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Veija

Zoltaire, New Forest Pony Wallach

7/7 Pflegis zum großgemalt werden

Zoltaire, New Forest Pony Wallach
Veija, 11 Feb. 2017
Snoopy und Zion gefällt das.
    • Veija
      Februar 2016, by Snoopy
      Große Rettungsaktion der Kleinen vom Hof

      Der Tag begann natürlich gleich mit der besten Nachricht, der junge Stallbursche der immer Frühs das Futter in den Ställen verteilte, hatte eine unschöne Entdeckung gemacht. Der Zaun der Nachwuchspferde war auf einer Seite zerstört, da ein Baum in der stürmische Nacht umfiel. Dieser war auch schon immer so ein Problem, nur niemand kam mal um sich darum zu kümmern bzw. es wollte sich die ganze Zeit der Förster darum kümmern, nur jetzt hatte er ein ganz schön großes Problem. Schnell schlüpfte ich in eine ältere Reithose und zog mir eine warme Fleece-Jacke an, dann ging es auch schon los. Meine Cousine Sarah telefonierte schon mal rum. man sagt man habe im Wald Hufabdrücke gefunden. Nun ja wenigstens eine Spur also ging ich mit dem Suchtrupp aus Halftern und Stricken durch das Gehölz. Ich machte mir große Sorgen um die kleinen Pferde, da sie so ganz allein ohne Mutter unterwegs, dazu gab es hier in der Nähe auch noch so viele Gebirge und eine gut befahrene Straße. Nach einer halben Stunde ohne Glück, hörte Chris einer unserer Stallburschen ein schwaches Wiehern. ,,Schnell dahin!", rief ich und alle liefen los und was fanden wir? Zoltaire einen unserer New Forest Fohlen, er hatte sich in ein paar Dornen verfangen, schnell schnappte ich mir ein Messer und schnitt die Dornen weg, ehe ich den kleinen Hengst mit Chris aus dem Gestrüpp hob, er hatte einige üble Kratzer erlitten und blutige Beine. Er musste dringend nach Hause: ,,James bring Zoltaire schon mal nach Hause und alamiere Tierärztin Cooper, wir kommen nach wenn wir alle haben!", sagte ich dem jungen Mann und er packte den kleinen Hengst und lief los. ,,Dann schauen wir mal uns weiter um!", setzte ich die Suche fort und Maxi und Jamie gingen Richtung Fluss, während ein anderes Team Richtung Berge ging und ich mit Chris den Wald absuchte. Wir hatten Walkie-Talkie's dabei, damit wir uns gegenseitig informieren konnten. Nach fünf Minuten entdeckten Chris und ich Miss Roxana, die kleine stand ganz verängstig mitten auf einer Lichtung und wieherte. ,,Roxy! Süße wir sind da, bleib dort ruhig stehen!", rief ich ihr zu, denn hinter ihr bäumte sich eine riesen Schlucht auf. Roxana spitzte die Ohren und bewegte sich langsam in unsere Richtung, doch irgendwas hing an ihren Fuß. ,,Verdammt! Diese miesen Jäger, das ist doch nicht normal, hier ist ein Naturschutzgebiet und sie bauen Fallen hier auf.", ärgerte ich mich und Chris schnitt das von Blut getränkte Seil durch. Ein Zischen war zu hören: ,,Ja?", antwortete ich dem Walkie Talkie: Maxi meldete sich, sie hatten Aurora und Felisha gefunden, doch es ging um Leben und Tod, sie hingen im Fluss fest. ,,Beeilt euch und holt die Beiden da raus, die Strömung ist zur Zeit unmöglich, das Rettungsteam ist auch schon alamiert und einige werden zu euch treffen." Ein Schluchzen war aus der Schlucht zu hören: ,,Bitte sag nicht es ist Casimiro...", sprach ich mit zitternder Stimme. Tatsächlich er war es. Verdammt! Sofort gab ich dem anderen Team Bescheid, das sie her kommen sollten, doch wir konnten nichts machen also funkte ich das Rettungsteam an: ,,Wir haben das letzte Fohlen, aber es steckt in der Schlucht fest, es hat sich im Ast eines am Schluchtrand hängenden Baumes verfangen.", auch hier ging es um Leben und Tot, nur noch Schlimmer. Endlich kam eine gute Nachricht, die beiden Hackneystuten waren gerettet doch eines von den Beiden humpelte und hatte eine große Schnittwunde. Das andere war laut Maxi nur unterkühlt und geschockt. Jetzt wurden alle Fohlen gefunden, von James abgeholt und zum Hof zurück gebracht, einige Mitarbeiter fuhren mit und der Rest kam zu uns. ,,Keine Sorge Miss Westside, wir holen den kleinen aus der schlimmen Lage raus, gehen sie zurück zum Rettungswagen, dort kümmert man sich um sie.", sprach der Leiter vom Rettungsteam freundlich zu mir, doch ich konnte nicht: ,,Nein ich bleibe hier, ich muss sehen ob es...", ich wurde unterbrochen. ,,Schatz, komm mit, hier störst du nur...", sprach mein Freund zu mir und ich wollte mich wehren, gab dann aber nach, es war wohl im Moment das Beste. Mit der Decke über den Schultern wurde ich von Maxi zum Wagen gebracht, dort hörte ich den Funk mit.
      ,,Los her mit dem Seil, befestigt es an dem Baum und bleibt dort, ich muss runter!", hörte man aus dem Funkgerät und es wurde gesagt das sie jetzt runter gehen und die Tragetasche dann runterlassen. Einer der Rettungsmänner seilte sich nach unten ab und musste Salvatore befreien, ein Knacken war zu hören. Mir lief ein eiskalter Schauer den Rücken hinab und ich musste zurück. Maxi kam mir nachgerannt und wollte mich aufhalten, doch er kam zu spät ich stand am Baum und sah zu den Rettungsleuten. Der Baum auf dem Casimiro lag gab nach, mir rutschte das Herz in die Hose: ,,Nein!", schrie ich und kniete mich hin. Der Baum gab immer mehr nach und der Rettungsleiter hatte den Junghengst gerade erreicht, doch war es zu spät? Er packte das verängstigte Fohlen, welches sich versuchte zu wehren: ,,Salvatore bleib ruhig!", rief ich und der Junghengst wurde starr. Der Mann konnte ihn nun packen und zog ihn sanft in die gesicherte Trage. Salvatore Casimiro hatte mittlerweile ein schweres Gewicht und dazu wurde er langsam wieder panisch. ,,Bitte nicht....", schluchzte ich und sah wie der Baum immer mehr nachgab. Genau in dem Moment wo der Baum komplett aufgab, war der Hengst in der Trage, er war sicher, fast sicher... Er musste noch hoch geholt werden, was langsam auch voran ging doch sich erschwerte, da der kleine Kerl extrem zappelte. Gerade war ein Tierarzt einegtroffen, der hauptsächlich bei solchen Fällen dabei ist, dieser erklärte mir das er den kleinen Beruhigungsmittel spritzen musste und dies mit einem extra angefertigten Pfeilgewehr. Ich nickte und blickte zu dem Tigerschecken hinab, er war so unruhig, dass er drohte zu fallen und das wollte ich nun wirklich nicht... Der Pfeil traf, er wirkte auch zum Glück schnell und der Rettungsdienst konnte leichter weiter machen. Mit tränenden Augen sah ich entsetzt zu, dann fing an zum Weinen, da er endlich oben war. Schluchzend fiel ich ich die Arme meines Freundes und hörte James, der mittlerweile wieder da war. ,,Haben sie ihn??", fragte er und Maxi nickte. Mich musste man im Rettungswagen versorgen, da ich einen starken Zusammenbruch erlitt. Der Tierarzt, der den Pfeil abschoss bat mir an, die Pferde zu untersuchen. Ich erwiderte ihm: ,,Sie können gerne mit zum Hof kommen, aber eine bekannte Tierärztin, namens Cooper, ist schon vor Ort.". Er nickte und fuhr dann zum Hof. Erst wollte man mich mit ins Krankenhaus mitnehmen, doch ich war dagegen, ich wollte bei meinen Pferden sein. Am Hof angekommen sah ich sie alle in ihren Boxen und blickte zu Salvatore, diesen hatte es am schlimmsten erwischt. Laut dem Tierarzt der dabei war, schien er sich einiges gebrochen zu haben und musste still stehen bzw. liegen in der nächsten Zeit. Cooper war schon da und begann die Pferde zu untersuchen.
      Fakt ist: Der Förster wird einiges davon tragen müssen, dank ihm ist dies alles geschehen!
    • Veija
      Februar 2016, by Cooper
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      Notfallbehandlung

