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sadasha

Wellington ♂️| Rheinisches Warmblut | 20p.

Wellington ♂️| Rheinisches Warmblut | 20p.
sadasha, 10 Juni 2020
Bracelet, Flair, Donoma und 11 anderen gefällt das.
    • sadasha
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      Gut Schwarzfels
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      11. Juni 2020 | Dressur E-A "Cryfirra" & "Wellington", Dressur L-M "Maleficent" & "It's me, Amira!" | 4023 Zeichen von sadasha

      Ein Motorgeräusch um 10 Uhr abends. Pitch sprang auf und bellte mit tiefer Stimme, während er zur Tür lief um die Sache zu überprüfen. „Leave it. Go to bed!“ Mit einem Fingerzeig auf sein Körbchen verstummte der Rüde und legte sich auf seinen Platz. Schmollend sah er mir nach, als ich das Haus verließ. „Cooper!“ grüßte ich meine alte Freundin und breitete meine Arme für eine Umarmung aus. „Wie geht es dir?“, wollte ich wissen und begleitete sie nach drinnen, wo Pitch sie freudig begrüßte und ich bereits Tee aufgesetzt hatte. Cooper erzählte mir von neuen, sowie alten Pferden in ihrem Rennstall. „Es ist viel passiert. Lass uns Cryfirra in ihre Box bringen und dann weiter reden.“, schlug ich vor. Gesagt getan. Die hübsche Palominostute folgte brav ihrer Besitzerin. In der Box zeigte sie sich unruhig, was ich ihr aber nicht verübeln konnte nach einer so langen Anreise. „Morgen kann sie auf die Koppel. Heute ist es schon zu spät.“, vertröstete ich Cooper, während wir wieder ins Haus gingen. Pitch rollte sich zu Coopers Füßen ein und wir besprachen die Eigenheiten und den aktuellen Ausbildungsstand der jungen Vollblutstute. Am nächsten Morgen musste Cooper abreisen. Als wir die Stute auf die Weide brachten erinnerte sie mich noch einmal daran, dass man bei Cryfirra immer mit voller Konzentration dabei sein sollte, da sie jede Unaufmerksamkeit ausnutzt. Ich nickte stumm und beobachtete das Vollblut dabei wie es sich austobte, buckelte und einfach glücklich war all ihre Muskeln einmal zu aktivieren. Cryfirra war bereits eingeritten und in Distanz- und Rennreiten ausgebildet. Meine Aufgabe war es nun ihr bisher sehr nützliches Temperament noch etwas mehr zu zügeln, denn die Stute sollte für eine A Dressur vorbereitet werden. Parallel lernte auch mein Hengst Wellington die Grundlagen der Dressur kennen, während meine Rappstuten It's me, Amira! und Maleficent bald für eine M Dressur bereit stehen würden. Nach einem Tag der Eingewöhnung und des Kennenlernens ging es mit Cryfirra los. Ohne Bedenken putzte und zäumte ich sie und ging mit ihr auf den Reitplatz um sie zu longieren. Die Ohren gespitzt und voller Elan zu arbeiten wartete die Stute auf Anweisungen. Wie erwartet war sie sehr spritzig. Es war schwierig ihre Geschwindigkeit innerhalb einer Gangart zu kontrollieren, da es scheinbar ihr Leitgedanke war möglichst schnell von A nach B zu kommen. Einige Minuten versuchte ich sie im Trab zu halten. So lange, bis sie ein gutes Grundtempo beibehielt mit dem ich arbeiten konnte. Cryfirra senkte von selbst den Kopf und arbeitete dann erstaunlich gut mit. „Gutes Mädchen!“ lobte ich immer wieder. Erst jetzt sah ich mir Schritt und Galopp an und konnte keine großen Baustellen sehen. Sie lief gut! Wellington war hier ähnlich problemlos, wenn auch weniger temperamentvoll. Der Rappe kannte die Grundlagen bereits etwas besser und arbeitete gleich von Anfang an sauber mit. Die nächsten Tage lernten die beiden sich auch unter dem Sattel an die Arbeits- und Mitteltempi zu halten. Sie waren beide nicht dumm oder faul und so konnte ich schon bald mit den typischen A Lektionen beginnen. Cryfirra tat sich wie gedacht etwas schwer mit Allem, wo sie sich zurück nehmen musste. Halten aus Schritt und Trab, Übergänge, Rückwärtsrichten. Wir hatten sehr daran zu knabbern. Hinzu kam, dass die Stute tatsächliche jede kleinste Unaufmerksamkeit meinerseits ausnutzte um die Zügel aus der Hand zu reißen oder unverhofft Gas zu geben. Selbst ein Blick zum Hoftor konnte verheerende Auswirkungen haben. Weniger Probleme hatten wir mit den neuen Bahnfiguren. Die Palominostute war sehr agil und beweglich und konnte sich auch unterm Sattel gut biegen. Bei Wellington gestaltete sich das etwas anders. Er hatte überall kleinere Problemchen, die ich gemeinsam mit ihm abarbeitete. Er brauchte insgesamt etwas länger um aus seinem Gedankenkarussell auszutreten und unbefangen mitzuarbeiten. Dafür verzieh er mir jedoch auch kurze Momente der Ablenkung. Zwischendurch konnte ich mich mit Lektionen der M Dressur auf andere Gedanken bringen. Amira und Maleficent waren eine ähnliche Anpaarung wie Cryfirra und Wellington. Amira die temperamentvollere und Maleficent die Allrounderin. Beiden fiel jedoch besonders die Traversale schwer. Umso stolzer war ich, als am Ende des monatlichen Beritts alle vier Pferde in ihren Lektionen sicher und selbstbewusst liefen. Die Abwechslung der verschiedenen Stufen tat gut und Cooper hat sich bei Cryfirra ein völlig neuer Anwendungsbereich eröffnet. Bei der Abholung erklärte ich ihr wo wir Probleme hatten und was besonders gut lief. Alles in Allem konnte ich viel bisher verborgenes Talent in der Vollblutstute entdecken. Ich für meinen Fall war gespannt wie weit die Schönheit es noch bringen würde in der Dressur.
    • Sammy
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      07. August 2020 | Wellington - Dressur A-L | 23.824 Zeichen von Sammy

