Quinzel

Zanyah

Arabisches Vollblut, gekört

Zanyah
Quinzel, 9 Jan. 2019
    • Quinzel
      Alte Berichte
      Zum Fuchsbau/Hara Artemis


      • ubk | (c) ubk
        Heute war ein sehr spannender Tag! Wir bekamen ein neues Pferd in den Stall, es war eine Araber Stute. Eigentlich mochte ich nie wirklich die Hechtköpfe, aber dies war eine wirklich wunderschöne Stute. Ich stand schon sehr früh auf um meine Pferde zu versorgen bevor ich los fuhr. Nachdem ich dies gemacht hatte schloss ich den Hänger an mein Auto und fuhr los. Nach einer gefühlten Ewigkeit hatte mich mein Navi zu dem Stall,wo die Stute stand, geführt. Ich unterschrieb noch schnell den Kaufvertrag und überreichte das Geld, dann verluden wir auch schon die Stute. Auf dem Weg nach Hause war Sie sehr unruhig, aber Gott sei dank fuhren wir nicht lange. Am Stall angekommen brachte ich sie erst einmal in ihre Box wo Sie sich einleben konnte.

        Tierarztbericht
        ubk | (c) Eddi
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        Der heutige Tag begann für mich mit einem großen Auftrag, denn auf Nachfrage hatte ich eingewilligt, gleich einmal auf einen Schlag Steffies gesamten Stall unter Augenschein zu nehmen. Erst vor einer knappen Woche hatte ich ihre beiden Freibergern untersucht und heute sollte der Rest dran sein. Das hieß, dass ich meinen Vormittag ihren restlichen acht Pferden widmen würde. Ich war mir ziemlich sicher, dass wir das ohne Probleme schaffen würden. Als ich auf ihrem Gestüt ankam, war es gerade kurz nach acht und Steffie war auch schon im Stall unterwegs.
        Ich begrüßte sie herzlich und folgte ihr dann direkt mit zur ersten Box. Wir begannen mit ihren beiden Stutfohlen und als erstes war Falona an der Reihe. Mit der Hübschen würde ich wohl weniger Probleme haben, denn sie hatte eine zeitlang bei mir selbst im Stall gestanden und so kannte sie mich bereits. Problemlos ließ sie sich im Schritt und Trab vorführen, ehe Steffie sie für mich am Putzplatz festband. Zuerst warf ich einen Blick in Augen und Maul, dann hörte ich das Stütchen gründlich ab, ehe ich auch noch Genick, Rücken und Beine abtastete.
        Falona war topfit und auch die Körpertemperatur war in Ordnung. So konnte ich sie guten Gewissens impfen und entwurmen. Die Spritzen hielt Falona tapfer aus und ließ sich auch nach dem Chippen nicht entmutigen. Dementsprechend gelobt wurde sie auch und dann war sie ja auch schon fertig und durfte zurück in ihre Box. Stattdessen war direkt ihre Nachbarin Celebrity Girl an der Reihe. „Die beiden sehen sich ja verdammt ähnlich“, meinte ich lachend zu Steffie und sie nickte zustimmend.
        „Die beiden sind Vollgeschwister“, klärte sie mich auf. „Oh“, meinte ich grinsend. Nicht nur abstammungsmäßig ähnelten sie sich sehr, sondern auch was ihre Gänge und ihren Körperbau betraf. Beide besaßen ein korrektes Exterieur und würden später in Sport und Zucht sicherlich ein gutes Bild abgeben. Auch Celebrity Girl ließ sich brav untersuchen, abhören und abtasten. Nur die Impfungen fand sie gar nicht toll und Steffie musste sie mir festhalten. Dann gab es auch noch die Wurmkur und den Chip, aber dann war die kleine Stute zum Glück fertig und durfte mich verlassen.
        Nun wechselten wir zu den größeren Kalibern und als erstes führte mir Steffie ihren Hengst Simble Jacson vor. Direkt zu Anfang wurde deutlich, dass der Hengst sehr dominant war und dementsprechend hatten wir dann auch zu tun, als ich ihn untersuchte, denn das mochte er gar nicht. Dennoch war rundum fit. So wurde er geimpft, entwurmt und gechippt und durfte unter großem Theater wieder den Putzplatz verlassen.
        Als nächstes war direkt Bijou an der Reihe. Ich fand den weißen Hengst ja wunderschön und zudem war er ein wirklicher Engel. Ohne Probleme ließ er sich vorführen und dann untersuchen. Auch er war kerngesund und topfit, so wie ich es eben von Steffies Pferde gewöhnt war. Also wurde auch er geimpft, entwurmt und gechippt.
        Dieses Schema betrieben wir auch bei Steffies Privatpferden weiter, denn vier waren nun noch an der Reihe. Den Anfang machte die Kleinste: Antalia. Die Falabellastute war ganz lieb und es war witzig sie traben zu sehen. Während ich sie abhörte und abtastete musste ich mich bücken, um überhaupt an die Zwergin dran zu kommen. Das Gleiche galt auch für die Impfungen und das Chippen. Dann gab es noch die Wurmkur und schon war auch Antalia fertig.
        Als nächstes folgte der junge Majandro. Der war ja von Tierärzten nicht sonderlich angetan und von Anfang an recht misstrauisch. Dennoch ließ ich mich nicht beirren und untersuchte ihn ausgiebig, was er auch brav über sich ergehen ließ. Bei den Impfungen zuckte er ein wenig zusammen, hielt aber wunderbar still. Auch der Chip war schnell unter der Haut und Majandro entwurmt.
        Zanyah, die Araberstute machte da ein paar größere Probleme, denn sie mochte weder mich, noch Spritzen und so benahm sie sich auch. Steffie und ich hatten alle Hände voll zu tun, damit die Stute am Putzplatz stehen blieb und sich untersuchen ließ. Eine der Spritzen ging sogar ins Leere, weil Zanyah gekonnt daneben sprang, kaum zu glauben! Doch nach fast einer halben Stunde war auch die Blüterin geimpft, gechippt und entwurmt.
        Den Abschluss machte dann Pezzata, eine Lewitzerstute. Sofort war ich wieder mit neuem Interesse dabei, denn ich selber züchtete Lewitzer und es war immer interessant Frischblut anzutreffen. Pezzata war ein Falbschecke und dementsprechend hübsch. Auch charakterlich war sie wirklich sympathisch und benahm sich auch während der Untersuchung ohne Probleme. Flott war auch sie geimpft, gechippt und entwurmt und ich hatte tatsächlich Steffies gesamten Stall am Vormittag geschafft! Es war jetzt kurz nach 11 Uhr und Steffie lud mich als Dank noch auf eine Tasse Kaffee ein, welche ich nur zu gerne annahm.

        Dressur E-A
        17. Mai 2015 | (c) Gwen
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        Inzwischen hatte ich auch ein festes Grüppchen von Pferden, die ich monatlich trainierte und aus dem Grunde reiste ich auch im Mai wieder für zwei Wochen zu Jani auf das Arabergestüt. Hier war ich sowieso gerne und gerade nach den letzten Geschehnissen griff ich ihr unter die Arme. Seit einigen Tagen stand auch eine neue Araberstute bei ihr im Stall: Zanyah.
        Sie und Tiramisu wollte ich diesen Monat trainieren, also hatte ich da alle Hände voll zu tun. Während ich Tiramisu im Western auf L-Niveau bringen wollte, begann ich bei Zanyah mit den Dressurgrundlagen und wenn wir Glück hatten, würden wir am Ende meines Aufenthalts bereit für eine A-Dressur sein.
        Jani nahm mich herzlich in Empfang und brachte mich erst einmal in mein Gästezimmer, damit ich mich kurz ausruhen konnte. „13 Uhr gibt es Mittagessen!“, erklärte sie mir noch und verschwand dann. Ich richtete mich sofort ein, das hieß eigentlich nur, dass ich den gesamten Papierkram auf dem Schreibtisch ausbreitete und die Trainingspläne der beiden Araber an die Wand pinnte.
        Nach dem Mittagessen zog ich mich auch direkt um und half Jani erst einmal ein wenig bei der Stallarbeit. Dabei konnte ich auch die hübsche Zanyah kennenlernen. Da ich Tiramisu schon länger kannte, wollte ich heute aber erst einmal mit ihm anfangen und so holte ich ihn von der Weide, putzte ihn gründlich und sattelte ihn heute mal western.
        Dann gingen wir gemeinsam bei dem schönen Sonnenschein auf den Reitplatz. Wir wärmten uns einige Runden auf und dann testete ich, was Tiri schon alles konnte. Er besaß bereits eine schöne Selbsthaltung und einen guten Vorwärtsdrang. Das waren ideale Voraussetzungen für unser Training! Die Westernhilfen saßen zwar noch nicht genau dort, wo ich sie gerne haben wollte, aber das würde schon werden.
        Heute beschäftigten wir uns vor allem mit dem Festigen der Grundlagen und den Hilfen. Tiri verstand schnell die Unterschiede und reagierte wirklich vorbildlich. Danach ritt ich ihn ab und brachte ihn zurück auf die Weide. Zanyah holte ich auch noch, sie putzte ich aber nur und dann gingen wir ein Ründchen zum Kennenlernen spazieren. Mit ihr wollte ich erst Morgen beginnen.

        Am nächsten Morgen ging es schon früh los. Nach dem Frühstück ging ich Jani zur Hand und dann waren meine beiden Schützlinge schon an der Reihe. Ich begann mit Zanyah am Vormittag und machte Tiramisu am Nachmittag. Dementsprechend holte ich heute als erste die Araberstute von der Weide, putzte und sattelte sie.
        Da es noch sehr kühl war, zog ich mir eine Jacke über und wärmte die Stute dann langsam auf. Zanyah war schon 9 Jahre alt und die Grundlagen in der Dressur saßen einwandfrei. Also konnte ich heute nach dem Aufwärmen direkt mit den neuen A-Lektionen beginnen.
        Als erstes nahmen wir uns dem Schritt-Galopp-Übergang an. Erstaunlicherweise hatte den Zanyah ziemlich schnell drauf, denn sie reagierte super feinfühlig auf alle meine Hilfen. Ansonsten trainierten wir heute nur noch das korrekte Rückwärtsrichten und das Zügel aus der Hand kauen lassen.
        Danach hatte ich eine kleine Pause, es gab Mittagessen und ich machte mit Jani einen schönen Ausritt, ehe es wieder an die Arbeit ging und dann hieß es Tiramisu:
        Mit ihm wollte ich heute weiter an der Selbsthaltung feilen. Noch brauchte der Hengst meine Hand am Zügel, aber das Ziel war ja, dass die Zügel eigentlich nur noch Deko waren. Dementsprechend arbeiteten wir heute vermehrt daran und als er das wirklich gut gemacht hatte, gingen wir auch noch eine schöne Runde ins Gelände.

        Die kommenden Wochen waren beherrscht von herrlichem Maiwetter und die beiden Araber arbeiteten wunderbar mit! Zanyah war super gelehrig und schnell konnten wir problemlos das Viereck verkleinern und vergrößern. Die Kehrtwendung auf der Vorderhand fiel ihr anfangs sehr schwer, aber nach ein paar gymnastizierenden Übungen ging auch diese hervorragend. Letzte Übung war das Überstreichen im Galopp gewesen und das war tatsächlich ein Kinderspiel.
        Als Probe wollten wir Ende der zweiten Woche an einem kleinen A-Turnier teilnehmen und dann würde sich zeigen, wie wir uns gemacht hatten. Mit Tiramisu war es ähnlich gut gelaufen, inzwischen machte der Araber unter dem Westernsattel eine sehr gute Figur! Und war wirklich überzeugend. Auch mit ihm wollte ich noch ein Test-Turnier gehen.
        Die beiden Turniere fielen besser aus als gedacht! Es waren zwar „nur“ Hofturniere, aber die Aufgaben waren die gleichen und die beiden Araber sahnten richtig ab. So konnte ich Jani nach zwei Wochen glücklich verlassen, denn die beiden Araber waren topfit. „Bis Juni!“, meinte ich noch lächelnd, ehe ich in das Taxi stieg.

        Dressur A-L
        22. Juni 2015 | (c) Gwen
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        Der Juni neigte sich allmählich dem Ende – zu tun hatte ich aber noch genug. Dazu gehörten unter anderem die inzwischen drei Araber von Jani, welche ich unter meinen Fittichen hatte. Seit einem Monat gab es eine neue Stute auf dem Gestüt, eine wirklich tolle Nachzucht namens Baraija. Sie hatte eigentlich sogar noch Zeit, sollte aber allmählich eingeritten werden und wenn ich schon wegen der „Großen“ da war, konnte ich auch direkt noch Baraija in meine Planungen mit einflechten.
        Dementsprechend ging es auch diesen Monat für mich wieder zu Jani. So langsam pegelte sich das wirklich gut ein, wobei ich die Araber noch lieber bei mir auf der Ranch gehabt hätte, das sparte Zeit und Kosten, aber vielleicht ab Juli. Jani holte mich vom Flughafen ab und brachte mich nach Hause. Dort warteten ein gemütliches Gästezimmer und ein leider verregneter Arbeitstag auf mich.
        Ich ruhte mich kurz aus, packte die Sachen aus und zog mich dann auch schon um, damit ich direkt in den Stall konnte, dort fühlte ich mich immerhin am Wohlsten. Dieses Mal würde ich nur knapp eine Woche bleiben, also 7 Tage, um die drei Pferde vorzubereiten.
        Mein Augenmerk lag bei diesem Besuch auf dem Hengst Tiramisu, denn mit ihm wollte ich demnächst an einer Hengstkörung teilnehmen, er war mehr als bereit dazu. Dementsprechend hatte ich mir für ihn ein muskelaufbauendes Training überlegt und was war da besser als das Gelände?
        Zanyah war noch ein wenig in der Eingewöhnung und dadurch wollte ich sie auch nicht überfordern und blieb bei der Dressur. Die machte die Schimmelstute wirklich gut und ich war mir sicher, dass wir heute kaum ein Problem haben würden.
        Dementsprechend begann ich mit Zanyah. Ich holte die Stute aus der Box, putzte sie gründlich und sattelte sie. Zanyah kannte mich noch vom letzten Mal und nach einer halben Stunde im Sattel waren wir wieder ein eingespieltes Team. Heute wiederholte ich nur die Übungen der A-Dressur und festigte hier und da noch einige Lektionen, ehe Zanyah schon fertig war.
        Als nächstes war Tiramisu an der Reihe. Mit ihm musste ich nun raus in den Regen, davon waren wir beide nicht begeistert, aber es musste sein. Einen Vorteil hatte das miese Wetter, denn wir hatten ordentliche Konditionen zum Trainieren. Der Boden war nicht einfach und forderte unsere vollste Aufmerksamkeit, immerhin bewegten wir uns schon langsam auf M-Niveau.
        Pitschnass kamen wir eine Stunde später zurück in den Stall. Tiramisu kam unter das Solarium zum Trocknen, während ich mich umzog. Nachdem der Hengst wieder trocken und versorgt in der Box stand, war nun noch Baraija an der Reihe.
        Die junge Stute wollte ich heute nur kennenlernen, immerhin war sie noch recht neu. Dementsprechend putzte ich sie in aller Ruhe und machte dann ein wenig Bodenarbeit mit ihr, ehe ich sie noch longierte. Jani hatte sie schon gut vorbereitet und ich war mir sicher, dass wir keine großartigen Probleme bei der gemeinsamen Arbeit haben würden.
        Die Woche sollte wie im Flug vergehen. Ich stand schon früh auf. Tiramisu bekam eine Sonderwurst und ich richtete meinen Tag vollkommen nach seinem Training. Die ersten drei Tage blieben wir auf Janis Geländestrecke, ehe wir des Öfteren auch einmal auf fremde Strecken fuhren, um dort zu trainieren. Das M-Niveau war für den Hengst eigentlich kein Problem. Er sprang gerne und war schnell. Beste Bedingungen für ein Militarypferd und dementsprechend gut sahen auch seine Zeiten aus.
        Zanyah machte fleißig mit, hatte ab und an aber auch einen Durchhänger. Besonders der Außengalopp und der Galoppwechsel machte uns zu schaffen. Aber mit der Zeit bekamen wir auch das auf die Reihe und schon bald konnte sich die Stute sehen lassen.
        Habe ich schon einmal erwähnt, wie sehr ich es liebe, mit Arabern zu arbeiten? Diese Rasse ist unglaublich intelligent und hat sowieso absolut tolle Gänge, ein Traum für jeden Reiter.
        Und so machte sich nämlich auch Baraija besser als gedacht. Der Sattel und auch die Trense waren schon am dritten Tag kein Problem mehr. Das Reitergewicht sowieso nicht. Mit Jani zusammen gewöhnten wir sie an der Longe allmählich an die Schenkel- und Zügelhilfen, so dass sie am Ende der Woche bereits die Grundlagen beherrschte. Ein wenig vertiefen konnte ich das noch und dann musste ich aber schon wieder abreisen.
        Die Bilanz war aber gut: Tiramisu ging nun M-Military, Zanyah war bereit für ihre erste L-Dressur und Baraija hatte kaum noch Probleme mit dem Reiter auf ihren Rücken. Ich verabschiedete mich von Jani und versprach ihr, dass sie bald einen frisch gekörten Hengst im Stall stehen haben würde.