      Ich erhielt an diesem Tag einen Auftrag von Stefanie. Wir kannten uns privat und die Nachricht die mich erreichte, erfreute mich in keinster Weise. In ihren Angaben stand das durch das vernachlässigen einer Aufgabe des Försters, ihre Jungpferde zu schaden gekommen sind. Zoltaire hatte sich in Dornen verfangen und blutige Beine. Miss Roxana lief in eine Falle von Jägern, Felisha und Aurora waren in einen Fluss gefallen, was sie für Verletzungen hatten konnte Stefanie nicht auf den ersten Blick erkennen, schrieb sie. Zu Salvatore Casimiro schrieb sie das er in eine Schlucht gefallen ist. Ab diesem Satz hatte ich nicht mehr weiter gelesen. "SIMON?" schrie ich. Simon kam um die Ecke geschossen und hörte sich die Nacherzählung an. "Dann nichts wie los" sagte er und packte alle nötigen Sachen zusammen. Da ich mich im Auto auf die Planung der Patienten vorbereiten musste fuhr er. Simon hatte mittlerweile ebenfalls in der Equinmedizin gearbeitet und konnte mir somit mit den fünf Jungpferden helfen. "Um Zolitair könntest du dich kümmern. Er hat sich in Dornen verfangen und müsste die Beine desinfiziert bekommen. Dann schaust du einfach nach, ob eventuelle Fremdkörper in den Wunden stecken oder ob irgendwo noch Dreck ist. Er wird starke Schmerzes haben, am besten du schmierst ihm direkt nach dem desinfizieren eine betäubende und antiseptische Salbe auf. Außerdem denke ich das sie alle samt einen Schock haben, da müssen wir Beruhigungsmittel spritzen". Von diesen vielen Informationen konnte Simon schon gar nichts mehr sagen, konnte mir aber gut folgen und nickte. Nicht lange danach waren wir auf dem Hof angekommen. Er lag eine merkwürdige Stimmung in der Luft, fast so, wie wenn man weiß das jemand eine Verletzung hat und man da unabsichtlich dran kommt, so ähnlich erging es mir. Simon stieg aus dem großen Ford aus, der uns als mobile Klinik diente und nahm alles in die Hand was er schleppen konnte "Hallo!" sagte dann eine nette Stimme. Ich drehte mich um und Stefanie stand vor mir. "Ein glück konntest du so schnell kommen. Die armen geben keine Ruhe und Salvatore sieht schon apathisch aus". Ich umarmte Stefanie zur Begrüßung und versuchte erstmal sie etwas zu beruhigen. "Also bevor wir die kleinen ruhig bekommen können, musst du ruhig werden. Sie bemerken deine Stimmung. Versuch einfach so zu sein wie immer, dann werden sie auch was ruhiger". Stefanie führte uns sofort in den Jungpferdestall. "Lassen wir sie in der Box, das würde sie nur stressen wenn wir sie jetzt auch noch heraus nehmen würden" sagte ich zu Simon, der sich schon um Zolitair kümmerte. Ihm musste er kein Beruhigungsmittel spritzen, dem Rest der Fohlen hatten eine nötig. Das konnte ich durch die vitalzeichen Kontrolle herausfinden. Zolitaire war in guten Händen, somit widmete ich mich zuerst Salvatore. Er hatte das schlimmste abbekommen. Ich spritze ihm etwas mehr Beruhigungsmittel, damit er wieder normal Atmete. Wir beruhigten ihn zusätzlich und dann kontrollierte ich langsam alle Reflexe und schaute nach seinem Körper im allgemeinen. Dann führte ich eine komplette Orthopädische Untersuchung durch und röntge eine Stellen. Nach der Kontrolle setzte ich mich hin und lehnte mich an die Stallboxwand. Simon stellte auch für Salvatore ein Wärmelicht hin und schaute dann auf den Boden zu mir. Ich hielt meine Hand an meinen Kopf mit den Fingern gespreizt, damit ich noch dadurch schauen konnte. "Was ist los?" sagte er und machte damit Stefanie sichtlich nervös. "Er hat drei Frakturen. Beide in den unteren Teilen der Vorderbeide. Dann an seiner Schulter". Stefanie war in dem Moment als ich den Satz aussprach in Tränen ausgebrochen, fing sich aber wieder als ich sagte das man in der heutigen Medizin viel machen kann und er eine gute Chance auf Heilung hat. "Wir führen jetz die OP durch!" sagte ich dann entschlossen. "J,jetz?". Stefanie war nicht wirklich begeistert, aber eine bessere Chance hatten wir nicht, ich wollte den armen Kerl nicht so lange Leiden lassen, vor allem nicht dann auch noch erneut. Simon wusste was zu tun war und ich bereite mich mit Stefanie darauf vor. Ich beantwortete viele ihrer Fragen und gab dann Salvatore die Narkose, die schnell wirkte. Durch die neue Technologie und dem letzten Seminar konnte ich die Operation ohne große Schnitte absolvieren. Dennoch dauerte diese sehr, sehr lange. Ich konnte alle Knochen wieder in die richtige Position bringen, damit sie die beste Chance auf das wieder zusammenwachsen hatten. Auch die Knochensplitter entfernte ich. Simon nähte die kleinen Einstiche und kümmerte sich um das aufwachen des kleinen Hengstes. In der Zeit konnte ich mich dann um Aurora und Felisha kümmern. Stefanie nahm meinen Rat an und konnte die beiden, indem sie selber ruhiger wurde, was beruhigen. Da die armen in einen Fluss gefallen waren, waren sie sehr unterkühlt. Simon lief, nachdem mit Salvatore alles gut gelaufen war, für mich zum Auto und holte spezielle Wärmelichter, die wir in der Box von Aurora und Felisha aufstellten. Ich kontrollierte zuerst Felisha, sie hatte kaum etwas ab bekommen, zum Glück. Danach schaute ich nach Aurora, die auch nur neben einer Unterkühlung eine Schnittwunde davon trug. Die Wunde ist an die 6 cm groß und kläffte auf. Es sah aber übler aus, als wie es war. Ich konnte die Wunde gut Behandeln und innerhalb einer halben Stunde hatte ich Aurora versorgt. Die Stimmung wurde was entspannter und in aller ruhe widmete ich mich der letzten Patientin, Roxana. Diese war in eine Falle von Jägern getappt und hatte dadurch eine scheide Verletzung an rechten unterem Teil des Beins. Es war eine Fleischwunde und nicht sehr schön anzusehen. Doch auch diese Wunde konnte ich gut Behandeln und Roxana somit auch den Schmerz ein wenig nehmen. Alle Jungtiere hatten jetzt Wärmelichter in der Box um sich etwas zu entspannen. Stefanie, Simon und ich räumten erstmal ein wenig auf und dann konnte auch wir einmal durchatmen. "Am besten, ich schreibe dir eine Liste, wie du dann weiter vorgehen musst". "Das wird glaub ich viel Arbeit" sagte sie und ich nickte mit einem schiefen lächeln.
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      Zoliaire: Verbände 3 Tage dran lassen. Weiter mit antiseptischen Salbe behandeln. 2x am Tag.
      Roxana: 1 Woche nicht Belasten, sowie Weidegangverbot. Nässe für 2 Wochen meiden! ASS 3x am Tag. Bei Schmerzen Betäubungssalbe.
      Felisha: -
      Aurora: Schnittwunde im Auge behalten. Einzelweide!. Behandlung mit Jod 1x am Tag
      Salvatore: unbefristetes Weidegang verbot! Gips bleibt 4 Wochen dran. Schulter Verband jeden 2. Tag wechseln, fest binden!. Minimale Bewegung. Ab Woche 4 langsamer Schritt versuchen. Ende Woche 4 erneut einen Tierarzt bestellen.
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      Ich drücke Stefanie den Zettel in die Hand. "Ich werde heute keine Wurmkuren oder Immunisierungen mehr machen. Die haben alle erstmal genug Aufregung gehabt. Wenn du mich auswählen solltest, dass ich in vier Wochen nochmal nach Salvatore schauen soll. Dann könnten wir das machen" lächelte ich. Stefanie nickte und wir gingen zusammen erstmal ins Gutshaus um gemeinsam nochmal über die Ereignisse zu sprechen, einen wohl verdienten Kaffee zu trinken und alles zu verdauen.
    • Veija
      August 2016, by Snoopy
      Fohlen

      Es wartete ein langer Tag auf mich und meinen Freund. Ab er erstmal mussten wir die Fohlen aus ihren Boxen holen.
      Maxi übernahm Zoltaire und Salvatore Casmiro, während ich mir Felisha, Aurora und Miss Roxana vor nahm. Als erstes begann ich Felisha's dunkles Fell zu striegeln, ehe ich mit dem Fell von Aurora weiter machte. Die Hackneys waren sauber gestriegelt und ich machte mit Miss Roxana weiter, wo ich ihr dunkles Fell striegelte und dann später mit dem Langhaar weiter machte. Also kämmte ich ihr Langhaar, machte dann weiter mit dem schwarzen Langhaar von Felisha und kümmerte mich zuletzt um das helle von Aurora. Manche der Fohlen konnten schon Hufe heben, diese waren die Hackneys, wo ich mich auch sofort darum kümmerte. Ihre Hufe waren schnell gereinigt und Miss Roxana brauchte noch Training. Während ich mich dann um das Stall misten kümmerte, machte Maxi mit den Jung weiter. Er striegelte das bunte Fell von Casimiro und machte dann weiter mit dem dunklen Fell von Zoltaire. Beide hatte er nun sauber und kämmte dann das verknotete Langhaar. Lächelnd blickte ich Max zu, während er sich an die Hufe ran machte. Zoltaire hatte nur Dreck drin und Casimiro viele Steine.
      Zugleich waren wir fertig und brachten die Fohlen getrennt voneinander auf die Weide. Dort begannen sie gleich ausgiebig zu Toben. Die Mädels legten sich in das Grüne Gras, während die Jungs fröhlich wiehernd über die Weide galoppierten.
    • Veija
      Dezember 2016, by Gwen
      Besuch von Gwen

      Es war inzwischen schon später Nachmittag und so blieb mir gar nicht mehr so viel Zeit für Steffis Verkaufspferde. Da diese aber sowieso relativ stressige Tage, durch Proberitte und Besichtigungen, hatten, war das auch gar nicht so schlimm. Deshalb machte ich erst einmal den Stall. Ich mistete die Boxen, streute dann frisch ein, füllte die Heunetze auf und verteilte schon einmal das Futter.
      Dann begann ich die ersten Hengste reinzuholen. Erst Callimero und Phoenix. Die beiden putzte ich gründlich am Putzplatz und schaute sie mir auch kurz an, um etwaige Schrammen oder Ähnliches zu entdecken. Dann durften sie in ihre Boxen. Danach holte ich Raspotin und Zoltaire in den Stall. Auch mit den beiden machte ich das gleiche Prozedere.
      Damit waren bereits alle Hengste im Stall und futterten genüsslich ihr Abendbrot. Also waren als nächstes Chronicle’s Sahara und Laila Nahara an der Reihe. Beide teilten sich einen großen Paddock und marschierten brav neben mir her in den Stall. Dort band ich sie am Putzplatz an, putzte kurz drüber, kratzte die Hufe aus und nahm auch die beiden Stuten unter die Lupe.
      Nachdem ich sicher war, dass alles in Ordnung war, durften sie in ihre Boxen. Und nun sammelte ich Sugarlips Habasi und Nadira ein. Auch die beiden putzte ich und bemerkte bei der Schimmelstute ein paar Verspannungen im Rücken. Da ich auf dem Gebiet bewandert war, wandte ich einige Massagehandgriffe aus meinem Studium an, die der Stute anscheinend auch sehr zu Gute kamen, ehe sie zurück in die Weide durfte.
      Dort deckte ich sie aufgrund des Rückens auch mit einer dünnen Stalldecke ein. Als letztes war nun nur noch Nayeli an der Reihe, welche draußen schon allerhand Theater machte, denn sie war die letzte und das schien ihr so gar nicht zu gefallen.
      Auch sie putzte ich und tastete sie nach etwaigen Verletzungen ab, ehe es für sie in die Box ging. Noch einmal schaute ich bei allen Pferden kurz über die Tür, ehe ich zufrieden den Stall verließ. Auf dem Weg zum Auto traf ich dann auch auf Steffi, welcher ich kurz berichtete, was ich alles gemacht hatte, ehe ich mich auf den Heimweg machte.
    • Veija
      März 2017, by Veija
      Ein kleines großes bisschen Verantwortung

