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Bracelet

Winterzauber ♥

Jacko x Marah <3

Tags:
Winterzauber ♥
Bracelet, 21 März 2016
Magic, Veija und Canyon gefällt das.
    • Bracelet
      Alte Berichte
      ..die Erste

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      Alte Berichte von Magic

      Magic Vaconda's Ankunft
      Stelli und ich hatten alles abgesprochen. Heute sollte Vaconda zu mir kommen. Stelli fuhr also mit ihm auf den Hof und ich begrüßte sie freudig. Dann holte sie die Stute aus dem Hänger. Ich hatte sie zwar schon ein paar mal gesehen, wusste aber nichtmehr das sie so groß war. "Naa hübsche?" ging ich auf sie zu und streichelte ihre Nüstern. Dann nahm ich Stelli Condi ab und führte sie in ihre neue Box. Als ich rein kam fragte man mich schon ob das mein neues Pferd sei. Ich nickte und Condi begutachtete ihre neue Box. "Also dann." grinste ich und lief wieder mit Stelli auf den Hof. Sie musste leider schon wieder gehen da sie noch ihre anderen Pferde versorgen musste. Also räumten wir noch kurz ihre Sachen in den Schrank und dann fuhr sie schon wieder davon. Ich sah nochmal nach was sie alles hatte. Dann lief ich wieder zu Condi. "Naa? Ich kauf dir morgen oder so noch mal ne Schabracke, oder?" sagte ich lächelnd zu ihr und ging in ihre Box. Sie schnaubte mich an und begann ihr Heu zu fressen. Sie war die Ruhe selbst.

      Magic Pflegebericht 2Nun war ich wieder da. Nach einem Jahr Australien konnte ich endlich wieder zu Vaconda. Ob sie mich noch kannte? Ich werde es sehen. Am nächten Morgen, nach meiner Ankunft, zog ich mich um und fuhr erfreut zum Stall. Dort angekommen wurde ich schon von den Mädels begrüßt. Nach kurzem Getratsche machte ich mich auf den Weg zu ihrer Box. Während meiner Abwesenheit wurde sie von meiner Schwester und meine Cousine geritten. Da Condi nicht in ihrer Box war, dachte ich mir, sie ist bestimmt auf der Weide. Also schnappte ich mir einen Strick und lief zur Weide. Dort angekommen sah ich meine hübsche Stute schon traben. Ich piff nach und rief ihren Namen. Sofort blieb sie stehen, wiehrte und galoppierte auf mich zu. Sie kannte mich also noch ! Freudig lief ich auf sie zu und streichelte sie zwischen den Augen. "Na mein Schatz? Hast du mich vermisst?" Sie sah mich an und ich gab ihr eine Karotte. "Wie wärs, wenn wir einen schönen Ausritt machen?" Sie wiehrte und ich klickte den Strick ein. Am Putzplatz band ich sie an und holte den Putzkasten. Nachdem ich sie ausgiebig gestriegelt hatte, holte ich Sattel und Trense. "Na, die sind aber gut gepflegt worden, was?" Ich lachte und legte ihr beides an. Da ich sie jetzt seit einem Jahr nicht geritten war beschloss ich, erstmal wieder mit Helm zu reiten. Gesagt getan, los gings !
      2 Stunden Ausritt. Wir liebten es. Über die frisch gemähten Wiesen zu galoppieren, über das kleine Bächlein zu springen und einfach schön im Schritt durch den Wald zu reiten. Es war einfach nur wieder schön..
      Zuhause sattelte ich Condi ab und wusch ihr erstmal die Beine, da diese seehr dreckig waren. Dann beschloss ich, ihre Mähne noch zu schneiden da diese es dringend nötig hatte. Nachdem ihre Mähne wieder etwas gleich sah, mistete ich ihre Box noch etwas aus, da dort einige Pferdeäpfel lagen. Ich streute etwas Stroh drüber, holte noch einen großen Haufen Heu und dann durfte Vaconda in ihre Box. "Bis Morgen, Süße" verabschiedete ich mich, drückte ihr einen Kuss auf die Nase und fuhr nach Hause.
      4 Nov. 2010
      Stelli Heute besuchte ich Waconda.
      Die Stute aus meiner Zucht brummelte mich schon freudig zu als sie mich erkannte.
      Ich holte sie aus ihrer Box und band sie in der stallgasse an.
      Dann begann ich, ihr fell glänzend zu putzen.
      Ich schnitt Mähne und schweif nach und fettete ihr die Hufe ein.
      Danach stellte ich sie auf den Paddock.
      Währenddessen mistete ich ihre Box aus uns streute frisches Stroh nach.
      Ich holte Waconda wieder in ihre Box und fütterte sie.
      23 Juli 2011
      Magic Die lange Zeit in der ich in der Reha-Klinik war konnte ich fast nicht aushalten. Ich vermisste Vaconda so sehr. Endlich durfte ich wieder aufs Pferd, also zog ich mich schnell um und ging in den Stall. Dort wiehrte mir Vaconda laut zu und ich brach ihr eine Karotte in der Mitte auseinander und fütterte sie damit. Dann holte ich ihr Halfter, zog es ihr über und führte sie in die Stallgasse. Dort bekam sie erstmal ordentliche Streicheleinheiten und ich fing an, sie ausgiebig zu striegeln. Nachdem dies getan war holte ich ihren Sattel und das Zaumzeug.
      Nachdem alles angelegt war führte ich sie in die Halle. "So meine Süße, jetzt lassen wir es erstmal wieder locker angehen, sonst sitz ich morgen mit Muskelkater da" sagte ich lachend zu ihr und stieg auf.
      Nach einer Stunde sehr chilligem Reiten führte ich Vaconda wieder zurück in den Stall. Dort begegnete ich nun auch den anderen Reitern, die mich freundlich begrüßten. Wir kamen kurz ins Gespräch, doch Vaconda wurde schnell gelangweilt und stupste mich an, also versorgte ich sie. Nachdem ich ein paar Pferdeäpfel aus der Box entfernte schmiss ich noch ihr Futter in den Trog und holte etwas Heu. Nun durfte sie wieder zurück in ihre schöne, helle Box. Ich verabschiedete mich von ihr und drückte ihr einen Kuss auf die Stirn.
      25 Apr. 2012
      Magic Da das Wetter heute einfach grandios war beschloss ich mit meiner Vaconda einen langen und schönen Ausritt zu machen. Also machte ich mich stallfertig und ging in den Stall. Da ihre Box leer war schloss ich daraus, dass sie auf der Weide war. Ich schnappte mir schnell einen Strick und lief grinsend zur Weide. Dort pfiff ich nach ihr und sie kam angetrabt. Einfach wundervoll, das Pferd. Ich begrüßte sie also freudig und führte sie zum Putzplatz. Dort angebunden bekam sie erstmal eine Karotte und ich striegelte sie eine Weile. Nachdem ich sie sattelte stieg ich auf und wir ritten los.
      Die 2,5 Stunden Ausritt waren einfach nur fabelhaft. ich lobte Vaconda sehr und auch sie sah sehr zufrieden aus. Als ich ihre Hufe auskratze fiel mir auf, dass sie mal wieder einen Hufschmied nötig hatte.
      Nachdem ich sie versorgt hatte mistete ich noch ihre Box aus und holte dann mein Handy raus, um den Hufschmied anzurufen.
      2 Mai 2012
      Magic Pflegebericht für Vaconda und Charelle
      Pflegebericht 6
      Heute entschied ich, Vaconda und Charelle nur in der Halle springen zu lassen, Vaconda allerdings wollte ich noch longieren. Also machte ich mich auf in den Stall und putzte erstmal Vaconda und legte ihr dann die Trense an. Zum Glück war sie nicht zu dreckig, so dass ich mich schnell an Charelle wenden konnte. Die Kleine hatte wohl mächtig Spaß auf der Weide, so sah sie nämlich auch aus. Also putzte ich sie schnell und spritzte sie noch mit dem Schlauch ab, mal schauen ob sie das mochte. Anfangs wurde sie etwas hibbelig und trat von einem Bein aufs andere aber kurz darauf blieb sie ruhig stehen. Nachdem ich sie trocken gerubbelt hatte nahm ich Vaconda und die Kleine und führte sie in die Halle, die gerade zum Glück leer war. Ich ließ Charelle los und sie lief erstmal langsam die Halle ab, da sie sie noch nicht kannte. Vaconda trotte im Schritt um mich herum.
      Nach einer guten halben Stunde fing ich Charelle wieder ein, was ein bisschen dauerte. Im Stall striegelte ich Vaconda nochmals und ließ Charelle in ihre Box und öffnete wieder den Paddock. Bei Vaconda öffnete ich den Paddock ebenfalls und ließ sie dann auch hinein. Ich holte beiden noch ein wenig Heu und machte mich dann auf den Weg ins Reiterstübchen.
      18 Mai 2012
      Minarie Hufschmied Besuch
      Am Nachmittag ging es weiter für mich. Mit dem Auto fuhr ich durch einen Wald. Sobald er sich lichtete konnte ich schon den Hof der Kundin entdecken. Dem Telefonat vom Vortag konnte ich entnehmen was heute meine Pflichten sein würden. Eine Trakehner Stute sollte dabei behandelt und neu beschlagen werden. Bei Trakehner dachte ich unwillkürlich an mein eigenes kleines Fohlen.
      Ich hielt den Wagen am dafür vorgesehenen Parkplatz und lief den Rest zur Besitzerin, die bereits mit der Stute bereit stand. Vaconda war eine große Stute mit sehr hübscher Blesse.
      Neugierig sah sie mir entgegen und spitzte die Ohren. Nach der Begrüßung und dem ersten Kennenlernen mit der Stute machte ich mich an meine Pflichten. Zwar beobachtete die Stute mich aufmerksam doch arbeitete sie wunderbar mit und machte keine Anstalten. Brav ließ sie sich an den Hufen rumwerkeln und stand geduldig an ihrem Platz. Vaconda trug noch ihre alten Hufen von denen eines leicht locker geworden war. Mit geübten und sicheren Griffen, sowie einer passenden Zange, entfernte ich die Hufeisen.
      dann folgte die typische Reihenfolge. Mit dem Hufmesser das Horn zurecht schneiden dann mit der Raspel alles glattschleifen. Bei Vaconda war glücklicherweise nicht viel zu tun da sie schon zuvor eine Hufträgerin war.
      Auch hier kannte ich bereits die GRöße der Hufe. Doch es stellte sich heraus das ich noch etwas nacharbeiten musste. So verschwand ich einige Minuten in der Ladefläche hinten im Wagen in der ich meine kleine Werkstatt besaß. Den Ofen elektrisch eingeheizt begann ich auch schon die vier neuen Eisen mit passenden Hammerschlägen zu bearbeiten.

      Wieder prüfte ich ob das Eisen nun passen möge und siehe da, es passte. Mit Nägeln und Hammer fügte ich die fertigen Eisen an die behandelte Hufen und war damit auch schon fertig. Langsam richtete ich mich auf da mein Rücken vom Beugen wieder etwas schmerzte.
      Magic lief mit der Stute noch Probe um zu sehen ob diese auch Problemlos laufen und auftreten konnte. Da alles passte verabschiedete ich mich freundlich von Magic und fuhr auch schon wieder zu meinem eigenen Hof.
      18 Mai 2012
      Magic Pflegebericht 7
      Heute beschloss ich, alle meine Pferdchen durchzuputzen und dann auf die Weide zu lassen. Anfangen wollte ich mit Spotted Face, also holte ich die Kleine aus ihrer Box und begrüßte ihn mit einem Leckerli. Sie schnaubte mich total süß an und ich lief grinsend mit ihr zum Putzplatz. Dort angebunden holte ich aus meinem Schrank meinen Putzkasten und fing an, die Mixstute zu striegeln. Sie genoss es richtig und als sie wieder glänzte lobte ich sie, gab ihr ein Leckerli und führte sie auf die Weide. Dort tobten sich schon 2 andere Fohlen aus, mit denen Spotted Face normalerweise gut auskommen konnte. Also beobachtete ich die 3 noch kurz und war dann zufrieden.
      Nun machte ich mich an Charelle. Auch sie sollte nachher zu Spotted Face und den 2 anderen Fohlen auf die Weide. Auch sie band ich an den Putzplatz und begann ihr glänzendes braunes Fell zu striegeln. Ganz leicht konnte man erkennen, wie sie langsam ausschimmelte. Lächelnd kratzte ich ihre Hufe aus, kämmte ihr Langhaar und strich sanft mit der Würzelbürste über ihre Beinchen. Als ich zufrieden war mit ihrem Aussehen durfte auch sie auf die Weide.
      Nun zu Vaconda. Meine Große wiehrte mir schon entgegen und ich gab ihr lachend ein Leckerli. Halfter aufgezogen band ich sie dieses mal vor ihre Box. Dort begann ich, sie ausgiebig zu striegeln und zu verwöhnen. Da sie etwas träge aussah, beschloss ich sie noch eine halbe Stunde zu longieren. Also gings los. Nachdem ich sie ein bisschen treiben musste, gab sie sich dann doch Mühe und arbeitete brav mit. Danach durfte sie dann auch wohl verdient auf ihre Weide.
      Nun ging es noch an meinen Wallach Excelsior. Der Grauschimmel stand dösend in seiner großen Box und als ich schnalzte und "Excelsioooor" rief, kam auch schon der Kopf aus der Box zum Vorschein. Ich strich ihm über die Nüstern und gab ihm ein Stück Apfel.
      Als ich ihn an der Box angebunden hatte sah ich, dass er ziemlich dreckig war. Das Wetter passte, also führte ich ihn zum Waschplatz, der gerade zum Glück nicht besetzt war und begann, ihn zu waschen.
      Als ich ihn wieder trocken gerieben hatte, bekam er nochmal ein Stück Apfel und auch er durfte dann endlich auf seine Weide. Ich schaute ihm noch eine Weile zu und machte mich dann an die Arbeit, ihre Boxen zu misten.
      11 Juni 2012
      Magic Pflegebericht für Vaconda, Charelle, Excelsior, Spotted Face, Riv&eacute;, Scelection und Silmpy&rsquo;s Ronja
      Heute beschloss ich, alle Pferde zu putzen und dann auf die Weide zu stecken. Also zog ich mich um und fuhr zum Stall. Dort dösten alle in ihren Boxen herum. "Naaa meine Süßen? Heute ist es ja zum Glück nicht so heiß, da könnt ihr locker auf die Weide!" sagte ich lächelnd und schon wieherten mir Vaconda und Riv&eacute; zu. Ich gab jedem eine Karotte und holte dann erst meine Vaconda aus der Box. "Mit dir muss ich auch mal wieder ausreiten." Sagte ich lächelnd zu ihr, während ich sie putze. Nachdem sie wieder glänzte führte ich sie hinaus ins Freie auf und lies sie auf der Wiese los. Sie trabte davon und begann gleich, das Gras zu genießen.
      Weiter ging es mit meiner kleinen Charelle. Sie wurde immer mehr zur Dame. Auch sie striegelte ich und holte gleich darauf Spotted Face aus der Box. Nachdem ich auch sie herausgeputzt hatte nahm ich beide am Halfter und führte sie zu Vaconda auf die große Wiese. Dort konnten es beide kaum erwarten und lachend ließ ich sie los. Beide schlugen aus und galoppierten dann in Richtung Vaconda. Weiter ging es mit Excelsior und Scelection. Scelection hatte noch kein großes Vertrauen zu mir gefasst, also brachte ich erst Excelsior auf die Weide neben den Stuten und putzte Scelection noch ein Weilchen länger, bis sie ruhiger stehen blieb. Dann bekam sie einen Apfel und auch sie durfte dann zu den Stuten auf die Weide. Nun kamen noch Riv&eacute; und Ronja dran. Ronja hatte ich erst seit ein paar Tagen im Stall und wollte sie erst etwas in der Halle longieren. Also putzte ich geschwind meine Riv&eacute; und machte mich dann an Ronja. Langsam putzte ich sie und sprach mit ruhiger Stimme auf sie ein. Sie war nach einer Weile ganz entspannt und ich führte sie in die Halle. Dort angekommen longierte ich sie ca eine halbe Stunde, was auch wirklich super lief. Sie hatte sich wohl schon einigermaßen hier eingelebt. Nun durfte sie ebenfalls auf die Weide. Ich blieb noch ein bisschen am Zaun stehen, um die Stuten zu beobachten. Vaconda und die anderen Stütchen waren aber sehr lieb zu Ronja und die grasten zufrieden nebeneinander.
      22 Aug. 2012
      Magic Pflegebericht 9
      Heute beschloss ich einen langen Ausritt mit Vaconda zu machen. Sie war am längsten in meinem Besitz und ich liebte sie abgöttisch. Allerdings hatte ich auf Grund meiner Arbeit in letzter Zeit kaum noch Möglichkeit in den Stall zu gehen.
      Also machte ich mich fertig und lief grinsend in den Stall. Ich begrüßte ein paar andere Einsteller und pfiff dann nach Condi, die schon freudig ihren Kopf aus ihrer großen, hellen Box streckte. "Naaaa du?" begrüßte ich sie und gab ihr eine Karotte. Sie schnaubte erfreut und ich nahm ihr Halfter vom Haken, öffnete ihre Boxentür und strich ihr erstmal über den Hals und kuschelte mich kurz an sie. Dann legte ich ihr Halfter an und führte sie auf die Stallgasse. An ihrer Box band ich sie an und holte die Putzbox aus dem Kasten, der in der Box eingelassen war, wo man Putzbox, Leckerlis und sonstigen Kleinkram aufbewahren konnte.
      Ausgiebig striegelte ich die schöne Trakehnerstute und sprach immer wieder leise mit ihr. Nachdem ich dann ihren Schweif verlesen und durchgekämmt hatte sah sie wieder richtig schick aus. "So, ich hol jetzt mal kurz deinen Sattel und deine Trense." sagte ich lächelnd, strich ihr über die Kruppe und lief zur Sattelkammer. Dort schloss ich meinen Spind auf und holte Sattel und Trense raus. Die Satteldecke gefiel mir allerdings nicht sonderlich, also schnallte ich kurzerhand von schwarz auf grau um. "Perfekt." grinste ich und lief zu Condi zurück. Dort legte ich ihr erstmal den Sattel auf den Rücken und schloss den Sattelgurt. Dann die Trense. "So, dann gehts los" sagte ich immernoch lächelnd, stieg auf und im Schritt gings los. Einen Reithelm brauchte ich nicht, ich vertraute Vaconda blind.
      Nach einem zweistündigen Ausritt kam ich wieder am Stall an. Ich sprang vom Rücken und lobte sie erstmal. "War super, meine Süße. Ein Apfel gibts gleich!" sagte ich zu ihr und führte sie in den Stall. Dort nahm ich ihr die Trense ab, legte ihr das Halfter über den Hals und gab ihr den Apfel. Während sie diesen zermalmte nahm ich den Sattel ab und brachte ihn in die Sattelkammer. Dort legte ich ihn kurz auf dem Sattelbock ab und wusch das Gebiss am Waschbecken aus. Dann hängte ich sie zurück in den Schrank, machte die Satteldecke vom Sattel und legte diesen auch in den Schrank. Die Satteldecke legte ich auf den Sattel. Sie war dann doch etwas verschwitzt.
      Bei Condi angekommen bekam sie noch eine leichte Abschwitzdecke aufgelegt und durfte wieder zurück in die Box. Ein kurzer Blick durc hdie Box, es war kein Ausmisten nötig. Das Halfter hängte ich zurück an den Haken vor der Box und holte noch einen großen Haufen Heu. "So, lass es dir schmecken. Bis bald!" verabschiedete ich meine Stute, drückte ihr einen Kuss auf die Nüstern und verschloss die Box.
      Nachiwa
      Tierarztbesuch bei Vaconda, Charelle,Excelsior.Spotted Face und Riv&eacute;
      Heute war ich wieder mal auf dem Weg um ein paar Pferde durchzuchecken. Magic hatte mir per Telefon gesagt, dass sie einen Tierarzt bräuchte der mal über all ihr Pferde schauen würde und nun hatte ich 9 Patienten vor mit. Ich ließ meinen Jeep langsam auf den Parkplatz von Magics Hof rollen und stieg erstmal aus. Als ich auch meine Utensilien aus dem Jeep geholt hatte sah ich Magic ein paar Schritte weiter und ging auf sie zu. Wir begrüßte uns und sie führt mich zum Stall wo der erste Patient, eine jährige Trankenerstute, schon angebunden in der Stallgasse wartete. Ich gegrüßte auch die schöne braune Stute erstmal und fing dann auch schon mit der Untersuchung an. Erst wurde der Kopf, dann die Beine und zum Schluss der Rücken abgetastet. Während ich dann Herz und Lunge mit dem Stethoskop abhörte, schaute sie mir neugireig zu und ich kraulte sie leicht. Fertig mit der Untersuchung, bestätigte ich Magic das mit ihr alles prima sei und der nächste Patient war an der Reihe. Magic holte nun eine 4 jährige Achal Tekkiner Stute aus der Box und entschied sich sie lieber so fest zu halten, da sie manchmal etwas zickig werden konnte. Ich begrüßte die Schimmelstute erstmal und während ich ihren Kopf abtastete, bewunderte ich nebenbei das tolle braune Abzeichen, dass sie hatte. Als ich auch mit Beinen, Rücken und abhören von Herz und Lunge fertig war, bekam die Stute noch ein Leckerli, da sie super lieb geblieben war. Der nächste auf der Liste war ein dunkler Reitponywallach, der mich erstmal freundlich mit den Nüstern begrüßte und wohl schon auf der Suche nach einem Leckerchen war. Da ich aber erst nach der Untersuchung eins rausrücken wollte, ließ er mich erstmal gehen und entschied sich ein wenig mit Magic zu beschäftigen. Das nutze ich aus und fing direkt mal mit der Untersuchung an. Da Excelsior ganz lieb stehen geblieben war, ging alles auch ganz fix und als er sich wieder zu mir drehte, bekam er endlich sein Leckerchen. Nun war erstmal ein Fohlen dran, eine Tiergerscheckstute aus Friese und Knappstrupper. Sie war knapp 2 Jahre und es war wohl für sie etwas ungewohnt, dass Jemand fremdes sie überall betastete, denn zum Ende wurde sie etwas nervös doch da hatte Spotted Face es auch schon geschafft und ich konnte auch bei ihr mit ruhigem Gewissen sagen, dass alles in Ordnung sei. Als nächstes war noch eine Marwaristute von 6 Jahren an der Reihe und ich zuckelte nicht lange und fing an sie abzutasten. Als alles sorgfältig abgetastet war, hörte ich noch Herz und Lunge ab und auch Riv&eacute; war entlassen. Jetzt hatte ich noch 4 Patienten vor mir.
      2574 Zeichen, &copy; KleinerStern
      20 Nov. 2012

