Eddi

Sonja

Gegangen im Sommer 2014

Sonja
Eddi, 30 Juni 2013
    • Eddi
      01.07.2013 - Die Basse-Normandie
      Ich schluckte meine plötzlich aufkommende Traurigkeit und Angst herunter, als ich mit dem Jeep auf das Gestüt Hayes End fuhr. Ab heute würde dieses schöne Gelände nicht mehr mein eigen sein. Alles war schon längst ausgeräumt, das einzige was noch da war, waren die Pferde. Um es kurz zu machen: wir zogen um, nämlich nach Frankreich, in die Basse-Normandie. Dort würde meine Pferde und mich ein neues Leben auf einem neuen Gut mit einem neuen Team erwarten. Schon heute würde ein Großteil dieser neuen 'Familie' mit anwesend sein und mir helfen. Unserer Weg würde uns in das kleine Städtchen Arromanches-les-Bains führen, welches an der nördlich-französischen Küste lag. Die Fahrt würde lang werden und wir hatten bereits eine Übernachtung eingeplant und auch die Stops waren fest auf der Karte verankert. Meine kompletten Sachen und auch die des Stalles hatten schon längst ihren Weg nach Frankreich gefunden und warteten dort nun auf die Besitzer. Wir würden ein altes Gut beziehen, welches bereits 1643 erbaut worden war und dessen Geschichte sich sehr auf die Falkenjagd und die Zucht für dort gebrauchte Pferde bezog. Nun würden wir uns dort niederlassen, um uns ein neues Leben aufzubauen. Ich musste aus dem jetzigen Alltag heraus und wollte mich ab sofort vollkommen auf die Pferde konzentrieren. Es gab insgesamt acht Fahrer, welche sich heute auf den Weg machten. Für meine Vollblüter hatte ich Theodor Adorno, unser künftiger Rennpferdetrainer, gebeten, diese mit zu umsorgen, während Susan, eine unserer Jockeys, fuhr. Mit diesen begannen wir auch nun mit dem verladen. Ich hatte Quall angerufen und die Tierärztin gebeten, allen eine Beruhigungsspritze zu geben und auch von Jackie hatte ich mir beruhigende Kräuter geben lassen, welche wir unter das Futter in den Pausen mischen würden. Die Hänger waren riesige Luxuswagen, in welche jeweils sechs Pferde an der Zahl ihren Platz fanden. Ideal für die Vollblüter. Zu erst führten wir die beiden Fohlen Cassiopeia und Deadly Ambition hinein. Beide waren seelenruhig und begannen direkt an ihrem Heu zu knuspern. Dann kamen Golden Ebano, Empire State of the Mind und Muskat mit hinein. Außer Muskat muckte keiner von den Hengsten herum. Jedoch wollten wir unsere Stute Khiara El Assuad in einem speziellen Hänger fahren, da sie bereits trächtig war. So hatten wir einen kleineren Hänger mit nur drei Boxen geliehen, in welchen nun unsere drei trächtigen Stuten Khiara El Assuad, Napayné und Nesquik einstiegen. Alle drei hatten eine Beruhigungsspritze hinter sich und wurden von Tom, einem unserer Pfleger, gefahren. Mit hinzu setzte ich Carter, unseren Stallmeister, welche sich mit jeglichen Problemen, welche auftreten könnten, auskannte. Dieses Gespann fuhr bereits los. In den Vollbluthänger stellten wir noch den jungen Altyn mit hinein und schon konnte auch dieser sich auf den Weg machen. Als nächstes würden die restlichen Fohlen ihren Weg in einen Hänger finden. Dieser würde in der Obhut unserer Pflegerin Talulah sein. Gemeinsam bereiteten wir die sechs Jungpferde auf die Reise vor. Dann musste Fairy Bluebird als Erste hinein, kurz darauf folgten Joyce und Tiny Girl ohne Probleme. Die kleine Mississle begann jedoch, uns zu terrorisieren und bockte auf der Rampe herum, so dass wir vor sie noch Limited und Quintesse hineinführten, bis auch sie mit hineinging. Nun konnte der dritte Hänger das Gestüt verlassen und sich auf die Reise machen. Die nächsten Kandidaten waren unsere Zwerge, die kleinen Welsh Ponys. Zuerst verluden wir Weihnachtswichtel und Little Big Girl. Als Puffer zwischen Stuten und Hengsten schoben wir die kleine Little Chocolate Chip ein, ehe dann Heartbreaker, Admiral und Juego folgten. Alle gingen ohne Probleme auf den Hänger, so das dieser wenigstens direkt lostuckern konnte. Nun kamen mehr oder weniger unsere Sorgenkinder, die Sportpferde. Pajero machte direkt zu Anfang Probleme und weigerte sich in den riesigen Hänger zu gehen. Erst mit Hilfe seines Kumpels Alazar bewegte er sich in das dunkle Loch. Zu unserem Erstaunen ging Candle in the Wind ohne zu Zögern in den Hänger, dabei hatte er so schlechte Erfahrungen gemacht gehabt. Auch Ejadon und Dr. Insektor folgten mir brav in den Hänger. So konnte auch dieses Paket losfahren. Für die beiden Tekken-Stuten Sonja und Mokka hatten wir einen normalen Hänger geholt, so dass die beiden Geschwister zusammen fahren konnten. Als die größten Probleme vom Hof waren, kamen wir zu den zweitgrößten, die blütigen Ponys. Zarin und Romance bekamen direkt einen Hänger für sich, dieses Tamtam würde ich mir nicht antun, die beiden würden nur Stunk verbreiten wollen. In den großen Hänger kamen stattdessen BonnyBoy, Vertigo, Allelujah und Lucane. Wenigstens war es hier so aufgeteilt, dass sich immer zwei recht nahe standen, so dass auch hier Frieden herrschte. Die Stuten Smooth'n Angel und Morning Sun kamen in ihren eigenen Hänger zusammen mit Kürbis und Freeway, welche ich kürzlich zu mir zurückgeholt hatte. Nun waren auch diese Tiere weg. Der auffahrende Hänger war für Aristo, Thorondor, Varulv und Guaranà bestimmt und ich liebte diese vier Hengste so sehr dafür, dass sie das Vertrauen in mich zeigten und mir ohne zu Mucken einfach folgten. Die letzten auf der Liste waren noch unsere Westernpferde. Für dessen Transport hatte sich unsere Westerntrainerin Elizabeth bereit erklärt. Zuerst verluden wir Apache's Tomahawk und Rubina Ravenclaw, kurz darauf folgten Joyna und Campéon und als letzter stieg Hidalgo in den Hänger. Nun waren alle Pferde verstaut und wir fuhren alle los. Wir waren schon zwei Stunden unterwegs, als wir den ersten Stop einlegten und alle Pferde kontrollierten. In jedem Hänger herrschte Ruhe, so dass wir die nächsten vier Stunden durchfuhren, ehe wir wieder eine Pause einlegten. Am Abend waren wir kurz hinter der französischen Grenze und schlugen auf einem kleineren Gestüt unser Lager auf. Für die Pferde hatte man provisorische Paddocks gebaut, auf welche wir sie nun einteilten und dann selbst total k.o. ins Bett huschten.
