Sevannie

Tomenko - Noriker

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Tomenko - Noriker
Sevannie, 17 Aug. 2015
    • Sevannie
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      2 Feinde für's Leben?
      Endlich! Meine langersehnten Fohlen Tomenko und Delyx fuhren gerade auf den Hof. Als ich gestern abend den Anruf für ihre Ankunft erhielt, konnte ich nicht schlafen. Gemeint waren Tomenko, ein bildhübscher Norikerjunghengst, und Delyx. Ein Gefährte für Tigrotto. Die beiden waren unterschiedlicher wie es zwei Fohlen nicht hätten sein können, und das zeigten sie auch in ihrer Affektion sich gegenüber. Überglücklich bedankte ich mich bei Floooh, die die beiden hergebracht hatte. Delyx tollte um Tomenko herum, der schien sich davon nicht ablenken zu lassen und ließ sich von mir streicheln. Als der kleine Tollpatsch in Tomenko reinlief, legte der genervt die Ohren an und stampfte warnend auf. "Ho, ho!", ich ergriff die Stricke der beiden Fohlen und führte sie dann separat in die Stallungen.
      Zunächst nahm ich das Miniature-Horse Fohlen und ging mit ihm auf die Weide. Tigrotto stand bereits dort und wirkte wie aufgeheitert. Sie lief auf uns zu und verbrachte eine lange Zeit, mit dem Hengstfohlen zu spielen und ihn anzustupsen. Tomenko, der nur desinteressiert neben mir stand. "Ja, du willst gefordert werden, nicht wahr?" Geistesabwesend kraulte ich seinen Hals und marschierte dann mit ihm auf den Privatweg des Hofes. Der erstreckte sich außerhalb der Weiden und der Sportanlagen und so liefen wir eine Weile lang im Schritt über den Pfad. Dann schnalzte ich ein Mal und im flotten Trab ging es weiter. Kurze Zeit später waren wir wieder beim Stall, wo ich ihn lobend klopfte und die Hufe auskratzte.
      Auf der Weide waren Tigrotto und Delyx emsig dabei, rumzurennen und zu wiehern. Meyja lag unter einer Buche und döste. Tomenko hingegen tat einen großen Bogen um die Kleinen und knabberte an etwas Gras. Der Tollpatsch hatte viel Spaß, mit dem Stutfohlen zu spielen und stubste sie ständig an. Dann raste der Blitz auf Tomenko zu. Doch dieser wirkte nur abgeneigt von seiner Ungestümtheit und ging ein paar Schritte weiter.
      Etwa zwei Stunden später brachte ich alle Pferde rein. Tomenko brachte ich als erstes rein, da er und Delyx sich wohl nicht gut verstanden.
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      Stresstest

      Es war sieben Uhr morgens. Felix, Carsten und Tobias saßen bei mir in der kleinen Küche und redeten über ein Fußballspiel ihres Vereines, während ich ein Pferdemüsli für die Fohlen zubereitete. Die drei Söhne des Bauern nebenan – gut, es waren zwei Kilometer Entfernung – wollten sich heute gutes Geld verdienen. Mein Reitplatz war aufgrund des Regens der vergangenen Tage teilweise aufgeschemmt, sodass der ganze Bodenbelag entfernt und neu gelegt werden musste. Als das Müsli fertig war, scheuchte ich die Jungs hinaus. In meinem Kopf wiederholte ich die Liste an Aufgaben, die ich heute erledigen musste:



      • Futter nachbestellen ()​

      • Sattelfett nachbestellen ()​

      • Pferde von dem Paddock holen ()​

      • Fohlen unterhalten ()​

      • Meyja reiten ()​

      • Futter- und Wasserbehälter in Stall und auf den Weiden reinigen ()​

      • Ausmisten ()​

      • Reitplatz fertig machen ()​

      • Weide für Beginn Mai kontrollieren (Beginn Weidesaison!) ()​

      • Benedick begutachten ()​


      "Also – ihr bringt den Ober-, Mittel- und Unterbelag des Platzes mit der Schubkarre auf den Vorplatz. Danach einfach wieder neu legen, ja? Um zehn Uhr kommte ich kurz vorbei und bringe euch was zu essen." Die Jungs nickten nur. Der Reitplatz war etwa 25 x 60 Meter groß, es würde einige Stunden dauern, bis er komplett fertig gemacht wurde. Der große Müslibottich (Hafer, Apfel- und Möhrenstücke, Minerale und Brötchenstücke) kam mit mir in die Futterkammer. An dem Schwarzen Brett hing eine Liste mit Bestellungen. Die ging ich kurz durch. Dann zückte ich mein Handy und rief bei dem Lieferanten an. Innerhalb der nächsten drei Tagen wäre die Lieferung dann da, sagte er mir. Check, zwei Punkte abgearbeitet. Weiter ging es mit Meyja. Die Fohlen konnten ruhig noch spielen, aber die Stute wollte ich zunächst reiten.

      *
      Meyja lief mir bereits entgegen. Ich streichelte sie hinter den Ohren und führte sie dann auf den Putzplatz. Ihr Sattel- und Putzzeug war bereits da, daher konnte ich sie putzen und anschließend satteln. Mit einem prüfenden Blick auf den Gurt machte ich den noch ein Loch enger – Meyja schnaufte einmal – und saß dann auf. Gerade als ich sie antreiben wollte, klingelte mein Handy. Bella sagte mir gerade Bescheid, dass Benedick gegen elf ankommen würde. Ich bedankte mich bei ihr, steckte mein Handy weg und trieb die Isistute dann vom Hof für einen Ausritt über die nahegelegenen Felder.
      ...
      Im Tölt kamen wir wieder auf den Hof an. Nach einer guten dreiviertel Stunde war für die Stute auch Schluss. Vor dem Stall saß ich ab, band die Stute fest und sattelte sie ab. Dann kratzte ich ihr noch die Hufe aus und stellte sie auf die kleine Weide. Die war für das ganze Jahr geöffnet, im Gegensatz zu der Sommerweide. Die musste auch noch kontrolliert werden. Das aber erst später. Meyja bekam noch einen großen Apfel und ging dann auf die Weide.
      Ich stromerte zum Reitplatz. Die drei Jungs waren emsig dabei und hatten den Platz in Quadrate eingeteilt. Die Hinteren waren beide komplett frei – der Betonguss war zu sehen. Ich lobte die Jungs und schaute auf die Uhr. 8.15 – genug Zeit, um die Boxen auszumisten und dann die Fohlen zu bespaßen.

      Die Boxen waren in einem akzeptalen Zustand. Die Einstreu und die Äpfel wurden kurzerhand auf den Misthaufen verfrachtet und die Boxen wieder mit Einstreu belegt. Dann ging ich auf den Paddock und holte Delyx und Tigrotto. Die beiden waren Feuer und Flamme und eifrig dabei, an mir hochzuspringen. Tomenko lief brav mit, der Strick um seinen Hals locker gelegt, und folgte den Kleinen in die Rundhalle. Auf der Bande lag ein Stoffball – solche, die man auch von der Grundschule kannte, die meistens nach einigen Tage herausgerissene Fetzen besaßen. Die Fohlen wurden abgehalftert. Sofort preschte Delyx los, sprang übermütig herum. Sogar Tigrotto schnaufte, als würde sie sagen wollen: "Nicht übertreiben!" Doch sobald der Ball ins Spiel kam, war auch sie begeistert dabei und spielte mit Delyx zusammen. Sogar Tomenko, der eigentlich nicht davon begeistert war, tollte mit den deutlich kleineren Fohlen herum und trat den Ball gegen die Wand.
      Ich stand die Zeit lang etwas abseits am Tor und beobachtete wie die Jungtiere sich wälzten, spielten, sich jagten und so weiter. Dann aber pfiff ich einmal laut. Tigrotto und Delyx hörten sofort auf und liefen auf mich zu. Ich kraulte ihr verdrecktes Fell und nahm den Ball mit. Auch Tomenko folgte mir jetzt zurück zum Stall. Ich band die Fohlen fest und holte dann mit der Wurzelbürste und einer normalen Bürste all den Staub und Sand aus dem Fell und dem Behang der Fohlen. Innerhalb von wenigen Minuten war ich leicht verschwitzt und der Boden mit einer dünnen Sandschicht bedeckt. Etwa fünfzehn Minuten später waren sie fertig und ich stellte sie zu Meyja auf die kleine Weide. Tigrotto schmuste sofort mit der Isländerstute herum, Delyx jagte einen Vogel und Tomenko stand abseits und graste ruhig und zufrieden.

      Mit dem Besen fegte ich den Platz sauber und ging dann auch gleich in die Stallungen, damit der Boden nicht mehr staubig ist. Wo ich gerade beim Säubern war – mit einem Eimer warmen Wasser, einem Schwamm und Handtüchern verbrachte ich die nächste Stunde damit, die Futter- und Wasserbehälter des Hofes zu reinigen, damit keine Infektionen oder Krankheiten auftreten konnten.

      *

      Es war halb zwölf. Bella und Benedick standen im Stau, und weil ich bereits die Sommerweide kontrolliert habe – Zäune, den Unterstand, Tröge, Bäume und Giftpflanzen – hatte ich jetzt schon bereits das meiste erledigt. Auch die Jungs waren fast fertig. Es fehlte nur noch die Oberschicht aus Spänen und groberem Sand, zum Abfedern der Sprünge und zum Schutz der Gelenke. Dann gab es eine weitere Pause.

      Ein Auto hupte. Voller Freude sprang ich auf, und lief vom Reitplatz quer über den Hof zum Parkplatz. Bellas alter Wagen stand da, mit dem großen Hänger. Wir tauschten eine herzliche Umarmung aus. Aus dem Hänger hörten wir ein lautstarkes Schnauben.
      Benedick, ein seltenes Kroatisches Kaltblut, war schon etwas mitgenommen, aber ich hatte sofort zugeschlagen und ihm eine Box vorbereitet. Der Wallach mit den Rückenproblemen hatte es mir sofort angetan.
      Er stapfte langsam die Luke hinunter und blieb direkt vor mir stehen. "Ich find ihn klasse." Sagte ich und nahm den Strick des Kaltblutwallachs. Er lenkte seine Aufmerksamkeit nun auf mich und ließ die Hand, die nun über seinen Hals zu seinem Rücken, die Kuppe hinunter bis zu den Beinen streichte, argwöhnisch machen. Ich klopfte kurz seinen Hals und reichte ihm ein halbes Brötchen. Krümmelnd fraß er dieses auf. "Willst du noch bleiben?"
      *

      Es war vier Uhr Nachmittag. Die Bauernjungen waren bereits mit Geld und Kuchen abgedampft. Sämtliche Aufgaben waren erfüllt. Gemeinsam mit Bella brachte ich die Pferde in den Stall – Benedick war bereits in seiner Box untergebracht. Zum Abschluss gab es noch für jeden das selbstgemachte Müsli und ein paar kleine Erdbeeren für den süßen Geschmack. Dann ging es in mein Bad für eine entspannende Dusche und einen gemütlichen Resttag.
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      Ein Tag auf dem UHAP Ocean Wave

