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Rajandra

Svea ♣

Svea ♣Rufname: Pony; PonakelGeburtsdatum: *08.07.2008Stockmaß: 1,53 mFellfarbe: WeißfalbeAbzeichen: //Gesundheit: gesund und gepflegtMutter: Viola | NorwegerVater: Snorre | NorwegerRasse: NorwegerGeschlecht: StuteGekört: neinNachkommen: ///Svea ist eine liebe und intelligente Stute. Unterm Sattel ist sie sehr zuverlässig und lernbegierig. Auch bei der Bodenarbeit ist sie sehr gerne dabei und möchte alles richtig machen. Sie kennt Kinder, Hunde, Traktoren, Straße, Gelände und andere Tiere. Sie ist Tierarzt, Hufschmied und Hänger gewöhnt.Besitzer: RajandraErsteller / Züchter: MonsterflosseVorbesitzer: JayjayVKR: //Verkäuflich: NeinKaufpreis: 18 000 JQualifikationenGalopprennen Klasse: EWestern Klasse: ESpring Klasse: EMilitary Klasse: EDressur Klasse: EDistanz Klasse: EFahren Klasse: AEignung: Dressur, Western & FahrenErfolge: 2. Platz 183. FahrturnierPNG - DateiBitte keine Kommentare!Nur Pflegeberichte, sowie Tierarzt- und Hufschmiedberichte!

Svea ♣
Rajandra, 30 Aug. 2013
    • Rajandra
      Berichte der Vorbesitzer
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      1.Pflegebericht - Die Ankunft von Svea & Crest​
      Müde schwenkte meine Hand zum Kaffee, als ich um 8 Uhr morgens in der Küche am Tisch saß und den Wetterbericht ansah. Ich nahm kurz einen Schluck, als mein Handy am Tisch neben meinem Brötchen mit Marmelade anfing zu vibrieren und den Klingelton abzuspielen. Es leuchtete auf und auf dem Bild konnte man „Crest + Svea 8:30 Uhr“ lesen. Ich war noch viel zu verschlafen um zu realisieren das bis 8:30 Uhr nur noch 20 Minuten waren. Ich gähnte, trank den letzten Schluck Kaffee und aß mein Brötchen auf, um mich zum Bad zu schleppen. Eine heiße Dusche – das brauchte ich jetzt! Ich drehte den Radio an, um Musik zu hören, wie jeden Morgen, wenn ich im Bad beschäftigt war. Ich drehte das Wasser an und sah zu, wie die Fenster anliefen, ehe ich in die Dusche stieg. Die Haare hochgesteckt, seifte ich mich ein und wusch mich. Nach wenigen Minuten war ich hellwach und ging auf das Handtuch am Boden, welches dort lag, um den Boden nicht nass zu machen und nicht mit den Füßen auf den kalten Fließen laufen zu müssen. Ich trocknete mich ab, benutzte den Deoroller und lief nur mit Handtuch gekleidet durch die Wohnung zu meinem Zimmer, wo ich mir frische Klamotten anzog. Ich joggte zurück ins Bad, um mir noch Concealer, Eyeliner und Mascara aufzutragen, damit man mir meine Müdigkeit nicht ansah. Der gestrige Abend war wohl doch etwas zu lange gewesen. Mein Blick schweifte auf die Uhr: 8:25 Uhr. Gerade noch geschafft! Ich hatte zum Glück die Boxen meiner neuen Lieblinge gestern schon hergerichtet. Ich stand auf dem Hof und sah ständig auf die Uhr, ich konnte es einfach nicht abwarten. Dann vernahm ich ein Motorengeräusch. „Das müssen sie sein!“, redete ich mit mir selbst. Und siehe da, JayJay wank mir schon vom Auto aus zu, natürlich mit Hänger im Anhang. Sie hielt vor mir und stieg aus. „Hi JayJay, gab es Probleme?“, rief ich ihr zu. „Nein, ging alles super.“, war die Antwort. Wir begrüßten uns und gingen zum Hänger, wo JayJay die Hängerklappe öffnete. Svea stand links, Crest rechts. „Kannst mir bitte einen abnehmen und dann mit zum Stall führen?“, fragte ich JayJay lächelnd. Sie nickte und gab mir einen Führstrick. Ich holte zuerst Svea raus, JayJay nach mir Crest. „Folg mir. Wir bringen erst Svea unter und stellen Crest dann in den Jungpferdestall.“, grinste ich. Ich ging voraus, JayJay folgte mir. Nach kurzer Zeit erreichten wir bereits den Turnierpferdestall, wo mir schon einige Pferde entgegenwieherten. „Warte hier, ich bring sie schnell rein.“ Ich führte Svea in eine der freien Boxen am Eingang, öffnete das Tor und ließ sie reingehen. Kurz beobachtete ich sie, ob sie sich wohl fühlte. Es stellte kein Problem dar, im Gegenteil, sie machte sich sofort über das Kraftfutter im Trog her. Ich musste lachen, es sah zu gut aus! Ich drehte mich um und ging wieder raus zu JayJay, die mit Crest in der Hand auf mich wartete. Ich nahm ihn ihr ab. „Ich bringe Crest schnell weg, die Papiere könntest du mir bitte in das Haupthaus bringen, du kennst dich ja aus.“, sagte ich ihr. Als Antwort kam ein Nicken und sie machte auf dem Absatz kehrt. „Wir treffen uns dann bei dir am Auto.“, rief ich ihr hinterher. Ich ging noch ein paar Meter zum Jungepferdestall, wo ich Crest hinbrachte. Das Fohlen tröppelte aufgedreht am langen Strick hinter mir her. „Ja, gleich Crest.“ Wieder führte ich Selbstgespräche. Am Stall angekommen, ließ ich ihn gleich auf die Koppel, da die anderen auch draußen waren. Ich sah nur noch ein kleines Fohlen wegflitzen, ehe ich das Koppeltor schloss und den Strick über den Zaun hängte. Ich ging sofort zur Hofeinfahrt, um JayJay noch zu verabschieden. Ich war zeitgleich mit ihr am Auto. Ich grinste sie noch an, bedankte mich und nahm sie in den Arm. Ihrerseits kam ein „Viel Spaß mit den Beiden, bei dir haben sie es gut!“. „Danke, JayJay. Komm gut nach Hause, du kannst sie jederzeit besuchen!“.​
    • Rajandra
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      2.Pflegebericht - Kutschtraining am Deich​
