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Wolfszeit

WHC' Venice

a.d. Vakany v. Cover the Sun || Trakehner

WHC' Venice
Wolfszeit, 3 Nov. 2022
Gwen und Bracelet gefällt das.
    • Wolfszeit
      Babyglück und Unterstüzung im Ponyteam | 09. April 2020
      Ich wollt heute als erstes nach den Fohlen sehen. Das älteste der diesjährigen Fohlen war WHC’Venice, Die kleine braune Stute mit den weißen Punkten war schon anfang Februar geboren worden. Vakany döste ein wenig, während sich Veni ein Frühstück gönnte. WHC’Mimithe war mal wieder dabei ihre Schwester zu ärgern und versuchte Minya in die Ohren zu beißen. WHC’ Minya wurde das ganze irgendwann zu doof und sie flitzte ein Stück über die Wiese. Mimi natürlich hinterher. Minya versteckte sich letztendlich hinter ihrer Mama, die ihr zweites Fohlen ein wenig zurecht wies. Das jüngste Fohlen WHC’ Oshawa hielt sich noch sehr nah an seiner Mutter. Obwohl oder gerade weil Sunny Empire ihr Baby nicht sehen konnte war sie sehr gelassen. Einerseits stand Mas’uda, Empires “Schatten” mit auf der Koppel und wachte über den kleinen, andererseits hatten wir ihm ein Glöckchen umgebunden, damit er für Empire immer hörbar war. Nachdem ich den Fohlen noch eine Weile beim rumtollen zugesehen hatte, begab ich mich in den Unterhausauslauf und bereite die Eingewöhnungsbox vor. Dort sollte heute eine Agedienbergerstute einziehen. Totbringer ist eine ehemalige Zuchtstute. Elsaria wollte sie mir zu Verfügung stellen. Tori sollte mein Mounted Games Team verstärken. Mit der Stute zusammen würden auch noch zwei Ponyhengste einziehen. Cielo ein Arravanihengst, sollte ebenfalls mein Mounted Games Team unterstützen und Pudgy, sollte beim Reitunterricht für die ganz kleinen helfen. Ich war gerade mit der letzten Eingewöhnungsbox fertig, als der LKW vorfuhr. “Lina, Quinn kommt mir mal helfen die neuen Pferde entgegennehmen”, rief ich über den Hof. Die beiden Mädels kamen und zusammen gingen wir zum Vorhof. Wir luden die drei Ponys ab und sie durften erst einmal aufs Paddock um sich die Beine zu vertreten. Alle drei Pony erkundeten neugierig ihr neues Zuhause.
      © Wolfszeit | Luchy Blackburn | 1.852 Zeichen
    • Wolfszeit
      Besuch von Dr. Becks und wie das Schicksalspielt | 09. & 12. Mai 2020
      09.05
      Lina| Inzwischen waren wir seit fast ½ Wochen Zuhause. Divine machte sich sehr gut. Er hatte schon gut zugelegt und auch die Musklen kamen so langsam. Wenn er weiter so gut Aufbaut wollte ich in 1 Wochen man schauen was er vom Sattel hielt. An vernünftiges Reiten war natürlich lange noch nicht zu denken, aber ich war neugierig was mein Hengst denn noch so alles konnte. Laute dem was ich gefunden hatte war er wohl auch eingefahren, aber ich wollte mich damit erst befassen, wenn Divine ein wenig mehr Muskeln hatte. Heute stand ein Kontrollbesuch von Bennie Becks an.Dr. Becks war der Tierarzt des Tierschutzvereins. Doch das würde noch ein wenig dauern: Als erstes hieß es Frühstück für den weißen Hengst. Also ging es in die Futterkammer Mash machen. Carry on My Wayward Son, der direkt gegenüber von HMJ Divine wohnte, versucht sein Schnauze in die Schüssel zu stecken, als ich an ihm vorbei wollte. “Nein, das ist nicht für dich, großer du bist schon rund genug, sagte ich zu dem Painthengst,der aktuell noch ordentlich Winterspeck hatte. Das Mash landete in Divines trog und zufrieden fing er an, sein Frühstück zu schlüpfen. Da ich heute für die Fohlenrunde verantwortlich war, wollte ich die Zeit nutzen und die Fohlen kontrollieren. Ich stecke noch ein Paar Möhren ein und machte mich auf den Weg zur Fohlenkoppel.

      Als erstes kam mir die kleine WHC’ Candela zusammen mit WHC’ Mitena entgegen. Candy und Mitena waren schon recht groß geworden. So langsam ließ sich bei den beiden Erkennen wie hübsch die beiden werden. Candela würde bald ausziehen. Und zwar nach Schweden auf das Lindö Dalen Stuteri. Mitena würde bei uns bleiben. Die beiden Fohlen aus dem letzten Jahr schnupperten interessier an den Möhren bevor sie eine nahmen. ich strich Mitena über das hübsche Fell, was in der Morgensonne golden glänzte. Von den beiden jungen Stuten verfolgt ging ich zum Waldrand, wo der Bach entlang floss. Dort standen die beiden Fellponystuten Antigone und Baroness Of The Guard und tranken Seite an Seite. “Na ihr zwei süßen”, sprach ich sie an bevor ich näher ging. Die Stuten hoben den Kopf und blickten mich aus ihren großen dunklen Augen an. Antigone war inzwischen doppelt so breit wie vorher und besonders lange konnte es nicht mehr dauern bis ihr Fohlen kommt. ich kontrollierte ihr Euter, doch das war noch normal groß. Baroness war frühesten nächsten Monat dran, sicherheitshalber kontrollierte ich auch sie, aber es war alles wie es sein sollte. schon aus der Entfernung sah ich wie sich WHC’ Mimithe an WHC’ Oshawa ran schlich, um kurz darauf in ihn reinbeißen. Der deutlich größere Hengst zuckte zusammen und wand sich zu der kleinen Tiegerscheckstute um. Mimi ergriff kurzerhand die Flucht und der schwarz-weiße Hengst flitze hinter ihr her. Die Mutterstuten Minnie Maus und Sunny Empire standen etwas auseinander und grasten friedlich. Neben Empire, wie immer die Arabische Stute Mas’uda. Masu erwartete zwar kein Fohlen, stand aber auf der Koppel, weil sie Empires ‘’Blindenführpferd’ ist. Während Mimi und Oshawa fangen spielten, probierte Mimis Schwester mal ob das Gras schmeckte. WHC’ Minya sah allerdings nicht wirklich überzeugt aus. Promise Of Sundance und Chesqueen grasten friedlich während die beiden Fohlen inzwischen um sie hermutollten. Mimi schlüpfte sogar einmal unter Chess durch, was die erfahrene Stute nicht wirklich störte. LMR Fashion Girl und Vakany standen etwas abseits. Girl döste ein wenig, während Vaknany ihr Fohlen säugte. WHC’ Venice war meiner Meinung nach, das hübscheste Fohlen was wir dieses Jahr bekommen hatten. Ihr Fell hat einen schönen Rotbraun Ton und ist übersät mit weißen Punkten, die sie von ihrem Papa geerbt hat. Ihre Stirn wurde von einer hübschen Blesse geziert. Äußerlich hatte sie nicht sonderlich viel von Ihrer Mutter geerbt, dafür aber umso mehr vom Charakter. Ich sah auf meine Uhr, es war bereits halb Neun. In 20 Minuten sollte Bennie Becks kommen. Also machte ich mich auf den Weg zurück zum Stall. Divine war inzwischen Fertig mit fressen, sodass ich ihn aus der Box holte und ihn draußen auf den Putzplatz stellte. Ich wollte ihn noch ein wenig Putzen bis Dr. Becks da war. Als erstes machte ich sein Maul sauber was noch ganz braun vom Mash war. Danach versorge ich ihn mit Sonnencreme und setzte ihn seine Sonnenschutzfliegenmaske auf. Da sein Rücken immer noch sehr verspannt war, begann ich ihn als erstes ein wenig zu Massieren um seine Muskeln zu lösen. Er war an sich zwar auch so brav, aber nach einer Massage fühlte er sich sichtlich wohler und genoss das putzen dann besonders. Als ich gerade mit der Massage fertig war, fuhr auch schon Dr. Becks vor. Der Mann stieg aus. Ich ging auf ihn zu und begrüßte ihn: “Hallo, sie müssen Dr. Becks sein. Ich bin Lina, die Trainerin von Divine”. “Ja genau der bin ich”, erwiderte der Mann beim Händedruck.
      “Da vorne steht unser Patient”, sagte ich und deutete auf den weißen Hengst, der entspannt in der Sonne döste. “Also die Diagnose von unseren Tierarzt war mittelmäßige Unterernährung mit Selen- und Zinkmangel. Dagegen bekommt er zum Heu einmal täglich Mash mit Rübenschnitzel, dazu noch Ein Zink- und Selenpräparat, wie auch noch etwas für die Leber. Für seine trocken Haut haben wir eine Lotion bekommen. Ansonsten ist er geimpft und entwurmt. Die Verspannungen werden mit Massage und Training behandelt. Wegen der Tragrandspalten haben wir seit ca. 1 Woche Eisen drauf”, erklärte ich während wir zu Divine rüber gingen.

      Benni Becks begutachtete Divine schon von Weiten aufmerksam. „Ich sehe jetzt schon eine deutliche Verbesserung, im Vergleich zu dem Tag, als ich ihn das erste Mal untersucht habe“, sagte er und ich seufzte erleichtert auf. Die Einschätzung des Tierarztes war ein wichtiger Punkt in diesem HMJ. „Ich war dabei, als wir Divine abgeholt haben und obwohl er noch immer zu mager ist, sehe ich jetzt schon einen neuen Glanz in seinen Augen.“
      Wir waren mittlerweile bei Divine angekommen. Er stand brav angebunden am Putzplatz, begutachtete uns jedoch aus neugierigen Augen. Vielleicht bildete ich es mir ein, aber bei Dr. Becks Anblick schien der Hengst aufmerksamer zu werden.
      „Vielleicht erkennt er mich noch“, sagte Benni und streichelte über den Kopf. Er lachte kurz auf. „Aber das wünsche ich mir als Tierarzt natürlich von jedem Kunden und nur in den wenigsten Fällen tritt es wirklich auf.“ Benni hatte zwar seine Tasche dabei, untersuchte den Hengst aber vorerst nur mit seinen Händen. Es schien, als würde er nur durch das Berühren der Pferde nach Auffälligkeiten und Unstimmigkeiten suchen. Er untersuchte vorsichtig den Kopf samt Auge, Ohr und den Nüstern, warf einen kurzen Blick ins Maul, bis Divine den Kopf ruckartig zur Seite zog.
      „Wann war der Tierarzt das erste Mal da?“, fragte er, während er aus seiner Tasche ein Stethoskop zog.
      „Vor zwei Wochen“, sagte ich. „Eine sehr ausführlich arbeitende Tierärztin, vielleicht kennst du sie ja. Stelli heißt sie.“
      „Mhm“, murrte Benni, während er Divine abhorchte. „Die sagt mir was. Bis jetzt kann ich ihrer Diagnose auch in allen Punkten zustimmen. Ich würde das mit der trockenen Haut auch nicht auf die leichte Schultern nehmen. Daraus können sich im schlimmsten Fall noch weitere Symptome entwickeln.“ Benni beendete das Abhorchen und wendete sich wieder mir zu, das Stethoskop locker in der Hand. „Aber bei Dominant Weißen Pferden kann es schnell zu Hautentzündungen kommen, ich wünsche euch da Glück, dass das in Zukunft keine weiteren Probleme geben wird. Divine war damals-“, wollte anfangen zu erzählen, als der Hengst seinen Kopf etwas zur Seite streckte und nach dem Stethoskop schnappte. Benni war zu langsam. Das Maul schloss sich und Divine riss dem erstaunten Tierarzt das Gerät aus der Hand, um es dann mit viel Schwung hin und her zu schleudern.
      „Divine!“, quietschte ich erschrocken auf und wollte dem Pferd das Stethoskop aus dem Maul ziehen. Benni war jedoch schneller, hatte sein Stethoskop gepackt und Divine im Gegenzug ein Stück Möhre aus seiner Jackentasche angeboten.
      „Du hast Recht“, sagte der Doktor zu dem Pferd. „Die Möhre hätte ich dir schon längst geben sollen.“
      „Das tut mir so Leid!“, sagte ich und nuschelte noch ein paar Entschuldigungen. „Ich hoffe, es ist nicht weiter kaputt gegangen.“
      „Ach Quatsch“, Benni lachte erfreut auf. „Es ist schön zu sehen, dass es ihm gut geht.“ Divine schnaubte zustimmend.
      „Sie waren gerade dabei etwas von Divines Vergangenheit zu erzählen. Ich wäre sehr interessiert mehr darüber zu erfahren.“
      „Wir können uns gerne duzen, ich bin Benni.“ Er reichte mir abermals die Hand und wir lächelten uns freundlich an. „Aber ja, ich kann deinen Wunsch nachvollziehen. Viele Teilnehmer des HMJs haben mich schon nach mehr Informationen gefragt. Leider fallen die meisten Infos unter den Datenschutz, alles über den Vorbesitzer und so weiter. Aber vielleicht fallen mir noch ein paar Dinge ein.“ Er packte sein Stethoskop wieder zurück in seine Tasche. „Aber zuerst würde ich dich nochmal bitten, dass du Divine einmal im Schritt und einmal im Trab auf und ab führst. Dann habe ich bei meinem nächsten Besuch einen guten Vergleich, ob sich seine Verspannungen gebessert haben.“
      Ich band Divine los und zeigte erst seinen Schritt, dann den Trab. Benni stand mit zusammengekniffenen Augen daneben und begutachtete den Hengst. „Sehr gut“, sagte er, als ich wieder neben ihm stand. „Also natürlich nicht sehr gut, aber im Vergleich schon besser und ich denke, ihr werdet das schon schaffen. Habt ihr schonmal darüber nachgedacht, einen Physio- oder Chiropraktiker hinzuzuziehen? Natürlich nur, wenn ihr euch das geldlich leisten könnt. Ansonsten sind seine Beschwerden auch mit gutem Training und guter Pflege in naher Zukunft zu verbessern. Gute Arbeit Lina, wirklich gute Arbeit bis jetzt.“
      Ich lächelte zufrieden. Es war gut zu hören, dass Benni voll und ganz hinter meiner Arbeit mit Divine stand.
      „Ich glaube“, sagte Benni, „du kannst den Guten jetzt erstmal befreien. Ich habe nichts weiter an ihm zu untersuchen. Dass die Hufe viel besser aussehen, dass sehe ich von weiten. Da kommt natürlich auch noch Arbeit auf euch zu, aber trotzdem hat der Hufschmied da schon viel geleistet.“
      „Darf ich dich dann noch auf einen Kaffee oder einen Tee einladen?“, fragte ich.
      „Zu einem Tee sage ich nicht nein“, sagte Benni. „Ich würde meine Tasche vorher zurück zum Wagen bringen. Was hältst du davon, wenn wir uns in ein paar Minuten vor dem Stall treffen?“
      Ich nickte begeistert und brachte dann Divine auf den Paddock, wo El Pancho schon auf seine Gesellschaft wartete. Da die beiden Hengste friedlich waren, durften sie zusammen stehen. Danach ging ich noch schnell in Haus den Tee für Benni aufkochen.
      Einige Minuten später kam ich zurück zum Stall. Benni saß bereits auf der Bank vor dem Stall und schaute auf sein Handy. „Termine koordinieren“, sagte er. „Bei dem ganzen Trubel ist das gar nicht so einfach.“
      Ich hielt Benni die noch dampfende Tasse Kräutertee hin, die er dankend annahm, nachdem er sein Handy in die Jackentasche gesteckt hatte.
      „Du warst also wirklich dabei, als ihr Divine beschlagnahmt habt?“, hakte ich nach.
      „Ja, Divine und noch ein paar andere. Insgesamt fünf, denke ich. Eine trächtige Stute konnten wir zum Glück schnell unterbringen. Meinen Informationen nach hat sie vor kurzem ein gesundes Fohlen zur Welt gebracht. Die anderen drei sind gerade noch auf Pflegehöfen. Aber Divine war wirklich der Außergewöhnlichste der Pferde.“
      „Fünf Pferde auf einmal. Ich hoffe, die anderen finden auch schnell ein gutes Zuhause.“
      „Da mach dir mal keine Sorgen, Lina“, sagte Benni und nahm einen Schluck von dem Tee. „Das ist unser Job. Es müsste nur mehr Menschen wie dich geben, dann wäre das deutlich einfacher.“ Er lachte kurz auf. „Auch wenn Divines Vorbesitzer die Pferde erst nicht rausrücken wollte, schien er dann doch ziemlich erleichtert. Alle fünf Pferde hatten gesundheitliche Probleme, auf dessen Kosten er nun nicht mehr sitzt. Aber was soll man machen, so konnten wir sichergehen, dass jedes der Tiere die Behandlung bekommt, die es benötigt.“
      „Habt ihr denn etwas erfahren können, woher Divine ursprünglich stammt?“, fragte ich. „Ich habe ein Bild gefunden von seinem Feldtest als dreijähriger, aber danach verliert sich seine Spur.“
      „Tiefergehend haben auch wir leider nicht recherchiert. Der Züchter, eine Schande, dass man ihn so nennen kann, hat gerne billige und oft illegale Pferdegeschäfte im Ausland betrieben. So etwas wie Kaufverträge oder Impfpässe waren da Fehlanzeige. Aber wenn du möchtest, kann ich vielleicht einen Kontakt mit der Nachbarin des Züchters herstellen. Sie hat uns damals kontaktiert und hält uns seitdem über die Verhältnisse dort auf dem neuesten Stand. Vielleicht weiß sie noch mehr über Divine, immerhin ist er wohl mit einer der auffälligsten.“
      „Sehr gerne“, sagte ich. „Ich möchte wirklich so viel wie möglich erfahren, um Divine und seine Eigenarten besser verstehen zu können.“
      „Natürlich“, sagte Benni. „Alles verständlich.“ Er stand auf und reichte mir die Tasse. „Es hat mich gefreut und ich hoffe, dass ich beim nächsten Besuch wieder so guten Mutes ankommen und abreisen darf. Deine Nummer habe ich ja, ich melde mich in den nächsten Tagen bei dir, wenn ich vielleicht Neuigkeiten über Divine habe.“
      „Danke“, sagte ich. Dann verabschiedeten wir uns voneinander und Benni machte sich auf den Weg zum nächsten Pferd. Ich hingegen holte die kleine Aleen bei Colin ab und machte mich mit ihr zusammen auf den Weg zum Hallenauslauf. Dort holten wir Farena vom Auslauf und putzen sie. Das Shetlandpony hatte immer noch ganz schön viel Fell, so half ich Aleen, das Pony halbwegs Haarfrei zu bekommen. Als das Pony in sein Fliederfarbenes Outfit verpackt war, ging es zum Reitplatz. Dort hieß es dann Nachgurten und Aufsteigen. Ich ließ Aleen schon im Schritt die ersten Aufgaben Reiten. Ein paar Zirkel, einen Salom und ein Paar Schlagenlinien. Aleen hatte mit ihren 5 Jahren das Pony schon sehr gut unter Kontrolle.Im Trab ließ ich sie nochmal die selben Figuren reiten. Das Einzige was noch nicht so gut klappte war der Galopp, da das flotte Pony dazu neigte ein wenig zu viel Gas zu geben. Deshalb nahm ich das kleine Mädchen dafür an die Longe. Nach einer ¾ Stunde, waren wir fertig. Zum Abreiten, ritten wir noch eine Runde um den Hof bevor Farena zu den anderen Ponys auf die Weide durfte. Ich versprach Aleen noch, dass wir später noch einmal spazieren gehen würden, da sie das Pony am liebsten nicht mehr loslassen wollte. Freudestrahlen rannte die kleine zu ihren Eltern, während ich mich um meine anderen Pferde kümmerte.

