Sevannie

Staccato - American Saddlebred

Im Besitz seit 07.02.2015

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Staccato - American Saddlebred
Sevannie, 18 März 2018
    • Sevannie
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      Heute war es endlich soweit. Ich könnte mein neues Pferd auf dem Hof begrüßen. Staccato, ein Hengst aus der Zucht von Ally. Er war ein American Saddlebred, solch ein Pferd wollte ich schon immer mal im Stall stehen haben. Auch wenn er dann, sofern er gekõrt werden würde, irgendwo in einer anderen Zucht als Deckhengst fungieren würde. So hatte ich mich mal wieder recht früh in den Stall gemacht und hatte meine Pferde schon mal gefüttert. Als dies getan war war auch schon Tyler aus dem Bett gekrabbelt und stand nun noch recht verschlafen vor mir. Ich schmunzelte und sah ihn an. ,,Guten Morgen",lächelte ich und er brunmelte diese zwei Wörter ebenfalls zurück. ich schmunzelte erneut. ,,Ich mach den Hänger eben fertig.",erwiderte er und ich lachte kurz auf. Man war der noch verschlafen.. So trottete er hinfort und ich beschäftigte mich derweil damit kurz in die Sattelkammer zu gehen und dort den leeren Schrank mit dem neuen Schild zu versehen, da ich ja die Daten von Staccato wusste. Als ich damit fertig war kam auch schon Tyler wieder. ,,Wir können.",meinte er und ich schnappten die Kaffeekanne, welche ich mitgenommen hatte. Er begann zu Lächeln als er diese bemerkte. Ich schnappte mir noch die zwei Becher und folgte ihm dann zu dem Wagen und Hänger. Wenn wir wieder zurück kommen würden wir die Pferde rausstellen. Staccato würde ja heute eh nur auf die Wiese kommen um sich an seine neuen Mitbewohner zu gewöhnen. Als wir einigen Stunden auf den Hof fuhren freute ich mich schon sichtlich. Ein großes Lächeln zierte meine Lippen. Als wir zum Halten kamen kam auch schon Ally aus dem vermeintlichen Stalltrakt. ,,Guten Mittag.",lächelte sie und ich erwiderte dieses. Tyler ebenfalls. ,,Also er steht auf dem Putzplatz. Geputzt aber ich er brauch noch die Transportsachen.",erklärte sie und sie lief vor zum Putzplatz. Dort angekommen stand der schöne Fuchs mit seinen ebenso schönen Abzeichen. Ich hatte mich ja schon bei der Verkaufsanzeige verliebt aber das übertraf alles! Ich ging zu ihm hin und ließ ihn mich etwas abschnuppern, ehe ich ihn dann begann zu streicheln. Er war aufgeschlossen denn er stellte die Ohren auf und brummelte kurz. Ich lächelte und Ally war derweil gegangen um das Transportzeugs zu holen. Ich beschaftigte mich weiter mit meinem neunen Hengst und Tyler sah sich um. Als Ally wieder kam waren die Transportgamaschen schnell dran. Auch die Decke war schnell drauf. Wir führten den Hengst zu dem Hänger und nun wusste er was los war. Er legte die Ohren etwas an.. anscheinend wollte er nicht weg, aber da musste er durch. Nach einer Viertelstunde des diskutieren war er dann auch verladen. Wir schlossen den Hänger und dann klärte ich noch den ganzen formellen Kram,ehe ich mich bedankte und wir los fuhren. natürlich hatte ich Alla versichert das er bei uns gut haben würde. Mit Tyler an meiner Seite war dies natürlich auch kein Problem. Wir fuhren wieder los und waren nach weiteren Stunden zuhause. Mittlerweile war es auch schon zwei Uhr am Nachmittag. Tyler und ich stiegen aus und verluden den Hengst aus. Als dieser draußen war war er ganz aufgeregt und schaute sich schnaubend um. Ich lächelte wieder und führte ihn zum Putzplatz wo ich ihn erstmals anhand. Neugierig sah er sich um. Als er dann sich langsam beruhigt hatte nahm ich ihm das Transportzeug ab und führte ihn dann auf die Weide. Tyler hatte schon einen der Hannoveranerhengste geholt. Zusammen auf der Weide beschnupperten sich die beiden. Zockten sich gegenseitig etwas aber es lief alles recht gut. Nach und nach brachten wir die anderen Hengste drauf, natürlich immer in Abständen. Die Stuten standen nun alle draußen sowie die Kaltblüterpferde,sowohl die Hengste als auch die Stuten. Ich schaute mir das Schauspiel mit Staccato an, räumte aber dann seinen Schrank ein. Nun musste eben Tyler ab und an noch etwas aufpassen aber es lief an diesem Tag noch alles gut.
      [3887 Zeichen by Sevannie]

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      Gangtraining von E auf A
      Als ich durch das Tor von Joyce McConnors Hof fuhr, fiel er mir immer schwerer die aufsteigende Nervosität niederzukämpfen. Dies war natürlich nicht mein erster Einsatz als Ausbilderin, aber doch der erste in dem ich das Können aus meiner letzten Fortbildung zum Einsatz bringen musste. Ich wurde sehr freundlich begrüßt und zu Staccato geführt, den American Saddlebred Hengst den ich heute würde ausbilden müssen. Schnell erklärte ich meine übliche Vorgehensweise: „Bevor ich selber reite, würde ich mir gern ein Bild vom Pferd und der sonstigen Reitweise machen. Dementsprechend wäre es schön, wenn sie mir ihren Hengst erst einmal vorführen könnten.“Frau McConnor zuckte mit den Schultern, nahm ihren bereits gesattelten Hengst am Zügel und führte ihn in Richtung Reitplatz. „Ich deute das dann mal als 'Ja'.“ meinte ich und sah ihr dabei zu wie sie den Gurt nachzog, die Bügellänge ein letztes mal Korrigierte und sich dann auf den Rücken ihres fuchsfarbenen Saddlebreds schwang. Mit einer Mischung aus Erleichterung und Freunde stellte ich fest, das sich Staccato ungefähr genauso reiten zu lassen schien wie ein Isländer, er war zwar viel größer, doch im großen und ganzen war seine besondere Gangart wirklich der bekannte viertackt Tölt. Ich beobachtete die beiden erst beim Aufwärmen und schließlich beim tölten. Die hohe Knieaktion des Hengsts sprang mir ins Auge und versetzte mich wieder in die Zeit zurück, in der ich Reitschülerin ohne eigenes Pferd gewesen war. Unter den Schulpferden hatte es einen Wallach gegeben, der beinahe genauso ging. Ein Schnauben, nah an meinem Kopf, holte mich in die Wirklichkeit zurück. Staccato war er, der geschnaubt hatte und Frau McConnor sah mich von seinem Rücken aus fragend an. Ich hoffte inständig, dass sie nichts gefragt hatte und sagte deshalb allgemein: „Ich denke, das reicht. Ich werde jetzt übernehmen.“ Noch immer schweigend, überreichte sie mir die Zügel ihres Hengste und nahm den Platzt an der Bande ein, auf den ich, bis vor fünf Sekunden noch gesessen hatte. Ich stellte die Steigbügel auf eine, für mich passende Länge ein und gurtete nach, ehe ich mich aufs Pferd schwang. Im Schritt ritt ich einige Volten und Schlangenlinien um Staccato locker zu machen, dann versuchte ich es mit den antölten. Alles klappte prima und ich gewann mein Selbstvertrauen auf dem Pferderücken schnell zurück. Er ging einen Schwungvolleren Tölt als die meisten Isländer und machte ausladende, große Schritte, doch im allgemeinen war sein Tölt nicht unbekannt und wieder erwartend gut zu sitzen. Schnell breitete sich ein Lächeln auf meinem Gesicht aus und während ich ritt fühlte ich mich unglaublich wohl. „Was für ein tolles Pferd.“ rief im ich vorbeireiten in Richtung seiner Besitzerin. Noch während ich diese Worte sagte, erwachte der kleine Schelm im inneren des Pferdekopfes und Staccato begann den Kopf zu schütteln und hin und wieder zu tänzeln. „Hui.“ machte ich, „Da ist wohl einer voll und ganz Herr der Lage.“ Schnell brachte ich den Hengst wieder zu räson, doch der kleine Wachrüttler hatte mir gutgetan. Noch eine gute dreiviertel Stunde lang, ritt ich den Hengst. Dabei probierte ich alle seine Gangarten durch und machte ein paar Übungen zu Tölt. Ohne das es zu Schwierigkeiten gekommen war, parierte ich schließlich bei Frau McConnor durch und saß, sichtlich zufrieden ab.
      „Sie haben ein wunderbares Pferd, das nun auf A Niveau gehen darf.“
      Die Verabschiedung war schnell und mit wenigen Worten erledigt, ich war zufrieden und der Hengst doch relativ erschöpft. Ich hoffte nur das ich Staccatos Besitzerin mit meinem Training überzeugt hatte, denn ich hegte die Hoffnung im nächsten Monat wiederkommen zu dürfen.
      3674 Zeichen | by BellaS

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      Auf ein neues - Gangtraining A → L

      Es war ein wunderschöner Vormittag und die Sonne lugte zwischen den paar weißen Wolken am Himmel hervor als ich bei Joyce McConnor ankam. Heute wurde ich ihren Saddlebred Hengst Staccato trainieren. Ich hatten den Hengst bereits kennengelernt und einmal mit ihm gearbeitet und es fiel es mir nicht schwer, mich auf das heutige Training zu freuen.
      Auch heute wurde ich recht herzlich Begrüßt. Staccato stand bereits auf dem Putzplatz. Schnell war der fuchsfarbene Hengst gesattelt und reitfertig. Da ich das Saddlebred bereits kannte, konnten wir uns die lange Vorführung heute sparen und ich stellte die Bügel gleich auf meine Länge ein. Ich führte den Hengst zum Reitplatz und saß auf. Joyce McConnors eindringlicher Blick klebte auf mir und dem Hengst als ich mit dem Aufwärmen begann.
      Ich ritt etwas ganze bahn und ging schließlich in große Biegungen wie Schlangenlinien, Volten oder Zirkel über. Langsam nahm die die Zügel weiter auf, bis ich eine spürbare Verbindung zum Pferdemaul hatte. Eigentlich wollte ich jetzt mit der Arbeit am Tölt beginnen, doch das Pferd auf dem ich saß sah das ganze eindeutig anders. Als ich den Schritt verlangsamen wollte um in den Tölt überzugehen, ignorierte der Hengst mich völlig und beschleunigte seinen Gang eher noch. Mit einem leicht genervten lächeln rang ich einen Moment lang mit Staccato, ehe ich ihn immerhin dazu brachte durchzuparieren und stehen zu bleiben. „Na na, wir wollen doch hier kein Schrittrennen veranstalten.“ meinte ich in beruhigendem Tonfall, ohne zu wissen an wen diese Worte jetzt genau gerichtet waren.
      Diesmal vorbereitet startete ich einen zweiten Versuch, doch jetzt stach ihn wirklich der Hafer. Staccato preschte los, quer über den Platz und ließ sich erst nach zwei Runden wilden Galopp wieder bändigen. Als ich das Pferd wieder unter Kontrolle hatte, sah ich zu der Besitzerin des Hengstes hinüber. Joyce McConnor hatte die Hände um die Bande gekrampft und sah ein wenig besorgt aus.
      Ich versuchte mich zu entspannen um den Hengst nicht weiter aufzuregen und startete den drtten Versuch. Auf einmal klappte alles wunderbar. Staccato schien seinen Übermut auf der Bahn gelassen zu haben und fügte sich meinen Anweisungen nun Folgsam. „Tzzz, tzz, tzz. Hast du wohl auf der Koppel noch nicht genug getobt.“ tadelte ich den Hengst, dabei lobte ich ihn aber durch ein energisches Halsklopfen für eine gelungene Strecke Tölt.
      Ich genoss den herrlichen viertackt Tölt und die hohe Knieaktion des amerikanischen Saddlebred Hengstes. Ich hatte schon nach meinem letzten Besuch damit geliebäugelt mir ein Saddlebred anzuschaffen, doch ich hatte den Gedanken schnell wieder verworfen, nun keimte er neu in meinem Kopf auf.
      Noch einige weitere Strecken legten wir im Tölt zurück, bis ich Staccato zufrieden in Richtung seiner Besitzerin lenke und absaß. „Ich denke wir hätten wieder eine Stufe geschafft.“ sagte ich, „Von nun an ist ihr Hengst L qualifiziert.“
      Auch der Abschied erfolgte sehr freundlich und ich stieg zufrieden in mein Auto.
      by BellaS || 3032 Zeichen

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      Gangtraining L → M

      Nicht zum ersten Mal ging es heute zu Joyce McConnor und ihrem Hengst. Staccato war ein braver und rittiger Hengst, nach den Anstrengungen der letzten Tage freute ich mich schon auf seine schönen Gänge und das Training versprach nicht schwierig zu werden.
      Joy begrüßte mich herzlich und begleitete mich zu ihrem Hengst, der wie die letzten Male auch, bereits gesattelt und gezäumt auf dem Putzplatz stand.
      Bei unserer letzten Begegnung hatte ich zu seiner Gangfreudigkeit auch noch eine andere Seite des Hengstes kennen gelernt. Erfahrungsgemäß neigte er ab und zu zu Übermut und ich hatte mir dafür heute bereits ein Trainingsprogramm im Kopf zurecht gelegt.
      Ich stellte ich Bügel ein, zog den Sattelgurt nach und schwang mich in den Sattel. Den Weg zur großen Ovalbahn kante ich bereits und so folgte Joy mir einfach Wortlos, scheinbar gespannt auf das Training. Durch dem Umstand das ich den Ausbildungsbetrieb nun mit Catalina, einer Freundin von Joy und mir führte, waren wir ohne großes Fragen zum Du und zu Spitznamen gewechselt.
      Ich begann mit dem Aufwärmen im Schritt am langen Zügel. Heute scheinbar entspannt ließ Staccato den Kopf locker hängen uns trottete über die Bahn. Als ich aber mit den üblichen Übungen zum warm werden vor dem Tölt, Volten und Schlangenlinien, beginnen wollte, hatte der Hengst auf einmal keine Lust mehr meinen Anweisungen zu gehorchen. „Witzbold.“ tadelte ich ihn und zwang ihn mit einem energischen Schenkeldruck in die Kurve.
      „Willst du mal wieder rennen?“ fragte ich den Hengst, beinahe als erwartete ich eine Antwort. In Form eines zustimmenden Schnauben erhielt ich diese sogar und Joy kicherte. Lächeln trieb ich den scheinbar etwas zu energiegeladenen Hengst in der nächsten Kurve an. Aus dem Schritt sprang er in den Galopp und wir fegten über die Bahn.
      „Na hoffentlich reiht das jetzt.“ meinte ich, wieder mit dem Pferd sprechend, als ich durch parierte. Meine Erfahrung hatte mich nicht getrogen, der Tölt welcher jetzt folgte war wunderbar. „Im Gangreiten geht es eigentlich immer nur ums verbessern der Gänge.“ erklärte ich Joy in einer kurzen Pause zwischen einzelnen Töltphasen: „Deshalb wende ich mich jetzt seinem Trab zu. Saddlebreds sollen ja alles in allem schwungvolle Grundgangarten zeigen, vielleicht wäre ein Dressurtraining sinnvoll für ihn.“
      Wie angekündigt ging ich nun zum Trab über und begann ich allen Gangarten vor allem den Ausdruck zu verbessern. Wie im Tölt hielt ich im Trab die Zügel kurz, trieb aber trotzdem weiter. Die ersten Versuche fiel der Hengst wieder in seinen Tölt, ehe er begann auch im Trab die Beine höher zu heben als eigentlich benötigt wurde. Auch im Tölt arbeitete ich jetzt nicht mehr an der Sicherheit der Gangart, sondern an ihrem 'Ausdruck'. Bald schon begann er, Saddlebred typisch, die Vorderbeine reicht hoch zu ziehen. Eine beeindruckende Knieaktion hatte er zum Glück schon immer gehabt und ich war völlig zufrieden mit unserem Trainingserfolg. Mir war bekannt mit welche grausamen Methoden die Pferde Staccatos Rasse andernorts behandelt wurden und ich war glücklich das ihm so etwas erspart bleiben würde. Ich saß ab, übergab der glücklichen Joyce ihr Pferd und lobte Staccato einmal mehr vor seiner Besitzerin. „Ein ausgezeichnetes Pferd das jetzt auf M Niveau gehen kann.“ hatte ich gesagt. Kurze Zeit später saß ich im Auto nach Hause.
      3335 Zeichen || by BellaS

