Zion

Valquiria

gekört | Maleen <3

Valquiria
Zion, 22 Juli 2020
Friese und Maleen gefällt das.
    • Zion

      verjährte Pflege
      Verjährte Pflege

      Valquiria - Freitag, 20.November 2015
      POV: Hunter

      Ein weiterer Knall war aus dem Anhänger zu hören. 'Man ist das eine Zicke', kam es ein wenig genervt von der Rückbank. 'Du wärst sicher nicht besser drauf, wenn ich dich da hinten einsperren und stundenlang durch die Gegend fahren würde', erwiderte ich und sah im Rückspiegel wie Jenna mir die Zunge raus streckte. Wir waren nun schon einige Zeit unterwegs und langsam wurde die Stute, die wir im Anhänger hatten, unruhig; eigentlich hatten wir eine Pause eingeplant, aber da es schon recht spät geworden war, hatten wir uns entschieden die Tour in einem Rutsch durch zu fahren. Nun waren wir aber zum Glück fast zu Hause, man konnte schon die ersten Koppelzäune sehen und oben auf dem kleinen Hügel konnte man auch schon den Stall und unser Wohnhaus erahnen.
      Der Stall und der große Platz davor waren hell erleuchtet. Die erste, die uns bemerkte war Hannah, sie kam freudestrahlend aus dem Stall gelaufen, schaute an mir hoch und fragte natürlich stürmisch tausende Fragen auf einmal. Ich ging mit ihr hinter den Hänger und hob sie hoch damit sie in den Innenraum des Hängers schauen konnte. 'Ohhhh ein Schimmel', rief sie.
      'Darf ich ihn reiten?'
      'Sie, es ist eine Stute. Wenn sie lieb ist darfst du sie vielleicht auch mal reiten, aber erst mal musst du dich wohl mit den Ponys begnügen.'
      'Okay...aber ich darf sie doch bestimmt putzen?'
      'Ja sicher, aber nicht mehr heute. Wir bringen sie jetzt in den Stall und dann gehen wir rein, es ist schon spät.'
      Ich setzte das Mädchen wieder auf dem Boden ab und machte mich dann daran den Anhänger zu öffnen. Die Ohren der Stute spitzten sich und richteten sich immer wieder nach hinten, ein wenig ungeduldig tippelte die auf der Stelle und konnte es kaum erwarten aus dem engen Hänger heraus zukommen. Vorsichtig ließ ich sie die Rampe rückwärts herunter gehen, als wir unten waren klopfte ich ihren Hals und führte sie anschließend in den Stall. Jenna kam mit den Papieren der Stute hinter mir her. Im Stall war Jamie gerade damit beschäftigt Heu in die Box, die für die neue Stute gedacht war, zu werfen. 'Aiiii ist das eine Hübsche. Allerdings sah sie auf den Bildern doch ein wenig größer aus, wie heißt sie?', sagte Jamie während sie der Stute die Stirn kraulte. 'Val-qui-ria' las Jenna langsam aus dem Pass vor und schaute uns anschließend ein wenig fragend an. 'Schöner Name, der passt', antwortete Jamie daraufhin. Jenna hatte immer noch den selben Blick wie vorher, ihr schien die Bedeutung des Namens nicht ganz bewusst zu sein, aber das machte nichts. Ich führe Quira in ihre Box und nahm ihr das Halfter ab, stürzte sich sofort auf das Heu, als hätte sie tagelang nichts zu fressen bekommen. Nach einiger Zeit entdeckte sie dann auch Yuki, die schon seit ein paar Minuten aufmerksam die neue Stute beäugte und immer mal wieder ihre Nase durch die Gitterstäbe steckte. Die Beiden machten sich bekannt und schienen keine allzu großen Probleme miteinander zu haben, ein bisschen rumgezicke gab es schon, aber es waren eben Stuten.

      Kleines Mädchen ganz groß - Freitag, 06.Mai 2016
      POV: Jamie

      'Aaaattiiillaaaa', trällerte ich als ich den Stall betrat, von weiter hinten aus der Ecke kam mir direkt ein lautes freudiges Brummeln entgegen. Ich hatte heute gute Laune, auch wenn ich nur wenig Zeit hatte und Hunter schon den ganzen Morgen, wie ein aufgescheuchtes Kaninchen, überall herum wuselte und alles durcheinander brachte. Die Zeit mit meinem Hengst ließ ich mir nicht nehmen. 'Na mein Großer', begrüßte ich ihn und kraulte ihn ein wenig am Hals: 'Was wollen wir denn heute Schönes machen, hmmm?' Attila schnaubte ganz leise und stieß mit einem Huf gegen die Boxentür, ein wenig unschlüssig was das bedeuten sollte, entschied ich mich einfach nur ein bisschen gemütlich auf dem Platz zu reiten.
      Trense und Schabracke waren schnell geholt, den Sattel ließ ich weg. Das Putzen nahm ein bisschen mehr Zeit in Anspruch als ich mich gewünscht hätte, Attila hatte sich auf dem matschigen Paddock ordentlich eingesaut. Da ich nicht zum Putzen hergekommen war, bürstete ich nur den gröbsten Dreck weg, ich putzte Rücken Hals und Kopf, die Beine ließ ich bis auf die Hufe ganz ihn Ruhe und auch die Kruppe war mir egal. Das Auftrensen ging fix, Attila hielt brav seinen Kopf hin und nahm auch das Gebiss ohne großen Aufstand ins Maul, dann warf ich noch schnell die Schabracke auf seinen Rücken und los ging es.
      Auf dem Reitplatz dirigierte ich Attila ganz dicht an den Zaun, sodass ich von dort aufsteigen konnte. Er kannte dieses Spielchen schon und doch ließ er mich immer mal wieder doof dastehen, indem er einfach nicht mit der Hinterhand an den Zaun herantrat oder einen Schritt zur Seite machte, wenn ich gerade im Begriff war aufzusteigen. Heute klappte es allerdings wunderbar.
      Ich ließ Attila das Tempo bestimmen und genoss es in der Sonne herum getragen zu werden, ab und zu lenkte ich ihn über eine der Stangen, die noch vom Vorabend dort lagen. Ich ritt viele Handwechsel, Zirkel, Volten, Schlangenlinien und wirre Figuren die keiner Bahnfigur ähnelten. Attila machte gut mit, er ließ sich mit minimaler Einwirkung schön biegen und kaute zufrieden auch seinem Gebiss. Irgendwann trabte ich an, Attila ließ sich sofort fallen, schnaubte ab und lief weiterhin zufrieden seine Runden.
      'Jamieeeee?', fragte eine Kinderstimme aus Richtung des Zaunes, es war Hannah, ich hatte gar nicht bemerkt, dass sie hergekommen war.
      'Was gibt's?', fragte ich wären ich Attila dicht am Zaun anhielt.
      'Können wir ausreiten?', dabei schaute sie mich erwartungsvoll mit großen Kinderaugen an.
      'Na schön, wenn du es alleine schaffst Valquira aufzuhalftern, dann nehme ich dich eine kleine Runde mit.'
      Und schon war das kleine Mädchen im Stall verschwunden. Es dauerte eine Weile dann kam Hannah wieder, neben ihr Valquiria, die den Kopf extra tief hielt, damit Hannah auch genug Strick zum festhalten hatte. Es war schon erstaunlich, wie diese Stute sich immer dem Reiter anpasste, bei mir versuchte sie oft vor zu laufen, weil sie wusste was ich mit so einer Situation gut zurecht kam, bei Hannah hingegen ging sie ganz lieb nebenher und machte keinerlei Anstalten irgendetwas zu tun mit dem Hannah überfordert gewesen wäre.
      Hannah führte die Schimmelstute auf den Reitplatz, kletterte auf den Zaun und wickelte den Strick ein paar mal um eine der Zaunlatten. Dann begann sie Valquiria mit der Bürste, die sie extra mit gebracht hatte, zu putzen. Die beiden waren unglaublich niedlich zusammen und mir war jetzt schon klar, dass Hannah später ihren Weg gegen würde, sie wusste sich trotz ihres Alters und ihrer Größe immer selbst zu helfen.
      'Fertig!', rief sie irgendwann, dann erklomm sie ganz alleine den Rücken der Stute und schaute mich wartend an. Ich schnappte mir von Attilas Rücken aus den Strick und dann ritten wir gemeinsam in Richtung der Felder für einen kleinen Ausritt.

      Ein Haufen Arbeit - Mittwoch, 07. Dezember 2016
      POV: Jamie


      Heute stand viel Arbeit an, alle Boxen mussten ausgemistet werden, die Pferde gefüttert und enige von ihnen Bewegt werden. Zum Glück waren wir heute mal alle zusammen und konnten uns die Arbeit aufteilen, während Hunter und Blake die Weiden abäppelten machte ich mich mit Jenna und unseren kleinen Mädels Hannah und Lea daran die Boxen auszumisten. 16 Stück waren es an der Zahl. Gut die Hälfte davon hatten wir schon heute morgen angefangen, somit war der Hengststall schon halb fertig, die Boxen von Pirate, Ravenclaw, Rosenkavalier, Akim, Cielo, Ameno, Attila, Damon und Arkin mussten nur noch neu eingestreut werden.
      Unsere Damen machten zu unserem Glück nie viel Dreck, lediglich Plötze hatte ein riesen Chaos hinterlassen, welches ich beseitigen musste. Aber zusammen hatten wir letztendlich auch den Stutenstall geschafft.
      Während Hannah und Lea das Heu verteilten, ging ich ihnen hinterher und füllte Kraftfutter in die Tröge von Ahyoka, Emese, Plötze, Valquiria, Yuki und Rose, nur unser Fohlen Lykke bekam nichts. Stattdessen legte ich ihr zwei Möhren und einen Apfel hin.
      Unsere Männer waren in der Zwischenzeit mit den Weiden fertig und hatten es uns gleich getan und im Hengststall das Futter verteilt.
      Nun war es an der Zeit die Pferde in den Stall zu bringen, dies taten wir schon seit einiger Zeit so, dass wir die komplette Herde einfach gemeinsam den Weg zum Stall hochtrieben. Viele Pferde hatten sich schnell daran gewöhnt und liefen schon von ganz allein in ihre Box. Nur die Fohlen machten hin und wieder Faxen und fanden die Stallgasse interssanter als ihre Box.
      Nach einer viertel Stunde waren dann aber alle Pferde im Stall und fraßen genüsslich ihr Futter.
      Blake war noch mit unseren drei kleinen Rappen Pirate, Ravenclaw und Rosenkavalier in der Halle um sie ein wenig zu bewegen und ich machte mich langsam auf den Weg zum Haus um mich wieder aufzuwärmen.

      Waschtag - Sonntag, 04. Juni 2017
      POV: Jamie


      Wer auch immer auf die Idee gekommen war heute alle Pferde zu waschen, hatte sich definitiv einen Schlag auf den Hinterkopf verdient. Denn auch mit 6 Personen war dies keine Sache von ein paar Minuten.
      Die ersten Pferde waren bereits fertig und standen nun zum Trocknen da, während wir uns eine kleine Pause gönnten. Wir hatten und dazu entschieden mit den Ponyhengsten und Fohlen anzufangen, da diese ganz gern mal herumzappelten und keiner von uns Lust hatte sich damit am Ende dieser ganzen Aktion herumzuschlagen.
      Damon, Akim, Rosenkavalier, Ravenclaw, Lykke und Little Pirate waren also schon fertig. Mit nassem und glänzendem Fell standen die Sechs in der Sonne und fraßen entspannt das Heu aus den Netzen, die wir ihnen hingelegt hatten.
      Nach einer viertel Stunde war Pferdetausch angesagt, die beiden Mädels Hannah und Lea brachten das Fohlen Lykke wieder zurück zur Stutenkoppel, während Jenna und Blake die Hengste wieder zurück zu ihrer Herde trieben. Hunter und ich machten inzwischen den Putzplatz etwas sauer und füllten die Heunetze wieder auf.
      Dann ging es weiter. Jenna und Blake hatten direkt die nächsten Kandidaten mit gebracht. Attila, Ameno und King Arthur waren an der Reihe. Wie beim ersten Durchgang auch hatten wir uns wieder aufgeteilt. Hannah und Lea putzten alle Pferde kurz über, Hunter und ich wuschen die Pferde und Jenna und Blake stellten die gewaschenen Pferde beiseite und sorgten immer für Nachschub. So fanden mit der Zeit auch Roseblood, Yuki Shiro RP, Valquiria, Plötze, Emese und Ahyoka den Weg durch unsere kleine Waschstraße und standen am Ende blitze blank vor uns.