      Da Catalina unterwegs war um Aufträge unseres gemeinsamen Ausbildungsbetriebs abzuarbeiten, kam heute eine Menge Arbeit auf mich zu. Dank des schönen Wetters hatten die Isi Stuten unseres Hofes bereits einen Tag auf der Weide bekommen, denn ich hatte Vidja, Slaufa, Vinkona, Stássa und auch Catalinas Meyja heute Morgen bereits auf die Weide gebracht. Laufey befand sich im Training und musste deshalb mit Morgaine, Winter Cloud, Little Miss Sunshine und Benedick auf der Koppel bleiben.
      Für den heutigen Tag hatte ich kein großes Training geplant. Nur einen Strandritt mit Cloudy und Benedick als Handpferd. Es war relativ warm und ich hoffte das das laufen in der Ostseebrandung dem Wallach mit den Rückenproblemen helfen würde.
      Noch war es früh am Tag und die Sonne stand noch nicht so hoch wie gegen Mittag, also nutzte ich die Zeit um mich mit den Fohlen auf ihrer kleinen Koppel zu beschäftigen. Die Minis Tigrotto und Delyx und der Jährling Tomeko waren allesamt mit Cata auf den Hof gezogen und Tabea hatte die Minis sofort geliebt. So wunderte es mich nicht die Halfter der Beiden nicht vor zu finden. Tabi stand bereits mit den zwei kleinen Pferdchen am Putzplatz und verwöhnte sie gehörig, sodass es mir übrig blieb Tomeko zu holen und ebenfalls gründlich zu säubern.
      „Du bist ein Dreckpferd.“ schimpfte ich belustigt und bürstete trockenen Schlamm und eine Menge loser Haare aus dem Fell des Jährlings.
      Als meine kleine Schwester und ich die drei kleinen Pferde gesäubert hatten, holte ich aus der Sattelkammer einen großen, roten Gymnastikball. Der Ball hatte mir schon bei meinem ersten Pflegepferd gute Dienste geleistet und heute wollte ich testen ob Catas Fohlen genau so begeistert mit dem Spielzeug toben würden wie Crimetime.
      Während Tabea sind mit Ball und Fohlen beschäftigte, holte ich mir entsprechendes Werkzeug und begann die Fohlenweide abzuäppeln.
      Unangenehmere Arbeiten wie diese gehörten zwar zur Pferdehaltung und mussten regelmäßig erledigt werden, trotzdem war ich froh als ich endlich Benedick und Winter Cloud holen, putzen und Satteln konnte.
      Während ich ich Richtung Stand davon ritt, hatte Tabea sich die Stute Little Miss Sunshine geholt und auf dem Platz etwas Bodenarbeit begonnen. Das ehemalige Reitschulpferd war im Training ein gutes Stück hinterher und sie hatte es sich zum Ziel gesetzt dieses Defizit auszugleichen.
      Mittlerweile hatte ich meine Pferde ins Wasser gelenkt. Der Stand war hier gute zwei Kilometer lang und eben. Kaum ein Mensch kam hier zum Schwimmern her und man traf nur ab und zu auf Spaziergänger mit Hunden. Ungestört konnte man hier reiten und als ich an die Buschinsel gelangte die 'unseren' Stand von dem der Urlauber trennte, kehrte ich um und plötzlich erfasste mich der Übermut. Ich trieb meine Stute zum Galopp und um ihre Beine und die von Benedick spritzte das Wasser hoch auf während wir durch das flache Wasser jagten.
      Die Rückenprobleme des Wallachs schienen vergessen und wieder am Hof angekommen, fröstelte ich in meinen feuchten Kleidern. Schnell zog ich mich um, bürstete die Feuchtigkeit weitestgehend aus den Pferden und fettete gründlich das Lederzeug ein, damit es durch das Meerwasser keinen Schaden nahm.
      Bevor Catalina am Nachmittag nach Hause kam, trainierte ich mit Topar etwas Dressur, was meinen neuen Fähigkeiten ebenso zu gute kam wie denen des Hengstes.
      Gegen Abend, kurz vor dem Essen entführte ich Black Lemontree von der Hengstweide und ritt langsam Richtung Wald, als ich Hufgetrappel hinter mir hörte, drehte ich mich verwundet um und stellte fest das Catalina mir meinen 'Pferdeklau' mit gleicher Münze heimgezahlt hatte. Meine Freundin und Partnerin saß auf Sólfari. Darauf hin konnte ich ein Lachen nicht mehr zurück halten und wir beide bogen uns vor Lachen, ehe wir die Pferde wieder tauschten und zum Essen zurück kehrten.
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      Heute machte ich mich, wie immer, früh auf den Weg. Dieses Mal zum Stall von Catalina. Sie hatte mich gebeten, dass ich ihre Pferde einmal durchchecken würde und sie dann impfen würde. Mein Koffer stand mit allen nötigen Sachen in meinem Auto. Es war alles perfekt sortiert und ich war froh, dass ich noch gut in meinem Zeitplan lag. Auf ihrem Hof sprang ich fröhlich aus meinem Auto und begrüßte sie überschwänglich. Ich hatte heute sehr gute Laune und freute mich schon auf die Arbeit. Es war schönes Wetter draußen und so entschieden wir, dass wir die Pferde draußen durchcheckten und impften. Als erstes brachte sie Benedick und ich öffnete meinen Koffer. Ich begrüßte den Wallach und gab ihm ein Leckerlie. Sanft klopfte ich seinen Hals und schaute mir dann seinen Kopf an. Die Ohren und Augen sahen sehr gut aus. Seine Nüstern waren ein bisschen verklebt jedoch nach einer kurzen Reinigung sahen auch sie wieder gut aus. Ich hörte seine Lunge ab und dann auch noch sein Herz. Beides hörte sich sehr gut an und so sah ich wieder zu Catalina. „Du meintest er hat Rückenprobleme. Würdest du ihn dann lieber an der Hand vor traben?“ fragte ich sie und sie stimmte mir zu. Zusammen gingen wir auf den Platz und ich klopfte nochmal den Hals des Hengstes. Sie trabte ihn vor und auch hierbei ging er klar. Wir liefen gemeinsam wieder auf den Hof und auch hier trabte sie ihn nochmal vor. Auch auf dem harten Boden ging er klar, jedoch nahm sein Rücken eine etwas komische Form an. Catalina hatte mir bereits mitgeteilt, dass sie heute nicht weiter auf seine Rückenprobleme eingehen wollte und so hörte ich ihn nach dem Traben einfach wieder ab und hier hörte sich auch alles gut an. Ich klopfte sanft den Hals des Wallachs und impfte ihn dann alle von Catalina gewünschten Impfungen. Der Hengst zuckte kurz blieb jedoch ruhig, ich lobt ihn nochmal und Catalina brachte ihn in den Offenstall. Sie holte aus diesem dann Meyja, eine hübsche Isländerstute. Ich begrüßte sie und schaute sie mir dann kurz an. Ich klopfte sanft ihre Hals und sah mir dann ihren Kopf an. Die Nüstern waren in Ordnung, genauso wie auch ihre Ohren. Ich strich ihr sanft über den Kopf und sah mir dann ihre Augen an. Diese waren leicht verklebt, als nahm ich eines der sterilen Tücher aus meinem Koffer und säuberte ihre Auge. „So jetzt ist alles wieder in Ordnung, du Hübsche“ meinte ich zu der Stute und hörte sie dann ab. Hierbei hörte sich alles sehr gut an und so putzte Catalina die Stute und ich holte Black Lemontree von der Weide. Ich klopfe seinen Hals und brachte ihn dann an den Putzplatz. Dort sah ich mir seinen Kopf an und dieser war in einer sehr guten Verfassung. Ich hörte ihn nochmal ab und klopfte dann sanft seinen Hals. Ich ließ ihn kurz am Putzplatz stehen und sah dann Catalina kurz zu wie sie die Stute auf dem Platz vortrabte. Dann trabte sie auf dem Hof noch auf hartem Grund an der Hand vor und brachte sie dann zu mir. Ich lobte die Stute und hörte sie wieder ab. Ihre Atmung war trotz der Anstrengung regelmäßig. „ Lemontree ist auch schon fertig“ meinte ich dann und lobte den Hengst. Sie nickte und ging mit Mayje auf den Platz und ritt sie ab. Dann brachte sie die Stute zu mir und sattelte den Hengst. Ich räumte ihr Sattelzeug schnell weg und lobte die Stute dann nochmal. Ich sah mir ihre Augen nochmal an und kontrollierte ein letztes Mal ihre Atmung. Dann impfte ich sie und brachte sie wieder in den Offenstall. Catalina trabte Lemontree auf dem Platz vor und auch auf dem harten Boden. Er ging komplett klar und Catalina ritt ihn noch ein bisschen und brachte ihn dann wieder zu mir. Ich hörte ihn ab und Catalina ritt ihn dann ab. In dieser Zeit holte ich Fire`s Grace aus dem Stall und schaute mir ihren Kopf an, welchen die Stute immer wieder wegriss. Ich klopfte den Hals nochmal und stellte dann fest, dass sie einen kleinen Kratzer an der Stirn hatte. Ich spürte ihr Blauspray auf die Wunde und lobte sie dann. Danach hörte ich sie ab. Hierbei zickte sie auch ein bisschen, ließ es dann aber noch mit sich machen. Sie hörte sich sehr gut an, hatte nur einen leicht erhöhten Puls, aber dies konnte ich auf meinen Besuch zurückführen. Catalina und Lemontree kamen wieder zu mir und sie sattelte die Stute. Ich räumte das Zubehör des Hengstes weg und hörte ihn dann nochmal ab. Sein Puls war normal und so impfte ich auch ihn. Ich brachte ihn in seinen Stall und sah dann Catalina beim Reiten zu. Sowohl auf dem Platz als auf dem harten Boden ging die Stute klar. Ich trank meinen Kaffe und aß einen Bissen. Dann ging ich zusammen mit Catalina wieder zum Putzplatz und hörte sie wieder ab. Die Stute schnaubte und warf dann ihren Kopf nach oben. Ich lobte sie nochmal und teilte Catalina mit dass bei ihr auch alles in Ordnung war. Sie ritt die Stute ab und ich hörte sie danach nochmal ab. Auch hier war alles in Ordnung, wie zuvor auch. Ich impfte sie auch noch und zusammen brachten wir die Stute auch in den Offenstall. Nun waren die Fohlen an der Reihe. Ich holte Tigrotto aus dem Stall und Catalina Delyx. Wir banden die beiden an und ich begrüßte sie freundlich. Dann sah ich mir vorsichtig erst Tigrottos Kopf an und dann Delyx seinen Kopf. Die Köpfe der beiden Fohlen waren in bester Ordnung. Hier und da vielleicht eine kleine Schramme, aber das war bei Fohlen ja nichts Ungewöhnliches und so klopfte ich die Hälse der zwei. Danach hörte ich sie ab und auch hier war bei keinem der beiden etwas Ungewöhnliches zu hören. „Trabst du zuerst Tigrotto vor und dann Delyx oder würdest du es lieber andersherum machen?“ fragte ich Catalina, da ich den Charakter der zwei Fohlen nicht kannte. Sie stimmte meinem Vorschlag zu und band dann Tigrotto los. Ich war sehr froh, dass die beiden Fohlen lieb waren und nicht schreckhaft, das würde das Impfen später auch leichter machen. Sie trabte die Stute auf dem harten Boden vor und ich konnte keine Unregelmäßigkeit im Gang feststellen. Sie übergab mir den Strick und nahm dann Delyx mit. Der Hengst ging auch klar und folgte ihr sehr brav. Gemeinsam gingen wir mit den beiden auf den Platz, wo wir sie ein bisschen laufen ließen und scheuchten. Ich hörte die zwei direkt danach ab und konnte hier auch keine Besonderheit feststellen. „ Die beiden sind top fit. Ich würde Tomenko gleich holen und ihn durchchecken. Lauf du noch ein bisschen mit den zweien, dass sie sich wieder beruhigen können“ meinte ich dann zu ihr und sie stimmte mir mit einem Nicken zu. Ich ging zurück zum Stall und holte dann Tomenko aus diesem. Ich lobte den Junghengst zuerst und gab ihm dann ein Leckerlie. Gemeinsam mit ihm ging ich wieder zum Putzplatz und band ihn an. Ich sah mir seinen Kopf an und lobte ihn dann. Seine Augen und Nüstern sahen sehr gut aus und auch an seinen Ohren konnte ich nichts Schlimmes feststellen bis auf ein bisschen Dreck, aber er war ein Pferd und musste nicht penibel sauber sein. Ich klopfte seinen Hals und hörte ihn dann ab. „Gut gemacht großer“ meinte ich und wartete dann auf Catalina, welche kurze Zeit später auch schon mit den beiden Fohlen kam. Sie band sie an und nahm dann Tomenko und trabte ihn vor. Auch er ging schön und so ging sie zusammen mit ihm auf den Platz und ließ ihn dort ein bisschen laufen. Ich impfte in dieser Zeit die beiden Fohlen, welche bei den Spritzen nur kurz zuckten und dann schnaubte. Ich gab ihnen ein Leckerlie und brachte sie dann wieder in den Stall. Ich ging zu Catalina, welche den Hengst anhielt und hörte ihn schnell ab. Ich konnte trotz der Anstrengung nichts Ungewöhnliches feststellen und so lief ich neben Catalina her, welche den Hengst abführte. Ich lobte ihn nochmal und ging dann zusammen mit den beiden wieder zum Putzplatz. Dort hörte ich ihn ein letztes Mal ab und impfte auch ihn dann durch. Während ich meinen Koffer packte, brachte Catalina den Hengst in den Stall. Sie kam wieder zu mir und bedankte sich dann, dass ich mir Zeit genommen hatte. „ Klar kein Problem. Du kannst dich immer bei mir melden und du weißt ja die Pferde jetzt die ersten Tage nur im Schritt bewegen“ erklärte ich ihr auf dem Weg zu meinem Auto. Dann verabschiedete ich mich und fuhr wieder in meinen Stall.
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      Hail, Schottland!


      "Good morning, UK! You are listening to The Voyage, this is Stephanie Coren. We have 12 degrees, the sun is shining and the time is 6.30 – today's topics are: Prince Harry is in love with a manatee; will Arsenal London defeat Liverpool – even though Joel Campbell and Lukas Podolski are sick and Theo Walcott has seen a red card two games before – in tonight's Premier League game?; and last but definitely not least – what name will Prince William's youngest child have? I wish you a good start in this day with One Republic's Marching On!" Der Radiowecker dudelte noch vor sich hin. Ich lag derweil im Bett und wunderte mich, einen englischen Sender zu hören. Obwohl ich mittlerweile eine halbe Woche hier lebte, war Schottland doch ein komplett anderes Kaliber als Deutschland. Aber die Nachricht über Prinz Harrys neueste Errungenschaft ließ mich schmunzelnd aufstehen. Das arme Säugetier...Seufzend schwang ich meine Beine über die Matratze und huschte in mein Bad. Für heute stand so einiges auf dem Programm. Nicht nur, dass ich die Pferde auf die Weide bringen musste, damit der Stall gesäubert werden konnte; ich musste sie ja auch noch fördern und dann mit Dorn bei Sarah vorbei schauen. Und die Fohlen sollten so langsam an ihr Leben als Reit- oder Kutschpferd gewöhnt werden.


      Nach der kurzen Dusche und dem noch kürzeren Frühstück verließ ich das Wohngebäude und trat in den Stall. Bevor ich die Pferde auf die Weide brachte, begrüßte ich jeden einzeln. Steel und Dorn waren endlich mental auch angekommen und schmusten – soweit es ihnen durch die Stäbe möglich war – miteinander. Ich machte ein awe und knipste ein Foto. Das schickte ich in die Whatsapp-Gruppe, die ich mit den anderen Trainern von Legacy of Scotland gegründet hatte.


      Sarah: Haha nein wie süß ^^

      Cayden: Ist das nicht der Zwerg, den Hansi trainiert?

      Hans: Grummel...


      Lachend scheuchte ich alle Pferde auf die Weide. Dank Hansis 'Training' konnte ich Dorn ohne Probleme auf die Weide und in den Stall bringen. Auch Benedick durfte nach draußen, aber nur auf den Paddock. Ich stiefelte zurück, zurrte den Reißverschluss meiner Jacke hoch und fing dann an, den Stall sauber zu machen. Dabei hörte ich zu, wie Stephanie Coren über die Liebesgeschichten von Prinz Harry tratschte wie eine alte Tante bei einer Teeparty und ich konnte mir dabei teilweise kein Grinsen verkneifen.

      Sobald ich damit fertig war, streute ich die Boxen wieder ein und schnappte mir als erstes Meyja. Die zierliche Isländerstute wurde geputzt und dann an der Longe bewegt. Ich probierte es dieses Mal auch mit dem Kappzaun. So durfte sie im Round Pen ihren Bewegungsdrang stillen, ehe sie wieder auf die Weide kam und ich mit Blacky weiter machte. Für ihn hatte ich heute ein paar blaue Tonnen in die Reithalle gestellt. Doch vorerst putzte ich ihn gründlich und sattelte ihn auf. Das 'Tonnen-Training' war eine gute Geschicklichkeitsübung. Es war für mich zwar etwas schwer, ihn in den Ecken traben und nicht tölten zu lassen, aber bald schon hatten wir den Bogen raus und ich konnte die Übung dann auch mit Grace noch machen, bei der Stute allerdings mit kleineren Hütchen, um die wir herumbalancierten mussten. Danach gingen wir im Round Pen einige Runden Galopp, damit sie komplett ausgelastet war.

      Gut zwei Stunden später hatte ich mit Tigrotto und Delyx etwas Longentraining gemacht, Steel und Dorn wurden an der Longe bewegt (gesattelt) und Tomenko...der Junghengst ging mit mir ein wenig spazieren, graste ein Stückchen Weide ab und wurde dann auf die Weide gestellt.