      Hektisch lief ich durch den Stutentrakt meines Stalls. In weniger als einer Stunde sollten ein neues Trainingspferd bei mir auf dem Hof eintreffen und ich hatte noch gefühlte tausend Dinge zu erledigen. Ich kannte den Besitzer des Rheinischen Warmbluts schon länger und freute mich, dass er seinen Schützling in meine Hände gab - was schon lange so abgesprochen war. Eigentlich hätte ich seine Stute Maleficent trainieren sollen, doch zu dieser Zeit war ich vollkommen ausgebucht gewesen und hatte es zeitlich nicht geschafft. Daher würde ich nun Hunter's neuen Hengst Wellington ins Training nehmen. Die Zeit verging momentan wie im Flug und ich konnte kaum fassen, dass es nun tatsächlich schon Anfang August war. Eigentlich war das Frühjahr immer die stressigste Zeit auf meinem Gestüt, doch irgendwie riss der Trubel in diesem Jahr nicht ab. Im Hengsttrakt traf ich auf Donald, der gerade gewissenhaft die Box für unseren Gast herrichtete. Ich strich meinem Vollbluthengst Khamar im Vorbeigehen über die samtene Nase und kehrte dann zurück in den Stuten- und Fohlentrakt. Es gab in diesem Jahr elf Fohlen auf Hollybrook und schon bald würde die schwere Zeit des Absetzens beginnen. Noch kuschelten sich die kleinen Vierbeiner aber zufrieden an ihre Mütter. Ich trat zu meiner lackschwarzen Stute Leveneza und blickte liebevoll auf ihr Fohlen Lalique herab. Die kleine Fuchsstute hätte es beinahe nicht geschafft, doch nun entwickelte sie sich prächtig. Ich war gespannt, was Hunter zu dem Stütchen sagen würde, immerhin hatte Leveneza einst ihm gehört. Ich hakte einen Führstrick in Leveneza's Halfter und die Stute folgte mir eifrig aus ihrer Box. Lalique stolzierte auf ihren langen Fohlenbeinen hinter ihr her. Successful Dream stieß ein protestierendes Wiehern aus, als ich an ihrer Box vorbeikam. "Schon gut, Dreamy. Du und Storm Chaser dürft auch gleich nach draußen.", sagte ich besänftigend. Um nicht allzu oft laufen zu müssen, schnappte ich mir noch Ceri uund ihr Hengstfohlen Legacy. Die beiden Stuten waren gut erzogen und ließen sich problemlos miteinander auf die Koppel bringen. Ich warf einen Blick zurück zu Dream, die mürrisch über ihre Boxentür blickte. "Im Gegensatz zu dir.", dachte ich schmunzelnd.
      Als ich damit fertig war, die Stuten und ihre Babys auf die Weide zu bringen, herrschte im Stall schon reges Treiben. Die Rennpferde wurden fürs Training fertig gemacht, Futtereimer klapperten und lautes Wiehern zerriss die morgendliche Stille. Ein ganz normaler Morgen also. Ich hatte gerade den Trainingsreitern ihre Anweisungen für die Morgenarbeit gegeben, da hörte ich das Brummen eines Transporters, der die Auffahrt entlangfuhr. Ich warf einen Blick auf die Uhr und grinste. Wie üblich war Hunter überpünktlich. Ich hatte den jungen Mann schon lange nicht mehr gesehen und war recht überrascht gewesen, als ich von seinem Umzug nach Deutschland erfuhr. Im Laufschritt überquerte ich den Hof und erreichte den Parkplatz in dem Moment, als Hunter aus dem Wagen stieg. Er begrüßte mich auf seine gewohnt nüchterne Art und ich reckte gespannt den Hals, als er die Rampe des Transporters herunterließ und im Innern verschwand. Hunter hatte schon immer ein Händchen für außergewöhnliche Pferde gehabt und ich war wahnsinnig gespannt auf seinen Neuzugang. Ich trat zur Seite, als das Hinterteil eines rabenschwarzen Pferdes auf der Rampe erschien. Wellington trat sicheren Schrittes rückwärts die Rampe hinunter. Dan blieb er stehen, hob den feingeschnittenen Kopf und spitzte die kleinen Öhrchen. Meine Augen leuchteten. Er war wunderschön. Ein Bild von einem Pferd. Mit fachmännischem Blick musterte ich das Exterieur des Pferdes. Die schlanken Beine, die muskulöse Schulter, den gut angesetzten Hals. Kein Wunder, dass Hunter den Rappen in der Vielseitigkeit ausbildete. Rein äußerlich war Wellington prädestiniert dafür. Hunter drückte mir den Führstrick in die Hand und verschwand im Hänger, um eine große Sattelkiste herauszubringen. Ich strich der Schönheit neben mir über das samtweiche Maul und Wellington drückte seine Nase kurz in meine Handfläche. Menschenscheu war der Hengst kein bisschen. Ich zupfte leicht am Führstrick und führte meine beiden Gäste hinüber zu den Stallungen. Samuel kam uns entgegen und nahm Hunter die Sattelkiste ab, um sie zu Wellington's Box zu bringen. Hunter und ich befreiten den Rappen von seinen Transportgamaschen und führten ihn dann zu den Hengstkoppeln, damit er sich nach der langen Fahrt von Deutschland ein wenig die Beine vertreten konnte. Da ich Wellington zwei Monate lang trainieren sollte, hatten Hunter und ich entschieden, dass der Hengst für diese Zeit in England leben würde. Wir brachten ihn auf eine der kleineren Hengstkoppeln und ich löste den Strick. Das schöne Warmblut fiel sofort in einen Galopp und buckelte einige Male, bevor er in einen schwungvollen Trab überging. Dann wieherte er aus voller Kehle und kam abrupt vor uns zum Stehen. Hunter lächelte gequält und meinte: "Hm, ja. Er mag es überhaupt nicht, alleine zu sein. Hast du vielleicht einen verträglichen Hengst, den du mit ihm zusammen rauslassen kannst? Im Normalfall ist Wellington absolut umgänglich." Ich nickte und lief hinüber zur großen Hengstkoppel. Ohne zu Zögern schnappte ich mir meinen Andalusier Ojos Azules und meinen Traber Damon's Dynamo. Beide vertrugen sich mit so gut wie allen Pferden und sollten Wellington für die Zeit seines Aufenthaltes Gesellschaft leisten. Die drei Hengste beäugten sich zunächst aus sicherem Abstand, doch dann senkte Dynamo den Kopf und begann zu grasen. Als wäre dies ein geheimes Zeichen gewesen, taten Wellington und Jojo es ihm gleich. "Na also, das wäre geschafft. An Pferden mangelt es hier wirklich nicht.", sagte ich zu Hunter. Der lächelte zufrieden. Während wir die drei Hengste beobachteten, brachte mich Hunter auf den aktuellen Stand, was seinen Hengst betraf. "Wellington ist wirklich unkompliziert. Nur beim Einfangen solltest du immer eine Kleinigkeit zu Naschen dabei haben. Oder viel Geduld. Im Springen ist Wellington schon recht weit, an der Dressur arbeiten wir noch. Da braucht er zuweilen einfach etwas mehr Zeit, als andere Pferde. In der Box wird er auch erst einmal einen ziemlichen Radau veranstalten, da er wie gesagt nicht gerne alleine ist. Das legt sich aber nach ein paar Minuten. Außerdem ist Wellington ein Headshaker. Die Symptome halten sich noch in Grenzen, aber bisher kennen wir auch die Ursache noch nicht." Ich hörte aufmerksam zu, was Hunter mir erzählte und gestaltete in Gedanken schon den Trainingsplan des Hengstes. Mein Ziel war es, Wellington in diesen beiden Monaten in der Dressur und der Military auf Klasse L zu trainieren. Da er im Springen bereits M-Niveau lief, hätte Hunter damit eine gute Ausgangslage, um mit dem jungen Hengst die erste große Vielseitigkeit zu gehen. Wir schlenderten über das Gestüt und als wir an der Fohlenkoppel vorbeikamen, zeigte ich auf Leveneza und Lalique. Als die schöne Rappstute uns sah, kam sei sofort zum Zaun getrabt und ihr Baby folgte ihr auf dem Fuß. Hunter strich Leveneza über die Stirn und betrachtete dann aufmerksam das Stütchen neben ihr. "Man sieht ihr überhaupt nicht an, dass sie beinahe nicht durchgekommen wäre.", sagte er und ich lächelte. Aus Hunter's Mund war das ein großes Kompliment. Ich fragte ihn ein wenig aus und erfuhr, dass er außer Maleficent und Wellington noch zwei andere Stuten besaß. Eine Anglo Araberstute namens It's me, Amira!, die bereits körfertig war und eine Suffolk Punch Stute namens Lorelei. Nachdem Hunter einen Kaffee getrunken und zwei belegte Brötchen verdrückt hatte, machte er sich wieder auf den Heimweg. Immerhin hatte er auf seinem Hof, Gut Schwarzfels, Pferde zu versorgen. Ich versprach, ihn über Wellington's Training auf dem Laufenden zu halten und winkte, als der Transporter durch das Hoftor rollte. Dann lief ich zurück zu den Hengstkoppeln und sah nach meinem neuen Schützling.