      Luchy| Ich saß gerade mit meinem Mann auf der Veranda um eine kurze Pause zu machen, als mein Handy mit einem klingeln dazwischen an. Der Anrufer war Caleb O’Dell, der Besitzer der Bow River Ranch. “Hallo Caleb”, meldete ich mich am Telefon. “Hallo, Luchy. Ich rufe an wegen den Pferden von Juna die du in Pflege hast. Es gab da einen Schicksalschlag weswegen jetzt alle Pferde verkauft werden sollen. Juna mir aufgetragen die Pferd zu vermitteln”. “Ok”, sagte ich ein wenig schockiert über diese Nachricht. Ich rufe deshalb an , weil ich dir Mitteilen wollte, dass Pudgy, Totbringer und Cielo bereits verkauft sind. Pudgy geht zurück zu Cooper Chattahoochee, sie wollte sich noch mit dir in Verbindung setzen wann sie ihn abholt. Cielo und Totbringer gehen nach Schweden. Tori soll dort wohl ihr Gnadenbrot bekommen und Cielo weiter Ausbildung. Ich Informiere dich nochmal wann die beiden abgeholt werden. Ich schicke dir auch gleich noch eine Mail mit den weiteren Pferden die noch ein Zuhause suchen. Vielleicht interessiert dich ja eins von ihnen”. “Alles klar. Ich werde mir die Pferde mal ansehen. Danke für die Information. Wie läuft es bei euch den mit eurem HMJ Pferd?”, fragte ich den Ranchleiter. “Der arme Kerl sah ja ganz schön Schlimm aus”.”Ja, das sah er: So langsam sieht er tatsächlich aus wie ein Pferd. Vorallem wird er immer aufgeweckter. Gestern ist er allein über den Hof spazieren gegangen”, erzählte Caleb mit ein wenig belustigung in der Stimme. “Wie läuft es bei euch?”, erkundigte er sich. “Divine macht sich sehr gut. Lina trainiert schon fleißig mit ihm. Ab nächster Woche möchte sie testen ob er schon einmal geritten wurde”,erzählte ich. “Das klingt ja gut. Ich muss jetzt weiterarbeiten”, saget der Mann am anderen Ende und wir verabschiedeten uns. “Das war Caleb, er hat wegen Junas Pferden angerufen”, sagte ich zu Colin. “Und was ist mit denen?”, fragte mein Mann. “Sie sollen verkauft werden. Juna kann sie wohl nicht mehr halten. Mehr hat Caleb nicht gesagt”. Aleen kam um die Ecke. Die kleine kam gerade von ihrer Reitstunde mit Lina. “Na wie war deine Reistunde, meine kleine?”, fragte Colin die kleine und nahm sie auf den Schoß. “Super”, das kleine Mädchen strahlte wie ein Honigkuchenpferd. “Und Lina, hat gesagt wir gehen später nochmal mit Farena spazieren”, erzählte unsere Tochter. Farena von Hulshóf war ihr Pony. Farena war ein typisches Shetty, flauschig, freundlich, aber dennoch eigenwillig. Trotz mancher Schwierigkeiten waren die beiden unzertrennlich.

      Lina| Inzwischen war es Nachmittag und alle Pferde waren auf der Koppel. Divine und El Pancho standen noch allein auf der Hauskoppel. Heute wollte ich Divine in die Herde integrieren. Rumkugel, verstand sich leider nicht mit dem Weißen Hengst. Da die Kugels sich allerding mit Injaki und seiner Herde verstand, würden wir Rumkugel mit Divine tauschen. Rumkugel kam dann in die Box in der jetzt Divine stand und Divine in den Auslauf. Als erstes holte ich El Pancho, der die Herde schon kannte. Zwar hatten wir Divine schon immer einzeln zu den anderen Gelassen, aber in der Herde war das schließlich etwas anderes. Eigentlich machte ich mir nicht allzu viele Gedanken. Cleavant ‘Mad Eye’ war zwar neugierig, aber unkompliziert, Abe’s Aelfric würde sich vermutlich kaum für den Neuankömmling interessieren und die anderen Ponys waren meisten damit beschäftigt, sich gegenseitig zu ärgern. Also holte ich den weißen Hengst und stellte mich mit ihm an den Koppelzaun. Wie erwartet stand die gesamte Bande, bis auf Aelfric auf der andern Seite und begutachtete den neuen. Aelfric fand sein Gras spannender. Auch El Pancho, der schon den ganzen Tag mit Divine zusammen gestanden hatte, verlor schnell das interesse und begann wieder zu grasen. Mad Eye schnupperte freundlich an Divine, der das freundlich erwiderte. Mad Eye hatte wohl beschlossen, dass keine Gefahr von dem weißen Hengst ausging, denn er trottete nun in gemütlich Tempo zurück zu Aelfric. Nabuko folgte Mad Eye lieber anstatt sich mit dem Neuen anzugeben. So standen nun nur noch 3 Ponys am Zaun. PFS’ Caruso, PFS’ Artic Tiger und Amigo. Divine nahm seinen Kopf runter um Amigo und Tiger zu beschnuppern. Tiger oder auch von allen wegen seines Felles Silver genannt, war ausnahmsweise mal friedlich und schnupperte nur an Divine. Amigo hingegen nahm den neuen zum Anlass sich aufzuspielen. Er quietschte laut und begann sein Imponiergehaben. Der Porzellanschecke und das Minipony nahmen dies zum Anlass ein Wettrennen zu starten.Amigo vergaß den weißen Hengst und flitze den anderen beiden so schnell wie es sein Kugelbauch zu ließ hinterher. Ich ließ Divine nun auf die Koppel, wo er als erstes das Gras inspizierte. Er zeigte keinerlei Interesse an den rennenden Ponys. Nach einer Weile ließ er vom Gras ab und trotte zu Mad Eye, Nabuko und Aelfric rüber. Divine blieb etwa eine Nasenlänge von Aelfric entfernt stehen und strecke die Nase nach ihm aus. Aelfric nahm nur angewidert den Kopf weg und ging weg. Soweit scheint die Vergesellschaftung friedlich zu sein. Ich blieb noch eine halbe Stunde am Zaun und als ich sah , das alles friedlich war ging ich meinen anderen Tätigkeiten nach.

      Luchy| Ich hatte gerade Aleen ins Bett gebracht und setzte mich neben Colin aufs Sofa. Ich lehnte mich an ihn und er schloss die arme um mich. Endlich hatte ich Zeit die Mail von Caleb zu lesen. Colin legte sein Kinn auf meine Schulter und las mit.

      Von: BowRiveRanch@joellemail An:WhitehorseCreekStud@Joellemail
      Betreff: Gestütauflösung Deer Forest Equestrian Center

      Hallo Luchy,
      leider muss ich Mitteilen, das Juna Preschke, Leiterin den Deer Forest EC , durch einen Schickalsschlag nichtmehr in der Lage ist ihre Pferde zu versorgen. Sie hat mir den Auftrag gegeben ihre Pferde in ein neues Zuhause zu vermitteln. Zum Verkauf stehen grundsätzlich alle Pferde. Frigg, Totbringer und Cielo gehen an das Lindö Dalen Stuteri. Nevia geht zurück nach Italien zu Royal Peragee. Sayidah und Solider gehen zurück an Steffanie Westside. Briair und Pudgy gehen zurück zu Cooper.

      Noch zu verkaufen sind:
      Rhiakou's Pride, Traber
      Greased Lightning, Englisches Vollblut
      Glanny Hope, Englisches Vollblut
      Darkness Lord, Österreichisches Warmblut
      Elsa, Österreichisches WB
      Gold Veronica, Österreichisches WB
      CLC's Papermoon, DRP
      Delorian, Warmblut
      Grey Starbucks, Warmblut
      Flanell D'Egalité, Österreichisches WB
      Beastly Domina, Österreichisches WB
      Uruguay, Ungarisches Halbblut
      Hibana, Oldenburger
      Bittersweet Temptation, Paint Horse, falls ihn niemand nimmt kommt er zu mir zurück.
      Liebe Grüße,
      Caleb O’Dell

      “MMMMM, Domina ist eigentlich ein Interessantes Pferd”, sagte Colin zu mir. Ich klicke auf den Link und sah mir die Beschreibung an. Auch Flanell sah ich mir an. “Beide sind toll. Flanell bekommen wir bestimmt auch unter, aber wer kümmer sich um Mina?”, sagte ich und runzelte die Stirn. In dem Moment kam Jamie ins Zimmer. “Um was geht es?”, fragt der Schotte. “Es geht um ein HMJ Pferd vom letzten Jahr. Seine Besitzerin hat keine Zeit mehr für sie. Allerding ist sie nicht ganz einfach, ähnlich wie Miss Griselda Braun. Ich würde sie gerne Aufnehmen, aber wer soll sich denn um sie kümmern?”, erklärte ich ihm. “Ich würde sie übernehmen”, sagte er. “Bist du dir ganz sicher?”, hakte ich nach. “Ja, doch. Seit ich Lady Moon hab, fällt mir auf wie gerne ich Großpferde hab”, sagte der große rothaarige Mann schmunzelnd. “Gut, dann ruf ich Caleb an und sagt ich Bescheid”, murmelte ich während ich seine Nummer wählte. “Hey Caleb, ich nochmal. Ich habe mir gerade deine Mail angesehen und ich hätte Interesse an zwei Pferden”, sagte ich in das Telefon. “mm, ok”, kam es nur von der anderen Seite “Und zwar geht es um Flannel d’ Egalité und Beastly Domina. Flanell wurde mit seiner besonderen Farbe und seinem Potenzial unsere Zucht gut bereichern.Bei Mina geht es mir vorallem darum, dass sie ein gutes Zuhause bekommt. Mina wir immer ein Schwieriges Pferd bleiben”, erläuterte ich. “Oh, ja das ist gut, gerade bei Mina habe ich gehofft das sie an jemanden erfahrenen geht. Wenn ich mich Recht Erinnere hast du schon ein ähnlich traumatisiertes Pferd oder ?”, fragte Caleb nach. “Ja, genau Grisi hatte auch keine gute Vergangenheit”. “Zu Mina möchte ich dir noch was sagen und zwar ist sie tragend, laut Junas Mitarbeiterin, hat sie ihr Fohlen angeblich verloren, aber wenn ich ehrlich bin sieht die Stute nicht so aus. Also sei darauf Vorbereitet, dass sie tragend ist”, sagte Caleb. “Ok, das sollte kein Problem sein, wir haben eine Menge Fohlen hier und auch noch ein paar tragende Stuten. Ok, dann würde ich noch vorschlagen, dass wir das so Regeln, dass Tory und Cielo abgeholt werden wenn Mina und Flanell kommen. Dann braucht der Spediteur nicht zweimal hieraus fahren”.
      “Klar, ich klär das”. Wir verabschiedeten uns und ich legte auf. “Sieht aus als bekämen wir zweieinhalb neue Pferde”, sagte ich. “Zweieinhalb ?”, fragte mich beide Männer gleichzeitig. “Ja, Mina ist vermutlich tragend”, sagte ich ein wenig resigniert.
      Der Rest des Abends verlief ruhig, auch wenn ich und Colin noch lange am Kamin saßen und unsere Entscheidung überdachten.

