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Samarti

Très Jolie, DRP * -

*2003, im Besitz seit dem 03.04.2014

Très Jolie, DRP * -
Samarti, 1 Apr. 2017
Dir und Möhrchen gefällt das.
    • Samarti
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      Hallo Teddy!
      05. April 2014 - von Gwen
      „Davon hast du mir noch gar nichts erzählt!“ meinte ich lachend ins Telefon und bejahte sofort, als Elisa mich zu einem Ausritt einlud. „Ich beeile mich, in einer halben Stunde bin ich bei dir.“ meinte ich fröhlich und legte auf. Es war schön, jemanden mit Pferdeverstand in der Nachbarschaft zu haben, mit dem man nun auch ausreiten konnte. Seit Elisa unsere Nachbarin geworden war, hatte ich viel mehr Möglichkeiten, denn ich konnte es nicht verheimlichen: ihr Hof war einfach ein Traum! Nur zu gern besuchte ich sie mit Altair und nutzte ihren riesigen Springplatz oder die tolle Geländestrecke. Für unser Training war das alles ideal und unsere kleine Ranch bot das einfach nicht. Dennoch wollte ich nicht umziehen, auch wenn Elisa mir das schon öfters angeboten hatte. Den Ritt von zehn Minuten zu ihr rüber, nahm ich gerne in Kauf und er ging auch ganz problemlos, wenn man die geheimen Schleichwege kannte. Ich zog mich flott um und lief dann in den Stall, um das Halfter von Magic zu holen. Inzwischen war es richtig warm und ich rannte schon die ganze Zeit im T-Shirt herum, auch wenn ich deshalb öfters eine Rüge von Mama bekam. Auch die Pferde genossen die Wärme und so standen die Stuten in der Sonne und grasten zufrieden. Als ich kam und rief, hoben sich dennoch die Köpfe und sie kamen mir entgegen geschlendert. Ich halfterte die große Tinkerstute auf und führte Magic von der Weide. Wie ich sah, hatte sie mal wieder versucht, an die allmählich aufgehenden Knopsen der Weidebäume zu gelangen, denn ihre Mähne war vollkommen verfilzt und hier und da fand man kleine Astreste. Ich band sie in der Stallgasse an und holte ihre Putzbox. Magic war bisher die einzige unserer Pferde, welche schon fast mit dem Fellwechsel durch war, dabei hatte sie den dicksten Pelz gehabt. Keine Ahnung, welches Wundermittel Madame gegen das juckende Fell gefunden hatte. Umso schneller war ich bei ihr mit dem Putzen fertig, dafür beanspruchte ihre Mähne aber wieder eine gewisse Zeit und dabei hatte ich doch pünktlich bei Elisa sein wollen! Seufzend ließ ich mir dennoch Zeit, damit ich ihr nicht alle Haare ausriss. Nach einer halben Ewigkeit sah die Mähne auch wieder so schön und fluffig aus wie vorher. Flott verschwand ich in der Sattelkammer und holte ihr Sattelzeug. Als die hübsche Lady dann gesattelt und getrenst war, führte ich sie aus dem Stall und schwang mich geschwind in den Sattel. Im flotten Schritttempo verließen wir die Ranch Richtung Westen, um uns durch das Unterholz zu Elisa zu schlagen. Anfangs war ich immer orientierungslos durch den Wald gepilgert, denn eine direkte Verbindung gab es zwischen unseren beiden Höfen nicht, doch nach einer Weile hatten wir uns einfach einen Weg getrampelt. Der Schnee hatte uns dabei sehr geholfen, denn so fand man immer seine Spur wieder und jetzt im Frühjahr zeichnete sich dieser Weg im Boden ab. Magic kannte den Weg allerdings noch gar nicht, denn bisher war ich immer mit den Ponys hier unterwegs gewesen. Die hatten mit ihrer geringen Größe auch einen großen Vorteil gehabt, denn bei Magic musste ich mich doch ziemlich oft ducken, um keine Äste ins Gesicht zu bekommen. Als der Weg sich dann aber lichtete, konnte ich in den Trab wechseln und so waren wir relativ schnell auf Crown Hills. Dort herrschte wie immer das rege Treiben eines großen Gestütes, an welches ich mich immer noch nicht gewöhnt hatte. Elisa fand ich dafür aber dennoch ganz schnell, denn sie stand an einer der kleineren Weide und grinste von einem Ohr zu anderen. „Gibt es irgendwas zu feiern?“ lachte ich, als ich sie sah. Elisa deutete nur begeistert auf das Reitpony, was aufmerksam in unsere Richtung blickte und sich direkt im Trab und wiehernd auf uns zubewegte, als sie uns sah. „Na nu, wer ist denn die Schönheit?“ meinte ich lächelnd und schwang mich aus dem Sattel. Magic begann direkt ein wenig Gras am Rande des Weges zu rupfen, während ich mich mit Elisa unterhielt. „Das ist Très Jolie, kurz Teddy.“ grinste Elisa und erzählte mir von ihre neuen Stute. Es war eine wunderschöne Palominostute und sie machte ihren Namen alle Ehre, denn sogar mit mir schmuste sie kurz, um mich zu begrüßen. „Wir wärs denn, wenn du sie reitest? Dann können die beiden Palomino-Ladys gemeinsam die kanadischen Wälder unsicher machen.“ meinte ich lachend und Elisa nickte begeistert. Wir begleiteten sie zum Putzplatz, wo ich Magics Sattelgurt lockerte und auf Elisa wartete. Ihre Stute war jedoch sehr sauber und umso schneller war sie fertig und wir schwangen uns gemeinsam wieder in die Sättel. Elisa sagte noch ihrem Stellvertreter Matthew Bescheid, dass sie unterwegs sei und schon konnten wir los. Wie immer hatten wir uns viel zu erzählen, denn auf den Höfen geschah immer allerhand. Am amüsantesten war jedoch Elisas Geschichte von dem Schwarzbären. Schon am ersten Tag hatte ich sie vor den Tieren gewarnt, denn jetzt im Frühjahr wurden die Bären wieder aktiv und natürlich hatte Elisa sofort einen getroffen, nur dass dieser in einem Baum gesessen hatte. Solche Geschichten standen hier in Kanada auf der Tagesordnung und das hatte Elisa auch schnell bemerkt. Mir wurde dabei erst wieder bewusst, wie besonders Kanada und seine Einwohner eigentlich waren, denn in Österreich, während meines Praktikums, war mir eigentlich nie etwas großartiges passiert. So kamen wir auch auf den Ausbildungsbetrieb