      Magic Pflegebericht für alle Pferde
      Da ich in letzter Zeit weniger Zeit für meine Pferde hatte beschloss ich, heute nur alle mit dicker Decke auf die Koppel zu packen. Die Weide war zum Glück nicht vereist, also zäunte ich den Weg vom Stall bis zur Koppel ab und lief in den Stall "So meine Süßen! Jetzt gehts eine Weile auf die Weide!" rief ich und einige meiner Pferde schnaubten mir entgegen und schlugen mit den Hufen gegen die Boxentür. Ich öffnete von vorne nach hinten die 10 Boxen und achtete auch, dass alle ihre Decken auf hatten. Das hatten sie, also liefen sie im Trab nach draußen. Hoffentlich passten sie auch auf, damit es sie nicht auf die Nase fetzte. Lächelnd begann ich, eine Box nach der anderen auszumisten und neu einzustreuen. Nach gut 1,5 Stunden war das auch erledigt und ich schüttete noch etwas Futter in die Troge. Dann holte ich die Pferde alle wieder in die Boxen. Ich schloss alle Boxentüren und hörte dann nur noch ein zufriedenes Mampfen. Lächelnd verabschiedete ich mich und lief zurück ins Haus. Mensch, war das kalt heute!
      12 Dez. 2012
      Magic Pflegebericht für alle Pferde
      Heute machte ich mich mal wieder auf den Weg in den Stall, um die Pferde zu misten und zu füttern. Zuerst begrüßte ich Mon Amie, GT' aime, Winterzauber, Ronja, Riv&eacute;, Spotted, Excelsior, Charelle und dann Vaconda. In letzter Zeit hatte ich nicht viel Zeit für meine Schützlinge, da die Arbeit ziemlich stresste und auch sonst viel zu erledigen war. Ich ließ also alle Pferde raus auf die Weide, da die Frühlingssonne schön schien und es auch einigermaßen warm war. Dann machte ich mich daran, alle Boxen komplett auszumisten und neu einzustreuen. Das machte ich jeden Frühling so. Frisch mit Sägemehl und Stroh eingestreut begutachtete ich zufrieden mein Werk. Schnell schaute ich auf die Weide, alle Pferde grasten zufrieden. Also machte ich mich schonmal daran, das Futter in die Tröge zu verteilen. Abends musste ich die 9 dann nur noch in den Stall lassen. Die Boxen fanden sie ja wie immer selbst.
      Es hatte sich noch eine Freundin angekündigt, also setzten wir uns noch auf die Terasse, die in Richtung Weide zeigte und tranken gemütlich Kaffee und sahen den grasenden Pferden zu. Glücklicher konnte ich im Moment wirklich nicht sein.
      20 Apr. 2013
      Nachiwa Pflegebericht für Vaconda
      Ich war heute unterwegs zu meiner neuen Reitbeteiligung Vaconda. Die nun zehnjährige Trakehnerstute hatte ich schon bei einem Tierarztbesuch meinerseits ein wenig kennen gelernt. Laut Magic war sie ein echtes Dressurtalent, doch heute wollte ich mich erstmal im Gelände mit ihr bekannt machen und dann langsam anfangen mit ihr zu arbeiten. Es war nicht sonderlich weit zum Hof von Magic, deshalb hatte ich mir das Fahrrad geschnappt und rollte nun mit diesem auf den Hof. Da Vacondas Besitzerin momentan viel zu tun hatte, waren alle Einzelheiten schon per Telefon geklärt und ich durfte sofort mit der Stute loslegen. Nachdem ich mein Fahrrad abgestellt hatte lief ich also zu Vacondas Box, schnappte mir von der Boxentür ihr Halfter und trat zu ihr herein. Die braune Stute beäugte und beschnupperte mich erstmal aber blieb dabei sehr freundlich und zurückhaltend. Nach dem kleinen Kennenlernen zog ich ihr das Halfter auf und führte sie raus, um sie anzubinden und zu putzen. Das Wetter war sogar heute auf unserer Seite, denn die Sonne war langsam dabei sich hinter den Wolken hervor zu kämpfen und so musste der Ausritt auch nicht in die Halle verschoben werden. Vaconda war etwas irritiert, dass sich nicht ihre Besitzerin um sie kümmerte aber sie ließ sich auch so das Putzen und Betüddeln sehr willkommen gefallen. Nachdem die große Stute sauber geputzt war, schnappte ich mir das Sattelzeug aus der Sattelkammer und machte sie bereit für den Ausritt. Da ich nicht die Größte war, benutze ich noch den Zaun als Aufstiegshilfe und lenkte die Stute dann in Richtung Felder. Ungefähr eine Stunde waren wir letztendlich unterwegs und wir hatten es beide genossen durch die Felder zu ziehen. Die Stute war einfach wunderbar zu reiten und dabei immer stets bemüht, dass zu tun was ich von ihr wollte. Ich war schon voller Vorfreude sie auch in der Halle zu reiten, doch für heute war es erstmal genug. Auf dem Hof zurück brachte ich Vaconda auf die Weide, damit sie etwas Gras fressen und sich wälzen konnte, während ich noch ihre Box säuberte. Als ich auch mit ihrer Box fertig war, brachte ich die Maus zurück und gab ihr noch ihr Futter und ein wenig Heu zum knabbern. Mit ein paar Streicheleinheiten, die sich Vaconda während des Fressens gefallen ließ, verabschiedete ich mich und fuhr dann mit meinem Fahrrad vom Hof.
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      © KleinerStern
      12 Aug. 2013

      Magic Heute machte ich mich mal wieder auf den Weg zu Vaconda. Ich wollte sie ein bisschen longieren und mal wieder kräftig verwöhnen. Also raus aus den Federn, gefrühstückt und ab in den Stall. Dort schnaubte mir meine 10-jährige schon freudig zu und ich gab ihr erstmal eine Karotte. "Naaaa Große? Alles fit?" fragte ich sie und lächelte. Dann schnappte ich mir das Halfter und führte sie aus der Box und band sie vor der Box an. Dann noch schnell den Putzkasten geholt und los gings.
      Nachdem ich sie ausgiebig geputzt hatte gings raus und die Halle. Ich ließ sich doch lieber durch die Halle rasen anstatt zu longieren, so hatte sie mehr Auslauf und danach durfte sie dann noch auf die Weide.
      Nachdem sie sich eine halbe Stunde mit meiner Hilfe ausgetobt hatte, fing ich sie wieder ein und brachte sie erstmal zurück in den Stall. Da es zu kalt war um sie zu waschen striegelte ich sie nochmals und schnitt ihre Mähne und ihren Schweif zurecht. Als sie wieder etwas gleich sah durfte sie dann raus auf die Weide. "So meine Süße, lass es dir gut gehen. Bis bald!" rief ich ihr noch nach und sah ihr noch kurz hinterher, ehe ich mich wieder auf den Weg ins Haus machte.
      20 Okt. 2013
      Magic Pflegebericht für alle Pferde
      Heute hatte ich endlich wieder Zeit, mich um meine Pferde zu kümmern. Die Zeit rannte mir in letzter Zeit wirklich davon und ich wusste nicht wie ich das anders regeln sollte als meine Reiterkolleginnen einzuspannen. Diese kümmerten sich wirklich gerne um meine Pferde und daher hatte ich im Reiterstübchen eine Kleinigkeit aufgebaut. An die Stalltür pinnte ich noch ein etwas größeres Plakat mit der Aufschrift "An alle meine lieben Helfer, ich habe eine Kleinigkeit für euch im Reiterstübchen. Greift bitte zu und herzlichen Dank für eure Unterstützung". Zufrieden schaute ich auf das Plakat und lief in den Stall. Ich pfiff kurz und schon kamen meine Pferdchen zum Vorschein. "naaaaaaa hier Hübschen? Endlich bin ich auch mal wieder bei euch!" Ich strahlte über beide Ohren und gab jedem meiner Schätze einen Apfel. Zufrieden schnaubten sie vor sich hin und ich begann, ein Pferd nach dem anderen zu putzen und ordenlich zu verwöhnen. Nach guten 2,5 Stunden war ich dann durch und blieb noch etwas im Stall, ehe ich mich verabschiedete und ins Reiterstübchen ging. Dort saßen schon die ersten und machten sich über die Leckereien her. Lächelnd bedankte ich mich nochmals bei den Anwesenden, die sich ebenfalls für das Essen bedankten, was ja eigentlich nicht nötig gewesen wäre. Glücklich setzte ich mich an einen Tisch und holte mir noch einen Kuchen und blieb quatschend mit meinen Freunden im Reiterstübchen sitzen.
      8 Feb. 2014
      Stelli Pflegebericht für Magics Pferde
      An so einem wunderschönen Julitag konnte ich nicht anders und beschloss, Magic unter die Arme zu greifen. Ich fuhr schnurstracks zu ihrem Hof um mich um die Pferde zu kümmern. Dort warteten bereits ihre 9 Schützlinge. Ich parkte mein Auto und ging zum Stall, wo viele Pferdeköpfe aus den Fenstern schauten. Ich ging zuerst zu meiner selbstgezogenen Stute Vaconda und brachte sie zusammen mit Ronja auf die Koppel. Danach folgten die Stute Charelle zusammen mit Rive, die mit zu den zwei vorherigen Pferden auf die Koppel kamen. Der Wallach Excelsior durfte sich zu den Damen dazugesellen. Der nächste Gang bestand aus dem Rausbringen von Winterzauber und Mon Amie. Seattle's GT'aime musste alleine Stehen, da er der einzige Hengst des Stalls war. Das Fohlen Spotted Face durfte mit zu den Stuten. Als alle Pferde draußen waren mistete ich schnell die Ställe raus, streute sie frisch ein und fing an, Heu in die Boxen zu verteilen. Als ich fertig war hinterließ ich Magic einen Zettel, fegte die Stallgasse durch und ging nach Hause.
      15 Juli 2014
      Stelli Pflegebericht für Magics Pferde
      Heute besuchte ich meine Freundin Magic. Sie hatte leider sehr viel zu tun, sodass ich ihr mit der Pflege ihrer Pferde etwas helfen wollte.
      Als ich bei ihrem Stall angekommen war, holte ich zuerst meine ehemalige Stute Vaconda aus der Box. Die Stute erkannte mich sofort wieder und genoss die Putzeinheit. Ich wollte ihr heute einen entspannten Koppeltag gönnen. Charelle putzte ich ebenfalls und ließ die Schimmelstute in der Halle frei laufen. Sie tobte sich wild aus und kam danach zu Vaconda auf die Koppel. Den hengst Excelsior, genau wie Rivé, longierte ich jeweils eine halbe Stunde auf dem kleinen Reitplatz. Simply's Ronja ritt ich nach dem Putzen eine ganze Weile in der Halle dressurmäßig, wobei sie anfangs ziemlich mürrisch war. Zum Ende war sie aber wunderbar locker und entspannt. Winterzauber ließ ich ebenfalls laufen und stellte die Stute anschließend zu den anderen Beiden raus. Seattles GT'aime wurde auch longiert. War zwar etwas wild, aber immerhin bewegt. Das letzte Pferd, Mon Amie, führte ich ein bisschen spazieren, sodass die Beine vertreten waren. Anschließend fütterte ich alle Pferde mit Heu und Kraftfutter und fuhr nach Hause.
      16 Jan. 2015

      Alte Berichte von Canyon
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      Ankunft von drei neuen Pferden...
      29. November 15

      … und unser Gestüt wird immer größer. Erst vor zwei Tagen waren die ersten Pensionspferde im Hauptstall eingezogen und das hatte uns eine große Last von den Schultern genommen und heute würden noch mehr Boxen belegt sein.
      Es waren drei Stuten, welche dringend ein neues zu Hause gesucht hatten und ich hatte mich meiner erbarmt und sie mehr als glücklich zu mir genommen.
      Alle drei waren schon um einiges älter, wunderbar leicht zu reiten und sehr gut erzogen.
      Die drei kamen mit einem großen Pferdeanhänger, mit drei Stellplätzen. Dieser wurde gefahren von Magic, einer jungen Frau, welche keine Zeit mehr für ihre Tiere fand.
      Da es noch ein früher Morgen war und Charly und die Jungs auf Arbeit waren, stand ich alleine vor dem kleinen Parkplatz unseres Gestüts und beobachtete, wie der große Anhänger vorsichtig einparkte und dann Magic aus dem Hänger stieg. Freundlich begrüßte sie mich, immerhin kannten wir uns schon, denn auch mein Lieblingspferd Excelsior und die noch recht neue Charelle von Shadow waren auch von ihr.
      Bevor die Organosatoruschen Dinge klärten, holten wir die drei Pferde aus dem Hänger.
      Ich nahm mir zu erst die älteste von den dreien. Vaconda. Eine hübsche Trakehner Stute mit einer sehr ruhigen Ausstrahlung. Langsam führte ich die Stute die Rampe hinunter und brachte sie dann in den leeren Hauptstall, in eine Box neben Charelle, da sie sich mal gekannt hatten.
      Danach kamen noch Winterzauber, eine total hübsche Stute, auch ein Trakehner und dann noch die Holsteiner Stute EBS's Mon Amie.
      Alle drei passten perfekt in mein Konzept, eine Art Reitschule aufzubauen, natürlich würden sie aber nicht nur als Schulpferde dienen!
      Amie und Winterzauber könnten gekrönt und super Zuchtstuten werden. Aber das würde die Zeit entscheiden.
      Als alle drei in ihren großräumigen Boxen standen, holte ich mich Magic noch das Zubehör aus dem Auto und brachte es in die Sattelkammer. Zum Schluss unterschrieb ich nur noch die Kaufverträge und verabschiedete mich herzlich von Magic. Außerdem sagte ich ihr, dass sie jeder Zeit kommen und nach ihren Pferden schauen könnte.
      Als sie wieder in den Wagen stieg, hatte sie kleine Tränen in den Augen. Ich hoffte jedoch, dass sie wusste, dass sie es bei mir gut haben würden.
      Magic hatte ich meinen Wallach Excelsior zu verdanken, welcher für mich mein ein und alles ist.
      Nachdem Magic abgefahren war, ging ich nochmal in den Stall, begrüßte jede Stute nochmal ausführlich und begab mich dann zu der Koppel von Excelsior, Changa und Jeanie, um diese abzuäppeln.

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      Dressurtraining Winterzauber + Mon EBS Mon Amie E → A | 6064 Zeichen | © Canyon
      31. Dezember 15

      „Leute, ich brauche jemanden, der heute mit mir Amie und Wizza trainiert. Wir haben sie in letzter Zeit echt vernachlässigt und etwas Dressur könnte den beiden nicht schaden.“
      Wir saßen am Frühstückstisch. Jeder noch total verschlafen über seine Müslischale gebeugt. Niemand antwortete mir.
      „Ach kommt schon! Einer von euch wird doch Zeit haben.“ versuchte ich es erneut.
      Wieder ein gemeinsames Kopfschütteln.
      „Na danke aber auch!“ sagte ich enttäuscht, stand auf und ging in den Flur, wo ich mir meine Jacke schnappte und mich hinaus in den morgendlichen Nebel begab.
      Wenn meine drei Freunde schon keine Lust auf eine Dressurlektion hatten, dann mussten sie eben den Stalldienst übernehmen, so konnte ich sofort mit einer der beiden Stuten anfangen.
      Ich entschied mich deswegen für meine Mon Amie, welche es mir schon immer angetan hatte. Die große dunkle Warmblutstute strahlte immer eine freundliche Wärme aus, die mich einfach anzog.
      „Morgen!“, begrüßte ich sie, bevor ich die Boxentür öffnete und zu ihr hinein schlüpfte.
      Schnell bürstete ich sie über, was sie sich auch sehr gefallen ließ. In der hintersten Ecke der Sattelkammer, was verdeutlichte, dass ich unbedingt mal wieder auf ihr reiten musste, kramte ich ihr Sattelzeug hervor und legte es ihr dann zügig auf. Da brauchte sie auch dringend mal wieder ein neues!
      Dann führte ich sie zur Reithalle, öffnete mit einer Hand das Tor und führte sie hinein. Hinter mir schloss die Tür sich wieder von alleine, sachte und leise.
      Ich führte Amie zwei Runden im Schritt, bevor ich sie in die Mitte führte, sie nachgurtete und die Steigbügel für mich einstellte.
      Dann schwang ich mich in ihren Dressursattel, richtete noch einmal alles und los ging es.
      Wie immer ritt ich zu erst ihre gewohnten Bahnfiguren zum aufwärmen.
      Zirkel, Schlangenlinien, Volten und Handwechsel auf beiden Seiten. Ich bog sie in alle Richtungen, damit sie locker wurde und nahm dann erst die Zügel auf und begann wirklich zu arbeiten.
      Ich hatte heute vor, nur das Wichtigste zu trainieren, also das, was sie noch nicht aus der E-Dressur gewohnt war.
      Zu erst trabte ich im Arbeitstrab an, ging auf den Zirkel, wechselte nach zwei Runden aus dem Zirkel und ritt noch auf der anderen Hand.
      Für einen Stufenwechsel musste ich mit ihr die geforderten Bahnfiguren sowie die Tempowechsel durchgehen und das würde schon so seine Zeit dauern.
      Amie schien einen guten Tag zu haben, denn fleißig arbeitete sie mit und wiederholte sogar gehorsam die Lektionen, die nicht auf Anhieb saßen.
      Das Rückwärtsrichten hatte ich schon vorher mit ihr geübt, und beim Viereck verkleinern befolgte sie tadellos meinen Anweisungen.
      Es tat mir etwas Leid, dass ich sie noch nicht mehr gefördert hatte, denn nun beeindruckte sie mich mit ihrer Willensstärke.
      Beim Überstreichen im Galopp hingen wir länger fest und auch die Kehrtwende auf der Vorderhand war noch nicht so akkurat, wie sie hätte sein sollen.
      Aber nachdem ich ihr das in Ruhe und immer wieder gezeigt hatte, besserte sich auch das.
      Als ich mit ihr die Schlangenlinien durch die Bahn mit vier Bögen übte, schien sie sogar Spaß an der Sache zu finden und bog sich hervorragend in den Windungen.
      Die Trainingsstunde beendete ich mit der letzten Übung, de Zügel aus der Hand kauen lassen.
      Im Trab war es noch etwas holpriger und ihr Kopf nahm nicht ganz die gewünschte Position ein, aber daran würde ich mit ihr in nächster Zeit noch etwas arbeiten. Für heute war es genug und deswegen beendete ich das gelungene Training.
      Mon Amie war schon länger bereit für die A-Dressur und nun war es offiziell, dass sie eine Stufe aufgestiegen war.
      Ich führte sie noch etwas trocken, bevor ich sie zurück in den Hauptstall brachte.
      Charly, Nico und Shadow hatten die anderen Pferde schon nach draußen gebracht und waren zum Glück so schlau gewesen, meine Winterzauber noch im Stall zu lassen.
      Schnell hatte ich meine Amie abgesattelt und ihr eine Decke übergeworfen. Ich würde sie nach dem Training mit Winterzauber auf die Weide zu den anderen bringen.
      Meine Trakehnerstute Winterzauber, welche ich aus Faulheit immer nur Wizza nannte, schien zu ahnen, dass es für sie heute ran ging.
      Auch diese Stute putzte ich schnell und kramte ihr Sattelzeug dann auch noch aus einem staubigen Schrank. Wie peinlich! Am Staub erkannte ich, dass ich dringend etwas ändern musste. Sei es die Ordnung in der Sattelkammer oder meinen Trainingsplan.
      Auch mit Winterzauber ging ich all das durch, was ich auch schon mit Mon Amie gemacht hatte, allerdings war es etwas ganz anderes.
      Die Lektionen waren die gleichen, aber das Gefühl war etwas ganz anderes.
      Wizza zeigte kein Zögern bei der Kehrtwende auf der Hinterhand, versteifte sich jedoch enorm, als es darum ging, sie rückwärts zu richten.
      Sie stolperte ein paar Schritte nach hinten, wehrte sich dann aber, mehr zu machen.
      Ich nahm mir die Zeit und arbeitet an dem Problem, natürlich nicht, ohne zwischendrin kleine Übungen und Tempowechsel einzubauen, damit Wizza nicht die Lust verlor und noch etwas Freude hatte.
      Da Winterzauber auch viel größer war, als die kleine Amie, und so auch viel größere Schritte machte, brauchte sie länger um den richtigen Takt beim Viereck verkleinern zu finden, absolvierte aber alle Tempowechsel perfekt.
      Am besten gelang ihr der Mittelgalopp, nach welchem sie viel entspannter wirkte.
      Auch bei Winterzauber beendete ich das Training mit der gleichen Lektion wie bei Mon Amie, dem Zügel aus der Hand kauen lassen.
      Im Schritt, wie auch im Trab machte sie alles richtig und zufrieden kraulte ich sie hinter den Ohren, als ich nach dem abreiten vom Pferd gestiegen war.
      Obwohl die Stute fleißig mitgearbeitet hatte, wollte sie unbedingt aus der Halle hinaus uns ließ mir kaum Zeit, das Licht auszumachen und das Tor zu schließen.
      Im Stall sattelte ich sie ab, putzte sie so gründlich wie möglich und legte auch ihr dann noch eine warme Decke auf, damit sie sich nicht erkälteten.
      Dann brachte ich beide Stuten auf ihre gemeinsame Koppel, wo schon Charelle und Vaconda auf sie warteten.
      Ich war zufrieden mit den beiden, sie hatten den Aufstieg in die A-Dressur erfolgreich gemeistert.
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      Anonyme [planlos, was für einen Titel ich nehmen soll]
      2. Januar 16

      Zur Info: Dieser Pflegebericht umfasst über 38k Zeichen und ist damit mein Rekord. Für eventuelle Rechtschreibfehler haffte ich nicht!

