liebte mein Leben, ich liebte den Norden, ich liebte mich. Mich, Aethan Karstark, den Schneewolf.
    Ich freute mich auf die Hochzeit, wer weiß, vielleicht traf ich doch das hübsche Mädchen, auf welches ich lange wartete.
     
  7. Loki

    Loki ihr glaubt ihr seid schlau, ich weiß ich bin dumm

    Collin

    Es dauerte mir alles zu lange. Aufgrund der Leute, die zu Fuß gingen und der Wägen kamen wir bloß im Schritttempo vorran. Als die ersten Türme Wintefells dann jedoch in der Ferne sichtbar wurden, entschied mein Hoher Vater, einen Boten zu senden, um unsere baldige Ankunft publik zu machen. Ich trieb mein Pferd unter mir vorran, bis ich auf seiner Höhe ritt. "Ich werde es tun", meldete ich mich bestimmt und mein Vater sah mich skeptisch an. "Ich reite vor und kündige Euch an, Vater." Nach einem kurzen, nachdenklichen Schweigen nickte er. "Zusammen mit einem Bannerträger. Und stell dich ja nicht dumm an." Das musste wahre Vater-Sohn-Liebe sein. Er rief noch einen der Männer, die die Banner trugen und dann konnten dieser gewisse Desmond und ich unsere Pferde angaloppieren und die Kolonne hinter uns lassen. Ich kannte ihn nicht, musste ich ja auch nicht. Ich würde später ganz sicher nicht Lord von Grauenstein werden, das machte mir selbst mein Vater immer deutlich. Dafür müsste ich schon meine vier Brüder ermorden. Nicht, dass ich das nicht tun würde, aber es reizte mich nicht, den Platz von Roose einzunehmen. Zu viele Pflichten, zu langweilig. Schon bald hatten Desmond und ich Winterfell erreicht. An den Mauern hingen Banner des Hauses Stark. Der Schattenwolf. Wie eindrucksvoll. Die Tore wurden geöffnet. Ein Mann trat vor. "Wer seid Ihr?", fragte er und ich hätte beinahe eine schnippische Antwort gegeben, hätte auf meinen Bannerträger Desmond verwiesen, nach was es denn aussähe, ob er einen Lannister-Löwen oder einen Graufreud-Kraken auf dem Wappen sähe, doch ich tat nichts dergleichen. Stattdessen lächelte ich freundlich. "Ich bin Collin, Sohn des Weymar, aus dem Hause Bolton. Ich bin hier um unsere baldige Ankunft anzukündigen." Der Mann blinzelte zu meinem Banner. Ein gehäuteter Mann an einem Holz-X. Unverwechselbar. Er schien nicht sonderlich begeistert und nickte nur kurz. Anzumerken, dass unser Haus nicht sehr beliebt war, muss ich wohl nicht. "Kommt herein", sagte der Mann tonlos und mit solch einer mangelnden Motivation, dass ich mir sicher war, würde er einer meiner Männer sein, würde er erst einmal etwas erleben. Bloß hatte ich keine eigenen Männer, sondern nur mein Vater. Und diesen Langweiler hätte ich nicht einmal in meine Nähe gelassen. Denn ich hasste Langeweile und wer mich langweilte, weilte nicht mehr lange. Ein stumpfer Witz.
     
  8. BellaS

    BellaS Ich bin ...äh ...'Eigen'

