Friese

Spat Split And White

KWPN I Hengst I 2 Punkte

Spat Split And White
Friese, 10 Juni 2019
Ezi gefällt das.
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      Friese - 06. März 2016
      Heute machte ich mich auf den Weg zu Bunnylein und ihren Hengsten. Wir hatten ausgemacht ich würde mich um die Hengste kümmern, wenn ich meinen neuen Hengst Spat Split And White abholen würde. Ich stieg auf ihrem Hof angekommen aus meinem Auto aus und schaute dann, ob beim Hänger noch alles in Ordnung war. Dies war der Fall und so ging ich zum Stall. Dort würde ich mich erst mal um Bunnys Pferde kümmern und dann nach Spat schauen. Ich holte als erstes Sinister und Swan Lake aus ihren Boxen. Ich brachte die beiden auf die Weide und ging dann wieder in den Stall. Als nächstes waren nun Colorado River und I stole your heart an der Reihe. Ich brachte sie nach draußen und sah noch kurz nach den anderen beiden Hengsten. Sie waren relativ ruhig und so konnte ich beruhigt wieder rein gehen. Als nächstes waren Traum von Amsterdam und Sailer Moon dran. Ihnen folgten noch Prinz und Spat Split and White. Auch mein kleiner Hengst durfte noch ein bisschen laufen vor der langen Hängerfahrt. Ich ging wieder nach drinnen und mistete dann alle Boxen aus. Ich streute die sieben Boxen von Bunnys Pferden wieder ein und reinigte die meines Hengstes genauer. Ich richtete für alle sieben Hengste das Futter her und holte dann wieder Sinister nach drinnen. Ich putzte den schwarzen Hengst gründlich und holte dann seine Sachen zum Longieren. Ich lobte ihn kurz und ging schließlich mit ihm auf den Platz. Dort stand nur eine kurze Arbeit an, während der Hengst aber sehr gut mitmachte. Ich lobte ihn danach und brachte ihn dann in seine Box. Nachdem ich seine Sachen aufgeräumt hatte, holte ich die anderen Hengste von der Weide. Ich hatte leider nicht mehr besonders viel Zeit, da ich sonst erst im Dunkeln ankommen würde und das wollte ich. Ich holte das bereits hergerichtete Futter und gab es ihnen. Dann holte ich Spat noch nach drinnen und klopfte auch seinen Hals. Ich putzte ihn noch ein letztes Mal und ging dann mit ihm zum Hänger. Dort lud ich ihn ein und schaute, ob alles in Ordnung war. Ich verließ den Hänger und schloss ihn. Ein letztes Mal ging ich in den Stall und sah nochmal nach allen Hengsten. Bei ihnen war alles in Ordnung und sie schienen sehr entspannt zu sein. Ich ging aus dem Stall und schloss dann das Tor hinter mir. Ich schrieb Bunny schnell, dass ich nun fuhr und ihre Hengste gemistet und gefüttert hatte. Des Weiteren schrieb ich, dass ich Sinister longiert hatte. Während der Fahrt sah ich sehr oft nach hinten, ob bei meinem Hänger alles in Ordnung war. Nachdem wir am Hof angekommen waren, stieg ich aus dem Auto aus. Ich ging sofort zu Hänger und schaute nach Spat Split and White. Der Hengst sah für die lange Fahrt sehr fit aus. Ich holte ihn aus dem Hänger und lief dann mit ihm zum Stall. Dort klopfte ich nochmal seinen Hals. Ich stellte ihn in seine Box und sah kurz nach meinen Hengsten. Es sollte schließlich auch bei ihnen alles in Ordnung sein. Ich ging ins Haus und machte mir dann noch was zum Essen. Danach ging ich noch schnell duschen und schließlich ins Bett.
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      Friese - 24. Mai 2016
      Heute kam mein neuer Hengst an. Er trug den kraftvollen Namen Nightstorm und laut den Vorbesitzern, war er auch genauso wild. Des Weiteren wurde mir bereits erklärt, dass er relativ ruppig war. Ich selbst hatte den Hengst noch nicht kennenlernen dürfen. Mir wurde nur nach meiner Heimkehr aus Kanada erklärt, dass wir ein neues Pferd bekommen würden. Simon hatte ihn für die Zucht ausgesucht. Ich seufzte leise, während ich die neue Box einstreute und er kam zu mir. „ Was ist denn?“ fragte er dann. Er hatte die Box neben mir gemacht und stand nun hinter mir. „ Nichts“ meinte ich nur knapp und machte dann weiter. Ich hörte wie der Hänger auf den Hof fuhr und in ihm ein Pferd laut wieherte. Das musste er sein. Wir gingen nach draußen und ich begrüßte die vorherigen Besitzer. Ich hatte mit ihnen gestern noch telefoniert und war relativ froh, dass ich sie nun auch persönlich kennenlernen durfte. Gemeinsam luden wir den Hengst aus und ich klopfte den Hals des Hengstes. „ Ein wirklich hübsches Tier hast du dir da ausgesucht“ meinte ich dann zu Simon, welcher kurz lächelte und mir dann den Hengst abnahm. „ Ich könnt jetzt ja noch alles Wichtige klären“ meinte er und fügte hinzu, dass er den Hengst nun auf die Weide bringen würde, damit er die anderen schon mal ein bisschen beschnuppern konnte. Ich ging mit den Besitzern in das Büro, wo wir alles Formale klärten. Dann fuhren sie von unserem Hof und ich ging wieder nach draußen. Dort sah ich den Hengsten beim Kennenlernen zu. Bis jetzt war der einzige, der ordentlich auf die Tube drückte Nightstorm. Er trabte mit aufgerissenen Augen und gestelltem Schweif auf und ab. Mir war eigentlich auch schon klar, dass er der Leithengst meiner vier Anwärter werden würde. Das merkte man schon an seinem Charakter und Chester und Spat Split und White waren dafür einfach zu ruhig. San Diago und er könnten vielleicht ein paar Probleme miteinander haben, aber da hoffte ich einfach auf seine liebevolle Art. Ich ging wieder in den Stall und streute dort die Boxen fertig ein. Dann füllte ich den Hengsten noch ihr Futter auf und ging wieder nach draußen. Für San Diago hieß es nun noch ein bisschen arbeiten. Er durfte im Gelände unter mir arbeiten. Ich klopfte im sanft seinen Hals und fing dann an ihn zu putzen. Simon würde noch ein Auge über die anderen drei draußen haben. Ich holte Sannys Sattelzeug und platzierte es auf ihm. Als ich damit fertig war, ging ich mit ihm nach draußen und stieg dort auf seinen Rücken. Ich ließ die Zügel lange und ritt ihn auf einen unserer Geländewege. Dort ritt ich ihn erst mal ausgiebig warm. Auf einer Stecke trieb ich ihn dann in den Galopp und ließ ihm hierbei die Zügel lange. Der Hengst schoss nur so nach vorne und er schien sich tierisch zu freuen, dass es heute nicht arbeiten sonder fetzen hieß. Ich nahm den Hengst nach einem gewissen Stück wieder zurück und wendete ihn dann ab. Ich ließ ihn auf eine unserer Geländestrecken laufen. Dort sprang ich ihn über ein paar Hindernisse und klopfte dann ausgiebig seinen Hals. Ich ließ ihm auf dem Heimweg die Zügel wirklich länger und dabei ein bisschen abschnauben. Ich gähnte kurz müde, wobei ich genau wusste, dass meine anderen Hengste bald wieder nach drinnen mussten. Ich klopfte seinen Hals ein letztes Mal und stieg dann von seinem Rücken. Wir gingen in den Stall. Dort sattelte und trenste ich ihn ab. Ich klopfte nochmal seinen Hals und brachte ihn in die Box. Ich räumte das Sattelzeug auf und gab ihm dann sein Fressen. Ich ging wieder nach draußen und holte von dort Chester. Ich klopfte auch seinen Hals und brachte ihn dann zu San Diago. Er bekam auch etwas zu fressen und ich ging ein weiteres Mal nach draußen. Von dort holte ich mir Spat Split and White. Auch er durfte nun wieder in seine Box und etwas fressen. Es fehlte nur noch unser kleiner Macho. Dieser machte auf der Weide auch schon wieder ordentlich lärm. Ich holte ihn von dort und brachte ihn dann in seine neue Box. Nervös lief er in dieser auf und ab und schnaubte dann genervt ab. Ich gab ihm sein Fressen und nachdem er damit fertig war, riss er den Kopf wieder hoch und lief wieder gestresst auf und ab. Ich schaute nochmal nach allen Pferden und streckte mich schließlich müde.
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      Friese - 25. August 2016
      „ Beeilt euch. Der Flieger für die ersten Pferde geht bald!“ rief ich total gestresst in den Stall. Dann flog mein Blick wieder nach draußen. Ich ging zum Hänger und kontrollierte dort alles. Gestresst holte ich mein Handy aus der Hosentasche und sah auf die Uhr. Verdammt wir waren zu spät! Ich schaute in einen der zwei großen Trailer. Meine Pferde waren so gut wie verladen und auch bei Joyce sah es sehr gut aus. Heute begann unser Umzug nach Jasmund und wir hatten bereits früh angefangen alles in die Wagen zu packen. Insgesamt würden heute 14 Pferde mit uns die Reise antreten. Nur ein kleiner Teil, aber immerhin ein Anfang. Simon und Tyler würden noch auf Zasas Hof bleiben und die restlichen Kleinigkeiten regeln. Sie hatten den Hof auch noch nicht mal in echt gesehen. Joyce und ich waren über eine Internetanzeige auf ihn gestoßen und sofort überzeugt gewesen. Ein Besuch hatte uns gezeigt, dass er genau das bat was wir für unser Vorhaben brauchen würden. Der große Stallkomplex war auf dem neusten Stand und konnte uns sowohl mit den Paddockboxen als auch mit dem Aktivstall gleich überzeugen. Zudem hatte unser Team weitere Mitarbeiter bekommen. Einer von ihnen war Linus, welcher bereits auf dem Gestüt auf unsere Ankunft wartete. Ihm hatte ich die Anweisung gegeben, dass er bitte bereits den Stuten und Hengstoffenstall herrichten solle und die Boxen für acht Pferde. Des Weiteren hatte er die Aufgabe den Offenstall für die Hengste und Stuten auf Vordermann zu bringen. Hier würden meine Pferde einziehen, welche heute mit uns hergeflogen waren. Joyce und ich setzten uns nun endlich in Richtung Flughafen in Bewegung. Sowohl die Fahrt als auch alles am und um den Flughafen herum verliefen problemlos. Genauso wie der Flug und die Fahrt danach. Meine Augen strahlten als wir auf das Gestüt fuhren. Ich freute mich bereits sehr auf den Umzug und unseren neuen Plan zu verwirklichen. Wir parkten und stiegen dann aus. Linus begrüßte uns gleich freundlich und erzählte uns, dass die Boxen bereits für die Pferde fertig waren und wir nur noch ausladen mussten. Als erstes luden wir Mistery, Veronica und Linara aus dem Hänger. Wir hatten in Deutschland nur einen Hänger mieten müssen, da dieser größer war. Wir brachten die drei Stuten in den Stall. Die Türen zum Paddock waren offen, dass sie sich ein bisschen mehr bewegen und auch umschauen konnten. Ich holte Muemmi aus dem Hänger und übergab sie an Linus. Dieser brachte sie zu den anderen Stuten und kam dann wieder zu uns. Nun fehlten nur noch ihre Hengste und meine Pferde. Ich holte Scottland Yard aus dem Hänger und ging bereits zum Stall vor. Mir folgte Linus mit Cafe Latte und hinter ihm Joy mit Invincible und Belstaff. Wir brachten die vier in den Hengststall und ließen auch sie auf den Paddock. Die Pferde waren im Vergleich zu anderen Umzügen bereits relativ ruhig. Sie hatten es jedoch nun auch in kurzer Zeit sehr oft mitmachen müssen. Wir gingen wieder zum Hänger und holten aus diesem Fallen Godness und Almost Illegal. Fallen übergab ich an Linus und Almost an Joyce. Ich selbst nahm Overo und ging dann mit den beiden anderen zum Offenstall der Hengste. Wir ließen die drei laufen und sie nahmen dies dankend an. Die anderen Pferde dürften später auch noch kurz auf die Weide, aber erst sollten sie sich in ihren neuen Boxen einleben. Der Zugang zum Offenstallpaddock mit Gras beziehungsweise Erde waren noch gesperrt. Sie durften das überdachte Gelände und das geteerte Stück erst mal erkunden. Wir gingen nochmal zu Hänger und ich holte die letzten Pferde aus diesem. Ich übergab Elanor an Linus und Spotted Face an Joyce. Ich selbst nahm Hollywood Undead. Auch sie durften in den abgetrennten Offenstall. Wir luden das Zubehör der mit uns gereisten Pferde aus dem Hänger und dem Auto. Dieses räumten wir in die jeweiligen Spinde der Ställe, in welchem die Pferde eingestellt waren. Ich schaute noch kurz im jeweiligen Stall nach den Ponies und Pferden. „ Bringen wir die anderen jetzt nach draußen?“ fragte mich Joyce mit müder Stimme. Ich nickte kurz und ging dann in den Hauptstall der Stuten. Gemeinsam mit diesen liefen wir zur Weide und ließen sie dann auf dieser laufen. Nachdem wir auch die Hengste auf der Weide hatten, rief uns Linus zum Essen. Er hatte eine kleine Brotzeit hergerichtet und ich war ihm dafür sehr dankbar. Wie wir alle wohnte er auf dem Gestüt und hatte für sich ein bisschen eingekauft und extra für unseren Besuch natürlich auch.

      Der nächste Tag war bereits wieder unser Abreisetag. Schließlich wartete noch einige Arbeit auf dem Hof von Zasa auf uns. Wir wollten ja bald komplett umziehen. Dennoch konnten wir den ganzen Tag mit unseren Pferden verbringen, da der Flug erst abends ging.

