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Janina2604

Welsh Pony Sek. B | Fade to Black | *gekrönt*

Fade to BlackRasse: Welsh Pony Sek. B [100%]Geburtsjahr: 17.11.2003 Alter: 10 JahreGeschlecht: ♀[weiblich] | ♂[männlich]von: unbekanntRasse: Welsh Pony Sek. Bvon: unbekanntaus der: unbekanntaus der: unbekanntRasse: Welsh Pony Sek. Bvon: unbekanntaus der: unbekanntGekört | Gekrönt: [ja] | [nein]Zuchteinstellung:Leihmutterschaftsgebühr/Deckgebühr: 560 ,- JoellenNachkommen/ vonEignung:WesternSpringenCharakter:Fade to Black ist eine junge Stute, die normaler Weise sich gut allein beschäftigt. Manchmal hat sie aber Phasen, da ist sie richtig bockig.BeschreibungFade to Black ist eine ruhige Stute die einen sehr großen Dickkopf aufweisen kann. Wenn man mit ihr alleine ist ist sie der Größte Schmusebär der Welt, sie geht gut mit Kindern um und kennt Hunde und andere jeglichen Tiere. SObald etwas ihr nicht passt wird sie zickig und es kann zu richtig fiesen Bockern oder Hüpfern kommen.Stockmaß: 141cmFellfarbe: RappeAbzeichen:VL: weißer Fuß | HL: weißer FußVR: keine | HR: keineKopf: BlesseBesitzer: Edfriend & Janina2604Züchter: EnteErsteller: EnteErsteller VKR: [ja] | [nein]Sonstiges VKR: HufschmiedHappy HoovesTierarztInternational HealthDistanz:Dressur:Fahren:Galopprennen: EMilitary: ESpringen: EWestern: L[SK 357]3. Platz 89. Westerturnier1. Platz 97. WesterturnierZubehör:-/-

Welsh Pony Sek. B | Fade to Black | *gekrönt*
Janina2604, 31 Juli 2012
    • Janina2604
      Letzter Plegebericht:
      [quote name='IGottaFeeling' timestamp='1325336620']

      Gespannt ins neue Jahr mit Nasty Past"Hey Fee heute ist Silvester", weckte mich Eddi sanft. Endlich war es so weit, Silvester, das fest wo ich Nasty Past schon die ganze Zeit drauf vorbereitet hatte. Doch als erstes die Arbeit und dann das Vergnügen. Ich schlürfte mit Eddi unsere Milch aus und huschten dann auf unser riesiges Gestüt. Wie Puderzucker lag der Schnee über unseren Stallgebäuden, auch die wiesen waren weiß. Unsre kleinsten durften heute ihren Tag im Offenstall verbringen. Der Stall war voller warem Stoh und Heu und draußen konnten sie in eine wunderschöne Schneelandschafft blicken. Auf dem Hinweg zu den Fohlen rätselten wir schon welches Fohlen drausen stehen würde und welches im schönen warmen Stall schläft. Am Schluss sind wir darauf gekommen dass Occani, Tibular, Seerose, Calero und Existenz sicherlich im warmen Stall schlafen. Von weitem erkannte man schon Brooklyn Junior und Moon River die verärgert Gras unter der dünnen Schneedecke suchten. Lulu dagegen flitzte wie eine wilde auf dem gefrorenem Boden herum, wahrscheinlich wollte sie einfach nicht kalt werden. Kaltes Herz und Fantasio kuchelten sich eng aneinander, wie zwei Vögel, und wärmten sich. Das Bild sah richtig idyllisch aus, bis auf die wilde Lulu die immernoch wie eine bekloppte auf der Koppel herumflitzte. "Guten Morgen", begrüßten ich und Eddi fast gleichzeitig die Jährlinge und Fohlen. Ich alte Frostbeule ging gleich in den warmen Stall und sah da nach, wie es den kleinen geht. Wirklich, sie waren zum anbeisen. Ganz eng aneinander gereiht lagen die kleinen Würmchen im dicken Stroh. Der erste der mich wahrnahm war Occani. Der kleine Hengst öffnete seine dunklen Knopfaugen und schnaubte mir freundlich entgegen. sein Nachbarin, Tibular bemerkte Occanis verhalten und öffnete schläfrig ihre kleinen glänzenden Äugchen. "Guten Morgen süße", begrüste ich sie. Spätestens ab diesem Zeitpunkt öffneten Calero, Existenz und Seerose auch ihre Augen. Ich fühlte mich richtig beobachtet als mich die fünf kleinen Mäusschen anstarrten. Langsam schlich ich mich zu Seerose und streichelte zärtlich ihren kleinen Kopf. Eddi war bei den etwas größeren auch schon fertig und kam zu mir in den Stall. "Holen wir jetzt das Futter und füllen das Wasser auf?", fragte sie mich. Ich nickte doch am liebsten würde ich mich mit zu den Fohlen kuscheln. Hastig marschierten wir im Stechschritt in die Futterkammer wo wir das passende Futter für die kleinen fanden. Eddi ging nochmal zu den Fohlen um sie zu füttern und die Tränke aufzufüllen, ich machte mich in der Zeit schonmal unterwegs in den Zuchtstall. Das Spezialfutter für Armani Code hatte ich gleich bei mir und gab es ihm, er freute sich und steckte sein zartes Maul in den Trog. "Bald gehst du zu deiner neuen Besitzerin", lächelte ich den Hengst an. Doch er dagegen war total mit dem essen konzentriert. Fade dagegen stand am Gatter und wartete bis sie beschmust wurde, doch das war Eddis Liebling, ich huschte schnell in eine Leerstehende Box wo wir den Schubkarren und die Mistschaufel aufbewahrten und mistete Armanis Box aus, ind er Zeit kam Eddi und kümmerte sich rührend um ihr Schützling. Es dauerte seine zeit bis der Zuchtstall schön aussah und ich beide Boxen ausgemistet hatte. Wir fegten nocheinmal durch die Stallgasse und liefen dann in den großen Stall wo all unsere Pferde und Ponys standen. Eddi war heute eingetragen für Jared, Tira, Dancing Queen, Tell, Success, Ostwind, Hoppla und Celly um diese zu Füttern und auszumisten ich hatte den Rest der mit Cual Manica, Geoffrey, Leitz, Freeway, May, Silence, Fiebertraum, Bintu, Lady, Key und Bubi bestückt war. Ich ahnte es schon das Eddi schneller fertig war wie ich. Kaum betrat ich Fiebertraums Box beendete Eddi ihr werk bei Celly und fing an mir mit Bubi und dem rest zu helfen. "Das ist richtig doof wenn Chris und Lauren nich da sin", quengelte ich. Es vergingen Stunden bis wir den Hof auf vordermann gebracht hatten. "Hey Fee, da kommt schon ein Auto", schrie mir Eddi zu die gerade das Banner über unserem Hofschild festband. Es war Flyka sie bot sich an und zu helfen. "Hey Flyka, du bist ja schon da", lachte ich ihr zu. "ja es ist doch schon 6 Uhr, ich sollte dich um 6e kommen, oder?", fragte sie uns. Ich sah Eddi ertappt an. Eddi sah mich erschrocken an. "WAS, schon 6 Uhr, Los wir müssen noch die Hindernisse aufstellen", befahl Eddi. Ich