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Eddi

Vertigo

Lewitzer ♂ gekört

Vertigo
Eddi, 20 Dez. 2020
    • Eddi
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      Die Basse-Normandie
      01. Juli 2013
      Ich schluckte meine plötzlich aufkommende Traurigkeit und Angst herunter, als ich mit dem Jeep auf das Gestüt Hayes End fuhr. Ab heute würde dieses schöne Gelände nicht mehr mein eigen sein. Alles war schon längst ausgeräumt, das einzige was noch da war, waren die Pferde. Um es kurz zu machen: wir zogen um, nämlich nach Frankreich, in die Basse-Normandie. Dort würde meine Pferde und mich ein neues Leben auf einem neuen Gut mit einem neuen Team erwarten. Schon heute würde ein Großteil dieser neuen 'Familie' mit anwesend sein und mir helfen. Unserer Weg würde uns in das kleine Städtchen Arromanches-les-Bains führen, welches an der nördlich-französischen Küste lag. Die Fahrt würde lang werden und wir hatten bereits eine Übernachtung eingeplant und auch die Stops waren fest auf der Karte verankert. Meine kompletten Sachen und auch die des Stalles hatten schon längst ihren Weg nach Frankreich gefunden und warteten dort nun auf die Besitzer. Wir würden ein altes Gut beziehen, welches bereits 1643 erbaut worden war und dessen Geschichte sich sehr auf die Falkenjagd und die Zucht für dort gebrauchte Pferde bezog. Nun würden wir uns dort niederlassen, um uns ein neues Leben aufzubauen. Ich musste aus dem jetzigen Alltag heraus und wollte mich ab sofort vollkommen auf die Pferde konzentrieren. Es gab insgesamt acht Fahrer, welche sich heute auf den Weg machten. Für meine Vollblüter hatte ich Theodor Adorno, unser künftiger Rennpferdetrainer, gebeten, diese mit zu umsorgen, während Susan, eine unserer Jockeys, fuhr. Mit diesen begannen wir auch nun mit dem verladen. Ich hatte Quall angerufen und die Tierärztin gebeten, allen eine Beruhigungsspritze zu geben und auch von Jackie hatte ich mir beruhigende Kräuter geben lassen, welche wir unter das Futter in den Pausen mischen würden. Die Hänger waren riesige Luxuswagen, in welche jeweils sechs Pferde an der Zahl ihren Platz fanden. Ideal für die Vollblüter. Zu erst führten wir die beiden Fohlen Cassiopeia und Deadly Ambition hinein. Beide waren seelenruhig und begannen direkt an ihrem Heu zu knuspern. Dann kamen Golden Ebano, Empire State of the Mind und Muskat mit hinein. Außer Muskat muckte keiner von den Hengsten herum. Jedoch wollten wir unsere Stute Khiara El Assuad in einem speziellen Hänger fahren, da sie bereits trächtig war. So hatten wir einen kleineren Hänger mit nur drei Boxen geliehen, in welchen nun unsere drei trächtigen Stuten Khiara El Assuad, Napayné und Nesquik einstiegen. Alle drei hatten eine Beruhigungsspritze hinter sich und wurden von Tom, einem unserer Pfleger, gefahren. Mit hinzu setzte ich Carter, unseren Stallmeister, welche sich mit jeglichen Problemen, welche auftreten könnten, auskannte. Dieses Gespann fuhr bereits los. In den Vollbluthänger stellten wir noch den jungen Altyn mit hinein und schon konnte auch dieser sich auf den Weg machen. Als nächstes würden die restlichen Fohlen ihren Weg in einen Hänger finden. Dieser würde in der Obhut unserer Pflegerin Talulah sein. Gemeinsam bereiteten wir die sechs Jungpferde auf die Reise vor. Dann musste Fairy Bluebird als Erste hinein, kurz darauf folgten Joyce und Tiny Girl ohne Probleme. Die kleine Mississle begann jedoch, uns zu terrorisieren und bockte auf der Rampe herum, so dass wir vor sie noch Limited und Quintesse hineinführten, bis auch sie mit hineinging. Nun konnte der dritte Hänger das Gestüt verlassen und sich auf die Reise machen. Die nächsten Kandidaten waren unsere Zwerge, die kleinen Welsh Ponys. Zuerst verluden wir Weihnachtswichtel und Little Big Girl. Als Puffer zwischen Stuten und Hengsten schoben wir die kleine Little Chocolate Chip ein, ehe dann Heartbreaker, Admiral und Juego folgten. Alle gingen ohne Probleme auf den Hänger, so das dieser wenigstens direkt lostuckern konnte. Nun kamen mehr oder weniger unsere Sorgenkinder, die Sportpferde. Pajero machte direkt zu Anfang Probleme und weigerte sich in den riesigen Hänger zu gehen. Erst mit Hilfe seines Kumpels Alazar bewegte er sich in das dunkle Loch. Zu unserem Erstaunen ging Candle in the Wind ohne zu Zögern in den Hänger, dabei hatte er so schlechte Erfahrungen gemacht gehabt. Auch Ejadon und Dr. Insektor folgten mir brav in den Hänger. So konnte auch dieses Paket losfahren. Für die beiden Tekken-Stuten Sonja und Mokka hatten wir einen normalen Hänger geholt, so dass die beiden Geschwister zusammen fahren konnten. Als die größten Probleme vom Hof waren, kamen wir zu den zweitgrößten, die blütigen Ponys. Zarin und Romance bekamen direkt einen Hänger für sich, dieses Tamtam würde ich mir nicht antun, die beiden würden nur Stunk verbreiten wollen. In den großen Hänger kamen stattdessen BonnyBoy, Vertigo, Allelujah und Lucane. Wenigstens war es hier so aufgeteilt, dass sich immer zwei recht nahe standen, so dass auch hier Frieden herrschte. Die Stuten Smooth'n Angel und Morning Sun kamen in ihren eigenen Hänger zusammen mit Kürbis und Freeway, welche ich kürzlich zu mir zurückgeholt hatte. Nun waren auch diese Tiere weg. Der auffahrende Hänger war für Aristo, Thorondor, Varulv und Guaranà bestimmt und ich liebte diese vier Hengste so sehr dafür, dass sie das Vertrauen in mich zeigten und mir ohne zu Mucken einfach folgten. Die letzten auf der Liste waren noch unsere Westernpferde. Für dessen Transport hatte sich unsere Westerntrainerin Elizabeth bereit erklärt. Zuerst verluden wir Apache's Tomahawk und Rubina Ravenclaw, kurz darauf folgten Joyna und Campéon und als letzter stieg Hidalgo in den Hänger. Nun waren alle Pferde verstaut und wir fuhren alle los. Wir waren schon zwei Stunden unterwegs, als wir den ersten Stop einlegten und alle Pferde kontrollierten. In jedem Hänger herrschte Ruhe, so dass wir die nächsten vier Stunden durchfuhren, ehe wir wieder eine Pause einlegten. Am Abend waren wir kurz hinter der französischen Grenze und schlugen auf einem kleineren Gestüt unser Lager auf. Für die Pferde hatte man provisorische Paddocks gebaut, auf welche wir sie nun einteilten und dann selbst total k.o. ins Bett huschten.