      Angestrengt zog ich die Kutsche aus dem Unterstand und platzierte sie neben dem Stall, denn ich wollte heute mit meiner Fjordstute Svea ein wenig Kutsche fahren. Eingefahren war sie bereits und hatte auch schon ein kleines Kutschturnier mit mir gewonnen. Mit großen Schritten ging ich in die Stallgasse und suchte ihre Sachen zusammen. Zwei Paare Gamaschen für Vorder- und Hinterbeine, das Geschirr, ihr Kopfstück und die Leine sowie Putzzeug. Dann ging ich die Falbstute von der Weide holen und band sie vor ihrer Box an. Da sie eine Regendecke trug, war sie nicht besonders dreckig und das Putzen war schnell geschafft. Nachdem ich auch das Langhaar entwirrt hatte und die Hufe ausgekratzt waren zog ich ihr die Gamaschen und das Geschirr an. Ich setzte noch meine Cappy auf und zog den Reisverschluss meiner Jacke hoch, denn wir wollten am Deich fahren, und dort war es immer windig. Die Fjordstute schaute mich neugierig an und ich strich ihr über den Hals und legte ihr nun auch das Kofstück an. Die Leinen verschnallte ich im Geschirr und ließ das Ende erstmal über ihrem Rücken hängen und schon konnte es losgehen. Draußen angekommen spannte ich die Stute vor die Kutsche und überprüfte alles nocheinmal, dann stieg ich auf die Kutsche und nahm die Peitsche in die rechte Hand, die Leine lag locker in meiner Linken. „Schritt Svea!,“ sagte ich und die Stute marschierte in einem fleißigen Tempo voran. Wir fuhren im Schritt ersteinmal vom Hof und es ging ein wenig die Landstrasse entlang, auf der ich sie am Ende auch schon ein Stück traben ließ. Gehorsam parierte sie wieder durch, als wir rechts abbogen auf die Straße am Deich. Im Schritt ging es dort entlang, bis wir einen Weg nahmen, der fester Rasen war und auf dem wir direkt mit Meerblick fahren konnten. Dort ließ ich Svea dann wieder antraben und da die Strecke sich sehr zog, ließ ich sie außerdem immer wieder Übergänge in den Schritt machen und fuhr einige Tempiwechsel im Trab. Die Falbstute stand allerdings sehr gut an den Hilfen, weswegen ich nur wenig nachkorrigieren musste. Nach einiger Weile kam das Hofgut Tannenheide in Sicht, zwar sah man es nur aus der Entfernung vor dem Wald liegen, doch weit hatten wir es nicht mehr bis dort. Wir wechselten nun wieder vom Grasboden auf härteren Feldweg und machten eine kleine Schrittpause. Im zügigen Trab ging es dann weiter in Richtung Tannenheide und wir bogen bogen einige Male an sehr wenig befahrenen Straßen ab. Dies machten wir im Schritt und trabten dann immer wieder an, wenn es weiter geradeaus ging. Das letzte Stück bis zum Hofgut ließ ich Svea im Schritt gehen, damit sie sich wieder beruhigen konnte. Auf Tannenheide angekommen lobte ich die Stute ausgiebig mit der Stimme und stieg von der Kutsche um sie abzuspannen. Zurück in der Stallgasse nahm ich ersteinmal die Leine und das Kopfstück ab und zog ihr das Halfter über. Dann folgte das Geschirr und die Gamaschen. Da sie etwas geschwitzt hatte putze ich nocheinmal über und stellte sie mit Abschwitzdecke in die Box. In der Zeit räumte ich das Geschirr und alles an Zubehör weg und tauschte danach die Decke gegen ihre Regendecke um sie wieder auf die Stutenwiese zu entlassen.​
    • Eowin
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      Hufschmied bei Svea

      Zu guter Letzt war heute Svea an der Reihe.
      Die kleine und erstaunlich zierliche Norwegerstute war mir direkt sympathisch.
      Auch sie wurde angebunden und ich tätschelte ihr zunächst den Hals, bevor ich meine Arbeit begann.
      Sie hatte wirklich kleine Hufe und auch bei ihr würde ich etwas basteln müssen, das sah ich auf den ersten Blick.
      Dennoch löste ich zunächst in aller Ruhe die Eisen, indem ich sie mit der Zange griff und durch leichtes hin und her Ruckeln die Nägel immer weiter aus dem Horn zog.
      Noch hielten die Eisen bombenfest – ihr Hufhorn war so dermaßen hart, dass ich beinahe befürchtete, gleich mit Hammer und Meißel arbeiten zu müssen.
      Der Strahl war ähnlich hart und es fiel mir auf, dass sie langsam eine leichte Fehlstellung entwickeln zu schien. Nichts, was dramatisch wäre, aber die Hinterhufe wuchsen in einem leicht anderen Winkel, was man beachten müsste, damit sich dies nicht ausweitete.
      Nachdem die Eisen ab waren, tastete ich die Hufe mit der Zange auf der Suche nach Druckstellen ab. Und fand eine.
      „Ging die nicht lahm?“, fragte ich entsetzt.
      Rajandra verneinte meine Frage und ich begann, den Huf weiter aufzuschneiden, um die Druckstelle zu finden. Es gelang mit schnell und der Übeltäter war entlarvt: Svea hatte sich einen Stein in den Huf getreten, der nach und nach eingewachsen war und sich somit Eiter im Hufinneren eingeschlossen hatte: Ein klassisches Hufgeschwür. Es war jedoch nicht groß und noch nicht so weit ausgeprägt, dass man mit einem Verband hätte arbeiten müssen. Jedoch war nun ein unschönes Loch in der Hufsohle neben dem Strahl entstanden.
      Ich desinfizierte diese Fläche großzügig, nachdem der Eiter komplett abgeflossen war.
      Ich riet Rajandra, die Stelle die nächsten Tage weiter zu desinfizieren und ein Stück Watte in das Loch zu stopfen, sodass kein Dreck hinein gelangen konnte, und es sich somit nicht erneut entzünden konnte.
      Nun machte ich an den anderen Hufen weiter, die jedoch schon weitestgehend fertig waren.
      Anschließend bereitete ich die Hufeisen für die Vorderhufe vor. Ich wählte die Ponygröße – wie sich herausstellte ein weiser Entschluss, denn sie passten beinahe perfekt. Die Kleinarbeit machte ich eben, sodass sie bald perfekt angepasste neue Füße hatte, die ich ihr dann auch aufnagelte. Auch sie bekam Snowgrip-Eisen und ebenfalls nur für vorne, obwohl sie an der Kutsche gehen sollte.
