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Rhapsody

Symbolic Splash -- dt. Reitpony

im Besitz seit 02/2014 - von Pamino - Aa ee ToTo

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Symbolic Splash -- dt. Reitpony
Rhapsody, 8 Sep. 2015
Veija gefällt das.
    • Rhapsody
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      05. März 2014
      New Best: 11
      Mit einem Grummeln steckte ich mein Handy wieder in die Tasche. Flappy Bird lenkte eh zu sehr von der Arbeit ab.
      Ich war mittlerweile seit gut 5 Wochen auf dem Gestüt meiner Tante in Wales, aber ins Klima eingelebt hatte ich mich noch nicht. Ich glaube, in den 5 Wochen hatten wir nur ein Wetter; bewölkt, ab und zu ein Schneeschauer, Schnee, der 2 Tage liegen blieb und Regen. Alles ziemlich deprimierend, wenn man keine Beschäftigung hat.
      Aber zum Glück hatte ich sowas. Sogar eine, die Geräusche macht – das hat nicht jeder!
      Vor meiner viertel Stunde Smartphone-Tippen-und-gegen-Röhren-fliegen hatte ich ausgemistet und den Pferden allen einen Arm voll Heu auf die Weiden geschmissen. Jetzt begann also die wahre Arbeit: Bewegen.
      Mit einem kurzen Pfiff rief ich Ciaran an den Zaun der Hengstweide, und er kam mit gespitzten Ohren auf mich zu. Nach einem kurzen Begrüßungsschnuffer halfterte ich ihn auf und während ich ihn am Putzplatz putzte, pfiff ich House of Gold vor mich hin.
      Als ich den letzten Huf auskratzte, merkte ich, dass ich eigentlich keinen Plan hatte, was ich machen wollte. Ausreiten? Lieber mit Favorita ausreiten? Lieber auf den Platz?
      „Was meinst du, Cia?“ fragte ich ihn, doch er guckte mich nur an. Doofes Pferd. Aber lieber ritt ich mit ihm aus, da hatte ich wenigstens eine Lebensversicherung.
      Vor mich hin summend sattelte ich also Cia, holte meinen Helm und ritt kurz später durch die Tore. Cias dichtes Winterfell schützte ihn vor dem Wind, der mich angriff und wegen dem ich es sofort bereute, nur ans Ausreiten gedacht zu haben. Cia schien aber mega Spaß daran zu haben, also drehte ich nicht sofort wieder um.
      Auf den kleinen Feldwegen, die teilweise auch durch den Wald, ließ ich ihn dann antraben und hielt die Zügel locker. Vielleicht war das ein bisschen zu gewagt, vor allem für die kurze Dauer, die ich Ciaran besaß und ritt, aber manchmal ist Liebe eben blind. (Ja, es ist Liebe, komm damit klar.)
      Eine gute halbe Stunde später ritt ich den Trampelpfad, der von hinten aufs Gestüt führte, hinunter und bekam eine Handvoll Zweige ins Gesicht geklatscht. Das wars, meine Lust auf irgendwelche Ausritte war vergangen. Und wie sich später herausstellte, hatte einer der Zweige einen schönen roten Striemen auf meiner Backe hinterlassen. „Ausgeritten wird erst, wenn hier aufgeräumt wird“ grummelte ich vor mich hin und stieg dann schließlich ab.
      Während Cia sein Müsli geräuschvoll am Putzplatz mampfte, packte ich Symbolic Splash und ließ sie im Longierzirkel ein paar Runden mit einem Gymnastikball rennen. Als ich sie dann wieder auf die Weide führte, nahm ich mir vor, ihr so schnell wie möglich einen Freund im gleichen Alter zu suchen.
      Der Himmel zog sich weiter zu, deswegen putzte ich Favorita und Last Caress nur kurz übers Fell und ließ sie dann beide in der Reithalle laufen. Die zwei hatten sich ziemlich schnell angefreundet, auch wenn Favorita ein paar Zentimenter größer war als das Pony.
      Als die ersten Tropfen fielen, hatte ich gerade das Tor geschlossen und rannte zur Tür des Gutshauses.
    • Rhapsody
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      Zu Besuch bei einer guten alten Freundin
      13. September 2014 | © Eddi
      Nachdem mein Leben auf dem französischen Gestüt so plötzlich geendet hatte, brauchte ich dringend Ablenkung.
      Durch Zufall entdeckte ich „meillion aur“ und als ich den Namen der Besitzerin las, stand fest, dass ich den Wales einen Besuch abstatten würde.
      Schon vor ein paar Monaten hatte es mich dort hingezogen, allerdings als Tierärztin. Während ich die Auffahrt hinauffuhr, erinnerte ich mich wieder an die großen Weiden und den schönen kleinen Stall.
      Angekündigt hatte ich mich, das hatte ich nicht für nötig gehalten und eigentlich wollte ich auch nur kurz für ein oder zwei Stunden vorbeischauen.
      Ich parkte neben dem Haus und stieg aus. Der Herbst war in den Wales schon längst angekommen. Die Bäume färbten sich in den verschiedensten Gelb-, Rot- und Orangetönen und es wehte ein kühler Herbstwind.
      Neugierig schaute ich mich um, konnte aber niemanden entdecken. Also beschloss ich, dem Stall einen Besuch abzustatten, denn wenn, fand man meistens dort die Besitzer.
      Doch auch auf der Stallgasse herrschte Ruhe. Man hörte lediglich das zufrieden Brummeln einiger Pferde. Neugierig schlenderte ich die Gasse entlang und schaute mal hier mal dort in die Boxen.
      Alle waren nicht gefühlt, aber ich hatte schon bei meiner Ankunft gesehen, dass viele der Pferde auf den Weiden standen.
      Während ich gedankenversunken in die nächste Box schaute, runzelte ich plötzlich die Stirn, denn das kleine gescheckte Fohlen kam mir sehr bekannt vor.
      „Na aber hallo! Das ist ja die kleine Symbolic Splash!“, meinte ich lächelnd und begrüßte das neugierige Stutfohlen. Sie war eine Tochter von Elisas geliebten Pamino und sie war sehr nach ihrem Vater gekommen.
      Während ich das kleine Fohlen betüddelte, wurde plötzlich die Stalltür aufgerissen und Hufgeklapper erfüllte den Stall.
      Erschrocken drehte ich mich um und entspannte mich gleich wieder, denn da kam Juli hinein, neben ihr das Exmoorpony Ciaran – anscheinend kamen sie gerade von einem Ausritt, denn Juli war warm angezogen und beide sahen ziemlich zerzaust aus.
      Ungläubig starrte sie in meine Richtung. „Eddi? Bist du das?“, fragte sie und dann grinste sie von einem Ohr bis zum anderen, ließ Ciaran einfach stehen und lief mir entgegen, um mich zu umarmen.
      „Lange nicht mehr gesehen!“, lachte sie und begann sofort mich auszufragen. Ich versuchte ihren Fragen auszuweichen, denn über meine unangenehme Lage wollte ich nicht zwingend sprechen, stattdessen fragte ich vermehrt sie, wie es denn mit dem Gestüt hier lief.