fegte den Hof in Windeseile und spurtete dann zu Flyka die mit mir die Hindernisse aufbauen sollte. Eddi richtete die Kuchenteke und den Glühweinstand her. "Wie viele Teilnehmer kommen denn heute?", fragte mich Flyka. "Nicht so viele, eigentlich nur ein Paar aus dem Joelle-Tal der Rest von kleinen Nebendörfern", erzählte ich ihr traurig. Gegen halb acht kamen die ersten Gäste und Reiter an. Luci und Stef kamen gegen 8 Uhr, also noch rechtzeitig um ihre Pferde fertig zu machen. Eddi machte ein ganz gutes Geschäfft beim Verkauf von Kinderpunsch und Glühwein, die Kuchenteke war aber auch gut besucht. Die Glocke klingelte und das erste Pärchen wurde zum Silvester springen aufgerufen. "Ein Ritt mit 8 Strafpunkten, geht besser", hörte ich Luci sagen. Ich wusste das die beiden es schaffen können, sie sind alle vier in einer Top Form. Doch jetzt lag es an ihnen, sie wurden zum Start aufgerufen. Gammon spielte sich mächtig auf neben der kleinen Lady doch Luci blieb locker Stef sah auch noch ziemlich entspannt aus. Die Klingen läutete, es ging los. In einem Affentempo Gallopierten die beiden Pferde auf einen kleinen Oxer zu, Luci musste Gammon ein wenig zurücknehmen das er nicht früher als Stef mit Lady sprang. Der erste Sprung verlief gut, das Timing passte auch, hoffentlich ziehen sie weiter so ihr Ding durch. Gespannt betrachtete ich das Spektakel. Sogar der Einlauf ins Ziel war Synchron und somit Gewannen die beiden Das diesjährige Silvester-Synchron springen. Stef und Luci beeilten sich um ihre Pferde in die Boxen zu bringen, sie wollten natürlich nicht das riesige Feuerwerk verpassen. Die Feuerwehr fuhr ein udn baute die knallbunten knaller auf. Um genau 24:00 ging ein Rosarotes Herz in die Luft, danach folgten die grüne und Blaue knaller die das Nasty Past zeichen formten. "Woow, das ist aber schön", hörte mann aus den hintersten Reihen jaulen. Ich musste zugeben, Eddi hatte das Feuerwerk wirklich sehr gut geplant.6302 Zeichen // © Igof
      [/quote]
    • Eddi
      31.07.2012 - Ankunft

      Es regnete als ich nervös über das Gelände Rabenschlags lief, immer hin und her. Ich erwartete meine neue Stute, eine Rappstute von Fee. Sie würde sie mir vorbeibringen und dafür war ich ihr wirklich dankbar. Als der große Hänger um die Ecke rumpelte sprang ich nervös auf und ab. Endlich! Fee winkte mir und hielt den Wagen vor mir an. Sie stieg aus dem Auto und lief mir entgegen. ,,Hey!, riefen wir lachend und fielen uns in die Arme. Es war schön, sie mal wieder zu sehen, wenn auch eher geschäftlich. Fee öffnete die Rampe und da war sie: Fade to Black. Die Welshstute hatte sich in den letzten Monaten wirklich gemausert. Blacky besaß eine unschöne Vergangenheit und wir hatten sie knapp retten können und mühselig wieder aufgepäppelt. Später war sie schon recht erfolgreich kleinere Turniere gestartet und sogar an eine Krönung hatten wir uns, mit Erfolg, gewagt. Nun konnte ich stolz sagen, dass ich mit die neue Besitzerin der Stute war und das offiziell. Sie war ein wahres Prachtstück für unsere Zucht. Janina würde sicherlich mit ihr zufrieden sein. "Eddi? Ich muss dann leider bald wieder los…" seufzte Fee. Ich nickte und führte Blacky hinaus. Die Rappstute blieb kurz stehen und sah sich um, die Nüstern gebläht, die Haltung angespannt. Ich klopfte ihr sanft den Hals und umarmte Fee noch einmal. Dann verabschiedete ich sie und führte Blacky in die Stallgasse. Die Stute folgte mir bereitwillig, aber auch nur, weil sie mich bereits kannte. Ich nahm ihr in der neuen Box das Transportzeug ab und fütterte sie mit warmen Mash. Dann ging ich in die Sattelkammer und ordnete ihr Zeug ein. Janina war momentan einkaufen, sie würde unseren Neuankömmling sicherlich noch später bestaunen können. Ich würde mich in der Zwischenzeit um die anderen Pferde kümmern.
      1772 Zeichen © by me
    • Janina2604
      Ankuftsbericht
      Ein neues Gesicht

      Ich schlenderte die Stallgasse entlang und lugte mal hier und mal da in verschiedene Boxen, die Pferde waren teils schon am dösen, andere guckten neugierig über die Boxenür. Mit ein mal stockte ich. War da etwa grade etwas in der Box? Eigentlich dürfte in dieser Box nichts sein, sie stand einige Monate leer und ich wusste nichts von einem neuen Pferd. Es raschelte. Okay, da muss was sein. Im spärlichen Licht, das aus der Stallgasse in die Box drang stand eine schwarze gestalt. Sie drehte mir den Kopf zu und mich guckte ein schmaler Kopf mit breiter Blesse an. 'Wer bist du? Und vor allem wo kommst du her', fragte ich mich. Kauend kam die Stute auf mich zu. Zutraulich schnüffelte sie an meiner Hand, die ich ihr entgegen streckte. Ich strich ihr über die Blesse die auf den pechschwarzen Kopf sehr hervorstach.​
      Um zu klären, wo die Stute her kam musste ich Eddi erst mal anrufen. Ich ging ins Büro und wählte die Nummer. 'Tuuut ... tuuut ...', machte der Hörer in meiner Hand. Eddi meldete sich. 'Hallo Eddi, sorry, dass ich mich so spät noch bei dir melde, aber ich muss dich dringend was fragen'.'Ja was ist denn los?', fragte Eddi schon leicht verschlafen. 'Im Stutenstall seht plötzlich eine Rappstute mit Blesse, kannst du mir sagen wo die her kommt?' 'Ja, die habe ich gekauft, die ist heute angekommen als du unterwegs warst, da konnte ich es dir nicht erzählen.' ' Okay, da bin ich beruhigt, denn es kommt ja nicht alle Tage vor, dass plötzlich eine, mir fremde, Stute im Stall steht und mich kauend begrüßt. Sehen wir uns eigentlich morgen? Würde gerne einen Ausritt machen und zu weit macht das mehr Spaß', fragte ich. Eddi antwortete:' Klar, wir könnten ja die Strecke zum See nehmen und vielleicht mit den Ponies schwimmen gehen.' 'Ja, das ist eine gute Idee, dann sehen wir uns Morgen. Gute Nacht.' 'Gute Nacht'. Ich legte den Hörer auf und ging nun auch erst mal ins Bett, denn ich wollte für den morgigen Tag ausgeschlafen sein, es gibt ja immer viel zu tun.​
    • Janina2604
      Pflegebericht
      Brrh ist das kalt!

