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Eddi

Walking In The Air

Schweres Warmblut ♀ gekrönt

Walking In The Air
Eddi, 5 Juli 2018
Samarti gefällt das.
    • Eddi
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      Ehemalige Berichte
      April 2010 - Oktober 2014
      Janina2604 | 06. April 2010
      Pflegebericht - Ein Tag für meine Pferde

      Heute hatte ich mir einiges vorgenommen, ich wollte mal alle meine Pferde bewegen. Also holte ich erstmal die Pferde von der Weide und brachte sie in die Boxen.Ich Äppelte die Weiden zusammen mit ein drei Freundinnen ab. Ich hatte mir Vanne, Jette und Eddi eingelade, damit ich ein bisschen unterstützung hatte. Die halfen mir beim Misten der Boxen und säubern der Tränken. Janet hatte sich Wita geholt um sie zu Putzen. Nach dem vielen Regen hatte sie ziemlich matschiege Beine, die Janet erstmal mit dem Schlauch säubern musste. Eddi holte sich Shady und brachte das stumpf gewordene Fell der grauen Stute so zum glänzen, das es fast silbrig wirkte. Vanne schnappte sich La Petite und Putze diese. Ich holte mir Animby und holte den Schmutz und Staub aus ihrem Fell. Beim Hufe auskratzen viel mir auf, das ich mal wieder den Hufschnied rufen sollte, denn die sind endeutig zu lang. Wita brauchte außerdem neue Eisen. Die anderen Sattalten schon mal die Pferde während ich Cutie und Feentanz in die Führanlage, da diese zu klein waren um geritten zu werden. Danach holte ich Hektor, Daim und Tiffi. Die drei wollten wir als Handpferde mitnehmen und Putzen diese noch schnell über. Jette nahm Daim und ich nahm Tiffi. Eddy nahm sich Hektor. Vanne traute sich nciht ein Pferd mit zu nehmen. Jetzt konnte es losgehen. Wir saßen auf und machten uns auf den Weg zum Wald. Dafür mussten wir erstmal an der Straße entlang. Ich machte mich schon auf ein paar Schockmomente gefasst, denn Animby war nicht sehr gut an den Straßenverkehr gewönt. Es kamen glücklicher weise kaum autos vorbei, da die meisten bewohner dieser Straße mit ihren Kinder in den Ferien waren. Im Wald angekommen wurde ich gleich ein bisschen gelassener. Vanne und Jette unterhilten sich gut, Eddi und ich trabten schon ein bisschen voraus. Wir ritten vorbei an umgefallenen Baumen die schon stark mit Moos besetzt waren und mit Pilzen übersäht. Normalerweise liebte ich es kleine rennen mit meinen mitreiten zu veranstalten, aber mit den Handpferden war das heute leider nicht möglich. Als wir am See angekommen sind fing es leicht an zu regnen und wir drehten wieder um. Ich hasse es im Regen zu reiten. Aus dem Nieselregen wurde ein richtiger Niederschlag mit Donner und Blitzen. Die Pferde erschracken. Gut das wir schon so gut wie zu Hause waren. Wir Sattelten die Pferde an und legten ihnen Abschwitzdecken über. Danach brachten wir sie in die Ställe und Fütterten sie mit ein wenig Müsli. Vanne hatte Mören mit gebracht, diese verteilten wir an die Pferde. Als die Pferde versorg waren gingen wi zusammen zu den Ponys und holten sie aus der Führanlage. Nun putzen wir die beiden zusammen. Vanne und Jette hatten sich Cutie geschnappt und Eddi und ich machten und an die kleine Feentanz. Wir teilten uns die Arbeit. Währen der eine die Mähne und den Schweif brüstete kratze der andere die Hufe aus und Striegelte das Fell. Als wir fertig waren brachten wir auch diese beiden in die Ställe.
      Dann machte ich mich auf den Weg zu den Fohlen. Die Mädels verabschiede ich und bedankte mich für die tolle Hilfe.

      Edfriend | 07. February 2010
      Pflegebericht - Kleiner Besuch

      Ein Schauer lief mir über den Rücken, als mir der eiskalte Wind, während ich die Autotür öffnete, ins Gesicht schlug. Heute war ich mal wieder auf den Weg zu Janina gewesen. Ich wollte einige Pferde besuchen. Schnell merkte ich auch das ich mir nicht gerade den besten Platz zum parken ausgesucht hatte. Denn schon kam ich ins schlittern und rutschte mehr hinter zum Kofferraum, als dass ich lief. Doch irgendwie schaffte ich es dann doch die Klappe aufzubekommen und meine Umhängetasche aus dem Auto zu retten, eh ich noch irgendwo einbrach oder so. Kopfschüttelnd bahnte ich mir dann einen Weg zum großen Stall von Janina. Dort angekommen, konnte ich erstmal beruhigt ausatmen, denn nun spürte ich harten Beton unter meinen Füßen. Lächelnd schlenderte ich ins Reiterstübchen und schmiss dort meine Tasche erstmal auf einen Stuhl, eh ich verzweifelt nach den Apfel-Leckerlies suchte die da irgendwo sein mussten. 'Wer Ordnung hält ist nur zu faul zu suchen' eins meiner Lieblingsmottos was ich früher meiner Mutter immer vorgehalten hatte. Zudem kommt man immer an sein Ziel egal wie, so landete jetzt zum Beispiel mein Handy und meine Taschentücher auf dem Boden und auch mein Schlüsselbund flog hochkant durchs Zimmer. Doch dann hatte ich diese verdammte Tüte doch gefunden und sammelte mein Hab und Gut wieder ein und packte alles wieder in die Tasche, nur die Leckerlies steckte ich mir nun in meine dünne Winterjacke. Als ich im Schnellschritt wieder in aus dem Reiterstübchen lief stieß ich mit Janina zusammen. "Huch, was machst du denn hier?" fragte Janina und blickte mich verwundert an. "Na was wohl, dir bei deinen Pferden helfen." sagte ich lachend und lief geradewegs zu Witas Box. "Oder willst du nicht das ich dir helfe?" sagte ich mit neckenden Unterton. Ich wusste das Janina eine Stallhilfe momentan gut gebrauchen konnte, denn auf ihre ehemaligen Reitbeteiligungen und Pfleger war kein Verlass gewesen. Als ich Janinas Blick sah brauchte ich keine Antwort mehr. Lachend öffnete ich die Boxentür des Warmbluts und schon kam die Stute auf mich zu. Ich steckte ihr ein Leckerli zu und halfterte sie auf. Ihr Halfter war auch nicht mehr das neuste und ich beschloss ihr mal wieder ein neues zu kaufen. Genau! Das würde ich machen, wenn ich nachher in die Stadt fuhr und die neue Decke für Pajero abholte. Grinsend betrachtete ich das alte, schon abgeschubberte Halfter und klinkte den Strick ein. "Stimmts Wita? Du brauchst dringend ein Neues." sagte ich lachend und als Zustimmung brummelte die Stute. Treu folgte sie mir aus den Stall und dann auch den Weg zu den Weiden. Wobei wir mehr im tiefen Schnee liefen als auf den rutschigen Weg. Wita sollte sich nicht alle Beine brechen. Auf der Weide angekommen sah ich, dass Shàdy schon draußen stand, somit war Wita auch nicht alleine und hatte Gesellschaft. Ich löste den Haken und Karabinerhaken und ließ Wita davon galoppieren. Das Tor sicher abgeschlossen machte ich mich wieder zurück in den Stall. Dort schob ich die überdimensionale Schubkarre vor die offene Box und schnappte mir die alte Mistgabel die bei jeder Bewegung leicht quietschte. Lachend machte ich mich auf in die Box und mit schwungvollen Bewegungen beförderte ich das alte Stroh in die Schubkarre. Es dauerte nicht lange und schon war ich fertig, Boxen misten war recht einfach und bei mir ging es auch recht schnell. Glücklich atmete ich aus und schob die Schubkarre aus den Stall zum Misthaufen. Der frische Mist dampfte leicht und weiße Wolken stiegen empor. Ich ging zurück in den Stall und kehrte die Box noch ordentlich aus. Nun holte ich vom Heuboden zwei Strohbündel und verstreute diese in Witas Box. Ich hustete kurz auf, als der Staub empor stieg. Schnell hatte ich mich wieder gefasst und holte einen nassen Schwamm. Damit säuberte ich die Selbsttränke und dann auch noch den Trog, dieser war leicht verstaubt und Müsli-Reste klebten vereinzelt an den Wänden. Mit allen fertig brachte ich den Schwamm weg und schnappte mir stattdessen das Heunetz. Dieses hing recht hoch und so hatte ich zu tun daran zu kommen. Als ich es dann endlich hatte zupfte ich das alte restliche Heu heraus und brachte es auf den Misthaufen, wer wollte schon noch altes angesabbertes Heu fressen? Grinsend stopfte ich nun frisches Heu wieder in das Netz. Es roch mal wieder schön nach Kräutern und auch schön frisch. So brachte ich das Netz nun wieder in die Box und band es dort wieder fest. Nun holte ich aus der Futterkammer noch zwei Äpfel und eine Kelle Müsli, dieses schmiss ich in den sauberen Trog. Vorsichtig bahnte ich mir nun wieder einen Weg über das rutschige Eis zur Weide. Dort wartete Wita anscheinend schon, aber ich hatte zwei Stricke mit, denn ich wollte Shàdy gleich wieder mit rein nehmen. Beide Stricke befestigt führte ich die Stuten über den Schnee zurück zum Stall. Shàdy brachte ich in ihre Box und Wita band ich am Putzplatz an. Dort ließ ich sie kurz warten um aus der Sattelkammer eine Putzbox zu holen. Aus dieser nahm ich einen Striegel und ging mit kreisenden Bewegungen über das dicke Winterfell. Wita genoss diese Massage sehr, so schloss sie die Augen und entlastete ein Bein. Nachdem ich mit dem Striegel auf beiden Seiten gewesen war, schmiss ich den Striegel zurück und nahm stattdessen die Wurzelbürste. Mit dieser bürstete ich das buschige Fell wieder glatt und ging dann auch noch über die Beine. Auch damit fertig ging ich nun nochmal mit der weichen Kardätsche über das Fell der Stute. So glänzte das Fell nun wieder wunderschön. Ich dagegen machte mich nun daran die Mähne und den Schweif zu verlesen, das dauerte ziemlich lange, da es auch sehr aufwendig war. Zufrieden seufzte ich als ich auch die Hufen ausgekratzt und eingefettet hatte. "Fertig!" sagte ich glücklich und steckte Wita eine Möhre zu. Diese stand gelassen da und schaute mich munter an. Ich hatte nicht so viel Zeit um noch mehr mit ihr zu machen. Aber ihre Bewegungen hatte sie auf der Weide ja gehabt und bestimmt gab es morgen wieder etwas zu tun. Außerdem war heute Sonntag. Also band ich die Stute wieder los und führte sie durch die Stallgasse in ihre Box. Dort nahm ich ihr das Halfter ab, da fiel mir mein heutiger Stadt-Besuch wieder ein. Ich schloss die Boxentür und hängte das Halfter wieder an seinen Platz, dann schnappte ich mir meine Tasche und flitzte wieder zu meinen Auto. Diesmal nicht auf der Hut vor dem Eis klatschte ich diesmal eiskalt auf mein Hinterteil. "Oh!" stieß ich nur hervor als ich dann da lag. Schnell rappelte ich mich auf, konnte mir aber nicht verkneifen zu lachen, warum wusste ich nicht. Jeder der mich jetzt sah musste auch denken dass ich einen Knall hatte. Kopfschüttelnd setzte ich mich hinter Lenkrad und stellte meine Tasche auf den Beifahrersitz. Dann fuhr ich los und winkte Janina nochmal kurz.

      Edfriend | 11. Oktober 2009
      Pflegebericht - Aber sie bleibt ...

      Janina wollte sich ganz auf Ponys von Welsh bis New Forest umstellen. Heute schaute ich mal wieder auf ihren Hof was sich dort alles geändert hatte. Ich hatte ausgemacht das sich unsere Zucht nun auf die 3 Gestüte verteilte. Janina versorgte die Ponyfraktion, Sweet nahm sich die Barockpferde, hauptsächlich Paso Finos ans Herz und ich pflegte alle Arten von Warmblütern und Westernpferden. So fand ich es wesentlich besser, wenn ich ehrlich sein sollte. Heute wollte ich mal alle Pferde von Janina besuchen, denn ich wollte wissen was sie alles gekauft hatte und was für Anwärter es für die Zucht gab. Doch zuerst ging ich nun mal zu Wita. Ich wusste ja das Janina sich auf Ponys umstellte, aber Wita würde sie hoffentlich behalten. Die Stute war eins der ersten Pferde auf den Hof gewesen und das sollte auch so bleiben. Die Stute stand etwas gelangweilt in ihrer Box. Ich schnappte mir Halfter und Strick und halfterte die Stute auf. Dann ging ich mit ihr zum Putzplatz. Dort band ich sie an und ging in die Sattelkammer. Dort holte ich die Putzkiste und begann ihr Fell zu putzen. Nun schnappte ich mir Striegel und bearbeitete Hals, Rücken, Bauch und Kruppe und entfernte den groben Dreck wie Mist. Nun schnappte ich mir die Wurzelbürste und ging nun wieder über Hals, Bauch, Rücken, Kruppe und auch über die Beine. Nun nahm ich die Kardätsche. Jetzt würde ich dem sauberen Fell den richtigen Glanz verpassen. Mit der Kardätsche ging ich über Hals, Bauch, Rücken, Kruppe und Beine. Nun kam noch die weiche Kopfbürste dran. Ich zog Wita das Halfter über den Hals und säuberte nun noch ihren Kopf. Nüstern und um die Augen säuberte ich mit einem Schwamm. Nun bekam wita das Halfter wieder übergezogen und ich säuberte die Hufen. Diese fettete ich dann auch ein. Nun verlas ich noch Schweif und Mähne bis diese auch wieder seidenweich war. Jetzt glänzte Wita wieder wunderschön. Nun holte ich das Sattelzeug und sattelte die Stute. Auf dem Hof stieg ich auf und ritt etwas aus. Heute schien noch einmal die Sonne, wahrscheinlich erstmal das letzte Mal. Während wir gemütlich im Schritt den Feldweg entlang ritten überlegte ich mir mal wieder News für die Zucht. Seit längerem hatten wir keine Aufträge angenommen. Momentan hatte ich aber wieder Ferien und würde Internetseite & Co erneuern. Locker ließ ich Wita antraben und genoss die warmen Sonnenstrahlen. Mal wieder shcien Sonne, statt Regen. Den Damm galoppierte ich dann im vollem Gang entlang. Wita genoss die Bewegung und schoss richtig los. Ich ließ sie so lange rennen bis sie von alleine durchparierte. Dann ritt ich im Schritt/Trab zurück zum Hof. Dort sattelte ich die leicht verschwitzte Stute ab, putzte sie trocken, legte ihr die Abschwitzdecke auf und brachte sie auf die Weide. Nun mistete ich noch die Box aus und richtete diese wieder her. Auch den Paddock hatte ich gekehrt. "So nun wird sich die Süße wieder wohlfühlen." sagte ich zufrieden zu mir und holte Wita rein. Nun fettete ich noch ihre Ausrüstung ein, säuberte das Putzzeug und wusch Halfter und Strick. Nun ging ich erstmal weiter. Ich sagte der Stute noch Tschüss und hinterließ ihr einen Apfel und eine Karotte.

      Sammy | 15. Juli 2009
      Blue Moon Stables Privatklinik

      Leise vor mich hinsingend kam ich auf Janina's Hof an, stellte mein Auto auf dem Parkplatz ab und lief über den Hof. Janina erwartete mich schon und kam mir entgegen. Ich war heute zum Glück nicht für einen Notfall hier, sondern sollte einfach nur alle Pferde durchchecken und impfen.
      Gemeinsam mit Janina lief ich in ihren Stall. Janina erzählte mir unterwegs, dass die Pferde normalerweise auf der Koppel standen, sie sie jedoch für heute in den Stall gestellt hatte, damit wir nicht erst jedes einzelne Pferd einfangen mussten.
      Als wir im Stall ankahmen, sahen uns sofort 14 schöne Pferde und Fohlen entgegen. Ich steichelte ein hübsches Fohlen, dass direkt neben der Türe stand. Ich fragte Janina, wo wir die Untersuchung und das anschließende Impfen am besten durchführen konnten und wir entschieden, dass es wohl das beste war, dies drausen auf dem Putzplatz zu tun, damit die anderen Pferde nicht unnötig nervös wurden.
      Also stellte ich meinen Artztkoffer auf den Putzplatz, band mir mit ein paar geübten Handgriffen die Haare zusammen, damit sie mir beim arbeiten nicht im Gesicht hingen und wartete dann auf Janina, die gerade mit dem ersten Fohlen aus dem Stall trat.
      Von nun an war alles Routine:
      Erst ließ ich die Pferde kurz an mir schnuppern und streichelte sie, um sie zu beruhigen. Dann fuhr ich am Körper der Pferde entlang, vom Kopf über den Hals, die Schulter und die Vorderbeine hinunter, über den Rücken bis zur Hinterhand und hörte anschließend noch Herz und Lunge der Pferde ab. Auch die Hufe, Zähne, Augen und Maul der Pferde sah ich mir genau an.
      Als ich dieses kurze Durchchecken beendet hatte, bat ich Janina mir das jeweilige Pferd erst im Schritt, dann im Trab einmal auf beiden Händen vorzuführen, damit ich eventuelle Lahmheiten etc. erkennen konnte.
      Glücklicherweise waren alle Pferde kerngesund und somit bereit um geimpft zu werden.
      Ich bereitete zwei Spritzen vor, bei den Fohlen drei, massierte kurz die einstichstelle und setzte dann vorsichtig eine Spritze nach der anderen an und injekzierte den Impfstoff. Wie erwartet scheuten ein paar Pferde beim Einstich der Nadel, aber Janina und ich hatten sie alle schnell wieder unter Kontrolle.
      Nun holte ich einige Papiere aus meinem Artztkoffer und begleitete Janina in ihr Büro, wo ich jedem Pferd einen Impfpass ausstellte.
      Als ich diese mühseelige Arbeit beendet hatten, sahen wir gemeinsam nochmal kurz nach den Pferden, dann verabschiedete ich mich hastig, da ich heute noch einen weiteren Großbesuch zu erledigen hatte....

      Janina2604 | 04. Juli 2009
      Pflegebericht Die Armen ...

      Als ich heute in den Stall kam um nach meinen Pferden und Ponys zu sehen musste ich leider feststellen, das meine Tiere verdreckt auf der Weide standen. Meine RB haben sich nicht mehr um die Pferde gekümmert trotz einer Erinnerung. Ich hatte eigentlich vor mal wieder mit Shády auszureiten, aber daraus wird wohl nichts. Ich holte mir das Halfter von Wita und ging zu ihr auf die Weide mit den Offenställen. Ich fand sie am letzten Ende der Weide und musste feststellen, das aus dem Buckskin ein Brauner geworden war. Sie hatte sich so im Matsch gewälzt, das der ganze Körper mit eine Schlammpackung überzogen war. Ich legte ihr das Halfter an und befestigte den Strick daran. Dann machte ich mich mit ihr auf den Weg zu den Pferdeduschen. Den Matsch würde ich nicht aus dem Fell bürsten können. Ich band Wita an der Befestigung an der Wand fest und stellte die Brause an. Wita wat ein bisschen Wasserscheu zu Anfang, aber als ich am Bauch ankam war es doch eine schöne Abkühlung für sie, an diesen heißen Abend. Als ich die Schlammschicht aus ihrem Fell hatte zog ich das überflüssige Wasser mit dem Schweißmesser ab und lies sie in der Sonne auf dem Putzplatz stehen. Inzwischen holte ich Shády, die Stute sah nur hab so schlimm aus. Ich band sie neben Wita an und begann erst mal die Hufe auszukratzen. Dabei viel mir auf, das sie sich einen spitzen Stein in ihren Huf getreten hatte. Ich entfernte ihn, aber um ihn herum ist es ein wenig entzündet. Ich notierte mir, dass ich einen Hufschmied anrufen müsste der sich das mal ansieht. Ich reinigte die Hufe auch an der Oberseite mit einem nassen Tuch. Dann machte ich mich mit der Wurzelbürste an die Beine meiner Stute. Die hatten ungefähr den gleichen Verdreckungsgrad wie Wita am ganzen Körper hatte. Danach griff ich nach der Kardätsche und reinigte Shádys Fell. Jetzt wollte ich ihr noch etwas gutes tun und massierte sie mit dem Massagehandschuh 20 Min. durch. Nachdem schnappte ich mir die Mähnenbürste die ich extra für Shádys lange und dicke Mähne gekauft hatte und Bürstete diese erst mal richtig durch. Als ich mit Shády fertig war glänzte das Fell wieder so wich ich es eig. von ihr gewohnt war. Ich machte erst mal schluss für heute, denn es ist schon spät geworden. Ich nahm Shády und Wita am Stick und führte sie wieder zu den Weiden. Morgen würde ich noch einmal wiederkommen und die restlichen Pferde pflegen.

      Missetat begangen! | 10. April 2009
      Heute fuhr ich seit längerem wieder zu Walking In The Air, meinem ersten Pflegepferd. Als ich auf dem Hof angekommen war, sah ich, ging ich gleich zur Weide und begrüßte die hübsche Stute.
      Ich holte ihr Halfter und putzte sie schnell. Da Janina mir am Telefon gesagt hatte, dass Walking neue Hufeisen bekommen hatte, wollte ich sie nicht überanstrengen und führte sie deshalb nur einemal um die gesamten Koppeln. Dann kratzte ich ihre Hufe nochmals aus und machte eine Schmuse-Stunde. ICh gab ihr viele kleine Leckelris und Gemüse und Obst, dass ich aus der Küche meiner Mutter geklaut hatte.
      Danach entließ ich sie auf die Weide und fuhr mit dem Fahrrad wieder nach Hause. Missetat begangen!

      Edfriend | 07. April 2009
      Blue Moon Stable Hufschmied

      Nun gingen wir zu Walking In The Air. Dies war meine vorletzte Patientin. Janina holte sie von der Wiede und band sie wieder am Putzplatz an.
      Schnell säuberte ich die vier Hufen und kontrollierte sie. Aber auch bei ihr fand ich keine Krankheiten. Walking sollte auch beschlagen werden.
      Dennoch raspelte ich erst die Hufenden etwas ab. Danach ließ ich sie vorführen. Zum Glück lahmte sie nicht und ich machte weiter.
      Nun holte ich die passenden Hufeisen und passte sie genauestens an. Dann befestigte ich sie und ließ die Stute nochmal vorführen.
      Komischer Weise lahmte sie mit den rechten Hinterhuf. Ich kontrollierte nochmal das Eisen und entdeckte einen eingeklemmten Stein.
      Danach lahmte die Stute nicht mehr und wir gingen weiter zu Wings of Butterfly. Der wilden Mustangstute.

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      Missetat begangen! | 23. März 2009
      Heute ging ich das erste mal zu meinem neuen Pflegepferd "Walking In The Air". Schnell stieg ich ins Auto und fuhr los. Als ich am Stall angekommen war, erwartete mich Janina2604 schon und begrüßte mich erst einmal. Dann sagte sie mir, dass "Walking In The Air" heute auf der Weide stehe. Sofort rannte ich zur Weide und rief "Walking In The Air" und sie kam wiehernd auf mich zu getrabt. Erst betrachtete sie mich ein wenig misstrauisch, doch als ich ein Leckerli aus meiner Hosentasche nahm und es auf die ausgestreckte Hand legte, war der Bann gebrochen. Sie schritt langsam auf mich zu und schnappte sich das Leckerli auf meiner Hand. Ich lehnte mich weit über den Zaun und streichelte sie am Kopf. Dann holte ich das Halfter und ging auf die Weide, nun begrüßten mich auch die anderen Pferde und ich gab jedem schnell eine Möhre, damit kein Streit entstand. Danach ging ich ruhig auf "Waling In The Air" zu und sprach beruhigend auf sie ein. Sie ließ sich leicht einfangen und ich legte ihr das Halfter und den Strick an. Nun führte ich sie zum Putzplatz und striegelte sie. Eigentlich war sie relativ sauber, so war ich schnell fertig. Ich hatte mir für den ersten Tag nicht viel vorgenommen, also holte ich den Longengurt, die Longe und die Trense. Beim Antrensen machte sie keine Probleme, doch als ich ihr den Gurt anlegen wollte weigerte sie sich. Erst schlug sie aus, dann buckelte sie ein wenig. Ich ging beiseite, damit ich nicht von einem Huf getroffen wurde. Als ich den Gurt beiseite gelegt hatte, beruhigte sie sich schnell und ich konnte mich ihr wieder nähern. Ich fuhr ihr ein paarmal durch die Mähne und sie döste wieder vor sich hin. Doch als ich den Gurt wieder in die Hand nahm, spitzte sie die Ohren. Doch diesmal war ich darauf gefasst und redete leise auf sie ein. Ich klopfte ihr den Hals und beeilte mich den Gurt anzulegen, bevor sei wieder auskeilte. Aber zu meinem Erstaunen blieb sie ruhig stehen und beachtete mich kaum.
      Nun lobte ich sie noch einmal und ging mit ihr in die Reithalle. Dort ließ ich sie am Anfang im Schritt gehen. Nach ein paar Minuten ließ ich sie in den Trab wechseln. Sie sah sehr leichtfüßig aus und so bewunderte ich sie eine Weile. Dann ließ ich sie galoppieren. Immer schneller und irgendwann sah es so aus, als ob sie schweben würde. Langsam sah man kleine Schweißflecken auf dem Fellund mir wurde bewusst, dass sie nicht ewig weiter galoppieren konnte und so rief ich:"Steh, mein Mädchen, steh!"
      Plötzlich blieb sie stehen und schaute mich mit dunklen Augen aufmerksam an. Ich ging zu ihr hin, lobte sie und machte Longe und Gurt ab. Langsam führte ich sie zur Aufstieghilfe und stieg auf. Sie hatte einen weichen Rücken und quasi keinen Widerrist und so fühlte mich pudelwohl auf ihr. Ich ließ sie einen Arbeitsschritt gehen. Se schien Spaß an der Sache zu haben und so trabte ich sie an. Da noch Cavaletti vom letzten Reiter in der Reithalle lagen, ließ ich sie leichtfüßig darüber traben. Nun galoppierte ich sie an und ritt im Zirkel. Das war wunderbar es fühlte sich son an, als würden die Hufe nicht mehr den Boden berühren, plötzlich verfiel sie wieder in einen Trab. Doch nun musste ich langsam aufhören, da ich nun schon eine Stunde longierte bzw. ritt.
      Ich ritt sie noch schnell trocken und stieg dann ab. Am Putzplatz angekommen trenste ich sie ab und rieb sie mit ein wenig Stroh trocken. Ich gab ihr einen Apfel und führte sie wieder auf sie Weide. Dort wälzte sie sich erst einmal im Gras und bergrüßte die anderen Pferde.
      So beobachtete ich sie noch ein Weilchen und machte mich dann auf den Weg. Schnell verabschiedete ich mich noch von Janina2604 und stieg dann in mein Auto und fuhr wieder nach Hause.

