Occulta

Yoomee am Glühweinritt

Gestern Abend noch fertig gemacht :P Inklusive neues Zaumzeug für die Süsse :3

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Yoomee am Glühweinritt
Occulta, 13 Jan. 2017
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    Hofgeschehen III
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    Occulta
    Datum:
    13 Jan. 2017
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  • Heute wollte ich meine neue Ponystute Yoomee auf Herz und Nieren testen – oder anders betrachtet etwas Spass mit ihr haben. Wir verluden sie an diesem bewölkten Wintermorgen, um zu den 65. Reiterspielen zu fahren, die in Form eines Glühweinritts stattfanden. Yoomee ging brav die Rampe hoch, was mich nicht sonderlich erstaunte, denn die Stute war ziemlich unkompliziert im Umgang. Ich klopfte ihr zufrieden auf den Hals und band sie fest, dann schloss ich alle Klappen. Jonas durfte/musste fahren, während ich die Aussicht genoss und bereits den Ablauf plante.

    Auf dem Parkplatz angekommen, luden wir Yoomee aus und zäumten sie. Jonas wischte ihr noch ein letztes Mal mit der Wurzelbürste über’s Fell, dann schwang ich mich mehr oder weniger elegant auf ihren Rücken – jawoll, ohne Sattel. Es gab zwei Kathegorien, ich nahm bei der Bareback-Kathegorie für erfahrenere Reiter teil. Bewertet wurden alle zusammen, aber da auch Kinder und Reitanfänger teilnahmen, mussten die besseren Reiter fairnesshalber auf den Sattel verzichten und so ihr Können beweisen. Ich fand die Idee lustig und konnte es kaum erwarten. Yoomee stakste etwas aufgeregt zum Abreitplatz, wo ich erstmal ein paar Runden trabte, damit sie etwas Energie loswerden konnte. Auch Galopp fragte ich ab, denn der war ohne Sattel zugegebenermassen etwas bequemer als der Trab. Yoomee benahm sich wie erwartet brav und folgte meinen Anweisungen ohne zu zögern. Solange ich sie genug beschäftigte, mit Übergängen und Richtungswechseln, hatte sie es auch nicht nötig, den anderen Pferden hinterherzuschauen. Ich fühlte mich schon längst aufgewärmt und bereit für die bevorstehende Aufgabe, aber wir mussten noch einen Moment warten. Ich gesellte mich daher zu Jonas, der beim Zaun stand und einen Apfelpunsch trank. „Ich auuch!“, bettelte ich, sodass er mir lächelnd den Becher reichte. „Das hatte ich schon erwartet, deshalb hab ich ihn ja geholt“, meinte er, und streichelte Yoomee, die ebenfalls neugierig die Nase zu ihm hinstreckte. „Nö Yoomee, für dich gibt’s erst nach dem Wettbewerb was“, murmelte er amüsiert. Noch während ich trank, wurde die Startnummer vor mir aufgerufen. „Oi, ich muss mich bereitmachen!“, rief ich erschrocken aus und verschüttete fast den Punsch. Ich drückte den Becher zurück in Jonas‘ Finger, der mir viel Erfolg wünschte. Dann trabte ich mit Yoomee zum Start.
    Sobald die vorherige Teilnehmerin durch war, durften wir beginnen. Gleich am Anfang ging es darum, einen Becher Glühwein zu transportieren, ohne zu viel zu verschütten. Es war eine Markierung am Becher, die zeigte, wie viel er im Ziel noch enthalten musste. Entschlossen nahm ich den Becher entgegen und trieb Yoomee an. Rasch stellte ich fest, dass es im Trab zu sehr holperte, also galoppierte ich kurzerhand an. Kurz vor dem Fass, auf das ich den Becher stellen musste, leitete ich die Bremsung ein, sodass wir rechtzeitig standen. Dazu brauchte ich die ganze Hebelwirkung meines Oberkörpers, da ich ja nur einhändig unterwegs war. Sobald der Becher sicher stand, wendete ich Yoomee und schickte sie mit einem Schnalzen zum nächsten Posten. Hier mussten wir einen ehemaligen Weihnachsbaum zu einer am Boden markierten Stelle schleiffen und aufstellen. Das stellte sich als schwieriger heraus als gedacht, denn ich musste Yoomee überzeugen, dass sie stillstand, bis ich die Tanne in die Halterung gesteckt hatte. Nun galt es, diese Tanne auch noch zu schmücken. Dazu galoppierten Yoomee und ich barrel-racing mässig zwischen Fass und Tanne, bis alle Dekosachen an ihrem Platz waren, denn wir hatten dazu nur 3 Minuten Zeit. Am Ende blieben mir noch ein paar Sekunden, um die Glitzergirlande zurechtzuzupfen, bevor ich auf den letzten Posten zusteuerte. Yoomee packte hierbei das Wettbewerbsfieber und sie gab mehr Gas als mir lieb war, sodass ich mich an der Mähne festhalten musste um nicht von ihrem Rücken zu rutschen. Der enge Slalom bremste sie zum Glück wieder, denn sonst hätte ich wohl kaum einen der Mistelzweige erwischt, die über uns hängten. Es folgte ein rasanter Endspurt mit einem Freudenbuckler, dann waren wir durch. Ich liess lachend die Zügel los und klopfte Yoomee den Hals, während sie langsam in den Trab und schliesslich in den Schritt fiel. Zügig schritt sie von selbst auf Jonas zu, der bereits mit einem Apfel wartete. Ich liess mich von ihrem Rücken gleiten und stellte zufrieden fest „Sie war echt cool, das würde ich sofort wieder machen mit ihr! Und das obwohl wir sie erst zwei Monate bei uns haben.“

    Wir brachten Yoomee zum Transporter und zogen ihr eine Fleecedecke an. Die Klappe vorne liessen wir noch offen, dass sie hinaussehen konnte. So knabberte sie zufrieden an ihrem Heunetz, während Jonas und ich uns mit den anderen Teilnehmern in die Reiterstube setzten. Es gab Plätzchen und selbstverständlich Glühwein, was gut tat bei der eisigen Kälte. Der Ritt hatte grossen Spass gemacht, und ich war gespannt zu hören, wie gut Yoomee und ich abgeschnitten hatten.