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Julie

WIllo' the Wisp

Wallach | Connemara | im Besitz seit: 08.09.2016

WIllo' the Wisp
Julie, 8 Sep. 2016
Ofagwa und Veija gefällt das.
    • Julie
      Harp Stud:

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      Hufschmiedbesuch Willow‘ the Wisp
      Mein nächster Kunde in Michelle’s Stall war ihr Neuankömmling Willow the Wisp. Er brauchte rasch eine Kürzung der Hufe mit dazu gehöriger Rasplung und einen Vierer Beschlag von Normalen Eisen.
      Willow stand angebunden in der Stallgasse und scharrte ungeduldig mit dem Vorderbein als ich die Stallgasse betrat. Mein Koffer war schon da, nur die Hufeisen in Ponygröße musste ich noch holen gehen. Das war nun erledigt und ich kratzte dem Connemara-Pony ordentlich die Hufe aus. Er hatte lange Hufe, aber relativ gut in Schuss. Ich kürzte sie und konnte dann auch schon mit dem Rasplen beginnen. Willow lehnte sich oft gegen Mich, was mir die Arbeit erschwerte und mich umso erschöpfter machte, doch ging alles ganz gut. Zu guter Letzt erhitzte ich die Eisen und schaute nach ob sie passten. Hier und da musste ist etwas korrigieren, dann passten sie aber auch.
      Ich bat Michelle darum, ihn kurz vorführen zu lassen, sowohl im Schritt als auch im Trab und konnte keine Taktunklarheit entdecken. Er hatte neue Schuhe, Michelle war glücklich und ich erschöpft – Alles in einem: Ich hatte gute Arbeit geleistet.


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      Der letzte Patient für heute war noch gar nicht lange bei seiner Besitzerin, aber schon jetzt ein Liebling von Michelle.
      Nach einer halben Stunde war ich auf dem Harp Stud angekommen und begrüßte Michelle herzlich, denn diese wartete schon sehnsüchtig auf meinen Besuch.
      „Darf ich dir Willow the Wisp vorstellen?“ meinte sie lächelnd und führte den jungen Falbhengst aus der Box zum Putzplatz. Ich musterte ihn lächelnd und machte mich mit ihm bekannt.
      Er war ziemlich frech und das merkte ich sofort. Dennoch hielt er bei der Untersuchung brav still, so dass er mir nicht ständig in die Quere kam.
      Zuerst warf ich einen Blick in Ohren, Augen und Maul, doch alles war wunderbar. Danach wurde der Hengst abgehört und abgetastet, so dass ich eventuelle Unregelmäßigkeiten finden konnte.
      Doch wie Michelle schon gesagt hatte, war er vollkommen unverbraucht. Zufrieden überprüfte ich noch die Körpertemperatur, ehe ich impfen konnte.
      Wisp bekam insgesamt vier Spritzen, denn er wurde gegen Influenza, Herpes, Tetanus und Tollwut geimpft. Danach gab es noch die Wurmkur und den ersten Teil der Untersuchung hatten wir geschafft.
      Nun sollte Michelle mir den Hengst noch auf der Stallgasse vorführen. Danach folgte die Beugeprobe, damit ich sah ob er lahmte oder nicht.
      Als dort alles okay war, mussten wir nur noch röntgen. Ich holte das mobile Röntgengerät, kleidete Michelle und mich in Bleischürzen und machte circa 10 Aufnahmen.
      „Ich ruf dich dann heute Abend wegen des Röntgens an. Ansonsten ist alles okay.“ erklärte ich lächelnd und verabschiedete mich auch schon wieder.

      Es war kurz nach 18 Uhr und ich wählte soeben Michelles Nummer. Zwei Minuten später nahm sie ab.
      „Hey Michelle! Ich bins, Eddi. Ich habe die Röntgenbilder ausgewertet und kann die glücklich verkünden, dass Wisp der Röntgenklasse I angehört und ich keine Auffälligkeiten entdeckt habe.“
      Michelle freute sich riesig und bedankte sich noch einmal, ehe sie mir noch einen schönen Abend wünschte und dann wieder auflegte.


      Genesungs Zeit | Ofagwa - ... Zeichen

      "... Nachdem Zuckerwatte an einem regnerischen Tag im Schlamm gerutscht war, und dann zusätzlich beim spielen mit Wisp einen abbekommen hatte, war die Diagnose klar: Griffelbeinbruch. Ich war echt am Boden und heute kommt der Tierarzt zum gucken. Ich ging also in den Stall und machte meine morgendliche Runde, und verteilte Heulage. Maracuja hatte sich super eingelebt und streckte mir freudig ihre Nase entgegen als ich ihr ihre Ration in die Box legte. Neben an schlug Lady mit den meinen gegen die Wände " Hey", brüllte ich so nett ich konnte, sofort spitzte das Stütchen ihre Ohren und schaute mich an," Hör auf mit dem Mist", drohte ich und zog Maracujas Schiebetür zu. Dann ging es zu Lady die nun auch ihre Ration entgegen nahm. Zufrieden kauten nun alle Pferde auf ihrem Futter herrum und ich begann das Kraftfutter fertig zu machen und auf die Karre zu laden. Aber bevor es das lang ersehnte Müsli gab fegte ich die Stallgasse, Zuckerwatte beobachtete mich und Ich richtete meinen blick auf sein Bein, mein kleiner springer hatte einen Türkiesen Verband und eine Rosane Regendecke auf, es sah sehr nach Barbie aus aber das war mir egal ihm stand es immerhin. Ich blickte auf meine Uhr, nachdem das Stroh wieder alles an ihrem Platz war. "Oh, ihr bekommt euer Futter ", bemerkte ich und lächelte als ich ein grummeln vernahm, ehe ich um die Ecke fuhr wurde es lauter, Lady wirrte mich an und auch Maracuja hatte langsam den dreh raus, wann man sich freuen sollte. Nachdem nun endlich alle ihr morgendliches Frühstück bekommen hatten kam auch schon Tjark, pünktlich um 9 zum Arbeitsbeginn. " Dann viel spaß mit den Boxen und Lady kommt jetzt mit Maracuja auf die Weide und Leverseek nur auf die Stundenkoppel für 4 Stunden, er ist leider noch nicht fit", Tjark nickte und machte sich daran die Pferde raus zu bringen, Zuckerwatte meckerte schon nicht mehr er war es gewohn zurück zu bleiben , doch heute blieb Warapuu auch drinnen, denn er bekam noch eine Impfung. Gegen 9/35 kam dann auch der Tierarzt," Hey, wie geht es ihm?", fragte Kai fordernt ," Klasse , er kann schon besser gehen und hat sich mit seinem Boxenknast abgefunden", sagte ich lächelnd und ging mit Kai zu Zuckerwattes Box. Kai machte den Verband ab und packte das Röntgen gerät raus, er rasierte das bein erneut und began mit der Arbeit, Warapuu tröstete Zuckerwatte fleißig und drückte seine Nase immer gegen die von Zucker. Zuckerwatte stand artig still und hoffte wohl das er bald wieder raus dürfte. " So, also es sicht sehr gut aus, besser als gedacht, es ist so gut wie komplett verheilt, aber da es ja wie unschwer zu erkennen doll Regnet würde ich ihn nicht rausstellen, zumindest heute noch nicht", ich freute mich sehr, es war nun auch schon eine ganze Zeit her , dass er sich verletzt hatte und fiel den gesamten Sommer aus. " Also kann ich ihn langsam wieder reiten?", frage ich Vorsichtig ," Wie? Ja klar, hatte ich dir das letztes mal nicht gesagt? Schritt Trab Galopp mach aber halt keine sehr engen Wendungen", "Oh Supi", fuhr ich fort und klopfte Zuckerwatte. Ich legte ihm nun nur noch eine Schonende Schiene an und stellte ihn in die Box. Nun musste Warapuu dran glauben, der 2 Jährige hatte in seinem Leben eigentlich noch viel zu wenig getan und müsste in den nächsten Tagen mal dran glauben, aber zunächst gab es eine extra Impfung wegen einer Erkältung vom lieben Doc. " So dann Verabschiede ich mich mal, bis zum nächsten Termin", sagte Kai und ging zum Wagen. Mein Hund Roy immer hinter ihm her eher dieser sich wieder auf seinen Heuballen legte. Warapuu musste nun für heute wieder in die Box, dann war Zuckerwatte nicht ganz alleine. Es wurmte mich, Warapuu hatte lange Zotteln und das sah echt nicht so sportlich aus, kurzer Hand erschien ich 5 Minuten Später mich kam und Schere vor der Box. Ich holte Warapuu raus und begann seine dünne Mähne zu Kämmen. " Hmmm, eigentlich ist das ja süß, aber du bist doch ein Sportpferdchen", rief ich mir in erinnerung und ehe es weh tat kamen die langen dunkeln Zotteln ab. " Schick", sagte ich abschließend und ging ein zwei Schritte nach hinten. Warapuu schaute mich schief an und ließ sich wieder in seine Box führen... "

      Ankommen | Ofagwa - ... Zeichen

      "... " nun komm schon", fuhr ich Time an, der immernoch völlig bedeppert auf dem Hänger stand. Er war nun das erste mal seit seiner Geburt auf einem anderen Hof, auch auf Turnieren war er noch nie gewesen. Er stolzierte etwas benommen vom Hänger und schaute sich staunden um. Der Hof war in der Dämerung sicherlich nicht gerade einladend, noch dazu hatte es davor geregnet, aber er schaute sich ruhig um. Nach gut ein zwei Minuten war er wieder auf 0 und began etwas Heu zu fressen, dies brachte Finja ihm artig und sorgte schnell für nachschub. " Och Gott, der ist aber schlank und groß", fuhr Tjark mich an. " Ja halt ein Sportler", gab ich zruck und schaute Time mit bewunderung an." Wie alt ist er denn? " ," Hmm er ist 3 1/2 und ein Sohn von Amarula"," Auch Quatsch? Wie Cool, da hat sie aber was richtig gemacht, wer ist denn der Daddy?"," Arsil, ein Araberhengst"," Na dann hast du dir ja ne gute Mischung geholt, Vollblut auf eine Vollblutzicke zu setzten ist mutig", er lachte und ging in den Stall, ich folgte ihm schmunzelnd und führte den jungen Hengst in seine Box. Time stand vorerst neben Lady, sie ist zwar nicht die aufmerksamste Boxennachbarin, aber ihn gleich neben so einen Matcho wie Wisp oder Oreo zu stellen wollte ich dem sensiblen Kerl nicht antun. Und wiedererwarten machte Wisp seinem Geschlecht alle Ehre, er Brummte und Grummelte aufgeregt, zickte hier und da Limes an, die schon sichtlich genervt in der anderen Ecke ihrer Box stand, und schaute aufmerksam zu dem größeren Kollegen. Time knabberte artig an seinen Heuhalmen während Tjark und ich den Hänger weg brachten.