      Ich arbeitete die Nägel in die Hufwände ein und entfernte sämtliche Kanten, dann klopfte ich noch einmal alles ab, ob ich noch eine Stelle übersehen hatte, aber alles war in Ordnung.
      Als Rajandra mir die Stute vorlaufen ließ, merkte man deutlich, dass sie ein Hufgeschwür hatte. Sie lief hinten links, also an dem Geschwür-Fuß deutlich fühlig und trat vorsichtig zu, war aber nicht lahm. Man merkte, dass der Druck bereits weg war.
      Ich empfahl Rajandra die Stute die nächsten Tage etwas zu schonen, aber durchaus zu arbeiten, am besten auf hartem Boden spazieren gehen, damit die Durchblutung im Huf angeregt wurde und somit auch das Hornwachstum. Und spätestens beim übernächsten Termin müsste man dann die Hufe so kürzen können, dass das hässliche Loch wieder weg wäre.
      Zu guter Letzt verschloss ich das Horn-Loch mit Bepanthen als Klebstoff und einem Wattebausch. Danach konnte die arme kleine Svea wieder in die Box.
      Ich für meinen Teil war nun fertig, sodass ich meine Sachen packte, das Hufhorn und die Eisenreste zusammenfegte und in den Bollensammler schob.
      Dann verabschiedete ich mich von Rajandra und machte mich auf den Weg zum nächsten Kunden.

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    • Rajandra
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      3.Pflegebericht - Entspannter Weidetag​
      Nachdem die letzte Woche ziemlich stressig gewesen war, und alle Pferde täglich gearbeitet hatten, beschloss ich heute den Tag etwas ruhiger anzugehen und den meisten Pferden heute einen Weidetag zu gönnen. Ich trank noch schnell in ein paar zügigen Schlucken meinen Kaffee aus und zog mir dann meine dicke Winterjacke über bevor ich das Haus verließ. Sofort schlug mir die eisige Kälte ins Gesicht und ich beschloss mich zu beeilen und die Pferde schnell auf die Koppeln zu bringen, um möglichst schnell wieder in den warmen Stall zu kommen. Zuerst schnappte ich mir in der Sattelkammer die Halfter von den beiden Hannoveranerstuten Seference Suprime und Atraxe. Beiden kratzte ich in der Box schnell die Hufe aus, zog ihnen eine warme Thermodecke an und legte ihnen zum Schluss noch ein paar Springglocken an, dann ging ich mit ihnen aus dem Stall hinaus in die Kälte. Den Stuten machte das Wetter nichts aus, sodass sie kurz nachdem ich ihnen auf der Koppel die Halfter ausgezogen hatte, sofort buckelnd losrannten. Leise musste ich Lachen und schaute den beiden noch ein wenig zu, ehe ich wieder in den Stall ging und The Post War Dream, Obscured by Clouds und Late Night Tales holte. Auch ihnen kratzte ich wieder die Hufe aus, legte ihnen die Glocken an und deckte sie warm ein, dann ging es für die drei auf die Koppel. Ungeduldig scharrte Clouds, als ich das Koppeltor öffnete. Kaum hatte ich ihren Strick gelöst rannte sie auch schon im Renntempo davon und genoss ihre Freiheit. Die anderen beiden folgten auf der gegenüberliegenden Hengstwiese, weil Obscured immernoch aufgeregt rumhüpfte waren die zwei Hengste auch ungeduldig. Während ich das Gatter öffnete und sie zu mir umdrehte löste ich die Stricke und sie trabten beide befreit über die Wiese. Die Halfter hängte ich an den Haken ans Tor, so musste ich sie später beim Reinbringen nicht mehr suchen. Die nächsten Pferde waren Na’im, Farasha, Bubi, Rubicon und Pete’s Peppermill. Zuerst kratzte ich einem nach dem anderen die Hufe aus, kramte dann aus der Sattelkammer für jeden seine passende Decke raus und legte sie ihnen an. Dann schnappte ich mir Na’im, Bubi und Pete und führte die drei zuerst auf die Koppel. Anschließend brachte ich Rubicon zu den Hengsten und Farasha zu Obscured auf die Stutenweide. Die Hengste widmeten sich eher dem Gras, anstatt zu spielen, lediglich Na’im versuchte einmal die anderen Pferde zum Spielen zu animieren, hatte jedoch keinen Erfolg. Wieder im Stall machte ich Dante und Rabbani fertig für die Koppel, dann brachte ich auch die beiden hinaus. Aus dem Turnierpferdestall fehlten nun nur noch Svea, Fanja und Ravallo. Ravallo wollte ich jedoch heute noch etwas reiten, da der Hengst schon am vorigen Tag frei gehabt hatte. Ich brachte also noch schnell die beiden Stuten hinaus, nachdem ich ihnen die Hufe ausgekratzt hatte, sie neu eingedeckt hatte und ihnen Glocken angezogen hatte. Anschließend machte ich mich auf den Weg zu Ravallo, der wiehernd in seiner Paddockbox umher lief, da er nun der einzige im ganzen Stall war. Als er meine Stimme hörte beruhigte er sich jedoch schnell wieder und stand brav still während ich ihm seine Decke auszog und anfing ihn gründlich zu säubern. Zuerst entfernte ich den groben Schmutz mit der Wurzelbürste aus seinem Fell, anschließend nahm ich mir eine Kardätsche und bürstete auch den Staub aus. Die Hufe kratzte ich gründlich mit dem Hufkratzer aus, bevor ich als letzten Schritt Mähne und Schweif verlas. Dann lief ich schnell in die Sattelkammer und holte von dort Ravallo’s Trense, seine Gamaschen sowie seinen Sattel. Alles legte ich ihm vorsichtig an und ging dann mit ihm in die nahe gelegene Reithalle. Dort angekommen schloss ich schnell wieder das Tor hinter mir um nicht zu viel kalte Luft hinein zu lassen und stieg dann auf. Der erst frisch angerittene Hengst stand noch immer etwas unruhig beim Aufsteigen, ließ mich jedoch gewähren und beruhigte sich beim Schritt reiten auch langsam wieder. Nach zwei Runden außen herum fing ich an einen Zirkel zu reiten, wobei er erst etwas unsicher seitwärts lief, bevor er nachgab, sich bog und den Zirkel brav lief. Ich lobte ihn sofort und machte weiter mit großen Wendungen. Nachdem dieses wieder gefestigt war fing ich an zu traben. Hierbei ließ ich