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AngieMaus

Zero Gravity - Trakehner

Zero Gravity - Trakehner
AngieMaus, 19 Jan. 2015
    • AngieMaus
      Die Ankunft von Zero Gravity
      Vor etwa einer halben Stunde ist mein erstes Fohlen angekommen und nun sollte das nächste auch schon folgen. Zero Gravity, ein Trakehner, soll in ein paar Minuten hier eintreffen. Er wird der perfekte Spielgefährte für Kylja sein.
      Fiona und ich saßen auf dem Heuballen und warteten heute auf den zweiten Transporter.
      "Sollte er nicht schon vor 15 Minuten hier sein?", fragte sie mich.
      Ich sah auf meine Uhr. Es war 15:38.
      "Nein, er sollte vor 23 Minuten hier sein", sagte ich und seufzte. So, wie wir auf den Heuballen saßen, haben wir früher auch immer da gesessen. Damals haben wir immer über irgendwelche Sachen geredet und gelacht.
      Ich war so tief in meinen Gedanken versunken, dass ich gar nicht merkte wie Fiona aufsprang und aus dem Stall lief. Ich folgte ihr schnell und sah den Pferdeanhänger mitten auf unserem Hof stehen.
      Ich war überrascht und lief zur Tür. Fiona redete mit dem Fahrer, wahrscheinlich über seine Verspätung. Ich öffnete die Hängertür und sah wieder ein kleines Fohlen dort stehen. Naja, jedenfalls größer als Kylja, aber er ist ja auch 1 Jahr älter.
      Ich näherte mich vorsichtig und ließ ihn erst schnuppern, bevor ich seinen Strick nahm und ihn gelassen aus dem Hänger führte. Er war nicht ganz so energiegeladen wie Kylja, aber auch nicht gerade ruhig.
      Wenigstens lief er ruhig an meiner Hand und beobachtete seine Umgebung genau. Ich lief mit ihm ein wenig länger, als mit Kylja vorhin, und brachte ihn dann zu der Stutenkoppel. Vorerst würde er noch hier stehen, damit sich Midnight und die anderen erstmal an ihn gewöhnen können.
      Hier wurde er gleich von den Stuten aufgenommen, auch Milki fand ihn sympathisch. Kylja, die auf der Koppel herumtrabte, wurde sofort neugierig und erkannte, dass die beiden ähnlich alt waren. Sie lud ihn zum Spielen ein, was er zögernd annahm. Ich sah ihnen ein wenig beim Herumtollen zu und freute mich, dass sie sich so gut verstanden...
    • AngieMaus
      Regenpfützen
      Heute war einer dieser Tage, an denen es regnete und man keine Lust hatte, nach draußen zu gehen. Der Himmel war grau und nur die Laternen auf unserem Hof erleuchteten den Weg. Trotz des schlechten Wetters mussten wir natürlich unserer Arbeit nachgehen, weshalb ich mit festen Schuhen und Regenjacke nach draußen lief.
      Der Regen prasselte auf meine Kapuze und ich beeilte mich in den Stall zu kommen, um nicht ganz so nass zu werden. Leider half es nicht viel und ich kam halb durchnässt bei meinen Stuten an.
      "Tja jetzt könnt ihr nicht rausgehen.", sagte ich ihnen und zuckte mit den Schultern.Ich musste hoffen, dass es aufhören würde zu regnen.
      Meine Bitte wurde erhöht, ungefähr gegen Mittag hörte der Regen auf und die Pferde konnten doch noch auf die Koppel. Fiona und ich beeilten uns, damit wir die Stallarbeiten noch schafften. So schnell haben wir die Stallarbeit noch nie geschafft.
      Als wir fertig waren ging ich zur Stutenkoppel und holte Zero Gravity. Er war ganz schön dreckig, weil er sich wahrscheinlich gewälzt hatte. Das Putzen dauerte eine ganze Weile, aber ich war froh, dass er dann wieder halbwegs ordentlich aussah.