      Am nächsten Morgen waren wir alle früh um sechs bereit zur Abfahrt. Noch diesen Tag und Abends würden wir dann auf dem Gestüt La Fauconnerie stehen. Die Fahrt zog sich elend lang und ich dachte schon, wir würden niemals ankommen, doch als es bereits dämmerte, näherten wir und Bayeux, der nächstgrößeren Stadt und eine Dreiviertelstunde später waren wir in Arromanches-les-Bains angekommen. Einige meiner Mitarbeiter hatte ich bereits in Frankreich gelassen, damit diese alles für die Ankunft hatten vorbereiten können. Zudem lebten schon einige Pferde auf dem Gestüt. Nun luden wir nacheinander aus und brachten die Tiere in ihre Ställe. Diese waren zwischen Stuten und Hengsten aufgeteilt, wobei unsere englischen Vollblüter einen speziellen Stall bezogen, welcher direkt neben der Ovalbahn lag. Dieser Stall war Adornos voller Stolz, außerdem hatte er bestanden, Quartier auf dem Dachboden des Stalles zu beziehen, um immer bei den Pferden zu sein. Wir arbeiteten noch spät bis in die Nacht. Dann schickte ich mein Team schon in unser großes gemeinsames Haus, während ich noch einmal einen Rundgang machte. Ich begann im Rennstall, wo Theodor schon auf mich wartete. „Khiara hat die Fahrt gut überstanden, es gibt keine Probleme.“ ich musterte lächelnd die Rennikone, wie sie friedlich mit ihrem runden Bauch im Stroh lag und an ihrem Heu knabberte. „Ebano und Muskat haben sich tierisch aufgeregt, aber inzwischen haben sie sich mit ihrer Lage abgefunden. Empire war von Anfang an lieb und auch Cassy und Deadly haben keine Probleme gemacht.“ Ich nickte Theodor zu und sagte ihm, dass es gleich Essen geben würde, ehe ich hinüber in den Stutenstall lief. Die bereits in Frankreich angekommenen Stuten waren die Criollostute Curly Sue, welche ich von Sweetvelvetrose übernommen und direkt mitgenommen hatte, dann aber auch Nightfly, eine Reitponystute, welche ich aus schlechten Verhältnissen übernommen hatte, drittere war Oricono Flow, eine wunderbare Hannoveranerstute und die vierte im Bund war mein ganzer Stolz: die Brumby-Stute Lonely. Ich hatte mich riesig gefreut, als ich sie endlich hatte holen können. Diese vier standen schon seit einer Woche in Frankreich und genossen die ausführliche Pflege meines Teams. Neu war aber auch das Fohlen Feuervogel, welchen ich einfach nur wunderbar fand. Auch die dazugekommen Stuten schienen sich wohl zu fühlen. Bei Nessi und Nay schien alles okay zu sein, so dass ich in den Hengststall rüber huschte. Dort schaute ich auch nach den Neuankömmlingen. Diggin in the Dirth und Absinth waren zwei vielversprechende Reitponyhengste und besonders froh war ich über den Welshhengst Auftakt, welchen ich nun in meinen Reihen begrüßen durfte. Aber auch Serafino, ein Trakehner, war neu und mein ganzer Stolz. Ebenso wie Call me a Twist, den ich ebenso wie Sue von Sweetvelvetrose übernommen hatte. Allen schien es gut zu gehen, sodass ich beruhigt ins Haus ging und mitaß.
    • Eddi
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      Abendliche Runde
      16. August 2013
      Draußen war es inzwischen dunkel, als ich den Stall betrat. Ich war gerade auf den Weg zu unseren Ponyhengsten, gemeinsam mit meinen Bereitern an der Seite. Wir waren nun schon einen Monat in Frankreich und nachdem sich alle eingelebt hatten, sollte die Arbeit beginnen. Heute stand deshalb eine Besprechung der Sportpferde an. Unser erster Kandidat war Auftakt, der erst kürzlich eingetroffene Welsh B Hengst. Damals war er äußerst bekannt gewesen und vor allem als Zuchthengst auch verdammt beliebt. „Ich bin dafür wir holen ihn seinen alten Ruf zurück. Heißt er muss wieder regelmäßiger auf Turniere und dann werde ich mit Janina sprechen, dass wir ihn aktiv in der Zucht einsetzen.“ Ich schaute in die Runde und bekam von überall her Zustimmung. „Mia? Nimmst du ihn öfters in dein Dressurtraining und auch du Judi, damit er ein wenig springt.“ Ich musterte den Hengst ausgiebig. Er hatte inzwischen wieder Muskeln aufgebaut und wie immer überzeugte er mit seinem kräftigen Hals. Er war einfach ein Traum von Welsh und ich wusste wie genial er das alles vererbte. Erst kürzlich hatte ich eine seiner Töchter aufgekauft und auch sie war ein Traum. Direkt neben Auftakt stand Diggin in the Dirth. Immer wenn ich den Reitponyhengst betrachtete, war ich froh, ihn gekauft zu haben. „Ich würde sagen, der Gute hat noch Zeit.“ lächelte ich. Leider hatte Dirth seine erste Hengstkörung in den Sand gesetzt, aber vielleicht war es auch einfach noch zu früh gewesen. Hinzugekommen war, dass die Körung überfüllt von Teilnehmern gewesen war und er so gar keine Chance hatte haben können. Das Gleiche galt für seinen Boxennachbarn Absinth. Den wunderbaren Schecken hatten wir aus schlechter Haltung übernommen und wollten ihn nun erst einmal wieder aufpäppeln, ehe überhaupt an ein ernsthaftes Training zu denken wäre. Deshalb galt auch für ihn momentan eher ruhigere Arbeit. Ganz im Gegensatz dazu stand unser Welshhengst BonnyBoy. Seit neusten stand sein erster Nachkomme bei uns im Stall und ich musste sagen, dass sich die kleine Nandalee herrlich machte. BonnyBoy stand fest im Training und auch sein Turnierplan für diese Saison war schon ausgearbeitet. Ebenso hofften wir auf baldige Nachkommen, wenn die Zucht erst einmal aktiv werden würde. Weniger Erfolge hatte Vertigo. Der Lewitzer war immer noch nicht prämiert und langsam gab ich die Hoffnung auf. Dabei hatte er so viel Potenzial im Springen, es war ein Traum, wenn man ihn springen sah. Allelujah war ein Problempferd der anderen Sorte. Momentan machte er es niemanden leicht, mit ihm zu arbeiten, weil er durch und durch ein Hengst war. Doch wir gaben nicht auf, denn auch er