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Bracelet

VK Gunna Whiz ♥

HG (c) Jackie / Gigolo x Goodbye Graceful <3

VK Gunna Whiz ♥
Bracelet, 12 Apr. 2017
Mohikanerin, Zion und Veija gefällt das.
    • Bracelet
      Alte Berichte

      Neuzugang auf der Gips Reminder Ranch
      by Veija

      "Caleb! Caleb!", schrie ich durch unser Haus, doch der junge Mann hörte mich mal wieder nicht. "Verena, was ist denn?", fragte Alexis, die genauso verdutzt schaute wie Aaron. "Grace bekommt ihr Fohlen und ich erreiche keinen Tierarzt. Caleb hatte ja schonmal bei einer Geburt geholen.", quasselte ich aufgeregt vor mich hin, ehe Caleb dann doch die Treppe runterkam. Als ich ihm aufgeregt erklärte, was los war, lächelte er einmal und nahm mich in den Arm. "It's not her first foal, cool down", sagte er lässig und ging, nachdem ich ihn in die Seite geknufft hatte, doch mit mir in den Stall, um bei der Stute zu warten. Ich öffnete leise die Boxentür, da lag das kleine nasse Hengstfohlen schon im Stroh und schüttelte seinen Kopf. "U see?", fragte Caleb mich, woraufhin ich nun doch lächeln musste.
      Ein paar Wochen waren nun vergangen, seit der Kleine Nano das Licht der Welt erblickt hatte. Caleb, Alexis, Aaron und ich hatten uns auf den Namen Gunna Whiz geeinigt. Natürlich hatte sein Name mit "G" anfangen müssen, weil beide Elternteile auch mit G anfingen.
      Kurz schaute ich aus dem Fenster: Ich hatte vor ein paar Tagen den Versuch gewagt, Amarula + Aquila und Grace + Nano zusammen auf eine Koppel zu bringen, bis ich die Fohlen absetzen würde. Amarula benahm sich auch außerordentlich freundlich, weshalb ich da keine Bedenken hatte und froh war, dass die beiden Kleinen jemanden zum spielen hatten. Alles in allem wuchsen meine zwei Zuchtfohlen gut heran.


      Pflegebericht für alle meine Pferde - ,,Darling''
      by Veija

      Schon früh am Morgen waren meine Mitarbeiter und ich auf den Beinen. Schließlich stand heute eine Art "Frühlingsputz" an, in dem wir alle Pferde bewegen wollten und ihnen ein wenig Aufmerksamkeit zukommen lassen.
      Wir begannen im Stutentrakt, wo Caleb, Aaron, Alexis, Aliena und ich nacheinander Bella, Princess, Devil Rosy, Amarula, Shadow, Summer und Like Honey and Milk in die Führanlage brachten, ehe wir uns um die Boxen kümmerten. Nach einer halben Stunde waren diese wieder sauber, so dass wir in jede Box einen Sack "Streupellets" schütteten, ehe wir die Heunetze auffüllten, das Wasser kontrollierten und jedem Pferd seine Ration Kraftfutter dosierten. Dann kamen die 8 Pferde wieder rein. An eine Pause war jedoch nicht zu denken, da wir nun Angelic Desolation, Bailey, Goddess, Croatoan, Sheza, Crow, Grace & Pluie in die Führanlage brachten, ehe wir auch deren Boxen ausmisteten. Raised from Hell und Annie blieben im Stall. Annie sollte sich noch ein wenig einleben, bevor es an die Arbeit ging. Raised from Hell bekamen wir nur mit Mühe ausgemistet, da sie noch nicht wirklich händelbar war. Seufzend schüttelte ich den Kopf. Sie war wohl ein Pferd, dass man brechen musste, um mit ihr arbeiten zu können. Caleb und ich würden uns in der nächsten Zeit wohl mit ihr beschäftigen müssen... Nun kamen die 8 wieder rein und stürzten sich auf ihr Kraftfutter.
      Weiter ging es zu den Hengsten. Gen, Spooky, Funky, Ali, Winny, Blue, Flint und Pathy kamen ebenfalls in die Führanlage. Siku stellten wir in den Round Pen, Sol kam kurz auf die Koppel. Zues stand noch immer in Penals eingezwängt auf einem Stück der Koppel, weshalb wir ihn nicht ausmisten mussten. Erneut waren wir nach einer guten halben Stunde fertig, so dass alle Pferde wieder in ihre Boxen zurück konnten- ganz zum Leidwesen von Sol, dem das bisschen Gras, was zur Zeit auf der Wiese war, sichtlich schmeckte.
      Weiter ging es zu den Vollblütern, wo wir in den letzten Tagen zwei Neuzugänge bekommen hatten.
      Erneut brachten wir die Pferde in die Führanlage. So waren Hell, Nova, Jagger, Faster, Abby, Zucker, Manni und April innerhalb 5 Minuten in Bewegung. Faster stellten wir in den Round Pen, da wir ihn nicht gerne mit den Stuten zusammenliesen. Nach etwa einer halben Stunde waren wir soweit fertig, dass die Pferde wieder reinkonnten.
      Es war fast geschafft, denn es fehlten nur noch 2 Stallteile. Nun waren wir also bei den Sportpferden angelangt: Gipsy kam auf die Koppel, Skrudi, Vin, Haengur und Glaeta kamen zusammen mit Ops, Oca, Snuff und Heart in die Führanlage. Emilio, Antrax, Maracuja, Callus und Kunis stellte ich auf verschiedene Koppeln. Für die Pferde viel zu schnell waren wir fertig mit der Arbeit, denn sie wollten liebend gerne noch weiter grasen. Doch alles fanden wieder ihren Platz in ihren Boxen.
      Nun gingen wir zu den Jungpferden in den großen Offenstall. Lächelnd begrüßten wir Lil, Holly, Action, King, Enjoy, Striga, Gulrót, Peppy, Dawn, Wildfire, Harley, Charly, Secret, Wusel, Náttdís, Aquila, Nucu und Nani. Wir verbannten alle Fohlen aus dem überdachten Bereich des Stalls, so dass wir in Ruhe ausmisten konnten. Aliena und Alexis gingen zudem noch über die Koppel und äfpelten diese ab. Als wie fertig waren, konnten die Fohlen und Jungpferde wieder unter den überdachten Teil. Es fing nun ziemlich stark an zu regnen, weshalb alle unter Dach wollten. Natürlich spielte Wildfire wieder mit dem Stroh und schmiss alles durch den Stall. Lachend schauten wir den Tieren zu, ehe wir überlegten, ihnen beim nächsten Misten auch Pellets zu geben. Doch uns war es lieber, die Fohlen schliefen im warmen Stroh.
      Wieder im Hauptstall angekommen, zog mich Caleb zur Seite. "So... something changed", sagte er unerwartet zu mir und ich merkte, wie mein Herz in meiner Brust hämmerte. "Something changed?", fragte ich ihn. "Yes, darling", sagte er in seinem charmanten Ton. In letzter Zeit hatte er mich immer öfter darling genannt, ohne dass er mir wirklich aufgefallen war- naja, jetzt viel es mir auf. "I'm sorry..", sagte er noch leise, ehe er seine Lippen auf die Meinen presste. Völlig verwirrt reagierte ich einfach gar nicht und stand stocksteif vor ihm, ehe ich den Kuss leicht erwiderte. Viel zu plötzlich löste er sich von mir und verschwand einfach in der regnerischen Nacht. "Wow..", sagte ich leise und strich mir über die Lippen, bevor ich ein unterdrücktes Lachen hörte. Aaron hatte uns gesehen. "Na was der Kerl vorhat...", sagte er unschuldig und zuckte mit den Schultern. Natürlich wusste er über Calebs Vorhaben bescheid, doch er wollte mir nichts verraten. Verwirrt ging dann also zurück ins Haus, wo ich mich nach dem Duschen sofort ins Bett legte.

      Pflegebericht für alle meine Pferde - Thunderstorm? Are you kidding!?
      by Veija

      Benommen schaute ich auf die Uhr. Schon 12? Draußen krachte es einmal laut, was mich zusammenfahren lies. Der Wetterbericht hatte doch Recht behalten. Es schüttete wie aus Eimern und immer wieder zuckten Blitze vom Himmel, gefolgt von einem höllischen Lärm. Ich stand auf und blickte nach draußen. Ich konnte meinen Augen kaum trauen! Da standen meine Pferde, im Gewitter!
      Sofort war ich hellwach und zog mich mehr schlecht als Recht an, ehe ich nach unten stürmte und meine Mitarbeiter zusammenrief: "WER von euch hat die Pferde raus gestellt?!", fragte ich die vier doch keiner wollte mir antworten. "Leute, Regenjacken an und ab! Guckt dass die alle zurück in den Stall kommen!", fauchte ich sie an und zog mir ebenfalls meine Regenjacke an, ehe ich zu den Zuchtstallungen stürmte. Bella, Amarula, Grace und Nova bekam ich alle zusammen in den Stall, ehe mir Brother, Spooky und Funky schnappte und sie in den Stall brachte. Eigentlich musste ich die Pferde nur von ihren Paddocks in den Stall scheuchen, doch das war leichter gesagt, als getan. Schließlich sahen alle Boxen aus wie Sau, weil sich noch niemand erbarmt hatte, diese zu misten. Kurz seufzte ich. Also musste ich nachher ran.
      Nun ging es weiter zu den Vollblütern. Hell, Jagger, Faster, Augen auf, Zucker und Wild Reflex waren von der Koppel schon wieder in ihrem Stall. Lamperd, Nyanda, Sacramento, Scoubidou, Seattle Slew, Pria und Horror brachten Caleb und ich noch zusammen in ihre Stallungen. Auch die beiden Stalltrakte der Vollblüter waren noch nicht gemacht. Seufzend verdrehte ich die Augen und machte mich nun mit Caleb und Aaron im Schlepptau auf zum Trainingsstall. Zum Glück hatten Aliena und Alexis schon fast die Hälfte der Pferde im Stall! So befanden sich Genuine, Gipsy, Lil Princess, Skrudi, Wimpy, Cherokee, What Lies Ahead, Gun and Slide, Moon, Summertime, Dawn of Hope, Emilio. Like Honey and Milk, Flintstone, Sympathy for the Devil, Goddess, Sheza, Sweety und Siku schon im Stall. So holten wir zu fünft noch Náttdís, Eldrian, Solitary, Pluie, Cauldron, Annie, Silver, Blue Gun, Possible Pasts, Smoking Chex, King Gun, Sue und Ravi in den Stall. Auch ihre Boxen mussten alle noch gemacht werden, doch zunächst gingen wir zu den Jungpferden am Offenstall.
      Crescent Wolf, Crow, Holly, Harley, Ocarina, Raised from Hell, Lena, Striga, Aquila und Peppy Ann kamen in den Offenstall für die Stuten, dessen Stalltür ich schließen konnte, damit die Pferde für den Tag drin blieben. Zues musste leider in seinem provisorischen Paddock bleiben, so Leid es mir tat. Wildfire, Omira, Kunis und Gunna Whiz kamen in ihren Offenstall, wo ich ebenfalls die Tür schloss. Seufzend trug ich nun jedem auf, welche Pferde er zu misten und zu füttern hatte.
      Also ging ich in den Zuchtstall und kümmerte mich um die dortigen Pferde. Im Moment erwartete keines der Tiere Nachwuchs, was auch nicht so schlecht war, denn ich war ja gerade erst dabei, eine Zucht aufzubauen. Da konnten die Tiere ruhig noch ihr Leben genießen, fernab vom täglichen Training. Eigentlich hatten es die Zuchtpferde und die Jungpferde bei mir am Besten. Sie konnten den ganzen Tag fressen und ihr Leben genießen.
      Kurz lachte ich, ehe ich kopfschüttelnd den Stall verlies. Ich war schon fertig und bereitete nun das Mittagessen vor, was wir um geschlagene 17 Uhr essen würden. Tja, die Pferde gingen eben vor.

      Pflegebericht für alle meine Pferde - Destiny
      by Veija

      Langsam reckte ich mich in meinem Bett, ehe ich mich dann doch begannte und aufstand. Nach einer kurzen Dusche, die mal wieder sinnlos war, da ich in einer Stunde wieder nach Pferd riechen würde, zog ich mir eine Jeans und ein kurzes, kariertes Hemd an. Natürlich durfte mein Hut nicht fehlen, wobei ich heute einen schwarzen anzog. Meine Haare band ich davor noch zu einem tiefen Zopf, ehe ich in meine Boots schlüpfte und nach unten an den Frühstückstisch ging, den Aaron freundlicherweise schon gedeckt hatte. "Danke", sagte ich zu ihm, ehe ich mich an den ansonsten leeren Tisch setzte. "Wo ist der Rest?", fragte ich ihn dann, worauf er nur mit einem schulterzucken antwortete. Auch gut, dachte ich mir und schmierte mir mein Brot, ehe ich die neuste Post checkte, die seit neustens Nachts mit der Zeitung kam. Es war mir ganz recht, da ich Post sowie Zeitung dann schon am Frühstückstisch lesen konnte, allerdings tat mir der Postbote leid, da es nachts doch ein wenig ungemütlich hier draußen wurde- besonders im Winter.
      In letzter Zeit bekam ich vermehrt Bewerbungen zu Praktikas oder Ausbildungen, ja auch Jobanfragen! "Eigentlich könnten wir hier noch Unterstützung gebrauchen, oder Aaron? Besonders wenn wir bald auf das neue Gestüt ziehen.", sagte ich mehr zu mir selbst als zu ihm, ehe ich ein Räuspern in der Tür vernahm. Da stand ein fremder junger Mann in Jeans und Karohemd, der bestohlen zu Boden sah. "Ja, bitte?", fragte ich ihn, ehe ich einen Blick hinter ihn warf. Dort stand Caleb und schaute mich mit hochgezogenen Augenbrauen an. "Mein Auto ist hier in der Nähe liegen geblieben, ich habe eine kleinen Isländerhengst dabei und wir wussten nicht wohin, leider habe ich hier mit meinem Handy keinen Empfang", erklärte er mir kleinlaut, ehe ich einen Blick mit Caleb tauschte und ihm zunickte. Das hieß, dass der Fremde wohl keine bösen Absichten vorhatte und ich mit Aaron zusammen wohl mit ihm klarkommen würde. "Wo ist dein Pferd denn?", fragte ich ihn dann, ehe ich ein fremdes Wiehren hörte und nach draußen sah, wo ich einen kleinen Red Dun farbenen Isländerhengst sah, der wie verrückt um Alexis herumtänzelte.
      "Gut, lass uns mal nach deinem Pferd schauen", sagte ich und stand auf. Er wollte zwar protestieren, ich stahl mich jedoch einfach an ihm vorbei und ging zu dem Hengst der sich panisch umsah. "Whoaaaa", sagte ich leise und beruhigend zu dem Tier und nahm ihn Alexis aus der Hand, ehe wir auf den Stall zugingen. "Ich stelle ihn gerade in eine Box, abseits meiner Pferde, dann kann er sich ein wenig beruhigen, ehe wir den Wagen holen und zu deinem Auto fahren, okay?", fragte ich ihn und wartete die Antwort nicht ab, vernahm jedoch aus dem Augenwinkel ein kurzes Nicken.
      "Wie heißt er denn?", fragte ich ihn beiläufig und nickte dann. "Dynur, ein schöner Name", erwiderte ich dann, ehe Caleb schon mit dem Pick Up auf dem Hof stand, in den der Fremde und ich einstiegen. "Wie heißt du eigentlich?", kam es mir dann in den Sinn, ehe ich einen Blick über die Schulter zu dem Mann warf, der auf der Rückbank des Pick Ups Platz genommen hatte. "Riley", sagte der junge Mann leise. "Riley Fortin." "Ein schöner Name.."murmelte ich noch, ehe auch ich mich vorstellte. "Ich bin Verena O'Connor und der Herr hier neben mit ist Caleb O'Dell."
      Nun waren wir auch an seinem Auto angekommen, welches sich Caleb sofort anschaute. In dieser Zeit unterhielt ich mich weiterhin mit Riley, da Caleb ihm unmissverständlich erklärt hatte, dass er niemanden brauchte, der ihm über die Schulter schaute. "Nimm's ihm nicht krumm, er ist eben so", erklärte ich ihm schulterzuckend, worauf hin er mich nur fragend ansah. "Wo wolltest du eigentlich hin?", fragte ich ihn dann. "Ach.. ich fahre ein wenig durch die Gegend, immer auf der Suche nach einem Job", antwortete er mir und Caleb blickte kurz mit einer hochgezogenern Augenbraue zu mir, ehe er sich die Hände an seiner Hose abklopfte und zu uns kam."Der hier fährt nirgendwo mehr hin, der Motor ist hin", erklärte er Riley, der die Hände über dem Kopf zusammenschlug. "Und jetzt?", murmelte er eher zu sich selbst als zu uns, dennoch beantwortete ich seine Frage für ihn: "Da du ja ein Pferd hast, wirst du ja wohl reiten können. Wie wärs wenn du ein paar Tage bei uns bleibst und im Stall bei den Pferden hilfst, dafür brauchst du nichts zu bezahlen?", fragte ich ihn und er nickte dankend. "Gut, lass uns zurückfahren, wir rufen einen Abschleppdienst."
      Eine gute Stunde später waren wir samt seinem Auto und Hänger auf der Ranch. Riley ging natürlich sofort zu seinem Hensgt, der sich grummelnd an ihn schmiegte.
      Ich räusperte mich kurz. "Nichts da, an die Arbeit junger Mann!", sagte ich lachend und ging mit ihm zum Offenstall, wo die Jungpferde standen. Wir hatten vorher noch Kraftfutter gemischt, welches wir in die Futterraufen im Stall schütteten. Außerdem standen verteilt auf den Koppeln Eimer, damit auch die rangniedrigeren Pferde Energie bekamen. Viele verteufelten ja das Kraftfutter bei Jungpferden, da es nur in den Kopf gehen solle, doch ich war ein totaler Befürworter. Man sah es den Tieren an, dass sie allmählich immer kräftiger wurden.
      Zunächst ließ sich kein Pferd blicken, ehe ich laut nach ihnen rief.Zu erst kamen Crescent Wolf, Magnificient Crow und Natsu's Little Harley. DIcht dahinter Miss Holly Golightly und Snapper Little Lena, wobei diese nie bei der Gruppe waren sondern immer den Eimer nahmen, der am weitesten vom Stall weg war.
      Ocarina of Time kam auch noch zum Stall, während Raised from Hell nie zum Fressen kam. Das würde noch lustig werden mit der Stute, dachte ich mir seufzend und betrachtete Striga und Princess Peppy Ann, die sich immer mehr angefreundet hatten in letzter Zeit. Auch Aquila T Mistery und Bella'S Dun Gotta Gun standen immer zusammen und hielten sich auch ein wenig vom Stall weg, da sie zusammen mit Gunna Whiz die jüngsten Vertreter waren.
      Bei den Stuten fertig ging es zu den Hengsten. Wildfire kam sofort auf uns zugerannt und wollte seine Streicheleinheiten abholen, die Riley ihm auch gab. Kunis kam auch sofort zu uns, während Lil Nucu Omira sich ein wenig Zeit ließ, dann aber auch zu uns kam. Zues bekam kein Kraftfutter, der hatte genug Energie und zeigte sie uns jedes Mal aufs Neue, wenn wir zu ihm gingen. "Was ist denn mit dem passiert?", wollte Riley wissen. "Ich habe ihn vom Schlachter aus schlechter Haltung geholt, wurde leider viel zu früh von der Mutter getrennt und war immer Rangniedrigster. Aufgrund seiner Farbe, da ich ja auch auf Farbe züchte, konnte ich den Hengst nicht stehen lassen. Mal schauen, was aus ihm wird", erklärte ich ihm, ehe wir zu den Vollblütern gingen.
      Die Pferde waren auch aufgeteilt nach Stuten und Hengsten und standen bei dem schönen Wetter alle auf der Koppel. Die übliche Bande, also Drag me to Hell, I've got the moves like Jagger, Faster, Augen auf ich komme, Zuckerschock und Wild Reflex, kamen sofort angelaufen, als sie uns mit den Eimern sahen. Rasch waren sie im Stall am Trog, um die ersten zu sein, die etwas zu fressen bekommen. Nyanda, Praimos Ruffia Kincsem, My lovely Horror Kid und Deadly Ambition ließen sich deutlich mehr Zeit, ehe sie doch langsam in den Stall kamen. Gott sei Dank vertrugen sie sich alle super gut, weshalb es be ihnen nie Kämpfe oder ähnliches gab.
      Bei den Hengsten waren Firewalker und Lamperd recht schnell bei uns, ehe nach und nach Sacramento, Scoubidou und Seattle Slew kamen, die sich wohl nich nicht so wohl bei mir fühlten- leider. Nun schauten wir in der Zuchtstallung vorbei, wo alle Pferde auf ihren Paddocks standen. Lächelnd bekamen Bella Dun Del Cielo. Spooks Gotta Gun, Supernova, Funky Powerbabe, Amarula van Helsing, Goodbye Graceful, Hollywood's Silver Dream, Soul Sisters Brother of Time und Stormbringer, meiner neusten Ergänzung der bunten Truppe, ihr Futter. Im Trainingsstall trafen wir kein Pferd an, da diese alle auf der Koppel standen und sich den Bauch vollschlugen.
      Je nach Training bekamen dann Genuine Lil Cut, Cielos Double Dun It, Lil Princess Gun, Skrúður
      Wimpys Little Devil, Cherokee Rose, What Lies Ahead, Gun and Slide, Dancing Moonrise Shadow, Lovely Summertime, Crusing's Dawn of Hope, Emilio, Like Honey and Milk, Flintstone, Sympathy for the Devil, Comeback of a fallen Goddess, Sheza bat Cat, My sweet little Secret, Siku, Náttdís, Eldiran Antrax, Solitary, Marly's Pluie, Cauldron of Renascence, Annie get your Gun, My Blue Gun, Your possible Pasts, Hot Smoking Chex, Hollywood's King Gun, Black Sue Dun It, Ravi, Blazing Flame, Snuff, HGT's Enjoy Nature, Ahyoka und schließlich die zwei neusten Woodstock Lady und Call of Pripyat ihr Futter. "Fertig", sagte ich und sah auf die Uhr. Ich war um 6 aufgestanden, um 18 Uhr waren wir jetzt fertig mit den Pferden. "Ach Dynur fehlt noch, oder?", fragte ich ihn und ging wieder in die Futterkammer, wo wir das Futter für den jungen Hengst vorbereiteten, dem Riley es dann auch gleich brachte.
      Nun gingen wir rein und setzten uns an den Küchentisch, wo meine anderen Mitarbeiter schon etwas gekocht hatten. Zusammen aßen wir zu Abend, ehe wir ins Büro gingen und ein wenig Papierkram regelten. "Ab sofort bist du auf Zeit hier eingestellt, Riley. So wie du heute mit den Pferden umgegangen bist, kannst du auch gerne länger bleiben, da wir hier dringend neue Unterstützung gebrauchen könnten!", erklärte ich ihm doch er nickte dankend ab. "Ich bleibe erstmal diesen Monat, dann können wir ja weiter sehen", erklärte er lächelnd, drückte mir die Hand und verließ mein Büro.
      Nach einem Blick auf den Kalender stockte mir fast der Atem. Morgen würden Catalina und Clarence kommen!
      Schnell schlich ich mich also ins Bett, um morgen ausgeruht früh aufzustehen.

