1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
AliciaFarina

Stiffler I Englisches Vollblut I Hengst

Stiffler I Englisches Vollblut I Hengst
AliciaFarina, 2 Feb. 2020
    • AliciaFarina
      September 2010, by Gypsie
      Der Stiff-Meister kommt an!


      Gestern, kam ein wunderschöner, 4Jähriger, Engl. Vollblut Hengst auf meinen Hof.
      Als der Hänger kam, erkannte man sofort das Amerikanische Kennzeichen, denn Stiffler, welchen Name es war, kam aus Amerika und ging dort schon auf die Rennbahn.
      Ich hatte ihn schon oft auf Fotos gesehen, doch als er Ausgeladen wurde, kam ich ins Staunen.Sein braunes Fell schimmerte und die Lange schwarze Mähe flog, als ein Windzug aufkam.
      Ich durfte ihn halten, als der Hänger wieder zugemacht wurde.
      Ich sagte zu mir selbst: " Da hat Mama aber was gutes gekauft."
      Nachdem der Hänger geparkt war, gingen wir auf den Platzt, wo schon ein wenig was aufgebaut war. Und zwar: 3Cavalettis, Trabstangen und eine lange freie Bahn. Mitten auf dem Platzt, stand meine Mutter. Der Mann, der mir Stiffler überreicht hatte, holte eine ein Mexikanisches Reithalfter aus dem Auto und legte es Stiffler an. Dann führte er ihn auf die 3 Cavalettis zu und ließ ihn los. Stiffler trabte los und übersprang sie. Obwohl er ein Vollblut war, hatte er ein großes Springpotential. Nach den Cavalettis, trabte er über die Trabstangen und dies sehr Elegant. Es kam raus, dass Stiffler nicht nur auf der Rennbahn war, sondern auch im Spring und Dressursport. Dies begeisterte mir sofort und meine Mutter auch.
      Auf einmal hupte es und ein Auto kam auf den Hof. Es war Juliette. Sie wollte mich besuchen kommen und traf genau im richtigen Moment ein. "Schau! Wir lassen ihn jetzt laufen!", sagte ich zu ihr und meine Mutter scheuchte Stiffler vorwärts. Erstmal, verfiel er in einen lockeren Arbeitsgalopp, doch dann, wurde er immer schneller und schneller. Wie ein Rennpferd eben. Man sah seinen Muskulösen Körper arbeiten. Juliette und ich kamen nicht mehr aus dem Staunen raus. "Wem gehört der schöne?", fragte Julie mich und ich antwortete: "Mir." mit einem Lächeln im Gesicht. "So was schönes, gibt es nicht oft Gy. Da hast du einen Guten Fang gemacht", sagte Juliette, als der Mann mit Stiffler wieder zurück kam. "The Stiff-Master!", sagte der Mann und übergab mir Stiffler. Eine Führkette war in seiner Trense eingehakt und ich brachte ihn zusammen mit Julie in die Box. Wir nahm ihm die Trense ab und striegelten ihn noch ein wenig, als meine Mutter alles andere Regelte. "Stiff-Meister!", sagte ich voller staunen und schaute Stiffler an. Julie und ich putze ihn noch zu Ende und verließen seine Box. Als wir wieder auf den Parkplatzt gingen, war der Mann schon wieder Weg und meine Mutter hielt mir Stiffler´s Papiere hin. Julie und ich nahmen sie mit auf mein Zimmer und schauten sie uns an. Wir kamen nicht mehr aus dem Staunen. Die Amerikanischen Papiere konnten wir nicht lesen, doch zum Glück gab es noch Deutsche.
      Es würde nicht lange dauern, dann würde ich ihn auf einer Körung vorstellen. Ich machte den PC an und Julie und ich schauten im Internet nach. Und tatsächlich! Es gab eine passende Körung für ihn. Sofort meldeten wir ihn an und danach, schauten wir noch ein wenig im Internet herum.

      by unbekannt
      Der Tierartzt kommt!


      Ich fuhr mit meinem bordeauxroten Jeep auf den Hof von Gypsie, um Stiffler zu Impfen und zu Untersuchen, und parkte ihn vor den Stallungen.
      Bodyguard stand schon angebunden auf dem Putzplatz und wartete mit einer Pflegerin daneben. Ich begrüsste beide und fing dann an das Vollblut zu Untersuchen. Als erstes untersuchte ich seine Augen und dann seine Zähne, alles tiptop, ich bat die Pflegerin den Hengst mir im Trab vorzuführen. Stiiler trabte willig an, ein bisschen steif, ich fühlte sie ab und sagte der Pflegerin das man Röntgen müsste wenn er einmal Lahm gehe würde.
      Nach dem Untersuch zog ich die Doppel-Impfung, Infulenza Tollwut, auf meine Spritze und gab sie dem Hengst der nervös auf und ab trat, bei der zweiten Doppel-Impfung, Tetanus Herpes, musste ich mich vor den Hufen des Hengstes in acht nehmen weil die nur so um mich flogen,.
      ,,Könnten sie bitte zu meinem Jeep kommen dann könnte ich ihnen die Wurmkur geben‘‘, sagte ich der Pflegerin. Wir liefen gemeinsam zum Auto, ich öffnete die Heckklappe und nahm aus einer Schublade die Paste und gab sie der Pflegerin.
      Ich winkte ihr zu und fuhr vom Hof.

      by unbekannt
      Happy Halloween
      Die Vorbereitung


      Ein lauter Knall weckte mich aus meinem schönen Traum. Ich musste mich bemühen aus den Bett zukommen, denn ich war noch total Müde von Gestern. Auf den Hof lief alles auf Hochturen, denn die Zucht soll bald aufgemacht werden und vieles erneuert werden.
      Nachdem ich mich aus meinen Bett gequält hatte, ging ich ans Fenster und schaute nach, was diesen Knall auslösen konnte. Nichts!
      Langsam zog ich mich an und ging runter in die Küche, dort hockte meine Mutter auf den Boden und wusch Wasser auf. Ein paar Kartoffeln, lagen noch herum und ich hob sie auf. Ich fragte sie, was passiert sei und sie Antwortete, dass ihr die frisch gewaschenen Kartoffeln runter gefallen waren. Dies war wohl der Knall gewesen. Als alles wieder sauber war, schmierte ich mir ein Brot und setze mich an den Tisch. Schnell stand ich nochmal auf und holte mir ein Glas und schüttete Orangensaft hinein. Dann, setze ich mich wieder an den Tisch und aß mein Brot. Meine Mutter war wieder im Garten verschwunden. Sie liebte ihren Garten und heckte und pflegte ihn wie ihr eigenes Kind.
      Als ich fertig war, legte ich mein Geschirr in die Spülmaschine und ging auf den Hof. Es war noch früh und der Nebel war noch zusehen. Es war ziemlich kalt und deswegen, flüchtete ich in den Stall, wo die Zuchtpferde standen. Ich sagte Denver, Splashed it, Caramel C, Alvar, Spotted Dreams und Don´t touch me erst mal hallo und schaute, ob alles OK war. Natürlich, ging es allen sechs gut. Erstmal ging ich in die Sattelkammer und räumte ein wenig auf, den als ich die Kammer betrat, bekam ich einen Schlag. Vieles lag auf den Boden Rum! Sättel langen falsch auf ihren Ständern und ein paar Trensen lagen auf den Boden.
      Ich räumte auf und nahm mir Caramel´s Halfter. Hinter mir verschloss ich die Tür der Sattelkammer und ging zu Cara´s Box. Als ich an ihre Box trat, drehte sich die Stute zu mir um. Ich ließ sie an meiner Hand schnuppern und streichelte ihr dann die Stirn. Sie liebte es und streckte sich erst mal. Dann betrat ich die Box und legte ihr, ihr Halfter an. Brav, folgte mir die Stute aus der Box und ich brachte sie auf ihren Paddock, wo sie erst mal wach werden konnte. Schnell merkte ich, dass es ziemlich kalt war und legte Cara noch eine Decke über. Dann ging ich wieder rein, nahm mir Splashed it´s Halfter, legte es ihr an und führte sie auch auf ihren Paddock. Die beiden Stuten konnten nun erst mal frisch Luft schnappen und ich fing an Cara´s Box auszumisten. Die Box war nicht gerade Dreckig und schnell war ich fertig. Dann, streute ich die Box neu ein und füllte das Heunetzt. Genau das gleiche, machte ich auch mit Splashed´s Box. Dann ging ich hinaus und holte Caramel von ihrem Paddock und brachte sie zum Putz platzt. Dort band ich sie an und nahm ihr ihre Decke ab. Es wurde langsam wärmer.
      Ich ging in den Stall und ließ erst mal die anderen Pferde auf ihre Paddock´s. Dann, holte ich schnell einen Putzkasten und ging wieder zu Caramel. Ich stellte den Kasten neben Cara ab und fing an sie zu putzen. Als sie fertig war, kratze ich ihre Hufen aus und holte ihre Trense. Nur ihre Trense! Schnell trenste ich die Stute und stieg auf. Cara schaute erst mal komisch, denn normalerweise, wird sie immer mit Sattel geritten. Im Schritt, ritten wir zusammen ein paar Runden um den Hof und gingen dann auf den Reitplatz. Ich trabte sie sofort an und wurde ziemlich durchgeschüttelt, denn ich konnte immer noch nicht so gut ohne Sattel traben. Nach dem holprigen Trab, parierte ich sie wieder durch zum Schritt und ließ ihre Zügel lang.
      Langsam ritten wir wieder vom Platz runter und ich brachte sie direkt auf die Weide. Ich streckte mich kurz und ging dann zu Splashed. Ich holte die wunderschöne Stute von der Weide und brachte sie zum Putzplatz, dort band ich sie an und fing an sie zu putzen. Sie war schnell fertig, denn sie war nur ein wenig staubig. Ich kratze ihr die Hufe aus und ging ein Longeset holen, denn ich hatte vor Splash zu longieren. Ich legte ihr alles an und führte sie zum Reitplatz. Dort band ich sie aus und fing an sie im Schritt zu longieren. Sie lief treibsam und ich trabte sie an, als sie warm wurde. Ihr Trab war treibsam und ich musste sie kaum treiben. Im Trab machten wir einen kleinen , einfachen Handwechsel und sie trabte brav weiter. Nach dem langen Trab, gab es eine kleine Schrittpause und dann einen schönen Galopp.
      Der Galopp war sehr schwungvoll und ausgeglichen. Nach dem Galopp, parierte ich sie durch zum Schritt und machte die Ausbinder los. So konnte Splashed ihren Hals strecken.
      Als sie wieder runter kam, führte ich sie vom Platzt runter, zum Putz platzt und band sie fest. Dort nahm ich ihr alles ab und putze nochmal über die drüber. Dann brachte ich sie auf die Weide. Sofort fing sie an zu grasen.
      Nun holte ich mir Denver aus dem Stall. Denni wollte heute nicht recht und zog sehr am Strick. Ich beschloss Denni auf den Platzt zu bringen und das tat ich auch. Denni lief erst mal im Schritt und ich fing an, ihn ein wenig zu trieben und scheuchte ihn. Sofort wurde Denni wacher und galoppierte oder trabte über den Platzt. Dann ließ ich ihn wieder in Ruhe und kaum war ich vom Platzt und setze mich, fing an Denver sich zu wälzen. Es sah sehr witzig aus und als er aufstand, schüttelte er sich erst mal. Nun lohnte es sich, den Hengst zu putzen.
      Ich fing Denver also ein und brachte ihn zum Putz platzt, dort band ich ihn fest und fing an ihn zu putzen. Er war schnell sauber, denn der Sand war nur leicht auf ihm.
      Als er fertig war, entließ ich ihn auf die Weide und mistete seine Box aus. Als ich fertig war, holte ich mir direkt Alvar aus der Box. Brav folgte er mir zum Putz platzt, wo ich ihn festmachte. Alvar war so gut wie sauber, deswegen putze ich kurz über ihn drüber und kratze ihm schnell die Hufe aus. Dann holte ich seinen Sattel und seine Trense und legte ihn alles an.Sofort stieg ich auf und wir gingen auf den Platzt. Dort ritt ich ihn erst mal warm. Als er warm war, ging die Arbeit los. Wir machten viele Bahnfiguren im Trab und galoppierten auf dem Zirkel. Danach, gab ich ihm eine Pause. Nach der Pause, trabten wir noch ein wenig und gingen dann vom Platzt runter. Ich lobte Alvar und brachte ihn auf die Weide, als ich ihm alles abgenommen hatte.
      Nun waren Spotted Dreams und ihr 2tes Fohlen Makar an der Reihe. Ich holte die beiden aus der großen Box und putze die beiden erst mal ausgiebig.
      Als die beiden fertig waren, gingen wir ein paar Runden und ich entließ sie dann auf die Weide. Nun war mein letztes Zuchtpferd an der Reihe. Mein geliebter Don´t touch me. Ich holte ihn von der Weide und brachte ihn direkt zum Reitplatz, wo ich ihn laufen ließ. Davon, dass Don´t mal eine Verletzung am Bein hatte, sah man nicht mehr. Er war wie immer. Wild und nur am Rum toben. Er hatte sichtlich Spaß. Als eine Stunde vergangen war, fing ich ihn wieder ein. Er war total eingesaut, weil er sich ein paar mal gewälzt hatte. Ich ging mit ihm zum Abspritzt platzt und dort wurde er erst mal geduscht. Ich hatte das Glück, dass es im laufe des Tages wärmer wurde und die sonne auskam. Als Don´t fertig war, führte ich ihn trocken und brachte ihn auf auf die Weide.
      Der Tag war um und ich ging ins Haus. Gerade als ich reinkam, klingelte das Telefon.
      "Hallo? Gypsie hier."
      "Hallo Gypsie. Ich bin es Zambi."
      "Oh Hai, wie geht es dir?"
      "Gut Gut und dir? Ich habe eine Frage an dich!"
      "Und die wäre?" gespannt hörte ich zu.
      "Morgen ist ja Halloween und ich habe mir gedacht, wir könnten ja auf den Pferden Süßigkeiten sammeln gehen. "
      "Das klinkt gut! Ich such und 2 Pferde raus."
      " Ich darf aber Billow Mellow mitnehmen, als Handpferd. Sie verkleidet sich auch."
      "Ok, dann bis morgen"
      "Bis Morgen!"
      Ich zog mich aus und legte mich ins Bett. Morgen würde es wundervoll sein, dank Zambi´s Idee. Ich schaute noch ein bisschen Fernsehen und schlief dann langsam ein.

      by unbekannt
      Happy Halloween
      Der große Tag


      Am Nachmittag, stand ich erst auf und die Sonne schien schon in mein Zimmer. Schnell zog ich mich an und ging in die Küche. Die ganze Küche war geschmückt und ich erblickte mein Frühstück. Nur meine Mutter war nirgendwo. Ich aß erst mal, räumte auf und ging dann raus. Auf einmal erblickte ich meine Mutter auf der Fohlen weide. Sie schmuste gerade mit ihrem Liebling Moorlands Bodyguard.
      Als ich zu ihr ging, kam sie auch schon von der Weide und entschuldigte sich, weil sie die seit vergäßen hätte, ich sagte ihr, dass es nicht schlimm sei und ging zu den Weidepferde. Es war ein schöner Oktober Tag. Es wehte nur ein kaltes Lüftchen aber sonst war es angenehm. Erstmal fütterte ich alle Pferde und Fohlen. Als ich damit fertig war, holte ich meinen Turnierwallach Iconoclast von der Weide und band ihn am Putz platzt an. Er musste leider in der letzten Woche viel stehen, weil ich kaum Zeit hatte, doch heute durfte er sich wieder richtig Bewegen. Als er fertig geputzt war, holte ich seinen Sattel und seine Trense und legte ihm alles an. Ich stieg auf und wir ritten vom Hof runter. Erstmal ritten wir einen schmalen Feldweg im Schritt entlang und danach trabte ich ihn an. Der Tag war so schön, dass wir viele Leute, Jogger oder andere Reiter trafen. Ico störte das alles nicht und er lief brav weiter. Als wir an einer langen geraden Strecke ankamen, schnallte ich meine Steigbügel kürzer und galoppierte Ico an. Ich lehnte mich über seinen Hals und ich fühlte mich, als wären wir auf einer Rennbahn. Ico galoppierte einfach wundervoll und schnell!
      Als wir an einer kurze Ankamen, parierte ich ihn wieder durch. Es war leichter als gedacht, denn Ico wollte immer weiter laufen. Doch, als er brav im Schritt lief und ich meine Steigbügel wieder langgemacht hatte, lobte ich Ico.
      Auf dem Rückweg, trabten wir noch ein wenig, aber sonst ritten wir im Schritt zurück, denn Ico war total verschwitzt.
      Auf dem Hof angekommen, nahm ich ihn seinen Sattel ab und führte ihn ein paar Runden um den Hof, damit er ein wenig trocken wurde.
      Ich legte ihm nach längerer Zeit eine Abschwitztdecke auf und brachte ihn auf seine eigene kleine Wiese. Als nächstes, holte ich Frozen France von der Weide. Ich brachte die hübsche sofort auf die Weide und ließ sie laufen. Sie tobte sofort und machte ein paar freudige Bocksprünge. Ich ließ sie einfach machen und schaute ihr dabei zu. Nach einer langen Stunde, wurde Frozen ganz ruhig und ich holte sie wieder von dem Platzt. Ich brachte sie zum Putz platzt und band sie dort fest. Schnell putze ich sie und kratze ihr die Hufen aus. Dann brachte ich sie wieder auf die Weide, wo sie anfing zu grasen.
      Ich holte mir eine Führkette und holte Toy Soldier. Ich hackte die Kette in sein Lederhalfter ein und führte ihn schnell, sehr schnell zum Round Pen und schloss ihn dort ein. Ich musste ihn einschließen,denn sofort fing er an zu steigen. Er sah aus wie Sau, aber man kam nicht an ihn ran, deswegen konnte man ihn nicht putzen. Schade für das Pferd!
      Ich ging wieder zu den Weiden und holte Da Vinci von der Weide. Der Hengst folgte mir brav und ich band ihn am Putz platzt an. Ich putze ihn schnell und legte ihm dann Sattel und Trense auf. Ich legte ihm noch seine Gamaschen an, schnappte mir meine Reitkappe und stieg auf. Ich ließ mir Hindernisse auf den Platzt aufbauen und ritt Vinci schon mal warm. Als er warm war, standen auch schon die Hindernisse und ich galoppierte ihn an. Brav folgte er meinen Hilfen und übersprang ein Hindernis nach dem einen, ohne Fehler.
      Ich lobte Vinci und wir machten noch eine Runde.
      Dann ließ ich die Hindernisse wieder abbauen und ritt Vinci trocken. Ich nahm ihm dann Sattel und Trense ab und brachte ihn wieder auf die Weide. Langsam bekam man immer mehr Halloween Stimmung, denn man sah schon Kinder in ihren Kostümen rumlaufen.
      Als Vinci friedlich graste, holte ich Londontime von der Weide und brachte ihn zum Putz platzt. Als ich ihn putze, bemerkte ich eine kleine Wunde an seinem rechten Vorderbein. Es sah nicht schlimm aus, aber ich Verband es lieber. Als London fertig war, also fertig geputzt war, führte ich ihn ein wenig um den Hof. Ich führte ihn lieber nur ein wenig, weil ich nicht wusste, was das mit seinem Bein auf sich hat.
      Nach ein paar Runden, brachte ich ihn wieder auf die Weide und holte direkt Pilgrem. Ich musste Pilli keinen Strick ins Halfter hacken, da er mir so folgte. Aber am Putz platzt, band ich ihn an. Ich putze ihn und holte dann ein Reitpad, legte es ihm auf. Dann nahm ich mir noch einen Halsring und steig auf. Auf dem Reit platzt, ritten wir ein paar Runden im Schritt und ich galoppierte ihn dann an. Es war wundervoll nur mit Halsring und Pad zu reiten. Man fühlte sich einfach frei. Ich parierte Pilli wieder durch und wir ritten im Schritt noch ein wenig um den Hof. Ich lobte Pilgrem oft. Ich nahm ihn alles ab und brachte Pilgrem wieder auf die Weide. Langsam wurde es auch dunkel und Zambi kam an. Sie brachte ihre kleine Billow Mellow mit. Sie war wundervoll verkleidet und hatte Hasenohren auf ihrem Halfter. Um ihren Hals trug die kleine eine Schleife.
      Ich bat Zambi Mellow festzubinden und das tat sie auch. Als Mellow ruhig stand, holten wie Madaliyon und Radetta von der Weide. Wir banden beide Pferde fest und fingen an sie zu putzen. Als wir fertig waren, war es schon wieder dunkler geworden und wir befestigten alle Reflektoren an den Pferden. Wir ließen sie noch festgebunden, als wir fertig waren und gingen uns umziehen. Wir zogen uns warm an und ich legte mir noch einen langen dunkelroten Mantel um. Er war sehr lang, und deswegen musste ich ich ihn tragen, sonst wäre er auf den Boden geschliffen. Ich setze mir noch meine Reitkappe und und stieg auf Radetta. Den Mantel legte ich noch auf Radetta´s Rücken und über den Po. So sahen wir aus, wie Geisterreiter. Zambi band Mellow los und stieg auf Mada. Im Schritt ritten wir vom Hof runter. Wir ritten erst mal die ganzen Landstraßen entlang und dann in richtig Stadt.
      Die Stadt war leer, außer das manchmal ein paar Kinder auf Süßigkeiten jagt, an uns vorbei kamen. Wir wurden immer angeguckt!
      Als wir langsam aus der Stadt hinaus kamen, ritten wir in einen Wald. Man sah noch gut, wo man hinreiten konnte. Im Wald begegneten uns viele, sehr viele Kinder und Erwachsene, die uns anschauten. Nicht zu jedem Halloween, reiten 2 Mädchen mit Handpferd durch den Wald. Mellow, fand alles sehr interessant und beschnupperte alles. Auch Detti und Mada schauten oft in der gegen rum.
      Als wir uns wieder auf den Rückweg machten und auf meinem Hof ankamen, sattelten und trensten wir die Pferde ab und stellten sie wieder auf ihre Weide.
      Zambi machte sich wieder auf den Weg nach hause und ich kann sagen, dies war das schönste Halloween.
      Ich machte mich auf den Weg nach hause und ging sofort ins Bett.

      November 2010, by Gypsie
      Der Tag danach
      Ankunft eines Pferdes!

      Ich schlief sehr lange an dem Tag danach. Es war keine Schule, deswegen konnte ich auch ausschlafen. Als ich aufstand, aß ich etwas und ging sofort zu den Fohlen. Ich begrüßte sie und ging sofort viele, sehr viele Halfter holen.
      Zuerst holte ich Worring Tumbel von der Weide und band ihn fest. Ich fing sofort an ihn zu putzen und brachte ihn dann auf den Reit platzt.
      Als nächstes holte ich dann Marin und Bilder von dir. Die beiden, etwas scheuen Fohlen, putze ich auch und brachte sie zu Worring auf den Platzt.
      Als ich wieder zur Fohlen weide ging, holte ich Nachtis Littlefoot, Little Askim und Manewa. Die 3 Putze ich erst gar nicht, weil ich wusste, das die sich als erstes wälzen würden. Zum Schluss holte ich noch Rebell, BJ und Moorland´s Bodyguard. Die ließ ich auch noch auf den Reitplatz und nahm mir eine Gerte. Als ich mit der Zunge schnalste und mit der Gerte etwas herumfuchtelte, setzen sich die Fohlen in Bewegung. Alle Reihten sich ein und trabten oder galoppierten brav. Außer ein paar Ausreißern, die immer überholen mussten, saß alles perfekt. Es sah sehr lustig aus, wie die Fohlen alle nacheinander liefen. Nach einer halben Stunde, ließ ich die Fohlen wieder normal laufen und spielen. Und wie ich es dachte, wälzte sich der kleine Askim sofort. Zum Glück war es ein trockener und halbwegs warmer Tag, so viel der Sand schnell wieder ab, als Askim mit Worring tobte. Worring und Askim sind mochten sich sehr, dass sah man ihnen an.
      Nach wieder einer halben Stunde, holt eich alle Fohlen und band sie am Putz platzt an. Als alle angebunden waren, war der Putz platzt voll!
      Als erstes, putze ich Worring und brachte ihn wieder auf die Weide. Dann putze ich Marin und Bildchen. Die brachte ich auch wieder auf die Weide. Nach den beiden, folgten Nachti, Askim und Manewa. Als sie fertig waren, brachte ich sie auch wieder auf die Weide und putze zu guter Letzt noch Rebell, BJ und Body.
      Ich brachte die letzten auch noch auf die Weide und ging zum Stall hinüber.
      Dort warteten die Stall Pferde. Ich begrüßte erst mal alle und hörte auf einmal Auto. Sofort rannte ich raus und erblickte einen VW mit einem Pferdehänger! Auf dem Pferdehänger waren Aufkleber mit Rennpferden drauf und ich freute mich schon. Sie musste es sein!
      Meine Mutter hatte vor kurzem eine Vollblutstute erstanden und nun kam sie wohl an. Meine Mutter kam kurz nachdem das Auto kam auch schon aus der Tür und begrüßte die Nette Frau. Sie stieg aus und öffnete den Hänger. Zum Vorschein kam eine wundervolle Falbstute mit schönen hohen Abzeichen. Die Stute kam brav heraus und die Frau, reichte mir die Papiere. Ich las sie mir ein wenig durch und ließ die Frau mit meiner Mutter alleine. In der Zwischenzeit, brachte ich Classic Gold, dessen Namen es war, in den Stall. Als sie im Stall stand, fing sie sofort an das frische Heu zu fressen, dies war schon mal ein gutes Zeichen.
      Ich ging wieder raus und sah nur noch ein Stück vom Hänger. Meine Mutter hörte auf zu winken und ging wieder ins Haus. Ich ging auch wieder in den Stall und nahm mir ein Lederhalfter. Dann ging ich zu Stiffler´s Box und holte ihn raus. Ich brachte ihn zum Putz platzt und band ihn dort an. Er ließ das putzen einfach über sich ergehen, denn er döste ein wenig. Als ich mit dem putzen fertig war, holte ich seinen Rennsattel und seine Renntrense. Ich legte ihm alles an und setze mich noch meine Reitkappe auf. Schnell schnappte ich mir noch eine Gerte und führte Stiffler zur Rennbahn. Dort stieg ich auf und sofort zappelte Stiffler herum. Als ich richtig saß, ließ ich Stiffler einfach laufen. Ich lehnte mich senkrecht über das Pferd und ging die Galoppbewegung mit. Ich hielt Stiffler erst mal zurück und ließ ihn erst nach der letzten Kurze laufen. Er wurde immer schneller und schneller, bis ich ihn wieder zurückhielt und ihn verlangsamte. Langsam verfiel er in einem Trab und dann in den Schritt. Ich ritt ihn noch trocken und führte ihn dann wieder zum Putz platzt. Dieses kleine Renntraining, musste einfach sein, damit Stiffler fit blieb. Ich nahm ihm alles ab und brachte ihn dann auf die Weide, wo er weiter rannte. Dann ging ich wieder in den Stall und holte meinen geliebten Maradscha. Ihn brachte ich zum Putz platzt, putze ihn und Sattelte und Trense ihn. Dann brachte ich ihn zum Reit platzt und stieg dort auf. Ich ritt ihn erst mal im Schritt warm und und dehnte ihn mit ein paar Wendungen. Dann probierte ich aus, was er drauf hat und es stellte sich raus, dass er Schulter herein und Kruppe herein beherrscht. Dann trabte ich ihn erst mal an und ging ein paar mal auf den Zirkel mit ihm. Als ich ihn an galoppierte, knallte es und Ratschi sprang erschrocken zur Seite. Ich beruhigte den Hengst erst mal, als er zum stehen kam und ritt ihn wieder im Schritt an. Als er wieder beruhigt war, trabten wir noch ein wenig und gingen dann wieder zum Putz platzt. Dort Sattelte und Trenste ich ihn ab und brachte ihn auch auf die Weide. Nun holte ich meinen Dressurstar Moorland´s Totilas aus seiner Box. Totilas folgte mir brav zum Putz platzt und bliebt dort auch brav stehen, als ich ihn putze. Als er fertig war, holte ich eine Longe und ging mit ihm auf den Reitplatz. Ich longierte ihn an seinem normalen Halfter. Er sollte mal ein wenig Entspannung haben und nicht immer nur hart ran genommen werden! Ich longierte ihn nur im Schritt und brachte ihn dann auch wieder auf die Weide.
      Totilas graste auf der Weide und ich holte 3 Halfter und holte Casanovas Wife, Easy Silence und Nefta de la Bryére von der Weide. Die drei ließ ich erst mal auf dem Platzt laufen und holte sie nach einer halben Stunde wieder von der Weide. Ich band die drei am Putz platzt an und putze eine nach der anderen. Als sie fertig waren, brachte ich alle drei Stuten auf die Weide. Dann holte ich meinen Criollo Hengst Crystal Meth von aus seiner Box. Mir fiel auf, dass er lahmte und ich brachte ihn sofort auf die Weide. Was nun wohl wieder mit ihm los war?
      Nun war das letzte Pferd dran. Gonger! Ich holte ihn vorsichtig aus der Box und brachte ihn in die Reithalle, wo er sofort wieder anfing hacken zuschlagen und zu buckeln. Ich musste ihn erst mal alleine lassen, denn es war zu gefährlich in der Halle zu bleiben. Nach einiger Zeit, ging ich nach Gonger gucken und tatsächlich, er hatte sich beruhigt. Ich nahm ihn wieder an die Führkette und brachte ihn auf die Weide. Bald, würde ich wieder anfangen richtig mit Gonger zu arbeiten, denn er war ziemlich dick geworden.
      Ich ging wieder in den Stall und mistete alle Boxen aus.
      Am Abend, holte ich alle Stall Pferde wieder rein und fütterte alle. Es waren sehr aufregende Tage, aber es machte Spaß.

      Datum unbekannt, by Gypsie
      Die Gala Nacht der Pferde


      "Jetzt streng euch an und verladet verdammt nochmal die Pferde!"
      Ich war nicht gerade gut gelaunt, weil meine Mitarbeiter nicht schafften ein paar Pferde in den Transport LKW einzuladen. "Kommt! Lasst es und geht an eure Arbeit, ich mache das selber!", ich schnappte mir Strick und Halfter und ging in den Stall. Dort holte ich Stiffler und lud ihn als erstes ein. Ich verschloss die Tür und ging Classic Gold holen. Auch sie verlud ich und verschloss die Tür. Stiffler fing an Randale zu machen. Ich schrie laut und sofort hörte er auf. Ich war immer noch schlecht gelaunt, dies wurde aber weniger, als mir klar wurde, dass ich gerade eines meiner Pferde angeschrien hatte. Ich nahm wieder ein Halfter und ein Strick und ging zur Weide, von dort holte ich Madaliyon und brachte ihn auch in den Hänger. Dann kamen noch 2 Fohlen dran. Als erstes holt eich Manchester und Elane. Elane war ein neues Fohlen, welches ich zum Geburtstag bekomme hatte. Sie stammte von Erhengold ab. Ich holte die beiden von der Weide und verlud sie auch. Der Hänger war noch nicht ganz doll, aber ich machte den Hänger zu. Ich hatte nur Vollblüter dabei, weil heute ein besonderer Tag werden würde. Ein sehr besonderer Tag.
      Als alle 5 Pferde verluden waren, stieg ich in den LKW und mein Opa auch. Auch meine Mutter stieg ein.
      Sofort machten wir uns auf den Weg. Auf unserem Transporter stand: Magic Show Horses.
      Es war nicht unser Hänger, sondern er wurde und geliehen und zwar von der Crew von Apassionata!
      Und genau dort fuhren wir hin. Zur Messe Halle in Düsseldorf. Der Weg war lang, zu lang für die Pferde und deswegen, legten wir an einem kleinen Bauernhof eine Pause ein und ließen die Pferde auf eine kleine Weide. Dort konnten sie sich vom stehen herholen.
      Ich unterhielt mich ein wenig mit dem Bauern und sagte ihm dann, dass wir auf dem Weg zur Apassionata waren. Er war sofort begeistert und sagte, dass seine Tochter die Show lieben würde und dieses Jahr wieder kommen würde. Das freute mich natürlich.
      Nach etwa 2 Stunden, verluden wir wieder alle Pferde und fuhren durch bis zum Messegelände.
      Dort wurden die Pferde wieder ausgeladen und in die improvisierten Ställe gebracht. Es waren nur stabile Zelte mit Boxen drin. Unsere Boxen waren schon Reserviert und wir stellten die Pferde hinein. Sie lebten sich sofort ein und schlossen neue Freundschaften mit den Friesen, die auch bei uns im Zelt standen.
      Es war schon spät und wir fütterten noch unsere Pferde, dann gingen auch wir schlafen.
      Am nächsten Morgen standen wir früh, sehr früh auf, um uns für die Halle eintragen zu lassen. Wie mussten nochmal alles durchgehen. Wir hatten die Halle als erstes ergattert und holten unsere Pferde. Schnell wurden Madaliyon, Elane, Manchester, Classic Gold und Stiffler fertig gemacht. Stiffler bekam noch seinen Halsring um. Nur mit einem Strick um den Hals wurden alle in die große Beleuchtete Halle gebracht. Hinter der Wand, nahmen wir den Pferden die Stricke ab und schon durften Elane und Manchester hinein. Unsere Musik, Airplanes, spielte ein und Madaliyon durfte auch raus. Kurz danach wurde auch Classic Gold raus gelassen. Ich schwang mich schnell auf Stiffler´s rücken. Als die Tür geöffnet wurde, galoppierte ich Stiffler an und wir galoppierten in die Halle. Wir galoppierten ein paar Runden und dabei folgten uns die 2 Fohlen und die 2 großen. Bis jetzt klappte alles sehr gut und ich blieb in der Mitte mit Stiffler stehen. Mit der Gerte, tippte ich ihn an die Schulter und er ging in die Knie. Ich folgte seinen Bewegungen und er ging auch mit seinem Hintern runter. Dann stieg ich ab. Stiffler bliebt liegen, bis ich ihm ein Zeichen gab, dass er aufstehen sollte.
      Das war erst mal genug für heute und die Pferde wussten ja, was sie zu tun hatten. Wir legten allen wieder die Stricke an und brachten sie in das Zelt. Dort wurden sie nochmal sauber gemacht und wir erledigten noch etwas.
      Als der große Abend kam und wir dran waren, waren wir alle sehr nervös. Unsere Musik spielte ein und auf den Großen Bildschirm, sah man einen Sternenhimmel. Manchester und Elane wurden raus gelassen und tobten erst mal durch die Halle. Man hörte das klatschen und Classic Gold und Mada wurden raus gelassen. Auch die beiden tobten erst mal ein wenig. Die Leute waren schon sehr begeistert, aber als ich mit Stiffler raus galoppiert kam, klatschten sie noch begeisterter. Ich bliebt mit ihm wieder, nach ein paar Galopprunden, in der Mitte stehen und er legte sich hin. Ich stieg ab und gab Stiffler, das Zeichen zum Aufstehen. Er stand auf, schüttelte sich und ging zu den anderen Pferde. Mit meiner Gerte, schwenkte ich ein wenig und die 5 Pferde setzten sich in Gang. Genau hintereinander trabten sie. Als ich mich aber drehte, drehten sie sich auch. Dann nahm ich mir die 2 Fohlen. Eins an jeder Seite. Beide folgten mir, als wären sie an mir festgebunden, aber das waren sie nicht. Sie legten sich hin und ich ging zu Classic Gold. Auch sie folgte mir und legte sich. Genau das, machte ich auch mit Mada und Stiffler. Als alle Pferde lagen und ich leicht aufsprang, standen sie wieder auf. Mit dem heben meiner Hände, stiegen alle.
      Die Show war perfekt und als die Pferde sich am Ende noch verbeugten, klatschen alle wie verrückt. Die Pferde folgten mir raus und sofort wurden sie wieder in ihre Boxen gebracht. Als erstes wurde Madaliyon geputzt und gefüttert, dann Elane und Manchester.
      Als die drei versorgt waren, kümmerte ich mich um Classic Gold und Stiffler. Dann ließ ich die Pferde in Ruhe.
      Am Abend hatten wir noch einen Auftritt und am Tag danach auch.
      Dann kam aber auch der Tag des Abschieds. Schon früh morgens, luden wir unsere Pferde wieder ein und Verabschiedeten und von der Crew von Apassionata. Wir waren ihnen sehr dankbar, dass wir mit unserer Freiheitsdressur bei ihnen Auftreten durften. Als wir auf den Weg zurück zum Hofe waren, schaute ich mir die Bilder an, die mein Kollege gemacht hatte. Sie waren einfach wundervoll. Genauso wie die Pferde.
      Auf meinen Hof wieder angekommen, wurden die Pferde erst mal auf die Weiden entlassen, denn sie hatten genug Stress an den 2 wundervollen Tagen, bei der Apassionata!

      Dezember 2010, by Gypsie
      Hallenspaß für die Vollblüter!


      Schon früh am morgen stand ich an den Weiden und holte Classic Gold ,Madaliyon, Stiffler, das Halbblut Maradscha und Iconoclast.
      Ich putze die fünf erst gar nicht, weil ich sie sofort in die Halle brachte. Sie tobten in der Halle herum und genießen ihren Auslauf. Classic und Stiffler putzen sich wischen durch auch mal und Iconoclast machte einen auf Macho oder buckelte durch die Halle. Es sah witzig aus, wir alle durch die Halle tobten und Spaß hatten, dass sie sich mal wieder richtig bewegen durften.
      Ich nahm mir ein Flatterband und scheuchte alle mal ein wenig durch die Halle, damit sie sich mal wieder ein paar Funde antrainieren konnten. Classic lief vorne an der Spitze, danach liefen Stiffler und Maradscha und das Schlusslicht bildeten Mada und Ico.
      Ein paar mal wurde gebuckelt, aber sonst liefen die fünf brav und galoppierten sehr viel, so wie es sich für Vollblüter gehörte!
      Ich lies die Pferde wieder alleine laufen und legte das Flatterband weg. Ich schaute ihnen noch ein wenig zu und fing sie dann wieder ein, weil ich die putzen wollte.
      Als erstes nahm ich mir Classic Gold und Maradscha. Dann holte ich Stiffler, Madaliyon und Iconoclast. Ich band alle fest und fing an Classic zu putzen. Sie war ziemlich Dreckig weil sie sich viel gewälzt hatte, doch der Dreck viel schnell runter, weil er trocken war.
      Danach kratze ich ihr noch ihre Hufen aus, legte ihr ihre Decke drüber und brachte sie wieder auf die Weide, wo sie freudig von den anderen Stuten empfangen wurde. Ich ging wieder zum Putz platzt und putze meinen geliebten Maradscha sauber. Auch ihm kratze ich seine Hufe aus und schmuste noch mit ihm. Auch wenn er nicht Reinrassig ist, er hat das größte Herz von all den anderen Pferden. Nach der Schmuseeinheit, legte ich ihm seine Decke um und brachte ihn auch auf die Weide.
      Nachdem Ratschi wieder auf seiner Weide stand, putze ich Madaliyon und brachte ihn auch auf die Weide. Dann putze ich Stiffler, bis er glänzte. Stiffler war schnell sauber, aber seine Mähe nicht. In seiner Mähne hing Schnee und Dreck. Ich säuberte die Mähne, bis alles wieder Tipptop war und flechtete sie zu einem Zopf zusammen, damit sie so blieb, wie sie nun war.
      Als letztes putze ich meinen ein zigster Wallach Iconoclast. Er war glücklich damit auf seiner Einzel Weide zu stehen und auch damit, dass er nie eine Stute decken würde. Dafür war er sehr erfolgreich auf Turnieren und konnte sehr vieles.
      Als er fertig war, kratze ich ihm die Hufe aus und brachte ihn auch auf die Weide.
      Es war ein sehr kurzer Tag bei den fünf,doch es war schön!

      Datum unbekannt, by Gypsie
      Arbeit mit den Pferden und Ankunft von Aron


      "Guten Morgen meine Süßen!, flüsterte ich, als ich die Stalltüren öffnete.
      Ich hörte leisen Schnauben oder Scharren und ein und das andere gähnen von den Pferden. Alle waren eingepackt in leichte Decken und waren noch am Dösen. Als erstes ging ich ihn die Box von Golden Eye und nahm ihm seine Decke ab. Er stand noch halb schlafen und ließ sich von mir nicht stören. Seine Decke hängte ich über dir Boxentür und ging zu Deila. Auch Deila nahm ich die Decke ab. Sie war schon etwas wacher und wusste, dass sie gleich raus dürfe. Ron William, Classic Gold und Madaliyon nahm ich auch die Decken ab und ließ sie schon mal raus. Danach nahm ich Stiffler und Maradscha die Decken ab, Als sie ab waren, rasten die beiden durch den Stallgang auf den Hof. Sie konnten noch nicht auf die Weide, weil das Tor noch zu war. Zu Letzt, nahm ich Radetta und Iconoclast die Decken ab und ließ sie raus.
      Als alle Pferde, außer Moorland´s Totilas auf dem Hof herumliefen, machte ich ihnen das Tor zur großen Weide auf und weg waren sie.
      Sie galoppierten sofort den Abhang hinunter zum See.
      Ich schloss das Tor wieder und ging wieder in den Stall. Dort stand Moorland´s Totilas, ganz alleine gelassen. Ich nahm ihm die Decke ab und ließ ihn auf den Paddock. Ich konnte ihn leider nicht zu den anderen auf die große Weide lassen, weil er immer durch den Fluss schwamm. Außerdem war es für ihn zu gefährlich. Aber Toto gab sich auch mit dem Paddock zu Frieden.
      Ich fing an alle Boxen auszumisten und war auch schnell damit fertig.
      Da hörte ich auch schon die Pferde wiederkommen. Sie machten immer einen Spaziergang zum See, bleiben dort und kamen brav wieder. Ich rannte raus und schaute ob alle da waren, und das waren sie. Schnell öffnete ich alle Boxentüren und ging raus das Tor aufmachen. Sie trabten oder gingen im Schritt alle in ihre Boxen. Das hatten sie sich nach langer Zeit angewöhnt. Auch Totilas kam wieder rein. Ich hatte keine Lust immer raus zu gehen, zum Putz platz, um dort die Pferde zu putzen und deswegen tat ich es im Stall. Ich fütterte alle und nahm mir dann eine Bürste. Erst striegelte ich Golden. Er ließ es sich schmecken und wieder mal nicht stören von mir, Als ich fertig war, putze ich Deila und danach Ron William.
      Ich machte eine kurze Pause und dann weiter mit Classic Gold, Madaliyon und Stiffler. Es war anstrengend ein Pferd nach dem anderen zu putzen, aber es musste sein. Ich machte Ratschi meinem geli9bten Mix weiter und danach putze ich Totilas. Totilas fand es witzig sich die ganze Zeit von mir weg zudrehen, doch ich schaffte es ihn auch sauber zu kriegen. Zum Schluss putze ich noch Detti und Ico. Dann war ich auch schon fertig und legte allen Pferden wieder ihre Decken über.
      Ich wollte gerade wieder ins Haus gehen, da kam ein Auto auf den Hof. Ich hatte ganz vergessen, dass ich heute ein neues Dressurpferd bekommen würde. Ich ging dem Mann entgegen, der mit den Hengst brachte.
      Er begrüßte mich freundlich und holte den Hengst auch sofort raus. Aron!
      M´s Aron war sein richtiger Name. Er war von uns gezogen, aber weg gewesen. Er übergab mir Aron und war sofort wieder weg.
      Nicht gerade freundlich winkte ich dem Mann hinterher und begutachtete Aron. Er war zu einem Stadtlichen Hengst herangewachsen und wunderschön geworden. Er hatte eine leichte Decke über, die ich ihm, als wir im Stall waren, abnahm. Ich staunte nicht schlecht. Er hatte so wundervollen und schönes Fell. Einen klaren Blick. Aber sein Charakter hatte sich nicht geändert. Er war immer noch der Sturkopf wie früher. Ich band den Hengst erst mal an und richtete eine Box für ihn her. Man merkte sofort, dass er sich mit Totilas nicht gerade verstand, obwohl sie sich nicht gerade nah standen. Als die Box fertig war, stellte ich Aron rein und gab ihm noch sein Futter. Er rührte es erst mal nicht an. Lieder schaute er sich, mit einem eingebildeten Blick, die anderen Pferde an. Er passte perfekt auf den Hof zu den anderen Pferden und zur Zucht. Ich ging aus dem Stall und ins Haus.

      Januar 2011, by Gypsie
      Ankunft eines neuen + Ausritt mit Jule+ Pflege der anderen Pferde


      Vor einigen Tagen kam ein neuer Hengst auf den Hof. Sein Name war Willy Wonka und wie immer war er ein Niederländisches Warmblut.
      Früh am Morgen, ging ich in den Stall und holte Willy Wonka und Aron aus ihren Boxen. Ich führte beide zum Putz platzt und band sie dort an. Dann holte ich noch schnell 2 Putzboxen und stellte sie neben Willy und Aron.
      Die 2te Putzbox war für DeJule. Jule und ich hatten uns verabredet zum Ausreiten.
      Ich fragte sie, welches Pferd sie reiten wollte und ihr war es egal. Deswegen bekam die Willy Wonka. Er war lieber und leichter zu reiten. Ich hatte die Putzboxen gerade erst abgestellt, da hörte ich Jule. Sie war schon angekommen und kam auf mich zu.
      Wir umarmten uns ganz freundlich und redet ein wenig. Dann machten wir beide uns an die Arbeit. Jule fing an Willy zu Putzen und ich machte das gleiche mit Aron. Beim Putzen, redeten wir ein wenig und wurden auch schnell fertig. Wir kratzen den beiden zum Schluss noch die Hufe aus und dann unterbrach ich Jule und wir gingen wieder in den Stall. Wir ließen Amicelli,Deila,Ron William,Stiffler,Moorland´s Totilas und Iconoclast auf die Weiden.
      Als die Pferde draußen waren, widmeten wir uns wieder den beiden Hengsten und Sattelten sie.
      Danach trensten wir sie noch und schnappten uns unsere Reitkappen und setzen sie auf.
      Wir saßen auf und ritten im Schritt vom Hof.
      Wir ritten geradewegs in den Wald rein, da fing Jule an heftig zu lachen. Ich fragte sie warum sie so lachte, aber als Antwort bekam ich. " Ich weiß nicht. Ich muss einfach!"
      Sofort musste ich auch anfangen zu lachen und wir machten eine kurze Pause.
      Als wir uns wieder beruhigt hatten, nahmen wir die Zügel der Pferde wieder auf und ritten in den Wals.
      Willy Wonka ließ alles mit sich machen und war total Brav. Auch als wir an trabten arbeitete er sehr gut mit. Aron zappelte ein wenig rum, weil es sein erster Ausritt in den Wald war. Wir traben den ganzen Weg noch und schlugen den Rückweg ein.
      Auf dem Rückweg, galoppierten wir an, machten aber kein Rennen, weil wir nicht wussten, wie Willy darauf reagieren würde. Aber wir wussten, dass man sicher mit ihm im Wald galoppieren konnte. Wir galoppierten nicht lange und parierten Aron und Willy wieder zum Trab durch. Danach auch wieder zum Schritt.
      Im Schritt ritten wir den Rest des Weges und auch wieder auf den Hof.
      Auf dem Hof angekommen, stiegen wir erst mal von den Pferden und machten unsere Reitkappen ab.
      Danach sattelten und trensten wir die beiden Hengste ab und brachten sie wieder auf die Weiden, wo sie standen. Jule musste danach auch schon leider wieder gehen. Ich verabschiedete sie und machte mich wieder an die Arbeit, weil noch ein paar Pferde auf mich warteten.
      Ich ging zu einer der Weiden und holte mir Deila, die Stute mit den bezaubernden blauen Augen.
      Ich brachte sie zum Putz platzt und band sie dort an.
      Dann fing ich sofort an Deila und putzen. Als sie fertig war, kratze ich ihr die Hufe aus und brachte sie in ihre Box, die ein Stallbursche schon hergerichtet hatte. Meine Stallburschen waren immer Arbeitsfreudig und wussten genau was sie zu tun hatten und deswegen waren schon alle Boxen sauber.
      Als Deila in ihrer Box stand, holte ich Amicelli. Sie putze ich auch und brachte sie wieder in die Box.
      Nachdem Ami auch in ihrer Box stand, holte ich Ron William und Totilas. Die beiden putze ich schnell und brachte sie auch wieder in ihre Boxen. Beide warteten auf ihr Futter und steckten die anderen Pferde mit ihrer Nervosität an. Willy Wonka und Aron holte ich dann auch wieder rein. Die beiden waren noch sauber und deswegen brauchte ich sie nicht putzen und konnte sie direkt in ihre boxen stellen.
      Zum Schluss holte ich noch die 2 Vollblüter Stiffler und Iconoclast rein. Ich putze sie schnell und stellte sie auch wieder in ihre Boxen. Als alle Pferde drin waren, bereitete ich das Futter vor und Fütterte sie Pferde.
      Alle bekamen noch einen Abschiedskuss und ich schloss die Stalltüren.
      Am Ende ging ich noch auf die Weiden und Äppelte diese ab.
      Als auch dies Erledigt war, ging ich in mein Haus.

