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Waldvoegelchen

Susi - Shetlandpony - Stute

Susi - Shetlandpony - Stute
Waldvoegelchen, 9 Juli 2015
    • Waldvoegelchen
      Pflegebericht 1

      Susi, seit Neustem die neue Lieblingsdame von Mr. Flynn, war wirklich eine ganz Süße. Sie war etwas schüchtern, doch herzallerliebst wenn sie erstmal auftaute. Sie lebte bis vor Kurzem noch auf einem anderen Hof, wo mit ihr viel Bodenarbeit gemacht wurde. Wir hatten vor, ihr einige Zirkustricks beizubringen und ihr einen Kumpel in ihrer Größe dazuzuholen, um sie dann einzufahren. Außerdem könnte sie auch das erste Reitlernpony von vielen Kindern sein, wenn sie die Vorraussetzungen dafür mitbrachte.
      Mr. Flynn machte sich heute mit ihr einen gemütlichen Tag. Er setzte sich zu der Schettystute und Mini auf die Weide und beobachtete die beiden beim Grasen. Als Susi dann ankam und einige Meter vor ihm stehen blieb, streckte er die Hand aus um ihr ein Leckerlie anzubieten. Sie kam noch näher und schaute aufmerksam, als Mr. Flynn langsam aufstand und ein Strick an ihr Halfter anbrachte. Als nächstes putzte er sie gründlich und auch ausgiebig mit dem Massagestriegel. Das Pony genoss es sichtlich und glänzte danach fast. Naja, wie sauber kann so ein weißes Pferdchen schon werden?
      Anschließend machte er sich auf, einen Saziergang mit ihr zu unternehmen. Susi war faul und ging nicht so schnell, aber das machte dem alten Mann nichts aus. Er war zwar noch recht fit, aber ebenfalls gemütlich. So gingen die beiden gemächlich nebeneinander her, der Strick locker durchhängend und betrachteten die schöne Gegend. Viele Wiesen lagen brach, viel Land, welches mal ihm gehörte. Er wünschte sich, dass ich aus all dem einmal etwas großes erschaffen würde, damit er irgendwann in Ruhe einschlafen kann. Ich bin mir aber sicher: Die 6 Jahre alte Susi und er, die sind schon jetzt ein Team und er hat sie bereits so ins Herz geschlossen, dass ich sagen kann, dass die beiden wohl erst gemeinsam die Welt verlassen werden. Mein Freund wird also erst in vielen Jahren das Zeitliche segnen.
    • Waldvoegelchen
      Pflegebericht 2