      Janina2604 | 15. März 2009
      Pflegebericht für alle meine Pferde

      Heute fuhr ich mit dem Auto zu meinen vier Stuten. Ich hatte leider die letzten Wochen und Monate kaum Zeit und das merkte man ihnen an. Sie zeigten mir allesamt die klate Schulter als ich ankam. Das war ich garnicht gewohnt. Aber nichts desto Trotz habe ich mich daran gemacht die Offenställe zu reinigen. Da ich sie in einem Reitstall untergebracht hatte, hat das einer der Pfleger übernommen als ich keine Zeit hatte. Dafür hinterliß ich einen Birefumschlag mit ein wenig Geld und eine Packung "Merci". Nun Halfterte ich Army, Walking, Shady und Frozen auf und ging zu den Putzplätzen. Dort band ich sie an und putze ihr leider recht stump gewordenes Fell, bis es wieder leicht glänzte und der schmutz entfernt war. Ich brachte Shády und Frozen zu den Führanlagen, damit sie Wieder ein paat Muskeln aufnauten und bewegung bekamen, dann ging ich zurück zu den anderen beiden, legte Army ein bequemes Knotenhalfter an und befestigte den strick daran, dann band ich sie noch solange an bis ich Walking Sattel und Trense angelegt hatte. Nun stieg ich auf und machte, mit Army als Handpferd, einen langen Ausritt durch den Wald. Als ich wieder ankam und Army und Walking auf ihre gemeinsame Weide gebracht hatte holte ich Futter aus der Futterkammen und verteilte die Rationen. Jetzt holte ich auch Shády und Frozen, rubbelte sie mit Stroh ab und brachte auch diese beiden wieder auf ihre Weiden. Ich Schaute noch einmal nach den Wassertrögen und fuhr dann wieder nach Hause.

      Pflegebericht für die Stuten auf GoH
      Als ich in den Stall kam hatte ich schon ein ziemlich schlechtes Gewissen, denn durch Arbeit und Berufsschule ist meine Zeit schon echt begrentz. Die Pferde wurden in meiner abwesenheit von einen Pfleger betreut. Daher sahen sie noch nciht so schlimm aus. Aber meine Abwesenheit liesen mich die Pferde natürlich spüren. Sie Zeigten mir die klate Schulter als ich bei den Offenställen nach ihnen rief. Ich öffnete das Gatter und machte mich auf den Weg zu den Ställen. Diese wollte ich ausmisten, sowie Trog und Tränke säubern. Die Stuten hatten einen gemeinsamen Offenstall, nicht wie bei den Hengsten, die hatten alle ihren abgetrennten Teil Weide und einen eigenen Stall, es währe mir einfach zu gefählich diese auf krawall gebürsteten Tiere auf eine Weide laufen zu lassen. Ich schnappte mir somit den Trecker und fuhr damit den Mist aus den Stall. Die reste die mir runter gefallen waren fegte ich weg und brachte sie auf den Mithaufen hinter den Ställen. Mit Putzeimer und Lappen machte ich mich dann an die Tröge und Tränken. Als diese wieder recht passabel aussahen streute ich den Stall wieder ein und verteilte Futter. Mit den kleinen Tracktor brachte ich dann einen Rundballen Heu in die Mitte des Stalls. Nachdem der Stall fertig war holte ich Cutie und Tiffi schon mal rein, diese wurden von den Kindern die öfter mal vorbeischauen geputzt. Wita war von dem Pfleger in die Führanlage gebracht worden. Diese brachte er mir. Da sie eine Decke trug auf der Weide waren nur die Beine ein wenig dreckig, die ich schnell überbürstete bevor ich sie in den Stall lies. Animby hatte meine Freundin Janet auf einen Ausritt mitgenommen und vorher gründlich gestriegelt. Diese würde dann nacher auch zu den Stuten gebracht werden. Und Shády striegelte ich noch schnell über bevor sie in den heiß ersehnten Stall durfte. In den nächsten Tagen werde ich wieder vorbei kommen und die Pferde bewegen, das hab ich mir fest vorgenommen.

      Pflegebericht - Ein sonniger Tag
      Heute wollte ich mir vor dem beginnenden Prüfungsstress noch mal ein wenig Zeit für meine Pferde nehmen. Ich begann beim Stall meiner Stuten. Ich öffnete die Türen vom Offenstall um sie raus auf die Weide zu lassen während ich Mistete. Karre, Mistforke und Schaufel hatte ich mir bereitgestellt und brauchte nur noch beginnen. Ich arbeitete mich von hinten nach vorne. Mit der Mistforke löste ich das alte Stroh vom Boden und verfrachtete es in die große Karre. Draußen hörte ich Shády und die anderen über die Weide galoppieren. Sie scheinen das sonnige Wetter zu genießen. Ich ackerte während dessen weiter daran die Ställe zu reinigen.
      Der Misthaufen wuchs und die Boxen wurde sichtlich leerer. Den letzten Dreck beförderte ich mit der Schaufel in die Karre und ging erst mal das letzte Mal zum Misthaufen. Leich schwitzend stand ich nun vor den Boxen und betrachtete diese. Nur noch die Tränken auswischen und einstreuen, dachte ich mir und machte mich wieder an die Arbeit. Mit einem Lappen entfernte ich Futterreste und Staub aus den Tränken und schob einen großen Strohballen auf die Stallgasse um großzügig Stroh in jeder Box zu verteilen. Ein bisschen geschafft schnappte ich mir Karre, Forke und Schaufel und brachte sie wieder zurück in den Schuppen. Auf den Weg zurück zu den Stutenställen ging ich an der Futterkammer vorbei und holte einen, mit Müsli gefüllten, Eimer um die Stuten zu Füttern. Bevor sie allerdings wieder in den Stall durften und sich an den Müsli erfreuen durften sollte sie erst noch ein bisschen Bewegung bekommen. Ich hatte ein paar bekannte gefragt ob sie nicht mal einen Ausritt mit meinen Pferden machen wollten. Sie haben sich total gefreut und zugesagt. Als ich dann auf dem Weg zu Bordeaux und Little Song war, sah ich wie Janet, Jaccy und Cyra mit den geputzten Pferden und Ponys den Hof verließen. Wenn sie zurück kommen werden ich Shády, Walking, Animbi und Cutie wohl noch einen Augenblick auf die Weide lassen bevor ich das Tor zum Offenstall wieder schließe und die Pferde für die Nacht in die Boxen stelle.

      Pflegebericht - Ein Tag harter Arbeit
      Es war morgens in der Frühe, als mein Wecker mich aus den Träumen riss. Draußen war es noch dunkel und der Nebel zog über die Weiden. Ich schlurfte verschlafen in die Küche um zu frühstücken und mir einen Kaffe auf zu brühen. Gähnend trug ich meinen Kaffe und die geschmierten Brötchen zum Esstisch und schaltete das Radio an. Es war halb sechs und es wurden grade die Blitzermeldungen durch gegeben. Müde biss ich von meinem Brötchen ab und wischte mir die, immer noch, nur halb geöffneten Augen. Es war einfach noch nicht meine Zeit. Als ich mit dem Frühstück fertig war stellte ich mein Brett und die Tasse in die Spüle und machte mich auf den Weg ins Bad. Dort entledigte ich mich meines Schlafanzuges und stieg unter die Dusche. Eigentlich lohnt es gar nicht, denn ich würde gleich in den Stall gehen und die Ställe meiner Pferde abmisten, aber ungeduscht würde ich mein Haus nie verlassen. Frisch geduscht und durch eine kalte Dusche erwacht machte ich mich dann auf den weg in die Waschküche, wo ich die Stallkleidung immer an und auszog, um mich für den Stall fertig zu machen. Meine Haare band ich nur zu einen Zopf zusammen und lies sie an der Luft trocknen, auch wenn ich wusste, das dann wieder diese nervigen Locken rauskommen würden, aber zum Föhnen war ich einfach zu faul zu früh am morgen. Gegen 07:15 Uhr verlies ich dann das Haus und latschte zu den Ställen Rüber, die auf der anderen Straßenseite standen.
      Die Pferde grasten noch gelassen auf der Weide oder dösten im Schutz der Herde. Als sie das Tor zum Stall quietschen hörten trabten die ersten schon zum Gatter in der Hoffnung gleich Futter zu bekommen. Ihr wisst doch, dass es vor neun Uhr kein Futter gibt, sagte ich zu den gefräßigen Tieren und schob das Tür so weit auf, dass es im Harken einrastete. Im Stall stieg mir sofort der Geruch von Pferdemist und frischen Heu in die Nase. Ich hatte gestern alle Pferde auf die Weide gelassen, weil ich heute eine Grundreinigung der Boxen vornehmen wollte. So schob ich also die Trennwände der Boxen zur Seite und Fixierte sie an den Außenwänden. Nun konnte ich mit dem Trecker, dem ich vorher eine Schippe angesetzt hatte, die Boxen mit wenig Aufwand völlig entleeren. Nach etwa einer halben bis dreiviertel Stunde waren alle Boxen vom Mist befreit und ich konnte die Wände und den Boden mit den Hochdruckreiniger auf Vordermann bringen. Um das Wasser ablaufen zu lassen öffnete ich die Abläufe mit einem Druck auf den Knopf, der die alle gleichzeitig öffnete. Nun musste ich nur noch ein wenig warten bis der Rest getrocknet war.
      Da ich die Zeit besser Nutzen konnte als einfach nur zu warten, brachte ich schon mal die ersten Pferde von der Weide in die Führanlage. Das machte ich oft mit den kleinen, die ich nicht Reiten konnte. So holte ich Bordeaux, Little Song, Glenns Caress, Avero, Dukat, sowie sowie Gabani, Pfannkuchen und Stups von der Weide und brachte sie nach und Nach in die Führanlage die Platz für zehn Pferde hatte. Diese stellte ich, nachdem ich alle Ponies ordnungsgemäß in die Anlage gebracht hatte, auf Interwall, damit es für die Ponies nicht zu langweilig wurde und sie nicht zu einseitig bewegt werden. Nun widmete ich mich den Futterrationen der Pferde und Ponies. Ich hatte einen Plan ausgearbeitet um die Pferde ausgewogen zu ernähren. Für jedes meiner Tiere stellte ich mir also einen kleinen Eimer bereit und füllte die abgewogenen Mengen des Futters in diese hinein. Mit dem Futterwagen verteilte ich diese dann in den Raufen der jeweiligen Pferdes und machte mich dann an die Arbeit die Boxen ein zu streuen. Ich schob mir in die Mitte der Stallgasse einen Rundballen Stroh und bearbeitete diesen dann mit der Mistgabel um für jede Box einen ausrechend großen Haufen Stroh zusammen zu bekommen und ihn dann großzügig in den Boxen zu verteilen. Bevor ich die Pferde und Ponies aus der Führanlage und von der Weide holte testete ich noch schnell, ob die Tränken alle Funktionierten.
      Mit jeweils 2 Pferden machte ich mich dann auf den Weg in Richtung Stall. Auf der Stallgasse angekommen löste ich die Stricke und lies die Pferde alleine in ihre Boxen laufen. Da die Boxen nie getauscht wurden, wusste jedes meiner Tiere, wo seine Box ist und geht von alleine in diese. Als dann alle Pferde mit mahlenden Bewegungen das Futter genüsslich zerrieben. Und entspannt in den Boxen standen machte ich mich auf den Weg, die Halle für das Freisprungtraining der großen Pferde vor zu bereiten, das Fury, Bonito und Armani später absolvieren sollten, währen die kleinen Stuten in der Führanlage bewegt wurden. Nachdem ich die Halle vorbereitet hatte kam Jaccy. Sie war die kleine Schwester meiner Freundin und frage, ob sie heute zwei Pferde nehmen und mit ihrer Freundin ausreiten durfte. Klar, ihr könnt Golden Diamond und Walking mit nehmen, da sind die ruhigsten Pferde im Stall. Aber tragt trotzdem Helm und Weste, es kann immer was passieren, sagte ich Jaccy die mit einem Lächeln auf dem Gesicht sagte, das es okay ist. Freuding gingen die beiden Mädchen zu den Stuten in den Stall und brachten sie zum Putzplatz wo sie die Stuten für den Ausritt vorbereiteten. Ich ging während dessen auf den Reitplatz und stellte dort einen Gelassenheitsparcours auf, den ich mit Shády und Animby nachher absolvieren wollte. Da ich vermutete, das nun alle Pferde mit dem Frühstück fertig sein sollten, ging ich zurück zum Stall und schaute erwartungsvoll in die Boxen. Die Pferde und Ponies dösten in den Boxen und schienen zufrieden zu sein. Nun denn auf zum zweiten Teil des Trainungstages, dachte ich mir und holte nach und nach Biene Maya, Dolce Vita, Maifee, Pflaumenkuchen und Rapunzel aus ihren Boxen und brachte sie ur Führanlage, die ich wieder auf Intervall stellte, als alle Ponies bereit in der Führanlage standen. Nun gings auf zu den Hengsten. Als erstes schnappte ich mir Armani um mit ihm das Freisprungtraining zu beginnen. Erst longierte ich Armani um ihn auf zu wärmen, er sollte sich ja schließlich nichts zerren. Als er einige runden im Schritt gelaufen ist und auch im Trab immer weicher wurde löste ich die Longe und lies ihn antraben. Vor dem Sprung zog er das Tempo an und fiel in einen flotten Galopp. Er sprang ab und flog regelrecht über das Hindernis, um dann federnd auf der anderen Seite zu landen und in einen schönen Trab zu fallen. Das Training dauerte ca. eine Stunde. Dann brachte ich Armani auf einen der vielen Paddocks. Dort wälzte er sich erstmal genüsslich.
      Da ich der Meinung war, das die Stuten sich nun genug bewegt hatten holte ich sie nun auch aus der Führanlage und lies sie auf die Weide bis ich heute fertig wurde.
      Erstmal Mittag essen dachte ich mir, als ich um 14:30 Uhr auf die Uhr, über den Stalltoren, guckte. Ich schmierte mir also schnell zwei Scheiben Käsebrot und holte mir einen Apfel, den ich auf dem Weg zum Stall schnell verzehrte. Eine Flasche Wasser klemmte mir unter dem Arm, denn ich war ziemlich ausgetrocknet vom Training am Vormittag. Ich nahm einen großen Schluck und stellte die Falsche dann auf der Fensterbank vor dem Reiterstübchen ab.
      Bonito und Fury konnte ich zusammen trainieren, denn sie hörten auf Sprachkommandos. So holte ich die beiden zusammen aus den Boxen und führte sie in die Halle. Nach einigen aufwärmrunden auf dem Zirkel begann ich mit dem Training. Während ich einen der beiden zurückhielt gab ich den anderen Kommandos. Bereitwillig machten beide beim Training mit und sprangen mit großer Freude über den Sprung, den ich nach Armanis Training ein bisschen hoher gesetzt hatte. Nachdem ich der Meinung war, dass die beiden genug für heute getan hatten brachte ich auch sie zu Armani auf die Paddocks.
      Am späten Nachmittag kam dann Janet, meine beste Freundin und absolvierte zusammen mit mir den Gelassenheitsparcours. Shády und Animby stellten sich gut an. Vor dem Flatterband und den raschelnden Folien auf dem Boden hatten sie keine Scheu gezeigt. Auch die am Rand aufgebauten Regenschirme interessierten die beiden recht wenig. Später brachten wir die beiden zu den anderen Stuten auf die Weide. Wita und Diamond standen auch schon zufrieden zwischen den anderen.
      Zu guter letzt Widmete ich mich noch der kleinsten von meinen Tieren. Mellow Billow war eine Isländer-Warmblut Mix, mit dem Aussehen eines Isländers und der Größe eines angehenden Warmbluts. Da sie später mal Turniere gehen sollte wollte ich mich an die Hängergewöhnung machen, denn als sie ankam Sprang sie etwas unkoordiniert aus dem Hänger und hatte sich dabei das Fesselgelenk geschürft. Ich holte sie also aus ihrer Box und ging mit ihr zum Hänger, der auf dem Hof stand. Diesen hatte Janet schon geöffnet und wartete neben der Klappe. Millis Augen weiteten sich, als sie den Hänger in Augenschein nahm. Sie erinnerte sich anscheinen noch sehr gut an damals. Ich ging langsam auf den Hänger zu und Millis zog wie ein Esel am Strick. Dennoch näherten wir uns nach und nach der Klappe. Milli schnupperte an der Klappe und setzte vorsichtig ein Huf darauf. Ich lobte sie und holte ein Leckerlie zur Bestärkung heraus. Aber damit sie weitere Schritte machte musste ich sie bestechen. Ich holte ein paar Apfelstückchen raus und hielt sie ihn entgegen. Milli kam bis zur Hängerwand die klappe hoch, dann wehrte sie sich plötzlich und zog mich, als ich den Halt verlor hinter sich her. Ich landete mit der Nase auf der Klappe und Milli viel beim Steigen links von der Klappe. Schnell richtete sie sich wieder auf. Ich schaute erschrocken nach ihr und bemerkte einen kleine Wunde in der nähe des Auges und einen großen, tiefen Schnitt am Sprunggelenk. Janet und ich beschlossen das Training für heute an zu brechen und riefen sofort einen Tierarzt, der sich Mellow Billow einmal angucken sollte. Beim laufen Lahmte sie nämlich ziemlich stark. Wir brachen sie in ihre Box und warteten auf den Arzt. Ich versorgte schnell meine Schrammen und kochte Kaffe für Janet.

      Pflegebericht - Der 11.11.2011
      Mein Handy weckte mich schon früh am Morgen. Gähnend streckte ich mich und schlug mühsam die Decke zurück. Flott ging es ins Bad und als ich fertig war schon hinunter in die Küche. Es war gerade einmal sechs Uhr Morgens. Doch heute hatte ich viel zu tun. Denn heute war der 11. November, Beginn der 5. Jahreszeit. Wie immer würde ich mit den Pferden auf dem Eröffnungsumzug dabei sein. Nachdem ich das Frühstück für mein Team fertig hatte, machte ich schnell die Hühner auf und dann ging es schon mit Mylo und Nessie in den Stall. Ich hatte die Pferde schnell gefüttert und wartete ungeduldig, dass alle fertig wurden. Währenddessen machte ich eine Liste von den Pferden, die bei dem Umzug mitgingen. Nicole würde heute auch kommen und mitreiten. Ein Glück für mich! Ich hatte auch Hamsterlady, Janina und Sammy überreden können. Das würde ein Spaß werden! Wir würden aber von meinem Gestüt losreiten, denn das war am kürzesten. Hamsterlady würde mit Red Desert kommen, die New Forest Stute war ruhig und gelassen, perfekt für den Fasching. Sammy wollte mit ihrem Shire Horse Lukas kommen. Wir hatten ihn wegen der Größe gewählt, denn so etwas sah immer gut aus. Und Janina kam mit Walking in the Air. Die schwere Warmblutstute würde sicherlich ihren Spaß haben. Zu guter Letzt musste ich nun noch gucken, wer bei mir an die Reihe kam. Ich hatte zwei Kutschen geplant und drei Reiter. Eine nette Ponykutsche und ein großer Wagen mit Musik und alles. Dafür hatte ich mir mal ein paar Stuten ausgesucht und entschieden dafür Napayné zu nehmen. Alleine sollte sie aber nicht gehen, also holte ich mir Animby von Janina noch mit dazu. An die große Kutsche würden wir Sharon IV und Dr. Insektor spannen. Und für uns drei Reiter brauchte ich auch noch ein paar Pferde. Chrissi sollte die Ponykutsche fahren und Jake die große Kutsche. Also blieben noch Sophia, Nicole und ich übrig. Ein paar Hingucker wären nicht schlecht. Also setzte ich Nicole, die das erste Mal bei diesem Umzug mitritt, auf Apaches Tomahawk, da diese ruhig und entspannte war. Sophia sollte Lapis Lazuli reiten. Ich entschied mich für Pajero, er lief schon immer mit und das würde auch so bleiben. Diese Pferde ließ ich gleich im Stall und brachte dann erstmal mit meinen Leuten die restlichen Pferde auf die Weide, eh dann auch schon meine drei Mitreiter kamen.
      Wir luden die Pferde aus und begannen dann alles vorzubereiten. Das Größte hatten wir schon gestern fertig gemacht. Heute mussten nur noch die Pferde geputzt werden und fertig gemacht werden und als das geschafft war, zogen wir uns um. Schick wie eh und je ging es dann auch schon bald los. Ich ritt voraus, gefolgt von Hamsterlady, Janina, Sammy, Sophia und Nicole und dahinter fuhren die beiden Kutschen. Es dauerte nur 10 Minuten, bis wir den Eingang des Dorfes erreichten. Dort warteten schon die Musiker und weitere Wagen. Wir würden diesen Zug leiten. Also los gings! Jake schmiss die Musik an und Schaulustige gab es sogar schon. Pajero war entspannt, er kannte das alles schon und lief ohne Probleme mit. Ich schaute nach hinten. Apache lief locker nebenher, Lapis Lazuli hingegen blickte sich leicht erschrocken um, hielt sich aber an ihre Freundinnen. Janina und Wita schienen gut auszukommen, Hamsterlady und Red Desert waren auch recht entspannt. Nur der große Lukas war leicht aufgeregt. Sammy saß lachend auf dem Shire, der sonst immer so cool tat. Doc und Sharon liefen recht ordentlich an der Kutsche, auch wenn es für Doc recht neu war und die beiden Welsh B Stuten liefen brav nebeneinander her. Mit der Zeit kamen immer mehr Mitläufer, manche sprangen auch mit auf die Wagen. Es ging durch 5 Dörfer und alle waren wie immer begeistert. Die Pferde störten weder die fliegenden Süßigkeiten, noch die Musik, noch das bunte Flatterzeug. Es war ein großartiger Tag! Und die Pferde machten auch super mit. Meine drei Mitreiter würden garantiert nächstes Jahr wieder dabei sein wollen. Und wie immer waren die Pferde die größte Attraktion. Schön herausgeputzt mit herrlichen Lederzeugs geschmückt und auch wir Reiter hatten uns herausgeputzt. Die Ponykutsche schien aus dem 18. Jahrhundert zu stammen und glänzte wie eh und je. Und der große Wagen strahlte in vollen Farben und bietete genügend Platz für einige Passanten. Wie immer einer meiner Liebsten. Bei unserer letzten Station machten wir dann eine größere Pause. Dort waren auch einige kleine Paddocks aufgebaut wurden. Also versorgten wir schnell die Pferde mit Futter, Wasser und Decken und die durften dann erst einmal entspannen. Denn nun wurde noch ein wenig gefeiert. Trinken durften wir natürlich nichts - wobei ich sowieso nie etwas trank- , wir mussten ja noch zurück kommen. Aber Feiern na klar! Die Pferde standen etwas abseits im Frieden und wir genossen Bratwurst mit Cola oder Fanta. Fröhliche Musik, bunte Girlanden und herrliche Comedy! Hamsterlady, Janina und Sammy würden heute bei mir übernachten und die Pferde auch auf Hayes End bleiben. Denn das restliche Feiern würden wir zu Hause nachholen.

      Pflegebericht - Luci zu Besuch
      In Ruhe kratzte ich schon Stups' Hufe aus. Es war ein Haufen Arbeit bei Janina zu erledigen. "So nurnoch das Huffett" sagte ich und bestrich die Hufe mit dem Fett. "So Bordeaux jetzt bist du dran." sagte ich lächelnd und verließ die Box von Stups. Die Boxentür verschloss ich hinter mir und entriegelte danach Bordeaux's Box. Ich ging hinein und striegelte ihn. Er stand still und genoss es. Dann ging es weiter so Biene Maya und Dolce Vita welche ich gleich ohne Probleme gepflegt hatte. Gabani , Dukat , Little Song, Animby und Shády pflegte ich ebenfalls ohne Probleme. Am längsten hatte Shády gedauert. Nachdem ich Walking in the Air gepflegt hatte und ich Fury pflegte kullerte mir ein paar Schweißtröpfchen der Stirn hinunter. Ich beschloss erstmals alle Pferde die ich gepflegt hatte auf die Weide zu bringen.Dies hatte ich auch gleich getan und fuhr mit dem Pflegen fort. Armani war das nächste Pony was ich gepflegt hatte. Danach kam Glenns Caress mit pflegen dran."ist gut." sagte ich beruhigend und pflegte danach Bonito. Wieder stellte ich die Pferde und Ponys die ich bis jetzt noch gepflegt hatte auf die Weide. Es war schon ziemlich anstrengend. Golden Diamond , Rapunzel , Pflaumenkuchen , Maifee , Pfannkuchen , Avero , Morgentau , Wings of Butterfly , Florentinchen , Lady Gina und Tiffi hatte ich nach harter Arbeit auch endlich geschafft fertig zu pflegen und auf die Weide zu bringen. Ich ruhte mich draußen etwas aus und beobachtete die Pferde wie sie herrumgaloppierten,grasten, herumtrotteten, herumliefen, sich auf dem Boden wälzten , dösten und miteinander spielten.Nach einer halben Stunde ging es weiter. Ich holte die Schubkarre und die Mistgabel. Ich mistete alle Boxen aus was wirklich seeehr harte Arbeit war. Ich streute dann neues Heu beziehungsweise neues Stroh hinein. Den Mist schüttete ich auf dem Misthaufen. Danach lief ich entspannt zur Koppel und lehnte mich am Zaun an."Rapunzel" rief ich und rief die kleine zu mir.In einem flotten Trab kam sie zu mir getrottet. Ich lobte sie und gab ihr ein kleines Leckerli. Zuerst war sie etwas misstrauisch und schnupperte nur daran, aber dann nahm sie es und verschlang es flott.Ich nahm den Strick von Rapunzel und führte sie von der Koppel."So...Wir gehen spazieren." sagte ich und streichelte über Rapunzel's Hals. Danach verschloss ich das Gatter und lief mit Rapunzel Richtung Waldrand. Ich blieb nochmal kurz mit Rapunzel stehen und warf erstmals einen letzten Blick zum großen Hof von Janina. Dann lief ich in Ruhe los.
      Der Weg war ordentlich fest und war gut um mit dem Pony einen kleinen Spaziergang zu machen. Als wir dann in den Wald einbogen sah sich Rapunzel immer wieder um.Es war für sie wie eine neue Welt, besonders da alles mit Schnee bedeckt war.Wir liefen den Weg hinauf. Er war nicht zu steil aber fest. Als endlich wieder gerader Weg kam überlegte ich welchen Weg wir nehmen sollten.Ich hörte plötzlich ein rascheln."PLATSCH!" ertönte es als plötzlich vor uns ein Schneebrocken landete der von einen der Bäume viel.Rapunzel erschrack sich, stieg und wiehrte. Ich hielt sie aber ganz fest und beruhigte sie schnell.Danach lief ich einfach nach rechts. Es ging Bergauf. Als nach 15 Minuten ein Rastplatz erschien setzte ich mich auf die freie Bank die ich eben vom Schnee befreit hatte. Ich ließ Rapunzels Strick lang und ließ sie etwas erkunden.Nach 5 Minuten ging es weiter und kamen an eine Kreuzung."Am besten runterwärts." sagte ich und lief nach rechts wo es bergab ging.Es war ein langer Weg nach unten aber wir schafften es trotzdem udn kamen wieder am Weg an wo wir herkamen."Der Waldrand" murmelte ich und lief mit Rapunzel nach Hause. Dort ließ ich sie wieder auf die Weide. Sie galoppierte sofort los und spielte mit den anderen.Ich rief dann Pflaumenkuchen zu mir.Mit ihm wollte ich einen Spaziergang zum See machen. Er kam angeetrottet und ich holte ihn von der Weide.Dies war schnell getan und ich verschloss das gatter wieder. Ich führte ihn zum Feld wo er ab und zu versuchen wollte Gras zu fressen."Du kriegst doch später was." sagte ich immerwieder und grinste.Ich hatte sehr früh angefangen und ich sah auf meine Uhr. "15 Uhr" sagte ich und blickte nach vorne. Wir kamen dnan auf einem schmalen Weg der über eine Wiese führte. Er war mit Erde bedeckt. Es war ganz ruhig, nur meine Schritte und das Hufgetrappel von Pflaumenkcuhen hörte man.Doch dann hopste vor uns ein kleiner brauner Hase vor bei und hoppelte schnell auf die andere Wiese."Huch!" sagte ich dann als der Hase vorbei war und Pflaumenkuchen ruckartig stehen geblieben war. Ich beruhigte ihn und es ging weiter. Langsam hörte ich schon das Plätschern eines kleinen Flusses.Das Bedeutete das wir bald beim See waren.Nach 10 Minuten waren wir auch endlich angekommen.Der glasklare See glitzerte in der Sonne. Ich sah auch wie es von den Bäumen tröpfelte."Der Schnee schmilzt" seufzte ich und ging zum kleinen Fluss. Dort trank Pflaumenkuchen erstmal ein bisschen. Dann lief ich mit dem kleinen Shetty um den See. Er war zwar groß aber leicht zu umgehen.Wir liefen den Weg weiter der sich nach 15 Minuten mit dem vorherigeren Weg verschmelzte und wir auf dem sicheren Weg nach Hause zu Janina's Gestüt.Nach einiger Zeit sah ich kurzzeitig in den Himmel. Es fing an zu regnen und ich musste schnell machen. Ich rannte und Pflaumenkuchen trottete neben mir her. Endlich auf dem Hof stellte ich ihn in die Box. Ganz schnell holte ich die anderen auch von der Koppel.Ich seufzte und putzte dann Rapunzel und Pflaumenkuchen nochmal.Als ich fertig war füllte ich jeden Trog mit Futter und Wasser und verließ danach den Stall. Ich holte meinen Regenschirm und lief schnell nach Hause. Es war aber dennoch ein tolles Erlebnis bei Janina's Pferden und Ponys.

