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Canyon

Zusatzaufgaben - Horse Makeover 2020

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Zusatzaufgaben - Horse Makeover 2020
Canyon, 29 Apr. 2020
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    • Canyon
      Wahlaufgabe 1

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      Schweden, das Land der Elche und der tausend Seen - wie gefällt dir dein Aufenthalt? Wann willst du abreisen? Bist du eventuell schon abgereist?

      In einer unerwarteten Begegnung triffst du auf einen HMJ-Teilnehmer, Zuschauer oder Veranstalter, mit dem du bis jetzt noch nicht allzu viel bis gar keinen persönlichen Kontakt hattest. Du kommst ins Plaudern und stellst am Ende fest ... ja was? Finde es heraus!

      Diese Aufgabe wird von zwei Usern bestritten. Dabei suchst du dir einen Partner. Dieser kann ein weiterer Teilnehmer des HMJs sein, aber auch ein anderer User, der sich für das HMJ interessiert.

      Ich wünsche mir, dass es ein User ist, mit dem ihr normalerweise nicht gemeinsam schreibt oder lebt.

      In einem Text, der vorrangig aus einem Dialog zwischen euch beiden bestehen, und nicht mehr als 8.000 Zeichen haben soll, lernst du dein Gegenüber besser kennen und vielleicht stellst du am Ende Gemeinsamkeiten oder Unterschiede fest, die du vor dem Gespräch noch nicht gewusst hast.

      Wenn du dich mit deinem Pferd noch auf dem Gelände des Lindö Dalen Stuteri befindest, so lasse dein Gespräch hier stattfinden. Bist du bereits abgereist, so ist auch eine Konversation übers Telefon oder über E-Mail möglich.

      Diese Aufgabe soll schriftlich ausgeführt werden. Bilder können angehängt werden, sind aber kein Teil der Wertung. Den Dialog kannst du, wenn es dabei auch um dein HMJ-Pferd geht, als Pflegebericht verwenden.

      Der Bericht soll von beiden Usern in gleichen Teilen gestaltet werden. Sind beide User auch Teilnehmer am HMJ, so bekommen beide Pferde die volle Punktzahl. Der Bericht wird bitte nur von einem User eingefügt.

      Die Teilnahme ist freiwillig. Für diesen Text bekommt ihr 8 Punkte pro Pferd. Ihr habt bis zum 06.05.2020 um 12:00 Uhr Zeit.

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    • Veija
      @Sevannie & Veija, HMJ Charity & HMJ Saintly, 29.04.2020, (8000)
      Caleb saß wie so oft noch bis spät in die Nacht am Computer und regelte allen möglichen Kram, der im Laufe des Tages liegen geblieben war. An diesem Abend war der Grund des nächtlichen Aufbleibens jedoch ein anderer: unter den HMJ Teilnehmern war nicht nur ein Tierarzt, sondern gleich zwei oder noch mehr, Caleb wusste es nicht genau. Nachdem jedoch ein externer Tierarzt, der nichts mit dem Makeover zu tun hatte, HMJ Saintly unter die Lupe genommen hatte, war er zunächst guter Dinge gewesen. Der Hengst machte sich gut, baute auf. Sein Husten wurde auch immer besser. Allerdings baute er dem jungen Mann nicht schnell genug auf. Ob er wieder Bauchschmerzen hatte, der anhaltende Husten zum Problem wurde oder die Medikamente zur Unterstützung der Leber und Nieren nicht hoch genug dosiert waren?
      Unter den Makeoverteilnehmern fand er die von ihm gesuchte Handynummer. Die von Reyna Huntington, in deren Besitz HMJ Charity übergegangen war. Ein wunderschönes Englisches Vollblut, in das sich Octavia sofort verguckt hatte. Der Cowboy schnappte sich sein Handy, wählte die Nummer ein und wartete, dass jemand abhob.
      Müde rieb sich Reyna die Augen als gerade ihr Handy klingelte, Ian neben ihr im Bett wälzte sich nur einmal umher, ehe er weiter schlief. Sie schnappte sich ihr Telefon und zog sich rasch über die kurzen Schlafsachen den Bademantel an, verließ dann das Schlafzimmer und ging in das Badezimmer. Hinter sich schloss sie die Tür und ging ohne ein weiteres an das Telefon. Immerhin könnte es ja ein Notfall auf ihrem Hof sein oder eben einer der Tierarztpraxis. ,,Ja hallo? Reyna Huntington?'', hakte sie somit vorsichtig nach, als ihr Blick nochmal auf die unbekannte Nummer ging. Wohl ein tierärztlicher Anruf. Der junge Mann am anderen Ende hörte sich nicht ganz so verschlafen an, als er sich für die nächtliche Unterbrechung entschuldigte und sich vorstellte als Caleb O'Dell. Dieser Name war für Rey ein Begriff, immerhin kannte sie den Mann von einigen Vorstellungen und auch von dem vergangenem und diesjährigem Horsemakeover.
      "Halloo... ich äh...hier ist Caleb O'Dell. Ich hoffe, ich habe Sie nicht geweckt, ich wusste nicht genau ob Sie sich noch in Schweden aufhalten oder Zuhause bei Ihnen", fing der junge Cowboy an, stand von seinem Tisch auf und tigerte unruhig hin und her. "Ich rufe an, weil Sie mir empfohlen worden sind. Es geht um eines der Joelle Horse Makeover Pferde, meinen HMJ Saintly."
      ,,Ah Hallo, guten Abend - oder eher Nacht.’’, murmelte Rey in ihr Telefon und wurde sich erst jetzt der späten Stunde bewusst, bevor sie sich das Telefon wieder an das Ohr hielt. ,,Sie dürfen mich auch gerne mit dem Du ansprechen. Um was geht es denn genau bei Saintly?’’, hakte die Braunhaarige gleich nach, wenn der Anruf noch zu so einer Uhrzeit kam würde es wohl etwas schlimmeres sein. Denn bei Kleinigkeiten könnte man sicher auch noch bis zum nächsten Tag warten.