      06:36
      Noch vollkommen verpennt und müde, betrat ich die gemeinsame Küche, in welcher schon Charly, Nico und Shadow saßen. Die Nacht hatte ich überhaupt nicht gut geschlafen und war bei jedem ungewohnten Geräusch aufgeschreckt.
      Ich murmelte ein leises „Morgen!“ in die stumme Runde und ließ mich dann auf meinen Stuhl fallen. Ja, mein Stuhl und niemand anderes durfte darauf ohne meiner Erlaubnis Platz nehmen.
      Charly trällerte ein „Guten Morgen!“ zurück und noch missgestimmter (Wie man nur so früh schon so munter sein konnte!) schaufelte ich mein Müsli in mich hinein.
      Während des Essens besprachen wir unseren Tagesplan. Da wir heute alle nicht arbeiten mussten, war dieser ganz schön voll.
      „Also“, fing Nico an „Ich finde, wir sollten endlich mal wieder einen gemeinsamen Ausritt machen. Wir hatten in letzter Zeit so viel zu tun, dass der Spaß an der ganzen Sache völlig im Hintergrund war, oder?“
      „Super Idee!“ stimme ihm Charly zu. „Allerdings würde ich das hinten dran hängen, denn es gibt noch ein paar wichtigere Dinge, oder was meinst du Mio?“ fragte mich Charly.
      Erschrocken hob ich den Blick von meiner Müslischale in die Runde.
      „Was? Ja, gute Idee. Ich würde heute nur gerne auch mit Ocarina ein bisschen in den Roundpen. Sie hat schon länger nicht mehr wirklich gearbeitet und es wird langsam Zeit, sie daran zu gewöhnen. Aber ansonsten hätte ich Zeit.“
      Shadow meldete sich wie in der Schule und als ich ihn auffordernd ansah, gab auch er seine Meinung kund. „Ich hätte da noch ein kleines Anliegen. Und zwar kommt mein Schwesterherz mich heute besuchen. Sie würde ja auch gerne reiten lernen. Könntest du ihr vielleicht eine Reitstunde geben Mio? Das wäre für sie echt der Oberhammer!“
      „Puh...“, Ich überlegte scharf. „Das hatte ich jetzt eigentlich nicht mit eingeplant, aber wenn sie dann im Stall mithilft, sollte das eigentlich funktionieren. Wann kommt sie denn?“
      „Da bin ich überfragt, aber wäre schön, wenn das klappt! Womit fangen wir heute denn an?“, fragte Shadow in die Runde und blickte dabei vorallem mich an.
      „Ich würde gerne einen ersten Versuch wagen und Ocarina und Mutantchen zusammen auf eine Koppel stellen. Dazu bräuchte ich euch alle drei, zur Sicherheit.“
      Alle drei stimmten mir zu und zusammen räumten wir den Tisch ab, zogen unsere Jacken an und gingen hinaus.

      07:04
      Nun doch schon etwas munterer, betrat ich den Hauptstall. Momentan waren die meisten Boxen noch leer und hier standen zur Zeit nur meine Stuten Vaconda, Winterzauber, Mon Amie, Jeanie, Changa, Charelle, Grenzfee, Hryða, wahrscheinlich bis heute noch Flotten von Mutanten und Ocarina und zu Letzt der einzige Wallach Excelsior.
      Meine Schritte führten mich an den ersten Boxen vorbei und ich warf nur kurz einen Blick hinein, um mich zu versichern, dass es allen meinen Schützlingen gut ging und hielt dann vor der Box von Flotten von Mutanten an. Die Mustangstute stand seit ihrer Ankunft alleine in ihrer Box und seit etwa einer Woche weidete sie, getrennt durch einen Doppelzaun zur Sicherheit, neben Ocarina of Time.
      Beide waren zwei wildere Stute, mit welchen ich noch viel Arbeit vor mir hatte. Trotzdem liebte ich sie über alles, denn jede war etwas besonderes.
      Flotte lief aufgeregt in ihrer Box hin und her, ging durch den Vorhang auf das kleine Paddock, was jede der 15 Boxen hatte, und kam dann wieder herein geweht.
      Ich stellte mich entspannt etwas seitlich vor die Boxentür und blickte der Stute nicht in die Augen. Sie blieb plötzlich ruhig stehen, schnaubte einmal merklich und kam dann mit gesenktem Kopf zur Boxentür. Als sie mich anstupste hob ich meine Hand und kraulte sie. Das klappte nun zum Glück schon fast perfekt und auch beim Führen hatte sie sich merklich verbessert.
      Da Flotte nun schon seit einer Woche ohne Probleme auf der Koppel neben Ocarina stand, wollten wir heute einen ersten Versuch wagen, die beiden Stuten zusammenzuführen.
      Ich schob vorsichtig den Riegel der Tür zur Seite, schlüpfte flink in das Innere der Box und lehnte dann die Boxentür nur an.
      Flotte schnaubte wieder, blieb jedoch stehen und so schaffte ich es ihr, innerhalb von zehn Minuten das leichte Halfter umzulegen. Flotte versuchte sich zwar meiner Hand zu entreißen, ich blieb jedoch standhaft und schaffte es, sie nach draußen zu führen.
      Vor dem Tor standen schon meine drei Freunde, welche zur Sicherheit draußen gewartet hatten, damit ich mich in Ruhe mit Flotte beschäftigen konnte.
      Ich übergab den Führstrick weiter an Shadow, welcher einen festen Griff hatte und lief wieder hinein zu der Box von Ocarina.
      Als ich mit der geschleckten Stute die Stallgasse entlang lief, rief ich Charly zu, dass sie schon mit Flotte vorgehen sollten und ich ihnen mit etwas Abstand folgen würde.
      In dieser Reihenfolge, Shadow mit Flotte, im Gepäck Nico und Shadow und dann ich hinten dran mit Ocarina, machten wir uns auf den Weg zur größten Koppel die wir hatten, also Athene.
      Da Ocarina mittlerweile die händelbarere der Beiden war, nahm ich mit ihr den großen Weg um die Koppel herum, um von der anderen Seite auf die Weide zu gelangen. Shadow folgte und öffnete mir dann das Gatter und schloss es hinter uns wieder.
      Ich sah, wie Nico von der anderen Seite der Koppel winkte und Charly Flotte vom Strick und vom Halfter befreite.
      Auch ich streifte Oca ihr Halfter ab und entließ sie auf die weitläufige Koppel. Ich hatte lange überlegt, ob ich beide mit Halfter oder ohne das erste Mal aufeinander treffen lassen wollte. Zum Schluss hatte ich mich dagegen entschieden, denn so war die Verletzungsgefahr etwas geringer.
      Flotte buckelte überdreht auf der anderen Seite der Weide und galoppierte dann wild den kleinen Hügel hinauf in unsere Richtung. Ocarina trabte den Hügel am Zaun entlang herab, hielt auf der Hälfte der Strecke an und hob den Kopf in Richtung Flotte. Auch Flotte schien die andere Stute entdeckt zu haben und wieherte einmal laut. Dann galoppierte sie mit voller Kraft auf die kleinere Ocarina zu, welche sich aber gar nicht beeindrucken ließ, sondern kurz auf die Hinterbeine stieg, als Flotte näher kam. Schlitternd kam die Mustangstute kurz vor Ocarina zum stehen und streckte dann ihren Kopf vorsichtig in ihre Richtung.
      Von weiten konnte ich erkennen, wie Ocarina es ihr kurz nachmachte, dann aber ruckartig den Kopf zurück zog, nach vorne austrat und wieherte.
      Flotte drehte auf der Hinterhand und galoppierte dann buckelnd davon. Ocarina galoppierte ihr nach und zusammen rasten sie über die Weide.
      „Sieht das gut aus, oder eher schlecht?“, fragte mich Shadow, welcher mit verschränkten Armen und skeptischem Blick neben mir stand.
      „Ich weiß noch nicht, das wird die Zeit zeigen.“

      8:16
      Nico erklärte sich bereit, bei den Pferden zu bleiben und darauf zu achten, dass sie nicht anfingen sich zu beißen. Shadow wollte ihn später ablösen, doch da wir noch viel zu tun hatten, machten wir anderen uns wieder an die Arbeit.
      Immerhin standen noch einige mehr Pferde in ihren Boxen, welche dringend nach draußen wollten.
      Charly ging wie immer zum Hengststall, um die drei Hengste auf ihre gemeinsame Koppel zu bringen. Wir hatten Glück gehabt, dass Happy und Coco so lieb waren und Vad, alias Marid, in ihrer Reihe aufgenommen hatten. Mit Vad hatte ich mich leider noch nicht anfreunden können. Meiner Meinung nach, lag das allerdings nicht an mir, sondern an ihm. Schon vom ersten Augenblick hatte er mich nicht an ihn heran gelassen, obwohl er bei allen anderen nicht so ein Theater veranstaltete. Mittlerweile kam ich damit zurecht, dass er irgendetwas gegen mich hatte, doch es war schon ein Schlag gewesen.
      Shadow und ich gingen in den Hauptstall, wo die restlichen Pferde standen. Also alle Stuten, sowie mein Wallach Excelsior, welchen ich über alles vergötterte.
      Shadow und ich teilten gerade auf, wer welche Pferde nach draußen bringen würde, als sein Handy in der Hosentasche einen Gong von sich gab.
      Ja, es war wirklich ein Gong, so ein chinesischer oder so. Er war davon total Fan, mir ging es auf die Nerven.
      Er zog es aus seiner Stallhose und blickte auf das leuchtende Display.
      „Meine Schwester schreibt, dass sie gegen halb zehn an der Bushaltestelle ist. Ich würde sie dann abholen, ja?“
      „Klar, mach ruhig. Ich freue mich, endlich deine Schwester kennenzulernen. Wird ja wohl Zeit.“
      „Jap, da hast du Recht.“, stimmte er mir zu. „Erwarte aber nicht zu viel! Sie kann manchmal – ja, du wirst es ja nachher sehen.“
      Ich schmunzelte. „Du machst es aber spannend. Dann lass uns mal die Pferde rausbringen, damit du es pünktlich schaffst.“

      Das taten wir dann auch. Ich schnappte mir zu erst meine beiden Lieblinge Valentines Jeanie und Excelsior, Shadow nahm Changa und die neue Stute Hryða, welche alle auf Hephaistos kamen, wo sie genügend Platz hatten.
      Dort entließen wir sie in die Freiheit, bevor wir wieder zurück in den Stall gingen um noch vier Stuten nach draußen zu bringen.
      Shadow legte Mon Amie und Charelle ihre Halfter an und ich nahm mir Vaconda und Winterzauber vor. Die vier würden auf Aphrodite kommen. Die junge Grenzfee, welche erst seit Weihnachten bei uns wohnte, blieb erstmal noch im Stall, bis der Hufschmied und der Tierarzt gekommen waren, denn sie wurde in ihrer Vergangenheit stark vernachlässigt.
      Wie abgesprochen sah ich von weiten, wie Charly erst Vad und dann Coco und Happy auf Poseidon brachte.
      Damit waren alle Pferde auf den Koppeln.

      09:03
      Da Shadow als nächstes damit dran war auf der Koppel von Flotte und Oca Wache zu schieben und ich nichts zu tun hatte, entschied ich mich dafür, ihm noch etwas Gesellschaft zu leisten, bis er seine Schwester abholen musste.
      Wie fast immer schweigend, gingen wir über den sandigen Hof in Richtung Athene. Wir sprachen meist nicht viel miteinander, wer weiß warum, trotzdem verstanden wir uns immer ausgezeichnet.
      Am Anfang hatte ich gedacht, dass aus uns beiden vielleicht mal mehr werden konnte, doch mittlerweile war es mir schon fast lieber, dass wir einfach nur beste Freunde waren.
      Ich sah Nico schon von weiten. Er saß auf einem Stein, außerhalb der Koppel und blätterte in einem großen Schmöker.
      Als wir näher kamen und er unsere Schritte hörte, stand er erleichtert auf.
      „Oh man, da seid ihr ja endlich. Das ist so eine Zeitverschwendung hier. Schaut euch die beiden doch an! Die ganze letzte Stunde haben sie nebeneinander gegrast und sind nur ab und zu mal zusammen über die Koppel gerannt. Die tun ja so, als kennen sie sich schon länger als die Welt existiert!“
      Mein Blick wanderte in Richtung Koppel und der beiden Pferde, welche unter einer kleinen Ansammlung von Kiefern auf dem sandigen Boden standen und genüsslich den Rest Gras fraßen.
      Ich musste lachen. „Mein Gott, was haben wir für ein Glück. Die scheinen sich ja wirklich gut zu verstehen!“
      „Du sagst es“, sagte Nico grimmig. „Und damit vertreibe ich mir meine Zeit. Sinnlos.“ Er schüttelte verärgert den Kopf und Shadow klopfte ihm freundschaftlich auf die Schultern.
      „Komm schon Kumpel, jedenfalls hattest du viel Zeit für dich. Was ließt du da eigentlich für ein Buch? Das habe ich ja noch nicht bei dir gesehen.“
      Nico versuchte schnell das dicke Buch unter seiner Jacke zu verstecken, was er aber nicht ganz schaffte.
      „Ach nicht so wichtig!“ Mit diesen Worten stand er auf und lief schnell in Richtung Gutshaus, wo er dann durch die Eingangstür verschwand.
      Shadow und ich schauten uns an und mussten losprusten. Das waren solche Momente, wo wir uns einfach ohne Worte verstanden.
      Ich blickte auf die Uhr an meinem Handgelenk.
      „Oh, du solltest dich beeilen, es ist schon zehn vor halb und du brauchst mit deiner Schwalbe schon zehn Minuten bis zur Bushaltestelle.
      Ich würde hier warten und das Ganze nochmal mit eigenen Augen beobachten. Sobald du wieder da bist, komme ich aber runter.“
      Er nickte und wir verabschiedeten uns von einander, in dem wir uns drückten.
      Ich ließ mich auf dem Stein nieder, auf welchem bis gerade eben noch Nico verweilt hatte und beobachtete zwei meiner liebsten Stuten: Ocarina of Time und Flotten von Mutanten. Das Einreiten von Flotte lag noch in weiter Ferne, doch Oca hatte sich in letzter Zeit so gut gemacht, dass wir in einem Jahr vielleicht anfangen konnten.
      Sobald man sie sicher führen und putzen konnte, hatte ich vor, mit longieren anzufangen. Das würde aber auch frühestens im Frühling passieren. Ich wollte ihr die Zeit geben, die sie brauchte.
      Die nächsten zwanzig Minuten genoss ich einfach nur den Anblick der genüsslich fressenden Stuten, welche sich schon stark in mein Herz eingebrannt hatten.

      09:44
      Als ich von weitem das laute Rattern von Shadows Schwalbe hörte, riss ich mich von meinen beiden Stuten los und ging den kleinen Hügel hinab zum Parkplatz.
      Shadow stoppte nur wenige Momente später neben mir und schaltete seinen Motor aus. Hinter ihm saß ein junges Mädchen, dessen Gesicht ich wegen des Helmes allerdings noch nicht erkennen konnte. Shadows Schwester.
      Diese sprang behänd von der alten Schwalbe, zog sich den Helm schwungvoll vom Kopf und schüttelte sich ihre langen Haare aus dem Gesicht.
      Oh mein Gott! Sie hatte die gleiche Mähne wie ihr Bruder, nur war sie um einiges länger.
      Rabenschwarz waren sie, unten gerade abgeschnitten und oben ein gerades Pony. Eigentlich gefiel mir dieses nicht so sehr, aber ihr stand es.
      Vorallem hatte sie eine Figur wie ich sie mir immer gewünscht hatte und ich war vom ersten Augenblick Eifersüchtig. Mittelgroß, schlank, dünn und zart mit hellen grünen Augen. Sie war einfach nur wunderschön!
      „Darf ich vorstellen? Das ist meine Schwester Candida. Candida, das ist Mio. Von ihr habe ich dir erzählt.“, stellte Shadow uns vor.
      Ich wurde von klaren Augen angeschaut, welche recht zweifelnd an mir hinunter und wieder hinauf fuhren und ich fühlte mich gleich noch schlechter, obwohl das Mädel mir gegenüber mindestens zwei Jahre jünger war als ich.
      Ich überwand meine Gefühle und streckte ihr die Hand entgegen.
      „Hey Candida. Schön dich endlich kennenzulernen!“, fing ich an.
      „Candy.“, sagte sie nur. Ihre Stimme war übrigens genauso zart und rauchig wie sie selbst. Noch ein Grund, sie nicht zu mögen. Es klang einfach zu schön.
      Verwirrt blickte ich sie an. Sie sagte jedoch nichts weiter und mein Blick wanderte fragend zu Shadow.
      „Sie möchte nicht Candida genannt werden. Einmal kann man den Fehler machen, aber sobald man sie wieder Candida nennt, ist es komplett vorbei.“
      Ich wusste nicht ganz ob er das wirkliche ernst meinte, aber sein Gesicht verzog sich kein Bisschen.
      „Ok, dann Candy. Auch wenn das etwas-“, ich überlegte was ich sagen sollte. „Nicht französisch klingt.“
      „Mio klingt auch nicht gerade weiblich und trotzdem heißt du so.“, gab sie mir es genauso zurück.
      Ich zuckte die Schulter und wusste nicht ganz was ich sagen sollte. Shadow schaute mich nur mitleidig an und ich denke, ich hatte verstanden, was er mir vorhin sagen wollte.
      „Ok Candy, dann komm mit. Du willst doch reiten lernen, oder?“
      „Ich will nicht nur reiten lernen, sondern das ganze Verhalten von Pferden verstehen. Nur falls du fragen willst: Deswegen habe ich noch nie Reitunterricht genommen, weil es überall nur darum geht, nicht so schnell vom Pferd zu fallen. Keiner schafft es einem zu lehren wie Pferde ticken, was Pferde brauchen und was wir Menschen tun müssen, damit es ihnen gut geht. Denkst du, du kannst mir das zeigen? Wenn nicht, dann kann ich nämlich wieder gehen.“
      Wow, ich würde sagen, ich war geflasht und gleichzeitig auch beeindruckt. Das Mädel wusste, was sie wollte und für meine erste Reitschülerin hatte ich mir da einen ganz schönen Brocken ran geholt.
      „Ok Candy“, wiederholte ich. „Dann komm mit. Ich zeige dir, womit wir anfangen.“
      „Ich mache uns einen Kaffee.“, sagte Shadow noch, bevor er im Gutshaus verschwand. Ich winkte Candy zu und schlug dann den Weg zum Hauptstall ein.
      Sie wollte wissen, was es bedeutet mit Pferden zu arbeiten? Dann konnten wir ja gleich anfangen.
      Ich stemmte meine Arme in die Hüften und zeigte in den Stall, wo nun 15 leere Boxen standen.
      „So, hier fangen wir an. Du hast Glück, dass zur Zeit nur sieben Boxen belegt sind und du nicht alle ausmisten musst. Dann ab an die Arbeit. Hier kommt der erste Schritt, beim reiten lernen. Denn da gehört, wie du schon selbst sagtest, viel mehr dazu.“
      Mehr als erstaunt sah ich dabei zu, wie sich Candy eine Mistgabel schnappte und die Schubkarre nahm die an der Stallwand stand und ohne zu Murren die Boxentür von Excelsior öffnete und anfing, die Äpfel meines Wallachs aus dem Stroh zu suchen und dann im weiten Bogen in die Karre zu befördern.
      Etwas baff stand ich noch einen Moment da, bevor auch ich mir die zweite Gabel schnappte und in der nächsten Box, der von Jeanie, anfing auszumisten.
      Ich war mehr als erstaunt, dass wir innerhalb einer Stunde alle Boxen sauber hatten und die Heusäcke gefüllt waren. Candy hatte die ganze Zeit durchgearbeitet und nur ab und zu mal etwas nachgefragt.
      „Was machen wir jetzt?“, fragte sie mich, als gerade Shadow hereinkam. Drei kalte Tassen Kaffee in der Hand.
      „Na nu? Bist du in der Zeit verschollen?“, fragte ich ihn erstaunt.
      Er winkte ab und hätte dabei fast den ganzen Kaffee verschüttet.
      „Ne, Nico hat mich abgehalten.“
      „Jaja!“, ich lachte und nahm ihm eine Tasse ab.
      „Ihr scheint euch ja gut zu verstehen.“, sprach Candy das Offensichtliche aus.
      „Jaaa.“, sagte ich. „Wir sind auch ziemlich gute Freunde, sonst würden wir nicht zusammen in einem Haus wohnen und uns einen Hof teilen. Oder?“
      Candy schüttelte den Kopf, sagte aber nichts weiter.
      Erst nach etwa einer Minute, als wir alle unseren kalten Kaffee geschlürft hatten, sprach sie weiter.
      „Also, was tun wir jetzt? Du willst mir doch nicht erzählen, dass das das Einzige gewesen war, was ich heute getan habe? Dann hätte ich mir das Busgeld sparen können.“
      Schon wieder dieser abfällige Tonfall. Den würde ich nicht lange durchhalten, ohne durchzudrehen. Da gab es nur zwei Möglichkeiten. Entweder sie vom Hof schicken, was ich Shadow nie antun würde, oder ihr zu zeigen, dass sie mit ihren Annahmen so falsch lag, dass sie das nächstes Mal einfach sein ließ.
      „Nein, noch längst nicht.“, sagte ich und stellte meinen Kaffee vor einer Box ab. Er war sowieso kalt, also konnte ich ihn auch nachher trinken, das ergab keinen Unterschied.
      „Komm mit, ich zeige dir, was wir als nächstes machen!“
      Ich schnappte mir den Halsring von Excelsior, welcher vor seiner Box hing und schlug den Weg zu Hephaistos ein.
      Candy folgte mir und ich konnte spüren, dass sie sich fragte, was jetzt kommen würde.
      Bei der Koppel angekommen, drückte ich ihr den Halsring in die Hand und zeigte auf den weit entfernten Excelsior, welcher genüsslich neben seiner Jeanie stand und graste.
      „Siehst du den grauen Wallach dort?“ fragte ich Candy und zeigte auf ihn.
      Candy nickte nur mit dem Kopf. „Deine Aufgabe ist es, ihm den Halsring über den Hals zu streifen und ihn dann, ohne in auch nur zu berühren, hier hinunter zu mir zu führen. Exel folgt nicht jedem, aber wenn du ihm das Vertrauen geben kannst, dann wird er dir folgen.
      Wenn du hier unten bist und ich das Tor für dich aufmache, führst du ihn, immer noch ohne anzufassen, zur Reithalle. Dann schauen wir weiter.“
      Ohne etwas zu sagen, schlüpfte das Mädchen unter de Zaun hindurch und lief mit gleichmäßigen Schritten zum anderen Ende der Koppel.
      Mit zusammen gekniffenen Augen, ich hatte schon immer nicht so gut sehen können und war schon immer zu faul gewesen, mir eine Brille anzuschaffen, beobachtete ich sie dabei.
      Candy begrüßte zu erst alle Pfrde und beschäftigte sich dann mit Excelsior, welcher nicht gerade Lust dazu zu haben schien, schon wieder von der Koppel gehen zu müssen. Das Mädchen streifte ihm trotzdem den Halsring über und ich weiß nicht wie sie es machte, aber als sie sich umdrehte und den Weg zurück ging, folgte der eigensinnige Wallach ihr. Mit gesenktem Kopf, den Halsring über dem Hals, lief er hinter ihr her und ließ sich auch nicht davon stören, dass ich das Gatter aufmachte, um die beiden nach draußen zu lassen.
      Candy lief weiter, Exel auch. Plötzlich drehte er jedoch ab und wollte in Richtung Stall laufen. Candy blieb so ruckartig stehen, dass sich selbst Excelsior erschreckte und verwirrt zu ihr hin blickte.
      Candy stampfte nochmal bestimmerisch mit den Füßen auf und zeigte dann mit dem Finger auf den Boden vor ihr.
      „Hier her, aber zackig!“, ging sie den Wallach an, bevor sie sich wieder umdrehte und weiter ging, als wäre nichts passiert.
      Exel schien noch einen Moment verwirrt, bevor er ihr wieder folgte.
      Erstaunt folgte ich ihr. Auch wenn sie keine Ahnung hatte, sie hatte in diesem Moment genau das Richtige getan.
      Ohne weitere Probleme führte Candy Excelsior zur Reithalle, an der sie das Tor öffnete und die großzügige Halle betrat. Ich beeilte mich hinterher zu kommen.
      „Das war“, ich nickte leicht mit dem Kopf und wusste in dem Moment nicht, was ich sagen sollte „eine gute Leistung.“
      Candy zog die Augenbrauen hoch und schaute mich erwartend an. Dieses schlaue und selbstbewusste Mädel wusste ganz genau, dass die Aufgabe mehr als gut von ihr gelöst wurden war.
      „Ich möchte nun, dass du nun hier in der Halle versuchst, weiter mit ihm zu üben. Versuch das gleiche mit ihm zu machen, wie auf den Sattel. Bring ihn dazu, dass zu tun, was du willst und beachte bitte, dass auch er Freude daran haben sollte, sonst ist das alles Kontraproduktiv.
      Ich musste zugeben, Candy machte alles fantastisch. Selbst das Longieren ohne Longe, im Trab, wie auch im Galopp, meisterte sie hervorragend und nachdem ich das Training mit beiden beendet hatte, schwitzte Excelsior stark und auch Candy stand die Anstrengung ins Gesicht geschrieben.
      Ha, dachte ich innerlich und konnte mich gleich darauf für diesen fiesen Gedanken feigen, sie ist auch nur ein Mensch und nicht unsterblich.
      „Ok. Das war gut. Möchtest du ihn zur Koppel reiten?“, fragte ich Candy.
      Diesmal machte sie wirklich große und erstaunte Augen. Ein kleines bisschen Kind steckte also doch noch in ihr.
      „Wirklich? Ja sehr gerne!“
      „Ok, aber dann musst du ohne meine Hilfe auf seinen Rücken kommen. Exel ist zwar ein Deutsches Reitpony, hat die Normalgröße für ein Pony aber längst überschritten.“
      Candy nickte, streichelte den Wallach noch einmal hinter den Ohren, nahm zwei – drei Schritte Anlauf und – schaffte es nicht auf seinen Rücken.
      „Versuche es gleich nochmal, das ist kein Problem.“ ermunterte ich sie.
      Beim zweiten Mal kletterte sie ohne Probleme auf den schmalen Rücken des dunklen Pferdes und schien stolz auf sich zu sein.
      „Na geht doch!“, reite ihn zur Koppel, nehme ihm den Halsring ab und verschließe wieder alles ordentlich. Ich gehe schonmal zum Gutshaus und setz uns einen Kaffee auf.“

