Flair

Waikiki [WEST]

Stute, Westfale, *2014, nicht zugelassen [11 Punkte]

Waikiki [WEST]
Flair, 4 Sep. 2018
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      20.08.2017 | Hufkontrolle und Stahleisen mit Schraubstollen

      Bericht für: Nemax, Waikiki, Macaruja, Daitona und Eskari

      Schmied: Stefanie Westside

      Heute stand wieder ein Termin an, einer nun angehenden Stammkundin von mir. Die liebe Isa hatte mich gebeten ihre Pferde neu zu beschlagen. Da sagte ich natürlich nicht nein und war schon früh auf ihren Hof eingetroffen, schließlich ging es ja um ganze fünf Pferde. Also haperte ich nicht sehr lange und begann auch schon mit meiner Arbeit, zuerst hatte ich natürlich meinen Wagen passend geparkt und den Gasofen für die Eisen angeschalten.
      Somit begann auch schon das neu Beschlagen, der erste in der Runde war Nemax, ein schicker schwarzbrauner Westfalen Hengst. Dieser bekam vorne neue Eisen, hatte aber eines wie ich gestern gehört hatte von Isa verloren. Somit blieb nur noch eines zum abmachen. Also nietete ich die noch erhaltenen Nägel auf und zog das Eisen dann mit einer Zange vom Huf, warf es in einen vorgesehenen Eimer und machte mich dann an das zurecht Schneiden des Hufes. Als dieses die richtige Form endlich hatte kümmerte ich mich um das alte Eisen, wo abgefallen war und begutachtete das Huf des Hengstes. Es stand ein Nagel draußen, welchen ich sofort zog und die bestimmte Stelle säuberte und raspelte. Dann bockte ich sein zweites Vorderbein auf und begann mich um das Außenhorn zu kümmern, ehe ich das verstorbene Inennehorn machte. Beide Hufe waren soweit und ich schnitt noch die Hinterhufe aus, diese mussten ja auch wieder ordentlich aussehen. Das letzte Huf war noch in Ordnung, weswegen ich dieses ausließ und mit den Hufeisen vorne begann. Dieses schlug ich am Amboss zurecht passte es am Huf an und kühlte es im Wassertrog ab. Dann nahm ich mir die speziellen Nägel zur Hand und begann das Eisen im Huf festzumachen. Als es fest war, bog ich die herausstehenden Nägel um und nietete sie nach dem Kürzen zu und das erste Eisen war dran. Nun kam das zweite Huf dran, wo ich mir das Eisen nahm und erwärmte, ich klopfte sie aus dem Kopf zurecht, da ich ein gutes Erinnerungsvermögen besaß, vergas ich nicht so schnell die Maße von Pferdehufen. Und wie ich Recht hatte, das zweite Eisen brannte sich perfekt ein und ich konnte es im Eimer kühlen. Dann begann ich mit dem Festnageln und knipste überstehende Nägel ab, ehe ich den restlichen Nagel fest schlug und dann den Rand raspelte. Dann gab ich ihr noch die passenden Schraubstollen in einer Tüte, mit dem Namen von Nemax und ließ Isa eine Runde mit dem Hengst gehen. Es passte alles, somit bat ich sie gleich das nächste Pferd zu holen.
      Diesmal kam Macaruja eine hübsche Schimmelstute, ebenso der Rasse Westfale. Diese bekam auch zwei neue Eisen verpasst, weswegen ich nicht lange zögerte und mit dem Aufnieten der alten Hufnägel begann. Die Eisen waren schnell beide aufgenietet und mit der Zange entfernt, sodass ich mich gleich mal an das Ausschneiden aller Hufe machte. Diese mussten dringend gemacht werden, weswegen ich gleich mit den Vorderen begann. Somit nahm ich mir das erste vor und schnitt den Innenstrahl zurecht, entfernte abgestorbenes Horn und begradigte dann mit dem Hufmesser das Außenhorn. Dieses raspelte ich dann noch glatt zurecht und machte mit dem nächsten Huf weiter, hier war das Innenhorn in Ordnung, weswegen ich nur das abgestorbene Horn weg schnitt und mich mehr an das Außenhorn machte. Zum Glück hatte ich hier eine ruhige Dame,. weswegen das alle ohne Mucksen und Spinnen erfolgte. ,,Primaa!", lobte ich die Schimmeldame und tätschelte den kraftvollen Stutenhals. Dann ließ ich das zweite Huf herab und schnitt das Außenhorn des hinteren Hufes weg, de dieses war ein wenig ungerade, weswegen ich es dann noch glättete und den Innenstrahl korrigierte. Beim letzen Huf schnitt ich das abgestorbene Innenhorn weg und begradigte mit der Raspel kleine Ecken und Kanten am Außenhorn. Nun gab ich der ruhigen Stute ein Leckerli und bat Isa sie ein wenig zu streicheln. Dann nahm ich mir das erste Huf vor und probierte das erste Eisen, dieses musste ich leider nochmal am Hufbock bearbeiten weswegen ich das zweite Hufeisen vorne anlegte und dann beide in den Gasofen tat. Es dauerte nicht lange und die silbernen Eisen glühten. Nun bearbeitete ich beide Eisen am Amboss und probierte sie nochmal mit Isa's Hilfe, diesmal konnte ich beide Abkühlen und mit den befestigen beginnen. Beide Eisen schlug ich mit den speziellen Nägeln fest, knipste überstehende weg und bog den Rest ans Huf, denn irgendwie mussten sie ja Halt haben. Zuletzt begradigte ich die kleinen Kanten und bat Isa um eine Runde, wieder passten die Eisen und ich gab die passenden Schraubstollen mit. Nun holte Isa das dritte Pferd in der Runde, nachdem sie Macaruja in ihrer Box verfrachtete.
      Waikiki eine strahlend schöne Fuchsstute kam neben Isa aus dem Stall, diese Kleine bekam nach meinen Wissen auch wieder zwei vordere Eisen mit Stollen. Doch erstmal mussten die ersten zwei Eisen abgemacht werden. Dies passierte natürlich sofort nach dem der Fuchs angebunden da stand. ,,Die Kleine muss immer beschäftigt werden!", warnte mich Isa und ich nickte, weshalb sie auch gleich begann und ihr nach meiner Erlaubnis die vielen Geräte aus dem Transporter zeigte. Ich dagegen fing mit dem Entfernen der Eisen an, weshalb ich die Nägel aufnietete und mit der Hufzange die Eisen abzog. Beide landeten bei den restlichen Eisen im Eimer und es schepperte kurz laut, was die Fuchsstute kurz aufschauen ließ. Isa beruhigte sie und beschäftigte sie dann weiter, während ich den ersten Huf aufbockte und das Außenhorn mit dem Hufmesser passend schnitt, dann raspelte ich die Kanten glatt und kümmerte mich um das nächste Vorderbein, den das Innenhorn war im Top Zustand. Das zweite Huf sah innen schlechter aus als Außen, weswegen ich eine Weile brauchte bis das Horn wieder gesund aussah. Das Außenhorn begradigte och etwas mit der Hufraspel und stellte es dann hinab. Nun kamen die Hinterhufe dran, wo Kiki, wie ich sie jetzt mal nannte etwas herum zickte, doch dank Isa schnell wieder fing. Nun bearbeite ich das Außenhorn auf dem Hufbock, glättete die geschnittenen Kanten und entfernte das abgestorbene Horn im Innenhuf. Nun kam das letzte Huf dran, welches ich Außen zurecht schnitt und raspelte und das Innenhorn besserte. Nun holte ich die beiden Eisen aus dem Ofen und passte sie an beide Vorderhufe an, ein paar Stellen musste ich noch am Amboss bearbeiten, ehe ich sie kühlte und auf beiden Seiten mit Nägeln befestigte. Diese knipste ich ab, bog sie um und begradigte die Kanten der Nägel. Nun drehte Isa eine Runde und auch hier passte alles, sodass ic ihr die passenden Stollen gab und auf das nächste Pferd wartete.
      Nun kam der Wels B Hengst Eskari dran, dieser bekam auch nur vorne alles, weswegen ich die alten Eisen erstmal entfernen musste. Also nietet ich die alten Nägel auf dem ersten Huf auf, entfernte es dann mit der Zange und machte das gleiche mit der anderen Seit, diese Eisen landeten nun auch im Eimer und ich begann mit dem Ausschneiden der Hufe. Das erste vorne musste nicht gemacht werden, da es völlig ok war und ich das zweite vorne machte. Hier war das Innenhorn gut und ich musste nur ein paar Außenstellen begradigen. Dann kamen die hintere Hufe, diese waren Außen recht ok und musste nur an ein paar Stellen mit der Hufraspel geformt werden. Also schnappte ich mir das erste, bockte es auf den Hufbock auf und begann den Rand zu machen, ehe ich das Innenhorn besserte. Das letzte Huf war auch schon Außen gemacht und ich schnitt das abgestorbene Horn innen weg, ehe ich das Huf abstellte. Nun nahm ich mir die Ponystahleisen zur Hand und bearbeitete sie glühenderweise mit dem Hammer auf dem Amboss. Dann hielt ich sie an das Huf und kühlte es im Eimer ab, nachdem es zischte waren sie normal und ich konnte mit dem befestigen beginnen. Also schlug ich die Eisen mit den speziellen Nägeln fest und konnte das nächste Pferd eine Runde laufen lassen. Hier musste auch nichts mehr gemacht werden, also gab ich Isa die Stollen und bat sie um das letzte Pferd für den heutigen Tag.
      Dieses bekam vier neue Eisen und mehr Stollen. Die Rappdame war ein Halbblut und etwas dominanter und schwieriger als der Rest. Daitona hieß das Tierchen und Isa hatte jetzt schon ein wenig Mühe aber absolvierte alles Geschick. Ich begann die ersten beiden Eisen aufzunieten und mit der Zange abzuziehen. Bei ihr musste etwas mehr gemacht werden, da die hinteren Beine ein wenig kämpfen wollten, doch auch diese hatte ich schnell entfernt und vier weitere Eisen im Eimer. Nun nahm ich mir wieder das erste Huf und schnitt das abgestorbene Innenhorn weg, ehe ich das Huf aufbockte und das überstehende Horn abschnitt. Nun begradigte ich die scharfen Kanten mit der Raspel und hatte schnell wieder ein glatten Hufrand. Nun nahm ich mir das zweite Vorderhuf und bockte es auf, hier musste die Stute wieder abgelenkt werden, da sie das Huf nicht oben lassen wollte. Also beeilte ich mich und schnitt das überstehende Horn weg, glättete es und schnitt das alte und kaputte Innenhorn aus. Nun kamen die Hinterbeine, wo ich zuerst das Aufbocken machte um das Außenhorn zurech zu schneiden, welches auch schnell glatt geraspelt wurde und ich das Innenhorn ausbesserte. Das letzte Huf ging zum Glück schnell, da die Rappdame gerade den Stallburschen interessant fand, was ich natürlich ausnutzte und gleich alles Außen glättete und Innen ausschnitt. Gut, das Ausschneiden war gemacht, sodass ich mit den Eisen befetsigen begann. Die Stute verlor langsam an Geduld, also musste ich schnell sein und Isa beten mir beim Halten zu helfen, damit der Stallbursche sie etwas ablenkte. Somit hob Isa das erste Huf an und ich legte das zischende Eisen an, welches passte und ich es abkühlte und mit den Nägeln befestigte. Ich knipste die überstehenden Nägel weg bog den kleinen Rest um und begradigte es am Huf. Dann passte ich das zweite Eisen am Amboss an, kühlte es im Wassereimer ab und begann auch dieses mit den Nägeln fest zu machen. Hier knipste ich überstehende wieder ab, bog den Rest und und begradigte mit der Raspel den Hufrand. Das zweite Eisen war fest und das erste am hinteren Huf kam. Dieses musste ich kaum Anpassen und konnte es schnell festnageln. Als die überstehenden weg waren, begradigte ich wieder den Hufrand und ließ das Huf wieder auf den Boden. Das letzte Eisen kam nun und ich passte es kurz an, ehe ich es fest machte. Die Nägel waren schnell im Horn befestigt und das überstehende abgeknipst und begradigt. Zufrieden mit dem Ergebnis ließ ich der dominanten Dame nach einer Trabrunde ihre Ruhe.
      ,,Das ging ja schnell!", grinste Isa mit dem letzen Stollen in der Hand. ,,Ja aber auch nur weil ich schon das Gewinde vorgebohrt hatte und es sich nicht beim bearbeiten der Eisen verzog.", antwortete ich mit einem Lächeln und half mit dem Zusammenkehren des ganzen Drecks. Dann verlagerte ich meine Utensilien im Van und begleitete Isa noch zu einen Kaffee zum Haus.
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      27.08.2017 | Der alltägliche Wahnsinn