    Annabelle


    Ich führte den Tross der Karstarks an. Wir waren bereits kurz vor Winterfell und ich hatte schon einigen erstaunten Blicken trotzen müssen. Eigentlich hatte ich allen Grund zur Freude. Ich würde heute mein Eltern wieder sehen und meine Geschwister natürlich, aber ich konnte mich nicht freuen. Wir kamen zu einer Hochzeit. Meiner Meinung nach dem scheinheiligsten Fest überhaupt. Nicht der schönste Moment im Leben einer Frau sondern der, in dem sie die Kontrolle verlor. Warum musste ich nur in einer zeit leben, in der Väter ihre weiblichen Nachkommen als Pfand verschenken konnten. Die Meinung von Frauen zählte nicht. Es kam nicht darauf an wer man war oder was man konnte, sondern auf das, was sich zwischen seinen Beinen befand als man zur Welt gekommen war. Natürlich spielte auch der Stand der Eltern eine Rolle, aber in erster Linie zählte das Geschlecht. Ich hatte mir oft gewünscht als Mann geboren worden zu sein. Jetzt lebte ich wie ein Mann. Ich hatte mir meine Freiheit erkämpft und ich würde sie verteidigen. Egal was meine Familie davon hielt. „Aethan.“ Ich rief laut und herrisch. Auch wenn ich den jüngeren Bruder meines toten Gemahls mochte, ließ ich ihn das nicht spüren. Es würde meine Autorität untergraben. Er hörte mich und lenkte seinen weißen Hengst zu mir heran. „Reite voraus und kündige uns an.“ Ich hatte überlegt ob ich ihn schicken sollte, hatte es dann aber als gute Idee empfunden. Der Lord von Karholt würde nicht vorrausreiten und sein Gefolge ankündigen. Aethan Karstark war nicht der Lord von Karholt, auch wenn er das der Erbfolge nach hätte sein sollen. Je eher das allen klar war umso besser war es.
    Ich konnte mich nicht selber als Lord bezeichnen. Ich war nun mal eine Frau. Aber ich konnte mich als Herrscherin über Karholt zu erkennen geben. Lange Zeit hatte ich mich gegen den Titel ''Lady'' gewehrt. Ich hatte es als eine Bezeichnung für die hohlköpfigen Gänse, die den ganzen Tag nichts anderes taten als zu Sticken, zu tratschen, Süßigkeiten zu naschen und jedem trotteligen Ritter nachzuseufzen den sie sahen, empfunden, doch nun musste ich lernen diesen Titel mit stolz zu tragen.
     
  9. Canyon

    Canyon Denkwerkstattbesitzerin

    Aethan

    Ich seufzte theatralisch, als ich den kräftigen Ruf Annabells vernahm. Mal wieder ein Befehl für mich, das ahnte ich bereits jetzt. Ich lenkte mein Ross wieder zurück zu dem Tross und gesellte mich an die Seite der jungen Frau, welche meinen Namen gerufen hatte. Ich schaute sie wartend an und wartete auf ihre weiteren Anweisungen.
    Voraus reiten, natürlich, was hatte ich auch anderes erwartet. Ich neigte kurz meinen Kopf vor ihr, bevor ich meinen weißen Hengst wieder antrieb und abermals den Hügel herauf ritt. Mit einem Wink gab ich meinem Knappen zu verstehen, dass er mir folgen sollte. Immerhin war ich noch ein Mann von hoher Geburt und etwas Erhabenheit musste ich noch bewahren. Es dauerte nicht lange bei unserem Tempo und die prachtvollen Türme tauchten vor uns auf. Winterfell hatte mir schon immer gefallen und ich freute mich, endlich mal wieder hier zu sein. Zu zweit galoppierten wir den kleinen Hang hinauf, auf welcher die Burg errichtet worden war und verlangsamten unser Tempo erst, als wir das Tor erreicht hatten. Natürlich brüllte einer der Wachen uns einen Befehl zu, aber sobald sie erkannt hatten wer ich war, öffneten sie uns den Weg und ich ritt ein in die Festung.
     
  10. BellaS

    BellaS Ich bin ...äh ...'Eigen'

    Annabelle


    Aethan führte den Befehl aus ohne ein Wort zu sagen. Ich hatte gesehen wie die Erkenntnis über sein Gesicht huschte und trotzdem tat er es. Manchmal konnte ich ihn einfach nicht nachvollziehen. Er war nicht feige. Er wollte seinen Platz in dem Haus, welches anzuführen sein Geburtsrecht war. Warum rebellierte er nicht? Warum legte er sich nicht bei jeder Gelegenheit mir mir an? Er war nicht feige und sicherlich auch nicht dumm. Häufig bot er mir seinen Rat an und machte kluge Vorschläge. Er wäre ein guter Lord, das war gewiss. Warum also beanspruchte er seinen Platz nicht?Was war sein Antrieb? Was erhoffte er sich? Ich musste es verstehen, sonst war ich ihm und seinen Spielchen ausgeliefert. Politik kannte keine Ehre und keinen offenen Kampf. Weiter in Gedanken versunken trieb ich mein Pferd an. Ich saß nicht im Damensattel, ja, ich trug nicht einmal ein Kleid, aber mir war kalt. Der herbstliche Wind dran in jede Ritze zwischen den Kleidungsstücken und ließ mich frösteln. Das Haus meiner Geburt hatte wohl recht, der Winter nahte.
    Mein Gefolge verlangsamte mich, doch irgendwann kam dann doch das Tor von Winterfell in Sicht. Ein vertrauter Anblick. Wie ein Stück Heimat. Doch ich konnte nicht einfach nach Hause gehen. Wenn ich das tat, hatte ich verloren.
     
