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kira

Vanity ♛

Welsh A | Stute | gekört

Vanity ♛
kira, 3 Juni 2014
    • kira
      Alte Pflegeberichte
    • Eowin
      Tierarztbericht für die Zuchtstuten von Kira

      Als nächstes waren die Zuchtstuten von Kira an der Reihe.
      „Viele der Stuten sind tragend, bei manchen weiß ich es noch nicht genau. Deswegen wäre es mir lieb, wenn wir nur das Veträglichste impfen würden“, bat Kira mich.
      Ich nickte, dann begann ich, zu erklären: „Es gibt extra Impfstoffe, die auch für tragende Stuten verträglich sind. Klar kann es da zu Problemen kommen, aber das Risiko ist eigentlich nicht größer wie wenn man ein Turnierpferd impft, dass da eine Unverträglichkeit aufkommt.
      Aber es ist bei Zuchtstuten und vor allem bei tragenden Stuten von enormer Wichtigkeit, dass lückenlos geimpft wird, weil das Fohlen durch die Muttermilch passiv immunisiert wird. Hat die Mutter keine Antikörper, ist auch keine Immunisierung des Fohlens möglich, was ein sehr großes Risiko für das Pferdebaby bedeuten würde.“
      Kira nickte verstehend, dann machten wir aus, dass alle Stuten gegen Tetanus, Influenza, Herpes und Virusabort geimpft würden, sofern dies zeitlich wieder notwendig war.
      Ich erklärte ihr, dass das Auffrischen der Impfungen drei Monate vor dem errechneten Abfohltermin von großer Wichtigkeit sei und deswegen unbedingt eingehalten werden solle.
      Als erstes war Nosferatu an der Reihe. Zunächst kontrollierte ich den Gesundheitszustand und wenn ich schon einmal dabei war überprüfte ich auch den Verlauf der Trächtigkeit. Hier war alles in Ordnung, sodass ich beruhigt impfen konnte.
      Bei der Wurmkur musste ich noch einmal zum Auto, um Wurmkur zu holen, die für tragende Stuten geeignet war. Diese verabreichte ich Nosferatu dann. Sie nahm sie einigermaßen artig an.
      Es folgte Draculas Wife. Bei dieser Stute war es noch nicht sicher, ob sie tragend war und das Deckdatum war noch nicht lange genug her, dass man nun eine Trächtigkeit feststellen konnte.
      Sie war jedoch vollkommen gesund und wegen der Unklarheit behandelte ich sie, als wäre sie tragend. So bekam sie geeignete Impfstoffe injizierte und eine Wurmkur verabreicht.
      Selbiges Problem galt bei Famiah. Doch auch diese Stute erfreute sich bester Gesundheit und wurde schließlich von mir geimpft und entwurmt.
      Ich fand sie wirklich hübsch und überlegte, dass sie mit meinem Hengst Asis Baschir bestimmt hervorragend angepaart wäre. Da es jedoch Kiras Angelegenheit war, welchen Hengst sie wählte, erwähnte ich diesen Gedanken nicht.
      Auch die hübsche Stute Pangäa war schnell gemacht, obgleich sie das Impfen alles andere als lustig fand. Sie quietschte und stampfte mit dem Huf auf, sodass ich froh war, als alle Spritzen fertig waren. Auch sie war vollkommen gesund. Ich war jedoch froh, als ich feststellte, dass die Wurmkur weniger Probleme bereitete als das Impfen.
      Nun war Star an der Reihe. Die kleine Welsh-Stute war ein wirklich liebenswertes Wesen und machte alles so gelassen mit, dass sie schnell fertig war. Sie war ebenfalls sehr gesund, hatte jedoch eine kleinere Macke an der Flanke.
      Ähnlich verfuhr ich mit Happy Steffi. Sie hatte hervorragendes glänzendes Fell und war insgesamt sehr gesund. Sie war bei der Wurmkur leicht mäkelig, machte ansonsten aber alles gut mit.
      Ich war froh, dass wir so schnell voran kamen, denn schon brachte Kira Steffi in den Stall und holte die nächste Stute heran.
      Diese war Siana. Ich begrüßte den hübschen Kohlfuchs zunächst, dann checkte ich auch sie durch, impfte sie und verabreichte eine Wurmkur.
      Sie machte ihr Ding gut, wenngleich sie mich misstrauisch beäugte.
      Nun war Knives ans Pens an der Reihe. Von dieser Stute wusste Kira ebenfalls sicher, dass sie tragend war. Und auch die Kontrolle des Verlaufs der Trächtigkeit zeigte, dass alles in Ordnung war. Sie war fit wie der buchstäbliche Turnschuh.
      Ich impfte sie und verabreichte eine Wurmkur, dann durfte die Stute, die schon deutlich Fohlenbauch zeigte, wieder in ihre Box.
      Auch Antigone war tragend, sodass ich auch bei ihr die Trächtigkeit überprüfte. Sie war schon recht weit und das Fohlen war sehr gut entwickelt.
      Ich impfte und entwurmte sie, dann war die nächste Dame an der Reihe.
      Diese war Vanity, ein Pony, welches ebenfalls tragend war. Auch sie war vollkommen fit und ihre Trächtigkeit verlief vollkommen normal.
      Routiniert impfte ich sie, dann drückte ich ihr die Paste der Wurmkur tief in den Schlund, was sie zu schlucken zwang. Sie machte es gut, sodass ich sie kurz lobte.
      Last but not least war Lillifee an der Reihe. Auch bei ihr und ihrer Trächtigkeit war alles vollkommen in Ordnung. Auch sie wurde gegen Virusabort, Herpes, Tetanus und Influenza geimpft sowie entwurmt. Sie nahm alles einigermaßen artig hin, obgleich sie schon etwas stutig war.
      Dann durfte sie wieder in die Box und ich rieb mir die Hände, die langsam ermüdeten. Bald waren wir fertig.

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    • Gwen
      Spaziergang

      Momentan hatte ich noch einiges an Zeit, allerdings musste ich mich finanziell mal wieder ein wenig absichern, weshalb ich meinen kleinen Nebenjob erneut aufnahm und mich als Aushilfe bewarb.
      Kurze Zeit später hatte ich allerhand Aufträge in der Tasche und war tagtäglich unterwegs. Heute durfte ich bei dem Zuchtgestüt Milky Way vorbeischauen.
      Kira züchtete vor allem Ponys und das jeglicher Rasse. Auf einer Weide direkt neben dem Stall standen die Stuten mit ihren jungen Fohlen, welche mich direkt in ihren Bann zogen.
      Kurz darauf tippte mich jemand auf die Schulter und ich drehte mich erschrocken um – es war Kira, welche mich herzlich begrüßte und mir direkt ein erst vorgestern geborenes Fohlen zeigen wollte, als sie sah, wie sehr ich die kleinen Geschöpfe mochte.
      Danach wies sie mich auch schon in meine Arbeit ein, denn heute sollte ich einige ihrer Pferde betüddeln, die durch die Aufzuchten ein wenig zu kurz kamen.
      „Das ist Vanity.“ machte mich Kira mit der hellen Ponystute bekannt, welche mich sofort freundlich begrüßte und bester Laune zu sein schien.
      Dann ließ Kira uns alleine. Ich halfterte die kleine Lady auf und führte sie zum Putzplatz. Mir war das Gestüt nicht neu, da ich schon öfters hier gewesen war und ich mich doch schon recht gut auskannte.
      Vanity genoss das gründliche Putzen sichtlich und schien äußerst zufrieden zu sein. Ich spürte, dass sie dennoch nicht den Drang nach großartiger Arbeit zu haben schien, weshalb ich mich entschied, mit ihr eine Runde spazieren zu gehen.
      Doch zuvor kämmte ich noch gründlich ihr Langhaar und fettete die Hufen ein. Und dann konnten wir auch schon losgehen und erkundeten das umliegende Gelände.
      Vanity schritt gemächlich neben mir her und genoss den Spaziergang. Ihr gefiel es, dass ich mich mit ihr beschäftigte, allerdings wollte sie auch ein wenig ihre Ruhe haben.
      So waren wir fast eine Stunde unterwegs, in welcher ich Vanity ab und an auch hatte grasen lassen. Wieder am Stall kontrollierte ich ihre Hufen und brachte sie dann zurück auf ihre Weide.
      Dort beobachtete ich sie noch ein Weilchen, ehe ich mich auf die Suche nach Kira machte.
    • kira
      Sammelpflegebericht | Zuchtstuten | © Islandpony
      Ich fuhr mit meinem Auto in den Hof. Es war halb acht Uhr morgens und der Tag vor dem ersten Advent. Kira, eine Freundin von mir, war gestern zu ihren Eltern gefahren, um dort den Anfang der Weihnachtszeit ausgiebig zu feiern. Sie kam erst Montag zurück und hatte jemanden gesucht, der ihre Zuchtstuten am Samstag versorgte. Klar, dass ich mich da gemeldet hatte. Schließlich konnte ich sie nicht im Stich lassen. Ich machte mich direkt auf den Weg zum ersten Stalltrakt, wo wohl die Stuten standen. An der Tür hing ein Zettel. „Hi Farina. Ja, hier wohnen die Zuchtstuten. Bitte bevor du mistest alle auf die Koppel. Du darfst mit ihnen machen, was du willst. Reiten, Longieren, Bodenarbeit. In die Führanlage kannst du auch ein paar tun. Die ist direkt neben dem Platz. Ist nicht schlimm, wenn du nicht alle schaffst. Sie waren dann ja zumindest auf der Koppel. Und noch mal riesigen Dank für deine Hilfe. Liebe Grüße, Kira.“ Las ich. Okay, es waren elf Pferde, wahrscheinlich würde ich nicht alle schaffen zu trainieren, aber zumindest ein paar. Ich öffnete die Stalltür und mehrere Pferdeköpfe schossen hoch und sahen mir aufmerksam entgegen. „Hallo, ihr“, begrüßte ich sie. Die Halfter hingen direkt an der Box, so musste ich nicht mal suchen. Erstmal ging ich einmal durch die Gasse und sah mir alle Stuten an. Es waren wunderhübsche Pferde. Und es war keines dabei, das mir nicht gefiel. Jetzt musste ich mich aber beeilen, wenn ich bis heute Abend fertig sein wollte.