      Abendbrot - Sonntag, 03. Dezember 2017
      POV: Jamie
      „In Deutschland schneit es !“, freudig fuchtelte Jenna mir mit ihrem Handy vor der Nase herum.
      „Ob wir dieses Jahr auch Schnee bekommen?“
      „Bloß nicht!“, rief ich ihr aus einer der Boxen entgegen „Ist sowieso schon kalt genug hier und jetzt hilf mir lieber beim Füttern.“
      Ohne Widerworte steckte Jenna ihr Handy zurück in die Tasche und griff nach dem Heu, das ich in einer großen Karre mitten in der Stallgasse geparkt hatte.
      Nach all den Jahren waren Jenna und ich ein eingespieltes Team wenn es ums Füttern ging.Sie machte die eine Seite des Stutenstalls mit den Boxen von Ahyoka, Emese und Lykke, während ich die von Plötze, Valquiria, Yuki Shiro und Roseblood übernahm.Anschließend bereitete sie das Kraftfutter vor und ich brachte die Heukarre weg.
      Nachdem auch das Kraftfutter verteilt war und alle Stuten genüsslich fraßen, war ein Ortswechsel angesagt. Zusammen verließen wir den Stutenstall in Richtung Hengststall. Jenna schaute ein wenig enttäuscht in den Himmel, sie liebte Schnee einfach mehr als alles andere. Ich hingegen war froh darüber tagsüber immer noch 10°C zu haben, Winter war definitiv nicht meine Jahreszeit.
      Im Hengststall wiederholten wir das ganze Schauspiel nocheinmal, zwei der Hengste hatten bereits ihr Abendbrot bekommen und so verteilten wir Heu und Kraftfutter lediglich in die Boxen von King Arthur, Little Pirate, Rosenkavalier di Royal Peerage, Akim und Ameno.
      „So und jetzt ab unter die Dusche, mir ist kalt!“, rief ich Jenna nach getaner Arbeit zu und war im nächsten Moment auch schon aus dem Stall verschwunden.

      It rains cats and dogs


      Regen, Regen und nochmals Regen. Andere Menschen scheinen ihn zu verabscheuen, warum gerade ich in dieser Hinsicht ein Kind geblieben bin, weiß ich auch nicht. Unser Hof gleicht eher einer Outdoor-Therme, als einem Reiterhof. Morian HMJ 6345 hatte sich mittlerweile sehr gut hier in Deutschland und im Offenstall eingelebt. Val und Fortun standen am Anfang ihrer Beziehung und fingen wie Morian und ich praktisch bei null an. Hachja Val… ob wir nun eine Beziehung führten oder nicht - keine Ahnung - spielte momentan auch keine Rolle, da es sich gut so anfühlt, wie es ist (warum muss man denn auch allem einen Titel und eine Schublade verpassen?). Mein Seelenpferd Valquiria kommt momentan leider wenig zur Geltung und genießt momentan eine “Wir reiten nur aus und schmusen” Pause. Auch Alexie und Mayor Jetsetter Oak ließen sich mit dem Training viel Zeit und verloren sich stundenlang im bunt gefärbten Wald. Außerdem stand Joris kurz vor dem Abschluss seiner Ausbildung und steckte zusammen mit Peter vollkommen in der Prüfungsvorbereitung, weshalb er Xinu momentan spazieren führte oder irgendwelchen Halligalli veranstaltete. Die Einzige, die momentan entspannt war, ist Jing, denn mit Wild Cherrys Ausbildung ist sie schon weit vorangeschritten, zudem er bereits gekört ist; momentan erarbeiten sie ein paar Zirkuslektionen. Die Letzte im Bund, Flo, hatte zwei Wochen bei ihrer Familie in Kolumbien verbracht und kam mit reichlich Bräune zurück ins Kalte Deutschland. I’m a Playboy schöpfte in dieser Zeit neue Kraft, um nun das Training wieder aufzunehmen.

      POV: Collin
      Zu meiner Überraschung regnete es heute nicht und die Sonne kam zwischen der dichten Wolkendecke hervor, dadurch hob sich meine Laune erheblich. Es war noch recht früh, weshalb ich mich in die Küche begab, Kaffee aufsetzte, den drei Plüschmonstern Futter vor die Nase setzte, mir eine Scheibe Brot toastete und einige interessante Berichte online las. Der Trugschluss, dass Sonne gleich Wärme bedeute, bestätigte sich mir auf dem Weg nach draußen, denn so schnell ich rausgelaufen war, war ich auch wieder in der Wohnung, um eine extra Schicht Klamotten anzuziehen. Meine kleinen Streuner liefen bereits freudig über den Hof und zupften die Grashalme mit den Tautropfen ab. Mein Weg führte mich in den Stall und zur Sattelkammer, wo mir Alexie über den Weg lief, der gerade dabei war die Pferd e zu füttern. “Einen Wunderschönen!” - “dir ebenfalls einen guten Morgen”, erwiderte ich und plante den Tagesablauf mit ihm. Zuallererst steht Morian, wie immer, auf dem Plan; die weitere Überlegung war einen gemeinsamen Ausritt zu unternehmen. Bevor ich mich zu Mo begab, stellte ich alle Utensilien an den Putzplatz. “Moooo!” Großer, komm!”, rief ich über den Zaun hinweg und tatsächlich schoss ganz hinten im Offenstall ein fuchsfarbener Kopf nach oben und bewegete sich langsam auf mich zu. Um Gottes Willen bloß nicht zu viel Begeisterung - eingebildetes Barockpferd dachte ich im Stillen. Um den Vorgang etwas zu beschleunigen, lief ich ihm entgegen und schnappte ihn auf halber Strecke. Wie üblich forderte er seine Belohnung für Kommen ein und knabberte das Apfelstück aus meiner Hand und schien sich damit zufrieden zu geben. Das Training bestand momentan hauptsächlich aus Vertrauensaufbau, Gymnastizierung und longieren. Aufgrund seiner geringen Körpermasse, hatte ich mich entschieden ihn leicht einzudecken für diese Saison. Am Putzplatz nahm ich die leichte verschmutze Decke ab und wechselte zur Abschwitzdecke, die uns Vriska geschenkt hatte. Mittlerweile hatten wir auch schon Besuch vom Hufschmied und vom Tierarzt, was er bestens über sich ergehen lassen hat. Seit der Futterumstellung hatte Mo gut zugenommen und wieder Glanz ins Fell bekommen - Raufutter stand natürlich an erster Stelle, aber das getreidefreie Kräutermüsli in Kombination mit Mash und Leinöl bekam ihm äußerst gut. Zu meinem Erstaunen ist er ruhiger geworden und lässt sich solide auch von anderen Führen, sowie am ganzen Körper anfassen. Nach der kleinen Putzroutine, startete ich das Kürbispony zu massieren, um sowohl seine, als auch meine Muskeln aufzuwärmen. Kurz darauf machten wir uns mit dem Kappzaum bewaffnet auf den Weg zur Halle. Mein Plan für heute war es ihm den Sattel mit Schabracke aufzulegen und ihn generell damit vertraut zu machen.

      Nach ein paar Runden aufwärmen ohnen weiteres Zubehör parierte ich ihn durch, um den Sattel aufzulegen. “So Junge, dann wollen wir mal.”, presste ich zwischen den Zähnen hervor und überlegte, ob ich das sagte, um mich zu beruhigen oder ihn vorzubereiten. Mit der Schabracke hatten wir schon des Öfteren gearbeitet, weshalb er mit dieser Situation sehr sicher und selbstbewusst umging. Ich gliederte unsere Einheit wie immer in kleine Einheiten mit vielen Pausen und lobte ihn ausgiebig. Die Longe hatte ich zwar in der Hand, aber so locker, dass er die Möglichkeit hatte “nein” zu sagen und einfach wegzuspringen oder zu weichen. “Prima Großer! Nun der Sattel.”, erklärte ich ihm und nahm das anscheinend gruselige schwarze Ding in den Hand. Reflexartig legte er die Ohren an und beschnupperte skeptisch den Sattel. Sein Blick sagte “Was zur Hölle ist das für ein Monster, welches du mir da vor die Nase hälst?”. Ich wartete einige Momente, ehe ich den Sattel sanft auf seinen Rücken packte. Um Morian nicht zu überfordern ließ ich den Gurt weg und strich ihm lobend über den Hals und hielt ihm ein weiteres Apfelstück vor die Nase. Etwas eingeschnappt zögerte er dramatisch und langte danach zu, was mich zum Lachen brachte. Um sein Gleichgewicht zu schulen und um ihn an diese fremde Situation zu gewöhnen, führte ich ihn durch die Halle. “Seeehr gut!”, lobte ich Mo, der zufrieden schnaubte. Meine Idee für die Anwendung eines Gurtes war, einen weichen Lammfellgurt mit großer Fläche zu nehmen, um Gurtzwang bestmöglich zu verhindern und Druckpunkte zu vermeiden. Nach einer kurzen Verschnaufpause befestigte ich den Gurt am Sattel und schnallte ihn locker fest. Erstaunlicherweise schien ihn der Gurt nicht zu stören, aber das Rumkrabbeln unter seinem Bauch schon, denn durch eine schnelle Kopfbewegung drohte er an zu schnappen. Wieder lief ich mit ihm in der Halle rum, bis ich ihn letztendlich wieder auf den Kreis zum Longieren schickte. Morian schien irgendwie anders und passend zu meinem komischen Bauchgefühl startete er los und buckelte, bis ich ihn etwas beruhigen konnte. Danach trabte er einfach, zwar wie eine Giraffe, aber zumindest nicht wie eine angestochene Wildsau. Ich konnte die heutige Lektion nicht ohne ein positives Erlebnis beenden, da er sonst dem Sattel den Mittelfinger zeigen würde und mir wahrscheinlich auch. Also ließ ich ihn einfach laufen und tatsächlich entspannte er sich langsam und ließ den Kopf endlich fallen und dan dem Punkt ließ ich ihn zum Schritt kommen und lobte ausgiebig. “So ist’s gut! Prima Morian!”, bekräftigte ich den jungen Hengst. Nach dem Cool-Down nahm ich sofort Sattel und Schabracke und legte ihm die Abschwitzdecke auf. “Na das ging doch eigentlich Dicker.”, neckte ich den Kürbis. Ein kurzer blick auf meine Uhr sagte mir, dass schon ein gutes Stück Zeit vergangen war. “Guten Morgen, Süßer!”, trällerte Valeria und erschreckte mich fast zu Tode, was zu einem kleinen Satz von Morian führte. “Oh sorry Mo!”, fuhr sie rasch fort und strich ihm beruhigend über den Kopf und drückte mir fast zeitgleich einen Kuss auf den Mund. Meine Wangen färbten sich rot und ein breites Lächeln breitete sich in meinem Gesicht aus. So schlenderten wir zu dritt zum Putzplatz zurück. “Soll ich schon mal sein Mash aufsetzen?”, hakte Val nach. Ohne sofort zu antworten, zog ich sie an mich heran und drückte ihr einen fetten Kuss auf die Wange, was sie zum kichern brachte. “Ja, gern.”, hauchte ich in ihr Ohr. Etwas verdattert machte sie auf den Hacken kehrt und verschwand im Stall. In der Zwischenzeit kuschelte ich mit Mo und bürstete sein Fell noch einmal grob mit der Wurzelbürste ab. Es waren circa zehn Minuten vergangen, bis Val mit Prada und einer Futterschale auftauchte. Mein Blick wanderte zu ihrem Chihuahua, der einen kleinen Mantel trug. Unwillkürlich musste ich lachen “Dein Ernst?”, - “Jaa, sie friert sonst”, protestierte Val. Bevor ich zu Wort kam, stupste Mo Valeria an, da er sein Mash verlangte. Lachend stellte sie es ihm vor die Nase. Anschließend legte ich Mo seine richtige Decke auf und brachte ihn zum Offenstall.