      An diesen Morgen wollte ich früh raus, denn es gab viel für mich zu tun. Die ganzen Ställe mussten ausgemistet werden, alleine damit werde ich wahrscheinlich bis zum Mittag brauchen. Also nicht lange jammern und schnell gefrühstückt. Eine Viertelstunde später stand ich auch schon dick eingemummelt mit Schubkarre und Mistgabel bewaffnet auf dem verschneiten Hof. Die Pferde standen noch in den Boxen, von daher musste ich diese erst mal auf die Paddocks und Weiden verteilen. Die kleinen brachte ich direkt zum Frühsport. Bordeaux und Little Song folgten mir eher unwillig, diese beiden Morgenmuffel. Als ich die beiden in der Führanlage untergebracht hatte holte ich Caphalor und Stups. Diese stellte ich zu den anderen beiden. Gabani und Dukat schliefen noch, aber auch die beiden bleiben nicht verschont und landen in der Führanlage bei den anderen. Ich hatte noch Platz, also machte ich mich noch einmal auf den Weg und holte Glenn und Pfannkuchen aus der Kleinponybox. Zwei Ponyhengste hatte ich noch, aber diese beiden waren heute für die Führzügelklasse gebucht, also stellte ich Philipp und Avero erst mal nur zusammen auf einen Paddock.
      Die großen sollten sich erst mal auf den Weiden austoben bevor diese später bewegt werden. Also brachte ich Armani, Bonito & Frisco erst mal auf die Hengstweide. Auch die Stuten sollten platz machen, damit ich die Boxen ungestört saubern konnte. Demnach landeten Animby, Shády, Walking In The Air, Wings of Butterfly, Golden Diamond und Fade to Black auf den Stutenweiden. Nun konnte ich ohne Probleme die ersten Boxen mit dem Traktor leer räumen und die letzten Reste mit der Mistgabel und den Besen entfernen. Das einstreuen der Boxen übernahm ich dann aber wieder mit der Hand. Mit Stroh und den Haaren kam ich aus der Kleinponybox und hatte einen schon fast die Hälfte der Ställe fertig. Nun mussten nur noch die große Fohlenbox und die Kleinponybox der Stuten gesäubert werden. Dementsprechend holte ich die Ponyhengste aus der Führanlage und brachte Biene, Vita Rapunzel, Pflaumi, Fee, Flo, Elfe und Gina in die Führanlage, damit auch diese ein wenig Bewegung bekamen. Tiffi sollte später noch im Unterricht gehen, deswegen brachte ich sie auf einen Paddock. Piroschka, Billow, Fire, Träumer, Prazzy und Understand durften sich auf der Fohlenwiese austoben. Sie preschten zusammen durch den Schnee, es sah fast aus als würden sie fangen spielen. Ich beobachtete die Fohlen einen kleinen Moment, aber bevor ich an Ort und Stelle fest frieren würde machte ich mich lieber auf den Weg und machte auch die Boxen der Stuten und der Fohlen wieder frisch.
      Als ich um ca. 13 Uhr auf meinen Armbanduhr sah hatte ich schon die Futterrationen in den Boxen verteilt. Die Pferde brachte ich nun nach und nach wieder in die Boxen und ging auch selber eine Kleinigkeit essen. Am Nachmittag zog ich dann meine Reitklamotten um die Pferde für die Gruppe vor zu bereiten, die später kommen würde um eine gemütliche Runde im Wald zu drehen. Also Putze ich Wita, Shády, Animby, Fly, Diamond und Fade to Black. Satteln würden die anderen ihre Pferde selber. Ich Führte die Gruppe mit Armani an. Es wurde ein netter, längerer schritt-trab ausritt in dem kleinen Wäldchen in der nähe meines Stalles. Als es allerdings wieder doller anfing zu schneien machten wir uns auf den Heimweg.
      Als die Pferde wieder in den Boxen standen hatte ich mir überlegt mit Bonito und Frisco noch eine kleine Schlittenfahrt zu machen. Jacci und ich suchten also das Kutschgeschirr zusammen und holten die kleinen Schlitten aus dem Schuppen. Auf den frischen Schnee würden die Schlitten sicherlich gut rutschen. Frisco und Bonito freuten sich richtig darüber mal wieder schön betüdelt zu werden. Und die darauf folgende Bewegung würde beiden Moppelchen gut tuten, die hatten im Winter durch das gute Futter einige Kilos mehr auf den Rippen. Nebeneinander verliesen wir den Hof mit dem Schlitten. Wir entschieden uns entlang der Felder lang zu schlittern, damit wir niemanden stören. Wir kamen erst wieder am Stall an als es schon zu dämmern begann. Die beiden Pferde brachen wir in ihre Boxen, nachdem wir sie einen Moment unters Solarium gestellt hatten. Nun guckten wir noch den Kindern die Führzügelklasse in der halle zu und liesen den Tag entspannt und kaputt ausklingen.
