Cascar

Yacedor Gepir

Hengst | Achal Tekkiner | * 24.03.2010 | im Besitz seit 29.03.2015 | gekört: nein | gechippt: ja | geimpft: ja | Decktaxe/Leihgebühr: - (17 Punkte + HS + Bild)

Yacedor Gepir
Cascar, 20 Juni 2017
    • Cascar
      Ankunft von Yacedor Gepir
      [29.03.2015]

      "Ich komme!", rufe ich, als aus dem Pferdehänger ein Wiehern ertönt. Frierend ziehe ich mir den Kragen der Jacke über den Kopf und haste den hellen Scheinwerferlichtern des Autos entgegen. Mein Dad kommt gerade vom Flughafen und zwar, wie es der Zufall will, mit einem neuen Pferd. Yacedor.
      Ich freue mich auf den blonden Knaben, denn ich hatte schon die Ehre, ihn kennen zu lernen. Nun ist er endlich bei mir.
      Nunmehr grinsend laufe ich hinter den Hänger und öffne ächzend die Rampe. Mit vereinten Kräften überzeugen wir den Tekken dann, hinaus in den Regen zu kommen - er hat weder eine Decke, noch Transportgamschen. Und weil ich aus Erfahrung weiß, wie anfällig meine Vollblüter sein können, ziehe ich den Cremello im Trab hinter mir durch das Unwetter in den beheizten Tekkenstall.
      Da wird erstmal geguckt und geschnuppert. Ich lege dem Hüh eine Stalldecke über, dann schiebe ich es in die Box zu frischem Stroh und Futter. Mir wird direkt warm im Bauch, als ich den Hengst zufrieden trinken und fressen sehe. Mit einem Seufzen kann ich also zum Hänger zurückkehren, um Dad mit dem "Rest" zu helfen.
    • Cascar
      Stufenerhöhung Dressur (E/A) (Catalina)
      [01.04.2015]

      Aus dem kühlen Schottland flog ich nun ins warme und sonnige Neuseeland. Ziel war der Tekke Gèpir, der eine Dressurlektion erhalten sollte. Die Ranch war etwas abgelegen, daher fuhr ich gut eine Stunde, ehe ich dort ankam und von Cascar begrüßt wurde. Das Mädchen zeigte mir im Stall ihren Liebling, und während ich ihn vorbereitete, erzählte sie mir von der Anlage des Hofes. Der Cremello war aufmerksam und hatte den Kopf hoch erhoben, solange ich sein Fell kurz bürstete; war er doch sehr sauber und nur die Hufe mussten gesäubert werden. Dann wurde er von Cascar aufgesattelt und von mir getrenst und ab ging es auf das Dressurviereck.
      Die Sonne diente uns mit Wärme und genügend Licht, da es schon fast sechs Uhr abends war, und ich begann, den Hengst mit lockeren Dehnübungen und Übergängen vorzubereiten. Der raumgreifende Leichttrab sowie der Galopp waren sehr schön zu sitzen, und auch die Lektionen der E-Dressur waren dem Hengst bekannt. Im Trab ging es hinter A auf den Zirkel. Der Tekke war ein schneller Lerner, doch erst nach zwei Runden hatte er den Kopf nach innen gestellt und setzte die Hufe wie erwünscht auf den Boden. Gemächlich begann ich damit, die Zirkel zu vergrößern und dann auch zu verkleinern. Danach folgte eine Schrittphase mit Schlangenlinien und auch kleineren Volten. Im Prinzip klappte auch dies einwandfrei, aber im Trab an der nächsten Seite zog er sehr nach außen, was daran lag, dass die Zügel nicht direkt aufgestellt waren. Es wurde eirig. Diese Lektion wiederholten wir noch einige Male, danach ging es aber zum Galopp.
      Ich wollte auch testen, ob die Bahnfiguren im Galopp ebenso sehr von der Hand gingen und fließend waren. Aber erst gab es eine normale Runde im Außengalopp. Gèpir fußte weit nach vorne, daher nahm ich die Zügel auf. Für ein Rennpferd wäre das eine gute Eigenschaft, bei der Dressur gäbe dies aber Abzüge. Schließlich hatte sich der ausdrucksstarke Hengst darauf eingestellt und fußte korrekt auf. Hinter C setzten wir auf den Zirkel. Das Tempo war klasse. In der Geschwindigkeit funktionierte das Lenken, Aussitzen und Hilfe geben klasse, daher beließ ich es dabei und ließ Gèpir nach gut drei Runden auf dem Zirkel durchparieren. Der Hengst ließ seinen Kopf hängen, schnaubte und hustete kurz, riß ihn dann aber wieder hoch und trabte in Ruhe ab. Danach gingen wir im Schritt die gerade erprobten Figuren durch, als Abschlusssequenz, ehe ich absaß und das Pferd abmarschbereit machte.
    • Cascar
      Bericht
      [06.04.2015]