      ~*~

      Am nächsten Morgen sprang ich munter aus dem Bett und war wie üblich die Erste im Stall. Da es heute über dreißig Grad geben sollte, hatten wir die Pferde über Nacht auf den Koppeln gelassen und würden sie tagsüber in den Stall holen. Solange unsere Vierbeiner jedoch noch draußen waren, füllten wir in aller Ruhe Heukrippen und Futtereimer. Dann holten wir die Englischen Vollblüter für die Morgenarbeit heran. Storm Cat und Little Miss Backyard waren am Wochenende im Rennen gelaufen und hatten daher heute frei. Somit blieben für das heutige Training nur Pirate's Pride und Bearing Spots übrig. Ich wies Ana und Samuel an, was sie mit den beiden Stuten zu tun hatten und lief dann zu den Hengstkoppeln, um zu sehen, wie Wellington die Nacht überstanden hatte. Der schöne Rapphengst glänzte in der Morgensonne und stand Seite an Seite mit Jojo und Dynamo am Gatter. "Na, ihr drei Hübschen? Habt ihr auf mich gewartet?", sagte ich lächelnd, während ich das Gatter öffnete. Ich wollte Wellington zuerst nehmen, da ich nicht wusste, wie brav er beim Führen war, wenn ein anderer Hengst neben ihm herging. Zwei Schritte, bevor ich den Hengst erreichte, wirbelte er auf der Hinterhand herum und trabte mit wehendem Schweif ans andere Ende der Koppel. Ich verdrehte seufzend die Augen und zog ein Haferplätzchen aus meiner Tasche. Sofort sahen mich die beiden anderen Hengste mit großen Augen von unten nach oben an. Diesen Hundeblicken konnte ich nicht widerstehen. Mit einem weiteren Seufzen kramte ich zwei weitere Plätzchen hervor und verfütterte sie an die Hengste. Da schob sich plötzlich eine schwarze, samtene Nase zwischen Jojo und Dynamo. Wellington blähte die Nüstern und sah mich mit gespitzten Ohren an. "Jaja, mein Guter. Aber zuerst wollen wir mal sichergehen, dass du mich nicht austrickst.", sagte ich liebevoll. Dann hielt ich Wellington das Halfter vor die Nase und das Plätzchen so davor, dass der Rappe die Nase durch das Halfter hindurchstecken musste. Während das Warmblut genüsslich kaute, schloss ich das Halfter. Ich kraulte ihn am Kinn und führte den Rappen dann von der Koppel und zu den Stallungen. Kaum, dass ich die Boxentür hinter Welli geschlossen hatte, stieß der Hengst ein lautes Wiehern aus und schlug mit dem Kopf. "Keine Sorge, mein Hübscher, gleich bist du abgelenkt.", sagte ich und hielt dem Hengst eine Handvoll von seinem Müsli hin. Mit sanften Lippen nahm Wellington das Futter von meiner Hand. In der Zwischenzeit führte Donald Jojo und Dynamo in den Stall und in die Boxen rechts und links von dem schönen Rapphengst. Dennoch drehte Wellington einige Runden in seiner Box, bevor er sich schließlich seinem Frühstück widmete. Ich lächelte. Wellington schien sich schon gut eingelebt zu haben, daher würde ich heute mit der ersten Trainingseinheit beginnen. Doch zuerst hatte ich noch einige Dinge in meinem Büro zu erledigen.

      ~*~

      Später am Morgen holte ich Wellington aus seiner Box und band den schönen Hengst in einer der Putzboxen an. Heute dachte ich noch überhaupt nicht an ein richtiges Aufbautraining für den Aufstieg in Klasse L der Dressur. Zunächst wollte ich den Warmbluthengst besser kennenlernen und vor allem sehen, wie weit er in seiner Ausbildung bisher gekommen war. Zuallererst putzte ich Wellington jedoch in aller Ruhe, was der Hengst auch sichtlich genoss. Als ich Wellington's schlanke Beine bandagierte, blieb der Hengst ruhig stehen und folgte mir anschließend willig aus dem Stall. Als wir nicht den Weg zu den Koppeln einschlugen, ob Wellington den hübschen Kopf und sah sich mit gespitzten Ohren um. Ich strich ihm über den glänzenden Hals und bemerkte angetan, dass Wellington trotz seiner Aufregung sehr gut zu händeln war. Ich führte den Rappen zum Roundpen, schloss das Tor hinter uns und hakte den Führstrick aus. Dann ließ ich Wellington laufen. Der schöne Hengst bewegte sich mit eleganten, fließenden Bewegungen um mich herum und lauschte mit nach innen gestelltem Ohr auf meine Kommandos. Dominanzprobleme würde ich mit ihm definitiv nicht haben. Ich schnalzte mit der Zunge und bewegte mich einen Schritt auf Wellington zu, woraufhin der Hengst in einen raumgreifenden Galopp fiel. Ich studierte die Bewegungen des Rappen sehr aufmerksam und achtete vor allem darauf, wie ausbalanciert er auf der gebogenen Linie des Zirkels war. Als ich die kleine Übung schließlich auch auf der anderen Hand wiederholt hatte, war ich mehr als zufrieden. Hunter hatte sehr gute Arbeit geleistet. Wellington war in Topform, sodass wir ab morgen mit den Lektionen für den Stufenaufstieg beginnen konnten. Ich rief den Rappen zu mir und wiederholte einige Lektionen aus Klasse A vom Boden aus. Das waren vor allem das Rückwärtsrichten und die Vorhandwendung. Wellington führte beide Lektionen prompt aus. Ich streichelte dem Rappen über die samtene Nase, hakte den Führstrick wieder in sein Halfter und führte ihn aus dem Roundpen. Wir hatten nur eine halbe Stunde trainiert, doch für ein junges Pferd wie Wellington reichte das auch aus. Ich brachte den Hengst in seine Box, wo er wieder ein Heidenspektakel veranstaltete, bevor er schließlich mit Jojo die Nase zusammensteckte. Ich schüttelte lächelnd den Kopf. Langweilig würde es mit dem Rheinländer ganz sicher nicht werden.