      Heute war ein wunderbarer Tag. Durch den wolkenlosen Himmel schien die freundliche Sonne auf meinen Hof hinab. Die Eiseskälte der letzten Tage fühlte sich dadurch samtig weich, aber auch auffordernd an. Ich entschied mich, heute ein wenig mit Badawi zuarbeiten. Er war deutlich umgänglicher geworden in den letzten Monaten. Er ließ sich brav von mir aufhalftern und das Stehenbleiben am Putzplatz war inzwischen auch kein Problem mehr. Ein Spielkind war er jedoch geblieben. Er war super neugierig und musste seine Nase in alles hineinstecken, was er nicht kannte. Oder er kannte es doch, wollte sich aber vergewissern, dass alles genau so war wie die letzten Male, bei denen er es untersucht hatte.
      Ich wollte mit ihm auf dem Platz ein wenig Bdenarbeit machen, also schnappte ich mir das Knotenhalfter und einen Bodenarbeitsstrick und ging mit ihm los. Auf dem Platz war er erstmal guckig, obwohl er alles kannte. Kurz ließ ich ihn, doch nach einer Weile fing ich an, ihn zu beschäftigen, da er eindeutig keine Angst hatte, sondern einfach gefordert werden musste. Ich verlangte von ihm losgehen und anhalten auf Kommando, was er mit Bravour meisterte. Dann blieb ich mit ihm stehen und machte erste Übungen zum Vorwärts/Abwärts, indem ich seinen Kopf in die Tiefe schickte. Das machte er zwar, allerdings blieb er sehr steif dabei und ließ den Hals nicht fallen, sondern spannte seine Oberhalsmuskulatur dabei an.
      Während der Übung kam Mr. Flynn am Platz vorbei, er wolle mit Susi spazieren gehen, ob ich denn mitkommen wolle. Ich stimmte zu, wollte allerdings meine Übung noch so weit voranbringen, dass wir mit etwas Positivem daraus gingen. In der Zwischenzeit holte Mr. Flynn Susi von der Koppel. Die Kleine war inzwischen unglaublich verzogen und ließ sich nurnoch mit Futter von der Weide holen. Ich sagte dem Mann regelmäßig, er müsste mal durchgreifen und nicht so gutmütig mit ihr sein, allerdings wollte er nicht, dass ich mich weiter einmischte. Sobald sie weg vom Futter war, wurde sie zeitweise zickig, beruhigte sich aber schnell wieder, wenn sie geputzt wurde, denn das liebte sie. Dann stand sie einfach nurnoch mit entlastetem Bein und hängender Unterlippe da und döste schnarchend vor sich hin.
      Als Mr. Flynn fertig war lobte ich gerade Badawi. Die Übung war komischerweise schwierig für ihn, denn ein tiefer Kopf ist die natürliche Fresshaltung eines Pferdes und geht normalerweise ohne große Muskelanspannung daher. Wir sind nicht wirklich weit gekommen. Ich hab die Übung in der Form abgeändert, dass ich ihn zuerst seinen Hals in die Länge strecken ließ und ihm dann die Anspannung nahm. Bei jeder Entspannung lobte ich ihn dann. Leider hatte ich trotzdem das Gefühl, dass er nicht ganz verstand, was ich von ihm wollte.
      Mit fiel auf, dass der schwarze Hengst noch nie hier im Gelände war, allerdings hatte ich keine großen Bedenken. Susi war sehr brav und tiefenentspannt, sodass Badawi sich an ihr ein Vorbild nehmen konnte. Lange konnten wir das aber nicht mehr machen, da der Araber bald seine Geschlechtsreife erreichen würde. Wir einigten uns auf einen kurzen Spaziergang, um es erstmal auszuprobieren. Susi zog immer wieder zum Gras, aber wenigstens dabei war Mr. Flynn konsequent, sodass sie es immer seltener versuchte. Badawi blieb alle paar Meter stehen und guckte, blieb war brav dabei. Lediglich bei einer Krähe, die gerade im Tiefflug war, spielte er sich auf. Er tänzelte auf der Stelle, hob seinen Schweif und wich mit der Hinterhand aus. Das war allerdings eindeutig nur Quatsch, denn ansonsten war er nicht angespannt und auf dem Hof begegnete er täglich Vögeln. Ich führte ihn einfach weiter und dann folgte er mir auch wieder entspannt.
      Auf dem Hof bekamen beide Ponys eine kleine Portion Möhren und wurden wieder auf die Weide entlassen.
    • Waldvoegelchen
      Pflegebericht 3