      Pflegebericht - Hallo Pferdchen
      Lange hatte ich keine Zeit für meine Pferde, deswegen nehme ich mir heute mal ein wenig mehr davon. Geplant ist das ausmisten der Ställe und Offenställe, sowie das Bewegen der Großpferde und Endmaßponies, die kleinen kommen währenddessen in die Führanlage.
      Ich schlenderte rüber zum Stall und holte erst mal die Pferde aus den Ställen, immer 2 an der Zahl, weil's so einfach schneller geht sie alle auf die Weide zu bringen. Stups und Bordeaux brachte ich als erstes in die Führanlage, beim zweiten Gang folgten Gabani und Dukat. Die konnten erst mal ein bisschen bewegung bekommen während ich die Boxen säuberte. Auf dem Rückweg von der Führlanlage holte ich mir also Schubkarre, Mistgabel und Schaufel um die Boxen mal so richtig sauber zu machen. Erst häufte ich den Mist mit der Mistbabel auf, alles was dann runter fiel und zu klein war um es mit der Mistgabel in die Karre zu bekommen nahm ich mit der Schaufel auf und lies es in die Karre kullern. Oh Gott ich weis nicht wie oft ich heute hin und her laufen muss, dachte ich mir und schob die Karre zum Misthaufen. Nachdem ich jede Box im Stall ausgemistet hatte stellte ich die Karre erst mal bei Seite und ging zu den Minis zur Führanlage. Wie vorhin holte ich immer 2 und brachte sie zu den anderen auf die Weide. Auf den Rückweg brachte ich dann gleich Little Song und Glenn mit sowie Pfanni und Avero. Diese 4 konnten sich bewegen während ich die Boxen wieder einstreute und mich um die 2 großen Offenställe kümmerte.
      Geschafft entleerte ich die letzte Schubkarre die ich aus den Offenställen rüber zum Misthaufen geschoben hatte. Die Karre stellte ich aufrecht an den Zaun und eilte dann zu den 4 Hengsten in der Führanlage. Auch diese sollte nun den Rest des Tages auf der Weide genießen. Als ich die Hengste auf die Weide gebracht hatte holte ich Biene und Dolce Vita, denn auch diese sollten ihre Grasbäuche ein wenig mit Bewegung verkleinern. Außerdem holte ich noch Rapunzel und Pflaumenkuchen, dann stellte ich die Führanlage an und machte mich auf den Weg zu Armani. Den Welsh Hengst wollte ich in der Halle freispringen lassen. Ich holte sein Halfter mit Strick aus der Sattelkammer und holte ihn von der Weide. Während ich die Sprünge aufbaute lies ich ihn in der Halle schon mal ein bisschen laufen, damit er warm wird. Nachdem ich die Gasse aufgebaut hatte damit Armani schön auf die Sprünge zukommt lenkte ich ihn im Galopp Richtung besagter Gasse. Er galoppierte mit Freude im die Kurve und nahm die Sprünge mit Bravur. Als ich sah, dass Armani leicht zu schwitzen begann lies ich ihn langsamer werden. Ich nahm ihn wieder an den Strick und Stellte ihn unter das Solarium damit er schneller trocknete, denn es war leicht windig auf den Weiden. Nun holte ich Shády und WITA und scheuchte diese beiden ein wenig in der Halle, mit großen Galoppsprüngen und federnden trab nutzen diese die Halle komplett aus. Shády freute sich und machte mit hoch erhobenem Schweif weinige Bocksprünge. Als die beiden dampfend in den Sonnenstrahlen standen fand ich, dass es für die beiden genug war. Ich wartete noch einen Moment bis die beiden sich gewälzt hatten und brachte sie dann wieder auf die Weide. Nun holte ich Maifee und Morgentau von der Weide und brachte sie zur Führanlage. Diese stellte ich aus, holte Dolce und Biene raus und lies Fee und Morgentau ihre Plätze einnehmen. Als ich Dolce und Beine auf die Weide brachte holte ich auch gleich wieder die nächsten beiden. Flo und Elfe warteten schließlich auch noch auf ihre Bewegung. Die beiden tauschen dann Plätze mit Pflaumi und Rapunzel. Butter wollte ich heute mal wieder reiten, also baute ich mir einen kleinen Trailparcours auf. Erst ein paar Trabstangen, dann eine Seitwärtsstange darauf folgte eine kleine Brücke und ein Viereck in der ich eine Wendung machen wollte, zu guter letzt noch ein Slalom aus Pylonen. Das sollte genug sein dachte ich mir und holte Wings of Butterfly von der Weide. Ich putzte und Sattelte sie. Zusammen gingen wir dann zum Außenplatz, den ich vorbereitet hatte. Ich schwang mich auf Wings rücken und ging ein paar Runden im Schritt, damit sie ein bisschen warm wird. Willig nahm sie dann die Trabstangen. Hin und wieder hörte man ein ‚Klong’, weil die mit dem Huf gegen eine dieser Stangen kam. Die Seitwärtsstangen hatten wir noch nicht so oft geübt, aber dafür war ich mit dem Ergebnis vollkommen zufrieden. Über die Brücke ging sie widerwillig, diese möchte sie nicht besonders. Im Trab ging’s dann Richtung Viereck. Die Drehung machte Wings sehr gut und den Slalom hatten wir schon sehr oft geübt, dem entsprechend machte dieser keine Probleme. Diese Übungen machte ich dreimal, danach Galoppierten wir noch ein wenig über den Platz um ein wenig Dampf ab zu lassen. Der ein oder andere Bocksprung war dabei, aber das war ich ja schon von ihr gewohnt. Nach ein paar trabrunden gingen wir im schritt zum Putzplatz wo ich Wings wieder absattelte. Schläfrig stand sie angebunden da und wartete, dass sie wieder auf die Weide kam. Sie trottete hinter mir her als wir wieder zur Weide gingen. Am Tor löste ich das Halfter und Wings trabte freudig auf die Weide zu den anderen. Die Stuten die in der Führanlage waren brachte ich auch wieder auf die Weide und brachte im Gegenzug Gina und Tiffi hinein. Mit Animby und machte ich ein wenig Bodenarbeit und Serano wartete noch auf das Hängertraining, denn diesen mochte er nicht besonders, also wollte ich dies heute angehen. Als er nach langen und guten Zugerede 2-3 mal auf dem Hänger stand war ich schon zufrieden und er durfte wieder zu den anderen. Nach der Bodenarbeit und den Hängertraining holte ich dann auch die letzten Stuten aus der Führanlage. Jetzt musste nur noch Philip ein paar Runden laufen. Also brachte ich nun ihn in die Führanlage. Die Fohlen, sprich Billow, Fire, Träumer, Prazzy, Understand und Piro mussten sich heute mit Putzen zufrieden geben. Nachdem die Fohlen sauber in den Ställen standen holte ich auch Phil wieder aus der Führanlage. Nun hatte ich noch was Entspannendes vor. Also holte ich Bonito und Diamond von der Weide. Ich putzte beide und legte das Geschirr an. Nacheinander spannte ich sie an die zweispännige Kutsche an und setzte mich auf dem Hocker, nahm die Zügel und die Hand und fuhr in die langsam untergehende Sonne. Eine Runde ‚um den Pudding’ würde die beiden im Trab schon genug vordern und ich hatte ein bisschen ruhe.
      Nachdem ich wieder auf dem Hof angekommen war löste ich das Geschirr und die beiden waren froh, dass sie in die Box durften, denn sie wussten, dass es gleich Futter gab. Das Geschirr brachte ich in die Sattelkammer und holte dann die anderen Pferde von der Weide. Scharrend standen diese dann in den Boxen und warteten auf mich. Ich fuhr mit dem Futterwagen rum und verteilte die jeweiligen Portionen. Hinterher bekamen alle noch eine gute Portion Heu und ich ne Tasse Tee vor dem Fernseher.

      Pflegebericht - Brrh ist das kalt!
      An diesen Morgen wollte ich früh raus, denn es gab viel für mich zu tun. Die ganzen Ställe mussten ausgemistet werden, alleine damit werde ich wahrscheinlich bis zum Mittag brauchen. Also nicht lange jammern und schnell gefrühstückt. Eine Viertelstunde später stand ich auch schon dick eingemummelt mit Schubkarre und Mistgabel bewaffnet auf dem verschneiten Hof. Die Pferde standen noch in den Boxen, von daher musste ich diese erst mal auf die Paddocks und Weiden verteilen. Die kleinen brachte ich direkt zum Frühsport. Bordeaux und Little Song folgten mir eher unwillig, diese beiden Morgenmuffel. Als ich die beiden in der Führanlage untergebracht hatte holte ich Caphalor und Stups. Diese stellte ich zu den anderen beiden. Gabani und Dukat schliefen noch, aber auch die beiden bleiben nicht verschont und landen in der Führanlage bei den anderen. Ich hatte noch Platz, also machte ich mich noch einmal auf den Weg und holte Glenn und Pfannkuchen aus der Kleinponybox. Zwei Ponyhengste hatte ich noch, aber diese beiden waren heute für die Führzügelklasse gebucht, also stellte ich Philipp und Avero erst mal nur zusammen auf einen Paddock.
      Die großen sollten sich erst mal auf den Weiden austoben bevor diese später bewegt werden. Also brachte ich Armani, Bonito & Frisco erst mal auf die Hengstweide. Auch die Stuten sollten platz machen, damit ich die Boxen ungestört saubern konnte. Demnach landeten Animby, Shády, Walking In The Air, Wings of Butterfly, Golden Diamond und Fade to Black auf den Stutenweiden. Nun konnte ich ohne Probleme die ersten Boxen mit dem Traktor leer räumen und die letzten Reste mit der Mistgabel und den Besen entfernen. Das einstreuen der Boxen übernahm ich dann aber wieder mit der Hand. Mit Stroh und den Haaren kam ich aus der Kleinponybox und hatte einen schon fast die Hälfte der Ställe fertig. Nun mussten nur noch die große Fohlenbox und die Kleinponybox der Stuten gesäubert werden. Dementsprechend holte ich die Ponyhengste aus der Führanlage und brachte Biene, Vita Rapunzel, Pflaumi, Fee, Flo, Elfe und Gina in die Führanlage, damit auch diese ein wenig Bewegung bekamen. Tiffi sollte später noch im Unterricht gehen, deswegen brachte ich sie auf einen Paddock. Piroschka, Billow, Fire, Träumer, Prazzy und Understand durften sich auf der Fohlenwiese austoben. Sie preschten zusammen durch den Schnee, es sah fast aus als würden sie fangen spielen. Ich beobachtete die Fohlen einen kleinen Moment, aber bevor ich an Ort und Stelle fest frieren würde machte ich mich lieber auf den Weg und machte auch die Boxen der Stuten und der Fohlen wieder frisch.
      Als ich um ca. 13 Uhr auf meinen Armbanduhr sah hatte ich schon die Futterrationen in den Boxen verteilt. Die Pferde brachte ich nun nach und nach wieder in die Boxen und ging auch selber eine Kleinigkeit essen. Am Nachmittag zog ich dann meine Reitklamotten um die Pferde für die Gruppe vor zu bereiten, die später kommen würde um eine gemütliche Runde im Wald zu drehen. Also Putze ich Wita, Shády, Animby, Fly, Diamond und Fade to Black. Satteln würden die anderen ihre Pferde selber. Ich Führte die Gruppe mit Armani an. Es wurde ein netter, längerer schritt-trab ausritt in dem kleinen Wäldchen in der nähe meines Stalles. Als es allerdings wieder doller anfing zu schneien machten wir uns auf den Heimweg.
      Als die Pferde wieder in den Boxen standen hatte ich mir überlegt mit Bonito und Frisco noch eine kleine Schlittenfahrt zu machen. Jacci und ich suchten also das Kutschgeschirr zusammen und holten die kleinen Schlitten aus dem Schuppen. Auf den frischen Schnee würden die Schlitten sicherlich gut rutschen. Frisco und Bonito freuten sich richtig darüber mal wieder schön betüdelt zu werden. Und die darauf folgende Bewegung würde beiden Moppelchen gut tuten, die hatten im Winter durch das gute Futter einige Kilos mehr auf den Rippen. Nebeneinander verliesen wir den Hof mit dem Schlitten. Wir entschieden uns entlang der Felder lang zu schlittern, damit wir niemanden stören. Wir kamen erst wieder am Stall an als es schon zu dämmern begann. Die beiden Pferde brachen wir in ihre Boxen, nachdem wir sie einen Moment unters Solarium gestellt hatten. Nun guckten wir noch den Kindern die Führzügelklasse in der halle zu und liesen den Tag entspannt und kaputt ausklingen.

      Pflegebericht - Auszeit bei Janina
      „Guten Morgen Janina!“ rief ich fröhlich und holte noch schnell meine Tasche aus dem Kofferraum. „Hast du Gott bestochen oder warum hast du so schönes Wetter?“ sagte ich seufzend. Janina hatte mich für dieses Wochenende zu sich eingeladen, damit ich mal wieder aus dem Stress herauskam. Bei uns ging es nämlich momentan drunter und drüber mit Hochwassermeldungen und Unwettern. Ich hatte eigentlich so gut wie alles für die kommenden Wochen absagen müssen und so hatte meine Zuchtpartnerin beschlossen, dass ich mir bei ihr eine Pause gönnen könnte. Denn auf dem Gestüt „Gates of Heaven“ strahlte mich ein blauer Himmel und die Sonne an, es war einfach herrlich – und verdammt warm! -. „Na dann zeig ich dir schnell dein Zimmer und dann wäre ich erst einmal für einen Ausritt.“ lachte Janina und ich konnte nur erfreut grinsen. Nachdem ich mich umgezogen hatten liefen wir zu den Weiden und Janina drückte mir ein Halfter in die Hand. Dank der Gravur wusste ich auch sofort, wen ich reiten durfte. „Shády!“ rief ich fröhlich, ich hatte die Araberstute schon lange nicht mehr gesehen, dabei war sie damals sogar meine Reitbeteiligung gewesen. Zusammen liefen wir auf die große Stutenweide, während ich zu der grauen Stute lief, holte Janina sich ihre geliebte Wita. Eine Schönheit von schweren Kaltblut. Gemeinsam wanderten wir zum Putzplatz und begannen die beiden gründlich zu putzen und danach zu satteln. Ich liebte das Ausreitgelände um das Gestüt herum. Es war eine Abwechslung zwischen Wald und Wiesen und bei den herrlichen Wetter blühte hier alles in voller Pracht. „Wie ich den Sommer vermisste habe!“ lachte ich und wir ließen die Stuten antraben, um schneller vorwärts zu kommen. Insgesamt waren wir wohl zwei Stunden unterwegs, weil wir uns so viel zu erzählen hatten, dass wir gar nicht fertig wurden. Als wir dann wieder da waren, versorgten wir die Pferde und brachten die Stuten wieder auf die Weide. „Ich hatte vor, dass Stalltor mal wieder neu zu streichen, magst du mir helfen?“ fragte Janina lächelnd und nickte zustimmend. Ich hatte kein großes Talent, was das Malern betraf, aber wir schafften es letzten Endes doch. „Dann wäre ich dafür, dass wir heute noch die Privatpferde machen und die nächsten Tage dann die Zuchtpferde.“ grinste Janina. „Suche dir raus, mit wem du was machen magst.“ Gesagt getan und schon war ich an der Arbeit. Während Janina mit Bordeaux und Little Song ihre Freiarbeit verfeinerte, schnappte ich mir die wilde Mustangstute Wings of Butterfly und longierte die Gute ordentlich, damit sie mal wieder ein wenig ausgepowert wurde. Danach entschied ich mich zu einem Spaziergang mit Morgentau, einer kleinen, aber feinen Shettystute. Janina drückte mir direkt noch ihr Falla Caphalor in die Hand und meinte, dass auch er eine Spazierrunde vertragen könnte. Sie kam mit, und zwar mit den beiden Fohlen Understand und Fire of Dream. Gemeinsam wanderten wir über die schönen Wiesen und als wir wieder da waren, war es bereits sechs Uhr. „Nun aber husch husch, sonst schaffen wir die restlichen nicht mehr.“ rief Janina und drückte mir das Halfter von drei Fohlen in die Hand. „Lässt du sie in der Halle frei laufen? Dann kann ich noch mit Animby ihre Dressurarbeit beenden.“ lächelte sie und ich nickte zustimmend. Schnell holte ich Mellow, Tagträumer und Goldbell von ihrem Paddock und ließ die halbwüchsigen Hengste in der Halle laufen und baute direkt ein wenig Scheutraining mit ein. Nach dem Tag fiel ich neben Janina k.o. auf das Sofa und wir schauten uns einen Film an. So viel Wärme und schönes Wetter war ich gar nicht mehr gewöhnt.

      Janina war dieses Wochenende gnädig zu mir und so standen wir erst um acht auf, frühstückten in Ruhe, eh wir zum Stall liefen. Andererseits standen ihre Pferde sowieso alle auf den Weiden, so dass niemand in der Frühe warten musste. „Heute machen wir die Zuchtstuten, die haben mal wieder einen Tag für sich verdient.“ grinste Janina. Gemeinsam stellten wir uns an den Weidezaun und beobachteten die bunte Gruppe. Ich konnte mich noch gut daran erinnern, wie viele dieser Tierchen ich angeschleppt hatte. „Darf ich Lady Gina und Florentinchen nerven?“ fragte ich grinsend und lief schon los, um die beiden Shettystuten von der Weide zu holen. Ich machte mit beiden ein wenig Bodenarbeit, um das Gedächtnis der Stuten wieder aufzufrischen. Janina longierte in der Zeit Nachtelfe und Rapunzel. Kurz danach gliederte ich mich mit ein und longiere noch Dolce Vita. Es war immer schwer, eine ordentliche Beschäftigung für Falabellas zu finden, dennoch schafften wir es. Nach dem Mittagessen ritten wir wieder aus. Diesmal saß ich auf Fade to Black und Janina hatte sich Golden Diamond, die hübsche Haflingerstute geschnappt. Janina zeigte mir jedes Mal einen neuen, noch mir vollkommen unbekannten Weg. Nach dem Ritt zum See, wollten wir ein wenig Arbeiten, so schnappte sich Janina Charia und ich mir Antigone. Gemeinsam wanderten wir auf den Reitplatz und bauten Trabstangen, Cavaletti und kleine Sprünge auf. Es war interessant den Alltag auf einem anderen Hof zu erleben, bei Janina lief alles viel ruhiger ab, als auf Hayes End. Doch die Arbeit hörte nicht auf und inzwischen war es schon später Nachmittag. Wieder mussten wir uns ranhalten. So ging ich mit Biene Maya und Pflaumenkuchen spazieren, während Janina die kleine Piroschka longierte. Maifee und Tiffi waren die letzten Kandidaten und gemeinsam gingen wir nochmal spazieren. Auch dieser Tag hatte mich total ausgelaugt, dennoch musste ich heute dringend zu Hause anrufen und fragen, wie es dort aussah.

      Der letzte Tag war angebrochen und nach einem ausgiebigen Frühstück standen die Zuchthengste auf dem Plan. Von den letzten zwei Tagen hatte ich Muskelkater bekommen, auch wenn ich nicht wusste warum. Als ich die Herde betrachtete, bestand sie größtenteils aus Zwergen. „Das wird ja lustig, was sollen wir denn mit denen alles machen?“ fragte ich seufzend, mir viel kaum was ein. „Keine Sorge.“ lachte Janina. „Heute steht Ponyreiten vor dem Rathaus an. Da sind einige schon weg, also an die Arbeit.“ grinste sie. Wir nahmen insgesamt 5 Ponys mit, welche nun hergerichtet werden mussten. Ich kümmerte mich um Philip und Avero, während Janina sich Dukat, Stups und Pfannkuchen annahm. Alle fünf wurden geputzt und gesattelt und dann wanderten wir los. Vor dem Rathaus erwarteten uns noch drei weitere Helfer, so dass jeder ein Pony nehmen konnte. Mir wurde Avero zugeteilt. Insgesamt verbrachten wir den ganzen Vormittag im Dorf und erfreuten kleine Kinder. Wieder auf dem Gestüt schienen auch die Hengste froh zu sein, endlich wieder auf der Weide zu stehen. Nun hatten wir nicht mehr gar so viel zu tun. Janina kümmerte sich um die Fallas Gabani und Glenns Caress, während ich Frisco reiten sollten. Den krönenden Abschluss bildeten wir mit einem Ausritt mit Bonito und Armani. Es war ein herrliches Wochenende gewesen und ich war Janina für diese Auszeit sehr dankbar.