      Springen E auf A für Willo

      Lächelnd schleppte ich meine beiden Auszubildenden Alexis und Aliena in den Wagen, ehe ich auch noch Aaron mit einpackte. Heute würde ich einen Connemarahengst einer befreundeten Nachbarin trainieren. Caleb kam schon alleine zurecht, darüber machte ich mir keine Sorgen. Warum ich die drei mitnahm? Aaron wollte einmal ein großer Springreiter werden. Alexis gefiel das Springen auch, und es tat ihr gut, einmal andere Pferde und andere Höfe zu sehen. Abseits von dem ganzen Stress auf unserem Hof. Und Aliena? Tja, sie wollte eigentlich mal Pferdewirtin Spezialreitweise Westernreiten werden, weshalb sie ein wenig fehl am Platz war.. doch sie wollte unbedingt Amarulas Sohn sehen, weshalb sie dann auch mitkam. Ich chekte mein Handy und sah, dass Ofagwa mir noch eine Sms geschrieben hatte. Wenn noch genug Zeit wäre, sollte ich Fiebertraum noch im Galopprennen von L auf M bringen. Schmunzelnd stieg ich aus dem Wagen und lies Aaron den Hänger anhängen. Mein Ziel war Walker. Er lief zwar schon Galopprennen M, aber er würde es schaffen, dass Traum sich noch ein wenig mehr anstrengen würde beim Laufen. Pferde waren nämlich immer ein wenig schneller, wenn sie gegen ein anderes gewinnen wollten.
      Nach ein paar Minuten war Firewalker eingeladen und wir konnten losfahren. Ofagwa wohnte nicht sonderlich weit weg, weshalb wir trotz des noch immer liegenden, hartnäckigen Schnees recht schnell bei ihr waren. Verwundert wegen des Anhängers kam sie aus dem Haus und begrüßte uns. "Da hab ich einen meiner Englischen Vollbluthengste drin", erklärte ich ihr. "Der wird mir mit Fieber helfen. Hast du irgendwo einen Paddock oder eine kleine Koppel, wo er drauf kann? Ich würde nämlich gerne mit Willo anfangen..", erklärte ich ihr und lud den Fuchs aus. Walker wiehrte einmal laut, ehe seine Nase an meine Jacke rieb und ich ihm leicht drüber streichelte. Ofagwa führte uns zu einem kleinen, eingezäunten Stück Weide, wo ich Walker draufstellte. Seine Decke blieb drauf, lediglich das Halfter nahm ich ihm ab.
      Nun konnte es endlich losgehen! Ofagwa führte uns zu dem Connemarahengst und erkundete sich dabei gleich um das Wohlergehen von Maracuja. "Sie tut sich ein wenig schwer, sich einzuleben. Auf der Koppel steht sie noch immer alleine herum.. Lediglich mein Quarter Wallch Gipsy darf sich in ihrer Nähe aufhalten. Aber er ist wirklich gut zu ihr.. hält ihr nämlich die anderen Zicken vom Hals.", erklärte ich ihr lachend. "Aber das wird schon noch", fügte ich dann bei und halfterte Willo auf. Ich führte ihn in die Gasse und befahl Aaron, den Hengst schonmal gründlich zu putzen. Mit Aliena und Alexis folgte ich Ofagwa zu Traum. Alexis konnte den Hengst auch schon einmal aus der Box nehmen und putzen. Nun gingen Aliena und ich zu Brother. "Wow, ist der hübsch geworden", sagte ich, denn auch ich hatte ihn lange nicht mehr gesehen. "Ein wunderschönes Pferd", sagte Aliena und streichelte ihn. "Darf ich ihn putzen?", fragte sie Ofagwa dann gerade heraus, die das ganze bejahte, aber als Aufpasser bei ihr stehen bleiben wollte. "Gut, alle sind beschäftigt..", sagte ich lachend. "Ich bin dann mit Willo in der Halle, wenn ihr fertig seit, könnt ihr ja nachkommen", sagte ich zu den Beiden. Das Selbe erzählte ich auch Alexis, ehe ich wieder zu Aaron ging, der schon mit dem Satteln angefangen hatte. Willo sah super hübsch aus, mit der bunten Satteldecke und den dazu passenden Bandagen. Lächelnd nahm ich ihn entgegen, setzte mir meinen Helm auf und ging mit ihm und Aaron in die Halle. Dort gurtete ich nach und schwang mich in den Sattel. Aaron baute in der Zeit Schritt-, Trab- und Galoppstangen sowie zwei Cavalettis auf. Ich wollte Willo in dieser Zeit warm reiten. Doch Zusammenarbeit? Fehlanzeige. Der Hengst legte sich aufs Gebiss und zickte ziemlich rum. Na warte, Willo, dachte ich mir und machte eine Übung, die ich bei meinen Westernpferden immer machte: Ich nahm den rechten Zügel so kurz, dass er seine Nase fast auf mein Bein legen musste, ehe ich ihn energisch mit meinem rechten Bein rumdrückte, so dass er in kleinen Kreisen um sich selbst gehen musste. Dann nahm ich jeglichen Druck weg und lies ihn überlegen. Als ich wieder losgehen wollte, machte er das Selbe erneut. Ich zog ruckartig den linken Zügel an und trieb ihn in kleinen Kreisen vor sich hin. Nach ein paar Runden löste ich den Druck im Maul, lies ihn aber nicht denken, sondern trieb ihn sofort zum Trab an. Etwas verwirrt und mit angelegten Ohren trabte der Hengst los. Ich ritt viele Biegungen und Bahnfiguren, wechslete ständig die Seite oder trabte über die Stangen, sowie mit einem kleinen Hüpfer über die Cavalettis. Der Hengst hatte also gar keine Zeit an Dummheiten zu denken. Nun parierte ich ihn doch wieder zum Schritt durch, ging über die Schrittstangen und trabte dann wieder an, weil er sich sehr zu langweilen schien. Aaron wies ich dann an, die Schritt- und Trabstangen wieder abzubauen und eine Reihe von E-Sprüngen aufzubauen. Ich galoppierte den Hengst währenddessen an und ritt ihn viele Zirkel und Schlangenlinien, ohne Galoppwechsel, bis Aaron fertig mit aufbauen war. Eigentlich hatte ich vorgehabt, Aaron reiten zu lassen, aber der Hengst war mir zu kompliziert für ihn, weshalb ich das lieber sein lies.
      Schon nach den ersten Sprüngen stellte sich raus, dass Willo ein talentierter Springer war, dem es wirklich sehr leicht viel, den genauen Absprung zu finden. Es dauerte nicht lange, da konnten wir die E-Sprünge locker nehmen und Aaron erhöhte auch schon auf A-Niveau. Ich lies Willo noch ein wenig verschnaufen, ehe ich ihn an den am niedrigsten gestellten A-Sprung herangaloppierte. Sichtlich verwundert, dass das Hindernis nun höher war, riss er die Stange und kam ein wenig unglücklich auf, weil er sich während des Sprungs so erschreckt hatte. Doch nach einem Buckler galoppierte er wieder normal weiter, weshalb ich mir keine Sorgen machte. Wir nahmen erneut den selben Sprung. Nun kamen wir rüber, ohne dass er riss. Wir übten noch eine Weile weiter, ehe ich mir sicher sein konnte, dass er locker einen A-Parcours ohne Fehler reiten konnte.
      Während Aaron bereitweillig alles wegräumte, ritt ich den Hengst trocken und brachte ihn wieder in den Stall. Alexis hatte schon Traum und Walker gesattelt, so dass ich gleich weitermachen konnte. Aliena und Ofagwa hatten sich verquatscht, weshalb sie uns nicht in der Halle zugeschaut hatten. Ich drückte Ofa den verschwitzten Willo in die Hand. "Nach anfänglichen Zickereien hat doch alles geklappt und er kann locker einen A-Parcours springen. Er ist wirklich ein talentierter Springer!", erzählte ich ihr, während sie anfing, den Hengst abzusatteln.
      "Alexis, du reitest Walker", wies ich sie dann an, ehe ich Traums Hals klopfte und ihn mit in die Halle nahm. Ich wollte ihn und Walker erst ein wenig aufwärmen, bevor sie galoppieren sollten. Alexis kam bewusst mit dem anderen Hengst sofort mit in die Halle, damit sie sich ein wenig aneinander gewöhnten. Walker war ein recht gelassener Hengst, wenn es um andere männliche Wesen ging. Ihm war es dabei egal, ob es ein Wallach oder ein Hengst war, hauptsache er wurde nicht angezickt oder gebissen.
      Nach dem Nachgurten schwang ich mich auf Traums Rücken und ritt ihn im Schritt und Trab auf beiden Seiten warm. Alexis schaute immer wieder zu mir rüber und tat das Gleiche. Nach einem kurzen Galopp in der Halle, ritten wir auf die Bahn. Dort halfen Ofagwa, Aliena und Aaron uns, die Pferde in die Boxen zu bekommen. Traum schien sichtlich nervös, was Walker nun auch langsam nervös machte. Endlich gingen die Boxen auf und ich trieb Traum an. Walker war mit einem riesen Sprung aus der Box gestartet. Ich hatte Alexis schon auf dem Boden liegen gesehen, doch sie konnte sich noch in der Mähne festkrallen und wieder gerade ziehen. Nach dem Sprung waren Traum und ich etwas weiter vorne, doch Walker zog ziemlich an, so dass wir eine ganze Weile nebeneinander her galoppierten. Immer wenn Traum eine Nasenlänge vor Walker war, zogen er und Alexis an und waren wieder vor uns. So kam es, dass wir gleich auf ins Ziel kamen. Doch es war definitiv noch Platz nach oben, wenn man Traum weiter trainieren würde. Lächelnd ritt ich nach dem Auslaufen zu Ofagwa und den anderen: "Du hast bei ihm noch einigen Platz nach oben. Trainier einfach fleißig mit ihm, denn er kann noch schneller werden", versprach ich ihr und schwang mich von Traums Rücken. Ich übergab den Hengst seiner Besitzerin und sah, wie meine drei Mitarbeiter meinen Hengst zum Hänger brachten, absattelten und in den Hänger stellten. "Also.. Willo ist jetzt im Springen auf A und Traum im Galopprennen auf M. Wenn du nochmal einen Trainer brauchst, melde dich einfach!", sagte ich lächelnd und verabschiedete mich von ihr. Zusammen mit den anderen stieg ich ins Auto und wir fuhren nach Hause.
      by Veija

      Zwischen Orkahnböhen und Schicksalsschlägen | Ofa .. Z

      " 'Wir bitten alle Bewohner nicht all zu viel draußen rum zu laufen' , ' Mama ', rief ich als ich von meinem Frühstücksbrötchen abbis ,' Ja?', ' Wir sollen Orkanböhen bekommen, soll ich die Boxen dicht machen?', ' Öhm.. ja mach lieber', auf diese Antwort hatte ich nahe zu gehofft. Sofort machte ich mich daran auch den Rest des Brötchens zu verspeisen damit ich mich schnell Anziehen konnte. Ich schaute umgehend auf mein Handy, ich hatte eine SMS von Tjark bekommen, er war heute Morgen schon da gewesen und hatte die Boxen fertig gemacht, denn er möchte sich wegen des Sturms frei nehmen. Ich Tippte ihm eine zustimmende Nachricht zurück und steckte das Handy sicher und trocken in meine Tasche. Ich lief so schnell ich konnte zum Stall, dort vielen mir fast die Augen aus dem Kopf. Die Besen flogen halb durch die Stallgasse und auch das Stroh tanzte durch die Stallgasse. Sofort schloss ich alle Fenster der Boxen von außen. Plötzlich machte Zucker auf dem Padock einen Satzt zur Seite, vom Baum war ein kleinerer Ast gestürzt. Schnurstraks ging er in seine Box und ich konnte auch seine Tür schließen. Nun ging es für mich wieder in den Stall, da es nun gute 10 Uhr war verteilte ich bei allen Pferde erstmal etwas Heu, damit sie was im magen hatten, denn auf die Koppel würde ich sie heute nicht stellen. Ich pustete mir die Strähne aus dem Gesicht und schnappte mir den Besen, in mühevoller kleinst Arbeit fegte ich die Stallgasse wieder blitzeblank. Danach machte ich mich daran das Heu und die Heulage Wieder auf 2 Haufen aufzuteilen, und zurrte die ballen auch so gleich an der Holzwand fest, damit garnichts passieren konnte. Dann schaute ich mich in den Boxen um, bei Silver fand ich eine Plastik Tüte und bei Rockabella einen alten Kinderball. Sofort ging ich wieder ins Haus und Machte mir eine heiße Schokolade.. "

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      Tierarztbericht | Eddi 2516 Zeichen
      Heute traf ich einen alten Bekannten wieder, denn ich fuhr auf das Gestüt von Michelle. Es war schon etwas länger her, dass ich bei ihr gewesen war, aber heute wurde es mal wieder Zeit. Alle Pferde sollten mal wieder durchgecheckt werden und dafür war ich natürlich gerne zuständig. Schon kurz nach acht kam ich auf dem Hof an und wurde herzlich von Michelle begrüßt. Mein erster Patient war Fiebertraum, der mysteriöse Bekannte. Es war noch gar nicht so lange her, als der Hengst noch auf dem Rettungshof Nasty Past gestanden hatte und nun hoffentlich bei Michelle seinen Endplatz fand.
      Da Fiebertraum mich kannte, benahm er sich bei der Untersuchung wirklich gut. Michelle führte ihn mir erst im Schritt und Trab durch und dann hörte und tastete ich ihn einmal komplett ab. Danach bekam er die nötigen Impfungen und die Wurmkur. Zu guter Letzt sollte ich seine Zähne kontrollieren. Also bekam Fiebertraum die Maulsperre hinein und ich ging einmal die gesamten Reihen durch. Einen Haken musste ich korrigieren, ansonsten war alles in Ordnung und der Hengst war fertig. Als nächstes war das Reitpony Nojrsodsch dran. "Hat sie auch einen Spitznamen?", fragte ich stirnrunzelnd, denn der Name war echt ein Zungenbrecher! Aber die Stute mit dem seltsamen Namen benahm sich bei mir wirklich gut. Sie ließ sich problemlos vorführen und untersuchen. Auch die Spritzen und die Wurmkur ertrug sie ohne Probleme und war so schnell fertig.
      Nun kam Crown Jewel an die Reihe. Auch der kleine Hengst stammte von Nasty Past und auch bei ihm lief die Untersuchung ohne Probleme ab. Nur das Abhören mochte er nicht sonderlich, ertrug es aber still. Dann gab es die Spritzen und die Wurmkur und dann kontrollierte ich auch noch seine Zähne. Alles war einwandfrei und in Ordnung. Für die beiden folgenden Hengste lief es genauso ab. Zuckerwatte, Hollywood und Willo'the Wisp benahmen sich einwandfrei und waren schnell geimpft und entwurmt. Die Stute Rockabella machte anfangs ein wenig Theater, beruhigte sich aber auch recht schnell weder und hatte es dann geschafft. Der letzte Patient war Brother. Auch ihn untersuchte ich, impfte und entwurmte ihn. Dabei fiel mir leichter Nasenausfluss auf und schnell war klar: Der Hengst hatte Schnupfen. Es schien aber kein schlimmer zu sein, so dass ich Michelle einige homöopathische Mittel da ließ. Dann kontrollierte ich auch noch sein Gebiss und musste noch ein wenig an den Zähnen nachfeilen, aber dann waren endlich alle Vierbeiner geschafft und ich konnte zufrieden nach Hause fahren.