    • Eddi
      Pflegebericht
      Auszeit bei Janina

      „Guten Morgen Janina!“ rief ich fröhlich und holte noch schnell meine Tasche aus dem Kofferraum. „Hast du Gott bestochen oder warum hast du so schönes Wetter?“ sagte ich seufzend. Janina hatte mich für dieses Wochenende zu sich eingeladen, damit ich mal wieder aus dem Stress herauskam. Bei uns ging es nämlich momentan drunter und drüber mit Hochwassermeldungen und Unwettern. Ich hatte eigentlich so gut wie alles für die kommenden Wochen absagen müssen und so hatte meine Zuchtpartnerin beschlossen, dass ich mir bei ihr eine Pause gönnen könnte. Denn auf dem Gestüt „Gates of Heaven“ strahlte mich ein blauer Himmel und die Sonne an, es war einfach herrlich – und verdammt warm! -. „Na dann zeig ich dir schnell dein Zimmer und dann wäre ich erst einmal für einen Ausritt.“ lachte Janina und ich konnte nur erfreut grinsen. Nachdem ich mich umgezogen hatten liefen wir zu den Weiden und Janina drückte mir ein Halfter in die Hand. Dank der Gravur wusste ich auch sofort, wen ich reiten durfte. „Shády!“ rief ich fröhlich, ich hatte die Araberstute schon lange nicht mehr gesehen, dabei war sie damals sogar meine Reitbeteiligung gewesen. Zusammen liefen wir auf die große Stutenweide, während ich zu der grauen Stute lief, holte Janina sich ihre geliebte Wita. Eine Schönheit von schweren Kaltblut. Gemeinsam wanderten wir zum Putzplatz und begannen die beiden gründlich zu putzen und danach zu satteln. Ich liebte das Ausreitgelände um das Gestüt herum. Es war eine Abwechslung zwischen Wald und Wiesen und bei den herrlichen Wetter blühte hier alles in voller Pracht. „Wie ich den Sommer vermisste habe!“ lachte ich und wir ließen die Stuten antraben, um schneller vorwärts zu kommen. Insgesamt waren wir wohl zwei Stunden unterwegs, weil wir uns so viel zu erzählen hatten, dass wir gar nicht fertig wurden. Als wir dann wieder da waren, versorgten wir die Pferde und brachten die Stuten wieder auf die Weide. „Ich hatte vor, dass Stalltor mal wieder neu zu streichen, magst du mir helfen?“ fragte Janina lächelnd und nickte zustimmend. Ich hatte kein großes Talent, was das Malern betraf, aber wir schafften es letzten Endes doch. „Dann wäre ich dafür, dass wir heute noch die Privatpferde machen und die nächsten Tage dann die Zuchtpferde.“ grinste Janina. „Suche dir raus, mit wem du was machen magst.“ Gesagt getan und schon war ich an der Arbeit. Während Janina mit Bordeaux und Little Song ihre Freiarbeit verfeinerte, schnappte ich mir die wilde Mustangstute Wings of Butterfly und longierte die Gute ordentlich, damit sie mal wieder ein wenig ausgepowert wurde. Danach entschied ich mich zu einem Spaziergang mit Morgentau, einer kleinen, aber feinen Shettystute. Janina drückte mir direkt noch ihr Falla Caphalor in die Hand und meinte, dass auch er eine Spazierrunde vertragen könnte. Sie kam mit, und zwar mit den beiden Fohlen Understand und Fire of Dream. Gemeinsam wanderten wir über die schönen Wiesen und als wir wieder da waren, war es bereits sechs Uhr. „Nun aber husch husch, sonst schaffen wir die restlichen nicht mehr.“ rief Janina und drückte mir das Halfter von drei Fohlen in die Hand. „Lässt du sie in der Halle frei laufen? Dann kann ich noch mit Animby ihre Dressurarbeit beenden.“ lächelte sie und ich nickte zustimmend. Schnell holte ich Mellow, Tagträumer und Goldbell von ihrem Paddock und ließ die halbwüchsigen Hengste in der Halle laufen und baute direkt ein wenig Scheutraining mit ein. Nach dem Tag fiel ich neben Janina k.o. auf das Sofa und wir schauten uns einen Film an. So viel Wärme und schönes Wetter war ich gar nicht mehr gewöhnt.

      Janina war dieses Wochenende gnädig zu mir und so standen wir erst um acht auf, frühstückten in Ruhe, eh wir zum Stall liefen. Andererseits standen ihre Pferde sowieso alle auf den Weiden, so dass niemand in der Frühe warten musste. „Heute machen wir die Zuchtstuten, die haben mal wieder einen Tag für sich verdient.“ grinste Janina. Gemeinsam stellten wir uns an den Weidezaun und beobachteten die bunte Gruppe. Ich konnte mich noch gut daran erinnern, wie viele dieser Tierchen ich angeschleppt hatte. „Darf ich Lady Gina und Florentinchen nerven?“ fragte ich grinsend und lief schon los, um die beiden Shettystuten von der Weide zu holen. Ich machte mit beiden ein wenig Bodenarbeit, um das Gedächtnis der Stuten wieder aufzufrischen. Janina longierte in der Zeit Nachtelfe und Rapunzel. Kurz danach gliederte ich mich mit ein und longiere noch Dolce Vita. Es war immer schwer, eine ordentliche Beschäftigung für Falabellas zu finden, dennoch schafften wir es. Nach dem Mittagessen ritten wir wieder aus. Diesmal saß ich auf Fade to Black und Janina hatte sich Golden Diamond, die hübsche Haflingerstute geschnappt. Janina zeigte mir jedes Mal einen neuen, noch mir vollkommen unbekannten Weg. Nach dem Ritt zum See, wollten wir ein wenig Arbeiten, so schnappte sich Janina Charia und ich mir Antigone. Gemeinsam wanderten wir auf den Reitplatz und bauten Trabstangen, Cavaletti und kleine Sprünge auf. Es war interessant den Alltag auf einem anderen Hof zu erleben, bei Janina lief alles viel ruhiger ab, als auf Hayes End. Doch die Arbeit hörte nicht auf und inzwischen war es schon später Nachmittag. Wieder mussten wir uns ranhalten. So ging ich mit Biene Maya und Pflaumenkuchen spazieren, während Janina die kleine Piroschka longierte. Maifee und Tiffi waren die letzten Kandidaten und gemeinsam gingen wir nochmal spazieren. Auch dieser Tag hatte mich total ausgelaugt, dennoch musste ich heute dringend zu Hause anrufen und fragen, wie es dort aussah.

      Der letzte Tag war angebrochen und nach einem ausgiebigen Frühstück standen die Zuchthengste auf dem Plan. Von den letzten zwei Tagen hatte ich Muskelkater bekommen, auch wenn ich nicht wusste warum. Als ich die Herde betrachtete, bestand sie größtenteils aus Zwergen. „Das wird ja lustig, was sollen wir denn mit denen alles machen?“ fragte ich seufzend, mir viel kaum was ein. „Keine Sorge.“ lachte Janina. „Heute steht Ponyreiten vor dem Rathaus an. Da sind einige schon weg, also an die Arbeit.“ grinste sie. Wir nahmen insgesamt 5 Ponys mit, welche nun hergerichtet werden mussten. Ich kümmerte mich um Philip und Avero, während Janina sich Dukat, Stups und Pfannkuchen annahm. Alle fünf wurden geputzt und gesattelt und dann wanderten wir los. Vor dem Rathaus erwarteten uns noch drei weitere Helfer, so dass jeder ein Pony nehmen konnte. Mir wurde Avero zugeteilt. Insgesamt verbrachten wir den ganzen Vormittag im Dorf und erfreuten kleine Kinder. Wieder auf dem Gestüt schienen auch die Hengste froh zu sein, endlich wieder auf der Weide zu stehen. Nun hatten wir nicht mehr gar so viel zu tun. Janina kümmerte sich um die Fallas Gabani und Glenns Caress, während ich Frisco reiten sollten. Den krönenden Abschluss bildeten wir mit einem Ausritt mit Bonito und Armani. Es war ein herrliches Wochenende gewesen und ich war Janina für diese Auszeit sehr dankbar.
    • Pepe
      Hufschmiede "Happy Hooves"
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      Heute stand ein langer Tag für mich an; Janina hatte mich per Telefon gebeten, mich um ihre acht Stuten zu kümmern. Ich willigte ein und so stand ich eine Tage später auf ihrem großen Hof.
