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jojomaus

The Little Bit I Didn´t Lose

The Little Bit I Didn´t Lose
jojomaus, 9 Jan. 2015
    • jojomaus
      Bericht vom 28.9.13 © Flakies
      Ich gähnte und streckte mich im weißen Plastikstuhl, während die Abendsonne in mein Gesicht schien. Zufrieden lächelte ich.
      „Prost“, meinte Christian schmunzelnd und trank einen Schluck Bier.
      „Ich danke dir für heute“, sagte ich.
      „Kein Problem. Habe ja sowieso nichts Besseres zu tun als deine ollen Pferde herumzukutschieren.“
      Ich lachte. „Müssen wir die Transporter schon heute wieder zurückbringen?“
      Christian nickte nur, da er sich in diesem Moment eine Zigarette anzündete.
      Ich stöhnte auf, da ich eigentlich nur noch in mein Bett wollte.
      „Lass mich noch austrinken und dann können wir los", meinte Christian.

      Ich sprang auf, ging ein paar Meter nach vorne und drehte mich um. Ich betrachtete den Schuppen, der hinter Christian stand und musste lächeln. Die Konstruktion ist zwar wetterfest, doch sieht trotzdem ziemlich verkommen aus. In der Mitte befindet sich die Eingangstür aus Stahl. Der Schließmechanismus lässt sich schwer betätigen, doch solange er funktionstüchtig ist, muss daran nichts geändert werden. Die Tür stand offen. Ein Keil aus Holz hielt sie in dieser Position. Die Öffnung ließ in den Flur blicken. Ganz klein. Sicherlich nicht einmal einen Quadratmeter groß. Rechts und links befindet sich jeweils ein Durchbruch. Die linke Seite führt zur zukünftigen Sattelkammer. Momentan habe ich die neu angeschafften Sättel, Trensen, Decken, das Futter und so weiter, einfach in einer Ecke des Raumes gelagert.
      Geht man zur rechten Seite des Schuppens, gelangt man in einen leeren Raum. Ich würde ihn als Gemeinschaftsraum bezeichnen. In nächster Zeit werde ich eine kleine provisorische Küche hineinstellen und einen Tisch, um mit meinen Freunden dort zusammen zu sitzen.

      Langsam drehte ich mich um meine eigene Achse, um einen Rundumblick zu erhaschen. Dieses Grundstück gehörte nun mir. Mir ganz allein. Ich grinste Christian ganz stolz an und brachte ihn auf diesem Wege zum Lachen. "Halt die Klappe!", rief ich ihm neckisch zu und hüpfte zum Stall.
      "Hallo ihr Hübschen." Apha und Little brachten wir nach unserer Ankunft sofort in ihre Ställe. Die zwei waren ziemlich erschöpft von der langen Fahrt. Ich streichelte Apha über den Nasenrücken, da ich zu seiner Box einen kürzeren weg hatte. Little stand zwei Boxen weiter.
      Da Apha nicht kastriert ist, habe ich mir vor dem Kauf der Beiden etwas Sorgen gemacht, ob er sich benimmt im Stall. Denn für ihn habe ich keine Ausweichunterkunft. Doch dies werde ich sicherlich erst morgen bemerken, da dem Hengst schon fast die Augen zufallen.
      Die Boxen von Apha und Little sind die einzigen, die nicht repariert werden müssen. Der Stall ist etwas verkommen, aus Holz zusammengekleistert und undicht. Doch das wird alles so schnell wie nur möglich behoben.
      Nachdem ich Little mit meinen Fingern noch kurz durch die Mähne fuhr, verließ ich den Stall wieder. Christian stand schon an den Autos und putzte seine Brille. Er übergab mir meine Handtasche und den Schlüssel des VW, stieg in das andere Auto und startete den Motor.
      Schelmisch grinste er durch die Scheibe. Ich fluchte nur, da der VW mindestens 20 Jahre alt ist und keine Servo hat. Auf dem Weg hierher fuhr Christian mit dieser Karre. Jetzt wollte er mich ärgern, indem er mich damit fahren lässt.
      Er fuhr vor und ich folgte. Man hätte glatt denken können, ich säße in einem Traktor, so laut hat das Fahrzeug getuckert. Als wir das Grundstück verließen, hupte ich meinen Pferden zum Abschied.