      Ich habe Ferien und das schöne Wetter des Feiertags lädt ohnehin dazu ein, schöne neue Pferde kennen zu lernen.
      Guter Dinge betrete ich also nach dem Mittagessen den Tekkenstall und begegne Yacedor. Der Cremello hat schon eine Stufenerhöhung hinter sich, aber obwohl er mein Pferd ist, hatte ich noch nicht viel mit ihm zu tun.
      Heute wird sich das ändern. Mit beschnüffeln lassen, viel Kraulen und guten Worten gewinne ich den Hengst für mich, dann halftere ich direkt auf und binde das Hüh auf der Stallgasse an.
      Innerhalb weniger Minuten habe ich Putzzeug, Bandagen und einen Stick zusammengesucht, sodass wir nach seiner Säuberung von Fell, Lamghaar und Hufen auf den Reitplatz ziehen können.
      Als angehendes Dressurpferd ist es mir bei Jatze gerade wichtig, dass er viel Vertrauen zu mir bekommt. Und zwar durch Natural Horsemanship.
      Ich beginne also mit dem FriendlyGame und stelle entzückt fest, dass der Liebe willig mitarbeitet. Er entspannt sich schnell, hört mir aber weiterhin aufmerksam zu. Ich wecke ihn mit einigen Führ- und Zirkelübungen, die nur anfangs ein Problem darstellen. Nach dem dritten Mal geduldigem Erklären hat der Hengst verstanden und erfreut sich meines ständigen Lobs.
      Schließlich Rücken wir zum normalen longieren ab, sodass mein Hotta noch ein wenig ordentliche Bewegung bekommt. Auch hier hat der Cremello eine erstaunlich gute Haltung und aktive Hinterhand. Ich klopfe dem Lieben zum Schluss den Hals, lasse ihn dann kauend auf der Mitte stehen und gehe das Tor öffnen.
      Zufrieden darf Gepir auf die Weide, während ich seine Box ausmiste, aufräume und sein Futter fertig mache.
    • Cascar
      Stufenerhöhung Dressur (A/L) (Catalina)
      [24.05.2015]

      Die ganze Arbeit im gemäßigten Europa und kalten Kanada hatte sich negativ auf mich ausgewirkt. Nicht nur, dass mich mein Jetlag einfach umbrachte, nein, ich war wieder in Down Under. Naja, Neuseeland, um es genauer zu sagen. Cascar hatte seit zwei Wochen einen Auftrag bei mir, doch da ich ja Probleme mit dem Umzug und Bennys Gesundheit hatte, hatte ich diesen Auftrag nach hinten geschoben – Cascar fand das nicht schlecht. Trotz des Umstandes, dass ich Shorts und ein luftiges Shirt trug, war die Luft im Terminal sehr unangenehm. Doch ich schaffte es, mir ein Taxi zu rufen, um zum Winterscape Stable zu kommen. Dort angekommen, musste ich erst einige Male blinzeln und lief dann schnurstracks in den Stall. Dort fand ich auch Yacedor in seiner Box. Der Tekke fraß etwas Heu und schaute mich dann an. Zwei Boxen weiter bommerte ein weiterer Achal mit den Hufen gegen die Wand. Der Buckskin sah, ob des abgemagerten Zustandes, sehr agressiv aus. "Cascar? Hallo?", rief ich einmal verwirrt. Ich wollte mich mit dem Pferd nicht anlegen, daher führte ich den Cremello an die Wand, wo ich ihn anband und weiterhin ein Auge auf den Krachmacher hatte. Yacedor wurde gebürstet und gestriegelt, und eine Staubwolke wirbelte hoch, als ich besonders hartnäckige Schmutzflecken aus seinem sonst seidigen Fell herausarbeitete. "Ja?" "Dein Krachmacher-" "Worgait. Der Arme muss dringend fressen.", sie setzte den Dressursattel des Tekken ab und seufzte. "Ich komme mit ihn nicht so gut klar. Schlechte Verhältnisse, unterfüttert, dazu dieses Verhalten und er ist auf Entzug. Medikamente.", sie wischte sich lasch über die Stirn, als ich den Hengst aufsattelte. "Ach du je. Das ist ja schrecklich. Ich meine, ich habe Sarahs Braum 'sozialisiert', wie sie und Hansi mir gesagt haben, und Dorn und Steel sind auch nicht die umgänglichsten Ponys, aber mit so einem Pferd..." Yacedor machte ein grunzendes Geräusch und hustete dann. Sofort drehte ich mich um, fischte ein sauberes Papiertuch aus meiner Jackentasche und machte seine Nüstern sauber. Das benutzte Tuch warf ich weg und trenste den Tekken auf. "Benutz bitte den Platz.", bat Cascar, als sie langsam auf Worgait zu ging. "Die Halle ist zu warm für den Kleinen.", sprach's und so zogen wir über den offenen Platz auf den ausgewiesenen Platz zum Dressurviereck. Die offene Steppe hinter der Umzäunung sah wohl sehr interessant aus, denn mit hocherhobenem Kopf blieb er versammelt stehen und ging dann nach Zureden wieder mit mir mit.