      Das erste Pferd, welches ich raus brachte, war eine Welsh Stute. Nosferatu hieß sie. Eine hübsche, kleine, schwarzbraune Stute. Ich öffnete die Boxentür und sie spitzte neugierig die Ohren. „Na Kleine?“, sprach ich mit ihr, während sie das Leckerli aus meiner Hand nahm. Ich griff nach dem Halfter und zog es ihr über. Dann machten wir uns auf den Weg zur Koppel. Diese war hinter der Reithalle, wie mir Kira erklärt hatte. Als wir die Stallgasse verließen, zuckte ich kurz zusammen. Draußen war es wirklich verflucht kalt. Mir stiegen schon beim Atmen kleine Rauchwölkchen aus dem Mund. Hoffentlich schneite es bald auch. Dann würde sich das Frieren immerhin lohnen. Wir gingen über den Hof. Nosferatu folgte mir brav und schnupperte nur ab und zu am Boden oder an Gegenständen. An der Koppel angekommen, führte ich sie rein, löste das Halfter und schloss den Zaun. Die Schwarzbraune trabte ein paar Schritte vom Zaun weg und senkte dann den Kopf um zu fressen. Ich ging wieder zum Stall, hängte das Halfter ordnungsgemäß weg und ging dann zur nächsten Box. Die nächste war ebenfalls ein Welsh B mit einer interessanten Farbe. Wenn ich mich recht erinnerte, hieß das Muster Birdcatcher Points. Ihr Name war Dracula´s Wife. Ich öffnete die Schiebetür und die Stute stellte zwar freundlich die Ohren auf, blieb jedoch unsicher in ihrer Futterecke stehen. Ich ging betont langsam auf sie zu und ließ sie erst an meiner Hand schnuppern. Sie ließ sich brav aufhalftern und wir gingen nach draußen. Sie folgte mir brav bis zur Koppel. Dort ließ ich sie zu Nosferatu. Die schien sie schon vermisst zu haben. Sie trabte gleich zu ihr und die beiden fraßen Seite an Seite. Süß. Ich ging zurück, um das nächste Pferd zu holen. Diesmal war es eine große Stute. Famiah, ein Vollblutaraber. Sie hatte eine wunderschöne Farbe, war mir jedoch ein bisschen zu hoch. Ich mochte kleine Pferde lieber. Misstrauisch blickte sie mir entgegen, als ich die Box betrat. Trotzdem wurde sie nicht aggressiv, sondern ich konnte sie problemlos aufhalftern und aus dem Stall führen. Als wir den Hof betraten, trabte sie jedoch flott los und wollte mich mitziehen. Energisch rief ich „Hoooolaaaaa!“ In Panik geriet ich bei so etwas schon lange nicht mehr. Ich hatte es ja auch ständig bei meinem Cola. Tatsächlich reagierte sie und ging nur noch im schnellen Schritt. Dann blieb sie plötzlich stehen und wollte nicht mehr weiter. Energisch ruckelte ich am Strick und gab ihr damit eines auf den Hintern. Ich schnalzte und richtete mich auf. So konnte ich sie im Endeffekt dann überzeugen, mir zu folgen. Jetzt hetzte sie wieder. Ich war unbeschreiblich erleichtert, als ich sie auf die Koppel lassen konnte. Sie schoss erstmal ans andere Ende der Koppel. Eins musste ich der eigensinnigen Stute lassen. Sie hatte einen wunderschönen Galopp. Es sah aus, als würde sie den Boden nur antupfen und trotzdem war sie unheimlich schnell. Schließlich riss ich mich los, um das nächste Pferd zu holen. Diesmal war es eine Blue Roan-Berber Stute namens Pangäa. Sie kam direkt zur Tür und trat dann, als ich öffnete auch selbstständig auf die Stallgasse. Dort halfterte ich sie auf und wir gingen los. Als erstes musste natürlich der leere Futtereimer an der Wand gründlich untersucht werden. So gründlich, bis er umfiel. Logisch. Als nächste der Wassernapf der Hunde und die Nase musste natürlich auch tief in den Eimer mit den Haaren gesteckt werden. So brauchten wir für den Weg ziemlich lange, aber irgendwann kamen wir dann doch an der Koppel an. Dort löste ich das Halfter und im nächsten Moment erkannte ich Pangäa nicht mehr wieder. Sie machte sich ganz flach und schoss in einem unheimlich hohen Tempo los. Was war denn mit dem neugierigen, verspielten Pferd von gerade passiert? Ich bewunderte sie. Aber jetzt musste ich flott weitermachen. Das nächste Pferd war eine kleine, braune Welsh A Stute namens Star. Als ich die Tür öffnete, kam sie gleich mit Dackelblick auf mich zu. Sie beschnupperte mich und ich streichelte ihr die Nase. Dann halfterte ich sie auf und wir machten uns auf den Weg zur Koppel. Sie ging brav mit, schmiss jedoch aus Versehen die Schubkarre mit den Mistgeräten um. „Mensch du!“, schimpfte ich, ein wenig genervt, da ich durch die wenige Zeit für elf Pferde ein wenig gestresst war. Star erschrak sich vor meiner lauten Stimme und sprang ein wenig zur Seite. Dann senkte sie beschämt den Kopf und sah mich mit ihren großen Augen an. Da musste ich ihr einfach vergeben. Ich klopfte sie und dann gingen wir weiter zur Koppel. Dort fing sie direkt am Tor an zu grasen. Die nächste Stute war ein Welsh B mit der Farbe Buckskin. Sie hieß Happy Steffi. Freundlich schnaubend kam sie in der Box auf mich zu und wollte gestreichelt werden. Ich erfüllte ihr den Wunsch und streichelte ein paar Minuten. Dann musste es aber weitergehen. Ich halfterte auf und wir gingen zur Koppel. Sie folgte mir brav und lief auf der Koppel gleich zu Nosferatu und Dracula´s Wife. Jetzt fraßen sie zu dritt. Und ich holte das nächste Pferd. Unsicher sah ich auf die Uhr. Oh je, schon acht… jetzt musste ich mich aber beeilen. Ich hatte ganz schön getrödelt. So entschied ich mich, immer zwei Pferde auf einmal zu nehmen. Das machte ich ja sogar mit Larissa und Cola, den Streithähnen, da würde ich es auch mit zweien von Kiras Pferden schaffen. Die nächste war die Pony-Kohlfuchsstute Siana. Diese ließ sich brav von mir begrüßen und aufhalftern. Dazu nahm ich noch Knives and Pens. Gleiche Rasse, jedoch ein Dunkelfuchs. Ich nahm sie dazu. Kaum hatte ich Siana link und Knives and Pens rechts, unterwarf sich letztere. Sie machte sich klein und war unsicher. Siana machte jedoch keine Anstalten sie anzugreifen. Trotzdem war Knives and Pens nervös. Zum Glück folgten mir die beiden trotz alledem brav. Auf der Koppel trabte Siana zur Dreier-Welshi Gruppe dazu, welche dann zu einer Vierergruppe wurde. Knives and Pens fraß in einer der Ecken alleine und tat mir ein wenig Leid… Aber dafür hatte ich jetzt keine Zeit. Als nächste kam die Fellponystute Antigone. Ein Palominoschecke mit einem wunderschönen Exterieur. Sie kam gleich freundlich zu mir und ich begrüßte sie mit einem: „Na du Kleine. Jetzt geht´s auf die Koppel.“ Sie schnaubte und ich halfterte sie auf. Dazu nahm ich noch die Welsh Stute Vanity. Diese kam in der Box gleich auf mich zu und schnupperte mich von oben bis unten ab. Dann sah sie mich an, als wolle sie sagen: „Du bist aber nicht Kira.“ Ich lachte und wuschelte ihr durch die Mähne. Dann halfterte ich auch sie auf und ging mit den beiden nach draußen. Dort kamen wir an die Wasserpfütze, durch Welche die anderen Pferde bisher brav durchgegangen waren. Deshalb machte ich mir keine Gedanken. Oh, da gab es aber Ärger. Vanity weigerte sich standhaft, auch nur einen Schritt ins Wasser zu setzen. Das langweilte Antigone dann und sie wollte mich weiterziehen. Schließlich gab ich es auf und wir gingen einfach an der Seite vorbei. Dann ließ ich auch die zwei zur Koppel. Sie gesellten sich zu Star, so war zumindest die nicht mehr so allein. Jetzt noch eine und dann konnte ich endlich beginnen zu misten. So drehte ich mich um und wollte in Richtung Stall gehen. Aber da stand mir ja was im Weg. Es war eine Braune Stute, klein und mit heller Mähne, deren Augen mich frech anblitzten. Das war wohl Lillifee. Offensichtlich hatte sie es sich nicht gefallen lassen wollen, alleine im Stall auf mich zu warten und war mir gefolgt. Schlussfolgerung: Boxentüren waren kein Hindernis für sie. Na ja, sollte mir recht sein, so musste ich zumindest nicht noch jemanden holen. Ich lotste sie auf die Koppel, schloss das Tor gründlich, überprüfte den Strom und stellte dann die Schubkarre wieder auf und fuhr damit gleich in den Stall. Ich mistete Box für Box, überprüfte die Tränken und streute neu ein. Dann fegte ich die Stallgasse und der Stall war fertig.

      Jetzt ging es mit der Bewegung der Pferde weiter. Als erstes war Nosferatu dran. Ich nahm das Halfter und ging zur Koppel. Die Schwarzbraune stand immer noch in der Welshie-Vierergruppe. Als ich kam, sahen die vier aufmerksam auf und Nosferatu schien ihr Halfter zu erkennen. Jedenfalls kam sie direkt zu mir, ich legte das Halfter an und führte sie von der Koppel. Am Putzplatz band ich sie an und begann mit dem Putzen. Währenddessen überlegte ich, was ich mit ihr machen wollte. Kira hatte ja gemeint, ich dürfte alles. So entschied ich mich fürs Ausreiten. Im gleichen Moment sah ich das Plüsch auf dem Rücken der Stute. Weiches, warmes Winterfell. Richtig gemütlich. Ob ich auch ohne Sattel ausreiten durfte? Ich schickte Kira eilig eine SMS und kratzte dann noch die Hufe aus. Zum Glück schrieb Kira schnell zurück. „Ja klar.“ So holte ich die Trense und legte sie Nosferatu an. Dann zog ich noch meinen Helm auf und stieg auf den Putzkasten und von da aus auf den weichen Ponyrücken. Nun legte ich die Schenkel an und mein Stutchen trat mit weiten, motivierten Schritten an. Im flotten Tempo verließen wir den Hof. Oh, wie gerne ich doch ohne Sattel ritt. Man spürte jede Bewegung des Pferdes, warm und weich. Und man war so nah am Tier dran. Ich bog nach einiger Zeit an der Straße auf einen Feldweg und legte die Schenkel an. Schnaubend trabte die Welsh Stute an. Sie hatte butterweiche Gänge, weswegen ich problemlos auch ohne Steigbügel das Gleichgewicht halten konnte. Am Ende des Weges parierte ich durch, bog links ab und wir kamen an eine Anhöhe. Hier gab ich die Galopphilfen und Nosferatu schoss los. Im schnellen Galopp ging es den Berg hoch. Ich konnte nicht anders, ich musste ein „Juchheeee!“, ausstoßen. Zum Glück störte mein Pferd sich nicht daran. Auf der Anhöhe parierte ich wieder zum Schritt und am langen Zügel ritten wir zurück zum Hof. Als wir an der Koppel vorbei kamen, stürzten gleich alle Pferde zu uns an den Zaun. Nosferatu begrüßte sie schnaubend und wir blieben kurz stehen. Nach dem alle begrüßt waren, ritten wir zurück zum Putzplatz. Dort rutschte ich vom Rücken der Stute, nahm ihr die Trense aus dem Maul und befestigte das Halfter wieder. So führte ich sie in den Stall.

      Als ich gerade das Nächste Pferd holen wollte, bekam ich eine SMS von Kira: „Falls du jemanden in die Führanlage tust bitte nur Famiah, Knives and Pens, Vanity und Happy Steffi“, lautete diese. Okay, dann brachte ich diese Vier mal in die Führanlage. Ich holte die Halfter und holte die vier. Hoffentlich ließen sie sich brav gemeinsam führen. Aber das war kein Problem, sogar Famiah benahm sich jetzt zivilisiert. Ich ließ sie in die Führanlage und holte jetzt das nächste Pferd. Da die Führanlage direkt neben dem Platz war, musste ich jetzt wohl Dressur reiten.