      Und Benny? Der gute Alte durfte ein wenig traben und einen kleinen Lastwagen mit altem Stroh zu meinem Misthaufen ziehen. Zum Schluss bekam er noch einen kleinen mehligen Apfel und durfte dann den Rest seines Tages auf der Weide verbringen.
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      Ein voller Terminkalender und Ärger im Paradies

      Der Wecker scheuchte mich heute schon um 5 Uhr aus dem Bett. Für den frühen Abend war ein Sturm vorausgesagt. Ich machte mir keine Sorgen um die Gebäude. Sie bestanden aus Stein und konnten dadurch nicht schwer beschädigt werden. Nur Steel und Dorn waren meine großen Sorgenkinder. Sollte der Sturm heute wirklich stattfinden, würde ich die beiden etwas sedieren müssen. Doch jetzt kümmerte ich mich erst einmal um mich selber. Groggy schlurfte ich in das Badezimmer, duschte und zog mich an. Im Kühlschrank lag noch eines dieser Sandwiches, die man in den Supermärkten kaufen konnte. Clark war gerade dabei, eine Liste an Sachen per Telefon runterzurattern und winkte mir zu. Die Aufgaben heute waren strikt verteilt. Die Fohlen, Middle Ages, Pendragon, Dorn und Steel waren meiner Obhut unterstellt, während Clark mit den anderen Pferden arbeiten durfte. Über den Ausritt mit Grace, den er machen wollte, freute er sich wie ein Kind zu Weihnachten und strahlte. Benny durfte heute auf den Paddock. Joy war gestern noch einmal bei uns und hatte sich den Wallach genau angesehen. Sie befand ihn für gesund, warnte mich aber davor, ihn nicht allzu lange auf der Weide zu lassen, damit nicht noch eine Kolik eintrat. Kaum legte der junge Mann auf, runzelte er auch schon die Stirn. "Wegen des nahenden Sturms werden die Lieferungen wohl erst in zwei bis drei Tagen ankommen.", bemerkte er, als er mir die Tür aufhielt und wir in den Stall gingen. "Das ist kein Problem, Clark. Wir kommen auch eine Woche ohne neues Futter aus, wir haben noch genug. Kümmerst du dich schon mal um Meyja? Sie ist so energiegeladen, da braucht sie etwas Training. Ich kümmer mich derzeit schon mal um die Fohlen." Dann trennten sich auch schon unsere Wege. Obwohl es doch recht früh – und frisch war – stand Tomenko bereits an seinem Trog und fraß. Die beiden Miniature Horses durften noch etwas schlummern. Der Noriker hingegen wurde heraus geführt. Der Junghengst sollte bald an Sattel und Trense herangeführt werden, da er schon auf die 3 Jahre zu ging. Heute jedoch hatte ich mir etwas Besonderes für den Kleinen ausgedacht. Da er bei seiner ersten FS teilgenommen hatte, wollte ich ihn heute unbedingt verwöhnen und putzte ihn aber erst einmal ausgiebig. Danach wurde er wieder aufgehalftert und ich wartete einen Moment, bis Clark Meyja aus der Box geführt hatte, ehe ich das Hengstfohlen in den Round Pen führte. Der Strick wurde gegen eine Longe getauscht und ich ließ das Fohlen einfach an der Longe laufen, wie er Lust hatte. Das ermutigte ihn auch zu einigen Bocksprüngen – die sofort unterschlagen wurden – und einer Session im Galopp ehe er nun im Sand herumscharte und sich hinlegen wollte. Ich zupfte daher an der Longe, schnalzte zweimal deutlich, bis er dann trabte, und drehte mich mit ihm um meine eigene Achse, bis mir schummrig wurde und ich ihn dann auf den Paddock führte.
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      Das Leben genießen

      Um sieben Uhr heute morgen kamen Handwerker und die Glaser. Es hatte zweieinhalb Tage und viel Überredenskunst gekostet, sie aufzutreiben nach dem Sturm. Da Clark okkupiert war (erst hatte er die Pferde auf die Weide bzw die Jungpferde auf den Paddock geschickt, da die Fohlenweide und die Stutenweide in Mitleidenschaft gezogen wurden, und jetzt machte er den ganzen Stalltrakt sauber), zeigte ich den Schotten, was kaputt waren. Gegen zehn wäre alles repariert, da sie gleich einfach mal alles kontrollieren wollten. Kurz darauf erschien dann auch der Lieferant. Futter in die Kammer, Lederfett, Pads, winterfeste Decken und Gamaschen in die Spinde. Puuh. Clark häufte derweil das ganze alte Stroh auf einen Haufen, und ich wollte mich währenddessen um die Fohlen kümmern.

      Delyx und Tigrotto spielten munter miteinander, Tomenko stand – wie immer – etwas abseits, schien aber recht amüsiert davon zu sein, wie die Fohlen herum tollten. Meyja, Benny und Grace lagen auf dem Bauch. Besorgt ging ich erst auf Benny zu. Doch als der dann mit etwas Mühe aufstand und sich von mir inspizieren und streicheln ließ, atmete ich beruhigt aus. Ich schnappte mir die drei Fohlen und schickte sie dann in den Round Pen. Mittels eines Gymnastikballes konnte ich sie dann für eine halbe Stunde unterhalten. Danach kamen sie zurück auf den Paddock. Weiter ging es mit Benny. Den wollte ich heute noch etwas trainieren, doch vorher führte ich das alte Kaltblut zum Putzplatz. Der Strohhaufen türmte sich schon auf Höhe des Tores, und interessiert schnupperte der Wallach daran. Ich schob ihn zur Seite, danach musste ich sein Fell ordentlich putzen. Der Dreck war richtig in sein Fell eingearbeitet, und mir tat anschließend das Handgelenk weh. Danach half ich Clark dabei, das Stroh wegzubringen, um danach direkt in die Sattelkammer zu gehen und ein Pad für den Dicken zu holen. Ich war ihn noch nie geritten, und wollte es heute einmal probieren. Und da der Arme keinen Sattel tragen konnte, war das für uns beide nur ein Schonprogramm. Mittels Clark saß ich dann auf und folgte dem geteerten Weg zum Round Pen. Dort angekommen, schnaufte er schon wie ein alter Motor, daher gab es nur einige Runden im Trab und ein paar Galoppsprünge. Somit entließ ich ihn und schnappte mir dann Grace und Meyja. Ich hatte ein Doppellongenset bestellt, dass ich mit den beiden ausprobieren wollte. Dabei musste die zierliche Isländerstute innen laufen, da Grace mehr Feuer im Hintern hatte. Doch ich musste die beiden erst einmal daran gewöhnen, zusammen zu laufen. Grace war die Alphastute und somit nicht wirklich angetan von der Idee. Obwohl sie kaum Probleme mit Meyja hatte, wollte sie das Tempo vorgeben. Mehrmals musste ich sie daher bremsen, und nach etwa zehn Minuten trabte sie auf dem Hufschlag, und die braune Isländerstute trippelte neben ihr her. Nach einem Wechsel und weiteren Runden lobte ich sie und sie durften auf die Weide. Weiter ging es mit Middle Ages. Grazil trabte sie auf mich zu, als ich sie her pfiff. Mit ihr wollte ich auch im Round Pen arbeiten, danach – da es schon kurz nach halb zehn war – wollte ich bei den Handwerkern nachfragen und nach Clark sehen. Die Stute war recht sauber. Mit voller Reitmontur schickte ich sie an die Longe. Ohne Peitsche, denn die Traberin wusste sofort, was ich von ihr wollte. Einmal an dem Baumwollseil gezupft, lief sie schon los. Kopf hoch erhoben, hielt sie auch die Beine recht hoch, als wolle sie staken. Daher nahm ich etwas von der Spannung, gab die Hand immer wieder an, sodass sie etwas ruhiger traben konnte. Gelegentlich legte sie die Ohren an, da sie wohl auch galoppieren wollte. Ich gewährte ihr ihren Wunsch. Einmal kurz wiehernd, sprang sie sofort an und preschte los. Wenig später parierte sie, um im Leichttrab zu äpfeln, danach galoppierte sie wieder an, und blieb dann stehen. Sanft stubste mich die Scheckstute an. "Nein, jetzt ist erst einmal Pause, heute Nachmittag gehts weiter.", bestimmt führte ich die gesattelte Stute zum Paddock. Abgesattelt und ab ging es. Danach schaute ich nach Clark. Der sattelte gerade Black Lemontree. "Ich will mal mit ihm ausreiten. Darf ich?", ich nickte nur. Der Stall war sauber. Mit Topas' Comtesse am Strick ging ich nun die Handwerker suchen. Die rauchten sich eine und quatschten. "Wir rauchen die nur zu Ende, danach schauen wir uns die Weidezäune an.", sagten sie, als ich sie fragte, warum sie nur rumstünden. Achselzuckend schnappte ich mir dann noch den Berber, um mit ihnen spazieren zu gehen. Aldaire und Topas ignorierten sich in aller Ruhe, und der Hengst schien sich doch sehr mit dem Gras zu begnügen, das am Wegesrand wuchs. Topas hingegen lief einfach nur neben mir her. Eine halbe Stunde stromerten wir über die Wiese zurück zum Hof. Dann putzte ich die beiden noch, ehe ich sie wieder auf die Weide/auf den Paddock stellte. Auch Clark war schon sehr fleißig. Nach Blacky kam er nun mit Meyja zurück. "Hast du die beiden gleichzeitig bewegt?" "Meyja ging als Handpferd." Nickend winkte ich den Handwerkern zu, die nun wegfuhren.
      Es war elf Uhr. Nach einer entspannenden Dusche zog ich nun zur letzten Stute. Clark longierte derweil Dorn und hatte einige Probleme mit dem dominanten Hengst. Bevor ich die Stute also aufsattelte half ich Clark damit, den Hengst an der Longe zu halten. Danach fing ich Steel Heart vom Paddock und putzte sie. Ganz ruhig war sie – ungewohnt war es doch, als ich sie ohne Probleme satteln konnte und dann mit ihr in der nun reparierten Halle reiten konnte. Es gab aber nur Trabrunden, denn nach dem letzten Mal wollte ich nicht unbedingt mit ihr durch die Halle jagen. Doch sie stellte sich ganz gut an, wirkte konzentriert und nahm meine sanften Hilfen sehr gut an, und stolperte einmal. Es folgte eine Pinkelpause, dann trabte sie wieder an und wir konnten weitermachen.