besaß ein enormes Potenzial und das wollten wir nutzen. Kürzlich hatten wir auch Lucane aus Samarti's Stall zu uns geholt und er hatte bisher keine schlechte Bilanz. Zwar noch keine Siege, aber immerhin hatte er sich im letzten Turnier gut geschlagen. Er war fehlerfrei durch den Militaryparcours gekommen, auch wenn wir dringend an seinem Tempo arbeiten mussten. Die letzten beiden unserer Führung waren Zarin und Romance. Kürzlich hatte ich die Hengste von Jackie einreiten lassen und seitdem gingen sie auch bei uns unter dem Sattel. Ich hatte leider noch keine Zeit gehabt mich auf einen der beiden zu setzen, aber meine Reiter schwärmten nur so von den locker flockigen Gängen, auch wenn beide gerne Flausen im Kopf hatten. Ich schüttelte nur lachend den Kopf, selbst im Alter würden die beiden immer noch gemeinsam Mist machen. Als wir alle Hengste durch hatten, zogen wir Bilanz und stellten die Planungen für den Rest des Jahres auf. Dabei verzogen wir uns ins Reiterstübchen, wo es eine Tasse Tee gab.
    • Eddi
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      Morgendliche Ausritte
      25. September 2013
      An diesem Morgen fiel ich mehr oder weniger aus dem Bett, denn meine Motivation hatte heute ihren Tiefpunkt erreicht. Heute war der 25.09. und das hieß, dass ich mit den Abrechnungen für diesen Monat beginnen musste und darauf hatte ich so gar keine Lust. Unten in der Küche saß schon die Hälfte meines Teams am Frühstückstisch, also gesellte ich mich still dazu. Alle hatten gute Laune und die wirkte sich ansteckend auf mich aus. Bestens gelaunt lief ich dann in den Stall und half mit bei der Fütterung und dem Pferde rausbringen. Danach konnte ich mich leider nicht mehr drücken und machte mich auf den Weg in mein Büro. Dort beschäftigte ich mich mit meinem Schreibkram, hatte aber schon nach einer Stunde keine Lust mehr. Also schaute ich lieber überall mal vorbei. Im Stall herrschte gerade Hochbetrieb, da so eben Mias Reitschüler eingetroffen waren. Ich beschloss schon einmal in die Halle zu schauen, denn nachher würde ich sie dort bestimmt auch antreffen. In der Halle arbeitete Judi gerade mit Smooth'n Angel, sie schien sie das erste Mal zu reiten, denn die beiden hatten einige Probleme. Ich kannte die freche Stute inzwischen gut genug und gab ihrer Reiterin einige Tipps, so dass das Endergebnis dann besser aussah. Dann mussten die beiden die Halle aber auch schon verlassen, denn Mia kam. Heute war ihre Reitgruppe groß, denn es waren fünf Reiter! Sie hatte die Hengste gewählt, denn ich entdeckte Lucane, BonnyBoy, Diggin in the Dirth, Vertigo und Pinocchio. Ich wollte der Reitstunde ein Weilchen beiwohnen. Nach dem Warmreiten begann Mia mit dem Abteilungsreiten und forderte von ihren Reitern und Pferden alles. Zu meiner Zufriedenheit kamen die jungen Schüler äußerst gut mit den Pferden aus und Mia achtete auf jeden noch so kleinen Fehler, so dass die Pferde ordentlich geritten wurden. Nach einer halben Stunde verließ ich die bunte Gruppe und machte mich wieder in den Stall. Dort kam mir Tom grinsend mit zwei gesattelten Pferden entgegen. „Lust auf einen kleinen Ausritt?“ lächelte er und hielt mir die Zügel von Zarin hin, während er Romance an der Hand behielt. Ich wollte eigentlich verneinen, aber eine Entscheidung blieb mir verwährt. Vorsichtig schwang ich mich stattdessen in Zarins Sattel, Tom tat es mir gleich. Die beiden Hengste waren noch nicht allzu lange unter dem Sattel, machten sich aber richtig gut. Und sie liebten Ausritte über alles! Nach dem anfänglichen gemütlichen Schritt durch den Wald, wurde die Hengste an der Küste richtig munter. Wir hatten zu tun, im langsamen Tempo die Klippen hinabzusteigen. Unten am Strand konnte die beiden Jungspunde niemand mehr halten und wir ließen sie gewähren. Im vollen Tempo preschten sie den verlassenen Strand entlang und zeigten ihre Rennpferdqualitäten. Tom und ich hatten einen riesigen Spaß, denn trotz ihrem ständigen Unsinn im Kopf, konnte man den beiden Kerlen vollkommen vertrauen. Auf dem Rückweg kamen wir am Reitplatz vorbei, wo Tamzin gerade mit unserem Elitehengst Auftakt sprang. Wir hielten kurz an, damit ich mir ein Bild von dem Training machen konnte. Denn zu meinen Aufgaben gehörte es auch, zu kontrollieren, dass mein Team ordentlich mit den Pferden umging. Aber ich wusste eigentlich bei allen, dass ich ihnen vertrauen konnte. Auch Tamzin machte ihre Aufgabe super. Gemeinsam mit Tom sattelte ich die Hengste ab und brachte sie auf die Weide. Da gerade die Halle leer war, schnappte ich mir flott unseren Neuling Carachillo und sattelte ihn geschwind auf. Ich hatte ihn schon gestern unterm Sattel testen wollen, es aber leider nicht geschafft. Nun hatte ich wieder die Gelegenheit dazu und diesmal nutzte ich sie. Der junge Hengst hatte traumhafte Gänge und ließ sich einfach toll reiten. Nach einer Stunde mussten wir leider aus der Halle raus, da schon Mias zweite Reitgruppe da war. Diesmal waren die Stuten an der Reihe, es handelte sich um Morning Star, Nightfly und Animby. Die drei Reiterinnen schienen noch recht jung, dafür besaßen sie aber wirklich Talent. Ich brachte Carachillo wieder auf seine Weide und überprüfte, ob alle Ponys ihre Bewegung bekommen hatten. Den einzigen, den ich heute noch nicht gesehen hatte war Absinth. Aber als ich gerade von der Weide zurück zum Stall lief, hörte ich Meg. Sie arbeitete mit dem Junghengst im Longierzirkel. Der Schecke machte sich wunderbar. Das Training konnte sich echt sehen lassen. Da nun jedoch alles geschafft war, machte ich mich schweren Herzens wieder in mein Büro und setzte mich an den vollen Schreibtisch, die Arbeit würde sich nicht von selbst machen.