      „Irgendwann gewöhnt man sich an das Wetter, aber schön ist was anderes. Man sieht es ja an Ciaran, der hat schon wieder Fell wie ein Plüschbär – oh Ciaran!“, meinte sie erschrocken, wandte sich um und sammelte ihr Pony ein, welches es sich in einer der vorderen Box gemütlich gemacht hatte und dort das Heu fraß.
      „Ähm. Ich sattele ihn schnell ab.“, sagte sie nur knapp und machte das Pony fertig, während sie mir noch von den neusten Ereignissen berichtete.
      Als Ciaran dann in seiner eigenen Box stand, schaute Juli stirnrunzelnd auf die Uhr. „Also, wenn du Zeit hast, würde ich schnell noch Last Caress bespaßen und dann können wir gerne einen Ausritt machen!“
      Dazu sagte ich natürlich nicht nein, stattdessen half ich Juli gerne bei dem Betüddeln ihrer Welshstute.
      Wir putzten den kleinen Rappen gründlich und dann durfte sie sich auf dem Longierzirkel ein wenig austoben. „Nennt sich Beschäftigungstherapie.“, meinte Juli grinsend, als sie der Stute noch einen Gymnastikball dazu gab.
      Kurze Zeit später hatten wir die beiden Stuten Favorita und Spotlight von der Weide geholt, geputzt und gesattelt. „Dann zeige ich dir mal die wunderschöne Landschaft der Wales!“, lächelte Juli und ich ritt ihr bedächtig hinterher.
      Da mir Spotlight mit ihren 1.78m Stockmaß einen Ticken zu groß war, hatte ich Favorita bevorzugt und war auch sehr glücklich mit der Knabstrupperstute unter mir, welche sich von ihrer besten Seite zeigte.
      Unser Ausritt wurde jäh unterbrochen, als es aus heiterem Himmel zu regnen anfing – und zwar kein einfacher Nieselregen, sondern es prasselte richtig stark auf uns herab.
      Im Eiltempo machten wir uns auf den Heimweg, wo dann erst einmal die Pferde trocken gerubbelt werden mussten, ehe Juli mich zu einer Tasse heißen Kakao einlud.
      „Du, wenn du willst kannst du auch bei mir übernachten. Dann können wir Morgen vielleicht der Stadt einen Besuch abstatten!“, meinte Juli begeistert und ich war genauso von der Idee angetan.
      „Total gerne! Genau das brauche ich momentan!“, grinste ich glücklich und nahm dankend die Tasse Kakao entgegen.
    • Rhapsody
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      Fohlen ABC
      12. Oktober 2014 | © Gwen
      Als Elisa mich mit ihrem Hundeblick anstarrte, ahnte ich schon, das – egal was sie sagen würde – ich wohl eh nicht nein sagen könnte. „Du? Ich bin jetzt ja eine Weile unterwegs, allerdings sollen zwei Pferde trainiert werden und das würde ich ungern verschieben.“, versuchte sie mich zaghaft einzuwickeln. Ich schaute sie nur ungeduldig an. „Einen der beiden übernehme ich, aber den anderen musst du machen.“, grinste ich sie an und hielt ihr die Hand hin – Elisa schlug sofort ein. „Danke!“
      Das war nun schon gute drei Wochen her und ich hatte erst einmal meine Aufträge machen wollen, ehe ich mich auf an die von Elisa machte. Von ihr hatte ich ein junges Fohlen übernommen, was das Fohlen ABC lernen sollten. Normalerweise flog ich dazu auf den Heimathof des Fohlens, aber da hier allerhand zu tun war und die kleine Stute das Fahren im Hänger bereits gut kannte, ließ ich sie hierher bringen.
      Es war Sonntagvormittag, als mein Handy klingelte. Der Fahrer kündigte an, dass sie circa in einer Stunde da sein wollten. Ich frühstückte noch zu Ende und schlüpfte dann in meine Stallsachen. Für die kleine Stute musste noch eine Box hergerichtet werden, damit sie sich direkt wie zu Hause fühlen konnte. Ich gab mir extra Mühe und streute sie auch schön dick ein, denn in den Nächten wurde es hier in Kanada doch schon kühler als anderswo.
      Dann dauerte es nicht lange und ich hörte den Trailer auf den Hof fahren. Herzlich begrüßte ich den Fahrer und unterschrieb seine Papiere. Nun konnte ich die kleine Stute ausladen und in den Stall bringen. Sie hieß Symbolic Splash und stammte aus Elisas Zucht, innerlich würde sich diese sicherlich ärgern, ihr eigenes Fohlen nicht trainieren zu können, aber ich hatte ihr versprochen, zumindest Fotos zu machen.
      Neugierig blickte sich das kleine Stutfohlen um. „Ich glaube hier wirst du niemanden antreffen, die stehen alle auf ihren großen Weide.“, meinte ich grinsend zu der Kleinen und führte sie in den Stall. Aufgeregt tänzelte sie neben mir her und schien ihren Augen nicht zu trauen, wo sie denn jetzt war. Als es aber dann einen Eimer mit frischen Karotten und Äpfeln gab, war der ganze Stress erst einmal für kurze Zeit vergessen. „Nachher verschaffe ich dir ein wenig Bewegung und dann darfst du auf die Weide.“, beruhigte ich das kleine Stutfohlen und kümmerte mich erst einmal um die anstehenden Arbeiten.
      Gegen Nachmittag war ich dann wieder bei der kleinen Scheckin, welche liebevoll Lashy gerufen wurde. Aufgeregt wieherte sie mir entgegen als ich den Stall betrat und lief im Kreis in ihrer Box umher. Ich halfterte das übereifrige Fohlen auf und band sie vor der Box an. „Erst einmal die Pflege.“, ermahnte ich das Fohlen, welches gar nicht an Stillstehen denken wollte. Dennoch putzte ich Lashy in aller Ruhe und übte auch schon vorsichtig das Anheben der Hufen. Wirklich geben wollte sie diese noch nicht, allerdings wollte ich ihre Nerven heute auch nicht überstrapazieren.
      Stattdessen führte ich sie hinaus auf den Reitplatz, wo sie sich erst einmal gründlich austoben durfte. „Na du scheinst es ja nötig zu haben.“, lachte ich, als Lashy von einer Ecke in die andere sauste. Einmal kam sie auch direkt auf mich zu, um mich aufmüpfig aufzufordern, mit ihr zu spielen. Ich scheuchte sie lachend davon und jagte ihr nach. Das schien dem kleinen Fohlen sehr gut zu gefallen, allerdings sah sie es gar nicht ein, als ich keine Lust mehr hatte und eine Verschnaufpause brauchte.
      Ich konnte sie aber schnell ablenken, indem ich sie auf ihre neue Weide brachte. Dort konnte sie erst einmal alles erkunden und Freundschaft mit ihren Koppelnachbarn schließen. Für heute war es für das kleine Fohlenköpfchen genug. Ich beschloss noch einen Ausritt zu machen und Morgen würden wir dann mit dem „ernsthaften“ Training beginnen.

      Zum Fohlen ABC gehört eine ganze Menge, grundlegend auch das Putzen. Nach meiner morgendlichen Runde durch den Stall, wollte ich direkt mit Lashy arbeiten und es zeigte sich schon, dass das Putzen eine unserer größeren Baustellen werden würde. Stillstehen fand das Scheckfohlen total doof und die Hufen gab es auch nicht gerne. Doch jede so kleine richtige Anstrengung ihrerseits belohnte ich ausgiebig mit Lob und manchmal mit Leckerlis.
      Heute wollte ich mit ihr auf den Platz gehen, um die Grundlagen des Führens zu trainieren. Bei Lashys selbstbewussten Charakter war das gar nicht so einfach – schließlich durfte sie mich nicht überholen, aber auch nicht bockend zurückbleiben. Dann musste sie auch noch auf die Stimmkommandos reagieren und es dauerte wirklich arg lange, bis ich den ersten Erfolg sah. Mit dem schloss ich dann auch direkt das Training positiv ab und entließ Lashy auf die Weide.
      Ich hatte oft gelesen, das mehrere und dafür kürzere Trainingseinheiten am Tag das Lernen eines Jungpferdes förderten. Also beschloss ich mit Lashy zweimal am Tag je eine Viertelstunde zu arbeiten.
      So wiederholte ich am Nachmittag noch einmal das Putzen und das Führen. „Erst wenn ich dir wirklich vertrauen kann, machen wir einen Spaziergang.“, ermahnte ich die kleine Stute, welche auf den Rückweg zur Weide sehnsüchtig den Weg zum Wald langblickte.
      Zu meiner Freude sollte es aber nicht mehr lange dauern, bis Lashys Konzentration und Ausdauer stieg und sie mir immer länger zuhören konnte. Am Putzplatz zappelten wir nicht mehr unentwegt herum. Anfangs blieb sie da wirklich brav stehen, nur mit der Zeit wurde sie immer noch unruhig. Auf dem Reitplatz funktionierten die Übungen auch immer besser, so dass ich schon bald den ersten Spaziergang beschloss.
      Lashy fand diese Art des Trainings atemberaubend. Sie liebte es, neue Wege und Orte zu entdecken und zu erkunden und war jedes Mal voll dabei. Umso müder war sie dann aber auch, wenn sie abends in ihre Box durfte – dann sank sie recht schnell in das weiche Stroh und schloss die Augen. Am nächsten Morgen strotzte sie dann dennoch wieder voller Lebensenergie und war bereit für Neues.
      Putzen, Führen und Spazierengehen wurden zu den elementaren Dingen unserer Arbeit und jeden Tag verbrachte ich mindestens eine Trainingseinheit damit. Jedoch wurde es langsam Zeit, einen Schritt weiter zu gehen und den wollte ich mit dem Schrecktraining ansetzen. Es war gut, wenn Lashy schon im frühen Alter mit fremden Dingen bekannt gemacht wurde, umso problemloser würde sie dann später im Umgang sein.
      Heute erwarteten uns auf dem Reitplatz ganz bunte Dinge. Das ging bei einfachen Pylonen los, über bunte Flatterbänder bis hin zu Tonnen und Plastikplanen. Lashy stand ganz geschockt am Eingang und wollte gar nicht mehr mit hinein, mit viel Überzeugungskraft konnte ich sie dann aber doch mit hinein holen. Erst einmal durfte sie sich alles alleine anschauen, ehe ich mit ihr die verschiedenen Dinge genauer betrachtete.
      Aus dem anfangs verschreckten Fohlen wurde schnell eine neugierige Nudel, die nicht zögerte, die Dinge die hier waren zu erkunden. Schon bald schien sie vor kaum etwas noch Angst zu haben und so lobte ich sie ausgiebig und belohnte sie mit einem Spaziergang.
      Die bunten Schrecksachen zierten nun bei jedem Training den Zaun des Reitplatzes, sie waren also immer anwesend. Allmählich wollte ich Lashy auch an neue Arbeitsgegenstände gewöhnen. Erst einmal an das Knotenhalfter und dann an das Rope. Sie sollte es nur schon einmal tragen, ohne wirklich mit weiteren Dingen konfrontiert zu werden. Auch gewöhnte ich sie an das Tragen einer Decke und an die Gerte, so dass sie vor dem kleinen schwarzen Ding keine Angst mehr hatte.
      Dann begann ich mit dem Hängertraining, zwar fuhr Lashy schon mit dem Hänger, aber so wirklich problemlos ging das auch noch nicht von Statten. Aber das sollte sich bald ändern. Der Hänger stand immer auf dem Reitplatz und Lashy durfte ihn von selbst betreten und erkunden. Irgendwann ging sie auf Kommando fast von alleine hinein und blieb auch freiwillig drin stehen. „Braves Mädchen.“, lobte ich sie und gab ihr einige Karottenstückchen.