  11. Canyon

    Canyon Denkwerkstattbesitzerin

    Aethan

    Robert Stark war aufgetaucht, kurz nachdem ich das Tor passiert hatte. Wie einen alten Freund hatte er mich begrüßt und auch mit seinem ältesten Sohn Brandon hatte ich kurz einige Worte ausgetauscht. Die Starks waren mir wohlgesonnen, natürlich, ich erlaubte einer ihrer Töchter den Platz auf dem Thron der Burg Karholt, sie sollten sich auch ordentlich benehmen. Ich wusste, wenn ich wollte, dann könnte ich mithilfe eines Kampfes auf den Thron gelangen, doch dann würde ich auch die Starks für ewig als Feinde haben und darauf konnte ich erstmal verzichten.
    Da noch etwas Zeit bis zur Ankunft von Annabelle und dem Tross war, sattelte ich eigenständig meinen Hengst ab. Solange ich noch gehen konnte und beide Hände besaß, erachtete ich es nicht für nötig, dass dies jemand anderes für mich tat. Mittlerweile hatten sich auch die restlichen Starks im Hof versammelt und warteten auf die Herrin von Karholt. Am Anfang war Annabelle nur eine unbekannte Tochter des Hauses Stark gewesen, doch mittlerweile war sie weithin die bekannteste Frau die es gab, was bedeutete, dass sie noch mehr in Gefahr war.
    Zusammen mit ihrer Familie erwartete ich die Ankunft und wenig später schritt die junge Frau, in bequemer Reitkleidung auf ihrem Ross durch die Tore der Burg.
     
  12. Loki

    Loki ihr glaubt ihr seid schlau, ich weiß ich bin dumm

    Collin

    Ich konnte hören, wie das Tor erneut aufging und drehte mich um. Ein weißhaariger, junger Mann mit Knappe ritten ein. Es konnte nur eine einzige Person sein. Der Schneewolf. Ein Karstark. Beinahe so lachhaft wie sie Umbers. Dennoch wurde er sofort von jedem freudig begrüßt. Verärgert schob ich meinen Unterkiefer hervor. Wir waren das zweitmächtigste Haus im Norden und ich wurde empfangen wie das gemeine Volk. Ich blickte zu meinem Banner. Desmond und ich standen im Innenhof, nicht im Mittelpunkt, denn dieser war ja für die weiße Sonne der Karstarks reserviert.
    Es dauerte nicht lange und die ganze Karstark Kolonne ritt durch das Tor. Ganz an der Spitze ritt die Lady Karstark, die eigentlich eine Stark war und laut Gerüchten auch etwas gegen ihren Adelstitel hatte. Eine eigenartige Frau. Noch mehr aber verwunderte mich die Tatsache, dass sie noch Herrin über Karholt war, obwohl der eigentlich Herr, ihr einstiger Gemahl, verstorben war. War der legendäre Schneewolf etwa nicht in der Lage dieses Weib von seinem Erbe zu verweisen? Ich sagte ja bereits. Die Karstarks waren merkwürdig.
     
  13. BellaS

    BellaS Ich bin ...äh ...'Eigen'

    Annabelle


    Vater stand auf dem Wehrgang und schaute auf das Gewimmel der Ankommenden im Hof. Ich schaute ihm ins Gesicht und verspürte eine kleine, gemeine Freude über die Zickmühle, in die ich ihn mit meinem Verhalten brachte. Eigentlich hieß er es nämlich nicht gut, dass eine Frau über Karholt herrschte, aber ich war seine Tochter und so konnte er nichts gegen mich unternehmen. Ich war schon gespannt mit welchen Plänen er ankommen würde um mich aus meiner Festung zu vertreiben ohne mir zu schaden. Entspannt blickte ich über den Hof. Umbers in größeren Mengen. Das war heute auch kein Wunder, da Alyna, meine süße, kleine Schwester, heute einen von ihnen heiraten würde. Ich bedauerte sie, denn mein Vater hatte ihren zukünftigen Gatten ausgesucht. Außerdem sah ich Angehörige verschiedener Häuser aus dem Norden, einschließlich den Boltons. Ihr Wappen zeigte einen gehäuteten Mann. Genauso obszön wie grausam. Eine Familie ohne Prinzipien, ohne Ehre und ausgestattet mit jeder Menge überschüssiger Grausamkeit. Kein Wunder, dass sie unbeliebt waren und sie gaben sich auch keine Mühe das zu ändern.
     