      Dann nahm ich mir seinen Strick und ging vom Hof hinunter. Er sollte die Gegend mal kennenlernen.
      Im Wald tropften uns Regentropfen auf den Kopf, die noch auf den Blättern waren. Ich setzte wieder meine Kapuze auf und lief mit ihm durch den Wald. Er fand das Alles sehr aufregend und beschnupperte die Sträucher. Es war schön zu sehen, wie wohl er sich fühlte. Vor uns war eine kleine Pfütze und ich blieb stehen.
      Ich wusste nicht, ob es ihm Angst machte, durch das Wasser zu gehen. Vorsichtig ging ich weiter und sah, wie er neugierig auf das Wasser starrte. Nach ein paar Sekunden wagte er es, einen Huf ins Wasser zu stellen. Als er nicht zurückwich, seufzte ich zufrieden.
      Allerdings fand er gefallen an der Pfütze und stampfte ordentlich auf. Das überraschte mich so sehr, dass ich von den Tropfen getroffen wurde und meine ganze Hose nass wurde. Ich lachte und bespritzte Zero, der es lustig fand.
      Am Ende war ich völlig durchnässt und Zero's Fell war klebrig. Ich beeilte mich und strubbelte sein Fell mit einem Handtuch trocken. Leider musste ich das Putzen wiederholen, aber zum Glück half mir Fiona. Als ich Zero weggebracht hatte, ging ich schnell ins Haus, um mir etwas Anderes anzuziehen...
    • AngieMaus
      Ausgiebiges Putzen
      In der Nacht hatte es endlich aufgehört zu regnen, aber die Regenpfützen sind leider nicht verschwunden. Momentan war das Wetter relativ mild und das Thermometer zeigte 16°C an.
      Ich nahm meine Jacke und zog sie über, den Reißverschluss ließ ich offen. Angenehmer Wind streifte mein Gesicht und ich ging Richtung Stall. Fiona empfing mich und wir brachten zusammen die Pferde auf die Koppeln.
      Danach misteten wir in aller Ruhe die Boxen aus und befüllten sie mit frischem Stroh. Als wir fertig waren, hatten wir Freizeit. Ich ging zur Stutenkoppel und suchte meinen kleinen Hengst Zero. Er befand sich relativ weit hinten, sodass ich unter dem Zaun herunterkletterte und auf ihn zu ging.
      Als er mich sah, kam er angetrabt und stupste mich an. Ich lachte und streichelte ihn sanft. Dann lief ich los und er folgte mir bis zum Tor. Auch mein kleines Stutfohlen Kylja stand bei mir, aber sie musste noch warten.
      Ich nahm mir Zero's Strick und führte ihn zum Putzplatz. Dort band ich ihn an und holte unseren riesigen Putzkasten. Zuerst versuchte ich den groben Dreck mit dem Eisenstriegel zu entfernen, was sich als schwierig erwies. Durch den Regen hatte sich auf der Koppel Matsch gebildet und mein Kleiner musste sich natürlich wälzen.
      Ich seufzte und fuhr fort.
      Zero Gravity blieb erstaunlich ruhig für sein Alter und ließ sich gut putzen. Danach nahm ich mir eine Bürste und versuchte ihn noch feiner und gründlicher zu bürsten. Besonders an den Beinen hatte ich viel zu tun, da diese sehr dreckig waren.
      Nach einer gefühlten Stunde kam ich zu der Mähne und dem Schweif, die im Gegensatz zu dem Rest schnell gingen. Auch Zero schien am Ende froh darüber, nicht mehr rumstehen zu müssen. Im Trab gingen wir wieder zur Koppel, wo ich ihn wieder entließ...
    • AngieMaus
      Spielchen-Sammelbericht für Kylja und Zero Gravity
      Nun kam ich zu meinen beiden letzten Pferde. Sie standen zusammen und putzten einander so schön, dass ich Tränen in den Augen hatte. Kylja und Zero, meine beiden Jährlinge, sind schon ein ganzes Stück gewachsen, obwohl ich nur ein paar Wochen weg war.