      Caed Crevan:

      Wie das Leben | Ravenna |
      "Moment - haben wir nicht Pferde verkauft um weniger Arbeit zu haben? Jetzt kommt noch einer dazu?" fragte Kathrin gerade, als ich ihr von Wisp erzählt hatte. "Naja, er ist schließlich hier geboren, oder zumindest aufgewachsen. Bei Michelle hat er wirklich eine tolle Zeit gehabt, jetzt ist er wieder beim Ursprung!"
      Michelle hatte ihren Bestand verkleinern wollen, da ich schon immer einen Faible für den kleinen Hengst gehabt hatte - mal ganz davon abgesehen das er der zweite Buckskinsohn meines Hengstes Moonlight Shadow. "Ja meinetwegen können wir den auch noch aufnehmen, zukünftige Zuchtpferde sind doch auch nicht SO schlecht!" sprach Kathi anschließend zu. In der nächsten Stunde verbrachte ich meine Zeit damit wie wir den Hengst von Michelle zu uns transportieren würden - ohne ihm größeren Stress ausetzten zu müssen.

      "Well Lassies, he´s quitte a good boy! Love his colour, remembers me of his brother Wish. Right now together with Varulv and Storm at the meadow." verkündete mir Aiden, knapp zwei Tage nachdem wir den Kaufvertrag des jungen Hengstes unterschrieben hatten. Wir hatten keine falsche Entscheidung mit dem Buckskin getroffen!

      Ein Sturm zieht auf
      (c) Ravenna | 7107 Zeichen

      Die Wolken am Himmel zogen sich unsanft zusammen, wurden grau – hier auf den Inseln kam es im Verlauf des Frühlings öfters zu heftigen Gewittern. Also schwang ich mich vom Rücken des jungen Hengstes, um ihn zurück in den Stall zu bringen. Seit nun mehr fast zwei Wochen befand sich Ghost in der richtigen Ausbildung zum Reitpferd. Seitdem ich ihn gekauft hatte zusammen mit Kathi hatten wir Übungen mit ihm gemacht, Hansi hatte viel Bodenarbeit gemacht und ihn bereits an Sattel und Trense gewöhnt. Jetzt hatte er vor knapp einer Woche das erste Mal einen Reiter auf seinem Rücken gehabt. Bis hier hin hatte der Hengst wirklich wunderbare Arbeit geleistet , weder gebuckelt noch sonst irgendwelche Unarten entwickelt.

      Wenige Minuten später betrat ich mit dem jungen Hengst am Zügel den Stall, einige Regentropfen hatten den Weg meinen Nacken hinunter gefunden. „Uuua...nächstes Mal nehm ich ein Tuch mit.“ flüsterte ich leise. Den leicht verschwitzten Hengst stellte ich in eine der Boxen als ich den Sattel in die davor vorgesehene Kammer brachte. Die Stirn kraus gezogen drehte ich mich im Kreis herum. „Wo hab ich denn jetzt seine..?“ da fand ich die grüne Abschwitzdecke, brachte sie zurück in die Box um sie ihm auf den Rücken zu legen. Als ich nochmal in die Kammer wollte um noch ein wenig Müsli zu holen, nahm ich leise geflüsterte Worte wahr. Ich drehte mich verwundert um, hatte ich das nicht vorher auch schon gehört oder war die Musik noch an? Da ich jedoch aus den Lautsprechern nichts hörte stiefelte ich die kleine Treppe zum Heuboden hinauf. Es gab nur zwei kleine Fenster, die sanftes Dämmerlicht erschufen. Genau unter so einem sah ich nun Cayden auf dem Boden sitzend, an seine Schulter gelehnt erkannte ich die kleine Lia, auf ihrem Gesicht konnte ich die Tränen erkennen. Cayden hielt sie im Arm strich mit sanften Bewegungen über ihren Rücken, murmelte dabei Worte auf Gälisch. Als er mich sah, hob er seine Hände um mich wieder davon zu scheuchen, ich nickte still und krabbelte die Leiter wieder hinunter. In letzter Zeit war Lia abweisender denn je gewesen, hatte sich sogar von Maeve abgekoppelt – sonst waren beide Freundinnen wie Geschwister. Ich schüttelte den Gedanken zunächst beiseite, dann lief ich hinaus in den leichten Nieselregen. Da sich die Wolken weiter zusammen zogen wollte ich Bucks noch in den Stall zu bringen – bei einem Gewitter im letzten Jahr war er schließlich ausgebrochen. Es war immer noch schwierig mit dem kleinen Pottockhengst, allerdings nahm er endlich wieder richtig zu, seine Mähne und der Schweif hatten beinahe wieder eine normale Länge. Allerdings wurde der Kleine schon wieder von seiner Augenentzündung geplagt, Maren hatte beim letzten Besuch erwähnt falls es nicht besser würde , müsste das Auge entfernt werden. Natürlich wollte ich das es dem Hengst besser ging, aber solche Maßnahmen fand ich doch etwas zu drastisch – beide Augen? Cayden und ich wollten in dieser Sache noch eine zweite Meinung einholen. Zusammen mit dem Pottockhengst brachte ich auch Moon in den Stall, der noch immer mit einer Decke herum lief – seine Arthrose machte momentan wieder einiges an Mucken. Erst letzte Woche hatte er eine leichte Kolik gehabt, ich machte mir wirklich Sorgen um meinen geliebten Hengst.

      Am Offenstall der Hengste traf ich Aiden und Hansi, die mir mit einer Schubkarre voller Pferdeäpfel entgegen kamen. „Für heute sind wir fertig!“ verkündete der blonde Hüne „Heute Nachmittag werd ich zusammen mit Catalina noch ein wenig was mit Dorn tun, soll ich dann Thwora mit hinüber zu Bella nehmen?“ In der letzten Zeit hatten wir hier oben eine Menge an Zuwachs bekommen, da sich Bella auf die Islandzucht spezialisiert hatte und sie noch keine fertigen Zuchtpferde gehabt hatte wollte ich ihr unter die Arme greifen. Sowohl Uprising als auch Thowra würden bei ihr ein gutes zu Hause finden, wenn auch letztere noch immer in meinem Besitz war – doch dort wurde sie Rassenspezifischer gefördert als es uns möglich war. Zurück im Stall sah ich gerade noch wie eine etwas geknickte Lia mit Argo am Halfter den Hof verließ und mir Cayden entgegen kam, auf seinem Gesicht lagen leichte Schatten. „Was ist los mit ihr?“ mein Verlobter nahm mir den Strick von Moon ab, begann dabei zu erzählen. „Lia´s Mutter..die Leukämie ist zurück, jetzt macht sie sich unheimliche Sorgen. Ihre Mutter ist im Krankenhaus auf dem Festland, nächste Woche wird Lia sie dort erst besuchen dürfen, da die Mutter wohl noch viele Arztbesuche hat. Außerdem befindet sich ihr Bruder momentan in einer Pflegefamilie in die wohl auch Lia gehen wird, um ihrer Mutter beistehen zu können.“ Mittlerweile saß ich auf einem der Eimer, die Hände auf meine Knie gestützt „Das hat sie wirklich nicht verdient….wie lang ist das letzte Mal her?“ Cayden zuckte die Schultern „Ich weiß es nicht genau, aber damals war die Mutter glaube ich gerade mit dem Bruder schwanger, deswegen wurde es erst festgestellt. Den Vater hat sie erst vor knapp drei Jahren verloren, jetzt vielleicht noch die Mutter“ er strich sich mit der Hand durch das Gesicht über den mittlerweile ziemlich langen Bart. „Ich hab sie einfach ein wenig getröstet“ jetzt zuckte er mit den Schultern „Sie erinnert mich so eine meine jüngere Schwester, immer darum bemüht alles beieinander zu halten. Im Unterschied das bei Lia wohl alles auseinander fällt. Sie hat gefragt ob...“ Cayden hockte sich vor mich zu Boden. „Sie würde gern das wir sie begleiten...wir sind so ziemlich das nächste was einer Familie kommt.“ jetzt lachte er auf, lächelte mir zu „Schließlich ist sie neben dem Internat hier am meisten...in der Zeit seitdem wir hier wohnen war sie selbst in den Ferien kaum bei ihrer Mutter zu Hause, sondern eher hier.“

      Dabei musste ich an die beiden oben auf dem Dachboden denken...schon immer hatte sich das junge Mädchen an meinen Verlobten orientiert oder an mir. Sie stellte für mich schon beinahe ein Teil der Familie dar. „Natürlich, wenn sie sich das wünscht kommen wir mit!“ verkündete ich flüsternd. Der Gedanke eine Jungendliche zu ihrer offensichtlich sterbenden Mutter zu begleiten zog mein Innerstes zusammen – das war etwas das sie nicht sehen dürfte. Auf der anderen Seite würde sich Lia´s Zukunft in den nächsten Monaten mehr als nur drastisch verändern, ich wollte ihr beistehen so viel ich es zumindest konnte.

      Wir besprachen bei einem Abendessen mit Lia noch wann genau wir zum Krankenhaus aufbrechen wollten. Einigten uns dann auf die nächste Woche, da Cayden und ich noch einen Termin bei einem Paganpriester hatten, der uns trauen würde. Zwar ließen wir uns auch noch offiziell vor dem Standesamt verheiraten, allerdings war das ganze erst in einem Jahr geplant – per Handfasting würden wir für ein Jahr und einen Tag einander versprochen werden und erst dann wahrhaftig heiraten. Wie ich fand war das ein wunderbarer Brauch, dem ich gern zugestimmt hatte. Das gab und die Zeit wahrhaftig herauszufinden ob wir miteinander klar kamen, wenn auch Siobhan immer meinte ich solle mir darüber keine Gedanken machen.

      Also würden wir in der nächsten Woche mal wieder auf das Festland fahren.

      Mit der Wende der Sommersonne
      (c)Ravenna |28554 Zeichen

      „Moment soll das etwa bedeuten?“ Sarah stand auf, die Hände vor der Brust verschränkt als wolle sie sich selbst schützen, ihre Augen huschten unruhig durch den Raum. Die letzten Wochen waren Nerven aufreibend gewesen, nicht nur in Anbetracht der Tatsache das wir kurz vor dem Handfasting standen. Es hatte uns ein ganzer Sturm an Entscheidungen getroffen.

      Vor knapp drei Wochen hatten wir beiden Lia ins Krankenhaus ihrer Mutter begleitet, die bereits seit geraumer Zeit gegen die Leukämie ankämpfte. Wir hatten Asmin McDubh bereits einmal kennengelernt, eine wirklich starke Frau die für ihre Kinder viel getan hatte. Jetzt jedoch verließ sie mit jeder Woche mehr und mehr die Kraft. Lia hatte es nicht lange in dem Raum gehalten in der ihre Mutter an das Bett gefesselt war, doch im Laufe unseres Besuches war klar geworden das nicht nur Lia gewollte hatte das wir beiden ins Krankenhaus kamen.