      Besuch bei den ,,Kleinen''
      by Veija

      Als ich mein Tagebuch zuschlug musste ich schon lachen. "Die Kleinen", hatte ich eben noch hineingeschrieben, dabei waren sie ja gar nicht mehr so klein. Ich legte das Buch weg und schaute aus dem Fenster, von dem ich die Kleinen natürlich nicht sehen konnte. Kurz seufzte ich, zog mich an und ging dann nach unten, um zum Offenstall zu gehen. Vorher schaute ich jedoch bei Zues vorbei. Endlich hatte ich verstanden, dass ich nicht alleine mit ihm klar kam, weshalb ich mir Hilfe gesucht hatte. Die ehemalige Besitzerin von Stormi hatte sich angeboten, mir ein wenig unter die Arme zu greifen. In den nächsten Tagen würde entweder sie, oder ihr Mitarbeiter Hansi vorbeikommen, um sich das Tier mal anzuschauen.
      Dann ging es zum Offenstall, wo ich mir zunächst die Hengste anschaute. Wildfire xx kam brav auf mich zugetrottet und holte seine Streicheleinheiten ab. "Braver Junge, was?", sagte ich und kraulte seinen Schopf, ehe ich ihn zur Seite schob und ein paar Mal laut pfiff. Wildfire legte zwar kurz die Ohren an, drehte sich aber dann irgendwann weg und fing an zu fressen. Dann kamen auch schon Lil Nucu Omira und Gunna Whiz angetrabt, die sich wohl ziemlich angefreundet hatten. Doch auch Bella's Dun Gotta Gun, Call of Pripyat, Dynur fra Frelsi, Bellamy' O, Days Gone By, Kunis und Funky's Wild Berry waren nicht weit und nach und nach, kamen alle angetrottet. Ich kontrollierte alle Pferde auf äußere Verletzungen, äpfelte den kleinen Paddock und den Offenstall ab, füllte das Heunetz nach und ging dann zu den Stuten rüber.
      Sofort angetrottet kamen Snapper Little Lena und Miss Holly Golightly. Die beiden waren sehr, sehr groß geworden in letzter Zeit und kamen auch bald in den Trainingsstall. Nur Lenas Blindheit machte mir zu schaffen, doch damit würden wir auch klar kommen. Nun piff ich, wie bei den Hengsten zuvor, ein paar Mal, ehe schon die ersten Pferde zu mir kamen. Striga und Natsu's Little Harley waren ganz vorne dabei, Raised from Hell und Ocarina of Time hoben erst gar nicht die Köpfe. Plötzlich stupste mich jemand von hinten an, ehe ich Aquila T Mistery's Schopf streichelte und mich weiter umsah. Magnificient Crow und Crescent Moon standen auch weiter hinten auf der Koppel, kamen jedoch ebenfalls angetrabt, als ich noch einmal pfiff. Ich kontrollierte alle Pferde auf äußere Verletzungen, äpfelte Paddock und Stall ab, ehe ich die Heunetze befüllte. Dann ging ich auch schon wieder ins Haus, um mich dem Papierkram zu widmen.

      The Prisoners
      by Veija

      Es war Anfang Oktober, 5 Uhr morgens. Das Wetter war bescheiden- eher schlecht als recht, denn es regnete. Ab und zu donnerte es auch, aber es war ja auch Gewitter gemeldet- schon wieder. Heute würden wir die Sonne wohl nicht zu Gesicht bekommen, doch das brauchten wir auch nicht, denn wir würden heute mit der gesamten Mannschaft ins Gefängnis fahren. Warum? Tja, das wussten die anderen auch noch nicht. Zu erst mussten wir jedoch die Pferde füttern, weshalb wir alle ja auch schon um 5 Uhr aufstehen mussten. Alexis übernahm den Verkaufsstall, Caleb kümmerte sich um die Zuchtstallung, Aliena übernahm die Vollblüter und Aaron später die Jungpferde. Zu guter Letzt übernahm ich die Trainingspferde.
      Als wir damit fertig waren, sprangen wir alle schnell unter dich Dusche, packten etwas zu essen ein und machten uns mit dem 7-Sitzer und dem Pick Up auf den Weg zum Gefängnis, wo wir eine Aktion unterstützen wollten, die jugendlichen Kriminellen half, wieder festen Boden unter den Füßen zu bekommen. Es dauerte gute 2 Stunden, ehe wir am Gefängnis ankamen, die Autos am Parkplatz parkten und erstmal alle Sachen im Auto ließen, die wir wahrscheinlich nicht durch die Sicherheitskontrolle bekommen hätten. So blieben alle Handys im Auto und auch Caleb ließ, wenn auch wiederwillig, sein Messer im Wagen. So gingen wir also "unbewaffnet" zum Eingang und wurden sofort in eine große Mensa geführt, wo die Gefangenen schon auf uns und andere Rancharbeiter warteten. Ich hatte eine Präsentation vorbereitet, so wie die anderen auch, die wir den Gefangenen zeigen würden, damit sie eine Ahnung davon hatten, was sie auf den Höfen erwartete. Beim Rundumblick fielen mir sofort 4 Personen ins Auge, drei Jungs und ein Mädchen, die zusammen an einem Tisch saßen, wovon zwei Jungs den dritten argwöhnisch ansahen. Dieser grinste sie jedoch nur süffisant an und das Mädchen legte ihm eine Hand auf den Arm, sagte ihm etwas und schon wandte er den Blick wieder nach vorne, während die anderen beiden Jungs ihn noch seltsam anschauten. "Schaut euch die vier da hinten mal an", sagte ich zu meinen Mitarbeitern und sie nickten. Caleb setzte ebenfalls sein süffisantes Grinsen auf und schaute damit das Mädchen der vier an. Von dem Jungen rechts von ihr, der ihr sehr ähnlich sah, bekam er einen ziemlich eindeutigen Blick ab, so dass Caleb den Blick abwendete. Nun erhob der Chef des Gefängnisses das Wort.
      "Da nun alle eingeladenen Personen angekommen sind, herzlich willkommen Ihnen allen. Sie wissen hoffentlich alle warum Sie hier sind", begann er seine Rede und uns wurde etwas zu trinken gebracht. "Von einem Gefängnis in Colorado wissen wir, dass die Arbeit mit Pferden Jugendliche stark verändern kann. Sie alle", sagte er und zeigte zu erst auf die Gefangenen, dann auf uns: "haben ein besseres Leben bei diesen Leuten verdient. Sie werden die Chance haben, auf einer Ranch zu leben und zu arbeiten, wieder zur Schule zu gehen und sich ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Die Arbeit auf der Ranch wird so lange dauern, wie sie Ihre Gefängnisstrafe hier eigentlich absitzen müssten. Wenn sie dann Fuß gefasst haben, können sie selbst entscheiden, ob sie weiterhin auf der Ranch bleiben wollen, oder ob Sie einen anderen Weg einschlagen möchten. Ich wiederhole es nur gerne noch einmal, es ist eine riesen Chance für Sie, etwas aus ihrem Leben zu machen. Ruinieren Sie sich das nicht. Over and out.", sagte der stämmige Mann zum Schluss noch und gab das Wort an die erste Ranch. Insgesammt standen 7 Ranches zur Auswahl, wovon wir die letzte waren, die sich vorstellte. Ich schmiss meinen Stick in den Laptop, startete die Präsentation und wandte mich den Jugendlichen zu.
      "Hallo und herzlich willkommen auch noch einmal von mir und meinen Mitarbeitern. Ich bin Verena O'Connor, das ist meine Cousine Alexis O'Connor, das Aaron Felhorn, Caleb O'Dell, Aliena O'Dell und unser neusterZugang Riley Fortin. Wir kommen von der Gips Reminder Ranch in Kanada und möchten Sie heute aufmerksam auf unseren Hof machen.", sagte ich und atmete einmal tief durch. Es waren doch viele Augen die mich anstarrten und wissbegierig zwischen der Leinwand und meinen Mitarbeitern hin und her sahen. Nun ergriff Caleb das Wort, der nicht so nervös war und mir einfach nur unter die Arme greifen wollte, obwohl er keine Ahnung von der Präsentation hatte. "An erster Stelle steht das Wohl der Pferde auf unserer Ranch. Ich sag es Ihnen sofort klipp und klar wie es ist. Sehen wir einen von euch, der die Pferde misshandelt, seinen es unverdiente Schläge, Tritte oder Sonstiges, sei es mutwillig falsch gemischtes Futter...", sagte er und merkte, wie das Mädchen, welches sich als Octavia herausstellte große Augen machte. "Ja Octavia, man kann ein Pferd umbringen, wenn man sein Futter falsch mischt. Das ist so. Also wo war ich.. ach ja.. wenn ihr den Pferden Leid antut, geht es für euch zurück ins Gefängnis. Es kommt jedoch auf die Schwere des Vergehens an, wir werden da jedoch nicht zimperlich sein. Wenn ihr jedoch meint, euch gegenseitig an die Gurgel zu gehen, dann schön. Wir schicken euch nicht zurück, aber ihr müsst mir Konsequenzen rechnen..", erklärte er und ich räusperte mich, damit ich wieder die schönen Seiten des Ranchlebens erläutern konnte. "Zur Zeit besitzen wir um die 60-70 Pferde. Es kommen und gehen immer andere Pferde, so dass ihr nie mit den Selben arbeiten werdet. Wenn ihr also mit uns auf den Hof kommt, sollte euch bewusst sein, dass wir euch zunächst einen Monat beobachten, wie ihr füttert, mistet, Pferde auf die Koppel bringt, im Haushalt helft und und und.. Bemerken wir besonderes Interesse an den Pferden, bringen wir euch das Reiten bei und ihr dürft uns auf Turniere und Ausritte begleiten.", erklärte ich und setzte dann zu meiner ersten Frage an. "Wer von euch ist denn schon einmal geritten?", fragte ich die jungen Menschen und sah zu meiner Erleichterung, dass Octavia aufzeigte. Ich schenkte ihr ein kurzer Lächeln und sah dann in die Runde. Es sah relativ karg aus. "Wer von euch möchte denn reiten lernen?", zaghafte Hände hier und da, Octavias Hand ganz weit nach oben gestreckt. Die anderen 3 an ihrem Tisch hoben ebenfalls kurz die Hände. "Gut", sagte ich. "Sehr gut. Wisst ihr warum ihr auf der Gips Reminder Ranch besonders gut aufgehoben seit? Wir haben viele Pferde der Westernsparte, Quarter und Paint Horses. Wir haben jedoch auch zwei Missouri Foxtrotter, die es nicht so oft gibts. Zudem haben wir eine ganze handvoll Englische Vollblüter, wir haben Dressur, Spring, Distanz und Military Pferde. Eininge sind auch im Fahrsport tätig. Isländer und Ponies gibt es auch!", erklärte ich ihnen freundlich und sah, wie Octavia sich zu dem Mann an ihrer rechten wandte und ihm freudenstrahlend etwas erzählte. Er strich ihr sanft über den Arm und bewegte sie dazu, wieder nach vorne zu schauen. "Ihr werdet also eine riesige Auswahl an Pferden haben, mit denen ihr täglich arbeiten könnt. An Wochenenden gilt es auch früh aufstehen, auch wenn ihr abends mal raus feiern wart.. ja, das dürft ihr bei uns auch. Jedoch kommt immer einer oder ein paar von uns mit. Wir sind schließlich auch noch jung und möchten das Leben genießen.", sagte ich und lachte kurz, als Caleb mir einen vorwurfsvollen Seitenblick zuwarf. "Ich denke das war alles, wenn ihr noch fragen habt kommt gerne hier zu uns rüber. Danke für eure Aufmerksamkeit!", beendete ich meine Rede und setzte mich unter Applaus wieder an unseren Tisch. Wir redeten eine ganze Weile mit den jungen Leuten, erklärten ihnen noch mehr über den Hof und verließen dann mit den anderen Arbeitern den Raum. Wir bekamen Mappen vorgelegt und sollten uns die Jugendlichen näher anschauen. Es dauerte eine ganze Weile, ehe wir alle Mappen durch hatten und uns wirklich für die 4 entschieden, die ich mir am Anfang schon ausgesucht hatte. Zu meiner Freude hatte jeder der 35 Jugendlichen einen Platz auf einer Ranch gefunden... Voraussetzung war, dass sie dort hin wollten. Auf einer Liste die uns vorgelegt wurde, standen die Namen derer drauf, die auf unsere Ranch wollten. Es waren 7 Leute, von denen wir vier sicher mitnehmen würden, die anderen 3 waren unsicher, weshalb wir zunächst die sicheren Kandidaten verkündeten. "Bellamy Blake, Octavia Blake, Finn Collins und Jonathan Murphy, wenn ihr möchtet, könnt ihr mit zu uns", sagte ich ihnen und die vier nickten. Sie durften aufstehen und ihre Sachen zusammenpacken. Nun standen noch 3 Leute auf unserer Liste.
      Emily, Grace und Ethan. Ich schaute meine Mitarbeiter kurz an. Wir hatten im Auto keine Plätze mehr frei, da im Pick Up nur 3 Sitze waren. Sie schüttelten bedrückt den Kopf. "Leider können wir im Moment nur 4 neue Arbeiter aufnehmen, doch ich weiß welche Ranches euch gerne hätten, da werdet ihr es auch sehr gut haben!", erklärte ich Emily, Grace und Ethan. Ich schüttelte ihnen die Hand und wir 6 machten uns dann zu unseren vier auf. Sie stellten sich uns nochmal einzeln vor und Jonathan wollte einfach nur John oder Murphy genannt werden.
      "Finn und Murphy zu mir, Bellamy und Octavia zu Caleb", sagte ich freundlich und hielt Finn und Murphy die Tür auf, so dass sie in den 7-Sitzer steigen konnten. Bellamy und Octavia gingen zusammen mit Caleb in den Pick Up. Die restlichen Mitarbeiter kamen mit zu mir, so dass es auch gleich losgehen konnte. Die Fahrt dauerte nicht allzulange, so dass wir recht schnell am Hof ankamen und Octavia ohne zu warten aus dem Auto raussprang, um sich umzusehen. Ich wollte ihr noch nachrufen, da nickte mir ihr Bruder, wie ich erfahren hatte, zu und sprang ihr hinterher, um sie am Arm fest zu halten. "O, warte doch", sagte er leise und schaute etwas eingeschüchtert zu mir rüber. Finn und Murphy waren auch schon ausgestiegen und schauten sich mit großen Augen um. "Willkommen in eurem neuen Zuhause!", sagte ich freundlich und blickte in 4 endlos zufriedene Gesichter. "Ich habe euch 2 Zimmer fertig gemacht, eins mit 3 Betten, eins mit 2. Wenn es für dich, Octavia jedoch oke ist, können du und dein Bruder zusammen in einem Zimmer schlafen, anstatt du alleine und die drei Jungs zusammen?", fragte ich sie und sah, wie sie fragend zu ihrem Bruder sah. "Okay, dann das Einzelzimmer. Die Zimmer liegen ja nebeneinander", sagte ich und zeigte auf ihr Gepäck. "Holt euer Zeug, ich zeig euch die Zimmer. Und ihr anderen, ab an die Arbeit!", frügte ich mit Nachdruck an, weil ich sah, wie Caleb mich wieder angaffte. "Caleb, now", sagte ich lachend und gab ihm einen Klaps gegen den Arm. Entschied mich dann jedoch, Caleb mitzunehmen. Ich traute John und Bellamy noch nicht so wirklich über den Weg, vor allem da sie sich die ganze Zeit herablassend anschauten. "Das klappt ja mit euch 3 auf einem Zimmer, oder?", fragte ich skeptisch und schaute zwsichen den 3 Jungs hin und her. "Ja..", sagte Bellamy dann und setzte ein Lächeln auf, ehe er seiner Schwester einen Arm um die Schultern legte und sie zu sich heran zog. Er flüsterte ihr etwas ins Ohr, ehe sie zu strahlen anfing und sich umschaute. "Ich glaube, ich habe genau das richtige Pferd für dich, Octavia", sagte ich und zauberte ihr ein noch größeres Lächeln ins Gesicht. Unterwegs kam uns Amy Lee entgegen, die auch erst seit kurzem hier war. "Amy hat zur Zeit ein Einzelzimmer, aber falls du dich mit ihr verstehst, Ocativa, könnte ihr gerne zusammen in eins", erklärte ich lächelnd, nachdem ich Amy vorgestellt hatte. Dann waren wir an den Zimmern angekommen und ich ließ die 4 in Ruhe auspacken. In der Zwischenzeit ging ich runter in die Küche und bereitete einen kleinen Snack vor, da die vier bestimmt Hunger hatten. Zwischendruch kam Amy in die Küche, um zu fragen, was sie arbeiten solle. In der letzten Zeit ging leider alles etwas drunter und drüber, weshalb die Arbeitspläne natürlich auch hinterher hingen. "Geh die anderen fragen welche Pferde noch übrig sind, die kannst du dann arbeiten", sagte ich lachend. "Spätestens in zwei Tagen sind die neuen Pläne fertig, dann hast du fest zugeteilte Pferde", erklärte ich ihr und fing Octavia ab, die schon fertig mit auspacken war. Sie setzte sich an den Tisch und aß meine Snacks mit Freude, während sie etwas über ihr bisheriges Leben erzählte. Auch Bellamy, Finn und Murphy kamen nach einer Weile in die Küche, um sich zu uns zu gesellen.
      Dann gingen wir zum Offenstall, wo die Jungpferde der Gips Reminder Ranch standen. Nach und nach stellte ich ihnen die Pferde vor. Snapper Little Lena, Miss Holly Golightly, Striga, Natu's Little Harley, Raised from Hell, Ocarina of Time, VK Aquila T Mistery, Magnificient Crow, Crescent Wolf, Blossom Magic, Invest in Enterprise, VK Funky's Wild Berry, Day Gone By, das namenlose Fohlen, welches wir Bellamy 'O tauften, Dynur fra Frelsi, Call of Pripyat, VK Bella's Dun Gotta Gun, Kunis, VK Gunna Whiz, Lil Nucu Omira, Wildfire xx und Zues. Octavia war sofort von den Fohlen begeistert, während Murphy sich besonders für Zues interessierte. Na das konnte ja was werden, dachte ich mir lachend und ging dann mit den vier in den Stall. Zu erst waren die Zuchpferde dran: Amarula van Helsing, Bella Dun Del Cielo, Cherokee Rose, Funky Powerbabe, Goodbye Graceful, Hollywood's Silver Dream, Souls Sisters Brother of Time, Sacramento xx, Spooks Gotta Gun, Stormbringer, Supernova, Wimpys Little Devil und Yoomee. Anscheinend war kein Pferd dabei, was den vier gefiel. Aber das lag wahrscheinlich auch daran, dass sie sowieso nicht mit ihnen arbeiten durften. Dann ging es weiter zu den Vollblütern: Drag me to Hell, I've got the moves like Jagger, Faster, Augen auf! Ich komme, Zuckerschock, Wild Reflex, Nyanda, Scoubidou, Seattle Slew, Priamos Ruffia Kincsem, My lovely Horror Kid, Deadly Ambition, HGT's Massacre Boy, Chocolate Dream und Versatilely Gold. Hier war Octavia nun Feuer und Flamme. Sie wusste gar nicht, welches Pferd sie als nächstes Steicheln sollte. Kurz lachte ich. "Leider dauert es noch eine ganze Weile, bis du eines von diesen reiten darfst, Octavia.", entmutigte ich sie und sah ihr an, wie enttäuscht sie war. "Naja, vllt darfst du dich bald mal auf Chocolate Dream setzen", sagte ich lächelnd und zeigte ihr den Hengst, der ihr brummelnd die Nase entgegenstreckte. "Der ist wunderschön", sagte sie leise und streichelte über seine Nase. "Ja, das ist er."
      Flink klapperten wir nun die Pferde im Trainingsstall ab: Siku, Firewalker, Solitary, Skrúður, Eldrian Antrax, Cauldron of Renascence, Ravi, Blazing Flame, Snuff, Ahyoka, Horror Halloween, Nojrsodsch, Maracuja Limes, Bijou, Náttdís van Ghosts, Genuine Lil Cut, What Lies Ahead, Gun and Slide, Lovely Summertime, Sympathy for the Devil, Comeback of a fallen Goddess, My sweet little Secret, Marly's Pluie, Crusing's Dawn of Hope, Annie get your gun, My Blue Gun, Your possible Pasts, Hot Smoking Chex, Sheza bat cat, HGT's Enjoy Nature, Woodstock Lady, Ciel.os Double Dun It und Lucy never say goodbye.
      Spätestens jetzt war mindestens ein Pferd dabei, wofür sich die vier begeistern konnten. Außer natürlich Octavia, denn sie war für jedes Pferd zu begeistern. "Ich hoffe, euch hat der kleine Rundgang gefallen und ihr habt ein Pferd gefunden, das ihr später mal arbeiten möchtet.", erklärte ich ihnen fröhlich. "Doch bis da hin, ab an die Arbeit", fügte ich nun lachend bei und drückte jedem eine Mistgabel in die Hand, mit denen ich sie in die Boxen schickte, wo die Pferde schon auf der Koppel standen.