      Für die Dressur entschied ich mich für Dracula´s Wife. Die hübsche, braune Stute ließ sich brav von der Koppel holen. Ich band auch sie am Putzplatz an und putzte gründlich. Sie hatte sich gewälzt, weswegen die ganze Prozedur ein wenig länger andauerte als bei Nosferatu vorhin. Sie ließ sich brav satteln und auftrensen und schnappte nur einmal beim Gurt festziehen ein bisschen in die Luft. Ich führte sie zum Platz und kontrollierte kurz, ob in der Führanlage alles in Ordnung war. Dann stellte ich mir die Bügel ein und saß auf. Als erstes ritt ich die Stute am langen Zügel zehn Minuten warm. Sie schnaubte gut ab. Dann trabte ich am langen Zügel eine Runde ab. Schließlich nahm ich die Zügel an und ritt ein paar Zirkel und Schlangenlinien. Dracula bog sich zwar ordentlich, latschte aber ziemlich. So setzte ich ein paar Mal hintereinander die Gerte ein, sodass sie schließlich flott wurde. Wir wechselten die Hand und machten dort ebenfalls Zirkel und Schlangenlinien. So langsam wurde Dracula motivierter und ging mit flotteren Tritten voran. Sie nahm sogar die Nase ein bisschen runter. Als sie gut gebogen war, trabte ich an. Dracula hatte einen tollen Trab, der schwungvoll und leicht zu sitzen war. Im Trab bog sie sich auch besser. Ich ritt alle möglichen Bahnfiguren wild durcheinander und trainierte beide Hände. Nach einiger Zeit fing mein Pferd an, eifrig am Gebiss zu kauen und zu schnauben. Das war der richtige Moment um anzugaloppieren. Ich setzte mich hin, legte das äußere Bein zurück und… sie sprang mit einem weiten Sprung an. Ihr Galopp war schwungvoll und leicht zu sitzen. Ich ritt auf beiden Händen, lobte sie, parierte durch und ritt dann ab. Nach einer Viertelstunde hielt ich sie an, saß ab, zog die Bügel rauf und führte sie zum Putzplatz. Dort band ich sie an und sattelte ab. Danach bekam sie noch eine Karotte und durfte zurück in ihren Stall.

      Ich holte nun die Pferde aus der Führanlage nacheinander nach drinnen, um dann mit dem nächsten Pferd weiterzumachen. Jetzt wollte ich longieren. Hierbei hatte ich mich für die Kohlfuchsstute Siana entschieden. Ich holte ihr Halfter und ging dann zur Koppel. „Na, Siana. Jetzt bist du dran“, begrüßte ich sie fröhlich und ging dann mit ihr zum Putzplatz. Dort band ich sie an und begann mit der Fellsäuberung. Dann noch die Hufe und Longiergurt anlegen. Beim Gurt festziehen schnappte sie frech nach mir. Mit einem „Nein!“, konnte ich das aber Regeln. Ich befestigte die Longe am Kappzaum und nahm Peitsche und Ausbinder mit. Auf dem Platz stellte ich mich dann in die Zirkelmitte und scheuchte Siana nach draußen. Brav ging sie außen entlang. Ich ließ sie auf beiden Händen jeweils 5 Minuten Schritt gehen und dann drei Runden abtraben. Schließlich holte ich sie wieder zu mir in die Mitte und befestigte die Ausbinder. Jetzt ging es los mit der Arbeit. Erst ließ ich die Stute fünf Minuten im flotten Schritt gehen, dann schnalzte ich und sie fiel sofort in einen schönen Trab. Ich war stolz, wie schön sie durchs Genick lief. Nach einigen Runden ließ ich sie wieder in den Schritt fallen und eine Runde verschnaufen. Dann schnalzte ich erneut und ermunterte die Stute zum Galoppieren. Brav sprang sie an und fiel auch nicht aus. Ich lobte sie und wiederholte die ganze Prozedur noch mal auf der anderen Hand. Dann machte ich die Ausbinder raus und ließ sie noch zehn Minuten ausschnaufen. Danach führte ich sie zum Putzplatz, machte Kappzaum und Longiergurt ab und führte die Kleine in ihre Box.

      Weitermachen wollte ich mit Lillifee. Mit der kleinen, frechen Stute wollte ich jetzt Bodenarbeit machen. Mal gucken, ob ich ihr damit ein bisschen Disziplin beibringen konnte. Ich ging mit dem Halfter auf die Koppel und ganz selbstverständlich auf die Stute zu. Da hatte ich mich aber verrechnet. Sie spitzte frech die Ohren und trabte vor mir Weg. Ich verfolgte sie, aber sie schien es lustig zu finden, mit mir Fangen zu spielen. Ich war schon kurz vorm Zusammenbrechen, als sie nach einer Viertelstunde stehen blieb und ich sie fangen konnte. Trotzdem sie mir einige Zeit geklaut hatte, musste ich lachen. Es war einfach zu gut, wie sie mich ausgetrickst hatte. Na ja, die Strafe bekam sie damit, dass ich nun keine Zeit mehr hatte, um sie zu Putzen. Ich führte sie in die Halle und ließ sie dort los, während ich ein Stangenlabyrinth, einen Stern, Trabstangen und eine Stange um „Jojo“ zu spielen. Diesmal ließ sich die Kleine Gott sei Dank gut einfangen und wir begannen. Ich fing mit dem Labyrinth an. Betont langsam führte ich sie um die engen Kurven und half immer wieder ein wenig mit Strick und Gerte nach. Nach dem zweiten Versuch klappte es sogar, ohne anzustoßen. Dann ging ich mit ihr zum Stern. Der verunsicherte sie zunächst ein wenig und sie stolperte in der ersten Runde ziemlich oft. Aber nach einigen Versuchen und viel Lob wurde es besser. Danach waren die Trabstangen dran. Das war nun eher anstrengend für mich, da ich ja nebenher rennen musste. Aber es klappte trotzdem. Dann spielten wir noch „Jojo“ hierbei führte ich Lillifee erst mit einem Huf über die Stange und wieder zurück, dann mit dem Zweiten und dann mit dem Dritten. Nachdem wir eine halbe Stunde hart gearbeitet hatten, durfte auch sie in ihre Box.

      Als letztes holte ich nun Pagäa und Star von der Koppel. Ich hatte nicht mehr viel Zeit, weswegen ich die beiden nur in der Halle frei laufen lassen wollte. Beide ließen sich brav von der Koppel holen und machten auch beim Führen keinerlei Probleme. In der Halle ließ ich die beiden los. Ich nahm eine Gerte und sah erstmal zu. Pagäa schoss gleich im flotten Galopp los und wirbelte Sägespäne auf. Star hingegen sah ihr zu und wollte sich nicht unbedingt vorwärts bewegen. Ich musste ziemlich energisch mit der Peitsche kommen, bis auch sie dann in einen Trab und daraus in einen Galopp fallen ließ. Wir spielten ein wenig und bauten auch Stangen mit ein. Aber bald wurde es für mich Zeit, zu fahren. So brachte ich die beiden in den Stall, fegte noch den Putzplatz und mistete Platz und Halle ab. Dann verabschiedete ich mich von allen Pferden und fuhr nach Hause.
    • kira
      Hoch und Tief
      Pflegebericht

      Der Blick auf die Uhr verriet mir, dass ich vielleicht mal etwas in die Pötte kommen sollte. Schnaufend befreite ich mich aus der Umarmung. Lars brummelte. Vorsichtig rutschte ich zur Bettkante und schlüpfte mit meinen nackten Füßen in meine Pantoffeln. Es war kalt im Zimmer, bloß schnell in die Küche. Ich reckte mich noch, um mich wieder bewegen zu können und stupste meinen Freund leicht an „Wir müssen aufstehen Lars. Ich bin schon mal unten.“ „Hmmhh..“, er drehte sich rum. Mit einem leichten grinsen und kopfschüttelnd bewegte ich mich die Treppe runter. In der Küche angekommen deckte ich den Tisch, nicht sehr viel Aufwand bei zwei Personen. Grade fertig mit decken tauchte auch Lars auf. „Schon fertig?“ Ich nickte. „Morgen erstmal, ne?“, meinte ich dann grinsend. Ein Lachen konnte er sich nicht verkneifen. „Guten Morgen mein Schatz“, ein Kuss folgte. Am Frühstückstisch würde der Schlachtplan für den heutigen Tag folgen. Ich setzte mich schon mal und begann mein Brötchen fertig zu machen, während Lars sich noch Kaffee kochte. Brrr.. Kaffee – nicht so meins – mit meinem Kakao war ich sehr glücklich. Einen kräftigen Bissen nahm ich von meinem Käsebrötchen, während Lars sich setzte. „So. Was steht heut an? Die Kleinen kommen heute, oder?“ Ich nickte, denn ich war immer noch mit meinem Käsebrötchen beschäftigt. „ Ist alles dafür schon fertig?“ Noch am kauen nickte ich, aber hob die Hand um ihm zu verdeutlichen, dass ich dazu noch etwas sagen wollte. Der letzte Bissen war runtergeschluckt: „ Prinzipiell schon, die kommen doch zu Gracie in den kleinen Laufstall.“ „Meinst du das geht gut?“ Die Kleinen waren nicht nur vom Alter klein, was Grace auch war, sondern wirklich klein. Zwei Miniature Horses. Und Grace war normal groß. „Hoffe ich doch.“ „Okay.“, meinte er nickend. Wir Frühstückten zu Ende ehe wir uns fertig anzogen und auch schon nach draußen verschwanden um das Tageswerk zu beginnen.

      Als wir vor der Tür standen genoss ich es einen Augenblick mein Gesicht der Sonne entgegen zu strecken, die letzte Zeit hatte es viel geregnet, richtiges Winterwetter hatte es diesen Winter bisher kaum gegeben, dennoch war es kalt und ekelhaft gewesen. Dann folgte ich Lars zu den Ställen. Er hatte schon begonnen den Pferden ihr Frühstück zu geben. „Stutenstall ist fertig, ich mach jetzt die Hengste.“ „Gut, dann nehm ich was übrig bleibt.“, meinte ich und schnappte mir einen Futterwagen, womit ich mich aus dem Hauptstall, welcher die Zuchthengste und Anwärter beherbergte, auf dem Weg zu einem der Nebengebäude machte. Hier waren die Pferde und Ponys untergebracht, welche nicht eine unserer Hauptzuchtlinien waren. Also eher die Hobby Pferde. Nacheinander bekamen Davour, Valentine´s Candy Fireflies, Flaschenzieherin, Rumpelstielzchen, Pancake Killer und Umpalumpa ihr Futter. Ebenso wie die Araber, gekört und ungekört, Asfari Sharin, Laheeb al Amara, Eisenmann und Famiah und meine Berber Stute Pangäa, die auch hier untergebracht waren, da sie nur eine Nebenzucht waren. Am Ende des Gebäudes befand sich der Jungpferde Laufstall, in welchen heute die beiden neuen Jährlinge einziehen sollten. Eigentlich schon anderthalb, bald zwei. Am Tor stand Graceful Eclipse. „Na Gracie?“, begrüßte ich die Stute. Das große Mädchen steckte mir freundlich ihren Kopf entgegen, sodass ich sie krabbelte während ich ihr Futter in die Raufe schüttete. Auch hier kontrollierte ich routinemäßig die Tränke und nahm mir kurz die Zeit die Stute in Augenschein zu nehmen, aber wie immer war alles in Ordnung. Glücklich klopfte ich Grace den Hals, worauf hin sie mich an stupste. So ein freundliches Pferd hatte ich selten erlebt und mit Spannung wartete ich darauf wie sie sich unterm Sattel und bei sonstiger Arbeit machen würde. Sie war echt ein Herzenspferd. Aber weiter ging es, also wieder in den Hauptstall und den Futterwagen weggebracht und neu aufgefüllt. Beim Verrichten davon kam ich bei All Pride vorbei, im Gegensatz zu sonst kam er nicht zur Boxentür um sich ein Leckerchen zu egammeln. Noch so eines meiner Lieblingspferde, auch wenn er jetzt wohl noch faul im Stroh lag. Generell haben wir viele wundervolle Pferde. Was würde ich nur ohne sie machen? Und ohne Lars? Aber sie sind alle hier. Glücklich machte ich weiter. Vom Heuboden schmiss ich einen kleinen Quarder Stroh runter und transportierte ihn mit einer Schubkarre zum Hänger. Eine neue Schubkarre könnten wir mal gebrauchen, diese hier war etwas schrottig. Aber es reichte, ich und das Stroh kamen beim kleinen Hänger an, wo ich eine Schicht drin verteilte. Der Hänger war eigentlich ein Schafhänger. Aber wofür den riesen Häger mitnehmen, dieser war für zwei so winzige Pferdchen viel sicherer und auch angenehmer zu fahren. Würde Lars fahren? Das müsste ich ihn noch fragen. Aber so oder so würde ich auf jeden Fall mit zum Abholen. Mit dem restlichen Stroh ging ich zurück zum Hauptstall. Eigentlich könnte ich es auch im Stutenstall verteilen. Wieso nicht? Die würden sich freuen. Also nahm ich einen kleinen Umweg und brachte das restliche Stroh zu den Stuten. Das ganze wurde im Laufstallverteilt, wo die Zuchtstuen standen. Nosferatu, Draculas Wife, Star, Happy Steffi, Siana, Knifes and Pens, Antigone, Vanity und Lillifee freuten sich drüber und ein Großteil stürzte sich sofort drauf. Vanity zickte etwas herum doch Siana bot ihr direkt Einhalt. Dennoch musste ich lachen als Knive lieber reißaus nahm und sich mit etwas Stroh davon machte. Frisches Stroh war recht beliebt, Heu und Kraftfutter oder Frischfutter natürlich mehr, aber momentan gab es für die Zuchtstuten fast nur Heu. Ein paar Zusätze gabs dennoch, für die Entwicklung der Fohlen. Aber es passt so. Es gab immer gesunde kräftige Fohlen. Und ab Frühjahr sind sie ja auch draußen. Nach kurzen Recken nahm ich die Schubkarre wieder auf und ging an den Einzelboxen der ungekörten Stuten, sie standen alle noch im Training, Wie konntest du nur, Drachenlady, I like it, De Luxe, White Dance, Snow Whites Beauty und Juwel der Stille vorbei. Einige neugierige Nasen reckten sich mir entgegen, aber es gab keine Leckerchen. Like versuchte es mit quitschen und empörten treten gegen die Boxentür. „Hör auf du Zicke! Ich hab nichts!“, vesuchte ich ihr klar zu machen. Zufrieden war sie dennoch nicht, sie warf mir einen trotzigen Blick zu. Einfach ignorieren, sie war eben so. Eine der kleinen Stalldiven.

