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Floooh

Yoshi ♂ [Classic Pony] ***

Zuchtpferd

Yoshi ♂ [Classic Pony] ***
Floooh, 4 Feb. 2015
    • Floooh
      Viele Neuankömmlinge und das kränkelnde Pony

      „PIEP PIEP … PIEP PIEP… PIEP PIEP“ Das nervtötende Klingeln meines Weckers riss mich aus den schönsten Träumen. 9 Uhr zeigte der blau aufleuchtende Bildschirm. Müde rollte ich mich aus meinem Bett und sprang unter die Dusche und schlüpfte kurze Zeit später in meine Stallkleidung. Die Pferde hatten sichtlich Hunger als ich das große Scheunentor öffnete. Aus allen Ecken stieß mir ein Wiehern entgegen. Da die Frühstückseimer jeden Abend fertig gemacht wurden, ging die Fütterung recht flott. Auch das Heu musste nur noch in die jeweilige Box geschoben worden. Während die Stuten anfingen ihr Heu und Müsli zu fressen, begab ich mich zur nächsten Stallung. Die der Hengste. Auch sie freuten sich tierisch auf ihr Frühstück.
      Einige Zeit später war es dann Zeit für etwas Bewegung. Die Stallhelfer und ich brachten nach und nach die Pferde auf die weitläufigen Wiesen hinter dem Gestüt und begannen schließlich mit dem Misten der Box. Bei so vielen Pferden war es wirklich eine zeitaufwändige Arbeit, weshalb ich seit längerem auch darüber nachdachte einige Umbauten vorzunehmen. Ein Offenstall wäre zum Beispiel eine angenehme Möglichkeit für Pferd und Reiter. So hatte ich das bereits oft erlebt.
      Nach zwei Stunden schauten die Stallungen wieder ganz anders aus. Alle Boxen waren frisch gemistet und in den Trögen lag bereits das Abendessen, abgedeckt mit dafür vorgesehenen Deckeln. Nun war es aber für einige der Pferde an der Zeit dass sie mal richtig bewegt wurden. Zumal wir die letzten Tage wieder Neuankömmlinge bekommen hatten. Dynjandi, ein bezaubernder Isländerhengst, der es mir einfach angetan hatte, sowieso Yoshi, Kiona und Märchenerzählerin, drei wunderschöne Classicponys. Und das momentan größte Glück auf dem Hof war unser erster Classic Nachwuchs. Elmo. Meine Stute DéjàVu hatte bereits mehrere Fohlen bekommen und war eine hervorragende Mutter, aber bei diesem Fohlen hatte sie sich in jeglicher Hinsicht selbst übertroffen. Wie auch Elmos Vater hatte er eine wunderschöne Scheckung und zeigte bereits jetzt einen tollen Charakter. Da die Neuankömmlinge erst einmal Bekanntschaft machen durften mit dem Rest der Herde, waren sie heute von der Arbeit ausgeschlossen, ebenso Déjà die ihren „Mutterschaftsurlaub“ verdient hatte. Auf dem Weg zur Koppel, schnappte ich mir zwei Stricke und pfiff einmal in die Finger. Blondie, mein erstes und damit auch deutlich das älteste Pferd auf dem Gestüt kam langsam angetrottet, auf der Nebenweide ebenfalls Woezel, allerdings in einem stürmischen Galopp. Die zwei waren ein Herz und eine Seele, zumindest von Woezels Seite betrachtet. Er klebte wirklich an meiner alten Haflingerstute, sodass ein Strick bei ihm eigentlich unnötig war. Schnell öffnete ich das Gatter und führte Blondie heraus, dann holte ich Woezel und ließ ihn hinterher traben. Da Blondie aufgrund ihres Alters und ihrer Verletzung in Rente war, nahm ich sie nur noch mit auf gemütliche Spaziergänge. Und auch Woezel liebte es. Schnell putzte ich über das Fell der beiden und lief anschließend mit ihnen los. Beinahe zeitgleich bemerkte ich, dass auch die Reitbeteiligungen von Cesar und Floriano sich gerade auf den Weg machten in den Wald um dort einen langen Spaziergang zu machen. Es waren zwei 14 jährige Mädchen, die aber meiner Meinung nach super mit unseren zwei Hengsten zu Recht kamen. Der Spaziergang verlief recht gut. Woezel war wie immer etwas frech und musste mehrmals von seinem etwas hohen Ross geworfen werden, aber Blondie blieb die Ruhe selbst. Als wir wieder auf dem Hof ankamen, herrschte ein riesen Trubel. Viele Stallhelfer tummelten sich in den Scheunen, ebenso die Reitbeteiligungen die ich engagiert hatte. Es kam selten vor dass sich alle am selben Tag vorfanden.
      Ich kratzte kurz die Hufen der Beide aus und brachte sie zurück auf die Weide, doch für mich ging es gleich weiter. Mit dem Strick von Blondie lief ich erneut auf die Hengstweide und rief meinen Reitpony Hengst Santino. Jedoch ohne Erfolg. Zwar schaute der Falbhengst einmal auf, konzentrierte sich schließlich aber wieder auf sein saftiges Gras. Stöhnend stapfte ich durch das Gras und kraulte ab und an eins der anderen Ponys als sie sich mir in den Weg stellte. Vor Allem Gregor schien heute besonders anhänglich und kuschelbedürftig. Vielleicht lag es daran dass er die letzte Zeit leider viel zu wenig Aufmerksamkeit von mir bekommen hatte. Die Turniersaison war erst einmal stillgelegt für ihn, weshalb er zurzeit als reines Dressur/Freizeitpferd gehalten wurde und regelmäßig Bewegung von einer der Reitbeteiligung bekam. Als ich Santino nun endlich erreicht hatte, hakte ich den Strick in sein Halfter und führte ihn von der Weide zum anliegenden Putzplatz. Ich hatte das Glück dass er heute eine Decke trug, denn die sah aus wie Sau… Als ich diese von seinem Rücken entfernte viel mir wirklich ein Stein vom Herzen. Er war komplett sauber. Ich griff schnell nach einer weichen Bürste und ging einmal über seinen Körper, damit der daraufliegende Staub etwas wegging, anschließend nahm ich eine Würzelbürste und schrubbte seine Beine sauber. So schnell ging es bei Santino schon lange nicht mehr. Als nächstes holte ich sein Sattelzeug und legte es ihm an, jedoch ohne Zügel und mit hochgestellten Steigbügeln. Er sollte heute nur etwas longiert werden, da er bis vor kurzem noch etwas kränkelte und der Neueinstieg nicht übereilt werden sollte. Als ich die große Halle mit Santino betrat, kam auch eine der Stallhilfen mit His Lady Lou hinein. Sie grüßte kurz und ließ mir den Vortritt. Ich platzierte mich auf den hinteren Zirkel, sodass sie genug Platz im Rest der Halle hatte. Ich war wirklich froh meinen Stallhilfen zu haben, da sie zusätzlich zur Pferdepflege auch Turniere gingen und für die Weiterbildung der Ponys sorgten. Während Lady am langen Zügel im Schritt warm geritten wurde, tat ich dasselbe mit Santino an der Longe. Nach einigen Minuten hob ich die Hand ein wenig und trieb den Hengst mit einem lauten „Teeeeerab“ , kurz darauf fiel er auch schon in einen lockeren Trab und folgte dem bereits abgezeichneten Hufschlag. Man merkte jedoch anhand seiner Atmung und das leichte abhusten, dass er noch nicht ganz gesund war, jedoch hatte der Tierarzt empfohlen ihn dennoch im Schritt und Trab an der Longe zu bewegen. Im Trab ließ ich ihn einige Runden, bevor ich Santino zurück in den Schritt durchparierte. Ich war mir nicht ganz sicher ob es tatsächlich noch von der Erkältung kam, oder er sich nur verschluckt hatte, denn auch das kam bei ihm häufig vor. Erneut trieb ich ihn etwas. Nach 3 Runden im zügigen Trab, hustete er allerdings wieder mehrfach, weshalb ich auf der sicheren Seite sein wollte und das ganze doch abbrach. Am besten ließ ich nochmals den Tierarzt darauf schauen, da es nun schon länger so war. Ich ließ ihn zum Ende noch im Schritt laufen, bis er nicht mehr so stark am pumpen war und holte ihn schließlich zu mir in die Mitte. „Das wars auch schon…“ sagte ich leise und streichelte kurz den goldfarbenen Hals, ehe ich alles zusammenpackte und mit einem lauten „Tür frei bitte“ die Halle verließ. Zurück am Putzplatz, sattelte und trenste ich Santino wieder ab und kratzte nochmals seine Hufen aus. Anschließend durfte auch er wieder auf die Weide, denn auf mich warteten noch unsere Kleinen, beziehungsweise Jungen auf mich. Jedoch neigte auch der Tag sich langsam dem Ende zu, weshalb ich meine beiden Jünglinge Royal’s Daydream und Little Lioness nur etwas in der Halle laufen lassen wollte. Die Beiden liebten das, vor Allem wenn der große Jollyball dazu kam. Gesagt getan, holte ich die Beiden von ihrem Paddock und führte sie gleichzeitig zur Halle. Jedoch war diese weiterhin von Lady besetzt, was ich total vergessen hatte. Mit einem zweiten Versuch, wich ich schließlich auf den Reitplatz aus, der gerade leer geworden war. Little Lioness war gerade eben erst wieder bei uns angekommen, weil ihr ehemaliger Besitzer, doch nicht mehr die Zeit aufbringen konnte wie es wohl geplant war. Aber umso besser für mein kleines Waisenfohlen Royal. Auf dem Platz blühten die beiden unterschiedlich gleichen Fohlen völlig auf und preschten wie wild von rechts nach links und wieder zurück. Eine ganze Stunde beobachtete ich das Spektakel zwischen den Beiden. Und als zur „Halbzeit“ auch noch der geliebte Ball dazu kam, konnte die beiden nichts mehr aushalten. Es war einfach zu niedlich den beiden Fohlen zuzusehen. Besonders die sonst so schüchterne Hannoveranerstute kam völlig aus sich heraus. Als sie beiden nach langer Zeit zum Ende kam, wurden bereits einige der Pferde von der Weide geholt, also tat ich es ihnen gleich. Und ein Blick auf die Uhr bestätigte dies nochmal. Es war langsam Zeit fürs Abendessen. Also fing ich die Wildfänge wieder ein und brachte sie gleich in die Box und half den anderen schließlich beim Reinbringen der Pferde. Zu guter Letzt bereitete ich dann das Futter für den nächsten Tag vor und schüttete das Abendessen in den jeweiligen Trog. Für den nächsten Tag hatte ich mir auch schon etwas überlegt für die Neuankömmlinge.