      Janina erwartete mich schon und begrüßte mich herzlich. „Schön, dass du es so schnell einrichten konntest.“ „Gerne, ich denke wir fangen sofort an?“, antwortete ich und Janina nickte. „Wir beginnen mit meinen beiden Shetlandponys, die beiden stehen noch auf ihrem Paddock, später kommen sie dann raus.“ Janina zeigte mir zwei hübsche Ponys, eine Schimmelstute und eine Blauschimmelstute, „Das hier ist Florentinchen, mit ihr fangen wir am besten an.“, entgegnete mir die Besitzerin. Ich nickte und sie führte das Pony raus auf den Hof und band es an. Ich betrachtete die Hufe der Stute genau und hob dann ihren ersten Vorderhuf an. Sorgsam kratzte ich den Huf aus und begann ihn mit einem Hufmesser zu bearbeiten. In aller Ruhe schnitt ich den Huf aus und feilte ihn dann anschließend mit der Feile glatt und eben. Florentinchen blieb bei allem ruhig und gelassen, ein guter Anfang für heute. Nachdem alle vier Hufe ausgeschnitten und abgefeilt waren klopfte ich die Stute. „Beim Ausschneiden sind mir keine Besonderheiten aufgefallen, keine der Huf ist auffällig warm und zeigt Veränderungen. Alles in bester Ordnung. Kannst du sie bitte auf dem Hof im Schritt und im Trab führen?“, bat ich Janina. Schnell war die Stute abgebunden und lief zusammen mit ihrer Besitzerin über den Hof. Ich betrachtete den Gang und die Abfußung der Hufe von jeder Seite. Florentinchen lief gleichmäßig und fußte auch im Trab korrekt ab. „Okay, danke. Einen Huf müsste ich noch etwas nachfeilen, ansonsten läuft sie sehr schön.“, lobte ich die gute Pflege der Stute. Janina lächelte und kurz darauf war der linke Vorderhuf korrigiert. „Sie ist dann fertig, bringst du bitte die nächste Stute mit?“, bat ich sie und Florentinchen war für heute fertig.
      „Das ist Pflaumenkuchen, sie hat schon viele bekannte Nachkommen.“ Um die Ecke kam ein hübscher Blauschimmel, neugierig beschnupperte sie meine Hand. „Sie ist sehr brav, du wirst also in Ruhe arbeiten können, ich müsste nämlich kurz für zehn Minuten weg.“, informierte mich Janina. „Ist in Ordnung, bis gleich.“ Ich hob den ersten Huf des Shetlandponys an und kratzte ihn aus. Pflaumenkuchens Hufe waren etwas kürzer als die von Florentinchen, demnach hatte ich weniger Arbeit, was das Ausschneiden anging. Schnell waren die Hufe ausgeschnitten und ich machte mich ans Feilen. Die Hufe der Stute waren vorne etwas länger als hinten, das korrigierte ich mit der Feile. Völlig in Ordnung, die Hufe waren auch nicht warm, es kann vorkommen, dass ein Hufpaar schneller wächst als das andere. Nachdem die Hufe gefeilt und auf gleicher Höhe waren band ich Pflaumenkuchen ab und lief mit ihr über den Hof. Im Schritt und im Trab lief das Shetty ausbalanciert, auch die Abfußung jedes Hufes war vollkommen korrekt. Einzig das rechte Hinterbein lief etwas weit außen, darum würde ich mir aber keine Sorgen machen. In dem Moment kam Janina wieder zurück. „Alles in bester Ordnung, sie ist fertig für heute!“, rief ich ihr zu und gab ihr den Strick. An der Putzstange wartete ich auf die nächste Stute.
      „Darf ich vorstellen? Charia, meine Criollo-Stute.“ Ich streichelte die Stute am Hals. „Schöne Farbe hat sie.“, sagte ich und die Stute beknabberte meine Jacke. „Hey, Leckerlis sind da aber keine drin.“, lachte ich und machte mich an die Arbeit. Routiniert schnitt ich das alte, zu lang gewachsene Horn aus und feilte den Huf gerade und glatt. Charia beobachtete meine Arbeit an ihren Füßen ganz genau, störte mich dabei aber auch nicht, da sie ruhig und gelassen blieb. Das Feilen dauerte bei ihr etwas länger, ihr Horn war sehr hart. „Ich würde dir empfehlen, ihren Barhuf dringend mit etwas Hufgel zu pflegen, ihre Hufe sind doch sehr unelastisch, einfach nur zur Vorsorge, das nichts wegbricht.“, erklärte ich Janina. Ich zeigte ihr, dass schon am linken Hinterhuf ein kleines Stück Horn abgebrochen war. Die Bruchstelle schnitt und feilte ich nachträglich noch aus, dann ging es wieder raus auf den Hof. „Einmal bitte wieder im Schritt und Trab führen!“, rief ich der Pferdebesitzerin zu. Charias Schritt war in Ordnung, im Trab jedoch strauchelte sie. „Könnten wir noch in die Halle gehen? Es könnte sein, dass ihr der Boden zu hart ist und deswegen etwas verklemmt läuft. Ist das möglich?“ Janina bejahte und auf dem weichen Sand lief die Stute klar und schwungvoll. „Okay, sie ist dann auch fertig.“
      Als nächstes kam die zweite Criollo-Stute Piroschka an die Reihe. Schon von weitem erkannte ich ihr Problem – extrem ungleiche Hufe. Schon als Janina ansetzen wollte unterbrach ich sie: „Ich hab das Problem schon erkannt, das bekommen wir hin.“ Zuerst brachte ich die Hufe von Piroschka mit dem Hufmesser auf eine gleiche Länge. Anschließend feilte ich die Hufe ab und wollte dann zur Analyse übergehen. „Würde es dir etwas ausmachen, sie kurz vorzureiten?“, fragte ich Janina. Schnell war die Stute gesattelt und wir gingen zur Halle. Janina stieg auf und ritt die Stute in einem flotten Schritt quer durch die Halle. Durch das Kürzen der Hufe lief sie schon deutlich besser. Dennoch war besonders im Trab auffällig, dass Piroschka nicht mit der ganzen Huffläche den Boden berührt sondern nur seitlich. „Okay, ich hab genug gesehen.“ Ich schilderte Janina das Problem das sich mir zeigte. „Piroschka tritt nur seitlich mit den Hufen auf, möglich durch die zu lang gewachsenen Hufe. Einen Schaden der Gelenke oder eine Fehlstellung der Knochen halte ich für unmöglich. Ich würde dir vorschlagen, wir setzten ihr Kunststoffeisen, die ich präpariere für einige Wochen dran, ich habe sogar noch welche übrig, die schenke ich dir. In einigen Wochen kannst du die abmachen und sehen, ob sie besser läuft oder nicht. Der Vorteil von Kunststoffeisen ist einfach der, dass ich sie leicht ändern kann und sie für Piroschka nicht so schwer wie normale Eisen sind.“ Janina war einverstanden und ich ging zu meinem Wagen. Ich richtete die Kunststoffeisen so aus, dass die Stute wieder mehr Auflagefläche hatte und sicher werden würde. Zurück bei dem Criollo passte ich die Eisen an und befestigte sie auf den Hufen. „So. Jetzt noch einmal bitte kurz in der Halle traben.“, bat ich Janina. In der Halle wurde schnell klar, dass die Stute mit dieser Lösung besser zurecht kam als vorher. „Das gefällt mir definitiv besser. Du kannst sie absatteln und zurück in den Stall bringen.“ Während Janina Piroschka versorgte und das nächste Pferd vorbereitete, ging ich kurz zu meinem Wagen um ein wenig zu Essen und zu trinken.
