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Zaii

Undisclosed Desires

* 2010, im Besitz seit 05. Juni 2016

Undisclosed Desires
Zaii, 3 Dez. 2016
Elii, AliciaFarina und Samarti gefällt das.
    • Zaii
      Ausritt
      Pflegebericht, 16. Februar 2014

      Ich nahm das Halfter vom Haken und öffnete die Box von Undisclosed Desires, welche erst seit kurzem im Stall stand. Mit angelegten Ohren streckte sie mir ihre Nase entgegen und schnupperte misstrauisch an meiner Hand, bevor ich ihr über die Stirn streichelte. Kurz darauf streifte ich ihr schwarzes Halfter über den gleichfarbigen Kopf und schloss den Karabiner an der Ganasche.

      Unwillig folgte sie mir aus der Box zum Putzplatz. Dort band ich sie an und nahm ihr die dünne Winterdecke ab. Besonders dreckig war sie nicht, weshalb ich nur ihre Beine vom Matsch der Koppel entfernte und anschließend schnell mit einer weichen Bürste über ihren Körper fuhr. Als die Hufe ausgekratzt waren, ging ich schnell in die Sattelkammer und holte ihr Zubehör. Momentan besaß sie einen älteren Dressursattel, den ich aus meiner Sattlerei abzweigen konnte. Dies würde sich mit der Zeit noch ändern, da sie erst einmal genügend Muskeln aufbauen sollte und dafür auch ein älterer Sattel gut genug war. Der Lammfellkurzgurt war neu, ebenfalls die mintfarbene Schabracke, passend dazu Fesselgamaschen. Zwischen Schabracke und Sattel befand sich ein Lammfellpad, um kleine unpassende Stellen des Sattels auszugleichen. Auch die dunkelbraune hannoveransche Trense war neu, obgleich wir noch verschiedene Reithalfter für sie ausprobieren wollten. Die braunen Lammfellhufglocken, die Melanie gekauft hatte, bekam sie am Ende auch noch angezogen.

      Neben mir stand gerade eben diese mit Falada, einer wunderschönen Knabstrupperstute, die ich erst kürtzlich von Stelli erstanden hatte. Momentan schulten wir sie von Western auf Englisch-Barock um, wofür ich ihr extra einen gebrauchten Barocksattel gekauft hatte und diesen extra für die Stute anpasste. Die dunkelrote Schabracke die unter diesem lag, hatte ich gleich dazugekauft. Die schwarze, portugiesische Trense, die sie trug, gehörte ehemals Fekete, allerdings war sie diesem doch ein wenig zu klein und fand nun besseren Anklang.

      Zusammen saßen wir auf und ritten vom Hof, auf unserem Ausritt sollte Siri ein wenig von der Ruhe Faladas abbekommen. Diese war schließlich um einiges älter und dementsprechend auch ruhiger. Auch wenn der Ausritt nicht ohne Zwischenfälle verlief, war Siri um einiges ruhiger.
      Elii
    • Zaii
      Mehrere Pferde
      Pflegebericht, 16. Juli 2014

      „Und Teee-rab.“, rief ich meinem Schimmelhengst zu, der bis eben gemütlich im Schritt seine Runden gedreht hatte. Ich nahm die Longe etwas kürzer, da er doch merklich nach außen driftete und ich ihn gerne näher bei ihm haben wollte. Er dehnte sich brav nach unten, während er weiterhin flott voran lief.

      Nebenher ritt Mel auf Jumping to Conclusions, weshalb Flavor of the Month immer wieder zu dir sah. „Bleib bei der Sache“, sagte ich ermahnend und schnalzte mit der Peitsche, als er fast in den Schritt fiel. Nachdem vor kurzem der Osteopath bei ihm war, sollte er diese Woche nur locker longiert werden, da er sich zwei Wirbel ausgerenkt hatte.

      Immer wieder wechselte ich die Hand, damit er gleichmäßig gearbeitet wurde und auch die ganze Bahn nahm ich zwischendurch immer ins Longieren. Mel schlängelte sich mit der Hannoveraner Stute immer wieder zwischen durch und nutze hin und wieder auch unsere Trabstangen, was Jumina mehr als nur freute und so auch gerne mal die Stangen im Trab komplett übersprang. Das es sich nicht nur um eine, sondern um ganze drei Stück handelte, interessierte die springbegeisterte Stute nicht.