    • Vhioti
      Yoshi L-Springen
      Weiter ging es mit Yoshi. Nachdem ich gestern Rangas Firestone trainiert hatte, fuhr ich um sieben Uhr früh zu Miri. Die hatte mir gute Dienste beim Pferdekauf geleistet und wollte nun, dass ihr Classic Pony Yoshi einen Lehrgang erhielt. Die Fahrt dauerte lang. Gelegentlich brach die Sonne durch den Berg aus Wolken, das hielt jedoch nie lang genug. Mein Handy vibrierte. Danach ertönte One Republics I lived aus den Lautsprechern. Sofort stellte ich auf mein Headset um und fuhr auf die nächste Ausfahrt zu. "Ja?" "Hi Cata!" "Miri, wie gehts?" "Klasse. Hör mal, ich weiß ja, wie gerne und schnell du Springtraining hinter dich bringst, aber die haben für heute Nachmittag Sturmwarnungen gegeben. Wenn du da bist, trainiere Yoshi bis etwa 14 Uhr. Danach kannst du mir helfen, die Tiere alle sicher in den Stall zu bringen und morgen machen wir weiter, ja? Du bekommst natürlich Kost und Logis kostenfrei." Mit einem Seufzer schaute ich in meinen Kalendar, der neben mir auf dem Beifahrersitz lag. Für morgen war eigentlich vorgesehen, Eddis Hugo Boss zu trainieren. Aber zwei oder drei Stunden Verzögerungen wären wohl nicht schlimm. Ich bedankte mich bei Miri, rief sofort bei Eddi an und erklärte, was los war. Die zeigte Verständnis. "Kein Problem. Du musst dich dafür auch nicht in Gefahr bringen, Catalina. Hugo wird es wohl auch ein paar Stunden ohne dich schaffen."​
      Mit hundert km/h brauste ich also über die Autobahn. Nach einem Kilometer erreichte ich die Ausfahrt und wenig später fuhr ich über die beschauliche Randstraße zu Miris Stall. ​
      Im Wohngebäude erwartete Miri mich auch schon. "Gib mir deine Tasche, Cata. Ich bring alles auf dein Gästezimmer. Yoshi steht auf der Weide.", sagte sie lächelnd und ging dann in den ersten Stock. Daher machte ich auf dem Absatz kehrt und marschierte zur Weide. Der Boden war matschig, an manchen Stellen sah man Hufabdrücke. Woezel spielte mit einigen Sportpferden, das Classic Pony war nirgends zu sehen. "Yoshi!", rief ich einmal laut. Sofort hörte ich ein Wiehern. An einer kleinen Baumgruppe stand ein verdrecktes Pony, einzig die wachen Augen blinzelten mich verschmitzt an. Sobald er mich sah, ging er auf das Halfter in meinen Händen zu und rieb seinen dreckigen Kopf an meinem Bauch. "Erk! Nein!", lachte ich und hielt das nun gehalfterte Pony auf Abstand. Der Preis für das verdreckteste Pony ging definitiv an den Fuchs. Keck wieherte er seinen Kollegen zu, als wir auf den Platz liefen und ich ihn an der Pferdedusche anband. Ohne diese würde hier nichts mehr gehen. Das Wasser brauchte einige Momente zum Warmwerden, daher holte ich Putz- und Waschzeug und zog meine Daunenweste aus, tauschte diese mit meinem alten schwarzen Pulli und stellte die Härte des Wasserstrahls auf Medium. Mit einem shampoonierten Schwamm und dem Wasserschlauch bearbeitete ich die obersten Fellschichten, ging dann über zu den Beinen und dem Halsansatz und wiederholte das Prozedere auf der anderen Seite. Danach nahm ich den Gummistriegel, rieb das gesamte Fell auf und wusch den kompletten Dreck weg. Der Abfluss gluckerte lustig. Der Hengst war nun grob sauber. Auch die Fesselgelenke und Hufe waren gereinigt, der kleine Schlammfleck auf seiner Wange ebenso. Etwas verschmust drückte er nun wieder den Kopf in meinen Bauch. Ich streichelte ihn etwas verdutzt und ging mit ihm dann unter das Solarium. Bei mittlerer Wärme für zehn Minuten dampfte sein Fell förmlich, während ich den Platz sauber machte und das Putzzeug säuberte. Kurz darauf tönte das Piepsen des Solariums und gut fünf Minuten später war das Pony fertig und einsatzbereit. Yoshi zeigte bis jetzt kaum Hengstmanieren, und auch beim Aufsitzen verhielt er sich ruhig. Im flotten Schritt ging es in die Reithalle. Ein paar Hindernisse waren schon aufgestellt; das Licht war an. ​
      Auf dem Hufschlag ging es erst einmal ganze Bahn in Schritt. Danach folgten Trab- und Galoppübergänge, wobei ich auch die verschiedenen Unterstufen abfragte. Da ging wohl auch die Dressurreiterin in mir durch. Sobald wir bei A wieder ankamen, stellte ich mit einem Blick auf die Uhr fest, dass es bereits zwölf Uhr war. Ich wollte heute spätestens um halb zwei fertig sein, damit alles für den Sturm vorbereitet war. Ich drückte dem Pony meine Fersen in den Bauch, gab die Zügel vor – und der Hengst sprang direkt in den Galopp hinein, auf die erste Kombination zu. Die bestand aus zwei mittleren Stangen und einer Mauer. Kurz vor dem entscheidenen Moment ging ich in die richtige Position im Sattel, beugte mich vor und das Pony sprang ab. Dann kamen wir bei C wieder auf den Hufschlag, machten eine Eckvolte und ritten dann auf eine V-Formation und eine Hecke zu. Im Mittelgalopp glänzte der Hengst mit seiner Aufmerksamkeit, setzte wieder über die Kombi und ging direkt danach ohne Umweg über eine Keilmauer. Die kippte nach hinten, sobald wir wieder auf dem Boden waren. Das dumpfe Geräusch sorgte dafür, dass der Hengst unruhig zur Seite sprang und dann den Kopf hochriss. Beruhigend sprach ich auf ihn ein, bis er sich wieder richtete und ich dann kurzerhand das Hindernis aufstellte. Sofort saß ich wieder auf und ging erst einmal im Leicht- und Mitteltrab über den Platz. Damit er sich beruhigte, versteht sich. ​
      Die restliche halbe Stunde gingen wir über einzelne Hindernisse, die Keilmauer ließen wir aus. Danach brachte ich ihn in den Stall, sattelte ihn ab und half Miri bei der Vorbereitung.​
      Tag 2
      Der "Sturm" war nichts anderes als ein starker Wind. Abgesehen von eingeknickten Büschen und Ästen auf den Wegen war nichts schlimmes passiert. Daher half ich kurz beim Aufräumen mit, ging danach mit einem Käsebrötchen auf den Stall zu und aß es rasch auf, damit ich den knuddeligen Hengst weiterreiten konnte. Der wirkte nach dem stürmischen Wetter arg unaufmerksam und konnte sich auch nicht mit einer Möhre zufrieden stimmen. Seufzend bürstete ich ihn, kratzte die Hufe aus – Heu hatte sich unter den Hufeisen geklemmt – und sattelte ihn dann auf. Auch in der Halle wirkte er unmotiviert. Doch sobald ich aufsaß, wurde er wach. Kopf hoch erhoben, stampfte er auf und zog an den Zügeln. "Nicht mit mir, Freundchen.", knurrte ich etwas angefressen von der plötzlichen Stimmungsschwankung und trieb ihn stattdessen direkt an. Trabend zogen wir also wieder an dem Parcours vorbei, zwei Runden später auch galoppierend. Dann zogen wir das Programm von gestern durch. Die Klappmauer schafften wir auch. Sehr zu meiner Zufriedenheit gelang es uns die Hindernisse beinahe zu überfliegen. Später kam auch Miri und schaute zu, wie wir im Mittelgalopp über die Kombi und dann das V sprangen. "Macht er gut!", rief ich über meine Schulter und ließ ihn dann durchparieren. Er blieb vor Miri stehen und blickte sie kurz an. "Ich glaube, das war's Miri. Danke für Speis, Trank und Bett. Ich hoffe, ich kann dir bald wieder dienen.", meinte ich und grinste, als Yoshi mehrmals stark mit dem Kopf nickte. "Ich glaube, er will auch wieder trainieren.", lachte Miri.​
      Yoshi hat erfolgreich am L-Springtraining der UHAP Ocean Wave Trainerin Catalina teilgenommen.
    • Vhioti
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      Yoshi, M-Dressur