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      Staccato Gangtraining M → S || 4190 Zeichen || © BellaS
      Heute durfte ich einmal mehr nach Deutschland reisen um meinem alten Bekannten Staccato ein paar Traingsstunden angedeihen zu lassen. Ich hatte mich auf einen dreitägigen Aufenthalt bei Joyce McConnor vorbereitet und freute mich auf die Arbeit mit dem temperamentvollen Hengst. Joyce begrüßte mich herzlich und quartierte mich in einem Gästezimmer ein, ehe wir zusammen zu den Koppeln gingen um das American Saddlebred zu suchen. Gesagt getan, zwanzig Minuten später stand Staccato gesäubert und gesattelt am Putzplatz. Ich verstellte die Steigbügel und schwang mich in den Sattel. Für die nächsten Trainingsstunden hatte ich mir die Disziplin Viergang als gesamtes ausgewählt.
      Wir begannen im Dressurviereck mit gründlichen Biegeübungen. Ich hatte Zeit und gab mir deshalb Mühe den Hengst so gut wie möglich vorzubereiten, was hieß: Biegen, Biegen, Biegen. Als mein Pferd nach unzähligen Zirkeln, Volten und Kleeblättern langsam die Geduld verlor, wechselten wir auf die große Ovalbahn. Staccato zog spürbar nach vorn, doch ich bemühte mich als allererstes um taktklaren, flüssigen Mittelschritt. Eigentlich war dieser eine Dressurfigur, doch er gehörte beim Viergang dazu. Mittlerweile schüttelte Staccato den Kopf, er wollte den langweiligen und langsamen Übungen nur zu gern entkommen, doch ich hinderte ihn daran. Ließe ich ihn jetzt laufen, würde er höchstwahrscheinlich in die groteske Mischung aus Trab und Tölt fallen, der auch aufgeregte Isländer sich gern bedienten. Der Hengst musste stehen bleiben, noch eine Volte gehen, wieder stehen bleiben und schließlich sogar, ganz ganz fürchterlicher weise, rückwärtsrichten. Endlich tat ich ihm den Gefallen, nahm die Zügel kürzer und töltete aus der Rückwärtsbewegung an. Ich hielt die Zügel kurz, den ganzen Körper angespannt, gab kleine Paraden und trieb bei jedem Schritt Tölt. Durch die kurzen Zügel und Paraden federte ich seinen Drang nach vorn ab, durch das Treiben hinderte ich ihn am stehen bleiben. Er lieferte einen wunderbaren Tölt, doch nach mehreren solcher Runden Tölt waren meine Muskulatur und die des Hengstes genug strapaziert. Ich gab ihm die Zügel frei und ritt noch zwei Runden auf der Bahn, ehe wir beide unseren restlichen Nachmittag genießen konnten.
      Am folgenden Tag wollte ich mich besonders auf fehlerlosen, ruhigen Trab und einen schönen Galopp konzentrieren. Ich holte den Hengst von seiner Koppel, machte ihn fertig und stellte zu meiner Freude fest, dass er die größten Teile seines Übermutes bereits auf der Koppel abreagiert zu haben schien. Ich wärmte ihn also wieder auf und ritt die Biegeübungen obwohl kein Tölt anstand. Staccato sollte sich an diese Prozedur gewöhnen, damit er einmal in echten Viergangprüfungen eine Chance haben würde. Heute klappte es wesentlich besser und ohne Eskapaden aus Ungeduld. Schnell ging es wieder auf die Ovalbahn und in den Trab. Staccato besaß einen schönen Trab, den ich, hatte ich ihn erst mal, kaum zu korrigieren brauchte. Auch die Option 'langsam' war heute möglich und so ließ ich in kurzerhand angaloppieren. Ich liebte das Gefühl, wenn man das Pferd im Galopp frei laufen ließ, doch heute kam es auf Ordentlichkeit an. Ich saß also aus und drosselte das Tempo zu einem leichten Galopp. Kaum hatte sich auch die anfängliche 'Juhhu, ich darf galoppieren' Freude gelegt hatte, war ich rundum zufrieden und ließ Staccato für den Rest des Tages auf der Koppel, in der Hoffnung er würde Morgen wieder so umgänglich sein.
      Auch am heutigen Tag schien Staccato seinen Übermut auf der Weide gelassen zu haben, was mir gut zu pass kam, denn Joyce stand an der Bande und schaute zu. Nach dem üblichen Aufwämritual, gingen wir eine entspannte Runde Schritt auf der Ovalbahn, dann nahm ich die Zügel auf. Wenn die Übergänge und die Gangarten selber jetzt gut klappte, hätte ich den Hengst auf M Niveau gebracht. Staccato zeigte einen Dressurreifen Mittelschritt, töltete entspannt und taktklar und trabte ganz genau wie ich mir das wünschte. So verzieh ich ihm auch, dass er im Galopp versuchte mir die Zügel aus der Hand zu ziehen um seine Energie auf der Bahn zu lassen. Ich war völlig zufrieden mit diesem Hengst, der nun mit Fug und Recht auf S Niveau gehen durfte.


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      Schon früh am Morgen ging es zu Joyce McConnor, denn dort warteten zwei Pferde auf mich. Es war kurz nach neun, als ich auf das große Gestüt fuhr und vor dem Stall auch direkt in Empfang genommen wurde. Heute sollte ich mir Royal Rubina und Staccato anschauen, zwei wirklich hübsche Tiere. Beginnen wollten wir mit der Hannoveranerstute Rubina. Tyler holte die Rappstute aus ihrer Box, während Joyce mir vortrug, was alles geplant war.
      Ich nickte kurz und widmete mich dann voll und ganz Rubina, die nun am Putzplatz stand. Zuvor hatte Tyler sie mir im Schritt und Trab vorgeführt. Ihr Bewegungsapparat schien flüssig zu laufen, dementsprechend brauchte ich mir da keine Gedanken zu machen. Nun hieß es einen gründlichen Blick in Ohren, Augen und Nüstern zu werfen. Die Schleimhäute waren in einem gesunden Rosa gefärbt und Rubina hatte keine Parasiten.
      Direkt danach war auch schon die Zahnkontrolle an der Reihe. Beinahe freiwillig öffnete Rubina ihr Maul und ließ mich gewähren. Ich schaute die Zahnreihen durch und kontrollierte, ob alle Zähne vorhanden waren und alle so standen wie sie sollten. Da dies der Fall war, hatten wir auch das schon ganz schnell hinter uns gebracht.
      Nun hörte ich Rubina gründlich ab. Erst Herz und Lunge, dann die Darmgegend. Da alles wirklich gesund klang, konnte ich sie noch zufrieden abtasten. Dabei begann ich beim Genick und ging dann die Wirbelsäule entlang bis zum Schweifansatz. Danach waren noch die Beine dran und dann waren wir mit der Untersuchung schon fast fertig, nur noch die Körpertemperatur kontrollieren und ich hatte das Okay, dass Rubina geimpft werden konnte.
      Vorher nahm ich ihr aber eine kleine Menge Blut für das kleine Blutbild ab und die Röntgenaufnahmen wollte ich auch zuvor noch erledigen. Also wurden Tyler und Joyce in Bleischürzen gepackt und ich holte das mobile Röntgengerät. Ich machte Aufnahmen vom Genick, vom Rücken und von den Beinen.
      Als das geschafft war, legte ich mir die Impfungen bereit, denn Rubina bekam insgesamt vier Spritzen: Influenza, Herpes, Tetanus und Tollwut. Alle vier stand sie brav aus und zum Schluss gab es noch die Wurmkur und schon waren wir fertig. Zumindest mit Rubina.
      Während Joyce die Stute zurück in die Box brachte, holte Tyler mir schon Staccato. Der war nicht ganz so begeistert von meinem Besuch und zuckte während der Untersuchung gerne einmal weg, dennoch musste auch er da durch. Dementsprechend wurde er zuerst vorgeführt und dann kontrollierte ich die Augen, die Schleimhäute und seine Zähne.
      An einem Hengstzahn hatte sich ein Haken gebildet, welchen ich abschleifen musste, ehe er dem Hengst Wehwehchen bereitete. Das gefiel Staccato zwar nicht sonderlich aber nach ein paar Minuten hatte er auch das überstanden. Dann ging es noch an das Abhören und Abtasten, ehe ich zuletzt noch die Körpertemperatur kontrollierte.
      Nun nahm ich auch Staccato Blut ab, beschriftete die kleinen Behälter ordentlich, ehe auch der Hengst geröntgt wurde. Das machte leider nicht so viel Spaß, denn der Kerl blieb einfach nicht ruhig stehen, das war fast zum Verzweifeln!
      Nach einer halben Stunde hatten wir dann endlich die Bilder und nun wurde auch Staccato noch geimpft und entwurmt. Danach hatte auch er es geschafft und durfte mich verlassen. Ich packte meine Sachen zusammen und trug die Impfungen in den Pässen nach. Joyce versprach ich, sie heute Abend wegen den Ergebnissen noch anzurufen und dann ging es für mich auch schon weiter.

      „Hey Joyce! Die Ergebnisse sind da! Das kleine Blutbild ist bei beiden sehr gut ausgefallen. Sowohl die Werte von Staccato als auch die von Royal Rubina sind in bester Ordnung, sie haben einen sehr guten Stoffwechselhaushalt.
      Bei den Röntgenaufnahmen sieht es auch nicht schlecht aus. Beide lassen sich in Röntgenklasse I-II einstufen. Es gibt hier und da ganz kleine Abweichungen vom Idealbild, aber hey, sind ja immerhin auch lebende Tiere“, erklärte ich Joyce grinsend und die freute sich sichtlich über die guten Ergebnisse. Nach Beendigung des Telefonats druckte ich ihr die Ergebnisse auch noch aus, die würden Morgen direkt in die Post gehen.

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      Heute hatte ich vor zwischen meinen Tierarztterminen, mal mit Staccato etwas Dressurtraining durchzuführen. Ich hatte mit Tyler zusammen schon die anderen Pferde auf die Weide gebracht, außer Staccato. Ihn holte ich aus der Box und brachte ihn zum Putzplatz, dort band ich ihn an. Ich holte seinen Putzkasten aus der Sattelkammer sowie seinen Sattel und die Trense. Ich stellte den Putzkasten ab, hing den Sattel und die Trense auf, ehe ich anfing Staccato zu putzen. Nach einer Viertelstunde war der Fuchshengst mit besonderer Zeichnung auch schon wieder sauber. ,,So mein Freund, bald geht's ja dann auch auf die Körung.'',murmelte ich leise und streichelte ihn, bevor ich dann anfing ihn zu satteln und zu trensen. Als der Junghengst fertig war, stieg ich auf und ritt zum Dressurplatz mit ihm. Ich ließ die Zügel locker und wir ritten die ganze Bahn entlang, etwas zum Aufwärmen. Nach zehn Minuten nahm ich die Zügel wieder auf und versuchte bei ihm das Schenkelweichen, was auch ganz gut schon klappte. Sanft lobte ich ihn und begann dann zu Traben. Auch hier versuchte ich leichte Traversalen schon anzudeuten, doch so recht klappte es nicht. Ich wollte aber auch nicht zu viel von ihm verlangen und so übten wir das Schenkelweichen im Schritt weiterhin. Nach langer Übungszeit, begann ich dann ihn weiter zu traben. Übergänge feiner hinzubekommen und machte des öfteren Trab - Galoppwechsel und Schritt - Trab Übergänge. Nach einer Dreiviertelstunde ritt ich ihn dann noch trocken da der Hengst schon am Schwitzen war. Die Hitze heute kam auch wieder früh zum Vorschein. Als der Hengst zehn Minuten sich noch einmal abreagieren konnte ritt ich ihn wieder zum Putzplatz. Ich brauste ihn noch ab, brachte ihn auf die Weide und brachte dann sein Sattelzeug sowie den Putzkasten weg. Als alles weg geräumt war mistete ich noch seine Box und machte mich dann wieder an die Tierarztaufträge. [1892 Zeichen by Sevannie]

      Joyce hatte mich gebeten ihrem Hengst Staccato mal über seine Hufe zu schauen und sie zu zu kürzen wenn es nötig war. Da wir Zuchtpartner waren und die Pferde auf dem Selben Gestüt beherbergten musste ich keine Anfahrtskosten berechnen und machte mich gleich auf den Weg. Mein Bruder Simon war wieder für ein paar Tage auf unserem Hof und half mir bei meinen nächsten Aufträgen da meine Azubi’s sich gerade im Urlaub befanden.
      Während ich noch kurz mit meinem Freund Max telefonierte und mich über den Heutigen Nachmittag aufregte, trug mein Bruder noch die Utensilien damit ich Staccato’s Hufe ordentlich bearbeiten konnte. Als ich an der Box ankam, begrüßte ich den Schecken und führte ihn aus der Box. Er kannte mich durch öfteres Sehen in der Stallgasse und folgte mir ruhig und sein Ohrenspiel war ebenfalls ruhig. Während Simon den Hufbock aufstellte und zum Pferd stellte, kratzte ich seine mit Pferdeäpfel und Heu gefüllten Hufe und sah beim ersten Blick nichts, außer das sie zu lang waren. Staccato gab mir brav die Hufe während meiner ganzen Arbeit und auch bei der Hufkontrolle kam nur gutes bei raus. Er hatte keine Krankheit und auch eine Fehlstellung war nicht festzustellen. Der nächste Schritt war das Ausschneiden und der Hengst ließ es sich gefallen. Ich denke, wäre er ein Mensch wäre er so eine Diva, die es genießt im Mittelpunkt zu stehen, was Mani- und Pediküre betrifft. Hinten links gefiel es ihm jedoch nicht so sehr und er schien kitzelig zu sein. Beim Raspeln schien aber dann alles wieder gut zu sein und auch beim Feilen war er ruhig und interessierte sich kaum für mich, sondern eher für meinen Bruder, welcher mit seiner Unterlippe spielte. „Simon verarsch den armen Kerl nicht“, mahnte ich ihn spielerisch an und war nun auch schon fertig. Simon führte ihn vor und er lief Taktklar, das Zeichen für mich, das ich mit der Arbeit fertig war und ich brachte ihn wieder in die Box.

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      Dressur E-A für Stacato


      Heute führte mich mein Weg auf den Hof von Joyce McConnor, sie hatte mich gebeten ihren Staccato einen American Saddlebred Hengst, ausbilden. Nachdem ich ankam führte mich Joyce über den Hof, damit ich wusste wo ich was finden würde. Danach ging es zu Staccato, ich holte den Hengst aus seiner Box und putzte ihn, dann holte ich sein Sattelzeug und machte ihn fürs reiten fertig. Ich führte ihn auf den Reitplatz, denn es war schön sonnig sodass ich draußen reiten wollte. Im Schritt ritt ich ihn warm und testete wie er auf die Reiterhilfen reagiert, als ich merkte das er auf kleinste Hilfen reagierte fing ich mit dem Trab an. Ich achtete in der ersten Reiteinheit darauf das er sich nach unten streckt und locker vorwärts geht. Nach und nach nahm ich die Zügel auf und ritt ihn an den Zügel, Staccato lief locker am Zügel und machte mir keine Probleme bei den ersten Lektionen der A-Dressur. Am nächsten Tag wiederholte ich die Lektionen vom Vortag und ritt noch die restlichen, die ja nicht mehr viele waren. Staccato machte sich vorbildlich und nach zwei weiteren Tagen konnte ich mit ihm eine komplette A-Dressur reiten. Am letzten Tag ließ ich Joyce reiten und korrigierte sie etwas und gab ihr noch Tipps wie sie sein Vermögen besser aus ihn raus reiten kann. Am nächsten Tag verabschiedete ich mich von ihr und fuhr weiter zu meinem nächsten Auftrag.


      1385 Zeichen by AliciaFarina

      In letzter Zeit häuften sich immer mehr Aufträge der gleichen Art bei mir, ich vernachlässigte schon meine Trainerpflichten. Diese Woche war es unsere Tierärztin Joyce McConnor, welche Hilfe beim Pflegen ihrer Pferde brauchte. Schon bald nachdem ihre Anfrage eingeflattert war, machte ich mich zu ihr auf den Weg.

      Ich war schon ein paar Mal auf Joyces Hof gewesen, weshalb sie mich nicht lange einweisen musste, was auch gut war, denn heute musste ich insgesamt 26 Pferde putzen, füttern und ihre Boxen ausmisten. Ich beschloss, im Hengststall zu beginnen und holte zuerst Antaris aus seiner Box. Der Hannoveraner war schnell glänzend geputzt und freute sich sehr über sein Futter, auch wenn die Portion heute kleiner ausfiel, da er ja nicht arbeiten musste. Während er fraß holte ich Schubkarre und Mistgabel und säuberte seine Box, bevor ich Antaris auf den kleinen Paddock vor der Box brachte. In der Box neben Antaris' stand Hero of Heaven, den ich zusammen mit Cinnemonts Accento, Cloud Angel und Get a Movie draußen auf dem Hof anband und sie putzte, bis sie glänzten. Die vier Boxen in der Zeit, in der die vier Hengstefraßen auszumisten war nicht gerade einfach, da ich immer damit rechnen musste, dass sie sich draußen kabbelten. Aber auch Hero of Heaven, Cinnemonts Accento, Clouds Angel und Get a Movie könnten bald auf ihren Paddock, sodass ich mich Schwachkopf und Burnin' Awake and Lifelesszuwenden konnte. Schwachkopf hatte es geschafft, sich vollkommen mit Streu zu bedecken, sodass das Putzen ziemlich lange dauerte, was bei Burnin' Awake and Lifeless zum Glück nicht der Fall. Nachdem ich auch die beiden auf ihren Paddock gebracht hatte, ging ich in den Fohlenstall, wo ich Dark Sweet Temptation, Krisu, Rando und Soulmate's Death allesamt auf Wunden vom Spielen auf der Weide kontrollierte und den gröbsten Dreck aus dem Fell entfernte. Dann kontrollierte ich noch bei jedem Fohlen die Hufe und sah nach, ob sie noch genug Futter hatten, bevor ich in den Stutenstall rüber ging. Eine der Stuten, Epona, kannte ich von einer Stute-des-Monats-Wahl, aber auch von Mistery, die ich zuerst umsorgte, hatte ich zuvor schon gehört. Dann holte ich Veronica, die wie die anderen auch eine Hannoveraner-Stute war, aus der Box, um ihr das falbfarbene Fell zu putzen. Die Stuten kamen nach dem Füttern auf die Weide, weshalb ich mir mit dem Ausmisten der Boxen etwas Zeit lassen konnte. Auch Linara und Muemmi putzte ich gründlich und gab ihnen ihr Futter, bevor ich sie auf die Weide brachte und dann weiter in den Stall der Kaltblutstuten ging, wo mich Augenblick, Ch's De La Luna, Wolkentraum und Golden Gate mit freudigem Wiehern begrüßten. Golden Gates gelblich gescheckte Fell war schon fast sauber, die Stute hatte sich wohl in der Nacht nicht hingelegt. Auch Augenblicks Fell war schnell glänzend geputzt und so brachte ich die beiden auf ihren gemeinsame Weide, bevor ich De La Luna aus ihrer Box holte. Die Stute hatte ich schon zwei Mal trainiert und mich sofort in sie verliebt, weshalb ich mich sehr freute, dass ich mich auch um sie kümmern durfte. Nachdem Luna versorgt war und bei ihrer Herde auf der Weide war, ging ich weiter zu den Kaltblüterhengsten, wo ich mir die Halfter von Sharon IV, Time to Go Darling, A Brave Hearts Freedom und King of Night, die ich, mit einigem Sicherheitsabstand auf dem Hof anband. Bei Sharon und King of Night dauerte das Putzen nur wenige Minuten, während ich bei A Brave Heart's Freedom und Time to go Darling länger als eingeplant brauchte, aber schließlich konnte ich auch sie auf ihren Paddock bringen. Nun standen auf meiner Liste nur noch Staccato und Velvedere, welche ich beide im Privatstall fand. Staccato war ein American Saddlebred mit einer interessanten Schabrackenscheckung, die ich jedoch erst einmal unter den Streustückchen, die er sich ins Fell 'eingearbeitet' hatte, freiputzen musste, bevor er sein Futter bekam und auf den Paddock durfte. Nun wartete nur noch Velvedere, eine junge Holsteiner-Mixstute auf mich. Ihr geschecktes Fell war staubig, aber es dauerte nich lange, bis auch sie ihr Futter bekam und schließlich auf die Weide durfte. Mittlerweile war es schon früher Nachmittag, weshalb ich Joyce aufsuchte um mich zu verabschieden. Sie dankte mir für meine schnelle Hilfe und wir verabschiedeten uns voneinander, bevor ich wieder den Heimweg antrat.

