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Zaii

Talitha

* 2011, im Besitz seit 07. Mai 2013

Tags:
Talitha
Zaii, 7 Mai 2013
    • Zaii
      Alte Berichte

    • Zaii
      Pflegebericht 17. Mai 2013 - Um- & Einzug
      Der Wecker klingelte viel zu früh an diesem Morgen, war es doch gerade mal 5.30 Uhr und Wochenende!
      Trotzdem stand ich auf, schließlich war heute ein großer Tag! Nach wochenlangen Um- & Aufbauarbeiten sollten Eisvogel, Adrian und ich heute auf meinen neuen Hof umziehen, ‚L’eredità di Florentina‘ war der wohlklingende Namen, den ich in Erinnerung an die frühere Bewohnerin gewählt hatte. Außerdem würde meine kleine „Herde“ heute auch noch Zuwachs bekommen. Gleich 2 Jungpferde würden heute ihr neues Zuhause, meinen Hof, beziehen.
      Einmal Dark Dreamer, ein schickes Hannoveraner-Hengstfohlen vom Gut Sanssouci welches vor kurzem von seiner Mutter entwöhnt worden war und dann die ein paar Monate ältere Talitha, eine Hannoveranerstute mit außergewöhnlicher Fellfarbe, die ich von Chequi übernahm.
      Als die Umzugshelfer eine gute Stunde nachdem ich aufgestanden war, aufkreuzten, um Möbel abzubauen und für den Transport zu verpacken, waren die beiden Hengste bereits gefüttert und ich war schon dabei, sie nochmal über zu striegeln. Ich wollte sie noch auf der Weide laufen lassen, damit sie ein bisschen Energie vor der 3 Stunden langen Fahrt loswerden konnten.
      Da sie die Nacht im Stall verbracht hatten, war keiner der beiden wirklich dreckig und so konnte ich, Eisvogel links, Adrian rechts neben mir, schon ein paar Minuten später zur Weide laufen, wo sich die 2 schwarzen wie erwartete buckelnd und quietschend über die Weide jagten. Der Umzug auf den neuen Hof brachte nur Vorteile mit sich. Der alte Stall war stark renovierungsbedürftig, ich hatte weder Platz noch Halle für mich alleine und musste somit für jegliches Training ins Nachbardorf reiten. Außerdem hatte ich nur eine Weide und mittlerweile wurde Adrian immer häufiger Eisvogel gegenüber aufsässig, was schon zu manchem Streit geführt hatte. Mit einem eigenen Stück Weide für jeden würde bestimmt wieder Ruhe einkehren. Und für Dreamie & Tali – wie ich die beiden schon nannte – brauchte ich ja auch noch Platz.
      Während die beiden Hengste auf der Weide Hacken schlugen, räumte ich die Sattelkammer noch vollständig aus, mistete die Boxen komplett aus und füllte ein Netz mit Heu, um es schon mal in den Hänger hängen zu können.
      Nach einer Stunde betrat ich die Weide wieder. Ich ermunterte die Hengste dazu, noch ein paar Runden zu drehen, dann hatte keiner von uns Dreien mehr Lust, über die Weide zu hetzen und bereitwillig ließen sich beide wieder einfangen.
      Ich führte Adrian und Eisvogel von der Weide direkt zum Hänger. Einer der Umzugshelfer erklärte sich bereit, meinen Isländer kurz zu halten, während Adrian neben mir brav den Hänger betrat. Ich hatte den Hänger noch nicht mal wieder verlassen, als Eisvogel schon nach seinem „kleinem Bruder“ wieherte. Diese beiden konnten wirklich weder mit, noch ohne einander! Lange stand Adrian im Hänger aber nicht alleine, ich führte Eisvogel direkt nach ihm hinein, band ihn fest und verschloss die Rampe.
      Schon 2 Umzugswägen waren in Richtung des neuen Hofes unterwegs, das dritte Fahrzeug, das vom Hof rollte, war der Geländewagen mit dem Pferdehänger hinten dran, der meine beiden langjährigen Freunde zu ihrem neuen Heim bringen würde.
      Ich blieb noch auf dem Hof, fegte noch einmal durch den nun verlassenen Stall. Es würde eine Umstellung und irgendwie auch ein Neuanfang werden. Bevor Wehmut aufkommen konnte, verschloss ich die Stalltür und kehrte zum Haus zurück.
      Dort koordinierten sich die Umzugshelfer aber bereits und waren schon in den letzten Zügen, alle Möbel waren schon abgebaut und verpackt und die Kartons wurden gerade in die Wägen geladen.
      Also konnte auch ich mich auf den Weg machen.
      Trotz meiner späteren Abfahrt war ich vor meinen Pferden auf dem Hof, konnte ich doch ohne Hänger schneller fahren.
      So hatte ich genug Zeit, die Sattelkammer des Hengststalls, wo Adrian und Eisvogel von nun an stehen würden, mit dem Zubehör der beiden zu füllen. Außer den beiden bot dieser Stall noch Platz für 3 weitere Hengste, einer davon würde später Dreamie werden, währen Tali im Hauptstall unterkommen würde, der 15 Boxen für Stuten und Wallache bot. Doch zunächst einmal würden die beiden kleinen sich den Offenstall im Herzen des Hofes teilen, so hatten sie gleich auch noch jeweils einen Spielkameraden.
      Nun fuhr auch endlich der Geländewagen mit Adrian und Eisvogel auf den Hof und parkte direkt vor dem Hauptstall. Ich lief dem Fahrer entgegen, bedankte mich und während dieser sich wieder zu seinen Kollegen aufmachte, die bereits dabei waren, die ersten Umzugskartons ins Haus zu tragen, ließ ich die Rampe des Hängers herunter, aus dem Inneren blickten mir zwei große Augenpaare entgegen. Mit ruhigem Zureden führte ich zuerst Adrian aus dem Hänger, der junge Hengst hatte etwas geschwitzt, doch wahrscheinlich hatte ihn Eisvogels Gleichgültigkeit schnell wieder beruhigt.
      Diesmal gab Eisvogel Ruhe, während Adrian neben mir verwirrt umher blickte. Den Kopf erhoben, den Schweif hoch aufgestellt tänzelte er mehr neben mir her, als dass er lief. Ich führte den Schecken auf eine der Weiden, machte ihn vom Strick los und verschloss das Gatter hinter mir. Mit schwingendem Trab schwebte Adrian über die Weide, so viele neuen Eindrücke, doch trotzdem war er verhältnismäßig ruhig.
      Ich lief zurück zum Hänger, wo mir Eisvogel entgegen brummelte, als ich den Strick los machte, um nun auch ihn auf die Weide zu führen. Der Rappe blickte sich ebenfalls erstaunt um, doch ihn brachte so leicht nichts aus der Ruhe – wenn er nicht gerade geritten wurde. Brav ließ er sich von mir auf die Weide neben Adrian führen, dieser drehte immer noch seine Runden, kam aber erleichtert schnaubend an den Zaun, als Eisvogel ihm entgegen trat.
      Ich sah den beiden Hengsten noch kurz zu, doch Eisvogel widmete sich bereits dem Gras und auch Adrian schien die Anwesenheit seines vertrauten Kumpels zu beruhigen. Zufrieden machte ich mich zurück auf den Weg zum Haupthaus, wo ich von nun an wohnen und leben werden würde.
      Auch im Haupthaus lief alles wie geplant, die Umzugshelfer kamen gut voran und so konnte ich nichts anderes, als im Weg herum zu stehen.
      Froh über die kurze Pause setzte ich mich zu Adrian auf die Weide, in der Hand eine Flasche Wasser, und sah dem Junghengst beim Grasen zu.
      Als ich gerade die Augen geschlossen hatte, um etwas die Sonne zu genießen, klingelte mein Handy.
      Es war Chequi, die so freundlich gewesen war und sich bereit erklärt hatte, Talitha zu ihrem neuen Zuhause zu bringen. So konnte sie sich den Hof gleich auch noch ansehen. Auch für Dark Dreamer hatte ich einen Abholservice vom Gestüt organisiert, sonst wäre der gesamte Umzug und der Einzug nicht an einem Tag machbar gewesen. Elii hatte sich meinen Hof schon vor Dreamies Geburt angesehen und würde den kleinen nicht persönlich bringen.
      Talitha würde in ein paar Minuten mit Chequi auf den Hof rollen, von Dreamie hatte ich heute noch nicht gehört.
      Tatsächlich hörte man kürzeste Zeit später das Bremsen eines Autos vor dem Haupthaus.
      Ich lief Chequi entgegen, die bereits ausgestiegen war und sich neugierig umsah. Aus dem Haupthaus hörte man das Klopfen und die Stimmen der Arbeiter und auch Talitha wieherte lautstark im Hänger. Chequi und ich begrüßten uns und nach einer kurzen Führung über den Hof luden wir Talitha zusammen aus. Die junge Stute hatte sich mittlerweile weitgehend beruhigt und trat vom Hänger.
      Chequi übergab mir den Strick und nach einer kurzen Bestechung in Form eines Leckerlies ging Tali brav neben mir her zum Offenstall.
      Ich schloss das Tor hinter mir und machte dem Hannoveraner dann den Strick vom Halfter ab, worauf hin dieser mich erst mal verwundert ansah. ‚Was soll das denn werden? ‘, schien ihr Blick zu fragen.
      Nach ein paar Runden mit hoch erhobenem Kopf über den Auslauf kam Talitha aufgeregt zu uns ans Gatter getrabt:
      Ein neuer, fremder Geländewagen parkte gerade neben Chequis Auto, aus dem sich dahinter befindenden Hänger hörte man lautstarkes, hohes Wiehern und demonstrierendes Hufe scharren. Dark Dreamer war da.
      Während Chequi bei Talitha blieb, die aufgeregt durch die Nüstern blies, trat ich dem Fahrer des Wagens entgegen, der sich bereits daran machte, Dreamies Zubehör auszuladen. Ich wieß ihn an, die Sachen in die Sattelkammer im Hauptstall zu räumen, dann öffnete ich die Rampe des Hängers, im Inneren tat sich der Junghengst – wobei Fohlen es fast noch besser traf – immer noch lautstark kund und bekam nun sogar schon Antwort von Talitha. Dementsprechend aufgeregt polterte Dreamie vom Hänger, da half auch gutes Zureden und „Ho, langsam!“ nicht viel.
      Nichts desto trotz stand Dark Dreamer unversehrt neben mir und betrachtete angespannt, aber auch neugierig seine neue Umgebung. Der kleine war vor ein paar Wochen von seiner Mutter entwöhnt worden, der Ruf jetzt galt aber Talitha, die auch sofort antwortete. Wenn das mal keine Liebe auf den ersten Blick – oder besser auf das erste Wiehern..? – war!
      Ich führte Dreamie um den Hänger herum in Richtung Offenstall, wo Talitha immer noch ganz neugierig am Zaun stand. Nach dem ersten Beschnuppern über den Zaun hinweg und einigem Quietschen schienen die beiden Jungpferde schon wieder etwas Interessanteres zu suchen. Also öffnete Chequi mir freundlicherweise das Tor, sodass ich den Braunen vom Halfter losmachen konnte und ihn in den Auslauf zu seiner neuen Spielgefährtin schicken konnte. Sofort forderte die ältere Tali Dreamie zum Toben heraus, spielerisch stiegen sich die beiden an und jagten sich buckelnd über die Weide. Dieses Gespann schien gut zusammen zu passen!
      Der Fahrer, der mir Dark Dreamer auf den Hof gebracht hatte, verabschiedete sich bereits wieder und auch ich räumte Talithas Zubehör in die Sattelkammer, da Chequi weiter musste.
      Wir verabschiedeten uns, natürlich konnte sie die Stute hier jeder Zeit besuchen kommen, dann rollte der Wagen auch schon vom Hof und es wurde wieder still.
      Adrian und Eisvogel grasten friedlich auf ihren Weiden und auch bei Dreamie und Tali gab es nach wie vor keine Probleme. Selbst im Haus lief alles nach Plan, mein Schlafzimmer war schon vollständig aufgebaut und auch in den anderen Zimmern fehlte nur noch der letzte Schliff, bevor alles geputzt werden konnte.
      Dies würde ich selber übernehmen und machte mich gleich daran, dort zu säubern, wo ich bereits das Okay dazu hatte, sonst würde ich heute Abend gar nicht mehr ins Bett kommen!
      Nach einer guten Stunde hatte ich Schlafzimmer und Wohn- & Essbereich geputzt und die Umzugshelfer machten sich langsam daran, zu gehen. Ihre Arbeit war getan. Ich verabschiedete mich bei dem Team und bedankte mich, danach ging ich wieder zu meinen Pferden.
      Zuerst versorgte ich Tali und Dreamie, ich brachte ihnen ihre Heurationen und war erfreut, dass sich die beiden bereits jetzt von mir streicheln ließen. Tali hatte trotz einiger Besitzerwechsel in ihrem erst kurzem Leben wohl nie etwas Böses erleiden müssen und bei Dreamie wusste ich, dass er artgerecht und liebevoll großgezogen worden war.
      Nach den Streicheleinheiten ging ich zum Hengststall. Auch dort verteilte ich für jeden der beiden schwarzen ihre Heuration in der Box, dann machte ich mich auf, um die beiden Hengste in den Stall zu holen.
      Eisvogel wartete bereits am Tor auf mich und brummelte mir vertrauensvoll entgegen. Ich führte ihn in den Stall, nahm ihm das Halfter ab und schloss seine Box. Das gleiche wiederholte ich mit Adrian, mit dem einzigen Unterschied, dass dieser natürlich nicht am Tor wartete und die beiden Pferde im Offenstall schrecklich interessant fand, welche Eisvogel kaum interessiert hatten. Trotzdem stand Adrian nun auch in seiner Box und beide Hengste malmten ihr Heu.
      Ich kontrollierte noch einmal, ob ich die Boxen richtig verschlossen hatte- Party auf der Stallgasse brauchte ich in der ersten Nacht dann doch nicht – dann verließ ich den Stall, schloss die Tür hinter mir und machte mich auf den Weg zurück ins Haus. Dort warteten schließlich noch einige Zimmer darauf, von mir gesäubert zu werden.
      An diesem Abend fiel ich wortwörtlich ins Bett, ich schaffte es kaum noch, die Augen offen zu halten, während ich mir die Zähne putzte.
      Das ganze Haus war frisch geputzt, bei meinem Kontrollgang durch die Ställe gerade eben war es überall ruhig gewesen und so konnte ich mich nun auch endlich schlafen legen. Nach einem anstrengend, ereignisreichen, aber natürlich auch schönem Tag war mein Bett noch bequemer als sonst und so schlief ich ein, sobald ich mich zugedeckt hatte, in Gedanken noch immer bei meinen zwei Neuankömmlingen Tali und Dreamie.
    • Tequila
      Tierarztbericht für Talitha