zu sprechen und begannen direkt zu planen, denn eine Eröffnungsfeier stand eigentlich noch an, doch im Schnee hatten wir nicht feiern wollen. Nun wurde es jedoch wärmer und so wollten wir einen Wanderritt planen, am besten zu Ostern. Außerdem bot Crown Hills ja nun wirklich die Möglichkeit für Turniere, so dass wir ein großes Spektrum bieten konnten. Während wir in unser Gespräch versunken waren, achteten wir kaum noch auf die Umgebung, weshalb wir beinahe aus dem Sattel fielen, als beide Stuten plötzlich auf der Hinterhand Kehrt machten und davon sausten. So schnell es ging, bekamen wir sie aber wieder beruhigt und ritten den Waldweg erneut hinauf, um zu schauen, was die beiden Ladys denn so erschreckt haben könnte. Vor uns erstreckten sich die großen Wiesen des Nationalparks und darauf stand eine kleinere Herde Bisons! Wir mussten beide lachen, denn natürlich kannte Teddy diese großen dunklen Wesen noch nicht. Die Ponystute blähte aufgeregt die Nüstern und ich war der Meinung, wenn ihre Augen noch größer werden würden, würden sie herausfallen. Da Magic die Tiere aber kannte und auch keine Angst zeigte, wurde auch Teddy mutiger und gemeinsam überwanden wir das spontane Hindernis. Die Bisons nahmen uns nicht einmal wahr, sondern grasten friedlich weiter. Wir ritten noch ein wenig den Fluss entlang, wo die Pferde auch trinken durften, ehe wir uns auf den Heimweg machen. Ich lieferte Elisa auf ihrem Gestüt ab und verabschiedete mich dann von ihr. „Bis später!“ meinte ich grinsend und ritt mit Magic nach Hause zur Ranch.
    • Samarti
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      Zurück nach Deutschland
      07/2014 | 1412 Zeichen
      Momentan stand ich wirklich unter Stress, und das bekamen leider auch meine vierbeinigen Lieblinge zu spüren. Ich beschäftigte mich kaum noch mit ihnen, ließ vielmehr mein Personal alles mit ihnen machen und sie trainieren und das nur, weil ich kurzerhand zurück nach Deutschland reisen musste, um dabei zuzusehen, wie meine Tante ihre letzten Stunden mit ihrer Familie verbrachte. Sie litt schon länger an Krebs, der inzwischen so weit fortgeschritten war, dass ihr nicht mehr viel Zeit blieb – genauer gesagt erwarteten die Ärzte ihren Tod in wenigen Tagen, weshalb ich auch noch einmal anreisen wollte, um sie ein letztes Mal zu sehen.
      Während sich Rapsoul, Casey, Beverly, Audio Delite at Low Fidelity, Pushin' Jazz for Cash, Skyrim, Dajeen, Burnin' Unbridled Dreams, Sambuca, Sonic Syndicate, Romantica, Nacromancer in the Dark, Monsta, Nickles 'n Dimes, Ace of Clubs, Firebird, Trés Jolie, Santa Fee (die vor kurzem wieder zu uns zurückgekehrt war), Herbsblatt, Pamino, Dahiba, Da Vinci, Star's Diamond, Star, Zauberhaft, Goldherz, Dancer in the Moonlight, Kronjuwel, Darym, Yanetha, Casablanca, Laurencio, Fine Frenzy, Draugsa, Silenc Dream und Season's Princess also in Kanada auf den weitläufigen Weiden fröhlich ihre Bäuche vollschlugen, verbrachte ich meine Zeit in meinem Heimatland. Und erst dann wurde mir klar, wie sehr ich meine Familie vermisst hatte – dennoch zog es mich zurück nach Kanada.
    • Samarti
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      Fahren E-A
      31. Juli 2014
      Très Jolie sollte nun auch einmal ihr erstes Training erhalten – Fahren E-A.
      Für das Training mit der Stute hatte ich mich dazu entschieden, mit ihr eine gefahrene Dressur der Klasse A zu proben, denn es gab oft genug Fahrten, die an die Dressur angelehnt waren und bei denen man eine Kür vorführen musste, die eben jene gefahrene Kür der dazu passenden Dressurklasse war.
      Es war nur eine kurze Zeitspanne, die wir brauchten, um die Lektionen, Gangarten und Figuren der Klasse A in der Dressur zu wiederholen, was wir zunächst vom Sattel aus machten. Dementsprechend konnten wir schon bald auf die Kutsche umsteigen, denn die größte Hürde würde wohl sein, Teddy die Befehle und Hilfen näherzubringen, da wir von den Kommandos, die weiter gingen als über Zügelhilfen, wohl erst einmal fortgehen müssten – oder sie zumindest stark vereinfachen.
      Die Hufschlagfiguren waren noch sehr einfach – ebenso wie die Gangarten. Bei den Lektionen traten zwar bei dem Überbringen auf das Kutschefahren einige Schwierigkeiten auf, doch auch diese schafften wir nach einiger Zeit.
      Nachdem dies abgeschlossen war, konnten wir uns den Lektionen später noch einmal näher zuwenden. Die beiden Figuren waren eine Schlangenlinie mit vier Bögen und zehn Meter-Volten im Trab, welche wir anfangs jedoch sehr viel weiter ließen und mit der Zeit enger durchführten, da Teddy den „Zug“ hinter sich noch nicht ganz gewohnt war, deshalb mussten wir uns eben in kleineren Schritten dem Ziel nähern.
      Genau wie für die Gangarten (Mitteltrab und Mittelgalopp) brauchten wir auch für die Lektionen nicht viel Zeit, obwohl einige umfunktioniert werden mussten. Das Rückwärtsrichten war anfangs ziemlich kompliziert für Teddy, da beinahe komplett auf die Gewichtsverlagerungen verzichtet wurde. Auch das Viereck verkleinen und vergrößern musste komplett gestrichen werden. Seitengänge an der Kutsche waren eine schiere Unmöglichkeit, dementsprechend fiel dieser Aspekt von vornherein vollkommen weg. Der einfache Galoppwechsel jedoch blieb bestehen, und nachdem dann das gesamte Training anschlug und Teddy bald bereit für das Niveau der Klasse A war, war ich mehr als zufrieden.
    • Samarti
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      Sehnsucht, Vorwürfe und Jolinismus
      01. September 2014 - POV: Matthew
      Sie war weg.