  14. Loki

    Loki ihr glaubt ihr seid schlau, ich weiß ich bin dumm

    Collin

    Neugierig blickte ich mich weiter um. Lord Stark hatte sich auf dem Wehrgang postiert, die Umbers scharten sich im Hof wie Könige. Ich packte mit meiner rechten Hand mein linkes Handgelenk im Rücken und fand meinen Blick erneut bei Annabelle Karstark. Ich beschloss, meine guten Marnieren herauszukramen und zu ihr zu gehen, einen guten Eindruck zu machen, bis der Rest der Boltons eintraf. Da es verdammt beschissen aussehen würde, wenn ein einzelner Bannermann herumstehen würde, befahl ich Desmond, mir zu folgen. Als ich bei der Herrin von Karstark stand, verbeugte ich mich rasch und nicht zu tief. "Milady", sagte ich nickend. "Ein schöner Tag heute, findet Ihr nicht auch?" Ein Blick in Richtung grauer Himmel folgte und ich sah wieder zurück zu der Frau. "Es ist sonderbar, nicht? Einen Bruder oder eine Schwester dabei zu erleben, wie sie verheiratet werden. Ich kenne das Gefühl. Ich habe vier ältere Brüder und alle sind bereits vermählt. Alle, bis auf mich. Aber Ihr kennt etwas, was ich nicht kenne. Ihr wisst, wie es ist, den erzwungenen Ehepartner zu verlieren. Und Ihr wisst, wie man dessen Ländereien an sich reißt. Ein Jammer, dass der rechtmäßige Lord von Karholt
    nicht einmal daran interessiert ist, Euch eine Konkurrenz zu sein. Es könnte ein spannender Kampf um die Burg im Wald sein. Mann gegen Frau. Rechtmäßiger Erbe gegen...Euch." Ein verschmitztes Lächeln legte sich auf meine Lippen und es wechselte zu einem unschuldigen.
     
  15. BellaS

    BellaS Ich bin ...äh ...'Eigen'

    Annabelle


    Was zur Hölle sollte das werden? Da stolzierte dieser Bolton-Pimpf auf dem Hof herum, bekundete, dass er meine Gefühle verstehen könnte, faselte übers Wetter, machte Konversation. Absolut untypisch. So untypisch, das ich mich schon fragte, ob mein Vater die Absicht hegte mich mit entsprechendem Jungen zu verheiraten. In meinen Gedanken war ich gerade bei „Kommt gar nicht in Fr...“, als er mit leuchtendem Blick begann von einem spannenden Kampf um Karholt zu sprechen. In einem Atemzug mit der Betonung, dass ich nicht die rechtmäßige Erbin des Titels war. Das stimmte, ich wusste es, ich konnte nichts tun. Allerdings bohrte sich jedes Mal, wenn jemand eben jene Tatsache aussprach, ein Stachel in mein Fleisch. Wollte er uns aufhetzten? Bei mir hatte dieser Junge spätestens jetzt absolut verloren. Mit einen biesigen, von grimmiger Freude erfüllten Lächeln erwiderte ich: „Nun. Aethan scheint es vorzuziehen mir ständig seinen Rat und seine Treue anzubietenund sollte es zu einem Kampf kommen, werde ich ihn wissen lassen, dass ich aus gutem Grund auf dem Platz bin, auf dem ich mich befinde. Mein Tonfall war freundlich, sachlich, gewürzt mit einer Spur Schärfe und etwas perverser Zärtlichkeit. Oh ja, eine hässliche Seite hatte ich auch.
     
  16. Loki

    Loki ihr glaubt ihr seid schlau, ich weiß ich bin dumm

    Collin

    Mein Blick ruhte auf der Frau und ich nickte langsam. "So scheint es", sprach ich. "Doch nehmt Euch in Acht. Es wurden schon vielen mächtigen Männern die Treue geschworen und dennoch nicht gehalten." Just in diesem Moment öffnete sich das Tor und ich konnte Bannermänner mit dem
    gehäuteten Mann erkennen, der mir so vertraut war. Mein Vater ritt an der Spitze und saß elegant ab, ehe Lord Stark ihm entgegen kam um ihn zu begrüßen. Lord Bolton blieb kühl und distanziert bei der Begrüßung des Herren von Winterfell und sogleich verbeugte ich mich erneut vor Lady Karstark. "Ich danke Euch für diese unterhaltsame Konversation, Milady", sagte ich achtungsvoll und trat dann zu der Kolonne, die meinem Vater folgte.
     