      Der blonde Mann überlegte kurz, was er der Frau alles erzählen würde. “Dem Hengst ging es zu Beginn wirklich schlecht. Er war verwurmt, hatte einen Pilzbefall, seine Leber und Nieren arbeiteten nicht richtig, sein Immunsystem war im Keller, seine Hufe eine Katastrophe, er hatte Husten, einen Zink- und Selenmangel…”, reihte er all seine Leiden auf und überlegte, was er vielleicht noch vergessen haben könnte. “Saintly wurde gegen alles behandelt. Zur Zeit bekommt er noch die Hübe für den Husten, Mineralfutter welches mir vom Ersttierarzt empfohlen wurde sowie etwas für die Leber und Niere. Ich habe aber das Gefühl, das reicht nicht aus. Ich denke, dass er hochdosiertere Medizin bekommen müsste oder sogar noch etwas anderes dazu.”
      Rey schluckte nicht schlecht bei den ganzen Aufzählungen und lauschte weiter den Worten des Mannes am anderen Ende. ,,Oh weh. Das hört sich gar nicht gut an. Soweit ich weiß bist du vor kurzem auch erst wieder nach Hause gereist oder? Vielleicht liegt es auch an der langen Heimreise, dass es ihm derzeit wieder etwas schlechter geht. Wie genau verhält sich denn Saintly oder was genau ist dir denn aufgefallen?’’
      “Ja genau, wir sind erst vor ein paar Tagen hier in Kanada angekommen. An möglichen Stress vom Flug habe ich gar nicht gedacht, bei all seinen Wehwehchen, an denen meine Gedanken hingen”, antwortete er der Frau und überlegte kurz. “Ich glaube ich warte jetzt mal ein paar Tage und wenn sich nichts ändert rufe ich einen Tierarzt.” Der junge Mann stoppte sein tigern durch den Raum und setzte sich wieder auf den Stuhl am Schreibtisch. “Aber wie macht sich denn dein Pferd, Reyna? Seid ihr schon zuhause oder noch in Schweden?”
      ,,Der Flug könnte ein Grund sein, wenn sowieso schon das Immunsystem soweit im Keller ist. Zusammen mit den anderen Beschwerden.’’, bestätigte Rey den jungen Mann und schmunzelte auf seine Frage hin. ,,Charity macht sich derzeit hervorragend. Ganz anders als das Pferd im vorherigen Jahr ist sie anscheinend schon einmal eingeritten gewesen und kennt schon sehr viel. Weder Stangen erschrecken sie noch Wasser.. Ian und ich gehen derzeit davon aus, dass sie kein übliches Rennvollblut ist, sondern sich eher in Military wohlfühlt. Aber wir gehen derzeit alles etwas langsam an. Körperlich geht es der Stute ja gut, außer dass sie übergewichtig ist.. Da müssen erstmal ein paar Kilos runter und mehr Muskeln drauf, bevor ich sie reiten will. Und bei Saintly, ist er sonst eher ein Wildfang oder doch auch eher in die gleiche Richtung wie Chari?’’, fragte Rey neugierig nach.
      Aufmerksam hörte Caleb ihr zu, nickte ein paar Mal, auch wenn die Frau am anderen Ende des Hörers dies natürlich nicht sehen konnte. “Dann habt ihr genau das andere Problem. Saintly muss dringend was drauf bekommen und Charity was abnehmen. Wenn man doch nur tauschen könnte”, er lachte kurz, “hätte ich mich nicht auf Saintly beworben… Octavia fand HMJ Charity so toll. Aber unser Hengst ist bis jetzt ziemlich brav. Nicht so wie Witch, vom letzten Jahr. Die hat jetzt erstmal Pause und darf einfach Pferd sein. Ich muss mal schauen, wann ich mit ihrem Training anfangen werde.” Der Blondschopf lächelte. “Anfangs wollte ich mich gar nicht auf Saintly bewerben. Tschetan, der Junge, der mit mir in Schweden war, meinte er wolle mich so gerne bei diesem Pferd unterstützen.. und dann war es um mich geschehen. Je mehr ich mit dem Hengst arbeite, desto besser kann ich ihn leiden.” Wieder lachte er auch und wartete, was Reyna dazu sagen würde.
      ,,Oh ich bin mir sicher ihr werdet das mit Saintly gut meistern. Wenn du jetzt schon so von ihm redest. Es ist halt ein steiniger Weg, mit dem einen Pferd mehr mit dem anderen weniger. Mit Twister hatte ich letztes Jahr auch meine Problem. Mein Verlobter hoffte schon, dass Chari sich nicht zum Twister II entpuppt. Da hat er wohl letztes Jahr ziemlich um meine Gesundheit gebangt, aber es eigentlich nie was schief gegangen.’’, erklärte sie Caleb und drehte sich wieder zu der Badezimmertür um, ehe sie dann wieder auf das Display ihres Handys lugte.
      “Ach stimmt ja, das Quarter Horse!”, merkte Caleb an und lachte hörbar auf. “Der war wirklich so schwierig? Ich muss sagen, davon habe ich absolut nichts mitbekommen”, fügte er an und sah auf die Uhr an der Wand, die unaufhörlich tickte und dessen Zeiger immer weiter in Richtung Mitternacht vorrückten. “Wenn es dir nichts ausmacht würde ich mich ein andermal noch etwas mehr nach Twister erkundigen, das interessiert mich als Trainer ja nun doch, warum er so schwierig war.”
      ,,Sicher, ich glaube in seiner Westernausbildung könnte er auch weiter vorwärts kommen. Immerhin bin ich doch eher beim englischen Reiten dabei. Sollte sich doch noch neue Auffälligkeiten bei Saintly ergeben, ruf mich ruhig an. Morgen werden wir auch Abreisen, dann bin ich auch als Tierärztin wieder voll da.’’, erklärte Reyna ihm dann und lächelte in das Telefon hinein. Die beiden verabschiedeten sich noch voneinander, ehe sie dann auflegten. Rey lief wieder in das Schlafzimmer, schlüpfte unter die Decke und nutzte die wenige Zeit zum Schlafen, die ihr noch blieb.
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    • Elsaria
      @Occulta & Elsaria, HMJ Honesty & HMJ Courtesy , 02.05.2020, (8000)

