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Veija

Supernova - gekrönt

* im Besitz seit November 2013

Supernova - gekrönt
Veija, 2 Sep. 2016
Cooper gefällt das.
    • Veija
      Datum unbekannt, by Jackie

      Auf der Rennbahn

      Als ich aus dem Hauptaus kam atme ich tief die frische Frühlingsluft ein und genieße die ersten Sonnenstrahlen, die auf mein Gesicht fallen. Lächelnd gehe ich in die Sattelkammer und hole Novas Halfter, Strick und Putzbox. Nachdem ich ihre Putzbox an ihren Anbindeplatz gestellt habe, laufe ich los zu Weide. Alle Pferde gucken kurz einmal hoch, grasen dann aber weiter das frische junge Gras, was jetzt zu wachsen beginnt, ab. Ich gehe zu Nova und halftere sie auf. Ein bisschen unweigerlich kommt sie mit mir mit. Ich binde sie an und putze sie erstmal ordentlich. Schon bald glänzt sie richtig schön und neben ihr liegt ein riesen Haufen Fell. Ich entledige mich der ganzen Flausen, die auf meiner Kleidung haften und hole Sattel und Trense. Zur Zeit habe ich nur einen Vielseitigkeitssattel für sie, aber ich werde mich drum kümmern, dass sie nen Rennsattel kriegt. Schließlich will ich sie bald zu nem Rennen anmelden. Ich schwinge mich auf sie und reite mit ihr zur Rennbahn. Dort trabe ich sie erstmal ein bisschen locker und galoppier sie versammelt. Dann gurte ich nocheinmal nach und mache die Steigbügel rennkurz. Ich fange mit ihr an zu traben und galoppiere sie an. Ich spüre, wie ihre Galoppsprünge immer größer werden und wir immer schneller. In einem Atemberaubenden Tempo pesen wir über die Rennbahn. Jetzt treibe ich sie noch ein bisschen vorwärts und wir werden noch schneller. Wir fliegen geradezu über die Bahn und ich ärgere mich, dass keiner die Zeit stoppt. Nach einiger Zeit beginnt sie zu schnaufen und zu schwitzen.Ich parriere sie in trab und lasse sie noch ein bisschen laufen, bevor wir in den Schritt übergehen. Dann entspannen wir uns noch ein paar Runden und reiten zurück zum Stall. Ich nehme ihr Sattel und Trense ab, putze sie nochmal über, ziehe ihr ne Decke über und stelle sie mit Futter in ihre Box. Für heute kann sie auch drinnen bleiben.

      Fütterung

      Als ich morgens zum Pferdefüttern aus dem Haus kam war der Himmel oben lila und unten, wo sich die Hebstsonne erhebte, leuchteten die Wolken in den Farben des Feuers. Die Kalte Luft prickelte regelrecht auf meinen Wangen und mein Atem kondensierte regelrecht. Ich schwang mir meinen Schal um, zog mir Handschuhe an und stiefelte zur Futter kammer. Als ich anfing das Futter fertig zu machen, wiffelten die Pferde hungrig, als würden sie sagen wollen: "Jacky, mach hinne, wir warten schon seit 10 Minuten!" Also beeilte ich mich und ging dann mit dem Futterwagen rum. Nun konnte man es überall genüsslich kauen hören und alle Pferde waren glücklich. Nun ging ich zur Weide um zu schauen, wie viel Gras noch draufstand und ob der Zaun intakt war. Nach einem kürzen Blick, war klar, dass die Pferde noch ein paar Tage drauf stehen konnten. Der Spaziergang um den Zaun war auch sehr schnell gemacht, weil es nichts zu reparieren gab. Also ging ich zurück zum Stall, schnappte mir 2 zwei Stricke und holte als erstes Filou und Letzter Nerv. Ich hatte mal wieder meine Freunde mit den beiden Blütern an der Hand, weil Nervi sich mal wieder unnötig aufregte. Kaum hatte ich die beiden auf der Weide abgemacht, schossen sie wie die wilden über die Koppel, was das Zeug hielt. Als nächstes holte ich mir For Pleasure. Pleasure war noch nicht ganz wach und trottete nur so neben mir her. Als ich ihn auf die Koppel brachte, latschte er ganz gemütlich, immer mal ein Grasbüschel abrupfend, zu den anderen. Dann nahm ich mir noch Noell und Supernova, um sie auf die Stutenkoppel zu bringen. Die beiden waren recht entspannt für ihr Blut, aber als plötzlich der Nachbar mit einem Trecker um die Ecke fuhr erschraken sie sich trotzdem: Nova riss den Kopf hoch und Noell sprang mir voll auf die Füße. Um irgendwie zwischen, den beiden raus zu kommen, musste ich Nova loslassen und einen Satz nac vorne machen, aber die englische Vollblutstute bleib Stocksteif stehen. Als der Trecker an uns vorbei war und sich die beiden schon etwas beruhig hatten, nahm ich sie wieder und brachte sie zur Weide. Als ich die beiden losließ, keilte Noell aus und hätte mich beinahe voll im Gesicht getroffen. Da hatte ich wohl gerade mal Glück gehabt. Ich machte die Koppel zu, schaute nochmal zu den Hengsten, die sich gerade prügelten und ging dann ins Haus in die Küche um erstmal zu Frühstücken. Die Boxen wollte ich danach ausmisten.

      Winterwetter

      Mit meiner plüschigen Mütze auf dem Kopf, trat ich aus der Tür raus. Das Thermometer zeigte 2°C an und ich guckte auf die Uhr. Fast 8:00 Uhr... Ich ging in die Futterkammer und füllte den Futterwagen auf. Dann ging ich meine Runde. Zuerst bekamen die Stuten ihr Futter, dann die Hengste und am Ende bekamen die Fohlen noch ihr Spezialfutter. Nachdem alle Pferde aufgefressen hatten, brachte ich die Großen in die Führmaschine. Sie liefen alle brav und friedlich hintereinander her. Pri und Cassie brachte ich in die Halle und scheuchte sie ein wenig, bis die beiden leicht nassgeschwitzt waren. Ich ließ sie noch ein bisschen zum Trocknen in der Halle stehen und dann schmiss ich sie wieder in den Laufstall. Bevor ich die Großen Pferde aus der Führmaschine holte, machte ich die Boxen. Mit Noell wollte ich heute wiedermal nur longieren. Sie machte sich diesmal ganz gut, sodass ich früh aufhören konnte. Dafür brauchte ich mit Nova etwas länger, weil ich mit ihr auf die Rennbahn ging. Heute trainierten wir das starten aus der Startbox, wobei sie noch nicht so ganz begriff, dass sie sofort loslaufen musste, wenn sich die Türen öffneten. Ansonsten brachte sie aber mal wieder Höchstleistungen. Ich hatte vor, sie demnächst zum Renntrainier zu geben. Und wollte sie beim nächsten Rennen starten lassen. Dafür brachte sie aber erstmal Ausrüstung. Mit Woodstock Lady ging ich dann in die Halle und trainierte Western. Heute hatte ich das Gefühl, dass sie eher weniger Lust hatte und ein bisschen Schlampte, weshalb ich dann ein paar E-Sprünge aufbaute und ein bisschen mit ihr sprang. Mit Filou machte ich einen gemütlichen Ausritt, wobei er sehr ruhig war. Er erschrak vor nichts und war selbst im Galopp zu Kontrollieren. Mit Marid machte ich ein bisschen Join up, mehr aber auch nicht, da er ja noch neu war.
      Die dunkelgrauen Wolken schienen von oben auf die Welt hinabzudrücken und der Wind zerzauste mir das Haar. In der Ferne sah man die Pferde auf der Koppel stehen. Doch mein Weg führte zu dem großen Stall in dem die Pferde schon nach Futter wieherten. Ich ging in die Futterkammer und füllte den Futterwagen auf. Dann ging ich einmal die Stallgasse entlang und alle Pferde kriegten ihre Portion. Man hörte es überall nur genüsslich kauen. Auf dem Rückweg guckte ich nochmal, ob alle Tränken funktionieren und stellte den Futterwagen wieder in der Futterkammer ab. Mit einer Schubkarre und nem Dreizack ging ich in die Scheune und holte reichlich Heu, dass ich in die Boxen verteilte. Als das erldigt war, schnappte ich mir zuerst Nova aus der Box und putzte sie einmal kurz über. Da es trocken war, war heute Renntraining angesagt.
      Es fing schon langsam an zu dämmern, doch ich musste noch einmal raus und die Pferde füttern. Ich ging in die Futterkammer und füllte den Futterwagen mit Quetschhafer und Leistungsfutter einmal für Fohlen und Jungpferde und einmal für erwachsene Pferde. Dann ging ich los. Zuerst gab´s für Nova eine Schaufel Hafer und eine Schaufel Leistungsfutter. Sie kam sofort rein und ich stieg in die Box um die Tür zum Paddock zu schließen. Auch Woody bekam die Portion die Nova bekommen hatte und ich machte hinter ihr auch die Tür zu. In den Laufstall, wo zur Zeit nur der kleine Pri steht, schütte ich das Fohlenleistungsfutter in den Trog. Der kleine kam herein getrabt und ich schloss die Tür nach außen. Eigentlich brauchte er einen Spielgefährten. Als nächstes war Filou dran. Er bekam dann wieder eine Schaufel Hafer und eine Leistungsfutter. Und auch bei ihm schloss ich die Tür. Marid erfuhr ebenso wie Aca die gleiche Prozedur. Noell fütterte ich auch. Genauso wie Fürstentraum. Als letztes waren noch One More Night und Pleasure dran. Dann machte ich das Licht im Stall aus und ging ins Haus.
    • Veija
      Das Jahr 2014

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      März, by Veija

      Kurze Pflege aller Pferde

      In der letzen Zeit hatte ich immer weniger Zeit für meine Pferde, was mir wirklich sehr leid tat. Heute kam ich endlich dazu, mich wieder ein wenig um alle zu kümmern. Doch für viel reichte es leider nicht.
      Vor Kurzem war eine neue Englische Vollblutstute auf Tikkas und meinen Hof gezogen. Faster hieß die Große und sie entwickelte sich prächtig. Sie verstand sich wunderbar mit den anderen Englischen Vollblütern und besonders gut mit Jagger, was mich sehr freute. Ich begab mich also in den Stall und brachte zu erst die Englischen Vollblüter auf die Koppel. Zu erst Faster und Jagger, dann Nova und Hell. Alle vier stellte ich auf die Selbe, da ich besonderen Wert darauf legte, dass die Tiere ein wenig rassespezifisch standen und sie sich so optimal austoben konnten. Nachdem diese vier draußen standen, brachte ich Bella, Vice und Princess nacheinander auf eine andere Koppel. Lil und Holly folgten und kamen ebenfalls zu den anderen drei Pferden.
      Endlich waren die Hengste an der Reihe, die schon unruhig umher tänzelten, weil sie endlich raus wollten. Im Moment hatte ich ein paar Probleme mit einigen von den männlichen Pferden. Genuine und Spooky gingen in letzer Zeit immer öfter aufeinander los, weshalb ich sie leider trennen musste. Da Gipsy sowie Choco die beiden ruhigsten männlichen Pferde waren, stellte ich Genuine mit Gipsy zusammen und Spooky mit Choco. So hatte jeder einen Partner und benahm sich wenigstens. Da ich die Hengstfohlen jedoch nicht allein auf eine Koppel stellen wollte, war Funky der Babysitter der Kleinen und so kam er zusammen mit Ready for Action, End, King Bee und Enjoy zusammen.
      Nachdem alle Pferde auf der Koppel waren fing ich an mit Ausmisten, was ewig dauerte.. Als ich dann jedoch endlich fertig war, fütterte ich alle Pferde und holte sie nacheinander wieder in den Stall. Dies tat ich jedoch erst am Abend. Bei jedem Tier putzte ich noch einmal kurz über und kontrollierte die Hufen auf Steinchen, ehe jedes Tier wieder in seiner Box Platz nahm und ich mich auf den Weg ins Bett machte.
      Die nächsten Tage würde ich mich besonders um jedes Tier kümmern.


      Juli, by Waiting
      Hufpflege vom kleinen Sprung

      Als nächstes war die Palominostute Drag me to Hell dran. Auch sie begrüßte ich mit einem Stück Karotte, dann machte ich mich an die Arbeit. Zuerst legte ich ihren Huf auf den Bock und stabilisierte ihn mit meinem Knie. Dann begann ich damit, mit dem Messer das Zerfallshorn abzutragen. Nun kürzte ich die Trachten und Hufwände mit einer Zange und raspelte noch Unebenheiten und eventuelle scharfe Stellen ab. Danach fertigte ich noch die Mustang-Role an, indem ich ihren Huf nach vorne gestreckt auf den Bock stellte. Auch alle anderen drei Hufe bearbeitete ich so, dann war sie auch schon fertig. "Drag me to Hell hat bei den Vorderhufen blaue Flecken im Horn, es kann sein dass sich ein Abszess bildet. Die blauen Flecken sind fehlerhaft ausgebildetes Horn, welches allerdings schon Monate alt sein kann. Wäre gut wenn du darauf achtest, falls sie das Lahmen anfangen sollte.", erklärte ich Veija. Ich wollte den Teufel nicht an die Wand malen, aber besser Vorsicht, wie Nachsicht.
      Veija führte mir die Stute noch vor, dann durfte sie auch wieder auf die Weide.