      Am nächsten Morgen waren wir alle früh um sechs bereit zur Abfahrt. Noch diesen Tag und Abends würden wir dann auf dem Gestüt La Fauconnerie stehen. Die Fahrt zog sich elend lang und ich dachte schon, wir würden niemals ankommen, doch als es bereits dämmerte, näherten wir und Bayeux, der nächstgrößeren Stadt und eine Dreiviertelstunde später waren wir in Arromanches-les-Bains angekommen. Einige meiner Mitarbeiter hatte ich bereits in Frankreich gelassen, damit diese alles für die Ankunft hatten vorbereiten können. Zudem lebten schon einige Pferde auf dem Gestüt. Nun luden wir nacheinander aus und brachten die Tiere in ihre Ställe. Diese waren zwischen Stuten und Hengsten aufgeteilt, wobei unsere englischen Vollblüter einen speziellen Stall bezogen, welcher direkt neben der Ovalbahn lag. Dieser Stall war Adornos voller Stolz, außerdem hatte er bestanden, Quartier auf dem Dachboden des Stalles zu beziehen, um immer bei den Pferden zu sein. Wir arbeiteten noch spät bis in die Nacht. Dann schickte ich mein Team schon in unser großes gemeinsames Haus, während ich noch einmal einen Rundgang machte. Ich begann im Rennstall, wo Theodor schon auf mich wartete. „Khiara hat die Fahrt gut überstanden, es gibt keine Probleme.“ ich musterte lächelnd die Rennikone, wie sie friedlich mit ihrem runden Bauch im Stroh lag und an ihrem Heu knabberte. „Ebano und Muskat haben sich tierisch aufgeregt, aber inzwischen haben sie sich mit ihrer Lage abgefunden. Empire war von Anfang an lieb und auch Cassy und Deadly haben keine Probleme gemacht.“ Ich nickte Theodor zu und sagte ihm, dass es gleich Essen geben würde, ehe ich hinüber in den Stutenstall lief. Die bereits in Frankreich angekommenen Stuten waren die Criollostute Curly Sue, welche ich von Sweetvelvetrose übernommen und direkt mitgenommen hatte, dann aber auch Nightfly, eine Reitponystute, welche ich aus schlechten Verhältnissen übernommen hatte, drittere war Oricono Flow, eine wunderbare Hannoveranerstute und die vierte im Bund war mein ganzer Stolz: die Brumby-Stute Lonely. Ich hatte mich riesig gefreut, als ich sie endlich hatte holen können. Diese vier standen schon seit einer Woche in Frankreich und genossen die ausführliche Pflege meines Teams. Neu war aber auch das Fohlen Feuervogel, welchen ich einfach nur wunderbar fand. Auch die dazugekommen Stuten schienen sich wohl zu fühlen. Bei Nessi und Nay schien alles okay zu sein, so dass ich in den Hengststall rüber huschte. Dort schaute ich auch nach den Neuankömmlingen. Diggin in the Dirth und Absinth waren zwei vielversprechende Reitponyhengste und besonders froh war ich über den Welshhengst Auftakt, welchen ich nun in meinen Reihen begrüßen durfte. Aber auch Serafino, ein Trakehner, war neu und mein ganzer Stolz. Ebenso wie Call me a Twist, den ich ebenso wie Sue von Sweetvelvetrose übernommen hatte. Allen schien es gut zu gehen, sodass ich beruhigt ins Haus ging und mitaß.
    • Eddi
      02.09.2013 - Arbeit mit den Großen
      Gerade heute, wo ich zu gern unsere drei Neulinge einmal persönlich reiten wollte, regnete es ununterbrochen. Ich seufzte leise und zog meine Reitklamotten an. Unten in der Küche saßen schon alle am Tisch und frühstückten, ich gesellte mich still dazu. Nachdem ich mein Toast und den Cappuccino hinuntergeschlangen hatte, lief ich zum Flur, zog mir meine Stiefel an und eine Jacke drüber, ehe ich mich schon auf den Weg zum Stall machte. Carter und seine Stallleute hatten die Pferde schon auf die Weiden gebracht und kümmerten sich nun um den Stall. Ich hatte ihn schon gestern gebeten, die beiden Stuten Oricono Flow und Lonely White Horse in der Box zu lassen. Als erste holte ich mir die wunderschöne Rappstute aus der Box und band sie in der Stallgasse an, um sie gründlich zu putzen, nebenbei unterhielt ich mich mit Carter über die Pläne für den kommenden Monat. Schnell hatte ich die Stute aufgesattelt und führte sie durch den Regen zur Reithalle. Dort nahm ich ihr die Abschwitzdecke ab und passte die Steigbügel an, ehe ich nochmal nachgurtete und mich dann in den Sattel schwang. Im Schritt am langen Zügel drehten wir entspannt unsere Runden, um warm zu werden. Nach einer Weile nahm ich die Zügel auf, ritt Wendungen und Handwechsel, um die Stute aufmerksam zu machen. Erst nachdem sie in einer schönen, nicht übertriebenen Anlehnung lief, wechselte ich in den Trab. Dort ritt ich auch viele Wendungen und Handwechsel und beschäftigte die junge Stute vor allem mit vielen Bahnfiguren. Nach einer halben Stunde bekamen wir Besuch von Mia und Sonja, denn die beiden wollten auch in der Halle arbeiten. Oricono schien die neue Stute nicht zu stören, so dass ich zur Galopparbeit übergehen konnte und an der Sauberkeit ihres Taktes arbeitete. Nach einer Stunde ritt ich sie ab, während Mia gerade begann mit Sonja richtig zu arbeiten. Als ich gerade aus der Halle ritt, kam mir Tamzin auf Candle in the Wind entgegen. Ich nickte ihr kurz zu und machte dann meine Stute fertig. „Eddi? Soll ich Oricono rausbringen?“ fragte Meg neugierig, sie wollte einem immer helfen. Ich nickte ihr dankend zu und bat sie, direkt Serafino reinzubringen, damit er dann trocken wäre, wenn ich reiten wollte. Ich schnappte mir nun Lonely, die Brumbystute, welche noch nicht gar zu lange auf unserem Gestüt lebte. Ich hatte schon öfters mit ihr vom Boden aus gearbeitet, so dass sie mich inzwischen kannte und mir vertraute. Als ich sie geputzt und gesattelt hatte, brach draußen gerade einmal die Wolkendecke auf und die Sonne kämpfte sich durch. Ich nutzte das schöne Wetter und marschierte mit Lonely auf den Reitplatz. Dort trafen wir Judi mit Alazar, welche schon am Arbeiten waren. Ich ritt Lonely in aller Ruhe warm und testete danach alle drei Grundgangarten aus, fragte ein paar Bahnfiguren ab, wollte die Stute aber auch nicht überfordern. Oft lobte ich die Kleine, wenn sie etwas ordentlich machte, denn gerade in ihrem Alter brauchten die Pferde noch viel Bestätigung. Mit Lonely arbeitete ich nur leicht und hörte auch schon nach