      I
      ch fuhr auf den Hof von Zaii, die schon mit der Jungstute Talitha vor dem Stallv wartete. Ich stieg aus und begrüßte die beiden erstmal. Das Fohlen war anfangs etwas misstrauisch zeigte dann aber intresse. Ich sollte sie heute impfen und Entwurmen. Ich versicherte mich vorher das sie gesund war und holte dann vier Spritzen aus dem Auto. Talitha beschnupperte die Spritzen neugierig ehe ich die passende Stelle an ihrem Hals suchte. Als erstes gab ich ihr die Influenza-Tetanus Impfung. Sie zuckte zurück als ich einstach aber entspannte sich sofort wieder nachdem ich die Nadel entfernte. Ich holte die Pilzimpfung und auch bei der machte sie nichts weiter. Zum Schluss kamen noch die Herpes- und die Tollwut Impfung. Bei der letzten zuckte sie nichtmal mehr zurück und ich lobte sie. Jetzt brauchte ich nurnoch die Wurmkur. Ich legte die leeren Spritzen weg und holte die Wurmkur. Ich bat Zaii sie am Halfter fest zuhalten während ich ihr die Spritze in die Maulspalte schob und drückte. Sie zappelte ein wenig aber dann war ich auch fertig mit ihr. Ich lobte sie nocheinmal und wartete dann bis Zaii den nächsten Patienten holte.
    • Helly25
      Hufschmiedbericht für Talitha

      Heute überprüfte ich Talitha's Hufe. Ich war schon anwesend, denn ich hatte mir auch schon die Hufe von anderen auf dem Hof untergebrachten Pferden angesehen. Talitha wurde gerade draußen angebunden. Ich klopfte ihr kurz auf den Hals, bevor ich meine Werkzeuge holte. Sie verbog ihren Hals frontal, um mich die ganze Zeit im Blick behalten zu können. Nebenbei schnupperte sie neugierig an meinen Werkzeugen. Zuerst machte ich einen Probeschnitt, bei dem ich feststellte, dass recht viel ausgeschnitten werden musste. Dann entfernte ich das lose Sohlenhorn von allen Hufen. Danach waren wir fertig, ich musste ihre Hufe nicht wirklich korrigieren. Ich ließ sie probeweise ein wenig herumlaufen. Die Hufe waren jetzt wieder völlig in Ordnung. Ich streichelte sie noch einmal kurz und gab ihr ein Leckerli. Kurz darauf verabschiedete ich mich auch von ihr.
    • Zaii
      Pflegebericht 14. September 2013 - Willkommen im neuen Zuhause, Lakim!
      Brummelnd sahen mir Dreamie und Talitha entgegen, als ich Richtung Offenstall lief. Ich begrüßte die beiden Hannoveraner, ehe ich mich daran machte, die Heuraufe zu füllen. Ich konnte gerade noch das Gitter schließen, bevor Dreamie seinen Kopf hineinstrecken konnte. Beleidigt trottete er davon, kam aber wenig später wieder zurück – immerhin gab es Frühstück!