      Luna & Occu

      “ Hey auch noch in Schweden?!” fragte ich eine junge Dame die gerade ihre Stute HMJ Honesty über den Hof führte.“Jaa, wir hatten noch keine Gelegenheit zur Heimreise”, antwortete ich, überrascht, dass ausser uns noch jemand hier war. “Achso, Wir sind noch da weil, courtesy erstmal an gewicht zu legen muss. Wollen wir gemeinsam spazieren gehen und die natur schwedens endecken?Ich bin übrigens luna!” fragte ich sie. “Das klingt nach einer tollen Idee! In Richtung Strand? Mein Name ist Occulta, aber du kannst mich Occu nennen.” “Strand klingt Gut da kann tesy ihre Hufen wässern!” grinste ich. “Oh ja, das hat Honesty auch nötig, ihre Hufe sind hart wie Stein. Mustangs haben echt starke Hufe.” Kenne mich mit Mustangs leider nicht so aus, ich bin normalerweise österreichische Warmblüter gewöhnt, Paints bin ich erst ganz am anfang, weil meine chefin zur bestanden prüfung mir eins schenkte und dann kam das Makeover- “ “Interessant, vielleicht kenne ich deine Chefin sogar - wie heisst sie denn?”
      “Meine Chefin heißt Juna Preske. Sie ist hufschmiedin und wir wohnen in Österreich in den Bergen!” sagte ich. Währendessen machte ich meine Cremellostute fertig. Ich lief der jungen Frau mit Honesty im Schlepptau hinterher und betrachtete bewundernd die hübsche Paint Stute, die sie dabei hatte. “Das ist HMJ Courtesy, nicht wahr?” “Ja genau!!” grinste ich “Anfangs war es für mich schwer einen draht zu ihr zu finden, ich war echt froh das Juna die erste woche dabei war um mir etwas zu helfen!” erzählte ich. “Das glaube ich. Es ist schon seltsam, hierherzukommen und mit völlig fremden Pferden zu arbeiten. Aber ich war mir zum Glück sowas Ähnliches schon gewöhnt - ich habe ja bereits zwei Mustangs zuhause. Ich hoffe, dass Honesty sich mit ihnen verstehen wird”, erklärte ich, während wir einem Kiesweg Richtung Strand folgten.” Ja Juna hatte letztes Jahr mit Beastly Domina gearbeitet, dort konnte ich ihr einwenig helfen, zu Mina hatte ich schnell einen draht, aber es ist ganz anderes die komplette Verantwortung jetzt selbst zu haben!” sagte ich und ermahnte Tesy die Honesty etwas angiftete. “ sorry!” murmelte ich schnell.”Kein Problem, Honesty ist auch nicht immer ein Engel. Aber sie hat eher mit Menschen Mühe, als mit anderen Vierbeinern. Wollen wir hier abbiegen?”, schlug ich vor, und deutete auf eine Art Trampelpfad.” Ja gerne und schlug die richtung zum Trampelpfad an. Ich wartete allerdings bis Occu und Honesty vor geht, Tesy musste lernen nicht immer an erster Stelle zu sein. ”Du scheinst ja schon einige Erfahrung mit schwierigeren Pferden zu haben. Wie war Beastly Domina so im Umgang?”” Sie war sehr gefährlich anfangs, da musste man aufpassen das man keine Hufe von ihr abkriegte. sie schlug gezielt aus oder stieg gezielt nah an dir hoch um dich zu treffen. Aber irgendwie hatten es wir geschafft das sie heute komplett ein anderes Pferd ist. Ich hatte komischerweise nie angst vor ihr, sondern schon vertrauen. Juna meinte immer das ich irgendwie die gute Seite schon sehe und desshalb anderst aggiere wie sie.! erzählte ich.”Hui, das klingt wirklich nach einem schwierigen Fall. Aber ich stimme dir zu, ich bin auch immer der Ansicht, dass Pferde nicht von Grund auf böse sind, sondern sich einfach unvorteilhafte Verhaltensmuster angewöhnen, wenn falsch mit ihnen umgegangen wird. Mit genug Einfühlungsvermögen kann man fast allen wieder auf den richtigen Weg helfen”, antwortete ich darauf. “ Ja so sehe ich das auch, wir konnten leider nicht alles über Beastly rausfinden, aber sie musste es sehr schlecht gehabt haben und dies zeigte sie den neuen Menschen natürlich auch. Da vorne ist schon den Strand und zeigte darauf. ICh bin froh das Tessy nicht all zu sehr schlechte Erfahrungen gesammelt hat sondern das hier nur ihr Schutzmantel vor neuem ist! sagte ich Ich sah überrascht nach vorne. “Tatsächlich! Das ging ja schnell. Ich bin auch froh, dass Honesty einfach nur wild ist. Ich weiss gar nicht, wie viel Kontakt sie bisher zu Menschen hatte, aber vermutlich nicht sehr viel. Ich weiss auch nicht, ob sie überhaupt ein richtiger Mustang ist. Denn dann müsste sie ja irgendwie aus den USA hierhergekommen sein…”
      “Meine Chefin meinte gerade letztens, das viele Reichere eltern die keine Ahnung von pferden haben aber unbedingt einen Mustang wollen aus der freien natur es einreisen lassen und dann kommen sie damit nicht zurecht. Meistens für ihre Kinder die nicht mal reitunterricht hatten Vielleicht stammt Honesty auch von so einer Familie!” überlegte ich. Tesy sah wo es hin geht und versuchte zu überholen. “ Hey Mädchen du darfst ja gleich ins Wasser!” aber hab gedult murmelte ich und zog leicht am halfter zurück.”Na sie scheint ja eine richtige Wasserratte zu sein!”, lachte ich amüsiert bei dem Anblick der drängelnden Paintstute. “Ich werd gleich rausfinden, wie Honesty darauf reagiert - ich war noch gar nicht hier mit ihr.” “Ich war mit ihr auch nicht weit alleine im gelände immer nur so weit das sie den Hof noch sieht, wir mussten durch ihre rissige harte hufe sie wässern und gestern hatte ich sie mal richtig gewaschen so das der alte braune Soße aus ihrem Fell raus kommmt, da habe ich es gemerkt das sie wasser wohl mag, ich kenne das auch nicht. Unsere pferde machen da immer Theater. Ich denke das Honesty Tesy folgen wird so Herdenzwang!” meinte ich “Gut möglich, Honesty ist nämlich sehr herdenorientiert. Sie hatte sich ja sogar unter Kühe gemischt, als man sie gefunden hat! Ich hab sie übrigens vor ein paar Tagen auch gründlich gewaschen - war schrecklich, wie viel Schmutz dabei aus dem Fell kam. Aber sie war nicht wirklich begeistert vom Wasser, wobei ich aber denke, dass sie eher Angst vor dem Schlauch hatte.” “Ja das ist gut möglich, den in der Freiheit gibt es keine Schläuche nur schlangen und das sieht sie als gefahr. Ich denke das Meer ist da eher kein problem für die hübsche da vorn!” sagte ich “Wir finden es gleich heraus”, meinte ich. Der Trampelpfad, der Anfangs noch gesäumt von Büschen und kleineren Bäumen gewesen war, wurde nun durch Felsigen Sandboden ersetzt. Wir fanden eine Stelle, an der man gut bis zum Wasser kam. Coutesy und Luna gingen vor. “ So Tessy jetzt zeig deiner neuen Freundin mal das das wasser nicht gefährlich ist!” flüsterte ich und strich meiner stute über den Hals. Am wasser angekommen ließ ich sie erstmal mit ihren Vorderbeinen auf das Wasser schlagen und spielen. Ich wurde zwar nass, aber es war schön warm. und Beobachtete Honesty ob sie sich wagen würde.Courtesy lieferte eine gute Vorlage, also kostete es Honesty deutlich weniger Überwindung, ebenfalls die Hufe ins Meerwasser zu stellen. Fasziniert sah ich zu, wie sie den Kopf senkte und zu scharren begann. “Du wirst doch nicht etwa-” Doch es war bereits zu spät, mit einem lauten Grunzen liess sie sich ins Wasser fallen und bekam beim Wälzen beinahe Wellen in die Ohren. “ Und da ist der Herdenzwang! klappt doch ganz gut und lachte Courtesy hatte sich wohl auch nicht zweimal sagen lassen und lag im wasser. “ Hey ich hab dich erst gestern sauber gemacht!” murmelte ich und lies meiner Stute das bad gewähren. Als Honesty kurz darauf wieder auf die Beine kam, schüttelte sie sich ausgiebig und spritzte dabei alle um sie herum nass. Doch es schien sie nicht zu kümmern. Sie blinzelte angestrengt, weil sie etwas Salzwasser in die Augen bekommen hatte. Aber das zufriedene erneute Schütteln ihrer Mähne und ein lautes Schnauben, bei dem ein paar letzte Tröpfchen davon gespickten, verrieten mir, dass sie das Bad genossen hatte. “Was hast du mit ihr vor? Willst du sie einreiten? zur zuchtstute verwenden oder einfach pferd sein lassen?!” fragte ich und tesy stand auch mitlerweile, jedoch ohne zu schütteln, ich glaube sie wollte lieber nass bleiben um länger abgekühlt zu werden . “Ich weiss es noch nicht - vielleicht behalte ich sie auch gar nicht… Ich glaube wir sollten langsam zurück, wir sind schon fast eine Stunde unterwegs!” Luna stimmte mir zu und wir kehrten um, den ganzen Rückweg weiter plaudernd.
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    • Sammy
      @Wolfszeit & Sammy, HMJ Divine & HMJ Blessing, 02.05.2020, 7999 Zeichen
