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Mohikanerin

Snuff | x Punkte

Snuff | x Punkte
Mohikanerin, 23 Feb. 2018
    • Mohikanerin
      Alte Berichte (1)

      Unbekannt
      Aufruhr im Stall | 3091 Zeichen | © Tikka

      Pohjoispää, Finnland – 15:03 Uhr
      Mit einem leisen Geräusch durchtrennte ich die Kordel, die den Strohballen zusammen hielten und verteilte es raschelnd auf der dicken Schicht Sägespäne, welche ich zuvor in der leeren Box eingestreut hatte. In dem kleinen Stall würde es bald Zuwachs geben, gleich von zwei Neuankömmlingen. Zum einen der kleine Kvest, welcher Mørke in Zukunft Gesellschaft leisten sollte, jedoch immer noch nicht bei mir stand, auch wenn ich ihn schon eine ganze Weile gekauft hatte, zum anderen die Mixstute Snuff, welche sich bei Wanderin und Xalsa integrieren musste, solange das Fohlen noch auf dem Hof stand. Der kleine Stall war warm und gemütlich und nun glaubte ich endlich die kleine Truppe gefunden zu haben, die ich mir immer gewünscht hatte. Im Großen Anbau hingegen herrschte reges Treiben und Veijas Bestand wuchs immer weiter. Mit gerunzelter Stirn betrachtete ich mein fertiges Werk und machte mich auf den Weg nach draußen, in die Eiseskälte. Im Winter stiegen die Kosten enorm. Die Wasserleitungen sowie der ganze Stall mussten isoliert und beheizt werden, die Pferde konnten kein Gras mehr fressen und aus dem Zufüttern wurde alleiniges Futter aber nun gut. Solange Veija das halten konnte, ging es mich nichts an, wie viel sie sich anschaffte. Mit ihr zu reden hatte ich bereits aufgegeben. Kurz zuckte ich die Schultern und meine Miene hellte sich rasch auf, als der große Transporter auf den Hof bog. Er beherbergte den Hengst und den Isländermix, welche heute beide am Flughafen in Finnlands Hauptstadt eintrafen. „Hei!“, begrüßte ich den Fahrer und die junge Frau, die aus dem Fahrerraum ausstiegen. Ich hatte mich rasch an die neue Sprache gewöhnt und beherrschte sie inzwischen recht passabel. Der Fahrer versicherte mir, dass mit den beiden alles in Ordnung war und die Fahrt ruhig verlaufen ist, ehe er mich unterschreiben ließ und ich mich bedankte. Wir begannen gleich damit, die beiden abzuladen und sie in die für sie vorgesehenen Boxen zu bringen. Snuff schien sehr nervös und es würde eine Herausforderung werden, mit ihr zu arbeiten, doch hatte ich mich bedingungslos in sie verliebt, als ich von Sarah auf dem Weg zurück ins kalte Finnland war. „Huom!“, hörte ich die Stimme der jungen Frau, gefolgt von einem lauten Poltern aus dem Inneren des Stalles. Mørke sah mit angelegten Ohren über seine Boxentür hinweg und hatte scheinbar ordentlich gegen diese getreten, als Kvest ihn mit gebleckten Zähnen angiftete. Das kann ja was werden.., schoss es mir durch den Kopf und ich seufzte leise. Scheinbar hielt der Gelbfalbe nicht sonderlich viel von seinem neuen Stallgenossen, wohingegen Snuff schon interessanter schien. Diese jedoch tänzelte aufgeregt an meiner Hand und ich würde sie wohl noch bewegen müssen. Die Weide war vollkommen eingeschneit und hinaus konnte sie also nicht, so müssten wir das Problem anders lösen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten standen die beiden schließlich in ihrer Box und die beiden jungen Menschen fuhren wieder vom Hof. „Na ihr.“, murmelte ich und betrachtete die Neuankömmlinge ausgiebig, während sich die Unruhe im Stall langsam legte.

      Unbekannt
      Ein kurzer Besuch | 1141 Zeichen | © Tikka

      Pohjoispää, Finnland – 18:47 Uhr
      Schon lange spiele ich mit dem Gedanken, einfach alles aufzugeben. Alles, was ich mir nun in über zwei Jahren aufgebaut hatte. Den kleinen Hof in Finnland, die Klinik, die Pferde. Doch so recht trennen kann ich mich von keinem von ihnen. Es würde mir das Herz zerreißen, sie voneinander zu trennen. Ich stapfte in den Stall, kontrollierte die Tränken und füllte die Heunetze auf, ehe ich das Futter mischte und unter den Tieren verteilte. Ruhiges, gleichmäßiges Malmen und hin und wieder ein Schnauben durchtrennte die Stille und ich strich vorsichtig über den Hals meines geliebten Norwegers, während er fraß. "Na Dicker.", murmelte ich leise und das Tier spielte mit den Ohren, ehe er mich aus intelligenten Augen anblickte. "Morgen Dicker.", murmelte ich. "Ab Morgen nehme ich mir wieder Zeit für euch." Man sah dem Tier an, dass es nicht mehr im Training war. Bewegung hatten alle genug, frische Luft und Futter, doch lebten sie nur noch vor sich hin. Nicht unglücklich, im Gegenteil, doch bekamen sie nicht mehr die Aufmerksamkeit, die sie verdient hätten. "Morgen.", murmelte ich wieder, schloss den Stall ab und ging hinüber zum Haus.

      Unbekannt
      Willkommen daheim | 3741 Zeichen | © Tikka

      Pohjoispää, Finnland – 5:36 Uhr
      „Daavid!“, quietschte ich auf und knuffte den jungen Mann in die Seite, nachdem er mich leicht kitzelte. „Hilf mir lieber.“, neckte ich ihn und hievte die letzten Koffer in den Geländewagen. Lange hatte ich gegrübelt, Finnland zu verlassen und zog nun mit meinen drei Schützlingen und dem jungen Tierarzt an den Fuße des Mount Logans – des höchsten Berg Kanadas. Die Berge hatten mich mein Leben lang gereizt und so könnte ich sie auch jetzt nicht zurück lassen. Die größte Überraschung war jedoch, dass ich Musta Kyyneleet nicht alleine neu aufbauen musste. „Ich fahre.“, grinste der junge Mann und ich stieg auf den Beifahrersitz des Wagens. „Dann hopp hopp.“, grinste ich und ließ mich neben ihn fallen. Wir hatten gute zwei Stunden Fahrt mit dem Hänger zum Flughafen vor uns. Doch war es mit den drei Pferden vergleichsweise einfach. Mit Verena, die in meine Nähe zog und ihren gut 60 Tieren wollte ich nicht tauschen. Zumal ich mir nur um die Jungstute Steel Heart ein wenig Sorgen machte, die anderen beiden kannten Flugzeuge bereits.
      Endlich am Flughafen agekommen übergaben wir den Beamten die Papiere und zwei Pfleger nahmen die Pferde mit, ehe Daavid und ich eincheckten. „Na komm, etwas Zeit ist noch. Ich spendier dir einen Kaffee.“, sagte ich und zog los. „So weit kommt es noch..“, hörte ich eine tiefe Stimme hinter mir murren und ich lachte leise. Daavid kaufte sich einen starken Kaffee und mir einen Latte Macchiato. „Danke.“, sagte ich und setzte mich in einen der bequemen Sessel nieder. Rasch vergingen die beiden Stunden am Flughafen, doch nun stand uns ein Flug bis Frankfurt bevor und dann die vielen Stunden über den Ozean.
      „Ich dachte wir kommen nie an!“, grinste ich, als das Flugzeug landete und die Lichter ausgingen, die das Anschnallen vorschrieben. Alle erhoben sich von ihren Sitzen und ich war dankbar, nun nicht mehr mit dem quengelnden Kind vor uns auf engstem Raum zu sein. Nach kurzer zeit kam unser Gepäck am Flughafen an, das meiste hatten wir jedoch voraus geschickt und es wartete bereits auf der kleinen Ranch in den Bergen, die Platz für gut drei Personen und acht Pferde bot, sowie ein Gebäude für die Praxis und Boxen für stationäre Behandlungen besaß. Mit diesem Kauf hatte ich mir wohl einen Lebenstraum erfüllt. „Bleiben wir eigentlich bei Musta Kyyneleet?“, fragte Daavid, während wir den Flughafen verließen, doch ich zuckte nur die Schultern. Draußen stand der Mietwagen, sowie die Spedition, die uns mit den Pferden folgen würde. Alles war bereits Abfahrtbereit verladen, doch ging ich zunächst in den Hänger um nach den beiden Stuten und dem Hengst zu sehen. „Der Norweger musste vor dem Flug ein starkes Mittel bekommen, er hat die gesamte Box zerlegt.“, sagte der Mitarbeiter des Flughafens. Ich seufzte hörbar auf und blickte in die glasigen Augen des Pferdes, ehe ich ihm sanft über die warme Stirn strich. „Bald hast du es geschafft.“, murmelte ich und das Tier schnaubte. „Lasst uns fahren!“, forderte ich die Männer auf und schwang mich in den Jeep, Daavid sich neben mich. Wir waren beide mehr als müde und so verlief der Großteil der Fahrt schweigend. Doch war ich froh, dass bisher alles glatt ging und wirklich problemlos verlief.
      Nach Stunden der Fahrt wurde das Gelände immer hügliger, bis wir schließlich in den tiefen Bergen waren und anhalten mussten, um Schneeketten aufzuziehen. Mit den vielen Leuten war dies schnell geschafft und es ging ohne Pause weiter bis zur Ranch. Sie war nicht neu und es lag viel Arbeit vor uns, alles herzurichten, doch freute ich mich sehr darauf. Die beiden Spediteure luden Snuff und Steel Heart aus, während ich den schlappen Hengst in den Stall brachte. „Willkommen daheim.“, lächelte ich und der Norweger spitzte aufmerksam die Ohren.