    • Eddi
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      Zeit fürs Scheren!
      28. Oktober 2013
      "Auf, auf! Schnappt euch die Schermaschinen und Pferde und los gehts." Heute stand wieder ein anstrengender Akt an, denn die Sportponys mussten dringend geschoren werden, denn schon jetzt war unser Solarium permanent in Benutzung, damit das Winterfell der Pferde schnell wieder trocknete. Meine Helfer waren Meg und Tom, zu dritt würden wir es schon schaffen, außerdem besaßen wir nur drei Schermaschinen, was meiner Meinung auch reichte. Wir wollten mit den Ladys anfangen, also auf zur Stutenweide. Ich pfiff kurz und halfterte dann drei der Mädels auf. Meg drückte ich den Strick von Nightfly in die Hand, Tom durfte sich mit Morning Sun beschäftigen und ich nahm mir die wunderschöne Animby. Am Putzplatz banden wir sie nebeneinander an und überlegte kurz. "Bei allen drei Damen reicht eine Streifenschur, mehr brauchen sie erst einmal nicht." Sollten sie trotz der Schur immer noch schwitzen, würde noch mehr abkönnen, doch nun wurde das Muster grob mit Kreide vorgezeichnet. Schon schalteten wir die Maschinen ein und los gings. Animby fand die Maschine zwar gruselig, hielt aber bevorzugt still und ich lobte sie auch immer ausgiebig. Nightfly machte Meg keine Probleme, sondern stand brav da und döste vor sich hin. Nur Sunny war wieder stur wie eh und je, zappelte unentwegt, bis sie sich von Tom eine fing. Danach war erst einmal Ruhe im Schacht und Madame benahm sich. So waren wir recht schnell fertig und putzten die Stuten gründlich, um die Fellreste zu entfernen. Während Tom und Meg die Stuten wegbrachten, kehrte ich die Fellhaufen zusammen und säuberte kurz die Maschinen. Die anderen beiden brachten derweil die nächsten Kandidaten mit. Dabei handelte es sich um Auftakt, BonnyBoy und Vertigo. Alle drei wurden komplett geschoren, denn sie würden den Winter über ordentlich trainiert werden. Ich kümmerte mich um den Schecken und beeilte mich extra, denn als ich fertig war, kam Tamzin, um Vertigo abzuholen und für das Springtraining fertig zu machen. Auch BonnyBoy musste mit und wurde von Judi geritten. Nur Auftakt durfte wieder auf die Weide. Inzwischen war es Mittag und wir sollten uns beeilen. Die letzten drei waren Allelujah, Lucane und Carachillo. Denn auch die drei brauchten dringend eine Schur, wobei eine Streifenschur reichte. Nachdem mit den beiden fertig waren, wollten wir uns ein wenig entspannen. "Ein Ausritt?" lächelte ich und die anderen beiden nickten begeistert. Ich schnappte mir Zarin, Tom holte sich Romance und Meg durfte Pinocchio reiten. Wir machten die drei Hengste fertig und genossen dann das wenigstens trockene Herbstwetter, während wir ausritten.
    • Eddi
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      Weihnachtliche Vorbereitungen
      22. Dezember 2013
      „Kann jemand die Leiter festhalten?“ fragte Tom und wagte sich vorsichtig nach oben, denn er wollte endlich die blöden Girlanden im Stall befestigen. Die Idee, das ganze Gestüt weihnachtlich zu schmücken war von mir gekommen und bisher gefiel es mir äußerst gut! An der Spitze des Stalldaches hing ein roter Stern und auch von innen sollte er schön aussehen. Natürlich hatte ich mein ganzes Team mit einbezogen und nun hatten alle zu tun, damit fertig zu werden. Ich half auch fleißig mit, musste mich aber auch darum kümmern, vor Neujahr nun noch alles fertig zu bekommen, denn die Listen der Pferde musste ich dringend erneuern. Wer wann zum Tierarzt musste, wann welches Turnier gewesen war und und und... Auch die Pläne für kommendes Jahr mussten geschmiedet werden, doch erst einmal kümmerte ich mich gemeinsam mit Talulah um den Stall. Zuerst brachten wir alle auf die Weide, so schnappte ich mir Pajero und Alazar, während sie Sonja und Mokka nahm. Meg half uns direkt mit uns holte die unruhige Brumbystute Lonely aus ihrer Box. Sie machte allerdings so ein Theater wegen dem Weihnachtsschmuck, dass sie Tom beinahe von der Leiter warf. Wir waren froh, als sie sicher auf ihrer Weide stand. Dann holten wir noch Serafino, Ejadon und Dr. Insektor aus dem Stall. Danach konnten wir uns an die Stallarbeit machen. Dass überließ ich Talulah und Meg, während ich mir Mia schnappte und mich um die Sportponys kümmerte, welche auch noch auf die Weiden wollten. Ich nahm mir Alice und Animby, die beiden Schwestern, um sie auf ihre Weide zu bringen. Danach kam Mia mit Nightfly und Morning Sun und schon standen alle Stuten auf der Weide. Nun holte ich mir Auftakt und BonnyBoy, meine beiden schicken Welshhengste, beide gekört und mit hohen Punkten prämiert. Besonders auf Auftakt war ich stolz, dass er in meinem Stall stand. Gleiches galt aber auch für Zarin und Romance, meine beiden Lieblinge, die zwar immer Theater machten, aber mir trotzdem jedes Mal ein Lächeln ins Gesicht zauberten. Danach holten wir noch die Hengste Allelujah und Vertigo, welche ich übernahm, während Mia sich Lucane und Carachillo schnappte. „Irgendwie werden es auch nicht weniger Pferde.“ lachte sie und schnappte sich ihren Liebling, nämlich unseren Haflinger Pinocchio. Ich holte noch die beiden Jungspunde Absinth und Diggin in the Dirth aus dem Stall und schon waren wir fertig. Nun hieß es ran an die Stallarbeit!