      ...4 Tage später
      12.05
      Lina| Ich hatte gerade Divines Putzeug weggebracht, als der Transporter vorfuhr. Jamie und Luchy warten bereits im Hof. “Sind das die neuen Pferde?”, fragte ich Luchy. “Ja, genau”, bestätigte sie. Der Fahrer stieg aus und begrüßte uns, bevor er die Laderampe herunter ließ. Als erstes Stand die braune Stute auf dem Transporter. “Der Tierarzt musste sie sedieren, sonst wäre sie nicht auf den Hänger gegangen”, sagte der Fahrer. Vorsichtig führte er die Stute vom Hänger. Etwas müde starkste sie vom Hänger. “Wow, ich glaube Caleb hatte Recht. Diese Stute ist definitiv tragend”, sagte Jamie als er die Stute sah. Minas Bauch hatte ungefähr den dreifachen Umfang eines normalen Pferdes. “Ich bring sie unters Solarium, da kann sie erst einmal wach werden.”, murmelt Jamie und übernahm die Stute. Als nächstes holte der Fahrer Flanell vom Hänger. “Wow, ist der hübsch”, sagte ich und bewunderte den Tigerschecken, der aus dem Hänger trat. “Lina, brigst du ihn auf die Koppel neben der Außenboxherde, damit er schonmal seine Mitbewohner kennenlernen kann?”, fragte Luchy. “Na klar”, erwiderte ich und nahm den Hengst entgegen. Brav folgte mir Flanell bis zur Koppel. LMR Royal Champion, Lancasters Peppermint, Little Buddy und What’s Happend In The Dark standen neugierig am Zaun. Ich ließ Flanell auf der Nachbarkoppel frei und der Hengst ging gleich seine Kumples inspizieren. Pepper, der eigentlich immer freundlich war beschnupperte Flanell Aufmerksam und begann auch bald an seiner Mähne zu knabbern. Auch der sanfte Buddy war brav und freundlich zu dem Neuen. Champ schnupperte nur kurz und verlor ,dann das Interesse. Einzig Darky wollte lieber Streit anfangen, anstatt freundlich zu sein. Ich verscheuchte alle Zaungäste und ging erst, als ich sah, das alle wieder friedlich grasten. Auf dem Rückweg nahm ich Cielo und brachte ihm zum Transporter. Todbringer war bereits verladen. Auch Cielo ging auf den Hänger und dann hieß es Abschied für die beiden Ponys. Nachdem die Pferd abgeholt worden waren macht ich mich auf dem Weg zu Divine. Der weiße war inzwischen sehr gut in der Herde angekommen. Dennoch freute er sich über jeden Besuch von mir oder auch von jedem anderen Menschen. Es war immer wieder schön sein Wiehren zu hören, wenn ich kam. Heute stand ein langer Spaziergang auf dem Plan. Ich holte Divine also von der Koppel und schlug den Weg Richtung Bach ein. Freundlich und motiviert wie immer lief er neben mir her. Am Bach angekommen, ließ ich divine etwas im Bach planschen, bevor wir uns auf dem Rückweg machten. Zurück auf dem Hof bekam Divine noch sein übliches Wellnessprogramm. Morgen wollte ich es wagen und Divine einen Sattel zeigen. Deshalb bekam er heute den Rest des Tages frei.
      © Wolfszeit | Lina Valo | 26.451 Zeichen
    • Wolfszeit
      Das perfekte Quadrillepferd | 24. Juni 2020
      Es war noch dunkel als ich aufwachte. Am Himmel war nur ein schmaler lila Streifen zu sehen und über den Wiesen am Bach hin noch Nebel. Ich duschte mich zog mich an und ging nach unten. Die Sonne tauchte alles in orangegelbes Licht und machte den Weg zu Fohlenkoppel zu einem wunderschönen Erlebnis. Friedlichen lag die Koppel vor mir. LMR Fashion Girl stand zusammen mit Vakany und ihrem Fohlen WHC’Venice nahe am Zaun und graste.Das kleine braune Fohlen mit den weißen Punkten lag ganz nah an seiner Mama und schlief. Die kleine Stute war kaum zu sehen im hohen Gras und dem Nebel. Man erkannte das Fohlen eigentlich nur daran, dass das Gras dort plattgedrückt war, denn Außer einem kleinen Ohr war nicht viel zusehen. Vakany und Girly hoben den Kopf als ich mich näherte. Die hellbraune Flecken der hellen Stute schimmerten golden in der aufgehenden Sonne. Als die Falbstute mich erkannte senkte sie wieder den Kopf und zupfte weiter Grashalme aus. Fashion Girl wieherte mir leise entgegen und streckte mir ihre hübsche rosa Nase entgegen um mich nach Möhren abzusuchen. In meiner hinteren Hosentasche wurde die hübsche Stute auch fündig, auch wenn sie eigentlich schon rund genug ist. Die braune Stute steht jetzt fast seit 9 Monaten auf der Fohlenkoppel und ihr Bauchumfang hatte nicht nur wegen dem guten Gras zugenommen. Ich bin mir sehr sicher, dass sie eine gute Mutter wird, da sie schon bei fremden Fohlen einen ausgeprägten Mutterinstinkt hat. Außerdem sind wir sicher, dass das Fohlen nicht nur die Springveranlagung seiner Eltern erben wird, sondern auch die hervorragenden Gänge von Herkules. Ich strich Girly über ihre hübsche Stirn. “Du wirst eine wundervolle Mutter”, sagte ich zu der Stute. Ich kraulte die braune noch ein wenig an ihrer Lieblingsstelle und wie immer begann Girly dabei Grimassen zu schneiden. Nachdem Girly ausreichend gekrault war ging ich hinüber zu der alten Eiche , wo die beiden Jungpferde mit einem Großteil der restlichen Stuten standen. Bis auf WHC’ Mimithe schliefen alle Fohlen noch. Mimi probierte gerade der grasenden Candela in Ohr zu beißen. WHC’ Candela bemerkte das Ponyfohlen allerding und nahm den Kopf hoch. Mimithe sah ein wenig verwundert aus als sie in die Luft biss. WHC’ Mitena sah mich über Candelas Rücken hinweg an. Die schüchterne Stute versteckte sich öfter hinter Candy.Der kleine Solist war definitiv der mutigste von den drei Jungpferden. WHC’ Solist würde heute zu Alec ziehen. Der kleine Balisto brauch noch einen Spielkameraden und Solist kommt nun in ein Alter, wo er nichtmehr mit den Stuten zusammen stehen kann.Candela hatte sich inzwischen sehr gut entwickelt und zeigte sich Selbstbewusst. Mitena war leider noch sehr zurückhaltend. Wir alle waren schon gespannt wie die Stute sich entwickeln würde, wenn Candela ausziehen würde. Ich persönlich hoffe ,dass Mitena etwas aus sich rauskommt. Wenn die kleine sich noch ein wenig Selbstbewusster präsentieren würde könnte sie ein wahrer Dressurstar werden. Minnie Maus rief ihr Fohlen wieder zu sich bevor es noch mehr quatsch anstellen konnte, was Mimi zum Anlass nahm und sich fröhlich schmatzend einen schluck an der Milchbar gönnte. Ihre Schwester WHC’ Minya lag im feuchten gras und richtete sich auf. Verschlafen schüttelte das kleine Fohlen den Kopf und blinzelte in die Morgensonne. Tautropfen hingen der kleinen Tigerscheckstute in der Mähne. Minnie Maus schnupperte an ihrem Baby und schleckte ihr liebevoll über das feuchte Fell. Hinter mir raschelte das Gras. Ich drehte mich um und dort lag der kleine Oshawa im Gras und träumte. Im Traum zuckte WHC’ Oshawa und bewegte die kleinen Hufe. Sunny Empire, die Mutter des kleinen Hengstes beknabberte Mas’uda. Masu und Empire waren unzertrennlich und ergaben ein wunderschönes Bild wie sie sich im Sonnenaufgang beknabberten. Ich nahm meine Handy raus, machte ein Foto und schickte es in die Gruppe. Sogleich kam ein ‘AWWWW’ mit einem Herzsmiley von Hazel. Für gewöhnlich steht sie immer um halb sechs auf, um joggen zu gehen. Es fehlten nur drei Stute und ich hatte auch schon eine Ahnung wo sie sich aufhielten. Gerade die Fellponystuten Anitgone und Baroness of the Guard hielten sich besonders gerne am Waldrand auf. Dort fand ich die beiden auch. Antigone schlief noch ,während Nessi sie bewachte. Da ich die Palominostute nicht wecken wollte blieb ich auf Abstand und fand ein paar Meter weiter auch die letzte Kandidatin. Black Lady stand etwas abseits. Seit ein paar Tagen hatte sie die ersten Geburtsanzeichen. Es konnte nicht mehr lange dauern bis sie ihr Fohlen bekommen würde. Es war wohl besser die Stute heute im Auge zu behalten. Auch dieser Kugelrunden Stute stecke ich eine Möhre zu bevor ich zurück zum Hof ging. Langsam lichtete sich der Nebel und auch die anderen Fohlen hüpften inzwischen fröhlich über die Koppel. Fashion Girl folgte mir noch bis zum Tor wo sie sich noch eine Möhre erbettelte. Ich strich der Stute noch einmal über ihre hübsche Blesse, bevor ich mich auf den Weg zu meinem nächsten Schützling machte. Inzwischen war es hell genug, sodass ich kein Licht im Stall machen musste. Da aktuell ein großer Teil der Stuten auf der Fohlenkoppel stand, war der Stall recht leer. Da die Pferde gerade erst gefüttert worden waren, kam mir kein Kopf entgegen. Ich ging zu Joras Box und sah hinein. Die dunkelbraune Stute war gerade dabei die letzten Reste ihres Müslis zu verspeisen. Neben ihr kam gerade ein weißer Kopf mit einer langen Mähne aus der Box. “Na Beauty, hast du schön geschlafen”, sagte ich zu der hübschen Stute und strich ihr durch die lange Mähen. Elvish Beauty gehört mit Lady Moon, Herkules und Look at my hair zu den Mähnenwunder auf diesem Hof. Was ich allerdings am meisten bewundere ist wie Sheena und Colin das immer schaffen diese Stute immer so sauber und ordentlich zu halten. Nun streckte auch Jora ihren Kopf raus und stupste mich an. “Ist ja gut meine hübsche”, sagte ich schmunzelnd zu der jungen Stute und nahm ihr Halfter von der Box. Die Stute pustete mir freundlich Luft ins Ohr ,während ich sie halfterete. Das dunkle Lila Halfter sah hervorragend auf der Stute aus. Ich ging mit der Stute zum Putzplatz und holte ihre Putzbox aus der Sattelkammer. Als ich vor Joras Schrank stand hörte ich Hufgeklapper auf der Stallgasse. Legolas, der große schwarze Hannoveraner stand jetzt neben Jora. Lina befestigte gerade die Stricke an seinem Halfter. Sie war so süß, gerade im Umgang mit Pferden. Das Gespräch zwischen mir und ihr hatte mir zwar geholfen zu verstehen weshalb sie so seltsam zu mir gewesen war, aber es hatte mich auch verwirrt. “Erde an Jace”, sagte Jayden der aufeinmal neben mir stand. “Oh, morgen Jay”, murmelte ich. “Na, was starrst du Lina so an”, stichelte er “Ist da jemand verliebt”, halt die Klappe Jay”, zischte ich als ich sah das Lina rüber kam. “Morgen Jungs”, sagte sie fröhlich. “Morgen “, erwiderte Jayden nur schelmisch grinsen. “Denkst du dran heute Farena und Voilá zu machen”, trällerte Lina und quetschte sich an mir vorbei in die Sattelkammer. “Wie kommt es denn dazu?”, fragte ich Jayden und sah ihn schief an. “Hab ne Wette verloren”, murmelte er. “Was für eine Wette?”. “Wer den cooleren Reitunterricht macht”, gab Jayden kleinlaut zu. Naja, es gibt definitiv schlimmeres als mit Farena van Hulshóf und Voilá zu arbeiten. Ich selbst möchte die kleinen Ponys sehr gerne. “Na, dann viel Spaß dabei”, sagte ich und ging wieder zu meiner Stute. “Wie läuft es mit Divine?”, fragte ich Lina, die gerade mit Legolas Putzbox wiederkam. Der weiße Freiberger war inzwischen fast 3 Monate bei uns. Was das reiten anging hatten wir noch keine großen Fortschritte mit HMJ Divine erreicht. “Ganz gut, wenn man vom reiten absieht?”, kam eine Stimme von der anderen Seite des Lackschwarzen Hengstes. Ich bürstete das dunkelbrauner Fell meiner Stute. “mmm, naja, zum Glück geht es ja nicht darum das am besten gerittene Pferd zu präsentieren”. “Ja”,sagte sie grinsend “allerdings hatte ich eine Idee. Dafür bräuchte ich dich und ein Pferd was brav Handpferde mitnimmt. Bist du dabei”. “Klar”, sagte ich etwas zu schnell. Jora war inzwischen sauber, sodass ich kurz in die Sattelkammer verschwand um Kappzaum und Longiergurt zu holen. “Dann also heute Nachmittag in der Halle?”, fragte ich Lina, während ich Jora anzog. Bevor der Kappzaum drauf kam holte ich noch Gamaschen, da ich der ungeschickten Stute zutraute einen Knoten in ihre Beine zu machen. “Dann bis später”, rief ich Lina noch zu, während ich mit der braunen Stute in Richtung Longierhalle ging. Zu meinem Glück lagen schon Stangen in der Halle sodass ich keine mehr holen musste. Ich begann damit Jora zum aufwärmen erst einmal fleißig im Schritt voran zu schreiten. Da Jora dieses Jahr langsam angeritten werden sollte, longierte ich mit Gurt, damit die junge Stute sich schon einmal daran gewöhnt etwas umgeschnallt zu haben. Da Jora auf Veränderung sehr empfindlich reagiert, wird das anreiten bei ihr besonders langsam ablaufen. Genau deshalb wird sie seit 3 Wochen mit Gurt longiert. Natürlich ist die Stute noch weit davon entfernt perfekt zu laufen, doch sie lernt erstaunlich schnell. Aktuell ist sie leider wieder ein wenig überbaut, was sie wieder ein wenig aus der Balance wirft. Weil die Stute noch im Wachstum ist soll sie nach dem anreiten nochmal eine Weile nur vom Boden aus gearbeitet werden, bis sie vollständig ausgewachsen ist. Inzwischen war sie warm und ich nahm auch den Trab und Galopp dazu. Nach einer halben Stunde beendete ich die Trainingseinheit. Ich lief noch 10 Minuten um den Hof bevor ich die Stute koppel fertig machte. Ihre Weidekameraden Miss Leika, Elvish und LMR Ice Rain waren bereits auf der Koppel und grasten zufrieden in der Morgensonne. Sobald ich Jora frei ließ trabte die junge Stute zu Ice Rain hinüber und begrüßte sie freundlich. Ich mochte Jora. Die braune Stute strahlte leichtigkeit aus und in ihrem Auftreten ließ sich ihre Abstammung nicht leugnen. Ihr Vater Red Diamond II ist ein erfolgreiches Springpferd und ihre Mutter Promise Of Sundance ist eine Prämienstute, die durchaus wusste weiß wie man sich bewegt. Die Sprungkraft ihres Vaters hatte sie definitiv geerbt. Gleich in der ersten Woch auf dem Hof war die Stute über den Paddockzaun gehüpft und ausgebüchst. Wo ich so an der Koppel stand überlegte ich welches Pferd für die Divineaktion geeignet ist. All Hope Is Gone ist definitiv zu launisch dafür, gerade jetzt wo viele der Stuten wieder rossig sind. Vikar fällt raus, weil er heute seine Westerneinheit hat. Sheena kam gerade zur Koppel um Elvish Beauty zu holen. Und da fiel es mir ein ich könnte mit El Pancho ausleihen. Der gutmütige Knabstrupperhengst war geradezu perfekt dafür, da er sogar mit Divine zusammen wohnte. “Hey, Sheena”, grüßte ich die junge Frau. “Hi, Jace”.
      “Dürfte ich mir El Pancho heute ausleihen?”, kam ich direkt zum Punkt, weil mir gerade einfiel, dass ich Gone und das Fohlen noch machen musste bevor die neue Stute ankam. “Oh ja, gerne, das passt mir heute ganz gut. Mein Bruder hat mir die kleine aufgedrückt, weil er und Luchy irgendetwas wichtiges in der Stadt machen müssen”. “ Danke. Viel Spaß mit der kleinen”. Nach Beendigung des Gesprächs machte ich mich auch gleich auf den Weg zu Fohlenkoppel um WHC’ Mitena zu holen. Die ganze Herde war inzwischen zum Waldrand gewandert, das es dort deutlich kühler war. Als ich mich der Herde näherte, sah ich dass alle Pferde da waren.

      Nur eine Stute fehlte. Black Lady. Ich ging ein paar Meter von der Herde weg und entdecke die Rappstute etwas abseits im Gras liegen. Neben ihr lag ein kleines braunes Fellbündel. Das Fohlen war noch ganz nass und wusste noch nicht so recht wo es war. Der Kopf war geziert von einer großen weißen Blesse, die das Auge aus sparte. Das was man von dem Fohlen sah, ließ sofort den Vater erkennen. Da war es also WHC’ Secret Fashion. Black Lady rappelte sich auf und begann ihr Fohlen trocken zu lecken. Ich zog mein Handy aus der Tasche und machte ein Foto von den beiden.