      Februar 2011, by Gypsie
      Rebia's Rückkehr+Ankunft eines neuen Hengstes und Pflege der anderen Pferde


      "Rebia kommt wider! Rebia kommt wieder!"
      Schreiend und freuend lief ich über den Hof. Das kleine DRP Fohlen, welches nun kein Fohlen mehr war, würde wieder zu mir zurück kommen. Ich hatte sie damals Verkauft und bereute es, doch nun kam sie wieder. Meine kleine Rebia.
      Als BluePearl mir die Stute brachte staunte ich erst einmal. Rebia war zu einer Stadtlichen Stute herangewachsen. Aber vom Charakter her, war sie immer noch ein Jungpferd.
      Ich unterschrieb den gleichen Vertrag wie damals und schon war sie meines.
      Ich führte Rebia erst mal in die Halle.
      Dort ließ ich sie laufen und schaute mir ihre Gänge an. Am Liebsten wäre ich sie geritten, aber dafür war es noch zu Früh und sie zu jung.
      Ihre Gänge waren immer noch so wunderbar die damals, vor allem ihr Trab haute mich um.
      Als ein Stallbursche mir Bescheid sagte, dass ihre Box fertig war, fing ich die Stute wieder ein und brachte sie in ihre Box. Ruhig fing Rebia an am Heu zu knabbern.
      Ich ging ein Halfter holen und ging zu Willy Wonka an die Box. Ich legte dem Dunkelfuchs das Halfter an und führte ihn aus seiner Box zum Putz platzt.
      Ich band den Hengst an und ging eine Putzkiste holen, die ich, als ich wiederkam, neben den Hengst abstellte und öffnete. Ich fing an sein schönes, seidiges Fell an zu striegeln und war schnell fertig. Zum Schluss kratze ich ihm die Hufe aus und ging seine Trense holen.
      Ich trenste Willy und führte ihn ein paar Runden um den Hof. Danach gingen wir vom Hof runter und ins Gelände.
      Im Gelände benahm sich der Hengst, wie ein kleines Fohlen. Er machte Faxen. Er lief Seitwärts oder stieg zum Spaß. Ich fand dies gar nicht witzig und bestrafte den Hengst. Schnell machten wir uns wieder auf den Rückweg, weil ich keinen Nerv mehr dazu hatte mich weiter mit Willy rum zuschlagen.
      Auf dem Hof angekommen, legte ich ihm wieder sein normales Halfter an und brachte ihn auf die Weide, wo er sich erst einmal austoben konnte. Nachdem ich Willy Wonka auf die Weide gebracht hatte, holte ich M´s Aron und Amicelli. Ich band das Liebespaar am Putz platzt an und putze erst Ami. Als Amicelli sauber war, putze ich noch Aron.
      Auf einmal klingelte mein Handy und ich ging ran...
      … Als ich aufgelegt hatte, überkam mir ein Riesen Lächeln. Ich brachte Amicelli und Aron auf ihre Weide und schnappte mir meine Autoschlüssel, die in der Sattelkammer lagen.
      Schnell befestigte ich den Hänger am Auto und für vom Hof. Es ging zum Hof von LeFay.
      Ich hatte auf ein Pferd von ihr Geboten. LeFay verkaufte alle ihre Pferde und da stach mit Landwein´s Erdbeerpflücker ins Auge. Der kleine Hengst war total Süß und nun konnte ich ihn abholen.
      Als ich auf LeFay´s Hof ankam, stand der kleine schon bereit und ich konnte ihn direkt verladen. LeFay bekam das abgemachte Geld und ich fuhr wieder nach hause. Ich hatte wieder ein neues Turnierpony.
      Auf meinem Hof wieder angekommen, lud ich den Welsh A Hengst aus und führte ihn eine Runde über den Hof. Dann brachte ich ihn in eine Box. Bald würde sich herausstellen mit wem er auf die Weide gehen darf.
      Als der kleine Hengst sicher in seiner Box stand, nahm ich mir wieder ein Halfter und holte Deila aus ihrer Box.
      Sofort brachte ich die Stute in die Reithalle, wo ich sie laufen ließ. So wie es bei Deila normal war, galoppierte sie los und buckelte durch die Halle.
    • AliciaFarina
      Dezember 2012, by AliciaFarina
      Ankunftspflegebericht für Stiffler


      Heute fuhr ich direkt nach der Arbeit zum Hof um meine Neuen Pferde zu begrüßen und ein paar meiner `alten` Pferde laufen zu lassen. Als ich auf dem Hof ankam stieg ich aus und holte als erstes Big John, Heart Skipper, Urmel, Quick Decision, Dusty und Drachenkämpfer aus ihren Boxen und band sie am Putzplatz an. Dann putzte ich sie, als ich damit fertig war führte ich John und Dusty in die Halle und ließ sie laufen. Da sie lange nicht mehr bewegt wurden rannten und buckelten sie viel. Als sie mit dem Spinnen fertig war holte ich sie wieder raus und putzte einmal über. Anschließend stellte ich die beiden auf die Weide. Danach holte Skipper, Urmel, Quick und Drache. Die vier stellte ich auf den Paddock und scheuchte sie. Nach viel gerenne und gebuckle waren die Pferde ausgepowert und ließen sich gut einfachen, die vier brachte ich nach dem überputzen auch auf die Weide. Als ich mit meinen Hengsten fertig war holte ich die Stuten Amsterdams Girl, Westside Lady, Pounts Püpchen, Alohomora und Brainstorm. Die Stuten putzte ich auch und stellte sie nachher auf den Paddock und ließ sie rennen. Als sie ausgepowert waren putzte ich wie bei den Hengsten alle über und stellte sie auf die Weide. Zum Schluß holte ich Frenchlover und Just like the Wind. Mit den beiden Jungpferden übte ich das putzen und still stehen. Nachdem beide das verstanden hatten brachte ich sie auch auf die Weide.
      Dann kamen meine Neuen Pferde an. Knutschkugel und Zasa hatten sich zusammen getan und brachten Outlaw, Night und Hermann zusammen her. Wir luden die drei zusammen aus und stellten sie auf die Weide. Ich über gab den beiden das Geld und bekam die Papiere und verabschiedete mich von ihnen. Dann kam Gypsie und brachte mir Stiffler und Black Pearl. Ich half ihr beim Ausladen. Als die beiden draußen waren stellten wie sie zu den anderen Hengsten, gab Gy das Geld und übernahm die Papiere. Dann verabschiedete ich mich von ihr und ging zu den Weiden. Ich beobachtete die Pferde beim Fressen und holte sie um 5 uhr rein. Zu erst alle Hengste dann die Stuten und die Fohlen dann die neuen. Als alle in ihren Boxen standen gab ich ihnen das Futter und verabschiedete mich von allen und ging nach Hause.Heute ritt ich meinen 1,74m großen Englisches Vollblut Hengst Stiffler in der Besonderen Hengst Körung für Vollblüter. Stiffler wartet neben mir mit gesenkten Kopf auf unseren Auftritt. Ich machte meine Stiefeletten sauber und wischte den letzten Dreck von meinen Sachen dann machte ich saubere Bandagen an seine Beine und streichte Huffett auf seine Hufe und gurtete nochmal nach. Danach flocht ich seine Mähne zu einem schönen Zopf den Zopf verzierte ich mit goldenen Zopfgummis. Dann rief uns der Ansager auf und ich führte Stiffler in die Halle und hielt bei X stellte ihn ordentlich hin und begrüßte die Richter. Anschließend stieg ich auf und ließ Stiffler im Schritt antreten. Ich ließ ihn einen Großen Zirkel auf dem oberen Zirkel im Schritt gehen dann trabte ich an ließ ihn zweimal hintereinander durch die ganze Bahn wechseln. Auf der diagonalen Linie ließ ich ihn einmal die Schritte verlängern und verkürzen. Dann ließ ich ihn im Trab eine Zirkel gehen und Galoppierte anschließend an. Im Galopp ließ ich ihn Ganze Bahn gehen und die Schritte an der Langen Seite verlängern. Dann parierte ich in den Schritt durch und stellte mich mit ihm vor die Richter. Ich sagte: `Stiffler sollte gekört werden damit er seine Hervorragende Gene und seine Schönen Gänge. Auch soll er seinen lieben Charakter und seine Größe vererben.` Dann verabschiedete ich mich von den Richtern und ritt im Trab aus der Halle. Draußen wartete ich auf unser Ergebnis während ich den Gurt lockerte, die Bandagen ab machte eine Decke auflegte und ihn trocken ritt.
      1547 Zeichen mit LeerzeichenSammelpflegi für Clair de Lune, Iysana, Hope of Darkness, Amsterdams`s Girl, Buried alive by Love, Westside Lady, Pounts Püppchen, Alohomora, Brainstorm, What you want?, Arahil, Fairground Attraction, Free Vanille, Frenchlover, Just like the Wind, EBS Dafina, Are you scared of me, Slimeboy, Phury, Urmel, Dusty, Monster Energy, Quick Decision, Drachenkämpfer, Little Mephisto, GH`s Acapulco Gold, Checker, Big John, Heart Skipper, Outlaw Dancing Jive, Calling the Night, Hermann, Stiffler und Black Pearl.+ Ankunfts Pflegi für Drachenlady, Damona und Xana
      Heute fuhr ich direkt nach der Arbeit zum Hof um mich um meine Pferde zu kümmern. Bevor ich auf den Hof fuhr holte ich noch 2 Freundinnen mit denen ich zusammen mich um meine Pferde kümmern wollte. Als wir auf dem Hof ankamen gingen wir direkt in den Stall und holten Clair de Lune, Iysana, Hope of Darkness, Amsterdams`s Girl, Buried alive by Love, Westside Lady, Pounts Püppchen, Alohomora, Brainstorm und What you want? Raus. Wir putzten die Pferde und brachten sie als sie sauber waren auf den Außenplatz um sie ein bisschen laufen zu lassen. Die Stuten rannten voller Freude. Meine Freundinnen verteilten sich einmal auf dem oberen und auf dem unteren Zirkel. Ich ging in der Zwischen zeit los die Hengste holen. Als ich Are you scared of me, Slimeboy, Phury, Urmel, Dusty, Monster Energy, Quick Decision, Drachenkämpfer, Little Mephisto, GH`s Acapulco Gold, Checker, Big John, Heart Skipper, Outlaw Dancing Jive, Calling the Night, Hermann, Stiffler und Black Pearl geholt hatte fing ich an ein paar zu putzen. Meine Freundinnen waren mit dem bewegen der Stuten fertig und brachten sie nun auf die Weide. Dann kamen sie zu mir. Wir putzten die Hengste noch fertig und stellten dann alle außer Jive, Skipper und Checker auf die Weide. Die Hengste sattelten wir und gingen auf den Platz Checker wurde nur mit Halsring geritten. Wir ritten ein paar runden Schritt dann trabten und Galoppierten wir. Als wir mit dem Reiten fertig waren sattelten wir alle ab und ließen sie sich wälzen. Dann brachten wir sie auf die Weide. Anschließend holten wir die Fohlen. Mit den Fohlen arbeiteten wir am Putzen und stehen bleiben als wir damit fertig waren brachten wir alle auf die Weide. Dann misteten wir die Boxen aus, streuten sie neu ein und Machten das Futter fertig. Anschließend kamen Jackyline und Sosox3 mit einem großen Pferdetransporter auf den Hof gefahren. Als sie ausstiegen lief ich zum Transporter und begrüßte die beiden. Dann luden wir die Pferde aus und brachten sie in die Boxen. Ich gab den beiden Das Geld und sie gaben mir die Equidenpässe. Dann verabschiedete ich mich von ihnen und ging in den Stall. Danach brachte ich meine Freundinnen wieder nach Hause und brachte am Abend alle Pferde wieder rein.Herzlich Willkommen Give me everything tonight und Pflegebericht für alle meine Pferde.
      `Hi Kids ich bin Carlo, werft den Arm hoch und gebt mir ein "Hallo" Ja ja ja, genauso, weil das hier so schön klingt nochmal 'ne Runde`, tönte aus meinem Handy und ich wachte auf. Nach dem Aufwachen stand ich auf und machte mein Handy aus. Dann ging ich ins Bad und machte mich frisch, anschließend zog ich meine Jodhpurhose und einen Pullover an und ging runter. Unten angekommen machte ich das Radio an und kochte mir einen Kakao, und machte mir ein Brot. Als ich aufgegessen hatte räumte ich auf, machte das Radio aus und ging in den Stall. Im Stall begrüßten mich meine Pferde die schon sehnsüchtig auf ihr Futter warteten. Ich machte schnell das Futter fertig und gab es meinen Pferden. Während alle fraßen holt ich mir einen Ballen Stroh und streute eine große Box für meinen Neuen Hengst Give me everything tonight ein. Da ein Ballen nicht reichte holte ich schnell noch einen weiteren damit die Box auch schön dick eingestreut ist. Anschließend holte ich noch Heu und machte damit einen Haufen in eine Ecke. Während ich die Box eingestreut hatte hatten meine Pferde aufgefressen und ich machte schnell den den ganz großen Pferdehänger fertig und lud Are you Scared of me, Slimeboy, Monster Energy , Big John und Hermann ein. Diese Hengste fuhr ich auf eine Große Weide ca. 5 km vom Hof entfernt. Die Hengste freuten sich als ich sie laufen ließ und sie buckelten um die Wette. Anschließend verschloss ich das Tor und fuhr wieder nach Hause. Zu Hause angekommen lud ich die restlichen Hengste, Urmel, Dusty, Drachenkämpfer, Little Mephisto und Heart Skipper, auf den Hänger. Die Hengste brachte ich auf die gleiche Weide wie die anderen Hengste. Dann fuhr ich wieder auf den Hof und holte ein Paar der Stuten raus um sie ebenfalls auf eine Weide zu bringen. Hope of Darkness, Damona, Xana, Westside Lady und Iysana stellte ich auf den Hänger und brachte sie auf eine Weide 3 km entfernt. Die Stuten freuten sich genau so wie die Hengste und rannten um die Wette. Dann fuhr ich wieder nach Hause und holte die restlichen Stuten Alohomora, Drachenlady, Shakira und Amsterdams Girl. Als ich die Stuten auf die Weide gebracht hatte rannten sie zu ihren Freundinnen und rannten um die Wette. Anschließend fuhr ich wieder nach Hause und ließ die restlichen Hengste Phury, Quick Decision, GH`s Acapulco Gold, Checker, Outlaw Dancing Jive, Callin the Night, Stiffler, Black Pearl und Leviathan auf die Weide am Stall. Die Stuten Buried Alive by Love, Brainstorm, Pount`s Püppchen, Hot Spot, Gaitano`s Little Girl, What you want und Clair De Lune brachte ich ebenfalls auf eine Weide am Stall, danach stellte ich noch alle Fohlen auf die Weiden. Als alle Pferde auf ihren Weiden standen setzte ich mich wieder in den Hänger und fuhr zu dem Hof von Monsterflosse. Auf dem Weg dorthin hörte ich Radio und nach einer viertel Stunde fahrt kam ich an. Nachdem ich angekommen war stieg ich aus und ging in den Stall da auf dem Hof niemand war. Im Stall war auch niemand also ging ich weiter in die Reithalle. In der Halle sah ich Monsterflosse auf ihrer Stute Audio Delite at Low Fidelity
      kurz Filly sitzen. Sie arbeitete gerade im Galopp am langen Zügel, als sie mich sah parierte sie durch und kam zu mir geritten. Ich begrüßte sie und Filly kuckte mich lieb an. Monster stieg ab und drückte mir die Zügel in die Hand. Ich kuckte sie etwas perplex an und sie sagte: "Los rauf mit dir und reit sie Trocken ich hole in der Zwischenzeit Everything." Ich stieg auf und ritt Filly ab. Filly reagierte auf jede noch so kleine Hilfe und Als Monsta einmal kurz in die Halle kuckte und mir zu rief: "Du kannst auch ruhig noch mal traben und galoppieren, Ich brauch noch etwas." `Ok`, dachte ich und ließ Filly antraben. Und nach ein Paar Hufschlagfiguren ließ ich sie angaloppieren. Ihr Galopp war richtig weich und sie ließ sich gut lenken. Als ich auf jeder Hand getrabt und Galoppiert war parierte ich in den Schritt durch und ritt sie trocken. Da Monster noch nicht da war stieg ich ab und führte Filly in den Stall. Im Stall sattelte ich sie ab und legte ihr eine Decke über. Monsterflosse stand am Ende des Stalles und versuchte Everything Gamaschen um zu legen aber er zog immer das Bein weg. Ich stellte Filly schnell in ihre Box und ging zu Monsta und half ihr. Endlich hielt Everything still und Monsta machte schnell die Gamaschen fest. Dann brachte sie ihn in die Halle und stieg auf. Sie ritt ihn warm und zeigte mir wie weit er von ihr ausgebildet wurde. Everything ging sehr schön am Zügel und reagierte auf jede Hilfe. Dafür das er so Jung ist war er schon richtig gut Ausgebildet. Nachdem Monsta fertig war sattelten wir gemeinsam ab und ich putzte ihn über. Dann legte ich ihm seine Neue Decke über und machte die Transportgamaschen dran. Anschließend führte ich ihn auf den Hänger, Everything kuckte erst ein bisschen komisch aber er folgte mir lieb. Oben angekommen machte Monsta schnell die Stange hinten zu und die Klappe hoch. Dann holte sie noch sein Sattelzeug und verstaute es in dem Hänger. Ich streichelte Everything noch ienmal über die Nase und kletterte dann aus dem Hänger. Ich verabschiedete mich von Monsterflosse und stieg in das Auto und fuhr nach Hause. Zu Hause angekommen stieg ich aus dem Wagen und lud Everything aus, als er auf dem Hof stand wieherte er einmal über den Ganzen Hof und er bekam ein Echo von der Hengst und Stuten Weide. Dann führte ich ihn in den Stall und machte erstmal seine Gamaschen ab, anschließend führe ich ihn auf die Weide neben den Hengsten damit die Herren sich kennen lernen. Dann ging ich zurück zum Hänger und lud alle Sachen aus. Anschließend ging ich zu der Weide und beobachtete die Hengste. Danach ging ich auf die Stuten Weide und holte Hot Spot, Gaitano`s Little Girl, Brainstorm und Pount`s Püppchen raus und brachte sie in ihre Boxen. Dann ging ich wieder auf die Weide und holte Clair de Lune, What you want, und Buried alive by Love und brachte sie ebenfalls in die die Boxen. Anschließend holte ich die Fohlen rein. Danach ging ich auf die Hengstweide und holte Phury, Quick Decision, GH`s Acapulco Gold und Checker als erstes rein, dann holte ich die nächsten vier Hengste rein und zwar Outlaw Dancing Jive, Callin the Night und Stiffler. Als nächstes holte ich Black Pearl, Leviathan und Give me everything tonight rein. Everything und Leviathan hatten sich schon angefreundet also hatte Everything schon einen Freund wenn er in die Herde kommt. Als alle Pferde im Stall standen gab ich ihnen ihr Futter. Anschließend ging ich ins Haus und ging direkt schlafen da der Tag ziemlich anstrengend war.AliciaFarina
      "Ab C aussitzen und durch die Ganze Bahn wechseln, auf der Diagonalen beschleunigen bis zum Starken Trab, vorm erreichen des Hufschlags zurücknehmen ab A Leichttraben." , sagte ich zu meiner Schülerin der Ich gerade Unterricht gab. Dann klingelte mein Handy, ich ging ran und meine Freundin sagte mir: " Alicia, schau dir mal den Neuen Pferdemarkt an auf Seite 123 und 125 und kuck mal welche Pferde da inseriert stehen." Ich sagte meiner Schülerin das sie eine Schrittpause einlegen darf bis ich wieder da bin, ich lief schnell ins Haus und holte den Pferdemarkt raus dann ging ich wieder in die Halle und sagte meiner Schülerin ein paar Aufgaben die sie in der Zwischenzeit reiten kann, dann schlug ich die Seite auf und sah das Mister Blockhead und Guiness zum Verkauf ausgeschrieben waren. Ich rief sofort bei vampyrin und Hummingbird an. Beide sagten das mein Gebot OK ist und ich mir die Pferde holen kann oder sie bringen sie mir wenn ich beschäftigt bin,Ich sagte das ich heute noch Unterricht geben muss und daher sagten beide das sie mir die Pferde bringen. Ich freute mich richtig und unterrichtete weiter, als ich mit der ersten Reitstunde fertig war ging ich mit ihr zusammen in den Stall und half meinen nächsten Schülerrinnen die Pferde fertig zu machen die beiden hatten keine eigenen Pferde also hatte ich ihnen zwei von mir zur Verfügung gestellt da sie beide hervorragende Reiterrinnen waren durften sie Stiffler und Pount`s Püppchen nehmen. Als sie die beiden fertig hatten kamen noch vier Freundinnen zu mir denen ich versprochen hatte sie zu Unterrichten, ich teilte ihnen schnell die Pferde Clair de Lune, Hope of Darkness, Slimeboy und Big John zu, danach lief ich in die Halle und sagte den anderen das noch vier andere Reiter kommen. Sie sagten das es OK ist und ich ging zurück in den Stall und machte mir Give me Everything tonight zum reiten fertig da ich kurzerhand beschlossen hatte auf den großen Reitplatz zu gehen und alle ein bisschen selbstständig reiten zu lassen. Als ich fertig war holte ich noch die beiden Reiterrinnen aus der Halle und dann ging es los. Erst ein bisschen Warmreiten im Schritt und dann langsam mit dem Traben anfangen, sagte ich zu meinen Schülern und ritt Everything warm. Nach einer viertel stunde trabte ich an und ließ Everything am langen Zügel sich strecken, Immer wieder korrigierte ich ein paar Kleinigkeiten an den Reiterinnen und zeigte ihnen wie es richtig aussieht, "Wow, ist das praktisch mit zu reiten dann kann ich es ihnen immer zeigen wie es richtig aussieht.", dachte ich. Dann ließ ich Everything galoppieren und ging in den leichten Sitz und ließ ihn erstmal ein bisschen laufen. Nach ein paar Runden fing ich sein Tempo wieder ein und wurde langsam und fing an langsam Zirkel zu reiten um sein Tempo aus zu bremsen. Meine Schülerrinnen fingen auch langsam an zu galoppieren und ich war bereits wieder im Schritt und ritt Everything trocken. Ich sagte meinen Schülerrinnen das sie auch langsam anfangen sollten ihre Pferde ab zu reiten. Anschließend ritt ich vom Platz und stieg im Stall ab, ich sattelte und trenste ihn schnell ab dann stellte ich ihn in die Halle damit er sich wälzt, nach dem wälzen holte ich ihn wieder und er sah aus wie ein Ferkel. Ich putzte ihn bis die anderen Reiter in den Stall kamen, dann war er endlich sauber und ich stellte ihn in seine Box. Ich holte während meine Schülerrinnen ihre Pferde putzten alle anderen Pferde rein die heute noch in einer Stunde gingen und stellte sie in ihre Boxen, die gerittenen Pferde stellten wir auf die Weide und gingen dann wieder in den Stall um die Boxen für Mister Blockhead und Guinness fertig zu machen nach 10 Minuten Arbeit waren die beiden Boxen eingestreut und ich verabschiedete mich von allen. Jetzt kamen meine Freundinnen mit denen ich jede Woche ritt, Ich sagte ihnen das ich gerade schon geritten bin aber sie gerne reiten können, sie sagten ja und ich gab ihnen Phury und Dusty. Die beiden gingen los um die beiden zu holen. Nun kam der Hänger von vampyrin und Hummingbird an die beiden hatten die Hengste zusammen transportiert und fuhren jetzt auf den Hof. Ich ging ihnen entgegen und begrüßte sie. Dann half ich ihnen beim Ausladen und übernahm Guiness, vampyrin und ich gingen mit den Pferden in den Stall und stellten sie in ihre Boxen. Dann übergab ich ihnen das Geld und übernahm die Papiere, dann verabschiedet ich mich von beiden und begleitete sie bis zum Auto. In der zwischen zeit waren meine Freundinnen mit dem Putzen fertig und fingen an zu satteln, ich sagte ihnen das ich doch mit ritt und zwar mit Guiness da er von Anfang an sehr Energie geladen war. Später wollte ich mich noch auf Mister setzen um ihn kennen zu lernen und um zu wissen unter welchen Reiter ich ihn in den Unterricht nehmen kann. Ich holte Guinness schnell aus der Box und putzte ihn über. Da er sauber war sattelte ich ihn und holte seine Trense und trenste ihn. Dann führte ich ihn in die Halle, meine Freundinnen Madleen und Linda kamen mit und wir führten unsere Pferde ein paar Runden. Anschließend stellten wir die Steigbügel ein und gurteten nach, dann stiegen wir auf und ritten los. Guiness lief entspannt am langen Zügel und machte keine Anstalten die anderen Pferde an zu zicken. Nach ein Paar Runden gurtete ich erneut nach und fing dann langsam an zu traben. Guinness hatte einen sehr bequemen Trab und schmiss einen kaum hoch. Nach ein paar Runden galoppierte ich an und genoss seinen Galopp, Guinness nahm einen richtig mit und war leicht zu sitzen, nach ein paar Runden parierte ich durch und ritt ein Paar Runden Schritt, Ich erzählte meinen Freundinnen das ich ihn in den Anfänger Unterricht nehmen werde da er total lieb ist. Meine Freundinnen waren sauer auf mich da sie ihn dann nicht im Fortgeschrittenen Unterricht reiten können aber ich vertröstete sie das sie ihn mal außerhalb reiten dürfen, sie freuten sich und ich stieg ab und ging raus um Mister fertig zu machen und Guinness ab zu satteln. Im Stall angekommen sattelte ich Guinness ab und putzte ihn schnell über. Dann stellte ich ihn in seine Box und holte Mister raus, Mister war sehr sauber also musste ich nicht viel putzen sonder konnte fast direkt satteln. Als ich mit dem Satteln fertig war trenste ich ihn und brachte ihn in die Halle. In der Halle gurtete ich nach und stieg dann auf, Ich ritt ein Paar Runden Schritt, dann trabte ich an und ich merkte direkt das er vom Typ her ganz anders ist als Guinness, Guinness ist sehr lieb und toten brav aber Mister Blockhead ist Spritzig, Stur und er will laufen. Ich sagte zu meinen Freundinnen das sie viel Spaß in der Reitstunde mit ihm haben werden. Die beiden Freuten sich und kuckten mit beim Reiten zu. Im Trab merkte man direkt das er spritziger war denn man konnte ihn erst aussitzen wenn man ihn an den Zügel geholt hatte und ordentliche starke Halbe Paraden gab. Im Galopp war es nicht anders und ich hatte schon bald Arm schmerzen. Aber als er sich gelöst hatte wurde er weicher zu halten und ließ sich auch besser lenken. Als ich mit dem Reiten fertig war sattelte ich ihn in der Halle ab und ließ ihn sich Wälzen. Linda und Madleen waren bereits raus gegangen und hatten ihre Pferde ab gesattelt. Als Mister fertig war brachte ich ihn in den Stall und putzte ihn über, dann stellte ich ihn in die Box und gab den Pferden die schon gelaufen sind Futter die anderen wurden jetzt fertig gemacht und ich ging schon mal in die Halle, Ich gab bis Abends Unterricht und fütterte danach alle Pferde, die Pferde die über Nacht draußen bleiben durften brachte ich anschließend nach draußen. Als alle Pferde versorgt waren ging ich ins Haus und machte mir etwas zu essen, danach duschte ich und ging schlafen.Ich wollte mich heute um alle meine Pferde kümmern daher stand ich früh auf und machte mich fertig. Als ich komplett angezogen war und gefrühschtückt hatte ging ich raus auf den Hof und steuerte direkt auf den Stall zu. Im Stall angekommen mistete ich Alle Boxen und gab den Pferden ihr Futter. Nach 3 Stunden Misten war ich fertig und ich holte mir Clair de Lune, Iysana, Hope of Darkness, Westside Lady, Damona und Xana aus ihren Boxen und band sie davor an. Ich putzte sie und als ich fast fertig war kam meine Freundin Linda und half mir. Anschließend brachten wir die Hälfte der Stuten in die Halle und die andere auf den Platz Ich blieb mit den Stuten in der Halle und ließ sie Laufen, Linda tat das gleiche. Als alle Stuten ausgelastet waren brachten wir sie auf die Weide. Dann gingen wir in den Stall und holten Shakira, What you want, Alohomora und Buried alive by Love aus ihren Boxen und wir putzten sie. Mittlerweile trudelte auch Madleen ein und half uns. Als wir mit dem Putzen fertig waren führten wir die Stuten auf den Platz und ließen sie laufen. Während die Stuten liefen holten wir Brainstorm, Hot Spot und Gaitano`s Little Girl aus ihren Boxen und putzten sie. Als die Stuten sauber waren holten wir die Stuten von den Platz und brachten sie auf die Weide. Dann gingen wir wieder in den Stall, Linda und Ich Sattelten uns Hot Spot und Little Girl, Madleen durfte nicht reiten da sie Rückenschmerzen hatte also machte sie Brainstorm einen Kappzaum drauf und nahm sie an die Longe. Dann gingen wir zusammen in die Halle. Linda und ich stiegen auf unsere Pferde und Madleen fing an Brainstorm zu Longieren. Linda und Ich ritten am langen Zügel nebeneinander her und erzählten. Nach ein Paar Runden gurtete ich nach und fing an mit dem Traben. Ich ließ Brain viele Hufschlagfiguren gehen und fing dann an zu Galoppieren. Ich galoppierte Zirkel und Ganze Bahn, Als ich fertig war parierte ich durch und ritt Hot im Schritt ab. Linda und Madleen wurden auch fertig und wir sattelten die Stuten ab und ließen sie auf die Weide. Dann gingen wir in den Stall und holten Pount`s Püppchen, Amsterdam`s Girl und Wendyaus den Boxen, banden sie vor den Boxen an und ich Sattelte Amsterdam`s Girl. Wendy
      und Püppchen putzten wir nur und stellten sie anschließend auf den Großen Paddock neben der Stutenweide. Als ich Amsterdams Girl gesattelt und getrenst hatte führte ich sie in die Halle und ließ Madleen aufsteigen. Madleen durfte auf Girl reiten da sie die liebste war und weiche Gänge hatte. Ich gab Madleen ein bisschen Unterricht und sie durfte Schritt und Trab reiten Galoppieren wollte sie nicht und ich zwang sie nicht also trabte Madleen fröhlich um mich rum. Als Sie fertig war brachten wir sie zu Wendy und Püppchen auf die Weide. Dann gingen wir zu den Hengsten und holten Are you scared of me, Phury, Monster Energyund Slime boy aus den Boxen. Wir putzten sie kurz über und brachten sie dann auf die Weiden, anschließend holten wir Urmel, Dusty, Quick Decision,Drachenläufer, Little Mephisto und GH`s Acapulco Gold aus den Boxen, Putzten sie und brachten sie auf die Weide. Dann holte ich Checker und Big John aus ihren Boxen und band sie davor an. Ich putzte Checker schnell über und brachte ihn dann auf die Weide. Big John putzten wir gründlich und ich legte ihm das Geschirr um und führte ihn heraus als ich alles fest gemacht hatte. Draußen angekommen spannte ich ihn vor die Kutsche und setzte mich auf den Bock. Madleen und Linda setzten sich hinter mich und ich ließ John losgehen. Ich lenkte John auf die Straße und ließ ihm den Zügel lang. Als wir an einer Einmündung ankamen lenkte ich ihn darein. Auf der weiteren Fahrt passierte nichts da John ein altes Gelassenes Kutschpferd war. Als wir wieder Zuhause ankamen schirrte ich ihn ab und brachte ihn dann auf die Weide. Dann brachten wir Heart Skipper,Outlaw Dancing Jive, Callin The Night, Hermann, Stiffler, Black Pearl,Leviathan, Give me Everything tonight, Mister Blockhead, Guinness,Devel`s Gift und Judy auf die Hengstweide. Dann gingen wir zu den Jungpferden, Wir holten die Hengste Arahil, Victories Fairground Attraction,Free Vanille, Frenchlover und Nandengo aus dem Auslauf und putzten sie da die Hengste beim Putzen keine Probleme machten ließen wir sie noch auf dem Platz laufen und brachten sie dann auf die Weide. Zum Schluss holten wir noch die Jungstuten Just like the Wind, ebs Dafina, Baldintáta und TKRS Dyani aus dem Auslauf. Wir putzten sie und ließen sie dann auf dem Platz laufen und trainierten das wieder einfangen. Als das ohne Probleme klappte brachten wir sie auf die Weide. Anschließend gingen wir in den Stall und machten das Futter fertig, kippten es in die Behälter und fegten die Stallgasse, wir räumten die Sattelkammer auf und gingen dann in das Haus. Als wir ein Paar Stunden Später rauskamen holten wir alle Hengst, Stuten und Jungpferde rein, gaben ihnen ihr Heu und fegten die Stallgasse erneut. Als das alles getan war brachte ich meine Freundinnen nach Hause, fuhr wieder nach Hause, aß etwas und ging dann schlafen.Endlich Ferien
      Heute war es so weit, endlich Ferien. Ich ging nach der Schuld direkt nach Hause, machte mich fertig und ging dann in den Stall. Meine Pferde kuckten mir schon entgegen. Ich beschloss heute etwas mit jedem meiner Pferden zu tun und sei es nur purten. Also schnappte ich mir als erstes ein Paar meiner Jungpferde die bald verkauft oder eingeritten werden sollten. Ich holte Arahil, Victories Fairground Attraction, Free Vanille, Freenchlover und Nandengo aus dem Stall und stellte sie auf den Platz. Dann holte ich einen großen Medizinball und ließ die fünf Fußball spielen. Als sie beschäftigt waren holte ich ebs Dafina, Baldintata, TRKS Dyani, Annie Get Your Gun, True Colors und Batteries not Included aus dem Stall und ging mit ihnen in die Halle. Dort angekommen schnappte ich mir ein paar Stangen und stellte eine Absperrung auf damit die Fohlen mich nicht umrannten. Sie taten es trotzdem aber nachdem ich sie etwas gescheucht hatte waren sie lieb und blieben hinter der Absperrung während ich mit einem anderen Fohlen gearbeitet habe. Als ich mit allen gearbeitet hatte baute ich wieder ab und brachte die Stutfohlen auf die Weide. Dann holte ich die Junghengste und stellte sie auf die Weide am anderen Ende des Hofes. Anschließend holte ich Clair de Lune, Iysana, Hope of Darkness, Damona und Xana aus dem Stall und wartete auf meine Schüler die heute mal ausnahmsweise früher kommen durften da ich mit ihnen ins Gelände gehen wollte. Als alle da waren verteilte ich die Pferde und die Kinder fragten mich wen ich denn reiten würde da ich mir kein Pferd mit rausgeholt hatte, Ich erklärte ihnen das ich heute mal gegen die Gewohnheit nicht auf einem meiner Stuten mitritt sondern auf einem meiner Hengste da die auch alle bewegt werden mussten. Die Kinder schauten mich mit großen Augen an und warteten. Ich rief noch zwei meiner Freundinnen an und fragte sie ob sie lust hätten einen Ausritt zu begleiten. Sie sagten sofort ja und waren keine halbe Stunde später da. Die Kinder hatten noch nicht gesattelt daher holten wir uns schnell unsere Pferde. Ich entschied mich für meinen Give me Everyting tonight, Sarah für meinen Guinness und Ricarda für Outlaw Dancing Jive. Wir putzten schnell über und holten dann unsere Sättel. Nachdem wir gesattelt hatten verteilte ich die Ausreitmarken und Martingale bei den Pferden die eines brauchen. Dann verschnallte ich bei Everything ein Vorderzeug und legte ihm Gamaschen um. Anschließend holten wir alle unsere Trensen, bevor wir trensten setzte jeder seinen Helm auf. Als alle Pferde getrenst waren stellten wir unsere Bügel ein und ich gab jeden meiner Begleiter zwei Stricke damit wir zur Not Pferde vom Pferd aus führen konnten. Nachdem alle fertig waren überwachte ich das aufsteigen und dann ritten wir los. Wir ritten eine leicht befahrene Straße entlang bis wir zu einem Feldweg kamen dort bogen wir ein und hielten an als alle auf dem Weg standen, wir gurteten nach und ritten dann weiter. Nach kurzer Zeit erreichten wir eine große Wiese auf der ich im Sommer auch mal Unterricht gebe wenn das Gras nicht zu hoch ist. Als wir dort ankamen ritten wir drauf und stellten und auf. Ich sagte eine Übung die jetzt jeder reiten sollte bevor wir trabten. Alle meisterten die Aufgabe mit Bravour und durften traben. Nachdem alle Pferde warmgeritten waren ging es an die Galopparbeit. Eine Gruppe ritt auf einem riesengroßen Zirkel und er Rest durfte den Weg hoch traben und zurück galoppieren. Nach zehn Minuten tauschten wir. Als alle diese Übungen geritten waren trabten wir zum einen Ende der Wiese und stellten uns dort auf. Als erstes ritten wir ein paar Meter Schritt, dann Trab schließlich galoppierten wir an und galoppierten über die Wiese. Als alle am anderen Ende angekommen waren ließen wir die Zügel lang und ritten unsere Pferde trocken. Nachdem keines der Pferde mehr schnaufte ritten wir wieder auf die Asphaltstraße und folgten ihr in die andere Richtung. Wir ritten den Weg entlang bogen am Ende der Straße rechts ab und folgten ihr weiter. Dann am Ende dieser Straße bogen wir links ab und ritten neben einer Kuhweide her die Kühe kuckten doof aber keines der Pferde störte es. Anschließend bogen wir wieder rechts ab und daraufhin wieder rechts und schon waren wir wieder am Stall angekommen. Wir stiegen ab und brachten unsere Pferde zu den Putzplätzen an denen sie vorher standen. Als alle ihre Pferde abgesattelt hatten und anschließend geüutzt hatten legten wir allen eine dünne Decke auf und stellten sie in ihre Boxen. Die Kinder verabschiedeten sich und wurden wieder von ihren Eltern abgeholt. Meine Freundinnen und ich warteten wieder auf die nächsten Kinder denn wir wollten wieder ins Gelände. Diesmal sollten Amsterdams Girl, Buried alive by Love, Brainstorm, What you want und Shakira mit gehen. Wir banden die Stuten an und holten dann unsere Stuten da die Hengste später noch in einer eigenen Gruppe geritten wurden. Meine Freundinnen und ich ritten Pounts Püppchen. Hot Spot und Gaitanos Little Girl. Als wir unsere Pferde am Putzplatz stehen hatten brachten wir Wendy, silfra und Just like the Wind auf ihre Weide. Dann kamen auch schon die Kinder. Ich verteilte schnell die Pferde und schon bald waren wir mit dem Putzen und satteln fertig anschließend wiederholte ich alles wie in der vorderen Gruppe und wir ritten den gleichen Weg und machten ähnliche Aufgaben. Als wir wieder am Stall waren sattelten wir ab legten den Pferden Decken über und putzten den letzten Rest Dreck aus dem Fell. Dann brachten wir die Pferde weg und verabschiedeten uns von einander. Wir holten Just like the Wind, Wendy und Silfra rein, putzten sie und stellten sie wieder in ihre Boxen. Schließlich kamen die Hengstreiter es war eine große Gruppe die ich in Zwei Truppen spaltete die erste sollte erst in der Halle reiten unter aufsicht von mir und die anderen sollten mit ins Gelände und dann andersrum. Wir gingen in den Stall und holten Slimeboy, Are you scared of me, Phury, Disty, Monster Energy, Drachenkämpfer, GH`s Acapulco gold, Checker, Big John, Callin the Night, Hermann, Stiffler, Black Pearl, Leviathan, Mister Blockhead, Judy und Griffindor. Ich holte Devels Gift und putzte ihn. Dann sattelte ich und erklärte währenddessen auf was meine Freundinnen aufpassen sollen beim Ausritt. Dann wiederholte ich die Rituale von vorher und begleitete die erste Gruppe in die Halle. In der Halle ließ ich alle nachgurten, und dann aufsteigen. Nachdem alle aufgewärmt hatten ritt jeder für sich selber da wir aber so viele Leute in einer Halle waren öffnete ich den Durchgang in die andere und ein Paar der Reiter gingen dorthin um besser reiten zu können. Als die andere Gruppe wieder da war sattelte ich Devel schnell ab und legte ihm eine Decke über. Dann holte ich mir Silfra und sattelte sie schnell. Ich dachte mir das das eine gute Übung für die anderen Reiter sei. Die Reitstunde verlief ohne Zwischenfälle und alle waren glücklich nachdem sie die Pferde versorgt hatten und nach Hause fuhren. Wir fegten schnell noch den Hof und äppelten ab, anschließend fütterten wir die Pferde und setzten uns dann ins Haus mit eine r Tasse heißen Tee.Ding dang don. Schellte die Schuluhr. Ich packte schnell meine Sachen zusammen, schnappte mir meine Jacke und ging schnell die Treppe hoch. Dann ging ich zum Bus. Stieg ein, steckte mir die Kopfhörer in die Ohren und machte die Musik an. Als ich kurz vor meinem Zuhause war stellte ich die Musik leiser und suchte meine Sachen zusammen dann stieg ich aus und ging nach Hause. Zuhause angekommen legte ich meine Sachen weg, zog mir meine Stallsachen an und aß etwas. Danach holte ich mir das Telefon und rief meine Freundinnen an. Sofort sagten welche zu und ich machte mich auf in den Stall um schon mal vorzubereiten wer welches Pferd übernahm. Kurz darauf kamen sie auch schon an und ich begrüßte sie. Dann zeigte ich ihnen eine Liste auf der alles Stand. Und so machten wir uns an die Arbeit. Die Mitarbeiter hatten bereits Clair de Lune, Iysana, Amsterdams Girl, What you want, Shakira, Arahil, Free Vanille, Frenchlover, Dyani, True Colors, Are you scared of me, Dusty, Monster Energy, Drachenkämpfer, Checker, Big John, Hermann, Black Pearl und Griffindor gepflegt. Die Erwachsenen Pferde wurden entweder im Gelände, auf dem Reitplatz oder in der Halle geritten und die Jungpferde je nach alter an die Trense den Sattel und longieren gewöhnt. Da ich mich um diese Pferde nicht kümmern musste beschränkte ich mich in meiner Liste bei den Pferden die heute noch nicht bewegt wurden. Sarah sollte Leviathan, Mister Blockhead, Devels Gift und Pounts Püppchen übernehmen. Ricarda übernahm Gaitanos Little Girl, Annie Get your Gun, Batteries not included und Callin the night. Alina übermahm Hot Spot, Stiffler, Silfra und Dafina. Ich übernahm Wendy, Just like the Wind, Baldintata, Ima Banana Split, Nandengo, Outlaw Dancing Jive und Give me everything tonight. Ich holte als erstes meine Ima da sie erst seit kurzem bei mir war und ich noch nicht viel mir ihr gemacht hatte. Ich holte sie aus ihrer Box und band sie davor an. Dann fing ich an sie zu putzen sehr dreckig war sie nicht da sie eine Decke aufgehabt hat und auch geschoren war. Nach den putzen holte ich den Sattel und sattelte sie anschließend. Danach schnappte ich mir meinen Kappzaum und ihre Trense, zog ihr den Kappzaum über und trenste sie anschließend dann nahm ich noch ein zweites Paar Zügel mit und ging mir ihr in die Halle. In der Halle angekommen gurtete ich den Sattel fest, harkte das zweite paar Zügel ein und stieg dann auf. Ich ließ sie am Anfang im Schritt warm laufen. Nach ein paar Runden hielt ich an und gurtete nach. Dann ritt ich wieder weiter und fing an zu traben. Ich trabte leicht und ritt viele Zirkel und Volten um sie zu lockern. Dann ließ ich sie galoppieren auf dem Zirkel und auch ganze Bahn. Als ich damit fertig war ritt ich sie trocken. Als sie trocken war steig ich ab, legte
      ihr eine Abschwitzdecke über und führte sie in den Stall. Dort angekommen sattelte ich sie ab, legte ihr die Decke komplett über, trenste sie auch ab und brachte alles weg. Dann putzte ich sie über und stellte sie in ihre Box. Dann holte ich mir Outlaw und Wendy. Ich putzte die beiden und brachte sie dann auf getrennte Paddocks. Danch holte ich mir Give me everything tonight, putzte ihn, und legte ihm anschließend eine Decke über und stellte ihn dann auf die Weide. Anschließend holte ich Nandengo, ich band ihn im Stall an und putzte ihn. Dann holte ich einen Sattel und eine Trense. Die Trense kannte Nandengo schon daher machte er keine Probleme als ich versuchte ihn aufzutrensen. Ich legte ihm ein Halfter über die Trense und hakte dann die Longe ein. Dann führte ich ihn in die Halle. In der Halle angekommen legte ich den Sattel über die Bande und ließ Nandengo sich warm laufen. Dann führte ich ihn an die Bande und zeigte ihm den Sattel den ich auf den Arm gelegt hatte. Nandengo hatte keine Angst und ich konnte ihm sogar den Sattel auf den Rücken legen und angurten. Auch beim führen machte er keine Probleme. Ich gurtete den Sattel fest und ließ ihn an der Longe laufen. Nach dem er den Sattel akzeptiert hatte führte ich ihn in den Stall, sattelte und trenste ihn ab und putzte ihn dann über. Danach stellte ich ihn in die Box und holte mir meine nächsten Pferde Just like the Wind und Baldintata. Nachdem ich die beiden geputzt hatte führte ich sie in die Halle und ließ sie laufen. Während die beiden liefen kuckte ich was meine Freundinnen so machten sie waren schon fertig und wollten gerade zu mir kommen. Sie kamen mit mir mit in die Halle und holten die Stuten, nachdem wir sie wieder in ihre Boxen gebracht hatten holten wir Wendy, Jive und Everything von den Wiesen und brachten sie in ihre Boxen. Dann waren wir fertig, gingen nach Hause und ließen den Tag gemütlich ausklingen.

      April 2013, by AliciaFarina
      Pflegebericht für Stiffler


      Endlich Schulschluss! dachte ich, ging aus dem Schulgebäude und stellte mich dann an die Bushaltestelle. Auf dem Weg nach Hause hörte ich Musik. Zu Hause angekommen aß ich etwas und zog mich dann für den Hof um. Als ich fertig war schnappte ich mir meinen Helm und den Hund. Schon war ich unten beim Fahrrad ich schloss es auf, nahm den Hund an die Leine und fuhr los. Nach eine halben Stunde fahrt kam ich endlich an. Ich stellte mein Fahrrad ab und ließ den Hund von der Leine. Ich ging in den Offenstall und holte als erstes Táta und Silfra raus. Ich band die beiden am Putzplatz an und fing an sie zu putzen. Nach fünf Minuten war ich von Oben bis Unten voller Haare. Ich schnappte mir einen Gummistriegel und fing an die beiden zu enthaaren. Als ich nach einer guten halben Stunde noch immer genau so viel Fell rausbekommen habe als ich Angefangen hatte hörte ich auf und kratzte schnell die Hufe aus. Dann wartete ich auf meine Reitschüler. Nach einer Weile kamen sie ich ließ sie die Pferde putzen während ich meine Stute Wendy mit ihrem Westernsattel sattelte. Wendy war nicht so stark im Winterfell wie die beiden Offenstall Stuten, da ich sie auf Grund ihres hohen Alters in den Stall gestellt hatte. Als ich sie gesattelt hatte half ich meinen Reitschülerinnen die beiden Stuten zu satteln. Nachdem alle Pferde gesattelt waren half ich den beiden ihre Stuten zu trensen. Danach trenste ich Wendy mit einer Hackamore. Zum Schluss überprüfte ich die Trensen von Silfra und Táta, alles war richtig verschnallt und wir setzten unsere Helme auf. Anschließend stellten wir unsere Steigbügel ein und ich half den Reitschülerinnen beim Nachgurten und Aufsteigen, als die beiden auf ihren Pferden saßen gurtete ich nach und saß ebenfalls auf. Wir ritten in Richtung Hofausgang, ritten über die Straße und bogen rechts ab am Ende der Straße bogen wir links in eine Parallel Straße ab dort ritten wir nach Rechts auf einen Waldweg. Wir ritten den Waldweg entlang und unsere Pferde gingen am langen Zügel entspannt den Weg entlang. Am Ende des Weges bogen wir nach rechts ab und danach direkt wieder nach links. Auf dem Weg lag ein umgestürzter Baumstamm und unsere Ponies mussten ihre Beine heben um darüber u kommen. Als wir alle den Baumstamm geschafft hatten rittten wir weiter und folgten dem weg. Nach einer Weile kamen wir an eine Straße wir kuckten ob ein Auto kam und als alles frei war ritten wir auf die andere Seite. Ein paar Meter weiter hielten wir an und gurteten nach. Danach ritten wir weiter. Wir bogen nach rechts ab auf einen Breiten Sandweg. Auf dem Sandweg trabten wir an und als wir von der Straße nicht mehr sichtbar waren galoppierten wir an. Unsere Pferde griffen weit aus und hatten sichtlich Spaß. Kurz vor erreichen einer Lichtung parierten wir durch und ließen unsere Pferde verschnaufen. Anstatt den Weg weiter entlang zu reiten bogen wir nach rechts ab zum Wasser. Wir ließen unsere Pferde darin planschen und nach einer halben Stunde Verschnaufspause ritten wir den Weg zurück. Auf der Galoppstrecke trabten wir nur etwas. Wieder an der Straße angekommen ritten wir drüber. Wir ritten den gleichen Weg zurück den wir auch auf dem hinweg geritten sind. Als wir wieder am Stall angekommen waren sattelten wir unsere Pferde ab, kratzten die Hufe aus und ließen sie wälzen. Dann brachten wir die drei zusammen auf die Weide. Anschließend holte ich Dafina, Ima Banana Split, Mina, Shakira und Püppchen aus ihren Boxen. Ich band sie am Putplatz an und fing an sie zu putzen während ich dabei war kam eine meiner Freundinnen vorbei und ich spannte sie sofort beim Putzen mit ein. Als wir fertig waren brachten wir die fünf in den neuen Offenstall damit ich die Boxen leer bekomme. Anschließend holten wir Everthing und Giacomo, wir putzten die beiden, als sie sauber waren funktionierten wir die Stricke als Zügel um, ritten zum Paddock und ließen sie danach laufen. Wir beobachteten sie beim spielen und ingen anschließend in den Stall um uns um Drafna, Annie, Betty und Jeanie zu kümmern. Wir holten uns als erstes Drafna und Jeanie da die beiden am besten von der Größe her zusammen passen. Wir banden die beiden nebeneinander an und fingen an zu putzen, Drafna hampelte ein bisschen herum und ich wies sie zurrecht. Jeanie machte keine Probleme da sie bereits zwei Jahre alt ist und das putzen schon kennt. Als wir mit dem Putzen fertig waren gingen wir eine kleine Runde Spazieren. Während Jeanie gemütlich neben meiner Freundin her ging trabte Drafna neben mir aufgeregt her. Nach einer Weile beruhigte sich Drafna und wir waren schon bald wieder Zuhause. Wir putzten die beiden schnell sauber und stellten sie dann in den Jungpferde offenstall. Danach holten wir Betty und Annie aus dem Stall und putzten sie dann ließen wir sie auf dem Platz spielen und während sie spielten ließ machte ich viele Fotos. Als die beiden sich ausgetobt hatten fingen wir sie wieder ein, putzten sie schnell über und brachten sie anschließend zu den anderen Fohlen in den Jungpferdeoffenstall. Nun kam eine große Gruppe Hengste an de Reihe. Wir gingen in den Stall und holten Big John, Callin the Night, Leviathan, Stiffler und Griffindor aus dem Stall wir banden sie vor den Boxen an und putzten sie, danach brachten wir sie in den Offenstall und trennten von der Anschließenden Weide ab und öffneten das Tor zwischen Weide und Offenstall. Nun kümmerten wir uns um Faitanos Little Girl, Hot Spot, Buried alive by love, Clair de Lune und What you want?. Wir brachten die Stuten schnell in den Offenstall und machten ebenfalls das Tor zur Weide auf. Die Stuten liefen direkt auf die Weide und fraßen es gab nicht viel da wir vorher leicht abgemäht hatten. Danach holten wir Free Vanille und Frenchlover. Die beiden Jungpferde putzten wir und gingen dann mit ihnen Spazieren. Als wir fertig waren durften sie zu den anderen Hengsten. Nun holten wir Are you scared of me?, Dusty und Drachenkämpfer. Die drei durften sich auf dem Platz auspowern und dann zu den anderen Hengsten. Danach holten wir Mister Blockhead, Outlaw Dancing Jive und Devel's Gift. Die drei ließen wir ebenfalls laufen und stellen sie dann in den Stall. Zum Schluss holten wir uns Mutant einen seit kurzem bei mir stehenden Norwegermix Henst und Nandeno meinen Norwegermix Hengst den ich besitze seit er ein Fohlen war. Wir banden die beiden an und putzten sie gemütlich. Dann sattelten wir sie ich nahm Nandengo da er erst seit kurzem unter dem Sattel war. Als wir die beiden gesattelt hatten ritten wir ins Gelände. Nach gut zwei Stunden waren wir wieder da und sattelten die beiden wieder ab. Dann putzten wir sie und stellten sie in den Stall. Nun waren wir fertig und wir fegten schnell alles sauber. Dann fütterten wir alle Pferde und gingen dann nach Hause.

      Juni 2013, by AliciaFarina
      Bald ist es so weit..
      .

      Ja,.. bald ist es so weit ich ziehe mit allen meinen Pferden um. Mein alter Hof war zu klein geworden und ich hatte mich dazu entschlossen einen größeren Hof zu kaufen und dorthin umzuziehen. Heute wollte ich meine Sachen zusammenpacken und meine Pferde bewegen.
      Ich hatte heute frei und war daher ziemlich früh am Stall, ich hatte ja heute auch viel vor. Als ich um neun angekommen war ging ich als erstes in das Büro und plante meine heutigen Reitstunden. Es war schönes Wetter also entschied ich, dass wir entweder Ausreiten oder auf dem Außenplatz reiten wollen. Ich ging in den Stall in dem meine Stallarbeiter bereits dabei waren die Boxen zu misten. Ich konnte nicht mehr helfen, denn sie waren bereis fertig, ich sagte ihnen das sie Baldintáta, Silfra, Hot Spot, Outlaw Dancing Jive, Devels Gift, Annie get your Gun, Batteries not included, Jeanie, Mina und Drafna auf Geschlechter getrennte Paddocks bringen sollen. Ich schappte mir Just like the Wind, ich hatte sie lange nicht mehr geritten und wollte sie daher als erstes reiten. Nachdem ich sie angebunden hatte putzte ich sie. Ich war froh das ich sie geschoren hatte da ich sonst mindestens eine Stunde nur am Winterfell raus-putzen wäre. Als sie sauber war kratzte ich ihr die Hufe aus und kämmte ihr den Schweif und die Mähne. Ich flocht die Mähne in einen Bauernzopf ebenso den Schweif. Dann sattelte ich sie mit einem Dressursattel mit Petrol-Farbener Satteldecke. Danach bandagierte ich sie und trenste sie, ich schnappte mir eine lange Gerte und führte Wind auf den Reitplatz.. Auf dem Platz angekommen führte ich Just eine Runde und zeigte ihr alles da sie den Platz sehr aufregend fand., nach einigen Runden entschied ich mich dafür sie erst an der Longe laufen zu lassen. Ich schnappte mir eine Longe und harkte sie ein, dann ließ ich Wind laufen. Wind lief und bockte los nachdem sie sich ausgebuckelt hatte holte ich sie zu mir und gurtete nach dann durfte sie weiter laufen. Nach einer halben Stunde Buckeln war sie fertig und ich harkte die Longe aus, hängte sie weg und stieg auf. Ich ließ sie ihr Gleichgewicht unter mir finden, und trabte nach kurzer Zeit an ich trabte leicht und ließ die Zügel lang, nach vier Runden Ganze Bahn und Zirkel galoppierte ich an und ging in den Leichen Sitz. Nach drei Ganzen Bahnen galoppierte ich einen Zirkel und Wind wurde allmählich locker. Auf der anderen Hand machte ich das gleiche und nun fing ich an richtig zu arbeiten. Ich parierte Wind in den Trab durch und ritt Viele Handwechsel, Zirkel und Schlangenlinien. Sie reagierte sehr Gut und schon bald war sie locker. Ich parierte in den Schritt durch und ich fing an im ausgesessenen Trab weiter zu arbeiten. Wind galoppierte lieber im Linksgalopp als im Rechtsgalopp also wollte ich nun daran arbeiten. Ich ritt auf dem C Zirkel und stellte Wind in die Bewegungsrichtung, Wind bog sich schön und ich gab kurz vor der Kurzen Seite die Galopphilfe parallel dazu gab ich eine Parade mit dem inneren Zügel. Wind verstand nicht ganz was ich von ihr wollte und blieb im Trab. Beim nächsten Zirkel gab ich die Galopphilfe entschlossener, Wind galoppierte auf der richtigen Hand an und ich ließ sie Ganze Bahn gehen. Wind griff schön aus und ich konnte sie gut sitzen. Nach einer Runde parierte ich sie durch und ließ sie kurz verschnaufen. Dann trabte ich wieder an und kurz vor der Kurzen Seite galoppierte ich sie wieder an und wieder sprang sie richtig an. Dies wiederholte ich noch ein Paar Mal als sie jedes Mal richtig angaloppierte ließ ich sie noch einmal auf ihrer Lieblingshand am Langen Zügel galoppieren. Anschließend ritt ich sie im Schritt ab. Ich nahm ihr den Sattel ab und ließ sie sich wälzen. Dann führte ich sie vom Platz, kratzte ihre Hufe aus und stellte sie anschließend auf den Paddock. Anschließend holte ich Everything aus seiner Box. Everything schnaubte mir entgegen,ich halfterte ihn auf und führte ihn zum Putzplatz. Dort angekommen band ich ihn an und holte sein Putzzeug. Als ich mit dem Putzzeug wieder kam prustete er mir entgegen und ich Streichelte ihm über die Nase, dann fing ich an ihn zu putzen. Nachdem er sauber war brachte ich sein Putzzeug weg ich holte sein Sattelzeug aus der Sattelkammer. Danach sattelte ich ihn und bandagierte ihn bevor ich ich ihn trenste. Als er fertig bandagiert war führte ich ihn in die Halle, dort angekommen führte ich ihn drei Runden, anschließend gurtete ich den Sattel nach und stieg auf. Everything wartete bis ich mich zu recht gesetzt hatte und ihm die Los-Geh-Hilfe gegeben hatte. Ich ließ ihn losgehen und er durfte sich erstmal am langen Zügel entspannen.. Nach 10 Minuten Schritt trabte ich ihn an und ich nahm die Zügel langsam auf und begann Everything an den Zügel zustellen und ich begann ihn auf dem Zirkelzn stellen. Als Everything sich auf beiden Händen gut bog fing ich an den Zirkel zu vergrößern und zuverkleinern. Everything reagierte gut auf meine Hilfen und die Zirkel wurden schön gleichmäßig Kleiner und größer Nun fing ich mit dem Galopp an ich galoppierte in einer Ecke an und ließ ließ ihn erstmal eine ganze Bahn galoppieren. Everything sprang sofort an ich genoss seinen gleichmäßigen Galopptakt und ging erst mal in den leichten Sitz. Nach drei Runden setzte ich mich normal hin und verlangsamte sein Tempo, Everything versammelte sich zunehmend und ich fing an ihn auf dem Zirkel zu reiten. Er bog sich schön auf jeder Hand und als ich ihn komplett durchlässig hatte ritt ich auf meinen Trab Parcour, der aus Trabstangen, Durchreitstangen und an den Enden höhergelegten Trabstangen bestand die ich auf den oberen Zirkel gelegt hatte. Die ersten male trabte ich außen rum. Dann lenkte ich ihn auf den Kleineren Zirkel und begann über den Parcour zu traben. Bei den ersten malen trabte er nicht durch alles durch sondern ließ etwas aus aber je öfter ich es trainierte desto besser wurde er. Als er auf beiden Händen ohne Probleme über die Stangen trabte hörte ich auf. Ich ritt Everything trocken und stellte ihn anschließend auf die Weide. Nun holte ich Shakira, Jeanie und Dafina aus ihren Boxen und stellte sie zusammen auf eine Weide. Nun holte ich Nandengo, Mister Blockhead, Mutant und Giacomo Casanova aus ihren Boxen. Ich brachte sie an den Putzplatz und band sie an, anschließen putzte ich sie grob über und stellte sie anschließend auf die Weide. Während ich mich um Gaitanos Little Girl, Pounts Püppchen, Mina und Shasta Moon kümmerte versorgten meine Mitarbeiter Shadow Of A Murderer und Drafna. Ich ging immer mit Zwei Pferden spazieren und wechselte anschließend. Als die vier bewegt waren brachte ich sie auf die Weide zu den anderen. Es war so weit und ich ging in mein Haus und fing langsam an meine letzten Sachen zu packen. Als ich gegen frühen Nachmittag den letzten Karton gepackt hatte rief mich meine gute Freundin Monsterflosse an und fragte ob ich weiterhin Interesse an einer Tinker Stute hätte die ich vor einer Weile bei ihr entdeckt hatte. Ich sagte ihr zu und wir wurden uns auch schnell über den Preis einig. Sie fragte ob ich sie heute noch holen könnte, ich musste ihr leider sagen das ich heute keine Zeit habe und sie schlug mir vor sie noch schnell zu bringen. Ich sagte ihr zu und machte mich daran eine vorübergehende Box für sie fertig zu machen. Ich spannte im Stutenoffenstall etwas vom Innenraum ab und etwas vom Paddock ich streute innen ein und mistete schnell noch. Dann ging ich in den Stall und holte die Stuten und Hengste rein und stellte sie in ihre Boxen oder in den Offenstall. Bald darauf kam Monster angefahren und wir luden Lady Lu schnell aus. Die Stute kuckte sich neugierig den Hof an und durfte erst mal alles beschnuppern. Anschließend stellte ich sie in ihre neue Herde. Natürlich in den abgesperrten Bereich. Monsta lud noch ihr Sattelzeug aus und verstaute es in meiner Sattelkammer. Monsta und ich regelten noch das geschäftliche und schon verabschiedete ich mich von Monsta und winkte ihr zum Abschied. Ich versorgte alle Pferde mit frischem Stroh und Heu. Als alle Pferde Stroh und Heu hatten bekamen sie ihr Kraftfutter, als alle aufgefressen hatten sammelte ich die Eimer wieder ein und stellte sie in die Futterkammer. Ich äppelte den Offenstall und die Boxen ab. Dann ging ich zu Luna, ich holte sie aus ihrer Box raus und ließ sie im Round Pen laufen damit sie sich noch etwas bewegen durfte. Als sie keine Lust mehr hatte zu laufen fing ich sie ein, kratzte ihre Hufe aus und brachte sie zurück in ihre Box. Nun musste ich mich nur noch um meine Freizeitspferde und um meine Verkaufs Pferde kümmern. Ich ging als erstes zu meinen drei Hengsten die nicht aktiv geritten werden und putzte sie nach einander. Stiffler, Big John und Leviathan genossen es sichtlich und ich brachte sie nach dem putzen zurück in ihren Paddock. Nun kümmerte ich mich noch um meine Freizeit Pferde. Ich holte als erstes Are you scared of me, Dusty, Monster Energy und Free Vanille aus dem Paddock. Ich band die vier am Putzplatz an und putzte sie, dann ließ ich sie noch auf dem Platz laufen und powerte sie damit aus. Als die vier ausgepowert waren brachte ich sie zurück in ihren Paddock. Jetzt musste ich nur noch Buried alive by Love bewegen. ich holte die junge Stute aus ihrer Box und band sie am Putzplatz an, beim Putzen stellte ich einige Macken fest deshalb verarztete ich diese als erstes. Dann legte ich ihr einen Kappzaum an und machte etwas Bodenarbeit und Longentraining. ich ließ sie Schulterherein und viele Seitwärts Lektionen gehen damit sie locker wurde. Ich übte ebenfalls das Kopfschütteln. Als sie es perfekt machte beschloss ich für heute Schluss zu machen und brachte sie zurück zum Putzplatz. Ich putzte sie über und stellte sie anschließend in ihre Box zurück. Anschließend ging ich in mein Haus und suchte mir die Sachen für den nächsten Morgen raus. Als ich alles fertig hatte machte ich mir etwas zum Abendessen und stöberte im Internet nach schönen Reithosen, Schabracken, Bandagen und nach einem passenden Sattel für Luna. Ich suchte bis Abends aber fand nichts, daher beschloss ich am nächsten Tag mit meinem Sattler zusammenzusetzen, ich hatte schon eine Vorstellung, deshalb schrieb und Zeichnete ich auf was der
      Sattel alles besitzen sollte. Als ich damit fertig war machte ich mich fertig und ging schlafen, der nächste Tag sollte anstrengend genug sein.