      Aushilfe bei den Jungpferden
      by Canyon

      Normalerweise fuhr ich ja nur auf die Gips Reminder Ranch, wenn ich mal wieder ein paar der vielen Pferde trainieren wollte, heute war meine Hilfe aber in einem ganz anderen Gebiet gebraucht. Verena hatte sich bei mir gemeldet, weil es mal wieder auf der großen Ranch jede Menge Arbeit gab und die Mitarbeiter bereits mit all dieser überfordert waren. Natürlich freute ich mich darauf, die Ranch und ihre Pferde mal von ganz anderer Seite kennenlernen zu dürfen.
      Zum Glück war ich zur Zeit ganz in der Nähe unterwegs gewesen, weswegen der Weg nicht allzu lang war, wie normalerweise. Außerdem passierte ich dadurch bereits früh am Morgen die Hofeinfahrt, wo mich Verena sofort freundlich begrüßte, denn mittlerweile kannten wir uns schon recht gut.
      Da Verena jedoch gleich wieder an die Arbeit musste, rief sie nach Octavia, welche ich bereits bei meinem letzten Mal auf der Ranch hatte kennenlernen dürfen. Das junge Mädchen erinnerte mich immer wieder an die Schwester meines Freundes Shadow, denn sie ähnelten sich nicht nur im Aussehen, sondern in ihrem ganzen Verhalten.
      Auch Octavia schien nicht sonderlich daran interessiert, mit mir ein Gespräch anzufangen, führte mich jedoch gleich zu meiner ersten Arbeitsstelle und erklärte mir, was wir jetzt tun würden.
      Als erstes auf meiner Liste standen alle Jungpferde der Ranch, was nicht gerade wenig waren. Sie lebten in einem Offenstall, wo sie ganztägig Auslauf hatten.
      Wir begannen bei den Stuten; Eine bunt gemischte Herde verschiedenster Farben. Die erste Stute, welche vor mir stand, hatte eine besondere Scheckung und so wie mir Octavia erklärte, hieß sie Crimetime und war Bereits eine etwas ältere Ponystute. Crime folgte uns auch hinein in den Offenstall, wo wir die Tränken kontrollierten und dann die Heunetze wieder frisch auffüllten.
      Mittlerweile hatten sich mehrere um uns gescharrt und Octavia kam kaum noch hinter her, mir alle Namen zu nennen, welche ich mir sowieso nicht merken würde.
      »Die Fuchsstute da hinten heißt Blossom Magic und daneben, das ist Colonel's Charity, die beiden sind noch recht scheu.«
      Außerdem zeigte sie mir noch die neuste Stute auf dem Gestüt It's me, Amira!, sowie noch die hübsche Natsu's Little Harley und VK Aquila T Mistery. Nachdem sich alle an mich als neue Person gewöhnt hatten, ließen sie sich auch ohne Probleme streicheln, was ich auch sehr ausführlich tat. So viele junge Stuten hatte ich schon lange nicht mehr um mich gehabt! Zusammen mit Octavia untersuchte ich dann alle Jungpferde noch nach Verletzungen, zum Glück hatte keiner welche, und weiter ging es zu den Junghengsten, welche auf der anderen Seite des Stalls standen.
      Auf den ersten Blick zählte ich sechs und Octavia bestätigte diese Vermutung, als sie mir all ihre Namen nannte.
      Der älteste und auch größte von den Hengsten war ein braunes Vollblut namens Wildfire xx, welches flott auf uns zu kam, als Octavia seinen Namen rief. Auch das hübsche Paint Horse VK Gunna Whiz folgte seinem Weidefreund und mit ihm kamen auch die anderen langsam angetrabt. Besonders niedlich war der kleine Bellamy' O, welcher neben den anderen wie ein Spielzeugpferd aussah. Er hielt sich etwas im Hintergrund, kam schließlich auch zu uns, als sich alle anderen um uns versammelt hatten. Bei den Hengsten fingen wir mit dem Streicheln und nach Verletzungen absuchen an, was genauso viel Spaß wie bei den Stuten machte.
      Lil Nucu Omira schien etwas in Spiellaune, beruhigte sich jedoch etwas, als er merkte, dass jetzt erstmal Streicheln angesagt war.
      Vorallem VK Funky's Wild Berry, ein weiteres hübsches Paint Horse, genoss meine intensives Streicheln und lief mir auch hinter her, als ich mit Octavia in den Offenstall ging, um dort nach dem Rechten zu schauen.
      Auch hier füllten wir das Heu nach und kontrollierten die Tränken, doch zum Glück war auch hier alles in Ordnung, sodass Octavia und ich die Arbeit den den Jungpferden beendeten und zum nächsten übergingen.
    • Bracelet
      Abschied und Ankunft
      ..von Gunna VK Whiz
      3. April 2016

      ,,Riiing. Riiing.'' Der Bauch des lilafarbenen Spielzeugdinosauriers, welcher mich soeben jagte, begann nun doch tatsächlich zu läuten und meine Stute, Dreamy, wieherte nun auch nicht mehr sondern gab ein ebenso furchtbares Geräusch von sich. Oh. Ich träumte offensichtlich. Nicht, dass ich das bei dem drei Meter hohen T-Rex bemerkte, oder an der Tatsache, dass er ein grell strahlendes Horn auf der Stirn hatte, neein.
      Zurück in der Realität angekommen fuchtelte meine Hand wild umher; auf der Suche nach diesem nervenden, ohrenbetäubenden Lärm verursachenden Ungetüm das sich Wecker nannte.
      Maulend erhob ich mich dann aus dem Bett wie eine totschicke Vogelscheuche, eher ersteres, und schleppte mich ins Bad, wo ich nun endlich wieder vermenschlichte. ,,Braace.'',rief eine Stimme aus dem Hintergrund. Ich gähnte, wenig beeindruckt dessen, dass nun mein Stallknecht einfach mal so in meinem Badezimmer stand, doch da erinnerte er mich doch wieder daran, dass ich heute zu Veiu, wie ich sie nun immer zu nennen pflegte, aufbrechen wollte und damit hob sich meine Stimmung augenblicklich.
      Ich suchte nämlich schon lange nach einem geeigneten Westernpferd, vorzugsweise einem hübschen, sportlichen Hengst, mit welchem ich aktiv am Westernsport teilnehmen konnte, was mich schon seit einiger Zeit sehr reizte. Und wo würde man denn sonst ein westernorientiertes Spitzenpferd finden? Ja, Veiu war wirklich die perfekte Ansprechpartnerin und da ich neulich schon einmal eine Stute bei ihr gekauft hatte und sie bereits oft meine eigenen Pferde trainiert hatte wusste ich bereits aus Erfahrung, dass es die beste Entscheidung war mein Pferd bei ihr zu kaufen.
      So sollte es sein. Ich stieg also in mein Auto und fuhr bis ich schließlich auf der Gips Reminder Ranch ankam.
      Hier wartete auch schon Veiu, begrüßte mich total lieb und führte mich dann in ihren Verkaufsstall, wo ich mir zwei gekörte Hengste ansehen wollte, weshalb ich eigentlich hier war.
      Soul Sisters Brother of Time, ein bildhübscher, gekörter Painthorsehengst sowie der ebenso gekörte und wunderschöne Hollywood's Silver Dream. Dennoch sollte es bei keinem der Beiden passen, weshalb ich zugegebenermaßen etwas enttäuscht war. Doch dann grinste deren Besitzerin mich breit an und schnappte mich. Neugierig dackelte ich ihr fragenstellend hinterher, doch sie antwortete mir nicht. Ehe ich mich versah befanden wir uns mitten im Offenstall der Jungpferde.
      Und da sah ich ihn: Ein unfassbar schönes Jungpferd in einer Farbe, wie ich sie noch nie zuvor gesehen hatte. Ein Hengst, das war deutlich zu erkennen: Er strotzte nur so vor Kraft und Energie, wie er da mit einem Kumpel herumsprang, und um mich war es geschehen. Veiu, welche wohl meine Reaktion sofort richtig gedeutet hatte, grinste nun noch breiter, schwieg erst und sah mir zu, wie ich meinem Herzenspferd zusah. ,,Ein tolles Pferd, nicht wahr?'',fragte sie dann etwas später. ,,Wow, ja. Was für ein Traum von einem Pferd.'',gab ich zurück. ,,Das stimmt.'',lachte Veiu: ,,Nano, heißt er. Genaugenommen VK Gunna Whiz. Dark Dappled Palomino Tovero heißt seine Fellfarbe'' ,,Etwas anders als eure langweiligen Rappe, Fuchs, Brauner Pferde, ne?'',neckte sie mich anschließend mit Anspielung auf meine Trakehner. Ich lachte, woraufhin mir noch einiges über den Schönen erzählt wurde.
      Er passe einfach perfekt. Klar, es käme wohl viel Arbeit auf mich zu, da Nano noch nicht mal annähernd Lektionen beherrschte oder gareingeritten war, also nicht das fix fertige Verlasspferdchen auf dem ich sofort Westerntraining nehmen konnte und Turniere Besuchen würde, aber dies machte die ganze Sache noch reizvoller für mich. In meinem Kopf ratterte es sofort: Bodenarbeit um Vertrauen aufzubauen, Schrecktraining, beginen ihn zu Longieren, ihn mit Trense, Sattel und dem übrigen Kram bekannt zu machen, seine ersten Erfahrungen mit ihm erleben können, schließlich das Anreiten miterleben und seine ganze Entwicklung zu verfolgen. Ja, das war es, was ich wirklich wollte.
      ,,Naaano.'',riss es mich aus den Gedanken. ,,Huch, was?'',murmelte ich aufgeregt. Der wunderschöne Schecke spitzte sofort seine Ohren, blieb auf der Stelle aus der Bewegung stehen und betrachtete uns aus der Ferne. Sein Kumpel, Balla's Dun Gotta Gun, tat es ihm gleich. ,,Wiieh?'',schien er Nano zu fragen.
      Da setzte sich VK Gunna Whiz auch schon in Bewegung. Er kam her! Mein Herz hüpfte einmal im Kreis und anschließend über einen 2x2m Oxer. Wie wunderschön er doch war: Sein Fell glänzte im Sonnenschein, seine blonde Mähne wehte movielike im Wind und dann dieser beeindruckende Schritt. Da stand er auch schon vor uns. Erst widmete er seine Aufmerksamkeit Veiu, schaute fragend. Dann schwenkte er seinen großen Kopf zu mir und beäugte mich mit seinen strahlend blauen Augen. ,,Na du?'',fragte ich sanft und ließ ihn etwas an mir schnuppern. ,,Du kannst ihn ruhig angreifen, das ist er gewohnt.'',sagte Veitsch. Ich grinste und tat dies vorsichtig an seinem Hals, was ihm zu gefallen schien. Im Vergleich zu einigen meiner meist sehr heißblütigen Trakehnern überraschte mich seine Ruhe wirklich ungemein. Er schien ein wirklich gutmütiges Pferd zu sein, dennoch keine Schlaftablette, wie ich bereits zuvor beim Toben mit Bella's Dun Gotta Gun, feststellte. Dies sah man ihm aber auch in seinen Augen an, die wirklich wunderschön hell und wach waren.
      Nachdem ich ihn und seinen Freund noch etwas gestreichelt hatte drückte mir Veiu einen Strick in die Hand, welchen ich an Nanos Halfter befestigte. Sie tat dies ebenso bei Missy, wie sie den Grullohengst nannte. ,,Na dann drehen wir mal eine Runde auf dem Hof und du schaust wie ihr Zwei zurecht kommt.'',sagte sie und ging voraus. Ich folgte ihr mit Nano, welcher gehorsam nicht zu schnell und nicht zu langsam neben mir her ging. So ging es dann die besagte Runde um den Hof, bei welcher ich mir nun absolut und zu 110% sicher war, dass VK Gunna Whiz mein Pferd werden würde.
      Als wir die Beiden dann etwas an der Hand grasen ließen besprachen wir dies auch und Veiu war einverstanden: Er sollte mir gehören.
      An diesem Tag brachten wir zuerst die Pferde wieder in den Stall, plauderten dabei und danach noch sehr lange und ich hatte eine sehr angenehme Nacht im Gästehaus.
      Am nächsten Morgen ging es für mich dann nochmals nach Hause, wo ich drei Tage lang Zeit hatte eine Box vorzubereiten, passendes Futter, ein Koppelhalfter und alles weitere nötige für meinen neuen Youngster zu besorgen.
      Dann, endlich, kam der Tag der Tage. Ich würde Nano heute abholen kommen und ihn zu mir in den Stall bringen. An diesem Tag hatte ich schon früh keine Ruhe mehr, bereitete bereits um halb 5 morgens den Hänger vor, da ich nicht mehr schlafen konnte, und saß gegen halb 7 im Auto Richtung Gips Reminder Ranch. Zwei Pausen legte ich ein, in welchen ich zwei kurze Gespräche mit Veitsch führte, welche ebenso aufgeregt schien wie ich, da Nano ihr wirklich sehr am Herzen lag.
      ,,So. Tief durchatmen.'',sagte ich zu mir selbst, als ich mein Auto eingeparkt hatte. Daraufhin stieg ich aus meinem Wagen und ging in Richtung Laufstall, wo ich Verena wie erwartet antraf. Sie stand zwischen ihren beiden gleichaltrigen Paints und kraulte die Beiden liebevoll. Der Abschied würde ihr nicht leicht fallen und mir zerriss es ebenso das Herz, dass Nano nun weg von ihr und seinen Freunden, weg von Bella's Dun Gotta Gun, musste. ,,Heey Backfett.'',begrüßte sie mich gewohnt frech. ,,Tzz hallo.'',entgegenete ich lachend und ging zu ihr hinüber, wo sie mir Nano aufhalfterte und ihn weg von seiner Herde brachte, wobei Missy erst einige Meter neben ihm her lief, dann stehen blieb und wieherte. Nano wieherte zurück und drehte seinen Kopf noch ein letztes Mal zu ihm um. Meine Augen füllten sich mit Tränen.
      Verena und ich, beide in gewisser Weise betrübt, gingen nun hinüber zum Parkplatz, wo ich den Hänger öffnete, dem Jungspund Transportgamaschen sowie eine dünne Fliesdecke überwarf und Verena ihren Hengst behutsam an den großen, unbekannten Gegenstand heranführte. Er gab sich gelassen und schien mehr Interesse an etwas Essbarem zu haben als daran, dass diese Situation, der Hänger an sich, eigentlich total ungewohnt für ihn war. Verena musste lachen: ,,Also wenn der bei allem anderen Zeugs was auf euch zu kommt auch so gechillt ist musst du mir ja wirklich noch Schmerzensgeld zahlen. Dafür, dass ich ihn überhaupt verkauft hab.''
      Kurz nach diesen beiden Sätzen stand Nano auch schon im Hänger und knabberte genüsslich an seinem Heuball.
      ,,Ich hoffe wir sehen uns bald wieder Nani.'',sagte Verena und schloss die Hängerrampe meines LKWs hinter ihm. Man beachte den Hightech dieses Dings.
      Danach redeten wir noch kurz, ich übergab Verena die ausgemachte Summe und sie mir ein Mäppchen mit dem Equidenpass und einem liebevoll handgeschriebenem Zettel, auf welchem die wichtigsten Infos über Nano sorgfältig von ihr notiert waren. Dann verluden wir noch zusammen einen Sack des Futters, welches er hier immer zu fressen bekam, und verabschiedeten uns. ,,Gib gut auf ihn Acht, Brace.''
      Anschließend stieg ich in meinen LKW und verließ die Ranch. Auf einem kleinen Bildschirm konnte ich sehen, was das Hengstchen, welches ich nun ganz offiziell mein Eigen nennen konnte, hinten im 'Pferdebereich' trieb. Er schien ganz gelassen und war nach wie vor ins Fressen vertieft. ,,Sehr schön.''
      Zwischendurch hielt ich an einigen Raststationen und lüftete immer ein bisschen, damit Nano, welcher irgendwann auf der Hälfte der Strecke eingedöst war, auch schön zu seinem Sauerstoff kam. Kurze Zeit nach der letzten Pause kamen wir dann auch schon auf Burning Spring an, welches nun vorerst die neue Heimat meines neuen Jungpferdes war ehe wir dann nach Schweden umziehen würden.
      Ich parkte meinen riesen LKW zugegeben etwas penetrant mitten auf dem kleinen Wegchen vorm Stall. Sobald der Motor aus war textete ich schnell Veiu: ,,Hatten eine angenehme Fahrt ohne Störungen, Pferdchen ist gut angekommen. Jetzt erstmals vom Hänger lassen.''
      Handy schnell in der Jackentasche verstaut hopste ich aus dem Wagen, wobei mich einer meiner Stallburschen genervt guckend an mir vorbeieilte. ,,Na hier wird man ja nett begrüßt.'',murmelte ich und öffnete die Rampe. Nano spielte gerade mit dem Heuball; schoss diesen regelrecht durch die Gegend. ,,Na komm.'',sagte ich kichernd und befestigte meinen Führstrick an seinem Halfter. Er beäugte mich neugierig und legte den Kopf leicht schräg. Was die wohl von mir will?
      Behutsam führte ich ihn die Rampe hinunter und nahm ihm die Transportgamaschen und die Decke ab, welche ich einem Mitarbeiter des Hofes kurzerhand in die Hand drückte, jap das war eines meiner vielen Privilegien als Chefin hier. Nun führte ich Nano etwas auf dem Gestüt umher, ließ ihn an einigen Dingen schnuppern und alles ausgiebig mit seinen großen, blauen Augen beäugen. Danach ging es hinüber zu den Fohlenweiden. Auf der, wo momentan Capri, Chestnut und Caddylack standen. Alles samt Trakehnerhengstfohlen, jedes aber auf seine ganz eigene Art liebevoll. Als wir hinzu kamen standen Capri und Caddy gerade etwas abseits und grasten. Chesi sprang umher wie ein ,,Goaßbock'',wie mein Vater zu sagen pflegte. ,,Wiiieh.'',wieherte Nano. Es war das erste Mal, dass ich ihn Wiehern hörte. Wie aufregend. Chesi blieb sofort stehen und erwiderte sein Wiehern. Dies überraschte mich zugegebenermaßen ein wenig, da Chestnut eigentlich nicht wirklich der Typ für solche innigen, kitschigen pferdefreundschaften war. Dazu musste man sagen, dass er der Älteste in der Jungpferdeherde war und sich von Capri und Caddy meist genervt entfernte. Bei Nano allerdings müsste das vom Alter her passen und so sollte es dann auch sein, denn als ich mein neues Pferd auf die Koppel gelassen hatte beschnupperten die Beiden sich innig und sprangen schon nach sehr kurzer Zeit zusammen umher, galoppierten ein wenig und grasten auch schon entspannt beieinander. Dass Nano seine alten Freunde wohl vermissen würde, wenn er nun wohl auch noch nicht so ganz realisiert hatte was sich nun so alles ändere, war mir klar, dennoch stimmte es mich sehr positiv, dass er sich mit Chesi schon mal zu verstehen schien.
      Am Abend brachte ich sie dann alle zusammen noch in den Stall, wo ich Nano ausgiebig streichelte und ihn und die anderen Jungspunde einige Zeit lang beobachtete ehe ich mich für heute von ihnen verabschiedete und mir meine wohl verdienten Schlaf gönnte.