einer Dreiviertelstunde auf. Zudem zog sich der Himmel allmählich wieder zu. Mia hatte sich schnell Doc geschnappt, um mit ihm noch die letzten Sonnenstrahlen bei einem Ausritt zu genießen. Ich hoffte sehr, dass die beiden nicht nass werden würden. In aller Ruhe sattelte ich Lonely ab und brachte sie dann auf die Weide. Wie versprochen hatte Meg mir Serafino in den Stall geholt und der einsame Hengst brummelte mir schon aufmerksam zu. Ich begrüßte ihn und begann ihn flott fertig zu machen. Er war wahrlich eine Schönheit und konnte sich überall sehen lassen. Heute wollte ich ein wenig mit ihm springen. Begleiten würden mich Judi auf Pajero und Tamzin auf Ejadon. Zu dritt bauten wir den Parcours in der Halle auf und wärmten dann in aller Ruhe die Hengste auf, ehe wir mit dem Springen begannen. Pajero und Ejadon waren inzwischen routiniert, aber auch Serafino machte seine Sache äußerst gut. Ich lobte ihn oft und wir probten auch direkt das Syncrhonspringen mit Pajero, was ohne Probleme klappte. Danach unternahmen wir noch eine kleine Runde zum Abreiten um den Hof, ehe alle Hengste wieder auf ihre Weide durften. Während ich dann mit Mia den Plan für die morgigen Reitstunden besprach, beschäftigte sich Meg auf mein Geheiß noch mit der inzwischen großgewordenen Mokka und longierte die Schönheit ein wenig, damit auch unsere Braune ihre Bewegung bekam. Ich war froh, die Großen so schnell fertig gehabt zu haben, nun konnte ich mich den anderen Aufgaben zuwenden.
    • Eddi
      28.10.2013 - Geländestrecke im Regen
      "Es gibt Tage, da habe ich keine Lust." gähnte Mia müde, als wir gemeinsam an dem großen Frühstückstisch saßen. Ich schaute zustimmend aus dem Fenster, draußen fegte der Wind um die schon beinahe kahlen Bäume und aus dem Himmel ergoss sich eine wahre Sintflut. Das hieß, dass die Draußenarbeit gleich einmal wegfallen würde, außer unsere Jungs würden so stur sein und trotzdem auf ihr Militarytraining bestehen. Roy, Monte und Tom grinsten mich und Judi an. Wir seufzten, also würden wohl auch wir mit rausmüssen. "Ey, wir haben das so lange geplant! Außerdem sind wir nicht aus Zucker." zwinkerte mich Roy an und die anderen stimmten in sein Lachen ein. Doch zuerst waren die Pferde an der Reihe, welche trotz des Wetters auf die Weiden wollten. Danach kümmerten wir uns flott um die Stallarbeit und misteten alle Boxen."Ich würde gerne vorher noch mit den jungen Mädels arbeiten, denn wenn ich pitschnass bin, habe ich keine Lust mehr." lächelte ich Tom an und schnappte ihm den Strick von Lonely White Horse aus der Hand. Die junge Brumbystute folgte mir mit zum Putzplatz, wo ich mir mit dem Putzen Zeit ließ, ehe wir in die Halle gingen. Sie hatte ihre Knotenhalfter auf und ich führte sie in großen Kreisen durch die Halle, um sie aufzuwärmen. Doch der Regen, welcher auf das Hallendach plätscherte, beunruhigte sie permanent. So wurde aus der Longierstunde eher ein Antischrecktraining, denn es lief daraus hinaus, dass ich versuchte, Lonely in aller Ruhe um mich herum laufen zu lassen und das wohlgemerkt im Schritt. Nach einer Viertelstunde war sie vollkommen verschwitzt, so dass ich sie in den Stall brachte und unter das Solarium stellte. Während sie trocknete holte ich mir Mokka. Sie putzte ich direkt nur und kontrollierte ihre Beine. Kürzlich war sie noch einmal ein großes Stück gewachsen und ich wollte schauen, ob alles okay war. Ansonsten bekam sie für heute frei, denn sie würde nicht anders wie Lonely reagieren, deshalb war Arbeiten für sie sinnlos. Gemeinsam mit der Brumbystute brachte ich sie raus auf ihre Weide. Dafür blieb mir nun Zeit für unseren Doc. Er war einer meiner liebsten Hengste und um ihn kümmerte generell nur ich mich, da er eine Bezugsperson brauchte. Inzwischen waren wir in der Dressur weit fortgeschritten und heute wollte ich mal wieder in wenig vom Boden aus machen. Also flott geputzt und das Kappzaum auf, ehe wir in die Halle gingen. Dem schicken Rappen machte das Unwetter nichts aus. Er konzentrierte sich vollkommen auf mich und ich konnte herrlich mit ihm arbeiten. Ich wollte heute wieder seine Hinterhand fördern und aktivieren, so dass es ihm leichter fiel, sich selbst zu tragen. Wir waren auch sehr erfolgreich und nach einer halben Stunde beide verschwitzt. "Wird Zeit, dass du geschoren wirst." lächelte ich und tätschelte ihm den Hals. Gemeinsam liefen wir durch den Regen und ich stellte ihn kurz unters Solarium, ehe er mit Regendecke auf seine Weide durfte. Nun stand unser Militaryritt an. Die anderen waren schon am Putzplatz und machten die Pferde fertig, also holte ich mir flott Pajero. Wie immer ritt natürlich ich den Falbschecken, welcher so stark auf mich fixiert war. Judi hatte sich Serafino ausgesucht, während Roy die junge Sonja ritt, bei beiden hatte ich keine Sorge, dass sie gut miteinander klar kommen würden. Monte ritt Ejadon und das, obwohl seine Leidenschaft eigentlich das Western war, aber so einen Ritt wollte auch er sich nicht entgehen lassen. Alazar wurde von Tom geritten, er mochte den Achal Tekkiner und umgekehrt. Flott machten wir die fünf Pferde fertig und schwangen uns dann in die Sättel. Im Regen ritten wir in den Wald, in welchem es ausgesprochen trocken aussah. Auch der erste Trab und Galopp bestätigten das. "Na dann!" lächelte ich und schickte Tom mit Alazar voraus, der Falbe kannte die Strecke bestens. Als zweites folgten Pajero und ich, hinter uns waren Roy und Sonja, ehe Judi und Monte folgten. Wir bestanden die Strecke ohne große Probleme, auch wenn Sonja einmal verweigert hatte und Pajero bei dem Wassergraben schon zu tun gehabt hatte, ordentlich zu landen. Gemeinsam ritten wir nach Hause, dort sattelten wir die Pferde ab und wuschen nacheinander die Beine und Bäuche sauber. Dann ging es hintereinander ins Solarium, ehe die Pferde in ihre Boxen durften. Nach dem Ritt ließ ich sie lieber mit Abschwitzdecke im Stall stehen. Dafür leisteten wir fünf Reiter ihnen Gesellschaft, als wir uns um die Ausrüstung kümmerten und diese vom Schlamm befreiten.