      Grade als ich die Schubkarre abstellte kam Lars an: „Kommst du gleich mal?“ Er machte so ein besorgt-wichtiges Gesicht. Nickend fragte ich: „ Klar, was ist denn?“ „Gleich. Ich muss wieder zu Dracula.“ Schon war er wieder verschwunden. Anscheinend hat er Dracula bewegt. Gut, dann muss ich das nicht mehr machen, der Kerl war auch heute mit Training dran. Worums aber geht..? Hoffentlich ist nichts mit Dracula passiert. Sorgen breiteten sich aus. Das Zurecht legen des Sattelzeuges der Pferde die heute geritten werden sollten müsste warten, erstmal würde ich nach schauen was los ist.
      Lars war grade Dracula am abbürsten. Dee hatte ordentlich geschwitzt sah ansonsten aber quitsch lebendig aus und hibbelte wie immer ein bisschen herum und machte uns das Leben schwer. „HEY!“ Ich schreckte aus meinen Gedanken auf. Lars verpasste Dee einen kräftigen Klaps. „Er hat mich gezwickt.“, entschuldigte er sich und verzog das Gesicht. „Frechdachs. Aber er ist dennoch gut.“ „ Ich hab ihn mal ein bisschen gefordert, Medy hat gute Arbeit geleistet, der geht ne super L Dressur mitlerweile.“ „Wir könnten sie ja nochmal kommen lassen oder meinst du er wäre mit mehr Überfordert?“, fragte ich nachdenklich und kam naher um den Ponyhengst zu krabbeln. Dee ließ mal seine hengstige Seite fallen und drückte sich meiner Hand entgegen. „was du nur immer mit den Pferden machst!“, meinte Lars lächelnd. Dees Lippe zuckte, der Mascho genoss es sichtlich. „Achja und wir können ja mal mit Medy telefonieren was sie dazu meint.“, er schwieg kurz, setzte an etwas zu sagen, aber überlegte es sich doch anders. Nach einem Moment der Stille und einem Stirnrunzeln von mir kam er doch noch zu Punkt: „Ich glaub Pride geht’s nicht so gut.“ Nein! Ich verkrampfe leicht, „ Könnte ne Kolik sein.“ Dracula wurde unruhig, ich hatte unbewusst aufgehört ihn zu krabbeln. Meine Hand hing nur noch angespannt an seinem Hals, ich nahm sie weg. „Es ist noch nicht so schlimm. Ich hab den Tierarzt vorhin schon angerufen er kommt nachher.“ Ich nickte. „Magst du nach ihm schauen? „, fragte er sanft und legte mir seine Hand auf die Schulter. „Du kannst am besten mit ihm. Ich kümmer mich hier um den Rest. „Ja“, kam es leicht krazig aus meinem Mund. Er schenkte mir einen mitleidigen Blick, denn er wusste wie viel mir Pride bedeutete. Dann nahm er Dracula um diesen wieder in seine Box zu bringen. Also auf zu Pride. Wird schon nicht so schlimm sein. Warum hab ich das nicht gemerkt heute Morgen als er nicht raus geschaut hat! Ich hätte nach ihm schauen sollen.
      So schnell war ich noch nie bei einer Box gewesen. Vorsichtig lugte ich durch das Boxen Gitter. Da lag er im Stroh. Zumindest wälzt er sich nicht. Schwitzig sah er aus und er blähte auch die Nüsten. „Hallo Kleiner!“, begrüßte ich ihn leise und schob den Riegel zu Seite um einzutreten. Prides Blick wanderte zu mir. Langsam ging ich zu ihm hin und hockte mich neben ihn. Er legte mir pracktisch seinen Kopf in den Schoß, mir kamen beinahe die Tränen. Ich streifte ihm sein Halfter über und stand dann auf. „Komm! Hoch!“, versuchte ich ihn zum Aufstehen zu bewegen. Schnaufend kam er hoch. Zumindest das Geschafft. Er spannt den Bauch. Jetzt mal ein bisschen Bewegung, dass hilft. Hoffentlich kommt der Arzt bald. Mit einem sanften zupfen am Strick brachte ich ihn dazu mir zu folgen. Aus der Box raus, er sah nicht gut aus. Die Tränke hatte aber funktioniert, also lag es nicht daran. Erstmal würden wir ein paar Runden drehen.
      Es dauerte bis der Tierarzt kam. In der Zwischenzeit war ich mit Pride Runde um Runde gegangen und hatte immer wieder versucht ihm etwas Wasser anzubieten – bisher ohne Erfolg. Lars schaute auch immer wieder vorbei: „Wie geht’s ihm?“ „Nicht so gut.“ „Wenn du was brauchst sag mir Bescheid. Ich hab mein Handy dabei.“ „Klar“, meinte ich und schenkte ihm ein Lächeln. „Looki ist jetzt auch bewegt. Ich war eben mit ihm in der Halle und bin ein bisschen gesprungen..“, er hielt inne und grinste mich leicht an, „.. es war intressant, aber ich glaube nicht das er ein großes Springpferd wird. Cavalettis schafft er aber.“ Lars zwinkerte mir zu. Bei dieser Vorstellung wie er Looki wohl mit großem Aufwand zum Springen gebracht haben musste musste ich lachen. „Überlass das besser uns.“, ich schaute etwas wehleidig zu Pride. Er und ich – das war ein Team – wir waren beide unglaublich springbegeistert und kamen super miteinander aus. Aber ans Springen war momentan nicht im Entferntesten zu denken. „Ich bring jetzt erstmal die Zuchthengste in die Führmaschiene und dann reit ich noch Club.“ Ich nickte. Dann waren zumindest schon mal Admiral, Frisco, Coco´s Landzauber, Legacy of Gold, Golden Pirate, A le Hop und Club Can´t Handle Me bewegt.
      Endlich traf der Tierarzt ein. Ein schaute sich Pride genau an, tastet ihn ab. Drückte hier und da. Armer Kerl, er hatte echt Schmerzen. Und jetzt drückt der Arzt auch noch an ihm rum. Beruhigend streichelte ich ihn. „Also „, setzte der Tierarzt an, „ es ist wie sie dachten eine Kolik. Das Führen war schon eine gute Maßnahme, ebenso wie das Anbieten von Wasser. Ich werde ihm jetzt eine Krampflösende Spritze geben und ein Schmerzmittel.“ Den Strick fest in der Hand streichelte ich Pride und redete mit ihm um ihm abzulenken: „Schau her Junge! Alles wird gut. Hhmm? Ja, mein lieber Pride.“ Der Arzt setzte die Spritzen geschickt und Pride blieb brav. Er war aber auch fertig. “ Sie können ihn dann wieder in die Box stellen. Achten Sie darauf ob er trinkt. Aber er sollte erstmal noch nichts fressen. Wenn es sich bessert kann er wieder kleine Portionen Heu bekommen, was dann langsam gesteigert werden kann. Wenn es aber nicht besser wird sollten sie mich nochmal Kontaktieren, aber ich denke hiermit sollte es getan sein.“, wies der Arzt mich an. „Okay alles klar.“, ich verabschiedete mich mit einem Händeschütteln und brachte Pride etwas erleichtert in seine Box zurück. Dort räumte ich alle Futter Reste raus und stellte ihm zusätzlich zur Tränke einen Eimer mit lauwarmen, frischen Wasser in die Futterraufe. Es schien ihm schon jetzt etwas besser zu gehen. Zumindest steht er und ist nicht mehr schwitzig.
      Nach kurzem Tätscheln ließ ich ihn dann alleine, mein Magen grummelte schon seit geraumer Zeit und es waren noch andere Pferde um die ich mich heute kümmern müsste. Und die zwei Neuen! Erschrocken schaute ich auf meine Uhr. Vier Uhr. Mist. Eigentlich hätte ich vor einer halben Stunde bei der Züchterin sein sollen. Hastig zog ich mein Handy aus der Hosentasche – kein verpasster Anruf. Also machte ich mich auf die Suche nach Lars. Wie es schien hatte er inzwischen schon alle Hengst wieder in ihre Boxen gebracht, denn die Führmaschine war leer. Als ich die Futter- und Sattelkammer betrat bemerkte ich eine Notiz am Brett
      ‚Bin die Kleinen abholen. Hoffe du bist nicht sauer, dass du nicht mit bist ;)
      Lars‘
      Glückgehabt, es wäre mir sehr unangenehm gewesen, wenn niemand pünktlich dar gewesen wäre. Und ich war nicht sauer. Auch wenn ich natürlich schon sehr gerne mitgekommen wäre. Hatte er gut gemacht. Aber ich sehe die Kleinen ja nachher. Motte und Porcelain Doll. Beim Überprüfen der Tabelle stellte ich auch fest das Lars auch anscheinend noch unseren alten Herren Wild Dream geritten war, so hatte ich jetzt eigentlich nur noch ein Pferd heute zu reiten. Bei übriger Zeit würde natürlich sich auch keines der restlichen Pferde dagegen wehren, aber es gab immer einige „Pflicht“-Pferde, danach kamen die Optionen. Aber erstmal ging ich jetzt ins Haus. In der Küche stellte ich auch fest, dass Lars sogar gekocht hatte. Wie ich ihn liebe! Er hatte heute echt gerackert.
      Nach dem Essen ging ich wieder gestärkt erstmal nach Pride schauen, ich erwischte ihn grade mit dem Maul im Wassereimer. Erleichtert seuftze ich, worauf hin er seine Nase hob und ans Gitter presste. „Nein, Pride du kriegst nichts. Du willst doch wieder Gesund werden.“, wähnte ich. Weil ich ihn aber nicht so stehen lassen wollte kraulte ich ihn, es schien ihm schon deutlich besser zu gehen. Wie schön! Ich merkte wie ich deutlich entspannter wurde. So und jetzt kommt der Spaßige Teil des heutigen Tages.
      Roi du Soleil stand schon ungeduldig an seiner Boxen Tür, er war noch ziemlich neu doch hatte er sich schnell eingelebt und wartete nun jeden Tag auf seine Beschäftigung. "Hey du!", begrüßte ich den hübschen Hengst. Roi stampfte mit dem Huf auf und nachdem ich ihm diese ausgekratzt hatte und ihn mit Halfter am Strick aus der Box führte schien er fast etwas beleidigt. Armer Kerl, musste er heute so lange warten bis er dran war. Sonst war er früher.. Also schnell geputzt bis das rote Fell in der restlichen winterlichen Sonne funkelte und dann den Sattel drauf gepackt. Schnell flitze ich noch in die Sattelkammer um meinen Helm zu holen und nahm dabei wieder die halbe Tür mit "Autsch!" "Was für´n Mist!", fluchend ging ich wieder zu Roi zurück, darauf bedacht nicht weitere Ecken mit zu nehmen, der blaue Fleck würde nun reichen. Relativ flott war der Kerl gesattelt und als würde er sich bedanken wollen, dass er jetzt endlich seine heiß ersehnte Bewegung bekäme, stupste er mich sanft an. Lächelnd krabbelte ich ihn zwischen den Ohren. Brav folgte er mir zum Reitplatz, das Wetter war heute wirklich gnädig, blauer Himmel und Sonne. Naja kalt war es immer noch. Und feucht. Vom ganzen Regen. Aber was sollte man erwarten? Mit dem was man hat sollte man sich zufrieden geben und sich freuen. Ich öffnete unter einiger Anstrengung das Tor, da müsste man noch mal was dran machen, es funktionierte nicht mehr ganz so wie es sollte. Darum war ich froh als ich es wieder geschlossen hatte und im weiß umzäunten Reitplatz stand. Roi war hibbelig, das merkte ich schon beim aufsteigen. "Hey!", stehen bleiben war wohl nicht drin.. Schnell schwang ich mich hoch und ihn dann, er war einfach losgelaufen, anzuhalten und rückwärts wieder zum Ursprungsort zurück zu kehren. Dort ließ ich ihn erstmal stehen. Passte ihm natürlich nicht und er schlug mit dem Kopf. "Selber Schuld, wer sich bewegen will muss dennoch auf mich hören.", meinte ich etwas genervt. Als er es dann doch schaffte ruhig zu stehen durfte er dann endlich auch gehen. Im Schritt ging es einige Minuten über den Platz bis Roi gut aufgewärmt war. Dann sollte er traben. Die nächste Hürde an diesem Tag. Lief heut nichts wie es sollte? Sanft berührte ich seine Flanke und Roi preschte los als würde er ein Rennen laufen. Ein Galopprennen. Gegen die Schnellsten. Und er hält mit. "Hör auf!", schnauzte ich ihn an. Ein paar sehr eindeutliche Paraden und Volten ließen ihn zu seinem Glück wieder langsamer werden. So geht man nicht mit mir als reiter um. Hatte er jetzt gemerkt, würde er, hoffte ich für ihn, nicht nochmal machen. "Nächstes mal wirst du vorher longiert!", meinte ich zu ihm. "Was?", kam es zurück. Verwirrt schaute ich mich um und entdeckte Lars am Zaun, der musste natürlich lachen, ich schien wohl recht verdutzt zu schaune. Ich manovrierte Roi im lockeren Trab zu Zaun und ließ ihn dort anhalten. Na bitte, ging doch. Er stand ruhig. "Dachtest du dein Pferd spricht mit dir?", meinte Lars schmunzelnd. "Ich war mir nicht ganz sicher und habe schon an meiner Zurechnungsfähigkeit gezweifelt!", erwiederte ich lachend. "Wo sind denn die Kleinen?" "Ordentlich verstaut im Stall. Alles super gelaufen, sind brav in den Hänger und haben es sich dort bequem gemacht. Zwei ganz süße sind das!" "Super! Ich schau sie mir an, wenn wir hier fertig sind." "Lass dir Zeit mit Roi die Kleinen rennen schon nicht weg!", meinte Lars frech. Ich zog eine Schnute, doch musste dann lächeln, er kannte mich einfach zu gut. "Jaja." Also widmete ich meine Aufmerksamkeit wieder Roi. Erst lobte ich ihn natürlich, dass er so lange brav und ruhig gestanden hatte. Da hatte es wohl klick gemacht wer das sagen hatte. Als ich antrabte meinte Lars noch:"Ich mach schon mal die Abendrunde." Ich nickte nur. Ich hatte gar nicht wirklich wahrgenommen das es schon recht düster wurde, aber der Tag würde bald zuende sein. Roi stellte sich beim restlichen Reiten vorbildlich an, er arbeitete toll mit und bot sich von selber an. Fleißiger Junge! Als ich schließlich beendete schien er mit sich selbst sehr zufrieden zu sein und sich, zum Glück, gut ausgepowert zu haben. Ich würde mit Lars besprechen ein Paddock an seine Box zu Bauen, denn umziehen lassen wollte ich ihn nicht. Dort wo er momentan stand stand er eigentlich gut. Umzüge waren immer so große Pferde hin und her Schieberreien. Denn es konnte ja uch nicht jeder überall stehen. Also wäre ein neues Paddock die simpelste Möglichkeit. Klar, es müsste auch noch ein Durchgang nach Außengebaut werden, aber hey! Wofür hatte man einen handwerklich begabten Freund? Als Roi wieder in seiner Box stand könnte ich gar nicht schnell genug Sattel und Putzzeug wegräumen. Beinahe vergaß ich zu kehren. Doch der drohend in der Stall Gasse stehende Besen erinnerte mich daran. Seuftzend nahm ich ihn und beseitigte den Dreck vor Rois Box. Schließlich konnte ich mich doch endlich in Richtung Laufstall auf machen, auf dem Weg kam mir Lars entgegen. "Sie stehen doch im Laufstall?" "Ja, ich hab ihnen aber erstmal ein eigenes Stück abgetrennt, dass sie nicht sofort zu Gracie müssen." Ich nickte. "Bin gleich auch mit Füttern fertig. Dann geh ich rein. Pride geht es übrigens schon eindeutig besser." Erleichtert lächelte ich, er war mein Liebling, ohne ihn.. ich wollte es mir gar nicht vorstellen. Lars und meine Wege gingen wieder auseinander, ich betrat das Gebäude in welchem sich der Laufstall befand. Dunkelheit empfing mich. Licht an. Da standen sie.. zusammen gekuschelt bei Gracie. Absperren hatte wohl nichts gebracht. Motte und Porcelain Doll hatten sich einfach durch den sorgfältig aufgestellten Zaun gequetsch, wie war auch mir ein Rätsel. Verschlafen blintzelten mir drei Augenpaare entgegen. Lars hatte recht, sie würden mir nicht weglaufen, daher beschloss ich den dreien ihre ruhe zu lassen. Für die beiden Minis war der Tag schon aufregend genug gewesen. Lich aus und wieder raus. Lars war warscheinlich schon fertig. Auf dem Weg zum Haus ging ich nochmal bei Pride vorbei. Ruhig lag er im Stroh. Als ich langsam den Riegel aufschob und zu ihm rein ging, reckte er mir den Kopf entgegen und blieb völlig entspannt liegen. Vor seinem Bauch ließ ich mich nieder und lehnte mich gegen ihn, seinen Kopf legte er mir nun fast in den Schoß. Die Ruhe die er ausstrahlte ging auch direkt auf mich über. Nach diesem stressigen und aufregenden Tag könnte ich endlich wieder durchatmen. Vertrauensvoll ließ er sich von mir umarmen und krabbeln. Wir beide, das war was. Ich liebte diese Momente, die einem beinahe verzaubert vorkamen, etwas unreal, aber dennoch wundevoll. Ich strich noch einige male über sein braunes, weiches Ponyfell, bevor ich auf stand, aus der Box ging und mich, wieder etwas unbefangener, zum Haus und zu Lars aufmachte.
    • kira
      Kurzer Zwischen-Pflegebericht
      Ich hatte in letzter Zeit ein bisschen Fehlplanung, weshalb ich schnell aus dem Bett sprang als mein Wecker schrillte. Im Hengststall versorgte ich flott All Pride, Roi du Soleil, Cocos Landwein, Admiral, Look at my Hair, A le Hop, Frisco,Legacy of Gold, Club cant Handel me, Golden Piratmit Frühstück nacheinander. Dann kamen die Zuchtstuten oder solche die es werden sollten dran. Nosferatu, Draculas Wife, Star, Happy Steffi, Lillifee, Vanity , Knives and Pens, Siana, Antigone , De luxe, White Dance, I like it, Juwel der Stille, Snow Whites Beauty, Wie konntest du nur, Drachenlady bekamen auch ihr Futter, worüber sie sich wie jeden Tag her machten. Danach brachte ich Davour, Pangäa, Famiah, Asfari Sharin, Laheeb al Amara, Eisenmann , Flaschenzieherin, Wild Dream auf ihre Koppeln. Ich hoffte niemanden in meiner Eile vergessen zu haben, hinterließ Lars noch eine Nachricht auf dem Küchentisch. Er war noch nicht aufgestanden, aber ich hatte heute Termine so das ich so früh raus musste. Zum Glück hatte ich bald wieder Zeit meinen Pferden die Pflege zukommen zu lassen, die sie brauchten und verdienten.
    • kira