      Bellamy
      Kaum hatten wir die Stutkrönung mit DunIts Smart Investment überstanden, merkten wir zum ersten Mal, wie viel Verantwortung so ein Haufen Pferde mit sich brachte. Am Morgen ausschlafen, weil man erst am Abend eingeteilt war, ging nun nicht mehr. Wir mussten morgens um 7 Uhr aufstehen, alle Pferde füttern und auf die Koppeln bringen, was Octavia und ich heute auch schon gemacht hatten. "Wen willst du heute reiten? Oder sollen wir versuchen, mit allen etwas zu machen?", fragte ich sie und sie sah von ihrem Schreibtisch auf. "Wir sollten zunächst einmal klären, wer sich um welches der Pferde kümmert- schließlich müssen sie ja alle versorgt werden.", erwiderte sie nur und schnappte sich zwei Zettel. Einen schob sie, zusammen mit einem Kulli, zu mir herüber. "Schreib mal auf, wen du versorgen willst. Wir haben 27 Pferde.", erklärte sie und ich nickte.
      Eine ganze Weile kritzelten wir auf den Blättern herum, verglichen die Namen und zählten nach. Jetzt endlich hatten wir die beiden finalen Listen in den Händen. "Ich kümmere mich also um A Shining Chrome, Alans Psychedelic Breakfast, Baby Doll Melody, Dakota, DunIts Smart Investment, um die du dich auch ab und an kümmerst beziehungsweise reitest, Unbroken Soul of A Devil, Unbroken Magic, Gun and Slide, Snapper Little Lena, A Gun Colored Lena, Funkys Wild Berry und Zues.", las ich meine Liste vor und sah dann zu meiner Schwester. "Ich versorge dann Drama Baby, It's me, Amira, Lady Gweny, Magic Lanijos, Blossom Magic, Snap in Style, Priamos Ruffia Kincsem, Prias Colourful Soul, Raspberry, Seattle Slew, Bellas Dun Gotta Gun, Wildfire,Wolfs Bane und Zoltaire.", sagte sie und ich nickte. "Super, dann hätten wir das geklärt.", sagte sie knapp. "Hängst du die Zettel im Stall an die Pinnwand? Dann können wir sie uns immer anschauen, bis wir wissen, wer wen versorgt.", lachte sie und ich nickte. "Klar.", meinte ich und schaute auf die Uhr. 10 Uhr. "Kochst du etwas zu essen für um 12? Dafür kümmere ich mich um Barbie und bereite ihn aufs einreiten vor.", versuchte ich zu verhandeln und sie lachte. "Klar. Aber mach es ordentlich.", lachte sie noch und schüttelte grinsend den Kopf, als ich das Zimmer verließ. Ich ging hoch in mein Zimmer, um mich umzuziehen, denn in Jogginghose konnte ich schlecht reiten. In Kanada herrschten so langsam frühlingshafte Temperaturen, doch nachts wurde es noch ziemlich kalt, weshalb wir fast alle Pferde eindecken mussten. Später, wenn die Ranch mal so richtig ins Rollen kam, waren noch Offenställe geplant, doch alles mit der Zeit.
      Wieder unten angekommen zog ich mir die Westernboots an und packte mich in Schal, Mütze und Jacke ein. Dann schnappte ich mir die beiden Zettel und ging aus dem Haus. Flüchtig sah ich zum zugefrorenen See, auf dem Surtout, der alte Rottweilerrüde von Verena, bestimmt seinen Spaß gehabt hätte, doch auch er war bei der Explosion der Ranch gestorben. Kurz seufzte ich und lief beinahe mehr, als dass ich ging, zum Stall und öffnete die schwere Tür. Wohlige Wärme schoss mir entgegen und ich konnte wieder durchatmen. So früh morgens war es doch noch ziemlich kalt. Schnell heftete ich die beiden Zettel an die Pinnwand und ging zu den Boxen der Pferde. Gefüttert hatten wir sie heute am frühen Morgen schon, gemistete oder gar auf die Koppel gebracht war noch keines der Pferde. Ich fing also damit an, die Türen zu den Paddocks eines jeden Pferdes zu öffnen, damit sie wenigstens etwas frische Luft schnappen konnten, während ich hier herum tüftelte.
      Ich blickte mich in der Stallgasse um und würde wirklich heute mit Barbie anfangen, damit Octavia merkte, dass ich meine Versprechen durchaus hielt. "Na mein Hübscher, groß bist du geworden.", begrüßte ich den Hengst und streichelte ihm über die Nase. Egal welches Pferd ich mir anschaute, Traurigkeit hatten sie alle im Blick. Ob sie wussten, was genau passiert war oder warum sie, nach all dem Stress, nun hier in dieser Stallung mit Octavia und mir standen? Doch wer wusste das schon. Ich band Barbie am gegenüberliegenden Putzplatz an und nahm mir eine der Bürsten, ehe ich sanft über sein Fell strich. Er war nicht schmutzig, aber er sollte sich daran gewöhnen, von Menschenhand angefasst und überall berührt zu werden. Das Putzen hatte da einen ganz tollen Nebeneffekt, da es den Hengst massierte. Barbie legte den Kopf schief und machte den Hals lang, was zeigte, dass er die kreisenden Bewegungen wirklich genoss. Als ich den Körper auf beiden Seiten gestriegelt hatte, machte ich mich an die Beine. Auch hier war ich vorsichtig, denn der Hengst war ein Jungpferd und alles kam ihnen zunächst als Bedrohung vor. Doch der Hengst blieb gelassen. Er hatte wohl doch einiges von seiner Oma geerbt. Nachdem ich mich nun auch um seine Hufe und seine Mähne gekümmert hatte, band ich ihn los und stiefelte mit ihm zur Halle. Es war schon mühsam, die schwere Tür auf zu bekommen, doch wir schafften es und gingen ins Warme. Barbie plusterte sich sofort auf und schnaubte einmal laut, ehe er im Kreis um mich herum tänzelte- da kam wohl doch der Hengst raus, denn schließlich roch alles nach anderen Pferden. Ich klickte nur den Führstrick aus dem Halfter und schickte ihn von mir weg, damit er sich die Beine vertreten konnte. Ich verließ die Halle derweil wieder und ging in den Stall, wo ich mir seine Box ansah. Sie musste nicht komplett ausgemistet werden, weshalb ich damit schnell fertig war und in die Box zu Alan ging, mit dem ich auch sehr schnell fertig war. Bei Baby Doll war es ein wenig mehr Arbeit, doch auch sie hatte ich noch relativ schnell fertig. Kurz schaute ich auf die Uhr: Essenszeit. Ich ging also Barbie wieder einfangen und brachte ihn in seine Box, ehe ich ins Haus zu Octavia ging.
      Gegessen hatten wir relativ schnell ohne große Konversation, so dass ich schnell wieder in den Stall gehen konnte und mir meine Liste anschaute. GRH's Unbroken Magic, GRH's Unbroken Soul of a Devil, VK A Gun Colored Lena, VK Funky's Wild Berry, A Shining Chrome, It's me, Amira, PFS' Blossom Magic, PFS' Snap in Style, Prias Colourful Soul, Wolfsbane und Zoltaire brachte ich auf die Koppel, da wir heute mit den Jungpferden nichts machen würden. Auch Snapper Little Lena durfte mit den Kleinen auf die Koppel, ich hatte noch nicht so ganz rausgefunden, wie ich richtig mit der Stute arbeiten sollte, weshalb ich sie lieber noch eine Weile Pferd sein lassen wollte. Auch Zues stand auf der kleinen Koppel neben den Stallungen alleine herum, und fristete sein Leben dort. Auch bei ihm wusste ich noch nicht so wirklich, was ich mit ihm anstellen wollte. Kastrieren stand jedoch bei seiner Abstammung außer Frage. Einschläfern auch, denn Verena lag etwas an diesem verfluchten Pferd, weshalb wir uns mit ein paar Trainern kurzschließen, und nach Lösungen forschen wollten, bevor wir entschieden, was wir mit ihm machen wollten. Laut einem bekannten von Verena konnte Zues bereits longiert werden. Doch seit er wieder hier war, war er unausstehlicher denn je, weshalb ich mich nicht an ihn heran traute.
      Mit wem ich heute auf jeden Fall arbeiten wollte, war Alan's Psychedelic Breakfast. Schnell war der Rappe gesattelt und wir fanden uns in der Halle ein, wo ich ihn zunächst ein wenig warm ritt und dann auf beiden Händen lediglich die Grundgangarten übte, bevor ich noch Schritt-, Trab-, und Galoppstangen auf den Boden legte und ein wenig mit ihm übte. "Braver Bursche.", lobte ich den Hengst und brachte ihn nach dem Abreiten in den Stall, machte ihn fertig und brachte ihn dann auf die Koppel. Baby Doll Melody und Dakota longierte ich lediglich ein wenig, damit sie heute zumindest etwas Bewegung hatten. Was ich mit DunIts Smart Investment anstellen wollte, wusste ich noch nicht so genau, weshalb ich mir zu erst Gun and Slide schnappte, ihn sattelte und die selben Übungen in der Halle mit ihm machte, die ich auch mit Alan gemacht hatte. Zum Einen wurde ich dabei sattelfester, zum Anderen wurde er bewegt.
      Nach dem Training kam auch er auf die Koppel, ehe ich mir nun doch Candy schnappte, sie sattelte und auch mit ihr das gleiche Training absolvierte, wie ich mit Alan und Blue zuvor auch gemacht hatte. Nach getaner Arbeit durfte sie dann auch auf die Koppel und erfreute sich des Lebens. Nun fing ich mit Misten und füttern an.

      Octavia
      Mein Bruder war so nett gewesen, den Großteil der Pferde, um die ich mich kümmern sollte, zu versorgen, damit ich kochen und mich um den Haushalt kümmern konnte. Nun endlich machte ich mich auf den Weg in den Stall und schaute kurz auf meinen Zettel, ehe ich die Boxen abging, um zu schauen, wer noch im Stall stand und mit wem ich noch etwas machen musste. Drama Baby, Lady Gweny, Seattle Slew und Wildfire xx stellte ich in die Führanlage, da sich die Vollblüter gemütlich die Beine vertreten konnten. Priamos Ruffia Kincsem stand noch im Stall, doch da sie mehr oder weniger noch in Babypause war, kam sie auf die Koppel zu ihrer Tochter. Wer mir noch blieb waren Raspberry und Magic Lanijos. Anfangen würde ich mit Raspberry. Ich holte sie aus der Box, putzte und sattelte sie und verließ den Hof zu einem kleinen Ausritt, den die Stute sichtlich genoss, denn sie liebte Ausritte.
      Etwa eine Stunde waren wir unterwegs, ehe wir wieder auf dem Hof ankamen und ich die Stute fertig für die Koppel machte. Auch Drama Baby, Lady Gweny, Seattle Slew und Wildfire befreite ich aus ihrem Elend und brachte sie auf die Koppel. Mit panischem Blick schaute ich Wildfire zu, wie er wie ein Bekloppter über die Koppel fegte- irgendwann würde er sich etwas brechen, da war ich mir ziemlich sicher. Da er jedoch bald auf die Rennbahn sollte, hatte ich darauf recht wenig Lust.
      Als letztes Pferd für heute blieb mir noch Magic Lanijos, mit dem ich allerdings nicht sonderlich viel machen wollte, da ich ihn langsam ans Einreiten gewöhnen wollte. Ich holte ihn mir also aus der Box und fing an, ihn gründlich zu putzen. Das kannte er bereits ein wenig und machte mir dabei auch keine Probleme. Auf dem Hof übte ich dann die Stimmkommandos zum Losgehen und Stehenbleiben. Auch das verstand der kleine Hengst super, so dass auch er auf die Koppel durfte.
      Ich mistete noch die Boxen und gab allen ihr Heu, ehe es Abend wurde und ich zusammen mit Bellamy wieder alle Pferde in den Stall brachte.
      Ganz schön viel Verantwortung, so ein Haufen Pferde.
    • Veija
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      Mai 2017, by Veija