      Ich staunte nicht schlecht und lachte, als Mel nur noch wie ein nasser Sack am Sattel hing. „Hätte ich mal den Springsattel genommen.“, seufzte sie und rappelte sich wieder auf. „Ach, bis eben ist sie doch wunderbar gelaufen.“, sagte ich lachend und galoppierte Flavio dann an. Locker galoppierte dieser an und zeigte sich von seiner besten Seite. Im fleißigen Bergaufgalopp lief er seine Runden und auch hatte auch auf der anderen Hand kein Problem dies zu zeigen.

      Kurz darauf kamen meine Azubis mit Undisclosed Desires und Diome vorbei. Siri wurde geritten, während Diode brav an der Hand bei diesem Gang ins Gelände sollte. Beide Pferde waren, trotz anderem Geschlecht, völlig ruhig unterwegs und würden bei einem Schrittausritt keine Probleme machen.

      Als Mel mit Jumina den Platz verließ, um sie noch etwas abzuspritzen, wieherte ihr Flavio weinerlich hinterher. Ich nahm ihm schnell den Kappzaum an und ließ ihn dann noch seine Runden im eigenen Tempo drehen, auch wenn er nur im Trab am Zaun auf und ab trabte, um noch ein kleines bisschen mehr von der Stute zu sehen. „Bleib auf dem Boden, Cassanova.“, sagte ich und verdrehte die Augen. Kurz darauf kam er auf mich zu und legte sich vor mir in den Sandboden, um sich dann zu wälzen. Als er wieder aufstand und sich geschüttelt hatte, zog ich ihm schnell den Kappzaum wieder über den Kopf. Schnell führte ich ihn dann zurück zum Waschplatz und spritze ihm dort dann die Beine ab, da es mittlerweile doch sehr warm geworden war.

      Auch Diode und Siri kamen ein paar Minuten später wieder auf dem Hof an und genossen eine Dusche, bevor sie auf die Koppeln durften.
      Elii
    • Zaii
      Fütterung
      Pflegebericht, 29. November 2014

      Heute war es gefühlte zehn Grad kälter als sonst, weshalb ich das erste Mal meine dicken Winterjacke aus dem Schrank nahm, bevor ich in den Stall ging. Als ich die Stallgasse betrat, lugten schon einige der Pferdeköpfe aus den Boxen. Schnell sammelte ich die Eimer in der Futterkammer auf und stellte sie in eine Schubkarre. Langsam schob ich diese die Stallgasse entlang und hielt immer nach drei bis vier Boxen, um den Pferden das Frühsück zu servieren. Zuerst waren Unwritten, Jumina und Jewel an der Reihe, die beglückt brummelten als ich an das Tor kam. Danach waren Saphir und Falada an der Reihe. Beide waren zwei hübsche Knabstrupper, die ich erst vor eine Weile für meine Zucht erstanden hatte. Alors on Chante, Altbekannte und Neuzugang zugleich, bekam anschließend ihr Futter. Furmint und Ostara kamen erst von ihren Paddocks, als sie das Futter in den Trog rieseln hörten, während Pipcas und Ékes ungeduldig hin und her tippelten. Als die zehn Stuten versorgt waren, lief ich zu den Hengsten, die mir, wie gewohnt, kaum Beachtung schenkten, als ich die Stallgasse betrat. Zuerst kamen Dark Firestorm und Decission an die Reihe, die neben Tiny und Diome, unglaublich quengelig wurden, wenn ich nicht schnell genug war. Flavio bekümmerte es recht wenig, dass ich etwas länger brauchte und Story sich erst von seinem Paddock runter begab, als ich bereits an der nächsten Boxentür stand. Dann bekamen Fekete und Kalzifer ihr Futter, gefolgt von den Jungspunden Csiny, Cressi Patjás. Der Nachwuchs bekam morgens kein Futter, nur nach der Arbeit gab es ein paar Krümel als Belohnung. Fagy, Undisclosed Desires, Dajeen und Baila standen zusammen im groß geratenen Offenstall direkt am Hof. Kedves war momentan außerhalb in einer Hengstgruppe, bis er im Frühjahr zum Antrainieren zurück kommen sollte. Eine gute halbe Stunde später waren die Pferde fertig mit ihrem Frühstück und kamen auf die Koppeln. In ihren gefütterten Decken konnte ihnen trotz Schur die Kälte nichts anhaben und gegen den Regen gab es Unterstände. Die Stuten kamen in Gruppen auf die Koppel, während die Hengste einzeln standen. Da ich heute einiges außerhalb des Hofes zu tun hatte, gönnte ich den meisten Pferden eine Ruhetag. Nur wenig würden später noch von Jack und Mel bewegt werden.
      Elii
    • Zaii
      Wieder zurück
      Pflegebericht, 16. August 2015