      Unbekannt
      Aufruhr im Stall | 3091 Zeichen | © Tikka


      Unbekannt
      Tierarzt | 6497 Zeichen | © Unbekannt

      Heute hatte ich wieder einen Großauftrag vor mir. Ich sollte alle Pferde von Verena behandeln. Von meiner Wohnung bis zu ihr war es nicht sehr weit, weshalb ich sehr schnell bei ihr war. Außerdem freute ich mich, da ich meine Beiden Pferde Snuff und Steel Heart besuchen konnte. Leider mussten mich meine Pferde verlassen, da ich beruflich bedingt umziehen musste und die Pferde nicht mitkommen konnten.
      Bei Verena angekommen verwickelte mich Caleb zunächst in ein Gespräch und wollte mich gar nicht mehr gehen lassen. Als ich mich dann endlich von ihm lösen konnte, kam mir Verena auch schon entgegen und umarmte mich lächelnd. Wir redeten eine Weile, bevor wir uns zu dem ersten Pferd begaben. Die erste war Drag me to Hell, die ihre alte Besitzerin sofort erkannte. Sie wiehrte mir freudig entgegen und streckte ihren Kopf aus der Box heraus, um gestreichelt zu werden. "Na mein Mädchen?", sagte ich und nahm sie raus. Es folgte eine allgemeine Untersuchung aller Vitalwerte, doch die waren top in Ordnung. Ich schaute mir ihren Pass an, ehe ich die nötigen Impfungen auffrischte und ihr die Wurmkur verpasste. Zum Schluss wurde sie gechippt, was ihr nicht so wirklich gefiel, aber das musste sein.
      Schon waren wir mit ihr fertig, ehe Verena schon das zweite Pferd holte. Es war Supernova, die mich auch noch erkannte. Lächelnd streichelte ich ihren Kopf und überprüfte ebenfalls ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie. Fertig war auch Nova.
      Nun kam Verena mit einer wunderschönen Red Roan Sabino Stute. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie.
      Als nächstes war Faster an der Reihe. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie.
      Nun war ein Hengst an der Reihe. Firewalker hies der Gute. Auch seine Vitalzeichen wurden überprüft, seine Imfpungen aufgefirscht, die Wurmkur verpasst und der Chip unter die Haut gesetzt. Das Selbe geschah auch mit dem kleinen Hengst Filly. Augen auf betrachtete ich nur durch die Box hindurch, ihr fehlte nichts, da der Tierarzt erst vor Kurzem nach ihr geschaut hatte.
      Wir waren fertig mit den Englischen Vollblütern und gingen zu den 3 Pferden der Angestellten. Der alte Wallach Emilio war der erste, um den ich mich kümmerte. Ich checkte seine Vitalzeichen, frischte Impfungen auf, gab ihm die Wurmkur und setzte den Chip unter seine Haut. Alles lies er brav über sich ergehen, ehe ich ihm ein Lekerli hinstreckte, welches er genüsslich fraß.
      Das nächste Pferd war Black Ops. Sie kannte ich auch noch, auch wenn sie sich nicht mehr an mich erinnern konnte. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie.
      Das letzte Pferd der drei war ein Isländer Mix, mit einer sehr schönen Farbe. Die Kleine war zunächst etwas zickig, doch auch hier klappte alles. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie.
      Der erste im Sportstall war Gipsy. Ihn kannte ich auch noch. Er war neben Bella Verenas Lieblingspferd. Ich konnte mir nicht vorstellen, was wohl geschehen würde, wenn einem der Beiden etwas zustoßen würde. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor seine Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihm eine Wurmkur und chippte ihn. Schon war der Wallach fertig.
      Die nächste war eine sehr ungewöhnliche Stute. Eine Kreuzung aus Quarter Horse und Andalusier. Doch auch ihre außergewöhnliche Rasse konnte sie nicht vor dem Tierarzt schützen. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie.
      Es folgten Skrúður, Vin, Hængur, Gulrót, Harley, Náttdís und Eldrian Antrax, deren Vitalzeichen alle in Ordnung waren, weshalb ich sie impfen konnte bzw die Impfungen auffrischen konnte. Allen verpasste ich eine Wurmkur und chippte die Pferde, die noch nicht gechippt waren.
      Bei Snuff und Steel Heart ging ich besonders gründlich vor, da die Beiden erst vor ein paar Tagen in Verenas Stall gewechselt hatten. Die beiden hatten etwas erhöhte Temperatur, doch das kam durch den Stress und die ganzen neuen Pferde. Dennoch konnte ich impfen, Wurmkur verpassen und chippen. Schon waren wir mit den Sportpferden fertig, weshalb Verena und ich zu den Westernpferden gingen. Zu erst waren die Hengste dran.
      Die ersten waren Genuine und Spooky. Es folgten Ready for Action und Stütchen. Mit Stütchen war natürlich Funky Powerbabe gemeint, doch für mich und Verena war er mehr weiblich, als männlich. Genau so stellte er sich auf an, als wir chippen wollten. Doch es sei ihm verziehen. Die nächsten waren King Bee, Enjoy und Ali. Gefolgt von What Lies Ahead, Gun and Slide und Charly. Bei ihnen klappte auch alles super, weshalb ich schnell bei Flintstone, Sympath und Siku war.
      Nun kam der schwierigste Kandidat: Zues. Impfen mussten wir mit dem Blasrohr, die Wurmkur mischten wir ihm in sein Futter. An chippen war nicht zu denken.
      Schon waren wir fertig mit den Hengsten, weshalb es zu den Stuten ging. Die erste war Bella, die mich neugierig beäugte. Sie kannte mich ja auch schon lange. Lächelnd klopfte ich ihren Hals, ehe ich ihre Vitalzeichen untersuchte, sie impfte, ihr die Wurmkur gab und schließlich chippte.
      Bei Snapper Little Lena war das Ganze etwas schwieriger. Die Stute war nämlich blind und reagierte auf alles ganz anders, als die anderen Pferde. Wir holten ihr Holly Golightly zur Hilfe, damit sie sich an ihr orientieren konnte. Ständig hatte sie ihre Nase an Hollys Fell, um sich zu vergewissern, dass sie noch da ist. Die Untersuchung verlief noch sehr gut. Das impfen und die Wurmkur ging auch noch, nur das chippen machte ihr und Holly ein wenig Probleme. Doch alles verlief gut, weshalb wir uns den restlichen Pferden widmen konnten.
      Princess Gun, Vice, Devil, Cherokee Rose, Amarula, Moonrise, Summertime, Dawn of Hope, Honey, Angelic Desolation, Born to Die, Comeback of a fallen Goddess, Croatoan, Raised from Hell, Sheza, Secret, Wusel und Crow. Mal verlief die Untersuchung sehr gut, mal hatten wir ein paar Probleme. Doch nun waren wir fertig und Verena zeigte mir noch voller Stolz ihr erstes Paint Horse Fohlen. Aquila. "Wirklich eine Schönheit", sagte ich und wir gingen noch ein wenig ins Haus, um zu reden. Schließlich verabschiedete ich mich von ihr und ihren Mitarbeitern, ehe ich nach Hause fuhr.

      Unbekannt
      Pflegebericht | 4666 Zeichen | © Unbekannt

      Schon früh am Morgen waren meine Mitarbeiter und ich auf den Beinen. Schließlich stand heute eine Art "Frühlingsputz" an, in dem wir alle Pferde bewegen wollten und ihnen ein wenig Aufmerksamkeit zukommen lassen.
      Wir begannen im Stutentrakt, wo Caleb, Aaron, Alexis, Aliena und ich nacheinander Bella, Princess, Devil Rosy, Amarula, Shadow, Summer und Like Honey and Milk in die Führanlage brachten, ehe wir uns um die Boxen kümmerten. Nach einer halben Stunde waren diese wieder sauber, so dass wir in jede Box einen Sack "Streupellets" schütteten, ehe wir die Heunetze auffüllten, das Wasser kontrollierten und jedem Pferd seine Ration Kraftfutter dosierten. Dann kamen die 8 Pferde wieder rein. An eine Pause war jedoch nicht zu denken, da wir nun Angelic Desolation, Bailey, Goddess, Croatoan, Sheza, Crow, Grace & Pluie in die Führanlage brachten, ehe wir auch deren Boxen ausmisteten. Raised from Hell und Annie blieben im Stall. Annie sollte sich noch ein wenig einleben, bevor es an die Arbeit ging. Raised from Hell bekamen wir nur mit Mühe ausgemistet, da sie noch nicht wirklich händelbar war. Seufzend schüttelte ich den Kopf. Sie war wohl ein Pferd, dass man brechen musste, um mit ihr arbeiten zu können. Caleb und ich würden uns in der nächsten Zeit wohl mit ihr beschäftigen müssen... Nun kamen die 8 wieder rein und stürzten sich auf ihr Kraftfutter.
      Weiter ging es zu den Hengsten. Gen, Spooky, Funky, Ali, Winny, Blue, Flint und Pathy kamen ebenfalls in die Führanlage. Siku stellten wir in den Round Pen, Sol kam kurz auf die Koppel. Zues stand noch immer in Penals eingezwängt auf einem Stück der Koppel, weshalb wir ihn nicht ausmisten mussten. Erneut waren wir nach einer guten halben Stunde fertig, so dass alle Pferde wieder in ihre Boxen zurück konnten- ganz zum Leidwesen von Sol, dem das bisschen Gras, was zur Zeit auf der Wiese war, sichtlich schmeckte.
      Weiter ging es zu den Vollblütern, wo wir in den letzten Tagen zwei Neuzugänge bekommen hatten.
      Erneut brachten wir die Pferde in die Führanlage. So waren Hell, Nova, Jagger, Faster, Abby, Zucker, Manni und April innerhalb 5 Minuten in Bewegung. Faster stellten wir in den Round Pen, da wir ihn nicht gerne mit den Stuten zusammenliesen. Nach etwa einer halben Stunde waren wir soweit fertig, dass die Pferde wieder reinkonnten.
      Es war fast geschafft, denn es fehlten nur noch 2 Stallteile. Nun waren wir also bei den Sportpferden angelangt: Gipsy kam auf die Koppel, Skrudi, Vin, Haengur und Glaeta kamen zusammen mit Ops, Oca, Snuff und Heart in die Führanlage. Emilio, Antrax, Maracuja, Callus und Kunis stellte ich auf verschiedene Koppeln. Für die Pferde viel zu schnell waren wir fertig mit der Arbeit, denn sie wollten liebend gerne noch weiter grasen. Doch alles fanden wieder ihren Platz in ihren Boxen.
      Nun gingen wir zu den Jungpferden in den großen Offenstall. Lächelnd begrüßten wir Lil, Holly, Action, King, Enjoy, Striga, Gulrót, Peppy, Dawn, Wildfire, Harley, Charly, Secret, Wusel, Náttdís, Aquila, Nucu und Nani. Wir verbannten alle Fohlen aus dem überdachten Bereich des Stalls, so dass wir in Ruhe ausmisten konnten. Aliena und Alexis gingen zudem noch über die Koppel und äfpelten diese ab. Als wie fertig waren, konnten die Fohlen und Jungpferde wieder unter den überdachten Teil. Es fing nun ziemlich stark an zu regnen, weshalb alle unter Dach wollten. Natürlich spielte Wildfire wieder mit dem Stroh und schmiss alles durch den Stall. Lachend schauten wir den Tieren zu, ehe wir überlegten, ihnen beim nächsten Misten auch Pellets zu geben. Doch uns war es lieber, die Fohlen schliefen im warmen Stroh.
      Wieder im Hauptstall angekommen, zog mich Caleb zur Seite. "So... something changed", sagte er unerwartet zu mir und ich merkte, wie mein Herz in meiner Brust hämmerte. "Something changed?", fragte ich ihn. "Yes, darling", sagte er in seinem charmanten Ton. In letzter Zeit hatte er mich immer öfter darling genannt, ohne dass er mir wirklich aufgefallen war- naja, jetzt viel es mir auf. "I'm sorry..", sagte er noch leise, ehe er seine Lippen auf die Meinen presste. Völlig verwirrt reagierte ich einfach gar nicht und stand stocksteif vor ihm, ehe ich den Kuss leicht erwiderte. Viel zu plötzlich löste er sich von mir und verschwand einfach in der regnerischen Nacht. "Wow..", sagte ich leise und strich mir über die Lippen, bevor ich ein unterdrücktes Lachen hörte. Aaron hatte uns gesehen. "Na was der Kerl vorhat...", sagte er unschuldig und zuckte mit den Schultern. Natürlich wusste er über Calebs Vorhaben bescheid, doch er wollte mir nichts verraten. Verwirrt ging dann also zurück ins Haus, wo ich mich nach dem Duschen sofort ins Bett legte.