        Pflegebericht
        19. Juli 2015 | (c) Sevannie
        Heute wurde ich gebeten von sweetvelvetrose ihre Pferde oder eher einige davon bitte doch zu verpflegen. Sie war für einige Tage weg und somit war ich heute für einige Pferde zuständig. Natürlich hatte ich damit kein Problem, im Gegenteil ich war auf die Pferde gespannt. Sie hatte zu mir gemeint sie teilt mir einige Araber zu. Araber – diese edlen Geschöpfe. Schmunzelnd fuhr ich auf den Hof und parkte dort auf den vorhergesehenen Parkplatz. Ich blickte mich um und lief dann in den Stalltrakt. Dort sah ich eine große Tafel, also ging ich auf diese zu. Ein Zettel: Joyce: Bahar, Shamal, Khadir, Barakah al Sanaa, Zanyha und Baraijra. Anscheinend die Pferde, welche ich heute übernehmen sollte. Die Namen klangen alle nach Arabern. Ein erneutes Lächeln legte sich auf meine Lippen. So blickte ich mich kurz im Stall um, dann wieder auf den Zetteln. ,,Mach was du willst, du darfst sie auch gerne reiten. Auf der Rückseite sind noch einige Charakterbeschreibungen damit du weißt was auf dich wartet.'' - Ok. Gut zu wissen. So blickte ich auf die Rückseite: ,,Bahar & Shamal: Bahar hat einen guten Einfluss auf Shamal, sonst ich Shamal schon ein frecher Hengst der es gerne darauf anlegt. Er besitzt viel Temperament, Bahar hingegen ist eher der ruhiger.'' - Wie Yin und Yang also? Niedlich. So lief ich durch die Stallgasse und suchte die beiden Pferde auf, doch hier standen sie anscheinend nicht dabei, wenn ich mich so umsah schienen mir die Pferde hier drin alle Araber und erwachsen. Hatte sie vielleicht einen Stall für die Jährlinge/Fohlen? So lief ich also wieder auf den Hof und blickte mich erneut um. Als ich ein Wiehern vernahm, welches nicht von hinter mir stammte, lief ich zu dem nächsten Gebäude. Recht sollte ich behalten, zwei Jährlinge, Araber wie mir schien und sie standen in Offenställen. So lief ich zu den beiden und auf dem Boxenschild stand auch: Bahar. Auf dem anderen daneben: Shamal. ,,Jetzt hab ich euch also gefunden, verstecken gilt nicht!'',meinte ich lächelnd und blickte die beiden an. Ein Fuchs und ein Brauner. Ein Rappe und ein Pferd welches ausschimmelte wären da klischeehafter gewesen. Naja auch gut, ich war auch mit diesen beiden Prachthengsten zufrieden. ,,So was machen wir drei hübschen?'',fragte ich nach und sie brummelten kurz. Hm. Keine tollte Antwort. Spazieren gehen wollte ich ungern, weil Shamal ja seine Grenzen gerne testete.. nachher haute er mir noch ab? Oh nein, Spazieren gehen käme nicht in Frage. Hm ein paar Tricks lernen in dem großen RoundPen das ich vorhin gesehen hätte, das wäre doch was! Da ich die zwei irgendwie ungern trennen wollte suchte ich also als erstes die Sattelkammer, dort würde ich bestimmt die Putzkisten finden. So suchte ich die Sattelkammer auf und diese war auch schnell gefunden. Mit zwei Putzkisten bewaffnet machte ich mich wieder in den Stalltrakt wo die beiden Jährlinge drin standen. Ich platzierte die Kisten vor den Boxen, schnappte mir dann das Halfter von Shamal. Ihn wollte ich als erstes putzen. Ich trat an seine Box heran und öffnete diese. Vorsichtig streckte ich die Hand aus, jedoch keinenfalls ängstlich. Als er sich von mir streicheln ließ hob ich dann das Halfter an und halfterte ihn auf. Na wenn das weiterhin so ging war ich froh. Nachdem ich ihn aufgehalftert hatte band ich ihn fest. Ich blieb mit ihm in der Box. Es war gewohntes Umfeld, abgesehen davon wusste ich nicht wo der Putzplatz war oder ob sie einfach auf der Stallgasse putzte. Misten müsste ich eh also von daher. Ich nahm mir eine Bürste nach der anderen und schrubbte den Fuchs sauber. Auch das Hufeauskratzen ging einigermaßen gut von statten. Er zog mir ab und an einfach den Huf weg, aber sonst war alles gut. Etwas frech eben. Als ich mit Shamal fertig war, begann ich dann Bahar zu putzen. Nach einer Viertelstunde war auch dieses Pferd fertig. Ich holte beide Pferde aus den Boxen, zum Glück war das Tor groß genug mit beiden gleichzeitig heraus zu gehen. Shamal blieb ruhig und ließ sich artig führen, nur zupfelte er etwas an meinem Ärmel herum. Im Round Pen angekommen ließ ich beide vom Strick, als das Tor natürlich geschlossen war. Sie durften sich als erstes umschauen, die Leckerlis in meiner Bauchtasche schienen aber für Bahar interessanter. ,,Die gibt’s später!'',meinte ich lächelnd und schickte ihn wieder weg. Nachdem sich beide umgeschaut hatten nahm ich einen Strick in die Hand und schleuderte ihn etwas. So bewegten sich die Jünglinge auch gleich in den Trab. Sie trabten ihre Runden und Shamal versuchte immer wieder Bahar etwas zu schnappen, jedoch nur rein aus Spaß so wie es mir schien. Sie trabten freudig ihre Runden, doch nach einigen Minuten parierte ich sie in den Schritt und holte Bahar zu mir. ,,So jetzt gibt’s die Leckerlis wenn du alles gut machst!'',schmunzelte ich und streichelte ihn. Ich begann als erstes den vorderen, linken Huf zu nehmen und zog dieses vorsichtig etwas nach vorne, also nicht wie beim Hufe auskratzen. Brav machte Bahar dies mit und streckte das Bein dann auch schön lang. Das gleiche passierte mit dem anderen Vorderbein, dann gab es ein Leckerli. Mit den Hinterbeinen sah es ähnlich aus nur das er diese nach hinten strecken sollte, was er dann auch brav tat. Sanft streichelte und lobte ich ihn, ehe er dann wieder ein Leckerli bekam. ,,So ist's fein!'',schmunzelte ich und drückte ihn ganz sanft in die Flanke, brav tat er das was er machen sollte. Er ging einen Schritt zur Seite aber nur mit der Hinterhand. Dies führte wir fort, bis er dann nur noch auf ein leichtes Tippen reagierte. Auf der anderen Seite klappte das nicht ganz so gut, aber der Ansatz war da. ,,Fein gemacht!'',lobte ich ihn und gab ihm erneut ein Leckerli. Das gleiche machte ich dann auch mit Shamal wobei dieser sich schon beim Strecken etwas zierte. Doch das Hinterhanddrehen klappte schon etwas besser wie bei Bahar. Jeder hatte wo anders seine Stärken. Ich schmunzelte und lobte auch Shamal, welcher mich dann Schnappen wollte. ,,Nein, das kannst du von mir aus mit Bahar machen. Dieses Spiel spiele ich nicht!'',meinte ich lachend und schickte ihn wieder heraus. Ich ließ die beiden noch etwas hin und her laufen im Round Pen, im Trab, Galopp und Schritt. Nachdem sie dann noch am Ende 5 Minuten sich umschauen durften und entspannt im Schritt umher trottelten, führte ich sie auch schon wieder zu ihren Boxen. Ich schloss auf dem Paddok aus und begann dann rasch zu misten. Als die Boxen sauber waren und frisch eingestreut gewährte ich ihnen wieder den Zugang der Boxen. Nun sollte es an die anderen Pferde gehen die ich noch machen musste. Also lief ich wieder in den anderen Stalltrakt, nachdem ich mich versichert hatte das die Boxen der Jährlinge auch wirklich verschlossen waren. Für den Hengst Kadir und die Stute Baraija hatte ich mir was besonderes überlegt. Ich wollte mit den beiden Ausreiten und Baraija als Handpferd mitnehmen. Auf dem Zettel stand nämlich das sie sehr umgänglich wären, auch zu anderen Pferden und ich denke das die beiden sich schon auf dem Reitplatz oder sonst wo schon begegnet sind. So machte ich mich als erstes zu Khadir um diesen zu putzen. Ich dachte der Schimmel wäre dreckiger aber die Araberschimmel schienen nicht solche Dreckbuben wie die Hannoveraner- oder Kaltblüterschimmel zu sein. Ein Lächeln schlich sich auf meine Lippen als ich daran dachte wie Tyler gestern sich abgequält hatte als er Jaela putzte. Als der Hengst sauber war stellte ich ihn auf die Stallgasse und band ihn dort an. Ich holte schon mal den Sattel und den ganzen Rest, bevor ich die Stute putzte. Bei ihr ging auch alles recht flott und sie war unheimlich brav und verschmust. Richtig süß. Nachdem ich dann beide Pferde sauber hatte, sattelte ich Khadir auf und brachte die Trense an, sowie Gamaschen. Als ich ihn wieder fertig hatte trenste ich die Stute auf, zog über die Trense noch ein Halfter und hakte dort den langen Strick ein. Ich lief mit beiden Pferden hinaus und dort durften sie sich noch einmal kennenlernen. Es gab ein Gequieke aber das war auch schnell wieder vorbei und sie schienen sich abzukönnen. Somit war doch jede Voraussetzung für den Ausritt getroffen. Nachdem ich meinen Helm anhatte stieg ich dann auch auf Das erste Mal sein langen das ich wieder auf einem Araber saß und es fühlte sich so gut an! Schade eigentlich das ich meinen kleinen Abendprinz abgegeben hatte.. Nun denn. Ich nahm die Zügel auf und Band den Strick am Sattel fest, so wie ich es bei mir auch immer Zuhause machte wenn kein vorhergesehener Platz dafür da war. Als der Strick auch wirklich fest war lief ich los. Baraija lief brav mit. Somit ritten wir vom Hof und einen Feldweg entlang. Ich wollte es vermeiden in den Wald zu gehen, weil ich die Gegend nicht kannte und mir die Felder übersichtlicher waren. So ritten wir einige Zeit Feldwege entlang, bevor wir vor einem kleinem Hügel standen. Wir waren schon getrabt also könnten wir den sicherlich hoch galoppieren. Ich galoppierte grundsätzlich nur Hügel/Berge hoch. Bei uns im Gelände war dies ja auch kein Problem und hier auch nicht. So nahm ich die Zügel weiter auf und blickte Baraija an, diese schnaubte kurz und schnippte eine Bremse weg. ,,Dann mal los ihr zwei Süßen!'',meinte ich und drückte meine Beine etwas mehr an Khadir's Bauch, kurz darauf trabte er los und galoppierte im nächsten Moment. Ich fiel in den leichten Sitz und Khadir preschte los, Baraija brav hinter her und es schien ihnen unehimlichen Spaß zu machen mal das Vollblut in ihnen kräftig heraus zu lassen. Bevor wir an der Spitze des Hügel's ankamen versuchte ich mich wieder etwas in den Sattel zu setzen damit Khadir auch wieder langsamer wurde. Dies klappte und auch Baraija achtete darauf in welchem Tempo Khadir lief. Somit fielen wir in den Trab und dann in den Schritt. Ich lobte beide mit Stimme und Hand. ,,Fein ihr beiden, sollte ich nochmal kommen dann wiederholen wir das!'',meinte ich begeistert und wir traten dann auch wieder den Rückweg an. Ein Blick auf meine Uhr verriet mir das wir auch schon mehr als eine Stunde lang unterwegs waren. Im Stall wieder angekommen stieg ich ab und brachte die Pferde wieder in die Stallgasse. Zuerst machte ich Baraija fertig und danach Khadir. Als beide von ihrer Ausrüstung entledigt waren sperrte ich auch sie aus in ihre Paddok's. Ich mistete rasch und ließ sie wieder dann auch wieder in die Boxen als das frische Stroh wieder eingestreut war. Ich verschloss die beiden Boxen und blickte zu der nächsten Schimmelstute. Zanyah. Sie wollte ich etwas longieren. Also holte ich mir ihr Putzzeug und putzte sie, auch sie machte keine faxen beim Putzen, außer das sie mich immer wieder anstupste. Entweder wollte sie Leckerlis oder Streicheleinheiten. Ich knuddelte sie noch kurz, bevor ich dann ihr das Halfter anlegte und eine Longe holte. Wir liefen zum Round Pen wo ich sie dann nach draußen schickte. Sie durfte sich zuerst warm laufen, ehe ich sie dann traben ließ. Danach kam auch diese Streckübungen wie bei den Jährlingen. Als diese dann fertig war, bekam sie noch ein Leckerli und durfte dann wieder laufen. Sie sollte traben und dann galoppieren. Auch sie ließ beim Galopp etwas die Sau raus. Nach einer halben Stunde des weiteren galoppieren und traben, sowie einigen Schrittpausen lief ich mit ihr wieder in den Stalltrakt. Wie bei den vorherigen Pferden sperrte ich sie aus und mistete dann, dann durfte sie wieder rein. Somit war dieses Pferd auch fertig. Nur noch Barakah al Sanaa. Die Stute im besonderen Fellkleid. Was sollte ich mit ihr machen, reiten wollte ich sie nicht. Longieren oder einfach nur frei laufen lassen im Round Pen auch nicht.. Mir fielen die zahlreichen Schleifen auf, auch Springschleifen. Hm.. Freispringen wäre doch eine klasse Idee. So suchte ich die Halle auf. Ich fand diese und baute einen kleinen 'Freispringpacours' auf, ehe ich dann Barakah putzte und ihr die Trense aufzog. In der Halle angekommen longierte ich sie erst etwas warm, ehe ich die Zügel abmachte von der Trense und sie dann freilaufen ließ. Sie trabte freudig umher und blickte sich immer wieder um. Ich schnappte mir eine Peitsche und führte sie mit dieser dann in die Bahn. Sie nahm die Hindernisse mit Bravour. Ich ließ sie zwischen den Durchgängen auch immer wieder so etwas traben und galoppieren, danach sollte sie noch Schritt gehen bis ich die Hindernisse und alles andere weggeräumt hatte. Ich lief mit der Stute in den Stalltrakt und erneut ging das große Misten los. Danach verabschiedete ich mich noch von allen Pferdchen und setzte mich in mein Auto um wieder nach Hause zu fahren. Meine Arbeit war damit getan.
    • Quinzel
      Alte Berichte
      Zum Fuchsbau/Hara Artemis