      Ich lief auf sie zu und redete fröhlich mit ihnen. Kylja war die erste, die mich entdeckte und neugierig auf mich zu kam. Auch Zero näherte sich und stellte sich neben meine kleine Isistute. Ich beugte mich zu ihnen hinunter und holte für jeden ein Leckerli aus meiner Tasche. Sie aßen gierig und wollten noch eins, aber sie bekamen keins mehr. "Na ihr beiden. Ihr habt euch ja gut angefreundet, stimmts?"

      Ich kraulte beiden den Hals und holte ihre Halfter, Das lilafarbene für Kylja und das moosgrüne für Zero. Es dauerte etwas bis sie sich das Halfter ummachen ließen, aber sie waren es ja nicht mehr von mir gewohnt. Ich nahm beide Gleichzeitig, führte aber einen rechts und en anderen links.

      Kylja war anstrengender zurückzuhalten als Zero, obwohl er auch nicht ganz ordentlich lief. Die beiden sind echt frech geworden, das habe ich jetzt bemerkt. Als sie nebeneinander angebunden waren, ärgerten sie sich gegenseitig, weshalb ich sie ein Stück weiter entfernt anband.

      Als erstes war Zero Gravity dran. Er ist schon ein ganzes Stück größer geworden, oder mir kam es zumindest so vor. Das Striegeln verlief ganz gut, nur das Hufe geben wollte noch nicht so ganz klappen. Er zog die Hufe weg, aber ich erhöhte den Druck bis er es endlich verstand und sich die Hufe säubern ließ. Seine Mähne und sein Schweif müssen auch bald wieder geschnitten werden. Das Kämmen war nicht so schwer, aber dann griff ich kurzerhand zur Schere und schnitt ein bisschen von seinem Schweif ab. "So, jetzt hängt dein Schweif nicht mehr im Dreck.", sagte ich und kraulte seinen Hals.

      Danach ging ich zu Kylja, die schon ungeduldig wartete. Sie ließ sich weniger gut bürsten und war ziemlich bockig. Sie drehte sich die ganze Zeit und ließ mich nicht in Ruhe bürsten. Nachdem ich ihr einen kleinen Klaps gegeben hatte war sie ruhiger und wusste, dass sie still zustehen hatte. Der Rest war eigentlich sehr gut, was mich überraschte. Die Mähne war sehr geschmeidig und relativ leicht durchzukämmen. Beim Hufegeben gab es keine Probleme und ich konnte mit den Beiden noch kurz auf den Platz.

      Dort ließ ich immer einen grasen, während der andere mit mir rückwärtsgehen übte. Es klappte schon gut und ich musste die Brust der beiden nicht mehr berühren. Nach dem Traninig machte ich noch eine Art "Fangen", indem ich sie abwechselnd von mir wegscheuchte und mich dann wieder anbot. Naja, zumindest klappte das zurückkommen 1-2 Mal. Trotzdem ging, zufrieden mit den beiden, zurück zur Koppel und entließ sie wieder.