      August 2013, by AliciaFarina
      Welcome Vipke!


      Heute sollte mein Shetlandpony Hengst Vipke van de Zandhoven ankommen. Ich hatte ihn in Holland entdeckt und mich in ihn verliebt. Als ich hörte das er zum Verkauf stand schlug ich zu. Nun war es so weit er wurde zu mir gebracht. Voller Vorfreude hatte ich bereits gestern eine der Pony-Übergangs-Boxen mit Stroh eingestreut und auch schon Heu hinein gemacht. Während ich auf den Transporter wartete kümmerte ich mich um alle meine Pferde. Silfra, Just like the Wind, Shakira, Wendy, Pount's Püppchen, ebs Dafina und Mina brachte ich zusammen mit meinen Mitarbeitern auf die Weiden die in der nähe des Hofes liegen. Give me everything tonight, Devels Gift und Giacomo Casanova stellte ich zusammen auf einen Paddock am Stall. Anschließend ging ich noch einmal auf die Weide und kuckte ob die Tränken noch funktionieren. Da sie alle funktionstüchtig waren ging ich zurück und füllte vier große Heunetze, diese brachte ich auf die Weide und hängte sie in die Unterstände. Dann holte ich mir Annie get your Gun, Batteries not included und River's Drafna aus dem Fohlenauslauf ich führte die drei in die Reithalle und ließ sie laufen. Als sie sich ausgepowert hatten fing ich sie wieder ein und brachte sie auf einen Paddock. Die Jungpferde bekamen ebenfalls ein Heunetz und Wasser. Dann kamen auch schon deivi, Bracelet, Ronii, Gwen, Sheyla und Friese an, sie wollten heute mit mir ausreiten und ich hatte ihnen Pferde von mir zur Verfügung dafür gestellt. Ich zeigte ihnen ihre Pferde und wo sie das Zubehör und Putzzeug finden. Während die anderen sich mit ihren Pferden vertraut machten brachte ich Baldintáta zu den anderen auf die Wiese. Anschließend holte ich mir Gaitano's Little Girl aus dem Stall und band sie am Putzplatz an um sie für unseren Ausritt fertig zu machen. Als wir alle fertig waren setzten wir unsere Helme auf und ich sagte wer eine Gerte braucht und wer nicht. Dann verteilte ich Ausreitmarken die in der Senne Pflicht sind und wir stiegen auf. Ich ritt voran über die Straße danach konnten wir nebeneinander reiten und wir unterhielten uns nett. Im Gelände galoppierten wir eine lange Sandstrecke, wir ritten durch die Lippe und durch zwei kleine Bäche. Als wir wieder am Hof angekommen waren duschten wir unsere Pferde ab und stellten die Stuten mit auf die Weide auf der sie heute Nacht bleiben durften und die Hengste kamen mit auf den Paddock. Nun war die anstehende Reitstunde dran. Ich holte Stiffler, Big John und Leviathan und band sie schon einmal am Putzplatz an. Meine Fortgeschrittenen Reitschüler putzten und sattelten ihre Pferde selbstständig und ich suchte währenddessen die Sachen zusammen die ich für die Sitzschulung brauchen würde. Da er keinen eigenen Englisch Sattel hat legte ich ihm ein Barebackpad auf den Rücken und einen Kappzaum an den Kopf. Dann ging es los in die Halle. Als erstes durften alle meiner drei Reitschüler reiten nach einer Weile als alle aufgewärmt waren sollten immer Zwei meiner Reitschüler auf dem einen Zirkel ihre Pferde selbstständig arbeiten und einer ist bei mir und macht die Sitzschulung. Nachdem meine Reitschüler fertig aber glücklich waren brachten wir die Pferde auf den Paddock und ich verabschiedete mich anschließend von ihnen. Nun kümmerte ich mich um meine Verkaufspferde Are you scared of me, Dusty, Monster Energy, Buried alive by love und Free Vanille. Die Hengste stellte ich zusammen auf eine Weide und die Buried stellte ich auf die Stuten weide zu den anderen. Danach wollte ich mich um Lady Lu kümmern, sie hatte sich mittlerweile gut bei mir eingewöhnt und heute wollte ich etwas Dressur reiten. Ich holte sie aus dem Stall und band sie am Putzplatz an. Nach dem Putzen flocht ich ihre Mähne ein und holte ihren Maßgefertigten Dressursattel. Unter diesen Sattel legte ich meine Neue Eskadron Schabracke. Ich gurtete ihn an und bandagierte anschließend ihre Beine. Dann holte ich ihre Trense, trenste sie und führte sie in die Halle. Dort angekommen führte ich sie zwei Runden und gurtete den Gurt anschließend fest sodass er nicht rutscht. Dann stieg ich auf. Ich ließ die Zügel lang und Luna durfte am langen Zügel ein paar Runden gehen. Danach parierte ich zum Stand durch und gurtete noch einmal nach. Nun ritt ich Luna im Schritt, Trab und Galopp ab. Nach der Abreitphase kam die Arbeitsphase und ich ritt viele Zirkel und Schlangenlinien um Luna zu lösen. Nach Anderthalb Stunden waren Luna und ich fertig. Ich ritt sie trocken und stieg vorm Stall ab. Dann sattelte ich sie ab und ritt ohne Sattel eine kleine Runde ins Gelände um uns ab zu kühlen. Wieder am Stall angekommen durfte Luna auf den Paddock vor ihrer Box. Damit sie Gesellschaft hat holte ich Wendy, Gaitano's Little Girl und Hot Spot. Nun kümmerte ich mich um meine Fellpony-Haflinger Stute Jeanie sie war vor kurzem Drei geworden und kräftig gebaut sodass ich entschieden hatte sie langsam einzureiten. Ich holte die Junge Stute und band sie am Putzplatz an. Ich putzte sie, kratzte ihre Hufe aus und tauschte anschließend ihr Halfter gegen ein Knotenhalfter. Dann schnappte ich mir eine Schabracke mit einem Longiergurt und ging in das Roundpen. Dort angekommen ließ ich Jeanie etwas laufen. Als sie auf jeder Hand etwas gelaufen war fing ich sie wieder ein und begann mit dem training. Ich fing damit an ihr die Schabracke zu zeigen und nach einer Weile ließ sie sich die Schabracke auf den Rücken legen nun versuchte ich es mit dem Longiergurt. Nach kurzer Zeit akzeptierte sie dieses Gewicht auf ihrem Rücken und auch das ich mit dem Gurt unter ihrem Bauch hantierte. Auch als ich den Gurt angurtete machte sie keine Probleme. Als der Gurt locker war führte ich sie ein Paar Runden und ließ sie nach kurzem Nachgurten in allen Gangarten laufen. Jeanie zeigte keine Probleme und ich war glücklich ein so nettes Pferd zu haben. Jeanie war so lieb sodass ich den Longiergurt gegen einen baumlosen Sattel eintauschte. Da Jeanie auch das akzeptierte hörte ich für heute auf und beschloss morgen weiter zu machen. Ich brachte Jeanie zu den anderen Stuten auf den Paddock und brachte meine benutzten Sachen in die Sattelkammer. Nun wartete ich noch auf den Hänger in dem Vipke gebracht werden sollte. Eine Stunde später kam der Hänger an. Der Zuchtstall von Vipke lud ihn aus und übergab mir die Papiere ich übergab ihnen das Geld und bekam noch seine Zubehörteile. Ich stellte Vipke in seine neue Box und holte die anderen Hengste rein, ich stellte sie in die Boxen um Vipke herum. Anschließend holte ich noch die Stuten rein und stellte sie in ihre Boxen. Dann bekamen die anderen Pferde ihr Futter und ich ging ins Haus und machte mich schnell Schlaf-fertig, denn ich hatte morgen noch sehr viel zu tun.

      Oktober 2013, by AliciaFarina
      Pferde scheren leicht gemacht


      „So meine Süße, heute geht es weiter.“ ,sagte ich zu Jeanie. Ich wollte heute mit ihr einen großen Schritt wagen und das Reiten auf dem Reitplatz. Ich hatte vor einer Weile damit begonnen sie an Sattel und Zaumzeug zu gewöhnen und vor letzte Woche hatte ich angefangen sie in der Halle oder im Roundpen zu reiten. Da sie gut auf meine Hilfen reagierte hatte ich für heute beschlossen es einmal auf dem Reitplatz zu probieren. Nachdem ich Jeanie aus der Box geholt hatte band ich sie davor an und putzte sie über. Da ich außerdem beschlossen hatte sie zu scheren da sie bereits jetzt viel Winterfell hatte holte ich die Schermaschine. Ich holte außerdem eine Freundin hinzu die mir dabei helfen sollte sie zu beruhigen. Außerdem wollten wir heute noch mehrere meiner Pferde scheren und daher wollten wir mit Jeanie anfangen um mit dem schwierigsten beziehungsweise Jüngsten Pferd anzufangen. Meine Freundin stellte sich neben Jeanie und löste den Strick Dann führten wir sie zum Putzplatz und ich stellte die Schermaschiene an und tat so als ob ich sie damit putzen würde. Jeanie schnaubte aufgeregt aber sie merkte das es sie nicht fraß also fing ich langsam an sie zu scheren. Ich hatte beschlossen das ich alles bis auf einen Streifen am Bauch , den Kopf und die Sattellage scheren wollte. Außerdem scherte ich ein Muster auf ihre Po-Backe. Als ich sie geschoren hatte übergab ich die Schermaschiene an meine Freundin. Sie erklärte sich bereit mit meinen Mitarbeitern die restlichen Sportponys und Pferde zu scheren. Ich übergab ihr einen Zettel auf dem stand:

      Die zuscherenden Pferde:
      Just like the Wind, Gaitano`s Little Girl, Hot Spot, Give me everything tonight, Mister BlockheadNandengo, Dafina, Mina, Giacomo Casanova, Mutant, Shasta Moon, Shadow of a Murderer, Lady Lu, Nadeln in Dir und Stiffler.
      Bitte bei allen eine Komplettschur bis auf den Kopf und Beine. Wenn Ihr wollt könnt ihr gerne Muster auf die Po-Backe scheren.
      LG Alicia

      Als ich sah das die anderen anfingen meine anderen Pferde zu scheren sattelte ich Jeanie mit ihrem Sattel und tauschte ihr Halfter gegen einen Kappzaum mit Zügeln. Dann schnappte ich mir meinen Helm und ging zum Reitplatz. Dort angekommen hakte ich eine dort liegende Longe ein und longierte Jeanie erst ein mal Ganze Bahn. Jeanie kuckte sich aufmerksam um und ich zeigte ihr das sie vor nichts angst haben muss. Da Jeanie lieb war longierte ich sie ab und gurtete anschließend nach. Dann hängte ich die Longe wieder weg und ließ meine Steigbügel herunter. Anschließend stieg ich auf und gurtete von oben erneut nach. Im Schritt ließ ich sie am Langen Zügel sich umsehen, sie schnaubte zufrieden und ich lenkte sie auf die Ganze Bahn. Nach ein Paar Runden trabte ich an und lenkte sie auf einen Zirkel. Ich trabte sie leicht und ließ ihr die Zügel lang damit sie sich strecken kann. Nachdem sie locker war nahm ich die Zügel auf und saß zeitweise den Trab aus damit sie sich daran gewöhnt. Nach einigen Runden saß ich aus und gab ihr die Galopphilfe. Jeanie verstand zuerst nicht was ich von ihr möchte aber beim nächsten Mal gab ich die Hilfe genauer und sie sprang in den Galopp. Ich ließ sie Ganze Bahn galoppieren und ging in den leichten Sitz damit sie es leichter hatte. Nach dem Galopp parierte ich die durch und ließ sie austraben. Im Schritt ritt ich sie trocken und ritt anschließend zum Stall. In der Stallgasse angekommen stieg ich ab und nahm ihr den Sattel vom Rücken. Dann stellte ich sie in ihre Box und nahm ihr den Kappzaum ab und legte ihr eine dünne Abschwitzdecke auf damit sie nicht auskühlt. Danach gab ich ihr Heu und ging zu den anderen und half ihnen beim scheren. Ich legte den bereits fertig geschorenen Pferden eine dünne Stalldecke über und fegte das abgeschorene Fell weg. Als wir fertig waren gab ich allen Pferden Heu und begrüßte meine Freundinnen die heute mit mir ihr theoretisches und Praktisches reiterliches Wissen auffrischen wollten.

      November 2013, by AliciaFarina
      Ein kalter November Morgen


      Brrrr ist das Kalt! Dachte ich mir als ich kurz den Hund rausgehen ließ, ich schloss schnell die Tür als der Hund wieder drin war. Dann zog ich mich warm an und zwengte mich in meine Softshell Hose. Anschließend aß ich schnell etwas und ging dick eingepackt in die Kälte. Im Stall angekommen sah ich, dass alle Boxen gemistet waren und meine Pferde am Fressen, meine Mitarbeiter waren bereits dabei die Pferde, die weiterhin tagsüber auf die Wiesen und Paddocks gehen, wenn nötig mit einer Decke auszustatten. Ich half ihnen dabei einige Pferde hinauszubringen. Jana nahm als erstes Baldintáta und Just like the Wind, Michael nahm Gaitano`s Little Girl und Hot Spot ich nahm Give me Everything tonight, Mister Blockhead und Giacomo Casanova. Jana und Michael brachten ihre Pferde auf zwei Weiden nebeneinander und ich stellte meine drei Hengste auf einen Paddock. Im nächsten Gang nahm Jana Silfra, Shakira und Dafina und stellte sie zu Táta und Windy. Michael brachte Pounts Püppchen und Shasta Moon zu Girlie und Spotty. Ich brachte Vipke van de Zandhoven, Big John, Nandengo, Leviathan und Stiffler zusammen auf einen großen Paddock da sie sich gut verstanden konnte ich alle sechs zusammen führen. Nun brachten Jana, Michael und ich Wendy, Mina, Lady Lu, Nadeln in Dir und Jeanie auf einen Paddock. Anschließend kümmerten wir uns um unsere Jungpferde, wir nahmen jeweils zwei: Jana nahm Annie get your Gun und Batteries not Included, Michael nahm River's Drafna und Trú fra Frelsi und ich nahm RiverDance und Kangee. Wir gingen mit ihnen eine kleine Runde spazieren und stellten sie nach einer halben Stunde zusammen auf eine Weide. Mittlerweile war es Mittag geworden und wir aßen im Team zu Mittag. Danach ging es weiter mit der Arbeit. Ich ging zu einem Paddock und schnappte mir auf dem Weg dorthin ein Halfter. Auf der Weide angekommen halfterte ich Everything auf und führte ihn in den Stall, da band ich ihn an und fing an ihn zu putzen. Als er sauber war nahm ich mir sein Knotenhalfter und eine lange Rope ebenso wie eine Bogenpeitsche. Ich ging in die Halle und stellte die Bogenpeitsche an die Bande. Ich ging erstmal vor Everything her und ließ ihn hinter mir her gehen. Wenn ich stehenbleibe sollte er ebenfalls stehenbleiben ich ließ ihn nur durch meine Körpersprache anhalten und Rückwärtsrichten. Evervthing machte alles mit und ich trabte vor ihm her, Everything joggte langsam hinter mir her und blieb sofort stehen als ich stoppte. Da dies alles funktionierte schnappte ich mir die Bogenpeitsche und ließ ihn im Schritttempo um mich herum an der Rope gehen. Ich legte die Bogenpeitsche auf den Boden und trieb mir dem Ende der Rope. Ich ließ ihn nur durch die Einwirkung der Rope und meiner Körpersprache die Hand wechseln. Als dies auch im Trab klappte hörte ich auf und ließ ihn noch kurz in der Halle laufen. Ich fing ihn wieder ein, legte ihm eine dünne Fleecedecke auf und stellte ihn in seine Paddockbox. Jana, Michael und ich begannen nun die Pferde wieder reinzuholen. Jana nahm Táta, Windy, Silfra, Shakira und Dafina auf einmal und stellte sie in ihre Boxen und Offenställe. Michael tat es ihr gleich und brachte Girlie, Spotty, Püppchen und Shasta ebenso auf einmal hinein. Ich nahm Mister und Casanova auf einmal und stellte sie in ihre Boxen. Dann halfen mir Jana und Michael die restlichen Stuten und Hengste hinein zu holen. Ich nahm Nandi, Vipke, Stiffler, Wendy und Mina die restlichen teilten Jana und Michael unter sich auf. Als die erwachsenen Pferde alle in ihren Boxen standen holten wir noch die Fohlen und Jungpferde rein. Ich nahm wieder RiverDance und Kangee, Michael übernahm diesmal Annie und Betty und Jana nahm Drafna und Trú. Als alle meine Pferde in ihren Boxen oder Offenställen standen machten wir das Futter fertig. Ich fuhr derweil zu meinen Verkaufspferden, Are you scared of me und Dusty, die den Winter über in einem Offenstall am Hof standen, ich gab ihnen das Futter und sie bekamen ein riesiges Heunetz an die innere Wand. Als die beiden fraßen überprüfte ich die beiden nach Verletzungen und als ich keine fand verabschiedete ich mich von ihnen und fuhr wieder zum Stall. Nachdem ich wieder angekommen war half ich noch schnell dabei die Stallgasse zu fegen und verabschiedete mich dann von Michael und Jana. In meinem Haus aß ich eine Kleinigkeit bevor ich den Fernseher anstellte und den Computer anschmiss um meine Nachrichten zu überprüfen.

      Februar 2014, by Alicia
      Welcome Burnin' Awake and Lifeless und Bericht für alle anderen


      Heute war es so weit, der kleine Hengst Burnin' Awake and Lifeless welcher aus der Zucht von Ivi.Kiwi stammte und mir von HuskyJenny verkauft wurde sollte ankommen. Am frühen Morgen brachten mein Mann Finn, meine Mitarbeiter und ich alle Pferde raus. Baldintáta, Silfra, Just like the Wind, Shakira, Dafina, River's Drafna, Jeanie und Mina kamen zusammen auf eine Weide, auf die nächste kamen Annie get your Gun, Batteries not included, Pount's Püppchen, Gaitno's Little Girl und Hot Spot kamen auf die Wiese daneben. Auf die Wiese daneben kamen Wendy, Lady Lu, RiverDance, Nadeln in Dir, Trú fra Frelsi und Tiva. Als alle Stuten auf der Wiese waren stellten wir die Hengste auf zwei verschiedene Weiden. Auf die eine kamen Give me Everything tonight, Mister Blockhead, Nandengo und Giacomo Casanova. Vipke van de Zandhoven, Kangee, Rudsmo Remi, L'ombre de la Mikasi, Big John und Stiffler kamen auf die andere, in diese Gruppe würde ich später auch versuchen Awake in diese Gruppe zu integrieren. Als alle Pferde auf den Wiesen standen fingen wir damit an die Boxen, die Laufställe und die Offenställe zu misten. Nachdem wir damit fertig waren fuhr auch schon der Anhänger von HuskyJenny auf meinem Hof. Ich lief ihr entgegen und half ihr dabei den kleinen Hannoveraner Hengst der später in meine Zucht kommen sollte auszuladen. Wir brachten ihn in einen abgetrennten Teil des Hengstlaufstalls, dort sollte er sich zunächst an die beiden anderen Jungpferde gewöhnen. Awake prustete und schaute sich aufgeregt in seinem neuen Zuhause um. Husky und ich gingen in mein Büro und regelten alles geschäftliche. Nun verabschiedete ich mich von Husky und begleitete sie noch zu ihren Auto.
      Um ca. 4 Uhr am Nachmittag holten wir alle Pferde wieder rein und Awake beschnüffelte vorsichtig Kangee und Mikasi. Da die drei sich scheinbar gut verstanden ließ ich sie allein und fing an mich noch etwas mit meiner vor Kurzem eingerittenen Reitpony Stute Tiva. Die kleine Stute hatte sich beim einreiten sehr gut angestellt und ich wollte heute nur etwas mit ihr Spazieren gehen. Als ich sie aus dem Stall holte fiel mein Blick auf meine alte Stute Wendy, mit der ich schon lange nicht mehr etwas gemacht hatte da ich mit der Ausbildung meiner anderen Pferde genug zu tun hatte. Ich schnappte mir die alte Dame und legte ihr einen Strick als Halsring um. Dann führte ich die beiden zum Stall, vor dem Stall angekommen stellte ich Wendy neben eine Bank und stieg auf. Tiva schaute mich an und man sah förmlich die Fragezeichen in ihren Augen. Sie vertraute mir aber soweit das sie obwohl ich auf Wendy saß mit kam. Wir ritten einmal bis zum See um die Ecke und drehten dann um. Tiva benahm sich hervorragend und Wendy genoss den kurzen Ausritt. Als wir wieder auf dem Hof angekommen waren ließ ich die beiden zurück in die Herde. Anschließend fütterten wir alle noch und machten dann für diesen Tag Feierabend.

      Februar 2014, by Alicia
      Welcome Burnin' Awake and Lifeless und Bericht für alle anderen


      Heute war es so weit, der kleine Hengst Burnin' Awake and Lifeless welcher aus der Zucht von Ivi.Kiwi stammte und mir von HuskyJenny verkauft wurde sollte ankommen. Am frühen Morgen brachten mein Mann Finn, meine Mitarbeiter und ich alle Pferde raus. Baldintáta, Silfra, Just like the Wind, Shakira, Dafina, River's Drafna, Jeanie und Mina kamen zusammen auf eine Weide, auf die nächste kamen Annie get your Gun, Batteries not included, Pount's Püppchen, Gaitno's Little Girl und Hot Spot kamen auf die Wiese daneben. Auf die Wiese daneben kamen Wendy, Lady Lu, RiverDance, Nadeln in Dir, Trú fra Frelsi und Tiva. Als alle Stuten auf der Wiese waren stellten wir die Hengste auf zwei verschiedene Weiden. Auf die eine kamen Give me Everything tonight, Mister Blockhead, Nandengo und Giacomo Casanova. Vipke van de Zandhoven, Kangee, Rudsmo Remi, L'ombre de la Mikasi, Big John und Stiffler kamen auf die andere, in diese Gruppe würde ich später auch versuchen Awake in diese Gruppe zu integrieren. Als alle Pferde auf den Wiesen standen fingen wir damit an die Boxen, die Laufställe und die Offenställe zu misten. Nachdem wir damit fertig waren fuhr auch schon der Anhänger von HuskyJenny auf meinem Hof. Ich lief ihr entgegen und half ihr dabei den kleinen Hannoveraner Hengst der später in meine Zucht kommen sollte auszuladen. Wir brachten ihn in einen abgetrennten Teil des Hengstlaufstalls, dort sollte er sich zunächst an die beiden anderen Jungpferde gewöhnen. Awake prustete und schaute sich aufgeregt in seinem neuen Zuhause um. Husky und ich gingen in mein Büro und regelten alles geschäftliche. Nun verabschiedete ich mich von Husky und begleitete sie noch zu ihren Auto.
      Um ca. 4 Uhr am Nachmittag holten wir alle Pferde wieder rein und Awake beschnüffelte vorsichtig Kangee und Mikasi. Da die drei sich scheinbar gut verstanden ließ ich sie allein und fing an mich noch etwas mit meiner vor Kurzem eingerittenen Reitpony Stute Tiva. Die kleine Stute hatte sich beim einreiten sehr gut angestellt und ich wollte heute nur etwas mit ihr Spazieren gehen. Als ich sie aus dem Stall holte fiel mein Blick auf meine alte Stute Wendy, mit der ich schon lange nicht mehr etwas gemacht hatte da ich mit der Ausbildung meiner anderen Pferde genug zu tun hatte. Ich schnappte mir die alte Dame und legte ihr einen Strick als Halsring um. Dann führte ich die beiden zum Stall, vor dem Stall angekommen stellte ich Wendy neben eine Bank und stieg auf. Tiva schaute mich an und man sah förmlich die Fragezeichen in ihren Augen. Sie vertraute mir aber soweit das sie obwohl ich auf Wendy saß mit kam. Wir ritten einmal bis zum See um die Ecke und drehten dann um. Tiva benahm sich hervorragend und Wendy genoss den kurzen Ausritt. Als wir wieder auf dem Hof angekommen waren ließ ich die beiden zurück in die Herde. Anschließend fütterten wir alle noch und machten dann für diesen Tag Feierabend.

      Juli 2014, by Alicia
      Ankunft von Fina, Silver Blade und Parányi + Pflegebericht für alle anderen Pferde


      Heute war es so weit, drei neue Pferde würden ankommen. Fina, eine Vollschwester zu meiner Mina, würde zusammen mit Silver Blade einer Highland Pony Stute ankommen, sie kamen beide aus der gleichen Richtung und wurden daher zusammen transportiert. Das dritte Pferd war ein Fohlen aus der Zucht des Guts Sanssouci, aus dieser Zucht hatte ich bereits ein Fohlen und als ich hörte das ein weiteres zum Verkauf stand schlug ich sofort zu.
      Bereits am frühen Morgen wachte ich voller Energie auf und machte mich für die Arbeit im Stall fertig. Als ich fertig war ging ich runter in die Küche und aß etwas. Anschließend ging ich in den Stall und begrüßte die Pferde die über Nach im Stall standen. Ich streichelte meiner Stute Mina über die Nüstern, danach Give me everything tonight, Jeanie, Rudsmo Remi, Nadeln in Dir, Giacomo Casanova, Dafina und Lady Lu. Die restlichen zwölf Boxen standen leer da meine Pferde den Sommer nachts auf der Weide standen und nur tagsüber wenn sie gebraucht werden in ihren Boxen oder Offenställen standen. Das restliche Jahr stehen sie in Offenställen oder den anderen Boxen. Da heute drei neue Pferde ankommen sollten streute ich drei Boxen für sie ein. Dann kamen auch schon meine Stallhelfer, meine Freundinnen Johanna und Svenja begannen die Pferde die in den Boxen standen zu putzen und anschließend auf die Wiesen zu bringen. Ich nahm mir die Drei Hengste, Give me everything tonight, Rudsmo Remi und Giacomo Casanova und brachte sie zusammen auf die sechste Koppel. Die Stuten, Mina, Jeanie, Nadeln in Dir, Dafina und Lady Lu, die im Stall standen wurden von Johanna und Svenja geputzt und kamen auf die dritte Koppel. Als alle draußen standen kam eine andere Freundin. Wir gingen zu den Fohlen und einer hielt das Fohlen und der andere Putzte. Im ersten Durchgang nahm jede von uns eins der älteren Pferde, die in dieser Gruppe eine Erzieherische Funktion hatten. Ich nahm Drafna, Johanna nahm Batteries not included, Svenja nahm Annie get your Gun und Madleen nahm Tiva. Wir putzten sie und überprüften sie auf äußerliche Verletzungen. Dann durften sie auf die Wiese und wir nahmen die nächsten Pferde, wir nahmen RiverDance und Kangee. Johanna und Madleen hielten sie fest während Svenja und ich putzten. Abschließend holte ich noch Trú fra Frelsi, sie wurde ebenfalls geputzt und durfte auf die Wiese. Nachdem wir sie geputzt hatten durften auch sie auf die Wiese. Nun holten wir L'ombre de la Mikasi und Burnin' Awake and Lifeless diesmal hielten Svenja und ich die beiden fest und Madleen und Johanna putzten. Als auch die beiden auf der Wiese waren holten wir Wendy und Shakira, die beiden waren die „Muttis“ der beiden Jungpferdeherden. Shakira und Wendy kamen beide zu den Jungstuten. Danach holten wir uns Big John, Stiffler, Nandengo und Mister Blockhead. Die vier kamen auf Zuruf ans Tor des Offenstalls und wir halfterten sie auf, putzten kurz über und stellten sie zu den Junghengsten. Als wir die vier auf die Wiese gestellt hatten holten wir und Stangen, Litze und Griffe. Wir teilten auf der zweiten Koppel einen kleinen Teil ab in den später Silver Blade kommen sollte auf der ersten Wiese auf der bereits die Jungstuten standen teilten wir einen etwas größeren Teil ab für Parányi und Fina. Die Jungstuten beobachteten uns, aber als sie merkten das wir nichts zu essen für sie hatten ließen sie uns in Ruhe. Nachdem wir es aufgebaut hatten holten wir die Stuten die noch im Stall standen. Nun gingen wir zu den restlichen Pferden die noch im Stall standen, putzten kurz drüber und stellten sie auf die erste Wiese. Baldintáta, Just like the Wind, Silfra, Gaitano`s Little Girl und Pounts Püppchen freuten sich richtig und buckelten über die Weide. Danach gingen wir auf den Hofplatz und wir warteten auf die Transporter. Der erste Transporter der kam war aus Österreich. Ich ging zum Transporter, den Fahrer erkannte ich auf den ersten Blick nicht, aber als sie ausstiegen erkannte ich das es Amy und Ty waren die es sich nicht haben nehmen lassen Fina und Silver Blade persönlich zu bringen. Wir luden die beiden ab, brachten sie in den Stall und stellten sie in die vorbereiteten Boxen. Während sich die Pferde die Boxen ankuckten gingen Amy, Ty und ich in mein Haus und klärten das Geschäftliche. Anschließend zeigte ich den beiden Mikasi, den kleinen Haflinger Hengst hatte ich aus ihrer Zucht und daher wollten sie ihn sehen. Dann verabschiedeten sie sich und fuhren, kaum waren sie um die nächste Ecke gefahren kam auch schon der Transporter des Gutes Sanssouci um die Ecke. Ausnahmsweise brachte Elii nicht persönlich das Fohlen, sondern sie hatte einen Fahrer geschickt. Da ich bereits bezahlt hatte musste ich nur Parányi ausladen und schon konnte der Fahrer wieder fahren. Ich stellte Parányi in die Box neben Fina sodass sie sich kennen lernen konnten.
      Am frühen Nachmittag brachte ich Parányi und Fina zusammen in den Abgetrennten Teil auf der Jungstuten Wiese. Silver Blade kam auf die Stutenwiese in den abgetrennten Bereich und fing nachdem sie sich die anderen angekuckt hatte zu fressen. Die anderen Stuten fanden es sehr Interessant das dort ein neues Pferd stand und sie warteten darauf das Blade was machte, aber Blade dachte nicht daran und fraß ungerührt weiter. Ich nahm von der ersten Wiese direkt Táta und Silfra mit denn heute stand noch eine Reitstunde an, von der zweiten Wiese holte ich noch Wendy und schon hatte ich alle Pferde zusammen. Ich ging zum Stall und holte anschließend meine Freundinnen. Jede putzte ihr Pferd selber, nur ich musste Svenja kurz beim Satteln helfen da sie noch nie mit einem Westernsattel gesattelt hatte. Als die drei gesattelt waren holte ich je einen Kappzaum und eine Trense nur für Wendy blieb es beim Kappzaum da sie gebisslos geritten wird. Die drei trensten selbständig und ich nahm eine Longe und eine Peitsche mit zum Reitplatz. Das Warmreiten durften sie selbständig machen ich gab nur ab und an kleine Hilfestellungen. Jede kam einmal für eine Sitzkorrektur an die Longe. Am Ende der Stunde holte ich schnell Mina und ritt ohne Sattel und Trense nur mit Knotenhalfter eine Runde ums Gelände. Als wir fertig waren durften sich die Pferde wälzen, danach brachten wir sie zurück auf die Wiese und füllten Heunetze. Anschließend überprüften wir die Automatischen Tränken und holten die neuen Pferde rein, die erste Nacht sollten sie noch nicht mit draußen bleiben. Selbst die Pferde die sonst immer drinnen standen durften draußen bleiben. Parányi, Fina und Blade kamen zusammen in einen Offenstall und wir hängten ihnen drei Heunetze rein.
      Als wir damit fertig waren füllte ich mein Auto mit den Dingen die ich für meinen Auftrag brauchen würde den ich am nächsten Tag antreten würde. Anschließend verabschiedete ich mich von meinen Freundinnen, denn ich wollte früh schlafen gehen damit ich am nächsten Tag erholt losfahren konnte.
    • AliciaFarina
      August 2014, by Gwen
      Extreme Trail


      Ich war schon seit zwei Stunden auf den Beinen und wuselte mit meinen Plänen umher, denn alles sollte ideal verlaufen.
      Elisa hatte da eher weniger Stress und stand dementsprechend auch erst kurz nach sieben und total verschlafen auf. „Ey! Ich dachte du willst mir helfen!“ meinte ich grinsend, während ich gerade den Frühstückstisch deckte.
      Die kommenden Tage würde ich mal wieder auf Crown Hill verbringen, denn es stand ein neuer Kurs an.
      Wir hatten uns mal etwas ganz neues gewagt und ich war gespannt, wie es unseren Kunden gefallen würde. Die kommenden vier Tage boten wir nämlich Extreme Trail an. Eine Idee, welche wir aus den USA übernommen hatten und für welche ich eiskalt Elisas Geländestrecke umfunktionieren lassen hatte.
      Das war bei ihr natürlich nicht wirklich auf Begeisterung gestoßen, aber letztendlich half sie mir doch wieder. „Das bist du mir ja auch schuldig.“ grinste ich und reichte ihr eine Tasse Kaffee.
      „Aber ehe du unsere Gäste in Empfang nimmst, solltest du lieber noch einmal einen Blick in den Spiegel werfen.“ lachte ich, denn Elisas Haare standen in alle Richtungen ab und generell schien sie den letzten Abend mit etwas anderem verbracht zu haben, als mit Schlafen.
      Schneller als gedacht, schlug die Uhr acht. Also würden bald die ersten Gäste kommen!
      „Wie viele kommen denn heute?“ fragte Elisa neugierig und ich zählte kurz nach. „Öhm, es sind genau vier Leute und alles Hengste.“ erklärte ich grinsend.
      Vor mir hatte ich die Liste mit den heutigen Teilnehmern und auch deren Wünsche. Schon die letzten Tage hatte ich damit verbracht, mir von jedem Paar ein Bild zu machen, um im Kurs auch ideal auf diese eingehen zu können.
      Es dauerte auch nicht lange und schon trudelte der erste Wagen mit Hänger ein. Matthew lotste sie auf den Parkplatz und wir setzten uns auch direkt in Bewegung.
      Schon von weitem erkannte ich Maren, sie war wie immer pünktlicher denn je.
      „Hey!“ begrüßte ich sie herzlich. Sie war inzwischen schon das dritte Mal hier und man könnte beinahe meinen, sie war inzwischen ein Stammkunde.
      „Und wen hast du diesmal mit?“ fragte Elisa neugierig. „Jemand, der dir sicherlich gefallen wird.“ grinste Maren zurück und ich brauchte nicht lange zu überlegen, denn bei der Antwort konnte es sich nur um ein Reitpony handeln.
      In dem Fall hatte ich auch recht, aber Peeta Mellark war wahrscheinlich ein Traum von Reitpony und Elisas Augen leuchteten sofort begeistert. „Der ist wirklich verdammt schick!“ meinte ich grinsend, während Maren den Hengst aus dem Hänger führte.
      Neugierig blickte er sich um, schien aber keinen Stress machen zu wollen, viel mehr war er die Ruhe selbst und ließ die neue Situation erst einmal auf sich wirken.
      Aus der Anmeldung wusste ich bereits, dass Peeta von Grund auf ein wunderbarer Hengst war und stets das beste aus jeder Situation machte. Nur seine Beine waren das Problem, denn die hatte er eher selten unter Kontrolle.
      „Ein wahrer Tollpatsch...“ begann Maren zu erzählen, doch ich musste mich auch schon verabschieden, denn der nächste Wagen kam gefahren. „Elisa? Kümmerst du dich um Maren und Peeta? Ihm habe ich die kleinere Weide hinterm Stall zugeteilt.“ meinte ich noch und verschwand dann auch schon.
      Matthew machte seinem Dienst als Parkplatzwärter alle Ehre und so kam auch unsere zweite Teilnehmerin unbeschadet bei uns an.
      Es handelte sich um Elena Delgardo und bisher kannten wir uns nur vom Sehen und Hören. „Herzlich Willkommen auf Crown Hill!“ begrüßte ich sie und schüttelte ihre Hand.
      Elena schien ganz begeistert von der Anlage zu sein. „Das wird Jack gefallen!“ meinte sie grinsend und öffnete direkt den Hänger.
      Elena war mit ihrem Quarter Horse Hengst General Jack angereist. Der nahm den neuen Ort mit sichtlicher Gelassenheit hin. „Man könnte ihn überall mit hin nehmen.“ lachte Elena und ich begrüßte den Hengst.
      Doch da machte sich sein einziger Makel bemerkbar: er hasste fremde Menschen. Mit angelegten Ohren warnte er mich, dass ich ja nicht noch näher kommen sollte. Für den Anfang ließ ich ihn also lieber in Ruhe und zeigte den beiden direkt erst einmal ihre Unterkünfte.
      General Jack zog mit Peeta auf eine Weide und ich ahnte schon, dass die beiden Hengste sich auf eine besondere Art und Weise gut verstehen würden.
      Tatsächlich hatte ich nicht unrecht. Anfangs begrüßten sie sich nur vom Zaun aus, doch dann konnten wir sie einfach zusammen lassen und sie grasten friedlich nebeneinander.
      Während bei den Hengsten alles friedlich verlief, zeigte ich Elena ihr Zimmer. Wie ihr Hengst lernte sie auch direkt ihre Zimmergenossin kennen, denn soeben war Julie angekommen und richtete sich schon bei uns häuslich ein.
      Ich begrüßte sie herzlich und stellte ihr dann Elena vor. Die beiden verstanden sich sofort prima.
      „Julie? Alles gut verlaufen?“ erkundigte ich mich neugierig. Ich vermutete, dass sie angekommen war, als wir gerade die beiden Hengste zusammengelassen hatten.
      „Alles wunderbar! Guinness gefällt sein Offenstall und das Heu dort sichtlich und ich kann mich auch nicht beklagen.“ grinste sie und ich ließ die beiden zufrieden alleine.
      Nun fehlte nur noch eine Teilnehmerin. Stirnrunzelnd blickte ich auf die Uhr, denn es war bereits kurz nach um zehn und allmählich machte ich mir doch Sorgen.
      Doch diese waren unbegründet, denn kurze Zeit später kam auch der letzte Hänger gefahren. So konnte ich auch Alicia Grey und ihren Hengst Stiffler auf unserem Gestüt begrüßen.
      „Herzlich Willkommen!“ lächelte ich und zeigte ihr direkt den Offenstall ihres Hengstes. Stiffler würde neben Guiness stehen, so dass sie sich für diesen Tag Gesellschaft leisten konnten. Alicia hingegen teilte sich das Zimmer mit Maren.
      Kurz darauf bat ich alle Teilnehmer, sich auf dem Hof zu versammeln.
      „Noch einmal ein Herzlich Willkommen an alle! 11.30 Uhr gibt es dann Mittagessen. Der Essenssaal ist dort drüben, also einmal quer über den Innenhof und im Notfall einfach Maren fragen, die war schon einmal da. Beim Mittagessen besprechen wir auch den Ablauf am Nachmittag, aber ich kann schon so viel sagen, dass nach dem Essen noch ein wenig Pause ist, ehe es dann circa 14 Uhr mit dem Training losgeht.“ erklärte ich lächelnd und entließ die Teilnehmer erst einmal in ihre freie Zeit.
      Zum Mittag hatte es Spaghetti mit Bolognese gegeben und es hatte anscheinend allen wunderbar geschmeckt. „Die erste Einheit wird vom Boden aus trainiert, also halftert oder zäumt eure Pferde lediglich auf.“ erklärte ich und machte mich dann auf den Weg, um den Extreme Trail noch einmal zu kontrollieren.
      Ein kurzer Blick zum Himmel genügte, um zu sehen, dass wir heute trocken bleiben würden, aber auch keinen Sonnenbrand bekämen.
      Kurz nach 14 Uhr trafen wir uns dann vor dem Stall. Alle Teilnehmer hatten ihr Pferd neben sich stehen, je nachdem gezäumt, wie sie es am sichersten hielten, sei es mit Halfter, Knotenhalfter oder Trense.
      „Na dann wollen wir mal.“ lächelte ich zufrieden und marschierte vorne weg zum Extreme Trail.
      Zu Beginn staunte alle erst einmal nicht schlecht, denn niemand hatte sich den Trail so groß vorgestellt.
      „Zu Beginn erst einmal eine kurze Erklärung für alle, die diesen Parcours nicht kennen: Der Extreme Trail stammt aus den USA und soll allen ermöglichen, sich und das Pferd auf die Hindernisse in der Natur vorzubereiten. Außerdem kann man hier auch sehr gut an Problemen wie zum Beispiel der Angst vorm Wasser arbeiten, denn man ist immer noch in Nähe des Stalles und in bekannten Areal.“ meinte ich lächelnd.
      Die Stunde begannen wir mit einem kleinen Rundgang, in welchem ich erst einmal alle Hindernisse vorstellte. „Das hier ist eine Übersicht, worauf alle Hindernisse verzeichnet sind.“ meinte ich und reichte die Zettel aus.
      „Man kann den Trail mit ganz unterschiedlichen Hindernissen beginnen. Entweder mit dem steilen Abgang, der Hängebrücke oder dem Baumstamm-L.“ erklärte ich und ging die Hindernisse mit den Teilnehmern und Pferden ab.
      Alle Hengste schauten sich neugierig die Hindernisse an, auch wenn das ein oder andere ihnen nicht geheuer war.
      „Es gibt auch einen Teich und das besondere Highlight ist immer der große Hügel, auf welchem auch ein Podest steht.“ meinte ich lächelnd. „Aber genug geplaudert, kommt wir fangen an!“
      Ich begann mit der Gruppe am steilen Abgang und entschied dort direkt die Reihenfolge. „Wir gehen am Anfang alles einmal gemeinsam durch und dann lasse ich euch freie Wahl.“ erklärte ich kurz und sagte dann die Reihenfolge auf.
      „Vorne weg gehen Alicia und Stiffler, danach Julie und Guinness, dann Elena und Jack und zum Schluss Maren und Peeta. Lasst eurem Vorgänger immer genügend Zeit und Platz und geht lieber etwas später los, als zu früh.“
      Am steilen Abgang zeigte sich schnell, wer trittsicher und erfahren war und wer gerne mal auf sein Hinterteil plumpste. Kurz darauf durchwanderten wir das Wurzelfeld, bei welchem die Pferde genau schauen mussten, wie und wo sie ihre Hufe setzten.
      Danach folgte der Graben, welchen die meisten Pferde doch gruselig fanden, aber letztendlich vorsichtig durchliefen. Der Zick-Zack-Weg danach war eher weniger ein Problem, obwohl auch er viel Geduld bedurfte, denn sonst stolperte man auch dort gerne einmal.
      Dann waren wir an den beiden problematischsten Hindernissen, zumindest auf den ersten Blick. „Ich kann euch beruhigen, die beiden Hindernisse werden meist souveräner von den Pferden genommen als gedacht.“ lachte ich.
      Das erste Hindernis war die äußerst wackelige Hängebrücke. Selbst für den schon recht erfahrenen Stiffler war das eine Herausforderung, denn hier wurden nun alles gefordert. Zum einen Gleichgewicht, aber auch Konzentration und Vertrauen.
      Für Guinness und Jack war das Hindernis besonders problematisch, denn sie mussten ihrem Menschen nun vollkommen vertrauen.
      Bei Peeta mussten wir alle für einen Moment bangen, denn er wanderte zwar unbedarft über das Hindernis, allerdings war er so tollpatschig, dass es nicht lange dauerte und er beinahe das Gleichgewicht verlor.
      Bei dem Balancierbalken sah es nicht anders aus und ich merkte, dass jeder sich schon fest vornahm, welche Hindernisse trainiert werden würden.
      Als nächstes folgten der Teich und dann das Baumstamm-Mikado, welche auch noch eine Herausforderung werden würden.
      Doch als wir dann auf dem großen Hügel standen, vergaßen alle erst einmal kurz ihre Fehler und Aufregungen, denn der Blick über den Nationalpark war einfach zu faszinierend, sowohl für Mensch als auch Tier.
      „So, Leute. Ihr habt gesehen was es alles gibt, nun liegt es an euch. Wählt eure Wege mit Bedacht und überfordert eure Pferde nicht direkt. Bezüglich der Probleme von Jack und Guinness bin ich auf die Idee gekommen, dass wir am Ende eventuell auch noch einmal die Pferde tauschen, damit ihr auch einmal selbst einem Pferd Vertrauen entgegen bringen müsst.“ meinte ich und musste grinsend, als der ein oder andere doch ein wenig entgeistert dreinschaute.
      Zu Beginn beobachtete ich die Paare einfach nur, ohne selbst irgendetwas zu sagen.
      Maren und Peeta durchwanderten gerade das Wurzelfeld und Maren versuchte zwanghaft, ihrem Hengst zu zeigen, wie man seine Beine hob, um eben nicht zu stolpern.
      Julie und Guinness übten gerade an der Steintreppe das auf- und abwärts. Julie versuchte die Schritte ihres Hengstes so zu koordinieren, dass er sicher die Treppe herunter kam. Schnell verstand Guinness, dass Julie ihm immer den richtigen Weg zeigte, denn öfters wollte er noch stur seinen Weg gehen.
      Elena und Jack plantschten gerade im Wasser herum und testeten das dortige Podest aus. Jack schien Spaß an der ganzen Sache zu haben und so sah ich bei ihm schon die Möglichkeit, dass er ein tolles Militarypferd werden würde.
      Zuletzt fehlten noch Alicia und Stiffler. Die beiden testeten sich bereits am Balancierbalken. Stiffler wurde gerade auf Western umgeschult und machte sich wirklich gut. Gerade der Trail gefiel dem Paar einfach wunderbar und so wollte Alicia ihren Hengst durch den Extreme Trail dafür noch mehr schulen.
      Alicia ließ ich vollkommen alleine arbeiten, denn sie hatte schon einiges an Erfahrung und kam ganz gut alleine aus. Lediglich bei dem Balancierbalken gab ich ihr noch einige Tipps, dass ihr Hengst zum Beispiel erst einmal auf einer geraden Linie neben dem Balken langlaufen sollte, ehe er sich auf den Balken wagen sollte.
      Mit Maren und ihrem Peeta arbeitete ich hingegen mehr. Der kleine Tollpatsch brauchte noch etwas Unterstützung, aber das Baumstamm-Mikado war ideal für ihn. Nach anfänglichen Stolpern kam er dann endlich darauf, doch einmal vermehrt die Beine zu heben und die Augen auf zu machen.
      Julie und ihren Tinkerhengst jagte ich kurze Zeit später in den Teich, denn wenn etwas das Vertrauen verbesserte, dann Wasser. Anfangs waren beide misstrauisch und hatten auch kein Vertrauen zueinander. Julie war fest der Meinung, dass Guinness sowieso nicht mit reinkam und der hatte daraufhin als Spiegel seiner Besitzerin auch keine Motivation. Als ich Julie darauf hinwies, achtete sie mehr auf ihre Körpersprache und plötzlich fasste auch Guinness mehr Vertrauen und stiefelte ihr hinterher.
      Bei Elena und Jack sah es ganz gut aus, doch ich musste die beiden motivieren, dass sie mehr ausprobierten und nicht nur das bekannte machten. Denn Jack war auf dem Balancierbalken ein wahres Talent.
      Wir verbrachten gute zwei Stunden im Trail, natürlich immer mit vielen Pausen, doch als mein Handywecker 16 Uhr piepte, beendete ich die erste Einheit.
      „So! Pause für Zwei- und Vierbeiner. 17 Uhr geht es gesattelt weiter.“ meinte ich lächelnd und entließ die Teilnehmer. „Im Hof gibt es dann ein wenig Brunch!“ rief ich ihnen noch hinterher und genoss auch meine kleine Pause.
      Pünktlich waren alle wieder anwesend und wir konnten weitermachen. „Die Grundlage für jetzt habt ihr heute Nachmittag gelegt, nun wird sich zeigen, ob ihr das Vertrauen zu eurem Pferd gefasst habt oder nicht.“ erklärte ich lächelnd und entließ die Reiter in den Parcours.
      Zum Aufwärmen nahmen sie nur die leichten Hindernisse, danach durften sie machen, was sie wollten. Einige waren überrascht, denn vom Sattel aus war der Extreme Trail noch einmal was ganz anderes.
      Besonders der Balancierbalken und die Hängebrücke wurden zur wahren Herausforderung, denn dort musste man nun wirklich seinem Pferd vertrauen. Jack spürte zum Beispiel das Misstrauen seiner Reiterin und sprang deshalb erschrocken vom Balken herunter.
      Beim zweiten Anlauf klappte es wunderbar und auch die anderen Paare mauserten sich langsam zu richtigen Trailexperten.
      „So, nun Reiterwechsel.“ grinste ich und sammelte die vier Reiter um mich. „Maren nimmt Guinness und Julie dafür Peeta. Alicia reitet Jack und Elena nimmt Stiffler.“ meinte ich und schon wurde gewechselt.
      Elena und Julie waren ganz verwundert, denn die Hengste unter ihnen vertrauten sofort ihrem Reiter und machten bei ihnen alles mit, auch wenn Julie bei Peetas Tollpatschigkeit immer noch ein wenig aufpassen musste. Doch dem Reitpony schien der Wechsel auch gut zu tun, denn plötzlich musste auch er auf seine Reiterin aufpassen, welche ihn ja nun nicht kannte.
      Maren und Guinness hatten anfangs einige Probleme, denn der Tinker weigerte sich rigoros egal welches Hindernis sie versuchten. Also steckte ich Stiffler mit dazu, der Guinness noch ein wenig mehr Sicherheit gab und ihm zeigte, dass die Hindernisse auch mit fremden Reiter möglich waren.
      Auch Jack war nicht begeistert von dem Wechsel. Anfangs bockte er ziemlich rum und Alicia hatte nicht viel Freude mit ihm. Doch als er beinahe die Steintreppe verfehlte und Alicia ihn gerade noch einmal rettete, wurde er plötzlich warmherziger und plötzlich lief es doch besser.
      So wurde auch diese Trainingseinheit für alle ein voller Erfolg und jeder lernte noch neues dazu. Wir verbrachten bis in die späten Abendstunden am Trail und ließen die Pferde am Ende auch noch ein wenig grasen.
      Als es dann langsam dämmerte, machten wir uns auf den Heimweg und versorgten die Pferde, welche die Nacht hier verbringen würden.
      Matthew und Elisa hatten schon alles für unseren Lagerfeuer- und Grillabend vorbereitet und der wurde eine wirkliche Überraschung für die Teilnehmer, welche sich sichtlich auf die Marshmellows und das Knüppelbrot freuten.
      Gemeinsam verbrachten wir noch einen schönen Abend und so wurden auch neue Kontakte geknüpft. Ich war mir sicher, den ein oder anderen bald wieder zu sehen.
      Am nächsten Morgen waren viele schon früh auf und frühstückten gemeinsam mit uns kurz nach sieben. Die Pferde waren bereits versorgt und bereit für den Heimweg. Einige von den Teilnehmern hatten einen weiten Heimweg, unter anderem auch Maren, welche zurück nach Polen musste.
      Sie war auch die erste, die uns verließ, aber sie grinste uns schon an und meinte nur: „Ich komme bald wieder.“
      Lachend winkten wir ihr hinterher und auch die anderen drei Teilnehmer verschwanden schon bald. Erst fuhren Elena und Julie los und auch Alicia verabschiedete sich, nachdem sie mit Stiffler noch eine kleine Runde gedreht hatte, damit er nicht unter Bewegungsmangel litt. Schnell waren die Zimmer und Boxen wieder leer. Doch für uns kehrte jetzt keine Ruhe ein, im Gegenteil, die nächsten Gäste waren schon im Anmarsch.