      Eigentlich begann der Tag gut. Eigentlich konnte meine Laune nicht besser sein. Eigentlich hatte ich heute nicht das Verlangen jemanden einen Backstein an den Kopf zu werfen. Eigentlich.
      Der Anruf den ich bekam war mehr oder weniger überraschend, ich hörte auch brav zu und wartete darauf bis aufgelegt wurde. Als Nate sich langsam von hinten anschlich und fragte, wer dran gewesen wäre, hätte er fast das Telefon ins Gesicht bekommen. Natürlich nur, weil er direkt vor der Ladestation stand und nicht, weil ich an irgendjemandem meine Wut auslassen musste.
      „Ich werde nie wieder Pferde verkaufen, wenn ich sie nicht selbst beobachten kann. NIE WIEDER!“
      Elisa, die gerade eben durch die Tür herein kam, stoppte abprubt und wollte sich langsam umdrehen, als ich sie am Arm packte. „I-Ich wollte nur fragen ob du eventuell, also wenn du Zeit hast… Vielleicht… Ein Halfter für Cardillac übrig hast?“, stotterte sie vorsichtig und hielt schon eine Hand vor ihren Kopf, da mein Blick Bände sprach. „Schwarz mit goldenen Beschlägen?“, fügte sie kleinlaut hinzu. Ich schleifte sie am Ärmel nach draußen, wenn sie schon mal da war, konnte sie genauso gut mit mir zum Flughafen kommen und Undisclosed Desire abholen. Die Stute kam zurück zu mir, da ihr letzter Besitzer sie ein halbes Jahr einfach verwahrlosen ließ.
      Auf der Fahrt regte ich mich bei Elisa ab und fuhr hin und wieder eventuell etwas zu schnell, was sie sich fest in den Sitz meines Wagens klammern ließ. Ihr klägliches Winseln, jedes Mal wenn ich die Kurve schnitt, ignorierte ich gekonnt. SIE würde ich ganz bestimmt nicht ans Steuer lassen, da konnte sie noch so betteln.

      Am Flughafen wurden wir schon vom Tierarzt und der Rappscheckenstute erwartet. Die Stute spitzte die Ohren als sie mich sah, so ganz vergessen hatte sie mich also doch nicht, auch wenn ich fest damit gerechnet hatte. Während ich den lästigen Papierkram unterschrieb, musste Elisa sich ums Verladen kümmern. Die hatte ich mittlerweile so sehr eingeschüchtert, dass sie alles brav machte, was ich ihr angeordnet hatte.

      Etwas verwundert stieg Siri aus dem Anhänger, war der Hof doch ganz anders, als der in Deutschland. Nach kurzer Zeit erkannte sie aber ihre Freundinnen wieder und wieherte ihnen freundlich zu. In ein paar Wochen sollte sie zu Zai auf den Hof ziehen, nur musste sie es bis dahin endlich geschafft haben, umzuziehen.
      Elii
    • Zaii
      Qualen einer Elisa
      Pflegebericht, 25. Dezember 2015

      „Du kannst sie ruhig ein bisschen vorwärts treiben, die kann mehr als nur im Kreis schlurfen“, erklärte ich Elisa zum gefühlten hundertsten Mal, nachdem sie mit Undisclosed Desires immer noch nicht mehr als auf dem Zirkel geritten ist. „Ich bin der Trainer also lass mich!“, meckerte sie zurück un ritt im selben Moment einen Wechsel durch den Zirkel, auf den eine Volte folgte - und das sogar in einem annehmbaren Tempo. Die fast fünfjährige Stute befolgte Elisas Anweisungen brav und galoppierte mit ihr sogar drei Runden auf dem Zirkel.
      Kurz darauf beendeten wir das Training auch schon und die Weltwunder und Dajeen durften in die Halle. Elisas Pferd wurde vom allseits geliebten Colin entgegen genommen und natürlich auch versorgt. Er war anscheinend der einzige, dem Elisa auf dem Hof vertraute - wenn auch sehr missmutig. Aber um die wenigen DRPs (die auf Townsend Acres viel besser aufgehoben wären!) kümmerte er sich gut. Bei Cressi hatte sie selbst jetzt noch ein schlechtes Gefühl, ihr armer Schatz konnte doch nicht allein gelassen werden mit einem Kerl. Der war nicht so einfühlsam wie sie und auch sonst konnte sich niemand so gut um ihn kümmern, wie sie.
      Als ich sie irgendwann aus ihren gedanklichen Horrorszenarien reissen konnte, absolvierte sie brav mit mir und den zwei Jungstuten das Schrecktraining. Man konnte ihr zwar ansehen, dass sie viel lieber ein Pony, anstatt ein Warmblut an ihrer Seite haben wollte, aber da musste der Sturkopf eben durch. Eine halbe Stunde später lobte ich vor allem meine Freundin, so konnte sie sich nicht mehr so sehr über die schreckliche, reitponylose Zeit beschweren.
      „Aber das nächste Mal darf ich Cressi reiten, ok?“, fragte sie schluchzend und klammerte sich an meinen Arm. „Natüüüürlich“, bejahte ich ihre Frage und nickte schnell. Zum Glück durfte ich noch selbst bestimmen, wann nächstes Mal war.
      Elii
    • Zaii
      Dressurtraining
      Pflegebericht, 23. Oktober 2015