      Mit einem lauten Knallen landete ich einen knappen halben Tag später direkt vor Joyce Füßen. Wir waren im Morgengrauen am Hof angekommen und ich wollte in das Haus, welche Zasa uns vieren zur Verfügung gestellt hatte. Unsere werten Freunde waren jedoch so schlau gewesen und hatten die Umzugskartons direkt in den Eingangsbereich gestellt, damit jeder drüberflog der nichts davon wusste. Naja dieser jemand war natürlich ich gewesen. Wer auch große Töne spucken muss von wegen was soll schon passieren wenn wir das Licht nicht an machen oder ich brech mir schon nichts, hatte es eigentlich nicht anders verdient. Wäre Joyce nicht so geschockt und müde gewesen, dann hätte sie wahrscheinlich laut losgelacht. Jetzt war ihre Reaktion jedoch nur ein entsetztes und unterdrücktes Schreien. Wir wollten ja schließlich nicht, dass Tyler und Simon aufwachten. Die beiden mussten heute nochmal richtig mithelfen, da bereits morgen ein weiterer Flug gebucht war. Zwei Mal hieß es nun noch nach Deutschland fliegen. Das letzte Mal jedoch ohne Rückflug. Ich freute mich schon, dennoch würde ich Zasas Gestüt auch vermissen. Die Pferde hatten gerade sich eingelebt und nun mussten wir sie wieder aus dem gewohnten Feld reißen. Doch es würde ihnen auch in Deutschland gefallen. Ich rappelte mich auf und ging dann mit Joyce ins Wohnzimmer. Wir wollten eigentlich nur kurz noch ein bisschen Fernsehen, aber dies ging nach hinten los. Wir schliefen nämlich beide ein und wachten erst wieder auf als die Männer uns weckten. Wir gingen uns schnell duschen und dann ging es auch schon wieder in den Stall. Wir packten die letzten Koffer und richteten den Hänger her. Eigentlich war geplant gewesen, dass wieder ein Teil von meinen Pferden mitkommen sollte und ein Teil von Joyce. Simon und ich hatten jedoch einen Auftrag erhalten und so musste er auf die Bahamas fliegen. Da Tyler sich mit Joyce Pferden besser auskannte, blieben diese nun bei ihm. Für den jetzigen Flug brauchten wir hier drei Hänger und in Deutschland zwei größere. Es handelte sich immerhin um 26 Pferde. Ich holte als erstes die niederländischen Warmblüter aus ihren Boxen und brachte sie mit Hilfe der anderen dreien in den ersten Hänger. Der erste Hänger war damit schon voll und wir konnten die Klappe schließen. Als nächstes würden die Pferde folgen, welche in Deutschland ihren neuen Offenstall beziehen durften. Eins nach dem anderen wurde im Hänger verladen und angebunden. Sie bekamen alle noch Heu und Wasser, genauso wie die Warmblüter vor ihnen. Als letztes folgten die Fohlen und Jungpferde. Wir hatten bei ihnen zum Glück auch nicht weiter Probleme, da sie es gewohnt waren. Das Hängertraining stand bei uns immer wieder auf dem Programm und da auch ein paar von ihnen mit uns schon umgezogen waren. Als alle im Hänger waren fuhren wir los. Simon fuhr den einen Hänger, Joyce den direkt hinter ihm und das Schlusslicht bildete ich. Am Flughafen angekommen verluden wir alle Pferde in die Reiseboxen und checkten dann ein. Simon hatte sich am Gate noch von mir verabschiedet und war nun auf dem Weg zu seinen Flug auf die Bahamas. Der Flug nach Deutschland kam mir dieses Mal viel länger vor und auch die Kontrolle durch den Flughafentierarzt dauerte unfassbar lange. Nachdem alle Pferde als gesund befunden worden waren und ihnen nichts fehlte durften wir sie in die großen Hänger verladen. Wir fuhren schließlich hintereinander zum Hof und nach geraumer Zeit kamen wir auf diesem auch an. Ich begrüßte Linus und fragte, ob alles gut geklappt hatte. Er bejahte dies und meinte dann, dass er sich freute die neuen Pferde kennenzulernen. Wir erklärten ihm kurz die Neuerung und luden dann als erstes die Fohlen aus. Als erstes durften die Stuten in ihren neuen Aktivstall. Als erstes Baghira, Batida de Coco und Easy Going. Die drei waren in ihrem neuen Stall scheinbar sehr zufrieden, denn sie sahen sich bereits fröhlich um. Als nächstes durften Northern Dancer, Cup Cake und Gabriella zu ihnen. Die drei sahen sich auch um und wir ließen sie in Ruhe laufen. Ich holte General’s Coming Home aus dem Hänger und fragte Joyce, ob sie Stromer’s Victory mitnehmen konnte. Sie brachte ihn gemeinsam mit mir in den Aktivstall der Hengste und ließen die zwei laufen. Als nächstes holten wir die Hengste aus dem Hänger, welche zu den Ponies in den Offenstall durften. Ich führte The Circle of Unbroken, Linus Zokni und Joyce hatte ich Hall of Fame übergeben. Die drei kannten die Ponies ja schon ein bisschen trotzdem wollte ich erst mal ein bisschen zuschauen wie sie sich miteinander verstanden. Nachdem ich mir sicher war, dass alles in Ordnung war ging ich wieder zum Hänger. Aus diesem durften als nächstes Gigolo, General Jack und San Diago heraus. Ich übergab wieder zwei meiner Pferde an die anderen beiden und ging mit ihnen zum Offenstall. Die Gruppe würde ganz schön groß werden, aber ich konnte mir vorstellen, dass sie trotzdem gut harmonieren würden. Als nächstes holte ich Galawayn aus dem Hänger. Ich übergab ihn Linus, welcher ihn zur Weide brachte. Ich selbst brachte Face Down in den Offenstall der Stuten. Dieser war noch leerer und würde es auch vorerst bleiben. Als nächstes durften meine Haupttrainingspferde aus dem Hänger raus. Ich holte als erstes Louis, Chester und Spat Split and White nach draußen. Ich übergab sie an Joyce und Linus und holte dann Nightstorm und Underground nach draußen. Ich führte sie selber in den Stall und ließ sie dann in Ruhe ihre neuen Boxen begutachten. Ich hatte Nightstorm und Underground in den vordersten Boxen des KWPN-Hengstabteils untergeberacht und die anderen hinter ihnen. Louis durfte auch mit im KWPN-Abteil stehen, da ich keine weiteren Hannoveraner hatte und er eher von mir als von Joyce geritten wurde. Nun fehlten nur noch die Stuten für den Hauptstall. Hier übergab ich als erstes Bellami an Joyce, dann Kahlua an Linus und ich führte Kentucky Bourbon in ihre Box. Ich klopfte allen drei die Hälse und ließ sie dann nach draußen auf ihre Paddocks. Ich holte die beiden letzten Pferde aus dem Hänger. Hierbei handelte es sich um Royal Kiss und Anouk. Die beiden folgten brav und durften dann auch ihre Boxen beziehen. Sie sahen sich auch sofort wie die anderen drei auf den Paddocks um. Später würden alle noch auf die Weide dürfen. Ich räumte zusammen mit Joyce und Linus den Hänger aus. Das Zubehör wurde in den dazugehörigen Sattelkammern verstaut und ich kontrollierte alles. Bei dem Flug und der Fahrt war zum Glück nichts beschädigt worden. Ich holte meine Kwpn-Hengste zusammen mit Linus wieder aus den Boxen. Joyce bereite in der Zwischenzeit das Abendessen für uns vor. Nun holte ich auch noch die Stuten nach draußen und ließ sie ihre neuen Weiden erkunden. Sie genossen es merkbar, dass sie sich die Beine vertreten durften. Sowohl ich als auch Linus gingen nach drinnen und aßen dann zusammen mit Joyce ihr bereits gekochtes Essen. Ich ging schließlich noch duschen und ging danach mit Linus und Joyce wieder nach draußen. Die beiden waren auch schon duschen gewesen und außer die Pferde noch reinzuholen, waren wir fertig mit unserem heutigen Tag. Ich gab allen meinen Pferden noch etwas zum Fressen und ging dann wieder in mein Zimmer. Es dauerte nicht lange dann schlief ich auch schon tief und fest in meinem Bett. Ich wachte erst wieder am nächsten Morgen auf, als es eigentlich schon wieder abreisen hieß. Ich verabschiedete mich noch von allen meinen Pferden und flog dann gemeinsam mit Joyce wieder auf unseren alten Hof.
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      Bracelet - 31. August 2016
      Diesen Monat sollte es für mich meine Tätigkeit als Pferdetrainer und Ausbilder zu einem wirklich traumhaften Hof führen. Um genau zu sein aufs Sportpferdegestüt Jasmund. Ein paar tage zuvor hatte ich mit der Besitzerin des Gestüts telefoniert, welche mich über meinen Aufgabenbereich informierte. PFS' Stromer's Victory sollte das Fohlen ABC lernen und für den KWPN-Hengst Spat Split And White stand Fahrtraining, Stufe A auf L, auf dem Plan.
      Am Tag meiner Anreise wurde ich freundlich empfangen. Ich bekam einen Schlüssel für das Haupthaus, in welchem ich ein hübsches Zimmer zugeteilt bekommen hatte und durfte mich erstmal ausruhen. Anschließend zog ich mir meine schlichte, schwarzgraue Reithose an und band mir meine Haare zu einem lockeren Pferdeschwanz zusammen. So konnte es losgehen. Die Besitzerin des Anwesens zeigte mir dieses, ihre Pferde, deren Sattelzeug und alles was ich für die kommenden Wochen wissen sollte.
      Nachdem ich mich ganz herzlich bedankt hatte machte ich mich zu aller erst mit dem Dunkelfuchs mit den vier hochweißen Beinen bekannt. Als ich zu ihm kam stand er gerade auf der Koppel. Er bemerkte mich zwar sofort, schenkte mir aber dennoch wenig Beachtung. Interessanter war für ihn das grüne, leckere Zeug unter seinen Hufen, welches er genüsslich und in aller Ruhe ausrupfte. Ich beobachtete ihn dabei ein wenig. Dann schnalzte ich mit der Zunge und näherte mich ihm. ,,Naa Großer?'',fragte ich und rief Spat, wie er liebevoll genannt wurde, während ich den Weidezaun öffnete. Ich ging zu ihm und halfterte den Hengst. Dann nahm ich ihn an den Strick und führte ihn in den Stall, wo ich ihn zwischen den Boxen locker anband und seine Putzbox holte. Ich begann mit dem hellgrünen Gummistriegel. Damit massierte ich gründlich seinen Körper und holte groben Staub und Dreck aus dem Fell. Anschließend bürstete ich diesen mit einer Wurzelbürste und einer speziellen Staubstriegel ab. Er genoss das Ganze und schnaubte sogar immer wieder gelassen ab. Ich schien mir mein vorläufiges Bild gemacht zu haben: Spat schien ein sehr freundliches und ruhiges Pferd zu sein. Zumindest im Umgang außerhalb des Sandplatzes. Unterm Sattel würde ich ihn ja nicht erleben. Aber vor der Kutsche und da war mit einem nervenstarken Pferd schon zu 90% der Sache gewonnen.
      Nachdem ich Spat fertig geputzt hatte begann ich ihm das Geschirr und den Rest des Zubehörs anzulegen und ihn anschließend vor die Kutsche zu spannen. Er kannte den Einspänner bereits - immerhin war er ja schon in der Klasse A erfolgreich gewesen. Ja er hatte, wie mir seine Besitzerin erzählte, sogar schon ein Turnier gewonnen.
      ,,Na dann wollen wir uns das mal ansehen, ne.'',sagte ich freudig und nahm die Zügel korrekt in die Hand. ,,So. Los geht's Spaty.''
      Die kleine Runde, welche ich zuerst im Schritt auf dem Hof drehte, war sehr entspannt und ich war mir darüber klar, dass der Hengst alle meine Signale gut verstand. Zum Fahrsport gehörten mehrere Disziplin. Dressur im Viereck, Geländefahren und Hürden- beziehungsweise Hindernisfahren. Heute arbeitete ich viel mit ihm am Viereck. Hier lernte ich ihm noch feiner zu werden und probte einige Lektionen der L-Fahrdressur. Dies sollte für heute auch gut sein, da es noch sehr anstrengend für den jungen Fuchs war sich auszubalancieren und damit auch die ihm gestellten Aufgaben zu erfüllen. Trotzdem war ich wirklich begeistert von ihm. Er zeigte sich deutlich arbeitswillig und sehr zuverlässig.
      Zur Belohnung bekam er Möhrchen und wurde von Oben bis Unten mit lauwarmen Wasser geduscht, was der Hengst bei dem warmen Wetter absolut genoss.
      Für Spat hieß es nun den Tag auf der Koppel ausklingen lassen. Für mich jedoch ging die Arbeit nun erst wirklich los. Für den bildhübschen Palomino PFS' Stromer's Victory sollte nämlich der Ernst des Lebens beginnen. Nicht ganz, aber dennoch würde nun seine uneingeschränkte Freiheit zu Ende sein. Er musste lernen einen Menschen als Führungsperson zu akzeptieren, dieser blind zu folgen und zu gehorchen. Ganz so tragisch wie es klingt sollte es aber nicht werden. Heute ging es mal ganz langsam los: Halftern stand auf dem Programm.
      Als ich mich Vic näherte bemerkte ich sofort seine großen Kulleräugchen und seine Öhrchen, die sich sofort in meine Richtung spitzten. ,,Wiehü?'',gab der Kleine von sich. Ich grinste und murmelte seinen Namen. Er zeigte sich aufgeschlossen und kam auf mich zu. Sein Ohrenspiel deutete auf ein sehr intelligentes Pferd hin; so sagte man zumindest, dass ein Pferd, das viel mit seinen Ohren machte besonders schlau wäre.
      Vic ließ sich ohne Probleme berühren und ausgiebig mit Streicheleinheiten verwöhnen, was eine gute Basis für das darstellte, was nun folgte: Ich hielt ihm das dunkelblaue Fohlenhalfterchen vors Gesicht, welches seine Besitzerin vor kurzem für ihn gekauft hatte. Er beäugte es neugierig und ließ es sich etwas überziehen. Auch am örper damit abgerieben zu werden war kein Problem. Diesen Vorgang wiederholte ich einige Male. Dann belohnte ich den kleinen Hengst lächelnd und schloss die Arbeit für heute ab.
      Am darauffolgenden Tag ging es am frühen Morgen zu Spat in den Stall. Er hatte soeben sein morgendliches Müsli aufgefressen und wartete nun schon auf eine Aufgabe oder den Gang zur Wiese. Als er mich sah kam er zur Boxentür und ließ sich kraulen. Ich öffnete die Tür und er stupste meine Hosentasche vorsichtig an. Er erinnerte sich daran, wo ich gestern ein Leckerli versteckt hatte. ,,Neein.'',sagte ich grinsend: ,,Jetzt noch nicht mein Hübscher.''
      Erneut putzte ich den Dunkelfuchs ausgiebig. Er war wie gestern auch gelassen und genoss die Prozedur. Beim Hufeauskratzen gab er ganz brav seine Beine und auch mit dem Fliegenspray ließ er sich besprühen ohne herumzuzicken. Dann ging es auch schon wieder an die Fahrausrüstung und zur Kutsche. Ich drehte anschließend eine zehnminütige Schrittrunde im Gelände mit ihm um den Spat aufzuwärmen. Danach durchfuhr ich mit ihm in Trab und Galopp eine kleine Hindernisstrecke. Ich verschärfte den Schwierigkeitsgrad immer mehr, bis wir auf L-Niveau angekommen waren. Er tat sich damit zwar nicht leicht, aber man merkte, dass er großes Potential besaß.
      Nach dem Training versorgte ich Spat und ließ ihn auf der Wiese grasen. Dann ging ich hinüber zum Aktivstall, wo ich meinen kleinen, vierbeinigen Schüler Vic wiedersah. Er kam sofort ein paar Schritte auf mich zu und genoss meine Streicheleinheiten. Dann zog ich ihm sein Halfter immer weiter an bis es tatsächlich schon ganz korrekt lag. Ich zog es ihm anschließend lobend wieder aus und noch dreimal an. Er machte sich wirklich ausgezeichnet.
      Am dritten Tag hieß es für Spat Geländefahrtraining. Dabei ging es draußen über Stock und Stein. Nun konnte der Hengst beweisen, wie nervenstark er tatsächlich war und siehe da: Ich war wirklich begeistert von ihm. Wie auch die Tage zuvor zeigte er sich von seiner besten Seite und arbeitete absolut willig und mit Herz bei der Sache mit. Nach dem anstrengenden Training mit Spat vertiefte ich mit Victory das Halfter anlegen.
      Am darauffolgenden Tag hatte sich Spat einen Ruhetag verdient. Victory wurde zum ertsen Mal geführt. Es dauerte nicht lange, bis er auf Druck nicht mehr mit Gegendruck reagierte sondern nachgab und mir folgte. Der Palomino lernte tatsächlich ausgesprochen schnell. Nach nur einer weiteren Woche ging er wie ein ganz großer neben mir am Strick her, blieb stehen wenn ich stehen blieb und stand am Putzplatz, wenn ich ihn dort anband. Er ließ sich auch mit allen möglichen Sachen abreiben und zeigte sich immer nur freundlich und lernwillig.
      In den restlichen drei Wochen die ich auf dem Sportpferdegestüt verbrachte lernte Vic auch Huf zu geben, sich duschen zu lassen, dass Spays keine bösen Geister sind die ihn beißen wollen und aus einer Wurmkurspritze pürierten Apfel anzunehmen. Ich konnte guten Gewissens sagen, dass er das Fohlen ABC wunderbar beherrschte. Und Spat? Der wurde zu einem ausgezeichneten Fahrpferd, welches sich in der Klasse L nahezu spielte. Seine Begabung schien vor allem im Gelände zu liegen. Da war er vollkommen willig bei der Sache und kämpfte absolut für seinen Fahrer.
      Damit war meine Aufgabe dann auch getan und ich verließ das Gestüt wieder. Was wohl aus den Beiden werden würde? Ich würde sie jedenfalls vermissen. Man schloss Pferdchen ja doch sehr schnell ins Herz.
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      Sevannie & Friese - 24.Oktober 2016
      Umzug Teil II
      „ Beeilt euch. Der Flieger für die ersten Pferde geht bald!“ rief ich total gestresst in den Stall. Dann flog mein Blick wieder nach draußen. Ich ging zum Hänger und kontrollierte dort alles. Gestresst holte ich mein Handy aus der Hosentasche und sah auf die Uhr. Verdammt wir waren zu spät! Ich schaute in einen der zwei großen Trailer. Meine Pferde waren so gut wie verladen und auch bei Joyce sah es sehr gut aus. Heute begann unser Umzug nach Jasmund und wir hatten bereits früh angefangen alles in die Wagen zu packen. Insgesamt würden heute 14 Pferde mit uns die Reise antreten. Nur ein kleiner Teil, aber immerhin ein Anfang. Simon und Tyler würden noch auf Zasas Hof bleiben und die restlichen Kleinigkeiten regeln. Sie hatten den Hof auch noch nicht mal in echt gesehen. Joyce und ich waren über eine Internetanzeige auf ihn gestoßen und sofort überzeugt gewesen. Ein Besuch hatte uns gezeigt, dass er genau das bat was wir für unser Vorhaben brauchen würden. Der große Stallkomplex war auf dem neusten Stand und konnte uns sowohl mit den Paddockboxen als auch mit dem Aktivstall gleich überzeugen. Zudem hatte unser Team weitere Mitarbeiter bekommen. Einer von ihnen war Linus, welcher bereits auf dem Gestüt auf unsere Ankunft wartete. Ihm hatte ich die Anweisung gegeben, dass er bitte bereits den Stuten und Hengstoffenstall herrichten solle und die Boxen für acht Pferde. Des Weiteren hatte er die Aufgabe den Offenstall für die Hengste und Stuten auf Vordermann zu bringen. Hier würden meine Pferde einziehen, welche heute mit uns hergeflogen waren. Joyce und ich setzten uns nun endlich in Richtung Flughafen in Bewegung. Sowohl die Fahrt als auch alles am und um den Flughafen herum verliefen problemlos. Genauso wie der Flug und die Fahrt danach. Meine Augen strahlten als wir auf das Gestüt fuhren. Ich freute mich bereits sehr auf den Umzug und unseren neuen Plan zu verwirklichen. Wir parkten und stiegen dann aus. Linus begrüßte uns gleich freundlich und erzählte uns, dass die Boxen bereits für die Pferde fertig waren und wir nur noch ausladen mussten. Als erstes luden wir Mistery, Veronica und Linara aus dem Hänger. Wir hatten in Deutschland nur einen Hänger mieten müssen, da dieser größer war. Wir brachten die drei Stuten in den Stall. Die Türen zum Paddock waren offen, dass sie sich ein bisschen mehr bewegen und auch umschauen konnten. Ich holte Muemmi aus dem Hänger und übergab sie an Linus. Dieser brachte sie zu den anderen Stuten und kam dann wieder zu uns. Nun fehlten nur noch ihre Hengste und meine Pferde. Ich holte Scottland Yard aus dem Hänger und ging bereits zum Stall vor. Mir folgte Linus mit Cafe Latte und hinter ihm Joy mit Invincible und Belstaff. Wir brachten die vier in den Hengststall und ließen auch sie auf den Paddock. Die Pferde waren im Vergleich zu anderen Umzügen bereits relativ ruhig. Sie hatten es jedoch nun auch in kurzer Zeit sehr oft mitmachen müssen. Wir gingen wieder zum Hänger und holten aus diesem Fallen Godness und Almost Illegal. Fallen übergab ich an Linus und Almost an Joyce. Ich selbst nahm Overo und ging dann mit den beiden anderen zum Offenstall der Hengste. Wir ließen die drei laufen und sie nahmen dies dankend an. Die anderen Pferde dürften später auch noch kurz auf die Weide, aber erst sollten sie sich in ihren neuen Boxen einleben. Der Zugang zum Offenstallpaddock mit Gras beziehungsweise Erde waren noch gesperrt. Sie durften das überdachte Gelände und das geteerte Stück erst mal erkunden. Wir gingen nochmal zu Hänger und ich holte die letzten Pferde aus diesem. Ich übergab Elanor an Linus und Spotted Face an Joyce. Ich selbst nahm Hollywood Undead. Auch sie durften in den abgetrennten Offenstall. Wir luden das Zubehör der mit uns gereisten Pferde aus dem Hänger und dem Auto. Dieses räumten wir in die jeweiligen Spinde der Ställe, in welchem die Pferde eingestellt waren. Ich schaute noch kurz im jeweiligen Stall nach den Ponies und Pferden. „ Bringen wir die anderen jetzt nach draußen?“ fragte mich Joyce mit müder Stimme. Ich nickte kurz und ging dann in den Hauptstall der Stuten. Gemeinsam mit diesen liefen wir zur Weide und ließen sie dann auf dieser laufen. Nachdem wir auch die Hengste auf der Weide hatten, rief uns Linus zum Essen. Er hatte eine kleine Brotzeit hergerichtet und ich war ihm dafür sehr dankbar. Wie wir alle wohnte er auf dem Gestüt und hatte für sich ein bisschen eingekauft und extra für unseren Besuch natürlich auch.
      Der nächste Tag war bereits wieder unser Abreisetag. Schließlich wartete noch einige Arbeit auf dem Hof von Zasa auf uns. Wir wollten ja bald komplett umziehen. Dennoch konnten wir den ganzen Tag mit unseren Pferden verbringen, da der Flug erst abends ging.
      Mit einem lauten Knallen landete ich einen knappen halben Tag später direkt vor Joyce Füßen. Wir waren im Morgengrauen am Hof angekommen und ich wollte in das Haus, welche Zasa uns vieren zur Verfügung gestellt hatte. Unsere werten Freunde waren jedoch so schlau gewesen und hatten die Umzugskartons direkt in den Eingangsbereich gestellt, damit jeder drüberflog der nichts davon wusste. Naja dieser jemand war natürlich ich gewesen. Wer auch große Töne spucken muss von wegen was soll schon passieren wenn wir das Licht nicht an machen oder ich brech mir schon nichts, hatte es eigentlich nicht anders verdient. Wäre Joyce nicht so geschockt und müde gewesen, dann hätte sie wahrscheinlich laut losgelacht. Jetzt war ihre Reaktion jedoch nur ein entsetztes und unterdrücktes Schreien. Wir wollten ja schließlich nicht, dass Tyler und Simon aufwachten. Die beiden mussten heute nochmal richtig mithelfen, da bereits morgen ein weiterer Flug gebucht war. Zwei Mal hieß es nun noch nach Deutschland fliegen. Das letzte Mal jedoch ohne Rückflug. Ich freute mich schon, dennoch würde ich Zasas Gestüt auch vermissen. Die Pferde hatten gerade sich eingelebt und nun mussten wir sie wieder aus dem gewohnten Feld reißen. Doch es würde ihnen auch in Deutschland gefallen. Ich rappelte mich auf und ging dann mit Joyce ins Wohnzimmer. Wir wollten eigentlich nur kurz noch ein bisschen Fernsehen, aber dies ging nach hinten los. Wir schliefen nämlich beide ein und wachten erst wieder auf als die Männer uns weckten. Wir gingen uns schnell duschen und dann ging es auch schon wieder in den Stall. Wir packten die letzten Koffer und richteten den Hänger her. Eigentlich war geplant gewesen, dass wieder ein Teil von meinen Pferden mitkommen sollte und ein Teil von Joyce. Simon und ich hatten jedoch einen Auftrag erhalten und so musste er auf die Bahamas fliegen. Da Tyler sich mit Joyce Pferden besser auskannte, blieben diese nun bei ihm. Für den jetzigen Flug brauchten wir hier drei Hänger und in Deutschland zwei größere. Es handelte sich immerhin um 26 Pferde. Ich holte als erstes die niederländischen Warmblüter aus ihren Boxen und brachte sie mit Hilfe der anderen dreien in den ersten Hänger. Der erste Hänger war damit schon voll und wir konnten die Klappe schließen. Als nächstes würden die Pferde folgen, welche in Deutschland ihren neuen Offenstall beziehen durften. Eins nach dem anderen wurde im Hänger verladen und angebunden. Sie bekamen alle noch Heu und Wasser, genauso wie die Warmblüter vor ihnen. Als letztes folgten die Fohlen und Jungpferde. Wir hatten bei ihnen zum Glück auch nicht weiter Probleme, da sie es gewohnt waren. Das Hängertraining stand bei uns immer wieder auf dem Programm und da auch ein paar von ihnen mit uns schon umgezogen waren. Als alle im Hänger waren fuhren wir los. Simon fuhr den einen Hänger, Joyce den direkt hinter ihm und das Schlusslicht bildete ich. Am Flughafen angekommen verluden wir alle Pferde in die Reiseboxen und checkten dann ein. Simon hatte sich am Gate noch von mir verabschiedet und war nun auf dem Weg zu seinen Flug auf die Bahamas. Der Flug nach Deutschland kam mir dieses Mal viel länger vor und auch die Kontrolle durch den Flughafentierarzt dauerte unfassbar lange. Nachdem alle Pferde als gesund befunden worden waren und ihnen nichts fehlte durften wir sie in die großen Hänger verladen. Wir fuhren schließlich hintereinander zum Hof und nach geraumer Zeit kamen wir auf diesem auch an. Ich begrüßte Linus und fragte, ob alles gut geklappt hatte. Er bejahte dies und meinte dann, dass er sich freute die neuen Pferde kennenzulernen. Wir erklärten ihm kurz die Neuerung und luden dann als erstes die Fohlen aus. Als erstes durften die Stuten in ihren neuen Aktivstall. Als erstes Baghira, Batida de Coco und Easy Going. Die drei waren in ihrem neuen Stall scheinbar sehr zufrieden, denn sie sahen sich bereits fröhlich um. Als nächstes durften Northern Dancer, Cup Cake und Gabriella zu ihnen. Die drei sahen sich auch um und wir ließen sie in Ruhe laufen. Ich holte General’s Coming Home aus dem Hänger und fragte Joyce, ob sie Stromer’s Victory mitnehmen konnte. Sie brachte ihn gemeinsam mit mir in den Aktivstall der Hengste und ließen die zwei laufen. Als nächstes holten wir die Hengste aus dem Hänger, welche zu den Ponies in den Offenstall durften. Ich führte The Circle of Unbroken, Linus Zokni und Joyce hatte ich Hall of Fame übergeben. Die drei kannten die Ponies ja schon ein bisschen trotzdem wollte ich erst mal ein bisschen zuschauen wie sie sich miteinander verstanden. Nachdem ich mir sicher war, dass alles in Ordnung war ging ich wieder zum Hänger. Aus diesem durften als nächstes Gigolo, General Jack und San Diago heraus. Ich übergab wieder zwei meiner Pferde an die anderen beiden und ging mit ihnen zum Offenstall. Die Gruppe würde ganz schön groß werden, aber ich konnte mir vorstellen, dass sie trotzdem gut harmonieren würden. Als nächstes holte ich Galawayn aus dem Hänger. Ich übergab ihn Linus, welcher ihn zur Weide brachte. Ich selbst brachte Face Down in den Offenstall der Stuten. Dieser war noch leerer und würde es auch vorerst bleiben. Als nächstes durften meine Haupttrainingspferde aus dem Hänger raus. Ich holte als erstes Louis, Chester und Spat Split and White nach draußen. Ich übergab sie an Joyce und Linus und holte dann Nightstorm und Underground nach draußen. Ich führte sie selber in den Stall und ließ sie dann in Ruhe ihre neuen Boxen begutachten. Ich hatte Nightstorm und Underground in den vordersten Boxen des KWPN-Hengstabteils untergeberacht und die anderen hinter ihnen. Louis durfte auch mit im KWPN-Abteil stehen, da ich keine weiteren Hannoveraner hatte und er eher von mir als von Joyce geritten wurde. Nun fehlten nur noch die Stuten für den Hauptstall. Hier übergab ich als erstes Bellami an Joyce, dann Kahlua an Linus und ich führte Kentucky Bourbon in ihre Box. Ich klopfte allen drei die Hälse und ließ sie dann nach draußen auf ihre Paddocks. Ich holte die beiden letzten Pferde aus dem Hänger. Hierbei handelte es sich um Royal Kiss und Anouk. Die beiden folgten brav und durften dann auch ihre Boxen beziehen. Sie sahen sich auch sofort wie die anderen drei auf den Paddocks um. Später würden alle noch auf die Weide dürfen. Ich räumte zusammen mit Joyce und Linus den Hänger aus. Das Zubehör wurde in den dazugehörigen Sattelkammern verstaut und ich kontrollierte alles. Bei dem Flug und der Fahrt war zum Glück nichts beschädigt worden. Ich holte meine Kwpn-Hengste zusammen mit Linus wieder aus den Boxen. Joyce bereite in der Zwischenzeit das Abendessen für uns vor. Nun holte ich auch noch die Stuten nach draußen und ließ sie ihre neuen Weiden erkunden. Sie genossen es merkbar, dass sie sich die Beine vertreten durften. Sowohl ich als auch Linus gingen nach drinnen und aßen dann zusammen mit Joyce ihr bereits gekochtes Essen. Ich ging schließlich noch duschen und ging danach mit Linus und Joyce wieder nach draußen. Die beiden waren auch schon duschen gewesen und außer die Pferde noch reinzuholen, waren wir fertig mit unserem heutigen Tag. Ich gab allen meinen Pferden noch etwas zum Fressen und ging dann wieder in mein Zimmer. Es dauerte nicht lange dann schlief ich auch schon tief und fest in meinem Bett. Ich wachte erst wieder am nächsten Morgen auf, als es eigentlich schon wieder abreisen hieß. Ich verabschiedete mich noch von allen meinen Pferden und flog dann gemeinsam mit Joyce wieder auf unseren alten Hof.