      Radioactive - the prisoners 2.0

      "Oh mein Gott, Bellamy.. schau mal!", rief Octavia durchs Haus nach oben und ich hörte, wie sie ungeduldig von einem aufs andere Bein trippelte. "Die haben den jährlichen Tag der offenen Tür- Tag im Gefängnis aus dem wir kommen. Sollen wir nicht auch Jugendlichen eine Chance auf das geben, was Verena uns gegeben hat?", rief sie mir entgegen und ich grummelte etwas in meinen nicht vorhandenen Bart hinein, ehe ich die Treppe herunter lief. "Und wie hast du dir das vorgestellt? Hallo alle zusammen, unsere Anleiter sind frühzeitig gestorben, aber wir haben die letzten drei Wochen unserer Frist auch so geschafft und sind nun hier, um Jugendliche aus dem Knast zu holen... glaube kaum, dass das klappt." "Ach Bell lass es uns doch bitte probieren. Komm schon. Lass uns welchen eine Chance geben!", trällerte sie und ich rollte mit den Augen. "Schön, zeig mal die Anzeige."
      "Was machen Finn und Murphy eigentlich?", fragte ich O nach einer Weile des Schweigens. Betreten zuckte sie die Schultern. "Ich habe nichts mehr von ihnen gehört, seit sie weg gegangen sind. Auch nicht von Emily, Ethan und Grace.", sagte sie schulterzuckend. "Hm, schade...", meinte ich beiläufig und starrte weiter ausdruckslos auf den Computer. "Gut... lass ihnen eine E-Mail schreiben. Mal schauen was sie antworten. Schreibst du ihnen? Dann geh ich schon nach den Pferden schauen. Aber schreib nichts von unserer Frist, dass wir eine Zeit ohne Aufsicht waren. Ich habe keine Lust nachträglich wieder sitzen zu müssen. Oder dass uns unsere Arbeit hier als Trainer aberkannt wird, wegen so etwas dummem...", erklärte ich O und sie nickte. "Fein. Bring du die Pferde raus, ich kümmere mich hierum.", gab sie mir mit zu verstehen und schob mich vom Laptop weg. "Jetzt mach schon, hau ab.", sagte sie augenrollend und öffnete das E-Mail Fenster, was wohl mein Stichwort war, zu gehen.
      Draußen angekommen wollte ich nach den Pferden schauen. Da sie schon alle auf den Koppeln standen, blieb der Gang zum Stall aus. Zu erst steuerte ich die Koppel der Jungstuten an, auf der ich GRH's Unbroken Magic, A Gun Colored Lena, Dante's Wild Lady, It's me, Amira!, PFS' Blossom Magic, Prias Colourful Soul und Wolfs Bane erblickte. Alle schienen munter zu sein und erfreuten sich ihres Lebens, weshalb ich weiter zu den Junghengsten ging. A Shining Chrome, Cruel Twist of Fate, GRH's Unbroken Soul of a Devil, VK Funky's Wild Berry, Magic Lanijos, PFS' Snap in Style und Zoltaire tobten zusammen und rangelten, wie es Junghengste nun mal taten. Eine Weile blieb ich stehen und schaute ihnen dabei zu, bevor ich weiter zur Stutenkoppel ging, auf der mit Abstand die meisten unserer Pferde standen. Schon von weitem sah ich Baby Doll Melody, Dakota und DunIts Smart Investment, die zusammen grasten. Als ich näher heran kam, erkannte ich auch die restlichen Pferde. Magnificiant Crow, Snapper Little Lena, Drama Baby, Flashlight, Lady Gweny, Priamos Ruffia Kincsem, Raspberry und Zuckerschock. Auch diese Pferde beobachtete ich eine Weile, ehe mir die neuste Stute im Bunde auffiel. Minnie Maus. Das neuste Pferd von Octavia. Wir hatten sie von Gwendolyn von der Nahanni River Ranch. Octavia hatte mir schon seit Wochen in den Ohren gelegen, dass sie ein gut ausgebildetes Buschpony haben wollte, damit sie selbst in ihrem Training weiterkommen konnte. Schlussendlich hatte ich nachgegeben und wir hatten das Pony teuer gekauft. Ich hatte Octavia jedoch angedroht, wenn sie mit ihr keine Gewinne erzielen würde, würde ich sie wieder an Gwen zurück geben. Das war natürlich nur ein Scherz gewesen. Die kleine Maus wuchs mir von Tag zu Tag mehr ans Herz- keine Ahnung wie sie das machte. Wenn es doch nur bei den anderen Pferden auch so einfach wäre, deren Herz zu gewinnen... Doch ich war guter Dinge, dass sie das auch bald schaffen würde, denn Raspberry und auch Flashlight zeigten immer mehr Interesse an der kleinen Rappstute, so dass sie wohl bald zur Herde gehören würde.
      Zum Schluss meines Rundgangs fehlten noch die Hengste, die auf mehrere Koppeln, fernab der Stuten aufgeteilt waren, damit sie sich nicht die Köpfe einschlugen. Gott sei Dank waren sie alle recht friedlich- sah man von Zues ab. Wir wussten noch immer nicht, was wir mit ihm machen wollten, weshalb er noch immer auf seinem Koppelstück sein Leben für sich alleine dahin fristete und das tat, was Pferde nun mal taten. Fressen, fressen und nochmal fressen. Ich schüttelte kurz seufzend den Kopf und ging weiter zu den Koppeln, wo ich schließlich alle Hengste fand. Alan's Psychedelic Breakfast hatte in dem Rappen Chapter 24 einen wirklichen Freund gefunden. Die beiden kannten sich schon von früher und hielten wie Pech und Schwefel zusammen. Ganz zum Leidwesen von Gun and Slide, der, bevor Chapter wieder zu uns gekommen war, der beste Kumpel von Alan war. Seitdem hatte er sich etwas abgeschottet und hielt sich vor allem mit Wildfire xx und VK Bella's Dun Gotta Gun, mit denen er jedoch ziemlich ruppig umging, machten sie auch nur einen Schritt in die Richtung der beiden anderen Hengste. Golden Ebano stand noch immer etwas abseits, würde jedoch, soweit ich das sehen konnte, bald der Herde etwas näher kommen.
      Im Großen und Ganzen war ich jedoch mehr als zufrieden mit unseren Pferden, so dass ich wieder zu Octavia nach drinnen ging und mich über ihre Schulter beugte. "Und, was sagen sie?", fragte ich neugierig, ehe mir auffiel, dass O sich umgezogen hatte. "Zieh dich um, wir fahren rüber.", sagte sie und drehte sich freudig herum. "Sie freuen sich riesig uns zu sehen. Ich schieße noch ein paar Bilder der Pferde, dann können wir los.", sagte sie und ich nickte.
      In Windeseile hatte ich mich umgezogen und traf O beim Rover. "Komm schon, ich warte schon ewig hier!", tadelte sie mich doch ich rollte nur mit den Augen. "Ewig.. vielleicht zwei Minuten.", meinte ich genervt und stieg ein. Mit einem mulmigen Gefühl im Magen startete ich den Motor und wir fuhren in Richtung Gefängnis.
      Es dauerte eine gute Stunde, ehe wir dort angekommen waren und uns einen Parkplatz gesucht hatten. Wir stiegen aus und atmeten einmal schwer durch. "Willst du da wirklich nochmal rein?", fragte ich O, die betreten von einem auf das andere Bein trat, ehe sie zögerlich antwortete: "Ja, helfen wir ein paar Jugendlichen.", sagte sie entschlossen, warf ihre Haare nach hinten und stolzierte vor mir her, ehe wir am Eingang ankamen und einmal durchsucht wurden. Dann gingen wir zur Rezeption, bekamen unserer Besucherausweise und standen dann unserer alten Aufseherin gegenüber. Ich schluckte. "Mr. und Mrs. Blake, Sie wollte ich eigentlich hier nie wieder sehen.", sagte sie streng und schaute abwechselnd zwischen mir und O hin und her. "Wir.. wir sind hier wegen dem Tag der.. der offenen Tür. Wir wollen.. Jugendlichen ermöglichen, wieder auf den rechten Weg zu kommen... mit den Pferden.. auf unserer Ranch, so wie die O'Connors es damals bei uns gemacht.. haben...", stammelte ich und sofort hellte sich die Miene von Mrs. P. auf. "Erzählen sie mir, wie geht es .. wie heißt sie, Verena? Wie geht es ihr und der Ranch?", fragte sie neugierig ehe O und ich einen mitleidigen Blick wechselten. "Sie ist tot. Ebenso wie eine Menge Mitarbeiter der alten Ranch und ein ganzer Haufen Pferde...", sagte ich traurig und konnte Mrs. P. im Gesicht absehen, wie Leid es ihr tat. "Warum das?", fragte sie nach einiger Zeit der Stille. "Eine Explosion.", murmelte O betreten und wir lächelten zaghaft. "Das ist ja schrecklich.. und Sie beiden, was ist nun mit Ihnen?", fragte sie dann, ehe wir ihr unsere Geschichte erzählten. Angefangen bei totaler Verzweiflung, über den Aufenthalt in Schweden und die Hilfsbereitschaft all unserer Freunde. Zum Schluss vom Blakes Crow Meadow, wo wir das Erbe der Gips Reminder Ranch fortführen wollen. Dazu gehörte nun mal auch, dass wir Jugendlichen die selbe Chance bieten wollen, wie Verena uns geboten hatte. "Ich bin begeistert.. was diese junge Frau alles für Sie beide getan hat... unbeschreiblich.", erklärte sie und ich fügte in Gedanken hinzu 'und doch musste sie viel zu früh sterben'.
      "Kommen Sie, ich führe Sie ein wenig herum. In den 1,5 Jahren ihrer Abwesenheit hat sich einiges geändert.", erklärte sie und wir gingen eine Weile im Gefängnis herum, ehe wir bei allen Anderen ankamen. Erstaunte und verwunderte Blicke trafen uns, als sie uns und vor allem die Besucherausweise sahen. Wir setzten uns in eine der hinteren Reihen und hörten dem Gefängnischef dabei zu, als er seine Rede von der Wichtigkeit dieses Projektes hielt und immer wieder verstohlen zu uns schaute, ehe er uns doch tatsächlich auf die Bühne rief. Widerwillig standen O und ich auf, gingen auf die Bühne und erzählten auch den Gefangenen und Besuchern dieses Tag der offenen Tür, warum wir hier waren und vor allem, wie wir es so weit geschafft hatten. Auch erzählten wir wie viel uns an diesem Projekt lag, und dass wir gerne weiteren Jugendlichen die Chance geben wollen, das zu erreichen, was wir erreicht haben.
      Plötzlich stand einer der Gefangenen auf, blickte zu uns hoch und sagte: "Vergebt ihr auch dritte Chancen?"Ich hatte gar nicht so schnell reagiert, wie O von der Bühne sprang und, ein wenig zu schnell für die Aufseher, auf den jungen Mann zurannte. "Murphy!", quietschte sie und fiel ihm um den Hals. Da er Handschellen anhatte und sich nicht wirklich abfangen konnte, fielen er und O beinahe auf den Boden, doch ein beherzter Griff der Polizisten hielt die Beiden auf den Beinen, denn diese waren nun auch dort angekommen. Widerwillig ließ Octavia von Murphy ab und wischte sich eine Träne aus dem Augenwinkel. "Was machst du hier, wo ist Finn?", hörte ich sie drauf los quasseln, nachdem auch ich von der Bühne und näher zu den Beiden hingegangen war. "Das können Sie gerne später klären.", meinte Mrs. P. und bedeutete Murphy mit einem strengen Blick, sich wieder hinzusetzen. Kurz schluckte ich, ehe ich wieder meinen Platz in den hinteren Reihen einnahm. Octavia wies ich an, sich neben mich zu setzen. Einen letzten Blick warf ich zu Murphy hinüber, ehe ich leise seufzte und meine Hände zur Faust faltete. Was auch immer er angestellt hatte, ihn würden wir auf jeden Fall mit auf unsere Ranch holen, egal was sein würde.
      Jetzt blieb nur noch die Frage, wen wir noch mitnehmen würden. Platz hatten wir für drei neue Mitarbeiter.
      Neben Murphy waren mir noch zwei weitere Gefangene aufgefallen. Einen jungen Mann, den ich etwas jünger als mich schätzte namens Travis Elmore und einen ebenfalls jungen Mann, der Ähnlichkeiten mit Caleb hatte und sogar den selben Nachnamen trug.
      Eine ganze Weile dauerte es, bis sich alle Ranches vorgestellt hatten und wir gemeinsam im Speisesaal essen wollten. Bewusst setzten wir uns zu unserem alten bekannten Murphy an den Tisch. Vorwurfsvoll schaute ich ihn an. "Was hast du angestellt, dass du wieder hier gelandet bist?", fragte ich ihn und verschränkte meine Arme vor der Brust, ehe ich mich doch dazu entschied, etwas zu essen. Murphy schien nicht wirklich mit der Sprache heraus zu rücken, weshalb wir ihn einfach essen ließen. "Wir können auch darüber sprechen wenn wir auf der Ranch sind...", meinte ich beiläufig und widmete mich wieder meinem Teller, was einen verwunderten Seitenblick von Murphy zur Folge hatte.
      Es dauerte noch eine Weile des Papierkrams, ehe wir Murphy, Travis und Connor mitnehmen konnten. Gemeinsam gingen wir zum Auto und setzten uns rein, bevor wir zur Ranch zurückfuhren.
      Die Fahrt verlief stillschweigend, weites gehend erkannte ich aber ein helles Strahlen in den Augen der drei, die sich sichtlich darüber freuten, endlich aus dem Bunker hinaus auf eine Ranch gehen zu können. "John kennen wir bereits, wir haben lange Zeit zusammen im Gefängnis gelebt.", lockerte ich irgendwann die Stimmung. "Euch beide, Travis und Connor, müssen wir erst einmal kennen lernen. Doch ich hoffe, ihr habt genauso viel Spaß an den Pferden wie wir, denn darum geht es ja. die Arbeit mit den Pferden."
      "Wir werden Sie nicht enttäuschen.", sagte Travis mit einem strahlendem Lächeln im Gesicht. "Bellamy..", antwortete ich Travis und zeigte zu Octavia, die neben mir auf dem Beifahrersitz saß. "Und das ist Octavia, meine Schwester. Also Finger weg von ihr.", scherzte ich und erntete dafür einen harten Schlag von meiner Schwester gegen den Oberarm. "Autschi.", lachte ich und sah im Rückspiegel, wie sich John, Travis und Connor verschmitzt ansahen und herzlich drauf los lachten. Verdammt, Connor hatte das selbe süffisante Grinsen wie Caleb. Ob sie verwandt waren?
    • Veija
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      Juli 2017, by Möhrchen
      Tierarztbericht – Pferdeklinik & mobiler Tierarzt „Horse Heaven“ | Zoltaire