      Hufschmiede "Happy Hooves"
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      Heute stand ein langer Tag für mich an; Janina hatte mich per Telefon gebeten, mich um ihre acht Stuten zu kümmern. Ich willigte ein und so stand ich eine Tage später auf ihrem großen Hof.
      Janina erwartete mich schon und begrüßte mich herzlich. „Schön, dass du es so schnell einrichten konntest.“ „Gerne, ich denke wir fangen sofort an?“, antwortete ich und Janina nickte. „Wir beginnen mit meinen beiden Shetlandponys, die beiden stehen noch auf ihrem Paddock, später kommen sie dann raus.“ Janina zeigte mir zwei hübsche Ponys, eine Schimmelstute und eine Blauschimmelstute, „Das hier ist Florentinchen, mit ihr fangen wir am besten an.“, entgegnete mir die Besitzerin. Ich nickte und sie führte das Pony raus auf den Hof und band es an. Ich betrachtete die Hufe der Stute genau und hob dann ihren ersten Vorderhuf an. Sorgsam kratzte ich den Huf aus und begann ihn mit einem Hufmesser zu bearbeiten. In aller Ruhe schnitt ich den Huf aus und feilte ihn dann anschließend mit der Feile glatt und eben. Florentinchen blieb bei allem ruhig und gelassen, ein guter Anfang für heute. Nachdem alle vier Hufe ausgeschnitten und abgefeilt waren klopfte ich die Stute. „Beim Ausschneiden sind mir keine Besonderheiten aufgefallen, keine der Huf ist auffällig warm und zeigt Veränderungen. Alles in bester Ordnung. Kannst du sie bitte auf dem Hof im Schritt und im Trab führen?“, bat ich Janina. Schnell war die Stute abgebunden und lief zusammen mit ihrer Besitzerin über den Hof. Ich betrachtete den Gang und die Abfußung der Hufe von jeder Seite. Florentinchen lief gleichmäßig und fußte auch im Trab korrekt ab. „Okay, danke. Einen Huf müsste ich noch etwas nachfeilen, ansonsten läuft sie sehr schön.“, lobte ich die gute Pflege der Stute. Janina lächelte und kurz darauf war der linke Vorderhuf korrigiert. „Sie ist dann fertig, bringst du bitte die nächste Stute mit?“, bat ich sie und Florentinchen war für heute fertig.
      „Das ist Pflaumenkuchen, sie hat schon viele bekannte Nachkommen.“ Um die Ecke kam ein hübscher Blauschimmel, neugierig beschnupperte sie meine Hand. „Sie ist sehr brav, du wirst also in Ruhe arbeiten können, ich müsste nämlich kurz für zehn Minuten weg.“, informierte mich Janina. „Ist in Ordnung, bis gleich.“ Ich hob den ersten Huf des Shetlandponys an und kratzte ihn aus. Pflaumenkuchens Hufe waren etwas kürzer als die von Florentinchen, demnach hatte ich weniger Arbeit, was das Ausschneiden anging. Schnell waren die Hufe ausgeschnitten und ich machte mich ans Feilen. Die Hufe der Stute waren vorne etwas länger als hinten, das korrigierte ich mit der Feile. Völlig in Ordnung, die Hufe waren auch nicht warm, es kann vorkommen, dass ein Hufpaar schneller wächst als das andere. Nachdem die Hufe gefeilt und auf gleicher Höhe waren band ich Pflaumenkuchen ab und lief mit ihr über den Hof. Im Schritt und im Trab lief das Shetty ausbalanciert, auch die Abfußung jedes Hufes war vollkommen korrekt. Einzig das rechte Hinterbein lief etwas weit außen, darum würde ich mir aber keine Sorgen machen. In dem Moment kam Janina wieder zurück. „Alles in bester Ordnung, sie ist fertig für heute!“, rief ich ihr zu und gab ihr den Strick. An der Putzstange wartete ich auf die nächste Stute.
      „Darf ich vorstellen? Charia, meine Criollo-Stute.“ Ich streichelte die Stute am Hals. „Schöne Farbe hat sie.“, sagte ich und die Stute beknabberte meine Jacke. „Hey, Leckerlis sind da aber keine drin.“, lachte ich und machte mich an die Arbeit. Routiniert schnitt ich das alte, zu lang gewachsene Horn aus und feilte den Huf gerade und glatt. Charia beobachtete meine Arbeit an ihren Füßen ganz genau, störte mich dabei aber auch nicht, da sie ruhig und gelassen blieb. Das Feilen dauerte bei ihr etwas länger, ihr Horn war sehr hart. „Ich würde dir empfehlen, ihren Barhuf dringend mit etwas Hufgel zu pflegen, ihre Hufe sind doch sehr unelastisch, einfach nur zur Vorsorge, das nichts wegbricht.“, erklärte ich Janina. Ich zeigte ihr, dass schon am linken Hinterhuf ein kleines Stück Horn abgebrochen war. Die Bruchstelle schnitt und feilte ich nachträglich noch aus, dann ging es wieder raus auf den Hof. „Einmal bitte wieder im Schritt und Trab führen!“, rief ich der Pferdebesitzerin zu. Charias Schritt war in Ordnung, im Trab jedoch strauchelte sie. „Könnten wir noch in die Halle gehen? Es könnte sein, dass ihr der Boden zu hart ist und deswegen etwas verklemmt läuft. Ist das möglich?“ Janina bejahte und auf dem weichen Sand lief die Stute klar und schwungvoll. „Okay, sie ist dann auch fertig.“
      Als nächstes kam die zweite Criollo-Stute Piroschka an die Reihe. Schon von weitem erkannte ich ihr Problem – extrem ungleiche Hufe. Schon als Janina ansetzen wollte unterbrach ich sie: „Ich hab das Problem schon erkannt, das bekommen wir hin.“ Zuerst brachte ich die Hufe von Piroschka mit dem Hufmesser auf eine gleiche Länge. Anschließend feilte ich die Hufe ab und wollte dann zur Analyse übergehen. „Würde es dir etwas ausmachen, sie kurz vorzureiten?“, fragte ich Janina. Schnell war die Stute gesattelt und wir gingen zur Halle. Janina stieg auf und ritt die Stute in einem flotten Schritt quer durch die Halle. Durch das Kürzen der Hufe lief sie schon deutlich besser. Dennoch war besonders im Trab auffällig, dass Piroschka nicht mit der ganzen Huffläche den Boden berührt sondern nur seitlich. „Okay, ich hab genug gesehen.“ Ich schilderte Janina das Problem das sich mir zeigte. „Piroschka tritt nur seitlich mit den Hufen auf, möglich durch die zu lang gewachsenen Hufe. Einen Schaden der Gelenke oder eine Fehlstellung der Knochen halte ich für unmöglich. Ich würde dir vorschlagen, wir setzten ihr Kunststoffeisen, die ich präpariere für einige Wochen dran, ich habe sogar noch welche übrig, die schenke ich dir. In einigen Wochen kannst du die abmachen und sehen, ob sie besser läuft oder nicht. Der Vorteil von Kunststoffeisen ist einfach der, dass ich sie leicht ändern kann und sie für Piroschka nicht so schwer wie normale Eisen sind.“ Janina war einverstanden und ich ging zu meinem Wagen. Ich richtete die Kunststoffeisen so aus, dass die Stute wieder mehr Auflagefläche hatte und sicher werden würde. Zurück bei dem Criollo passte ich die Eisen an und befestigte sie auf den Hufen. „So. Jetzt noch einmal bitte kurz in der Halle traben.“, bat ich Janina. In der Halle wurde schnell klar, dass die Stute mit dieser Lösung besser zurecht kam als vorher. „Das gefällt mir definitiv besser. Du kannst sie absatteln und zurück in den Stall bringen.“ Während Janina Piroschka versorgte und das nächste Pferd vorbereitete, ging ich kurz zu meinem Wagen um ein wenig zu Essen und zu trinken.
      Weiter ging es mit Walking In The Air. Die große Warmblutstute stand bereits angebunden an der Putzstange, Janina hatte bereits die Hufe ausgekratzt. „Los geht’s!“, rief ich in die Stallgasse und begrüßte Walking. Die Stute stand ruhig und gab willig die Hufe. So waren ihre Hufe schnell ausgeschnitten, die Hufe waren von Natur aus schon kurz und scheinbar langsam wachsend. „Ich feile nur schnell etwas nach, viel zu machen ist hier ja nicht.“, meinte ich zu ihrer Besitzerin. Schon ging es raus auf den Hof, viel gekürzt hatte ich nicht, demnach war ich optimistisch, dass sich keine Besonderheiten bei der Laufanalyse zeigten. Alle Hufe machten einen gesunden Eindruck und waren auch nicht warm oder druckempfindlich. Walking In The Air lief sicher im Schritt und Trab über den Huf, jeder Huf fußte korrekt ab. „Die Nächste ist dann dran!“, rief ich Janina lächelnd zu.
      Nun führte Janina die Araberstute Shády vor. Sie beschnupperte neugierig meine ihr hingehaltene Hand und ließ sich brav anbinden. Ich betrachtete die Hufe der Stute von der Seite und von vorne und hob dann einen ihrer Vorderhufe an. Ich griff nach meinem Hufmesser und begann mit dem Ausschneiden. Shády blieb ruhig stehen und döste etwas. „Mensch, du hast echt so tolle, liebe Pferde. Letztens hat mich das Pferd eines Kunden fast mit seinen Hufen erwischt.“ Janina grinste geschmeichelt und kraulte den Kopf der Stute. Schnell waren alle vier Hufe ausgeschnitten. Für Shády kam mein Hufbock für die Vorderhufe zum Einsatz, bei ihr musste ich auf etwas die Hufwand gerade feilen. Auch das konnte die Stute nicht aus der Ruhe bringen. Willig stellte sie ihre Vorderfüße auf den Bock und ich konnte in aller Ruhe abfeilen. Auch die Hinterhufe waren schnell glatt gefeilt. „Gleiche wie immer, bitte einmal auf den Pflastersteinen führen.“, bat ich Janina. Sie band die Stute ab und wir gingen raus aus dem Stall. Shádys Schritt war ausgreifend, die kleinen Hufe verteilten das Gewicht gut und gleichmäßig. Im Trab hob die Stute imposant ihren Schweif, doch auch hier war nichts Auffälliges. „Das Einzige was mir nur auffällt ist, dass Shády recht hart läuft. Ich werde da noch einmal die Hufe überprüfen.“ Janina band die Stute wieder an und überprüfte, ob ihre Hufe warm oder auf Druck reagierten – negativ. „Rammt die Kleine gerne ihre Füße so in den Boden?“, fragte ich Janina. „Ja, das macht sie eigentlich schon immer, dachte das wäre normal.“, entgegnete mir die Besitzerin des Arabers. „Ist auch völlig in Ordnung, zumindestens sind ihre Hufe in Ordnung.“ Janina brachte Shády wieder zurück in ihre Box.
      Die Vorletzte Stute war nun an der Reihe, die Welsh A Ponystute Tiffi. Die Tigerscheckstute machte einen freundlich Eindruck und ließ sich auch von mir begrüßen. Wieder betrachtete ich die Hufe der Stute sorgfältig und griff dann zum Hufmesser. Routiniert und vorsichtig schnitt ich die kleinen Hufe von Tiffi aus, auch sie schloss entspannt die Augen und döste. Nachdem die Hufe sauber gekürzt waren überprüfte ich diese auf Wärme und Empfindlichkeit. Auch hier war alles in bester Ordnung. Feilen musste ich relativ wenig, auch das war schnell erledigt. Ich sah Janina an: „Du weißt, das übliche, aber bald ist die Arbeit ja geschafft.“, lachte ich sie an. Tiffi lief auf dem harten Boden gleichmäßig und keine der Hufe lief außerhalb der Spur – weder im Schritt noch im Trab. „Okay, bringst du mir die letzte Stute?“
      Fade to Black, auch ein Welsh Pony, allerdings gehörte sie zur b Sektion, war die letzte Stute, um die ich mich heute bei Janina kümmerte. Ich streichelte sie und hob dann auch gleich den ersten Huf an. Jeden Huf säuberte ich zuerst und schnitt dann das überflüssige Horn weg. Fade to Black zuckte manchmal etwas mit dem jeweiligen Huf, ließ mich aber in Ruhe meine Arbeit machen. Schnell waren die Hufe gekürzt und ich feilte sie glatt und eben. Auch der Hufbock für die Vorderhufe war kein Problem für die Welshstute. „Die Hufe sind in gutem Zustand, nichts, was mir Sorgen machen könnte.“, informierte ich ihre Besitzerin. Nach dem Feilen trat ich einige Schritte zurück und betrachtete die Hufe von allen Seiten. Die beiden Hinterhufe feilte ich nochmals nach und schon ging es auch mit Fade to Black raus auf den Hof. Janina führte die Stute vor und ich beobachtete ihr Gangverhalten. Alle vier Hufe fußten gut und sicher ab, keine Einseitige- oder Fehlbelastung war zu erkennen. „Danke, Fade to Black ist dann auch fertig.“, rief ich Janina zu.
      „So wir haben es geschafft. Die Rechnung schick ich dir die Tage zu. Danke für deinen Auftrag.“ Mit diesen Worten verabschiedete ich mich von Janina und am späten Nachmittag verließ ich dann ihren Hof, meine eigenen Pferde warteten daheim auf mich.

      Pflegebericht
      as monatliche Boxenmisten war heute angesagt. Einer meine Pferdepfleger und ich brachten die Pferde dazu erst mal auf die Weiden. Zuerst sollte der Stutenstall dran sein. Dafür mussten Shády, Charia, Piroschka und Walking erst mal gehalftert werden. Phil holte die Halfter und Stricke aus der Sattelkammer und brachte mir zwei davon. Während er die beiden Criollos auf halfterte legte ich Shády und Walking die Halfter an. Die Pferde waren ungeduldig, denn sie mussten die letzten Tage leider vorlieb mit der Führanlage nehmen, da die Weiden durch den gefallenen Schnee zu matschig waren und ich die Gefahr von Mauke so gering wie möglich halten wollte. Die Stuten tänzelten also nervös neben Phil und mir her als wir uns auf den Weg zu den großzügigen Weiden machten. Sie konnten es sichtlich nicht abwarten bis das Tor endlich geöffnet wurde und sie lospreschen konnten. Phil konnte mit Müh und Not die Pferde zurückhalten als er das Tor öffnete. Kaum hatte er die Stricke gelöst sprangen Charia und Piroschka los und machten sich im Jagdgalopp vom Acker. Walking und Shády wieherten den beiden hinterher und sprangen direkt los als auch sie die Stricke los waren. Flo, Pflaume, Tiffi und Fade wurden bereits von den Reitschülern aus ihren Boxen geholt und auf der Stallgasse für den Unterricht geputzt und gesattelt. Phil holte den kleinen Trecker mit der Gabel als ich schon mal die Wände der Boxen löste, zur Seite drehte und dort befestigte. Gekonnt bog Phil in die Boxen ein und schob behutsam den Mist der letzten vier Wochen aus den Boxen zum Misthaufen. In der Zeit, in der Phil den Mist sorgfältig aufstapelte, kletterte ich auf den Boden und warf einige Strohballen herunter um die Boxen neu ein zu streuen. Für die vier mal vier Boxen brauchte ich immer zwei Ballen Stroh, die ich auf die Boxen verteilte. Bevor ich allerdings einstreuen konnte klappte ich die Wände wieder zurück und befestigte sie wieder an den Harken in der Wand. Schnell waren die Boxen wieder eingestreut. So konnte Phil, der grade fertig war mit dem Aufschichten des Mists, sich um die Fütterung der Pferde und Ponys kümmern. Er holte den Futterwagen und jeder bekam seine Ration, wie sie auf den Boxenschilden festgehalten waren. Um das Heu kümmerte ich mich. Zu guter Letzt kontrollierte ich noch die Selbsttränken. Alles in Ordnung, auch die Lecksteine mussten noch nicht wieder ausgetauscht werden. Die Stuten sollten ruhig noch ein bisschen die Zeit auf der Weide genießen können, denn die Hengstställe musste ja auch noch gemacht werden. Sophie, meine zweite Pferdepflegerin, hatte Bo, Dukat, Pfanni Philip und Stups schon auf die Weiden gebracht und machte in der Zeit, in der Phil und ich die Boxen säuberten, einen Ausritt mit Armani und nahm Träumer als Handpferd mit.
      Als wir auch die Boxen der Hengste ausgemistet und eingestreut hatten kontrollierte ich auch dort die Funktionalität der Selbsttränken und ob die Lecksteine ausgetauscht werden mussten. Auch bei den Hengsten war alles okay. Phil hatte schon die Fütterung übernommen und so konnten die, zwar matschigen aber glücklichen Pferde und Ponys ihre Boxen wieder beziehen und sich über das Futter her machen. Geputzt wurden sie später, da der Matsch im Fell erst mal ein wenig trocknen musste.

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      Während des Weges zu meiner nächsten Kundin wurde es allmählich hell und der Tag entwickelte sich zu einem schönen Wintertag, ohne Schnee. Ich war mir nicht ganz sicher, ob ich das weiße Puder vermissen sollte oder nicht. Auch bei Janina schien die Sonne und als ich ausstieg begrüßte sie mich auch direkt. Ich schnappte mir meinen Koffer und machte mich auf den Weg in den Stall, denn meine Patienten ließ ich ungern warten. Als erstes holte Janina mir Piroschka, eine Criollostute. „Gott, bist du gewachsen!“ begrüßte ich die junge Dame, welche ich noch als staksiges Fohlen in Erinnerung hatte. Janina konnte sich ein Lachen nicht verkneifen, denn Piroschka sah ganz und gar nicht mehr wie ein Fohlen aus. Neugierig begrüßte mich Piroschka und schien keine Angst vor mir oder meinen Gerätschaften zu haben. „Na dann wollen wir mal.“ lächelte ich und begann, bei der Stute kurz Augen, Nüstern und Ohren zu checken. Alles schien in Ordnung, so dass ich direkt mit dem Abtasten des restlichen Körpers fortfahren konnte. Das war gar nicht so leicht, denn Piroschka verfügte über Maßen über ein flauschiges und besonders dickes Winterfell. Doch es schien alles in Ordnung zu sein, auch wenn die Stute es nicht sonderlich mochte, am Bauch berührt zu werden. Zu guter Letzt überprüfte ich noch ihre Temperatur, doch das Thermometer zeigte 37,5°C und das war vollkommen in Ordnung. Zufrieden lobte ich die Stute und machte mich daran, die Beruhigungsspritze aufzuziehen, denn die folgenden Behandlungen würden Piroschka nicht gar so sehr gefallen. Nach dem Setzen der Spritze wartete ich einige Minuten darauf, dass die Stute ruhiger wurde, ehe ich mit der Augenuntersuchung begann. Zu allererst kontrollierte ich den Pupillenreflex, ehe ich der Stute in beide Augen Augentropfen träufelte. Durch diese öffnete sich die Pupille mehr und ich hatte die Chance, mehr im Auge sehen zu können. Mit meiner Taschenlampe begutachtete ich genaustens die Augen und deren Beschaffenheit. „Alles ist okay, nur ihr rechter Augapfel ist einen Ticken kleiner als normal, also ist sie auf diesem Auge mehr oder weniger kurzsichtig. Aber das ist nicht wild, nur dass du dich nicht wunderst.“ erklärte ich, denn mehr brauchte ich Janina nicht zu sagen, welche selbst eine Brille, wie ich, besaß. Dann wusste man nämlich, was kurzsichtig bedeutete. Nachdem ich mit der Untersuchung fertig war, holte ich direkt die Maulsperre und mit Janinas Hilfe konnte ich sie in Piroschkas Maul bugsieren. Gar so lange würde die Beruhigung nicht mehr anhalten, weshalb ich mich mit der Zahnkontrolle beeilte. Flott ging ich die Zahnreihen durch, konnte aber keine scharfen Kanten oder abgebrochenen Zähne entdecken. Den Zahnwechsel hatte sie Stute auch erfolgreich beendet, so dass auch hier alles in Ordnung war. Piroschka wurde wieder von der Maulsperre befreit und nun bekam sie nur noch ihre vier Impfungen und die Wurmkur. Als das geschafft war, konnte Janina sie wieder in ihre Box schaffen und die nächste Patientin bringen. In der Zwischenzeit wechselte ich die Werkzeuge und Spritzen aus, ehe Janina mit ihrer Stute Wita wiederkam. „Hallo, meine Süße!“ begrüßte ich diese und kraulte ihr ein wenig die Stirn. Janinas Pferde waren mir nicht unbekannt, im Gegenteil kannte ich sie alle sogar recht gut. Auch bei Wita begann ich mit der Grunduntersuchung von Augen, Nüstern und Ohren. Es war immer das Einfachste, um schon kleine Auffälligkeiten zu entdecken und schnell zu behandeln. Doch Wita war kerngesund, aber die Gute war auch sehr widerstandsfähig. Auch am Körper konnte ich keine Auffälligkeiten entdecken und ihre Körpertemperatur lag im Idealbereich. „Die Lady war doch noch nie krank, oder?“ fragte ich Janina lachend und die schüttelte nur grinsend den Kopf. Da im Groben alles in Ordnung war, konnten wir mit den Untersuchungen von Augen und Zähnen weitermachen. Wita benötigte keine Beruhigungsmittel, denn ohne Probleme konnte ich ihr die Augentropfen geben und darauf warten, dass sich ihre Pupillen vergrößerten. Dann schnappte ich mir meine Taschenlampe und überprüfte die Augen. Bei Wita war alles in Ordnung, wenn man genau hinsah, sah man leichte Kratzer in der Hornhaut, welche aber normal waren. So etwas gab es auch bei Menschen, schon ein kleines Dreckkorn konnte diese hervorrufen. Da die Augen okay waren, machte ich direkt mit den Zähnen weiter. Wita bekam die Maulsperre herein und ich besichtigte ihre Zahnreihen. Alles war in Ordnung, nur oben rechts musste ich mit der Feile ran, um ein paar kleine Ecken zu entfernen, welche schnell böse enden konnten. Als auch das geschafft war, konnte Wita ihr Maul wieder schließen. Sie war ein Traum von Patient, denn mit ihr verlief alles so wunderbar schnell. Auch die Impfungen ließ sie ohne Probleme über sich ergehen, so hatte ich die vier Spritzen schnell gesetzt. Nur bei der Wurmkur meckerte sie ein wenig herum, aber auch die musste sein. „So, aber jetzt hast du es geschafft.“ sagte ich zu ihr und lobte sie noch einmal, bevor Janina sie wegbrachte. Ich packte meine Sachen zusammen, verabschiedete mich von Janina und fuhr schon weiter zum nächsten Kunden, aber zuvor würde ich noch bei einer Bäckerei vorbeischauen und mir mein Frühstück besorgen.


      Pflegebericht - Mein erster Besuch
      Gut gelaunt und auch etwas aufgeregt, fuhr ich mit dem Auto zu Janina´s Hof. Ich hatte eine Suche nach einer Reitbeteiligung gestartet und sie war eine davon gewesen die geantwortet hatte. Sie hatte mir ein Bild der Stute mitgeschickt und etwas über die Stute geschrieben. Die Stute hatte mir auf Anhieb gefallen, auch wegen des Charakters. Selbst das Alter der Stute hatte mich nicht abgeschreckt, da ich ältere Pferde sehr mochte. Und selbst mit einem 16 Jahre alten Pferd konnte man noch was machen. Als ich auf Janina´s Hof angekommen war, parkte ich mein Auto und stieg aus. Ich ging einen kleinen Weg entlang. Rechts von mir lag ein schöner und großer Reitplatz, links von mir ein Springplatz. Vor mir sah ich schon den großen Stall und auf der linken Seite das Haupthaus. Darauf ging ich nun zu. Ich kam an einem kleinen Teich vorbei, der in der Mitte des Hofes war. Richtig schön und gemütlich. Als ich am Haupthaus ankam klingelte ich und wartete. Als die Tür aufgemacht wurde, kam eine junge Frau heraus. "Hallo, ich bin Yvan und bin wegen Walking hier zwecks der Reitbeteiligung", stellte ich mich ihr vor. "Ah, wunderbar. Dann zeige ich dir sofort den Hof und wo die Stute steht", sagte sie und schloß die Tür hinter sich. "Den Springplatz und den Reitplatz findest du da drüben. Direkt da ist die Führanlage und daneben der Roundpen. Dort gelangst du dann auch zu den Reitwegen und zur Military Strecke. Die Reithalle ist dort auch zu finden. Den Stall siehst du hier, dahinter befinden sich die Paddocks und die Sommer und Winterweiden, die aufgeteilt sind. Der Misthaufen ist direkt am Stall", erklärte sie mir. Wir betraten gemeinsam den Stall. "Dort ist die Futterkammer und direkt daneben ist die Sattelkammer, da findest du dann alles was du brauchst, dann zeig ich dir jetzt die Stute", sagte sie und wir gingen die Boxen entlang. "Da ist die gute", sagte Janina und öffnete die Boxentür. Die Stute schaute neugierig entgegen. Ich streichelte die Stute am Ohr. "Wenn ihr euch kennen gelernt habt, darfst du mit ihr Trailübungen machen, ausreiten, longieren, Bodenarbeit machen. Wenn du möchtest kannst du mit ihr auch auf Turniere gehen. Wenn du möchtest, kannst du sie jetzt putzen und ich komm dann wieder und dann kannst du auch mal auf ihr Reiten, dass ich mal sehe wie ihr so zurecht kommt", sagte sie und verabschiedete sich. Ich schloß die Boxentüre wieder und ging zur Sattelkammer. Dort holte ich erstmal nur das Halfter, den Führstrick und die Putzbox der Stute. Wieder bei ihr angekommen, stellte ich die Putzbox ab und öffnete nun die Boxentür wieder. Ich legte der Stute das Halfter an und befestigte den Führstrick daran. Als ich sie aus der Box geführt und davor angebunden hatte, öffnete ich die Putzbox und nahm Striegel und Kardätsche heraus. Nun fing ich an die Stute zu putzen, als ich damit fertig war, legte ich die Bürsten wieder zurück in die Putzbox. Ich nahm nun die Mähnenbürste heraus und fing an ihr Langhaar zu bürsten. Den Schweif verlas ich erst per Hand und fuhr dann nochmals mit der Mähnenbürste hindurch. Ich legte die Bürste wieder zurück und nahm den Hufkratzer heraus und kratzte ihre Hufe aus. Nun war ich fertig. Ich nahm die Putzbox und brachte sie wieder in die Sattelkammer. Dort nahm ich den Sattel und die Trense mit und ging zu der Stute. Mit der rechten Hand legte ich das Pad auf ihren Rücken bis es richtig lag. Anschließend legte ich den Sattel mit Schwung auf ihren Rücken, rückte ihn zurecht und befestigte dann den Sattelgurt. Als ich die Stute auch getrenst hatte, ging ich mit der Stute zum Haupthaus und klingelte. Als Janina rauskam gingen wir gemeinsam in die Reithalle. Dort gurtete ich dann erst nach und stieg dann auf. Ich zeigte ihr meine Reitkenntnisse in allen Gangarten. Nach einer halben stunde stieg ich wieder ab und wir brachten die Stute wieder in den Stall. Während ich die Stute abtrenste und absattelte, vereinbarten wir die Zeit wo ich mich um die Stute kümmern konnte. Als die Sachen in der Sattelkammer verstaut waren, legte ich der Stute noch die Abschwitzdecke auf und verabschiedete mich dann von Janina.

      Pflegebericht - Unser erster Ritt
      Heute war es wieder soweit. Ich stieg ins Auto und fuhr zu Janina´s Hof. Als ich einen freien Parkplatz fand, stieg ich aus dem Auto und ging zum Stall. Nachdem ich diesen betreten hatte, ging ich in die Sattelkammer und holte dort Halfter, Führstrick und Putzbox der Stute. Als ich an der Box der Stute ankam, stellte ich die Putzbox ab und öffnete die Boxentür. Ich betrat die Box und begrüßte die Stute mit einem Stück Apfel, den sie gerne annahm. Anschließend legte ich ihr das Halfter an und befestigte den Führstrick daran. Nachdem ich die Stute aus ihrer Box geführt hatte, band ich sie davor an und öffnete die Putzbox. Ich nahm Striegel und Kardätsche heraus und fing an die Stute zu putzen. Als ihr Fell sauber war und nur so glänzte, legte ich die beiden Bürsten wieder in die Putzbox und nahm nun die Mähnenbürste heraus. Ich fing an einzelne Strohhalme aus ihrem Langhaar zu entfernen und kämmte dann mit der Mähnenbürste nach. Den Schweif entwirrte ich erst mit der Hand, ehe ich mit der Mähnenbürste hindurchfuhr und diese dann anschließend wieder in die Putzbox zurück legte. Anschließend nahm ich den Hufkratzer heraus und fing an ihre Hufe auszukratzen. Als alle ihre Hufe fertig waren, legte ich den Hufkratzer zurück in die Putzbox und überlegte mir nun, was ich heute mit der Stute machen wollte. Nachdem ich eine Weile überlegt hatte, entschloss ich mich, sie ein wenig in der Halle zu reiten. Also ging ich in die Sattelkammer und holte dort die Reitsachen. Wieder bei ihr angekommen, legte ich das Pad auf ihren Rücken, bis es richtig lag und legte anschließend auch den Sattel drauf. Als dieser ebenfalls richtig lag, befestigte ich den Sattelgurt und stellte die Steigbügel auf meine Länge ein. Nun öffnete ich das Halfter und nahm es ihr ab, damit ich ihr die Trense anlegen konnte. Anschließend führte ich die Stute aus dem Stall und lief mit ihr in die große und helle Reithalle. Dort führte ich sie erst eine Runde, ehe ich nachgurtete und aufstieg. Nachdem sie warm geritten wurde, gab ich ihr das Zeichen zum traben. Die Stute hörte auf´s Wort und ging sofort in den Trab über. So ritt ich mit ihr erst ein paar Dressurübungen, damit sie den Rücken schön hob und sich gymnastizierte. Nach ein paar Runden im Trab, ließ ich sie angallopieren. Nach einer Stunde entschloss ich das es für heute genug war. Ich ritt sie noch 10 minuten im Schritt, ehe ich abstieg und sie in den Stall zurück führte. Dort nahm ich ihr die Trense ab, legte ihr das Halfter an und löste nun den Sattelgurt. Ich nahm ihr den Sattel ab und brachte die Sachen zurück in die Sattelkammer. Nachdem ich wieder bei ihr war, schrubbelte ich sie trocken und legte ihr die Abschwitzdecke über, die ich aus der Sattelkammer mitgenommen hatte. Anschließend führte ich sie wieder in ihre Box zurück und räumte die restlichen Sachen von ihr auf. Ich fegte noch die Stelle vor ihrer Box und gab der Stute zum Abschied noch ein Stück Apfel und fuhr dann nach Hause.