      __________
      Auf dem alten Hof angekommen, überkamen mich einige Erinnerungen. Vor einigen Wochen erst hatte ich den Sturz mit Get a Movie gehabt. Uns beiden ging es gut, doch seither war da etwas die Bindung angeknackst, nur konnte ich nicht sagen an wem es wirklich gelegen hatte, dass wir gestürtzt waren. Der Scheckhengst war beim Springen immer aufmerksam, auch im Gelände brachte ihn nichts aus der Ruhe. Anscheinend waren wir beide etwas Unaufmerksam gewesen, daher hatte ich mich derzeit an der Bodenarbeit mit ihm versucht, doch halfen tat es nicht wirklich. Vielleicht brachte ja der neue Umzug dann wieder ein neues Umfeld und neue Begebenheiten mit sich, so das dies auch wieder was wird. Ich holte den Hengst in den frühen Morgenstunden aus seiner Box, ich hatte mal wieder nicht wirklich schlafen können und daher machte ich mich daran, ihn zu putzen und seine Transportausrüstung ihm anzulegen. Nachdem ich mit Get a Movie fertig war, torkelte auch Elena schlaftrunken in den Stalltrakt des alten Hofes. ,,Guten Morgen.'',murmelte sie und musterte mich mit meinem Hengst. ,,Morgen.'',murmelte ich leise und streichelte über die Scheckung am Halse von dem Hannoveraner. ,,Get ist feritg.'',murmelte ich und sie nickte nur. Kurz musterte ich erneut seine Beine, welche keine Blessuren aufwiesen, nein es war eindeutig nur ein seelischer Knacks - bei uns beiden. Er hatte zwar einige Tage gelahmt und ich hatte einige böse Hämatome, doch nichts gebrochen oder geprellt. Nur ich hatte wie ein Schlosshund geweint, weil mir es für meinen Hengst so leid tat. Ich führte ihn zum LKW, welcher wiedereinmal der Transporter darstellte. In diesem hatte ich Heu und Wasser für die Fahrt bereitgestellt, wie es eben üblich war. Zuerst kam Get rein, danach folgte Clouds Angel, welcher von Elena fertig gemacht worden war. Tyler brachte währenddessen die ganze Ausrüstung der Pferde in den Hänger, sowie das Auto. Er fuhr extra, da wir mit einem Schwung gleich alle Hengste rüber schaffen wollten. Wir verluden nach Cloud noch Cinnemont's Accento, Schwachkopf, Admiral's Wings, For Pleasure und Antaris. Damit waren die meisten schon einmal drin. Wir legten eine kurze Kaffeepause ein, ehe es weiter ging. Zum Glück waren meine Hengste diesen 'Stress' gewohnt und fühlten sich in dem geräumigen LKW sehr wohl, wie es mir schien. Irgendwelche Probleme untereinander gab es ja auch nicht, da alle zusammen auf der Koppel standen und sich kannten. Nach der kleinen Pause ging es dann weiter mit Starmen, Burnin' Awake and Lifeless, Kaltenbach's Ostwind, Karthago, Hero of Heaven und Ramires. Damit waren alle meine Hengst verladen und ich half Tyler noch mit dem restlichen Equipment. Als alles, aber auch wirklich alles, der Hengste verstaut war, ging es dann endlich los auf dem Weg zum Flughafen.
      ...
      Der Flug kam mir immer länger vor, umso öfters wir diesen tätigten. Das Schlimme war ja wir hatten noch zwei bis drei Flüge vor uns. Ich hatte etwas Bange vor den nächsten Flügen, vor allem vor dem mit den Kleinen.. Immer wieder biss ich mir nervös auf die Unterlippe, wenn ich über solche Sachen nach dachte, ehe dann auch schon die Landung angesagt wurde. Kurz sprang mein Herz etwas höher und ich schnallte mich wieder an, Elena schlief tief und fest, so tat ich dies für sie und weckte sie sanft. ,,Wir landen gleich.'',murmelte ich und schmunzelte bedenklich, ehe sie dieses Schmunzeln erwiderte.
      Nach gut vier Stunden kamen wir mit zwei LKW's auf dem Hof an. Wie immer brauchten wir hier mehr Hänger, als ind er alten Heimat, aber das war ja alles kein Problem. Wir ließen nicht viel Zeit vergehen und luden die Pferde aus, sie durften sofort auf die Weide und sich dort etwas die Beine vertreten, nach und nach wurden die Hänger leerer und die Weiden füllten sich wieder mit Leben, da die Hengste auch hier und dort mal buckelten vor Freude. Schmunzelnd betrachtete ich das ganze, doch war bei Gedanken immer noch bei Get und dem Unfall, sowie bei dem Umzug der Fohlen. ,,Alles in Ordnung?'',murmelte Elena, welche neben mir stande und ich nickte nur kurz. ,,Ja klar.'',murmelte ich und drehte mich um zum Stalltrakt und lief auf diesen zu. Linus hatte auch hier alles vorbereitet und die Boxen waren startklar für die Hengste. Hoffentlich war der Umzug schnell gemeistert und ich fand dann eventuell mehr Schlaf. Es dauerte nicht lange und der Abend brach an, so holten wir die Pferde, welche bis jetzt schon auf dem Hof waren, in ihre Boxen rein und gaben ihnen ihr Futter. ,,Ich hab noch Essen von heute Mittag, für euch beide.'',meinte Linus mit einem Lächeln und ich winkte dankend ab. ,,Ich dusche und lege mich ins Bett. Ich hab keinen Hunger.'',murmelte ich und schmunzelte kurz, ehe ich dann auch schon meinen Plan in die Tat umsetzte. Als ich im Bett lag hörte ich Elena und Linus noch reden, ehe ich dann die Augen schloss und versuchte zu schlafen.
      ...
      Der nächste Morgen war wieder einmal mit Hektik geplant, denn seitdem ich diese Schlafstörungen hatte, verschlief ich kontinuirlich.. Elena hatte mich kurz vor knapp geweckt, so war ich noch schnell ins Badezimmer gehüpft und stand nun mehr als verschlafen neben ihr am Flughafen, darauf wartend, dass wir endlich in das Flugzeug konnten. Auch diesen Flug fand ich erneut keinen Schlaf, Elena hingegen schon. Heute Abend noch würde der nächste Flieger gehen, so hofften wir das Zuhause alles bereits geklappt hat und Tyler und Simon klar kamen, denn viel Zeit blieb nicht. Wir kamen nur kurz auf den Hof, halfen noch die restlichen Pferde in den Hänger zu laden, ehe es dann wieder los ging. Mit Tyler hatte ich heute kein Wort gewechselt, auch wenn er es versucht hatte. Mein Fokus lag zur Zeit einzig und alleine auf meinen Pferden, das sie alle ohne Probleme in Deutschland ankamen und und und.. Mein Kopf war voll und der Stress für mich viel zu Groß. Ebenso die Zukunftsängste die mich zur Zeit etwas plagten.. - Wie lief das Geschäft in Deutschland als Tierarzt? Wie würde die Zucht laufen und der Verkauf der Fohlen? Würde es diesmal der letzte Hof sein den wir beziehen würden? Fragen um Fragen und keiner konnte mir Antwort geben. Da blieb eben die Zeit mit Tyler auf der Strecke, aber wir waren ja auch nicht zusammen oder so was, auch wenn Elena desöfteren nachgehakt hatte. Kurz lächelte ich, als ich daran dachte wie sie immer und immer wieder nachstocherte. Ich blickte auf die Hänger, insgesamt waren es 16 Pferde die nun die Reise antraten. In dem einem Hänger befanden sich die Stuten; Irritable, Gameover, Shiny Sunlight, Royal Rubina, Millenium GC, Epona, Golden Wonder, Lotte Buff und Alice Cullen. Im anderen Hänger meine kleinen Schützlinge, welche ich aus verschiedenen Gründen bei mir aufgenommen hatte; Velvedere, Staccato, Klein aber Oho, Calero, Neskur, Wild Reflex und Massacre Boy. Damit war der heutige Umzug dieser Pferde vorbei, morgen gäbe es erneut einen solchen Stress mit den Fohlen und in drei Tagen kämen dann noch die Kaltblüter und die zwei Welsh-Ponies. Tief atemte ich ein und aus und blickte kurz zu Tyler, Simon und Elena, welche etwas abseits standen und redeten. Vielleicht über mich? Ich blickte auf die Uhr und seufze auf. ,,Elena wir müssen.'',rief ich zu der kleinen Gruppe und Tyler nickte Elena zu, ehe er auf mich zu kam. Kurz schenkte er mir ein Lächeln, ehe er in den einen LKW einstieg. ,,Ty, was machst du da?'',fragte ich nach und lief zum Führerhaus. ,,Ich komme mit dir. Elena wollte sich mit Simon hier um die Pferde kümmern, um deine Fohlen etc.'',murmelte er und ich blickte zu Elena welche mich herzlichst anlächelte und winkte. Kurz verengten sich meine Augen, ehe ich diese Entscheidung akzeptierte, immerhin kannte sich mich zu gut und sie kannte vor allem meine Fohlen auch am Besten. Ich nickte kurz und lief zum anderen LKW, Ty fuhr vor und ich hinter her.
      ...
      Mitten in der Nacht kamen wir auf dem neuen Hof an, wir ließen die Pferde natürlich nicht auf die Weide, sondern führten sie in ihre neuen Boxen. Während des Flugs hatte Tyler das Gespräch gesucht, doch ich blieb ruhig und hatte dann so getan als würde ich schlafen. Ich wollte erst einmal den Umzug hinter mich bringen, ehe er mich vollprabbeln konnte. Als die Stuten und auch die 'Privatpferde' in ihren Boxen waren, bekamen sie noch etwas Kraftfutter und durften dann auch ihre Ruhe genießen. ,,Ein anstrengender Tag.'',murmelte ich leise und blickte kurz zu Tyler, bevor ich dann zum Haupthaus lief. Er ergriff sanft meine Hand und zog mich mit. ,,Was hast du denn vor? Wir müssen schlafen, morgen früh geht es früh los und..'' - ,,- pscht!'',murrte er kurz, dennoch sanft und zog mich in eine Box. ,,Wir werden schlafen, aber nicht in einem normalen Bett.'',grinste er keck und ich schüttelte den Kopf. ,,Für sowas haben wir keine Zeit, Ty. Wir sind mitten im Umzug, was ist wenn wir verschlafen oder sonst was?'',murmelte ich fraglich und blickte mich in der Box um. Es waren Decken bereitgelegt und auch einige Strohballen. Süß war es schon, aber für so etwas hatten wir definitv keine Zeit, eigentlich. ,,Ich will doch nur das es dir gut geht.'',murmelte er und setzte sich auf die Strohballen, ehe er mich zu sich zog. Unwillkürlich landete ich auf seinem Schoß, atmete tief ein und aus und schüttelte etwas den Kopf.. ,,Tyler, ich hab zuviel im Kopf ich will doch einfach nur..'' - ,,-Entspannen.'',beendet er meinen Satz und strich mir eine Haarsträhne hinter mein Ohr. ,,Aber nicht so! Ich will den...'' - ,,Umzug hinter dich bringen und das alles wieder normal läuft, in deiner gewohnten Rutine.'',beendet er erneut meinen Satz und ich blickte ihn leicht verärgert an. Er legte sich gegen die Wand zurück und zog mich weiter an seine Brust. Kurz schloss ich die Augen und vergaß alles um mich herum. Ein leichtes Schmunzeln legte sich auf meine Lippen und ich vergaß den leichten Ärger über Tyler, genoss einfach die Ruhe, das Kauen der Pferde im Hintergrund, bevor ich dann tatsächlich einschlief.
      ...
      Mein Handy weckte mich mit einem lauten, schrillen Ton, welchen ich seit neustem als Wecker hatte. Ich schrak auf und blickte mich in der Box um. Die Decke über mich gewunden und es roch seltsamer weiße nach Kaffee im Stall. Ebenso hörte ich die Pferde immer noch kauen. Oder wieder? Ich rieb mir verschlafen die Augen und stand auf. Was ein Tag, oder eher eine Nacht.. Ich stand auf und blickte mich um, Tyler kam gerade mit einer Tasse Kaffee in die Box gelaufen und einem Teller mit zwei belegten Brötchen darauf. ,,Guten Morgen.'',lächelte er und übergab mir das Frühstück, ehe ich mich wieder setzte und einen Schluck vom Kaffee nahm. ,,Morgen und Danke.'',schmunzelte ich herzhaft und blickte ihn an. ,,Gut geschlafen?'',fragte er nach und ich nickte, als ich gerade in das Brötchen hinein biss. ,,Ja! Und wie.'',murmelte ich mit halbvollen Mund und er lächelte, ehe er sich wieder weg machte. Ich frühstückte zu Ende und folgte ihm dann. Kurz blickte ich mich im neuen Stalltrakt um, ehe ich auf die Uhr schaute. Es war noch einiges an Zeit übrig. So machte ich mich auf den Weg in das Haupthaus und machte mich in das Badezimmer. Nach gut einer halben Stunde war ich dann auch wieder fertig für den Tag und machte mich runter zu den LKW's. Tyler stand startklar am Hof und ich musterte ihn kurz. ,,Danke.'',murmelte ich leise, als ich vor ihm stand und er nickte. ,,Nicht dafür.'',murmelte er ebenso leise und ich umarmte ihn. So machten wir uns wieder auf den Weg zum alten Hof..
      ...
      ,,Das ständige Pendel geht mir langsam auf die Nerven, zum Glück ist es das letzte mal!'',murrte ich mittlerweile etwas sauer und blickte auf den kleinen Bildschirm im Flugzeug. Die Fohlen hatten wir gestern rüber gebracht und sie hatten es alles gut überstanden. Ich hatte mir nämlich bei ihnen gestern die Zeit genommen und hab sie abends beim reinholen noch durchgecheckt. Ich hatte bei ihnen am meisten Sorge, dass es irgendwie nicht gut laufen würde. Elena war seitdem auf dem neuen Hof geblieben und ich war gerade auf der letzten Reise zum neuen Hof mit Tyler an meiner Seite. Im Gepäck waren die letzten dreiundzwanzig Pferde. Die Kaltblüter und die beiden Welsh-Ponies. Damit wäre der Umzug erledigt, da wir jeden Tag auch immer wieder Umzugskartons geschleppt hatten, waren unser Hab und Gut, abgesehen von den Pferden, auch alles auf dem neuen Hof. ,,Danach haben wir es endlich geschafft.'',murmelte Tyler leise und streichelte mir mit seinem Daumen über meine Hand, ehe er seine wieder entfernte und sich durch die kurzen Haare griff. Kurz blickte ich auf dem Fenster, ehe ein letztes Mal das signal ertönte man solle sich anschnallen. Tyler und ich taten dies auch sofort, ehe die Ansage ertönte das wir gleich landeten. Nach mehreren Stunden war dann auch alles geregelt und wir konnten endlich los fahren. Auf dem Hof angekommen luden wir erneut die Pferde nach und nach aus. Tyler übernahm Amaretto und Winter's End. Ich nahm mir Hermann, Elena nahm Götterdämmerung, Simon nahm Battle Scars und Linus übernahm King of Night. Somit war der erste Hänger fast leer. Die Kaltblüterhengste kamen auf eine extra Weide und buckelte sich dort for Freude erst einmal aus. Die zwei Welsh- Ponies kamen zu den anderen 'Privatpferden' - zu der Hengstkoppel derer. Die nächsten sechs Pferde wurden aus dem ersten Hänger entladen; A Brave Hearts Freedom, Time to go, Darling, Sharon IV, Geoffrey's Brother, Hope in Despair und Arikado. Auch die sechs Hengste wurden auf ihre Weide gebracht, ehe ich zu der Fohlenweide hinüber blickte, auf welcher sich meine Fohlen und die von Elena freudig austobten. Sie dürften die ersten Tage noch die Ruhe genießen, da wir sonst auch erst einmal alles einrichten mussten und einiges an Papierkram zu erledigen hatten. Mit Amaretto und Winter's End brachten wir auch die letzten beiden Pferde aus dem ersten Hänger, welche nun entgültig leer war. Es stand der letzte Hänger an, der mit meinen Kaltblüterstuten. Die ersten die auf die Weide gebracht wurden, waren: Wolkentraum, Golden Gate, Augenblick, Ch's De la Luna, Winter Cloud und Hermelin Jaela. Auch die Stuten preschten erst eine Runde im Galopp über die Weide, machten jedoch auch Halt an den verteilten Heustationen. Noch hatten wir keine Raufen, daher war das Heu lose auf dem Boden verteilt. Es war wie gesagt noch alles eher Roh hier, doch auch bald wären solche Kleinigkeiten Geschichte. Die letzten fünf Stuten, welche da waren Roxy, Grey Love, Walking to the Moonlight, Calacirya und unser Neuzugang und das passende Gegenstück zu Hermann -> Hannelore. Auch diese fünf Stuten preschten erneut im Galopp los, ehe sie auch Halt machten an den Heustationen. Schmunzelnd betrachtete ich das Schauspiel und legte dann das Halfter von Hannelore weg. Tief atmete ich ein und wieder aus, schloss die Augen und lächelte kurz. Es war endlich geschafft, alle Pferde waren nun hier in Deutschland auf dem neuen Gestüt! Innerlich kam ein kleiner Siegesschrei und natürlich ganz viel Freude, doch ich bewahrte die Ruhe und machte mich zur Fohlenweide. Über diese tobten in kleinen Grüppchen verteilt unter anderem meine fünfzehn Sprösslinge, welche auch teilweise bald auf die Weide der Großen kamen. Karl, Gino und Tomenko hielten sich etwas Abseits von dem Getümmel und herum Gebuckel der anderen. Sie fraßen lieber gemütlich ihr Heu. Saevita, Soulmate's Death, Bajau und Torte bildeten die erste Gruppe und fegten im Galopp über die ellenlange Weide. Mir fiel immernoch ein Stein vom Herzen, wenn ich dran dachte, dass es meinen Kleinen so gut ging und sie so unbeschwert ihre Fohlenzeit genossen. Rando, Be my Sunshine, Pancake Killer, Ramazotti Amaro und Dark sweet Temptation waren die zweite Gruppe und rangelten sich unter einander etwas, während Krisu, Quintessa und Millenium's Pride eher wie zwei verliebte Stutfohlen auf die jungen Hengste vom anderen Zaunende rüber blickten. Auch im Fohlenalter waren die Geschlechter getrennt. Elena kam neben mich getreten und blickte auf ebenfalls auf die Fohlen. ,,Wir haben es wieder einmal geschafft.'',lächelte sie und blickte mich dann an. Schmunzelnd nickte ich und sah dann auch zu ihr. ,,Wieder einmal und hoffentlich auch das letzte Mal, hoffentlich ist das nun der Hof, von dem wir sagen können, dass er für immer unser ist.'',murmelte ich nachdenklich und sie zwickte mich kurz in die Seite. ,,Jetzt hör auf so zu denken!'',grinste sie keck und lief dann zu Simon, Linus und Tyler, welche vor dem Stalltrakt standen.
      Hör auf.. hallten ihre Worte mit sanfter Stimme in meinem Kopf nach und ich blickte auf die Viere. Kurz biss ich mir auf die Unterlippe, ehe ich wieder auf die Fohlen blickte, von den ganzen Gedanken und Ängsten der letzten Tage gefesselt. Gefesselt von dem Moment, wo ich auch entfliehen konnte, als mir Tyler in dieser nicht ganz so einfachen Zeit geholfen hat.. Lächelnd machte ich auf dem Absatz kehrt und lief zu den Vieren. ,,Wo ist der Sekt? Ich glaube wir haben was zum Anstoßen!'',grinste ich freudig und biss mir erneut auf die Unterlippe. Elena wackelte mit beiden Flaschen in den Händen vor meine Nase herum. ,,Hier!'',grinste sie ebenfalls so froh und munter wie ich, ehe die Korken knallten und wir uns einige Gartenstühle schnappten und uns vor den Stalltrakt setzten. Ein gelungener Umzug musste natürlich auch etwas gefeiert werden.