      Oktober 2014, by Alicia
      Pflegebericht für alle meine Pferde


      Heute war es soweit, Gisela eine Quarter Pony Stute würde von einem Gestüt aus der Nähe einziehen und Pounts Püppchen meine Araber-Mix Stute würde von ihrer neuen Besitzerin abgeholt werden. Meine Freundin Larissa hatte ihr Gestüt aufgelöst und ich hatte die junge Stute Gisela übernommen, da ich mich bereits in sie verliebt hatte als sie noch ein Fohlen war. Außerdem würde meine Stute Pounts Püppchen den Stall wechseln, zu Icelandgirl, da sie nach einer Weidengefährtin für ihre Stute gesucht hatte.
      Ich hatte heute neben der Abfahrt von Püppchen und der Ankunft von Gisela vor einige meiner Pferde vom Boden und vom Sattel aus zu arbeiten. Nachdem ich fertig angezogen war und gefrühstückt hatte ging ich in den Stall, meine Mitarbeiter waren schon dabei die Boxen und Offenställe zu misten. Ich sagte ihnen, dass ich ihnen eine Liste ans Schwarte Brett hänge, auf der Steht welches Pferd auf die Wiese kommt und ob es eine Decke braucht oder nicht.
      Shakira, Lady Lu, Nandengo, Big John, Vipke und Mister gehen ohne Decke raus!
      Giacomo, Just, Wendy, Girl, Spot, Dafina, Stiffler und Naddel gehen mit einer gefütterten Regendecke raus!
      Als die Boxen und Offenställe sauber waren deckten meine Mitarbeiter die Pferde ein und brachten sie auf die Weiden. Ich machte mich daran die Pferde zu bewegen, ich fing mit Baldintáta an, ich holte sie aus dem Offenstall und band sie im Normalen Stall an. Während ich sie putzte kam Maren, ich sagte ich das sie gerne mit Silfra holen kann und dann gleich mitreiten kann. Sie tats und ich putzte weiter. Als Maren wieder da war half ich ihr schnell beim putzen, dann legten wir unseren Pferden Glocken an den Vorderbeinen an. Dann sattelten wir sie und trensten sie mit einer englisch-kombinierten Biothanetrense mit einfach gebrochener Schenkeltrense. Danach nahm sich jeder von uns eine Gerte, wir setzten unsere Helme auf und gingen in Richtung Ovalbahn. Dort angekommen führten wir erst mal eine Runde, gurteten dann nach und stiegen auf. Wir ritten die beiden im Schritt warm, an den langen Seiten baute ich immer wieder ein Schenkelweichen ein um Táta zu lockern. Anschließend trabte ich Táta an und ritt immer wieder Tempiwechsel, damit sie aufmerksam wird. In der anschließenden Galopparbeit verlängerte ich die Sprünge an der langen Seite und verkürzte sie an der kurzen Seite. Nun war die Töltarbeit an der Reihe, im Tölt ließ ich Táta Tempiwechsel gehen. Zum Ende der Töltarbeit ließ ich die Zügel immer länger werden und töltete am Ende am komplett hingeschmissenen Zügel. Dann parierte ich sie durch und ritt sie trocken. Als Maren auch fertig war ritten wir zusammen zum Offenstall, sattelten die dort ab und nahmen Jeanie und Mina mit. Die beiden bekamen die Sättel auf den Rücken und durften sie bis zur Sattelkammer bringen. Während Maren Jeanie putzte holte ich schnell Tiva und begann ebenfalls zu putzen. Als sie sauber war sattelte ich sie mit ihrem neue angepassten Dressursattel. Ich trenste sie mit ihrer doppelt gebrochenen Schenkeltrense, nahm eine Gerte und setzte meinen Helm auf. Anschließend machte ich mich mit Maren auf zur Reithalle. Nach einer Runde führen gurteten wir nach und stiegen auf. Tiva ritt ich warm indem ich viele große Linien ritt und immer wieder Schenkelweichen auf geraden und gebogenen Linien ritt. Im Trab ließ ich Tiva am langen Zügel vorwärts abwärts auf gebogenen Linien gehen. Danach ließ ich Tiva zwei Runden auf jeder Hand galoppieren und arbeitete im Trab noch etwas an ihrer sicheren Anlehnung und an den Schritt-Trab Übergängen. Dann ritt ich sie am langen Zügel trocken, als sie trocken war ritt ich in den Stall zurück, sattelte sie ab und brachte sie mit einer leichten Decke auf die Wiese. Gerade als ich auf dem Weg zurück in den Stall war kam ein Anhänger auf den Hof gefahren. Icelandgirl stieg aus und ich begrüßte sie. Wir gingen in den Stall und ich übergab Ice Püppchens Halfter. Sie halfterte sie auf und wir verluden sie, ich hängte ihr noch ein Heunetz in den Anhänger. Dann gab Ice mir das Geld und ich ihr den Pass, wir verabschiedeten uns voneinander und schon fuhr sie vom Hof. Ich ging wieder zurück in den Stall, Maren kam auch gerade, ich half ihr beim absatteln von Jeanie und wir brachten sie anschließend in ihren Offenstall. Nun holten wir Mina und Give me everything tonight. Wir putzten sie und anschließend sattelten wir sie gemeinsam. Dann gingen wir in die Halle, Maren übernahm Mina, die heute nur locker nach vorne geritten werden soll, da sie erst aus dem Beritt kam. Give sollte heute auf die M-Lektionen vorbereitet werden, da er demnächst wieder in Beritt ging. Zuerst ritt ich Give in allen Gangarten locker warm, dann nahm ich die Zügel auf und überprüfte ob die L-Lektionen noch sicher sitzen. Der Kurzkehrt war noch etwas unsicher aber der würde in der M-Dressur noch vorkommen sodass diese Lektion dort noch einmal gefestigt wird. Der versammelte Trab und die 10m Volten saßen sehr sicher, ebenso der Mitteltrab und der versammelte Galopp. Im Mittelgalopp hatten wir auch keine Probleme, nur im Außengalopp musste ich Give Ruhe geben, da er immer schneller wurde. Nur beim einfachen Galoppwechsel hatten wir ein paar Probleme. Aber nach etwas üben klappte der Wechsel ohne Tadel. Nun wagte ich mich an die M-Lektionen. Mit dem starken Trab fing ich an. Ich nahm Give auf, vor der diagonalen gab ich ihm eine halbe Parade, machte ihn wach und ließ ihn auf der diagonalen den Trab verstärken, kurz vor der kurzen Seite nahm ich ihn zurück. Auf der nächsten Geraden machte ich es genau so, auch auf den normalen langen Seiten übte ich es und Give reagierte sehr schön. Als diese Lektion im Trab sicher saß probte ich es im Galopp. Auch hier gab ich vor dem Abbiegen eine halbe Parade, machte ihn somit wach und ließ ihn dann durchstarten. Vor Ende der Diagonalen versammelte ich ihn wieder und ließ ihn einen einfachen Wechsel springen. Ich übte es noch ein paar Mal und ging weiter zu den fliegenden Wechseln. Auf der diagonalen bereitete ich ihn durch eine halbe Parade vor und ließ ihn einen Wechsel springen. Give meisterte diese Aufgabe mit Bravour. Ich übte noch ein paar Mal diese Lektion und ließ Give dann erst mal im Schritt entspannen, dabei entdeckte ich das Maren mir zuschaute, ich sagte ihr das sie sich Drafna fertig machen kann für einen kurzen Ausritt zum entspannen. Sie lief sofort los und ich ließ Give noch kurz auf jeder Hand einmal wechseln und ritt dann im Schritt aus der Halle in Richtung Stall. Im Stall angekommen holte ich eine Abschwitzdecke, legte sie Give über und ritt etwas auf und ab während ich auf Maren wartete. Als sie fertig war ritten wir los, Drafna durfte sich erst mal von ihrem Gang-Beritt erholen. Nachdem wir wieder am Stall waren sattelten wir sie ab und ließen sie auf die Wiese, Give bekam eine dünne Decke. Nun waren die Jungpferde an der Reihe ich wollte sie heute laufen lassen. Als erstes waren die Stuten an der Reihe. Wir holten RiverDance, Trú fra Frelsi, SilverBlade, Parányi und Fina. Die fünf durften sich austoben und nach Herzenslust wälzen. Nachdem die Fünf fertig waren brachten wir sie nach kurzem putzen zurück in ihren Offenstall. Anschließend holten wir die Hengste Kangee, Rudsmo Remi, L'ombre de la Mikasi und Burnin' Awake and Lifeless. Auch die vier Hengste durften Toben, spielen und wälzen. Wie die Stuten brachten wir sie nach kurzem putzen zurück. Nun machten wir uns daran die Eingewöhnungsbox für Gisela im Offenstall fertig zu machen. Wir streuten sie dich mit Stroh ein und hängten ein großes Heunetz auf. Gerade als wir fertig waren fuhr ein Hänger auf den Hof. Ich erkannte Monsterflosse und ging sie sofort begrüßen, nach der Begrüßung luden wir Gisela aus und brachten sie in ihre neue Box. Danach übergab ich Monster das Geld und ich bekam vom ihr den Equidenpasswir verabschiedeten uns und ich ging wieder in den Stall. Maren und ich holten anschließend die Pferde wieder rein, deckten sie ab und fütterten sie. Die Stuten im Offenstall bemerkten erst nicht das ein neues Pferd in der Box steht aber als der erste Hunger gestillt war schauten sie sich Gisela neugierig an. Anschließend gingen Maren und ich ins Haus, aßen etwas und setzten uns vor den Fernseher und ließen den Abend ausklingen.

      März 2015, by Alicia
      Pflegebericht für alle meine Pferde


      Heute wollte ich mich um alle meine Pferde kümmern. Zuerst ging ich in den Stall und ließ alle meine Stuten auf die Wiese. Shakira, Baldintáta, Lady Lu, Just like the Wind, Silfrra, Wendy, Gaitanos Little Girl, Hot Spot, ebs Dafina, Jeanie, Mina, Drafna, RiverDance, Trú fra Frelsi, Tiva, Parányi, Fina, Gisela, Nökkvadís und Nienke van de Flierthoeve galoppierten buckelnd davon und spielten auf der Wiese. Die älteren Semester ließen sich davon anstecken und buckelten mit aber nach einer kurzen Zeit fingen sie an zu grasen. Nun ließ ich die Hengste raus, da sich nicht alle zusammen verstanden ließ ich sie in zweier Gruppen auf die Paddocks vorm Stall. Big John und Stiffler kamen zusammen auf einen, ebenfalls Giacomo Casanova und Nandengo, Give me everything tonight und Vipke van de Zandhoven, Kangee und Mikasi, Awake and Lifeless, Rudsmo Remi und River`s Haru. Die Hengste tobten etwas und fingen danach an zu dösen. Anschließend mistete ich mit meinen Angestellten die Ställe und streute sie neu ein. Dann machten wir gemeinsam das Futter fertig und ich longierte Annnie get your Gun etwas damit meine Freundin Verena kein untrainiertes Pferd bekommt. Nachdem sie fertig war brachte ich sie auf die Weide der anderen und beobachtete sie noch etwas. Am Abend holte ich sie alle wieder rein und fütterte die abendliche Heu-Ration.

      Juni 2015, by Alicia
      Wilkommensbericht für Frieda und einfacher Pflegebericht für alle Pferde


      Aufgeregt ging ich aus dem Haus nachdem ich dort alles fertig hatte, denn heute würde ein neues Pferd ankommen. Die junge Freiberger Stute Frieda hatte ich von meiner Freundin Occulta Smith gekauft, sie war mir auf ihrer Homepage aufgefallen und ich hatte gefragt ob sie zufällig zu verkaufen war. Ich hatte Glück, wie war zu verkaufen, Occu und ich wurden uns schnell einig und wenige Tage später durfte ich Frieda in Empfang nehmen. Ein Transport Unternehmen brachte sie mir, ich hatte bereits alles vorbereitet und wartete ungeduldig auf den Transporter. Da das Unternehmen Verspätung hatte holte ich mir meine junge Stute Jeanie, ich putzte sie gründlich über und arbeitete sie dann etwas im Roundpen. Anschließend stellte ich sie auf die Wiese und ging dann mit etwas Litze, Torhaken und Stäben auf die Wiese und zäunte einen großen Paddock für Frieda und Jeanie ab, damit Frieda sich mit Jeanie anfreunden kann und wenn sie in die Herde kommt schon eine Freundin hat. Als das fertig war ging ich nach vorne und wartete auf den Transporter, vorher holte ich aber Jeanie noch ein mal und stellte sie auf den Sandpaddock am Stall damit, wenn Frieda kommt sie sich auf einem relativ neutralen Boden kennen lernen. Endlich kam das Unternehmen, ich half dem Fahrer beim Ausladen, unterschrieb die Papiere und nahm alles an mich. Dann brachte ich Frieda auf den Paddock zu Jeanie und ließ sie sich beschnüffeln. Nach einiger Zeit ließ ich sie alleine und kümmerte mich um meine anderen Pferde. Nun brachte ich meine Stuten nach einander auf die Wiese. Zuerst Lady Lu, Shakira, Baldintáta und Just like the Wind, danach Silfra, Wendy, Gaitano`s Little Girl und Hot Spot, anschließend Dafina, Mina, Drafna und RiverDance. Die nächsten waren: Trú, Páranyi, Tiva, Fina und Nienke. Als alle Stuten draußen waren stellte ich die Hengste auf ihre Koppel am anderen Ende des Hofes. Den Anfang machten: Giacomo Casanova, Big John, Give me everything tonight und Nandengo, ihnen folgten Stiffler, Vipke van de Zandhoeve, Kangee und Remi und die letzten waren L'ombre de la Mikasi, Burnin' Awake and Lifeless, Haru und Spirit of the Age. Danach machte ich kurz Pause und brachte dann Frieda und Jeanie in ihren Wiesenpaddock. Nun wartete ich auf meine Freundin, sie hatte mich gefragt ob wir wieder ein mal ausreiten können und ich hatte ihr zu gesagt, da sich kurz bevor Maren da war eine weitere Freundin ankündigte holte ich schnell noch meine Stute Tiva und stellte sie zusammen mit Gisela und Nökkvadis auf den Putzplatz. Als alle da waren putzten wir die drei, sattelten sie und schon ging es los, ich saß auf Gisela, da ich heute einen entspannten Ausritt machen wollte und nicht auf einem Pferd sitzen wollte auf das ich die ganze Zeit achten muss. Nachdem wir gut drei Stunden im Gelände waren kamen wir glücklich wieder am Hof an, wir sattelten ab und ritten ohne Sattel auf die Weide. Dort nahmen wir ihnen die Trense ab und ließen sie laufen, wir kontrollierten auf allen Wiesen noch das Wasser und stellten Frieda und Jeanie einen Bottich in den Paddock, da ich Frieda aber nicht die erste Nacht draußen lassen wollte holte ich sie und Jeanie rein und stellte sie zusammen in einen Laufstall damit sie sich bewegen können. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit würden auch sie über Nacht auf der Weide bleiben und nur dann auf den Hof kommen wenn sie gebraucht werden. Damit endete mein Arbeitstag und ich viel müde ins Bett.

      Oktober 2015, by Alicia
      Pflegebericht für alle meine Pferde


      Früh morgens stand ich auf, da ich heute zusammen mit meinen Mitarbeitern mich um alle meine Pferde kümmern möchte. Nachdem ich mich fertig gemacht habe gehe ich nach unten und gehe nachdem ich eine Kleinigkeit gegessen habe in den Stall. Im Stall angekommen war ich die erste, ich fing an die Pferde zu füttern, Heu bekommen sie jetzt nicht, denn wenn sie fertig sind kommen sie noch auf die Weide, aber das würde sich bald ändern, denn der Winter kommt unaufhaltlich.
      Als ich fertig gefüttert hatte kam auch schon Sarah, gemeinsam bereitete ich mit ihr das Futter für heute Abend vor, gegen halb acht kam Niklas mit Maren und Meike im Schlepptau, er hatte sie mitgenommen weil sie Ferien hatten und mir helfen wollten. Mit den Hengsten fing ich an, Meike bekam Vipke und John an die Hand, ich übernahm Remi, Mikasi und Haru. Niklas entschied sich für Mister, Schoki, Spirit und Kangee, Maren nahm Nandengo und Stiffer und Sarah nahm Giacomo und Give. Die Pferde die eine Decke brauchen bekamen eine leichte Regendichte Decke auf. Bei den Stuten das gleiche Spiel, diejenigen die empfindlich oder geschoren sind, bekamen eine Decke drauf bevor sie raus kamen. Dieses Mal durfte Maren den Anfang machen sie entschied sich für Lady Lou und Tata, Sarah nahm Dafina und Gisela, Niklas nahm Just, Silfra und Wendy, Meike übernahm Willow und Shakira. Ich nahm Mina, River, Girl und Spot. In der nächsten Runde nahm ich Drafna und Tru, Meike nahm Frieda, Niklas schnappte sich Nökk, Sarah nahm Nienke und Fina und Maren brachte Tiva auf die Weide.
      Nun machten wir uns an die Boxen und Paddocks und den Offenstall der Jung-und Altpferde. M 10 Uhr waren wir fertig mit dem Misten, nun streuten wir die Boxen und Offenställe neu ein und verteilten die Mittagsration Heu. Die Pferde durften bis 12 Uhr draußen bleiben, wir bereiteten in der Zwischenzeit zusammen das Mittagessen zusammen und ebenso das Nachmittagsprogramm vor. Während das Mittagessen vor sich hin kochte holten wir die Pferde rein. Dann aßen wir zu Mittag. Gegen halb zwei gingen wir raus und sprachen nach einmal durch was heute Nachmittag statt findet. Sarah bekam von mir eine Liste welche Pferde sie einsetzen darf, dies hängt nämlich davon ab ob ich selber anwesend bin und selber Unterricht oder Beritt mache. Ich nahm Maren und Meike mit, sie durften sich aus den verbliebenen Pferden welche aussuchen die sie heute im Unterricht und auf dem Ausritt reiten wollten. Meike entschied sich für den Ausritt für Shakira, und für Lady Lou in der Reitstunde da ich ihr gesagt hatte das es besser wäre nicht Vipke zu nehmen. Maren teilte ich für den Ausritt Willow zu, sie war zwar tragend, aber etwas Schwangerschaftsgymnastik schadet nicht. Für die Reitstunde durfte sie Haru nehmen. Ich nahm mir für den Ausritt Mina, da ich nichts riskieren möchte.
      Aber zuerst stand die Reitstunde auf dem Plan:
      Meike und Maren holten sich ihre Pferde und machten sie fertig, Lady Lou bekam von mir ein Paar Ausbinder, Haru ebenfalls aber die würden nur im Notfall zum Einsatz kommen. Nachdem die beiden gesattelt waren führten Maren und Meike die beiden auf den Reitplatz. Als die beiden ihre Pferde einige Runden warmgeführt hatten, half ich ihnen aufzusteigen. Ich ließ sie die beiden warmreiten, hin und wieder gab ich ihnen Aufgaben, nach 20 Minuten durften sie Anfangen am langen Zügel zu traben. Mit Hilfe von vielen Hand und Fuß wechseln wurden die beiden sichtlich locker. Maren tat es selbstständiger aber sie war ja auch älter und hatte mehr Reiterfahrung. Bei Meike schnallte ich die Ausbinder rein als es an die weiterführende Arbeit ging, denn Meike war noch nicht selbstständig dazu in der Lage Lou korrekt an den Zügel zu reiten. Lou merkte man es an wie schwer es ihr fiel korrekt zu gehen, aber das lag daran dass sie lange nicht geritten wurde da meine Jungpferde Routine brauchten. Als sie anfing zu schwitzen sollte Meike eine Schrittpause machen, ich schnallte ihr die Ausbinder raus und sie streckte sich nach unten. Nun widmete ich mich Maren, ich ließ sie Haru mit vielen Handwechseln beschäftigen und gab ihr Tipps wie sie ihn besser lockern kann. Jetzt durfte sie ihn antölten, sie meckerte dass er sehr unbequem war und ich sagte ihr wie sie seinen Tölt verbessern kann. Als wir beiden zufrieden waren hörten wir auf und sie ritten die Pferde trocken. Anschließend brachten sie sie zurück in den Stall.
      Nachdem wir sie weg gebracht hatten machten wir Pause bis Sarah Zeit hatte mit uns auszureiten.
      Gegen vier Uhr war es soweit Sarah hatte eine große Pause und ich holte mit Maren und Meike unsere Pferde, auch Sarahs damit wir schneller los können. Sarah ritt Gisela, wir putzten und sattelten in Rekordzeit, keine halbe Stunde später ritten wir los. In flottem Tempo ritten wir unsere lange Strecke, wir wollten das schöne Wetter ausnutzen. Als wir wieder am Stall angekommen waren sattelten wir sie ab und sie durften wieder in ihre Boxen. Sarah gab noch ein Paar weitere Stunden Unterricht und ich ruhte mich in meinem Haus aus. Abends half ich Sarah noch beim Füttern, Niklas und die Geschwister waren schon lange wieder gefahren.

      März 2016, by AliciaFarina
      Pflegebericht für alle meine Pferde


      Am frühen Vormittag ging ich in den Stall, meine Mitarbeiter hatten bereits alle Boxen gemistet und warteten nun auf mich damit wir besprechen konnten wer alles wann auf welche Weide kommt und welche Pferde gearbeitet werden müssen. Ich teilte die Stuten in zwei Weidegruppen auf die Hengste bildeten eine. Dann gab es noch Pferde die an der Longe gearbeitet werden sollten und welche die im Reitunterricht laufen sollten. Lady Lu, Shakira, Baldintáta, Silfra, Wendy, Gaitano's Little Girl, Trú und ebs Dafina kamen zusammen auf eine Weide. Auf die andere Weide kamen Willow Maiden, Mina, River's Drafna meine kürzlich gekörte Stute, RiverDance, Tiva, Fina und Gisela. An der Longe sollten Paranyi, Nökkvadís, Stiffler und Mikasi gearbeitet werden. Die Pferde die schon rutinierter an der Longe waren durften auch für den Longenunterricht genutzt werden. Giacomo Casanova, Give me everything tonight, Kangee, Rudsmo Remi, River's Haru, Dark Choc' O'Lena, Spirit of the Age und Vipke van de Zandhoeve kamen auf die Hengstweide. Im Reitunterricht sollten Nienke van de Flierthoeve, Frieda, Hot Spot, Just like the Wind, Big John, Nandengo und Mister Blockhead mitgehen. Ich übernahm Paranyi bei der Longenarbeit, die junge Reitpony Stute war erst vor kurzem eingeritten worden und daher wollte ich fürs erste nur mit ihr arbeiten bis sie sicherer ist und dann nach und nach meine Mitarbeiter mit ihr arbeiten lassen. Nachdem ich Paranyi aus ihrer Box geholt hatte band ich sie an und putzte sie über. Da sie noch nicht voll arbeitet war sie nicht geschoren und nur leicht eingedeckt. Ich rüstete sie mit einem Longiergurt, Ausbindern und einem Micklem Multibridle aus. Schließlich schnallte ich die Longe ein und schnappte mir meine lange Peitsche und ging in die Halle. Dort angekommen gurtete ich nach und longierte Para ohne Ausbinder zum aufwärmen heraus. Nachdem ich Para in allen Gangarten auf beiden Händen warm longiert und gelockert hatte schnallte ich ihr die Aubinder lang rein. Ich ließ sie flott vorwärts gehen und baute viele Übergänge ein damit sie an die Aubinder herantritt. Nach einer halben Stunde guter Arbeit schnallte ich ihr die Ausbinder aus und führte sie trocken. Dann zog ich sie aus und stellte sie ins Roundpen damit sie sich wälzen kann. Während sie sich wälzte brachte ich die Sachen weg und kam mit ihrem Halfter, einer Magic Brush und ihrer Decke wieder, schnell putzte ich sie über und legte ihr die Decke auf. Anschließend durfte sie zu der zweiten Stutengruppe auf die Weide.
      Am Nachmittag half ich Sarah beim Unterricht geben und holte im Anschluss die Pferde mit Niklas, Maren und Meike rein. Als alle wieder drin waren und die Reitstundenpferde fertig waren fütterten wir sie und verbrachten den Abend zusammen vor dem Kamin in meinem Wohnzimmer.
    • AliciaFarina
      Mai 2016, by Veija
      Stiffler Galopprennen E - A


      Heute hatte ich mir wieder eine Menge vorgenommen. Ich wollte Chocolate Dream, Western Dancer und Stiffler im Galopprennen von E nach A bringen und Zuckerschock von L auf M steigern. Anfangen wollte ich mit Zuckerschock, die schon fertig gesattelt in der Stallgasse stand. "Wenn ich euch nicht hätte", sagte ich lachend und klopfte Bellamy und Aaron auf den Rücken. "Begleitet mich einer?", fragte ich und Bellamy meldete sich. "Aaron, mach du mir Choco, Western Dancer und Stiffler fertig, okay?", fragte ich ihn und er nickte. Derweil legte Bellamy Zucker ein Steigergebiss ins Maul und nahm die Lederleine in die Hand, um zusammen mit mir zur Rennbahn zu gehen. "Hast du das schon mal gemacht?", fragte ich ihn auf dem Weg und er schüttelte den Kopf. "Wenn wir kurz vor der Bahn sind, nimmst du das Gebiss raus und hälst sie an der Trense fest. Wenn ich 'weg' sag, lässt du los und gehst einen schnellen Schritt zu Seite, sonst rennt sie dich über den Haufen. Dann gehst du zur Startbox und hilfst mir da, oke?" "OK.", antwortete er und nahm kurz vor der Bahn das Gebiss raus, ehe er die Stute an der Trense festhielt. Zucker trippelte immer seitwärts, wenn wir die Bahn betraten, was Bellamy sehr verunsicherte. "Einfach festhalten", munterte ich ihn auf und nahm die Zügel von Zucker kürzer, ehe ich Bellamys Stichwort sagte und er uns losließ und einen riesen Sprung zur Seite machte. Ich lachte kurz, ehe ich mich auf Zucker galoppierte und sie auf die Grasbahn in der Mitte lenkte. Dort galoppierten wir bis zu den Startboxen, wo Bellamy bereits auf uns wartete. Wir hatten eine extra Runde gemacht, weshalb er genug Zeit gehabt hatte, um dort hin zu gehen. Zucker lenkte ich nun also in die geschlossene Box, Bellamy öffnete sie und wir galoppierten unsere Runde. Zucker war eine Stute, die von Natur aus gerne galoppierte, weshalb ich nur ihren Ehrgeiz anstacheln musste, damit sie noch schneller galoppierte, als sie es eh schon konnte.
      Im Ziel angekommn ließ ich sie ausgaloppieren, ehe wir zurück in den Stall ritten und ich sie Octavia in die Hand drückte, damit sie sie trocken führte.
      Dann schnappte ich mir Chocolate Dream, setzte Alexis auf Western Dancer und Aaron auf Stiffler. Zu dritt ging es zur Bahn, bevor wir die Pferde sorgfältig an die Startboxen gewöhnten.
      Am nächsten Tag ritten die drei ihr erstes Rennen, was eher schlecht als recht von statten ging, doch ein paar Tage später waren die Pferde gar nicht wieder zu erkennen. Da freute man sich doch auf die ersten richtigen Rennen!
    • AliciaFarina
      August 2016, by Veija
      Lost my way


      Unruhig hatte ich mich die ganze Nacht in meinem Bett hin und her gedreht, war nicht zum Schlafen gekommen. Nach einem kurzen Blick auf die Uhr fiel ich wieder seufzend zurück in mein Kissen. Wir hatten erst halb vier Uhr morgens, ich konnte also noch knapp zwei Stunden schlafen, ehe wir mit den Vollblütern auf die Rennbahn gehen würden. Da ich jedoch keine Ruhe mehr fand, stand ich jetzt schon auf und stieg unter die Dusche, während ich eines meiner Lieblingslieder mitsummte, während die Musik leise durch mein Badezimmer schallte. 'Time don't stop fading... Living for the weekend... Haven't been practicing, just preaching...Forgot what I believed in...
      I lost my way...', summte ich leise mit, ehe ich eine Weile aussetzte und dann wieder einstieg: 'Woke up, new hometown...Same as the last one was...Hope that I'll be home soon...Can't forget where I came from...'

      Beim letzten Satz, welchen ich mitsang, musste ich dann doch schmunzeln. Das ganze Lied beschrieb meine momentane Situation recht gut: Ich sah in diesem Hof kein Zuhause, keine Zukunft mehr. Es hatte lange gedauert, mir das einzugestehen, aber es war so. Ich würde nicht mehr lange auf dieser Ranch hier bleiben.
      Beim Anziehen und Haare föhnen sang ich weiter mit. Für andere Leute unverständlich, hörte ich ein Lied, was ich gerade gerne mochte, in Dauerschleife. 'I put the wrong things first, fuck it...At my worst, they're in my ways...But they're my mistakes...I was my only weakness...So medicate the treatment...I put the wrong things first, fuck it...At my worst, they're in my ways...But they're my mistakes...I was my only weakness...', kaum war ich fertig mit anziehen und Haare föhnen, stoppte ich die Musik und band mir noch schnell einen tiefen Zopf, damit der Helm nachher passte, bevor ich leise durchs Haus und die Treppe herunterging, um in der Küche etwas zu essen. Ich schaute auf die Uhr, halb Fünf. Ich schnappte mir einen Apfel und ging dann in den Stall, wo ich auf die Trainingsliste schaute. Abby, Drag me to Hell, Golden Ebano, Sacramento und Supernova standen momentan nicht im Training, weshalb ich mich jetzt nicht mit den fünf aufhalten musste. Wer allerdings sehr wohl trainiert werden musste war: Zuckerschock, Priamos Ruffia Kincsem, Stiffler, Firewalker und Shiryō. Ich machte ein Kreuz hinter Prias Namen und ging zu ihrer Box. Dort musste ich sie wecken, was sie wohl nicht so sonderlich begeisterte. Doch so langsam ging die Sonne auf und man stolperte nicht mehr halb blind durch die Gegend. Nachdem ich die Stute von ihrer Decke befreit und geputzt hatte, legte ich eine Decke und einen Rennsattel auf ihren Rücken, ehe ich ihr noch an die vorderen Beine Bandagen legte, bevor ich das Halfter gegen eine Trense tauschte. Schnell schnappte ich mir meinen Helm, ehe wir die Halle verließen. Fast alle Pferde schliefen noch, sie waren es gewohnt, dass wir zu allen möglichen Uhrzeiten, Pferde aus dem Stall holten. Sie kamen eigentlich immer wieder zurück, weshalb sich die restlichen Tiere nicht mehr großartig daran störten.
      Zusammen mit Pria ging ich dann zur Rennbahn, gurtete nochmal nach und stieg dann mithilfe des Zauns der Rennbahn auf. Pria war noch immer etwas müde, was ich gut daran merkte, dass sie nicht total aufdrehte und nur noch ans Rennen dachte. Ich konnte sie sogar dazu bringen, eine Runde im Schritt zu gehen, ehe ich sie langsam angaloppierte und sie zunächst stark zurück hielt, ehe ich zur Startbox ritt und mich daneben stellte. Den Schatten, der sich heimlich anschlich, bemerkte ich vorerst nicht, denn meine Konzentration galt alleine meiner Stute Pria. "Gleich, gleich kannst du rennen, Mäuschen", sagte ich und versuchte sie dazu zu bringen, kurz stehen zu bleiben. Sofort als sie stand gab ich Küsschen und wir preschten im Galopp nach vorne. Die erste Kurve war geschafft und jetzt kam die lange Gerade, bei der Pria schon ein wenig müde wurde. Sie stand einfach im Moment nicht voll im Training und schnaufte stark. Ich würde sie deshalb noch bis zur nächsten Kurve voll antreiben, bevor ich sie zurücknehmen und ausgaloppieren lassen würde, mehr Strecke schaffte die Stute heute nicht. Ich zog also vor der Kurve nochmal an, ehe ich sie langsam zurücknahm und sie ruhig ausgaloppierte, ehe sie unvermittelt stoppte und vorne nervös in die Luft ging. Geschockt krallte ich mich in der Mähne fest. "Pria, runter!", fluchte ich, ehe ich eine ruhige Männerstimme vernahm. "Pria, heeeey, alles gut, ich bins, Bellamy!", sagte Bellamy, dessen Schatten ich schemenhaft erkannte und der langsam auf uns zukam. "Bellamy! Gott, einen Schritt schneller, damit sie dich sieht!", fluchte ich schon fast und drehte Pria in kleinen Kreisen um sich selbst, damit sie mir nicht wieder stieg. "Was machst du hier?", fragte ich dann etwas freundlicher, nachdem er bei uns angekommen war und Pria sich beruhigt hatte. "Die gleiche Frage könnte ich dir auch stellen, meinst du nicht?", sagte er und ich schmunzelte, ehe ich abstieg. "Komm, wir gehen ein Stück, sie darf jetzt auf keinen Fall stehen, sonst erkältet sie sich.", sagte ich und nahm Prias Zügel, bevor wir Runde um Runde auf der Rennbahn drehten, damit Prias Fell trocknen konnte. "Ich konnte nicht schlafen... hab es nicht länger mit Murphy auf einem Zimmer aufgehalten.", erklärte er mir dann. "Warum bist du schon wach?", fragte er mich dann und lächelte mich kurz mitfühlend an. "Ich überlege, die Ranch zu verkaufen.", kam es dann aus meinem Mund, bevor ich zu ihm rüber schaute und in sein geschocktes Gesicht sah. "Und.. was passiert dann mit uns? Müssen wir zurück ins Gefängnis?", fragte er mich traurig und seufzte. "Nein, nein auf keinen Fall, Bellamy. Mach dir darüber bitte keine Sorgen.", erklärte ich ihm und legte ihm eine Hand auf die Schulter, ehe ich anhielt und ihm in die Augen sah. "Egal was passiert, ihr vier bleibt bei mir auf der Ranch, versprochen.", erklärte ich ihm und er nickte, auch wenn er ziemlich geknickt wirkte. "Und.. wenn ich fragen darf, warum willst du die Ranch verkaufen? Was passiert mit den Pferden? Und den anderen Mitarbeitern?", quetschte er mich dann neugierig aus. "Die Mitarbeiter, sofern sie bleiben wollen, werden alle mit auf eine neue Ranch wechseln. Die Pferde kommen vermutlich alle mit, einzelne werden vorher noch verkauft denke ich. Das wird echt wahnsinnig viel Arbeit, alle Pferde in Hänger zu verladen.", sagte ich dann und blieb bei meinem letzten Satz geschockt stehen. "Gott, weißt du wie viele Pferde wir haben?! Die alle zu verladen.. Himmel...", fluchte ich und schlug mir mit der Hand an den Kopf. Bellamy lachte nur. "Tja, das wird viel Arbeit.", meinte er schulterzuckend. "Und warum genau willst du die Ranch verkaufen?", fragte er mich nochmal. "Ich fühle mich einfach nicht mehr zuhause hier, verstehst du? Ich habe mir hier alles aufgebaut, was ich je haben wollte, aber das reicht mir nicht. Vielleicht ist es ein riesen Fehler, das alles hier zu verkaufen, aber ich kann die Ranch nicht mehr sehen, ich hab sie satt.", sagte ich und schüttete ihm wahrhaftig mein Herz aus. Ob er verstehen würde, wie es mir ging, war eine andere Sache. "Warum fühlst du so?", fragte er mich dann ruhig. Diese Seite kannte ich gar nicht von Bellamy, er konnte besser zuhören als manch andere 'Freunde' von mir. "Ich denke, ich habe mich einfach satt gesehen an der Ranch, sie bietet mir hier nichts mehr.. und ich vermisse meine Heimat. Hier auf der Ranch hab ich gar nichts, was mich an Zuhause erinnert.", erklärte ich ihm. "Das wäre?", fragte er und ich blieb wieder stehen. "Ich... ich weiß es nicht...", stotterte ich und überlegte. "Ich weiß es... echt nicht.", seufzte ich und schaute kurz zum Himmel, an dem die letzten Sterne verschwanden. "Vielleicht ist es dann doch besser, nicht wegzugehen und hier zu bleiben?", fragte er dann lächelnd doch ich schüttelte den Kopf. "Nein, das hier ist nicht mehr das, was ich immer wollte. Ich fühle mich hier nicht mehr wohl. Besser ich verkaufe jetzt alles, als mich ewig schlecht zu fühlen.", erklärte ich und ging mit ihm langsam wieder auf den Stall zu. "Aber sag keinem was, ich möchte darüber in Ruhe nachdenken.", sagte ich noch und gab ihm einen kurzen Kuss auf die Wange. "Kein Thema.", sagte er lächelnd und drückte mich kurz, ehe er seiner Arbeit nachging, denn es mussten noch vier Vollblüter trainiert werden. Ich blockte alle Versuche der anderen ab, mit mir zu reden, und machte Pria in aller Ruhe für die Box fertig, ehe ich aus dem Stall heraus und ins Haus hinein ging, wo ich mich jedoch nicht lange aufhielt. Schnell fand ich mich wieder im Stall ein. Wo auch sonst, außer vor Gipsys Box. Alexis lief mir gerade über den Weg, als ich ihn aus der Box holte. "Ey Alexis, ich esse nachher nicht mit. Ich reite aus." "So früh?" "Ja.", sagte ich kurz angebunden und machte mir meinen Wallach fertig, ehe ich mit ihm vom Hof ritt. Auch Svejn ließ ich links liegen, was mir im Nachhinein leid tat, aber ich musste einfach runter von der Ranch und den Kopf frei kriegen, was mir jedoch nicht wirklich gelang. Gipsy hatte schon so viele Umzüge mitgemacht, er war mit Lou und mir in Finnland gewesen, er war mit mir in der Türkei gewesen, in Irland und jetzt schließlich hier in Kanada. Hatte ich eigentlich ein richtiges Zuhause? In Deutschland war ich schon ewig nicht mehr gewesen, die komplette Kultur war mir fremd geworden, schreckte mich regelrecht ab. Konnte ich mein Zuhause nicht in den Pferden finden? Konnten sie mir keine Sicherheit geben, ein Gefühl des Vertrauens, der Heimat, des Wohlfühlens? Waren die Pferde überhaupt noch das, was ich in meinem Leben machen wollte?
      So viele Fragen... Keine davon konnte mir mein Wallach beantworten, keine Frage würde das Tier verstehen. Aufmerksam zuckten seine kleinen Ohren hin und her, verfolgten jedes Geräusch, blieben dennoch immer auf mich gerichtet. Ich hatte schon so viel mit diesem Pferd erreicht, wenn man bedachte, wie er war, als ich ihn bekommen hatte. Vielleicht fand ich ja einfach in diesem Pferd mein Zuhause. Hieß das, dass ich alle anderen Pferde verkaufen sollte? Nein, ganz bestimmt nicht. Die Pferde waren das, was ich in meinem Leben machen wollte, lediglich der Ort passte nicht mehr.
      Es stand also fest: die Gips Reminder Ranch würde umziehen.
      Nachdem ich diesen Entschluss gefasst hatte, ritt ich zurück zur Ranch und machte Gipsy fertig für die Koppel. Gerade als ich ihn dort hin gestellt hatte, fing es an zu regnen. Es hörte so plötzlich wieder auf, wie es angefangen hatte, ich hatte es gerade noch in den Stall geschafft, um das Halfter weg zu hängen, da schien die Sonne schon wieder und ein Regenbogen erstreckte sich über die Ranch. Ich biss mir leicht auf die Lippe, stellte mich in die Sonne, streckte die Arme aus und drehte mich einfach lachend im Kreis. Vielleicht musste ich einfach wieder lernen, die kleinen Dinge im Leben lieben zu lernen?

      September 2016, by Veija
      One Mile


      Bellamy
      “Habt ihr schon gehört, Verena fährt jetzt voll auf Vollblüter ab und will sich zwei neue kaufen, zu den paar, die sie schon hat.”, sagte ich zu Murphy und meiner Schwester Octavia. Letzterer sah man an, dass sie sich riesig darüber freute. “Und wo will sie die herbekommen?”, fragte sie mich. “Sie hat was von Auktionsrennen gesagt, Drama Queen und Turf Runner heißen die beiden, starten in Calgary am Samstag in Rennen 3 und 5. Kommen beide von einer so genannten Davis Farm.”, erklärte ich ihnen und schwieg dann kurz, als Svejn den Stall betrat. Naja, eher berollte, denn er saß noch immer ab und zu in seinem elektrischen Rollstuhl. “Worüber habt ihr geredet?”, fragte er mich und ich lächelte kurz. Ich wusste, dass er im Moment nicht ganz so gut auf mich zu sprechen war, weshalb ich ihm einfach die Wahrheit erzählte. “Hab mitbekommen, dass Verena sich zwei neue Vollblüter anschaffen will, Turf Runner und Drama Queen heißen die beiden. Laufen am Samstag in Calgary in einem Verkaufsrennen.”, erklärte ich ihm. “Noch mehr Pferde?”, sagte er und rollte mit den Augen. “Ja, aber sie will ja auch fast 40 Pferde verkaufen.” “Auch Vollblüter?” “Nein.” “Hm.” Gespräch beendet, Svejn rollte davon. Oh je, da war wohl jemand schon wieder sauer oder enttäuscht, dass er nicht von allem was hier abging wusste. Ich machte mir jedoch nichts weiter draus, denn ich hatte Pferde zu versorgen. In den letzten Wochen hatte ich ein paar neue Schützlinge zugeteilt bekommen, darunter zum Beispiel Wildfire. Der Hengst war nun 3 jährig und sollte eingeritten werden. Eigentlich wurden die Vollblüter ja schon mit zwei geritten, aber unsere Chefin hatte so viel mit den Westernpferden zu tun gehabt, dass für die Vollblüter weniger Zeit da gewesen war, obwohl die Tiere eigentlich mehr Zeit benötigten, als die Westernpferde. So kam es, dass ich die Box eines völlig verzogenen dreijährigen mistete, der sich nichtmal ordentlich führen ließ. “Du bist ein dummer Sturkopf Wildfire, damit du das weißt!”, fluchte ich und zog ihn unsanft hinter mit her. Mittlerweile wurde er mit Kette über der Nase geführt, da er immer hengstiger wurde. Früher, so hatte Verena mir erzählt, wäre an sowas nicht zu denken gewesen. Aber heute… heute war alles anders.
      Der letzte Satz ließ mich schmunzeln. Was hätte ich nur gemacht, wenn ich nicht auf diese Ranch gekommen wäre? Vermutlich nicht viel. Ich hätte meine Strafe im Gefängnis abgesessen und würde nun wieder klauen, aber die Pferde veränderten mich. Doch nicht nur mich, auch Octavia, Finn und Murphy kamen mir verändert vor, sogar reifer. Doch um nicht vom sturen Esel abzulenken: welcher sich mehr als doof anstellte, neben mir her zu gehen. Ich sollte beim Einreiten helfen. Zwar hatte ich schon ein paar Reitstunden auf Thjalfe hinter mir, doch ein Vollblut zu reiten war da eine ganz andere Sache.
      Endlich hatten wir die Koppel erreicht und ich konnte den Gummiball hüpfen lassen. Er nahm mich beim Wort und machte einen riesen Buckler, ehe er im gestreckten Galopp vor mir flüchtete. Gott sei Dank hatte ich daran gedacht, ihm Gamaschen und Sprungglocken anzuziehen, sonst hätte Verena mich vermutlich einmal in der Mitte durchgeschnitten, sollte sich der Hengst durch meine Dummheit verletzt haben. Genau wusste ich nicht, warum sie so an dem Pferd hing, doch es war so und niemand konnte etwas daran ändern.
      Etwas genervt ging ich also zurück zu Wildfires Box und fing an diese zu misten und neu zu streuen. Seit neustem benutzte Verena kein Stoh mehr, sondern Pellets. Ich war kein großer Fan davon, aber was man nicht alles tat, wenn man nur ein Angestellter ohne richtige eigene Meinung war. Nachdem ich also den Sack Pellets ausgeschüttet hatte, füllte ich Wildfires Heunetz auf, gab ihm ein wenig Kraftfutter in seinen Trog und schaute, ob mit dem Tränkbecken alles in Ordnung war. Als alles ok war wandte ich mich dem nächsten Pferd zu, welches im Gegensatz zu Wildfire ein wahrer Schatz war. Chocolate Dream hieß der Achal Tekkiner Hengst, der mir sehr ans Herz gewachsen war. Laut Verena hatte er einmal die Gips Reminder Ranch verlassen, war jedoch nach circa einem Jahr wieder hier gelandet und würde die Ranch nie wieder verlassen- mir war das recht, der Hengst war einfach einsame spitze. “Hallo Schokobär.”, begrüßte ich den Hengst lächelnd und strich ihm über den Kopf. Choco senkte Besagten und ließ sich durch den Schopf wuscheln. Ich zog ihm ebenfalls Gamaschen an, ehe ich ihn raus auf die Koppel brachte. Er machte nicht so einen Zirkus wie Wildfire, wusste sich wirklich an der Hand zu benehmen, was mich freute. Ich hatte nicht so viel Erfahrung mit Pferden, als dass ich ein herumtänzelndes, beklopptes Pferd führen konnte, ohne selbst über den Haufen gerannt zu werden.
      Als Choco auf der Koppel war schnappte ich mir noch Nyanda und Scoubidou, deren Besitzerin sich nicht mehr blicken ließ. Schon eine ganze Weile standen die beiden bei uns, wobei Nyanda wirklich talentiert im Rennsport war, Scoubidou dagegen war einfach ein wenig verhaltensgestört, er stand eigentlich einfach nur rum, obwohl er ein sehr hübscher Hengst war. Nachdem die beiden dann auch auf der Koppel waren machte ich mich daran die Boxen zu misten. Zu erst die von Choco, wobei ich seine Box nur abänpfeln musste, weil er erst vor zwei Tagen neue Pellets bekommen hatte. Das Heubetz füllte ich auf, Kraftfutter gab es in einen Eimer und dann war ich auch schon fertig mit seiner Box. Es folgte noch die Box von Nyanda und dann war ich auch schon fertig. Scoubidou stand immer auf einem Paddock, er hasste die Box. Was würde das wohl werden, wenn er erst mal in eine Startbox rein müsste?

      Octavia
      Etwas wehleidig hatte ich die Unterhaltung zwischen Bellamy und Svejn beobachtet, jedoch konnte ich nichts daran ändern, weshalb ich meiner Wege ging und freudig im Stall umher huschte. Verena hatte mir die Verantwortung über Priamos Ruffia Kincsem, Firewalker, Stiffler und Zuckerschock übertragen, über die ich mehr als froh war. Die vier waren einfach klasse Pferde, mit denen man super arbeiten konnte.
      Heute Morgen waren sie nicht auf der Rennbahn gewesen, da die Vollblüter heute Pause hatten und dementsprechend früh auf die Koppel kommen konnten. So schnappte ich mir Pria, legte ihr Gamaschen und Sprungglocken an und ließ sie noch in der Box stehen, bis ich Zucker fertig hatte. Auch ihr legte ich Bein- & Hufschutz an, ehe ich mit den beiden raus auf die Koppel ging. Auch Stiffler und Firewalker hatte ich fertig gemacht und raus gebracht, ehe ich anfing die vier Boxen zu misten, die Heunetze zu füllen, das Kraftfutter zu verteilen und nach dem Wasser zu schauen. Als das geschafft war machte ich eine kleine Pause, in dem ich mich auf den Zaun setzte und zu den grasenden Pferden rüber schaute. Shiryo und Daryl gone Mad standen beide noch im Stall, obwohl Verena sich darum kümmern wollte. Ich ließ die beiden Pferde aber auch stehen, denn das letzte was ich wollte, war Streit mit Verena darüber, ob sie nun die Pferde raus stellte oder ein Mitarbeiter.

      Caleb
      Murrend machte ich mich auf den Weg in den Vollblütertrakt. Eigentlich zog mich gar nichts zu diesen Pferden hier, aber Verena hatte mich abdegradiert, dass ich doch bitte Shiryo und Daryl gone Mad auf die Koppel stellen sollte. Ausgerechnet letzteren konnte ich absolut nicht leiden, denn Redneck war einfach ein nerviges Pferd, bei dem ich noch immer nicht verstehen konnte, warum Verena ihn gekauft hatte. Doch das war nicht mein Problem, ich kümmerte mich um die Westernpferde und ließ die Vollblüter Vollblüter sein- naja, bis auf heute. Ich schnappte mir zu erst die Stute Shiryo, die von allen nur Shio genannt wurde und legte ihr Gamaschen an, ehe ich sie auf die Koppel brachte. Dann schnappte ich mir Daryl, was leichter gesagt, als getan war. Der Hengst hasste mich abgrundtief und zog dauernd seine Beine weg. Nicht nur einmal ermahnte ich ihn mit meiner Stimme und klatschte ihm dann eine, bis ich die Beinschoner drauf hatte und das nervige Bündel über die Koppel fegte. Zurück im Stall traf ich auf Octavia. “Wo ist Verena eigentlich?”, fragte sie mich, als ob ich auf alles eine Antwort wüsste. “Keine Ahnung.”, damit war das Gespräch beendet und ich kümmerte mich darum, die Boxen aus zu misten, ehe ich die Heunetze auffüllte und das Kraftfutter verteilte.
      Als ich dann wieder ins Haus gehen wollte, sah ich Bellamy und Wildfire im Round Pen- Bellamy schien ziemlich verzweifelt zu sein, weshalb ich zu ihm rüber ging und ihm helfen wollte. “Wo liegt das Problem?”, fragte ich ausgesprochen freundlich und bekam auch ein knappes Lächeln geschenkt. “Der kommt dauernd nach innen und will mich über den Haufen rennen…”, erklärte er mir. “Halt die Peitsche an seine Schulter, wenn er nach innen kommt wackel damit und sonst berühr ihn, bis er wieder nach außen geht. Wenn das noch immer nichts hilft, schlag zu.”, sagte ich schulterzuckend und sah ihm eine Weile zu. Bellamy lernte schnell, das musste man ihm lassen. Es dauerte nicht lange, da lief Wildfire in schönen großen Kreisen um Bellamy herum. “Wenn du die Seite wechseln willst, halt ihn an, stell dich vor ihn, tausch die Hand, in der du die Peitsche hast und schnalz. Normalerweise weicht er dann deinem Druck und geht in die andere Richtung.”; erklärte ich ihm und schaute ihm zu. Als alles klappte machte ich mich auf den Weg ins Haus, jedoch nicht, ohne Bellamy vorher noch einen Rat zu geben. “Lass ihn nicht zu lange laufen, geht auf die Gelenke. Nehm ihn lieber an die Hand und geh ein Stück spazieren, aber verlass den Hof nicht, der kann dir schnell abhauen.”, sagte ich lachend und verschwand dann wirklich im Haus, wo ich auf Verena traf.
      “Ich dachte du hast zu tun?” “Hab ich auch, gleich kommt Semetti mit Raised from Hell und Wolfs Bane. Face Down und Cup Cake kommen auch gleich noch.” “Und die hast du alle gekauft?”, fragte ich sie mit hochgezogenen Augenbrauen. “Himmel, nein. Raised from Hell habe ich zurück gekauft, der Rest kommt nur zum Training. Zwei Pferde einreiten, eins in Distanz trainieren. Bei dem einen Pferd kannst du mir beim Einreiten helfen. Cup Cake ist eine Paint x Appaloosastute, die wir Western einreiten sollen. Am besten bis Samstag.”, sagte sie und sah mich an. Ich schüttelte nur den Kopf. “Wir haben heute Sonntag, das ist nicht viel Zeit.” “Du schaffst das.”, lachte sie und ging ihrer Wege. Ich schaute kurz auf mein Handy und trug mir das Pferd ein. Noch mehr Arbeit.