      Bericht vom 11.11.13 © Flakies
      "Heute kannst du mal zeigen was du kannst", flüsterte ich der Stute zu, während ich ihr den Halfter über den Kopf streifte und sie aus der Box führte. Der Putzkasten stand schon an seinem Platz und war einsatzbereit. Ich band Little an und nahm den Striegel in die Hand. Es war kein grober Dreck zu sehen, also strich ich ihr nur zärtlich über das Fell.
      Mit der Bürste befreite ich sie gründlich vom Staub. Little blieb ganz ruhig, bewegte sich kein Stück und hatte sich mit der Holzwand vor ihrer Nase schon angefreundet.
      Die Probleme traten wieder einmal auf, als ich den Hufkratzer nahm und ihr linkes Vorderbein anhob. Ich weiß nicht warum, aber nur bei diesem Bein fängt sie an mit den Beinen zu schlackern und macht Anstalten das Gleichgewicht zu verlieren. Drei Versuche hatte es gedauert, ihren Huf restlos auszukratzen. Trotzdem bekam sie von mir ein fettes Lob, da es wirklich den Anschein macht, dass sie mit dieser Seite arge Probleme hat. Das linke Hinterbein und die anderen Hufen waren schnell gesäubert. Um so mehr freute ich mich auf das heutige Training.
      Little bekam eine halbe Möhre von mir. Während sie diese verputzte, holte ich aus dem Schuppen den Sattel und das Zaumzeug. Da ich Little noch nie geritten bin, wollte ich vorher etwas testen. Ich stützte meinen Oberkörper auf ihrem Rücken ab. Little zuckte kurz, doch machte keine Anstalten dies negativ zu steigern. Ich nahm an, sie war lediglich so erschrocken, da sie lange kein Gewicht mehr auf ihrem Rücken spürte, also hob ich den Sattel behutsam hinauf und zog ihn in die richtige Position. Die Stute schaute mir interessiert zu.
      Es dauerte etwas länger ihr das Gebiss anzulegen, doch diese Hürde nahmen wir auch. Ich löste sie vom Strick und ging mit ihr auf den Reitplatz. Diesen hatte ich zuvor vom vielen Laub befreit, um ihn begehbar zu machen.
      Vorerst lief ich mit ihr ein paar Runden und joggte kurzweilig, um zu sehen, ob sie mir hinterhertrabt. Perfekt! Ich führte sie zur Mitte des Platzes und stieg auf. Kurz tippelte sie etwas umher, doch das legte sich schnell. Dafür gabs ein Tätscheln auf den Hals.
      Durch ein Schnalzen mit der Zunge und den nötigen Hilfen, verfiel sie in den Schritt. Ein paar Runden und ihr wurde langweilig. Little trabte öfters an, doch ich konnte sie "bändigen". Getrabt sollte noch nicht werden.
      Ich stoppte und versuchte sie im Kreis zu drehen. Nach kurzen Kommunikationsschwierigkeiten drehte sie sich. Und auch die andere Richtung brachte kaum Probleme. Ich ritt weiter, brachte sie des öfteren zum Stehen und drehte sie wieder.
      Nach ein paar Übungen durfte sie Traben. Diese Gangart ist sehr angenehm mit ihr. Sie durfte nicht mehr in den Schritt verfallen. Ich wollte sie auspowern...
      "Bist ne Gute", lobte ich sie, als ich abstieg. Am Putzplatz kratzte ich noch schnell den Schlamm aus ihren Hufen und sattelte sie ab.
      Ich holte Stroh aus ihrer Box und trocknete sie damit. Dann führte ich sie zur Weide.
      Auch Apha und Bella durften nun auf ihre Weiden und bekamen kleine Leckerlies.