      • 26. Juli 2015 | (c) Gwen
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        Ein Monat war nun schon wieder herum und während ich noch darüber philosophierte, wie schnell doch die Zeit verging, fuhr draußen ein großer Hänger auf den Hof. „Die Araber sind da!“, rief Mama mir von der Veranda aus zu und fix schlüpfte ich in meine Stiefel, um Jani in Empfang zu nehmen. Sonst war ich immer auf ihrem Gestüt, aber dieser Monat war sehr stressig und deshalb hatte ich sie gebeten, die Berittpferde auf meine Ranch zu bringen. Da wir im gleichen Staat wohnten war das auch nicht sonderlich problematisch und tada: Hier waren sie auch schon.
        Gemeinsam luden wir Tiramisu, Zanyah und Baraija aus. Die drei Araber durften direkt in ihre neuen Boxen und sich erst einmal eingewöhnen. An sich war ich für sie nichts Neues, aber die Ranch war vollkommen anders, denn hier waren sie zum ersten Mal. Baraija und Zanyah waren verhältnismäßig ruhig, aber Tiramisu musste erst einmal den Hengst raushängen lassen und veranstaltete ein riesiges Theater. Jani und ich besprachen uns noch kurz, ehe sie sich wieder auf den Heimweg machte und ich noch einmal bei den Arabern vorbeischaute, Morgen würde für die drei der Ernst des Lebens beginnen.

        Und am nächsten Morgen ging es auch schon los. Als erstes wollte ich mich mit Baraija beschäftigen. Die junge Araberstute war noch nicht allzu lange unter dem Sattel, kannte aber bereits die Grundlagen und arbeitete wirklich vorbildlich mit. Es machte tierischen Spaß, mit ihr zu arbeiten. Auch heute würde sie mich nicht enttäuschen.
        Wir wollten auf den Platz gehen und erst einmal die Grundlagen vertiefen, ehe wir uns den neuen Anforderungen widmen würden. Baraija war für ihr Alter wirklich schon weit und die Tempiwechsel klappten hervorragend. Aus dem Grunde entschied ich mich dafür, heute schon mit dem Mitteltrab und dem Mittelgalopp zu beschäftigen und siehe da, Baraija hatte sichtlich Spaß daran und machte motiviert mit.
        Einige Lektionen einer A-Dressur konnte sie auch schon: So waren das Rüchwärtsrichten und die Vorderhandwendung kein Problem mehr. Zwei Punkte auf unserer Liste waren also bereits abgehakt. Dennoch fragte ich beides heute noch einmal ab, ehe Baraija es geschafft hatte und ich das Training mit einem guten Ergebnis beenden konnte.
        Nachdem Baraija ihren Tag mit Zanyah auf der kleineren Weide im Wald genoss, war Tiramisu an der Reihe. Den Hengst trainierte ich schon länger und aus dem Grund wollte ich ihm gerne ein wenig Abwechslung bieten, weshalb er diesen Monat im Springen trainiert werden sollte.
        Tiramisu sprang wirklich gerne und hatte viel Talent, welches ruhig gefördert werden konnte. Im Springen lief er bereits auf A-Niveau und zeigte sich dort wirklich souverän. Heute schaute ich mir nur erst einmal an, was der Hengst mit ins Training brachte, wie er selbst den Abstand einschätzen konnte und wie seine Springmanier war.
        Tiramisu gehörte zu den Pferden, die gerne extrem vor dem Sprung anzogen, das war für den Reiter wiederum gar nicht toll und wurde auch im Stilspringen nicht immer gerne gesehen, also hatte ich schon einmal einen Punkt für die Liste, welche wir abarbeiten mussten. Ebenso musste Tiramisu sich über dem Sprung eindeutig noch runder machen.
        Für heute reichte es aber meiner Meinung nach auch und als Auflockerung gingen wir noch eine Schrittrunde um die Ranch. Während Tiramisu für heute fertig war, stand für mich noch Zanyah auf dem Plan. Die hübsche Schimmelstute trainierte ich weiterhin in der Dressur, denn dort besaß sie ungemeines Potenzial. Inzwischen waren wir bereits beim L-Niveau angekommen und unser Ziel für diesen Monat war die M.
        Erste Hürde die wir nehmen mussten, waren die zusätzlichen Gangarten: starker Schritt, starker Trab und starker Galopp. Mit einem motivierten Pferd wie Zanyah war das aber eher weniger das Problem und nach ein paar Tagen würden wir die neuen Gangarten sehr gut abrufen können. Dementsprechend widmeten wir denen heute nur die Hälfte unserer Zeit.
        Viel anspruchvoller waren hingegen die zusätzlichen Lektionen. Der Schritt von L zu M war ein sehr großer und neben Schulterherein, Traversale und Travers kamen auch die fliegenden Galoppwechsel hinzu. Ebenso wie das Überstreichen im Mittelgalopp und das Halten aus dem Galopp. Wir hatten also allerhand zu tun und dementsprechend sah auch Zanyahs Trainingsplan aus.
        Heute widmeten wir uns nur dem Halten aus dem Galopp, welches wir aus den Schritt-Galopp-Übergängen erarbeiteten und das Überstreichen im Mittelgalopp. Für die erste Trainingseinheit reichte das auf jeden Fall und wir hatten auch noch genügend Zeit.

        Wie jeden Monat verging die Zeit wie im Flug und täglich trainierte ich die drei Araber. Während ich dabei Baraija und Tiramisu etwas lockerer rannahm, musste Zanyah zweimal täglich dran, damit wir unser Pensum schafften. Je höher die Klasse, desto anstrengender das Training, so war es nun einmal. Das tat der motivierten Zanyah aber nicht weh und täglich war sie von neuem voller Energ
        ie.
        Zwei Wochen waren bereits herum und mit den Ergebnissen von Baraija war ich wirklich zufrieden. Die Schritt-Galopp-Übergänge saßen, das Viereck verkleinern und vergrößern auch. Ebenso sahen die 10 Meter Volten im Trab wirklich gut aus und Schlangenlinien mit Baraija zu reiten machten tierischen Spaß, denn die Stute bog sich wunderbar um die Linien.
        Auch Tiramisu war so gut wie fertig. Wir hatten an seinen Makeln gearbeitet und inzwischen machte der Hengst über dem Sprung eine klasse Figur. Dabei geholfen hatte Elisa, welche uns jeden zweiten Tag beobachtet und kommentiert hatte. So hatten wir unser Ziel wesentlich schneller erreichen können und waren nun bereit für die nächste Turnierstufe.
        Zanyah hatte es wohl am schwersten gehabt, aber inzwischen zeigte sich die Schimmelstute wie ein echtes Dressurpferd. Die zusätzlichen Lektionen der M saßen und abschließend war sie auch noch einmal von Matthew geritten worden, der meine Arbeit lobte und auch sehr fasziniert von Zanyah war.
        So gesehen war meine Arbeit hier also erledigt, nun hieß es Jani anrufen und ihr von den tollen Neuigkeiten berichten. Die freute sich natürlich tierisch über die Erfolge ihrer Araber und holte sie auch schon am nächsten Tag ab. Lange würde es nicht dauern, bis wir uns wiedersehen würden, außerdem stand für Tiramisu demnächst eine Körung an, die vermutlich auch ich mit ihm bestreiten würde. Ich war gespannt!

        Pflegebericht
        15. Oktober 2015 | (c) sweetvelvetrose
        Leicht verschwitzt und außer atem ging ich in den Hengst Stall und stand vor Dukes Box „ hallo Dicker , jetzt geht’s los „ Sättel/ Trensen und Co war verstaut jetzt sollte es mit dem Transporter und 3 Pferden auf lange Fahrt gehen .Es sollte zu dem Tunier Jolympia gehen in Vielseitigkeit Duke war bestens geeignet dafür doch wen noch ?
        Ich ging im Kopf die Vorzüge meiner einzelnen Pferde durch Triamisu hatte sich sehr gut gemacht ihn würde ich noch mit nehmen und eigentlich wollte ich Badriah mit nehmen doch sie war noch tragend mindestens eine Woche oder länger. Bara war zu Jung auch wenn sie mit viel Ehrgeiz zeigte, überfordern will ich sie aber nicht. Hestia und Asfari waren noch nicht so lang in meinem Stall und sollten sich noch eingewöhnen sie vielen daher auch aus
        Grübelnd stand ich vor Zanhya sie zeigte viel Potenzial war aber in neuer Umgebung meist etwas unsicher , Famina war auch noch zu frisch bei mir und passte eher zu einem Ruhigen Tunier .
        Rubina war ebenfalls tragend also viel sie auch aus, ich schüttelte den Kopf jetzt hatte ich den ganzen stall voller Pferde und keins Konnte mit zum Turnier.
        Saddy war auch nicht das mädel was ich mit nehmen wollte da sie doch mal zu beißen konnte es musste einfach ein Team sein was passt , das sollte doch möglich sein Teasy hatte erst ein Fohlen und wurde nun erste wieder antrainiert zu viel wäre nicht gut für die kleine .
        Bei der nächsten Box blieb ich stehen und blicke Shady an ja sie sollte mit das würde passen Duke und shady und wen noch ?
        Baraka, Dukes große Liebe eigentlich würde ich sei gern mit nehmen aber dann wäre Duke nicht bei der Sache Farahsha hatte sich den Fuß verstaucht oder geprellt sicher waren wir uns da nicht und Cardiac sollte am Wochenende Rossig werden das wäre ungünstig.
        Bei den Fohlen blieb ich stehen und tütelte ein wenig mit ihnene rum bald würde ich sie trennen müssen nicht das der kleine seine Halbschwester Deckt . Weiter ging es wieder bei den Hengsten Tiramisu war ja schon eigentlich die zweite wahl gewesen aber er war jetzt so oft auf Tunieren gewesen und erst zu letzt die Körung die er erfreulicherweise gewonnen hatte, ich beschloss erst mal weiter zu schauen und zu überlegen .
        „ hey Bintu du Ekelpackt „ begrüßste ich dne Hengst denn dieser schoss hervor mit gebleckten Zähnen das war auch schon mal besser gewesen dachte ich bei mir und setzt ihn auf die Liste für kleine Veranstaltungen .
        Arsil soll Cardiac am Wochenende decken da muss er leider dableiben.
        Kadihr war und ist ein Träumer und ein schatz doch wär es für ihn zu anstrengend ( und für mich auch gestand ich mir schmunzelnd ein)
        Da ich schon auf meiner Runde war ging ich auch zu den Jungspunden Shamal und bahar kraulte ihnen die nasen und meine „ Bals bekommt ihr einen Icebraker sohn zu euch ihn die Runde seit schön lieb zu ihm – Shamal der viel von bahar übernommen hatte war kaum wieder zu erkennen anhänglich und Sanft legte er den kopf auf meine schulter und lies sich Kraulen.
        Auch in den Westernpferde Stall ging ich um zu schauen das alle Fit sind und ich mir keine Sorgen machen musste wenn ich nicht da war .
        Gerlie, Jade, Caresse, Keep the Faith, Kajano und Shlush standen verstreut in den Boxen oder auf dem Paddock.
        Ich machte mich dran noch eine Ladung Heu in die Raufen zu geben und Füllte den Futter Automat auf Natürlich wären die Pferde nicht allein mein Pfleger war ja auch noch da und würde Misten und alles doch wo man ihm arbeit abnemen konnte tat ich das .
        Nun holte ich Tiriamisu raus Packte ihn in Reise Decke und Gamaschen ein. Danach folgte Duke den ich ebenfalls gut verpackte , jetzt folgte das stütchen Shady auch sie kleidete ich ein, überblickte noch mal das eingepackte Material und auch den Wanderstrom Zaun hatte ich dabei war ich doch fast einen Tag unterwegs .
        Futter und auch die Sättel der andere Pferde waren dabei Duke musste mit dem Dressursattel von Triamisu Vorlieb nehmen aber für einmal würde es gehen .
        Shady hatte Zahays Sattel – Spring und Dressursattel einen VS sattel hatten sie alle selbst.
        Dann ging die große fahrt los ….