      Kastration

      Früh am Morgen machte ich mich auf den Weg zu Bellamy Blake nach Blakes Crow Meadow. Ich hatte heute einen besonderen Termin, denn ich sollte einen kleinen Hengst kastrieren. Als ich auf den Hof fuhr, war es schon ziemlich heiß, aber da es noch relativ früh war, ging noch ein frisches Lüftchen. Bellamy stand schon auf dem Hof und wartete auf mich. Er begrüßte mich freundlich und führte mich in den Hengststall, in dem er Zoltaire bereits in eine Paddockbox gestellt hatte. Ich begrüßte den kleinen Rappschimmel, der sich sofort freundlich näherte und mich beschnupperte. Wenn der wüsste, was ihm heute bevor steht...
      Ich untersuchte ihn zuerst kurz, schaute mir seine Augen und Schleimhäute an, hörte sein Herz und seine Lunge ab und maß Fieber. Alles in Ordnung, der kleine war topfit. Zusammen mit ihm gingen wir nach draußen auf den Paddock. Ich zog die Narkose in einer Spritze auf und Bellamy hielt den Kleinen fest, damit ich die Spritze setzen konnte. Er war ganz tapfer und zuckte nur ein wenig zusammen. „Das wird nur wenige Minuten dauern, dann wird er müde.“ Und genau so war es auch: nur wenige Augenblicke später begann Zoltaire zu schwanken und ging schließlich in die Knie. Wir hielten ihn fest und ließen ihn kontrolliert zu Boden sinken.
      Ich bat Bellamy, mir einen Eimer voll warmem Wasser und ein paar Tücher zu holen. Während er sich auf den Weg machte, band ich Zoltaires Hinterbeine zusammen, dies war eine reine Vorsichtsmaßnahme, denn manche Pferde zappelten im Schlaf mit den Beinen und gefährdeten damit alle Menschen in der näheren Umgebung. Bellamy kehrte zurück, wir legten gemeinsam ein Tuch unter die Operationsstelle und deckten seine Augen mit einem weiteren ab. Schon konnte es losgehen...
      Bellamy reichte mir alle Dinge, die ich brauchte und nach nur zehn Minuten war alles überstanden. Ich vernähte die Wunde nicht vollständig, sodass das Sekret noch abfließen konnte. Ich band Zoltaires Beine los und nahm ihm das Tuch von den Augen. Dann spritze ich ihm das Medikament, das ihn wieder aufwachen lassen sollte. Während er langsam zu sich kam gab ich Bellamy einige Tipps mit: „Sobald er wieder wach ist darf er für mindestens drei Stunden nichts fressen. Seine Verdauung kann noch betäubt sein und das würde im schlimmsten Fall zu einer Schlundverstopfung führen. Am besten machst du die Paddocktür so lange zu, dann kann er auch nicht an das Stroh. Er sollte jetzt mindestens 3 Tage hier in der Box bleiben und keinen direkten Kontakt mit anderen Pferden haben, danach kann er wieder auf die Wiese, aber möglichst nicht mit einer zu wilden Herde. Die Wunde sollte eigentlich ganz ohne Probleme von alleine zu heilen, falls dir irgendetwas komisch vorkommt oder er Schmerzen zeigt, ruf mich bitte jederzeit gerne an“. Bellamy nickte und ich gab ihm noch zwei Tabletten, die er seinem frisch gebackenen Wallach die nächsten beiden Tage geben sollte.
      Langsam kam Zoltaire wieder zu sich, hob den Kopf und versuchte wenige Minuten später, aufzustehen. Gemeinsam halfen wir ihm auf die Beine, bis er schließlich wackelig, aber alleine dort stand. Ich blieb noch eine halbe Stunde auf dem Hof und schaute immer wieder nach ihm, doch am Ende stand er schon wieder sicher auf allein vier Beinen und schaute wieder einigermaßen wach in die Gegend. Ich gab Bellamy noch ein Spray zur Desinfektion der Wunde, dann verabschiedete ich mich für heute. Bevor ich fuhr, machten wir noch einen weiteren Termin, denn Bellamy hatte noch einen zweiten Junghengst, der kastriert werden sollte...
    • Veija
      Von kalt zu warm - Umzug nach New Mexiko

      September 2017, by Veija
      Samstag
      Octavia
      "Bellamy ich hasse die Kälte hier in Kanada.", sagte ich am Frühstückstisch zu meinem Bruder und hatte sofort die Aufmerksamkeit aller Mitarbeiter. "O, hier sind es 19 Grad, welche Kälte meinst du?", fragte Bellamy mich und verschränkte die Arme vor der Brust. "Ich meine die kommende Kälte. Kaum eines der Pferde hat eine Decke, hier fällt so viel Schnee dass man nichteinmal die Haustür aufbekommt, die Pferde schieben so viel Winterfell, was du zum Reiten kaum sauber bekommst und wie willst du hier im Winter ausreiten? Richtig, gar nicht. Du versinkst im Schnee.", erklärte ich und verschränkte ebenfalls die Arme vor der Brust. "Wenn ich einwerfen darf...", fing Murphy an: "Die Landschaft ist hier das ganze Jahr über wunderschön. Die Seen sind traumhaft und die Berge erst...", sagte er und schaute zwischen Bellamy und mir hin und her. "John hat recht. Ist es das nicht wert?", fragte Bellamy. "Nein Bell. Ich.. ich habe mir schon verschiedene Höfe im Rest von Amerika angesehen, in New Mexiko zum Beispiel wäre es dauerhaft warm.", schwärmte ich und zückte mein Handy, um allen die Ranch zu zeigen. "Die hat echt Potenzial.", meinte Travis. "Jede Koppel scheint dort ein kleines Stück Wald zu haben und es fließt ein Bach durch quasi jede Koppel, in dem sich die Pferde auch abkühlen können.", schlussfolgerte er, ehe er erschrocken die Luft einzog und Murphy und Connor anschaute. "Wir dürfen das Land doch gar nicht verlassen, oder?", fragte er traurig und schaute zu mir auf. "Ich weiß nicht...", musste ich zugeben. "Aber das bringen wir in Erfahrung, sollte es zur Diskussion stehen und..." "Von mir aus.", sagte Bellamy plump. "Was?", fragten die restlichen vier, inklusive meiner Wenigkeit gleichzeitig. "Von mir aus können wir umziehen.", meinte er lächelnd. "Ich rufe da mal an und O du fragst im Gefängnis nach, ob unsere drei Schützlinge uns begleiten dürfen.", sagte er, bevor er anfangen musste zu lachen. "Jetzt schaut doch nicht so verdutzt. Ich besitze von Kanada nur schlechte Erfahrungen und traurige Erinnerungen. Ich bin sofort dabei, sollte es klappen und wir umziehen können.", sagte er und stand auf, um den Tisch abzuräumen. "Okay.", sagte ich noch immer total neben der Spur. "Dann kümmern wir uns mal drum- nachdem die Pferde versorgt sind.", lachte ich und schaute auf meine Liste der Pferde, wer wen machen sollte. "Murphy du gehst mit Bellamy und schaust nach folgenden Pferden: Alan's Psychedelic Breakfast, Baby Doll Melody, Chapter 24, DunIts Smart Investment..." "Gott O, gib mir einfach die Liste.", fluchte Murphy und riss sie mir aus der Hand, ehe er ein Foto davon machte und sie mir danach wiedergab. "Gut, das sind 14 Pferde nach denen Bellamy und ich schauen sollen, wir gehen dann schon mal.", sagte er knapp und er und Bellamy verließen den Raum. "Was ist denn mit dem los?", fragte Travis und ich zuckte mit den Schultern. "Hat bestimmt seine Tage...", murmelte Connor und verkniff sich sein dummes Grinsen, als ich ihn böse ansah. Noch immer hatte ich mich nicht getraut zu fragen, ob er mit Caleb verwandt war oder nicht. Das würde mir mein Leben doch um einiges erleichtern, aber ich trauerte noch zu sehr um ihn und alle anderen, die auf der Ranch verstorben waren, auch wenn es jetzt schon fast ein Jahr her war.
      Ein Jahr.. wie die Zeit verging. Seit einem Jahr mussten Bell und ich uns alleine durchkämpfen. Wir schafften das auch gut, das stand außer Frage. Doch vermisste ich Verena und Caleb und auch all die anderen jeden Tag. Ob das irgendwann aufhörte? Sie zu vermissen und den Schmerz zu spüren? Ein Anfang wäre ein Umzug. Weg aus Kanada, weg von den schrecklichen Erinnerungen, welche immer und immer wieder vor meinem geistigen Auge aufblitzten, wenn ich am Unfallort vorbeifuhr oder ein Brief im Briefkasten war, der mit der Versicherung und dem Vorgang der Explosion zu tun hatte. Noch immer beschäftigte sich die Polizei mit dem Fall und ließ uns einfach nicht in Ruhe. Bellamy nahm mir zwar die meiste Arbeit ab, die mit der alten Ranch zu tun hatte, doch ich bekam natürlich viel mit, da wir meist zusammen zu Terminen mussten. "O?", riss mich irgendwann eine Stimme aus den Gedanken. "Was sollen wir machen? Du siehst nämlich nicht so gut aus...", sagte Travis, der mich aus den Gedanken gerissen hatte. "Oh, nein nein. Mir geht es gut. Ich war nur in Gedanken versunken. Kein Grund zur Sorge.", beruhigte ich ihn. "Wir drei machen die Küche fertig und gehen dann nach den Jungpferden schauen, was sie so anstellen. Vielleicht gehen wir eine Runde mit drei der Pferde spazieren, mal sehen.", sagte ich und stand auf, um den Tisch abzuräumen. Connor und Travis halfen mir ohne murren und motzen...