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      August, by Veija

      Pflegebericht für alle Pferde

      Gähnend erhob ich mich aus meinem Bett. Heute würde ich mich um alle meine Pferde kümmern. Das hieß, ich hatte einen sehr langen Tag vor mir. Langsam torkelte ich ins Badezimmer und stieg in die Dusche. Gestern Abend hatte ich mich einfach nur müde ins Bett geschmissen, da der ständige Regen einen einfach nur müde machte. Als ich fertig mit duschen war, zog ich mir eine Jeans an, meine Reitstiefel, eine langärmige Bluse und einen weißen Westernhut. Den, den ich so gut wie immer trug wenn ich auf dem Hof rumlief. Nun doch endlich wach sprang ich die Treppe runter, schnappte mir einen Apfel und ging über den Hof in den Stall. Zu erst wollte ich nach meinen vier Schätzen sehen. Mit Schätzen meinte ich meine Englischen Vollblüter. Zur Zeit hatte ich 4 Stuten, doch bald kam noch ein Hengst dazu, der meine Mädels bestimmt aufmischen würde.
      Generell waren in letzter Zeit sehr viele neue Pferde hinzugekommen, doch ich würde mich ja wie gesagt heute gut um alle Tiere kümmern.
      Das erste Pferd war Hell, die heute sehr unruhig wirkte. "Na mein Mädchen", flüsterte ich ihr zu und seufzte leise. Ich musste mich wirklich mehr mit meinen Tieren beschäftigen. Die Stute legte die Ohren an und blickte mich skeptisch durch die Gitter an. "Ist ja gut...", flüsterte ich und holte mir ihr Halfter. Die vier kamen heute in die Führanlage, damit sie langsam wieder Muskeln aufbauten. Schließlich hatten sie lange gestanden. Das lange Stehen war auch ein Grund, weshalb ich mir bald Hilfe auf den Hof holen wollte. Jemanden, der die Tiere morgens auf die Koppel brachte und Abends wieder reinholte. Nicht mehr und nicht weniger. Und das auch nur, wenn ich wegen dem Ausbildungsbetrieb nicht hier war. Oder er würde sich auch in meinem Betrieb einfinden, damit wir schneller arbeiten konnten, denn es standen noch immer Aufträge an.
      Als ich Hell dann nach einigem Probieren aufgehalftert hatte, kratzte ich ihr schnell die Hufen aus und brachte sie in die Führanlage. Es folgten mit weniger Schwierigkeiten Supernova, ihre beste Freundin, Faster und Jagger. Ich stellte die Anlage so ein, dass sie im langsamen Schritt vor sich hin trotten konnten, und nicht sofort weitergeschoben wurden, wenn sie einmal kurz stehen blieben. Ich hatte schon zu viele schlechte Erfahrungen mit diesen Anlagen gemacht, als dass ich sie schneller einstellte. Zurück im Stall fing ich an die Boxen der vier zu misten. Ich war damit nun doch recht schnell fertig. Die Tränken der EV's waren kontrolliert und sie hatten genügend Heu. Nun jedoch kam die Schwierigere Aufgabe. Das Mischen des Zusatzfutters. Ich konnte das überhaupt nicht leiden und vermischte mich ständig, weshalb ich lieber zu wenig als zu viel gab. Zu erst schnappte ich mir Hells Eimer. Da die Stute zur Zeit weder im Sport noch in Umständen war, bekam sie von allem ein wenig. Vom Hafer, der Luzerne, der Kleie, den Gerstenflocken und den Maisflocken bekam sie je eine halbe Schaufel. Von den Rübenschnitzeln gab es eine Ganze.
      Nova und Faster bekamen das Selbe, Jagger bekam nur eine halbe Schaufel Rübenschnitzel.
      Als ich damit fertig war, ging ich zur Führanlage und stellte sie ein wenig schneller, so dass die Pferde traben mussten. Da ich ja dabeistand, konnte ich mir genau die Bewegungsabläufe der einzelnen Tiere anschauen. Da ich keine Auffälligkeiten feststellen konnte, stellte ich die Anlage aus und nahm Hell und Nova zusammen an die Hand. Die anderen Beiden konnten noch kurz warten. Nachdem ich nochmal die Hufen kontrolliert hatte, kamen die zwei in die Box und stürzten sich sofort auf ihr Kraftfutter. Ab sofort würden sie das jeden Tag bekommen. Jedoch anders rationiert, wenn sie wieder im Training standen. Ich ging zurück und holte Faster und Jagger. Die beiden älteren Stuten trotteten gemütlich neben mir her und warteten geduldig, bis ich nach dem Hufekratzen ihre Halfter abgenommen hatte und sie sich auf ihr Futter stürzen konnten. Nun waren schon einmal ein paar Pferde geschafft, doch es standen noch viele weitere vor mir und der Tag war noch lang. Ein Blick auf die Uhr sagte mir, dass wir gerade erst 8 Uhr hatten. Das hatte wirklich sehr fix gegangen.
      Nun waren meine Hengste an der Reihe. Ich ging die Stallgasse entlang und an jeder Box wurden mir Nasen entgegen gestreckt. Kurz überlegte ich, ehe ich die Halfter von Ready for Action, End of Day, King Bee und Enjoy Nature holte. Enjoy Nature und End of Day nahm ich in die Linke, Action und King Bee in die rechte Hand. Mit den vier Fohlen ging ich auf die Koppel und lies sie toben. Am Ende des Abends würde ich sie wieder reinholen, denn immer eingesperrt in der Box war für die Kleinen alles andere als gut. Als ich das gemacht hatte, mistete ich ihre Boxen aus und kontrollierte ihre Tränken. Dann gab ich jedem Fohlen ausreichend Heu und betrachtete mit das Kraftfutter. Jedes Fohlen bekam eine Schaufel Hafer und eine halbe Schaufel Rübenschnitzel. Vom Rest jeweils nur eine Hand voll. Ich wollte die Mägen der Kleinen nicht zu sehr belasten. Trotzdem sollten die Tiere groß und stark werden. Als ich damit fertig war, überlegte ich was ich mit den anderen Hengsten anstellen konnte. Blue, Winny, Dead, Funky und Gen wollte ich auf die Koppel bringen. Nur Spooky wollte ich ein wenig reiten. Schließlich neigte sich der Tag doch schneller dem Ende als gedacht. Natürlich konnte ich sie nicht zusammen an die Hand nehmen, weshalb ich jeden Hengst einzeln auf die Koppel brachte. Sie hatten alle einen kleinen abgetrennten Teil für sich, weit weg von den Stuten, da ich ja wusste wie meine Hengste reagieren konnten. Als die 5 nun auf der Koppel waren, ging ich zu Spooky und begrüßte ihn kurz. Da ich mich nun doch etwas beeilen musste, putzte ich ihn schnell und schwang mich nach dem satteln in den Sattel. Der Hengst kannte mich ja schon und wusste auch was ich von ihm verlangte, weshalb er brav unter mir her ging. Eigentlich hatte ich heute nicht so recht Lust den Hengst ordentlich zu reiten, weshalb es bei ein paar Runden Schritt, Trab und Galopp blieb. Im Stall sattelte ich ihn wieder ab und kontrollierte die Hufe. Jedoch war er nicht fertig mit Arbeiten, denn der Kleine war ziemlich dick geworden. Ich führte ihn in die Führanlage und stellte sie ein. Dort musste er noch ein wenig abspecken.
      Dann fing ich an die Boxen auszumisten. Die der Hengstfohlen waren schon fertig, weshalb ich nur noch die der sechs großen Hengste machen musste. Alles in allem waren die Tiere sehr pflegeleicht, weshalb ich dort recht schnell fertig war. Ich kontrollierte die Tränken und gab allen Heu, ehe ich das Kraftfutter rationierte. Genuine bekam eine halbe Schaufel Hafer, Luzerne, Kleie, Gesternflocken, Maisflocken und Rübenschnitzel. Das Selbe bekamen auch Dead, Blue und Winny. Funky bekam eine ganze Schaufel Rübenschnitzel und für Spooky musste ich wieder anders rationieren. Der Hengst bekam eine ganze Schaufel Hafer und eine Ganze Rübenschnitzel, Luzerne, Kleie, Gerstenflocken und Maisflocken gab es jeweils eine Halbe. Nach einem Blick auf die Uhr ging ich zu Spooky, und befreite ihn aus der Führanlage, ehe ich ihn in die Box brachte und er sich schnaubend auf sein Futter stürzte. Auch die anderen Hengste kamen nach und nach wieder in ihre Boxen, ehe ich mir die Hengstfohlen schnappte und auch sie wieder in den Stall brachte. Es war mir dabei doch zu gefährlich, die Stuten neben die Hengste auf die Koppel zu stellen. Seien die Hengste noch so klein. Als ich damit fertig war, ging ich zu meinen Stuten. Ohne groß zu fackeln kamen Bella, Lena, Holly, Princess, Vice, Devil, Rosy und Amarula auf die Koppel. Amarula, Devil und Rosy bekamen jedoch jede einen seperaten Teil auf der Koppel, da sie noch relativ neu in der Gruppe waren. Ich flitzte in den Stall und mistete alle Boxen aus, ehe ich die Tränken kontrollierte und den Pferden ihr Heu gab. Das Kraftfutter rationieren klappte dieses Mal sehr einfach, da alle erwachsenen Pferde von Allem eine halbe Schaufel bekamen. Die beiden Fohlen Snapper Little Lena und Miss Holly Golightly bekamen jede eine halbe Schaufel Hafer, eine halbe Schaufel Rübenschnitzel und vom Rest jeweils nur 1-2 Hände, wie die Hengstfohlen.
      Als ich damit fertig war, ging ich die Tiere wieder einsammeln. Zwar hatten sie nur gute 1 1/2 Stunden auf der Koppel gestanden, aber besser als nichts.
      Ich schnappte mir zu erst Holly und Lena. Bei Lena musste ich verdammt vorsichtig sein mit dem was ich tat, da die kleine blind war. Um so wichtiger war es, dass ich sie immer mit Holly zusammen hatte, da die kleine Rappstute der Blinden zeigte wo sie langgehen konnte und sie auch warnte, vor allem was ihr gefährlich werden konnte. "Hallo Lena", sagte ich zu der Kleinen und streichelte ihren Kopf. Natürlich lagen ihre Ohren flach am Kopf, doch wer konnte es ihr verübeln? Ich fragte mich nur stark, wie ich sie longieren konnte, oder ob das komplett flach fiel.. Ich würde schon sehen. Ruck zuck standen die Beiden in ihren Boxen und vorsichtig tastete sich Lena mit ihrem Kopf vor, bis sie im Kraftfuttereimer versank und wie Holly genüsslich kaute. Als nächstes holte ich Bella, Princess und Vice rein. Devil, Rose und Amarula brachte ich alle einzeln rein, was natürlich wieder etwas dauerte. Als sie jedoch alle drinnen waren, konnte ich mich der letzten Gruppe Pferde widmen, die ich in meinem Stall fand. Meine kleine aber feine Turniertruppe, die keine war. Da ich mich ein wenig beeilen musste, brachte ich Chocolate zusammen mit Gipsy auf die Koppel, Striga zusammen mit Gulrót, Palimé mit Vin, und Skrúður zusammen mit Hængur und Maxi. Schnell mistete ich die Ställe aus, kontrollierte die Tränken und gab den Tieren Heu.
      Gipsy und Choco bekamen vom Kraftfutter von allem eine halbe Schaufel und von den Rübenschnitzeln eine ganze, die erwachsenen Isis bekamen von allem eine halbe Schaufel. Striga und Gulrót bekamen von den Schnitzeln eine halbe Schaufel und vom Hafer eine Halbe, vom Rest jeweils nur 2 Hände voll.
      Als nun alle ihr Futter hatten, ging ich auf die Koppel und holte zu erst Striga und Gulrót rein. Dann Gipsy und Chocolate. Dann Palimé und Vin und zum Schluss die 3 Isländerhengste. Als alle zufrieden kauend in ihrer Box standen, wischte ich mir einmal über die Stirn. Nicht viel gearbeitet mit den Pferden heute und trotzdem total k.o. Leicht unzufrieden ging ich ins Haus und schnappte mir etwas zu essen, ehe ich entschied mir doch etwas Richtiges zu machen. Die nächsten Tage würde ich die Pferde der Reihe nach durchtrainieren, und mir endlich einen Stallburschen einstellen, denn so konnte es definitiv nicht weitergehen.

      September, by Cascar

      Galopprennen E- A

      Tag 1:
      Die Ranch von Verena liegt in der Türkei und dementsprechend umständlich ist die Anreise. Maria (diejenige, die das kann, mit den Rennpferden) zieht neben mir ihren Koffer vom Band und tappt dann, ähnlich zerzaust wie ich, mit mir aus dem Gebäude.
      Der Altersunterschied zwischen uns beträgt ganze fünfzehn Jahre, aber wenn wir mit unseren Schützlingen arbeiten, begegnen wir uns auf einer Augenhöhe.
      So kommt es, dass uns die liebe Auftraggeberin vom Flughafen abholt und auf den Hof bringt. Wir haben wenig Zeit und obwohl wir die ganze Nacht unterwegs waren, stellen wir nur unser Gepäck im Haus ab und gehen dann in den Stall.
      Dort riecht es, wie gewöhnlich, nach Heu und Pferd und wir lassen uns unsere zukünftigen Freunde für die Rennbahn zeigen. Ebenfalls wird uns Alexis vorgestellt, die uns mit Begeisterung die Stärken und Schwächen der beiden Vollblüter erklärt. Maria hört ihr lächelnd zu, dann schickt sie unsere neue Freundin los, Putz- und Sattelzeug zu holen.
      Jetzt sind wir allein im Stall und machen uns mit den Hühs bekannt. Mir gegenüber steht Drag me to Hell, eine hübsche, schlanke Palominostute, die mich eben mit ihrer weichen Nase inspiziert. Ich kraule ihren Hals und rede ein wenig mit ihr, bevor ich mich zur anderen Ausbilderin geselle und Supernova betrachte. Die Kleine kann ich mir irgendwie nicht so recht auf der Rennbahn vorstellen – sie kaut gemütlich ihr Heu und betrachtet uns mit höflicher Neugier. „Die ist cool.“, sagt Alexis plötzlich hinter mir und legt Sattel und Trense ab. Während Maria sie noch zurechtweißt, mit dem Leder vorsichtiger zu sein, halftere ich Hell auf und bringe sie auf die Stallgasse.
      In der folgenden halben Stunde werden beide Pferde geputzt und gesattelt. Wir haben Zeit, also bieten wir Veras Azubi an, das heutige Training für Nova zu übernehmen. Jene rastet beinahe aus und ich halte meinem Hüh rasch die Augen zu.
      Wie dem auch sei, wir haben Spaß und als wir zu fünft das Gebäude verlassen, scheint die Sonne. Es geht auf den Reitplatz, wo wir unsere Hühs gründlich longieren, bevor wir aufsteigen.
      Auf Anhieb ist Hell mir sympathisch und Alexis’ Aufregung scheint sich auf die ruhige Nova zu übertragen, denn als wir jeweils angaloppieren und in den leichten Sitz gehen (ich auf dem Hufschlag, Alex bei Ria an der Longe) arbeitet die Braune hervorragend und eifrig mit.
      Wie es sich für die erste Stunde gehört, übe ich mit meinem Pferd das Bremsen und das wage Reagieren auf die Hilfen eines Jockeys. So weiß ich bald, dass meine Liebe hier weich im Maul ist, sich aber ungern zügeln lässt. Ich reite lange, bis Hell versteht, dass ich sie an den kurzen Seiten des Platzes immer aufnehme.
      Es ist also anstrengend, nach einer Weile herrscht hier stille Konzentration und im Anschluss schwitzen alle. Ich steige sachte vom Pferd und verschwinde mit dem Palomino in den Stall. Nova ist noch nicht fertig; Alexis bekommt auf ihr jetzt ihre erste Trainingseinheit als Jockeys, sodass ich mein Hotta eben auf die Weide bringe, als der Rest meiner Herde eintrifft.

      Tag 2:
      Das Wetter ist wieder schön, wohl ein Vorteil, wenn man in der Türkei lebt. Wir sind früh auf und putzen die Pferde in ihren Boxen, heute ohne Alexis. Im Anschluss geht es auf den Reitplatz. Wir kennen es und heute haben wir wieder Musterbeispiele vor uns: die Pferde haben Muskelkater, wir longieren sie also sachte und achten mehr auf Schritt und Trab. Danach gibt es neben einem fetten Lob wieder einen entspannten Nachmittag auf der Weide.

      Tag 3:
      Der erste Tag auf der Bahn steht an, aber Maria und ich lassen uns am Morgen trotzdem Zeit. Verena begleitet uns jetzt beim Training und ich erzähle das direkt unseren beiden Pferden. Heute werde ich alle Beide im Sinne von Startbox und Lenkung trainieren, sodass ich mich mit einem Seufzer auf die Vertiefung meines Muskelkaters einstelle. Der scheint bei den Hühs übrigens besser, denn Nova bewegt sich nicht mehr ganz so träge und Hell hat ihre alte Freude am Leben wieder gefunden.
      Ich ziehe an meiner Reithose herum, als ich in den trägemachenden, warmen Sonnenstrahlen die Bahn erreiche. Ich grüße Alexis, die mir ein wenig neidisch entgegensieht. Für sie gibt es heute kaum Arbeit. Als ich dann den Sand betrete, erblicke ich meine beiden Freunde, die die Pferde longieren und schließlich in die Startbox führen. Verena bekommt gerade einen Crashkurs in Sachen Rennpferdestart, als ich Hell erreiche und mich kurz darauf von der Brüstung in den kleine Sattel schwinge.
      Sofort zerzaust der Wind meine Haare und die Stute steht still. Lauscht mit einem Ohr mir und mit dem anderen den Gesprächen der anderen. Ich nehme die Zügel auf und werde von Maria mehrmals hintereinander in die Startbox gebracht; ohne dass sich die Tore öffnen. Schließlich ist es aber so weit und Hell und ich überqueren die Startlinie. Sie rennt irgendwie. Unruhig? Es kommt mir so vor, als würde sie unnötig doll ihre Hufe aufsetzen, aber als ich ihr die Zügel etwas vorgebe, kann sie sich mehr strecken und der Galopp wird ausgeglichener.
      Unseren ersten 100 Metern folgen noch mehrere Starts; ich trainiere meine Stute in diesem Punkt auf das gute Wegkommen aus der Startbox und auch auf eine sichere Lenkung: es gilt, im Rennen möglichst schnell an die innere Bande zu kommen.
      Hell ist dann also fertig und hat, wenn auch schnaufend und stark schwitzend, ihre erste richtige Einheit auf der Bahn überstanden. Ich steige ab und übergebe die Zügel etwas nachlässig an Alexis, die das Pferd voller Eifer in den Stall zieht. Die Stute reagiert merklich angesäuert. Weiter kann ich das Gedümpel nicht verfolgen; Supernova steht nun vor mir und berührt meinen Arm zutraulich mit ihrer weichen Nase. Ich klopfe zur Begrüßung ihren Hals und lasse mich dann von Verena auf den schmalen Rücken verfrachten.
      Das Hüh ist umgänglich, wenn auch deutlich aufgedrehter als normalerweise. Etwas ungeduldig läst sie sich von Maria in die Startbox bringen und als es schließlich losgeht, nimmt sie unheimlich viel Schwung mit dem Kopf. Es ist sofort anstrengend, sie kurz zu halten. Ich habe die Liebe also ehrlich unterschätzt. Auf der Bahn ist sie nämlich ausgesprochen ehrgeizig und lässt sich nur schwer dirigieren. Dennoch beenden wir die Einheit nach zwanzig Minuten erfolgreich; ich steige ab, lobe die Kleine und verlasse die Bahn zufrieden, um duschen zu gehen. Das Pferd übergebe ich in die Obhut Verenas.

      Tag 4:
      Alexis sieht man die Freude förmlich an, als ich ihr auftrage, sich Supernova von der Weide zu holen. Es ist gerade 15:00 und ich bin auf dem Weg zu Hell, die ich heute noch longieren muss. Erst gestern habe ich festgestellt, dass sie entweder noch nicht so die Kondition hat, oder aber schnell gestresst ist.
      Verenas Auszubildende holt also ihre Stute, während ich mein Palominotier aus der Box hole und gründlich putze. Weil ich Zeit habe, flechte ich ihre kurze Mähne ein und gehe im Anschluss eine Runde spazieren. So kommt es, dass Alexis beinahe fertig ist, als wir Beide auf dem Reitplatz eintreffen und ich mit der Longenarbeit beginne.
      Hell schlägt sich gut und, soweit ich das erkennen kann, Nova auch. Die Pferde gehen dann gegen sieben wieder komplett trocken in ihre ausgemisteten Boxen.

      Tag 5:
      Die Letzte richtige Einheit vor dem Rennen erfolgt heute. Wieder geht es mit gesattelten Pferden auf die Bahn und wir trainieren Starts, Stopps und vor allem die Lenkung. Zudem beobachte ich Hell ziemlich genau und rede viel mit ihr, denn gestern hatte ich feststellen können, dass der ganze Schweiß nicht von ihrer schlechten Kondition kommt.
      Supernova brennt indes förmlich darauf, mir ihre Kraft und Schnelligkeit zu beweisen und ich erkläre sie einfach als renntauglich. Wer Ehrgeiz hat, ist auf der Bahn oft vorn.

      Tag 6:
      „Hier, du nimmst heute Hell.“, ich drücke Alexis mal wieder ein Halfter in die Hand und verschwinde dann kommentarlos in Novas Box. Ich will mir heute noch ein letztes Bild des Leistungszustandes der beiden Stuten machen und gehe dafür mal wieder auf den Reitplatz, zum longieren. Ich lasse es ruhig angehen und gebe Verenas Schützling den gleichen Auftrag. Heute wenig Bewegung, morgen viel.
      Nach der Arbeit gibt es noch einen kleinen Spaziergang über den Hof. Zur Lockerung, oder so. Im Anschluss putzen wir die Hottas, obwohl wir genau wissen, dass sie sich gleich auf der Weide wälzen. Dennoch genieße ich diesen ‚letzten’ Tag, denn – wirklich – die Stufenerhöhung von Hell und Nova geht bald in die letzte Runde.

      Tag 7:
      Ich singe Run Boy Run, als ich den Stall betrete und erkläre Hell, dass es heute auf die Bahn ging. Die Stute mampft ihr Heu unbeeindruckt weiter. Es ist früh und ich putze meine Liebe einfach in der Box. Bald darauf stößt Maria zu uns und versorgt Nova. Eigentlich pure Ironie, denn auf der Bahn werden wir das Pferd des jeweils anderen reiten.
      Apropos Bahn: dort erwarten uns Verena und Alexis in einer... irgendwie stillen, feierlichen Stimmung. Die Auszubildende hüpft dann aber aufgeregt herum, als sie erfährt, dass sie uns nachher in die Startbox bringen darf. Praktisch sofort wird sie knapp von ihrer Mentorin zurechtgewiesen.
      Wie dem auch sei; ich werde also auf Supernova geworfen und reite die Stute endlose Zirkel im Schritt, bis wir schließlich das dunkelgrüne Metallgestell betreten. Mein Pferd rastet jetzt schon beinahe aus. Hell macht das nicht ruhiger, aber Maria hat sie im Griff.
      Dann geht es los und ich kann nur noch zwischen den Pferdeohren hindurch auf die ständig wechselnden Schattierungen des Sandes blicken. Hell und Maria haben sich vor uns gesetzt und laufen außerdem innen; in der nun folgenden Kurve ändert sich praktisch nichts an unserer ‚Aufstellung’. Ich wage noch nicht, meinem Hüh die Zügel vorzugeben, dafür schwitzt es jetzt schon zu viel. Doch ich habe keine Kraft mehr und rede mir nun schon ein, ich müsse dem Pferd vertrauen und die Liebe wird das hier schon machen.
      Unter dem Motto bekommt Nova so viel Leder, wie sie möchte; sie legt einen Zahn zu und überholt Hell, kaum dass wir die Kurve verlassen haben. Ich grinse und stelle mir bildlich vor, wie mir meine Kameradin einen Vogel zeigt, aber ich habe keine Zeit, denn nun folgt der Endspurt. Auch meine Mitläuferin wird schneller, bis die Stuten schließlich Kopf an Kopf über die letzten hundert Meter der Geraden preschen.
      Peitschen brauchen wir übrigens nicht, da unsere trainierten Pferde ihre neue Stufe meist mit Bravour erreichen. So auch heute. Ich weiß es schon, als ich Supernova durchpariere – sie hat gewonnen und war ehrgeizig und schnell. Mehr kann ich nicht sagen, ich bin begeistert von ihrer Energie.
      Alexis kommt über den Boden auf uns und nimmt die Hottas an den Strick. Ich steige ab und unterhalte mich mit Maria über mein eher risikobehaftetes Sprintmanöver. Verena kommt schließlich beschwingten Schrittes zu uns und wir freuen uns alle, dass diese Stufenerhöhung erfolgreich verlaufen ist. Gegenseitig gratulieren wir uns und bevor wir morgen abreisen, putzen wir unsere Pferde ein letztes Mal und entlassen sie anschließend auf die Koppel.