      Während meine beiden Jungpferde fraßen, äppelte ich Auslauf und Offenstall ab, danach machte ich mich auf den Weg zum Hengststall, wo ich auch schon erwartet wurde. Die beiden Hengste hatten ihre morgendliche Heuration noch vor meinen „Kleinen“ bekommen und dementsprechend war Adrian auch schon fertig und sah mir nun neugierig aus seiner Box entgegen. Sein Boxennachbar Eisvogel hingegen kaute noch auf ein paar Halmen herum. Ich schnappte mir Adrians grünes Halfter, das vor der Box hing, streifte es ihm über und öffnete die Box, nachdem ich einen Strick am Halfter befestigt hatte. Mit gespitzten Ohren streckte mir Adrian seinen Kopf entgegen, auf der Suche nach Leckerlis. Trotzdem blieb er in der Box stehen bis ich ihn aufforderte, heraus zu treten. Ich führte den Lusitano auf eine der kleineren Weiden, neben dem Misthaufen. Der Weg am Offenstall der Jungpferde vorbei brachte Adrian etwas aus dem Konzept, da Talitha mittlerweile in einem Alter war, in dem sich die Rosse ankündigte – ein Glück reagierte Dreamie noch nicht darauf - doch einmal auf der Weide widmete er sich lieber dem dürren Gras, das noch übrig war. Die Sonne hatte die letzten Wochen eine unglaubliche Kraft gehabt und auch, wenn die Temperaturen mittlerweile schon wieder kühler wurden, so hatte sich das Gras noch nicht vollständig von der Trockenperiode erholt. Nach Adrian führte ich Eisvogel auf die benachbarte Weide. Die beiden Hengste kannten sich, seit Adrian mit einem halben Jahr auf meinen Hof gekommen war, doch seit Adrian kein Fohlen mehr, sondern mittlerweile Hengst ist, stellte ich die beiden lieber getrennt nach draußen. Zu oft hatten sich die beiden schon gezankt und ich wollte nicht auf ernsthafte Verletzungen warten.
      Zurück bei den Jungpferden halfterte ich Dreamie auf, ich wollte heute die Lektionen des Fohlen ABCs, das er auf der HeartlandFarm gelernt hatte, mit ihm üben. Dreamie folgte mir willig, als ich ihn Richtung Hauptstall führte, nur Talitha, die alleine zurück bleiben musste, schien gar nicht zufrieden zu sein. Mit lautstarkem Gewieher machte sie ihrem Unmut Luft, was auch meine beiden Hengste einstiegen ließ. Dreamie, den ich auf der Stallgasse angebunden hatte, stand mit gespitzten Ohren da und gab sein helles Gewieher dazu. „Super, sonst noch jemand?“, murmelte ich vor mich hin, als mein Handy klingelte. Ernsthaft jetzt? Aber als ich hörte, wer am Telefon war, war ich sofort wieder konzentriert. Während ich Dreamies Putzsachen aus der Sattelkammer holte, unterhielt ich mich mit Friese. Sie hatte einige Pferde verkauft und nach einigem Feilschen auch mir eines: Lakim. Die junge Mixstute war mir schon bei einer früheren Verkaufsanzeige aufgefallen, doch damals hatte ich mir mit Talitha und Dreamie erst zwei junge Pferde zugelegt. Als sie nun wieder zum Verkauf stand konnte ich nicht anders, den eine Koppelfreundin für Talitha fehlte mir sowieso noch und außerdem war die junge Stute mit ihrer interessanten Farbe und der grandiosen Abstammung, war sie doch ein direkter Nachkomme des berühmten Cadocs, geradezu prädestiniert, später selbst das ein oder andere Fohlen auf die Welt zu bringen. Friese kündigte sich für den Nachmittag an, sie hatte sich meinen Hof zwar schon einmal angeschaut, wollte Lakim aber vorbei bringen. Nachdem ich mich von Friese verabschiedet hatte, widmete ich wieder Dreamie. Der junge Hengst drehte interessiert die Ohren in meine Richtung, als ich begann, ihn mit einer weichen Bürste zu striegeln. Jackie hatte auf ihrer Farm ganze Arbeit geleistet, mein Junghengst hatte schon beim Anbinden keine Probleme gemacht und entspannte sich auch jetzt, beim Putzen, recht schnell. Nach dem Überbürsten folgte das Hufe auskratzen. Ich war auf ausschlagen gefasst, doch außer leichten Druck zum Anheben brauchte es nichts und es passierte auch nichts. Nachdem ich auch die beiden Hinterhufe ohne Probleme säubern konnte, lobte ich meinen „Kleinen“ ausgiebig. Ich war wirklich zufrieden und beschloss, es damit für heute gut sein zu lassen. Nachdem ich Dreamie zurück in den Offenstall geführt hatte, machte ich mich auf den Weg zur Weide, auf der Adrian graste. Mit Talitha hatte ich gestern etwas Schrecktraining gemacht und da sie erst 2 Jahre alt war, hatte sie heute frei – überfordern wollte ich schließlich keines meiner Pferde.
      Adrian trottete beleidigt neben mir her, schließlich hatte ich ihn viel zu früh wieder von der Weide geholt. Nachdem er im Stall angebunden und gestriegelt worden war, sattelte und trenste ich den Rappen. In der letzten Zeit hatten Adrian und ich uns auf einigen Dressurturnieren versucht, leider ohne Erfolg. Trotzdem sollte er heute mal wieder etwas anderes als den Reitplatz sehen und so hatte ich mich zu einem gemütlichen Ausritt in den Wald entschieden. Nachdem auch die Gamaschen angebracht waren und ich nochmal die Fliegenhaube zu Recht gezupft hatte, gurtete ich ein Loch nach und saß dann im Hof auf. Am langen Zügel stapfte Adrian vom Hof, die Ohren entspannt nach vorne baumelnd. Der Ritt durch den Wald war ereignislos, bis auf das Zusammentreffen mit einem Trupp der Bundeswehr der einen seinen Märsche unternahm. Die kräftigen Männer kreuzten unseren Weg und Adrian starrte sie mit hoch erhobenem Kopf an, entspannte sich aber schnell wieder, als einer der Männer ihm ein Stückchen Apfel darbot. Ansonsten schien Adrian den Waldspaziergang zu genießen und auch das kurze Planschen in einem Bach, den wir durchquerten machte ihm Spaß.
      Zurück auf dem Hof nach ich meinem Hengst Sattel, Trense und Gamaschen ab und spritzte seine Beine mit dem Schlauch ab, ehe er – endlich – wieder auf die Weide durfte.
      Gerade, als ich den Strick neben dem Weidetor abgelegt hatte rollte ein großes Auto mit Hänger auf den Hof und hielt auf dem Parkplatz. Aus dem Hänger drang helles Wiehern und ungeduldiges Hufescharren. Ich lief Friese entgegen und nachdem wir uns begrüßt hatten, beschlossen wir, dass sich die Jungtiere auf der Weide kennen lernen sollten. Ich führte also nacheinander zuerst Tali, dann Dreamie auf die Weide, die dem Hengststall am nächsten war, während Friese unterdessen Lakim auslud und die tänzelnde Zweijährige auf die angrenzende Weide brachte. Während Dreamie auf der Weide seine Runden zog und unbedingt spielen wollte, stand Talitha brummelnd am Zaun und schien äußerst interessiert an dem Neuzugang. Lakim wiederum trabte aufgeregt umher, ihre Koppelnachbarn interessierten sie noch nicht. Friese und ich sahen dem Treiben auf den Weiden noch ein Weilchen zu, Lakim beruhigte sich schnell und machte auch schon die ersten Schritte Richtung Zaun, wo immer noch Talitha stand. Wir waren zufrieden und ich lud Friese ins Büro ein, um das Geschäftliche zu klären. Nachdem alle Dokumente unterzeichnet waren half mir Friese noch, das wenige Zubehör von Lakim auszuladen, dann verabschiedete sie sich von mir und rollte mit dem Auto vom Hof, während ich mich schon wieder auf den Weg zu den Jungpferden machte. Unglaublich, jetzt hatte ich doch tatsächlich einen Dark Intention-, einen Branagorn- und einen direkten Cadoc-Nachkomme in meinem Stall stehen! Ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen und beobachtete die beiden Stuten, die sich mittlerweile schon vorsichtig ihre Nasen entgegen reckten. Dreamie hingegen trottete zu mir an den Zaun, es war ja möglich, dass ich ein Leckerli dabei hatte! Ich kraulte meinen jüngsten zwischen den Ohren, die Stuten schienen sich gut zu verstehen und trabten schon nach kurzer Zeit gemeinsam am Zaun entlang. Ich entschied mich, Talitha umzustellen, wobei mir Dreamie zum Glück nicht in die Quere kam, er war es gewohnt, dass ich Tali immer zuerst von der Weide holte. Lakim kam ruhig an den Zaun getreten, als ich mit der Hannoveranerstute die Weide betrat. Die beiden Stuten schienen sich gut zu ergänzen, Lakim war eine treue Seele und meist brav, während Talitha mit neugierig und mutig zu beschreiben war. Ich löste den Strick von Talithas Halfter und nach anfänglichem Gequietsche und Schweifschlagen knabberten die beiden Stuten schon bald nahe dem Zaun am Gras, sodass sich auch Dreamie dem zaunnahen Gras widmete. Ich wendete mich wieder von den Weiden ab und machte mich stattdessen auf den Weg zu Eisvogel, der gerade Adrian über den Zaun hinweg angiftete. Diese beiden.. konnten nicht mit, aber auch nicht ohne einander! Ich holte Eisvogel von der Weide, dankbarer Weise stand dem Hengst nicht der Sinn nach Fangspielen. Im Stall band ich ihn auf der Stallgasse an und nachdem der Rappe gestriegelt und außerdem die Hufe und das Langhaar gesäubert und von Dreck befreit waren, befestigte ich eine Hengstkette am Halfter – sicher ist sicher – und wir verließen anschließend den Stall. Auch diesmal entschied ich mich, den an den Hof angrenzenden Wald zu nutzen, denn bisher hatten mein „Senior“ und ich noch nicht die Möglichkeit gehabt, das neue Gelände auszukundschaften. Schon nach einem kurzen Stück auf dem Waldweg verließen wir diesen und bahnten uns unseren eigenen Weg quer durch den Wald. Eisvogel folgte mir aufmerksam und Dank seinem rassetypischen Gehwillen kamen wir trotz unwegsamen Gelände zügig voran und hatten auch beide unseren Spaß am Spaziergang, der außer einem gefährlichen, von einem Sturm losgelösten, toten, Baumstamm nichts aufregendes zu bieten hatte. Nach einem ausgiebigen Spaziergang kehrten der Isländer und ich zurück auf den Hof. Ich kontrollierte die Hufe des Hengstes nochmals, dann entließ ich ihn in seine Box und holte anschließend auch Adrian wieder in den Stall. Mittlerweile war es schon Nachmittag und die Wettervorhersage sollte Recht behalten, denn der Wind wurde stärker und würde heute wohl noch Regen bringen. Während Adrian und Eisvogel sich über die Boxentüren hinweg zu brummelten verließ ich den Hengststall und machte mich daran, die Jungpferde zurück in den Offenstall zu bringen. Ich war schon etwas nervös, da nun auch Dreamie und Lakim direkt aufeinander treffen würden, trotzdem versuchte ich mein bestes, mir die innere Unruhe nicht anmerken zu lassen. Zuerst führte ich die beiden jungen Stuten zurück. Mit Talitha rechts und Lakim links neben mir hatte ich zwar etwas zu tun, aber Talitha schien meiner neuen Stute Sicherheit zu geben und so konnte ich den beiden vor dem Offenstall problemlos die Halfter abnehmen und sie laufen lassen. Anschließend folgte Dreamie, der mir auf der Weide zwar schon missmutig entgegen brummelte, sich aber ohne Probleme führen ließ. Trotzdem entschied ich, ihm das Halfter anzubehalten. Ich schloss das Tor, machte den Hengst vom Strick los und wartete, doch glücklicherweise kam es zu keinen Kämpfen. Dreamie näherte sich Lakim zwar zuerst einmal mit angelegten Ohren, wurde von Talitha aber zu Recht gewiesen und damit schien alles geklärt zu sein. Ich füllte die Heuraufe im Jungpferdetrakt auf, dann verteilte ich die Futterrationen an meine Hengste, wobei diese heute nur aus Heu und etwas Mineralfutter bestand.
      Das zufriedene Malmen der Pferdemäuler wurde von einem Heulen des Windes unterstrichen. Nachdem ich die Außentüren der Hengstboxen nochmals kontrolliert hatte verließ ich den Stall, auch die Jungpferde hatten sich nach dem Fressen in den Stall zurückgezogen und standen dort entspannt zusammen. Ich war äußerst glücklich, dass es mit der neuen Herdenkonstellation keine nennenswerten Probleme gab und Dreamie damit noch eine Weile mit gleichaltrigen zusammenstehen konnte, war er doch das jüngste Tier auf meinem Hof.
    • Zaii
      Pflegebericht 22. Oktober 2013 - Heimkehr eines alten Freundes