      Die Wochen strichen vorüber und allmählich konnte ich sagen, dass Lashy das Fohlen ABC beherrschte. Wir trainierten täglich die Grundlagen und wiederholten das Gelernte, so dass es sich in Ruhe festigen konnte.
      Im Umgang war die kleine wilde Stute wesentlich händelbarer geworden und nicht mehr ganz so ungestüm wie zuvor. Dennoch setzte sie immer noch gerne ihren Kopf durch und man musste tierisch aufpassen.
      Doch der Abschied rückte immer näher. Ich rief Juli an, um ihr Bescheid zu geben, dass die kleine Stute in den kommenden Tagen wieder nach Hause kommen würde. Dann machte ich noch die Fotos, welche ich Elisas versprochen hatte und verschickte diese direkt per Mail.
      Am letzten Abend saß ich bei Lashy in der Box und ging unseren Trainingsplan durch, um alles geschaffte abzuhaken. Letztendlich war hinter allem ein grünes Häkchen. Lashy stupste mich neugierig an und wollte in den Schreibblock beißen, aber davon konnte ich sie zum Glück gerade noch abhalten. „Ja, du bekommst ja ein Leckerli.“, lachte ich und reichte ihr ein Karottenstückchen, mit Leckerlis konnte man die Stute immer um den Finger wickeln.
      „Zeit nach Hause zu gehen.“, meinte ich lächelnd, als ich an diesem Morgen den Stall betrat. Lashy bekam als erste ihr Frühstück und während sie fraß, putzte ich sie und machte sie für den Transport fertig. Dann kam auch schon der Trailer und ich konnte das kleine Scheckfohlen einladen. „Ich werde dich vermissen.“, murmelte ich ihr lächelnd nach, als der Trailer die Ranch verließ.
    • Rhapsody
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      Tierärztliche Klinik für Pferde, Caen - Prophylaxe, Fohlenmedizin
      23. Oktober 2014 | © Cooper
      Ich hatte mich langsam an die neue Situation gewöhnt und freute mich jeden Tag mehr auf meine Arbeit. Eddi hatte im Moment wenig Zeit, dafür war ich ja da. Ich sprach mich früh am Morgen mit Eddi ab und schaute mit dann die Auftragsliste an. Heute musste ich zu Juli auf den Hof, sie bat uns darum ihr Tobianostutfohlen zu Untersuchen und selbstverständlich zu Impfen. Ich rief Juli eben an um bescheid zu geben das ich zu ihnen auf den Weg war und das es mir leid tat dass es etwas länger dauerte den Auftrag aus zu führen wie sonst. Dort erstmal angekommen sagte Juli das es kein Problem gewesen sei und das sie Verständniss für unseren Stress hatte. Sie bat mir erstmal etwas zu trinken an und zeigte mir ihr Gestüt. "Schön hast du es hier" sagte ich. Sie lächelte und führte mich dann sofort zu Symbolic Splash, die eher Lashy oder auch Zimtzicke hieß. Ich lachte als Juli mit erzählte das sie wirklich eine Zicke war und das sie das Prinzesschen auf dem Gestüt spielte, dann holte Juli sie aus der Box und band sie davor an. Sie hatte eine große und helle Stallgasse, also mussten wir nicht in die Oktoberkälte nach draußen. Ich startete nach dem kleinen Kennenlernen dann sofort, die Prophylaxe und die Fohlenmedizin konnte man wunderbar Kombinieren. Ich holte meine kleine Lampe heraus und testete ihren Reflex, der vollkommen in Ordnung schien. Dann schaute ich mir ihre Ohren an und versuchte mit überredungskünten auch in ihren Mundraum zu untersuchen. "Alles in bester Ordung" lächelte ich und stellte dabei sichter das ihr Herzrythmus gleichmäßig und ihr Puls im normalbereich lagen. Auch hier war beides normal. "Ihr Herz schlägt ein wenig schneller wie sonst, ist aber auch klar wenn ein völlig Fremder an ihr rumfuchtelt" lachte ich und streichelte die junge Stute um sie ein wenig zu besänftigen, denn ich merkte das sie langsam keine Lust mehr hatte. Wir ließen die kleine etwas in ruhe auf der Weide herumtollen damit sie ihre Energie loswerden konnte, dann holte Juli sie wieder runter und dann ging es auch schon weiter. Ich zog die Spritzen auf und machte mir etwas Sorgen darum ob sie das wirklich an sich ran lässt. "Na dann mal los" sagte ich und Impfte zuerst Influenza und Herpes. "Ach halt still, das muss eben sein" sagte Juli, die ihr Fohlen zum glück gut im griff hatte. Sie tobt und tritt. Als ich dann mit den anderen Spritzen ankam schreckte sie sofort zurück und wusste genau was ich jetz vorhatte. Mit etwas geschick und überzeugungsarbeit konnte ich ihr dann auchnoch Tetanus und Tollwut impfen. "So du, jetz hast du es egeschafft" sagte ich und gab ihr ein Leckerli, das sie natürlich wieder mit Selbstverständlichkeit annahm. Ich lächelte "Soweit ist alles in Ordnung, ich schau mir jetz nochmal ihren ganzen Körper an und sicher zu gehen das sie keine Wunden und sowas hat". Auch da waren keine Proleme in Sicht. Dann schaute ich nochmal ob Lashy eventuelle Fehlstellungen hatte, was sich aber glücklicherweise auch negativ herausstellte. "Jetz nurnoch die Wurmkur und dann sind wir fertig" sagte ich und die ging mit Äpfel schnell runter. "Gut, so angestellt hat sie sich ja nicht" sagte ich lächelnd als Juli mich zum Auto brachte "Ja, zum glück, hast warscheinlich einen ihrer guten Tage erwischt" sagte sie und gab mir am Auto noch ihren Impfpass damit ich alles Eintragen konnte. "So, alles fertig, hoffe du bist zufrienden" sagte ich noch nach unserer Verabschiedung und schloss dann die Autotür.
    • Rhapsody
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      25. Oktober 2014
      Sobald es herbstlich wurde, wurde ich krank. Das war in Deutschland so, und anscheinend auch in Wales. Vor ein paar Wochen, als meine alte Freundin Eddi mich besuchen kam und wir im schönsten Spätsommer ausritten gingen, ging es mir noch super – und jetzt hatte ich die Erkältung des Jahrtausend.
      Was natürlich nicht meinte, dass die Boxen sich von selbst ausmisten würden.
      Die Herbstsonne, die mich heute Morgen noch geweckt hatte, hatte sich jetzt hinter dicke Wolken verkrümmt und kündigte Regen an, wie schon die letzten Tage. Das erste Mal wurde ich noch durchgeweicht (Symbolic Splash hatte es gefallen, in den Pfützen zu spielen anstatt zu arbeiten – die Matschflecken waren immer noch in meiner alten Jeans), doch seit zwei Tagen blieb ich größtenteils in der Reithalle oder verließ den Hof nur mit Regenjacken und –decken.
      Und jetzt, auch nur mit selbstgestrickten Schalen und Mützen, optional Hustenbonbons oder, wenn’s sein musste, Thermoskannen mit Zitronentee.