      Bericht vom 21.2.14 © Flakies
      Trotz ihres jungen Alters, ist Little die Ruhe selbst. Ich liebe es mit ihr zu arbeiten, da sie absolut keine Probleme macht. Sie ist und bleibt mein Freizeitpferd, mit dem ich einfach nur gedankenlos ausreiten kann.
      Mittlerweile kann sie ihr Gleichgewicht gut halten, während ich ihre Hufen auskratze. Mit ihr kann ich machen was ich will. Ich kann stundenlang ihre Mähne flechten, ohne dass sie unruhig wird. Gott, sie ist perfekt!
      Diese Woche habe ich Urlaub und heute bin ich recht früh aufgewacht. Mir war langweilig, aber zum Reiten hatte ich keine Lust. Also fuhr ich auf den Hof, um mich ein wenig mit Little zu beschäftigen. Ich nahm meine Mischlingshündin mit, welche fröhlich aus meinem Auto hüpfte und das Grundstück wie gewohnt erkundete. Apha, Bella und Little bekamen erstmal ihr Frühstück. Währenddessen mistete ich ihre Boxen aus. Eine Mistgabel beim Essen zwischen den Hufen zu haben, waren alle drei schon gewohnt.
      Danach führte ich Apha und Bella auf die Weide. Ja, auf eine Gemeinsame! Nach der Kastration hat sich das Verhalten von Apha sehr gebessert. Er ist noch ein wenig aufdringlich zu den Stuten, aber das ist nicht problematisch.
      Little führte ich auf den Putzplatz. Heute Nacht hatte es geregnet, doch jetzt schien die Sonne und ließ das Regenwasser verdunsten. Ich liebe diesen Geruch. Das Fell meiner Stute war sehr dreckig und verkrustet, doch ich freute mich auf das Putzen, ließ mir viel Zeit und verwöhnte sie. Ihre Mähne und ihr Schweif wurden von mir mit einem Pflegespray besprüht und danach behutsam durchgekämmt. Ihren Pony schnitt ich etwas kürzer, damit das Haar nicht immer ihre Augen verdeckt. Auch ihre Hufen wurden durch ein wenig Fett wieder glänzend gemacht. Das machte den Anblick jedoch nicht schöner. Die Hufen meiner Pferde sehen schrecklich aus. Ich benötige ganz dringend einen Hufschmied!
      Ich nahm Little mit auf den Reitplatz. Bella wieherte schon wieder die ganze Zeit ihrer besten Freundin zu. Doch im Gegensatz zu dem Araber ist Little die Ruhe in Persönlichkeit und beim Training lediglich auf mich fixiert.
      Ich führte Little auf dem Reitplatz ein paar Runden spazieren und löste dann den Führstrick. Kurz ließ ich sie allein und holte drei Cavaletti und vier Stangen aus Holz. Die Cavaletti hatte ich mir von einer Freundin ausgeliehen. Bald werde ich mir selbst welche zulegen. Zuerst legte ich alle Holzstangen in die Mitte des Platzes, mit einem großen Abstand, so dass sie eine etwa zehn Meter lange Bahn ergaben.
      Dieses Bodentraining hatte ich zuvor noch nie mit Pferden durchgeführt. Eigentlich möchte ich es nutzen, um Bella's Gangarten zu verbessern und damit sie nicht mehr so verkrampft trabt - für das Distanztraining. Doch ich halte es für besser, wenn ich meine Trainingsgedanken erstmal an Little ausprobiere. Denn die nimmt mir kleine Fehler nicht so übel.
      Ich holte den Appaloosa zu mir und führte sie nochmal ein paar Runden. Dann näherte ich mich langsam den Holzstangen und lief mit ihr neben ihnen entlang. Little zeigte komplettes Desinteresse, doch als wir direkt auf die erste Stange zu liefen, wurde sie nervös. Kurz davor stoppte ich. Die Stute roch unsicher an dem Ding und sah mich erwartungsvoll an. Ich lächelte und machte den ersten Schritt über die Stange. Mit einem Schnalzen der Zunge motivierte ich sie es mir gleich zu tun. Zaghaft aber willig folgte sie mir und rutschte mit dem rechten hinteren Huf auf der Stange aus. Little erschrak und wich beiseite. "Oooola", sagte ich mit beruhigender Stimme. Ich ging mit ihr noch eine Runde um den Platz und versuchte es erneut. Diesmal klappte die erste Holzstange gut, bei der zweiten knickte sie nochmals um, aber lief unerschrocken weiter. Die vier Stangen waren schnell geschafft. Ich lobte sie fleißig und wiederholte den Stangenlauf noch drei oder vier mal. Auch im langsamen Trab hatte sie kaum Probleme.
      Dann ließ ich sie wieder laufen, damit ich die Stangen wegräumen und ein Cavaletti in die Mitte des Platzes stellen konnte. Little beschnupperte das Holz sehr interessiert und da fiel mir ein, dass ich meine Stute noch nie habe springen sehen. Ich war sehr gespannt wie sie reagiert. Ich lief mit ihr eine Runde im Schritt und daraufhin zwei Runden im Trab. ich joggte neben ihr her. Als ich sie zum Cavaletti führte wurde sie schneller. Ich passte mich ihrer Geschwindigkeit an und wir hüpften gemeinsam über das Hindernis. Schweren Atems lobte ich die Kleine.
      Wir übten noch weiter und Little schien Spaß gehabt zu haben. Ich werde mir nun öfter so etwas einfallen lassen.
    • jojomaus
      Bericht vom 17.7.14 © jojomaus
      Besuch bei Flakies