      Als ich wieder den Stall betrat, stand die ganze Mannschaft versammelt vor mir und schaute mich erwartungsvoll an. “Was ist? Habe ich irgendwo Mash zu kleben?”, fragte ich verwirrt. Kurz darauf vernahm ich ein kleines Wiehern und konnte mir denken, was los wahr. Joris führte ein kleines Plüschfohlen hinter seinem Rücken hervor. Jing schien sehr von ihr angetan zu sein, was mich in meiner Entscheidung noch mehr bestärkte. “Haha achso...darf ich vorstellen? Das ist die kleine Edda, eine einjährige Irish Cob Stute, die nun Jing gehört”, verkündigte ich. Wie erwartet quikte Jingyu und umarmte mich stürmisch, während alle anfingen zu lachen. “Naja ich dachte mir, da Jei schon sehr weit ist, könntest du etwas zum neuanfangen gebrauchen.”, erklärte ich. Die kleine Asiatin bedankte sich tausend mal und knuddelte die kleine Edda ausgiebig und verschwand schon kurz darauf mit ihr.

      “So Chef was ist der Plan?”, fragte Peter. Trotz der noch frühen Stunde (naja gut es war bestimmt schon zwölf), waren alle Aufgaben erledigt und das Futter für den Abend vorbereitet. “Naja das Sattelzeug…” - “verschaukel nicht uns!”, protestierte Alex, der immer noch in Inversionen sprach. “Ach Mist, ihr habt mich durchschaut! Ich wollte einen gemeinsamen Ausritt bei dem tollen Wetter unternehmen.”,schlug ich der Gruppe vor und alle nickten oder stimmten mit einem “Klar, gern” zu.

      “Na liebste Quira, was macht die Kunst?”, fragte ich meine italienische Stute. Valquiria brummelte fröhlich und schmiegte sich an mich. Bevor die anderen ihre Pferde geholt hatten, verbrachte ich meine Zeit damit, meine Süße zu verwöhnen und ihre Mähne zu flechten. Alexie war bereits am Putzen von Sky, während Flo noch mit Babyboy herumblödelte. Tatsächlich konnte auch Jing sich von Edda trennen und machte ihren Jei fertig, genau wie Joris Xin mit einer gebisslosen Trense und einem Reitpad ausstattete. Der Eyecatcher des gesamten Ausrittes wird natürlich Cookie sein, die mit ihren Punkten einfach süß aussah und irgendwie super zu Val passte. Niemand schien so richtig Lust auf herausgeputze schicki micki Pferde zu haben, weshalb sich viele für ein Reitpad entschieden. Für meine Quira hatte ich statt dem üblichen Bosal auch nur ein Knoti gewählt, aber zusätzlich mit dem weichen Vaquerosattel. Im Endeffekt waren die verschiedensten gebisslosen Trensen herausgekramt und angezogen. “Na sind alle fertig ?”, hakte ich nach und erhielt von allen Seiten Zustimmung. Manchen würden sagen, dass es unverantwortlich wäre mit Hengsten und Stuten auszureiten, aber außer Jei hat keiner von ihnen gedeckt und die Stuten sind im Moment nicht rossig.

      Während alle dabei waren aufzusteigen, pfiff mit beiden Fingern im Mund, um Willow und Finley darauf aufmerksam zu machen, dass sie zu mir kommen sollten. Ein Augenschlag später kam Finley auch schon angerannt und Willow trottete langsam hinterher. Prada war in Vals Jacke eingekuschelt und freute sich über die Sicht von oben. Die Tete bildete Joris mit Xinu, da er oft ausreiten ging und eine Route im Kopf hatte. Unser Weg führte kurz nach Verlassen des Hofes in den wundervoll gefärbten Wald. Die beiden großen Hunde rannten durch Laubhaufen und spielten Fange mit uns. “Na Süße, die Aufmerksamkeit gefällt dir hum?”, flüsterte ich zu Valquiria, die wirklich zufrieden schien. Die Sonnenstrahlen, die durch die Bäume führten, verliehen dem Wald einen goldigen Schimmer - es war atemberaubend. Die anderen schienen ebenfalls begeistert zu sein, besonders Flo “Si, das ist wirklich wunderschön, in Kolumbien gibt es das gar nicht.”

      Da wir uns für einen entspannten Ausritt entschieden hatten, gab es nur kurze Trab- und eine Galoppstrecken, in der Val einhändig ritt, um Prada festzuhalten. Ohne zu übertreiben, aber dieser Ausritt war einfach Balsam für die Seele. In letzter Zeit hatte ich mir sehr viele Gedanken zu den Pferden und meinen Mitarbeiter gemacht und feilte bereits an den Weihnachtsgeschenken. Und eine Sache konnte ich nicht verheimlichen: “Okay eigentlich wollte ich es euch nicht erzählen, aber nun gut. Es wird demnächst noch ein Pferd einziehen, etwas dezent kräftigeres aus Skandinavien”, verriet ich, ohne zu sagen, dass es eine Überraschung für Joris zu seiner abgeschlossenen Prüfung sein würde. Auf die neugierigen Fragen gab schwammige, lapidare Antworten, um die Spannung zu erhalten.

      Im weiteren Verlauf des Ausrittes erzählten wir uns von den verschiedenen Weihnachtstraditionen in den unterschiedlichen Traditionen. Die Zeit verflog geradezu, denn als wir zurück auf den Hof kamen, dämmerte es bereits. Alle brachten ihre Pferde sozusagen ins Bett und gaben ihnen ihr wohlverdientes Abendbrot. “Es war mir eine Freude Leute! Aber jetzt ab ins Warme, ich koche”, verkündigte ich fröhlich. “Mit anderen Worten du willst uns vergiften?”, konterte Peter, der gerade aus dem Stallbüro kam.
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      2019 - Ein Jahresüberblick
      Wynja von Atomic | Vösk von Atomic | Kría von Atomic | Bjama von Atomic | Teigur von Atomic | Halldór von Atomic | Ávaldi von Atomic
      Hawking von Atomic | Feuergeist di Royal Peerage | Nautilus | St.Pauli‘s Amnesia | Milska | Lu’lu’a
      Glanni frá glæsileika eyjarinnar | Litfari | Tesla | Almost Illegal | Overo | Ruvik | Voodoozirkus
      Mademoiselle | Songbird | Ryuk | Flic Flac’s Milano | Friede sei mit dir
      Wild Reflex | Willa | Krít | Kempa | Blávör | Snotra | Otra | Fönn | Saints Row | Snúra | Þögn | Ylfa


      Bruce

      Das Jahr begann tragisch, sehr tragisch. Vater verstarb in Folge eines Herzinfarktes im Krankenhaus, zu dem Zeitpunkt fing der Hof bereits an rote Zahlen zu schreiben. Also mussten wir anfangen Lösungen zu finden und konnten nicht sehr lange trauern. Deswegen sind viele Pferde gegangen und wir haben das erste Land verkauft, um wieder etwas Guthaben zu haben. Doch auch das half nur für einige Zeit, da auch mein Dasein als Trainer schrumpfte. Immer mehr Aufgaben mussten auf dem Hof übernommen werden und das Geld fehlte für die Angestellten, weswegen wir nur noch zwei bei uns behalten konnten. Fünf Leute zu beschäftigen war nicht mehr möglich. Doch auch einiges Gutes ist passiert. Die Fohlen haben gute Noten bei der Beurteilung bekommen und für einige von ihnen, gibt es bereits Interessenten. Snót und Blávör haben sich verbessert. Sie sind entspannter geworden und auch unter anderen Reitern besser unter Kontrolle. Besonders im Distanzreiten sind die Beiden begabt, was einen guten Ausgleich bildet zur Ovalbahn. Auch Willa, Krít und Kempa befinden sich im Training und sollen demnächst wieder auf dem Turnier mitlaufen. Die drei Stuten genießen es wieder mehr Kontakt zum Menschen zu haben. Ihre Fohlen sind tolle Pferde und ich bin gespannt was aus ihnen wird.

      Nachdem unsere Lage sich ein wenig verbesserte hatte, kam der nächste Schlag. Im Wald, der direkt an das Atomics Valley grenzt, brach ein verheerender Waldbrand aus. Das Feuer loderte Wochen lang. Auch wenn wir rechtzeitig uns und die Pferde evakuieren, konnte der Hof nicht gerettet werden. 95% sind abgebrannt, kein Gebäude steht mehr. Die Versicherungssumme war zwar ziemlich hoch, doch es kamen noch mehr Kosten auf uns zu, mit denen wir nicht rechnen konnten. Einige Paddocks hatten wir errichtet, um die Pferde wieder zu uns stelle zu können, doch die Angst der Tiere durch die den Abgebrannten Geruch war deutlich zu spüren. Wieder mussten wir überlegen welches Pferd bleiben kann und welches nicht. Diesmal war es sogar noch schwieriger. Vriska hat Ylfa gekauft und sie möchte bei uns bleiben um uns zu helfen. Nach langer Überlegung haben wir auch ihr Ruvik angeboten und sie hat zugesagt. Unsere beiden Problempferde hätten wir sonst an sonst niemanden verkaufen können. Sie hat schon oft mit den beiden Pferden gearbeitet und die Drei passen gut zueinander.

      Dann kam die Idee des Umzugs auf und wir bekamen ein gutes Angebot in Schweden. Dort gab es ein Ausschreiben für ein 120 ha großes Land, das bewirtschaftet werden soll und einen kulturellen Nutzen bekommen. Also bewarben wir uns mit dem Konzept, dass wir mit unseren langjährigen Freunden und Nachbarn erarbeitet hatten: Ein Akademisches Reitzentrum. Wir wollen Reitunterricht anbieten, Beritt machen und verschiedene Events veranstalten. Es war schon immer mein Traum auszuwandern und diesmal ist die Möglichkeit zum greifen Nah. Wir mussten nun nur noch auf die Entscheidung des Landes warten. Diese würden uns auch dabei unterstützen, den Umzug zu organisieren.


      Collin

      Im Gegensatz zu unseren Nachbarn hatten wir das Jahr 2019 als äußerst positiv wahrgenommen. Pferde kamen und Pferde gingen, doch der Kern blieb erhalten und die zukünftige Zucht von Barockpferden sollte nun endlich ins Rollen gebracht werden. Mit wechselnden Rassen zur Auswahl kam der Plan von der Zucht wieder auf die Wartebank und stattdessen kam das Horsemakeover ins Spiel. Morian HMJ 6345 war eine Bereicherung in vielerlei Hinsicht, obwohl sein Training äußerst zeitaufwendig war. Nichts desto trotz ging es voran, denn Valeria und ich kamen endlich zusammen und unser Azubi Joris hatte seine Abschlussprüfung bestanden. Leider hatte wir auch gewisse Verluste zu bedauern, denn unsere liebe Flo war gezwungen zurück nach Lateinamerika zu gehen, da ihr Arbeitsvisum abgelaufen war, weshalb wir gezwungen waren I’m a Playboy zu verkaufen. Außerdem war Sky aufgrund einer Verletzung unreitbar und so gut wie nicht bewegbar geworden, weshalb er trotz des extrem jungen Alters nun seine Frührente verbringen musste.

      Mittlerweile waren wir auch mit der Planung vorangeschritten und entschieden uns für die Zucht von Knabstruppern und Barockpintos, die beide alles vereinten, was wir uns wünschten. Doch wie nach jedem Höhenflug folgte auch bei uns der Fall, denn das ganze Land um Forest Creek und Atomics Valley war abgebrannt. Einige Pferde waren mit leichten Wunden davon gekommen, doch Peter, der die Pferde heroisch retten wollte, erlitt stärkere Verbrennungen und verbrachte einige Zeit im Krankenhaus. Alles was wir uns mühsam aufgebaut hatten war nun in Schutt und Asche gerichtet. Doch wie sagt man so schön, der Phönix steigt aus der Asche empor, denn wie es das Schicksal anscheinend wollte wurde uns gewissermaßen ein Wink gegeben, der uns letztendlich nach Schweden führte. Letztendlich machten wir auch so die Bekanntschaft mit Robin Wolff, ein junger akademischer Reiter anfang der dreißiger, der uns bedingungslos seine Hilfe anbot und nun ein Zuchtpartner in Schweden sein wird. Robin, ein attraktiver Rotschopf, der sich den Knabstruppern primär widmen wird.