    • Mongofisch
      20.11.2013 - Hufschmied Mongofisch
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      Fröhlich fuhr ich den bekannten Weg zu Eddi. Sie hatte mich angerufen und mich darum gebeten, ihre beiden Pferde Mokka und Sonja zu beschlagen. Ich hatte mich natürlich sofort dazu bereit erklärt und war nun auf dem Weg zu ihr.
      Als ich auf den Hof fuhr, kam Eddi grade aus dem Stall und winkte mir lachend entgegen. Schnell parkte ich mein Auto und stieg aus. „Hallo Eddi, wie geht’s dir?“ - „Danke, sehr gut! Toll, dass du so schnell kommen konntest!“ Sie schüttelte mir die Hand und zeigte mir dann die beiden Pferde, um die es heute ging.
      Wir fingen mit Sonja an, einer zierlichen Stute, mit wunderschöner, zarter Farbe. Sanft zog Eddi ihr das Halfter über die Ohren und führte sie nach draußen, wo sie die Stute anband. Langsam näherte ich mich Sonja und streckte ihr meine Hand entgegen. Vorsichtig beschnupperte sie diese, tastete sie genau ab und probierte dann, ob man sie vielleicht essen könne. Lachend zog ich meine Hand zurück: „Du, die brauch ich gleich noch um deine Hufe schön zu machen!“ Fragend blickte sie mich mit ihren dunklen Augen an. „Wir fangen erstmal an“, sagte ich, während ich der Stute über die Schulter strich und dann den ersten Huf anhob. Mit dem Hufauskratzer entfernte ich gründlich den Schmutz aus dem Huf und achtete dabei schon darauf, ob es Risse oder abgebrochene Stellen gab. Dem war aber nicht so, also fuhr ich mit dem Hufmesser fort. Sonja war wachsam, schaute sich aufmerksam um, blieb aber ruhig stehen. Ich kürzte nun das Horn, bis es die richtige Form und Länge hatte. Mit der Hufraspel feielte ich den Huf glatt und entfernte gleichzeitig Unebenheiten, die im Laufe der Zeit gewachsen waren. Ich ließ den Huf runter und kontrollierte nocheinmal ob alles gut aussah. Das tat es, also war der nächste Huf dran.
      Nachdem ich alle Hufe ordentlich bearbeitet hatte, lobte ich Sonja, die die ganze Zeit über brav gewesen war. Für das Beschlagen legte ich mir die erforderlichen Werkzeuge bereit und suchte die richtigen Eisen heraus. Außerdem sollte Sonja Grip bekommen, damit sich der Schnee nicht in den Hufen sammelte.
      Ich fing mit dem ersten Huf an. Zuerst passte ich das Eisen an. Dafür erhitzte ich es im Ofen und legte es dann auf den Huf. Das Zischen und der Rauch erschreckten die Stute, Eddi versuchte sie so gut es ging zu beruhigen. Rasch nahm ich das Eisen wieder vom Huf und formte es mit dem Hammer in die richtige Form. Nocheinmal schaute ich, ob es passte, dann hielt ich das heiße Eisen zum Abkühlen in einen Eimer mit kaltem Wasser. Der Rauch verflog und auch Sonja entspannte sich sichtlich. Bevor ich das Eisen an den Huf nagelte, schnitt ich die Gripeinlage passend zum Eisen zu. Mit Nieten befestigte ich das Grip am Hufeisen, damit es sich später nicht verschieben konnte, dann nagelte ich beides auf den Huf. Bei jedem Hammerschlag zuckte die Stute mit den Wimpern, blieb aber trotzdem brav stehen. Das erste Eisen samt Grip war sicher am Huf befestigt und es ging an den nächsten.
      Die restlichen Hufe beschlug ich nach dem selben Ablauf. Sonja bekam ein Leckerli zur Belohnung von mir. Sie war wirklich brav gewesen. Eddi löste den Knoten des Stricks und führte die zierliche Stute zurück in den Stall. Als sie zurück kam, führte sie Mokka, eine braune Achal-Tekkiner Stute und band sie am Putzplatz an.
      Nachdem ich mich der großen Stute vorgestellt hatte, fing ich auch bei ihr damit an, den ersten Huf auszukratzen. Ihr Hufe sahen noch etwas besser aus als die von Sonja, aber auch hier musste ich etwas ausschneiden. Also nahm ich mir das Hufmesser und begann, das Horn zu kürzen. Die Form des Hufes war noch gut, daran musste ich nichts machen. Mokka stand brav still, während sie sich neugierig umschaute. Ich fuhr mit der Raspel fort, mit der ich das vorher geschnittene Horn glatt feielte und auch hier Unebenheiten entfernte. Vorsichtig ließ ich den Huf runter und klopfte der Stute den Hals. „Gut gemacht“, sagte ich und lächelte Mokka an.