      Als ich so drüber nachdachte, musste ich glatt wieder husten. Ich brauchte definitiv einen Helfer für den Stall brauchte, der mir unter die Arme griff, wenn ich krank war. Oder falls meine Tante sich doch noch entschließen würde, wieder zu züchten und ich jeden Tag dreißig Boxen ausmisten musste. Und krank war. Dann musste man doch bestimmt einen Stallhelfer beim Amt beantragen können.
      Vor mich hingrummelnd lud ich die letzte Schaufel dreckiges Stroh auf die Schubkarre und fuhr sie aus Lashy’s Box. Jetzt nur noch einstreuen, dann konnte ich wenigstens mit der Arbeit anfangen.
      Last Caress war gerade erst aus Kanada zurückgekommen, denn sie wurde von Gwen (mithilfe eines Daniel Smiths, den ich leider nicht kennenlernen dürfte) eingefahren, und so wollte ich – sollte die Wolkendecke doch mal aufreißen – zusammen mit ihr und Ciaran eine kleine Kutschfahrt machen. Meine Tante hatte mir eine Kutsche dagelassen, das Geschirr hatte ich mir am gleichen Tag besorgt, an dem Caress zurück kam. Das war jetzt fast schon eine Woche her, aber das Wetter hatte mich immer davon abgehalten, eine Ausfahrt zu machen.
      Als ich Spotlights Box eingestreut hatte, holte ich gleich ihre Putzbox und hängte ihren Sattel über die Boxenwand. Zuerst war Dressurtraining angesagt.
      Die nächsten Wochen würde nämlich ein Trainer kommen, um mit uns beiden zu trainieren. Spotlight konnte ein richtiges Sportpferd werden, doch dazu musste sie erst einmal aufhören, gegen den Reiter zu arbeiten. Das wollte ich in dieser Woche noch hinkriegen, damit wir uns nicht vollkommen blamierten.
      Sie sah mir jedoch schon angesauert entgegen, als ich die Weide betrat. Zusammen mit Favorita – die beiden waren richtige Freunde geworden, obwohl sie vom gleichen Holz geschnitzt waren – oder genau deswegen. Aber im Gegensatz zu ihrer 1.78m großen Freundin brummelte mich Favorita an und schnupperte an meinen Händen. Sie hatte in den letzten Wochen viele Turniere, auf denen wir nicht mal schlecht abgeschnitten hatten, und durfte sich jetzt eine Pause gönnen.
      Ich rieb Favorita’s Stirn und versuchte, Spotlight so gut es ging zu ignorieren. Sie graste wieder friedlich, doch kaum machte ich einen Schritt auf sie zu, sprang sie zurück. „Heute nicht,“ meinte ich entschlossen und griff nach dem Halfter, dass gut einen halben Meter über mir in der Luft war. Als ich den Führstrick einhakte, schnaubte Spotlight missbilligend, folgte mir aber ohne große Zwischenfälle von der Weide.
      Ich putzte sie schnell und gründlich, bandagierte ihr dann die Beine um die Sehnen zu unterstützen und sattelte sie schließlich. Es hatte draußen wieder begonnen zu tröpfeln, und die fünf Schritte, die wir nass wurden, gefielen der Hannoveranerstute ganz und gar nicht. Sie drängelte, trat mir zweimal auf den Fuß und war kurz vorm Steigen (okay, das war übertrieben. Aber sie war extrem nervig.)
      Nachdem wir beide aufgelockert waren und uns abreagiert hatten, fing ich mit der eigentlichen Arbeit an. Sie sollte lernen, den Rücken nicht mehr wegzudrehen, und so fing ich an, sie weiter über den Rücken zu reiten. Auch, wenn sie am Anfang noch ordentlich motzte und auch schon ihren Kopf zwischen die Beine zog, letztendlich war Spotlight genauso zufrieden wie ich. Zur Belohnung ließ ich ihr die Zügel lang und ließ sie noch ein paar Runden Schritt gehen, ehe ich sie zurück in den Stall führte und ihr die Abschwitzdecke überwarf. Es würde jedoch wenig helfen – die Gute hatte einfach schon zu viel Winterpelz. Ich konnte nicht mal sagen, ob sich Scheren wirklich lohnte, da ich sie ja noch kein ganzes Jahr hatte; ich hatte also keinen Plan, wie stark ihr Immunsystem war.
      Ich kramte mein Handy hervor, während die Stute auf ihrem Müsli herumkaute, und machte eine neue Notiz, die mich daran erinnern sollte, dass ich so früh wie möglich Eddi Bescheid geben musste, sollte sie sich doch irgendeine Erkältung holen.
      Als Spotlight, immer noch etwas nass aber sichtlich zufrieden, wieder auf der Weide stand, hatte es aufgehört zu regnen. Der Himmel sah immer noch grau aus, aber ich nahm das Risiko auf mich und führte schließlich Caress von der Weide. Die Welsh-Stute hatte es, laut Ex-Besitzer, faustdick hinter den Ohren, doch das hatte ich noch nicht gespürt. Sie war brav an der Longe, eine Lebensversicherung im Gelände und ich würde sie jederzeit an Kinder übergeben. Auch jetzt folgte sie mir freudig von der Wiese, ließ sich ohne Probleme putzen und zuckte nicht einmal zusammen, als ich die Ponykutsche an den Stalleingang stellte. Ich holte noch fix Ciaran, ehe ich dann beide vor die Kutsche spannte und vom Hof bugsierte. Die beiden waren zuvor noch nicht an der Kutsche zusammen gegangen, doch dafür machten sie sich prima.
      Mit zwei dreckigen Ponies und pitschnass – uns hatte doch ein kleiner Wolkenbruch überrascht – kehrte ich eine halbe Stunde später zurück. Nachdem Ciaran und Caress noch ihr Müsli gemampft hatten, schickte ich die beiden Sauponies wieder auf die Weide und krallte mir die Thermoskanne.
      *
      Es war bereits dunkel und nieselte wieder als ich am Abend nochmal auf den Hof fuhr. Meine Mama hatte mir ausnahmsweise ihr Auto geliehen, während sie zu Besuch war, also wurde ich nicht durchgenässt.
      Die Pferde waren mittlerweile wirklich alle matschig aber glücklich. Wenigstens das. Hoffentlich würde ich das morgen auch noch wissen, wenn ich alle putzen musste.
      Als alle ihr Heu mampften und im trockenen Stall standen – Lashy hatte sich sogar schon hingelegt und schlummerte, schaltete ich das große Stalllicht aus, sodass nur noch ein dämmriges Licht schien. Ich strich Ciaran noch über die Stirn, dann ging ich nach Hause, wo schon ein neuer Kübel Pfefferminztee auf mich wartete.
    • Rhapsody
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      24. November 2014
      Ein Frösteln übermannte mich sofort, als ich die Haustür öffnete. Es war kalt. Kalt und nass. Und obwohl es schon halb eins war war es düster, als hätte die Sonne komplett aufgegeben. Ich grummelte, funkelte den Himmel streitlustig an, ehe ich zusperrte und mich auf mein Fahrrad schwang.
      Nach dem Füttern heute morgen hatte ich mich wieder auf den Heimweg gemacht und gehofft, die ewige Wolkendecke würde aufbrechen und mich ein wenig mit Motivation bescheren, aber nada.