      Heute standen wieder Pferde von Joyce an der Reihe. Dieses Mal nur vier Stück und so konnte ich danach noch etwas mit meinen eigenen Pferden machen. Ich holte Massacre Boy und Neskur aus ihren Boxen und ging dann wieder nach drinnen. Ich holte Calero und Staccato aus den Boxen und brachte sie nach draußen. Die beiden freuten sich genauso wie die anderen, dass sie wieder nach draußen durften. Ich nahm den Schubkarren und ging in den Stall. Dort mistete ich die Boxen aus, ging zum Misthaufen und lehrte ihn aus. Ich ging wieder nach drinnen und streute dort die Boxen wieder ein. Ich füllte noch die Heunetzte und hängte diese dann in die Boxen. Ich ging zu meinen Pferde, welche gerade nicht im Training waren. Als erstes holte ich Overo aus der Box und brachte ihn auf seine Weide. Der Hengst fing wie so oft an, wie ein verrückter zu buckeln. Ich ging wieder nach drinnen und holte dann Rosenprinz und Zokni auf die Weide. Die zwei schienen sich auch wie die anderen zu freuen. Denn auch sie buckelten über die Weide. Nachdem sie sich beruhigt hatten und wieder fraßen, ging ich nach drinnen. Dort nahm ich mir Hall of Fame und Galawayn mit nach draußen. Ich stellte sie zu den anderen Hengsten und lobte sie dann noch kurz. Overo konnte wie so oft keine Ruhe geben und musste jeden der Hengste zum kämpfen herausfordern. Ich ging ein letztes Mal nach drinnen und holte von dort Almost Illegal. Der Welsh B Hengst hob den Kopf weit nach oben und wieherte laut los als er die anderen sah. Ich ließ ihn direkt am Tor laufen und er preschte zu den anderen. Ich ging wieder nach drinnen und machte dort auch die Boxen meiner Hengste sauber. Den Mist brachte ich nach draußen und streute danach die Boxen wieder ein. Ich füllte die Heunetzte meiner Hengste auf und kontrollierte dann nochmal alle Tränken. Ich füllte sowohl bei meinen als auch bei Joyce Pferden das Kraftfutter auf. Danach fing ich schon mal damit an die Hengste nach drinnen zu holen, da dies auch wieder einiges an Zeit brauchen würde. Als erstes kamen Joyce Pferde rein und schließlich meine. Alle stürzten sich auf das Fressen und ich fegte die Stallgasse zum Abschluss noch. Ich kontrollierte die Boxentüren und ging dann wieder in unser Haupthaus.

      24.10.2016
      Umzug Teil II
      „ Beeilt euch. Der Flieger für die ersten Pferde geht bald!“ rief ich total gestresst in den Stall. Dann flog mein Blick wieder nach draußen. Ich ging zum Hänger und kontrollierte dort alles. Gestresst holte ich mein Handy aus der Hosentasche und sah auf die Uhr. Verdammt wir waren zu spät! Ich schaute in einen der zwei großen Trailer. Meine Pferde waren so gut wie verladen und auch bei Joyce sah es sehr gut aus. Heute begann unser Umzug nach Jasmund und wir hatten bereits früh angefangen alles in die Wagen zu packen. Insgesamt würden heute 14 Pferde mit uns die Reise antreten. Nur ein kleiner Teil, aber immerhin ein Anfang. Simon und Tyler würden noch auf Zasas Hof bleiben und die restlichen Kleinigkeiten regeln. Sie hatten den Hof auch noch nicht mal in echt gesehen. Joyce und ich waren über eine Internetanzeige auf ihn gestoßen und sofort überzeugt gewesen. Ein Besuch hatte uns gezeigt, dass er genau das bat was wir für unser Vorhaben brauchen würden. Der große Stallkomplex war auf dem neusten Stand und konnte uns sowohl mit den Paddockboxen als auch mit dem Aktivstall gleich überzeugen. Zudem hatte unser Team weitere Mitarbeiter bekommen. Einer von ihnen war Linus, welcher bereits auf dem Gestüt auf unsere Ankunft wartete. Ihm hatte ich die Anweisung gegeben, dass er bitte bereits den Stuten und Hengstoffenstall herrichten solle und die Boxen für acht Pferde. Des Weiteren hatte er die Aufgabe den Offenstall für die Hengste und Stuten auf Vordermann zu bringen. Hier würden meine Pferde einziehen, welche heute mit uns hergeflogen waren. Joyce und ich setzten uns nun endlich in Richtung Flughafen in Bewegung. Sowohl die Fahrt als auch alles am und um den Flughafen herum verliefen problemlos. Genauso wie der Flug und die Fahrt danach. Meine Augen strahlten als wir auf das Gestüt fuhren. Ich freute mich bereits sehr auf den Umzug und unseren neuen Plan zu verwirklichen. Wir parkten und stiegen dann aus. Linus begrüßte uns gleich freundlich und erzählte uns, dass die Boxen bereits für die Pferde fertig waren und wir nur noch ausladen mussten. Als erstes luden wir Mistery, Veronica und Linara aus dem Hänger. Wir hatten in Deutschland nur einen Hänger mieten müssen, da dieser größer war. Wir brachten die drei Stuten in den Stall. Die Türen zum Paddock waren offen, dass sie sich ein bisschen mehr bewegen und auch umschauen konnten. Ich holte Muemmi aus dem Hänger und übergab sie an Linus. Dieser brachte sie zu den anderen Stuten und kam dann wieder zu uns. Nun fehlten nur noch ihre Hengste und meine Pferde. Ich holte Scottland Yard aus dem Hänger und ging bereits zum Stall vor. Mir folgte Linus mit Cafe Latte und hinter ihm Joy mit Invincible und Belstaff. Wir brachten die vier in den Hengststall und ließen auch sie auf den Paddock. Die Pferde waren im Vergleich zu anderen Umzügen bereits relativ ruhig. Sie hatten es jedoch nun auch in kurzer Zeit sehr oft mitmachen müssen. Wir gingen wieder zum Hänger und holten aus diesem Fallen Godness und Almost Illegal. Fallen übergab ich an Linus und Almost an Joyce. Ich selbst nahm Overo und ging dann mit den beiden anderen zum Offenstall der Hengste. Wir ließen die drei laufen und sie nahmen dies dankend an. Die anderen Pferde dürften später auch noch kurz auf die Weide, aber erst sollten sie sich in ihren neuen Boxen einleben. Der Zugang zum Offenstallpaddock mit Gras beziehungsweise Erde waren noch gesperrt. Sie durften das überdachte Gelände und das geteerte Stück erst mal erkunden. Wir gingen nochmal zu Hänger und ich holte die letzten Pferde aus diesem. Ich übergab Elanor an Linus und Spotted Face an Joyce. Ich selbst nahm Hollywood Undead. Auch sie durften in den abgetrennten Offenstall. Wir luden das Zubehör der mit uns gereisten Pferde aus dem Hänger und dem Auto. Dieses räumten wir in die jeweiligen Spinde der Ställe, in welchem die Pferde eingestellt waren. Ich schaute noch kurz im jeweiligen Stall nach den Ponies und Pferden. „ Bringen wir die anderen jetzt nach draußen?“ fragte mich Joyce mit müder Stimme. Ich nickte kurz und ging dann in den Hauptstall der Stuten. Gemeinsam mit diesen liefen wir zur Weide und ließen sie dann auf dieser laufen. Nachdem wir auch die Hengste auf der Weide hatten, rief uns Linus zum Essen. Er hatte eine kleine Brotzeit hergerichtet und ich war ihm dafür sehr dankbar. Wie wir alle wohnte er auf dem Gestüt und hatte für sich ein bisschen eingekauft und extra für unseren Besuch natürlich auch.
      Der nächste Tag war bereits wieder unser Abreisetag. Schließlich wartete noch einige Arbeit auf dem Hof von Zasa auf uns. Wir wollten ja bald komplett umziehen. Dennoch konnten wir den ganzen Tag mit unseren Pferden verbringen, da der Flug erst abends ging.
      Mit einem lauten Knallen landete ich einen knappen halben Tag später direkt vor Joyce Füßen. Wir waren im Morgengrauen am Hof angekommen und ich wollte in das Haus, welche Zasa uns vieren zur Verfügung gestellt hatte. Unsere werten Freunde waren jedoch so schlau gewesen und hatten die Umzugskartons direkt in den Eingangsbereich gestellt, damit jeder drüberflog der nichts davon wusste. Naja dieser jemand war natürlich ich gewesen. Wer auch große Töne spucken muss von wegen was soll schon passieren wenn wir das Licht nicht an machen oder ich brech mir schon nichts, hatte es eigentlich nicht anders verdient. Wäre Joyce nicht so geschockt und müde gewesen, dann hätte sie wahrscheinlich laut losgelacht. Jetzt war ihre Reaktion jedoch nur ein entsetztes und unterdrücktes Schreien. Wir wollten ja schließlich nicht, dass Tyler und Simon aufwachten. Die beiden mussten heute nochmal richtig mithelfen, da bereits morgen ein weiterer Flug gebucht war. Zwei Mal hieß es nun noch nach Deutschland fliegen. Das letzte Mal jedoch ohne Rückflug. Ich freute mich schon, dennoch würde ich Zasas Gestüt auch vermissen. Die Pferde hatten gerade sich eingelebt und nun mussten wir sie wieder aus dem gewohnten Feld reißen. Doch es würde ihnen auch in Deutschland gefallen. Ich rappelte mich auf und ging dann mit Joyce ins Wohnzimmer. Wir wollten eigentlich nur kurz noch ein bisschen Fernsehen, aber dies ging nach hinten los. Wir schliefen nämlich beide ein und wachten erst wieder auf als die Männer uns weckten. Wir gingen uns schnell duschen und dann ging es auch schon wieder in den Stall. Wir packten die letzten Koffer und richteten den Hänger her. Eigentlich war geplant gewesen, dass wieder ein Teil von meinen Pferden mitkommen sollte und ein Teil von Joyce. Simon und ich hatten jedoch einen Auftrag erhalten und so musste er auf die Bahamas fliegen. Da Tyler sich mit Joyce Pferden besser auskannte, blieben diese nun bei ihm. Für den jetzigen Flug brauchten wir hier drei Hänger und in Deutschland zwei größere. Es handelte sich immerhin um 26 Pferde. Ich holte als erstes die niederländischen Warmblüter aus ihren Boxen und brachte sie mit Hilfe der anderen dreien in den ersten Hänger. Der erste Hänger war damit schon voll und wir konnten die Klappe schließen. Als nächstes würden die Pferde folgen, welche in Deutschland ihren neuen Offenstall beziehen durften. Eins nach dem anderen wurde im Hänger verladen und angebunden. Sie bekamen alle noch Heu und Wasser, genauso wie die Warmblüter vor ihnen. Als letztes folgten die Fohlen und Jungpferde. Wir hatten bei ihnen zum Glück auch nicht weiter Probleme, da sie es gewohnt waren. Das Hängertraining stand bei uns immer wieder auf dem Programm und da auch ein paar von ihnen mit uns schon umgezogen waren. Als alle im Hänger waren fuhren wir los. Simon fuhr den einen Hänger, Joyce den direkt hinter ihm und das Schlusslicht bildete ich. Am Flughafen angekommen verluden wir alle Pferde in die Reiseboxen und checkten dann ein. Simon hatte sich am Gate noch von mir verabschiedet und war nun auf dem Weg zu seinen Flug auf die Bahamas. Der Flug nach Deutschland kam mir dieses Mal viel länger vor und auch die Kontrolle durch den Flughafentierarzt dauerte unfassbar lange. Nachdem alle Pferde als gesund befunden worden waren und ihnen nichts fehlte durften wir sie in die großen Hänger verladen. Wir fuhren schließlich hintereinander zum Hof und nach geraumer Zeit kamen wir auf diesem auch an. Ich begrüßte Linus und fragte, ob alles gut geklappt hatte. Er bejahte dies und meinte dann, dass er sich freute die neuen Pferde kennenzulernen. Wir erklärten ihm kurz die Neuerung und luden dann als erstes die Fohlen aus. Als erstes durften die Stuten in ihren neuen Aktivstall. Als erstes Baghira, Batida de Coco und Easy Going. Die drei waren in ihrem neuen Stall scheinbar sehr zufrieden, denn sie sahen sich bereits fröhlich um. Als nächstes durften Northern Dancer, Cup Cake und Gabriella zu ihnen. Die drei sahen sich auch um und wir ließen sie in Ruhe laufen. Ich holte General’s Coming Home aus dem Hänger und fragte Joyce, ob sie Stromer’s Victory mitnehmen konnte. Sie brachte ihn gemeinsam mit mir in den Aktivstall der Hengste und ließen die zwei laufen. Als nächstes holten wir die Hengste aus dem Hänger, welche zu den Ponies in den Offenstall durften. Ich führte The Circle of Unbroken, Linus Zokni und Joyce hatte ich Hall of Fame übergeben. Die drei kannten die Ponies ja schon ein bisschen trotzdem wollte ich erst mal ein bisschen zuschauen wie sie sich miteinander verstanden. Nachdem ich mir sicher war, dass alles in Ordnung war ging ich wieder zum Hänger. Aus diesem durften als nächstes Gigolo, General Jack und San Diago heraus. Ich übergab wieder zwei meiner Pferde an die anderen beiden und ging mit ihnen zum Offenstall. Die Gruppe würde ganz schön groß werden, aber ich konnte mir vorstellen, dass sie trotzdem gut harmonieren würden. Als nächstes holte ich Galawayn aus dem Hänger. Ich übergab ihn Linus, welcher ihn zur Weide brachte. Ich selbst brachte Face Down in den Offenstall der Stuten. Dieser war noch leerer und würde es auch vorerst bleiben. Als nächstes durften meine Haupttrainingspferde aus dem Hänger raus. Ich holte als erstes Louis, Chester und Spat Split and White nach draußen. Ich übergab sie an Joyce und Linus und holte dann Nightstorm und Underground nach draußen. Ich führte sie selber in den Stall und ließ sie dann in Ruhe ihre neuen Boxen begutachten. Ich hatte Nightstorm und Underground in den vordersten Boxen des KWPN-Hengstabteils untergeberacht und die anderen hinter ihnen. Louis durfte auch mit im KWPN-Abteil stehen, da ich keine weiteren Hannoveraner hatte und er eher von mir als von Joyce geritten wurde. Nun fehlten nur noch die Stuten für den Hauptstall. Hier übergab ich als erstes Bellami an Joyce, dann Kahlua an Linus und ich führte Kentucky Bourbon in ihre Box. Ich klopfte allen drei die Hälse und ließ sie dann nach draußen auf ihre Paddocks. Ich holte die beiden letzten Pferde aus dem Hänger. Hierbei handelte es sich um Royal Kiss und Anouk. Die beiden folgten brav und durften dann auch ihre Boxen beziehen. Sie sahen sich auch sofort wie die anderen drei auf den Paddocks um. Später würden alle noch auf die Weide dürfen. Ich räumte zusammen mit Joyce und Linus den Hänger aus. Das Zubehör wurde in den dazugehörigen Sattelkammern verstaut und ich kontrollierte alles. Bei dem Flug und der Fahrt war zum Glück nichts beschädigt worden. Ich holte meine Kwpn-Hengste zusammen mit Linus wieder aus den Boxen. Joyce bereite in der Zwischenzeit das Abendessen für uns vor. Nun holte ich auch noch die Stuten nach draußen und ließ sie ihre neuen Weiden erkunden. Sie genossen es merkbar, dass sie sich die Beine vertreten durften. Sowohl ich als auch Linus gingen nach drinnen und aßen dann zusammen mit Joyce ihr bereits gekochtes Essen. Ich ging schließlich noch duschen und ging danach mit Linus und Joyce wieder nach draußen. Die beiden waren auch schon duschen gewesen und außer die Pferde noch reinzuholen, waren wir fertig mit unserem heutigen Tag. Ich gab allen meinen Pferden noch etwas zum Fressen und ging dann wieder in mein Zimmer. Es dauerte nicht lange dann schlief ich auch schon tief und fest in meinem Bett. Ich wachte erst wieder am nächsten Morgen auf, als es eigentlich schon wieder abreisen hieß. Ich verabschiedete mich noch von allen meinen Pferden und flog dann gemeinsam mit Joyce wieder auf unseren alten Hof.