      Mein Rücken knackte, als ich mich gähnend streckte. Es war erst acht Uhr Abends, aber ich war trotzdem schon hundemüde. Gerade hatte ich die Abendfütterung hinter mich gebracht und saß nun in meinem gemütlichen Wohnzimmer, wo ich auf einen Anruf von Lina Valo wartete. Die junge Frau trainierte HMJ Divine und wir hatten uns während unseres Aufenthalts in Schweden angefreundet. Ich steckte mir gerade einen Chocolate-Chip-Cookie in den Mund, als mein Telefon klingelte. Prompt verschluckte ich mich an meinem Keks und meldete mich mit einem Husten: “Hallo, Samantha O’Neill vom Hollybrook Gestüt am Apparat.”
      “Hallo, hier ist Lina Valo. Bist du mit Blessing gut Zuhause angekommen?”, meldete sich eine junge Frau.
      “Huhu, Lina! Schön, von dir zu hören. Die Fahrt war super anstrengend, aber Blessing und ich sind noch letzten Sonntag wieder gut in England angekommen. Inzwischen hat das Mäuschen sich auch ganz gut eingelebt. Und ihr? Divine musste ja einen viel längeren Weg ertragen, als mein Stütchen.”, berichtete ich.
      “Die Flüge sind soweit gut gelaufen. Wir hatten nur ein paar Einstiegsschwierigkeiten, was bei einer so großen gruseligen Kiste auch nicht verwunderlich ist. Da wir erst recht spät angekommen sind, war er am Mittwoch noch etwas müde, aber er ist inzwischen wieder top fit. Es ist einfach unglaublich wie brav dieser Hengst ist. Ist Blessing inzwischen ein wenig aufgeschlossener? Auf der Koppel wirkte sie immer sehr zurückhaltend.”
      “Ach herrje, das glaube ich sofort! Ich bin heilfroh, dass ich mit Blessing kein Flugzeug besteigen musste. Sie verhält sich zwar die meiste Zeit über ziemlich apathisch, aber Angst hat sie halt doch. Divine machte aber auch wirklich einen sehr gelassenen Eindruck. Blessing’s Haltung ändert sich beinahe stündlich. Ab und an wirkt sie tatsächlich interessiert, aber den richtigen Schlüssel zu ihr habe ich bisher noch nicht gefunden. Wie läuft euer Training denn so?”
      “Wir lassen es aktuell noch ein wenig langsam anlaufen. Divine ist zwar sehr aufgeschlossen, aber er muss sich erst einmal an seine neuen Eisen gewöhnen. Er macht den Eindruck als hätte er noch nie welche drauf gehabt. Gestern durfte er erst einmal den ersten von seinen neuen Weidekumpels kennenlernen. Erstaunlicherweise fand El Pancho ihn deutlich interessanter als, Divine ihn. Divine fand es spannender in meinen Taschen nach Leckerlies zu suchen. Hast du schon herausgefunden warum deine hübsche Stute so apathisch ist?”
      Ich lachte bei der Vorstellung, wie der schöne Schimmel sein Maul in Lina’s Tasche vergrub und antwortete: “Das mit den Eisen kann ich mir sehr gut vorstellen. Bei Blessing ist es gerade umgekehrt. Heute Mittag war der Hufschmied da und hat den Verdacht bestätigt, dass Blessing viel zu häufig wechselnde Beschläge bekommen hat. Daher darf sie nun erst einmal eine Weile barhuf laufen. Oh und ich soll jeden Tag Wasserbäder mit ihr machen. Findet sie überhaupt nicht lustig. War Divine beim Hufschmied denn brav? Blessing hat wie üblich einfach alles über sich ergehen lassen. Bezüglich ihrer Apathie habe ich einen Verdacht. Blessing hat ziemliche Angst vor der Rennbahn, ist aber gleichzeitig vollkommen fasziniert davon, wenn ich meine Vollblüter auf der Bahn laufen lasse. Daher gehe ich davon aus, dass sie beim Training misshandelt wurde und dadurch ihr Vertrauen und ihre Lebensfreude verloren hat. Das ist aber natürlich nur eine Theorie. Über Blessing’s Vergangenheit lässt sich ja leider so gut wie nichts herausfinden...Weißt du inzwischen ein wenig mehr über Divine’s Geschichte?”
      “Oh, das tut mir leid für Blessing”, sagte die junge Frau mitfühlend. “Ich würde Divine eigentlich lieber Barhuf laufen lassen, aber das lässt sein Hufzustand aktuell leider nicht zu. Aber ich inzwischen immerhin Erfahren, dass Divine wohl eine Handaufzucht ist, da seine Mutter bei der Geburt verstarb. Deshalb vermutete ich dass er ein wenig fehlgeprägt ist. Zumindest würde das seinen starken Bezug zu Menschen erklären. Er wurde wohl einjährig verkauft wo er zwei Jahre in einer Jungpferdeherde verbrachte und dann 3 Jährig zum Feldtest ging. Danach verliert sich seine Spur leider. Dafür habe ich gestern immerhin super süße Fohlenbilder von ihm bekommen. Und er hieß wohl früher Prince. Irgendwie passend.”
      “Oh wow, da hast du ja eine ganze Menge über deinen Hübschen herausgefunden!”, sagte ich überrascht. Über HMJ Blessing konnte ich tatsächlich so gut wie nichts in Erfahrung bringen. Beim Gedanken an Divine als Fohlen huschte ein Lächeln über mein Gesicht. “Magst du mir die Bilder später mal schicken?”, fragte ich Lina. “Ich würde Divine zu gerne einmal als Baby sehen, er war bestimmt zuckersüß! Und stimmt, der Name Prince hätte auch sehr zu ihm gepasst. Wobei ich Divine ja auch toll finde. Er hat einfach so was Göttliches an sich.”
      “Natürlich, ich schicke dir die Bilder später, er ist echt zuckersüß als Baby”, erwiderte Lina. “Ich bin auch gespannt wie er mal aussehen wird , wenn er mal ordentlich Muskeln hat. Er wird bestimmt hübsch, die kleine von meiner Chefin hat ihn schon als Einhorn bezeichnet.”, sagte die junge Frau lachend.” Wobei Blessing auch definitiv Potenzial hat ein richtig hübsches Pferd zu werden. Ihre Abzeichen sind echt hübsch.”
      “Das glaube ich auch! Haha, immerhin weißt du schon, als was du Divine verkleiden kannst, wenn ihr mal an einem Kostümwettbewerb teilnehmt.”, sagte ich lachend. “Ich bin völlig verliebt in Blessing und für mich ist sie auch jetzt schon wunderschön. Aber wenn sie mal ordentlich trainiert ist, ihr Fell wieder glänzt und ihr Langhaar richtig nachgewachsen ist, wird sie bestimmt noch viel schöner. Ich glaube auch, dass Blessing mal eine gute Mutter wird. Sie ist zumindest völlig fasziniert von meinen Fohlen. Hast du vor, Divine später in der Zucht einzusetzen?”, fragte ich neugierig.
      “Vermutlich wird er einmal in der Zucht eingesetzt. Mit seiner Fellfarbe ist er einen echte Rarität unter den Freibergern. Und auch beim Feldtest scheint er nicht so schlecht abgeschnitten zu haben. Allerdings muss er vorher wohl nochmal lernen, das Pferde für ihn interessanter sein sollten.”, sagte Lina und lachte. “Oh du hast ein neues Fohlen? Das ist ja toll”
      “Schon vier.”, lachte ich. “Das jüngste Baby ist heute zur Welt gekommen. Nun fehlen aber immer noch sechs, mal sehen, wie lange sie sich noch Zeit lassen. Und Divine findet eine nette Stute bestimmt irgendwann interessant, vielleicht hat er ja einfach nur für El Pancho nicht ganz so viel übrig gehabt.”, sagte ich grinsend. “Blessing hat auch noch keine wirkliche Freundin gefunden, aber ich hoffe, dass sich das gibt, wenn sie irgendwann mal mehr Freude am “Pferd-sein” hat.”
      “Wenn sie Fohlen so interessant findet, solltest du sie vielleicht mit denen Vergesellschaften”, überlegte Lina laut. “ Ja, mit Stuten haben wir es noch nicht versucht. Divine soll sich erst einmal an seine Kumpels gewöhnen. Ein paar von denen haben nämlich Faustdick hinter den Ohren. Damit sollte der hübsche erst einmal genug zu tun haben. Ja, bei uns lassen ein paar Fohlen uns auch noch warten. Aber die, die schon da sind sind Aktuell das Highlight bei unseren Reitschüler, besonders unsere beiden Zwillinge.”
      “Keine schlechte Idee. Ich hab tatsächlich auch schon überlegt, ob ich Blessing mit auf die Fohlenkoppel stelle, aber ich fürchte, dass ich damit warten muss, bis die Babys abgesetzt sind.”, sagte ich nachdenklich. Bei der Erwähnung der Zwillinge grinste ich:”Dass die beiden das Highlight sind, glaube ich sofort! Irgendwann würde ich mir Chex’s Zwillinge auch zu gerne einmal ansehen. Und Kumpels sind für einen Hengst ja auch was Wichtiges. Ist wie bei den Männern. Die brauchen auch andere Kerle um sich herum, um glücklich zu sein - auch wenn sie das manchmal gar nicht wissen.” Ich blickte auf die Uhr und riss erschrocken die Augen auf. Schon so spät! “So meine Liebe, ich muss dringend ins Bettchen. Aber es war super schön, mit dir zu reden. Vielleicht können wir das ja bald mal wiederholen?”
      "Klar sehr gerne! Schlaf gut!"
    • Leaenna
      @Mohikanerin & Leaenna | HMJ Holy & HMJ Pious | 02.05.20 | 7999 Zeichen