      „Meine Tochter sollte endlich wieder ein geregeltes fast normales Leben führen….wenn sie von eurem Hof erzählt, der Arbeit mit den Pferden und der Schule in Craighnure. Sie strahlt wie ich es seit Jahren nicht mehr gesehen habe. Es ist unwahrscheinlich das ich dieses Mal den Krebs überstehe...Angus ist bereits in einer liebevollen Pflegefamilie, der Kleine versteht ja kaum was mit seiner Mutter geschieht. Auch wenn sie Lia ebenfalls bei sich aufnehmen..“hier hatte ein Hustenanfall die Kranke unterbrochen. „Ich möchte einfach nicht das die beiden getrennt werden...genauso wenig möchte ich das Lia aus ihrem gewohnten Umfeld gerissen wird. Ich habe mit ihr darüber gesprochen, genauso wie mit dem Jugendamt. Wäre es für euch abwegig Lia und meinen Sohn bei euch aufzunehmen?“

      Diese Frage hatte Sarah und mich schon ziemlich überrascht, wir hatten über eine Bedenkzeit gebeten und drei Tage bekommen. Zurück auf dem Hof hatten wir mit Kathi und dem Rest des Teams darüber gesprochen. Im Grunde war uns im Falle Lia die Entscheidung nicht sonderlich schwer gefallen...ihr Bruder Angus jedoch war ein Kind von knapp 3 Jahren, das war eine ganz andere Liga gewesen. Gerade meine Partnerin hatte daran zu knabbern gehabt. Erst im letzten Jahr hatte sie ohne mein Wissen unser gemeinsames Kind abgetrieben, sie wollte nie eine Mutter werden. Zumindest war es das was sie immer erzählt hatte. Doch seitdem hatte sich einiges geändert...Fionn war in ihr Leben getreten, sie war seine Patin...oder würde es bei seiner Taufe werden. Sarah war im Umgang mit ihm anders geworden, hatte ihn in sein Herz geschlossen. Sie war einen ganzen Tag lang bei Siobhan verschwunden, doch als sie zurück kam stimmte sie wahrhaftig zu. „Machen wir sie zu einem Teil unserer Familie!“

      Nun waren zwei weitere Wochen, jede Menge Papier und Organisationskram, vergangen….neben der Hochzeit hatten wir kaum einen freien Moment für die Pferde gehabt. Da war ich mehr als froh gewesen einige der trainierten Pferde abgeben zu können. Ghost wurde jedoch nicht vernachlässigt, denn auch die Hochzeit von Siobhan und Ty rückte immer näher und wir wollten Ghost dem kleinen Fionn zur Taufe schenken. Neben der Entscheidung die Kinder bei sich aufzunehmen hatten wir ebenfalls einige unserer Pferde abgeben – nicht das uns diese Sache einfach gefallen wäre, aber weniger Pferde bedeutete auch etwas weniger Arbeit für alle von uns.

      Jetzt jedoch saßen wir – mal wieder – Büro unserer Jugendamtszuständigen und soeben mit einer weiteren „Überrraschung“ erfasst hatte. „Ja ganz richtig Frau Kyren. Sie haben die besten Voraussetzungen um beide Kinder bei sich aufzunehmen. Ein geregeltes Umfeld, im Falle des Mädchens wird sie weiterhin ihre Schule besuchen dürfen. Im Falle von ihrer Krankheit befinden sich in ihrem näheren Umfeld andere Menschen die sich um die Kinder kümmern können.“ Dabei musste ich mir ein Lachen verkneifen, wenn ich da an Hansi dachte dem wir Fionn lieber nicht übergaben da der Hüne ständig irgendwo gegen lief oder aber Kathi die noch viel weniger mit kleinen Kindern umgehen konnte….Im Grunde waren wir alle ein total chaotischer Haufen, dem wohl lieber kein Kind anvertraut werden sollte. „Nur gibt es eben diesen einen Fakt...um beide vollwertig mündig für die Kinder zu sein müsst ihr verheiratet sein, sonst wird das nur einem von euch übertragen oder jedem ein Kind.“

      Sarah setzte sich wieder auf den Stuhl, sah mit leicht entrücktem Blick zu mir hinüber. „Können wir das wagen?“

      Ich schluckte ein wenig, lächelte dann...“Wir haben eine Zucht gegründet….trainieren seit einiger Zeit Pferde und sind dabei zwei Kinder aufzunehmen. Na wenn wir das nicht packen, wer dann? Wieso noch ein Jahr warten, wenn es auch danach noch schief gehen kann. Lieber etwas riskieren….das haben wir doch immer so geregelt?“ Sarah nickte, ihre Augen dabei etwas glasig dann wandte sie sich unserer Sachverständigen zu „Also dann Miss Devencord, wir haben vor in knapp einer Woche ein Handfasting abzuhalten...wieso nicht auch am gleichen Tag eine wirklich offizielle Hochzeit auf dem Standesamt!“ Es breitete sich ein Lächeln auf dem Gesicht der sonst so streng wirkenden, tatrigen Frau aus „Dann möchte ich sie bitten hier zu unterschreiben und wir leiten alles weitere in die Wege.“

      Eine knappe Stunde später, einigem an Infomaterial und noch zwei anderen unterschriebenen Unterlagen, hockten wir vollkommen geflasht im Auto und sahen einander an. „Bin ich froh, wenn das alles vorbei ist!“ murmelte Sarah, als ich gerade den Motor anließ um in Richtung Caed Crevan aufzubrechen. Ich konnte ihr dabei nur zustimmen. „Unser verrückter Haufen auf dem Hof wird immer größer, bald bauen wir an!“ lachte Sarah auf, was in Anbetracht des Herrenhauses in dem wir wohnten lächerlich war. Es gab da noch den ein oder anderen Raum der überhaupt nicht genutzt wurde „Noch eine Woche dann sind wir richtig verheiratet. Kann ich irgendwie noch gar nicht richtig fassen. Aber so verrückt sind wir dann doch nicht.“ aus dem Augenwinkel sah ich ihren unverblümt skeptischen Ausdruck auf dem Gesicht und lachte auf „Ja okay...vielleicht doch ein wenig.“

      Der Weg nach Hause verging ohne weitere Besonderheiten, als wir allerdings zur Tür hinein kamen explodierte irgendetwas. „Woow“ Sarah ging vorsichtshalber in die Deckung, da es jedoch mehr wie Glas auf dem Boden klang und ein Fluch auf Schwedisch(zumindest denke ich das) hinterher kam.Es kostete nur einige Schritte bis zum Beginn der großen Küche, Hansi hockte auf dem Boden und kehrte Glas vom Boden auf. „Tja...eigentlich wollten wir den Met aufmachen um mit euch zusammen zu feiern. Aber der Depp hier schmeißt die lieber auf den Boden.“ dabei klopfte Kathi Hansi auf den die Schulter, der nur ein brummiges „haha“ verlauten ließ. „Kein chaotischer Haufen, eh?“ flüsterte Sarah leise zu mir.

      Trotzdem wurde der Abend ein wunderbarer...fast alle die uns Nahe standen waren bei uns um zu „feiern“. „Somit wird eure Hochzeit symbolisch also noch mehr als die Feier eurer Heirat, wir werden auch feiern das ihr Eltern werdet. Allerdings sind die Umstände besonders, ihr habt auf der einen Seite etwas zu feiern, andererseits verliert Lia ihre Mutter….eine schwierige Situation für euch.

      Unsere tägliche Frühstücksrunde war heute besonders schnell beendet gewesen „Also Aiden und ich kümmern uns darum das die Pferde heute auf die Weiden kommen – da werden sie jetzt auch bis zum Herbst bleiben. Allerdings würde ich sowohl Moon als auch Bucks viel lieber hier am Paddock lassen, damit wir sie besser unter Beobachtung haben. Killian, du bist heute für das Training von Eisblume, Green, Varulv und Kürbis verantwortlich – bei Fragen sind wir jederzeit da.“ Hansi schenkte sich noch einen Schluck Kaffee ein, genauso wie Kathi, die meine Ansprache fort führte „Dann werd ich mir heute mal Argo, Wisp und Yael zu genüge ziehen, vielleicht noch Abraham. Wobei der Spinner momentan schon wieder buckelt, vermute der Sattler muss echt mal kommen – das kann ja nicht sein. Mach später einfach mal einen Termin für uns.“

      „Wunderbar, dann kann ich mit Darym gleich mal dazu kommen, durch das viele Training müsste der Springsattel aufgepolstert werden.“ warf Cayden sogleich ein. „Gut dann für Abraham und Darym! Wolltest du heute wieder nach Morvern rüber Hansi?“ Der Hüne hob den Kopf, überlegte einen Moment lang – in letzter Zeit war er oft drüben bei Catalina und half ihr, als wolle er dem Vorbereitungsstress der Hochzeit entgehen. „Warscheinlich, vorher wollen Cayden und ich mit Darym und Yoomee erst noch auf die Geländestrecke – der Hengst soll ihr bisschen mehr Sicherheit im Parcours geben. Wollen demnächst auf ein Turnier mit der Kleinen. Anschließend mach ich noch etwas mit Gwyn, vielleicht nen Ausritt. Kommst du mit mir Aiden? Vielleicht mit Ikarus, der war auch lange nicht mehr gemütlich im Gelände.“ Aiden nickte nur bedächtig mit dem Kopf, da er den Mund noch vom Essen voll hatte. „Na dann sind ja fast alle aufgeteilt – ich selbst mach bisschen was mit Stormy. Lia kommt später noch vom Festland hierher und wollte sich mit einem Ausritt etwas ablenken.“ Wir wussten alle wovor, das ihre Mutter im sterben lag, war eine unschöne Gegebenheit, es fühlte sich einfach nicht richtig an! Zu gern würde ich ihr helfen wollen, doch ihr Leben befand sich momentan im Abwärtskurs, ihr stand ein Wechsel in die Pflegefamilie bevor, der Auszug aus dem Internat. Am meisten schien es sie zu zermürben das sie den Hof verlassen müsste. „Allerdings würde ich gerne das Training mit Yoomee machen, war schon lange nicht mehr auf unserer Strecke!“ dabei kratze ich mich am Kopf und lachte etwas gekünstelt, was Hansi mit einem Schulterzucken kommentierte „Meinetwegen!“ Somit verstreuten wir uns quer über den Hof um unseren Aufgaben nachzugehen – in knapp zwei Tagen würde die Hochzeit stattfinden.

      *~21.Juni.2015~*

      „Ich geh heute komplett vor die Hunde!“ nörgelte ich, auf dem Stuhl sitzend während meine Tante sich emsig um meine Haare zu kümmern begann. Meine Eltern hatten zugegeben etwas verwirrt auf meine Pläne reagiert...noch mehr darauf wie diese Hochzeit ablaufen würde – es war weit entfernt von einer kirchlichen Heirat, doch auch ziemlich entfernt von ihrer einfachen auf dem Standesamt. Gingen wir nämlich davon aus, so waren Cayden und ich bereits seit dem Morgen Mann und Frau, doch hatten wir eine waschechte Paganhochzeit vor uns! Wobei waschecht auch wieder falsch formuliert wäre, da es weder ein richtig noch ein falsch in unsrem „Glauben“ gab – wir hatten einige germanische, aber auch keltische Einflüsse kombiniert mit älteren schottischen Bräuchen. Da wir Lia nun als Familienmitglied bei uns aufnahmen hatten wir knapp eine Woche vor der Hochzeit noch einmal etwas in der Besetztung geändert – wir hatten Lia zu unserer Ringmaid gemacht. Ursprünglich hatten wir dafür sowohl Siobhan und Amy haben wollen, da wir nun jedoch mit einer wirklichen Maid aufwarten konnten waren die beiden von diesem Dienst entfernt worden. In Caydens Gelage den Schildbrüdern hatte sich jedoch nichts geändert – Ty, Aiden, Hansi und auch Ben waren zu diesen erwählt wurden. Zu Zeiten der „wahren“ Pagans waren diese Schildbrüder die Waffenbrüder eines Mannes gewesen – in den Schlachten als würdig, loyal und wertvoll erwiesen. Zu diesen Zeiten vielleicht nicht ganz so, doch auch sie hatten sich als die nächsten Freunde meines Mannes erwiesen. „Du wirst mir gar nichts gehen!“ erwiderte Catalina von der Seite, die Hände in die Hüfte gestützt. „Einige der Gäste sind bereits eingetroffen, deine Pferde wurden versorgt und jetzt kannst du dich gefälligst mal auf deinen Tag freuen!“