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      Oktober, by Veija

      Aaron, der Neuzugang

      Aus Verenas Sicht:
      Hektisch hüpfte ich aus dem Bett und mein Blick flog zur Uhr. Verdammt, dachte ich mir. Mein neuer Trainer und Stallbursche würde bald ankommen. Ich musste die Dusche heute bleiben lassen und lief einfach in Alexis' Zimme rein. "Aufstehn, Aaron ist fast da!", sagte ich und drehte mich um. Ich sah gerade noch, wie sie erschrocken aus dem Bett fiel und dumpf auf dem Boden aufkam. "Sorry!", sagte ich gerade noch so, da hüpfte ich schon die Treppe runter, während ich mir meine Stiefel anzog. Ich öffnete die Haustür und da stand er schon. "Ich..äh.. wollte gerade klopfen", sagte er und grinste verlegen. Da stand er nun, unser neuer Trainer und Stallbursche. Ich konnte wirklich Hilfe gebrauchen. Besonders wenn ich mal ein paar Wochen weg war um Pferde zu trainieren, beruhigte es mich ungemein, wenn ich neben meiner Cousine und Auszubildenden noch jemanden am Stall hatte, der Ahnung von Pferden hatte. Sein fragender Blick riss mich aus den Gedanken. "Äh, ja klar! Willkommen auf der Gips Reminder Ranch. Ich bin Verena, die Leiterin des Hofes. Und da ist Alexis, meine Cousine und Auszubildende", gerade hatte ich den Satz beendet, lief Alexis schon die Treppe runter und fiel beinahe noch hin, hätte ich sie nicht so halb aufgefangen. "Pass auf", zischte ich leise, während sie Aaron überschwänglich die Hand schüttelte.
      "Na dann wollen wir mal..", sagte ich nun wieder lächelnd zu dem Neuen und zeigte ihm zunächst sein Zimmer. Es lag zwischen meinem und dem von Alexis. Der Arme tat mir jetzt schon leid.
      "Alexis?", fragte ich und drehte mich um. Natürlich stand sie genau hinter mir. "Würdest du Frühstück machen, ich zeig Aaron den Hof." Missmutig willigte sie ein und Aaron und ich verliesen die obere Etage, um nach draußen zu gehen. "Wir sind gerade erst aufgestanden, deshalb stehen noch alle Pferde im Stall", sagte ich zu ihm und führte ihn ein wenig auf der Anlage herum, ehe wir in den Stall gingen. Er war begeisterter Springreiter und natürlich gefiel ihm unser Springplatz besonders gut. Nur fehlte uns leider noch ein Pferd für ihn. Doch das würde sich bald schon noch finden.
      Im Stall angekommen, gingen wir zu erst die Stuten der Westernstallung durch. Bella, Lena, Holly, Princess, Vice, Devil, Cherokee, Amarula, Dancing, Summer und Hope. Besonders gefielen ihm Cherokee und Wimpy, da die beiden ein wenig eigen waren, was ihren Charakter anging. Danach gingen wir zu den Hengsten der Westernstallung und ich zeigte ihm Gen, Spooky, Ready for Action, Pow, Dayli, King, Enjoy, Ali, Winny und Blue. Spooky fand er aufgrund seiner Farbe sehr interessant und auch Blue entlockte ihm ein Lächeln. Er war kein so großer Westernfan, doch er sagte, er würde die ganze Materie gerne erlernen.
      Die Englischen Volllbüter interessierten ihn auch sehr, und er konnte gar nicht sagen ob er Hell, Nova, Jagger, Faster oder Walker am tollsten fand.
      "Nun kommen wir zum letzen Teil, meinen Sportpferden", sagte ich und zeigte ihm die restlichen Pferde: Choco, Gipsy, Striga, Skrúður, Vin, Hængur, Maxi, Palimé, Gulrót, mein neues Fohlen Peppy und meine beiden DRP's Cuba und Spirit.
      "Der Tekke und die Reitponys machen etwas her", sagte er. "Springen die auch?", fragte er mich dann, was ich mit einem Nicken beantwortete. "Generell kannst du mit allen meinen Pferden springen, doch wir werden die noch ein richtiges Springpferd hier auf den Hof holen, versprochen", sagte ich lächelnd und konnte das Strahlen in seinen Augen erkennen.
      Nachdem wir mit der Inspektion fertig waren, gingen wir ins Haus, wo Alexis uns das Frühstück gemacht hatte. Während des Frühstücks erzählte Aaron uns einiges aus seinem Leben, und dass seine Familie früher einmal Pferde gehabt hatte, doch er war zu groß für sie geworden und ein richtiges Springpferd konnten sie sich nicht leisten. Nachdem dannd er Hog, wo er Springstunden nahm, bankrott gegangen ist, hatte er den Traum vom Springen aufgegeben. Meine Anzeige hatte ihm neuen Mut gemacht, weshalb er nun hier war, um wieder mit Pferden zu arbeiten. "Das höre ich gerne!", sagte ich. "Wie wärs denn mit einem kleinen Ausritt? Alexis?", fragte ich in die Runde und sah in das vor Glück grinsende Gesicht meiner Cousine, was wohl ein eindeutiges 'Ja' war. "Aaron?", fragte ich nun an ihn gewandt und er antwortete: "Na klar, warum nicht", antwortete er lächelnd und ich biss ein letzes Mal in mein Brötchen. "Alex, räumst du ab? Ich mach dein Pferd dann soweit fertig, bis du zu uns kommst", sagte ich und blickte nun in ein sehr, sehr verärgertes Gesicht. Doch ich hatte noch ein Attentat auf sie vor, dass sie nicht ausschlagen würde. Zusammen mir Aaron ging ich dann wieder die Pferde durch, bis er sich für eines entschieden hatte. Er wollte Choco näher kennenlernen und holte ihn schonmal aus der Box, band ihn an dieser an und fing an zu putzen. Ich war mir nicht ganz sicher, welches Pferd ich holen sollte und suchte deshalb zu erst das Pferd für Alexis aus. Sie hätte mich sicher umgebacht, hätte ich ihr einen der Isländer geholt, weshalb ich sie auf meinen gelehrigen, aber stütmischen Pow setzte.
      Ich war in der Versuchung, Devil zu reiten, doch damit hätte ich die beiden Hengste verrückt gemacht, weshalb ich mich für meinen Wallach Gipsy entschied. Ein wenig Abwechslung tat ihm sicherlich gut.
      Nachdem ich Gipsy und Pow geputzte hatte, kam Alexis in den Stall und steuerte sofort den Hengst an. Sie wusste genau, dass ich niemanden außer mir Gipsy reiten lies, da er mein ein und alles war.
      Aaron sah etwas unbeholfen mit dem Westernsattel aus, weshalb ich Alexis anwies ihm zu helfen. Etwas anderes erregte meine Neugierde. Peppy brummelte ein wenig unbeholfen und tapste um ihre Mutter herum. Ihre Vorderbeine standen ein wenig komisch, weshalb ich sofort meinen Tierarzt des Vertrauens anrief. "Hallo Dr. Canary, hier ist Verena. Wäre es möglich, dass Sie in den nächsten Tagen einmal vorbeikämen? Mein vor kurzem geborenes Stutfohlen läuft nicht klar und scheint Probleme mit den Vorderbeinen zu haben....Ja, ja ok. Gut. Es wird jemand hier sein", antwortete ich ihr und legte auf. "Was ist los?", Alexis hatte sich hinter mich gestellt und schaute Peppy zu, wie sie langsam in der Box umherging. Auch Aaron hatte sich zu uns gesellt. "Ich habe gerade den Tierarzt angerufen, Dr. Canary soll sich die Stute in den nächsten Tagen einmal ansehen." Damit war das Gespräch beendet und ich machte mich daran, Gipsy zu satteln. Alle drei Pferde hatten einfache Wassertrensen im Maul und ihre älteren Sättel. Auch die Pads waren ein wenig älter. Die neuen Sachen, die ich vor kurzem gekauft hatte, wurden nur für die Shows benutzt. Ich zog allen drei noch Bandagen an, ehe ich den Sattelgurt bei Gipsy nochmals nachzog und als erste auf den Hof ging. Dort schwang ich mich hoch und ging vor. Hinter mir Aaron, als Schlusslicht Alexis. Ich zeigte den Beiden, doch vor allem Aaron die Gegend. Wir ritten an einem Fluss vorbei, der in einen See mündete. "Hier kann man im Sommer sehr gut mit den Pferden schwimmen. Ist auch hier in der Gegend der einzige See, in den man mit Pferden rein darf", erklärte ich den beiden, ehe wir umdrehten und ein Stück galoppierten. Ich hatte mich neben Aaron gesellt, weil ich sehen wollte, ob er sich auf dem Tekken halten konnte- aber auch, weil Choco manchmal ganz schön abgehen konnte, wenn er wollte. Nach dem kurzen Galopp ging ich wieder nach vorne und dann waren wir auch schon wieder am Hof, sattelten die drei Pferde ab und brachten sie auf die Koppel. Nun waren die anderen Pferde dran und ich beauftragte Aaron, sich um die Englischen Vollblüter zu kümmern, während ich mich um die Hengste und Stuten der Westernstallung kümmerte und Alexis sich um die Turnierpferde.

      Aus Aarons Sicht:
      Ich hatte von meiner Chefin den Auftrag bekommen, mich um die Englischen Volllbüter zu kümmern. Auf Hell sollte ich besonders aufpassen, da sie wohl eine kleine Zicke war. Etwas unsicher betrachtete ich mir die Palominostute, aber ebenso die Braune in der Nachbarbox, die ständig ihren Kopf zu Hell neigte und sie anbrummelte. Die Beiden schienen sich wohl zu verstehen, weshalb ich sie ans Halfter nahm und sie zusammen nach draußen auf die Koppel brachte. Nova, wie an dem Schild der Braunen stand, war das Gegenteil der hellen Stute. Sie war ruhig und gelassen, aber auch etwas trotzig, wenn ich nicht den Weg ging, den sie gehen wollte. An der Koppel angekommen, zog ich zu erst ihr Halfter aus, was sich als großer Fehler bewies, denn als sie davon galoppierte, setzte Hell einfach nach, riss den Kopf hoch und galoppierte ebenfalls über die Koppel. "Mist..", fluchte ich und ging ihr nach. Etwas widerwillig kam sie dann doch auf mich zu und lies sich das Halfter ausziehen. Meine Chefin hatte zum Glück nichts davon mitbekommen, weshalb ich nun die anderen Pferde rausholte. Jagger und Faster brachte ich auch zusammen raus. Als letztes war dann der braune Hengst dran, der mich wohl besonders ins Herz zu schließen schien. "Mal ein Kerl unter den ganzen Weibern, nicht war mein Junge?", fragte ich den Hengst und streichelte seinen Kopf, den er mir sanft in die Hand schmiegte. Er musste leider alleine stehen, da er nicht mit den Stuten zusammendurfte. Doch er konnte über den Zaun hinweg mit ihnen schmusen- es sei denn, eine von ihnen kam zum schmusen zu ihm rüber. "Armer Junge..", flüsterte ich, ehe ich die Halfter an die Zaunpfähle hing, in den Stall ging und mit dem Ausmisten anfing. Meine Chefin hatte Recht gehabt: heute morgen war noch niemand im Stall gewesen, weshalb ich einiges zu tun hatte mit ausmisten, Wasser geben und füttern. Das Füttern war so eine Sache für sich, da jedes Pferd unterschiedliche Kraftfutteranteile bekam. Bis ich da drin war, würde es wohl eine ganze Weile dauern...

      Aus Alexis' Sicht:
      Murrend stiefelte ich zu den Turnierpferden rüber. Alexis mach dies, Alexis mach das, Alexis mach mach mach.. summte ich vor mich hin, ehe ich an den Boxen ankam. Choco und Gipsy waren schon draußen. Die nächsten die ich also rausbringen konnte waren Palimé und ihr Fohlen Peppy. Zu ihnen auf die Koppel stellte ich noch Gulrót und Striga, damit die Fohlen und Jungpferde ein wenig zusammen waren. Dann brachte ich Skrúdur, Maxi und Haengur auf die selbe Koppel. Ich überlegte kurz ob ich Spirit dazu stellen konnte. Aber sie hatten genug Platz um sich aus dem Weg zu gehen, weshalb ich ihn also zu den beiden Hengsten stellte. Dann waren nur noch Vin und Cuba da, die ich doch zu den Fohlen und Palimé stellte. Dann war meine Palominostute nicht ganz so überfordert mit den Kleinen. Kaum waren alle draußen, fing ich auch schon an die Boxen zu misten und ihnen Wasser und Futter zu geben...

      Aus Verenas Sicht:
      Ich musste mich um die meisten Pferde kümmern, doch das war kein Problem, denn mir gehörten sie ja auch alle. Ich hatte mich mit dem Handy schon auf die Suche nach einem Springpferd für Aaron gemacht, und mir waren auch schon ein paar ins Auge gesprungen, doch ich war mir noch nicht so sicher, ob ich sie holen würde, denn Aaron war erst einen Tag hier. Die Verkäuferin war mir jedoch sehr vertraut, und falls sie nichts für Aaron waren, würde sie die Pferde auch zurücknehmen.
      Am Westernstall brachte ich zu erst die Fohlen zusammen auf eine Koppel. Lena, Holly, Hope, Ready for Action, King, Enjoy und End waren glücklich nochmal miteinander draußen sein zu dürfen. Bald konnte ich sie nicht mehr zusammen auf die Koppel bringen, da einige eingeritten würden und ins Training kamen. Doch solange sie klein waren, konnten sie ihr Leben noch genießen. Gen und Spooky brachte ich zu Pow auf die Koppel, der bis dato alleine gestanden hatte. Ali, Blue und Winny kamen auch zusammen. Dann waren die Hengste auch schon alle draußen. Bei den Stuten brachte ich Devil und Amarula zu Palimé, Vin und Cuba. Da Palimé die Chefin dieser Herde war, würden Devil und Amarula sich unterordnen müssen.
      Bella brachte ich mit Vice und Cherokee auf die Koppel, ehe als letztes meine beiden neueren Pferde rausstellte: Summer und Moon, wie ich sie gerne nannte. Als alle draußen waren, mistete ich die Boxen und stattete sie alle mit Heu aus, ehe ich jedem der Pferde Kraftfutter rationierte, bevor ich Alexis und Aaron ins Haus schickte etwas zu kochen, denn es war schon Abend geworden in der wunderschönen Türkei und es war schon am Dämmern. Nun mussten alle Pferde wieder rein, was ich auch in einer dreiviertel Stunde geschafft hatte.
      Ich ging ins Haus, wo die beiden auf mich warteten und wir gemeinsam etwas aßen. "Und wie gefällt es dir bis jetzt hier, Aaron?", fragte ich ihn. "Ganz gut, wirklich!", antwortete er mir und grinste bis über beide Ohren. Ich lies es damit gut sein und lächelte kurz. "Morgen ist wieder viel zu tun, geht euch ausruhen, ich räum das hier auf", sagte ich und fing an die Spülmaschine einzuräumen. Die beiden gingen nach oben, während ich die Küche in Ordnung brachte und die Person anrief, von der ich die Springpferde kaufen wollte. Ich durfte mir die Tiere mal anschauen kommen.
      Voller Vorfreude ging ich noch einmal kurz durch den Stall, um zu schauen, ob auch wirklich alles in Ordnung war. Dann ging ich ins Bett. Morgen würde ich die Tiere gucken fahren.

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      Oktober, by Veija

      Galopprennen A- L

      Etwas betrübt sah ich aus dem Fenster. Der Sommer war vorbei und auch der Herbst neigte sich so langsam dem Ende zu. Die Rennsaison war schon einige Zeit vorbei, weshalb nun die letzten Tage waren, wo ich ohne Gefahr auf die Rennbahn gehen konnte. Ich hatte Alexis und Aaron aufgetragen Hell und Nova zu satteln und warmzureiten, denn Alexis und ich würden die zwei heute im Galopprennen auf die Stufe L bringen. Das war kein großer Unterschied zur Stufe A, jedoch würden bessere und schnellere Pferde mitlaufen. Kurz überlegte ich, ehe ich mich doch dagegen entschied Jagger, Faster oder Walker mitlaufen zu lassen. Das war einfach zu gefährlich für die drei, da sie erst auf der Stufe E waren.
      Nachdem ich nun noch meinen Apfel fertig gegessen hatte, zog ich meine Schutzweste und meinen Helm mit der Brille an, ehe ich raus ging um zu schauen, ob die Pferde fertig waren. "Guten Morgen!", grüßte ich die beiden und hatte sie wohl bei etwas gestört, denn sie zuckten heftig zusammen und die Pferde waren auch noch nicht fertig. Etwas missmutig sah ich sie an. "5 Minuten, dann will ich euch und die Pferde fix und fertig an der Bahn sehen, sowie dich, Alexis, mit Schutzweste, Helm und Brille. Dich Aaron, mit zwei Stoppuhren." Eine klare Ansage, die ich da gegeben hatte. Also ging ich schon zur Bahn und stiefelte ein wenig im Sand herum. Er war zwar nass, aber es lagen nirgendwo Blätter und wir konnten noch rennen. Nach sagenhaften 10 Minuten kamen die beiden mit den Pferden angejoggt. Ich gab Aaron meinen Helm und half den beiden hoch. "Reitet sie im Schritt und Trab auf der Bahn war. Wenn ich auch nur einen Galoppsprung sehe, gibts Ärger", ja, ich war nun wirklich sauer. Meine beiden Angestellten sahen mich sauer an und ritten eine Runde im Schritt, ehe sie zwei trabten und auf mein Zeichen hin doch langsam Galoppierten. Als sie wieder bei mir waren, bekam ich meinen Helm zurück und schwang mich selbst auf Hell. Alexis war sie geritten und musste nun umsteigen auf Nova. Aaron hatte ich nicht zugetraut die Stute zu reiten, weshalb er die ruhigere Nova geritten ist. Nach ebenfalls einer Runde im lockeren Galopp, gingen wir in die Startboxen, die die beiden schon kannten und preschten los. Hell hatte sich zu Beginn schon versprungen, da sie mit solcher Wucht aus der Box galoppieren wollte, dass sie Nova nicht einholen konnte. Mit einem lauten Pfiff gab ich zu erkennen, dass ich aufgab, Alexis jedoch weiterlaufen sollte. Im lockeren Trab ritt ich zu Aaron und der Uhr zurück, als Alexis mit Nova ankam und gar nicht so schlecht in der Zeit lag. Zum Schluss übten wir noch ein paar Mal das Starten, ehe ich Hell Alexis und Nova Aaron in die Hand drückte. "Trockenreiten, absatteln, Decke und ab in die Box", gab ich nun Anweisungen, jedoch mit einem Lächeln im Gesicht, denn die beiden Englischen Volllbüter durften nun in der Klasse L starten!

      November, by Zion

      Hufschmiede Kaltes Eisen

      Ich habe kurzfristig noch einige Aufträge bekommen und konnte so nicht bei Sunnyyy bleiben. Als ich mich von Sunnyyy verabschiedete machte ich mich auf den Weg zu Veija. Heute sollte ich bei ihren Englisches Vollblüter die Hufe machen. So ich bin jeetzt da.
      "Hallo Fiona!"; sagte Veija. Und ich sagte ebenfalls Hallo. Dann gingen wir in den Stall um Hell zu holen. Veija hielt hell fest und ich holte meine Werzeuge und Aluminium Hufeisen. Ich musste die Hufe kürzen,ausschneiden und ggf. korrigieren. Das kürzen war kein Problem, bis auf ein bisschen wegzucken. Korriegieren musste ich nicht, aber auschneiden. Hierbei zappelte sie zeimlich, aber Veija konnte sie gut halten. dann kam das beschlagen. Das war vielleicht eine Arbeit, weil sie dauernt zappelte und tänzelte. Aber dann ging doch alles gut. So Hell war fertig und Veija und ich gingen mit der jetzt gesattelten Hell auf die Rennbahn. Veija sollte nähmlich gucken ob sie mit den neuen Eisen auch gut läuft. Nach dem Ritt sagte Veija: " Ja sie lief super, Danke" Ich war zufrieden und dann brachten wir Hell wieder in die Box. Ich unterhielt mich noch mit Veija bis ich das nächste Pferd machte.