      Dann suchte ich für sie die passenden Eisen raus, außerdem bekam sie, wie Sonja, Gripeinlagen. Das erste Eisen erhitze ich im Schmiedeofen, bevor ich es auf den Huf auflegte. Mokka schien der Rauch nicht zu stören, sie zuckte nichteinmal mit der Wimper, sondern Interessierte sich viel mehr für das Geschehen auf dem Hof. Eddi lobte die Stute. Mit dem Hammer brachte ich das Eisen in die richtige Form und schaute erneut, ob es passte. Noch zwei Hammerschläge und es sah aus wie angegossen. Im kalten Wasser kühlte ich das Eisen ab und nahm dann die erste Gripeinlage. Mit der Schere schnitt ich diese auf die Form des Eisens und nietete sie fest, damit sie nachher am Huf nicht verrutschen kann. Anschließend nahm ich den ersten Nagel aus meiner Tasche und begann, das Eisen an den Huf zu nageln. Als alle Nägel an ihrem Platz waren und ich nocheinmal kontrolliert hatte, ob alles passte, ging es mit dem nächsten Huf weiter.
      Nachdem alle Hufe mit einem Eisen mit Grip versorgt waren, lobte ich Mokka ausgiebig. Sie war sehr brav gewesen und hatte sich selbst beim Anpassen der Eisen nicht aus der Ruhe bringen lassen. Eddi brachte die Stute rasch zurück in den Stall und bedankte sich dann nochmal bei mir. „Ist doch überhaupt kein Problem, zu dir komme ich immer gerne“, lachte ich, dann verabschiedeten wir uns und ich machte mich auf den Weg nach Hause.

      © Mongofisch
    • Eddi
      22.12.2013 - Weihnachtliche Vorbereitungen
      „Kann jemand die Leiter festhalten?“ fragte Tom und wagte sich vorsichtig nach oben, denn er wollte endlich die blöden Girlanden im Stall befestigen. Die Idee, das ganze Gestüt weihnachtlich zu schmücken war von mir gekommen und bisher gefiel es mir äußerst gut! An der Spitze des Stalldaches hing ein roter Stern und auch von innen sollte er schön aussehen. Natürlich hatte ich mein ganzes Team mit einbezogen und nun hatten alle zu tun, damit fertig zu werden. Ich half auch fleißig mit, musste mich aber auch darum kümmern, vor Neujahr nun noch alles fertig zu bekommen, denn die Listen der Pferde musste ich dringend erneuern. Wer wann zum Tierarzt musste, wann welches Turnier gewesen war und und und... Auch die Pläne für kommendes Jahr mussten geschmiedet werden, doch erst einmal kümmerte ich mich gemeinsam mit Talulah um den Stall. Zuerst brachten wir alle auf die Weide, so schnappte ich mir Pajero und Alazar, während sie Sonja und Mokka nahm. Meg half uns direkt mit uns holte die unruhige Brumbystute Lonely aus ihrer Box. Sie machte allerdings so ein Theater wegen dem Weihnachtsschmuck, dass sie Tom beinahe von der Leiter warf. Wir waren froh, als sie sicher auf ihrer Weide stand. Dann holten wir noch Serafino, Ejadon und Dr. Insektor aus dem Stall. Danach konnten wir uns an die Stallarbeit machen. Dass überließ ich Talulah und Meg, während ich mir Mia schnappte und mich um die Sportponys kümmerte, welche auch noch auf die Weiden wollten. Ich nahm mir Alice und Animby, die beiden Schwestern, um sie auf ihre Weide zu bringen. Danach kam Mia mit Nightfly und Morning Sun und schon standen alle Stuten auf der Weide. Nun holte ich mir Auftakt und BonnyBoy, meine beiden schicken Welshhengste, beide gekört und mit hohen Punkten prämiert. Besonders auf Auftakt war ich stolz, dass er in meinem Stall stand. Gleiches galt aber auch für Zarin und Romance, meine beiden Lieblinge, die zwar immer Theater machten, aber mir trotzdem jedes Mal ein Lächeln ins Gesicht zauberten. Danach holten wir noch die Hengste Allelujah und Vertigo, welche ich übernahm, während Mia sich Lucane und Carachillo schnappte. „Irgendwie werden es auch nicht weniger Pferde.“ lachte sie und schnappte sich ihren Liebling, nämlich unseren Haflinger Pinocchio. Ich holte noch die beiden Jungspunde Absinth und Diggin in the Dirth aus dem Stall und schon waren wir fertig. Nun hieß es ran an die Stallarbeit!
    • Eddi
      22.04.2014 - Frühjahrsputz
      Punkt sechs klingelte mich mein Wecker aus dem Schlaf. Gähnend erhob ich mich aus dem Bett und schlafwandelte erst einmal ins Bad, um mir eine Ladung Wasser ins Gesicht zu schütten, damit ich erst einmal wach wurde. Heute war früher aufstehen angesagt, denn wir hatten Großes vor. Inzwischen war es April und das Wetter war nun immer zu 80% wirklich richtig schön, deshalb hatte ich entschieden, dass es so weit war: der Frühjahrsputz stand an. Nachdem ich mich in meine Stallklamotten geworfen hatte, lief ich hinunter in die Küche. Wiedermal war ich nicht die erste, stattdessen war Mia schon auf den Beinen und huschte wie ein aufgeschrecktes Eichhörnchen umher. Der Frühstückstisch war schon gedeckt, so dass ich mich einfach auf meinem Stammplatz niederließ. Auch die darauffolgenden Mitglieder des Gestüts schauten Mia verständnislos an und setzten sich verschlafen an den Tisch. Unsere Dressurreiterin war definitiv die einzige, die schon putzmunter war. Wir frühstückten gemeinsam und planten den heutigen Tag, wobei Mia immer ganz vorne mit dabei war. Sie nahm sich so viel vor, dass es sogar für sie knapp werden würde, dass alles zu schaffen. Als wir fertig waren und der Tisch abgedeckt, ging es in Richtung Stall. Wie jedes Jahr begann für die Pferde zu Ostern die Sommersaison und das hieß 24 Stunden Weide! Die Alteingesessenen hatten es schon im Gespür und waren ganz aufgeregt, als wir als große Mannschaft den Stall betraten. Die Herden hatte ich schon in den letzten Wochen eingeteilt und oft genug wechseln müssen, da die Pferde sehr wählerisch waren. Bei uns war es so, dass man eigentlich alle Hengste zusammenstecken konnte, denn die verstanden sich alle. Bei den Stuten sah das anders aus, denn da war Zickenterror an der Tagesordnung, deshalb hatte ich bei den Plänen besonders lang gebraucht. Am unkompliziertesten waren die Jährlinge und Jungpferde gewesen, wo schnell klar war, wer mit wem konnte und so