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      Auf dem alten Hof angekommen, überkamen mich einige Erinnerungen. Vor einigen Wochen erst hatte ich den Sturz mit Get a Movie gehabt. Uns beiden ging es gut, doch seither war da etwas die Bindung angeknackst, nur konnte ich nicht sagen an wem es wirklich gelegen hatte, dass wir gestürtzt waren. Der Scheckhengst war beim Springen immer aufmerksam, auch im Gelände brachte ihn nichts aus der Ruhe. Anscheinend waren wir beide etwas Unaufmerksam gewesen, daher hatte ich mich derzeit an der Bodenarbeit mit ihm versucht, doch halfen tat es nicht wirklich. Vielleicht brachte ja der neue Umzug dann wieder ein neues Umfeld und neue Begebenheiten mit sich, so das dies auch wieder was wird. Ich holte den Hengst in den frühen Morgenstunden aus seiner Box, ich hatte mal wieder nicht wirklich schlafen können und daher machte ich mich daran, ihn zu putzen und seine Transportausrüstung ihm anzulegen. Nachdem ich mit Get a Movie fertig war, torkelte auch Elena schlaftrunken in den Stalltrakt des alten Hofes. ,,Guten Morgen.'',murmelte sie und musterte mich mit meinem Hengst. ,,Morgen.'',murmelte ich leise und streichelte über die Scheckung am Halse von dem Hannoveraner. ,,Get ist feritg.'',murmelte ich und sie nickte nur. Kurz musterte ich erneut seine Beine, welche keine Blessuren aufwiesen, nein es war eindeutig nur ein seelischer Knacks - bei uns beiden. Er hatte zwar einige Tage gelahmt und ich hatte einige böse Hämatome, doch nichts gebrochen oder geprellt. Nur ich hatte wie ein Schlosshund geweint, weil mir es für meinen Hengst so leid tat. Ich führte ihn zum LKW, welcher wiedereinmal der Transporter darstellte. In diesem hatte ich Heu und Wasser für die Fahrt bereitgestellt, wie es eben üblich war. Zuerst kam Get rein, danach folgte Clouds Angel, welcher von Elena fertig gemacht worden war. Tyler brachte währenddessen die ganze Ausrüstung der Pferde in den Hänger, sowie das Auto. Er fuhr extra, da wir mit einem Schwung gleich alle Hengste rüber schaffen wollten. Wir verluden nach Cloud noch Cinnemont's Accento, Schwachkopf, Admiral's Wings, For Pleasure und Antaris. Damit waren die meisten schon einmal drin. Wir legten eine kurze Kaffeepause ein, ehe es weiter ging. Zum Glück waren meine Hengste diesen 'Stress' gewohnt und fühlten sich in dem geräumigen LKW sehr wohl, wie es mir schien. Irgendwelche Probleme untereinander gab es ja auch nicht, da alle zusammen auf der Koppel standen und sich kannten. Nach der kleinen Pause ging es dann weiter mit Starmen, Burnin' Awake and Lifeless, Kaltenbach's Ostwind, Karthago, Hero of Heaven und Ramires. Damit waren alle meine Hengst verladen und ich half Tyler noch mit dem restlichen Equipment. Als alles, aber auch wirklich alles, der Hengste verstaut war, ging es dann endlich los auf dem Weg zum Flughafen.
      ...
      Der Flug kam mir immer länger vor, umso öfters wir diesen tätigten. Das Schlimme war ja wir hatten noch zwei bis drei Flüge vor uns. Ich hatte etwas Bange vor den nächsten Flügen, vor allem vor dem mit den Kleinen.. Immer wieder biss ich mir nervös auf die Unterlippe, wenn ich über solche Sachen nach dachte, ehe dann auch schon die Landung angesagt wurde. Kurz sprang mein Herz etwas höher und ich schnallte mich wieder an, Elena schlief tief und fest, so tat ich dies für sie und weckte sie sanft. ,,Wir landen gleich.'',murmelte ich und schmunzelte bedenklich, ehe sie dieses Schmunzeln erwiderte.
      Nach gut vier Stunden kamen wir mit zwei LKW's auf dem Hof an. Wie immer brauchten wir hier mehr Hänger, als ind er alten Heimat, aber das war ja alles kein Problem. Wir ließen nicht viel Zeit vergehen und luden die Pferde aus, sie durften sofort auf die Weide und sich dort etwas die Beine vertreten, nach und nach wurden die Hänger leerer und die Weiden füllten sich wieder mit Leben, da die Hengste auch hier und dort mal buckelten vor Freude. Schmunzelnd betrachtete ich das ganze, doch war bei Gedanken immer noch bei Get und dem Unfall, sowie bei dem Umzug der Fohlen. ,,Alles in Ordnung?'',murmelte Elena, welche neben mir stande und ich nickte nur kurz. ,,Ja klar.'',murmelte ich und drehte mich um zum Stalltrakt und lief auf diesen zu. Linus hatte auch hier alles vorbereitet und die Boxen waren startklar für die Hengste. Hoffentlich war der Umzug schnell gemeistert und ich fand dann eventuell mehr Schlaf. Es dauerte nicht lange und der Abend brach an, so holten wir die Pferde, welche bis jetzt schon auf dem Hof waren, in ihre Boxen rein und gaben ihnen ihr Futter. ,,Ich hab noch Essen von heute Mittag, für euch beide.'',meinte Linus mit einem Lächeln und ich winkte dankend ab. ,,Ich dusche und lege mich ins Bett. Ich hab keinen Hunger.'',murmelte ich und schmunzelte kurz, ehe ich dann auch schon meinen Plan in die Tat umsetzte. Als ich im Bett lag hörte ich Elena und Linus noch reden, ehe ich dann die Augen schloss und versuchte zu schlafen.
      ...
      Der nächste Morgen war wieder einmal mit Hektik geplant, denn seitdem ich diese Schlafstörungen hatte, verschlief ich kontinuirlich.. Elena hatte mich kurz vor knapp geweckt, so war ich noch schnell ins Badezimmer gehüpft und stand nun mehr als verschlafen neben ihr am Flughafen, darauf wartend, dass wir endlich in das Flugzeug konnten. Auch diesen Flug fand ich erneut keinen Schlaf, Elena hingegen schon. Heute Abend noch würde der nächste Flieger gehen, so hofften wir das Zuhause alles bereits geklappt hat und Tyler und Simon klar kamen, denn viel Zeit blieb nicht. Wir kamen nur kurz auf den Hof, halfen noch die restlichen Pferde in den Hänger zu laden, ehe es dann wieder los ging. Mit Tyler hatte ich heute kein Wort gewechselt, auch wenn er es versucht hatte. Mein Fokus lag zur Zeit einzig und alleine auf meinen Pferden, das sie alle ohne Probleme in Deutschland ankamen und und und.. Mein Kopf war voll und der Stress für mich viel zu Groß. Ebenso die Zukunftsängste die mich zur Zeit etwas plagten.. - Wie lief das Geschäft in Deutschland als Tierarzt? Wie würde die Zucht laufen und der Verkauf der Fohlen? Würde es diesmal der letzte Hof sein den wir beziehen würden? Fragen um Fragen und keiner konnte mir Antwort geben. Da blieb eben die Zeit mit Tyler auf der Strecke, aber wir waren ja auch nicht zusammen oder so was, auch wenn Elena desöfteren nachgehakt hatte. Kurz lächelte ich, als ich daran dachte wie sie immer und immer wieder nachstocherte. Ich blickte auf die Hänger, insgesamt waren es 16 Pferde die nun die Reise antraten. In dem einem Hänger befanden sich die Stuten; Irritable, Gameover, Shiny Sunlight, Royal Rubina, Millenium GC, Epona, Golden Wonder, Lotte Buff und Alice Cullen. Im anderen Hänger meine kleinen Schützlinge, welche ich aus verschiedenen Gründen bei mir aufgenommen hatte; Velvedere, Staccato, Klein aber Oho, Calero, Neskur, Wild Reflex und Massacre Boy. Damit war der heutige Umzug dieser Pferde vorbei, morgen gäbe es erneut einen solchen Stress mit den Fohlen und in drei Tagen kämen dann noch die Kaltblüter und die zwei Welsh-Ponies. Tief atemte ich ein und aus und blickte kurz zu Tyler, Simon und Elena, welche etwas abseits standen und redeten. Vielleicht über mich? Ich blickte auf die Uhr und seufze auf. ,,Elena wir müssen.'',rief ich zu der kleinen Gruppe und Tyler nickte Elena zu, ehe er auf mich zu kam. Kurz schenkte er mir ein Lächeln, ehe er in den einen LKW einstieg. ,,Ty, was machst du da?'',fragte ich nach und lief zum Führerhaus. ,,Ich komme mit dir. Elena wollte sich mit Simon hier um die Pferde kümmern, um deine Fohlen etc.'',murmelte er und ich blickte zu Elena welche mich herzlichst anlächelte und winkte. Kurz verengten sich meine Augen, ehe ich diese Entscheidung akzeptierte, immerhin kannte sich mich zu gut und sie kannte vor allem meine Fohlen auch am Besten. Ich nickte kurz und lief zum anderen LKW, Ty fuhr vor und ich hinter her.
      ...
      Mitten in der Nacht kamen wir auf dem neuen Hof an, wir ließen die Pferde natürlich nicht auf die Weide, sondern führten sie in ihre neuen Boxen. Während des Flugs hatte Tyler das Gespräch gesucht, doch ich blieb ruhig und hatte dann so getan als würde ich schlafen. Ich wollte erst einmal den Umzug hinter mich bringen, ehe er mich vollprabbeln konnte. Als die Stuten und auch die 'Privatpferde' in ihren Boxen waren, bekamen sie noch etwas Kraftfutter und durften dann auch ihre Ruhe genießen. ,,Ein anstrengender Tag.'',murmelte ich leise und blickte kurz zu Tyler, bevor ich dann zum Haupthaus lief. Er ergriff sanft meine Hand und zog mich mit. ,,Was hast du denn vor? Wir müssen schlafen, morgen früh geht es früh los und..'' - ,,- pscht!'',murrte er kurz, dennoch sanft und zog mich in eine Box. ,,Wir werden schlafen, aber nicht in einem normalen Bett.'',grinste er keck und ich schüttelte den Kopf. ,,Für sowas haben wir keine Zeit, Ty. Wir sind mitten im Umzug, was ist wenn wir verschlafen oder sonst was?'',murmelte ich fraglich und blickte mich in der Box um. Es waren Decken bereitgelegt und auch einige Strohballen. Süß war es schon, aber für so etwas hatten wir definitv keine Zeit, eigentlich. ,,Ich will doch nur das es dir gut geht.'',murmelte er und setzte sich auf die Strohballen, ehe er mich zu sich zog. Unwillkürlich landete ich auf seinem Schoß, atmete tief ein und aus und schüttelte etwas den Kopf.. ,,Tyler, ich hab zuviel im Kopf ich will doch einfach nur..'' - ,,-Entspannen.'',beendet er meinen Satz und strich mir eine Haarsträhne hinter mein Ohr. ,,Aber nicht so! Ich will den...'' - ,,Umzug hinter dich bringen und das alles wieder normal läuft, in deiner gewohnten Rutine.'',beendet er erneut meinen Satz und ich blickte ihn leicht verärgert an. Er legte sich gegen die Wand zurück und zog mich weiter an seine Brust. Kurz schloss ich die Augen und vergaß alles um mich herum. Ein leichtes Schmunzeln legte sich auf meine Lippen und ich vergaß den leichten Ärger über Tyler, genoss einfach die Ruhe, das Kauen der Pferde im Hintergrund, bevor ich dann tatsächlich einschlief.
      ...
      Mein Handy weckte mich mit einem lauten, schrillen Ton, welchen ich seit neustem als Wecker hatte. Ich schrak auf und blickte mich in der Box um. Die Decke über mich gewunden und es roch seltsamer weiße nach Kaffee im Stall. Ebenso hörte ich die Pferde immer noch kauen. Oder wieder? Ich rieb mir verschlafen die Augen und stand auf. Was ein Tag, oder eher eine Nacht.. Ich stand auf und blickte mich um, Tyler kam gerade mit einer Tasse Kaffee in die Box gelaufen und einem Teller mit zwei belegten Brötchen darauf. ,,Guten Morgen.'',lächelte er und übergab mir das Frühstück, ehe ich mich wieder setzte und einen Schluck vom Kaffee nahm. ,,Morgen und Danke.'',schmunzelte ich herzhaft und blickte ihn an. ,,Gut geschlafen?'',fragte er nach und ich nickte, als ich gerade in das Brötchen hinein biss. ,,Ja! Und wie.'',murmelte ich mit halbvollen Mund und er lächelte, ehe er sich wieder weg machte. Ich frühstückte zu Ende und folgte ihm dann. Kurz blickte ich mich im neuen Stalltrakt um, ehe ich auf die Uhr schaute. Es war noch einiges an Zeit übrig. So machte ich mich auf den Weg in das Haupthaus und machte mich in das Badezimmer. Nach gut einer halben Stunde war ich dann auch wieder fertig für den Tag und machte mich runter zu den LKW's. Tyler stand startklar am Hof und ich musterte ihn kurz. ,,Danke.'',murmelte ich leise, als ich vor ihm stand und er nickte. ,,Nicht dafür.'',murmelte er ebenso leise und ich umarmte ihn. So machten wir uns wieder auf den Weg zum alten Hof..
      ...
      ,,Das ständige Pendel geht mir langsam auf die Nerven, zum Glück ist es das letzte mal!'',murrte ich mittlerweile etwas sauer und blickte auf den kleinen Bildschirm im Flugzeug. Die Fohlen hatten wir gestern rüber gebracht und sie hatten es alles gut überstanden. Ich hatte mir nämlich bei ihnen gestern die Zeit genommen und hab sie abends beim reinholen noch durchgecheckt. Ich hatte bei ihnen am meisten Sorge, dass es irgendwie nicht gut laufen würde. Elena war seitdem auf dem neuen Hof geblieben und ich war gerade auf der letzten Reise zum neuen Hof mit Tyler an meiner Seite. Im Gepäck waren die letzten dreiundzwanzig Pferde. Die Kaltblüter und die beiden Welsh-Ponies. Damit wäre der Umzug erledigt, da wir jeden Tag auch immer wieder Umzugskartons geschleppt hatten, waren unser Hab und Gut, abgesehen von den Pferden, auch alles auf dem neuen Hof. ,,Danach haben wir es endlich geschafft.'',murmelte Tyler leise und streichelte mir mit seinem Daumen über meine Hand, ehe er seine wieder entfernte und sich durch die kurzen Haare griff. Kurz blickte ich auf dem Fenster, ehe ein letztes Mal das signal ertönte man solle sich anschnallen. Tyler und ich taten dies auch sofort, ehe die Ansage ertönte das wir gleich landeten. Nach mehreren Stunden war dann auch alles geregelt und wir konnten endlich los fahren. Auf dem Hof angekommen luden wir erneut die Pferde nach und nach aus. Tyler übernahm Amaretto und Winter's End. Ich nahm mir Hermann, Elena nahm Götterdämmerung, Simon nahm Battle Scars und Linus übernahm King of Night. Somit war der erste Hänger fast leer. Die Kaltblüterhengste kamen auf eine extra Weide und buckelte sich dort for Freude erst einmal aus. Die zwei Welsh- Ponies kamen zu den anderen 'Privatpferden' - zu der Hengstkoppel derer. Die nächsten sechs Pferde wurden aus dem ersten Hänger entladen; A Brave Hearts Freedom, Time to go, Darling, Sharon IV, Geoffrey's Brother, Hope in Despair und Arikado. Auch die sechs Hengste wurden auf ihre Weide gebracht, ehe ich zu der Fohlenweide hinüber blickte, auf welcher sich meine Fohlen und die von Elena freudig austobten. Sie dürften die ersten Tage noch die Ruhe genießen, da wir sonst auch erst einmal alles einrichten mussten und einiges an Papierkram zu erledigen hatten. Mit Amaretto und Winter's End brachten wir auch die letzten beiden Pferde aus dem ersten Hänger, welche nun entgültig leer war. Es stand der letzte Hänger an, der mit meinen Kaltblüterstuten. Die ersten die auf die Weide gebracht wurden, waren: Wolkentraum, Golden Gate, Augenblick, Ch's De la Luna, Winter Cloud und Hermelin Jaela. Auch die Stuten preschten erst eine Runde im Galopp über die Weide, machten jedoch auch Halt an den verteilten Heustationen. Noch hatten wir keine Raufen, daher war das Heu lose auf dem Boden verteilt. Es war wie gesagt noch alles eher Roh hier, doch auch bald wären solche Kleinigkeiten Geschichte. Die letzten fünf Stuten, welche da waren Roxy, Grey Love, Walking to the Moonlight, Calacirya und unser Neuzugang und das passende Gegenstück zu Hermann -> Hannelore. Auch diese fünf Stuten preschten erneut im Galopp los, ehe sie auch Halt machten an den Heustationen. Schmunzelnd betrachtete ich das Schauspiel und legte dann das Halfter von Hannelore weg. Tief atmete ich ein und wieder aus, schloss die Augen und lächelte kurz. Es war endlich geschafft, alle Pferde waren nun hier in Deutschland auf dem neuen Gestüt! Innerlich kam ein kleiner Siegesschrei und natürlich ganz viel Freude, doch ich bewahrte die Ruhe und machte mich zur Fohlenweide. Über diese tobten in kleinen Grüppchen verteilt unter anderem meine fünfzehn Sprösslinge, welche auch teilweise bald auf die Weide der Großen kamen. Karl, Gino und Tomenko hielten sich etwas Abseits von dem Getümmel und herum Gebuckel der anderen. Sie fraßen lieber gemütlich ihr Heu. Saevita, Soulmate's Death, Bajau und Torte bildeten die erste Gruppe und fegten im Galopp über die ellenlange Weide. Mir fiel immernoch ein Stein vom Herzen, wenn ich dran dachte, dass es meinen Kleinen so gut ging und sie so unbeschwert ihre Fohlenzeit genossen. Rando, Be my Sunshine, Pancake Killer, Ramazotti Amaro und Dark sweet Temptation waren die zweite Gruppe und rangelten sich unter einander etwas, während Krisu, Quintessa und Millenium's Pride eher wie zwei verliebte Stutfohlen auf die jungen Hengste vom anderen Zaunende rüber blickten. Auch im Fohlenalter waren die Geschlechter getrennt. Elena kam neben mich getreten und blickte auf ebenfalls auf die Fohlen. ,,Wir haben es wieder einmal geschafft.'',lächelte sie und blickte mich dann an. Schmunzelnd nickte ich und sah dann auch zu ihr. ,,Wieder einmal und hoffentlich auch das letzte Mal, hoffentlich ist das nun der Hof, von dem wir sagen können, dass er für immer unser ist.'',murmelte ich nachdenklich und sie zwickte mich kurz in die Seite. ,,Jetzt hör auf so zu denken!'',grinste sie keck und lief dann zu Simon, Linus und Tyler, welche vor dem Stalltrakt standen.
      Hör auf.. hallten ihre Worte mit sanfter Stimme in meinem Kopf nach und ich blickte auf die Viere. Kurz biss ich mir auf die Unterlippe, ehe ich wieder auf die Fohlen blickte, von den ganzen Gedanken und Ängsten der letzten Tage gefesselt. Gefesselt von dem Moment, wo ich auch entfliehen konnte, als mir Tyler in dieser nicht ganz so einfachen Zeit geholfen hat.. Lächelnd machte ich auf dem Absatz kehrt und lief zu den Vieren. ,,Wo ist der Sekt? Ich glaube wir haben was zum Anstoßen!'',grinste ich freudig und biss mir erneut auf die Unterlippe. Elena wackelte mit beiden Flaschen in den Händen vor meine Nase herum. ,,Hier!'',grinste sie ebenfalls so froh und munter wie ich, ehe die Korken knallten und wir uns einige Gartenstühle schnappten und uns vor den Stalltrakt setzten. Ein gelungener Umzug musste natürlich auch etwas gefeiert werden.