      Schaut nur das Fohlen ist da, schrieb ich darunter als ich es in unseren Hofchat schickte. Blacky und dem Fohlen schien es soweit gut zu gehen, sodass ich mich zurück auf den Weg zu Mitena. Wie immer kam Candela mutig auf mich zu und das dunkle Palominofohlen hielt sich noch zurück. Ich streichelte Candela über den rot weißen Hals und steckte der jungen Stute ein Leckerlie zu. Das reichte aus, dass Mitena Eifersüchtig genug war um hinter Candy hervor zu kommen. Ich arbeite erst seit ein paar Tagen mit der schüchternen Stute. Hier auf dem WHC’ erzogen wir die Fohlen zu beginn nur soweit, dass sie sich brav führen lassen und auch Tierarzt und Hufschmied kein Problem ist. Alles weitere folgte nach und nach. Da die Jungpferde dann bis sie ca. Jahr sind kaum Menschenkontakt haben sind viele der Fohlen anfangs sehr zurückhaltend. Jetzt hieß es für Mitena, erst einmal die Grundkommandos zu wiederholen. Da die Stute sich allerdings extrem schüchtern zeigt, sind wir bisher noch nicht über das Halfter anlegen hinaus gekommen. Mitena war inzwischen bis auf eine Nasenlänge an mich rangekommen. Nun machte die junge Stute einen langen Hals um an das Leckerlie zu kommen, welches ich ihr hinhielt. “Braaav machst du das”, sprach ich ruhig mit der Stute. Vorsichtig angelte sich sich das Leckerlie aus meiner Hand und sie trat gleich einen Schritt vor um noch ein weiteres Leckerlie ab zu zocken. “Super Mausi.”, lobte ich Mitena und Candela bekam gleich einen Tadel .“Candy, dräng dich nicht in den Vordergrund”, sagte ich und schob den Kopf der Scheckstute zur Seite. Langsam streckte ich meine Hand nach Mitena aus und berührte die Stute an der Schnauze. “Super, kleine Maus”, lobte ich und strich ihr vorsichtig über den Kopf. Brav ließ sich die Stute streichen und genoss es als ich begann sie zu kraulen. “Baaaav Mitena”. Nach einer kleine kraul Runde zeigte ich der Stute das Halfter was ich mitgebracht hatte und ließ sie daran schnuppern bevor ich sie vorsichtig damit am Hals berührte. Brav machte die kleine Stute das mit und ließ sich halftern. Danach versucht ich die Stute ein paar Schritte zu führen brav folgte sie mir. Auch wenn sie Menschen gruselig fand hat sie das führen offenbar nicht vergessen. Mit einem Blick auf die Uhr beschloss ich, dass es nun genug für die junge Stute war, schließlich musste ich noch meinen Tinkerhengst reiten bevor die neue Stute ankam, damit ich den Nachmittag dann für die Stute und Divine nutzen konnte. Also gab ich Mitena noch ein Leckerlie und entließ sie wieder. Sobald sie merkte das es von mir nichts mehr gab trabte sie auch sogleich zurück zu Candela. Ich brachte das Halfter zurück und holte mir All Hope Is Gone von der Koppel. Der Tinker war heute aufgeweckt, weshalb das holen ein wenig schneller ging als sonst. Da seine Mähne eingefolchten war konnte ich mir das Mähnebürsten sparen, weshalb auch das putzen schneller ging als sonst. Danach sattelte ich den Rappen und ging mit ihm auf den Platz. Ich wärmte ihn auf und als es in die Arbeitsphase ging begann der launisch Hengst rum zu mäkeln, sich gegen meine Hilfen zu wehren und zu bocken. Der Hengst wollte wohl heute länger arbeiten. Nach 15 min hatte ich den Konflikt mit Gone geklärt und wir konnten ein paar Dressurlektionen reiten. auf dem Weg zu Stall sah ich dann auch schon den LKW vorfahren. Ich drückte Jesse den Tinker in die Hand. “Kannst du ihn wegbringen? Ich muss die Stute in Empfang nehmen”. Saget ich und verschwand in Richtung einfahrt.Der Fahrer stieg gerade aus und ließ die Klappe hinten runter. Briar war scheinbar das letzte Pferd welches ausgeliefert wurde, denn sie stand alleine hinten auf dem Hänger. Briari hieß die Stute, die nun aus dem Hänger geladen wurde. Die Schimmelstute war rein weiß bis auf einen braunen Fleck, ein sogenanntes Bloodmark, am Kopf. Ich nahm die Stute entgegen und Luchy übernahm den Papierkram. Die hübsche Stute wirkte freundlich und folgte mir Brav. Ich wollte sie erst ein wenig rumführen, damit sie sich die Beine vertreten konnte. Nachdem wir ein wenig gelaufen war, ließ ich sie noch einen Moment grasen. Doch davor begann die Stute sich erst einmal zu strecken. Das sah ziemlich lustig aus. Luchy hatte gesagt ich solle Briar zu Beastly Domina auf de Koppel stellen. Einerseits damit die braune Stute nicht länger alleine war, andererseit weil die beiden Stuten sich schon kannten, da sie zusammen auf dem Deer Forest EC lebten. Also ging ich mit der Schimmelstute im Schlepptau zur Hauskoppel. Mina wierthe uns entgegen ,sobald sie Briair erkannte. Ich ließ Briair zu Mina und die Stuten begrüßten sich freundlich und begannen dann auch gleich zu spielen. Ich beobachtete die beiden Stuten noch eine halbe Stunde und nachdem sie begonnen hatten zu grasen ließ ich sie allein. Wie Luchy bereits vermutet hatte, erkannten sich die Stuten.

      Mein Blick auf die Uhr bestätigte mich darin ,dass es nun Zeit für die Mittagspause war.

      Nach der Pause machte ich zusammen mit Lina auf den Weg zur Koppel um El Pancho und HMJ Divine zu holen.”Was genau hast du eigentlich vor?”, fragte ich Lina neugierig. Naja, ich habe überlegt, entweder liegt es an de Halle, dass Ivi nicht läuft oder es liegt daran, dass er nicht alleine laufen will. Ich habe nämlich inzwischen rausgefunden, dass er wohl nach dem Feldtest ausschließlich zweispännig gefahren wurde. Deshalb habe ich mir gedacht wir könnten das mal probieren ob er läuft wenn jemand neben ihm ist”, erklärte die Finnin. “Das klingt sehr logisch”,stimmte ich zu. Inzwischen waren wir auch an der Weide angekommen und Lina rief nach Divine. Der weiße Hengst kam nach einer halben Minute auch vom hintersten Ende angetrabt. El Pancho der meistens mit Divine irgendwo rumhing folgte ihm im Schritt um zu schauen ob es etwas spannendes gibt. “Du hast ihr ja schon gut erzogen”, meinte ich anerkennend. Lin Halfter den Freiberger und wir warteten bis Pancho angetrottet war . “Na Panch, heute musst du dich mit mir abgeben”, begrüßte ich den freundliche Knabstrupper. Mit den beiden Hengsten machten wir uns auf dem Weg zu Putzplatz um die beide zu Putzen und zu satteln. “Lass uns auf den Platz gehen, da haben wir auch gleich die Halle weg” schlug ich vor. “Das ist eine super Idee stimmte” Lina mir zu und wir machten uns auf den Weg zum Platz. Ich gurtete nach, stellte meine Steigbügel ein und stieg auf. Lina saß inzwischen schon auf dem weißen Freiberger und versuchte los zu reiten. Divine lief auch los, aber wie von einem Magneten angezogen lief er nicht außenrum sonder parkte zielsicher neben Pancho ein und war auch nicht in der absicht weiter du laufen. “Hast du einen Magneten an Pancho geklebt”, kommentierte Lina das ganz lachend. “Nagut, dann nochmal zusammen”. Ich trieb den grauen Knabstrupper an und wie durch ein Wunder lief Divine gleichzeitig los und wich El Pancho auch bei Wendungen nicht mehr von der Seite. “Also im Schritt funktioniert das ja ganz gut, wollen wir es im Trab probieren”, fragte ich Lina. “Na klar, ich glaub ich hab ein anderes Pferd unter mir”, sagte sie lachend. Ich trieb den Hengst in den Trab und Divine lief sogar im Gleichschritt. “Haha, ich glaube wir können einen super Par de deux mit den beiden Reiten”, sagte Lina lachend. Sogar gemeinsame Volten und das Rückwärtsrichten klappte synchron. Ich steuerte Pancho auf den Zirkel und ließ ihn angaloppieren. Auch das klappte Problemlos. Nach ein paar Runden parierte ich Pancho wieder zum Schritt durch. “Jetzt müssen wir nur noch herausfinden wie wir ihm beibringen auch alleine zu laufen”, sagte ich lachend. Wir probieren noch einige Bahnfiguren, bevor wir das training beendeten und die beiden Hengste wieder auf die Koppel durften. “MMM ich glaube ich sollte mir El Pancho öfters ausleihen, der ist ja echt klasse”, meinte ich zu Lina. Divine und El Pancho hatten sich inzwischen zu den anderen Hengsten Gesellt die am Waldrand grasten. Divine brauchte auch nicht lange bis er im Bach lag um sich abzukühlen. Typisch Pferd gab es danach ein Sandbad, sodass dort statt einem weißen nur noch ein hellbraunes Pferd. “Na viel Spaß beim putzen morgen”, sagte ich zu Lina bevor wir zurück zum Hof gingen.
      © Wolfszeit | Jace Sherwood | 20. 108 Zeichen
      zeitliche Einordnung {Juni 2020}
    • Wolfszeit
      Sweet like sugar | 18. November 2020
      ‘’Hallo meine Lieben, nun sind auch die letzten Fohlen zur Welt gekommen. Diese möchte ich euch nun auch noch Vorstellen. Unser erster Kandidat ist ist noch aus dem Juni”Lina blendete ein Bild ein. Darauf waren drei Pferde eine Stute mit Fohlen die noch auf dem Boden lagen und eine Schimmelstute die neugierig an dem Fohlen schnupperte. “Wie ihr auf dem Bild seht ist der kleine Mann von Beastly Domina, die Stute aus der Gestütsauflösung. Der kleine heißt WHC’ Delicious Donut und ist von Flanell d’ Egalité. Faszinierender Weise hat der kleine quasi zwei Mamas. Mina wie auch Briar lassen ihn niemals aus den Augen. Wie jedes fohlen ist er ein energiebündel und flippt mit den anderen Über die Koppel. Doch wie seine Elter ist er sehr schmusig. So schmusig, das er damit auch schon mal nerven kann. Und mit seiner Farbe ist er ein wahrer Hingucker, wobei bunte Pferde dieses Jahr ja nicht ungewöhnlich sind.

      Weiter gehts mit einer kleinen Dame. WHC’ Beautiful Blossom ist eine Tochter des prächtigen Hengstes Look at my Hair. Ihre Mama ist Baroness of the Guard. Die kleine Maus ist zwar unscheinbar aber hat es Faustdick hinter den Ohren”. Lina blendet ein Bild ein wo Blossom gerade versucht Minya ins Ohr zu beißen. “Die kleine Maus hat auch bereit einen Besitzer gefunden.
      Als nächstes haben wir einen weiteren Nachkommen von Flanell. WHC’ French Affair ist das jüngste unserer Fohlen. Schon jetzt zeigt er, dass er im Charakter seiner Mama Promise Of Sundance sehr ähnlich ist”. Auch zu diesem Fohlen gab es ein Bild. “Das letzte Fohlen welches ich euch zeigen möchte stammt nicht aus unserer Zucht.
      Fiama di Royal Peragee kommt aus Italien. Hoffentlich wird sie genauso hübsch wie ihr Papa Aphileo. Die kleine ist noch etwas schüchter, aber das gibt sich sicherlich noch mit der Zeit.

      WHC’ Secret Fashion hat auch bereit einen neuen Besitzer und wird bald umziehen. WHC’ Mimithe und WHC’ Minya sind frech wie eh und je und besonders Mimi ärgert am liebsten die anderen Fohlen. WHC’ Oshawa wird auch bald ausziehen und die kleine WHC’ Venice ist inzwischen ganz schön groß geworden.

      Das war es über die Fohlen und bis zum nächsten Video”.
      © Wolfszeit | Lina Valo | 2149 Zeichen
    • Wolfszeit
      36 Grad und es wird noch heißer | 09. Oktober 2020
      Maskota, Don Carlo, Legolas, Flanell d’Egalité, Lancasters Peppermint, Cleavant ‘Mad Eyes’, El Pancho, PFS’ Artic Tiger,HMJ Divine, PFS’ Caruso, Vikar, Voilá, Abe’s Aelfric, Farena von Hulshóf, Black Lady, Chessqueen, Finest Selection, Colour Splash, British Gold, Nathalie, Promise Of Sundance, Jora, Keks, Elvish Beauty, Mas’uda, Sunny Empire, LMR Ice Rain, Miss Leika, Walking On Sunshine, Saturn, Lifesaver, Elf Dancer, Herkules, Acerado, Craystal Sky, Miss Griselda Braun, LMR Fashion Girl, Carry On My Wayward Son, Injaki, Look at my hair, All Hope is Gone, Beastly Domina, Briair, Lady Moon, Blue Heart, Lady Swan, Vakany, Little Buddy, What’s Happend In the Dark, LMR Royal Champion, Cremella, Miss Monty, Minnie, Nurja, Ursel, Antigone, Doo Wop, Curly, Baroness, Rum, Amigo, Nabuko, Fiama di Royal Peerage, WHC’ Delicious Donut, WHC’ Secrect Fashion, WHC’ Mimithe, WHC’ Minya, WHC’ Oshawa, WHC’ Venice, WHC’ Candela, WHC’ Mitena

      Lina| Mit einen schrillen klingeln weckte mich mein Handy. Noch ganz verschlafen tastete ich nach dem Gerät um es auszuschalten. Es war 4:30 Uhr. Da es heute extrem heiß werden sollte, wollte ich heute besonders früh anfangen.Gähnend, rollte ich mich aus dem Bett und tapste ins Bad. Ich duschte mich, putzte die Zähne und zog mich an.Nach der Dusche fühlte ich mich auch gleich lebendiger.
      Am Himmel war schon ein heller Streifen zu sehen und die Sonne kletterte langsam über den Bergrücken. Ein kleiner Vogel flog durch die Morgenluft und zwitscherte fröhlich ein Lied. Noch etwas verschlafen machte mich auf den Weg zum Hauptstall, weil ich heute mit Maskotka anfangen wollte. Als ich den Stall betrat,waren die meisten Pferde noch am schlafe und auch die Dunkelfuchsstute lag noch im Stroh. Masko hob verschlafen den Kopf als ich die Boxentür öffnete. “Guten Morgen hübsche”, sagte ich sanft zu der Stute und zupfte ihr einen Strohhalm aus dem Schopf. Ein wenig verwirrt über die frühe Störung blickte mir die Stute aus ihren braunen Augen entgegen. Langsam wanderten die Ohren, die anfangs noch entspannt herab hingen, nach vorne. Ich hielt der Stute eine Möhre vor die Nase, die sie auch sogleich fraß. “Na, komm süße, wollen wir noch etwas schaffen bevor es so richtig warm wird”, sagte ich zu ihr und stand auf. Noch waren angenehme 23 Grad. Masko war inzwischen aufgestanden und schüttelte sich. Ich holte die Fuchsstute aus ihrer Box und band sie am Putzplatz an. Ich begann damit das rötliche Fell der Stute zu striegeln. Ich liebe das neue Putzzeug was ich für sie hatte, denn es sammelte den Staub perfekt aus dem Fell raus. Jedes Pferd glänzt wunderschön wenn ich es mit diesen Bürsten geputzt wird. Nachdem ihr Fell sauber war, begann ich das Stroh aus ihren Langhaar zu sammeln, was bei ihrem voluminösen Schweif ein wenig dauerte. Fertig eingekleidet in dunkelblau ging es dann in die Reithalle. Dort angekommen ging es erst einmal ans aufwärmen, bevor es an die Dressurarbeit ging. Nach 20 Minuten beendete ich die Trainingseinheit und entließ die Stute, nach dem Abreiten zurück in ihre Box. Daniel und Elijah, begannen nun die Pferd zu füttern und wie jeden Morgen machte Don Carlo einen riesen Rabatz und trat gegen seine Boxentür, bis er sein Futter bekam. Der lackschwarze Hengst ein paar Boxen weiter schaute lieber noch gemütlich aus seinem Fenster und beobachtete die Ponys auf dem Unterhausauslauf. Legolas war allgemein ein eher unauffälliger Hengst, dennoch im Umgang ein wahrer Schatz. Masko futterte inzwischen ihr Frühstück. Ich gab ihr noch eine Möhre in den Trog und machte mich dann auf den Weg zu den Außenboxen, wo Lancasters Peppermint schon auf mich wartete. Pepper versuchte seinen Boxennachbarn Flanell d’Egalité zu ärgern, indem er versucht in seine Mähne rein zu beißen. Flanell seinerseits war auch nicht ganz untätig und versuchte ebenfalls in Pepper rein zu beißen. “Na ihr zwei Clowns”, sagte ich zu den beiden Hengsten und brachte sie auseinander. Doch als ich kurz nicht hinsah versuchte Pepper wieder den Hals lang zu machen um Flanell weiter zu ärgern.