      Pflegebericht
      Heute war es wieder soweit, dass ich meine Reitbeteiligung Walking in the Air besuchte. Ich stieg aus dem Auto aus und ging auf direktem Wege in die Sattelkammer und holte dort die Sachen der Stute. Als ich bei ihrer Box ankam, stellte ich die Putzbox ab und öffnete die Boxentür. Ich begrüßte die Stute mit einem kraulen am Hals, anschließend legte ich ihr das Halfter an, befestigte den Führstrick daran und führte sie aus ihrer Box heraus. Nachdem ich sie angebunden hatte, öffnete ich die Putzbox, holte Striegel und Kardätsche heraus und fing an sie zu putzen. Als ihr Fell nur so glänzte, legte ich die beiden Bürsten wieder zurück und nahm die Mähnenbürste heraus. Ich kämmte ihren Schopf und ihre Mähne. Den Schweif verlas ich erst mit meiner Hand, dann kämmte ich ihn mit der Mähnenbürste. Nachdem ich die Mähnenbürste zurück gelegt hatte, nahm ich den Hufkratzer heraus und kratzte ihre Hufe aus. Als diese sauber waren, legte ich den Hufkratzer zurück, schloss die Putzbox und räumte diese auf. Nun nahm ich Sattel, Trense und Satteldecke mit und ging wieder zu der Stute. Ich legte die Satteldecke auf, dann den Sattel. Als beides an der richtigen Stelle lag, befestigte ich den Sattelgurt und nahm ihr anschließend das Halfter ab. Nachdem sie auch die Trense drauf hatte, führte ich die Stute auf den Außenreitplatz und führte sie erst eine Runde. Als ich nachgegurtet hatte, stieg ich auf und ritt erst mal für zehn Minuten im Schritt. Anschließend lies ich sie antraben. Nach einer drei viertel Stunde entschloss ich mich dazu, mit ihr noch eine kurze Runde ins Gelände zu gehen. Dort ließ ich sie einfach laufen. Nach einer weiteren halben stunde kehrten wir wieder zum Hof zurück. Nachdem ich die Stute abgesattelt hatte, verstaute ich die Sachen in der Sattelkammer und rieb die Stute anschließend trocken. Nun band ich sie los und brachte sie auf die Weide, wo sie sofort anfing das Gras zu genießen. Ich mistete noch ihre Box aus und fuhr dann wieder nach Hause.
    • Eddi
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      Herzlich Willkommen!
      29. Oktober 2014
      Mein Wecker klingelte heute schon kurz nach fünf und ich war sofort hellwach. Die letzte Woche war ich viel unterwegs gewesen und hatte mir allerhand hübsche Vierbeiner angeschaut und von vielen war ich begeistert gewesen! Deswegen erwartete mich heute allerhand Arbeit. Ich machte mich fertig und frühstückte geschwind, um so schnell wie möglich in den Stall zu kommen. Denn dort warteten die Pferde schon auf ihr Frühstück und danach wollten sie raus auf die Weide.
      Danach musste gemistet werden und dann waren auch schon die Boxen für die neuen Pferde an der Reihe. Versunken in meine Gedanken streute ich die Boxen mit frischem Stroh ein, füllte die Heunetze und kontrollierte die Tränken und dann rumpelte es auch schon auf dem Hof. Ich eilte aus dem Stall und gab dem Fahrer des Trailers kurz die Hand. Er hatte für mich vier Pferde dabei, welche allesamt eine lange Fahrt hinter sich hatten. Der Fahrer half mir beim Ausladen und nach einer Viertelstunde standen alle Pferde wohlbehalten in ihren Boxen. „Tschüss!“, rief ich dem Fahrer hinterher und betrat dann den Stall.
      Die Pferde stammten von einer guten alten Freundin, welche sich jedoch schweren Herzens von der Reiterei und so auch von ihren Vierbeinern verabschiedet hatte und da ich das ungern mit ansehen wollte, hatte ich sie bei mir aufgenommen. Deswegen entdeckte ich jetzt auch allerhand alte Gesichter! Die schwere Warmblutstute Come Whatever May stammte aus dem damaligen Nasty Past und hatte sich auf Wide Passion wunderbar erholt. Sie wirkte nun viel lockerer und glücklicher und auch heute schien sie sehr gut gelaunt zu sein. Eine große Freude bereitete mit der Lewitzerhengst Piccolo's Blaze, welcher ideal für unsere aufbauende Zucht sein würde! Er war bereits gekört und würde sicherlich eine tolle Ergänzung zu Vertigo und Caillou sein. Auch er mümmelte zufrieden sein Heu. Zu den neuen Gesichtern gehörten die junge Stute Unwritten Performance, in welcher ich ein enormes Potenzial sah, besonders für das Gelände. Sie war unruhiger und musste erst einmal ihre neue Umgebung kennenlernen, doch das würde alles noch werden.
      Kurze Zeit später kam ein weiterer Hänger gefahren, diesmal nur ein kleiner, aber dafür mit einer großen Passagierin. Es handelte sich um die Warmblutstute von Janina, denn auch diese hatte sich allmählich zurückgezogen. Nun hatte ich Wita bei mir aufgenommen, weil ich wusste, wie wichtig diese Stute ihrer Besitzerin war. Ich führte die Stute erst einmal ein Weilchen herum, damit sie sich bewegen konnte, ehe auch sie in den Stall durfte.
    • Eddi
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      Der ganz normale Wahnsinn
      14. Februar 2015
      Momentan standen auf der Ranch allerhand Umplanungen an, viele zu Gunsten der Pferde, aber manche auch nicht. So entschied ich mich, einen Teil meiner Vierbeiner abzugeben, ich brauchte wieder ein bisschen mehr Übersicht, so würde ich das Ganze einfach nicht mehr schaffen. Dementsprechend hatte ich direkt meine geliebte Freundin Elisa angerufen und gefragt, ob sie nicht zufällig Interesse an zwei wundervollen Reitponyfohlen hatte. Da sagte sie natürlich nicht nein und schon wusste ich zwei Jungpferde in guten Händen. Einige weitere sollten auch gehen, aber bis dahin musste der Alltag trotzdem weiterlaufen. Dementsprechend begann auch mein heutiger Tag wieder kurz nach um fünf.
      Gähnend stand ich auf, machte mich im Bad fertig, um mir dann unten in der Küche flott eine Tasse Cappuccino einzuwerfen, ehe es auch schon raus zu den Pferden ging. Alle mussten gefüttert werden, die Tränken mussten kontrolliert werden und die Unterstände gemistet. Erst wenn das alles geschafft war, konnte ich mich den Vierbeinern selbst widmen. Heute wollte ich mich da vor allem mit unseren Jungpferden beschäftigen. Für einige wurde es auch allmählich Zeit, dass sie aus den Kinderschuhen wuchsen und in die Fußstapfen ihrer Eltern traten, doch diesen Monat wollte ich ihnen noch Zeit lassen.
      Joyce war zum Beispiel bereits letztes Jahr eingeritten worden, hatte jetzt aber noch einmal eine lange Pause haben dürfen und war in dieser auch noch einmal ordentlich gewachsen. Heute wollte ich sie zumindest mit Sattel longieren, damit sie sich wieder daran gewöhnte. Für Hollybrook’s Fairy Bluebird würde es heute das allererste Mal sein, dass sie einen Sattel und eine gebisslose Zäumung trug. Dafür machte sie das aber wirklich traumhaft und wir konnten das Training mit einen super positiven Ergebnis beenden.
      Tiny Girl und Raunchy’s Limited waren eigentlich auch allmählich an der Reihe, also zumindest Limited. Tiny wollte ich eventuell bald einfahren lassen, sobald sie ihren letzten Wachstumsschub ein Weilchen hinter sich hatte. Sie würde sich sicherlich gut vor der Kutsche machen! Limited longierte ich heute ordentlich, denn die Reitponystute sollte allmählich Muskeln aufbauen, damit wir bald mit dem Einreiten beginnen konnten.
      Bei Quintesse of Xaras wagte ich heute den Schritt: Das erste Mal auf ihren Rücken. Ethan unterstützte mich dabei und führte Quinnie. Das lief besser als gedacht! Aber die Criollostute war eigentlich sowieso dafür bekannt, dass sie alles brav mitmachte. Was für ein Erfolg! Bei meinem Pajero-Nachkommen war ich da leider noch nicht so weit. Prazzy’s Goldbell war nicht so motiviert wie die anderen Jungpferde und deshalb hingen wir auch noch etwas hinterher. Momentan erarbeiteten wir uns das Longieren mit dem Sattel und das Kennenlernen des Gebisses.
      Da war er aber zumindest gleichauf mit seinem besten Kumpel Painted Blur, der sehr motiviert mitmachte, aber auch ein Weilchen brauchte. Die beiden Warmbluthengste würden sich schon noch machen und dann würden alle staunen! Destiny Horror hatte sich inzwischen auch gemacht. Aus dem ängstlichen Fohlen war inzwischen eine doch recht selbstbewusste Stute geworden, die motiviert mitmachte und bereits schon einmal einen Reiter auf ihrem Rücken gehabt hatte.
      Altyn war der letzte in der Gruppe der Großen. Er sah inzwischen immer mehr wie sein Papa aus und ich freute mich riesig darüber, denn während Alazar bereits seinen Ruhestand genoss, sollte Altyn allmählich in seine Fußstapfen treten und bisher machte er seinem Papa auch alle Ehre. Seine Halbschwester Nüsschen (Mon petit ecrou) hatte da noch wesentlich mehr Zeit und genoss ihre Fohlenzeit in der ich sie nur ab und an mit dem Fohlen-ABC nervte.
      Dafür ging ich Shawnée wesentlich mehr auf den Geist. Mein hübsches Welshfohlen war sehr selbstbewusst und testete nur zu gerne, dementsprechend hatte ich mit ihr alle Hände voll zu tun. Angenehme Abwechslung brachte dann immer Outlaw Torn, der Hübsche, welcher stets geduldig war und gerne mitarbeitete. Er würde dieses Jahr auch drei werden und so langsam wurde aus dem Fohlen ein junger Hengst.
      Fantasio, Ironic und Ruffian’s Daughter würden uns demnächst verlassen. Es fiel mir zwar schwer, aber für die ersten beiden hatte ich schon wundervolle Zuhause gefunden. Ironic würde zu seiner Züchterin zurückkehren und dort als stolzer Nachkomme seines Vaters leben. Fantasio würde wahrscheinlich auf eine Ranch in Kanada ziehen, da war ich bisher auch sehr gespannt. Für Ruffian suchte ich hingegen noch, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
      Bei Mellow Billow hatte ich ein Weilchen überlegt, ob ich sie wirklich behalten wollte, aber auch heute, als ich die junge Stute von der Weide holte, wusste ich, dass ich mich von ihr nicht trennen könnte. Mellow war lieb, hübsch und immer motiviert, so etwas gab man einfach nicht gerne ab. Genauso wie Occani, die vergötterte ich auch und vielleicht wäre sie ja das passende Gegenstück für Heartbreaker.
      Sollte ich wiederum Never look back irgendwann abgeben wollen, hatte ich schon eine Interessentin die gefühlt auf heißen Kohlen saß: Elisa. Sie vergötterte die Buckskin-Stute schon jetzt und würde ich ihr auch nur annähernd die Chance geben, sie wäre sofort dabei. Aber bisher hatte ich mich selber in die Stute verguckt und wollte sie gerne als Gegenstück für Feuervogel. Stattdessen plante ich aber, Dead Memories wieder abzugeben. Der Rotfalbe hatte sich in der Zeit auf der Ranch echt gemacht, aber irgendwann trennten sich unsere Wege eben wieder.
      Wen ich niemals abgeben würde, war Paddington. Auch heute war der kleine Hengst wieder zauberhaft und es machte immer tierischen Spaß mit ihm spazieren zu gehen, zu spielen oder einfach nur Quatsch zu machen – herrlich! Sein bester Kumpel war übrigens Cruel Twist of Fate, hätte ja nicht gedacht, dass die beiden sich mal so gut verstehen würden, aber siehe da! Und der dritte im Bunde? Richtig: PFS‘ Caruso. Das NF machte sich wirklich gut und wir übten momentan fleißig das Fohlen-ABC. So war auch der heutige Tag wieder vollgepackt bis zum Geht nicht mehr und ich war echt froh, als ich es endlich geschafft hatte und mich in mein Bett fallen lassen konnte.
    • Eddi
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      Bitte keine Überraschungen
      27. April 2015
      Während Kat hochmotiviert die Küche betrat und sich direkt daran Kaffee zu brühen, latschte ich unmotiviert hinter ihr her. Momentan schlief ich miserabel, weil ich die vorletzte Nacht bei offenem Fenster verbracht hatte und mir so eine Nackenstarre einhandelte. Die hielt jetzt schon über 48 Stunden an und ich konnte meinen Kopf nur noch bedingt nach links oder rechts drehen. Dementsprechend eingeschränkt war ich auch in meinen Handlungen, zumindest was die in der Küche betraf. Sonderlich begabt war ich dort eh nicht und jetzt mit der Nackenstarre noch weniger. Aus dem Grund übernahm Kat momentan Frühstück, Mittag, Abendbrot und dafür war ich ihr wirklich dankbar.
      „Was hast du eigentlich zu deinem Geburtstag geplant?“, fragte Kat neugierig, als sie mir die Kaffeetasse vor die Nase hielt. Aufgeschreckt starrte ich sie an. „Wie bitte? Wer hat dir denn davon erzählt?“, fragte ich entsetzt, denn eigentlich hatte ich meinen Geburtstag möglichst verheimlichen wollen. „Tja, ich weiß eben alles“, grinste sie und drehte sich weg. Na toll, innerlich betete ich jetzt wohl die restlichen 3 Tage zu Gott, dass ich bitte keine Überraschungsparty erleben würde. Überraschend wäre sie ja sowieso nicht mehr, von daher lohnte sich der Aufwand auch gar nicht! Davon abgesehen kannte ich hier eh kaum jemanden, denn dafür hatte ich die letzten Monate gut gesorgt.
      Für mich war das Thema somit gegessen. Ich trank noch meinen letzten Schluck Kaffee aus und machte mich dann direkt auf den Weg zu den Ställen. Immerhin warteten die Pferde schon sehnsüchtig auf ihr Frühstück und sowieso hatte ich heute allerhand vor. Ethan würde wahrscheinlich später dazu stoßen und mir beim Misten helfen, bis dahin konnte ich ruhig schon ein oder zwei Pferde bewegt haben. Ich fing bei den Stuten an und wurde auch direkt mit einem auffordernden Wiehern von Caribic Sue begrüßt. Seitdem die Criollostute gekrönt war, hatte ich das Gefühl, dass sie wesentlich selbstbewusster geworden war. Zum Glück war das bei ihr aber mehr positiv als alles andere.
      Nach der Fütterung sammelte ich mir Khiara El Assuad ein. Meine hübsche Vollblutstute hatte momentan eine etwas längere Trainingspause hinter sich, denn sie hatte ihr Renntalent immerhin weitergeben sollen und war mal wieder Mama geworden. Inzwischen besaß Khiara gute fünf Nachkommen und jeder war für sich ein kleiner roher Diamant. Ich war schon sehr gespannt ob ich die Assuad-Nachkommen auch in den Listen der erstplatzierten Vollblüter sehen würde. Während ich darüber philosophierte putzte ich Khiara und sattelte sie dann.
      Wir machten einen locker flockigen Ausritt über die großen Weiten und genossen den aufkommenden Frühling. Endlich wurde alles wieder grün und frisch. Für dieses Jahr hatte ich noch gar keine festen Zuchtplanungen, irgendwie hatte sich das alles über den Winter ein wenig im Sand verlaufen. Khiara sollte nun auf alle Fälle wieder allmählich antrainiert werden und wir wollten die Dressur und die Distanz mit hinzunehmen, mehr oder weniger als zweite Variante neben dem Rennsport. Immerhin war Khiara inzwischen acht Jahre und man sollte es nicht übertreiben.
      Als wir wieder da waren versorgte ich meine Vollblutstute fix und schnappte mir dann die kleine Little Chocolate Chip. Sie war immer so ein bisschen wie das Maskottchen der Stutenherde und wurde dementsprechend auch betüddelt. Auch ich befreite sie heute nur ordentlich von ihrem Winterfell und ließ sie etwas neben dem Stall grasen, ehe sie zurück durfte. Apropos, ich musste den Pferden auch bald wieder die großen Weiden freigeben, das Gras war herrlich gewachsen.
      Angegrast waren sie inzwischen alle einigermaßen, dementsprechend stand dem nichts im Wege. Doch vorher wollte ich noch Freeway reiten. Während ich die Tinkerstute von der Weide holte, begleiteten uns links und rechts Chou und Apaches Tomahawk. Die drei waren anscheinend immer noch beste Freunde und das merkte man deutlich. Am Gatter ließen wir die beiden Westernstuten dann aber trotzdem zurück. Mit Freeway erarbeitete ich langsam die höheren Lektionen, die Betonung lag auf langsam, aber die Stute machte wirklich gut mit.
      Als ich sie dann zurück brachte, traf ich auch Ethan, der schon mit Schubkarre und Mistgabel bewaffnet war. Ich schloss mich ihm an und bis kurz nach Mittag waren wir dann auch mit allen Weiden fertig. „Kommst du mit eine Runde ausreiten?“, fragte ich ihn knapp, denn wenn er ja sagte, hatte ich direkt zwei Pferde gleichzeitig abgehandelt. Zum Glück bejahte er und ich konnte sogar Kat überreden.
      Kat setzte ich auf Walking in the Air, auf der ruhigen Warmblutstute würde ihr nichts passieren. Ethan holte sich Ice Coffee von der Weide, irgendwie war er ganz vernarrt in die Scheckstute. Und ich wählte mir letzten Endes aus Ermangelung besserer Ideen Fariyah Amazir aus. Die Rappstute trainierte ich immer noch fleißig, aber eigentlich hatte auch sie sich mal eine Pause verdient und die bekam sie durch unseren ruhigen, entspannten Ausritt.
      Als wir wieder da waren ging Kat (wie immer) direkt duschen, um danach dann in die Stadt zu fahren und Lebensmittel einzukaufen. Ethan schien heute relativ viel Zeit zu haben. Aus dem Grund bat ich ihn, dass er sich doch Acacia satteln und die Zäune abreiten könnte. Das war eine relativ angenehme Aufgabe dementsprechend sagte er nicht nein. Ich wiederum holte mir Naimibia von der Weide, putzte und sattelte meine hübsche Reitponystute. Danach gingen wir auf den Platz und sprangen ein wenig. Naimibia machte brav mit und hatte sichtlich Spaß daran. Als wir fertig waren, fiel mir plötzlich ein, was ich total vergessen hatte: die Reitstunde!
      Geld brauchte man leider in jeder Lebenslage und so musste auch die Ranch von irgendetwas leben. Spontan war ich darauf gekommen, mal wieder Reitunterricht anzubieten. Die Lizenz besaß ich und die passenden Pferde auch, nur leider war ich gerne mal faul und für mich galt: Jedes Pferd bekam pro Reitstunde zwei Korrekturstunden. Immerhin sollten meine teuren Lieblinge nicht verritten werden, das konnte ich mir nun weiß Gott nicht leisten.
      Zu meinem Glück hatten zwei Reiter absagen müssen, sie waren davon nicht annähernd so begeistert wie ich, aber ich wiederum freute mich auf die entspannte Stunde mit nur zwei Leuten. Es war zwei Mädchen im Alter von 15-18 Jahren und beide eher ruhig, aber sehr gelehrig. Dementsprechend teilte ich ihnen Deep Silent Complete und Come Whatever May zu. Wir gingen eine gute Stunde auf den Platz. Sie sollten erst die Stuten warmreiten, dann machten wir leichte Übungen und danach erarbeiteten wir zu dritt die korrekte Biegung. Das war sowohl für die Stuten gut, als auch für die Reiterinnen.
      Als Belohnung schickte ich sie danach noch eine Runde um die Ranch herum, weil Ethan gerade wiederkam und den nächsten Zaun kontrollieren wollte, da konnte er die beiden Mädels eine Runde ruhig mal mitnehmen und die genossen das sichtlich. Danach wurden die Pferde versorgt und die beiden wieder abgeholt, aber nicht, ohne Ethan nochmals schwärmende Blicke zuzuwerfen. „Dein Fanclub wird immer größer“, sagte ich lachend zu ihm und nahm ihn Acacia ab, um sie direkt zum Waschplatz zu bringen und ordentlich abzuspritzen.
    • Eddi
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      Ausritte durch Wyoming
      8. Juli 2015
      Wer hätte gedacht, dass die Idee der Ausritte so gut fruchten würde? Momentan waren wir natürlich noch in der Aufbauphase und die Menschen sprachen eher uns an als andersrum, aber meiner Meinung nach schien das doch eine ganz gute Idee zu sein. Kat würde sich sicherlich gerne um alle notwendigen Dinge kümmern.
      Auch dieser Morgen begann mit einem Ritt. Da Ethan allerdings in der Stadt unterwegs war (und um dort hin beziehungsweise zurück zu kommen, brauchte es ein Weilchen), musste Kat den Ritt mit mir zusammen begleiten. Dementsprechend setzte ich sie auf meine ruhigste Stute: Apaches Tomahawk.
      Ich selber machte mir Freeway fertig. Die Tinkerstute war ich schon eine ganze Weile nicht mehr selbst geritten, also wurde es mal wieder Zeit. Heute hatten wir auch nur vier Mitreiter. Es war eine Familie mit zwei älteren Kindern. Die Mutter setzte ich auf Caribic Sue, der Vater bekam Ice Coffee und für die Kids hatte ich Deep Silent Complete und Come Whatever May ausgesucht.
      Der Ausritt verlief ohne Probleme und eigentlich sogar richtig schön, wir machten ein kleineres Picknick und genossen die frühen Morgenstunden. Für besonderen Spaß sorgte Little Chocolate Chip. Mein kleines Falabella hatte ich mitgenommen und die Fuchsstute lief auch brav und frei neben uns her und schien den Ausritt auch zu genießen.
      Nachdem alle wieder heile zu Hause waren, ging es ans Versorgen und dann ans Füttern und Abmisten. Wie immer brauchten wir dafür eine ganze Weile und waren auch dankbar, als Ethan endlich mal wieder eintraf. Dann waren wir auch etwas schneller fertig.
      So konnte ich Khiara El Assuad mal wieder ordentlich longieren. Ihr letztes Fohlen war noch gar nicht so lange her und ehrlich? Das sah man ihr an. Die Vollblutstute war immer noch etwas kugelig, aber langsam wurde es besser.
      Da Kat sich mit einbringen wollte, übertrug ich ihr Chou und Fariyah Amazir. Die beiden Stuten sollten nur geputzt werden und das würde auch schon reichen. Auf der Weide stattete ich kurz Naimibia einen Besuch ab. Sie hatte heute frei, genauso wie Acacia, aber dennoch wollte ich bei den beiden nach dem Rechten sehen, ehe ich Walking In The Air zu mir holte und mit der Warmblutstute einen kleinen Ausritt machte.
      Der hatte vor allem den Zweck, die Zäune zu kontrollieren und dafür gingen gut und gerne zwei Stunden drauf, denn unser Land war nicht sonderlich klein. Danach waren sowohl Wita als auch ich verschwitzt und gönnten uns erst einmal eine Abkühlung im Fluss, ehe es nach Hause ging.
      Ein kurzer Blick auf die Liste verriet mir, dass zum Glück nur noch vier Stuten anstanden. Sika und Milka Luflee putzte ich beide gründlich. Sika longierte ich und Milka Luflee ritt ich heute sogar noch, ein wenig Abwechslung tat der Isländerstute gut.
      Die letzten waren Werina und Mondscheinsonate. Spontan setzte ich meine Idee mit der kleinen Kutsche um, zu zweit sollten die beiden das eigentlich locker schaffen, also putzen und anschirren. Klappte auch alles wunderbar und tatsächlich konnten wir eine kleine Runde über den Hof drehen! Für mehr war es aber auch zu warm und allmählich neigte sich der Tag auch dem Ende und außerdem hatte Kat heute gekocht, also würde es endlich mal wieder etwas Ordentliches geben!
    • Eddi
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      Alles hat ein Ende
      27. August 2015
      Grübelnd saß ich gemeinsam mit Kat und Ethan am Frühstückstisch. Ich wusste gar nicht so recht wie ich beginnen sollte, aber vielleicht fing ich einfach an, das wäre wohl das einfachste. „Leute? Ich muss euch was sagen“, meinte ich und zog die Stirn ein wenig kraus. Ethan und Kat sahen mich neugierig an, sie schienen mit nichts Besonderem zu rechnen, maximal mit einem neuen Pferd, aber sonst. „Es ist nicht das was ihr denkt“, sagte ich genervt und haute es dann einfach raus: „Ich ziehe weg. Die Ranch steht schon zum Verkauf.“
      Tja, da waren meine beiden Mitbewohner erst einmal baff, aber es ging nicht anders. Ich hatte die Pause in Wyoming wirklich genossen, aber es war langsam Schluss damit. Ich sehnte mich wieder nach einem richtigen Gestüt und nach Mitarbeitern und genau das wollte ich umsetzen. Kat und Ethan schwiegen, sie schienen nicht so recht zu wissen, was sie sagen sollten. Auch sie hatten diese Pause genutzt, um aus ihrem alten Stress heraus zu kommen, aber beide waren eher Stadtmenschen und nicht für das Land geschaffen und das hatten sie auch schon oft zugegeben.
      Wir frühstückten relativ schweigend zu Ende und dann machte ich mich auch schon auf den Weg nach draußen, die Pferde mussten immerhin versorgt werden. „Ich übernehme die Hengste!“, erklärte sich Ethan bereit und stand mit auf. Schweigend warf ich vier Heubündel auf die Schubkarre und machte mich auf den Weg in Richtung Stutenweide. Die Heunetze wurden alle frisch aufgefüllt und der Rest kam in die Raufen. Dann mistete ich die Unterstände und machte mich auf den Weg zu den Fohlen.
      Im Stall traf ich wieder auf Ethan, der nun auch fertig war. Gemeinsam brachten wir die neueren Pferde auf die kleineren Weiden und misteten deren Boxen aus. Neu waren Fandango und Scheherazade, welche immer noch getrennt von den anderen standen, das war mir doch lieber. Doch schon bald sollten dann auch sie umgesiedelt werden, aber ein wenig Zeit hatten wir ja noch. Da nun die grundlegende Arbeit fertig war, konnte ich mit dem Training beginnen. Dabei standen an vorderster Spitze unsere momentanen Körungskandidaten und davon hatten wir mehr als genug.
      Dementsprechend holte ich Classic Gold und CH’s Sun is Shining von der Weide. Zweitere packte ich erst einmal auf den Paddock und erstere wurde geputzt und zum Longieren fertig gemacht. Den Probedurchlauf für die Krönung hatten Classic Gold und ich schon hinter uns, nun wurde es langsam ernst und ich hoffte, dass das bald mal von Statten gehen würde. Hier in Wyoming hatten sie es nicht so mit regelmäßigen Krönungen, die waren manchmal Monate lang offen.
      Classic Gold longierte ich heute nur locker vorwärts-abwärts. Sie sollte fit bleiben, aber gestern waren wir auf einem Turnier gewesen, deshalb machten wir heute nur muskelkater-vorbeugendes Training. Sunny musste stattdessen mehr dran glauben. Die Araberstute sattelte ich mir und ging mit ihr für ein Stündchen auf den Reitplatz, um die kommenden Aufgaben durchzureiten und unsere Fehler noch auszubessern.
      Danach waren Ice Coffee und Cual Maniaca an der Reihe. Ich schnappte mir Kat für einen kleinen Ausritt und setzte die Anfängerin auf die brave Westernstute. Manni wäre nichts für sie gewesen, sie war viel zu zickig dafür. Der Ausritt verlief aber ganz entspannt, auch wenn Kat nur grummelnde Töne von sich gab. Wieder auf der Ranch traf ich auf Laurel, welche die Reitbeteiligung von Lila Wolken und Hákur war, dementsprechend waren die beiden Isländer heute versorgt.
      „Wenn du fertig bist, können wir auch noch einen Ausritt mit Milka Luflee und Hyreygur machen!“, bot ich ihr an und Laurel schien sich nach einem anstrengenden Schultag sichtlich auf diese Abwechslung zu freuen. In der Zwischenzeit bewegte ich Allelujah und Feuervogel, meine beiden hübschen Palominos. Mit beiden Junghengsten hatte ich genug zu tun und war danach eigentlich auch echt k.o., aber der Tag war noch nicht einmal zur Hälfte rum! Auf mich wartete nun noch ein Dressurtraining mit Dr. Insektor und ein Geländeritt mit Hollybrook’s Zarin. Ethan wollte uns auf Schneeleopard begleiten und das Training beobachten, außerdem wollte ich ungern alleine im Gelände springen, wenn doch einmal etwas passierte, hatte ich keine Hilfe vor Ort.
      Ethan versorgte danach beide Hengste, damit ich in der Zeit erst Animby und dann Absinth longieren konnte. So viele Pferde alleine zu bewegen machte definitiv keinen Spaß. Umso dankbarer war ich dann, als die ersten Pferdemädchen eintrafen. Ich hatte zwei feste Gruppen je fünf Mädchen erstellt, welche zweimal die Woche kamen und Reitunterricht bekamen. Sie hatten auch jeder ein eigenes Pflegepferd und so standen einige Minuten später fünf Stuten am Putzplatz und wurden vorbildlich versorgt.
      Dabei handelte es sich um Apache’s Tomahawk, Caribic Sue, Freeway, Walking in the Air und das Kürbisvieh. Die Mädchen liebten ihre Pferde und gingen immer sehr umsichtig mit ihnen um. Dementsprechend verlief auch die heutige Stunde wieder sehr entspannt und lehrreich. Am Ende standen alle Pferde wieder zufrieden auf den Weiden und die erste Gruppe zog ab. Aber die zweite stand schon in den Startlöchern.
      Da diese aber jünger war, holte ich die Pferde selbst von der Weide. Aus dem Grund fing ich mir Naimibia, Herbsttraum, Occani, Deep Silent Complete und Come Whatever May ein und nahm sie mit zum Putzplatz. Dort wurden sie direkt umzingelt und liebevoll versorgt. Für die zweite Gruppe stand heute ein Spazierritt an und deshalb nahm ich die kleine Little Chocolate Chip als Handpferd für mich mit, während ich mir Chou fertig gemacht hatte.
      Nach dem Ausritt ging es wie immer noch einmal zu den Shetlandponys und diese wurden dann mit Streicheleinheiten und Leckerlis umsorgt. Werina und Mondscheinsonate liebten das besonders, aber auch Window holte sich gerne das ein oder andere Leckerli ab. Hoppla stand mit bei dem kleinen Shetty und bekam dementsprechend auch Streicheleinheiten.
      Danach war auch die zweite Gruppe weg und nun war es bereits später Nachmittag. Ich gönnte mir eine Pause, bei welcher ich bei Khiara El Assuad und Quintesse of Xaras vorbeischaute. Die beiden standen grasend am Koppelzaun und ließen sich gerne ein wenig kraulen. Dann ging es für mich auch schon in den Endspurt. Sika, Cover the Sun, Morning Sun und Raunchy’s Limited wollten noch bewegt werden, außerdem musste ich auch noch bei Joyce vorbeischauen. Danach war ich für heute fertig, die Pferde bekamen noch ihr Abendheu und dann ging es unter die Dusche und zum Abendbrot.
      Am nächsten Tag saßen wir erneut schweigend am Frühstückstisch, bis Kat damit rausplatzte, dass sie eh wieder zurück nach New York kehren wollte und Ethan sich auch dafür entschieden hatte. „Das ist gut. Ich habe nämlich auch schon Interessenten für die Ranch“, meinte ich lächelnd und schaute in zwei entsetzte Gesichter, damit hatten sie anscheinend nicht gerechnet. Tja, so war das Leben.
      Der Tag begann wie jeder andere mit Füttern und Abmisten und dann ging es los mit dem Training. Heute widmete ich das vor allem den Hengsten und Fohlen. Zu allererst waren Leitz und Vertigo an der Reihe. Beide ließ ich freispringen. Danach ging es direkt im fliegenden Wechsel weiter, denn Sikari musste noch longiert werden und mit Rosewell arbeitete ich weiter am Fohlen ABC, das saß nämlich noch nicht so richtig. Piccolo’s Blaze, Niyo und Caillou hatten momentan frei, deshalb hatte ich genug Zeit, mich um unsere Nachzuchten zu kümmern. Korah schmuste ich nur, aber mit Panta Rhei und Amadahy ging es schon in Richtung Bodenarbeit.
      Danach war Talya an der Reihe, die junge Stute machte sich momentan wunderbar, allerdings war sie noch längst nicht an der Reihe. Erst einmal würde Amazed Marlin an einer Krönung teilnehmen und hoffentlich so in die Fußstapfen von They call her Fiorina und Donatella treten. Ebenso war Elliot erst kürzlich gekört wurden und nun der neuste Zuchthengst im Stall. Calimero II musste stattdessen erst einmal lernen, dass man während des Putzens still stand, da hatte er viel mit Frozen Bubble und Nabiri gemein, denn alle drei Fohlen waren die Unruhe in Person.
      Deshalb brauchte ich dann erst einmal eine Fohlenpause und holte mir Pajero und Heartbreaker für einen Ausritt. Heartbreaker ging als Handpferd mit und wir genossen den Ausritt wirklich, er war mal wieder richtig schön entspannt. „Ausritt mit den Westernpferden?“, fragte ich Kat und Ethan und natürlich sagten diese nicht nein. Also machten wir uns gemeinsam mit Dissident Aggressor, Call me a Twist und Morrigan auf den Weg. Die Weidezäune kontrollierten wir nebenbei auch direkt und schlichteten einen heftigen Streit zwischen Golden Ebano und Pawaneeh. Die beiden Vollbluthengste konnten sich noch nie wirklich leiden und zankten sich selbst über den Zaun hinweg an.
      Wieder da stattete ich kurz Aristo und Thorondor einen Besuch ab. Die beiden hatten heute frei, genauso wie Bandit und die drei schienen damit sichtlich glücklich zu sein. Im Gegensatz zu Hugo Boss, der nämlich mit mir in die Springstunde musste, genauso wie Carachillo und Varulv. Denn drei der gestrigen Reitmädels waren schon etwas fortgeschrittener und sprangen für ihr Leben gerne.
      Nach dieser Stunde wurden die Hengste abgesattelt und abgewaschen. Der Tag neigte sich bereits dem Ende zu, dabei musste ich noch Albertino longieren, mit Altyn ins Gelände und mit meinem geliebten He’s called Trüffel wollte ich noch ein wenig Bodenarbeit machen. Denn der junge Hengst stand seit neusten mit bei den großen und wurde allmählich zum Reitpony ausgebildet. Also theoretisch war er schon eingeritten, aber manchmal war er noch etwas schreckhaft und die Kommandos saßen noch nicht, aber genau das wollte ich heute ein wenig erarbeiten, damit dann das Training unter dem Sattel einfacher von der Hand gehen würde. So wie ich Trüffel kannte, würde er sowieso einwandfrei mitmachen und wir würden auch heute wieder große Fortschritte erzielen. Ich erahnte bereits, dass ich das kaum schaffen würde, aber ich gab mir Mühe und siehe da! Am Ende des Tages waren alle Pferde versorgt.
      Der nächste Morgen war von Stress geprägt, denn Kat hatte ein plötzliches Vorstellungsgespräch in New York erhalten und musste deshalb schon eher los. Ich war eigentlich gerade dabei, nach potenziellen Höfen zu schauen, als Ethan ins Haus gestürmt kam und mir wild gestikulierend erklärte, dass der Zaun der Jungpferde ein Leck zu haben schien und die Hälfte davon im Nirgendwo war. Toll.
      Also schnell anziehen und los auf die Suche. Vorher machte ich aber eine Bestandsaufnahme von den Verbliebenen und sperrte das doch beachtlich große Loch im Zaun ab. Da waren noch circa 8 Fohlen. Ich konnte Sibiria entdecken, Caruso, Paddington, Outlaw Torn, Dead Memories, Hollybrook’s Tiny Girl, Destiny Horror und Hollybrook’s Fairy Bluebird. Also fehlten eindeutig noch genug.
      Als erstes entdeckte ich mitten im Wald Prazzys Goldbell. Der wollte sich natürlich gar nicht einfangen lassen und kam nur zu mir, weil Shawnée wiehernd und im Eiltempo auf mich zugetrabt kam. Ethan hatte auch Glück und erwischte Dead Memories und Never look back. „Puh. Wäre der was passiert, wäre ich dran gewesen!“, meinte ich lachend und musste an Elisa denken.
      Es fehlten noch Mellow Billow und Mon petit écrou. Die beiden Stuten waren aber gar nicht so weit gekommen wie gedacht und ich hatte auch beim Einfangen Glück. Auf dem Heimweg mit beiden lief uns noch Cruel Twist of Fate über den Weg. Und wieder an der Weide entdeckte ich Ethan mit Unitato und Abendprinz. Nun fehlten ja nur noch…ach ne!
      Da hatte ich noch einmal Glück gehabt, denn Herbstmond lief noch bei ihrer Mama mit und Acariya hatte ich auch mit zu den Welshponys gepackt. Um Sacre Fleur brauchte ich mir momentan keine Gedanken machen, die verweilte noch bei ihrer Mama bei kira, wobei sie auch langsam abgesetzt werden müsste…
      Ein letztes Mal zählte ich durch um zu kontrollieren, ob wirklich jeder da war, dann konnte ich mich zufrieden der Tagesordnung widmen.
    • Eddi
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      Weihnachten
      30. Dezember 2015
      Pünktlich sieben Uhr morgens trällerte mein Wecker „Shake up the happiness, wake up the happiness…“ und versetzte mich zurück in das Gefühl der letzten Tage. Vor kurzem waren wir umgezogen und hatten es Anfang Dezember dann endlich geschafft, dass alle Pferde auf das neue Gestüt zogen und nun stand mir ein Neubeginn vor. Nochmal von vorne, aber es fühlte sich richtig und gut an.
      Seit Tagen verbrachten nun ich und die Pfleger vor allem auch Zeit damit, alles weihnachtlich zu schmücken, denn am 23. Dezember würden wir unsere Weihnachtsfeier haben und bis da waren es nun nur noch knapp vierundzwanzig Stunden, in denen allerhand geschafft werden musste. Die Pferde hatten zwischenzeitlich ein wenig Pause gehabt, denn ich hatte mich erst einmal ordnen müssen.
      Da das Gestüt aber über genügend Weiden verfügte, verbrachten sie ihre freie Zeit eben dort. Da der Winter momentan auch gar kein Winter war, konnten sie auch ungestört über die fast schon zu grünen Wiesen toben und ich musste ein wenig aufpassen, dass sie mir nichts zerstörten, aber so lange es trocken blieb, war alles gut. Tatsächlich war es dieses Jahr wirklich kein Winter. Stattdessen hatten wir täglich um die 15 Grad und Sonnenschein, es war eher wie Frühling.
      Dementsprechend fiel es alle Beteiligten schwer, sich wirklich in ein Winterfeeling zu versetzen, aber es blieb uns ja nichts anderes übrig, wenn in zwei Tagen Weihnachten sein würde. An sich hatte ich an dem Tag meinem ganzen Personal frei geben wollen, aber sie wollten zumindest bis Mittag noch ihren Dienst verrichten und mich bei der großen Anzahl an Pferden unterstützen. Dafür dankte ich ihnen sehr und am morgigen Abend würde jeder noch eine kleine Überraschung von mir erhalten.
      Doch nun musste ich mich erst einmal aus dem Bett schälen und mich allmählich fertig machen, denn die Pferde warteten schon auf ihr Frühstück und dann wollten sie auch schon hinaus auf die Weide. Bisher hatte ich nicht viel Personal, weshalb ich selbst noch kräftig mit anpackte. Jeder hatte eine bestimmte Aufgabe verteilt bekommen, weshalb sie Pferde schon gefüttert waren, als ich angezogen und gefrühstückt in den Stall trat. Stattdessen ging es nun auf die Weide. Immer mit zwei Pferden verließ ich den Stall und brachte sie auf ihre bestimmte Weide. Um dem Personal einen Leitfaden zu geben, hing zum einen im Stall ein großer Plan und zum anderen stand sowohl an den Boxen als auch an den Weiden, wer wo hingehörte. So konnte ich mir sicher sein, dass alle Pferde dorthin kamen, wo hin sie sollten.
      Die Fohlen waren heute wieder besonders aufgeregt, für sie konnte es nie schnell genug nach draußen gehen. Besonders Hidden Flyer und Exciting Force waren immer sehr stürmisch. Die beiden Vollblutfohlen waren noch nicht sonderlich lange in meinem Besitz, weshalb ich sie bisher nur schwer einschätzen konnte, aber ich gab mir Mühe und so langsam kam ich dahinter. Zumindest rissen sie sich inzwischen nicht mehr samt Halfter und Strick los, sondern warteten, bis ich diese entfernt hatten.
      Heute sollte ein normaler Alltag anstehen, trotz der Tatsache, dass der 22. Dezember war, hatten wir noch genügend Anmeldungen für unsere heutigen Reitstunden. Eine würde ich halten, die andere würde auf das Konto einer mobilen Reitlehrerin gehen. Doch vorher wollte ich das sonnige Wetter für einen Ausritt nutzen. Leider fand sich spontan kein Mitreiter, weshalb ich entschied, mich selbst auf Deep Silent Complete zu schwingen und Come Whatever May als Handpferd zu nehmen.
      Die beiden Warmblutstuten kannten sich schon lange und kamen sehr gut miteinander aus, es würde also ein ruhiger und entspannter Ausritt werden, so etwas hatte mir gefehlt! Danach konnte ich dann guten Gewissens in den Tag starten. Tatsächlich waren wir auch nur eineinhalb Stunden unterwegs und nachdem beide Stuten gut versorgt wieder auf der Weide standen, erwarteten mich schon die Reitstunden.
      Die erste Reitstunde hatte etwas eher begonnen, da die Reitlehrerin heute Nachmittag noch woanders hin musste. In ihr liefen nur Herbsttraum und Hugo Boss. Beide unter sehr erfahrenen und talentierten Nachwuchsreitern, welche eine wirklich gute Figur auf den Ponys machten und den Unterricht der Reitlehrerin befürwortete ich auch sehr. Meine Reitstunde würde für fünf Reiter sein, es war ausnahmsweise Abteilungsreiten, was ich ungern machte, aber es konnte auch Spaß machen.
      Ich muss ehrlich sein, die Lewitzer setzte ich an liebsten in den Reitstunden ein. Immerhin züchtete ich sie als talentierte Sportponys für Kinder und Jugendliche. Dementsprechend besaßen sie auch einen ruhigen und rücksichtsvollen Charakter, waren aber denn wirklich talentiert. Das war auch der Grund, weshalb ich für meine Reitstunde Donatella, Elliot, They call her Fiorina, Talya und Carachillo ausgesucht hatte. Schnell waren die Pferde verteilt und die Reiter damit beschäftigt, sie vorzubereiten, denn das musste man bei uns noch alleine machen. Sie hatten dafür gut eine halbe Stunde, je nachdem ob sie eher oder später kamen. Pünktlich um zwölf startete dann meine Reitstunde. Ich ließ sie die Pferde erst einmal aufwärmen und gab den ein oder anderen schon ein paar Tipps. Wir wechselten immer zwischen Abteilungsreiten und freiem Reiten, bei zweiteren nahm ich sie mir auch gerne mal einzeln auf dem Zirkel vor. Es lief wirklich gut, auch wenn ich das Gefühl hatte, danach schon heiser zu sein, aber was tat man nicht für die Jugend!
      Auch das Versorgen der Pferde beobachtete ich aufmerksam und war erst zufrieden, als es sowohl den Pferden als auch der Ausrüstung wirklich gut ging. Einer meiner Reiter schien gerade im Stress zu sein, denn ich fing ihm auf den Hof ab, wo er im fliegenden Wechsel von einem Pferd aufs andere sprang. Gerade kam er mit Scheherazade vom Distanztraining zurück und war nun schon auf halben Weg, um mit Cual Maniaca die nächste Runde anzutreten. Deshalb nahm ich ihm ein wenig Arbeit ab und führte meine braune Araberstute trocken, ehe ich sie noch abbürstete und dann auf die Weide brachte. Scheherazade barg sehr viel Potenzial, doch bisher hatte es sich noch nicht wirklich entfaltet. Leider.
      Da der morgige Tag gefüllt sein würde mit dem Programm unseres Weihnachtsfestes, hatte ich spontan eine Longenstunde doch noch auf heute geschoben. Das Pferd dafür war Kürbis, sie war ideal für die kleine Sechsjährige, welche uns hoffentlich öfters besuchen würde. Gemeinsam machten wir das Pferd fertig. Das Mädchen war sehr wissbegierig und scheute sich auch nicht, direkt nachzufragen. Heute machten wir an der Longe nur leichte Übungen, um ihre Balance und Konzentration zu stärken. Abschließend durfte sie noch ein paar Runden traben, ehe ich sie noch eine Runde um den Hof führte und dann war auch schon Schluss. Ohne Protest ging das zwar auch nicht, aber kommende Woche würde sie ja schon wieder da sein.
      Das Reitschulgeschäft konnte ganz lukrativ sein und ohne würde ich kurz über lang nicht auskommen, wiederum war mir aber das Wohl meiner Pferde wichtig und so basierte mein Prinzip darauf, dass auf jede Reitstunde mindestens zwei Korrekturstunden kamen und ein Pferd nie wirklich öfters als ein bis zweimal in der Woche lief. So dringend nötig hatten wir das Geld dann auch wieder nicht.
      Für den heutigen Nachmittag stand aber noch allerhand an. Ich wollte zumindest auch ein wenig mit helfen und es gab das ein oder andere Pferd, was wirklich nur ich ritt. Das war aus Prinzip Pajero. Den Schecken hatte ich schon, seitdem er ein Fohlen war, weshalb wir eine enge Bindung zueinander hatten. Für heute hatte ich mal wieder ein wenig Geländetraining eingeplant, das liebte er ja abgöttisch und besonders talentiert war er auch.
      Nach Pajero wartete schon mein zweiter Liebling: Thorondor. Jahrelang war ich seine Reitbeteiligung gewesen, dann war er in meinen Besitz gewandert und nun stand der wunderschöne Rappe bei mir im Stall und ging meinem Personal auf den Keks, denn er hatte einen sehr speziellen Charakter. Doch die Freiarbeit machte mit ihm tierisch Spaß und jeder bewunderte den Ausdruck und die Motivation des Pferdes, während wir über den Reitplatz tobten, es war wie immer sehr erleichternd.
      Für den heutigen Tag stand noch ein Springtraining mit Classic Gold an und eine Kutschfahrt mit Little Chocolate Chip. Danach telefonierte ich noch mit Occulta, welche momentan Naimibia als Leihstute für ein Fohlen besaß, schon bald würde meine hübsche Stute zurückkehren, da Occulta gerade dabei war, das Fohlen abzusetzen. Es war ein Traum von Reitpony geworden und wurde schon jetzt (zurecht) bewundert.