      Bellamy
      "Was war das denn, Murphy?", fragte ich den jungen Mann neben mir, als wir zusammen zu den Westernpferden gingen. "Bin heute morgen wohl mit dem falschen Fuß aufgestanden.", antwortete er knapp und ich lachte kurz auf, ehe mich sein fragender Blick traf. "Dann freu dich, wir müssen alle Boxen misten." "Oh man...", kam nur noch zurück, ehe wir den Stall betraten und er sich einmal kurz streckte, bevor wir gemeinsam zum Laufstall der Stuten gingen. Wir halfterten uns Baby Doll Melody, DunIts Smart Investment, Ginny my Love, die wir seit kurzem unser eigen nennen durften und die sich gut eingelebt hatte, Jade, Magnificient Crow, Snapper Little Lena, Stormborn und VK A Gun Colored Lena nach und nach auf und brachten sie auf die Koppel, ehe wir uns zu den Hengsten begaben. Alan's Psychedelic Breakfast, Chapter 24, Genuine Lil Cut, Gun and Slide, VK Bellas Dun Gotta Gun und Whinney kamen nach und nach auf ihre verschiedenen Koppeln und erfreuten sich des Lebens, dass sie endlich toben und fressen durften. Blue wälzte sich sofort und war nun nicht mehr braun-weiß sondern Ton in Ton braun. "Murphy fang du bei den Stuten an, ich mach zu erst die Hengste und geb denen dann auch gleich Heu und Kraftfutter.", wies ich meinen Mitarbeiter an und schaute ihm noch nach, wie er aus dem Stall verschwand, um sich eine Schubkarre zu holen. Ich tat es ihm gleich und fing mit Alan's Box an, arbeitete mich nach und nach bis zu Whinneys Box vor. Es dauerte eine Weile, bis alle Boxen gemistet waren und ich anfangen konnte, das Heu und Kraftfutter zu verteilen. Jeder der Hengste bekam nur eine sehr kleine Portion davon, da sie nicht wirklich aktiv im Training waren und sonst nicht wussten, wo sie mit ihrer ganzen Energie hin sollten.
      Als ich damit fertig war ging ich zu Murphy und half ihm, den Laufstall der Stuten zu misten. Ruck zuck waren wir fertig, füllten Heu in die Netze und gingen zum Stallabteil, in dem die Englischen Vollblüter untergebracht waren. Auch hier brachten wir zu erst die Hengste nach draußen. Schnell waren Firewalker, Golden Ebano, Peacful Redemption, Seattle Slew, Stiffler, Wildfire xx und ZM's Zanaro auf ihren Koppelabteilen. Leider stand jeder der Hengste für sich alleine. "Auf der neuen Ranch will ich das ändern.", sagte ich total aus dem Kontext gerissen und sah die Ratlosigkeit in Murphys Gesicht. "Was.. willst du ändern?", fragte er mich. "Dass die Hengste alle alleine stehen. Ich will auf der neuen Ranch Kleingruppen zusammenstellen. So dass sie sozialisiert bleiben und nicht total durchdrehen vor Einsamkeit. Desweiteren überlege ich, ein paar der Hengste kastrieren zu lassen. Wer brauch schon so viele Hengste, wenn er nicht aktiv züchten möchte? Vor allem, da wir uns auf die Paint und Quarter Horses konzentrieren wollen.", erklärte ich ihm und er nickte. "Die Stuten auch alle raus?", fragte er mich, als wir wieder im Stall angekommen waren. Ich nickte. "Die können auch alle zusammen auf das Abteil neben die Westernstuten.", erklärte ich ihm. "Ich fange schon mal an zu misten. Du schaffst das!", pflichtete ich ihm bei und fing mit der Schubkarre in die Box von Firewalker, um mit dem Misten anzufangen. Immer wieder sah ich Murphy mit Pferden an mir vorbei gehen. So waren Drama Baby, Priamos Ruffia Kincsem und Zuckerschock innerhalb ein paar Minuten auf der Koppel. Dann half er mir mit dem misten und füttern sowie dem Verteilen des Kraftfutters, so dass wir es noch vor dem Mittagessen schafften, unseren Teil der Abmachung zu erfüllen- fast. Ein paar Pferde fehlten noch, doch die würden es auch bis nach dem Mittagessen im Stall aushalten können. So gingen Murphy und ich nach drinnen und fingen an, das Mittagessen vorzubereiten, da O mit den anderen beiden Jungs noch unterwegs war.

      Octavia
      Nachdem wir die Küche aufgeräumt hatten, gingen wir zusammen zu meinen englisch gerittenen Pferden in den Stall. "Travis du schnappst dir Hot Spot und Minnie Maus. Connor du nimmst dir Samarra und ich schnappe mir Flashlight und Raspberry. Dann unauffällig folgen.", gab ich die Anweisung und ging vor ihnen weg in Richtung Koppeln. Die Vollblüterstuten standen noch nicht draußen, die Westernpferdstuten jedoch schon, also hatten Bellamy und Murphy sich meine Liste doch zu Herzen genommen und arbeiteten nach meinen Anweisungen, was mich zum Grinsen brachte. Zusammen stellten wir die Stuten auf ihr Koppelabteil und gingen wieder in den Stall. "Um es einfach zu machen mistet jeder das Pferd, welches er eben auf die Koppel gebracht hat. Zusätzlich machst du, Connor, noch Flashlight. Dann kann ich mit dem Heu und Kraftfutter geben schneller anfangen und wir können flotter weiter machen.", sagte ich und fing, als wir wieder im Stall angekommen waren, sofort mit Raspberrys Box an. Die Stute war mir wahnsinnig ans Herz gewachsen und eines meiner Lieblingspferde hier auf der Ranch. Sie mochte ich wirklich nicht missen, dachte ich mir und fuhr mit der Schubkarre auf den Misthaufen, ehe ich neues Stroh holte und die Box neu einstreute. Dann fing ich an, allen ihr Heu in die Netze zu stopfen und ihnen ihre Ration Kraftfutter in die Tröge zu geben. Als wir fertig waren, sah ich auf die Uhr. Wir hatten nicht so lange gebraucht, wie ich gedacht hatte. "Kommt wir gehen noch zu den Offenställen der Jungpferde und schnappen uns drei, mit denen wir eine Runde drehen. Wir haben ja noch genug Zeit.", sagte ich zu Travis und Connor, die beiden nickten und folgten mir dann.
      Zu erst schauten wir nach den Hengsten, welche irgendwie noch alle verträumt im Offenstall lagen. A Shinig Chrome, Abe's Aelfric, Cruel Twist of Fate, Culain, GRH's Unbroken Soul of a Devil, Magic Lanijos, PFS' Snap in Style, PFS' Unclouded Summer Skies, der seit kurzem auch bei uns war, Sir Golden Mile, VK Funky's Wild Berry und Zoltaire schlummerten friedlich vor sich hin. Lediglich Zues und Sparkled Wings, der Mustang den wir seit kurzem adoptiert hatten, standen zusammen ziemlich weit abseits. "Oh je, da müssen wir nochmal schauen. Zues und der zusammen... die machen sich gegenseitig scheu.", sagte ich kopfschüttelnd. "Misten können wir nicht, wenn die alle noch schlafen.", lachte ich und wir gingen rüber zu den Stuten, die schon alle auf den Beinen waren. Ashinta, Dante's Wild Lady, Dress to Impress, Ginger Rose, GRH's Unbroken Magic, I've got a blue soul, It's me, Amira!, Sweet Revenge, PFS' Blossom Magic, Prias Colourful Soul und Wolfs Bane tobten über die Koppel, fraßen oder standen an der Heuballe. "Gut, die können wir misten.", sagte ich und ging auf die Suche nach Mistgabeln und einer Schubkarre. Beim Hengststall wurde ich fündig und so misteten wir zu dritt in aller Schnelle den Stall aus, streuten neu ein und verteilten eine Menge Streicheleinheiten. Danach gingen wir schnell noch mit Blossom Magic, Prias Soul und Wolfs Bane eine Runde spazieren, ehe wir uns doch noch an den Hengstfohlenstall wagen konnten und schließlich zum Mittagessen ins Haus gehen konnten. "Oh, ihr seid aber schon fleißig.", sagte ich lächelnd und betrat die Küche, in der es unbeschreiblich gut roch. "Was gibts denn?", fragte Connor neugierig. "Oh, Pizza!", stellte er dann fest und setzte sich an den Tisch. "O, hast du schon im Gefängnis angerufen?", fragte mein Bruder mich irgendwann. "Ne, noch nicht. Du in New Mexiko?" "Ne, noch nicht. Mach ich aber heute Mittag.", sagte er und ich nickte. "Gut, dann schnapp ich mir gleich unsere drei Jungs und versorge die restlichen Pferde, ja?", fragte ich ihn. "Gut. Ich erledige dann gleich beides. Ranch und Information. Dann könnt ihr noch was mit den Pferden machen.", sagte er und ich nickte. "Gut. Und jetzt lass uns essen, ich hab so einen Hunger!", lachte ich und setzte mich ebenfalls an den Tisch.
      "Welche Pferde fehlen denn noch?", fragte Bellamy mich, während wir uns alle auf die Pizza stürzten. "Ceara Isleen, A King of Magic, Abraham van Helsing, Dakota, Náttdís van Ghosts, Skrúður, Thjalfe van de Jötunheimr und Væna frá glæsileika eyjarinar. Ach und Kunis, aber der ist ja unser Sorgenkind. Haben wir schon all seine Decken gewaschen?", fragte ich dann in die Runde. "Ja, hab ich gleich nachdem der Tierarzt da war.", meldete sich Travis zu Wort und ich nickte. "Gut. Die Box müssen wir ja komplett misten.", erklärte ich dann.
      Nach etwa einer Stunde waren wir fertig mit Essen und die drei Jungs gingen mit mir zu den restlichen Pferden. "Ceara Isleen muss raus, King of Magic, Abraham, Dakota, Alfi und die drei Isländer.", sagte ich zu meinen Mitarbeitern. "Husch, husch.", lachte ich und kümmerte mich selbst um Kunis, welchen ich aus der Box nahm und am Putzplatz ganz abseits anband. Ich mistete die Box gründlich, streute sie dann neu ein, gab ihm Heu und brachte ihn dann wieder in die Box. Anschließend gingen Murphy, Travis, Connor und ich nach drinnen, um zu schauen, wie weit Bellamy war.

      Bellamy
      Kaum waren die vier verschwunden, hatte ich mir das Telefon geschnappt und ein wenig herum telefoniert. Im Gefängnis ging alles soweit klar, solange wir mit einem in New Mexiko kooperierten und uns von diesen Leuten Besuche gefallen ließen. Auch bei der Ranch schien zunächst alles klar zu sein, so dass wir am nächsten Tag eingeladen waren, die Ranch anschauen zu dürfen.
      Ich war gerade fertig mit telefonieren, als O und die anderen rein kamen. "Und?", fragte O sofort neugierig. "Murphy, Travis und Connor dürfen uns nicht begleiten.", sagte ich niedergeschlagen und sah den Schock, der sich auf ihre Gesichter legte. "Aber...", fing Connor an und stockte, als er mein Grinsen sah. "Nein, ihr dürft mitkommen. Allerdings ändern sich die Auflagen ein wenig und wir müssen mit einem Gefängnis in New Mexiko kooperieren. Dann geht alles klar.", sagte ich und erntete wütende Blicke, doch das war es mir wert gewesen. "Die Ranch können wir im Übrigen morgen besuchen fahren. O und ich werden fliegen, euch gehört also für einen Tag die Ranch.", erklärte ich und schon wischen die wütenden Blicke stolzen Blicken. "Oh, cool.", sagte Connor und strahlte. "Hoffentlich klappt dann alles und wir haben es bald warm.", zitierte er mehr oder weniger O von heute morgen und lachte. "Den Rest des Tages habt ihr frei, O und ich kümmern uns um den Rest. Damit ihr morgen alles alleine schafft.", sagte ich und schickte sie dann aus der Küche, um mit meiner Schwester noch einiges zu bereden.
      Gegen Abend holten wir alle Pferde wieder in den Stall, bevor wir ins Bett gingen.