      [29417 Zeichen by Sevannie & Friese]
    • Friese
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      Friese - 09. Februar 2017
      Mein Weg führte mich heute in den Stall zu meinen zukünftigen Zuchtpferden. Ich hatte endlich mal wieder richtig Zeit und konnte mich so um alle meine Pferde kümmern. Zu mindestens konnte ich es endlich mal versuchen. Als erstes holte ich Vision und Classic Cinnamoon aus den Boxen. Ich lobte die beiden und brachte sie dann auf die Weide. Ich ging wieder in den Stall und holte als nächstes Underground und Nightstorm aus den Boxen. Auch sie durften auf die Weide. Wir hatten eine wunderschöne große Weide, auf welcher alle unsere Hengste zusammen standen. Dies klappte nur, da sie sich gut aus dem Weg gehen konnten, aber für Turniere und Hengstkörungen war das wahnsinnig praktisch. Ich holte als nächstes Spat Split and White und Chester. Die beiden waren bereits mit uns auf den Hof gezogen und kannten das System der großen Weide, daher bereits schon gut. Die Hengste mussten unter sich alles ausmachen. Hierbei konnte es auch schon mal brutaler werden, aber auch das half ihnen, wenn sie mal verkauft werden sollten und in einen neuen Stall kommen sollten. Jeder kannte seinen Platz in der Gruppe und zweifelte diesen auch nur selten an. Die letzten beiden Hengste waren Louis und The Circle of Unbroken. Sie waren beide schon zur Zucht zugelassen, aber im Moment gab es noch keine wirkliche Verwendung für sie. Ich ging wieder in den Stall und holte Spotted Face aus ihrer Box. Gemeinsam mit ihr und Bellami ging ich zur Stutenweide. Ich ließ die beiden laufen. Auch die Stuten teilten sich alle zusammen eine Weide. Kahlua und Kentucky Bourbon durften auch auf die Weide und freuten sich auch darüber. Royal Kiss und Anouk waren die nächsten, welche auf die Weide durften. Ich klopfte ihnen den Hals und holte schließlich Schwalbenfeder. Sie stand noch ganz alleine im Stall und wartete schon sehnsüchtig auf mich. Ich holte sie und stellte sie zu den anderen.
      Als nächstes holte ich Vision wieder nach drinnen und putzte ihn. Ich klopfte ihm den Hengst und holte dann seinen Sattel und seine Trense. Gemeinsam mit den Gamaschen platzierte ich alles auf dem Hengst. Ich klopfte ihm nochmal den Hals und ging schließlich mit ihm zum Platz. Dort stieg ich auf seinen Rücken und ritt ihn in aller Ruhe warm. Ich ließ ihm den Zügel lang und nachdem er entspannt lief und warm war, nahm ich sie langsam auf. Ich klopfte seinen Hals und begann dann damit die Aufgaben für das nächste Dressurturnier zu üben. Nach einer halben Stunde ritt ich ihn ab. Er kaute mir brav den Zügel aus der Hand und ich brachte ihn zurück auf die Weide. Simon hatte in der Zwischenzeit Classic Cinnamon, Underground und Chester reingeholt. Louis, Simon und ich wollten ausreiten gehen. Die drei Pferde waren fertig für den Ausritt und wir konnten vor dem Stall auf die Rücken von ihnen steigen. Ich klopfte den Hals von Underground und sah dann zu den beiden. „ Können wir?“ fragte ich und die beiden nickten. Wir ritten los und der Ausritt dauerte eine Stunde und wir brachten danach alle drei wieder auf die Weide. Ich holte als nächstes Schwalbenfeder von der Stutenkoppel und klopfte ihr den Hals. Sie würde heute jedoch nur ein bisschen in die Führanlage kommen. Für alle Pferde reichte die Zeit dann doch nicht. Ihr würden Anouk, Spat Split and White, Royal Kiss und Kentucky Bourbon Gesellschaft leisten. Ich stellte alle in die Führanlage und schielt sie dann ein. Danach holte ich Nightstorm von der Weide und putzte ihn. Ich hatte das Programm der Führanlage so eingestellt, dass die Pferde eine halbe Stunde auf beiden Händen arbeiten mussten. Nach der halben Stunde würde Simon sie rausholen und in ihre sauberen Boxen bringen. Um diese hatten sich zum Glück er und Louis gekümmert. Ich klopfte Nightstorm den Hals als ich auf seine Rücken stieg und ritt ihn dann warm. Ich nahm die Zügel auf und ging dann mit ihm den Parcours für das nächste Springturnier. Nachdem dieser sicher klappt, brachte ich ihn wieder in den Stall. Sein Heu stand schon bereit und er stürzte sich auf dieses. Ich holte Kahlua, Louis und Spotted Face nach drinnen. Die drei mussten heute nicht mehr arbeiten sondern wurden nur noch geputzt. Sie bekamen etwas zu fressen und durften dann alle entspannen. Ich fegte die Stallgasse noch sauber. Dann ging ich mit den anderen nach drinnen und wir begannen zu kochen.
    • Friese
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      Friese - 16. Juni 2017