      November, by Islandpony

      Tierarztbericht, Komplettcheck

      Auch heute ging es wieder weiter mit meiner Arbeit als Tierärztin. Ich saß schon seit geraumer Zeit im Auto und fuhr über alle möglichen Schnellstraßen um zum Quarter- und Painthorsegestüt von Verena zu kommen. Hier hatte ich einige Pferde komplett durchzuchecken. Ich mochte Paint Horses, deswegen freute ich mich ganz besonders auf den heutigen Auftrag.
      Diesmal fand ich den Hof fast direkt. Schon vom weiten sah ich hübsche, in allen Farben gescheckte Pferde auf den Koppeln stehen. Aber auch einfarbige Pferde entdeckte ich. Welche ich wohl behandeln würde? In der E-Mail stand, ich solle einfach ins erste Stallgebäude kommen, Verena würde dort schon mit dem ersten Pferd auf mich warten. Also stieg ich aus dem Auto und lief dann in das erste Gebäude, das ich sah. Dort stand bereits eine junge Frau neben einem englischen Vollblut. Nanu, doch kein Paint Horse… Und auch kein Quarter. Na ja, egal. „Hallo, ich bin die Tierärztin“, stellte ich mich vor. „Oh, hallo. Ich bin Verena und das ist Drag Me To Hell. Dein erster Kandidat“, antwortete Verena. „Okay, dann fange ich doch mal an“, meinte ich und ging zu der hübschen Palominostute hin. „Na du?“, fragte ich leise und hielt ihr meine Hand zum Beschnuppern hin. Sie schnaubte freundlich und stieß mich dann schwungvoll mit der Nase an. Offensichtlich wollte sie ein Leckerli. Aber… so schön sie auch war, so ein Verhalten konnte ich nicht belohnen. Also ignorierte ich sie einfach. Hinterher würde sie wie jeder meine Patienten etwas bekommen. Als erstes fasste ich an die Ganasche und maß die PAT-Werte. 37 Pulsschläge in der Minute. Ein normaler Ruhepuls. Die Atmung betrug meiner Zählung nach 12 Züge in der Minute. Während ich das maß stand die Stute brav still, was aber wahrscheinlich damit zusammenhing, dass sie von Verena gekrault wurde. Als ich jedoch das Thermometer nahm, sah ich ein freches Blitzen in den Augen. Ich wollte auf die Stute zu gehen und messen, aber sie drehte sich um drei Schritte. Ich folgte ihr und versuchte es wieder. Genau dasselbe wie vorher. Wir drehten uns dreimal herum, bevor ich sie am Kopf erwischte und festhielt. „So geht es nicht!“, schimpfte ich sie aus und hielt sie dann gemeinsam mit Verena fest. Das Schimpfen schien jedoch nichts genutzt zu haben. Jetzt ging sie rückwärts. So band ich sie schließlich beidseitig sehr eng an und konnte damit die Temperatur messen. Ganz schön frech. Wenn sie noch Angst gehabt hätte, hätte ich das ja verstanden, aber sie wollte mich ja nur verarschen. Es piepste. 37,8 Grad. Im grünen Bereich. „Kannst du sie mir bitte einmal vortraben?“, bat ich Verena und sie nickte. Dann gingen wir raus auf den Hof und die beiden liefen im Trab einmal auf und ab. Sie lahmte nicht und es schien auch keine Verspannungen zu geben. Also kein Problem. Die Augen leuchteten in einem frechen Schwarz und die Zähne waren auch in Ordnung. Jetzt noch Impfen und die Wurmkur, dann waren wir fertig. „Kannst du sie bitte halten? Nicht das sie beim Impfen erschreckt“, bat ich Verena. Sie nickte. Dann bereitete ich die Spritzen gegen Influenza, Tetanus und Tollwut vor. Neugierig sah Drag Me To Hell mich an. Ich nahm die Influenza Impfung und setzte sie. Die Stute ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen und knabberte meine Jacke an. So ging es auch mit Tetanus und Tollwut weiter. Auch auf die Wurmkur reagierte sie sehr brav. „Na du bist aber eine Liebe“, lobte ich sie und Verena brachte sie zurück in den Stall. Dann gingen wir weiter zum nächsten Pferd.
      Als nächstes war eine braune Stute namens Supernova an der Reihe. Wieder ein Englisches Vollblut. Inzwischen hatte Verena mich jedoch aufgeklärt, dass ich heute nur diese Rasse zum Behandeln hatte. Die Braune stand bereits angebunden am Putzplatz und blickte mir gelassen entgegen. Ich begrüßte sie, indem ich sie an meiner Hand schnuppern ließ und dann über den Hals strich. Sie blieb völlig entspannt, als ich den Puls maß. 30 Schläge pro Minute. Das war völlig in Ordnung. Bei der Atmung zählte ich 11 Züge. Dann maß ich die Temperatur. Verwundert sah die Stute mich an, ließ sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen. 38,0 Grad. Also waren die PAT-Werte in Ordnung. Dann nahm Verena die Stute am Strick und trabte einmal über den Hof. Sie lief klar und hatte wunderschöne Gänge. „Gut, laufen tut sie Prima!“, rief ich Verena zu. Sie kam zu mir zurück und ich begutachtete Augen und Zähne der Braunen Stute. Die Augen waren hübsch, tränten jedoch ein wenig. Ich machte mir ein wenig Sorgen darüber und zog deswegen eine kleine Tube mit Creme aus der Tasche. „Einfach jeden Tag rund ums Auge cremen, lieber zu viel als zu wenig. Nicht, dass es noch eine Entzündung gibt“, erklärte ich Verena. Sie nickte. „Und in den nächsten drei Tagen nicht allzu starkem Wind aussetzen“, fügte ich noch hinzu. Die Zähne waren völlig in Ordnung, da gab es nichts zu meckern. Dann bereitete ich die Impfungen vor. „Ist sie bei so was brav?“, fragte ich vorsichtshalber noch mal nach, bevor ich die Influenza-Impfung setzte. „Sie ist eigentlich immer brav“, antwortete Verena stolz. Das stimmte. Supernova stand bei allen drei Impfungen, sowie bei der Wurmkur völlig brav still und döste sogar ein wenig. Damit war die Braune Stute fertig.
      Als nächstes wartete eine süße Red Roan Stute mit dem Namen „I´ve got the Moves Like Jagger“ auf mich. Neugierig kam sie uns gleich entgegen, nahm das Begrüßungsleckerli von Verena und schnupperte mich dann erstmal neugierig von oben nach unten ab. „Du bist ja eine Liebe“, sagte ich und kraulte sie hinter den Ohren. Sie schloss entspannt die Augen und ließ mich machen. Die Pulswerte betrugen 29 Schläge pro Minute. Ziemlich wenig, aber das machte mir keine Sorgen, so tiefenentspannt wie die Süße war. Pro Minute waren es zehn Atemzüge. Nun kam das Thermometer an die Reihe. Ein wenig verunsichert beäugte Jagger mich und trat einen Schritt zur Seite. Trotz ihrer Unsicherheit ließ sie sich brav die Temperatur messen und ich kraulte sie dabei. 37,9 Grad. Die Augen waren hübsch und leuchteten. Und die Zähne waren zwar ein wenig schief, jedoch nicht bedenklich. „Bitte auch vortraben“, bat ich Verena. Diese nickte und band die Stute los. Dann führte sie sie aus der Stallgasse auf den Hof und schnalzte. Brav lief Jagger mit und ich konnte keine Probleme erkennen. Dann bereitete ich die Impfstoffe vor. Die Wurmkur sollte die Stute als Tablette bekommen. Ich impfte als Erstes Tollwut. Oder zumindest versuchte ich es. Aber als Jagger die Spritze nur sah, wich sie schon erschrocken nach hinten auf. Das fand sie gruselig. „Hoppala, ist doch nur ein kleiner Pieks, dann ist es vorbei“, beruhigte ich sie. Trotzdem wollte sie mich nicht ranlassen. Erst als Verena und einer ihrer Stallburschen sie gemeinsam festhielten, schaffte ich es, mich ihr zu nähern und die Spritze zu setzen. Nervös tänzelte Jagger los, aber als drei Leute sie mit vereinten Kräften beruhigten, entspannte sie sich wieder. „War doch gar nicht so schlimm“, beruhigte ich sie und setzte gleich noch Tollwut. Diesmal erschrak sie nicht mehr. Offensichtlich war es nur das unbekannte Ding gewesen. Auch bei Tetanus passierte jetzt nichts mehr. „Siehst du? Schon vorbei“, sagte ich ruhig und gab ihr dann eine Schüssel mit Futter und der Wurmkurtablette drin. Das fraß sie brav und damit war sie dann auch entlassen. „Du warst doch ganz lieb“, lobte ich sie. Dann brachte Verena sie zurück in ihre Box.
      Als nächstes war die Stute „Faster“ an der Reihe. „Achtung, sie hat Angst vor Tierärzten“, warnte Verena mich bevor ich zu der braunen Stute hinging. Ich nickte. „Das bekommen wir schon hin“, sagte ich zuversichtlich. Faster stand bereits angebunden in der Stallgasse und sah uns neugierig entgegen. Als sie jedoch mich als Tierärztin erkannte, blähte sie erschrocken die Nüstern und wich nach hinten. „Hui, hat da jemand Schiss?“, fragte ich mit lieber, beruhigender Stimme. Sie entspannte sich bei diesem Klang zusehends, kam jedoch nicht näher auf mich zu. „Schau mal, stell dir vor, du bist bei deinem nächsten Rennen krank, weil ich dich nicht untersucht habe“, sprach ich weiter. Es war eigentlich völlig egal, was ich sagte. Hauptsache, sie hörte meine Stimme. Trotzdem wollte ich beim Thema bleiben und nicht über Koala Bären sprechen. „Das wäre doch schrecklich oder?“, meinte ich. Langsam kam sie auf mich zu und ich konnte sie am Hals kraulen. „Und wir können es auch ganz schnell hinter uns bringen. Du musst nur gut machen“, beruhigte ich sie weiter. Während ich kraulte, fuhr ich vorsichtig mit einer Hand zur Ganasche, um den Puls zu messen. 45 Schläge pro Minute. Ziemlich hoch, aber da sie sich gerade ganz schön erschrocken hatte, schob ich das darauf. Die Atmung betrug 14 Züge in der Minute. Das war noch ziemlich normal, wenn auch ein bisschen schnell. Dann kam das Thermometer. Hier half mir Verena wieder, indem sie Faster festhielt. Als Verena da war, beruhigte sich die Stute. Trotzdem zuckte sie ziemlich, während ich die Temperatur maß. 37,6 Grad. Okay, die PAT-Werte waren kein Problem. Dann ließ Verena die Stute vortraben. Ich sah keine Gangfehler und nickte ihr zu. Die Augen waren völlig in Ordnung, genauso wie die Zähne. Da ich nicht wollte, dass Faster bei den Spritzen Angst bekam, gab ich ihr die Impfungen als Tabletten, genau wie die Wurmkur. Das akzeptierte sie gut. Danach führte Verena die Stute wieder in ihre Box.
      Das nächste Pferd war ein brauner Hengst, welcher bereits im Hengststall angebunden war. Er trug den Namen Firewalker. Mit einem freundlichen Schnauben begrüßte er Verena und kuschelte sich gleich an sie. Ein süßes Pferd. „Ich halte ihn einfach. Wenn ich dabei bin, ist er meistens braver“, erklärte Verena mir und band den Hengst los. Ich nickte und streichelte den Großen erstmal zur Begrüßung. Er beschnupperte mich freundlich und ließ es dann brav über sich ergehen, dass ich den Puls maß. 35 Schläge pro Minute. Mittelfeld. Super. Die Atmung betrug 12 Züge in der Minute. Während Verena ihn kraulte, konnte ich auch ganz leicht die Temperatur messen. 37,9 Grad. Auch okay. Die Augen leuchteten und ich konnte keine Anzeichen von bevorstehenden Entzündungen entdecken. Mit den Zähnen verhielt es sich genauso. „Bitte einmal vortraben“, bat ich. Verena nickte und trabte mit Firewalker einmal über den Hof. Er lief klar und ganz problemlos. „Alles klar. Dann nur noch Impfen und Wurmkur“, rief ich Verena zu und sie kam wieder zu mir. Ich bereitete die drei Impfungen und die Wurmkur, die er auch als Spritze bekommen sollte, vor. Dann spritzte ich die Influenza Impfung. Während Verena ihn beruhigte, stand der Hengst ganz ruhig und brav da. Bald waren wir mit den Spritzen fertig. Dann ging es weiter zum nächsten Pferd.
      Als letztes für heute war der Jährling Wildfire xx an der Reihe. Er kam gleich an die Boxentür, um uns zu begrüßen. Ich hielt ihm die Hand hin und ließ ihn schnuppern. Offenbar fand er meinen Geruch interessant. Verena holte ihn raus und band ihn an. Brav stand er da und beäugte mich neugierig. Er ließ sich den Puls messen. 39 Schläge pro Minute waren in Ordnung. Die Atmung betrug 13 Züge pro Minute. Auch das war völlig okay. Dann kam ich mit dem Thermometer. Zuerst beschnupperte der Kleine das Ding und stufte es dann wohl als uninteressant ein. Jedenfalls ließ er sich brav die Temperatur messen. 38,1 Grad. Komplett in Ordnung. Die Augen leuchteten lebensfroh. Und die Zähne waren auch in Ordnung. Noch voll klein. Süß. „Bitte auch mal vortraben“, bat ich Verena. Sie nickte, band Wildfire los und trabte mit ihm los. Die Gänge waren noch ein wenig unsicher, aber er war ja auch noch klein. Trotzdem lahmte er nicht und das war ja die Hauptsache. Ich nickte Verena zu und bereitete dann die drei Impfungen vor. Vorsichtig spritzte ich ihm die Influenza Impfung. Wildfire sah mich erschrocken an, aber blieb ansonsten ruhig. „Ist doch alles gut“, beruhigte ich ihn. Bei den beiden anderen Impfungen blieb er ruhiger. Dann spritzte ich noch die Wurmkur ganz hinten auf die Zunge. Er schluckte es brav. Damit waren alle Pferde fertig. Verena brachte Wildfire noch rein und dann verabschiedeten wir uns und ich fuhr zurück nach Hause.

    • Veija
      Januar 2015, by Veija

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      Galopprennen L- M

      Völlig gestresst war ich meine Angestellten am Zusammenpfeifen. Nichts klappte, und die Vollblüter waren nervös wie sonstwas, weshalb ich noch wuschiger wurde. Drag me to Hell musste von L auf M gebracht werden, Supernova ebenfalls, Jagger von A auf L, Faster ebenfalls von A auf L und Firewalker auch. Filly wollte bewegt werden und Abby musste noch in Dressur weitergebildet werden. Nämlich von E auf A, aber von einer bekannten Trainerin, nicht von mir oder meinen Leuten selbst.
      "Caleb!", fauchte ich ihn an und betrachtete Filly, der mit angelegten Ohren hinter ihm herstapste. "Be careful, please don't pull him like that", pflegte ich bei und sah, wie Filly beim Klang meiner Stimme die Ohren nach vorne legte. "Gooood boy.", sagte ich leise und streichelte ihm kurz über den Kopf. "Alexis, hast du Hell und Nova schon fertig?", rief ich zu ihr rüber und sah mir Aaron an, der wohl doch Angst vor Abby hatte. "Gleich", rief Alexis rüber, doch ich war schon auf dem Weg zu Aaron. "Hey, lass mich dir helfen", befahl ich ihm im freundlichen Ton und nahm ihm den Führstrick ab. "Stell dich so neben sie..", erklärte ich und ging ein paar Schritte. "Wenn sie dir zu weit nach vorne kommt, box sie mit deinem Ellenbogen in die Schulter, und schick sie rückwärts. Sie soll gefälligst hinter dir gehen", sagte ich lächelnd und demonstrierte ihm, was ich meinte. Ich gab ihm den Strick wieder und er musste sie ein paar Mal rückwärtsgehen lassen, ehe sie den Kampf aufgab und er lächelnd zu mir sah. "Gut, nun bring sie nach hinten auf die Kleine Weide, Caleb, go with Aaron and take Filly to the meadow right from Abby then", sagte ich und lies die Beiden ziehen, während ich zu Alexis ging. Hell und Nova waren soweit fertig, ich half Alexis nur noch sie zu bandagieren, ehe wir uns die Helme schnappten und zur neuen Ovalbahn gingen. Ich musste Drag ein paar Mal rüberschieben, weil sie mich ständig über den Haufen rennen wollte. Na das konnte ja lustig werden, dachte ich mir und gab Alexis noch ein paar Anweisungen, wie sie sich verhalten sollte, wenn Nova überschwänglich wurde und unkontrolliert losgaloppierte. Zu erst sollte sie sie laufen lassen, ehe sie sie runterriegeln sollte. Ich hatte Caleb beauftragt, sobald er mit Filly fertig war, Gipsy zu satteln und ihn als Track-Pony zu holen. Außer Caleb lies ich wirklich keinen auf meinen geliebten Gipsy... Er sollte am Ziel warten und uns entgegenkomm. Hinzu kam dann noch Aaron auf Emilio, jedoch mit englischer Ausrüstung, um Caleb ein wenig zur Seite zu stehen.
      Gesagt getan: Wir gingen in die Startboxen, was schon mehr als schwierig war, da Hell wie eine Diva rumzickte und sich einfach nicht gefangen bekam. Irgendwann reichte es mir dann auch, so dass ich abstieg und sie mit starkem Rucken am Zügel zum Rückwärtsgehen zwang. Sie kam mit ihrem Hintern an der Startbox an und drückte sich ängstlich dagegen. "Lass es jetzt!", schnauzte ich sie an und schwang mich in den Sattel. Nova stand schon bereit und auch wir bequemten uns nun in die Box. Ich drückte auf den Timer und nun hieß es warten. 10..9..8..7..6..5..4..3..2..1.. Klack. Die Türen sprangen auf und Hell bäumte sich in der Box auf, während Nova aus der Startbox herausschoss. "Was zur..", fluchte ich und drückte ihr meine Fersen in die Rippen, nachdem sie wieder auf allen Vieren stand. Nun sprang sie wie von der Tarantel gestochen aus der Box und preschte Nova hinterher. Heute klappte auch wirklich gar nichts, denn ich merkte, dass ich Hell nicht zurückgenommen bekam, weil sie Nova einfach nur überholen wollte. Na hoffentlich tat sie sich dabei nicht weh. Nova war noch 3 Pferdelängen entfernt, als ich Calebs und Aarons geschockte Gesichter in der Ferne sah. Aaron war schon auf dem Sprung, um uns abzufangen, doch Caleb hielt ihn fest. Gut so. Caleb verstand die Kunst des Reitens um Längen besser als Aaron, doch der junge Mann lernte ja noch. Kurz pfiff ich Alexis zu. Sie schien es gehört zu haben, denn sie versuchte Nova langsamer zu bekommen. Endlich kamen wir neben ihnen an und ich nickte. Erneut schossen beide Pferde in vollem Tempo nach vorne. Nova hatte noch nie eine Chance gegen Hell gehabt, da die Stute einfach um Längen größer war und auch an Schnelligkeit einiges mehr beweisen konnte. Aaron schaute uns nur geschockt an, als wir zwischen den Beiden hindurch galoppierten. Emilio waren die beiden schnellen Pferde nicht so geheuer, weshalb er geschockt nach hinten sprang. Doch Aaron konnte sich halten, weshalb nichts passierte. Langsam liesen wir die Pferde auslaufen und klopften die Hälse der verschwitzten Stuten. "What the hell..", fing Caleb an, als er und Aaron zu uns aufschlossen. "Did she rised in the box?!", Caleb schien völlig verwirrt. "Yeah, but it's okay. If she does it at a real race, she would be also fast enough to get placed I think. But we have to train it. It should not happen anymore. It's too dangerous.", erklärte ich ihm und schwang mich von Hells Rücken. Die anderen drei stiegen auch ab, ehe wir alle Pferde zurück brachten, sie absattelten, ihnen Decken auflegten und sie in die frisch gemisteten Boxen stellten, wo sie sich sofort auf ihr Kraftfutter stürzten- alle bis auf Emilio, da er weiterhin Track Pony spielen musste.Wir tauschten sie dann gegen die drei schon gesattelten Vollblüter Jagger, Faster und Walker. Caleb ritt Walker, ich Faster und Alexis Jagger. Es war mir zu gefährlich Aaron auf eines der Vollblüter zu setzen. Er war zwar schonmal ein Rennen mitgelaufen, jedoch reichte das auch vollkommen für den Anfang. Mit Emilio zusammen war er als "Tracker" wirklich besser aufgehoben.
      Zu viert gingen wir dann also zur Bahn. Aaron und Emilio stellten sich an das Ende unserer Strecke und wir versuchten, die drei in die Boxen zu bekommen, ehe ich den Timer stellte. 10..9..8..7..6..5..4..3..2..1..Klack. Die Türen öffneten sich und ich hörte, wie Caleb Walker lautstark antrieb. Dieser Spinner. Er war eben doch nur die Westernpferde gewöhnt. Lachend trieb ich meine Faster an und preschte los. Sie konnte sich gut neben Walker halten, doch Jagger war schneller. Es kam also doch auf die Größe an, dachte ich mir- war ja eben bei Nova und Hell genauso gewesen. Es dauerte wirklich nicht lange, bis wir ins Ziel einliefen. Alexis hatte mit Jagger gewonnen, danach kam Caleb mit Walker und das Schlusslicht bildeten Faster und ich. Ich hatte die Stute jedoch bewusst zurückgenommen, da sie ja auch nicht mehr die Jüngste war. Eigentlich lief sie auch nur aus Spaß mit. Das hier war auch ihre letzte Stufenerhöhung- obwohl: vielleicht packte sie die Klasse M auch noch. Dann war aber genug.
      Wir lobten die Pferde und brachten sie wieder in die Stallungen, ehe wir sie absattelten, kurz die Hufe kontrollierten, ihnen Decken auflegten und sie wieder in die Boxen konnten. Aaron und Alexis gingen Filly und Abby holen und Caleb und ich kontrollierten noch einmal die Beine der Rennpferde, ehe wir ins Haus gingen. Aaron und Alexis kamen schon zurecht.
      Heute war ein erfolgreicher Tag gewesen. Hell und Nova waren im Galopprennen auf der Klasse M, Faster, Jagger und Walker auf der Klasse L. In ein paar Wochen ging es dann weiter.