      Am kommenden Tag stand die Weihnachtsfeier an. Da diese pünktlich 13 Uhr beginnen sollte hieß es, den restlichen Kram schon vorher fertig zu machen und das war allerhand. Zum einen ritt ich vorher noch Allelujah, denn der hatte sich inzwischen seinen Ruf bei meinen Reitern gemacht und wurde tunlichst gemieden, weshalb ich die einzige war, die ihn vor allem gerne ritt. Danach longierte ich noch meinen Zwerg Hoppla, damit der kleine Kerl über den Winter weg nicht zu kräftig wurde und als letztes ließ ich noch einmal allen Stress von mir abfallen, während ich mit Albertino eine gemütliche Runde ins Gelände ging.
      Und dann ging schon unser Programm los! Beginnen tat das Ganze mit einem Führzügelwettbewerb. Endlich hatten wir eine Beschäftigung für unsere Zwerge gefunden. Werina und Mondscheinsonate liefen auch öfters als Gespann vor der Kutsche, aber Window blieb da immer ein wenig alleine im Nichtstun. Führzügelwettbewerbe und das Training mit den Zwergen machte ihm hingegen riesigen Spaß und unsere kleine Flauschkugel nahm tatsächlich ein wenig ab!
      Occani und Heartbreaker brauchten ein wenig mehr Beschäftigung. Zwar waren beide super kinderlieb und sehr geduldig, aber man sah ihnen doch an, dass es ihnen wesentlich mehr Spaß machte, gefordert zu werden. Sei es nun in der Dressur, im Springen oder im Gelände. Die beiden Welshs waren einfach für alles zu haben.
      Aus diesem Grunde hatten wir angeboten, die ein oder anderen kleinen Reiterinnen darauf vorzubereiten und alle waren wie verrückt gewesen. Es gab natürlich Schleifchen zu gewinnen und für jeden einen Nikolausstiefel mit Leckereien, so dass niemand leer ausging. Das Publikum hatte auch sichtlich Spaß! Danach sollten die Großen zeigen, was sie konnten, denn nun kam eine Hengstquadrille!
      „Bei der Auswahl der Pferde für die Hengstquadrille hatte ich lange mit mir gehapert, denn diese Pferde repräsentierten das Gestüt und sollten auch potenzielle Züchter anlocken. Also hatte ich versucht, so viel wie möglich mit einzubringen: Pawaneeh als Vertreter unserer Vollblüter, Cover the Sun lief als Sportpferd mit, Aristo zeigte die barocke Seite des Gestüts und zu guter hatte ich mich noch für Dissident Aggressor entschieden.
      Ich hatte alles dabei haben wollen und es war mir gelungen! Ich selbst saß auf Dissident Aggressor und jedes Pferd zeigte eine besondere Lektion, so dass Dissi und ich einen Spin zeigten, Aristo die Piaffe, Cover the Sun eine Pirouette und Pawaneeh überzeugte mit seinen Seitengängen. Der Applaus sprach auf jeden Fall für sich!
      Da ich wusste, wie beliebt es bei kleinen Kindern war, boten wir eine Art Ponyreiten an. Es waren immer größere Spaziergänge in das umliegende Gelände, circa eine Viertelstunde, bei welcher die Kinder geführt wurden. Dafür hatte ich Milka Luflee, Hyreygur, Varulv und Cheveyo ausgewählt, allesamt waren Hingucker aber totenbrav und das war das Wichtigste.
      Die Weihnachtsfeier war toll und alle hatten viel Spaß. Gegen 18 Uhr verließen allmählich alle das Gestüt und mit meinen engsten Leuten machte ich noch einen nächtlichen Ausritt bei Vollmond. Gut, nächtlich war übertrieben, aber 19 Uhr war es eben schon stockduster. Wir waren zu viert unterwegs und ritten unsere ruhigen Westernstuten: Kisshimbye, Like Honey and Milk, Ice Coffee und Apache’s Tomahawk. Schöner konnte man es nicht haben. Der Abend endete mit einer Weihnachtsfeier mit einem reichen Büffet und einer Dankesrede samt Geschenken für alle. Dann rückte auch der 24. Schon näher und ich würde allerhand zu tun haben.

      Wirklich viel Zeit hatte ich nicht, ich wollte alles schaffen, aber auch pünktlich 18 Uhr zu Hause sein, das hieß, dass spätestens halb fünf alles geschafft sein musste. Aus diesem Grund stand ich heute wesentlich eher auf, um nach der Fütterung direkt Khiara El Assuad, Golden Ebano und CH’S Sun is Shining in die Führmaschine zu packen.
      Während die drei beschäftigt waren, longierte ich meinen Junghengst Altyn, welcher sich momentan mehr als gut machte und mit dem ich wirklich zufrieden war. Dann widmete ich meine Aufmerksamkeit meinem Neuzugang Cola, welcher immer noch ein wenig in sich gekehrt war, was ich versuchte, mit Bodenarbeit aufzulockern. Wir machten Fortschritte, allerdings eben nur kleine. Da ich heute noch meinen Pferden etwas Gutes tun wollte, ritt ich noch Feuervogel und Morning Sun. Ich wusste, dass die beiden Reitponys sonst vor Langeweile vergingen.
      Da ich noch ein wenig Hilfe von meinem Personal am Morgen hatte, waren auch Lila Wolken, Possy Pleasure Mainstream und Sika bereits bewegt. Für Autumn Leave in the Sky und Dr. Insektor hatte sich auch noch jemand gefunden und so hatte ich doch schon fast meine Liste geschafft. Es war bereits früher Nachmittag, als ich noch zu einem Ausritt mit Flintstone und Schneeleopard aufbrach.
      Danach machte ich alles für den Abend bereit, denn die Pferde bekamen jeweils eine Extraportion Möhren, weil Weihnachten war. Dann ging ich zu meiner Kontrollrunde in den Fohlenstall. Amadahy, Frozen Bubble, Korah, Nabiri, Panta Rhei und Roswell vertraten stolz meine Lewitzerzucht. Es waren allesamt herrliche Nachkommen, auf welche ich mehr als stolz sein konnte.
      Auch über meine Welshponys konnte ich mich nicht beklagen. Acariya wurde von Tag zu Tag schöner, Sacre Fleur langsam immer selbstbewusster und zu Herbstmond brauchte ich nichts sagen, die wurde eh von alles und jedem geliebt und das zurecht! Shawnée und Siberia waren ja damals mehr Zufall gewesen, dennoch wollte ich die beiden Welsh Ds nicht mehr missen und auch heute bekamen sie wieder ihre Portion Knuddeln.
      Vor den Boxen von CH’s Destiny Horror und Hollybrook’s Fairy Bluebird blieb ich etwas länger stehen. Beide waren nun langsam bereit für den nächsten Schritt in ihr Dasein als Reitpferd, nur ich zögerte noch ein wenig, ich wollte ihnen so viel Zeit wie möglich geben. Das Gleiche galt für Tiny Girl, doch mein AMH unterschätzte ich zu gerne und wenn ich das tat, zeigte sie es mir auch deutlich.
      Der Tag neigte sich dem Ende und halb fünf standen alle Pferde in frisch gemachten Boxen, mit ihrer Ladung Heu für die Nacht. So konnte ich guten Gewissens duschen und mich umziehen, um dann pünktlich auf den Familienfest zu erscheinen.