    • Eddi
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      Tierklinik Briar Cliff
      02. Januar 2014
      Gestern hatte sich Edfriend wieder bei mir gemeldet und im ersten Moment hatte ich einen echten Schock gehabt und mir Sorgen gemacht, dass irgendetwas bei Admiral und Pajero gewesen wäre, doch Eddi hatte mich schnell wieder beruhigt. Beiden ging es gut und sie wollte mir einen weiteren Auftrag geben. Ich hatte mich sehr darüber gefreut und war heute schon sehr früh auf meinen Hof gefahren um die Spritzen und die Wurmkur einzupacken. Die Patienten hießen Call me a Twist und Vertigo. Wie auch bei Pajero und Admiral hatte Eddi mir vergewissert, dass es den zweien gut ging und so konnten wir gleich anfangen mit den Impfungen und der Wurmkur. Eddi hatte mir Bescheid gegeben, dass sie im Stall auf mich warten würden. Ich freute mich schon auf meine zwei Kunden und ihre Besitzerin. Ich stieg aus und lief dann sofort zu Stall, wo ich dann auch Eddi und Call me a Twist entdeckte. Ich lobte das Pferd und begrüßte dann Edfriend. „Hallo, freut mich dich wieder zu sehen“ meinte ich dann zu ihr und stellte meinen Koffer ab. Dann lobte ich den Hengst nochmal und zog die Spritzen auf. Er sah mir dabei die ganze Zeit zu und schnaubte einmal kurz. Als ich dann jedoch mit der Spritze auf ihn zukam merkte ich ganz klar das Wildpferd in ihm, denn er versuchte sich loszumachen und so hieß es nun Beeilung, damit er nicht allzu gestresst wurde. Ich verabreichte ihm schnell die Spritzen und gab ihm dann die Wurmkur. Als ich fertig war führten ich und Eddi ihn zusammen in die Box, dann holten wir Vertigo aus seiner Box und banden den kleinen an. Ich lobte ihn erstmal und zog dann auch seine Spritzen auf. Er war schon um einiges ruhiger und kaute leise neben der Box. Ich lobte ihn nochmal und gab ihm dann vorsichtig die Spritzen. Hierbei zuckte er nur ein bisschen, blieb jedoch ruhig. Danach gab ich ihm noch seine Wurmkur und gab dann die Packungen, welche Eddi ihnen die nächsten Tage geben sollte, an sie weiter. Dann brachten wir den Hengst auch zurück in die Box und ich sah noch schnell bei Pajero und Admiral vorbei. Die beiden sahen sehr fit aus und es schien ihnen gut zu gehen, wie sollte es auch anders sein. Edfriend war schließlich eine gute Besitzerin und selbst Tierärztin. Ich lobte die beiden Hengst kurz und lief dann mit Edfriend zu meinem Auto. „Also bei den beiden gilt das gleiche wie auch schon bei Pajero und Admiral, aber das müsstest du ja wissen“ grinste ich und sah sie an. Dann stieg ich in meinen Wagen und fuhr dann zu RoBabeRo, wo mich mein nächster Patient schon erwartete.
    • Eddi
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      Hufschmiede Freedom
      24. Januar 2014
      Ich war gerade an dem Hof angekommen, als Edfriend mit einem gescheckten Hengst raus kam. Ich kannte sie jetzt schon seit einiger Zeit und sie war immer nett, deswegen war es mir eine Ehre ihr Pferd zu behandeln. Sie drückte mich und stellte mir den Hengst vor, es war Vertigo und auch ihn sollte ich behandeln. Sie band ihm an den Putzplatz fest und ging wieder in einen der Ställe. Sie schien mir zu vertrauen, was mich stolz machte! Ich strich Vertigo über das Fell, es schnaubte und blähte die Nüstern auf. Dann fing ich an, die alten Hufeisen zu lösen. Vertigo schien das nicht zu stören, ich wanderte vom linken Vorderhuf, zum linken Hinterhuf, dann zum rechten Hinterhuf und schließlich zum rechten Vorderhuf. Alle vier Hufe sahen spitze aus, ich musste sie nur noch schneiden. Als ich mit der "Schere" ankam, würde er etwas unruhig. Doch schnell war Vertigo wieder gelassen! Ihm schien nichts aus der Ruhe zu bringen! Ich brachte alle Hufe in die richtige Form und fing dann an die Hufeisen vorzubereiten! Der Lewitzer Hengst hatte sehr kleine Hufe, so das ich die Hufeisen kleiner machen musste! Nach 20 Minuten war ich bei dem letzten Hufeisen. Dann fing ich an diese an zu bringen, ich legte das erste Hufeisen an den linke Vorderhuf. Vertigo beobachtete mich, aber bei dem zweiten Huf war ihm das schon wieder egal. Es dauerte noch 15 Minuten bis ich alle Hufeisen angebracht hatte, alles lief super! Vertigo hatte zwar mal hin und wieder zusammen gezuckt, aber er zog den Huf nie weg! Ich suchte Edfriend, verabschiedete mich von ihr und blieb doch noch auf einen Tee. Nach 1 Stunde verließ ich dann auch den Hof.