  17. Canyon

    Canyon Denkwerkstattbesitzerin

    Aethan

    Ich war so damit beschäftigt gewesen, alle Besucher genau in Augenschein zu nehmen, dass ich nicht bemerkt hatte, wie sich dieser stinkende Stiefel Collin Bolton an Lady Karstark heran gemacht hatte. Es fiel mir erst in den Blick, als er seine letzten Worte an sie richtete und dann mit einer leichten Verbeugung von ihr weg trat. Ich begab mich mit zügigen Schritten zu ihr, denn immerhin war es meine Pflicht ihr stets zur Seite zu stehen.
    Ihr nachdenkliches Gesicht verriet mir sofort, dass der Bolton Sohn wieder mal keine aufheiternde Konversation mit ihr geführt hatte und ich hoffte inständig, dass sie nicht alles zu Herzen nahm, was er so sagte.
    »Milady«, begrüßte ich sie »Ist alles in Ordnung beu euch?«
     
  18. Loki

    Loki ihr glaubt ihr seid schlau, ich weiß ich bin dumm

    Collin

    Kaum hatte ich Lady Karstark verlassen, sah ich aus dem Augenwinkel auch schon den jüngeren Bruder ihres verstorbenen Ehemannes in zügigen Schritten zu ihr laufen, als wäre er ein Hund, der auf Kommando zu seinem Besitzer kommt. Was er wohl jetzt sagte? 'Euer Gnaden, hat er Euch etwa belästigt? Soll ich ihn für Euch beseitigen?' Amüsiert schmunzelnd schüttelte ich den Kopf und trat dann neben meinen Bruder Roose. Wir waren die einzigen beiden Bolton Söhne, die mit zu dieser Veranstaltung gekommen waren. Roose war der Älteste und der Erbe von Grauenstein und ich... Ja, warum sollte ich eigentlich mitkommen? Ich hatte ja schlimme Befürchtungen wie etwa eine Ehearrangierung. Nun, auch wenn es mir nicht passen würde, ändern konnte ich es sicher nicht. "Hast du schon ein paar Leute belästigt heute?", hörte ich Roose neben mir flüstern. "Du weißt, dass ich der Charmeur der Familie bin", erwiderte ich tonlos, sah meinen Bruder dabei nicht an. "Annabelle Karstark. Wieso?" - "Ich wollte bloß sehen, wie reizbar sie ist." - "Und?" - "Schnell reizbar." - "Was hast du ihr erzählt?" - "Ich habe sie nur gewarnt." - "Vor Aethan?" - "Ja." - "Mir scheint es so, als wäre er ein braves Schoßhündchen." Ich sah meinen Bruder an. Er grinste. Ich erwiderte das Grinsen. "Ja", sagte ich und blickte wieder nach vorne, wo unser Vater uns gerade dem Herren von Winterfell vorstellte. "...und Collin, mein jüngster Sohn." Verhaltensgemäß senkte ich meinen Kopf und sagte ein höfliches "Mylord", so wie es mein Bruder tat. Bildete ich es mir nur ein oder musterte Robert Stark mich gründlich? Ich musste es mir nur eingebildet haben...
     
  19. BellaS

    BellaS Ich bin ...äh ...'Eigen'

    Annabelle


    „Natürlich ist alles in Ordnung. Warum auch nicht?“ Mein Ton war völlig entspannt. Aethans Reaktion hatte mir nur einmal mehr gezeigt, dass ich ihn nicht fürchten brauchte. Ich hatte meinen Platz gefunden und konnte ihn behaupten. Der kleine Bolton tuschelte auf der anderen Seite des Hofes mit einem älteren Bolton, vermutlich seinem Bruder. Egal was die Beiden beredeten, das konnte mit gleichgültig sein. Mein Blick glitt ziellos über den Burghof und blieb an meinem Vater auf dem Wehrgang haften. Er taxierte die Boltons mit abschätzenden Blicken. Ich war nicht in der Lage mir ein selbstgefälliges Grinsen zu verkneifen.
    Schließlich kam ein ziemlich unsicherer Junge auf mich zu. „Ich soll euch in eure Gemächer führen….. äh…. Milady, Sir.“ Beim letzten Teil des Satzes sah er sich gehetzt um. „Sir?“, fragte ich mich im Stillen. Was erzählten sich die Leute bloß für Schauergeschichten über mich. „Nein danke. Ich finde selbst hinauf. Ich bin hier geboren.“ Damit überließ ich ihm meinen Hengst und stieg hinauf zu dem Zimmer, dass ich mir früher mit meinen Schwestern geteilt hatte. Alyna war da. Noch trug sie ihr Hochzeitsgewand nicht. Als ich eintrat drehte sie sich um. Das Kleid lag auf dem Bett, das wir früher geteilt hatten. Sie musterte mich, ein schneller Blick von oben bis unten über meine Männerkleidung, dann fiel sie mir in die Arme.
    Ich hatte mich immer am besten mit meiner jüngsten Schwester verstanden und dieser Tag würde wohl für längere Zeit die letzte Gelegenheit sein bei der wir uns trafen.
     