      Ich wusste nicht, warum sie mich nicht mitgenommen hatte, stattdessen begleitete Julien sie auf die Reise nach Deutschland und nach Amerika. Sie meinte, es wäre gewesen, weil er endlich mal amerikanischen Ranchboden unter seinen Füßen haben wollen würde, doch ich fühlte mich verletzt – und irgendwie hintergangen.
      Obwohl ich selbst nicht sagen konnte, was da zwischen uns nun war. Wir verhielten uns wie ein Paar, zwar etwas weniger wie ein … frisch verliebtes, doch jeder Außenstehende könnte uns wohl für eines halten.
      Sie hatte mir gesagt, was sie für mich empfand. Vor Monaten. Vor einem halben Jahr, um es genau zu nehmen.
      Es war zu der Zeit gewesen, als wir Streit hatten und wir uns gegenseitig aus dem Weg gegangen waren, doch aus dem Kopf ging sie mir nie.
      Und trotzdem war ich dann gegangen.
      Möglicherweise hätte sie mich dann vergessen und sich einen vernünftigen Freund gesucht, einen, der ihr bedingungslos vertraute. Doch wollte ich das wirklich? Ich wollte sie glücklich wissen, und wenn ich sie nicht glücklich machen konnte, dann sollte sie mich vergessen.
      Denn sie hatte es mir damals unter Tränen gestanden, sie hatte nicht glücklich ausgesehen. Es hatte wehgetan, und auch wenn ich heutzutage daran denke, tut es noch immer weh.
      Ich machte mir Vorwürfe. Vorwürfe, weil ich nicht für sie da gewesen war, wenn sie mich brauchte, wenn sie mich als besten Freundgebraucht hätte.
      Seufzend sah ich auf, legte mein Handy, auf dessen Bildschirm ich die ganze Zeit über gestarrt hatte, an die Seite und stand dann auf.
      Auf dem Weg nach draußen lief ich fast in Joline, die auf einmal wie aus dem Nichts erschienen war und vor mir stand. „Sorry“, murmelte sie nur und wollte sich an mir vorbei drängen, doch ich hielt sie zurück, indem ich nach ihrem Ellbogen griff.
      „Hast du Lust auf einen kleinen Ausritt? Teddy und Ace müssten mal wieder bewegt werden, die könnten ein wenig Waldluft gut vertragen“, schlug ich vor und sah sie erwartend an. Joline wäre nicht Joline, hätte sie nicht „Ja“ gesagt, denn im Nein sagen war sie nicht gerade die Beste. Obwohl sie schon eine lange Zeit bei uns war, hatte sie ihre Zurückhaltung dennoch nie ganz ablegen können und wollte nie jemandem etwas abschlagen, weil sie befürchtete, dass ihr Gesagtes als böswillig empfunden werden könnte.
      Nickend sah sie mich also an, dann gingen wir schweigend nebeneinander zum Stutenstall, um die beiden Reitponydamen aus den Boxen zu entlassen.
      In der letzten Zeit waren Ace und ich besonders zusammengewachsen. Ich hatte ständig bei ihr in der Nähe gestanden und sie wortlos beobachtet oder mich zu ihr in die Box gesellt. Sie vertraute mir bedingungslos, und ich konnte genau dasselbe auch von mir behaupten. Ich schenkte der Stute all das Vertrauen, welches ich aufbringen konnte und genau das schien sie an mir zu schätzen. Anfangs war sie eine richtige Zimtzicke, weil sie sofort mein vollstes Vertrauen in sich haben wollte, doch auch dies dauerte eine Weile. Inzwischen waren wir wohl unzertrennlich.
      Beim Putzen ließ ich mir unglaublich viel Zeit, Joline ging es da nicht anders. Wir genossen die Zeit, die wir mit den Vierbeinern verbringen konnten und so gern ich jetzt bereits im Gelände gewesen wäre und den ruhigen Schritt Ace of Clubs' spüren wollte, die junge Frau, die gerade Teddys Kuschelbedürfnis zu spüren bekam, war dennoch nicht eine derjenigen, mit denen ich hier am besten klarkam. Sie und Elisa waren wahnsinnig gut befreundet, zumindest schien es so zu sein – Mädchenkram, sie erzählten sich alles und tratschten bis tief in die Nacht, stets am Lästern. Wie es schien, nicht nur über andere Personen, auch über mich hatten sie dem Anschein nach eine Menge geredet. Denn so, wie Joline mich inzwischen ansah; mit einem Blick voller Misstrauen und Skepsis, wollte ich ihr eigentlich ungern gegenübertreten.
      Irgendwann saßen wir dann doch noch auf den Rücken der Ponys und schritten gemütlich nebeneinander her, hielten aber einen gewissen Abstand zwischen uns ein.
      „Nur damit du es weißt, ich bin nicht mitgekommen, weil ich mitkommen wollte“, platzte es irgendwann aus Joline heraus. Trocken lächelte ich ihr zu, erwiderte nur ein „Ist nicht so, als hätte ich dich mitgenommen, weil ich es wollte“ und zuckte gleichgültig mit den Schultern.
      Die Atmosphäre war angespannt, doch es störte mich nicht. Ich war froh, dass sie mich in Ruhe ließ und nichts sagte, denn so konnte ich meinen eigenen Gedanken folgen und musste mich nicht noch mit ihrer Stimme herumschlagen.
      „Ich kann dich übrigens nicht leiden. Vielleicht ist dir das noch nicht aufgefallen.“
      „Na nu, Madame Ich-krieg-mein-Maul-sonst-nie-auf, was ist denn heute mit Ihnen los, dass Sie mir so mutig gegenübertreten?“ Meine Stimme triefte nur so vor Sarkasmus und ich konnte es nicht fassen, dass sie mir doch noch auf die Nerven ging. Ich hatte sie nur auf den Ausritt mitgenommen, weil Ace und Trés Jolie sich von allen Stuten am besten verstanden und praktisch unzertrennlich waren – fehlte eine, drehte die andere völlig am Rad und trabte unaufhörlich am Weidegatter lang oder tänzelte ungeduldig in der Box herum, bis sie wieder vereint waren.
      Hin und wieder stupsten die beiden sich mit den Nasen an und achteten auch darauf, im gleichen Tempo zu laufen, damit keiner zurückfiel.
      „Galopp?“
      Die Augen rollend, nickte ich und antwortete auf Jolines Frage mit einem kurzen „Okay“, dann galoppierten wir die zwei Ponys an und ließen ihnen den Freiraum, den sie benötigten. Viel zu bald war das Ende des langen Feldwegs dennoch erreicht und vor uns erstreckten sich die weiten Hügel, in denen sich eine Bisonherde befand, die momentan allerdings nirgendwo zu sehen war.