      Besuch von Zion
      Juni 2016

      Verschlafen. Mal wieder. Und heute war so ein wichtiger Tag, denn es ging zu Bracelet nach Slowenien. Schnell hatte ich mich angezogen und gewaschen. Angie drückte mir noch eine Lunchbox in die Hand. Ich umarmte sie kurz und rannte ins Auto um zum Flughafen zu fahren. Gerade noch so hatte ich den Flieger geschafft. Auf nach Slowenien!
      Da die liebe Bracelet gerade nicht da war, bat sie mich, dass ich ihre Pferde pflege. Vom Flughafen aus nahm ich ein Taxi und fuhr zum Gestüt.
      Dort angekommen zog ich mir die Reitsachen an und machte mich an die Arbeit! Zu aller erst ließ ich alle Pferde des Gestüts nach draußen um die Boxen auszumisten und Futter zu verteilen. Erstmal schickte ich Dempsy, Vaconda, Vintage Gold, Winterzauber und Dreaming of better Day in die Führanlage. Anschließend durften sie zusammen mit Christmas Joy, HGT's Nightmare, Takada und Take my Hand auf die Stutenweide.
      Als nächstes waren die Trakehnerhengste dran:
      Erstmal scheuchte ich It's Showtime, Master of Gold, Batman's Rendezvous, Costa de la Bryére, Deo Volente, N'oubliez jamais, Party Shaker, Seattle's GT'aime und Waldjunge in der riesigen Halle umher. Danach durften sie sich welzen nach Lust und Laune. Nun war schon einiges an Zeit vergangen und ich brachte die Trakehner in den Stall und machte weiter.
      Nun waren die Jungpferde und Fohlen dran, alle durften auf der Weide rumtoben. Also brachte ich VK Gunna Whiz, Backfett, Bambina, Capri, Caddylack und Chestnut nach draußen.
      Also nun fast fertig mit der Arbeit, machte ich mich an den Nebenstall. Angels Kiss, Birdcatcher, Black Pearl, Donella, Golden Eye, Herbstblüte, I've got the move like jagger, Simple little Melody und Sir Donnerhal hatte ich bereits nach draußen geführt und brachten nun den anderen Teil des Stalls nach draußen. Es war nur noch 1 Pferd da und zwar Wastl. Nun war es vollbracht! Alle Pferden waren versorgt und ich konnte nach Hause fliegen.

      Der Umzug in die Traumheimat Schweden
      16. August 2016

      Freitag. Wie immer ein absolut fantastischer Tag. Dieser Freitag, dieser Freitagmorgen, sollte jedoch ein ganz besonderer Tag in meinem Leben werden. Beinahe ein Jahr hatte ich auf diesen besonderen Moment hingearbeitet und nicht mal in meinen kühnsten Träume hätte ich gewagt mir diesen auszumalen. Doch nun war er tatsächlich gekommen: Der Umzug nach Schweden; mit all meinen Pferden, ohne meine Familie, ohne all meine Freunde. Der Sprung ins Unbekannte. Die Abreise von allem was ich bisher kannte und liebte. Meine Selbstverwirklichung in einem von mir selbst geplanten Reit und Sportpferdezuchtstall. Das One-Way Ticket auf ein absolut gigantisches Areal, welches ich seit einem dreiviertel Jahr offiziell mein Eigen nennen durfte und bebauen ließ, im schönsten Land das ich bisher kennengelernt habe.
      ,,Guten Morgen.'',sagte meine Mutter lächelnd und strich mir über die Wange. Ich presste meine Augen zu und versuchte diese nun mit Mühe zu öffnen. ,,Guten Morgen Mum.'',entgegnete ich dann und blickte in ihr Gesicht. Obwohl sie ein breites Lächeln auf den Lippen hatte wusste ich dennoch, wie traurig sie dieser Tag machte. Ich hatte die letzten drei Tage mit ihr verbracht. Doch nun war die Zeit gekommen zu gehen. Ich wusste, dass ich sie wieder sehen würde, dass sie öfter übers Wochenende zu mir fliegen würde. Doch nichts würde je sein wie früher und es würde jedes Mal zweieinhalb Stunden dauern bis ich bei ihr wäre. ,,Ich hab dich lieb.''
      Dies waren dann auch die letzten Worte zu ihr und meinem Vater, kurz bevor ich ins Auto stieg und nun zu meinem alten Gestüt fuhr. Burning Spring. Wenn ich auch eine wunderschöne Zeit hier hatte wusste ich, dass es seinen Glanz längst verloren hatte. Seine Zeit war um. Zumindest die Zeit in der ich hier mit meinen Pferden lebte und diese den Hof so lebendig machten. Die neuen Besitzer würden es wohl, zumindest die nächsten Monate, brach legen. Traurig. Dies war das zweite Mal an diesem Tag dass ich meine Tränen ersticken musste. Dabei wand ich meinen altbewährten Trick an und presse meine Zunge gegen meinen Gaumen.
      Wehmütig ging ich ein letztes Mal ins Haupthaus. Nur um die Liste meiner Pferde zu holen. Sie und jeweils eines ihrer Halfter mit Strick, Transportgamaschen und Abschwitzdecke waren alles was noch hier war. Beim Personal hatte ich mich vor einer Woche verabschiedet. Die letzten Tage hatte ich alle Pferde zusammen mit meiner Mutter selbst versorgt. Nun war ich alleine hier. Nur die Mitarbeiter des Transportunternehmens waren ebenfalls anwesend. Sie waren mit acht riesigen Pferdetransportern gekommen, mit welchen meine Lieblinge anschließend zum Flugharfen gebracht werden sollten.
      Ich half beim Verladen. Im ersten LKW standen zum Schluss Waldjunge, Party Shaker, Deo Volente und Sir Donnerhall; im Zweiten Takada, Take my Hand, Dreaming of better Days, Vaconda und Simple little Melody; im Dritten Angels Kiss, Donella, Herbstblüte und Bambina; im Vierten Sookie mit Kameradin Birdcatcher und I've got the moves like Jagger; im Fünften Seattle's GT'aime, N'oubliez Jamais, Costa de la Bryére und Wastl; im Sechsten HGT's Nightmare, Vintage Gold, Dempsey und Winterzauber; im Siebten Batman's Rendezvous, Master of Gold, Black Pearl, Golden Eye und Chestnut; im Achten, letzten Hänger, die Stute Christmas Joy mit den vier Fohlen Capri, Backfett, Caddylack und der Junghengst, am weitesten weg von der Stute, VK Gunna Whiz.
      Ich ging ein letztes Mal die Pferde durch, zählte die Equidenpässe durch, unternahm einen letzten Rundgang auf dem Gestüt und kontrollierte alle Richtlinienbestimmungen, Papiere und Genehmigungen. Dann konnte es los gehen. Adieu Burning Spring.
      Die Lastwagen rollten vom Gestüt. Gleich taten es ihnen meine Tränen über die nun nassen Wangen. Ich versuchte sie mir mit den Fingern zu trocknen. Erfolglos. Dann stieg auch ich in meinen schwarzen Volvo-Geländewagen und stieg in die Pedale. Ich folgte den Pferdetransportern circa zwei Stunden zu einem Flugharfen, weit außerhalb unserer Heimat Velenje, Slowenien, gelegen. Hier wurden wir von einigen Mitarbeitern des Flugplatzes eingewiesen. Ich stieg anschließend aus meinem Wagen, welcher ebenfalls nach Schweden geflogen wurde und gab zu allererst den Schlüssel ab. Dann musste ich gefühlte tausend Formulare ausfüllen und alle Impfpapiere meiner Pferde vorlegen.
      Erst dann durfte ich beim Aus- und wieder Verladen meiner Pferde mithelfen. Beinahe alle von ihnen standen nun zum ersten Mal in einem Flugzeug. In diesem gab es spezielle Boxen, welche natürlich sehr platzsparend und damit klein gehalten waren. Wie immer sollte es vor allem bei einem ganz bestimmten Hengst ein Problem geben: Deo Volente. Der Rappe, welcher mich Tag für Tag auf die Palme brachte, da er einfach zu viel Energie und Temperament besaß. ,,Brrrr.'',sagte ich dennoch in ruhiger Tonlage. Erfahrungsgemäß war dann kurz Ruhe, was auch jetzt der Fall war; Deo ging gehorsam in die Box. In der nächsten Sekunde jedoch riss er den Kopf hoch, die Vorderbeine folgten und er verfehlte mich nur knapp mit einem Tritt. ,,Deo!'',schrie ich und schnalzte mit dem Strick. So rettete ich mich aus der Box und schloss sie hinter ihm. Allmählich wurde dies zu ein Problem. Auch unterm Sattel wurde der Sechsjährige täglich unkontrollierbarer. Deswegen hatte sich der Gedanke in meinen Kopf geschlichen ihn nicht vielleicht legen zu lassen. Der Sicherheit wegen.
      Kurz danach standen alle Pferde in ihren Flugboxen. Leider hatte sich dank Deo Volente, der nach wie vor in seiner Box wild auf und absprang, allgemeine Unruhe eingeschlichen und der Tierarzt musste beginnen die Pferde zu sedieren, beziehungsweise ihnen Beruhigungsmittel zu verabreichen. Leider war während der Tierarzt durch die Reihen ging die Unruhe bei einem anderen Junghengst übergekocht. Ausgerechnet Chestnut, mein dreijähriges, selbst gezogenes Nachwuchspferd kämpfte mit sich selbst, hatte Panik und damit extrem hohen Puls, weshalb er bereits keuchte. Der Tierarzt gab ihm deswegen etwas ganz besonderes, fragt mich nicht was, das half. Es tat wirklich weh das mit ansehen zu müssen.
      ,,Tief durchatmen.'',befahl ich mir selbst und schluckte wiederwillig. Dann trat ich vom Flugzeug zurück und wurde von einem Mitarbeiter mit einem dieser putzigen mini-schrägstrich-Golf-Wagen zu meiner Propellermaschine gebracht.
      Zwei Stunden später landete ich in Schweden und hier wurde es wieder mühsam: Formulare ausfüllen, Gesundheitsnachweise, Bewilligungen und zig andere Papiere mussten erneut ausgefüllt und vorgezeigt werden.
      Dann, ungeschlagene zweieinhalb Stunden später, durfte ich zu meinen Pferden. Das gemietete Transportunternehmen hatte bereits alle Pferde in die LKWs umgeladen. Ich kontrollierte dennoch noch einmal ob alles richtig gemacht wurde. Anschließend stieg ich zu einem der Fahrer in den Wagen. Mit dem Herrn Eriksson hatte ich bereits im Vorfeld telefoniert. Es war erfrischend, dass er noch Deutsch mit mir sprach, da mein Schwedisch noch sehr eingerostet war, wenn ich es vor ein paar Monaten auch noch relativ gut konnte.
      Eine dreiviertel Stunde fuhren wir bis zum Tor meines Traumanwesens. Ich kramte meine Fernbedienung aus der Handtasche und drückte auf das kleine, weiße Schlüsselsymbol. Daraufhin öffnete sich das schwarze Metalltor augenblicklich und die Transporter fuhren durch zum Parkplatz. Hier begann ich die Pferde auszuladen. Von hier ging es für die Pferde, natürlich nachdem Decken und Gamaschen abgenommen wurden, auf die flachen, weiten Weiden des DVTS.
      Ich verabschiedete mich anschließend bei Nils Eriksson und ging in meine neuen Ställe. Die Boxen mussten gut verteilt und beschriftet werden. Anschließend ging ich das Anwesen ab. Abgesehen von den traumhaften Stallungen und Weiden fand man auf dem Den Vacker Trakehner Stud alles was das Herz eines Pferdemenschen begehrte: Ausreitwege, Paddocks, ein tolles Hauptgebäude mit Stüberl, Dressurarena, Springhalle, Dressurviereck, Springplatz, Roundpen, Geländestrecken, Schrittmaschine, Laufband, ein Solarium unter welchem während meines Rundganges It's Showtime gerade massiert wurde, und sogar eine kleine Grasrennbahn. Es war traumhaft.
      Als die Sonne unterging saß ich im Gras der Stutenkoppel und beobachtete Vina neben mir, wie sie genüsslich einige Halme ausriss und die Büschel herunterschlang. Als könnte sie meine Gedanken lesen blickte sie kurz zu mir hoch, beäugte mich mit ihren braunen Ponyaugen und schnaubte glücklich. Hach, was für ein wunderbarer Ort für Pferd und Reiter.