      Es war sonderbar eine Hochzeit zu feiern für mich...ich hatte nie damit gerechnet! Jetzt war ich hier inmitten meiner Freunde, meiner kleinen Welt an Familie die ich hier besaß. Trotzdem ich glücklich war hing das Schicksal von Lias Mutter schwer auf meinen Schultern, ein wahnsinniger Zwiespalt den auch Cayden ergriffen hatte. "Sag mal du gehst überhaupt nicht nach diesen traditionellen Bräuchen oder?" kam es gerade von Siobhan, die Fionn auf dem Arm hielt. Cayden hatte dem Winzling ein geschniztes Holzpferd gemacht, in dem Fionn nun seine ersten Zähne versenkte. Mittlerweile waren meine Haare zu einer komplizierten Flechtfrisur verwoben und es befanden sich jetzt im Raum nur noch Catalina, Siobhan, Amy,Kathrin und ursprünglich Lea, die jedoch war auf der Suche nach ihrem Freund war. Ich drehte mich mit dem Wickelgürtel in der Hand um,lächelte breit "Welche Bräuche genau meinst du?"
      "Was blaues,was neues - klingelt es da nicht bei dir?" warf nun Catalina statt Siobhan ein, die der jungen Frau neben sich jedoch ein Nicken schenkte. "Mhpf...klar bekannt ist es mir, aber ich war doch schon immer etwad anders, dann also auch meine Hochzeit! "
      "Natürlich dagegen ist auch absolut nichts einzuwerfen, die Kleider sind wirklich wunderschön." Dabei strich sie über den Tartanrock in dunkelrot,grün und Gold den meine engsten Freunde trugen, den Farben meines baldigen Clans. Auch klein Fionn hatten wir eine Hose verpasst in der Farbe, ein Leinenhemd und ein Tuch um ihn gegen den Wind zu helfen. "Wann er wohl den ersten Kilt trägt, so als Waschechter Highlander? " fragte ich um das Thema etwas abzulenken. "Waschecht ist er ja nun nicht wirklich, bin doch eigentlich eine Sassenach!"
      "Du hast einen Schotten geheiratet Mistress McLean,also seit ihr nicht länger eine Sassenach."
      "Tschuldige aber könntet ihr uns Nicht -Highlander mal erklären was das sein soll?" warf Amy ein,die einen Schluck von ihrem Getränk nahm, auch Cata sah etwas verwirrt aus. Siobahn und ich schenkten uns einen Blick, erinnerten uns wahrscheinlich jeder an die erste Begegnung mit dem Wort. "Früher war es wohl eine Art Schimpfwort, es bedeutet einfach nur so etwas wie Outlander,Stranger."
      Jetzt wurden wir allerdings unterbrochen von Kathi, Bella und Lea die gesammelt in den Raum "Langsam wirds eng" murmelte ich rückte näher zum Spiegel um endlich mein ankleiden zu beenden - wiedermal war ich die letzte! "Wir haben die Pferde nochmal mit Heu versorgt, Bucks in die Box gebracht zusammen mit Moon und dann umgezogen. Kann also nichts mehr schief gehen!"
      "Habt ihr eigentlich Julie schon gesehen?" fragte ich an Kathi gewandt, die den Kopf schüttelte. Ich hatte sie angerufen ob sie ihre Jungstute mitbringen würde,damit Pumpkin auf der Koppel spielerische Gesellschaft hatte. Wobei ich mir bei der ziemlich verspielten Yoomee kaum darum Gedanken machte. "Allerdings hat sie angerufen, sie muss laufen da der Hänger nen Platten hat."
      Zum Glück war die Distanz zwischen uns nicht so groß, wenn sie über unsere gepachtete Wiese lief sogar noch kürzer - vorausgesetzt Julie würde daran denken. Fertig angezogen ließ ich mich auf einen der Hocker sinken,wippte leicht mit den Füßen - wie immer war ich etwas zu früh dran. "Wann soll es eigentlich genau los gehen?" stellte nun Amy wieder die Frage.
      Unbestimmt zuckte ich die Schulter "Im Grunde bei Dämmerung in der letzten Zeit hat sie immer gegen 22 Uhr angefangen, aber da ja nun der längste Tag ist - vielleicht auch später. " Aus gleich zwei Richtungen kam ein Seufzen, welches ich sowohl Catalina als auch Siobhan zuordnen konnte,letztere wechselte den Arm mit einem offensichtlich sehr müden Fionn. "Willst du ihn bei uns im Gästezimmer in das Kinderbett verfrachten?" Da der Knirps öfter mal bei uns die Nächte verbrachte um den beiden auch Entspannung zu gewähren hatten wir ein Kinderbett für ihn besorgt, da das hin und her mit dem Reisebett nervig geworden war. "Ich glaube das ist ganz gut, das Babyphone nehm ich dann mit runter,mittlerweile schläft er allerdings ziemlich gut durch" Also verschwand Siobahn für die nächste halbe Stunde erst einmal während nun auch etwas verspätet Bella und Julie zu uns,langsam wurde der Raum etwas eng hier. Auch Lia kam noch einmal vorbei,sodass ich sie beiseite nahm, ihr mit auf die Person gerichtetem Finger alle vorstellte und ihr ihre Aufgabe nochmal erklärte. "I'm so bloody nervous, but you as bride...you're calm as always amd beautiful!" kam es so schnell über ihre blassen Lippen, das ich Mühe hatte sie zu verstehen aufgrund der Lautstärke in dem Raum hier. "Well...we're married since this morning before the law, now we just celebrate with family, friends and have a Paganwedding.This is why I'm not nervous. " ich strich ihr durch die lockigen blonden Haare "You're beautiful,too sweaty." Die Spur eines Lächelns huschte über ihr Gesicht, gesunde röte kam in ihre verblassten Züge. Ein Blick aus dem Fenster verriet mir den langsam beginnenden Sonnenuntergang, also erhob ich mich strich meine Kleider glatt und klatschte in die Hände. "Wir können uns dann zumindest schon nach draußen begeben."
      Ursprünglich hatte ich geplant gehabt das wir beide - Cayden und ich - zum Platz des Geschehens zu reiten, da unser gefundener Priester allerdings einiges an Respekt vor diesen Tieren hatte, war das einfach verplant worden. Im Endeffekt sogar besser für uns da wir nicht noch auf die Pferde achten mussten,sondern uns auf die Zeremonie konzentrieren konnten. In unserem Garten brannten bereits die Feuer, ein Gang aus Fackeln markierte den Weg den ich später hinunter getragen werden würde. Aus Lautsprechern drang leise Musik von Wardruna - gewählt um die nicht Metalfans nicht gleich zu vertreiben. Freudige Spannung schickte mir einen wohligen Schauer den Rücken hinab und ein Lächeln auf die Lippen. Meine Freundinnen gingen hinüber zu den anderen Gästen die entweder auf dem Boden neben den Feuern saßen oder herum standen. Dann wurde mein Blick auf vier hochgewachsene Männer gerichtet die sich auf die Tür zu bewegten. Ein letzter Blick auf den Kreis verriet mir das dort in der Ferne nun auch Cayden und der Priester seinen Platz in der Mitte eingenommen hatten. Es war Hansi der ein großes Rundschild in der rechten trug, in schwarzen Lettern war die Rune Tywaz darauf. Mit nunmehr klopfendem Herzen wurde ich auf dieses Schild gesetzt, während die vier Männer mich durch den Gang trugen ihnen vorweg mein Vater. Die ganze Zeremonie hier würde auf Englisch stattfinden, weshalb ich meinem Vater die gesprochenen Worte eingeprägt hatte und für unsere deutschen Gäste die Worte übersetzt hatte. Nervös schenkte ich Aiden zu meiner linken ein kleines Lächeln, der jedoch blickte stur nach vorn um sich auf die Zeremonie zu beschäftigen.
      Kurz vor dem Priester kamen wir zum stehen "Wer bringt die Braut in den Bund der Ehe?"
      "Mario Kyren" antwortete mein Vater mit fester stolzer Stimme. Die Nachricht das ausgerechnet ich heiraten würde hatte meine Eltern unheimlich gefreut, noch wussten sie allerdings nicht um die Erweiterung unserer Familie. Die vier Männer versuchten möglichst synchron in die Hocke zu gehen,damit ich mithilfe von Papa besser von dem Schild kam.

      Ein Blick auf meine Mutter am Rand, offenbarte mir ihre Tränen die silbern auf ihrer Haut schimmerten, trotzdem schenkte sie mir ein Lächeln. Mein Herz wollte am liebsten aus der Brust springen vor Stolz und Liebe zu meinen Eltern. Doch dachte ich auch an die Zeit zurück da ich mit meinen Pferden im Schlepptau von Hof gestürmt bin,mich Kopfüber in das Studium der Medizin geworfen hatte bis es mich komplett zerstört hatte. Mein Hof war pleite gegangen, ich hatte keine Ahnung was zu tun war und hatte mich nach Heartland zu Amy verschanzt. Dort war ich langsam wieder zu mir gekommen, hatte abgestreift was mir zu schaffen machte und begonnen Pferde zu trainieren - meine wirkliche Berufung gefunden. Nach und nach war meine Seele geheilt worden - vieles hatte ich auch Cayden zu verdanken. Nachdem der Friede mit mir geschlossen war, begann ich mich wieder meinen Eltern anzunähern - diese Pause hatte uns allen gut getan. Die restlichen Meter überbrückten mein Vater und ich Seite an Seite hinter uns folgten Lia und die Männer. Jeder von ihnen stellte sich in die vier Himmelsrichtungen, gerade aufgerichtet das Schwert vor sich in den Boden gestellt. Die Musik wurde lauter, der Wirbel der Trommeln immer eindringlicher - Hansi begann ins seiner Sprache melodisch mitzusingen. Als meine Hand die des kahlköpfigen Priesters berührte verstummte jedes weitere Geräusch um uns herum bis auf das prasseln des Feuers. Nun stand ich dem Priester und hinter ihm einem breit lächelndem Cayden gegenüber. Mein Mann - wie ungewohnt - trug einen traditionellen Plaid in den Farben seines Clans, an der Schulter gehalten von der Schnalle auf der "Fortiter" zu lesen war - Tapferkeit.
      "Willkommen zu dieser Stunde der Vereinigung zweier Menschen im Bund der Ehe. Wir stehen hier im Angesicht der Götter um Cayden Mc Alistair und Sarah Kyren zu ehelichen. " Mit einer Schale gefüllt mit blauer Farbe trat er auf Cayden zu zeichnete die Rune Wunjo auf seine Stirn nur um selbiges mit mir zu tun. Er begann anschließend damit den Kreis der Männer mit Wasser zu segnen, während Lia einen Kranz aus geflochtenen Blumen auf den Kopf bekam. In ihrer Hand mithilfe eines Tuches verborgen befand sich das neue Schwert von Cayden, wie es zu alten Zeiten Brauch gewesen war...er selbst trug eines an seiner Hüfte welches nun vom Priester Undr gezogen wurde. "Mit dem Bund der Ehe endet etwas altes um etwas neues beginnen zu lassen. " Damit winkte er Lia zu sich heran, schlug das Tuch beiseite - nun drehte Lia sich zu mir um. Ihre Nervosität schien gewichen, Stolz erfüllte nun ihren Blick als das Schwert zum Vorschein kam. " Mit dem Blute des alten soll das neue erwachen, möge Freya diese Verbindung segnen. Willst du Cayden McAlistair diese Frau zu der deinen nehmen, sie beschützen in Zeiten des Krieges, ihr Fels sein in Zeiten der Stürme dann sprich mit dem Segen der Götter deinen Eid!"
      Mit lauter Stimme und gälischen Worten begann er zu sprechen, nur wenige der Gäste verstanden ihn, selbst ich hatte meine Schwierigkeiten.
      "So as long as my body lives,and yours - we are one flesh. And when my body shall cease,my soul will still be yours. I swear by my hope in the gods,I shall be never parted from you." Damit drehte sich der Priester nun zu mir,mit gebrochenen gälischen Worten erwiderte ich den geleisteten Eid.
      Undr nickte wohlwollend in unsere Richtung, dann erhob er die Hand mit Caydens Kurzschwert. Als erstes ergriff er Caydens rechte Hand ritzte die Rune Wunjo nun auch in unsere Haut statt nur auf die Stirn gemalt. Mein Herz begann nun auch zu schlagen als die kalten Finger des Priesters mein Handgelenk nahm. Ich atmete tief ein als die Klinge den ersten Schnitt tat und es kostete mich meine Selbstbeherrschung ihm die Hand nicht zu entziehen. "Im Blute sind wir geboren,im Blute werdet ihr gebunden."
      Undr legte beide Hände mit der eingeritzten Rune aufeinander, unser beider Blut begann sich zu vermischen und wie aus einem Mund sprachen wir einen Schwur der schon so alt wie die Highlands selbst waren. "You are blood of my blood, and Bone of my bone. I give you my body that we two may be one. I give you my spirit, 'til our life shall be done. You are blood of my blood, and bone of my bone."
      Nun war es geschehen. ..Cayden und ich hatten auf die Ringe bei dieser Zeremonie verzichten. Was bedeutete schon ein Stück Papier und Metall für eine Verbindung? Wir würden durch den Blutschwur und die Rune in unserer Haut daran erinnert werden, denn wir waren Schmerz ein gegangen um diese Verbindung zu besiegeln. Für mich bedeutete das viel mehr und ich wusste das auch Cayden so dachte - gebunden durch Blut und Schmerz würden wir andere Krisen überstehen.
      Mit der freien Hand nahm Cayden von Lia das neue Kurzschwert entgegen,steckte es sich an den Gürtel.
      "Vor den Göttern seit ihr nun endgültig Ehemann und Eheweib, mögen sie diese Verbindung ehren und zur Kenntnis nehmen auf das sie halten mag." Während der Priester sprach legte er uns ein Band um die verschlungenen Hände, darauf erkannte ich einige Binderunen, sowie einzelne darunter wieder Wunjo welche für Harmonie und auch Partnerschaft stand.
      Jubel setzte um uns herum ein, dann traten einzelne Personen nach vorn oder in zweier Gruppen um wie zuvor der Priester ein Band um unser Handgelenk zu legen, jeweils begleitet mit einem kleinen Segensspruch. Als erstes trat Hansi nach vorn mit einem blauen Band "Glück brauche ich euch wohl nicht zu geben aber ich schenke euch mit diesem Band Verstehen...auf das ihr nicht nur einander versteht,sondern auch die Welt um euch herum." Weder Cayden noch ich sagten einen Satz dazu, senkten nur wippend den Kopf wie zu einer Verbeugung. Nach Hansi trat Aiden nach vorn „With this „ er hob das gelbe Band nach oben „ I give you courage. So you might fight for the ones in need.“ Nun waren es noch zwei Mitglieder der Schildbrüder nach Aiden war es an Ben nach vorn zu treten. „ Mit diesem Band gebe ich euch Vertrauen , damit ihr entscheiden könnt was richtig und falsch ist. Nutzt es um euch selbst durch schwierige Zeiten zu navigieren, verliert die Treue in eure Liebe nicht.“ Ty trat als letzter der vier auf uns zu, klopfte Cayden erst aufrichtig auf die Schulter, anschließend verschlang er sein graues Band mit einem geschickten Knoten „I´ll give you endurance, use it well to keep going even when you feel as though all hope and strength have left you.“ Ich war fast froh das er die Worte nicht in Englisch gesprochen hatte.