    • Eddi
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      Vertigos Körung
      28. Februar 2014
      „Ruhig!“ sagte ich zu meinem jungen Hengst Vertigo, aber eigentlich war ich die Unruhige. Hier auf diesen Gelände fand seine erste richtige Körung statt. Wir waren früher schon öfters auf Fohlenschauen gewesen. Doch hier war eine ganz andere Atmosphäre. Ich spürte die kraftvollen Muskeln unter mir spielen als ich im lockeren Trab auf den Abreitplatz ritt. „Nummer 3! Edfriend auf Vertigo!“ schallte es aus den Lautsprechern über den ganzen Platz. Ich galoppierte Vertigo an und nahm Kurs auf den Halleneingang. Ein bisschen weiter davor begann ich langsam Vertigo zu versammeln. Der achtete fein auf meine Hilfen und tat dies auch. Ein kurzer Begrüßungsapplaus klang durch die Zuschauerreihen eh wieder alles verstummte. Gut gekonnt parierte ich Vertigo bei X durch. Korrekt saß ich und er stand auch wie eine Statue da. Der sonst so etwas ungeduldige Hengst war nun eben ein Traum von Reitpferd. Ich lächelte zu den Richtern und grüßte sie mit der wohlbekannten Geste. Schnell und geschickt nahm ich wieder die Zügel auf und drückte meine Waden leicht gegen Vertigo’s Flanken. Der sprang elegant in ein ordentliches Trabtempo. Ich bog ab auf die linke Hand und ritt nun ganze Bahn. Auf der nächsten langen Seite ritt ich drei Volten hintereinander. Das sah aus wie ein Ballerina-Tanz. Bei A bog ich auf die Mittellinie ab und verkleinerte dann das Viereck nach rechts. Zu guter letzt zeigten wir auf der langen Seite noch eine doppelte Schlangenlinie. Nun bog ich elegant auf den Mittelzirkel ab und saß dabei auch aus. Leicht gab ich Vertigo die Galopphilfe und er sprang richtig an. 2 Runden hielt er ein perfektes Tempo. Dann ritt ich wieder ganze Bahn und wechselte durch die ganze Bahn. Dabei zeigte ich einen fliegenden Galoppwechsel. 1,2...1,2...1,2... und dann hatte es Vertigo auch schon geschafft. Nun parierte ich Vertigo zum Schritt durch und versammelte ihn. Nach etwa einer halben Runde verstärkte ich seine Schritt. Dies tat er alles am langen Zügel. Nun trabte ich wieder schwungvoll an und ritt zu X. Genau auf den Punkt stand Vertigo wie eine Statue und ich begann stolz zu erzählen: „Vertigo ist ein 8jähriger Lewitzerhengst. Vertigo ist eher undominant und käme nie auf die Idee seinen Reiter großartig auszutesten. Durch sein Aussehen und die weichen Gänge ist er ein schicker, kompakter Hengst, der dennoch viel Beschäftigung braucht. Seine Stärken sind Western und Dressur. Für beides eignet sich sein kleiner, weniger Körperbau & sein ruhiger Charakter bestens.“ Ich endete stolz und schwang mich aus den Sattel, stellte mich neben Vertigo´s Kopf und ließ ihn begutachten. Als sich die Richter wieder nickend hingesetzt hatten, stieg ich wieder auf , verabschiedete mich und ritt im Trab aus der Halle. Lauter Applaus verfolgte uns bis zum Abreitplatz. Dort lobte ich Vertigo nochmals ausgiebig. Chrissi warf ihm die Abschwitzdecke über, denn es zog doch ein recht frischer Wind auf. Ich ritt Vertigo in Ruhe ab, bis die Ergebnisse feststanden hatten wir noch Zeit.
    • Eddi
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      Frühjahrsputz
      22. April 2014
      Punkt sechs klingelte mich mein Wecker aus dem Schlaf. Gähnend erhob ich mich aus dem Bett und schlafwandelte erst einmal ins Bad, um mir eine Ladung Wasser ins Gesicht zu schütten, damit ich erst einmal wach wurde. Heute war früher aufstehen angesagt, denn wir hatten Großes vor. Inzwischen war es April und das Wetter war nun immer zu 80% wirklich richtig schön, deshalb hatte ich entschieden, dass es so weit war: der Frühjahrsputz stand an. Nachdem ich mich in meine Stallklamotten geworfen hatte, lief ich hinunter in die Küche. Wiedermal war ich nicht die erste, stattdessen war Mia schon auf den Beinen und huschte wie ein aufgeschrecktes Eichhörnchen umher. Der Frühstückstisch war schon gedeckt, so dass ich mich einfach auf meinem Stammplatz niederließ. Auch die darauffolgenden Mitglieder des Gestüts schauten Mia verständnislos an und setzten sich verschlafen an den Tisch. Unsere Dressurreiterin war definitiv die einzige, die schon putzmunter war. Wir frühstückten gemeinsam und planten den heutigen Tag, wobei Mia immer ganz vorne mit dabei war. Sie nahm sich so viel vor, dass es sogar für sie knapp werden würde, dass alles zu schaffen. Als wir fertig waren und der Tisch abgedeckt, ging es in Richtung Stall. Wie jedes Jahr begann für die Pferde zu Ostern die Sommersaison und das hieß 24 Stunden Weide! Die Alteingesessenen hatten es schon im Gespür und waren ganz aufgeregt, als wir als große Mannschaft den Stall betraten. Die Herden hatte ich schon in den letzten Wochen eingeteilt und oft genug wechseln müssen, da die Pferde sehr wählerisch waren. Bei uns war es so, dass man eigentlich alle Hengste zusammenstecken konnte, denn die verstanden sich alle. Bei den Stuten sah das anders aus, denn da war Zickenterror an der Tagesordnung, deshalb hatte ich bei den Plänen besonders lang gebraucht. Am unkompliziertesten waren die Jährlinge und Jungpferde gewesen, wo schnell klar war, wer mit wem konnte und so wurden heute die großen Weiden eingeteilt und dann ging es auch schon an die Arbeit. Der Einfachheit halber brachten wir zuerst die Jüngsten raus, da deren Weiden am nächsten lagen. Außerdem wollten wir den Stuten mit Fohlen den Stress ersparen, also halfterte ich Napayné und Nandalee auf, während Meg sich Nesquik und