      Troubel auf Jasmund:
      Das erste dreiviertel Jahr auf Jasmund war vergangen wie im Flug und ich wusste gar nicht so genau wo die Zeit schon wieder hin war. Seit unserem Umzug war einiges geschehen. Es waren zum einen viele Pferde eingezogen, zum anderen hatte ich viel mit meinem Trainingshof zu tun gehabt. Somit hatten Simon und Linus überwiegend um meine Pferde kümmern müssen. Ich hoffte, dass sich das die nächsten Wochen ein bisschen ändern würde. Klar war ich froh, dass ich Aufträge hatte, denn so kamen Joellen für den Hof herein. Heute hatte ich mir jedoch Zeit genommen, denn es würden zwei neue Pferde ankommen. Sie kamen gemeinsam von einem Hof und waren sehr gute Freunde. Ich hatte mich sofort in beide verliebt und gleich war mir klar gewesen, dass sie bei mir einziehen mussten. Heute war der große Tag endlich gekommen und ich hatte bereits alles hergerichtet. Obwohl in den letzten Monaten so viele Pferde bei uns eingezogen waren, war ich immer nervös wie beim ersten Pferd. Ich hatte mich in die Rasse Lewitzer verliebt, als ich mir die zwei angeschaut hatte. Auf dem Hof waren noch mehr Ponys untergebracht gewesen und mir war klar gewesen, dass die beiden nicht die einzigen zwei Vertreter der Rasse bleiben würden. Ich war so nervös wie seit langem nicht mehr bei der Ankunft eines Pferde, aber das lag wahrscheinlich daran, dass ich die Ponys, mit den Namen Vermillion und Shades of Gray, einzig und alleine für mich und nicht für die Zucht gekauft hatte. Das war für mich doch nochmal etwas anderes. Der Hänger rollte auf den Hof und die ehemalige Besitzerin half mir dabei die beiden Schecken auszuladen. Sie würden erst in den Boxen im Trainings- und Tierarztstall untergebracht werden. Hier hatte ich einen extra Quarantäne und konnte sich in Ruhe an den neuen Hof gewöhnen. Beide bekamen ein Heunetz und durften noch auf ihren angrenzenden Paddock. Für mich würde der Tag nun stressig weiter gehen, denn auch die anderen Pferde wollten gepflegt und eigentlich auch noch geritten werden. Ich war echt froh, dass Simon und Linus sich eigentlich immer um den Offenstall und Aktivstall kümmerten. Die beiden wollten sich heute dem Training mit unseren beiden Barockpintos beschäftigen. Sie wollten alles Grundlegende trainieren. Als ich in die Halle kam, waren sie schon voll und ganz am Üben. Simon hatte Erbeerflavour übernommen und Linus nahm sich Averything Black vor. Die beiden Fohlen schien das Training sehr zu interessieren und sie hatten wohl sehr großen Spaß daran. Bei mir ging der Spaß jetzt damit weiter, dass ich alle Pferde auf die Weide brachte. Als erstes durfte die Hengstgruppe raus. Diese wurde angeführt von meinen beiden schwierigsten Hengsten, Underground und Nightstorm. Nachdem sie auf der Weide waren, kam der nächste dran. Mein eigentlich sehr geliebter Schimmel Vision. Mit ihm hatte ich heute auch einiges zu kämpfen und ich beschloss jetzt schon, dass ich später die Hengstkette mitnehmen würde. Die nächsten beiden waren wieder ruhiger, aber genau das war auch klar gewesen. Chester und Spat Split and White waren einfach zwei brave Herzchen. Bei den nächsten beiden war ich mir noch nicht so sicher wie es klappen würde. Sie waren noch nicht lang auf unserem Hof und so viel mir die Einschätzung oft noch schwer. Zudem war Jupiter gegenüber fremden Leuten eh immer sehr speziell und wir hatten anfangs deshalb schon ein paar Probleme gehabt. Der andere war Whiskey und ich wusste von Anfang an, dass er nicht gerade der einfachste Hengst war. Nun fehlten nur noch drei meiner Hengste. Das ständige Laufen hatte mich ganz schön durstig gemacht und so nahm ich jetzt einen großen Schluck Wasser. Danach holte ich Louis und Finn aus ihren Boxen und brachte sie auf die Koppel. Als letzter stieß Hollywood Dragon zu der Gruppe und ich konnte anfangen die Stuten auf die Weide zu bringen. Auch das würde wieder einiges an Zeit in Anspruch nehmen. Ich fing dieses Mal nicht mit den anspruchsvollsten Pferden an, sondern von hinten nach vorne. Wir hatten die neusten Pferde immer in den hintersten Boxen und die Pferde, welche wir schon lange hier hatten, in den vordersten. Somit war das erste Pferde Fireball und mit ihr Ghost’s Phenomena. Sie begannen auch gleich zu grasen und ich schaute nicht weiter nach ihnen. Ich warf jedoch einen Blick über die Hengstweide. Eigentlich war mal der Plan gewesen kleine Gruppen zu machen oder sie alleine zu stellen, aber so waren die Hengste einfach besser sozialisiert und sie waren ja alle fast gleichstark. Zu den Stuten würden jetzt noch Pennyroyal und Schwalbenfeder kommen. Mit 19 Stallpferden, welche auf die Weide wollten, dann hatte man schon gut was zu tun. Simon und Linus hatten mir mitgeteilt, dass sie Easy Going und Gabriella spazieren gehen würden. Dies hatte ich natürlich dankend angenommen. Warum auch nicht? Die Pferde würden ein bisschen was anderes sehen als den Stall. Ich holte noch Royal Kiss und Kentucky Bourbon aus den Boxen und brachte sie zu den anderen vier auf die Weide. Es fehlten nur noch zwei Stuten und ich war damit endlich fertig. Ich brachte Kahlua und Bellami auf die Weide und ging nach drinnen. In diesem Moment kamen auch meine beiden männlichen Unterstützer wieder zurück. Simon brachte die zwei Stuten in den Aktivstall und Linus schnappte sich gleich eine Mistgabel. Gemeinsam machten wir mit Simons Unterstützung die 19 Boxen sauber. Die zwei streuten sie alleine ein und ich schaute nach meinen neuen Ponys. Sie bekamen noch ein bisschen Müsli und schienen beide schon ruhiger geworden zu sein. Ich verbrachte noch ein bisschen Zeit mit ihnen und schon war wieder ein Tag vorbei. Morgen würden die Ponys auch kurz auf die Weide dürfen.

      Am nächsten Morgen begann ich mit dem Offenstall und machte diesen sauber. Ich füllte die Heunetze der Hengste und dann die der Stuten. Nachdem sie alle ein bisschen gefressen hatten, holte ich Classic Cinnamon und putzte ihn. Danach sattelte und trenste ich ihn. Ich klopfte seinen Hals und ging gemeinsam mit ihm zum Platz, wo ich auf seinen Rücken stieg. In aller Ruhe ritt ich den Hengst warm und übte danach ein paar Bahnfiguren mit ihm. Ich wollte nochmal abfragen was noch alles bei ihm so klappte, da wir bald mal wieder auf einem Turnier starten wollten. Nach dem Training brachte ich ihn wieder zu den anderen in den Offenstall. Ich klopfte ihm den Hals und holte dann The Circle of Unbroken, Zokni und Galawayn nach draußen. Ich putzte alle und klopfte ihnen die Hälse. Zusammen mit Simon und Linus machte ich die drei fertig. Ich stieg auf Circles Rücken, Simon auf Galawayns und Linus auf Zoknis. Gemeinsam gingen wir eine kleine Runde ins Gelände. Sie sollten nur ein bisschen geritten werden, damit sie nicht nur auf der Koppel des Offenstalls standen. Ich brachte dir drei nach unserer Rückkehr wieder nach draußen, während Simon und Linus das Zubehör aufräumten. Meine Aufmerksamkeit galt nun wieder meinen beiden neuen Hengsten. Ich halfterte sie und brachte sie danach auf die kleine abgetrennte Koppel, des Trainingsstalles. Sie lag nicht direkt in der Nähe unserer anderen Koppeln und so konnten sie sich in aller Ruhe umschauen. Ich wollte, dass sie sich erst mal noch weiter an den neuen Hof gewöhnen konnten. Sie durften das schöne Wetter draußen noch genießen und ich machte mich wieder daran mit den Pferden aus dem Offenstall zu arbeiten. Für die Arbeit mit allen Pferden würde es sicher nicht reichen und so beschloss ich, dass ich die Ponys, Overo und Almost Illegal, nur putzen wollte. Den Hengstoffenstall hatte ich somit schon so gut wie fertig. Es fehlten nur noch General Jack, San Diago, Fame und Hall of Fame. Fame putzte ich auch nur, während ich San Diago danach noch longierte. Hall of Fame und General Jack trainierte ich danach noch. Die Hengste machten auch beide gut mit und so konnte ich glücklich absteigen. Der Stutenoffenstall bestand zum Glück nur aus drei Pferden und so war mein Soll für heute nun wirklich bald erledigt. Linus und Simon holten in der Zwischenzeit bereits wieder die Pferde rein, welche im Haupttrakt standen. Ich holte mir noch River’s Batida de Coco und ging mit ihr eine große Runde spazieren. Ich klopfte ihr den Hals und brachte sie danach wieder zurück in den Offenstall. Face Down und Cup Cake hatten heute nochmal Pause. Ich fütterte nochmal beide Offenställe, sowohl den der Hengste, als auch den der Stuten. Ich brachte Vermillion und Shades of Grey wieder nach drinnen und auch sie bekamen noch ihre Ration. Um den Haupttrakt kümmerten sich wieder Simon und Linus. Ich freute mich, dass ich nun in aller Ruhe essen konnte und mich danach noch in meine Badewanne zu hocken. Des Weiteren war ich mehr als froh, dass ich jetzt dann ins Bett konnte.
    • Friese
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      Veija - 09. Dezember 2017
      Dragons Heartbreaker, Snap Cat, Xanti, Didga, Boston, Shades of Grey, Vermillion, Easy Going, Spat Split and White, Finn, Pennyroyal, River’s Batida de Coco, Averything Black, Erdbeerflavour, Vision, Classic Cinnamon, Gabriella, PFS’ Stormer’s Victory, Underground, Nightstorm, Kahula, Cup Cake, Bellami, Circle of Unbroken, Sweet Poison, Love Me Lara, Legacy of Gold, Inspiration, Schwalbenfeder, General’s Coming Home, Zokni, Kentucky Bourbon, Paintball Gun, Avalon-Fiffenity, Roses are Red, Northern Dancer, Chester, Hall of Fame, Face Down, Louis, San Diago, General Jack, Galawayn, A Rose from Nevada, Fireball, Ghost’s Phenomena, Hollywood Dragon, Anouk, Royal Kiss, Overo, Almost Illegal