      ~*~

      "Mensch, hast du gute Manieren. Davon könnten sich ein paar meiner Vierbeiner mal eine Scheibe abschneiden!", sagte ich am nächsten Tag lächelnd zu Wellington. Ich hatte den Hengst soeben aufgesattelt und war begeistert von Wellington's gutem Benehmen. Als ich ihn auftrenste, senkte er artig den Kopf, um das Gebiss zu nehmen. Ich strich ihm lobend über die Stirn, verschnallte das Kopfstück und führte Wellington dann nach draußen auf den Reitplatz. Es war noch früh am Morgen und dennoch kletterte das Thermometer schon in Richtung 24 Grad. "Wenn du jetzt brav mitarbeitest, gehen wir später eine Runde schwimmen. Hunter hat mir verraten, wie sehr du Wasser liebst.", versprach ich dem Rappen, während ich den Gurt nachzog und die Steigbügel auf meine Länge einstellte. Dann schwang ich mich in den Sattel und ließ Wellington einen Augenblick still stehen. In der L-Dressur wurden erstmals auch versammelte Gangarten verlangt und darauf würde in der heutigen Einheit auch unser Schwerpunkt liegen. Zunächst wärmte ich Wellington in aller Ruhe auf und genoss die weichen Gangarten des Hengstes. Er reagierte willig auf meine Hilfen und lief eifrig vorwärts. Als ich Wellington in allen Gangarten auf beiden Händen abgeritten hatte, begann ich behutsam damit, den Hengst zu versammeln, in dem ich halbe Paraden gab und viele Schritt-Trab-Übergänge ritt. So brachte ich den Rappen dazu, mit der Hinterhand stärker unterzutreten und die Kruppe abzusenken. Die Arbeit an der Versammlung war anstrengend und ich gönnte Wellington zwischendurch immer wieder Pausen im Schritt am langen Zügel. Zur Abwechslung arbeiteten wir auch schon an dem einfachen Galoppwechsel. Mit einem Pferd, das so gut reagierte, wie der Rappe unter mir, war diese Lektion in meinen Augen die einfachste in Klasse L. Ich galoppierte Wellington im Arbeitstempo an und wendete auf den Zirkel ab. Kurz vor X parierte ich den schönen Hengst in den Schritt durch, ließ ihn drei Tritte geradeaus gehen, stellte ihn um und galoppierte auf der anderen Hand erneut an. Da Wellington die Schritt-Galopp-Übergänge gut beherrschte, stellte die Lektion kein Problem für den intelligenten Hengst dar. Daher beschloss ich, bereits heute mit dem Außengalopp zu beginnen. Hierbei hatte der Rappe größere Probleme. Er schien völlig in seinem Kopf gefangen und galoppierte immer auf der inneren Hand an, wie er es bisher eben gelernt hatte. Um es Wellington leichter zu machen, galoppierte ich ihn an und wechselte dann durch die ganze Bahn. So lief der Hengst bei Erreichen des Hufschlags automatisch im Außengalopp. Wellington spielte irritiert mit den Ohren und ich hatte gerade noch Zeit, ihn zu loben, bevor der Rappe umsprang. Ich wiederholte die Übung noch einige Male und achtete jedes Mal darauf, den Hengst zu loben und durchzuparieren, bevor er umspringen konnte. So schien Wellington allmählich zu verstehen, was ich von ihm erwartete. Ich ließ den Rappen im Schritt gehen und ließ die Zügel lang. Dann kraulte ich ausgiebig seinen muskulösen Hals. "Feiner Junge, das hast du ganz wunderbar gemacht!", sagte ich lobend. Wir hatten heute große Fortschritte gemacht und der Hengst hatte sich seine Pause redlich verdient. Ich sprang aus dem Sattel, führte Wellington zurück zum Stall und befreite ihn von seiner Ausrüstung. Dann führte ich den Rappen zum Abspritzplatz, band ihn an und richtete den Wasserstrahl auf seine Beine. Ein paar Minuten später lachte ich aus vollem Hals. Wellington senkte den Kopf und versuchte nach dem Wasserstrahl zu schnappen. Dabei erinnerte mich das große Tier auffallend an meine beiden fusseligen, kleinen Katzen, wenn sie am Wasserhahn spielten. "Du bist ja vielleicht ein Clown.", sagte ich liebevoll zu dem Hengst. Es fiel mir richtiggehend schwer, mit dem Abspritzen aufzuhören, doch heute Nachmittag würde ich mein Versprechen wahr machen und mit dem Hengst eine Runde schwimmen gehen. Während der Mittagshitze durfte Wellington nun jedoch erst einmal zurück in den kühlen Stall.

      ~*~

      "Seit wann gehst du denn mit deinen Trainingspferden schwimmen?", fragte Ana mich mit großen Augen, als ich sie fragte, ob sie mich und Wellington mit Jojo begleiten wollte. "Seit ich zum ersten Mal in meiner Laufbahn eine richtiggehende Wasserratte im Training habe. Außerdem, was könnte bei dieser Hitze schöner sein?", fragte ich grinsend. Ana lächelte auch und wir holten unsere beiden Rapphengste aus dem Stall. Beide waren mit Halftern und langen Bodenarbeitsseilen ausgestattet. Der See lag nur fünfzehn Gehminuten von meinem Gestüt entfernt, daher gingen wir zu Fuß. Wellington sah sich mit eifrig gespitzten Ohren um und schritt fleißig neben mir her. Als der See in Sicht kam, hob Wellington den Kopf und stieß ein lang gezogenes Wiehern aus. Ana und ich lachten. "Wie süß, er begrüßt den See!", grinste Ana. Wir führten die Hengste zum Ufer, um sie langsam ins Wasser hineinzuführen. Doch Wellington senkte sofort seinen hübschen Kopf ins Wasser und atmete prustend aus, woraufhin lauter kleine Bläschen aufstiegen. "Er blubbert!", rief ich begeistert. Jojo dagegen sah seinen Artgenossen eher argwöhnisch an. Der Andalusier mochte Wasser, war aber längst nicht so verrückt danach wie mein Trainingspferdchen. Ich streifte Schuhe und T-Shirt ab und watete in Shorts und Bikini ins Wasser. Wellington folgte mir auf dem Fuß. Schließlich schwamm ich neben dem Hengst her und genoss das kühle Wasser. Der Rappe strampelte mit den Beinen und drehte eine ganze Runde im See. Schließlich zupfte ich am Streck und lenkte ihn zurück in Richtung Ufer. "Komm mein Hübscher. Du magst ja noch können, aber mir reicht es für heute.", sagte ich lächelnd. Das junge Pferd war mit solch einer Begeisterung bei der Sache, das war einfach ansteckend. Wir führten die Pferde gemächlich zurück zum Gestüt und ließen uns von der Frühabendsonne trocknen. Zurück am Stall setzte ich Wellington sein Abendessen vor. Der Hengst stürzte sich sofort darauf, sogar ohne zuvor die Einstreu seiner Box platt zu laufen. "Oh, Schwimmen macht eben doch hungrig!", witzelte Samuel über den Appetit des Hengstes. Ich zuckte mit den Schultern. "Offensichtlich fühlt er sich hier wohl, das ist die Hauptsache."