      13:28
      Als ich die Tür zur Küche öffnete, kam mir allerdings der gewohnte Duft des Kaffees entgegen und ich befürchtete schon, was sich kurz darauf bewahrheitete, nämlich, dass ich nicht die erste war.
      Charly, Nico und Shadow saßen gemütlich an dem kleinen Tisch, tranken aus einer dampfenden Tasse und unterhielten sich.
      „Habt ihr nichts zu tun?“, fragte ich erstaunt in die Runde, denn der Tag war bis jetzt zugeplant gewesen.
      „Wir sind eben schneller gewesen als du und da unsere Chefin, welche uns schon die ganzen letzten Tage von einer Aufgabe zu anderen gescheucht hat, gerade nicht da war, haben wir die Situation genutzt und eine kleine Ruhepause eingelegt.“ Nico schaute mich mit einem breiten Grinsen an.
      „Du Arsch“, murmelte ich und ließ mich dann auf meinem Stammplatz nieder.
      „Wo ist denn Candy?“ Shadow schaute sich fragend um.
      „Die kommt gleich. Sie bringt nur noch Exel weg.“
      Keine Sekunde später wurde die Tür geöffnet und Candy, selbstsicher wie immer, stolzierte herein und ließ sich auf den letzten freien Platz fallen.
      „Hey!“ begrüßte sie Charly. „Du musst demnach wohl Candy sein, oder? Ich habe schon viel von dir gehört, schön dich kennenzulernen.“
      „Danke, ich kenne euch auch schon gut vom Hören. Du musst demnach dann wohl Nico sein, der Typ der total in Charly verschossen ist?“
      Erschrocken schaute Nico, welcher sich sonst eigentlich nicht so schnell aus der Ruhe bringen ließ, zu Shadow, dem die Röte ins Gesicht gestiegen war. Charly hatte die Augenbrauen hoch gezogen und schaute gedankenversunken zu Candy, welche die Situation genoss.
      Ich hatte ein leichtes Lächeln auf den Lippen, aber alle drei meiner Freunde taten mir Leid.
      Shadow, weil Nico nun wusste, dass er über so etwas mit seiner Schwester gesprochen hatte, Charly, weil sie genauso in Nico verknallt war, wie er in sie und Nico, weil es für ihn einfach nur peinlich war.
      „Was haltet ihr davon, wenn wir einen Ausritt machen? Wie es scheint, haben wir gerade Zeit und das haben wir schon lange nicht mehr getan.“

      14:01
      Etwas später trafen wir uns vor dem Hauptstall. Jeder hatte das Pferd seiner Wahl von der Koppel geholt und es auf einen Ausritt vorbereitet. Auch Candy durfte mitkommen, ich war mir sicher, dass sie es schaffen würde.
      Nico und Charly würde unsere beiden Hengste Marid und Acapulco Gold reiten. Marid, welcher von uns nur noch Vad genannt wurde, hatte schon immer eine große Abneigung gegen mich verspürt und so war es auch diesmal, als er mich neben Winterzauber entdeckte, welche ich mir ausgesucht hatte. Er legte die Ohren an und sein Blick sagte deutlich, dass ich ihm ja nicht zu Nahe kommen sollte.
      Candy hatte ich Vaconda gegeben. Die gutmütige Stute würde niemals jemanden aus dem Sattel werfen, selbst jemanden unerfahrenen wie Candy nicht, welche aufgeregt die dunkle Mähne der Stute sortierte.
      Shadow hatte sich seine geliebte Charelle von der Koppel geholt und damit würde Mon Amie alleine zurück bleiben, aber ich hoffte, dass sie das nicht stören würde.
      „Ok, dann lasst uns aufsteigen! Ich wäre ja für eine Strecke ins Innenland, da der Wind zur Zeit echt stark am Strand pfeift.“
      Die anderen stimmten mir zu, also schwang ich mich in den älteren Dressursattel von Wizza und nahm die Zügel auf. Wizza war schon immer schwierig im Gelände zu reiten und ich hoffte, dass es besser wurde, je öfters ich das tat.
      Meist nahm ich ihre Freundin Mon Amie mit, heute war dies jedoch zu viel.
      Auch Candy kletterte, erstaunlich leichtfüßig in den Sattel.
      Als auch Charly und Nico in ihren Westernsätteln saßen, gab ich ihnen das Zeichen, dass sie vorreiten sollten. Wir würden mit den Stuten etwas Abstand zu den beiden Hengsten halten.
      Wir schlugen den Weg in Richtung Berge ein, welchen ich meistens zum Training nutzte.
      Einige Pferdelängen hinter Charly und Nico ritt ich nebeneinander mit Candy, hinter uns kam dann Shadow auf seiner Nelly.
      „Versuche mal, die Zügel etwas mehr aufzunehmen. Vaconda läuft zwar auch mit hängenden Zügeln gut, aber im Gelände ist man da lieber vorsichtiger.“
      Candy befolgte meine Anweisung zu gleich und für den Anfang machte sie es gut. Trotzdem gab ich ihr immer mal wieder Tipps und bereits nach kurzer Zeit saß sie schon viel sicherer im Sattel.
      „Wenn du noch versuchst dich etwas tiefer in den Sattel zu setzen und wirklich entspannt zu sein, dann sieht es gut aus.“
      Gegenüber Candy versucht ich so entspannt wie möglich auszusehen, allerdings lief Wizza gar nicht entspannt. Immer wieder schmiss sie den Kopf nach oben und riss mir gleich danach fast die Zügel aus den Händen indem sie in nach unten senkte.
      Obwohl Winterzauber eigentlich sonst ein außergewöhnlich ruhiges Verhalten hatte, war davon jetzt gar nichts mehr zu sehen. Sie tänzelte eher, als das sie Schritt ging und wollte bei jeder ihr gebotenen Möglichkeit zu den beiden Hengsten aufschließen.
      Nach einiger Zeit taten mir meine Hände bereits von dem stetigen Druck an den Zügeln weh und ich fragte die anderen, ob wir traben wollten.
      Es ging gerade einen kleinen Berg hinauf und da war die Gelegenheit ganz günstig. Winterzauber hatte nur auf eine Tempoerhöhung gewartet und raste nun vor den anderen weg.
      Ich hoffte, dass Shadow ein Auge auf Candy haben würde, denn gerade hatte ich mit mir und Winterzauber genug zu tun.
      „Charly!“ rief ich nach einigen Minuten. „Könntet ihr mal kurz anhalten und mich vorbei lassen? Wizza muss sich dringend mal auspowern.“
      Ich gab auch Candy und Shadow das Zeichen, dass sie die Zügel aufnehem sollten und sah aus dem Augenwinkel, wie Shadow zu den Zügeln von Vaconda griff, damit sie nicht hinter Winterzauber her rennen würde.
      Charly und Nico zügelten ihre Hengste und wichen zur Seite aus. Wizza wusste, dass sie nun freie Bahn hatte und diesmal hinderte ich sie nicht daran, loszugaloppieren.
      Ich ließ die Zügel lockerer, aber trotzdem so, dass ich noch genügend Verbindung zum Pferdemaul hatte und ließ die Stute nach vorne rasen.
      Ich hoffte, dass uns niemand entgegen kommen würde, denn die Stute konnte ich nicht so schnell bremsen.
      Winterzauber galoppierte auch und wie sie galoppierte. Schnell verlor ich meine Freunde hinter mir aus den Augen.
      Wizza war nicht unbequem, aber durch den holprigen Boden wurde ich an manchen Stellen so durchgeschüttelt, dass ich mich irgendwann in den leichten Sitz begab.
      Zum Glück schaffte ich es noch knapp, den Weg nach Hause einzuschlagen, sonst wären wir ins Unendliche weiter galoppiert.
      Winterzauber galoppierte weiter, obwohl ich merkte, wie sie mit der Zeit langsamer und ruhiger wurde und ich es schließlich schaffte, sie in einen flotten Trab durchzuparieren.

      15:44
      Natürlich kam ich viel früher wieder auf unserem Gelände an als die anderen.
      Ich hatte Wizza bereits abgesattelt, trocken geputzt und ihr eine dicke Decke übergeworfen, als ich Hufgeklapper hörte.
      Ich warf die Boxentür vielleicht etwas zu stark ins Schloss, denn Grenzfee in der Box neben an wieherte erschrocken auf.
      „Sorry Süße!“, flüsterte ich ihr zu und ging dann nach draußen, wo Shadow und Candy gerade von den beiden Stuten abstiegen.
      „Wo sind denn Nico und Charly?“, fragte ich verwundert in Richtung Shadow, welcher mit aber nicht gleich antwortete und deswegen Candy das Wort ergriff.
      „Die wollten nochmal eine kleine Runde drehen.“, sagte sie vielsagend und mit einem Grinsen auf ihren roten Lippen.
      Ich jedoch beachtete diesen nicht weiter sondern half ihr dann, Vaconda abzusatteln. Auch ihr und Nelly legten wir eine Decke auf, wer weiß, diese Nacht sollten es Minusgrade werden.
      Dann entließen wir die drei Stuten zurück auf ihre Koppel, wo sie schon freudig von Mon Amie begrüßt wurden.
      „Ich würde gerne, da wir gerade etwas Zeit haben, Ocarina versuchen zu longieren. Dazu brauche ich eure Hilfe aber nicht.“ sagte ich zu Shadow gewandt.
      „Klar, kein Problem. Ich schaue mal, was ich noch tun kann. Wir sehen uns später!“
      Shadow und Candy gingen in Richtung Stall zurück, während ich den Weg zur Koppel einschlug, wo seit heute Ocarina und Flotte zusammen standen.
      Ich nahm gleich das Halfter von Vaconda, welches bis zum Stall schon seine Dienste tun würde.
      Ich fand die beiden Stuten in dem kleinen Offenstall, welcher unter einer Gruppe von kleinen Pinien stand. Die Situation von heute Morgen hatte sich nicht verändert und beide waren gesund und munter wie je her.
      Flotte wich ängstlich zurück, als ich näher kam. Ocarina blieb jedoch stehen und schaute mich fragend an.
      „Alles gut“, sprach ich leise auf sie ein. „Hier, siehst du, ein Halfter, das kennst du ja schon.“
      Ocarina ließ sich zögerlich das Halfter über den Kopf ziehen und folgte mir, nach mehreren Versuchen, zum Ausgang und die Weide hinab.
      Flotte schien so verängstigt von dem plötzlichen Versuch, dass sie uns nicht folgte, sondern weiterhin in dem schützenden Offenstall blieb.
      Da Ocarina viel im Offenstall gelebt hatte, war ihr einiges wieder fremd, als ich sie am Gutshaus und dann am Parkplatz vorbeiführte. Zögerlich und mit gespitzten Ohren folgte sie mir zum Hauptstall, wo ich sie an der Mauer anband und schnell in den Stall schlüpfte um Putzzeug und für später eine Longe und ein Knotenhalfter zu holen.
      Als ich wieder nach draußen trat, war Ocarina gerade dabei, den Führstrick zu bekämpfen und von einer Seite zur andern zu laufen.
      „Ruhig mein Mädel,“ versucht ich die Stute zu besänftigen „Du kannst dich gleich austoben.
      Ich beeilte mich, die schreckhafte Jungstute so sauber wie möglich zu bekommen. Ich hatte das noch nicht allzu oft mit ihr geübt, aber wenn wir es nun vor jedem Arbeiten tun würden, würde sie sich sicherlich schnell daran gewöhnen.
      Nach dem Putzen wechselte ich das normale Halfter gegen ein Knotenhalfter und eine lange Longe und führte meine gescheckte Stute zu unserem überdachten Roundpen.
      Da es draußen schon dämmerte, schaltete ich das Licht an, welches etwas länger brauchte und dann flackernd der Reihe nach anging.
      Bei dem grellen Licht zuckte Ocarina zurück, doch ich blieb ruhig und führte sie dann in das kleine Gebäude.
      Ich fing die Stunde ruhig an, ließ die junge Stute erstmal im Schritt auf der rechten Hand laufen und baute nach einiger Zeit kleine Handwechsel mit ein.
      Ocarina schien sich mit der Situation abgefunden zu haben und ohne Probleme ging sie wenig später auch in einen langsamen Trab über, welchen sie konstant durchhielt.
      Dann fing ich etwas mit Stimmkommandos an, welche sie auch schnell begriff. Am Ende ließ ich sie ohne Longe nochmal galoppieren, was sie auch sichtlich auf dem weichen Sand genoss.
      Für heute würde das reichen, immerhin wurde noch nicht viel mit ihr gemacht und das hübsch gescheckte Fell war jetzt schon durchnässt.

      17:13
      Kurz nachdem ich Ocarina wieder zu ihrer Freundin Flotte gebracht hatte, ging ich zurück zum Hauptstall, um das Halfter sowie das Knotenhalfter und das Putzzeug zu verstauen.
      Ich wollte nochmal einen Blick in den Hengststall werfen, vielleicht waren Nico und Charly schon wieder da.
      Ich verließ also den Hauptstall und lief in Richtung Hengststall, welcher etwas abseits stand. Kurz bevor ich ihn erreichte, hörte ich Hufgeklapper und vom Strang kamen mir Nico und Charly entgegen. Sie führten ihre Pferde und sie – Ich schaute ein zweites Mal hin – Sie hielten sich an den Händen.
      Innerlich jubilierte ich, äußerlich lächelte ich nur leicht.
      Als Charly mich erblickte, ließ sie schnell die Hand von Nico los und Nico, dem sonst eigentlich gar nichts peinlich war, errötete so stark, dass ich es aus der Ferne erkennen konnte.
      „Na ihr beiden? Da habt ihr aber einen Ausflug gemacht. Kommt, ich helfe euch die Pferde abzusatteln.“
      Die beiden, die eigentlich immer am meisten erzählten, schienen verstummt und sagten kein Wort. Auch als ich ihnen vom Longieren mit Ocarina erzählten nickten sie nur und ich verstand irgendwann, dass sie am liebsten alleine sein wollten.
      Also ging ich schon vor ihnen zurück zum Haupthaus, wo ich, vor dem Fernseher sitzend, Candy und Shadow fand.
      „Was schaut ihr da?“ fragte ich und ließ mich neben Shadow nieder.
      „Herr der Ringe, den dritten Teil.“ antwortete Shadow und strahlte mich dabei wie ein kleines Kind an. Ich lachte und schaute mit.

      18:33
      Da Charly und Nico, Candy hatte es geschafft, keinen blöden Kommentar abzugeben, nach der Rückkehr von ihrem „Ausritt“ zusammen nach Saint-Pierre-La-Mer in eine Bar gefahren waren, mussten wir zu dritt alle Pferde von den Koppeln holen. Die Hengste hatten wir zum Glück gleich drin gelassen, deswegen fehlten nun nur noch die Stuten und mein Wallach Excelsior.
      Zu dritt brauchten wir etwas länger als gewohnt, aber trotzdem fanden irgendwann alle den Weg zu ihrer Box.
      Candy stellte sich genauso geschickt beim Pferdeversorgen wie beim Reiten an und ich musste nichts bemängeln, als sie allen Pferden ihre verdiente Mahlzeit gab.
      „Was tun wir jetzt?“ fragte sie mich etwas später, als ich gerade den letzten Heusack in die Box von Excelsior hängte.
      „Jetzt? Jetzt gehe ich nach Hause und setze mich vor meinen Fernseher, der Tag war anstrengend und voll genug.“ sagte vorwurfsvoll. „Du kannst gerne noch die Weiden abäppeln, aber ich gönne mir jetzt einen warmen Tee.“
      Ich schloss die Boxentür und drückte ihr dann den Schlüssel zum Stall in die Hand.
      „Zuschließen nicht vergessen!“ warnte ich sie noch, dann verließ ich das Stallgebäude und ging zum Gutshaus.
      Candida hatte echt Feuern unterm Hintern. Sie musste nur aufpassen, dass sie es nicht zu weit trieb. Heute war es bei mir fast so weit gewesen und so etwas ging einfach nicht.
      Ich hatte mich heute viel mit ihr beschäftigt und meine Kraft damit verbraucht, ihren Wünschen gerecht zu werden. Irgendwann war auch mal Schluss!
      Ärgerlich stapfte ich die Treppen hinauf und ließ mich in meinem Zimmer am Fenster nieder. Draußen war es dunkel, dunkler, als es in Deutschland je sein würde. Irgendwo vermisste ich Deutschland, aber ich lebte nun hier in Südfrankreich. Das war mein zu Hause.
      Ich hörte es gar nicht, als die Tür sich leise öffnete und Shadow herein kam. Erst als er hinter mich trat und mich langsam umdrehte, zuckte ich erschrocken zusammen.
      Einen kurzen Moment dachte ich, er würde mir eine Standpauke halten, weil ich seine Schwester geschimpft hatte.
      Aber er nahm nur mein Gesicht in seine Hände und blickte mich an. Jedes Härchen stellte sich von seiner Berührung auf und ich war gebannt von seinem Blick. Ich hatte es immer verdrängt, war immer zu scheu gewesen, den ersten Schritt zu machen, aber ich hatte es schon immer gewusst, vom ersten Augenblick an, genau das was er jetzt sagte.
      „Ich liebe dich!“ flüsterte er und ich sagte ihm das gleiche.
      Der Kuss setzte mich so unter seinen Bann, dass ich mich im Nachhinein kaum noch an ihn erinnern konnte. Besser gesagt, wusste ich gar nichts mehr, ich war mir sogar nicht mehr sicher, ob es überhaupt passiert war, aber es war passiert.
      Wir waren die Treppen wieder hinab gegangen, hatten Candy vor dem Fernseher gefunden und hatten den Abend vor einem sinnlosen Film verbracht.