      So viele Helfer

      Pflegebericht
      Croccantino, Butterblume, Verdine, Roi du Soleil, Lillifee, Star, Vanity, Angel´s Kiss, Nesquik, Sally, Alice von Landwein, Draculas Wife, Happy Steffi, Nosferatu, Antigone, Knives and Pens, Siana, Drachenlady, White Dance, Juwel der Stille, De Luxe

      Es war schon Winter, aber zu meiner Freude erinnerte das Wetter einen noch eher an laue Herbsttage. Somit wehte mir auch kein eisiger, schneidender Wind entgegen, als ich aus dem großzügig gebauten Einfamilienhaus trat. Seit kurzem hatten wir zwei Wohnungen in unserem Haus abgetrennt, aus vorher mehr oder weniger genutzen Räumen. Weniger, musste ich eingestehen. Und Lars hatte schon Pläne für weitere Wohnungen. Nicht das er neuerdings sich als Vermieter versuchte, nein, wir hatten nun Angestellte. Wie merkwürdig das klingt. Ich hatte mich immer alleine um meine Pferde, meinen Hof gekümmert. Aber nun war ich doch glücklich über Lars rationale Denkweise, denn inzwischen war die Größe des Hofes und Menge der Tiere nur noch schwer alleine zu bewältigen. Und somit hatten sich jetzt Peter, alteingesessener Pferdewirt, und Alexandra, welche bisher im Beritt und Reitunterricht tätig gewesen war, aber sich hier auch um die Pflege kümmern würde, dort einquartiert. Bisher verstand ich mich mit beiden recht gut, aber was konnte man schon nach so kurzer Zeit sagen.