      ~*~

      Die Wochen vergingen wie im Flug und schließlich war Wellington so weit, um sein Abschlusstraining zu absolvieren. Ich hatte Hunter regelmäßig mit Updates und Fotos versorgt und freute mich schon darauf, ihm in wenigen Stunden von Wellington's Stufenaufstieg berichten zu können. Davon, dass der Hengst das Training mit Bravour meistern würde, war ich überzeugt. Die größten Schwierigkeiten hatte Wellington tatsächlich mit dem Außengalopp gehabt. Auch an der Versammlung hatten wir sehr lange gearbeitet, doch das war auch völlig normal. Die Hinterhandwendung hatte der schöne Rapphengst dagegen sehr schnell begriffen. Außerdem wuchs Wellington jedes Mal regelrecht einige Zentimeter, wenn er eine neue Aufgabe meisterte. Hunter hatte da wirklich ein sehr gutes Pferd ergattert und ich freute mich darauf, noch einen weiteren Monat mit dem schönen Tier zu arbeiten.
      Ich holte Wellington nach seinem Frühstück aus der Box und machte ihn noch umsichtiger fürs Training bereit, als sonst. Sein schwarzes Fell glänzte wie poliertes Ebenholz, die Hufe schimmerten in der Morgensonne und Mähne und Schweif wehten seidig im warmen Wind. Ich strich die Satteldecke auf Wellington's Rücken glatt und legte ihm dann den Dressursattel auf. Wie üblich hielt der Rappe brav still, während ich ihn fertig machte. Ana und Samuel standen mit einer Kamera bewaffnet am Dressurviereck, um Wellington's Abschlussarbeit zu dokumentieren. Ich führte den Rappen zu meinen beiden Angestellten, gurtete nach und schwang mich in den Sattel. Dann wärmte ich das Warmblut um das Viereck herum auf. Als ich Ana zunickte, drückte sie auf einen kleinen Knopf der Musikanlage und eine klassische Melodie schallte über den Hof. Wellington spitzte die Ohren und passte seinen Schritt unmerklich an. Ich strich ihm über den Hals, bevor ich die Zügel aufnahm und im Arbeitstrab in das Viereck einritt. Bei X brachte ich Wellington geschlossen zum Stehen und grüßte Ana und Samuel, wobei ich mir ein Grinsen nicht verkneifen konnte. Gleich darauf konzentrierte ich mich jedoch wieder auf mein Pferd, immerhin wollte ich ihn so gut wie möglich durch diese Aufgabe führen. Ich trabte Wellington erneut an und wendete dann zu einer halben Volte nach rechts und gleich darauf zu einer halben Volte nach links ab. Dann nahm ich Wellington zurück und versammelte den Hengst. Sofort trat er fleißiger unter, richtete den Hals auf und senkte die Kruppe ab. Ich strich ihm zufrieden über den glänzenden Hals. Wir wechselten im Mitteltrab durch die ganze Bahn und zeigten dann Übergänge vom versammelten Trab zum Mitteltrab und umgekehrt. Wellington hatte die Ohren leicht nach hinten gerichtet und reagierte beinahe in derselben Sekunde auf meine Kommandos, in der ich sie gab. Wir tanzten im Trab durch das Viereck, bis wir bei X erneut zum Halten kamen. Dort nahm ich die Zügel ein wenig an und ließ Wellington eine Pferdelänge rückwärts treten, bevor ich ihn im Mittelschritt anritt. Wir wendeten auf die linke Hand ab und ritten auf dem zweiten Hufschlag. Ich parierte den Rappen zum Halt durch und führte ihn Tritt für Tritt durch die Hinterhandwendung. Wellington kaute eifrig auf dem Gebiss und bewegte gehorsam seine Vorhand um 180 Grad um seine Hinterhand herum. Ich ritt das Warmblut im Mittelschritt auf den Zirkel und galoppierte ihn zur geschlossenen Zirkelseite hin im versammelten Galopp an. Wir ritten aus der nächsten Ecke kehrt und galoppierten im Außengalopp weiter. So richtig pudelwohl schien sich der Rappe bei dieser Lektion noch immer nicht zu fühlen, doch mit etwas Bestätigung meinerseits, behielt er den Außengalopp bei, bis ich ihm ein anderes Kommando gab. Bei A ritt ich mit Wellington einen einfachen Galoppwechsel, sodass wir nun wieder auf der inneren Hand galoppierten. Im versammelten Galopp zeigten wir erneut eine Kehrt aus der Ecke, um wieder im Außengalopp zu gehen. Nach einem weiteren Galoppwechsel präsentierten Wellington und ich Übergänge vom Mittelgalopp in den versammelten Galopp. Als wir schließlich zum letzten Mal auf die Mittellinie abwendeten und bei X zum Halten kamen, strahlte ich über das ganze Gesicht. Wellington schwitzte zwar ein wenig, schien aber äußerst zufrieden mit sich zu sein. Und genauso ging es mir auch. Der schöne Hengst hatte den Aufstieg in Klasse L der Dressur mit Bravour gemeistert und von jetzt an konnten wir den Aufstieg in der Military ins Auge fassen. Nun hatte Wellington sich jedoch ein paar Extra-Haferplätzchen verdient.​
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      Gut Schwarzfels
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      30. August 2020