      Cosmic Dawn, Nemax, Waikiki, Macaruja, Daitona,
      Bijou, Shyvana, Magic Attack, Eskari & Kjarkur


      "Marie, könntest du dir mit Dai nicht etwas mehr Mühe geben? So kompliziert ist sie jetzt auch nicht!" Ich stellte bei dem Anblick, die das Paar abgaben, genervt meine Tasse auf die Bande. "Nimm doch mal bitte die Zügel etwas mehr an und treib sie in den Zügel rein." Mit einem prüfendem Blick verfolgte ich die unglücklichen Versuche, die Marie im Sattel unternahm. Nachdem Daitona sich auf der Zirkellinie immer wieder heraushob und wie eine Giraffe durch die Bahn schlenderte, sah sie mich verzweifelt an. "Isa, das ist einfach nicht mein Pferd. Gib mir meine Macaruja oder meinen Nemax, die beiden sind meine Freunde." Ich sah sie vorwurfsvoll an. "Ich möchte aber, dass du dich auch mit Dai anfreundest." "Sie will sich aber nicht mit mir anfreunden, das ist ja wohl ganz offensichtlich", entgegnete Marie und hielt die Rappstute unelegant auf der Mittellinie an. "Bitte..." - "Wenn du willst, kannst du auch Cosmic reiten", entgegnete ich ihrem verzweifeltem Versuch, Gnade walten zu lassen. "Der hat bloß noch mehr Pfeffer im Arsch, und wenn beide Pferde auf Turnier gleichzeitig vorgestellt werden müssen, dann wirst du dich wohl mit Dai zufrieden geben müssen. Aber das wird schon, reite sie einfach so oft du kannst. Und wenn Philipp oder Janina Zeit haben, dann geh doch mit Dai zum Training." Marie seufzte und trieb die Stute wieder an. "...Lass sie nicht so sehr in deinen losen Zügel latschen, Mensch!" Marie nahm die Zügel auf, und trabte die Rappstute wieder an. Ich setzte mich noch eine Weile lautlos hinter die Bande und schlürfte meinen Cappuccino, während mein Blick auf Daitona und Marie ruhte. Insgesamt sah es eigentlich gar nicht schlecht aus. Marie hatte zwar alle Hände voll zu tun, aber wenn sie sich auf die Stute erst einmal eingefummelt hat, dann werden die beiden auch ein gutes Paar abgeben. Marie arbeitete mit vielen Volten und Biegungen, und so langsam aber sicher, stellte Dai sich ordentlich an den Zügel, kaute hin und wieder auch auf ihrem Gebiss. "Siehst du? geht doch!", sagte ich zu Marie, die mich daraufhin mit einem hochrotem Kopf angrinste.
      Ich Verließ die Reithalle und machte mich auf den Weg zum Stalltrakt, um Cosmic und Nemax fertig zu machen. Die beiden Hengste haben am nächsten morgen mehrere Prüfungen. Kjarkurs, Eskaris, Shyvanas und Bijous Boxen waren leer, die vier standen noch draußen auf der Wiese. Marie sollte sie später reinholen, ich darf nicht vergessen ihr das noch zu sagen. Macaruja grummelte mich freundlich an, und ich tätschelte ihr im Vorbeigehen den Hals. "Später hab ich etwas mehr Zeit für dich, meine Liebe", vertröstete ich sie. Waikiki knabberte an ihrem Heu und betrachtete mich argwöhnisch, als ich an ihrer Box vorbei ging. Cosmic freute sich abnormal, als ich ihn aus seiner Box holte. Vermutlich erwartete er, dass ich ihn zu den anderen rausstellte. Als ich ihn zum Waschplatz dirigierte, hielt sich seine anfängliche Freude dann doch eher in Maßen. Allerdings war die Waschplatte unumgänglich. Seine weißen Füße waren vom Springtraining noch voller Matsch, und auch der Schweif war mit einzelnen Erdbrocken verklumpt. Ich suchte vergeblich nach Shampoo, und fand letzten Endes eine Halb leere Packung in der Sattelkammer. "Mensch Philipp...", fluchte ich leise, als ich auf dem Weg zur Waschplatte war. "Hat man dir nicht beigebracht, die Dinge so zu hinterlassen, wie du sie vorgefunden hast?!" "Hm?", machte es hinter mir. Ich drehte mich um und sah dem Übeltäter direkt ins Gesicht. Er hatte Nemax im Schlepptau. Ich betrachtete ihn argwöhnisch, vermutlich genau so, wie Waikiki mich gerade eben noch angesehen hat. "Cosmic war beim Springen heute wirklich sehr nett", lenkte er gekonnt vom Thema ab. Er wusste, wie sehr ich es liebte, wenn man meine Pferdchen lobte und gut von ihnen Sprach. "Philipp du hättest den ruhig auch direkt danach mal abspritzen können..." murmelte ich über Cosmics Vorderbein gebeugt. "Der sieht ja fast auf wie ein Fall für den Tierschutzverein!", witzelte ich, allerdings schien er meinen ironischen Unterton nicht zur Kenntnis zu nehmen "Isa, du übertreibst maßlos! Ich hatte es eilig, ich hatte einen Termin. ich wollte Cosmics Pediküre ja gerade nachholen, aber da hattest du ihn ja schon rausgeholt." Wenigstens fühlte er sich schuldig, dachte ich gekränkt. Seine "Termine" waren wohl eher Verabredungen, und irgendwie ging es an mir nicht gerade spurlos vorbei, dass er mir diese Tatsache noch immer verheimlichte. "Ist schon in Ordnung, ich mache das jetzt eben. Muss ihn sowieso noch startklar für morgen machen." Phillip stand noch einen Augenblick da, ich konnte seine Blicke in meinem Nacken spüren, während ich mich krampfhaft darauf konzentrierte Cosmics Vorderbein wieder zum strahlen zu bringen. Er sagte nichts mehr und führte Nemax, der die Stille mit einem Schnauben unterbrach, an mir und dem großen Fuchshengst vorbei, um ihn am nächstgelegenen Putzplatz anzubinden und seine Mähne zu kleinen Zöpfchen zu flechten. Gebannt betrachtete ich die vier weißen Beine des Hengstes, und war mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Nun begann auch ich, seine Mähne einzuteilen und flocht ihm einzelne kleine Zöpfchen. Seine Mähne war einfach einzuflechten. Sie war sehr schön gleichmäßig und hatte kaum Wirbel, allerdings war Cosmic vom langen Stehen mittlerweile genervt, und brachte dies auch schnell zum Ausdruck: Er begann, die Wände abzuschlecken, stampfte hin und wieder auf den Boden und erschreckte sich dann vor dem lauten Geräusch, welches durch den Aufschlag seiner Eisen auf dem Beton erzeugt wurde. Als ich in der Mitte seiner Haarpracht angelangt war, war ich genau so schweißgebadet wie Marie, die mit Daitona gerade aus der Halle kam. Sie strahlte mich an "Ist am Ende doch noch richtig gut gewesen. Janina kam zufällig vorbei, sie hatte ihr Handy im Stübchen liegen gelassen, sie konnte mir noch ein paar richtig gute Tipps geben!". "Das freut mich! Siehst du, ich sag doch, sie ist gar nicht so schwer, man muss sich bloß einmal darauf eingefummelt haben. Mach doch am besten noch ein paar Stunden mit Janina zusammen", schlug ich vor. "Auf jeden Fall. Dai hat auch wirklich gut mitgearbeitet, und wenn man sie einmal 'geknackt' hat, dann läuft sie ja auch echt traumhaft". Noch so ein wundervolles Lob! "Ja, das Pony habe ich mir ja auch nicht grundlos zugelegt, meine Liebe!", lachte ich. "Warte eben, ich mache dir Platz. Ich räume Cosmic eben woanders hin." Dankbar klopfte Marie Daitonas verschwitzen Hals. Als ich Cosmic an ihr vorbei führte, achtete ich akribisch darauf, dass sie mit ihrem Maul dort blieb, wo sie war. Dann hielt ich kurz inne: "Könntest du nachher noch die Pferde reinstellen? Das wäre super lieb. Ich habe hier noch wegen morgen einiges zu erledigen." Ich hielt die Tüte mit den Mähnengummis und das weiße Klebeband hoch. "Ja natürlich!", Marie willigte sofort ein. "Lass mich nur eben Daitona abspritzen und in den Stall stellen. Der große Fuchshengst war ganz aufgedreht und quietschte vergnügt, als er an Dai vorbeiging. Die Stute legte die Ohren an, verhielt sich ansonsten aber nett. Vermutlich war sie genau so fertig wie Marie.
      Trotz Cosmics Hampeleien konnte ich ihm innerhalb der nächsten Stunde eine halbwegs hübsche Frisur machen, mit der ich ihn in seine Box entließ. Marie war längst nach Hause gegangen, Nemax war ebenfalls wieder in seiner Box. Philipp ist demnach wohl auch schon zuhause. Ich schnappte mir noch Cosmics Sattel und sein Zaumzeug, verfrachtete es in das Reiterstübchen und suchte in der Sattelkammer vergeblich nach einer weißen Springschabracke ohne braune Flecken. Irgendwo hier musste diese eine mit der Schwarzen und der Goldenen Kordel und dem Schriftzug vom Gestüt liegen, das wusste ich genau. Es war wie zum verrückt werden. Letzten Endes nahm ich mir eine der dreckigen, eine, mit einer silbernen Kordel und kleiner Karosteppung und versuchte, den Fleck abzubürsten. Wo ist die gute Schabracke geblieben? Die hat doch wohl niemand mitgehen lassen? In Gedanken versunken ging ich mit der fleckigen Schabracke wieder ins Stübchen und begann damit, den Sattel mit Sattelseife zu reinigen und anschließend zu fetten. genau so ging ich mit der Trense und dem Vorderzeug vor. Als ich aufblickte, war es bereits halb neun. Schnell baute ich die Einzelteile wieder zusammen und befestigte die Schabracke unter dem Sattel, als Philipp durch die Tür kam. "Ach du bist noch hier?", fragte er mich verdutzt, "Ich dachte, deine Serie läuft schon." "Ja, seit fünfzehn Minuten", antwortete ich schnell, konnte meinen überraschten Gesichtsausdruck aber wohl nicht verbergen, "und du möchtest Überstunden machen, oder wie habe ich das zu verstehen..?" Auf diese Frage war er wohl vorbereitet. Er betrachtete die Schabracke mit den Flecken, an der ich Alibimäßig den Klettverschluss unter dem Sattelblatt noch einmal auf und zumachte. Mit einem schrägen Grinsen im Gesicht hielt er eine Tüte in die Luft. "Nein, auf keinen Fall! Ich wollte nur die Schabracke vorbei bringen. Die habe ich nach dem letzten Turnier gewaschen und dann unglücklicherweise vergessen. Ist mir gerade noch rechtzeitig eingefallen." Er legte die Tüte auf den Tisch. "Außerdem kannst du dein Pferd doch nicht damit vorzeigen", er deutete auf die hässliche Schabracke, an der ich noch immer herumfummelte. "Immerhin wäscht du die dreckigen Schabracken", witzelte ich. Sein Lächeln veränderte sich in eine ernstere Miene. "Ja", schweifte er ab, "Wir treffen uns dann morgen gegen halb 6 hier, Marie kommt auch mit, ich hatte sie gerade eben noch gefragt, bevor sie gefahren ist." "Gut", nickte ich, und machte mich daran, die alte Schabracke gegen die frisch gewaschene zu tauschen. Philipp verabschiedete sich mit einem kurzen Nicken nicht und machte sich auf den Weg nach draußen. Ich war innerhalb weniger Minuten ebenfalls fertig, machte alle Lichter aus und verschloss die Stalltür hinter mir. Eine warme Sommerbrise wehte über den Hof. Es war wirklich noch sehr schön draußen, aber ich beeilte mich trotzdem, denn meine Serie wollte ich nicht verpassen.
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      31.08.2017
      | Neues, und Neuankömmlinge