meine Zügel noch halblang und verlangte nur Zirkel als Hufschlagfiguren von ihm, alles weitere würde ihn zu sehr aus dem Gleichgewicht bringen. Ravallo lief jedoch ganz artig und gab sein Bestes. Zum Abschluss dieser Reiteinheit wollte ich ihn heute zum ersten Mal angaloppieren. Sanft saß ich aus und trieb Ravallo weiter bis er – erst etwas unsicher – in den Galopp fiel. Sofort lobte ich ihn und hörte nach einer halben Runde überglücklich auf. Ich trabte ihn noch zwei Runden am komplett hingegeben Zügel ehe ich ihn zum Schritt durchparierte, abstieg und ihn trocken führte. Anschließend ging ich mit ihm zurück in den Stall, wo ich ihm sein Sattelzeug abnahm, ihm eine Abschwitzdecke überwarf und sein Kraftfutter gab, welches er sich redlich verdient hatte. Dann ging es auch für ihn auf die Koppeln. Ich stellte ihn zu Dante und Rabbani, die sich über den Neuzuwachs freuten und wieder anfingen zu spielen. Nun hatte ich den ersten Stall komplett versorgt und schaute auf die Uhr. Mit Erschrecken stellte ich fest, dass Stelli in einer halben Stunde schon zum Ausritt kommen würde. Ich schnappte mir schnell Candy and a Current Bun, Your Possible Pasts und Throw a Diva, band die drei nebeneinander an, kratzte ihnen die Hufe aus und zog allen dreien eine warm Decke an. Schnell waren die drei auf der Wiese und versorgt und ich ging weiter zu On the Turning Away und Wearing the Inside Out. Während ich bei Inside gerade die Hufe auskratzte, hörte ich auf einmal Stellis Stimme von hinten, die mich begrüßte. Ich kratzte noch schnell den Huf fertig aus und umarmte sie dann zur Begrüßung. Stelli bot mir ihre Hilfe beim Hinausbringen der Pferde an, was sehr hilfreich war, angesichts der vielen Pferde die noch auf die Koppeln mussten. Wir teilten uns die Arbeit auf, sodass Stelli die beiden eindeckte während ich noch Turning’s Hufe auskratzte, dann brachten wir die beiden hinaus. Anschließend holten Stelli und ich Chapter 24, Alans Psychodelic Breakfast, Elasso, und The Blister Exists. Schnell hatten wir die vier Hengste versorgt und hinausgebracht. Ich bedankte mich bei Stelli und fragte sie, wen sie nun gerne reiten würde. Sie antwortete mir, dass sie gerne mal die noch recht neue Stute Shattered Glass selber reiten würde, da ich in meinen Erzählungen immer von ihr geschwärmt hatte. Lachend gab ich ihr das Halfter und holte mir dann Interstellar Overdrives Halfter. Da beide mit einer leichten Übergangsdecke in der sauberen Paddockbox gestanden hatten, waren wir zügig mit dem Putzen fertig und befanden und schon kurz darauf beim Satteln. Stelli fand schnell Shattered’s Sattel sowie ihre Trense und rüstete die Stute für den Ausritt aus. Auch ich hatte Männi komplett geputzt und legte ihm nun vorsichtig den Sattel auf bevor ich sorgfältig den Sattelgurt zuzog. Anschließend trenste ich schnell und legte ihm ein Paar Gamaschen an. Auch Stelli hatte fertig gesattelt sodass wir uns in den Sattel schwangen und uns auf den Weg in Richtung Wald machten. Die Paint Horses waren beide gut drauf und gingen flott vorwärts, sodass wir sie anfangs ziemlich zügeln mussten, damit sie im Schritt blieben. Bald schon kam jedoch die erste Trabstrecke in Sicht und die Zwei beruhigten sich während dem flotten Trab am hingegebenen Zügel etwas. Nach weiteren Trabeinheiten kamen wir schließlich zu der ersten Galoppstrecke. Als ich Stelli gerade fragte, ob sie fertig zum galoppieren war schoss Männi unter mir auch schon im Renngalopp los und auch Shattered folgte ihm geschwind. Wir lachten beide und genossen den kühlen Wind, der in unser Gesicht peitschte während die Pferde sich ein Kopf an Kopf rennen lieferten. Am Ende gewann Shattered mit einem knappen Vorsprung und ließe sich auch nur wiederwillig bremsen, dennoch strahlte Stelli übers ganze Gesicht ung schwärmte von der Stute. Wir trabten und galoppierten noch einige Male bevor wir im gemütlichen Schritt zurück zum Hof ritten und dort die beiden versorgten und anschließend zusammen auf die Koppeln brachten. Leider musste Stelli dann schon wegen einiger Tierarzttermine schon wieder fahren, sodass wir uns trennen mussten. Ich gönnte mir nun auch eine kleine Pause und trank einen Kaffee im Haus bevor ich wieder hinaus ging und die beiden Hengste Mejorano und Aerion holte. Rano war erst vor Kurzem angekommen, verstand sich aber auf Anhieb gut mit dem Mustanghengst Rio, sodass ich die beiden heute zum ersten Mal zusammen laufen lassen wollte, in der Hoffnung, dass beide etwas miteinander spielen würden. Zuerst jedoch musste ich beide putzen, was jedoch wie zuvor mit Stelli recht schnell ging und die meiste Arbeit eigentlich aus dem Hufe auskratzten und dem Langhaar verlesen bestand. Als ich beide fertig geputzt hatte lief ich in die Sattelkammer wo ich für beide jeweils ein paar Springglocken holte und sie ihnen anlegte, dann ging ich mit ihnen hinüber zu der Halle. Drinnen machte ich sie los und beobachtete erst mal ihre Reaktionen. Beide quietschten sich etwas an, tobten aber kurz später schon ausgelassen zusammen in der Halle herum. Nach einer guten halben Stunde, in der ich das Spiel der beiden Hengste beobachtet hatte, fing ich beide wieder ein und brachte sie zurück in die Boxen, wo ich ihnen ihre Decken wieder anlegte und ihnen etwas Futter brachte. Nun musste ich noch alle Pferde von den Koppeln wieder hinein holen, bevor die kalte Nacht hinein brechen würde. Ich beeilte mich und hatte nach gut einer Stunde endlich alle Pferde zurück in den Stall gebracht und umgedeckt sowie Hufe ausgekratzt. Ermüdet ging ich nun in das Wohnhaus wo ich noch Abendessen kochte und auf Stelli wartete um mit ihr gemeinsam zu essen.​