      19. Juli 2015
      Pflegebericht | 9668 Zeichen | © Veija

      Langsam reckte ich mich in meinem Bett, ehe ich mich dann doch begannte und aufstand. Nach einer kurzen Dusche, die mal wieder sinnlos war, da ich in einer Stunde wieder nach Pferd riechen würde, zog ich mir eine Jeans und ein kurzes, kariertes Hemd an. Natürlich durfte mein Hut nicht fehlen, wobei ich heute einen schwarzen anzog. Meine Haare band ich davor noch zu einem tiefen Zopf, ehe ich in meine Boots schlüpfte und nach unten an den Frühstückstisch ging, den Aaron freundlicherweise schon gedeckt hatte. "Danke", sagte ich zu ihm, ehe ich mich an den ansonsten leeren Tisch setzte. "Wo ist der Rest?", fragte ich ihn dann, worauf er nur mit einem schulterzucken antwortete. Auch gut, dachte ich mir und schmierte mir mein Brot, ehe ich die neuste Post checkte, die seit neustens Nachts mit der Zeitung kam. Es war mir ganz recht, da ich Post sowie Zeitung dann schon am Frühstückstisch lesen konnte, allerdings tat mir der Postbote leid, da es nachts doch ein wenig ungemütlich hier draußen wurde- besonders im Winter.
      In letzter Zeit bekam ich vermehrt Bewerbungen zu Praktikas oder Ausbildungen, ja auch Jobanfragen! "Eigentlich könnten wir hier noch Unterstützung gebrauchen, oder Aaron? Besonders wenn wir bald auf das neue Gestüt ziehen.", sagte ich mehr zu mir selbst als zu ihm, ehe ich ein Räuspern in der Tür vernahm. Da stand ein fremder junger Mann in Jeans und Karohemd, der bestohlen zu Boden sah. "Ja, bitte?", fragte ich ihn, ehe ich einen Blick hinter ihn warf. Dort stand Caleb und schaute mich mit hochgezogenen Augenbrauen an. "Mein Auto ist hier in der Nähe liegen geblieben, ich habe eine kleinen Isländerhengst dabei und wir wussten nicht wohin, leider habe ich hier mit meinem Handy keinen Empfang", erklärte er mir kleinlaut, ehe ich einen Blick mit Caleb tauschte und ihm zunickte. Das hieß, dass der Fremde wohl keine bösen Absichten vorhatte und ich mit Aaron zusammen wohl mit ihm klarkommen würde. "Wo ist dein Pferd denn?", fragte ich ihn dann, ehe ich ein fremdes Wiehren hörte und nach draußen sah, wo ich einen kleinen Red Dun farbenen Isländerhengst sah, der wie verrückt um Alexis herumtänzelte.
      "Gut, lass uns mal nach deinem Pferd schauen", sagte ich und stand auf. Er wollte zwar protestieren, ich stahl mich jedoch einfach an ihm vorbei und ging zu dem Hengst der sich panisch umsah. "Whoaaaa", sagte ich leise und beruhigend zu dem Tier und nahm ihn Alexis aus der Hand, ehe wir auf den Stall zugingen. "Ich stelle ihn gerade in eine Box, abseits meiner Pferde, dann kann er sich ein wenig beruhigen, ehe wir den Wagen holen und zu deinem Auto fahren, okay?", fragte ich ihn und wartete die Antwort nicht ab, vernahm jedoch aus dem Augenwinkel ein kurzes Nicken.
      "Wie heißt er denn?", fragte ich ihn beiläufig und nickte dann. "Dynur, ein schöner Name", erwiderte ich dann, ehe Caleb schon mit dem Pick Up auf dem Hof stand, in den der Fremde und ich einstiegen. "Wie heißt du eigentlich?", kam es mir dann in den Sinn, ehe ich einen Blick über die Schulter zu dem Mann warf, der auf der Rückbank des Pick Ups Platz genommen hatte. "Riley", sagte der junge Mann leise. "Riley Fortin." "Ein schöner Name.."murmelte ich noch, ehe auch ich mich vorstellte. "Ich bin Verena O'Connor und der Herr hier neben mit ist Caleb O'Dell."
      Nun waren wir auch an seinem Auto angekommen, welches sich Caleb sofort anschaute. In dieser Zeit unterhielt ich mich weiterhin mit Riley, da Caleb ihm unmissverständlich erklärt hatte, dass er niemanden brauchte, der ihm über die Schulter schaute. "Nimm's ihm nicht krumm, er ist eben so", erklärte ich ihm schulterzuckend, worauf hin er mich nur fragend ansah. "Wo wolltest du eigentlich hin?", fragte ich ihn dann. "Ach.. ich fahre ein wenig durch die Gegend, immer auf der Suche nach einem Job", antwortete er mir und Caleb blickte kurz mit einer hochgezogenern Augenbraue zu mir, ehe er sich die Hände an seiner Hose abklopfte und zu uns kam."Der hier fährt nirgendwo mehr hin, der Motor ist hin", erklärte er Riley, der die Hände über dem Kopf zusammenschlug. "Und jetzt?", murmelte er eher zu sich selbst als zu uns, dennoch beantwortete ich seine Frage für ihn: "Da du ja ein Pferd hast, wirst du ja wohl reiten können. Wie wärs wenn du ein paar Tage bei uns bleibst und im Stall bei den Pferden hilfst, dafür brauchst du nichts zu bezahlen?", fragte ich ihn und er nickte dankend. "Gut, lass uns zurückfahren, wir rufen einen Abschleppdienst."
      Eine gute Stunde später waren wir samt seinem Auto und Hänger auf der Ranch. Riley ging natürlich sofort zu seinem Hensgt, der sich grummelnd an ihn schmiegte.
      Ich räusperte mich kurz. "Nichts da, an die Arbeit junger Mann!", sagte ich lachend und ging mit ihm zum Offenstall, wo die Jungpferde standen. Wir hatten vorher noch Kraftfutter gemischt, welches wir in die Futterraufen im Stall schütteten. Außerdem standen verteilt auf den Koppeln Eimer, damit auch die rangniedrigeren Pferde Energie bekamen. Viele verteufelten ja das Kraftfutter bei Jungpferden, da es nur in den Kopf gehen solle, doch ich war ein totaler Befürworter. Man sah es den Tieren an, dass sie allmählich immer kräftiger wurden.
      Zunächst ließ sich kein Pferd blicken, ehe ich laut nach ihnen rief.Zu erst kamen Crescent Wolf, Magnificient Crow und Natsu's Little Harley. DIcht dahinter Miss Holly Golightly und Snapper Little Lena, wobei diese nie bei der Gruppe waren sondern immer den Eimer nahmen, der am weitesten vom Stall weg war.
      Ocarina of Time kam auch noch zum Stall, während Raised from Hell nie zum Fressen kam. Das würde noch lustig werden mit der Stute, dachte ich mir seufzend und betrachtete Striga und Princess Peppy Ann, die sich immer mehr angefreundet hatten in letzter Zeit. Auch Aquila T Mistery und Bella'S Dun Gotta Gun standen immer zusammen und hielten sich auch ein wenig vom Stall weg, da sie zusammen mit Gunna Whiz die jüngsten Vertreter waren.
      Bei den Stuten fertig ging es zu den Hengsten. Wildfire kam sofort auf uns zugerannt und wollte seine Streicheleinheiten abholen, die Riley ihm auch gab. Kunis kam auch sofort zu uns, während Lil Nucu Omira sich ein wenig Zeit ließ, dann aber auch zu uns kam. Zues bekam kein Kraftfutter, der hatte genug Energie und zeigte sie uns jedes Mal aufs Neue, wenn wir zu ihm gingen. "Was ist denn mit dem passiert?", wollte Riley wissen. "Ich habe ihn vom Schlachter aus schlechter Haltung geholt, wurde leider viel zu früh von der Mutter getrennt und war immer Rangniedrigster. Aufgrund seiner Farbe, da ich ja auch auf Farbe züchte, konnte ich den Hengst nicht stehen lassen. Mal schauen, was aus ihm wird", erklärte ich ihm, ehe wir zu den Vollblütern gingen.
      Die Pferde waren auch aufgeteilt nach Stuten und Hengsten und standen bei dem schönen Wetter alle auf der Koppel. Die übliche Bande, also Drag me to Hell, I've got the moves like Jagger, Faster, Augen auf ich komme, Zuckerschock und Wild Reflex, kamen sofort angelaufen, als sie uns mit den Eimern sahen. Rasch waren sie im Stall am Trog, um die ersten zu sein, die etwas zu fressen bekommen. Nyanda, Praimos Ruffia Kincsem, My lovely Horror Kid und Deadly Ambition ließen sich deutlich mehr Zeit, ehe sie doch langsam in den Stall kamen. Gott sei Dank vertrugen sie sich alle super gut, weshalb es be ihnen nie Kämpfe oder ähnliches gab.
      Bei den Hengsten waren Firewalker und Lamperd recht schnell bei uns, ehe nach und nach Sacramento, Scoubidou und Seattle Slew kamen, die sich wohl nich nicht so wohl bei mir fühlten- leider. Nun schauten wir in der Zuchtstallung vorbei, wo alle Pferde auf ihren Paddocks standen. Lächelnd bekamen Bella Dun Del Cielo. Spooks Gotta Gun, Supernova, Funky Powerbabe, Amarula van Helsing, Goodbye Graceful, Hollywood's Silver Dream, Soul Sisters Brother of Time und Stormbringer, meiner neusten Ergänzung der bunten Truppe, ihr Futter. Im Trainingsstall trafen wir kein Pferd an, da diese alle auf der Koppel standen und sich den Bauch vollschlugen.
      Je nach Training bekamen dann Genuine Lil Cut, Cielos Double Dun It, Lil Princess Gun, Skrúður
      Wimpys Little Devil, Cherokee Rose, What Lies Ahead, Gun and Slide, Dancing Moonrise Shadow, Lovely Summertime, Crusing's Dawn of Hope, Emilio, Like Honey and Milk, Flintstone, Sympathy for the Devil, Comeback of a fallen Goddess, Sheza bat Cat, My sweet little Secret, Siku, Náttdís, Eldiran Antrax, Solitary, Marly's Pluie, Cauldron of Renascence, Annie get your Gun, My Blue Gun, Your possible Pasts, Hot Smoking Chex, Hollywood's King Gun, Black Sue Dun It, Ravi, Blazing Flame, Snuff, HGT's Enjoy Nature, Ahyoka und schließlich die zwei neusten Woodstock Lady und Call of Pripyat ihr Futter. "Fertig", sagte ich und sah auf die Uhr. Ich war um 6 aufgestanden, um 18 Uhr waren wir jetzt fertig mit den Pferden. "Ach Dynur fehlt noch, oder?", fragte ich ihn und ging wieder in die Futterkammer, wo wir das Futter für den jungen Hengst vorbereiteten, dem Riley es dann auch gleich brachte.
      Nun gingen wir rein und setzten uns an den Küchentisch, wo meine anderen Mitarbeiter schon etwas gekocht hatten. Zusammen aßen wir zu Abend, ehe wir ins Büro gingen und ein wenig Papierkram regelten. "Ab sofort bist du auf Zeit hier eingestellt, Riley. So wie du heute mit den Pferden umgegangen bist, kannst du auch gerne länger bleiben, da wir hier dringend neue Unterstützung gebrauchen könnten!", erklärte ich ihm doch er nickte dankend ab. "Ich bleibe erstmal diesen Monat, dann können wir ja weiter sehen", erklärte er lächelnd, drückte mir die Hand und verließ mein Büro.
      Nach einem Blick auf den Kalender stockte mir fast der Atem. Morgen würden Catalina und Clarence kommen!
      Schnell schlich ich mich also ins Bett, um morgen ausgeruht früh aufzustehen.

      September 2015
      Tierarzt | 1980 Zeichen | © Eddy

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      Etwas spontan ging es heute zu Verena auf die Gips Reminder Ranch. Meine heutige Patientin trug den süßen Namen Snuff und war ein hübscher Mix aus Isländer und Welsh. Da Verena demnächst mit ihrer Mixstute an einer Krönung teilnehmen wollte, brauchte Snuff noch den Vet-Check. Aus diesem Grunde war ich heute da, um die Stute zu untersuchen und Verena das okay zu geben. Also machte ich mich kurz nach dem Anruf auf dem Weg.
      Dort wartete bereits Verena auf mich und begrüßte mich herzlich. Wir machten uns auch direkt auf den Weg in den Stall, dort holte Verena die Scheckstute aus ihrer Box und brachte sie zum Putzplatz. Dort konnte ich auch in aller Ruhe meine Sachen ablegen und dann ging es los. Wir wollten immerhin heute fertig werden.
      Die Stute schien die Ruhe selbst zu sein. Vollkommen entspannt und locker. Laut Verena würde das aber nicht lange anhalten. "Snuff ist eine Zicke", meinte sie lachend und kraulte die Stute kurz hinter den Ohren. Dann bat ich sie, mir Snuff einmal im Schritt und Trab vorzuführen. Die Gangarten waren von Anfang an locker und flockig. Kurz danach tastete ich sie einmal direkt ab. Dabei achtete ich besonders auf ihre Wirbelsäule, dabei zeigte Snuff auch schon, dass sie sich nicht alles gefallen ließ, aber sie hielt einigermaßen still.
      Als nächstes waren Zähne und Augen an der Reihe. Dass stieß auf wenig Begeisterung seitens Snuff und sie ließ ihre zickige Seite zur genüge heraushängen. Verena und ich hatten alle Hände voll zu tun. Ihre Kauflächen waren leicht schief abgenutzt, weshalb ich das direkt begradigte. Danach hörte ich die Stute auch noch ab und kontrollierte ihre Körpertemperatur. Snuff wirkte rundum kerngesund und fit. Auch ihre Werte lagen in den besten Bereichen.
      So konnte ich also noch die nötigen Impfungen auffrischen und Snuff ihre Wurmkur verpassen. Danach war die Stute auch schon fertig und durfte mich verlassen. Ich erneuerte noch ihren Impfpass und verabschiedete mich dann auch schon wieder von Verena.

      Unbekannt
      Hufschmied | 2262 Zeichen | © Unbekannt

      Ich hatte erst vor kurzem die Schicke Rappstute Black Sue Dun it auf der Gips Reminder Ranch abgeholt, so wurde ich auch schon von Verena O’Connor angerufen, dass sie für ihre Mixstute Snuff einen Hufschmied brauchte, damit sie vor der Körung noch einer Kontrolle unterzogen wurde und sie für den Winter einen anständigen Beschlag bekam. Ausgemacht waren eine Hufkontrolle, das Barhufpaket bestehend aus Ausschneiden, Raspeln und Feilen(ggf. Auch das korrigieren einer Fehlstellung), Snow Grips und normale Hufeisen mit Stollen.

      So neu war die Gips Reminder Ranch mir nicht und ein wenig kannte ich mich nun in Canada aus, war ja auch schließlich unser Nachbarland... Auf der Ranch angekommen, begrüßte Verena mich auch schon herzlich und wir quatschten noch ein wenig bis sie mich zu meinem heutigen Auftragspferd Snuff führte. Es handelte sich dabei um eine Mixstute, welche laut Verena manchmal was launisch und dominant sein konnte. Wenn sie nicht mehr wollte, dann könne da niemand was dran ändern und sie selbst erst recht nicht. Sie holte für mich Snuff grade noch aus der Box und kratzte ihr die Hufe aus, bevor die beiden die Stallgasse betraten und mich zum Auto begleiteten. Noch zeigte sich die Scheckstute kooperativ, nur würden wir sehen bis wann.

      Verena band sie dort an, während ich mir meine Sachen zurechtlegte und die Hufeisen, wo ich meinte das diese passen konnten, legte ich in den bereits heizenden Ofen. Die Kontrolle verlief bei Snuff gut. Die Hufe waren in einem guten Zustand, es waren keine Mangel vorhanden und keine Fehlstellungen und so konnte ich mit dem Ausschneiden beginnen. Manchmal legte sie die Ohren an, vermehrt aber beim Raspeln und Feilen der niedlichen, hellen Ponyhufe. Sowohl Snuff als auch ich waren froh als das hinter uns gebracht war und ich die das erhitzte Hufeisen auf den Huf auflegte. Vorne rechts passte es auf Anhieb, und ich legte unter das Eisen eine der Gummi-einlagen ehe ich es aufnagelte. Diesen Vorgang wiederholte ich bei den restlichen drei Hufen und ich gab Verena die Stollen in einer kleinen Plastiktüte, beschriftet mit dem Namen Snuff in die Hand, damit sie diese auch gleich dabei hatte. Dann liefen die beiden auch noch vor und als ich sah das alles passte, da fuhr ich auch schon wieder.