      Weiter ging es mit Walking In The Air. Die große Warmblutstute stand bereits angebunden an der Putzstange, Janina hatte bereits die Hufe ausgekratzt. „Los geht’s!“, rief ich in die Stallgasse und begrüßte Walking. Die Stute stand ruhig und gab willig die Hufe. So waren ihre Hufe schnell ausgeschnitten, die Hufe waren von Natur aus schon kurz und scheinbar langsam wachsend. „Ich feile nur schnell etwas nach, viel zu machen ist hier ja nicht.“, meinte ich zu ihrer Besitzerin. Schon ging es raus auf den Hof, viel gekürzt hatte ich nicht, demnach war ich optimistisch, dass sich keine Besonderheiten bei der Laufanalyse zeigten. Alle Hufe machten einen gesunden Eindruck und waren auch nicht warm oder druckempfindlich. Walking In The Air lief sicher im Schritt und Trab über den Huf, jeder Huf fußte korrekt ab. „Die Nächste ist dann dran!“, rief ich Janina lächelnd zu.
      Nun führte Janina die Araberstute Shády vor. Sie beschnupperte neugierig meine ihr hingehaltene Hand und ließ sich brav anbinden. Ich betrachtete die Hufe der Stute von der Seite und von vorne und hob dann einen ihrer Vorderhufe an. Ich griff nach meinem Hufmesser und begann mit dem Ausschneiden. Shády blieb ruhig stehen und döste etwas. „Mensch, du hast echt so tolle, liebe Pferde. Letztens hat mich das Pferd eines Kunden fast mit seinen Hufen erwischt.“ Janina grinste geschmeichelt und kraulte den Kopf der Stute. Schnell waren alle vier Hufe ausgeschnitten. Für Shády kam mein Hufbock für die Vorderhufe zum Einsatz, bei ihr musste ich auf etwas die Hufwand gerade feilen. Auch das konnte die Stute nicht aus der Ruhe bringen. Willig stellte sie ihre Vorderfüße auf den Bock und ich konnte in aller Ruhe abfeilen. Auch die Hinterhufe waren schnell glatt gefeilt. „Gleiche wie immer, bitte einmal auf den Pflastersteinen führen.“, bat ich Janina. Sie band die Stute ab und wir gingen raus aus dem Stall. Shádys Schritt war ausgreifend, die kleinen Hufe verteilten das Gewicht gut und gleichmäßig. Im Trab hob die Stute imposant ihren Schweif, doch auch hier war nichts Auffälliges. „Das Einzige was mir nur auffällt ist, dass Shády recht hart läuft. Ich werde da noch einmal die Hufe überprüfen.“ Janina band die Stute wieder an und überprüfte, ob ihre Hufe warm oder auf Druck reagierten – negativ. „Rammt die Kleine gerne ihre Füße so in den Boden?“, fragte ich Janina. „Ja, das macht sie eigentlich schon immer, dachte das wäre normal.“, entgegnete mir die Besitzerin des Arabers. „Ist auch völlig in Ordnung, zumindestens sind ihre Hufe in Ordnung.“ Janina brachte Shády wieder zurück in ihre Box.
      Die Vorletzte Stute war nun an der Reihe, die Welsh A Ponystute Tiffi. Die Tigerscheckstute machte einen freundlich Eindruck und ließ sich auch von mir begrüßen. Wieder betrachtete ich die Hufe der Stute sorgfältig und griff dann zum Hufmesser. Routiniert und vorsichtig schnitt ich die kleinen Hufe von Tiffi aus, auch sie schloss entspannt die Augen und döste. Nachdem die Hufe sauber gekürzt waren überprüfte ich diese auf Wärme und Empfindlichkeit. Auch hier war alles in bester Ordnung. Feilen musste ich relativ wenig, auch das war schnell erledigt. Ich sah Janina an: „Du weißt, das übliche, aber bald ist die Arbeit ja geschafft.“, lachte ich sie an. Tiffi lief auf dem harten Boden gleichmäßig und keine der Hufe lief außerhalb der Spur – weder im Schritt noch im Trab. „Okay, bringst du mir die letzte Stute?“
      Fade to Black, auch ein Welsh Pony, allerdings gehörte sie zur b Sektion, war die letzte Stute, um die ich mich heute bei Janina kümmerte. Ich streichelte sie und hob dann auch gleich den ersten Huf an. Jeden Huf säuberte ich zuerst und schnitt dann das überflüssige Horn weg. Fade to Black zuckte manchmal etwas mit dem jeweiligen Huf, ließ mich aber in Ruhe meine Arbeit machen. Schnell waren die Hufe gekürzt und ich feilte sie glatt und eben. Auch der Hufbock für die Vorderhufe war kein Problem für die Welshstute. „Die Hufe sind in gutem Zustand, nichts, was mir Sorgen machen könnte.“, informierte ich ihre Besitzerin. Nach dem Feilen trat ich einige Schritte zurück und betrachtete die Hufe von allen Seiten. Die beiden Hinterhufe feilte ich nochmals nach und schon ging es auch mit Fade to Black raus auf den Hof. Janina führte die Stute vor und ich beobachtete ihr Gangverhalten. Alle vier Hufe fußten gut und sicher ab, keine Einseitige- oder Fehlbelastung war zu erkennen. „Danke, Fade to Black ist dann auch fertig.“, rief ich Janina zu.
      „So wir haben es geschafft. Die Rechnung schick ich dir die Tage zu. Danke für deinen Auftrag.“ Mit diesen Worten verabschiedete ich mich von Janina und am späten Nachmittag verließ ich dann ihren Hof, meine eigenen Pferde warteten daheim auf mich.