      Endlich hatte ich mir etwas Zeit frei geschaufelt und konnte mich auf den Weg zu Flakies machen. Den Besuch hatten wir schon lange geplant, doch immer kam irgendetwas wichtiges dazwischen. Herzlich begrüßten wir uns und machten uns auch gleich an die Arbeit. Der Stall musste gemistet werden, die Pferde geputzt und beschäftigt und die Koppel hatte auch ein bisschen Pflege nötig. Apha, Little und Bella wurden also auf dem Putzplatz geparkt, mit ein paar Leckerchen um das warten zu versüßen und wir begannen die Boxen zu misten, fegen und neu einzustreuen. Wir kamen ganz schön ins schwitzen, da es trotz der noch frühen Morgenstunden reichlich warm war. Wir schnatterten fast ununterbrochen, hatten wir uns doch schon lange nicht mehr gesehen. „Du ich kenn da einen schönen Weg, den ich schon immer mal reiten wollte, aber allein hatte ich mir das noch nicht getraut. Der runter zur Bucht, naja man nennt es nur Bucht. Ist so was wie ein Flußarm, da kann man schön baden. Und auf dem Weg dahin ist es schön Schattig.“, erzählte mir Flackies mit einer ansteckenden Begeisterung. So war es abgemacht ich sollte Little reiten und Flakies Apha, während wir Bella als Handpferd mitnehmen würden. „So, noch schnell die Weide abäppeln und dann sind die Pferde dran.“, motivierte ich meine Freundin. Bella wurde schon ungeduldig und wieherte uns entgegen als wir in Richtung Putzplatz unterwegs waren. Ich übernahm Little und Flackies nahm sich zuerst Bella vor. Sorgfältig putzen wir die zwei Stuten, welche reichlich Staubig waren. Nüstern und Augen wurden sachte mit dem Schwamm gesäubert und auch das Langhaar bekam gebührende Aufmerksamkeit. Dann waren die Hufe dran, Flackies hatte sie nachdem der Hufschmied da gewesen war weiter versorgt wie sie es Aufgetragen bekommen hatte und nun sahen sie erheblich besser aus. Ich war mit Little, welche eine ganz ruhige und liebe Stute war, eher fertig als meine Freundin mit Bella. Die Araberstute war im Umgang nicht ganz so einfach, weshalb auch Flackies sie übernahm. Sie wusste wie sie mit der Stute umzugehen hatte. Ich fing daher schon mit dem Putzen von Apha an. Neugierig beschnupperte er mich und ließ sich problemlos putzen und zurecht machen. Danach ging es auch schon ans Satteln. Ich holte zuerst von Apha das Equipment und legte ihm vorsichtig den Sattel auf. Anschließend Trenste ich ihn auf und genauso ging ich auch bei Little vor. Auch Flackies war so weit und befestigte einen besseren Strick am Halfter der Araberstute. Nachdem wir Helm und Handschuhe aufgesetzt hatte konnte es auch schon in den Sattel gehen und der Ausritt begann. Flackies übernahm auch gleich die Führung und zeigte mir die Weg. Wir mussten zuerst ein Stück die Straße entlang bis wir den Reitpfad erreichten, aber in der Zeit kam uns nicht ein Auto entgegen. Der Pfad war angenehm breit sodass wir nebeneinander her reiten konnten und an Gesprächsstoff mangelte es uns auch nicht ein bisschen. Ringsumher waren Felder und Wiesen und oben drüber so viel blauer Himmel, aber den Wald konnte man in der ferne schon sehen und dieser versprach angenehmen Schatten. Es roch nach Heu und Sonnenschein. Als wir den Wald erreichten waren die Pferde soweit aufgewärmt damit wir eine Strecke traben konnten und begeistert sprangen sie auch in die nächste Gangart. Wir gingen es ruhig an an diesem warmen und überforderten die Pferde nicht. Die Araberstute war angenehm umgänglich und genoss es scheinbar mit ihrer Herde unterwegs sein zu können.