      Von meiner Familie konnte kaum einer nachvollziehen, dass ich meine Feiertage mit den Pferden verbrachte, statt mit der Familie, obwohl ich zu jeder Feier trotzdem pünktlich kam, dennoch standen die Vierbeiner an erster Stelle. Diesen Morgen arbeitete ich ein wenig mit den Junghengst Abendprinz und Cruel Twist of Fate. Danach war HGT’s Unitato an der Reihe und dann noch Outlaw Torn. Die Jungpferde brauchten allerhand Beschäftigung, doch ich kam momentan kaum hinterher.
      Deshalb hatte Prazzy’s Goldbell allerhand Flausen im Kopf, genauso wie Paddington und gemeinsam machten sie nur Unsinn! War ich da immer froh über Caruso, der sich nichts anmerken ließ und ein Engel war. Am Ende meines Fohlenrundgangs betüddelte ich noch ein wenig Mon petit écrou, ehe ich mich an die richtige Arbeit machte.
      Vertigo, Caillou und Piccolos Blaze mussten geritten werden. Calimero II sollte noch longiert werden und dann wollte ich zumindest noch mit Joyce oder Sika eine Runde ins Gelände, für die Jungstuten war diese Erfahrung mehr als wichtig. Die restlichen würde ich auf die kommenden Feiertage schieben müssen, denn heute Nachmittag stand bereits die nächste Familienbevölkerung statt.
      Während dieser plante ich aber nur die kommenden Tage. Am morgigen Tag sah ich mich früh mit Amazed Marlin ausreiten, ehe ich gemeinsam mit Hákur neue Lektionen in Angriff nahm. Dann würde ich HGT’s End of Day longieren und an seinen Rückenmuskeln arbeiten, ehe ich etwas bodenarbeitstechnisches mit Fandango machen wollte.
      Am 27. Dezember ging es dann gemeinsam mit drei Freundinnen ins Gelände. Ich selbst ritt Quintesse, während ich den Rest auf Caribic Sue, Freeway und Walking in the Air verfrachtet hatte und dann stand tatsächlich schon fast 2016 vor der Tür! Ich würde Zarin und Golden Ebano ihre homöopathischen Tropfen am 31. Geben müssen, damit sie nicht vollkommen explodierten, wenn dann überall das Feuerwerk losging.
      Zum Glück bestand mein Stall größtenteils aus Pferden, denen das egal war .Call me a Twist und Bandit war das schnuppe, die würde auch neben einem Feuerwerk herlaufen. Morrigan war da nicht viel anders, nur He’s called Trüffel konnte ich da nicht so gut einschätzen, aber das würde sich noch zeigen, nun musste ich erst einmal diese Familienfeier hinter mich bringen!
    • Eddi
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      Frühjahrsputz
      02. April 2016
      Kurz nach Neujahr hatte unser Umzug stattgefunden, so dass wir nun seit fast vier Monaten in Holland lebten. Wie ich es bereits gewohnt war, zog sich alles unglaublich. Es hatte gut zwei Monate gedauert, bis alle Pferde umgezogen waren und ein festes Team hatte ich auch noch nicht, da war ich noch fleißig auf der Suche, aber trotzdem kehrte allmählich eine Routine ein. Und ich liebte unser Gestüt. Den Namen hatte ich so übernommen und so lebten wir nun auf Gestüt Sapala.
      Es lag zwischen Wäldern und Wiesen, ziemlich im Abseits und stellte eine herrliche Anlage da. Das wichtigste war zu Hauf vorhanden: Weiden. Zudem besaßen wir zwei Reitplätze und zwei Hallen plus weitere Trainingsmöglichkeiten wie eine Führanlage und zwei Longierzirkel. Und natürlich gigantische Stallungen, was für uns nun mehr als nötig war. Ganz nebenbei war ich ja in mein Wohnhaus verliebt, hier konnte man sich wohlfühlen!
      Den Pferden gefiel es auch, das spürte man deutlich und das Gelände war auch einfach mehr als idyllisch, denn außer unseren Heuwiesen gab es rundum kaum etwas anderes als Felder, Wiesen und Wälder. Ich war endlich in meinem Traumzuhause angekommen und wenn man sich etwas mehr Zeit nahm, war man mit einem halbstündigen Ritt auch direkt am Meer. Wir befanden uns im Friesland, genauer gesagt in Aurich und ziemlich nah an der Küste.
      Die frische Meeresluft tat allen gut und momentan arbeitete ich auch eine lange Liste an Bewerbungen ab, denn wir waren begehrter als gedacht. Nun war schon April 2016 und wie immer erfasste mich die Frühjahrsputz-Laune. Es gab schließlich immer etwas zu tun und es gab auch noch genug Kisten, die noch ungeöffnet irgendwo standen. Besonders in den Sattelkammern hatte ich bisher nur das Nötigste untergebracht, meine Pferde hatten zu viel Kram!
      Die waren momentan übrigens alle in ihrer Schonfrist. Der Umzug war auch für die kräftezehrend gewesen, aber glücklich waren wir alle. Außer ich in dem Moment, denn gerade klingelte mein Wecker – 5 Uhr in der Früh. Bisher sah es an Mitarbeitern noch mager aus, dementsprechend musste ich selber kräftig mit anpacken was Fütterung, Rausbringen und Misten betraf. Dazu kamen der Papierkram und die Vorstellungsgespräche und so bekam ich kaum noch die Gelegenheit zum Reiten.
      Angezogen, frisch gemacht und gefrühstückt tauchte ich im Stall auf und grüßte knapp die anderen Pfleger, die bereits angetanzt waren. Es war kurz nach sechs und draußen tatsächlich schon hell. Oh ich freute mich so auf den Sommer! Dann würden die Pferde auch 24 Stunden auf den Weiden stehen und wir hätten ein bisschen Arbeit weniger. Aber wirklich nur ein bisschen, denn im Sommer wollte ich alle wieder in Höchstform sehen – mich eingeschlossen.
      Füttern und Rausbringen fraß Zeit. Nachdem dann auch gemistet war, war es schon fast 10 Uhr und ich würde mich für das nächste Vorstellungsgespräch fertig machen müssen. Leider überzeugte mich der Herr um die 30 Jahre weder im Gespräch noch auf dem Pferd. Als Dressurtrainer hatte er sich beworben, weshalb ich ihm für den Proberitt Aristo ausgesucht hatte, einer unserer Dressurässer. Doch sein „Was, ein Barockpferd?“ hatte mich eigentlich direkt abgeschreckt und so hatte ich zwar ein freundliches „Ich melde mich noch einmal bei Ihnen“ herausgebracht, war aber erleichtert, als er weg war.
      Stattdessen ging der Stress direkt weiter, denn heute sollten einige neue Pferde kommen. Ich war dafür bekannt, regelmäßig aufzustocken und da meine liebe Freundin Julie aus privaten Gründen ihren Hof auflöste, kamen einige Pferde aus Schottland zu uns. Zum einen Van Deyk, ein toller Trakehnerhengst mit großem Potenzial, auf dessen Dasein ich mich schon jetzt freute. Des weiteren Ayumi, ein tolles Fohlen aus der Zucht von Siobhan, was mit einer tollen Abstammung daher kam. Dann noch Key, eine Vollblutstute, welche ich noch aus meiner Nasty Past Zeit kannte. Und als letztes was ganz witziges: Ridcully, ein American Miniature Horse. Er sollte das Gegenstück zu meiner Hollybrook’s Tiny Girl werden und dementsprechend war er sofort eingezogen.
      Heute tanzten die drei an, doch während ich noch gut eine Stunde Zeit hatte, schaute ich bei den ehemaligen Neuzugängen an. Die beiden Vollblutfohen Hidden Flyer und Exciting Force waren mir sehr schnell ans Herz gewachsen und entwickelten sich prächtig, ich hatte mich in beide wirklich verguckt. Da wir ja ein riesiges Gestüt hatten, kamen auch Anfang des Jahres zwei Reitponys zurück. Elisa hatte leider verkleinert und so kehrten Never look back und Raunchy’s Limited zurück. Hatte ich sie noch als zerzauste Jungpferde nach Townsend Acres gegeben, kamen sie nun als schicke Turnierponys zurück. Elisa verstand eindeutig etwas von ihrer Rasse und ihrem Geschäft.
      Dementsprechend hatte sie sich auch über Absinth’s erfolgreiche Körung gefreut und war sich sicher, dass Allelujah und Morning Sun genauso schnell ihre Punkte sammeln würden. Ich hatte da ja noch allerhand zu tun, denn sie waren nicht die einzigen Pferde, die in eine Körung geschickt werden sollten. Priorität hatte auch immer noch Feuervogel, den hätte mir Elisa sicherlich auch trotz Verkleinerung aus den Händen gerissen.
      Selbst bei unserem zerstruppelten Neuzugang Cola hatte sie bei ihrem Besuch (natürlich hatte sie ihre beiden Schätze eigens vorbei bringen müssen) neugierig begutachtet. Sie sah das Potenzial, was hinter dem vernachlässigten Pferd steckte. Wir beide kannten Cola schon sehr lange vom Sehen und Hören. Ich musste auch sagen, dass er sich wirklich ganz gut machte, genauso wie seine Leidensgenossin Autumn Leave in the Sky. Beide stammten aus schlechter Haltung und wurden bei uns nun wieder aufgebaut.
      Bei ihrem Besuch hatte Elisa natürlich meine Reitponys auf den Kopf gestellt. Paddington hatte sie unbedingt einen Besuch abstatten müssen und gestaunt, wie schnell der kleine Kerl wuchs. Mit Hugo Boss und Carachillo hatten wir einen entspannten Ausritt gemacht und ausgiebig geplappert, so wie es sich für zwei Frauen gehörte, ehe sie auch noch ihren Senf zu Naimibia und Sika gegeben hatte.
      Naimibia war schon gekört und bereits von ein paar Fohlen stolze Mutter, bei Sika sah ich das ja noch nicht so, doch Elisa ermunterte mich und sah die Rappscheckstute auch schon gekört. Während ich so schön in Gedanken schwelgte, kam der Transporter an und die neuen Pferde mussten versorgt und ausgeladen werden.
      Während Van Deyk erst einmal seine Box mit Paddock bezog, wollte ich Ridcully und das Stutfohlen direkt vergesellschaften. Auf einer kleineren Weide traf Ridcully auf Heartbreaker. Mein Welshhengst war der Chef unserer Zwergengruppe und wenn er Ridcully akzeptierte, würde das auch der Rest tun. Der Rest, das waren Window und Hoppla auch beide problemlos und so stand Ridcully eine halbe Stunde später bei unseren Zwergenhengsten und genoss das herrliche Wetter.
      Ayumi sollte heute nur auf CH’s Destiny Horror und Mon petit écrou treffen. Beides eher ruhigere und ältere Jungpferde und dementsprechend perfekt geeignet und siehe da, es klappte wirklich gut und auch das Fohlen war untergebracht. Um auch Van Deyk noch etwas Abwechslung zu bieten, ging ich mit dem Schecken eine kleine Runde über das Gestüt und kennte ihn etwas lernen.
      So wirklich zum Frühjahrsputz kam ich heute ja nicht, denn es standen noch zwei Schnupperstunden an. Ich hatte entschieden, im kleinen Rahmen gutes Reiten anzubieten und nutzte die Chance einer Ponyschule, um meine Zwerge unter einen Deckel zu bekommen. Da die Ponyhengste heute aber schon genug Aktion hatten, waren die Mädels an der Reihe.
      Tatsächlich hatte sich sogar jemand für Little Chocolate Chip gefunden. Ein kleines dreijähriges Mädchen schwärmte von Ponys und ihre Mutti schien selbst pferdevernarrt zu sein und so kamen sie heute mal zu Besuch. Auch Mondscheinsonate, Occani und Werina waren heute an der Reihe. Alle Kinder waren unter 10 Jahre und bekamen beim Putzen und Satteln die Unterstützung von mir und ihren Eltern (zumeist die Mütter).
      Als alle fertig waren, gingen wir auf den Reitplatz, wo wir erst ein kleines bisschen Theorie paukten und es dann endlich in den Sattel ging und wir die ersten kleinen Runden drehten und auch allerhand Übungen machten. Die Ponyschule war eine schöne Idee, aber ich brauchte auf jeden Fall Helfer. Zum Glück waren es heute nur Schnupperstunden, aber Kinder und Eltern waren mehr als begeistert und so war auch ich glücklich.
      Zweiteres war eine Reitstunde für Fortgeschrittene und unter 18-Jährige. Altersbeschränkungen waren mir an sich egal, aber für das Klima in der Stunde war so etwas doch immer sehr angenehm und die Erwachsenen waren auch immer lieber unter sich. Als Schulpferde hatten sich bereits damals unsere Lewitzer bewährt und auch heute wählte ich fünf von ihnen. Cheveyo, Donatella, They call her Fiorina, Piccolo’s Blaze und Elliot. Die Mädels waren begeistert von ihren Schecken und auch davon, dass man bei uns die Pferde selbst holte und fertig machte.
      Natürlich kontrollierte ich alles und gab Tipps, aber sie machten das wirklich gut. Auch im Viereck konnten sich die fünf Reiterinnen sehen lassen. Natürlich hatten sie ihre Fehler und Probleme, aber genau deshalb kamen sie ja zu uns. Anscheinend kamen diese Schnupperstunden mehr als gut an und während die Mädels quatschend abritten, baute ich meine Geschäftsidee aus, indem ich auch Reitstunden für reine Jungsgruppen und Senioren anbieten wollte. Alles Gruppen, die man so anlocken konnte.
      Mein Prinzip war lediglich, dass für das Pferd pro Reitstunde mind. zwei Korrekturstunden kamen, so dass einerseits sehr gute Schulpferde vorhanden waren, aber eben auch diese nicht überstrapaziert worden. Also würde sich das Pensum auch mehr als Gering halten. Nachdem alle Pferde versorgt waren, ging ich Lewitzerliste kurz durch:
      Vertigo wollte ich im Turniersport, so fiel er als Reitpferd für Schüler weg und bei Talya war ich mir auch nicht sicher, ob es das Richtige war. Genauso wie bei Elliot. Er hatte seine Sache heute gut gemacht, aber ich glaube, Caillou konnte ich mir da besser vorstellen. Und Amazed Marlin ließ ich bisher auch lieber außen vor, sie sollte sich auf ihre Krönung konzentrieren.
      Zum Glück hatten die Fohlen nicht solche Probleme. Sowohl Amadahy, Frozen Bubble, Nabiri und Rosewell als auch die beiden Hengstfohlen Panta Rhei und Calimero II tobten mit dem Rest zufrieden über die Weiden. Aber irgendwann würde auch für sie der Ernst des Pferdelebens kommen. Obwohl, sie hatte noch Zeit.
      Den Nachmittag verbrauchte ich im Büro und plante für die Fohlen. Das machte ich gerne und es war auch nötig, denn so erinnerte ich mich wieder daran, dass ich einige „Fohlen“ hatte, die schon längst nicht mehr so klein waren wie ich dachte, sondern schon mehr als bereit. Hollybrook’s Fairy Bluebird war eine tolle Ponystute geworden, nun bald sechs Jahre, hatte bisher aber noch keinen Reiter gesehen.
      Das Gleiche galt für Prazzy’s Goldbell, dabei wollte ich meinen geliebten Pajero-Sohn gerne langsam unter dem Sattel sehen, er würde seinem Vater alle Ehre machen! Apropos, einen Ausritt mit Pajero würde ich mir heute Abend noch gönnen müssen, zum Glück blieb es immer länger hell. Ach, ich war doch ganz froh, den Winter hinter mir zu haben, auch wenn der Sommer sicherlich wieder heiß werden würde.
      Bei Outlaw Torn war ich mir bezüglich der Ausbildung sehr unschlüssig. Er war bald vier und schon sehr weit, eben weil das bei Paint Horses so gehandhabt wurde, aber genau deshalb wollte ich ihm Zeit lassen und es war ja nicht so, als wäre das Reiten für ihn essentiell wichtig. Das sahen HGT’s Unitato und Cruel Twist of Fate nicht anders und so ließ ich meinen Westernpferden gerne mehr Zeit.
      Und dann gab es da noch meine Welshnachkommen. Alle behalten, nachdem die ältere Generation verkauft worden war. Herbstmond und Acariya waren bisher immer noch meine Favoriten, aber auch Sacre Fleur liebte ich, ebenso wie Shawnée und Sibiria, auch wenn ich nicht recht wusste, was ich mit zwei Welsh D Stuten anfangen sollte, aber irgendwas würde sich schon finden.
      Dann gab es da nur noch Abendprinz und Caruso. Zwei Fohlen sondergleichen, die ich beide sehr liebte. Geplant war in weiter Zukunft ein Fohlen aus Fairy von Zarin, welches als Gegenstück für Caruso dienen sollte, aber im Gegensatz zu Zarin war Fairy noch nicht gekört.
      Und dann hatte ich mich in die Araber verguckt, neben Abendprinz gab es bisher zwei Stuten: Scheherazade und CH’s Sun is Shining. Zwei wunderbare Tiere und eine sogar schön gekrönt. Aus der Zucht meiner besten Freundin Sammy würde mich auch noch ein wahrer Wüstenstürmer erwarten, aber bisher war er noch nicht so weit, ich freute mich aber schon auf ihn.
      Den heutigen Abend verbrachte ich zu meiner Freude dann doch noch auf den Pferd und erkundete mit Pajero die neuen Wege rund um das Gestüt und freute mich natürlich riesig, denn es war so toll! Irgendwann mussten wir einen großen Ritt ans Meer machen, aus unserer Frankreich-Zeit wusste ich, wie sehr Pajero das liebte.

      Am nächsten Morgen ging es wieder früh raus und wieder war viel los, wie eigentlich jeden Tag auf dem Gestüt. Zur Abwechslung beschäftigte ich am Morgen aber erst einmal Thorondor mit viel Bodenarbeit, damit mein Berber nicht verrückt wurde, denn nur Weide war für ihn einfach gar nichts und so war er einer der wenigen, die mich mindestens fünfmal die Woche zu Gesicht bekamen.
      Ach und die Führanlage hatte ich sehr schnell ins Herz geschlossen. Spätestens als sie Pawaneeh und Golden Ebano die nötige Bewegung verschaffte. Bei Classic Gold und Khiara El Assuad war die aber noch wichtiger. Die Vollblüter wären mir sonst explodiert. Wer witzigerweise auch richtig Gefallen daran fand, war Freeway, unsere Tinkerstute. Eigentlich ein Pferd, was ich nie in die Führanlage gepackt hätte, aber sie liebte es.
      Heute war mal wieder Bewegungstag, gestern hatte ich ja Pause gehabt. Am Morgen longierte ich Deep Silent Complete und Herbsttraum, ehe ich mit Come Whatever May auf den Springplatz ging. Flott weiter ging es mit einem Ausritt: Apaches Tomahawk als Reitpferd und Caribic Sue als Handpferd. Was die Bewegung betraf, kamen mir die Schnupperstunden recht. Heute war wieder eine und so waren Kürbis, Lila Wolken, Milka Luflee, Walking in the Air und Quintesse beschäftigt und ich auch.
      Danach hätte ich zu gerne eine Pause gehabt, raffte mich aber noch auf Like Honey and Milk zu longieren. Ihre Vorbesitzerin war immer sehr hinterher, dass es der Stute gut ging und so kam sie auch jetzt definitiv nicht zu kurz. Eine Pause stand an und die genoss ich auch wirklich, denn heute Abend hatte ich etwas Besonderes für meine treuen Pfleger geplant. Bisher dachten sie, sie würden zu einer Besprechung antanzen müssen, dementsprechend ahnten sie nichts.
      Doch als es dann so weit war, eröffnete ich ihnen einen Ausritt an den Strand und alle waren begeistert. Wir waren zu elft, also eine ziemlich große Mannschaft, die gute und ruhige Pferde benötigte. Guten Gewissens hatte ich mir direkt Schneeleopard rausgepickt und dann die beiden Westernstuten Ice Coffee und Kisshimbye. Flintstone und Joyce kamen auch zum Einsatz. Die Hälfte war abgedeckt. Für mich hatte ich Fandango rausgesucht, mein kleiner Sonderling im Stall und so fehlten nur noch fünf Pferde und wir waren vollständig. Call me a Twist und Dissident Aggressor waren sowas von mit dabei und dann nahm ich noch Bandit und Albertino mit. Als letztes hatte Varulv die Ehre und so ging es gefühlt auf einen Riesen-Ausritt, den alle Beteiligten sehr genossen, denn am Strand erwartete uns auch noch ein Lagerfeuer.