      Verena
      Es dauerte nicht lange, da fuhr Smetti auf den Hof. Viel hatten wir nicht zu reden, denn er war ja auch zum arbeiten hier und nicht zum quatschen. Wolfs Bane luden wir zusammen aus, um Raised from Hell kümmerte ich mich alleine. Die Stute kam wieder auf die große Koppel und wurde sofort von den anderen Pferden empfangen- Pferde vergaßen nicht.
      Nach einer Weile kamen dann auch Cup Cake und Face Down, welche ich auch in den Stall stellte und dem Fahrer ein Trinkgeld gab, ehe ich Elena anrief und ihr sagte, dass ihre Pferde wohlbehalten angekommen waren. Dann fing ich auch schon mit dem Training an. Face Down wurde geputzt und gesattelt und ich ging für gute zwei Stunden ins Gelände, um ihre Kondition zu testen. Die war ganz ordentlich, so dass wir auf dem Rückweg fast nur trabten oder galoppierten. Wieder am Hof angekommen stellte ich sie wieder in die Box und schnappte mir Wolfs Bane, die ich ein wenig longierte. Sie kannte das schon alles, weshalb ich sofort mit dem Sattel anfangen konnte. Ich zeigte ihr die Satteldecke und legte sie auf ihren Rücken. Das machte ihr gar nichts aus, weshalb sofort der Sattel folgte. Ich zeigte ihn ihr, legte ihn dann auf den Rücken und machte vorsichtig den Sattelgurt zu. Die Steigbügel hatte ich hoch gemacht, so dass sie nicht an ihren Bauch schlagen konnten. Dann schickte ich sie wieder von mir weg. Nach ein paar Bucklern war das jedoch auch getan- sie gewöhnte sich wirklich schnell daran, so dass ich ihn heute schon ein Loch enger schnallte. Sofort plusterte sie sich auf, doch nach ein paar Runden an der Longe gab sich das. Dann machte ich auch schon Schluss für heute und ging zu Bellamy, der das selbe mit Wildfire versuchte. Nicht nur einmal flog der Sattel durch die Luft. “Ich wüsste mal gerne, was er hat. Tierarzt war letztens erst da, im Rücken hat er nichts. Ich kann mir aber nicht leisten, ihn nochmal auf die Koppel zu stellen- so schwer es mir fällt, entweder das klappt bald, oder er muss weg.”, sagte ich und schaute in das geschockte Gesicht von Bellamy. So kannte er mich gar nicht. Ich zuckte nur mit den Schultern und ging dann ins Haus, von wo aus ich ihn ein wenig weiter beobachten konnte. Er schlug sich gut und wollte einfach nicht aufgeben. Sowas liebte ich ja, Kampfgeist.
      Am nächsten Morgen war ich schon früh auf den Beinen, weil ich nicht nur Caleb beim Einreiten von Cup Cake helfen, sondern auch meine Pferde trainieren wollte. Caleb war noch früher auf den Beinen als ich und hatte es sogar schon geschafft, einen Sattel auf die Stute zu legen. Westernpferde waren da meistens viel robuster als englische Pferde, vielleicht weil sie manchmal viel zu grob angepackt wurden, so dass sie einfach schon im jungen Alter abgestumpft waren. Kurz seufzte ich. “Du scheinst ja keine Hilfe zu brauchen, machst du das Selbe wie hier nachher auch mit Wolf’s Bane, nur in Englischmontur? Dann geh ich ins Gelände..” “Wird gemacht, Chef.”, sagte er ausnahmsweise sehr hilfsbereit, ehe ich in den Stall ging und mir Face Down schnappte. Face Down war wirklich eines meiner Lieblingspferde von Friese, sollte sie die Stute jemals verkaufen, konnte sie sich sicher sein, dass ich alles dafür tun würde, sie auf meine Ranch zu nehmen.
      Nachdem ich sie also geputzt und gesattelt hatte gingen wir ins Gelände, wo wir heute ein wenig schneller unterwegs waren als gestern. Ich trieb die Stute zu langen Trabstrecken an, was auch für mich sehr anstrengend war, doch wenn wir immer wieder galoppierten, war das schon okay. Ich würde Face Down auch jetzt schon als fertig abstempeln, lediglich ein paar kürzere, aber schnellere Distanzen wollte ich noch mit ihr gehen, bevor sie wieder abgeholt werden würde.
      Wieder auf der Ranch angekommen war Caleb gerade dabei, mit Wolfs Bane Aufsteigübungen zu machen. “Ich bin begeistert, das Pferd hier lernt so unglaublich schnell!”, sagte er und ich lächelte. Das hörte man doch gerne! Schon am zweiten Tag saß Caleb auf dem Pferd- er war gerade komplett aufgestiegen, und wurde nicht abgeworfen. Er ritt ein paar Runden im Kreis und stieg dann wieder ab.
      In den nächsten Tagen ritt ich jeden Tag mit Face Down aus, beließ es bei der gleichen Strecke, legte sie aber immer flotter zurück. Talentiert war die Stute, das musste man ihr lassen.
      Auch Cup Cake konnte Caleb immer besser reiten und lenken. Wolfs Bane machte auch riesige Fortschritte, so dass alle Pferde schon am Freitag wieder abgeholt werden konnten. Wir verabschiedeten Smetti ganz herzlich und wünschten ihm eine gute Heimfahrt- ebenfalls wünschten wir ihm viel Glück mit seinem neuen Pferd! Sympathy for the Devil hatte auf jeden Fall ein gutes Zuhause gefunden, was mich ungmein freute.
      Nun war der Tag des Auktionsrennens gekommen.
      “Na macht schon.”, drängte ich meine Mitarbeiter und schob sie voran- naja nur verbal. “Rennen 3 und 5 Leute, ich will mir Drama Baby und Turf Runner vorher noch ansehen!”, fluchte ich und hüpfte von einem auf das andere Bein. Es wurde gerade das zweite Rennen ausgerufen, so dass ich mich beeilen musste, um auf die beiden Pferde, die ich kaufen wollte, zu bieten. Auf beide Pferde setzte ich je 9.000 Dollar, mit der Hoffnung, dass das reichen würde, denn ich wollte sie beide unbedingt haben. Dann startete auch schon Rennen 3!
      “Los schnell, vorne an die Bande zu den Bildschirmen!”, sagte ich etwas lauter, ehe wir uns an die Rail, wie man es so schön sagte, vor quetschten. Kris Furillo würde Drama Baby in Rennen 3 und auch Turf Runner in Rennen 5 reiten, also konnten wir gespannt sein.
      Die Boxen öffneten sich und die Pferde schossen nach vorne! Schon nach ein paar Metern zeigte sich, was für ein riesen Potenzial Drama Baby hatte! Sie setzte sich sofort von den anderen ab und gewann die Spitze für sich! Zwar war das hier ein Verkaufsrennen, die Pferde waren alle nicht so sonderlich gut, aber Drama schien doch das gewisse etwas zu einem Rennpferd zu haben, denn sie schoss mit 140 sec. als erste ins Ziel! “Wow, habt ihr das gesehen?! Wie genial ist sie bitte!”, sagte ich und quetschte mich dann durch die Menge, um zum Wettbüro zu gehen und zu erfahren, wer die Stute bekommen würde. Tatsächlich waren wir die glücklichen “Gewinner” und konnten unser Pferd Nummer 1 verladen. Etwas wehmütig schaute Dramas Jockey ihr hinterher, verzog sich dann aber sogleich wieder. “Ist gut Mädchen, ganz brav”, beruhigte ich sie und lud sie zusammen mit Caleb ein, ehe wir uns Turf Runner im Showring ansahen. “Auch ein tolles Tier, findest du nicht?”, fragte ich Caleb und er nickte. Dann gingen wir zur Bahn und gesellten uns zu Svejn, Bellamy und Octavia- der Rest war auf der Ranch geblieben, denn dort mussten auch Pferde versorgt werden.
      Die Startboxen flogen für das fünfte Rennen auf, Turf Runner kam gar nicht gut weg. “Oh man, lauf doch!”, fluchte ich beinahe und man konnte sehen, wie er mit jedem Galoppsrpung aufholte! Auch er flog als erster ins Ziel, mit einer Zeit von 150 sec.! 10 sec. langsamer als Drama Baby, aber die Pferde waren ja auch erst 3 Jahre alt.
      Voller Erwartung lief ich zum Wettbüro und wartete mit den anderen Interessenten darauf, dass verkündet wurde, wer das Pferd ersteigert hatte. “Verena O’Connor, Gips Reminder Ranch”, tönte es dann durch den Lautsprecher und ich klatschte mir einmal in die Hände, denn unser Tag hier in Calgary war ein voller Erfolg gewesen! Ich übergab das Geld und ging dann zu den Ställen, um mein Eigentum abzuholen, ehe mich Kris Furillo abfing, die Jockette von Drama Baby und Turf Runner. “Hallo, ich bin Kris Furillo. Ich weiß, dass sowas nicht wirklich angebracht ist, aber ich hänge wirklich sehr an Drama Baby und auch an Turf Runner und würde ihnen anbieten, die beiden umsonst für sie zu trainieren- hauptsache ich kann in ihrer Nähe bleiben.”, sagte sie und schluckte dann, ehe sie bestohlen von dem einen auf den anderen Fuß trat. “Wie viele Rennen haben sie denn schon gewonnen?” “Mit diesen beiden hier sind es 51, ich bin also ein richtiger Jockey.”, erklärte sie mir. “Und dann wollen sie umsonst reiten?” “Ja, die beiden Pferde bedeuten mir sehr viel.”, erklärte sie dann. “Da haben sie aber Glück, dass ich solche Mensch- Pferdbeziehungen schätze. Sie dürfen bei mir arbeiten, vorher möchte ich sie aber noch reiten sehen. Dann können wir gerne über eine Bezahlung sprechen- umsonst muss niemand für mich arbeiten.”, erklärte ich ihr und sie sah mich verdattert an. “Ich.. wow.. Ich muss gleich noch das 9. und 11. Rennen reiten, dann gehöre ich ganz ihnen.” “Verena. Sag bitte Verena zu mir.”, meinte ich lächelnd und schüttelte ihr die Hand, ehe ich mir Turf Runner holen ging und zusammen mit meinen Angestellten in den Trailer stellte. “Ich habe eben nicht nur zwei Pferde gekauft, sondern noch gratis einen Jockey dazu bekommen.”, verkündete ich die Neuigkeit und sah in verdutzte Gesichter. “Die Jockette der beiden Pferde, die hier im Trailer stehen will kostenlos für mich arbeiten, hängt wohl sehr an den Pferden. Fahrt die Pferde schon mal heim, ich komme schon irgendwie nach Hause.”, erklärte ich ihnen, winkte zum Abschied und setzte mich dann auf die Tribüne. Auch Rennen 9 und 11 gewann Kris, wenn auch nur knapp. Talent hatte sie schon, das musste man ihr lassen.
      Nach ihren Rennen ging ich zu den Boxen, um mich ein wenig mit ihr zu unterhalten. Wir redeten eine ganze Weile und vereinbarten dann, dass sie am nächsten Morgen zu uns kommen und vorreiten würde.
      So kam es dann auch, dass sie am nächsten Morgen schon recht früh bei uns ankam. Ich hatte gerade die Boxen von Drag me to Hell, Supernova, Sacramento XX, Golden Ebano und Nyanda fertig gemacht und die Pferde auf die Koppel gebracht.
      “Guten Morgen Kris”, sagte ich freundlich und schaute lächelnd zu ihr. “Eigentlich hatte ich ja gedacht, dass du Turf Runner oder Drama Baby reiten sollst, aber die sind gestern erst ein Rennen gelaufen. Du kannst Supernova starten, ich selbst reite Drag me to Hell. Beide waren jetzt in der Zucht und müssen wieder auftrainiert werden. Wir reiten sie eine halbe Runde im lockeren Galopp, traben bis zum Anfang und machen dann einen fliegenden Start. 5 Furlongs reiten wir nur, lass sie nicht alles geben, sie werden ja gerade erst wieder antrainiert.”, erklärte ich und sie nickte. “Alles klar.”, antwortete sie mir und wir schnappten und Hell und Nova, welche ich fälschlicherweise eben auf die Koppel gestellte hatte. Wir putzten und sattelten die Pferde und ich winkte Bellamy hinzu, damit er uns mit den Pferden half. Wir gingen zusammen auf die Bahn, Bellamy gab und Starthilfe und dann galoppierten wir eine halbe Runde, trabten bis zum Start und sahen zu Bellamy, der das Startzeichen gab. Beide Pferde schossen nach vorne und man merkte wirklich, dass sie sehr eingerostet waren. Nova zog an Hell vorbei, ich konnte aber auch nicht mehr aufholen, so dass Nova und Kris ins Ziel schossen, ehe wir die Pferde über den Rest der Bahn ausgaloppieren ließen, bevor wir zu Bellamy gingen. “Nova hatte eine Zeit von 59 sec. und Hell von 105 sec.”, erklärte er. “Guter Ritt.”, sagte ich zu Kris und gemeinsam brachten wir die Pferde in den Stall, um sie fertig für die Koppel zu machen. Wir machten noch einen kurzen Abstecher bei Drama und Turf, die sich sofort freuten, als sie Kris sahen. Ich lächelte. “Wir suchen auch noch einen neuen Trainer für die Vollblüter, hättest du da jemanden?” “Pablo Betard.”, sagte sie wie aus der Pistole geschossen und streichelte Dramas Kopf. Pablo Betard…

      Oktober 2016, by Veija
      Auftakt in ein neues Leben


      In den letzten Wochen war viel auf der Ranch passiert. Ein ganzer Haufen Pferde hatte uns verlassen, ein paar waren dazu gekommen. Einige Mitarbeiter und ich hatten an einem Dressurturnier teilgenommen, an dem Aaron und Augen auf! Ich komme, sogar den ersten Platz gemacht hatten!
      Worauf wir besonders stolz waren war, dass Bellamy und Zuckerschock es geschafft hatten, den 3. Platz zu ergattern! Sehr zum Leidwesen von Octavia, die Bellamy regelrecht angeschrien hatte, weil sie eine Platzierung ergattern wollte. Nun waren wieder alle Zuhause und es hätte ja Ruhe einkehren können, wenn da nicht noch immer die Idee wäre, um zu ziehen. Svejn und ich wollten uns heute einen potenziellen Hof anschauen, denn die Ambitionen der Gips Reminder Ranch hatten sich ein wenig geändert, und auch dieser Hof gab nicht mehr das her, was er einmal versprochen hatte.
      "Svejn jetzt komm schon!", sagte ich etwas genervt und drehte den Autoschlüssel in meiner Hand hin und her. "Ich komm ja schon...", sagte er genervt und humpelt voran. Er durfte mittlerweile wieder laufen und auch reiten, aber das Laufen schien ihm noch ziemliche Probleme zu machen, weshalb er seinen Alltag lieber reitend verbrachte- zum Leidwesen seines Physiotherapeuten, denn dieser hatte ihm verboten, zu viel zu reiten. Aber er kannte Svejn mittlerweile ja sehr gut, er konnte nicht ohne reiten.
      Endlich waren wir im Auto und ich konnte los fahren. Die Fahrt verlief eigentlich relativ stillschweigend, denn Svejn musste sich auf sein Handy konzentrieren, um mir den Weg zu sagen- ich musste mich auf die Straße konzentrieren, denn diese Ranch lag wirklich weit ab vom Schuss, aber dennoch in der Nähe der Ferienranch und unserer alten Ranch.
      Dort angekommen schauten wir uns schon skeptisch um, denn die gesamte Ranch wirkte verlassen, überall waren die Zäune kaputt, Hecken und hohes Gras wucherten überall. "Hm, nicht das, was ich mir erhofft hatte.", sagte ich niedergeschlagen zu Svejn, der wohl meine Meinung teilte. "Komm, wir gehen erst mal zum Haus und lassen uns alles zeigen.", meinte er schulterzuckend und zusammen gingen wir zum Haupthaus, wo auch schon auf uns gewartet wurde. "Guten Morgen Mr. & Miss O'Connor.", sagte die junge Dame, die weder Svejn noch ich korrigierten. Svejns Name war einfach zu kompliziert. "Vorweg muss ich ihnen leider sagen, dass die Ranch in keinem guten Zustand ist, denn mein Vater ist vor etwa einem Jahr von uns gegangen und seit dem steht die Ranch leer.", erklärte sie und und fing an, uns eine kurze Runde durch das Haus zu führen. "Warum hatte ihr Vater eigentlich ein so großes Haus?", fragte ich die Dame dann bei der Tatsache, dass hier mein Team dreimal reinpassen würde. "Sie werden gleich bei der Führung sehen, dass sie hier eine riesige Ranch betreten haben. Deshalb ist auch das Haus sehr groß.", sagte sie und führte uns aus dem Haus heraus in die obere Ecke der Ranch. Dort waren zwei Offenställe mit 3 großen Koppeln. "Hier könntest du deine Pferde hin stellen.", sagte ich freudig mit einem Blick auf den Offenstall, bei dem eine große Koppel war. "Und hier könnten die Jungpferde stehen.", schwärmte ich, ehe wir weiter gingen. Es gab ein kleines Gemüsefeld, einen See und nun kamen wir an der Rennbahn an. "Wow.", sagte ich begeistert. Es war um mich geschehen, diese Ranch würde unser neues Zuhause werden. Svejn hatte meinen Blick gesehen und zwanghaft gelächelt, wir würden so viel Arbeit in die Ranch stecken müssen, bevor wir hier einziehen konnten, doch er wusste, dass wir das schaffen konnten.
      Die junge Frau zeigte uns noch den Rest der Ranch, zum Beispiel die drei großen Ställe mit Paddocks und Koppeln, die Offenställe, die Reithalle aber auch die beiden Reitplätze. Neben der Ranch gab es noch einiges an Weideland und einen großen Wald, den wir mit kaufen konnten. "Wir werden uns morgen melden.", verabschiedeten wir uns dann, ehe wir uns auf den Weg nach Hause machten. Diese Fahrt verlief wesentlich lauter. Ich quatschte Svejn die Ohren voll mit der Ranch und dass ich sie unbedingt haben wollte, auch wenn sie einfach viel zu groß für uns war. "Aber wir könnten Einsteller nehmen.", meinte ich dann und er nickte.
      Am Abend erzählte ich meinen Mitarbeitern von der Ranch und schon am nächsten Morgen befand ich mich wieder dort- diesmal in Begleitung von Caleb, damit er sich ein Bild vom Hof machen konnte. Ich legte noch immer viel Wert auf seine Meinung, weshalb ich sein OK haben wollte, bevor ich den Kaufvertrag unterschreiben wollte. Er segnete die Ranch ab und ich unterschrieb den Kaufvertrag, nachdem ich den Preis noch ein wenig gedrückt hatte. Nun kamen die verkauften Pferde der Ranch zugute, denn ohne diesen Verkauf hätten wir die neue Ranch nicht kaufen können und solange wir noch hier lebten, konnten wir die alte Ranch nicht verkaufen.
      So kam es, dass wir eine ganze Weile erst die Pferde auf der alten Ranch versorgten und dann auf die neue Ranch fuhren, um die Zäune zu reparieren, die Stallungen neu zu verputzen, und und und.

      Nun war der Tag des Umzugs endlich gekommen, auf den ich schon so lange gewartet hatte. Leider würde es nur ewig dauern, alle Pferde rüber zu bekommen, denn wir hatten noch immer 63 Pferde. Vermutlich würden bald noch ein paar Pferde den Besitzer wechseln, aber diese 63 Tiere würden allesamt mit auf die neue Ranch kommen. Ein grober Plan, wo welche Pferde hinkamen, war schon gemacht- und da man hier in Kanada oder generell in Amerika nicht so zimperlich war, was Pferde verladen anging, hatten wir uns ein paar einfache Trailer geliehen, in die die Pferde einfach hinein sprangen. Um jedoch trotzdem Verletzungen zu vermeiden, würden alle Pferde Transportgamaschen tragen, denn ganz leichtsinnig musste man ja nicht sein.
      Anfangen wollten wir mit den Jungpferden, da diese am längsten brauchen würden, bis wir sie im Hänger hatten. VK A Gun Colored Lena, Like Twist and Gun, VK Drag's Solo Queen, PFS' Blossom Magic sowie Wimpys Little Devil und ihr Fohlen GRH's Unbroken Soul of a Devil waren die ersten Pferde, die wir verluden und zur neuen Gips Reminder Ranch fuhren. Es dauerte eine ganze Weile, bis wir die Tiere im Trailer hatten, doch sobald alle drin waren, waren wir ruck zuck auf der neuen Ranch und konnten die Tiere auf die Koppel entlassen. Wimpys Little Devil war wirklich ein Ruhepol, was ich nicht gedacht hatte. Ich ließ sie mit ihrem Fohlen noch ein paar Tage bei den Stutfohlen laufen, ehe Devil abgesetzt wurde und die Stute ihre Box im Trainingsstall bezog, denn wir wollten sie wieder aufbauen und im Sport laufen lassen.
      Die nächsten Pferde waren die Hengstfohlen VK Bellas Dun Gotta Gun, Bellamy' O, VK Funky's Wild Berry und PFS' VK' Snap in Style. Zusätzlich fuhren noch Cielos Double Dun It und Chocolate Dream mit. Choco und Gipsy fanden ihren Platz in ihren Stallungen, die anderen Pferde kamen auf die Koppel.
      Nun schauten wir erneut ein wenig nach den Plätzen, wo die Pferde hinkommen sollten, so dass wir in windesweile Arsil, Bahar, Daryl gone Mad, Golden Ebano, Sacramento XX, Scoubidou, Silberstern, Seattle Slew, Turf Runnder, Wildfire, Firewalker, Stiffler, Drag me to Hell, Drama Baby, My lovely Horror Kid, Nyanda, Priamos Ruffia Kincem, Shiryō, Supernova, Teasie, Wolfs Bane, Zuckerschock, Abraham van Helsing, Alan's Psychedelic Breakfast , Cauldron of Renascence , Eldrian Antrax, Funky Powerbabe, Gun and Slide, Hollywood King Gun, Hollywood's Silver Dream, Spooks Gotta Gun, Stormbringer, Amarula van Helsing, Augen auf! Ich komme, Bella Dun Del Cielo, Kristy Killings , Marly's Pluie , Snuff, Blazing Flame, Comeback of a fallen Goddess, Dakota, DunIts Smart Investment, My sweet little Secret, Ocarina of Time, Raspberry, Scarlet Sun, Snapper Little Lena, Striga, VK Aquila T Mistery, Samug, Thjalve van de Jötunheimr und Moon's Pumpkin auf der neuen Ranch hatten. Lediglich bei Zues und Raised from Hell hatten wir unsere Probleme, so dass wir sie beide sedieren mussten, um sie verladen zu können. Sie fanden auch beide einen Platz auf den Koppeln, wo sie 24/7 stehen würden, bis wir mit ihrem Training weiter gekommen waren, dass wir sie anfassen konnten. Zues würde auch bald kastriert werden. Zwar war das schade um seine Abstammung, aber wir konnten das Risiko nicht mehr eingehen und hofften, dass er es als Wallach zumindest ein wenig einfacher haben würde als jetzt als Hengst.
      Erschöpft fiel ich am Abend auf die Couch. "Ich glaube morgen gibts nen freien Tag.", lachte ich und schaute in die Runde, denn noch waren alle Mitarbeiter in der Stube bei mir. "Also.. Pferde misten, füttern und auf die Koppel bringen morgens. Es wir keins trainiert, geritten oder sonst was. Macht, was ihr wollt.", lachte ich und schaute in eine Runde zufrieden nickender Gesichter.
    • AliciaFarina
      [​IMG]
      Juli 2017, by Bracelet
      Military E- A


      ,,Guten Tag.'',sagte ich und reichte meinem Gegenüber freundlich die Hand. Mein Kollege Melvin tat es mir gleich und bemühte sich den Herrn, der uns für diesen Trainingsmonat beauftragt hatte, in seinem besten Deutsch zu grüßen. Ich schmunzelte. Nach wie vor musste ich regelmäßig über den schwedischen Akzent des Blondschopfs lachen. Dies hielt ich mir nun jedoch zurück und folgte lächelnd unserem Kunden, der uns unsere Zimmer und das Anwesen zeigte. Anschließend machte er uns auch mit unseren Pfleglingen für diesen Monat bekannt. Es handelte sich dabei um zwei Vollblüter, die mir direkt ins Auge gestochen waren. Stiffler und Firewalker hießen sie.
      Als wir ich und Melvin am Abend besprachen, welches Pferd wer trainieren wollte, fiel meine Wahl auf Walker, wie er liebevoll genannt wurde. Ich hatte schon immer eine Schwäche für Pferde mit großen Abzeichen, wohingegen Melvin optisch meist die ohne bevorzugte. In diesem Fall traf sich dies wie die Faust aufs Auge.
      Am darauffolgenden Morgen putzte ich Walker und richtete ihn mir selbst her. Im Umgang war er ein sehr braves Pferd, das einem mit seinen kleinen Eigenheiten immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Diesen Eindruck von Walker sollte ich auch in der darauffolgenden Dressurarbeit beibehalten.
      Die nächsten drei Tage ritt ich ihn ebenfalls ausschließlich Dressur um seine Stärken und Schwächen ausfindig zu machen. Erst am fünften Tag wagte ich es und ging mit dem hübschen Pferd ins Gelände, das den Hof umgab. Hier zeigte er sich sehr sicher, wie ein gutes Verlasspferd. Egal ob mal ein Auto vorbei fuhr, ein Tier aus dem Busch hervor sprang oder ein gruseliger Gegenstand auf der Bildfläche erschien - Walker blieb, absolut unbeeindruckt davon, immer bei seinem Reiter.
      Da dies so gut geklappt hatte und auch bei Melvin und Stiffler alles glatt lief, beschlossen wir am darauffolgenden Tag zu einer 30 Minuten entfernten Geländestrecke zu fahren. Das Verladen klappte bei den Beiden einwandfrei, weshalb wir dies wohl im Laufe des Monats noch oft tun würden. Auf dem benachbarten Gestüt angekommen sattelten wir die Pferde und meldeten uns bei der Besitzerin des Betriebs, die uns Geländemarken für die Pferde borgte und uns einen kleinen Plan der weitläufigen Strecke mitgab.
      Auch wenn die Klasse A nicht hoch klang. Für Military war dies für einige Pferde bereits eine sehr anspruchsvolle Klasse. Für Stiffler und Firewalker jedoch war sie eindeutig gut zu bewältigen. Nach ein paar Runden trennten sich die Wege von Melvin und mir. Ich ging mit Walker erstmal ein wenig Bergaufgaloppieren und nahm dabei einige kleine E Hindernisse. Erst nachdem ich mir zu 100% sicher war den Hengst gut vor mir zu haben begann ich mit den anspruchsvolleren Aufgaben. Ich spürte dabei, wie Walker sich anstrengte und versuchte sein bestes zu geben. Das Vollblut stellte sich dabei sehr geschickt an. Die Beine heben konnte er und auch an Geschwindigkeit und Ausdauer mangelte es ihm nicht. Seine einzige Schwäche lag darin, die Distanz selbst noch nicht abschätzen zu können und auf mich verließ er sich nicht immer. In diesen Fällen ließ er sich zwar von mir am Zügel zurückhalten, sprang dann jedoch sehr hoch oder weit, weshalb ich dann zwischen zwei näheren Sprüngen hin und wieder ein Problem mit der Entfernung bekam und nachadjustieren musste.
      Dies legte sich jedoch sobald die Routine kam. Melvin berichtete mir nach dem Training ähnliches. Stiffler brachte körperlich alle Anforderungen mit, die ein gutes Militarypferd benötigte. Wasser, sowie Höhe und Breite der Sprünge waren ihm egal und das einzige was passierte war, dass der Ehrgeiz des Pferdes aufkam, was allerdings bei dem hübschen Braunen keine Nachteile mit sich brachte.
      Am Ende des Monats, zahlreiche Gelände- und Dressursessions später, konnten wir stolz sagen, dass die beiden Pferde auf der Klasse A liefen und eine Military-A-Prüfung auf einem Turnier bestimmt richtig gut meistern würden.
    • AliciaFarina
      [​IMG]
      Juli 2017, by Veija
      Zerplatzende Träume?


      "Drama Baby ruuuuhig.. ist gut...", murmelte Octavia und schaute mich auffordernd an. Ich hatte Lady Gweny an der Hand und führte sie neben O auf dem Hof her. Beide Stuten sollten heute wieder antrainiert werden, weil wir sie beide bei einem kleinen Rennen an der Ostküste Kanadas genannt hatten. Oder war es an der Ostküste Amerikas? Wir wussten es nicht mehr. Wir hatten uns auf jeden Fall 2 Jockeys ausgeborgt, die zu erst Drama Baby und Lady Gweny gegeneinander reiten würden, dann Stiffler und Firewalker, wobei das Rennen der beiden Hengst darüber entscheiden würde, was mit ihnen passieren sollte. Sie waren beide jetzt 10 Jahre alt und schon eine Weile nicht mehr auf der Bahn gewesen. Leider. Denn wenn sie nicht mehr rennen würden, mussten sie uns leider wieder verlassen. Zeitmangel und andere Interessen hieß es da. Doch wir waren guter Dinge. Schließlich hatte sich ein Trainer und ein Jockey angekündigt, die sich unseren Hof anschauen und eventuell hier arbeiten wollten. Sie waren uns sogar beide schon bekannt und hatten für Verena arbeiten sollen, bevor das Unglück passiert war.
      "Hey ihr zwei!", begrüßte ich die beiden Jockeys und schüttelte ihnen die Hand. "Das sind die ersten beiden. Warm geführt sind sie, ihr könnt eigentlich schon rauf.", sagte ich zu den beiden Damen und hal ihnen beim Aufsitzen. Gemeinsam gingen wir zur Bahn. "Die Scheckstute ist Lady Gweny, kaum gelaufen. Aber schon 7 Jahre. Die andere Stute ist Dama Baby. Zwei Jahre und hat schon drei 1. Plätze und einen zweiten Platz in Rennen gemacht. Wir setzen große Hoffnungen in sie.", erklärte ich und ließ Lady los. Octavia tat es mir gleich und ließ Drama Baby los, ehe die beiden Pferde im Galopp davonstoben. Sie galoppierten jetzt eine lockere Runde bis zu den Startboxen, wo wir sie reinbuxieren wollten.
      Es dauerte auch nicht lange, bis sie da waren und wir sie reinbringen konnten. 3...2...1... Los! Da preschten sie davon. "Woah hast du das gesehen, Bell? Wie Drama losgesprungen ist?", sagte Octavia begeistert und hüpfte auf und ab. "Ja, das hab ich gesehen. Sie hält sich ganz wacker, aber Gweny gibt auch nicht auf.", meinte ich schmunzelnd und drehte mich eine Sekunde später um, als unsere drei Mitarbeiter zu uns stoßen. "Hört mal ihr 3, könnt ihr Firewalker und Stiffler fertig machen? Murphy weiß wie das geht und zeigt euch beiden alles.", sagte ich und konnte wahrlich hören, wie John mit den Augen rollte. "Du hast Mist gebaut und fängst hier wieder ganz unten an, gib mir nicht die Schuld dafür.", murmelte ich und schickte sie mit einer Armbewegung weg.
      "Gweny kommt Drama gar nicht nach.", murmelte ich und schaute etwas geknickte zu den beiden Pferden. Als sie ins Ziel liefen, hatte Drama gefühlt 50 Pferdelängen Vorsprung. "Gweny können wir vergessen für die Bahn.", sagte O niedergeschlagen und wir gingen zusammen zu den Pferden. Wir übernahmen, sattelten ab und brachten sie in die Führanlage, damit sie im Schritt runterkommen konnten und sich nicht erkälteten. "Und, was sagt ihr?", fragte O die beiden dann und hörte aufmerksam zu. "Gweny könnt ihr leider vergessen für die Bahn. Sie kommt nicht aus sich raus und verkriecht sich hinter den anderen Pferden. Die war und wird kein Rennpferd, tut mir Leid.", sagte eine der Jockettes und zuckte mit den Schultern. "Auch mit viel Training ist es eher unwahrscheinlich.", fügte sie hinzu. "Drama Baby allerdings.. die hat es wirklich drauf. Schaut, dass ihr die fast täglich laufen lasst, damit sie sich verbessert und noch schneller wird. Die kann euch nach vorne bringen.", sagte die Andere freudig und klopfte mir auf die Schulter. "Super, ein Erfolg...", murmelte ich, ehe man Hufgetrappel hörte. "Da sind die nächsten beiden. 10 Jährige Hengste. Der ohne Abzeichen ist Stiffler, der mit Firewalker. Enttäuscht uns nicht.", erklärte ich und half den beiden in die Sättel. "Danke ihr drei. Ihr könnt hier bei Drama und Gweny stehen bleiben, ihnen gleich eine Fliegendecke drauflegen und sie auf die Koppel bringen.", gab ich die Befehle und ging dann hinter den Jockeys her zur Bahn. Auch dieses Mal galoppierten sie eine Runde im lockeren Galopp, wir halfen ihnen in die Startboxen und sie flogen auf. Stiffler und Walker blieben bis zum Ende Kopf an Kopf und galoppierten fast zusammen ins Ziel- Stif eine Nasenlänge vor Walker.
      O und ich gingen zu den Pferden, nahmen sie ab und brachten sie in die jetzt freie Führanlage. "Und?", fragte ich die beiden Reiter und wartete. "Mit etwas arbeit könnten die zwei wieder rennen. Aber stellt es euch nicht zu leicht vor.", sagten sie und verabschiedeten sich dann. Sie hatten noch viel zu tun heute.
      Zerplatzen unsere Träume nun vom Renngeschäft? Nur eines von vier Pferden hatte das Zeug zum Champion. Eins wurde aussortiert und bei zweien mussten wir eine heiden Arbeit reinstecken. 12 Rennpferde hatten wir noch in "Reserve". Wer von ihnen hat das Zeug zum Champion?

      Von kalt zu warm - Umzug nach New Mexiko
      September 2017, by Veija

      Samstag
      Octavia
      "Bellamy ich hasse die Kälte hier in Kanada.", sagte ich am Frühstückstisch zu meinem Bruder und hatte sofort die Aufmerksamkeit aller Mitarbeiter. "O, hier sind es 19 Grad, welche Kälte meinst du?", fragte Bellamy mich und verschränkte die Arme vor der Brust. "Ich meine die kommende Kälte. Kaum eines der Pferde hat eine Decke, hier fällt so viel Schnee dass man nichteinmal die Haustür aufbekommt, die Pferde schieben so viel Winterfell, was du zum Reiten kaum sauber bekommst und wie willst du hier im Winter ausreiten? Richtig, gar nicht. Du versinkst im Schnee.", erklärte ich und verschränkte ebenfalls die Arme vor der Brust. "Wenn ich einwerfen darf...", fing Murphy an: "Die Landschaft ist hier das ganze Jahr über wunderschön. Die Seen sind traumhaft und die Berge erst...", sagte er und schaute zwischen Bellamy und mir hin und her. "John hat recht. Ist es das nicht wert?", fragte Bellamy. "Nein Bell. Ich.. ich habe mir schon verschiedene Höfe im Rest von Amerika angesehen, in New Mexiko zum Beispiel wäre es dauerhaft warm.", schwärmte ich und zückte mein Handy, um allen die Ranch zu zeigen. "Die hat echt Potenzial.", meinte Travis. "Jede Koppel scheint dort ein kleines Stück Wald zu haben und es fließt ein Bach durch quasi jede Koppel, in dem sich die Pferde auch abkühlen können.", schlussfolgerte er, ehe er erschrocken die Luft einzog und Murphy und Connor anschaute. "Wir dürfen das Land doch gar nicht verlassen, oder?", fragte er traurig und schaute zu mir auf. "Ich weiß nicht...", musste ich zugeben. "Aber das bringen wir in Erfahrung, sollte es zur Diskussion stehen und..." "Von mir aus.", sagte Bellamy plump. "Was?", fragten die restlichen vier, inklusive meiner Wenigkeit gleichzeitig. "Von mir aus können wir umziehen.", meinte er lächelnd. "Ich rufe da mal an und O du fragst im Gefängnis nach, ob unsere drei Schützlinge uns begleiten dürfen.", sagte er, bevor er anfangen musste zu lachen. "Jetzt schaut doch nicht so verdutzt. Ich besitze von Kanada nur schlechte Erfahrungen und traurige Erinnerungen. Ich bin sofort dabei, sollte es klappen und wir umziehen können.", sagte er und stand auf, um den Tisch abzuräumen. "Okay.", sagte ich noch immer total neben der Spur. "Dann kümmern wir uns mal drum- nachdem die Pferde versorgt sind.", lachte ich und schaute auf meine Liste der Pferde, wer wen machen sollte. "Murphy du gehst mit Bellamy und schaust nach folgenden Pferden: Alan's Psychedelic Breakfast, Baby Doll Melody, Chapter 24, DunIts Smart Investment..." "Gott O, gib mir einfach die Liste.", fluchte Murphy und riss sie mir aus der Hand, ehe er ein Foto davon machte und sie mir danach wiedergab. "Gut, das sind 14 Pferde nach denen Bellamy und ich schauen sollen, wir gehen dann schon mal.", sagte er knapp und er und Bellamy verließen den Raum. "Was ist denn mit dem los?", fragte Travis und ich zuckte mit den Schultern. "Hat bestimmt seine Tage...", murmelte Connor und verkniff sich sein dummes Grinsen, als ich ihn böse ansah. Noch immer hatte ich mich nicht getraut zu fragen, ob er mit Caleb verwandt war oder nicht. Das würde mir mein Leben doch um einiges erleichtern, aber ich trauerte noch zu sehr um ihn und alle anderen, die auf der Ranch verstorben waren, auch wenn es jetzt schon fast ein Jahr her war.
      Ein Jahr.. wie die Zeit verging. Seit einem Jahr mussten Bell und ich uns alleine durchkämpfen. Wir schafften das auch gut, das stand außer Frage. Doch vermisste ich Verena und Caleb und auch all die anderen jeden Tag. Ob das irgendwann aufhörte? Sie zu vermissen und den Schmerz zu spüren? Ein Anfang wäre ein Umzug. Weg aus Kanada, weg von den schrecklichen Erinnerungen, welche immer und immer wieder vor meinem geistigen Auge aufblitzten, wenn ich am Unfallort vorbeifuhr oder ein Brief im Briefkasten war, der mit der Versicherung und dem Vorgang der Explosion zu tun hatte. Noch immer beschäftigte sich die Polizei mit dem Fall und ließ uns einfach nicht in Ruhe. Bellamy nahm mir zwar die meiste Arbeit ab, die mit der alten Ranch zu tun hatte, doch ich bekam natürlich viel mit, da wir meist zusammen zu Terminen mussten. "O?", riss mich irgendwann eine Stimme aus den Gedanken. "Was sollen wir machen? Du siehst nämlich nicht so gut aus...", sagte Travis, der mich aus den Gedanken gerissen hatte. "Oh, nein nein. Mir geht es gut. Ich war nur in Gedanken versunken. Kein Grund zur Sorge.", beruhigte ich ihn. "Wir drei machen die Küche fertig und gehen dann nach den Jungpferden schauen, was sie so anstellen. Vielleicht gehen wir eine Runde mit drei der Pferde spazieren, mal sehen.", sagte ich und stand auf, um den Tisch abzuräumen. Connor und Travis halfen mir ohne murren und motzen...

      Bellamy
      "Was war das denn, Murphy?", fragte ich den jungen Mann neben mir, als wir zusammen zu den Westernpferden gingen. "Bin heute morgen wohl mit dem falschen Fuß aufgestanden.", antwortete er knapp und ich lachte kurz auf, ehe mich sein fragender Blick traf. "Dann freu dich, wir müssen alle Boxen misten." "Oh man...", kam nur noch zurück, ehe wir den Stall betraten und er sich einmal kurz streckte, bevor wir gemeinsam zum Laufstall der Stuten gingen. Wir halfterten uns Baby Doll Melody, DunIts Smart Investment, Ginny my Love, die wir seit kurzem unser eigen nennen durften und die sich gut eingelebt hatte, Jade, Magnificient Crow, Snapper Little Lena, Stormborn und VK A Gun Colored Lena nach und nach auf und brachten sie auf die Koppel, ehe wir uns zu den Hengsten begaben. Alan's Psychedelic Breakfast, Chapter 24, Genuine Lil Cut, Gun and Slide, VK Bellas Dun Gotta Gun und Whinney kamen nach und nach auf ihre verschiedenen Koppeln und erfreuten sich des Lebens, dass sie endlich toben und fressen durften. Blue wälzte sich sofort und war nun nicht mehr braun-weiß sondern Ton in Ton braun. "Murphy fang du bei den Stuten an, ich mach zu erst die Hengste und geb denen dann auch gleich Heu und Kraftfutter.", wies ich meinen Mitarbeiter an und schaute ihm noch nach, wie er aus dem Stall verschwand, um sich eine Schubkarre zu holen. Ich tat es ihm gleich und fing mit Alan's Box an, arbeitete mich nach und nach bis zu Whinneys Box vor. Es dauerte eine Weile, bis alle Boxen gemistet waren und ich anfangen konnte, das Heu und Kraftfutter zu verteilen. Jeder der Hengste bekam nur eine sehr kleine Portion davon, da sie nicht wirklich aktiv im Training waren und sonst nicht wussten, wo sie mit ihrer ganzen Energie hin sollten.
      Als ich damit fertig war ging ich zu Murphy und half ihm, den Laufstall der Stuten zu misten. Ruck zuck waren wir fertig, füllten Heu in die Netze und gingen zum Stallabteil, in dem die Englischen Vollblüter untergebracht waren. Auch hier brachten wir zu erst die Hengste nach draußen. Schnell waren Firewalker, Golden Ebano, Peacful Redemption, Seattle Slew, Stiffler, Wildfire xx und ZM's Zanaro auf ihren Koppelabteilen. Leider stand jeder der Hengste für sich alleine. "Auf der neuen Ranch will ich das ändern.", sagte ich total aus dem Kontext gerissen und sah die Ratlosigkeit in Murphys Gesicht. "Was.. willst du ändern?", fragte er mich. "Dass die Hengste alle alleine stehen. Ich will auf der neuen Ranch Kleingruppen zusammenstellen. So dass sie sozialisiert bleiben und nicht total durchdrehen vor Einsamkeit. Desweiteren überlege ich, ein paar der Hengste kastrieren zu lassen. Wer brauch schon so viele Hengste, wenn er nicht aktiv züchten möchte? Vor allem, da wir uns auf die Paint und Quarter Horses konzentrieren wollen.", erklärte ich ihm und er nickte. "Die Stuten auch alle raus?", fragte er mich, als wir wieder im Stall angekommen waren. Ich nickte. "Die können auch alle zusammen auf das Abteil neben die Westernstuten.", erklärte ich ihm. "Ich fange schon mal an zu misten. Du schaffst das!", pflichtete ich ihm bei und fing mit der Schubkarre in die Box von Firewalker, um mit dem Misten anzufangen. Immer wieder sah ich Murphy mit Pferden an mir vorbei gehen. So waren Drama Baby, Priamos Ruffia Kincsem und Zuckerschock innerhalb ein paar Minuten auf der Koppel. Dann half er mir mit dem misten und füttern sowie dem Verteilen des Kraftfutters, so dass wir es noch vor dem Mittagessen schafften, unseren Teil der Abmachung zu erfüllen- fast. Ein paar Pferde fehlten noch, doch die würden es auch bis nach dem Mittagessen im Stall aushalten können. So gingen Murphy und ich nach drinnen und fingen an, das Mittagessen vorzubereiten, da O mit den anderen beiden Jungs noch unterwegs war.

      Octavia
      Nachdem wir die Küche aufgeräumt hatten, gingen wir zusammen zu meinen englisch gerittenen Pferden in den Stall. "Travis du schnappst dir Hot Spot und Minnie Maus. Connor du nimmst dir Samarra und ich schnappe mir Flashlight und Raspberry. Dann unauffällig folgen.", gab ich die Anweisung und ging vor ihnen weg in Richtung Koppeln. Die Vollblüterstuten standen noch nicht draußen, die Westernpferdstuten jedoch schon, also hatten Bellamy und Murphy sich meine Liste doch zu Herzen genommen und arbeiteten nach meinen Anweisungen, was mich zum Grinsen brachte. Zusammen stellten wir die Stuten auf ihr Koppelabteil und gingen wieder in den Stall. "Um es einfach zu machen mistet jeder das Pferd, welches er eben auf die Koppel gebracht hat. Zusätzlich machst du, Connor, noch Flashlight. Dann kann ich mit dem Heu und Kraftfutter geben schneller anfangen und wir können flotter weiter machen.", sagte ich und fing, als wir wieder im Stall angekommen waren, sofort mit Raspberrys Box an. Die Stute war mir wahnsinnig ans Herz gewachsen und eines meiner Lieblingspferde hier auf der Ranch. Sie mochte ich wirklich nicht missen, dachte ich mir und fuhr mit der Schubkarre auf den Misthaufen, ehe ich neues Stroh holte und die Box neu einstreute. Dann fing ich an, allen ihr Heu in die Netze zu stopfen und ihnen ihre Ration Kraftfutter in die Tröge zu geben. Als wir fertig waren, sah ich auf die Uhr. Wir hatten nicht so lange gebraucht, wie ich gedacht hatte. "Kommt wir gehen noch zu den Offenställen der Jungpferde und schnappen uns drei, mit denen wir eine Runde drehen. Wir haben ja noch genug Zeit.", sagte ich zu Travis und Connor, die beiden nickten und folgten mir dann.
      Zu erst schauten wir nach den Hengsten, welche irgendwie noch alle verträumt im Offenstall lagen. A Shinig Chrome, Abe's Aelfric, Cruel Twist of Fate, Culain, GRH's Unbroken Soul of a Devil, Magic Lanijos, PFS' Snap in Style, PFS' Unclouded Summer Skies, der seit kurzem auch bei uns war, Sir Golden Mile, VK Funky's Wild Berry und Zoltaire schlummerten friedlich vor sich hin. Lediglich Zues und Sparkled Wings, der Mustang den wir seit kurzem adoptiert hatten, standen zusammen ziemlich weit abseits. "Oh je, da müssen wir nochmal schauen. Zues und der zusammen... die machen sich gegenseitig scheu.", sagte ich kopfschüttelnd. "Misten können wir nicht, wenn die alle noch schlafen.", lachte ich und wir gingen rüber zu den Stuten, die schon alle auf den Beinen waren. Ashinta, Dante's Wild Lady, Dress to Impress, Ginger Rose, GRH's Unbroken Magic, I've got a blue soul, It's me, Amira!, Sweet Revenge, PFS' Blossom Magic, Prias Colourful Soul und Wolfs Bane tobten über die Koppel, fraßen oder standen an der Heuballe. "Gut, die können wir misten.", sagte ich und ging auf die Suche nach Mistgabeln und einer Schubkarre. Beim Hengststall wurde ich fündig und so misteten wir zu dritt in aller Schnelle den Stall aus, streuten neu ein und verteilten eine Menge Streicheleinheiten. Danach gingen wir schnell noch mit Blossom Magic, Prias Soul und Wolfs Bane eine Runde spazieren, ehe wir uns doch noch an den Hengstfohlenstall wagen konnten und schließlich zum Mittagessen ins Haus gehen konnten. "Oh, ihr seid aber schon fleißig.", sagte ich lächelnd und betrat die Küche, in der es unbeschreiblich gut roch. "Was gibts denn?", fragte Connor neugierig. "Oh, Pizza!", stellte er dann fest und setzte sich an den Tisch. "O, hast du schon im Gefängnis angerufen?", fragte mein Bruder mich irgendwann. "Ne, noch nicht. Du in New Mexiko?" "Ne, noch nicht. Mach ich aber heute Mittag.", sagte er und ich nickte. "Gut, dann schnapp ich mir gleich unsere drei Jungs und versorge die restlichen Pferde, ja?", fragte ich ihn. "Gut. Ich erledige dann gleich beides. Ranch und Information. Dann könnt ihr noch was mit den Pferden machen.", sagte er und ich nickte. "Gut. Und jetzt lass uns essen, ich hab so einen Hunger!", lachte ich und setzte mich ebenfalls an den Tisch.
      "Welche Pferde fehlen denn noch?", fragte Bellamy mich, während wir uns alle auf die Pizza stürzten. "Ceara Isleen, A King of Magic, Abraham van Helsing, Dakota, Náttdís van Ghosts, Skrúður, Thjalfe van de Jötunheimr und Væna frá glæsileika eyjarinar. Ach und Kunis, aber der ist ja unser Sorgenkind. Haben wir schon all seine Decken gewaschen?", fragte ich dann in die Runde. "Ja, hab ich gleich nachdem der Tierarzt da war.", meldete sich Travis zu Wort und ich nickte. "Gut. Die Box müssen wir ja komplett misten.", erklärte ich dann.
      Nach etwa einer Stunde waren wir fertig mit Essen und die drei Jungs gingen mit mir zu den restlichen Pferden. "Ceara Isleen muss raus, King of Magic, Abraham, Dakota, Alfi und die drei Isländer.", sagte ich zu meinen Mitarbeitern. "Husch, husch.", lachte ich und kümmerte mich selbst um Kunis, welchen ich aus der Box nahm und am Putzplatz ganz abseits anband. Ich mistete die Box gründlich, streute sie dann neu ein, gab ihm Heu und brachte ihn dann wieder in die Box. Anschließend gingen Murphy, Travis, Connor und ich nach drinnen, um zu schauen, wie weit Bellamy war.

      Bellamy
      Kaum waren die vier verschwunden, hatte ich mir das Telefon geschnappt und ein wenig herum telefoniert. Im Gefängnis ging alles soweit klar, solange wir mit einem in New Mexiko kooperierten und uns von diesen Leuten Besuche gefallen ließen. Auch bei der Ranch schien zunächst alles klar zu sein, so dass wir am nächsten Tag eingeladen waren, die Ranch anschauen zu dürfen.
      Ich war gerade fertig mit telefonieren, als O und die anderen rein kamen. "Und?", fragte O sofort neugierig. "Murphy, Travis und Connor dürfen uns nicht begleiten.", sagte ich niedergeschlagen und sah den Schock, der sich auf ihre Gesichter legte. "Aber...", fing Connor an und stockte, als er mein Grinsen sah. "Nein, ihr dürft mitkommen. Allerdings ändern sich die Auflagen ein wenig und wir müssen mit einem Gefängnis in New Mexiko kooperieren. Dann geht alles klar.", sagte ich und erntete wütende Blicke, doch das war es mir wert gewesen. "Die Ranch können wir im Übrigen morgen besuchen fahren. O und ich werden fliegen, euch gehört also für einen Tag die Ranch.", erklärte ich und schon wischen die wütenden Blicke stolzen Blicken. "Oh, cool.", sagte Connor und strahlte. "Hoffentlich klappt dann alles und wir haben es bald warm.", zitierte er mehr oder weniger O von heute morgen und lachte. "Den Rest des Tages habt ihr frei, O und ich kümmern uns um den Rest. Damit ihr morgen alles alleine schafft.", sagte ich und schickte sie dann aus der Küche, um mit meiner Schwester noch einiges zu bereden.
      Gegen Abend holten wir alle Pferde wieder in den Stall, bevor wir ins Bett gingen.

      Sonntag
      Octavia
      Aufgeregt wie noch nie zuvor saß ich neben meinem schlafenden Bruder im Flugzeug. Heute morgen war alles drunter und drüber gegangen. Ich hatte unsere drei Mitarbeiter nicht gerne alleine gelassen, obwohl sie mir ständig versicherten, keinen Unfug anzustellen. Dann hatte ich noch beinahe meinen Rucksack vergessen, in dem alles wichtige für eine Übernachtung in New Mexiko war und und und. Jetzt endlich saßen wir im Flieger und es dauerte nur noch ein paar Minuten, bis wir landen würden.
      Nach der Landung kümmerte Bellamy sich um ein Taxi, welches uns zum Hof in der Nähe von Albuquerque bringen würde, denn da stand die neue Ranch. Schnell waren wir da und sahen uns schon ein wenig um, bevor der Makler kam. Er stellte sich vor und führte uns nochmal herum. Den alten Besitzern war der Hof zu groß und zu teuer in der Unterhaltung gewesen, weshalb sie sich eine kleinere Anlage gekauft hatten, die jedoch hier ganz in der Nähe war und eine Geländestrecke beinhaltete, die wir sehr gerne auch bei Bedarf mitbenutzen durften. "Oh, das trifft sich ja gut.", sagte ich freudig und wir gingen alle Ställe und Reitplätze durch. Eine Halle gab es hier auch, die jedoch für Dressurreiten gedacht war. Groß genug für eine Westernhalle war sie jedoch, so dass wir nur den Sand austauschen mussten. Im Großen und Ganzen gefiel uns die Ranch bis auf ein paar Kleinigkeiten.
      So einigten wir uns auf einen Preis, unterzeichneten die Verträge und konnten die Anlage unser eigen nennen.
      Am nächsten Tag waren wir wieder auf unserer Ranch in Kanada, erzählten allen die freudige Nachricht und fingen an, unsere Sachen zu packen.


      Ein paar Tage später
      Octavia
      Alle Sachen waren gepackt und die Möbel, die mitkamen, das Pferdezubehör und alles weitere war schon auf dem Weg zum neuen Hof. Den Pferden wollten wir keine 22 Stunden Autofahrt antun, weshalb sie wohl oder übel doch fliegen mussten. 62 Pferde mussten also eingedeckt, verladen und zum Flughafen gebracht werden. Anschließend sediert, verladen und geflogen. Travis und Connor waren zusammen mit unseren Sachen mit den beiden Trucks mitgefahren, um Bellamy, Murphy und meine Wenigkeit später in Empfang zu nehmen. Natürlich mit den 62 Pferden, was auch sonst.
      Es dauerte schier ewig, alle Pferde in den Hänger zu bekommen- und noch länger, alle zu sedieren und in den Flieger zu kriegen. Nach einer gefühlten Ewigkeit waren wir dann endlich in der Luft- einer aufgeregter als der Andere.
      Kurz nach dem Landen bekam ich die Nachricht, dass Travis und Connor seit ein paar Stunden an der Ranch angekommen waren und schon fleißig dabei waren, alles einzuräumen und an Ort und Stelle zu tragen. Ich lächelte kurz und gab Bellamy die Nachricht weiter, ehe wir um das Flugzeug herum gingen, und dabei halfen, alle Pferde wieder auszuladen. Natürlich waren wir eine ziemliche Attraktion auf dem Flugplatz. Wann sah man schon so viele Pferde aus einem Flugzeug steigen?
      Nach gut zwei Stunden war alles geklärt und die Pferde in den Hängern, um sie in ihr neues Zuhause zu bringen, welches wir dann auch am Abend erreichten.
      Alle Pferde kamen in die für sie vorgesehenen Boxen und durften sich erst einmal ausruhen. Viele der Tiere legten sich erschöpft hin und schliefen sofort ein.
      Auch wir fünf Zweibeiner fielen quasi sofort ins Bett und schliefen beruhigt ein, dass alles fast genau nach Plan verlaufen war und wir jetzt die nächsten Tage ein wenig verschnaufen konnten.