      Nun kamen langsam alle den Gang aus Fackeln hinauf um ihnen ein Band um die Hände zu schlingen und einen Segensspruch zu äußern. Nach meinen Eltern war es Caydens Vater der uns einen Teil seines Kilts gab, die Worte die er auf Gälisch zu uns sprach verstand ich zu meinem Bedauern nicht, ich würde Cayden später fragen müssen. Als erste unter meinen Freundinnen kam Amy zu uns ein dunkelrotes geflochtenes Band in den Händen „Möge eurer Weg euch stets leiten.“ Besonders freute es mich auch das ihr Großvater Jack, ihr Freund Ty und Lou gekommen waren – in ihrer Vertretung hatte Amy ebenfalls das Band geschlungen. Sie waren Teil geworden meiner ersten seelischen Heilung, deren Ende ich noch nicht erreicht zu haben glaubte. Nach Siobhan kamen auch Julie und Kathi nach einander auf uns zu. Bei so vielen Wünschen und Sprüchen konnte ich meine Tränen nun auch nicht mehr zurück halten, unaufhaltsam rannen sie in stummer Ehrfurcht meine Wangen hinab – ich hätte nie gedacht das ich einmal solche Freunde die meinen nennen könnte.

      „Mögen all Eure Träume wahr werden, mögen alle Himmel blau sein, mögen alle Freunde wahrhaft Freunde sein, mögen all eure Freuden vollkommen sein, mögen Glück und Lachen all Eure Tage erfüllen.“ sprach es Catalina aus, die zusammen mit Bella nebeneinander gekommen war. Doch auch Bella, die ich doch erst seit ein paar Monaten kannte, band eine Schleife zu den vielen anderen um unser Handgelenk und sprach „ Mögen tausend Sterne über euch wachen, wo immer ihr geht. Mögen euch tausend glückliche Stunden beschert sein, wo immer ihr steht. Möge eure Freundschaft wahrhaft und endlos sein.“

      Ich formte ein stummes Danke mit den Lippen. Nach ihnen kam Salera, die ich durch den Filmdreh und das spätere Training von Smaug ebenfalls erst seit kurzem zu meinen Freunden zählte. Joyce und ihr Helfer Ty, von der ich einst die Anzeige zugesteckt bekommen hatte die mich bewog Moon zu kaufen.

      Ich wusste am Ende nicht mehr wie viele Leute schließlich ihre Glückwünsche geäußert hatten, doch dem Bündel an Bändern zu urteilen dann doch eine ganze Menge – wir würden dies später über dem Bett aufhängen. Im Nachhinein hätte ich gern alle Sprüche mitgeschrieben oder wenigsten auf Video gehabt, so jedoch würden nur noch die Götter selbst von den Worten wissen – gewirkt in jedem einzelnen der Bänder. Nach dem Handfasting hatten wir uns die Hände gewaschen, desinfiziert und zumindest einen kleinen Verband angelegt. Danach hatten wir ein Festessen gegeben – nicht nur für uns als Vegetarier gab es einiges an Angebot. Hansi hatte doch Tatsächlich einen ganzen Ochsen besorgt, der komplett am Spieß gebraten worden war. Von dem Ding würden wir wahrscheinlich noch in drei Wochen etwas haben…

      Trotzdem hatten wir unseren Spaß bei Musik, Tanz und Undr ließ es sich natürlich nicht nehmen für einige Interessierte die Runen zu befragen. Am Abend mit einem kleinen Horn Met in der Hand saß ich in der Nähe des Feuers am Boden „Vor die Hunde bist du nun nicht gegangen, allerdings hast du eine Feier an die du dich immer erinnern kannst. Für meinen Geschmack vielleicht ein bisschen zu kitschig, aber trotzdem..nun ja nicht zu leicht nachzumachen!“ sprach Cata zu mir. Ich musste allerdings in mich hinein lächeln, sie war gerade 19 Jahre alt...damals hätte ich eine Heirat niemals in Frage gezogen doch nun mit knapp 25 Jahren war das ein anderer Gedanke.

      Gestüt Oakwood:

      Schwedisches Klima | Ofagwa

      "Nun sind es schon 2 Monate, in denen wir auf dem neuen Hof in Schweden leben, das Gestüt Oakwood gehörte schon seit Jahrzehnten meinem Opa, der in der Nähe in einem kleinen Fischerdorf lebt. Er fuhr nur ab und zu hier raus um nach dem rechten zu sehen. Seit, wie schon erwähnt, 2 Monaten erblüht der Hof in neuem Leben, ich bin her gezogen um meinen Vollblut Hobby Zucht etwas weiter auszubauen und vielleicht auch ein Geschäfft daraus zu machen. Mit auf den Hof ist auch gleich eine neue Stute für das Projekt gezogen, Denali, sie kommt dirket aus Kanada und hat sich auch schon super eingelebt. Das besondere an ihr? Sie ist ein Blue Roan und ich will tatsächlich versuchen seltenere Farben, soweit die vorhandenen Gene es erlauben, auf die Rennbahn zu schicken. Als wir hier ankamen war es recht regnerisch und kühl, doch der Schwedische Sommer gibt sich nocht nicht geschlagen, seit ein paar Tagen aber wir Sonne und schöne 20 Grad...
      Früh am Morgen klingelte mein Wecker, um genau zu sein um 7:15, die Arbeit ruft. Noch etwas benommen zwenge ich mich in Hose, Hemd und Schuhe und gehe die Treppe hinunter, am Küchentisch begrüßen mich Oma und Opa, die zu unserer Freude das leben in dem kleinen Fischerdorf aufgegeben haben, und zu uns gezogen sind. Oma drückte mir ein frisches Leib Brot in die Hand, es war noch warm, denn Omi macht das Brot natürlich selber! Schmatzender weise begebe ich mich zu den Weiden, sie sind wehsendlich schöner als die in Deutschland. Durch die Stutenkoppel verläuft ein kleiner Bach, der ab und zu auch Fische führt, und die Hengstweiden sind übersäht von kleineren Baumgruppen. Ich setzte mich auf unseren kleinen Lader und fuhr das Heu auf die Weiden. Freude strahlend kamen mir Denali und Ribo entgegen als sie das frische Heu bemerkten. Die Weiden waren noch überzogen von Nebel der sich langsam in Tau verwandelt, welcher durch die Sonne langsam began zu glitzern. Auch Bella machte sich nun auf in meine Richtung, während Baraqua sich direkt an die Heuraufe legte und gemütlich an den Halmen knabberte. Bei den Hengsten war es nicht so Idylisch. Zuckerwatte lief hektisch auf und ab eher er einen großen Haps von dem Frischen Heu ergattern konnte, nur Risadnro, der bei ihm stand, ließ sich nicht aus der ruhe bringen, schubste den kleinen Raufbold bei Seite und began zu essen. Nun musste ich erstmal zurück in den Stall und neues Heu holen, auf dem Rückweg erwartete Wisp mich schon und auch er gab ruhe als das Heu auf den Boden viel. Grand Little, welcher direkt neben an stand, schaute nur müde zu mir rüber und blieb noch etwas in der Sonne stehen. Nun ging es zu dem Offenstall, in dem meine Jährlinge standen, Romerico,Applaus und ,der Inzwischen nicht mehr ganz so kleine, Crown lagen noch im Stroh und bequemten sich nur langsam zur Raufe. Ganz anders als Fiebertraum und September, die sich am Zaun ein Kopf an Kopf rennen lieferten, ehe sie am Heu inne hielten. Ab Morgen dürfen die beiden wieder zusammen stehen, beschloss ich, denn sie hatten sich vernümpftig eingelebt. Nun fuhr ich wieder zurück zum Hof und begann die Boxen fertig zu machen, die Pferde bekammen Hexelstroh und etwas normales Stroh zum Kanbbern in die Ecke, so bereitete ich alle vor, denn langsam wurden die Nächte kälter und länger, und ich wollte zumindest die Sensiebelchen Fiebertraum und Risandro nun Nachts rein holen.
      Die Boxen hier waren Gitterboxen, nur die Gitter waren alle aus Holz, undzwar aus Ästen, die auch nicht immer ganz gerade waren, was ich irgendwie total toll fand. Sie waren sehr groß und es gab auf diesem Gestüt auch wieder 2 Ställe, die aber diesmal verbunden waren. Wir hatten hier ein Solarium, eine Führanlage, eine große Reithalle und 2 außenplätze sowie Longierplätze zur verfügung. Auch 4 Sandpadocks konnte ich in Anspruch nehmen. Vor allem aber die Führanlage erleichtert mich das Leben. Zu meinem, bzw unserem Glück, ist unser Stallbursche Tjark mit gezogen, und wir haben nun auch einen zweiten namens Samuel, Samu ist ein Schwede und hilft mir die Pferde zu bewegen, er Longiert und kann mit Rainbow fahren, was für sie super ist, denn so hat sie eine Person die ihr noch mehr Aufmerksamkeit schenkt als ich es kann. Außerdem haben unsere Nachbarn, naja der Hof der 15 km von uns entfernt ist, zwei Kinder, Malla (16) und Januka (18) die beide früher geritten sind, und nun zwei mal die Woche kommen und sich um Wisp und Zuckerwatte kümmern, Januka ist bereits für das nächste Drerssurturnier mit Zucker angemeldet!.
      Nun ging es weiter für mich, ich holte mir Ribo von der Weide und Longierte sie ordentlich, während ich die Schimmelstute Longierte, stellte Samu Bella, Wisp und Risandro in die Führanlage , dort dürfen sie nun eine Stunde gehen, denn das ist unser Programm für alle Pferde die einen "freien" Tag haben. Ehe ich vom Longierplatz runter war, ging Samu schon mit Zuckerwatte auf den Platz, Samu war wirklich eine große Hilfe für mich. Ich putze Ribo und stellte sie unter das Solarium, damit sie sich etwas entspannen konnte. Während dessen holte ich Denali und putzte sie, dann brachte ich kurz Ribo raus, und Legte Denali ein Knoti an, heute war Gehorsamkeit drann, sprich, ich ging mit Denali über den Platz, ließ sie Rückwärts gehen, ließ sie anhalten und übte mit ihr auf Tippen die Beine zu heben, heute war ich recht zurfieden, obwohl sie nahe zu kaum Konzentriert war. Dann musste ich aber auch schon los , es hieß Koppel abäppeln... "