      [29417 Zeichen by Sevannie & Friese]

      26.04.2017
      Renovierungsarbeiten
      Wir hatten uns mittlerweie alle schon ziemlich gut im neuen Heim zurecht gefunden und jetzt, nach den ersten paar Monaten, wollten wir auch weiter mit den Renovierungsarbeiten machen. Es stand noch auf dem Plan, dass die Weiden hier und da erneut werden müssten, ebenso wollten wir die Zaunlatten alle streichen, damit sie wieder im schönen weiß für den Sommer erstrahlen konnten. Auch wollten wir weiter am Gästestall arbeiten, denn dieser war als einziger Stalltrakt noch nicht fertig gestellt und sollte für die Trainingspferde dienen, der andere Trakt daneben für die Pferde, die tierärztlich versorgt werden mussten. Neben den beiden Projekten wollte ich auch die nächsten Tage den Stall an sich in Angriff nehmen, dort sollte nämlich auch die Wände noch einmal neu gestrichen werden. Es war früh am morgen und Tyler hatte das Frühstück schon vorbereitet als ich in Stoffhotpants und Top in die Küche kam. Die letzten Tage waren morgens immer knackig frisch und mittags war es brechend warm für diese Jahreszeit, wer weiß, was auf uns im Sommer zukommen würde. Ich streckte mich, noch etwas schlaftrunken, ehe ich mir einen Kaffee eingoss und Tyler mit einem 'Guten Morgen' freundlich begrüßte. ,,Guten Morgen, meine Liebe.'',lächelte er süffisant und ich runzelte die Stirn. ,,Was ist denn mit dir los?'' - ,,Nichts, ich habe einfach gute Laune und wir haben viel vor in den nächsten Tagen. Ich hab gedacht während ihr beide und Mercy die Streicharbeiten in die Hand nehmt, fange ich mit Simon und Linus an den Stalltrakt weiter auszubauen.'', stumm nickte ich und schmunzelte. War doch ein guter Plan, so wurden zwei Baustellen in Angriff genommen und es ging sicherlich schnell vorran. ,,Erstmal müssen wir uns um die Pferde kümmern.'',murmelte ich schmunzelnd und setzte mich an den Tisch. Wir begannen z frühstücken und nach und nach trudelten auch die anderen in die Küche ein. Bald saßen wir schon zu sechst am Tisch. ,,Wollen wir zuerst die Weiden machen, oder den Stall?'',fragte Mercy und ich sah Elena an. ,,Den Stall oder? Wenn wir die Pferde gemacht haben können sie noch auf die Weide, wenn die Zäune gestrichen sind erstmal nicht.'',erklärte sie und ich nickte. ,,Bis heute Abend müssten ja die Wände im Stall trocken sein.'',meinte ich zustimmend und Elena war nun die, die nickte. Wir aßen fertig und räumten alles weg, ehe ich mich ins Bad machte. Die anderen gingen schon einmal hinaus und begannen zu füttern. Ich war auch schnell fertig für den Tag und folgte ihnen. Im Stall angekommen wurde auch ich, als Nachzügler, noch mit einem Brummen und Wiehern von unseren Pferden begrüßt. Ich machte mich zu den Fohlen und gab ihnen ihre morgendliche Portion Futter. Das Heu wurde von Tyler auf den Weiden schon fertig gemacht. Es dauerte nicht lange, da waren die Pferde auch alle fertig mit dem Fressen und wir brachten sie nach und nach auf die Weide. Ich schnappte mir Winter's End und Amaretto. Mercy nahm sich Hannelore und Calacirya. Tyler folgte mit Walking to the Moonlight und Grey Love. Elena und Simon nahmen sich Roxy, Hermelin Jaela, Winter Cloud und Ch's De la Luna und zu guter letzt kam Linus noch mit Augenblick und Golden Gate hinter her. Wolkentraum blieb absichtlich drin, da Mercy sie gleich putzen sollte und dann longieren sollte. Sie brachten die Kaltlüterstuten auf deren Weide, während ich die beiden Verkaufspferde auf die ihre brachte. Mercy band Wolkentraum am Putzplatz an und begann diese zu putzen. Wir anderen brachten die restlichen Pferde auf die Weide und begannen mit den Kaltblüterhengsten. Arikado, Hope in Despair, Geoffrey's Brother, Sharon IV, Time to go, Darling, A brave Hearts Freedom, King of Night, Battle Scars, Götterdämmerung und Hermann kamen auf ihre großflächige Weide und durften sich dort über den Vormittag austoben. Somit waren die Kaltblüter schon einmal alle draußen und Mercy war schon am Longieren von Wolkentraum. Als nächstes machten wir uns an die Privatpferde des Gestüts, diese sollten nämlich zu den Verkaufspferden auf eine Weide. Staccato, Neskur und Massacre Boy und Calero kamen zu Amaretto und Winter's End. Wild Reflex, Klein aber Oho und Velvedere kamen auf die nebenliegende Weide. Somit waren diese dann auch schon draßen. Als nächstes ging es an die Fohlen, welche ebenfalls eine extra Weide besaßen und auch schon nach Geschlechtern getrennt wurden. Mit Saevita und Soulmate's Death ging ich vorran, folgen taten mir die anderen mit Bajau, Torte, Quintessa, Krisu und Millenium's Pride. Die Hengstfohlen Ramazotti Amaro, Gino, HGT's Be my Sunshine, Rando, Tomenko, Pancake Killer und Karl, folgten auf die andere Weide. Somit blieben noch die Hannoveraner Hengste und Stuten übrig, welche nun noch folgen würden. Wir fingen mit den Stuten Alice Cullen, Lotte Buff, Golden Wonder, Epona, Millenium GC, Royal Rubina, Shiny Sunlight, Gameover, Irritable und Muemmi an, danach kamen noch Linara, Veronica und Mistery. Nun fehlten noch die Hengste die auch schnell draußen waren, Dark sweet Temptation war neu im Bunde, war also noch nicht lange auf der Weide mit dabei, dennoch hatte er sich gut eingelebt. Die anderen Hengste waren quasi schon ''eingesessen''. Also brachten wir Ramires, Hero of Heaven, Karthago, Kaltenbach's Ostwind, Burnin' Awake and Lifeless, Starmen, Antaris, For Pleasure, Admiral Wings, Schwachkopf, Cinnemont's Accento, Get a Movie, The Invincible, Belstaff, Scottland Yard, Clouds Angel und Café Latte raus. Mercy war gerade mit Wolkentraum fertig, also durfte sie sich nun noch an meinen Liebling Dark sweet Temptation machen und diesen putzen und longieren. Was sie natürlich gerne und mit einem dicken Grinsen machte, denn sie fand den Palominohengst auch so klasse wie ich. Mercy zog wieder von dannen und die Jungs machten sich nun an den Gasteställ dran. ,,Dann wollen wir mal anfangen zu misten und dann zu streichen.'',belächelte ich Elena und sie nickte schmunzelnd. ,,Die Drecksarbeit dürfen wir mal wieder machen.'',lachte sie und ich stimmte mit ein. Kurz darauf fanden wir uns in den Boxen wieder und lasen die Äpfel und das vollgepinkelte Stroh aus. Die Boxen waren schnell gemistet, da es nie sonderlich viel zu misten gab. Als wir mit dem Misten auch fertig waren, begannen wir auch schon mit den ersten Wänden. Diese wurden vorerst abgewaschen, damit wir nicht den ganzen Dreck einfach nur anstrichen. Elena blickte mir einen verdutzten Gesicht auf ihre Uhr und sah mich an. ,,Wir sollten mit dem Kochen beginnen.'',murmelte sie, ich blickte auf meine Uhr und nickte. ,,Fang du schon an, ich werde den Rest fertig machen, dann können die Wände so lange trocknen.'',erklärte ich und sie stimmte mir zu, ehe sie dann auch schon in das Haus lief.

      ____________________________________
      Das Essen war wunderbar und nun waren wir alle gestärkt um unsere arbeiten weiter auszuführen. Mercy war nun erst einmal fertig mit den Pferden und half uns nun beim Streichen der Boxenwände. Die hintere Steinwand strichen wir nämlich wieder schön weiß, ebenso sollten die eisernen Pfosten zwischen jeder Box noch gestrichen werden, sowie die Gitterstäbe. Damit das Gestüt auch im neuen Glanz erstrahlen konnte.
      [Fortsetzung folgt]

      26.10.2017
      Hilfe für Joyce
      Bericht für: Winter’s End, Amaretto, Hannelore, Calacirya, Walking to the Moonlight, Grey Love, Roxy, Hermelin Jaela, Winter Cloud, CH’s De la Luna, Augenblick, Golden Gate, Wolkentraum, Arikado, Hope in Despair, Geoffrey’s Brother, Sharon IV, Time to go, Darling, A Brave Heart’s Freedom, King of Night, Battle Scars, Götterdämmerung, Hermann, Wild Reflex, Massacre Boy, Neskur, Calero, Klein aber Oho, Staccato, Velvedere, Saevitia, Karl, Pancake Killer, Tomenko, Soulmate’s Death, Rando, HGT’s Be my Sunshine, Bajau, Torte, Gino, Quintessa, Krisu, Ramazotti Amaro, Millenium’s Pride, Alice Cullen, Lotte Buff, Golden Wonder, Epona, Millenium GC, Royal Rubina, Shiny Starlight, Gameover, Irritable, Muemmi, Linara, Veronica, Mistery, Dark Sweet Temptation, Ramires, Hero of Heaven, Karthago, Kaltenbach’s Ostwind, Burnin’ Awake And Lifeless, Starmen, Antaris, For Pleasure, Admiral’s Wings, Schwachkopf, Cinnemonts Accento, Get a Movie, The Invincible, Belstaff, Clouds Angel, Scottland Yard, Café Latte


      Heute wollte ich Joyce ein bisschen unter die Arme greifen und so brachte ich als erstes alle Pferde von ihr nach draußen auf die Weiden und machte dann mit Hilfe der anderen die Boxen sauber. Unsere Zeit war leider auch ein bisschen beschränkt, da wir noch meine Pferde versorgen mussten und so musste auch das Heu verteilen schnell gehen. Simon und Linus füllten die Tröge auf und ich fegte die Ställe noch zu Ende. Die Zeit war wirklich ratzfatz vergangen und so mussten wir nun auch schon weitermachen und die Boxen meiner Pferde ausmisten und ihre Tröge füllen. Zudem machten wir das Heu für alle Pferde. Ich holte mir danach Epona rein und putzte sie ein bisschen. Danach sattelte und trenste ich sie. In der Halle ritt ich die Stute warm und klopfte ihr den Hals. Nachdem ich damit fertig war, ging ich ein paar A-Dressur Aufgaben mit der Stute durch und ritt sie danach wieder ab. Als es dunkel wurde holten wir gemeinsam wieder alle Pferde rein und versorgten sie ein letztes Mal.
    • Sevannie
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      Sevannie & Friese - 30.03.2018
      Die letzten Monate war ich sehr oft in Mexiko gewesen oder jemand aus Mexiko hatte mich besucht. Ganz zur Missgunst von Simon war das Bellamy gewesen. Wir beide hatten einfach so viele Gemeinsamkeiten, dass sich seine Besuche oder meine Besuche natürlich nicht immer nur um die Arbeit drehten. Irgendwann hatte dies schlussendlich zum Streit zwischen mir und Simon geführt. Immer wieder war er der Meinung ich vernachlässige ihn und er wäre mir eigentlich schon gar nicht mehr wichtig, sondern Bellamy. Durch den vielen Streit und die anhaltenden Diskussionen war das Klima zwischen uns und unsere Beziehung im Allgemeinen nicht besser geworden. Tyler und Joyce hatten das ewige Gezanke zwischen uns natürlich auch mitbekommen und lagen sich deswegen auch teilweise in den Haaren. Er hielt zu Simon und sie hielt zu mir. Ich wollte eigentlich gar nicht, dass die beiden mit in unsere Meinungsverschiedenheiten gezogen wurden. Natürlich kam alles wie es kommen musste und Simon packte irgendwann mal stinksauer seine Sachen. Hierbei beließ er es jedoch nicht, denn wenige Tage später war bei uns bereits Post vom Anwalt im Briefkasten. Er klagte. Und zwar auf seinen Teil des Hofes oder einen Ausgleich. Ich konnte seinen Standpunkt schon verstehen. Denn schließlich hatten wir vier den Hof zusammen gekauft und alle Geld und Zeit investiert. Ersteres wollte er nun wiederhaben. Der Brief warf ein erneutes Streitthema bei uns auf. Irgendwie waren wir uns alle nicht einig, ob es nun okay war oder nicht. Gerade, weil wir das Geld auch nicht so üppig hatten. Aber das war mit unter sein verletzter Stolz der bei dem Brief noch mitschwang. Natürlich hatte ich kurz darauf unseren Anwalt kontaktiert und er meinte, dass wir versuchen konnten, dass wir das ganze außergerichtlich regeln würden. Ich machte mich also heute für den Termin fertig und meinte zu Joy, dass ich mich melden würde, wenn ich beim Anwalt fertig war. Dies tat ich auch und erklärte ihr, dass Simon ein Anrecht auf einen gerechten Ausgleich hatte, aber wir noch eine Chance hatten, dass wir nicht komplett Bankrott gingen. Dies hatten wir mit einer Klausel im Vertrag über den Kauf und die Partnerschaft festgehalten und jetzt war ich mehr wie nur froh darüber. Am Hof angekommen diskutierten wir zu dritt über alles. Tyler stand hierbei komplett hinter Simon und kreidete mir die Freundschaft mit Bellamy mehr wie nur ein bisschen negativ an. Ich ging bereits vor Joyce und Tyler ins Bett, denn ich hatte keine Lust auf weitere Diskussionen. Den Tag heute konnte ich nicht nach meinen Pferden schauen und so hoffte ich, dass sich alles bald legte.