      „Danke, Zasa!“, entgegnete ich, als diese uns eine gute Heimfahrt wünschte. Ich stieg in mein Auto und zusammen mit einem neuen Pferd im Hänger rollte ich vom Gelände des Rettungshofes. Doch ein „neues Pferd“ war Soul Eater für mich eigentlich nicht. Ich hatte den schicken Irish Draught-Hengst einst an Zasa verkauft, da ich zu dieser Zeit mehrere Pferde besaß und dem Potential des Schecken so nicht gerecht werden konnte. Nach nicht mal einem Jahr allerdings hatte ich den Hübschen im Internet in einer Verkaufsanzeige entdeckt. Zunächst hatte ich auf ein gutes Zuhause gehofft, doch als sich herausstellte, dass Soul Eater mittlerweile auf einem Rettungshof stand dauerte es nicht lange und ich kündigte bei Zasa und der Hofbesitzerin an, dass ich den Guten mit mir und zu mir zurück nehmen würde. Zasa war einverstanden, denn sie würde nach Australien auswandern und konnte dorthin nicht alle Tiere mitnehmen.
      Auf dem Hof parkte ich Auto samt Hänger neben dem Gutshaus und wurde erst mal von meinen drei Jungpferden begrüßt, die mich natürlich sofort erblickt hatten. Während Talitha und Lakim sich wieder dem taufeuchten Herbstgras widmeten und Dreamie mir am Zaun entlang folgte, machte ich mich auf den Weg zum Hengststall, wo auch Dark Dreamer später einmal stehen würde. Aus ihren Boxen blickten mir bereits Adrian und Eisvogel entgegen, zweiter noch mit dem morgendlichen Heu in der Maulspalte. Ich halfterte die beiden auf und führte sie dann nacheinander auf die beiden kleinen Weiden neben dem Hengststall, Adrian auf die mittlere. Laut Zasas Aussage hatte sich Soul Eater nicht verändert, was das Verhalten anderen Hengsten gegenüber anging und so würde ich ihn wahrscheinlich nicht mit einem der anderen Hengste vergesellschaften können. Zudem kannten sich die Drei schon, Eisvogel und Adrian hatte ich schon, als ich Soul damals gekauft hatte. So weit, so gut. Ich machte mich auf den Weg zurück zum Hänger, wo Soul sogleich lautstark zu Wiehern begann, als er mich hörte. Ich öffnete die Klappe und trat zu dem Hengst in den Hänger. Sein Verhalten war so typisch für ihn, die Ohren gespitzt und den Kopf etwas gesenkt, schob er mir sein Maul entgegen und brummelte in meine Hand. Ich konnte mir ein Lächeln nicht verkneifen, er trug seinen Namen einfach zu Recht! Nachdem sich das Irish Draught ein paar Streicheleinheiten abgeholt hatte, machte ich ihn los und führte ihn rückwärts aus dem Hänger. Wieder mit ebenem Boden unter den Hufen sah sich Soul mit hocherhobenem Kopf um, folgte mir aber bereitwillig, als ich ihn auf die Weide neben Adrian führte, welche größer war, aber auch am weitesten vom Stall entfernt. Ungewöhnlich problemlos ließ Soul mich den Strick vom Halfter lösen, ehe er kehrt machte und mit großen Sprüngen über die Weide setzte. Sofort hatte Adrian ihn entdeckt und auch bei Eisvogel dauerte es nicht lange. Während Adrian noch mit gespitzten Ohren am Zaun stand, drehte Eisvogel drüben seine Runden, die Ohren nach hinten kippend und mit gestelltem Schweif. Soul Eater machte sich gerade auf den Weg zum Zaun, zu Adrian. Ich stand noch immer auf Souls Weide, denn ein gerne mal dominanter Soul und ein eher leichtsinniger Adrian waren möglicherweise nicht die beste Mischung. Aber immer noch besser als eine direkte Konfrontation mit Eisvogel, denn auch wenn der Isländer im Umgang, sei es mit Mensch oder Tier, eigentlich unproblematisch war, so hatten er und Soul sich doch bereits die ein oder andere Rauferei geleistet, wobei auch schon manche Schrammen davon getragen wurden. Adrian hingegen war bei Souls Verlassen noch mehr Jungpferd als Hengst gewesen und so war ich gespannt, was nun passieren würde. Während ich langsam am Zaun entlang ging, um notfalls eingreifen zu können, dass dies schief gehen konnte, dem war ich mir durchaus bewusst, reckten Soul und Adrian gerade die Hälse und stupsten sich an die Mäuler. Beide Hengste quietschten, Ohren wurden angelegt und Soul stieg einmal leicht. Ich war aufs Äußerste angespannt, doch hier schien es zu keiner größeren Auseinandersetzung zu kommen, Adrian senkte den Kopf und schnaubte auf den Boden, wie eine Stute. Er unterwarf sich, was mich dann ehrlich gesagt doch etwas überraschte, und Soul schien zufrieden mit sich. Nach einigen Minuten, in denen immer wieder einer der beiden die Nase zum anderen hinüberstreckte, widmete sich Soul nun dem Gras und Adrian tat es ihm nach. Ich verließ die Weide und beobachtete Eisvogel, der die ganze Zeit mit schlagendem Schweif am Zaun gestanden und das Treiben mit angesehen hatte, mittlerweile aber auch wieder graste.
      Ich machte mich auf den Weg zum Jungpferdestall, wo mir alle Drei bereits entgegen sahen. Ich halfterte zunächst Lakim auf, die junge Mixstute konnte, genau wie Talitha bald gearbeitet und somit an die Longe herangeführt werden. Heute aber stand nur ein Spaziergang an, für weiteres wollte ich mir professionelle Hilfe holen. Nachdem ich die junge Stute übergeputzt hatte, was sie bereits problemlos machen ließ, ersetzte ich ihr Stallhalfter durch ein schwarzes Lederhalfter, den Strick durch eine Führkette und los ging es. Lakim trat ruhigen Schrittes neben mir her, die Ohren gespitzt, aber immer sehr auf mich bedacht. Der Weg durch den Wald war kühl, auch wenn die Temperatur momentan fast wieder 20°C betrug. Nach einer halben Stunde kamen Lakim und ich wieder auf dem Hof an und da Lakim total entspannt war, beschloss ich, noch mit ihr in die Halle zu gehen. In die Halle deshalb, da ich zunächst keine Faktoren von außen wollte, die die Zweijährige möglicherweise abgelenkt hätten. Nachdem ich das Tor sicher verschlossen hatte stellte ich Lakim auf X, ehe ich sie vom Strick machte. Nach meiner Aufforderung, mir zu folgen, lief die Cadoc-Tochter mir gleichmäßig hinterher und folgte mir durch jede Kurve, die ich machte. Ihr treuer und braver Charakter machten es leicht, mit ihr nur durch Lob zu arbeiten. Nachdem auch einige Richtungswechsel die Stute nicht von mir trennen konnten, begann ich zu joggen und animierte Lakim mit der Stimme, in Trab zu fallen. Gemächlich setzte sich diese in den Trab und folgte mir auch in dieser Gangart. Nach ein paar Runden wurde ich wieder langsamer und nachdem auch Lakim durchpariert war, lobte ich sie und beschloss, dass es genug für heute war. Ich nahm Lakim wieder an die Führkette, führte sie auf den Putzplatz vor dem Hauptstall, wo ich sie nochmals überstriegelte, die Hufe kontrollierte und ein paar kleine Zweige aus dem Langhaar entfernte. Danach entließ ich Lakim wieder zu den zwei Hannoveranern, nur um mir sogleich Talitha zu schnappen und auch mit ihr in die Halle zu gehen, nachdem ich sie gestriegelt hatte. Dreamie wollte ich heute nicht arbeiten, die Zeit mit Lakim alleine würde ihm sicher auch gut tun, stellte sich doch normalerweise oftmals Talitha zwischen die Annäherungsversuche der beiden. In der Halle wiederholte ich das Programm, welches ich auch schon mit Lakim gemacht hatte und auch der Schecke arbeitete gut und willig mit, worauf hin ich bei Talitha noch einen Schritt weiterging und damit begann, sie an der langen Führkette um mich herum gehen zu lassen. Zunächst schien der Hannoveraner verwirrt, wieso ich sie wegschickte, außerdem wollte sie jedes Mal wissen, ob ich denn etwas in meiner Hand versteckt hielt, als ich diese ausstreckte, um sie von mir weg zu treiben. Doch nach etwa 10 Minuten hatte Talitha bereits verstanden, was ich von ihr wollte und schaffte es, auf beiden Händen ein paar Runden um mich zu drehen. Ich war mehr als zufrieden und lobte die Jungstute, ehe ich sie nochmals überstriegelte und die Hufe kontrollierte. Nachdem ich der Tigerscheckin noch ein Leckerli zugesteckt hatte, ließ ich sie zurück in den Offenstall, wo sie von Dreamie und Lakim bereits erwartet wurde.
      Während die Warmblüter sich gegenseitig anbrummelten, machte ich mich auf den Weg zurück zu den Weiden der Hengste. Auch hier war alles friedlich, also holte ich Eisvogel von der Weide und führte ihn zurück in den Stall. Dort striegelte ich den glänzenden Rappen, legte ihm Gamaschen an und trenste ihn anschließend auf. Eisvogel wollte ich heute longieren und an den Stimmkommandos arbeiten. Auf dem Platz angekommen schickte ich Eisvogel zuerst im Schritt um mich herum, danach im Trab, locker entspannt ließ der Hengst den Kopf während des Warmlaufens fallen. Als ich ihn schließlich dazu aufforderte, vermehrt seine Hinterhand einzusetzen trat Eisvogel von selbst in die Versammlung. Bei dem Naturtölter hatte es nach seinem TSV- Aufenthalt lange gedauert, bis er Tölt und Trab wieder unterscheiden und bewusst und gewollt in beiden Gangarten gehen konnte, als es gefordert wurde, doch mittlerweile trabte Eisvogel auf Stimmkommando an und brachte den Tölt nur, wenn gefordert. Ich ließ den Isländer aus dem Trab durchparieren, um ihn dann aus dem Stand anzugaloppieren. Der Hengst schnaubte ab, während er mit schwungvollen Tritten um mich herum ging. Ich war zufrieden, sowohl die Übergänge, als auch die Reaktion auf Stimmkommandos waren trotz momentan passiven Trainings perfekt. Nachdem ich die Grundgangarten mit Übergängen auf beiden Seiten gefordert hatte, ließ ich ihn noch an der Hand neben mir tölten, während ich über den Platz joggte. Eisvogel hatte die Ohren gespitzt und hielt mein Tempo problemlos mit, wovon andersrum nicht mehr die Rede gewesen wäre, wenn Eisvogel schneller geworden wäre. Ich lobte den Hengst, den Pass wollte ich heute nicht mehr fordern. Der Fünfgänger erfüllte den Traum eines jeden Gangpferdereiters, war er doch fein im Maul und bereits auf ein aufbaufähiges Level ausgebildet, doch für mich, die mit ihm ihr erstes Gangpferd besaß war er fast zu viel. Trotzdem würde ich ihn nicht verkaufen, frühere Verkaufsanzeigen brachten kein zufriedenstellendes Ergebnis und so wollte ich mir lieber einen Trainer suchen, der mir auf Eisvogel weiterhelfen konnte. Nachdem ich dem Hengst auf der Stallgasse Gamaschen und Trense abgenommen hatte und die Hufe nochmals kontrolliert hatte ließ ich Eisvogel in seine Box. Es war bereits später Nachmittag und bald stand die abendliche Fütterung an. Nachdem ich Adrian, dem ich heute ebenfalls einen Ruhetag gegönnt hatte, in den Stall gebracht hatte, verteilte ich Heu und Mineralfutter in die drei Boxen im Hengsstall, sodass Souls Boxenbezug nachher nicht die größte Aufmerksamkeit auf sich ziehen würde. Der Irish Draught-Hengst würde in die Box neben Eisvogel kommen, auch wenn die Hengste nicht sonderlich grün miteinander waren. Die Boxen des Hengststalls waren so gebaut, dass zwar jedes Tier aus der Box sehen und seinen Kopf über die Boxentüre strecken konnte, allerdings nicht die Möglichkeit bestand, dass Körperkontakt aufgenommen werden konnte. Während also Eisvogel und Adrian sich ihrem Futter widmeten betrat ich mit Soul den Stall, Adrian brummelte kurz, während Eisvogel kaum den Kopf hob. Ich war erleichtert und zufrieden und entließ Soul in seine Box, wo auch er sogleich zu fressen begann. Ich sah Soul noch eine Weile zu, der sich trotz neuem Stall und alten Bekannten ruhig verhielt und gelassen wirkte, dann verließ ich den Stall und machte mich auf den Weg zum Offenstall der Jungpferde, auch meine „Kleinen“ wollten gefüttert werden. Nachdem ich auch hier das Heu in der Heuraufe verteilt hatte, schaute ich nochmal in den Hengsstall, doch hier war glücklicherweise alles ruhig. Also verschloss ich die Tür, ehe ich mich zurück zum Gutshaus machte, wo auch ich etwas zu essen bekommen würde.
    • Jackie
      Pflegebericht 4 - Eine ziemliche Herausforderung (Ankommen auf Heartland) ​
      10.635 Zeichen (c) Jackie