      Auf der Bahn
      Februar 2018, by Veija

      Octavia
      Ich war noch nicht zu spät! Dachte ich lachend und klapperte zu erst die Boxen ab. Einige der Pferde waren schon auf dem Putzplatz und wurden fürs Training fertig gemacht, nur wer es war konnte ich jetzt nicht genau sagen. An It's me, Amira!'s Box blieb ich stehen. Sie war eines von zwei Augen auf! Ich komme - Fohlen, welche auf der alten Ranch gezogen wurden. Leider hatte das Schicksal es mit Amiras Mutter nicht gut gemeint, denn sie war im vergangenen Jahr plötzlich verstorben. Traurig waren wir alle über den Verlust dieser tollen Stute, doch wir waren auch froh, dass wir einen so tollen Nachkommen von ihr hatten wie Amira. Sie lernte so wahnsinnig schnell, auch wenn wir uns sicher waren, dass sie, genau wie ihre Mutter, kein Rennbahncrack werden würde. Noch war sie zwar nicht eingeritten, aber wir würden es zu erst mit der Rennbahn versuchen. Wenn es nicht funktionieren sollte, dann würde sie in den Südstall wechseln und umtrainiert werden, zu einem Vielseitigkeitspferd. Vielleicht lag die Distanz ihr ja auch, wir wussten es nicht.
      Ich halfterte sie nun schnell auf und ging zur Koppel. Nebendran stand PFS' Snap in Style. Ein sehr vielversprechender Junghengst, den es auch bald unter den Sattel verschlagen würde. Ich machte Amiras Halfter ab und ließ sie laufen. Sofort tobte sie davon und pflückte sich einzelne Grashalme vom Boden auf. Sie genoss es wirklich noch nicht im Training zu sein. Auch Schnappy, wie der Hengst von allen witzigerweise genannt wurde, graste friedlich vor sich hin und ließ sich von der Dame gar nicht stören.
      Endlich war ich am Putzplatz angekommen und sah, dass niemand mehr da war. Hmpf, da hatte ich die Jockeys wohl verpasst. Ich ging also schnellen Schrittes zur Rennbahn und konnte in der Ferne Candlejack, Wildfire xx und Peacful Redemption erkennen, die alle drei in Galopprennen noch auf der Stufe E waren und so gut gegeneinander laufen konnten. Es dauerte eine Weile, bis die Pferde in den Boxen waren und die Türen aufflogen. Alle drei schossen sofort nach vorne und ich konnte im Endeffekt gar nicht sagen, wer von ihnen als erster ins Ziel schoss. Aber eines war sicher: es war bei allen Pferden noch ausbaubar. Als die Jockeys schließlich an mir vorbei kamen, berichteten sie mir kurz über die neusten Trainingserfolge der Pferde und ich nickte zustimmend. Die drei Hengste kamen nach dem Absatteln in die Führanlage, damit sie trocken wurden und die Jockeys übernahmen nun Wolfs Bane, PFS' Blossom Magic und Drama Baby, welche von den Mitarbeitern der Ranch schon gesattelt und warm geführt worden sind. Auch die drei Damen waren noch auf Stufe E, weshalb ich mir von dem Rennen noch nicht so viel erwartete. Ein Rennpferd auszubilden dauerte eben seine Zeit. Doch wir hatten auch wahre Asse hier im Stall stehen. Ich schaute mir den Beginn des Rennens an und war vom Kampfgeist der Drei begeistert. Während sie also abgeritten wurden, schnappte ich mir Jack, Wildfire und Redemption und brachte sie auf die Koppel, wo sie sich sofort über das Gras her machten.
      Als ich zur Führanlage zurück kam, standen schon die drei Stuten dort. Im Stall fragte ich die Jockeys noch wie es gewesen ist, und sie murmelten irgendwas zustimmendes. Stiffler und Daryl Gone Mad waren mittlerweile beide auf der Stufe A. Und während die beiden auf der Rennbahn waren, machte ich schon Zuckerschock und Priamos Ruffia Kincsem fertig. Zucker war mittlerweile auf S, Pria auf S*. Sie hatten beide schon Fohlen bekommen und sollten nun wieder ein wenig antrainiert werden. Zuckerschock sollte auf alle Fälle wieder aktiver im Sport laufen, bei Pria waren wir uns da noch nicht so sicher, ob sie in den Sport zurück sollte oder als Zuchtstute verblieb. Bis wir uns dahingehend geeinigt hatten, wurde sie wieder antrainiert. Schaden konnte das auf alle Fälle nicht. Die letzten beiden der Vollblütertruppe waren Firewalker, der auf S* war und Seattle Slew, der in der Klasse S lief. Firewalker hatte immer mehr abgebaut, was seine Rennleistungen angingen, so dass wir bei ihm wirklich am Überlegen waren, was wir mit ihm anstellen sollten. Auch heute kam er Seattle Slew nicht hinterher. "Bringt das noch was?", fragte ich einen unserer Jockeys und er überlegte kurz, schüttelte dann jedoch den Kopf. "Aber versucht es noch eine Weile. Wenn nicht, nehmt in aus dem Rennsport, ihr tut damit niemandem etwas gutes, wenn ihr ihn drin lasst.", sagte er und ich nickte. Na dann... aber wir hatten ein paar Top Nachwuchsrennpferde, die seinen Platz bestimmt schnell einnehmen würden.


      Manchmal, da musst du deinen eigenen Weg gehen.
      April 2018, by Veija

      Octavia
      "Raspberry... ich weiß nicht, was ich machen soll.", sagte ich zu meiner geliebten Stute und strich ihr über den Kopf. "Hier bleiben will ich nicht, aber weggehen kann ich nicht, oder?", fragte ich eher mich selbst als mein Pferd, welches mir eh nicht antworten konnte. Aus der Ferne konnte ich die Rennbahn sehen, auf der unsere Pferde trainiert wurden. Es sah so aus, als wäre Candlejack gerade dort. Es standen eine Menge Leute drum herum, so dass ich meine Stute wendete, und auf die Rennbahn zuritt. "Was gibts denn hier zu sehen?", fragte ich in die Runde der Mitarbeiter und sie blickten besorgt auf. "Wir wollten nur.. ähm..", da sah ich schon, was sie wollten. Drama Baby lag knapp hinter Jack und bemühte sich, dem Hengst hinterher zu kommen. "Wir haben nicht so früh mit dir gerechnet, Octavia. Bellamy hat das autorisiert... er meinte, die zwei könnten gegeneinander laufen." "Was ein Quatsch!", fluchte ich und fuchtelte mit den Armen herum, damit die beiden Jockeys signalisierten, dass sie die Pferde auslaufen lassen sollten, denn das hier machte in der Tat weder für Jack, noch für Drama einen Sinn. "Der bekommt gleich was zu hören...", fluchte ich und wartete, bis beide Pferde bei mir ankamen. "Ab sofort gehen die Vollblüter erst wieder auf die Bahn, wenn ich, und nur ich, das autorisiert habe. Mein lieber Bruder Bellamy hat ab heute nichts mehr mit den Rennpferden am Hut. Bringt sie weg, und versucht sowas bloß nicht noch einmal.", gab ich Anweisungen und ritt Raspberry zum Stall, wo ich sie einem Pfleger in die Hand drückte, der sie absattelte und auf die Koppel brachte. Die Lage hier spitzte sich immer wieder zu, Bellamy hatte zwar Ahnung von Westernpferden, aber mit Vollblütern kannte er sich nicht aus. Leider versuchte er es aber immer wieder, so dass wir immer wieder aneinander gerieten. Im Haus traf ich dann auf ihn. "Bellamy! Was in Gottes Namen hast du dir dabei gedacht, Drama Baby und Candlejack gegeneinander in einem Trainingsrennen laufen zu lassen! Ich hab das eben abgebrochen, ich dachte ich spinne!", fuhr ich ihn an und er tat, wie immer, als wüsste er von nichts. "Du... ich... ach..!", knurrte ich, fuhr mir einmal durch die Haare und ging, trotz Bellamys Versuchen, mich wieder zum Umdrehen zu bewegen, nach draußen. Dort schnappte ich einmal Luft, kam wieder ein wenig runter und hatte nun endgültig einen Entschluss gefasst: Ich musste hier weg. Mit meinen Pferden und mitsamt der Vollblüter, denn die würden nicht hier bleiben. Auf dieser Ranch war einfach kein Platz für zwei große Zuchten und Arten von Pferden. Irgendwer kam immer zu kurz.
      Am nächsten Morgen hatte ich mich an die Rennbahn gestellt und organisierte das Training. Ein richtiger Trainer fehlte mir zwar noch immer, aber ein wenig hatte ich mich in dem Genre eingelebt und wusste, wovon ich sprach. Nach und nach kamen die Pferde an die Bahn und die Jockeys fragten nach dem heutigen Training. "Candlejack warm reiten, eine halbe Meile im lockeren Galopp und dann zieh mal an, ich möchte mal schauen, was er kann.", sagte ich und schaute dem Training gespannt zu. Zwischen lockerem Galopp und vollem Galopp sah man bei diesem Hengst einen riesigen Unterschied. Er fegte nur so an mir vorbei, als ich die Zeit stoppte und zufrieden nickte. Ausbaufähig, aber mit das beste Pferd, was ich hier besaß. Dann war Wolfs Bane an der Reihe. "Nimm sie heute locker ran. Eine halbe Meile lockerer Galopp, viertel Meile anziehen, viertel Meile auslaufen lassen.", erklärte ich und stoppte auch bei ihr die Zeit, als sie die viertel Meile im vollen Galopp an mir vorbeischoss. Sie war leider sehr spät eingeritten worden und würde nie der Renncrack werden, aber für ein paar Rennen und Treppchen würde es reichen, das Potenzial eines ersten Platzes hatte sie vermutlich nicht mehr, aber man täuschte sich ja immer wieder in Pferden und ihrem Können. Nun kam einer meiner Lieblinge, Wildfire xx. Der Jockey war der selbe, wie eben bei Jack, also konnte ich ihm nochmal das Gleiche auftragen. Halbe Meile locker, halbe Meile volles Tempo. Wildfire war nicht nur mein Liebling, weil er schon ewig dazu gehörte, sondern auch, weil er mit das schnellste Pferd war, welches wir hier besaßen. Er war auch schon ein paar Distanzturniere gegangen und hatte sogar einmal den dritten und einmal den zweiten Platz gemacht, aber sein Zuhause war auf der Rennbahn. Auch seine Zeit war super, weshalb ich nun auf meinen Plan schaute, um zu sehen, welches Training Stiffler nun bekommen sollte. Ihn mochte ich auch sehr und er war mit Abstand das Vielseitigste Vollblut, welches wir hatten. Die Wahrscheinlichkeit, später aus ihm Vielseitigkeits- und Rennpferde zu ziehen, war sehr hoch. "Gleiches wie bei Wolfs Bane, lass es ihn heute locker angehen.", gab ich Anweisungen und schaute dem Training kurz zu, ehe auch schon Seattle Slew an der Bande stand. "Warmreiten auf der Bahn, viertel Meile lockerer Galopp, dreiviertel Meile durchstarten, viertel Meile auslaufen lassen. Power ihn heute mal ordentlich aus. In ein paar Wochen läuft er ein Rennen, dafür muss noch einiges getan werden.", sagte ich und schickte die Beiden auf die Bahn. Nun kam Stiffler wieder zurück und der Jockey übergab ihn einem Pfleger, ehe er PFS' Snap in Style in die Hand gedrückt bekam. "Stiff war heute nicht so gut in Form, vielleicht sollte er morgen mal Pause machen?", merkte der Jockey an und ich nickte. "Ist notiert.", sagte ich und schaute Seattle Slew zu, der heute wirklich sein Bestes gab. Fasziniert verfolgte ich den Galopper mit meinen Augen, ehe mich ein Räuspern aus den Gedanken riss. "Ja?", fragte ich und stotterte dann: "Oh... ja... Style.. ähm.. was haben wir letztes Mal gemacht?" "Fliegende Starts geübt." "Gut, das machen wir heute auch wieder. Galoppier ihn locker, starte dann, nimm ihn zurück und starte wieder. Mach das ein paar Mal dann geb ich dir Handzeichen, ob er heute noch rennt, oder ob wir es beim Starten belassen.", sagte ich und er nickte. Ich half ihm noch beim Aufsitzen und streichelte Style kurz über die Kruppe. "Braver Junge.", sagte ich und sah den Beiden zu. Wir hatten den Hengst aus England von Pineforest Stables und setzten wirklich große Hoffnungen in ihn. Naja, so ganz war er nicht aus England. Nur sein Vater kam von dort. Seine Mutter war unsere Supernova gewesen. Kurzzeitig hatte Style auch in England gelebt, war aber zusammen mit PFS' Blossom Magic wieder zurück zu uns gekommen. Style schlug sich gut bei den fliegenden Starts, so dass wir es für heute auch gut sein ließen. Ich winkte den Jockey ab und er kam zum Ausgang geritten. "Willst du ihn nicht am Wochenende am Rennen hier in Albuquerque anmelden? Der macht sich so gut, er soll das auch mal zeigen." "Findest du? Er ist noch nie eine längere Strecke gelaufen. Geschweige denn ein richtiges Trainingsrennen.. ich finde, in etwa einem Monat können wir darüber reden, aber noch nicht.", meinte ich und er nickte. Alle Jockeys hier hatten mehr Erfahrung als ich, doch sie respektierten meine Meinungen, denn mir lag eben auch das Wohl der Pferde am Herzen, und ich wollte meine Cracks nicht schon in jungen Jahren kaputt machen oder viel zu früh starten lassen. Das nächste Pferd war Firewalker. Bei ihm war ich mir absolut unsicher, was mit ihm passieren sollte. Ich hatte an einen Verkauf gedacht, aber die Jockeys meinten, ich solle ihm noch eine letzte Chance geben, bevor er als 'nicht-Rennbahn-tauglich' verkauft werden würde. Hier stand der Hengst nun mit meinem besten Jockey und bekam seine letzte Chance. "In die Startbox und dann gib alles, sonst geht er weg.", erklärte ich und schaute auf meinen Zettel. "Mach, dass er bleibt.", flüsterte ich leise und nur für mich, denn ich mochte Walker und wollte eigentlich, dass er blieb. Er stand in der Startbox, das Signal ertönte und die Tür flog auf. Walker kam besser weg als sonst und ich stoppte die Zeit, sah ihn an mir vorbeirauschen aber dann sogleich wieder langsamer werden. Ich schlüpfte unter dem Zaun durch und lief zu Pferd und Reiter. "Ist was passiert?", fragte ich geschockt und griff ins Zaumzeug. "Der hat schlicht und ergreifend keine Kondition mehr.", sagte der Jockey und ich ballte innerlich meine Faust. "Was haben die anderen denn mit ihm gemacht in letzter Zeit?", fragte ich ein wenig genervt und streichelte Walkers Kopf. "Bau seine Kondition nochmal auf, dann wirst du sehen, dass er rennen kann.", sagte der Jockey mir und klopfte mir auf die Schulter. "Du wirst es nicht bereuen.", sagte er und ging mit mir zusammen zum Ausgang. Wir hatten fast alle Pferde durch. Nun war Blossom Magic an der Reihe. Genau wie Style war sie ein Pineforest Stables Pferd und die Anlaufstelle, für hervorragende Vollblüter. "Halbe Meile halbes Tempo, halbe Meile volles Tempo.", gab ich meine Anweisungen und half dem Jockey auf den Rücken. Auch bei Drama Baby und Peacful Redemption verlief das Training ähnlich. Nur Daryl Gone Mad hatte heute Pause, denn er schien mal wieder eine Phase zu haben, in der er nicht so sonderlich fit war, was leider des Öfteren passierte. "Das wars dann für heute, danke Leute!", verabschiedete ich die Jockeys, denn sie hatten den Rest des Tages frei, bis sie am nächsten Morgen wieder auf der Matte standen. Für mich fing die Arbeit nun eigentlich erst an. Zu erst wollte ich nach meinen beiden Zuchtstuten schauen. Priamos Ruffia Kincsem und Zuckerschock. Bei beiden hatte ich nun entschieden, sie aus dem Rennsport zu nehmen und es bei Zuchtstuten zu belassen. Ich hatte genug gute Nachwuchspferde im Stall, dass es auf diese Beiden eben geldtechnisch nicht ankam.
      Auch bei den Jungpferden hatte sich einiges getan. Die kleine Truppe bestand mittlerweile aus: Sweet Revenge, Sir Golden Mile, Prias Colourful Soul, I've got a blue soul, It's me, Amira! und Culain. Diese sechs Pferde würden ebenso den Stall wechseln, wie ihre großen Verwandten es tun würden.
      Nun fehlten neben Raspberry noch meine Vielseitigkeitspferde und meine Freizeitpferde sowie die Jungpferde, die in diesem Stalltrakt beheimatet waren. Zu erst schaute ich also auf der Koppel vorbei, auf der sich Mystical Champion, Zoltaire, Dante's Wild Lady und Abe's Aelfric tummelten. Ich rief die Pferde kurz an den Zaun, streichelte sie und machte mich dann wieder auf in den Stall. Ich hatte hier schon einige Pferde umgestellt, so dass ich nun 12 Pferde hier stehen hatte. Angefangen bei Whiskey, der sich wirklich super machte. Raspberry stand schon nicht mehr im Stall, da ich sie heute morgen schon ganz früh bewegt hatte. Magic Lanijos und Free Willy waren auch nicht mehr hier, da auch sie schon von Pflegern auf die Koppel gebracht worden waren. Bei Whiskey übernahm ich dann kurzerhand das Ruder und brachte auch ihn raus. Dabei sah ich auch Flashlight, Samarra und Minnie Maus, die mit LMR Fashion Girl, Bree, Vin, Blazing Flame und meinem neusten Kauf Natsu's Little Harley über die Weide tobten. Auch sie würden alle mitkommen.
      Da ich heute keine Lust mehr auf sonstige Arbeit hatte, ging ich in mein Zimmer und an meinen PC, um mich nach Höfen umzusehen. Wichtig war eben genug Platz, und eventuell eine schon vorhandene Rennbahn. Ansonsten eben genug Fläche, um eine zu bauen. Tatsächlich fand ich ein passendes Grundstück in der Nähe von Albuquerque. Eigentlich hatte ich nicht hier bleiben wollen, aber ich mochte das Klima hier und so war ich nicht allzuweit weg von der Ranch und meinem Bruder. Ich hatte hier schließlich unter den Angestellten auch Freunde gefunden, die ich ungerne einfach zurück lassen wollte.
      Ich vereinbarte einen Termin und fuhr das Gelände anschauen. Es passte wie die Faust aufs Auge und schon am Abend war der Kauf abgewickelt. Manchmal, da muss man einfach seinen eigenen Weg gehen. Auch, wenn es einem zunächst schwer zu fallen scheint.
      Ich ließ den Kauf ein paar Tage sacken, ehe ich allen davon erzählte. Einige waren begeistert, andere wiederum gar nicht- Bellamy zum Beispiel. Aber er musste sich damit abfinden, denn es war das, was ich wollte. Und so kam es, dass wir, also meine Pferde und ich, zwei Wochen später das neue Gelände bezogen. Ein neues Zuhause, ein neuer Name, neue Mitarbeiter, neue Chancen.
      Willkommen auf der Blakes Farm und den Blakes Racing Stables.
    • AliciaFarina
      Galopprennen A - L
      Mai 2018, by Veija

      Octavia
      Ein Umzug bedeutete nicht gleich, dass die Arbeit liegen bleiben durfte. Schon seit einer geraumen Zeit trainierten meine neuen Jockeys mit den Rennpferden für die nächste Stufe. Heute war das letzte Training und ich wollte zuschauen, um die Zeiten zu stoppen und zu sagen, wie das Training im nächsten Monat weiter gehen sollte. Zur Zeit hatte ich hier auf der Farm nur Travis, der mir wirklich mit allem, was er hatte, zur Seite stand und mir half, wo er nur konnte. Heute morgen hatte er meinen Dienst übernommen und sich um Priamos Ruffia Kincsem und Zuckerschock gekümmert. Die Beiden waren von mir aus dem Rennsport gezogen worden und standen zur Zeit auf der Koppel. Bald würde ich jedoch anfangen, sie in der Dressur, im Springen und im Geländespringen zu trainieren. Denn nur für die Zucht waren sie auf jeden Fall zu wertvoll, sie konnten ruhig noch ein wenig selbst tun. Auch die Fohlen und Jungpferde, It's me, Amira!, Culain, I've got a blue Soul, Prias Colourful Soul, Sir Golden Mile und Sweet Revenge hatte er freundlicherweise schon gefüttert und gemistet und mir sogar Tasmania geputzt und fertig gemacht. Tasmania war mein neues Track- Pony. Sie war eine Quarab- Stute. Also eine Kreuzung aus Quarter Horse und Araber und selbst schon vereinzelt Rennen gelaufen, doch das war nicht ihre Welt gewesen. Ich hatte sie bei einem Rennen entdeckt und natürlich war mir ihre Farbe direkt ins Auge gestochen. Auch, dass ihre Besitzer absolut unzufrieden mit ihr waren. Ich hatte also ein Angebot abgegeben und sie auch tatsächlich sehr zügig gekauft. Kaum zu glauben, dass sie jetzt schon einen Monat bei uns war- und ich bereute keine Sekunde. Ich liebte dieses Pferd jetzt schon. Und auch Travis hatte sie lieb gewonnen. "Hallo meine Süße.", sagte ich und hielt ihr meine Hand hin, damit sie einmal daran schnuppern konnte. Ich stellte mich neben sie, gurtete nach und band sie los, ehe ich auf dem Hof aufstieg und zur Rennbahn ritt. Dort waren schon Wildfire xx, PFS' Snap in Style und Peacful Redemption auf der Rennbahn. Sie sollten im Galopprennnen heute auf die Stute A gebracht werden und es sah wirklich gut aus, auch wenn sie sie noch aufwärmten. Tassi merkte man an, dass sie sich an ihr altes Leben noch immer erinnerte, denn sie legte manchmal noch die Ohren an, wenn wir die Rennbahn betraten und schien sich daran zu erinnern, wie sie bei nicht betreten der Bahn ausgepeitscht und sogar schon misshandelt wurde. "Ist gut, Tassi.", sagte ich und klopfte ihren Hals, ehe ich sie nach rechts wandte und stehen blieb. Ich setzte mich aufrecht in meinem Westernsattel hin und sah den drei Hengsten zu, wie sie in die Startbox geführt wurden. "Ging es schon los?", kam auf einmal eine Frage wie aus dem Nichts, rechts von uns. Tassi riss den Kopf hoch und starrte Travis mit aufgerissenen Augen an. "Woah... du hast uns aber erschreckt. Aber nein, geht gleich los.", sagte ich und warf ihm zwei Stoppuhren in die Hand. "Wildfire und Schnappi, ich messe Clyde.", erklärte ich ihm. Er hasste noch immer Snap in Styles Spitznamen, doch damit musste er sich abfinden. Snap in Style war von Anfang an Schnappi für mich gewesen und so würde es auch bleiben. "Boxen zu und... los!", sagte ich und drückte auf den Knopf meiner Uhr. Eine Zeit lang sah es so aus, als würde Snap in Style ganz klar die Führung übernehmen, doch Wildfire holte auf und auch Clyde kam auf einmal wie von der Tarantel geschossen nach vorne. Wildfire schaffte es schließlich, als erster an uns vorbei zu rauschen, jedoch dicht gefolgt von Schnappi und Clyde. "Zeig mal die Zeit von deinen. Oh wow... die sind alle drei schon super gut!", freute ich mich und drehte mich einmal nach hinten um. Jetzt waren Candlejack und Daryl Gone Mad an der Reihe, ebenfalls auf Stufe A zu bringen. Auch sie waren schnell aufgewärmt und würden heute einen fliegenden Start machen, denn Daryl hasste die Startbox noch immer. Ab und zu ging er rein, aber heute war nicht daran zu denken. Ich stoppte dieses mal Jack, Travis Daryl. Beide Pferde schossen nach vorne und es war lange nicht klar, wer sich an die Spitze setzen würde. Beide Pferde waren wahre Kämpfer und konnten es nicht leiden, wenn sie verloren. Jack kam ein wenig eher ins Ziel, da Daryl nach ihm geschnappt hatte und so Zeit verloren hatte. "Mist..", murmelte ich, lenkte Tassi herum und trabte in die Richtung der beiden Pferde. "Halt Daryl das nächste mal ein wenig von Jack weg, damit er gar nicht die Chance hat, zu schnappen. Bei einem richtigen Rennen müsst ihr euch sofort an die Spitze setzen. In der Gruppe ist pure Hölle für unseren Braunen.", erklärte ich seinem Jockey und er nickte. Er ärgerte sich schon seit dem ersten Tag über Daryl, doch ich wusste, dass er dieses Pferd liebte, denn er liebte die Herausforderung und da war dieses Pferd genau das richtige für ihn.
      Es ging nun weiter mit den Stuten, die alle zusammen laufen würden. Drama Baby, PFS' Blossom Magic, Wolfs Bane und auch unsere neue Rappstute, Tigres Eye, sollten auf die Stufe A gebracht werden. Ich packte bei vier Pferden mit an und hielt mit Tassi Tigres Eye im Zaum, ehe wir sie in die Startbox brachten und dann im gestreckten Galopp zurück zu unserer Position ritten. Tassi liebte es auf der Bahn oder im Gelände zu galoppieren, aber sie war eben kein Rennpferd.
      "Travis stopp bitte Draga und Magic, ich hole unsere neue und Bane.", sagte ich und packte die vierte Stoppuhr aus meiner Jackentasche aus. Ich lief die ganze Zeit mit mindestens fünf Uhren über das Gelände, was oft für verwirrte Blicke sorgte, schließlich war Vollblütertraining immer nur morgens und nicht den ganzen Tag lang. Als alle vier Stuten in der Box waren, flogen die Türen auf und sie hielten das Feld sehr lange geschlossen, bis auf Wolfs Bane waren die Pferde sehr, sehr stark, was das Rennen anging. Bane war auch gut, jedoch hatten wir sie erst spät gestartet und sie brauchte eben einfach länger, so dass sie nach zweihundert Metern zurück fiel und das Tempo nicht mehr halten konnte. Ich stoppte trotzdem weiter, denn wir brauchten Zeiten, mit denen wir arbeiten konnten. Ich konnte am Ende gar nicht sagen, wer als erstes an uns vorbei geschossen war, aber die Zeiten waren bei allen drei Pferden super, bei Bane noch annehmbar und ausbaufähig.
      Auch Stiffler, der heute alleine laufen würde und L fertig gemacht werden sollte, machte sich super und lief eine gute Zeit. Seattle Slew, der nun seit heute auf Stufe S* lief, stand Firewalker ein wenig nach, denn dieser hatte sich auf der neuen Ranch wirklich aufgerappelt und lief nun S**. Ich freute mich riesig, dass alle Pferde sich hier so gut machten und blicke positiv auf die Zukunft.
    • AliciaFarina
      Alles beim Alten
      Juni 2018, by Veija

      Octavia
      "Hey Trav, wie weit bist du mit den Vollblütern?", fragte ich meinen bislang einzigen Angestellten und mittlerweile guten Freund Travis, der sich mit der Hand einmal die nasse Stirn abwischte und sich hinsetzte. "Die Jungpferde hab ich jetzt alle, stehen auf der Koppel. Also I've got a blue soul, It's me, Amira!, Prias Colourful Soul, Culain, Sir Golden Mile und Sweet Revenge. Des Weiteren stehen Priamos Ruffia Kincsem und Zuckerschock schon auf der Weide", erklärte er mir und schien stolz, sich endlich alle Namen merken zu können. "Und wie lief das Training heute morgen?", fragte ich ihn dann und er überlegte. "Ich war so frei und hatte mir Tasmania mit auf die Bahn geholt...", murmelte er nun etwas leiser, doch ich nickte nur. "Kein Problem, dafür haben wir sie ja.", meinte ich und forderte ihn dann auf, weiter zu erzählen. Candlejack und Daryl Gone Mad hatten heute ein gutes Traininsgrennen. Daryls Jockey hat ihn heute relativ eng an der Bande gehalten, seinen Kopf leicht seitlich, damit er nicht nach Jack schnappen konnte. Jacks Jockey hat ihn dementsprechend ein wenig außen gehalten, als es nötig gewesen wäre, doch sie haben ja noch eine Weile, bis sie sich wieder beweisen müssen. Vielleicht wäre es gut, Jack und Daryl ein paar Wochen einzeln laufen zu lassen, damit sich beide Jockeys nur auf ihre Pferde konzentrieren müssen und nicht noch aufpassen, dass Daryl niemanden beißt.", erklärte er mir und stand wieder auf, ehe er die Mistgabel wieder aufhob und weiter die Boxen ausmistete. Ich schnappte mir auch eine Gabel und ging in die nächste Box, um ihm ein wenig zu helfen. Dann erzählte er weiter. "Ich glaube als nächstes waren dann Drama Baby, PFS' Blossom Magic, Wolfs Bane und Tigres Eye dran. Wir hatten jedoch Drama und Blossi zusammen laufen lassen und Bane und Tigres Eye. Sozusagen die sehr guten Pferde mit den weniger Guten, denn Bane muss noch aufholen und Tigres Eye muss lernen, wie man rennt.", sagte er und kratzte sich dann am Kopf. "Oh.. ich hab ganz vergessen, Jack und Daryl waren gar nicht die Ersten heute morgen. Ganz am Anfang waren Wildfire xx, PFS' Snap in Style und Peacful Redemption an der Reihe. Ein sehr spannendes Rennen, denn sie sind alle drei wahnsinnig gut. Vielleicht haben wir doch bald einen Triple Crown Champion hier im Stall stehen.", schwärmte er und überlegte dann wieder, als ich ihn nur fragend ansah. "Stiffler, Seattle Slew und Firewalker haben sich auch gut gemacht.", antwortete er mir dann. "Das waren glaube ich alle.", sagte er und schaute mich an. Ich musste nun auch überlegen. "Ja, hast Recht. Waren alle.", merkte ich an und war auch schon mit der Box fertig, die ich angefangen hatte. "Ich geh dann mal noch rüber zum Nordstall. Wenn du fertig bist kannst du dazu kommen, dann machen wir einen Ausritt.", sagte ich ihm und er nickte, lächelte mir aber freudig hinterher. So langsam wurde er ein richtiger Pferdenarr... so langsam. Und er freute sich um jede Sekunde, die er im Sattel verbringen durfte.
      Im Nordstall angekommen schaute ich auf meinen ausgehangenen Plan, welches Pferd heute was machen sollte und was es zu fressen bekam. Noch waren alle Pferde im Stall, doch ich wollte sie jetzt nach und nach raus bringen. So holte ich als erstes meine beiden Wallache, Magic Lanijos und Zoltaire und brachte sie auf die Koppel. Es folgten die Jungpferde, Dante's Wild Lady, Abe's Aelfric und Mystical Champion. Alle Tiere freuten sich riesig, endlich auf der Koppel rennen zu dürfen und preschten im Eiltempo von mir weg. Blazing Flame, LMR Fashion Girl, Samarra, Vin, Bree, Crimetime, die seit kurzem wieder hier war, Minnie Maus, Natsu's Little Harley, Ocarina of Time, Empire of Grace, Free Willy und Whiskey kamen auch auf die Koppel. Lediglich Flashlight und Raspberry ließ ich in der Box und holte sie jetzt für unseren Ausritt raus. Ich putzte und sattelte sie und als ich damit fertig war, kam Travis die Stallgasse entgegen geschlendert. "Das hat aber gedauert, schau dich mal um, bis auf Boxen misten und füttern bin ich hier komplett fertig.", sagte ich lachend und drückte ihm Flashlight in die Hand. Zusammen gingen wir vom Hof, gurteten nach und stiegen dann auf. Eine ganze Weile waren wir im Gelände unterwegs und wir trauten uns heute sogar an den Galopp. Travis war sehr stolz auf sich und ich klopfte ihm beim Vorbeireiten auch auf die Schulter. "Das war ein guter erster Versuch, nicht auf der Bahn und nicht auf dem Reitplatz. Aber Berry und Light sind wahre Schätze.", sagte ich und stieg vor dem Stall ab. Travis tat es mir gleich und so sattelten wir die Pferde im kühlen Inneren des Stalls ab, ehe auch die letzten beiden Pferde dieses Stalles auf die Koppel konnten. Dann machten Travis und ich uns daran, die restlichen Boxen zu misten, ehe wir uns den verbliebenen Tag frei nahmen und tatsächlich zusammen ins Schwimmbad fuhren.

      Dezember 2018, by Veija
      Kurzer Pflegebericht für
      Priamos Ruffia Kincsem, BR Prias Raveday, Drama Baby, I've got a blue soul, Tigres Eye, Prias Colourful Soul, Tasmania, Candlejack, Culain, Daryl Gone Mad, Peacful Redemption, PFS' Snap in Style, Wildfire xx, Magic Lanijos, Raspberry, Empire of Grace, Mystical Champion und Whiskey, BR Princess Peppy Gaia, Moon's Gealach, Cleavant 'Mad Eyes', GRH's Princess Peppy Ann, Ceara Isleen, Baby Doll Melody, A Shining Chrome, Pocahontas, Náttdís van Ghosts, Citizen Fang, Skrúður, Thjalfe van de Jötunheimr, Fenicio, Lajos, Myrkvidr, Whinney, Atlanta, Heretic Anthem, Ghost's Phenomena, Zoltaire, Blazing Flame, Zuckerschock, LMR Fashion Girl, Samarra, It's me, Amira!, Vin, PFS' Blossom Magic, Bree, Crimetime, Dante's Wild Lady, Wolfs Bane, Natsu's Little Harley, CHH' Mr. Buckminster, Ocarina of Time, Abe's Aelfric, Free Willy, Firewalker, Seattle Slew, Sir Golden Mile, Stiffler, Sweet Revenge

      Viel zu tun gab es auf einer Ranch immer. Und so konnte es passieren, dass man so viel zu tun hatte, dass man der Arbeit gar nicht mehr hinterher kam. So eine Zeit war in letzter Zeit gewesen. Nichts klappte so, wie es klappen sollte und nichts blieb so, wie es bleiben sollte.
      Den Pferden ging es gut, keine Frage. Sie genossen ihre Pause auf der Koppel und fraßen sich die Bäuche rund. Jetzt, da das Jahr fast zu Ende war, und das neue schon in den Startlöchern stand, wurde man träger, schwerfällig. Man machte Pläne für das kommende Jahr, ließ das laufende jedoch ganz außer Acht, irgendwie.
      Auf ein neues und hoffentlich erfolgreiches Jahr.

      Dein Geschenk zu Weihnachten Teil I
      Dezember 2018, by Ravenna & Veija

      Caleb
      Seit dem Unfall von Ylvi war einige Zeit vergangen. Genauer gesagt drei Wochen. Am letzten Wochenende war Betsys Turnier mit Black Sue Dun It gewesen und… sie hatte das Ding gerockt. Die anderen Mädchen hatten mit heruntergefallenen Kinnladen am Zaun gestanden, während ich das Mädchen überschwänglich aus dem Sattel gehoben, uns einmal um die eigene Achse gedreht und dann wieder aufs Pferd gesetzt hatte. Beim Pole Bending hatte sie den ersten Platz mit Sue gemacht und die anderen wirklich hinter sich zurückgelassen. “Damit hab ich nicht gerechnet.”, hatte sie gelacht und fast angefangen zu weinen. Ich hatte sie gedrückt und ihr versichert, dass sie den ersten Platz verdient hatte und die anderen sich bestimmt nicht mehr über sie lustig machen würden. Dem war jedoch nicht so, leider. Am Mittwoch war die Kleine todtraurig aus der Schule gekommen. Sie wurde geärgert, weil es nicht ihr eigenes Pferd gewesen war. Pferde leihen konnte schließlich jeder. Meine Überlegung war es nun, ihr Sue zu schenken. Naja, zumindest zur Hälfte. Aber das musste ja niemand wissen- niemand außer Bellamy, denn dem gehörte das Pferd ja- und genau in dessen Büro saß ich gerade. Bellamy war mal wieder hinter einem Stapel Papier verschwunden und konnte mich eigentlich gar nicht wirklich sehen. “Du… solltest jemanden einstellen, um den Papierkram zu machen. Unser Heu wird auch knapp, von der Einstreu brauch ich gar nicht erst anzufangen…”, sagte ich und erkannte dann ein paar schwarze Locken, die hinter dem Papierberg herausschauen. “Wenn ich hier mal Ordnung reinbekommen würde, dann wüsste ich das. Und dann wüsste ich auch, wie viel Geld wir diesen Monat noch übrig haben, um solche Dinge zu kaufen.”, murrte er und ich verschränkte meine Hände hinter meinem Nacken. “Naja, dann such dir einfach mal Hilfe. Hier auf der Ranch rennen genug Menschen rum- und ansonsten frag doch einfach O. Sie bekommt das drüben ganz alleine mit Travis auf die Reihe.”, lachte ich und verstummte sofort wieder, als mein Gegenüber mir einen Blick zuwarf, der keine Fragen offen ließ. “Apsopos O… sie möchte wieder zu uns kommen. Sie verkauft zur Zeit einige Pferde und auch die Ranch.” “Aber was ist denn aus ihren Rennpferden geworden?” “Hat sie noch, zumindest eine Handvoll davon. Die würden mit ihr zurückkommen.” “Und die Sportpferde?” “Na, von irgendwas muss sie sich doch trennen, wenn sie verkleinern will.”, lachte Bellamy nur. “Ja dann kann sie ja den Papierkram erledigen.”, scherzte ich und Bellamy nickte. “Aber nicht für allzu lange.”, sagte er und ich schaute ihn fragend an. “Nicht?” “Nein.” Damit war das Thema beendet.
      “Bell… was ich eigentlich wollte.. Betsy war so gut am Wochenende auf Sue, da wollte ich dich einfach fragen, ob wir sie ihr nicht schenken können. Nicht ganz, nur 50%. Aber dann kann sie diesen dämlichen Gören sagen, dass das Pferd ihr gehört.”, schlug ich ihm vor und er nickte. “Wenn du das für richtig hälst, ist es okay. Kannst sie ihr ja zu Weihnachten schenken, ist ja bald. Aber ich wette, sie hätte lieber Blue genommen.” “Oh nein, den geb ich nicht her. Und ja, zu Weihnachten ist eine gute Idee!”, sagte ich lachend und stand auf. “Ach, ehe du gehst.. schau nochmal nach Ylvi, sie hat nach dir gefragt.” Ich nickte, drehte mich um und verschwand aus dem Zimmer. Ylvi… Sie lebte jetzt hier im Haupthaus, nicht mehr drüben bei mir. Irgendwie hatte das unsere… Beziehung auf Eis gelegt. Ich besuchte sie nicht oft, blieb selten länger als eine halbe Stunde und redete nicht viel. Ich erzählte ihr, wie mein Tag gewesen war, was ich gearbeitet hatte und was ich am nächsten Tag arbeiten würde. Mein Weg führte mich auch direkt nach draußen auf den Hof, wo ich mich auf Smart Lil Vulture setzte, den ich vor der Tür angebunden hatte, und in Richtung der hinteren Koppeln ritt. Ich blickte noch einmal zum Haus zurück und wurde das Gefühl nicht los, dass mich jemand beobachtet hatte.

      Ylvi
      Wie ein Idiot stand ich am Fenster, spähte durch die Gardinen und sah Caleb auf Vulture verschwinden. Der Hengst hatte sich wirklich gemacht. Wie oft hatte ich Caleb bei der Arbeit mit dem Hengst beobachtet in diesem Sommer. Es ging auf den Winter zu, wenn auch hier noch immer fast angenehme 11 Grad herrschten.
      Nach der OP waren meine Eltern in den nächsten Flieger gestiegen um mich hier zu besuchen. Mein Vater hatte belustigt festgestellt das meine Schwäche für Rappschecken kaum zu übersehen war. Meine Mutter hatte das ganze weit weniger gut aufgenommen. Nach einer Woche waren sie verschwunden, ich wurde allein gelassen. Mal abgesehen davon, dass Bellamy neben der Büroarbeit wirklich oft herein kam um unter Kontrolle zu haben das ich mich nicht weit aus dem Bett oder dem Zimmer bewegte. Zweimal am Tag hieß es den Verband zu wechseln, bei der Aufgabe unterstützte mich eine mobile Krankenpflege. In den ersten zwei Wochen hatte ich auch nicht viel getan als geschlafen oder gegessen.
      Abwechslung boten die Besuche von Louis. Neben der Tätigkeit in seiner eigenen Bar, kam er oft vorbei um mir Gesellschaft zu leisten. Manchmal begleitete ihn auch seine Schwester Lilly, die mir mit ihrem losen Mundwerk dazu verhalf meine dunklen Gedanken für einige Stunden zu verbannen. Sie kutschierte mich auch gern in einem Rollstuhl über die Ranch, denn noch war ich selbst zu schwach auf den Beinen. Außerdem bewegten sie meine Pferde, dafür war ich ihnen am meisten Dankbar. Mit Inyan hatte Louis natürlich keine Probleme, mit Ravn verhielt es sich da etwas anders. Am dritten Tag nachdem Caleb mich zur Ranch zurück genommen hatte, war er nach einer missglückten Trainingseinheit von dem Wallach zu mir hinauf gekommen. In der Zeit bewegte Lilly gerade Lady Gweny im Gelände. Ich musste lächeln als er mir berichtete das der Wallach sich bei ihm keinen Zentimeter vom Aufstiegsblock fort bewegt hatte. Daher hatte er beschlossen den eigenwilligen Valravn nicht zu bewegen. Mit Fylgia hatte er sich ein wenig vor der Kutsche vergnügt, da er selbst zu groß war um die zierliche Stute zu reiten. Auf einem dieser Ausflüge hatte er mich gestern mitgenommen, in eine dicke Decke gehüllt hatte er mich aus dem Haus getragen und hatte beschlossen wir machen eine kurze Tour um die Koppeln der Ranch. Als wir im gemächlichen Schritt wieder die Ranch betraten kam uns ein reitender Caleb entgegen. Die Worte die er an Louis richtete verstand ich nicht - es war Lakota - aber den Unterton von unmut vernahm ich deutlicher darin. Mir war ein bisschen unbequem zumute auf meinem Sitz...noch hatte ich keine sonderliche Erlaubnis für große Ausflüge draußen. Obwohl Caleb nicht oft zu mir kam - dieser Teil schien ihm nicht entgangen. Dann gab er dem Pferd unter sich einen Wink los zu laufen, als er auf meiner Höhe war, zog er sich leicht am Hut, nickte und ein feines Lächeln zuckte über seine Züge. Dieser Tage wurde ich nicht schlau aus ihm, aber war ich das je?
      Noch verblüffter war ich als ich sah welches Pferd er da ritt. Es war Ravn! “Hast du ihn darum gebeten?” flüsterte ich zu Louis, der nur den Kopf schüttelte. Ich lächelte in mich hinein...also war Caleb womöglich von allein auf die Idee gekommen. Zwischen all seinen Aufgaben nahm er sich tatsächlich die Zeit meinen Wallach zu reiten.
      Langsam kehrte ich aus meinen Gedanken ins hier zurück, löste mich vom Fenster, griff nach meinen Sachen um hinunter in das Bad zu gehen. Nach dem Wechsel des Verbandes wollte ich eine schnelle Dusche nehmen. Danach lief es wohl darauf hinaus das ich versuchte gemeinsam mit Bellamy Herr seines Chaos zu werden. Kleine Aufgaben konnte ich zumindest wieder erledigen.

      Caleb
      Mein Tag war mal wieder so voll gepackt mit Aufgaben gewesen, dass ich es erneut nicht geschafft hatte, bei Ylvi vorbei zu schauen. Nun war es schon fast neun Uhr und das Feierabendbier rief nach mir.
      Nach meinem seltsamen Gespräch mit Bellamy heute Mittag war ich mit Vulture zu den Koppeln geritten, wo ich einen neuen Zaun ziehen sollte. Das Equipment hatte ich mir am Morgen mit dem Traktor schon her gefahren, angefangen zu arbeiten hatte ich allerdings noch nicht. Ich band den Hengst an einem Zaunpfahl an und ließ ihn grasen, während ich anfing, den Zaun zu ziehen. Zwischendurch machte ich immer mal wieder eine kurze Pause, um etwas zu essen oder einen Schluck zu trinken. Gegen vier Uhr musste ich dann zurück zur Ranch- Reitstunde mit Betsy und Sue. Sie hatte zwar Blue reiten wollen, aber Gun and Slide war kein Pole Bending Pferd und sie wollte ja in dieser Disziplin besser werden.
      So hatte ich ihr beim Satteln geholfen und die Stute abgeritten. Sue war im Moment so voller Energie, dass ich sie lieber selbst abritt, bevor ich Betsy auf ihren Rücken ließ. Warum Sue im Moment so ein Energiebündel war, konnte ich nicht sagen. Auf jeden Fall meinte sie heute buckeln zu müssen, was ihr allerdings nichts als Ärger mit mir einbrachte. Betsy hatte sich zerknirscht an den Zaun gestellt, weil ich die Stute heute anders anpacken musste als sonst und keinen Ton zu mir gesagt, als sie an der Reihe war. Sue hatte stark schnaufend und verschwitzt da gestanden, doch das hatte sie sich selbst zuzuschreiben. Ein Glück für sie, dass ich sie nicht turniermäßig vorstellte, denn sonst wäre das richtige Training ähnlich verlaufen.
      Bei Betsy konnte sie jetzt jedoch wirklich entspannen. Schritt und viel Trab, dann erst Galopp. So übten die Beiden ganz in Ruhe und ich musste ihnen nicht viele Verbesserungen oder Kommandos entgegen rufen. Kurz vor fünf war die Sonne schon untergegangen, jetzt hatten wir halb sechs. Zum Glück besaßen wir große Strahler, die den ganzen Platz erleuchteten. Es war jedoch kälter als die letzten Tage, zumindest der Wind fühlte sich kälter an. “Wir lassen Sue heute im Stall, leg ihr auch eine Abschwitzdecke drauf, nicht dass sie krank wird.”, hatte ich zu Betsy gesagt und hatte mich dann an meine eigentliche Arbeit begeben. Boxen misten. Natürlich hatte niemand es für nötig gehalten meinen Part zu übernehmen, während ich auf der Koppel Zaunpfähle eingeschlagen hatte. Von halb sechs bis halb neun hatte ich also im Stall gestanden und Mist geschaufelt. Dann war ich nach drinnen gegangen, unter die Dusche gesprungen und auf die Couch gefallen.
      Kurz seufzte ich. Ein wenig vermisste ich Ylvi hier schon. Ob ich sie doch besuchen gehen sollte? Ich kramte mein Handy raus und schrieb ihr eine kurze Nachricht, ob sie noch wach sei und ob ich noch kurz rüberkommen konnte. Insgeheim hoffte ich fast auf ein nein, aber irgendetwas zog mich doch zu ihr. Wie konnte das, was wir hatten, durch ihren Umzug ins Haupthaus so… kaputt gegangen sein? Ich schüttelte den Kopf und wollte so die Gedanken vertreiben. Ein arbeitsreicher Tag lag hinter mir und ich hatte keine Lust, darüber nachzudenken. Jetzt zählte die Ruhe und das Bier und…. mein vibrierendes Handy.

      Ylvi
      Nachdem ich Bellamy geholfen hatte ein wenig seines Chaos zu beheben - er hatte tatsächlich beinahe vergessen den Mitarbeitern ihren Lohn zu zahlen, hatte ich mich in das untere Zimmer zurück gezogen. Dort stapelten sich Bücher an der Wand, genau mein Gebiet. Nun saß ich bereits eine gute Stunde auf der kleinen Couch las, als ich bemerkte wie mein Handy blinkte. Ich entsperrte den Bildschirm, Calebs Name leuchtete bei WhatsApp in der Beschreibung. Ich sah nur die Hälfte der Nachricht. Mein Herz wummerte...ich legte es beiseite, versuchte zu ignorieren das er mir geschrieben hatte. Las ein, zwei Sätze nahm gar nichts auf von dem was die Worte mir erzählten.
      Dann ergriff ich doch hektisch mein Telefon, öffnete den Chat und las seine Frage. “When your not sleeping, shall I come?” stand dort. Mein Daumen rief die Tastatur zum Vorschein. Ich tippte ein einfaches “Sure” ...löschte dann den text, schloss das Handy wieder. Ich starrte an die Wand, während ich spürte wie mir heiß und kalt zugleich wurde. Es war fast zwei Wochen her seitdem ich ihn in Natura und vor allem allein gesehen hatte. Ich sah hinab auf mein Handy im Schoß, welches mir nun den Blick auf die Seiten des Buches versperrte. Erneut öffnete ich den Chat. Sah auf die Buchstaben der Tastatur die wieder aufgeploppt war. Ein leichtes Lächeln huschte über mein Gesicht, dann tippte ich den kleinen Text und verschickte ihn mit klopfendem Herzen. Dann ließ ich mein Handy wieder in der Tasche verschwinden, nicht ohne die Vibration wieder einzustellen. Mit dem Buch in der Hand verschwand ich schließlich in das Zimmer im hinteren Teil des Hauses. Von hier hatte ich einen guten Blick auf das Gästehaus. Ich schaltete das Licht nicht ein, entzündete nur die vier großen Kerzen und meine kleine Nachttischlampe. Mehr Licht benötigte ich jetzt nicht. Auf das Buch würde ich mich ohnehin nicht konzentrieren können. Aufgeregt wie ein Kind zu Weihnachten konnte ich gar nicht richtig still halten.

      Caleb
      Ich hatte ein paar Schluck aus der Bierflasche getrunken und mein Handy auf die Couch gelegt. Eine ganze Zeit lang passierte nichts. Als es dann vibrierte und die Antwort von Ylvi erschien musste ich herzlich lachen. “Don’t forget the beer.”, stand dort geschrieben. Vergiss das Bier nicht.. typisch Ylvi. Ich stand auf, schnappte mir meine Flasche und stellte unwillkürlich fest, dass ich dort noch eine stehen hatte. Wir hatten oft hier zusammen gesessen und ein Feierabendbier getrunken, dass ich es mir wohl angeeignet hatte, immer zwei mit ins Wohnzimmer zu bringen. Da Ylvi schon eine ganze Weile weg war, war dies mir schon lange nicht mehr passiert. Heute schien ich jedoch mit den Gedanken eh nicht bei der Sache zu sein. Wann hatte ich Ylvi das letzte Mal alleine getroffen? Vor einer Woche? Vor zwei Wochen? Ich wusste es nicht mehr.
      Kurz föhnte ich mir durch meine blonden Locken, ließ den Hut bewusst auf der Kommode liegen, zog nur meine Stiefel und meine Jacke an und ging langsam rüber zum Haupthaus. Es war mittlerweile halb zehn, ein paar der Arbeiter waren schon in den Betten und auch der Großteil des Haupthauses war dunkel. In Ylvis Zimmer brannten ein paar Kerzen, kein Licht. Fragend schaute ich zu ihrem Fenster rüber, grinste dann jedoch nur kopfschüttelnd und setzte meinen Weg fort.
      Im Haus angekommen zog ich die Stiefel aus, hängte meine Jacke auf und ging mit den zwei Bierflaschen in der Hand zu ihrem Zimmer. Ich klopfte und ging dann rein. “Hey.”, sagte ich leise und schloss die Tür hinter mir. Ylvi stand von ihrem Bett auf, kam auf mich zu, erwiderte meinen Gruß und streckte sofort die Hand nach dem Bier aus. “Jaja. Darfst du sowas überhaupt schon wieder trinken?”, fragte ich sie und reichte ihr die noch geschlossene Flasche, ehe ich an meiner Offenen nippte.

      Ylvi
      Wie alt war ich? 23! Und wieso hatte ich verdammt nochmal schwitzige Hände? Ich fühlte mich etwa um 10 Jahre jünger. Zum Kotzen. Ich hätte gern Caleb auf dem Absatz umgedreht aus der Tür hinaus befördert und versucht nie wieder an ihn zu denken. Stattdessen ging ich auf ihn zu, griff nach dem Bier das er mir entgegen reichte. Auf seine Frage zuckte ich mit den Schultern “Zumindest nehm ich keine Medikamente mehr die sich damit nicht vertragen.” ich hatte auch kein offizielles Verbot nach Alkohol bekommen. Zumindest nicht das ich wüsste. Da es in diesem Zimmer keine Couch gab die ich zum sitzen hätte anbieten können nahmen wir auf dem Bett nebeneinander Platz. Caleb sah fertig aus, hob jedoch sein Bier und leise klirrten unsere Flaschen gegeneinander. “Ich hatte bisher gar keine Gelegenheit dir zu danken das du Ravn bewegst. Ich hab dich schon zweimal dabei gesehen. Das du zwischen deinen ganzen anderen Aufgaben noch dazu kommst ist wirklich nett. Wird Zeit das Bellamy endlich ein paar andere Helfer einstellt. Waren die Bewerbungsgespräche dahingehend eigentlich erfolgreich? Das hab ich gar nicht so mitbekommen in der letzten Zeit.”
      Ich war mir der Nähe zwischen uns bewusst, jedoch berührten meine Füße kaum den Boden, die Haltung nach vorn gebeugt war nicht ganz gut. Also musste ich von ihm abrücken, mir eines der Kissen in den Rücken legen und mich anschließend dagegen lehnen. Vielleicht hatte ich es mit meiner Aktivität heute ein wenig übertrieben.