        Pflegebericht
        5. Januar 2016 | (c) sweetvelvetrose
        Ein grauer Morgen und doch ein guter Tag,
        Aufgewacht der regen tratschte gegen die Schreibe und ich hatte so gar keine Lust raus zu gehen und doch heute war ich mit stall dienst dran.
        Nach dem Anziehen ging ich raus in den Stuten stall Mistet den Paddock von Fada Fid ,Hestia, Baraija, Zanyah, Best Look mein gast Pferd , Famia, Rubina Badriyah, Saddy,Teasie, Shady,Farahsa,Baraka Cardiac und meine Jungstute Cassi, bei Moulan meinen Englischen Volli streute ich auch neu ein brachte frisches Heu mit dem Trekker in die paddocks ,dann Kümmerte ich mich um die drei Jung Hengste Shamal und Bahar so wie Ironic, die beiden Pfelgis Cola und Wihte Boy bekamen auch ihre ration Shamal und Bahar und Ironic durften sich im frei speigen aus toben.
        Meine Western Pferden bekamen auch ihre Ration und durften sich in der Kleinen Halle die Beine vertreten brav nach ein andern oder auch mal zusammen.
        Erst Gerlie Faithe Jade und Caresse dann die beiden Hengste Slush und Kajano,
        dann ging es zu meinen Araber hengsten Duke, mein neuer und nun bester Freund von Duke Amore , dann Ashqar mit Tiri danach Bitu allei n da er grad wieder eine Phase des ich bin blöd zu anderen hatte danach Asfari mit Kadihr und Arsil danach ging ich mit dem Hund und Amore und Duke noch im Regen spatzieren und freute mich nach einem Anstregenden langen Tag auf ein Heißes Bad und ein Buch

        Pflegebericht
        14. Mai 2016 | (c) Sammy
        „So, jetzt müssten wir eigentlich gleich da sein!“, sagte ich fröhlich zu meinen vier Mitarbeitern, die mit mir in meinem Auto saßen. Wir waren gerade auf dem Weg zum Gestüt Fearie Hills von Sweetvelvetrose. Diese hatte für heute jemanden gesucht, der sich um ihre 38 Pferde kümmerte und ich war der Meinung, dass uns etwas Arbeit mit fremden Tieren auf keinen Fall schaden würde.
        Ich bog in die Zufahrt ein und stellte das Auto ab. Ich war schon ein paar mal hier gewesen, da ich Sweet schon des Öfteren Pferde abgekauft und auch eines verkauft hatte. Kaum waren wir alle ausgestiegen, kam uns die Gestütsleiterin auch schon entgegen und begrüßte uns herzlich.
        „Ich muss leider auch schon weg, ich hoffe ihr findet euch trotzdem zurecht? Du warst ja schon hier, denkst du das geht so?“, fragte Sweet mich. „Klar, das schaffen wir auf jeden Fall! Bis du wieder hier bist, ist alles erledigt!“, versprach ich ihr lächelnd und führte meine kleine Truppe dann auch sofort in den Stall. Es war erst früher morgen, doch da die Pferde ihr Frühstück bereits beendet hatten, begannen wir sofort damit, sie auf die Koppeln zu bringen. Sweet hatte uns netterweise einen Plan da gelassen, damit wir alles richtig machten. Ich bewunderte Sweet`s Tiere, während meine Lieblingsmitarbeiterin Meg erwartungsgemäß bei Barakah al Sanaa hängen blieb. Die junge Stute stammte aus meiner Zucht und Meg war es nicht ganz leichtgefallen, sie gehen zu lassen. „Meg, schau mal hier! Ihre erste Tochter!“, rief ich die junge Frau zu mir, als ich vor der Box einer wunderhübschen Araberstute namens Baraija ankam. Das Stütchen hatte Barakah`s Fellfarbe geerbt und besaß ein ausgezeichnetes Exterieur. Auch Meg war hin und weg von der Süßen.
        Nachdem wir alle Pferde aus dem Stall raus hatten, begannen wir mit dem Ausmisten der Boxen. Zu Hause übernahmen das immer meine Arbeitsreiter und Stallburschen, doch hier legte ich natürlich selbst mit Hand an. Immerhin hatte ich hier und heute Gott sei Dank einmal keinen Bürokram zu erledigen. Wir waren ein absolut eingespieltes Team und kamen daher sehr gut voran. Schließlich hatten wir alle Boxen ausgemistet, frisch eingestreut, Heu hineingeworfen und die Tränken kontrolliert. Ich holte flott die Kühltasche aus meinem Auto und wir schlenderten zu einer Wiese bei den Koppeln, um dort Pause zu machen. Ich tischte Sandwiches, Obstsalat und Eistee auf und es dauerte nicht lange, bis sich Samuel und Donald um das letzte Schinkenbrötchen stritten. Meg und ich rollten nur mit den Augen, während der stille Brian keine Miene verzog. Er hielt sich aus dem Gehabe der anderen Jungs meist raus, was vielleicht auch ganz gut so war. Nachdem Donald und Samuel ihren „Ich-habe-aber-mehr-gemistet-Streit“ um das Brötchen endlich beendet hatten, packten wir zusammen und kehrten in den Stall zurück, um nun mit den Pferden zu arbeiten.
        Nach einem längeren Blick auf die Trainingspläne hatte ich mich entschieden: Wir würden zuerst einmal mit den Hengsten beginnen – dazu zählten White Boy und Asfari Sharin, die beide im Verkaufsstall standen. „Samuel, Donald? Ihr schnappt euch Slushund Kajano. Letzterer ist wohl ein absoluter Westerncrack, deshalb reitest du ihn, Donald. Ihr geht mit den beiden einfach ein bisschen auf den Platz. Meg, Brian und ich schnappen uns die Shettys Ginnies Casanova und Erutan Wishes, sowie das Hengstfohlen Ironic und machen in der Halle ein bisschen Bodenarbeit. Sind alle damit einverstanden?“, ratterte ich den ersten Teil meines Plans herunter. Alle nickten und so machten wir uns wieder auf zu den Koppeln, damit jeder das ihm zugeteilte Pferd holen konnte. Am Putzplatz trafen wir uns alle wieder und machten die Pferde in aller Ruhe fertig. Brian, der sich um Erutan Wishes kümmerte, stöhnte angesichts der langen, dicken Mähne des Ponies. Aber auch Meg hatte mit Casanova`s dickem Fell gut zu tun, während ich mit dem Hannoveraner Ironic vergleichsweise schnell fertig war. So zogen die beiden Jungs mit den Criollos in etwa zeitgleich mit uns los – Donald im Westernsattel, Samuel in gewohnter Dressurmanier. Wir anderen schlugen dagegen den Weg zur Halle ein. Ich war ganz begeistert von dem Hengstchen an meiner Seite. Ironic blieb brav neben mir und war sehr folgsam. Meg musste da mit Casanova schon ein wenig mehr verhandeln und Brian brauchte eine ganze Weile, bis Erutan an seiner Seite ein wenig zugänglicher wurde. Alles in allem verlief das Training aber sehr gut und so trafen wir eine halbe Stunde später wieder mit den beiden Jungs zusammen. Donald war völlig hin und weg von dem hübschen bunten Criollohengst, während Samuel ein wenig geschafft aussah. „Slush hat es mir anfangs ganz schön schwer gemacht, der kleine Sturkopf hat mich wirklich getestet bis aufs Blut. Aber danach ist er dann wirklich schön gelaufen!“, berichtete er. Wir versorgten die fünf Pferde und entließen sie anschließend wieder auf die Koppeln.
        „Okay meine Lieben, weiter geht’s. Ich dachte wir machen einen kurzen Ausritt mit den nächsten fünf Hengsten. Donald nimmt Duke of Darkness, ich selbst werde Tiramisu reiten, Samuel bekommt Bintu Al-Bahri, Meg Ashqar – wegen der Größe und Brian, du holst dir TC Amor Casdove. Bis auf Duke und Amor könnt ihr euch die Reitweise aussuchen, die beiden werden Western geritten.“
        Wieder kamen wir alle am Putzplatz zusammen, säuberten und sattelten die wunderschönen Hengste und schwangen uns anschließend in die Sättel. Ich hatte mich für Tiramisu entschieden, da der Hengst wohl sehr unsicher wurde, wenn man beim Reiten einen klitzekleinen Fehler machte. Meine Mitarbeiter waren zwar alle ausgezeichnete Reiter, doch ich hatte nun einmal die meiste Erfahrung – und das auch mit schwierigen Pferden. Wir verließen den Hof im gemütlichen Schritt und genossen die warme Maisonne auf unseren Rücken. Die Pferde schritten eifrig aus und überzeugten uns alle von ihrem ausgeprägten Arabertemperament. Als wir auf einem recht breiten, ebenen Weg angelangten, gab ich das Zeichen für den Galopp und wir preschten den Weg entlang. Zu meiner Freude ließ Tiramisu trotz seiner anfänglichen Unsicherheit wunderbar reiten und auch auf den Gesichtern der anderen lag ein zufriedenes Lächeln, als wir auf den Hof zurückkehrten. Wir sattelten die Hengste ab und entließen sie wieder auf ihre Koppeln.
        „Auf in die nächste Runde! Danach machen wir dann kurz Pause. Donald du holst dir bitte Shamal und Meg, du nimmst Bahar. Mit den beiden Halbstarken könntet ihr ein wenig spazieren gehen, wenn ihr wollt. Brian schnappt sich Khadir, Samuel du dir Asfari Sharin und ich selbst werde Arsil nehmen. Für die drei hübschen steht heute Dressurtraining an.“, wies ich meine Mitarbeiter an. Es war nicht ganz einfach, das Training so vieler unbekannter Pferde zu koordinieren, doch bisher lagen wir sehr gut im Zeitplan. „Ach, nur damit sich niemand wundert: Ich habe White Boy nicht vergessen, den nehmen wir dann nach der Pause noch dazu.“ Während ich Arsil`s fuchsfarbenes Fell bürstete, überlegte ich mir schon einmal, was wir schönes mit den Stuten anstellen könnten. Wahrscheinlich würde sich der Plan so ziemlich wiederholen, aber nach einer kurzen Pause sollte das machbar sein. Als der wunderschöne Araberhengst glänzte, legte ich ihm die Dressurausrüstung an und schlenderte mit den beiden anderen zum Platz. Dort stellten wir die Hengste auf der Mittellinie auf, gurteten nach und schwangen uns auf die Rücken der Pferde. Während Samuel erst ein wenig um das Vertrauen des jungen Schimmels Asfari kämpfen musste, kam ich mit Arsil sehr gut zurecht. Der schöne Araber arbeitete sehr gut mit und reagierte auf jede noch so kleine Hilfe wunderbar. Auch Brian kam mit Khadir ausgezeichnet zurecht und wir beendeten die Dressurstunde mit einer kleinen, schnell improvisierten Quadrille. Als wir die drei Hengste gerade zurück auf die Weide brachten, kamen uns Meg und Donald mit Shamal und Bahar entgegen. Beide waren ganz begeistert von den Junghengsten. Shamal war zwar laut Donald sehr aufgedreht gewesen, doch Bahar`s Ruhe hatte sich zu einem guten Teil auf den anderen Hengst übertragen, sodass die vier einen netten Spaziergang gehabt hatten.
        Die anderen setzten sich nun schon einmal an die Stutenkoppeln, während ich die nächste Ladung Sandwiches holte. Die hatten wir uns nach der Arbeit nämlich redlich verdient. Inzwischen war es früher Nachmittag und wir lagen immer noch sehr gut im Zeitplan. „So, ihr Süßen“- ich ignorierte gekonnt, dass Donald, Samuel und Brian bei dieser Anrede die Gesichter verzogen – „lasst uns weiter machen. Wir starten mit einem Ausritt, dann kommt ein weiteres Dressurtraining, noch ein Ausritt, ein bisschen Freispringen und Bodenarbeit. Damit wären wir dann durch für heute. Aber jetzt mal von Anfang an: Meg, du darfst Baraija reiten, ich nehme Badriyah. Donald bekommt Teasie, Samuel Cardiac und Brian Saddy. Auf geht’s!“
        Ca. zwanzig Minuten später hatten wir das Gestüt auf dem Rücken der fünf Stuten wieder verlassen. Ich saß auf der Tochter von meinem preisgekrönten Araberhengst Khamar al Sanaa und war hin und weg von der wunderschönen Badriyah. Auch Meg strahlte auf Barakah`s Tochter mit der Sonne um die Wette und so hingen wir beide völlig unseren Gedanken nach und blendeten das Geplapper der Jungs einfach aus. Zumindest solange, bis Donald lauthals neben mir quengelte, er und Teasie wollten jetzt endlich galoppieren, dieses ewige Schrittreiten sei doch viel zu langweilig. Also nahmen wir alle die Zügel auf und ließen die Pferde angaloppieren. Donald und Samuel lieferten sich auf dem ebenen Weg ein kleines Rennen, während wir anderen einfach die schärfere Gangart genossen. Die Pferde waren zwar alle recht temperamentvoll, ließen sich dabei aber gut händeln, so dass auch dieser Ausritt wirklich schön endete. Als die fünf Stuten wieder auf ihrer Weide waren, schnappten wir uns Zanyah, Rubina, Famiah, Hestia und Fada Fid. Donald murrte ein wenig, da er sehr viel lieber Western als Dressur ritt, aber da musste er jetzt eben durch. Ich wusste ja, dass er es konnte. Meg durfte die wunderschöne Famiah reiten, die früher einmal einer guten Freundin von mir gehört hatte, während ich Donald auf Fada Fid setzte. Samuel bekam Rubina und Brian Hestia, also blieb für mich die hübsche Schimmelstute Zanyah übrig. Sie sah meiner geliebten Little Miss Sunshine wirklich sehr ähnlich und ich war gespannt, ob sie sich auch charakterlich ähnelten. Wir putzten die hübschen Damen und machten sie anschließend fertig fürs Training. Dann zockelten wir mit ihnen zum Reitplatz und begannen mit der Arbeit. Soweit ich das von Zanyah`s Rücken aus beurteilen konnte, arbeiteten alle fünf Stuten sehr gut mit und meine Leute kamen gut mit ihnen zurecht. Wir beendeten das Training mit einer kleinen Schrittrunde um den Hof, damit die Pferde abkühlten und entließen auch sie wieder auf die Koppel.
        Als nächstes stand der dritte und letzte Ausritt dieses Tages an. Ich teilte Donald das Quarter Horse Jade zu, Brian bekam die Criollostute Keep the Faith, Meg die Irish Tinker Dame Magical Touch, Samuel Caresse und ich selbst übernahm deren Tochter Girlie, ebenfalls zwei hübsche Criollostuten.
        Wir machten die Tiere fertig und schwangen uns in die Westernsättel. Diesmal schlugen wir einen anderen Weg ein, der uns in den Wald führte. Diesmal waren wir sowieso mit einer ein wenig ruhigeren Fraktion unterwegs, sodass wir es bei einem gemütlichen Schrittausritt beließen. Immerhin hatten wir nun doch schon einen recht anstrengenden Tag hinter uns und waren ja noch nicht fertig für heute. Wieder auf dem Hof angekommen, sattelten wir die Stuten ab, versorgten sie und schnappten uns die nächsten fünf Pferde. Nun stand wieder Bodenarbeit auf dem Programm und ich teilte als erstes Brian den Hengst White Boy zu. Die beiden sollten in die Halle gehen, während wir anderen mit den Stuten auf dem Platz trainieren würden. Ich selbst übernahm das Hannoveranerfohlen Cassidy, Meg bekam Tiara Al-Bahri, Samuel Best look for my Weekend und Donald die Shettystute My Hope Nymeria. Brian ließ uns den Vortritt und kümmerte sich erst um White Boy, als wir den Putzplatz verlassen hatten. Ich wollte mit fremden Pferden kein Risiko eingehen, deshalb hatte ich diese Trennung vorgenommen. Wir anderen betraten mit den Stuten den Platz, machten ein wenig Führtraining, übten Seitengänge, richteten die Pferde rückwärts und übten zuletzt das Freilaufen. Nur Cassidy bekam natürlich den Schongang, da das Stutfohlen in ihrer Ausbildung selbstverständlich noch nicht so weit war, wie die anderen vier Stuten.
        Als wir später wieder mit Brian zusammentrafen, verteilte ich die letzten drei Pferde. Inzwischen war es auch Abend geworden, es wurde somit Zeit, die Pferde in den Stall zurückzuholen. „Okay, wir werden jetzt ein kleines Freispringen zum Abschluss veranstalten. Dazu nimmt Samuel bitte Shády, Brian bekommt Farasha und ich selbst nehme Barakah al Sanaa. Meg, Donald ihr kümmert euch bitte schon einmal darum, dass die Pferde in ihre Boxen kommen. Wenn ihr schnell genug seid, könntet ihr auch schon mit der Abendfütterung beginnen. Meg machte ein langes Gesicht, doch ich brauchte Leute, die sich mit dem Springtraining auskannten und Meg war nun einmal Rennreiterin. Mit Springen hatte sie wirklich überhaupt nichts am Hut. Wir holten die drei besagten Pferde von der Koppel, putzten sie und schützten ihre Beine mit Gamaschen und Streichkappen. Eine kleine Springgasse hatte ich in der Halle bereits aufgebaut, sodass wir die Pferde zuvor nur noch aufwärmen mussten. Ich war wirklich froh zu sehen, dass Barakah sich hier so gut eingelebt hatte. Die Stute ging mit gewohntem Ehrgeiz ans Springen heran und auch Shády und Farasha machten ihre Sache sehr gut. Letztere war die Mutter von meinem Araberhengst Wüstentänzer, daher kannte ich auch sie bereits. Wir ließen die drei Stuten ein paar Mal über verschiedene Höhen springen, dann führten wir sie trocken und brachten sie anschließend in ihre Boxen. Im Stall herrschte ein ganz schöner Tumult, da Meg und Donald tatsächlich bereits mit der Abendfütterung begonnen hatten.
        Als schließlich jedes Pferdchen seine Ration im Trog hatte, legte sich die uns gut bekannte, wohltuende Stille über den Stall, in der nur das zufriedene Kauen der Pferde zu hören war. Wir drehten eine letzte Runde durch den Stall und machten uns dann nach diesem langen Tag auf den Heimweg.