      Dass sie Schritte hinter sich hört, hätte Leticia auf einem so belebten Gestüt normalerweise nicht gewundert. Dass die Schritte plötzlich hinter ihr verstummen, dagegen umso mehr. Widerwillig lässt sie den grasenden HMJ Pious aus den Augen und dreht sich um, um im nächsten Moment mit vorsichtiger Neugier die junge Frau zu betrachten, die ihr nur vage bekannt vorkommt. Ob sie auch eine Teilnehmerin des Makeovers ist? Oder eine Mitarbeiterin des Gestüts?
      “Hallo”, grüßt Leticia zögerlich.
      „Hallöchen, ich bin Vriska“, begrüßt die kleine blonde Dame, die nur etwas größere Braunhaarige. Unsicher geht Vriska auf den Hengst zu und streicht ihm über vorsichtig über die Mähne. Aufmerksam hebt er seinen Kopf und schnaubt zufrieden ab. „Weißt du schon, was du mit ihm machen möchtest?“, fragt Vriska Leticia um das Gespräch aufrechtzuerhalten.
      In Leticias Kopf arbeitet es. Mit dem Namen Vriska kann sie spontan nicht wirklich viel anfangen. Die junge Frau lässt Pious’ Strick etwas länger und beobachtet, wie Vriska den Hengst streichelt. Bei dem resignierten Pony machte sie sich keine Sorgen, dass er auf Fremde losgehen könnte. “Das ist eine gute Frage”, gibt Leticia zu. “Ich kenne mich weder mit Hengsthaltung noch mit Isländern besonders gut aus.” Na, das klingt ja kompetent… “Machst du auch beim HMJ mit?”, möchte sie nun aber doch wissen.
      „Ich hatte tatsächlich überlegt mitzumachen und mich auf deinen Hübschen zu bewerben, aber da ich gerade noch voll in der Ausbildung stecke, habe ich mich dagegen entschieden. Zu dem habe ich mir gerade ein zweiten Junghengst gekauft“, zum Ende des Satzes wird Vriska immer ruhiger und ist es schon wieder unangenehm, dass sie einer fremden Person so viel erzählt. Trotzdem legt sie nach einer kurzen Pause noch einmal nach: „Aber Folke, unser neuer Kollege macht mit Hedda, seiner kleinen Schwester mit. Sie kümmern sich um HMJ Holy, die chaotische Tinkerstute. Direkt am Anfang ist sie durch den Stuten Zaun gerannt.“, erzählt sie lachend.
      Mit dem Namen Holy kann Leticia mehr anfangen. Sie glaubt, sich zu erinnern, dass die wilde Stute auch an ihr schonmal vorbeigerannt ist, und stimmt in Vriskas Lachen ein: “Das klingt nach viel Arbeit… und viel zerstörtem Zubehör! Sowas muss ich bei Pious nicht befürchten.” Dass sie der Blonden vielleicht ihr Traumpferd weggeschnappt hat, tut Leticia unwillkürlich ein bisschen leid, zumal Vriska wirklich Ahnung zu haben scheint, wenn sie zwei junge Hengste besitzt. “Lebst du also hier auf dem Gestüt?”
      Vriska nickt. „Lange gibt es den Hof noch nicht. Erst vor einigen Monaten sind wir hier nach Schweden gezogen, nach dem in Deutschland viele Schwierigkeiten aufgetreten sind. Zur Unterstützung habe ich dann entschieden mitzukommen. Dort hatte ich auch einen Isländer Hengst, der allerdings von meiner Tante ist, deswegen habe ich ihn nicht mitgebracht. Auch wenn wir uns noch nicht lange kennen, kann ich dir anbieten regelmäßig zu Skypen oder so, dann helfe ich dir“, bieten Vriska freundlich an. Sie kennt die Situation selbst plötzlich vor neuen Herausforderungen zu stehen, deswegen möchte sie immer helfen wo sie kann. Und nun wo es um Isländer geht, kann sie besonders hilfreich sein.
      Von so viel Hilfsbereitschaft fühlt Leticia sich ein bisschen überwältigt. Sie streicht Pious ein wenig Heu aus dem Fell, während sie Vriskas Worte verarbeitet. “Das ist ja unglaublich lieb von dir! Weißt du, ich habe mich neulich gefragt, ob Pious wohl tölten kann, und dann festgestellt, dass ich nicht mal weiß, wie Tölt aussieht”, gibt sie mit einem schüchternen Grinsen zu. “Ich denke ich bin keine schlechte Reiterin, und auch keine verantwortungslose Pferdebesitzerin”, erklärt sie und hofft, dass ihre Worte nicht zu sehr nach Eigenlob klingen, “aber ich habe mich einfach nie mit Gangpferden beschäftigt”, gibt sie schließlich zu. “Ich würde mich also sehr freuen, wenn wir in Kontakt bleiben! Und solange wir noch hier in Schweden sind, kannst du gerne jederzeit bei Pious vorbeischauen. Wie lange wir noch hier bleiben, hängt vor allem davon ab, was der tierärztliche Befund ergibt.”
      “Wie wär’s damit, wir treffen uns morgen wann im Laufe des Tages und dann gehen wir mit zwei unserer Islandstuten Ausreiten. Dann lernst du kennen wie sich der Tölt anfühlt und sieht es auch gleichzeitig. Die beiden Stuten sind sehr taktklar, also du wirst es genießen.”, schlägt Vriska überzeugt vor, obwohl Snotra und Blávör überhaupt nicht ihr gehören noch Tyrell. Aber Max ist momentan eh in der Zwischenprüfung hat überhaupt keine Zeit für seine beiden Pferde. Doch Vriska versucht nun auch Leticia noch mehr Details zu entlocken: “Wo lebst du den mit deinen Pferden, die offenbar beides Stuten sein müssen, wenn du keine Hengsterfahrung hast?” Als die Worte auf ihrem Mund kommen, merkt sie erst wie blöd die Formulierung ist. “Hast du vielleicht noch ein paar Tipps für Holy? Wir planen aktuell sehr viel Bodenarbeitseinheiten und dazu noch ein paar Sachen für den Muskelaufbau”, versucht Vriska von ihrem gesagt abzulenken.
      Das Angebot, mal eine Isländerstute reiten zu dürfen, nimmt Leticia begeistert an. “Gerne, ich freue mich darauf!” Generell ist der Gedanke, endlich mal wieder zu reiten, toll. Seit sie in Schweden ist, hat die junge Frau nicht mehr auf dem Pferderücken gesessen. “Ich bin gebürtig aus Deutschland, lebe aber seit einigen Jahren in Nordfrankreich. Und du hast richtig geraten, dass ich zwei Stuten habe, obwohl du vergessen hast, dass es auch noch Wallache gibt!”, lacht die Brünette. “Ingénue ist von ganz sanftmütiger und vorsichtiger Natur. Garance ist eher dominant, aber sehr arbeitswillig, wenn man mit ihr umzugehen weiß.” Die junge Frau stoppt sich, als sie merkt, dass sie ins Schwärmen gerät. Immerhin hat Vriska ihr eine Frage gestellt und Leticia möchte gerne etwas von der Hilfsbereitschaft zurückgeben. “Hmm, wahrscheinlich weißt du das alles selbst schon, aber: Für den Muskelaufbau kannst du mit Holy zum Beispiel bergauf und bergab gehen, auch mal rückwärts. Oder du lässt sie im Wasser laufen, ihr habt doch hier das Meer in der Nähe. Ich kenne Holy natürlich nicht, aber von meiner temperamentvollen Stute kann ich dir erzählen, dass stures Festhalten sie eher explodieren lässt. Man muss sie anleiten und ihr dann den Freiraum geben, die Dinge auszuführen, als wäre das alles ihre eigene Idee gewesen.”
      “Ach super, danke dir. So ungefähr ist bisher auch unser Gedankengang. Guck mal”, sagt Vriska und holt ihr Handy aus der Hosentasche. Dort zeigt sie Leticia die App vom Hof. Kurz erklärt sie ihr die Funktionen und zeigt ihr dann das Profil von Holy. Dort steht die aktuelle Diagnose mit dem Zinkmangel und dem Ekzem. Selbst die Hufeisen mit genauer Bezeichnung stehen in dem Verlauf des Pferdes. Der Trainingsplan ist sehr ausführlich und umfasst auch das Aquatraining auf dem Laufband sowie die Clicker Einheiten für diese Woche. Als Bild ist eins mit Hedda eingestellt, das Folke am zweiten Tag von den beiden Mädls gemacht hat.
      Als Vriska ihr Handy herausholt, hebt auch Pious den Kopf und lugt Leticia kauend über die Schulter. Sie klopft dem Hengst den Hals. “Na, Kleiner, gefällt dir die Stute?” Von der App ist die Brünette ehrlich beeindruckt. “Wow, ihr seid hier auf dem Gestüt wirklich in allen Aspekten topmodern!” Es ist ihr fast ein bisschen peinlich, das Meer als Trainingsmittel vorgeschlagen zu haben, wenn es hier offensichtlich sogar einen Aquatrainer gibt. “Also ich habe zu Hause immerhin einen Reitplatz… an dem aktuell das Licht kaputt ist!”, lacht Leticia herzlich, denn sie ist zwar ziemlich überwältigt, aber nicht neidisch. “Ich glaube, ich sollte Pious langsam zurückbringen, nicht, dass er sich überfrisst.” Leticia greift in ihre Jackentasche und stellt fest, dass sie zwei Karotten dabei hat. “Eine bekommt Pious, und eine Holy!”
      Zusammen bringen die beiden Damen den Hengst weg. Nebenbei erzählt Vriska noch wie dieser Hof zustande kam. Am Ende besuchen sie noch Holy im Stall, wo sie in der Paddockbox steht und die Möhre genießt.
    • Bracelet
      @Sosox3 & Bracelet | HMJ Grace | 06.05.2020 | 5287 Zeichen