      „Kein ‚Danke‛, weil ich dich begleitet habe?“, schmunzelte Joline, als wir die beiden Endmaßponys abgesattelt hatten und das Reitzeug gerade in der Sattelkammer verstauten.
      „Nein, wieso denn auch?“, hinterfragte ich ihre Aussage mit einem verwirrten Zucken meiner Augenbrauen und weit geöffneten Augen, „Das war doch selbstverständlich. Du sagst nie Nein.“
      Kopfschüttelnd verließ sie die Sattelkammer und schimpfte leise vor sich hin. „Du bist so ein verdammter Dreckskerl, Matthew! Ich weiß echt nicht, was Elisa an dir findet.“

      Jolinismus, der – Der unbändige Hass auf Personen mit dem Namen Joline Carpani.
    • Samarti
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      Weihnachtliche Vorbereitungen

      12/2014 | 3918 Zeichen
      „Star's Diamond und Trés Jolie befinden sich in den Boxen, holst du eben Ace of Clubs und Romantica? Dann kümmere ich mich noch um Monsta und Goldherz. Julien, nimm du bitte noch Beverly und bring sie in die Box!“, bat ich Joline und Julien im Vorbeigehen im Stall, eilte dann zu den Halfterhaltern und zückte die Halfter der beiden Reitponystuten, welche ich in ihre Boxen bringen wollte. Die verbleibenden Stuten Audio Delite at Low Fidelity, Sambuca, Pina, Star, Yuki, Star und neuerdings auch Hall of Fame standen auch nicht mehr auf der Weide.
      Unbridled Dreams, Skyrim und Bacardi Mojito waren schon gut versorgt und standen in ihrem Stall, ebenso wie Pinero.
      Auch die Hengste des Gestüts – Rapsoul, Kronjuwel, Capriciasso, Diggin' in the Dirth, Levi, Unbroken Soul of a Rebel und Cardillac – machten sich bereits eifrig über ihr Futter her.
      Es war ein anstrengender Tag gewesen und die Kälte machte dies nicht besser. Nächsten Samstag sollten es bis zu -25 Grad Celsius werden! Minus!
      Umso glücklicher war ich, als ich endlich mit Julien im Haus verschwinden und mich vor den Kamin schmeißen konnte. Doch natürlich musste diese schöne Stille direkt unterbrochen werden.

      »Last Christmas I gave you my heart,
      But the very next day, you gave it away.
      This year, to save me from tears,
      I'll give it to someone special.«