        21 Sep. 2016Melden
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      • Occulta [​IMG] E-A

        Trotz des ganzen Stresses, den das Renovieren und wiederbeleben einer Ranch mit sich brachte, wollte ich meinen Job als Pfleger nicht ganz an den Nagel hängen, besonders in diesem Fall. Zu meiner Arbeit auf Pineforest Stable gehörte nämlich auch, hin und wieder fremde Pferde zu trainieren – selbst im Ausland. So kam es, dass ich mir eine Auszeit in Kanada gönnen durfte – und das bezahlt. Zugegebenermassen war ich froh, mal wieder ganz von der Baustelle wegzukommen. Ich hatte ein wenig genug von Streichen, Bauelemente Schleppen und Putzen. Aber mir war schon etwas mulmig dabei, die Arbeiter unbeaufsichtigt weiterwerkeln zu lassen. Wenigstens hatte Occu versprochen, bei Gelegenheit nach dem Rechten zu sehen. Am Flughafen in Kanada war es noch warm – jedenfalls wärmer als im nebligen England. Ich bestellte ein Taxi und liess mich zur Tyrifjord Ranch chauffieren, wo eine Stute namens Zanyah auf ein Galopptraining wartete. Schüchtern wie ich war, suchte ich mir zuerst meinen Weg rund um die Gebäude der Ranch, darauf achtend, möglichst wenigen Leuten zu begegnen und stattdessen rasch meinen Auftraggeber zu finden. Das gelang mir auch, und zwar sogar im richtigen Stall. Denn die Araberstute Zanyah stand nur einige Boxen weiter und raschelte nichtsahnend in ihrer Box. Ich war ja seit kurzem auch unter die Araber Besitzer gegangen, also freute ich mich auf das Training mit ihr umso mehr. Auf meiner Ranch wollte ich die heissblütige Rasse später vielleicht sogar hobbymässig züchten. Als Nicolaus du Martin mich zu ihr führte, hob Zanyah jedenfalls neugierig den Kopf. Wir holten sie raus und ich begann sie zu putzen, um sie bereits etwas näher kennenzulernen. Das dunkle Langhaar hob sich deutlich von ihrem restlichen, hellgrauen, wenn nicht weissen Fell ab. Ich fand die Farbe ganz hübsch; Schimmel kamen recht häufig vor bei Arabern, aber so tolle Kontraste sah man dann doch eher selten. Als ich Hufe ausgekratzt, Langhaar entwirrt und den ganzen Körper gründlich gebürstet hatte, holte ich die Ausrüstung für das heutige Training. Zuerst legte ich ein Pad auf, das als Polsterung diente, aber auch dem Verrutschen des Sattels entgegenwirkte. Dann folgten eine dünne Decke und ein Fellpad. Die Decke faltete ich an der vorderen Kante nach hinten über das Fellpad, dann folgte der Trainingssattel. Ich befestigte den mit Lammfell gepolsterten Gurt und zog ihn sanft an. Die Beine der Araberstute bandagierte ich nicht, denn sie hatte ausgesprochen wohlgeformte, kräftige Strukturen, die nicht den Eindruck machten, als bräuchten sie eine Unterstützung. Zäumen konnte ich sie noch nicht, denn zuerst mussten wir zur gemieteten Trainingsbahn fahren, die nicht auf dem Hof selbst, sondern etwa 30 Kilometer entfernt lag. Nicolaus brachte uns mit dem Transporter, denn der Weg wäre zwar sicherlich gutes Distanztraining gewesen, aber so viel Zeit und Energie hatten Zanyah und ich nicht. Ausgeladen und aufgezäumt war die Stute rasch, sodass der Moment zum Aufsteigen endlich da war. Schon als ich im Schritt zur Bahn ritt, spürte ich, dass die Stute raumgreifende Gänge hatte und sich ohne Skepsis auf mich einliess. Vielleicht spürte sie, dass ich eine erfahrene Reiterin war und genau wusste, was ich wollte, was ihr wiederum Sicherheit vermittelte. Ich wärmte sie im Schritt und Trab eine Viertelstunde lang gründlich auf, denn das war essentiell um Verletzungen zu vermeiden. Besonders, da die Stute eine längere Trainingspause hinter sich hatte und praktisch von vorne anfangen musste, was den Muskelaufbau zum Rennen anging. Aber da die Strukturen bereits einmal vorhanden gewesen waren, meinte ich an Nicolaus gewandt zuversichtlich, dass das Training rascher fortschreiten werde als bei komplett rohen Pferden. Das einzige, was vielleicht bremsend wirken würde, war Zanyahs Alter. Mit bereits elf Jahren war sie schon über dem durchschnittlichen Pensionsalter von Rennferden, was aber nicht heissen musste, dass sie nicht noch ein paar Erfolge einbringen konnte. Es gab Pferde, die mit 13 Jahren noch Rennen gewannen. Es hing ganz von ihrem Willen und ihrem Talent ab. Und natürlich von anständigem Training – zumindest dieses wollte ich ihr heute garantieren. Nach dem Einwärmen startete ich im flotten Canter beim 300 Meter Pfosten. Das Startmaschinentraining liess ich für heute aus, denn ich wollte erstmal sehen, wie sie sich in Sachen Kondition machte. Ich hielt Zanyah auf einem für sie passenden Grundtempo und liess sie alle paar hundert Meter ihre Geschwindigkeit auf ein anspruchsvolles Sprinttempo erhöhen. Diese Art von Intervalltraining war am effektivsten zum raschen Muskelaufbau. Zudem förderte es den Gehorsam und die Reaktionsfähigkeit der Stute. Zanyah war ein sehr angenehmes Pferd unter dem Sattel, das merkte ich rasch. Sie war kein bisschen faul und reagierte sehr willig auf meine Hilfen, was mich sehr freute. Wir setzten das Training über 1800 Meter fort, wobei ich die letzten 400 Meter nochmals eine erhöhte Geschwindigkeit von Zanyah forderte. Danach liess ich die stark verschwitzte Stute austraben. Die Temperaturen waren einigermassen hoch und in Kombination mit der mangelnden Kondition hatte die Schimmelstute sich ordentlich kühlen müssen. Aber das war nicht schlimm, wie ich Nicolaus erklärte. Sie Stute würde mit zunehmendem Training fitter werden und dann auch deutlich weniger angestrengt aussehen. Wir sattelten sie ab und ich führte sie trocken, ehe wir zurück auf den Hof fuhren.

        Die nächsten zwei Trainingstage verliefen ähnlich; ich setzte das Intervalltraining im selben Stil fort. Auch das Tempo erhöhte ich noch nicht, denn die Stute musste sich zuerst an diese Anstrengung anpassen, bevor wir steigern konnten. Das einzige, was noch hinzukam, war die Startmaschine, die aber nach kurzem Zögern kein Problem für die erwachsene Stute darstellte. Sie war eben doch schon etwas reifer und erfahrener als die Jungspunde, die ich normalerweise trainierte. Ich wies Nicolaus, der dem Training interessiert gefolgt war, an, ebenfalls erstmal auf diese Weise weiter zu trainieren, und zwar mindestens zwei Wochen lang. Mein Aufenthalt in Kanada war damit beendet, und ich war sicher, die beiden auf den richtigen Weg gelenkt zu haben.
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      9. Oktober 2016 | 28.544 Zeichen | (c) Canyon