      22:10
      Am späten Abend flüchtete ich mich in mein Bett. Ich schaffte es nicht, Shadow gute Nacht zu sagen und Candy erst recht nicht. Wer weiß, vielleicht hoffte ich, er würde zu mir kommen. Aber er kam nicht. Er war wahrscheinlich verunsichert, denn ich war ohne ein weiteres Wort gegangen.
      Es war verständlich und in der Situation war ich auch nicht böse auf ihn, nur auf mich, weil ich gefühlt wieder viel falsch gemacht hatte.
      Auch die Nacht schlief ich schlecht. Immer wieder gingen mir die Ereignisse des Tages durch den Kopf. Die Wendung zum Schluss war so überraschend gewesen, dass sie in meinen Gedanken ein regelrechter Bruch war.
      Erst als es draußen bereits dämmerte, fand ich Ruhe und war selbst überrascht darüber, dass ich bis Mittag durchschlief.
      Niemand weckte mich, niemand kam in mein Zimmer, niemand durchbrach meine Gedanken und erst als ich von selbst munter wurde, stand ich auf.
      Meine Schritte lenkten mich als erstes zum Fenster, wo ich meinen Blick über das Gestüt gleiten ließ.
      Ich war mir sicher, sicherer als ich es je gewesen war.
      „Ich liebe dich, Shadow!“ flüsterte ich.




      [​IMG]
      Springtraining A → L | 6054 Zeichen | © Canyon
      17. Januar 16

      „Brrr...!“ Ich fröstelte. Klar, hier im Süden würde es wohl nicht so schnell weiß werden, erst recht nicht wegen der Klimaerwärmung, aber kalt war es trotzdem. In den Nächten war es jetzt schon manchmal unter 0° gewesen, aber an den Tagen hängelten sich die Temperaturen zwischen 5° und 10° entlang, was ich gar nicht gut fand. Entweder kalt und Schnee oder warm und Sonne, hieß es bei mir immer und nun war es kalt und kein Schnee.
      Heute stand bei mir ein Springtraining auf dem Plan, für meine Stute Winterzauber. Was für ein passender Name bei einem unpassenden Wetter.
      Die Stute hatte sich in letzter Zeit durch unser Training stark verbessert und aus dem faulen war ein arbeitswilliges Pferd geworden, mit welchem ich viel Freude hatte.
      Blöderweise war unser Platz zu klein, für einen brauchbaren Parcours, sodass ich mit Wizza einige Kilometer weiter fahren musste, wo ein größeres Gestüt stand, auf welchem wir heute unser Training abhalten würden.
      Mit Charly im Gepäck, welche uns zum Trainingsplatz fahren würde, betrat ich gegen Mittag den Hauptstall. Winterzauber hatte ich gleich in der Box gelassen und nicht zu ihren Freundinnen auf die Weide gestellt, damit ich mir nun Zeit sparen konnte. Schnell war der braunen Stute eine Decke aufgelegt und Gamaschen an die Beine gebunden, damit sie die kurze Strecke heil überstehen würde.
      Bei solchen Dingen, wie in den Hänger laufen, war Winterzauber die bravste Stute die es gab, aber im Gelände oder auf der Koppel war sie kaum zu halten. Erst letztens durfte ich am eigenen Leib spüren, welche Energie sie haben konnte.
      Da ich noch immer keinen Führerschein hatte, chauffierte mich meine Freundin zu dem Springplatz, welchen ich für den heutigen Mittag gebucht hatte. Ich hatte einiges an Geld hinlegen müssen, aber das war es mir wert gewesen.
      Wir stellten das Auto etwas abseits auf den Parkplatz des Gestüts, holten dort zusammen die Stute aus dem Hänger und banden sie an diesem an.
      Gründlich putzten wir den Dreck und den Schlamm aus dem sonst sehr schönen Fell und sattelten sie dann auf. Ich wollte heute einen Versuch wagen, mit einem Martingal zu arbeiten. Sollte Wizza dieses aber nicht annehmen, so konnte ich auch ohne springen.
      Fertig getrenst und gesattelt, führte ich die Stute auf den weitläufigen Platz, wo bereits ein kleiner Parcours mit sieben Hindernissen aufgebaut war, welchen ich heute mit der Stute absolvieren wollte.
      Etwas eifersüchtig war ich schon auf Charly, welche sich auf einer Bank am Rand des Springplatzes, in eine dicke Fleecedecke eingehüllt niederließ und dabei genüsslich einen warmen Tee schlürfte. Ich biss entschlossen meine Zähne zusammen und zog mich in den mehr als kalten Sattel, in welchem ich nun die nächste Stunde sitzen würde.
      Ich war überaus überrascht, als Winterzauber von Anfang an gut mitarbeitete und sogar beim Warmreiten, was ihr meistens zu lange dauerte und zu dem noch zu langweilig war, keine Probleme machte. Das Training heute konnte also nur ein Erfolg werden!
      Die ersten Minuten beachtete ich die Hindernisse noch gar nicht, sondern arbeitete mit der Stute in den Grundgangarten und einigen Bahnfiguren. Ich bog und wendete Wizza nach allen Seiten und ging die wichtigsten Bahnfiguren auf beiden Händen und in allen Grundgangarten durch, bevor ich mein Interesse den Stangen zu wand.
      Charly tat mir den Gefallen und baute zügig ein paar Cavalettis und einige Trabstangen auf, mit welchen ich mein Training begann. Winterzauber ging mit viel Freude und Eleganz über alle hinweg, so dass ich die Zeit dafür reif sah, die ersten Sprünge anzuvisieren.
      Beim Warmreiten hatte Winterzauber alle Zeit der Welt gehabt, sich alles genau anzuschauen und so versuchte ich einen ersten Durchgang. Die Stangen lagen alle noch auf A-Höhe, weshalb es für die Stute kein Problem war, diese zu überwinden. In geplanter Reihenfolge überwanden wir eine Tripplebarre, dann einen Oxer, eine zweifache Kombi, einen künstlichen Wassergraben, eine Mauer, eine dreifache Kombi und zum Schluss noch einmal eine zweifache Kombi. Mein Gesicht war vor Freude gerötet, denn os ein gutes Training hatte man selten, mit der sonst so anstrengenden Winterzauber. Ich legte einen kurze Pause ein, in welcher ich Wizza eine Decke überlegte und sie dann saufen ließ. Charly und ich erhöhten alle Hindernisse, so dass sie nun die geforderte L-Höhe von etwa 1,20 Meter hatten. Außerdem achteten wir darauf, dass die Sprungweite nicht mehr als 1,35 Meter besaß.
      Nachdem alles erhöht war, stieg ich wieder auf und ging in die zweite Hälfte. Diesmal ließ ich alles viel langsamer angehen und ging nicht gleich den gesamten Ablauf durch. Ich begann mit dem Oxer, welchen Winterzauber schon immer gemocht hatte und welchen sie auch problemlos überwand. Beim zweiten und dritten Mal versuchte ich ihre Technik und die Wendigkeit zu verbessern, bevor ich mich dem nächsten Hindernis stellte.
      Auch dieses flog unter uns vorbei, so dass ich bald darauf beide hintereinander ritt.
      Langsam arbeitete ich mich vor und nur zweimal rissen wir die Stangen zu Boden, welche Charly uns hilfsbereit wieder aufsammelte.
      Als Wizza alle Hindernisse erfolgreich überwunden hatte, arbeitete ich nur noch an Kleinigkeiten, wie Feinheit und Genauigkeit.
      Als meine Stute bis auf die Haut durchnässt und ich abgefroren war, beendeten wir das Training. Ich parierte sie durch und ließ mich dann von ihrem Rücken auf den vereisten und harten Boden gleiten. Charly hatte bereits eine warme Decke für Wizza aus dem Wagen geholt, welche sie ihr für den Weg zurück zum Hänger überlegte.
      So schnell wir konnten sattelten wir die nasse Stute ab und führten sie zurück in den Hänger, wo bereits eine große Portion Heu sowie Kraftfutter auf sie wartete, auf welches sie sich sogleich stürzte.
      Zufrieden mit dem heutigen Training, fuhren wir zurück auf unser Gestüt, wo wir Winterzauber zu ihren Freundinnen auf die Weide entließen.
      Sie hatte heute perfekt mitgearbeitet und ich war mir sicher, dass sie nun bereit für das L-Niveau war, denn das Können besaß sie.




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      Springtraining A → L | 6054 Zeichen | © Canyon
      17. Januar 16

      „Brrr...!“ Ich fröstelte. Klar, hier im Süden würde es wohl nicht so schnell weiß werden, erst recht nicht wegen der Klimaerwärmung, aber kalt war es trotzdem. In den Nächten war es jetzt schon manchmal unter 0° gewesen, aber an den Tagen hängelten sich die Temperaturen zwischen 5° und 10° entlang, was ich gar nicht gut fand. Entweder kalt und Schnee oder warm und Sonne, hieß es bei mir immer und nun war es kalt und kein Schnee.
      Heute stand bei mir ein Springtraining auf dem Plan, für meine Stute Winterzauber. Was für ein passender Name bei einem unpassenden Wetter.
      Die Stute hatte sich in letzter Zeit durch unser Training stark verbessert und aus dem faulen war ein arbeitswilliges Pferd geworden, mit welchem ich viel Freude hatte.
      Blöderweise war unser Platz zu klein, für einen brauchbaren Parcours, sodass ich mit Wizza einige Kilometer weiter fahren musste, wo ein größeres Gestüt stand, auf welchem wir heute unser Training abhalten würden.
      Mit Charly im Gepäck, welche uns zum Trainingsplatz fahren würde, betrat ich gegen Mittag den Hauptstall. Winterzauber hatte ich gleich in der Box gelassen und nicht zu ihren Freundinnen auf die Weide gestellt, damit ich mir nun Zeit sparen konnte. Schnell war der braunen Stute eine Decke aufgelegt und Gamaschen an die Beine gebunden, damit sie die kurze Strecke heil überstehen würde.
      Bei solchen Dingen, wie in den Hänger laufen, war Winterzauber die bravste Stute die es gab, aber im Gelände oder auf der Koppel war sie kaum zu halten. Erst letztens durfte ich am eigenen Leib spüren, welche Energie sie haben konnte.
      Da ich noch immer keinen Führerschein hatte, chauffierte mich meine Freundin zu dem Springplatz, welchen ich für den heutigen Mittag gebucht hatte. Ich hatte einiges an Geld hinlegen müssen, aber das war es mir wert gewesen.
      Wir stellten das Auto etwas abseits auf den Parkplatz des Gestüts, holten dort zusammen die Stute aus dem Hänger und banden sie an diesem an.
      Gründlich putzten wir den Dreck und den Schlamm aus dem sonst sehr schönen Fell und sattelten sie dann auf. Ich wollte heute einen Versuch wagen, mit einem Martingal zu arbeiten. Sollte Wizza dieses aber nicht annehmen, so konnte ich auch ohne springen.
      Fertig getrenst und gesattelt, führte ich die Stute auf den weitläufigen Platz, wo bereits ein kleiner Parcours mit sieben Hindernissen aufgebaut war, welchen ich heute mit der Stute absolvieren wollte.
      Etwas eifersüchtig war ich schon auf Charly, welche sich auf einer Bank am Rand des Springplatzes, in eine dicke Fleecedecke eingehüllt niederließ und dabei genüsslich einen warmen Tee schlürfte. Ich biss entschlossen meine Zähne zusammen und zog mich in den mehr als kalten Sattel, in welchem ich nun die nächste Stunde sitzen würde.
      Ich war überaus überrascht, als Winterzauber von Anfang an gut mitarbeitete und sogar beim Warmreiten, was ihr meistens zu lange dauerte und zu dem noch zu langweilig war, keine Probleme machte. Das Training heute konnte also nur ein Erfolg werden!
      Die ersten Minuten beachtete ich die Hindernisse noch gar nicht, sondern arbeitete mit der Stute in den Grundgangarten und einigen Bahnfiguren. Ich bog und wendete Wizza nach allen Seiten und ging die wichtigsten Bahnfiguren auf beiden Händen und in allen Grundgangarten durch, bevor ich mein Interesse den Stangen zu wand.
      Charly tat mir den Gefallen und baute zügig ein paar Cavalettis und einige Trabstangen auf, mit welchen ich mein Training begann. Winterzauber ging mit viel Freude und Eleganz über alle hinweg, so dass ich die Zeit dafür reif sah, die ersten Sprünge anzuvisieren.
      Beim Warmreiten hatte Winterzauber alle Zeit der Welt gehabt, sich alles genau anzuschauen und so versuchte ich einen ersten Durchgang. Die Stangen lagen alle noch auf A-Höhe, weshalb es für die Stute kein Problem war, diese zu überwinden. In geplanter Reihenfolge überwanden wir eine Tripplebarre, dann einen Oxer, eine zweifache Kombi, einen künstlichen Wassergraben, eine Mauer, eine dreifache Kombi und zum Schluss noch einmal eine zweifache Kombi. Mein Gesicht war vor Freude gerötet, denn os ein gutes Training hatte man selten, mit der sonst so anstrengenden Winterzauber. Ich legte einen kurze Pause ein, in welcher ich Wizza eine Decke überlegte und sie dann saufen ließ. Charly und ich erhöhten alle Hindernisse, so dass sie nun die geforderte L-Höhe von etwa 1,20 Meter hatten. Außerdem achteten wir darauf, dass die Sprungweite nicht mehr als 1,35 Meter besaß.
      Nachdem alles erhöht war, stieg ich wieder auf und ging in die zweite Hälfte. Diesmal ließ ich alles viel langsamer angehen und ging nicht gleich den gesamten Ablauf durch. Ich begann mit dem Oxer, welchen Winterzauber schon immer gemocht hatte und welchen sie auch problemlos überwand. Beim zweiten und dritten Mal versuchte ich ihre Technik und die Wendigkeit zu verbessern, bevor ich mich dem nächsten Hindernis stellte.
      Auch dieses flog unter uns vorbei, so dass ich bald darauf beide hintereinander ritt.
      Langsam arbeitete ich mich vor und nur zweimal rissen wir die Stangen zu Boden, welche Charly uns hilfsbereit wieder aufsammelte.
      Als Wizza alle Hindernisse erfolgreich überwunden hatte, arbeitete ich nur noch an Kleinigkeiten, wie Feinheit und Genauigkeit.
      Als meine Stute bis auf die Haut durchnässt und ich abgefroren war, beendeten wir das Training. Ich parierte sie durch und ließ mich dann von ihrem Rücken auf den vereisten und harten Boden gleiten. Charly hatte bereits eine warme Decke für Wizza aus dem Wagen geholt, welche sie ihr für den Weg zurück zum Hänger überlegte.
      So schnell wir konnten sattelten wir die nasse Stute ab und führten sie zurück in den Hänger, wo bereits eine große Portion Heu sowie Kraftfutter auf sie wartete, auf welches sie sich sogleich stürzte.
      Zufrieden mit dem heutigen Training, fuhren wir zurück auf unser Gestüt, wo wir Winterzauber zu ihren Freundinnen auf die Weide entließen.
      Sie hatte heute perfekt mitgearbeitet und ich war mir sicher, dass sie nun bereit für das L-Niveau war, denn das Können besaß sie.
      Hufschmiedbesuch
      Briar Cliff Farrier | 1806 Zeichen | © Sosox3
      17. Februar 16

      Der Weg zu meinem heutigen Kunden gestaltete sich etwas schwierig. Mir ging es nicht gerade gut, aber dennoch machte ich mich zu Mio. Sie hatte sich als Reitbeteiligung von Raised from Hell gemeldet und würde nun im Gegenzug zwei meiner Pferde trainieren. Meine beiden pferdigen Kunden jedoch würden jeweils das Barhufpaket bekommen, bestehend aus Kontrolle, Kürzen der Hufe und das Feilen zu guter Letzt.
      Das erste Pferd, das ich mir vornahm war Winterzauber. Eine schicke Fuchsstute mit breiter Blesse und schönen Abzeichen. Als Mio sie zu mir führte, zeigte sie ihre einfache Art mit sich umzugehen. Winterzauber war schon eine tolle Stute, so ruhig und geduldig. Ich begrüßte die beiden und begann dann mit der Kontrolle. Ihre Hufe waren Optimal und ich begann rasch mit dem Kürzen der Hufe. Sie stellte sich nicht an und gab bereitwillig ihre Hufe, auch das Raspeln und Feilen ging mir schnell und dennoch präzise von der Hand. Ich ließ sie mir noch ein mal vorführen, stellte dabei aber fest, dass alles Tipp top gemacht wurde. Ich lobte sie für die Kooperation mit mir und schon kam Mio mit ihrer Stute Mon Amie um die Ecke. Auch sie war ein hübsches Tier. Groß und Grazil gebaut, ein wahres Prachtexemplar. Ich betüddelte Amie ein kurzes Weilchen ehe ich mir an die Arbeit machte und die Hufe ordentlich auskratzte um sie dann zu kontrollieren. Mon Amie döste dabei kurzerhand ein und ich begann mit dem Ausschneiden ihrer dunklen Hufe. Sie gab freiwillig ihre Hufe und schaute nur kurz zu mir rüber ehe sie mich meine Arbeit machen ließ. Ich raspelte und feilte ihr die Hufe noch zurecht und ließ sie dann mir vorführen. Und auch hier zeigte sich das ich meine Arbeit als Hufschmied gut gemeistert hatte. Mio brachte die Stute noch weg und dann tranken wir noch einen Kaffee und quatschten dabei.
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      Routineuntersuchung | 2170 Zeichen | © Friese
      18. Februar 16

      Heute machte ich mich auf den Weg zu Mio. Es ging um einen kurzen Tierarztbesuch bei ihren beiden Pferden Winterzauber und Mon Amie. Sie sollten nur Durchgecheckt werden und so hatte ich ausschlafen können. Ich streckte mich kurz und fuhr dann auch schon los. Am Stall angekommen traf ich auf Mio und begrüßte sie freundlich. Wir hatten schon seit ihrer Anfangszeit als Pferdebesitzerin Kontakt und ich freute mich sehr sie heute zu Besuchen, auch wenn es nur für einen Tierarztbesuch war. Gemeinsam gingen wir in den Stall, wo sie ihre beiden Stuten schon angebunden hatte. Ich begrüßte sie und keiner von beiden rührte sich wirklich. Sie waren sehr entspannt und Mio hatte mir schon gesagt, dass es keine Probleme geben sollte. Ich stellte meinen Koffer ab und begann dann damit mir die Köpfe der beiden Stuten anzusehen. Sowohl Mon Amies Kopf, als auch Winterzaubes Kopf, wiesen keine Wunden auf. Ich schaute mir die Hälse der beide an und auch hier konnte ich keine Wunden oder Schrammen finden. Dann sah ich mir Winterzaubers Rücken und Bauch an. Auch sie sahen sehr gut aus und so konnte ich mit den Beinen weiter machen. Die Stute ließ dies brav über sich ergehen und ich konnte an ihren Beinen ein bisschen genauer schauen, als bei diversen Problempferden. Ich sah zu Mio und sagte, dann dass sie die Stute draußen vortraben sollte. Gemeinsam gingen wir also nach draußen und sie trabte die Stute an der Hand vor. Dabei ging sie äußerst taktklar und so konnten wir wieder rein gehen. Damit war ich auch schon mit Winterzauber fertig und Mio konnte sie auch in die Box bringen. Ich sah mir noch Mon Amies Rücken und Bauch an. Auch diese waren in einer guten Verfassung und wir gingen wieder nach draußen. Sie trabte die zweite Stute auch noch vor und auch sie ging sauber. Ein weiteres Mal gingen wir nach drinnen und ich sah mir nochmal ihre Beine an. Nachdem ich damit fertig war, brachte Mio Mon Amie wieder in ihre Box. Gemeinsam gingen wir dann meinen Koffer packen und dann gingen wir zu meinem Wagen. Ich verabschiedete mich von Mio und stieg dann in meinen Wagen. Danach fuhr ich heim und räumte dort meine Sachen für den nächsten Termin in meinen Wagen.