      „Mach es sofort aus!“, rief ich verzweifelt und stürzte in Richtung des Radios, um dieses schreckliche Lied endlich zum Verstummen zu bringen. Es war genau wie letztes Jahr, als wir an Heiligabend alle beisammen waren und plötzlich Last Christmas ertönte. Jedes Jahr war es dasselbe, dämliche Lied, welches die Radiosender in Dauerschleife auf und ab spielten, und es nervte mich. Umso schöner war die Stille, wenn die letzten Töne verklungen und ich diese Melodie nicht mehr hören musste.
      Möglicherweise war ich ein Weihnachtsmuffel, den man erst einmal in Stimmung bringen musste, doch genau mit diesem Lied ging es in die ganz falsche Richtung, weshalb das Radio bei uns an Heiligabend ein totales No-Go war.
      „Ich sag' es zwar nicht gern, aber Matthew hat mich geschickt, um dir zu sagen, dass er mit dir reden möchte“, stürmte Joline in das Zimmer und vergewisserte sich erst dann, dass niemand in der Nähe war. Bis auf Julien war dies nicht der Fall – und der konnte es meinetwegen wissen.
      „Woher der plötzliche Sinneswandel?“, wollte ich fragen, doch ich hielt lieber meinen Mund und nickte ihr dankend zu, ehe ich zu Matthew ging, von dem ich wusste, dass er sich in seinem Schlafzimmer verkrochen hatte.
      „Hey“, lächelte Matthew mich zaghaft an, nachdem ich sein Zimmer betreten hatte und wir uns einige Minuten stillschweigend und irgendwie steif angesehen hatten. Still erwiderte ich sein Lächeln und seufzte dann.
      „Äh, ich wollte dir nur sagen, dass ich es total schade finde, wie es gelaufen ist und … na ja, es tut mir leid.“ Der Mann hob den Blick und sah mir direkt in die Augen, was mir einen Schauer über den Rücken sandte.
      „Schon … okay“, stammelte ich nervös und nickte dann, „mir tut es auch leid. Vergeben und vergessen?“
      „Ich verspreche dir, ich versuche, mich zu bessern. Du hast mir wirklich gefehlt.“ Angespannt stand er von seinem Stuhl auf und bewegte sich auf mich zu.
      „Ich hab dich wirklich vermisst“, flüsterte ich in Matthews Schulter, als er mich in seinen Arm genommen hatte und ich mich an seine Brust kuschelte. Ich liebte es, wenn Männer gut rochen – und dieses Exemplar tat dies momentan ganz besonders gut.
      Nach einer Weile entfernten wir uns etwas voneinander, doch der Mann vor mir beobachtete mich noch immer ganz genau und sah mir eindringlich in die Augen. Seine Augen wanderten zwischen den meinen und meinen Lippen hin und her, und auch, wenn ich intuitiv wusste, worauf er hinaus wollte, zögerte ich keine Sekunde, als der Abstand zwischen unseren Mündern immer kleiner wurde und schließlich ganz verschwunden war und wir unsere Lippen versiegelten.
    • Samarti
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      Fahren A-L
      31. Dezember 2014
      Mein nächstes Pony, das ich trainieren wollte, war Trés Jolie. Sie wollte ich in der Disziplin Fahren auf das L-Niveau trainieren.
      Hierbei entschieden wir uns für das Dressurfahren. Das Training unterteile sich also in drei Abschnitte: die Hufschlagfiguren, die Gangarten und die Lektionen. Dabei übten wir alles zunächst vom Pferderücken aus, bis es unter dem Sattel vernünftig klappte, danach würde ich dem Teddypony das Ganze an der Doppellonge und schließlich an der Kutsche beibringen.
      Hierbei übten wir immer wieder eine Kür der Klasse L, die den Anforderungen einer Prüfung entsprach.
      Im Arbeitstrab fuhren wir ein und hielten bei X, wo wir die imaginären Richter grüßen mussten. Danach ging es wieder im Arbeitstrab weiter, wechselten auf den Mittelzirkel und fuhren ein halbes Mal herum, bevor wir durch den Mittelzirkel wechselten und eine ganze Bahn im Arbeitstrab fuhren. Danach wechselten wir auf die linke Hand und fuhren nun im Arbeitsgalopp weiter, danach wechselten wir in den Mittelgalopp. Nur kurze Zeit später ging es wieder im Arbeitsgalopp weiter. Nach einer ganzen Bahn parierte ich Jolie wieder in den Arbeitstrab durch und wechselte mithilfe eines Wechsels durch die ganze Bahn wieder auf die rechte Hand, ehe wir erneut auf die Mittellinie wendeten und bei X wieder zum Halten kamen, um die Richter zu verabschieden. Danach verließen wir im Schritt die Bahn.
      Als ich mir sicher war, dass alles so funktionierte, wie es sollte, beendete ich das Training damit und trug in Jolies Trainingspass ein, dass die Reitponystute nun im Fahren L-fertig war.
    • Samarti
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      Alle lieben Matthew ...
      28. Februar 2015 - von Gwen
      Es war etwa zehn Uhr und ich war etwas spät dran. Binnen Sekunden war ich aufgestanden und angezogen. Dann jagte ich die Treppe herunter, schnappte mir nur einen Apfel und weiter gings direkt in den Stall. Dort holte ich Ahyoka aus der Box, putzte die Fuchsstute gründlich und sattelte sie dann. Das Ganze schaffte ich tatsächlich in einer halben Stunde, aber dann musste ich auch schon los. Da Ahyoka noch tierische Angst im Gelände hatte, musste ich sie führen und so war der Weg rüber zu Elisa wesentlich weiter als sonst. Aber dafür blieb Ahyoka verhältnismäßig entspannt, zumal es hier im verschneiten Wald kaum etwas gab, was sie erschrecken konnte, denn noch lag alles ruhig unter einer dicken Schicht Schnee versteckt.
      Als wir endlich bei Elisa ankamen, war ich halb durchgefroren, aber Ahyoka schien ganz zufrieden. Im Stall trafen wir auf Elisa, die gerade Très Jolie noch fertig bandagierte und mir in der Zeit eine Tasse Tee anbot, die ich sofort dankend annahm. Und dann ging es auch schon in die Halle. Wir stiegen auf und ritten die Pferde im Schritt am langen Zügel erst einmal in Ruhe warm, während wir noch ein wenig quatschten. Heute stand für uns beide mal wieder ein ausgiebiges Dressurtraining auf dem Programm, denn auch bei uns schlichen sich gerne Fehler ein. Unser Reitlehrer würde Matthew sein, der momentan nicht mehr so erpicht auf uns war. Als wir ihn fröhlich angrinsten, als er die Halle betrat, hatte er gleich wieder die Nase voll.