      Ich konnte meine Tränen nicht mehr zurückhalten, als ich endlich da war. Wochenlang, nein, Monatelang hatte ich die Tränen verdrückt und versucht meine Entscheidung nicht in Frage zu stellen. Doch nun, nun da ich hier war, schienen all meine Vorhaben und Pläne in Luft aufgelöst zu sein. Wie sehr wünschte ich mir doch, dass noch alles so wie früher wäre, dass wir alle noch zusammen lebten, dass Shadow nicht gestorben wäre. Wie sehr wünschte ich mir, alles rückgängig machen zu können und doch merkte ich, dass ich die letzten Monate nicht gerade unglücklich gewesen war.
      Ich parkte den gemieteten Wagen auf dem Parkplatz vor einem großen Stallgebäude. Natürlich war ich noch nie hier gewesen, aber das Internet und Google Maps hatten mir genügend Informationen ausgespuckt, um den Weg hier her zu finden.
      Niemandem hatte ich etwas gesagt, nur Addison hatte ich erzählt, dass ich nicht länger ahnungslos in Nevada sitzen konnte. Einmal, einmal musste ich nochmal meine Freunde sehen, das Baby und natürlich all die Pferde die ich zurückgelassen hatte.
      Mir schossen die Tränen schon wieder in die Augen, welche ich mit letzter Kraft gerade erst verbannt hatte, als ich die Wagentür öffnete und ohne diese wieder zu schließen, in Richtung Stall stolperte.
      Es war bereits pure Nacht, die genaue Uhrzeit wusste ich nicht, und der Mond schien über dem Gestüt. Hinter dem Stall konnte ich einen Blick auf ein großes Gewässer erhaschen, bevor ich das Stalltor leise aber hastig aufschob und in den Stall schlich.
      Er war unbeschreiblich schön, mit genau der Art von Boxen, welche ich mir schon immer gewünscht hatte. Groß, luftig und mit so wenig Gitter wie möglich, es war einfach perfekt.
      Lange musste ich nicht suchen, wie eh und je, seit Anbeginn der Zeiten, lag Excelsiors Box ganz am Anfang des Stalls auf der linken Seiten. Er war schon immer der Torwächter gewesen, hatte jeden Freund freundlich begrüßt und jeden unerwünschten Besucher mit bösen Blicken davon abgehalten, näher zu treten. Er döste in seiner Box, während er einen Kopf auf der Tür abgelegt hatte. Mein Exel, mein kleiner, unbeschreiblicher Exel. Wie sehr hatte ich ihn vermisst, wie sehr…
      Das Mondlicht fiel durch die vielen Fenster im Dach und beschien genau die lange Stallgasse, sodass ich genügend Licht hatte, um alles gut erkennen zu können. Ich traute mich nicht näher zu treten, aus Angst, dass genau jener Wallach mich nicht wiedererkenne würde oder mir vielleicht sauer war, dass ich ihn allein gelassen hatte. All das verstand ich, ich konnte es selbst nicht fassen, dass ich es getan hatte und trotzdem hatte ich gedacht, dass es für mich die beste Entscheidung gewesen war und die war es auch. Ich hatte gemerkt, was das Leben in Nevada mit mir gemacht hatte, es hatte mich gemacht. Mich, die endlich ihren Schatten übersprungen hatte und zurückgekehrt war. Zwar nur für einen kurzen Moment, aber ich war wiedergekommen und endlich das abzuschließen, wovor ich vor einem dreiviertel Jahr nicht die Möglichkeit gehabt hatte.
      Ich lehnte mich an das Holztor und nahm meine Hand zum Mund. Bereits als Schülerin hatte ich immer den Tick gehabt, mir mit dem Finger gegen die Lippen tippen zu müssen, wenn ich nicht weiter wusste und leider hatten das die Lehrer sehr schnell herausgfunden und mich dann immer extra dran genommen.
      Als auch meine letzte Träne versiegt war, stieß ich mich vom Tor ab und ging mit leisen und langsamen Schritten auf die Box von Excelsior zu. Ich behielt ihn genau im Blick, als dieser jedoch die Augen öffnete und mich ansah, musste ich seinem Blick weichen und schaute wie ein kleines Kind hinab auf meine Schuhe. Ich stand nun so nah vor ihm, dass wir in Reichweite waren und mit angehaltenem Atem wartete ich auf eine erste Reaktion des Pferdes. Des Pferdes, mit welchem alles begonnen hatte, wegen welchem ich jetzt genau an diesem Fleck stand.
      Nach einer gefühlten Ewigkeit fühlte ich die feuchte Schnauze in meinen Haaren und atmete erleichtert aus. Und wieder einmal kamen mir heute die Tränen, allerdings waren es Freudenstränen, Tränen, die mir zeigten, dass ich nicht alles falsch gemacht hatte.
      Natürlich war auch Excelsior irgendwo nur ein Pferd, aber für mich war es DAS Pferd und ging sogar hinaus über Chosposi und das musste erst mal jemand schaffen.
      Nun völlig übermütig schob ich den Riegel der Boxentür zur Seite und fiel dem grauen Pferd um den Hals. Sein Duft hatte sich nicht verändert und auch wenn sein Haar nochmal etwas länger und sein Fell dichter geworden war, so war es eindeutig noch mein Exel, welchen ich vor so vielen Monaten in Südfrankreich zurückgelassen hatte.
      Ich hatte es nicht gemerkt, dass ich zu Boden gesunken und auch dort eingeschlafen war. Wahrscheinlich war es die Müdigkeit oder die Erschöpfung, oder eben beides gewesen, aber erst als mich kräftige Arme hoch hoben und aus dem Stall trugen, wachte ich so langsam wieder auf. Es war noch immer tiefste Nacht, auch wenn ich hätte schwören können, dass es bereits morgen sein müsste.
      Mit einem Erschreckensschrei bemerkte ich, dass ich den Mann nicht kannte, welcher mich in seinen Armen hielt und versuchte mich so schnell wie möglich daraus zu befreien. Der Mann schien nichts dagegen zu haben und setzt mich auf dem Boden ab, wo ich dann einige Meter zurück stolperte.
      Er sagte nichts und ich konnte seinen genauen Gesichtsausdruck in der Dunkelheit nicht erkennen, auch wenn mir mein Gefühl sagte, dass er nichts Böses wollte. Meinem Gefühl vertraute ich jedoch schon lange nicht mehr.
      Einige Sekunden schauten wir uns stumm an, bevor ich vorsichtig auf englisch fragte: »Wer bist du? Arbeitest du hier?« Ich wusste nicht genau welche Sprache er sprach, immerhin waren wir hier mitten in Norwegen und ich hatte noch nie ein Wort dieser Sprache gesprochen. Er schien mich auf jeden Fall zu verstehen und das war schon mal ein Anfang.
      »Allerdings«, meinte er mit tiefer und ruhiger Stimme, bevor er sich umdrehte und den schmalen Weg entlang vom Stall wegging. »Wenn du nichts dagegen hast, würde ich gerne alles weitere mit dir im Haus besprechen.«
      Ich wusste nicht was ich tun sollte und hätte ich es gewusst, wäre ich ihm wahrscheinlich gefolgt. Ich war schon immer ein Angsthase gewesen und diese Angst hatte sich noch nicht mal gelegt, als ich alleine nach Amerika ausgewandert war. Jeder vermutete von mir, dass ich eine mutige und starke Persönlichkeit war, dabei war ich einfach nur ich. Ich Mio, die vor jedem Angst hatte, den sie nicht kannte. Super.
      Ich schaffte es dem jungen Mann hinter her zu stolpern und mir einen Weg über den unebenen Pfad zu suchen.
      Er musste auch auf dem kleinen Hof wohnen, den auch Charly und Nico bewohnten, denn er steuerte zielgerichtet darauf zu.
      Still, einsam und unbeleuchtet lag das kleine Gut in der Nacht. Die weitläufigen Weiden waren verlassen und das sanfte Rauschen des Fjords vervollständigte das perfekte Bild eines perfekten Platzes. Ich konnte verstehen, warum sie sich genau hier niedergelassen hatten. Es war perfekter als perfekt, wenn man es eben so mochte. Ich könnte mir nie vorstellen, wieder so zu leben. Nicht jetzt, nachdem ich all das in Nevada erlebt hatte. Hier würde ich verrückt werden, in dieser kleinen, perfekten Welt.
      Der Mann führte mich zu einem kleinen Nebengelass, bei welchem er die Tür aufschloss und mich hinein winkte. Der leere Flur wurde nur spärlich von einer alten und dazu noch flackernden Lampe an der Decke beleuchtet und war für mich persönlich ein Albtraum. Am Ende des Flur gab es zwei Türe. Links und rechts. Während die Rechte nur so von Spinnenweben verhangen war, schien die linke frisch gestrichen zu sein, was ich allerdings in dem Dämmerlicht nur erahnen konnte.
      Der Mann stieß die Tür grob auf und ich sah noch, wie er einige Briefe und Papiere vom Sofa wischte und in einem Schubfach verschwinden ließ.
      Die Wohnung, wenn man sie überhaupt so nennen konnte, bestand nur aus einer Wohnküche und einer kleinen Toilette. Ein größeres Bad konnte ich nirgends finden. Es war nicht dreckig oder muffig, aber unaufgeräumt und etwas chaotisch. Zum Glück brachte der brennende Kamin an einer Seite etwas Wärme in das Durcheinander. Vor dem Kamin auf einem alten Teppich lag ein ebenso alter Hund. Oder sollte ich lieber Wolf sagen? Sein Fell war ursprünglich bestimmt schwarz gewesen, doch jetzt mit dem Alter war es mit jeder Menge weißen Strähnen durchzogen. Er schien dazu auch noch taub zu sein, denn er zuckte nicht mal mit den Ohren, als der Mann die Tür hinter mir wieder schloss und auf das Sofa deutete, welches vor dem Kamin stand.
      Jetzt war ich sowieso einmal hier drinnen gefangen, es war also zu spät, weswegen ich mich nicht lange bitten ließ und mich auf diesem niederließ.
      Der Mann schien sich noch nicht mit mir unterhalten zu wollen, sondern drehte sich einfach nur zu der kleinen Küchenzeile um und setzte Wasser auf.
      Ich konnte ihn damit endlich von nahen und im Licht betrachten. Er war nicht allzu groß für einen Mann, vielleicht 1,80m, wenn ich schätzen musste. Seine rotblonden Haare waren an den Seiten abrasiert und die restlichen zu einem Zopf auf seinem Kopf zusammen gebunden. Er sah nicht gefährlich aus, jedenfalls nicht auf den ersten Blick, und auch wenn ich damit keine Ahnung hatte, so würde sich ein Vergewaltiger wahrscheinlich als erstes nicht einen Tee kochen, so wie er es gerade tat.
      »Fenchel?« fragte er mich und ich brauchte etwas länger, um zu verstehen was er meinte. Ich sprach mittlerweile so perfekt Englisch, dass mir manche nicht mehr abkaufen wollten, dass ich ursprünglich Deutsche war und erst seit wenigen Monaten in den USA lebte. Aber dieser Mann hier hatte wahrscheinlich nie so gut Englisch sprechen gelernt, weswegen sein Englisch durch den Akzent schwer verständlich war.
      Ich nickte nur auf seine Frage und wandte meinen Blick dann von ihm ab. In Gedanken versunken schaute ich ins Feuer. Auch wenn ich durch den Schock beim Erwachen meine Erschöpfung vergessen hatte, so kehrte diese nun langsam zu mir zurück. Die wohlige Wärme des Feuers und das bequeme Sofa luden einfach dazu ein.
      Meine Augen wollten mir gerade zu fallen, als der Mann zwei dampfende Tassen vor uns auf den kleinen Holztisch abstellte und sich dann selber in einen Sessel auf der anderen Seite des Tischs fallen ließ. Jetzt endlich blickte der Hund am Boden auf und seine großen braunen Augen und schauten fragend zu seinem Herrchen hinauf. Dieser kraulte seinen Hund nur kurz, bevor er ihm das Zeichen gab, dass er sich wieder hinlegen konnte.
      Um nicht noch länger schweigen zu müssen, übernahm ich die Offensive. »Ich bin Mio und es tut mir Leid, dass ich ohne zu fragen den Stall betreten habe.«
      »Ich weiß wer du bist, es hängt ein Bild von dir bei uns im Stall.« sagte der Mann zu mir. »Ich bin Malte. Ich muss dich nur leider enttäuschen, denn Charly unf Nico sind für mehrere Tage verreist.«
      Endlich wusste ich seinen Namen. Malte, das klang nordisch, was ja nicht weiter verwunderlich war, wenn er in Norwegen wohnt. Ich winkte nur ab, es war mir sogar recht, dass sie nicht da waren. Ich wusste selbst, dass es nicht fair ihnen gegenüber war, aber das Leben war nun mal nicht fair und das hatte ich bereits vor langer Zeit gelernt. Aber der Satz von Malte, dass ein Bild von mir im Stall hing, der schallte noch etwas länger in meinem Kopf nach.
      »Danke«, meinte ich dann nur, als mir auffiel, dass ich Malte noch gar nicht geantwortet hatte.
      Auch Malte schien nicht gerade ein Mann großer Worte zu sein. Ihm schienen die Worte genauso ausgegangen zu sein wie mir und deswegen schob er mir einfach eine der beiden Tassen auf dem Tisch zu und fing dann in Gedanken versunken seinen Hund zu seiner rechten zu streicheln.
      Mein Blick verfing sich wieder im Feuer. Die Flammen flackerten in allen möglichen Farben und es sah so aus, als würde nicht nur der Kamin brennen, sondern auch der Teppich, der Hund und Malte, welche genau davor saßen.
      Ich fand es komisch, dass es gerade mal Ende September war und hier bereits geheizt werden musste. In Nevada waren es immer noch jeden Tag etwa 70 Fahrenheit und so würde es auch noch eine ganze Zeit lang bleiben. An die Wärme hatte ich mich mittlerweile gewöhnt, weswegen die Kälte hier für mich noch unerträglicher war als ohnehin schon.
      Ruckartig setzte sich Malte gerade hin, griff mit seiner Hand in seine Hosentasche und zog seinen Autoschlüssel, nein, es war ja meiner, heraus. Dann reichte er ihn mir über den Tisch sagte: »Hätte ich fast vergessen, den habe ich aus deinem Auto geholt und gleich abgeschlossen, das hattest du anscheinend vergessen.«
      Dankend nickte ich ihm zu und nahm ihm die Autoschlüssel ab. Kurz berührte ich seine Hand und ich war erstaunt, wie weich sie sich anfühlte, denn im schwachen Licht sah sie aus, als wäre sie von der täglichen Arbeit rau geworden. Ich steckte den Autoschlüssel in meine Jackentasche und nahm dann die immer noch dampfende Tasse Tee vom Tisch. Tee, auch so etwas, was ich schon lange nicht mehr getrunken hatte.
      »Wie lange hast du vor zu bleiben?« fragte mich Malte, während er aber den Blickkontakt zu mir vermied. Es löste ein seltsames Gefühl in meinem Magen aus, dass wir hier gemeinsam saßen, uns erst einige Minuten kannte und trotzdem keine Themen zum Reden hatten.
      »Weiß nicht, darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Einen Tag, vielleicht auch zwei?« meinte ich achselzuckend. Dabei sah ich zu, wie Malte beide Augenbrauen nach oben zog.
      »So kurz nur? Charly und Nico kommen erst in zwei Tagen wieder.«
      Ich wusste nicht was er von mir halten sollte, aber ich wollte ehrlich sein. »Ich weiß, dass ich Charly damit mal wieder verletze, aber ich werde vor ihrer Ankunft wieder weg sein. Ich bin schon lange nicht mehr die Freundin, die ich einmal war und ich mache es Charly nur noch schwerer, wenn ich wieder gehe. Ich gehe nun meinen eigenen Weg.«
      Ich konnte nicht erkennen, welche Emotionen Malte nun durchflossen, überhaupt konnte ich keine Reaktion in seinem Gesicht erkennen. Er zuckte nur mit den Schultern und wandte sich dann wieder seinem Tee zu.
      »Du kannst gerne die beide Nächte bei mir schlafen, es sieht so aus, als bräuchtest du dringend mal wieder etwas Schlaf.«
      »Danke, das nehme ich gerne an.« Meinte ich und lächelte wahrscheinlich das erste Mal an diesem Tag.

      Auch wenn das Sofa nicht gerade das größte und bequemste war, so schlief ich doch gut und auch recht lange. Das war ja auch kein Wunder, immerhin hatte ich den ganzen letzten Tag im Flieger gesessen und war dementsprechend ausgelaugt gewesen.
      Als ich von den Sonnenstrahlen geweckt wurde, welche durch die kleinen Fenster zu mir herein schienen, blieb ich nicht mehr lange liegen, sondern begann den Tag mit neuer Motivation und Freude. Gestern hatte ich nur Augen für Excelsior gehabt, aber es gab ja auch noch einige andere Pferde, welche ich vermisst hatte. Vor allem Jeanie, Ocarina of Time und Happy, aber auch Grenzfee und Teufelstanz, Charelle und April Rain. Ich war gespannt was auch aus Marid dem Idioten geworden war und ob es ihn überhaupt noch gab.
      Malte konnte ich nirgends finden, weswegen ich davon ausging, dass er bereits unterwegs war. Ein Blick auf die Uhr bestätigte diese Vermutung, denn es war bereits kurz nach zwölf.
      Als ich das kleine Haus verließ, brauchte ich einen Moment um mich orientieren zu können. Bei Tag sah das Ganze schon etwas anders aus und ich war erstaunt, welch freundliche Aura das Anwesen hatte.
      Rechts von mir lag eine purpurrote Scheune mit schwarzem Dach, genau vor mir stand ein prächtiges kleines, weiß gestrichenes Gutshaus und links konnte ich zwei weitere Häuser erkennen. Eines davon sah eher nach einem Schuppen und das andere nach einem Fischerhaus aus, aber wahrscheinlich würde auch Maltes Haus nicht sehr stattlich aussehen.
      Als ich einige Schritte zurücktrat und mir das kleine Häuschen genauer ansah, sah ich auf den ersten Blick nichts als Efeu. Das ganze Haus war davon überwuchert und ich verliebte mich auf den erstes Blick. Ich seufzte. Ich hätte nicht gedacht, dass es mir hier oben im Norden in der Kälte tatsächlich so gut gefallen würde.
      Den Weg in den Stall fand ich tatsächlich schneller als gedacht, sodass ich wenige Minuten später am großen Haupttor stand und zum ersten Mal den Stall im Licht der Tagessonne sah. Wie mir auch gestern schon aufgefallen war, war es ein überaus stattlicher und von hellem Licht durchfluteter Stall, welcher mich vor allem mit seinen modernen und offenen Boxen überzeugte.
      Nun waren die Boxen jedoch leer und nur das aufgeregte Zwitschern der Schwalben im Gebälk gaben Geräusche von sich.
      Ich hatte meinen Blick nach oben gewandt, sodass ich nicht mitbekam, wie der große pelzige Hund von gestern Abend auf mich zu kam. Dementsprechend erschreckte ich mich, als sich die großen dunklen Augen zu mir hinaufwandten und mich zu durchbohren schienen. Wie hieß er nochmal? Ich und mein Namensgedächntnis!
      Ich streichelte ihn kurz und begab mich dann auf die Suche nach bestimmten Pferdenamen an den Boxentüren.
      »Excelsior, Jeanie - «, murmelte ich vor mich hin und ging Box für Box ab. Nach Jeanie hielt ich kurz inne, denn der Namen an der Boxentür versetzte mir einen kleinen Stich in der Magengegend. Klar hatte mir Charly von Jelda erzählt, Jeanies erstem Fohlen, aber nie hatte sie auch nur erwähnt, dass ihr ganzer Name ‚Mios Jelda‘ hieß. Ich war zu Tränen gerührt und zum ersten Mal seit vielen Monaten fühlte ich wieder diese innige Freundschaft, welche Charly und ich so viele Jahre lang gehabt hatten.
      Braum van Ghosts kannte ich tatsächlich noch aus den letzten Wochen meiner Zeit auf Saint Gorge, Hendersin, wie auch Braddock 'The Parrot' waren mir unbekannt.
      »So viele unbekannte Pferde«, murmelte ich, als ich auch an Óslogis, Félagis und Dynurs Box vorbeiging. Isländer, dem Namen nach. Aber warum Isländer? Weder Charly noch Nico hatten sich je für diese Gangpferde interessiert!
      »Oh ha!« Sagte ich überrascht, als ich tatsächlich ein Boxenschild mit dem Namen Marid fand. Den gab es also auch noch. Ich blieb einen Moment davor stehen und versank in Gedanken bei dem Tag, an dem ich Marid das erste Mal gesehen hatte, bevor ich mir noch die anderen Boxen ansah.
      Da gab es eine Rubina und einen Khadir, sowie eine Zanyah und einen Tiramisu. Auch Bijou, Abs und Milosch kannte ich nicht. Besonders freute ich mich, dass es Charelle und April Rain überlebt hatten, immerhin hatten sie ihm gehört. Vor allem Nelly war sein absolutes ein und alles gewesen. Aber gewesen.
      Nach den beiden folgte eine Reihe Namen, die ich nie und nimmer aussprechen konnte. Worgait war davon noch der normalste, aber wer ließ sich bitteschön Himmawallajugaga, Sysahlreuth und Devrienterreuth einfallen?! Das waren doch keine Namen! Zwischendurch gab es zum Glück etwas einfaches, Raja zum Beispiel.
      So viele Namen und zu kaum einem Pferd hatte ich ein Bild im Kopf. Ein Stein fiel mir allerdings vom Herzen, als ich an den letzten Boxen die Namen Grenzfee, Teufelstanz und Aspantau und Seattle‘s Scarlett laß. Auch sie hatten es also bis hier her geschafft! Scion d‘Or und Lady Gweny kannte ich jedoch wieder nicht.
      Schmunzeln musste ich, als ich ganz am Ende, oder eigentlich auch wieder am Anfang der Stallgasse den Namen Cotsworld Eik las. So interessant er war, vor allem mich als gebürtige Deutsche erinnerte er mich extrem an K*tze.
      Besser hätte es der Zufall nicht planen können, doch kaum hatte ich meinen Rundgang beendet und war mir bewusst geworden, dass weder Happy, noch Leiðtogi oder Sleipnir, noch Ocarina of Time bei den Namen dabei gewesen waren, als ich Malte den Parkplatz überqueren sah. An seiner rechten Seite lief das hübscheste Pony was ich je gesehen hatte und das sagte ich wahrlich nicht oft. Ein hübscher Perlino Splash mit blauen Augen, dicker Mähne und dichtem Fell. Das pure Traumpferd für mich! Wäre es jedoch ein Mustang und kein Isländer, dann wäre es noch perfekter als perfekt gewesen.
      Malte sagte nichts, bis er direkt neben mir anhielt. »Du musstest anscheinend wirklich viel Schlaf nachholen. Hast du jedenfalls auch gut geschlafen?«
      Ich nickte. »Danke, so gut wie lange nicht mehr.« Bedankte ich mich und lächelte kurz. »Ist das dein Pferd?«
      Stolz blickte Malte auf den Hengst hinunter. »Ja, mein kleiner Prinz. Soll ich dir noch die anderen Pferde zeigen? Ich komme zwar gerade erst von den Weiden, aber wenn du mir nachher bei der Stallarbeit hilfst, sollte das kein Problem sein.«
      Ich nickte. »Gerne doch, es gibt einige Pferde, welche ich gerne mal wieder sehen würde.