      So verflog die Zeit und wir waren rasch an unserem Highlight des Ausritts angekommen, der Bucht. Es waren schon einige Badegäste anwesend, doch da genügend Platz vorhanden war, ließen sie sich von uns nicht stören. Wir gewöhnten die Pferde an das Wasser und konnten nach einiger Zeit sogar ein Stück weit hinein reiten. Apha war dabei der Mutigste und strahlte genug Sicherheit aus damit auch beide Stuten ihre Scheu verloren. Fröhlich und mehr oder weniger nass machten wir uns dann auf dem Weg zurück. Unterwegs begegneten wir noch einigen Spaziergängern, einige sogar mit Hund und einigen Radfahrern. Diese waren Bella so überhaupt nicht geheuer, aber wir meisterten auch diese Situationen. Ab diesem Zeitpunkt waren die Pferde ein wenig hibbelig, sicherlich weil sie auch genau wussten, dass wir uns schon auf dem Heimweg befanden. Ein herrlicher Grasweg lud zum Traben und Galoppieren ein, was auch die Tiere wieder sichtlich entspannte. Ab da war dann auch der Hof in Sicht, es fehlte nur wieder das Passieren der Straße und schon waren wir wieder daheim. Der Ausritt hat allen Zwei- und Vierbeinern viel Spaß gemacht und wir freuten uns nun auf den nächsten längeren Ritt, wollten wir diesen Ritt zu gegebener Zeit doch wiederholen. Zum Abschluss bereiteten wir die Pferde nach und brachten sie den Rest des Tages auf die Weide. Uns Zweibeiner hatte der Ritt ebenso Hungrig gemacht und wir gingen noch gemeinsam zu einem verspätetem Mittagessen.
    • jojomaus
      Ankunft
      Ganz unerwartet rief Flakies bei mir an: "Hey Jojo, ich habe ein Anliegen. Ich habe ein super tolles Jobangebot erhalten und demzufolge auch zugesagt.Das was ich mir schon seit langem erträumte hab ich somit erreicht. Nun kann ich aber meine drei Lieblinge nicht mehr voll gerecht werden. Kannst du sie eventuell übernehmen? Dann wären sie ja nicht ganz weg und ich könnte hin und wieder mal nach ihnen sehen..." "Aber klar, das lässt sich einrichten. Platz hab ich noch", antwortete ich lachend. "Ein neuer Job, mann das muss man ja feiern." "Danke, danke, danke. Mir fällt ein Stein vom Herzen. Ich bringe sie dann vorbei, heute abend sind wir ungefähr bei dir."
      Gesagt getan. Gegen Abend war Flakies dann bei uns mit zwei Fahrzeugen. "Da sind wir." Wir begrüßten uns herzlich und ich beglückwünschte meine Freundin noch einmal persönlich, nachdem sich auch ihr Freund mir vorgestellt hatte luden wir zuerst Apha FL Dasching aus und brachten ihn in die vorbereitete Box, sein neues Heim. Danach waren The Little Bit I Didn´t Lose und Bella an der Reihe, etwas nervös sahen sie sich in dem neuem Stall um. Zusammen vesorgten wir alle Pferde und setzten uns danach an den Tisch um der Umstände halber einen Kaufvertrag aufzusetzten. "So jetzt ist Zeit zum Feiern", rief ich in die Runde. Flakies und ihr Freund würden über Nacht in unserem Gästezimmer schlafen und erst am nächsten Tag abreisen.
    • jojomaus
      Western auf dem Platz
      The Little Bit durfte sich schon ein wenig auf der Weide austoben, bis ich meine täglichen Aufgaben erledigt hatte. "Little, mein Mädchen. Komm wir wollen ein bisschen was machen." Ich rief nach meiner Appaloosastute und alle Stuten hoben den Kopf, das brachte mich zu grinsen. Ruhig blieb Little stehen, naschte noch einige Grashalme und ließ sich dann von mir aufhalftern. Ich brachte sie zum Putzplatz und gab mir alle Mühe die helle Stute schick zu machen. Genüsslich ließ Little den Kopf hängen und schloss ein wenig die Augen. Nach dem Putzen waren noch die Hufe dran und dann konnte ich auch schon aufsatteln. Es ging auf den Platz, denn Little brauchte noch Übung im Western reiten. Zum Aufwärmen longierte ich sie etwas und achtete dabei auf korrekte Gänge und Einhaltung der Kommandos. Anfangs war meine junge Stute etwas unkooperativ, aber das legte sich nach 5 Minuten wieder. Danach legte ich die Longe an den Rand der Reitbahn zurück und schnappte mir stattdessen 4 Pylonen und positionierte diese mit Little an der Hand in den vier Ecken der Bahn. So hatte Little genug Zeit sich an diese Dinger zu gewöhnen und merkte