      Gips Reminder Ranch:

      April 2016, by Canyon
      Pflege und Ausritt

      Ich hätte nie gedacht, dass die Gips Reminder Ranch so viele Pferde beherbergte, jedoch waren immer noch welche zu versorgen, nachdem ich bereits bei den Jungpferden und einigen Trainingspferden gewesen war.
      Die ganze Mannschaft versammelte sich sogleich vor den nächsten Pferden, welche auf die Weide gebracht werden sollten. Wieder gab Verena die Anweisungen, was nun genau passieren sollte. Natürlich hatten auch alle anderen bereits den täglichen Ablauf verinnerlicht, jedoch war es lieb von ihr, dass sie es für mich nochmal erklärte.
      »Wie immer kommen alle Pferde auf ihre Weiden, oder wartet, was haltet ihr von einem gemeinsamen Ausritt, nachdem die Arbeit im Stall erledigt ist?«, fragte sie in die Runde. Darauf gab es viel Genicke und zustimmendes Gemurmel, was wohl bedeuten sollte, dass alle damit einverstanden waren.
      »Gut, dann sucht euch jeder ein passendes Pferd aus und sagt mir Bescheid, welches ihr nehmen wollt, nicht, dass es ausversehen mit nach draußen gebracht wird.« fügte sich noch hinzu und wandte sich dann an mich, als alle auseinander wuselten, um ein Pferd zu wählen und mit der Arbeit zu beginnen. »Möchtest du denn mitkommen? Es würde mich sehr freuen und außerdem hättest du gleich noch ein kleines Dankeschön.« fragte Verena mich freundlich.
      Klar freute ich mich auch und wollte gerade zu einem Dankeschön ansetzen, als ein junger Mann den Stall betrat. Natürlich erkannte ich ihn sofort wieder, ich hatte ja erst vor kurzem ein Pferd von ihm gekauft und würde sogar bald zu Besuch auf seiner Ranch sein, um ein Pferd zu trainieren, aber hier hätte ich ihn jetzt nicht unbedingt erwartet.
      Svejn hielt mir freundlich seine Hand zu einer Begrüßung entgegen und drückte Verena kurz, welche ihm auch so gleich erklärte, dass ein kleiner gemeinsamer Ausritt anstand. Svejn zögerte kurz, ließ sich aber dann doch dazu überreden, sich uns anzuschließen.
      »Verena, welches Pferd würdest du mir denn zutrauen?«, fragte ich sie, nachdem die Diskussion mit Svejn beendet schien. Sie überlegte kurz und ich sah ihr deutlich an, wie sie all ihre Pferdenamen durchging, bevor sie sagte: »Amarula, die ist echt geländesicher und mit ihr auszureiten macht echt viel Spaß. Das ist die hübsche Paint Stute, gleich am Anfang des Stalls.«
      Ich bedankte mich bei ihr und folgte den anderen dann in den Stall, wo sie bereits dabei waren, die Pferde aufzuteilen.
      Zu erst waren natürlich wieder die Hengste an der Reihe. Immer diese Männer, welche einfach keine Geduld hatten! Zum Glück waren es nur acht, sodass sich vier zusammen fanden, welche sie nach draußen bringen würden.
      Darunter war auch eine weitere Aushilfe, welche Samuel hieß und hier für etwas Geld ab und zu auch mal mit anpackte, wie mir Aaron erklärte. Ich merkte ihm jedoch an, dass er Samuel nicht ganz so mochte, wie er zu gab und als ich nochmal etwas tiefer nachhackte, erzählte er mir auch seine Gründe. »Er ist einfach anstrengend und weiß ständig alles besser und dazu hat er noch Ähnlichkeiten mit Caleb-« Hier beendete er seine Erklärung und wandte sich von mir ab.
      Samuel schien sich das Sagen etwas an sich gerissen zu haben, obwohl er nicht zum Team gehörte, denn er verteilte an Octavia, Aaron und mich die Pferde. Ich war trotzdem recht zufrieden mit meinen Beiden: Stormbringer und Abraham van Helsing. Samuel teilte sich selbst Soul Sisters Brother of Time und Genuine Lil Cut, sodass für Octavia und Aarin nur noch What Lies Ahead, Willo' the Wisp und Cauldron of Renascence und Race is Hope übrig blieben. Zu viert führten wir die Hengste auf die Weiden, während die anderen im Stall bereits die Stuten fertig machten und auf die Weiden brachten.
      Als wir zurück kamen, sah ich gerade noch, wie Svejn und Verena zu zweit die fünf restlichen Stuten auf die Weide brachten und sich dabei genüsslich über etwas lustiges zu unterhalten schienen.
      Ich stupste Octavia leicht an und fragte sie dann nach den Pferdenamen, denn ich wollte so schnell wie möglich all diese ganzen Namen lernen.
      »Das große Vollblut was Verena führt heißt Drag Me To Hell und daneben ist Supernova. Beide stehen zur Zeit auch zum Verkauf. Dieser Svejn führt KS' Steel Heart, Snuff und Yoomee, für die sucht Verena wahrscheinlich auch einen neuen Besitzer. Also falls du Interesse hast - «
      Ich schüttelte schnell den Kopf, musste aber trotzdem lachen. »Ne du, ich habe genügend bei mir zu Hause stehen!«
      Octavia zuckte nur mit den Schultern und verschwand dann im Stallgebäude – Ein interessantes Mädchen.
      Da gerade alle anderen bereits dabei waren ihre Pferde für den Ausritt fertig zu machen, schloss ich mich ihnen an und machte erste Bekanntschaft mit Amarula van Helsing, einer hübschen Paint Horse Stute, welche sich darüber zu freuen schien, dass es wieder hinaus in die Natur ging.
      Wie auch alle anderen putzte ich sie ausgiebig und gründlich, jedoch mit einem Blick auf die anderen, und ließ mir dann von der jungen Amy ihr Sattelzeug zeigen.
      Interessanterweise war ich doch genauso schnell wie die ganze Mannschaft, welche sich vor dem Stall versammelte und nur noch auf Verena und Svejn wartete, welche natürlich etwas länger gebraucht hatten.
      So lange wie ich noch Zeit hatte, versuchte ich die Namen der Pferde zu lernen, welche mit auf den Ausritt kommen würden. Wenn ich einen Namen nicht wusste, benahm ich mich etwas kindisch und fragte den nächstbesten, bis ich ihm Kopf eine kleine Liste von allen hatte.
      Octavia würde den hübschen Argo reiten, Alexis die Cherokee Rose, Aaron den großen Sacramento XX, Amy Lovely Summertime, Samuel Funky Powerbabe, Aliena den hübschen Spooks Gotta Gun und Riley Wimpys Little Devil.
      Als auch Verena und Svejn mit gesattelten Pferden aus dem Stall kamen, hatte ich die Namen schnell erfragt und ärgerte mich darüber, dass ich nicht selbst erkannt hatte, dass das Pferd an Verenas Seite niemand anderes als Bella Dun Del Cielo war, eine der bekanntesten Pferde der Ranch. Den Namen des Hengstes neben Svejn hörte ich jedoch das erste Mal: Hollywood's Silver Dream. Trotzdem gefiel er mir und passte dazu noch perfekt zu Bella.
      Ich schwang meiner Amarula nun die Zügel über den Hals und suchte mir einen etwas größeren Stein, von welchem aus ich mich in den bequemen Westernsattel der Stute zog. Um ich herum taten es mir neun Leute gleich, sodass wenige Sekunden später ein kleiner Tross das Gelände verließ.
      Schon nach wenigen hundert Metern hatten sich kleine Grüppchen gebildet, je nachdem wie schnell ein Pferd ging un natürlich auch, welches Pferd und welcher Reiter sich mit wem gut verstand.
      Ich ritt zusammen mit Svejn und Verena an der Spitze, fühlte mich jedoch etwas unwohl, als die beiden über Geschichten erzählten, welche ich nicht verstehen konnte. Ich ließ mich deswegen bald etwas zurück fallen und fand mich neben Samuel und seinem Funky wieder, welche uns gekonnt ignorierten.
      Mich störte es nicht weiter, so hatte ich jedenfalls genügend Zeit mich umzusehen und mich mit meiner Amarula zu beschäftigen.
      Auch als wir gemeinsam das Tempo erhöhten, schienen Funky und Amarula nebeneinander bleiben zu wollen, was ich extrem knuffig fand.
      Wir waren nicht lange unterwegs und trotzdem hatte ich das Gefühl, jede Menge von der Landschaft gesehen zu haben und dazu war ich noch mit Amarula fast perfekt zurecht gekommen, aber das war ja auch von einer Trainerin zu erwarten!
      Insgesamt war das Tempo recht langsam gewesen, doch das war kaum aufgefallen, da vorallem viel erzählt und gelacht wurde, auch wenn einige, vorallem Samuel, sich aus den meisten Gesprächen heraus hielten.
      Zurück auf dem Gestüt ließ sich jeder aus dem Sattel gleiten und putzte sein Pferd etwas über, bevor auch diese zu den anderen auf die Weide kamen.
      Es war bereits Nachmittag und bis ich heute Abend bereits wieder nach Hause fahren würde, wartete noch einige Stallarbeit auf uns. Nicht nur Ställe mussten ausgemistet werden, sondern auch Heunetze aufgefüllen, Weiden abgeäppeln und Futter vorbereiten stand auf dem Plan, sodass jeder alle Hände voll zu tun hatte.
      Ich half vorallem im Stall, wo ich die Hinterlassenschaften der Pferde, Box für Box in die Schubkarre und dann auf den Misthaufen beförderte.
      Die Sonne ging bereits unter, als ich meinen Rucksack aus dem Haus holte und mich von allen verabschiedete, denn auch ich musste wieder nach Hause, wo genauso viel Arbeit auf mich wartete. Ich war mir sicher, dass es nicht mein letzter Besuch auf der Gips Reminder Ranch gewesen war!


      Juni 2016, by Veija
      Pflegebericht für die Hengste des Zuchtstalls
      Die Koppelnachbarn