      Graue Stunden
      1. Februar 2017

      Die beißende Kälte hatte mittlerweile die Mauern meiner Schützenden Behausung durchdrungen und nagte nun einmal mehr an mir als ich um halb fünf Uhr morgens aus meinem Bett stieg. Ich hüllte mich in eine dicke Wollweste und ging die Treppen des Haupthauses hinunter. Nie hätte ich gedacht, dass mir Kälte so viel ausmachen würde; war ich doch immer ein sehr unempfindlicher Mensch diesbezüglich gewesen. Doch dies war auch der erste Winter im neuen Heim, der erste Winter in Schweden, den ich miterlebte. Doch es lang nicht an den eisigen Temperaturen, dass ich die ganze Nacht nicht schlafen konnte. Während ich mir den Kamin einheizte versank ich dann endgültig in Gedanken. Meine Sorgen kamen wie schon so oft von meinem Deo Volente. Der Rappe brachte mich nun seit über drei Jahren regelmäßig auf die Palme, oder eher hinaus ins Universum. Schon als ich ihn bekam wusste ich, was ich mir da aufhalste. Er war absolut kein leichtes Pferd. Wofür andere zwei Wochen brauchten brauchte Deo vier. Einfach und alleine schon aus dem Grund, dass er einfach nicht mitarbeiten wollte. Andere Pferde taten sich schwer und der Trainingserfolg verzögerte sich deswegen. Bei Deo war es schlicht und ergreifend einfach sein Sturschädel, der jede noch so kurze Trainingseinheit mit ihm zu einer nervenaufreibenden Sache machte, die nicht selten mit meinem Unfreiwilligem Abstieg endete. Nein, an Deos Potential lag es nicht. Davon hatte er genug und dies war einer der Gründe dafür, dass ich einer Freundin vor kurzem erzählt hatte, dass ich überlege den rabenschwarzen Wildfang zu verkaufen und genau diese Freundin hatte sich vor einigen Tagen bei mir gemeldet und ihr Interesse bekundet.
      Seufzend saß ich beinahe eine Stunde vor meinem Kamin und starrte in die Decke. Es war so traurig. Aber es würde wohl das Beste für ihn sein. Hier auf dem DVTS würde er nicht weiter kommen. Er würde praktisch verstauben weil ich mich immer vor dem Training mit ihm drückte und Anastasia wollte ich das nicht antun. So hart dies klang. Es war einfach zu gefährlich und ich wollte nicht die Verantwortung dafür übernehmen, wenn mein Rappe seine fünf Minuten bekam und sie dabei verletze.
      Hustend verließ ich dann meinen bequemen Sessel, zog mich schnell um und ging in den Stall um die Pferde zu verpflegen. Als ich die Stallgasse betrat beäugte mich auch schon meine Hummels Enterprise. Sie schien nichts dagegen zu haben heute schon etwas früher an ihr Heu zu kommen. Sie zauberte mir ein kleines Lächeln auf die Lippen und ebenso taten es Dempsey, Vaconda und Christmas Joy, die ihre Hälse nun ebenfalls neugierig in die Höhe ragten. Ich schlenderte also hinüber zur Futterkammer und ging dann bewaffnet mit Scheibtruhe, Heugabel und Heu die Boxen ab. Dabei begann ich bei Take my Hand und Takada. Die letzte war Dreaming Of Better Days, die sich am gelassensten gab und am wenigsten Hunger klagte.
      Anschließend verschlug mich meine Morgenmotivation, oder wohl eher mein Ablenkungsritus, in die Sattelkammer, wo ich beschloss, dass es an der Zeit war neue Schabracken unter die Sättel zu geben. Mein Neuling Roommate zum Beispiel hatte noch nicht mal eine. Dies änderte sich nun. It's Showtime stieg von Dunkelblau auf Weinrot um, Batman's Rendezvous von Grün auf Beige, Master Of Gold von Weiß auf Schwarz und N'oubliez Jamais von Hellblau auf Pastellgelb. Danach putzte ich noch eine knappe halbe Stunde die Trensen meiner Spitzenhengste Seattle's GT'aime und Costa de la Bryére.
      Als dies auch vollbracht war brachte ich meinen Party Shaker zusammen mit Waldjunge raus aufs Paddock. Ich sah den Beiden anschließend kurz zu und brachte dann Romulus, Sir Donnerhall, Wastl, Nephilim und Vina auf die Weide. Ihnen folgten Scarlet Sun, Pinochio, Sookie, Birdcatcher, Black Pearl, Herbstblüte, Donella, Golden Eye, Angels Kiss und I've got the moves like Jagger.
      Dies lenkte mich eine Zeit lang ab. Inzwischen waren auch meine Mitarbeiter schon auf den Beinen und freuten sich einen Kaffee länger genießen zu dürfen, da ich die Pferde ja schon auf die Koppeln gebracht hatte. Nur Anastasia traf ich in der Stallgasse an. Sie hielt ihren Reitplan in den Händen und grübelte ob sie nun mit Only Known in Texas oder Simple Little Melody beginnen sollte. Ich grüßte sie nett und ging holte Hollywood King Guns Putzzeug. Diesen putzte ich ausgiebig und schmuste ein wenig mit ihm. Ich hatte ihn leider noch nicht sehr lange aber jeder Tag mit ihm brachte mir eine Menge an Glücksgefühlen. So auch heute.
      Nachdem ich Husky, wie wir ihn zu nennen pflegten, in der Halle gearbeitet hatte ging es für mich am heutigen Tage zu den Jungpferden. Chestnut und VK Gunna Whiz trainierte ich momentan gerade für das bevorstehende Anreiten. Sie machten sich sehr gut, weshalb ich diesem sehr positiv entgegenblickte.
      Leider war der Tag nun noch immer nicht vorbei und meine Trauer um den bevorstehenden Abschied, welcher unausweichlich immer näher kam, drohte überzuschwappen. Deshalb beschloss ich nun zur Koppel meiner Zuchtstuten zu gehen, da mich der Anblick dieser mit ihren Fohlen immer und immer wieder glücklich machte. Bereits auf dem Weg dorthin sah ich Caddylack, Capri, Bambina und Backfett durch den hohen Schnee toben und fühlte mich ein klein wenig besser. Dann sah ich sie endlich. HGT's Nightmare trabte gerade mit aufgestellter Schweifrübe den Trampelweg entlang, der sich im Laufe der letzten schneelosen Tage gebildet hatte. Neben ihr im vollen Galopp DVTS' Colour the Nightsky; mein erstgeborenes Zuchtfohlen. Die Kleine musterte sich immer mehr, wenn sie auch noch etwas tollpatschig war. Sie hing sehr an ihrer Mutter, konnte jedoch mittlerweile auch schon damit umgehen von ihr getrennt zu sein, wenn ich Nighti etwas arbeitete. Sie stand dann immer mit Vintage Gold und deren Fohlen DVTS' Cascadeur de la Vie zusammen. Winterzauber und ihr Fohlen grenzen sich immer ein wenig von der kleinen Herde ab, standen interessanterweise konstant alleine immer zehn bis fünfzehn Meter entfernt. DVTS' Seattle's Wintertime war trotzdem ein sehr soziales Fohlen. Bloß ihre Mama schien keine Lust auf den Trubel zu haben.
      Am Abend erreichte mich dann der erwartete Anruf. Meine Freundin fragte nach, wie es denn mit Deo aussah und ich willigte schweren Herzens ein. Nachdem ich den Hörer zur Seite gelegt hatte ging ich noch ein letztes Mal für den heutigen Tag in den Stall. Deo Volente stand nichtsahnend in seiner Box. Wie gewohnt begann er zu Scharren als er mich kommen hörte und erwartete, dass ich ihm einen Leckerbissen mitgebracht hätte. Meist war dem allerdings nicht so und Deo ließ mit seiner lästigen Angewohnheit nicht locker. Diesmal allerdings hatte er Glück: Ich hatte ihm extra einen halben Kilo Möhren mitgebracht. Diese nahm er gerne an.
      Nachdem ich meinen Rappen anschließend ein wenig geputzt hatte kamen mir dann endgültig die Tränen. Ich wusste, dass er es gut haben würde doch leicht würde es wohl nie werden ein Pferd zu verkaufen, das man schon so lange besaß wie ich Deo.

      Stallburschen im Urlaub
      Juli 2017

      Dadurch, dass meine Stallburschen Urlaub hatten mussten ich und Ana eine Woche um alle Pferdchen kümmern. Misten, Füttern und alles mögliche andere stand dabei auf dem Plan. Am ersten Tag war bereits das füttern wirklich schwierig, da wir ja zu genügen Pferde hatten. Ich begann dabei bei den Youngsters Chestnut, VK Gunna Whiz, Caddylack und Vina, ehe es zu meinen Trakehnern ging; Cost da la Bryére, HGT's Nightmare, N'oubliez Jamais, Party Shaker, Takada, Seattle's GT'aime, Waldjunge, Batman's Rendezvous, Master of Gold, Dreaming of better Days, Christmas Joy, Winterzauber, Vintage Gold, Vaconda, It's Showtime, Roommate, Hummels Enterprise, Dempsey, Akira, Take my Hand, Give me Chocolate, Raffinessca und Traumfänger. Anschließend bekamen meist Dreammaker, Mihály, Lead me Home, Cornetto, Last in Love, Cotsworlds Eik, Wastl, Romulus, Sir Donnerhall, Scarlet Sun, Pinochio, Hollywood King Gun, Only Known in Texas, Nephilim Son Of Angel & Devil, Sookie, Angels Kiss, Birdcatcher, Black Pearl, Donella, Golden Eye, Herbstblüte, I've got the moves like Jagger, Simple little Melody, Aiana, DVTS' Takinou, DVTS' Magic Movements, Sir Bacardi, DVTS' Seattle's Wintertime, DVTS' Cascadeur de la Vie, DVTS' Colour the Nightsky, Backfett, Bambina und Capri Heu. Anschließend begann ich wieder von vorne die Pferde auf die Koppeln zu bringen ehe es los ging mit dem Reiten. Das würde noch eine anstrengende Woche werden.

      Frischer Wind
      September 2017

      Viel früher als gewohnt ereilte uns nach dem kurzen, milden Sommer auch schon wieder die eisige Kälte, die uns der Nordwind gebracht zu haben schien. Die kurzen T-Shirts, die ich diesen Sommer doch so sehr lieben gelernt hatte, wurden bereits Anfang September durch Pullover und funktionelle, langärmlige Funktionsunterwäsche ausgetauscht. Die Jacken dicker den je für diesen Monat. Schweden hatte leider, wenn es den wunderschönen Schleier ablegte und damit das vermeintlich schöne Gesicht zum Vorschein kommen sollte, eine nicht all zu schöne Seite an sich. Die allgegenwärtige Kälte schien mir dieses Jahr gar nicht gut zu tun. Sie schlug mir mehr als merklich aufs Gemüt und schwächte mich körperlich mehr als je zu vor.
      Objektiv betrachtet hatte das Ganze jedoch schon seinen Reiz. Als ich kurz vor 10 Uhr die Trainingspläne für die kommende Woche fertiggestellt hatte und vor die Haustüre trat wirbelte der Wind gerade gelbe, orangene und rotbraune Blätter über den Asphalt. Die Sonne stand hoch am himmel und wärmte sanft meine eisigen Hände, dich ich dieser jedoch bald entzog und in wärmende Handschuhe einpackte.
      Auf dem Weg in den Stall kamen mir zwei meiner Stallburschen entgegen, die soeben Aiana, Bambina, Backfett und Vina in die entgegengesetzte Richtung, zu den Stutenkoppeln, führten. In der Stallgasse angekommen wartete auch schon Neuzugang Mihály fertig getrenst und aufgesattelt auf mich in seiner Box. Mit dem hübschen ungarischen Halbbluthengst hatte ich mir einen ganz großen Traum erfüllt. Schon lange hatte ich nach einem Pferd wie ihm gesucht. Einem Pferd, dem die Welt offen zu stehen scheint wie kaum einem anderen. Es gab keine Sparte des Reitsportes, in dem ich bei Mihály von Anfang an zu wissen schien, dass ich diese mit ihm nicht komplett episch gestalten würde. Und noch dazu war er ein ungarisches Halbblut; eine Rasse von der ich immer schon geträumt hatte. Umso glücklicher war ich jeden Tag wenn ich ihn reiten durfte. Heute gab es jedoch alles andere als Intensivtraining. Es war Sonntag. Ruhetag, wie er bei uns ganz klassisch praktiziert wurde. Ein kleiner Ausritt stellte jedoch sicher, dass der Hengst sich am heutigen Tage dennoch etwas bewegte. Da Mihály im Gelände absolut gelassen war drifteten meine Gedanken zur zukünftigen Gestütsplanung ab. Die Youngsters, die ich eigentlich im Frühling schon anreiten wollte, durften diesen Sommer noch wilder denn e und je auf der gebirgigsten Wiese meines Eigentums verbringen. Sie war riesig und relativ weit vom Stalltrubel weg. Der perfekte Ort für junge Hengste um sich noch einmal so richtig auszutoben. Natürlich hatten sie nun alle ihre Geschlechtsreife erreicht und Vina wurde bereits in die Stutenkoppel integriert und war nicht mit ins Geschehen involviert. Caddylack, Chestnut und VK Gunna Whiz jedoch verwilderten jedoch beinahe ein wenig. Natürlich verbrachten sie den Sommer nicht ohne Aufsicht meiner alten Hasen. Nunja; alt waren sie noch nicht wirklich. Dennoch bekam sie eine Sommerpause, da sie in ihren jungen Jahren ohnehin schon genug geleistet hatten und ich mich dieses Jahr vorwiegend auf die Nachwuchspferde des Gestüts konzentriert hatte. So fiel die Wahl damals unter anderem auf Wastl, der mittlerweile 16 Jahre alt war, was natürlich für heutige Verhältnisse noch lange nicht alt war. Dennoch wurde dieser von mir nur noch spaßhalber geritten. Natürlich durfte er noch seine Lektionen laufen und wurde hin und wieder gesprungen. Dennoch war dies nicht mehr so sehr auf Druck wie früher. Er war immerhin gekört und solange keine Vorstellungen mit ihm stattfanden musste ich ihn diesem Stress einfach nicht mehr aussetzen. Dasselbe galt für seinen zwölfjährigen Koppelkollegen Seattle's GT'aime, der zusammen mit ihm den Somer über die Junghengste etwas erziehen sollte. Die Zeit in den Bergen schien ihnen gut zu tun, weshalb ich sie, wie auch Chesi, Caddy und Nano wohl erst gegen Ende des Septembers herunter holen würde, wenn es dann auch langsam gefährlich werden würde über Stock und Stein zu huschen und ein schützender Stall von Vorteil war.
      Nachdem ich mit Mihály wieder zurück war machte ich mich daran ein paar Sprünge aufzubauen und seitlich ein Flatterband zu ziehen. Freispringen stand auf dem Programm. Zuvor ließ ich die Kandidaten sich aber in der Schrittmaschine warm laufen und sich in der Halle ein wenig austoben. Gerade die Pferde mit ohnehin schon zu viel Energie schabten mir in den letzten tagen endgültig über. Allen voran mein wunderschöner, brauner Deckhengst Master Of Gold. Dieser war zusammen mit seinem Kumpel N'oubliez Jamais als erstes an der Reihe. Bei den Beiden ließ ich mir die Freiheit die Stangen mit der Zeit ein wenig höher zu legen, da sie frei locker über die 160cm-Marke sprangen. Sie schienen ihren Spaß zu haben, weshalb ich ihnen relativ viel Zeit ließ, bis mich Ana dann schon mit den nächsten beiden Pferden dazu zwang ihr meine beiden Hengste wieder mitzugeben. Party Shaker, Batman's Rendezvous, Christmas Joy, Dreaming Of Better Days, Winterzauber, HGT's Nightmare, Takada, Vintage Gold, Hummels Enterprise, Raffinessca, Take my Hand, Akira, Give me Chocolate und auch Herbstblüte folgten. Glücklich über die Masse springbegabter Pferde auf dem DVTS ging es für mich dann zum Essen, ehe ich Waldjunge eine halbe Stunde lang locker longierte, was ich dann auch mit Black Pearl machte. Anschließend ritt ich Dempsey auf dem Platz ein wenig vorwärts abwärts. In der Zwischenzeit war Anastasia ebenfalls schon am Reiten und drehte mit Romulus und Sir Donnerhall eine kleine Runde im Gelände.
      Für mich ging es daraufhin ebenfalls ins Gelände. Nachdem ich mit Hollywood King Gun und Golden Eye bloß jeweils eine halbe Stunde draußen Schritt gegangen war galoppierte ich meine beiden englischen Vollblüter Cotsworlds Eik und Last in Love ein ordentliches Stück auf der Galoppstrecke. Es war für die beiden zwar nicht sonderlich fordernd; dennoch erfüllte es den Zweck sie ihre Energie ausleben zu lassen.
      Davon wieder zurück berichtete mir Ana, dass sie Scarlet Sun und Only Known in Texas freilaufen gelassen hatte und Pinochio longiert hatte. Es war mittlerweile schon relativ spät, weshalb ich beschloss Sookie, Birdcatcher, I've got the moves like Jagger, Donella, Angels Kiss und Lead me Home, die ich heute noch für etwas Bewegung einspannen wollte, lediglich in die Schrittmaschine stellte.
      Damit neigte sich der Sonntag auch schon wieder dem Ende zu. Am nächsten Tag trug ich noch in die Trainingstabelle des Hofes die ausstehenden Stunden ein, die ich mit Training mit Vaconda, Costa de la Bryére, It's Showtime und Roommate auffüllte. Anschließend erzählte mir Anastasia noch vom gestrigen, abendlichen Longieren mit Cornetto, Nephilim Son Of Angel & Devil, Traumfänger und Simple Little Melody.
      Weitaus spannender jedoch waren für mich meine Überlegungen was ich mit Dreammaker machen würde, der ja nun wieder zu mir zurück gekommen war. Obwohl ich den hübschen Holsteiner mit den auffällig gefärbten Abzeichen wirklich gerne hatte war ich mir mittlerweile relativ sicher, dass ich den Süßen bald wieder abgeben würde. Ob es nun aus einer Laune heraus zu sein schien oder deswegen, weil ich mit meinen anderen Pferden bereits genug zu tun hatte, konnte ich nicht mit Sicherheit sagen. Deswegen würde er vorerst wohl doch noch hier bleiben, ehe es dann Adieu hieß.
      Ein Pferd, für das es jedoch so bald nicht mehr Adieu heißen wird, kam Mitte September zu mir. Es war ein ganz besonderes Pferd, das ich schon seit Jahren im Auge hatte. Es handelte sich dabei um Magic Attack; einen wundervollen englischen Vollbluthengst, der abgesehen von seinem unfassbaren Talent zu laufen auch noch eines der schönsten Pferde war, die ich je zuvor gesehen hatte. Der prämierte Schönling wurde mir mit einem bekannten Transportunternehmen am Morgen des 12. Septembers auf den Hof gebracht, wo ich schon sehentlich auf ihn wartete. Bereits beim Entladen des Hengstes fielen mir seine guten Manieren auf. Er reagierte sehr fein auf meine Körpersprache und verzauberte mich damit ein weiteres Mal. Magic, wie ich den Schabrackenschecken ab nun liebevoll nannte, durfte nun erstmal eine Woche bloß auf der Koppel verbringen, ehe ich langsam wieder beginnen wollte ihn ein wenig locker zu arbeiten. Noch standen meine genauen Pläne für den Zehnjährigen in den Sternen. Dennoch hatte ich da schon meine Ideen für den Süßen - wenn sich diese auch teilweise nicht verwirklichen ließen, wie ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste. Wenn meine Gebirgspferdchen nämlich wieder da waren wollte ich probieren den Hengst in die kleine Herde zu integrieren, was jedoch, wie ich später, kurz vor knapp, herausfand keine gute Idee gewesen wäre, da Magic ein Pferd war, dass sehr harmoniebedürftig zu sein schien und deswegen wohl nicht glücklich mit der Aufgabe gewesen wäre. Was ihn jedoch glücklich machte war es, mit seinen neuen Kumpel Eik jeden Schritt auf der Koppel zusammen zu gehen. Eik, der ja bekanntlich ein sehr dominantes Pferd war, hatte Magic, der sich, ohne je aufmüpfig zu sein, von Anfang an untergeordnet hatte sehr schnell ins Herz geschlossen. Er beschützte seinen neuen Freund vor all den anderen Pferden, wenn sich diese Magic anlegen wollten. Nicht etwa, dass der hübsche Schecke es notwendig gehabt hätte. Trotzdem war es für diesen wohl sehr bequem.
      Da sich mein Neuankömmling so gut einlebte konnte ich mich relativ intensiv meinen Nachwuchspferden widmen, für die die Sterne in ihren jungen Jahren noch ganz wo anders standen. Sie würden erst zeigen müssen was sie konnten und wie ihr zukünftiges Leben wohl aussehen sollte. DVTS' Takinou, DVTS' Magic Movements, Magic Attacks Sohn, Sir Bacardi, DVTS' Seattle's Wintertime, DVTS' Cascadeur de la Vie, DVTS' Colour the Nightsky und Capri wussten dies jedoch klarerweise noch nicht und wuchsen erst noch stresslos auf den schönen Koppeln des Gestüts auf, ehe der Ernst des Lebens wohl eher früher als später beginnen würde. Dennoch war ich bereits jetzt schon zuversichtlich, dass sie alle Hürden, die ihnen noch in den Weg gelegt werden würden, gut meisten würden.​
    • Veija
      Kurzer Pflegebericht für:
      Éamonn, Belmonts Beo, Caddylack, VK Gunna Whiz, Chestnut, Vina, Brouk, Poltergeist, Costa de la Bryére, HGT's Nightmare, N'oubliez jamais, Party Shaker, Seattle's GT' aime, Takada, Batman's Rendezvous, Waldjunge, Master of Gold, Christmas Joy, Dreaming Of Better Days, Winterzauber, Vaconda, Vintage Gold, It's Showtime, Dempsey, Hummels Enterprise, Roommate, Traumfänger, Raffinessca, Akira, Give me Chocolate, Take my Hand, Magic Attack, Dreammaker, Mihály, Lead me Home, Cornetto, Last in Love, Cotsworlds Eik, Romulus, Sir Donnerhall, Wastl, Scarlet Sun, Hollywood Kind Gun, Only Known in Texas, Pinochio, Nephilim Son of Angel & Devil, Sookie, Angels Kiss, Birdcatcher, Black Pearl, Donella, Golden Eye, Herbstblüte, I've got the moves like Jagger, Simple Little Melody, Aiana, DVTS' Takinou, DVTS' Magic Movements, Sir Bacardi, DVTS' Seattle's Wintertime, DVTS' Cascadeur de la Vie, DVTS' Colour the Nightsky, Backfett, Bambina, Capri