      4. Kapitel - Eine ziemliche Herausforderung

      Amy stand bereits um 5 Uhr morgens auf. Sie stand in der Küche und schmierte sich ein Marmeladenbrot, dabei hörte man sie leise Fluchen. "Amy ruh dich aus, Amy leg dich hin, Amy tu dies, Amy tu das! Mal im Ernst, so schlecht geht es mir doch gar nicht!", doch in diesen Moment stolperte sie nach vorne. "MIST!" sie fing sich gerade noch am Tisch auf. Beinahe... aber nur beinahe... hätte ich wieder eine Woche im Rollstuhl verbringen können. Das rothaarige Mädchen schlang ihr Brot runter und schlüpfte in ihre Latzhose um mit der Stallarbeit zu beginnen. Ihr war es egal ob ihr was passierte, immerhin mussten die Pferde versorgt werden. Was steht heute denn überhaupt an ? Amy kramte einen Notizzettel aus ihrer Hosentasche und las laut vor "Black Bird wird verkauft, sie muss geputzt und gefüttert werden, gegen Nachmittag ihre Box ausmisten. Talitha 1 Pferd von Zaii wird zum ausbilden gebracht, bitte eine Box frei machen (ausmisten) und Futter auffüllen." Sie hob ihre Augenbrauen. Oh, wie wundervoll. Wahrscheinlich darf ich beim ausbilden mal wieder nur zusehen... Amy kam sich nutzlos vor. Sie sah wieder auf den Zettel "Abajo und Blettur wird heute angekommen, bitte zwei Boxen frisch machen. Lakritz trainieren (Gelassenheitsspaziergang) und Findus an sein Halfter gewöhnen. Außerdem soll Figaro, Nachtigall und Money decken." Amys Augen wurden größer "Heilige... das schaff ich niemals !! Ich werde Ty, Cayden und Sarah fragen müssen ! Vielleicht hat Lou auch Zeit."

      Es war halb 6 und die Pferde mussten gefüttert werden. Amy mischte Hafer, Kleie und einige wichtige Kräuter individuell für die Pferde an. Black Bird bekam Melissenblätter in ihr Futter, damit sie den Transport heute beruhigt entgegentreten konnte. Aus dem Stall vernahm man ein fröhliches brubbeln und schnauben. Amy streute frisches Heu in Prince, Cindarellas, Luzifers, Puppys, Lakritzs, Findus und Wikotikabesas Box. Die restlichen Pferde standen über Nacht auf der Weide. Moon und Figaro sowieso. Anschließend prüfte Amy die Wassertränken, diese funktionierten einwandsfrei. Ah! Was ist das ?! Etwas knabberte an Amys Schulter, sie drehte sich überrascht um und sah Puppy. "Huch! Wie kommst du denn hier hin ?" offensichtlich habe ich beim Heu auffüllen nicht aufgepasst... dachte sie sich. Sie nahm das Fohlen am Halfter und führte es zurück in die Box. "Du bist mir ja ein Schlawiener" Amy grinste und schloss die Boxentür. Dann strich sie sich mit ihren Handrücken über die Stirn. "Das wäre erstmal geschafft... jetzt muss noch der Zuchtstall gemacht werden... füttern, Tränken kontrollieren..." sie seufzte. Gerade als sie sich umdrehen wollte erschrak sie. "TY!" Ihr bester Freund und Stallbursche stand hinter ihr. "MENSCH! Du hast mich fast zu Tode erschreckt..." Ty lachte. "Nette Begrüßung. Brauchst du vielleicht Hilfe ?" ihr grinste auffordernd.Wahrscheinlich stand er die letzten Minuten schon hier... dann war es bestimmt Ty weshalb Puppy ausgebrochen ist. Sie reichte ihm den Futtereimer entgegen. "Zuchttrackt... füttern, Tränken kontrollieren. Ich mach die Bo... achja, ich kann ja nicht." sie deutete genervt auf ihre Krücken. "Ich werde die Weidenpferde putzen." Ty sah sie wehleidig an. "Scheint als hätten wir heute ganz schön viel zu tun."
      "Darauf kannst du wetten Ty!" Amy seufzte wieder. "Ich hoffe Cayden kommt pünktlich."

      Mit langsamen Strichen verwöhnte sie ihre Trakehnerstute Mon Chérie. Währenddessen sprach sie zu ihr. Amy sprach immer mit ihren Lieblingen wenn ihr was auf dem Herzen lag. "Ach Chérie, wir haben heute noch so viel zu tun... und ich fühle mich so eingeschränkt ! Nur wegen diesen doofen Unwetter musste ich ins Krankenhaus und darf jetzt erstmal eine Woche mit Krücken rumlaufen... dabei würde ich doch so gerne mit dir ausreiten..." Sie strich der Stute sanft über den Rücken und lehnte ihren Körper an ihren Bauch an, sie spürte die Wärme des Pferdekörpers. Mon Chérie schnaubte. "Ich weiß, du hast leider auch keinen Ratschlag für mich. Aber Süße ? Ist dir aufgefallen das Ty momentan etwas anders mir gegenüber ist ? Vielleicht bilde ich mir das auch einfach nur ein...". Amy putzte ihre Flanken als sie eine Stimme von hinten vernahm. "Bestimmt nicht Amy." Es war ihre Freundin Sarah. Es war bereits vormittag. "Kann ich helfen?" Amy sah nach hinten. "Leider ja, ich wünschte wir hätten nicht so viel Arbeit." Sarah lächelte sie an. "Vielleicht solltest du dir einen weiteren Stallburschen zulegen." Daran habe ich auch schon gedacht... Amy schmunzelte. Putzte währenddessen weiter. "Machst du Chéries Hufe ? Danach müssen 2 Stallboxen freigemacht werden, Futter auffüllen und Tränken prüfen. Immerhin kommt heute Abajo und Blettur an." Sarah lächelte. "Blettur..." flüsterte sie geistesabwesend. Blettur war Sarahs erstes Fohlen das sie mit Moonlight Shadow bekommen hat. Sie hatte ihn (Blettur) sofort gekauft als man ihn wieder verkaufen wollte. Nun wird er sein Leben auf Heartland verbringen. "Ich geh kurz rein und ess mir noch eine Kleinigkeit, vielleicht finde ich Cayden." Amy fiel es sofort auf als ihre Freundin auf den Namen errötete. "Nanana, habe ich da etwas verpasst?" fragte sie sie grinsend. Sarah schüttelte verschämt den Kopf. "Ich bring Chérie schon weg, kümmer du dich um dein Essen." Sarah zwinkerte ihr zu. Wie schön wenn man Freunde hat.

      "Hallo!" Cayden stieg gerade aus seinem Wagen als Amy aus der Türschwelle trat. "Gut das du kommst !!" in dem Moment kam auch Lou an. "Wieso?" fragte sie ihre Schwester. "Lou wir haben heute noch so viel zu tun! Cayden machst du bitte eine Box frisch ? Heute kommt ein auszubildenes Pferd. Und Lou ? Könntest du Lakritz spatzieren führen ? Aber arbeite mit ihm ! Er soll lernen gelassen am Strick zu gehen. Ich denke du schaffst das ohne mich". Sie lächelte ihre Schwester an. Lou sah allerdings alles andere als überzeugt aus. "Bist du dir sicher?" Amy nickte kräftig. "Cayden wenn du fertig bist, putz bitte Black Bird. Sie wird heute verkauft. Und wenn du auch damit fertig bist, müssen die Weidenpferde geputzt werden." Lou blickte zu Cayden und anschließend zu Amy. "Und die dreckigen Boxen?" Amy seufzte. "Die müssen auch noch ausgemistet werden." Lou schüttelte den Kopf. "So kann das nicht weitergehen! Bis das alles fertig ist, ist es schon spät am Abend. Amy wie hast du dir das vorgestellt ?! Wir brauchen Unterstützung." Amy verzog das Gesicht. "Wenn du jemanden findest..." Doch sie musste sich eingestehen das sie auf Lou vertrauen konnte. Sie war die Person die sich mit solchen Dingen auskannte.