      Zwei Stunden später waren alle Pferde ausreichend bewegt. Pendragon durfte zusammen mit dem Neuankömmling Nummer eins, HGT's Enjoy Nature, die Halle unsicher machen. Der Quarter Hengst war nicht die einzige Errungenschaft. Ein weiteres Westernpferd war auch mit von der Partie. Denn jetzt stand ich mit Verena in der Halle und begutachtete, wie die beiden Braunen sich beschnupperten und jagten. Und auch das neue Fohlen, Wild Berry, war doch aufgetaut. Das erste Fohlen von der Powertunte wurde direkt für mich reserviert und als er die anderen Pferde sah, stieg er und wieherte keck. Der kaum ein Jahre alte Junghengst schien sich aber mit Enjoy doch sehr gut zu verstehen, wenn der große Hengst ihm wohl doch noch sehr zu wider ist. Verena versicherte mir, bei dem Training – sprich dem Einreiten und den ersten Westernlektionen – mir zu helfen. Solange ich nur mal wieder nach Kanada fliegen würde. Grinsend winkte ich ab, denn jetzt kamen schon die ersten ungeduldigen Anrufe von Annabell und Stefanie.
    • Bracelet
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      Es war ein wunderschöner, sonniger Spätsommertag als ich auf Joyce McConners Gestüt ankam. Ich sollte mir heute ihre Fohlen ansehen, die wahrscheinlich allesamt noch keinen Hufschmied gesehen hatten. Umso wichtiger war es ihnen ein positives Bild des Ganzen zu vermitteln und somit auszuschließen, dass sie beim nächsten Mal Angst hatten und oder gar streikten.
      ,,Hallo.'',hörte ich auch schon eine Stimme aus dem Hintergrund sagen als ich meinen Hufschmiedkoffer aus dem Kofferraum meines Autos nahm. Es war Joyce. Sie begrüßte mich und erzählte mir dann während wir in den Stall gingen einiges über ihre kleinen Racker.
      Das erste Fohlen welches ich mir ansah war Pancake Killer. Bei diesem Namen ist man doch schon von Anfang an positiv gestimmt oder? Der junge Tinkerhengst beäugte mich neugierig während ich mich etwas mit ihm bekannt machte. Danach bat ich ihn um sein Bein, welches er nun brav gab und interessiert ein Öhrchen zu mir nach Hinten drehte. Es war alles in Ordnung. Nur ein bisschen Ausschneiden war nötig. Dabei machte ich einen kleinen Probeschnitt in die weiße Substanz des Hufes und wusste so, wie viel Horn ich wegnehmen konnte, was ich anschließend machte. Um dem Ganzen den letzten Schliff zu geben schnitt ich auch seinen Strahl etwas in Form und damit waren die Hufe wieder in einem perfekten Zustand.
      Mein nächster Klient war der Braunschecke Tomenko. Auch er zeigte sich neugierig aber auch sehr kooperativ. Er hatte bei Joyce wohl eine sehr gute Kinderstube gehabt. Somit ließ er sich ganz problemlos durchchecken und stand auch beim Ausschneiden ganz ruhig und gelassen da. ,,Feiner Junge.'',lobte ich am Ende lächelnd und streichelte ihn ein bisschen.
      ,,Und das hier ist Soulmate's Death. Keine Sorge wegen dem Namen sie ist eine ganz Liebe.'',sagte Ms. McConner als sie mir ihr hübsches, schwarzes Stutfohlen zeigte. Die Kleine war schon in diesem jungen Alter ein wahres Prachtstück. Alleine wie sie sich bewegte, ihren Kopf trug und einen durch ihre großen, dunkeln Augen ansah. Ich ließ sie schnuppern und sich ein bisschen mit mir vertraut machen ehe ich auch ihre Hüfchen auf Fehlstellungen, Trockenheit und abnutzungsbedingte Mägel untersuchte. Nichts dergleichen. Nicht einmal ausschneiden war nötig.
      Als nächstes war ebenso ein hübscher schwarzer Hannoveraner an der Reihe. Es war echt unfassbar wie viele gut erzogene Fohlen Joyce hat. Denn auch er bewies sich als richtiger Gentleman; gab immer brav Bein und stand ganz ruhig da und ließ sich kontrollieren. Hufzustand 1A. ,,Seehr gut.'',stellte ich fest und lobte den Rappen nochmals liebevoll für sein gutes Mitarbeiten.
      Das nächste Hannofohlen stammte aus der selben Zucht wie eine meiner eigenen Stuten. HGT's Be my Sunshine war sein Name. Er war ein sehr hübsches, liebenswertes Fohlen das mich jedoch hier und da ein wenig veräppelte. Wenn ich um sein rechtes Vorderbein bat hob er zwar eines, aber das linke anstelle des rechten. Trotz dieser kleinen Barriere klappte es insgesamt betrachtet auch bei ihm sehr gut. Ein Ausschneiden oder eine Korrektur war auch bei ihm nicht notwendig.
      Nach diesem eher extrovertiertem Hengst folgte nun eine eher schüchterne Stute, dennoch ein wahres Goldstück - und ich rede hier nicht von ihrer tollen Fellfabre. Bajau. Man merkte sehr, dass sie sehr auf ihre Besitzerin bezogen war, was ich etwas zu meinem Vorteil nutzte indem ich Joyce dazu anstiftete ihr die Hufe geben zu lassen und ich dann drüber sah. Da sie aber alle in gutem Zustand waren durfte auch sie gleich wieder zurück an ihre ursprüngliche Tätigkeit.
      ,,Torte.'',rief Joyce lächelnd und schon kam ihr Stütchen zu uns. Sie schien kein Problem mit fremden Menschen zu haben, weshalb sie mich ebenso wie ihre Besitzerin interessiert abschnuffte. Dabei musste ich grinsen. Wie zuckersüß. Auch bei der Hufkontrolle zeigte sie sich herzig. Denn sie drehte immer wieder ihr Köpfchen weil sie gestreichelt werden wollte, auch während der Untersuchung. Und das vom Hufschmied. Grinsend brachte ich dennoch meine Arbeit zuende und schnitt ihre Hufe vorsichtig aus.
      Mein nächster Patient war ein hübscher Tigerschecke: Gino. Ihn schien das ganze wenig zu beeindrucken. Brav gab er seine Beine und kaute weiter an seinem Büschel Heu. Interessant fand ich bei ihm die Tatsache, dass seine hinteren Hufe nicht ausgeschnitten werden mussten und die Vorderen dafür umso mehr. Dies tat ich dann auch und entfernte das bereits etwas lose Horn seiner Sohle. Dann war er auch schon fertig.
      Danach war Quintessa dran. Sie bestand vom ersten Moment an darauf gestreichelt zu werden. Somit bekam sie erst eine lange Streicheleinheit ehe ich mich dann der Kontrolle ihrer Hufe widmete. Diese waren, wie nicht anders zu erwarten war, tip-top gepflegt und mussten nicht korrigiert oder ausgeschnitten werden.
      Ebenso schöne, gute Hufe hatte Krisu, die super brav mitmachte. Sie verstand schnell was ich von ihr wollte und tat dies auch vorbildlich. Sie zeigte sich sehr entspannt und als angenehmes Pferd für einen Hufschmied. ,,Sehr fein.'',sagte ich und gab ihr ein Leckerli, welches sie dankbar guckend annahm.
      Nach dieser braven Stute folgte ein kleiner Lausbub. Ramazotti Amaro zeigte sich nämlich stur. Wirklich gerne schien er nicht bei dem ganzen mitzumachen. Vor Allem das Stillstehen konnte er nicht wirklich leiden, tänzelte herum und legte sogar einmal die Öhrchen zurück. Joyce wies ihn daraufhin aber etwas zurecht woraufhin er dann braver war. Die Kontrolle verlief gut, mit dem Ergebnis, dass alles in Ordnung war. Lediglich ein wenig Ausschneiden hier und da und schon war alles 1a.
      Nach dieser etwas anstrengenderen Arbeit freute es mich sehr nun wieder mit einem sehr artigem Fohlen zu tuen zu haben. Millenium's Pride, ein ausgesprochen liebenswürdiger Hengst, schien nämlich alles zu tun um alle glücklich zu machen. Auch wenn er etwas zurückhaltend war vertraute er mir von Anfang an und zeigte sich die Kontrolle über außerordentlich kooperativ. ,,Braver Bub.''
      Als vorletztes Pferd kam Hero of Heaven dran, welcher anscheinend sehr interessiert an diese neue, nicht bekannte Situation war. Er schien sehr wissbegierig zu sein und guckte die gesamte Hufkontrolle lang genau zu was ich da tat. Mitgearbeitet wurde vorbildlich. Beim Hufe ausschneiden bekam er allerdings sehr große Augen meinem Hufmesser gegenüber. Er schien so etwas noch nie gesehen zu haben und dies sehr spannend zu finden. Ich musste die ganze Prozedur über grinsen. Was für ein süßes Fohlen.
      Und last but not least Dark sweet Temptation, welche aufgrund ihres hellen Deck und Langhaars eigentlich alles andere als dunkel war. Lediglich ihre kleinen Kulleraugen waren beinahe ganz schwarz. ,,Na Süße?'',sprach ich sie an und ließ etwas an mir schnuppern. Anschließend kontrollierte ich auch ihre Hufen und schnitt sie ein wenig aus.
      Danach war meine Arbeit getan und ich verabschiedete mich freundlich bei der strahlenden Joyce.
    • Sevannie
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      Nach einigen stressigen Wochen, fand ich wieder einen Tag an dem ich mich meinen Pferden voll und ganz widmen wollte, zumindest einem Teil der großen 'Herde'. Ich lief fröhlich pfeifend aus dem Haus, nachdem ich den restlichen Papierkram erledigt hatte und machte mich in den Stalltrakt, dort traf ich Rachel und Elena an, diese kamen gerade von der Halle wieder. Das Wetter war mehr als schön, auch wenn es kalt war, aber zum Ausreiten war es perfekt. Genau das hatte ich als erstzes vor! Ich wollte Ausreiten, mit Hermann und Götterdämmerung, jedoch suchte ich noch wen freiwilliges der mit mir käme. ,,Jemand von euch Lust mit mir und meinen Kaltblüter etwas im Gelände herum zu dödeln?'' - ,,Ich doch immer!'',grinste Elena und ich schmunzelte. ,,Rachel du auch?'', hakte ich nach und sie nickte eifrig. ,,Ja wunderbar. So Ich werde Hermann nehmen, ihr könnt euch um Götterdämmerung und Arikado zoffen!'',grinste ich frech und schon begannen sie zu diskutieren. Nach wenigen Schritten zur Weide hin, hatte sich auch schon alles geklärt. Elena nahm Götterdämmerung und Rachel nahm sich Arikado zu Herzen. Der Hengst war frisch eingeritten und somit noch ein kleiner Angsthase im Gelände, doch mit den älteren Hasen war das sicherlich kein Problem. Während ich den Brabanter an das Halfter nahm und den Strick einhakte, machten die beiden anderen das bei ihren Pferden. Wir liefen im Gänsemarsch hinunter zum Putzplatz und 'parkten' dort die Pferde. Die Weidedecken kamen hinunter und der Vorteil von diesen war ganz klar. Das lange Fell der etwas stämmigeren Pferde war sauber und man hatte nicht mehr gar so viel zu putzen. So kämmten wir Mähne und Schweif noch einmal durch, befreiten die Beine und den Hals, sowie den Kopf vom Schmutz und kratzten danach noch die Hufe aus. Als alle drei Hengste sauber waren, begannen wir relativ zeitgleich zu satteln und zu trensen. ,,Wo soll es lang gehen?'' - ,,Die Hügel hinauf und dann etwas Berg ab – Berg auf – Training!'',schlug Elena motiviert vor und ich schmunzelte. ,,Hört sich gut an. Wie wär's auch dann noch eine etwas größere Galoppstrecke einzuplanen damit die drei dann richtig ausgepowert sind?'' - ,,Das ist super!'', grinste Rachel und so sagte ich Tyler Bescheid, dass die drei Boxen bitte gemistet werden sollten, damit die Pferde gleich darein konnten. Denn bei dem kühlen Wetter sie noch einmal auf die Weide zu stellen, wenn sie schwitzten wäre sicherlich nicht ganz so Vorteilhaft. Tyler nickte und wünschte uns viel Spaß, so schwangen wir uns vorsichtig in die Sättel und ritten im gemütlichen Schritt los. Ich war mit einer Gerte bewaffnet, da der träge Herr unter mir nun mal gerne etwas langsamer unterwegs war wie seine beiden Kumpanen. Ich gab Elena noch den Tipp das sie mit Götterdämmerung auch gerne hinter uns beiden bleiben sollte und ab und zu etwas Schenkelweichen probieren sollte, denn der Gute war zwar sonst ein Lieber aber wenn es ihm zu langweilig wurde dann konnte er auch im Gelände mal loslegen. Bei Rachel brauchte ich nichts sagen, Riko war ein Lieber und würde keine Unruhen machen. Nach einigen Minuten trabten wir auch an, bis wir zu unseren liebsten Hügelstellen kamen. Man war gerade einen runter geritten da kam der nächste schon zum hoch reiten wieder. Dies förderte natürlich die Muskulatur und somit war es wieder ein schöner Vorteil der Natur. Diese Berge oder eher Hügel erklommen wir erst im Schritt, dann ging das ganze im Trab zurück und danach ritten wir auch schon zu der ewig weiten Galoppstrecke, damit sie hier nochmal die ganze Energie frei lassen konnten. Bei der Galoppstrecke angekommen, durfte Rachel den Vortritt machen, da sie den Jüngsten im Bunde hatte. Danach kam Elena mit Götterdämmerung und zu guter Letzt ich mit Hermann. Wobei Hermann erst etwas schneller trabte, doch nach einer klaren Ansage mit der Stimme lockte ich den Renner aus ihm heraus und wir holten das Verlorene recht schnell wieder auf, überholten jedoch nicht. Sanft lobte ich ihn zwischendurch und nach wenigen Momenten des Galopps waren wir am Ende der Strecke und es ging im gemütlichen Schritt wieder zurück. Nun machte Götterdämmerung auch keine Faxen mehr und blieb brav, da er anscheinend auch ausgelaugt war. Am Stall angekommen brachten wir die Pferde in die frisch gemisteten Boxen und zogen ihnen noch die Abschwitzdecke drüber. ,,Ich danke euch beiden für den schönen Ausritt.'',lächelte ich und lobte Hermann nochmal, ehe ich ihm einen neuen Leckstein in die Box hängte und mich dann aus dieser heraus machte. Da kam gerade Tyler um die Ecke. ,,Danke Ty.'',schmunzelte ich und wuschelte ihm die Haare durch. ,,Ich wollte Massacre Boy und Wild Reflex in die Führanlage bringen, wenn das für dich okay ist?'' - ,,Klar, ich hab eh nicht so viel Zeit alle Pferde heute zu machen. Aber ich helfe dir gerne vorher beim Putzen.'', lächelte ich und lief mit Tyler zu den Weiden. Ich holte die Schimmelstute von der Koppel und Tyler den Rapphengst. Farblich waren sie ja schon irgendwie zusammen ein wunderschöner Hingucker.. So banden wir sie am Putzplatz an und ich kuschelte erst einmal eine Runde mit meiner verloren gegangener Liebe von damals. Sanft streichelte ich ihre Nüstern, ehe ich dann anfing zu putzen. Tyler hingegen war bald fertig mit dem Hengst. ,,Mach mal langsam.'',lächelte ich und er musterte die Schimmelstute. ,,Du bist doch auch bald fertig.'',murmelte er grinsend und band dann Massacre Boy ab und wartete auf mich. ,,Wir stellen sie aber nicht hintereinander rein.'',stellte ich nochmal klar und er nickte. ,,Hatte ich jetzt nicht vor.'',murmelte Ty und ich brachte die Stute zur Führanlage. Beide kamen in diese Anlage und liefen ihre Runden, Ty blieb hier um nach dem rechten zu schauen denn ganz ohne Aufsicht wollte ich die beiden auch nicht da drin lassen. So machte ich mich nun auf den Weg und holte mir Tomenko von der Weide. Der dreijährige Braunschecke war etwas von Übermut beholfen als ich ihn von der Koppel holte, so gab es lediglich eine Katzenwäsche und dann ging es auch in die Halle. Heute stand für ihn etwas Bodenarbeit an und so begann ich mit ihm das Führen weiter auszubauen. Er sollte stehen bleiben wenn ich stand, das tat er nach guten fünf Minuten dann auch schon. Danach gab es eine kleine Dehneinheit. Erst die beiden Vorderbeine, dann die Hinterbeine. Zuletzt der Hals etwas, indem ich ein Leckerli an seinen Rücken hielt und er sich nach diesem streckte. Sanft lobte ich ihn, als er dies tat und tat das gleiche noch einmal auf der anderen Seite. Nach der Dehneinheit, ging es dann weiter mit etwas Zirzensik. Ich nahm mir ein Leckerli und hielt es zwischen seine Vorderbeine, wollte damit erreichen, dass er mit seinem Kopf hinunter geht und es sich holen möchte. Dies tat er auch ganz brav und er schien mir mit vollem Elan bei der Sache zu sein. Immer wieder versuchten wir das ganze und am Ende der Übungen für heute streckte er die Vorderbeine, wie gewollt, etwas mehr um an das Leckerli zu kommen. Es war zwar noch nicht ganz das klassische Verbeugen aber der Ansatz war da und er war gut. Sanft lobte ich ihn erneut, ehe ich mit ihm wieder aus der Halle ging und in seine Box stellte. Auch diese hatte Tyler nun schon gemistet und etwas weiter weg standen auch schon Massacre Boy und Wild Reflex wieder in ihren Boxen. ,,Danke Ty.'',rief ich zu ihm und dieser nickte lächelnd. Bevor ich mich jedoch an das nächste Pferd wagte, mistete ich erstmals seine Box. Der Isländerhengst Neskur, sollte heute ein wenig in Dressur gefördert werden. So holte ich diesen nach dem Misten von der Koppel und band ihm am Putzplatz an. Er wäre auch das letzte Pferd für heute, denn es fing schon an zu dämmern. Also machte ich ihn rasch und dennoch gründlich fertig, ehe ich mit ihm in die Halle lief. Dort ritt gerade Tyler meine liebste Lotte Buff. Wobei er gerade etwas mit ihr ausdiskutierte. Die Stute hatte auch gerade ihre Krönung hinter sich, was heißt das sie nun eine Zuchtstute des Gestüts war, dennoch vergaßen wir das Training nicht und die Gute schien heute gar keine Lust zu haben. ,,Alles gut, Ty?'', hakte ich nach, als ich dann im Sattel von Neskur saß. ,,Jaja!'',murmelte er mürrisch und ich seufze auf. Stimmt, Ty wurde ja nicht gerne gestört, vor allem nicht wenn er gerade am diskutieren war. Wie Lotte eben so war.. Ich ritt Neskur warm und achtete dabei den anderen beiden möglichst aus dem Weg zu gehen. Lotte schien nach guten zehn Minuten Tyler oben drauf zu akzeptieren und lief nun auch wieder schön und nicht mehr so störrisch. Schmunzelnd nahm ich derweil die Zügel auf und trieb Neskur in den Trab. Für mich war es noch etwas schwierig ihn in Dressur zu fördern, da er auch gerne mal den Trab mit dem Tölt oder Pass verwechselte.. Da wieder heraus zu kommen war für mich noch etwas unbeholfen, deswegen suchte ich mir auch schon einen Trainer der mich und Neskur etwas darin schulen konnte, denn ewig sollte dies ja auch nicht so bleiben. Lotte schien geschwitzt und Tyler parierte sie in den Schritt, zusammen legten die beiden eine kleine Pause ein, während Neskur und ich gerade Gas gaben. ,,Wir müssen auch gleich die Pferde rein holen.'',erklärte Tyler und ich nickte kurz, denn wenn ich am reiten war sprach ich auch kaum was, außer in der Schrittpause. ,,Rachel und Elena waren vorhin noch in den Round Pens, vielleicht haben sie ja auch schon einige reingeholt.'',murmelte er dann und nahm die Zügel wieder auf. Wir beide vollendeten die Trainingseinheiten der unterschiedlichen Pferde und nach einer guten Dreiviertelstunde war ich auch schon draußen mit Neskur. Er kam in seine Box, genauso wie Lotte. ,,Jetzt aber schnell, sieht aus als würde es gleich regnen.'',murmelte ich und lief mit Tyler hoch zu den Weiden. Nach und nach holten wir die Pferde rein, zwischendrin halfen Rachel und Elena auch noch. Als alle Pferde drinnen waren, fütterten wir noch, bevor wir dann in das Haupthaus gingen. ,,Erstmal 'nen Bier!'',meinte Tyler direkt und lief zum Kühlschrank. ,,Ich gerne ein Cola-Bier!'',meinten Rachel, Elena und ich im Chor. So kam Tyler mit vier Flaschen wieder. ,,Wo ist eigentlich Simon?'' - ,,Noch unterwegs der kommt er spät abends.'',murmelte Rachel. Stumm nickte ich und trank einen Schluck. ,,Ich muss nachher mal schauen wie weit ich mit meinem Papierkram bin..'',seufze ich und Elena murmelte etwas davon das sie das ja auch noch machen müsste. Die Finanzen hielten wir drei eigentlich eher getrennt, doch wenn es bei jemanden knapp wurde, halfen wir uns gegenseitig aus. Ich trank mein Bier leer, ehe ich dann aufstand. ,,Bis morgen früh.'',schmunzelte ich und lief hoch zu meinem Zimmer, wo ich mir noch einen Überblick verschaffte über den ganzen Papierkram, davon noch einiges erledigte, ehe ich ins Bett huschte. Duschen würde ich morgen früh, bevor es dann wieder hinaus ging in die Pferdewelt.