      Der Stress der letzten Tage war nicht mehr präsent, und so stürzte ich mich wieder ins Arbeitsgetümmel. Miri hatte mich gebeten, ihr Classic Pony Yoshi wieder zu trainieren. Von Schottland flog ich also wieder nach Deutschland und fuhr dort von Frankfurt mit der Bahn nach Unna, wo Miris Pony untergebracht war. Binnen zweieinhalb Stunden brannte die Sonne unangenehm auf meiner Haut und ich hatte endlich den Stall erreicht. Miri stand davor, an einer Anbindestation und machte Yoshi sogar für mich fertig. "Tag, Miri!", begrüßte ich erst sie und dann das Pony, dass an meiner Hand knabberte. "Na, wie gehts uns denn heute?", wollte die Reiterin wissen. Ich seufzte einmal kurz und stopfte mir dann die Hosenbeine in die Stiefeletten. "Ganz gut. Der Sturm hat einiges kaputt gemacht, aber glücklicherweise ist keiner verletzt worden." Miri meinte dann, dass das wenigstens gute Nachrichten seien und klopfte ihrem Hengst langsam auf den Hals, bis der einmal zur Seite ging und der nächste Klopfer ins Leere ging. Grinsend band ich den Hengst los, und führte ihn an den Zügeln auf den kleinen Dressurplatz.
      Nachdem die Steigbügel eingestellt und der Gurt festgezurrt war, saß ich mithilfe von Miri auf und ließ Yoshi eine Runde Schritt und anschließend Trabübergänge gehen. So wurde er etwas aufmerksamer, unterbrochen wurde das jedoch durch die gelegentlichen Blicke zu seiner Besitzerin, die sich davon aber nichts anmerken ließ und am Handy spielte. Bevor ich mit dem Pony angaloppierte triezte ich ihn mit verschiedenen Tempowechseln und Bahnwechseln. Bei E blieb er stehen, pinkelte und ging dann locker weiter. Bei A saß ich aus, drückte das äußere Bein an den Bauch des Ponys und galoppierte mit dem Hengst auf der ganzen Bahn, ich zügelte ihn jedoch nach einer Runde, damit ich ihn besser kontrollieren konnte. Schließlich sollte er in Dressur besser werden.

      In den folgenden Minuten übten wir Volten, Zirkel und Kehrtwendungen (auch aus der Ecke) – die kannte der Fuchs aber noch gut genug, daher ging es zur Traversale. Eine recht komplizierte Figur der Hohen Schule. Dazu bogen wir bei C auf die Mittellinie ab und im Schritt ging es dann schräg versetzt auf K zu. Dabei drückte ich mein inneres Bein – also das linke – an Yoshis Körper und stellte die Hände seitlich, aber immer noch auf den Widerrist. Der Hengst verstand nicht, was er tun sollte und ging auf E zu. Es war immerhin eine recht knifflige Aufgabe, und so probierte ich es weiter aus und nach 17 fehlgeschlagenen Versuchen – Miri hatte mitgezählt – konnte sie eine Anlehnung an die Traversale sehen. Erst zaghaft setzte er die Hufe versetzt schräg auf, und nickte dabei recht gut im Takt. Als wir dann bei K ankamen, blieb er stehen und ließ sich von Miri streicheln. "Das war anstrengend.", mir taten die Arme und die Oberschenkel weh und so baumelten meine Beine einige Momente neben den Steigbügeln, ehe ich sie wieder aufnahm. "Ich werde jetzt noch einige Figuren mit ihm durchgehen und auch galoppieren, und die Traversale auch im Trab versuchen. Du kannst ihn ja häufig mal darin unterstützen, ja?" Miri wusste, wie man einem Pferd dieses Stück beibringen konnte und nickte. Schnalzend trieb ich wiederum den Hengst an. Jetzt, als er wieder traben durfte, hatte ich wohl sein Interesse wieder geweckt. Ich musste mir zugestehen, Traversalen zu üben war sehr schwierig und nicht jedes Pferd konnte das erlernen. Aber Yoshi hatte das gut gemacht und durfte deshalb noch einige Wendungen gehen und dann auch – obwohl es bei den Turnieren nicht gerne angesehen war – ein wenig über die Stränge schlagen beim Zirkeln und galoppieren. Das hatte sich der Hengst aber auch redlich verdient.

      Yoshi hat erfolgreich am M-Dressurtraining der Legacy of Scotland Trainerin Catalina teilgenommen.
    • Vhioti
      Einer Freundin unter die Arme greifen

      Verzweifelt erklärte ich dem walisischen Taxifahrer mein Ziel, während ich mit der einen Hand meine Tasche auf den Rücksitz bugsierte und mit der anderen mich an der Tür festhielt, um auf dem Nebensitz Platz zu nehmen. "Danke danke danke danke! Catalina, du weißt gar nicht, wie froh ich bin, dass du mir hilfst!", dankte mir Miri nun zum dritten Mal. Die war nämlich heute bei ihrer Familie in Deutschland, und ich sollte mich um ihr Gestüt Porth Tyn kümmern. Genauer gesagt um die 16 Pferde. Das Taxi brauste von Cardiff in Richtung Sennybridge. Die Ortschaft war für die schönen Wiesen und Höfe bekannt, und die Fahrt würde zwei Stunden dauern.