  20. Canyon

    Canyon Denkwerkstattbesitzerin

    Aethan

    Ich kannte Annabelle zu gut und wusste natürlich, dass sie sagen würde, dass alles gut war. Trotzdem war es meine Pflicht nach ihrem Wohlbefinden zu fragen, immerhin war ich jedenfalls etwas für sie verantwortlich. Ich beobachtete die junge Frau dabei, wie sie mit sicheren uns zügigen Schritten ihre Gemächer aufsuchte und mich, recht planlos in der Gegend stehend, zurückließ. Etwas unerwartet tauchte Annabells Vater Lord Stark neben mir auf, ich hätte schwören können, dass er bis vor wenigen Momenten noch auf dem Wehrgang gewesen war, sodass ich etwas überrascht zusammen zuckte. Robert Stark hatte immer Verständnis für mich gehabt und vertraute mir, obwohl ich wahrscheinlich zu Zeit sehr gefährlich für seine Tochter war, immerhin hatte ich jedes Recht dazu seine Tochter als Thronräuberin köpfen zu lassen.
    »Aethan.« sagte er freundlich und verneigte sich leicht, was er eigentlich nicht tun müsste, da sein Rang zur Zeit noch viel höher war als der meinige, aber irgendwie kam mir das Gefühl, dass er sich bei mir einschleimen wollte. Auch ich verneigte mich leicht vor ihm und fragte dann: »Lord Stark, wie komme ich zu der Ehre?«
    Der Lor lächelte leicht und legte mir dann eine Hand auf meine Schulter, bevor er mich über den Hof von Winterfell führte. »Ach, ich habe mir nur gedacht, dass es nur Richtig wäre, wenn ich dem engsten Vertrauten meiner Tochter Annabelle etwas Gesellschaft leiste, immerhin unterstützt du sie mit all deiner Kraft und ich hoffe, dass das auch so bleiben wird.« Eigentlich war ich nicht gut darin, andere zu durchschauen, aber irgendetwas sagte mir, dass das gerade eine angedeutete Drohung gewesen war. Ich sagte nichts und hörte ihm weiter zu. »Natürlich mache ich mir viele Sorgen um meine Tochter, vorallem weil sie eine alleinstehende Witwe auf dem Thron ist, ich kann mir jedoch vorstellen, dass ein wichtiger Mann an ihrer Seite sie schützen würde und wer wäre da besser geeignet als ihr, Aethan?«
    Erstaunt blickte ich Lord Stark an, welcher zart lächelte und mich mit bittenden Augen anschaute. Ich wusste erst gar nicht, was ich sagen sollte. Ich und heiraten? Warum? Das bedeutet nur Ärger und Pflichten und darauf konnte ich gut verzichten, ich lebte lieber etwas freier und ohne solche Probleme. »Habt ihr das denn schon eurer Tochter vorgeschlagen?«, fragte ich ihn, jedoch innerlich hoffend, dass Annabelle 'nein' sagen würde. Natürlich hatte ich nichts gegen sie, sie war eine tolle Frau, aber eine Ehe mit ihr Das würde nicht gut ausgehen, dafür waren wir zu unterschiedlich.
    »Nein noch nicht, natürlich wollte ich erstmal dich fragen, aber wenn du zustimmst, werde ich das natürlich sofort tun«, antwortete er mir, bevor er sich von mir mit einer leichten Verbeugung verabschiedete und über den Hof in Richtung der Gemächer verschwand. Na toll Aethan, das hast du davon. Eine Ehe zur Sicherheit der Frau. Toll. Hoffentlich würde Annabelle wissen, dass sie auch ohne eine Ehe unter meinem Schutz stand.
     

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