      Es folgte das ordinäre Prozedere. Gang- und Tempowechsel und Bahnfiguren der vorher erlernten Lektionen. Dabei legte ich besonderen Wert auf die Wendungen, sprich Zirkel, Volten, Kehrtwendungen und vergrößern beziehungsweise das Verkleinern der eben genannten Figuren. Dabei spielte der Cremello richtig gut mit, legte sich aber im Mittelgalopp ordentlich in die Kurven, weshalb ich die Schritte verlängerte, damit er sich mehr auf sein Gleichgewicht konzentrierte und nicht zum Rennpferd mutierte. Nach anderthalb Runden war aber Schluss mit lustig und wir trabten noch etwas, bis er dann parierte. Einige Schweißperlen rannen seinen Hals herunter, daher wollte ich jetzt höchstens im Trab mit ihm arbeiten. Bei A angekommen, bereitete ich eine Schlangenlinie durch die ganze Bahn vor, mit drei Wendungen. Der Hengst führte jede Bewegung exakt aus. Direkt im Anschluss gab es einen kleinen Zirkel, woraufhin der Hengst automatisch angaloppierte. Aber direkt in der Ecke bei K parierte er direkt durch zum Schritt. Das sollte auch für heute erst einmal reichen. Ich führte ihn in den kühlen Stall, drehte aber sofort mit ihm um und ging dann nach draußen, sattelte ihn ab und fuhr mit einem feuchten Schwamm über sein schwitziges Fell, trocknete ihn dann ordentlich und gab ihm eine Möhre. Er wurde auf den Paddock gestellt. Zum Schluss verabschiedete ich mich noch von Cascar und fuhr dann wieder zurück zum Airport.
    • Cascar
      Bericht
      [04.07.2015]