      Caleb
      Auf ihre Aussage mit den Medikamenten zuckte ich nur die Schultern. “Okay, nicht dass ich dich hier noch vergifte.”, lachte ich und wir tranken eine Weile schweigend unser Bier. Wir setzten uns auf ihr Bett. Unser Wohnzimmer mit der Couch drüben im Gästehaus vermisste ich jetzt schon. “Oh ja, Ravn.”, sagte ich als hätte sie mich von irgendwo zurück ins hier und jetzt geholt. “Ja, Arbeit hab ich genug, du willst gar nicht wissen was ich heute alles gemacht habe.”, grummelte ich und antwortete ihr zunächst auf ihre Frage. “Ja, einen hab ich eingestellt. Naja, Bellamy. Aber ich wollte ihn. Cayce, hat auch ein Pferd dabei. Whitetails Shortcut. Shorty. Tolles Pferd, bin den mal auf einem Rodeo geritten, aber das ist eine lange Geschichte.”, sagte ich nur und nippte wieder an der Flasche. Ylvi setzte sich um und auch ich stand vom Bett auf, ehe ich mich auf den Stuhl daneben setzte. “Das Bett ist echt wahnsinnig unbequem.”, sagte ich zu ihr und erhaschte noch einen kurzen Moment ihres verwirrten Gesichtsausdruckes, ehe sie mich wieder normal ansah. “Und ja… Cayce greift mir hier jetzt schon wahnsinnig unter die Arme. Er ist auch Trainer, hilft mir bei den Reiningpferden. Ich würde die gerne nächstes Jahr aktiver vorstellen. Wir haben so gute Nachzuchten und auch ältere Hasen hier, die gehören in die Arena, nicht auf die Koppel.”, erklärte ich ihr und sie nickte verständnisvoll. “Aber heute war nicht mein Tag.”, seufzte ich schließlich und fuhr mir einmal durch die Locken. Sie waren lang geworden, fielen nicht mehr sonderlich hübsch nach unten. Ylvi sah mich auffordernd an, weshalb ich zu erzählen anfing. “Angefangen hat der Tag damit, dass ich mir Zaun und Draht zu einer der Koppeln gefahren habe, um dort zu arbeiten. Ich hatte was vergessen, kam zurück und bin dann zu Bellamy gegangen, weil er kurz Zeit hatte. Hab ihn gefragt ob wir nicht Betsy die Stute Sue schenken können zu Weihnachten. Naja, zumindest 50%. Weil sie immer so von den anderen geärgert wird und dann kann sie sagen, das Pferd gehört ihr. Vielleicht lassen die anderen sie ja dann in Ruhe?” Ylvi nickte. “Dann hab ich mir Vulture geschnappt, bin zur Koppel zurück und.. achja, O kommt zurück hier her. Aber vielleicht hat Bellamy dir schon davon erzählt? Auf jeden Fall… zur Koppel zurück und hab da gearbeitet. Ganz fertig bin ich nicht, muss da morgen nochmal hin. Hatte dann Reitstunde mit Betsy und Sue und bei Gott… dieses Pferd. Keine Ahnung was sie hatte, aber ich musste sie heute so hart anpacken, das kenn ich gar nicht von ihr. Betsy stand dann auch in der Ecke und hat kein Wort mehr zu mir gesagt. Glaube das gibt Probleme, wenn die Stute ihr.. halb ihr.. gehört. Aber naja.. dann habe ich Boxen gemistet. Hat ja keiner für nötig gehalten das zu tun, während ich Zaun machen war. Dann war ich duschen, saß auf der Couch und bin nun hier- morgen wird vermutlich nicht besser, denke das Heu kommt dann und wer lädt es ab? Ich…”, grummelte ich und nahm noch einen Schluck Bier. So viel hatte ich in den letzten Wochen nicht mit Ylvi geredet, weshalb sie jetzt leicht erschlagen in ihrem Bett saß. Zumindest hatte ich das Gefühl, dass es so war.

      Ylvi
      Ich schwieg einen Moment, ordnete die Fülle an Informationen, überlegte auf was ich darauf als erstes Antworten sollte. Ich hatte dabei einen dümmlichen Gesichtsausdruck, ganz sicher. Caleb grinste erst, lachte dann ein wenig. Ich erwiderte. “Wo ist nur der verschwiegene Cowboy hin?”, legte dann die Hand auf den Mund. Wie im Chat die Affen Smileys. “Daran bist du Schuld.” das klang beinahe verwegen wie Caleb es sagte. “Ich freue mich aber das du zumindest etwas Unterstützung durch Cayce hast. Die Idee für Betsy ist großartig! Kinder können so abartig zueinander sein, vor allem Mädchen in dem Alter. Dabei hat sie die Pubertät noch vor sich. Ich denke ein Pferd kann ihr dabei helfen sich zu entwickeln. Außerdem bist du als Trainer dann ja nicht aus der Welt...oder eben Cayce. Ich hab dich heute morgen bei Bellamy gesehen. Ist doch sicherlich ätzend ständig ihn fragen zu müssen? Bei all den guten Ideen und Plänen die dir so vorschweben.” Caleb war Vorarbeiter der Ranch, hatte viele der wichtigen Aufgaben der Ranch übernommen. Machte die Dienstpläne, das Futtermanagement. Im Grunde fehlte nicht viel zu dem Punkt das er alles auf der Ranch bestimmte. Trotzdem war der Name der Ranch Blakes Crow Meadow und die finale Entscheidung wurde stets von Bellamy getroffen. Dieser hatte mir jedoch, nicht gerade durch die Blume, zu verstehen gegeben das ihm die Aufgabe über den Kopf wuchs. Auch die Rückkehr von O würde nicht viel ändern, denn sie hatte nicht vor in die Ranch ihres Bruders einzusteigen. Ganz freiwillig kam sie wohl auch nicht zurück, wenn ich es nicht falsch verstanden hatte. Bellamy wusste das er sich etwas überlegen musste, wenn die Ranch in geordneten Bahnen weiter laufen sollte. Ich hatte die Rechnungen gesehen, das Chaos...und fragte mich in welchen Zügen Caleb über das Problem überhaupt Bescheid wusste.

      Caleb
      Meine Bierflasche neigte sich dem Ende zu und auch die Uhr schritt Stück für Stück voran. Lange würde ich wohl nicht mehr hier bleiben, genoss die Gesellschaft von Ylvi nun doch in vollen Zügen. Sie hatte mir gefehlt. Und sie fehlte mir verdammt nochmal drüben im Haus auch. Aber ihr das zu sagen? Das war nicht ich. “Oh ja und frag mich erst mal. Cayce ist ein wahnsinnig guter Reiter. Vielleicht können wir zusammen nochmal anfangen zu Ropen!”, erklärte ich ihr stolz und sah auch bei ihr ein Lächeln aufflackern. Sie wusste, wie sehr ich das Lassoschwingen liebte, hatte es aber eine ganze Weile nicht mehr tun können. Nur vom Bullenreiten hielt ich mich fern. Auf einen Bronc würde ich bei Gelegenheit bestimmt nochmal steigen. “Und mit Betsy glaube ich auch.”, sagte ich ihr dann. “Und eigentlich kann ihr hier jeder auf der Ranch helfen. Hier rennen genug Trainer und Leute mit Ahnung rum.”, lachte ich. Dann seufzte ich abfällig. “Es ist ätzend. Einerseits bin ich die Nummer eins auf dem Hof, was die Arbeit angeht, andererseits muss ich für jede Erlaubnis zu Bellamy rennen und ihn anflehen, etwas neues kaufen zu dürfen. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie anstrengend das ist.”, erklärte ich ihr und drehte die Bierflasche in meiner Hand hin und her, ehe ich den letzten Schluck daraus trank. “Ich bin froh, dass er es geschafft hat, das Heu zu bestellen. Kommt ja nun zum Glück morgen, viel ist nicht mehr da. Viele Pferde fressen eben viel.”, sagte ich und stand auf, streckte mich kurz. “Ich würde gleich auch wieder gehen. Es war ein langer Tag.”, meinte ich beiläufig, setzte mich jedoch wieder hin und stellte die Flasche auf den Boden. So ganz war ich noch nicht vom Gehen überzeugt.

      Ylvi
      Ich verschwieg ihm besser das ich das Heu bestellt hatte...nach der enormen Hitze des Sommers war es gar nicht einfach gewesen einen guten Händler aufzutreiben. In einer besseren Gegend hätte man das Heu selbst machen können. Dazu gab es in New Mexico allerdings keinerlei Chance. “Ich bin Bellamy die letzte Zeit ein wenig zur Hand gegangen, dem wird langsam klar das er sich mit der Ranch vielleicht übernommen hat. Ich denke er ist heilfroh, dass du ihm den Arsch rettest, wirklich. Das würde er so vielleicht nicht sagen...aber als Außenstehende kann ich das denke ich ganz gut beurteilen.” ich lächelte ihn an...das war ein insgeheimes Lob an ihn. Bekam er nicht oft. Das Konzept der Ranch war gut...nur Lage, Planung und Ausführung haperten. Ich hatte nicht viel Ahnung von Marketing, aber so steuerte Blakes Crow Meadow deutlich in die Pleite. Bellamy hatte angedeutet einige Pferde verkaufen zu müssen. Ein Blick auf den Bildschirm des Handys zeigte, das Mitternacht unaufhörlich näher rückte. Ich hatte nicht einmal die Hälfte meines Bieres getrunken, durch das Halten in meiner Hand war es nun auch schon warm. Das zur Seite beugen um es auf dem Schrank neben dem Bett abzustellen gestaltete sich als schwieriger. Bei der zu schnellen Drehung des Oberkörpers zuckte ich zusammen, konnte den Handgriff zur Narbe nicht vermeiden und atmete zischend ein. “Manchmal vergess ich das.” Caleb hatte reagiert, war aufgesprungen, nahm das Bier aus der Hand und stellte es zur leeren Flasche auf den Boden. Er sagte nichts, sein Blick hatte jedoch etwas tadelndes...es war der verkniffene. Genau der selbe den ich so oft bekommen hatte, wenn im Unterricht nicht alles lief wie es sollte. Er saß nicht wieder auf dem Stuhl sondern hatte sich auf die Bettkante gesetzt. Ich wollte nicht das er ging...das Wort “Bleib” blieb mir jedoch in der Kehle hängen, es kam mir einfach nicht über die Lippen. Ich wollte ihm nicht zeigen wie sehr ich ihn vermisst hatte. Dabei war es nur ein verdammtes Wort! Er schien meinen Konflikt zu spüren, anders konnte ich es mir nicht erklären. Sein Blick hatte meinen fixiert. “Ja bitte?” Ich spürte das Herz schneller schlagen in meiner Brust. Wie sollte ich sagen was ich wollte. Ich hatte die letzten Wochen beschissen geschlafen...die andere Seite meines Bettes schien so verdammt leer. Ich konnte selbst nicht fassen in welch kurzer Zeit ich mich daran gewöhnt hatte jemanden neben mir zu haben. Bei Max hatte ich es gehasst...nicht schlafen können eben, weil er neben mir lag. Jetzt allerdings, konnte ich teilweise nicht schlafen eben, weil niemand...jemand nicht neben mir lag. Und ich hasste diese Abhängigkeit. Wann zum Teufel war das passiert? Das war nicht in meinem Plan gewesen. “Was ist?” drängte Caleb nach, jetzt leichte Sorge in der Stimme. Hatte er Angst die unbedachte Bewegung schmerzte noch immer? Ich schüttelte den Kopf, lächelte...dann kam es mir über die Lippen. “Bleib.” nur gehaucht, scheu wie bei einem Reh. Das klang nichtmal nach mir. Wo war die Selbstbewusste Ylvi hin verschwunden?

      Caleb
      Ein Wort. So leise gehaucht, dass ich es fast nicht verstanden hatte. ‘Bleib’. Ich lächelte. “Geht das wirklich? Mit deiner Op und so…”, murmelte ich und Ylvi nickte, sie schien nun wieder etwas mehr Mut gefasst zu haben. Wieder zerriss es mich innerlich, dass unsere… Beziehung in den letzten Wochen so kaputt gegangen war. Ich hatte einfach Angst Ylvi zu verletzen. Sie war nicht mehr so zerbrechlich wie vor ein paar Wochen. Aber ihre OP hatte mir mal wieder vor Augen geführt, weshalb ich nicht der Beziehungstyp war. Ich hatte keine Lust mir ständig Sorgen um jemand anderen zu machen, auf jemand anderen aufzupassen, für jemanden da zu sein… aber Ylvi… sie brachte mich zu all dem… machte mich zu so jemandem, ohne dass ich mich verändern musste. Bis jetzt hatte sie mir noch keinen Vorwurf gemacht, dass ich die letzten Wochen so selten hier war. Vermutlich konnte sie sich denken warum. Arbeit über Arbeit- und dann meine inneren Konflikte. “Caleb?” Ylvi sah mich an. “Ja.. ja. Dann bleib ich hier.” erwiderte ich. “Lass mich nur eben meine Stiefel von vorne holen. Und bitte sag mir, dass Bellamy hier nicht in aller Herrgottsfrühe mit Frühstück hineingeplatzt kommt.”, murmelte ich und wir lachten beide. “Die Zeit wo ich Frühstück am Bett bekommen habe ist vorbei. Normalerweise helfe ich ihm und den anderen in der Küche damit.”, sagte sie noch.
      Ich stand auf, holte leise meine Stiefel ins Zimmer und versuchte Amba dabei nicht zu wecken. Den Hund hatte Bellamy vor langer Zeit mal hier angeschleppt, aber wirklich etwas arbeiten tat er nicht mit ihr. Traurig musste ich an Surtout denken… und als ich wieder im Zimmer war, sah ich zu Ylvi. “Hab ich dir mal von Surtout erzählt?” Sie schüttelte den Kopf. “Eben, als ich Amba im Flur gesehen habe, ist mir der Hund wieder eingefallen. Verena hatte mal einen Rottweilerrüden, Surtout. Sie ist mit ihm und Gipsy mal einen Horse & Dog Trail gegangen. Seltsamer Hund, hat sie aus Frankreich gehabt und war nach einem Werwolf aus einem Buch benannt.” Ylvi lachte. “Ich hoffe er hat euch nicht gefressen?” “Nein, nein… war ein lieber Kerl, eigentlich. Aber total fixiert auf sie. Ist eigentlich ganz gut, dass er mit ihr gestorben ist. Der würde ohne sie eingehen.”, erklärte ich ihr und fing an, mich auszuziehen. Meine Boxershorts hielt ich an, schlüpfte dann unter die Decke. Allein das reichte, um die alte Vertrautheit zwischen uns wieder herzustellen. Ich legte meinen Arm unter ihren Kopf und sie kuschelte sich an mich an. Wir schwiegen, genossen den Moment und waren im Nu eingeschlafen.
      Plötzlich schreckte ich aus dem Schlaf hoch. Jemand hatte die Tür aufgerissen, war ins Zimmer gekommen und an der Stimme der Person erkannte ich, wer es war. Betsy. “Ylvi du wolltest uns doch beim Früh….oh.. Caleb!”, sagte sie erschrocken und ich zog mir die Decke über den Kopf. Vielleicht funktionierte bei ihr ja noch das Schema, wenn ich sie nicht sah, sah sie mich auch nicht… Funktionierte leider nicht. “Ich.. äh… ich... “, stammelte sie und verließ prompt das Zimmer. Erst dann kam ich wieder unter der Decke raus und sah zu Ylvi, die auch am Lachen war. “Das biegst du wieder gerade!”

      Ylvi
      “Das wird sie so schnell nicht vergessen.” stellte ich nüchtern fest. Konnte mir das Lachen aber nicht verkneifen. “Gut das sie uns nicht dabei gesehen hat.” Caleb beugte sich vor, stahl sich einen Kuss von meinen Lippen. Löste sich dann kurz,sah mich an und setzte einen weiteren Kuss auf meine Stirn. Ohne viele weitere Worte zog er sich an. “Ob das jetzt alle Wissen, oder ob ich unbeobachtet aus dem Haus komme?” fragte er verschmitzt. Ich zuckte mit den Schultern. “Ich glaube nicht das Betsy es jedem erzählt. Sie ist ein Kind...wie viel versteht sie schon von dem was sie gesehen hat.” Ich zog mir mein Shirt über den Kopf, vorsichtig, wegen des Verbandes. “Ooh ich denke sie versteht schon eine ganze Menge, glaub mir.” Ich streckte ihm die Zunge raus. “Na los, verschwinde, da draußen wartet eine Ranch auf deine Anwesenheit. Glaub mir...ich kann es fast gar nicht erwarten euch wieder zu unterstützen, langsam fällt mir die Decke auf den Kopf.” ich schaute auf den Flur hinaus, sah niemanden und winkte Caleb zu “freie Luft.” er huschte halb aus der Tür, blieb dann stehen, zwinkerte mir zu und verschwand dann erst. Es war gewesen als sei nicht zwei Wochen Funkstille gewesen. Wir hatten dort angeknüpft wo wir begonnen hatten...ein seltsames Gefühl, aber irgendwie auch beruhigend.
      Ich konnte mir den ganzen Morgen das blöde Grinsen nicht vom Gesicht wischen. Als ich in die Küche kam fand ich Betsy darin nicht vor. Also bereitete ich allein das Frühstück vor...langsam kam ich mir vor wie die Hausangestellte hier. Wann hatte ich das angefangen? Ich wollte wieder raus auf die Ranch. Sinnvolleres tun als eine Belegschaft von knapp 20 Mann mit Essen zu versorgen. “Du siehst beschissen aus.” kommentierte ich Bellamy der mit Augenringen bis nach Bagdad in die Küche gestiefelt kam. Davon war er nicht ganz begeistert, warf mir eine unflätige Geste zu und goss sich den Kaffee in eine Tasse und schaufelte Zucker hinein. Nach dem dritten Löffel sprach ich ihn an. “Du bist wieder nicht ganz bei der Sache.” Bellamy seufzte. “Ich hab gestern einfach mal drei der gekörten Hengste zum Verkauf gestellt...es haben sich tatsächlich 4 Interessenten gemeldet. Ich tu es nicht gern, aber ...du weißt das Geld hätten wir nötig.” in dem Moment knallte die Tür zur Küche. “Das hast du nicht getan!” ein brodelnder Caleb stand dort in der Tür. Er hatte zur Abwechslung zum Frühstück mit den anderen erscheinen wollen. Ich hörte Bellamy neben mir die Luft einziehen. Wo war das Loch im Boden? Ich konnte es gerade ziemlich gut gebrauchen.

      Caleb
      Ich hatte es geschafft mich unbemerkt aus dem Haupthaus in den Stall zu verkrümeln. Frühstücken wollte ich heute ausnahmsweise mit den anderen zusammen, alleine wurde das auf Dauer doch ziemlich einsam, vor allem da der Rest gemeinsam im Haupthaus frühstückte.
      Bis es allerdings so weit war, hatte ich noch ein bisschen Arbeit vor mir. Vulture brachte ich aus der Box auf seinen Paddock in die Nähe von einem der Trainingshengste. Dort bekam er auch sein Kraftfutter. Ich mistete schnell seine Box und vier Weitere von den anderen Hengsten, damit ich dies heute Abend nicht mehr machen musste. Nach einem Blick auf die Uhr hatte ich noch etwa eine halbe Stunde Zeit, bis es Essen gab. Ich rationierte also auch das Kraftfutter für die anderen Pferde und musste ganz schön aufpassen, das Futter nicht zu vermischen, bei so vielen Eimern. Auf jedem der Eimer stand jedoch der Name des Pferdes drauf, weshalb ich sie nach Paddock und Koppelteil sortiert auf die Laderampe meines Pick Up stellte, und dabei Cayce über die Füße lief. „Morgen.“, sagten wir beide und er blickte mich unter seinem schwarzen Cowboyhut skeptisch an. „Hast was liegen gelassen, Cowboy.“, lachte er und warf mir meinen Hut entgegen. Reflexartig riss ich die Hände in die Luft und schaffte es sogar, den Hut zu fangen, ohne ihn dabei mit meinen Fingern zu zerquetschen. „Mach doch sowas nicht, hast du mal auf die Uhr geschaut?“, fragte ich ihn lachend und setzte mir meinen Hut auf den Kopf. „Und, was gibts zu tun?“, fragte mich der junge Mann und ich überlegte. „Grade nichts mehr. Kraftfutter hab ich fertig. Würde sagen Frühstück ist angesagt.“, sagte ich zu ihm und er nickte. „Ich muss noch was im Haus holen, ich komme gleich.“, antwortete er und verschwand.
      Ich ging also zum Haupthaus, zog meine Stiefel, den Hut und die Jacke am Eingang aus und hörte Stimmen aus der Küche. Was ich dort hörte, wollte ich zunächst gar nicht glauben. Mit einem Satz stand ich bei Bellamy, hatte die Tür zugeknallt. „Bist du des Wahnsinns? Welche Hengste?!“, fuhr ich ihn an und sah, wie alle Anwesenden einen Kopf kleiner wurden oder langsam den Raum verließen. “Alan’s Psychedelic Breakfast, Gun and Slide und Genuine Lil Cut.” Ich sah ihn an. “Oh glaub mir wenn du Blue verkaufst bist du ein toter Mann!”, knurrte ich und sah wie Ylvi ihren Kopf noch weiter einzog. “Wir… wir haben Geldprobleme Caleb… ich muss ein paar Pferde verkaufen…” “Und dann verkaufst du die besten Hengste die wir haben? Bist du bescheuert?”, warf ich ihm entgegen und machte einen Schritt auf ihn zu. Ich war Bellamy körperlich noch immer ein wenig überlegen gewesen, doch wie ich ihn kannte, baute er sich gerade auch vor mir, sackte dann jedoch augenblicklich in sich zusammen. “Ich kann das nicht mehr, mir wächst das alles über den Kopf.. die Pferde, die Arbeiter… die Ranch…”, murmelte er kleinlaut und setzte sich an den Frühstückstisch. “Das Heu war wahnsinnig teuer, ich weiß nicht, wie ich das bezahlen soll…”, keuchte er und ließ sein Gesicht in seine Hände sinken. “Mir gehen die Ideen aus…”
      Ich atmete tief durch, öffnete meine Fäuste. Schlagen hatte ich ihn nicht wollen, aber aus Reflex war dies passiert. Dieser dämliche Idiot! “Also…”, murmelte ich nun mit sanfterer Stimme. “Du stehst jetzt auf, nimmst die Pferde aus dem Netz, wir frühstücken… und dann überlegen wir uns, wie wir die Ranch retten können.”

      Ylvi
      Das Frühstück über schien Bellamy verschwiegener. Caleb und Cayce unterhielten sich gut. Caleb nutzte die Runde auch gleich als eine Art Teambesprechung. Ich merkte wie er wichtige Aufgaben an Cayce gab, Murphy sollte seine Boxen übernehmen. Einen der anderen Ex-Häftlinge teilte er zum Zaunbau ein, dort wo er gestern begonnen hatte. Ich merkte dabei schnell wie er sich den Vormittag frei schaufelte um mit Bellamy zu sprechen.
      Als ich ihn gesehen hatte, da war mir kurz eiskalt geworden. Ich hatte schon gesehen zwischen ihn zu springen, wenn er Bellamy anging. Wobei ich herzlich wenig hätte ausrichten können. Seine geballten Fäuste waren mir nicht entgangen, auch nicht die Wut die in seinen ersten Worten geflackert hatte. Ich hätte nur darauf hoffen können das er mich nicht verletzten würde, falls ich dazwischen ging.
      Dass sie jedoch - endlich - gemeinsam eine Lösung suchen wollten gefiel mir. Das hätte Bellamy schon viel eher tun sollen. Aber wer konnte es ihm verübeln...ich erinnerte mich an seine Worte vom Vortag. “Ganz ehrlich...ich hab nichtmal die High School beendet, war im Jugendknast und anschließend bin ich auf der Gips Reminder Ranch gelandet. Ich hab in meinem Leben noch nie etwas richtig auf die Reihe bekommen und dann komm ich auf die bekloppte Idee eine ganze fucking Ranch zu leiten. Als O noch hier war ging das ja noch, aber dann? Ganz ehrlich...wär Caleb nicht gekommen, dann wäre das ganze schon viel eher vor die Hunde gegangen.” Ich hatte ihm gesagt er sollte Caleb einweihen. Die Angst dieser würde ihn auseinander nehmen hatte dann wohl die Oberhand behalten. Das war Stolz an falscher Stelle, das hatte ich ihm allerdings nicht gesagt...das war ihm hoffentlich bewusst. Ich wusste Caleb würde alles für die Pferde tun, einige abzugeben wäre sicherlich nicht die schlechteste Idee...aber dabei sollte sorgsam ausgewählt werden welche. Unnötige Esser zum Beispiel...und das waren die Hengste die er eingestellt hatte nicht.
      Nach dem Frühstück verschwanden alle um den ihnen zugewiesenen Aufgaben zu widmen. Ich war im Begriff die Küche zu verlassen hinter Caleb und Bellamy, drehte nach links ab um Richtung meines Zimmers zu gehen. Da erklang Calebs Stimme “Ylvi, ich denke bei der Ranch Rettungsaktion kannst du uns behilflich sein.”

      Caleb
      Bellamy war vor dem Frühstück verschwunden und hatte hoffentlich die Hengste aus dem Netz genommen. Ich war noch immer verdammt wütend auf ihn, weshalb ich mich beim Essen auch nur mit Cayce unterhalten hatte. Die Einen standen früher, die Anderen standen später auf. Auch Betsy hatte kaum ein Wort gesagt, fast die ganze Zeit betrübt auf den Boden geschaut. Etwas Leid tat die mir ja schon. Zu erst hatte sie mich und Ylvi im Bett gesehen, jetzt einen heftigen Streit zwischen Bellamy und mir. Ich müsste heute auf jeden Fall noch mit ihr sprechen und ihr einige Dinge erklären. Sie war schließlich noch ein Kind. Sie verstand nicht alles, was hier vor sich ging.
      In Bellamys Büro marschierten jetzt Ylvi, er und ich. Dort sah ich den mittlerweile kleineren Papierberg, zu dem Ylvi wohl einiges beigetragen hatte. Ich zog Ylvi einen Stuhl zum Schreibtisch dazu und setzte mich neben sie, auf der anderen Seite Bellamy. Ich seufzte kurz. “Wie schlimm ist es denn nun, Bellamy?” Ich sah die Anspannung aus seinem Körper weichen. Er schien froh zu sein, endlich mit der Sprache rausrücken zu können. “Es ist noch nicht das Ende der Ranch. Aber es ist kurz vor Ende.”, fing er an. “Und das heißt?” “Um die Ranch vor dem Bankrott zu retten müssen wir Pferde verkaufen. Einige Pferde. Oder die ganze Ranch.”, ich schluckte. Naja, eigentlich sah man es in meinem Kopf rattern. “Hmm ein Umzug wäre nicht das Schlechteste.”, sagte ich und Bellamys als auch Ylvis Kopf flogen in meine Richtung. “Verkaufen?”, fragte Bellamy ungläubig und ich nickte. “New Mexico ist schön und gut, aber was hat man von einer Ranch wenn man hier nicht einmal Rinder halten oder Heu selbst machen kann? Futter kostet Geld. In Alberta kamen wir immer mit unserem eigenen Futter rund… und.. ich habe mich selbst schon ein wenig umgesehen gehabt… ich bin so weit, dass ich etwas eigenes aufbauen möchte.” Damit schien Bellamy erstmal baff.

      Ylvi
      Das mit der eigenen Ranch...tja...wir hatten es einige Male als Thema gehabt. Aus Spaß, vielleicht. Doch ich hatte darin das glitzern in den Augen von Caleb gesehen. Der Wunsch existierte eine ganze Weile, Jahre vielleicht. Im Grunde jedoch hatte ich geahnt - diese Ranch...die Pferde hier, würde er nicht zurück lassen. Wieso war er sonst nach dem Unfall zurück gekehrt...wohl eher weniger aus Nächstenliebe zu Bellamy oder den Ex-Häftlingen. Es waren die Pferde, jedes einzelne lag ihm am Herzen.
      Ich setzte mich weiter nach vorn, Bellamy sagte keinen Ton. “Bellamy, ganz ehrlich...das halte ich für keine schlechte Idee. Caleb übernimmt ohnehin als Vorarbeiter alle relevanten Aufgaben. Überschreib ihm auf dem Papier die Ranch. Du bist aus der Sache raus...kannst dich anderen Sachen auf der Ranch selbst widmen. Dingen von denen du tatsächlich eine Ahnung hast. Marketing technisch...Logistisch gesehen, ist auch ein Umzug sinnvoll. Das Land hier ist karg, sowieso schon warm. Und Klimaerwärmung wird ein Thema sein in den kommenden Jahren. Man kann hier bleiben, versuchen mit teurem Heu über die Runden zu kommen. Oder man beschließt in eine andere Region sich zu orientieren. Wir haben die Gerätschaften, die Mitarbeiter um das alles zu bewerkstelligen.” Caleb nickte während ich mit meinen Händen gestikulierte. Die Vorstellung mit der ganzen Ranch umzuziehen legte sich zwar wie ein schwarzes Tuch auf meinen Magen, aber im Grunde war es eine wichtige Entscheidung. Es gäbe einige Sachen die man außerdem planen könnte für eine Ranch an einem anderen Ort. Die Aufnahme weiterer Häftlinge, denn die Gelder die wir vom Staat davon bekamen waren wirklich nicht unerheblich, außerdem hatten wir so eine gute Handvoll an Arbeitern. Die Aufsicht wäre schwierig, aber Lösungen ließen sich sicherlich finden. “Ich bleibe außerdem...selbst wenn ihr mir erstmal kein Gehalt auszahlt. Ich kam hier auf die Ranch um ein bisschen Abenteuer in mein Leben zu kriegen. Wie könnte ich euch jetzt einfach mit Problemen allein lassen?” das hatte noch andere Gründe. Wie könnte ich Caleb zurück lassen? Betsy allein mochte Wissen das wir etwas miteinander teilten...Aber insgeheim schlug mein Herz auch für diese Ranch.

      Bellamy
      Ich schwieg. Caleb schwieg. Ylvi schwieg. Unsere Köpfe ratterten, unsere Gedanken drehten sich. Also meine zumindest. Ich ließ meinen Kopf in die Hände sinken. “So hatte ich mir das nicht vorgestellt, glaubt mir… ich dachte ich müsste weiterführen, was Verena angefangen hatte. Alle Pferde verkaufen? Das hätte ich nicht übers Herz gebracht…”, erklärte ich und sah zum ersten Mal Mitgefühl in Calebs Blick. “Ylvi hat… nicht ganz unrecht.”, setzte er an und ich hob meinen Kopf wieder. “Wenn du mir die Ranch überschreibst, wir umziehen… ich hab noch eine Menge Geld, von der Abfindung damals.. hab alles gespart für etwas Eigenes.. dann kann ich das alles hier wieder hochziehen.”, erklärte er mir und ich nickte, schwieg wieder und dachte nach. “Und.. Ylvi scheint uns auch erhalten zu bleiben. Sie könnte eine Website oder sonst irgendwas für uns gestalten, ihr fällt da schon was ein.”, sagte er weiter und stieß die junge Frau einmal sanft mit dem Arm an. Ylvi nickte. “Wir müssen nur… also einige Pferde werde ich auf jeden Fall verkaufen.”, meinte Caleb dann. “Aber nicht die Besten.”, fügte ich an und er nickte. “Das wäre dumm.”, antwortete er mir gefasst, gar nicht mehr wütend oder beleidigend.
      “Ich glaube ich muss eine Weile darüber nachdenken…”, sagte ich dann und stand auf, sah zum Fenster raus und schaute den Mitarbeitern zu, wie sie die Pferde auf die Koppeln brachten. Als ich mich umdrehte, stand Caleb hinter mir. “Nein. Musst du nicht. Du hättest schon viel früher nachdenken sollen.”, meinte er, noch immer gefasst. “Es scheint, als hätte ich keine andere Möglichkeit mehr?”, fragte ich in die Runde und Caleb als auch Ylvi schüttelten den Kopf. “Du wirst ja nicht rausgeworfen.”, lachte Caleb und klopfte mir auf die Schulter. “Du bekommst nur… weniger Aufgaben.”, meinte er und ich nickte. “Also gut…. Caleb O’Dell. Die gehört ab sofort die Blakes Crow Meadow Ranch. Sieh es als vorzeitiges Weihnachtsgeschenk.”, sagte ich und schüttelte seine Hand. “Ein Weihnachtsgeschenk mit vielen Schulden.”, sagte er, fing dann aber auch an zu lachen und schaute zu Ylvi rüber, die auch ein leichtes Lächeln auf dem Gesicht hatte. “Meine erste Amtshandlung wird sein, dass wir drei uns zum Abendessen in der Bar von Louis in Albuquerque treffen, sieben Uhr, und dort über das weitere Schicksal gemeinsam entscheiden.”, sprach Caleb und ging zur Tür. “Und jetzt… an die Arbeit. Die macht sich nicht von alleine.”, meinte er und verschwand aus der Tür.
      “Puuuh…”, sagte ich und ließ mich auf den Stuhl hinter dem Papierberg fallen. “War das das richtige?”, fragte ich Ylvi und senkte meinen Kopf wieder auf meine Hände.

      Ylvi
      Ich zuckte mit den Schultern. “Das ganze hätte schlimmer laufen können.” dann klopfte ich auf den Tisch, sah wie Bellamy den Kopf hob. “Außerdem..um deine Worte zu zitieren. Vielleicht ist es das was Caleb gesucht hat? Du hast es ihm gewünscht. Erinnerst du dich?” Bellamy , immernoch besorgt drein blickend, lächelte allerdings. Die Narbe in seinem Gesicht verzog sich deutlich dabei. “Touché” Ich zuckte die Schultern dazu, lächelte. Ja vielleicht war das ein Weg um Caleb von der inneren Unruhe abzulenken die ihn von Zeit zu Zeit befiel.
      “Gut..ich würde sagen...du machst schonmal eine kleine Liste fertig für Pferde die zum Verkauf stehen. Ich werde derweil mein Zimmer im Gästehaus wieder beziehen. Ich brauche keine ganztags Betreuung mehr, ich vermisse mein eigenes Bett. Anschließend komme ich wieder rüber um dir beim abheften der Dokumente zur Hand zu gehen. Dann können wir Caleb heute Abend eine Übersicht der Finanzen geben...sowie der Sachen die noch fehlen. Deal?” Bellamy sah sich auf seinem Schreibtisch um, der sich schon deutlich geleert hatte. “Vielleicht sollte Caleb sich überlegen dich als Chef mit ins Boot zu holen, du scheinst zum Sklaventreiber geboren.” Es war ein Witz, das merkte ich sofort, ich streckte die Zunge heraus. Anschließend machte ich mich auf den Weg meine wenigen Habseligkeiten im Gästeraum zusammen zu packen. Ich ließ das Haupthaus gern zurück. Ich hatte die Ruhe des Gästehauses vermisst, meine kleine Oase der Ruhe. Ich gabelte Laurence im Flur auf. “Laurence? Kannst du mir eben bei der Tasche helfen? Für mich geht es vorerst wieder zurück ins Gästehaus.” “Klar, gib her.” “Sag mal, ich hab ein wenig heute morgen mitbekommen...wie schlimm ist es?” wir gingen langsam hinüber zum Gästehaus. “Es wird ein paar Veränderungen geben...das bleibt nicht aus. Aber mach dir vorerst keine Sorgen. Bellamy und Caleb schaukeln sich schon zusammen.” Laurence zog die buschigen Brauen zusammen. “Das wird ja auch mal Zeit!” brummte er schließlich. Ich lächelte in mich hinein...wahr wohl nicht schlecht. Laurence trug mir die Tasche bis hinauf in mein Zimmer, stellte sie vor dem Bett ab. ich bedankte mich bei ihm. Bevor Laurence das Zimmer verließ verweilte er kurz im Türrahmen. “Junge Dame...ich würde fast behaupten es war Gottes Segen das er sie zu uns geschickt hat. Wer weiß, vielleicht hat Verena das aus dem Himmel für uns eingefädelt. Jemand wie du hat uns auf der Ranch gefehlt...die gute Seele.” damit verschwand er aus der Tür. Ich blieb ein wenig erstaunt zurück. Laurence war ein guter Kerl, ich wusste das er schon auf der Gips Reminder Ranch gearbeitet hatte. Seine Bezeichnung der guten Seele schien mir allerdings etwas bizarr. Ich half nur Freunden aus...viel mehr noch...alle Chaoten waren im Laufe der letzten Monate einfach zum Teil meiner Familie geworden. Unfassbar das ich noch nichtmal ein Jahr hier war!

      Caleb
      Draußen atmete ich einmal tief durch. Hui, die Ranch gehörte nun mir. Noch nicht offiziell, aber bald würde sie komplett mir gehören, mit allen Pferden, allen Mitarbeitern und allem drum und dran. Ich wünschte mir schon seit Jahren eine eigene Ranch, aber jetzt so plötzlich eine zu besitzen? Unbeschreiblich. Ich atmete noch einmal tief durch und ging in den Stall, um Murphy beim Boxen misten zu helfen. Er schwieg, gut für ihn. Ein paar fragende Blicke flogen zwar zu mir rüber, aber er fragte mich nichts. Als ich damit fertig war, sattelte ich mit Vulture und ritt zu Connor, der den Zaun reparierte. Ich ging ihm kurz zur Hand, so dass wir schnell zurück zur Ranch reiten konnten. “An das Kraftfutter habt ihr ja heute Morgen auch gedacht, oder?”, fragte ich ihn und er schüttelte den Kopf. “Frag Cayce, keine Ahnung.”, ich rollte mit den Augen. Also ritt ich quer über die Ranch, um Cayce zu suchen, den ich schließlich auf dem großen Reitplatz fand. “Hey Cayce, das Kraftfutter habt ihr heute Morgen ja verteilt, oder?”, fragte ich ihn und er nickte. “Klar, ist erledigt. Habs auch schon für heute Abend gemischt.” “Gut, ich bin heute Abend mit Bellamy und Ylvi weg, einige Dinge regeln.”, sagte ich und er nickte.
      Jetzt musste ich nur noch Laurence finden. Ihm wollte ich die Ranch heute Abend überlassen, wenn ich nicht da war. Vulture sattelte ich ab und brachte auf einen der Paddocks. Dort machte er sich sofort wieder über das Heu… Mist, das Heu! Ich fluchte, lief zum Haus und stürmte in Bellamys Büro, wo auch Ylvi saß und ihm zu helfen schien. “Das Heu? Kam es? Wo ist es? Ich hab keinen Anhänger gesehen.” Nervös schaute ich auf meine Uhr. “Alles erledigt Caleb. Cayce und die anderen haben es schon abgeladen.”, erklärte er mir und ich nickte. “Okay… dann ist es ja gut. Ich bin dann mal Füttern, und dann können wir auch schon fast wieder los.”, erklärte ich und verschwand wieder. Im Stall fing ich an, das Heu in die Boxen zu verteilen. Als ich damit fertig war, lief mir auch Laurence vor die Füße. “Hey, du müsstest heute Abend auf die Ranch aufpassen. Bellamy, Ylvi und ich sind in Albuquerque und müssen einige Dinge regeln.”, erklärte ich ihm und er nickte, stellte aber keine weiteren Fragen. “Ich hoffe ihr bekommt das hin.”, meinte er und verschwand dann wieder. Im Stall war ich nun fertig, weshalb ich schnell duschen ging, mich fertig machte, meinen Notizblock schnappte und zum Auto ging, wo ich auf Bellamy und Ylvi wartete. Bellamy ließ nicht lange auf sich warten und auch Ylvi erschien nach einer Weile.

      Ylvi
      Ich hatte mein Tablet mit in die Tasche gestopft...einige Notizen würden sicherlich nicht schaden. Ich freute mich auf die Bar, ich war lang nicht mehr drin gewesen. Andererseits würden wir dort auch eine ruhige Ecke vorfinden, sicherlich gab uns Louis eines der kleineren Hinterzimmer. Diese nutzte er oft für geschlossene Veranstaltungen.
      Caleb stand an seinem Pick-Up. Vorn hatten tatsächlich drei Leute Platz, also warf ich die Tasche auf den Rücksitz, rutsche bis an den Fahrersitz und Bellamy setzte sich direkt daneben.
      Im Sandwich eingeklemmt zwischen Caleb und Bellamy fuhren wir also nun knapp eine Stunde in Richtung Albuquerque. Louis Bar befand sich im Speckgürtel der Stadt, eigentlich hatte ich bisher angenommen dieser Teil war nicht einmal Part von Albuquerque. Wobei das jetzt wahrscheinlich auch keine Rolle spielte. Calebs Blick ging nach vorn auf die Straße. Die Situation war irgendwie seltsam. Das Radio war kaputt. Also begann ich einfach zu erzählen womit Bellamy und ich uns heute beschäftigt hatten. Kontoauszüge sortiert, alle nötigen Zahlungen getätigt. “Ich hab die Daten alle mal digitalisiert auf meinem Tablet. Dann haben wir nebenbei eine gute Basis mit der du arbeiten kannst.” klar Daten konnten verloren gehen. Ich wusste auch das Caleb nicht unbedingt Technik Affinitäten teilte...aber ein Haufen Blätter zu sortieren, im schlimmsten Falle zu verlieren. Sonderlich nützlich erschien mir das ganze nicht. “Wir haben außerdem einen Anwalt ausfindig gemacht, der zwischen Weihnachten und Neujahr zur Ranch kommt um die Papiere offiziell zu übertragen.”

      Caleb
      Die Fahrt über war ich relativ still, hörte Ylvi zu und nickte hin und wieder. „Ich habe mir auch schon Gedanken dazu gemacht, welche Pferde wir verkaufen sollten. Ylvi du hast doch die Liste aller Pferde auf deinem Tablet? Auch die von O?“, sie nickte. „Gut.“, erwiderte ich und parkte mein Auto vor der Bar. Wir gingen hinein, wurden von einem freundlichen Louis begrüßt und sofort in eines der hinteren Zimmer geführt. Wir redeten eine Weile, besprachen sinnloses, waren vertieft in belangloses, als die Tür aufflog und niemand anderes den Raum betrat, als Octavia. “Da bist du ja endlich.”, grummelte ich, stand auf, und umarmte sie kurz. Auch Ylvi und Bellamy taten es mir gleich. Bellamy schien verwundert. “Ich wusste nicht, dass du auch kommst.”, sagte er zu ihr und zog ihr einen Stuhl vom Tisch, damit sie sich setzen konnte. “War auch eher eine spontane Idee von mir. Wenn sie jetzt zu uns zurückkommt, sollte sie sich auch einbringen. Schließlich will O ja auch Pferde verkaufen.”, erklärte ich und Octavia nickte. “Genau, aber lasst uns erst was essen.”, trällerte sie und ich lachte kurz. Irgendwie hatte ich diesen gut gelaunten Vogel vermisst.
      Wir bestellten Essen, was uns Louis auch schnell brachte. Erneut drehte sich das Gespräch um belanglose Dinge, ehe ich das Wort erhob. “Ich habe mir schon lange Gedanken darüber gemacht, was ich mit einer eigenen Ranch machen würde.. wo sie sein sollte, was sie verfolgen sollte, womit ich mein Geld verdienen würde…”, alle starrten mich an. “Dass Pferde weg müssen ist mir ganz klar, wir haben eh zu viele, die nur fressen und sonst nichts tun… in meinen Augen muss sich eine Ranch durch die Pferde quasi von selbst tragen.”, erklärte ich ihnen und hatte nun wirklich die gesamte Aufmerksamkeit von allen in diesem Raum erlangt. “Ich dachte daran, wieder zurück nach Kanada zu gehen. Ich habe mir im Internet schon Gelände angeschaut, zwei stehen zur Auswahl. Beide wieder in der Nähe von Calgary und Okotoks.” Ich sah ein wenig Panik in Bellamys Gesicht. “Zurück nach Kanada?”, fragte er unsicher und ich nickte. “Ich kenne keinen besseren Fleck auf diesem Planeten, um Pferde und Rinder zu züchten. Ja, Rinder gehören auch zu dem neuen Plan.” Bellamy nickte. “Es ist.. deine Ranch.”, murmelte er kleinlaut doch ich schüttelte den Kopf. “Ich sage nur, wie ich es mir vorstelle… außerdem… wir haben viele gute Westernpferde, die nicht mehr, oder noch nicht im Sport laufen. Touristen sind immer eine gute Geldquelle. Sie könnten die Landschaft erkunden, natürlich mit einem von uns dabei, könnten bei der Rinderarbeit und bei den Pferden helfen. Die Menschen geben eine Menge Geld für sowas aus.” Einstimmiges Nicken. “Deshalb bin ich zu dem Entschluss gekommen, alle Quarter-, Paint- und Appaloosahorses zu behalten.” “Klingt… vernünftig.”, sagte Ylvi und schaute auf ihr Tablet. “Ich habe hier eine Liste mit den Pferden, ich lese sie euch einfach mal vor. Gekörte Hengste wären demnach Alan’s Psychedelic Breakfast, Genuine Lil Cut, Gun and Slide und Hollywoods Silver Dream.” Caleb nickte. “Ungekörte Hengste wären A Shining Chrome, Chapter 24, Citizen Fang, Chocolate Shades, General’s Coming Home, GRH’s Bellas Dun Gotta Gun, GRH’s Funky’s Wild Berry, GRH’s Unbroken Soul of a Devil, Gunners Styled Gangster, Smart Lil Vulture, Whinney und Zues.” Wieder ein Nicken von Caleb. “Außerdem Nachtschwärmer und Chocolate Dream.”, fügte er an. “Ich nehme an die Fohlen bleiben auch alle?”, fragte Ylvi mich und tippte etwas in ihr Tablet ein. Ich nickte, und sie las die Namen vor: “PFS’ Unclouded Summer Skies, BR Dress to Impress, BR Colonels Lil Joker, Jacks Inside Gunner, Colonels Blue Splash und BR Colonels Golden Gun.” “Genau. Jetzt noch die Stuten und Cielos.”, meinte Caleb und Ylvi nickte. “Cielos bleibt, dann die gekrönten Stuten Baby Doll Melody, Bella Cielo, Colonels Smokin Gun, DunIts Smart Investment, Ginny my Love, GRH’s A Gun Colored Lena, Jade, Kristy Killings, Raised from Hell und Wimpys Little Devil. Nicht gekrönte Stuten sind A Walking Honor, Black Sue Dun It, California Rose, Chou, Easy Going, Face Down, Ginger Rose, GRH’s Aquila T Mistery, GRH’s Unbroken Magic, Heretic Anthem, Honey’s Aleshanee, Lady Blue Skip, Magnificient Crow, My sweet little Secret, Only Known in Texas, Picture of a Ghost, Snapper Little Lena, Stormborn und die Mixstute Striga.” Ylvi tippte fleißig Häkchen hinter die Namen der Pferde. “Dazu kommen noch Whitetails Shortcut, der Wallach von Cayce und Bittersweet Temptation, ein schwarze-weißer Paint Horse Hengst, den ich dazu gekauft habe.”, erklärte ich allen und sie nickten fleißig. “Væna fra glæsileika eyjarinar würde ich auch gerne behalten. Sie, Choco, Nachtschwärmer und Striga sind die einzigen Außenseiter, würde ich sagen, die ich fest behalten will.”, erklärte ich und sah dann zu Octavia rüber. “Genau, Ylvi tipp mal mit.”, sagte sie und nahm eine Liste aus ihrer Tasche. “Ich habe mir auch viele Gedanken gemacht, wen ich behalten möchte und wen ich verkaufen würde… bleiben sollen Tigres Eye, Priamos Ruffie Kincsem, BR Prias Raveday, Drama Baby, Raspberry, I’ve got a blue soul, Prias Colourful Soul, Tasmania, Candlejack, Culain, Empire of Grace, Daryl Gone Mad, Peacful Redemption, PFS’ Snap in Style und Wildfire xx. Bei einem guten Platz wären Empire of Grace noch zu verkaufen.”, erklärte Octavia und Ylvi tippte sich die Finger wund. Ein bisschen Leid tat sie mir ja schon, aber sie war es durch ihren Job ja gewöhnt, viel an solchen Geräten zu hängen. “Jetzt kommen wir dann wohl zu den potenziellen Verkaufspferden.”, sagte Ylvi und ich nickte. “Lies einfach einen Namen vor und wir sagen pro Argumente, warum das Pferd bleiben soll, oder Kontra Argumente, warum wir es verkaufen sollen.”, erklärte ich und sah zu Ylvi. “Meine Pferde zählen wohl auch dazu, wir gehören ja auch zur Ranch und ziehen mit um. Inyan, Lady Gweny, Fylgia und Valravn bleiben auch.”, sagte sie. Wir nickten einstimmig. Wir konnten ja schlecht verlangen, dass sie ihre Pferde verkaufte. Sie hatte doch nur vier davon und alle bedeuteten ihr eine Menge. Dann gingen wir die Liste Pferd für Pferd durch.

      Behalten:
      Seattle Slew -> wird als Touristenpferd behalten, wird kastriert
      Sir Golden Mile -> Octavia möchte ihn als Rennpferd übernehmen
      Stiffler -> soll noch gekört werden und ein paar Fohlen bekommen, dann wird er kastriert werden und als Wallach für die Touristen bleiben
      Moon’s Gealach -> wird von Ylvi gekauft
      Cleavant ‘Mad Eyes’ -> bleibt als Tourisrenpferd
      Abe’s Aelfric -> wird kasteriert und bleibt dann als Touristenpferd
      Ceara Isleen -> Umschulung zum Ranchpferd, später dann als Touristenpferd gedacht
      Blazing Flame -> Octavia möchte die Stute haben
      Skrúður -> Umschulung zum Ranchpferd, evtl. ein paar Fohlen ziehen und dann kastrieren, später evtl. als Touristenpferd

      Verkaufen:
      BR Princess Peppy Gaia
      GRH’s Princess Peppy Ann
      Pocahontas
      Náttdís van Ghosts
      Thjalfe van de Jötunheimr
      Fenicio
      Lajos
      Myrkvidr
      Atlanta
      Ghost’s Phenomena
      Magic Lanijos
      Zoltaire
      Zuckerschock
      LMR Fashion Girl
      Samarra
      It’s me, Amira!
      Vin
      PFS’ Blossom Magic
      Bree
      Crimetime
      Wolfs Bane
      Natu’s Little Harley
      CHH’ Mr. Buckminster
      Ocarina of Time
      Empire of Grace
      Free Willy
      Firewalker
      Mystical Champion
      Whiskey
      Sweet Revenge

      “Das war nun doch schwerer, als ich dachte.”, sagte ich und schaute mir die Liste auf dem Tablet nochmal an. “Doch.. doch. So bin ich zufrieden.”, meinte ich und sah in die Runde. Zustimmendes Nicken. “Ich würde gerne Morgen schon nach Kanada fliegen und mir die beiden Grundstücke anschauen. Möchte jemand mit?”, fragte ich Bellamy, Octavia und Ylvi und wartete.


      Ylvi
      In meinen Gedanken hüpfe ich gerade wie Hermine auf meinem Stuhl auf und ab, Arm gereckt, Finger schnippend um zu signalisieren, das ich mit von der Partie war. Tatsächlich speicherte ich meine Datei ab, ließ das Tablet wieder in der Tasche verschwinden und sah erst dann in die Runde. Weder O. noch Bellamy schienen sich wirklich dafür zu interessieren. Ich musste nicht erst zu Caleb schauen um zu Wissen das sein Blick auf mir lag. Als ich auf sah, hatte er mich fixiert. Sein Kopf legte sich nur leicht schief, sein Gesicht mit einem Mal ein fragendes Buch. Meine Augenlider schlossen und öffneten sich bewusst, ein Lächeln um meine Lippen. Unsere stumme Kommunikation machte ihm bewusst das ich mit dabei war. “Dann würde ich sagen, nehmt ihr meinen Pick-Up zurück zur Ranch.” sprach Caleb zu den anderen beiden. Ich fischte mein Tablet wieder heraus. “Ich such dann mal nach einem Flug für dich.” ich wusste nicht wieso ich nicht uns sagte...Ich wollte nicht Preis geben das ich mit Caleb flog. Ich war nicht bereit dafür den anderen zu stecken das vielleicht mehr als das Geschäft mich mit zog. “Ylvi kommst du dann bei mir mit?” fragte Bellamy. Ich winkte ab. “Mhm..nein, also. Ich werd wohl die Nacht noch hier bei Caleb und Louis verbringen. Denke ich werd dann meinen Verbandswechsel direkt morgen im Krankenhaus machen.” “Ja gut. Dann nehm ich Bellamy in meinem Auto mit, dann lassen wir den Pick-Up hier, dann hast du einen fahrbaren Untersatz, wenn du wieder zurück willst.” bot sich O an. “Guter Vorschlag, machen wir das so.”
      Wir verabschiedeten uns von O und Bellamy, blieben allerdings vor der Bar stehen bis die Lichter verschwunden waren. “Ich werd dann mal Lilly eine SOS Nachricht schicken.” Caleb sah mich etwas verwirrt an. “Naja ich hab keine Wechselkleidung, schon gar nichts was Kanada tauglich wäre. Außerdem, den Verband muss ich tatsächlich wechseln.” “Stimmt, daran hab ich jetzt gar nicht gedacht. Gut das Louis fast meinen Kleidungsstil hat. Noch ein Bier?” “Hell yes.” damit drehten wir uns um, betraten wieder die Bar. Caleb half mir auf einen der Barhocker hinter denen Louis stand und uns beide gesichtslos ansah. Ob sich Caleb sein - keine Miene verziehen - irgendwie von ihm abgeschaut hatte? “Ihr habt fast vier Stunden meine Hinterzimmer blockiert. Das klang ja nach einer richtigen Krisensitzung.” typisch native redete er um den heißen Brei, zeigte neugierde...fragte aber nicht bohrend nach. Obwohl ich mir sicher war das es ihm auf der Zunge brannte. “Das muss dir Caleb erzählen.” ich musste derweil ein Gähnen hinter meiner Hand verstecken...und widmete mich der Suche nach einem Flug für den nächsten Tag.