      Ich saß gerade auf der Couch des Haupthauses des Den Vackra Trakehner Stud, richtig kitschig vorm Kamin, und versuchte mich mit einer Tasse Schwarztee mit Honig aufzuwärmen. Nachdem es die letzten Tage immer wieder geregnet hatte war es hier im Norden doch mal wieder recht frisch geworden. Ich wollte gerade den Tee wegstellen, da klingelte passenderweise mein Handy. ,,Ja?’’,gab ich fragend von mir als ich abhob. "Hey Brace! Brooke hier! Ich wollte mich nochmal entschuldigen, dass ich kurzfristig noch zur Prämierung fahren mit zwei unserer Pferde. Ich hoffe du bist mir nicht allzu böse. Wie gehts denn Grace? Nimmt die ordentlich ab?" Die quirlige Stimme meiner Gesprächspartnerin hatte ich gewiss noch nicht vergessen. ,,Heey Brooke! Ach nein natürlich nicht, ich freue mich von dir zu hören.’’,antwortete ich freudig: ,,So lala muss ich um ehrlich zu sein zugeben. Nachdem die Tierärztin bei ihr war hatte sie wegen der Impfungen erstmal Pause und nun der Umzug.’’ Ich seufzte: ,,Das wird wohl noch dauern. Ich weiß gar nicht genau wo ich anfangen soll.’’ "Oh was hat der Tierarzt denn gesagt? Ich würde aber echt gerne mal zum Fotos machen vorbei kommen! Ich bin ja Fotografin, weißt du, also neben meiner Berufung als Trainer. Ich hab auch das letzte Portrait von Era vom letzten HMJ gemacht ! Aber erzähl mal was von dir! Wir kennen uns ja gar nicht richtig. " Brooke hörte kaum auf zu reden, während ich einen Schluck von meinem Tee nahm. Zum Glück hatten wir keinen Zeitunterschied und hatten beide gerade einen kurzen Moment Zeit zum quatschen gefunden. ,,Zum Glück sieht alles ganz gut aus. Die Hufe scheinen nur wirklich in besonder schlechtem Zustand zu sein. Ich bin mir sicher, dass die das auch aufgefallen sein wird. Beim Hufe auskratzen fallen die ja beinahe schon von alleine auseinander.’’,erklärte ich: ,,Sonst eigentlich nur etwas Bluthochdruck, der sollte aber hoffentlich wieder runter gehen wenn sie abspeckt.’’ Ich stellte kurz den Tee zur Seite. ,,Ich würde mich wirklich freuen wenn du mal vorbei kämst! Ich finde es ja so schade, dass wir HMJ Grace nicht zusammen auf Vordermann bringen können. Aber Brooke du bist jederzeit willkommen!’’ Anschließend überlegte ich kurz wie ich mich am besten beschreiben sollte. ,,Wie du weißt leite ich ja das DVTS, wo ich mir meinen Lebenstraum von der eigenen Trakehnerzucht erfüllt habe. Es ist wirklich wunderschön hier. Obwohl das Gestüt doch eine beachtliche Größe hat finde ich es wirklich idyllisch.’’,begann ich, ehe ich leicht lachend hinzufügte: ,,Wir haben auch schöne Gästezimmer, wo wir schon beim Thema sind. Aber zurück zu deiner Frage: Neben der Zucht trainiere ich Pferde mit ganz unterschiedlichen Ausbildungsständen. Dressur, Springen, Military vor allem. Und du Brooke? Erzähl mal!’’ "Ja, ich hab schon auf ein paar Bildern gesehen, dass ihr echt ein riesiges Anwesen habt! Ich leite mit meinem Bruder unser Gestüt und reite hauptsächlich unsere Springpferde. Er wollte unbedingt Oldenburger züchten und ja… Ich bin irgendwie reingerutscht. Wir haben aber auch ein paar Trakehner da! Eyeball und Darlington zum Beispiel. Ich glaub nur, dass ich mich etwas in nen Einsteller verliebt hab… " Brooke seufzte leise auf. ,,Oh Oldenburger! Das sind ja auch richtig tolle Sportpferde. Ich hatte auch eine Zeit lang einen, der nun auf den PFS steht. Vielleicht sagt dir ,Diarado’ was?’’,antwortete ich erst begeistert. Dann musste ich grinsen und nachfragen: ,,Ach ja? Auch seinerseits ein Reiter, oder nur Pferdebesitzer?’’ Da konnte man sich heute ja nicht mehr so sicher sein. "Oh ja Diarado sagt mir was! Wir hatten sogar einen Nachkommen von ihm…. Jaaa… Jack ist Reiter… ich kenn ihn durch meinen ehemaligen Hengst Norisk. Er hat ihn sich vor nem Monat gemeinsam mit seiner Freundin gekauft." Ich vernahm das laute Schlucken von Brooke." Ja… Er hat eine Freundin.. " ,,Ohje. Ich mein ich hatte mal eine Freundin die immer meinte das wäre nichts, was man nicht ändern könnte.’’,meinte ich dann leicht scherzend um die Stimmung in eine etwas positivere Richtung zu lenken. ,,Nun und ist diese Beziehung glücklich?’’,fragte ich dann etwas zwiegespalten wie ich mit der Situation am besten umging, ohne unfeinfühlig zu wirken. "Naja Tanja, seine Freundin weiß nichts von und von ihr aus ist alles heile Welt… Ich bin auch eigentlich nicht so. Ich hab mich auch schon wieder mit ihm getroffen… und Nate, mein Bruder findet das alles nicht soo toll." Erneutes Seufzen. Ja die Liebe war manchmal schwer." Ich weiß nicht was ich machen soll. " ,,Eine wirklich schwierige Lage.’’,erwiderte ich: ,,Ich weiß auch nicht warum sowas immer so kompliziert sein muss. Aber wer weiß wo sich das hin entwickelt. Ich bin mir sicher es wird der Punkt kommen an dem du weißt was sich richtiger anfühlt.’’ Meine Tonlage wurde dabei weich und etwas tröstend: ,,Da bin ich mir ganz sicher.’’ "Danke, danke für die lieben Worte… Aber du, ich muss los, Nate wartet auf mich. Ich komme euch auf jeden Fall mal besuchen.’’ ,,Da würde ich mich wirklich freuen Brooke! Sobald es bei dir wieder etwas leichter ist melde dich doch einfach bei mir. Aber ich will dich jetzt auch nicht länger aufhalten, ja?’’,gab ich zurück, ehe das Gespräch auch schon wieder beendet war und ich in die Küche schlenderte um meine Tasse nachzufüllen.
    • Canyon
      Vielen Dank für die rege Teilnahme an der Wahlaufgabe 1!