      Bei unwirtlichen Temperaturen von 31°C stand ich seit nunmehr drei Minuten am Koppelzaun und konnte den dösenden Yacédòr beim besten Willen nicht dazu bewegen, zu mir zu kommen. Ich konnte es ihm ja nicht verdenken, hatte aber schon gestern beschlossen, dass ich mit dem Hengst zum See laufen würde. Also schlüpfte ich seufzend unter den breiten Drähten hindurch und begrüßte den Cremello. Immerhin spitzte er die Ohren und ließ sich ohne zu mucken mitnehmen.
      In einer gewissen, einigermaßen kühlen Stallgasse befreite ich mein Pferd von Staub und Pflanzenresten und cremte vor allem Gépìrs total von Bremsen, Mücken und Fliegen zerstochene Brust mit Rosencréme ein. Das hielt das Viehzeug neben der heilenden Wirkung auch noch fern. Zufrieden und mit einem neuen Lederhalfter "bekleidet" marschierten wir dann los, geradewegs in den Wald. Ich war mit Essig schon einmal heute hier gewesen, sodass ich mich nicht an den Weg zu erinnern brauchte und meine gesamte Aufmerksamkeit dem Pferd galt. Ich plauderte ein bisschen mit dem Hengst und nahm schließlich auch sein unverhohlenes Misstrauen gegenüber dem Wasser war. Ich grinste, als mein Gefährte den Schweif aufstellte und mit gespitzten Ohren und gewölbtem Hals neben mir durch den Ufersand tänzelte. Ich ließ den Strick lang, wich im ein bisschen aus und zog ihn trotzdem unablässig zum kühlen Nass. Kurz zuckte Jatze dann zusammen, als das Wasser seine Hufe umspülte, dann bemerkte er, dass das Zeug ja kühlte und beruhigte sich etwas. Das überraschte mich, ehrlich gesagt, denn es zeigte, dass der Hengst irgendwie Vertrauen zu mir hatte.
      Zwei Stunden waren wir unterwegs, bevor wir schließlich auf den Hof zurückkehrten. Hier herrschte kaum Betrieb, sodass ich mit dem nassen Hengst ungesehen in den Stall kam. Dort flocht' ich seine Mähne, zumindest am Hals, sodass es nicht mehr so warm war und stellte ihn dann wieder zu seinen Kollegen auf die Weide. Zum dösen.
    • Cascar
      Bericht (Catalina)
      [10.07.2015]

      Der Vollbluthengst vergriff sich gerade an seiner Mittagsration Heu. Durch den starken Regen, der jetzt auf uns niederprasselte, hatten Clark und ich alle Pferde wieder rasch in den Stall befördert. Da Yacedor eh schon sensibel genug war, hatte ich ihn gar nicht erst auf die Weide gestellt. Aber jetzt ging es um seine Dressurausbildung.
      Der Blonde buckelte, als ich ihn draußen anband. Ungeachtet dessen schob ich ihn zur Seite, damit er nicht komplett nass wurde. Auch beim Putzen wirkte er aufgebracht, aber nach einer Möhre und gutem Zureden ließ er die 'Tortur' über sich ergehen. Damit er nicht krank wurde legte ich ihm Gamaschen mit Fellbesatz an, sattelte ihn dann auf und legte noch eine Regendecke über ihn. Bis wir zur Halle kamen würden wir bestimmt drei Minuten laufen müsssen. Selbst im Trab würde sich die Zeit nicht stark verringern. Immerhin zog er mit mir in Ruhe über den Weg, ohne wegen des Wassers durchzudrehen.
      In der Halle saß ich auf. Der Hengst tippelte unruhig zur Seite. Der Regen dröppelte beständig auf das Dach, doch ich zog es vor, heute alles hinter mir zu lassen. Die Fersen an den Bauch gedrückt, sprang Yatze direkt in den Trab. Ich spürte, wie sich seine Muskeln anspannten, aber diese Anspannung beruhigte sich langsam, als er raumgreifende Schritte machte und sich entspannte. "Was war denn los, Yatze? Hm?", ich beugte mich im Leichttrab vor, klopfte seinen Hals und lenkte ihn dann auf die Mittellinie. Von dort aus ritten wir eine Volte bei E – und setzten dann im Galopp durch die Halle. Der Spanbelag wirbelte hoch. Dadurch angespornt, ritten wir einen Zirkel, nur damit ich ihn dann danach abbremste. Ein aufgebrachtes Schnauben folgte, als wir im Trab eine Eckvolte ritten – eigentlich keine richtige Figur, aber es war genauso gut wie ein Bahnwechsel oder eine Kehrtvolte. Beim Schlangenlinien reiten lehnte er sich störrisch gegen die Hand. Auch beim vermehrten Einsatz der Gerte und meiner Stimme wirkte er nicht überzeugt, eine formvollendete Schlangenlinie zu reiten. Das änderte nichts an meiner plötzlich eintretenden guten Laune, als Clark mit Numidia in die Halle kam. "Du wolltest sie trainieren?" "Siehst du nicht, das ich mit Yacedor beschäftigt bin?", wir parierten durch und hielten dann etwas weiter vor dem Berber an. Die beiden schienen sich nicht wirklich zu mögen. "Wärm sie einfach im Round Pen auf. Schieb das Dach vor. Ich bin hier gleich fertig."
      Wir übten noch eine halbe Stunde lang. Denn der Hengst wurde zappelig und führte meine Hilfen nicht korrekt aus. Schade, denn Yacedor wirkte sonst eingentlich ganz locker. Aber ich wollte auch nicht gegen ihn arbeiten, denn das machte uns ja auch keinen Spaß. Also gab ich es für diese Lektion auf, klopfte resigniert seinen Hals und sattelte ihn ab. Bevor es dann für ihn nach Hause ging, bekam er eine kleine Sedierung.
    • Cascar
      Sammelbericht
      [21.08.2015]