      Die Weiden in Südfrankreich waren nichts im Vergleich zu denen hier in Norwegen. Geschützt, windsicher und umringt von Bäumen waren sie das pure Paradies für die Pferde. Ich war wirklich erstaunt, welch gutes Konzept und mit welch guter Planung Charly und Nico den Hof führten und versuchten, es jedem Pferd so recht wie möglich zu machen.
      Ich lernte all die Vollblüter kennen, vor allem Achal Tekinner, aber auch viele Araber und Englische Vollblüter, dufte die Friesen irgendeines Petyrs bestaunen und mich darüber freuen, dass mein Excelsior haufenweise Freunde um sich gescharrt hatte.
      Was mich jedoch wirklich entzückte waren die Zackelschafe. Sieben Stück und ein kleines Lämmchen, welche auf einer der Weiden lebten. Auch Malte schien von seinen Schafen begeistert und stellte mir gleich jeden mit Namen vor. Alle besaßen Cocktailnamen, das fand ich extrem witzig.
      Die große Jungpferdeweide befand sich direkt am Ufer. Der Boden war hier um einiges sandiger und auch der Wind kühler, jedoch hatten die sieben Pferde mehrere Unterstellmöglichkeiten, um sich vor der kühlen Seeluft schützen zu können.
      Meine Jeanie besuchten wir als letztes. Zusammen mit ihrem Fohlen und einer kleinen Shettystute stand sie so Gestütsnah wie nur möglich, da sie hier am sichersten waren.
      Einen Moment verweilte ich noch am Zaun und beobachtete die kleine Jelda dabei, wie sie immer wieder versuchte, die beiden anderen Stuten zum Spielen zu ermutigen. Jeanie und Belle schienen jedoch die Lust zum Toben verloren zu haben und drehten sich immer wieder weg.
      Malte musste meinen Blick gesehen haben, denn ein kleines Lächeln erschien auf seinen Lippen. »Keine Angst, es dauert nicht mehr lange und da kann die kleine Jelda mit zu den anderen Jungpferden. Sie scheint nur etwas früh entwickelt zu sein und es kaum abwarten zu können, endlich von ihrer Mutter loszukommen.«
      Ich grinste zurück und zog Malte dann mit zum Stall. »Los komm schon, die Arbeit wartet!«

      Ich hätte nicht gedacht, dass der Stall so viel Arbeit war. Meine anfängliche Motivation war schnell wieder geschrumpft und auch die norwegische Musik im Radio, welche ich als mega witzig eingestuft hatte, wurde schnell nur noch zu einer Qual. Fast schien es, als hätte ich im letzten ¾ Jahr verlernt, was es bedeutete, so viele Boxen sauber machen zu müssen.
      Malte schien dies jedoch gar nicht zu stören. Die Arbeit im Stall schien sein Leben zu sein, so als könnte er sich nie etwas anderes vorstellen.
      Erst nach mehreren Stunden hatten wir die fünfzig Boxen von jeglichem Mist befreit, die Stallgase gekehrt und allen Pferden das Heu für den Abend vorbereitet.
      »Kaffee?« fragte mich Malte, als wir beide unseren Besen an die Wand lehnten. Ich nickte und kletterte erschöpft und sehr ungelenkig auf einen Heuballen in der Stallgasse. Daraufhin verschwand Malte in der kleinen Reiterstube und kurz darauf hörte ich das vertraute Geräusch einer Kaffeemaschine. Ja Kaffee, das war wohl eines der wichtigsten Mittel, welche mich jeden Morgen auf den Beinen hielt, wenn ich in aller Frühe mein Bett verlassen musste.
      Die Zeit nach dem Kaffee verging um einiges schneller. Nachdem die Arbeit im Stall geschafft war, verlief der Tag viel angenehmer. Ich wich Malte nicht von der Seite, beobachtete ihn dabei, wie er eine junge Ponystute von der Weide holte, diese putzte und sattelte und sie dann zur Reithalle führte. Auch diese lag versteckt mitten im Wald und nur ein kleiner Pfad führte dorthin.
      Staunend beobachtete ich ihn, wie er die Stute mit viel Geduld und vor allem Gefühl an die Lektionen heranführte und wenn etwas nicht klappte, versuchte er es einfach nochmal. Er schien ein richtiges Talent fürs Trainieren zu haben und irgendwo in meiner Magengegend spürte ich einen kleinen Eifersuchtsknoten, welchen ich jedoch erfolgreich wieder verbannen konnte.
      Auch der restliche Nachmittag war vor allem pure Entspannung. Pferde und Natur, mehr gab es eigentlich nicht, was mich glücklich stimmen konnte.
      Zusammen mit Malte und seinem großen Hund, machten wir einen Spaziergang mit einigen der Jungpferden. Während Malte seine beiden Isländer Félagi und Dynur nahm, entschied ich mich für Scion und Aspantau. Vor allem Aspantau hatte sich gigantisch entwickelt und ich freute mich, dass es ihm so gut ging.
      Fast zwei Stunden waren wir unterwegs und als wir zurück zum Gestüt kamen, dämmerte es bereits leicht. Die Pferde putzten wir noch ab und brachten sie dann zurück auf die Weide.
      »Holst du sie heute nicht über Nacht in den Stall?« fragte ich Malte, als dieser gerade das große Tor des Stalls schloss. Er schüttelte nur den Kopf. »Nein, heute nicht. Die Arbeit erspare ich mir. Morgen Nachmittag kommen alle wieder, dann machen wir das zusammen.«
      Ich fragte mich, ob er mit „wir“ auch mit meinte, denn ich hatte bereits etwas anderes geplant.

      Den Abend verbrachten wir, eingehüllt in warme Decken, unten am Strand. Auf Klappstühlen, mit einer heißen Tasse Tee in der Hand und einer flackernden Kerze zu unseren Füßen blickten wir auf den Tyrifjord, über welchem bereits der helle Mond aufgegangen war und sich nun in dessen Oberfläche spiegelte.
      Ich war erstaunt, als Malte nach einer Zeit des Schweigens anfing, mir von dem Leben auf der Ranch zu erzählen, seinen Freunden und seiner Geschichte. Ich hatte Malte heute als einen überaus stillen und schweigsamen Menschen erlebt und deswegen verwunderte es mich, dass er mir nun so freizügig erzählte.
      Irgendwann fing auch ich an, ihm vom Leben in der Wüste zu erzählen und es schien ihn ehrlich zu interessieren, so als ob er mich und meine Entscheidung verstand. Ich war ihm überaus dankbar, mit wie wenig Vorurteilen er an mich heran getreten war, obwohl er wusste, dass ich Charly und vielleicht auch Nico enttäuscht hatte.
      Es war bereits spät nach Mitternacht, als wir unseren schönen Platz aufgaben und zurück zum Hof gingen. Diesmal kam mir der Flur bereits gar nicht mehr so unheimlich vor und auch an das flackernde Licht schien ich mich gewöhnt zu haben. Ohne viel Umschweife zog ich mir meine dreckigen Kleider aus und schlüpfte unter die warme Decke des Sofas. Malte wünschte mir noch eine gute Nacht und bevor er das Licht gelöscht hatte, war ich eingeschlafen.

      Am nächsten Morgen wachte ich in aller Frühe auf. Perfekt, genau zur richtigen Zeit. Malte schlief auch noch und so zog ich mir langsam meine Kleidung wieder an, schnappte mir meine Tasche und wollte die kleine Wohnung verlassen. Kurz bevor ich jedoch die Türklinke nach unten drückte, überlegte ich es mir nochmal anders und kritzelte mit zitternder Hand auf einen kleinen Zettel:
      Danke für alles!
      Vielleicht sehen wir uns ja irgendwann nochmal wieder.
      Mio
      Es tat mir Leid, dass ich ihn ohne ordentliche Verabschiedung wieder verlassen würde und doch war das mein neues ich. Ich war sprunghaft geworden, wollte mich mit keinem anderen Ort mehr verbinden und am besten mich mit keinem anfreunden. Ich lebte nur noch für Nevada, für die Mustangs, für Addison und für mich.
      Der Mietwagen brauchte etwas länger um zu starten, der Motor schien etwas eingefroren zu sein. Doch als er endlich startete, verließ ich die Ranch ohne einen Blick zurück zu werfen. Hätte ich es getan, so hätte ich bestimmt den jungen Man gesehen, welcher vor seiner Haustür stand und mir mit einem kleinen Lächeln nachlächelte.

      Etliche Stunden später landete der Flieger auf dem Flugplatz in Las Vegas. Es war ein Las Minute Flug gewesen und dementsprechend ramponiert und unbequem war der Flug gewesen. Zum Glück hatte ich so die verlorenen Schlafzeit jedenfalls etwas wieder aufholen können.
      Vor dem Gebäude, angelehnt an seinen dunklen Jeep, wartete Addison auf mich. Er hatte seinen Hut tief ins Gesicht gezogen und ich konnte sehen, wie er jeden an ihm vorbeikommenden Passanten mit zusammengekniffenen Augen musterte.
      Ich musste bei seinem Anblick lächeln und als auch er mich erblickte, streifte sein Blick als die Erlebnisse von Norwegen von mir ab. Ich hatte mein Gewissen mit diesem Besuch nun endlich beruhigt und es war Zeit, nun nur noch hier und jetzt zu leben.
      Ich stieg auf der Beifahrerseite ein und kurz darauf schlängelte sich das brummende Gefährt durch die vollen Straßen von Las Vegas, genau auf den Red Rock Canyon zu.

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      Besorgt strich ich Hestia über die helle Stirn. Entspannt schloss sie die Augen und gab sich meinen Bewegungen hin. "Alles wird gut", flüsterte ich der Stute zu und lehnte vorsichtig meinen Kopf an den ihren. Erschrocken schreckte ich auf, als quietschend die Stalltür aufgeschoben wurde. Es war Addison. Ich war ihm dankbar, dass er sich um Hestia kümmerte, wir hatten nicht das Geld, uns von Außerhalb jemanden mehrmals die Woche auf den Hof zu bestellen. "Hey", sagte Addison und stellte seinen Koffer neben Hestias Box ab. "Hey", sagte auch ich und schob dann den Riegel zur Seite, um Addi in die Box zu lassen. "Ist dir eine Verschlechterung in den letzten Tagen aufgefallen?" Fragt er mich und betritt ihre Box. Ich schüttle den Kopf und erkläre ihm, während er Hestias Augen beleuchtete, wie sie sich in den letzten Tagen verhalten hatte. "Das Auge wird leider nicht mehr zu retten sein", erklärt mir Addi und nimmt mir damit meine restliche Hoffnung. Ich mochte diese Stute sehr und es tat mir Leid für sie, dass sie in der Mitte ihres Lebens ihr Augenlicht verlieren sollte. "Kann man denn gar nichts dagegen tun?" Fragte ich flehentlich. "Natürlich gibt es einige Medikamente dagegen, aber was ich dir raten würde, ist, dass ihr einfach versucht sie so gut wie möglich darauf vorzubereiten und ihr die Sicherheit gebt. Vielleicht holt ihr euch eine andere Stute dazu und gewöhnt Hestia daran, dass das ihre Leitstute ist." Versuchte Addi mich aufzumuntern. Er kam aus der Box und klopfte mir leicht auf die Schulter. "Ansonsten kann ich euch nur raten, so viel Stress und Unruhe wie nur möglich zu vermeiden und der Stute auf ihrem weiteren Weg Beistand zu leisten." Ich nickte. "Danke, wir werden natürlich alles versuchen. Es wird nur immer schwerer für sie in der Herde, vor allem da sie die Leitstute ist." "Ihr schafft das schon!" Sagte Addi aufmunternd und lächelte mich kurz an. "Ich habe gestern Abend Augentropfen für sie bestellt und ich hoffe, dass die nicht lange auf sich warten lassen werden." Dankbar lächelte ich. Es tat wirklich gut, einen Profi an der Seite zu haben, der uns dadurch führen würde. Addi verabschiedete sich von mir und ich blieb alleine zurück. Artemis war mit Bahar unterwegs, mehrere Tage wollte sie eine Trainingseinheit in den Alpen mit ihm machen. Sie hatte lange darauf gespart und ich freute mich für sie, dass sie es endlich geschafft hatte. Erst gestern hatte sie einige Bilder geschickt, von sich und natürlich von Bahar, wie er die steinige Landschaft erklomm. Als nächstes fütterte ich die Pferde. Ich liebte unseren neuen Stall. Vor allem den nordischen Charme und die warme Atmosphäre hatte mich beim ersten Betreten innehalten lassen. Er bot genügend Luft zum Atmen, geräumige Boxen mit so wenig Wand und Gitter wie nur möglich und einem guten Platz für Sättel und restliches Zubehör. Jedes Pferd hatte, wie vom Artemis gewünscht, sein eigenes Paddock und bekam täglich Auslauf. Allerdings machte mir die Arbeit zu schaffen. Oft fand ich zu wenig Zeit für mich oder Artemis und auch wenn Vuyo und Eyvind mehrmals die Woche halfen, so war es doch ein endloser Kreislauf. Ich hatte versucht mit Artemis darüber zu reden, jedoch war es ihr schwer gefallen, auch meine Sicht der Dinge zu verstehen. Sie liebte ihre Pferde über alles und manchmal kam es mir so vor, als würde diese Liebe auch die Liebe zwischen uns übersteigen. Es war nicht so, dass ich die Pferde aufgeben wollte. Ich wollte nur nach neuen Möglichkeit suchen, um auch die andern Dinge im Leben ausüben zu können. Und es gab neue Möglichkeiten, von Reitbeteiligungen bis zu Stallburschen. Es war noch früh am Morgen, die Pferde mussten gefüttert und dann auf die Weide geburracht werden. Eyvind hatte versprochen dann vorbeizukommen und mir zu helfen. Das beruhigte mich etwas. Ich begann bei den Hengsten. Bahars Box ganz vorne war leer und auch die Boxen der Jungpferde Antar ibn Dahr und Arias waren leer, da die beiden auf der Jungpferdeweide mit dem jungen Hengst von Nico standen. Tiramisu stürze sich verzweifelt auf den Hafer, als hätte er die letzten Stunden vor Hunger gequält in der Box stehen müssen. Khadir, Loveletter und Arsil nehmen den Hafer etwas entspannter entgegen, Asfari Sharin ignoriert den gefüllten Trog vollkommen. Nachdem auch die Stuten sind, kommt Eyvind püntklich wie immer zu mir in den Stall. Eyvind ist die gute Seele der Insel und jeder weiß, dass auf ihn immer Verlass ist. Er lebt stets ohne Vorurteile und es gibt niemanden, der sich nicht mit ihm versteht. Umso trauriger ist es, dass Eyvinds Glück in Sachen Liebe schon immer sehr bescheiden war und er seit vielen Jahren alleine lebt. "Du musst etwas raus, unter die Leute kommen, Mädchen kennenlernen!" Hatte ich schon oft zu ihm gesagt, doch er hatte nur den Kopf geschüttelt und mich angelächelt. "Ich bin doch glücklich, so wie es ist." War seine Antwort gewesen. Zusammen brachten wir die Pferde hinaus auf die Weiden. Die Stuten standen zusammen auf dem weitläufigen Gelände und mittlerweile kannten sie den Weg. Jeder von uns nahm immer drei der Stuten. Ich begann auf der einen Seite des Stalls, Eyvind auf der anderen. Cardiac, Abqa Hasna und Shady waren die ersten Kandidaten von mir, während sich Eyvind Hollybrooks's Barakah al Sanaa, Badriyah und Baraija genommen hatte. "Nimmst du nachher selber Hestia?" Rief er mir zu und zeigte mit vollen Händen auf die Stute. Ich nickte deutlich. Als nächstes nahm Eyvind I'll never leave you, Zanyah und Fada Fid, während ich für mich nur Hestia und Tiara Al-Bahri wählte. Addison hatte Recht, Hestia brauchte einen pferdigen Helfer an ihrer Seite und vielleicht war die junge Tiara dafür genau richtig. Eyvind brachte schnell noch Belaja und Pounts Püppchen auf die Weide und dann waren wir mit den Stuten fertig. Aber auch die vier Hengste waren schnell auf ihren Weiden. Schon lange teilten sich Tiramisu und Khadir eine Grünfläche und Asfari und Arsil, normalerweise stand bei den Beiden noch Bahar. Nach getaner Arbeit dankte ich Eyvind für seine Hilfe, wir verabredeten uns jedoch für den Nachmittag wieder zum gemeinschaftlichen Boxenausmisten. Ich war müde, die Arbeit zerrte an meinen Kräften und schon lange habe ich mich nicht mehr wirklich erholt gefühlt. Vielleicht war es ein Fehler gewesen, unsere Wohnung genau über den Stall zu bauen. Umso öfter und länger hielten wir uns deswegen dort auf. Allerdings war es nun auch um einiges leichter, für eine kleine Mittagspause mich einfach aufs Sofa zu legen und für einen Moment die Augen zu schließen. Tröge zog ich meinen Laptop zu mir heran und öffnete Safari. Ich brauchte Hilfe im Stall und vielleicht wurde ich ja im Internet fündig. Es gab genügend Reitbeteiligungen in unserer Nähe und ich markierte einige in den Favoriten, um Artemis bei ihrer baldigen Ankunft vielleicht doch von etwas Zuwachs im Stall überzeugen konnte. Müde schloss ich die Augen und verlor mich im Schatten des Tages.
      6932 Zeichen | Canyon ​
    • Quinzel
      Alte Berichte
      Zum Fuchsbau/Hara Artemi