      Sonntag
      Octavia
      Aufgeregt wie noch nie zuvor saß ich neben meinem schlafenden Bruder im Flugzeug. Heute morgen war alles drunter und drüber gegangen. Ich hatte unsere drei Mitarbeiter nicht gerne alleine gelassen, obwohl sie mir ständig versicherten, keinen Unfug anzustellen. Dann hatte ich noch beinahe meinen Rucksack vergessen, in dem alles wichtige für eine Übernachtung in New Mexiko war und und und. Jetzt endlich saßen wir im Flieger und es dauerte nur noch ein paar Minuten, bis wir landen würden.
      Nach der Landung kümmerte Bellamy sich um ein Taxi, welches uns zum Hof in der Nähe von Albuquerque bringen würde, denn da stand die neue Ranch. Schnell waren wir da und sahen uns schon ein wenig um, bevor der Makler kam. Er stellte sich vor und führte uns nochmal herum. Den alten Besitzern war der Hof zu groß und zu teuer in der Unterhaltung gewesen, weshalb sie sich eine kleinere Anlage gekauft hatten, die jedoch hier ganz in der Nähe war und eine Geländestrecke beinhaltete, die wir sehr gerne auch bei Bedarf mitbenutzen durften. "Oh, das trifft sich ja gut.", sagte ich freudig und wir gingen alle Ställe und Reitplätze durch. Eine Halle gab es hier auch, die jedoch für Dressurreiten gedacht war. Groß genug für eine Westernhalle war sie jedoch, so dass wir nur den Sand austauschen mussten. Im Großen und Ganzen gefiel uns die Ranch bis auf ein paar Kleinigkeiten.
      So einigten wir uns auf einen Preis, unterzeichneten die Verträge und konnten die Anlage unser eigen nennen.
      Am nächsten Tag waren wir wieder auf unserer Ranch in Kanada, erzählten allen die freudige Nachricht und fingen an, unsere Sachen zu packen.


      Ein paar Tage später
      Octavia
      Alle Sachen waren gepackt und die Möbel, die mitkamen, das Pferdezubehör und alles weitere war schon auf dem Weg zum neuen Hof. Den Pferden wollten wir keine 22 Stunden Autofahrt antun, weshalb sie wohl oder übel doch fliegen mussten. 62 Pferde mussten also eingedeckt, verladen und zum Flughafen gebracht werden. Anschließend sediert, verladen und geflogen. Travis und Connor waren zusammen mit unseren Sachen mit den beiden Trucks mitgefahren, um Bellamy, Murphy und meine Wenigkeit später in Empfang zu nehmen. Natürlich mit den 62 Pferden, was auch sonst.
      Es dauerte schier ewig, alle Pferde in den Hänger zu bekommen- und noch länger, alle zu sedieren und in den Flieger zu kriegen. Nach einer gefühlten Ewigkeit waren wir dann endlich in der Luft- einer aufgeregter als der Andere.
      Kurz nach dem Landen bekam ich die Nachricht, dass Travis und Connor seit ein paar Stunden an der Ranch angekommen waren und schon fleißig dabei waren, alles einzuräumen und an Ort und Stelle zu tragen. Ich lächelte kurz und gab Bellamy die Nachricht weiter, ehe wir um das Flugzeug herum gingen, und dabei halfen, alle Pferde wieder auszuladen. Natürlich waren wir eine ziemliche Attraktion auf dem Flugplatz. Wann sah man schon so viele Pferde aus einem Flugzeug steigen?
      Nach gut zwei Stunden war alles geklärt und die Pferde in den Hängern, um sie in ihr neues Zuhause zu bringen, welches wir dann auch am Abend erreichten.
      Alle Pferde kamen in die für sie vorgesehenen Boxen und durften sich erst einmal ausruhen. Viele der Tiere legten sich erschöpft hin und schliefen sofort ein.
      Auch wir fünf Zweibeiner fielen quasi sofort ins Bett und schliefen beruhigt ein, dass alles fast genau nach Plan verlaufen war und wir jetzt die nächsten Tage ein wenig verschnaufen konnten.​
    • Veija
      Kurzer Besuch

      Februar 2018, by Veija
      Caleb
      Ich hatte ab sofort die tägliche Aufgabe, nach den Jungpferden in den Oststallungen und auf den Ostkoppeln zu schauen. Eine Arbeit, die mir nicht wirklich lag. Vor allem, da dort nicht nur Westernpferde sondern auch Rennpferde und Sonstiges herum stand. Nichts desto trotz musste es jemand machen. Anfangen wollte ich heute mit den Stuten. Colonels Blue Splash, Jacks Inside Gunner, BR Dress to Impress, Dante's Wild Lady, Ginger Rose, GRH's Unbroken Magic, I've got a blue Soul und Prias Colourful Soul standen allesamt mehr oder weniger zusammen auf der Koppel. Am neusten unter ihnen waren Blue Splash und Inside Gunner. Die beiden hatten wir neulich zugekauft, letztere war sogar von General Jack. Blue Splash hatten wir Freunden abgekauft, die sehr viele vielversprechende Fohlen hatten und nicht alle behalten konnten. Am Meisten freuten wir uns jedoch auf die Entwicklung von unserer Izzie, denn sie war ein Fohlen aus Blue und Candy und damit eine riesen Bereicherung für die Ranch. Ich zückte ein paar Leckerlis aus meiner Tasche und jede Stute, die zu mir kam, bekam eines. Freudig mampften die kleinen Pferde vor sich hin, bevor ich weiter zu den Hengsten und dem Wallach ging. Zoltaire, A Shining Chrome, BR Colonels Lil Joker, Culain, PFS' Unclouded Summer Skies, Abe's Aelfric, Sir Golden Mile und Sweet Revenge. Das waren die Junghengste der Ranch- und der eine Jungwallach. Warum wir ein New Forest Pony hier hatten wusste ich zwar noch immer nicht, aber dem war nunmal so. Vielleicht könnte er ja ein tolles Pony für Betsy werden? Wer wusste das schon.
      Auch den Hengsten gab ich ein paar Leckerlis, ehe ich die Stallung wieder verließ, auf dem Absatz jedoch kehrt machte. Füttern und misten musste ich die kleinen schließlich auch, nicht nur meine Zeit hier vertreiben. Also machte ich mich an die Arbeit.
    • Veija
      Manchmal, da musst du deinen eigenen Weg gehen.