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      Pflegebericht für die Englischen Vollblüter

      Meine geliebten Vollblüte waren zur Zeit alle im Training. Hell und Nova liefen schon Galopprennen der Klasse M. Sie waren beide nicht mehr weit davon entfernt, in der Klasse S zu laufen.
      Doch auch die anderen Galopper machten sich gut und entwickelten sich prächtig. Besondere Fortschritte machte meine neue Stute Abby. Sie war nicht nur im Springsport ein Crack, sondern auch in der Dressur. Momentan hatte sie ein Training hinter sich, bei dem eine bekannte Trainerin sie auf die Stute A gebracht hatte. In ein paar Wochen würde sie die ersten Turniere in dieser Klasse gehen, ehe ich sie selbst auf die Stute L weiterbilden würde. Vielleicht würde ich auch Springen vorziehen, je nachdem wie weit Aaron mit seiner Arbeit mit ihr war.
      Bei den Pferden angekommen, legte ich Nova und Hell eine Weidedecke auf und brachte sie auf die Schneebedeckte Weide. Sie waren es gewöhnt, bei Kälte draußen zu stehen. Auch Faster, Jagger und Abby kamen auf die Koppel. Nur der arme Firewalker kam allein in die Halle, wo er sich austoben konnten. Ihm fehlte noch ein Kamerad, mit dem er zusammen auf die Koppel konnte. Große Hoffnungen setzte ich da in den kleinen Wildfire, dass er und Walker sich später einmal gut verstehen würden.
      Als alle Pferde aus den Boxen waren, fing ich an zu misten. Das dauerte, und dauerte. Doch nach gut einer Stunde war ich fertig und schnitt haufenweise Säcke mit Pellets auf, die ich in die Boxen schüttete. Jedes Pferd bekam zwei Säcke Pellets, auf denen sie eine Weile laufen konnten. Diese hatten den Vorteil, dass die Pferde sie nicht so gerne auffraßen und die Boxen leichter sauber zu halten waren.
      Nach dem Misten bekamen alle ihre Rationen Heu in die Box gelegt, nachdem ich die Tränken kontrolliert hatte. Zum Schluss mischte ich allen ihr Kraftfutter, ehe ich Walker aus der Halle reinholte und ihn mitsamt Decke in seine Box stellte. Auch die fünf Mädels kamen wieder in ihre Boxen und stürzten sich gierig auf ihr Kraftfutter. Lächelnd kontrollierte ich, ob alle Boxen richtig verschlossen waren und ging dann wieder ins Haus, um mich aufzuwärmen. Es war wirklich kalt draußen.
    • Veija
      Februar 2015

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      by Veija

      Galopprennen M-S

      Heute war es mal wieder so weit. Die Vollblüter konnten mal wieder eine Stufe höher trainiert werden. Lächelnd sah ich meinen Mitarbeitern zu, wie sie die Pferde fertig machten. Zunächst würde Aaron mit unserem Trackpony Emilio auf die Bahn gehen und ihn ein wenig reiten, ehe Caleb und ich mit Supernova und Drag me to Hell auf die Bahn gehen würden. Die beiden Stuten würden nämlich nach dem Training in der Klasse S laufen, was ein gutes Licht auf unseren Hof werden würde. Im Sport laufende Pferde, die zudem noch gut abschnitten, waren immer wieder einen Blick auf die Homepage oder einen Besuch wert.
      Doch genug nachgedacht, freudig schwang ich mich auf Hells Rücken und ritt sie zur Ovalbahn. Heute war meine Dame besser gelaunt als das letzte Mal, weshalb wir sie sehr schnell in der Startbox hatten. Nova folgte ohne zu zögern mit Caleb, und schon waren wir in der Box. Ich streichelte meiner Stute kurz über den Hals, ehe Alexis den Timer stellte und die Türen aufflogen. Hell schoss so schnell aus der Box, dass ich mich in ihrer Mähne festkrallen musste, um nicht von ihrem Rücken zu fallen. Nach einem kurzen Blick nach hinten sah ich, wie verdutzt Caleb uns nachschaute und Nova antrieb. Hells Galoppsprünge wurden von Sprung zu Sprung länger und raumgreifender, so dass Caleb und Nova keine Chance hatten uns einzuholen. Größere Pferde waren eben doch ab und an von Vorteil.
      Während wir so galoppierten hatte ich Alexis aufgetragen, Faster, Jagger und Walker fertig zu machen. Es dauerte auch nicht mehr lange, da war ich mit Hell durch die Ziellinie galoppiert, gefolgt von Caleb und Nova.
      Wir lobten die Pferde ausgiebig und brachten sie in den Stall, wo wir sie absattelten und wieder in ihre Boxen brachten. Ich schnappte mir nun die ältere Stute Faster, Alexis Jagger und Caleb den Hengst Walker. Nach dem Training konnten die drei in der Stufe M starten.
      Aufgeregt stellten wir uns auf, stellten den Timer ein und los gings. Ich hielt Faster ein wenig zurück, da sie eine leichte Erkältung hatte. Walker und Jagger preschten davon und ich merkte, wie gerne Faster laufen wollte, doch nicht mit ihrer Erkältung. Sie schlug sich gut und kam nur circa 7 Pferdelängen hinter den anderen beiden ins Ziel, doch das war wirklich okay. Gewonnen hatte Walker, der heute in Höchstform war. Lächelnd stich ich mir meine Haare aus dem Gesicht und ritt die Stute zur Stallung, wo wir alle Pferde absattelten und versorgten. Schließlich wurden ihre Trainingspässe geändert, so dass Hell und Nova nun in der Stufe S und Walker, Jagger und Faster in der Stufe M starten durften.

      by Loulou

      Tierarztbericht für alle Pferde

      Heute hatte ich wieder einen Großauftrag vor mir. Ich sollte alle Pferde von Verena behandeln. Von meiner Wohnung bis zu ihr war es nicht sehr weit, weshalb ich sehr schnell bei ihr war. Außerdem freute ich mich, da ich meine Beiden Pferde Snuff und Steel Heart besuchen konnte. Leider mussten mich meine Pferde verlassen, da ich beruflich bedingt umziehen musste und die Pferde nicht mitkommen konnten.
      Bei Verena angekommen verwickelte mich Caleb zunächst in ein Gespräch und wollte mich gar nicht mehr gehen lassen. Als ich mich dann endlich von ihm lösen konnte, kam mir Verena auch schon entgegen und umarmte mich lächelnd. Wir redeten eine Weile, bevor wir uns zu dem ersten Pferd begaben. Die erste war Drag me to Hell, die ihre alte Besitzerin sofort erkannte. Sie wiehrte mir freudig entgegen und streckte ihren Kopf aus der Box heraus, um gestreichelt zu werden. "Na mein Mädchen?", sagte ich und nahm sie raus. Es folgte eine allgemeine Untersuchung aller Vitalwerte, doch die waren top in Ordnung. Ich schaute mir ihren Pass an, ehe ich die nötigen Impfungen auffrischte und ihr die Wurmkur verpasste. Zum Schluss wurde sie gechippt, was ihr nicht so wirklich gefiel, aber das musste sein.
      Schon waren wir mit ihr fertig, ehe Verena schon das zweite Pferd holte. Es war Supernova, die mich auch noch erkannte. Lächelnd streichelte ich ihren Kopf und überprüfte ebenfalls ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie. Fertig war auch Nova.
      Nun kam Verena mit einer wunderschönen Red Roan Sabino Stute. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie.
      Als nächstes war Faster an der Reihe. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie.
      Nun war ein Hengst an der Reihe. Firewalker hies der Gute. Auch seine Vitalzeichen wurden überprüft, seine Imfpungen aufgefirscht, die Wurmkur verpasst und der Chip unter die Haut gesetzt. Das Selbe geschah auch mit dem kleinen Hengst Filly. Augen auf betrachtete ich nur durch die Box hindurch, ihr fehlte nichts, da der Tierarzt erst vor Kurzem nach ihr geschaut hatte.
      Wir waren fertig mit den Englischen Vollblütern und gingen zu den 3 Pferden der Angestellten. Der alte Wallach Emilio war der erste, um den ich mich kümmerte. Ich checkte seine Vitalzeichen, frischte Impfungen auf, gab ihm die Wurmkur und setzte den Chip unter seine Haut. Alles lies er brav über sich ergehen, ehe ich ihm ein Lekerli hinstreckte, welches er genüsslich fraß.
      Das nächste Pferd war Black Ops. Sie kannte ich auch noch, auch wenn sie sich nicht mehr an mich erinnern konnte. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie.
      Das letzte Pferd der drei war ein Isländer Mix, mit einer sehr schönen Farbe. Die Kleine war zunächst etwas zickig, doch auch hier klappte alles. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie.
      Der erste im Sportstall war Gipsy. Ihn kannte ich auch noch. Er war neben Bella Verenas Lieblingspferd. Ich konnte mir nicht vorstellen, was wohl geschehen würde, wenn einem der Beiden etwas zustoßen würde. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor seine Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihm eine Wurmkur und chippte ihn. Schon war der Wallach fertig.
      Die nächste war eine sehr ungewöhnliche Stute. Eine Kreuzung aus Quarter Horse und Andalusier. Doch auch ihre außergewöhnliche Rasse konnte sie nicht vor dem Tierarzt schützen. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie.
      Es folgten Skrúður, Vin, Hængur, Gulrót, Harley, Náttdís und Eldrian Antrax, deren Vitalzeichen alle in Ordnung waren, weshalb ich sie impfen konnte bzw die Impfungen auffrischen konnte. Allen verpasste ich eine Wurmkur und chippte die Pferde, die noch nicht gechippt waren.
      Bei Snuff und Steel Heart ging ich besonders gründlich vor, da die Beiden erst vor ein paar Tagen in Verenas Stall gewechselt hatten. Die beiden hatten etwas erhöhte Temperatur, doch das kam durch den Stress und die ganzen neuen Pferde. Dennoch konnte ich impfen, Wurmkur verpassen und chippen. Schon waren wir mit den Sportpferden fertig, weshalb Verena und ich zu den Westernpferden gingen. Zu erst waren die Hengste dran.
      Die ersten waren Genuine und Spooky. Es folgten Ready for Action und Stütchen. Mit Stütchen war natürlich Funky Powerbabe gemeint, doch für mich und Verena war er mehr weiblich, als männlich. Genau so stellte er sich auf an, als wir chippen wollten. Doch es sei ihm verziehen. Die nächsten waren King Bee, Enjoy und Ali. Gefolgt von What Lies Ahead, Gun and Slide und Charly. Bei ihnen klappte auch alles super, weshalb ich schnell bei Flintstone, Sympath und Siku war.
      Nun kam der schwierigste Kandidat: Zues. Impfen mussten wir mit dem Blasrohr, die Wurmkur mischten wir ihm in sein Futter. An chippen war nicht zu denken.
      Schon waren wir fertig mit den Hengsten, weshalb es zu den Stuten ging. Die erste war Bella, die mich neugierig beäugte. Sie kannte mich ja auch schon lange. Lächelnd klopfte ich ihren Hals, ehe ich ihre Vitalzeichen untersuchte, sie impfte, ihr die Wurmkur gab und schließlich chippte.
      Bei Snapper Little Lena war das Ganze etwas schwieriger. Die Stute war nämlich blind und reagierte auf alles ganz anders, als die anderen Pferde. Wir holten ihr Holly Golightly zur Hilfe, damit sie sich an ihr orientieren konnte. Ständig hatte sie ihre Nase an Hollys Fell, um sich zu vergewissern, dass sie noch da ist. Die Untersuchung verlief noch sehr gut. Das impfen und die Wurmkur ging auch noch, nur das chippen machte ihr und Holly ein wenig Probleme. Doch alles verlief gut, weshalb wir uns den restlichen Pferden widmen konnten.
      Princess Gun, Vice, Devil, Cherokee Rose, Amarula, Moonrise, Summertime, Dawn of Hope, Honey, Angelic Desolation, Born to Die, Comeback of a fallen Goddess, Croatoan, Raised from Hell, Sheza, Secret, Wusel und Crow. Mal verlief die Untersuchung sehr gut, mal hatten wir ein paar Probleme. Doch nun waren wir fertig und Verena zeigte mir noch voller Stolz ihr erstes Paint Horse Fohlen. Aquila. "Wirklich eine Schönheit", sagte ich und wir gingen noch ein wenig ins Haus, um zu reden. Schließlich verabschiedete ich mich von ihr und ihren Mitarbeitern, ehe ich nach Hause fuhr.
    • Veija
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      März 2015, by Veija

      Springen E- A

      Lächelnd stand ich in der Halle und beobachtete Aaron dabei, wie er Nova warm ritt. Der Junge war wirklich talentiert und beherrschte das Springreiten immer besser, weshalb ich ihn nun auch mit anderen Pferden springen lies. Er selbst war auf einem wackligen A-Niveau, doch E beherrschte er wirklich sehr gut. "Nehm die Zügel mal kürzer und reit ein paar kleinere Zirkel. Schau, dass sie sich schön nach innen biegt", gab ich Aaron Anweisungen und fing an, die Hindernisse aufzubauen. Das erste waren jedoch nur sehr niedrige Cavalettis und Trab- sowie Galoppstangen. Alles noch ganz easy für Aaron und Nova. "Gut, okay..okay.. trab mal an und nimm die Trabstangen. Dann galoppierst du an und nimmst die andere Reihe. Dann direkt über das Cavaletti", gab ich ihm Anweisung und sah seine gerunzelte Stirn unter seinem Reithelm. Jetzt musste ich doch lachen, weil er so überfordert schaute. Zu seinem Verhängnis kam Caleb gerade in die Halle, um uns beim Training zuzusehen. Natürlich war Aaron nun verdammt nervös, weil er immer von Caleb verbessert wurde. "Caleb, you don't say a word!", fauchte ich ihn an und widmete meine Aufmerksamkeit wieder Nova und Aaron. Nervös schlug die Stute mit dem Schweif, als der total verkrampfte Aaron die Stute antrieb. Klong, klong, klong... ging es, als sie über die Trabstangen gingen. "Aaron, warte ne Minute, halt sie an." Sagte ich zu ihm und verlies die Halle, nachdem ich Caleb einen warnenden Blick zugeworfen hatte. Dieser fuhr mit seinem Finger über seine Lippen und tat so, als würde er sie mit einem Schlüssel verschließen, welchen er auf den Boden warf. Ich ging derweil zügig in die Sattelkammer, um Ausbinder zu holen, damit die Stute den Kopf runternahm und nicht wie eine Giraffe in der Gegend rumstolperte. Etwas unüblich zu dem Springsattel hatte ich Schlaufzügel gewählt, weil die Stute da immer die Chance hatte, dem Druck auszuweichen, wenn sie ihren Schädel runternahm. Ich verschnallte sie noch ziemlich locker, ehe Aaron damit ein paar Runden Schritt und Trab ritt, bevor ich sie etwas enger verschnallte, die Stute dem Druck nachgab und endlich die Füße bei den Stangen hob. Auch bei den Galoppstangen knallte sie nicht mehr dagegen. Das Cavaletti lies ich Aaron noch mit den Schlaufzügeln springen, ehe ich sie rausmachen musste. Die Gefahr, dass Nova ihren Kopf nach dem Hinternis hochriss und durch den übermäßigen Druck in ihrem Maul in Panik geriet und zu stürzen drohte, war einfach zu hoch.
      Ich machte die Schlaufzügel ab und Caleb baute derweil E-Sprünge auf, die Aaron auch nach einiger Zeit solide springen konnte. Nun erhöhten wir die Hindernisse und ich lächelte, als Aaron diese auch locker springen konnte. "Gut gemacht, Aaron!", lobte ich den Jungen und auch Caleb gab nun seinen Senf dazu: "Better than me, I think", sagte er und klopfte ihm einmal auf den Kopf. Caleb war kein Springreiter.. sein Gebiet war die Westernreiterei.
      Wie gesagt setzte ich mich nochmal kurz auf sie, ehe ich den Parcours durchritt und sie dann schließlich lobte und Aaron in die Hand drückte. Zusätzlich gab ich ihm die Schlaufzügel. "Bring sie bitte in die Box", sagte ich lächelnd und schnappte mir Caleb am Kragen der gerade gehen wollte: "Take it all back, please", befahl ich ihm und grinste kurz, ehe ich auf die Hindernisse und Stangen zeigte. "Sure, darling", sagte er augenverdrehend, lächelte mich jedoch dann nochmals kurz an. Hach ja, da entwickelte sich was.
    • Veija
      April 2015