      Bruce

      Der Umzug stand natürlich schneller vor der Tür als gedacht. Somit mussten die Pferde so schnell wie möglich transportfähig gemacht werden. Im Haus waren schon so gut wie alle Sachen eingepackt, nur noch die Dokumente unserer Tiere lagen verteilt im großen Schlafzimmer sortiert auf dem Boden. Mein Bruder, Tyrell, befindet sich bereits auf unserem neuen Grundstück und kann somit in den nächsten Tagen schon einige Pferde in Empfang nehmen. Somit werden als Erstes die Jungpferde auf die Reise in die neue Heimat gehen. Dafür haben Vriska und ich uns schon bereit gemacht. Gemeinsam holen wir die ersten beiden Stuten von der Weide. Es sind Wynja und Vösk, doch es war auch nicht wirklich einfach die beiden aufzuhalftern, deswegen waren sie die ersten. Am Stall putzen wir sie noch mal über und machen ihnen kleine Glocken an die Hufe, nur zur Sicherheit, da die Reise mehr als 10h dauert und in Dänemark eh Pause gemacht werden muss. Weiter ging es dann mit Bjama, Kría, Teigur, Halli und Ávi. Als alle Jährlinge endlich am Hof und verladefertig waren, fängt die Arbeit erst richtig an. Mithilfe von Max sortierten wir noch einmal die Papiere und übergaben sie den Fahrer. Jedes Pferd hatte seine eigene Folie in einem Ordner. Dort sind alle Unterlagen der Tiere drin, unter anderem die Bestätigung des Tierarztes, dass das Pferd gesund ist sowie dem Impfpass. Auch hatten wir extra sonder Papiere für die Überführung besorgt. Damit stand die Reise für die ersten Pferde fest.

      Vorsichtig fuhr der Transporter an und macht sich auf dem Weg richtig Schweden. In Zwei Wochen werden wir die Jährlinge wieder sehen. Sie kommen dort erst mal auf die Weide. Tyrell hat und auch noch einmal bestätigt, dass die Zäune stehen und sicher sind.

      Natürlich ist es nicht immer ganz leicht in ein anderes Land zu ziehen. Also hatten auch noch wir Rennerein, bis der nächste Transporter vor der Tür steht.

      Nun werden die nächsten Jungpferde verladen. Feuergeist, Amnesia, Milska, Hawking, Lu und Nautilus gehören zur Truppe. Diesmal gehen allerdings einige Pferde mehr mit. Der Transporter hatte noch einen Anhänger dabei, in den die beiden Jungstuten kommen. Lu, Hawking und Nautilus dürfen mit bei den großen Jungs fahren. Dort stehen Voodoo, Glanni, Litfari, Tesla, Ruvik, Illegal und Overo. Die Hengste haben alle Glocken um die Hufe, zum Schutz vor Verletzungen.

      Die letzten Tage rücken immer näher und der größte Teil unserer Kartons sind schon auf dem Weg nach Lindö. Auch sind schon so gut wie alle Pferde auf der Reise. Mademoiselle, Songbird, Milano, Fried, Ryuk und Wild sind gemeinsam auf den Weg. Der letzte Transporter hatte die Isländer bei sich. Thögn, Fönn, Snúra, Saint, Otra, Krít und Kempa waren das. Nun sind nur noch Willa, Ylfa, Snotra und Blávör noch hier am Hof. Die Vier werden wir mit nehmen, wenn wir fahren.


      Vriska

      Während die Jungs die Kartons und den ganzen Rest in die Autos bringen, stehe ich auf dem Paddock und versuche Ylfa aufzuhalftern und in den Hänger zu bringen. Da ich weiß, dass dies etwas länger werden könnte, werde ich direkt Willa mitnehmen, um der Stute mehr Sicherheit zu geben. Schon seit mehreren Wochen üben wir diese Situation, doch Ylfa hat gemerkt, dass es nun ernst ist. Nur noch drei andere Stuten sind da und das verunsichert sie sehr. Als ich die Stute nach langer Überzeugung am Halfter zum Hof führen kann, ist sie völlig schockiert, als sie den Hänger sieht. Sie versucht aus der Situation zu flüchten und steigt. Deswegen lasse ich Willa einfach los, die entspannt neben uns stehen bleibt. Daran merkt Ylfa, dass alles okay ist und schnaubt ab. Ich streichle sie beruhigend über den Hals und warte noch einen Moment, bevor wir näher an den Hänger gehen. Willa ist mittlerweile soweit, dass sie benah alleine in den Hänger geht. Ich ziehe den Strick vom Halfter ab und schicke sie hinein. Mit Ylfa in der Hand versuche ich hinter Willa die Stange zu befestigen, was sich als sehr schwierig herausstellt als gedacht. Die Stute hat offenbar panische Angst vor der Stange, also muss Willa erst mal ohne im Hänger stehen. Ich führe Ylfa noch mal vom Hänger weg und lasse sie einige Minuten grasen auf dem kargen Grasstreifen am Wegesrand.

      Nach fast einer Stunde ist es endlich geschafft. Ylfa steht entspannt im Pferdehänger und fummelt am baumelden Heunetz herum.


      Collin

      Erneut warf ich einen Blick auf die Checkliste für die Reise. Hatten wir tatsächlich an alles gedacht? Waren wir überhaupt gut genug vorbereitet für Schweden? Mir schossen unzählige Gedanken durch den Kopf, die mich mehr und mehr zum Zweifeln brachten, doch nun gab es kein zurück mehr. Die Pferde wurde allesamt in Transport LKWs verladen und erreichten unsere kleine Insel schließlich mit der Fähre. In Gedanken vertieft zählte ich die Pferde auf: “Aurelia, Morian, Fortun, Frans, FC Encantador, Sakura Blomst, Tacito il Vero, Wild Cherry, Valquiria, Xinu…” “Babe hattest du schon mit Familie Lindström Kontakt aufgenommen?”, fragte Val und riss mich aus meinem Gedankenkarussell. Erschrocken schüttelte ich den Kopf und zückte mein Handy. Familie Lindström besaß einen kleinen Hof in Mittelschweden und hatte einige Schicksalsschläge erlitten und nun mangelte es ihnen an Geld und eigentlich allem. Ich habe sie durch ihren Hengst Haldor kennengelernt, den ich für meine Zucht ins Auge gefasst hatte, doch stattdessen lernte ich ihre Familie ein und entschied sie auf unserem Hof einzuladen, da wir mehr als genug Platz hatten. Zuerst zögerten sie und versuchten das Angebot aus Scham und Höflichkeit abzulehnen, doch ich konnte sie überzeugen und schließlich verhandelten wir die letzten Angelegenheiten.

      Robin
      Um ehrlich zu sein, war ich sehr aufgeregt auf das neue Leben in Schweden und den neuen Menschen, die nun meine neue Familie werden würden. Es wird auch eine Umstellung sein, eigene Pferde zu besitzen, da ich bisher immer nur welche in Beritt hatte und somit die Verantwortung nicht auf mir lastete, dennoch freute ich mich darauf. Collin Jones, mein zukünftiger Arbeitgeber und Zuchtpartner hatte mich bereits in Deutschland mit meinen baldigen Vierbeinern vertraut gemacht. Wir beide teilten die Leidenschaft für Barockpferde, doch ich interessierte mich mehr für die “farbigen” unter ihnen, um nicht so zu sagen die Knabstrupper. So teilte er mir Tacito il Vero, Sakura Blomst und Frans zu, die nun in Schweden unter meiner Obhut stehen werden. Trotz der ganzen Aufregung freute ich mich riesig auf die neuen Möglichkeiten, die sich auf unserem Gelände und der Umgebung ergaben - ich meine hallo eine eigene kleine Insel?! (Na gut zumindest ein Teil davon)
      -to be continued-
      Training März 2020
      Mohikanerin, Veija und Zion (Lindö Dalen Stuteri, Schweden)
      Ryuk, Mademoiselle Fahren A zu L
      Vintage Western (Reining) LK5 zu LK4
      Honey's Aleshanee Einfahren + Fahren E zu A
      Flashlight Dressur A-L
      Valquiria Dressur E-A
      Morian Dressur E-A
      Lady Blue Skip Barrel Racing 5 - 4
      Only Known in Texas Trail 3 - 2
      Striga + A Walking Honor Trail 5 4

      Caleb
      “Bescheuert. Ihr seid alle bescheuert”, murrte ich am Frühstückstisch und sah über den Rand meiner Tasse zu Octavia rüber, die mich wie ein Honigkuchenpferd anstrahlte. “Was heißt hier bescheuert? Macht doch Spaß. Wir nehmen einfach zwei Pferde mit rüber, dafür trainierst du eins von Tyrell”, meinte O schulterzuckend. “So schlimm kann das schon nicht werden. Du musst dich nur endlich mal entscheiden, welches Pferd du mitnehmen willst.”
      “Ich hab mich schon entschieden. Honey’s Aleshanee kommt mit. Und eben Flashlight”, sagte ich und trank den letzten Schluck meines Kaffees aus. Im Kopf ging ich die Liste der Pferde durch, die in meiner Abwesenheit trainiert werden sollten. Lady Blue Skip sollte von Cayce im Barrel Racing trainiert werden, so dass sie bald in der LK 4 laufen konnte. Laurence sollte sich Only Known in Texas vornehmen und sie im Trail von der LK 3 auf die LK 2 bringen. Bellamy und Brian kümmerten sich um Striga und A Walking Honor, welche beide im Trail von der LK 5 auf die LK 4 trainiert werden sollten. Ich überlegte. Das war vermutlich alles. Wenn mir noch etwas einfallen sollte, konnte ich meine Mitarbeiter ja anrufen. “Kommst du mit die Beiden fertig machen? Dann gehts schneller.”
      “Nein ich muss noch meine Tasche packen.” “Wo schlaft ihr zwei eigentlich?”, mischte sich Bellamy nun in unser Gespräch ein. “Wir haben ein kleines Ferienhaus”, sagte ich an Bell gewandt und setzte mir meinen Hut wieder auf den Kopf. “Zusammen? Ihr schlaft zusammen in einem Ferienhaus?”
      “Gott hab dich nicht so!”, keiften Octavia und ich zusammen los, sahen uns an und brachen in Lachen aus. “Ich will nicht, dass das falsch rüber kommt.. aber Octavia wäre die letzte Frau, die ich anfassen würde. Danach würdest du mich nämlich umbringen.” “Genau”, gab Bellamy mit Nachdruck zu verstehen und schaute seine Schwester eindringlich an. Er stand auf, ging zu ihr rüber und flüsterte ihr etwas ins Ohr. Octavia lachte, schlug ihm gegen die Schulter und nannte ihn Idiot. Ich schmunzelte.
      In Windeseile waren die beiden Pferde für den Flug fertig gemacht und die Koffer standen gepackt auf meinem Pick Up. Nun konnte es losgehen! Der Flug dauerte eine ganze Weile und wir waren froh, als wir endlich in Schweden ankamen und uns auf dem Lindö Dalen Stuteri wiederfanden. Wir wurden herzlich begrüßt und die Pferde bekamen einen schönen großen Paddock mit Unterstand wo sie sich den restlichen Tag von den Flugstrapazen erholen konnten. Auch unsere Ferienwohnung war klein aber fein und hatte im Wohnbereich eine große Couch, auf der ich die nächsten Nächte verbringen würde, damit Bellamy ganz beruhigt sein konnte, dass ich seiner Schwester nicht an die Wäsche ging.