      Dort angekommen, erwartete mich ein großzügiges Grundstück mit Ställen für die Pferde und Shettys. Mit denen wollte ich auch anfangen. Besonders um das Streuselpony, also Woezel, sollte ich mich gut kümmern. Der Frechdachs brauchte Aufmerksamkeit. Die drei Shettys wieherten, als sie mich sahen. Der Braunschecke stampfte einmal mit seinem kleinen Huf auf, Woezel und das andere Kleinpony bollerten mit ihren Vorderhufen gegen die Box. Direkt vor Woezel blieb ich stehen. Ich hockte mich hin, kraulte sein Maul und zog die Hand weg, als er spielerisch in meinen Finger biss. Warnend schaute ich ihn an, dann schnappte ich ihn mir und band ihn direkt vor der kleinen Halle im Stall an. Laut Miri war die passend auf die Kleinponys zugeschnitten, sodass ich Woezel und Cesar dort bewegen konnte. Obwohl die beiden Chaoten waren, konnte ich so einen kleinen Teil der Arbeit erledigen. Woezel hüpfte zur Seite, als ich ihn putzte; die ungewohnte Größe war ein Manko, von dem ich wohl morgen Rückenschmerzen kriegen würde. Zum Glück gab es dafür eine Doppellonge, die ich am Kappzaum befestigen konnte. Es war merkwürdig, die beiden Zappelphilippe an der Longe laufen zu lassen. Woezel, dem ich mehr zutraute, durfte außen laufen. Der Graufalbe kam erst später hinzu, damit ich erst einmal Woezel im Griff hatte. Cesar zuppelte an Der Longe und knabberte an ihr, daher spannte ich die an und ließ die Peitsche durch die Luft knallen. Dabei traf das Ende den bereits brav laufenden Streusel. Ein helles Wiehern folgte; danach sprang er hoppelnd in den Galopp; Cesar legte die Ohren an und startete auch durch. Es brauchte etwa eine Minute, bis ich sie wieder im Trab hatte. Woezel schien sich am Bewegungsdrang zu erfreuen. Der Falbe hingegen wollte gerne stehen bleiben, aber das ging ja nicht, da der Frechdachs ihn ja 'mitzog'. Wir wechselten die Hand. Danach durften die beiden auf ihre eigene Weide und ich machte weiter mit Floriano. Der Braunschecke war schon arg verdreckt. Lag wohl an den Boxen. Die sollte ich wohl auch ausmisten. Auch mit ihm arbeitete ich an der Longe. Das klappte aber besser, da er ruhiger und gelassener war als seine Kollegen. Die Ohren aufmerksam aufgerichtet stoppelte er durch den Belag. Insgeheim wollte ich auch ein Pünselchen haben, andererseits wusste ich nicht, wie er/sie sich mit den anderen Pferden und umgekehrt verhalten würde. Gedankenversunken bemerkte ich erst jetzt, wie das Ponychen an meiner Hose knabberte. Dabei reichte das nur, um an meiner Kniefalte zu mümmeln. "Möhrchen gibts gleich, Flo. Erst noch weiter laufen.", damit schickte ich ihn wieder auf den Hufschlag. Geduldig trabte und galoppierte er. Auch die Stangen, die ich ihm hinlegte, schien er mit Spaß zu nehmen.
      Insgesamt eine Stunde hatte ich bei den Shettys verbracht, danach putzte ich die Boxen und ging weiter zu den Fohlen. Von der Weide aus gab ich den Puschelponys noch ihre Belohnung, und dann im Fohlentrakt des Stalls suchte ich nach Little Lioness. Die Haflingerstute – naja, eher -stütchen, stand neben Warmblutfohlen und einer ausgewachsenen Hafistute. Die kecke Jungstute schnupperte erst an meiner Hand, dann ließ sie sich aufhalftern. Ich band sie vor ihrer Box an und nahm die rotbraune Royal's Daydream – die war alles andere als überzeugt, mir an den Anbindepfosten zu folgen. Mit einem Kräuterleckerchen lockte ich sie neben das Hafistütchen. Die beiden kommunizierten miteinander, während ich sie in Ruhe putzte und dann einen Blick in die Boxen warf. Kurzerhand waren diese sauber genug. Im Round Pen befand sich ein Gymnastikball. Sobald die Fohlen von ihren Stricken befreit wurden, stoben sie auf den aquamarinfarbenen Ball zu und spielten. Ich stand im Tor, und schrieb gerade mit Mimi. Die war jetzt bei ihren Eltern angekommen und aß gleich mit ihnen Mittag.