      Ty war mit dem füttern fertig. Amy entdeckte ihn im Stall, er war gerade dabei Death und Angel zu putzen. "Hey, ich helfe dir!" rief Amy durch die Gasse. Ty lächelte verständnisvoll. "Das ist sehr lieb von dir. Ich muss nachher noch den Gang durchkehren, aber das erst wenn alle Pferde geputzt sind." Amy sah ihn dankbar an. "Was würden wir nur ohne dich machen! Ich bin so froh das du immer zu uns hälst. Selbst als dich Val Grant abwerben wollte." Ty musste lachen. "Zu DENEN wäre ich selbst in meinen schlimmsten Alpträumen nicht hingegangen!". Die beiden himmelten sich nahe zu an. "Als Amy Death Rücken striegelte spürte sie kurz Tys Hand an ihrer. Er striegelte den Hengst auf der anderen Seite. Eine beklemmte Röte stieg in ihr Gesicht welches sie süß wirken ließ. "Ty wie wäre es eigentlich mit einem Stallfest? Lou sucht außerdem noch Stallburschen, alleine schaffen wir das nicht mehr." Ty dachte nach. Stallfeste sind doch schön. "Ja wieso nicht. Ich mein vielleicht finden wir ja auch einen Stallburschen nach dem Stallfest." Amy war froh das Ty so dachte wie sie. "Ich bin froh dich zu haben!" sagte Amy verträumt. Ty sah ihr in die Augen. Sein Blick war gar fesselnd. "Was meinst du ?"
      "Na, ohne dich wäre es tot langweilig!" sie zog das tot in die Länge und zwinkerte ihm zu. Ty grinste. "Sowas hört man doch gerne!". "Wann decken wir die Stuten ? Nach dem Talitha angekommen ist ?" Ty nickte. "Und nachdem Svartur da war um Black Bird abzuholen." Amy nickte "Das wird wohl das Beste sein."

      Als Zaii mit Talitha auf dem Hof einfuhr, waren bereits alle Weidenpferde geputzt. Es war 2 Uhr und das gröbste an Arbeit war Gott sei Dank geschafft. Talitha sollte sich heute an ihre neue Box gewöhnen, weshalb erstmal nicht trainiert werden sollte. "Na da ist ja die Süße." scherzte Amy und umarmte Zaii. Zaii kam nicht zum ersten mal nach Heartland um ihre Pferde ausbilden zu lassen. "Freut mich dich wieder zu sehen!" begrüßte sie Amy. Ty stand neben ihr. Sarah war bereits im Gelände verschwunden, sie wollte ihr Pferd Moonlight Shadow reiten. Der Schwarzwald war eine traumhafte Landschaft für Ausritte. "Also nur longieren?" fragte Amy freundlich nach. "Ja, das wäre sehr lieb." Amy nickte. "Natürlich." Ty nahm ihr das Pferd ab und führte es in die Box. "Möchtest du noch auf einen Kaffee ins Haus kommen?", doch Zaii lehnte ab. "Ich habe noch so viel zu tun." das überraschte Amy nicht. "Ist bei uns leider genau das selbe." Die Mädchen lächelten sich noch ein letztes mal an, ehe Zaii vom Hof fuhr. Eine Stunde später kam Svartur an, um Black Bird zu holen. Ty war die Nacht zuvor nochmal mit Black Bird um den Hänger gegangen, damit sie heute keine zicken machte. Und es wirkte. Ty war nach Amy ein Speziallist wenn es um die Ausbildung von Pferden ging. Amy sah zu Ty als Svartur nach einer halben Stunde wieder fuhr. "Wirst du sie vermissen?" Amy legte ihren Kopf an seine Schulter. "Ja. Aber nun hat sie einen guten Besitzer gefunden."

      Amy und Ty standen am Zaun der Zuchtweide. Dort standen Figaro und Nachtigall. Es war nicht das erste mal das die 2 verpaart wurden. "Ich bin stolz auf ihn." flüsterte Amy ihren Freund ins Ohr. Ty sah zu Figaro. Dieser knabberte an Nachtigall und folgte ihr. "Er hat schon viele schöne Fohlen gezeugt, nicht wahr ?" - "Ja." sagte Amy verträumt. Das Tys Schulter so schön warm ist...Nachtigall wollte nicht so recht, aber Figaro schaffte es schließlich sie zu befruchten. Es dauerte zwar länger als geplant, aber es war endlich geschafft "So mein Lieber, spar dir noch etwas für die nächste Stute." Scherzte Amy während sie Nachtigall von der Weide führte. Ty holte Money. "Meinst du er packt das ohne Hilfe?"
      "Mal schauen." sagte Amy und setzte sich auf das Gatter. Ty stand hinter ihr und hielt sie fest. Cayden und Sarah gewöhnten währenddessen Findus an Halfter und Decke. Am Abend sollten sie von dem Spektakel erzählen, auch Lou die Lakritz spazieren führte. Gegen Nachmittag kamen auch Abajo und Blettur an, diese wurden von Großvater Jack empfangen.
      Im Ganzen, dieser Tag war für alle eine ziemliche Herausforderung.
    • Jackie
      Pflegebericht 5 - Gefühle und neues Personal (1.Woche)
      10.215 Zeichen (c) Jackie

      5. Kapitel - Gefühle und neues Personal
      Amy hatte nun beschlossen den Rat ihrer Schwester Lou zu befolgen. Es musste neues Personal her, denn so konnte die Heartlandfarm nicht überleben. Cayden und Ty als feste Angestellten reichten leider nicht aus. Beim Frühstück saßen alle beisammen um sich einen Plan zu überlegen. "Gut geschlafen?" fragte Großvater Jack, Amy. Amy schüttelte nur den Kopf. "Ganz und gar nicht, der gestrige Tag war grausam!" Jack seufzte und reichte Amy ein aufgeschnittenes Brötchen. "Ess erstmal meine Liebe." Amy nahm es dankend an. "Also Lou hast du dir schon etwas überlegt ?" Amy sah ihre Schwester nachdenklich an. Lou nickte. "Ich habe den restlichen Tag damit verbracht. Wir werden ein Halloweenfest in unserer Scheune organisieren, auf dem Flyer wird ebenfalls stehen das wir weitere Stallburschen und Praktikanten suchen. Außerdem habe ich schon eine Anzeige im Internet gestellt und in Zeitungen und Zeitschriften ebenfalls. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit wann wir einen Anruf bekommen." Ty blickte zu Amy. "Was hälst du davon ? Ich finde das Halloweenfest ist eigentlich eine schöne Idee, ich mein die letzten Scheunenfeste kamen immer super an!" Amy nickte. "Ty du wirst Recht haben! Sarah ?" - "Ich stimme euch einfach mal zu." Sarah war Amys Freundin die vor kurzem zugezogen war. "Sag mal Ty, wie geht es eigentlich deiner Mutter ?" Amy wusste das Tys Mutter öfters unter starken Depressionen litt und Tys Vater nicht mit Tys Beruf zufrieden war, deshalb gab es öfters mal Außereinandersetzungen. "Seit dem ich wieder aus meinem Koma vor einem Jahr erwacht war und du so tatkräftig für mich, als auch für meine Mum da warst, geht es meiner Mum wirklich hervorragend! Sie versteht sich besser mit Dad..." er hielt die Luft an, "...so wie Dad mit mir." Amys Augen leuchteten. "Aber Ty! Das ist doch fabelhaft!" Ty wurde rot. "Ja. Das ist es." Sarah war es die die beiden aus ihrem Gespräch riss. "SO, was steht denn heute an?". Amy wünschte sich insgeheim das Sarah dies nicht nachgefragt hätte. "Leider ziemlich viel!" sie seufzte und schaute Lou an. Diese hat wieder einmal die neusten Einträge in ihrem Notizbuch eingetragen. "Also, wir brauchen 3 freie Boxen für die neuen auszubildenen Pferde. Dann muss Talitha an der Longe gewöhnt werden, ich denke mal nach Halloween müsste sie auf jeden Fall soweit sein. Ich werde in der Zeit am Telefon lauern, Rechnungen schreiben, Futter bestellen und auf Bewerber warten. Und wenn die neuen Pferde kommen, bitte ich..." Lou sah Cayden an, "das du die Neukömmlinge annimmst und in die Boxen bringst. Vergiss nicht höflich zu sein." scherzte Lou. Amy rief schnell in die Runde "Dann werde ich gleich mit Ty die Pferde füttern und anschließend Lakritz gelassen spazieren führen, damit er endlich versteht ruhig neben einen her zu gehen. Sarah würdest du mit Cayden die Boxen frei machen ? Dann kann ich nachher noch mit Ty Findus an seine Fohlendecke gewöhnen. Und Lou du kannst ja an dem Flyer arbeiten." Jack meldete sich auch noch zu Wort. "Ich schau mal das ich die Zäune vom Unwetter noch etwas repariere, dann müsste ich noch den Garten mähen." die Mädchen schauten sich gegenseitig an, anschließend Jack. "Genau..." es war ein unsicheres genau. "Wenn du möchtest." sagte Lou zögernd.

      Im Stall mischten Ty und Amy bereits das Futter der Pferde, Ankömmlinge und der Zuchtpferde. "Amy, wieso hast du mich eigentlich nach meinen Eltern gefragt ?" Ty sah sie interessiert an. "Während es dir nicht gut ging, habe ich deine Mutter besser kennen lernen können. Sie liegt mir sehr am Herzen, sie hat etwas was dich wiederspiegelt." sie versuchte zu lächeln, auch wenn es ihr nicht ganz gelang. Tys Augen weiteten sich. "Heißt das ich liege dir auch sehr am Herzen?". Amys Herz schlug schneller. "Also..." sie stotterte, ihre Wangen glühten, "Ja, natürlich!" sagte sie eilig und dachte nach, doch ehe sie etwas sagen konnte fasste Ty ihre Wangen und küsste sie auf ihren Mund. Amy wäre fast urplötzlich rückwärts gefallen, konnte sich aber noch fangen. Ihr wurde heiß im Gesicht, als auch im Körper. "..." WAS WAR DAS !? Sie war sprachlos. Ty blickte ihr tief in ihre grau-blauen Augen. "Amy, ich weiß nicht ob du die letzte Zeit mitbekommen hast das ich etwas für dich empfinde." Sie schluckte und konnte sich Tys Blick nicht wiedersetzen. "I-Ich.. gl-glaube.. sch-schon." Ihr war es tot unangenehm. "Wi...Wir sollten weiter machen." sagte Amy schnell und griff nach der Futterschaufel. Ty verzog ein wenig den Mund, ließ sich seine Enttäuschung aber nicht anmerken. Das Füttern war schnell erledigt und Amy konnte sich nun zu Lakritz begeben um mit ihm spazieren zu gehen. "Ty möchtest du mit kommen?" Ty nickte und lächelte.

      Lakritz machte sich super. Erst letzte Woche haben sie mit dem Training begonnen. "Meinst du ich werde später genau so erfolgreich wie deine Mutter Marion ?" fragte Ty sie. "Natürlich!" Amy klang so selbstsicher wie noch nie. Dann dachte sie über den Kuss nach, und wurde langsamer. Sie wollte Ty eigentlich nicht darauf ansprechen, aber sie konnte sich auch nicht zurückhalten. Ty spürte ihre Unruhe. Er sah sie fragend an. "Weißt du Ty..." sie wusste nicht wie sie ihren Satz weiterführen konnte. "Du bist ein toller Freund..." natürlich wusste Ty das Freund so gut wie Kumpel hieß, er wartete jedoch nicht auf ein Satzende, sondern rettete Amy aus ihrer unangenehmen Situation. "Schon gut Amy." er nahm ihre Hand, lächelte und blickte gerade aus. Nun ging Amy Hand an Hand mit Ty und in ihrer rechten Lakritz. Plötzlich lächelte sie vor lauter Glücksgefühle. Sie hätte genügend Zeit sich einen Kopf über Ty zu zerbrechen und Ty würde sie immer noch verstehen. "Wir schaffen alles." sagte Amy überglücklich und verbrachte die restlichen 2 Stunden mit Ty und Lakritz.