das davon keinerlei Gefahr ausging. Erst dann stieg ich in den Sattel. Zur Eingewöhnung ritt ich zuerst einmal ganze Bahn und versuchte dann nur mit wenigen Hilfen meine Stute kreuz und quer über den Reitplatz zu lotsen und mich auf sie einzustellen. Dann leitete ich die erste Übung für heute ein. Wir ritten auf dem Viereck um die Pylonen herum, blieben an jeder Ecke stehen und ritten eine Vorhandwendung und dann ging es wieder auf die Gerade zur nächsten Pylone. Gleich zum Anfang unterlief uns der Fehler das Little nicht stehen blieb, sondern eine Volte lief, doch mit Hilfe des äußeren Zügels und dem vermehrten treiben der Hinterhand, war der Fehler schnell aus der Welt. Wir übten das ungefähr 10 Minuten, wechselten auch einmal die Hand und ich lobte mein fleißiges Mädchen regelmäßig. Als nächstes gab es eine kleine Pause in der ich einen Pylonen von der Bahn nahm und die übrigen zu einem Dreieck aufstellte. Im Trab ritten wir das Dreieck um die Pylonen. Auf der Geraden legten wir im Tempo leicht zu, aber vor dem Erreichen der Pylone nahm ich das Tempo wieder zurück. Dabei arbeitete ich nicht nur mit den Zügeln sondern verlagerte auch mein Gewicht nach hinten. Ich half meiner Stute so gut es ging beim Ausbalancieren und ließ sie dann auf der Geraden wieder los und Tempo aufnehmen. Diese Übung machte uns beiden richtig Spaß und wir wechselten nach einigen Durchgängen die Hand, damit es nicht zu Eintönig wurde. „Feines Mädchen, ich glaube das reicht für heute.“ Die Pylonen räumte ich vom Sattel aus aus dem Weg und ritt Little ordentlich trocken ehe ich am Putzplatz absattelte und noch einmal über Littles Fell zu putzte. Mit einem saftigen Apfel entließ ich mein Stütchen wieder auf die Weide.
    • jojomaus
      Sammelpflegebericht:
      Ein Pferdesamstag
      Gleich nach der morgentlichen Fütterung ging es ans tägliche Training. Es war Samstag und Jay würde sich heute bei uns einklinken, weswegen wir auch mit Hollywoods Lil Naomi und The Little Bit I Didn´t Lose anfangen wollten. Mit beiden ging es nach dem Putzen und Satteln auf den Platz um ein wenig Westerntraining zu veranstalten. Jay freute sich Naomi wieder einmal auspowern zu dürfen und selber wieder etwas im Western vorwärts zu kommen. Die Quarter Horse Stute war nämlich eine sehr gute Lehrerin. Ich konnte dagegen mit Little nicht ganz so sehr mithalten, da meine Kleine einfach noch nicht so Erfahren unterm Sattel war. Garry hatte sich indessen Sheregi geschnappt um ihn in der Halle an der Longe zu Arbeiten und ihn vorsichtig mit der Trense bekannt zu machen. Sobald Little nicht mehr so Aufnahmefähig war beendete ich das Training mit ihr und ließ Jay mit Naomi in Ruhe weiter arbeiten. Am Putzplatz traf ich Garry, welcher mit Sheregi ebenfalls fertig war. „Er hat sich eigentlich ganz gut angestellt. Beim nächsten Mal wird es dann noch besser laufen. Ich nehm gleich noch Joker's Jackpot mit in die Halle. Er ist bestimmt auch schon soweit.“ Ich war mit der Idee mehr wie einverstanden und nachdem ich abgesattelt hatte begaben wir uns zusammen zu den Weiden um beide Pferde zurück zu bringen. Ich schnappte mir Baby Doll Melody, Garry wie besprochen Joker und gemeinsam ging es zurück zum Putzplatz. Garry war recht schnell fertig mit dem Putzen und verschwand mit dem Junghengst in die Halle. Sobald ich mit meiner Appaloosastute fertig für meine geplante Westernstunde war, hatte Jay ihr Training beendet und bereitete Naomi nach. „Es war herrlich, sie ist so eine Süße. Anstrengend aber herrlich“, schwärmte sie mir vor. Jay würde als nächstes Flying Star für dieDressurarbeit zurecht machen und mir auf dem Platz Gesellschaft leisten. Während wir Mädels noch mitten im Training waren hatte Joker sich tapfer geschlagen mit dem Trensentrainig und durfte zurück auf