      Caleb
      Das war… anstrengend gewesen. Ich nahm das Bier von Louis entgegen und legte meinen Kopf einmal in meine Hände. Auch an mir nagte mittlerweile eine ziemliche Müdigkeit. Als ich den Kopf wieder hob, sah mich Louis noch immer fragend an. “Oh Louis, wo soll ich anfangen... “, murmelte ich und sah seine nach oben gezogenen Augenbrauen. “Also gut…”, setzte ich an und erzählte ihm alles, was seit heute Morgen passiert war.
      Als ich zu Ende erzählt hatte, war meine Bierflasche auch am Ende angekommen und Louis hatte mir lautlos eine Neue hingestellt. “Das klingt…”, fing er an, bediente einen Kunden, davon gab es schließlich genug hier, und setzte dann wieder an: “Das klingt.. nach viel Arbeit und vielen Veränderungen.” “Ja.. so ist es.”, sagte ich und schaute zu Ylvi, die noch immer nach Hotels und Flügen schaute. Ob sie wohl schon etwas gebucht hatte? “Nach Calgary, am Besten. Die beiden Höfe sind einmal circa 30 Minuten und einmal 45 Minuten von da weg.”, erklärte ich und sie nickte. “Und dann zieht ihr alle von hier weg?”, fragte Louis nach einer Pause. “Ich… denke ja, dass sie alle mitkommen… es wird mir so fehlen, dich nicht mehr so nahe bei mir zu haben.”, sagte ich zu ihm und wurde doch etwas sentimental. “Hey, noch bist du nicht weg, Junge.”, sagte er und haute mir über die Theke einmal gegen die Schulter. “Noch bist du hier und trinkst mein Bier… was du übrigens mal bezahlen könntest…”, merkte er an und ich lachte. “Ich will gar nicht wissen, wie viel Geld ich schon hier gelassen habe.” Auch Ylvi lachte nun. Wir schauten uns an und schienen das Gleiche zu denken. “Oder wie viel Geld wir schon für Bier ausgegeben haben, was wir dann im Gästehaus auf der Ranch getrunken haben.”, sagte sie und Louis und ich stimmten in ihr Lachen ein. “Ach bevor ich es vergesse, kannst du mir ein paar Hemden und Hosen leihen?”, fragte ich Louis und er schüttelte nur grinsend den Kopf. “Klar, ihr schlaft dann bestimmt hier?”, fragte er und wir nickten. “Waschté, ich bring dir morgen früh etwas vorbei. Aber bezahl wenigstens das Zimmer…”, brummelte er und ich rollte mit den Augen, nahm meinen Geldbeutel aus der Hosentasche und bezahlte es im jetzt sofort. Ylvi machte Gestiken auch etwas davon zu bezahlen, doch ich winkte ab. “Das in Calgary wird teurer, ich denke wir schaffen nur eine der beiden Ranches am Tag. Es gibt viel zu sehen und anzuschauen. Da kannst du dich finanziell beteiligen.” “Okay.”, meinte sie und steckte ihren Kopf wieder über den Bildschirm.

      Ylvi
      Etwa nach 20 Minuten hatte ich alles unter Dach und Fach. Louis war gerade verschwunden um die Vordertür abzuriegeln. Die Bar hatte jetzt offiziell geschlossen. “Ich hab uns in Calgary ein Hostel gebucht, einfach...aber auch preiswert. Da wir eh den ganzen Tag unterwegs sind, wird das seinen Zweck erfüllen. Morgen früh gegen 8 kommt Lilly mit ein paar Sachen für mich vorbei. Um 12 geht der Flug...am besten geht es schon etwa 10 Uhr zum Flughafen. Dann haben wir genug Zeit um das Gepäck abzugeben. Ich hab uns bereits online eingechekt, dann sparen wir uns das vor Ort. “ dann nahm ich zwei große Schluck meines Bieres und hielt Caleb den Rest hin. Ich trank auch immer wieder mit, aber sonderlich viel dann auch wieder nicht. Irgendwie hatte es sich da eingeschlichen das Caleb den Rest davon trank.
      Louis brachte uns in das schlichte Zimmer im Dachgeschoss. “Ich würd fix noch die Couch fer…” Caleb fiel ihm ins Wort. “Lass mal...geht schon so.” Louis gab keinen Kommentar, doch ein breites Lachen auf seinen Lippen schien sich der Lakota nicht verkneifen zu können. Dann verschwand er aus der Tür...ich ließ mich auf das Bett sinken, direkt auf den Rücken. “Was für ein Tag.”

      Caleb
      Louis verschwand und Ylvi legte sich auf das Bett. Ich wollte es ihr gleichtun, blieb jedoch stehen und zog meine Sachen aus. Erst dann legte ich mich auf das Bett und unter die Decke. “Ja, der Tag hat mich auch ziemlich fertig gemacht.”, sagte ich zu Ylvi, die aufstand und sich ebenfalls auszog, um dann zu mir unter die Decke zu kommen. Es dauerte wirklich nicht lange, da waren wir eingeschlafen.
      Am nächsten Morgen wachte ich auf, weil Ylvi einen Wecker gestellt hatte. Ich brummte, drehte mich um und legte mir das Kissen über den Kopf. So fertig war ich schon lange nicht mehr gewesen. Auch Ylvi schien nicht wirklich begeistert davon, aufzustehen. Nachts war ich immer wieder aufgewacht und hatte eine Weile nicht mehr einschlafen können, so viele Gedanken waren in meinem Kopf hin und her gekreist. Langsam richtete ich mich jedoch auf, zog zumindest meine Hose an und öffnete die Tür, denn ich dachte, ich hätte etwas gehört gehabt. “Oh schau mal, unsere Sachen.”, sagte ich zu Ylvi und hob die beiden Reisetaschen auf. Diese schmiss ich aufs Bett, öffnete sie und schob dann die Tasche mit der Frauenkleidung zu Ylvi rüber, die sich mittlerweile auch aufgerichtet hatte. Aus meiner Tasche nahm ich ein Hemd, zog es an und stopfte mein altes Hemd vom Boden in eine Ecke der Tasche. “Louis scheint das hier abgegeben zu haben. Lilly wollte mir ja noch helfen.”, schlussfolgerte Ylvi und ich nickte. Dann klopfte es wirklich an der Tür. Ich öffnete, bat Lilly herein und verschwand für die Zeit nach unten, während die Beiden den Verband wechselten. Eine ganze Weile unterhielt ich mich mit Louis, ehe Ylvi und die Kleine mit den Taschen die Treppe herunter kamen. “Hab alles eingepackt.”, sagte Ylvi zu mir und ich nickte. Wir verabschiedeten uns von Louis und Lilly, packten alles in den Pick - Up und fuhren zum Flughafen- relativ schweigend. Auch das Warten verlief ohne große Worte, ich nickte auch einmal ein und wurde durch ein sanftes Rütteln an meiner Schulter geweckt. Müde schaute ich in Ylvis Gesicht. “Komm, lass uns ins Flugzeug.” Wir stiegen ein, bezogen unsere Plätze und… schliefen für die nächsten sieben einhalb Stunden ein. Leider hatten wir die schöne Aussicht auf Colorado, Wyoming und Montana verpasst. Aber vielleicht würden wir es ja auf dem Rückflug schaffen, wach zu bleiben und uns die Landschaft anzuschauen.
    • AliciaFarina
      Dein Geschenk zu Weihnachten Teil II
      Dezember 2018, by Ravenna & Veija

      Ylvi
      Die unsanfte Landung ließ mich hoch schrecken, ich brauchte auch einen kurzen Moment ehe ich mich orientiert hatte. Ich drückte in der enge des Flugzeuges meinen Rücken durch, dehnte meinen Nacken. Die Position halb schief auf Calebs Schulter schlafend hatte dem nicht ganz wohl getan. Die Flugbegleiter baten uns noch einige Minuten zu warten, wir hatten den Flug knapp 20 Minuten zu früh erreicht. Das Bodenpersonal schien sich aber bereits zu sammeln.
      Caleb schien auch wach geworden zu sein, ähnlich wie ich rieb und dehnte er sich den Nacken. Da wir nur Handgepäck hatten konnten wir nach verlassen des Gates direkt in Richtung Ausgang verschwinden. Dort suchten wir uns ein Taxi. Durch die Zeit hier mit der Gips Reminder Ranch, hatte Caleb eine alte Bekanntschaft ausfindig gemacht. Sie würde uns für die nächsten drei Tage die wir hier blieben ihren Wagen leihen.
      Die Frau die uns entgegen kam, trug Stiefel...aber nicht nur Stiefel. Sie gingen ihr bis über das Knie. Es verlängerte ihre Gestalt, sie hatten auch einen knapp 10 cm hohen Absatz. Ein kurzer, also wirklich kurzer Rock. Die Jacke mit weitem Plüsch besetzt...Ich zuckte zusammen als ich ihr Gesicht sah. Hui..mit Schminke hatte sie nicht gespart. Caleb hüstelte, als sie mit einem “Juuuhu Caleb.” auf uns zu gestöckelt kam. Ich war mir ziemlich sicher...die sah nicht nur aus wie ein Rodeohäschen, sie war sicherlich eine. Sie zog Caleb zu ihrer Brust, küsste ihn auf die Wange, auf denen der Abdruck ihres Lippenstiftes zurück blieb. “Ylvi..das ist Monique.” Ich hatte fast erwartet, sie würde mich mit einem Bitch-please Blick mustern. Stattdessen kam sie vor mich, überragte mich dabei locker um beinahe zwei Köpfe. Mich zog sie allerdings auch in eine Umarmung, küsste mich auch auf die Wange. Schien also nicht ihre spezielle Caleb Begrüßung zu sein. Oder sie wollte nicht das ich mich schlecht fühlte.
      Sie gab Caleb einen Schlüssel in die Hand, ein rosa Einhorn hing daran. Anschließend führte sie uns zu ihrem Wagen. Es handelte sich um eine schwarze Dodge. Ich blieb kurz einen Moment verdutzt stehen. Den Wagen hatte ich der drallen Monique nicht zugestanden. Das bewies allerdings wieder - Urteile nicht vorschnell. Vielleicht kleidete sie sich auch einfach nur gern..wie sie eben gekleidet war? Caleb und sie unterhielten sich noch ein wenig, er gab mir schonmal den Schlüssel. Mit den Taschen stiefelte ich also in Richtung der Kofferklappe, öffnete und erstarrte. Ich spürte förmlich wie sich meine Netzhaut weg ätzte als ich das Innenleben erblickte. Rosa..pink...und zwar alles vor mir. Das bisschen das ich vom Armaturenbrett sah, die Ledersitze...der ganze verdammte Kofferraum. Ich warf das Zeug rein. Monique wünschte Caleb alles gute. “Dann bis in drei Tagen.” erwiderte er. Ich gab ihm die Schlüssel wartete bis sie fort war. “Monique also, ja?” meinte ich spöttisch, sah ihr hinterher. “Ich hab nie behauptet das ich Geschmack hatte als ich jünger war.” ich lachte ein wenig. “Warte bis du die Inneneinrichtung zu Gesicht bekommst.” klopfte auf seine Schulter, lachte und ging um den Wagen herum zur Beifahrertür. Als ich sie öffnete stand da ein vom Donner gerührter Caleb, ungläubig auf das Innere blickend. Von hier aus hatte ich mehr Blick auf die Einrichtung...der Schalthebel...sogar die verdammten Pedale...rosa oder Pink. “Na? Doch lieber einen Wagen mieten?” Caleb schüttelte langsam den Kopf, schluckte. “Na immerhin ist er von außen schwarz.” scherzte er, nicht ganz ernst.
      Damit stiegen wir also in den Wagen, mein Tablet in der Hand, half ich ihm dabei aus der Stadt heraus zu finden. “Gut das du den Kasten bei hast, die genaue Richtung krieg ich sicherlich nicht mehr zusammen.” dann schwiegen wir wieder eine Weile. Ich konnte nicht umhin, mein Handy zu zücken und ein Foto von Caleb hinter dem rosa Lenkrad zu machen. “Wehe das landet im Chat für die Ranch.” ich grinste ihn an…”Huups.”

      Caleb
      Ich starrte wütend zu Ylvi rüber. Bing...bing...bing… Machte es bei unseren beiden Handys. Ylvi starrte auf Ihres und kam aus dem Lachen nicht mehr heraus. Ich kramte meins aus der Tasche und schaute auf das Display. ‘Hübsch Caleb, steht dir.’, stand da von Bellamy. ‘Oh Caleb, ich wusste ja dass du strange bist.. aber das hätte ich nicht erwartet.’, stand da von Octavia. ‘Caleb was geht denn bei dir?!’, hatte Cayce geschrieben. ‘OMG CALEB!’, schrieb Betsy. Wir hatten auf dem Hof zwei WhatsApp Gruppen, einmal mit, und einmal ohne Betsy. In der ohne das Mädchen wurden manchmal ganz andere Dinge geschrieben. “Na danke dafür.”, sagte ich zu Ylvi, starrte sie noch einmal wütend an und startete dann den Motor. “Ich dachte wirklich Monique wäre über diese Phase hinweg…”, grummelte ich in mich hinein und fuhr auf den Highway.
      Morgen würden wir uns die Ranch anschauen, heute würde es zeitlich zu knapp werden. Eine Ranch kaufte man nicht in einer Stunde. “Hast du Lust noch was essen zu gehen?”, fragte ich Ylvi, als ich in die Straße des Hotels einbog. Sie nickte. “Vorher noch etwas frisch machen?”, sie nickte wieder. “Na gut.”, murmelte ich. Meine Wut war verflogen, etwas witzig war das Auto ja schon- und das Bild würde uns immer an diesen Trip hier erinnern.
      Ich parkte das Auto im Parkhaus und wir stiegen aus, gingen zur Rezeption, checkten ein und gingen auf unser Zimmer. “Mach du dich zu erst fertig.”, sagte ich zu ihr und Ylvi verschwand im Bad. Wir hatten beide keine sonderlich schicke Kleidung dabei, weshalb wir uns auch nicht großartig umzogen. Als Ylvi fertig war ging auch ich ins Bad und machte mich ein wenig frisch. “Na dann lass uns essen gehen, sagte ich zu ihr und ließ tatsächlich meinen Cowboyhut auf dem Bett liegen. “Nimmst du den nicht mit?”, fragte Ylvi mich und ich schüttelte den Kopf. “Ich muss ja nicht schon wieder direkt auffallen.”, sagte ich zu ihr. Bei dieser Aussage dachte ich an mein Auftreten im Krankenhaus und die klirrenden Sporen. Mit der verwaschenen blauen Jeans und den Westernstiefeln würde ich hier bei genauerer Betrachtung zwar auch auffallen, aber nicht so sehr wie noch mit dem Hut. Wir stiegen ins Auto, fuhren zu einem Restaurant ganz in der Nähe, ein bisschen kannte ich mich ja hier noch aus, und parkte dort auf dem Parkplatz. Wir gingen rein und bekamen tatsächlich noch einen Platz. Dort bot ich Ylvi einen Stuhl an und setzte mich ebenfalls an den Tisch.

      Ylvi
      Ich rieb meine Hände aneinander, setzte mich schließlich auf sie - es waren -6 Grad...und mein Körper hatte sich noch nicht an die Kälte gewöhnt. Das war tatsächlich eine Tatsache die mir Caleb wirklich mal erklären musste. Wieso zum Teufel Kanada? Das einzige was ich von diesem Staat wusste waren: ne Menge Schnee, irgendwas mit Ahorn und natürlich eine unfassbare Artenvielfalt an Tieren. Darunter Wölfe, Elche, Rentiere und natürlich auch Bären. Ich konnte Schnee nicht ausstehen. Klar so Winterritte hatten schon was...aber Schneechaos, Schnee schippen. Ich hatte mich zwischendurch schonmal gefragt was mich da geritten hatte. War ich nicht zur Blakes Crow Meadow gekommen, eben weil sie in New Mexico war? Tja, da hatte sich innerhalb weniger Stunden mein Leben ganz schön auf den Kopf gestellt. Und mein blöder Witz war es auch noch gewesen, der Bellamy auf die fixe Idee gebracht hatte Caleb die Ranch zu überschreiben. Ich hatte sogar gemeint ein Umzug sei sicherlich nicht schlecht. Und jetzt waren wir hier...in Calgary. Die nächsten Tage schauten wir uns zwei der potentiellen Ranches an. Wahnsinn.
      “Jetzt wo wir unsere Ruhe haben. Erzähl mir doch mal wieso es eigentlich nach Kanada geht. Soweit ich weiß bist du nicht hier geboren? Was sind deine genauen Pläne für eine Ranch?”

      Caleb
      Wir saßen beide am Tisch, hatten uns ein wenig umgesehen und auch schon Essen bestellt. Die Kellner hier waren wirklich fix und hatten uns schnell bedient, so dass wir nicht lange hatten warten müssen. Als Ylvi mir eine Frage stellte seufzte ich kurz und ließ meine Gabel sinken. Ja, warum eigentlich? Dass ich mich einfach nicht von diesem Land und von der Erinnerung an Verena trennen konnte würde ich ihr wohl kaum verraten.
      “Nein, geboren bin ich hier nicht aber ich bin durch das Rodeo viel gereist, habe viel gesehen und war auch sehr oft in Kanada, mal auf kleinen, mal auf großen Rodeos… dann habe ich Verena kennen gelernt… und habe mich noch mehr in dieses Land verliebt.”, gestand ich ihr und aß weiter, ich ließ mir Zeit mit dem Antworten, wollte meine Aussagen mit Bedacht auswählen. “In der Zeit auf der Gips Reminder Ranch habe ich viel erlebt, bin viele Pferde geritten und viele Turniere gegangen, hier und auch in ein paar Staaten in den USA. Montana und Wyoming zum Beispiel habe ich oft mit Pferden besucht, aber die Landschaft hier in Alberta? Die grünen, weitläufigen Wiesen, kaum Zäune und wenn, dann kilometerweit entfernt…”, ich sah Ylvis Blick und wusste genau, was sie dachte. Genau das gab es auch in Staaten der USA. Weitläufige, grüne Wiesen und auch alles Andere… “Ich weiß nicht.. kennst du das nicht, dass man sich in etwas verliebt und gerne dort hin zurückkehren möchte? Natürlich nicht genau zurück.. aber in das Land schon?”, fragte ich sie und sie nickte. “Und was sind deine genauen Pläne für eine Ranch?”, fragte sie mich dann und wieder musste ich überlegen. “Sie soll weitläufige Koppeln haben, wir brauchen aber auch für jedes Pferd eine Box. Es müssen nicht immer alle Pferde im Stall stehen, aber hier kann der Winter teilweise ziemlich hart werden und dann bräuchten wir für jedes einen warmen Platz. Außerdem möchte ich gerne Rinder halten.. Whiteface.. wer hätte es gedacht.”, erklärte ich und sie lachte. “Ja, wer hätte gedacht, dass du dir Kühe mit einem weißen Kopf kaufst.”, zog sie mich auf. “Außerdem brauchen wir große, gute Reitplätze und am besten eine oder zwei Hallen, um die Pferde ordentlich trainieren zu können… und Bungalows… oder kleine Mitarbeiterhäuser… aber das kann man ja alles noch bauen.”, erklärte ich ihr und sah sie an. “Also so richtig… weiß ich noch nicht was ich möchte. Also ich weiß es schon, aber ich kann mich nicht entscheiden, was ich wichtiger finde.”

      Ylvi
      Caleb wählte seine Worte mit Bedacht. Es schien als kaue er auf ihnen herum, ehe sie seine Lippen verließen. Nicht als fiele es ihm schwer sie auszusprechen. Vielmehr beschlich mich das Gefühl als wolle er mich schonen. War es das? Ich legte leicht den Kopf schief, beobachtete seine Haltung die offen war. Doch seine Hand spielte mit dem Ende der Gabel. Wunderlich was mir nach all der Zeit mit ihm auffiel. Es gab keine Illusionen.. natürlich, die Antwort die er mir gab war richtig, aber da war noch etwas anderes. Um mich abzulenken konzentrierte ich seiner zweiten Antwort zu lauschen, nahm die Worte wahr... allerdings entschlüpften sie mir durch das andere Ohr nach draußen. Ich hörte nur Koppeln, Boxen...Halle... Training.
      In Gedanken jedoch war ich noch bei der ersten Frage. Wieder war ihr Name gefallen, Verena. Natürlich war er das..hier hatte alles begonnen für ihn. Wie Louis es mir damals auf dem Berg gesagt hatte..Verena hatte alles für ihn geändert. Damit hing sein Herz, ein Teil seines Bewusstseins nicht nur an ihr,sondern auch an dem Land das für ihn einiges verändert hatte. Es fiel mir schwer mein wehmütiges Seufzen zu unterdrücken. Ich würde vielleicht ewig in ihrem Schatten stehen. Dann erinnerte ich mich an Laurence Worte..die gute Seele der Ranch. Vielleicht hat Verena dich für uns hierher geführt.
      Ob er wohl Recht hatte? Mir gefiel der Gedanke das sie aus der Anderswelt in diese blickte und den Nornen vielleicht etwas Zugeflüstern hatte. Laurence hatte von Gott gesprochen, für mich spielte er weniger eine Rolle als die Götter des Nordens..aber vielleicht war er einfach nur eine andere Bezeichnung für meinen Allvater? In Bellamzs Büro hatten Bilder von ihr gehangen. Für mich würde Verena auf ewig ein Geist bleiben von dem wenige sprachen. Ich beugte mich ein wenig vor, sah Caleb an, fasste nach seiner Hand. “Tut mir Leid..deine zweite Antwort wirst du mir nochmal geben müssen. Kannst du mir von ihr erzählen? Jeder erwähnt sie, für mich ist sie nur ein Geist. Ich könnte Bellamz oder O. fragen...aber,ich weiß nicht. Ich würde es gern von dir wissen. Ich hätte gern ein Bild von ihr, mehr als nur Bruchstücke.” das konnte nach hinten los gehen, furchtbar schief gehen. Aber ich wollte offene Karten zwischen uns... er verhielt sich stets Loyal,das war einer seiner besten Eigenschaften. Daher fügte ich noch hinzu “Ich hoffe du weißt, dass du offen mit mir sprechen kannst. Du musst mich nicht schonen.” Ich lächelte aufrichtig in seine Richtung. Wir waren kein Paar, er hätte das Recht sich der Antwort zu entziehen. Ich wollte nicht zu forsch sein, es war kein Befehl...eine offene Bitte vielmehr.

      Caleb
      So langsam waren wir fertig mit Essen, als mir Ylvi eine Frage stellte, die ich nicht so ohne weiteres beantworten konnte. “Lass uns nicht hier über sie sprechen.”, erklärte ich ihr und schien sie für den Moment befriedigt zu haben, denn sie hakte nicht weiter nach. Wir sprachen über dieses und jenes, blieben jedoch bei Gesprächen über Pferde und Ranches. Wir teilten uns noch die Eiskugeln zum Nachtisch, denn eine ganze Portion hätten wir beide nicht mehr geschafft, bezahlte jeder von uns die Hälfte der Rechnung und wir gingen zurück zum Auto, womit wir wieder ins Hotel fuhren und auf unser Zimmer gingen. Man sah uns beiden an, dass wir wirklich geschafft vom Flug waren. “Und du willst ihre Geschichte wirklich jetzt noch hören?”, fragte ich Ylvi und sie nickte überschwänglich. “Ja.”, war ihre Antwort und ich nickte, schwieg jedoch eine ganze Weile, während sie mich gebannt ansah und darauf wartete, dass ich etwas sagte.
      “Verena war… eine Visionärin.”, fing ich an und überlegte dann weiter. “Ich glaube sie hatte ihr Leben schon bis zum Tod durchgeplant und den Pferden gewidmet. Sie hat stets in allem das Gute gesehen und nicht nur zweite, sondern auch dritte und vierte und fünfte Chancen gegeben, auch was mich angeht. Nicht umsonst hat sie mir eine Ohrfeige verpasst, mich gefeuert und vom Hof geschmissen, als ich ihr sagte, Zues wäre unbrauchbar und ich hätte ihr doch gesagt, dass sie es bei ihm zu nichts bringen würde…Sie hat mir mehr als einmal einen Fehltritt verziehen und mir wieder ihr Herz geöffnet.”, erklärte ich ihr weiter und sah in ihren Augen etwas aufblitzen. “Hasst du Zues deshalb?”, fragte sie mich doch ich schüttelte den Kopf. “Ich hasse ihn nicht.. ich gebe ihm nur irgendwie die Schuld an allem, auch wenn er absolut nichts dafür kann.” Ylvi nickte. “Die vielen Chancen hat sie also den Pferden und den Menschen gegeben. Zues, Raised from Hell, Wimpys Little Devil… alles so hoffnungslose Fälle. Aber schau dir Hell und Devil heute mal an… was sie bei ihnen erreicht hat… nur zu Zues konnte sie nie durchdringen.. und jetzt kann sie es nicht mehr. Aber abbringen ließ sie sich von nichts, dieser Sturkopf der immer seinen Willen durchsetzen musste. Nichts und niemand in der Welt hätte sie dazu gebracht, eines der Pferde aufzugeben. Sie hatte eine gute Seele und liebte die Pferde über alles.”, wieder nickte Ylvi. Was sollte sie auch groß dazu sagen? “Mir gegenüber war sie immer ein wenig… impulsiv. Irgendwie wie ich…Ich brachte sie auch oft genug auf die Palme, mit meinen Andeutungen…. Achso, apropos Chancen.. schau dir Bellamy und Murphy und Octavia an. Alles ihr Werk. Hätte sie ihnen keine zweite Chance gegeben, was wäre wohl aus ihnen geworden? Ich möchte das auf jeden Fall auch weiterführen. Solchen Menschen eine zweite Chance geben, ihnen etwas bieten und zu etwas verhelfen.”, sagte ich und schwieg dann wieder eine ganze Weile. “Mit ihr konnte man nicht gut streiten. Sie war schnell den Tränen nahe und Enttäuschungen sah man ihr sofort im Gesicht an. Sie war jemand, der von den anderen gemocht und gut behandelt werden wollte… vermutlich konnte ich aus diesem Grund ihr Herz nie erreichen und hatte sie an Svejn verloren. Svejn ist eine andere lange Geschichte…”, seufzte ich. “Sie legte jedoch viel Wert auf meine Meinung und wurde sehr schnell unsicher, wenn ich ihr vor den Kopf stieß und ihr erklärte, wie dämlich und dumm ihre Idee war…”, wieder schwieg ich. “Sie verlangte den Pferden aber auch Leistung ab. Schau dir Bella oder Gipsy an, oder auch Choco. Oh Gott Choco!”, ich lachte. “Durch ihre Affinität zu diesem Pferd ist mir der Haflinger erst auf den Hof gekommen! Sie glaubte zwar nie daran, dass andere Rassen gut in dieser Sportart sein würden, aber irgendwie hatte sie einen Narren an diesem Hengst gefressen… und Choco ist gar nicht so schlecht im Westernsport.”, sagte ich und Ylvi lachte auch kurz auf. “Ansonsten.. ich zeige dir mal ein paar Fotos, wenn wir wieder in New Mexico sind. Dann kannst du dir sie besser vorstellen.”, sagte ich noch und überlegte. “Ich glaube, mehr fällt mir gerade nicht ein.”, meinte ich und drehte mich zu Ylvi um. Ich hatte in dem Stuhl im Zimmer Platz genommen, während sie sich auf dem Bett ausgebreitet hatte. “Hast du noch Fragen?”

      Ylvi
      Ich hatte mich auf das Bett fallen lassen, aufmerksam seinen Worten gelauscht. Der Geist füllte sich mit einer Art von Person. Mit jedem Satz den er mir gab,konnte ich mir ein besseres Bild von ihr machen.
      Er endete, schwieg kurz. In diesem kurzen Moment richtete ich mich auf. Ob ich noch Fragen hatte? Viele...aber diese musste ich nicht jetzt beantwortet bekommen. Also schüttelte ich den Kopf. “Danke.” flüsterte ich, für ihn gerade so hörbar. Ich hätte noch anfügen können, das ich wusste das es ihm schwer gefallen war. Das ich ahnte, dass ihn meine Frage erstaunt hätte. Aber in mir kam das Gefühl auch, dass dies zu viel wäre. Es bedurfte keiner Erklärungen. Über den Raum hinweg sahen wir uns einfach an, ohne zu blinzeln, dann huschte nur ein Zucken über seine Lippen, er blinzelte. Ich hatte ohne Worte verstanden, Caleb wie es schien auch. Als er sich erhob um in das Bad zu gehen, ließ ich mich wieder zurück sinken. Mir steckte der Flug in den Knochen, ein wenig tat mir doch irgendwie meine heilende Wunde weh - es begann langsam die Zeit in der sie zu jucken anfing.
      Ich unternahm wirklich den Versuch wach zu bleiben, aber meine Lider waren einfach zu schwer. Also glitt ich in das Land meiner Träume. Sie waren wirr...vollkommen wirr. Aber eine Art von Lichtgestalt die der Verena auf den Fotos wirklich unglaublich ähnlich sah, führte mich zu einem Pferd. Ohne weiter darüber nachzudenken ging ich auf dieses zu, schwang mich auf seinen Rücken und ritt über eine Landschaft die mir gänzlich unbekannt war. Erst zurück auf der Ranch sollte mir klar werden, das ich in meinen Träumen auf Zues geritten war. Sie würden mich nicht in Frieden lassen. An diesem Tag, in diesem Traum, entstand eine erste Idee in meinem Kopf.

      Caleb
      Als ich aus dem Bad zurückkam war Ylvi schon eingeschlafen. Ich seufzte kurz, deckte sie zu und legte mich dann ebenfalls unter die Decke. Wieder hier zu sein, in Calgary, nahe dem Ort an dem alles angefangen hatte und an dem alles hätte enden können… Meine Gedanken hielten mich fast die ganze Nacht wach. Ylvi wachte einmal nachts auf, zog sich flink um und schlief dann sofort wieder ein.
      Ich musste doch die Augen eine Weile zu gemacht haben, denn als ich von Ylvi geweckt wurde, fühlte ich mich wie vom Truck überrollt. Ich hab einen gequälten Laut von mir, richtete mich auf, stellte meine Füße auf den Boden und ließ meinen Kopf auf meine Hände sinken, die ich auf meine Beine gestützt hatte. „Alles in Ordnung?“, fragte Ylvi mich vorsichtig. „Ja.“, meinte ich leise und fuhr mir einmal durch die Haare. „Mach du dich im Bad fertig, ich muss noch ein paar Telefonate führen.“, erklärte ich ihr und sah sie ins Bad huschen. Tatsächlich rief ich die beiden Ranchbesitzer an und klärte, welche wir heute und welche wir morgen besuchen gehen würden. Meinen Favoriten würden wir uns morgen anschauen gehen, die andere Ranch heute. Ylvi besuchte nicht sonderlich lange im Bad, so dass ich auch noch duschen gehen und mich umziehen konnte. „Frühstück?“, fragte ich sie als ich wieder herauskam. Sie nickte. „Frühstück und Kaffee…“, erwiderte ich ihr und gähnte lange.
      Als wir in Richtung Essraum gingen erzählte ich ihr, welche Ranch wir heute besuchen gehen würde und welche morgen. Dass bei der morgigen Ranch noch 30 Whiteface Kälber, Rinder und Kühe inbegriffen waren, verschwieg ich ihr mal lieber.

      Ylvi
      Da Caleb ein wenig fertig aussah, orderte ich ihn auf den Beifahrersitz und klemmte mich selbst hinter den Sitz des Fahrzeuges. Ich hatte Glück, der Sitz ließ sich nicht nur nach vorn sondern auch nach oben verstellen. Ich konnte kaum über das Lenkrad hinaus blicken. “Schaffst du das?” dabei klopfte er sich seine Hand auf die linke Brust. Ich nickte, startete den Motor.
      Starr nach Navigationsgerät fuhr ich aus Calgary heraus, nach Westen. Es waren knapp 43 Kilometer, eine Fahrt von einer guten halben Stunde. Irgendwo hinter einer Art Feriensiedlung mit dem Namen Redwood Meadows Bogen wir auf eine kleiner Straße, die es eigentlich nicht verdiente diesen Namen zu tragen. Tannen rechts, Tannen links. Plötzlich fuhren wir unter einem Eingangsschild hindurch. Vor uns befand sich tatsächlich Wald und eine Ranch.
      Begrüßt wurden wir von einen Herren der etwa in seinen 50ern sein musste. Als ich ihn auf uns zukommen sah, musste ich innerlich Lächeln. Er sah Louis ziemlich ähnlich. Er hatte schwarz, silberne Haare in zwei langen Zöpfen geflochten, trug eine große Brille. Unmissverständlich ein Native. “Mr. O’Dell?” Caleb nickte, lächelte. “Sie haben mit meinem Sohn telefoniert. Mein Name ist Jonathan Clearwater.” Wir reichten uns jeweils die Hände. Dann begann er zu erzählen, erst ein wenig über das Tal hier. “In den 40ern gab es einen großen Waldbrand, die freien Flächen die zurück blieben hat mein Stamm für sich genutzt. Sie müssen auf dem Weg hierher an dem Golfplatz vorbei gekommen sein?” “Ah, dann war es gar keine Stadt.” “Doch, schon..nur noch wenige wohnen hier. Meine Familie hat jahrelang hier auf der Farm gelebt.” Trotz des Feuers blieb ziemlich viel an Nadelwald übrig. Das Haupthaus war praktisch vor lauter Bäumen gar nicht auffindbar. Insgesamt schien es nur 3 andere Häuser zu geben, die eher Bungalows glichen. Viel Platz für Mitarbeiter...oder Gäste blieb da nicht. Das Stallgebäude hatte genau 10 Boxen, daran angeschlossen gab es zwar eine riesige Lagerhalle, die zu zwei Hallen abgetrennt werden konnten. Einen Platz jedoch suchten wir ein wenig vergeblich. Und zwischen den Wegen, immer wieder kleine lichte Orte um die man eine Wiese gezogen hatte. Hübsch war es ja...für eine Zucht und Ranchbetrieb war das ganze allerdings etwas zu waldig. Das sah man auch Caleb an. Mr. Clearwater ließ uns nach seiner Rundtour auch alles in Ruhe allein anschauen. “Stallgebäude müssten wir erneuern...irgendwo außerhalb Wiesen anpachten. Wald roden um einen Platz zu bauen, überhaupt auch einen Round Pen. Für Rinder wäre das hier auch nicht so geeignet.” zählte Caleb auf. Ich drehte mich im Kreis. “Für die Pläne die im Raum stehen ist der Ort hier nicht sonderlich geeignet.” pflichtete ich ihm bei. Nachdem wir den halben Tag hier verbracht hatten, hieß es schließlich sich von Mr. Clearwater zu verabschieden. In unserem Rosa-Traum von einem Auto gab ich nun also die andere Adresse ein. “Ich muss ganz ehrlich sein. Angenommen ich hätte tatsächlich eine eigene Ranch aufgebaut, dann wäre der Ort hier klasse. Die Landschaft, der Platz. Ich mag das Haupthaus sehr gern - ist immerhin möbliert. Ich hätte für den Anfang ohnehin wenig Pferde. In Anbetracht der Tatsache allerdings das es eben die Blakes Crow Meadow Ranch ist - wird es das hier nicht sein.” sprach Caleb währenddessen. “Gut, aber die Einrichtung war nun wirklich ziemlich old school. Ich hab ja nichts gegen alte Einrichtung, aber vieles davon hätte man wohl nicht mehr nutzen können.” “Da magst du Recht haben.”

      Caleb
      Anstatt zur anderen Adresse zu fahren fuhren wir wieder ins Hotel. Wir waren beide immer noch ziemlich geschafft, oder zumindest ich war ziemlich geschafft, so dass wir uns im Hotel etwas zu essen aufs Zimmer brachten, dort gemeinsam aßen und uns dann ins Bett legten. Wir schauten noch eine Weile eine Sendung über irgendwas mit Indianern, ehe wir den Fernseher aus machten und uns schlafen legten.
      Am nächsten Morgen waren wir beide fitter und dementsprechend auch motivierter. Wir ließen es uns gut gehen bei dem ausgiebigen Frühstück, welches uns geboten wurde, ehe ich mir hinters pinke Steuer setzte. “Es ist und bleibt stockhässlich.”, sagte ich zu Ylvi, warf ihr einen Blick zu und stieg in ihr Lachen ein. Die zweite Ranch lag etwa eine halbe Stunde südöstlich von Calgary, an einer wunderschönen Flussgabelung. Auch sah man von hier ein paar kleinere Berge und auch die großen Rocky Mountains. “Der Ausblick gefällt mir.”, sagte ich zu Ylvi und sie schien meine Meinung zu teilen.
      Wir fuhren an einem Ranchschild mit der Aufschrift “Bow River Ranch” vorbei. Dann folgte ein langer Weg, der rechts und links aus großen Koppeln bestand. “Schau mal, wie schön.”, sagte Ylvi und auch ich war begeistert von den weitläufigen Wiesen und den angrenzenden Waldstücken. Wie weit das wohl zur Ranch gehörte?
      Auf dem Gelände hielten wir vor dem Hauptgebäude. Es war in einem älteren Stil erbaut, aber keinesfalls hässlich oder urig, sondern einladend und freundlich. Es öffnete sich die Haustür und der Besitzer der Anlage kam heraus. “Hallo, ich bin Jackson Duncan.”, stellte er sich vor und schüttelte zuerst Ylvis, dann meine Hand. “Ich führe sie ein bisschen herum.”
      Schon als ich meinen Fuß in den ersten Stalltrakt setzte, war es um mich geschehen. Ich sah Ylvi an und auch sie schien die Ranch zu mögen. Verschiedene Stalltrakte, Offenställe, zwei Reitplätze, eine wirklich sehr große Halle, viel Platz, um selbst noch etwas zu bauen und zwei Round Pens. Einen etwas kleineren und einen Größeren. Ansonsten bot die Ranch viel, viel Platz. Viel Platz zum Bauen, viel Platz zum Umstrukturieren, weitläufige Wiesen und den Fluss, der teilweise überquert werden musste, um auf die anderen Wiesen zu kommen, die dazu gehörten.
      "Das beste sehen Sie gleich, doch dazu müssen wir eine Weile reiten.", sagte er und führte uns zurück zu den Autos, wo jetzt jemand mit drei Pferden stand.

      Ylvi
      Noch bevor ich hätte nach den Zügeln greifen können, nahm sie Caleb entgegen. “Mr. Duncan, auf dem Ritt werden wir leider nur zu zweit sein.” dieser ließ das unkommentiert. Ließ den Mitarbeiter aber den Braunen fort nehmen. Wehmütig sah ich zu wie sich Caleb in den Sattel schwang, seinen Rappen neben mir zum stehen brachte und mir vollkommen unnütz durch die Haare strubbelte. “Bald darfst du auch wieder.” neckte er mich. Ließ den Rappen antraben und folgte einen Pfad hinauf Mr. Duncan. Ich verschränkte die Hände vor meiner Brust. Unfair.
      Ich hatte nichtmal eine Vorstellung wie lange sie weg sein würden! Ich vertrieb mir erst die Zeit damit im Auto zu sitzen. Anschließend streunerte ich noch einmal allein über den Hof. Viele Leute gab es hier nicht, auch der Stalltrakt war bis auf drei vier Boxen nicht mehr belegt. Bow River Ranch. Ich ließ mir den Namen über die Lippen rollen. Erinnerte mich das wir vorhin an einem Fluss vorbei gekommen waren. Auf einer der Koppeln war sogar ein Bach. Ich nahm an daher rührte der Name. Nach gut einer Dreiviertelstunde klingelte mein Handy. Caleb war gerade dabei mir diverse Fotos zu schicken. Darauf sah ich Blockhütten, drei an der Zahl...Weiden..und auch dort der Bach - dieses Mal sehr viel breiter, als er hier im Tal war. Das ganze lag in einem Talkessel, auf dem Bild hätte ich nicht sagen können wie breit es war. Doch auf den Bildern konnte ich die Berghänge sehen, sie waren schroff und mit Schnee bedeckt.
      Etwa eine Stunde später kamen Caleb und der Typ der uns die Ranch gezeigt hatte wieder zurück. Ich zog mir meine Kopfhörer aus den Ohren. Die Verabschiedung lief eigentlich ziemlich schnell. Ich fuhr zurück nach Calgary. Caleb packte oben im Zimmer unsere ganzen Sachen zusammen. In der Zwischenzeit kümmerte ich mich um den Check-out vom Hotel. Zusätzlich hatte er mir sein Handy in die Hand gedrückt. Ich suchte also in seinen Kontakten nach Moniques Nummer, rief sie an. Es dauerte auch nicht lang, dann ging sie auch schon an das Telefon. “Caleb, ihr seid also zurück?” “Nein,nein. Ylvi hier. Also ja wir sind zurück. Wir würden in etwa 10 Minuten bei dir sein und dir deinen Wagen wieder bringen.” “Ylvi, also. Gut dann halte ich mich bereit.”
      Dieses Mal fuhr .Ccaleb, auf meinem Schoß und zwischen den Beinen befand sich unser Gepäck. Unterwegs sprachen wir zunächst nicht, jeder hing den Gedanken an die Ranch nach. Caleb und Monique tauschten die Position hinter dem Steuer, er verzog sich auf die Rückbank. “Wie hat euch mein Baby gefallen?” Keine Antwort..nur ein Hüsteln von mir, da ich mir ein Lachen verkniff. Dann ein sehr sarkastisches “Ganz hervorragend!” von Caleb. “Nicht wahr?” Monique schien den Sarkasmus nicht verstanden zu haben. Daher setzte Caleb noch nach “Ich hätte gedacht die Phase sei endlich mal an dir vorüber gegangen.” keine Antwort, aber ich sah wie sich Monique auf die Lippen bis. Ihr Gesicht sah aus als sei sie gerade auf dem Klo beschäftigt. Ich sah lächelnd aus dem Fenster.
      Der Check-In am Flughafen dauerte ewig, wir kamen gerade Rechtzeitig an das Gate als auch schon unser Flug aufgerufen wurde. “7 Stunden Flug zurück..ich hab absolut keine Lust.” grummelte Caleb. Wir hatten in der vergangenen Nacht auch einiges an Schlaf nachgeholt, daher vergnügten wir uns mit zwei Filmen auf meinem Tablet. Darunter “the Rider” der uns beide nun nicht wirklich überzeugen konnte - er war einfach unfassbar langatmig. “Man merkt richtig das es Laiendarsteller sind.” flüsterte ich. um den Gast neben mir am Fenster nicht zu stören. Anschließend philosophierten wir über die Möglichkeiten mit der Ranch. Kein Zweifel...noch einmal Immobilien anschauen würden wir wohl nicht müssen.
      Lilly war diejenige die uns vom Flughafen zur Bar mitnahm. Hier war früher morgen, was mich vollkommen aus dem Konzept brachte. Mal ganz davon abgesehen das es unfassbar warm war im Gegensatz zu Kanada. Caleb und Louis unterhielten sich über die Ranch. Lilly und ich packten schon mal das Gepäck wieder in den Pick-Up von Caleb. “So, zurück zum Rest?” fragte mich Caleb, ich zuckte bisschen zusammen - hatte nicht erwartet das er plötzlich neben mir auftaucht. “Ja...genug auf Reisen gewesen.”

      Caleb
      Von der Bar zur Ranch zurück unterhielten wir uns wieder über die Möglichkeiten, die diese Anlage bot und noch im Auto rief ich Mr. Duncan an, und sagte ihm zu. Umzugsmonat wäre der Januar. Mitte Januar vermutlich, mal sehen, wann wir hier in New Mexico alles gepackt bekommen würden.
      “Ylvi ich hab dir noch gar nicht gesagt, was noch zur Ranch gehört.”, sagte ich, als wir wieder auf dem Blakes Crow Meadow angekommen waren und unsere Sachen von der Ladefläche des Pick Ups nahmen. “Eine Herde von Whitefacerindern. 30 Stück.” Doch anstatt mich geschockt oder fragend anzusehen, fing sie lauthals an zu lachen. “Was, echt? Oh Caleb.”, sagte sie und schlug mir auf den Arm, ehe sie kopfschüttelnd wegging. “Hey was denn?”, rief ich ihr nach doch sie antwortete mir nicht mehr.
      Am Abend erzählten Bellamy und ich der gesamten Ranch, was Sache war und stellten ihnen frei, mit umzuziehen oder zum Frühjahr zu kündigen. Erstaunlicherweise war jeder bereit, das neue Kapitel aufzuschlagen und die Reise mit uns anzutreten.
      “Es gibt noch etwas, dass ich euch sagen möchte. Eine Ranch finanziert sich eben nicht von alleine…”, fing ich an und schaute in gespannte Gesichter. “Ylvi hab ich es schon gesagt, aber zu der Ranch gehört eine Herde von 30 Whitefacerindern, die ich mitgekauft habe. Sieht wohl so aus, als seien wir jetzt bald wirklich im Viehgeschäft.”, alle nickten, keiner widersprach mir. “Außerdem gehört zu dem Gelände etwa eine halbe Stunde Ritt eine alte Ferienranch. Undenkbar wäre es nicht, unser Konto durch Touristen ein wenig aufzustocken.. achja, hier für jeden eine Kopie der Verkaufspferde. So können wir uns jetzt schon nach geeigneten Käufern umhören.”, erklärte ich und gab jedem einen Zettel. Schweigen. Jeder war in seinen Gedanken versunken, auch Betsy sagte kein Wort. Vereinzeltes Nicken, aber auch zerknirschte Blicke bei der Liste der Pferde. “Es steht einem jeden von euch frei, eines der Pferde zu erwerben. Doch unter meinen Namen bleiben sie nicht.”, sagte ich und kam vielleicht ein wenig harscher rüber, als ich es beabsichtigt hatte. “Also Sue und Blue behältst du, oder?”, fragte mich Betsy dann vorsichtig und ich nickte. “Sue und Blue bleiben. Nur die Pferde, die da auf der Liste stehen, werden verkauft.”, sagte ich zu ihr und sie nickte. Damit löste ich unsere kleine Versammlung auf und ging rüber in den Stall, wo ich nach Vulture schaute. In ein paar Tagen war Weihnachten. Vorher musste ich noch einige Geschenke kaufen und noch einiges erledigen.


      Wenige Tage später war Heiligabend. Weihnachten wurde von den Blakes Geschwistern und auch von Caleb noch immer ein wenig nach deutscher Tradition gefeiert, etwas, dass Verena damals nach Amerika und auf ihre Ranch mitgebracht hatte. Am 23. hatten alle Mitarbeiter zusammen einen Weihnachtsbaum ausgesucht und gemeinsam geschmückt. Betsy hatte es nicht lassen können, kleine Pferde an den Baum zu hängen, gefolgt von kleinen Cowboyhüten. “Die sind extra für dich.”, hatte sie zu Caleb gesagt, welcher sie nur lachend in den Arm genommen hatte. Betsy tat allen auf der Ranch gut.
      An Heiligabend selbst feierte die ganze Ranch zusammen. Sie waren mittlerweile wirklich wie eine Familie füreinander. Selbst Cayce gehörte schon dazu, obwohl er noch gar nicht so lange dort war. Es wurde gemeinsam gekocht, gegessen und sich dann gemütlich ins Wohnzimmer zum Weihnachtsbaum gesetzt, unter dem eine ganze Menge Geschenke lagen. “Großartige Geschenke gibt es dieses Jahr nicht.”, sagte Bellamy, als er sich mit einem Glas Sekt vor den Baum gestellt hatte. “Anfangen möchte ich jedoch mit Caleb, der das ein Geschenk von uns allen bekommt, welches größer nicht sein könnte. Wir alle zusammen schenken dir die Pferde und das Equipment dieser Ranch.”, verkündete dieser und hob sein Glas. Caleb starrte ihn derweil nur mit offenem Mund an. “Ihr schenkt mir das alles?”, fragte er ungläubig und Bellamy sowie die anderen nickten. “Fast alles. Das Gelände nicht, das werden O und ich verkaufen. Aber alles andere. Und nun Prost. Auf Caleb, unseren neuen Chef!”, sagte er, stieß mit seinem Glas an und alle Mitarbeiter tranken darauf. “Die anderen sollen natürlich nicht leer ausgehen. Hier auf dem Boden stehen kleine Geschenke mit euren Namen drauf.”, sagte er und hob ein Geschenk auf, welches er Betsy gab. Diese machte als erste auf und hielt ein Schokopferd in der Hand. “Wie süß!”, kommentierte sie ihr Geschenk und umarmte Bellamy kurz. Auch alle anderen, ausgeschlossen Caleb, hatten ein Schokopferd geschenkt bekommen. Bei allen außer Betsy war noch ein Umschlag mit Geld in der Box gewesen.
      “Dell noch eine Kleinigkeit für dich.”, sagte Bellamy dann und übergab dem Vater von Betsy ein kleines Geschenk. Er machte es auf und hielt ein Foto seiner Tochter in der Hand. Sie saß auf Sue, gehalten von Caleb, und hielt ihren Pokal stolz in die Höhe. “Habe ich gemacht, toll geworden, oder?”, sagte Ylvi und er nickte. Man sah ihm an, dass er stolz auf seine Tochter war. Dann stand Caleb auf und schnappte sich eines der letzten Geschenke unterm Baum. “Bellamy das hier ist von uns allen für dich. Damit du dein wirres Köpfchen mal sortieren kannst.”, lachte er und gab ihm das Päckchen. Dieser machte es auf und hielt einen Notizblock mit einem Taschenrechner in der Hand. “Ja, das habe ich wohl dringend gebraucht.”, lachte er. “Danke euch allen.”, sprach er in die Runde und traf auf lächelnde Gesichter und vereinzeltes Nicken. “Jetzt zu dir Betsy.”, sagte Caleb und holt das kleinste der Geschenke unter dem Baum hervor. “Wir alle haben lange überlegt, was du dir wohl zu Weihnachten wünschen könntest.”, sprach er und überreichte ihr das kleine Geschenk. Betsy traute sich zunächst gar nicht, es wirklich auf zu machen. Doch dann riss sie die Verpackung in tausend Teile und öffnete die kleine Kiste. Darin lag ein Zettel, nichts weiter. Sie nahm ihn aus der Box, faltete ihn auf und las das Geschrieben laut vor. ‘Hiermit erhältst du 50 Prozent.’ “Ich erhalte 50 Prozent von was?”, fragte sie verwirrt und schaute uns nacheinander an. “Komm.”, sagte Caleb, stand auf und ging zur Haustür. Langsam öffnete er sie und als Betsy sah, wer dort draußen auf sie wartete, sprang sie freudestrahlend aus der Haustür nach draußen. Dort stand nämlich unsere geliebte Black Sue Dun It mit einer roten Schleife um den Hals, gehalten von Betsys Vater Dell. Diesem fiel sie zuerst um den Hals, dann der Stute. “Ihr schenkt mir die Stute? Wahnsinn!”, rief sie und war den Tränen nahe. “Danke, danke, danke!”, jubelte sie und umarmte uns alle der Reihe nach.

      Caleb
      Den Abend ließen wir gemeinsam gemütlich ausklingen, es gab noch einige Geschenke die verteilt und ausgepackt wurden. Cayce hatte tatsächlich ein Foto von mir und seinem Pferd, als ich für ihn angetreten war, gemacht und schenkte es mir. Auch für Ylvi hatte ich mir etwas überlegt, was ich ihr jedoch erst im Bett überreichte. “Ich dachte schon ich bekomme gar nichts von dir.”, scherzte sie und ich lachte. “Naja, warte mal ab, mach es zuerst auf.” Ylvi riss das Papier herunter und hielt… einen Kalender in der Hand. “Damit du deine Arzttermine alle zusammen an einer Stelle hast und sie so hoffentlich nicht mehr vergisst.”, erklärte ich ihr und wurde sofort geschlagen. “Doofkopf… aber danke.”, sagte sie und gab mir einen Kuss. “Hier, das ist von mir, für dich. Wollte es dir nicht vor allen geben.”, erklärte sie und überreichte auch mir ein Geschenk. „Vorsichtig, scharfe Munition.“, lachte sie und ich hörte augenblicklich auf, die kleine Kiste zu schütteln. Vorsichtig öffnete ich das Geschenk und… hielt eine kleines Gewehr in den Händen. „Ein Schlüsselanhänger?“, ich lachte. „Ein kleines Gewehr. Das häng ich Vulture ans Halfter!“, scherzte ich und drehte es in meinen Fingern hin und her.
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Album:
    3. Therapiestall von der Schildburg
    Hochgeladen von:
    AliciaFarina
    Datum:
    2 Feb. 2020
    Klicks:
    240
    Kommentare:
    15

    EXIF Data

    File Size:
    179,3 KB
    Mime Type:
    image/jpeg
    Width:
    960px
    Height:
    640px
     

    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • Exterieur
    Name: Stiffler (Namensbedeutung: Stifler- Würger)
    Rufname: Stiff
    Alter: 20.05.2006 , 11 Jahre
    Geschlecht: Hengst
    Größe: 1,74m
    Rasse: Englisches Vollblut
    Fellfarbe: Brauner (EeAa)

    Stammbaum
    von: Steve
    aus der: Naddel

    Charakter:
    Stiffler ist ein Amerikaner schlecht hin. Er wurde im "Land der Freiheit" geboren und gehörte zu den Hochtalentierten. Schon sehr früh wurde er auf der Rennbahn geritten, weshalb er alles nötige Wissen beherrscht, um nur so über die Bahn zu fliegen.
    Stiffler hate einen sehr lustigen Charakter, denn auf der einen Seite ist er süß, auf der Anderen ist er ein totaler Draufgänger. Er zieht Leute und Pferde förmlich an, zum Beispiel wenn er sich auf der Weide präsentiert, nur damit alle zu ihm schauen. Es kommt einem so vor, als würde er die Aufmerksamkeit lieben.
    Stiffler stammt von sehr guten Eltern ab, dementsprechend hat er die Gänge seines Vaters geerbt. Von wem seine Größe kommt, ist ungewiss, doch wie heißt es so schön: je größer, desto besser. Im Grund ist und bleibt Stiffler einfach der Beste.

    Zuchtinfos
    Gekört/Gekrönt: nein

    Besitzer: Veija
    Vorbesitzer: Zion
    Gezüchtet bei/Zucht: -

    VKR: Occu (verfallen, darf umgemalt werden)

    Kaufpreis: - Joellen
    Zu Verkaufen: nein

    Qualifikationen:
    eingeritten
    nicht eingefahren

    Dressur E
    Springen E
    Military A
    Distanz A
    Galopprennen L

    Western

    Erfolge:
    [​IMG][​IMG]
    1. Platz 270. Militaryturnier, 1. Platz 268. Distanzturnier

    Gesundheit:
    Gesundheitszustand:
    Letzter Besuch:

    Hufschmied:
    Letzter Besuch:
    Beschlag:

    Puzzle PNG