      *
      Als ich am Hof ankam, wieherte Ciaran mir von der Weide schon freudig entgegen. Er war eine regelrechte Pelzkugel im Gegensatz zu seinem Weidekumpel Attonito. Reggie hatte bis jetzt nur ein bisschen Winterfell gekriegt, was ziemlich schade war – ich würde seine ausgefallene Fellfarbe nur zu gerne mit Pelz sehen.
      „Na ihr?“ begrüßte ich beide Hengste und steckte ihnen ein paar Apfelschnitze zu. Als ich weiterlief und vor mich hinsummte folgten sie mir bis der Zaun sie daran hinderte. Dafür streckte sich mir ein zarter kleiner schwarzer Kopf durch die Lücke in der beginnenden Umzäunung der Stutenkoppel. Last Caress hatte wohl gesehen, dass die Hengste Leckerlis bekamen und fühlte sich natürlich ausgeschlossen. Ich kraulte ihr die Nüstern, ehe ich auch ihr einen Apfel anbot, den sie natürlich nicht verschmähte. Wenige Sekunden später hörte man, wie sich kleine Hufe herannäherten. „Ihr habt euch doch gegen mich verschworen!“ murmelte ich, doch natürlich bekam auch Symbolic Splash ein Apfelstück.

      *
      Die Stalltür hinter mir fiel schwer ins Schloss und sofort spitzten sich zwei Ohrenpaare und zwei Köpfe ragten über aneinandergrenzende Boxen. Spotlight und Favorita freuten sich genauso über die Willkommensgabe wie die anderen, aber Spotlight war schnell gelangweilt und Favorita fand es zusehend blöd, wie ich versuchte, ihre Augen zu überprüfen. Die letzten 10 Tagen waren die nämlich stark gereizt und tränten. Das Ganze begann, als es letztendlich kälter und windiger wurde, doch auch mit Boxenruhe in einem winddichten Stall war es noch nicht besser geworden. Mit gerunzelter Stirn setzte ich einen schwachen Kamilletee auf und reichte nach einem sauberen Stalllappen. Das würde ihr noch weniger gefallen, aber da musste sie jetzt einfach durch.
      Spotlight sah uns gelangweilt zu, wie ich versuchte, Favoritas Auge auszuspülen. Am Ende hatte ich zweimal den Zähnen der Stute ausweichen müssen und meine Zehen litten unter wiederholten unvorsichtigen Schritten. Für ihre Tapferkeit bekam Favorita noch einen Apfel, ehe sie zurück in die Box durfte und sich erstmal mit Spotlight anzickte.
      Kopfschüttelnd verließ ich den Stall. Wie die beiden beste Freundinnen geworden sind war mir unklar.

      *
      Es wurde langsam dunkel und das hieß für mich: Pferde reinbringen, heim gehen, sich mehr über den Winter und das blöde englische Wetter zu beschweren. Wie gewohnt musste ich Lashy einfangen, wie gewohnt folgten mir Reggie und Ciaran brav und Last Caress stemmte beide Hufe in den Boden, als ich sie einen Schritt von der Weide führen wollte.
      Am Ende standen sie aber alle in ihren Boxen, zufrieden auf Heuhalmen kauend, und beschwerten sich nicht, als ich das helle Licht zum Dämmerlicht umschaltete. Dann musste ich nur noch das Frühstück für morgen vorbereiten und konnte dann heimgehen. Ein schlechtes Gewissen hatte ich natürlich, aber dafür nahm ich mir vor, demnächst einen Wohlfühltag einzulegen. Komplett mit lackierten Hufen und Gurkenmasken.
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      Krieger Herz - Hufschmiedbericht
      26. November 2015 | © Sissicat
      Ich hielt noch meine Kaffee Tasse in der Hand als mein Bruder mir berichtete das ich gleich einen Hufschmiedauftrag hatte.,,Früher hättest du das ja nicht sagen können!"fauchte ich ihn an und lies alles stehen und liegen.Ich schnappte mir geschwiend noch alles wichtige und ging zum Wagen.Dann lag da drinnen auf den Fahrersitz auch noch diese gruselige Katze namens Sissi.Ich schuppste sie aus dem Auto worauf sie mich anfauchte dann aber ihres Weges zog.Ich schrie Michelle,meiner Chefin, noch schnell einen Abschied zu dann trat ich auf das gaspedal und fuhr los.