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      by Veija

      Darling

      Schon früh am Morgen waren meine Mitarbeiter und ich auf den Beinen. Schließlich stand heute eine Art "Frühlingsputz" an, in dem wir alle Pferde bewegen wollten und ihnen ein wenig Aufmerksamkeit zukommen lassen.
      Wir begannen im Stutentrakt, wo Caleb, Aaron, Alexis, Aliena und ich nacheinander Bella, Princess, Devil Rosy, Amarula, Shadow, Summer und Like Honey and Milk in die Führanlage brachten, ehe wir uns um die Boxen kümmerten. Nach einer halben Stunde waren diese wieder sauber, so dass wir in jede Box einen Sack "Streupellets" schütteten, ehe wir die Heunetze auffüllten, das Wasser kontrollierten und jedem Pferd seine Ration Kraftfutter dosierten. Dann kamen die 8 Pferde wieder rein. An eine Pause war jedoch nicht zu denken, da wir nun Angelic Desolation, Bailey, Goddess, Croatoan, Sheza, Crow, Grace & Pluie in die Führanlage brachten, ehe wir auch deren Boxen ausmisteten. Raised from Hell und Annie blieben im Stall. Annie sollte sich noch ein wenig einleben, bevor es an die Arbeit ging. Raised from Hell bekamen wir nur mit Mühe ausgemistet, da sie noch nicht wirklich händelbar war. Seufzend schüttelte ich den Kopf. Sie war wohl ein Pferd, dass man brechen musste, um mit ihr arbeiten zu können. Caleb und ich würden uns in der nächsten Zeit wohl mit ihr beschäftigen müssen... Nun kamen die 8 wieder rein und stürzten sich auf ihr Kraftfutter.
      Weiter ging es zu den Hengsten. Gen, Spooky, Funky, Ali, Winny, Blue, Flint und Pathy kamen ebenfalls in die Führanlage. Siku stellten wir in den Round Pen, Sol kam kurz auf die Koppel. Zues stand noch immer in Penals eingezwängt auf einem Stück der Koppel, weshalb wir ihn nicht ausmisten mussten. Erneut waren wir nach einer guten halben Stunde fertig, so dass alle Pferde wieder in ihre Boxen zurück konnten- ganz zum Leidwesen von Sol, dem das bisschen Gras, was zur Zeit auf der Wiese war, sichtlich schmeckte.
      Weiter ging es zu den Vollblütern, wo wir in den letzten Tagen zwei Neuzugänge bekommen hatten.
      Erneut brachten wir die Pferde in die Führanlage. So waren Hell, Nova, Jagger, Faster, Abby, Zucker, Manni und April innerhalb 5 Minuten in Bewegung. Faster stellten wir in den Round Pen, da wir ihn nicht gerne mit den Stuten zusammenliesen. Nach etwa einer halben Stunde waren wir soweit fertig, dass die Pferde wieder reinkonnten.
      Es war fast geschafft, denn es fehlten nur noch 2 Stallteile. Nun waren wir also bei den Sportpferden angelangt: Gipsy kam auf die Koppel, Skrudi, Vin, Haengur und Glaeta kamen zusammen mit Ops, Oca, Snuff und Heart in die Führanlage. Emilio, Antrax, Maracuja, Callus und Kunis stellte ich auf verschiedene Koppeln. Für die Pferde viel zu schnell waren wir fertig mit der Arbeit, denn sie wollten liebend gerne noch weiter grasen. Doch alles fanden wieder ihren Platz in ihren Boxen.
      Nun gingen wir zu den Jungpferden in den großen Offenstall. Lächelnd begrüßten wir Lil, Holly, Action, King, Enjoy, Striga, Gulrót, Peppy, Dawn, Wildfire, Harley, Charly, Secret, Wusel, Náttdís, Aquila, Nucu und Nani. Wir verbannten alle Fohlen aus dem überdachten Bereich des Stalls, so dass wir in Ruhe ausmisten konnten. Aliena und Alexis gingen zudem noch über die Koppel und äfpelten diese ab. Als wie fertig waren, konnten die Fohlen und Jungpferde wieder unter den überdachten Teil. Es fing nun ziemlich stark an zu regnen, weshalb alle unter Dach wollten. Natürlich spielte Wildfire wieder mit dem Stroh und schmiss alles durch den Stall. Lachend schauten wir den Tieren zu, ehe wir überlegten, ihnen beim nächsten Misten auch Pellets zu geben. Doch uns war es lieber, die Fohlen schliefen im warmen Stroh.
      Wieder im Hauptstall angekommen, zog mich Caleb zur Seite. "So... something changed", sagte er unerwartet zu mir und ich merkte, wie mein Herz in meiner Brust hämmerte. "Something changed?", fragte ich ihn. "Yes, darling", sagte er in seinem charmanten Ton. In letzter Zeit hatte er mich immer öfter darling genannt, ohne dass er mir wirklich aufgefallen war- naja, jetzt viel es mir auf. "I'm sorry..", sagte er noch leise, ehe er seine Lippen auf die Meinen presste. Völlig verwirrt reagierte ich einfach gar nicht und stand stocksteif vor ihm, ehe ich den Kuss leicht erwiderte. Viel zu plötzlich löste er sich von mir und verschwand einfach in der regnerischen Nacht. "Wow..", sagte ich leise und strich mir über die Lippen, bevor ich ein unterdrücktes Lachen hörte. Aaron hatte uns gesehen. "Na was der Kerl vorhat...", sagte er unschuldig und zuckte mit den Schultern. Natürlich wusste er über Calebs Vorhaben bescheid, doch er wollte mir nichts verraten. Verwirrt ging dann also zurück ins Haus, wo ich mich nach dem Duschen sofort ins Bett legte.

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      by Veija

      Dressur E- A

      Voller Vorfreude schnappten Alexis und ich uns Nova und Hell, die wir in der Stallgasse sogleich putzten und sattelten, ehe wir uns auf den Weg in die Halle machten. Warum die Eile? Weil Nova bald an einer Stutkrönung teilnehmen sollte und sie doch ein wenig besser trainiert sein sollte, als sie bis jetzt war. Da Hell und Nova zusammen einfach ein gutes Team waren, bekam Hell auch noch ein wenig Training. Schaden konnte es ihnen nicht.
      Zunächst ritt ich Hell, doch nachher würde ich mich noch ein wenig auf Nova setzen. Nach dem Aufwärmen fingen Alexis und ich mit den ersten Übungen an. So versuchten wir aus dem Schritt einen Mittelschritt, aus dem Trab einen Mitteltrab und aus dem Galopp einen Mittelgalopp zu machen.
      Der Galopp war das Schwierigste, weil die Vollblüter einfach nur rennen wollten! Es dauerte eine ganze Weile, bis wir die zwei also so weit hatten, dass sie ein wenig ruhiger galoppierten. Nun folgten einige Wechsel zwischen Stand und den drei Grundgangarten, die sehr gut klappten. Zirkel und Schlangenlinien kannten die beiden schon, weshalb wir das nicht üben mussten.
      Langsam konnten wir uns an die A-Lektionen wagen. Der Arbeitstrab war kein Problem, der Arbeitsgalopp deshalb ein umso Größeres. Die beiden Englischen Vollblüter kannten im Galopp nur eines: Vollgas.
      Mit viel Geduld bekamen wir es hin, dass die Pferde halbwegs ordentlich liefen. Einen Dressurwettbewerb würden wir so zwar nur mit viel Glück gewinnen, aber mehr war da nicht drin.
      Nun kamen wir auch zu etwas, was sichtlich schwieriger war: Rückwärtsrichten. Lächelnd trieb ich die Zicke Hell zurück. Artig setzte sie einen Huf hinter den anderen. "Doch nicht so schwer", sagte ich und klopfte ihren Hals, ehe Alexis und ich die Pferde tauschten, da ich Nova noch ein wenig reiten wollte. Mit ihr ging ich alles nochmal kurz durch, ehe wir es dabei beließen und die Pferde zurück in den Stall brachten.
    • Veija
      Juni 2015

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      by Veija

      Thunderstorm? Are you kidding?!

      Benommen schaute ich auf die Uhr. Schon 12? Draußen krachte es einmal laut, was mich zusammenfahren lies. Der Wetterbericht hatte doch Recht behalten. Es schüttete wie aus Eimern und immer wieder zuckten Blitze vom Himmel, gefolgt von einem höllischen Lärm. Ich stand auf und blickte nach draußen. Ich konnte meinen Augen kaum trauen! Da standen meine Pferde, im Gewitter!
      Sofort war ich hellwach und zog mich mehr schlecht als Recht an, ehe ich nach unten stürmte und meine Mitarbeiter zusammenrief: "WER von euch hat die Pferde raus gestellt?!", fragte ich die vier doch keiner wollte mir antworten. "Leute, Regenjacken an und ab! Guckt dass die alle zurück in den Stall kommen!", fauchte ich sie an und zog mir ebenfalls meine Regenjacke an, ehe ich zu den Zuchtstallungen stürmte. Bella, Amarula, Grace und Nova bekam ich alle zusammen in den Stall, ehe mir Brother, Spooky und Funky schnappte und sie in den Stall brachte. Eigentlich musste ich die Pferde nur von ihren Paddocks in den Stall scheuchen, doch das war leichter gesagt, als getan. Schließlich sahen alle Boxen aus wie Sau, weil sich noch niemand erbarmt hatte, diese zu misten. Kurz seufzte ich. Also musste ich nachher ran.
      Nun ging es weiter zu den Vollblütern. Hell, Jagger, Faster, Augen auf, Zucker und Wild Reflex waren von der Koppel schon wieder in ihrem Stall. Lamperd, Nyanda, Sacramento, Scoubidou, Seattle Slew, Pria und Horror brachten Caleb und ich noch zusammen in ihre Stallungen. Auch die beiden Stalltrakte der Vollblüter waren noch nicht gemacht. Seufzend verdrehte ich die Augen und machte mich nun mit Caleb und Aaron im Schlepptau auf zum Trainingsstall. Zum Glück hatten Aliena und Alexis schon fast die Hälfte der Pferde im Stall! So befanden sich Genuine, Gipsy, Lil Princess, Skrudi, Wimpy, Cherokee, What Lies Ahead, Gun and Slide, Moon, Summertime, Dawn of Hope, Emilio. Like Honey and Milk, Flintstone, Sympathy for the Devil, Goddess, Sheza, Sweety und Siku schon im Stall. So holten wir zu fünft noch Náttdís, Eldrian, Solitary, Pluie, Cauldron, Annie, Silver, Blue Gun, Possible Pasts, Smoking Chex, King Gun, Sue und Ravi in den Stall. Auch ihre Boxen mussten alle noch gemacht werden, doch zunächst gingen wir zu den Jungpferden am Offenstall.
      Crescent Wolf, Crow, Holly, Harley, Ocarina, Raised from Hell, Lena, Striga, Aquila und Peppy Ann kamen in den Offenstall für die Stuten, dessen Stalltür ich schließen konnte, damit die Pferde für den Tag drin blieben. Zues musste leider in seinem provisorischen Paddock bleiben, so Leid es mir tat. Wildfire, Omira, Kunis und Gunna Whiz kamen in ihren Offenstall, wo ich ebenfalls die Tür schloss. Seufzend trug ich nun jedem auf, welche Pferde er zu misten und zu füttern hatte.
      Also ging ich in den Zuchtstall und kümmerte mich um die dortigen Pferde. Im Moment erwartete keines der Tiere Nachwuchs, was auch nicht so schlecht war, denn ich war ja gerade erst dabei, eine Zucht aufzubauen. Da konnten die Tiere ruhig noch ihr Leben genießen, fernab vom täglichen Training. Eigentlich hatten es die Zuchtpferde und die Jungpferde bei mir am Besten. Sie konnten den ganzen Tag fressen und ihr Leben genießen.
      Kurz lachte ich, ehe ich kopfschüttelnd den Stall verlies. Ich war schon fertig und bereitete nun das Mittagessen vor, was wir um geschlagene 17 Uhr essen würden. Tja, die Pferde gingen eben vor.


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      Springen A- L

      [...]Nach den Galoppern und den Distanzern kümmerten wir uns um die Springpferde. Meine neue Stute Blazing Flame, die ich reiten würde, musste von E nach A gebracht werden, Eldrian Antrax, von Caleb geritten, von A auf L, Supernova von Alexis geritten ebenfalls und My lovely Horror Kid, von Aaron geritten, auch von A auf L.
      Gesagt getan. Ich trainierte mit Blaze in der Halle, die anderen draußen auf dem Platz. Blaze zeigte sich bis jetzt von ihrer besten Seite und nahm alle Sprünge solide hin. Sie war noch besser zu sitzen als einige meiner Westernpferde, was ich leicht bedauerte. Jedoch freute ich mich natürlich über ihren weichen Gang! Nach einer guten Stunde Training mit der Stute ging ich nach draußen und beobachtete die anderen beim Training. Eldrian entwickelte sich immer besser und auch Horror Kid hatte sich sehr gut auf der Gips Reminder Ranch eingelebt. Nun war also Schluss für heute und wir brachten die Pferde weg. Am nächsten Tag wiederholten wir unsere Trainingseinheit, ehe wir sie als ''mit Erfolg abgeschlossen'' abstempelten.[...]
    • Veija
      Juli 2015