      Erfolgreiche Teilnahme
      [SK 438] Stuten mit Abzeichen
      5. März 16

      Die Kür
      Was war das bitteschön für ein Wetter? Heute sollte doch der Glückstag werden, vorallem für Winterzauber und schüttete es wie aus Eimern. Dazu war es bitterkalt, was für diese Jahreszeit natürlich nicht ungewöhnlich war. Und nun wartete ich mit meiner Wizza schon seit einer geschlagenen Stunden auf unseren Auftritt, denn unsere eigentliche Startzeit hatte sich Minute für Minute nach hinten verschoben.
      Wizza war nicht gut darin, lange nur da zu stehen und nichts zu tun und das konnte ich auf jeden Fall nachvollziehen. Wer wollte das schon? Wzza war bereits fertig gesattelt und nur die Trense hatte ich ihr nochmal abgenommen, damit sie sich etwas entspannen konnte. Zum Schutz vor der Kälte lag eine dicke Decke auf ihrem Rücken, welche ich auch gut selbst gebrauchen könnte.
      Es schien mir wie eine Ewigkeit, aber irgendwann dröhnten doch unsere Namen aus dem Lautsprecher über unseren Köpfen und erleichtert, dass das lange warten endlich ein Ende hatte, machte ich mich auf den Weg zu Reithalle, wo heute die Krönung stattfinden würde. In letzter Sekunde hatten wir uns noch dafür entschlossen, doch teilzunehmen und hier waren wir: Abgefroren und aufgeregt. Na hoffentlich wurde das was!
      Ich zog Wizza die reich verzierte Trense über den Kopf, drückte einem Helfer die Decke in die Hand und zog mich in den bequemen Sattel des Pferdes.
      Ich beugte mich ein letztes Mal zu ihr herunter und flüsterte ihr ins Ohr, dass wir das schaffen würde. Wir mussten davon überzeugt sein, denn die letzten Monate hatten wir auf diesen Tag hin gearbeitet und nun war es endlich soweit.
      Ich ritt im gemütlichen Trab in die Halle ein, ruhige Klaviermusik begleitete unseren Auftritt, Winterzauber lief gleichmäßig, passend zur Musik. Bei X hielt ich an, grüßte die Richter und versuchte dabei ein freundliches Gesicht zu machen, die Richter blickten jedoch nur argwöhnisch von ihrem Podium zu mir herab. Egal, weiter ging's!
      Ich trabte wieder an, ging dann ganze Bahn auf der linken Hand und präsentierte dort erstmal Wizzas schwungvolle und ausgeglichene Gänge, bevor ich mit drei Schlangenlinien durch die ganze Bahn die Hand wechselte und auch auf der anderen Hand trabte. Danach parierte ich durch, ging eine Runde mit einer einfachen Schlangenlinie ganze Bahn und galoppierte dann auf dem Zirkel an. Ich galoppierte zwei Zirkelrunden, bevor ich aus dem Zirkel wechselte und auch hier nochmal Wizzas Galoppkünste vorführte. Perfekt! Zum Schluss fehlte uns nur noch der Schritt auf der anderen Hand. Ich ließ unsere Vorstellung also mit einer ruhigen Runde Schritt ausklingen, bevor ich Wizza wieder zur Mittellinie führte und dort bei X anhielt. Die Miene der Richter hatte sich nicht im geringsten verändert, aber meine Miene würde wohl auch irgendwann einfrieren, wenn ich immer nur da saß und Pferde bewertete. Ich verabschiedete die Richter und verließ dann die Halle genauso wie ich sie betreten hatte, im langsamen Trab.
      Nun hatte meine Winterzauber erstmal Pause, das hatte sie sich verdient.
    • Canyon
      Winterzaubers Ankunft
      13. April 2016

      Es war noch früh am Morgen, als Charly unseren kleinen Transporter von der Autobahn herunter lenkte und auf einen verlassenen Parkplatz abstellte. Ein stetiger leichter Nieselregen begleitete uns, seitdem wir die Grenze nach Slowenien überschritten hatten und so schaute Charly etwas enttäuscht rein, als sie die Fahrertür öffnete uns sich ihre Regenjacke überwarf.
      »Einmal, einmal bin ich in Slowenien und was ist, das Wetter spielt nicht mit. Wer weiß, wann ich das nächste Mal hier bin!» murrte sie grimmig, als sie zum Pferdeanhänger stapfte, der hinten an uns dran hing.
      Ich brauchte etwas länger, um ihr zu folgen, da ich mit meiner Regenjacke einen gefährlichen Kampf ausfochtete, da sie einfach nicht aus meinem, wie immer voll bepacktem, Rucksack heraus wollte. Als dies allerdings soweit war, beeilte ich mich zu Charly aufzuschließen, denn auch ich wollte unbedingt sehen, wie es meiner Stute ging.
      Winterzaubers hübscher Kopf streckte sich mir bereits aus der kleinen Tür entgegen. Ihre Nüstern blähte sich auf und versuchten die frische und feuchte Luft einzuatmen.
      »Wizza warte lieber noch und atme nicht die stinkende Autobahnluft ein, sobald wir bei Brace sind, hast du wieder frische Luft!« sagte ich zu ihr und streichelte den hübschen Kopf.
      »Sie scheint die lange Autofahrt echt entspannt zu sehen, ich kenne da einige Pferde, welche nicht so ruhig stehen würden.« meinte Charly anerkennend und griff nach einer Möhre in ihrer Jackentasche, welche sie Winterzauber hinhielt. Genüsslich griff die große Stute zu und kaute mit viel Schwung den Leckerbissen. Ich vermisste meinen Schützling jetzt schon, wusste jedoch, dass sie kein besseres neues zu Hause hätte finden können, als bei meiner Freundin Brace. Bei mir war die große Warmblutstute die einzige ihrer Rasse gewesen und hatte all ihre Weidegefährten um einige Zentimeter überragt, doch nun würde sie ihre Tage endlich mit gleichgesinnten verbringen können, auch wenn ich wusste, dass unsere Nelly und unsere Amie sie sehr vermissen würden.
      »Wie lange brauchen wir noch, bis wir bei Brace sind?« fragte mich Charly, als wir nach einer kleinen Pause wieder ins Auto einstiegen.
      »Nicht mehr lange, ich schätze mal, dass wir in einer dreiviertel Stunde bereits vor den Toren des Gestüts Burning Springs stehen.«

      Eigentlich war ich nicht die beste im Schätzen, aber heute hatte ich ausnahmsweise mal recht gehabt. Eine knappe dreiviertel Stunde später befuhren wir das Gestüt einer meiner besten Bekannten, welche mich natürlich bereits erwartete. Vor wenigen Minuten hatte ich ihr Bescheid gesagt, denn natürlich wollte sie uns empfangen.
      Zum Glück war das Wetter etwas besser geworden und obwohl der Himmel noch von einer dicken Schicht grauer Wolken verhangen war, kam kein Regen mehr herunter.
      »Mio! Schön dich endlich wieder zu sehen und du musst dann sicherlich Charly sein, oder?« begrüßte uns Brace so fröhlich wie eh und je. Nach einer kurzen Begrüßung beeilten wir uns, Winterzauber aus ihrer Box zu befreien. Wir waren lange unterwegs gewesen und obwohl sie genügen Wasser und Heu gehabt hatte, war sie natürlich erschöpft von der Anstrengung.
      Innerhalb weniger Minuten war meine, noch war sie meine, Trakehnerstute aus dem Anhänger und stand nun etwas überwältigt vor uns.
      Sie hatte eine dicke Decke auf ihrem Rücken, sowie neue Transportgamaschen an den Beinen, welche ich Brace gleich mitgeben wollte. Sie waren hellgrün, genauso wie die Decke und harmonierten perfekt zu ihrer hellbraunen Farbe. Flink hatten wir ihr diese abgenommen, denn jetzt war echt wichtig, dass sie etwas Freiraum bekam.
      Wir hatten uns dafür entschieden, ihr ein kleines Weidestück zu geben, auf welcher sie sich nach der langen Reise ausreichend bewegen konnte. Ich drückte Brace den Führstrick in die Hände, welche ihn sanft in die Hände nahm. Jetzt war wohl der Augenblick, in dem ich meine Stute nicht mehr 'meine' nennen konnte, doch dafür strahlte die glückliche Brace umso mehr.
      »Komm Winnie, ab geht es auf deine wohlverdiente Weide!« sagte Brace fröhlich und führte sie in Richtung einer kleinen geschützten Koppel. Als sie Winterzauber von ihrem Halfter befreite und diese wild buckelnd, plötzlich wieder voller Energie, davon galoppierte, rollte eine kleine Träne aus meinen Augen, das glückliche Lächeln auf meinem Gesicht blieb jedoch erhalten. Bereits nach einigen Augenblicken hatte ich mich wieder gefasst, ich war mir sicher, dass meine Wizza hier ihr perfektes neues zu Hause gefunden hatte.

      Es war schon erstaunlich, was sich in den letzten Monaten so an Zubehör von Winterzauber angelagert hatte. Natürlich hatten wir alles mitgenommen, denn die Stute sollte sich so schnell und mit so vielen guten Erinnerungen wie möglich an ihre neue Heimat gewöhnen. Egal ob ihre Bürsten, Halfter, zig Decken und Sattelpads, alles hatte die Reise von Frankreich nach Slowenien angetreten und musste nun in der Sattelkammer von Brace verstaut werden. Selbst ich hätte nie gedacht, dass Wizza so viel hatte, aber nun, war es doch eine erstaunliche Menge.
      Nachdem auch dies geschehen war, besichtigten wir noch die neue Box von Winterzauber und ich musste gestehen, dass sich Brace echt verdammt viel Mühe gegeben hatte, sich bei ihr einzuschleimen.
      Die Stimmung war recht ausgelassen und meine traurigen Gedanken verschwanden so schnell, wie ich es gar nicht für möglich gehalten hätte. Natürlich war ich ja nicht nur zum Spaß hier, dafür hätte sich die weite Reise übers Wochenende nicht gelohnt, sondern drei von Bracelets Pferden benötigten dringend mal wieder etwas Training.
      Batman's Rendezvous, Takada und Party Shaker sollten diesmal meine Patienten sein und während ich Takada und Party bereits beim letzten Mal trainiert hatte, war Batman noch ein Neuling für mich.
      Bereits am frühen Abend nahm ich mir die Zeit, alle drei der Reihe nach zu longieren. Ich zögerte es nicht unnötig in die Länge, denn ich wollte nur die drei Trakehner an meine Stimme gewöhnen und sie vielleicht etwas auf den morgigen Tag vorbereiten.

      Ein weiterer Vorteil, dass Charly mitgekommen war, lag darin, dass wir nun drei Reiter und drei Pferde waren. Sollte ich mich nicht verrechnet haben, so sollte das genau stimmen. Ein kleines Problem lag noch darin, dass alle drei Pferde auf eine andere Stufe gebracht werden sollten, aber das wollte ich damit lösen, dass zwei Pferde einfach eine kleinere Runde drehen würden. Da ich die Trainerin war, würde ich Takada reiten. Die hübsche Scheckenstute lief bereits auf L Niveau und hatte mich beim letzten Mal bereits hoch auf begeistert.
      Auch die anderen beiden Pferde waren schnell verteilt und da Party Shaker etwas mehr laufen musste als Baty, durfte Charly ihn reiten. Man merkte es Charly kaum an, aber sie freute sich riesig, die Landschaft von Slowenien endlich kennenzulernen.
      Wir starteten am nächsten Morgen, gleich nachdem wir zusammen alle Pferde versorgt hatten. Jeder von uns hatte einen Rucksack mit all den wichtigen Utensilien auf den Schultern und die drei Pferde waren gründlich geputzt und distanzmäßig ausgestattet. Auch das Wetter machte einigermaßen mit, es war zwar nicht übermäßig warm und auch der Himmel war von Wolken verhangen, allerdings wehte eine warme Briese über unsere Gesichter, welche den Distanzritt sicherlich noch schöner machen würde.
      Auch wenn ich schon einmal einen Geländeritt in Slowenien unternommen hatte, war Brace heute eine unserer wichtigsten Personen, denn natürlich kannte sie die Reitwege um ihr Gestüt herum und wusste genau, wo heute unser Weg entlang führen würde.
      Eine Erholungspause alle zehn Kilometer war bei mir der Durchschnitt und auch diesmal würden wir nach geeigneten Stellen Ausschau halten, an welchen wir kurz rasten konnten.
      »Seid ihr alle abflugbereit?« fragte ich in die kleine Runde, während ich bei meiner Takada noch einmal den Sattelsitz kontrollierte. Brace nickte aufgeregt, während Charly nur kurz knurrte. Sie hatte bereits schon einige Trainingseinheiten in der Distanz hinter sich und wusste bereits fast genauso viel wie ich, auch wenn sie offiziell keine Trainerin war.
      »Na dann lasst uns starten, bevor das Wetter noch wechselt!« sprach ich unseren Startsatz und zog mich auf Takada, während es mir Charly und Brace bei Party und Batman gleich taten.
      Den Ritt begannen wir mit einigen Lockerungs- und Erwärmungsübungen, welche wir gleich im Gelände durchführten. Für einen Distanzritt war es wichtig, dass die Pferde im Gelände die Ruhe behielten und vor nichts zurückschreckten, sei es ein Traktor, ein Hund oder eben nur etwas Dehnung, auch ohne den weichen Sand unter den Füßen.
      Wir wärmten unsere Pferde im gemütlichen Schritt etwas auf, bevor wir das Tempo etwas anzogen und sie stetig nach vorne trieben. Natürlich war Batman noch viel unerfahrener al die anderen beiden, jedoch kannte Brace ihren Hengst recht gut, weswegen sie die ihr zugeteilte Aufgabe gut meisterte Zwar musste Batman im gleiche Tempo wie die anderen Laufen, hatte dafür jedoch nur zwanzig Kilometer bis zum Ziel, ich und Takada hatten das Doppelte.
      Als wir etwas später antrabten, merkte ich sofort, dass Takada schnelle und fließende Gänge hatte und leicht auch auf unebenem Boden lief – Auf jeden Fall gute Voraussetzungen für ein gutes Distanzpferd. Außerdem hatte sie ja auch schon recht viel Training gehabt, weswegen das nur logisch war.
      Auch als ich uns die Aufgabe gab, etwas Slalom durch die Bäume zu laufen, um die Wendigkeit der Pferde zu testen, zeigten alle drei ihre Geschicklichkeit, jedoch stellten sich hier Party und Charly am besten an, denn sie schlängelten sich sogar durch die engsten Baumlücken, vor welchen Batman dann doch respektvoll Abstand hielt.
      Auf geeigneter Fläche galoppierten wir an und hielten das Tempo auch einige Zeit durch, auch wenn Takada etwas schneller als die anderen beiden war und wir so etwas vorritten.
      Vor unserer ersten Pause versuchten wir den Puls der Pferde wieder etwas zu senken, denn wenn bei einem richtigen Ritt der Puls höher als 64 war und sich nicht in bestimmter Zeit senkte, bestand die Möglichkeit, dass man disqualifiziert wurde.
      Die Pause legten wir dann an einem kleinen See ein, bei welchem wir jedoch darauf achteten, dass die Pferde nicht allzu lange mit den Füßen im Wasser waren, denn es war noch nicht so warm, dass es nicht schaden würde.
      Wir gaben ihnen fünf Minuten Ausruhzeit, in welcher wir alle etwas trinken konnte, bevor wir die Pulsmesser aus dem Rucksack kramten und jedem unserer Pferde die Werte abnahmen.
      Nachdem wir uns noch kurz eine Pause gegönnt hatten, schwangen wir uns wieder in die Sättel und setzten unseren Ritt fort. Mittlerweile konnte man gut erkennen, welches Pferd bereits im Distanzsport mehr trainiert wurde als andere, denn das verschwitzte Fell von Batman und das noch fast trockene von Takada waren ein himmelweiter Unterschied. Zum Glück verabschiedeten wir uns bereits kurze Zeit später schon von Brace, welche mit Batman nun einen anderen weg zurück nach Hause einschlagen würde, denn in diesem Tempo würde der junge Hengst bald zusammenklappen und das war ja nicht das Ziel des Trainings.
      An einer Kreuzung erklärte mir Brace noch einmal kurz den Weg, welchen wir zu reiten hatten, bevor wir uns gegenseitig noch Glück für den restlichen Ritt wünschten. Da Brace und Batman nun ihr eigenes Tempo reiten würden, konnten Charly und ich unser Durchschnittstempo nochmal etwas erhöhen, was natürlich bedeutete, dass wir noch mehr auf die Gesundheit der beiden Trakehner achten mussten.
      »Charly lass Party mal etwas mehr am langen Zügel laufen, ich weiß, dass kurze Zügel dir mehr Sicherheit geben, ist jedoch für Party sehr unangenehm und kontraproduktiv.« gab ich Charly einen Tipp, welche darauf nur wie immer kurz knurrte, aber trotzdem die Zügel langsam aus der Hand gleiten ließ.
      Party und Takada hatten beide ein gleiches Trabtempo gefunden, sodass wir gut nebeneinander reiten konnten, wenn es die Wege zuließen. Takadas Schritte waren etwas größer als die von Party, jedoch war Party gewändiger und lief etwas flacher, was natürlich beides so seine Vorteile hatte.
      Nach weiteren zehn Kilometern legte wir die nächste Pause ein, welche wir genauso aufbauten, wie die davor. Sollte alles gut verlaufen sein, musste Brace mittlerweile bereits wieder auf dem Gestüt zurück sein und Batman graste bereits gemütlich auf einer Weide.
      Nach der zweiten Pause verließ mich bereits auch schon Charly, bei welcher ich mir kaum Sorgen machte, dass sie den Weg nicht zurück nźum gestüt fand, denn ihr Orientierungssinn war einfach unschlagbar. Party hatte sich gut geschlagen und war stetig aufmerksam und ruhig geblieben und hatte sich nicht davon abschrecken lassen, etwas neues zu probieren.
      Mittlerweile hatten wir bereits über 25 Kilometer geschafft und obwohl das Tempo bereits recht hoch war, hielt Takada immer noch tapfer durch. Natürlich war nun auch bei ihr das Fell langsam verschwitzt, aber das war auch auf diesem Level noch vollkommen normal. Ich musste nur darauf achten, dass sie sich nicht überarbeitete.
      Fast so als hätte ich es voraus gesehen, wechselte das Wetter kurz darauf rasant. Wir waren bei warmen Temperaturen und einer milden Briese losgeritten und mittlerweile stürmte es regelrecht und dazu hatte es auch noch angefangen leicht zu hageln, auch wenn der Hagel bald durch den Regen wich. Innerhalb kurzer Zeit war ich trotz Regenmantel durchnässt und abgefroren, Takada jedoch schien der Wetterwechsel nichts auszumachen – Noch eine gute Eigenschaft eines Distanzpferdes, welches Takada besaß, denn das Pferd musste durch Wind, Regen und Schnee problemlos laufen können und das auch noch in unbekannten Gebieten und Strecken.
      Weiterhin machte ich aller 10 Kilometer an geeigneten Stellen Rast und achtete darauf, dass die verschwitzte Scheckstute genügend zu trinken bekam. Irgendwann sah ich bereits das Gestüt an einem Straßenschild ausgeschildert und auch Takada wusste, dass wir es gleich geschafft hatten. Ich als Trainerin war diese langen Ritte gewöhnt, doch die Stute unter mir kämpfte ganz schön auf den letzten Schritten.
      Sobald wir jedoch das Gestüt betreten hatten, ließ ich mich aus dem Sattel gleiten, legte der Stute den Sattel ab und eine Decke auf und brachte sie in die trockene und gemütliche Box, wo ich ihr gleich darauf die letzten Pulswerte nahm und diese notierte. Natürlich bekam die Stute gleich Möhren in den Mund gesteckt und etwas Heu und Kraftfutter zur Stärkung. Nachher würden wir sie noch zu den anderen nach draußen bringen, doch jetzt hatte sie sich eine kleine Ruhepause gegönnt.

      Brace und Charly fand ich im Wohnhaus sitzend, wo sie sich vor dem schlechten Wetter drückten und fröhlich über mir unbekannte Themen quatschten.
      »Na ihr's?« begrüßte ich die Beiden, bevor ich mich zu ihnen auf die Couch quetschte, um auch an dem Gespräch teilhaben zu können. »Habr ihr beide gut nach Hause gefunden?«
      Natürlich hatten sie, immerhin wohnte Brace hier und Charlys Orientierungssinn war weithin der Beste.
      Wir verbrachten zusammen einen gemütlichen Nachmittag, gingen, als der Regen endlich zu Ende war, raus zu den Pferden und ich genoss die letzte Chance, meine Wizza zu beobachten. Die hübsche Stute stand auf einer kleineren Weide neben den Stutenweiden und graste genüsslich vor sich hin. Trotzdem hob sie des öfteren ihren schicken Kopf in die Höhe und warf einen Blick zu den anderen.
      »Sie wird es gut bei dir haben«, sagte ich eher zu mir als zu Brace, welche neben mir stand.
      »Ja ich hoffe mal, dass ihr es bei mir genauso gut geht wie bei dir. Ich werde sie auf jeden Fall genauso gut behandeln wie du es getan hast.« antwortete mir Brace und ich nickte bedächtig. Ja, das würde sie bestimmt.

      Am späten Abend, als es bereits dunkel war, packten Charly und ich unseren Transporter, denn wir hatten uns dafür entschieden, über Nacht zu fahren, da die Autobahn da um einiges leerer sein würde. Mit Brace zusammen hatten wir noch die Pferde versorgt und zusammen etwas leckeres gekocht und nun war es auch für uns Zeit, wieder zurück nach Hause zu fahren.
      »Wir sehen uns hoffentlich bald wieder, oder?« fragte ich Brace, als ich sie zum Abschied ein letztes Mal drückte.
      »Natürlich werden wir das, da bin ich mir sicher.« Sie lächelte mich fröhlich an, bevor sie auch Charly umarmte.
      Nun war es wirklich Zeit für uns zum Gehen und Charly und ich stiegen in unser Auto, natürlich Charly am Steuer, ich konnte immer noch nicht fahren, um verließen das Gestüt und auch Winterzauber, welche hier hoffentlich ein neues Heim gefunden hatte.
    • Zion
      Besuch bei Bracelet

      by Zion

      Verschlafen. Mal wieder. Und heute war so ein wichtiger Tag, denn es ging zu Bracelet nach Slowenien. Schnell hatte ich mich angezogen und gewaschen. Angie drückte mir noch eine Lunchbox in die Hand. Ich umarmte sie kurz und rannte ins Auto um zum Flughafen zu fahren. Gerade noch so hatte ich den Flieger geschafft. Auf nach Slowenien!



      Da die liebe Bracelet gerade nicht da war, bat sie mich, dass ich ihre Pferde pflege. Vom Flughafen aus nahm ich ein Taxi und fuhr zum Gestüt.



      Dort angekommen zog ich mir die Reitsachen an und machte mich an die Arbeit! Zu aller erst ließ ich alle Pferde des Gestüts nach draußen um die Boxen auszumisten und Futter zu verteilen. Erstmal schickte ich Dempsy, Vaconda, Vintage Gold, Winterzauber und Dreaming of better Day in die Führanlage. Anschließend durften sie zusammen mit Christmas Joy, HGT's Nightmare, Takada und Take my Hand auf die Stutenweide.



      Als nächstes waren die Trakehnerhengste dran:

      Erstmal scheuchte ich It's Showtime, Master of Gold, Batman's Rendezvous, Costa de la Bryére, Deo Volente, N'oubliez jamais, Party Shaker, Seattle's GT'aime und Waldjunge in der riesigen Halle umher. Danach durften sie sich welzen nach Lust und Laune. Nun war schon einiges an Zeit vergangen und ich brachte die Trakehner in den Stall und machte weiter.