      Jeder Teilnehmer darf nun bei seinen Punkten eine neue Kategorie einführen. Bitte ergänzt wie folgt eure Spindbeschreibung:
      Zusatzaufgaben: x Pkt.

      Datum der Teilnahme - Aufgabentitel = x Pkt.
      Datum der Teilnahme - Aufgabentitel = x Pkt.
      ...

      Jedes teilnehmende Pferd bekommt für diese Aufgabe 8 Punkte!
    • Canyon
      Wahlaufgabe 2

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      Dieses Jahr legen wir einen besonderen Wert auf die Gesundheit deines Pferdes. Nicht nur aus diesem Grund wird Benni Becks als Tierarzt dich und dein Pferd regelmäßig besuchen und auf jede kleine Unstimmigkeit achten.
      Wir sind uns sicher, dass jeder von euch sich diesem wichtigen Aspekt bewusst ist und dass, obwohl wir uns in einem Wettbewerb befinden, die Gesundheit deines Pferdes vorgeht. Aus diesem Grund haben einige von euch gleich zu Beginn einen Tierarzt aufgesucht - was allerdings nicht der einzige Besuch bleiben soll.


      Bei dieser Aufgabe könnt ihr weitere 8 Punkte dazuverdienen!
      Schreibt einen Bericht über einen Tierarztbesuch oder malt ein Bild zu diesem.
      Der Bericht darf eine maximale Länge von 8.000 Zeichen haben - das Zubehörbild muss mindestens drei Zubehörteile beinhalten, wobei mindestens eines davon typisch Tierarzt sein soll.


      Du hattest bereits Besuch von einem Tierarzt?
      Kein Problem: Überlege dir einen kleinen Zwischenfall, durch den dein Pferd wiederholt Hilfe benötigt, beantrage einen Kontrolltermin oder stelle allgemein eine Verschlechterung fest - egal was: Lieber einmal mehr den Tierarzt gerufen, als einmal zu wenig.


      Dieser Bericht muss nicht von einem anerkannten Joelle Tierarzt geschrieben werden! Es ist dir erlaubt, einen fiktiven Tierarzt zu erfinden oder Benni Becks um Hilfe zu bitten.
      Dieser Bericht darf auch von einem anderen User geschrieben werden. Dieser kann, muss aber nicht auf Joelle ein Tierarzt sein.

      Es ist nicht erlaubt, bereits bestehende Tierarztberichte zu verwenden.

      Du hast bist zum 13.05.2020 um 12:00 Uhr Zeit.