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      by Veija

      Destiny

      Langsam reckte ich mich in meinem Bett, ehe ich mich dann doch begannte und aufstand. Nach einer kurzen Dusche, die mal wieder sinnlos war, da ich in einer Stunde wieder nach Pferd riechen würde, zog ich mir eine Jeans und ein kurzes, kariertes Hemd an. Natürlich durfte mein Hut nicht fehlen, wobei ich heute einen schwarzen anzog. Meine Haare band ich davor noch zu einem tiefen Zopf, ehe ich in meine Boots schlüpfte und nach unten an den Frühstückstisch ging, den Aaron freundlicherweise schon gedeckt hatte. "Danke", sagte ich zu ihm, ehe ich mich an den ansonsten leeren Tisch setzte. "Wo ist der Rest?", fragte ich ihn dann, worauf er nur mit einem schulterzucken antwortete. Auch gut, dachte ich mir und schmierte mir mein Brot, ehe ich die neuste Post checkte, die seit neustens Nachts mit der Zeitung kam. Es war mir ganz recht, da ich Post sowie Zeitung dann schon am Frühstückstisch lesen konnte, allerdings tat mir der Postbote leid, da es nachts doch ein wenig ungemütlich hier draußen wurde- besonders im Winter.
      In letzter Zeit bekam ich vermehrt Bewerbungen zu Praktikas oder Ausbildungen, ja auch Jobanfragen! "Eigentlich könnten wir hier noch Unterstützung gebrauchen, oder Aaron? Besonders wenn wir bald auf das neue Gestüt ziehen.", sagte ich mehr zu mir selbst als zu ihm, ehe ich ein Räuspern in der Tür vernahm. Da stand ein fremder junger Mann in Jeans und Karohemd, der bestohlen zu Boden sah. "Ja, bitte?", fragte ich ihn, ehe ich einen Blick hinter ihn warf. Dort stand Caleb und schaute mich mit hochgezogenen Augenbrauen an. "Mein Auto ist hier in der Nähe liegen geblieben, ich habe eine kleinen Isländerhengst dabei und wir wussten nicht wohin, leider habe ich hier mit meinem Handy keinen Empfang", erklärte er mir kleinlaut, ehe ich einen Blick mit Caleb tauschte und ihm zunickte. Das hieß, dass der Fremde wohl keine bösen Absichten vorhatte und ich mit Aaron zusammen wohl mit ihm klarkommen würde. "Wo ist dein Pferd denn?", fragte ich ihn dann, ehe ich ein fremdes Wiehren hörte und nach draußen sah, wo ich einen kleinen Red Dun farbenen Isländerhengst sah, der wie verrückt um Alexis herumtänzelte.
      "Gut, lass uns mal nach deinem Pferd schauen", sagte ich und stand auf. Er wollte zwar protestieren, ich stahl mich jedoch einfach an ihm vorbei und ging zu dem Hengst der sich panisch umsah. "Whoaaaa", sagte ich leise und beruhigend zu dem Tier und nahm ihn Alexis aus der Hand, ehe wir auf den Stall zugingen. "Ich stelle ihn gerade in eine Box, abseits meiner Pferde, dann kann er sich ein wenig beruhigen, ehe wir den Wagen holen und zu deinem Auto fahren, okay?", fragte ich ihn und wartete die Antwort nicht ab, vernahm jedoch aus dem Augenwinkel ein kurzes Nicken.
      "Wie heißt er denn?", fragte ich ihn beiläufig und nickte dann. "Dynur, ein schöner Name", erwiderte ich dann, ehe Caleb schon mit dem Pick Up auf dem Hof stand, in den der Fremde und ich einstiegen. "Wie heißt du eigentlich?", kam es mir dann in den Sinn, ehe ich einen Blick über die Schulter zu dem Mann warf, der auf der Rückbank des Pick Ups Platz genommen hatte. "Riley", sagte der junge Mann leise. "Riley Fortin." "Ein schöner Name.."murmelte ich noch, ehe auch ich mich vorstellte. "Ich bin Verena O'Connor und der Herr hier neben mit ist Caleb O'Dell."
      Nun waren wir auch an seinem Auto angekommen, welches sich Caleb sofort anschaute. In dieser Zeit unterhielt ich mich weiterhin mit Riley, da Caleb ihm unmissverständlich erklärt hatte, dass er niemanden brauchte, der ihm über die Schulter schaute. "Nimm's ihm nicht krumm, er ist eben so", erklärte ich ihm schulterzuckend, worauf hin er mich nur fragend ansah. "Wo wolltest du eigentlich hin?", fragte ich ihn dann. "Ach.. ich fahre ein wenig durch die Gegend, immer auf der Suche nach einem Job", antwortete er mir und Caleb blickte kurz mit einer hochgezogenern Augenbraue zu mir, ehe er sich die Hände an seiner Hose abklopfte und zu uns kam."Der hier fährt nirgendwo mehr hin, der Motor ist hin", erklärte er Riley, der die Hände über dem Kopf zusammenschlug. "Und jetzt?", murmelte er eher zu sich selbst als zu uns, dennoch beantwortete ich seine Frage für ihn: "Da du ja ein Pferd hast, wirst du ja wohl reiten können. Wie wärs wenn du ein paar Tage bei uns bleibst und im Stall bei den Pferden hilfst, dafür brauchst du nichts zu bezahlen?", fragte ich ihn und er nickte dankend. "Gut, lass uns zurückfahren, wir rufen einen Abschleppdienst."
      Eine gute Stunde später waren wir samt seinem Auto und Hänger auf der Ranch. Riley ging natürlich sofort zu seinem Hensgt, der sich grummelnd an ihn schmiegte.
      Ich räusperte mich kurz. "Nichts da, an die Arbeit junger Mann!", sagte ich lachend und ging mit ihm zum Offenstall, wo die Jungpferde standen. Wir hatten vorher noch Kraftfutter gemischt, welches wir in die Futterraufen im Stall schütteten. Außerdem standen verteilt auf den Koppeln Eimer, damit auch die rangniedrigeren Pferde Energie bekamen. Viele verteufelten ja das Kraftfutter bei Jungpferden, da es nur in den Kopf gehen solle, doch ich war ein totaler Befürworter. Man sah es den Tieren an, dass sie allmählich immer kräftiger wurden.
      Zunächst ließ sich kein Pferd blicken, ehe ich laut nach ihnen rief.Zu erst kamen Crescent Wolf, Magnificient Crow und Natsu's Little Harley. DIcht dahinter Miss Holly Golightly und Snapper Little Lena, wobei diese nie bei der Gruppe waren sondern immer den Eimer nahmen, der am weitesten vom Stall weg war.
      Ocarina of Time kam auch noch zum Stall, während Raised from Hell nie zum Fressen kam. Das würde noch lustig werden mit der Stute, dachte ich mir seufzend und betrachtete Striga und Princess Peppy Ann, die sich immer mehr angefreundet hatten in letzter Zeit. Auch Aquila T Mistery und Bella'S Dun Gotta Gun standen immer zusammen und hielten sich auch ein wenig vom Stall weg, da sie zusammen mit Gunna Whiz die jüngsten Vertreter waren.
      Bei den Stuten fertig ging es zu den Hengsten. Wildfire kam sofort auf uns zugerannt und wollte seine Streicheleinheiten abholen, die Riley ihm auch gab. Kunis kam auch sofort zu uns, während Lil Nucu Omira sich ein wenig Zeit ließ, dann aber auch zu uns kam. Zues bekam kein Kraftfutter, der hatte genug Energie und zeigte sie uns jedes Mal aufs Neue, wenn wir zu ihm gingen. "Was ist denn mit dem passiert?", wollte Riley wissen. "Ich habe ihn vom Schlachter aus schlechter Haltung geholt, wurde leider viel zu früh von der Mutter getrennt und war immer Rangniedrigster. Aufgrund seiner Farbe, da ich ja auch auf Farbe züchte, konnte ich den Hengst nicht stehen lassen. Mal schauen, was aus ihm wird", erklärte ich ihm, ehe wir zu den Vollblütern gingen.
      Die Pferde waren auch aufgeteilt nach Stuten und Hengsten und standen bei dem schönen Wetter alle auf der Koppel. Die übliche Bande, also Drag me to Hell, I've got the moves like Jagger, Faster, Augen auf ich komme, Zuckerschock und Wild Reflex, kamen sofort angelaufen, als sie uns mit den Eimern sahen. Rasch waren sie im Stall am Trog, um die ersten zu sein, die etwas zu fressen bekommen. Nyanda, Praimos Ruffia Kincsem, My lovely Horror Kid und Deadly Ambition ließen sich deutlich mehr Zeit, ehe sie doch langsam in den Stall kamen. Gott sei Dank vertrugen sie sich alle super gut, weshalb es be ihnen nie Kämpfe oder ähnliches gab.
      Bei den Hengsten waren Firewalker und Lamperd recht schnell bei uns, ehe nach und nach Sacramento, Scoubidou und Seattle Slew kamen, die sich wohl nich nicht so wohl bei mir fühlten- leider. Nun schauten wir in der Zuchtstallung vorbei, wo alle Pferde auf ihren Paddocks standen. Lächelnd bekamen Bella Dun Del Cielo. Spooks Gotta Gun, Supernova, Funky Powerbabe, Amarula van Helsing, Goodbye Graceful, Hollywood's Silver Dream, Soul Sisters Brother of Time und Stormbringer, meiner neusten Ergänzung der bunten Truppe, ihr Futter. Im Trainingsstall trafen wir kein Pferd an, da diese alle auf der Koppel standen und sich den Bauch vollschlugen.
      Je nach Training bekamen dann Genuine Lil Cut, Cielos Double Dun It, Lil Princess Gun, Skrúður
      Wimpys Little Devil, Cherokee Rose, What Lies Ahead, Gun and Slide, Dancing Moonrise Shadow, Lovely Summertime, Crusing's Dawn of Hope, Emilio, Like Honey and Milk, Flintstone, Sympathy for the Devil, Comeback of a fallen Goddess, Sheza bat Cat, My sweet little Secret, Siku, Náttdís, Eldiran Antrax, Solitary, Marly's Pluie, Cauldron of Renascence, Annie get your Gun, My Blue Gun, Your possible Pasts, Hot Smoking Chex, Hollywood's King Gun, Black Sue Dun It, Ravi, Blazing Flame, Snuff, HGT's Enjoy Nature, Ahyoka und schließlich die zwei neusten Woodstock Lady und Call of Pripyat ihr Futter. "Fertig", sagte ich und sah auf die Uhr. Ich war um 6 aufgestanden, um 18 Uhr waren wir jetzt fertig mit den Pferden. "Ach Dynur fehlt noch, oder?", fragte ich ihn und ging wieder in die Futterkammer, wo wir das Futter für den jungen Hengst vorbereiteten, dem Riley es dann auch gleich brachte.
      Nun gingen wir rein und setzten uns an den Küchentisch, wo meine anderen Mitarbeiter schon etwas gekocht hatten. Zusammen aßen wir zu Abend, ehe wir ins Büro gingen und ein wenig Papierkram regelten. "Ab sofort bist du auf Zeit hier eingestellt, Riley. So wie du heute mit den Pferden umgegangen bist, kannst du auch gerne länger bleiben, da wir hier dringend neue Unterstützung gebrauchen könnten!", erklärte ich ihm doch er nickte dankend ab. "Ich bleibe erstmal diesen Monat, dann können wir ja weiter sehen", erklärte er lächelnd, drückte mir die Hand und verließ mein Büro.
      Nach einem Blick auf den Kalender stockte mir fast der Atem. Morgen würden Catalina und Clarence kommen!
      Schnell schlich ich mich also ins Bett, um morgen ausgeruht früh aufzustehen.


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      by Veija

      Neue Weidepartner

      Heute war ich mal wieder alleine unterwegs zu den Pferden, da meine Mitarbeiter noch alle schliefen. Mein Ziel waren die Zuchtpferde, die ihr dasein auf den einzelnen Paddocks lange genug gefristet hatten. Ich wollte sie in kleinen Gruppen zusammen auf die Koppeln bringen, damit sie den Kontakt zu den anderen Pferden nicht verloren. Zunächst nahm ich mir also Bella Dun Del Cielo und Goodbye Graceful, die ich zu erst auf eine der Koppeln brachte. Da die Pferde sich alle kannten und auch schon zusammen gefressen hatten, war es kein Problem, dass sie sich verstanden. Grace machte jedoch sofort klar, dass sie der Chef war. Bella, die jedem Streit aus dem Weg ging, unterwarf sich ihr sofort und wurde von da an in Ruhe gelassen. Nun holte ich Supernova, die ähnlich wie Bella einfach ihre Ruhe haben wollte und Grace als Chef akzeptierte.
      Da Cherokee Rose auch bald den Stall wechseln würde, stellte ich sie auch zu den dreien. Bella und Nova beschnupperten sie kurz und ließen sie dann in Ruhe, Grace die Oberzicke der vier im Moment zeigte natürlich gleich, wer hier der Chef war. Cherokee ließ sich das jedoch nicht so gefallen wie Bella und Nova sondern biss auch einmal zurück. Da das Ganze jedoch im Rahmen blieb, griff ich nicht ein sondern holte zum Schluss auch Amarula, die sich natürlich sofort mit Grace anlegte. Das Ganze ließ wirklich harmlos ab, so dass man nachher jedoch sagen konnte, dass Amarula die Leitstute war, gefolgt von Grace. Dann kamen Nova und Cherokee, ganz am Ende Bella. Bella ging jedem Stress aus dem Weg und da sie schon immer weit unten im Rang gestanden hatte und störte sich gar nicht weiter an dem Gezicke der anderen Mädels. Ganz die Ruhe selbst stand sie ein wenig abseits und graste friedlich. Ich seufzte zufrieden und ging dann zu den Hengsten.
      Spooks Gotta Gun und Funky Powerbabe kannten sich schon lange, weshalb ich die beiden sofort zusammenstellte. Sie beschnupperten sich kurz und schienen erfreut, endlich wieder zusammen auf einer Koppel stehen zu dürfen, so dass sie sofort anfingen, nebeneinander zu grasen. Nun fehlten noch 3 Hengste, die ich eigentlich neu integrieren musste. Zu erst wollte ich Stormbringer zu den beiden friedlichen Hengsten stellen, damit er nicht sofort mit 4 anderen Hengsten ins kalte Wasser geschmissen wurde. Funky schnappte zwar einmal nach ihm, ließ ihn dann aber in Ruhe. Spooky interessierte sich gar nicht wirklich für ihn, ließ ihn also auch in Ruhe. Da das so gut geklappt hatte, kam nun Hollywood's Silver Dream in die Runde, gefolgt von Soul Sisters Brother of Time. Silver und Brother kannten sich schon von früher, so dass die beiden sehr friedlich waren. Brother ging jedoch wie von der Tarantel gestochen auf Stormi und Funky los, so dass ich entschied, kein Risiko einzugehen und ihn sowie Silver auf die Nachbarkoppel zu stellen, was ich dann auch tat. Natürlich musste Brother gegenüber Silver der Chef sein, doch kam der damit wohl gut klar. Bei den anderen drei Hengsten, also Stormi, Spooky und Funky konnte ich nicht sagen, wer der Chef war. Sie schienen sich einfach alle gegenseitig zu akzeptieren und in Frieden zu lassen.
    • Veija
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      Oktober 2015, by Veija

      the prisoners

      Es war Anfang Oktober, 5 Uhr morgens. Das Wetter war bescheiden- eher schlecht als recht, denn es regnete. Ab und zu donnerte es auch, aber es war ja auch Gewitter gemeldet- schon wieder. Heute würden wir die Sonne wohl nicht zu Gesicht bekommen, doch das brauchten wir auch nicht, denn wir würden heute mit der gesamten Mannschaft ins Gefängnis fahren. Warum? Tja, das wussten die anderen auch noch nicht. Zu erst mussten wir jedoch die Pferde füttern, weshalb wir alle ja auch schon um 5 Uhr aufstehen mussten. Alexis übernahm den Verkaufsstall, Caleb kümmerte sich um die Zuchtstallung, Aliena übernahm die Vollblüter und Aaron später die Jungpferde. Zu guter Letzt übernahm ich die Trainingspferde.
      Als wir damit fertig waren, sprangen wir alle schnell unter dich Dusche, packten etwas zu essen ein und machten uns mit dem 7-Sitzer und dem Pick Up auf den Weg zum Gefängnis, wo wir eine Aktion unterstützen wollten, die jugendlichen Kriminellen half, wieder festen Boden unter den Füßen zu bekommen. Es dauerte gute 2 Stunden, ehe wir am Gefängnis ankamen, die Autos am Parkplatz parkten und erstmal alle Sachen im Auto ließen, die wir wahrscheinlich nicht durch die Sicherheitskontrolle bekommen hätten. So blieben alle Handys im Auto und auch Caleb ließ, wenn auch wiederwillig, sein Messer im Wagen. So gingen wir also "unbewaffnet" zum Eingang und wurden sofort in eine große Mensa geführt, wo die Gefangenen schon auf uns und andere Rancharbeiter warteten. Ich hatte eine Präsentation vorbereitet, so wie die anderen auch, die wir den Gefangenen zeigen würden, damit sie eine Ahnung davon hatten, was sie auf den Höfen erwartete. Beim Rundumblick fielen mir sofort 4 Personen ins Auge, drei Jungs und ein Mädchen, die zusammen an einem Tisch saßen, wovon zwei Jungs den dritten argwöhnisch ansahen. Dieser grinste sie jedoch nur süffisant an und das Mädchen legte ihm eine Hand auf den Arm, sagte ihm etwas und schon wandte er den Blick wieder nach vorne, während die anderen beiden Jungs ihn noch seltsam anschauten. "Schaut euch die vier da hinten mal an", sagte ich zu meinen Mitarbeitern und sie nickten. Caleb setzte ebenfalls sein süffisantes Grinsen auf und schaute damit das Mädchen der vier an. Von dem Jungen rechts von ihr, der ihr sehr ähnlich sah, bekam er einen ziemlich eindeutigen Blick ab, so dass Caleb den Blick abwendete. Nun erhob der Chef des Gefängnisses das Wort.
      "Da nun alle eingeladenen Personen angekommen sind, herzlich willkommen Ihnen allen. Sie wissen hoffentlich alle warum Sie hier sind", begann er seine Rede und uns wurde etwas zu trinken gebracht. "Von einem Gefängnis in Colorado wissen wir, dass die Arbeit mit Pferden Jugendliche stark verändern kann. Sie alle", sagte er und zeigte zu erst auf die Gefangenen, dann auf uns: "haben ein besseres Leben bei diesen Leuten verdient. Sie werden die Chance haben, auf einer Ranch zu leben und zu arbeiten, wieder zur Schule zu gehen und sich ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Die Arbeit auf der Ranch wird so lange dauern, wie sie Ihre Gefängnisstrafe hier eigentlich absitzen müssten. Wenn sie dann Fuß gefasst haben, können sie selbst entscheiden, ob sie weiterhin auf der Ranch bleiben wollen, oder ob Sie einen anderen Weg einschlagen möchten. Ich wiederhole es nur gerne noch einmal, es ist eine riesen Chance für Sie, etwas aus ihrem Leben zu machen. Ruinieren Sie sich das nicht. Over and out.", sagte der stämmige Mann zum Schluss noch und gab das Wort an die erste Ranch. Insgesammt standen 7 Ranches zur Auswahl, wovon wir die letzte waren, die sich vorstellte. Ich schmiss meinen Stick in den Laptop, startete die Präsentation und wandte mich den Jugendlichen zu.
      "Hallo und herzlich willkommen auch noch einmal von mir und meinen Mitarbeitern. Ich bin Verena O'Connor, das ist meine Cousine Alexis O'Connor, das Aaron Felhorn, Caleb O'Dell, Aliena O'Dell und unser neusterZugang Riley Fortin. Wir kommen von der Gips Reminder Ranch in Kanada und möchten Sie heute aufmerksam auf unseren Hof machen.", sagte ich und atmete einmal tief durch. Es waren doch viele Augen die mich anstarrten und wissbegierig zwischen der Leinwand und meinen Mitarbeitern hin und her sahen. Nun ergriff Caleb das Wort, der nicht so nervös war und mir einfach nur unter die Arme greifen wollte, obwohl er keine Ahnung von der Präsentation hatte. "An erster Stelle steht das Wohl der Pferde auf unserer Ranch. Ich sag es Ihnen sofort klipp und klar wie es ist. Sehen wir einen von euch, der die Pferde misshandelt, seinen es unverdiente Schläge, Tritte oder Sonstiges, sei es mutwillig falsch gemischtes Futter...", sagte er und merkte, wie das Mädchen, welches sich als Octavia herausstellte große Augen machte. "Ja Octavia, man kann ein Pferd umbringen, wenn man sein Futter falsch mischt. Das ist so. Also wo war ich.. ach ja.. wenn ihr den Pferden Leid antut, geht es für euch zurück ins Gefängnis. Es kommt jedoch auf die Schwere des Vergehens an, wir werden da jedoch nicht zimperlich sein. Wenn ihr jedoch meint, euch gegenseitig an die Gurgel zu gehen, dann schön. Wir schicken euch nicht zurück, aber ihr müsst mir Konsequenzen rechnen..", erklärte er und ich räusperte mich, damit ich wieder die schönen Seiten des Ranchlebens erläutern konnte. "Zur Zeit besitzen wir um die 60-70 Pferde. Es kommen und gehen immer andere Pferde, so dass ihr nie mit den Selben arbeiten werdet. Wenn ihr also mit uns auf den Hof kommt, sollte euch bewusst sein, dass wir euch zunächst einen Monat beobachten, wie ihr füttert, mistet, Pferde auf die Koppel bringt, im Haushalt helft und und und.. Bemerken wir besonderes Interesse an den Pferden, bringen wir euch das Reiten bei und ihr dürft uns auf Turniere und Ausritte begleiten.", erklärte ich und setzte dann zu meiner ersten Frage an. "Wer von euch ist denn schon einmal geritten?", fragte ich die jungen Menschen und sah zu meiner Erleichterung, dass Octavia aufzeigte. Ich schenkte ihr ein kurzer Lächeln und sah dann in die Runde. Es sah relativ karg aus. "Wer von euch möchte denn reiten lernen?", zaghafte Hände hier und da, Octavias Hand ganz weit nach oben gestreckt. Die anderen 3 an ihrem Tisch hoben ebenfalls kurz die Hände. "Gut", sagte ich. "Sehr gut. Wisst ihr warum ihr auf der Gips Reminder Ranch besonders gut aufgehoben seit? Wir haben viele Pferde der Westernsparte, Quarter und Paint Horses. Wir haben jedoch auch zwei Missouri Foxtrotter, die es nicht so oft gibts. Zudem haben wir eine ganze handvoll Englische Vollblüter, wir haben Dressur, Spring, Distanz und Military Pferde. Eininge sind auch im Fahrsport tätig. Isländer und Ponies gibt es auch!", erklärte ich ihnen freundlich und sah, wie Octavia sich zu dem Mann an ihrer rechten wandte und ihm freudenstrahlend etwas erzählte. Er strich ihr sanft über den Arm und bewegte sie dazu, wieder nach vorne zu schauen. "Ihr werdet also eine riesige Auswahl an Pferden haben, mit denen ihr täglich arbeiten könnt. An Wochenenden gilt es auch früh aufstehen, auch wenn ihr abends mal raus feiern wart.. ja, das dürft ihr bei uns auch. Jedoch kommt immer einer oder ein paar von uns mit. Wir sind schließlich auch noch jung und möchten das Leben genießen.", sagte ich und lachte kurz, als Caleb mir einen vorwurfsvollen Seitenblick zuwarf. "Ich denke das war alles, wenn ihr noch fragen habt kommt gerne hier zu uns rüber. Danke für eure Aufmerksamkeit!", beendete ich meine Rede und setzte mich unter Applaus wieder an unseren Tisch. Wir redeten eine ganze Weile mit den jungen Leuten, erklärten ihnen noch mehr über den Hof und verließen dann mit den anderen Arbeitern den Raum. Wir bekamen Mappen vorgelegt und sollten uns die Jugendlichen näher anschauen. Es dauerte eine ganze Weile, ehe wir alle Mappen durch hatten und uns wirklich für die 4 entschieden, die ich mir am Anfang schon ausgesucht hatte. Zu meiner Freude hatte jeder der 35 Jugendlichen einen Platz auf einer Ranch gefunden... Voraussetzung war, dass sie dort hin wollten. Auf einer Liste die uns vorgelegt wurde, standen die Namen derer drauf, die auf unsere Ranch wollten. Es waren 7 Leute, von denen wir vier sicher mitnehmen würden, die anderen 3 waren unsicher, weshalb wir zunächst die sicheren Kandidaten verkündeten. "Bellamy Blake, Octavia Blake, Finn Collins und Jonathan Murphy, wenn ihr möchtet, könnt ihr mit zu uns", sagte ich ihnen und die vier nickten. Sie durften aufstehen und ihre Sachen zusammenpacken. Nun standen noch 3 Leute auf unserer Liste.
      Emily, Grace und Ethan. Ich schaute meine Mitarbeiter kurz an. Wir hatten im Auto keine Plätze mehr frei, da im Pick Up nur 3 Sitze waren. Sie schüttelten bedrückt den Kopf. "Leider können wir im Moment nur 4 neue Arbeiter aufnehmen, doch ich weiß welche Ranches euch gerne hätten, da werdet ihr es auch sehr gut haben!", erklärte ich Emily, Grace und Ethan. Ich schüttelte ihnen die Hand und wir 6 machten uns dann zu unseren vier auf. Sie stellten sich uns nochmal einzeln vor und Jonathan wollte einfach nur John oder Murphy genannt werden.
      "Finn und Murphy zu mir, Bellamy und Octavia zu Caleb", sagte ich freundlich und hielt Finn und Murphy die Tür auf, so dass sie in den 7-Sitzer steigen konnten. Bellamy und Octavia gingen zusammen mit Caleb in den Pick Up. Die restlichen Mitarbeiter kamen mit zu mir, so dass es auch gleich losgehen konnte. Die Fahrt dauerte nicht allzulange, so dass wir recht schnell am Hof ankamen und Octavia ohne zu warten aus dem Auto raussprang, um sich umzusehen. Ich wollte ihr noch nachrufen, da nickte mir ihr Bruder, wie ich erfahren hatte, zu und sprang ihr hinterher, um sie am Arm fest zu halten. "O, warte doch", sagte er leise und schaute etwas eingeschüchtert zu mir rüber. Finn und Murphy waren auch schon ausgestiegen und schauten sich mit großen Augen um. "Willkommen in eurem neuen Zuhause!", sagte ich freundlich und blickte in 4 endlos zufriedene Gesichter. "Ich habe euch 2 Zimmer fertig gemacht, eins mit 3 Betten, eins mit 2. Wenn es für dich, Octavia jedoch oke ist, können du und dein Bruder zusammen in einem Zimmer schlafen, anstatt du alleine und die drei Jungs zusammen?", fragte ich sie und sah, wie sie fragend zu ihrem Bruder sah. "Okay, dann das Einzelzimmer. Die Zimmer liegen ja nebeneinander", sagte ich und zeigte auf ihr Gepäck. "Holt euer Zeug, ich zeig euch die Zimmer. Und ihr anderen, ab an die Arbeit!", frügte ich mit Nachdruck an, weil ich sah, wie Caleb mich wieder angaffte. "Caleb, now", sagte ich lachend und gab ihm einen Klaps gegen den Arm. Entschied mich dann jedoch, Caleb mitzunehmen. Ich traute John und Bellamy noch nicht so wirklich über den Weg, vor allem da sie sich die ganze Zeit herablassend anschauten. "Das klappt ja mit euch 3 auf einem Zimmer, oder?", fragte ich skeptisch und schaute zwsichen den 3 Jungs hin und her. "Ja..", sagte Bellamy dann und setzte ein Lächeln auf, ehe er seiner Schwester einen Arm um die Schultern legte und sie zu sich heran zog. Er flüsterte ihr etwas ins Ohr, ehe sie zu strahlen anfing und sich umschaute. "Ich glaube, ich habe genau das richtige Pferd für dich, Octavia", sagte ich und zauberte ihr ein noch größeres Lächeln ins Gesicht. Unterwegs kam uns Amy Lee entgegen, die auch erst seit kurzem hier war. "Amy hat zur Zeit ein Einzelzimmer, aber falls du dich mit ihr verstehst, Ocativa, könnte ihr gerne zusammen in eins", erklärte ich lächelnd, nachdem ich Amy vorgestellt hatte. Dann waren wir an den Zimmern angekommen und ich ließ die 4 in Ruhe auspacken. In der Zwischenzeit ging ich runter in die Küche und bereitete einen kleinen Snack vor, da die vier bestimmt Hunger hatten. Zwischendruch kam Amy in die Küche, um zu fragen, was sie arbeiten solle. In der letzten Zeit ging leider alles etwas drunter und drüber, weshalb die Arbeitspläne natürlich auch hinterher hingen. "Geh die anderen fragen welche Pferde noch übrig sind, die kannst du dann arbeiten", sagte ich lachend. "Spätestens in zwei Tagen sind die neuen Pläne fertig, dann hast du fest zugeteilte Pferde", erklärte ich ihr und fing Octavia ab, die schon fertig mit auspacken war. Sie setzte sich an den Tisch und aß meine Snacks mit Freude, während sie etwas über ihr bisheriges Leben erzählte. Auch Bellamy, Finn und Murphy kamen nach einer Weile in die Küche, um sich zu uns zu gesellen.
      Dann gingen wir zum Offenstall, wo die Jungpferde der Gips Reminder Ranch standen. Nach und nach stellte ich ihnen die Pferde vor. Snapper Little Lena, Miss Holly Golightly, Striga, Natu's Little Harley, Raised from Hell, Ocarina of Time, VK Aquila T Mistery, Magnificient Crow, Crescent Wolf, Blossom Magic, Invest in Enterprise, VK Funky's Wild Berry, Day Gone By, das namenlose Fohlen, welches wir Bellamy 'O tauften, Dynur fra Frelsi, Call of Pripyat, VK Bella's Dun Gotta Gun, Kunis, VK Gunna Whiz, Lil Nucu Omira, Wildfire xx und Zues. Octavia war sofort von den Fohlen begeistert, während Murphy sich besonders für Zues interessierte. Na das konnte ja was werden, dachte ich mir lachend und ging dann mit den vier in den Stall. Zu erst waren die Zuchpferde dran: Amarula van Helsing, Bella Dun Del Cielo, Cherokee Rose, Funky Powerbabe, Goodbye Graceful, Hollywood's Silver Dream, Souls Sisters Brother of Time, Sacramento xx, Spooks Gotta Gun, Stormbringer, Supernova, Wimpys Little Devil und Yoomee. Anscheinend war kein Pferd dabei, was den vier gefiel. Aber das lag wahrscheinlich auch daran, dass sie sowieso nicht mit ihnen arbeiten durften. Dann ging es weiter zu den Vollblütern: Drag me to Hell, I've got the moves like Jagger, Faster, Augen auf! Ich komme, Zuckerschock, Wild Reflex, Nyanda, Scoubidou, Seattle Slew, Priamos Ruffia Kincsem, My lovely Horror Kid, Deadly Ambition, HGT's Massacre Boy, Chocolate Dream und Versatilely Gold. Hier war Octavia nun Feuer und Flamme. Sie wusste gar nicht, welches Pferd sie als nächstes Steicheln sollte. Kurz lachte ich. "Leider dauert es noch eine ganze Weile, bis du eines von diesen reiten darfst, Octavia.", entmutigte ich sie und sah ihr an, wie enttäuscht sie war. "Naja, vllt darfst du dich bald mal auf Chocolate Dream setzen", sagte ich lächelnd und zeigte ihr den Hengst, der ihr brummelnd die Nase entgegenstreckte. "Der ist wunderschön", sagte sie leise und streichelte über seine Nase. "Ja, das ist er."
      Flink klapperten wir nun die Pferde im Trainingsstall ab: Siku, Firewalker, Solitary, Skrúður, Eldrian Antrax, Cauldron of Renascence, Ravi, Blazing Flame, Snuff, Ahyoka, Horror Halloween, Nojrsodsch, Maracuja Limes, Bijou, Náttdís van Ghosts, Genuine Lil Cut, What Lies Ahead, Gun and Slide, Lovely Summertime, Sympathy for the Devil, Comeback of a fallen Goddess, My sweet little Secret, Marly's Pluie, Crusing's Dawn of Hope, Annie get your gun, My Blue Gun, Your possible Pasts, Hot Smoking Chex, Sheza bat cat, HGT's Enjoy Nature, Woodstock Lady, Ciel.os Double Dun It und Lucy never say goodbye.
      Spätestens jetzt war mindestens ein Pferd dabei, wofür sich die vier begeistern konnten. Außer natürlich Octavia, denn sie war für jedes Pferd zu begeistern. "Ich hoffe, euch hat der kleine Rundgang gefallen und ihr habt ein Pferd gefunden, das ihr später mal arbeiten möchtet.", erklärte ich ihnen fröhlich. "Doch bis da hin, ab an die Arbeit", fügte ich nun lachend bei und drückte jedem eine Mistgabel in die Hand, mit denen ich sie in die Boxen schickte, wo die Pferde schon auf der Koppel standen.
    • Veija
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      April 2016, by Canyon