      Früh am Morgen war ich schon auf und lief in die Küche, mehr als einen Kaffee bekam auch heute ich nicht runter. Ich hatte die letzten Tage noch weniger gegessen als sonst. Tyler fiel das vor lauter Streitigkeiten gar nicht auf und auch sonst kümmerte er sich eher weniger um mich oder mein Wohlbefinden. Mir war es weniger egal was aus uns allen werden würde, als ihm. So schnell es begonnen hatte vom gemeinsamen Traum schien nun auch alles wieder zu zerplatzen. Ich wollte doch nicht viel. Ty schlief noch genauso wie Elena. So zog ich mir meine Stiefelletten an und begab mich in den Stall. Ich wollte dem Alltagsstress entfliehen und mich den Pferden widmen. Mit einem heiteren Wiehern wurde ich begrüßt, ehe ich begann die Pferde nach und nach zu füttern. Immer wieder mischten sich jedoch in meine Gedanken die ganzen Szenarien der letzten Tage. Ich wollte nicht, dass es so endet und Elena schien mir so zuversichtlich, dass alles gut gehen würde. Es war wie immer. Sie der Optimist und ich der Pessimist. Als ich fertig gefüttert hatte, machte ich mich in die Box von Neskur und begann ihn nebenher noch etwas zu putzen. Er war zwar mein Neuzugang und dennoch befürchtete ich, den kleinen Isländer bald wieder aufgeben zu müssen. Er hatte schon einige Reitstunden hinter sich und einige erfolgreiche Turniere und nun sollte er bald wieder weg, damit wir Simon und gegebenfalls Ty auszahlen können? Ty trat in diesen Moment in den Stall, denn er rief zaghaft meinen Namen durch die großen Stallungen. Ich zögerte einen Moment, ehe ich ihm doch antwortete mit einem heiseren ,,Ja?'', da mir die Tränen wieder in den Augen standen. Ich lauschte seinen Schritten, wischte mir die Tränen weg und besann mich wieder. , ,Alles okay?'', hauchte er und streichelte dem Hengst über seine Blesse. ,, Ja alles bestens'', murmelte ich und legte das Putzzeug wieder in die Kiste zurück. ,, Ich wollte etwas ausreiten mit ihm, nachdem die anderen auf der Weide sind'', erklärte ich und er nickte. Früher hätte er keine Sekunde gezögert und hätte eines seiner Pferde auch zurecht gemacht. Er lief die Stallgasse stattdessen wortlos entlang und brachte nach und nach die Pferde auf ihre Weiden. Ich sattelte derzeit Neskur und schwang mich vor dem Stall auf seinen Rücken. Gerade als ich los ritt, kam Elena aus dem Hauptgebäude und nickte mir lächelnd zu. Ich tat es ihr gleich, ehe ich mir die Handschuhe anzog und meinen Blick auf die Straße richtete.
      Nachdem Neskur und ich wieder auf dem Hof angekommen waren, sattelte ich ihn ab und brachte ihn ebenfalls auf die Weide. Elena am auf mich zu und meinte sie müsste mal mit mir reden. ,, Nun der Anwalt sagte gestern, wir könnten das ganze auch so begleichen, dass wir ihm 'seine' Pferde überlassen. Also quasi als Bezahlung, solange er dies einwilligt.'', meinte sie in einem Atemzug und ich schluckte den Kloß in meinem Halse herunter. ,,Okay.. und wie viele Pferde wären das?'' murmelte ich und sie meinte es wäre noch keine genaue Zahl bekannt, es käme auch darauf an, welche Pferde er in Anspruch nehmen würde. Ich nickte nur und blickte auf die Weiden. ,, Wir wissen doch schon von einigen welche er haben möchte'', sagte ich und blickte in ihre leeren Augen. Nun war sie es, die stumm nickte. Das Leben hatte uns zurzeit echt auf dem Kicker. Als wäre das nicht genug kam gerade Ty wieder um die Ecke, der gerade sein Handy wegpackte. Elena nickte erneut und machte sich in Richtung Stall, ich verstand sie ja auch, dass sie kein Ton mehr mit ihm wechseln wollte. ,, Hey.'', murmelte Ty und streichelte mir kurz über den Rücken, ehe er mir in die Augen blickte. ,, Wir müssen reden.'', hauchte er und ich wusste worauf das hinaus gehen sollte. Ich wusste es schon seit geraumer Zeit, wenn ich ehrlich zu mir selbst war. Er erklärte mir seine Situation, dass er ja immer noch Simon recht gab und diesem zustimmte, dass er mit der Gesamtsituation nicht mehr zufrieden war und er ausziehen wollte. Kurz gesagt, er machte Schluss und er bat mich um seine Einwilligung seine Pferde mitnehmen zu dürfen. Das wären unter anderem einige meiner Lieblinge wie Scottland Yard, Ramires und und und. Ich atmete tief ein und aus, ehe ich ihm die Augen sah. Und zu meiner Verwunderung hatte selbst ich nun keine Tränen in den Augen, doch man sah ihm auch den Schmerz an. ,, Ich verstehe dich, verstehe auch dass du unzufrieden bist nur weißt du auch, wie lange Elena und ich schon befreundet sind und dass dies hier unser Traum war. Simon ist dabei das Ganze zu zerstören und du… Naja ich kann und will dich zu nichts zwingen und ich merke selbst, dass dies alles hier keinen Sinn für und mit uns beiden hat'', meinte ich trocken, da ich mir nichts anmerken lassen wollte. Ich stelle dir nachher eine Liste mit den Pferden auf, dann sprechen wir darüber. Einige davon hast du dir ja so oder so selbst gekauft aber wahre Schätze wie meinen Dark sweet Temptation wirst du nicht bekommen, dass dir das klar ist.'' - ,,Völlig klar und solch Pferde verlange ich auch gar nicht von dir'', meinte er und ich nickte. Er gab mir noch einen zögernden Kuss auf die Stirn, ehe ich mich wortlos entfernte. Elena wollte ich zuerst nichts von der neuen Situation erzählen. Also setzte ich mich in mein Büro und machte mir Gedanken um die Pferde.


      Vor Joy verheimlichte ich immer wie viele Sorgen ich mir gerade machte und wie viel Angst ich vor der Zukunft hatte. Am nächsten Tag flatterte bereits ein Schreiben ein, welches von einem Anwalt beglaubigt war. Mehr konnte ich nicht lesen. Mit Tränen in den Augen legte ich den Brief wieder weg. Leise seufzte ich und versuchte es dann nochmal. Es war ein Schreiben von Simons Anwalt mit einer Auflistung unserer kompletten Pferde und ihrer Werte. Ich laß mir die Namen nochmal genauer durch. Hierbei bemerkte ich, dass nicht nur meine Pferde sondern auch die von Joyce auf der Liste standen. Ich runzelte die Stirn. Genervt stand ich auf und suchte draußen nach Joy. Diese hatte sich aber wieder eines ihrer Pferde geschnappt und war nach draußen ins Gelände verschwunden. Ich konnte sie was das anging voll und ganz verstehen. Jedoch war ich gerade nicht fähig mich viel mit meinen Pferden zu befassen. Ich hatte hier oftmals nur den Gedanken: „Was wenn er mir einen meiner Liebsten nimmt?“ Ich klappte den Brief nochmal auf. Dort waren ein paar Pferde mit einem gelben Marker markiert und ein paar mit grün. Erstere waren meine Pferde und die anderen die von Joyce. Ich seufzte kurz. Mir war fast klar, dass die gelbe Markierung für die Pferde stand, welche Simon beanspruchte und die Grüne für Ty. Ich seufzte nochmal kurz und wartete dann auf Joy. Sie hatte mir gestern Abend noch kurz von ihrem Gespräch mit Tyler erzählt, dass jetzt aber alles so schnell gehen würde und er sich bereits mit Simon und dessen Anwalt in Verbindung gesetzt hatte, war mir schon ein bisschen suspekt. Warum hatte er dann nicht bereits früher das Gespräch mit Joyce oder mir gesucht? Vielleicht wollte er alles in trocknen Tüchern wissen wollen, bevor er damit zu Joyce oder mir kam. Ich seufzte ein weiteres Mal und schrieb Joyce eine SMS, dass sie doch bitte zu mir ins Büro kommen sollte, wenn sie wieder da war. Im Büro erstellte ich eine Exceldatei, in welcher ich genau aufschrieb, welche Pferde Simon verlangte und welche Tyler. Dazu schrieb ich die geschätzten Werte und faxte unserem Anwalt danach noch das Schreiben durch. Die Liste schickte ich gleich mit damit, er sich ungefähre Gedanken über die Werte machen konnte. Ich öffnete die Datei nochmal. Simon forderte die kompletten Lewitzer. Ich seufzte leise. Eigentlich zählten sie zu meinen Lieblingspferden, aber die Verhandlung über alleine diese sechs Pferde würde ewig dauern und es müssten andere Pferde ausziehen. Bestimmt hatte er bereits einen Käufer für alle sechs zusammen. Irgendwie glaubte ich einfach nicht, dass er sie behalten wollte. Er mochte sie nie wirklich. Den gleichen Gedanken hatte ich auch bei den Friesenmixen. Hier hoffte ich jedoch sehr, dass es sich um meinen Bekannten aus den Niederlanden handelte. Er hatte bereits vor längerer Zeit mal Interesse an den Pferden geäußert. Ich konnte mir also gut vorstellen, dass Erdbeerflavour, Averything Black, Classic Cinnamon und The Circle of Unbroken also an ihn gehen würden. Bei den restlichen Pferden konnte ich mir noch nicht wirklich vorstellen an wen sie gehen sollten. Galawayn vielleicht noch mit an Jan. Das ganze Gedankenzerbrechen würde mir aber auch nichts bringe. Genau in diesem Moment klopfte es an der Türe und Joyce trat ein. Sie wollte wissen, was ich von ihr brauchte. Ich seufzte leise. „ Es kam ein Brief vom Anwalt“ meinte ich und gab ihn ihr. Danach zeigte ich ihr meine Aufstellung in Excel und teilte ihr meine Gedanken mit.

      In Elenas Büro angekommen hoffte ich, dass sie zur Abwechslung mal etwas erfreulichere Nachrichten hatte. Aber nein. Es war eine Exeldatei, welche sowohl meine als auch ihre Pferde und dessen Werte beinhaltete. Sie schilderte mir Ihre Gedanken und anscheinend auch die von Ty. Ich seufze kurz auf und starrte auf die Liste der Pferde die Ty haben wollte. Es waren so Unmengen viele. Es blieben mir nur meine Schätze wie Staccato und Velvedere, meine alte Liebe Sweet Poison und mein erster und bislang einziger Isländer Neskur. Noch dabei einige Pferde der Zucht wie Royal Rubina, Alice Cullen, Dark sweet Temptation, Hero of Heaven, Antaris. Auch einige Tinker waren noch dabei, aber im Großen und Ganzen hatte er mehr Pferde, die aber ungefähr gleich viel wert hatten, also auf dem Markt nicht von unserer moralischen Seite aus. ,,Das sollen wir jetzt so hinnehmen? Die meisten verkaufen sie doch eh nur weiter.“, murmelte ich und sah es schon kommen, das wir wieder einmal umziehen mussten, denn der Hof würde für uns viel zu groß werden mit den wenigen Pferden und wir könnten es auch nicht bezahlen also müssten wir wahrscheinlich einige von den eh schon wenigen Pferden ebenfalls verkaufen. Ich raufte mir die Haare und atmete tief ein und aus. Was Elena von Ty‘s Masche hielt, ließ ich ganz außen vor, denn davon wollte ich gerade nichts hören. Ich schüttelte den Kopf und sah aus dem Fenster, direkt auf die Weiden wo die Pferde genüsslich grasten und so gut wie gar nichts von dem ganzen Trubel mitbekamen. ,,Was machen wir nun? Klein bei geben und alles so einwilligen? Dann müssen wir wieder umziehen!“, meinte ich aufgebracht und sah wieder zu Elena. Elena meinte sie müsse sich das alles noch einmal durch den Kopf gehen lassen und sie würde ihren Anwalt, oder eher unseren, kontaktieren. Ich nickte und machte mich wieder von dannen. Ich wollte das alles auch noch nicht so wahrhaben.
      Ich nahm mir eine Tasse aus den Schrank, als ich in der Küche angekommen war, und füllte diese mit Kaffee. Wenigstens ein was beständiges bei Elena und mir. Ich nahm einen Schluck, ehe ich raus auf die Treppe ging. Seufzend sah ich zu den Weiden und erblickte Neskur grasend. Zumindest versuchte der Isländer die wenigen Halme abzuknabbern. Wie sollte das alles bitte nur weiter gehen? Ein dickes großes Fragezeichen zeichnete sich in meinem Kopf ab, ehe ich wieder einen Schluck aus der Tasse nahm.
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      Nach zwei Tagen war es dann soweit, der Termin beim Anwalt. Erst allein um alles nochmal durchzugehen, ehe der Anwalt der Jungs sowie sie selber dazu kommen würden. Ich zuppelte mein schwarzes Kleid zurecht, Elena und ich hatten es uns Business-Chick gekleidet, was eigentlich gar nicht unser Stil war aber bei solchen Terminen einfach Pflicht für uns. Mit zittrigen Händen sah ich zu Elena, ehe wir in den Konferenzraum gingen. Der Anwalt erklärte uns, welche Pferde nun genau gefordert wurden. Dies waren beispielsweise Scottland Yard und Café Latte. Zwei meiner liebsten und ältesten Hengste. ,,Da müssten besitmmte Forderungen noch mit einher gehen, damit ich diese Pferde an ihn abgebe. Ich hätte gerne sowas wie einen Schutzvertrag, dass ich erst einmal informiert werde, sollten diese Pferde in Zukunft weiter verkauft werden. Bei einigen möchte ich wenigstens dann noch mitbestimmen wo sie hin kommen, oder möchte sie gegebenfalls auch zurück kaufen.'',meinte ich und der Anwalt nickte, eher er sich meine Forderung notierte. Bei Elena sah dies ganz genauso aus. Wir wollten wissen wo manche unserer Pferde hinkommen, sollten sie von den Jungs verkauft werden. Jedoch war Elena zudem immer noch etwas verärgert darüber, dass Simon so einen Weg zu rate zog. Nachdem wir alles geklärt hatten, kamen die Jungs herein sowie ihr Anwalt. Die neuen Forderungen wurden notiert und wir klärten noch einmal einige Pferde genauer ab. Ty zeigte sich einsichtig und konnte verstehen, wie schwer es für mich war die Pferde abzugeben. Er willigte sogar ein, bei allen Pferden diesen ''Schutzvertrag'' zu leisten. Für mich liefen die Verhandlungen glimpflich aus. Elena und Simon diskutierten über mehrere Pferde lautstark, aber Simon zeigte auch keine Einsicht, Elena in manchen Dingen schon.
      Nach gut vier Stunden wurde das Ganze auch beendet. Elena und Simon sind sich etwas einig geworden, jeder hatte Verluste auf seiner Seite und für Elena war ein manches Pferd ein harte Schlag, doch sie wollte Simon nicht mehr unter die Augen treten oder weiter diskutieren, weil es doch keinen Sinn machte. So fuhren wir beide wieder nach Hause. ,,Ich hätte niemals gedacht, dass er so einen Schuh draus macht, sondern dachte eher er zeigt etwas mehr Einsicht dass es deine Lieblinge sind..'',murmelte ich und sie nickte. Auch diesmal sah ich die Tränen in ihren Augen. ,,Lass gut sein.'',murmelte ich als sie gerade zum Stall gehen wollte. ,,Ich ziehe mich rasch um und mache die Pferde fertig. Ruh' du dich aus.'',meinte ich und streichelte ihr über den Rücken, ehe wir zum Haupthaus gingen. Gesagt - getan. Ich zog mich um und holte die Pferde nacheinander wieder rein, ehe sie ihr Heu und Kraftfutter bekamen. Zu guter Letzt wagte ich mich in die Box von meiner geliebten Velvedere. Sie war nun auch schon stolze sieben Jahre alt und immer noch mein ein und alles. Sie durfte auch eine lange Weidenzeit genießen, da sie nicht rechtzeitig eingeritten wurde. Zudem hatte sie auch noch einen Sehnenschaden auf der Sommerkoppel erhalten vor zwei Jahren. Nun war aber alles verheilt und bald sollte es soweit sein. Aber erst einmal wollte ich schauen wo das ganze hinführte. Sie war einer der wenigen Pferde die ich mit Sicherheit behalten durfte, weil Ty wusste ich würde für sie sterben. Ich hatte sie damals von einer guten alten Freundin bekommen und seitdem war sie mein Ein und Alles. Ich streichelte der jungen Holsteiner-Pinto Stute über die Nüstern, ehe ich ihr noch eine Möhre zusteckte. ,,Morgen wirst du auch mal wieder longiert, meine Maus.'',flüsterte ich ihr zu, bevor ich ihre Box verließ. Ein kurzer aber dennoch anstrengender Tag war dies heute. Somit machte ich im Stall alle Lichter aus und machte mich ins Haupthaus. Nach dem ich geduscht war, ging es auch für mich ins Bett, denn Elena schien schon längst zu schlafen.


      Ein neuer Tag ein neues Glück, oder? So heißt es zumindest. Heute durfte ich mal ausschlafen, denn mein Wecker hatte nicht geklingelt und Elena hatte mich nicht geweckt, anscheinend hatte sie das ganze auch manipuliert. Ich machte mich rasch fertig und begab mich in den Stall. ,,Guten Morgen.'',sagte ich zu Elena, ehe ich zusammen mit ihr die Pferde rausstellte, bis auf Velvedere. Ich hatte es der Stute gestern versprochen und so band ich sie draußen am Putzplatz an und fing an sie zu putzen. Sie sollte heute etwas longiert werden, zusätzlich noch etwas Stangenarbeit. Elena stieß dazu. ,,Na was steht heute auf den Plan?'',fragte sie neugierig. Ich erklärte ihr meinen Plan. ,,Du scheinst ja heute etwas besser gestimmt zu sein?'',hakte ich vorsichtig nach und sie nickte. ,,Ich kann nichts mehr dran ändern, die Verhandlungen sind durch und wir sollten eher nach vorne blicken. Wir haben schon so vieles geschafft, also schaffen wir das erst recht!'',sagte sie entschlossen und ich nickte schmunzelnd. ,,Da hast du recht.'',lächelte ich nun und sie verschwand daraufhin wieder im Stall. So machte ich mich weiter daran Velvedere zu putzen. Ich legt ihr danach das Kappzaum an und machte mich mit ihr auf den Longierplatz. So das hieße dann wohl auch bald Abschied nehmen von fast allen Pferden. Mir würden hier auf Jasmund lediglich vier Pferde bleiben, die da wären: Staccato, Neskur, Velvedere und Sweet Poison. Das würde aber auch mehr Zeit für diese bedeuten. Andere Pferde hätte ich auch, aber die hatte ich beschlossen zu verkaufen. Zum Beispiel Grey Love oder Calero, Arikado oder Roxy. Das war ja nur eine kleine Auswahl von deren die ich behielt, doch ich musste es auch realistisch sehen und wir brauchten in Zukunft auch etwas mehr Geld. Nachdem Velvedere warm gelaufen war, legte ich noch die Stangen zurecht und ließ sie über diese drüber traben und galoppieren. Ich longierte sie insgesamt eine dreiviertel Stunde, ehe sie danach wieder auf die Koppel zu den anderen Pferden durfte.