      Jonquil, Cosmic Dawn, Nemax, Macaruja,
      Waikiki, Daitona, Bijou, Shyvana, Eskari und Kjarkur


      Bericht Tag 1
      [Philipp] "Philipp später kommt noch eine Kundin zu uns, sie bringt ihr Pony zum Springtraining her. Würdest du ihr die Box vorbereiten? Ich habe für das Training zwei, vielleicht drei Tage eingeplant - Je nachdem wie gut es klappt." Das waren schon fast zu viele Informationen in einem Satz für mich. "Isa, sag mir einfach, was ich machen soll." "Habe ich doch gerade eben gesagt! Ich bin eben drinnen, ich erwarte noch einen Anruf." In Eile rauschte Isa aus der Stallgasse und ließ mich alleine stehen. "Wundervoll, Philipp." Ich bemitleidete mich selbst ein wenig, während ich die Box neben Macaruja für das Pony großzügig einstreute. Einerseits freute ich mich auf die Eröffnung des Trainingszentrums, andererseits machte es sichgleich am ersten Tag bemerkbar, dass das vorhandene Personal dafür nicht ausreichte. Nachdem meine Arbeit erledigt war, setzte ich im Stübchen Kaffee auf, um mir eine kleine Pause zu gönnen. Allerdings hielt der Moment der Ruhe nur wenige Minuten an, da Isa kurze Zeit später mit einer jungen Frau an ihrer Seite ins Stübchen trat. "Philipp, dass ist Stefanie Westside. Die Besitzerin des Springponys. Stefanie, das ist Philipp Gerdes, er wird sich in den nächsten Tagen um Heartbreaker kümmern." Ich stand auf, machte zwei große Schritte auf die junge Frau zu und reichte ihr die Hand "Schön Sie kennen zu lernen Frau Westside." "Ich freue mich ebenfalls, Herr Gerdes!", sie lächelte mich herzlich an und schüttelte mir die Hand. In den folgenden Minuten besprachen wir gemeinsam das Trainingsprogramm, und erhielten von Stefanie noch Informationen zum Verhalten des Ponys und zu seiner Fütterung. "An sich ist er ein ganz lieber, er ist aufmerksam, guckt ab und an auch ganz gerne mal, aber er würde niemals aus einer Mücke einen Elefanten machen", versicherte Stefanie mir. "Bei uns zuhause am Stall zeigte er sich stets als rittig und arbeitete freudig mit."Als Heartbreaker's Temptation in seiner Box verfrachtet war und zufrieden an seinem großen Haufen Heu knabberte, verabschiedeten wir uns voneinander. "Ich werde mich in zwei bis drei Tagen noch einmal bei Ihnen melden Frau Westside. Ich sage Ihnen Bescheid, sobald sie ihn wieder abholen können, bis dahin ist er in den besten Händen", erklärte ich ihr. Sie nickte verständnisvoll. "Auf jeden Fall, ich stehe mit Isa sowieso in Kontakt, falls etwas vorfallen sollte, lassen Sie es mich bitte wissen". Ich nickte fürsorglich "Selbstverständlich, Frau Westside." Isa brachte Stefanie zum Parkplatz, während ich den Neuankömmling begutachtete. Es war schon Ewigkeiten her, dass ich mich auf ein Pony gesetzt hatte. Insgeheim hatte ich mir das Ponyreiten ja abgeschworen, allerdings könnte Isa ja wohl kaum die Kundschaft mit Ponys ablehnen. Zumal sie ja selbst eine kleine Ponyfanatikerinin ist. Bei dem Gedanke musste ich ein wenig schmunzeln.