    • Ravenna
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      Besuch für The Post War Dream & Obscured by Clouds,Naim', Farasha & Rabbani,Fanja, Dante & Late Night Tales,Svea & Petes Peppermill



      Also setzte ich mich etwa eine Stunde später in den Wagen um zum Gestüt zu fahren - innerhalb einer Stunde war ich bereits da. Um die ganzen Pferde heute noch "abspeisen" zu können hatte ich meinen Kollegen Scott angerufen. Die Arbeit mit Stelli udn Rajandra machte Spaß, doch um alle Pferde gerecht zu versorgen, brauchte ich auch einfach Hilfe. Von beiden Frauen wurde ich begrüßt, zuerst ging es in den Stall in dem die Pferde von Rajandra zu versorgen waren. Die ersten beiden Pferde die sie mir aus der Box führte waren zwei junge EV Blüter, einmal War Dream ein hübscher Rappe, den ich als erstes untersuchte. Zunächst machte ich mich mit dem "kleinen" Kerl vertraut - ehe ich seinen gesamten Körper untersuchte und alle Gliedmaßen nach irgendwelchen Verletztungen oder Auffälligkeiten absuchte. In meiner Tasche suchte ich nach dem Fiebertermometer , nahm seinen Schweif beiseite um die Temperatur zu messen - nach einem kurzen Moment ertönte das leise piepen, ein Blick darauf verriet mir, dass die Temperatur im normalen Bereich lag. War ließ diese Prozedur wie ein alter Hase über sich ergehen. Stelli hatte für mich bereits die Spritze aufgezogen, denn sie war seit neustem auch fertige Tierärztin so konnte sie mir ohne probleme unter die Arme greifen. Die Spritzte hatte War schnell intus - und schon waren wir fertig mit ihm. Seine Zähne würde Scott kontrollieren, denn ich war auf diesem Gebiet nicht unbedingt die beste. "Wie die letzten Male schonmal - die Wurmkuren drücke ich euch wieder in die Hand und ihr gebt sie den Pferden in etwa..zwei Wochen." Die nächste war Obscured Clouds eine hübsche Mausgraue Stute ebenfalls ein EVB, mit guten Anlagen. Während der Untersuchung schubberte sie immer wieder an mir, knabberte an meiner Tasche und meiner Jacke, was mich immer wieder zum Lachen brachte. Ihre Temperatur war etwas über dem normalen " Könnte vielleicht ihre Aufregung sein, wenn ihr einfach in ein paar Tagen nochmal nachschaut, wenn sie immernoch erhöht ist, dann ruft ruhig nochmal an." Rajandra nickte - Stelli hatte es noch gar nicht mitbekommen da sie erneut die Spritzte aufgezogen hatte und zuvor schonmal Naim´ durchgecheckt. Schließlich ging auch ich in die Box zu Naim´, der hübsche Araber stand gut im Typ - begutachtete mich erst skeptisch , ehe sich seine braunen Ohren nach vorn legten und er neugierig an meiner Hand schnubberte - die Spritzte bekam er unter den Streicheleinheiten von Raja beinahe nicht mit - Stelli derweil gab Clouds ihre bereitete Spritze. Brummelnd stand in der Nebenbox eine schöne Rappstute, die mir durch die Gitterstäbe ihre Nüstern entgegen hielt, denn ich gab Naim´ gerade ein Leckerlie als Belohnung. Also wechselte ich geschwindt die Box, legte der jungen Stute ein Halfter an um sie vor der Box festzubinden. Als ich die Tür schloss, riss sie einen Moment den Kopf hoch und tat einige Schritte zurück - sanft redete ich ihr zu, lockte sie näher zu mir zu kommen, schließlich nährte sie sich mir wieder Neugierig. Auch sie untersuchte ich wie die Pferde zuvor, sie wollte mir den Bewegungen beinahe folgten und drehte ihren Kopf um mich auch ja genau zu beobachten. Als ich ihre Beine anhob, sie etwas nach vorn und hinten bog um ihre Beingelenke zu testen schien sie etwas wackelig auf den Beinen, also stellte ich ihren Fuß wieder fix auf den Boden. Rabbani war der nächste im Bunde - er stand jedoch etwas weiter entfernt von Farasha, sonst würde ihm die Stute wohl den Verstand rauben. An dieser Stelle war Raja wieder zur Stelle um ihn zu beruhigen, am Kopf zu kraulen um ihn etwas von mir abzulenken. Der Hengst tippelte öfter von einer Seite zur nächsten, brummelte und stampfte etwas mit dem Huf, sodass seine Untersuchung länger dauerte als ich gedacht hätte, aber schlussendlich wurden wir fertig. Gerade als ich mit dem hübschen Fuchs fertig war, kam auch schon Scott in den Stall um die Zahnbehandlungen durchzuführen, also hab ich Rabbani noch fix seine Impfung. Scott bereitete seine Utensielien vor und ich gab dem Hengst gleich auch noch eine kleine Sedierung um ihn etwas "gefühgiger" zu machen. Die Dämmerung setzte langsam ein und meine Uhr zeigte etwa 16 Uhr - traurig dachte ich an den Ausritt den ich und Cayden eigendlich vorgehabt hatten. Dennoch fuhr ich mit meiner Arbeit fort - Fanja eine typvolle Holsteinerstute von besonderer Fuchsfarbe. Mit einer fabelhaften Geduld ließ sie alles über sich ergehen, dann folgte eine Spritze. Noch ein wenig beknuddelte ich die Stute ehe ich auch schon den nächsten Patienten "an die Brust" nahm. Der nächste im Bunde war wieder ein Holsteiner - diesmal jedoch ein Hengst und ein unglaublich riesiger Apfelschimmel - auch hier hatte mir Stelli wieder das durchchecken vorweg genommen. "Hat sich der kleine benommen?" "Ja - etwas schwierig, aber da er mich ja kennt war er weniger aufgeregt, zwar ein Riese, aber sensibel durch und durch - da muss man immer ganz vorsichtig sein." Ich nickte ihr zu, überreichte die Spritze die Stelli dem Schimmelchen verpasste. Als nächstes führte mich Rajandra nach draußen, denn dort wären die nächsten beiden Pferde die ich untersuchen sollte - in einem geräumigen Paddock mit Unterstand standen zwei weitere Ponys. Ein Rapppony und eine Fjordstute. "Die beiden sollen auch einmal durchgecheckt werden - der Rappwallach hat einen kleinen Husten, da wollte ich dich mal raufschauen lassen. Die Norwegerstute trug den Namen Svea - sie ließ sich während der Untersuchung nicht stören, ihr Kopf hing nur auf halber Höhe, die Ohren hingen beinahe und die Augen der Stute waren wohlig geschlossen - als ich ihren Rücken hinab bis zur Schweifrübe tastete ob sie im Rücken irgendwelche Schmerzanzeichen zeigte. Anhand ihrer Reaktion nahm ich an das ihr wohl nicht fehlte, als ich ihr das Fiebertermometer zwischen die "Pobacken" schob, drehte sie mir schon ihren Kopf zu und brummelte ein wenig. "Na - das fand sie wohl nicht so toll" feixte Stelli, die sich schon daran machte mir wieder die Spritze aufzuziehen. Svea bekam sie dann auch fix unter die Haut, was sich etwas schwer darstllte da die kleine eine Rollvene hatte, aber mit Geduld und Spucke hatte ich auch dies fix hinter mich gebracht. In diesem Moment war ich froh darüber, dass der Paddock hier beleuchtet war, denn die Dunkelheit hatte bereits eingesetzt. Zusammen mit Raja holten wir nun Pete zum Anbindeplatz, die Decke des Wallachs nahmen wir gemeinsam herrunter. Schon beim führen hatte der Kleine wieder gehustet. Zuerst kontrollierte ich seine Schleimhäute, diese waren rötlich, aber nicht gefährlich. Das Messen der Temperatur ergab - normale Temperatur. Ich schaute mir den kleinen an, seine Atmung schien normal, ebenfalls die Herfrequenz - ich begann auf meiner Unterlippe zu kauen, denn der kleine schien nicht wie zunächst vermutet eine kleine Erkältung zu haben. "In welchen Situationen fällt euch denn auf das er hustet? Beim reiten,oder? " Raja überlegte einen Moment lang..."Am meisten fällt es auf, wenn wir füttern oder er auf dem Platz läuft..in diesem Sommer war es teilweise recht schlimm." Das kauen auf der Unterlippe wurde nicht unbedingt besser - "Ich würde bei dem kleinen einfach mal pro forma einen Allergietest machen, denn ich glaube Pete könnte eine Heustauballergie haben." Raja nickte zustimmend, ich nahm einen Abstrich seiner Schleimhäute, eine Blutprobe und versetzte ihm noch seine Spritze. Für diesen Tag verabschiedete ich mich von den beiden "Morgen oder übermorgen komme ich dann vorbei für den Rest der Pferde, heute Abend kann ich euch noch sagen was der Test so sagt."
    • Rajandra
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      4.Pflegebericht - Dressurtraining​
      Summend machte ich mich auf den Weg zur Stutenwiese um Svea reinzuholen. Die Fjordstute stand bereits am Tor und wollte rein, da heute nicht das tollste Wetter war. Ich nahm sie an den Strick und nahm sie mit in die Stallgasse, wo ich sie ersteinmal in ihre Box entließ. Dann ging ich in der Sattelkammer ihren Dressursattel, die Trense und ihre Putzbox holen. In der Box ließ sich Svea am liebsten putze, da sie dort einfach weiter an ihrem Heu knabbern konnte solang ich sie striegelte. Da sie eine Regendecke trug, war sie nicht allzu dreckig und ich konnte bald satteln und trensen. Brav folgte mir die Falbstute in die Halle, in der bloß Stelli mit einem ihrer Pferde war, also hatten wir viel Platz. Ich stieg von der Aufsteighilfe auf und ritt zuerst am langen Zügel einige Runden Schritt auf beiden Händen, bevor ich die Zügel nachfasste und einige Bahnfiguren im Schritt ritt. Dann trabte ich an und ritt im leichttraben am etwas längeren Zügel erstmal große gebogene Linien und wechselte oft die Hand dabei. Nach einer kleinen Schrittpause in der ich nachgurten konnte ließ ich die Fjordistute verschnaufen und trabte dann wieder an. Nach einigen Bahnfiguren wagte ich einen ersten Galopp im leichten Sitz auf beiden Händen und kam danach dazu die Zügel etwas nachzufassen und kleinere Wendungen dazu zu nehmen, bis ich schließlich auch aussaß und Volten dazu nahm. Ich nahm noch Seitengänge mit dazu im Schritt und im Trab und im Galopp übten wir den einfachen Galoppwechsel,der bereits gut klappte. Nach einigen gelungenen malen ließ ich Svea dann die Zügel aus der Hand kauen auf dem Mittelzirkel und sich schön vorwärts abwärts strecken. Nachdem sie so auf beiden Händen schoön gelaufen war parierte ich durch zum Schritt und ritt die Fjordstute trocken. Nach zehn Minuten konnte ich dann schließlich absteigen und die Bügel hochschlagen. Am Hallenausgang kratzten wir noch die Hufe aus und machten uns dann auf den Weg zur Box der Falbstute. Dort zog ich ihr Trense und Sattel aus und warf ihr eine Abschwitzdecke über. Zur Belohnung bekam Svea noch ein paar Möhren und ich räumte in der Zeit in der sie fraß ihre Sachen zurück in die Sattelkammer und machte mich dann wieder an die Arbeit.​
    • Rajandra
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      Jedesmal wenn ich irgendwo eingeladen war nahm ich mir vor, nicht so lang zu bleiben, da ich jedentag um die gleiche Zeit aufstehen musste, egal ob Wochenende, Feiertag, Geburtstag, Schnee und Eis, Sonnenschein - die Pferde warteten. Auch wenn ich es jedesmal bereute, länger geblieben zu sein wurde ich daraus nicht schlauer und auch bei der nächsten Einladung blieb ich lange. Mit leichten Kopfschmerzen war ich aus dem Bett gekrochen und hatte mich fertig gemacht. Meinen ersten Kaffe schlürfte ich recht schnell herunter und schlüpfte in Stallschuhe und Jacke, wickelte mir einen Schal um den Hals und ging raus. Die Tür fiel hinter mir ins Schloss und ich zog die Jacke zu, denn es war kühl. Ein angenehmes sommerliches Kühl, die frische Luft tat gut und meine Kopfschmerzen waren fast nicht mehr bemerkbar. Als ich in den Stall hinein kam fingen die Pferde an zu grummeln, denn sie wussten, dass es nun Raufutter gab. Ich hatteFeiertagsdienst, das hieß ich war allein und musste die Arbeit somit auch allein erledigen. Zum Misten kamen unsere zwei Stallburschen Lukas und Navid, aber den Rest