      Bald sah ich schon das Hoftor meines Auftraggebers.Ich fuhr durch es und parkte auf einen großen Parkplatz.Schwungvoll stieß ich meine Autotür auf und sprang hinaus.Ich schloss die Tür wieder und steckte meinen Autoschlüssel ein.Dann ging ich um den Wagen herum und schaute mich nach der Hofbesitzerin um.Ich fand sie in der Sattelkammer und rief ihr zu:,,Hallo, ich bin Lusie von der Hofschmiede Kriegerherz.Und Sie sind Rhapsody,richtig?" ,,Ja genau!Also ihr Patientin ist meine jüngste Symbolic Splash.Sie war noch nie beim Hufschmied darum sollten sie vorsichtiger sein."erklärte mir die Frau sofort.Ich nickte und ging mit Rhapsody zu meinem Wagen um alles für meine Patientin.Rhapsody half mir mein zeugs unter einem Baum aufzustellen, dann gingen wir gemeinsam los um Symbolic Splash von ihrer Weide zu hollen.Die kleine Stute eigendlich ja noch Fohlen kam angetrabt um mich misstrauisch zu begutachten.Als ich ihr das Halfter anlegte hielt sie zwar still aber wie ich sie weg führen wollte stand sie immernoch so still als ob sie eine Statue wäre.Ich und die Hofbesitzerin schafften es aber mit vereinten kräften das Fohlen zu dem Hufschmiedeplatz zu führen.Symbolic sah in einer mischung von Neugierde,Angst und misstrauen auf meine Geräte.Ich streichelte den Kopf der kleinen und redete gut auf sie zu.Rhapsody hielt den Strick fest und sprach gut auf die Stute ein wärend ich vorsichtig ein Bein anhob.Symbolic wollte mich zwicken wurde aber von ihrer besitzerin zurückgehalten.Ich begang damit das Huf einfach nur abzutasten das schien auch Symbolic nichts auszumachen als ich dann jedoch mit dem ausschneiden anfangen wollte stieg die kleine Stute und wollte weg.Doch gegen zwei menschen hatte die kleine keine chance.Wir beruhigten sie wieder und ich machte vorsichtig mit meiner Arbeit weiter,nach einiger Zeit war ich mit dem ausschneiden und checken der vorderen Hufe fertig doch ich wusste aus erfahrung das pferde bei den hinteren Hufen mehr probleme haben.Ich streichelte vorsichtig das Bein hinab und hob das Huf an,Symbolic blieb ruhig so das ich auch mit den hinteren Hufen bald fertig war.Ich wischte mir den Schweiß von der Stirn und lächelte die Stute an, dann gab ich ihr ein Leckerli und streichelte sie.Gemeinsam mit Rhapsody brachten wir die Stute auf ihre Weide und erledigten den Papierkram, dannach half sie mir noch beim Wegräumen so das ich schnell abfahrbereit war.Wir verabschiedeten uns noch dann fuhr ich wieder los.
    • Rhapsody
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      Der Hufschmied ist da!
      25. Januar 2015 | © Ally
      Kurz nachdem mich Gwen angerufen hatte und einen Termin für ihre beiden Pferde wollte, rief mich auch meine Freundin Juliane an, die wollte, dass ich all ihre Pferde kontrollierte. Eigentlich hatte ich kaum Zeit, aber weil sie so lieb fragte, stimmte ich seufzend zu und machte mich auf den Weg zu ihr.
      Angekommen auf ihrem Hof Meillion Aur sah ich schon, wie sie die ersten paar Pferde heraus führte und am Putzplatz anband. Ich begrüßte sie und machte mich dann sofort an die Arbeit. Erst kam Ciaran dran, ein hübscher Exmoor Pony Hengst. Ich tastete seine Hufe ab und schnitt sie dann aus, achtete natürlich darauf, dass die Oberfläche gerade war und feilte sie dann nochmal zurecht. Das wiederholte ich auch bei Favorita, die Juliane jetzt neben sie stellte. Favorita war eine sehr hübsche Knabstrupperstute, die ich aus der Zucht von meiner anderen Freundin Elena kannte - Sie hatte sie vor ein paar Monaten erst verkauft. Nach kurzer Zeit führte sie auch Symbolic Splash heran, eine schöne DRP-Stute, die in letzter Zeit extrem gewachsen war und bald angeritten werden sollte. Nach ihr kontrollierte ich noch die Hufe von Spotlight, einer hübschen Hannoveraner-Stute, die etwas scheu und zappelig war. Dann kam Attonito, mein Liebling aus ihrem Stall, denn er stand dank seiner besonderen Fellzeichnung sehr heraus und ich liebte den Kleinen einfach. Dann kam noch Star dran, die schön ruhig hielt, und danach ihre beiden Neulinge Paramour und Cíola. Ich sagte Juliane spaßig, dass ich Cíola irgendwann klauen würde, denn die junge Stute war wunderschön gezeichnet. Nachdem alle Pferde ausgeschnittene und kontrollierte Hufe hatten, verabschiedete ich mich bei Juliane, die sich abermals bedankte. Ich winkte allerdings nur ab und sagte, dass es ja selbstverständlich sei, und fuhr dann nach hause.
    • Rhapsody
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      28. Februar 2015
      Als ich diesen Morgen aufwachte, war das erste, was ich hörte, Vogelgezwitscher. Und wie hatte ich das vermisst! Als nächstes spürte ich Sonnenstrahlen, die meine Nase kitzelten – was nur bedeuten konnte, dass ich verschlafen hatte.
      Die ersten Vorboten des Frühlings hin oder her, ich war richtig spät. Wahrscheinlich hatten die Pferde ihre Boxen bereits gefressen und rannten jetzt kopflos über den Hof. Wundervoll.
      Mit einem Brötchen im Mund radelte ich los und versuchte gleichzeitig noch, meine Arm in den Jackenärmel zu stopfen. Dass das fast in einem Unfall mit einem Baum endete, muss ich ja wohl nicht erwähnen.
      Das schöne Wetter konnte ich nicht mal auf der Fahrt genießen. Natürlich lag noch ab und an Schnee, doch es war spürbar wärmer geworden und die Sonne schien – was wollte ich mehr?
      Vielleicht Pferde, die mich immer noch liebten, auch, wenn sie ein leicht verspätetes Frühstück bekamen.

      Als ich am Hof ankam, stand noch kein Gebäude in Flammen und kein Pferd rannte auf dem Hof. Das musste gar nichts heißen. Im Stall wurde ich dann mit protestierenden Schnauben und Grummeln begrüßt.
      Ohne weitere Verzögerungen bekamen dann alle ihre morgendliche Portion Hafer. Und auch ohne Verzögerungen brachte ich zuerst Ciaran, Attonito, Newt, Paramour und Muraco auf die Weide, nachdem sie ihr Frühstück verputzt hatten. Muraco hatte sich bereits sehr gut eingelebt und verstand sich vor allem mit Paramour sehr gut – das war meine größte Sorge gewesen, da Muraco doch sehr hengstig war.
      Nach den Hengsten kamen Spotlight, Favorita, Star, Cíola, Lashy, Chepa und Bacia auf die Stutenweide. Auch Chepa und Bacia hatten ihren Platz gefunden, auch, wenn Bacia immer noch ein wenig die Rolle der Neuen spielte und von Spotlight öfters von der Heuraufe verscheucht würde. Das würde sich jedoch mit der Zeit geben.
      Ich sah den Pferden eine Weile beim Spielen zu, ehe ich mich daran erinnerte, dass heute ein paar Reitbeteiligungen kommen würden. Tante Molly war mir wochenlang in den Ohren gelegen, doch da ich mit den Turniervorbereitungen der Lewitzer erst mal wenig Zeit für anderes hatte, hatte ich nachgegeben. Also sollten Favorita, Star und Attonito von drei lieben Mädels aus dem Ort ein paar Mal in der Woche bewegt werden. Heute war das erste Probereiten und ich war vielleicht nervöser als die potentiellen Reitbeteiligungen.
      Aber bevor die drei kamen, sollte ich wohl nochmal die Boxen ausmisten und die Stallgasse kehren. Einen schlechten Eindruck wollte ich ja nicht machen.
      Bis zum geplanten Termin hatte ich dann letzten Endes doch noch genug Zeit und sattelte Newt spontan auf. Er war noch recht neu unterm Sattel, und bevor ich ihn mit irgendwelchen Sachen überforderte, wollte ich das, was er bereits konnte, erst einmal festigen. So übten wir vorwiegend Übergange und Anhalten, bis ich nach einer dreiviertel Stunde wieder abstieg.
      Danach blieben mir immer noch ein paar Minuten, also führte ich kurzerhand Lashy und Cíola auf den Putzplatz, nur, um das ganze Stillstehen ein bisschen zu üben. Sie waren nämlich beide ziemlich ungeduldig.
      Zehn Minuten später trudelten die drei Mädels dann ein. Freundlich begrüßte ich sie und auf dem Weg zur Weide, wo ich Lashy und Cíola wieder hinführte, ließ ich sie sich selbst vorstellen. Ihre Namen waren Cerys, Enfys und Gwendolyn, sie hatten alle schon mehrere Reitbeteiligungen in ihrem Leben und konnten für ihre zarten 14 Jahren anscheinend schon ziemliche Verantwortung übernehmen, so schien es mir. So fies wie ich war ließ ich sie die Ponys gleich selbst holen; nur Cerys half ich mit Attonito, da ich von den Vorbesitzern erfahren hatte, dass Muraco wohl noch nicht wirklich an Kinder gewöhnt war. Doch glücklicherweise beäugte er uns nur kurz und widmete sich dann wieder seinem Heu.