      Für Pepper stand heute nur lockere Halfterlonge an, da er gestern ein anstrengendes Training hinter sich hatte. Also ging ich zuerst in die Sattelkammer um eine Möhre und eine Longe zu holen. Ich hielt dem schwarz-weißen Hengst die Möhre entgegen, die er genüsslich kaute, während ich ihm das Halfter anzog. Zusammen mit dem großen Hengst machte ich mich auf den Weg in die Logierhalle. Ich ließ ihn erst einmal im Schritt ein paar Runden laufen, bevor ich ihn in den Trab und anschließend im Galopp einige Runden flitzen ließ. Frisch bewegt durfte Pepper noch einmal in seine Box, da es erst in einer halben Stunde auf die Koppel ging.
      Am Oberhausauslauf angekommen kam mir als erstes Mad Eye und Panchy entgegen. Während Panch mir freundlich entgegen schaute und wartete bis ich ihm ein Leckerlie gab, machte sich Mad Eye lieber selbst auf dIe Suche nach etwas essbaren. “Ey du kleine Frechdachs”, schimpfte ich den Wallach und schubste seine Nase weg. Der Knabstrupperhengst, der brav wartete bekam ein Leckerlie, welches er auch zufrieden verspeiste. Cleavant begann nun mit den Huf zu scharren um so ein Leckerlie zu bekommen. “Maaadi so bekommst du nix”, sagte ich zu dem Schecken und stupste ihn an. Der Hengst schüttelte empört den Kopf, hörte aber tatsächlich auf zu betteln. “So bist du brav”, lobte ich den Hengst und gab ihm sein Leckerlie. Als nächstes sprang mir der kleinste Bewohner des Paddocks in den Weg, sodass ich fast über ihn fiel. Der Silberne Hengst sah mich frech an. “Na Tigerchen. Lach für mich”, raunte ich dem Miniature Horse zu und gab ihm ein Handzeichen. Daraufhin streckte er den Kopf und hob seine Oberlippe. “Braaaav”, lobte ich den kleinen Mann und gab ihm eine Belohnung. Verfolgt von dem kleinen Hengst, kam ich nun endlich zu dem Pferd, weswegen ich eigentlich hier war. Der weiße Hengst stand noch gemütlich mit Caruso im Schatten des Unterstandes. Die beiden Pferd beknabbern sich freundlich und ich sah den beiden eine Weile zu, bevor Caruso mich bemerkte und von Divine abließ. Beide Hengste kamen nun an getrottet. Ich steckte beiden ein Leckerlie zu, bevor ich den weißen Freiberger aufhalftete. Ich ging mit dem Hengst zum Putzplatz. “Morgen Jace”, rief ich dem jungen Mann entgegen der gerade mit Vikar vorbei lief. schaute ihn aber nur kurz an. Unsere Beziehung war immer noch seltsam. “Morgen”, murmelt er und ging ohne ein weiteres Wort an mir vorbei. Nachdem ich Divine ein wenig verwöhnt hatte ging es noch einmal das Aufstellen üben. Durch seine Rücksichtsvolle Art war das führen kein Problem. Bei Aufstellen neigte er dazu geschlossen zu stehen und ein wenig rum zu hampeln. Also ging ich mit ihm auf dem Platz. Zum Glück weht dort ein sanfter Wind, welcher die ansteigenden Temperaturen etwas erträglicher machte. Nach 20 min beendete ich die Übung. “So mein hübscher, jetzt gibt es noch eine Dusche für dich und dann darfst du zu den anderen auf die Koppel”, sagte ich zu meinem Hengst und klopfte ihm den Hals. Ich duschte den Freiberger ab und sprühte ihn dann mit Insektenspray ein. Mit Fliegenmaske ging es dann auf die Koppel. Divine war der erste, weshalb ich beschloss auch noch die anderen Hengste rauszustellen. El Pancho stand nicht im Auslauf, weil er gerade versorgt wurde. So schnappte ich mir als erstes Aelfric, Mad Eye und Tiger. Die drei ließen sich wie immer brav auf die Koppel bringen. Als ich zurück an den Auslauf kam wurde Nabuko gerade von seiner Reitbeteiligung geholt. Das Mädchen hatte aktuell Ferien, weshalb sie immer schon besonders früh auf dem Hof war. So blieben nur noch Amigo, Rumkugel und Caruso übrig, die ich auch auf die Koppel brachte. Meine beiden Shettys Voilá und und Farena hatten heute frei, sodass ich die beiden Stuten nur raustellen musste. Also holte ich die Stuten vom Auslauf und brachte auch sie auf die Koppel. Fehlte heute also nur noch ein Pferd. Meine schwarze Schönheit Black Lady. Ich betrat den Stall und die Stute grummelt mir schon freundlich entgegen. Für die Stute stand heute nur ein kleiner Spaziergang an. “Guten Morgen meine hübsche”, begrüßte ich sie und strich ihr liebevoll über die Strin. Für die Stute gab es dann noch ihr Lieblingsleckerli, eine halbe Banane, bevor ich ihr das Lilaflauschhalfter anzog und den Strick ein hakte. Ihre Boxennachbarin Chess streckte neugierig ihren Kopf aus der Box, als ich Lady hinaus brachte. Vor dem Stall kam mit Jace entgegen, der gerade Sally und Splash auf die Koppel gebracht hatte. British wieherte uns zu, als wir an den Koppel vorbei kamen. Promise, Nathy und Gold folgten und am Zaun entlang, bis die Koppel endete. Nach einer großen Runde um den Hof spritzte ich die Stute ab und brachte ich Lady auf die Koppel. Im Anschluss half ich die Pferde abzuspritzen und auf die Koppel zu bringen, denn die Temperaturen lagen inzwischen bei 38 Grad und sollten noch weiter Steigen. Als alle Pferde versorgt waren packte ich noch die letzten Sachen für den Flug zusammen, denn morgen ging es für Alec und mich mit Divine und Churro nach Italien.

      Zwei Tage später auf dem Sommertunier

      Ein kleines Mädchen| Neugierig blätterte ich im Programmheft.. “PAPA, es gibt weiße Freiberger?”, fragt ich meinen Vater. “Scheinbar schon”, antwortete er und schaute stirnrunzelnd in das Programmheft. “Scheint ne gute Abstammung zu haben”. “Den Hengst will ich unbedingt sehen”, quiekte ich und hüpfte aufgeregt auf und ab.”Der sieht aus wie ein Einhorn… da fehlt nur noch GANZ VIEL Glitzer”. Ein paar Minuten später folgte ich meinem Vater zu der Zuschauertribüne. Ich hibbelte ein wenig herum, bis das weiße Pferd den Platz betrat. Eine recht kleine Frau führte das Pferd bis zu einer Stange die auf dem Boden lag. Dort blieb die Frau stehen. “Der ist in echt noch vieeeel schöner”, sagte ich staunend zu meinem Vater. Nachdem das Pferd ein paar Minuten dort rum gestanden hatte, liefen sie im Schritt ein paar Runden links und dann rechts rum. Danach machten sie dasselbe noch einmal im Trab. Danach verließen sie den Platz leider schon. “Die sind ja gar nicht galoppiert”, sagte ich traurig. Ich sprang auf und lief Richtung Stallungen. Dort fand ich die Frau mit dem weißen Hengst. “Darf ich ihn mal streichen?”, fragte ich neugierig. “Na klar”, sagte die Frau freundlich. Ich hielt dem weißen Pferd meine Hand entgegen. Snaft pustete er die Luft aus seinen großen Nüstern. “Er hat ja ein gaaanz weiches Maul”, sagte ich und strich ihm über den Kopf. “Wie heißt er ?”. “Er heißt Divine”, antwortete die Frau. “Wow, ein voll schöner Name für ein schönes Pferd”.

      Am Nachmittag

      Alec| Ich hatte meinen braunen Hengst bereits aufgewärmt und ritt noch ein paar Runden Schritt um darauf zu warten bis wir aufgerufen wurden. “Nummer 401 bitte an den Start”, das war unser Signal. Ich strich meinem Hengst nochmal über sein Schokobraunes Fell und ritt zum Start. “Nun sehen wir Chocolate Churre vorgestellt von Alexander Lightwood”, ertönte es aus den Lautsprechern. Dort angekommen grüßte ich die Richter und dann ertönte auch schon gleich die Glocke. Ich galoppierte Chocolate Churro aus dem stand an. Ich versammelte meinen Hengst vor der ersten Station um mir den Becher von der Stange zu schnappen. Auf der Strecke zwischen den Stangen ließ ich ihn wieder etwas an Tempo zulegen, bevor ich ihm vor der zweiten Stangen wieder einfing. Ich schaffte es gerade so den Becher auf der Stange zu platzieren ohne die Stange dabei um zu reiten. Das nächste Hinderniss war ein leichtes für meinen Hengst, da wir die Brücke auch gerne in unsere Bodenarbeit einbauten. Brav überwand Churro das Hinderniss. Die nächste Aufgabe würde eine menge Konzentration brauchen, da ich genau wusste ,dass der Hengst sich mit den Galoppwechseln noch ein wenig schwer stand. Schon ein paar Meter vor dem Slalom holte ich den Hengst zu mir. “Jetzt schön aufpassen mein hübscher”, raunte ich ihm zu. Der erste Galoppwechsel war ein wenig holprig, aber der nächste klappte schon besser. Das letzte Fähnchen streiften wir ein wenig, aber dafür, dass Galoppwechsel nicht seine beste Lektion waren machte der Hengst das super. Die letzten beiden Aufgaben meisteren wir schließlich auch noch. Nach beendigung des Parcours Ritt ich den Hengst noch ein wenig im Schritt, damit er sich noch einmal ein wenig entspannen konnte.
      © Wolfszeit | Lina Valo & Alexander Lightwood | 12.291 Zeichen
      zeitliche Einordnung {Juli 2020}
    • Wolfszeit
      Besuch bei den Fohlen | 20. Juli 2021

      Anitgone| WHC’ Aphrodite| WHC’ Venice| WHC’ Delicous Donut| WHC’ Mimithe| WHC’ Minya| Mijou| Briair| Minnie Maus| WHC’Mitena| WHC’Candela

      Während Lina, Samu und Jace mit unseren Gästen zum Wasser runterritten, bat Luchy mich nach den Fohlen sehen zu gehen. Gerade auf Antigones Fohlen sollte ich achte, denn die kleine Aphrodite war vor vier Tagen erst geboren worden. Das Fellpony war ganz ihren Namen entsprechend schon jetzt eine wahre Schönheit. In ihrem hellbraunen Fell leuchteten helle unregelmäßige Flecken und schon jetzt ließ sich erahnen, dass sie vermutlich die Haarpracht ihres Vater geerbt hatte. Während Antigone entspannt mit den anderen Stuten graste, flitzte das Stutfohlen mit Venice um sie herum. Veni ist mit den Zwillingen zusammen das älteste Fohlen und für die drei würde es nun bald an die Entwöhnung gehen.
      Am anderen Ende der Koppel tollten Donut, Mimi und Mina. Mijou beknabberte sich mit Briair, während Minnie Maus ein Auge auf die kleinen hatte. Candela und Mitena verfolgten mich wie immer auf der Runde in der Hoffnung ein Leckerli abzubekommen
      © Wolfszeit | Hazel O'Connor | 940 Zeichen
      zeitliche Einordnung {August 2020}
    • Wolfszeit
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      Pflegebericht | 28. Dezmber 2021

      Doo Wop| Injaki| WHC’ Mimithe| WHC’ Venice| El Pancho| WHC’ Afterglow| WHC’ Solist| LMR Royal Champion| Lancasters Peppermint| WHC’ Schachgott| WHC’ Shakoy| Keks
      "Gut, Hazel, das reicht für heute. Arbeite die Woche noch mal an den Wechseln, die könnten noch ein wenig sauberer sein. Am Freitag haben wir noch mal eine Stunde und da möchte Fortschritte sehen", schloss mein Chef die Reitstunde ab und verschwand kurz darauf aus der Reithalle. Dampf stieg von dem verschwitzen Fell der Stute auf und auch mir hatte die Stunde einiges abverlangt, denn die schnellen Manöver erforderten viel Konzentration, um präzise ausgeführt zu werden. Als ich Injaki vor ein paar Wochen mit Erfolg auf der Körung vorgestellte, entschloss mein Chef sich kurzerhand, dass ich nun auch noch Doo Wop auf einer Zuchtveranstaltung vorstellen sollte, da die Stute gerade aus dem Beritt zurückkam. An sich war das nichts Schlechtes, denn die Stute beherrschte die Manöver deutlich besser als ich, aber sie war einen besseren Reiter gewohnt. Wenn das mit der Körung in zwei Wochen etwas werden sollte, würde ich mir beträchtlich Mühe geben müssen, denn die Welt der Cowboys war doch noch recht neu für mich. Der Komfort eines Westernsattels ist allerdings dem eines Springsattels definitiv vorzuziehen. An der Bande hielt ich an, legte der Stute die blaue Abschwitzdecke über das Hinterteil und zog mir selbst auch wieder meine Jacke über. Mit einer leichten Gewichtsverlagerung lenkte ich die Stute durch das offene Hallentor hinaus und eine Welle kalte Winterluft schlug mir entgegen. Ich war bereits voller Vorfreude auf die kommende Veranstaltung. Auf dem letzten Event dieser Art hatte ich jemanden kennengelernt. Niedlich, wie nervös er die ganze Zeit war, dabei war es nicht gerade so als hätte ich mir Injaki eine besonders herausragende Leistung abgeliefert.
      Ein Lächeln schlich sich auf meine Lippen, als sein Bild vor meinen Augen erschien. Er hatte zwar eine gewisse Statur, aber wirkte irgendwie unauffällig und das machte ihn noch interessanter. Diese hübschen braunen Augen eingerahmt von einer Brille, würde ich sicher überall wiedererkennen. Obwohl das Gespräch nur recht kurz gewesen war, ging er mir nicht mehr aus dem Kopf. Aufgrund meiner Unfähigkeit würde ich allerdings darauf angewiesen sein, dass das Schicksal mir eine erneute Begegnung bescherte, denn ich vergaß ihn nach seiner Nummer zu fragen … oder ihm meine zu geben. Leise seufzend, tätschelte ich der Stute den verschwitzen Hals. Wop hatte den Weg eingeschlagen, der sich zwischen den Koppeln entlang schlängelte. Schnee lag in der Luft und die gefrorenen Pfützen knackte leise unter dem Gewicht des Pferdes, als sie brachen. Lange würde es nicht mehr dauern bis der Winter endgültig hier Einzug erhalten würde. Es fühlte sich an, als ob hier nur noch Stille herrschte, die einzig gefüllt wurden von dem gleichmäßigen Viertakt, den Wops Hufe im Sand erzeugten.

      Neben uns erstreckte sich die Fohlenkoppel. Groß waren die Racker geworden und die ältesten von ihnen liefen auch bereits ohne Mutter in der Herde. Wie so oft kam Mimithe an den Zaun und verfolgte uns, lief in ausdrucksvollem Trab neben uns her. Das kleine selbstbewusste Pony würde sicher mal ein gutes Tunierpferd werden, wenn auch eines welche eine große Herausforderung sein würde. Auch Vakanys Fohlen, Venice, war groß geworden und mit jedem Tag ähnelte sie ihrer Mama ein wenig mehr, auch wenn sie farblich ganz nach ihrem Vater kam.

      Ich ritt an der Koppel entlang, bevor ich der Wegbiegung folgte, die mit einem kleinen Schlenker wieder zurück zum Hof führte. Die Criollostute schnaubte entspannt ab, als wir auf den Grasweg abbogen. Leiste knisterte das frostige Gras bei Belastung und funkelte lustig in der tief stehenden Wintersonne. Aus der Ferne war ein lautes Motorgeräusch zu vernehmen, welches klang als gehöre es zu Jace Angeberkarre. Zu meinem Erstaunen rollte einige Minuten später allerdings ein dunkelblauer Porsche auf den Hof. Ungewöhnlich, zogen wir mittlerweile solche Kundschaft an? Mit einer winzigen Gewichtsverlagerung brachte ich meine Stute zum Stehen und wartete neugierig wer denn aus der Luxuskarosse aufsteigen würde.
      Als Erstes tauchte ein mit noch recht neu aussehenden Lederstiefel beschuhte Fuß auf, auf die ein bekanntes Logo mit einem Baum geprägt war. Darüber trug sein Träger eine dunkle Jeans, einen einfachen Strickpullover und eine farblich passende gefütterte Jeansjacke. Sein Gesicht kam mir ziemlich bekannt vor, dennoch brauchte ich einen Moment bis mir sein Name einfiel. Es war Quinn Angebeteter!
      „Schickes Gefährt, Raphael“, rief ich dem jungen Mann zu, der mich noch nicht bemerkt zu haben schien. Er hob den Blick von seinem Smartphone und lächelte mich höflich an: "Hallo Hazel."
      "Was führt dich hier zu uns auf den einsamsten Hof in ganz Kanada?", fragte ich, auch wenn ich mir schon denken konnte, wen er hier suchte. Das Grinsen konnte mir dabei nicht verkneifen. Raphael trat ein paar Schritte heran und strich der Stute beiläufig über das Fell.
      "Ich suche Quinn, weißt du, wo sie ist?", fragte er, währen Wop ihn freundlich inspizierte.
      "Also zuletzt habe ich sie in der großen Halle gesehen. Ich kann dir gerne zeigen, wohin du musst", entgegnete ich hilfsbereit. Raphael nickte darauf zustimmend. Mit einem leichten anlegen des Zügels wendete ich das Pferd und steuerte auf die Halle zu.
      "Hast du jetzt umgesattelt? Wenn ich mich recht erinnere, saßt du das letzte Mal im Springsattel?", fragte er interessiert.
      "Ja, da hast du recht, aber das ist schon vor gut eineinhalb Jahren geschehen. Nach fast dreizehn Jahren wollte ich einfach etwas Neues ausprobieren. Das Springen mache nur noch gelegentlich. Die beiden Ponys, die ich in Langley gesprungen bin, sollten ein wenig Routine bekommen, damit auch ein paar der Reitschüler sie zukünftig vorstellen können", antwortete ich erklärend. Wir erreichten die Halle und Wop lief bereits ganz von selbst durch das Tor, um vor der geschlossenen Bande stehenzubleiben. Ich lag richtig mit meiner Vermutung meine Kollegin hier zu finden, auch wenn sie den Knabstrupperhengst, mit dem sie trainiert hatte, derweil gegen Afterglow getauscht hatte. Mit weichen, federnden Bewegungen schwebte die junge Stute über den Sand und stieß im Rhythmus ihrer Schritte kleine, weiße Atemwölkchen aus den Nüstern. Als Quinn erblickte, wen ich hergeführt hatte, erhellte ein strahlendes Lächeln ihr Gesicht und sie parierte Glowy auf unserer Höhe zum Schritt durch und tätschelte ihr lobend den kräftigen Hals.
      "Hey", begrüßte meine Kollegin ihren Gast Freudenstrahlen, "so früh habe ich dich gar nicht erwartet." Die braune Stute reckte ihren Kopf hinauf zu Raphael und beschnupperte ihn mit weit geblähten Nüstern, die Augen weit geöffnet. Sanft strich er dem barocken Pferd über die Stirn, während er Quinn sanft anlächelte: "Ja, ich bin früh, aber lass dich von mir nicht stressen, reite ruhig weiter, ich sehe dir gerne zu."
      Bevor ich weiterhin wie das dritte Rad am Waagen herumstand, verließ ich die Halle und ließ die beiden allein. Im Stall sattelte ich meine Stute ab und stellte sie noch für einen Moment unter das Solarium, damit sie auch wirklich vollständig trocken zurück auf den Auslauf ging. Während die Stute im wärmenden Licht döste, trudelte eine Nachricht auf meinem Handy ein. Sie beinhaltete, dass ich bei den Junghengsten nach dem Rechten sehen sollte, primär nach dem Wasser und dem Heu. Sobald die rötlichen Lampen des Solariums erloschen, brachte ich die Stute zurück in den Auslauf, wo sie sich direkt in den Fallen ließ.