Applaus holte. Gemeinsam brachten wir die beiden auf die große Weide direkt hinter dem Stall. Da auch Khiaras Fohlen Kaythara mit gleichaltrigen Artgenossen großwerden sollte, hatten wir die Vollblutstute und ihre Tochter in den letzten Wochen immer öfter probeweise zu den Welshs gestellt. Zu meiner Freude verstanden sich die Stuten und Fohlen einwandfrei, weshalb Khiara mit auf diese Weide durfte. Danach waren unsere Jungpferde an der Reihe, welche eine Weide bekamen, die zur Hälfte im Wald verschwand, denn ich war mir sicher, die Jungspunde würden zwischen den Bäumen ihren Spaß haben. Es war eine große Stutengruppe, bestehend aus Hollybrooks stolzer Nachkommin Fairy Bluebird, ihrer besten Freundin Joyce, der kleinen Tiny Girl und dann noch den beiden aufgeweckten Stuten Raunchy’s Limited und Fire of Quintesse. Die fünf waren schon halbe Ewigkeiten zusammen und verstanden sich ausnahmslos prima. Gemeinsam tollten sie ausgelassen über die Weide und ich freute mich sehr, sie so zu sehen. Die beiden Junghengste Prazzy’s Goldbell und Painted Blur standen immer noch in der Junghengstherde von Zaii und ich schaute wöchentlich bei meinen Lieblingen vorbei, ihnen ging es wunderbar! Somit waren Feuervogel und Altyn die einzigen Junghengste auf dem Gestüt und bekamen ihre eigene Weide. Nachdem die jungen Pferde fröhlich über die weiten Wiesen tollten, sollten nun auch die großen an die Reihe kommen. Ab sofort waren wir aufgeteilt und jeder kam stets mit zwei Pferden an der Hand aus dem Stall. „Lasst ihr bitte Pajero, Call me a Twist und Schneeleopard noch im Stall?“ meinte ich lächelnd, als ich soeben einige Pferde aufgehalftert hatte. Das rausbringen zog sich und dann war es plötzlich geschafft. Ich rief Mia und Meg zu mir und wir machten die drei verbliebenen Hengste fertig. Sie wurden kurz geputzt und bekamen dann allesamt nur eine Trense über. Danach schwangen wir uns auf die blanken Rücken, ich saß auf meinem geliebten Pajero, Mia nahm Twist und Meg ritt Leo. Ich wollte mit den beiden nun noch einmal alle Weiden abreiten und die Zäune, Versorgungsstände und Herden kontrollieren. Die ersten Weiden waren schnell gemacht und dann kamen wir an die riesigen Stutenweiden. Die Wiese von den Vollblütern war noch relativ klein im Vergleich zum Rest, dafür standen hier aber auch nur die beiden Tekken Mokka und Sonja, sowie die drei Rennpferde Cassiopeia, Destiny und Deadly Ambition. Zufrieden ritten wir weiter und kamen an die wohl kritischste Stutenweide. Um Weihnachtswichtel und Little Chocolate Chip machte ich mir keine Sorgen und auch Nightfly und Foxglove waren problemlos. Aber die drei Welshsstuten Animby, Alice und Herbsttraum legten es gerne auf Probleme an. Deswegen stand auch die Tinkerstute Freeway mit hier, denn wenn ihr die Zickereien zu weit gingen, zögerte sie nicht, sondern griff ein. Doch im Moment war alles friedlich, genauso wie auf der Nachbarsweide von den Westernstuten. Joyna und Chou grasten friedlich im Schatten, während Caribic Sue und Rubina Ravenclaw herumtobten. Apache’s Tomahawk kam sofort angetrabt als sie uns sah, denn sie schien es eindeutig auf Twist abgesehen zu haben, so dass wir flott weiterritten. Die Hengste hatte ich in drei riesige Herden aufteilen müssen. In der ersten waren unsere Welshzuchthengste Auftakt, BonnyBoy, Fürst der Finsternis und Single Malt vereint. Dabei standen auch Lucane, Vertigo, Pinocchio und Carachillo. Allesamt eine ruhige Truppe, weshalb wir Serafino, Ejadon und Dr. Insektor noch dazugesteckt hatten. Bei der nächsten Weide wurden wir freudig von Heartbreaker begrüßt, der seinen Freund Pajero schon sehnsüchtig vermisst hatte. Ich schwang mich von dessen Rücken, nahm ihm den Zaum ab und ließ auch ihn auf die Weide. Das war die Weide der Jungspunde und frechen Kerle, die sich aber allesamt wunderbar verstanden. Zum einen unsere Unzertrennlichen Zarin und Romance, dann Absinth und Dirth, wozu auch Allelujah. Yerai, Muskat und Mennesse brachten noch ein wenig Blut mit rein, so dass ich Breaker, Pajero und Alazar als Aufpasser mit dazugestellt hatte, nicht dass es die jungen Kerle doch einmal übertrieben. Bei der letzten Weide mussten dann auch Meg und Mia absteigen, denn Leo und Twist durften mit zur Thorondor, Aristo, Guarana, Pawaneeh, Magic Golden Dust, Hidalgo und Campeon auf die Weide und dann hatten wir es auch schon geschafft. Als endlich alle Pferde draußen waren, ging es an den Frühjahrsputz. Wie jeden Tag wurden die Boxen gemistet, aber diesmal nicht mehr eingestreut. Zudem wurden die ganzen Spinnenweben entfernt, die Fenster wurden geputzt und die Stallgasse gründlich gekehrt. Alles erstrahlte im neuen Glanz und die Sattelkammern wurden einmal komplett ausgeräumt, ehe wieder eingeräumt und aufgeräumt wurde. Die Sättel wurden öfters gefettet, doch das wurde heute auch direkt noch einmal gemacht. Ebenso wurden besonders dreckige Decken oder Bandagen gleich in den Wäschekorb geworfen. Zum Schluss war alles ordentlich eingeräumt und die Arbeit für heute geschafft und wie die Pferde, bekamen auch die Trainer heute frei. Die kommenden Wochen würden hart genug werden, denn dann hieß es Boxen und Ställe neu streichen, genauso wie die Zäune. Scharniere mussten neu geölt werden, das ein oder andere frisch lackiert werden oder gar ersetzt werden. Die Paddocks wurden abgebaut und der alte Sand entfernt, damit neuer Sand hingebracht werden konnte. Nach diesem kalten Winter sollte wieder alles auf Vordermann gebracht werden.