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    • Janina2604
      Pflegebericht
      Großes Boxenmisten

      Das monatliche Boxenmisten war heute angesagt. Einer meine Pferdepfleger und ich brachten die Pferde dazu erst mal auf die Weiden. Zuerst sollte der Stutenstall dran sein. Dafür mussten Shády, Charia, Piroschka und Walking erst mal gehalftert werden. Phil holte die Halfter und Stricke aus der Sattelkammer und brachte mir zwei davon. Während er die beiden Criollos auf halfterte legte ich Shády und Walking die Halfter an. Die Pferde waren ungeduldig, denn sie mussten die letzten Tage leider vorlieb mit der Führanlage nehmen, da die Weiden durch den gefallenen Schnee zu matschig waren und ich die Gefahr von Mauke so gering wie möglich halten wollte. Die Stuten tänzelten also nervös neben Phil und mir her als wir uns auf den Weg zu den großzügigen Weiden machten. Sie konnten es sichtlich nicht abwarten bis das Tor endlich geöffnet wurde und sie lospreschen konnten. Phil konnte mit Müh und Not die Pferde zurückhalten als er das Tor öffnete. Kaum hatte er die Stricke gelöst sprangen Charia und Piroschka los und machten sich im Jagdgalopp vom Acker. Walking und Shády wieherten den beiden hinterher und sprangen direkt los als auch sie die Stricke los waren. Flo, Pflaume, Tiffi und Fade wurden bereits von den Reitschülern aus ihren Boxen geholt und auf der Stallgasse für den Unterricht geputzt und gesattelt. Phil holte den kleinen Trecker mit der Gabel als ich schon mal die Wände der Boxen löste, zur Seite drehte und dort befestigte. Gekonnt bog Phil in die Boxen ein und schob behutsam den Mist der letzten vier Wochen aus den Boxen zum Misthaufen. In der Zeit, in der Phil den Mist sorgfältig aufstapelte, kletterte ich auf den Boden und warf einige Strohballen herunter um die Boxen neu ein zu streuen. Für die vier mal vier Boxen brauchte ich immer zwei Ballen Stroh, die ich auf die Boxen verteilte. Bevor ich allerdings einstreuen konnte klappte ich die Wände wieder zurück und befestigte sie wieder an den Harken in der Wand. Schnell waren die Boxen wieder eingestreut. So konnte Phil, der grade fertig war mit dem Aufschichten des Mists, sich um die Fütterung der Pferde und Ponys kümmern. Er holte den Futterwagen und jeder bekam seine Ration, wie sie auf den Boxenschilden festgehalten waren. Um das Heu kümmerte ich mich. Zu guter Letzt kontrollierte ich noch die Selbsttränken. Alles in Ordnung, auch die Lecksteine mussten noch nicht wieder ausgetauscht werden. Die Stuten sollten ruhig noch ein bisschen die Zeit auf der Weide genießen können, denn die Hengstställe musste ja auch noch gemacht werden. Sophie, meine zweite Pferdepflegerin, hatte Bo, Dukat, Pfanni Philip und Stups schon auf die Weiden gebracht und machte in der Zeit, in der Phil und ich die Boxen säuberten, einen Ausritt mit Armani und nahm Träumer als Handpferd mit.
      Als wir auch die Boxen der Hengste ausgemistet und eingestreut hatten kontrollierte ich auch dort die Funktionalität der Selbsttränken und ob die Lecksteine ausgetauscht werden mussten. Auch bei den Hengsten war alles okay. Phil hatte schon die Fütterung übernommen und so konnten die, zwar matschigen aber glücklichen Pferde und Ponys ihre Boxen wieder beziehen und sich über das Futter her machen. Geputzt wurden sie später, da der Matsch im Fell erst mal ein wenig trocknen musste.
    • Eddi
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      Heute stand wieder ein großer Auftrag an, denn da Janina eine gute Freundin und meine Zuchtpartnerin war, hatte ich ihr angeboten, alle Pferde mit einem Mal zu untersuchen. Dankend hatte sie das Angebot angenommen und wir hatten uns direkt auf heute geeinigt, wo wir beide mehr als genügend Zeit hatten. Nach dem Frühstück machte ich mich direkt auf den Weg, als ich die Vorräte der Autoapotheke aufgestockt hatte. So kam ich schon gegen acht Uhr morgens auf Janinas Gestüt an und wurde dort auch herzlich empfangen. „Klasse, dass du Zeit hast, das spart auch mir viel Arbeit.“ lächelte sie glücklich und führte mich in den Stall, wo schon meine erste Patientin wartete. Dabei handelte es sich um die Welsh A Stute Tiffi, welche mich zwar nicht kannte, aber freundlich begrüßte. Die kleine Stute war sehr menschenbezogen, weshalb sie sich problemlos untersuchen ließ. Als erstes kontrollierte ich grob die Augen, Nüstern und Ohren, um irgendwelche Anzeichen von Krankheiten zu finden, doch alles war in Ordnung. Der Pupillenreflex funktionierte einwandfrei, Herz und Lunge hörten sich vollkommen normal an. Dann machte ich direkt weiter und tastete die Stute vorsichtig am ganzen Körper ab, um irgendwelche Auffälligkeiten zu finden. Doch auch dabei fiel das Ergebnis negativ aus und nachdem ich die Temperatur gemessen hatte, konnte ich das Okay zum Impfen geben. Tiffi sollte gegen Influenza, Tetanus, Herpes und Tollwut geimpft werden und die vier Spritzen nahm sie auch ruhig hin. Kurz danach gab es direkt die Wurmkur ins Maul und schon hatte sie den ersten Part geschafft. Nun packte ich meine Augentropfen aus und träufelte ihr in jedes Auge ein bis zwei Tropfen. Dadurch weitete sich die Pupille und ich konnte mir das Augeninnere besser anschauen. Doch bei Tiffi war auch hier alles in Ordnung, ihre Augen waren einfach 1a. Nachdem sie das geschafft hatte, kam auch schon die Zahnkontrolle. Tiffi ließ sich brav die Maulsperre anlegen, so dass ich ihr gesamtes Gebiss gut besichtigen konnte. Vorsichtig zählte ich alle Zähne durch und schaute mir jeden an. Unten rechts besaß die Stute eine scharfe Kante, welche ich mit der Feile aber leicht entfernen konnte. Außerdem hatte diese Ecke noch keinen Schaden angerichtet, so dass Janina sich da keine Sorgen machen brauchte. Nachdem ich mich versichert hatte, das alles okay war, befreite ich die Stute wieder von der Maulsperre und verabschiedete mich von ihr. „Du hast es geschafft.“ lächelte ich und während Janina die Stute wegbrachte, tauschte ich die Spritzen und Werkzeuge aus und legte neues für den nächsten Patienten bereit. Dabei handelte es sich um Fade to Black und die Hübsche kannte ich noch sehr gut. Ich hatte sie damals gerettet und auf Nasty Past wieder aufgepäppelt, ehe sie dann in unsere Zucht gelangt war. „Sie hat sich so toll gemacht.“ lächelte ich Janina glücklich an und auch sie schien mit der Stute zufrieden. Ich begann die Stute zu untersuchen, auch bei ihr fing ich am Kopf an. Erst kontrollierte ich den Pupillenreflex, dann die Atemwege und hörte zum Schluss noch Lunge und Herz ab. Alles war in bester Ordnung und so konnte ich weiter machen und die Stute am Körper abtasten. So etwas mochte Fade to Black gar nicht, aber sie ließ es tapfer über sich ergehen. Auch hier sah alles super aus, sie schien richtig in Form zu sein. Erst als ich die Temperatur messen wollte, fiel mir ein unangenehmer Aspekt auf: Fade to Blacks After war ziemlich verklebt und als die Stute dann einmal äppeln musste, bestätigte mich mein Verdacht, die Arme hatte Diarrhö, zu deutsch Durchfall. „Es scheint aber nichts schwerwiegendes zu sein, denn sonst wäre sie nicht so munter.