      Aus der Scheune holte ich das Fahrrad, da ich bei der Kälte nur wenig Lust hatte, die eineinhalb Kilometer bis zur Koppel zu Fuß zurückzulegen. Auf dem Weg lief mir Bubbels entgegen, der mir sogleich fröhlich bellend folgte.
      Vier der Hengste standen aufgereiht wie die Orgelpfeifen am vorderen Zaun. Lustigerweise hatten sie sich der Größe nach sortiert. Solist, als der jüngste und kleinste, stand ganz am Rand, daneben Champ. Er war in den letzten Monaten noch ein paar Zentimeter gewachsen, aber vor allem hatte der fünfjährige an Breite gewonnen. Aus dem schmächtigen Jungpferd wurde allmählich ein prächtiger Hengst. Shaky stand daneben und wurde von dem gleichaltrigen Schachgott geärgert. Der Appaloosa versuchte erst in das Ohr des Fuchses zu beißen und als Shakoy dieses schließlich wegzog, wurde seine Mähne attackiert. Nun schnappte er seinerseits nach dem Kopf des hellen Schecken. Schachi quietschte auf und schlug spielerisch mit dem Huf nach seinem Artgenossen. Kopfschütteln aber erheitert stellte ich das Fahrrad in sicherer Entfernung vor neugierigen Jungpferdezähnen ab und schlüpfte durch den Zaun.
      Zielstrebig steuerte ich die Wassertröge an. Der Wasserstand war noch ausreichend und die dünne Eisschicht hatten die Pferde bereits selbst beseitigt. An Heu war auch noch ausreichend vorhanden, denn der große Rundballen war gerade einmal zu einem drittel angefressen. Die beiden Junghengste jagten sich mittlerweile über die weitläufigen Koppel. Der Fuchs, der eine wahrlich gelungene Mischung aus der Hannoveranerstute Keks und einem talentierten Warmbluthengst aus Deutschland war, zeigte sich sogar im Spiel elegant und scheute auch nicht davor zurück, sich gegen den Spielkameraden zu wehen. Zwickte Schachi ihm in den Rücken, rächte er sich gleich mit einem Angriff auf seinen Hals oder die Beine. Ich beobachtete die spielen Pferde noch einen Augenblick, bevor ich mich in Begleitung des Dalmatiners wieder in Richtung Hof machte.
      © Wolfszeit | Hazel O'Connor | 9.347 Zeichen
      zeitliche Einordnung {Anfang Oktober 2020}
    • Wolfszeit
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      Feel it still | 12. Februar 2022
      Fiama di Royal Peragee | WHC’ Venice | Vakany| Mijou | Briair | WHC’ Delicious Donut | Minnie Maus | WHC’ Minya | WHC’ Mimithe | WHC’ Candela | WHC’ Mitena | Nurja | Lady Moon | HMJ Divine | Ready for Life | Vikar | WHC’ Poseidon | Herkules | Colour Spalsh | WHC’ Oceandis | Curly Lure | Songbird | LMR Fashin Girl | Black Lady | WHC’ Unsung Hero | Walking on Sunshine | WHC’ Shakoy | Miss Griselda Braun | British Gold | WHC’ Quatchi | Miss Leika| All Hope Is Gone| Flanell d’Egalité| Chessqueen| Sunny Empire| Baroness of the Gurad | LMR Ice Rain | Elvish Beauty | Saturn | Ursel - die Bärengöttin | Cremella | Amigo | PFS’ Artic Tiger | Acerado | Lifesaver | Elf Dancer | Little Buddy
      Wohlig wurde Jace von der Wärme des Hauses empfangen, als er eintrat. Eilig streifte er die nassen Schuhe von den Füßen und die Jacke warf er achtlos über einen Kleiderhaken. Er hatte etwas Herzerfrischendes auf der Fohlenkoppel entdeckt, was er Lina nun zeigen wollte. Wobei, wenn man ehrlich war, nur ein vorgeschobener Grund, denn es zog Jace ohnehin immer wieder zu der jungen Frau. Diese lag bisher noch dick eingekuschelt zwischen Kissen und Plüschtieren, noch tief im Reich der Träume. Ein gelöster Ausdruck zeichnete ihr zartes Gesicht. Wovon sie wohl träumen mochte? Dies hier könnte ein Märchen sein, wäre ihr schlaf doch tiefer. Statt von einem leidenschaftlichen Kuss wurde Lina durch ein sachtes Klopfen an ihrer Türe erweckt. Müde blinzelte die Brünette in das dämmrige Licht, welches durch die kleinen Schlitze zwischen den Lamellen der Rollläden hindurch fiel.
      “Geh weg! Du störst beim Schlafen”, rief Lina dem Störenfried entgegen und kuschelte sich tiefer in ihre Kissen. Sie versuchte nach den verblassenden Schlieren des Traumes zu greifen, doch es war, als würde eine immer dichter werdende Nebelwand das Unterbewusste verdrängen.
      Gut, dann ist sie immerhin wach, dachte sich Jace auf der anderen Seite der Tür und verschwendet nicht einen Gedanken daran Lina weiterschlafen zu lassen.
      “Nein, ich gehe nicht weg. Ich muss dir nämlich etwas zeigen”, verkündete er energetisch.
      Langsam bewegte sich die Klinke unter seinen kräftigen Fingern. Die Schneeflocken auf seinem Haar, die in der Wärme des Hauses langsam schmolzen und die leichte Röte auf Wangen und Nase, zeugten davon, dass er bereits draußen gewesen war.
      “Was genau kann denn so wichtig sein, dass du es mir sofort zeigen musst?”, murrte die junge Frau und zog sich die Decke über den Kopf. Sie sollte dringend anfangen, die Tür nachts abzuschließen, war es nicht das erste Mal, dass irgendwer ungebeten hereinkam. Tief sog sie die Luft in die Lungen. Es war ihr egal, was Jace wollte, denn sie wollte nur die Wärme ihres Bettes genießen und einen Moment länger an den Erinnerungen diesen zwei Wochen festhalten, die der Traum erneut weckte. Vor diesem Sommer hätte sie niemals geglaubt, dass sie jemandem wie ihm überhaupt auffiel. War er doch etwas wie der Traumprinz der Moderne. Wohlhabend, gut aussehend, beliebt. Und was war sie? Ein Niemand, das unscheinbare Mädchen vom Lande.
      Ihr ganzes Leben lang war sie von solchen Leuten ausgeschlossen, wie ein Objekt behandelt worden. Dem Verhalten nach, was Niklas zu Beginn an den Tag legte, war sie sich sicher gewesen, dass sie ihn niemals ausstehen können wird, doch noch bevor sie es begriff, war es bereits um ihr Herz geschehen. Bereits bevor es richtig begann, schien es aussichtslos, dennoch ließ sie es geschehen. Somit verschwand, mit dem Ende des Sommers, auch er, und mit ihm, ein Teil ihres Herzens. Sie blieb hier allein zurück, mit nicht viel mehr als verblassenden Erinnerungen und einem Pferd. Ein Pferd, welches jeden Morgen treuherzig auf das Mädchen warte. Divine, der Hengst, den sie mehr liebte als sich selbst, der sie jedoch jeden Tag an den Abschied erinnerte. Während die zierliche Gestalt noch mit ihren Gedanken kämpfte, trat der blonde Mann ein, sah nicht, was sie zu verbergen suchte. Viel mehr durchfloss ihn prickelnde Wärme, die sich in seinem Herzen zu einer sprudelnden Quelle konzentrierte.
      “Ich muss dir etwas Niedliches zeigen”, antwortete der blonde Mann und ließ sich neben ihr auf dem Bett nieder. Den Teil, dass es fast so niedlich war wie Lina, sprach er nicht aus, aber ein versonnenes Lächeln lag auf seinen Lippen. Sanft zogen die kräftigen Hände die Decke vom Kopf des Mädchens, worauf hin ein widerwilliges Brummen ertönte.
      “Jace, es ist noch viel zu früh, lass mich schlafen!”, murmelte sie und boxte ihn halbherzig. Der junge Mann musste sich zusammenreißen, nicht loszulachen. Hielt er sie doch für überaus putzig, so ganz verschlafen. Das übergroße Shirt fiel locker um ihren zarten, kleinen Körper und einige der dunklen Haarsträhnen hatten sich aus ihrem Dutt gelöst und fielen ihr in die Stirn.
      “Linchen, es ist schon halb zehn, da kann man auch mal aufstehen”, konterte Jace und hielt ihr sein Handy als Beweis vor die Nase. Jace kassierte sogleich einen Tritt, von seinem zeternden Gegenüber: „Du weißt, ich hasse das, wenn du mich so nennst und außerdem habe ich heute frei.” Die junge Frau wollte sich das Kissen über den Kopf ziehen, doch Jace schnappte es sich und warf es außerhalb ihrer Reichweite, auf die andere Betthälfte.
      “Langweilerin, wenn du immer so lange schläfst verpasst du alles.” Unbeirrt der geringen Begeisterung, die ihm entgegengebracht wurde, plapperte Jace weiter: “Ich habe Fia heute zum erst mal bei der Fellpflege gesehen. Ist das nicht toll?” Der Blonde zeigte ihr ein Video, wie die kleine Lustitanostute freundlich von Vakany’s Fohlen beknabbern wurde. Fiama, hatte als einziges Fohlen, welches bereits ohne Mutter in der Herde lief, einige Anschlussprobleme gehabt. Doch seit die Fohlen nach und nach entwöhnt wurden, fand auch die kleine Fuchsstute endlich den Anschluss.
      “Okay, das ist wirklich süß, aber wenn du mich nächste Mal für so eine Kleinigkeit weckst, an einem freien Tag, bring wenigstens Frühstück mit”, gähnte Lina und begann sich zu strecken. Jace würde wohl nicht aufgeben, bis sie endlich aufstand. Als sie ihre Arme und Schultern zu strecken begann, verrutschte ihr Shirt ein Stück und gab den Blick auf ihr Schlüsselbein frei, auf dem sich eine verblasste Narbe abzeichnete. Nur schwer konnte Jace seinen Blick von ihr lösen. Er verstand nicht, warum sie so einen geringen Selbstwert an den Tag legte, waren es doch gerade diese kleinen Makel, die sie in seinen Augen noch schöner wirken ließ.
      “So, und wo du jetzt wach bist”, sprach er schließlich und ging zurück zur Tür, ließ sich aber nicht nehmen, ihr die Decke im Gehen vollständig von den Knien zu ziehen, “möchtest du bestimmt mit mir die Fohlen umweiden. In 10 Minuten unten.” Lina protestierte lautstark gegen den Diebstahl ihres Federbettes und damit auch der letzten Wärme, doch ihr Kollege war bereits aus dem Raum verschwunden.
      Schicksalsergeben rollte sie sich aus dem Bett. Eigentlich war ihr bei den Temperaturen draußen, ihre kuschelige Decke lieber, aber es schien nicht so als hätten sie eine Wahl. Spätestens in zehn Minuten würde Jace den nächsten Angriff starten und sie glaubte nicht, dass es dann bei einer geklauten Decke bleiben würde. Zudem hatte Jace die Tür offen gelassen, wodurch ein kühler Luftzug in das Zimmer drang und sie zum Frösteln brachte.
      Zwölf Minuten später stand die junge Frau dick eingepackt in eine Daunenjacke und mit einem halben Müsliriegel in der Hand auf der Terrasse. Da weit und breit kein Jace zu sehen war, rief sie nach ihm: “Wo bist du denn, Jace?” Genervt verdreht sie die Augen, erst weckte er sie und dann ließ er sie ohne nennenswertes Frühstück in der Kälte warten.
      “Ich bin doch schon da”, drang eine Männerstimme hinter ihr aus dem Flur. Der Gesuchte stand in der Terrassentür und zog den Reißverschluss seiner Jacke zu. Kurz darauf kam er aus dem Haus und schnappte sich den Rest des Müsliriegels aus Linas Hand.
      „Das war mein Frühstück”, empörte sich die Kleine, doch es war schon zu spät, von dem Riegel war bereits nicht mehr übrig als das Papier.
      „Wir tauschen lieber”, antwortete Jace kauend und stülpe ihr fürsorglich seine Handschuhe über die Finger. “Sonst frieren dein hübschen Fingerchen noch ab”, ergänzter er erklärend. Obwohl es erst Oktober war, war es schon klirrend kalt, -10 Grad um genau zu sein.
      „Das ist kein guter Tausch, ein Frühstück wär mir lieber“, beschwerte sich Lina erneut.
      „Ich verspreche dir, Frühstück bekommst du, wenn wir fertig sind. Ich werde es dir höchstpersönlich zubereiten“, beschwichtigte der große Blonde seiner Begleitung.
      Lustig tanzten die Schneeflocken durch die Luft und unter den Sohlen der Stiefel, knirschten die Eiskristalle als die beiden in Richtung Stall liefen.
      “Am besten nehmen wir erst die Zwillinge, Mijou plus Fohlen und Brair mit. Möchtest du lieber die beiden wilden oder die anderen drei?”, fragte er. Statt eine Antwort abzuwarten, drückte er Lina bereits die Halfter von Mina und Bri in die Hand. Irritiert blickte sie ihn an und frage: “Warum fragst du mich eigentlich, wenn du es dann doch selbst entscheidest?”
      „Na ja,” Jace blickte kritisch an ihr herunter und antwortete etwas spöttisch, “weil du aussiehst als würdest du gleich ein hübscher kleiner Eisklotz werden und du weißt, ja, gerade für Mimi benötigt man schon ein wenig Flexibilität.“ Ganz Unrecht hatte er nicht. Trotz der gefütterten Jacke, die sie trug, fror sie ein wenig und zog sich den voluminösen Schal ein etwasmehr ins Gesicht.
      „Du bist doch bescheuert”, zeterte die kleine Frau und stieß ihm gezielt zwischen die Rippen. Jace murmelte unverständlich, von wegen er würde noch wie verprügelt aussehen, wenn sie so weitermache, aber macht keinerlei Anstalten sich gegen ihre Attacken zu wehren.
      Hinter einem Busch zischte plötzlich ein Schneeball hervor, verfehlte nur knapp das Gesicht der kleinen Brünette und zerschellte an einem Baumstamm hinter ihr.
      “Ohh da bekommst du zurück, Jayden”, rief Jace, der den Ursprung des eisigen Geschosses bereits ausgemacht hatte und zielte auf seinen Kollegen, der hinter der Hausecke hervorlugte. Trotz der Kälte waren alle fröhlich und ausgelassen, doch als Lina sich beschwerte, dass sie den Schnee sogar schon unter dem Shirt hatte, fand der Spaß ein Ende. Sie war nun auch noch nass, nicht nur wie das Weiß um sie herum.. Aufopferungsvoll zog Jace seine Jacke aus und legte ihr diese mit den Worten: „Hier, kleine Eisprinzessin“, um die Schultern. Dankbar schlüpfte sie in die riesige Jacke, ignorierte seinen Kommentar allerdings vollkommen. Das, was für Jace eine normale Jacke war, wirkte an Lina wie ein seltsam geschnittener Mantel.
      Bereits von Weitem war zusehen wie Mimi und Donut sich gegenseitig um Mijou herum scheuchten. Dabei blieb die braune Stute ziemlich gelassen und suchte ein paar Grashalme unter dem Schnee. Es war erstaunlich, wie ruhig die traumatisierte Stute geworden war, seit sie das Fohlen hatte. Bevor der kleine Donut auf der Welt war, hatte Mina kaum ein anderes Pferd in die Nähe gelassen, geschweige denn, dass jemand oder etwa unter ihr durchlaufen durfte, wie Mimi es gerade tat. Auch der kleine Hengst, dem man die Verwandtschaft zu Flanell eindeutig nicht abschlagen konnte, versucht unter seiner Mama durchzulaufen, aber da er inzwischen gute fünfzehn Zentimeter größer war, als das Ponyfohlen, passte es nicht.
      “Schau nur, ich glaube, Candy versucht einen Schnee-Engel zu machen”, lenkte Lina amüsiert die Aufmerksamkeit auf die Scheckstute, die sich prustend im Schnee wälzte. Mitena, die nun angetrottet kam, hatte weiße Flocken in ihrem dunklen Fell kleben, der vermutlich von einer ähnlichen Aktion stammen musste.
      “Das kann ich auch“, schwang Jace große Worte und warf sich in den Schnee. Er begann Arme und Beine auf und ab zu bewegen, sodass unter ihm ein Schnee-Engel entstand. Lachend schüttelte Lina den Kopf über ihren Kollegen. Manchmal war sie sich nicht sicher, ob er älter als zwölf war, so wie er sich aufführte.
      “Na, hör schon auf mit dem Quatsch, so kommen die Pferde niemals auf eine neue Koppel.“ Lächelnd reichte die braunhaarige ihm eine Hand, um mir beim Aufstehen zu helfen. Doch statt aufzustehen, nutze er die Gelegenheit und zog sie zu sich runter. Lina landete geradewegs aus seinem muskulösen Oberkörper.
      Für Augenblick hielten beide inne. Jace sah unmittelbar ihre hübschen blauen Augen, umrahmt von lagen dunkeln Wimpern. Darin hatte sich eine Schneeflocke verfangen und funkelte mit ihren Augen um die Wette. Immer mehr von der prickelnden Wärme, pulsierte durch seine Adern, sodass er trotz fehlender Jacke nicht fror. Kurzzeitig erwiderte das Mädchen seinen Blick, bevor sie sich verlegen abwendete. Ganz tief in ihrem Inneren geriet etwas in Bewegung, doch es war noch zu früh, ihr Herz hing stattdessen an Niklas. Ein trübseliger Ausdruck trat in ihre Augen und sie rappelte sich wortlos auf. Jace schien das unausgesprochen zu erahnen, denn er schwieg ebenso. Die einzigen Geräusche um sie herum waren das Heulen des Windes und der knirschende Schnee. Lina gab sich alle Mühe, die Gedanken an Niklas beiseitezuschieben und sich auf die Gegenwart zu konzentrieren.
      “Hei, Mina”, sprach sie zu der braunen Stute, als ich sie diese erreicht hatte, “Bereit für einen Umzug?” Natürlich antwortete die Stute nicht, sondern sah sie freundlich aus ihren braunen Augen an. Die Finnin hielt ihr das grüne Halfter hin. Misstrauisch schnupperte die daran, bevor sie wohlerzogen den Kopf senkte, damit die kleine Dame sie halftern konnte. Dies stellte sich, mit Jace viel zu großem Handschuhen an ihren Fingern, allerdings als ziemlich schwierig heraus. Unglaublich, wie umgänglich die Stute mittlerweile war.
      „Hier, die musst du auch mitnehmen.” Jace drückte seine Kollegin den Strick der Schimmelstute in die Hand. Auch die beiden Fohlen hatte der große Blonde bereits eingefangen, obwohl das bei dem kleinen Wirbelwind Mimithe gar nicht so einfach gewesen war. Die kleine Stute fand es nämlich viel lustiger vor ihm davonzulaufen.
      Lina ging mit den beiden Stuten voraus, immer mit dem kleinen Donut an Mijous Seite. Auf der neue Koppel angekommen machten sich alle fünf Pferde erst einmal daran, jeden Zentimeter zu erkunden. Während die Vierbeiner ihre neue Umgebung inspizierten, holten Jace und Lina auch noch die anderen Pferde.
      Nurja und Lady Moon, die zu Gesellschaft bei den Fohlen standen sowie die beiden Jungstuten, waren die letzten Pferde, die umzogen. Wie ein Schneepflug stiefelte Moony über die Koppel und rollte sogar einen kleinen Schneeball.
      “Ich glaube Jamie hat ein künstlerisch begabtes Pferd”, meinte Lina lachend zu Jace und zückte ihr Handy um ein Video zu machen.
      “Ja, schon …”