      [Isa] Als Stefanie vom Hof fuhr, winkte ich ihr noch kurz hinterher, bevor ich ins Haus verschwand und mich hinter meinen Rechner klemmte, um den nötigen Papierkram zu erledigen. Außerdem musste ich für die Zeitung und fürs Netz noch zwei Stellenanzeigen verfassen, da Philipp, Janina und Marie in der kommenden Zeit mit Sicherheit Unterstützung brauchen werden. Neben dem Trainingszentrum, welches neben der Pferdezucht und der Ausbildung der eigenen Pferde laufen sollte, stand ein kleines Lädchen für Reiter und Pferd in der Planung. Allerdings sollte dies ein kleiner Vertrieb werden, der in einer ungenutzten Scheune hier auf dem Hof unterkommen sollte. Dennoch würde der Laden Arbeit verursachen, die ich meinen bisherigen Mitarbeitern nicht zumuten möchte. Außerdem wollte ich die beiden Ponys ins Internet einstellen, um eine Reitbeiligung für sie zu finden. Damit fing ich gleich an, denn mir schwebte schon ein passender Text für die Anzeige vor Augen: "Biete Reitbeteiligung an Welsh B und Islandpony", lautete der Titel schon einmal. Nach einigen Minuten stand auch schon der Text für die Anzeige. Ich las ihn noch einmal und prüfte ihn auf Rechtschreibfehler.
      Biete Reitbeteiligung an Welsh B und Islandpony; Hallo zusammen. Ich suche auf diesen Weg eine Reitbeteiligung für meine beiden Ponys. Das erste Pony ist Kjarkur. Er ist ein 9-jähriger Islandponyhengst und sehr sensibel, sodass er eine feine Reiterhand braucht. Insgesamt ist er sehr gelassen, entzieht sich aber, sobald der Reiter zu grob wird. Das zweite Pony ist Eskari, ein 5-jähriger Welsh B Hengst. Er ist ebenfalls leicht zu reiten, allerdings muss man sich als Reiter doch durchsetzen können. Im Viereck macht er gut mit, und macht auch den einen oder anderen Hüpfer.
      Ich suche keine Reitanfänger oder Wiedereinsteiger! Am besten bist du bereits über 18 und bist mobil, da unser Stall nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist. Gerne können sich Freundinnen für die beiden melden, vergebe aber auch an Einzelpersonen eine Reitbeteiligung. Ich freue mich auf Anfragen! Isabell Neyer.
      Zufrieden speicherte ich die Anzeige und fügte jeweils noch zwei Fotos von den beiden Ponys an. Spaßeshalber schaute ich nach neuen Pferdeanzeigen in der Umgebung, wo ich doch sowieso schon im Netz unterwegs war. Ich hatte mehrere Tabs geöffnet, zwei Pferde sahen wirklich sehr interessant aus. Eine kleine Vollblutstute, welche hier ganz in der Nähe zu Verkauf stand, und ein dunkler Vollbluthengst. Letzterer stand allerdings in München. Ich schrieb mir die Nummern auf und rief zuerst bei den Besitzern der Stute an. Am anderen Ende der Leitung meldete sich ein junger Herr. Als ich nach der Stute fragte, bat er um einen kurzen Moment und reichte das Telefon an eine junge Dame weiter. "Ika Helms am Telefon, Sie melden sich wegen Jonquil?", begrüßte sie mich. "Guten Tag, ich bin Isa Neyer. Ja genau, die kleine Vollblutstute hats mir angetan", sagte ich ihr durchs Telefon. Am anderen Ende der Leitung wurde um Hintergrund gelacht, während ich mit Ika einen Termin zum Probereiten vereinbarte. Sie hatte glücklicherweise gleich morgen etwas frei. Glücklich beendete ich das Gespräch und ging voller Motivation den weiteres Büroarbeiten nach.

      Bericht Tag 2
      [Philipp] "Wahnsinn Philipp, da bist du ja endlich!" Marie sah mich genervt an. "Ich habe dir das Pony schon einmal fertig gemacht, du hättest ruhig mal Bescheid geben können. Weißt du, dein Tagesplan ist jetzt recht stramm, da könnte man durchaus mal pünktlich auf der Arbeit erscheinen!" Ich wich ihrem vorwurfsvollen Blick aus und versuchte ihr erhitztes Gemüt zu beschwichtigen: "Vielen Dank Marie, du hast bei mir etwas gut." Damit schien sie sich vorerst zufrieden zu geben, aber irgendwie spürte ich, dass eines Tages eine Aufgabe für sie bewältigen soll, der ich absolut nicht gewachsen bin. Ich musterte das hübsche Pony, klopfte seinen Hals und nahm ihm das Halfter ab, welches über der Trense angelegt war und an dem der kleine Ponyhengst noch angebunden war. Ich klopfte seinen Hals und nahm ihn an den Zügeln. Fleißig ging er neben mir nach draußen und wieherte laut, sobald wir im Nieselregen standen. Irgendwo aus der Ferne wieherte ein Pferd - Nein, nicht irgendein Pferd, eigentlich war es ziemlich genau Shyvanas Wiehern, welches eher nach einem Missglückten Versuch klingt, einen Löwen zu imitieren. Eine kuriose Mischung aus Husten, Grummeln, und lautstarkem Wiehern. Es war wirklich schwierig zu beschreiben. Breaker schien davon doch wesentlich entzückt zu sein, denn er wieherte gleich ein zweites Mal. Diesmal bekam er jedoch keine Antwort. "Können wir weitergehen?", fragte ich das Pony, und ging einen Schritt voran. Er folgte willig und tänzelte neben mir her. Anscheinend ist er doch ein klein wenig aufgeregt. Auf dem Springplatz hatte ich zu Beginn wirklich alle Hände voll zu tun. Breaker wieherte am laufenden Band und konzentrierte mich nicht so richtig auf mich. Erst als sich Marie mit Daitona zu uns auf den Springplatz gesellte, wurde Breaker etwas ruhiger. Ob die Kombination von aufgewühlten Pony und der tickenden Zeitbombe nun so glorreich war, würde sich wohl später erst herauskristallisieren. Zunächst jedoch lief alles gut, und nach ausgiebiger Trabarbeit stand der Ponyhengst gut an meinen Hilfen. Ich taxierte den ersten kleinen Steilsprung mit einer Höhe von 80 Zentimetern an. Breaker galoppierte wie ein Uhrwerk darauf zu. Wir kamen passend vor den Sprung und Breaker blieb auch nach dem Sprung gut am Zügel und ließ sich in einem gleichmäßigem Tempo dirigieren. Erstaunt von dem kleinen Kerl ritt ich auf den nächsten Sprung zu, einen Oxer, 75 Zentimeter hoch und etwa einen Meter breit. Breaker verhielt sich genau so entspnnt wie beim ersten Sprung. Ich fühlte mich, als hätte sich ein Hebel bei dem kleinen Pony umgelegt. Kaum hat er einen Sprung vor der Nase, ist er 'Breaker der Profi'. Nach einigen weiter Sprüngen, die Breaker problemlos überwand, sprang ich einen kleinen Parcours, bestehend aus 6 Sprüngen. In der Kombination hatte er beim zweiten Sprung Schwierigkeiten, den passenden Absprung zu finden. Allerdings ließ sich dieses Problem leicht lösen, da Breaker wirklich gut an den Hilfen stand, und ich auch zwischen den Sprüngen gut einwirken konnte, sodass ich ihn beim Absprung gut Hilfe stellen konnte. Nachdem ich die Kombination ein drittes, und ein viertes Mal gesprungen bin. ließ ich die Zügel lang und ritt Breaker für heute trocken. dabei beobachtete ich noch ein wenig Marie und Daitona, die mittlerweile richtig gut zusammengefunden hatten. Offensichtlich war Dai heute gut drauf und etwas spritzig, jedoch wusste Marie ganz genau, was sie da zu tun hatte und machte ihre Sache sehr vorbildlich. Ich klopfte das Pony, hielt ihn auf der Mittellinie an und brachte ihn zurück in den Stall. Ich warf ihm eine Abschwitzdecke über und gab ihm sein tägliches Kraftfutter. Außerdem steckte ich ihm ein paar Möhrchen zu, die hatte er sich wirklich verdient.