      Alex kam grade aus der Tür hinter mir, „Ausnahmsweise kein Regen.“ Nickend stimmte ich ihr zu, denn es war zwar immer noch recht mild, aber wir hatten einige Tage des Dauerregens erlebt. „Ich hoffe der Boden ist nicht mehr so schlammig, ich wollte heute mit Blümchen eine Trainingseinheit im Gelände absolvieren.“, auf diese Idee war ich gekommen nachdem Cata mal wieder da gewesen war. Denn momentan schien Butterblume wohl eine Blockade, mental gesehen, zu haben. Denn trotz Talent und Können hatte sie nun beim Springen Schwierigkeiten. Im Gelände, kleine Hindernisse und Motivation durch andere Pferde(ich hatte Lars dazu verdonnert mir Gesellschaft zu leisten und eine Freundin würde auch mitkommen), hoffte ich würde sie den Spaß bei der Sache wieder finden und über ihren Schatten springen und letzteres wohl auch wortwörtlich. Alex nickte verstehend. „Du bewegst am besten heute erstmal die Zuchtstuten.“, teilte ich ihr mit. Wiederum nickte sie und verschwand Richtung der Besagten.

      Zu den Zuchtstuten zählten alle meine prämierten Stuten, welche zumeist gerade tragend waren und somit nur für einige Zeit aufs Paddock gelassen werden mussten oder für einige Runden in die Führmaschiene kamen. Zum Glück konnte man die Paddocks wieder nutzen. Schweigsames Mädchen, dachte ich noch kopfschüttelnd und machte mich Richtung Nebenstall auf, denn erst würde ich mich heute noch um meinen liebsten Croccantino kümmern. Auf dem Weg zu dessen Box kam ich an Peter vorbei, welcher eifrig, aber dennoch irgendwie gemütlich, dabei war die Boxen zu misten. „Morgen, Frau Esenbeck!“, grüßte er mich. „Morgen Peter, schon so weit?“ „Ja man muss doch anpacken!“ Lächelnd reichte ich ihm den Stroballen, welcher vor der Box lag. Er hat trotz der frühen Stunde schon gute Arbeit geleistet. „Machst du gleich mal Pause und teilst die Morgenrationen aus?“, fragte ich ihn. „Ist schon in Arbeit!“, kam die Antwort, die von der Tonlage nicht hätte passender für so einen alten, bodenstämmigen Mann hätte sein können.

      Mit dem gesattelten Croccantino machte ich mich Richtung Halle auf. Die Reitplätze sahen noch zu unfreundlich aus, auch wenn die Sonne sich gerade durch die Wolkendecke gekämpft hatte. Wenn es so bliebe würde der Ausritt heute schön werden. Croc war derzeit in allen wichtigen Sparten auf L Stand und hatte beste Aussichten ein top Sport- und Zuchtpferd zu werden. Die Körung hatte er zu meiner großen Freude erfolgreich absolviert und würde nun im nächsten Frühjahr mit 5 Jahren bei den Großen anfangen mit zu mischen. Eine lockere Stunde hatte ich angesetzt und so ließ ich ihn nach einer Aufwärmphase ruhig antraben. Mittlerweile war er recht routiniert unter dem Sattel und wundervoll feinfühlig. Nach einigen einfachen Übergängen war der Gute auch munter bei der Sache dabei . Wir nahmen Galopp – Schritt Übergänge hinzu und nachdem er diese talentiert meisterte wagte ich mich auch an den Halt aus dem Galopp. Zu meiner Freude schaffte er es nach ein paar Anläufen. Zwar schien er mir etwas nervös, dass ich etwas von ihm forderte, was er noch nicht kannte, und der Halt war noch ein wenig ruckelig. Dennoch machte er seine Sache super und schien aufmerksam dabei zu sein. Seine Ohren schlackerten etwas hin und her aufmerksam was als nächstes folgen würde. Fröhlich klopfte ich ihm den Hals. Im weiteren Verlauf fragte ich nur bekannte Lektionen ab. Etwas Außengalopp, Kehrtwendungen und das Vergrößern und Verkleinern des Viereckes. An der Bande lag die Abschwitzdecke bereit, welche ich nach dem Training mit Schwung über den Pferderücken schmiss.

      Als Croc wieder in seiner Box stand, nun auch verspätet sein Müsli mampfend und ich aus der Box trat kam eine grinsende Gestalt die Stallgasse entlang auf mich zu. Mit lauter Stimme trällerte sie mir fröhlich entgegen: „Da versteckst du dich also! Wie geht’s dir? Hier findet man ja niemanden ohne GPS-Gerät und Lageplan!“ Ebenfalls grinsend trat ich ihr entgegen:“Louisa! Schön dich zu sehen! Gut, ich hab viel zu tun, aber das macht mich ja alles nur glücklich. Hast du Lars schon begrüßt?“ Besagter kam in diesem Moment um die Ecke, lächelte und beantwortete meine Frage: „Noch nicht, aber das holen wir schon nach! Na kleine Schwester? Gut hergefunden?“ Er umarmte Louisa herzlich, welche darauf im Anschluss mir in die Arme fiel. Als sie von mir abließ schaute mich meine Freundin und jündere Schwester meines festen Freundes an: „Wie ich dich kenne hast du schon was geplant oder?“ „Wir gehen ausreiten, das schöne Wetter muss man doch nutzen!“ „Dann geh ich mich mal grade umziehen, okay?“ „Mach das! Mich hat sie auch noch zum Ausritt abkommandiert.“, Lars klopfte seiner Schwester auf die Schulter. „Als ob du was dagegen hättest!“, meinte diese keck und verschwand richtung Stalltür. „Ich steh nicht so auf Kaffeklatsch !“, rief Lars Louisa noch hinter her. Danach verschwand auch er um Roi du Soleil fertig zu machen. Ich selber wandte mich Butterblume zu, als ich mit dieser ferig war, ging ich nach Louisa schauen, welche bei Verdine zugange war. „Diese hier ist aber neu, oder?“ „Ja, ich dachte mir sie passt zu dir! Lieb ist sie … und sie springt nicht gerne!“, kicherte ich wofür ich eine rausgestreckte Zunge erntete. „Aber gut, dass ich nicht springen muss.“, meinte Louisa sanft lächelnd. Als ich mir sicher war das Louisa problemlos mit Verdine klar kam, die Stute schien meine Freundin zu mögen, wurde diese doch sachte angestupst, ging ich auf die Suche nach Alex.

      „Lillifee, Star, Vanity, Angel´s Kiss, Nesquik, Sally, Alice von Landwein, Draculas Wife, Happy Steffi, Nosferatu, Antigone, Knives and Pens und Siana?“,zählte ich alle auf, man konnte ja nicht wissen ob schon alle Pferde im Petto hatte. „Ja, alle bewegt und wieder glücklich und sauber in der Box!“, meinte sie lächelnd. Ich musste auch grinsen: “Sehr schön! Ich bin jetzt mit Lars und seiner Schwester auf Butterblümchen, Verdine und Roi im Gelände. Du kannst ja noch Drachenlady zusammen mit De Luxe aufs Paddock bringen und White Dance und Juwel der Stille reiten, was du mit den beiden genau machst kannst du dir aussuchen!“ „Mir fällt schon was ein!“

      Das Gelände schien wie gedacht eine positive Wirkung auf Blümchen zu haben. Motiviert lief sie an der Spitze auch wenn Roi immer wieder versuchte sich vor zu drängeln. Darauf hin beschlossen wir ihn ans Ende zu verbannen. Lars war ganz froh nach hinten etwas Platz zu haben, denn der Hengst schien es heute echt hinter den Ohren zu haben und machte Lars das leben schwer. Währenddessen genossen Louisa und ich vor ihm den Ausritt und Verdine und Butterblümchen schienen sich zusammen stark gegenüber dem hinter ihnen randalierendem Hengst zu fühlen. Mit Verdine hatte ich das Richtige Pferd für Louisa ausgesucht, die Stute war brav zu bewegen, wenn auch etwas ängstlich, doch damit konnte meine Freundin umgehen. Als wir eine Strecke erreichten, welche von einigen kleineren Hindernissen gesäumt wurde gingen wir in den Galopp. Die ersten Sprünge ließen wir noch aus, doch dann merkte ich wie Blümchen unter mir zappelig wurde und den an ihr vorbei ziehenden Hürden nachschielte. Louisa und Lars würden nicht Springen, dazu war Roi zu aufgekratzt heute. Louisa und Verdine waren sich einstimmig sicher, dass der Ausritt ohne Sprünge spaßiger sei. Somit lenkte ich vor dem nächsten Baumstamm alleine ab und ging auf die Nebenspur des Waldweges. Gekonnt zog Blümchen an, taxierte und übersprang sorgenfrei das kleine Hinderniss. Neben uns galoppierten die zwei anderen Paare. Vorne ruhig Verdine, hinten zwei etwas muffelige Männer.

      Als wir wieder am Hof ankamen war Roi doch endlich mal zu ruhe gekommen und Lars konnte grade verschnaufen. Aber dieses Glück währte nicht lange, schon fing der Hengst wieder an zu blödeln. Etwas missmutig saß Lars ab und verschwand, sich im gehen eine Gerte und Longe greifend Richtung Halle. „Da wird jetzt aber einer Ärger bekommen.“ „Das ist der Doofe selber Schuld, soll er doch Lars nicht so ärgern!“, meinte ich schmunzelnd. „Aber lustig wars auch irgendwie“, gedankenverloren streichelte Louisa Verdine, welche das sichtlich genoss. Als ich absaß betrachtete ich Butterblümchen, welche endlich wieder eine Freude an den Tag gelegt hatte beim Springen, wie früher. Vielleicht ist sie noch nicht reif für Tuniere? Louisa verschwand ebenso wie ich in einen der Stalltrakte und das Pfderd abzusattel und zu putzen. Später würden wir uns noch alle im Haus wieder sehen, wo sie für die Dauer ihres Aufenthaltes ein Gästezimmer mit Bad bezogen hatte. Ich freute mich jedes Mal wieder wenn eine meiner Freundinnen für einige Zeit zu Besuch kam.
    • kira
      Reitunterricht
      Pflegebericht
      Lillifee, Star, Vanity, Angel´s Kiss, Nesquik, Sally, Alice von Landwein, Draculas Wife, Happy Steffi, Nosferatu, Antigone, Knives and Pens, Siana, Drachenlady, White Dance, Juwel der Stille, De Luxe, Butterblume, Croccantino, Fairy Tale, Baroness of the Guard

      Der Sommer ließ dieses Jahr auf sich warten, auch wenn man hier auf dem Gestüt in mancher Hinsicht darüber eher froh war. Nicht nass geschwitzt nach dem Reiten, keine nervigen Horden von Fliegen und Bremsen – dafür ab mieses Wetter und Massen an Mücken. „Mist!“, missmutig schlug ich auf eine dieser Plagen, welche sich gemütlich auf meinem Ar niedergelassen hatte um mich dann zu stechen. „Schon wieder?“ Lars und ich waren zusammen zu einem morgendlichen Ausritt mit Croccantino und Butterblume aufgebrochen. Lars hielt sich wacker auf dem hochmotivierten Hengst, während ich eher die größeren Schwierigkeiten hatte. Zwar hatte sich Butterblumes Verhalten im Gelände schon deutlich verbessert in den letzten Wochen, dennoch war sie immer noch gefährlich. Aus diesem Grund trug auch ich, ein völliger Reitwesten-Hasser, eine dieser steifen Dinger. Noch war es ruhig unter mir und mit energischen Hilfen ließ sich die Stute ruhig halten.