      Oktober 2015
      the prisoners | 15328 Zeichen | © Veija

      Es war Anfang Oktober, 5 Uhr morgens. Das Wetter war bescheiden- eher schlecht als recht, denn es regnete. Ab und zu donnerte es auch, aber es war ja auch Gewitter gemeldet- schon wieder. Heute würden wir die Sonne wohl nicht zu Gesicht bekommen, doch das brauchten wir auch nicht, denn wir würden heute mit der gesamten Mannschaft ins Gefängnis fahren. Warum? Tja, das wussten die anderen auch noch nicht. Zu erst mussten wir jedoch die Pferde füttern, weshalb wir alle ja auch schon um 5 Uhr aufstehen mussten. Alexis übernahm den Verkaufsstall, Caleb kümmerte sich um die Zuchtstallung, Aliena übernahm die Vollblüter und Aaron später die Jungpferde. Zu guter Letzt übernahm ich die Trainingspferde.
      Als wir damit fertig waren, sprangen wir alle schnell unter dich Dusche, packten etwas zu essen ein und machten uns mit dem 7-Sitzer und dem Pick Up auf den Weg zum Gefängnis, wo wir eine Aktion unterstützen wollten, die jugendlichen Kriminellen half, wieder festen Boden unter den Füßen zu bekommen. Es dauerte gute 2 Stunden, ehe wir am Gefängnis ankamen, die Autos am Parkplatz parkten und erstmal alle Sachen im Auto ließen, die wir wahrscheinlich nicht durch die Sicherheitskontrolle bekommen hätten. So blieben alle Handys im Auto und auch Caleb ließ, wenn auch wiederwillig, sein Messer im Wagen. So gingen wir also "unbewaffnet" zum Eingang und wurden sofort in eine große Mensa geführt, wo die Gefangenen schon auf uns und andere Rancharbeiter warteten. Ich hatte eine Präsentation vorbereitet, so wie die anderen auch, die wir den Gefangenen zeigen würden, damit sie eine Ahnung davon hatten, was sie auf den Höfen erwartete. Beim Rundumblick fielen mir sofort 4 Personen ins Auge, drei Jungs und ein Mädchen, die zusammen an einem Tisch saßen, wovon zwei Jungs den dritten argwöhnisch ansahen. Dieser grinste sie jedoch nur süffisant an und das Mädchen legte ihm eine Hand auf den Arm, sagte ihm etwas und schon wandte er den Blick wieder nach vorne, während die anderen beiden Jungs ihn noch seltsam anschauten. "Schaut euch die vier da hinten mal an", sagte ich zu meinen Mitarbeitern und sie nickten. Caleb setzte ebenfalls sein süffisantes Grinsen auf und schaute damit das Mädchen der vier an. Von dem Jungen rechts von ihr, der ihr sehr ähnlich sah, bekam er einen ziemlich eindeutigen Blick ab, so dass Caleb den Blick abwendete. Nun erhob der Chef des Gefängnisses das Wort.
      "Da nun alle eingeladenen Personen angekommen sind, herzlich willkommen Ihnen allen. Sie wissen hoffentlich alle warum Sie hier sind", begann er seine Rede und uns wurde etwas zu trinken gebracht. "Von einem Gefängnis in Colorado wissen wir, dass die Arbeit mit Pferden Jugendliche stark verändern kann. Sie alle", sagte er und zeigte zu erst auf die Gefangenen, dann auf uns: "haben ein besseres Leben bei diesen Leuten verdient. Sie werden die Chance haben, auf einer Ranch zu leben und zu arbeiten, wieder zur Schule zu gehen und sich ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Die Arbeit auf der Ranch wird so lange dauern, wie sie Ihre Gefängnisstrafe hier eigentlich absitzen müssten. Wenn sie dann Fuß gefasst haben, können sie selbst entscheiden, ob sie weiterhin auf der Ranch bleiben wollen, oder ob Sie einen anderen Weg einschlagen möchten. Ich wiederhole es nur gerne noch einmal, es ist eine riesen Chance für Sie, etwas aus ihrem Leben zu machen. Ruinieren Sie sich das nicht. Over and out.", sagte der stämmige Mann zum Schluss noch und gab das Wort an die erste Ranch. Insgesammt standen 7 Ranches zur Auswahl, wovon wir die letzte waren, die sich vorstellte. Ich schmiss meinen Stick in den Laptop, startete die Präsentation und wandte mich den Jugendlichen zu.
      "Hallo und herzlich willkommen auch noch einmal von mir und meinen Mitarbeitern. Ich bin Verena O'Connor, das ist meine Cousine Alexis O'Connor, das Aaron Felhorn, Caleb O'Dell, Aliena O'Dell und unser neusterZugang Riley Fortin. Wir kommen von der Gips Reminder Ranch in Kanada und möchten Sie heute aufmerksam auf unseren Hof machen.", sagte ich und atmete einmal tief durch. Es waren doch viele Augen die mich anstarrten und wissbegierig zwischen der Leinwand und meinen Mitarbeitern hin und her sahen. Nun ergriff Caleb das Wort, der nicht so nervös war und mir einfach nur unter die Arme greifen wollte, obwohl er keine Ahnung von der Präsentation hatte. "An erster Stelle steht das Wohl der Pferde auf unserer Ranch. Ich sag es Ihnen sofort klipp und klar wie es ist. Sehen wir einen von euch, der die Pferde misshandelt, seinen es unverdiente Schläge, Tritte oder Sonstiges, sei es mutwillig falsch gemischtes Futter...", sagte er und merkte, wie das Mädchen, welches sich als Octavia herausstellte große Augen machte. "Ja Octavia, man kann ein Pferd umbringen, wenn man sein Futter falsch mischt. Das ist so. Also wo war ich.. ach ja.. wenn ihr den Pferden Leid antut, geht es für euch zurück ins Gefängnis. Es kommt jedoch auf die Schwere des Vergehens an, wir werden da jedoch nicht zimperlich sein. Wenn ihr jedoch meint, euch gegenseitig an die Gurgel zu gehen, dann schön. Wir schicken euch nicht zurück, aber ihr müsst mir Konsequenzen rechnen..", erklärte er und ich räusperte mich, damit ich wieder die schönen Seiten des Ranchlebens erläutern konnte. "Zur Zeit besitzen wir um die 60-70 Pferde. Es kommen und gehen immer andere Pferde, so dass ihr nie mit den Selben arbeiten werdet. Wenn ihr also mit uns auf den Hof kommt, sollte euch bewusst sein, dass wir euch zunächst einen Monat beobachten, wie ihr füttert, mistet, Pferde auf die Koppel bringt, im Haushalt helft und und und.. Bemerken wir besonderes Interesse an den Pferden, bringen wir euch das Reiten bei und ihr dürft uns auf Turniere und Ausritte begleiten.", erklärte ich und setzte dann zu meiner ersten Frage an. "Wer von euch ist denn schon einmal geritten?", fragte ich die jungen Menschen und sah zu meiner Erleichterung, dass Octavia aufzeigte. Ich schenkte ihr ein kurzer Lächeln und sah dann in die Runde. Es sah relativ karg aus. "Wer von euch möchte denn reiten lernen?", zaghafte Hände hier und da, Octavias Hand ganz weit nach oben gestreckt. Die anderen 3 an ihrem Tisch hoben ebenfalls kurz die Hände. "Gut", sagte ich. "Sehr gut. Wisst ihr warum ihr auf der Gips Reminder Ranch besonders gut aufgehoben seit? Wir haben viele Pferde der Westernsparte, Quarter und Paint Horses. Wir haben jedoch auch zwei Missouri Foxtrotter, die es nicht so oft gibts. Zudem haben wir eine ganze handvoll Englische Vollblüter, wir haben Dressur, Spring, Distanz und Military Pferde. Eininge sind auch im Fahrsport tätig. Isländer und Ponies gibt es auch!", erklärte ich ihnen freundlich und sah, wie Octavia sich zu dem Mann an ihrer rechten wandte und ihm freudenstrahlend etwas erzählte. Er strich ihr sanft über den Arm und bewegte sie dazu, wieder nach vorne zu schauen. "Ihr werdet also eine riesige Auswahl an Pferden haben, mit denen ihr täglich arbeiten könnt. An Wochenenden gilt es auch früh aufstehen, auch wenn ihr abends mal raus feiern wart.. ja, das dürft ihr bei uns auch. Jedoch kommt immer einer oder ein paar von uns mit. Wir sind schließlich auch noch jung und möchten das Leben genießen.", sagte ich und lachte kurz, als Caleb mir einen vorwurfsvollen Seitenblick zuwarf. "Ich denke das war alles, wenn ihr noch fragen habt kommt gerne hier zu uns rüber. Danke für eure Aufmerksamkeit!", beendete ich meine Rede und setzte mich unter Applaus wieder an unseren Tisch. Wir redeten eine ganze Weile mit den jungen Leuten, erklärten ihnen noch mehr über den Hof und verließen dann mit den anderen Arbeitern den Raum. Wir bekamen Mappen vorgelegt und sollten uns die Jugendlichen näher anschauen. Es dauerte eine ganze Weile, ehe wir alle Mappen durch hatten und uns wirklich für die 4 entschieden, die ich mir am Anfang schon ausgesucht hatte. Zu meiner Freude hatte jeder der 35 Jugendlichen einen Platz auf einer Ranch gefunden... Voraussetzung war, dass sie dort hin wollten. Auf einer Liste die uns vorgelegt wurde, standen die Namen derer drauf, die auf unsere Ranch wollten. Es waren 7 Leute, von denen wir vier sicher mitnehmen würden, die anderen 3 waren unsicher, weshalb wir zunächst die sicheren Kandidaten verkündeten. "Bellamy Blake, Octavia Blake, Finn Collins und Jonathan Murphy, wenn ihr möchtet, könnt ihr mit zu uns", sagte ich ihnen und die vier nickten. Sie durften aufstehen und ihre Sachen zusammenpacken. Nun standen noch 3 Leute auf unserer Liste.
      Emily, Grace und Ethan. Ich schaute meine Mitarbeiter kurz an. Wir hatten im Auto keine Plätze mehr frei, da im Pick Up nur 3 Sitze waren. Sie schüttelten bedrückt den Kopf. "Leider können wir im Moment nur 4 neue Arbeiter aufnehmen, doch ich weiß welche Ranches euch gerne hätten, da werdet ihr es auch sehr gut haben!", erklärte ich Emily, Grace und Ethan. Ich schüttelte ihnen die Hand und wir 6 machten uns dann zu unseren vier auf. Sie stellten sich uns nochmal einzeln vor und Jonathan wollte einfach nur John oder Murphy genannt werden.
      "Finn und Murphy zu mir, Bellamy und Octavia zu Caleb", sagte ich freundlich und hielt Finn und Murphy die Tür auf, so dass sie in den 7-Sitzer steigen konnten. Bellamy und Octavia gingen zusammen mit Caleb in den Pick Up. Die restlichen Mitarbeiter kamen mit zu mir, so dass es auch gleich losgehen konnte. Die Fahrt dauerte nicht allzulange, so dass wir recht schnell am Hof ankamen und Octavia ohne zu warten aus dem Auto raussprang, um sich umzusehen. Ich wollte ihr noch nachrufen, da nickte mir ihr Bruder, wie ich erfahren hatte, zu und sprang ihr hinterher, um sie am Arm fest zu halten. "O, warte doch", sagte er leise und schaute etwas eingeschüchtert zu mir rüber. Finn und Murphy waren auch schon ausgestiegen und schauten sich mit großen Augen um. "Willkommen in eurem neuen Zuhause!", sagte ich freundlich und blickte in 4 endlos zufriedene Gesichter. "Ich habe euch 2 Zimmer fertig gemacht, eins mit 3 Betten, eins mit 2. Wenn es für dich, Octavia jedoch oke ist, können du und dein Bruder zusammen in einem Zimmer schlafen, anstatt du alleine und die drei Jungs zusammen?", fragte ich sie und sah, wie sie fragend zu ihrem Bruder sah. "Okay, dann das Einzelzimmer. Die Zimmer liegen ja nebeneinander", sagte ich und zeigte auf ihr Gepäck. "Holt euer Zeug, ich zeig euch die Zimmer. Und ihr anderen, ab an die Arbeit!", frügte ich mit Nachdruck an, weil ich sah, wie Caleb mich wieder angaffte. "Caleb, now", sagte ich lachend und gab ihm einen Klaps gegen den Arm. Entschied mich dann jedoch, Caleb mitzunehmen. Ich traute John und Bellamy noch nicht so wirklich über den Weg, vor allem da sie sich die ganze Zeit herablassend anschauten. "Das klappt ja mit euch 3 auf einem Zimmer, oder?", fragte ich skeptisch und schaute zwsichen den 3 Jungs hin und her. "Ja..", sagte Bellamy dann und setzte ein Lächeln auf, ehe er seiner Schwester einen Arm um die Schultern legte und sie zu sich heran zog. Er flüsterte ihr etwas ins Ohr, ehe sie zu strahlen anfing und sich umschaute. "Ich glaube, ich habe genau das richtige Pferd für dich, Octavia", sagte ich und zauberte ihr ein noch größeres Lächeln ins Gesicht. Unterwegs kam uns Amy Lee entgegen, die auch erst seit kurzem hier war. "Amy hat zur Zeit ein Einzelzimmer, aber falls du dich mit ihr verstehst, Ocativa, könnte ihr gerne zusammen in eins", erklärte ich lächelnd, nachdem ich Amy vorgestellt hatte. Dann waren wir an den Zimmern angekommen und ich ließ die 4 in Ruhe auspacken. In der Zwischenzeit ging ich runter in die Küche und bereitete einen kleinen Snack vor, da die vier bestimmt Hunger hatten. Zwischendruch kam Amy in die Küche, um zu fragen, was sie arbeiten solle. In der letzten Zeit ging leider alles etwas drunter und drüber, weshalb die Arbeitspläne natürlich auch hinterher hingen. "Geh die anderen fragen welche Pferde noch übrig sind, die kannst du dann arbeiten", sagte ich lachend. "Spätestens in zwei Tagen sind die neuen Pläne fertig, dann hast du fest zugeteilte Pferde", erklärte ich ihr und fing Octavia ab, die schon fertig mit auspacken war. Sie setzte sich an den Tisch und aß meine Snacks mit Freude, während sie etwas über ihr bisheriges Leben erzählte. Auch Bellamy, Finn und Murphy kamen nach einer Weile in die Küche, um sich zu uns zu gesellen.
      Dann gingen wir zum Offenstall, wo die Jungpferde der Gips Reminder Ranch standen. Nach und nach stellte ich ihnen die Pferde vor. Snapper Little Lena, Miss Holly Golightly, Striga, Natu's Little Harley, Raised from Hell, Ocarina of Time, VK Aquila T Mistery, Magnificient Crow, Crescent Wolf, Blossom Magic, Invest in Enterprise, VK Funky's Wild Berry, Day Gone By, das namenlose Fohlen, welches wir Bellamy 'O tauften, Dynur fra Frelsi, Call of Pripyat, VK Bella's Dun Gotta Gun, Kunis, VK Gunna Whiz, Lil Nucu Omira, Wildfire xx und Zues. Octavia war sofort von den Fohlen begeistert, während Murphy sich besonders für Zues interessierte. Na das konnte ja was werden, dachte ich mir lachend und ging dann mit den vier in den Stall. Zu erst waren die Zuchpferde dran: Amarula van Helsing, Bella Dun Del Cielo, Cherokee Rose, Funky Powerbabe, Goodbye Graceful, Hollywood's Silver Dream, Souls Sisters Brother of Time, Sacramento xx, Spooks Gotta Gun, Stormbringer, Supernova, Wimpys Little Devil und Yoomee. Anscheinend war kein Pferd dabei, was den vier gefiel. Aber das lag wahrscheinlich auch daran, dass sie sowieso nicht mit ihnen arbeiten durften. Dann ging es weiter zu den Vollblütern: Drag me to Hell, I've got the moves like Jagger, Faster, Augen auf! Ich komme, Zuckerschock, Wild Reflex, Nyanda, Scoubidou, Seattle Slew, Priamos Ruffia Kincsem, My lovely Horror Kid, Deadly Ambition, HGT's Massacre Boy, Chocolate Dream und Versatilely Gold. Hier war Octavia nun Feuer und Flamme. Sie wusste gar nicht, welches Pferd sie als nächstes Steicheln sollte. Kurz lachte ich. "Leider dauert es noch eine ganze Weile, bis du eines von diesen reiten darfst, Octavia.", entmutigte ich sie und sah ihr an, wie enttäuscht sie war. "Naja, vllt darfst du dich bald mal auf Chocolate Dream setzen", sagte ich lächelnd und zeigte ihr den Hengst, der ihr brummelnd die Nase entgegenstreckte. "Der ist wunderschön", sagte sie leise und streichelte über seine Nase. "Ja, das ist er."
      Flink klapperten wir nun die Pferde im Trainingsstall ab: Siku, Firewalker, Solitary, Skrúður, Eldrian Antrax, Cauldron of Renascence, Ravi, Blazing Flame, Snuff, Ahyoka, Horror Halloween, Nojrsodsch, Maracuja Limes, Bijou, Náttdís van Ghosts, Genuine Lil Cut, What Lies Ahead, Gun and Slide, Lovely Summertime, Sympathy for the Devil, Comeback of a fallen Goddess, My sweet little Secret, Marly's Pluie, Crusing's Dawn of Hope, Annie get your gun, My Blue Gun, Your possible Pasts, Hot Smoking Chex, Sheza bat cat, HGT's Enjoy Nature, Woodstock Lady, Ciel.os Double Dun It und Lucy never say goodbye.
      Spätestens jetzt war mindestens ein Pferd dabei, wofür sich die vier begeistern konnten. Außer natürlich Octavia, denn sie war für jedes Pferd zu begeistern. "Ich hoffe, euch hat der kleine Rundgang gefallen und ihr habt ein Pferd gefunden, das ihr später mal arbeiten möchtet.", erklärte ich ihnen fröhlich. "Doch bis da hin, ab an die Arbeit", fügte ich nun lachend bei und drückte jedem eine Mistgabel in die Hand, mit denen ich sie in die Boxen schickte, wo die Pferde schon auf der Koppel standen.