      Natürlich bekamen sie noch ein Lekerli, bevor ich von der Koppel herunterging und das Tor schloss...
    • AngieMaus
      Frecher, kleiner Hengst
      Das Wetter machte es schier unmöglich irgendetwas Sinnvolles zu veranstalten. Draußen schien die Sonne heiß auf unseren Hof und Fiona & Ich quälten uns mit den üblichen Arbeiten.
      Nachdem wir den Stall ausgemistet hatten, ging ich kurz auf die Weide, um nach den Pferden zu sehen. Die meisten standen im schützenden Schatten der Bäume und ruhten. Bei den Hengsten war es komischerweise auch sehr ruhig, denn niemand wollte bei dieser Hitze auch nur ansatzweise arbeiten oder rennen.
      Naja...außer Zero. Er tollte auf der Wiese herum, als würde ihn die Hitze gar nicht stören. Er rannte von Eck zu eck und versuchte die anderen Hengste und Wallache zum Spielen zu animieren, was ihm jedoch nicht gelang.
      Da ich den Großteil meiner Arbeit schon geschafft hatte, entschied ich mich mit Zero zu spielen. Ich lief ,mit Halfter und Strick im Gepäck, über die Wiese auf Zero Gravity zu. Er schaute auf und kam ein paar Schritte auf mich zu. Ich machte ihm sein Halfter um, was er widerwillig zuließ und nahm ihn mit.
      Beim Laufen verfiel er immer wieder in den Trab ohne, dass ich das wollte. Ich band ihn in der kühlen Stallgasse an und lief in die Sattelkammer, um die Putzsachen zu holen.
      "Einmal kurz drüberputzen und dann auf den Platz", dachte ich mir. Aber da hatte ich falsch gedacht, denn als ich in der Stallgasse ankam, war dort niemand mehr. Schnell lief ich zu dem Platz, an dem ich Zero angebunden hatte. Dort hing nur noch der Strick mit dem Halfter von Zero. Als ich es anhob sah ich, dass es offen war.
      "Mist, ich muss es nicht richtig zugemacht haben!", sagte ich.
      So schnell wie ich konnte lief ich über den Hof, doch dort war keine Spur von ihm. Auf einmal hörte ich ein Wiehern, das von den Wiesen kam. Ich rannte geradewegs zu ihnen, aber bei den Hengsten war Zero auch nicht.
      Er wird doch wohl nicht...
      Die Wiese der Stuten war noch ein Stück weiter weg, aber ich ging trotzdem hin. Und da war er!
      Zero stand am Zaun der Stutenweide und beobachtete unsere Stuten.
      "Zero!", rief ich, "Was machst du denn hier, du Frechdachs!"
      Er sah mich an, als ob er sich keiner Schuld bewusst sein, kam aber dann doch in meine Richtung.
      Da ich jetzt keine Lust mehr hatte, mich nach dem ganzen Gerenne noch zu bewegen, brachte ich ihn wieder auf die Wiese.
      Dort rannte er wieder froh über die Wiese und jagte den Wind...
    • AngieMaus
      Unwetter
      Seit Tagen regnete es schon bei uns. Es war zwar Mitte Juni, aber davon bemerkte man bisher leider noch nichts. Die Sonne ließ sich kaum blicken, obwohl die Temperaturen doch recht angenehm waren.
      Ich ging hinaus auf den Hof, wo es endlich aufgehört hatte zu regnen. Das ganze Steinpflaster war feucht und rutschig und auf der Wiese hatten sich Pfützen gebildet. Doch das Wetter durfte keine Auswirkung auf unsere Arbeit nehmen, also holte ich schon mal die Schubkarre und fuhr sie in die Stallgasse.
      Ich nahm mir die Halfter & Decken und ging in die Box von Milki. Sie ließ sich super aufhalftern, wie immer eigentlich, und bei der Decke gab es auch keine Probleme. Sie trottete hinter mir her, während wir zur Zeros Box gingen. Der "kleine" Hengst wieherte fröhlich, als er mich sah. Mit flinken Fingern band ich Milki am nächstgelegenen Gitter an und öffnete Zeros Box. Hätte ich nicht den Ausgang versperrt, so wäre er schon längst ausgebüchst, auf dem Weg zur Wiese.Zero war so hibbelig, dass ich ihm nur mit Mühe das Halfter ummachen und die Decke überlegen konnte.
      Ich nahm den Strick, trat hinaus in die Stallgasse und löste den Knoten von Milki. In jeder Hand ein Pferd, das war wahrlich anstrengend. Erst recht, wenn du an der Einen einen übermütigen Jungspund, und an der anderen eine ruhige, langsame Stute hast.
      "Nachher werden wir noch ein wenig an deinem Benehmen arbeiten, mein Guter!", sagte ich seufzend. Als Antwort sah Zero mich nur ganz unschuldig an, mit seinen großen, kastanienbraunen Augen. An der Koppel angelangt war jedoch die ganze Unschuld wieder verflogen. Er konnte es kaum erwarten zu seinen Freunden zu flitzen und im nassen Gras herumzutollen, also ließ ich ihn.

      Gegen Mittag machte ich mich auf den Weg zu den Koppeln. Ich wollte schließlich einhalten, was ich heute Vormittag gesagt hatte. Als ich an der Hengst- und Wallachkoppel ankam, sah ich meinen Junghengst über die Koppel flitzen. Getrockneter Schlamm klebte an seinen Fesseln, wahrscheinlich von heute morgen. Dann werde ich wohl erst putzen müssen!
      Ein kurzer Pfiff reichte und die Herde kam auf mich zu. Zero, ganz vorn mit dabei, galoppierte geradewegs auf mich zu. Ich hob reflexartig die Arme und er kam einen Meter vor mir zum Stehen. Ein Teil der Decke war ebenfalls dreckig, aber das war okay. ich ging mit ihm in die Stallgasse und band ihn an. Anscheinend gefiel ihm das gar nicht, denn er tänzelte unruhig herum. Ich kam mit dem Putzkasten und begann mit der Arbeit: erst den groben Schmutz weg, dann nochmal mit der nächsten Bürste den feinen Staub, am Kopf vorsichtig mit der "Kuschel"bürste, die Hufe gründlich von Erde und Steinchen befreien und die Mähne kämmen, Alltag eben.
      Ich räumte das Ganze wieder fein säuberlich in den Putzkasten und nahm mir Zeros Strick. Er trabte freudig neben mir her, während wir uns auf den Weg in die Halle machten. Das Licht war schon an und ich lief zuerst 2 Runden mit ihm auf jeder Hand. Er verhielt sich bisher ganz gut und nun ließ ich ihn an meiner Hand traben. So liefen wir wieder 2 Runden auf jeder Hand durch die Halle, was für ihn überhaupt kein Problem darstellte. Es war eher schwierig ihn nur im Schritt gehen zu lassen, wenn er so übermütig ist. Gerade als wir weitermachen wollten, kam Fiona rein und wir stoppten.
      "Es fängt an zu gewittern, hilfst du mir die Pferde reinzubringen?", fragte sie mich.
      "Wir waren eigentlich gerade... naja okay. Ich komme gleicht, ja?"
      "Gut, bis gleich.", antwortete sie und verschwand.
      Ich ging mit Zero aus der Halle und sah, dass der Himmel ganz schwarz geworden war. So schnell wie möglich brachte ich ihn in seine Box, was er nur widerwillig mitmachte.
      ...Als ich alle Pferde hineingebracht hatte, bereitete ich das Futter vor. Zero war der erste, der sein Futter bekam. Er fraß es genüsslich und hatte scheinbar keine Angst vor dem lauten Donner, der draußen tobte...
    • AngieMaus
      Umzug nach Vermont
      Hope of Joy, Elysion, Midnight Surprise, Sisika, Zero Gravity, Choovio, Milkchocolate, Red Star, Golden Sunlight, Dyani