      Die Jungstuten durften noch etwas herumtollen, dann durften sie auf die Weide und es ging mit Blondie weiter. Die Haflingerstute mümmelte an ihrem Trog herum, und, als kenne sie mich bereits, stubste sie mich mehrfach an. Ich ignorierte ihr schrilles Wiehern, als ich sie energisch aus der Box führte. Die anderen Ponys scheuchte ich kurzerhand über den eingestampften Weg auf die Weide, dann machte ich mit Blondie weiter. Ihre Ohren flach angelegt, flemmte sie, als ich ihr Oberfell auskämmte und dann in der Sattelkammer ein Reitpad und eine Trense holte. Eine gute Wahl, denn beim Trensen riss sie den Kopf hoch, beim Auflegen des Pads schnaubte sie. Beruhigend klopfte ich ihren Hals, als ich den Pad hinter den Widerrist schob und sie dann nach draußen führte. Via Holzbank saß ich auf. Südlich von hier gab es ein Mohnfeld, auf dem ich gerne mit ihr etwas reiten wollte. Automatisch nahm ich die Zügel etwas mehr auf, als sie sich etwas einrollte, und dann schräg auf das Tor zu lief. Miri rief wieder an. Mein Headset piepste kurz, dann ging ich ran. "Na, wie läufts?" "Gut. Die Pünselchen haben gut mitgemacht, die Stutfohlen haben ihren Spaß und Blondie zickt herum." "Blondie ist schon etwas älter, da darf sie das.", erwiderte Miri und seufzte kurz. "Wie lange wirst du heute noch brauchen? Denk dran, ich bin gegen zehn wieder da." "Bis acht bin ich fertig.", damit klickte es, und ich konzentrierte mich auf die Hafistute. Auf dem Feld blickte sie neugierig die roten Blumen an. Sie schnappte auch nach einer, als wir antrabten und dabei möglichst weg von ihnen blieben. Sie hopste etwas unbeholfen und fand den Takt nicht richtig, aber als sie durchparierte ging sie flotter.
      Kiona, eine gescheckte Ponystute, war als nächste dran. Die zutrauliche und sanftmütige Stute wollte erst nicht vom Grün herunter; immerzu schnubbelte sie an meiner Hand und meinem Bauch und rieb sich an mir. Sie brummelte kehlig, als ich ihr hinter den Ohren kraulte und änderte meinen Plan um. Erst wollte ich mit ihr reiten, aber dann dachte ich mir, dass Bodenarbeit besser wäre und ich sie somit etwas an die Arbeit mit Kindern näher bringen konnte. Aber nicht mit ihr! Sie lehnte sich gegen mich und ließ sich dann hinfallen. Ich lag also etwas unter ihr und ihrer Schulter, während sie Grashalme herausrupfte und ich sie streichelte. Ich hatte die Kleine sofort liebgewonnen. Etwa drei oder vier Minuten später scheuchte ich sie vor den Round Pen. Ich kratzte ihr nur die Hufe aus, zog die Halme aus ihrem Fell und legte dann eine Plastikplane auf den Belag. Die beschwerte ich mit zwei Cavaletti und nahm dann das Classic Pony. Mit ihr an der Longe stellte ich mich in den Mittelpunkt und ließ sie außen herum an der Plane laufen. Ihr Blick wanderte immer wieder zu dem raschelnden Blau, und dann blieb sie stehen und patschte mit ihren Vorderhufen abwechselnd auf den Kunststoff. "Komm, weiter.", ich tickte sie mit dem Motivationsstöckchen an. Im Trab zog ich die Longe immer weiter ein, bis sie dann über die Stangen und das knisternde Plastik ging. Ohren nach vorne, normalisierte sich ihre Haltung, und wollte schon angaloppieren. Leider musste ich sie dann durchparieren lassen; nicht, dass sie sich verletzte. Ich gab ihr mehr Lauffreiheit, und dann durfte sie galoppieren. Das Bewegen machte mir viel Spaß, aber es gab ja noch andere Pferde. Zum Beispiel Märchenerzählerin und Lady Lou. Mit den beiden Ponys wollte ich das selbe Training durchziehen. Lady Lou zickte schon beim Hufkratzen und Kämmen des Behangs. "Wags nicht, mich zu beißen!", drohend schnibbte ich ihr vors Maul und longierte auch sie. Aber ohne Plastikplane, nur mit Cavaletti. Lustlos bommerte sie beim Schritt und Trab gegen das Holz, einmal seufzend ließ ich die Peitsche durch die Luft knallen. Schnaubend trabte sie etwas zackiger und hob die Beine ordentlich. "Na also, geht doch!" Erst, als sie galoppierte, merkte ich, wie sie die rechte Hinterhand nach innen zog beim Laufen. Ich stoppte sie, legte die Longe um meine Schultern und schaute mir ihr Bein an. Zusammenzuckend hob sie es an, als ich mir den Huf und das Fesselgelenk besah. Wärmer als sonst. Mit einem mulmigen Gefühl strich ich ihr Sprunggelenk und Schienbein entlang. Die Muskeln verkrampften sich kurz. Oho. Also führte ich die Stute zurück in den Stall. Im Medizinschränkchen fand ich eine Kühlsalbe, die ich ihr aufschmierte. Dann klopfte ich ihr auf den Hals und schrieb Miri, was los war. Märchenerzählerin blieb ruhig, als ich sie holte und abduschte. Mein Magen knurrte; Hunger! Da die verdreckte – mittlerweile saubere und klatschnasse Stute jetzt unter dem Solarium stand und eine Viertelstunde bruzzelte, machte ich mir zwei Brötchen mit Käse und Marmelade. Binnen sechs Minuten war ich fertig und schnappte mir einen Apfel. Märchenerzählerin war schon fertig, trotzdem putzte ich einmal darüber, und verfuhr mit ihr genauso wie mit Kiona. Die Hübsche kannte die Plastikplane aber schon zur Genüge, daher machte ich nach zehn Minuten im Trab und anschließend im Galopp mit ihr Schluss und schickte auch sie wieder auf die Weide.
      Der Apfelschimmel mit dem langen Behang graste friedlich neben Blondie und Lioness. Ich brauchte ihren Namen nur einmal rufen, dann schaute sie mich an. Ihr Pony hing ihr in den Augen. DéjàVu blickte einmal zur Seite und kratzte sich am Fesselgelenk. Binnen zehn Minuten war die Stute fertig für einen Ausritt. Der Wald schien optimal zu sein. Die Sonne lugte zwischen den Wolken hervor, doch bevor ich mit ihr losritt legte ich noch Gamaschen an. Die etwas tollpatschige Schimmelstute sollte sich nicht wehtun. Im Trab gingen wir auf einen der Feldwege, der durch Felder und auch durch den erwünschten Wald führte. DéjàVu schnupperte interessiert an der Luft, die hier herrschte. Die war sehr frisch und erdig. Im ruhigen Trab folgten wir dem Pfad, bis wir an einem See ankamen, dort wendeten wir und kehrten zurück zum Hof.
      Dort wurde sie abgesattelt und ich machte weiter mit Elmo; das Fohlen von DéjàVu. Der freche Junghengst hatte alles andere als Motivation, mir in die Halle zu folgen. Die folgende halbe Stunde, in der ich mit ihm hier herumlief, war eine Tortur. Immerzu musste ich ihn mit meinem Becken auf den Hufschlag schieben, da er sonst auszubrechen drohte aus dem Trott. Ich wusste gar nicht, woher er seine Energie hatte; aber das war auch egal. Nach getaner Arbeit genehmigte ich mir eine Pause, ehe ich mit D'Artagnan weitermachte. Der Classic Pony Hengst wurde auch von mir geputzt und dann für eine kleine Dressurstunde auf den Platz entführt. Das Wetter war schön genug. Ich war in einen Trott gefallen, sodass ich so auch noch Yoshi, Dynjandi und Santino arbeitete. Letzterer, ein Deutsches Reitpony, war sehr neckisch drauf und hatte beim Springtraining, dass ich mit ihm absolvierte, so seine Vorstellungen, wie er springen sollte. Ich beschloss, Miri später zu sagen, dass sie ihn mal trainieren lassen sollte. Zum Abschluss ging ich – es war bereits sechs Uhr – zum letzten Pferd auf meiner Liste. Gregor, ein Oldenburger, der auch mal gerne stänkerte, wurde von mir einfach nur longiert.
      Als alle Pferde auf der Weide waren, mistete ich die Ställe aus. Danach legte ich das Einstreu in die Boxen, sortierte die Futterrationen den entsprechenden Pferden zu und fuhr zum Bahnhof. Miri war überglücklich, als sie hörte was ich getan hatte. Zufrieden brauste ich dann nach Hause. Was ein Tag!

      [11885 Zeichen by Catalina]
    • Vhioti
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      L-Military|Catalina|3542 Zeichen

      Des Einen Leid...

      Mit einem Leihwagen bretterte ich nach Sennybridge. Miri hatte rasch einen Auftrag eingeliefert (wobei es Clarence zu verdanken war, denn der hatte ihn mir einfach zugelotst) – es ging wieder um Yoshi. Aber kaum das ich auf dem Grundstück stand und ins Haupthaus ging..."Miri!", die Arme hatte eine dicke rote Nase und ihr halbes Gesicht war geschwollen. "Was ist passiert? Alles in Ordnung?" Nach einem anfänglichen Schreck näherte ich mich der Besitzerin. "Eine kleine Erkältung." "Und das?", vage zeigte ich in ihr Gesicht. Sie winkte ab und zog mich dann zum Stall. "Allergische Reaktion auf eine Hautcreme." Ich verdeckte mein Prusten durch ein äußerst gekünsteltes Husten. Mir wurde der Vogel gezeigt. "Sehr witzig, Cata." Sie hustete einmal trocken auf. "Komm, geh dich ausruhen. Yoshi und ich kennen uns ja, das wird heute schon klappen."
      Damit war Miri beruhigt und wurde zurück geschickt. Yoshi stand in seiner Box und schaute scheinbar interessiert aus seinem Fenster auf eine leere Weide. Ich lupfte eine Augenbraue. Der Ponyhengst schien mich nicht als existent zu akzeptieren. Erst, als ich gegen das Holz der Tür klopfte zuckten seine Ohren und langsam drehte er sich um. Der treudoofe Ponyhengst schnupperte an meiner Hand und ließ sich dann nach draußen führen. Ein frischer Wind fuhr durch meine Haare. Ruppig band ich sie zusammen. Dann zuppelte ich Halme aus der hellen Mähne des Classic Ponys und fing mit dem Putzen an. Das ging sehr flott und daher konnten wir zum Aufsatteln übergehen. Ich musste mir vor Augen werfen, dass der Hengst doch kleiner war als die meisten anderen Pferde, die ich trainierte; außerdem war die Route, die ich abgesteckt hatte, recht lang. Daher stand nun neben dem Hengst eine kleine Tasche mit Wasserflaschen.
      Die Strecke lag gut zwei Kilometer von hier entfernt am Strand, und führte aber auch in den Wald. Ich legte dem Pony noch Schutzgamaschen an und schwang mich dann auf den Rücken. Yoshi grummelte, als wir im Sand etwas herum trabten. Der Untergrund erschwerte ihm das Laufen, aber dafür war danach seine Beinmuskulatur aufgewärmt. Als wir dann auf das Grasstück hin liefen und daraufhin im Galopp auf der Strecke zum ersten Hindernis – ein Baumstamm – hin jagten, schien die Sonne durch einen Berg von Wolken. Etwas abgelenkt bemerkte ich nicht, wie das Pony durch einen Flusslauf trabte. Das kühle Nass spritzte mir sogar ins Gesicht. Davon aufgeweckt trieb ich den Hengst im Galopp über den Parcours, den wir innerhalb einer Stunde hinter uns gebracht hatten.
      Auch am nächsten Morgen gingen wir auf den Parcours. Dieses Mal aber wollte Miri sehen, wie wir uns machten. Da sie selber noch ans Bett gefesselt war, hatte ich einfach zwei Kameras mitgenommen. Eine war an meinem Helm, die andere an meiner Weste montiert. Nach dem OK von Miri ging es wieder zum Aufwärmen am Strand. Heute wirkte das Pony aber nicht geschafft, als wir anschließend zur 'Startlinie'. Yoshi galoppierte aus dem Stand an – Verena wäre sicherlich stolz gewesen – und folgte dem abgesteckten Parcours. Wir brauchten dieses Mal allerdings eine Viertelstunde länger, denn zwischendurch war es sehr windig und wir mussten anhalten. Aber alles in allem war ich glücklich, dass das Classic Pony sich nicht durchgesetzt hatte und dafür tat, was ich wollte. Dafür bekam er vor seiner verdienten Weidepause noch eine Knuddeleinheit und eine Möhre. Übermütig drückte er seinen Kopf an meine Schulter und wollte mehr. Doch ich musste weiter. Joyce wartete auf mich. Und danach musste ich zu Occulta.
    • Eddi
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      Basispaket II