wurden heute die großen Weiden eingeteilt und dann ging es auch schon an die Arbeit. Der Einfachheit halber brachten wir zuerst die Jüngsten raus, da deren Weiden am nächsten lagen. Außerdem wollten wir den Stuten mit Fohlen den Stress ersparen, also halfterte ich Napayné und Nandalee auf, während Meg sich Nesquik und Applaus holte. Gemeinsam brachten wir die beiden auf die große Weide direkt hinter dem Stall. Da auch Khiaras Fohlen Kaythara mit gleichaltrigen Artgenossen großwerden sollte, hatten wir die Vollblutstute und ihre Tochter in den letzten Wochen immer öfter probeweise zu den Welshs gestellt. Zu meiner Freude verstanden sich die Stuten und Fohlen einwandfrei, weshalb Khiara mit auf diese Weide durfte. Danach waren unsere Jungpferde an der Reihe, welche eine Weide bekamen, die zur Hälfte im Wald verschwand, denn ich war mir sicher, die Jungspunde würden zwischen den Bäumen ihren Spaß haben. Es war eine große Stutengruppe, bestehend aus Hollybrooks stolzer Nachkommin Fairy Bluebird, ihrer besten Freundin Joyce, der kleinen Tiny Girl und dann noch den beiden aufgeweckten Stuten Raunchy’s Limited und Fire of Quintesse. Die fünf waren schon halbe Ewigkeiten zusammen und verstanden sich ausnahmslos prima. Gemeinsam tollten sie ausgelassen über die Weide und ich freute mich sehr, sie so zu sehen. Die beiden Junghengste Prazzy’s Goldbell und Painted Blur standen immer noch in der Junghengstherde von Zaii und ich schaute wöchentlich bei meinen Lieblingen vorbei, ihnen ging es wunderbar! Somit waren Feuervogel und Altyn die einzigen Junghengste auf dem Gestüt und bekamen ihre eigene Weide. Nachdem die jungen Pferde fröhlich über die weiten Wiesen tollten, sollten nun auch die großen an die Reihe kommen. Ab sofort waren wir aufgeteilt und jeder kam stets mit zwei Pferden an der Hand aus dem Stall. „Lasst ihr bitte Pajero, Call me a Twist und Schneeleopard noch im Stall?“ meinte ich lächelnd, als ich soeben einige Pferde aufgehalftert hatte. Das rausbringen zog sich und dann war es plötzlich geschafft. Ich rief Mia und Meg zu mir und wir machten die drei verbliebenen Hengste fertig. Sie wurden kurz geputzt und bekamen dann allesamt nur eine Trense über. Danach schwangen wir uns auf die blanken Rücken, ich saß auf meinem geliebten Pajero, Mia nahm Twist und Meg ritt Leo. Ich wollte mit den beiden nun noch einmal alle Weiden abreiten und die Zäune, Versorgungsstände und Herden kontrollieren. Die ersten Weiden waren schnell gemacht und dann kamen wir an die riesigen Stutenweiden. Die Wiese von den Vollblütern war noch relativ klein im Vergleich zum Rest, dafür standen hier aber auch nur die beiden Tekken Mokka und Sonja, sowie die drei Rennpferde Cassiopeia, Destiny und Deadly Ambition. Zufrieden ritten wir weiter und kamen an die wohl kritischste Stutenweide. Um Weihnachtswichtel und Little Chocolate Chip machte ich mir keine Sorgen und auch Nightfly und Foxglove waren problemlos. Aber die drei Welshsstuten Animby, Alice und Herbsttraum legten es gerne auf Probleme an. Deswegen stand auch die Tinkerstute Freeway mit hier, denn wenn ihr die Zickereien zu weit gingen, zögerte sie nicht, sondern griff ein. Doch im Moment war alles friedlich, genauso wie auf der Nachbarsweide von den Westernstuten. Joyna und Chou grasten friedlich im Schatten, während Caribic Sue und Rubina Ravenclaw herumtobten. Apache’s Tomahawk kam sofort angetrabt als sie uns sah, denn sie schien es eindeutig auf Twist abgesehen zu haben, so dass wir flott weiterritten. Die Hengste hatte ich in drei riesige Herden aufteilen müssen. In der ersten waren unsere Welshzuchthengste Auftakt, BonnyBoy, Fürst der Finsternis und Single Malt vereint. Dabei standen auch Lucane, Vertigo, Pinocchio und Carachillo. Allesamt eine ruhige Truppe, weshalb wir Serafino, Ejadon und Dr. Insektor noch dazugesteckt hatten. Bei der nächsten Weide wurden wir freudig von Heartbreaker begrüßt, der seinen Freund Pajero schon sehnsüchtig vermisst hatte. Ich schwang mich von dessen Rücken, nahm ihm den Zaum ab und ließ auch ihn auf die Weide. Das war die Weide der Jungspunde und frechen Kerle, die sich aber allesamt wunderbar verstanden. Zum einen unsere Unzertrennlichen Zarin und Romance, dann Absinth und Dirth, wozu auch Allelujah. Yerai, Muskat und Mennesse brachten noch ein wenig Blut mit rein, so dass ich Breaker, Pajero und Alazar als Aufpasser mit dazugestellt hatte, nicht dass es die jungen Kerle doch einmal übertrieben. Bei der letzten Weide mussten dann auch Meg und Mia absteigen, denn Leo und Twist durften mit zur Thorondor, Aristo, Guarana, Pawaneeh, Magic Golden Dust, Hidalgo und Campeon auf die Weide und dann hatten wir es auch schon geschafft. Als endlich alle Pferde draußen waren, ging es an den Frühjahrsputz. Wie jeden Tag wurden die Boxen gemistet, aber diesmal nicht mehr eingestreut. Zudem wurden die ganzen Spinnenweben entfernt, die Fenster wurden geputzt und die Stallgasse gründlich gekehrt. Alles erstrahlte im neuen Glanz und die Sattelkammern wurden einmal komplett ausgeräumt, ehe wieder eingeräumt und aufgeräumt wurde. Die Sättel wurden öfters gefettet, doch das wurde heute auch direkt noch einmal gemacht. Ebenso wurden besonders dreckige Decken oder Bandagen gleich in den Wäschekorb geworfen. Zum Schluss war alles ordentlich eingeräumt und die Arbeit für heute geschafft und wie die Pferde, bekamen auch die Trainer heute frei. Die kommenden Wochen würden hart genug werden, denn dann hieß es Boxen und Ställe neu streichen, genauso wie die Zäune. Scharniere mussten neu geölt werden, das ein oder andere frisch lackiert werden oder gar ersetzt werden. Die Paddocks wurden abgebaut und der alte Sand entfernt, damit neuer Sand hingebracht werden konnte. Nach diesem kalten Winter sollte wieder alles auf Vordermann gebracht werden.
    • Eddi
      29.07.2014 - Neuer Stall, wir kommen!