musste ich selbst machen. Alle meine Pferde bekamen Heu und da wir noch einige Ballen sehr gute Silage hatten und einer offen stand bekamen sie auch zusätzlich jeder eine kleine Menge Silage dazu. Nachdem ich im Zucht und Tunierpferdestall, im Zucht und Westernpferdestall und auch im Fohlen und Jungpferdestall Raufutter gefüttert hatte ging ich ins nochmal ins Wohnhaus um zu Frühstücken. Es war viertel vor acht, ich schmierte mir ein Brot und schenkte noch eine Tasse Kaffee ein. Dann drehte ich das Radio an und hörte mir die Nachrichten an. An Feiertagen konnte ich immer entspannt frühstücken und hatte keinen Zeitdruck. So hatten die Pferde etwas Zeit zwischen Rau und Kraftfutter. Als ich mit Frühstücken fertig war zeigte die Uhr kurz vor halb neun, weshalb ich beschloss zum Kraftfutter füttern über zu gehen. Nachdem ich damit fertig war und die Pferde aufgefressen hatten brachte ich zuerst die Pferde heraus, die heute frei hatten, da sie die letzten Tage gut gearbeitet hatten. Aus dem Zucht und Turnierpferdestall durften Pete's Peppermill, Ravallo, The Post War Dream, Obscured by Clouds, Fanja, Dante, Svea und Aestas Amor direkt auf die Wiesen, der Rest musste heute noch etwas arbeiten und kam erst später raus. Aus dem Zucht und Westernpferdestall durften alle Pferde direkt raus, denn bis ich mit den anderen fertig war konnte es etwas dauern und auch den Jungpferden machte ich das Gatter vom Offenstall zu den Wiesen auf. Nun konnte ich endlich anfangen die Pferde zu arbeiten, da ich einige von ihnen Freispringen lassen wollte baute ich in der Halle zuerst einmal eine Reihe an der langen Seite auf. Erst zwei Kreuze zu einem In-Out, dann ein Galoppsprung zum nächsten Steil, zwei Galoppsprünge folgten bis zum nächsten Steilsprung wohinter zum Abschluss ein Oxer folgte. Schnell stellte ich noch die Fänge an die Seite und ging dann zurück in die Stallgasse. Die erste die dran kam war Seference Suprime. Ich begrüßte meine Falbstute freundlich und kratzte ihr die Hufe aus, dann führte ich sie aus der Box, putze draußen einmal kurz drüber und legte ihr Gamaschen an. Danach gingen wir in die Halle, wo ich sie zunächst einmal einige Runden Schritt führte und sie dann auf beiden Händen in allen drei Gangarten an der Longe etwas aufwärmte bevor es zum Springen ging. Als sie Seference soweit war ließ ich sie von der Longe und lenkte sie in die Freispringgasse. Da die Hindernisse noch sehr klein waren meisterte die Stute dies mit links und ich wiederholte dies einige Male mit ihr bevor ich die Hindernisse erhöhte. Auch dies machte die Falbstute sehr routiniert und ohne Probleme. Als ich ein letztes Mal erhöhte kam Sefi leicht unpassend herein und warf eine Stange ab die ich danach gleich wieder aufbaute und sie dann noch zwei Mal springen ließ. Sie hatte zwar noch viel Luft gehabt nach oben, jedoch ging es mir nur darum die Routine beizubehalten und so war es eine gute Übung gewesen. Seference durfte sich noch wälzen während ich die Hindernisse wieder kleiner machte und als sie damit fertig war führte ich die Stute noch ein wenig trocken bevor ich sie in die Box zurück brachte. Die Gamaschen nahm ich ihr wieder ab und machte dann mit Atraxe und Late Night Tales weiter, mit denen ich genauso vorging wie bei Seference Suprime. Auch diese zwei waren sehr routinierte Pferde, die keine Probleme mit der Reihe hatten und ebenfalls so gut wie keine Abwürfe. Atraxe war dabei noch etwas geschickter als Late Night Tales, da es für den großen Dunkelbraunen etwas enger war als für die zwei Stuten, doch auch er machte es gut. Danach nahm ich mir noch Silberstern und Springbreak vor. Auch diese zwei mussten Freispringen, allerdings erhöhte ich bei ihnen nicht so viel wie bei den anderen, da sie beide noch nicht oft Freigesprungen waren. Trotz des ein oder anderen Abwurfes machten sie es sehr gut. Springbreak neigte dazu in einem übereilten Tempo in die Reihe zu kommen, merkte dann aber von allein, dass sie zurück kommen musste und Silberstern hielt sich anfangs noch etwas im Rücken fest, was er aber von mal zu mal verbesserte und lockerer wurde. Als ich mit diesen fünf fertig war entließ ich sie auch schoneinmal auf die Weide und baute danach ab. Nun wollte ich nämlich die restlichen Pferde reiten. Bubi und Rubicon arbeitete ich beide gut durch, da sie bald wieder die ersten Turnierprüfungen anstehen hatten und so übte ich mit den beiden auch viele einzelne Lektionen und ritt zum Schluss noch die ein oder andere Aufgabe durch, sodass beide auch gut geschwitzt aus der Trainingseinheit gingen. Mit Rabbani hingegen ging ich erst eine kleine Runde zum Aufwärmen durchs Feld und ritt ihn nur locker in allen Gangarten auf dem Platz, da jetzt zur Vormittagszeit langsam die Sonne heraus kam. Er hatte sich in letzter Zeit auf den Turnieren gut gemacht und so wollte ich heute nur ein wenig locker reiten. Nach ihm war Golden Lights an der Reihe, meine neue vierjährige Westfalenstute. Die kleine führte ich zum Aufwärmen noch um den See und auf dem Platz ritt ich sie auch nur schön flüssig in allen drei Gangarten auf beiden Händen. Sie machte sich sehr gut und blieb immer schön bei mir, das gefiel mir an Goldi sehr. Nach einer guten halben Stunde ließ ich die Zügel aus der Hand kauen und ritt noch etwas Schritt am langen Zügel. Dann stieg ich ab und ging mit ihr zurück in die Stallgasse, wo ich die Palominostute vom Zubehör befreite und sie gleich auf die Weide brachte. Auch die anderen achte entließ ich nun auf die Weide und nachdem jetzt alle meine Pferde auf der Weide waren ging ich ins Wohnhaus, denn es war langsam Mittagszeit und ich hatte Hunger bekommen.