      Währenddessen hielt Lucia mit ihrem Transporter auf den Hof an. Sarah stürzte sich auf die freundliche Dame. "Willkommen auf Heartland! Sie sind bestimmt Lucia die Gammon in springen ausbilden möchte nicht wahr !?" Lu nickte und schüttelte Sarahs Hand. Cayden half ihr beim ausladen und führte Gammon in die schon fertige Box. Die restlichen Boxen waren auch schon für Fürstentraum und Soul Dance bereit gelegt. Gott sei Dank bot Heartland genügend Platz für die auszubildenen, als auch für die eigenen Pferde. Das Telefon klingelte und Lou stürzte sich zum Höhrer. "Heartland, wie kann ich ihnen helfen ?". An der Leitung meldete sich eine Frauenstimme. "Hallo, mein Name ist Kate. Ich habe in der Zeitung gelesen das sie noch einen Stallburschen suchen." Lous Augen leuchteten auf.
      "Ja natürlich Kate! Wir bieten auch eine Ausbildung als Stallbursche und Ausbilder auf Heartland an." die Stimme am anderen Ende atmete erleichtert. "Wie alt sind sie denn?" fragte Lou noch schnell - "Ich bin 18, noch etwas jung, aber er ich bin unglaublich interessiert an eine freie Stelle, ich habe schon viel von eurer Farm gehört."
      "Super! Das ist echt klasse! Wann hätten sie denn Zeit?"
      "Ich kann gerne heute kommen, momentan bin ich ja leider arbeitslos."
      Als Amy wieder kam, musste ihr Lou sofort die gute Nachricht überbringen. "Aber das ist doch klasse!" schrie Amy ihre Schwester förmlich an. "TY! Hast du das gehört ?! Wir bekommen eine Praktikantin auf Heartland!" Ty rieb sich die Ohren und lachte. "Amy das konnte man einfach nicht überhören !" Amy wurde rot und kicherte. "Lou wie sieht es mit den Flyern aus ?". Lou grinste und präsentierte einer ihrer Entwürfe. "Hier, passt es so ?" Amy nickte. "Es sieht klasse aus!".

      "Guten Tag, ich bin Kate, ich hatte zu vor angerufen." Lou erinnerte sich und schüttelte Kates Hand. "Freut mich sie kennen zu lernen! Wollen sie nicht reinkommen und erstmal einen Schluck trinken bevor ich sie rund führe ?" Kate folgte ihr. "Nehmen sie doch platz." Lou wies ihr einen freien Stuhl zu. "Danke sehr." Kate wirkte schüchtern. "Du kannst mich übrigens dutzen, auf solche Kleinigkeiten legen wir Wert." sagte Lou lachend während sie am Tisch stand und Teewasser aufsetzte. "Das freut mich, so fühle ich mich auch viel lebendiger." scherzte Kate. Lou brachte die Tassen am Tisch und wartete auf Amy, Ty, Großvater und Cayden. "Das ist meine kleinere Schwester." sie deutete auf Amy, diese grinste Kate breit an. "Hallo." Amy kann man doch garnicht ernst nehmen... dachte sich Lou und musste grinsen. "Ty, unser Freund und Stallbursche..., Großvater..." Jack sah zu Kate, "Gerne auch Jack."
      Lou fuhr fort, "Und Cayden unser Praktikant. Seine Mutter hat ihn hier her gebracht damit er von uns lernen kann und uns gleichzeitig unterstützen kann und das macht er wirklich fabelhaft!" Lou deutete auf Cayden. In dem Moment sah Kate, Cayden schmunzelnd an. Ihre Augen erinnerten einen an Tigeraugen, sie waren mehr als nur ausdrucksvoll.
      Den restlichen Tag wurde Kate mit Heartland vertraut gemacht und sollte beim putzen der Pferde helfen.

      Halloween - Die Party
      Aus der Scheune dröhnte vom weiten Musik. Es war nicht zu laut, immerhin sollten die Pferde nicht in Panik geraten. Ty stand neben Amy. Beide empfingen mit einem Lächeln im Gesicht die Gäste. Sarah lief mit einem Tablett voller Getränke an den Gästen vorbei und Lou unterhielt sich gerade mit Kate. Alle waren da, leider auch Ashley Grant mit ihrer Mutter Val Grant. Amys Gesicht versteinerte als sie die beiden sah. Aber auch Tys Lächeln verschwand aus seinem sonst so makellosen Gesicht. "Ach, hallo Amy. Ich habe von deiner kleinen netten Halloweenfeier gehört." Ashley hob die Brauen nach oben. "Na weißt du, zufälligerweise suchen wir auch noch weitere Stallburschen und Praktikanten und wir würden sogar das 5-fache eures doch relativ kleinen Verdienstes zahlen." Val grinste schief und Ashley lachte. Beide gingen an Amy vorbei, diese sah aus als hätte sie ein Gespenst gesehen... oder eine Ashley. "Was soll denn der Scheiß?!" Ty war sauer und starrte zu Boden. "Ty... nicht so obzön." Amy seufzte und blickte den zweien hinterher. Ashley und Val Grant gehörten ein großes und ziemlich reiches Gestüt. Sie bildeten ebenfalls Pferde aus, allerdings auf einer brutalen Art und Weise!. "Lass uns den Abend genießen, wie wäre es mit einer Kostümschau?" schlug Amy vor. Ty lächelte. "Das hört sich super an. Sagen wir es doch den anderen..."
    • Zaii
      Ausbildungsbericht - Fohlen ABC

      Arbeit mit den Neulingen
      Joni lebte sich prächtig auf der Ausbildungsfarm ein. Sie kannte sich bereits mit Heilkräutern aus, da ihre Mutter Tierärztin war. Ihre Mutter spezialisierte sich im Gebiet „Akupunktur“. Joni erzählte Amy immer wieder von den erfolgreichen Behandlungen ihrer Mum, sie musste sich eingestehen dass sich Akupunktur interessant anhörte. Früh am Morgen traf Amy Joni im Stall. Sie fütterte gerade die Pferde und mischte die Rationen für die ‚neuen’ an. „Guten Morgen!“ begrüßte sie Amy mit einem Lächeln im Gesicht. „Gut geschlafen ?“ Joni nickte und bejate ihre Frage. „Freut mich, dass du schon so früh auf den Beinen bist.“ Amy sah sich um und betrachtete den frisch gefegten Stallboden. „Ich dachte mir ich nehme dir etwas Arbeit ab, immerhin hast du heute viel zu tun.“ Joni zwinkerte ihr entgegen und deutete auf Talitha die bereits ungeduldig auf Amy gewartet hatte. „Ich befürchte sie hat überhaupt keine Lust zu fressen.“ Scherzte Kate und füllte etwas Luzerne in den Futtereimer. „Danke, dass du uns eine so große Hilfe bist.“ Amy strich sich eine Strähne aus ihrem Gesicht und betrat Talithas Gästebox. Die Stute hatte bereits etwas Heu aus dem Netz gezupft und stupste nun Amy mit einem freundlichen brubbeln an. Das Mädchen musste grinsen. „Na du bist mir ja eine.“ Sie zog ihr das Halfter über ihren Kopf und hakte den Strick ein.
      Auf dem Hof sah sie Ty. „Hallo.“ Er bemerkte sie, grüßte und klopfte Talithas warmen Hals. „Scheinst ja heute richtig ausgeschlafen zu sein.“ Bemerkte Ty. „Ja, Joni war so lieb und hat mir die Morgenarbeit abgenommen. Jetzt kann ich mit dem Longentraining von Talitha anfangen.“

      Talitha stand im Roundpen und sah Amy mit großen Augen an. Nachdem Amy die Longe eingehakt hatten, nahm sie die Peitsche in die Hand und hielt sie hinter Talitha, so das es ein Dreieck zwischen Longe, Amy und Peitsche ergab. Nun tippte sie die Peitsche auf den Boden. Erschrocken machte Talitha einen Satz nach vorne. "Ist ja schon gut meine Süße." sagte Amy grinsend. Die Stute ging erst etwas misstrauisch auf den äußeren Hufschlag. Amy redete währenddessen auf sie ein und vergrößerte den Abstand der Peitsche um die Stute nicht zu bedrängen. Nach einigen Runden begann sie sich zu entspannen. Amy tippte die Peitsche erneut auf den Boden und die Stute ging in den Trab über. "Das machst du super!" ermutigte Amy sie. Talitha stieß ein tiefes Schnauben aus. Scheint als würde sie schnell lernen, denn auch der Galopp war nach wenigen Minuten kein Problem. Amy würde dies die nächsten Tage wiederholen, danach könnte Talitha auch wieder zu ihrer Besitzerin Zaii zurück.

      Gegen Nachmittag kam Ty auf sie zu. "Was hälst du davon wenn wir nachher einen Ausritt machen ?" Amy verzog das Gesicht. "Die Idee finde ich großartig ! Nur muss ich noch mit Gammon arbeiten. Aber Ty ? Es ist gut das du dies vorschlägst ! Dann können wir Fürstentraum direkt mit ins Gelände nehmen. Allerdings nur an der Hand. Aber davor muss ich unbedingt noch Gammon trainieren.
      Joni hatte bereits die Hindernisse aufgestellt, sie war Amy eine große Hilfe. "Danke!" sagte sie und zwinkerte Joni zu. Mit einem gekonnten Schwung saß Amy im Sattel von Gammon. Dieser zappelte ein wenig rum, doch Amys geschickte Vorgehensweise beruhigte den Hengst umgehend. Sie ritt ihn erst einmal in kleinen Volten und wärmte das Pferd auf. Gammon streckte sich und trabte im schwungvollem Tackt. Joni hatte 4 90cm hohe Hindernisse aufgestellt und 3 100cm hohe. Amy trieb Gammon an, so das er eine Runde im Galopp neben den Hindernissen her lief. Er spielte mit seinen Ohren, diese zeigten zu Amy und zu den Hindernissen. Schließlich taxierte Amy das 1. Hindernis. Gammon wurde etwas schneller, doch Amy zügelte ihn im richtigen Tempo. Mit einem erfolgreichen Schwung sprang Gammon über die Hürde. "PERFEKT." Hörte man Joni rufen. Das 2. Hindernis nahm Gammon diesmal im richtigen Tempo war. Langsam waren Amy und der Hengst in gleicher Wellenlänge. Amy ritt den Parcours mit einem Fehler. Während Joni die herunter gefallene Stange wieder aufhob, ritt Amy wieder zum Anfang des Parcours. Nun gesellte sich auch Ty zu ihnen. Er sah zu Amy. "Du schaffst das." rief er mit einem breiten Lächeln im Gesicht. Amy strahlte und trieb den Hengst an. Diese Runde war fehlerfrei. "Ich wiederhol sie noch ein paar Male, dann komm ich." eine halbe Stunde verging. Mit Erfolg - Gammon hatte sich wahrhaftig verbessert. "Wir sollten diese Methode mehrere male noch angehen, bevor wir er zurück kann."