      Bei eisigen 5 Grad ritt ich zusammen mit Nate zum Dressurplatz. Zum Aufwärmen sind wir eine Runde um den Hof geritten, die Pferde würden noch lang genug das Hofgelände sehen, vor allem wenn man im Winter kaum runter kam. Dark Intention und Flavor of the Month schritten flott voran und liefen fast gegen den Zaun des Platzes, den Colin gerade so noch öffnen konnte. Dieser hatte bereits eine EInheit an der Doppellonge mit Baila Conmigo hinter sich.
      Irgendwie hatte er sich zum Reitpony-Profi gemausert, weshalb er immer wieder von Elisa kritisch beobachtet wurde. Manchmal könnte man meinen, sie warte nur darauf ihn abwerben zu können. Aber ein lautes „Elisa, NEIN“ half in den meisten Situationen, dass sie ängstlich zusammen schreckte und hinter die nächste Versteckmöglichkeit rannte.
      Während ich mich auf Flavor of the Month dem Dressurtraining zu wandte, ritt Nate Tiny vor allem im vorwärts abwärts, denn der Hengst hatte vor ein paar Tagen den Osteopathen bei sich und sollte vorerst nur in die Tiefe geritten werden.
      Flavio sollte über den Winter vor allem die Galoppverstärkungen verinnerlichen und sich nach der Lektion auch endlich wieder zurücknehmen lassen. Damit hatten wir momentan große Schwierigkeiten, sodass wir beim letzten Turnier einfach aus der Abgrenzung sprangen. Für meine liebenswürdigen Freunde war es DIE Unterhaltung schlecht hin, mich hatte es den Sieg gekostet. Ist aber auch unfair, wenn man gegen besser trainierte Pferde verlor. Wenigstens die Verstärkungen im Trab saßen einwandfrei und der Schimmel blieb stets gut an den Hilfen.
      Nate ging bereits nach 20 Minuten vom Platz und ging mit Colin auf Undisclosed Desires eine Runde ins Gelände. Die junge Stute sollte nun vermehrt nach draußen, nachdem sie die Basis auf dem Platz verinnerlicht hatte. Bergauf und Bergab, sowie die verschiedenen Untergründe machten sie trittsicher und bauten Muskeln auf.
      Weitere 15 Minuten beendete auch ich das Training und ging mit dem Hengst erneut eine Runde über den Hof. Zurück am Putzplatz nahm ich ihm die Bandagen ab - die brauchte man als waschechte Dressurtussi nur beim Training. Flavio wartete artig mit der Abschwitzdecke auf dem Rücken, bis ich endlich das ganze Zubehör aufgeräumt hatte. Danach wurde die Decke gegen die gefütterte Outdoordecke, die er bei den Temperatur und seine Schur brauchte um weiterhin den ganzen Tag auf der Koppel zu stehen.
      Wenig später kamen auch Colin und Nate, denen ich die Ausrüstung abnahm, damit die Pferde schon bald wieder nach draußen konnten.
      Elii
    • Zaii
      Ausritt
      Pflegebericht, 27. Dezember 2015