      Tyrell
      “Das wird ein Stress”, murmelte ich in mich hinein. “Das wird eh nichts”, dachte ich dann auch noch. Ein Seufzen stoss ich aus und zog mich dann an. Neben der Tatsache, dass ich noch unseren neuen Trainer einarbeiten muss, kommen heute Gäste für einige Wochen. Vintage soll nun umgeschult werden, da Vriska hatte mir berichtet, dass er sich unwohl fühlt unter dem Barocksattel und nicht die Haltung an den Tag bringt. Ich verstand das von ihr nicht ganz, aber egal. Meine Mitarbeiter werden schon wissen, was sie machen. Auch wenn Vriska schon lange im Team ist, habe ich letztendlich in Schweden entschieden sie anzustellen. Sogar Max hat sich zur Verfügung gestellt, bei uns zu arbeiten. Nun wird er ausgebildet von uns. “Unsere Gäste sind da”, kommt Vriska in den Stall gerannt, in dem ich gerade sauber mache. Wir laufen gemeinsam raus und begrüßen unsere Gäste, Caleb und Octavia bekommen eine von den kleinen Ferienhütten, da die anderen noch nicht fertig sind. Durch das plötzliche verlassen von Bruce geht hier alles drüber und drunter. Wenigstens ist es sauber. Für den Anfang habe wir ein kleines Programm entworfen, dass heute mit einer Fahrt mit der Kutsche beginnt. Die beiden kleinen Ponys sind seit ein paar Wochen wieder im Kutschtraiming also wäre das eine schöne Abwechslung. Während Vriska die beiden Kanadier unseren schönen Hof und ich mache Ryuk und Mademoiselle fertig für die Fahrt. Das Wetter ist schön, die Sonne scheint dennoch ist noch alles feucht vom geschmolzenen Schnee. Die Shettys haben schon die ersten Frühlingsgefühle und hüpfen etwas aufgeregt herum, als ich versuche sie anzuspannen. Zum Glück kommt dann Vriska mit der kleinen Gruppe und hilft mir dabei alles fertig zu machen.
      Zunehmend holprig startet die Tour. Im Feldweg haben sich Pfützen gebildet und Vertiefungen, die nicht wirklich gut für die Stoßdämpfer der Kutsche sind. Die Ponys scheinen aber viel Spaß zu haben bei der Fahrt. Ich zeige unseren Gästen die Traingsbahn im Wald und auch die Koppeln am Ende des Geländes, die aktuell aber für die Heuproduktion genutzt werden. Unser Hof plant ein autarkes System aufzubauen. Einige Schafe, Ziegen und Kühe werden demnächst einziehen. Dafür müssen wir noch zwei Pferde in die Arbeit mit Rindern eingeführt werden. Doch das hat nun Zeit.
      Nach ungefähr einer Stunde und noch einer kleinen erweiterten Runde durch die “Stadt”, kommen wir wieder am Hof an. Nun gibt es erstmal essen, danach ist wieder jeder für sich. Am Abend wollen wir noch den Plan besprechen für das Training.

      Caleb
      Die Fahrt über den Hof und die Führung hatte mir wirklich sehr gefallen. Ich hatte es auch witzig gefunden, mit den zwei kleinen Pferden so eine Tour zu machen, war ich ja nur Großpferde gewohnt. Am Abend besprachen wir noch das Training und kamen zu dem Entschluss, dass wir das Ganze einfach mal ein paar Tage anlaufen ließen. Morgens hatte ich Zeit für Vintage, am Nachmittag ging es dann um Shanee und Flashlight. Das kam Tyrell ganz gelegen, denn so konnte er am Morgen seine eigenen Pferde trainieren und sich die Nachmittage immer ein wenig freihalten.
      Wir aßen zusammen mit Tyrell und den anderen Mitarbeitern des Hofes und verzogen uns dann in unsere kleine Ferienwohnung. O und ich blieben nicht mehr lange auf, wir waren vom Flug und von der kleinen Rundreise doch ziemlich geschafft. “Du kannst aber auch im Bett schlafen, dann übernachte ich auf der Couch”, meinte Octavia und hielt ihr Kissen fest umklammert. Ich schaute sie mit hochgezogener Augenbraue an und legte meinen Hut auf den Wohnzimmertisch. “Wenn ich das mache und Bellamy erfährt, dass ich im Bett und du auf der Couch schlafen musstest.. das passt schon. Haben wir ja so gesagt gehabt.” “Okay, dann gute Nacht”, sagte die braunhaarige Frau zu mir und verschwand im Schlafzimmer. Ich zog mich um, putzte mir die Zähne und machte es mir auf der Couch gemütlich. Wenig später schlief ich ein. Als ich am nächsten Morgen aufwachte erkannte ich zwischen zusammengekniffenen Augen Octavia, die mit Top und Hot Pants bekleidet am Herd stand und etwas zu braten schien. “Du machst es mir ganz schön schwer, nicht hinzusehen”, murmelte ich und rieb mir die Augen. Nach der Sache mit Ylvi hatte ich keine Frau mehr angesehen. Nunja, angesehen schon. Aber nicht mit dem Blick, mit dem ich sie angeschaut hatte. Octvavia war wie eine kleine Schwester für mich, schon alleine deshalb wollte ich nicht, dass sie eher nackt als bekleidet vor meiner Nase herum tanzte. Wir frühstückten gemeinsam und ich zog mich dann an, um zu Vintage zu gehen. Ein Traberhengst. Ich verfluchte Tyrell jetzt schon dafür, auf einen solchen Gangsalat war ich nicht spezialisiert. Ich hoffte nur, dass ich es schaffte ihn einfach in den drei Grundgangarten ordentlich zu reiten und keine seiner Speziellen zu erwischen. Ich fand den Hengst auf seinem Boxenpaddock und ging zu ihm rüber. Nach kurzem Überputzen nahm ich mir den Westernmaßsattel vom Ständer und sattelte den Hengst. Ich war wirklich froh, dass ich in passender Ausrüstung reiten konnte, denn ich hatte eher mit einem Dressursattel gerechnet, denn bis jetzt wurde er nur in der Dressur gefördert.
      Nach dem Satteln gingen wir in die Halle, wo ich ihn zunächst ausgiebig im Schritt ritt, bevor ich mich an den Trab wagte. Vintage war ein Pferd, dass Kontakt zum Maul gewohnt war und sich schnell verlassen fühlte, wenn ich zu viel Zügel nachgab. Auch schien er etwas verwirrt, wenn ich ihn vorne annahm und hinten trieb. Er sollte so im Trab bleiben, aber etwas schneller werden. Mit ihm würde ich noch viel Arbeit vor mir haben, weshalb ich mich heute einfach darum kümmerte, ihm meine normalen Hilfen bekannt zu machen und ihn an meine lockere Zügelhaltung heran zu führen. Nach guten eineinhalb Stunden Training, bei dem ich viele Pausen eingebaut hatte, machte ich Schluss für heute und war schon ganz gespannt, dem Training von Shanee und auch Flashlight beizuwohnen.

      Folke
      Erst seit einem Tag bin ich nun offiziell auf dem Lindö Dalen Stuteri und habe schon das erste Trainingspferd bekommen. Es ist Honey's Aleshanee, die nun eingefahren werden soll und später im Pleasure Driving mitlaufen soll. In meiner Ausbildung habe ich schon mal etwas von der Disziplin gelesen, doch stehe etwas auf den Schlauch. Zunächst werde ich mir die Stute etwas genauer ansehen und mich dann heute Abend mit der Disziplin befassen. Doch so anders kann das gar nicht sein. Bevor Bruce den Hof verlassen hat, hat er mich darum gebeten, die Pferde sanft am Zügel zu führen. Na gut, mal sehen. Ich hole Shanee von dem Paddock und mache sie erst mal sauber. Mir wurde von den Gästen gesagt, leider habe ich schon wieder den Namen vergessen, dass die Stute bisher noch nicht die Doppellonge kennt. Also hole ich aus der Sattelkammer einen Gurt sowie ein Kappzaum, bei dem ich denke, dass es passt. Gott sei dank passt es und ich muss nicht weiter herum probieren. Immer wieder stupst mich die Stute freundlich an und streiche ihr über den Kopf. Zusammen gehen wir in die kleine Reithalle, da unser Gast noch immer dort mit Vintage beschäftigt ist. Noch versuche ich allen aus dem Weg zu gehen, weil meine Deutsche Sprache noch nicht ganz sicher ist und ich immer wieder schwedische Worte mit einbaue. Als erstes longiere ich die Stute wie gewohnt an der einfachen Longe am obersten Ring des Kappzaums. Es ist noch gewöhnungsbedürftig, dass das Pferd so langsam trabt. Generell hatte ich noch nicht so viel Kontakt zu Westernpferden, aber bisher sieht es bequem aus. Immer wieder guckt sie zu mir und möchte zu mir kommen, doch das geht so nicht. Noch ein paar Runden im vermutlichen Trab, lasse ich laufen, bevor ich die Doppellonge einspanne.
      Auch beim Einspannen ist sie friedlich und überhaupt nicht irritiert von der doppelten Führung. Sogar kann ich schon die Longe an ihrem Po lang fahren lassen, ohne dass sie anstalten macht, der Situation entfliehen zu wollen. Ich lobe sie immer wieder und nach ungefähr einer halben Stunde beende ich die Einheit. Für Shanee war es was neues, da sie normalerweise nicht über den Zügel gelenkt wird, doch dafür habe ich auch schon eine Lösung gefunden. Da ich die Longen über ein Kappzaum laufen lasse habe, geht der Kontakt über das Nasenbein. Mit den Leinen lenke ich sie am Körper, je nachdem wo der Kontakt am Körper stärker ist, geht sie hin. Das hat sie schon heute ziemlich schnell kapiert, besonders mit Hilfe von Leckerlis. Bevor ich sie zurück auf ihren Paddock stelle, bekommt sie noch eine kleine Portion Strukturmüsli und nebenbei putze ich nochmal über.
      “Na hat alles geklappt”, kommt eine Stimme von hinten und ich erschrecke mich. Es ist einer von den Gästen. “H-i-Ja, war gut.”, sage ich überrascht. “Ich glaube, dass ich mich noch nicht vorgestellt habe. Ich bin Caleb”, begrüßt mich der junge Mann. Er ist offensichtlich der Besitzer von der Stute. “Nein, ich glaub auch nich… Ichh bin Folke”, erwiedere ich. Darauf hin versuche ich ihm zu erklären, was wir heute gemacht haben und er scheint zufrieden zu sein. Ich verabschiede mich von Shanee und gehe zurück an meine Arbeit. Es müssen noch die Traber abgeäppelt werden und zwei Pferde von der Weide runter.

      Collin
      “Ey Robin Glückwunsch du hast deinen ersten Kunden!”, der Rotschopf sah mich verwirrt an und ich konnte die Zahnräder durch die Stirn arbeiten sehen. “Du weißt schon unsere kanadischen Gäste, Caleb und Octavia kurz O, sie sind alte Freunde von mir…” “Warum trainierst du dann nicht ihr Pferd?”, unterbrach mich Robin. “Erstens sind sie mit zwei Pferden angereist und zweitens habe ich keine Zeit dafür, außerdem bist du ebenfalls ausgebildeter Trainer für die klassische Dressur.”, gab ich etwas angepisst zurück. “Und wenn dir das noch nicht reicht als Motivation, kann ich dir sagen, dass O ziemlich attraktiv ist, aber das bleibt unter uns, sonst bekommt Val noch einen Tobsuchtsanfall.”, erklärte ich etwas freundlicher. Robin nickte kurz und verschwand dann.