      „Na dann zeigt erst einmal, was ihr könnt. Lockert die Pferde im Schritt und Trab“, meinte er schroff, setzte sich auf die Bande und beobachtete uns mit Adleraugen. Es dauerte nicht gar so lange, bis Elisa und ich nur so mit Verbesserungen beballert worden. „Gwen! Was soll das? Nimm den äußeren Zügel an und halte sie mit deinem äußeren Schenkel im Zaum, sie darf nicht immer ausbrechen!“, knurrte er, nachdem unsere dritte Volte immer noch mehr wie ein Ei aussah. Seufzend parierte ich zum Schritt durch und übte erst einmal in der langsameren Gangart unser Problem. „Und was ist das Elisa? Soll das Schenkelweichen sein? Das ist doch nicht parallel zur Bande! Und Jolie ist viel zu sehr gestellt! Lass ihr mehr Raum, sonst kann sie keinen Schwung aufbauen!“
      So ging das die gesamte Stunde und danach waren nicht nur die Pferde vollkommen durchgeschwitzt, sondern auch wir. Matthew verließ uns kurz darauf und wir ritten die Stuten noch schweigend ab. Man konnte ja nicht behaupten, dass Matthew ein schlechter Lehrer war, im Gegenteil, er war einer der besten, aber wenn er schlechte Laune hatte, war er einfach unerträglich! Den Pferden gönnten wir nun erst einmal ein Bad unter dem Solarium, so wurde Ahyoka auch wieder schön trocken und ich würde mich beruhigt auf den Heimweg machen können – nach einer kurzen Pause.
    • Samarti
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      Fahren L-M
      16. März 2015
      „Na, guck mal, was ich hier habe!“, rief ich spielerisch aus und tänzelte mit einer knallorangen Pylone auf dem Kopf herum, während Trés Jolie mich nur verwirrt beobachtete und hin und wieder ein Büschel Gras vom Rande des Reitplatzes suchte, auf dem sie dann lustlos herumkaute.
      Wie ich es nicht anders von Jolie erwartet hatte, so war sie bereits zu Beginn meines Schauspiels auf mich zugekommen und hatte neugierig an der Pylone geschnuppert; sie mir sogar vom Kopf geschubst, als sie sie mit der Nase sanft angestupst hatte.
      Als ich direkt vor ihr stand, noch immer mit der Pylone auf dem Kopf, ließ ich diese kurz los und mit einem Plumps fiel sie auf den Boden des Platzes, wo sie den Sand aufwirbelte. Zwar zuckte Jolie kurz zurück, doch kurz danach senkte sie den Kopf und beschnupperte das orange Etwas.
      „Fein machst du das“, lobte ich das Pony und klopfte stolz ihren Hals. Teddy war nie diejenige, die Angst vor etwas hatte, doch bevor wir mit dem Training beginnen würden, wollte ich sie an die orangen, bösen Dinger gewöhnen. Mission erfolgreich!
      Nachdem sie im Dressurfahren nun schon auf L-Niveau war, wollte ich mich mit ihr lieber mit dem Hindernisfahren beschäftigen, um später auch im Geländefahren mit ihr starten zu können. Dazu bildete das Hindernisfahren gewissermaßen eine perfekte Vorbereitung, da eben diese Hindernisse, die ebenfalls begrenzt wurden, auch im Geländefahren irgendwie irgendwo vertreten waren.
      Da Jolie jedoch keinerlei Probleme mit den Pylonen hatte, hatte ich sie auf einer großen Wiese aufgestellt und den Palomino vor die Kutsche gespannt, um mit ihr direkt ins Training einzusteigen. Dementsprechend ging es erst im Schritt durch die Pylonen, um Teddy daran zu gewöhnen, diese zu durchqueren und nicht umzuschmeißen oder auch zu berühren. Bei dem kleinsten „Körperkontakt“ von Pylone und Kutsche konnte der kleine Ball, der oben auf der Pylone angebracht wird, abgeworfen werden, was bei einer Prüfung drei Strafpunkte für das Gespann bedeutet. Dementsprechend war ich natürlich darauf bedacht, dass Teddy ein Gefühl dafür bekam, die Hindernisse zu bewältigen, ohne eben jene Strafpunkte zu provozieren.
      Zwar hatten wir das Ganze erst im Schritt geübt, doch da die Hauptgangart hier der Trab war, zumindest noch in der Klasse L, übten wir alles nochmal im Viertakt. Anfangs bemerkte ich noch, wie schwierig es für Jolie war, sich so zu koordinieren, dass die Bälle auf den Kegeln liegenblieben, doch gemeinsam schafften wir es, uns gut anzupassen und den Parcours zu durchqueren, ohne jegliche Strafpunkte kassiert zu haben. Demnach konnte ich das Training guten Gewissens beenden – auch, wenn es noch etwas Arbeit wäre, alles zu verfeinern, so war Jolie doch inzwischen auf einem beständigen Niveau im Fahrsport.
    • Samarti
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      Wenn auf den Rest kein Verlass ist
      31. März 2015
      „Im Ernst? Ihr könnt doch nicht einfach abspringen!“, entgeistert starrte ich Joline und Matthew an, aber die waren schon so gut wie fast weg. Na toll, wenn ein Mann fehlte, da ging es hier auch direkt drunter und drüber! Dementsprechend hatten nun sechs Stuten für heute bisher keine Beschäftigung. Alleine würde ich die aber definitiv auch nicht schaffen und großartig Lust hatte ich dazu ehrlich gesagt auch nicht, also hieß es nun schnell eine Lösung zu finden.
      Aber vorher wollte ich zumindest zwei davon alleine machen, als Gestütsleiterin musste schließlich (und leider) auch ich Initiative zeigen. Deshalb holte ich meine hübsche Namida von der Weide und putzte sie erst einmal gründlich. Die Stute hatte mal wieder jedes Matschloch auf der Weide ausfindig gemacht und so sah sie auch aus. Also begann ich seufzend zu putzen und brauchte eine gute halbe Stunde.
      Danach stattete ich sie mit Kappzaum und Longe aus und auf ging es. Ein wenig Bodenarbeit und Muskelaufbau würde ihr sicherlich nicht schaden. Demnächst sollte immerhin auch Namida Turniere gehen und wenn mein Team dann auch mal wieder Zeit hatte, würde sie auch in Form kommen, aber heute war nun einmal leider ich dafür zuständig.
      Anfangs war ich recht unmotiviert, aber Namida machte gut mit und so arbeiteten wir tatsächlich eine halbe Stunde recht anständig mit guten Resultaten. Danach spritzte ich Namidas Beine ab und die Stute durfte zurück auf ihre Weide. So konnte ich sie zumindest schon einmal von der Liste streichen, wer nun? Diamond? Yuki? Oder doch Sambuca?
      Auf keine hatte ich wirklich Lust, stattdessen holte ich mir Romantica von der Weide, putzte und sattelte meine Scheckstute und ging mit ihr auf den Reitplatz. Ein wenig lockeres Reiten würde auch ihr mal wieder gut tun. Und sie machte gut mit, ich sollte eindeutig mal wieder öfter meine Stuten reiten, dachte ich mir grinsend.