      Die nächsten Tage beziehungsweise Wochen zogen nur so an mir vorbei. Wirklich etwas davon bekam ich nicht mit. Und dann war es auch schon soweit. Meine Laune an diesem Tag war ungefähr genauso super wie das Wetter. Hust, Irnonie, Hust. Es goss nur so wie aus Eimern, als der erste Transporter vorfuhr. Es war ein Auto mit niederländischem Kennzeichen. Simon hatte die Friesenmix und Galawayn zusammen an Jan van de Berg verkauft, so wie ich mir das gewünscht hatte. Ich half ihm beim Einladen und war mehr als nur froh, dass Simon nicht da war. Er und Jan hatten bereits in der Früh alles geregelt und ich hatte nun nichts mehr mit dem Papierkram zu tun, denn rechtlich gesehen waren es nicht mehr meine Pferde. Ich hatte mich gestern dennoch ausgiebig von allen verabschiedet, denn in meinem Herzen waren sie doch einfach noch MEINE Babys. Ich seufzte leise als ich Galawayn zu Classic Cinnamon und The Circle of Unbroken auf den Hänger führte. Als letztes folgten noch die beiden Jungpferde, Averything Black und Erdbeerflavour. Ich gab jedem der Pferde eine letzte Möhre und verabschiedete mich nochmal kurz. Wenige Minuten später rollte der erste Hänger für heute bereits vom Hof. Weitere würden folgen und weitere würden mit neuen Pferden kommen. Die Hälfte unsere Weiden und Stallanlage war ab sofort an einen Reitbetrieb verpachtet worden. Wir konnten es uns nämlich weder leisten den Hof alleine zu betreiben, noch einen neuen zu kaufen. Die Reitschule hatte mir angeboten hin und wieder ein paar Stunden bei Ihnen zu halten und Joyce durfte sich als Tierärztin um die Pferde kümmern. So kam wenigstens nochmal zusätzlich ein bisschen mehr Geld rein. Als nächstes fuhr jedoch wieder ein Hänger auf den Hof. Die Boxen leerten sich nach und nach und ich machte sie sauber. Wir hatten abgemacht, dass wir sie auch neu herrichteten und das machte ich nun auch. Nachdem alle Pferde, welche Simon gefordert hatte, den Hof verlassen hatten, kehrte kurze Zeit Ruhe ein. Nach knapp einer Stunde jedoch kamen bereits die Pächter an. Ich zeigte ihnen ihren Stallteil und schaute nochmal nach meinen Pferden. Abends stand nochmal ein Gespräch mit den Pächtern an und ich wusste jetzt schon, dass ich hier nicht wirklich Lust drauf hatte. Es würde nochmal genauer darum gehen, wer, was, wie und wo. Davor schaute ich jedoch noch nach ein paar Pferden, welche auf dem Gestüt verbleiben durften. Hierrunter fielen zum einen meine Warmblüter wie Finn, Spat Split And White, Vision, Chester, Underground, Nightstorm und mein neuer Hengst Brego. Mein Bestand an Warmblutstuten war auf eine überschaubare Zahl von 3 gesunken. Sowohl Kentucky Bourbon, als auch Bellami und Kahlua, konnte ich nicht gehen lassen und Simon hatte sie zum Glück nicht gefordert. Ich seufzte kurz und schaute durch eines der Paddockfenster auf die Weiden. Auf dieser standen meine englischen Vollblüter. Aus PFS‘ Stomer’s Victory war mittlerweile ein erwachsener Hengst geworden. Dennoch wusste er nicht was er mit dem ganzen Trouble anfangen sollte, welcher heute hier so um ihn herum passierte. Nervös trabte er am Zaun auf und ab und steckte damit auch noch PFS‘ Snap Cat an. Der junge Hengst hatte ihn als sein Vorbild angenommen und versuchte nun mit ihm mitzukommen. Ich seufzte leise. Dann schaute ich, ob ich ein anderes meiner Pferde entdecken konnte und dies tat ich auch. San Diago und Hall of Fame grasten ein paar Meter abseits und versuchten so dem ganzen Stress zu entkommen. Auch bei ihnen war ich mehr wie nur froh, dass sie bei mir bleiben durften. Hall of Fame war nun immerhin schon seit über 5 Jahren in meinem Besitz und ich konnte ihn mir einfach nicht mehr wegdenken. Mein drittes und letztes Vollblut war PFS’ Northern Dancer. Sie durfte auch bei mir bleiben und auch hier war ich mehr wie nur froh drüber. Denn sie war damals ein Fohlen aus einer Wunschverpaarung gewesen. Ich seufzte ein weiteres Mal. Vor geraumer Zeit hatte ich und Joy zwei Welsh A Ponys wieder zurück in unseren Besitz geholt. Nachdem sie schon ein paar Mal den Besitzer wechseln mussten, waren wir uns auch jetzt wieder sicher, dass auch die beiden bei uns bleiben durften. Ich klopfte Love me Lara den Hals und seufzte dann kurz. Danach schaute ich noch kurz zu dem zweiten der beiden Pferde, welches zu Joys Pferden gehörte. Er hörte auf den Namen Sweet Poison und stand neben Staccato. Beide grasten in Ruhe vor sich her und schauten nur gelegentlich nach oben. Mir waren noch River’s Batida de Coco und Gabriella geblieben. Beide standen bei den anderen drei Stuten, welche ich noch hatte. Der Abend rückte immer näher und ich seufzte jetzt bereits leise. Vor dem Gespräch wollte ich noch in Ruhe duschen gehen und mich fertig machen. Genau dies machte ich auch und ging danach in unseren kleinen Aufenthaltsraum. Ich goss Wasser in eine Karaffe und stellte ein paar Gläser für das Gespräch auf den Tisch, zusammen mit der Karaffe. Dann holte ich die bereits ausgearbeiteten Verträge und legte sie auf den Tisch. Für jede Person gab es eine Kopie. „ Joy kommst du?“ rief ich laut in den Stall und ging gemeinsam mit ihr nach drinnen. Wir besprachen gemeinsam nochmal alles und holten schließlich noch schnell die Pferde nach rein. Danach fand auch schon das Gespräch statt und wir konnten nochmal alle Einzelheiten haargenau regeln. Nach dem Gespräch verbrachten Joy und ich den Abend noch gemeinsam und versuchten uns gegenseitig aufzubauen. Ich wusste, dass sie genauso wie ich an dem Verlust zu knabbern hatte. Die nächsten Tag und Wochen würden noch sehr anstrengend und nervenzehrend für uns beide sein, aber anders ging es gerade einfach nicht und wir mussten durch diese Zeit. Ich war mir auch sicher, dass wir auch dies überstehen würden, denn immerhin hatten wir uns beide noch. Die Zeit würde schon alles regeln.

      [25.411 Zeichen / by Sevannie & Friese]
    • Sevannie
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      Sevannie - 30.03.2018
      Nachdem nun endlich alles geklärt war mit dem Hof und dem Verpachten, so war es nun endlich an der Zeit die Pferde mal wieder gründlich durchzuchecken. So hatte ich mir mein etwas verstaubtes Tierarztzeug rausgesucht und ging zu der ersten Box. Es war schon lange eine Nachkontrolle nötig und diese sollte nun durchgezogen werden. Immerhin wollten wir ja unseren Pferden nichts nachsagen lassen. In der ersten Box stand nun Sweet Poison und dieser war schon etwas nervös, denn er war noch nicht auf der Weide heute. Ich hatte mich gleich nach dem Frühstück daran gemacht und meine Sachen desinfiziert und gereinigt. Ich streichelte Sweet über die Nüstern, ehe ich ihn dann anband. Auch wenn ich schon erfahren war, ich kannte meine Pappenheimer doch noch am besten. Ich streichelte seinen Hals entlang, ehe ich anfing ihn abzutasten. Zuerst die Beine, dann den Rumpf und zuletzt Hals und Kopf. Ich schaute ihm in sein Maul, sah mir seine Zähne und sein Zahnfleisch an, danach schaute ich mir die Augen an. Alles schien bis hier tip top zu sein. Kurz lobte ich den Hengst und kramte aus meiner Tasche mein Thermometer. Ich stellte mich neben seine Hinterhand und hob den Schweif leicht an. Sweet legte die Ohren an und versuchte mit seinem Schweif zu schlagen, welchen ich in der Hand hielt. Zufrieden war er definitiv nicht, denn er wusste was nun kommen würde. Ohne mich von seinen Gestiken beeindrucken zu lassen, fuhr ich fort. Ich führte ihm das Thermometer ein und wartete geduldig auf das Piepen. Währenddessen tippelte der Hengst neben mir etwas hin und her, doch im Großen und Ganzen war er noch ruhig. Ich hatte schon ganz andere Pferde neben mir stehen. Das Piepsen ertönte und ich zog das Thermometer raus, blickte drauf und schmunzelte. 37,9°C las ich auf dem Thermometer ab. Sanft lobte ich den Hengst, ehe ich dann mein Stethoskop aus der Tasche zog, nachdem ich das Thermometer wieder desinfiziert hatte. Ich begann damit, Sweet abzuhören. Auch seine Atmung hörte sich einwandfrei an. Der Puls lag auch im Normbereich, somit konnte ich dann wohl die Wurmkur auffrischen, wie ich es vorgehabt hatte. Den Kot der ersten vier Pferde hatte ich die letzten Tage schon genauer unter die Lupe genommen, somit konnte ich bei allen vier Pferden ausschließen, dass sie überhaupt unter Würmern litten. Also stand somit der Wurmkur nichts im Wege und die PAT-Werte waren auch in Ordnung und das allgemeine Wohlbefinden des Pferdes. Ich zog aus der Tasche die Blisterpackung und löste eine Tablette heraus. Ich präparierte eine Karotte mit einem kleinen Loch und steckte die Tablette hinein. Ich bot Sweet Poison die Karotte an und er mampfte diese genüsslich. Sanft lobte ich ihn und packte meinen Kram zusammen. Das erste Pferd war somit schon einmal geschafft und ich brachte ihn fix auf die Weide.

      Staccato stand auch schon ungeduldig in seiner Box und scharrte kurz mit den Hufen, ehe er mich sah. Der siebenjährige Hengst blickte mit aufgestellten Ohren zu mir. Sanft streichelte ich auch ihm über die Nüstern und begann kurz darauf ihn abzutasten. Brav wie er war hob er jeden Huf an, als ich an den Beinen war. Am Bauch war er anscheinend auch etwas kitzelig. Schmunzelnd streichelte ich dem Hengst erneut über die Nüstern, bevor ich mir dann sein Maul ansah, seine Zähne, das Zahnfleisch und zu guter Letzt die Augen. Immer hatte ich die gleiche Reihenfolge, damit ich ja nichts vergaß. Nachdem abtasten folgte also das Messen der Körpertemperatur, ich nahm also wieder das Thermometer und stellte mich neben die Hinterhand von Staccato. Der junge Hengst war brav und so geübt darin, dass er nur kurz zuckte und mich dann machen ließ. Das Piepen ertönte und ich zog das Thermometer raus. 38,1°C zeigte es an, also auch alles im grünen Bereich. Ich desinfizierte das Thermometer und nahm mir das Stethoskop. Ich hörte ihn ab und auch seine Atmung und sein Puls waren okay. Somit stand der Entwurmung nichts im Wege und ich präparierte auch ihm wieder eine Karotte und gab ihm diese zusammen mit der Tablette. Sanft lobte ich ihn wieder. Ich band den Hengst ab und brachte auch ihn auf die Weide.

      Als nächstes stand nun Neskur an. Dieser junge Isländerhengst stand mit seinem Halfter in den Box und blickte ebenso neugierig drein. Ich schmunzelte und nahm mir seinen Strick und band ihn an. ,,Na mein Kleiner.'',flüsterte ich den Füneinhalbjährigen zu und streichelte ihn. Er war mitten im Fellwechsel und seine Plüschmähne musste ich auch bald wieder mal stutzen. Mit einem Schmunzeln begann ich dann den Isländer abzutasten. Abgesehen von einer kleinen Beule an der Brust bemerkte ich nichts, musste er sich wohl beim Rangeln auf der Weide zugezogen haben, aber das war nichts dramatischen, wahrscheinlich nur ein Bluterguss. Ich lobte ihn, dafür dass er so brav blieb und begutachtete sein Maul und seine Augen, auch hier war alles in bester Ordnung wie bei den beiden Hengsten zuvor. Erneut lobte ich ihn und nahm mir das Thermometer ein drittes Mal zur Hand. Ich stellte mich an die Hinterhand des Isländers und hob seinen buschigen Schweif an. Er legte die Ohren an und trat von einem Vorderhuf auf den anderen. ,,Ruhig mein Kleiner.'',murmelte ich und streichelte kurz über seine Kruppe und begann dann mit dem Messen. Er zuckte und tappelte weiter mit seinen Vorderhufen, er maulte auch etwas doch sonst blieb er ruhig. Als ich das Thermometer wieder herauszog, da stellten sich auch wieder seine Ohren auf und er wurde ruhiger. Ich blickte darauf und nickte schmunzelnd, 38,0°C. Somit desinfizierte ich das Thermometer und holte erneut mein Stethoskop raus. Ich hörte auch ihn noch ab und lobte ihn dann schmunzelnd. Kerngesund. Somit hörte ich ihn noch ab, seine Atmung lag bei 16 Atemzügen pro Minute und sein Puls 46 Schlägen pro Minute. Leicht über dem Durchschnitt aber noch in der Norm. Kurz darauf bearbeitete ich schon die Karotte, steckte die Tablette in das Loch und gab diese dem Hengst vor mir. ,,So mein Kleiner, jetzt geht’s auf die Weide für dich.'',schmunzelte ich und lobte ihn. Ich band ihn ab und brachte ihn zu seiner Koppel, ehe ich dann zu der Stutenkoppel ging und mir Velvedere schnappte. Die siebenjährige Stute war ganz ruhig und hatte anscheinend schon etwas getobt auf der Weide. Auch diese Stute war mein ganzer Stolz. Schmunzelnd streichelte ich sie und band sie dann am Putzplatz an. Die Holsteiner-Pinto Stute schien mir etwas aufgekratzt, vielleicht hatte sie ja schon etwas Wind von meinem heutigen Besuch bekommen. Auch sie war schon seit Fohlen an darin involviert und kannte das ganze Prozedere. Also ging es erst an das Abtasten und das Abchecken des Mauls und der Augen. Nachdem dies dann erledigt war, war das Messer der Körpertemperatur ein Klacks und auch das Abhören der Stute. Wie schon vermutet war ihr Puls und ihre Atmung noch etwas erhöht vom Toben auf der Koppel, doch sie beruhigte sich langsam davon. Mir schien die erhöhte Atemfrequenz aber nicht als ein Symptom einer Krankheit, daher machte ich auch ihr eine Karotte mit Tablette zurecht. Das war ein kurzer und knapper Prozess. Sanft lobte ich sie und steckte ihr noch ein Leckerli zu. ,,So meine Liebe, nächste Woche machen wir dann noch die Impfung, dann seit ihr alle aufgefrischt.'',murmelte ich ihr gut zu und brachte sie ebenfalls wieder auf die Weide. So der erste Teil war damit erledigt. Somit machte ich mich erst einmal an die Inventur der Tierarztbestände.

      Die eine Woche war vergangen und wir hatten schon Neskur und Staccato angebunden am Putzpkatz. Es war noch recht früh und die beiden noch etwas aufgekratzt. So beeilte ich mich und checkte sie noch kurz einmal durch, bevor ich dann die Spritzen für beide zurecht machte. Mit dieser Impfung wurde alles wichtige abgedeckt wie Influenza, Tollwut, Herpes und auch Tetanus. Ich desinfizierte die Stelle vorher, in welche ich Einstechen würde, ehe ich dann die Spritze injizierte. So schnell war ein kleines Quiecken von Neskur und Staccato zuhören und beide zuckten einmal auf als der andere den schrillen Schrei ausstießen. ,,So ihr beiden, jetzt seit ihr für das nächste halbe Jahr auch wirklich durch.'',murmelte ich und Elena und ich brachten die zwei wieder auf die Weide. Als nächstes holten wir Velvedere und Sweet Poison noch einmal zum Putzplatz. Auch bei den Beiden gab es ein kurzes Quiecken und dann war das ganze auch schon durch. Somit waren meine vier Pferde nun geimpft und entwurmt, jetzt müsste ich mich demnächst an die Pferde von Elena ran. Dann wäre der Hof wieder komplett entwurmt und geimpft...