      Auf dem ganzen Hof standen Taschen, Kartons und Säcke, die voll mit unseren Habseligkeiten beladen sind. Es hatte sich in der letzten Zeit eine Menge angehäuft und das musst nun alles mit.
      Wohin? Nun wir ziehen mal wieder um in das ferne Vermont, ein US-Bundesstaat an der kanadischen Grenze. Diese Entscheidung ist relativ spontan gefallen worden, obwohl wir schon länger mit dem Gedanken gespielt haben. Irgendwie bleiben wir nie lang an einem Ort, es zieht uns immer weiter zu immer fremder werdenden Orten. Aber Vermont soll nun unsere Endgültige Heimat bleiben, falls wir es dort aushalten sollten. Fiona ist schon vor ein paar Tagen dort hingeflogen, um sich den Hof anzusehen, den wir beziehen werden. Ihr hat es so sehr gefallen, dass sie mich mit ihrer Freude angesteckt hat und wir das Anwesen vor wenigen Tagen gekauft haben. Es war nicht gerade billig, Vermonts Grundstückspreise sind enorm hoch, aber es lohnt sich auf jeden Fall.
      Trotz der Vorfreude kam ein komisches Gefühl in mir hoch, als ich die ganzen Kisten stehen sehe. Ich lief zur Kontrolle nochmal durch unser schönes Haus, was nun vollkommen leer ist bis auf ein paar Möbel, die wir nicht mehr brauchten. Es wirkte so verlassen, obwohl wir bis heute noch darin gelebt hatten. Seufzend setzte ich mich auf meinen Hocker an der Küchentheke und schlürfte meinen Kaffee. Die leere Tasse spülte ich aus und räumte sie mit Zeitungspapier umhüllt in den Karton auf dem Hof. Als die Möbelpacker kamen luden Fiona und ich alle unser Hab & Gut in den Wagen, so vorsichtig wie möglich, denn sie hatten eine lange Schiffsfahrt vor sich und sollten nicht schon vorher kaputt gehen.
      Der Hof war leer und das einzige, was an unser Leben erinnerte war das Wiehern der Pferde, die noch keine Ahnung davon hatten was auf sie zu kam. Die Pferdetransporter kamen im richtigen Moment und parkten unsere komplette Einfahrt zu. Wir machten einen Plan und liefen in den Stall um die ersten Pferde fertigzumachen und einzuladen.
      Ich nahm Elysion und Midnight an ihren Stricken und führte sie hinaus, wo die Sonne gerade schön hinter den Bäumen aufging. Die beiden waren voller Elan und würden wahrscheinlich nach Ankunft in unserem neuen Heim erst mal auf der Wiese herumtollen. Ich übergab sie schweren Herzens einem der Fahrer, der sie, nachdem ich beide nochmal gestreichelt hatte,einlud. Das ganze wiederholte sich noch gefühlte 100 Mal, denn ich musste noch Red Star & Goldi, Dyani & Choovio, Zero Gavity & Milki und letzendlich Sisika & Hope of Joy in den Wagen bekommen. Glücklicherweise ging das mehr oder weniger ohne Probleme vonstatten, außer das Zero Gravity ein wenig gebockt hat als er in das Fahrzeug musste. Auch wenn das keine schweißtreibende Arbeit gewesen war, war ich danach vollkommen außer Puste und setzte mich erst einmal auf den Boden.
      Nach einer weiteren Stunde war auch Fiona mit ihren Pferden durch und die Transporterluken wurden geschlossen. Wir standen beide Seite an Seite als die Transporter abfuhren und sich auf den Weg in das neue Leben machten.
      "Ich hoffe so sehr, dass unsere Schätze heil ankommen.", sagte ich zu Fiona als die Transporter außer Sichtweite waren.
      "Und ich erst!", antwortete sie angespannt.
      Wir holten unsere Koffer und fuhren zusammen zum Flughafen, wo wir noch 2 Stunden auf unseren Flug warten mussten. Die Zeit verging unendlich langsam und wir fanden einfach keine Ruhe. Auch im Flugzeug konnte ich während des Fluges kaum schlafen und schaute mir Filme auf Englisch an. Meine Gedanken kreisten die ganze zeit um meine Pferde und ich sorgte mich wahnsinnig. Sie würden erst einige Tage später ankommen, und das hoffentlich gesund.