      Heute waren wir abenteuerlustig unterwegs. Zusammen mit Elisa, Matthew und Colin unternahmen wir auf Nessaja, Beverly, Baila Conmigo und Undisclosed Desires einen Ausritt durch die schneeverhangene Wildnis Kanadas. Wie gern hätte ich jetzt jemand zuverlässiges wie Gwen an meiner Seite, aber Elisa tat es vermutlich auch. Auch wenn sie uns in die falsche Richtung leiten wird. Mitten in den Wald. Zu den Bären. Ein Glück würden die von ihr satt werden. Die vier Jungstuten und wir tappten gemütlich durch die Natur und sogar ein kurzer Galopp war möglich, nur Elisa hatte mit Nessaja zu kämpfen. Diese wusste sich nicht so richtig auszubalancieren im tiefen Schnee, schließlich war sie erst seit kurzem unter dem Sattel und mit Elisa hatte sie so oder so zu kämpfen. Matthew echauffierte sich immer wieder darüber, dass er auf der kleinen Bee sitzen musste und ich auf Siri. „Anders herum würde es viel besser passen!“, nörgelte er und verdrehte die Augen. Mehrmals. Hintereinander. Wie hielt es Elisa nur mit dem Kerl aus… Colin wurde währenddessen von Elisa bequatscht, dass Baila natürlich und selbstverständlich viel besser zu ihr auf den Hof passte (genau wie Cressi), doch er konnte sich mittlerweile sehr gut taub stellen. Der zu Unrecht besitzergreifenden Braunhaarigen missfiel das zunehmend, weshalb sie irgendwann mit einem „PFF“ an die Spitze trabte und missverständliche Worte in das Ohr ihres Ponys flüsterte.
      Ihr nicht zuzuhören wenn es um Reitponys ging war das schlimmste was man Elisa antun konnte. Deswegen machte es uns allen auch so viel Spaß.
      Unser Ausritt war nach gut einer Stunde vorbei, die treibende Kraft war dabei Elisa, die es mit uns nicht mehr aushielt, seit wir kein Wort mehr mit ihr redeten. Später beschwerte sich Matthew noch, dass er es wieder ausbaden durfte, aber mal ehrlich - sollte mich das wirklich interessieren?
      Während Colin die zwei Jungstuten wieder auf die Koppel stellte, putzte ich auf die Schnelle über Weltwunders nicht mehr ganz so weißes Fell. Durch das momentane Matschwetter konnte sie sich gezielt die größten Pfützen aussuchen und sich genüsslich darin baden. Dajeen tat es ihr oft gleich, was sollte man auch von so einer Chaos-WG erwarten.
      Elii
    • Zaii
      Neujahrsfreuden
      Pflegebericht, 26. Januar 2016

      Ist verloren gegangen. Wir suchen noch.
      Elii
    • Zaii
      Pferdebestechung
      Pflegebericht, 29. Mai 2016

      Zai war unterwegs und hatte momentan keine Zeit, sich um ein gewisses Pferd zu kümmern, was sich bei einer gewissen Person befand. Also ging es für mich heute zu Eli. Denn dort stand Undisclosed Desires, die junge Hannoveranerstute, die bisher mit zwei Beinen bei Eli stand und mit den anderen beiden schon in Zais Stall. Siri war inzwischen sechs Jahre alt und sah wieder richtig gut aus, seitdem sie bei Eli stand. Bisher hatte ich sie auch immer für eine ruhige Stute gehalten, bis ich sie heute von der Weide holte uns sie mir los schoss, weil sie irgendwo ein Gespenst sah. Ich war dementsprechend mehr als froh, als wir heil im Stall ankamen. Meine Motivation, mit der Stute einen entspannten Ausritt zu machen, sank augenblicklich unter den Nullpunkt. Da ein Ableben meinerseits nicht in meinem Sinne war, entschied ich mich für die Halle. Da gab es vier Wände, die Siri von Unsinn abhalten konnten. An sich lief es dann auch ganz gut, wenn man die ganzen Eskapaden und Kommunikationsprobleme strich. Aber immerhin war Siri bewegt und ich konnte Zai die hundertste "Du musst noch dein Pferd holen!"-SMS schicken, ehe es für die Stute abgeduscht und gefüttert wieder auf die Weide ging.
      Gwen
    • Zaii
      Goldener Oktober
      Pflegebericht, 12. Oktober 2016