      Früh am Morgen war ich wieder wach, wie immer die ersten die wach war. Ich kochte Kaffee und machte mich hurtig ins Bad. Schnell war ich wieder frisch geduscht und die Zähne geputzt. Tyler trudelte ins Bad, gerade als ich fertig war. ,,Guten Morgen.'',lächelte ich und er brummelte nur kurz – wie immer. Schmunzelnd lief ich wieder in die Küche und backte die Brötchen auf. Ich frühstückte und trank dabei meinen Kaffee, ebenso blätterte ich in der Zeitung umher. Hm.. Neue Verkaufsanzeigen. Darunter ein wunderschöner Tinkerhengst in Palominolackierung mit hochweißen Abzeichen und einer schönen Blesse. Reinweißes Langhaar und der Behang ebenso. Oh weh.. Sofort schnappte ich mir das Telefon und rief dort an. Sieben Uhr morgens, da müsste ja wer wach sein. Und ja dem war so. Ich deutete mein Interesse und schilderte der Frau am Telefon die derzeitige Situation am Hof. Wir quatschten noch ziemlich lange, ehe ich wieder auflegte. Sie sagte sie würde sich melden. Gut gut. So räumte ich mein Geschirr weg und zog mir meine Stiefel an. Tyler war mittlerweile auch schon am Frühstücken. Ich lief hinaus in den Stall und fütterte die Pferde, machte dabei das Radio an. Während die Pferde noch fraßen, kuschelte ich mit dem kleinem Hofhund Aika. ,,Na meine Süße. Du hast doch sicherlich auch Hunger.'',schmunzelte ich und lief mit ihr zu ihrem Napf und füllte diesen mit ihrem Hundefutter.

      Nachdem die Pferde alles aufgefressen haben, fuhr ich zusammen mit Tyler Heu hoch zu den Weiden. Wir füllten die Futterkrippen auf, damit sie über den Tag noch fressen konnten, ehe wir nach und nach die Pferde raus stellten. Drin ließen wir jedoch Quintessa und RoyalRubina. Ich machte mich daran die kleine Tinkerdame zu putzen, während Tyler sich an Royal dran machte. Rasch waren beide Pferde fertig und wir konnten uns der Arbeit widmen. Ich ging mit Quintessa in den Round Pen, Tyler ritt mit Royal die Weiden ab um nach den Zäunen zu schauen. Heute Nacht schien es böse geweht zu haben, da war es sicherlich nicht verkehrt um nochmal nach dem rechten zu schauen, abgesehen davon gönnte er der lieben Royal somit einen kleinen Ausritt. Mit Tessa hatte ich das gleiche vor wie mit Tomenko gestern, etwas Bodenarbeit und Zirsensik. Sollte ja jedem Fohlen nicht schaden. Wie auch mit Tomenko übte ich noch einmal das halten und laufen beim Führen, danach gab es die Dehneinheit und zu guter Letzt noch das Verbeugen weiter ausbauen. Tessa war in der Sache schon etwas weiter wie Tomenko, doch ich hatte mit ihr auch deutlich früher angefangen gehabt. Sanft lobte ich sie kurz und stellte sie ebenfalls auf die Weide, ehe ich anfing ihre Box zu misten, danach kam die Box von Royal dran. Somit waren wieder zwei Pferde für heute erledigt und nun kamen auch schon Rachel und Elena aus dem Haus, welche freudig von Aika begrüßt wurden. ,,Guten Morgen.'',begrüßte ich beide lächelnd, wobei Elena noch etwas verschlafen aussah. ,,Morgen.'',murmelten sie im Chor und machten sich ebenfalls an die Arbeit. Ich dagegen lief wieder Richtung Weide und sah mir die zahlreichen Pferde an.. Wen nun? Ich blickte den dunkelbraunen Hengst Karthago an, ehe ich schmunzelte. Immer wieder schnappte er nach Ostwind. Hm. Mit den beiden könnte man doch etwas Freispringen machen! So holte ich zu erst Karthago von der Koppel und putzte ihn, ehe ich noch Ostwind hinzu holte und auch ihn putzte. Zusammen mit beiden Hengsten lief ich in die Halle und baute rasch einige Sprünge auf, ehe ich die Hengste von den Stricken ließ und sie laufen ließ. Zuerst durften sie sich frei bewegen, durfte sich selbst warm laufen, was sie auch taten. Immer wieder trabten sie an und neckten sich gegenseitig. Ja die beiden haben sich gefunden. Der eine temperamentvoll, wild und stur, der andere manchmal etwas nervig, aufdringlich und unausgelastet oder eher verspielt. Irgendwie ergänzten sie sich. Der eine powerte den anderen aus. Nach einer Weile ließ ich sie beiden dann jedoch springen, denn sie sollten ja nicht den ganzen Tag herum albern. Zuerst sprang Ostwind über die Hindernisse und Karthago wollte sofort hinterher und es nach machen. Man merkte natürlich sofort wer dies als Spiel ansah und wer es ernst nahm. Somit sprang Ostwind fehlerfrei und Karthago schien sich nicht konzentrieren zu wollen. Kurz schimpfte ich mit diesem, damit er mal zur Vernunft kam, wenn es auch nicht lange anhalten würde. - Danach gab es erneut einen Durchgang. Wieder hopsten beide drüber und diesmal lief auch Karthago fehlerfrei. In ihm steckte viel, jedoch blieb er anscheinend immer etwas mehr Fohlen als andere. Nach weiteren Durchgängen brachte ich die beiden auch wieder auf die Weide, mistete deren Boxen. Derzeit kam auch Tyler mit Royal wieder. ,,Na alles gut?'' - ,,Ja die Zäune haben es überlebt, Gott sei Dank.'',murmelte er und ich nickte schmunzelnd. ,,Magst du vielleicht noch Battle Scars was unternehmen? Am liebsten wäre mir etwas Dressurtraining, aber natürlich gerne auch etwas anderes.'',fragte ich zuckersüß nach und Tyler lächelte. ,,Aber nur weil du es bist!'',grinste er und wuschelte mir die Haare durch. ,,Lass den Scheiß!'',meinte ich lachend und schlug ihm seinen Arm weg, ehe ich mich mit ihm zusammen zu den Weiden machte, nachdem ich fertig gemistet hatte. Wie besprochen holte er sich Battle Scars und ich mit Millenium GC mit meiner Grullo-Stute wollte ich ebenfalls etwas die Dressur trainieren. So liefen wir mit den beiden unterschiedlichen Pferden zu Putzplatz und putzten diese erneut. Ich musste mich etwas ran halten, es war bald Mittag und ich müsste auch noch einige Tierarztbesuche hinter mich bringen, aber vorher wollte ich noch sechs Pferde machen. Denn erst dann wäre das Tagesziel heute erreicht, aber ich hatte ja noch Tyler der mir gerne half, dafür war er schließlich auch da. ,,Cala, Moon und Grey Love, kommen bitte noch in die Führanlage für heute. Du passt dann bitte solange auf die auf okay? Weil dann kann ich mich Pancake und Karl widmen.'',erklärte ich frech grinsend und er sah mich fragend an. ,,Wieso passt du nicht auf die drei Stuten auf und ich mache die beiden anderen?'' - ,,Weil ich die Chefin bin.'',meinte ich und streckte ihm die Zunge raus, ehe er mich grinsend ansah und wir die Pferde fertig sattelten. ,,Du darfst Sunshine dafür noch machen.'',erklärte ich und lief mit Mille zur Halle und schloss hinter mir und Tyler die Tür. Ich gurtete noch einmal nach, ehe ich dann aufstieg und die Stute warm ritt, neben an ritt Tyler. Wir unterhielten uns noch etwas während dem Warmreiten, ehe wir dann auch schon anfingen zu schweigen und uns auf die Arbeit konzentrierten. Die Stute war heute gut gelaunt, wie es mir schien, denn sie schmiss die Beine förmlich weg. Sie lief mit einem Vorwärtsdrang wie ich es nur selten von ihr kannte. Ich war es gewohnt, dass sie lauffreudig war, so jedoch nun auch nicht. So trabte ich mit ihr die Bahn entlang und ritt mit ihr unsere Kür durch, schaute jedoch immer wieder das wir Tyler nicht behinderten. Die Kür von der Stuten des Monat's Wahl war sowohl in meinem Kopf, als auch in ihrem noch wie eingebrannt und es ging immer noch perfekt von statten. Sanft lobte ich sie und gönnte ihr eine Schrittpause. Nach einer Stunde des erfolgreichen Trainings und der Wiederholung der Kür stieg ich ab und kratzte ihr noch einmal die Hufen aus. Zusammen mit Tyler und den Pferden verließ ich die Halle und wir kehrten auf den Putzplatz zurück. Wir sattelten die Pferde ab und brachten sie anschließend auf die Weide, während ich die beiden Boxen mistete, beschäftigte sich Tyler damit die Stuten in die Führanlage zu bringen und beobachtete das ganze Szenario erneut. Ja an sich war es etwas langweilig, aber so hatte er nun auch nochmal eine Pause. Ich hingegen holte mir Pancake von der Weide und lief mit ihm zur Führanlage. ,,Na du.'',grinste ich und blickte zu Calacirya, Grey Love und Walking to the Moonlight. Der Braunschecke neben mir blickte die Stuten in der Führanlage neugierig an. ,,Willst du das auch mal versuchen oder was?'',fragte ich verwundert nach und ließ ihn in das letzte Gatter rein. So war er zwischen Cala und Moon. Brav lief der Hengst in der Führanlage mit herum und blickte uns immer wieder neugierig an. ,,Siehe einer an.'',meinte ich lachend und sah zu Tyler. ,,Dann mach ich mich mal an Sunshine.'',grinste dieser und verschwand auch zugleich. ,,Ey!'',murmelte ich und rief ihm noch hinter her das er Karl mitnehmen solle. Dann wären alle Pferde für heute geschafft. Ich setzte mich auf den Stuhl und blickte den Pferden hinter her, welche nach und nach an mir vorbei liefen. Die Führanlage war ja schon was tolles. Tyler kam mit Be my Sunshine und Karl zu mir. ,,Na ihr drei.'' - ,,Wir gehen jetzt eine Runde spazieren und dann wieder auf die Weide.'',erklärte Tyler und Sunny wieherte auf, als er Pancake in der Führanlage sah. Kurz darauf legte er die Ohren an, da er ihn nun nicht mehr sah. ,,Na wo ist er hin?'',meinte ich zu dem jungen Hengst und dieser blickte mich verdutzt an. Als Pancake wieder kam stellten sich seine Ohren rasch auf. Kurz musste ich lachen. ,,Du bist ein Spinner.'',murmelte Tyler zu Sunny und lief dann mit den beiden los. Ich setzte mich wieder und schmunzelte. Alle Pferde geschafft! Ich holte die Stute aus der Führanlage und brachte sie nach und nach wieder auf die Weide, auch Pancake kam wieder auf die Weide. Ich mistete deren Boxen und auch die von Karl und Sunny. Ich streute die Boxen noch rasch neu ein, ehe ich mich in das Haupthaus machte und das Mittagessen kochte..