      Obwohl ich weder trank noch irgendwas desgleichen tat, fühlte ich mich am nächsten Morgen verkatert. Ein langer Ritt plus ein langer Abend waren nichts für jemanden, dessen Wecker fünf Uhr morgens klingelte und so kam ich auch fast zu spät zum Proberitt meiner eventuellen neuen Reitlehrerin. Diese hatte ich auf Altyn gesetzt, was etwas fies war, aber mir dann auch direkt zeigte, dass sie die richtige war, denn mein junger Hengst lief unter ihr wirklich traumhaft, nachdem sie zusammengefunden hatten.
      Halb dösend bespaßte ich nach diesem Erfolg Cover the Sun im Longierzirkel mit etwas Stangenarbeit. Die nutzte ich kurz darauf auch noch einmal mit Possy Pleasure Mainstream, um Rücken- und Bauchmuskeln zu aktivieren. Eigentlich war meine Liste heute mehr als lang, aber aus privaten Gründen bekamen Hákur und HGT’s End of Day frei, so dass ich nur mit Dr. Insektor ins Dressurtraining musste und danach eine Pause im Gelände mit Cual Maniaca einlegte.
      „Ich bewundere dich für dein Durchhaltevermögen!“, hörte ich dann am Telefon, als ich mit meiner Mutti bezüglich meines Geburtstags Ende April sprach, denn ich lud sie nach Holland ein. Und bisher waren sie nicht abgeneigt. Währenddessen ließ ich He’s called Trüffel und Hýreygur freispringen, aber trotz maximaler 50cm war zweiterer einfach nicht begabt.
      Mein Abend endete wieder mal auf dem Pferderücken, nämlich auf Morrigans, welcher mich entspannt gen Gestüt trug, nachdem wir einmal über die schöne Waldwiese gejagt waren und nun genüsslich entspannt in unseren Feierabend spazierten.
    • Eddi
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      Sommer der Veränderungen
      04. Juni 2016
      Wie jede meiner Entscheidungen war auch diese gut und ausgiebig durchdacht, ehe sie in die Tat umgesetzt wurde und ich hatte natürlich auch hier und da ein wenig mit mir gehapert. Aber nun, da alles in trockenen Tüchern war, fühlte es sich einfach nur gut an. Wir hatten inzwischen Juni und unser Umzug war nun schon wieder ein halbes Jahr her, so fühlte es sich noch gar nicht an.
      Aber eins konnte ich sagen: Ich war endlich angekommen. Das Gestüt in Holland war das, was ich mir immer gewünscht hatte. Wir hatten alles was wir brauchten und ich entschied, es so für mich zu optimieren, wie es am besten war. Und deshalb hatte ich an unserer Pferdeanzahl ein wenig herumgeschraubt. Von fast achtzig Pferden war ich auf zwanzig runtergegangen.
      Der Grund hierfür war einfach, dass ich keine Lust mehr auf so einen großen Betrieb hatte. Ich wollte auch nicht wieder ein zehn- bis zwanzigköpfiges Team einstellen, sondern endlich mal selbst einen Überblick über alles haben. Somit hatte ich viele Pferde in ihren wohlverdienten Ruhestand geschickt und einige wenige zogen auch um – meist zu guten Freunden oder zu ihren vorherigen Züchtern (was genau genommen bei mir das Gleiche war).
      Heute war einer dieser Tage, an denen ich wirklich keine Entscheidung bereute, sondern an der ich mich so leicht und glücklich fühlte wie schon lange nicht mehr, als pünktlich sieben Uhr mein Wecker klingelte. Seit Ende Mai war es nun morgens sehr entspannt, denn wir hatten die Pferde erst über den Monat Mai hinweg angeweidet und nun standen sie 24 Stunden, sieben Tage die Woche, draußen auf den großen Sommerwiesen. Beste Entscheidung überhaupt für Pferd und Mensch.
      Keine frühe Fütterung, kein Rausbringen und kein Boxenmisten. Natürlich mussten auch die Weiden regelmäßig auf Tränken und Zäune kontrolliert werden, aber trotzdem war es einfach entspannter. Dies würde hoffentlich bis August oder September so bleiben können, danach würde es nur noch ganztags auf die Weide gehen und nachts dann in die Box.
      Entspannt trat ich den Weg ins Bad an, wo ich mich in aller Ruhe fertigmachte, ehe ich in der Küche die üblichen Handgriffe vollführte. Kaffeemaschine an für den Cappuccino und Milch in die Mikrowelle für das Müsli. Während ich so am Tisch saß und frühstückte, spielte ich mit dem Gedanken, dass ein kleinerer Hund gut in das große Haus passen würde, aber diese Anschaffung ließ ich mir lieber noch einmal durch den Kopf gehen.
      Pünktlich um acht war ich dafür dann draußen im Stall und machte mich auf den Weg zum schwarzen Brett. Acht Uhr ging es bei uns generell los und dann traf auch mein Team ein. Ja, trotz drastischer Verkleinerung hatte ich mich für Mitarbeiter entschieden. Anfangs nur für zwei, aber durch Zufall waren wir nun zu viert. Neben zwei bereits fertigen Bereitern, gab ich momentan einer jungen Auszubildenden die Chance, sich bei uns zu beweisen und bisher machte sie sich gut.
      Und dann trudelten die drei auch nacheinander ein. Tassilo und Alexandria waren meine beiden professionellen Bereiter. Das Schöne war, dass beide sich auch nicht scheuten im Stall anzupacken, weshalb ich nicht extra Pfleger eingestellt hatte, sondern wir so nicht nur die Pferde unter uns aufteilten, sondern eben auch die Stallarbeit und die letzten Monate hatte das mehr als gut geklappt.
      Tamara war unsere Auszubildende und schien sich bei uns pudelwohl zu fühlen. Sie passte aber auch einfach in unsere Gruppe, als wäre sie das fehlende Puzzleteil gewesen. Insgeheim plante ich sie ja schon für nach ihrer Ausbildung bei uns ein, immerhin würden die Fohlen und Jungpferde irgendwann auch ins feste Training eingebunden werden und dann brauchten wir definitiv noch einen vierten Reiter, wenn man sich den direkt selbst ausbildete, hatte man doch eine Win-Win-Situation.
      Zu Beginn ihrer Arbeit auf meinem Gestüt hatte jeder fest Pferde zugeteilt bekommen. Diese Zuteilungen waren nicht endgültig, aber mir war es lieber, wenn eine Person regelmäßig mit den gleichen Pferden arbeitete, als dass es ständig wechselte. Natürlich setzte sich auch mal jemand anderes auf das Pferd, aber Ziel war es eben, dass jeder so seine Ziele auch schaffen konnte.
      Wie jeden Morgen trafen wir uns nur kurz am schwarzen Brett bezüglich der Absprache, was denn an dem Tag alles so anstand. Heute war ausnahmsweise gar nicht so viel los, außer dass hoffentlich die neue Futterlieferung kommen sollte, aber das packte ich auch alleine. Bei der Verspätung konnten mir die werten Herren das Futter ruhig auch direkt in die Futterkammer tragen.
      „Gut, dann steht ja alles. Aber wie wärs heute Abend mal mit einem Ritt ans Watt? Da war ich schon lange nicht mehr und heute soll es zwar schön, aber nicht so schrecklich warm werden“, schlug ich vor und bekam von allen anderen eine begeisterte Zusage. Wir waren zwar alle sehr zielstrebig und wollten die Pferde in Topform halten, aber gegen so einen entspannten Ausritt hatte definitiv niemand was.
      Heute blieb alles beim Alten, also hatte ich mal wieder meine drei Lieblinge zum Reiten. Den Anfang machte ich heute mit Pajero. Mein schöner Falbschecke trieb sich irgendwo in den hintersten Ecken der Sommerweide herum und schien das grüne Gras sichtlich zu genießen. Auf mein Rufen reagierte er dennoch und auch wenn es des Weges wegen länger dauerte, kam er mir irgendwann entgegengelaufen.
      Zur Begrüßung streckte ich ihm meine Hand hin, ehe ich ihn kurz kraulte und dann aufhalfterte. Für Tami nahm ich direkt Cover the Sun mit, da sich der junge Trakehnerhengst sowieso gerade bei uns herumtrieb. Da ich sein Halfter nicht dabeihatte, musste er mit einem Strick um den Hals vorliebnehmen, aber das klappte auch ganz gut.
      Am Weidetor nahm ihn mir Tami dann dankend ab. Sunny war ihr liebstes Pferd bei uns. Sie hatte sich vom ersten Tag an in den Trakehner verguckt und ich konnte es ihr wirklich nicht übelnehmen, er war ein tolles Pferd, sowohl reiterlich als auch charakterlich. Mit Pajero an meiner Seite musste ich da aber definitiv nicht eifersüchtig sein.
      Gemeinsam ging es für uns zum Putzplatz. Wir entschieden uns für draußen, da mit Sonne und Wind wirklich angenehm war. Die Pferde dösten entspannt nebeneinander, während wir uns ans Putzen machen. Im Verlauf von Putzen und Satteln kam auch Alexa mit Feuervogel um die Ecke. Natürlich war ich neugierig und fragte, was sie heute vorhatte.
      „Longieren. Wir wollen die Rückenmuskeln und seine Selbsthaltung mal noch ein wenig fördern“, erklärte sie lächelnd, während sie den dichten Schweif des Hengstes verlas. Ich zeigte ihr einen Daumen nach oben und lud dann Tami dazu ein, bei meiner Stangenarbeit mitzumachen. Pajero liebte Stangenarbeit und die Muskeln förderte es auch ungemein, den beiden Hengsten würde das definitiv nicht schaden.
      Als wir den Putzplatz verließen, wünschte ich Alexa noch viel Spaß und machte mich dann auf den Weg zu unserem großen Reitplatz. Pajero gab ich Tami als Handpferd, so dass sie beide Pferde im Schritt in einer Runde um den Platz aufwärmte, während ich einige Stangenkombinationen aus Trabstangen und Cavalettis aufbaute.
      Des Spaßes halber packte ich auch noch ein Kreuz mit hinein und nahm Tami dann dankend wieder mein Pferd ab. Wir ritten beide Hengste erst einmal ausgiebig im Schritt und Trab warm, ehe es an den Galopp ging und danach auch die Stangen mit eingebracht wurden. Ich liebte Stangenarbeit, besonders mit Pajero, denn dann war mein junger Hengst sehr aufmerksam und fleißig bei der Sache mit dabei.
      Bei Tami und Sunny sah es nicht anders aus und ich nahm mir ab und an gerne die Zeit, die beiden ausgiebig zu beobachten, immerhin war sie ja bei uns in Ausbildung. Ich musste aber sagen, dass ich sehr zufrieden mit ihr war. Ihr Mentor war Tassilo, auch wenn Alexa sie gleichermaßen unterstützte. Unterricht erhielt sie regelmäßig von beiden, da sie doch unterschiedliche Schwerpunkte hatten.
      Tami bedankte sich häufig für die Chance, die ich ihr gab. Doch ich winkte nur ab, immerhin hatte meine Menschenkenntnis mich mal wieder nicht im Stich gelassen und Tami war sowohl als Reiterin als auch als Teammitglied ein Segen. Ich musste grinsend, als sie mich gefragt hatte, was denn Tassilo überhaupt bei so einer Mädchengruppe machte.
      Das Argument, dass ein Kerl definitiv sehr viel Ruhe reinbrachte, hatte sie aber schnell akzeptiert und genau das war auch der Grund gewesen, weshalb ich gerne zumindest einen Mann im Team hatte haben wollen und siehe da, wir waren bisher eine sehr harmonische Gruppe.
      Nach gut einer Stunde ritten wir die beiden Hengste ab. Im Stall wurden sie dann abgesattelt und abgeduscht, ehe beide am Putzplatz ihr Kraftfutter erhielten. Wenn die Pferde 24 Stunden auf der Weide standen, gab es keine einheitliche Fütterung im Stall und so bekam jedes Pferd seine Portion nach getaner Arbeit. Wer frei hatte, wurde genau aus diesem Grund trotzdem einmal am Tag zum Stall geholt, so bekam auch jedes Pferd täglich Aufmerksamkeit.
      Danach ging es aber auch direkt wieder auf die Weide. Während Tami dann später ihren Unterricht beim Mentor haben würde, wollte ich mich mit einigen Jungspunden beschäftigen. Aber vorher schaute ich noch bei Tassilo vorbei, welcher gerade mit Dr. Insektor in der Halle arbeitete. Ich liebte den lackschwarzen Hengst und bewunderte seine Gänge.
      Er war ein altes Geschenk einer guten damaligen Freundin und man sah ihm sofort an, dass diese ein Genie gewesen war, was die Zucht betraf. Doc, wie wir ihn kurz nannten, verfügte nicht nur über ein wunderbar harmonisches Exterieur, sondern auch über einen netten Charakter und über wirklich tolle Gangarten und die brachte Tassilo auch sehr gut zur Geltung.
      Lächelnd verschwand ich wieder von meinem Beobachtungsposten und holte mir stattdessen Amadahy von der Weide der Stutfohlen. Mein kleines süßes Lewitzerfohlen wuchs so schrecklich schnell. Inzwischen war sie schon eine Zweijährige und das sah man ihr auch an. Für heute hatte ich aber nicht viel mit ihr geplant, sondern nur ein bisschen Betüddeln und Spazierengehen.
      Da Amadahy es aber sowieso liebte, die Gegend zu erkunden, war das genau das Richtige für sie und wir waren auch wirklich lange unterwegs, denn auch ich erkundete nur zu gerne die Natur rund um das Gestüt. Als wir wiederkamen, konnten wir auch kurz Tami bei ihrer Reitstunde zuschauen. Sie saß auf unserem Welshhengst He’s called Trüffel, welcher die doch recht schmale und kleine Reiterin hervorragend abdeckte. Generell waren wir alle relativ klein, immer nur um die 1.60-1.65m, während da Tassilo mit seinen 1.80m für uns ein Riese war und dementsprechend auch eher die großen Pferde bevorzugte.
      Mit seinem ruhigen Gemüt war er zumindest ein toller Lehrmeister und selbst ich ließ mich regelmäßig von ihm korrigieren, weil sein Unterricht wirklich Spaß machte. Das sah man auch Tami und Trüffel an, die motiviert ausführten, was Tassilo vorgab. Momentan arbeiteten sie, so viel ich wusste, an dem einfachen Galoppwechsel.
      Ich brachte Amadahy zurück auf die Weide und verschwand dann ins Haus, denn zu meinem Leidwesen war ich heute mit Kochen an der Reihe. Mittagessen gab es immer bei mir und für alle. Wir wechselten uns aber täglich mit dem Kochen ab, denn wir waren alle nicht begeisterte Köche. Ich war heute besonders kreativ und machte Kartoffelgratin.
      Pünktlich um zwölf trudelten dann auch alle am Essenstisch ein und es konnte losgehen. Wir nutzten das gemeinsame Essen auch immer zum Austausch und so erzählte Alexa von ihrem erfolgreichen Springtraining mit unserer schweren Warmblutstute Walking in the Air. „Also was Wita manchmal leistet, ist unfassbar! Sie kann ja echt schwerfällig und faul sein, aber wenn man einmal ihre Motivation angekurbelt hat, geht sie ab wie Schmitz‘ Katze“, erzählte sie lachend und auch ich war begeistert von der Entwicklung der Stute, seitdem sie die Aufmerksamkeit erhielt, die sie brauchte.
      Da es über Mittag immer recht warm wurde, hatten die Reitpferde um die Zeit definitiv Pause. Stattdessen widmeten wir uns da den Jungpferden und heute wollten wir ein wenig Schrecktraining in der Halle machen und sie danach ein wenig abspritzen. Alles Dinge die selbstverständlich waren, aber unsere Kleinen erstmal lernen mussten.
      Und so ging es dann gemeinsam zur Weide der Jungpferde, jeder mit einem Halfter bewaffnet. Das Einfangen war kein Problem, denn kaum hatten wir die Weide betreten, wurden wir von den jungen Pferden umringt, welche uns neugierig musterten. Sie liebten es, mit den Menschen zu arbeiten, aber sie standen ja dafür auch den Rest des Tages draußen.
      Da sie mir sowieso schon am T-Shirt-Zipfel hing, nahm ich direkt Korah. Tami schnappte sich Calimero II, sie liebte den bunten Schecken. Und Tassilo und Alexa nahmen sich Herbstmond und Paddington und schon waren wir eine Vierergruppe. Gemeinsam ging es in den Stall, wo wir die vier ordentlich putzten. Bei Herbstmond haperte es manchmal noch am Stillstehen, aber dadurch, dass sie unter den älteren stand, guckte sie sich vieles ab.
      Lächelnd beobachtete ich Tami. Bevor sie zu uns gestoßen war, hatte sie ihre Ausbildung bereits auf einem anderen Gestüt begonnen. Jedoch war dort einiges schiefgelaufen, woran sie auch definitiv keine Schuld traf, aber dennoch hatte sie vieles abbekommen. Letztendlich hatte sie gekündigt und noch einmal von vorne anfangen wollen und hier war sie nun – bei uns.
      Besonders die Arbeit mit den Fohlen machte ihr Spaß und ich plante sie auch schon bei der Ausbildung der Pferde mit ein. Heute stand für die vier Jungpferde nur ein Spaziergang an. An sich klang es nicht besonders, aber es förderte ihr Vertrauen in den Menschen, ihre Gelassenheit und die Tatsache, dass sie sich ordentlichen führen ließen. Danach ging es für sie auch wieder auf die Weide und jeder ging seinen Wegen nach. Wir verabredeten uns für heute Abend 17 Uhr zum Ausritt.
      Tassilo kümmerte sich außerdem heute um die Kontrolle der Weiden, so dass ich etwas mehr Zeit hatte und mir Outlaw Torn von der Weide holte. Outlaw wurde dieses Jahr vier Jahre alt und war der Liebling von allen. Momentan longierten wir ihn regelmäßig, damit er Muskeln aufbaute und regelmäßig machte er nun Bekanntschaft mit Sattel und Trense.
      Bisher waren wir uns alle einig, ihn englisch einzureiten. Die meisten unserer Westernpferde wurden auf beide Varianten geritten, denn wir alle waren mehr Englischreiter. Und so würde es für Outlaw auch direkt so losgehen. Immerhin hatte er auch großes Talent in der Distanzreiterei.
      Heute machte ich wieder ein bisschen longieren mit dem leichten Trainingssattel, damit er sich in aller Ruhe daran gewöhnen konnte. Bisher juckte ihn das aber sowieso recht wenig, ich war also guten Wissens, dass das Einreiten kein Problem mit ihm sein würde.
      Normalerweise machte ich gegen Nachmittag die Kontrollgänge, aber da die mir heute abgenommen wurden, holte ich mir Raunchy’s Limited von der Weide. Inzwischen war ich ja mehr als froh, dass meine kleine Schönheit wieder bei uns war. Sie wurde ihrem Vater immer ähnlicher und das freute mich natürlich riesig.
      Da Raunchy ein absolutes Allroundpony war, wollten wir heute mal auf den Springplatz gehen. Murrend musterte ich ihre Springausrüstung, wir brauchten dringend einen neuen Sattel, vor allem seitdem das Micklem nun da war und ihr wirklich hervorragend stand.
      Nichtsdestotrotz passte der Sattel und erfüllte seinen Zweck, er war nur nicht mehr so schön wie damals. Ich putzte und sattelte Raunchy und wärmte sie dann mit einer Runde um den Hof auf, ehe wir in allen drei Gangarten auf den Platz Bahnfiguren ritten und dann Trabstangen und Cavalettis dazu nahmen. Am Ende gingen wir zweimal den E-Parcours durch und ich war wirklich zufrieden mit der Leistung meiner Stute.
      Für sie gab es nun eine kühle Dusche und ihr Kraftfutter, ehe es dann zurück auf die Weide ging, wo sie ausgelassen zurück zu den anderen beiden Stuten trabte. Dann machte ich mich auf die Suche nach einem Helferlein und traf Alexa. „Ich bin grad fertig mit dem Dressurtraining mit Call me a Twist, ich habe also Zeit“, erklärte sie lachend.
      Denn ich brauchte sie auch, ich wollte heute zum ersten Mal einen Menschen auf Unitatos Rücken setzen. Er war schon wesentlich weiter als Outlaw, kannte bereits Sattel und Trense und machte einen sehr guten Eindruck. Ich machte ihn gemeinsam mit Alexa fertig und dann ging es in die Halle. Dort spielte ich Reiterlein und Alexa hatte unseren silbernen Hengst an der Longe.
      Er sollte mich erst einmal nur aufsteigen lassen und gut wars für heute. Wir man es von den Westernpferden gewohnt war, lief alles mit viel Ruhe ab und wir waren schnell fertig. Lächelnd lobte ich ihn ausgiebig und auch Alexa war sehr zufrieden.
      Kurz bevor es dann zu unserem Ausritt gehen sollte, holte ich mir noch einmal Acariya von der Weide und betüddelte mein hübsches Welshpony. Insgeheim war sie für mich schon das Gegenstück für Trüffel, wobei Herbstmond ihr da auch große Konkurrenz machte. Für Acariya stand heute ein wenig Führtraining auf dem Plan, damit sie langsam sicherer wurde, bisher war es mit ihr immer noch ein ziemliches hin und her.
      Wie es so war, kam dann letztendlich die Chefin zu spät. Total abgehetzt, aber immerhin war Thorondor gesattelt und ich war auch fertig. Alexa, Tami und Tassilo saßen schon hoch zu Ross und warteten grinsend auf dem Hof auf mich. „Ja ja“, murmelte ich nur lachend, führte Thorondor zur Aufstieghilfe und schwang mich in den Sattel und schon konnte es losgehen.
      Wir brauchten circa eine halbe Stunde zum Strand, wenn wir einige Trab- und Galoppstrecken einbauten. Es war eine ruhige Gruppe und das, obwohl es drei Hengste und eine Stute waren. Tami hatte ich nämlich auf Like Honey and Milk gesetzt, während die anderen beiden Aristo und Dissident Aggressor ritten.
      Wir genossen den schönen Abend und machten uns mit dem Sonnenuntergang im Rücken auf den Heimweg. Weit waren wir vom Gestüt nicht mehr entfernt, als es anfing zu donnern und zu blitzen. „Äh, also wenn wir trocken bleiben wollen, sollten wir einen Zahn zulegen“, meinte Alexa und ließ Dissi antraben. Wir taten es ihr gleich.
      Leider half alles nichts und wir wurde trotz dessen noch pitschnass, kurz bevor wir am Stall ankamen. Dort versorgten wir fix die Pferde, ehe wir gemeinsam ins große Haus eilten. Dort bot ich jedem erstmal eine Dusche an, immerhin hatte ich sowieso drei Badezimmer und während die drei duschten, kümmerte ich mich um Tee und das Abendbrot, ehe auch ich nochmal unter die Dusche sprang.
      Draußen rumorte hingegen ein schönes Sommergewitter vor sich hin. „Also wenn ihr wollt, könnt ihr auch über Nacht hierbleiben. Ich habe zwar nur zwei Gästezimmer, aber dafür noch eine Luftmatratze“, meinte ich lachend und die anderen dankten mir nur erleichtert. Bei dem Wetter wollte keiner mehr nach Hause fahren.
    • Eddi
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      Unser Alltag bei Hitze
      20. Juli 2016
      Vier Uhr morgens klingelte mein Wecker und warf mich unsanft aus meinen Träumen. In Anbetracht der momentanen Lage fiel es aber sogar mir Morgenmuffel gar nicht so schwer, mal früher aus dem Bett zu kommen. Grund war das Wetter: Schon ab 10 Uhr konnten wir momentan um die 30 Grad verzeichnen und das kollidierte doch immer etwas mit dem Training der Pferde.
      Also standen wir früher auf und trainierten die Pferde zwischen 6 bis 9 Uhr und hatten danach unsere Ruhe. Meistens schaffte man in der Zeit sogar alle und die, die an dem Tag eh weniger zu tun hatten, konnte man dann auch auf die Abendstunden schieben. Die übernahm dann zumeist mich, damit ich mein Team in den frühen Feierabend schicken konnte, wenn sie schon 6 Uhr bei mir im Stall standen.
      Da kam uns nun auch die 24 Stunden Weide im Sommer zu Gute, denn wir hatten nicht nur ausgeglichene und zufriedene Pferde, sondern auch einfach weniger Arbeit. Keine ständigen Fütterungen oder Misten. Stattdessen bekamen die Pferde ihr Futter nach der Arbeit und die Weiden wurden regelmäßig gewechselt und brachgelegt, sodass wir uns das Abmisten sparen konnten.
      Für mich ging der erste Weg ins Bad, denn etwas Wasser im Gesicht und Zähneputzen machten mich meistens schon ganz gut wach. Ich trank keinen Kaffee, dementsprechend konnte ich meine Energie sowieso nicht von dort hernehmen und ein warmes Getränk im Sommer wäre sowieso mein Tod gewesen.
      Stattdessen warf ich mich gleich in eine Reithose und ein Top und flocht meine Haare nach hinten – schon war ich bereit für alles. Unten in der Küche gab es wie immer ein recht mageres Frühstück, denn ich aß immer erst nach dem Training, damit kamen mein Körper und ich besser klar. So war ich dann schon um fünf im Stall unterwegs und war somit die erste.
      Ich mochte die Ruhe am Morgen, wenn ich noch ganz alleine auf dem Gestüt unterwegs war, ich brauchte das und dementsprechend erfreute sich mein Team immer über sehr angenehme Arbeitszeiten. Auch heute würde sie spätestens Mittag entlassen sein. Irgendwie war ich heute sehr motiviert, was die Dressurarbeit betraf und hatte mich schon im Halbschlaf jemanden herausgepickt.
      Es dauerte eine Weile, bis ich meinen Falbschecken auf der großen Sommerweide entdeckte, aber auf seinen Namen hin, kam Pajero auch sofort auf mich zugetrabt. Ein bisschen schummelte ich, denn ich steckte ihm als Belohnung auch direkt eine Karotte zu, ehe ich ihn aufhalfterte.
      Gemeinsam ging es zurück in den Stall, wo ich ihn gründlich putzte und fertigmachte. Da es noch recht früh war, sprühte ich ihn nur kurz mit etwas Fliegenspray ein, denn mehr bedurfte es momentan nicht. Dann sattelte ich ihn auch schon, ehe ich noch meine Reitstiefel anzog und den Helm aufsetzte und dann wurde noch getrenst, ehe wir auf unseren Reitplatz gingen.
      In aller Ruhe wärmte ich Pajero im Schritt auf, ehe ich nach zehn Minuten in den Leichttrab überging. Unsere Lösungsphase bestand vollkommen aus einem schönen Vorwärts-Abwärts und einer gesunden Dehnungshaltung und beinhaltete auch alle drei Gangarten. Danach war Pajero locker und flockig unterwegs, so dass ich ihn allmählich aufnahm und große Wendungen ritt. Viele Zirkel und Schlangenlinien in allen Variationen.
      Erst dann ging es zur richtigen Arbeit über. Heute hatte ich mir die Seitengänge herausgepickt und ich begann mit simplen Schenkelweichen, ehe ich an den langen Seiten Travers und Renvers abfragte. Pajero war sehr motiviert bei der Sache dabei und brachte einen schönen Schub aus der Hinterhand mit, während er mir vorne am Maul sehr leicht auf den Zügeln lag.
      So ritten wir auch gute Traversalen. Pajero war kein Dressur-Ass, beziehungsweise war es nicht seine Parade-Disziplin, obwohl er darin sehr viel Potenzial mitbrachte und es auch Tage gab, wo er es sichtlich liebte. Heute war so ein Tag und nach einem lockeren einfachen Galoppwechsel, parierte ich zum Trab durch und trabte noch ein wenig leicht, ehe ich ihn abritt.
      Dazu gingen wir immer eine entspannte Runde um den Hof, das war angenehmer, als noch zehn Minuten im Schritt auf dem Viereck herumzukreiseln. Am Stall angekommen traf ich auch bereits auf Tassilo und Alexandria, welche mich freudig begrüßten. Alexa sichtlich aufgeweckt und motiviert und Tassilo eher noch in seinem Halbschlaf. Unsere Auszubildende Tamara würde heute eine Stunde später anfangen.
      Lächelnd sprang ich aus dem Sattel und führte Pajero in den Stall, um ihn fix abzusatteln und dann gründlich abzuduschen. „Soll ich dir jemanden von den Damen mitbringen?“, fragte Alexa mich neugierig und ich dankte ihr für den ersparten Weg. „Raunchy’s Limited wäre toll!“
      Nachdem Pajero fertig war, erhielt er noch in einer Schüssel sein Kraftfutter und alle nötigen Zusatzstoffe, ehe ich ihn zurück auf die Weide brachte. Im Stall erwartete mich dann schon das zweite Pferd. Lächelnd betrachtete ich die Tochter von Raunchy, einem damals sehr bekannten Reitponyhengstes. Sie war ihm teilweise doch ähnliches, als ich es am Anfang geglaubt hatte.
      Momentan hatten wir drei Pferde im Training, bei welchen als nächster großer Punkt die Leistungsprüfungen auf den Plan standen. Witzigerweise standen die drei auch gerade am Putzplatz:
      Raunchy, welche aber noch Zeit hatte und momentan noch in der Ausbildung steckte. Dann Dr. Insektor, der Favorit von Tassilo, welcher allerdings auch noch eine Menge Turniererfahrung sammeln musste. Und dann noch Feuervogel, der inzwischen schon so weit war, dass wir eigentlich den nächsten Termin einer Hengstkörung in Angriff nehmen konnte. Heute wurde er von Alexa geritten und ich bat sie, doch schon einmal direkt für die dort vorgesehene Kür zu trainieren.
      Dann machte ich mir in aller Ruhe Raunchy fertig. Sie war eine fleißige und stets motivierte Stute, ein wahres Arbeitstier. Dementsprechend achteten wir bei ihr darauf, dass sie zwar ihren einen komplett freien Tag in der Woche erhielt, aber sonst beschäftigt war. Heute wollte ich mit ihr Cavalettiarbeit machen und an ihrer Rittigkeit arbeiten.
      Aus dem Grund gab ich sie Alexa zum Warmreiten als Handpferd mit, während ich auf dem Springplatz alle nötigen Cavalettis aufbaute und dann mein Pferd wieder abholte. Die beiden Hengstreiter verzogen sich auf das Dressurviereck und so hatten wir vollkommen unsere Ruhe.
      Nachdem ich Raunchy ausgiebig in allen Gangarten aufgewärmt und auch einige Grundkenntnisse der Dressur abgefragt hatte, begannen wir mit den Cavalettis.
      Es gab gerade und welche auf gebogener Linie. Es gab sie für jeden Abstand für jede Schrittart und so hatten wir definitiv genügend Beschäftigung. Raunchy kam während der Arbeit sehr schön an den Zügel heran, auch wenn ich sie manchmal noch etwas mehr herausreiten musste, damit sie fein vor der Senkrechten blieb und sich selber trug. Aus dem Grunde strich ich auch regelmäßig über, damit ich kontrollierte, ob sie wirklich selbst in der Haltung war.
      Raunchy war danach sichtlich verschwitzt und auch ich konnte mich nicht beklagen, aber das Training hatte sich gelohnt. Raunchy war sehr gut bei der Sache gewesen. Dementsprechend hatte sie sich die kühle Dusche und ihr Futter auch verdient. Bevor es auf die Weide ging, erhielt sie die gleiche Pflege, wie ich sie vorhin auch Pajero zu teil hatte lassen werden.
      Bevor die Pferde wieder auf die Weide gingen, wurden sie an allen markanten Stellen für Fliegen mit Kokosöl eingeschmiert. Das betraf die Partie um Augen und Nüstern, die Ohrenspitzen, Brust, Bauchnarbe und je nachdem Schlauchsack oder Euter. Abschließend gab es dann auch noch einmal das Fliegenspray als Schutz und dann durften sie auch zurück auf die Weide.
      So hatten wir gut umsorgte Pferde, die selten zerstochen von der Weide kamen und da sowieso jeder jeden Tag bewegt wurde, konnte man das problemlos danach noch fix machen. Tassilo und Alexa waren auch gerade beim Einschmieren als dann auch Tami bei uns eintraf. Ich begrüßte sie lächelnd und teilte ihr direkt ihre heutigen Pferde zu.
      Als Auszubildende stand sie noch mehr unter meiner Leitung als die anderen beiden und manchmal glaubte ich, dass sie darüber auch sehr dankbar war. Ich versuchte stets, ihr das richtige Maß an Freiheit und Hilfe zu gewährleisten. Heute würde ich sie sogar direkt begleiten, denn wir gingen gemeinsam auf die Geländestrecke.
      Dabei hatte ich ihr Cover the Sun zugeteilt, während ich mir He’s called Trüffel von der Weide einsammelte. Wieder am Stall informierte ich mich kurz über die Pläne von Tassilo und Alexa und konnte so bereits Vertigo und Walking in the Air von meiner Blaupause streichen. Danach machte ich mir meinen liebsten Welshhengst fertig und dann ging es los.
      Für die beiden Hengste war das Geländetraining immer eine willkommene Abwechslung, denn ihre Stärken lagen eigentlich woanders, aber jeder sprang gerne in der Natur, sowohl Reiter als auch Pferde. Dementsprechend hoch war dann auch tatsächlich die Motivation und sieben Uhr morgens war es auch noch sehr angenehm mit den Temperaturen.
      Und so verging der Morgen eigentlich wie im Flug. Ich ritt als nächstes noch Thorondor, da er ja sowieso der Sonderling war. Erstaunlicherweise mit seinen 27 Jahren noch mehr als fit und dementsprechend befand er sich im regelmäßigen Dressurtraining, denn ich fand, das es genau das war, was er brauchte.
      Und dann waren wir eigentlich schon durch, denn den Abschluss machte ein Ausritt, den wir zu viert unternahmen. Tassilo auf Aristo, Alexa auf Call me a Twist, Tami auf Dissident Aggressor und ich auf Like Honey and Milk. „Wieso hast du überhaupt so viele Westernpferde?“, wurde ich erneut lachend von meinem Team gefragt und ich konnte nur die Schultern zucken, denn ich wusste es selbst nicht.
      Was ich aber beschlossen hatte und was auch bereits im vollen Gange war, war die Ausbildung von allen in die englische Reitkunst. Die meisten von ihnen kannten die Grundlagen bereits und man musste sie eigentlich nur wieder wachrütteln und wir alle fanden, dass die Westernpferde englisch geritten fast noch schicker aussahen.
      Wieder am Stall plapperten wir fröhlich bis mir beim nachzählen der zu reitenden Pferde jemand auffiel. „Äh, und was ist mit Naimibia?“, fragte ich seufzend, denn ich war tatsächlich schon im Entspann-Modus. „Longiert. Sogar mit Trabstangen“, meinte Tami fröhlich und ich hätte meiner Azubi um den Hals fallen können.
      In der Zeit in der ich also Thorondor und Tami Naimibia gearbeitet hatten, hatten sich die anderen beiden schon mit den Jungpferden beschäftigt. Es war so, dass die bei uns wirklich ihr Leben im Herdenverband unter Gleichaltrigen genießen durften. Das einzige an Training für die unter Dreijährigen war einmal die Wochen Führ- und Putztraining, also das Fohlen-ABC.
      Ab drei ging es dann langsam an die Bodenarbeit. Erst einmal Schrecktraining und neue Führübungen, ehe dann auch das Longieren mit auf dem Plan stand. Ab vier durften sie dann Sattel und Trense kennenlernen und in Richtung des fünften Lebensjahrs ging es dann an das Anreiten. Ich ließ mir da inzwischen viel Zeit, denn damit hatte ich die besten Erfahrungen gemacht.
      Fakt war auf jeden Fall, dass uns unsere Zwerge langsam aus dem Alter herauswuchsen, in denen wir uns kaum mit ihnen beschäftigten mussten. Herbstmond war unsere Jüngste, denn sie war erst kürzlich ein Jährling geworden. Darauf folgten Paddington und Amadahy, beide zwei Jahre alt. Die drei bekamen uns regulär nur einmal die Woche zu Gesicht und dann auch immer mal einen anderen, damit sie sich daran gewöhnten.
      Bis vor kurzem hatten Korah, Calimero II und Acariya auch noch dazu gehört, aber so langsam ließ es sich nicht leugnen, dass die drei mehr beschäftigt werden wollten. Also ab sofort dreimal die Woche. Zum Glück waren ja meine Angestellten immer sehr angetan von der Arbeit mit den Zwergen, so dass ich bei Unlust und Bedarf immer mal was abschieben konnte.
      Und dann gab es da noch Outlaw Torn und HGT’s Unitato, die beide schon so langsam auf das Dasein in den Herden der „Erwachsenen“ zugingen. Gut, Unitato war dieses Jahr sechs Jahre geworden und langsam etwas überfällig, aber ich hatte ihn erst recht spät gekauft und ihm so noch seine Zeit geben wollen. Outlaw war mit vier Jahren nun in der Blüte seiner Jugend und durfte allmählich eben alle wichtigen Dinge kennenlernen.
      Das Wichtigste war aber, dass die, die heute dran waren, schon von Tassilo und Alexa gemacht worden waren und wir uns so erleichtert zurücklehnen konnten. Stattdessen mussten nun nur noch die Tränken auf den Weiden kontrolliert und gesäubert werden und dann waren noch die Unterstände dran, welche gereinigt und aufgefrischt werden mussten (es waren große überdachte Plätze mit Sand als Boden), ebenso wie die Heunetze und zu guter Letzt mussten natürlich die Fohlen noch gekuschelt werden.
      Gegen Mittag waren wir dann meist mit allem durch und konnten uns entspannt zurücklehnen. Ich mich in meinem Büro und meine Mitarbeiter in ihren Autos auf den Heimweg. Dafür lohnte es sich doch, schon vier Uhr vom Wecker aus dem Bett geworfen zu werden.
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  • Album:
    Stutenstall
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    5 Juli 2018
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  • Name: Walking in the Air
    Geboren: 1997
    __________________


    Von: Wishmaster
    Aus der: Moondance
    __________________

    Rasse: Schweres Warmblut
    Geschlecht: Stute
    Farbe: Buckskin
    Stockmaß: 164cm


    Beschreibung:
    Walking in the Air, kurz Wita, kann eine wahre Schlaftablette sein, vor allem wenn es um die Arbeit in der Halle oder auf dem Platz geht. Man muss sie schon wachkitzeln, um ihr eigentliches Potenzial in zu Tage zu bringen. Im Gelände wiederum ist die Stute komplett anders, viel wacher und aufmerksamer. Aus diesem Grund eignet sie sich besonders für Distanzritte und Military. Ihr Alter merkt man ihr keineswegs an. Wita ist vital und ausdauerd wie eh und je. Dank ihrer Erfahrung ist sie inzwischen aber auch ein absolutes Verlasspferd, welchem man vollkommen vertrauen kann.

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    Gewinnerin der Fuchsjagd '17 des Sandringham Manor mit Tamara Meyrohe

    Ersteller: Ivi.Kiwi
    Besitzer: Edfriend
    Vorkaufsrecht: verfallen

    Military M - Distanz L - Western S** - Fahren S**

    3. Platz 62.Distanzturnier
    1. Platz 84. Westernturnier
    2. Platz 93. Westernturnier
    2. Platz 94. Westernturnier
    3. Platz 95. Westernturnier
    3. Platz 98. Westernturnier
    2. Platz 29. Fahrturnier
    3. Platz 103. Westernturnier
    3. Platz 31. Fahrturnier
    1. Platz 46. Fahrturnier
    2. Platz 121. Westernturnier
    2. Platz 51. Fahrturnier
    2. Platz 131. Westernturnier
    3. Platz 57. Fahrturnier
    3. Platz 94. Militaryturnier
    2. Platz 125. Militaryturnier
    2. Platz 131. Militaryturnier
    3. Platz 130. Fahrturnier
    3. Platz 421. Westernturnier
    2. Platz 171. Distanzturnier

    __________________


    Gekört: [SK 414] Westernorientierte Stuten
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    Nachkommen:
    Keine zu verzeichnen.
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    Offizieller Hintergrund