      Elena hatte gerade viel damit zu tun die Fotos für die Inserate der Pferde zu machen, welche sie nun verkaufen wollte und so war ich bereit sie zu besuchen. Sie war schließlich auch oft für uns dagewesen. Des Weiteren wollte heute noch ein Interessent kommen und sich Overo und Almost Illegal anschauen. Ich brachte die anderen Pferde nach draußen und machte gemeinsam mit Joyce die Boxen sauber. Danach richtete ich noch das Futter her. Elena kam mir relativ schweigsam entgegen und auf meine kurze Frage, bekam ich keine Antwort. Dies verstand ich auch. Bei ihr ging es gerade einfach drunter und drüber. Sie musste einiges im Stall ordnen und auch der Verkauf ihrer geliebten Pferde machte ihr ganz schön zu schaffen. Deshalb wollte ich ihr wenigstens das Nötigste abnehmen.
    • Friese
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      Sevannie & Friese - 30.03.2018
      Die letzten Monate war ich sehr oft in Mexiko gewesen oder jemand aus Mexiko hatte mich besucht. Ganz zur Missgunst von Simon war das Bellamy gewesen. Wir beide hatten einfach so viele Gemeinsamkeiten, dass sich seine Besuche oder meine Besuche natürlich nicht immer nur um die Arbeit drehten. Irgendwann hatte dies schlussendlich zum Streit zwischen mir und Simon geführt. Immer wieder war er der Meinung ich vernachlässige ihn und er wäre mir eigentlich schon gar nicht mehr wichtig, sondern Bellamy. Durch den vielen Streit und die anhaltenden Diskussionen war das Klima zwischen uns und unsere Beziehung im Allgemeinen nicht besser geworden. Tyler und Joyce hatten das ewige Gezanke zwischen uns natürlich auch mitbekommen und lagen sich deswegen auch teilweise in den Haaren. Er hielt zu Simon und sie hielt zu mir. Ich wollte eigentlich gar nicht, dass die beiden mit in unsere Meinungsverschiedenheiten gezogen wurden. Natürlich kam alles wie es kommen musste und Simon packte irgendwann mal stinksauer seine Sachen. Hierbei beließ er es jedoch nicht, denn wenige Tage später war bei uns bereits Post vom Anwalt im Briefkasten. Er klagte. Und zwar auf seinen Teil des Hofes oder einen Ausgleich. Ich konnte seinen Standpunkt schon verstehen. Denn schließlich hatten wir vier den Hof zusammen gekauft und alle Geld und Zeit investiert. Ersteres wollte er nun wiederhaben. Der Brief warf ein erneutes Streitthema bei uns auf. Irgendwie waren wir uns alle nicht einig, ob es nun okay war oder nicht. Gerade, weil wir das Geld auch nicht so üppig hatten. Aber das war mit unter sein verletzter Stolz der bei dem Brief noch mitschwang. Natürlich hatte ich kurz darauf unseren Anwalt kontaktiert und er meinte, dass wir versuchen konnten, dass wir das ganze außergerichtlich regeln würden. Ich machte mich also heute für den Termin fertig und meinte zu Joy, dass ich mich melden würde, wenn ich beim Anwalt fertig war. Dies tat ich auch und erklärte ihr, dass Simon ein Anrecht auf einen gerechten Ausgleich hatte, aber wir noch eine Chance hatten, dass wir nicht komplett Bankrott gingen. Dies hatten wir mit einer Klausel im Vertrag über den Kauf und die Partnerschaft festgehalten und jetzt war ich mehr wie nur froh darüber. Am Hof angekommen diskutierten wir zu dritt über alles. Tyler stand hierbei komplett hinter Simon und kreidete mir die Freundschaft mit Bellamy mehr wie nur ein bisschen negativ an. Ich ging bereits vor Joyce und Tyler ins Bett, denn ich hatte keine Lust auf weitere Diskussionen. Den Tag heute konnte ich nicht nach meinen Pferden schauen und so hoffte ich, dass sich alles bald legte.

      Früh am Morgen war ich schon auf und lief in die Küche, mehr als einen Kaffee bekam auch heute ich nicht runter. Ich hatte die letzten Tage noch weniger gegessen als sonst. Tyler fiel das vor lauter Streitigkeiten gar nicht auf und auch sonst kümmerte er sich eher weniger um mich oder mein Wohlbefinden. Mir war es weniger egal was aus uns allen werden würde, als ihm. So schnell es begonnen hatte vom gemeinsamen Traum schien nun auch alles wieder zu zerplatzen. Ich wollte doch nicht viel. Ty schlief noch genauso wie Elena. So zog ich mir meine Stiefelletten an und begab mich in den Stall. Ich wollte dem Alltagsstress entfliehen und mich den Pferden widmen. Mit einem heiteren Wiehern wurde ich begrüßt, ehe ich begann die Pferde nach und nach zu füttern. Immer wieder mischten sich jedoch in meine Gedanken die ganzen Szenarien der letzten Tage. Ich wollte nicht, dass es so endet und Elena schien mir so zuversichtlich, dass alles gut gehen würde. Es war wie immer. Sie der Optimist und ich der Pessimist. Als ich fertig gefüttert hatte, machte ich mich in die Box von Neskur und begann ihn nebenher noch etwas zu putzen. Er war zwar mein Neuzugang und dennoch befürchtete ich, den kleinen Isländer bald wieder aufgeben zu müssen. Er hatte schon einige Reitstunden hinter sich und einige erfolgreiche Turniere und nun sollte er bald wieder weg, damit wir Simon und gegebenfalls Ty auszahlen können? Ty trat in diesen Moment in den Stall, denn er rief zaghaft meinen Namen durch die großen Stallungen. Ich zögerte einen Moment, ehe ich ihm doch antwortete mit einem heiseren ,,Ja?'', da mir die Tränen wieder in den Augen standen. Ich lauschte seinen Schritten, wischte mir die Tränen weg und besann mich wieder. , ,Alles okay?'', hauchte er und streichelte dem Hengst über seine Blesse. ,, Ja alles bestens'', murmelte ich und legte das Putzzeug wieder in die Kiste zurück. ,, Ich wollte etwas ausreiten mit ihm, nachdem die anderen auf der Weide sind'', erklärte ich und er nickte. Früher hätte er keine Sekunde gezögert und hätte eines seiner Pferde auch zurecht gemacht. Er lief die Stallgasse stattdessen wortlos entlang und brachte nach und nach die Pferde auf ihre Weiden. Ich sattelte derzeit Neskur und schwang mich vor dem Stall auf seinen Rücken. Gerade als ich los ritt, kam Elena aus dem Hauptgebäude und nickte mir lächelnd zu. Ich tat es ihr gleich, ehe ich mir die Handschuhe anzog und meinen Blick auf die Straße richtete.
      Nachdem Neskur und ich wieder auf dem Hof angekommen waren, sattelte ich ihn ab und brachte ihn ebenfalls auf die Weide. Elena am auf mich zu und meinte sie müsste mal mit mir reden. ,, Nun der Anwalt sagte gestern, wir könnten das ganze auch so begleichen, dass wir ihm 'seine' Pferde überlassen. Also quasi als Bezahlung, solange er dies einwilligt.'', meinte sie in einem Atemzug und ich schluckte den Kloß in meinem Halse herunter. ,,Okay.. und wie viele Pferde wären das?'' murmelte ich und sie meinte es wäre noch keine genaue Zahl bekannt, es käme auch darauf an, welche Pferde er in Anspruch nehmen würde. Ich nickte nur und blickte auf die Weiden. ,, Wir wissen doch schon von einigen welche er haben möchte'', sagte ich und blickte in ihre leeren Augen. Nun war sie es, die stumm nickte. Das Leben hatte uns zurzeit echt auf dem Kicker. Als wäre das nicht genug kam gerade Ty wieder um die Ecke, der gerade sein Handy wegpackte. Elena nickte erneut und machte sich in Richtung Stall, ich verstand sie ja auch, dass sie kein Ton mehr mit ihm wechseln wollte. ,, Hey.'', murmelte Ty und streichelte mir kurz über den Rücken, ehe er mir in die Augen blickte. ,, Wir müssen reden.'', hauchte er und ich wusste worauf das hinaus gehen sollte. Ich wusste es schon seit geraumer Zeit, wenn ich ehrlich zu mir selbst war. Er erklärte mir seine Situation, dass er ja immer noch Simon recht gab und diesem zustimmte, dass er mit der Gesamtsituation nicht mehr zufrieden war und er ausziehen wollte. Kurz gesagt, er machte Schluss und er bat mich um seine Einwilligung seine Pferde mitnehmen zu dürfen. Das wären unter anderem einige meiner Lieblinge wie Scottland Yard, Ramires und und und. Ich atmete tief ein und aus, ehe ich ihm die Augen sah. Und zu meiner Verwunderung hatte selbst ich nun keine Tränen in den Augen, doch man sah ihm auch den Schmerz an. ,, Ich verstehe dich, verstehe auch dass du unzufrieden bist nur weißt du auch, wie lange Elena und ich schon befreundet sind und dass dies hier unser Traum war. Simon ist dabei das Ganze zu zerstören und du… Naja ich kann und will dich zu nichts zwingen und ich merke selbst, dass dies alles hier keinen Sinn für und mit uns beiden hat'', meinte ich trocken, da ich mir nichts anmerken lassen wollte. Ich stelle dir nachher eine Liste mit den Pferden auf, dann sprechen wir darüber. Einige davon hast du dir ja so oder so selbst gekauft aber wahre Schätze wie meinen Dark sweet Temptation wirst du nicht bekommen, dass dir das klar ist.'' - ,,Völlig klar und solch Pferde verlange ich auch gar nicht von dir'', meinte er und ich nickte. Er gab mir noch einen zögernden Kuss auf die Stirn, ehe ich mich wortlos entfernte. Elena wollte ich zuerst nichts von der neuen Situation erzählen. Also setzte ich mich in mein Büro und machte mir Gedanken um die Pferde.


      Vor Joy verheimlichte ich immer wie viele Sorgen ich mir gerade machte und wie viel Angst ich vor der Zukunft hatte. Am nächsten Tag flatterte bereits ein Schreiben ein, welches von einem Anwalt beglaubigt war. Mehr konnte ich nicht lesen. Mit Tränen in den Augen legte ich den Brief wieder weg. Leise seufzte ich und versuchte es dann nochmal. Es war ein Schreiben von Simons Anwalt mit einer Auflistung unserer kompletten Pferde und ihrer Werte. Ich laß mir die Namen nochmal genauer durch. Hierbei bemerkte ich, dass nicht nur meine Pferde sondern auch die von Joyce auf der Liste standen. Ich runzelte die Stirn. Genervt stand ich auf und suchte draußen nach Joy. Diese hatte sich aber wieder eines ihrer Pferde geschnappt und war nach draußen ins Gelände verschwunden. Ich konnte sie was das anging voll und ganz verstehen. Jedoch war ich gerade nicht fähig mich viel mit meinen Pferden zu befassen. Ich hatte hier oftmals nur den Gedanken: „Was wenn er mir einen meiner Liebsten nimmt?“ Ich klappte den Brief nochmal auf. Dort waren ein paar Pferde mit einem gelben Marker markiert und ein paar mit grün. Erstere waren meine Pferde und die anderen die von Joyce. Ich seufzte kurz. Mir war fast klar, dass die gelbe Markierung für die Pferde stand, welche Simon beanspruchte und die Grüne für Ty. Ich seufzte nochmal kurz und wartete dann auf Joy. Sie hatte mir gestern Abend noch kurz von ihrem Gespräch mit Tyler erzählt, dass jetzt aber alles so schnell gehen würde und er sich bereits mit Simon und dessen Anwalt in Verbindung gesetzt hatte, war mir schon ein bisschen suspekt. Warum hatte er dann nicht bereits früher das Gespräch mit Joyce oder mir gesucht? Vielleicht wollte er alles in trocknen Tüchern wissen wollen, bevor er damit zu Joyce oder mir kam. Ich seufzte ein weiteres Mal und schrieb Joyce eine SMS, dass sie doch bitte zu mir ins Büro kommen sollte, wenn sie wieder da war. Im Büro erstellte ich eine Exceldatei, in welcher ich genau aufschrieb, welche Pferde Simon verlangte und welche Tyler. Dazu schrieb ich die geschätzten Werte und faxte unserem Anwalt danach noch das Schreiben durch. Die Liste schickte ich gleich mit damit, er sich ungefähre Gedanken über die Werte machen konnte. Ich öffnete die Datei nochmal. Simon forderte die kompletten Lewitzer. Ich seufzte leise. Eigentlich zählten sie zu meinen Lieblingspferden, aber die Verhandlung über alleine diese sechs Pferde würde ewig dauern und es müssten andere Pferde ausziehen. Bestimmt hatte er bereits einen Käufer für alle sechs zusammen. Irgendwie glaubte ich einfach nicht, dass er sie behalten wollte. Er mochte sie nie wirklich. Den gleichen Gedanken hatte ich auch bei den Friesenmixen. Hier hoffte ich jedoch sehr, dass es sich um meinen Bekannten aus den Niederlanden handelte. Er hatte bereits vor längerer Zeit mal Interesse an den Pferden geäußert. Ich konnte mir also gut vorstellen, dass Erdbeerflavour, Averything Black, Classic Cinnamon und The Circle of Unbroken also an ihn gehen würden. Bei den restlichen Pferden konnte ich mir noch nicht wirklich vorstellen an wen sie gehen sollten. Galawayn vielleicht noch mit an Jan. Das ganze Gedankenzerbrechen würde mir aber auch nichts bringe. Genau in diesem Moment klopfte es an der Türe und Joyce trat ein. Sie wollte wissen, was ich von ihr brauchte. Ich seufzte leise. „ Es kam ein Brief vom Anwalt“ meinte ich und gab ihn ihr. Danach zeigte ich ihr meine Aufstellung in Excel und teilte ihr meine Gedanken mit.