die Weide. Als nächstes war Lulu mit dem Trensentraining dran, auch sie war nun soweit sich mit dem Erwachsen werden vertraut zu machen. Garry hatte ein Händchen für Jungpferde, daher überließ ich es ihm. Baby Doll war heute äußerst Motiviert und Leistungsbereit so dass ich mich an einer neuen Lektion wagen konnte, am Ende war ich mit uns beiden mehr wie zufrieden und bis Jay mit Flyings Training fertig war ritt ich sie im Schritt herum. Garry hatte in der Zwischenzeit Lulu zurück auf die Weide gebracht und sah den Rest der Zeit uns beim Training zu, da wir danach zusammen die Weiden kontrollieren und säubern wollten, zusammen ging diese Arbeit viel schneller und spaßiger vorüber. Nach einer anschließenden Frühstückspause, während der sich meine Schwester zu uns gesellte, konnte es im Tagesablauf auch schon weiter gehen. Für heute war ein gemeinsamer Ausritt geplant. Jay wollte Samantha übernehmen,Garryseinen Calvados, meine Schwester freute sich auf Apha FL Dashing und ich selber würde auf Ramazotti reiten. So ging es wieder auf die jeweiligen Weiden um die Pferde zu holen und anschließend für den Ritt vorzubereiten. Bei Zeiten waren wir soweit und stiegen in die Sättel. Es war zwar kalt aber die Sonne schien und lud uns ein zu einem tollen Ritt. Warm würde uns schon noch werden. Wir waren solange unterwegs bis uns der Hunger schließlich wieder nach Hause trieb, wir die Tiere versorgten, wieder auf die Weide brachten und dann gemeinsam ein spätes Mittag aßen. „So erzählt, was steht noch an? Ihr könnt beim Training bestimmt noch eine helfende Hand gebrauchen.“ Meine Schwester war noch immer voller Tatendrang und wir besprachen unseren weiteren Tagesablauf. Solange das Wetter noch so gut hielt sollte Der Physiker in Millitary gefördert werden, das würde Garry übernehmen und machte sich auch gleich ans Werk. Meiner Schwester übergab ich die Aufgabe des Longierens, darin war sie die beste. Ich erläuterte ihr kurz was ich für ein Training vorhatte und gab ihr die Trainingsbücher. Mit Clair De Lune sollte sie anfangen und sich dann auch mit Regis Filia und Miss Liddle Sunshine beschäftigen. In der Zeit in der die beiden ihre Pferde vorbereiteten baute ich zusammen mit Jay einen Springparcours auf und trennten unseren großen Reitplatz ab. Damit meine Schwester in rhe longieren konnte. Jay würde nun mit Rebellmouse springen und ich trainiere in der Halle French Lover in der Dressur. So waren wir vorerst alle beschäftigt. Mein kleiner frecher Camarguehengst machte sich heute ganz gut, auch wenn unsere Erfolge nur klein Ausfielen. Es ist halt noch kein Meister vom Himmel gefallen. Nachdem ich ihn nachbereitet hatte und er wieder auf der Weide herum tollen konnte war Panthera an der Reihe. Auch sie sollte in der Dressur gearbeitet werden. Während ich noch beschäftigt war beendete Jay das Springen, versorgte die Stute und räumte den Platz wieder auf. Meine Schwester hatte mittlerweile unsere kleine Prinzessin an der Longe und genoss es wieder einmal mit Pferden zu Arbeiten. Filia verhielt sich vorbildlich und zeigte in ihren jungen Jahren schon erstaunlich Gänge. Als ich mit Pan aus der Halle zurück kam um die Stute zu versorgen war mein Schwesterchen schon mit Liddle Sunshin am arbeiten, als auch Garry endlich wieder zurück kam mit einem sichtlich erschöpften Phey. Gemeinsam erledigten wir noch Hofarbeiten und versorgten die Tiere mit ihrer Abendration ehe wir uns auch um unser Essen kümmerten und den Abend gemütlich ausklingen ließen.
    • Occulta
      Verschoben am 26.10.2016
      Grund: 6 Monate lang keine Pflege
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    jojomaus
    Datum:
    9 Jan. 2015
    Klicks:
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    Kommentare:
    6
  • Rufname: Little