      Nach der entspannten Stunde, gönnte ich mir eine kleine Pause und entschied dann, Gwen anzuhauen. Die hatte immer Zeit, also ja wohl auch heute! Mein Plan war einfach und hoffentlich ging er auch auf. Zumindest stand schon einmal Gwen eine halbe Stunde später vor dem Stall.
      Vier Stuten brauchten noch Bewegung und ich dachte an einen gemeinsamen Ausritt. Gwen und ich und jeder mit einem Handpferd. Risikoreich? Vielleicht. Praktisch? Auf alle Fälle!
      Und so war es entschieden: Gwen setzte ich auf Sambuca und als Handpferd bekam sie Yuki, da würde schon nichts schiefgehen. Ich würde Très Jolie, kurz Teddy, reiten und Star’s Diamond als Handpferd nehmen. Also machten wir die Stuten fertig und schon ging es los.
      Anfangs war es echt anstrengend und schwer, aber allmählich hatten wir beide den Bogen raus und dann klappte es besser als gedacht und wir kamen gut vorwärts. Es war ein recht entspannter ausritt ohne großartige Vorfälle und so kamen wir sechs auch heile wieder auf CHS an.
      „Perfekt!“, meinte ich lächelnd, nachdem auch die restlichen Stuten wieder auf der Weide standen, da hatte ich doch mal wieder alle unter einen Hut bekommen, ich war ein wahres Naturtalent! Aber das wusste ich ja schon.
    • Samarti
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      April, April!
      04. April 2015 - von Gwen
      Schon den ganzen Morgen rannte ich mit einem fetten Grinsen im Gesicht herum. Seit gestern Abend stand ein neuer Vierbeiner bei uns im Stall, aber nur zwischenzeitlich. Heute sollte er nämlich umziehen, zu Elisa. Fröhlich frühstückte ich und kümmerte mich dann um die Stallarbeit. Danach holte ich den neuen Hengst aus seiner Box und band ihn in der Stallgasse an. Gründlich begann ich ihn zu putzen. Erst mit einem groben Striegel einmal komplett drüber, danach mit unterschiedlichsten Bürste erst der Körper, dann die Beine und dann das Langhaar.
      Danach ging es mit einem weichen Lammfell über den Kopf und nochmal komplett über seinen Körper. „Oh er ist so hübsch! Können wir ihn nicht behalten!“, seufzte Kathy traurig, welche sich daran machte, dem Hengst die Hufe schön zu machen, während ich ihm bereits die schwarz-goldene Abschwitzdecke überwarf. Lachend schüttelte ich den Kopf. „Ich glaube Azrael wird es bei Elisa perfekt gehen“, meinte ich grinsend und tauschte das Lederhalfter gegen die Trense. Dann musste Azreal warten, was für ihn aber nicht sonderlich schlimm war, da Kathy ihn die gesamte Zeit betüddelte. Ich putzte und sattelte derweil fix Altair.
      Der sah neben dem schlanken Fuchs wie ein kleines dickes Pony aus. „Aber ich hab dich trotzdem lieb“, meinte ich lachend und umarmte ihn kurz. Dann führten wir die beiden Hengste aus dem Stall, ich schwang mich in Altairs Sattel und Kathy reichte mir Az‘ Führzügel. „Viel Spaß!“, rief sie uns noch zu und dann war sie auch schon außer Sichtweite und wir mitten im Wald. Az lief problemlos neben uns her und gebärdete sich keineswegs, aber das würde noch früh genug kommen, sobald er die Stuten von Elisa erspüren würde. Und so war es dann auch, als wir die Geländestrecke erreicht hatten und wie Weiden in Sichtweite kamen, wurde Az zunehmend aufgeregter und tänzelte neben mir her.
      Ich klingelte Elisa kurz an und bat sie, mir bei einem Problempferdchen zur Hand zu gehen. Sie war natürlich direkt absolut genervt und sah gar nicht ein, sich noch einen Chaoten in den Stall zu stellen. „Sicher, dass du diesen Wunderschönen nicht in deinem Stall stehen haben willst?“, fragte ich sie lachend, als wir vor dem Stall anhielten. Ungläubig starrte Elisa den Fuchshengst an, welcher aufgeregt den Hals gewölbt hatte und dadurch nur noch stattlicher wirkte. „Woah! Der ist ja toll!“, begann sie zu schwärmen. „Tja, April, April!“, meinte ich lachend und erhielt daraufhin direkt einen genervten Blick von Matthew, der gerade von dem Geländetraining kam.
      Er saß auf der hellen Teddy und ehe ich ihn vor Az‘ Hengstigkeit warnen konnte, passierte es beinahe: Az sah Teddy und drehte total auf, er konnte es anscheinend gar nicht fassen so eine schicke Dame zu sehen. Schnell reichte ich Elisa den Führstrick und schwang mich aus den Sattel, um Az an der Trense zu packen, während Matthew von Teddy abstieg und diese davon führte. „Mal sehen, was ich mir von ihm noch anhören darf“, murmelte ich leicht verächtlich und blickte Matthew nach. Momentan war er immer so ein Miesepeter!
      „Was ist eigentlich aus dem immer gut gelaunten Matthew geworden?“, fragte ich Elisa, welche daraufhin nur die Schultern zuckte, sie war vollkommen verzückt von Azrael und gerade nicht ansprechbar. Der Hengst bekam direkt die Box ganz vorne im Stall, wo er alles im Blick hatte und wurde die nächste halbe Stunde ausgiebig betüddelt. „Ich dachte, dass wir vielleicht auch noch einmal auf die Geländestrecke gehen?“, fragte ich Elisa und riss sie so aus ihren Gedanken. Verwirrt blickte sie auf und nickte dann. „Ja ja, klar!“, meinte sie und machte geschwind Levi fertig, so dass wir dann mit unseren beiden Hengsten ins Gelände konnten.
      Gerade hatten wir auch Glück mit dem Wetter, es war zwar grau und bewölkt, aber wenigstens regnete es nicht! Und ab und an schien sogar die Sonne! Dementsprechend wählten wir heute die mittlere Geländestrecke und bewältigten diese relativ gut, obwohl der Boden aufgeweichter war als gedacht und wir mit mehr Bedacht und Vorsicht reiten mussten. Dann trennten sich auch schon unsere Wege, Elisa ritt zurück zum Stall, um weiter Azrael anzuschmachten und ich machte mich zufrieden auf den Heimweg.
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  • Album:
    2.1 - Hauptstall
    Hochgeladen von:
    Samarti
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    1 Apr. 2017
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    Rufname: Teddy
    geboren: August 2003 | Alter: 13 Jahre