      Heute hatte ich einen vollen Terminkalender und dementsprechend ging es nach einer gelungenen Kastration direkt weiter zum nächsten Patienten. Auch wieder ein Hengst, allerdings würde der auch eine bleiben dürfen. Denn diesmal ging es zu Floooh und ihrem Classic Pony Hengst Yoshi, welchen ich untersuchen sollte. Auf dem Gestüt wurde ich direkt herzlich in Empfang genommen und wir redeten nicht großartig um den heißen Brei, sondern legten direkt los.
      Zuallererst sollte Floooh mir ihren Hengst im Schritt und Trab vorführen, ehe ich mit der Untersuchung beginnen würde. Sein Bewegungsapparat schien flüssig zu laufen, dementsprechend brauchte ich mir da keine Gedanken zu machen. Nun hieß es einen gründlichen Blick in Ohren, Augen und Nüstern zu werfen. Die Schleimhäute waren in einem gesunden Rosa gefärbt und Yoshi hatte keine Parasiten. Auch die Zähne standen in Reih und Glied.
      Nun hörte ich Yoshi gründlich ab. Erst Herz und Lunge, dann die Darmgegend. Da alles wirklich gesund klang, konnte ich ihn noch zufrieden abtasten. Dabei begann ich beim Genick und ging dann die Wirbelsäule entlang bis zum Schweifansatz. Danach waren noch die Beine dran und dann waren wir mit der Untersuchung schon fast fertig, nur noch die Körpertemperatur kontrollieren und ich hatte das Okay, dass Yoshi geimpft werden konnte.
      Vorher nahm ich ihm aber eine kleine Menge Blut für das kleine Blutbild ab und die Röntgenaufnahmen wollte ich auch zuvor noch erledigen. Also wurden Floooh und ich in Bleischürzen gepackt und ich holte das mobile Röntgengerät. Ich machte Aufnahmen vom Genick, vom Rücken und von den Beinen.
      Als das geschafft war, legte ich mir die Impfungen bereit, denn Yoshi bekam insgesamt vier Spritzen: Influenza, Herpes, Tetanus und Tollwut. Alle vier stand er brav aus und zum Schluss gab es noch die Wurmkur und schon waren wir fertig.
      Während Floooh ihren Hengst zurück in die Box brachte, packte ich meine Sachen zusammen und aktualisierte noch den Impfpass. Danach versprach ich Floooh noch, dass ich sie demnächst wegen der Ergebnisse anrufen würde und dann war ich auch schon weg.

      „Hey Floooh! Die Ergebnisse von Yoshi sind da. Das kleine Blutbild sieht wunderbar aus, seine Werte liegen im Idealbereich, da brauchst du dir keine Gedanken zu machen. Auch die Röntgenaufnahmen sind wirklich gut, so dass man ihn in Röntgenklasse I-II einstufen kann, das heißt er ist für Sport und Zucht geeignet“, erklärte ich Floooh grinsend und die freute sich sichtlich über die guten Ergebnisse. Nach Beendigung des Telefonats druckte ich ihr die Ergebnisse auch noch aus, die würden Morgen direkt in die Post gehen.
    • Sosox3
      Hufschmiedbericht Yoshi

      Mein nächster Auftrag lag bei Floooh und ihrem Classic Pony Hengst Yoshi, welcher kaum Hengstmanieren vorwies während ich ihm eine Mani- und Pediküre vorlegte. Gewünscht waren eine Hufkontrolle und das Ausschneiden und Raspeln der Hufe. Yoshi war ein Barhufer mit gut geformten Hufen und einem optimalen Grad der Härte, sowohl zum bearbeiten der Hufe als auch zur Kontrolle. Von Floooh wurde ich freundlichst empfangen und während wir zu ihrem Pony Hengst gingen erzählte sie mir, dass sie die Hufe schon ausgekratzt hatte und etwas über den Charakter des Pferdes. Laut ihr war er ein ruhiger, sehr gelassener Hengst, welcher aber auch Hengstmanieren hatte diese scheinbar aber gut im Umgang mit Menschen verbergen konnte.


      Zuerst begrüßte ich Yoshi freundlich, ließ ihn schnuppern, ehe ich ihn bat den linken Vorderhuf zu geben. Brav ließ er sich die Hufe kontrollieren und ich schaute Kritisch nach ob er eine Fehlstellung hatte, wurde aber nicht fündig. Die Hufe waren nicht sonderlich lang. Musste also nicht so viel gekürzt werden. Ich schnitt Yoshi’s Hufe einzelnd und sehr sorgfältig aus und er kooperierte auch super mit beim Raspeln und auch beim Pfeilen. Ich musste sagen das ich sehr begeistert von Yoshi war, da er alles super über sich ergehen lassen hat und auch sehr ruhig da stand. Ich gab ihm noch ein Leckerchen und lobte ihn kräftig. Seine Ohren schnellten nach vorne als er das Leckerli zu Gesicht bekam und brummelte kurz. „Och nein wie Zuckersüß“, lächelte ich und hätte den kleinen Hengst nur zu gern einmal durchgeknuddelt, doch blieb mir dafür keine Zeit. Mein nächster Kunde wartete schon auf mich in Schottland und auch wenn ich geschafft war, konnte ich mir keine Pause erlauben.
    • Floooh
      September 2015

      Das Gestüt Porth Tyn würde wohl niemals einen ruhigen Tag erleben. Durch die angehende Zucht war viel Trubel auf dem Hof. Nicht nur weitere Neulinge waren angekommen, auch gab es positive Nachrichten für unsere Classic Pony Zucht. Wir hatten mit dem Körungssieg von Yoshi, unseren ersten Zuchthengst bekommen.

      Der Morgen began ruppig und stürmisch als eine Stallhilfe Sturm klingelte und mich gegen 7 Uhr aus dem Traum riss. Aufgeregt erzählte sie mir, dass sich unsere Zwerge selbstständig gemacht hatten. Nicht, dass es ständig vorkam - aber es war auch nichts ungewöhnliches mehr. Irgendwie schafften es die Strolche immer von ihren Paddocks abzuhauen. Glücklicherweise hatten wir genau aus diesem Grund ein Hoftor errichtet. Floriano und Cesar hatten wir recht schnell eingefangen bekommen, da sie so Futtergierig waren, dass eine einzelne Möhre genügte. Woezel dagegen machte sich einen heiden Spaß daraus, uns näher kommen zu lassen und dann in einem affenzahn davon zu galoppieren. Erst als er den Fluchtweg in die Scheune wählte, schafften wir es ihn einzukreisen und zu fangen. Stress und Aufregung am Morgen - Na klasse! Allerdings war ich nun wach und packte mich nur kurz in einen dickeren Pulli und half schließlich bei der Stallarbeit. Das englische Wetter zeigte sich wie immer von seiner "besten" Seite. Regnerisch, kalt und grau. Gähnend stapfte ich mit einer Schubkarre voll Heu erst einmal zu dem Shettypaddock und schaufelte ein wenig Heu in die Futterkrippe, welche gleich in Beschlag genommen wurde.