      Als ich heute Morgen aufstand, schien bereits die Sonne leicht durch meine Gardinen. Lächelnd schlug ich die Decke auf und sprang aus dem Bett. Mein Kater war auch direkt wach und folgte mir schnurrend mit ins Bad. Während ich duschte und mich fertig machte, putzte er sich gründlich. Eine halbe Stunde später waren wir fertig und liefen hinunter in die große Küche. Heute waren wir ausnahmsweise mal die ersten. Also gab es für meinen Kater sein Futter und ich schob die Brötchen in den Backofen. Danach machte ich die Kaffeemaschine fertig und machte den Wasserkocher für den Cappuccino an. Nun kochte ich noch die Eier und während alles so verlief wie es geplant war, deckte ich den Frühstückstisch. Pünktlich um acht kam mein gesamtes Team zusammen und wir frühstückten gemeinsam. Mia hatte die Post hineingeholt und verteilte die Briefe an die jeweiligen Empfänger. Ich hatte eine Postkarte meiner guten Freundin Lea erhalten, welche gerade ihren Urlaub an der Ostsee genoss. Lächelnd las ich ihre Worte, wenn sie nur wüsste was momentan hier los wäre. „Wir müssen heute die Jungpferde noch umweiden, sonst können die Bauarbeiten nicht beginnen.“ meinte Tom und ich nickte ihm zu. „Ja das machen wir heute.“ erklärte ich und hatte in Gedanken schon den heutigen Tagesablauf geplant. „Tamzin, Mia? Ihr fahrt heute aufs Turnier, richtig?“ hakte ich noch einmal nach, eigentlich wollte ich nur schauen, dass jeder wusste, was los war. „Ja, genau. Ich nehme Taktlos und Muskat mit.“ meinte Mia. „Talulah wollte wegen der Versorgung mitkommen, ansonsten habe ich eben Alazar und Vertigo dabei.“ fügte Tamzin hinzu. Ich nickte den beiden zu und gähnte leicht. Genüsslich biss ich in mein Brötchen und trank einen Schluck Cappuccino. „Wie geht es den Fohlen?“ fragte ich in die Runde und bekam direkt eine Antwort. „Nüsschen geht es wunderbar und Rosewell ist zwar noch schüchtern, aber ihr geht es bestens.“ erklärte Meg mir. Sie liebte Fohlen und war nur zu gerne bei den jungen Pferden unterwegs. Wir frühstückten zu Ende und dann machten wir uns auch schon an die Arbeit, denn die kommenden Wochen würde auf dem Gestüt viel los sein. Momentan bauten wir nämlich um, so dass es gar nicht so leicht war, für alle Pferde eine neue Weide zu finden, ohne den Bauarbeiten im Weg zu stehen. Aus diesem Grunde mussten die Jungpferde jetzt auch weichen. Also begannen wir unseren Tag mit Weide bauen. Es mussten insgesamt zwei Weiden her, damit wir Hengste und Stuten trennen konnten. Eine Stunde verbrachten wir damit und dann waren die großen Weiden am Rande des Waldes fertig. Nun hieß es die Jungpferde holen. Mit Halftern bewaffnet machten sich Tom, Meg und ich auf den Weg. Ich schnappte mir Prazzy's Goldbell, Feuervogel und Painted Blur, Tom fing sich Altyn und He's called Trüffel und Meg nahm schon die zwei Stuten Hollybrook's Fairy Bluebird und Joyce mit. Der Weg zu den neuen Weiden war weit und das nutzten die Hengste zu gern zum toben aus. Ich war froh, als wir dann endlich die erste Ladung drüben hatten. Nun liefen wir noch einmal um noch Hollybrook's Tiny Girl, Raunchy's Limited, Quintesse of Xaras, Rosewell und Shawneé zu holen. Danach waren wir sogar schon fertig. Während Meg und Tom die alten Weiden abbauten, lief ich zu unserem Stallgebäude. Momentan waren dort alle Mutterstuten mit Fohlen aufgestallt, allerdings wollte ich auch diesen Auslauf gönnen. Als erste halfterte ich Khiara El Assuad auf und brachte sie gemeinsam mit ihrem kleinen Stutfohlen Khaytara El Assuad auf die Weide vor dem Stall. Danach holte ich noch Napayné und Nesquik, unsere Welshstuten. Nandalee und Applaus waren voller Tatendrang und hüpften aufgeregt nebenher und freuten sich riesig auf Khaytara. Fröhlich jagten die kleinen Fohlen über die Weide, während die Stuten friedlich nebeneinander grasten. Nun holte ich noch Mokka mit ihrem frisch geborenen Fohlen Mon petit écrou aus dem Stall und ließ sie heute auf eine der kleineren Weide, denn noch wollte ich die beiden lieber alleine lassen, nur Mokkas beste Freundin Sonja durfte bisher mit zu ihr und dem Fohlen, weshalb ich die drei gerne zusammen stellte. Nachdem auch diese Pferde versorgt waren, nun konnte ich mich nicht länger drücken, denn die Bauarbeiter rückten an und direkt kam der Chef zu mir. Gemeinsam brüteten wir über den Plänen und diskutierten über die Aufteilungen. Ich wollte meinen Pferden ein anderes Leben gönnen und baute deshalb das gesamte Gestüt um. Es sollen zwei neue Paddocktrails und drei Aktivställe gebaut werden. Hinzu kommen sollten fünf Mini-Offenställe, in welchen immer nur 2-3 Pferde leben würden und zu guter Letzt noch einige Doppelboxen mit großen Paddocks für Gästepferde oder auch für unsere Pferde, wenn etwas großes anstand. Mein Team unterstützte mich dabei tatkräftig und schon bald würden die Umbauten fertig sein. Ich musste nur noch die neuen Herden einteilen und dann würden die Pferde auch schon bald auf ihre neuen Weiden ziehen dürfen. Aber heute waren wir davon noch weit entfernt. Lächelnd schlenderte ich über das Gestüt und verabschiedete Mia und Tamzin, sie würden erst heute Abend wieder zurückkommen. Ich entschied mich stattdessen, zu unseren Zwergen zu schauen. Also schnappte ich mir in der Futterkammer sechs Möhren und wanderte zu den Weiden, wo Werina, Mondscheinsonate, Weihnachtswichtel und Little Chocolate Chip standen. Als ich sie rief, kamen sie sofort angesaust und holten sich ihr Leckerchen ab. Danach schaute ich bei den Jungs Heartbreaker und Window vorbei und auch sie bekamen noch eine Möhre. „Guten Appetit, meine Lieben.