      Robin
      Was ein Wichser, nur weil ich der Neue bin, heißt es nicht, dass ich nichts kann oder so behandelt werden muss, dachte ich im Stillen. Etwas überrumpelt verließ ich den Stalltrakt und begab mich zu Octavia. Sie wartete bereits vor dem Ferienhaus auf mich und tatsächlich, sie war attraktiv. “Heilige Scheiße!”, entwich mir aus dem Mund. Octavia fing an herzlich zu lachen und machte ein paar Schritte auf mich zu. “Hi ich bin Octavia, oder einfach nur O. Um ehrlich zu sein hat mich noch niemand so begrüßt.”, stellte sie sich offen vor. Ich reichte ihr meine etwas verschwitzte Hand. “Ähhm well, i-i-ich bin Robin, einfach nur Robin, ja logisch, ähm ja jedenfalls ich bin Robin und ich freue mich dich kennenzulernen.”, stotterte ich. Du Idiot! Schrie ich mich selbst an und schlug mir gedanklich gegen die Stirn. “Wollen wir einfach zu den Pferden gehen?”, schlug ich etwas peinlich berührt vor. “Pferde sind friedlich”, was fasle ich hier eigentlich? Wieder musste O lauthals lachen und boxte mir sanft gegen die Schulter, ich brachte nur einen roten Kopf und ein halbes Lächeln hervor. Octavia schien mein Unbehagen zu spüren und lenkte stattdessen mit etwas Smaltalk ab, wofür ich ihr sehr dankbar war. Gemeinsam gingen wir zu dem abgetrennten Weidestück der zwei Stuten. Die Stute, die mir fürs Training zugeteilt worden war trug den etwas fragwürdigen Namen Flashlight. Allerdings konnte sie durch ihr Aussehen überzeugen: ein Bay Splash mit wunderschönen blauen Augen und einer Widerristhöhe, die sich nicht wirklich von meinen Knabstruppern unterschied. “Also Warmblüter lagen mir bisher fern, allerdings ist sie ein äußerst hübsches Exemplar, bloß fehlt mir irgendwo der barocke Körperbau.”, gab ich lachend zu. O verzog schlagartig ihre Miene und mir entglitten alle Gesichtszüge - hatte ich etwas Falsches gesagt? Doch in diesem Moment bekam O einen gewaltigen Lachanfall “Ich verarsch dich bloß! Du, du hättest deinen Gesichtsausdruck sehen müssen!”, feixte sie fröhlich. Nun fiel auch ich mit ins Lachen ein. Ohne weitere Worte holte O ihr Pferd und gemeinsam führten wir die Stute zum Putzplatz. “Ich hoffe du hast einen Dressursattel?”, fragte ich etwas schüchtern. “Um ehrlich zu sein nicht, nein. Ich bin dafür doch eher im Militarybereich unterwegs.”, gab sie kleinlaut zurück. “Naja ein Vielseitigkeitssattel tut’s auch.”, gab ich freundlich zurück. O schmunzelte zufrieden und machte gemeinsam mit mir die Stute fertig. “Die ist ja echt totenbrav.”, gab ich belustigt zu. “ Hat sie eigentlich einen Spitznamen? Ich finde Flashlight ziemlich gestelzt für das Training.”, fragte ich erwartungsvoll. “Ähhhm um ehrlich zu sein, nein.”, gab O beschämt zu. “Naja dann lass ich mir etwas einfallen.”, antwortete ich optimistisch. Wieder lächelte Octavia und fast wäre mir wieder etwas rausgerutscht. “Ich hab was! Sie bekommt einen süßen kitschigen schwedischen Namen. Flicka! Es bedeutet unschuldiges Mädchen und lässt sich kurz rufen”, rief ich fröhlich heraus. Es sah beinahe so aus, als müsse O sich übergeben, ja der Name war in angesicht der äußerst unrealistischen kitschigen gleichnamigen Filmreihe etwas unpassend, aber irgendwie empfand ich ihn an passend. “Mhh um ehrlich zu sein, kann ich mich mit dem nicht so anfreunden.”, gab O leise zu. “Was sagst du zu Fee? Ist auch kurz, mit F und bedeutet Glück.”, erwiderte ich schnell. “Jap, Fee klingt besser.”, murmelte sie zufrieden.
      Dank der steigenden Tagesdauer, war es auch bis mindestens 18 Uhr hell, was uns ermöglichte noch auf den Platz zu gehen. Octavia stellte sich an die Bande und schaute gespannt zu. Mit dem Holzklotz als Hilfe schwang ich mich auf Fees Rücken und ließ sie am langen Zügel im Schritt gehen. Die sportliche Stute war von Anfang an komplett bei mir und schien arbeitswillig. Nach einigen Tempiwechseln, begann ich sie in den Seitwärtsgängen zu arbeiten, um die Flexibilität zu steigern und die Koordination zu vereinfachen. Manche Pferde wissen überhaupt nicht wohin mit ihrem Körper, doch Fee war von sich aus schon sehr konzentriert und reagierte fast pingelig genau auf die Hilfen, allerdings fiel sie oft hinter die Senkrechte, da sie dazu neigte sich in die Aufgaben hineinzusteigern. “Gut so, Fee.”, lobte ich die leicht schwitzende Stute mit einem sanften Streichen über den Hals. Durch regelmäßige halbe Paraden hielt ich sie in der Anlehnung und war bemüht sie in einer gesunden Biegung zu halten. Auch im Trab arbeiteten wir an Tempiwechseln, hier legte ich besonderen Wert auf Stimmkommandos. “Ich galoppiere noch kurz auf dem Zirkel, damit sie sich strecken kann und dann machen wir morgen im Unterricht weiter!”, rief ich O zu. Im Augenwinkel sah ich ihr Nicken und gab Flashlight die Galopphilfe. Trotz der anstrengenden Arbeit sprang sie energisch an und fing an stark abzuschnauben. Ich gab ihr die Zügel und hielt sie auf Zirkel, automatisch ging der Kopf nach unten der Rücken kam hoch - genau der Effekt den ich erhofft hatte. Nun schwang ihr Rücken locker und die Muskulatur konnte gedehnt werden.
      Um Fee einen Cool Down zu gönnen, liefen Octavia und ich noch eine Runde um das Gelände, ehe wir wieder zum Putzplatz gingen. “Äh naja bis morgen Hübsche, … Octavia meinte ich!”, versuchte ich mich aus der Affäre zu ziehen. O wurde tatsächlich etwas rot und fing an herzlich zu lachen und legte wir die Hand auf den Arm. “Ach Robin, du bist mir ja einer - ich hoffe du bist morgen etwas mehr bei dir.”, antwortete sie fast hauchend, da sie vom Lachen kaum Luft bekam und steckte mir die Zunge raus. Nun wurde ich hochrot und begab mich irgendwo anders hin.

      Caleb
      Ich saß schon auf der Couch, als Octavia am Abend in die Ferienwohnung kam. Sie hatte einen hochroten Kopf und kam aus dem Lachen gar nicht mehr raus. “O, atmen. Vergess das Atmen nicht”, meinte ich und lehnte mich besorgt ein wenig nach vorne, um einen besseren Blick auf sie zu haben. “Hey, O. Was hast du denn? Ist was passiert?”, fragte ich sie verwirrt, ich hatte eben draußen gar keine Stimmen gehört.
      “Robin ist passiert”, gluckste sie und ich war mir gar nicht mehr sicher, ob sie jetzt lachte, oder weinte. Fieberhaft dachte ich darüber nach, wer Robin war, bis mir ein Rotschopf vor dem inneren Auge aufblitzte. Stimmt, Robin. “Was hat er gemacht?”, fragte ich sie todernst und sofort erstarb ihr Lachen. “Caleb alles gut. Spiel dich hier nicht als großer Bruder auf”, murmelte sie, zog die Schuhe aus und setzte sich zu mir auf die Couch. Sie griff nach meinem Bier und nahm einen großen Schluck daraus. Dann verschränkte sie die Arme vor der Brust, lehnte sich zurück und meinte ganz trocken: “Robin ist ja schon… süß.” Perplex sah ich sie an. Von ihr hatte ich bis jetzt nie irgendwas mitbekommen, dass sie ein Auge auf Jungs geworfen hatte. Zuhause lief ihr Travis wie ein Schoßhund hinterher, aber ich hatte nie Anzeichen für… ein Interesse an ihm gesehen. War das hier anders? Meine Gesichtszüge formten sich langsam zu einem Grinsen. “Wir sind nicht lange hier O, eine Woche, vielleicht eineinhalb. Mach dich ran.”
      “Mach dich ran? Oh Caleb wenn ich Bellamy sage dass du das zu mir gesagt hast!”, lachte sie und ich stimmte in ihr Lachen ein. “Sag ihm das bloß nicht”, meinte ich dann ziemlich ernst zu ihr wartete auf ein Nicken, was kurz darauf folgte. “Ich mach mich ran und sage Bellamy nichts...”, lachte sie dann wieder.“Gut.
      Die nächsten Tage des Trainings mit Vintage baute ich eigentlich gleich auf. Der Hengst und ich arbeiteten viel am Verständnis meiner Hilfengebung. Er wurde immer besser und klammerte sich nicht mehr so an den Zügel, verstand auch, dass ich keinen Gangsalat von ihm wollte, sondern einfach taktklare, normale Gänge. Die Galopparbeit hatte ich nun auch seit kurzem dazu genommen, es hatte anfangs nur ein bisschen gedauert ihm zu erklären, dass ich Galopp wollte, keinen Rennpass oder Sonstiges.
      Von Mal zu Mal dass ich ihn ritt wurden wir beide besser. Er konnte sich immer besser auf mich einstellen und meine Hilfen konnte ich präziser und genauer setzen, da er sie nun wirklich gut verstand.
      Jetzt konnte ich anfangen, an den Manövern zu arbeiten.
      Für den Galopp war es wichtig, dass ich ihm beibrachte, den Zirkel selbstständig zu halten. Er sollte seine Linie finden und immer wieder auf diese zurückkommen, ohne dass ich ihn ständig korrigieren musste. Das würde nicht von heute auf morgen perfekt klappen und erforderte viel und langes Training, aber ich war guter Dinge. Speed Control würde ich erstmal nicht trainieren, er sollte erstmal sein eigenes Tempo finden. Was Galoppwechsel anging, die konnte ich schon ins Training einbauen. Dazu galoppierte ich ihn aus dem Zirkel heraus zu X, parierte ihn zum Trab durch, stellte ihn in die neue Richtung und galoppierte ihn wieder an.
      Die Sliding Stops testete ich nur an. Er strengte sich wirklich an, verstand aber nicht so richtig, was ich von ihm wollte. Die Roll Backs konnte ich noch nicht üben, dazu mussten die Spins sitzen, worum wir uns in den nächsten Tagen intensiv kümmerten.

      Folke
      Bis ich herausfand, dass Caleb und Octavia sowie ich fließend englisch sprachen, vergingen einige Tage und auch Trainingseinheiten mit Shanee. Die Stute läuft mittlerweile fleißig an der Doppellonge und kennt die Befehle, die ich ihr gebe. Auch habe ich bereits zwei mal am Gebiss mit ihr gearbeitet, da es in der Prüfung pflicht ist, dass das Pferd am Gebiss gefahren wird. Heute lege ich das erste mal das Brustblatt und den Umgang an, wenn sie das gut macht an der Doppellonge, dann hänge ich auch schon den Reifen an.
      Vriska hat bereits die Trainingspferde versorgt, deswegen kann ich Shanee aus dem Paddock holen und zunächst putzen. Dann lege ich ihr die komplette Ausrüstung an. Am Anbinder ist sie bisher sehr entspannt und hat auch kein Problem mit den neuen Teilen. Weniger begeistert war sie vom Brustblatt, dass ich ihr über den Kopf gezogen habe. Doch der Schock war nur kurz, als sie merkte, dass es nur am Körper liegt und nicht am Hals.
      In der kleinen Halle longierte ich sie erst mal und mache einige Übungen im Fahrgefühl. Auch im Trab konnten wir die Übungen durchführen, also entschied ich mich dafür den Reifen anzuhängen. Für Shanee war es damit ein ganz anderes Gefühl etwas zu ziehen, doch auch zum generellen Training ist das was gutes für die Muskulatur. Sie hat sich prima gemeistert und damit beendete ich die Einheit.
      Nachdem ich die Stute zurück gebracht hatte und sie Heu genießt, widme ich mich den beiden Shetlandponys - Ryuk und Mademoiselle. Mit den beiden gehe ich heute auch in die Reithalle und werde sie als Doppelspanner mit Reifen trainieren. Die beiden Ponys haben in den letzten Tagen Schwierigkeiten gemacht mit der Durchlässigkeit. Also werde ich das Prüfen und dann ggf. wieder verbessern. Jetzt im Frühling zeigt sich, dass Mademoiselle durch aus Paarungsbereit ist, was natürlich ihr Kumpel Ryuk merkt und sich etwas davon ablenken lässt. Ich ändere das Gebiss auf Pelham und in der Trainingseinheit machen die Ponys eine gute Arbeit. Für die nächste Zeit werden die beiden nur noch mit dem Pelham gefahren, dann ist die Durchlässigkeit gegeben und für alle beteiligten ist es angenehmer.