      20.310 Zeichen by Sevannie
    • Friese
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      Heute machte ich mich wieder auf den Weg in unseren eigenen Stall. Ich wollte mich um Joyce Fohlen kümmern. Sie hatte gerade mit den erwachsenen viel zu viel zu tuen. Ich wollte die kleinen nur auf die Weide bringen. Spielen und so war nicht wirklich drinnen, denn auch ich musste mich um die großen Pferde kümmern. Ich holte als erstes Saevitia und Karl aus den Boxen. Ich brachte die Stute auf die eine Weide und den Hengst auf die andere. Ich klopfte sanft beide Hälse und ging wieder nach drinnen. Dort holte ich die zwei nächsten Pferde. Dieses Mal waren es ein Tinker und ein Noriker. Zwei Hengste. Einer hieß Tomenko und der andere Pancake Killer. Ich brachte die beiden Hengste auf die Weide zu Karl und ging ein weiteres Mal in den Stall. Dadurch, dass es nur wenige Fohlen waren, wäre ich auch bald fertig. Dann hieß es nur noch die Boxen ausmisten und mit den Großen trainieren. Nun kamen wieder zwei Stuten dran. Einmal Soulmate’s Death und Bajau, nachdem die beiden bei Saevitia auf der Weide waren, kamen wieder zwei Hengste an der Reihe. Dieses Mal Rando und HGT’s Be my Sunshine. Wir hatten wirklich ein paar sehr gute Nachkommen für unsere Zucht. Ich holte Torte und Quintessa aus ihren Boxen und ging dann auch mit ihnen auf die Weide. Ich klopfte den beiden die Hälse und ließ sie bei den anderen laufen. Ich schaute kurz nach allen und ging wieder in den Stall. Gino und Krisu folgten den anderen Fohlen und ich ließ sie dort in Ruhe fressen und laufen. Nun fehlten nur noch drei Fohlen. Diese würde ich auch auf einmal zu den Weiden bekommen. Dann erinnerte ich mich wieder daran, dass in unseren Nebenstall ja noch ein weiteres Fohlen stand, welches ich auch gleich mitnehmen konnte, also würde ich noch zweimal laufen müssen. Beim ersten Mal nahm ich Ramazotti Amaro und Millenium’s Pride mit nach draußen. Die beiden fingen an mit den anderen zu tollen und ich ging wieder nach drinnen und holte dann Dark Sweet Temptation und schlussendlich Velvedere. Die beiden begannen auch zu fressen und ich ging ein letztes Mal in den Fohlenstall. Dort mistete ich alle Boxen aus und streute sie neu ein. Ich kippte den Mist nach draußen auf den Haufen und ging dann zu Velvederes Box. Ich machte auch sie sauber und streute sie neu ein. Dann kippte ich auch diesen Mist auf den Haufen und schaute kurz nach den Pferden. Ich klopfte sanft die Hälse der umliegenden Pferde. Ich holte aus der Box im Hauptstall eines meiner Pferde. Um genau zu sein war es Chester. Mit ihm wollte ich heute schon mal anfangen für das M-Springen zu trainieren. Die nächsten Tage sollte er für diese Stufe trainieren. Heute stand das Prüfen des A-Standes an. Hierfür putzte ich ihn und ging führte ihn dann auf den Platz. Dort stieg ich auf seinen Rücken und ritt ihn ausgiebig warm. Immer wieder klopfte ich seinen Hals und ließ ihn bevor ich das erste Mal sprang, die Sprünge abschnüffeln. Danach galoppierte ich ihn an und ließ ihn über alle Sprünge entspannt springen. Der Hengst machte brav mit und ich klopfte seinen Hals. Nach ein paar weiteren Sprüngen ließ ich die Zügel lang und ritt ihn dann ab. Danach brachte ich ihn wieder in seine Box und gab ihm sein Futter. Ich räumte seine Sachen auf, fegte die Stallgasse und holte dann die Fohlen nach drinnen. Auch für sie gab es noch ihr Fressen und ich wandte mich der Buchhaltung noch ein bisschen zu.
    • Sevannie
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      24.10.2016
      Umzug Teil II
      „ Beeilt euch. Der Flieger für die ersten Pferde geht bald!“ rief ich total gestresst in den Stall. Dann flog mein Blick wieder nach draußen. Ich ging zum Hänger und kontrollierte dort alles. Gestresst holte ich mein Handy aus der Hosentasche und sah auf die Uhr. Verdammt wir waren zu spät! Ich schaute in einen der zwei großen Trailer. Meine Pferde waren so gut wie verladen und auch bei Joyce sah es sehr gut aus. Heute begann unser Umzug nach Jasmund und wir hatten bereits früh angefangen alles in die Wagen zu packen. Insgesamt würden heute 14 Pferde mit uns die Reise antreten. Nur ein kleiner Teil, aber immerhin ein Anfang. Simon und Tyler würden noch auf Zasas Hof bleiben und die restlichen Kleinigkeiten regeln. Sie hatten den Hof auch noch nicht mal in echt gesehen. Joyce und ich waren über eine Internetanzeige auf ihn gestoßen und sofort überzeugt gewesen. Ein Besuch hatte uns gezeigt, dass er genau das bat was wir für unser Vorhaben brauchen würden. Der große Stallkomplex war auf dem neusten Stand und konnte uns sowohl mit den Paddockboxen als auch mit dem Aktivstall gleich überzeugen. Zudem hatte unser Team weitere Mitarbeiter bekommen. Einer von ihnen war Linus, welcher bereits auf dem Gestüt auf unsere Ankunft wartete. Ihm hatte ich die Anweisung gegeben, dass er bitte bereits den Stuten und Hengstoffenstall herrichten solle und die Boxen für acht Pferde. Des Weiteren hatte er die Aufgabe den Offenstall für die Hengste und Stuten auf Vordermann zu bringen. Hier würden meine Pferde einziehen, welche heute mit uns hergeflogen waren. Joyce und ich setzten uns nun endlich in Richtung Flughafen in Bewegung. Sowohl die Fahrt als auch alles am und um den Flughafen herum verliefen problemlos. Genauso wie der Flug und die Fahrt danach. Meine Augen strahlten als wir auf das Gestüt fuhren. Ich freute mich bereits sehr auf den Umzug und unseren neuen Plan zu verwirklichen. Wir parkten und stiegen dann aus. Linus begrüßte uns gleich freundlich und erzählte uns, dass die Boxen bereits für die Pferde fertig waren und wir nur noch ausladen mussten. Als erstes luden wir Mistery, Veronica und Linara aus dem Hänger. Wir hatten in Deutschland nur einen Hänger mieten müssen, da dieser größer war. Wir brachten die drei Stuten in den Stall. Die Türen zum Paddock waren offen, dass sie sich ein bisschen mehr bewegen und auch umschauen konnten. Ich holte Muemmi aus dem Hänger und übergab sie an Linus. Dieser brachte sie zu den anderen Stuten und kam dann wieder zu uns. Nun fehlten nur noch ihre Hengste und meine Pferde. Ich holte Scottland Yard aus dem Hänger und ging bereits zum Stall vor. Mir folgte Linus mit Cafe Latte und hinter ihm Joy mit Invincible und Belstaff. Wir brachten die vier in den Hengststall und ließen auch sie auf den Paddock. Die Pferde waren im Vergleich zu anderen Umzügen bereits relativ ruhig. Sie hatten es jedoch nun auch in kurzer Zeit sehr oft mitmachen müssen. Wir gingen wieder zum Hänger und holten aus diesem Fallen Godness und Almost Illegal. Fallen übergab ich an Linus und Almost an Joyce. Ich selbst nahm Overo und ging dann mit den beiden anderen zum Offenstall der Hengste. Wir ließen die drei laufen und sie nahmen dies dankend an. Die anderen Pferde dürften später auch noch kurz auf die Weide, aber erst sollten sie sich in ihren neuen Boxen einleben. Der Zugang zum Offenstallpaddock mit Gras beziehungsweise Erde waren noch gesperrt. Sie durften das überdachte Gelände und das geteerte Stück erst mal erkunden. Wir gingen nochmal zu Hänger und ich holte die letzten Pferde aus diesem. Ich übergab Elanor an Linus und Spotted Face an Joyce. Ich selbst nahm Hollywood Undead. Auch sie durften in den abgetrennten Offenstall. Wir luden das Zubehör der mit uns gereisten Pferde aus dem Hänger und dem Auto. Dieses räumten wir in die jeweiligen Spinde der Ställe, in welchem die Pferde eingestellt waren. Ich schaute noch kurz im jeweiligen Stall nach den Ponies und Pferden. „ Bringen wir die anderen jetzt nach draußen?“ fragte mich Joyce mit müder Stimme. Ich nickte kurz und ging dann in den Hauptstall der Stuten. Gemeinsam mit diesen liefen wir zur Weide und ließen sie dann auf dieser laufen. Nachdem wir auch die Hengste auf der Weide hatten, rief uns Linus zum Essen. Er hatte eine kleine Brotzeit hergerichtet und ich war ihm dafür sehr dankbar. Wie wir alle wohnte er auf dem Gestüt und hatte für sich ein bisschen eingekauft und extra für unseren Besuch natürlich auch.
      Der nächste Tag war bereits wieder unser Abreisetag. Schließlich wartete noch einige Arbeit auf dem Hof von Zasa auf uns. Wir wollten ja bald komplett umziehen. Dennoch konnten wir den ganzen Tag mit unseren Pferden verbringen, da der Flug erst abends ging.
      Mit einem lauten Knallen landete ich einen knappen halben Tag später direkt vor Joyce Füßen. Wir waren im Morgengrauen am Hof angekommen und ich wollte in das Haus, welche Zasa uns vieren zur Verfügung gestellt hatte. Unsere werten Freunde waren jedoch so schlau gewesen und hatten die Umzugskartons direkt in den Eingangsbereich gestellt, damit jeder drüberflog der nichts davon wusste. Naja dieser jemand war natürlich ich gewesen. Wer auch große Töne spucken muss von wegen was soll schon passieren wenn wir das Licht nicht an machen oder ich brech mir schon nichts, hatte es eigentlich nicht anders verdient. Wäre Joyce nicht so geschockt und müde gewesen, dann hätte sie wahrscheinlich laut losgelacht. Jetzt war ihre Reaktion jedoch nur ein entsetztes und unterdrücktes Schreien. Wir wollten ja schließlich nicht, dass Tyler und Simon aufwachten. Die beiden mussten heute nochmal richtig mithelfen, da bereits morgen ein weiterer Flug gebucht war. Zwei Mal hieß es nun noch nach Deutschland fliegen. Das letzte Mal jedoch ohne Rückflug. Ich freute mich schon, dennoch würde ich Zasas Gestüt auch vermissen. Die Pferde hatten gerade sich eingelebt und nun mussten wir sie wieder aus dem gewohnten Feld reißen. Doch es würde ihnen auch in Deutschland gefallen. Ich rappelte mich auf und ging dann mit Joyce ins Wohnzimmer. Wir wollten eigentlich nur kurz noch ein bisschen Fernsehen, aber dies ging nach hinten los. Wir schliefen nämlich beide ein und wachten erst wieder auf als die Männer uns weckten. Wir gingen uns schnell duschen und dann ging es auch schon wieder in den Stall. Wir packten die letzten Koffer und richteten den Hänger her. Eigentlich war geplant gewesen, dass wieder ein Teil von meinen Pferden mitkommen sollte und ein Teil von Joyce. Simon und ich hatten jedoch einen Auftrag erhalten und so musste er auf die Bahamas fliegen. Da Tyler sich mit Joyce Pferden besser auskannte, blieben diese nun bei ihm. Für den jetzigen Flug brauchten wir hier drei Hänger und in Deutschland zwei größere. Es handelte sich immerhin um 26 Pferde. Ich holte als erstes die niederländischen Warmblüter aus ihren Boxen und brachte sie mit Hilfe der anderen dreien in den ersten Hänger. Der erste Hänger war damit schon voll und wir konnten die Klappe schließen. Als nächstes würden die Pferde folgen, welche in Deutschland ihren neuen Offenstall beziehen durften. Eins nach dem anderen wurde im Hänger verladen und angebunden. Sie bekamen alle noch Heu und Wasser, genauso wie die Warmblüter vor ihnen. Als letztes folgten die Fohlen und Jungpferde. Wir hatten bei ihnen zum Glück auch nicht weiter Probleme, da sie es gewohnt waren. Das Hängertraining stand bei uns immer wieder auf dem Programm und da auch ein paar von ihnen mit uns schon umgezogen waren. Als alle im Hänger waren fuhren wir los. Simon fuhr den einen Hänger, Joyce den direkt hinter ihm und das Schlusslicht bildete ich. Am Flughafen angekommen verluden wir alle Pferde in die Reiseboxen und checkten dann ein. Simon hatte sich am Gate noch von mir verabschiedet und war nun auf dem Weg zu seinen Flug auf die Bahamas. Der Flug nach Deutschland kam mir dieses Mal viel länger vor und auch die Kontrolle durch den Flughafentierarzt dauerte unfassbar lange. Nachdem alle Pferde als gesund befunden worden waren und ihnen nichts fehlte durften wir sie in die großen Hänger verladen. Wir fuhren schließlich hintereinander zum Hof und nach geraumer Zeit kamen wir auf diesem auch an. Ich begrüßte Linus und fragte, ob alles gut geklappt hatte. Er bejahte dies und meinte dann, dass er sich freute die neuen Pferde kennenzulernen. Wir erklärten ihm kurz die Neuerung und luden dann als erstes die Fohlen aus. Als erstes durften die Stuten in ihren neuen Aktivstall. Als erstes Baghira, Batida de Coco und Easy Going. Die drei waren in ihrem neuen Stall scheinbar sehr zufrieden, denn sie sahen sich bereits fröhlich um. Als nächstes durften Northern Dancer, Cup Cake und Gabriella zu ihnen. Die drei sahen sich auch um und wir ließen sie in Ruhe laufen. Ich holte General’s Coming Home aus dem Hänger und fragte Joyce, ob sie Stromer’s Victory mitnehmen konnte. Sie brachte ihn gemeinsam mit mir in den Aktivstall der Hengste und ließen die zwei laufen. Als nächstes holten wir die Hengste aus dem Hänger, welche zu den Ponies in den Offenstall durften. Ich führte The Circle of Unbroken, Linus Zokni und Joyce hatte ich Hall of Fame übergeben. Die drei kannten die Ponies ja schon ein bisschen trotzdem wollte ich erst mal ein bisschen zuschauen wie sie sich miteinander verstanden. Nachdem ich mir sicher war, dass alles in Ordnung war ging ich wieder zum Hänger. Aus diesem durften als nächstes Gigolo, General Jack und San Diago heraus. Ich übergab wieder zwei meiner Pferde an die anderen beiden und ging mit ihnen zum Offenstall. Die Gruppe würde ganz schön groß werden, aber ich konnte mir vorstellen, dass sie trotzdem gut harmonieren würden. Als nächstes holte ich Galawayn aus dem Hänger. Ich übergab ihn Linus, welcher ihn zur Weide brachte. Ich selbst brachte Face Down in den Offenstall der Stuten. Dieser war noch leerer und würde es auch vorerst bleiben. Als nächstes durften meine Haupttrainingspferde aus dem Hänger raus. Ich holte als erstes Louis, Chester und Spat Split and White nach draußen. Ich übergab sie an Joyce und Linus und holte dann Nightstorm und Underground nach draußen. Ich führte sie selber in den Stall und ließ sie dann in Ruhe ihre neuen Boxen begutachten. Ich hatte Nightstorm und Underground in den vordersten Boxen des KWPN-Hengstabteils untergeberacht und die anderen hinter ihnen. Louis durfte auch mit im KWPN-Abteil stehen, da ich keine weiteren Hannoveraner hatte und er eher von mir als von Joyce geritten wurde. Nun fehlten nur noch die Stuten für den Hauptstall. Hier übergab ich als erstes Bellami an Joyce, dann Kahlua an Linus und ich führte Kentucky Bourbon in ihre Box. Ich klopfte allen drei die Hälse und ließ sie dann nach draußen auf ihre Paddocks. Ich holte die beiden letzten Pferde aus dem Hänger. Hierbei handelte es sich um Royal Kiss und Anouk. Die beiden folgten brav und durften dann auch ihre Boxen beziehen. Sie sahen sich auch sofort wie die anderen drei auf den Paddocks um. Später würden alle noch auf die Weide dürfen. Ich räumte zusammen mit Joyce und Linus den Hänger aus. Das Zubehör wurde in den dazugehörigen Sattelkammern verstaut und ich kontrollierte alles. Bei dem Flug und der Fahrt war zum Glück nichts beschädigt worden. Ich holte meine Kwpn-Hengste zusammen mit Linus wieder aus den Boxen. Joyce bereite in der Zwischenzeit das Abendessen für uns vor. Nun holte ich auch noch die Stuten nach draußen und ließ sie ihre neuen Weiden erkunden. Sie genossen es merkbar, dass sie sich die Beine vertreten durften. Sowohl ich als auch Linus gingen nach drinnen und aßen dann zusammen mit Joyce ihr bereits gekochtes Essen. Ich ging schließlich noch duschen und ging danach mit Linus und Joyce wieder nach draußen. Die beiden waren auch schon duschen gewesen und außer die Pferde noch reinzuholen, waren wir fertig mit unserem heutigen Tag. Ich gab allen meinen Pferden noch etwas zum Fressen und ging dann wieder in mein Zimmer. Es dauerte nicht lange dann schlief ich auch schon tief und fest in meinem Bett. Ich wachte erst wieder am nächsten Morgen auf, als es eigentlich schon wieder abreisen hieß. Ich verabschiedete mich noch von allen meinen Pferden und flog dann gemeinsam mit Joyce wieder auf unseren alten Hof.