      April 2018, by Veija
      Octavia
      "Raspberry... ich weiß nicht, was ich machen soll.", sagte ich zu meiner geliebten Stute und strich ihr über den Kopf. "Hier bleiben will ich nicht, aber weggehen kann ich nicht, oder?", fragte ich eher mich selbst als mein Pferd, welches mir eh nicht antworten konnte. Aus der Ferne konnte ich die Rennbahn sehen, auf der unsere Pferde trainiert wurden. Es sah so aus, als wäre Candlejack gerade dort. Es standen eine Menge Leute drum herum, so dass ich meine Stute wendete, und auf die Rennbahn zuritt. "Was gibts denn hier zu sehen?", fragte ich in die Runde der Mitarbeiter und sie blickten besorgt auf. "Wir wollten nur.. ähm..", da sah ich schon, was sie wollten. Drama Baby lag knapp hinter Jack und bemühte sich, dem Hengst hinterher zu kommen. "Wir haben nicht so früh mit dir gerechnet, Octavia. Bellamy hat das autorisiert... er meinte, die zwei könnten gegeneinander laufen." "Was ein Quatsch!", fluchte ich und fuchtelte mit den Armen herum, damit die beiden Jockeys signalisierten, dass sie die Pferde auslaufen lassen sollten, denn das hier machte in der Tat weder für Jack, noch für Drama einen Sinn. "Der bekommt gleich was zu hören...", fluchte ich und wartete, bis beide Pferde bei mir ankamen. "Ab sofort gehen die Vollblüter erst wieder auf die Bahn, wenn ich, und nur ich, das autorisiert habe. Mein lieber Bruder Bellamy hat ab heute nichts mehr mit den Rennpferden am Hut. Bringt sie weg, und versucht sowas bloß nicht noch einmal.", gab ich Anweisungen und ritt Raspberry zum Stall, wo ich sie einem Pfleger in die Hand drückte, der sie absattelte und auf die Koppel brachte. Die Lage hier spitzte sich immer wieder zu, Bellamy hatte zwar Ahnung von Westernpferden, aber mit Vollblütern kannte er sich nicht aus. Leider versuchte er es aber immer wieder, so dass wir immer wieder aneinander gerieten. Im Haus traf ich dann auf ihn. "Bellamy! Was in Gottes Namen hast du dir dabei gedacht, Drama Baby und Candlejack gegeneinander in einem Trainingsrennen laufen zu lassen! Ich hab das eben abgebrochen, ich dachte ich spinne!", fuhr ich ihn an und er tat, wie immer, als wüsste er von nichts. "Du... ich... ach..!", knurrte ich, fuhr mir einmal durch die Haare und ging, trotz Bellamys Versuchen, mich wieder zum Umdrehen zu bewegen, nach draußen. Dort schnappte ich einmal Luft, kam wieder ein wenig runter und hatte nun endgültig einen Entschluss gefasst: Ich musste hier weg. Mit meinen Pferden und mitsamt der Vollblüter, denn die würden nicht hier bleiben. Auf dieser Ranch war einfach kein Platz für zwei große Zuchten und Arten von Pferden. Irgendwer kam immer zu kurz.
      Am nächsten Morgen hatte ich mich an die Rennbahn gestellt und organisierte das Training. Ein richtiger Trainer fehlte mir zwar noch immer, aber ein wenig hatte ich mich in dem Genre eingelebt und wusste, wovon ich sprach. Nach und nach kamen die Pferde an die Bahn und die Jockeys fragten nach dem heutigen Training. "Candlejack warm reiten, eine halbe Meile im lockeren Galopp und dann zieh mal an, ich möchte mal schauen, was er kann.", sagte ich und schaute dem Training gespannt zu. Zwischen lockerem Galopp und vollem Galopp sah man bei diesem Hengst einen riesigen Unterschied. Er fegte nur so an mir vorbei, als ich die Zeit stoppte und zufrieden nickte. Ausbaufähig, aber mit das beste Pferd, was ich hier besaß. Dann war Wolfs Bane an der Reihe. "Nimm sie heute locker ran. Eine halbe Meile lockerer Galopp, viertel Meile anziehen, viertel Meile auslaufen lassen.", erklärte ich und stoppte auch bei ihr die Zeit, als sie die viertel Meile im vollen Galopp an mir vorbeischoss. Sie war leider sehr spät eingeritten worden und würde nie der Renncrack werden, aber für ein paar Rennen und Treppchen würde es reichen, das Potenzial eines ersten Platzes hatte sie vermutlich nicht mehr, aber man täuschte sich ja immer wieder in Pferden und ihrem Können. Nun kam einer meiner Lieblinge, Wildfire xx. Der Jockey war der selbe, wie eben bei Jack, also konnte ich ihm nochmal das Gleiche auftragen. Halbe Meile locker, halbe Meile volles Tempo. Wildfire war nicht nur mein Liebling, weil er schon ewig dazu gehörte, sondern auch, weil er mit das schnellste Pferd war, welches wir hier besaßen. Er war auch schon ein paar Distanzturniere gegangen und hatte sogar einmal den dritten und einmal den zweiten Platz gemacht, aber sein Zuhause war auf der Rennbahn. Auch seine Zeit war super, weshalb ich nun auf meinen Plan schaute, um zu sehen, welches Training Stiffler nun bekommen sollte. Ihn mochte ich auch sehr und er war mit Abstand das Vielseitigste Vollblut, welches wir hatten. Die Wahrscheinlichkeit, später aus ihm Vielseitigkeits- und Rennpferde zu ziehen, war sehr hoch. "Gleiches wie bei Wolfs Bane, lass es ihn heute locker angehen.", gab ich Anweisungen und schaute dem Training kurz zu, ehe auch schon Seattle Slew an der Bande stand. "Warmreiten auf der Bahn, viertel Meile lockerer Galopp, dreiviertel Meile durchstarten, viertel Meile auslaufen lassen. Power ihn heute mal ordentlich aus. In ein paar Wochen läuft er ein Rennen, dafür muss noch einiges getan werden.", sagte ich und schickte die Beiden auf die Bahn. Nun kam Stiffler wieder zurück und der Jockey übergab ihn einem Pfleger, ehe er PFS' Snap in Style in die Hand gedrückt bekam. "Stiff war heute nicht so gut in Form, vielleicht sollte er morgen mal Pause machen?", merkte der Jockey an und ich nickte. "Ist notiert.", sagte ich und schaute Seattle Slew zu, der heute wirklich sein Bestes gab. Fasziniert verfolgte ich den Galopper mit meinen Augen, ehe mich ein Räuspern aus den Gedanken riss. "Ja?", fragte ich und stotterte dann: "Oh... ja... Style.. ähm.. was haben wir letztes Mal gemacht?" "Fliegende Starts geübt." "Gut, das machen wir heute auch wieder. Galoppier ihn locker, starte dann, nimm ihn zurück und starte wieder. Mach das ein paar Mal dann geb ich dir Handzeichen, ob er heute noch rennt, oder ob wir es beim Starten belassen.", sagte ich und er nickte. Ich half ihm noch beim Aufsitzen und streichelte Style kurz über die Kruppe. "Braver Junge.", sagte ich und sah den Beiden zu. Wir hatten den Hengst aus England von Pineforest Stables und setzten wirklich große Hoffnungen in ihn. Naja, so ganz war er nicht aus England. Nur sein Vater kam von dort. Seine Mutter war unsere Supernova gewesen. Kurzzeitig hatte Style auch in England gelebt, war aber zusammen mit PFS' Blossom Magic wieder zurück zu uns gekommen. Style schlug sich gut bei den fliegenden Starts, so dass wir es für heute auch gut sein ließen. Ich winkte den Jockey ab und er kam zum Ausgang geritten. "Willst du ihn nicht am Wochenende am Rennen hier in Albuquerque anmelden? Der macht sich so gut, er soll das auch mal zeigen." "Findest du? Er ist noch nie eine längere Strecke gelaufen. Geschweige denn ein richtiges Trainingsrennen.. ich finde, in etwa einem Monat können wir darüber reden, aber noch nicht.", meinte ich und er nickte. Alle Jockeys hier hatten mehr Erfahrung als ich, doch sie respektierten meine Meinungen, denn mir lag eben auch das Wohl der Pferde am Herzen, und ich wollte meine Cracks nicht schon in jungen Jahren kaputt machen oder viel zu früh starten lassen. Das nächste Pferd war Firewalker. Bei ihm war ich mir absolut unsicher, was mit ihm passieren sollte. Ich hatte an einen Verkauf gedacht, aber die Jockeys meinten, ich solle ihm noch eine letzte Chance geben, bevor er als 'nicht-Rennbahn-tauglich' verkauft werden würde. Hier stand der Hengst nun mit meinem besten Jockey und bekam seine letzte Chance. "In die Startbox und dann gib alles, sonst geht er weg.", erklärte ich und schaute auf meinen Zettel. "Mach, dass er bleibt.", flüsterte ich leise und nur für mich, denn ich mochte Walker und wollte eigentlich, dass er blieb. Er stand in der Startbox, das Signal ertönte und die Tür flog auf. Walker kam besser weg als sonst und ich stoppte die Zeit, sah ihn an mir vorbeirauschen aber dann sogleich wieder langsamer werden. Ich schlüpfte unter dem Zaun durch und lief zu Pferd und Reiter. "Ist was passiert?", fragte ich geschockt und griff ins Zaumzeug. "Der hat schlicht und ergreifend keine Kondition mehr.", sagte der Jockey und ich ballte innerlich meine Faust. "Was haben die anderen denn mit ihm gemacht in letzter Zeit?", fragte ich ein wenig genervt und streichelte Walkers Kopf. "Bau seine Kondition nochmal auf, dann wirst du sehen, dass er rennen kann.", sagte der Jockey mir und klopfte mir auf die Schulter. "Du wirst es nicht bereuen.", sagte er und ging mit mir zusammen zum Ausgang. Wir hatten fast alle Pferde durch. Nun war Blossom Magic an der Reihe. Genau wie Style war sie ein Pineforest Stables Pferd und die Anlaufstelle, für hervorragende Vollblüter. "Halbe Meile halbes Tempo, halbe Meile volles Tempo.", gab ich meine Anweisungen und half dem Jockey auf den Rücken. Auch bei Drama Baby und Peacful Redemption verlief das Training ähnlich. Nur Daryl Gone Mad hatte heute Pause, denn er schien mal wieder eine Phase zu haben, in der er nicht so sonderlich fit war, was leider des Öfteren passierte. "Das wars dann für heute, danke Leute!", verabschiedete ich die Jockeys, denn sie hatten den Rest des Tages frei, bis sie am nächsten Morgen wieder auf der Matte standen. Für mich fing die Arbeit nun eigentlich erst an. Zu erst wollte ich nach meinen beiden Zuchtstuten schauen. Priamos Ruffia Kincsem und Zuckerschock. Bei beiden hatte ich nun entschieden, sie aus dem Rennsport zu nehmen und es bei Zuchtstuten zu belassen. Ich hatte genug gute Nachwuchspferde im Stall, dass es auf diese Beiden eben geldtechnisch nicht ankam.
      Auch bei den Jungpferden hatte sich einiges getan. Die kleine Truppe bestand mittlerweile aus: Sweet Revenge, Sir Golden Mile, Prias Colourful Soul, I've got a blue soul, It's me, Amira! und Culain. Diese sechs Pferde würden ebenso den Stall wechseln, wie ihre großen Verwandten es tun würden.
      Nun fehlten neben Raspberry noch meine Vielseitigkeitspferde und meine Freizeitpferde sowie die Jungpferde, die in diesem Stalltrakt beheimatet waren. Zu erst schaute ich also auf der Koppel vorbei, auf der sich Mystical Champion, Zoltaire, Dante's Wild Lady und Abe's Aelfric tummelten. Ich rief die Pferde kurz an den Zaun, streichelte sie und machte mich dann wieder auf in den Stall. Ich hatte hier schon einige Pferde umgestellt, so dass ich nun 12 Pferde hier stehen hatte. Angefangen bei Whiskey, der sich wirklich super machte. Raspberry stand schon nicht mehr im Stall, da ich sie heute morgen schon ganz früh bewegt hatte. Magic Lanijos und Free Willy waren auch nicht mehr hier, da auch sie schon von Pflegern auf die Koppel gebracht worden waren. Bei Whiskey übernahm ich dann kurzerhand das Ruder und brachte auch ihn raus. Dabei sah ich auch Flashlight, Samarra und Minnie Maus, die mit LMR Fashion Girl, Bree, Vin, Blazing Flame und meinem neusten Kauf Natsu's Little Harley über die Weide tobten. Auch sie würden alle mitkommen.
      Da ich heute keine Lust mehr auf sonstige Arbeit hatte, ging ich in mein Zimmer und an meinen PC, um mich nach Höfen umzusehen. Wichtig war eben genug Platz, und eventuell eine schon vorhandene Rennbahn. Ansonsten eben genug Fläche, um eine zu bauen. Tatsächlich fand ich ein passendes Grundstück in der Nähe von Albuquerque. Eigentlich hatte ich nicht hier bleiben wollen, aber ich mochte das Klima hier und so war ich nicht allzuweit weg von der Ranch und meinem Bruder. Ich hatte hier schließlich unter den Angestellten auch Freunde gefunden, die ich ungerne einfach zurück lassen wollte.
      Ich vereinbarte einen Termin und fuhr das Gelände anschauen. Es passte wie die Faust aufs Auge und schon am Abend war der Kauf abgewickelt. Manchmal, da muss man einfach seinen eigenen Weg gehen. Auch, wenn es einem zunächst schwer zu fallen scheint.
      Ich ließ den Kauf ein paar Tage sacken, ehe ich allen davon erzählte. Einige waren begeistert, andere wiederum gar nicht- Bellamy zum Beispiel. Aber er musste sich damit abfinden, denn es war das, was ich wollte. Und so kam es, dass wir, also meine Pferde und ich, zwei Wochen später das neue Gelände bezogen. Ein neues Zuhause, ein neuer Name, neue Mitarbeiter, neue Chancen.
      Willkommen auf der Blakes Farm und den Blakes Racing Stables.
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  • Album:
    BRR Gnadenweide
    Hochgeladen von:
    Veija
    Datum:
    11 Feb. 2017
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    EXIF Data

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    166,3 KB
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    Height:
    640px
     

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  • Exterieur
    Name: Zoltaire
    Rufname:
    Alter: 3 Jahre, 16.05.
    Geschlecht: Wallach
    Größe: 1,48m
    Rasse: New Forest Pony
    Fellfarbe: Rappschimmel (EeaaGgnZ)


    Stammbaum
    von: Hollybrook's Zarin
    von: Zauberköpfchen
    aus der: Elektra
    aus der: Zarin

    Charakter:
    Zoltaire ist ein braver kleiner Wallach der sehr ausgeglichen ist wie sein Vater. Er arbeitet immer fleißig bei allen Aufgaben mit und ist ein richtig kleiner Springfan. Er hat dies von seinen Vater sowie Großsvater geerbt und zeigt schon jetzt in jungen Jahren viel Talent fürs Springen, wenn man lange genug mit ihm arbeiten würde, könnte man viel aus ihm heraus holen.

    Zuchtinfos

    Gekört/Gekrönt: nein

    Besitzer: Veija
    Vorbesitzer: Snoopy
    Gezüchtet bei/Zucht: Snoopy

    VKR: Snoopy

    Kaufpreis: 500 Joellen
    Zu Verkaufen: ja, 600 Joellen


    Qualifikationen:

    nicht eingeritten
    nicht eingefahren


    Dressur E/M
    Springen E
    Military E
    Distanz E
    Galopprennen E

    Western

    Erfolge:

    Gesundheit:
    Gesundheitszustand:
    Letzter Besuch: Juli 2017

    Hufschmied:
    Letzter Besuch:
    Beschlag:

    Offizieller HG
    Puzzle PNG