      In Elenas Büro angekommen hoffte ich, dass sie zur Abwechslung mal etwas erfreulichere Nachrichten hatte. Aber nein. Es war eine Exeldatei, welche sowohl meine als auch ihre Pferde und dessen Werte beinhaltete. Sie schilderte mir Ihre Gedanken und anscheinend auch die von Ty. Ich seufze kurz auf und starrte auf die Liste der Pferde die Ty haben wollte. Es waren so Unmengen viele. Es blieben mir nur meine Schätze wie Staccato und Velvedere, meine alte Liebe Sweet Poison und mein erster und bislang einziger Isländer Neskur. Noch dabei einige Pferde der Zucht wie Royal Rubina, Alice Cullen, Dark sweet Temptation, Hero of Heaven, Antaris. Auch einige Tinker waren noch dabei, aber im Großen und Ganzen hatte er mehr Pferde, die aber ungefähr gleich viel wert hatten, also auf dem Markt nicht von unserer moralischen Seite aus. ,,Das sollen wir jetzt so hinnehmen? Die meisten verkaufen sie doch eh nur weiter.“, murmelte ich und sah es schon kommen, das wir wieder einmal umziehen mussten, denn der Hof würde für uns viel zu groß werden mit den wenigen Pferden und wir könnten es auch nicht bezahlen also müssten wir wahrscheinlich einige von den eh schon wenigen Pferden ebenfalls verkaufen. Ich raufte mir die Haare und atmete tief ein und aus. Was Elena von Ty‘s Masche hielt, ließ ich ganz außen vor, denn davon wollte ich gerade nichts hören. Ich schüttelte den Kopf und sah aus dem Fenster, direkt auf die Weiden wo die Pferde genüsslich grasten und so gut wie gar nichts von dem ganzen Trubel mitbekamen. ,,Was machen wir nun? Klein bei geben und alles so einwilligen? Dann müssen wir wieder umziehen!“, meinte ich aufgebracht und sah wieder zu Elena. Elena meinte sie müsse sich das alles noch einmal durch den Kopf gehen lassen und sie würde ihren Anwalt, oder eher unseren, kontaktieren. Ich nickte und machte mich wieder von dannen. Ich wollte das alles auch noch nicht so wahrhaben.
      Ich nahm mir eine Tasse aus den Schrank, als ich in der Küche angekommen war, und füllte diese mit Kaffee. Wenigstens ein was beständiges bei Elena und mir. Ich nahm einen Schluck, ehe ich raus auf die Treppe ging. Seufzend sah ich zu den Weiden und erblickte Neskur grasend. Zumindest versuchte der Isländer die wenigen Halme abzuknabbern. Wie sollte das alles bitte nur weiter gehen? Ein dickes großes Fragezeichen zeichnete sich in meinem Kopf ab, ehe ich wieder einen Schluck aus der Tasse nahm.
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      Nach zwei Tagen war es dann soweit, der Termin beim Anwalt. Erst allein um alles nochmal durchzugehen, ehe der Anwalt der Jungs sowie sie selber dazu kommen würden. Ich zuppelte mein schwarzes Kleid zurecht, Elena und ich hatten es uns Business-Chick gekleidet, was eigentlich gar nicht unser Stil war aber bei solchen Terminen einfach Pflicht für uns. Mit zittrigen Händen sah ich zu Elena, ehe wir in den Konferenzraum gingen. Der Anwalt erklärte uns, welche Pferde nun genau gefordert wurden. Dies waren beispielsweise Scottland Yard und Café Latte. Zwei meiner liebsten und ältesten Hengste. ,,Da müssten besitmmte Forderungen noch mit einher gehen, damit ich diese Pferde an ihn abgebe. Ich hätte gerne sowas wie einen Schutzvertrag, dass ich erst einmal informiert werde, sollten diese Pferde in Zukunft weiter verkauft werden. Bei einigen möchte ich wenigstens dann noch mitbestimmen wo sie hin kommen, oder möchte sie gegebenfalls auch zurück kaufen.'',meinte ich und der Anwalt nickte, eher er sich meine Forderung notierte. Bei Elena sah dies ganz genauso aus. Wir wollten wissen wo manche unserer Pferde hinkommen, sollten sie von den Jungs verkauft werden. Jedoch war Elena zudem immer noch etwas verärgert darüber, dass Simon so einen Weg zu rate zog. Nachdem wir alles geklärt hatten, kamen die Jungs herein sowie ihr Anwalt. Die neuen Forderungen wurden notiert und wir klärten noch einmal einige Pferde genauer ab. Ty zeigte sich einsichtig und konnte verstehen, wie schwer es für mich war die Pferde abzugeben. Er willigte sogar ein, bei allen Pferden diesen ''Schutzvertrag'' zu leisten. Für mich liefen die Verhandlungen glimpflich aus. Elena und Simon diskutierten über mehrere Pferde lautstark, aber Simon zeigte auch keine Einsicht, Elena in manchen Dingen schon.
      Nach gut vier Stunden wurde das Ganze auch beendet. Elena und Simon sind sich etwas einig geworden, jeder hatte Verluste auf seiner Seite und für Elena war ein manches Pferd ein harte Schlag, doch sie wollte Simon nicht mehr unter die Augen treten oder weiter diskutieren, weil es doch keinen Sinn machte. So fuhren wir beide wieder nach Hause. ,,Ich hätte niemals gedacht, dass er so einen Schuh draus macht, sondern dachte eher er zeigt etwas mehr Einsicht dass es deine Lieblinge sind..'',murmelte ich und sie nickte. Auch diesmal sah ich die Tränen in ihren Augen. ,,Lass gut sein.'',murmelte ich als sie gerade zum Stall gehen wollte. ,,Ich ziehe mich rasch um und mache die Pferde fertig. Ruh' du dich aus.'',meinte ich und streichelte ihr über den Rücken, ehe wir zum Haupthaus gingen. Gesagt - getan. Ich zog mich um und holte die Pferde nacheinander wieder rein, ehe sie ihr Heu und Kraftfutter bekamen. Zu guter Letzt wagte ich mich in die Box von meiner geliebten Velvedere. Sie war nun auch schon stolze sieben Jahre alt und immer noch mein ein und alles. Sie durfte auch eine lange Weidenzeit genießen, da sie nicht rechtzeitig eingeritten wurde. Zudem hatte sie auch noch einen Sehnenschaden auf der Sommerkoppel erhalten vor zwei Jahren. Nun war aber alles verheilt und bald sollte es soweit sein. Aber erst einmal wollte ich schauen wo das ganze hinführte. Sie war einer der wenigen Pferde die ich mit Sicherheit behalten durfte, weil Ty wusste ich würde für sie sterben. Ich hatte sie damals von einer guten alten Freundin bekommen und seitdem war sie mein Ein und Alles. Ich streichelte der jungen Holsteiner-Pinto Stute über die Nüstern, ehe ich ihr noch eine Möhre zusteckte. ,,Morgen wirst du auch mal wieder longiert, meine Maus.'',flüsterte ich ihr zu, bevor ich ihre Box verließ. Ein kurzer aber dennoch anstrengender Tag war dies heute. Somit machte ich im Stall alle Lichter aus und machte mich ins Haupthaus. Nach dem ich geduscht war, ging es auch für mich ins Bett, denn Elena schien schon längst zu schlafen.


      Ein neuer Tag ein neues Glück, oder? So heißt es zumindest. Heute durfte ich mal ausschlafen, denn mein Wecker hatte nicht geklingelt und Elena hatte mich nicht geweckt, anscheinend hatte sie das ganze auch manipuliert. Ich machte mich rasch fertig und begab mich in den Stall. ,,Guten Morgen.'',sagte ich zu Elena, ehe ich zusammen mit ihr die Pferde rausstellte, bis auf Velvedere. Ich hatte es der Stute gestern versprochen und so band ich sie draußen am Putzplatz an und fing an sie zu putzen. Sie sollte heute etwas longiert werden, zusätzlich noch etwas Stangenarbeit. Elena stieß dazu. ,,Na was steht heute auf den Plan?'',fragte sie neugierig. Ich erklärte ihr meinen Plan. ,,Du scheinst ja heute etwas besser gestimmt zu sein?'',hakte ich vorsichtig nach und sie nickte. ,,Ich kann nichts mehr dran ändern, die Verhandlungen sind durch und wir sollten eher nach vorne blicken. Wir haben schon so vieles geschafft, also schaffen wir das erst recht!'',sagte sie entschlossen und ich nickte schmunzelnd. ,,Da hast du recht.'',lächelte ich nun und sie verschwand daraufhin wieder im Stall. So machte ich mich weiter daran Velvedere zu putzen. Ich legt ihr danach das Kappzaum an und machte mich mit ihr auf den Longierplatz. So das hieße dann wohl auch bald Abschied nehmen von fast allen Pferden. Mir würden hier auf Jasmund lediglich vier Pferde bleiben, die da wären: Staccato, Neskur, Velvedere und Sweet Poison. Das würde aber auch mehr Zeit für diese bedeuten. Andere Pferde hätte ich auch, aber die hatte ich beschlossen zu verkaufen. Zum Beispiel Grey Love oder Calero, Arikado oder Roxy. Das war ja nur eine kleine Auswahl von deren die ich behielt, doch ich musste es auch realistisch sehen und wir brauchten in Zukunft auch etwas mehr Geld. Nachdem Velvedere warm gelaufen war, legte ich noch die Stangen zurecht und ließ sie über diese drüber traben und galoppieren. Ich longierte sie insgesamt eine dreiviertel Stunde, ehe sie danach wieder auf die Koppel zu den anderen Pferden durfte.

      Die nächsten Tage beziehungsweise Wochen zogen nur so an mir vorbei. Wirklich etwas davon bekam ich nicht mit. Und dann war es auch schon soweit. Meine Laune an diesem Tag war ungefähr genauso super wie das Wetter. Hust, Irnonie, Hust. Es goss nur so wie aus Eimern, als der erste Transporter vorfuhr. Es war ein Auto mit niederländischem Kennzeichen. Simon hatte die Friesenmix und Galawayn zusammen an Jan van de Berg verkauft, so wie ich mir das gewünscht hatte. Ich half ihm beim Einladen und war mehr als nur froh, dass Simon nicht da war. Er und Jan hatten bereits in der Früh alles geregelt und ich hatte nun nichts mehr mit dem Papierkram zu tun, denn rechtlich gesehen waren es nicht mehr meine Pferde. Ich hatte mich gestern dennoch ausgiebig von allen verabschiedet, denn in meinem Herzen waren sie doch einfach noch MEINE Babys. Ich seufzte leise als ich Galawayn zu Classic Cinnamon und The Circle of Unbroken auf den Hänger führte. Als letztes folgten noch die beiden Jungpferde, Averything Black und Erdbeerflavour. Ich gab jedem der Pferde eine letzte Möhre und verabschiedete mich nochmal kurz. Wenige Minuten später rollte der erste Hänger für heute bereits vom Hof. Weitere würden folgen und weitere würden mit neuen Pferden kommen. Die Hälfte unsere Weiden und Stallanlage war ab sofort an einen Reitbetrieb verpachtet worden. Wir konnten es uns nämlich weder leisten den Hof alleine zu betreiben, noch einen neuen zu kaufen. Die Reitschule hatte mir angeboten hin und wieder ein paar Stunden bei Ihnen zu halten und Joyce durfte sich als Tierärztin um die Pferde kümmern. So kam wenigstens nochmal zusätzlich ein bisschen mehr Geld rein. Als nächstes fuhr jedoch wieder ein Hänger auf den Hof. Die Boxen leerten sich nach und nach und ich machte sie sauber. Wir hatten abgemacht, dass wir sie auch neu herrichteten und das machte ich nun auch. Nachdem alle Pferde, welche Simon gefordert hatte, den Hof verlassen hatten, kehrte kurze Zeit Ruhe ein. Nach knapp einer Stunde jedoch kamen bereits die Pächter an. Ich zeigte ihnen ihren Stallteil und schaute nochmal nach meinen Pferden. Abends stand nochmal ein Gespräch mit den Pächtern an und ich wusste jetzt schon, dass ich hier nicht wirklich Lust drauf hatte. Es würde nochmal genauer darum gehen, wer, was, wie und wo. Davor schaute ich jedoch noch nach ein paar Pferden, welche auf dem Gestüt verbleiben durften. Hierrunter fielen zum einen meine Warmblüter wie Finn, Spat Split And White, Vision, Chester, Underground, Nightstorm und mein neuer Hengst Brego. Mein Bestand an Warmblutstuten war auf eine überschaubare Zahl von 3 gesunken. Sowohl Kentucky Bourbon, als auch Bellami und Kahlua, konnte ich nicht gehen lassen und Simon hatte sie zum Glück nicht gefordert. Ich seufzte kurz und schaute durch eines der Paddockfenster auf die Weiden. Auf dieser standen meine englischen Vollblüter. Aus PFS‘ Stomer’s Victory war mittlerweile ein erwachsener Hengst geworden. Dennoch wusste er nicht was er mit dem ganzen Trouble anfangen sollte, welcher heute hier so um ihn herum passierte. Nervös trabte er am Zaun auf und ab und steckte damit auch noch PFS‘ Snap Cat an. Der junge Hengst hatte ihn als sein Vorbild angenommen und versuchte nun mit ihm mitzukommen. Ich seufzte leise. Dann schaute ich, ob ich ein anderes meiner Pferde entdecken konnte und dies tat ich auch. San Diago und Hall of Fame grasten ein paar Meter abseits und versuchten so dem ganzen Stress zu entkommen. Auch bei ihnen war ich mehr wie nur froh, dass sie bei mir bleiben durften. Hall of Fame war nun immerhin schon seit über 5 Jahren in meinem Besitz und ich konnte ihn mir einfach nicht mehr wegdenken. Mein drittes und letztes Vollblut war PFS’ Northern Dancer. Sie durfte auch bei mir bleiben und auch hier war ich mehr wie nur froh drüber. Denn sie war damals ein Fohlen aus einer Wunschverpaarung gewesen. Ich seufzte ein weiteres Mal. Vor geraumer Zeit hatte ich und Joy zwei Welsh A Ponys wieder zurück in unseren Besitz geholt. Nachdem sie schon ein paar Mal den Besitzer wechseln mussten, waren wir uns auch jetzt wieder sicher, dass auch die beiden bei uns bleiben durften. Ich klopfte Love me Lara den Hals und seufzte dann kurz. Danach schaute ich noch kurz zu dem zweiten der beiden Pferde, welches zu Joys Pferden gehörte. Er hörte auf den Namen Sweet Poison und stand neben Staccato. Beide grasten in Ruhe vor sich her und schauten nur gelegentlich nach oben. Mir waren noch River’s Batida de Coco und Gabriella geblieben. Beide standen bei den anderen drei Stuten, welche ich noch hatte. Der Abend rückte immer näher und ich seufzte jetzt bereits leise. Vor dem Gespräch wollte ich noch in Ruhe duschen gehen und mich fertig machen. Genau dies machte ich auch und ging danach in unseren kleinen Aufenthaltsraum. Ich goss Wasser in eine Karaffe und stellte ein paar Gläser für das Gespräch auf den Tisch, zusammen mit der Karaffe. Dann holte ich die bereits ausgearbeiteten Verträge und legte sie auf den Tisch. Für jede Person gab es eine Kopie. „ Joy kommst du?“ rief ich laut in den Stall und ging gemeinsam mit ihr nach drinnen. Wir besprachen gemeinsam nochmal alles und holten schließlich noch schnell die Pferde nach rein. Danach fand auch schon das Gespräch statt und wir konnten nochmal alle Einzelheiten haargenau regeln. Nach dem Gespräch verbrachten Joy und ich den Abend noch gemeinsam und versuchten uns gegenseitig aufzubauen. Ich wusste, dass sie genauso wie ich an dem Verlust zu knabbern hatte. Die nächsten Tag und Wochen würden noch sehr anstrengend und nervenzehrend für uns beide sein, aber anders ging es gerade einfach nicht und wir mussten durch diese Zeit. Ich war mir auch sicher, dass wir auch dies überstehen würden, denn immerhin hatten wir uns beide noch. Die Zeit würde schon alles regeln.