      Anschließend lief ich in die Stutenstallung und began mit dem Misten der Boxen. Eine nach der Anderen. His Lady Lous, Märchenerzählerins, Blondies und Royal's Daydreams Boxen waren bereits fertig. Somit arbeite ich mich weiter durch. Als auch die restlichen Boxen von fertig waren, schnaufte ich auf. Heute kamen einige meiner Turnierreiter und Reitbeteiligungen weshalb ich mich nicht groß um das Bewegen der Pferde kümmern musste. Schließlch hatte ich noch viel organisatorisches zutun. Da der Hof langsam für die Zucht zu klein wurde, planten wir erneut einen Umbau und eine Erweiterung der Boxen, sowie Reitplätze und Weiden. Nachdem ich im Anschluss, gemeinsam mit 3, beziehungsweise 6 helfenden Händen auch den Hengststall komplett durchgearbeitet hatte, bereitete ich das Futter für den nächsten Tag vor und stellte mit geschlossenen Decke in den Trog. Die Pferde waren bereits alle draußen und würden bis zum Abend dort bleiben.

      Nach einer Pause und einem ausgewogenen großem Frühstück, lief ich wieder zurück in den Stall. Ich schnappte mir Strick und Halfter und holte einen der Neuankömmlinge von der Weide. Chou. Sie war eine alte neue, wie man sagen konnte. Ich hatte sie als Fohlen großgezogen und mehrmals verkauft. Sie hatte eine wunderschöne Zeit in ihrem Zuhause aber musste umständehalber wieder abgegeben werden. Da konnte ich es mir nicht entgehen lassen, diese Schönheit zurück zuholen. Sie war vor einigen Tagen angekommen und hatte sich prächtig von der langen Fahrt erholt und bereits super eingelebt. In meiner alten Stute DéjàVu hatte sie ebenfalls eine altbekannte Freundin wiedergefunden. Sie mochten sich schon damals besonders gerne und hingen bis heute aneinander. Ausgiebig beschöftigte ich mich nun mit ihrer Fellpflege und striegelte mit kreisenden Bewegungen über ihr zartes Fell. Einen Ausritt wollte ich ihr erstmal noch nicht zumuten, da sie dazu trotz ihrer Gelassenheit noch nicht ganz angekommen war. Jedoch würd dieser die Tage garantiert folgen.

      Zurück auf der Wiese preschte sie gleich gemeinsam mit Deja und Ronja los und genoss den restlichen Tag ihre Freiheit. Und gerade als ich auch Foggy Dew, eine bezaubernde Anglo Araber Stute von der Wiese zum Spazieren gehen holte, kam auch schon einer der Reitbeteiligungen und nahm Kiona mit auf den Putzplatz. Sie arbeite wunderbar it der kleinen Scheckstute und hatte schon einige Turnierplatzierungen mit ihr geholt. Auch unsere neue Trakehnerstute Windrose sollte langsam wieder an die Arbeit kommen und gemeinsam mit Ronja in der Dressur zeigen was sie können. Für mich stand fest - Potenzial ist definitiv da.

      Am späten Nachmittag arbeite ich noch ein wenig mit den Hengsten. Mit Dynjandi machte ich einen ausgiebigen Ausritt durch den Wald und anschließenden Strandritt, Gregor durfte ein wenig Platzarbeit leisten und Santino, der junge Reitponyhengst wurde fleißig longiert. Alle anderen hatten sozusagen ihren freien Tag. Arbeiten musste niemand mehr wirklich. Gelegentlich kleine Spaziergänge mit den beiden Junghengsten Elmo und Baccardi oder dem Classic Hengst D'Artagnan waren geplant. Ansonsten genossen unsere Pferde die frische englische Luft und ließen ihre Seele auf der weitläufigen Wiese baumeln.

      Erst am Abend kamen alle Pferde wieder in ihre Boxen und bekamen ihr Abendessen. Es war manchmal doch sehr viel Action auf dem Hof, selbst wenn nichts weltbewegendes passierte. Ich war wirklich dankbar fleißige und vor Allem zuverlässige Stallhilfen zu haben, die stets für das Wohl der Pferde sorgten.
    • Sevannie
      Auf zu den Hengsten!
      Nachdem ich dann vorhin bei den Zwergen gewesen war, war nun, nach der Mittagspause, die andern Hengste und auch Wallache dran. Mit dem Hengstfohlen Bacardi Mojito hatte ich nicht allzu sehr vor. Ich wusste nicht wie weit Mia mit ihm ist und wollte auch nicht irgendwie dazwischen funken, also holte ich diesen nur aus der Box und putzte ihn gründlichst. Der neugierige Hengst spielte immer wieder mit dem Bändel meines Pullovers, so ermahnte ich ihn mehrfach und als er dann auch aufhörte gab es noch ein kleines Möhrchen. ,,Für dich geht's jetzt auf die Weide.'',murmelte ich schmunzelnd und putzte ihn fertig. Ich ließ ihn angebunden am Putzplatz stehen, ehe ich Elmo hinzu holte. Dieses Classicponyfohlen kannte ich bereits schon von einer Fohlenschau, wo ich ihn für Miri vorgestellt hatte. Auch er wurde gründlichst geputzt. Kurz knuddelte ich mit den Beiden noch, denn beide waren ja einfach zuckersüß, ehe ich sie dann zusammen auf die Fohlenweide brachte, wo sie sich erst einmal austoben dürfen. Nachher wenn ich mit den ausgewachsenen Pferden fertig war, würde ich sie wieder reinholen. Bevor es mit den anderen weiter ging, mistete ich jedoch schon einmal die Boxen der Fohlen und streute frisches Stroh wieder ein. Bevor ich mit zwei Pferden ausreiten wollte, stellte ich Dynjandi und Santino auf die Koppel. Die beiden Hengste wurden vorher natürlich auch noch gründlichst geschruppt, ehe sie dann auf der Weide los fetzten durften. Ich beobachtete das Schauspiel kurz noch, wie die beiden sich immer wieder gegeneinander aufspielten und miteinander spielten. Dabei lagen auch noch 3 Jahre zwischen ihnen. Nun denn weiter sollte es gehen..
      Als nächstes ging es mit D'Artagnan weiter, oder was für mich einfacher war: Tortie. Zusammen mit dem Rappscheckhengst und dem Fuchshengst Yoshi, wollte ich etwas im Gelände herum reiten. Ich holte beide Hengste heraus auf den Putzplatz und fing an diese zu putzen, zuerst Tortie dann Yoshi. Yoshi wollte ich als Handpferd nehmen und Tortie reiten, in der Hoffnung das die Beiden das auch mit sich machen ließen. Nach dem Putzen holte ich Sattel, Trense und Co. aus der Sattelkammer und legte die Ausrüstung Tortie an. Der Rappschecke blieb ruhig und entspannt, was für mich ja schon ein gutes Zeichen war. Yoshi beließ das Halfter an und bekam in den Ring eine Longe eingehakt. Als beide Pferde fertig waren und ich auch meinen Helm und meine Handschuhe an hatte, stieg ich in den Sattel und ritt mit beiden Hengsten vom Hof. Mit Yoshi gab es anfangs einige Startschwierigkeiten, doch die legten sich nach den ersten paar Metern wieder. Leider wurde die Zeit nur knapp und es begann schon etwas zu dämmern. Wir ritten insgesamt knapp eine Stunde im Gelände umher, Yoshi war irgendwann auch tiefenentspannt und tüdelte nur so neben uns her. Schritt, Trab und Galopp alles war dabei und meist gingen die Berge im Schritt oder Trab hinauf, den Galopp gab es bei kleineren Steigungen. Am Hof wieder angekommen, war es schon etwas düster. So beeilte ich mich mit dem Misten und brachte die Hengste in ihre Boxen, erst dort nahm ich ihnen die Ausrüstung ab und verschloss die Boxentüren. Ich brachte die Ausrüstung weg, ehe ich dann die beiden Fohlen von der Koppel holte. So nun hatte ich noch ein Pferd zu machen und das war Gregor. Diesen Oldenburgerhengst wollte ich nur etwas longieren, ehe er dann auch für heute ausgedient hatte. Ich holte den braunen Hengst aus seiner Box und band ihn am Putzplatz an, dort putzte ich ihn, ehe er dann einen Kappzaum angelegt bekam Ich hakte die Longe ein und machte ihm noch Gamaschen auf die Beine, danach ging es für uns beide in die Halle. Ich räumte die Stangen noch weg, ließ dabei den Hengst schon im Schritt etwas umher laufen. Nachdem die Stangen dann weg geräumt waren, schnappte ich mir Gregor wieder und hakte die Longe erneut ein. Ich ließ ihn noch fünf Minuten im Schritt um mich herum laufen, ehe ich dann anfing ihn traben zu lassen. Immer wieder übte ich den Schritt-Trab-Übergnag und nach eienr halben Stunde durfte er für volle fünf Minuten an jeder Seite laufen, ehe ich ihn dann wieder Schritt laufen ließ. Ich legte ihm die Decke über, da es mittlerweile draußen schon recht kalt war. Ich führte den Hengst in die Stallgasse, band ihn dort an und mistete rasch seine Box. Als die Box wieder neu eingestreut war, durfte der Hengst auch in diese und bekam noch die Decke ab. Jeder Hengst den ich heute gemacht hatte, einschließlich die drei Zwerge, bekam noch eine Möhre, ehe ich mich dann verabschiedete und wieder nach Hause fuhr.