“ beruhigte ich Janina, welche sich das gar nicht erklären konnte. „Entweder hat sie irgendetwas gefressen, was ihre Verdauung zu sehr anregt oder sie hat eine bakterielle Infektion.“ erklärte ich, doch in beiden Fällen gab es eine einfache Lösung, ein Antibiotikum, welches ihr Immunsystem unterstützen würde. „Ich kann jetzt nicht sicher sagen, an was es liegt, aber sollte es in einer Woche nicht weg sein, melde dich einfach nochmal.“ erklärte ich und gab Fade to Black die Spritze mit dem Antibiotikum. Trotz des Durchfalls konnten wir Impfen, so dass auch Fade to Black noch vier weitere Spritzen und ihre Wurmkur bekam. Dann kontrollierte ich noch genauer die Augen, wo sich aber nichts auffälliges fand. Maximal das linke Auge wirkte vom Umfang her einen Ticken größer, was aber die Sinneswahrnehmung der Stute nicht beeinflusste. Zu guter Letzt schauten wir der Stute noch ins Maul. Doch die Lady hatte hervorragende Zähne, gerade wenn man bedachte, dass sie in ihrer Vergangenheit vernachlässigt worden war. „Damit wären wir auch hier fertig. Ich gebe dir noch ein Medikament, was du ihr die nächsten drei Tage unter das Futter mischen kannst, es sollte ihr helfen.“ erklärte ich und während Janina die Stute wegbrachte, legte ich die Packung Pulver bereits auf den Tisch im Reiterstübchen, eventuell würde noch mehr dazukommen. Die nächste Kandidatin war Florentinchen, ein hübscher kleiner Schimmel. Sie ließ sich brav in die Augen, Nüstern und Ohren schauen und auch das Abhören der inneren Organe lief problemlos ab. „Braves Mädchen.“ lobte ich sie ausgiebig und begann sie allmählich am gesamten Körper abzutasten. Als ich am letzten Wirbelsäulenknorpel angelangt war, versuchte Flo plötzlich nach mir zu treten. Testweise drückte ich noch einmal auf die besagte Stelle und wieder reagierte Flo. Ich runzelte die Stirn und betrachtete sie. „Es scheint, als hätte sie sich auf der Weide ein wenig verrenkt. Nichts beraubendes und bei einem Pony bekomme sogar ich das hin.“ lächelte ich Janina an und forderte die Stute auf, mir ihr rechtes Hinterbein zu geben. Ich dehnte es immer weiter nach hinten und das letzte Stückchen schafften wir durch einen leichten Ruck, welcher der ausschlaggebende Moment war. Flo zuckte einmal kräftig zusammen, doch dann stellte sie ihr Bein wieder ganz normal ab. Ich tastete noch einmal die Stelle ab, doch nun reagierte sie nicht mehr. „Super.“ grinste ich und machte mich noch daran, die Temperatur zu messen. Auch dort war alles okay und so bekam Flo flott ihre vier Impfungen inklusive der Wurmkur. Nun träufelte ich ihr die Augentropfen ein, ehe ich mich mit meiner Taschenlampe an ihren Äuglein zu schaffen machte. „Hm.“ murmelte ich, denn ich entdeckte auf der rechten Seite eine leichte Trübung am Rand. Es schien aber nichts Weltbewegendes zu sein, dennoch wies ich Janina darauf hin und bat sie, es im Auge zu behalten. Zu guter Letzt musste auch Flo noch die Maulsperre über sich ergehen lassen, damit ich alle Zähne kontrollieren konnte. Doch auch bei ihr war alles okay. So konnte ich sie entlassen und die nächste Patientin rufen. Diesmal kam die kleine Pflaumenkuchen um die Ecke getrippelt und schaute mich neugierig an. Ich kannte ehrlich gesagt kein lieberes und sanftmütigeres Shetty als sie und so benahm sie sich auch bei der Untersuchung. Zu meiner Freude war bei ihr auch alles okay, denn der Pupillenreflex funktionierte einwandfrei und auch Herz und Lunge hörten sich gut an. Beim Abtasten des Körpers konnte ich auch keine Auffälligkeiten entdecken und machte mich direkt daran, die Temperatur zu messen. „Apropos, es wäre vielleicht gut, wenn Fade to Black die nächsten zwei Tage lieber in Einzelhaft verbringt.“ meinte ich noch zu Janina und diese nickte verständnisvoll. Nachdem auch die Temperatur von Pflaume im Normalbereich lag, konnte ich sie Impfen. Die vier Spritzen waren im Nu gesetzt, nur die Wurmkur wollte sie nicht annehmen. Also gab es diese als Pulver auf einem Stück Apfel und da Pflaume sehr verfressen war, hatten wir dieses Problem geschickt gelöst. Nun kontrollierte ich noch die Augen und außer leicht angekratzten Hornhäuten, sah auch hier alles klasse aus. Zu guter Letzt war auch bei Pflaume das Maul dran. Dort musste ich allerdings ein paar Korrekturen ansetzen, denn hier und da war ein Stückchen Zahn abgebrochen. Doch auch das hatte ich schnell gelöst. Danach durfte auch Pflaume wieder gehen. Vor der Mittagspause kam Janina noch mit einem letzten Patienten, und zwar mit Tagträumer. Bei ihm hatte ich es mit der Untersuchung nicht so leicht, denn er musste seine Nase überall hineinstecken. Ich hatte alle Hände voll zu tun, ihn gründlich untersuchen zu können. Auch mit Janinas Hilfe, die ihn festhielt, war es noch ein kompliziertes Unterfangen. Am kritischsten wurde es aber an seinem Vorderbein, denn das durfte ich gar nicht anfassen. „Na nu?“ fragte ich ihn und tastete es erneut ab, irgendwas stimmte nicht. Also holte ich mein mobiles Röntgengerät und kontrollierte das Vorderbein des Hengstes. Die Bilder ergaben, dass es sich um eine gemeine Stauchung handelte. Zwar an sich nichts großes, aber sehr schmerzhaft. „Da hat wohl jemand zu sehr herumgetobt?“ fragte ich Tagträumer grinsend und gab Janina für die Stauchung Heilerde. Die erste Lage schmierte ich ihm jetzt drum. Danach machte ich mich noch daran, die Temperatur zu messen, ehe ich ihn impfen konnte. Spritzen mochte der kleine Hengst gar nicht, doch da musste er durch. Auch die Wurmkur zwangen wir ihm hinein, ehe ich noch die Augen kontrollierte. Hier war alles okay, auch wenn Tagträumer vom Toben ziemlich viel Dreck im Auge hatte, doch das war nicht schlimm. Zum Schluss kam noch das Maul an die Reihe und die Maulsperre hatten wir irgendwann drin. Tagträumer war gerade im Zahnwechsel, weshalb es in seinem Maul sehr chaotisch aussah. Einen lockeren Milchzahn zog ich ihn direkt und ansonsten sah der Wechsel schon gut aus. Danach hatte es Tagträumer erst einmal geschafft und Janina brachte ihn weg. Inzwischen war es Mittag und Janina lud mich zu einer Pause ein. Sie hatte extra Kaffee gekocht und Sandwichs vorbereitet. Das Angebot nahm ich gerne an, bevor wir mit den Hengsten weitermachten.
    • Jackie
      ​Verschoben am 23.07.2014
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Janina2604
    Datum:
    31 Juli 2012
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