      Pflege und Ausritt

      Ich hätte nie gedacht, dass die Gips Reminder Ranch so viele Pferde beherbergte, jedoch waren immer noch welche zu versorgen, nachdem ich bereits bei den Jungpferden und einigen Trainingspferden gewesen war.
      Die ganze Mannschaft versammelte sich sogleich vor den nächsten Pferden, welche auf die Weide gebracht werden sollten. Wieder gab Verena die Anweisungen, was nun genau passieren sollte. Natürlich hatten auch alle anderen bereits den täglichen Ablauf verinnerlicht, jedoch war es lieb von ihr, dass sie es für mich nochmal erklärte.
      »Wie immer kommen alle Pferde auf ihre Weiden, oder wartet, was haltet ihr von einem gemeinsamen Ausritt, nachdem die Arbeit im Stall erledigt ist?«, fragte sie in die Runde. Darauf gab es viel Genicke und zustimmendes Gemurmel, was wohl bedeuten sollte, dass alle damit einverstanden waren.
      »Gut, dann sucht euch jeder ein passendes Pferd aus und sagt mir Bescheid, welches ihr nehmen wollt, nicht, dass es ausversehen mit nach draußen gebracht wird.« fügte sich noch hinzu und wandte sich dann an mich, als alle auseinander wuselten, um ein Pferd zu wählen und mit der Arbeit zu beginnen. »Möchtest du denn mitkommen? Es würde mich sehr freuen und außerdem hättest du gleich noch ein kleines Dankeschön.« fragte Verena mich freundlich.
      Klar freute ich mich auch und wollte gerade zu einem Dankeschön ansetzen, als ein junger Mann den Stall betrat. Natürlich erkannte ich ihn sofort wieder, ich hatte ja erst vor kurzem ein Pferd von ihm gekauft und würde sogar bald zu Besuch auf seiner Ranch sein, um ein Pferd zu trainieren, aber hier hätte ich ihn jetzt nicht unbedingt erwartet.
      Svejn hielt mir freundlich seine Hand zu einer Begrüßung entgegen und drückte Verena kurz, welche ihm auch so gleich erklärte, dass ein kleiner gemeinsamer Ausritt anstand. Svejn zögerte kurz, ließ sich aber dann doch dazu überreden, sich uns anzuschließen.
      »Verena, welches Pferd würdest du mir denn zutrauen?«, fragte ich sie, nachdem die Diskussion mit Svejn beendet schien. Sie überlegte kurz und ich sah ihr deutlich an, wie sie all ihre Pferdenamen durchging, bevor sie sagte: »Amarula, die ist echt geländesicher und mit ihr auszureiten macht echt viel Spaß. Das ist die hübsche Paint Stute, gleich am Anfang des Stalls.«
      Ich bedankte mich bei ihr und folgte den anderen dann in den Stall, wo sie bereits dabei waren, die Pferde aufzuteilen.
      Zu erst waren natürlich wieder die Hengste an der Reihe. Immer diese Männer, welche einfach keine Geduld hatten! Zum Glück waren es nur acht, sodass sich vier zusammen fanden, welche sie nach draußen bringen würden.
      Darunter war auch eine weitere Aushilfe, welche Samuel hieß und hier für etwas Geld ab und zu auch mal mit anpackte, wie mir Aaron erklärte. Ich merkte ihm jedoch an, dass er Samuel nicht ganz so mochte, wie er zu gab und als ich nochmal etwas tiefer nachhackte, erzählte er mir auch seine Gründe. »Er ist einfach anstrengend und weiß ständig alles besser und dazu hat er noch Ähnlichkeiten mit Caleb-« Hier beendete er seine Erklärung und wandte sich von mir ab.
      Samuel schien sich das Sagen etwas an sich gerissen zu haben, obwohl er nicht zum Team gehörte, denn er verteilte an Octavia, Aaron und mich die Pferde. Ich war trotzdem recht zufrieden mit meinen Beiden: Stormbringer und Abraham van Helsing. Samuel teilte sich selbst Soul Sisters Brother of Time und Genuine Lil Cut, sodass für Octavia und Aarin nur noch What Lies Ahead, Willo' the Wisp und Cauldron of Renascence und Race is Hope übrig blieben. Zu viert führten wir die Hengste auf die Weiden, während die anderen im Stall bereits die Stuten fertig machten und auf die Weiden brachten.
      Als wir zurück kamen, sah ich gerade noch, wie Svejn und Verena zu zweit die fünf restlichen Stuten auf die Weide brachten und sich dabei genüsslich über etwas lustiges zu unterhalten schienen.
      Ich stupste Octavia leicht an und fragte sie dann nach den Pferdenamen, denn ich wollte so schnell wie möglich all diese ganzen Namen lernen.
      »Das große Vollblut was Verena führt heißt Drag Me To Hell und daneben ist Supernova. Beide stehen zur Zeit auch zum Verkauf. Dieser Svejn führt KS' Steel Heart, Snuff und Yoomee, für die sucht Verena wahrscheinlich auch einen neuen Besitzer. Also falls du Interesse hast - «
      Ich schüttelte schnell den Kopf, musste aber trotzdem lachen. »Ne du, ich habe genügend bei mir zu Hause stehen!«
      Octavia zuckte nur mit den Schultern und verschwand dann im Stallgebäude – Ein interessantes Mädchen.
      Da gerade alle anderen bereits dabei waren ihre Pferde für den Ausritt fertig zu machen, schloss ich mich ihnen an und machte erste Bekanntschaft mit Amarula van Helsing, einer hübschen Paint Horse Stute, welche sich darüber zu freuen schien, dass es wieder hinaus in die Natur ging.
      Wie auch alle anderen putzte ich sie ausgiebig und gründlich, jedoch mit einem Blick auf die anderen, und ließ mir dann von der jungen Amy ihr Sattelzeug zeigen.
      Interessanterweise war ich doch genauso schnell wie die ganze Mannschaft, welche sich vor dem Stall versammelte und nur noch auf Verena und Svejn wartete, welche natürlich etwas länger gebraucht hatten.
      So lange wie ich noch Zeit hatte, versuchte ich die Namen der Pferde zu lernen, welche mit auf den Ausritt kommen würden. Wenn ich einen Namen nicht wusste, benahm ich mich etwas kindisch und fragte den nächstbesten, bis ich ihm Kopf eine kleine Liste von allen hatte.
      Octavia würde den hübschen Argo reiten, Alexis die Cherokee Rose, Aaron den großen Sacramento XX, Amy Lovely Summertime, Samuel Funky Powerbabe, Aliena den hübschen Spooks Gotta Gun und Riley Wimpys Little Devil.
      Als auch Verena und Svejn mit gesattelten Pferden aus dem Stall kamen, hatte ich die Namen schnell erfragt und ärgerte mich darüber, dass ich nicht selbst erkannt hatte, dass das Pferd an Verenas Seite niemand anderes als Bella Dun Del Cielo war, eine der bekanntesten Pferde der Ranch. Den Namen des Hengstes neben Svejn hörte ich jedoch das erste Mal: Hollywood's Silver Dream. Trotzdem gefiel er mir und passte dazu noch perfekt zu Bella.
      Ich schwang meiner Amarula nun die Zügel über den Hals und suchte mir einen etwas größeren Stein, von welchem aus ich mich in den bequemen Westernsattel der Stute zog. Um ich herum taten es mir neun Leute gleich, sodass wenige Sekunden später ein kleiner Tross das Gelände verließ.
      Schon nach wenigen hundert Metern hatten sich kleine Grüppchen gebildet, je nachdem wie schnell ein Pferd ging un natürlich auch, welches Pferd und welcher Reiter sich mit wem gut verstand.
      Ich ritt zusammen mit Svejn und Verena an der Spitze, fühlte mich jedoch etwas unwohl, als die beiden über Geschichten erzählten, welche ich nicht verstehen konnte. Ich ließ mich deswegen bald etwas zurück fallen und fand mich neben Samuel und seinem Funky wieder, welche uns gekonnt ignorierten.
      Mich störte es nicht weiter, so hatte ich jedenfalls genügend Zeit mich umzusehen und mich mit meiner Amarula zu beschäftigen.
      Auch als wir gemeinsam das Tempo erhöhten, schienen Funky und Amarula nebeneinander bleiben zu wollen, was ich extrem knuffig fand.
      Wir waren nicht lange unterwegs und trotzdem hatte ich das Gefühl, jede Menge von der Landschaft gesehen zu haben und dazu war ich noch mit Amarula fast perfekt zurecht gekommen, aber das war ja auch von einer Trainerin zu erwarten!
      Insgesamt war das Tempo recht langsam gewesen, doch das war kaum aufgefallen, da vorallem viel erzählt und gelacht wurde, auch wenn einige, vorallem Samuel, sich aus den meisten Gesprächen heraus hielten.
      Zurück auf dem Gestüt ließ sich jeder aus dem Sattel gleiten und putzte sein Pferd etwas über, bevor auch diese zu den anderen auf die Weide kamen.
      Es war bereits Nachmittag und bis ich heute Abend bereits wieder nach Hause fahren würde, wartete noch einige Stallarbeit auf uns. Nicht nur Ställe mussten ausgemistet werden, sondern auch Heunetze aufgefüllen, Weiden abgeäppeln und Futter vorbereiten stand auf dem Plan, sodass jeder alle Hände voll zu tun hatte.
      Ich half vorallem im Stall, wo ich die Hinterlassenschaften der Pferde, Box für Box in die Schubkarre und dann auf den Misthaufen beförderte.
      Die Sonne ging bereits unter, als ich meinen Rucksack aus dem Haus holte und mich von allen verabschiedete, denn auch ich musste wieder nach Hause, wo genauso viel Arbeit auf mich wartete. Ich war mir sicher, dass es nicht mein letzter Besuch auf der Gips Reminder Ranch gewesen war!
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  • Album:
    BRR Gnadenweide
    Hochgeladen von:
    Veija
    Datum:
    2 Sep. 2016
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  • Name: Supernova
    Rufname: Nova

    von unbekannt x aus der unbekannt

    Rasse: Englisches Vollblut
    Alter: 17.08, 8 Jahre
    Farbe: Rotbraun
    Größe: 1,68m
    Geschlecht: Stute

    Beschreibung
    Nova ist eine zierliche und trotzige Vollblut Stute. Sie ist eher ruhig und gelassen,ein tolles Pferd zum lieb haben.

    Besitzer, Vorbesitzer: Veija, Loulou, VKR abgelaufen

    Gekrönt: ja
    [​IMG]
    [SK 429] Alle Rassen
    Nachkommen: -(Bearbrook Fohlen, bezahlt)

    Kaufpreis: unbekannt
    laufende Kosten: -


    Qualifikationen
    eingeritten, eingefahren

    Dressur A
    Galopprennen S
    Springen L

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    2. Platz 189. Fahrturnier, 2. Platz 277. Galopprennen, 3. Platz 279. Galopprennen, 3. Platz 281. Galopprennen, Trostschleife Christmas Cup, 3. Platz 287. Galopprennen



    Gesundheit
    geimpft, gechippt, entwurmt
    letzter Besuch im Februar 2015 von Loulou

    Aluminiumeisen
    letzter Besuch im November 2014 von Zion

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