      Es war ein ganz kurzer Besuch bei Bracelet und ihren Pferden, denn das Frühjahr und damit der alljährliche Stress um den Frühjahrsputz ließ auch sie und ihren Hof nicht aus. Ich hatte mir vorgenommen zu erst am Angus Og Stud vorbeizuschauen, denn dort standen zwei Pferde. Èamonn und Beo. Schicke Tiere, die leicht zu händeln waren. In der Youngsterstallung traf ich ein altes Gesicht, VK Gunna Whiz. Es freute mich zu sehen, dass er sich gut bei Bracelet machte. Trakehner hatte sie eine ganze Menge, fast mehr als wir Westernpferde- und fast genauso bunt. Fohlen! Fohlen hatte sie eine ganze Menge. Sir Bacardi und Movements, das fleckige Vollblut, gefielen mir dabei besonders gut. In den Nebenstallungen erkannte ich auch ein paar Pferde wieder. Magic Attack, von dem ich schon viel gehört hatte zum Beispiel. Doch auch King Gun, der mal der alten Gips Reminder Ranch gehört hatte. Er hatte sich auch toll entwickelt.
      Das war es auch schon für dieses Mal gewesen, alle Pferde waren versorgt und Bracelet musste sich keine Sorgen um ihre Schützlinge mehr machen.​
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    • Bracelet
      Die bisherige Ausbildung meiner Youngsters vom Frühjahr 2018 bis August 2018
      August/Septemeber 2018

      Seit dem Frühjahr hatte nun für meine vier Youngsters Caddylack, Chestnut, Vina und VK Gunna Whiz der erst des Lebens begonnen. Meine drei Junghengste durften dabei auf der Koppel nach wie vor die Erziehung von Wastl und Seattle's GT'aime genießen, mit denen sie nach wie vor in einem kleinen Hengstherdenverband zusammen standen, was überraschend gut funktionierte. Vina hatte sich ja bereits vor längerer Zeit als vollwertiges Mitglied der Stutenherde integriert.
      Was ihren Ausbildungsstand betraf konnte man sie alle Vier problemlos auf Halfter und Kappzaum longieren. Das Gebiss und Zaumzeug kannten sie ebenfalls bereits. Caddy hatte dabei am schnellsten die größten Fortschritt gemacht und konnte auch schon ganz problemlos mit Sattel bei heruntergelassenen Steigbügeln und Gewicht auf seinem Rücken, in Form zweier miteinander verbundenen Jutesäcken, longiert werden. Vina und Chestnut kannten den Sattel nur vom auflegen. Nano hingegen ließ sich bereits den Sattel auf seinen Rücken legen, den Gurt verschließend und führen. Weiter waren wir aber im Sinne einer pferdefreundlichen, langsamen Ausbildung noch nicht gekommen. Dies sollte jedoch schon bald der Fall sein. Da ich selbst nur englisch ritt und Anastasia meiner Meinung nach noch nicht so weit war ein Pferd anzureiten hatte ich bereits einen Ausbildungsbetrieb kontaktiert und für Nano würde bald von extern jemand kommen.
      Veija gefällt das.
    • Veija
      Walla Walla Starshine Reining LK 5 - LK 4, VK Gunna Whiz Einreiten
      September 2018, by Veija
      Caleb
      Am gestrigen Tag war ein neues Trainingspferd für mich hier auf dem Hof eingetroffen. Walla Walla Starshine, welche ich wahrscheinlich nur Star nennen würde. Außerdem stand seit ein paar Tagen auch ein alter Bekannter hier auf der Ranch, der kleine große VK Gunna Whiz. Ihn sollte ich einreiten und dann wieder zurück zu seiner Besitzerin schicken. Vergeblich hatte ich versucht, ihn ihr wieder abzkaufen. Doch ihm ging es wirklich gut in seinem Zuhause und ich musste mir da keine Sorgen machen.
      Heute morgen hatte ich schon eine Einheit aussacken mit Nano gemacht, so dass ich am Abend Zeit für Star hatte. Nachmittags war es einfach immer noch viel zu heiß, um etwas zu arbeiten. Murphy war so lieb gewesen und hatte mir die Stute geputzt und gesattelt, so dass ich sie sofort mit auf den kleinen Reitplatz nehmen konnte. Stoppen wollte ich heute noch nicht, so dass der Platz ohne Reiningsand ausreichte, für das Training der nächsten Tage. Ich gurtete auf dem Platz nach und schwang mich in den Sattel. Ich nahm sie leicht an und trieb sie vorwärts. Lange musste ich nicht Schritt reiten, denn ein Pferd war bei 27 Grad sehr schnell aufgewärmt. Ich trabte sie kurz, ehe ich sie auch schon auf einem mittleren Zirkel angaloppierte. Ich ließ der Stute die Zügel etwas länger, so dass sie ihren Kopf schön runter nehmen und locker galoppieren konnte. Erst, als sie wirklich losgelassen lief, vergrößerte ich den Zirkel und ging in den leichten Sitz. Außerdem trieb ich sie an und nahm die Zügel nach vorne. Die Stute legte zwar die Ohren an, legte aber einiges an Tempo zu. Ich ließ sie zwei Runden galoppieren, ehe ich mich an X wieder auf den Sattel setzte und die Zügel wieder normal in die Hand nahm. Sie bremste unwahrscheinlich stark ab und galoppierte super langsam den kleinen Zirkel. Mit so einem starken Abbremsen hatte ich nicht gerechnet, weshalb es mich fast aus dem Sattel gehoben hatte. Eigentlich hatte ich vorgehabt, sie vor X in den Trab zurück zu nehmen und einen einfachen Galoppwechsel zu machen. Doch nachdem ihr das Abbremsen so leicht gefallen war, gab ich ihr einfach die Hilfen zum fliegenden Wechsel und sie sprang nach etwas Zögern um. Zwar holprig, aber das war ausbaubar. “Damit kann man arbeiten, Mädchen.”, sagte ich zu ihr und strich ihr kurz über den Hals. Ich setzte mich wieder leicht hin und gab ihr die Zügel, so dass sie von selbst schon schneller wurde und wir zwei Runden im schnellen Galopp ritten, ehe ich sie an X wieder zurücknahm. Diesmal wusste ich, dass sie so stark abbremste und konnte mich darauf einstellen. Wir ritten so also einen kleinen Zirkel im langsamen Galopp, ehe ich ihr an X wieder die Hilfen zum Galoppwechsel gab. Diesmal sprang sie ein wenig besser um, so dass ich sie auslaufen ließ und dann ein wenig im Schritt entspannen ließ. Zirkeln und Speed Control war wohl etwas, dass ihr sehr lag. Jetzt musste ich nur hoffen, dass sie entweder bei den Spins oder bei den Stops gut war, denn das konnte die meisten Pluspunkte bringen.
      Nach ein wenig Schritt nahm ich die Zügel wieder auf und hielt sie an. Ich nahm die Zügel leicht an, nahm die Beine vom Bauch weg und schickte sie somit rückwärts. Das kannte sie auch schon und setzte langsam einen Schritt hinter den anderen. Als sie nach links leicht krumm ging, nahm ich sie vorne links etwas mehr an, so dass sie sich wieder geraderichten musste. Dann hielt ich sie an, ließ sie kurz denken und ging wieder rückwärts. Das machte ich noch einmal, ehe ich sie wieder angaloppierte und sie auf kleinen Zirkeln langsam ritt. Ich parierte sie zum Stand durch und gab dann die Hilfen zum Spin. Schnell merkte ich, dass das wohl nicht ihre Stärke war. Sie kreuzte ganz langsam, schlug sich aber einmal das Knie an. Ab morgen würde sie dann wohl Knieschoner tragen, bis sie ihre Füße unter Kontrolle hatte. Das konnte ein wenig dauern. Manchmal ging so etwas nie weg, aber manche Pferde waren eben so. Es störte sie nicht, denn Knieschoner durfte man in der Prüfung tragen. Deshalb war es kein Nachteil, sollte es bei Star nicht mehr weggehen.
      Ich übte eben noch die Spins noch ein wenig, ehe ich sie nochmals rückwärts richtete und dann abritt. Danach brachte ich sie zum Putzplatz, sattelte sie ab und wusch sie einmal kurz mit dem Schlauch ab. Dann kam sie wieder auf ihren Paddock. Nano schaute interessiert von seinem Paddock zu ihr rüber und wiehrte einmal, doch Star wollte gar nichts von dem Junghengst wissen. Stattdessen schaute sie rüber zu den Hengstkoppeln und wiehrte in diese Richtung. Ich lachte kurz in mich hinein. “Ist Nano dir noch zu jung?”
      Am nächsten Morgen war Gunna Whiz wieder als erstes an der Reihe. Am gestrigen Tag hatte ich ihn ausgesackt, was er wirklich gut mitgemacht hatte. Laut seiner Besitzerin kannte er den Sattel schon, weshalb ich Nano im Round Pen das Pad zeigte, es auf den Rücken legte und den Sattel von den Panels holte. Ich zeigte ihm diesen kurz, legte ihn dann auf den Rücken und zurrte ihn fest. Der Junghengst spielte mit den Ohren, blieb jedoch stehen und ließ mich machen. Ich klickte die Longe in sein Halfter, ehe ich ihn von mir weg schickte und er im Schritt um mich herum ging. Beide Seiten klappten gut, so dass ich ihn antraben ließ und auch das auf beiden Händen abfragte. Dann hielt ich ihn an, nahm mir einen Führstrick und machte diesen an beiden Seiten des Sattels fest. Ich war ihn auf die Kruppe und als er losging, rutschte der Strick hinten an seinen Beinen hinab und blieb oberhalb des Sprunggelenks hängen. Dort baumelte er hin und her und erschreckte Nano zunächst, so dass er nach vorne sprang und im schnellen Trab um mich herum lief. Durch diese Übung musste er durch, denn es kam immer wieder vor, dass Lassos oder die Zügel die Kruppe und die Beine streiften. Da sollte er sich lieber jetzt aufregen, als später, wenn er arbeiten sollte. Ich wechselte die Hand und ließ ihn auch hier traben. Schließlich beruhigte er sich und ich hielt ihn an, ehe ich den Strick entfernte und ins Halfter einklickte. Die Longe schmiss ich auf den Boden, außerhalb des Round Pens. Jetzt folgte noch eine Übung, dann war Nano wieder fertig. Ich klickte den Strick rechts ins Halfter ein und warf ihn hinter den Sattel. Dann ging ich auf die linke Seite, nahm den Strick, machte ihn vom Pferd runter, so dass er an der rechten Seite vorbei bis hinter ihm vorbei war, ehe ich, der auf der linken Seite stand, schnalzte und daran zog. Nano sollte auf Zug reagieren, was er wirklich gut machte. Diese Übung machten wir dann ein paar Mal auf der rechten Seite und ein paar Mal auf der linken Seite, ehe ich ihn für heute entließ. Ich sattelte ihn im Round Pen ab, hängte alles auf die Panels und brachte ihn heute morgen auf ein kleines Stück Koppel, damit er auch ein wenig Gras zu fressen bekam und nicht immer nur Heu. Morgen würde ich sofort mit dieser Übung anfangen und schon erste Aufsteigübungen machen. Alle Pferde aus der Zucht von Verena waren super easy beim Anreiten und machten kaum Probleme. Die einen waren etwas sensibler als die Anderen, doch es war noch kein schwieriges Pferd dabei gewesen. Nach drei Wochen Training saß man meistens schon auf den Pferden und sie gingen brav Schritt und Trab.
      Am Nachmittag ging ich meiner Arbeit wieder nach, ehe ich mir am Abend Star holte. Auch heute Abend hatte Murphy sie gesattelt. Ich zog ihr noch den Knieschoner auf beiden Seiten an und bedankte mich kurz bei dem Mitarbeiter. Dann ging ich wieder auf den kleinen Reitplatz, gurtete nach und schwang mich in den Sattel. Ich ritt sie kurz warm und startete wieder mit dem Galopptraining. Auch heute machte sie sich gut. Sie beschleunigte auf den großen Zirkeln und wurde schön langsam bei den Kleinen. Auch die Galoppwechsel klappten heute schon ein bisschen besser, so dass ich mich auf die Spins und das Rückwärtsrichten konzentrierte. Rückwärts ging heute auch schon ein wenig besser als gestern, sie musste jedoch sehr langsam gehen, um gerade zu bleiben. Die Spins waren auch okay, konnten natürlich besser sein, aber sie passte heute schon mehr auf und schlug sich die Beine nicht mehr so viel an, wie am gestrigen Tag. Insgesamt war ich also zufrieden, ritt die Stute ab und brachte sie nach dem Absatteln und abduschen wieder auf ihren Paddock.
      Die nächsten beiden Tage machte ich mit Nano das selbe Training. Ich fing an, ihn über den Führstrick zu drehen, longierte ihn viel mit allem Möglichen Zeug an seinem Sattel, was flatterte und klapperte und gegen seinen Bauch, die Kruppe und die Beine klopfte und startete die ersten Aufsteigversuche. Am vierten Tag saß ich dann auch schon kurz drauf, nachdem ich auf beiden Seiten Aufsteigübungen gemacht hatte. Am fünften Tag würde ich die erste Runde reiten. Von da an war es kein weiter Weg mehr, bis zum Reitpferd.
      Auch mit Star übte ich an Tag drei und vier das Selbe. Zirkeln und Speed Control trainierte ich weniger, denn das konnte sie ja. Die Spins und das Rückwärtsrichten wurden immer besser, ich nahm auch Roll Backs und kleinere Stops dazu. Für die richtigen Stops würde ich am fünften Tag auf den großen Reiningplatz gehen.
      Mit Nano fand ich mich heute, am fünften Tag, wieder im Round Pen ein. Gesattelt hatte ich ihn schon am Putzplatz. Danach war ich mit ihm zusammen dort hin gegangen. Ich longierte ihn ab, übte nochmal das Nachgeben am Strick und klickte dann links und rechts ins Halfter Führstricke ein. Dann machte ich wieder ein paar Aufsteigübungen, ehe ich mich in den Sattel setzte und ihn mit meiner Stimme und meinen Fersen antrieb. Nano zuckte mit den Ohren, ging dann aber vorwärts. Zunächst war egal, in welche Richtung er ging, hauptsache vorwärts. So ritten wir im Schritt quer durch den Round Pen, ehe ich ihn wieder anhielt und abstieg. Morgen würde er die Trense drauf bekommen, dann wurde das lenken einfacher.
      Mit Star ging ich am Abend auf den großen Reitplatz, auf dem wir dann auch das Stoppen übten, in dem sie zu meiner Verwunderung wirklich gut und talentiert war. Das würde Alicia freuen, denn damit konnte ihre Stute wirklich Pluspunkte sammeln. Auch trainierten wir heute die anderen Manöver nochmal alle durch. Am morgigen Tag würde ich mit der Stute eine Pattern gehen. Klappte diese, konnte sie schon nach Hause. Nano würde auch nur noch drei Tage bleiben, dann konnte er wieder in seine Heimat fliegen.
      Am nächsten Morgen schnappte ich mir Nano und zog ihm die Trense an, mit der ich ihn auch sofort longierte. Dabei hatte ich die Longe am Halfter eingehangen, welches ich unter der Trense angelassen hatte. Im Englischreiten ritt man die Pferde mit Sicherheit anders ein, doch so hatte ich es gelernt und es hatte sich immer als gut und sinnvoll rausgestellt, so dass ich diese Praktiken immer weiter benutzte und auch weiter lehrte. Der Junghengst fand sich schnell damit ab, so dass ich mich wieder auf seinen Rücken schwingen konnte. Dieses Mal lenkte ich ihn jedoch noch kaum mit den Zügeln, sondern eher mit Gewicht und mit den Beinen. Morgen würde ich ihn dann mit den Zügeln lenken, bevor ich übermorgen auf den Platz gehen würde. Ich trabte ihn heute auch schon auf beiden Händen und machte dann sehr schnell Schluss, damit er nachdenken konnte.
      Am Nachmittag machte ich dann mit den hauseigenen Trainingspferden weiter, denn diese waren die Hitze hier mehr gewöhnt, als die Besuchspferde. Auch machte ich mit Ylvi zusammen einen Ausflug zum Fluss. Am Abend war Star dann wieder dran. Ich hatte mir eine einfachere Pattern ausgesucht, die für sie auf jeden Fall zu schaffen war, und die Alicia mit ihr bestimmt einmal reiten würde, wenn sie mit Star Turniere gehen wollte.
      Ich wärmte die Stute auf dem Platz gut auf, ehe ich wieder zum Ausgang ritt und kurz davor drehte, ehe ich im Schritt mit ihr auf X ging, wo ich sie dann auch anhielt. Kurz ließ ich sie stehen, ehe ich ihr die Hilfen zum Spin gab und sie vier Runden nach rechts drehte. Dann stoppte ich sie und wir gingen sofort vier Runden nach links. Dann gab ich ihr kurz Zeit zum Verschnaufen. Dann nahm ich sie an und stellte sie, so dass wir auf der linken Hand im Galopp einen schnellen Zirkel ritten. Da wir noch einen Zirkel reiten mussten, feuerte ich sie noch ein wenig an, damit sie noch etwas schneller wurde. An X setzte ich mich wieder in den Sattel und nahm die Zügel zurück, so dass sie sofort langsamer wurde und den kleinen Zirkel wunderschön rund und langsam galoppierte. Als wir wieder in der Mitte ankamen, gab ich Hilfen zum Galoppwechsel und gab die Zügel wieder vor, damit wir zwei schnelle Zirkel reiten konnten. Der dritte Zirkel würde wieder klein und langsam sein, was sie gut machte, ehe wir in der Mitte wieder auf die linke Hand wechselten und einen Zirkel begannen, ihn jedoch nicht schlossen. Stattdessen galoppierten wir an der langen Seite entlang und kurz hinter dem Mittelmarker stoppte ich sie. Sie kam wunderschön runter für LK4, machte einen eher schlechten Rollback nach rechts, galoppierte dann jedoch wieder schön locker, so dass wir auch auf der linken Seite des Platzes einen schönen Stopp hinlegen konnten. Dann gab ich Hilfen zu einem Rollback nach links, welcher auch nicht gut war, doch das lag ihr einfach nicht, da sie auch Probleme beim drehen hatte. Auf der rechten Seite machten wir dann unseren finalen Stopp. Sofort als sie stand gab ich hilfen zum Back Up. Ich zwang sie jetzt auch, etwas schneller rückwärts zu gehen und musste mich wirklich anstrengen sie gerade zu halten. Doch sie lief schon besser und ich konnte sie stehen lassen. Ich atmete tief durch, ehe ich sie ausgiebig lobte. Für ihre erste ganze Pattern hatte sie das unglaublich gut gemacht. Es war zwar noch Luft nach oben, aber für die LK4 reichte dies auf alle Fälle. Ich ritt sie noch gut ab, ehe ich sie absattelte, duschte und auf die Koppel stellte. Auch bekam sie eine extra Portion Kraftfutter. Die nächsten Tage würde sie dann Pause haben, das sagte ich auch Alcia abends am Telefon. “Wie gesagt, die Spins und die Rollbacks liegen ihr gar nicht, da ist sie auch nicht gut drin. Back Up und Galoppwechsel sind okay, aber bei den schnellen und langsamen Zirkeln ist sie wirklich gut. Auch die Stopps sind klasse.” “Das freut mich.”, hörte ich von der anderen Seite des Telefons und nickte, auch wenn sie das nicht sehen konnte. Morgen Abend würde sich Star wieder auf die Heimreise machen. Und am Nachmittag wieder in ihrem Zuhause sein.
      Mit Nano arbeitete ich am nächsten Morgen wieder ausgiebig. Heute lenkte ich ihn auch schon an der Trense, was ihm zu erst gar nicht passte, er sich aber daran gewöhnte. Ich ging auf beiden Händen Schritt und Trab und brachte ihm auch schon das rückwärtsgehen näher. Die letzten beiden Tage seines Verbleibes hier auf dem Blakes Crow Meadow verbrachte ich mit ihm auf dem kleinen Reitplatz. Es war zwar noch ein weiter weg für den jungen Hengst bis zum Crack, aber die Bahn dafür war eben. Und ich war mir sicher, dass er es noch weit schaffen würde.
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      Die Ausbildung meiner Youngsters lief mal wieder hervorragend. Meine drei Junghengste Caddylack, Chestnut & VK Gunna Whiz beschäftigten mich allerdings ganz schön mit ihren Frühlingsgefühlen. Auch wenn es bei uns in Schweden noch relativ kalt war hab es auch hier immer wieder Wärmeperioden, in denen es den Dreien besonders gut zu gehen schien. Vina hingegen bekam dies nicht so sonderlich. Dennoch arbeitete auch die hübsche Ponystute immer gut mit, was da Training betraf. So dürfte es gerne weiter gehen!
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      Gunna Whiz
      Heute wollte ich meinem ehemaligen Pferd VK Gunna Whiz nochmal einen Besuch abstatten. Nachdem ich ihn bei meinem letzten Besuch als Trainer eingeritten hatte, war ich nicht mehr hier gewesen. Da Bracelet zur Zeit jedoch viel beschäftigt schien, wollte ich ihr ein wenig unter die Arme greifen. Neben füttern und misten ging ich auch eine Runde ins Gelände mit dem jungen Hengst. Er genoss die Zeit wirklich und ich dachte mir, dass er es auf der Bow River Ranch gut haben würde, sollte sich Bracelet jemals dazu entscheiden, ihn wieder abzugeben. Bis dahin jedoch hatte er hier ein gutes Zuhause und wuchs unter Gleichaltrigen auf.
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      Irische Aussichten
      September 2019