      "Können wir ?" fragte Ty mit einem ungeduldigen Blick zum Tor. "Ja, aber sicher doch." Amy hatte Fürstentraum am Führstrick, Ty stand neben ihr. Aus dem Ausritt wurde dann doch ein Spaziergang. "Hast du Leckerchen dabei ?" fragte er sie. Amy nickte. Die beiden gingen Richtung Wald. Fürstentraum beobachtete dabei jedes kleinste bisschen mit spitzen Ohren. "Er scheint neugierig zu sein. Pass aber auf das er nicht erschreckt." Ty sah sie an. "Ja. Ich werde für ihn da sein." Als der Hengst den Waldboden berührte, hob er seine Hufe erst vorsichtig, danach wie gewohnt. "Fühlt sich gut an ne ?" Amy lachte und beobachtete seine vorsichtige Schritte. Ty hielt Amys Hand. Sie sah ihn an. "Amy? Weißt du, ich habe mir gedacht das wir mal was gemeinsam machen." Amy stockte. "Wie gemeinsam ?" Ihre Augen wurden etwas größer.
      Ty: "Ich dachte mir, das wir mal etwas für uns alleine machen - Unter Freunde. Ìmmerhin sehen wir uns nur bei der Arbeit." Amy fiel es schwer Ty Recht zu geben. Tatsächlich, sie sahen sich nur während der Arbeit. "Lou geht heute mit Scott aus, wir könnten ja Filme gucken... und uns was zu Essen machen." Amy lächelte schüchtern und vergaß Fürstentraum. Erst als Ty auf das Pferd wies fand sie sich wieder. "Nach der Arbeit ? Ich würde meinen Eltern noch bescheid sagen." sagte Ty freudig über den Vorschlag. Amy nickte. "Super.".
      Aus der Ferne ertönte ein Auto. Amy massierte den Hals des Hengstes mit der wohl bekannten TTouch Methode. Er sollte sich in Gegenwart eines Autos nicht erschrecken. Dies war eine gute Übung für das kommende Schrecktraining. Amy spürte wie sich die Muskeln unter ihren Fingern entspannten und redete weiter auf den Hengst ein. "Das macht er super." stimmte Ty zu. Schließlich erreichten sie nach einer guten Stunde den Hof. Der Spaziergang war erfolgreich und Fürstentraum machte gute Fortschritte.

      Jackie, Ausbildungsfarm "Heartland"
    • Zaii
      Pflegebericht 20. April 2014 - Neue Bekanntschaften

      „Now I see fire inside the mountain..“, summte ich die wohlbekannte Melodie vor mich hin. Talitha und Lakim brummelten mir sachte entgegen, als ich die Tür des Offenstalls öffnete und das Frühstück servierte. Beide Jungstuten machten sich sofort über das Heu her, also konnte ich ohne Eile den Stall und den Auslauf abäppeln.

      Nachdem ich die volle Schubkarre zum Misthaufen gefahren und dort abgeladen hatte, machte ich mich auf den Weg zurück zum Offenstall. Mittlerweile war die Heuraufe wieder leer, sodass ich beide Stuten problemlos aufhalftern und anschließend zum Putzplatz führen konnte, wo ich die beiden anband und kurzzeitig stehen ließ, um die Putzsachen zu holen. Beide Stuten hatten auf Heartland das Fohlen ABC gelernt und machten ihre Arbeit vorzüglich, weder das Putzen noch das Hufe geben machte Probleme. Auch die Arbeit an der Longe funktionierte bereits bei beiden Stuten, heute hatte ich aber etwas anderes geplant.
      Nachdem beide Stuten gestriegelt, die Hufe gesäubert und auch das Langhaar verlesen war, machte ich mich mit den beiden Warmblütern auf den Weg zu der Weide neben dem Misthaufen. Vor einigen Tagen hatte eine weitere junge Stute Einzug auf dem Hof gehalten, Imadama, eine schicke, aber deutlich zu große Tinkerstute. Heute wollte ich die drei Bekanntschaft schließen lassen, denn wenn alles klappte, wie geplant, dann konnten Litha und Lakim bald zu Imadama in den Hauptstall umziehen.
      Die beiden jungen Stuten vollführten auf der Weide wilde Bocksprünge und jagten sich gegenseitig über das Grün, während ich mich auf den Weg in den Hauptstall machte, wo Ima, die ihr Frühstück noch vor den Warmblütern bekommen hatte, mich bereits mit gespitzten Ohren erwartete. Natürlich hatte sie das Gewieher auf dem Hof gehört und so hatte ich nun zu tun, um dieses Kraftpaket unversehrt auf die Weide neben die beiden Warmblüter zu führen. Mit ihren kräftigen Hufen tippelte der Schecke nun also neben mir her und beobachtete mit hoch erhobenem Kopf und geblähten Nüstern die beiden wild galoppierenden Pferde. Glücklicherweise war gerade keine der Stuten in der Rosse, sodass mir die Junghengste, die die größte Weide des Hofes bezogen hatten, nicht hinein pfuschten.
      Nachdem ich das Weidetor hinter uns geschlossen hatte, löste ich den Strick von Imadamas Halfter, worauf hin diese aus dem Stand heraus mit kräftigen Galopptritten über die Weide setzte. Ich war wirklich stolz auf die große Stute, denn ich erinnerte mich noch gut daran, wie sie damals als winziges Fohlen auf meinen Hof kam, nachdem ihre Mutter bei der Geburt verstorben war und wir keine Ammenstute finden konnten. Trotzdem schien Ima sich gut entwickelt zu haben, vielleicht war sie etwas zu vorsichtig, doch lieber so, als dass sie alles in ihrer Umgebung nieder rannte. Mittlerweile hatten auch Litha und Lakim den Neuzugang entdeckt und gesellten sich langsam Richtung Zaun, wo sich auch Imadama einfand. Die Junghengste, welche teilweise die Köpfe vom Gras gelöst hatten und sich ebenfalls dem Zaun näherten, der sie von Imadamas Weide trennte, interessierten die Jungstuten nicht – zu meiner Erleichterung. Stattdessen begannen die Stuten gerade, über den Zaun hinweg die Köpfe zusammen zu stecken. Während Lakim nur laut quiekte, legte Litha die Ohren an und scheuchte Imadama erstmal vom Zaun weg, als sie Anstalten machte, nach der Neuen zu beißen. Ich lehnte mich von außen an den Zaun der Weide und beobachtete das Schauspiel. Immer wieder näherten sich die Jungstuten den Zaun, mal nur Imadama und Lakim, dann nur Litha und die große Stute. Dann wieder jagten sich Lakim und Litha spielerisch über die Weide, während Imadama mit hoch erhobenem Kopf vom Zaun aus zusah. Mit jeder Begegnung wurde die Stimmung freundlicher und irgendwann begannen die drei, zu beiden Seiten des Zauns zu grasen. Ich wollte mein Glück nicht überstrapazieren, daher entschied ich mich, die Stuten die nächsten Tage so auf die Weiden zu stellen und erst, wenn niemand mehr biss, sollten sie sich eine Weide teilen. Doch das war ein guter Anfang, sodass ich langsam Vorbereitungen zum Umzug der beiden treffen konnte. Wenn die beiden außerdem weiterhin so gute Fortschritte an der Longe zeigten, dann würden sie bald eine große Reise unternehmen und nach Kanada zum WHT Ausbildungsbetrieb fliegen, welchen zwei gute Freundinnen leiteten. Gwen hatte Lakim bereits das Fohlen ABC beigebracht und freute sich schon darauf, die kleine einzureiten und auch Litha wird dort an Sattel, Trense und Reiter gewöhnt werden.
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  • Album:
    Stuten
    Hochgeladen von:
    Zaii
    Datum:
    7 Mai 2013
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  • Pferdename Talitha
    Rufname Litha

    Von Branagorn
    Burmano x Antara
    Aus der To Where The Skies Are Blue
    Scandic x Golden Wonder


    Rasse Hannoveraner
    Geschlecht Stute
    Geburtsdatum 12. Januar 2011
    Farbe Palomino Tigerschecke
    Stockmaß 165cm

    Talitha ist eine mutige und neugierige Jungstute mit excellenten Grundgangarten. Ihre Bergaufgaloppade, ihre grandiose Abstammung und ihre außergewöhnlich schicke Fellfarbe machen die Hannoveranerstute zu einem besonderen Pferd.
    Die Stute vereint ihre Eltern nicht nur optisch in sich, sondern auch charakterlich. Von ihrer Mutter To Where The Skies Are Blue erbte sie zweifelsohne ihr beinahe unerschütterliches Selbstbewusstsein und ihre Intelligenz, welche sich aber auch darin zeigt, dass die Stute nicht einfach zu reiten ist, da sie die kleinsten Fehler bemerkt und verinnerlicht. Ihr Vater Branagorn gab ihr seinen unermüdlichen Arbeitseifer mit und den leichtfüssigen Gang.
    Die Anpaarung dieser Elterntiere brachte eine Stute hervor, die sowohl im Springsport, als auch in der Dressur ein ordentliches Maß an Potential mit sich bringt. Es bleibt abzuwarten, ob Talitha auch im Busch punkten können wird.

    Nachkommen
    Dark's Darling
    (*2018) von Dark Dreamer


    Besitzer Zaii -- Chequi -- Carry

    Ersteller Delilah -- großgemalt Joyful
    Vorkaufsrecht verfallen

    Eingeritten Ja
    Dressur E -- Springen S -- Distanz E -- Military A

    BFS 195 | FS 198
    186. Synchronspringen | 434. Springturnier | 203. Synchronspringen | 205. Sychronspringen | 330. Militaryturnier | 209. Synchronspringen | 445. Springturnier | 212. Synchronspringen | 215. Synchronspringen | 216. Synchronspringen | 221. Synchronspringen | 300. Synchronspringen


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