      [Isa] Die Anfahrt zum Hof, auf dem Jonquil stand, war kurz. ich fuhr gerade mal 40 Minuten auf der Autobahn und schlängelte danach noch weitere 10 Minuten durch Feldwege und kleinere Straßen. Der Hof war wirklich schön, sehr überschaubar mit 7 Pferdeboxen, aber sehr schön und gemütlich. Ich wurde gleich von Ika empfangen, sie hatte Jonquil bereits fertig gesattelt und begrüßte mich mit einem Grinsen im Gesicht. "Schön Sie kennen zu lernen, Frau Neyer!", sie hielt mir ihre Hand entgegen. "Ebenso, Frau Helms", sagte ich und schüttelte ihre Hand zur Begrüßung. Sie zeigte mir die Stute und erklärte mir, worauf ich zu achten hatte. Jonquil war erst seit einem halben Jahr unterm Sattel, zeigte aber bereits ihre Stärken und Schwächen. "...solange sie viel beschäftigt wird, ist sie gut zufrieden, aber sobald sie sich langweilt, denkt sie sich eben Quatsch aus. Ich bin mir nicht sicher, ob das zur Zeit so eine Phase ist, oder ob das einer ihrer markanten Charaktereigenschaften sein wird. Aber das wirst du gleich selbst merken, wenn du drauf sitzst." Von der Beschreibung her passte ihr Verhalten sehr gut zu dem von Dai und Cosmic, und mit den beiden kam ich auch zurecht.
      Kurze Zeit später fanden wir drei uns auf dem Reitplatz wieder, der Nieselregen hatte aufgehört und die Sonne schien zum ersten Mal heute. Das musste ein Zeichen sein. Die Stute ging fleißig vorwärts und schaute sich in der Aufwärmphase ein wenig um. Jedoch fand sie nichts, wovor sie sich hätte erschrecken können. Ich gab mir Mühe, entspannt und locker zu sitzen, um dem Pferd eine gewisse Sicherheit zu geben und Ruhe auszustrahlen. Nach einigen Minuten gurtete ich fix nach und trabte die Stute an. Sie kaute auf ihrem Gebiss und trabte zügig, aber im Takt. Auch auf Zirkelrunden ließ sie sich nicht verunsichern und hielt ihr Gleichgewicht. Beim angaloppieren hob sie sich kurz heraus, fand aber schnell den Takt wieder und dehnte sich an meinem Zügel. "Sieht doch super aus", kommentierte Ika meinen bisherigen Ritt. "Es fühlt sich auch echt super an", lachte ich zurück. Jonquil lief artig wie ein Uhrwerk und konnte die von mir gestellten Aufgaben gut umsetzen. Nach zwanzig Minuten Reiten ohne Zwischenfall, entschied ich mich dazu, die Zügel lang zu lassen und die Stute trocken zu reiten. "Ich denke, die würde ich schon ganz gerne mit nach Hause nehmen wollen", sagte ich zu Ika. Sie lachte und freute sich sichtlich "Das lässt sich bestimmt einrichten!" Ich marschierte auf, hielt die Stute an und stieg ab. Ich führte die Stute zu Ika herüber, und besprach mit ihr alles weitere. Als wir zum Schluss einen Preis von 2300€ inklusive ihrem Zubehör aushandelten, waren wir beide zufrieden. Ika nahm mir die Stute ab, und wir verabschiedeten und voneinander. Morgen gegen 13.00 konnte ich die kleine Apfelschimmelstute abholen.

      Bericht Tag 3
      [Philipp] "Du hast nicht ernsthaft noch eins gekauft, Isa! So langsam wird es echt voll hier."Sie sah mich mit ihrem Dackelblick an. "Bitte Philipp das ist nicht einmal eine Stunde Fahrt. Ich muss mich noch um die Stellenanzeigen kümmern." Ich seufzte. "Nagut,Isa. Ich erledige das später. Aber du kannst Stefanie Westside anrufen. Heute Abend kann sie ihr Pony wieder mit zu sich nach hause nehmen. Ich wollte ihn heute nur noch eine Gymnastikreihe springen lassen, um den Absprung etwas zu festigen!" Isa sah mich vorwurfsvoll an. "Ich weiß, dass es eilig ist, aber lass mich eben erst das Pony machen. Die Sprungreihe steht noch von Bijous Freispringen in der Halle." Daraufhin presste Isa ihre Lippen zu einer schmalen Linie zusammen. "Nagut. Aber vergiss es bitte nicht!", sagte sie in einem Ton zu mir, in dem eigentlich Eltern mit ihren Kindern sprechen, wenn sie ihre Hausaufgaben erledigen sollten. "Natürlich nicht", versicherte ich ihr. Sie betrachtete mich noch kurz mit einem prüfenden Blick und verschwand dann im Stübchen. Gedämpft hörte ich, ihre Stimme, sie schien mit Frau Westside zu telefonieren.
      "Dann mal zu dir, kleiner Mann." Nachdem Breaker mich gestern so sehr von seinem Können unterm Reiter überzeugt hat, wollte ich ihn heute eine Springreihe gehen lassen, damit er selbst lernt, die Distanzen zwischen den Sprüngen besser einzuschätzen. Ich longierte ihn zunächst auf beiden Händen ab, bevor ich ihn laufen ließ. Zuerst hatten die Sprünge eine Höhe von 40 Zentimetern, doch nach jeder guten Runde erhöhte ich das Maß um jeweils 10 Zentimeter. Die ersten Versuche waren noch etwas wackelig, doch er verstand das Prinzip schnell, sodass er zwischen den Sprüngen einen guten Rhythmus entwickelte und flüssig über die Sprünge hinweg hüpfte. Dieses Training war wohl am effektivsten für den Ponyhengst. Bei der letzten Runde waren die ersten drei Sprünge auf 60 Zentimeter Höhe eingestellt, der vierte auf 80 Zentimeter und der Letzte war einen guten Meter hoch aufgebaut. Mühelos meisterte Breaker die Distanzen und zeigte eine gute Manier am Sprung. Pumpend und schwitzend sah mich der Ponyhengst auffordernd an. Anstatt ihn jedoch eine weitere Runde über die Sprungreihe zu schicken, ging ich auf ihn zu und klopfte seinen Hals. "Gut gemacht, du kleiner Kerl. Weißt du, für jemanden in deiner Größe ist das wirklich schon sehr anständig. Du wirst es auf jeden Fall noch viel Höher schaffen." Ich ließ Breaker an der Longe noch ein wenig Schritt gehen, brachte ihn anschließend auf die Waschplatte und duschte ihm den Schweiß aus dem Fell. Anschließend brachte ich ihn in seine Box und schrieb Isa eine kurze Nachricht, dass alles gut geklappt hat und ich mich jetzt für sie auf den Weg mache.

      Am späten Abend, als ich mit Jonquil im Anhänger wieder auf den Hof kam, erfuhr ich von Isa, dass Frau Westside ihr Pony gut und sicher auf den Anhänger aufladen konnte und ihre Freude über seinen Zustand kaum in Worte zu fassen war. "Ich bin gespannt, ob wir von dem kleinen Pony noch etwas hören werden", sagte ich zu Isa, "er ist gesprungen wie ein ganz Großer." "Naja", sie legte ihren Kopf schief, "wie ich es immer zu sagen pflege: Ponys sind halt die besseren Pferde!" bei ihrem bekloppten Gesicht, das sie dabei zog, musste ich loslachen: "Warum hast du dir denn dann so viele Große angeschafft?!", forderte ich sie heraus. "Man kann halt nicht alles haben, was man will! ich hätte zum Beispiel auch gerne einen Springreiter für meine Pferde gehabt, der Ponys nicht so sehr verachtet!" "Jetzt übertreibst du aber!", entgegnete ich, "außerdem sind ja auch nicht alle Ponys... Nunja... Biestig! Aber die meisten sind es halt doch. Gott sei Dank war Breaker keiner von der schlimmen Sorte. Im übrigen hast du dir ein hübsches Pferdchen ausgesucht, die hat mir gleich gefallen, als ich sie gesehen habe". Ich reichte ihr Jonquils Pass und Besitzurkunde. "Danke! Was Pferdchen angeht, ist unser Geschmack wohl doch recht ähnlich, nicht wahr?" Ich lachte und musste doch zustimmen. Isa brachte Jonquil in ihr neues Heim. Nemax, Macaruja und Waikiki wieherten leise, als der Neuankömmling die Stallgasse heruntergeführt wurde. Magic Attack und Bijou schenkten uns ebenfalls aufmerksame Blicke, während Cosmic vor lauter Aufregung seine halbe Box verwüstete. Jonquil ging angespannt, blieb aber brav neben ihr, und spielte aufgeregt mit ihren Ohren. "Willkommen in deinem neuen Zuhause!", sagte ich zu ihr, und klopfte im gehen ihren Hals.
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      09.11.2017
      | Winterzauber

      Ravenclaw, Mimi Magical, Jonquil, Valerian, Cosmic Dawn, Bijou,
      Shyvana, Nemax, Waikiki, Macaruja, Daitona, Angel's Kiss, Eskari und Kjarkur.