      Das letzte Jahr über hatte ich intensiv daran gearbeitet meinen Zweitstall, einen idyllischen Hof in Irland, bezugsbereit für einige meiner Pferde, die zur Zeit auf dem DVTS standen, vorzubereiten.
      Es handelte sich dabei um ein nun wieder unbezahlbares Juwel in Mitten der weitläufigen, märchenhaften Natur, die es umgab. Bevor die letzten Besitzer es besaßen, war es bereits vor über 50 Jahren erbaut worden, hatte einen altertümlichen Cham, konnte jedoch locker mit all den neuen Reitställen mithalten, die ich so kannte. Es hatte etwas magisches; man fühlte sich hier sofort wohl, geborgen.
      Aber was das wichtigste war: es war ein Paradis für meine Vierbeiner. Untertags bat es die Möglichkeit alle Pferde auf weitläufige Graskoppeln zu stellen und auch Schlechtwetterkoppeln standen zur Verfügung. Im letzten Jahr hatte ich auf sämtlichen Wiesen und Paddocks Selbsttränken installiert und überdachte Heuraufen, sowie Unterstände, aufgestellt. Einige Wiesen hatte ich neu umzäunt, andere waren nach wie vor in gutem Zustand geblieben. So zum Beispiel auch die von Èamonn und Belmonts Beo, die ich damals ja samt Hof übernommen hatte und praktisch komplett in Gingers Obhut standen; damit also bloß auf dem Papier mir gehörten.
      Das hübsche Angus Og Stud besaß einen hübschen Stall, dessen Stallgebäude aus 2 Trakten bestand und Platz für 30 Pferde besaß. Es handelte sich dabei um ein lichtdurchflutetes Gebäude, was den vielen Glasfenstern zu verdanken war. Auch ein großer Pluspunkt war einerseits die wirklich optimale Belüftung; dennoch zog es zu keinem Zeitpunkt, andererseits die pferdegerechte Haltungsmöglichkeit; die Boxen waren nämlich so konzipiert, dass die Vierbeiner Kontakt zu einander hegen konnten, auch größere Pferde genug Bewegungsfreiheit hatten und in die Stallgasse blicken konnten. In der wärmeren Jahreszeit konnte man die Fenster öffnen, wodurch die Fellnäschen auch das Geschehen außerhalb des Stalles mitverfolgen, oder sich auch einfach nur ein wenig die Sonne aufs Köpfchen scheinen lassen konnten.
      Als ich das AOS übernommen hatte, bot es ebenso Platz für Pferde in insgesamt 4 Offenställen, wovon ich nur zwei so beibehielt. Die übrigen beiden wollte ich zu Schlechtwetterkoppeln umfunktionieren; einer erneuten Umwidmung stand jedoch nichts im Wege, falls die Kapazität einmal nicht mehr genügen würde.
      Abgesehen davon besaß das Gestüt ein hübsches Haupthaus, wie auch die übrigen Gebäude in einer netten Steinoptik, mit einer hölzernen Veranda davor. Ein bisschen Efeu schlängelte sich gleich einiger Kletterrosen an den Wänden empor. Im Gebäude fand man einen leicht rustikaler Look, klassisch mit einem Kamin im Wohnzimmer, vor. Ginger besaß ein nettes Zimmer im zweiten Stock und auch ich hatte mir eines für die Tage eingerichtet, in denen ich hier war.
      Allmählich hatte ich es hier lieben gelernt. So gerne ich auch auf dem DVTS in Schweden war, war dieser Ort ein wahrer Traum; nicht unweit der Cliffs of Moher, an der Westküste Irlands. Umso schöner, dass dieses Juwel tatsächlich mir gehörte.
      Zum Glück hatte dieser Platz etwas, was einem einem neue Energie gab, denn die Vorbereitungen für den Umzug, Renovierungsarbeiten und die Leitung eines Zucht- und Sportpferdestalls war wohl keine leichte, unanstrengende Aufgabe. Ebenso die Entscheidungen zu treffen welche Pferde denn nun tatsächlich umziehen sollten.
      Die Youngsters Caddylack, VK Gunna Whiz, Vina und Chestnut waren davon genauso wenig betroffen wie meine Fohlen. Immerhin sollten diese die Grundausbildung bei mir und meiner besten Bereiteren genießen.
      Bei den Trakehnern war die Entscheidung durch die gleiche Überlegung geprägt; Balounito, CHH’ Sence of Humor, Cherokee Gold, Brouk, Poltergeist, Waldjunge, Vaconda, Dreaming of better days, Christmas Joy, It’s Showtime, Dempsey, Hummels Enterprise, Roommate, Traumfänger, Raffinessca, Akira, Give me Chocolate und Take my Hand sollten weiterhin gefördert werden und ihre Turniere laufen. Costa de la Bryére, HGT’s Nightmare, N’oubliez Jamais, Party Shaker, Seattle’s GT’aime, Takada, Batman’s Rendezvous, Master of Gold, Winterzauber und Vintage Gold standen als Zuchtpferde; aktiv oder nicht, ebenso nicht zur Disposition.
      Interessant war es also bei den Pferden die zur Zeit in den ,,Nebenstallungen’’ standen. Für meine beiden Vollblüter Last in Love und Cotsworlds Eik würden sich durch die zahlreichen Galoppstrecken um das AOS herum eine gute Trainingsmöglichkeit bieten. Dennoch haderte ich nach wie vor mit mir, da ich bei ihrem Training sehr heikel war. Magic Attack hingegen war ein Kandidat bei dem ich mir ziemlich sicher war, dass der gute bald den weg nach Irland einschlagen würde. Er hatte schon einige Fohlen gezeugt und Tiefkühlsperma war von ihm auch noch reichlich vorhanden. Schon länger hatte ich darüber nachgedacht ihn denn nicht in seine wohlverdiente Pension zu schicken; nicht endgültig, geritten werden sollte er sehr wohl noch und eventuell eignete er sich auch als Lehrmeister um mit Ginger noch ein paar kleine Turniere zu gehen. Immerhin war der Zwölfjährige noch gut in Form und wusste sich zu präsentieren. Wastl war ebenso ein Kandidat dafür, weswegen er Magic wohl folgen würde und wo wir schon bei Warmblütern waren: Sir Donnerhall, Scarlet Sun und Golden Eye sollten ebenso schon sicher nach Irland ziehen. Nephilim Son of Angel & Devil, Cornetto und Mihály hingegen würden zu 100% bei mir in Schweden bleiben. Bezüglich Dreammaker, Lead me Home, Romulus, Hollywood King Gun, Pinochio, Sookie, Birdcatcher, Angels Kiss, Black Pearl, Donella, Herbstblüte und I’ve got the moves like Jagger war jedoch noch alles offen.
      Einige Pferde überlegte ich auch in die Vollpension, in einen der Offenställe in Irland, zu schicken. Genau genommen handelte es sich dabei um Donella, Angels Kiss und Golden Eye. Dies stand allerdings noch in den Sternen.
      Nun hieß es erstmal den September über noch alle nötigen Handlungen durchzuplanen, die notwendigen Papiere zu besorgen und die Transportfirmen zu engagieren und anschließend hoffte ich, dass alles gut ging. Die Vorfreude auf meinen zweiten Stall überwiegt jedoch gegenüber allen Sorgen.
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      Sichelöhrchen
      März 2020

      Ich stand gerade in der Dressurarena des Den Vackra Trakehner Stud, wo Anastasia Master Of Gold arbeitete. Da der Hengst nicht mehr aktiv im Turniersport eingesetzt wurde eignete er sich wunderbar als Lehrpferd für meine Bereiterin. Nebenher führte mir unser Stallbursche Melvin unseren Neuzugang Pluie warm, den ich eigentlich gleich reiten wollte. Das Ganze wurde allerdings durch einen lauten Rums unterbrochen, denn Pluie, ,,Plüsch’’, wie wir ihn bereits nannten, machte einen Satz und landete etwas unsanft mit einem Bein an der Bande. Überrascht drehte ich mich um und sah, dass Amelia, unsere Pferdepflegerin, sprichwörtlich mit der Tür ins Haus gefallen war. „Ist etwas passiert?“, wollte ich natürlich wissen, ehe ich bemerkte, dass sie wild wedelnd mit einer Pferdezeitschrift auf mich zukam. „Tüüür frei“,rief sie, nun natürlich viel zu spät, und nahm jedem die Möglichkeit vorweg entsprechend zu reagieren, geschweige denn zu antworten. „Das musst du dir unbedingt ansehen!“,rief sie ganz aufgeregt und drückte mir kurz darauf das Magazin in die Hand: „Da! Schau mal, wäre das denn nichts für uns?“
      Stirnrunzelnd betrachtete ich die geöffnete Seite mit den Verkaufsanzeigen. Ganz oben nahm ich sofort zwei Fotos von zwei außergewöhnlich aussehenden Pferden wahr. „Das sind Marwaris! Pferde aus Indien. Die haben diese niedlichen Sichelöhrchen!“,fuhr Amelia fort und machte ein ziemlich lustig aussehende Handbewegung über ihrem Kopf. „Mmhm“,murmelte ich ehe es, nun in meinem Kopf, zu rattern begann. Das Angus Og Stud, das ich mir ja geleistet hatte, hatte definitiv noch Kapazitäten frei und genau genommen fehlte dort ohnehin ein konkretes Zucht- oder Sportziel. Abgesehen davon gefielen mir diese beiden blütigen Pferde wirklich gut. Sie wirkten überaus edel und schienen tatsächlich eine Rarität zu sein.
      Schlussendlich bat ich Amelia den Plüsch zu longieren und selbst die Zahlen zu checken, ehe ich mich ein paar Tage darauf tatsächlich entschied die beiden zu kaufen. „Meereen“ und „Tamana“. Alleine was für klingende Namen die beiden hatten.
      Die kommende Woche verbrachte ich noch auf dem DVTS; immerhin war hier wirklich überaus viel zu tun im Moment. Auch wenn ich vor hatte einige Pferde und Tätigkeiten damit auf das AOS auszulagern, musste ich mir langsam eingestehen, dass ich wohl mehr Personal brauchte. Vor allem Bereiter würde ich wohl ein paar mehr einstellen müssen, denn ich und Ana alleine konnten all die Pferde kaum stemmen. Meine Zuchtstuten HGT‘s Nightmare, Takada, Winterzauber, Vintage Gold, I’ve got the moves like Jagger und Donella gingen zur Zeit überhaupt nur ihre Runden in der Schrittmaschine. Mehr Bewegung konnten sie sich zwar selbst auf den Paddocks holen, doch alleine schon Longearbeit gab es nur, wenn Amelia die Zeit fand. Sie durfte nämlich immer mal wieder wenn sie die notwendigen Aufgaben erledigt hatte ein wenig lockere Arbeit vom Boden aus mit den Pferdchen machen. Meist entschied sie sich dann aber doch dafür entweder Feierabend zu machen oder ihrem Lieblingspferd Dreaming Of Better Days, die ja ein wahres Goldstück war, Boden- oder Freiarbeit zu machen, was für mich, trotz der stetig bergauf gehenden Dressurkarriere der Stute, absolut in Ordnung ging; immerhin machte es ihr uns Dreamy immer super viel Spaß, weshalb ich dabei ab und an auch ganz gerne mal zusah. Für mich selbst blieb leider, wohl auch bedingt durch den eben erwähnten Personalmangel, für solche Dinge leider kaum Zeit mehr, wenn es nicht gerade für die Jungpferdeausbildung von Nöten war. Hier war ich allerdings zur Zeit mit den meisten meiner Youngsters an anderen Punkten. Mit DVTS’ Daeny und Aiana war ich gerade noch mit den Basics wie dem Halftern und Führen in Schritt und Trab beschäftigt. DVTS’ Takinou, Backfett, DVTS’ Magic Movements und Sir Bacardi waren da schon deutlich weiter. Alle vier Jungpferde waren bereits mit den Basics vertraut und wurden bereits longiert. Hierbei hatte ich auch schon Stangen integriert, was den Muskelaufbau begünstigte, der bei mir immer vor den ersten Steps des Anreitens kam.
      DVTS’ Seattle’s Wintertime, DVTS’ Cascadeur de la Vie, Caddylack, Bambina und DVTS’ Colour the Nightsky waren bereits recht weit, was die Longearbeit betraf. Sie reagierten alle schon sehr fein auf die Stimm-, wie auch Peitschenhilfe. Außerdem waren sie bereits an das Gebiss gewöhnt, das sie bisher alle schon super annahmen. Handarbeit hatte ich auch schon in die Arbeit mit dazu genommen, genauso wie im Zuge dessen die ersten Anfänge der Seitengänge. Casi machte sich dabei besonders gut und mauserte sich trotz leichtem hengsteln als Musterschüler. Die Ausbildung dieses Pferdes war für mich im Generellen etwas ganz besonderes. Auch wenn ich tatsächlich auf meinen gesamten ersten Fohlenjahrgang sehr stolz war, war Cascadeur für mich in der Arbeit der, der momentan am positivsten heraus stach. Der dressurgezogene Hengst schien ganz nach seinen Eltern zu kommen. Charakterlich zeigte er sich jetzt schon besonders stark, obwohl er ein wirkliches Prachtexemplar an Hengst zu werden schien und sich so langsam richtig zu präsentieren begann. Er war auch stets bedacht dem Menschen nichts zu tun, obwohl ihm das Testosteron nun sehr deutlich einschoss, was bei einem Hengst auch etwas sehr angenehmes war.
      Chestnut und Vina waren schon noch weiter. Bei Chestnut war es bald soweit, als dass er offiziell als Angeritten und auf E-Niveau befindlich gelten konnte.
      Für VK Gunna Whiz und Hollywood King Gun hatte ich seit einigen Wochen einen professionellen, externen Westernbereiter am Hof, der die beiden zwei bis dreimal ritt und sie, sobald alles harmoniert, auch auf Turnieren vorstellen würde. Auch wenn ich eiinige Stunden Westernunterricht hinter mir hatte und mich regelmäßig fortbildete wurde ich den Beiden so einfach nicht gerecht. Immerhin hatte ich am Ende des Tages eine englische Reitausbildung. Trotzdem war ich sehr stolz auf meine beiden Schätze und sah immer gerne beim Training zu.
      Abgesehen davon starteten mit Vaconda und Give me Chocolate nun aktiv die Vorbereitungen auf die jeweilige Stutenkrönung. Vaconda war im Training unfassbar stark; Choco ritt ich beinahe nur noch locker Dressur, in Kombination mit einigen Gymnastikreihen, denn die hohen Sprünge und der Parcours lief mit ihr wie von selbst, da war sie unfassbar sicher geworden.
      An der Sicherheit arbeiten musste ich noch mit meinen Nachwuchspferden. Brouk war leider nach wie vor schwierig, auch wenn er sich schon deutlich verbessert hatte. Er war nunmal von Natur aus schon kein Anfängerpferd, wie ich es von seiner Mutter auch schon gewohnt war, und im Zusammenspiel mit seiner Vorgeschichte war es oft wirklich ein Kampf, den ich nicht führen wollte. Deshalb hatte ich vor einigen Wochen beschlossen, ihm einfach die Zeit zu lassen die er zur Entwicklung benötigte und alle Ambitionen bei ihm runter zu schrauben; auch wenn der Hengst eigentlich ein enormes Talent hatte, nicht nur vor der Kutsche, wovor er allerdings leichter zu händeln war als beispielsweise am Sprung oder gar in Parcours oder Dressuraufgabe. Hier hatte ich mit Balounito überhaupt kein Problem, denn der junge Hengst zeigte deutlich, dass er auch ein Springpferd sein wollte. Sein bester Koppelbuddy CHH’ Sence Of Humor hatte zur Zeit auch eine super Phase und war ebenso eine Freude zu Reiten. Ebenso It’s Showtime, Waldjunge, Poltergeist, Christmas Joy, Dempsey, Hummels Enterprise, Roommate, Cherokee Gold, Traumfänger, Akira, Take my Hand, Scarlet Sun, Cornetto, Lead me Home, Romulus, Pinochio, Simple little Melody, Birdcatcher, Sookie, Golden Eye und Sir Donnerhall. Ich hatte also im großen und Ganzen wirklich Glück mit meinen Schätzen.
      Etwas intensiver musste das Training zur Zeit mit Mihály sein. Der Hengst hatte nämlich zur Zeit eine kleine Flegelphase und etwas zu viel Energie. Schaffte ich es aber dies zu Ausdruck in der Arbeit umzuwandeln lief der wunderschöne Fuchs wirklich unfassbar toll.
      Nur locker ritt ich zur Zeit meine Deckhengste Costa de la Bryére, Seattle’s GT’aime, N’oubliez Jamais, Party Shaker und Wastl. Etwas mehr Aufmerksamkeit bekam Nephilim Son Of Angel & Devil, da ich bei ihm immer all meinen Stress vergessen konnte und dies gewissermaßen seelenstreichend wirkte.
      Magic Attack befand sich genauso wie Angels Kiss, Black Pearl und Dreammaker noch in der Winterpause. Bei Magic war dies gewissermaßen eine Art wohlverdienter Semiruhestand. Dies hatte ich auch seiner Vorbesitzerin versprochen, denn der hübsche Hengst hatte in seinem Leben bereits genug geleistet und sich etwas mehr Ruhe und Pferd-sein-dürfen mehr als nur verdient.
      Breathing your Love und Cotsworlds Eik wurden zur Zeit ausschließlich von Anastasia trainiert.
      Diese vertrat mich auch so gut sie konnte, während ich ein paar Tage auf dem Angus Og Stud war, um Meereen und Tamana im neuen Heim willkommen zu heißen. Ginger freute sich dabei auch wie immer über meinen Besuch und berichtete mir von den Fortschritten, die Belmonts Beo seit meinem letzten Besuch gemacht hatte. Abgesehen davon hatte sie auch viel über An Affair to Remember zu zählen, die sich, höchstwahrscheinlich nur vorübergehend, bei uns befand.
      Während die beiden Marwaristuten sich bereits einige Tage eingelebt hatten gab es noch eine große Überraschung für mich, denn wir hatten einen weiteren Neuzugang zu begrüßen: For Pleasure, ein wunderschöner und überaus begabter Fuchs, der bereits einige Erfolge in der Sparte Springen verbuchen konnte. Ein Ausnahmehengst wie er im Buche stand; bei dem ich nie erwartet hätte, dass dieses tolle Pferd tatsächlich in meinen Besitz kommen würde. Aber nicht nur ich war hin und weg als er ankam: auch Ginger strahlte über beide Augen, was auch verständlich war denn sie hatte erstmal das Vergnügen wohl die meiste Zeit mit dem Hübschen zu verbringen.
      Nachdem ich mit Ginger noch einen Plan bezüglich dem Training von Tamana, Meereen, Beo und For Pleaure ausgetüftelt hatte, musste ich leider auch schon wieder auf das DVTS zurück. Bald würde ich aber wieder kommen um etwas mehr Zeit auf dem Hof zu verbringen.
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      & so begann der Ernst des Lebens
      April 2020