      Heute waren es absolut alle Pferde, die gepflegt werden mussten. In den Ferien war ich viel unterwegs gewesen, sodass ich mich jetzt zusammen mit Marc und Olli auf eine große Tour über den Hof begab. Wir begannen bei Ever im Südstall mit dem Füttern, putzen und misten und fuhren dann erstmal mit dem Rad zum Offenstall, besser bekannt als die Sommerweide, und kontrollierten die Tränken und den Zaun. Schließlich sammelten wir den Großteil aller Pferdeäpfel auf beiden Koppeln, sodass letztendlich, zumindest hier, alle Pferde versorgt waren. Zurück im Nordstall putzten, fütterten und misteten wir dann noch Fino, Lotte, Karthago, Trafo und Where, ebenso Feuerzauber und im Hengststall Dumb. Schließlich blieben uns noch die Tekken Himmi, Gepir, Devri, Essig, Distraction und seit neuestem auch wieder Unglück. Insgesamt überprüften wir zum Schluss eine Liste. Wir hatten alles geschafft, alle Pferde standen glücklich auf der Weide und besonders unseren Sommerhühs ging es rosig. Ein perfekter Tag.
    • Cascar
      Weihnachten
      [24.12.2015]

      Es lag kein Schnee. Natürlich nicht, wir befanden uns schließlich im Norden Neuseelands. Und trotzdem beflügelte mich die weihnachtliche Stimmung und nicht zuletzt die Weihnachtsmusik in unserem Haus. Voller Freude packte ich die von Reitschülern und Unterstützern des Hofes gespendeten Möhren, Rüben und getrockneten Brotscheiben in einen Beutel und machte mich auf den Weg in den Stall.
      Meine Füße trugen mich als erstes in den nun ziemlich leeren Tekkenstall, wo die Hengste Kazoom, Yacedor Gepir und Distraction ihre Ration bekamen. CH's Unglück natürlich auch, nur verweilte ich bei ihr einige Minuten länger. Ist ja auch nicht immer leicht, so als einziges Mädchen unter Kerlen.
      Da ich noch eine Menge zu erledigen hatte, machte ich mich dann schleunigst wieder auf den Weg und zwar zum Hengststall. Dort wurde ich mit lautem Gewieher begrüßt, was mein Herz warm werden lies und ich verteilte das Futter voller Elan an Where No One Goes, den mittlerweile wieder gesunden Klappstuhl und meinen geliebten Empire of Darkness.
      Anschließend ging es nur noch in den Turnierstall. Ein wenig traurig wurde ich, denn das war das erste Weihnachten ohne VGold. Dafür begrüßte mich Spearmint umso stürmischer und ich konnte es nur jedes Jahr gleich tun und mich bei meiner gescheckten Stute herzlich bedanken.
      Natürlich genauso bei Razita, die mir mittlerweile auch sehr ans Herz gewachsen war. Feuerzauber und Spotted Frischkäse kamen auch nicht zu kurz. Letztere hatte mächtig zugelegt und sah langsam schon aus wie eine junge Ponydame.
      Insgesamt hielt ich meinen Rundgang an Weihnachten für sehr gelungen. Meine Schützlinge waren glücklich und hatten mich ein Jahr mehr total aus der Bahn geworfen, vor ehrlicher Herzlichkeit.
      Frohe Weihnachten.
    • Cascar
      Sammelbericht
      [05.05.2016]