      Ich fröstelte und zog mir mit zittrigen Händen die Ärmel über meine eiskalten Finger. In der Halle war Marie gerade mit Ravenclaw beschäftigt. Sie gewöhnte den kleinen Träumer langsam aber sicher an Sattel und Trense. Er trabte locker an der Longe, und gehorchte Maries Stimmkommandos artig. Janina war ebenfalls in der Halle und bewegte gerade Waikiki. Mit Nemax und Macaruja war sie bereits fertig. Außerdem hatte sie heute erstmals Cosmic unter dem Sattel, um ihn auch in der Dressur fit zu halten. Bisher war der Hengst überwiegend auf dem Springplatz oder im Gelände geritten worden, weshalb er etwas hitzig geworden ist. Philipp hatte sich heute bereits schon Daitona, Valerian, Mimi und Shyvana gewidmet, Marie würde nachher noch Bijou reiten und ich übernehme Jonquil und Angel, während die beiden Reitbeteiligungen sich heute um die Ponyhengste Eskari und Kjarkur kümmerten. Lisa und Emily hatten sich auf meine Anzeige gemeldet. Zwei Freundinnen, die bereits einige Erfahrungen auf Turnieren sammeln konnten, und denen der Reitunterricht einfach nicht genügte. Lisa ist 16 Jahre jung und kümmert sich um den Isländerhengst Kjarkur, währens Emily ein Jahr älter ist und sich Eskari widmet. Die beiden haben sich bisher als sehr zuverlässig erwiesen, und kamen mit den Ponys schnell zurecht.
      Mittlerweile haben sich einige Pferde auf dem Gestüt angesammelt, und wenn in Zukunft noch zwei weitere Warmblutrassen, nämlich Hannoveraner und Holsteiner, in die Zucht mit aufgenommen werden, dann müsste definitiv weiteres Personal eingestellt werden. Jodie übernahm in letzter Zeit die Arbeit im Büro, und wir waren zu viert mit allen 14 Pferden mehr als ausgelastet. Bald würden noch zwei weitere Pferde dazukommen: Ein Holsteinerhengst und eine Hannoveranerstute. Beide waren von interessanter Blutlinie und ansonsten völlig unverbraucht. Philipp hat darauf geschworen, dass der Hengst im Springen sehr weit kommen würde, während die Stute ein kleines Überraschungspaket sein wird. Janina hoffte darauf, dass sie Dressurbegabt ist, denn optisch wäre sie der reinste Knaller mit den vier weißen Stiefeln und dem weißen Schweif.
      ich schaute auf die Uhr. Halb 5, draußen wurde es bereits Dunkel. "Möchtet ihr nachher einen Glühwein oder einen Kakao? Ich geh jetzt ins Stübchen und wärme mich auf", fragte ich in die Halle, worauf hin beide einen Kakao bestellten. "Stelle ich euch dann gleich auf die Bande", sagte ich, und wanderte zum Stübchen. Drinnen war es schön behaglich warm, der Ofen feuerte wirklich gut. Ich drückte den Kakao-Knopf auf dem Automaten, zwei mal, und brachte die Becher nach einer kurzen "Hand-Auftau-Einheit" vor dem Ofen zu den beiden Reiterinnen in der Halle. Janina bedankte sich, hielt Waikiki an und griff nach ihrem Becher. Ich machte mich auf den Weg zu Jonquil, um sie zum reiten fertig zu machen. Die kleine Stute freute sich, mich zu sehen und ich schob ihr wie immer einen Apfel zu. "Huhu meine Liebe", begrüßte ich die Stute, halfterte sie auf und führte sie aus der Box auf die Gasse, wo ich sie festband. Dann nahm ich ihre Winterdecke herunter und musterte das geschorene Fell. Hübsch ist das ja nicht geworden, da müsste ich Philipp noch einen Tacken zu sagen. Ich sah vorerst darüber hinweg und begann damit, die Stute zu putzen. "So langsam wird es richtig kalt, kleine Maus, was?" Als hätte Jonquil mich verstanden, stöhnte sie leise und schloss ihre Augen, ich lachte, und bemerkte das draußen die ersten Schneeflocken rieselten.
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      29.09.2017 | Dressurtraining von E-A

      Pferd: Waikiki
      Trainer: Janina Lohmann

      Noch vor 6 in der Früh war ich im Stall, um mit Waikiki zu trainieren. Später würde auch noch eine Trainingseinheit mit Galantis anstehen, jedoch wollte ich mich zuerst mit Waikiki befassen. Waikiki war schon auf den Beinen und döste in ihrer Box, den Kopf hielt er durch das Außenfenster nach draußen in die Sonne, als würde er die Strahlen für den heutigen Tag tanken wollen. "Na Kiki, wie gehts dir heute?", begrüßte ich die zierliche Stute. Als sie ihren Kopf in meiner Richtung drehte grummelte sie mich freudig an und die Sonne strahlte auf ihren Rücken mit diesen kleinen Dapples, die ich so sehr an ihr mag. Waikiki brummelte mich an und ich schob ihr eine halbe Möhre zu. Sie kaute genüsslich, während ich ihren Kopf kraulte und ihr anschließend das Halfter überstrich. Ich holte sie zum Putzen aus der Box. Das kurzes Fell glänzte und fühlte sich seidig an, wenn ich darüber Strich. Nachdem ich ihren Schweif verlesen und seine Hufe ausgekratzt hatte, holte ich ihren Dressursattel, die Trense, die schwarzen Dressurgamaschen und Glocken. Als das Pferd gesattelt und gezäumt da stand, musterte ich die Stute noch einmal, und Prüfte den Freiraum am Widerrist. Als ich ihn Richtung Reithalle führte, muss ich sie wohl aus einem Tagtraum gerissen haben, denn sie stöhnte kurz, als ich sie aufforderte, loszugehen.

      In der Reithalle gurtete ich nach und saß auf, währenddessen stand sie ganz still da, und wartete geduldig auf mein Zeichen zum losgehen. In der Schrittphase baute ich Seitengänge ein. Waikiki war vom Dressurturnier vor zwei Tagen noch immer recht verspannt, weshalb ich es langsam angehen ließ. Nach Schenkelweichen und Schulterherein auf beiden Händen schnaubte sie zufrieden ab und kaute leise auf seinem Gebiss. Ich fasste die Zügel nach, und ließ Waikiki antraben. Ihre Tritte waren raumgreifend und schwungvoll. Ich ließ sie erst einmal einige Runden ganze Bahn am lockeren Zügel traben, bevor ich sie aufnahm und einige leichte Hufschlagfiguren in die Trabphase einbaute. Auf der rechten Hand ging sie gut und ließ sich locker Biegen, auf der linken war sie noch recht spannig. Ich löste dieses Problem, indem ich auf der rechten Hand mit Außenstellungen und Übertreten auf dem Zirkel arbeitete. Waikiki schnaubte vergnügt, stand gut an meinem Zügel und hielt sich selbst in Position. Nun war sie auch auf der linken Hand zulässiger für meine Hilfen. An der Galopparbeit hatte Waikiki besonders viel Spaß. Sie schnaubte eifrig bei jedem Galoppsprung, ließ sich dabei gut versammeln und verstärken. Ich ließ sie im Arbeitsgalopp auf den Zirkel gehen und verkleinerte diesen langsam aber sicher, bis wir auf den Radius einer engen Volte angelangt waren. Ich versammelte Waikiki so gut ich konnte und spürte, wie gut sie mit ihrer Hinterhand unter den Schwerpunkt setzte. Ich lobte sie, vergrößerte den Zirkel wieder und wechselte schließlich aus dem Zirkel von der rechten auf die linke Hand. Ich wiederholte die Zirkelübung auch links, was meines Erachtens nach wirklich gut klappte. Zwar ließ Waikiki sich nicht so gut versammeln wie auf der rechten Hand, sprang jedoch genügend unter und ließ sich auch so zurücknehmen, dass wir den Radius einer kleinen Volte erreichen konnten. Ich parierte die Stute durch zum Trab, und ließ die Zügel lang. Für heute hatte sie sich gut gemacht. Ich klopfte seinen Hals, und beschloss, sie über den Hof trocken zu reiten. Ich lenkte Waikiki aus der Halle, und freute mich, als uns draußen die strahlende Sonne ins Gesicht schien. Wie aufs Stichwort kam uns Isa entgegen. "Guten Morgen", rief sie uns zu, "du bist heute aber früh! Ich bin eben im Stall und mache Frühstück fertig. willst du auch einen Kaffee?" Ich freute mich: "Guten Morgen! Ja mach für mich einen mit, bitte. Ich gehe noch eine Runde Schritt mit Kiki, dann geselle ich mich zu dir." "Alles klar!" Isa rauschte in den Stall. Besser konnte ein Tag wohl nicht beginnen.
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      07.02.2018 | Hallo 2018!


      NWS Dreamcatcher, Devil May Cry, Nemax, Cosmic Dawn, Bijou, Ravenclaw, Valerian, Golden Ebano, Shiryō,
      Mimi Magical, Jonquil, NWS No Mercy, Belle Fleur, Waikiki, Macaruja, Daitona, Galantis, Shyvana und Black Eyed Smoky.