      Die letzte Zeit wurde es ruhig um das Gut Schwarzfels. Maleficent wurde als erste Stute prämiert und It's me, Amira! würde nachziehen sobald die nächste Zuchtshow stattfinden würde. Es zog ein erster Hengst auf das Gestüt. Wellington war ein wunderbarer Ausgleich zu den Stuten und ich hatte nicht gewusst wie sehr ich es vermisst hatte einen Hengst zu halten, bis ich mich um Wellington kümmern musste. Es machte Spaß mit ihm zu arbeiten und zu versuchen ihm seine Flausen auszujagen. Er brachte Salz in die Suppe. Lorelei war ruhig wie eh und je und man merkte ihr an, dass sie immer gelassener und noch ruhiger wurde, als sie eh schon war. Sie erinnerte mich stets an die Zeit mit Käthe in England und ich überlegte ob ich ihren Gedanken vielleicht doch nochmal aufgreifen sollte eine zweite Suffolk Punch Stute zu erstehen und mit den beiden die Fuhrshows unsicher zu machen. Außerdem würden sie sich doch prima als Eventpferde eignen mit ihrem äußerst genügsamen Charakter. Doch ohne laufendes Geschäft würde ich diesen Gedanken wohl immer wieder streichen müssen. Es gab aktuell wichtigere Aufgaben in meinem Leben als neue Pferde aufzunehmen. Ich musste die Zucht ans Laufen bringen und Geld durch Turniere einspielen, denn sonst würde der Hof wohl bald vor die Hunde gehen. Schließlich hatte ich nicht nur die Pferde und Pitch, sondern auch zwei Angestellte, die ich durchfüttern musste. Die globale Pandemie machte uns das Leben schwer. Viele Turniere fanden gar nicht erst statt und Messen gab es erst recht nicht. Nun folgte auch noch eine zweite Infektionswelle. Ich würde mich weiterhin so weit es eben geht zurückziehen bis der Spuk vorüber ist.
    • sadasha
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      Pineforest Stable ‧ Ausbildung und Training
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      22. November 2020 | Wellington ‧ Dressur L-M | von Occulta

      Mein Atem bildete Wölkchen, als ich an diesem Morgen zum Parkplatz lief. Ich wollte dort Wellington empfangen, ein neues Trainingspferd. Es war grau und neblig, etwas anderes konnte man um diese Jahreszeit in England kaum erwarten. Trotzdem begrüssten Hunter Crowley und ich uns fröhlich. Er vertraute mir seinen Rappen für die kommenden zwei Wochen an, damit ich ihn auf die Lektionen der M Klasse in der Dressur vorbereiten konnte. Wir brachten den Hengst in sein temporäres Asyl im Nordstall. Beim Reinkommen wurde er gleich von Co Pilot, der seine Box direkt neben dem Eingang hatte, mit einem Brummeln begrüsst. Wir hielten den Kontakt der beiden aber kurz – sie hatten später noch genug Zeit, sich auf der Weide kennenzulernen. Ich zeigte Hunter die Box und wir verräumten die mitgebrachte Ausrüstung ordentlich in der Sattelkammer. Ich wollte den Pferdebesitzer noch auf eine Tasse Tee einladen, aber er erklärte, dass er seine Fähre erwischen musste. Als wir den Nordstall verliessen und Wellington realisierte, dass Hunter ihn zurückliess, wieherte der Hengst aufgebracht. Hunter meinte, das sei typisch für den Hengst; er werde zwar eine weile eingeschnappt sein, sich dann aber beruhigen. Ich schmunzelte – solche Charaktertiere waren mir die liebsten. Wir verabschiedeten uns und ich ging meiner Arbeit auf dem Hof nach, um Wellington erstmal ankommen zu lassen. Doch schon am Nachmittag begannen wir mit der ersten Trainingseinheit, damit wir die kurze gemeinsame Zeit optimal nutzen konnten. Der Rappe beäugte mich skeptisch beim Putzen – ich fragte mich, was in seinem Kopf wohl vorging. „Keine Sorge“, sagte ich absichtlich auf Deutsch, denn das Gut Schwarzfels lag ja in Deutschland. „Hunter holt dich ganz sicher wieder ab in vierzehn Tagen. Ich an seiner Stelle würde es jedenfalls tun – so einen schicken Burschen wie dich gibt man nicht einfach weg.“ Ich sattelte ihn und führte ihn auf den Sandplatz. Der Boden war perfekt, frisch gewässert durch die Regenschauer der letzten Tage, aber ohne Pfützen. Zum Aufwärmen machten wir zehn Minuten Schritt, wobei ich den Hengst bereits mit ein paar Schenkelweichen und kleinen Volten in Stellung in Arbeitsstimmung brachte. Er kaute auf seiner Trense herum und war schön geschmeidig, aber man merkte, dass er etwas misstrauisch blieb und noch nicht so recht wusste, was er von mir halten sollte. Nach dem Einwärmen begann ich, jeweils anfangs der langen Seite der Bahn eine kleine Volte zu reiten und anschliessend daraus heraus das Schulterherein abzuleiten. Am Anfang war Wellington etwas verwirrt und dachte, ich wollte abbiegen. Ich verhinderte dies mit dem Wandzügel und blockierte ihn am inneren Schenkel, zusätzlich trieb ich unterstützend seine Hinterhand etwas nach aussen. Nach dem zweiten Versuch schaffte er ein paar schöne Tritte, woraufhin ich ihn gleich lobte und strecken liess. Ich stellte dadurch sicher, dass er die Lektion verstand. In den folgenden Runden blieb er an der Wand und stellte sich willig nach innen. Ich verlangte immer nur wenige Schritte, denn Schulterherein war anstrengend für darin unerfahrene Pferde. Ausserdem bekam er so immer gleich die Belohnung für das richtige Interpretieren meiner Hilfen, was ihn bestärkte. Als zweite Übung wählte ich heute die Galopparbeit, wobei ich Tempowechsel und Übergänge in den Mittelpunkt stellte. In der M-Dressur waren auch Übergänge vom Galopp direkt in den Stillstand gefordert. Ich begann aber zuerst mit den ihm Bekannten Übergängen in den Schritt. Darauf baute ich dann auf. Damit er das Gewicht auf der Hinterhand behielt und nicht einfach mit den Vorderbeinen einsteckte beim Anhalten, liess ich ihn jeweils kurz nach dem Halt zwei Schritte rückwärtsgehen. Weil er die Rückwärtstritte mit der Zeit bereits erwartete, hielt er sich quasi bereit, indem er schon rückwärts dachte und entsprechend sein Gewicht verlagerte. Zuletzt hüpften wir über ein Cavaletti auf der Mittellinie, als Vorbereitung auf die fliegenden Galoppwechsel. Danach liess ich es für den ersten Tag gut sein, um ihn nicht gleich zu schocken.