      Nun waren die Jungpferde und Fohlen dran, alle durften auf der Weide rumtoben. Also brachte ich VK Gunna Whiz, Backfett, Bambina, Capri, Caddylack und Chestnut nach draußen.



      Also nun fast fertig mit der Arbeit, machte ich mich an den Nebenstall. Angels Kiss, Birdcatcher, Black Pearl, Donella, Golden Eye, Herbstblüte, I've got the move like jagger, Simple little Melody und Sir Donnerhal hatte ich bereits nach draußen geführt und brachten nun den anderen Teil des Stalls nach draußen. Es war nur noch 1 Pferd da und zwar Wastl. Nun war es vollbracht! Alle Pferden waren versorgt und ich konnte nach Hause fliegen.
    • Bracelet
      Hufschmiedbesuch
      20. Juli 2016

      Heute war wieder einmal einer der anstrengenden Tage im Leben gekommen. Der Routinetermin beim Hufschmied stand an und bevor ich mein Amt in ein paar Wochen niederlegen würde musste ich ein letztes Mal an die Hufe meiner Pferde. Hufe, Hufeisen - irgendwie konnte ich den ganzen Kram nicht mehr sehen. Umso mehr freute ich mich nun auf die Tage in denen ich stattdessen Jungpferde ausbilden würde und mit erfahrenen Pferden arbeiten könnte um Feinheiten zu verbessern. Auch bei meinen eigenen Pferden würde ich also bald Hand anlegen dürfen - ich wartete nur noch auf die Bestätigung und meiner Trainerlizenz.
      Nun seufzte ich allerdings erstmal und arbeitete Box für Box ab. Begonnen wurde mit Dempsey. Sie lief bisher barfuß und sollte heute beschlagen werden. Zuerst musste ich ihre Hufe allerdings kontrollieren: Alles in Ordnung. Dann wurde noch schnell aber gründlich ausgeschnitten und anschließend folgte auch schon der neue Beschlag.
      Damit wanderte ich auch schon zur nächsten Box: Vaconda; mein süßes Alterchen. Alt war sie nicht wirklich aber in meinem Stall, in dem beinahe nur Pferde unter 7 standen stach die 13jährige Stute natürlich etwas heraus. Hufzustandsmäßig aber ganz und gar nicht. Deswegen war ich bei ihr auch sehr schnell fertig. Ausschneiden und ein wenig Hufbalsam, dann war's das auch schon wieder.
      Next: Winterzauber. Wizza war heute eher müde und etwas träge, weshalb ich mir etwas Sorgen machte. Allerdings schätze ich, dass dies mit den Hormonen im Zusammenhang mit ihrem Fohlen stand. Mein Hufschmiedbesuch bei meiner Braunen verlief absolut komplikationslos und am Ende waren ihre Hufe wieder in bester Ordnung. ,,Feines Mädchen.'',sagte ich liebevoll und tätschelte ihren Hals.
      Dreaming Of Better Days war die nächste. Als ich zu ihr kam kaute sie gerade an ihrem heu, ganz genüsslich und zufrieden. Dreamy schien also von dem von mir verordneten Zwangstag Boxenruhe für alle meine hufschmiedbedürftigen Pferden wenig betrübt zu sein. Nur mein Herumwerkeln an ihren Hufen schien etwas zu stören - beim fressen nämlich. Dennoch hielt sie brav still und erleichterte mir meine Arbeit. ,,So. Fertig.'',sagte ich dann und gab ihr noch eine Karotte.
      Anschließend ging ich in die Futterkammer und holte ein paar Kräuter, welche ich unter WInterzaubers Extrafutterportion mischte. Sie sollten sie etwas aufputschen und den Kreislauf stabilisieren. Sie nahm das ganze dankbar an und ich blieb noch ein wenig bei ihr.
      Dann ging ich zu Christmas Joy. Sie war im Gegensatz zu Dreamy wenig begeistert über die Zwangsruhe. Sie lief nämlich kreise in ihrer Box als ich kam. ,,Hee.'',sagte ich und sie fuhr kurz zusammen. Im nächsten Moment aber spitzte sie ihre Öhrchen und kam neugierig auf mich zu. Ich streichelte sie einige Zeit lang und untersuchte dann gründlich ihre Hufe. Auch ausgeschnitten und neu beschlagen wurde mein Schimmelchen. Sie zeigte sich geduldig. ,,Gute Joy.''
      Nighti war mein nächstes Opfer. Mein rabenschwarzer Liebling. Trächtigkeitsbedingt war ich sie schon sehr lange nicht geritten, was ich sehr bedauerte aber sich möglicherweise bald ändern könnte. Mal schauen - vielleicht ließ ich sie auch Koppelpferdchen sein, zumindest noch eine gewisse Zeit lang. Meine Stute wurde untersucht, ausgeschnitten, etwas korrigiert und ebenso neu beschlagen. ,,Brave Maus.'',sagte ich dann sentimental und ließ sie in ihrer Box zurück.
      Take my Hand und Takada erledigte ich daraufhin sozusagen in einem Aufwasch. Auch sie wurden behutsam ausgeschnitten, nach ausführlicher Kontrolle natürlich, und beschlagen.
      Dann ging's an meine Trakehnerhengste. Deo Volente, Batman's Rendezous, N'oubliez Jamais, Party Shaker, Seattle's GT'aime und Waldjunge. Sie alle bekamen ebenso das selbe Routineprogramm wie meine Stuten und die selbe Arbeit sollte bei den Pferdchen im Nebenstall folgen.
      Sookie, Birdcatcher, Angels Kiss, Black Pearl, Golden Eye, Donella, Herbstblüte, Simple Little Melody, Wastl und Donnerhall. Bei ihnen allen das selbe Prozedere. Es war wirklich mühsam. Wie froh ich doch war diese monotone Arbeit zukünftig nicht mehr verrichten zu müssen.
      Am darauffolgenden Tag machte ich auch noch It's Showtimes Hufe. Der Hengst zeigte sich dabei gewohnt vorbildlich und erfreute sich danach einer ausgiebigen Streicheleinheit.​
      Canyon gefällt das.
    • Bracelet
      Der Umzug in die Traumheimat Schweden
      16. August 2016

      Freitag. Wie immer ein absolut fantastischer Tag. Dieser Freitag, dieser Freitagmorgen, sollte jedoch ein ganz besonderer Tag in meinem Leben werden. Beinahe ein Jahr hatte ich auf diesen besonderen Moment hingearbeitet und nicht mal in meinen kühnsten Träume hätte ich gewagt mir diesen auszumalen. Doch nun war er tatsächlich gekommen: Der Umzug nach Schweden; mit all meinen Pferden, ohne meine Familie, ohne all meine Freunde. Der Sprung ins Unbekannte. Die Abreise von allem was ich bisher kannte und liebte. Meine Selbstverwirklichung in einem von mir selbst geplanten Reit und Sportpferdezuchtstall. Das One-Way Ticket auf ein absolut gigantisches Areal, welches ich seit einem dreiviertel Jahr offiziell mein Eigen nennen durfte und bebauen ließ, im schönsten Land das ich bisher kennengelernt habe.
      ,,Guten Morgen.'',sagte meine Mutter lächelnd und strich mir über die Wange. Ich presste meine Augen zu und versuchte diese nun mit Mühe zu öffnen. ,,Guten Morgen Mum.'',entgegnete ich dann und blickte in ihr Gesicht. Obwohl sie ein breites Lächeln auf den Lippen hatte wusste ich dennoch, wie traurig sie dieser Tag machte. Ich hatte die letzten drei Tage mit ihr verbracht. Doch nun war die Zeit gekommen zu gehen. Ich wusste, dass ich sie wieder sehen würde, dass sie öfter übers Wochenende zu mir fliegen würde. Doch nichts würde je sein wie früher und es würde jedes Mal zweieinhalb Stunden dauern bis ich bei ihr wäre. ,,Ich hab dich lieb.''
      Dies waren dann auch die letzten Worte zu ihr und meinem Vater, kurz bevor ich ins Auto stieg und nun zu meinem alten Gestüt fuhr. Burning Spring. Wenn ich auch eine wunderschöne Zeit hier hatte wusste ich, dass es seinen Glanz längst verloren hatte. Seine Zeit war um. Zumindest die Zeit in der ich hier mit meinen Pferden lebte und diese den Hof so lebendig machten. Die neuen Besitzer würden es wohl, zumindest die nächsten Monate, brach legen. Traurig. Dies war das zweite Mal an diesem Tag dass ich meine Tränen ersticken musste. Dabei wand ich meinen altbewährten Trick an und presse meine Zunge gegen meinen Gaumen.
      Wehmütig ging ich ein letztes Mal ins Haupthaus. Nur um die Liste meiner Pferde zu holen. Sie und jeweils eines ihrer Halfter mit Strick, Transportgamaschen und Abschwitzdecke waren alles was noch hier war. Beim Personal hatte ich mich vor einer Woche verabschiedet. Die letzten Tage hatte ich alle Pferde zusammen mit meiner Mutter selbst versorgt. Nun war ich alleine hier. Nur die Mitarbeiter des Transportunternehmens waren ebenfalls anwesend. Sie waren mit acht riesigen Pferdetransportern gekommen, mit welchen meine Lieblinge anschließend zum Flugharfen gebracht werden sollten.
      Ich half beim Verladen. Im ersten LKW standen zum Schluss Waldjunge, Party Shaker, Deo Volente und Sir Donnerhall; im Zweiten Takada, Take my Hand, Dreaming of better Days, Vaconda und Simple little Melody; im Dritten Angels Kiss, Donella, Herbstblüte und Bambina; im Vierten Sookie mit Kameradin Birdcatcher und I've got the moves like Jagger; im Fünften Seattle's GT'aime, N'oubliez Jamais, Costa de la Bryére und Wastl; im Sechsten HGT's Nightmare, Vintage Gold, Dempsey und Winterzauber; im Siebten Batman's Rendezvous, Master of Gold, Black Pearl, Golden Eye und Chestnut; im Achten, letzten Hänger, die Stute Christmas Joy mit den vier Fohlen Capri, Backfett, Caddylack und der Junghengst, am weitesten weg von der Stute, VK Gunna Whiz.
      Ich ging ein letztes Mal die Pferde durch, zählte die Equidenpässe durch, unternahm einen letzten Rundgang auf dem Gestüt und kontrollierte alle Richtlinienbestimmungen, Papiere und Genehmigungen. Dann konnte es los gehen. Adieu Burning Spring.
      Die Lastwagen rollten vom Gestüt. Gleich taten es ihnen meine Tränen über die nun nassen Wangen. Ich versuchte sie mir mit den Fingern zu trocknen. Erfolglos. Dann stieg auch ich in meinen schwarzen Volvo-Geländewagen und stieg in die Pedale. Ich folgte den Pferdetransportern circa zwei Stunden zu einem Flugharfen, weit außerhalb unserer Heimat Velenje, Slowenien, gelegen. Hier wurden wir von einigen Mitarbeitern des Flugplatzes eingewiesen. Ich stieg anschließend aus meinem Wagen, welcher ebenfalls nach Schweden geflogen wurde und gab zu allererst den Schlüssel ab. Dann musste ich gefühlte tausend Formulare ausfüllen und alle Impfpapiere meiner Pferde vorlegen.
      Erst dann durfte ich beim Aus- und wieder Verladen meiner Pferde mithelfen. Beinahe alle von ihnen standen nun zum ersten Mal in einem Flugzeug. In diesem gab es spezielle Boxen, welche natürlich sehr platzsparend und damit klein gehalten waren. Wie immer sollte es vor allem bei einem ganz bestimmten Hengst ein Problem geben: Deo Volente. Der Rappe, welcher mich Tag für Tag auf die Palme brachte, da er einfach zu viel Energie und Temperament besaß. ,,Brrrr.'',sagte ich dennoch in ruhiger Tonlage. Erfahrungsgemäß war dann kurz Ruhe, was auch jetzt der Fall war; Deo ging gehorsam in die Box. In der nächsten Sekunde jedoch riss er den Kopf hoch, die Vorderbeine folgten und er verfehlte mich nur knapp mit einem Tritt. ,,Deo!'',schrie ich und schnalzte mit dem Strick. So rettete ich mich aus der Box und schloss sie hinter ihm. Allmählich wurde dies zu ein Problem. Auch unterm Sattel wurde der Sechsjährige täglich unkontrollierbarer. Deswegen hatte sich der Gedanke in meinen Kopf geschlichen ihn nicht vielleicht legen zu lassen. Der Sicherheit wegen.
      Kurz danach standen alle Pferde in ihren Flugboxen. Leider hatte sich dank Deo Volente, der nach wie vor in seiner Box wild auf und absprang, allgemeine Unruhe eingeschlichen und der Tierarzt musste beginnen die Pferde zu sedieren, beziehungsweise ihnen Beruhigungsmittel zu verabreichen. Leider war während der Tierarzt durch die Reihen ging die Unruhe bei einem anderen Junghengst übergekocht. Ausgerechnet Chestnut, mein dreijähriges, selbst gezogenes Nachwuchspferd kämpfte mit sich selbst, hatte Panik und damit extrem hohen Puls, weshalb er bereits keuchte. Der Tierarzt gab ihm deswegen etwas ganz besonderes, fragt mich nicht was, das half. Es tat wirklich weh das mit ansehen zu müssen.
      ,,Tief durchatmen.'',befahl ich mir selbst und schluckte wiederwillig. Dann trat ich vom Flugzeug zurück und wurde von einem Mitarbeiter mit einem dieser putzigen mini-schrägstrich-Golf-Wagen zu meiner Propellermaschine gebracht.
      Zwei Stunden später landete ich in Schweden und hier wurde es wieder mühsam: Formulare ausfüllen, Gesundheitsnachweise, Bewilligungen und zig andere Papiere mussten erneut ausgefüllt und vorgezeigt werden.
      Dann, ungeschlagene zweieinhalb Stunden später, durfte ich zu meinen Pferden. Das gemietete Transportunternehmen hatte bereits alle Pferde in die LKWs umgeladen. Ich kontrollierte dennoch noch einmal ob alles richtig gemacht wurde. Anschließend stieg ich zu einem der Fahrer in den Wagen. Mit dem Herrn Eriksson hatte ich bereits im Vorfeld telefoniert. Es war erfrischend, dass er noch Deutsch mit mir sprach, da mein Schwedisch noch sehr eingerostet war, wenn ich es vor ein paar Monaten auch noch relativ gut konnte.
      Eine dreiviertel Stunde fuhren wir bis zum Tor meines Traumanwesens. Ich kramte meine Fernbedienung aus der Handtasche und drückte auf das kleine, weiße Schlüsselsymbol. Daraufhin öffnete sich das schwarze Metalltor augenblicklich und die Transporter fuhren durch zum Parkplatz. Hier begann ich die Pferde auszuladen. Von hier ging es für die Pferde, natürlich nachdem Decken und Gamaschen abgenommen wurden, auf die flachen, weiten Weiden des DVTS.
      Ich verabschiedete mich anschließend bei Nils Eriksson und ging in meine neuen Ställe. Die Boxen mussten gut verteilt und beschriftet werden. Anschließend ging ich das Anwesen ab. Abgesehen von den traumhaften Stallungen und Weiden fand man auf dem Den Vacker Trakehner Stud alles was das Herz eines Pferdemenschen begehrte: Ausreitwege, Paddocks, ein tolles Hauptgebäude mit Stüberl, Dressurarena, Springhalle, Dressurviereck, Springplatz, Roundpen, Geländestrecken, Schrittmaschine, Laufband, ein Solarium unter welchem während meines Rundganges It's Showtime gerade massiert wurde, und sogar eine kleine Grasrennbahn. Es war traumhaft.
      Als die Sonne unterging saß ich im Gras der Stutenkoppel und beobachtete Vina neben mir, wie sie genüsslich einige Halme ausriss und die Büschel herunterschlang. Als könnte sie meine Gedanken lesen blickte sie kurz zu mir hoch, beäugte mich mit ihren braunen Ponyaugen und schnaubte glücklich. Hach, was für ein wunderbarer Ort für Pferd und Reiter.​
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      Unsere Teilnahme bei der Stute des Monats Wahl
      Oktober 2016

      Ganz in weiß ritt ich am heutigen Tag mit meiner Stute in das atemberaubend schöne Dressurviereck der liebevoll geschmückten Veranstaltungshalle ein. Sie trug stolz ihren wunderschönen Kopf in einzigartiger Selbsthaltung und setzte ihren kraftvollen Körper gekonnt in Szene. Sie wusste, dass der heutige Tag wichtig war und liebte es, wenn alle Augen auf sie gerichtet waren. Bei X hielt ich sie an. Sie reagierte so fein, dass es den Anschein erregte sie würde alles von allein machen, da man in folge dessen meine Hilfegebung kaum bemerkte.
      Nachdem ich die Richter gegrüßt hatte ließ ich meinen Schenkel vorsichtig eine Handbreite zurück rutschen. Winterzaubers Reaktion folgte prompt: Sie galoppierte an und ließ sich von mir präzise durch den A-Parcours taxieren, welcher für Wizza, wie sie zu Hause liebevoll genannt wurde, beinahe eine Unterforderung darstellte. Dennoch musste sie sich anstrengen; immerhin hatte sie vor Kurzem erst eine Fohlenpause eingelegt und war eben erst wieder antrainiert worden. Dennoch übersprang mein S-Springpferd sich maßlos. Sie hatte Spaß und dies machte mich unfassbar glücklich, weshalb ich wie ein Honigkuchenpferd grinsen musste, während ich sie ritt.
      Nun, nachdem wir fertig waren durfte ich noch in aller Kürze Winterzaubers traumhafte Grundgangarten präsentieren. Ich startete mit ihrem ausdrucksvollen Schritt, bei welchem sie sich vorwärts-abwärts gut dehnte und wunderbar übertritt. Auch ihr ausdrucksstarker Trab ließ sich zeigen, welcher wohl in den letzten Tagen viel an Glanz verloren hatte. Immerhin hatte sie enorm abgebaut, da sie vor Kurzem noch nur auf der Wiese gestanden hatte. Dennoch hatte man deutlich sehen können wie sehr ihr die Arbeit mit ihrem Partner Mensch fehlte und seit sie wieder im Training war entwickelte sie sich noch stärker vorwärts als je zuvor. Sie blühte regelrecht wieder auf und genauso schnell wie er auch gekommen war verschwand ihr Fohlenbauch wieder und die Muskeln zierten erneut ihren prachtvollen Körper. Diese Stutenschau war einfach genau das Richtige für mein Goldstück, welche Aufmerksamkeit und Trubel doch so sehr liebte.
      Anschließend zeigten wir erneut ihren schönen Arbeitsgalopp. Hier zeigte sie sich in guter Anlehnung und ließ sich schön zurücknehmen, zeigte die Ansetze einer guten Versammlung, welche dennoch bei weitem nicht an Fleiß verlor.
      Zu guter Letzt marschierten wir im Galopp auf die Mittellinie auf und hielten bei X. Ich grüßte die Richter zum Abschied und bekam nun das Mikrofon in die Hand gedrückt. Mir waren inzwischen vor lauter Stolz auf Wizza die Tränen in die Augen gestiegen. Ich versuchte daraufhin all ihre Talent und all ihre kostbaren Eigenarten in nur 5 Sätzen unterzubringen, was sich wirklich schwierig gestaltete. Dennoch meisterte ich die Aufgabe gekonnt, wie ich fand, während mein Stütchen entspannt auf ihrer Trense kaute.
      ,,Dankeschön Bracelet und Winterzauber!'',dröhnte es zum Schluss aus den Lautsprechern und wir verließen unter Applaus im Galopp die Arena.​
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      Graue Stunden
      1. Februar 2017