      "Achte einfach mal auf seine Unterlippe." Marie beobachtete ihr dösendes Pferd nachdenklich. Sie übte gerade das Aufsteigen mit ihrem Rappschwarzen Hengst Ravenclaw. Dabei hat sie mit vehementen Einwürfen seitens Raven gerechnet, doch er entspannte sich so sehr, dass sie an seiner psychischen Anwesenheit zweifelte. Sicherlich waren die beiden mittlerweile miteinander vertraut - Marie hat so viel Bodenarbeit mit ihm gemacht, dass sie mehr Ausdauer als das ein oder andere Pferd in meinem Stall haben musste. Und er entwickelte sich dabei zu einem wahren Goldstück. Es konnte sogar Dinge auf Kommando apportieren, so etwas verrücktes hatte ich zuvor noch nicht gesehen. Marie gab ihm einen Klaps auf seine Schulter: "Huhu Pony, Anwesenheitspflicht." Raven gähnte ausgiebig, und betrachtete Marie mit großen Kulleraugen. Jetzt war er wach. Ich musste schmunzeln. "Dann drücke ich dir mal die Daumen, dass er dir bei den ersten Schrittversuchen nicht einpennt, Marie!" Sie grinste schief und lobte den Hengst, als sie sich über seinen Rücken beugte. Ich machte mich währenddessen auf den Weg in die Stallgasse, um zu füttern.
      Philipp machte gerade Cosmic fertig und war nicht sonderlich gesprächig. Ich wies ihn kurz darauf hin, dass Marie die kleine Halle mit Janina belegt hatte, und er somit nach draußen auf den Platz oder in die große Halle nebenan verbannt wurde. Cosmic schnaubte erschüttert, als würde er das persönlich nehmen. Philipp lächelte kurz und meinte nur: "Soso, das Wildpferd wird also gebändigt." Ich lächelte zurück und stellte Cosmics Futter in einem Eimer vor seiner Box ab. "Schmeiß ihm das nachher noch rein, ja?" Philipp nickte und legte dem großen Fuchs den Sattel auf. In letzter Zeit war es stiller geworden, Janina und Philipp waren mit dem aktuellen Bestand an Pferden absolut überfordert, daher hatte ich einige Anzeigen geschaltet, in denen Verstärkung fürs Team gesucht wird. Es gab tatsächlich auch schon einige Bewerbungen, mit denen ich mich dringend auseinandersetzen sollte. Jodie lag mit der Grippe flach, sodass ich irgendwie doppelt belastet war. Nebenbei mussten auch noch die ganzen Kürtermine geplant und das Training der Pferde getaktet werden. Diese Aufgaben fielen eigentlich in Jodies Bereich, doch jetzt war sie krank. Der Start in das Neue Jahr verlief ebenfalls chaotisch: Zwischen etlichen Körungen lief der Transport zwei neuer Westfalen schief, was nicht nur viel Zeit, sondern auch wertvolle Nerven kostete. Mittlerweile spannte ich für solche Geschichten Janina mit ein, denn diese Frau hatte offensichtlich Nerven aus Stahl. Gedankenumwoben scheffelte ich Hafer und Pellets in die Tröge der Pferde und prüfte mit einem kurzen Blick, ob die Decken noch vernünftig lagen. Das letzte, was wir jetzt noch gebrauchen könnten, wäre ein krankes Pferd. Als alle Pferde versorgt waren, machte ich mich auf den Weg ins Stübchen, machte mir dort einen Kaffee und suchte nach den Bewerbungsunterlagen. Zwischen den Zeilen schaute ich ab und zu durch das große Fenster in die Reithalle, um Raven, Marie und Janina zuzusehen. Mittlerweile saß Marie oben - Janina hatte den Rappen an der Hand und führte ihn vorsichtig einige Schritte vor. Er ging noch etwas zögerlich, machte aber keine Anstalten unartig zu sein. Marie lobte ihr Pferd ausgiebig und ich gönnte ihr diesen Erfolg. Seit sie Ravenclaw hatte, ist sie so viel selbstbewusster geworden. Mit Dai, ihrer kleinen Erzfeindin, hatte sie sich mittlerweile gut zurechtgefunden, was mit Sicherheit auch mit iherer Arbeit mit Ravenclaw zusammenhing. Unwillkürlich musste ich an meine kleine Lieblingsstute Jonquil denken. Sie hatte auch enorme Fortschritte gemacht. Während ich sie zuhause trainiert habe, hat Philipp sie zu einigen Turnieren mitgenommen, um mit ihr als Zweitpferd zu starten, und die kleine Apfelschimmelstute erwies sich auf dem Turnier stets als sehr ehrgeizig, wo sie sich zuhause als aufmüpfig erwies. Als würde man einen Schalter umlegen, dachte ich. Ein Fohlen von ihr und Cosmic würde vermutlich wahnsinnig toll werden. Nicht nur vom Potenzial her, nein, sondern auch charakterlich. Ich schweifte in meinen Gedanken ab, bis ich mich träumend auf meinem Platz im Stübchen erwischte. Ich sollte mich wahrlich mit wichtigeren Dingen, wie zum Beispiel dieser Bewerbung von Fabienne, Saskia, Jenny, Tobias und Maximilian. Diese fünf Kandidaten hatte Jodie (vor ihrem krankheitsbedingten Ausfall) bereits in die engere Auswahl sortiert. Unwillkürlich dachte ich an mich, Janina und Philipp. Wir hatten uns damals ganz ungezwungen zusammengefunden. Zuerst zu Pferd als Konkurrenten auf dem Platz, später als Sportkollegen an dem Pommesstand und eines Tages eben auch als Freunde auf dem Reiterball vor ca 6 Jahren. Irgendwie hatten wir uns auf Anhieb gut verstanden, hatten oftmals (auf keinen Fall immer!) dieselben Ansichten zum Thema Pferd und Reiterei, und so kam es zu dem, was im Hier und Jetzt stattfindet. Müde legte ich die Bewerbungen an die Seite und schwelgte in den alten Zeiten...
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      07.07.2018 | Eingekehrte Ruhe


      Millenium GC, For Pleasure, NWS Dreamcatcher, Devil May Cry, Nemax, Cosmic Dawn, Bijou, Ravenclaw, Valerian, Golden Ebano, Shiryō,
      Mimi Magical, Jonquil, NWS No Mercy, Belle Fleur, Waikiki, Macaruja, Daitona, Galantis, Shotgun, Cherrypie, Shyvana und Black Eyed Smoky,
      Eskari, Bajana, Chin Chin, Angels Kiss und Kjarkur, Ciri Riannon, Flavor's Feverdream, PFS Catching Fire und La Cadence.


      Mein Handy zeigt 4:50 an, als ich vergnügt aus dem Stall ging. Die Pferde waren alle gefüttert und versorgt, ich konnte jetzt noch kurz etwas Schlaf nachholen, mich später in die Sonne legen und den Stall den Händen meiner Mitarbeiter überlassen. Heute habe ich ausnahmsweise mal frei. Nachdem wir unsere kleine Familie um zwei weitere Bereiter und zwei Pferdewirte erweitert haben, ist der Alltag (verhältnismäßig) um einiges entschleunigt worden. Turnierwochenenden waren noch immer stressig, aber sobald unser LKW, auf den tatsächlich 5 Pferde passen werden, finanziert wird, würde auch das leidige Fahren zu den Turnierplätzen ein Ende nehmen. Unseren Pferden geht es zur Zeit prächtig, einzig unser Neuankömmling For Pleasure hatte etwas mit der Umstellung zu kämpfen. Der große Fuchs hat den Besitzer schon des öfteren gewechselt, doch hier sollte er nun seinen Endplatz genießen. Philipp hat ihn geleast, wollte noch ein wenig aus ihm herauskitzeln, sodass er eines Tages als Deckhengst einsetztbar ist, und letztenendes dann sein Gnadenbrot hier auf dem Gestüt genießen darf. Seine Erfolge im Springen, und auch seine Rittigkeit hatten mich gleich überzeugt, sodass ich ihn mit der Stute Millenium GC, welche die Mutter unserer Galantis ist, kaufte. Damit wurde der Hannoveranerbestand enorm erweitert. Außerdem durften neben den beiden Hannoveranern auch zwei Stuten hier einziehen: Die Holsteinerstute Shotgun und die Trakehnerstute Cherrypie. Beide lebten sich schnell ein und Cherrypie konnte unter Janina sogar schon einige leichte Klassen im Springen erfolgreich abschließen. Jetzt würde die Stute sicherlich von Philipp weiter geritten werden, um auch in den hohen Klassen erfolgreich zu sein. Insgesamt läuft alles gut, denn neben den Pferden haben sich auch vier weitere Mitarbeiter gut eingelebt. Malte und Saskia zählen zu den beiden neuen Bereitern, wobei beide mit dem Schwerpunkt Springen zu uns auf den Hof kamen. Die beiden Pferdewirte, Alexander (kurz Alex gennant) und Pierre waren ebenfalls nun Teil des Teams. Zuerst herrschte eine gewisse Zurückhaltung, jedoch legte sich diese Stimmung schnell, da alle vier "Neuen" eine super aufgeschlossenen und sehr umgängliche Art hatten. Marie machte mit Raven stetig Fortschritte. Der umgängliche Rappe lässt sich mittlerweile in allen Grundgangarten Reiten und lässt sich auch bei neuen Aufgaben nicht aus der Fassung bringen. Marie entwickelte sich mit dem Pferd, und sie traute sich mit meinen Pferden auch immer mehr zu. Mit Daitona hat sie sich mittlerweile wirklich angefreundet. Sowohl Dressuraufgaben als auch kleine Hüpfer waren mit der hitzigen Rappstute keine Probleme mehr. Jodie hatte einiges mit ihrem Shop zu tun, der eigentlich schon im Februar hätte eröffnen sollen, wegen ihrem Krankheitsbedingten Ausfall verzögerte sich die Eröffnung allerdings. Insgesamt schien alles seinen Lauf zu nehmen: Die Turniertage liefen zur Zeit gut, unsere Fohlen kamen alle gesund zur Welt und die Atmosphäre am Stall war wirklich toll.
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      20.12.2018 | Weihnachtszeit

      Nemax, Macaruja, Weltfriede, Belle Fleur, Waikiki, NWS No Mercy und NWS Dreamcatcher