      Als wir zum Stall zurück kamen war ich einerseits froh drum, andererseits hätte ich noch Stunden zusammen mit meinem Freund und den Pferden durch den Wald dümpeln können. Nun gut ich war völlig zerstochen trotz Insektenspray und Butterblume nach einer erwarteten Panikattacke nass geschwitzt, aber ich war oben geblieben und sie hatte sich wieder beruhigt. Wie sensibel nur ein Pferd sein kann. Der Absturz einer Trainerin hatte sie sehr mitgenommen, weshalb das Gelände immer noch schwer war bei Blümchen. Croc sah im Gegensatz dazu aus als hätte er nichts gemacht. „Ich bring Croc noch auf das Paddock!“, rief mir Lars zu schon auf dem Weg dahin. Als ich Richtung Anbindeplatz ging sah ich auch Peter schon geschäftig die Boxen misten, während mir Marion entgegenkam. Links und rechts die Welsh Stuten Lillifee, Star und Vanity, während dessen Fohlen hinterher sprangen. Die Gruppe bewegte sich gemütlich durch die Stallgasse hinaus Richtung Weiden. Butterblue und ich konnten unseren Weg fortsetzen. Hier im Stall war sie wie immer das liebste und süßeste Stütchen überhaupt, auch etwas schreckhaft, aber nicht so panisch wie im Gelände. Nachdem ich Blümchen abgesattelt und Abgeduscht hatte stellt ich die Stute unter das Solarium zu trocknen. Auch ihre Muskulatur konnte das zum entspannen gebrauchen.

      Währenddessen machte ich mich auf den Weg White Dance zu holen. Ich hatte recht gehabt, denn die Stute sah mal wieder eher braun als cremellofarben aus. So hatte ich nun genügend Zeit dies wieder zu korrigieren, denn meine Reitkinder würden erst in einer Stunde fertig auf den Ponys sitzen. Die Stunde würde ich von White Dance aus halten, was aber kein Problem darstellte, da die drei Mädels mit 12, 13 und 10 Jahren schon gute Reiterinnen waren. Heute war Dressur angesagt.

      Butterblümchen stand völlig entspannt da als ich mit White Dance eintraf, etwas verschlafen blinzelte sie mir entgegen, entschied aber dann das alles okay sei und döste weiter. Bevor ich mich ans säubern der Welsh Stute machte, checkte ich nochmal die Tafel für die Reitschüler. Marie auf Drachenlady, Vera auf Juwel der Stille und Annalena auf De Luxe – das sollte hinhauen. Auch wenn die 12 Jährige Vera lieber Drachenlady ritt, so war doch sinnvoller das die 10 Jährige und Körperlich kleinste der drei Mädchen auch das kleinste Pony ritt. Und Vera würde es auch mal gut tun ein Pferd zu reiten was sie etwas mehr fordern würde als Drachenlady es tat.

      Während ich die schmutz Flecken von White Dance schrubbte, sah ich durch das Fenster abwechselnd Marion und Alex, welche wohl beschlossen hatte Marion zu helfen, die Zuchtstuten samt Fohlen vorbei führen. Alle nicht tragenden Stuten ohne Fohlen kamen erst in die Führmaschine und danach dann mit den anderen Zuchtstuten auf die Weide. Erst kamen Angel´s Kiss, Nesquik, Sally und Alice von Landwein vorbei. Danach folgten die beiden Pflegerinnen mit Draculas Wife, Happy Steffi, Nosferatu und Antigone, deren freches Palomino Sabino Stutfohlen seinen ganz eigenen Weg zu laufen schien, denn 2 Minuten nachdem die Stuten schon vorbei waren düste es noch quietschend im Hof herum. Mit den letzten Stuten Siana und Knives and Pens ließ sich aber auch dieser kleine Wirbelwind mit einfangen und wurde dann weniger erfreut von beiden Seiten am Halfter hinterher gezogen.

      Schließlich war White Dance auch fertig und während diese unter dem Solarium trocknete, brachte ich Butterblume in ihre Box. Danach ging ich noch kurz bei meinen Reitmädchen vorbei schauen, ob auch alle ihr Pony samt Zubehör gefunden hatten. „Wie läuft’s bei euch? Alles gut?“, rief ich ihnen zu. „Hallo!“ „Ja!“ „Supi!“ Kam es mir entgegen, die Mädels waren fleißig die Pferde am fertig machen. Marie kam mir entgegen mit Sattelzeug, „Ist das hier richtig für Drachenlady?“. „Ja“, lächelte ich sie an und schon hüpfte sie zu dem Fuchspony zurück. „Ich seh euch in 20 Minuten in der Halle! Und die Pferde aufgewärmt!“, sagte ich in die Runde und ging zurück zu meiner Stute, die inzwischen trocken war.

      White Dance kam in die Führmaschine, während ich ihr Sattelzeug raussuchte, dann hatte ich es wen sie fertig aufgewärmt war schneller. In Reitkleidung lief ich sowieso schon den ganzen Tag herum. Währenddessen lief ich mit einem Heuballen zu einem der etwas abseits der Stallgebäude gelegenen Paddocks mit großem Laufstall. Draußen standen grade meine kleine Zuchtbereicherung Fairy Tale, ein buntes Welsh B Stutfohlen aus diesem Jahr, und Baroness of the Guard aus 2014. Nessi war ein Fellpony und entwickelte sich immer mehr zu eine echten Pferd. Ich schmiss den Heuballen in die überdachte Raufe und schon wurde es auch im Laufstall unruhig. Ich hatte keine Zeit mehr die Fohlen und Jungpferde zu beobachten die nun hinaus kamen, denn ich wollte als Reitlehrerin nicht zu meiner eigenen Stunde zu spät kommen.

      Die Mädels saßen vorbildlich schon auf ihren Ponys, welche auch schon eingelaufen aussahen. So schwang ich mich auch direkt auf meine Stute ehe ich begann. Erst wurde Leichtgetrabt, die Mädels sollten möglichst viele Schritt-Trab Übergänge und anders herum einbauen. „Nicht in den Ecken Vera! So kann das nur unschön werden!“ „Annalena geh mal auf den Zirkel im Schritt, wenn die Luxi dir so weg rennt kann das nicht vernünftig werden! Kommt erst mal zur Ruhe!“ White Dance Ohren schwangen neugierig hin und her, das hatte sie so auch noch nicht erlebt. Dennoch arbeitete sie willig mit. Danach befassten wir uns mit dem Aussitzen, gingen Schlangenlinie und übten den Halt auf X. Marie hatte noch etwas Schwierigkeiten, hüpfte sie doch im Ponytrab noch recht unruhig auf ihrem kleinen Pferd. „Marie wenn du nicht mehr kannst darfst du zwischendurch auch leichttraben.“ Ein Nicken kam mir entgegen. Zum Ende hin durften alle nacheinander noch Galoppiren auf beiden Händen was bis auf die üblichen Fehler klappt, alle Ponys galoppierten brav und keiner ging durch. Nach dem Abreiten mussten die Mädchen ihre Ponys wieder versorgen, aber das wussten und konnten sie auch. Ich versorgte ebenso meine Stute ehe ich nochmal nach meinen Reitkindern schaute. Für mich war es eine neue Erfahrung zu unterrichten, aber es gefiel mir bisher gut. Die Idee hatte Lars gehabt, sowohl um noch etwas Geld einzubringen, die Ponys zu bewegen und Werbung für unser Gestüt zu machen, denn wir verkauften ja schließlich zum Teil zukünftige Kinderponys.
    • kira
      30.12.2016 - Pflegebericht - kira
      Etwas außer Atem öffnete ich das Tor der Koppel. Ich hatte es leider mal wieder eilig und so war ich zur Stutenweide in Gesellschaft von Jascha gejoggt. Die Halfter der Stuten hingen a Zaun und so schnappte ich mir flott die von Lillifee, Star, Vanity und Draculas Wife. Nach einigem Gebrassel hatte ich auch schließlich alle vier Stuten auf der schlammigen Weide erwischt. Da die Zuchtstuten eh keine Eisen trugen hatte diese auch wenig Probleme sich auf dem aufgeweichten Boden zu bewegen, ich im Gegensatz rutschte nur so vor mich hin. Nachdem ich das Gatter endlich wieder verschlossen hatte ging es im Vergleich zum Hinweg recht gemütlich zurück. Denn auch wenn die Stuten gerne auf der Weide waren, so gab es doch im Stall ihr abendliches Futter. Einzig die kleine Zicke Lillifee drängelte, doch gegen das noch nicht mal 1,30 große Pony konnte ich mich doch recht locker behaupten. Jascha hatte ich inzwischen aus dem Blick verloren, aber er würde schon wieder auftauchen. Kurz vor dem Stall kam mir Alex entgegen:“ Angel´s Kiss, Nesquik, Sally, Alice von Landwein, Happy Steffi und Nosferatu hab ich schon reingebracht. Soll ich die Cobs auch noch holen?“ Unsere eigentliche Pflegerin der Zuchtstuten war momentan krank so lief auf dem Hof alles etwas drunter und drüber, aber da alle mitanpackten ließ essich doch bewerkstelligen. „Ja, das wäre gut!“ Auf der Weide warteten noch Knives and Pens und Siana, ich selber hatte keine Zeit die beiden rein zu holen. Die neue Welsh Cob Stute Argenté Noir war noch nicht in die ganze Zuchtstutenherde integriert, sodass sie heute im Stall geblieben war, abgesehen von etwas Freilaufen in der Halle. Sie war erst vor Kurzen zusammen mit einem Cob Hengst aus England bei mir eingetroffen, wo sie vorher auf dem Pineforrest-Gestüt gelebt hatte. Als sie mir angeboten wurde war ich ziemlich begeistert gewesen, da sie nicht nur optisch sondern auch mit ihren Leistungen überzeugen konnte, auch wenn sie etwas eigenwillig sein konnte.

      Nachdem die Pony Stuten glücklich ihr Futter mümmelten schaute ich noch einmal nach Antigone. Die Fellpony Stute war schon mittags rein gestellt worden, nachdem sie ausgerutscht war und daraufhin leicht lahmte. Doch nachdem ich sie kurz in der Halle laufen lief konnte ich sie beruhigter wieder in die Box bringen. Ein Tierarzt schien nicht notwendig. Zwar hatte sie ein paar Schrammen an der Hinterhand, aber es zeigte sich keine Schwellung und das Lahmen war auch schon deutlich zurück gegangen. Die Schrammen wurden einfach aus der Stallapotheke behandelt und die Stute weiterhin genau beobachtet um wenn nötig doch sofort einen Tierarzt hinzu zu ziehen.

      Zuletzt hatte ich noch zwei Pferde zu longieren. Dunkel war es schon lange, so war ich Glücklich mit Croccantino in die hell ausgeleuchtete Halle zu können. Der Hengst war im ersten Moment etwas irritiert, denn trotz seines jungen Alters stand äußerst selten Longieren auf dem Trainingsplan. Dennoch wusste er noch genau was von ihm verlangt wurde. Nachdem er kurz seine schlimmen 5 Minuten gehabt hatte lief er brav und gleichmäßig im Zirkel. Zu einer Trainingseinheit unter dem Sattel fehlte die Zeit. Nach etwa 20minuten ging es auch wieder zum Stall, wo der Hengst wieder in seine Box kam. Die Abschwitzdecke durfte er erst noch anbehalten. Diese würde ich später gegen seine normale Stalldecke tauschen.

      Das zweite Pferd, welches ich longierte war Drachenlady. Sie gehörte zu meinen langjährigsten Pferden und war für ihr Alter von 11 Jahren erst in verhältnismäßig tiefen Klassen unterwegs. Doch das wollten wir langsam ändern und sie vielleicht doch einmal als eine unserer Zuchtstuten begrüßen können. So war sie inzwischen regelmäßig im Training und auch öfter mal an der Longe. Das Longieren mit der Kleinen Stute verlief wie gehabt problemlos, war sie doch ein Seelchen von Pony, weshalb ich sie auch gerne in Reitstunden einsetzte.