      "Wagen wir den Versuch mal.", sagte ich zu Bellamy und schnappte mir Abraham, indem ich ihm das Halfter anzog und ihn von seinem Teil der Koppel in den von Cauldron stellte. Bellamy hielt den Deutschen Reitponyhengst fest, ehe wir sie beide gleichzeitig losmachten. Die beiden hatten nun einige Tage nebeneinander gestanden und sich über den Zaun super vertragen, so dass wir einen Versuch der Vergesellschaftung wagen wollten.
      Während Abe mit rochgerissenem Kopf und wehendem Schweif über die Koppel fegte, stand Callus einfach nur mit neugierig zuckenden Ohren auf einer Stelle und beobachtete den verrückten Vogel. "Na hopp, lernt euch kennen.", lachte ich und schob Bellamy aus dem Zaun raus, als Abe wieder zurückgaloppiert kam. Sie beschnupperten sich, quietschten ein wegig und sofort war klar, dass Abe der Leithengst war. Callus fand sich damit ab und ging weiterhin seiner Wege. "Na das ist doch super, jetzt können wir so langsam mit den anderen Pferden anfangen. Auf der Koppel hier hätte ich gerne noch Eldrian Antrax, Willo' the Wisp und Stormbringer.", erklärte ich Bellamy und er nickte. "Wäre es denn dann nicht sinnvoll, als erstes Eldrian Antrax dazu zu stellen? Der Sturkopf kann ja auch ziemlich dominant sein.", meinte Bellamy beiläufig und ich nickte. Stormbringer und Willo' stehen eh schon zusammen.", meinte ich schulterzuckend und wir gingen uns Eldrian holen. Wir waren guter Dinge, dass er die Körung bestehen würde, weshalb wir ihn schon auf die Koppel zu den Zuchthengsten stellen wollten. Angst vor Verletzungen durch die Hufeisen hatte ich nicht wirklich, da die Pferde hier weit ab von jeglichen Stuten standen und auch genug Platz hatten, um sich auf dem Weg zu gehen. Dementsprechend war die Gefahr sehr gering.
      Als wir also Eldrian am Halfter hatten, führten wir ihn zunächst an die Koppel heran. Callus interessierte das neue Pferd recht wenig, er beschnupperte ihn kurz und unterwarf sich nach einem Quietschen von Eldrian sofort. "Na das war ja einfach.", sagte ich zu Bellamy und ließ ihn Abraham weghalten, bis ich das Halfter von Eldrian abgemacht hatte. Sofort preschte der Hengst los und galoppierte mit gewölbtem Hals und wehendem Schweif herum, gefolgt von Abraham, der jedoch irgendwann die Verfolgung aufgab und graste. Diese Chance nutzte Eldrian und ging auf ihn zu. Abraham hob den Kopf und machte sich groß. Die beiden beschnupperten sich und auch hir war schnell klar, dass Abe der Chef war. Eldrian akzeptierte das vorerst und ging seiner Wege. Am nächsten Tag folgten dann noch Stormbringer und Willo' the Wisp, dann war die "Ponykoppel" komplett. Wir hatten gehofft, dass die Pferde sich so verstehen würden, weil ich keine Lust hatte, die Vollblüter mit den Ponys zusammen auf eine Koppel zu stellen. "Super!", sagte ich und nickte Bellamy zu. "Jetzt fehlen noch die großen. Wobei wir die nur auf eine andere Koppel stellen müssen, die kenne sich ja schon alle. ", meinte ich schulterzuckend und ging mit Bellamy zusammen zur Koppel, auf der die großen Zuchthengste standen.
      Wir schnappten uns zu erst Funky Powerbabe und Genuine Lil Cut, die ranghöchsten Pferde, wobei Funky vermutlich der Leithengst war. Ganz sicher waren wir uns da nie. Die beiden brachten wir also zu erst auf die neue Koppel, lösten die Halfter und ließen sie galoppieren. Danach folgten Sacramento, Spooks Gotta Gun und What Lies Ahead. Typisch Pferd mussten sie sich erst einmal beschnuppern und wieder kennenlernen, obwohl wir sie erst gerade getrennt hatten. Doch alles klappte super und der Zaun zwischen den Ponyhengsten und den Großpferden blieb heile, sie beschnupperten sich auf kurz und gingen dann wieder zu ihren Herden zurück. "Was will man mehr!", sagte ich zu Bellamy und lachte.


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      Juli 2016, by Zion
      Kastration

      Mal wieder verschlug es mich nach Kanada und mal wieder zu Verena O'Connor. Nun wir waren jetzt schon länger Freunde und natürlich konnte ihr ihr keinen Auftrag abschlagen, da ich sowieso ein großer Fan ihrer Ranch bin. Also setzte ich mich früh in den Flieger nach Calgary, wo Svejn mich abholte und zur Ranch brachte. Wir unterhielten und im Auto ein bisschen über die Pferde und dass Caleb wieder da sei.
      Als wir nun angekommen waren, begaben wir uns gleich in den Stall zu Vena, die bereits Willo' the Wisp am Strick führte. Nach einer kurzen Begrüßung machte ich mich an die Arbeit. Um nun alles für die Kastration vorzubereiten, tastete ich Wisp ab und checkte die Vitalwerte, die alle im Normalbereich lagen. Auch das Blutbild gab ein OK für die Kastration. Also sedierte ich den Hübschen, aber noch aufgeregten Hengst und wir ließen ihn sich hinlegen. Vena streichelte seinen Hals und hielt dann nur noch seinen Kopf. Nun begann die ganze Arbeit: ich desinfizierte den ganzen Hoden und fing nun an vorsichtig zu schneiden und holte den Hoden herraus.
      Die Operation verlief völlig problemlos. Zu guter Letzt nähte ich noch die Wunde zu und desinfizierte erneut, doch diesmal mit einer Jodlösung. Bevor Wisp zu sich kam versuchte ich noch die Wunde halbwegs zu verbinden. Vena hatte seinen Schweif mit etwas Band umbunden, damit der Schweif nicht in die Wunde fliegen kann. „So Vena also Wisp ist nun ein Wallach!“, sagte ich schmunzelnd zu ihr. Sie grinste.
      Kurz darauf kam Wisp langsam zu sich und musste nun wieder Gleichgewicht finden. Ich erklärte Svejn und Vena noch, dass er anfangs etwas seltsam laufen würde und etwas abnehmen würde. „Ihr müsst ihn erstmal gut schonen und dann langsam wieder mit dem Training anfangen.“, erklärte ich ihnen. Bevor ich mich wieder auf den Heimflug machte, tranken wir zusammen einen Kaffee.
    • Gwen
      05.08.2017

      Seit einigen Tagen war ich auf Mansfield Park zu Besuch. Nachdem ich meinen gesamten Prüfungs- und Unistress hinter mir hatte, hatte ich mir einfach ein paar Tage frei nehmen wollen – fernab aller Pflichten. Deshalb hatte ich entschieden, eines meiner ehemaligen Pferde zu besuchen.
      Es war schon lange her, dass Appollino in Kanada zu Hause gewesen war, bevor er nach Schottland zu Julie gezogen war. Dort lebte er immer noch und da ich von Natur aus neugierig war, wollte ich gerne sehen, was aus ihm geworden war.
      Mansfield Park war ein kleiner, schöner Hof, der inmitten im grünen lag und wenn man oben auf Hügel stand, konnte man über den gesamten Hof und die Weide schauen und es sah einfach nur unglaublich schön aus.
      Genau auf diesem Hügel befand ich mich auch heute Morgen wieder, mit einem Buch im Gepäck, wollte ich mich unter einem der großen Bäume niederlassen und den schönen Sommertag genießen. Zusammen mit Julie hatte ich heute Morgen die Pferde versorgt (ein bisschen was musste man für seinen Urlaub immerhin auch tun) und nun gönnten wir uns beide eine Pause.
      Ich hatte schon ein Weilchen gelesen, als ich das Buch zur Seite legte und den Blick über die Weiden schweifen ließ. Julie gehörten insgesamt sechs Pferde und die Einteilung der Weiden galt beinahe Perfektion. Sie hielt ihre Pferde momentan in Zweier-Gruppen und jeder gehörte eine riesige, grüne Wiese.
      Ganz links und etwas fernab standen Van Deyk und Appollino. Beide Hengste und deshalb ein wenig abgeschottet vom Rest, so dass sie in aller Ruhe ihr Hengstdasein genießen konnten. Sie verstanden sich auch erstaunlich gut, wobei Appollino auch nicht mehr der Junghengst von damals war. Mit seinen sechs Jahren war zumindest ganz langsam ein Ende seiner Flegelphase in Sicht.
      Etwas weiter rechts standen Willo’the Wisp und Guinness. Dass waren die beiden Wallache des Hofes, die eher zu den ruhigeren Genossen gehörten und dementsprechend auch lieber für sich waren. Und direkt daneben war die Weide von Key und Ayumi. Zwei wirklich liebe und tolle Stuten, mit welchen ich vorgestern schon die Gegend hatte erkunden dürfen, als Julie mich auf einen Ausritt eingeladen hatte.
      Gerade erklimmte sie den Hügel zu mir hinauf. „Gwen? Lust auf einen Ausritt? Ich glaube Willo und Guinness könnten sich mal die Beine vertreten“, meinte sie grinsend und ich grinste begeistert zurück. Das klang nach einer tollen Idee und bei dem Gelände hätte ich täglich drei Stunden draußen mit den Pferden verbringen können, denn man entdeckte immer wieder etwas Neues!
      Ich durfte heute Willo reiten, was mich besonders freute, denn er war ein Halbbruder zu meinem ehemaligen Hengst Wishing Well. Aber mehr als die Rasse und die Fellfarbe hatten die beiden nicht gemein. Obwohl Willo ein Wallach war, hatte er dennoch mehr Feuer als Wish und war auch wesentlich leichter und sportlicher gebaut.
      Das verdankte er seiner Mutter Shády, bei welcher es sich um einen Araber gehandelt hatte. Als Sportpony war Willo aber ideal und trotz seinem hohen Blutanteils, war er in Anwesenheit von Guinness ein wirklich vorbildliches Pferd, so dass der Ausritt riesigen Spaß machte.
    • Julie
      Da ich am nächsten Morgen anderweitig sehr viel zu tun hatte, um die leidige To Do Liste zu verkürzen, kümmerte ich am auf dem Hof nur um das Nötigste, nämlich die Pferde.
      Außerdem wollte ich kontrollieren ob der Verwalter irgendeinen Finger rührte. Als ich morgens ankam, war, wie ich unbewusst erwartet hatte, nichts gemacht. Also machte ich mich daran die Pferde zu füttern. Zuerst kamen bekamen Guinness, Willo, Van Deyk und Appollino ihren Hafer. Anschließend noch die beiden Stuten Key und Ayumi.
      Während die Pferde fraßen, kümmerte ich mich notdürftig um die Koppeln. Ich erneuerte das Wasser - die Tränker waren kaputt wie ich schnell herausfand, äppelte alles ab und schmiss Heu in die Raufen. "Die Koppeln musste dringend grundsaniert werden.", notierte ich gedanklich erneut in meinem Kopf.

      Nachdem die Pferde gefressen hatten, schnappte ich mir ein Pferd nach dem anderen, kontrollierte die Hufe und kratzte sie aus um sie danach auf die Koppel zu bringen. Dann mistete ich noch die Boxen aus und fuhr nach einem letzten Blick auf die Tiere vom Hof.
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Julie
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    8 Sep. 2016
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    Height:
    640px
     

    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • Willo' the Wisp
    Rufname: Willo

    Abstammung:

    Von: Moonlight Shadow
    .
    Von: unbk.
    Aus der: unbk.


    Aus der: Shády
    Von: Anubis
    Aus der: Salina ox



    Alter: [2007] 8 Jahre
    Geschlecht: Wallach
    Rasse: Connemara (veredelt)
    Fellfarbe: Falbe
    Abzeichen: Schnippe, Stern
    Besonderheiten: //
    Seltenheitsgrad: selten
    Stockmaß: 157 cm


    Charakter | Beschreibung:
    aufgeweckt | dominant | freundlich
    Wisp ist ein sehr aufgeweckter Hengst. Seine Manieren kommen ganz klar von seinem Vater und auch sein Temprament hat er seiner Arabischen Mutter zuverdanken. Wisp ist ein dominanter Hengst, er versucht ständig die Personen die mit ihm Arbeiten hinters Licht zu führen (wovon er auch seinen Namen trägt der übersetzt Irrlicht bedeutet), oder er geht ganz klar auf sie zu. Unterwürfigkeit: Fehlanzeige.

    Auch beim reiten schummelt Wisp gern man mit der Biegung und auch die Schulter nutzt er nur wenn man mit allen Hilfen dran ist. Ansonsten ist er ein absoluter Selbstläufer der seinem Reiter viel Ruhm einbringen kann.

    In der Box ist er händelbar, mit den meisten anderen Pferden versteht er sich und auf der Weide ist er ruhig und freundlich.

    Kein Anfängerpferd




    Zuchtpapiere: Ja
    Zuchteinstellung: -
    Vererbung:
    Farbe: unbk.
    Charakter: unbk.
    Potential: unbk.



    Qualifikationen:

    Primäre Eignung: Distanz
    sekundäre Eignung: Fahren, Dressur

    Dressur: A
    Galopprennen: E
    Springen: E
    Military: E
    Fahren: E
    Distanz: S
    Western: LK 5

    Erfolge:

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    1. Platz 188. Distanzturnier
    1. Platz Fahrturnier auf dem Harp Stud
    3. Platz Dressurturnier ohne Sattel auf dem Harp Stud
    2. Platz 202. Distanzturnier
    3. Platz 203. Distanzturnier
    1. Platz 205. Distanzturnier

    Besondere Erfolge:


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    2 Platz beim World Cup 2015 ( Distanz)


    Ausbildungsstand: eingeritten und eingefahren
    Reitstil: klassischer Reitstil
    Ausbilder: -
    Trainer: -


    Reitbeteiligung: -
    Besitzer: Julie
    Vorbesitzer: Veija
    Ersteller/VKR: Ofagwa
    Pferdewert: 900 Joellen


    Tierarzt: Eddi
    Hufschmied:-

    Gesundheitszustand: gut
    Letzte Impfung: -
    Letzte Wurmkur: -
    Krankheiten/Beschwerden: keine


    Hufzustand: gut
    Letztes mal ausgeschnitten: -
    Beschlagen: nein
    Probleme/Besonderheiten: keine


    Offizieller Hintergrund

    PNG ganz
    PNG zerstückelt