      Wir übten fleissig, aber natürlich nicht jeden Tag – sonst wäre dem Rappen die Arbeit mit mir wohl rasch verleidet. Stattdessen nutzte ich auch das Gelände als Abwechslung. Das hiess nicht, dass wir dabei nicht auch etwas lernen konnten: den Wechsel zwischen normalem und starkem Galopp liess sich auf den Feldwegen mit breitem Rasenstreifen hervorragend üben, ebenso natürlich Trabverstärkungen und starker, raumgreifender Schritt. Wellingtons Verstärkungen wurden im Verlaufe der beiden Wochen ausdrucksvoller und zugleich kontrollierter, denn auch das Aufnehmen nach dem Zulegen war wichtig und musste deutlich sichtbar klappen. Wir schafften nach der ersten Woche erfolgreich erste fliegende Wechsel ohne Stange oder Cavaletti, und auch die Seitengänge fielen dem Hengst immer leichter. Je länger wir zusammen arbeiteten, desto mehr begann Wellington auch, sich auf mich einzulassen und sich wirklich zu entspannen unter dem Sattel, was am Anfang noch nicht der Fall gewesen war. Den letzten gemeinsamen Trainingstag nutzte ich nochmal für den Feinschliff. Hunter kam pünktlich um zuzusehen, wie wir es verabredet hatten. Ich demonstrierte ihm die Verstärkungen und die Galoppwechsel, dann nutzte ich den gewonnenen Schwung für die Seitengänge, die ja bekanntlich eher bremsend wirkten. In der Traversale musste ich noch etwas an der Stellung des Hengstes feilen – er hielt den Kopf manchmal zu sehr nach innen. Am Ende erklärte ich Hunter, woran er weiterarbeiten solle und schlug ihm ein paar Übungen vor; dann wurde es Zeit, Wellington reisefertig zu machen. Willig folgte er Hunter in den Transporter. Mir war allgemein aufgefallen, dass der Rappe sehr angenehm im Umgang war und eigentlich nie Probleme gemacht hatte. Ich konnte ihn zum Abschied nochmal streicheln, ehe Hunter die Klappen schloss und sich mit seinem Vierbeiner auf den Weg machte. Ich wünschte den beiden eine gute Reise und freute mich schon darauf, von den künftigen Erfolgen des Hengstes zu lesen.
    • sadasha
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      13. Dezember 2020 | Fahren L-M "Wellington" | von sadasha

      Ich hatte aktuell allen Grund stolz zu sein. Meine Stuten waren jetzt ausnahmslos alle prämiert und als Zuchtstuten einsetzbar. Mein Fokus lag nun auf Wellington und ich hatte vor ein paar Tagen das Fahrtraining etwas ausgebaut. Wir arbeiteten vermehrt an Trittsicherheit, Wendigkeit und Ausdauer. Für das heutige Training spannte ich Wellington abermals vor die große Kutsche und stieg auf den Fahrerbock. Mit einem motivierenden Schnalzen und Lockerung der Zügel ging der Hengst los. Er liebte es eingespannt ins Gelände zu gehen und dort zu trainieren. Wir passierten das Hoftor und schlugen den direkten Weg über die Felder in Richtung Wald ein. Auch ein kurzes Stück Straße mussten wir fahren, ehe wir endlich auf unserer Übungsstrecke im Wald waren. Man konnte hier gut Runden drehen udn beim aktuellen Wetter gab es hier viele Unebenheiten und Pfützen, die Wellington nichts anhaben durften. Wir begannen im Schritt die Strecke einmal abzugehen und uns aufzuwärmen. Dann steigerte ich die Geschwindigkeit und achtete darauf, dass Wellington sich ordentlich an den Zügel stellte und in Kurven gut bog und nicht verkrampfte. Damit hatte der Rappe keine Probleme und er genoss die Gymnastizierung. Einen leichten Galopp konnten wir ebenfalls wagen, wobei ich es für schlecht erachtete auf Fullspeed zu gehen. Die Chance war zu groß, dass der Rappe ausrutschte und wir uns verletzten. Nach einigen Runden schlug ich den Heimweg an, machte aber einen Zwischenstopp auf einer trockenen Langstrecke um hier auf Geschwindigkeit zu gehen. Wellington spannte kurz vor meinem "Go!" jeden Muskel an und heizte dann ordentlich ein. Er gab Alles und freute sich, als am Ende des Weges doch die ein oder andere flache Pfütze durchkreuzt werden musste. Als wir wieder zu Hause waren waren wir beide nass und dreckig. Ich longierte Wellington noch etwas ab, nachdem ich ihm das Geschirr abgenommen hatte. Nach gut drei Stunden waren wir mit Allem fertig und ich notierte mir ein paar Eckpunkte, die mir beim heutigen Training aufgefallen waren, damit ich beim nächsten Mal dort ansetzen konnte. Es dauerte noch gut einen Monat intensiven Trainings, ehe ich mir sicher war, dass wir uns im Fahren auch auf einem M Turnier beweisen könnten. Wir liefen ein Turnier mit um das Ergebnis als Zertifikat für unsere gelungene Stufenerhöhung vorzeigen zu können. Als nächstes standen nun die Vorbereitungen zur Hengstkörung an.
    • sadasha
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      Gut Schwarzfels
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      03. Januar 2021

      Endlich Neujahr. Pitch kraulend saß ich am Frühstückstisch und brütete mit einer Tasse Kaffee über meinen Plänen für das Jahr 2021. Das letzte Jahr war so durchwurmt von der noch immer währenden Pandemie, dass ich mich kaum traute Pläne für das kommende Jahr zu schmieden. Aber ohne konnte ich auch nicht leben, also riss ich mich zusammen und schrieb Alles nieder, was mir in den Sinn kam. Zum Beispiel, dass ich einen weiteren Hengst und eine weitere Stute aufnehmen wollte. Reinrassige Rheinische Warmblüter. Keine Veredler mehr. Mit It's me, Amira! Hatte ich genug Blut für mehr Temperament in der Zucht. Maleficent vertrat eher die stämmigere Rheinländer Variante. Ein passender Hengst von diesem Kaliber wäre großartig. Wellington war zwar auch der Wahnsinn, aber neben Maleficent wurde schnell deutlich was ich meinte, wenn ich sagte, dass er deutlich weniger Knochen hatte. Pitch legte sich lautstark brummend hin, weil ich aufgehört hatte seine Ohren zu flauschen. In meinen Planungen nahm ich auch auf mit ihm einen Mantrailing Kurs zu besuchen. Ich war mir sicher, dass ihm das gefallen würde und mit zwei Jahren, hielt ich ihn für reif genug um eine richtige Aufgabe zu bekommen. Lorelei war die einzige, bei der es mir schwer fiel ein Ziel einzuplanen. Die Suffolk Punch Stute war mir ein verlässlicher Partner. Ein Ruhepunkt in meinem Leben, den ich auf keinen Fall missen wollte. Mein Herz schlug höher jedes mal, wenn ich daran dachte ihr eine Partnerin zu beschaffen, aber ich sah keine Zeit dafür. An erster Stelle stand meine Zuchtplanung. Dann kam Pitch und erst dann mein Privatleben zu dem ich auch Lorelei zählte. Ich schrieb es dennoch auf die Liste mit einem Vermerk: „ggf. jemanden einstellen zur Unterstützung“. Ich war stolz auf mich soweit alles alleine zu wuppen, doch je mehr Pferde dazu kamen, desto mehr würde ich mich mit dem Gedanken wieder anfreunden müssen nicht mehr alleine auf dem Hof zu arbeiten. Ich seufzte und legte den Stift ab. Das waren genug Eindrücke für den Jahresbeginn und wenn ich noch länger hier saß, würden mir die Pferde verhungern, ehe ich auch nur einen der Pläne umsetzen konnte. Ich stand auf und trank den letzten Schluck, des mittlerweile kalten Kaffees auf Ex und stellte die leere Tasse mit einem lauten Knall in die Spüle. Pitch sprang auf und rannte zur Tür um mit mir den Alltag zu beginnen. Während der Stallarbeiten dachte ich über das kommende Jahr nach. Ich dachte voller Hoffnung daran was kam und dass die Pandemie mit den Impfungen hoffentlich bald ihr Ende fand.
    • Eddi
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      07. Januar 2021