      Jace | Ein lautes Scheppern, welches den Tod der Tasse verkündete, riss mich aus meinem Dämmerzustand. Fluchend sprang ich auf und sammelte die Scherben von dem dunklen Parkett. Scheiße, das war meine Lieblingstasse gewesen. Nicht, dass die Tasse besonders hübsch gewesen wäre, nein eher das Gegenteil, sie war potthässlich, aber es passte viel hinein. Genau das, was ich benötigte, um morgens wach zu werden.
      Das Feuer im Kamin war heruntergebrannt und glomm nur noch schwach. Müde ließ ich mich zurück auf das Sofa sinken, starrte durch das Glas des Wintergartens auf die Terrasse. In letzter Zeit schlief ich des Öfteren auf dem Sofa ein, wenn ich mich in meinen Gedanken verlor, aus denen sich unruhige Träume formten.
      Vor ein paar Stunden hatte ein leichter Schneefall eingesetzt, der zunehmend stärker wurde. Kräftiger Wind verwirbelte die dicken Schneeflocken und für einen kurzen Augenblick, glaubte ich die unverwechselbare Silhouette eines Pferdes darin zu erkennen. Das Tier, welches im Stall stand und jeden Tag sehnsüchtig auf Lina warten, doch lange würde er nicht mehr warten müssen. Denn der Tag seiner Abreise war bereits in zwei. Als Samu mitteilte, wann er und damit auch der Freiberger, den Hof verlassen würde, erlosch auch der letzte Funke Hoffnung, dass Lina zurückkehren würde. Auch, wenn ich ihr nur das Beste wünschte, hatte ich damit gerechnet oder viel mehr darauf gehofft, dass sie früher oder später doch noch herausfand, dass Niklas nur ein guter Schauspieler war. Doch alles, was ich von ihr nur, dass sie glücklich sei.. Es war nicht einfach sie loszulassen, aber allmählich merkte ich, wie es zu einer ernsthaften mentalen Belastung wurde, die immer schwerer zu bewältigen war. Nicht mal nachts schaffte ich es, abzuschalten, mein Hirn erschuf allerlei Szenarien, wie es nach dem Tag der Abreise dem schwedischen Team hätte verlaufen können, wenn sie hier geblieben wäre. Aber alle endeten damit, dass irgendwann der Punkt kam, an dem sie dem Mann nachtrauerte, der ihr mit Divine einen Kindheitstraum erfüllte und dass Lina unglücklich sei und sich quälte, war das Letzte, was ich wollte. Die Zeit war wohl gekommen, die Ereignisse anzunehmen, zu akzeptieren, dass es Menschen gibt, die man zwar im Herzen tragen konnte, die aber nicht in meinem Leben sein konnten.
      Unerwartet leuchtet der Bildschirm meines Handys auf dem kleinen Couchtisch auf, tauchte seine Umgebung in einen schwachen, weißlichen Schein. Ich griff nach dem Gerät und erblickte eine Benachrichtigung von Instagram. Ich staunte ein wenig, als ich sah, dass Lina etwas gepostet hatte, denn seit ihrem Umzug war es auf ihrem oder eher Ivys Account relativ still geworden. Es gab nur noch gelegentlich sporadische Updates über den weißen Hengst, logisch, wenn sie sich tausende Kilometer weit von ihm entfernt befand.
      Neugierig, was Lina wohl gepostet haben mochte, öffnete ich die App. Eine Story öffnete sich, darin zu sehen ein Rappe mit einer schmalen Blesse, der erst an einem Heuhaufen knabberte und schließlich neugierig mit der Nase immer näher an die Kamera kam, bis nur noch Nüster zu sehen waren. „Willkommen Zuhause, Ready for Life", stand in der Ecke geschrieben. Es folgte noch eine Boomerang in der die Stute, offenbar auf Kommando flehmte. Was mochte es wohl mit der Stute auf sich haben? Gehörte sie zu Lina? War es ein weiteres Geschenk ihres Freundes? Immerhin hatte sie die Pferde aus Schweden bisher nur sporadisch in Storys gezeigt, wenn sie ausreiten war oder ähnlich, aber nie eines explizit erwähnt. Ich sollte morgen bei Samu nachfragen, ob er mehr wusste über dieses Pferd. Da war sie wieder, die mich ständig beschäftigende Frage, was Lina machte dort drüben auf dem anderen Kontinent. Ich benötigte dringend eine Ablenkung.
      Aus einer Intuition hinaus fischte ich den Zettel aus meiner Handyhülle, der mir vor ein paar Wochen auf der Zuchtschau, wo ich den gescheckt Tinkerhengst Vikar, vorstelle zugesteckt wurde. In einer ordentlichen Handschrift war eine Zahlenfolge und ein Name darauf notiert worden. Die Art des Interesses des Urhebers wurde durch ein schwungvolles Herz neben dem Namen unterstrichen. Bisher hatte es mir widerstrebt, die Nummer zu verwenden. Es war nur ein schöner Abend gewesen, bedeutungslos, einzig dem Zwecke dienend, mich abzulenken. Jetzt wieder in näheren Kontakt mit den Mädchen zu treten, widersprächen den unausgesprochen Gesetzen eines One-Night-Stands, der Flüchtigkeit des Momentes. Doch, was war schon dabei, diese Regel zu missachten?
      Entschlossen tippte ich die Nummer in mein Handy, speichert diese ab und sofort erschien die Verknüpfung zu dem bekannten Messengerdienst mit dem grünen Symbol. Ein paar Sekunden zögerte ich noch, bevor ich darauf tippte und begann eine Nachricht zu tippen:
      “Hey, ich bin es Jace.” Ich kam mir ein wenig blöd vor nicht mehr zu schreiben, doch schon bei unserer ersten Begegnung hatte ich das Gefühl, dass sie genaustens wusste, wer ich bin, was auch wenig erstaunte. Die Turnierszene in der Region war klein, man kannte die aufstrebenden Sterne. Kaum war die Nachricht gesendet, erschienen die beiden Haken und wurden nach knapp 30 Sekunden bereits blau. Unerwartet. Ich rechnete nicht wirklich damit, dass sie so spät in der Nacht noch wach sei, aber was wusste ich schon. Immerhin ging mein Wissen über sie nicht weit über ihren Vornamen hinaus.
      „Hey“, ploppte die Nachricht auf, „schön von dir zu hören. Warum bist du so spät noch wach?“ Die Frage kam mir ein wenig Paradox vor, schließlich war sie selbst noch wach, aber dies war nicht relevant.
      „Nein, man könnte eher sagen schon wieder", tippe ich in das Nachrichtenfeld und sendete es ab. Kurz darauf fragte Aria nach dem Grund.
      „Es ist kompliziert", antwortete ich ihr, noch darüber nachdenkend, wie klug es sei, mich Aria anzuvertrauen. Immerhin war sie eine Fremde, zugegeben eine, die mir auf körperlicher Ebene bereist ziemlich nah gekommen war.
      „Geht es etwa um ein Mädchen?", unterbrach eine Nachricht von ihr meine Gedankengänge. War es so offensichtlich oder konnte sie etwa Gedanken lesen? Ich beantworte ihre Frage mit einer Bestätigung, bevor ich mich schließlich aufraffte, um mich doch mal in mein Bett zu begeben. Schlaf fand ich dort dennoch lange nicht, sondern schrieb noch einer ganze Weile mit Aria.