    Abstammung

    Von: Unbekannt
    Aus der: Unbekannt


    Grunddaten

    Rasse: Appaloosa
    Geschlecht: Stute
    Alter: 4 Jahre
    Stockmaß: 152 cm
    Fellfarbe: Schabrackentieger
    Abzeichen: keine


    Beschreibung

    The Little Bit I Didn't Lose zeichnet eine innere Ruhe und Gelassenheit aus. Auf sie kann man sich verlassen. Reitanfänger lieben diese Stute. Sie ist lernfähig und vor allem lernwillig. Aber: Ob auf der Weide oder im Stall - Sie darf nie komplett allein gelassen werden, sonst schreit sie das ganze Dorf zusammen.

    Zuchtdaten

    Züchter: //
    Zur Zucht vorgesehen: ja
    Gekört/Gekrönt: nein

    Besitzer: jojomaus
    Vorbesitzer: Flakies
    Ersteller: Jay Pie
    VKR: verfallen (Jay Pie)


    Qualifikationen

    Eingeritten: ja / Eingefahren: nein

    Eignung: Western (Trail,Pleasure)

    Dressur: E A L M S S* S** S***
    Western: E A L M S S* S** S***
    Springen: E A L M S S* S** S***
    Distanz: E A L M S S* S** S***
    Military: E A L M S S* S** S***
    Fahren: E A L M S S* S** S***
    Galopp: E A L M S S* S** S***

    Erfolge
    [​IMG]

    3.Platz beim 293.Western


    Sonstiges

    HS-Besuch: war am
    Hufe: Barfuß


    TA-Besuch: war am
    (//)
    Gesundheit: /

    Tierarzt: //
    Hufschmied: //