      „Was kann ich dafür, dass Jojo kein Englisch kann?“, keifte Elena entschlossen in die Runde, während Jojo sich hinter Gwen in Sicherheit brachte. Heute hatte ich alle zu einem gemütlichen Frühstück bei mir eingeladen, denn ich wollte meinen Freundinnen eröffnen, dass mein kanadischer Hof nun endlich einen Namen trug (ich war ja schließlich auch erst vor zehn Monaten umgezogen!). Das ganze hatte sich nach der Bekanntgabe des Namens aber nicht ganz so entwickelt, wie geplant: Während Elisa und Gwen mir zu dem wohlklingenden Namen gratulierten, nickte Jojo nur; Elena fand als erste ihre Sprache wieder und hielt nun einen Vortrag darüber, dass ihr über alles geliebter Cressi ja eigentlich auch diesen Namen tragen sollte und dieser deshalb nur ihr alleine vorbehalten war. Tatsächlich gab es eine gewisse Ähnlichkeit zwischen ‚Crescent Acres‘ und ‚Crescant Moon‘, allerdings wusste ich bisher noch nicht, dass Jojo einmal so eine Niete in der englischen Sprache gewesen war, dass in die Halbmondsichel ein A anstelle eines E gerutscht war. „Ups..“, grinste ich nur entschuldigend, als Elena eine kurze Pause einlegte, um Luft zu holen. Jojo hingegen durfte sich den restlichen Vormittag über, so lange erstreckte sich nämlich unser ausgiebiges Frühstück, anhören, dass sie alleine die Schuld an diesem furchtbar schrecklichen Unglück trug und dafür wahrscheinlich auf ewig in der Höhle schmorren musste. Ein Glück, dass Jojo trotz dieser Aussicht noch genüsslich in ihr Brötchen beißen konnte.