      Am nächsten Morgen erwachte ich, weil vermutlich Hazel lautstark durchs Haus trampelte. Unglaublich, wie ein so kleiner Mensch so viel Lärm verursachen konnte. Ächzend rollte ich zur Seite und fischte mein Smartphone vom Nachttisch. Acht Uhr zwanzig leuchte auf dem Sperrbildschirm auf. Fuck, in zehn Minuten war Teambesprechung. In aller Eile sprang ich aus dem Bett, griff wahllos nach einer Hose und einem Shirt und warf noch schnell die Kaffeemaschine an.
      Wenig später polterte ich mit dem Kaffeebecher in der Hand die Treppe hinunter und spurtet mich in den großen Seminarraum zu kommen. Wie nicht anders zu erwarten, waren alle anderen bereits da. Hazel grinste nur fröhlich, während Quinn sich nur schwer von ihrem Handy lösen konnte. Ihrem Gesichtsausdruck zufolge, schreib sie mit Raphael, einem meiner Teamkollegen, den sie neulich auf einem Turnier traf und der seitdem öfter hier auftauchte. Man musste ihm schon lassen, dass sein Hengst und er ziemlich gut waren, erst letzten Monat hatte er den Sieg bei der ersten Qualifikation für den Jumping Word Cup zu holen. Allerdings war es beinahe vorprogrammiert, mit Poseidon erfolgreich zu sein, schließlich hatte ich den Vater des Rappen selbst unter dem Sattel und wusste um sein Vermögen, mit Hindernissen umzugehen. In Kombination mit Colour Splash, die ebenso geschickt mit den Stangen war, konnte nur ein wahres Känguru dabei herauskommen. Poseidon zeigte schließlich bereits als Junghengst so viel Potenzial, dass Luchy diese Anpaarung wiederholte. Die kleine Oceandis, die dabei herauskam, war nach Schweden gezogen und konnte dort bereits ihre ersten kleinen Erfolge vorweisen.
      “Sehr gut, dann sind wir ja jetzt vollzählig”, begann meine Chefin die Besprechung einzuleiten, nachdem ich mich auf den freien Platz niedergelassen hatte. Sie eröffnete mit dem wöchentlichen Bericht der Reitschule. Hazel hatte die anfänglichen Schwierigkeiten in Linas System hereinzukommen mittlerweile überwunden. So weit lief alles gut, nur die kleine Haflingerstute Curly Lure hatte sich eine Unart angeeignet, weshalb Silvia sie die nächsten Wochen ein wenig in Beritt nehmen sollte. Auch die Shettyschule lief mittlerweile besser als jemals zuvor und mit der zunehmenden Routine war auch Songbird mittlerweile ein fester Teil der Ponytruppe.
      “Als Nächste wollen wir zu den Zuchtstuten kommen. Fashion Girl ist inklusive des kommenden Fohlens verkauft, die beiden werden mit Ladys Fohlen nach Deutschland gehen. Lady soll nach dem Absetzen antrainiert, schließlich antrainiert werden und dann in der Reitschule laufen.” Luchy erläuterte noch die weitere Zuchtplanung und welche Tiere deshalb, an- und abtrainiert werden mussten, darunter auch Chessqueen, Nessi und Empire. Sowie welche weiterhin die Freiheit auf den weitläufigen Weiden genießen durften und welche Jungpferde zu Training weggehen würden, wie Shakoy, der zum Beritt nach Deutschland gehen würde, auf den Hof, wo auch Fashion und die beiden Fohlen hinziehen würde.
      “Als Nächstes kommen wir zu dir Jace”, wand sie sich schließlich an mich, nachdem sie bereits den anderen einen Ausblick auf die kommende Saison gab, “Ich freue mich sehr, dass du mittlerweile erfolgreich unser Land vertrittst, gerade mit Herkules erzielst du gute Ergebnisse. Nun ist es so, dass eines der Jungpferde, Unsung Hero, um genau zu sein, demnächst aus dem Beritt aus Amerika wiederkommen wird. Eigentlich sollte er verkauft werden, hatte aufgrund seines Potenzials auch bereits Interessenten, allerdings würde ich ihn, Anbetracht deiner Ergebnisse gerne dir anvertrauen. Hero zeigt schon jetzt viel Potenzial, welches das von Sunny vermutlich noch übersteigen wird.” Einen Moment dachte ich darüber nach, welches der Jungpferde sie meinte, bis es mir einfiel. Hero, war ein Enkel der Stute, die ich aktuell im Team ritt. Als Fohlen allerdings, schien er weniger vielversprechend, denn er war tollpatschig und wusste seinen langen Beinen nicht so recht zu sortieren. Weil er deshalb öfter mal hinfiel oder auch im Zaun landete, handelte er sich den Spitznamen Unusing Hero ein.
      “Also stellst du mir Hero anstelle von Sunny zur Verfügung?”, versicherte mich, dass ich Luchys Angebot richtig verstanden hatte. Meine Chefin nickte bestätigend.
      “Okay, und wer übernimmt dann Sunny? Ich kann schließlich nicht alle Pferde trainieren”, brachte ich das einzig für mich sichtbare Problem hervor.
      “Sie ist ja nicht mehr sie aller jüngste, deshalb wird sie in Zukunft nicht mehr im großen Sport laufen, sondern als Lehrmeister in der Reitschule dienen”, führte meine Chefin ihre Pläne für die Stute aus.
      “Okay”, lächelte ich, “da bin ich gespannt, wie sich der kleine Tollpatsch im Beritt gemacht hat.” Von den Berittpferden, die außerhalb des Hofes untergebracht waren, bekamen wir immer nur wenig mit, sodass es wahrlich eine Überraschung sein würde, ob der kleine Tollpatsch sich tatsächlich so Positiv entwickelt hatte.
      “Du wirst erstaunst sein”, erwiderte Luchy, “Er kommt Ende November an.” Ich nickte und sie fuhr fort mit der Besprechung.
      Am Ende des Meetings zerstreuten sich alle und gingen wieder an ihre Arbeit. Ich für meinen Teil holte mir noch einen Kaffee, bevor ich in den Stall ging, um das erste Pferd zum Training fertig zu machen. Zahlreiche Fußstapfen führten von der Haustür zu den Ställen und Ausläufen, nur abseits der Wege war die weiße Decke noch unberührt. Ich folgte den Spuren zum Hauptstall, auf dessen gläsernen Dachfirst sich die Sonne spiegelte. Bereits vor dem Betreten der Stallgasse hörte ich Grisi, die mit den Hufen gegen ihre Boxenwand trat. Die freiheitsliebende Stute mochte es nicht sonderlich in der Box zustehen, doch aufgrund einer Verletzung durfte sie nicht auf die gefrorenen Weiden und Paddocks, weshalb sie sich aktuell mit der Box und tagsüber der Longierhalle abgeben musste. Ice Rain reckte ihren Kopf hinüber zu ihrer Boxennachbarin, um sie zu ärgern, worauf hin sie von der Schimmelstute an gequiescht wurde. Bei der Box von British angelangt streckte sich mir sogleich eine helle Nase entgegen, die interessiert an meinem Kaffeebecher herumnabbelte. In mich hinein grinsend schob ich ihren Kopf beiseite, denn die aufgeweckte Stute benötige im Gegensatz zu mir definitiv nicht noch einen Energiebooster. Ich nahm noch einen großen Schluck aus dem Becher, bevor ich ihn abstellte und nach dem petrolfarben Halfter griff.
      Brav folgte mir die Hannoveranerstute zum Putzplatz, auf dem Jayden gerade Miss Leika sattelte. Freundlich beschnupperte die Pearlstute ihre Artgenossin, bevor sie gehorsam einparkte. Unter der Decke kam ein annähernd sauberes Pferd zum Vorschein. Passend zum fertig gesattelten Pferd war dann auch mein Kaffee leer.
      “Na komm Gold, dann wollen wir mal ein wenig Dressurarbeit machen”, sprach ich zu der Stute und zupfte am Zügel, damit sie anlief. Leise knirschte der Schnee unter unseren Füßen. Vereinzelte Flocken tanzten vom Himmel, um sich lautlos auf der Mähne der Stute abzusetzen. In einiger Entfernung tollte der Dalmatiner durch den hohen Schnee und hätte er keine dunklen Flecken im Fell, wäre er vermutlich mit der Umgebung verschmolzen und nur noch als Schneewirbel auszumachen gewesen. Knarzend glitt das große Hallentor zu Seite und ließ uns in das verhältnismäßig warme innere des Gebäudes eintreten. Der helle, lockere Sand lag noch unberührt vor mir, als ich die helle Scheckstute darauf führte. Gerade als ich aufgessen war, vibrierte es in meiner Hosentasche. Während die Stute loslief, sah ich nach, wer etwas von mir forderte. Es war Aria, die mir einen freundlichen guten Morgen wünschte. Ich wünschte ihr ebenfalls einen und fragte sie schließlich, ob es einen Grund für ihr schreiben gäbe.
      “Ja und nein”, kam eine geheimnisvolle Antwort zurück. Einen Augenblick wartete ich, ob sie die Antwort noch erweiterte, bevor ich nachfragte. Das Pferd unter meinem Sattel lief genügsam seine Runden durch den Sand, schien sich nur wenig daran zu stören, dass ich abgelenkt war.
      “Erst wollte ich dir nur einen guten Morgen wünschen”, ploppte eine Nachricht aus, doch noch zeigte das Gerät an, dass sie tippte, “und dann dachte ich mir, ob du nicht Lust hättest etwas mit mir zu unternehmen, aber dann fiel mir ein, dass Papa gleich kommt. Irgendwas wegen eines Polo-Spiels im Club, glaub ich.” Polo, das passte in das Bild, welches ich von Aria hatte. Schon bei erstem Anblick war nicht zu übersehen, dass es ihr oder vermutlich eher ihren Eltern nicht an Geld mangelte.
      “Heute hätte ich ohnehin nicht gekonnt, aber wir können uns vielleicht am Wochenende treffen. Lass uns später noch mal schreiben. Ich muss jetzt erst einmal Gold bewegen”, antworte ich ihr, bevor ich das Gerät in den lautlosen Modus schaltete und es zurück in die Hosentasche verfrachtete. Sobald ich den Zügel sanft aufnahm, lief die Stute sogleich fleißiger und trat aktiv an die Hand heran. Dass sie mittlerweile nahezu mühelos in die korrekte Haltung zu bringen war, war das Ergebnis jahrelanger Arbeit. Als British hier ankam, war sie kaum zu halten und rannte wie eine Giraffe mit weggedrückten Rücken durch die Gegend und kannte nichts außer dem Springparcours. Natürlich war sie auch noch immer kein Lampenaustreter, dafür fehlte ihr das Potenzial, aber für gesund erhaltende Gymnastizierung war es ausreichend. Mittlerweile war die Hannoveranerstute ausreichend aufgewärmt, sodass ich die nächsthöhere Gangart wählte. Angenehm federten die Schritte der Stute und mit jeder Runde wurde sie gelöster. Aus die Stute fokussiert bemerkte ich Quinn erst, als sie mit dem Fuchs bereit eingetreten war. Leichtfüßig setzte die junge Stute ihre Füße in den Sand und drehte aufmerksam die Ohren. Von dem schlaksigen Jungpferd, welches sie einmal gewesen war, war nicht mehr viel zu sehen, stattdessen kam die Hannovernerabstammung nun deutlich durch.

      Die Sonne stand mittlerweile hoch am Himmel und brachte die Eiskristalle zum glitzern, als ich mit dem Hengst ins Freie trat. Dampfwolken stiegen von seinem dunklen Fell in den klaren Himmel empor, an den Stellen, wo es nicht mit einer Decke bedeckt war. Hope hatte mal wieder sein Bestes gegeben, den Hengst raushängen zu lassen, weil Jamie mit Ursel ebenfalls in der Halle gewesen war. Als dann auch noch Matt mit Saturn hereinkamen, drehten dem Kaltblut vollends die Sicherungen durch. Schon aus der Ferne sah ich, dass Hazel gerade mit der Ponytruppe auf einen Ausritt aufbrach, also hielt ich den Hengst aus sicherer Entfernung an und ließ sie mit Cremella, Amigo und den anderen Ponys passieren. Den kleinen Tiger hatte sie als Handpferd dabei und dem kleinen silbernen Hengst ging der Schnee, beinahe bis zu den Knien, weshalb er wie ein Storch hindurch starkste.
      Im Stall angekommen, sattelte ich meinen Tinkerhengst ab und ließ ihm unter dem roten Schein des Solarium trocknen. Währenddessen blickte ich auf mein Handy. Zwischen den Einheiten mit den Pferden hatte ich das Gespräch mit Aria fortgesetzt und hatten uns auf Samstag festgelegt, nur über den Ort mussten wir uns noch einigen.
      “Wie wäre es damit, wenn wir uns 87te Ecke 109te in dem kleinen Café treffen?”, schlug sie vor. Ich bestätigte ihr, dass es nach einer guten Idee klang. Hufgegeklapper erfüllte die Stallgasse und Jayden tauchte mit Acerado im Schlepptau auf.
      “Lohnt es sich Ace noch in die FüMa zu stellen oder bist du gleich fertig?”, fragte mein Kollege und deute mit einem Kopfnicken auf den Tinker der sich sogleich wieder aufbaute, in der Hoffnung den braunen Hannoveraner damit zu beeindrucken, besagtes Warmblut störte sich allerdings nur wenig an dem Rappen.
      “Ne, ein paar Minuten und dann ist Hope trocken”, entgegnet ich, “Wie läuft es mit Lifesaver, ist er immer noch so rebellisch?”
      “Rebellisch klingt noch viel zu niedlich”, lachte mein Kollege, “Ich glaub ehe der Kleine möchte sich fürs Rode bewerben. Ich habe selten ein Pferd so viel bocken sehen wie Life.” Acerado schubberte genüsslich den Kopf an dem metallenen Pfosten, nachdem Jayden ihn von der Trense entledigt hatte.
      “So gut wie du dich hältst, kannst du ja dann wie Hazel unter die Cowboys gehen”, feixte ich.
      “Danke, aber ich bleibe bei den Buschreitern”, sagte er noch, bevor er mit dem Sattelzeug in der Kammer verschwand. Just in dem Moment, als er zurückkehrte, erloschen die Glühbirnen der künstlichen Sonne. Kontrollierend fuhr ich mit den Fingern durch das dichte Fell und konnte so wie es zu erwarten war keine Feuchtigkeit mehr auf der Haut feststellen.
      “Du kannst dann Ace jetzt trocken”, wand ich mich an mein Gegenüber und hängte den Tinker ab. Noch während ich die Stallgasse verließ, vernahm ich das Surren der Anlage, das durch das Hochfahren entstand. Kaum hatte ich Hope auf die Koppel entlassen, warf er sich in den Schnee, um sich zu wälzen. Von der Nachbarkoppel hörte man schrillen Quietschen. Die Quelle des Lärms waren Dance und Buddy, die ausgelassen miteinander spielten. Während die Hengste ihre Pause nutzen, um sich auszutoben, warte auf mich nun ein warmes Mittagessen und einen Moment in der Wärme, um wieder aufzutauen.
      © Wolfszeit | Jace Sherwood | 33. 134 Zeichen
      zeitliche Einordnung {Anfang Oktober 2020}
    • Wolfszeit
      [​IMG]
      Farewelll | 15. August 2022

      Saturn | Lifesaver | Elf Dancer | Little Buddy | Vakany | Elvish Beauty | Miss Leika | Lady Moony | British Gold | Miss Griselda Braun | LMR Ice Rain | Vikar | All Hope Is Gone | Mijou | Briair | Flanell d’Egalité | WHC’ Delicious Donut | WHC’ Mimithe | WHC’ Minya | WHC’ Venice | Amigo | PFS’ Artic Tiger | Songbird | Cremella | Minnie Maus | Curly Lure | Sunny Empire | Baroness Of the Guard | WHC’ Shakoy | WHC’ Solist

      “Morgen geht es in dein neues Zuhause”, flüsterte ich der Stute zu und strich über den immer dünner werden Pelz an ihrem Hals. Minnie würde als Kinderpony zu einer bekannten unserer Chefin ziehen. Die kleine Tochter, dieser schwärmte bereits seit Ewigkeiten von der Ponystute. Jetzt zu ihrem 10ten Geburtstag gaben ihre Eltern nach und wollte ihr den Wunsch erfüllen. In der Ferne tauchen die Jungpferdeweiden auf. Derzeit bestand die Herde aus vielen verschiedenfarbigen Tieren, nur die einjährige Lusitanostute stach mit ihrer feuerroten Farbe heraus. Die Koppel war heute allerdings nicht das Ziel. So bog ich an der nächsten Wegbiegung ab und folgte dem Weg auf die Hochebene. Zwischen dem kurzen Gras sprossen die ersten Blumen hervor und die Frühlingsbrise trug diverse Gerüche zu uns hinauf. Fleißig stapfte das Pony voran, bis wir nach einer ausgedehnten Runde durch die Einsamkeit, wieder an den Koppel angelangten. Erst bei Näherkommen, erblickte ich, weswegen die Junghengste sich am Zaun sammelten.
      “Na über was debattiert ihr hier?”, fragte ich die Gruppe bestehend aus Jace, Raphael und natürlich auch Quinn, die ihre Augen kaum von dem attraktiven Springreiter lassen konnte.
      “Über Jace auch so tolles Pferd. Aktuell sieht er, nicht ganz so nach Spitzenpferd aus”, lacht sie. Unrecht hatte sie damit nicht. Der Falbhengst schien gerade mitten in einem Wachstumsschub zu sein, wodurch seine Hinterhand einige Zentimeter höher stand.
      “Nur weil er gerade ein wenig überbaut ist, heißt das nicht, dass das nichts wird”, protestierte der Blonde pikiert, “Schau dir doch mal die schönen langen Beine an.”
      “Was sagte du nochmal, ist in seiner Abstammung, Cor de la Bryére?”, mischte sich nun auch der andere Mann ein. Jace nickte bestätigend.
      “In der Springszene sind die sehr verbreitet, aber für ein Dressurpferd, ich weiß ja nicht”, fachsimpelte er. Die Namen, mit denen die drei in ihrem Diskurs um sich warfen, sagten mir kaum etwas. Ich hatte schon länger das Interesse an englischen Reitsport und mit ebenso an den klassischen Rassen in diesem Bereich verloren. Für den Westernsport waren die meisten nämlich zu schwungvoll und mir ihren langen Rücken und Hälsen nicht wendig genug.
      “Na gut, dann lass ich euch mal weiterdiskutieren”, verabschiedete ich mich von der Truppe und kehrte mit Minnie zurück zu ihrem Auslauf, wo ich sie absattelte. Ein leztes mal mapfte die Stute ihr Müsli aus einer der bunten Schüsseln, die einst liebevoll verziert worden waren.
      “Auf Wiedersehen, Süße Maus”, verabschiedete ich mich von der Rappstute, bevor sie hinüber zu ihrem Heu trottete und sich zwischen Cremella und Curly zwängte. Songbird kam neugierig angetrottet und staubte noch ein Leckerli ab. Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass ich mich ein wenig beeilen musste, wenn ich mich noch frisch machen wollte, bevor Lewis kam. Er hatte nicht verraten wollen, wohin es ging, umso gespannter war ich darauf, was sich mir eröffnen würde.
      © Wolfszeit | Hazel O'Connor | 2.939 Zeichen
      zeitliche Einordnung {Februar 20201}
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  • Album:
    WHC - Jungpferde
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    Wolfszeit
    Datum:
    3 Nov. 2022
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  • WHC' Venice
    Venedig

    Rufname: Veni

    Aktueller Standort: Whitehorse Creek Stud, Cadomin [CAN]
    Unterbringung: Weide mit Unterstand [24h]


    __________ p e d i g r e e

    Aus: Vakany [Trakehner]
    MMM: Ysun ––––– MM: Mystical Star ––––– MMV: Pacey
    MVM: Larnella ––––– MV: Co Pilot de la Bryére ––––– MVV: Cor de la Bryére


    Von: Cover the Sun [Trakehner]
    VMM: Salila ––––– VM: Svarowskis Salinera ––––– VMV: Creston Dundee
    VVM: Elanor ––––– VV: Darym ––––– VVV: Darius

    __________ i n f o r m a t i o n

    Rasse: Hannoveraner [HANN]
    Rasse [100%]

    Geschlecht: Hengst
    Geburtsdatum: 01. Januar 2020
    Stockmaß: 173 cm
    Farbe: Bay with Birdchatcher Spots
    [Ee Aa]

    Charakter
    Zurückhaltend, ruhig, sensibel, brav, loyal

    Veni zeigt sich bis jetzt ruhig und zurückhaltend. Das Baby ist äußerst sensibel und regt sich deshalb auch manchmal wegen Nichtigkeiten auf.


    __________ p e r f o r m a n c e
    [​IMG] [​IMG]
    Dressur E [L] – Springen E ['S] – Militay E [M] – Distanz E [A]

    Niveau: National

    Monat 20xx
    x. Platz, Veranstaltung


    __________ b r e e d i n g
    [​IMG]
    Stand: 01.09.2022


    xXx wurde im Monat 20xx durch HK XXX zur Zucht zugelassen.

    Zugelassen für: TRAK; HANN; CSH [Anfrage]
    Bedingungen: Keine Inzucht
    Decktaxe: x Joellen, [Verleih auf Anfrage]

    Fohlenschau: -
    Materialprüfung: -

    Exterieurnote: -
    Gesamtnote: -

    __________ o f f s p r i n g

    WHC' Venice hat 0 Nachkommen.

    NAME a.d. STUTE *20xx


    __________ h e a l t h

    Gesamteindruck: Gesund; gut in Training
    Krankheiten: -
    Beschlag: Barhuf


    __________ a d d i t i o n a l

    Pfleger: -
    Reiter: -
    Eigentümer: Luchy Blackburn [100%]
    Züchter: Whitehorse Creek Stud, Cadomin [CAN], Luchy Blackburn
    Ersteller: Mohikanerin

    Venice steht aktuell nicht zu Verkauf.
    Wert: 725 Joellen

    Punkte: -

    Abstammung [6] – Trainingsberichte [0] – Schleifen [0] – RS-Schleifen [0] – TA [0] – HS [0] – Zubehör [0]
    _____

    Spind – Exterieur – Offizieller Hintergrund
    WHC' Venice existiert seit dem 16. März 2020