      Robin
      Heute war ein ziemlich turbulenter Tag, da ich neben Flashlight heute noch Valquiria von Collin mit in die Reitstunde nehmen sollte, um bei ihr die E-A Lektionen zu festigen und um als Vorbild für O und Fee zu fungieren. Obwohl Fee sich schon auf dem A Niveau befand, war Quira deutlich weiter in der akademischen Sparte. Zusätzlich befasste sich Collin heute mit Morian HMJ 6345, der erfolgreich seinen Rückflug von Kanada bestritten hatte. Auch Collin war bemüht ihm die Lektionen einer A Dressur beizubringen.
      Zur Überraschung für Octavia hatte ich mir meinen Wecker extra früher gestellt, um beide Stuten gleichzeitig fertig zu machen und wie ich es erwartet hatte, verstanden sich die Stuten problemlos. Ich stieg bereits am Putzplatz auf Quira und führte Fee als Handpferd mit zu den Ferienwohnungen, in der Hoffnung, dass sich keiner der beiden erschreckte. “Ihr beide seid jetzt einfach ganz brav und macht nichts unerwartetes.”, befahl ich den Stuten.
      Als Octavia fröhlich und energiegeladen aus der Tür sprang, machte Fee einen kleinen Satz zur Seite und zog mich fast aus dem Sattel. Man konnte O ansehen, dass sie sich einen Lachanfall verkneifen musste und nur die Worte “Guten Morgen” herauspresste. “Jetzt lach mich nicht aus, sondern steig auf den Gaul.”, gab ich etwas barsch zurück. Der Ritt bis zum Reitplatz erwies sich als ein nicht enden wollender Moment der peinlichen Stille.
      Durch den Unterricht konnte ich mich ablenken und auf etwas anderes konzentrieren. “Fee weicht dir auch und entzieht sich der Biegung, hol sie über den Schenkel ran - siehst du, wie bei Quira?”, versuchte ich O zu zeigen, was ich meine. Und tatsächlich funktionierte es und Flashlight begab sich erneut in eine gesunde Biegung. Während ich den beiden ein paar Aufgaben zur Anlehnung, unter treten und Tempiwechseln gab, befasste ich mich mit Valquiria und fragte alle Lektionen ab, die Collin ihr bisher beigebracht hat - sie beherrschte sogar einige Tritte der Piaffe, obwohl sie sogesehen gerade mal das A Niveau erreichte, doch in der klassischen Dressur wird eben auf Spaß und Biomechanik geachtet, statt stupide Lektionen abzufragen. Ich stellte Quira in der Mitte auf und bat O anzugaloppieren und sie im Viereck zu halten und dieses durch gezielte Hilfengebung zu verkleinern. “Gut so! Das mit dem Verlangsamen kennst du ja aus diesen Westerndingens, allerdings schlurft das Pferd nicht über den Boden.”, bemerkte ich belustigt. “Es nennt sich Pleasure und wir haben eher Reiner auf dem Hof, aber zieh dir ruhig Strumpfhosen und Samthandschuhe an und stolziere wie ein kastrierter Mann durchs Viereck.”, bemerkte sie barsch. Uff das war wohl ein wunder Punkt dachte ich im Stillen. Unsere Stunde beendeten wir mit nebeneinander am langen Zügel reiten. Als wir abstiegen hielt ich diese Stille nicht mehr aus. “Hey O… es tut mir leid okay, insgeheim fasziniert mich das Westernreiten und ich würde mir gern ein Westernpferd zum Dressurpferd ausbilden.”, gestand ich geknickt. Octavia sagte nichts, aber drückte mir einen sanften Kuss auf die Wange und ich lief hochrot an, sodass sie wieder in diesem herrlichen Gelächter ausbrach. “Schon okay Robby.”, gackerte sie.

      Collin
      Als ich mit Morian, der ziemlich verschwitzt war, noch eine Runde um das Gelände spazierte, beobachtete ich unsere zwei Turteltäubchen, die sich wieder neckten. Fast hätte ich ihnen etwas zugerufen, doch Robin war derjenige, der Val und mich immer verteidigte, deshalb ließ ich es bleiben. “Na Mo, bist du auch verliebt?”, fragte ich den Hengst belustigt. Er schmiegte sich bloß an mich und verlangte seine Streicheleinheit. Es war schon erstaunlich, was aus diesem Pferd geworden ist, er war so in sich gekehrt und nun möchte ich meinen Partner nicht mehr missen. Morian gibt Alles und scheint richtig Freude an der Dressur zu haben, wahrscheinlich weil es ihm gut tut und er langsam tolle Muskel aufbaut. “Der Kürbis bekommt durch das Training ja fast ein Sixpack!”, rief Val mir zu, da sie den verschwitzten Hengst sah. Ich küsste sie kurz und lief zusammen mit ihr und Morian zum Pu

      Folke
      Shanee hat in den letzten Wochen sehr viel gelernt. Heute ist die letzte Einheit mit Shanee. Zusammen mit Caleb und Octavia fahren wir eine Runde durch den Wald. Die Stute konnte vieles Lernen, besonders die Übungen am Reifen haben ihr gut geholfen. Auch das ich manchmal Ryuk oder Mademoiselle dabei hatte, haben ihr sicherheit gegeben. Nun werden die Auftraggeber sehen, was ihre Stute gelernt hat. In aller Ruhe zeige ich wie man ein Pferd anspannt und helfe bei allen Problemen, doch beide stellen sich ganz gut an. Auch an der Leine auf der Kutsche sind sie sehr präzise. Was ich den beiden nicht sage ist, dass die Stute heute das erste mal an einem Viersitzer ist. Im Training habe ich immer nur einen Sulky genommen, da es einfacher ist für mich und auch eine Vorbereitung ist auf das Driving Pleasure.

      Caleb
      Es waren wieder ein paar Tage des intensiven Trainings mit Vintage vergangen. Der Hengst machte sich richtig gut. Er verstand meine Hilfengebung immer besser! Auch wenn ich nicht der Meinung war, dass er das perfekte Reiningpferd war. Er hatte für diese Aufgabe leider einfach den falschen Körperbau. Dabei lag es nicht am Galopp, den Wechseln oder sogar den Spins, das alles bekam er noch hin. Lediglich das Stoppen fiel ihm ziemlich schwer, dafür war er einfach nicht wirklich gemacht. Das hieß nicht, dass man ihn nicht weiter fördern könnte. Er würde vermutlich noch eine Stufe nach oben schaffen, aber ob man ihm damit einen Gefallen tat, da war ich mich nicht so sicher. Im Großen und Ganzen sah ich ihn aber auf jeden Fall unter dem Westernsattel und als ein fleißiges Arbeitspferd, dass seiner Aufgabe mit großem Fleiß nachging. Genau das sagte ich Tyrell auch vor meiner Abreise. “Vintage wäre glaube ich ein richtig gutes Ranchpferd. Versuch ihn mal ans Rope oder an Kühe zu gewöhnen. Ich bin mir sicher, dass er da Freude dran hätte und die Aufgabe auch gut meistern würde.”
      Dann verabschiedeten Octavia und ich uns von den Mitarbeitern des schönen Hofes in Schweden. O verabschiedete sich besonders von Robin und ich war mir sicher, dass dies nicht das letzte Treffen der Beiden war.

      Robin
      Die letzten Einheiten verliefen immer besser und Fee nahm eine tolle Haltung an und fiel seltenst hinter die Senkrechte. “Naja vielleicht wird sie ja zum Dressurgaul und lässt sich von kastrierten Männern reiten.”, neckte ich O und fing mir ein Blick von Caleb ein, der ungefähr sagte ‘Sie hat sowas gesagt? Oh Junge du musst sie verärgert haben’. Sie boxte mir leicht in die Rippen und ich hielt sie einfach fest, bis sie sich der Umarmung hingab und mich fast nicht mehr loszulassen schien. “Ciao Süße!”, flüsterte ich in ihr Ohr und sie steckte irgendetwas in meine Hand. Während die anderen nicht guckten, formte sie mit ihren Händen ein Telefon und fuchtelte damit herum. Ich schaute nun in meine Hand und entdeckte einen kleinen Zettel mit ihrer Nummer drauf und grinste bis über beide Ohren.
      “Octavia?” - to be continued

      Tierarztbesuch April 2020 Rose1
      Als ich die glitzernde Oberfläche des Sees hinter den Bäumen durchschimmern sah atmete ich auf.
      Heute hatte es mich nach Schweden verschlagen und ich musste ehrlich sagen, dass mein Orientierungssinn bei all den kleinen Waldwegen vollkommen versagte.
      Jetzt konnte ich auch den kleinen Hof auf der Lichtung erkennen und fuhr auf den Parkplatz.
      Als ich aus dem Wagen ausstieg streckte ich mich erstmal bevor ich zu meiner Patientin lief, denn die Fahrt hatte wirklich lange gedauert.
      Collin Jones, der Besitzer von Valquira, begrüßte mich freundlich und führte mich zu der Box der Stute.
      „Hat sie irgendwelche Beschwerden?“, fragte ich während ich Blut abnahm und Herz und Lunge abhörte.
      „Keine deutlichen, aber beim Sattel auflegen zickt sie immer etwas herum und legt die Ohren zurück. Normalerweise ist sie immer freundlich, deshalb wundert mich das ziemlich.“
      Ich nickte nachdenklich. „Das wäre typisch für Rückenschmerzen“, erklärte ich und widmete mich dem Temperatur messen. „Leider kann ich den Rücken und die Zähne nicht am selben Tag machen, da ich für die Chiropraktik ein unsediertes Pferd benötige und es unverantwortlich wäre ohne Sedierung im Maul zu arbeiten. Da eine Zahnbehandlung auch auf die Kiefergelenke und somit auf den ganzen Bewegungsapparat einwirkt würde ich die Chiropraktik eine Woche später machen.“
      Collin nickte und strich der Schimmelstute über den Kopf.
      „Achtung, sie könnte gleich schnappen oder ähnliches“, warnte ich ihn und spritzte die Sedierung.
      Zu meinem Erstaunen blieb Quira brav und zuckte nur kurz mit den Ohren.
      Viele Pferde schnappten bei Spritzen und verletzen oft sogar ihre Besitzer.
      Lobend klopfte ich der Stute den Hals und bot ihr ein Leckerli an.
      Bis die Sedierung wirkte würde es noch eine Weile dauern.
      Während der Wartezeit holte ich schon mal das Maulgatter heraus.
      Es sah immer furchtbar aus wenn das Metallgestell das Pferd zwang sein Maul soweit aufzureißen, aber es war notwendig. Ohne dieses Gerät zu arbeiten stellte für Pferd und Tierarzt eine große Gefahr da, also mussten die Tiere da durch.
      Valquira schien es auch nicht als angenehm zu empfinden, aber die Sedierung wirkte und sie legte nur unwillig die Ohren zurück.
      „Braves Mädchen“, murmelte ich und tastete Zähne und Kiefergelenk von außen ab.
      Erst danach sah ich mir das Maul von innen an.
      Bei der Schimmelstute erkannte ich zum Glück keine Probleme und baute das Maulgatter schnell wieder ab. Jetzt brauchte sie nur noch die Impfungen und die Wurmkur.
      Ich zog zwei Spritzen hervor und lief zur Kruppe von Quira.
      Durch die Sedierung spürte sie auch den Schmerz der Spritzen nur leicht und zuckte nur mit den Ohren als ich zweimal zustach. Eine der Spritzen war ein Kombipräparat, das vor Tetanus und Influenza schütze und die andere enthielt Herpesimpfstoff.
      Nur noch die Wurmkur und ich war fertig für heute.
      Schnell packte ich die Spritzen wieder ein und holte eine größere Spritze mit der Paste hervor.
      Ich öffnete Valquiras Maul mit dem Daumen und führte sie ein.
      Dann ich spitzte ihr die Paste ins Maul und drückte es sanft zu um zu verhindern, dass etwas heraus tropfte.
      „So, das war’s für heute“, meinte ich lächelnd und verabschiedete mich noch von Valquira und ihrem Besitzer. „Ich komme dann in einer Woche wieder und kümmere mich um ihren Rücken.
      Jetzt musste ich nur noch die Blutprobe untersuchen.