      Feiertage bieten sich immer für Großeinsätze im Stall an, besonders im Frühjahr. Wenn die Pferde ihr Winterfell verlieren und erstmals wieder über Nacht auf der Weide bleiben können, heißt es in Neuseeland immer - Frühjahrsputz. Ich habe also viel vor und außergewöhnlich gute Laune. Schule ist gerade in Ordnung, ich bezeichne mich selbst als 'glücklich'. Das scheint Yacedor auch zu merken, als ich morgens gegen sieben die schweren Holztüren des Tekkenstalls öffne, denn er wiehert überschwänglich. Ich trete an seine Box, streichle seine weiche Nase und beginne dann ohne große Umschweife mit dem Füttern. Danach werden Yacedor, Kazoom, Distraction und CH's Unglück geputzt. Man muss heutzutage schön aussehen, für einen Tag auf der Weide. Und weil ich gerade dabei bin, werden Mähne und Schweif unserer Sprinter auf angemessene Länge gestutzt. Ich betrachte zufrieden mein Werk, als die vier Großen glänzend vor mir stehen, dann bringe ich sie nacheinander auf die Hofweiden - CH als letzte und erstmal alleine. Als einzige nicht austickende Stute wird sie später Gesellschaft von Feuerzauber bekommen.
      Als nächstes zieht es mich dann auch einmal quer über den Hof, zum Turnierstall. Auch dort werde ich mit Wiehern begrüßt - auch von meinem Dad, der gerade Kraftfutter verteilt. Es ist schon die Mittagsration, ich muss mich also ranhalten, wenn ich heute allen Hottas unter die Augen treten will. Als erstes "überfalle" ich die Jüngste im Bund, Spotted Frischkäse, die mittlerweile gar nicht mehr so klein und lieb ist. Vor ein paar Monaten haben wir mit dem longieren begonnen und jetzt strotzt sie nur so vor Energie. Ich muss sie mehrmals zur Vernunft rufen, während des Putzens. Weil sie ein Pony und jung ist, schneide ich ihr Langhaar nicht, sondern bringe sie gleich auf die Weide. Als ich in den Turnierstall zurückkehre, putzt Dad Razita, die im Laufe der Zeit mehr oder weniger sein Pferd geworden ist. Ich denke, die Stute ist die Einzige, die meinem Vater wirklich etwas bedeutet - verkaufen würde er sie nicht, denke ich.
      Ich lächle in mich hinein und hole Spearmint aus ihrer Box. Als erfahrenes Westernpferd muss ich meinen geliebten Schecken nicht mehr anbinden und putze direkt draußen vor dem Paddock, in der Sonne. Mein Mädchen verliert gerade sehr viel Fell, sodass ich einige Zeit zu tun habe. Bis ich fertig bin, hat mein Papa schon Feuerzauber geputzt und Zita auf die Weide gebracht - wir schicken also nur noch Spearmint und Feuer hinterher, dann sind wir mit dem Stall fertig. Zumindest für's erste.
      Den Hengststall habe ich mir bis zum Schluss aufgehoben: jetzt wieder ohne Dads Hilfe miste ich dort erstmal aus. Die Hühs sind seit heute Morgen auf der Weide. Einen nach dem anderen hole ich mir dann von dort an den Stall (eine wahre Tortur wenn man bedenkt, dass der ein oder andere nicht alleine irgendwo ruhig stehen kann …) und säubere Fell und Langhaar gründlich - Zuerst Klappstuhl, genannt Dumb, dann Empire und zum Schluss Where. Bei den beiden Schecken fällt auch ein wenig Langhaar. Nach dem Putzen sehen dennoch alle drei wieder wie richtige Pferde aus und ich muss grinsen, als sich Empire kräftig schüttelt.
      Meine Hengste dürfen dann wieder auf die Koppel. Die Sonne neigt sich schon gefährlich dem Horizont, als ich mit dem Ausmisten der Boxen beginne. Einige unserer Angestellten haben den Tekkenstall übernommen, aber der Turnierstall bleibt mir, sodass ich noch eine ganze Weile beschäftigt bin bis ich erst Abendbrot esse und dann die Tekken in den Stall bringe. Allen übrigen Pferden verpasse ich mit Dads Hilfe eine Decke und lasse sie die frische Nachtluft genießen.
    • Cascar
      Sammelbericht
      [04.09.2016]