      Die ersten Tage im neuen Heim waren geplagt von möbilieren und saubermachen. Wir hatten nichts anderes zu tun gehabt, da unsere Pferde erst heute ankommen würden. Aber ruhig ist es auf dem Hof trotzdem nicht, denn meine kleine Hündin Luna ist auch dabei. Sie war nach dem Flug etwas verängstig, aber als wir hier ankamen hat sie sich sofort freudig umgeschaut und ihr neuestes Kuschelbett in Beschlag genommen. Aber Vermont ist wirklich toll, besonders zu dieser Jahreszeit, dem Herbst. All die Blätter färben sich und es entsteht eine wunderschöne, bunte Landschaft. Das Wetter ist ganz angenehm, zumindest momentan. Wenn unsere Pferde da sind mache ich erst mal einen Ausritt um die Landschaft zu bewundern. Die Boxen haben wir alle schon fertig mit frischem Stroh aufgefüllt und es gibt eine große Portion Futter für jeden. Jetzt fehlen also nur noch die Pferdchen.
      Und diese kamen am späten Nachmittag an, gerade als wir unseren Kuchen verspeisen wollten. Fiona und ich sind sofort aufgesprungen und haben alles stehen gelassen. Aus den Transportern drang Wiehern und Gestampfe und mein Herz war erfreut und ängstlich zugleich.
      Wie wir beim Ausladen feststellten ist die Fahrt ohne Probleme verlaufen und alle Pferde sind wohlauf. Die meisten sind müde, andere total aufgedreht. Diese haben wir auf die Weide gebracht, wo sie neugierig alles erkundeten und später ebenfalls in die Box gebracht wurden. Überglücklich ging ich zu jedem einzelnen meiner Pferde und streichelte sie ausgiebig.
      Nun beginnt unser neues Leben in Vermont!
    • Eddi
      Verschoben am 05.04.2016
      Grund:
      6 Monate lang keine Pflege.
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    AngieMaus
    Datum:
    19 Jan. 2015
    Klicks:
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    Kommentare:
    8
  • Zero Gravity
    -
    Schwerelosichkeit
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    Name: Zero Gravity Spitzname: Zero Geschlecht: Hengst Rasse: Trakehner Geburtstag 2013
    Alter: 2 Jahre Stockmaß: Wächst m
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    Mutter: Unbekannt Vater: Dschehim Geschwister: Unbekannt
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    Fellfrabe: Braunfalbe Mahne: Schwarz Schweif: Schwarz Abzeichen: Blesse;h.l.,h.r. Socken
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    Springen:E Millitary:E Dressur:E Distanz:E Western:E Galopp:E Fahren: E
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    Noch keine
    Erfolge
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    Zero ist ein total verspieltes Fohlen. Er hat Spaß an allem und man sieht in oft über die Weide flizen.Aber er kann auch frech werden, wenn er mal nicht möchte. Troz allem iste er ein total zärtliche Hengst.- Verspiel,frech aber total zärtlich
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    Gekört/Gekrönt:Nein Vorgesehen für die Zucht: Ja Nachkommen: Nein
    Zu verkaufen
    : Nein
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    Besitzer/Besitzerin: AngieMaus Vorbesitzer/Vorbesitzerin: Rinnaja, Nuray, Savartur, Ravenna,
    Wolfszeit
    Ersteller/Erstellerin:
    Nuray
    Vorkaufsrecht:
    Nuray
    Reitbeteiligung: Nein Tierarzt:Nein Hufschmied: Nein Steckbrief: by Wolfszeit