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    Rasse: Deutsches Reitpony
    Geschlecht: Stute
    Farbe: Isabella Palomino
    Stockmaß: 150 cm

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    Beschreibung:

    Très Jolie verdankt ihren Namen ihrem schönen Äußeren. Mit den lebhaften, freundlichen Augen und ihrer schicken Farbe präsentiert sie sich ihrer Umwelt und zieht somit alle Blicke auf sich. Während die Ohren neugierig gespitzt sind und sie ihre Umgebung eingehend betrachtet, prägt sie sich alles ein, was ihr über den Weg läuft. Das schicke, helle Fellkleid und der sportliche, rassetypische Körperbau sowie die liebenswürdige Ausstrahlung machen sie zum Publikumsliebling bei Shows oder Turnieren.
    Zwar braucht die Stute etwas, bis sie sich sicher ist, dass jemand ihr Vertrauen verdient hat, dennoch ist sie wohl eines der verschmustesten Tiere auf dem gesamten Gestüt. Sofort kommt sie angetrabt, um sich ihre tägliche Kuscheleinheit abzuholen, sobald man sich in ihre Nähe begibt, und ganz nebenbei liebkost sie die Person dann vorsichtig, wobei sie stets darauf achtet, niemanden zu verletzen. Diese Leidenschaft zum Kuscheln brachte ihr den Spitznamen „Teddy“ ein, wie sie inzwischen häufig liebevoll genannt wird.
    Der Isabella Palomino ist zwar aufgeschlossen und offenherzig, dennoch vertraut sie nicht jedem sofort, auch wenn dies zunächst einmal so zu sein scheint. Zwar ist sie auch gegenüber fremden Lebewesen oder unbekannten Dingen eher weniger scheu, sondern tritt mutig voran, um es zu untersuchen. Dennoch dauert es bei ihr etwas, bis sie sich jemandem hingibt, und um dies zu schaffen, braucht es viel Geduld, Zeit und vor allem Zuwendung. Doch wenn dies einmal geschafft ist, kann man sich sicher sein, eine Freundin fürs Leben gefunden zu haben.

    Eines der wenigen Ponys des Gestüts, dessen Eignung beim Fahren liegt, ist diese Isabella Palomino Stute. Sie zeigte schon früh, dass ihr dies mehr Spaß macht als die Dressurarbeit oder auch das Springen, weshalb bereits klar war, dass sie später einmal in diesem Gebiet eingesetzt werden würde. Dennoch liebt sie auch die Ritte durch die Natur, in denen sie einfach mal die Seele baumeln lassen kann.


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    eingeritten [] | eingefahren []
    Reitstil: Englisch


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    Dressur A | Springen S| Fahren S*

    SK 430
    56. Synchronspringen
    284. Galopprennen
    282. Westernturnier
    75. Synchronspringen
    298. Springturnier
    304. Dressurturnier
    229. Fahrturnier
    83. Synchronspringen
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    zur Zucht zugelassen [
    ]
    steht als Leihmutter zur Verfügung [
    ]
    Erreichte Punktzahl: 20

    Gencode: ee aa Cc

    Carenté-Pferd []
    Decktaxe: n. v.


    Besitzer: Samarti
    Ersteller: Elii

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    gechippt []
    Letzte Kontrolle: 05/2015
    Letzte Impfung: 05/2015 | Letzte Wurmkur: 05/2015


    beschlagen []
    Letzte Kontrolle: 05/2015

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    Offizieller Hintergrund


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