      Als es Mittag wurde, versuchte ich die gackernden Hühner dann langsam hinaus zu scheuchen. Den Grund dafür wollte ich lieber noch verschweigen, denn wenn die Damen erfahren würden, dass heute ein neuer Mitarbeiter in eines der beiden Mitarbeiterhäuser einziehen würde, würde ich sie nie mehr loswerden! „Im Gegensatz zu euch, schmeiße ich meinen Hof alleine und habe noch ein bisschen was zu tun“, tadelte ich Elisa und Elena, die schon wieder über irgendein DRP sprachen und anscheinend nicht multitaskingfähig genug waren, um sich zeitgleich die Schuhe anzuziehen. Gwen und Jojo hingegen hatten es immerhin schon auf die Veranda geschafft, auch, wenn sie so schauten, als wollten sie bei dem kalten Wind am liebsten wieder zurück ins warme Haus. „Hopp hopp, Tempo!“, forderte ich noch einmal und warf einen Blick auf mein Smartphone, ein Fan von Uhren war ich einfach nicht. Hugo wollte bereits vor fünf Minuten hier sein und ich hatte ihn beim Vorstellungsgespräch und den zwei Terminen zum Probearbeiten als sehr pflichtbewusst kennengelernt.
      „Unfair!“, „Gemein!“, „Mobbing!“, hörte ich durch die geschlossene Haustür, als diese endlich ins Schloss gefallen war und Elena, Elisa, Gwen und Jojo auf der anderen Seite davon standen. Ich schmunzelte zufrieden vor mich hin, doch scheinbar hatte ich mich zu früh gefreut, denn ich hörte ein Auto die Straße zum Hof entlang rauschen und ein Blick aus dem Küchenfenster verriet mir, dass das tatsächlich mein neuer Bereiter am Steuer des SUVs war. „Nein!“, stöhnte ich auf und eilte zur Haustür. Natürlich hatten die Damen es noch nicht weit geschafft und so standen sie nun in einem kleinen Kreis auf dem Hof und reckten „unauffällig“ die Hälse in Richtung des Wagens. Ich riss die Tür auf und versuchte sie von der Veranda aus, durch wedelnde Armbewegungen, zum Gehen zu animieren, aber vergeblich. Ich kniff die Lippen zusammen und lief dem Wagen entgegen, der gerade geparkt worden war. „Hugo, schön dich zu sehen!“, begrüßte ich den blondhaarigen jungen Mann und schüttelte ihm die ausgestreckte Hand. Er grüßte höflich zurück und schenkte meinen Freundinnen (die immer noch auf dem Hof standen) nur einen kurzen, kühlen Blick. Ich hatte das Gefühl, in einer billigen B-Movie-Teeniekomödie zu sein, denn man hätte mir in diesem Moment sicher nicht geglaubt, dass es sich bei den vier weiblichen Wesen auf meinem Hof um über zwanzig Jährige und nicht um pubertierende Mädchen handelte. Ich entschuldigte mich bei dem Kanadier und versuchte, eine Erklärung für diesen Anblick zu finden, der nicht auf mangelnde geistige Gesundheit deuten ließ, doch ich war mir nicht sicher, ob mir das auch gelang.
      Ich übergab Hugo den Schlüssel für das Mitarbeiterhaus und nachdem er es ablehnte, Unterstützung beim Gepäck tragen zu erhalten, verzog ich mich in den Stall. Die Kommentare von den vieren, die immer noch bei mir rumstanden (hatten die auf ihren eigenen Höfen nichts zu tun?), versuchte ich so gut es ging zu ignorieren. „Hier, aufhalftern!“, kommandierte ich, während ich die Mädels der Reihe nach vor den Boxen von Lakim, Talitha, Siri und Scylla abstellte. Wenn sie hier schon nicht weg kamen, konnten sie sich wenigstens nützlich machen. Eli kannte Siri bereits, stammte die Stute doch aus ihrer Zucht und außerdem hatte sie sie aus schlechter Haltung übernehmen müssen. Auch Gwen, als Stammtrainerin des Hofes, und Scylla hatten sich bereits früher kennengelernt. Jojo hatte ich Lakim zugeordnet, da die Stute problemlos zu händeln war und ich nicht die Schuld daran tragen wollte, dass sie ihren Gips noch länger tragen musste. Ich selbst nahm mir Ima und Ani vor, die beiden Stuten waren seit Amis Ankunft ein traumhaftes Team gewesen und harmonierten auch heute noch sehr. Gemeinsam ging es für die Stuten auf die Weide und während Elisa und Jojo nochmal zurück zum Stall gingen, um die Nachzügler Scylla und Already zu holen, schnappte ich mir mit Elena und Gwen im Weststall Dakan, Dreamie und Adrian. „Er hat sich wirklich gemacht“, stellte Gwen staunend fest und betrachtete meinen Hannoveranerhengst, als dieser über das herbstfarbene Gras galoppierte. Er war mein ganzer Stolz, hatte ich ihn doch, seitdem Elena ihn von seiner Mutter abgesetzt hatte. „Er soll im Frühjahr Litha decken“, eröffnete ich meine Zuchtpläne und sicherte mir dabei gleich noch die Unterstützung von Elena zu, denn im Gegensatz zu ihr, würde das mein erstes selbst gezogenes Fohlen werden.
      Zurück beim Stall waren Elisa und Jojo bereits dabei, ihre Stuten Liluye und Tautou zu betüddeln. Neben Gwens Ameya und Elenas Baila Conmigo standen nur noch Zairina, Esteem und Every im Stall. Anfang des Monats hatte ich mit meinen Stuten die letzten Turniere bestritten, nun war die Turniersaison 2016 zu Ende und die Stuten durften den Herbst mit nur leichtem Training genießen. Während die Mädels für mich die beiden Zweijährigen putzten, machte ich Zairina startklar und nachdem auch die anderen Stuten gesattelt waren, saßen wir vor dem Hof auf. Also.. alle, bis auf Jojo, die führte Tautou nämlich, denn mit Gips ließ es sich eher suboptimal reiten. Ich selbst nahm Esteem neben Zairina an die Hand, Every hatte ich ihrer Züchterin Elena angedreht.
      Kaum hatten wir den Hof hinter uns gelassen, trat das ein, was ich schon viel früher voller Furcht erwartet hatte: „Na, Zai, wer war das denn?“, „Deshalb wolltest du uns also los werden?“, „Du hast uns gar nicht vorgestellt!“, „Erzähl doch mal ein bisschen!“ ich setzte mich an die Spitze der Truppe und tat, als würde ich die schnatternden Stimmen nicht hören, doch schnell war ich wieder eingeholt und so ergab ich mich meinem Schicksal und erzählte, was ich so von Hugo wusste. „Aber bitte verhaltet euch ihm gegenüber nicht, als wüsstet ihr das alles schon!“, setzte ich am Ende noch hektisch an, unsicher, ob meine Freundinnen mir noch zuhörten.
      Nachdem die vieren sich wieder beruhigt hatten, war es eine gemütliche Schrittrunde und somit optimal, um Every und Esteem mal wieder ein bisschen was vom Nationalpark zu zeigen, hatte sich das Training mit den Jungstuten während der Turniersaison doch eher sporadisch gehalten.
      Nach und nach verabschiedeten wir uns, als wir auf dem Rückweg am Pine Grove Stud, der Nahanni Rivers Ranch und Townsend Acres vorbei kamen. Als Elena uns an der letzten Weggabelung verließ, stieg ich ab und ging das letzte Stück zu Fuß, zwei Pferde an der Hand waren mir vom Rücken eines dritten dann doch zu waghalsig gewesen.