      Als dann jedes der Mädchen im Sattel saß – Enfys sah auf Favorita zwar ein bisschen verloren aus, aber wenigstens lief sie und stolperte nicht vor sich her – machte ich es mir auf einen ziemlich unbequemen Hocker bequem. Es war Jahre her, dass ich Reitunterricht gegeben hatte, aber das war wahrscheinlich wie Fahrrad fahren - das verlernte man nicht.
      Die Mädels kamen allesamt gut mit den Ponys zurecht und so machte mir es fast schon Freude, ihnen zu sagen, dass sie so oft sie wollten und konnten kommen durften.

      Nach einer kleinen Streicheleinheit für Spotlight, die sich von einem schlimmen Husten erholte, packte ich mir schließlich Chepa und ließ sie erst in der Halle ein wenig freilaufen, ehe ich sie aufsattelte und mich zum ersten Mal auf ihren Rücken setzte. Wie immer fühlte es sich ziemlich ungewohnt an, doch schon nach wenigen Minuten hatten wir uns aufeinander eingespielt und der erste Schritt in Richtung Team war getan.
      Chepa schien fast ein wenig beleidigt, dass wir nur Grundlagen machten und sie über kein einziges Hindernis springen durfte, doch ich musste immerhin noch Paramour bewegen und eigentlich wollte ich auch noch mit Bacia ein bisschen Bodenarbeit machen, ehe ich daheim noch ein paar Sachen für die Praxis und den eventuellen Umzug machen musste. Der Tag hatte einfach nicht genug Stunden.

      Mit Paramour ging ich eine kurze Runde ins Gelände, um die letzten Sonnenstrahlen des Tages voll auszunutzen. Der Hengst trabte fröhlich schnaubend den Weg entlang und auch er schien diesen wunderschönen Tag genossen zu haben.

      Als ich Bacia holen wollte, sah sie mir misstrauisch entgegen. Vielleicht sollte ich ihr Vertrauen erst einmal ein wenig mit Leckerlis aufbauen? Denn, um ehrlich zu sein, hatte ich wenig Lust, mich noch einmal intensiv mit ihr zu beschäftigen, und sie schien mir nicht böse zu sein, dass ich ihr lieber Leckerli um Leckerli anbot, als sie in der Halle noch einmal geistig zu fordern.

      Da die Nächte immer noch ziemlich eisig waren, brachte ich alle Ponys in den langsam mehr als vollen Stall. Es wurde Zeit, dass der alte Zuchtstall auf Vordermann gebracht wurde – sollten noch mehr Lewitzer kommen, würden wir nämlich ein richtiges Platzproblem kriegen.
    • Rhapsody
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      01. März 2015
      Als ich heute auf der Stutenweide eine kleine Pause machte, fiel mir auf, wie sehr Symbolic Splash in den letzten Monaten gewachsen war. Sie war z war immer noch die Kleine, doch viel Stockmaß fehlte nicht mehr, dann war sie schon so groß wie Cíola. Ihre süße kleine Stehmähne begann zu fallen und auch so erinnerte sie schon mehr an ein Reitpony als an ein Fohlen. Trotzdem würde es wohl noch gute 2 Jahre dauern, bis ich sie wirklich anreiten wollte. Mit einem leichten Lächeln löste ich mich von dem Bild der beiden spielenden Jungstuten und machte mich wieder an die Arbeit.
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  • Album:
    9 | Gnadenweide
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    Rhapsody
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    8 Sep. 2015
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    name: Symbolic Splash
    nickname: Lashy

    age/place of birth:
    2.5 years; Penzance, Cornwall

    sire/dam: Pamino (Puzzle x Goldherz)/Star's Diamond (Capriciasso x Star)

    gender: mare

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    breed: German Riding Pony

    coat: chestnut tobiano
    genotype: Aa ee ToTo

    height:
    still growing

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    character traits/biography: stubborn; rebellious; self-assured

    Aufmüpfig, stur, selbstsicher, zickig – mit diesen vier Worten kann man den Charakter der Stute ganz einfach zusammenfassen. So sehr sie auch nach außen hin das Bild eines lieben, ruhigen Fohlens darstellt, so täuscht dieser erste Eindruck. Spielen kann man das, was sie mit den anderen Fohlen treibt, nicht nennen. Vielmehr ärgert sie diese und provoziert sie, weshalb ihre Weidegenossen beinahe schon flüchten, sobald sie das Scheckfohlen erblicken. Lediglich einige Stuten interessieren sich nicht für sie und zeigen ihr, wer hier das Sagen hat; genau so etwas braucht „Lashy“. Auch gegenüber der Menschen verhält sie sich nicht anders, ihren Respekt muss man sich erst verdienen. Dies stellt sich allerdings als schwerer heraus als es zunächst einmal aussieht. Den Titel als „Zimtzicke des Gestüts“ hat sie sich schon vor einiger Zeit geschnappt; dies lässt schon darauf schließen, dass es schwer ist, mit ihr zu arbeiten, da sie ständig ihren Kopf durchsetzen will und sich nicht so leicht unterbuttern lässt.

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    training: foal training

    specialty:

    breeding confirmation: []

    competitions:

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    offspring:
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    last vet check up: 11/23/2014 - Klinik Caen
    last farrier check up:
    01/25/2015 - Pine Grove Stud Hufschmiede

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    owner: Juli Mayers (Rhapsody)
    artist (+vkr):
    Elisa Cranfield (Samarti)

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    png - offizieller Hintergrund - zubehör

    points: 12