      April 2016
      Pflege und Ausritt | 8399 Zeichen | © Canyon

      Ich hätte nie gedacht, dass die Gips Reminder Ranch so viele Pferde beherbergte, jedoch waren immer noch welche zu versorgen, nachdem ich bereits bei den Jungpferden und einigen Trainingspferden gewesen war.
      Die ganze Mannschaft versammelte sich sogleich vor den nächsten Pferden, welche auf die Weide gebracht werden sollten. Wieder gab Verena die Anweisungen, was nun genau passieren sollte. Natürlich hatten auch alle anderen bereits den täglichen Ablauf verinnerlicht, jedoch war es lieb von ihr, dass sie es für mich nochmal erklärte.
      »Wie immer kommen alle Pferde auf ihre Weiden, oder wartet, was haltet ihr von einem gemeinsamen Ausritt, nachdem die Arbeit im Stall erledigt ist?«, fragte sie in die Runde. Darauf gab es viel Genicke und zustimmendes Gemurmel, was wohl bedeuten sollte, dass alle damit einverstanden waren.
      »Gut, dann sucht euch jeder ein passendes Pferd aus und sagt mir Bescheid, welches ihr nehmen wollt, nicht, dass es ausversehen mit nach draußen gebracht wird.« fügte sich noch hinzu und wandte sich dann an mich, als alle auseinander wuselten, um ein Pferd zu wählen und mit der Arbeit zu beginnen. »Möchtest du denn mitkommen? Es würde mich sehr freuen und außerdem hättest du gleich noch ein kleines Dankeschön.« fragte Verena mich freundlich.
      Klar freute ich mich auch und wollte gerade zu einem Dankeschön ansetzen, als ein junger Mann den Stall betrat. Natürlich erkannte ich ihn sofort wieder, ich hatte ja erst vor kurzem ein Pferd von ihm gekauft und würde sogar bald zu Besuch auf seiner Ranch sein, um ein Pferd zu trainieren, aber hier hätte ich ihn jetzt nicht unbedingt erwartet.
      Svejn hielt mir freundlich seine Hand zu einer Begrüßung entgegen und drückte Verena kurz, welche ihm auch so gleich erklärte, dass ein kleiner gemeinsamer Ausritt anstand. Svejn zögerte kurz, ließ sich aber dann doch dazu überreden, sich uns anzuschließen.
      »Verena, welches Pferd würdest du mir denn zutrauen?«, fragte ich sie, nachdem die Diskussion mit Svejn beendet schien. Sie überlegte kurz und ich sah ihr deutlich an, wie sie all ihre Pferdenamen durchging, bevor sie sagte: »Amarula, die ist echt geländesicher und mit ihr auszureiten macht echt viel Spaß. Das ist die hübsche Paint Stute, gleich am Anfang des Stalls.«
      Ich bedankte mich bei ihr und folgte den anderen dann in den Stall, wo sie bereits dabei waren, die Pferde aufzuteilen.
      Zu erst waren natürlich wieder die Hengste an der Reihe. Immer diese Männer, welche einfach keine Geduld hatten! Zum Glück waren es nur acht, sodass sich vier zusammen fanden, welche sie nach draußen bringen würden.
      Darunter war auch eine weitere Aushilfe, welche Samuel hieß und hier für etwas Geld ab und zu auch mal mit anpackte, wie mir Aaron erklärte. Ich merkte ihm jedoch an, dass er Samuel nicht ganz so mochte, wie er zu gab und als ich nochmal etwas tiefer nachhackte, erzählte er mir auch seine Gründe. »Er ist einfach anstrengend und weiß ständig alles besser und dazu hat er noch Ähnlichkeiten mit Caleb-« Hier beendete er seine Erklärung und wandte sich von mir ab.
      Samuel schien sich das Sagen etwas an sich gerissen zu haben, obwohl er nicht zum Team gehörte, denn er verteilte an Octavia, Aaron und mich die Pferde. Ich war trotzdem recht zufrieden mit meinen Beiden: Stormbringer und Abraham van Helsing. Samuel teilte sich selbst Soul Sisters Brother of Time und Genuine Lil Cut, sodass für Octavia und Aarin nur noch What Lies Ahead, Willo' the Wisp und Cauldron of Renascence und Race is Hope übrig blieben. Zu viert führten wir die Hengste auf die Weiden, während die anderen im Stall bereits die Stuten fertig machten und auf die Weiden brachten.
      Als wir zurück kamen, sah ich gerade noch, wie Svejn und Verena zu zweit die fünf restlichen Stuten auf die Weide brachten und sich dabei genüsslich über etwas lustiges zu unterhalten schienen.
      Ich stupste Octavia leicht an und fragte sie dann nach den Pferdenamen, denn ich wollte so schnell wie möglich all diese ganzen Namen lernen.
      »Das große Vollblut was Verena führt heißt Drag Me To Hell und daneben ist Supernova. Beide stehen zur Zeit auch zum Verkauf. Dieser Svejn führt KS' Steel Heart, Snuff und Yoomee, für die sucht Verena wahrscheinlich auch einen neuen Besitzer. Also falls du Interesse hast - «
      Ich schüttelte schnell den Kopf, musste aber trotzdem lachen. »Ne du, ich habe genügend bei mir zu Hause stehen!«
      Octavia zuckte nur mit den Schultern und verschwand dann im Stallgebäude – Ein interessantes Mädchen.
      Da gerade alle anderen bereits dabei waren ihre Pferde für den Ausritt fertig zu machen, schloss ich mich ihnen an und machte erste Bekanntschaft mit Amarula van Helsing, einer hübschen Paint Horse Stute, welche sich darüber zu freuen schien, dass es wieder hinaus in die Natur ging.
      Wie auch alle anderen putzte ich sie ausgiebig und gründlich, jedoch mit einem Blick auf die anderen, und ließ mir dann von der jungen Amy ihr Sattelzeug zeigen.
      Interessanterweise war ich doch genauso schnell wie die ganze Mannschaft, welche sich vor dem Stall versammelte und nur noch auf Verena und Svejn wartete, welche natürlich etwas länger gebraucht hatten.
      So lange wie ich noch Zeit hatte, versuchte ich die Namen der Pferde zu lernen, welche mit auf den Ausritt kommen würden. Wenn ich einen Namen nicht wusste, benahm ich mich etwas kindisch und fragte den nächstbesten, bis ich ihm Kopf eine kleine Liste von allen hatte.
      Octavia würde den hübschen Argo reiten, Alexis die Cherokee Rose, Aaron den großen Sacramento XX, Amy Lovely Summertime, Samuel Funky Powerbabe, Aliena den hübschen Spooks Gotta Gun und Riley Wimpys Little Devil.
      Als auch Verena und Svejn mit gesattelten Pferden aus dem Stall kamen, hatte ich die Namen schnell erfragt und ärgerte mich darüber, dass ich nicht selbst erkannt hatte, dass das Pferd an Verenas Seite niemand anderes als Bella Dun Del Cielo war, eine der bekanntesten Pferde der Ranch. Den Namen des Hengstes neben Svejn hörte ich jedoch das erste Mal: Hollywood's Silver Dream. Trotzdem gefiel er mir und passte dazu noch perfekt zu Bella.
      Ich schwang meiner Amarula nun die Zügel über den Hals und suchte mir einen etwas größeren Stein, von welchem aus ich mich in den bequemen Westernsattel der Stute zog. Um ich herum taten es mir neun Leute gleich, sodass wenige Sekunden später ein kleiner Tross das Gelände verließ.
      Schon nach wenigen hundert Metern hatten sich kleine Grüppchen gebildet, je nachdem wie schnell ein Pferd ging un natürlich auch, welches Pferd und welcher Reiter sich mit wem gut verstand.
      Ich ritt zusammen mit Svejn und Verena an der Spitze, fühlte mich jedoch etwas unwohl, als die beiden über Geschichten erzählten, welche ich nicht verstehen konnte. Ich ließ mich deswegen bald etwas zurück fallen und fand mich neben Samuel und seinem Funky wieder, welche uns gekonnt ignorierten.
      Mich störte es nicht weiter, so hatte ich jedenfalls genügend Zeit mich umzusehen und mich mit meiner Amarula zu beschäftigen.
      Auch als wir gemeinsam das Tempo erhöhten, schienen Funky und Amarula nebeneinander bleiben zu wollen, was ich extrem knuffig fand.
      Wir waren nicht lange unterwegs und trotzdem hatte ich das Gefühl, jede Menge von der Landschaft gesehen zu haben und dazu war ich noch mit Amarula fast perfekt zurecht gekommen, aber das war ja auch von einer Trainerin zu erwarten!
      Insgesamt war das Tempo recht langsam gewesen, doch das war kaum aufgefallen, da vorallem viel erzählt und gelacht wurde, auch wenn einige, vorallem Samuel, sich aus den meisten Gesprächen heraus hielten.
      Zurück auf dem Gestüt ließ sich jeder aus dem Sattel gleiten und putzte sein Pferd etwas über, bevor auch diese zu den anderen auf die Weide kamen.
      Es war bereits Nachmittag und bis ich heute Abend bereits wieder nach Hause fahren würde, wartete noch einige Stallarbeit auf uns. Nicht nur Ställe mussten ausgemistet werden, sondern auch Heunetze aufgefüllen, Weiden abgeäppeln und Futter vorbereiten stand auf dem Plan, sodass jeder alle Hände voll zu tun hatte.
      Ich half vorallem im Stall, wo ich die Hinterlassenschaften der Pferde, Box für Box in die Schubkarre und dann auf den Misthaufen beförderte.
      Die Sonne ging bereits unter, als ich meinen Rucksack aus dem Haus holte und mich von allen verabschiedete, denn auch ich musste wieder nach Hause, wo genauso viel Arbeit auf mich wartete. Ich war mir sicher, dass es nicht mein letzter Besuch auf der Gips Reminder Ranch gewesen war!