      Als mein Hof in Sicht kam, trat eine kurze Panik ein, da ich auf dem Reitplatz ein Pferd entdeckte. Gleich darauf machte ich aber auch Hugo auf dem Rücken von Soul Eater aus und die Panik legte sich. Ich würde mich wohl erst noch daran gewöhnen müssen, dass ich nun nicht mehr alleine auf dem Hof war. Ich versorgte die drei Stuten und brachte sie anschließend zu den übrigen auf die Weide, ehe ich mich an die Bande des Reitplatzes lehnte. Der junge Mann saß heute das erste Mal auf dem Rücken des temperamentvollen Hengstes und noch schienen die beiden nicht zu harmonieren, doch Hugo ließ sich von den Buckelattacken des Schecken nicht verunsichern. Ebenso wenig von mir, war ich doch diejenige, die ihn bezahlte. Ich war mir nicht sicher, ob ich so ruhig geblieben wäre, wenn die Situation andersrum stattgefunden hätte. So aber konnte ich mich sorglos in den Weststall verziehen und mich Eisvogel widmen. Der Isländer und ich hatten eine eher durchwachsene Saison hinter uns und ich hatte schon mehrfach überlegt, ihn in den Ruhestand zu schicken, doch auf der anderen Seite war er doch erst fünfzehn Jahre alt und noch immer ein Prachtkerl.
      Heute longierte ich ihn nur eine Runde und traf anschließend im Stall auf Hugo, der gerade Soul Eater absattelte. „Und, Kampf gewonnen?“, scherzte ich und der Blondhaarige rang sich ein Lächeln zu seiner Antwort ab: „Oui, es ‘at ganz gut geklappt für das erste Mal“ Dass er kein großer Geschichtenerzähler war, hatte ich bereits festgestellt. Dafür hatte er diese fast schon gruselig ruhige Art, die ihn immer besonnen und gelassen wirken ließ. So verlief die restliche Zeit im Stall ruhig, wir brachten die Hengste auf die Weide und bereiten bereits die abendlichen Futterrationen vor. Ich war zugegebenermaßen tief beeindruckt, dass er noch fast alle Futterpläne auswendig konnte, obwohl er das letzte Mal vor zwei Wochen hier gewesen war. Das konnte nicht mal ich, dafür hatte ich sie ja schließlich aufgeschrieben. Zu zweit ging das Ganze auch wesentlich schneller von der Hand, als alleine und so, und auch, weil Hugo angeboten hatte, die Pferde am Abend wieder in die Ställe zu holen, konnte ich mich nachmittags noch an den Schreibtisch setzen. Der Papierkram war in letzter Zeit liegen geblieben; ich hatte es ziemlich vor mir hergeschoben, doch so langsam war mein Schreibtisch nur noch zu erahnen und so musste ich ran. „Ich sollte ernsthaft in Erwägung ziehen, jemanden für den Papierkram einzustellen..“, überlegte ich mir, doch davor wollte ich Alex nochmal einladen, es war schon eine Weile her, dass wir uns das letzte Mal gesehen hatten.
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  • Album:
    Stuten
    Hochgeladen von:
    Zaii
    Datum:
    3 Dez. 2016
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  • Pferdename Undisclosed Desires
    Rufname Siri

    Von Dark Decission
    Dark Firestorm x Seference Surprime
    Aus der Unwritten
    Malibu x Lovely Letter


    Rasse Hannoveraner
    Geschlecht Stute
    Geburtsdatum Mai 2010
    Farbe Black Tobiano
    Stockmaß 173cm

    Undisclosed Desires ist keine einfache Stute im Umgang. Sie ist so gut wie immer nervös und hektisch - Stillstehen oder Gangarten in einem gleichmäßigen, ruhigen Tempo kennt sie nicht. Unsicherheiten im Training kompensiert sie mit Geschwindigkeit, funktioniert eine Übung also nicht, findet man sich schnell auf einem Rennpferd wieder. Übungen die für sie zur Routine geworden sind, führt sie korrekt und ohne Probleme aus. Hier bleibt sie ruhig und wird nur selten hektisch. Neuen Dingen gegenüber ist sie sehr ängstlich, hierbei muss sie sich voll auf den Reiter verlassen können, um ihre Angst zu überwinden. Gibt ihr Reiter nicht die nötige Sicherheit, so kompensiert sie auch hier die Angst mit Geschwindigkeit und rennt so schnell sie ihre Beine tragen können, bis zum Stall zurück.

    Besitzer Zaii
    -- Elii -- handshake
    Ersteller Elii
    Vorkaufsrecht Elii

    Eingeritten Ja
    Dressur S -- Springen S -- Military L

    SK 460
    140. Synchronspringen | 142. Synchronspringen | 388. Springturnier | 182. Synchronspringen | 305. Militaryturnier | 310. Militaryturnier | 413. Dressurturnier | 421. Springturnier | 196. Synchronspringen | 203. Synchronspringen | 452. Springturnier | 481. Springturnier | 517. Dressurturnier | 518. Dressurturnier

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    Offizieller Hintergrund