      [4.544 Zeichen by Sevannie]
    • Gwen
      Ein Tag im Stall

      Der Morgen begann wie jeder andere, nur dieses Mal auf einem neuen Gestüt. Durch Zufall hatte ich eine Anzeige von Floh entdeckt und so hatte es mich auf das Gestüt Porth Tyn verschlagen. Für einen Tag brauchte sie eine verlässliche Aushilfe, denn Pferde konnte man nicht einen Tag alleine lassen. Aus diesem Grund hatte ich mich gemeldet, mit so kleinen Nebenjobs beschäftigte ich mich gerne und so sprang ich heute für sie. Mein Tag begann mit Füttern, dem Weidegang und dem Ausmisten. Danach ging es aber auch schon direkt weiter mit den Pferden und da begann ich bei den Hengsten und Wallachen. Floh hatte mir eine Liste da gelassen, bei welchen Pferden es wichtig war, dass sie bewegt wurden und wer heute ruhig frei haben konnte. Die beiden Hengstfohlen Bacardi Mojito und Elmo gehörten schon einmal zu denen, die ihren freuen Tag draußen verbringen durften. Dafür holte ich mir jedoch das DRP Santino von der Weide und machte den schicken Hengst zum Longieren fertig. Als nächstes stand Gregor auf den Plan. Den Guten durfte ich sogar reiten, da er mit einem tollen Gemüt ausgezeichnet war und so ging es für uns auf den Reitplatz. Da es heute noch sehr warm werden würde, machte ich nicht gar so viel. Die beiden Classic Ponys D'Artagnan und Yoshi ließ ich Freispringen. Natürlich nur niedrige Hindernisse, aber sie hatten sichtlich Spaß. Zu guter Letzt longierte ich noch Dynjandi und war dann mit der ersten Gruppe schon fertig.
      Da zur Mittagszeit die Sonne nur so auf uns nieder prasselte, schnappte ich mir die drei Zwerge Woezel, Cesar und Floriano. Zuerst putzte ich die drei Shettys und dann verkrümelte ich mich mit den drei auf eine nahegelegende Wiese in den Schatten, so dass sie zufrieden grasen konnten und ich meinen Mittagslunch zu mir nahm. Einen sehr großen Teil von Flohs Gestüt machten Stuten aus, davon hatte sie elf und die könnten unterschiedlicher nicht sein. Auch hier hatten die Kleinsten für heute frei. Dennoch schaute ich kurz bei ihnen vorbei. HGT's Royal Dream stand grasend in einer schattigen Ecke, während Little Lioness und Foggy Dew wild über die Weide tobten. Na die kamen ganz gut ohne mich klar. Auch frei hatte die rüstige Haflingerstute Blondie. So begann meine Arbeit erst bei His Lady Lou und Märchenerzählerin. Beide longierte ich nacheinander und entließ sie dann wieder auf die Weide. Mit der Scheckstute Kiona ging ich ein wenig spazieren, ehe ich laut Floh ihre Warmblutstute Silmpy's Ronja springen sollte. Wir nahmen nur kleinere Hindernisse, aber es machte der Stute sichtlich Spaß und die Gymnastizierung tat ihr auf jeden Fall gut. Chou und Windrose ließ ich ein wenig in der Halle laufen, großteils nur, um zu sehen, dass alles gut war. Meinen Abschluss bildete DéjàVu, welche ich auch longierte und dann war ich auch für heute schon fertig. Nun konnte ich eine Pause einlegen, ehe es zur Abendfütterung gehen würde und ich mich dann auf den Heimweg machen würde.​
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  • Album:
    ~ Wallache & Hengste ~
    Hochgeladen von:
    Floooh
    Datum:
    4 Feb. 2015
    Klicks:
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    Kommentare:
    17
  • Yoshi
    Rufname: //
    ----------------------
    Abstammung
    Von: Unbekannt / 100% Classic Pony
    Von: Unbekannt
    Aus der: Unbekannt

    Aus der: Unbekannt / 100% Classic Pony
    Von: Unbekannt
    Aus der: Unbekannt


    Geboren: 2009
    ------------------------------------------
    Aussehen
    Rasse: Classic Pony
    Geschlecht: Hengst
    Fell: Fuchs
    Langhaar: Beige
    Abzeichen: Keilstern, Schnippe, 3x Weiße Socke, 1x Fessel
    Stockmaß: 1,33
    -----------------------------
    Charakterbeschreibung
    Charakter: Verschmust, ausgeglichen, lernwillig
    Beschreibung: Yoshi ist ein, man kann wirklich sagen, treudoofer Hengst. Zwar zeigt er hier und dort seine Hengstmanieren und ist ausschließlich ein Pony für fortgeschrittene Reiter, doch unterm Sattel zeigt er sich stets lernwillig und gelehrig und versucht es seinem Reiter recht zumachen. Dennoch darf man trotz seiner geringen Größe nicht vergessen, dass er ein Hengst bleibt. Im Umgang dagegen kommt seine treudoofe und sanfte Ader wieder zum Vorschein. Er tut alles für ein Leckerchen oder eine schöne Streicheleinheit, weshalb er selbst unter den ganz kleinen Kindern ein absoluter Favorit ist.
    Geeignet für: Fortgeschrittene
    Rang: Hoch
    ------------------------------------
    Besitzerdaten
    Besitzer: Floooh
    Vorbesitzer: //
    Ersteller: Sweetvelvetrose
    VKR: Sweetvelvetrose

    Gekauft am: 04.02.2015
    --------------------------------
    Qualifikationen
    Springen: L
    Military: A
    Dressur: M
    Western: E
    Galopprennen: E
    Distanz: L
    Fahren: L

    Eingeritten: Ja
    Eingefahren: Ja
    Reitstil: Englisch, Fahren
    ----------------------------------
    Zuchtdaten
    Geschlecht: Hengst
    Rasse: Classic Pony / 100%
    Typ: Pony
    Gekört: Ja
    Zuchteinstellung: //
    Nachkommen: //
    Schleife:
    [HK 473] Alle Rassen
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    2. Platz - 1. Synchronfahren

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    3. Platz - 226. Fahrturnier
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    1. Platz - 301. Dressurturnier [Pas de Deux]
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    3. Platz - 302. Dressurturnier
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    2. Platz - 299. Springturnier
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    1. Platz - 204. Militaryturnier
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    3. Platz - 215. Distanzturnier
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    1. Platz - 216. Distanzturnier
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    Restliche Informationen
    Zustand: Sehr gut
    Tierarzt: //
    Letzter Besuch: //
    Zustand: Sehr gut
    Hufschmied: //
    Letzter Besuch: //

    Reitbeteiligung: //