      Juni 2016
      Koppelbesuch & erschreckende Entdeckung | 3339 Zeichen | © Veija

      Nachdem Bellamy und ich die Hengst neu vergesellschaftet hatten, wollten wir den gekrönten Stuten einen Besuch abstatten, die ihr Leben als Zuchtpferde auf einer weiten Weide verbachten. Einige von ihren würden bald zurück in den Sport kommen, andere würden ihr restliches Leben Zuchtstute sein, sie hatten schon genug gearbeitet. Auch einige Fohlen sprangen auf der Koppel herum. Zu erst hielt ich Ausschau nach der Leitstute Amarula van Helsing und ihrem wunderschönen Fohlen A Gun Colored Rose, auf das ich wahnsinnig stolz war. Der Vater war niemand anderes als der berühmte Dissident Aggressor. Aus dem Fohlen konnte eigentlich nur ein Spitzensportler werden!
      Dann trabte Augen auf! Ich komme mit ihrem Hengstfohlen Golden Redstar in mein Blickfeld. Der junge Hengst war ein Sohn von Golden Ebano.
      Bella Dun Del Cielo und Cherokee Rose grasten zusammen, Drag me to Hell und ihr Fohlen Drags Solo Queen von Pawaneeh standen zusammen mit Like Twist and Gun, ein Fohlen von Genuine Lil Cut aus der Like Honey and Milk, welche sich leider nicht mehr in meinem Besitz befand.
      Lovely Summertime und Snuff standen wie immer etwas abseits und grasten. Ebenfalls standen Supernova und Yoomee am Waldrand. Nur Wimpys Little Devil mit ihrem dicken Babybauch bereitete mir ein wenig Sorgen. "Schau mal Devil.", sagte ich zu Bellamy. "Ich glaube das Fohlen kommt bald, wir holen sie besser mit in den Stall." Bellamy nickte. Wir hatten immer ein Halfter versteckt an den Koppeln liegen, da es doch ein gutes Stück zurück zur Ranch war. Angst vor einem Pferdeklau hatten wir nicht, seit neustem hatten wir Kameras überall auf der Ranch installiert, die die Videos sofort ins Haus sandten.
      "Komm, mein Schatz...", sagte ich und ging vorsichtig auf die Stute zu. Sie brummelte mir nur leise entgegen und legte nichtmal die Ohren an. "Irgendwas stimmt hier überhaupt nicht.", sagte ich besorgt zu Bellamy. "Ruf sofort Scott an!", sagte ich höchst besorgt. "Komm dann mit dem Trailer hier hin, sie soll nicht bis zum Stall laufen müssen." Bellamy nickte und lief, ja er lief, zu meinem Erstaunen so schnell er konnte in Richtung Stall. "Ist gut, Mädchen", versuchte ich sie zu beruigen und ging langsam mit ihr über die Koppel bis zum Ausgang, wo wir auf den Weg gehen konnten. Dort wartete Bellamy schon. Er hatte sogar Caleb im Schlepptau, welcher sich Devil sofort ansah. "Vielleicht liegt das Fohlen ja falsch...", schlussfolgerte er. "Hast du Scott angerufen?", fragte er dann Bellamy, welcher nickte. "Er kommt so schnell er kann." "Hast du auch gesagt, dass Scott kommen soll? Keiner seiner lächerlichen Auszubildenden, die gehen mir nicht an dieses Pferd.", sagte er harsch. "Caleb...", meinte ich nur und ließ ihn dann meckern, die Stute war mir nun wichtiger.
      Wir luden Devil ein und fuhren sie auf den Hof, wo wir sie ausluden und in eine der großen Boxen stellten, die wir zum Fohlen gebaut hatten. "Wann kommt er denn?", fragte ich Bellamy nervös. Devil schien es von Minute zu Minute schlechter zu gehen. "Er müsste gleich kommen..", meinte Bellamy nun auch sichtlich nervös und lief andauernd nach draußen, um auf Scott zu warten. "Hallo Scott, hier ist Verena O'Connor. Der Stute scheint es von Minute zu Minute schlechter zu gehen, sollen wir in die Klinik kommen?", fragte ich ihn und wartete auf eine Antwort.

      ... to be continued...

      September 2016
      Pflege | 982 Zeichen | © Veija

      Heute hatte ich leider nicht viel Zeit für meine Pferde, denn es reichte nur für eine kurze Kontrolle, ob es ihnen gut ging.
      Ich schnappte mir also mein Auto und fuhr zu der großen Koppel, auf der die Stuten standen. Ich pfiff ein paar Mal, bevor mir alle Pferde entgegen gelaufen kamen.
      Allen voran Amarula van Helsing und Bella Dun Del Cielo. Dahinter Marly's Pluie, die sich super eingelebt hatte bei den ganzen Stuten. Es folgten Snuff und Wimpys Little Devil, dann waren auch schon alle Stuten da. Neben Wimpys Little Devil lief ihr kleines Fohlen Unbroken Soul of a Devil, was irgendwann vermutlich mal das Markenzeichen meiner Zucht werden würde.
      Nachdem ich alle Pferde gefüttert und abgetastet hatte, konnten sie wieder laufen, denn ich musste auch zu den Zuchthengsten fahren, um zu schauen, ob alles ok war. Funky Powerbabe, Hollywood's Silver Dream, Spooks Gotta Gun und Stormbringer, ihnen allen ging es gut, weshalb ich mich wieder auf den Weg zur Ranch machen konnte.

      Oktober 2016
      Auftakt in ein neues Leben | 8721 Zeichen | © Veija

      In den letzten Wochen war viel auf der Ranch passiert. Ein ganzer Haufen Pferde hatte uns verlassen, ein paar waren dazu gekommen. Einige Mitarbeiter und ich hatten an einem Dressurturnier teilgenommen, an dem Aaron und Augen auf! Ich komme, sogar den ersten Platz gemacht hatten!
      Worauf wir besonders stolz waren war, dass Bellamy und Zuckerschock es geschafft hatten, den 3. Platz zu ergattern! Sehr zum Leidwesen von Octavia, die Bellamy regelrecht angeschrien hatte, weil sie eine Platzierung ergattern wollte. Nun waren wieder alle Zuhause und es hätte ja Ruhe einkehren können, wenn da nicht noch immer die Idee wäre, um zu ziehen. Svejn und ich wollten uns heute einen potenziellen Hof anschauen, denn die Ambitionen der Gips Reminder Ranch hatten sich ein wenig geändert, und auch dieser Hof gab nicht mehr das her, was er einmal versprochen hatte.
      "Svejn jetzt komm schon!", sagte ich etwas genervt und drehte den Autoschlüssel in meiner Hand hin und her. "Ich komm ja schon...", sagte er genervt und humpelt voran. Er durfte mittlerweile wieder laufen und auch reiten, aber das Laufen schien ihm noch ziemliche Probleme zu machen, weshalb er seinen Alltag lieber reitend verbrachte- zum Leidwesen seines Physiotherapeuten, denn dieser hatte ihm verboten, zu viel zu reiten. Aber er kannte Svejn mittlerweile ja sehr gut, er konnte nicht ohne reiten.
      Endlich waren wir im Auto und ich konnte los fahren. Die Fahrt verlief eigentlich relativ stillschweigend, denn Svejn musste sich auf sein Handy konzentrieren, um mir den Weg zu sagen- ich musste mich auf die Straße konzentrieren, denn diese Ranch lag wirklich weit ab vom Schuss, aber dennoch in der Nähe der Ferienranch und unserer alten Ranch.
      Dort angekommen schauten wir uns schon skeptisch um, denn die gesamte Ranch wirkte verlassen, überall waren die Zäune kaputt, Hecken und hohes Gras wucherten überall. "Hm, nicht das, was ich mir erhofft hatte.", sagte ich niedergeschlagen zu Svejn, der wohl meine Meinung teilte. "Komm, wir gehen erst mal zum Haus und lassen uns alles zeigen.", meinte er schulterzuckend und zusammen gingen wir zum Haupthaus, wo auch schon auf uns gewartet wurde. "Guten Morgen Mr. & Miss O'Connor.", sagte die junge Dame, die weder Svejn noch ich korrigierten. Svejns Name war einfach zu kompliziert. "Vorweg muss ich ihnen leider sagen, dass die Ranch in keinem guten Zustand ist, denn mein Vater ist vor etwa einem Jahr von uns gegangen und seit dem steht die Ranch leer.", erklärte sie und und fing an, uns eine kurze Runde durch das Haus zu führen. "Warum hatte ihr Vater eigentlich ein so großes Haus?", fragte ich die Dame dann bei der Tatsache, dass hier mein Team dreimal reinpassen würde. "Sie werden gleich bei der Führung sehen, dass sie hier eine riesige Ranch betreten haben. Deshalb ist auch das Haus sehr groß.", sagte sie und führte uns aus dem Haus heraus in die obere Ecke der Ranch. Dort waren zwei Offenställe mit 3 großen Koppeln. "Hier könntest du deine Pferde hin stellen.", sagte ich freudig mit einem Blick auf den Offenstall, bei dem eine große Koppel war. "Und hier könnten die Jungpferde stehen.", schwärmte ich, ehe wir weiter gingen. Es gab ein kleines Gemüsefeld, einen See und nun kamen wir an der Rennbahn an. "Wow.", sagte ich begeistert. Es war um mich geschehen, diese Ranch würde unser neues Zuhause werden. Svejn hatte meinen Blick gesehen und zwanghaft gelächelt, wir würden so viel Arbeit in die Ranch stecken müssen, bevor wir hier einziehen konnten, doch er wusste, dass wir das schaffen konnten.
      Die junge Frau zeigte uns noch den Rest der Ranch, zum Beispiel die drei großen Ställe mit Paddocks und Koppeln, die Offenställe, die Reithalle aber auch die beiden Reitplätze. Neben der Ranch gab es noch einiges an Weideland und einen großen Wald, den wir mit kaufen konnten. "Wir werden uns morgen melden.", verabschiedeten wir uns dann, ehe wir uns auf den Weg nach Hause machten. Diese Fahrt verlief wesentlich lauter. Ich quatschte Svejn die Ohren voll mit der Ranch und dass ich sie unbedingt haben wollte, auch wenn sie einfach viel zu groß für uns war. "Aber wir könnten Einsteller nehmen.", meinte ich dann und er nickte.
      Am Abend erzählte ich meinen Mitarbeitern von der Ranch und schon am nächsten Morgen befand ich mich wieder dort- diesmal in Begleitung von Caleb, damit er sich ein Bild vom Hof machen konnte. Ich legte noch immer viel Wert auf seine Meinung, weshalb ich sein OK haben wollte, bevor ich den Kaufvertrag unterschreiben wollte. Er segnete die Ranch ab und ich unterschrieb den Kaufvertrag, nachdem ich den Preis noch ein wenig gedrückt hatte. Nun kamen die verkauften Pferde der Ranch zugute, denn ohne diesen Verkauf hätten wir die neue Ranch nicht kaufen können und solange wir noch hier lebten, konnten wir die alte Ranch nicht verkaufen.
      So kam es, dass wir eine ganze Weile erst die Pferde auf der alten Ranch versorgten und dann auf die neue Ranch fuhren, um die Zäune zu reparieren, die Stallungen neu zu verputzen, und und und.