      __________
      Auf dem alten Hof angekommen, überkamen mich einige Erinnerungen. Vor einigen Wochen erst hatte ich den Sturz mit Get a Movie gehabt. Uns beiden ging es gut, doch seither war da etwas die Bindung angeknackst, nur konnte ich nicht sagen an wem es wirklich gelegen hatte, dass wir gestürtzt waren. Der Scheckhengst war beim Springen immer aufmerksam, auch im Gelände brachte ihn nichts aus der Ruhe. Anscheinend waren wir beide etwas Unaufmerksam gewesen, daher hatte ich mich derzeit an der Bodenarbeit mit ihm versucht, doch halfen tat es nicht wirklich. Vielleicht brachte ja der neue Umzug dann wieder ein neues Umfeld und neue Begebenheiten mit sich, so das dies auch wieder was wird. Ich holte den Hengst in den frühen Morgenstunden aus seiner Box, ich hatte mal wieder nicht wirklich schlafen können und daher machte ich mich daran, ihn zu putzen und seine Transportausrüstung ihm anzulegen. Nachdem ich mit Get a Movie fertig war, torkelte auch Elena schlaftrunken in den Stalltrakt des alten Hofes. ,,Guten Morgen.'',murmelte sie und musterte mich mit meinem Hengst. ,,Morgen.'',murmelte ich leise und streichelte über die Scheckung am Halse von dem Hannoveraner. ,,Get ist feritg.'',murmelte ich und sie nickte nur. Kurz musterte ich erneut seine Beine, welche keine Blessuren aufwiesen, nein es war eindeutig nur ein seelischer Knacks - bei uns beiden. Er hatte zwar einige Tage gelahmt und ich hatte einige böse Hämatome, doch nichts gebrochen oder geprellt. Nur ich hatte wie ein Schlosshund geweint, weil mir es für meinen Hengst so leid tat. Ich führte ihn zum LKW, welcher wiedereinmal der Transporter darstellte. In diesem hatte ich Heu und Wasser für die Fahrt bereitgestellt, wie es eben üblich war. Zuerst kam Get rein, danach folgte Clouds Angel, welcher von Elena fertig gemacht worden war. Tyler brachte währenddessen die ganze Ausrüstung der Pferde in den Hänger, sowie das Auto. Er fuhr extra, da wir mit einem Schwung gleich alle Hengste rüber schaffen wollten. Wir verluden nach Cloud noch Cinnemont's Accento, Schwachkopf, Admiral's Wings, For Pleasure und Antaris. Damit waren die meisten schon einmal drin. Wir legten eine kurze Kaffeepause ein, ehe es weiter ging. Zum Glück waren meine Hengste diesen 'Stress' gewohnt und fühlten sich in dem geräumigen LKW sehr wohl, wie es mir schien. Irgendwelche Probleme untereinander gab es ja auch nicht, da alle zusammen auf der Koppel standen und sich kannten. Nach der kleinen Pause ging es dann weiter mit Starmen, Burnin' Awake and Lifeless, Kaltenbach's Ostwind, Karthago, Hero of Heaven und Ramires. Damit waren alle meine Hengst verladen und ich half Tyler noch mit dem restlichen Equipment. Als alles, aber auch wirklich alles, der Hengste verstaut war, ging es dann endlich los auf dem Weg zum Flughafen.
      ...
      Der Flug kam mir immer länger vor, umso öfters wir diesen tätigten. Das Schlimme war ja wir hatten noch zwei bis drei Flüge vor uns. Ich hatte etwas Bange vor den nächsten Flügen, vor allem vor dem mit den Kleinen.. Immer wieder biss ich mir nervös auf die Unterlippe, wenn ich über solche Sachen nach dachte, ehe dann auch schon die Landung angesagt wurde. Kurz sprang mein Herz etwas höher und ich schnallte mich wieder an, Elena schlief tief und fest, so tat ich dies für sie und weckte sie sanft. ,,Wir landen gleich.'',murmelte ich und schmunzelte bedenklich, ehe sie dieses Schmunzeln erwiderte.
      Nach gut vier Stunden kamen wir mit zwei LKW's auf dem Hof an. Wie immer brauchten wir hier mehr Hänger, als ind er alten Heimat, aber das war ja alles kein Problem. Wir ließen nicht viel Zeit vergehen und luden die Pferde aus, sie durften sofort auf die Weide und sich dort etwas die Beine vertreten, nach und nach wurden die Hänger leerer und die Weiden füllten sich wieder mit Leben, da die Hengste auch hier und dort mal buckelten vor Freude. Schmunzelnd betrachtete ich das ganze, doch war bei Gedanken immer noch bei Get und dem Unfall, sowie bei dem Umzug der Fohlen. ,,Alles in Ordnung?'',murmelte Elena, welche neben mir stande und ich nickte nur kurz. ,,Ja klar.'',murmelte ich und drehte mich um zum Stalltrakt und lief auf diesen zu. Linus hatte auch hier alles vorbereitet und die Boxen waren startklar für die Hengste. Hoffentlich war der Umzug schnell gemeistert und ich fand dann eventuell mehr Schlaf. Es dauerte nicht lange und der Abend brach an, so holten wir die Pferde, welche bis jetzt schon auf dem Hof waren, in ihre Boxen rein und gaben ihnen ihr Futter. ,,Ich hab noch Essen von heute Mittag, für euch beide.'',meinte Linus mit einem Lächeln und ich winkte dankend ab. ,,Ich dusche und lege mich ins Bett. Ich hab keinen Hunger.'',murmelte ich und schmunzelte kurz, ehe ich dann auch schon meinen Plan in die Tat umsetzte. Als ich im Bett lag hörte ich Elena und Linus noch reden, ehe ich dann die Augen schloss und versuchte zu schlafen.
      ...
      Der nächste Morgen war wieder einmal mit Hektik geplant, denn seitdem ich diese Schlafstörungen hatte, verschlief ich kontinuirlich.. Elena hatte mich kurz vor knapp geweckt, so war ich noch schnell ins Badezimmer gehüpft und stand nun mehr als verschlafen neben ihr am Flughafen, darauf wartend, dass wir endlich in das Flugzeug konnten. Auch diesen Flug fand ich erneut keinen Schlaf, Elena hingegen schon. Heute Abend noch würde der nächste Flieger gehen, so hofften wir das Zuhause alles bereits geklappt hat und Tyler und Simon klar kamen, denn viel Zeit blieb nicht. Wir kamen nur kurz auf den Hof, halfen noch die restlichen Pferde in den Hänger zu laden, ehe es dann wieder los ging. Mit Tyler hatte ich heute kein Wort gewechselt, auch wenn er es versucht hatte. Mein Fokus lag zur Zeit einzig und alleine auf meinen Pferden, das sie alle ohne Probleme in Deutschland ankamen und und und.. Mein Kopf war voll und der Stress für mich viel zu Groß. Ebenso die Zukunftsängste die mich zur Zeit etwas plagten.. - Wie lief das Geschäft in Deutschland als Tierarzt? Wie würde die Zucht laufen und der Verkauf der Fohlen? Würde es diesmal der letzte Hof sein den wir beziehen würden? Fragen um Fragen und keiner konnte mir Antwort geben. Da blieb eben die Zeit mit Tyler auf der Strecke, aber wir waren ja auch nicht zusammen oder so was, auch wenn Elena desöfteren nachgehakt hatte. Kurz lächelte ich, als ich daran dachte wie sie immer und immer wieder nachstocherte. Ich blickte auf die Hänger, insgesamt waren es 16 Pferde die nun die Reise antraten. In dem einem Hänger befanden sich die Stuten; Irritable, Gameover, Shiny Sunlight, Royal Rubina, Millenium GC, Epona, Golden Wonder, Lotte Buff und Alice Cullen. Im anderen Hänger meine kleinen Schützlinge, welche ich aus verschiedenen Gründen bei mir aufgenommen hatte; Velvedere, Staccato, Klein aber Oho, Calero, Neskur, Wild Reflex und Massacre Boy. Damit war der heutige Umzug dieser Pferde vorbei, morgen gäbe es erneut einen solchen Stress mit den Fohlen und in drei Tagen kämen dann noch die Kaltblüter und die zwei Welsh-Ponies. Tief atemte ich ein und aus und blickte kurz zu Tyler, Simon und Elena, welche etwas abseits standen und redeten. Vielleicht über mich? Ich blickte auf die Uhr und seufze auf. ,,Elena wir müssen.'',rief ich zu der kleinen Gruppe und Tyler nickte Elena zu, ehe er auf mich zu kam. Kurz schenkte er mir ein Lächeln, ehe er in den einen LKW einstieg. ,,Ty, was machst du da?'',fragte ich nach und lief zum Führerhaus. ,,Ich komme mit dir. Elena wollte sich mit Simon hier um die Pferde kümmern, um deine Fohlen etc.'',murmelte er und ich blickte zu Elena welche mich herzlichst anlächelte und winkte. Kurz verengten sich meine Augen, ehe ich diese Entscheidung akzeptierte, immerhin kannte sich mich zu gut und sie kannte vor allem meine Fohlen auch am Besten. Ich nickte kurz und lief zum anderen LKW, Ty fuhr vor und ich hinter her.
      ...
      Mitten in der Nacht kamen wir auf dem neuen Hof an, wir ließen die Pferde natürlich nicht auf die Weide, sondern führten sie in ihre neuen Boxen. Während des Flugs hatte Tyler das Gespräch gesucht, doch ich blieb ruhig und hatte dann so getan als würde ich schlafen. Ich wollte erst einmal den Umzug hinter mich bringen, ehe er mich vollprabbeln konnte. Als die Stuten und auch die 'Privatpferde' in ihren Boxen waren, bekamen sie noch etwas Kraftfutter und durften dann auch ihre Ruhe genießen. ,,Ein anstrengender Tag.'',murmelte ich leise und blickte kurz zu Tyler, bevor ich dann zum Haupthaus lief. Er ergriff sanft meine Hand und zog mich mit. ,,Was hast du denn vor? Wir müssen schlafen, morgen früh geht es früh los und..'' - ,,- pscht!'',murrte er kurz, dennoch sanft und zog mich in eine Box. ,,Wir werden schlafen, aber nicht in einem normalen Bett.'',grinste er keck und ich schüttelte den Kopf. ,,Für sowas haben wir keine Zeit, Ty. Wir sind mitten im Umzug, was ist wenn wir verschlafen oder sonst was?'',murmelte ich fraglich und blickte mich in der Box um. Es waren Decken bereitgelegt und auch einige Strohballen. Süß war es schon, aber für so etwas hatten wir definitv keine Zeit, eigentlich. ,,Ich will doch nur das es dir gut geht.'',murmelte er und setzte sich auf die Strohballen, ehe er mich zu sich zog. Unwillkürlich landete ich auf seinem Schoß, atmete tief ein und aus und schüttelte etwas den Kopf.. ,,Tyler, ich hab zuviel im Kopf ich will doch einfach nur..'' - ,,-Entspannen.'',beendet er meinen Satz und strich mir eine Haarsträhne hinter mein Ohr. ,,Aber nicht so! Ich will den...'' - ,,Umzug hinter dich bringen und das alles wieder normal läuft, in deiner gewohnten Rutine.'',beendet er erneut meinen Satz und ich blickte ihn leicht verärgert an. Er legte sich gegen die Wand zurück und zog mich weiter an seine Brust. Kurz schloss ich die Augen und vergaß alles um mich herum. Ein leichtes Schmunzeln legte sich auf meine Lippen und ich vergaß den leichten Ärger über Tyler, genoss einfach die Ruhe, das Kauen der Pferde im Hintergrund, bevor ich dann tatsächlich einschlief.
      ...
      Mein Handy weckte mich mit einem lauten, schrillen Ton, welchen ich seit neustem als Wecker hatte. Ich schrak auf und blickte mich in der Box um. Die Decke über mich gewunden und es roch seltsamer weiße nach Kaffee im Stall. Ebenso hörte ich die Pferde immer noch kauen. Oder wieder? Ich rieb mir verschlafen die Augen und stand auf. Was ein Tag, oder eher eine Nacht.. Ich stand auf und blickte mich um, Tyler kam gerade mit einer Tasse Kaffee in die Box gelaufen und einem Teller mit zwei belegten Brötchen darauf. ,,Guten Morgen.'',lächelte er und übergab mir das Frühstück, ehe ich mich wieder setzte und einen Schluck vom Kaffee nahm. ,,Morgen und Danke.'',schmunzelte ich herzhaft und blickte ihn an. ,,Gut geschlafen?'',fragte er nach und ich nickte, als ich gerade in das Brötchen hinein biss. ,,Ja! Und wie.'',murmelte ich mit halbvollen Mund und er lächelte, ehe er sich wieder weg machte. Ich frühstückte zu Ende und folgte ihm dann. Kurz blickte ich mich im neuen Stalltrakt um, ehe ich auf die Uhr schaute. Es war noch einiges an Zeit übrig. So machte ich mich auf den Weg in das Haupthaus und machte mich in das Badezimmer. Nach gut einer halben Stunde war ich dann auch wieder fertig für den Tag und machte mich runter zu den LKW's. Tyler stand startklar am Hof und ich musterte ihn kurz. ,,Danke.'',murmelte ich leise, als ich vor ihm stand und er nickte. ,,Nicht dafür.'',murmelte er ebenso leise und ich umarmte ihn. So machten wir uns wieder auf den Weg zum alten Hof..
      ...
      ,,Das ständige Pendel geht mir langsam auf die Nerven, zum Glück ist es das letzte mal!'',murrte ich mittlerweile etwas sauer und blickte auf den kleinen Bildschirm im Flugzeug. Die Fohlen hatten wir gestern rüber gebracht und sie hatten es alles gut überstanden. Ich hatte mir nämlich bei ihnen gestern die Zeit genommen und hab sie abends beim reinholen noch durchgecheckt. Ich hatte bei ihnen am meisten Sorge, dass es irgendwie nicht gut laufen würde. Elena war seitdem auf dem neuen Hof geblieben und ich war gerade auf der letzten Reise zum neuen Hof mit Tyler an meiner Seite. Im Gepäck waren die letzten dreiundzwanzig Pferde. Die Kaltblüter und die beiden Welsh-Ponies. Damit wäre der Umzug erledigt, da wir jeden Tag auch immer wieder Umzugskartons geschleppt hatten, waren unser Hab und Gut, abgesehen von den Pferden, auch alles auf dem neuen Hof. ,,Danach haben wir es endlich geschafft.'',murmelte Tyler leise und streichelte mir mit seinem Daumen über meine Hand, ehe er seine wieder entfernte und sich durch die kurzen Haare griff. Kurz blickte ich auf dem Fenster, ehe ein letztes Mal das signal ertönte man solle sich anschnallen. Tyler und ich taten dies auch sofort, ehe die Ansage ertönte das wir gleich landeten. Nach mehreren Stunden war dann auch alles geregelt und wir konnten endlich los fahren. Auf dem Hof angekommen luden wir erneut die Pferde nach und nach aus. Tyler übernahm Amaretto und Winter's End. Ich nahm mir Hermann, Elena nahm Götterdämmerung, Simon nahm Battle Scars und Linus übernahm King of Night. Somit war der erste Hänger fast leer. Die Kaltblüterhengste kamen auf eine extra Weide und buckelte sich dort for Freude erst einmal aus. Die zwei Welsh- Ponies kamen zu den anderen 'Privatpferden' - zu der Hengstkoppel derer. Die nächsten sechs Pferde wurden aus dem ersten Hänger entladen; A Brave Hearts Freedom, Time to go, Darling, Sharon IV, Geoffrey's Brother, Hope in Despair und Arikado. Auch die sechs Hengste wurden auf ihre Weide gebracht, ehe ich zu der Fohlenweide hinüber blickte, auf welcher sich meine Fohlen und die von Elena freudig austobten. Sie dürften die ersten Tage noch die Ruhe genießen, da wir sonst auch erst einmal alles einrichten mussten und einiges an Papierkram zu erledigen hatten. Mit Amaretto und Winter's End brachten wir auch die letzten beiden Pferde aus dem ersten Hänger, welche nun entgültig leer war. Es stand der letzte Hänger an, der mit meinen Kaltblüterstuten. Die ersten die auf die Weide gebracht wurden, waren: Wolkentraum, Golden Gate, Augenblick, Ch's De la Luna, Winter Cloud und Hermelin Jaela. Auch die Stuten preschten erst eine Runde im Galopp über die Weide, machten jedoch auch Halt an den verteilten Heustationen. Noch hatten wir keine Raufen, daher war das Heu lose auf dem Boden verteilt. Es war wie gesagt noch alles eher Roh hier, doch auch bald wären solche Kleinigkeiten Geschichte. Die letzten fünf Stuten, welche da waren Roxy, Grey Love, Walking to the Moonlight, Calacirya und unser Neuzugang und das passende Gegenstück zu Hermann -> Hannelore. Auch diese fünf Stuten preschten erneut im Galopp los, ehe sie auch Halt machten an den Heustationen. Schmunzelnd betrachtete ich das Schauspiel und legte dann das Halfter von Hannelore weg. Tief atmete ich ein und wieder aus, schloss die Augen und lächelte kurz. Es war endlich geschafft, alle Pferde waren nun hier in Deutschland auf dem neuen Gestüt! Innerlich kam ein kleiner Siegesschrei und natürlich ganz viel Freude, doch ich bewahrte die Ruhe und machte mich zur Fohlenweide. Über diese tobten in kleinen Grüppchen verteilt unter anderem meine fünfzehn Sprösslinge, welche auch teilweise bald auf die Weide der Großen kamen. Karl, Gino und Tomenko hielten sich etwas Abseits von dem Getümmel und herum Gebuckel der anderen. Sie fraßen lieber gemütlich ihr Heu. Saevita, Soulmate's Death, Bajau und Torte bildeten die erste Gruppe und fegten im Galopp über die ellenlange Weide. Mir fiel immernoch ein Stein vom Herzen, wenn ich dran dachte, dass es meinen Kleinen so gut ging und sie so unbeschwert ihre Fohlenzeit genossen. Rando, Be my Sunshine, Pancake Killer, Ramazotti Amaro und Dark sweet Temptation waren die zweite Gruppe und rangelten sich unter einander etwas, während Krisu, Quintessa und Millenium's Pride eher wie zwei verliebte Stutfohlen auf die jungen Hengste vom anderen Zaunende rüber blickten. Auch im Fohlenalter waren die Geschlechter getrennt. Elena kam neben mich getreten und blickte auf ebenfalls auf die Fohlen. ,,Wir haben es wieder einmal geschafft.'',lächelte sie und blickte mich dann an. Schmunzelnd nickte ich und sah dann auch zu ihr. ,,Wieder einmal und hoffentlich auch das letzte Mal, hoffentlich ist das nun der Hof, von dem wir sagen können, dass er für immer unser ist.'',murmelte ich nachdenklich und sie zwickte mich kurz in die Seite. ,,Jetzt hör auf so zu denken!'',grinste sie keck und lief dann zu Simon, Linus und Tyler, welche vor dem Stalltrakt standen.
      Hör auf.. hallten ihre Worte mit sanfter Stimme in meinem Kopf nach und ich blickte auf die Viere. Kurz biss ich mir auf die Unterlippe, ehe ich wieder auf die Fohlen blickte, von den ganzen Gedanken und Ängsten der letzten Tage gefesselt. Gefesselt von dem Moment, wo ich auch entfliehen konnte, als mir Tyler in dieser nicht ganz so einfachen Zeit geholfen hat.. Lächelnd machte ich auf dem Absatz kehrt und lief zu den Vieren. ,,Wo ist der Sekt? Ich glaube wir haben was zum Anstoßen!'',grinste ich freudig und biss mir erneut auf die Unterlippe. Elena wackelte mit beiden Flaschen in den Händen vor meine Nase herum. ,,Hier!'',grinste sie ebenfalls so froh und munter wie ich, ehe die Korken knallten und wir uns einige Gartenstühle schnappten und uns vor den Stalltrakt setzten. Ein gelungener Umzug musste natürlich auch etwas gefeiert werden.