      Auch Badawi entwickelte sich zu einem jungen, prächtigen Hengst. Der Rappe wusste ganz klar mit seinem schwarzen Fell zu glänzen, so stolz trabte er die Wiesen auf und ab. Er hatte viel Temperament und Selbstbewusstsein entwickelt, das ihm bei seiner Ankunft eigentlich beides gefehlt hat. Ich wusste nicht, was ich mit ihm machen sollte. Ich hatte keine Zeit für Distanzritte und für den Reitbetrieb hier würde er sich absolut nicht eignen. Über eine Kastration hatte ich schon nachgedacht, den Gedanke schob ich immer weiter vor mich her, aber vielleicht war das am Ende die beste Lösung.
      Heute hatte der Frechdachs mal wieder Schabernack getrieben und wir hofften, dass dabei nichts passiert ist. Er meinte nämlich, einfach mal auf die Stutenweide einbrechen zu müssen und klebte wie Leim an Susi. Die war sichtlich genervt von dem großen Angeber, biss ihm in die Beine und in die Brust und schlug nach ihm aus. Also so hatte ich das kleine Schetty noch nie erlebt!
      Jedenfalls hatten wir alle Hände voll zu tun, den pubertierenden Araber von der kleinen weißen Kugel zu trennen. Als es uns gelang, sperrte ich ihn erstmal in den umgebauten Kuhstall und suchte die Stelle, an der er ausgebrochen war. Luke half mir, die Stelle zu reparieren und in Nullkommanichts waren wir auch schon fertig. Trotzdem blöd. Zäune ausbessern gehörte zwar zu den wöchentlich anfallenden Arbeiten, allerdings ist mutwillig zerstörter Zaun noch ärgerlicher, weil man weiß, dass es alle paar Tage wieder passieren kann.
      Als Maßnahme spannte ich noch eine weitere Elektrozaunlitze und prüfte den Strom - alles in Ordnung. Als ich wieder nach Badawi schaute, ging er ganz aufgeregt in der Box hin und her. Ich wusste nicht, wo ich ihn hinstellen konnte, damit er zufrieden graste. Mit den anderen Hengsten vertrug er sich leider überhaupt nicht mehr, obwohl das am Anfang kein Problem war. Ganz alleine ohne Sichtkontakt zu Artgenossen sollte er aber auch nicht stehen. Selbst das finde ich nicht gerecht, er musste irgendeinen Kumpel für Fellpflege und andere soziale Interaktionen haben. Ich stellte ihn erstmal weiter weg von den Stuten und brachte Heimi mit auf die Weide. Dem traute Badawi dann auch nicht auf die Murmel zu gehen, denn der Trakehner ließ sich gar nichts gefallen, wenn es um Streitigkeiten ging. In diesem Fall ließen sich die beiden auch zum Glück erstmal in Frieden.
      Da Badawi keine ernsthaften Verletzungen davongetragen hatte, eher ein paar blaua Flecke, wollte ich trotzdem noch einmal Susi kontrollieren. An ihr war auch nichts zu sehen, sie war nur leider noch immer etwas aufgeregt. Ich fing an, ihren Rücken zu kraulen und zu massieren und steckte ihr ein Leckerchen zu. Genau nach dem war sie plötzlich viel entspannter. Ich lachte und gab ihr ein Weiteres. Sie bekam nicht sonderlich oft Kekse, weil sie nunmal nur vom Angucken von Futter zunahm, aber hin und wieder war das okay. Ich streichelte ein letztes Mal über ihren samtigen Kopf, bevor ich mich anderen Aufgaben zuwandt und dabei über Badawi nachgrübelte.
    • Waldvoegelchen
      Vanillas samtiges Fell ließ sich so einfach durchbürsten und knuddeln, dass ich sie am liebsten mit in mein Bett nehmen würde. Ihr Winterfell war nicht sehr lang, aber bärig dick, wie bei einem Teddy. Ich stieg ohne Sattel auf die getrenste Stute auf, Susi als Handpferd dabei. Wir würden ein langsames Tempo gehen müssen, damit die Shettydame hinterherkam, aber das war okay, wir hatten Zeit. Vanilla trat in einem gemütlichen Schritt an und Susi trottete in Nähmaschinengeschwindigkeit hinterher. Der Sand knirschte unter den Hufen und ich spürte jede Muskelbewegung des Pferdes unter mir.
      Ich genoss die Landschaft um den Hof herum. Ein paar wenige Wolken wurden von der Sonne an dem sonst strahlend blauen Himmel angeleuchtet. Langsam schien die Welt stillzustehen, der Winter nahte und zog alles in einen tiefen Schlaf. Die Laubbäume hatten ihre Blätter verloren und die Nadelbäume erstrahlten in ihrer ganzen Pracht. Die Wiesen waren endlose Gras- und Moosflächen, andere Pflanzen bekam man kaum noch zu Gesicht.
      Nach einer Weile beschloss ich, anzutölten, sehr langsam, damit Susi schritthalten konnte. Sie tippelte in schnellen Schritte, konnte aber im Trab bleiben. Unser Tempo war aber auch kaum schneller als Schritttempo. gemütlichliefen wir so einige Meter, bis ich da Tempo etwas erhöhte und die Shettystute angaloppieren musste. Sie sah ein bisschen aus wie ein Hoppelhäschen, von hier oben auf betrachtet. Ihr Rücken bog sich schön mit der Bewegung und ihr Kopf wippte auf und ab.
      Ich parierte wieder durch und wir beendeten den Ausritt gemütlich im Schritt. Die Pferdchen freuten sich auf eine zusätzliche Putzeinheit und eine halbe Schaufel Müsli für jeden.
    • Waldvoegelchen
      Pflegebericht 5
      Hengstkampf