      Nun war der Tag des Umzugs endlich gekommen, auf den ich schon so lange gewartet hatte. Leider würde es nur ewig dauern, alle Pferde rüber zu bekommen, denn wir hatten noch immer 63 Pferde. Vermutlich würden bald noch ein paar Pferde den Besitzer wechseln, aber diese 63 Tiere würden allesamt mit auf die neue Ranch kommen. Ein grober Plan, wo welche Pferde hinkamen, war schon gemacht- und da man hier in Kanada oder generell in Amerika nicht so zimperlich war, was Pferde verladen anging, hatten wir uns ein paar einfache Trailer geliehen, in die die Pferde einfach hinein sprangen. Um jedoch trotzdem Verletzungen zu vermeiden, würden alle Pferde Transportgamaschen tragen, denn ganz leichtsinnig musste man ja nicht sein.
      Anfangen wollten wir mit den Jungpferden, da diese am längsten brauchen würden, bis wir sie im Hänger hatten. VK A Gun Colored Lena, Like Twist and Gun, VK Drag's Solo Queen, PFS' Blossom Magic sowie Wimpys Little Devil und ihr Fohlen GRH's Unbroken Soul of a Devil waren die ersten Pferde, die wir verluden und zur neuen Gips Reminder Ranch fuhren. Es dauerte eine ganze Weile, bis wir die Tiere im Trailer hatten, doch sobald alle drin waren, waren wir ruck zuck auf der neuen Ranch und konnten die Tiere auf die Koppel entlassen. Wimpys Little Devil war wirklich ein Ruhepol, was ich nicht gedacht hatte. Ich ließ sie mit ihrem Fohlen noch ein paar Tage bei den Stutfohlen laufen, ehe Devil abgesetzt wurde und die Stute ihre Box im Trainingsstall bezog, denn wir wollten sie wieder aufbauen und im Sport laufen lassen.
      Die nächsten Pferde waren die Hengstfohlen VK Bellas Dun Gotta Gun, Bellamy' O, VK Funky's Wild Berry und PFS' VK' Snap in Style. Zusätzlich fuhren noch Cielos Double Dun It und Chocolate Dream mit. Choco und Gipsy fanden ihren Platz in ihren Stallungen, die anderen Pferde kamen auf die Koppel.
      Nun schauten wir erneut ein wenig nach den Plätzen, wo die Pferde hinkommen sollten, so dass wir in windesweile Arsil, Bahar, Daryl gone Mad, Golden Ebano, Sacramento XX, Scoubidou, Silberstern, Seattle Slew, Turf Runnder, Wildfire, Firewalker, Stiffler, Drag me to Hell, Drama Baby, My lovely Horror Kid, Nyanda, Priamos Ruffia Kincem, Shiryō, Supernova, Teasie, Wolfs Bane, Zuckerschock, Abraham van Helsing, Alan's Psychedelic Breakfast , Cauldron of Renascence , Eldrian Antrax, Funky Powerbabe, Gun and Slide, Hollywood King Gun, Hollywood's Silver Dream, Spooks Gotta Gun, Stormbringer, Amarula van Helsing, Augen auf! Ich komme, Bella Dun Del Cielo, Kristy Killings , Marly's Pluie , Snuff, Blazing Flame, Comeback of a fallen Goddess, Dakota, DunIts Smart Investment, My sweet little Secret, Ocarina of Time, Raspberry, Scarlet Sun, Snapper Little Lena, Striga, VK Aquila T Mistery, Samug, Thjalve van de Jötunheimr und Moon's Pumpkin auf der neuen Ranch hatten. Lediglich bei Zues und Raised from Hell hatten wir unsere Probleme, so dass wir sie beide sedieren mussten, um sie verladen zu können. Sie fanden auch beide einen Platz auf den Koppeln, wo sie 24/7 stehen würden, bis wir mit ihrem Training weiter gekommen waren, dass wir sie anfassen konnten. Zues würde auch bald kastriert werden. Zwar war das schade um seine Abstammung, aber wir konnten das Risiko nicht mehr eingehen und hofften, dass er es als Wallach zumindest ein wenig einfacher haben würde als jetzt als Hengst.
      Erschöpft fiel ich am Abend auf die Couch. "Ich glaube morgen gibts nen freien Tag.", lachte ich und schaute in die Runde, denn noch waren alle Mitarbeiter in der Stube bei mir. "Also.. Pferde misten, füttern und auf die Koppel bringen morgens. Es wir keins trainiert, geritten oder sonst was. Macht, was ihr wollt.", lachte ich und schaute in eine Runde zufrieden nickender Gesichter.

      Unbekannt
      Die Welt ist klein. | 1021 Zeichen | © LouLou

      „Noch eins?“ Eve sah mich vorwurfsvoll an. „Du hast doch kaum genug Zeit für die, die du jetzt hast.“ Ich konnte es soeben unterdrücken mit den Augen zu rollen. „Denk an Jack, er braucht viel Aufmerksamkeit. Und die anderen auch.“ Seufzend schob ich den Riegel vor die Tür und betrachtete den Welsh Mix, welcher neugierig mit den Ohren spielte. „Du weißt dass ein paar wieder gehen werden? Außerdem soll sie hier nur ein zu Hause haben und nicht trainiert werden. Ich schaff das schon, Honey.“ Müde lächelte ich die junge Frau an. „Nenn mich nicht immer so!“ Lachend boxte sie gegen meinen Arm und ich grinste. Na also. „Schau mal, was ich in ihrem Pass gefunden hab.“ Ich hielt ihr das Stück Papier unter die Nase. „Vor Verena gehörte sie genau der selben Person, von der wir auch die anderen vier übernommen haben.“ Sie nickte. „Die Welt ist klein.“ Ich lächelte und dachte an Verena. „Es ist kaum zu glauben, dass sie nicht mehr lebt.“ Traurig schüttelte ich den Kopf. Es hätte eine schöne Freundschaft werden können.
    • Mohikanerin
      Alte Berichte (2)

      Unbekannt
      Kein Abschied für immer | 9475 Zeichen | © LouLou

      Merlin

      „Ich werde dich sehr vermissen“ Eve warf mir einen leidenden Blick zu und ich hielt in meiner Bewegung inne. „Es ist Zeit für einen neuen Anfang. Und du kannst mich jeder Zeit besuchen, wann immer du willst.“ Kurz suchte ich ihren Blick und begann dann weiter die Sachen aus den Schränken und Schubladen in die großen braunen Kartons zu packen. „Aber ich verstehe einfach nicht. Du hast dir doch grade erst den Hof hier gekauft.“, protestierte sie. Es tat mir weh, die Staaten verlassen zu müssen, ich hatte hier studiert, gearbeitet, gelebt. Meine Freunde waren alle um mich herum und doch zog es mich zurück in meine Heimat. „Es ist zu klein geworden, schau aus einem Pferd wurden drei und vier und fünf. Die Vollblüter haben Potential, dem ich hier einfach nicht gerecht werden kann. Ich kann sie nicht immer nur über die Wiese laufen lassen. Die gehören auf eine Rennbahn. Dann noch die Pferde von Verena…“ Kurz seufzte ich auf. „Ich fühle mich hier einfach wie ein Fremder, ich gehöre nicht nach Amerika.“ Eve schwieg und nickte. Sie verstand. Mit einem Ruck stapelte ich zwei Kartons und trug sie dann beide nach unten. „Na komm. Es ist wundervoll dort. Mildes Wetter, viel Natur, Strand, Wasser, Klippen. Mehr Stallungen und eine eigene Trainingsbahn, mehr kann man sich kaum vorstellen.“ – „Ist ja gut.“, murmelte sie leise. Ich stellte die Kisten auf dem Hänger ab drehte mich um und nahm die junge Frau in den Arm. Sie vergrub ihr Gesicht in meinem Pulli und ich seufzte erneuert leise auf. „Ich bin ja nicht aus der Welt und wir werden immer Freunde bleiben.“ Ich spürte, wie sie nickte und sich wieder von mir löste. Sie brachte ein Lächeln hervor, wenn auch nur ein müdes. „Außerdem habe ich mir zwei Wochen Urlaub genommen. Also wirst du mich vorerst nicht los.“, sagte sie und lachte leise. „Oh weh, das kann ja was werden.“, neckte ich sie und Eve boxte mir gegen die Schulter. „Na komm.“

      Unruhig sah ich mich am Flughafen um. „Und du bist dir sicher, dass du das geregelt bekommst?“, hakte ich zum hundertsten Mal nach. Eve rollte mit den Augen. „Jetzt geh endlich, sonst verpasst du noch deinen Flieger!“ Sie schob mich von sich weg und ich machte mich auf den Weg zum Check In. Es war abgemacht, dass ich nach Europa flog, um dort alles nötige zu regeln und Eve kam mit den Pferden nach. Die Ausreise war schon lange in die Wege geleitet worden, wobei ich das geringste Problem spielte, schließlich wurde ich dort geboren. Die Pferde hatten einige Arbeit bereitet, doch konnte es nun endlich losgehen. Mein Hab und Gut war bereits mit einer Spedition unterwegs und ich hatte lediglich einen Koffer und eine Tasche mit allem bei mir, was ich in den nächsten Tagen gebrauchen könnte. Rasch kam ich durch die Sicherheitskontrolle am Flughafen und konnte im Wartebereich Platz nehmen. Nervös blickte ich mich um und beobachtete die Flugzeuge auf dem Rollfeld des großen Flughafens. Endlich wurde der Flug aufgerufen und es konnte losgehen. 14 Stunden der Ruhe blieben mir nun. Rasch schlief ich ein.

      Die Stimme der Stewardess riss mich aus dem Schlaf und das helle Licht der Gurte leuchtete auf. Verwirrt rieb ich mir die Augen, schnallte mich dann an und blickte aus dem Fenster. Noch war nichts als Wasser zu erkennen, doch schon zehn Minuten später kam in der Ferne die kleine Insel in Sicht. Meine Augen leuchteten förmlich auf und es legte sich mir ein Lächeln auf die Lippen, als ich meine Heimat sah. Als wir die Parkposition erreicht hatten, standen alle langsam auf. Ich beobachtete die müden Gesichter, wie sie sich reckten und ihr Handgepäck nahmen, um zu verschwinden. Ich tat es ihnen gleich. Es waren nur wenige Menschen an Bord der kleinen Maschine gewesen, in die wir umsteigen mussten und so ging alles zügig. Ich nahm meinen Koffer in Empfang und verließ den Flughafen. Ein eisiger Wind schlug mir entgegen und die feinen Haare auf meinen Armen stellten sich auf, sodass ich die Ärmel meines Pullovers runter zog und in die mitgebrachte Jacke schlüpfte. Lächelnd sag ich mich um, ehe ich mit meinem Gepäck im Schlepptau zu einem Taxi ging. Aus dem Fenster heraus beobachtete ich die Landschaft der Insel. Alles war von Nebel verhangen und dunkle Wolken türmten sich am Himmel, jedoch kannte ich durchaus die sonnigen Tage. Doch dieser Ausblick blieb mir heute verwehrt. Von Douglas nach Saint John’s waren es gerade einmal 13 km, von dort aus gong es weiter in Richtung Glen Rushen. Auf halber Strecke kamen wir in meinem Heimatort an. Dalby. Gebannt sah ich aus dem Fenster und lächelte leicht. Der Fahrer verließ das Dorf in Richtung Westen und die Landschaft wurde langsam waldiger. „This way.“ Ich wieß auf die nur schlecht zu befahrende Straße und er folgte meinen Worten. Ein holpriger Weg führte hinauf zu dem Gestüt. „Thank you.“ Ich gab dem alten Herrn sein Geld und er rollte wieder davon. Nun stand ich hier. Inzwischen hatte es zu regnen begonnen und einige dicke Tropfen landeten in meinem Gesicht. Der Hof war neu renoviert, jedoch verbarg sich all der Luxus hinter den alten, gemütlichen Gemäuern. In einer Stunde sollte die Spedition eintreffen, also beschloss ich rasch meine Tasche ins Haus zu bringen.