      Als ich zum Haus schlurfte wartete Jascha schon vor der Tür: „Naa, wo hast du dich denn rumgetrieben?“ Der mittlerweile nicht mehr wirklich kleine Hund wedelte begeistert aufgrund der Aufmerksamkeit mit dem Schwanz. Sobald die Tür einen Spalt offen war flitzte er in sein Körbchen und ich musste jetzt auch endlich ins Bett, da ich am nächsten Tag sonst nicht frühgenug aus diesem raus kam.
    • Canyon
      13.06.2017 - Kostümparty für die einen, Arbeit für die anderen - Canyon
      Pflegebericht
      "Das ist doch albern."
      "Nein, das ist niedlich."
      "Haha." Sie lachte trocken und bedachte ihn mit einem ungläubigen Blick. "Und ich bin der Weihnachtsmann."
      "Da bist du aber nicht sehr glaubwürdig!" Diesmal blickte er gespielt abschätzig vom Pferd aus auf seine Freundin herab, streckte ihr dann jedoch als Zeichen eines Scherzes die Zunge raus.
      "Ich bin ohne Kostüm genauso glaubwürdig wie du es mit Kostüm bist, das habe ich versucht dir damit verständlich zu machen!" Sie versuchte sich aus dieser Lage wieder zu befreien, da ihr jedoch nichts passendes einfiel, verschränkte sie die Arme und schaute absichtlich in eine andere Richtung.
      "Bekomme ich nun trotz des oberniedlichen Hasenkostüms eine Aufmunterung? Immerhin bin ich hier, um die Ehre unseres Gestüts zu verteidigen!"
      "In einem Hasenkostüm!?" Entsetzt blickte sie ihn wieder an. "Du ziehst unsere Ehre in den Dreck!"
      "Weißt du was mir gerade einfällt? Ich weiß noch was "Ehre" auf Russisch heißt!"
      Diesmal musste sie lachen und als sie sich auf die Zehenspitzen stellte, um ihm einen Kuss auf die Lippen zu drücken, lächelte sie liebevoll. "Ich gebe es zu, es ist wirklich niedlich!"
      "Sagte ich doch!" Seine Brust schwoll an und er grinste schon wieder.
      "Jaja...", nuschelte sie. "Wir sehen uns nachher, holst du mich ab?"
      "Immer doch, Liebling, immer doch!"

      Die Kostümparty auf dem Gestüt Milky Way war eine der bekanntesten weit und breit. Viele Besucher kamen mit und ohne Pferd, doch waren sie stets verkleidet, wie es die Regeln besagten. Die einzige, welche heute nicht in eine, lächerlichen oder gruseligen Kostüm steckte, war-
      "Charlotte von Eylenstein." Freundlich streckte sie ihre Hand aus und ergriff die des Mannes. "Peter", meinte dieser nur. Charly tat es gut, nach so langer Zeit wieder ihre Muttersprache sprechen zu können. Fast hatte sie das Gefühl, sie verlernt zu haben. Es lähmte ihr die Zunge und die Wörter, welche sie so viele Jahre lang Tag für Tag gebraucht hatte, schienen hinter all den anderen Dingen in ihrem Kopf verschwunden zu sein. Deswegen nickte sie nur kurz und lächelte zögerlich.
      "Hat dir Kira bereits eine Einführung gegeben?"
      "Nur ganz kurz." Meinte sie. "Das Nötigste eben."
      Peter brummte. "Ok, dann komm mit."
      Der morgendliche Schein der Sonne kroch erst langsam über die Spitzen der hügeligen Landschaft und ließ das Gestüt trotzt des warmen Sommers noch kühl und leer erscheinen. Einige Autos besiedelten schon den Parkplatz und bis zum Nachmittag würden es noch einige mehr werden. Kira hatte sich wie immer jede Menge Mühe für ihre reichlichen Gäste gegeben, Nico freute sich jetzt auf die Mahlzeiten - er mochte deutsches Essen.
      Peter verlor nicht viele weitere Worte, sondern teilte Charly einige Pferde im Hengststall zu, drückte ihr einen Futterplan in die Hand und sie versuchte ihr bestes, das ihr fremde Fütterungsprinzip in die Tat umzusetzen.
      "Ponys, Ponys, Ponys-" murmelte sie und fuhr mit dem Finger die Liste herab. Es waren einige Tiere zu füttern und die Zeit drängte. Die meisten Pferden mussten auf den Weiden sein, bevor der Ansturm an Gästen auf das Gestüt drängte.
      Sie begann, wie man meisten begann. Ganz vorne am Anfang. Obwohl sie unter zeitlicher Anspannung stand, nahm sie sich für jedes Pferd kurz Zeit. Admiral war also der erste, bei welchem sie die Tränke kontrollierte und Heu nachfüllte. Danach folgten viele weitere Ponys: Coco's Landzauber, Armani, Golden Pirate, A Le Hop, All Pride, Auftakt, BonnyBoy, Single Malt, Fürst der Finsternis, Dracula, Daydreaming Sorrow, Legacy of Gold, Look At My Hair und Frisco. Sie war reichlich überrascht, dass der größte Teil der kleinen Pferde erfolgreich gekört war.
      Die Hengste würden heute jedoch drinnen bleiben. Zu viele fremde Pferde waren unterwegs, sodass Charly nach getaner Arbeit bei den Hengsten zu den Stuten ging. Hier lernte sie Alexandra kennen. Diese war ein paar Jahre jünger als sie, aber Charly mochte ihr nettes Lächeln und die beiden Frauen verstanden sich, ohne viel von einander zu wissen. Was Pferde und ein kleines Lächeln bewirken konnten, dachte Charly und griff das Halfter an der ersten Box. Alexandra und Peter hatten bereits die Stuten gefüttert, sodass diese nun auf die Weiden sollten. "Imma zwe auf einma'", hatte Peter gesagt, während Charly nur verständnislos geschaut und Alexandra gelacht hatte. Peter hatte erst nicht gewusst, was er getan hatte, lachte dann jedoch auch, als er es verstand.
      Lilifee und Star hießen die ersten beiden Stuten. Charly mochte einfallslose Namen nicht, verzieh es den beiden jedoch durch ihr hübsches Aussehen sehr schnell. Peter griff sich Vanity und Angel's Kiss, während Alexandra Nesquik und Sally nahm. Die Ponys kannten den Weg schon fast selbst und weit war er auch nicht, sodass nach kurzer Zeit auch Alice von Landwein, Draculas Wife, Happy Steffi, Nosferatu, Argenté Noir, Knives and Pens, Siana und Antigone auf der Weide waren. Peter klopfte sich zufrieden die Händen an der Hose ab. "Jut, dann geht jetzt ener zu den Trainingspferden und die anderen beiden zum Nebenstall. Alex machst du dat? Ich nehme Charly mit, schicke sie dir jedoch, sobald wir fertig sind." Die beiden Frauen nickten zustimmend und machten sich auf den Weg zu den jeweiligen Pferden.
      Die sieben Trainingspferde standen nicht weit abseits. Auch sie mussten gefüttert und anschließend auf die Weide gebracht werden. Wieder gab es für sie einen Futterplan, während Peter das von ihr vorbereitete Futter zu den Pferden brachte.
      "Das ist für Viona und das ist für Nandalee", sagte sie und deutete auf zwei Eimer. "Als nächstes kommen dann Drachenlady und-", sie stockte, "-Wie konntest du nur?" Zweifelnd blickte sie zu Peter auf. "Heißt der wirklich so?" Peter nickte und griff stumm zu den Eimern, während Charly sich kurz lachend schüttelte. Gerade habe ich mich noch über die Namen beschwert, dachte sie, aber jetzt-.
      Zum Schluss kamen nur noch I like it, Club can't handel me und Roi du Soleil und auch diese kamen, nachdem sie genüsslich aufgefressen hatten auf die Weide.
      "Geh' du jetz ma zu Alexandra, ich mache die Boxen hier alleine." Charly nickte und machte sich auf den Weg zum Nebenstall, welche gerade einen unglaublich niedlichen Miniatur Hengst namens Umpalumpa den Schweif kämmte.
      "Ah sehr gut! Dich könnte ich jetzt gut gebrauchen! Du musst mir mal mit Croccantino und ZM's Zanaro helfen, ich würde die beiden gerne in die Führanlage bringen." Sie drückte Charly den jungen Vollblut Hengst Zanaro in die Hände, während sie selbst Croc nahm. "Nachher kommen auch noch Butterblume und Lady Moon, aber die will ich nicht zur gleichen Zeit-" Sie brach ab, denn aus einer der benachbarten Boxen drang ein lautes klagendes Wiehern. "Das ist Stromer's Painting Gold, die mag es nicht, wenn man sie alleine lässt. Vielleicht nehme ich sie nachher mit in die Führanlage." Sie verließ den Stall und Charly folgte ihr. "Aber erst nach dem Mittagessen, logischerweise." Fügte sie noch hinzu.

      Der Nachmittag war erstaunlich Pferdeleer. Nur hin und wieder wurden ein paar Pferde in die Führanlage gebracht und nach kurzer Zeit wieder abgeholt. Ansonsten machte Charly genau die Arbeit, welche sie von Zuhause gewöhnt war. Boxen sauber machen und Weiden abäppeln.
      "Ach wie viel angenehmer wäre das Leben, wenn es auch Pferdetoiletten mit Spülung gäbe." Meinte sie am späten Abend zu ihrem Freund. Ihre Arbeitskleidung hatte reichlich gelitten und ihre Haare waren von Staub und Dreck überzogen. Nico derweilen saß immer noch im blauen Hasenkostüm auf einer der Partybänke und hielt eine Flasche Bier in der Hand. Als Charly diese erblickte, seufzte sie. "Sage nicht, dass ich nun auch noch Autofahren muss!"
      "Keine Angst Schatz, ich habe erfolgreich unsere Ehre verteidigt und eines der beliebten Gästezimmer ergattert!" Seine Brust schwoll vor Stolz.
      "Hoffentlich hast du auch etwas Werbung für unser Gestüt gemacht, das war schließlich deine Aufgabe."
      "Natürlich! Was denkst du denn von mir?" Empört richtete er sich auf. "Dass ich ein Taugenichts bin oder was?"
      Charly hustete. "Ach nö nö, quatsch!" Sie hustete wieder.
      "Glaube mir, die werden uns in Scharen besuchen kommen! Wenn ich eines bin, dann überzeugend und weißt du was? Ich habe noch einen Meilenstein heute erreicht!" Zweifelnd blickte Charly auf. "Lass dich überraschen Hase, lass dich überraschen."
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  • Album:
    Hauptstall Stuten
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    kira
    Datum:
    3 Juni 2014
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  • Vanity
    2002

    Von dem Lord Leon | Aus der Vanny

    Rasse Welsh A
    Geschlecht Stute
    Stockmaß 123cm
    Fellfarbe Palomino
    Gencode ee Crcr a? nSpl

    Charakter freundlich, aufgeweckt, neugierig, scheint als wäre sie sich für gewisse Dinge zu schade
    Beschreibung
    Vanity(Eitelkeit) ist eine quirlige und zutrauliche kleine Stute. Sie ist stets freundlich und aufgeschlossen, möchte alles neue sofort untersuchen und ist allgemein sehr neugierig. Nur wenn sie meint, dass etwas unter ihrer Würde ist wird sie eine kleine, eitle Diva, wie ihr Name schon verrät. Dann ist Vanni sehr stur und dickköpfig und meist nicht zum Verschmähten zu bewegen. Im gesamten ist sie ein typisches Kinderpony: klein, lieb, aber mit einem Dickschädel.

    Springen E
    Dressur E
    Distanz E
    Military E
    Western E
    Galopprennen E
    Fahren E

    Besitzer Kira
    Ersteller/VKR Ivi.Kiwi

    Gekört ja/nein
    Nachkommen
    Viona

    Erfolge
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    Gewinnerin der [SK] Criollos und Welsh
    [​IMG]
    Gewinnerin des SW Welsh

    x. Platz xxx. Turnier