“ meinte ich lächelnd und ging dann, denn im Stall stand die Teambesprächung an, wer nun was machen würde. Judi wollte heute mit Carachillo und danach mit Capriciasso zur Geländestrecke und die beiden trainieren. Danach würde dann eine Springstunde für ihre jungen Nachwuchsreiter anstehen. „Wen willst du heute mitnehmen?“ fragte ich, um zu wissen, wer dann noch bewegt werden müsste. „Ich wollte gerne Lucane, Nightfly, Pinocchio, Naimibia und Diggin' in the Dirth nehmen.“ erklärte Judi mir und ich nickte. „Alles klar.“ meinte ich lächelnd und verschwand. „Tom? Reitest du heute Absinth und Serafino?“ trug ich ihn auf und suchte dann Meg. „Komm, wir machen einen Ausritt mit Zarin und Death Pop Romance.“ meinte ich lächelnd, damit die junge Auszubildende eine kleine Pause bekam. Heute war sehr angenehmes Wetter und so konnten wir viel traben und galoppieren, was den beiden Hengsten sehr gut tat. Danach bat ich sie noch, sich auf Foxglove zu schwingen. Ich wollte stattdessen Allelujah beschäftigen, für ihn stand heute Longieren an mit viel Stangenarbeit, denn einfach war er immer noch nicht, aber es wurde langsam besser. Als ich mit dem Palomino fertig war, holte ich meinen Liebling Pajero von der Weide, um mit ihm unsere Geländestrecke als lockeren Spaß zu reiten. Wie immer war er super drauf und es war ein toller Ritt. Danach war noch Dr. Insektor an der Reihe. Unser Hengst hatte sehr gute Fortschritte gemacht und vielleicht würde er bald an Turnieren teilnehmen können. Für Ejadon gab es heute frei, denn er hatte die letzten zwei Tage mit Turnieren verbracht. Guaranà ging mit Monty heute eine kleine Runde ins Gelände, um ihn fit zu halten. Mennesse nahm er als Handpferd mit, damit der direkt auch bewegt wurde. Die spanischen Schönheiten Thorondor, Yerai und Aristo hatten heute auch frei, also bewegte ich nur noch Freeway. Danach war erst einmal das Mittagessen an der Reihe. Heute gab es Hefeklöße mit Vanillesoße und Kirschkompott. So kamen wir alle wieder zusammen und konnten eine kleine Pause machen, ehe es mit der Arbeit weitergehen würde. Am Nachmittag war noch genug zu tun und da drei Leute heute fehlten, mussten wir anderen uns besonders ins Zeug legen. Mein erster Gang nach dem Mittagessen war zu Carter, denn ich wollte mich über das Training der Vollblüter informieren. „Wenn es öfter mal ein paar Rennen geben würde, dann könnten Cassiopeia und Deadly Ambition auch einmal zeigen, was in ihnen steckt, aber momentan sieht es dort ja ziemlich mager besetzt aus. Pawaneeh lasse ich jetzt nebenbei aktiv auch in Dressur und Springen trainieren, das braucht er, so kann Susan ihn auch im Rennen besser kontrollieren. Magic Golden Dust macht sich gut im Training und ist topfit. Und Destiny Horror, na ja, ich denke die Dressur wäre eher was für die Hübsche.“ erzählte er mir und ich saugte alles in mir auf. Auch bei unseren Westernpferden tat ich momentan nicht gar so viel, das überließ ich lieber Monte und Elizabeth. Stattdessen schaute ich in die Halle, wo Monte gerade Unterricht gab. Vier junge Menschen hatte er unter seine Fittiche genommen. Heute wurden dadurch Rubina's Ravenclaw, Joyna, Apache's Tomahawk und Caribic Sue trainiert. Wie ich hörte waren Monte und Elizabeth schon mit Schneeleopard und Campéon unterwegs. Call me a Twist hatte momentan frei, denn er verbrachte gerade seine Zeit viel lieber mit potenziellen Stuten auf der Weide. Seitdem er gekört war, hatten wir nämlich äußerst viele Deckanfragen bekommen. Hidalgo wurde gerade von Elizabeth geritten. Die Stuten Chou und Ice Coffee hatten heute frei. Zuletzt standen meine Lieblinge an, die Ponys aus den Wales. Meine kleine Welsh Zucht war inzwischen schon gigantisch und ich freute mich jedes Mal, bei ihnen vorbeizuschauen. Die beiden Hengste Auftakt und Bonny Boy befanden sich inmitten der Turniersaison. Animby, unsere jüngste Stute, wurde hingegen auf ihre Krönung vorbereitet, denn sie sollte auch bald mit in die Zucht einsteigen dürfen. Fürst der Finsternis und Alice von Landwein hatten momentan eine Pause und liefen vermehrt in den Reitstunden der Fortgeschrittenen mit und gingen mit ihren Reitern auch die ein oder anderen Turniere. Die hübsche Herbsttraum hatte sich inzwischen wunderbar eingelebt und ich war ernsthaft am überlegen, mir aus ihr ein Fohlen zu ziehen. Zuletzt war da noch Single Malt, welcher bisher noch Schonfrist hatte. Der Tag ging schneller vorbei als gedacht und abends saßen wir alle beisammen am Tisch zum Abendbrot. Mia und Tamzin waren sehr erfolgreich auf den Turnieren unterwegs gewesen und auch bei den anderen hatte es heute super geklappt. Zufrieden konnten wir so mit dem Tag abschließen.
    • Eddi
      Erinnerungen

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  • Album:
    Pferde im Ruhestand
    Hochgeladen von:
    Eddi
    Datum:
    30 Juni 2013
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  • Name: Sonja
    geboren: 2008

    aus: Soulfly
    von: Glint of Gold


    Rasse: Achal Tekkiner
    Geschlecht: Stute
    Farbe: Isabell
    Stockmaß: 155 cm

    Beschreibung:
    Sonja ist eine zurückhaltende kleine Pferdedame, durch ihre Mutter hat sie ein freundliches aber vorsichtiges Gemüt geerbt,weshalb sie oft etwas untergeht. Dennoch, ist sie erstmal alleine und darf sich präsentieren blüht sie auf; federnde Gangarten, gutes Bewegungspotential und eine hohe Leistungsbereitschaft machen sie zu einem idealen Dressurpferd.

    Ersteller: Sammy
    Besitzer: Edfriend
    Vorkaufsrecht: Sammy

    Distanz E
    Dressur E

    [BFS 78] Achal Tekkiner & Braune
    [BFS] Falabellas & Achal Tekkiner
    _________________


    Nachkommen:
    Lucian (von Alazar)
    Worgait (von Alazar)
    Golden Kabbat (von Alazar)
    Altyn (von Alazar)