      Das neue Jahr startete ich auf einem neuen Hof. Zum ersten Mal verschlug es mich auf Gut Schwarzfels. Ein schöner Hof mit tollen Pferden und einem sympathischen Besitzer. Hunter Crowley nahm mich auch sogleich in Empfang und dankte mir für mein Kommen. Ich folgte ihm kurz darauf mit in den Stall, wo er auch schon meinen heutigen Patienten aus der Box holte. "Das ist Wellington, ein rheinisches Warmblut, vier Jahre und soll demnächst auf einer Körung vorgestellt werden", machte mich Hunter mit dem Rappen bekannt. Der anmutige Hengst schnupperte vorsichtig an meiner Hand, ehe er mit großen Schritten seinem Besitzer aus der Box folgte. Hunter hielt Wellington fest, während ich den Hengst flink abhörte. Erst Herz und Lunge, dann noch die Darmgegend. Danach warf ich einen Blick in Ohren, Augen und Maul, wo alles zufriedenstellend aussah. Danach tastete ich nach den Lymphknoten und überprüfte auch die Beine. Hunter führte mir kurz darauf den Hengst einmal im Schritt und danach im Trab die Stallgasse entlang. Die Bewegungen waren rhythmisch und taktrein, so dass ich keine Auffälligkeiten feststellen konnte. Zufrieden nickte ich Hunter zu und begann die erste Spritze aufzuziehen. Zunächst bekam Wellington das Kombi-Präparat gegen Influenza und Herpes, danach folgte noch die Impfung gegen Tollwut. Abschließend schob ich dem Rappen noch die Wurmkur-Paste ins Maul und dann hatte er es auch schon geschafft. Ich lobte ihn kurz, dankte Hunter und füllte dann den Impfpass aus. Wellington stand bereits wieder in seiner Box, ich händigte Hunter den Impfpass aus und verabschiedete mich dann von den beiden.
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    Gut Schwarzfels
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    sadasha
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    10 Juni 2020
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    Wellington

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    Exterieur
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    Rasse Rheinisches Warmblut
    Herkunft Deutschland
    Geschlecht Hengst
    Alter 17. Juli 2016, 3 Jahre

    Stockmaß 165cm
    Fellfarbe Rappe


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    Interieur
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    Wasserratte | Brav | Verspielt

    Wellington ist ein Sportpferd, wie es im Buche steht: Elegant gebaut,
    fließende Bewegungen, brav erzogen und vielseitig einsetzbar. Der schwarze
    Hengst liebt es raus zu kommen und freut sich über jede Gelegenheit in
    Wasser zu treten oder sogar zu schwimmen. Es braucht einen sicheren, selbst-
    bewussten Reiter um ihn davon abzubringen einfach seines Weges zu gehen.
    Wellington spürt jede Unsicherheit und nutzt sie aus. Im Herzen ist der Hengst
    immer ein Fohlen geblieben. Er zeigt keine Aggressionen gegenüber Artge-
    nossen und spielt um sein Leben gerne mit seinen Herdenmitgliedern. Er
    ist im Verband recht hoch im Rang und weiß sich durchzusetzen, wenn es
    einmal Ärger in der Herde gibt. Grundsätzlich ist es in seiner Herde jedoch
    ruhig, da Wellington stets für Harmonie sorgt. Im Umgang mit Menschen
    ist der Rappe einfach zu händeln. Er senkt den Kopf zum Auftrensen, bleibt
    ruhig, wenn man ihn sattelt und folgt gerne. Was er nicht gerne hat ist alleine
    gelassen zu werden. In der Box wiehert er aus voller Kehle und läuft eine
    ganze Weile auf und ab, ehe er zur Ruhe kommt. Auf der Weide lenkt er sich
    mit seinen Freunden ab, nachdem er einige Minuten nervös am Koppelrand
    entlang gelaufen ist. Als „Rache“ lässt sich der Gute dann kaum einfangen,
    wenn man ihn von der Weide holen möchte. Wellington macht sich dann ein
    Spiel daraus vor dem Mensch mit dem Strick wegzutraben. Entweder bringt man
    viel Geduld mit und wartet bis es dem Rappen langweilig wird oder man hat
    etwas zu Naschen dabei. Karotten und Pferdegebäck gehen immer und Wellington
    weiß genau, wann man etwas dabei hat und wann nicht. Leider bringt die
    Schönheit eine Baustelle mit. Seit geraumer Zeit ist Wellington ein Headshaker.
    Man hat noch nicht nach der Ursache geforscht, ist sich aber sicher,
    dass es nicht einfach nur eine Unart von ihm ist.

    Sozialverhalten

    1 (schwierig) - 5 (unproblematisch)
    Herde [5] | Gegenüber Artgenossen [4] | Gegenüber Menschen [4]


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    Zucht- & Besitzinformationen
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    Nicht gekört| Keine Nachkommen
    Gencode
    EEaa

    Besitzer sadasha (Hunter Crowley)

    VKR sadasha
    Ersteller sadasha


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    Qualifikationen
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    Eignung Vielseitigkeit, Fahren
    Dressur E A L M S
    Springen E A L M S
    Military E A L M S

    Distanz E A L M S
    Rennen E A L M S
    Western E A L M S

    Fahren E A L M S

    ___________________________________________________
    Erfolge
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    462. Fahrturnier | 463. Fahrturnier | 444. Distanzturnier

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    326.Synchronspringen | 595. Springturnier | 327. Synchronspringen

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    442. Militaryturnier | 328. Synchronspringen | 329. Synchronspringen


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    331. Synchronspringen | 337. Synchronspringen | 460. Militaryturnier

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    610. Dressurturnier | 461. Militaryturnier | 467. Militaryturnier

    inoffiziell

    xxx


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    Ausbildungsstand
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    Fohlen ABC [x] | Eingefahren [x] | Eingeritten [x] | Gelassenheit []
    Problemverhalten x

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    Gesundheit
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    Letzter Tierarztbesuch
    Letzter Hufschmiedbesuch


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