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      Endlich war es so weit der Frühling war da in Voller Pracht die wiesen waren grün und mittlerweile auch so hoch das die Pferde auf die Weide könnten, wenn da nicht das an weiden wäre – also war es heute und die nächsten Tage soweit das alle Pferde nach einander bzw. in kleinen Gruppen auf die Nahegelege Winterweide kommen .

      Zuerst würden die Hengste rauskommen

      Duke of Darkenss Shinig Sommer Dream und Tainy Afternoon machten die erste Runde alleo Bockten erst mal Herzhaft rum bis sie sich dem Saftigen Grün mit Goldenen Tupfern Löwenzahn hermachten.

      Danach folgten die 3 Hengst Fohlen Arias, Mytos, und der kleinen Mustag Kukuniwi sie intressierten sich noch nicht so stanrk für das Saftige Grün es wurde mehr rumgetobt als gefressen aber das war auch gut.

      Jetzt folgten Ginnies Casanova Apanco Jargo und Shaddow so wie Tiramisu der sich direkt auf das Grün stürzte und die anderen Bockenednen Ponys Ignorierte. Es dauerte etwas länger als ei den anderen mit dem einfachen vor allem Casanova war der Meinung das es viel zu gut schmeckt und das olle Heu im mal egal sein kann, aber auch ihn erwischten wir und er kam wieder zu den Fohlen auf den Paddock.



      Jetzt folgten die Stuten hier entschied ich mich alle zusammen rauszustellen

      Die Ganze Araber Schar Rubina Zanyah Shady, Cardiac – Gh´s Schenk mir dein Herz , Baraija Badryiah machten den Anfang und Bockten wild rum dann folgten Krity Killings La Petite und etwas gemütlicher da hoch tragend Meike. Valhalla folgte Cassidy etwas zögerlich aber sie ging mit was schon viel wert war.

      Baltic Wave führte die jungestuten Jora Jejota und zw´s Moschi an die Kaltblut stute stach deutlich aus der Masse raus und wurde langsnam aber sicher zu einen imposanten Stute may war so stolz auf sie.

      Meine Entscheidung kostet mich stunden zum Einfangen aber es war ein schöner Tag und wir hatten keine all so große eile weil auch hier mehr gespielt wurde als gefressen. Nach dem Ruhe eingekehrt war es auch schon für das Abend Müsli Zeit und alle standen schmatzend und zu Frieden in den Boxen – das war jetzt die Aufgabe für die nächsten Tage und immer etwas länger bis sie ab Juni auf die Sommer weiden könnten.

      In der Nächsten Woche sollten auch die ersten Feriengäste kommen somit war das super das wir jetzt schon an weiden konnten.
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      Heiß es war seit Tagen einfach nur heiß aber die Pferde müssen dennoch sauber gemacht werden und bewegt werden. Die weiden waren dürr und somit verbrachen die Vierbeiner ihren Sommer auf den Winterweiden und wurden jetzt schon mit Heu zu gefüttert und ich musst nach bestellen das es über den Winter reichen würde.


      Gut eingeschmiert mit Sonnencrem ging es los Ginnies Casanova war vor die kleine Kutsche gespannt und die Kinder gackerten aufgeregt Rainy Afternoon war an dieser angebunden und döste in der Sonne Apancho, Sunshin Shadow und Jargo standen gesattelt da und hatten auch schon jeweils ihren Reiter auf dem Rücken . Ich hatte mir Duke gesattel und schwang mich auf seinen Rücken und auf ging der Marsch durch dne kleinen wald zum Meer heute war baden angesagt mit allen die wollten.


      Nach guten 4 Stunden ging es auf den Rückweg und alle halfen felißig die Pferde fertig zu machen .


      Die Araber Rubina, Zanyah, Sahdy, Cardiac – GH´s Schenk mir dein Herz, Barajia, Badriyah, La petite und auch die anderen Stuten Valhalla Meike, Cassidy, Baltic Wave , Jora , Jejota, ZW´s Moschi Wurden nacheinander oder in kleinen Gruppen in der Halle laufen gelassen während dessen lief die Beregnungsanlage was ein Spaß für alle beteiligten.


      Danach kamen noch die restlichen Hengste in die Halle. Tiramisu, und Shining sommerdream kamen zusammen rein und schnoberten erst mal alles ab roch ja doch richtig gut nach Stute .


      Nach den beiden ältern kamen die Jungspunde Kuckunniwi , Arias, Mytos und die legten richtig los waren doch alle drei keinen Fohlen mehr sondern stattliche 3 järige die ziemliche viele Flausen im Kopf hatte.

      Um 17 Uhr waren wir dann fertig und ging zu den andern in den großen Swimming Pool und ließen den Nachmittag ausklingen. Ehe es dann am Abend großens Grillen gab und einen Nachritt.
    • Zion
      Kurztripp auf das Al Sahra Anwesen


      “Wie du fliegst in die vereinigten arabischen Emirate?”, fragte Val verwundert. Ich nickte nur kurz und schmiss meine letzten in die Tasche, da ich wie immer spät dran war. “Eine Freundin Fay Temiz ist momentan sehr beschäftigt und schafft es nicht sich um ihre Pferde zu kümmern. Aus diesem Grund fliege ich nun kurzer Hand hin und helfe dort aus.”, antwortete ich schließlich. Willow und Finley blieben auf dem Hof und würden von den anderen versorgt werden.

      Zu allem Glück sprang mein Auto nicht an und es heulte nur kurz auf, als ich die Kupplung losließ. Nach unzähligen Versuche klappte es endlich und ich begab mich zum Flughafen.Erstaunlicherweise verlief die gewohnte Flughafenkontrolle recht schnell und ich konnte meine verlorene zeit wieder aufholen.


      Schon als ich das Flugzeug verließ war es warm und nichts verglichen mit unserem möchtegern Frühling. Mit einem Taxi machte ich mich auf das Al Sahra Stud. Das Anwesen machte einen sehr eleganten und neuen Eindruck, welcher mich kurz schlucken ließ. Es war eine moderne Anlage mit wunderschönen Pferden und gutenArbeitsmöglichkeiten.

      Nachdem ich meine Sachen verstaut hatte, fand ich einen Zettel mit allen Anweisungen und Bitten, den mir Fay hinterlassen hatte. Fay war eine der Distanzreiterinnen des Anwesen und hatte eine gewissen Führungsrolle, weshalb sie mich über alles informierte.

      da ich es nicht schaffen würde alle Pferde zu bewegen, sollte ich sie lediglich versorgen und fing bei den Hengsten an. Bahar ein äußerst hübscher Tobiano Hengst schaute mich mit sanftmütigen Augen an und war sichtbar dankbar über eine kleine Streicheleinheit und das Futter. Auch Bahars Vater Bintu Al-Bahri war in Besitz des Al Sahra Stud. Fay hatte mir mitgeteilt, dass er im Stall nicht wirklich angenehm war, also entschied ich mich ihm einfach sein Futter zu geben und ihn dann in Ruhe zu lassen. Der letzte Hengst des Stalles Emperor stach mir sofort ins Auge, denn er war ein Sooty Palomino mit Splash und passte somit perfekt in mein Schema. Auch er war sichtbar dankbar über das Futter und die Aufmerksamkeit.

      Auf dem weiteren Weg versorgte ich BC‘ Morning Glory, ein hübscher Junghengst, der mir auf süße Art und Weise seine Neugier entgegen brachte.

      Zu guter Letzt beschäftigte ich mit den Stuten des Anwesen. Badriyah, Shady und Zanyah versorgte ich als erstes, erstaunlich waren ihren unterschiedlichen Schimmelfärbungen. Avinaya und Tiara al-Bahri waren als nächstes an der Reihe und bedankten sich mit einem genüsslichen Grummeln. Mahamadou stach mir direkt ins Auge, denn ihre Färbung war äußerstaußergewöhnlich und so verweilte ich einen kurzen Augenblick, bis die Stute mir die Futterkelle aus der Hand zog und lachte. Die letzte Stute kam mir bekannt vor, denn Daw‘alsham war eine Art Weihnachtsgeschenk an das Anwesen und nachdem auch sie versorgt worden war gönnte ich mir eine Pause und trat am nächsten Tag die Rückreise an.
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  • Album:
    3. AS - Stuten
    Hochgeladen von:
    Quinzel
    Datum:
    9 Jan. 2019
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    Kommentare:
    4

      • WIRD NEU GEMACHT
      → Zanyah ←

    • (Zay)

      Abstammung
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      Von unbekannt
      Von unbekannt Aus der unbekannt

      Aus der unbekannt
      Von unbekannt Aus der unbekannt

      Exterieur
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      Stute
      *2005

      (11 Jahre)
      Rasse: Arabisches Vollblut
      Stockmaß: 146cm
      Deckhaar: Schimmel
      Abzeichen: x

      Interieur / Beschreibung
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      Charaktereigenschaften:
      Ausgeglichen ●●●●● Unausgeglichen
      Aufmerksam ●●●●● Unaufmerksam
      Intelligent ●●●●● Unintelligent
      Sozial ●●●●● Unsozial
      Begabt ●●●●● Unbegabt
      Ruhig ●●●●● Nervös
      Loyal ●●●●● Untreu
      Gutmütig ●●●●● Boshaft
      Nervenstark ●●●●● Scheu
      Temperamentvoll ●●●●● Faul

      x | x | x
      Zanyah ist eine ruhige, aber doch sehr selbstbewusste Stute. Sie arbeitet gerne und fleißig mit, braucht aber eine klare Führung, damit sie nicht verunsichert wird. Zanyah zeigt sehr schöne Gänge und ist jederzeit motiviert bei der Arbeit mit dabei.

      Unterbringung: x
      Futtersorte: x
      Weidepartner: zur Zeit Khadir

      Besitzer: Canyon
      VKR/Ersteller: sweetvelvetrose
      im Besitz seit: 21. September 2016
      Kaufpreis: 400 Joellen

      Qualifizierungen & Erfolge
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      ● Schleifenaufstieg ● Trainingsaufstieg ● Potential

      Dressur E A L M S S*

      Western E A L M

      Springen E A L M S S* S**

      Military E A L

      Galopprennen E A L M S

      Distanz E A L M S S* S**

      Fahren E A L


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      290. Galopprennen | 304. Galopprennen | 239. Fahrturnier | 197. Distanzturnier | 222. Distanzturnier | 314. Galopprennen

      Inoffiziell
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      Zuchtverband
      -

      Ausbildung und Zuchtdaten
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      Fohlen ABC | Eingeritten | Eingefahren

      Distanz- & Westernpferdeausbildung (ab 3 Jahre)
      Einreiten | Einfahren | Geländetraining | Gelassenheitstraining | Stangenarbeit

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      [SK 444]

      Gencode: Ee Gg
      Zur Zucht zugelassen: ja
      Eingetragene Zucht: Hara Artemis

      zur Zeit tragend von Khadir - Geburt voraussichtlich Frühling 2017

      Nachkommen
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      Gesundheitszustand
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      Letzter Tierarztbesuch: unbekannt
      gechippt [] zuletzt kontrolliert []

      Gesamteindruck:
      Aktue Krankheit/en:
      Chronische Krankheit/en:
      Erbkrankheit/en:

      Letzter Hufschmiedbesuch: unbekannt
      Ausgeschnitten/Korrigiert:
      Hufbeschaffenheit:
      Hufkrankheit/en:

      Beschlag vorne:
      Beschlag hinten:

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