      [25.411 Zeichen / by Sevannie & Friese]
    • Friese
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      Sevannie & Friese - 29. September 2018
      Pflegebericht für Chester, San Diago, Brego II, Finn, Nightstorm, Underground, Vision, Spat Split and White, Bellami, Kahlua, Kentucky Bourbon, PFS' Snap Cat, PFS' Norther Dancer, PFS' Stormer's Victory, River's Batida de Coco, Gabriella, Hall of Fame, Cup Cake, Love me Lara, Velvedere, Sweet Poison, Neskur, Staccato

      Es war einige Zeit vergangen und fiele Pferde hatten unseren Hof derweil verlassen. Es war eine nervenaufreibende Zeit gewesen und auch sehr schmerzhaft durch die ganzen Verluste die Elena und ich hatten einstecken müssen. Kurz blickte ich über den Rücken der jungen Holsteiner-Pinto Stute Velvedere, ehe ich sei weiter putzte. Vor uns lag einer der großen Koppeln, auch dem die Stuten standen, allesamt zusammen. „ Sie ist so groß geworden und auch so hübsch'' - Kurz lächelte ich und blickte auf die gescheckte Stute, bevor ich mich zu Elena umdrehte. „ Ja das ist sie und sie ist vor allem mein ganzer Stolz. Ich bin heilfroh das Ty sie mir nicht hat weggenommen...'', murmelte ich und die Stute hinter mir brummelte leise vor sich her, schaute dabei zu den Stuten auf der Koppel die gerade an den Zaun galoppiert kamen. „ Was hast du heute mit ihr vor?'', fragte Elena mich und ich beantwortete ihre Frage: ,,Ich wollte sie noch etwas longieren, bevor du das Einreiten mit ihr beginnst.'' Sie nickte stumm und schmunzelte, lief dann zu der Stutenkoppel und holte sich Love me Lara. „ Ich werde die kleine Maus auch etwas longieren.'', erklärte sie mir und band daraufhin die Stute an dem Putzplatz neben mir an. Ich kratze Vel noch die Hufe aus, ehe ich ihr den Kappzaum anlegte und einstellte. Ich benutzte dieses nämlich für mehrere Pferde. Brav folgte mir dann die Scheckstute auf den Longierplatz und lief fleißig im Schritt die äußeren Kreise. Ich hatte sie schon des Öfteren longiert und auch hierbei ganz gut auf Kurs gebracht. Auch der Handwechsel klappte mittlerweile einwandfrei, wobei es anfangs doch eher ein Problem darstellte. Wir hatten festgestellt, dass die rechte Hand ihre Schwächere war, dennoch ziemlich ausbaufähig. Elena als Trainerin meinte, dass sie auch mit einigen Trainigsstunden die ''Angst'' an dieser Seite verlieren würde. Sie würde sich erstmal auf das Einreiten beschränken und das weitere Balance halten. Deswegen strapazierte ich sie auf der rechten Hand eher weniger und wir tasteten uns jedes Mal etwas mehr an diese Seite heran. Nach der Aufwärmphase kam auch schon Elena mit ihrer Welsh-A Stute heran. Die kleine Rappscheckin war früher mal in meinem Besitz, wurde als Wanderpokal herumgereicht und landete wieder auf unserem Hof und hier sollte sie auch bleiben, solange bis wir sie gehen lassen mussten oder in ihren wohlverdienten Ruhestand schicken konnten. Schmunzelnd blickte ich zu beiden hinüber, ehe ich dann Vel antraben ließ. Wir starteten immer mit der linken Hand, damit sie nicht gleich die Lust am Training verlor.
      Nach fast einer Dreiviertelstunde beendete wir auch das heute Training und ich führte Vel wieder auf den Putzplatz, tauschte ihr Kappzaum gegen das Weidehalfter und brachte sie auch auf die Koppel zu den anderen Stuten. Tief atmete ich ein und wieder aus, streckte mich und räumte meinen Teil des Putzplatzes auf. Wir waren mit den Renovierungsarbeiten nicht sehr weit gekommen, da erst einmal alles verhandelt wurde mit den Jungs. Mittlerweile war dies alles geklärt und Elena und ich konnten nun planen wie wir was gestalten wollten. Auf alle Fälle mussten wir an das Dach heran, da waren einige Stellen undicht. Ich blickte von dem Gibel herab auf die Stalltüren und begab mich in diesen. Ich wollte vor dem Essen noch einige Boxen ausmisten. Elena trat nach der dritten Box zu mir. „ Wir sollten nachher mal einen Plan aufstellen, was wir als erstes machen wollen, was am dringendsten ist und weiteres.'', schlug ich vor und sie nickte zustimmend. „ Ja, können wir ja dann nach dem Essen machen. Auf alle Fälle müssen wir streichen.'', meinte sie und ich schaute sie an. „ Hier drin oder draußen?'', fragte ich nach und sei schaute sich noch einmal um. „ Beides, hätte ich gesagt.'', meinte sie und blickte auf die Boxenwand die früher sicherlich einmal weiß gewesen war. „ Ja da hast du auch recht..'', murmelte ich und sah es dann auch ein. ,, Aber das wäre ja ein Thema das etwas mehr Zeit hätte, ich finde die Futterkammer mit ihrem Mäuseproblem und die kaputten Stellen im Dach doch etwas gravierender.'', erklärte ich ihr mein Anliegen und diesmal stimmte sie mir zu. „ Ich geh schon mal rein und fange mit dem Kochen an, komm bitte so in einer halben Stunde.'', sagte sie zu mir, während sie schon auf dem Sprung war. Ich lächelte und machte mich weiter an die Arbeit. Hatte dann auch in kürzester Zeit die Hälfte der Boxen fertig, da wir ja jeden Tag misteten war es ein leichtes viele Boxen in kürzester Zeit zu misten. Die halbe Stunde hatte ich leicht überzogen, so lief ich zum Haupthaus, zog die Schuhe und die Jacke aus, wusch mir die Hände und lief dann in die Küche. „ Das riecht lecker!'', bemerkte ich und Elena fing an zu Schmunzeln. „ Danke, das ist ein Rezept meiner Oma. Lass es dir schmecken!'', grinste sie mich an und wir aßen zu Mittag.
      Vollgefuttert saßen wir auf dem kleinen Balkon des gemeinsamen Wohnzimmers. „ Also das Dach schlägst du als erstes vor?'', fragte Elena nach und ich nickte. „ Ja genau, dann hätten wir im bevorstehenden Winter sicherlich auch nicht solch einen Durchzug wenn die Pferde mit ihrem dicken Winterfell drin stehen und noch etwas geschwitzt sind.'' – „ Da hast du recht. Also zuerst das Dach.'', nickte sie und schrieb es auf den Block, der auf ihrem Schoß ruhte. „ Und die Futterkammer, wir sollten schauen, wo sich dort Löcher befinden und diese dann zu machen. Ganz vermeiden kann man es sicherlich nicht, aber wenn die Hauptwege erst einmal zu sind dann wird es zumindest weniger.'', sagte ich und blickte über die wenigen Koppel die wir zur Verfügung hatten. Es war deutlich weniger Land als vorher, aber wir hatten ja auch weniger Budget und weniger Pferde... Vielleicht kann man nach und nach noch etwas Land dazu kaufen und die ein oder anderen Pferde werden sicherlich auch wieder dazu kommen. Ich kenne ja mich und ich kenne auch meine liebste Elena, wenn wir eben ein Traumpferd sehen, dann ist es im Kopf schon gekauft.

      Für mich begann der Tag heute mal zur Ausnahme im Stall und nicht im Büro. Ich wollte mich mal um Love me Lara kümmern. Die kleine Stute war leider immer wieder viel zu kurz gekommen, aber ich war mir sicher gewesen, dass sie nicht weiter rumgereicht werden sollte. Und wenn sie zukünftig nur eine weitere Auszeit auf der Weide führen würde, dann wäre das immer noch besser als würde sie immer wieder von Stall zu Stall gereicht werden und irgendwann zu verwahrlosen. Danach ging es aber wieder zum Bürokram. Der Bau eines neuen Daches stand an. Ich setzte mich vor meinen PC und setzte mich daran ein paar Firmen im Internet zu recherchieren. Danach folgten die Anrufe bei den einzelnen Anbietern und ungefähre Preisvorschläge. Diese trug ich mir in eine Exceldatei ein und druckte sie aus. Joyce war in der Zwischenzeit bereits wieder im Stall am Schaffen. Sie hatte sich Sweet Poison geholt und putzte sein Fell. Als ich kam sah sie kurz von ihrem Pony auf. „ Ich habe mal alle Firmen in der Nähe angerufen und eine Datei erstellt mit den Preisen. Ich glaube es wird um einiges teurer als wir dachten.“, erklärte ich ihr kurz. „Komm doch bitte rein, wenn du hier fertig bist.“, fügte ich schließlich noch hinzu. Ich machte mich wieder an meinem Computer zu schaffen, doch dieses Mal ging es um die Bestellung von Futter und weiteren Vorräten. Dies machte ich meistens ohne Absprache mit Joyce, da es ja sein musste und wir eigentlich immer die gleichen Marken und Mengen bestellten. Ich war gerade fertig mit den Bestellungen als Joy in mein Büro kam. „ Hast du Zeit?“ fragte sie mich und ich nickte zustimmend. Gemeinsam gingen wir alle Unternehmen und Preise durch. Wir waren uns sicher, dass es keinen Sinn machte, den günstigsten Anbieter zu nehmen, wenn dann womöglich gefuscht wurde, aber ebenso wollten wir nicht mehr Geld in die Hand nehmen als nötig war. Wir entschieden uns dafür drei Unternehmen in die engere Auswahl zu nehmen, aber davor nochmal eine Nacht drüber zu schlafen. Nachdem ich mit dem Bürokram für heute soweit fertig war, machte ich Chester fertig. Ich klopfte kurz seinen Hals und putzte ihn danach. Ich wollte ein bisschen mit ihm auf dem Springplatz trainieren, denn er sollte ein bisschen mehr gefördert werden. Ich war wirklich froh einen so ruhigen Hengst in meinem Stall zu haben, denn es war sehr entspannend mal mit einem angenehmeren Pferd arbeiten als mit einem dauergeladenen Hengst. Ich konnte jedoch nicht nur ruhige Pferde haben, das wäre mir viel zu langweilig. Nachdem ich ihn geputzt hatte, sattelte und trenste ich den Fuchs noch und schwang mich dann vor dem Stall auf seinen Rücken. Ich ritt bis zum Platz und ließ danach die Zügel wieder lang. Den Parcours hatte ich bereits aufgebaut bevor ich den Hengst geholt hatte und klopfte seinen Hals. Nachdem ich den Hengst lange genug warmgeritten hatte, begann ich damit erstmal alle drei Gangarten auf dem Platz zu gehen. Schließlich sollte er sich noch ein bisschen lockern und alle Bewegungsabläufe in den Grundgangarten durchgehen bevor wir den Parcours gingen. Schließlich sollte er sich ja nicht irgendwas verziehen, reißen oder überdehnen. Verletzungen waren sehr schnell zugezogen und diese wieder auszukurieren dauert meistens lange. Ich klopfte dem Hengst den Hals und ging danach eine Runde mit ihn den Parcours. Er machte wirklich brav mit. Zog schön auf die Sprünge und nahm meine Hilfen brav an. Genauso half er mir dabei die richtigen Abstände zu finden und ich war wirklich froh, dass er so brav war. Mir kam so ein Pferd nicht nur für das eigene Training mehr als gelegen, sondern auch wenn ich ein Pferd zum Beritt hatte, dessen Besitzer Reitstunden auf einem brav trainierten Pferd wollte. Hier konnte ich auf Chester ohne weitere Probleme zurückgreifen. Bei ihm brauchte ich mir keine Gedanken oder Sorgen machen, dass er mal durchdrehte oder verweigerte, denn eigentlich nahm er die meisten Hindernisse brav, außer man machte grobe Fehler. Ich trainierte noch ein bisschen mit ihm und ließ ihm danach die Zügel lang. Zum Abreiten ging ich eine kleine Schrittrunde mit ihm um die Koppeln. Hierbei durfte er sich einfach ein bisschen entspannen. Ich wollte nicht, dass er direkt nach dem Training wieder einfach weggestellt wurde, sondern noch ein bisschen ruhig mit ihm Zeit verbringen. Ich putzte ihn also in aller Ruhe und brachte ihn danach auf die Weide. Die Pferde standen aktuell nur nachts in den Boxen, hieß sobald es hell wurde durften sie raus und sobald es dunkel wurde mussten sie wieder rein. Hierdurch wurden sie auch gleich abgegrast, da die Tage immer kürzer wurden und sie nicht mehr so viel Gras auf einmal bekamen als noch im Hochsommer. Unsere Pferde durften auch bei schlechtem Wetter oder Schnee nach draußen. Aktuell hatten wir auch das Glück genug Wiesen zu haben, so dass es nicht schlimm war, wenn eine mal matschiger war und trotzdem gefetzt wurde. Schließlich sollten die Pferde trotzdem rennen dürfen und sich bewegen können. Ich war komplett dagegen, dass sie nun in der Box oder auf dem Paddock standen und genauso ging es Joy auch. Nachdem ich ihn auf die Weide gebracht hatte, holte ich San Diago nach drinnen. Ich klopfte seinen Hals und putzte den gefleckten Hengst danach auch. In aller Ruhe holte ich seinen Sattel und die Trense. Ich platzierte ersteres auf dem Rücken des Hengstes mitsamt einer Schabracke und verschnallte dann alles in Ruhe. Kurz klopfte ich ihm nochmal den Hals und zog dabei auch gleich das Halfter vom Kopf des Schecken. Dieses tauschte ich nämlich gegen die zuvor geholte Trense und führte ihn danach nach draußen. Gemeinsam mit dem Hengst lief ich zum Platz und stieg dort auf seinen Rücken. Ich ritt ihn in aller Ruhe warm und nahm danach die Zügel auf. Mit ihm wollte ich ein paar Grundaufgaben durchgehen, einfach damit er auch mal wieder geritten wurde und auch die Grundlagen gefestigt wurden.
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    Hengste des Gestüts
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    Friese
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    10 Juni 2019
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    Rasse: KPWN
    Geburtsdatum: 01.03.2010
    Geschlecht: Hengst
    Stockmaß: 165 cm
    Fellfarbe: Dunkelfuchs
    Kopfabzeichen: unregelmäßige, durchgehende Blesse
    Beinabzeichen: vorne: hochweiße Füße - hinten: halbweiße Füße

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    Spat ist ein ausdauerstarker und nervenstarker Hengst. Ihn bringt wirklich nichts aus der Fassung, egal ob andere Hengste oder ein Turnier, der Hengst ist immer ruhig. Bei Turnieren, Training oder im Gelände macht der Hengst immer zu 110% mit. Bei Kindern ist er immer ein bisschen zweigespalten. Zum einen mag er sie, zum anderen kann er mit ihrer hibbeligen Art nicht umgehen und ist dann meistens überfordert.

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    Zuchtpapiere: Nein
    Gekört/Gekrönt: Nein

    Vererbung:
    Farbe: unb.
    Charakter: unb.
    Gangarten: unb.

    Nachkommen:
    //

    Besitzer: Friese
    VKR/Ersteller: Sweetvelvetrose
    Pferdewert: //

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    Springen: E
    Western: E
    Dressur: E
    Military: E
    Distanz: E
    Rennen: E
    Fahren: L

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    1. Platz beim 8. Synchronfahren
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    Fohlen ABC ✔
    Eingeritten ✔
    Eingefahren ✔
    Verladefromm ✔
    Schmiedefromm ✔

    Bodenarbeit
    Treiben & Bremsen x | Durchparieren, Antraben/Galoppieren, Anhalten (Kommando) x
    Abstand zum Pferd x | Wenden & Handwechsel x | Auf Komando kommen x

    Freiheitsdressur / Zirzensik
    Rückwärts-weichen x | Liegen x | Sitzen x | Stehen x
    Spanischer Schritt x | Steigen x | Kompliment x​