      Ich saß mit Luke und Mr Flynn gemütlich bei Kaffee und Kuchen im Wohnzimmer. Das Feuerholz im Kamin verbreitete eine wohlige Wärme und es herrschte eine angenehm vorweihnachtliche Stimmung. Es war schön, die Sorgen mal ganz weit weg zu lassen und sich einfach nur um das Hier und Jetzt zu kümmern. Luke berichtete uns von seiner neuen Freundin. Die beiden waren frisch verliebt und erst zwei Wochen zusammen. Ich freute mich für die beiden. Sie wollte morgen vorbeikommen. Mit Pferden hatte sie nichts zu tun, hatte sogar etwas Angst vor den großen Tieren, aber schön fand sie die trotzdem.
      Nachdem der Kuchen verputzt war, schlug ich einen kleinen Spaziergang vor. Mr Flynn entschied, dass wir doch die Ponys mitnehmen konnten. Gesagt, getan. Ridcully und die weiße Stute wurden von der Weide geholt, und da wir kein drittes kleines Pony hatten, holte ich Dashing Blade. Der Hengst konnte sowieso nie genug Bewegung haben. Wir kratzten die Hufe der Tiere, Blade trenste ich auf und die Ponys durften mit Halfter und Strick mitkommen. Das schlimmste, was die tun konnten, war am Wegrand stehen bleiben und Gras fressen, wobei wir das schon ganz gut im Griff hatten.
      Blade benahm sich ausgesprochen gut beim Spaziergang. Er war zwar allgemein ein sehr liebes, personenbezogenes Pferd, aber das Tempo war absolut nicht seins. Die Kleinen gingen nunmal nur halb so schnell wie er. Ich musste ihn zwar ab und an etwas bremsen und eine Volte drehen, aber irgendwann hatte er herausgefunden, welche Geschwindigkeit wir von ihm wollten. Wir brauchten für eine Runde von 4km so etwa 45Minuten, aber wir haben auch keine Eile gehabt.
      Als wir wieder zurückkamen hörten wir nur Gequitsche von Pferden von der einen Hengstweide. Normalerweise vertrugen sich die Hengste ganz gut, aber sowas kam trotzdem ab und an mal vor. Als das Gezicke aber nicht aufhörte, drückte mir Luke Ridcully in die Hand und ging zu der Weide. Dazwischen gehen konnte er eh nicht, das war zu gefährlich. Ich band die Pferde an und ging ihm nach, Mr Flynn blieb am Putzplatz und kümmerte sich um die Tiere.
      An der Weide war ich ganz erschrocken. Badawi hatte sich schon wieder von seiner Weide befreit und forderte gerade Peacekepper heraus. Der ging eigentlich nie gegen etwas an und war eher rangniedrig, doch von so einem kleinen frechen Halbstarken ließ er sich dann doch nichts gefallen. Badawi versuchte immer, von hinten auf den älteren Hengst loszugehen, doch der schlug nach unzähligem Androhen dann aus und traf den Araber an der Brust. Das sah schon nach einem fiesen Treffer aus, ich hoffte da war alles gut gegangen. Badawi wandte sich aub und Peacekepper jagte ihm mit angelegten Ohren im Tiefflug nach, blieb dann aber irgendwann aufgeplustert und pustend stehen. Ich nutzte die Gelegenheit und fing den Rappen ein, der gerade sehr nah am Zaun stand, was das alles sehr einfach machte.
      Ich brachte ihn zunächst in eine Box. Dieses Pferd war echt ein Meister im Zerstören von Zäunen, wir musste also schon wieder eine Schwachstelle finden. Einfach durchschlüpfen konnte er bei sich nämlich nicht, dafür waren die Balken zu nah aneinander.
      Ich untersuchte ihn nochmal auf offene Stellen, aber fand nichts. Vermutlich wurde er wirklich nur einmal an der Brust getroffen, wo er wohl jetzt eine Prellung haben würde. Luke untersuchte derweil den Trakehner nachdem der sich beruhigt hatte, fand aber auch nichts. Wir würden die beiden die Tage beobachten und wenn uns etwas auffällt, noch den Tierarzt rufen. Bisher sah aber alles so aus, als wären wir mit einem Schrecken davongekommen.
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  • Album:
    Wohlverdienter Ruhestand
    Hochgeladen von:
    Waldvoegelchen
    Datum:
    9 Juli 2015
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    EXIF Data

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    Height:
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    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • Vater: Unbekannt
    Mutter: Unbekannt
    Geschwister: //
    Gekört/Gekrönt: Nein
    Nachkommen: //
    Besitzer: Ranjit
    Pferd erstellt von: Waldvoegelchen
    Alter: 8 Jahre
    Geschlecht: Stute
    Rasse: Shettlandpony
    Fell: Schimmel
    Stockmaß: 0.95 m
    Abzeichen: //
    Susi ist eine ruhige und etwas verfressene Stute. Sie würde für Leckerlies alles machen. Sie liebt es Bodenarbeit zu machen und lernt gerne was neues dazu. Sie kennt Kinder, Hunde, Schmied, Tierarzt und Hänger.

    Fahren Klasse E A L M S S* S** S***//

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