      Die beißende Kälte hatte mittlerweile die Mauern meiner Schützenden Behausung durchdrungen und nagte nun einmal mehr an mir als ich um halb fünf Uhr morgens aus meinem Bett stieg. Ich hüllte mich in eine dicke Wollweste und ging die Treppen des Haupthauses hinunter. Nie hätte ich gedacht, dass mir Kälte so viel ausmachen würde; war ich doch immer ein sehr unempfindlicher Mensch diesbezüglich gewesen. Doch dies war auch der erste Winter im neuen Heim, der erste Winter in Schweden, den ich miterlebte. Doch es lang nicht an den eisigen Temperaturen, dass ich die ganze Nacht nicht schlafen konnte. Während ich mir den Kamin einheizte versank ich dann endgültig in Gedanken. Meine Sorgen kamen wie schon so oft von meinem Deo Volente. Der Rappe brachte mich nun seit über drei Jahren regelmäßig auf die Palme, oder eher hinaus ins Universum. Schon als ich ihn bekam wusste ich, was ich mir da aufhalste. Er war absolut kein leichtes Pferd. Wofür andere zwei Wochen brauchten brauchte Deo vier. Einfach und alleine schon aus dem Grund, dass er einfach nicht mitarbeiten wollte. Andere Pferde taten sich schwer und der Trainingserfolg verzögerte sich deswegen. Bei Deo war es schlicht und ergreifend einfach sein Sturschädel, der jede noch so kurze Trainingseinheit mit ihm zu einer nervenaufreibenden Sache machte, die nicht selten mit meinem Unfreiwilligem Abstieg endete. Nein, an Deos Potential lag es nicht. Davon hatte er genug und dies war einer der Gründe dafür, dass ich einer Freundin vor kurzem erzählt hatte, dass ich überlege den rabenschwarzen Wildfang zu verkaufen und genau diese Freundin hatte sich vor einigen Tagen bei mir gemeldet und ihr Interesse bekundet.
      Seufzend saß ich beinahe eine Stunde vor meinem Kamin und starrte in die Decke. Es war so traurig. Aber es würde wohl das Beste für ihn sein. Hier auf dem DVTS würde er nicht weiter kommen. Er würde praktisch verstauben weil ich mich immer vor dem Training mit ihm drückte und Anastasia wollte ich das nicht antun. So hart dies klang. Es war einfach zu gefährlich und ich wollte nicht die Verantwortung dafür übernehmen, wenn mein Rappe seine fünf Minuten bekam und sie dabei verletze.
      Hustend verließ ich dann meinen bequemen Sessel, zog mich schnell um und ging in den Stall um die Pferde zu verpflegen. Als ich die Stallgasse betrat beäugte mich auch schon meine Hummels Enterprise. Sie schien nichts dagegen zu haben heute schon etwas früher an ihr Heu zu kommen. Sie zauberte mir ein kleines Lächeln auf die Lippen und ebenso taten es Dempsey, Vaconda und Christmas Joy, die ihre Hälse nun ebenfalls neugierig in die Höhe ragten. Ich schlenderte also hinüber zur Futterkammer und ging dann bewaffnet mit Scheibtruhe, Heugabel und Heu die Boxen ab. Dabei begann ich bei Take my Hand und Takada. Die letzte war Dreaming Of Better Days, die sich am gelassensten gab und am wenigsten Hunger klagte.
      Anschließend verschlug mich meine Morgenmotivation, oder wohl eher mein Ablenkungsritus, in die Sattelkammer, wo ich beschloss, dass es an der Zeit war neue Schabracken unter die Sättel zu geben. Mein Neuling Roommate zum Beispiel hatte noch nicht mal eine. Dies änderte sich nun. It's Showtime stieg von Dunkelblau auf Weinrot um, Batman's Rendezvous von Grün auf Beige, Master Of Gold von Weiß auf Schwarz und N'oubliez Jamais von Hellblau auf Pastellgelb. Danach putzte ich noch eine knappe halbe Stunde die Trensen meiner Spitzenhengste Seattle's GT'aime und Costa de la Bryére.
      Als dies auch vollbracht war brachte ich meinen Party Shaker zusammen mit Waldjunge raus aufs Paddock. Ich sah den Beiden anschließend kurz zu und brachte dann Romulus, Sir Donnerhall, Wastl, Nephilim und Vina auf die Weide. Ihnen folgten Scarlet Sun, Pinochio, Sookie, Birdcatcher, Black Pearl, Herbstblüte, Donella, Golden Eye, Angels Kiss und I've got the moves like Jagger.
      Dies lenkte mich eine Zeit lang ab. Inzwischen waren auch meine Mitarbeiter schon auf den Beinen und freuten sich einen Kaffee länger genießen zu dürfen, da ich die Pferde ja schon auf die Koppeln gebracht hatte. Nur Anastasia traf ich in der Stallgasse an. Sie hielt ihren Reitplan in den Händen und grübelte ob sie nun mit Only Known in Texas oder Simple Little Melody beginnen sollte. Ich grüßte sie nett und ging holte Hollywood King Guns Putzzeug. Diesen putzte ich ausgiebig und schmuste ein wenig mit ihm. Ich hatte ihn leider noch nicht sehr lange aber jeder Tag mit ihm brachte mir eine Menge an Glücksgefühlen. So auch heute.
      Nachdem ich Husky, wie wir ihn zu nennen pflegten, in der Halle gearbeitet hatte ging es für mich am heutigen Tage zu den Jungpferden. Chestnut und VK Gunna Whiz trainierte ich momentan gerade für das bevorstehende Anreiten. Sie machten sich sehr gut, weshalb ich diesem sehr positiv entgegenblickte.
      Leider war der Tag nun noch immer nicht vorbei und meine Trauer um den bevorstehenden Abschied, welcher unausweichlich immer näher kam, drohte überzuschwappen. Deshalb beschloss ich nun zur Koppel meiner Zuchtstuten zu gehen, da mich der Anblick dieser mit ihren Fohlen immer und immer wieder glücklich machte. Bereits auf dem Weg dorthin sah ich Caddylack, Capri, Bambina und Backfett durch den hohen Schnee toben und fühlte mich ein klein wenig besser. Dann sah ich sie endlich. HGT's Nightmare trabte gerade mit aufgestellter Schweifrübe den Trampelweg entlang, der sich im Laufe der letzten schneelosen Tage gebildet hatte. Neben ihr im vollen Galopp DVTS' Colour the Nightsky; mein erstgeborenes Zuchtfohlen. Die Kleine musterte sich immer mehr, wenn sie auch noch etwas tollpatschig war. Sie hing sehr an ihrer Mutter, konnte jedoch mittlerweile auch schon damit umgehen von ihr getrennt zu sein, wenn ich Nighti etwas arbeitete. Sie stand dann immer mit Vintage Gold und deren Fohlen DVTS' Cascadeur de la Vie zusammen. Winterzauber und ihr Fohlen grenzen sich immer ein wenig von der kleinen Herde ab, standen interessanterweise konstant alleine immer zehn bis fünfzehn Meter entfernt. DVTS' Seattle's Wintertime war trotzdem ein sehr soziales Fohlen. Bloß ihre Mama schien keine Lust auf den Trubel zu haben.
      Am Abend erreichte mich dann der erwartete Anruf. Meine Freundin fragte nach, wie es denn mit Deo aussah und ich willigte schweren Herzens ein. Nachdem ich den Hörer zur Seite gelegt hatte ging ich noch ein letztes Mal für den heutigen Tag in den Stall. Deo Volente stand nichtsahnend in seiner Box. Wie gewohnt begann er zu Scharren als er mich kommen hörte und erwartete, dass ich ihm einen Leckerbissen mitgebracht hätte. Meist war dem allerdings nicht so und Deo ließ mit seiner lästigen Angewohnheit nicht locker. Diesmal allerdings hatte er Glück: Ich hatte ihm extra einen halben Kilo Möhren mitgebracht. Diese nahm er gerne an.
      Nachdem ich meinen Rappen anschließend ein wenig geputzt hatte kamen mir dann endgültig die Tränen. Ich wusste, dass er es gut haben würde doch leicht würde es wohl nie werden ein Pferd zu verkaufen, das man schon so lange besaß wie ich Deo.​
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      Stallburschen im Urlaub

      Dadurch, dass meine Stallburschen Urlaub hatten mussten ich und Ana eine Woche um alle Pferdchen kümmern. Misten, Füttern und alles mögliche andere stand dabei auf dem Plan. Am ersten Tag war bereits das füttern wirklich schwierig, da wir ja zu genügen Pferde hatten. Ich begann dabei bei den Youngsters Chestnut, VK Gunna Whiz, Caddylack und Vina, ehe es zu meinen Trakehnern ging; Cost da la Bryére, HGT's Nightmare, N'oubliez Jamais, Party Shaker, Takada, Seattle's GT'aime, Waldjunge, Batman's Rendezvous, Master of Gold, Dreaming of better Days, Christmas Joy, Winterzauber, Vintage Gold, Vaconda, It's Showtime, Roommate, Hummels Enterprise, Dempsey, Akira, Take my Hand, Give me Chocolate, Raffinessca und Traumfänger. Anschließend bekamen meist Dreammaker, Mihály, Lead me Home, Cornetto, Last in Love, Cotsworlds Eik, Wastl, Romulus, Sir Donnerhall, Scarlet Sun, Pinochio, Hollywood King Gun, Only Known in Texas, Nephilim Son Of Angel & Devil, Sookie, Angels Kiss, Birdcatcher, Black Pearl, Donella, Golden Eye, Herbstblüte, I've got the moves like Jagger, Simple little Melody, Aiana, DVTS' Takinou, DVTS' Magic Movements, Sir Bacardi, DVTS' Seattle's Wintertime, DVTS' Cascadeur de la Vie, DVTS' Colour the Nightsky, Backfett, Bambina und Capri Heu. Anschließend begann ich wieder von vorne die Pferde auf die Koppeln zu bringen ehe es los ging mit dem Reiten. Das würde noch eine anstrengende Woche werden.
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      Frischer Wind
      September 2017

      Viel früher als gewohnt ereilte uns nach dem kurzen, milden Sommer auch schon wieder die eisige Kälte, die uns der Nordwind gebracht zu haben schien. Die kurzen T-Shirts, die ich diesen Sommer doch so sehr lieben gelernt hatte, wurden bereits Anfang September durch Pullover und funktionelle, langärmlige Funktionsunterwäsche ausgetauscht. Die Jacken dicker den je für diesen Monat. Schweden hatte leider, wenn es den wunderschönen Schleier ablegte und damit das vermeintlich schöne Gesicht zum Vorschein kommen sollte, eine nicht all zu schöne Seite an sich. Die allgegenwärtige Kälte schien mir dieses Jahr gar nicht gut zu tun. Sie schlug mir mehr als merklich aufs Gemüt und schwächte mich körperlich mehr als je zu vor.
      Objektiv betrachtet hatte das Ganze jedoch schon seinen Reiz. Als ich kurz vor 10 Uhr die Trainingspläne für die kommende Woche fertiggestellt hatte und vor die Haustüre trat wirbelte der Wind gerade gelbe, orangene und rotbraune Blätter über den Asphalt. Die Sonne stand hoch am himmel und wärmte sanft meine eisigen Hände, dich ich dieser jedoch bald entzog und in wärmende Handschuhe einpackte.
      Auf dem Weg in den Stall kamen mir zwei meiner Stallburschen entgegen, die soeben Aiana, Bambina, Backfett und Vina in die entgegengesetzte Richtung, zu den Stutenkoppeln, führten. In der Stallgasse angekommen wartete auch schon Neuzugang Mihály fertig getrenst und aufgesattelt auf mich in seiner Box. Mit dem hübschen ungarischen Halbbluthengst hatte ich mir einen ganz großen Traum erfüllt. Schon lange hatte ich nach einem Pferd wie ihm gesucht. Einem Pferd, dem die Welt offen zu stehen scheint wie kaum einem anderen. Es gab keine Sparte des Reitsportes, in dem ich bei Mihály von Anfang an zu wissen schien, dass ich diese mit ihm nicht komplett episch gestalten würde. Und noch dazu war er ein ungarisches Halbblut; eine Rasse von der ich immer schon geträumt hatte. Umso glücklicher war ich jeden Tag wenn ich ihn reiten durfte. Heute gab es jedoch alles andere als Intensivtraining. Es war Sonntag. Ruhetag, wie er bei uns ganz klassisch praktiziert wurde. Ein kleiner Ausritt stellte jedoch sicher, dass der Hengst sich am heutigen Tage dennoch etwas bewegte. Da Mihály im Gelände absolut gelassen war drifteten meine Gedanken zur zukünftigen Gestütsplanung ab. Die Youngsters, die ich eigentlich im Frühling schon anreiten wollte, durften diesen Sommer noch wilder denn e und je auf der gebirgigsten Wiese meines Eigentums verbringen. Sie war riesig und relativ weit vom Stalltrubel weg. Der perfekte Ort für junge Hengste um sich noch einmal so richtig auszutoben. Natürlich hatten sie nun alle ihre Geschlechtsreife erreicht und Vina wurde bereits in die Stutenkoppel integriert und war nicht mit ins Geschehen involviert. Caddylack, Chestnut und VK Gunna Whiz jedoch verwilderten jedoch beinahe ein wenig. Natürlich verbrachten sie den Sommer nicht ohne Aufsicht meiner alten Hasen. Nunja; alt waren sie noch nicht wirklich. Dennoch bekam sie eine Sommerpause, da sie in ihren jungen Jahren ohnehin schon genug geleistet hatten und ich mich dieses Jahr vorwiegend auf die Nachwuchspferde des Gestüts konzentriert hatte. So fiel die Wahl damals unter anderem auf Wastl, der mittlerweile 16 Jahre alt war, was natürlich für heutige Verhältnisse noch lange nicht alt war. Dennoch wurde dieser von mir nur noch spaßhalber geritten. Natürlich durfte er noch seine Lektionen laufen und wurde hin und wieder gesprungen. Dennoch war dies nicht mehr so sehr auf Druck wie früher. Er war immerhin gekört und solange keine Vorstellungen mit ihm stattfanden musste ich ihn diesem Stress einfach nicht mehr aussetzen. Dasselbe galt für seinen zwölfjährigen Koppelkollegen Seattle's GT'aime, der zusammen mit ihm den Somer über die Junghengste etwas erziehen sollte. Die Zeit in den Bergen schien ihnen gut zu tun, weshalb ich sie, wie auch Chesi, Caddy und Nano wohl erst gegen Ende des Septembers herunter holen würde, wenn es dann auch langsam gefährlich werden würde über Stock und Stein zu huschen und ein schützender Stall von Vorteil war.
      Nachdem ich mit Mihály wieder zurück war machte ich mich daran ein paar Sprünge aufzubauen und seitlich ein Flatterband zu ziehen. Freispringen stand auf dem Programm. Zuvor ließ ich die Kandidaten sich aber in der Schrittmaschine warm laufen und sich in der Halle ein wenig austoben. Gerade die Pferde mit ohnehin schon zu viel Energie schabten mir in den letzten tagen endgültig über. Allen voran mein wunderschöner, brauner Deckhengst Master Of Gold. Dieser war zusammen mit seinem Kumpel N'oubliez Jamais als erstes an der Reihe. Bei den Beiden ließ ich mir die Freiheit die Stangen mit der Zeit ein wenig höher zu legen, da sie frei locker über die 160cm-Marke sprangen. Sie schienen ihren Spaß zu haben, weshalb ich ihnen relativ viel Zeit ließ, bis mich Ana dann schon mit den nächsten beiden Pferden dazu zwang ihr meine beiden Hengste wieder mitzugeben. Party Shaker, Batman's Rendezvous, Christmas Joy, Dreaming Of Better Days, Winterzauber, HGT's Nightmare, Takada, Vintage Gold, Hummels Enterprise, Raffinessca, Take my Hand, Akira, Give me Chocolate und auch Herbstblüte folgten. Glücklich über die Masse springbegabter Pferde auf dem DVTS ging es für mich dann zum Essen, ehe ich Waldjunge eine halbe Stunde lang locker longierte, was ich dann auch mit Black Pearl machte. Anschließend ritt ich Dempsey auf dem Platz ein wenig vorwärts abwärts. In der Zwischenzeit war Anastasia ebenfalls schon am Reiten und drehte mit Romulus und Sir Donnerhall eine kleine Runde im Gelände.
      Für mich ging es daraufhin ebenfalls ins Gelände. Nachdem ich mit Hollywood King Gun und Golden Eye bloß jeweils eine halbe Stunde draußen Schritt gegangen war galoppierte ich meine beiden englischen Vollblüter Cotsworlds Eik und Last in Love ein ordentliches Stück auf der Galoppstrecke. Es war für die beiden zwar nicht sonderlich fordernd; dennoch erfüllte es den Zweck sie ihre Energie ausleben zu lassen.
      Davon wieder zurück berichtete mir Ana, dass sie Scarlet Sun und Only Known in Texas freilaufen gelassen hatte und Pinochio longiert hatte. Es war mittlerweile schon relativ spät, weshalb ich beschloss Sookie, Birdcatcher, I've got the moves like Jagger, Donella, Angels Kiss und Lead me Home, die ich heute noch für etwas Bewegung einspannen wollte, lediglich in die Schrittmaschine stellte.
      Damit neigte sich der Sonntag auch schon wieder dem Ende zu. Am nächsten Tag trug ich noch in die Trainingstabelle des Hofes die ausstehenden Stunden ein, die ich mit Training mit Vaconda, Costa de la Bryére, It's Showtime und Roommate auffüllte. Anschließend erzählte mir Anastasia noch vom gestrigen, abendlichen Longieren mit Cornetto, Nephilim Son Of Angel & Devil, Traumfänger und Simple Little Melody.
      Weitaus spannender jedoch waren für mich meine Überlegungen was ich mit Dreammaker machen würde, der ja nun wieder zu mir zurück gekommen war. Obwohl ich den hübschen Holsteiner mit den auffällig gefärbten Abzeichen wirklich gerne hatte war ich mir mittlerweile relativ sicher, dass ich den Süßen bald wieder abgeben würde. Ob es nun aus einer Laune heraus zu sein schien oder deswegen, weil ich mit meinen anderen Pferden bereits genug zu tun hatte, konnte ich nicht mit Sicherheit sagen. Deswegen würde er vorerst wohl doch noch hier bleiben, ehe es dann Adieu hieß.
      Ein Pferd, für das es jedoch so bald nicht mehr Adieu heißen wird, kam Mitte September zu mir. Es war ein ganz besonderes Pferd, das ich schon seit Jahren im Auge hatte. Es handelte sich dabei um Magic Attack; einen wundervollen englischen Vollbluthengst, der abgesehen von seinem unfassbaren Talent zu laufen auch noch eines der schönsten Pferde war, die ich je zuvor gesehen hatte. Der prämierte Schönling wurde mir mit einem bekannten Transportunternehmen am Morgen des 12. Septembers auf den Hof gebracht, wo ich schon sehentlich auf ihn wartete. Bereits beim Entladen des Hengstes fielen mir seine guten Manieren auf. Er reagierte sehr fein auf meine Körpersprache und verzauberte mich damit ein weiteres Mal. Magic, wie ich den Schabrackenschecken ab nun liebevoll nannte, durfte nun erstmal eine Woche bloß auf der Koppel verbringen, ehe ich langsam wieder beginnen wollte ihn ein wenig locker zu arbeiten. Noch standen meine genauen Pläne für den Zehnjährigen in den Sternen. Dennoch hatte ich da schon meine Ideen für den Süßen - wenn sich diese auch teilweise nicht verwirklichen ließen, wie ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste. Wenn meine Gebirgspferdchen nämlich wieder da waren wollte ich probieren den Hengst in die kleine Herde zu integrieren, was jedoch, wie ich später, kurz vor knapp, herausfand keine gute Idee gewesen wäre, da Magic ein Pferd war, dass sehr harmoniebedürftig zu sein schien und deswegen wohl nicht glücklich mit der Aufgabe gewesen wäre. Was ihn jedoch glücklich machte war es, mit seinen neuen Kumpel Eik jeden Schritt auf der Koppel zusammen zu gehen. Eik, der ja bekanntlich ein sehr dominantes Pferd war, hatte Magic, der sich, ohne je aufmüpfig zu sein, von Anfang an untergeordnet hatte sehr schnell ins Herz geschlossen. Er beschützte seinen neuen Freund vor all den anderen Pferden, wenn sich diese Magic anlegen wollten. Nicht etwa, dass der hübsche Schecke es notwendig gehabt hätte. Trotzdem war es für diesen wohl sehr bequem.
      Da sich mein Neuankömmling so gut einlebte konnte ich mich relativ intensiv meinen Nachwuchspferden widmen, für die die Sterne in ihren jungen Jahren noch ganz wo anders standen. Sie würden erst zeigen müssen was sie konnten und wie ihr zukünftiges Leben wohl aussehen sollte. DVTS' Takinou, DVTS' Magic Movements, Magic Attacks Sohn, Sir Bacardi, DVTS' Seattle's Wintertime, DVTS' Cascadeur de la Vie, DVTS' Colour the Nightsky und Capri wussten dies jedoch klarerweise noch nicht und wuchsen erst noch stresslos auf den schönen Koppeln des Gestüts auf, ehe der Ernst des Lebens wohl eher früher als später beginnen würde. Dennoch war ich bereits jetzt schon zuversichtlich, dass sie alle Hürden, die ihnen noch in den Weg gelegt werden würden, gut meisten würden.
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  • Album:
    DVTS' Hauptstallungen ♥
    Hochgeladen von:
    Bracelet
    Datum:
    21 März 2016
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  • Winterzauber
    (Wizza)


    von: Jacko

    aus der: Marah
    von: Yin-Yang | aus der: Miami Blood Moon


    Alter: 15 Jahre (2005)
    Geschlecht: Stute
    Rasse: Trakehner
    Stockmaß: Endmaß etwa 1,77 m
    Fellfarbe: Fuchs
    Abzeichen: 3x halbweiße Beine


    Gesundheit: sehr gut
    letzter Hufschmiedbesuch: 20.7.16 durch Bracelet
    letzter Tierarztbesuch: 18.2.16 durch Friese

    Reiter: Bracelet
    auf Weide mit: allen anderen Stuten

    einfach | ruhig | konzentriert
    Winterzauber ist eine bezaubernde und überaus einfache Stute. Sie überzeugt mit ihrem
    Aussehen und ihrem Charakter, leichtem Umgang und wunderbarer Leichtrittigkeit.
    Außerdem hat sie viel Potenzial, was Dressur und Springen angeht.
    Wizza hat vorallem viel Geduld mit weniger guten Reitern und lässt sich nicht durch plötzliche
    Geräusche oder unerwartet auftretende Ereignisse beunruhigen.
    Besonders viel Spaß macht mit ihr die Arbeit auf dem Platz oder in der Halle, da ihre
    Konzentration dort sehr versammelt ist.
    Im Gelände ist sie leider unruhiger und weniger gut zu handhaben, aber ein erfahrener Reiter
    wird auch dort mit ihr zurecht kommen.


    gekört|gekrönt: Ja

    [​IMG][​IMG]

    [SK 438] Stuten mit Abzeichen
    [SdMW] 71.

    zur Zucht vorgesehen: Ja
    Nachkommen: 1
    DVTS' Seattle's Wintertime (2016)

    Gencode: --


    Besitzer: Bracelet
    Voresitzer: Canyon
    Vorvorbesitzer: Magic
    Ersteller: Joyful
    inoffizielles VKR: Canyon

    in meinem Besitz seit: 21. März 2016
    Kaufpreis: nicht festgelegt
    zu verkaufen: nein


    Englisch | Western

    Eingeritten

    Eingefahren
    Halfter und Decke vertraut
    Hängerläufig
    Longiert
    Schmiedefromm
    Hindernisvertraut


    Galopprennen: A
    Western: E

    Springen: S
    Military: A
    Dressur: A
    Distanz: E
    Fahren: E


    [​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG]

    2. Platz im 339. Springturnier
    1. Platz im 321. Galopprennen
    2. Platz im 106. Sychronspringen mit Snoopy
    2. Platz im 234. Militaryturnier
    1. Platz im 109. Synchronspringen mit Snoopy

    [​IMG]

    71. Stute des Monats


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    Bestandene Leistungsprüfung August 2016 - WN 6,95

    PNG | offizieller HG

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