      Bibbernd saß ich an der Bande und sah dem regen Treiben in der kleinen Halle am Haupthaus zu. Langsam aber sicher haben sich auch die wetterfestesten unserer Bereiter in die überdachte Reithalle zurückgezogen um dem kalten und nassen Wetter zu entkommen. Aufgrund der Wetterverhältnisse musste der Geländeplatz gesperrt werden - noch in der letzten Woche hat sich Daitona beinahe mit Marie hingelegt. Die beiden tasten sich langsam aber sicher an die ersten Sprünge, und Marie kommt mit der wilden Stute immer besser zurecht. Nicht ganz unschuldig daran ist womöglich ihr kleiner Rapphengst Ravenclaw. Dank seiner gelassenen Art hat sie einiges an Selbstvertrauen gewinnen können. Bei seiner Ausbildung lief alles ohne Vorfälle einwandfrei. Er ließ sich mittlerweile in allen Grundgangarten reiten und arbeitete stets aufmerksam mit.
      "Soll ich euch mal den Spiegel aufschieben?", fragte ich Philipp, der gerade dabei war die ersten Runden auf Catchy zu zu reiten, und Marie, die gerade mit Ravenclaw an den Seitengängen arbeitete. Ein wildes "Ja!" kam allerdings von Janina aus der hintersten Ecke. Sie bereitete aktuell Galantis für die Krönung vor, und war äußerst gut mit der Entwicklung der Stute zufrieden. Mittlerweile war sie auf einem sicheren A-Niveau und Janina arbeitete auf die ersten L-Lektionen hin. Die fliegenden Galoppwechsel werden zwar erst in der M abgefragt, jedoch beherrschte Galantis diese jetzt schon. Zwar nicht schön, aber das Prinzip saß! Lachend schob ich die Hallentür auf, machte mich zum Spiegel und schon dann auch diesen auf. Catchy fand das alles äußerst spannend, was selbst den griesgrämigen Philipp amüsierte. Er stellte den jungen Hengst vor den Spiegel, und ließ ihn sich bestaunen. Der kleine gepunktete Vollbluthengst war von sich sehr begeistert und prustete, sodass der Spiegel an seinen Nüstern beschlug. "Soll ich euch im Stübchen schon einmal den Kamin anfeuern und Kaffee bereitstellen?", fragte ich Philipp, während ich Catchys sehnigen Hals tätschelte. Er hatte sich wirklich zu einem Prachtkerl entwickelt. "Was für eine Frage!", entgegnete Philipp. Und so machte ich mich auf den Weg zum Stübchen, wo ich das kleingehackte Feuerholz vom Stapel nahm und in den Ofen legte. Danach machte ich mich daran, in der Futterkammer das Abendessen für die Pferde vorzubereiten. Mittlerweile ist der Bestand zu groß geworden, dass ich und Jodie noch zwei weitere Stallungen anbauten. Ich war wirklich stolz auf das, was wir mittlerweile geschaffen hatten und vor allem war ich auf unsere wunderschöne Nachzucht stolz. La Cadence, unser erstes Stutfohlen hat ihre beiden Fohlenschauen als Gewinnerin verlassen dürfen. Mit diesem Erfolg hat niemand von uns gerechnet. Die Konkurrenz war nämlich in beiden Fällen wirklich sehr stark, und dennoch haben wir uns so gut mit der Kleinen präsentiert, dass wir eine Schleife mit nach Hause nehmen konnten. Das Jahr 2018 können wir in jeder Hinsicht wirklich positiv beenden.
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      30.04.2019 | Tanz in den Mai

      Nemax, Cosmic Dawn, Bijou, For Pleasure, Valerian, Golden Ebano, Fix the Flame, Yuno, Daitona, Macaruja, Jonquil, Millenium GC, Galantis, Flashlight, Shyvana, Devil May Cry, PFS' Catching Fire, Eskador, Weltfriede, Waikiki, NWS Noblesse, NWS Checkmate, Bluegrass, Marvel, Ciri Riannon, Flavor's Feverdream, La Cadence, Civil War, Shotgun, Mimi Magical, Belle Fleur, Shiryō, Ravenclaw, NWS No Mercy, Cherrypie und NWS Dreamcatcher

      Unser Pferdebestand wuchs und wuchs. Der Nachwuchs war mehr als zufriedenstellend und Jodie und ich waren wirklich glücklich in unserem kleinen Paradies. Heute war ein warmer, sommerlicher Tag. Die Sonne schien und es herrschten Temperaturen von 20-22°. Das beste Wetter um den tag draussen zu verbringen. Das galt ebenfalls für die Pferde: Ich hatte sie schon gegen 5 Uhr in der Früh auf die Weiden verteilt, wo sie sich eifrig über das Gras hermachten. Insgesamt sahen alle Pferde gut aus, und hatten die Wurmkuren, die sie zum Anweiden bekommen hatten, gut weggesteckt. Am schönsten war der Anblick auf der Hausweide, wo die Stuten mit ihren Fohlen standen. Die kleinen strotzen nur so vor Lebensenergie und galoppierten wie die Weltmeister von morgen über die Weide. Besonders auf La Cadence war ich persönlich so stolz: Die kleine konnte in den beiden ersten Fohlenschauen überzeugen und räumte gleich zwei mal als Gewinnerin ab. Das war einfach die schönste Bestätigung, die man sich als Züchter wünschen kann. Nun wuchs sie langsam aber sicher zu einer selbstbewussten Jungstute heran. Ihr hübsches zierliches Köpfchen war das markanteste an ihr, in edler dunkler Jacke wird sie auf jeden Fall einiges her machen. Während ich am Zaun stand und die wilden Halbstarken begutachtete stellte Philipp sich neben mich und fragte: "Und? von welchen wirst du dich in den kommenden jahren trennen?" Dabei konnte er sich ein Grinsen nicht verkneifen, er wusste ganz genau, dass sie alle bleiben würden. "Pff...", machte ich nur. "Ich denke an Flavor's Feverdream." Ich versuchte wirklich überzeugend zu klingen, doch er durchschaute mich sofort "Das beste Springblut?", er tat geschockt, musste gleichzeitig allerdings wieder grinsen. Ich gab mich geschlagen. "Quatsch, sowas würde ich doch nicht machen", sagte ich und musste auch ein wenig grinsen. "Mit dem wirst du alles springen können, da bin ich mir sicher. Selbst wenn er klein bleibt - Du bist ja auch nicht der Größte unter den Springreitern!" Ich lachte und klopfte ihm die Schulter, er jedoch machte das betroffenste Gesicht auf Erden. Diesmal fiel ihm nichts ein, zumindest nicht schnell genug. "Falls er klein bleibt, bleibe ich eben bei Pleasure und Yuno, die beiden reichen mir völlig aus!" "Soso", ich zog die eine Augenbraue hoch "Und was ist wenn die beiden in dieser Saison Dressur laufen sollen?" Er sah mich erschüttert an: "Nicht dein Ernst!" Diesmal kaufte er es mir ab. Ich lachte und er grinste wieder. Wir standen zusammen da und schauten uns die Fohlen gemeinsam an. Heute war ein anstrengender Tag. Gemeinsam mit Jodie, Marie und Janina haben wir den Größten Teil der Pferde bewegt bekommen, die anderen hatten heute einen Koppeltag. Das würde sicher auch nicht schaden. Doch bei der Masse an Tieren musste das individuelle Training sehr gut organisiert werden. Mittlerweile hatte jedes Pferd seinen Trainingsplan, den Jodie während ihrer Krankheit für jedes einzelne ausgeklügelt hatte. Das war wirklich hilfreich, und vor allem half es dabei, die Pausen besser zu timen. Der Abend verlief locker und entspannt. Wir grillten zusammen, lachten, tranken etwas (die Minderjährigen Reitbeteiligungen, die ebenfalls eingeladen warn, zu kommen, bekamen selbstverständliche nur alkoholfreie Getränke) und feierten unsere gemeinsamen Erfolge.
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    Gestüt von der Nordwacht
    Hochgeladen von:
    Flair
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    4 Sep. 2018
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    Grunddaten:

    Name: Waikiki
    Rasse: Westfale
    Geburtsjahr: 2014
    Geschlecht: Stute
    Stockmaß: 1,65
    Farbe: Fuchs
    Abzeichen: unterbrochene Blesse, 4x gestiefelt


    Besitzdaten:

    Besitzer: Flair
    Vorbesitzer: -
    Ersteller: Flair
    VKR: Flair

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    Abstammung:

    von: Wastl


    von: Gurgeltos

    [von: - aus der: -]

    aus der: Melaia

    [von: - aus der: -]


    aus der: Royal Rubina


    von: Ice Breaker

    [von: To Where The Skies Are Blue aus der Colour's Blind]

    aus der: Cassini's Girl
    [von: - aus der: -]

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    Körung:

    Zur Zucht zugelassen: nein
    [Gewinnerthema]
    [Schleife]

    Richtspruch Exterieur:
    [folgt]

    Richtspruch Interieur:
    [folgt]


    weitere Zuchterfolge

    keine


    Zuchtdaten

    Stammt aus der Zucht: -
    Eingetragene Zucht: nicht zugelassen

    Nachkommen:
    keine

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    Zuchtdaten:

    Zur Zucht zugelassen: nein
    Nachkommen: keine
    Eingetragene Zucht: -

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    Charakter:

    Die kleine Fuchsstute ist sehr aufgeweckt und neugierig. Im Umgang ist sie beinahe anstrengend. Wenn
    sie jedoch von ihrer festen Bezugsperson genügend beschäftigt wird, ist sie ausgeglichen, entspannt und
    freut sich über die ihr gestellten Aufgaben. Sie ist erst seit kurzem unterm Sattel, benimmt sich jedoch
    hierbei sehr gut und besticht durch ihre geschmeidigen Gänge und ihr angenehmes Temperament. Auch
    beim Freispringen zeigte sie bisher einen guten Sprung. Dieses Talent wird unterm Sattel mit Sicherheit
    ebenso aufblühen, wie ihr Dressurtalent.

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    Ausbildungstand:

    Dressur: S***
    Springen: E

    Gelände: E
    Distanz: E

    Rennen: E
    Western: E
    Fahren: E


    Schwerpunktdisziplinen: Dressur
    Eignung: Dressur, Springen, Gelände

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    Turnier- und Zuchterfolge:

    3. Platz beim 461. Dressurturnier

    3. Platz beim 464. Dressurtuernier
    3. Platz beim 473. Dressurturnier
    2. Platz beim 505. Dressurturnier
    2.Platz beim 509. Dressurturnier
    2. Platz beim 512. Dressurturnier

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