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      Occulta, Sammy, Sevannie und 3 anderen gefällt das.
    • Wolfszeit
      Wolfszeit| HMJ Divine|09.05.2020| Kontrollbesuch von Bennie Becks
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      Pferd by Canyon|Halfter by Mohi|Putzbox by Maleen|Rest by Wolfszeit
      Leaenna, Bracelet und Veija gefällt das.
    • Veija
      Veija, HMJ Saintly, 10.05.2020, (8000, gezählt auf zeichenzähler.de)
      Betsy betrat den Stalltrakt, gefolgt von Murphy. Ich half der jungen Dame beim Absatteln ihres Pferdes. Wir gaben beiden Pferden eine Portion Kraftfutter, ehe sie wieder auf ihren Paddock kommen sollten. Wir wollten uns gerade auf den Weg dorthin machen, als Cayce, total außer Atem, in die Stallgasse gesprintet kam. “Cayce renn doch hier nicht so!”, tadelte ich den jungen Mann und griff noch rechtzeitig in den Führstrick von Alan, der Betsy gerade aus der Hand gerutscht war.
      Der Übeltäter, durch den sich die Pferde erschreckt hatten, stemmte keuchend die Hände auf die Beine und schien nach Luft zu ringen. “Cayce was hast du denn?”, versuchte ich es jetzt. Mittlerweile war ich doch sichtlich verwirrt.
      “Saintly….Blut…am Bein...ziemlich viel…”, fing er an. “Auf dem Paddock, kam nicht ran.”
      Ich schaltete sofort. Alans Führstrick drückte ich augenblicklich in Cayces Hand und rannte zum Paddock von HMJ Saintly los. Schon von Weitem sah ich das rot an seinem rechten Vorderbein, wo eigentlich nur weißes Fell zu sehen sein sollte.
      Kurz vor dem Paddock bremste ich ab, schnappte mir das Knotenhalfter und ging langsam auf den Hengst zu. Dieser spielte wie immer mit den Ohren, schaute mich genau an und schien abzuwägen, was ich von ihm wollte. Untypisch für ihn, da er sich immer einfangen ließ, machte er kehrt und trabte vor mir weg. Ich fluchte. Sowas konnte ich ja gar nicht gebrauchen, vor allem nicht jetzt, da wir nicht wussten, weshalb er so viel Blut am Bein hatte.
      Ich atmete einmal tief durch und näherte mich dem Hengst so langsam wie ich konnte, um ihn nicht nochmal irgendwie zu verschrecken. “Hey Großer, alles guuut”, redete ich beruhigend auf ihn ein und schaffte es dieses Mal, ihn einzufangen.
      Saintly tänzelte allerdings so um mich herum, dass ich keinen ruhigen Augenblick bekam, mir sein Bein anzuschauen. Ich entschied mich kurzerhand also, ihn in den Stall mitzunehmen und dort anzubinden.
      Cayce, Betsy und Murhpy kamen zu mir, nachdem sie die Pferde des vorherigen Trainings auf den Paddock gebracht hatten.
      Gemeinsam gingen wir in den Stall, wo ich ihn links und rechts zum Anbinden einhakte. Das kannte er schon und blieb ruhiger stehen, so dass ich mir endlich sein Bein anschauen konnte. Die Quelle der Blutung war mir zunächst nicht ganz ersichtlich, weshalb ich mir von Cayce einen Eimer mit Wasser und einen Schwamm bringen ließ. Damit wischte ich von unten nach oben immer mehr Blut ab, bis ich die Ursache fand.
      Saintly hatte sich, wie auch immer, auf dem Paddock die Kastanie vorne links angerissen. “Du hast aber auch ein Pech, Großer”, murmelte ich und schaute mir das Ganze an.
      “Caleb ich würde da den Tierarzt rufen, da würde ich selbst jetzt nicht ran gehen”,meinte Cayce, woraufhin ich nickte. Kaum hatte ich die Wunde gesäubert, trat auch schon wieder neues Blut aus. Kurz seufzte ich auf, ehe ich ein paar Schritte vom Hengst wegging, mein Handy zückte und einen Tierarzt aus Calgary anrief.
      Dieser wäre in einer Stunde da. In der Zwischenzeit sollen wir einen Druckverband auf die Wunde machen und ihn in die Box stellen, so dass er sich nicht zu viel bewegte.
      “So ein Pechvogel”, kommentierte Betsy das ‘Glück’ des Hengstes und streichelte seine Nüstern. Saintly schien gut mit Kindern zu können, Tschetan schien er auch zu lieben.
      “Der kommt aus dem Pech gar nicht mehr raus”, kommentierte ich Betsys Aussage, was sie aufschauen ließ. “Na der hat schon von Anfang an ein ganz schönes Päckchen zu tragen- und jetzt auch noch das hier. Ich wüsste mal gerne, wie er das gemacht hat.”
      “Pferde machen viel Blödsinn und wir werden nie erfahren, wie sie das angestellt haben”, meinte Cayce schulterzuckend und erwähnte Vulture am Rande, der sich auch auf ziemlich dämliche und nicht wirklich nachvollziehbare Weise verletzt hatte.
      “Also gut”, kommentierte ich mein Kunstwerk und sah mir den Druckverband von etwas weiter weg an.
      “Nicht schön, aber erfüllt seinen Zweck, bis der Tierarzt da ist.” HMJ Saintly wurde in die Box gestellt und jeder ging anderen Arbeiten nach.
      Nach einer guten Stunde war der Tierarzt endlich am Hof. Damit er besser an den Hengst dran kam, nahm ich ihn wieder aus der Box und band ihn in der Stallgasse an.
      Dort löste der Herr den Verband, der zum Glück nicht durchgeblutet war, und schaute sich das Schlamassel an. “Ist nur halb so wild”, kommentierte er, was er am Bein des Hengstes sah. Er nahm sich ein scharfes Messer aus der Tasche und schnitt die Überschüssigen Stücke der Kastanie ab. Ich derweil stand am Kopf des Hengstes und streichelte ihn, damit er sich nicht aufregte. Von dort aus konnte ich auch nicht wirklich sehen, was der Tierarzt machte, aber er wusste schon, was er da tat.
      Mit unterschiedlichen Utensilien hantierte er am Bein des Hengstes herum, bis er schließlich nach einer Salbe und Verbänden griff. Cayce, der wieder im Stall war, weil er Vulture eingebracht hatte, ging dem Tierarzt zur Hand.
      Schließlich hielt der Verband und mir wurde in aller Ausführlichkeit erklärt, was er gerade eben gemacht hatte und wie es um die Verletzung des Hengstes stand. “Ihr braucht euch keine Sorgen zu machen, Kastanien bluten immer sehr, sehr viel, wenn da etwas dran ist. Meistens ist es nur halb so wild und man braucht sich keine großen Sorgen zu machen. Wichtig war jetzt nur, dass ich die Wunde richtig gesäubert habe und auch das überschüssige Horn abgeschnitten. Ich lasse euch eine Salbe da, die ihr bitte alle zwei Tage drauf macht, wenn ihr den Verband wechselt. Stellt ihn bitte die nächsten Tage nicht auf den großen Paddock, hier seine Box mit dem Kleinen reicht erstmal. In 6 Tagen kann der Verband ab, dann darf er sich wieder mehr bewegen und die Gefahr, dass er sich eine zweite Verletzung zuzieht ist sehr gering.”
      Ich nickte dankend. “Würden sie sich vielleicht nochmal vorne links den Huf anschauen? Wir hatten den Verdacht auf ein Hufgeschwür, weil er dort so klamm gelaufen ist. Nachdem ich die Hufe allerdings ausgeschnitten hatte, ist es schon viel besser geworden.”
      “Ich bin zwar kein Hufschmied, schaue mir den Huf aber gerne nochmal kurz an.”
      “Ich weiß, aber sie haben da noch mehr Ahnung, als ich.”
      “Vorne links, Caleb?”
      “Genau.”
      Cayce blieb am Kopf des Hengstes stehen, während ich mit dem Tierarzt nun zum linken Vorderbein ging und es anhob, so dass der Mann sich die Hufsohle anschauen konnte.
      “Der Hufschmied kommt die nächste Zeit?”
      “Ja, es kann sich nur noch um ein paar Tage handeln. Er sollte mich vor zwei Wochen schon in Schweden besuchen, da war ich dann aber selbst rangegangen, weil ich nach Hause wollte und ein Notfall dazwischen gekommen war.
      “Ja man sieht, dass hier kein Profi am Werk war.” Tadelte mich der Tierarzt grade? Stirnrunzelnd schaute ich ihn an.
      “Wie siehts denn aus, mit dem vermeintlichen Hufgeschwür?” Ich bekam nicht sofort eine Antwort, stattdessen klopfte der Mann den Huf mit einem Hufkratzer und dann mit einem Hufmesser ab. Saintly reagierte nun kaum mehr empfindlich.
      “Ich glaube, falls da was war, haben sie das beim Ausschneiden schon mit weggeschnitten. Ich erkenne keine Empfindlichkeit und bin auch der festen Überzeugung, dass in diesem Huf kein Hufgeschwür angesiedelt ist. Der Grund für das fühlige Laufen könnte ein Fehlschnitt sein, aber der wird ja korrigiert, sobald der Hufschmied dann kommt.”
      “Also hab ich den Huf schlimmer gemacht, als er vorher war?”, fragte ich etwas zerknirscht.
      “Nein, da ist vorher schon unsauber gearbeitet worden. Und ich vermute dann kam ein ziemlich starker Nährstoffmangel hinzu?”, der Tierarzt sah mich fragend an. Ich nickte. “Deshalb sind die auch nicht richtig und gleichmäßig nachgewachsen.” Ich ließ auf Wink des Mannes den Huf sinken und klopfte den Hals des Hengstes vorsichtig. Diesem waren wir mittlerweile egal, denn er machte sich an den Anbindestricken zu schaffen und schien uns einfach ausgeblendet zu haben.
      "Sie bekommen das schon hin, keine Sorge. Warten sie einfach auf den Hufschmied da war und dann klappt das schon."
      "Vielen Dank", sagte ich zu dem Mann und ging mit zum Auto.
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    Informationen - HMJ 2020
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    Canyon
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    29 Apr. 2020
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