    • Rajandra
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      5.Pflegebericht - Cavaletti- und Springtraining​
    • Eddi
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      Tierarztbesuch - Routineuntersuchung
      Heute stand ein Großbesuch bei Rajandra auf dem Gestüt an. Wie jedes Jahr machten wir alle Pferde an einem Tag. So hatten wir zwar alle Hände voll zu tun, dafür dann aber wieder ein Weilchen Ruhe. Es war erst kurz nach um acht, als ich schon bei Rajandra auf der Matte stand. In der linken hatte ich meine Tierarzttasche und mit der rechten begrüßte ich Rajandra. Wir gingen gemeinsam geradewegs in den Stall, denn zum Quatschen würden wir heute definitiv genug Zeit haben. Im Stall begrüßten uns zwei Thermoskannen Kaffee und bereits der erste am Putzplatz angebundene Patient. "Na, dann, auf gehts!", meinte ich grinsend und begrüßte die Stute Seference Surprime. Schnell warf ich einen Blick in Augen und Maul, hörte dann Herz und Lunge ab, ehe ich ihre Körpertemperatur kontrollierte und sie dann von oben bis unten abtastete. Die Stute war topfit, also gab es die Impfungen und danach noch die Wurmkur. Ein Stallbursche band die Stute los und brachte sie zurück in ihre Box. In der Zwischenzeit hatte Rajandra bereits Atraxe geholt und festgebunden. Auch die Fuchsstute nahm ich erst einmal unter die Lupe, um sicher sein zu können, dass sie körperlich fit war. Dann bekam auch sie die drei Impfungen und die Wurmkur, welche sie mit schwindender Begeisterung in ihrem Maul herumschob. Nun war Pete's Peppermill an der Reihe. Ich kannte den kleinen Hengst schon lange und hatte immer neugierig seinen Werdegang verfolgt. Pete war ein hübscher Wallach und hatte bei Rajandra sein endgültiges Heim gefunden. Er war aber auch ein wirklich lieber Kerl und hielt auch während der Untersuchung und den Impfungen wunderbar still. Das konnte man von dem großen Hengst Bubi, der danach dran war, nicht behaupten. Ständig wich er zurück und zappelte herum. Rajandra und ich hatten alle Hände voll zu tun, ihn davon zu überzeugen, dass ich ihn nicht fressen wollte. Die Impfungen waren das schlimmste und alle Beteiligten waren froh, als der Braune wieder in seiner Box stand. Rubicon und der Vollblüter The Post War Dream machten stattdessen keine Probleme und waren beide innerhalb von zehn Minuten fertig. Die mausgraue Stute Obscured by Clouds war hingegen nicht so angetan von mir, hielt aber dennoch einigermaßen still. Umso dankbarer war ich dann um Fanja, die alles brav über sich ergehen ließ und schnell zurück in ihre Box durfte. Mit hocherhobenen Kopf schritt nun Dante auf den Putzplatz und er wirkte die ganze Zeit ziemlich beleidigt, während ich ihn untersuchte und impfte. Wenigstens hielt er aber still, so dass ich ihm seine Abneigung verzieh. Als nächstes war der Araberhengst Rabbani an der Reihe. Nachdem ich ihn körperlich untersucht, geimpft und entwurmt hatte, sollte ich auch noch einen Blick in sein Maul werfen. Rabbani gefiel die Maulsperre gar nicht, aber da er mich sonst nicht an seine Zähne ließ, musste das sein. Der Hengste hatte hinten am Backenzahn einen kleinen Haken, der zwar noch nichts angerichtet hatte, aber trotzdem weg musste. Als das gemacht war, durfte auch der Fuchs wieder verschwinden. Seufzend schaute ich auf die Uhr, wir lagen bisher gut in der Zeit! Late Night Tales war zwar nicht vom Tierarzt begeistert, benahm sich aber einigermaßen, auch wenn er mir mehr als einmal mit voller Absicht auf den Fuß trat. "Danke...", murmelte ich und gab ihn einen leichten Klaps auf die Kruppe, als er wieder weggeführt wurde. Dafür war Svea lieb, welche sich sogar ein wenig kraulen und kuscheln ließ, während ich sie untersuchte. Langsam neigten wir uns dem Ende des ersten Stalles zu, also sammelte ich noch einmal alle Kräfte für die letzten vier Pferde. Der Hengst Aestas Amor kannte den Tierarzt gut und benahm sich einwandfrei. Silberstern zappelte etwas herum, ließ aber für ein Vollblut alles brav über sich ergehen. Nur die Zahnuntersuchung fand er gar nicht toll. Leider musste ich dem Hengst aber auch einen Hengstzahn ziehen, welcher schief gewachsen war und nun drohte, ihm ständig ins Zahnfleisch zu pieksen. Doch dank der Betäubung spürte der silberne Hengst kaum etwas und auch wenn er danach etwas betrübt in der Box stand, schien es ihm gut zu gehen. Er bekam noch ein leichtes Schmerzmittel und dann verließen wir ihn. Die große Stute Spring Break kannte den Tierarzt eigentlich schon in und auswendig, machte aber trotzdem jedes Mal aufs neue Probleme. Umso dankbarer war ich, als wir dann endlich sie fertig hatten. Das letzte Pferd in diesem Stall war Golden Lights. Die Stute war noch nicht lange bei Rajandra, benahm sich aber einwandfrei. Auch bei ihr sollte ich die Zähne kontrollieren, aber da dort alles in Ordnung war, konnte ich Golden Lights schnell wieder entlassen. Gemeinsam mit Rajandra setzten wir uns in das Reiterstübchen, tranken Kaffee und begannen nacheinander die Impfpässe zu öffnen, so dass ich die Impfungen eintragen, unterschreiben und abstempeln konnte. ​
    • Jackie
      Dein Pferd wurde am 23.03.15 in den Himmel verschoben
      Grund:
      6 Monate sind vergangen ; TA &. HS Berichte zählen nicht ; Dein letzter Bericht (1.11.14) fehlt.
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Rajandra
    Datum:
    30 Aug. 2013
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