      [8508 Zeichen by Sevannie]
    • Friese
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      Sevannie & Friese - 29. September 2018
      Pflegebericht für Chester, San Diago, Brego II, Finn, Nightstorm, Underground, Vision, Spat Split and White, Bellami, Kahlua, Kentucky Bourbon, PFS' Snap Cat, PFS' Norther Dancer, PFS' Stormer's Victory, River's Batida de Coco, Gabriella, Hall of Fame, Cup Cake, Love me Lara, Velvedere, Sweet Poison, Neskur, Staccato

      Es war einige Zeit vergangen und fiele Pferde hatten unseren Hof derweil verlassen. Es war eine nervenaufreibende Zeit gewesen und auch sehr schmerzhaft durch die ganzen Verluste die Elena und ich hatten einstecken müssen. Kurz blickte ich über den Rücken der jungen Holsteiner-Pinto Stute Velvedere, ehe ich sei weiter putzte. Vor uns lag einer der großen Koppeln, auch dem die Stuten standen, allesamt zusammen. „ Sie ist so groß geworden und auch so hübsch'' - Kurz lächelte ich und blickte auf die gescheckte Stute, bevor ich mich zu Elena umdrehte. „ Ja das ist sie und sie ist vor allem mein ganzer Stolz. Ich bin heilfroh das Ty sie mir nicht hat weggenommen...'', murmelte ich und die Stute hinter mir brummelte leise vor sich her, schaute dabei zu den Stuten auf der Koppel die gerade an den Zaun galoppiert kamen. „ Was hast du heute mit ihr vor?'', fragte Elena mich und ich beantwortete ihre Frage: ,,Ich wollte sie noch etwas longieren, bevor du das Einreiten mit ihr beginnst.'' Sie nickte stumm und schmunzelte, lief dann zu der Stutenkoppel und holte sich Love me Lara. „ Ich werde die kleine Maus auch etwas longieren.'', erklärte sie mir und band daraufhin die Stute an dem Putzplatz neben mir an. Ich kratze Vel noch die Hufe aus, ehe ich ihr den Kappzaum anlegte und einstellte. Ich benutzte dieses nämlich für mehrere Pferde. Brav folgte mir dann die Scheckstute auf den Longierplatz und lief fleißig im Schritt die äußeren Kreise. Ich hatte sie schon des Öfteren longiert und auch hierbei ganz gut auf Kurs gebracht. Auch der Handwechsel klappte mittlerweile einwandfrei, wobei es anfangs doch eher ein Problem darstellte. Wir hatten festgestellt, dass die rechte Hand ihre Schwächere war, dennoch ziemlich ausbaufähig. Elena als Trainerin meinte, dass sie auch mit einigen Trainigsstunden die ''Angst'' an dieser Seite verlieren würde. Sie würde sich erstmal auf das Einreiten beschränken und das weitere Balance halten. Deswegen strapazierte ich sie auf der rechten Hand eher weniger und wir tasteten uns jedes Mal etwas mehr an diese Seite heran. Nach der Aufwärmphase kam auch schon Elena mit ihrer Welsh-A Stute heran. Die kleine Rappscheckin war früher mal in meinem Besitz, wurde als Wanderpokal herumgereicht und landete wieder auf unserem Hof und hier sollte sie auch bleiben, solange bis wir sie gehen lassen mussten oder in ihren wohlverdienten Ruhestand schicken konnten. Schmunzelnd blickte ich zu beiden hinüber, ehe ich dann Vel antraben ließ. Wir starteten immer mit der linken Hand, damit sie nicht gleich die Lust am Training verlor.
      Nach fast einer Dreiviertelstunde beendete wir auch das heute Training und ich führte Vel wieder auf den Putzplatz, tauschte ihr Kappzaum gegen das Weidehalfter und brachte sie auch auf die Koppel zu den anderen Stuten. Tief atmete ich ein und wieder aus, streckte mich und räumte meinen Teil des Putzplatzes auf. Wir waren mit den Renovierungsarbeiten nicht sehr weit gekommen, da erst einmal alles verhandelt wurde mit den Jungs. Mittlerweile war dies alles geklärt und Elena und ich konnten nun planen wie wir was gestalten wollten. Auf alle Fälle mussten wir an das Dach heran, da waren einige Stellen undicht. Ich blickte von dem Gibel herab auf die Stalltüren und begab mich in diesen. Ich wollte vor dem Essen noch einige Boxen ausmisten. Elena trat nach der dritten Box zu mir. „ Wir sollten nachher mal einen Plan aufstellen, was wir als erstes machen wollen, was am dringendsten ist und weiteres.'', schlug ich vor und sie nickte zustimmend. „ Ja, können wir ja dann nach dem Essen machen. Auf alle Fälle müssen wir streichen.'', meinte sie und ich schaute sie an. „ Hier drin oder draußen?'', fragte ich nach und sei schaute sich noch einmal um. „ Beides, hätte ich gesagt.'', meinte sie und blickte auf die Boxenwand die früher sicherlich einmal weiß gewesen war. „ Ja da hast du auch recht..'', murmelte ich und sah es dann auch ein. ,, Aber das wäre ja ein Thema das etwas mehr Zeit hätte, ich finde die Futterkammer mit ihrem Mäuseproblem und die kaputten Stellen im Dach doch etwas gravierender.'', erklärte ich ihr mein Anliegen und diesmal stimmte sie mir zu. „ Ich geh schon mal rein und fange mit dem Kochen an, komm bitte so in einer halben Stunde.'', sagte sie zu mir, während sie schon auf dem Sprung war. Ich lächelte und machte mich weiter an die Arbeit. Hatte dann auch in kürzester Zeit die Hälfte der Boxen fertig, da wir ja jeden Tag misteten war es ein leichtes viele Boxen in kürzester Zeit zu misten. Die halbe Stunde hatte ich leicht überzogen, so lief ich zum Haupthaus, zog die Schuhe und die Jacke aus, wusch mir die Hände und lief dann in die Küche. „ Das riecht lecker!'', bemerkte ich und Elena fing an zu Schmunzeln. „ Danke, das ist ein Rezept meiner Oma. Lass es dir schmecken!'', grinste sie mich an und wir aßen zu Mittag.
      Vollgefuttert saßen wir auf dem kleinen Balkon des gemeinsamen Wohnzimmers. „ Also das Dach schlägst du als erstes vor?'', fragte Elena nach und ich nickte. „ Ja genau, dann hätten wir im bevorstehenden Winter sicherlich auch nicht solch einen Durchzug wenn die Pferde mit ihrem dicken Winterfell drin stehen und noch etwas geschwitzt sind.'' – „ Da hast du recht. Also zuerst das Dach.'', nickte sie und schrieb es auf den Block, der auf ihrem Schoß ruhte. „ Und die Futterkammer, wir sollten schauen, wo sich dort Löcher befinden und diese dann zu machen. Ganz vermeiden kann man es sicherlich nicht, aber wenn die Hauptwege erst einmal zu sind dann wird es zumindest weniger.'', sagte ich und blickte über die wenigen Koppel die wir zur Verfügung hatten. Es war deutlich weniger Land als vorher, aber wir hatten ja auch weniger Budget und weniger Pferde... Vielleicht kann man nach und nach noch etwas Land dazu kaufen und die ein oder anderen Pferde werden sicherlich auch wieder dazu kommen. Ich kenne ja mich und ich kenne auch meine liebste Elena, wenn wir eben ein Traumpferd sehen, dann ist es im Kopf schon gekauft.

      Für mich begann der Tag heute mal zur Ausnahme im Stall und nicht im Büro. Ich wollte mich mal um Love me Lara kümmern. Die kleine Stute war leider immer wieder viel zu kurz gekommen, aber ich war mir sicher gewesen, dass sie nicht weiter rumgereicht werden sollte. Und wenn sie zukünftig nur eine weitere Auszeit auf der Weide führen würde, dann wäre das immer noch besser als würde sie immer wieder von Stall zu Stall gereicht werden und irgendwann zu verwahrlosen. Danach ging es aber wieder zum Bürokram. Der Bau eines neuen Daches stand an. Ich setzte mich vor meinen PC und setzte mich daran ein paar Firmen im Internet zu recherchieren. Danach folgten die Anrufe bei den einzelnen Anbietern und ungefähre Preisvorschläge. Diese trug ich mir in eine Exceldatei ein und druckte sie aus. Joyce war in der Zwischenzeit bereits wieder im Stall am Schaffen. Sie hatte sich Sweet Poison geholt und putzte sein Fell. Als ich kam sah sie kurz von ihrem Pony auf. „ Ich habe mal alle Firmen in der Nähe angerufen und eine Datei erstellt mit den Preisen. Ich glaube es wird um einiges teurer als wir dachten.“, erklärte ich ihr kurz. „Komm doch bitte rein, wenn du hier fertig bist.“, fügte ich schließlich noch hinzu. Ich machte mich wieder an meinem Computer zu schaffen, doch dieses Mal ging es um die Bestellung von Futter und weiteren Vorräten. Dies machte ich meistens ohne Absprache mit Joyce, da es ja sein musste und wir eigentlich immer die gleichen Marken und Mengen bestellten. Ich war gerade fertig mit den Bestellungen als Joy in mein Büro kam. „ Hast du Zeit?“ fragte sie mich und ich nickte zustimmend. Gemeinsam gingen wir alle Unternehmen und Preise durch. Wir waren uns sicher, dass es keinen Sinn machte, den günstigsten Anbieter zu nehmen, wenn dann womöglich gefuscht wurde, aber ebenso wollten wir nicht mehr Geld in die Hand nehmen als nötig war. Wir entschieden uns dafür drei Unternehmen in die engere Auswahl zu nehmen, aber davor nochmal eine Nacht drüber zu schlafen. Nachdem ich mit dem Bürokram für heute soweit fertig war, machte ich Chester fertig. Ich klopfte kurz seinen Hals und putzte ihn danach. Ich wollte ein bisschen mit ihm auf dem Springplatz trainieren, denn er sollte ein bisschen mehr gefördert werden. Ich war wirklich froh einen so ruhigen Hengst in meinem Stall zu haben, denn es war sehr entspannend mal mit einem angenehmeren Pferd arbeiten als mit einem dauergeladenen Hengst. Ich konnte jedoch nicht nur ruhige Pferde haben, das wäre mir viel zu langweilig. Nachdem ich ihn geputzt hatte, sattelte und trenste ich den Fuchs noch und schwang mich dann vor dem Stall auf seinen Rücken. Ich ritt bis zum Platz und ließ danach die Zügel wieder lang. Den Parcours hatte ich bereits aufgebaut bevor ich den Hengst geholt hatte und klopfte seinen Hals. Nachdem ich den Hengst lange genug warmgeritten hatte, begann ich damit erstmal alle drei Gangarten auf dem Platz zu gehen. Schließlich sollte er sich noch ein bisschen lockern und alle Bewegungsabläufe in den Grundgangarten durchgehen bevor wir den Parcours gingen. Schließlich sollte er sich ja nicht irgendwas verziehen, reißen oder überdehnen. Verletzungen waren sehr schnell zugezogen und diese wieder auszukurieren dauert meistens lange. Ich klopfte dem Hengst den Hals und ging danach eine Runde mit ihn den Parcours. Er machte wirklich brav mit. Zog schön auf die Sprünge und nahm meine Hilfen brav an. Genauso half er mir dabei die richtigen Abstände zu finden und ich war wirklich froh, dass er so brav war. Mir kam so ein Pferd nicht nur für das eigene Training mehr als gelegen, sondern auch wenn ich ein Pferd zum Beritt hatte, dessen Besitzer Reitstunden auf einem brav trainierten Pferd wollte. Hier konnte ich auf Chester ohne weitere Probleme zurückgreifen. Bei ihm brauchte ich mir keine Gedanken oder Sorgen machen, dass er mal durchdrehte oder verweigerte, denn eigentlich nahm er die meisten Hindernisse brav, außer man machte grobe Fehler. Ich trainierte noch ein bisschen mit ihm und ließ ihm danach die Zügel lang. Zum Abreiten ging ich eine kleine Schrittrunde mit ihm um die Koppeln. Hierbei durfte er sich einfach ein bisschen entspannen. Ich wollte nicht, dass er direkt nach dem Training wieder einfach weggestellt wurde, sondern noch ein bisschen ruhig mit ihm Zeit verbringen. Ich putzte ihn also in aller Ruhe und brachte ihn danach auf die Weide. Die Pferde standen aktuell nur nachts in den Boxen, hieß sobald es hell wurde durften sie raus und sobald es dunkel wurde mussten sie wieder rein. Hierdurch wurden sie auch gleich abgegrast, da die Tage immer kürzer wurden und sie nicht mehr so viel Gras auf einmal bekamen als noch im Hochsommer. Unsere Pferde durften auch bei schlechtem Wetter oder Schnee nach draußen. Aktuell hatten wir auch das Glück genug Wiesen zu haben, so dass es nicht schlimm war, wenn eine mal matschiger war und trotzdem gefetzt wurde. Schließlich sollten die Pferde trotzdem rennen dürfen und sich bewegen können. Ich war komplett dagegen, dass sie nun in der Box oder auf dem Paddock standen und genauso ging es Joy auch. Nachdem ich ihn auf die Weide gebracht hatte, holte ich San Diago nach drinnen. Ich klopfte seinen Hals und putzte den gefleckten Hengst danach auch. In aller Ruhe holte ich seinen Sattel und die Trense. Ich platzierte ersteres auf dem Rücken des Hengstes mitsamt einer Schabracke und verschnallte dann alles in Ruhe. Kurz klopfte ich ihm nochmal den Hals und zog dabei auch gleich das Halfter vom Kopf des Schecken. Dieses tauschte ich nämlich gegen die zuvor geholte Trense und führte ihn danach nach draußen. Gemeinsam mit dem Hengst lief ich zum Platz und stieg dort auf seinen Rücken. Ich ritt ihn in aller Ruhe warm und nahm danach die Zügel auf. Mit ihm wollte ich ein paar Grundaufgaben durchgehen, einfach damit er auch mal wieder geritten wurde und auch die Grundlagen gefestigt wurden.
    • Friese
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      Friese - 28. März 2019
      Pflegebericht für Chester, San Diago, Brego II, Finn, Nightstorm, Underground, Vision, Spat Split and White, Bellami, Kahlua, Kentucky Bourbon, PFS' Snap Cat, PFS' Norther Dancer, PFS' Stormer's Victory, River's Batida de Coco, Gabriella, Hall of Fame, Cup Cake, Love me Lara, Velvedere, Sweet Poison, Neskur, Staccato

      Wie jeden Tag wollten heute auch die Pferde wieder nach draußen und frische Boxen bekommen. Genau dies und ich übernahmen Joyce und ich nun auch. Als erstes brachten wir alle unsere geliebten Vierbeiner nach draußen und gingen danach wieder in den Stallkomplex. Gemeinsam machten wir alle Boxen sauber und füllten die Heunetze auf. Ebenso wurden bei den Pferden, bei welchen es nötig war die Tröge auf. Nicht jedes unserer Pferde bekam Müsli oder ein anderes Zusatzfutter neben dem Heu. Die Futtermenge und Sorte war genau mit unserem Tierarzt bestimmt worden und Joyce, als gelernte Tierärztin hatte natürlich auch ihre Finger mit im Spiel. Für uns hieß es jedoch statt Ausreiten und Seele baumeln lassen Büroarbeit. Wir hatten in letzter Zeit wieder einiges zu tun. Gemeinsam mit der To-Do-Liste saßen wir im Büro und legten los. Am Abend holten wir die Pferde wieder nach drinnen und kontrollierten nochmal alle Tränken.
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  • Album:
    ~ Gnadenweide ~
    Hochgeladen von:
    Sevannie
    Datum:
    18 März 2018
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    Von Silence Dream
    Von unbekannt Aus der unbekannt

    Aus der Season's Princess
    Von Wingston Aus der Small Fly

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    Rasse: American Saddlebred
    Geburtsdatum: 28.04.2011
    Geschlecht: Hengst
    Stockmaß: 153 cm
    Fellfarbe: Fuchs Schabrackentiger
    Kopfabzeichen: Blesse
    Beinabzeichen: v.l. weiße Fessel, v.r. weiße Fessel, h.l. weiße Fessel, h.r. weiße Fessel

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    Staccato ist ein superlieber und wundervoller Hengst der auch für Kinder etwas wäre, jedoch kann man ihn nicht zum ,Ponyreiten' nutzen bei diesen schönen Gängen. Er ist ein selbstbewusster und freundlicher Hengst, welchem man blind vertrauen kann, sofern du auch sein Vertrauen gewonnen hast. Er kann jedoch auch mal etwas zickiger werden wenn ihm was nicht passt, denn dann setzt er mal seine Meinung durch. Der Hengst legt selten die ülichen Hengstmanieren an den Tag aber hat dafür einen umso größeren Bewegungsdrang!

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    Gekört/Gekrönt: Nein

    Vererbung:
    Farbe: ee Aa ff StySty Lplp
    Charakter: unb.
    Gangarten: unb.

    Nachkommen:
    //

    Besitzer: Sevannie
    VKR/Ersteller: Ally
    Pferdewert: //

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    Springen: E
    Western: E
    Dressur: E
    Military: E
    Distanz: E
    Rennen: E
    Fahren: E
    Gangreiten: S

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    Gewinner des 420. Schönheitswettbewerbes für Gangpferde,
    2. Platz 26. Gangturnier,
    3. Platz 27. Gangturnier,
    2. Platz 30. Gangturnier,
    1. Platz 34. Gangturnier,
    2. Platz 37. Gangturnier,
    2. Platz 39. Gangturnier,
    1. Platz 41. Gangturnier,
    2. Platz 47. Gangturnier


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    Fohlen ABC ✔
    Eingeritten ✔
    Eingefahren X
    Verladefromm ✔
    Schmiedefromm ✔

    Bodenarbeit
    Treiben & Bremsen x | Durchparieren, Antraben/Galoppieren, Anhalten (Kommando) x
    Abstand zum Pferd x | Wenden & Handwechsel x | Auf Komando kommen x

    Freiheitsdressur / Zirzensik
    Rückwärts-weichen x | Liegen x | Sitzen x | Stehen x
    Spanischer Schritt x | Steigen x | Kompliment x

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    Letzter Tierarztbesuch: //
    Letzter Hufschmiedbesuch: //