    • Eddi
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      Vertigo wird Papa
      02. Juni 2014
      Als ich die Augen aufschlug, war ich sofort hellwach, denn heute stand ein wichtiger Termin an! Ein Gestüt konnte nicht ohne Nachzucht leben und unsere bisherigen Küken wurden allmählich flügge, so dass ich mich seit einigen Wochen mit den Zuchtplänen für das Jahr 2014 beschäftigte. Ein Decksprung hatte schon von Anfang an festgelegt, kurz nachdem mein schöner Lewitzer gekört worden war. Lewitzer waren im Moment kaum noch verbreitet und ich war eine der wenigen, die im Besitz eines gekörten Lewitzerhengstes waren. Eigentlich gab es da nur noch die junge Jual, welche sich seit kurzem der Lewitzerzucht verschrieb und die durch Zufall tatsächlich einen Sohn von Vertigo gekauft hatte. Nun wollte ich die Rasse weiter verbreiten und mir selbst eine kleine Zucht aufbauen, sicherlich würde ich dafür auch neue Zuchtpferde brauchen, doch erst einmal wollte ich Vertigos Qualitäten als Deckhengst testen und das erste Lewitzerfohlen züchten. Zur Veredelung der Rasse durften deutsche Reitponys genutzt werden, sicherlich auch noch andere Rassen, doch die Reitponys gefielen mir vom Exterieur und Interieur für Lewitzer am besten. So hatte ich mich kurzerhand an Elisa gewandt, bei welcher meine ehemalige Reitponystute Romantica stand. Diese startete vor einigen Wochen bei einer Stutenprämierung und vor drei Tagen hatte Elisa die Zusage bekommen, dass Romantica nun zur Zucht eingesetzt werden durfte. Sofort hatte ich mich gemeldet und ihr von meinem Plan erzählt, auch Elisa war begeistert gewesen. Zu unserer Freude konnte der Tierarzt feststellen, dass Romantica demnächst rossen würde und heute wollte ich Vertigo auf das Crown Hill Gestüt bringen und ihn dort für eine Woche lassen. Im Stall herrschte schon ein reges Chaos, doch die Pferde interessierte das nicht, denn die standen ja alle auf ihren 24 Stunden Weiden. Dementsprechend machte ich mich mit einem Halfter bewaffnet auf den Weg zu einer der Hengstweiden, um meinen Rappschecken zu holen. Er kam sofort auf Zuruf angetrabt, holte sich seine Möhre ab und ließ sich aufhalftern. Wieder am Stall, begann ich ihn gründlich zu putzen und für den Transport fertig zu machen, denn um zehn wollten wir bei Elisa sein. Nachdem ich ihn gut in Transportgamaschen und Decke eingepackt hatte, konnte ich ihn verladen. Als Gehilfen nahm ich die junge Meg mit, damit ich nicht alleine fuhr, denn es war doch ein Stückchen bis nach Crown Hill. Die Fahrt dauerte zwei Stunden, doch dann kam nach endlosen Wiesen und Wäldern das Gestüt in Sicht. Vorsichtig fuhr ich die Auffahrt hinauf und parkte mitten auf dem Hof. Elisa erwartete uns schon neugierig, denn sie war sehr gespannt auf Vertigo. Gemeinsam luden wir den Hengst aus, welcher sich aufgeregt umblickte. Doch wie immer war er wunderbar zu händeln und Elisa war sofort begeistert. „Er wird euch sicherlich keine Probleme machen und auch Romantica wird ihren Spaß haben.“ meinte ich grinsend, denn die Stute war das vollkommene Gegenteil, sie war mutig und selbstbewusst und stellte sich gerne auch über Hengste. Doch ich war mir sicher, dass sich die beiden prima verstehen würden. Vertigo bekam seine eigene Box mit riesigem Paddock und auch seine eigene Weide. Nach der langen Fahrt brachten wir ihn direkt auf die Weide, wo er sich erst einmal genüsslich austobte. „Ich habe seine Ausrüstung mit, wenn du jemanden hast, der Zeit hat, wäre es natürlich toll, wenn er auch ein wenig beschäftigt werden würde, ansonsten hat er eben jetzt frei.“ meinte ich lachend und lud mit Meg die Sachen aus. Vertigo würde nachts in der Box stehen und tagsüber auf der Weide, ich denke, dass würde ihm gut gefallen. Eh wir wieder fuhren, besuchten wir noch Romantica, welche gerade von Matthew geritten wurde. Die Stute hatte sich so verändert! Sie sah einfach wunderschön aus und ich bedankte mich noch einmal bei Elisa, einen Fohlen aus ihr bekommen zu dürfen. Dann mussten wir uns aber auch schon wieder auf den Heimweg machen, denn auf dem Gestüt wurden unsere Hände gebraucht.
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  • Album:
    Hengststall
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    Eddi
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    20 Dez. 2020
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  • Name: Vertigo
    Geboren: 2000
    __________________


    Von: Versailles
    Aus der: Tanitha
    __________________


    Rasse: Lewitzer
    Geschlecht: Hengst
    Farbe: Rappschecke
    Stockmaß: 146cm


    Beschreibung:
    Vertigo besitzt einen sehr ehrgeizigen Charakter und mit dem dritten Platz gibt er sich nicht zufrieden. Bei der Arbeit ist er hochkonzentriert und zeigt sein Bestes, man merkt, dass er eine gute Ausbildung hinter sich hat und äußerst schnell dazu lernt. Auch sein Aussehen macht ihn zu einem schicken, kompakten Hengst, der viel Arbeit braucht und sehr undominant ist. Der Hengst hat sehr gute Gene und käme nie auf die Idee, seinen Reiter auszutesten, was ihn sehr sozial macht.

    Ersteller: LeFay
    Besitzer: Eddi
    Vorkaufsrecht: verfallen


    Springen S - Military L - Fahren A - Distanz A

    2. Platz 182. Springturnier
    1. Platz 243. Springturnier
    2. Platz 105. Militaryturnier
    2. Platz 114. Fahrturnier
    2. Platz 87. Distanzturnier
    1. Platz 176. Militaryturnier [E - A-Niveau]
    3. Platz 47. Synchronspringen
    1. Platz 49. Synchronspringen

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    4. Platz Stilspringen (ab Klasse A) Sommerturnier 2014 Keep Smiling
    2. Platz Zeitspringen (ab Klasse L) Sommerturnier 2014 Keep Smiling
    1. Platz Mächtigkeitsspringen (ab Klasse S) Sommerturnier 2014 Keep Smiling
    __________________


    Gekört: ja, [HK 455] Ponys
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    Nachkommen:
    Caillou (♂, 2008, aus der Napayné)
    Newt (♂, 2010, aus der ubk)
    Rosewell (♀, 2014, aus der Romantica)

    Enkel:
    Outside Girl (♀, 2011)
    Korah (♀, 2013)
    Calimero II (♂, 2013)