      Es war warm draußen. Nicht so warm, wie die 37°C am letzten Wochenende, aber immer noch so warm, dass man beim Pferde putzen schwitzte. Ich bekam das an diesem Mittag zuerst bei Feuerzauber zu spüren. Hinter mir stand Spotti auf dem Paddock und versuchte vergeblich, mit ihrem kleinen weißen Maul an meinem T-Shirt zu zupfen, während ich die Hufe der Braunen auskratzte. "So. Ihr zwei müsst dringend laufen.", stellte ich fest, packte das Putzzeug beiseite und halfterte die kleine Scheckin auf, bevor ich beide Stuten auf die etwas außerhalb gelegene, große Weide brachte. Wieder zurück putzte ich nacheinander CH's Unglück, die aufgrund ihres kurzen Fells eigentlich schon vorher total sauber war, und meinen Liebling Spearmint. Sie schubberte sich währenddessen fröhlich am Anbindebalken. Dann gesellte sich mein Dad zu mir, der sich seine Turnierstute Razita mit Striegel und Hufkratzer vornahm, bevor es für alle drei auf die Koppel ging. Ich atmete danach ein paar Mal durch und trank etwas, dann ging es zum Hengststall. Empire wieherte laut, von seinem Paddock aus, als wir uns zu zweit dem Stall näherten, sodass ich lächeln musste und ihm im Vorbeigehen über die Nase strich. In den alten Gemäuern war es kühler als draußen, also putzten wir die Hengste (Empire of Darkness, Klappstuhl und Where No One Goes) der Reihe nach dor. Auch die drei Tunichtgute des Hofes durften im Anschluss zum Fressen und Toben auf die Weide; für Papa und mich ging es noch in den Tekkenstall, zu Kazoo, Distraction und Yacedor Gepir. Alle drei Hengste waren noch jung und ein bisschen hibbelig, weil sie schon lange nicht mehr richtig bewegt worden waren. Deshalb holten wir beide uns noch die Reitlehrerin und Ausbilderin Maria vom Reitplatz und longierten die Hengste nach dem Putzen für eine gute dreiviertel Stunde. Danach war bis auf das Boxenausmisten Feierabend. Aber das muss ich nicht weiter beschreiben, jeder Reiter weiß, wie das ist …
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  • Album:
    WCS - Südweststallung
    Hochgeladen von:
    Cascar
    Datum:
    20 Juni 2017
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  • Stallinterne Informationen
    _________________________________

    Zuchtname des Pferdes: Yacedor Gepir
    Rufname(n): Yacedor, Gepir, Yace ("Jatze")
    Besitzer: Cascar Winterscape
    Reitweise: Englisch
    Vorbesitzer:
    Vorkaufsrecht: Meister Yoda

    Tierarzt: Eddi Caen
    Hufschmied:
    Ausbilder: Ann England
    Reitbeteiligung: Ann England

    Stall: Oststall
    Weide: außerhalb des Hofes;
    nordwestlich m. Offenstall
    Einstreu: Stroh
    Futter: Heu, Saftfutter;
    Kraftfutter 2x täglich
    Anmerkungen: bitte reichlich Streu aufgrund der Gelenke
    und des dünnen Fells und damit erhöhter Verletzungsgefahr

    Portrait: ✘


    Abstammung
    _________________________________


    Von: Yipsonos Hchrassus
    Yampala Munir x unb.

    Aus der: unb.
    - x -

    Zur Zucht zugelassen:

    Gencode: n. g.
    Vererbung: Gelenkerkrankung
    wird nicht vererbt. / n. g.
    Nachkommen:


    Exterieur
    _________________________________

    Geschlecht: Hengst (männlich)
    Geburtsdatum: 24. März 2010
    Rasse: Achal Tekkiner
    Herkunft: Usbekistan

    Stockmaß/Endmaß: 170,4 cm
    Art: Pferd
    Typ: Vollblut

    Fellfarbe: Cremello (Albino)
    Langhaar: eierschale / weiß / tw. leicht rötlich
    Abzeichen:
    Sonstige Erkennungsmerkmale: Fischauge
    auf beiden Seiten