      April. In Schweden kehrte allmählich der Frühling ein und ließ nicht nur die traumhafte Landschaft rund um unser Gestüt, sondern auch meine etwas eingestaubte Motivation wieder aufblühen. Dies musste genutzt werden und kam gerade Recht: immerhin hatte ich da ein paar Youngsters die darauf warten angeritten zu werden.
      DVTS' Cascadeur de la Vie, DVTS' Seattle's Wintertime, DVTS' Colour the Nightsky, Bambina und Caddylack hatten die letzten Monate überaus große Fortschritte an der Longe gemacht und auch muskulär hatte sich bei ihnen viel getan. Ebenso waren sie alle schon an das Gebiss gewöhnt. Aus diesen Gründen war es nur mehr eine Frage der Zeit wann der nächste Schritt fällig war und so wollte ich ihn mit ihnen diesen April machen.
      So weit waren allerdings noch nicht alle meine Schätze. Sir Bacardi hatte ich bisher besonders viel Zeit gelassen. Obwohl es zwar immer hieß Vollblüter wären Frühentwickler, wollte ich Backi unter keinen Umständen verheizen. Er musste nicht auf Biegen und Brechen als Zweijähriger auf die Rennbahn. Deshalb starteten wir erst jetzt, wo der braune Vollbluthengst sich körperlich bereits vom staksigen Leichtgewicht weg hin zu einem ganz schön athletischen jungen Pferd entwickelt hatte. Ihn wollte ich deshalb diesen Monat schrittweise an das Zaumzeug, samt Gebiss, gewöhnen. Longiert war er bereits seit einigen Monaten und auch mit der Stangenarbeit war er vertraut. Trotzdem musste dies noch weiter vertieft werden, da das Angaloppieren nach wie vor eher ein Hineinrennen aus dem Trab war und der Trab meist zu Anfangs erstmal übersprungen wurde. Immerhin hieß ein kleiner Wink mit der Peitsche natürlich automatisch Galopp und Bocken, außer die Energie war dann mal draußen; dann hatten wir noch dieses typische Trabrasen, das sich statt dem Galopp zeigte, zu beheben. Aber das war ganz normal für Bacardis Ausbildungsstand. Im Grunde machte er sich dafür allerdings gar nicht so schlecht.
      Chestnut hatte ich innerhalb der letzten beiden Monate fertig angeritten. Dies hieß für mich, dass er unterm Reiter auf beiden Händen Schritt Trab und Galopp ging. Dabei fiel es ihm noch sehr schwer im Galopp das Gleichgewicht zu halten. Vor allem im Rechtsgalopp fiel er mir nach wie vor ab und zu aus und auch das Angaloppieren klappte noch keinesfalls auf den Punkt. Dennoch hatte er sich von Anfang an überaus lernwillig gezeigt. Er wollte gefallen und alles richtig machen. Das, in Kombination mit seinen raumgreifenden Gängen, ließen mich doch sehr hoffen, dass in diesem Hengst, den ich bereits als Fohlen gekauft hatte, das große Potential schlummerte.
      Aber nicht nur Chesi war bereits geritten. Auch klein Vina hatte sich ganz schön entwickelt. Sie hatte ich besonders spät angeritten, was allerdings dem Umstand geschuldet war, dass sie tatsächlich eine Spätentwicklerin war und ein paar Pausen dazwischen hatte um sich gut auswachsen zu können. Nun beherrschte sie aber bereits all ihre Gangarten, wenn auch am Trab noch herumgefeilt werden muss.
      Damit auch meine übrigen Youngsters bald hier hin kämen mussten sie jedoch erstmal einen Reiter auf ihrem Rücken dulden. Aus diesem Grund übte ich mit Wintertime, Cascadeur de la Vie, Colour the Nightsky, Bambina und Caddylack seit dem Ersten dieses Monats die unterschiedlichsten Dinge auf ihrem Rücken zu akzeptieren.
      Casi stach dabei mal wieder besonders positiv hervor. Obwohl er von außen betrachtet seit es wärmer wurde immer unter Strom stand und die Frühlingsgefühle hoch kamen schlug sein Wesen stets stärker durch als seine Hormone: Seine neugierige, selbstsichere Art und seine Gutmütigkeit dem Menschen gegenüber machten einem Neues besonders leicht. Egal was ich auch auf seinem Rücken anstellte blieb er brav stehen und drehte lediglich die Ohren in meine Richtung. Aus diesem Grund passierte diesen Monat etwas für mich ganz Besonderes. Mitte April war ich mit Anastasia und Cascadeur am Platz. Nachdem ich ihn ausgiebig an der Longe gearbeitet und etwas Bodenarbeit gemacht hatte hielt Ana ihn mir fest und ich stellte wie bereits einige Male zuvor meinen Fuß in den Bügel des Sattels, den ich davor vier Mal auf Casi liegen hatte. Ich ruderte damit etwas umher, ehe ich mich vorsichtig auf den Rücken des Trakehners legte. Nun war praktisch mein ganzes Gewicht auf ihm. Er stand nach wie vor recht entspannt da, also lobte ich ihn überschwänglich und wiederholte dies noch ein paar Male. Dann war es soweit: Ich schwang vorsichtig mein zweites Bein über den Rücken des Schecken und stieg auch in den zweiten Bügel. ,,Guuuuter Bub!'',sagte ich das gefühlt dreidutzendste Mal an diesem Tag und strich ihm ausgiebig über seinen Hals. ,,Na? Dann wollen wir doch mal.'',sagte Anastasia grinsend und begann langsam zu gehen. Casi drehte ein Ohr in ihre Richtung, das Andere blieb nach hinten gedreht. ,,Na komm.'',fügte Ana hinzu und er setzte sich vorsichtig in Bewegung. Nach ein paar Schritten hielt sie ihn wieder an und ich stieg ab. Erst dann realisierte ich was gerade passiert war: ich saß tatsächlich zum allerersten Mal im Sattel eines Pferdes aus meiner eigenen Zucht. Plötzlich stiegen mir die Tränen in die Augen. Es war ein ganz besonderer und rührender Moment; Ich konnte mich noch ganz genau an Casis Geburt 2016 erinnern und nun hatte er sich zu so einem prächtigen Hengst entwickelt und akzeptierte mich auf seinem Rücken. Unbeschreiblich!
      Das gleiche Prozedere sollten auch Wintertime und Nightsky durchlaufen.
      Wintertime war in Summe ein klein wenig skeptischer als Casi. Aus diesem Grund überstürzte ich mit ihr auch nichts um keine schlechte Erfahrung zu provozieren. Ganz langsam gewöhnte ich sie diesen Monat aber ebenfalls bereits an den Sattel, den ich immer wieder auf ihren Rücken legte, damit ruckelte, die Steigbügelriemen auszog und mit den Bügeln ihren Bauch abrieb. Nachdem sie dies gut annahm schloss ich dann auch immer wieder den Gurt und öffnete diesen wieder, ehe ich sie dann auch erst mit hinaufgezogenen, dann mit heruntergelassenen Steigbügeln longierte. Da das Timing stimmte passierte außer ein paar kleinen Bucklern im Galopp auch nichts aufregendes. Schon beim ersten Mal schnaubte sie zum Ende der Einheit zufrieden ab und signalisierte mir damit, dass ich soweit alles richtig machte.
      Die härteste Nuss jedoch war unser Prinzesschen. Colour the Nightsky hat nämlich, wie wir es schon in Fohlentagen befürchtet und vorhergesagt hatten, das Temperament ihrer Mutter geerbt. Nightmare war eine überaus feurige Stute und ihre Tochter ließ kaum einen Tag aus an dem sie uns nicht zeigte, dass das mit dem der-Apfel-fällt-nicht-weit-Prinzip nicht nur so ein dahingesagtes Sprichwort war. Obwohl sie es bereits als Jährling konnte schien sie nun selbst das Hineinführen von der Koppel noch nie gekannt zu haben. Wie ein kleiner Wildfang trieb sie unsere Stallburschen damit in den Wahnsinn. Edvin und Erik wollten sie schon gar nicht mehr nehmen, weswegen sie meist an Melvin hängen blieb, der doch ein Händchen für die schwierigeren Exemplare hatte. Trotzdem nennte er sie nur noch ,,das Monster'' wenn er von ihr sprach. Hierbei war auch er es, der sich zum ersten Mal traute es auszusprechen: ,,Ist wie Brouk!'' und damit hatte er ganz Recht. Mein verlorener Nightmaresohn, Colours Halbbruder, war ebenso, wenn nicht noch eine Schippe schwieriger. Eventuell sollte ich mir ab sofort ruhigere Hengste aussuchen, wenn ich die Stute decken ließ. Nun konnte man aber bei den beiden nichts anderes mehr tun als sie gut zu erziehen. Bei Nightsky sah ich dabei noch die größten Chancen, denn sie hatte noch keine einzige schlechte Erfahrung gemacht seit sie auf die Welt gekommen ist und auch Nightmare hatte ich selbst erzogen; sie war nun zumindest immer anständig.
      Leicht war aber dementsprechend die Arbeit nicht. Es hätte aber wohl schlimmer kommen können. Immerhin reagierte sie auf die feinste Körpersprache. Ohne Stimmkommando oder Peitsche konnte ich sie bereits nun, als dieses Jahr Vierjährige, auf den Punkt antraben, angaloppieren und durchparieren. Dies übte ich sogar schon frei mit ihr. Außerdem war sie vergleichen mit Brouk Menschen gegenüber grundsätzlich freundlich; sie konnte ihre Energie nur noch nicht zügeln. Mir gegenüber war die Overostute allerdings doch sehr bemüht sich richtig zu verhalten. Sie akzeptierte ebenso Schritt für Schritt meine Vorbereitung auf den Sattel und ließ sich im April auch diesen bereits zumindest auflegen, wofür ich auch sie immer überaus überschwänglich lobte. Alles in Allem war die Hübsche ja dennoch ein ganz tolles Pferd; jung war sie eben noch.
      Bambina und Caddylack hatte ich seit März in Anastasias Obhut übertragen. Sie waren ihre ersten Jungspunde, die sie anreiten sollte. Aus diesem Grund stand ich ihr tatkräftig zur Seite und unterstützte sie wo ich konnte. Auch eine Art Unterricht gab ich ihr immer mal wieder und da sie auch oft bei meiner Arbeit mit den anderen Youngsters zusah lernte sie so auch etwas. Aus diesem Grund war ich guter Dinge. Immerhin ließen sich auch die Beiden schon mit Sattel longieren und tolerierten die ersten Aufstiegsvorbereitungen.
      VK Gunna Whiz war nun mittlerweile seit September 2018, also nun den achten Monat, unterm Sattel. Da meine Westernkenntnisse nicht überdurchschnittlich hoch waren hatte er die ersten Monate davon eine recht ruhige Zeit gehabt in denen ich lediglich die Basics abfragte. Dies schien ihm jedoch gar nicht geschadet zu haben, da er sich mittlerweile schon sehr schön ausbalancieren konnte und bereit für mehr war. Seit er allerdings seit Ende Februar von einem externen Westerntrainer zwei bis dreimal die Woche geritten wurde zeigte sich, dass er eigentlich schon weiter wäre; so machte er doch sofort recht große Fortschritte. Ich stand dabei meist am Rand des Platzes und sah den beiden bei der Arbeit zu. Auch wenn es auf dem Gestüt oft drunter und drüber ging nahm ich mir diese Zeit. Immerhin konnte ich dabei ja auch noch etwas lernen, was mir dann zugute kam wenn ich Nano und Husky ritt.
      Eine weitere erfreuliche Neuigkeit hatte vier weiße Beine und eine schicke Blesse. ,,Hannifee’’: eine überaus hübsche Rabicano-Stute. Sie kam nämlich diesen April bei uns an. Die sportlich gebaute Siebenjährige hatte ich in einer Anzeige gefunden und mich nach langem Hin und Her für sie gemeldet. Wiedererwartens entschieden sich die Vorbesitzer tatsächlich für mich und ehe ich mich versah zog die beliebte Trakehnerstute auch schon auf dem DVTS ein. Sie machte überaus Spaß unterm Sattel und würde wohl einerseits sportlich, andererseits aber auch später in der Zucht aufgrund ihrer besonderen Farbe eine große Bereicherung für mich sein. Ich war gespannt wo unser gemeinsame Weg uns noch hinführen würde.
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    12 Apr. 2017
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  • VK Gunna Whiz
    ,,Nani, Nano''

    Von: Gigolo
    Von: ubk.
    Aus der: ubk.


    Aus der: Goodbye Graceful
    Von: Ronnie the Fabulous
    Aus der: Caddo Susanna


    Basisdaten ~
    Geburtsjahr: 2014
    Geschlecht: Hengst
    Stockmaß: 1,47m (derzeit)
    Rasse: American Paint Horse
    Fellfarbe: Dark Dappled Palomino Tobiano Splashed White
    Gencode: ee/AA/nChr/nT/nSpl

    Beschreibung ~
    Nano ist ein aufgeweckter Junghengst, der viel Spaß hat, mit den anderen Pferden über die Koppel zu toben. Sein bester Pferdekumpel ist Chestnut, mit welchem Nano am Liebsten Wettrennen über die Koppel veranstaltet.
    Der junge Hengst ist wie sein Vater auch in stressigen Situationen ein gelassener Kamerad. Von seiner Mutter hat er kaum etwas abbekommen, bis auf die Ruhe.
    Er ist flink, schnell, trittsicher aber auch gehorsam. Besondere Neugierde zeigt er gegenüber Kühen. Wer weiß, vielleicht wird aus ihm mal ein Cuttingpferd!

    Zuchtinfos ~
    Gekört: nein
    Vorgesehen für die Zucht: ja
    Decktaxe: -
    Nachkommen: noch keine

    Besitzerdaten ~
    Besitzerin: Bracelet
    Züchter: Veija
    Zucht: VK Performance Horses der Gips Reminder Ranch
    VKR: Veija
    Kaufpreis: 1000 Joellen
    zu Verkaufen: nein

    Ausbildungsstand ~
    Eingeritten: ja
    Eingefahren: nein

    Western: eingeritten
    Reining: LK3 | Trail: - | Pleasure: - | Cutting: -

    Erfolge ~
    noch keine

    Gesundheit ~
    Gesundheitszustand: ausgezeichnet
    Hufzustand: einwandfrei
    Beschlag: unbeschlagen

    Original HG Fohlen | Original HG Erwachsen | Normaler HG Erwachsen | PNG zusammen Fohlen | PNG geteilt Fohlen | PNG zusammen Erwachsen | PNG geteilt Erwachsen