      Wie angekündigt war ich eine Woche später wieder hier.
      Heute standen die Besprechung der Blutprobe, eine Akupunktur und die Chiropraktik an.
      „Guten Tag Herr Jones.“ Der junge Mann stand heute direkt auf dem Hof und brachte mich wieder zu der Stute. „Ich kann Ihnen schon mal sagen, dass die Blutprobe ohne Befund war“, erzählte ich und sah förmlich wie Collin aufatmete.
      „Jetzt muss nur noch die Chiropraktik gut laufen und Valquira ist bereit für die Krönung.“
      Ich bat den Mann die Stute auf alleine die Weide zu bringen, dass ich mich dort um sie kümmern könnte.
      Für diese Behandlung und Diagnostik brauchte ich Platz.
      Zuerst bat ich den jungen Mann mir die Stute geritten vorzuführen.
      Hier fiel mir auf, dass die Stute kaum Schwung aus der Hinterhand entwickelte und immer wieder unwillig mit dem Schweif schlug.
      Allgemein lief Quira recht steif und verwarf sich im Genick. Das beobachtete ich verstärkt auf der rechten Seite.
      Am Reiter konnte es nicht liegen, denn dieser saß gerade und beweglich im Sattel.
      Beim Führen fiel mir auf, dass Valquira sich langsam einlief und dann auch mehr Schwung hatte.
      Als ich mir ihren Sattel ansah bemerkte ich auch hier eine ungleichmäßige Abnutzung, was ich beim Reiten schon vermutete hatte.
      Die Stute schien vermehrt Probleme auf der rechten Seite zu haben.
      Erst jetzt begann ich damit den Rücken der Stute abzutasten und die Beweglichkeit der Wirbel zu überprüfen.
      Mir fielen eine leichte Berührungsempfindlichkeit in der Lendenwirbelsäule und eine Blockade im rechten Kreuzdarmbeingelenk auf.
      Das erklärte natürlich wieso Valquira sich beim Satteln wehrte und auch ihre Schwunglosigkeit.
      Als Ursache vermutete ich einen Sturz auf der Weide oder ein anderes Trauma.
      Erstmal löste ich die Blockaden der Wirbel und im Kreuzdarmbeingelenk durch einen festen Stoß.
      Dann fasste ich nach dem Wiederrist und schaukelte ihn sanft hin und her.
      Hier musste Collin Quira ganz besonders gut festhalten, denn die Stute lief rückwärts davon.
      Ich holte danach ein kleines Holzstäbchen hervor, legte meine Hand auf den Wiederrist und fuhr der Stute damit über den Bauch.
      „Das mache ich jetzt um sie dazu zu bringen den Rücken aufzuwölben“, erklärte ich dem Besitzer und zeigte ihm, dass die Oberlinie jetzt tatsächlich einige Zentimeter höher war. „Sie können das ab und zu einfach mit dem Griff einer Gerte machen.“
      Jetzt hob ich noch die Schweifrübe einige Male an und kreiste danach damit.
      Valquira wirkte sichtlich verwirrt und wand ihren Kopf neugierig nach hinten um.
      „Alles gut Süße“, murmelte ich und lief wieder zu ihrer Schulter.
      Ich würde nun die Halswirbelsäule kontrollieren und dehnen.
      Mithilfe eines Leckerlis brachte ich die Stute dazu sich um mich herum zu winden und so ihre Halswirbelsäule zu strecken. Das machte sie schon sehr gut und ich lobte sie begeistert.
      „Auch das können sie in die Alltagsroutine einbauen“, meinte ich zu Herr Jones.
      Abschließend kümmerte ich mich noch um die Gliedmaßen zu lockern und zu lösen.
      Als ich damit fertig war holte ich meine Akupunkturnadeln hervor.
      Da Valquira keine spezifischen Probleme an den Organen hatte wollte ich die Nadeln einfach nur zum Lockern und für den Bewegungsapparat stecken.
      Eine steckte ich am Nabel für mehr Konzentration und Tragkraft, da für die Tragkraft auch das Kreuzdarmbeingelenk verantwortlich war und sie dort ja ein kleines Problem gehabt hatte.
      Eine andere saß bei GG4, also direkt gegenüber auf dem Rücken.
      Sie half bei Rückenbeschwerden und stärkte die Bauchregion.
      Auch für eine bessere Biegsamkeit gab es einen Punkt, den ich natürlich nutzte.
      Innen auf dem Erbsenbein saß eine Nadel, die das Herz vor zu viel Belastung schützen sollte, was bei einem Sportpferd ja immer praktisch war.
      Weil Quira ja auch eine Mauluntersuchung hinter sich hatte benutzte ich auch Punkte, die bei Kieferblockaden und ähnlichem wirkten.
      Als ich auch die letzten Nadeln für mehr Kraft und bessere Sehnen gesetzt hatte wartete ich 20 Minuten und fing dann an die ersten Nadeln wieder aus der Haut der Stute zu ziehen.
      „Die nächsten zwei Tage soll sie nur locker spazieren gehen, aber nicht geritten werden“, erklärte ich dem Besitzer noch.
      „Ich wünsche euch noch viel Erfolg bei der Krönung. Auf Wiedersehen Herr Jones.“
      „Auf Wiedersehen Frau Beaulieu“, verabschiedete sich der junge Mann und schüttelte mir die Hand.
      Als ich wieder in meinem Wagen stieg sah ich die Rappschimmelstute glücklich über die Weide schießen und lächelte stolz.
      Ich freute mich immer wenn man nach der Chiropraktik die Pferde lebensfroh herumtollen sah.
      Hufschmiedbesuch April 2020 Elsaria
      Lindö Dalen Stuteri, Schweden Valquiria, Collin Jones
      " Juna, da hat wer aus Schweden angerufen, du sollst bitte zurückrufen!" teilte mir meine Mitarbeiterin Luna mit. " Ist gut ist alles notiert?" fragte ich sie. Ja ich habe einen picker an den PC geklebt mit der Telefonnummer von Mr. Jones.!" erklärte sie mir. Wie vorbildlich. dachte ich mir und ging ins Büro um gleich zurückzurufen, ehe ich es noch vergesse. Ich wählte die Nummer und musste gar nicht lang warten da hörte ich schon ein " Jones?!". "Ähm Ja hallo, hier ist Juna Preske, Hufschmiedin, Sie wollten mich erreichen?!" " Ja, ich wollte fragen ob sie auch nach Schweden kommen um 1 Pferd die hufen zu machen? Momentan finde ich in schweden keine geeigneten Betriebe, und ihre Kundenresonanz ist sehr posetiv!" erklärte er mir. " Aber natürlich, wohin muss ich buchen, gibt es eine unterkunft in der nähe?!" fragte ich. " Wir sind aus Schweden unser Hof heißt Lindö Dalen Stuteri, sie können gerne 1 nacht im Gästezimmer verbringen. Ich bedankte mich und machte einen Termin für morgen. Ich buchte noch einen Flieger und ein auto. Der Flieger ging in ein paar stunden. Ich hatte alles geregtelt und saß nun im flieger richtung Schweden. Am Flughafen angekommen wartete schon mein Mietauto auf mich. Ich stieg ein und fuhr zum Hof. Am Hof wurde ich schon erwartet. " Gut hergefunden?" fragte Collin mich. " Ja schön ist es hier!". " Danke, ich hole Valquiria, sie wird an der Stutkörung vorgestellt!" erzählte er . Ich bereitete am Putzplatz alles her und Collin kam mit einer wunderschönen Schimmelstute aus dem Stall. Ich ließ die Stute an mir schnuppern. Sie war recht zurückhaltend. Ich redete mit der Stute so wie ich mit meinen eigenen Pferde mache. Ich merkte langsam wie sie sich entspannte. Ich hatte gerade ihr ersten Huf fertig gemacht und konnte somit nach hinten wandern. Die Große stand artig und brav am platz. Ich knippste den überschüssigen Horn und feilte die ränder wieder rund. Dann ging ich auf die anderen Seite weiter. Ich lobte die Stute immer wieder. Bald war ich mit allen 4ern fertig. Ich fettete die Hufen noch schnell ein und da konnte Collin Valquiria wieder in die Box bringen. Ich kehrte den Platz sauber und schlief im Gästezimmer ein. Am morgen fuhr ich gleich zum Flughafen und flog nachhause.
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    LDS - Barockpferde
    Hochgeladen von:
    Zion
    Datum:
    22 Juli 2020
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  • [​IMG]
    Valquiria
    (Quira)

    Abstammung
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Von unbekannt

    Von unbekannt Aus der unbekannt

    Aus der unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt

    Exterieur
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Stute

    29. Oktober 2005
    (14 Jahre)
    Rasse: Neapolitaner
    Stockmaß: 160cm
    Deckhaar: Rappschimmel
    Abzeichen: Blesse, 4x weiße Strümpfe

    Beschreibung
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Charaktereigenschaften:

    Ausgeglichen ●●● Unausgeglichen
    Aufmerksam ●●● Unaufmerksam
    Intelligent ●●●● Unintelligent
    Sozial ●●●● Unsozial
    Begabt ●●● Unbegabt
    Ruhig ●●● Nervös
    Loyal ●●●● Untreu
    Gutmütig ●●● Boshaft
    Nervenstark ●●● Scheu
    Temperamentvoll ●●●● Faul

    Valquiria ist eine liebe Stute, sie hat schon Vieles gesehen und erlebt und erschrickt nur sehr selten. Auch im Umgang mit anderen Pferden ist sie unkompliziert, sie ist rangniedrig und gibt sich damit voll und ganz zufrieden.
    Unter dem Sattel kann Valquiria ein wahrer Engel sein, gerade bei unerfahrenen Reitern ist sie sehr vorsichtig und achtsam. Ist der Reiter schon etwas weiter, fordert sie diesen ganz gern heraus, aber immer nur so weit wie ihr Reiter die Situation händeln kann.

    This horse is an Artist: It is a bit reserved, but very kind once it lets you get to know me. It is loyal to those who have taken the time to get to know it. It loves treats! (peppermints, carrots, apples, cookies..), 33) Loves other pets


    Besitzer: Zion(Collin Jones)
    VKR/Ersteller: Maleen
    im Besitz seit: Dezember 2017
    Kaufpreis: x

    Qualifizierungen
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Schleifenaufstieg (kein Aufstieg durch Schleifen!) Trainingsaufstieg

    Dressur A
    Western E
    Springen E
    Military E
    Galopprennen E
    Distanz E


    Erfolge
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    [​IMG]
    SK 468

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    398. Militaryturnier | 482. Galopprennen | 402. Distanzturnier | 513. Westernturnier

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    555. Dressurturnier | 555. Springturnier | 567. Dressurturnier | 527.Westernturnier | 580 Springturnier | 528. Westernturnier | 581. Springturnier



    Zucht
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Schleife

    HK/SK


    Gencode: EeaaGg
    Zur Zucht zugelassen: ja
    Eingetragene Zucht: Lindö Dalen Stuteri

    Nachkommen
    -

    Gesundheit
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Letzter Tierarztbesuch: unbekannt

    gechippt [] zuletzt kontrolliert []

    Gesamteindruck:
    Akute Krankheit/en: x
    Chronische Krankeit/en: x
    Erbkrankheit/en: x

    Letzter Hufschmiedbesuch: unbekannt
    Ausgeschnitten/Korrigiert:
    Hufbeschaffenheit: fest
    Hufkrankheit/en: x

    Beschlag vorne:
    Beschlag hinten:

    Zubehör
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

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