    Interieur
    _________________________________


    freundlich ◆◆◆ bösartig

    introvertiert ◆ extrovertiert

    intelligent ◆◆◆ unintelligent

    selbstbewusst ◆◆◆ unsicher

    sozial ◆◆◆◆ unsozial

    nervös ◆◆◆◆ beständig

    ausgeglichen ◆◆◆ unausgeglichen

    temperamentvoll ◆◆◆◆ ruhig

    aufmerksam ◆◆◆ unaufmerksam

    streitlustig ◆◆◆◆ friedlich

    naiv ◆◆◆◆ dominant

    loyal ◆◆◆ untreu

    arbeitsfreudig ◆◆◆◆ faul

    geduldig ◆◆ ungeduldig


    Charakterbeschreibung: Yacedor Gepir ist gewissermaßen ein Hengst mit zwei
    Gesichtern: Zum einen lernt man schnell einen recht dominanten, temperamentvollen
    und vor allem selbstbewussten Hengst kennen, mit dem man sich immer wieder
    auseinandersetzen muss, um dessen Loyalität zu gewinnen. Zum anderen ist Gepir sehr
    intelligent und trägt seine Unerzogenheit als eine Art Maske - fordert man ihn (sowohl
    geistig als auch körperlich) und lässt sich auf ihn ein, arbeitet der Cremello mit
    unheimlicher Konzentration, Perfektion und Liebe zum Kleinen mit. Diese
    Eigenschaften machen ihn sehr geeignet für den höheren Dressursport.

    Geschichte:
    Yacedor wurde auf einem Achal Tekkinergestüt in Usbekistan geboren und
    auch grundlegend ausgebildet. Im zarten Alter von zwei Jahren lief er sein erstes
    Rennen - und stürzte. Infolgedessen wurde bei dem jungen Hengst eine vermutlich auf
    Inzucht zurückzuführende, chronische Gelenkerkrankung (nicht erblich!) festgestellt, die
    ihn für die meisten Reitsportarten untauglich macht. Allerdings zeigt er sich begabt und
    begeistert in der Dressur, sodass er in jenem Geschäft unter ausreichend und
    schonendem Training erfolgreich sein kann. Eine Herausforderung und gewissermaßen
    auch Lebensaufgabe, dem der Zuchtstall Gepirs nicht gewachsen war: Der Hengst
    wurde verkauft und lebt seitdem in den WCS.


    Qualifizierungen & Erfolge
    _________________________________


    Eignung: Dressur, ggf. Trail

    Springen: E A L
    Military:
    Western (Trail):
    Distanz: E A L

    Galopprennen:
    Fahren:

    Dressur: E A L M S S* S** S***
    Gangreiten:
    Wendigkeit: E A L M

    Turnierbedingter Aufstieg | Trainingsaufstieg | Potential


    Auszeichnungen:

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    1. Platz; 397. Dressurturnier | 2. Platz; 421. Dressurturnier
    1. Platz; 423. Dressurtrunier | 1. Platz; 428. Dressurturnier
    3. Platz; 435. Dressurturnier | 2. Platz; 487. Dressurturnier
    3. Platz; 499. Dressurturnier


    Ausbildungsstand
    _________________________________


    Fohlen ABC:
    Longiert:
    Eingeritten:
    Eingefahren:

    Beurteilung: "Eigentlich kann er's!" - Yacedor stellt seine Menschen
    gern auf die Probe und blüht erst bei entsprechendem
    Anspruch wirklich auf.

    Gelassenheitstraining:
    Hindernisgewöhnung:
    Hängergewöhnung:
    Startboxgewöhnung:

    Roundpen: schnell gelangweilt, selten konzentriert
    Reitplatz/Reithalle: neugierig; es ist schwer seine Konzentration
    wieder zu erlangen, wenn man sie einmal veloren hat …
    Gelände: erstaunlich trittsicher, läuft ungern auf hartem Untergrund,
    hat aber insgesamt sichtlich Spaß an der frischen Luft um die Ohren


    Gesundheitszustand
    _________________________________

    Gechippt:
    Geimpft:
    Bekannte Krankheiten: empfindliche Gelenke aufgrund von
    Inzucht / Überzüchtung; fällt meist im nassen und kalten auf
    (Herbst-/Wintermonate); nicht erblich
    Anmerkungen: zurzeit gesund

    Hufzustand: gut
    Prüfstand: verfallen
    Beschlag vorn:
    Beschlag hinten:
    Anmerkungen: schmiedtauglich,
    nicht beschlagen