      [29417 Zeichen by Sevannie & Friese]
    • Sevannie
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      26.04.2017
      Renovierungsarbeiten
      Wir hatten uns mittlerweie alle schon ziemlich gut im neuen Heim zurecht gefunden und jetzt, nach den ersten paar Monaten, wollten wir auch weiter mit den Renovierungsarbeiten machen. Es stand noch auf dem Plan, dass die Weiden hier und da erneut werden müssten, ebenso wollten wir die Zaunlatten alle streichen, damit sie wieder im schönen weiß für den Sommer erstrahlen konnten. Auch wollten wir weiter am Gästestall arbeiten, denn dieser war als einziger Stalltrakt noch nicht fertig gestellt und sollte für die Trainingspferde dienen, der andere Trakt daneben für die Pferde, die tierärztlich versorgt werden mussten. Neben den beiden Projekten wollte ich auch die nächsten Tage den Stall an sich in Angriff nehmen, dort sollte nämlich auch die Wände noch einmal neu gestrichen werden. Es war früh am morgen und Tyler hatte das Frühstück schon vorbereitet als ich in Stoffhotpants und Top in die Küche kam. Die letzten Tage waren morgens immer knackig frisch und mittags war es brechend warm für diese Jahreszeit, wer weiß, was auf uns im Sommer zukommen würde. Ich streckte mich, noch etwas schlaftrunken, ehe ich mir einen Kaffee eingoss und Tyler mit einem 'Guten Morgen' freundlich begrüßte. ,,Guten Morgen, meine Liebe.'',lächelte er süffisant und ich runzelte die Stirn. ,,Was ist denn mit dir los?'' - ,,Nichts, ich habe einfach gute Laune und wir haben viel vor in den nächsten Tagen. Ich hab gedacht während ihr beide und Mercy die Streicharbeiten in die Hand nehmt, fange ich mit Simon und Linus an den Stalltrakt weiter auszubauen.'', stumm nickte ich und schmunzelte. War doch ein guter Plan, so wurden zwei Baustellen in Angriff genommen und es ging sicherlich schnell vorran. ,,Erstmal müssen wir uns um die Pferde kümmern.'',murmelte ich schmunzelnd und setzte mich an den Tisch. Wir begannen z frühstücken und nach und nach trudelten auch die anderen in die Küche ein. Bald saßen wir schon zu sechst am Tisch. ,,Wollen wir zuerst die Weiden machen, oder den Stall?'',fragte Mercy und ich sah Elena an. ,,Den Stall oder? Wenn wir die Pferde gemacht haben können sie noch auf die Weide, wenn die Zäune gestrichen sind erstmal nicht.'',erklärte sie und ich nickte. ,,Bis heute Abend müssten ja die Wände im Stall trocken sein.'',meinte ich zustimmend und Elena war nun die, die nickte. Wir aßen fertig und räumten alles weg, ehe ich mich ins Bad machte. Die anderen gingen schon einmal hinaus und begannen zu füttern. Ich war auch schnell fertig für den Tag und folgte ihnen. Im Stall angekommen wurde auch ich, als Nachzügler, noch mit einem Brummen und Wiehern von unseren Pferden begrüßt. Ich machte mich zu den Fohlen und gab ihnen ihre morgendliche Portion Futter. Das Heu wurde von Tyler auf den Weiden schon fertig gemacht. Es dauerte nicht lange, da waren die Pferde auch alle fertig mit dem Fressen und wir brachten sie nach und nach auf die Weide. Ich schnappte mir Winter's End und Amaretto. Mercy nahm sich Hannelore und Calacirya. Tyler folgte mit Walking to the Moonlight und Grey Love. Elena und Simon nahmen sich Roxy, Hermelin Jaela, Winter Cloud und Ch's De la Luna und zu guter letzt kam Linus noch mit Augenblick und Golden Gate hinter her. Wolkentraum blieb absichtlich drin, da Mercy sie gleich putzen sollte und dann longieren sollte. Sie brachten die Kaltlüterstuten auf deren Weide, während ich die beiden Verkaufspferde auf die ihre brachte. Mercy band Wolkentraum am Putzplatz an und begann diese zu putzen. Wir anderen brachten die restlichen Pferde auf die Weide und begannen mit den Kaltblüterhengsten. Arikado, Hope in Despair, Geoffrey's Brother, Sharon IV, Time to go, Darling, A brave Hearts Freedom, King of Night, Battle Scars, Götterdämmerung und Hermann kamen auf ihre großflächige Weide und durften sich dort über den Vormittag austoben. Somit waren die Kaltblüter schon einmal alle draußen und Mercy war schon am Longieren von Wolkentraum. Als nächstes machten wir uns an die Privatpferde des Gestüts, diese sollten nämlich zu den Verkaufspferden auf eine Weide. Staccato, Neskur und Massacre Boy und Calero kamen zu Amaretto und Winter's End. Wild Reflex, Klein aber Oho und Velvedere kamen auf die nebenliegende Weide. Somit waren diese dann auch schon draßen. Als nächstes ging es an die Fohlen, welche ebenfalls eine extra Weide besaßen und auch schon nach Geschlechtern getrennt wurden. Mit Saevita und Soulmate's Death ging ich vorran, folgen taten mir die anderen mit Bajau, Torte, Quintessa, Krisu und Millenium's Pride. Die Hengstfohlen Ramazotti Amaro, Gino, HGT's Be my Sunshine, Rando, Tomenko, Pancake Killer und Karl, folgten auf die andere Weide. Somit blieben noch die Hannoveraner Hengste und Stuten übrig, welche nun noch folgen würden. Wir fingen mit den Stuten Alice Cullen, Lotte Buff, Golden Wonder, Epona, Millenium GC, Royal Rubina, Shiny Sunlight, Gameover, Irritable und Muemmi an, danach kamen noch Linara, Veronica und Mistery. Nun fehlten noch die Hengste die auch schnell draußen waren, Dark sweet Temptation war neu im Bunde, war also noch nicht lange auf der Weide mit dabei, dennoch hatte er sich gut eingelebt. Die anderen Hengste waren quasi schon ''eingesessen''. Also brachten wir Ramires, Hero of Heaven, Karthago, Kaltenbach's Ostwind, Burnin' Awake and Lifeless, Starmen, Antaris, For Pleasure, Admiral Wings, Schwachkopf, Cinnemont's Accento, Get a Movie, The Invincible, Belstaff, Scottland Yard, Clouds Angel und Café Latte raus. Mercy war gerade mit Wolkentraum fertig, also durfte sie sich nun noch an meinen Liebling Dark sweet Temptation machen und diesen putzen und longieren. Was sie natürlich gerne und mit einem dicken Grinsen machte, denn sie fand den Palominohengst auch so klasse wie ich. Mercy zog wieder von dannen und die Jungs machten sich nun an den Gasteställ dran. ,,Dann wollen wir mal anfangen zu misten und dann zu streichen.'',belächelte ich Elena und sie nickte schmunzelnd. ,,Die Drecksarbeit dürfen wir mal wieder machen.'',lachte sie und ich stimmte mit ein. Kurz darauf fanden wir uns in den Boxen wieder und lasen die Äpfel und das vollgepinkelte Stroh aus. Die Boxen waren schnell gemistet, da es nie sonderlich viel zu misten gab. Als wir mit dem Misten auch fertig waren, begannen wir auch schon mit den ersten Wänden. Diese wurden vorerst abgewaschen, damit wir nicht den ganzen Dreck einfach nur anstrichen. Elena blickte mir einen verdutzten Gesicht auf ihre Uhr und sah mich an. ,,Wir sollten mit dem Kochen beginnen.'',murmelte sie, ich blickte auf meine Uhr und nickte. ,,Fang du schon an, ich werde den Rest fertig machen, dann können die Wände so lange trocknen.'',erklärte ich und sie stimmte mir zu, ehe sie dann auch schon in das Haus lief.

      ____________________________________
      Das Essen war wunderbar und nun waren wir alle gestärkt um unsere arbeiten weiter auszuführen. Mercy war nun erst einmal fertig mit den Pferden und half uns nun beim Streichen der Boxenwände. Die hintere Steinwand strichen wir nämlich wieder schön weiß, ebenso sollten die eisernen Pfosten zwischen jeder Box noch gestrichen werden, sowie die Gitterstäbe. Damit das Gestüt auch im neuen Glanz erstrahlen konnte.



      [Fortsetzung folgt]
    • Friese
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      26.10.2017
      Hilfe für Joyce
      Bericht für: Winter’s End, Amaretto, Hannelore, Calacirya, Walking to the Moonlight, Grey Love, Roxy, Hermelin Jaela, Winter Cloud, CH’s De la Luna, Augenblick, Golden Gate, Wolkentraum, Arikado, Hope in Despair, Geoffrey’s Brother, Sharon IV, Time to go, Darling, A Brave Heart’s Freedom, King of Night, Battle Scars, Götterdämmerung, Hermann, Wild Reflex, Massacre Boy, Neskur, Calero, Klein aber Oho, Staccato, Velvedere, Saevitia, Karl, Pancake Killer, Tomenko, Soulmate’s Death, Rando, HGT’s Be my Sunshine, Bajau, Torte, Gino, Quintessa, Krisu, Ramazotti Amaro, Millenium’s Pride, Alice Cullen, Lotte Buff, Golden Wonder, Epona, Millenium GC, Royal Rubina, Shiny Starlight, Gameover, Irritable, Muemmi, Linara, Veronica, Mistery, Dark Sweet Temptation, Ramires, Hero of Heaven, Karthago, Kaltenbach’s Ostwind, Burnin’ Awake And Lifeless, Starmen, Antaris, For Pleasure, Admiral’s Wings, Schwachkopf, Cinnemonts Accento, Get a Movie, The Invincible, Belstaff, Clouds Angel, Scottland Yard, Café Latte


      Heute wollte ich Joyce ein bisschen unter die Arme greifen und so brachte ich als erstes alle Pferde von ihr nach draußen auf die Weiden und machte dann mit Hilfe der anderen die Boxen sauber. Unsere Zeit war leider auch ein bisschen beschränkt, da wir noch meine Pferde versorgen mussten und so musste auch das Heu verteilen schnell gehen. Simon und Linus füllten die Tröge auf und ich fegte die Ställe noch zu Ende. Die Zeit war wirklich ratzfatz vergangen und so mussten wir nun auch schon weitermachen und die Boxen meiner Pferde ausmisten und ihre Tröge füllen. Zudem machten wir das Heu für alle Pferde. Ich holte mir danach Epona rein und putzte sie ein bisschen. Danach sattelte und trenste ich sie. In der Halle ritt ich die Stute warm und klopfte ihr den Hals. Nachdem ich damit fertig war, ging ich ein paar A-Dressur Aufgaben mit der Stute durch und ritt sie danach wieder ab. Als es dunkel wurde holten wir gemeinsam wieder alle Pferde rein und versorgten sie ein letztes Mal.
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  • Album:
    ~ Gnadenweide ~
    Hochgeladen von:
    Sevannie
    Datum:
    17 Aug. 2015
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    EXIF Data

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    600px
    Height:
    400px
     

    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • Tomenko
    ♣--------------------------------------♣

    Abstammung
    Ubk. x Ubk.
    Ubk. x Ubk. | Ubk. x Ubk.
    ♣--------------------------------------♣

    Exterieur
    Rasse Noriker
    Geschlecht Hengst
    Alter 3 Jahre [03.06.2012]
    Stockmaß 1,64 cm
    Fellfarbe Braunschecke
    Abzeichen - Alle Abezichen sind Scheckungsbedingt! -
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    Interieur & Beschreibung
    Ruhig | Verantworutngsbewusst | Stark

    Tomenko ist, wie viele seiner Rasse, ein gelassener und lernfähiger Junghengst. Neben seiner ruhigen Art besitzt er auch viel Durchsetzungsvermögen und weiß sich zu verteidigen. Dennoch weiß er, wann Schluss mit lustig ist und hört sofort auf, wenn es böse enden könnte.

    ♣--------------------------------------♣

    Gesundheit & Wohlbefinden
    Gechippt [x]
    Letzte Impfung 09.04.2015
    Letzte Wurmkur /

    Beschlagen [ ]
    Letztes mal Ausgeschnitten /
    Letztes mal Geprüft /

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    Besitzerdaten
    Besitzer Sevannie
    VKR Floooh
    Verkaufspreis Nicht zu verkaufen

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    Qualifikationen
    Dressur E
    Springen E
    Military E
    Distanz E
    Rennen E
    Western E
    Fahren E
    Wendigkeit E

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    Ausbildungsstand & Zuchtdaten
    Eingeritten [ ]
    Eingefahren [ ]
    Potential Dressur, Military, Distanz, Fahren


    Gekört/Gekrönt [ ]
    Eingetragene Zucht /
    Gencode ?

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    Zu den Schleifen:
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    [FS 237] Kaltblüter und Mixe aller Art