      Es war eisig kalt, also stellte ich zunächst in allen Räumen die Heizung an. Kaum Zeit verging, als einige Wagen auf den Hof rollten. Nun begann also die eigentliche Arbeit. Erst am Abend hatten wir gemeinsam alles in die richtigen Räume und in die Stallungen geschafft. Kaputt ließ ich mich auf das Sofa fallen, auf dem noch eine Plastikplane lag und zog mein Handy aus der Tasche. „Merlin?“, meldete sich eine Frauenstimme. „Hi Eve.“, sagte ich müde. „Alles klar bei euch?“ Sie bejahte. Beruhigt redeten wir noch eine Weile, ehe ich auflegte und mich wieder an die Arbeit machte. Bis spät in die Nacht war ich damit beschäftigt Möbel aufzubauen und Schränke einzuräumen, ehe ich mich für ein paar Stunden zumindest schlafen legte.

      Früh stand ich am nächsten Morgen wieder auf und verschwand sogleich im Stall. Bereits um fünf Uhr hörte ich Motorengeräusche auf dem Hof. Sie stammten von dem großen LKW, welcher Futter, Heu und Streu lieferte. Es kostete uns zwei Stunden alles abzuladen und so war ich schon früh am Morgen fertig mit der Welt. Seufzend betrachtete ich das Chaos. Als hätte ich noch keinen Handschlag getan. Doch nun ging es daran, die Boxen auszufegen und frisch einzustreuen. Ich begann in dem Stall, in dem die Stuten untergebracht waren. Endlich eine Arbeit, die schnell von der Hand ging. Um zehn Uhr war alles soweit, dass ich zum Flughafen aufbrechen konnte. Eve kam heute mit den Pferden nach.

      „Ruuuhig mein großer!“ Ein aufgeregter Candlejack kam mir entgegen gepoltert. Nachdem ich Eve begrüßt hatte, breitete sich Hektik aus. Die Pferde waren trotz Beruhigungsmittel nach der langen Reise nervös und ließen sich nur schwer verladen. Der große Vollblüter legte nervös die Ohren an, riss den Kopf hoch und tänzelte neben mir her. Ich gab den Strick etwas nach und ließ ihn gewähren. „Alles gut, Dicker.“, murmelte ich und klopfte seinen schweißnassen Hals. „Na komm.“ Er folgte mir schließlich die Rampe heraus in den LKW, welcher ihn zu den Blakes Creek Stables bringen sollte. „Hop!“, hörte ich Eve, welche mit Minaki und Snuff sichtlich zu tun hatte. „Mein Gott.“ Grinsend huschte ich zurück zu den verbleibenden Pferden, welche verladen werden mussten. Wildfire, Ruffia, Shiry und Daryl. „Ready?“, fragte der Fahrer und wir schlossen gemeinsam die Rampe. Ein Glück war der Weg nicht allzu weit und wir folgten dem LKW in meinem vorrübergehend gemieteten Auto. „Wie war der Flug?“, fragte ich Eve, als es langsam ruhiger wurde. Sie schnaubte. „Na du hast e ja selbst gesehen. Deine Pferde sind wie du, sie machen mich einfach wahnsinnig.“, lachte sie und ich warf ihr einen vielsagenden Blick zu.

      Angekommen stiegen wir aus, der Fahrer hatte bereits die Rampe geöffnet. Ich betrat zuerst den Hänger und zuckte zusammen, als ein Hufeisen laut gegen die Stahlwände polterte. „Ey!“, fuhr ich den Hengst an und löste seinen Strick. „Du sollst mir nicht den Hänger zerlegen!“ Verdutzt blickte Jack mich an und ich schüttelte nur belustigt den Kopf. Rasch lud ich ihn ab und er sah sich aufgeregt um. Mit gerecktem Kopf und geblähten Nüstern betrachtete er die fremde Umgebung, ehe er laut wieherte. Kurz schnalzte ich und das Vollblut tänzelte neben mir her in Richtung Stallungen. „Ich glaub ich lass ihn gleich etwas laufen.“, sagte ich zu Eve und steuerte auf die Halle zu. Dort nahm ich die Transportgamaschen und die Decke ab, ehe ich das Tor der Halle öffnete. „Na lauf Dicker.“ Ich nahm den Halfter ab und mit einem großen Satz entfernte er sich von mir. Wie erwartet galoppierte er buckelnd an und kickte dabei übermütig gegen die hölzerne Bande. Kopfschüttelnd schloss ich die Bande wieder, ließ das Tor zur Halle jedoch offen. Mir war es lieber, wenn er sich hier austobte, bevor der Hengst mir noch den Weidezaun zerlegte und sich selbstständig machte. „Merlin!“, ertönte es von draußen und ich huschte zurück zu den anderen beiden um zu helfen. Den Rest der Pferde brachten wir in ihre Boxen, sie waren deutlich ruhiger, sodass sie sich erstmal an ihre neue Umgebung gewöhnen konnten.

      Eine Stunde später war endlich Ruhe eingekehrt und auch Jack stand wieder im Stall. Seufzend warf ich Eve einen Blick zu, die auf der Armlehne des Sofas hockte. „Genug davon.“ Ich grinste, doch wusste genau, wie viel Arbeit immer noch auf mich wartete. Zumindest die Pferde waren versorgt.

      20. April 2017
      Zirkuspony | 2880 Zeichen | © Loulu

      Nach meinem Schlammband der vergangenen Woche hatte sich das Wetter nun endlich gebessert. „Grandma?“ Ich steckte den Kopf zur Küche rein. „Ich geh mit den beiden Ponys spazieren, das wird Minaki ganz gut tun, nachdem Will sie so gescheucht hat.“, sagte ich und sie nickte. „Pass nur auf Jamie, im Wald sind einige Bäume umgeknickt.“ Mit dieser Warnung verließ ich das Haus, schnappte mir die Halfter der beiden Stuten, eine Gerte und ging zum Stall. Minaki wieherte mir entgegen, als ich die Stallgasse betrat und ich ging lächelnd zu ihr herüber. „Na meine Maus.“, begrüßte ich sie. Minaki hingegen interessierte sich nur für den kleinen Beutel mit den Möhren. „Du verfressenes Stück.“ Grinsend brach ich eine in der Mitte durch und sie nahm sie gierig entgegen. Ich kraulte ihr kurz die Stirn, halfterte sie auf und führte sie aus der Box. „Warte hier.“ Ich ließ sie in der Stallgasse stehen um Snuff zu holen, doch Minaki ließ mich – vor allem aber die Möhren – nicht aus den Augen. „Ey!“, grinsend schob ich sie weg, als sie Snuff den Leckerbissen wegschnappen wollte. Der Mix nahm vorsichtig die Möhre und kaute genüsslich, ehe ich auch sie aufhalfterte und die Box aufschob. Sogleich kam sie herausgestapft und ich nahm sie zu meiner Rechten, Minaki auf die linke Seite. „Auf geht’s.“ Snuff stapfte mir geduldig hinterher, mein Dickschädel hingegen hatte nur Augen für anderes. „Ich glaub du bekommst zu gutes Futter.“ Lachend rupfte ich kurz am Strick und der Weißfalbe tänzelte weiter hinter mir her. Wir gingen eine ausgedehnte Runde und Minaki entspannte sich langsam, begann nun jedoch Snuff zu zanken. „Pony! Womit hab ich dich verdient? Pass auf, dass sie dir gleich nicht bescheid sagt.“ Gesagt getan. Die ältere Stute legte die Ohren an und wies Minaki barsch in ihre Schranken. Von ihr konnte ich wohl noch lernen. Wieder am Hof angekommen blieb ich mit den beiden auf dem Weg stehen und ließ sie auf der Wiese etwas grasen. Minaki genoss das frische Grün sichtlich, Snuff hingegen schien desinteressiert. „Sagte Grandpa nicht, dass du ein kleines Zirkuspony bist?“ Schmunzelnd ging ich zu ihr und probierte einiges aus. Etwas verwirrt versuchte sie meine Kommandos zu befolgen, doch am spanischen Schritt fand sie sichtlich Gefallen. Auch Minaki gesellte sich neugierig zu uns, doch war sie wieder einmal nur für eine Möhre zu begeistern. So stolzierte ich neben Snuff den Weg auf und ab, als ich ein dumpfes Plumpsen und ein verärgertes Schnauben hörte. Minaki saß dort, kaute auf ihrer Möhre und quittierte verärgert die fehlende Aufmerksamkeit mit angelegten Ohren. „Das ist also dein Springpony, dass ich erst noch so gelobt hab?“, hörte ich Will grinsend durch mein Lachen hindurch sagen. „Du sagst es!“, schmunzelte ich und rieb dem Norweger die Stirn. „Was machst du hier, ich wusste gar nicht, dass du heute kommst.“ „Ich hab eine Überraschung für dich!“

      18. April 2017
      Der fremde Hengst | 6399 Zeichen | © Loulou

      Einige Wochen sind vergangen, seit Grandpa ins Krankenhaus musste. Will hatte Recht behalten, er war ein Kämpfer. Doch am Ende hat er verloren. Zunächst wurde er wieder auf Normalstation verlegt, alles hat sich gebessert. William hat mir geholfen, die Pferde und die Uni unter einen Hut zu bringen. Wir haben einen Stallburschen eingestellt, welcher füttert, mistet, bewegt und alles in Ordnung hält. Finley ist die Hilfe, die Grandpa schon lange hätte suchen müssen. Er ist flink, zuverlässig und liebt die Pferde. Ich habe viel mit Will und Minaki trainiert, wir haben Jack auf der Rennbahn laufen lassen, welcher inzwischen von Mediv geritten wird. Und dann kam der Reinfarkt. Grandpa kam auf die Intensivstation und verstarb zwei Tage später.

      Ich sah durch einen Schleier aus Tränen auf, als Will mir seine Hand auf die Schulter legte. Wortlos ging er weiter und Tante Holly umarmte mich. Ich hasste Beerdigungen, schon zu viele Menschen hatte ich verloren. Und jetzt der Mann, der es wirklich geschafft hatte, mir meinen Vater zu ersetzen. Der, der mich großgezogen hatte, mir alles ermöglicht hatte und mir alles beibrachte, was ich jetzt kann und weiß. Stumm verließ eine Träne meine Augen und rollte die Wange herab, als ich eine Rose auf seinen Sarg warf. „Auf Wiedersehen, Grandpa.“, murmelte ich und trennte mich von dem Anblick. „Komm.“ Ich legte einen Arm um meine Großmutter und wir verließen den Friedhof. Es war ein großer Gottesdienst, man war auf dem Land, alle kannten sich und alle mochten meinen Großvater. Doch half ihr das alles nicht. Seit er vorgestern verstorben war, aß sie nicht. Ich hörte sie die ganze Nacht im Haus umherstreifen. Sie war blass und müde, sprach kaum. Wir fuhren nach Hause, und legten die feinen Sachen ab. Meine Großmutter setzte sich in die Küche auf die Eckbank und ich begann zu kochen. Wir aßen und gingen zu Bett.

      Zwei Wochen sind nun vergangen. „Hey William.“, lächelnd stellte ich die Mistgabel weg. „Wie geht es deiner Grandma?“, fragte er und musterte mich. Ich zuckte die Schultern. „Etwas besser, denke ich.“ Müde lächelte ich und deutete auf die Schubkarre. Die Stuten sind schon fertig. Jacks Box ist die letzte.“, erklärte ich und er schüttelte belustigt den Kopf. „Sechs Uhr Samstagmorgen. Jamie hat bereits gemistet, gefüttert und die Pferde rausgebracht. Schläfst du jemals?“ Ich lachte. Will war beinahe jeden Tag hier. Er half im Stall, beim Training und munterte mich auf, wo er nur konnte. „Was hältst du davon, wenn wir einen Ausritt machen? Jack hat sich einen Tag Pause verdient. Und du dir auch. Außerdem hast du doch jetzt Semesterferien.“ Kurz zögerte ich, ehe ich nickte. „Na schön. Aber erst gehen wir rein frühstücken.“ Wir räumten auf und gingen in die warme Stube.

      Anderthalb Stunden später standen Jack und Daryl gesattelt im Hof und wir saßen auf. Im Sattel des riesigen Hengstes fühlte ich mich inzwischen wie zu Hause. Er vertraute mir immer mehr und ich liebte ihn. „Wann denkst du, können wir ihn zu seinen ersten Rennen anmelden?“, fragte ich Will, als wir vom Hof ritten. Er legte den Kopf schief und überlegte kurz. „Eigentlich dachte ich an die nächste Saison, es ist ja schon August. Aber vielleicht finden wir noch einige kleine Rennen, es würde ihm sicher nicht schaden. Er liebt es zu laufen.“ Ich nickte begeistert und klopfte Jacks Hals, welcher ungeduldig mit dem Kopf schlug. „Lass uns ein Stück traben.“, sagte ich und schnalzte mit der Zunge. Jack trabte übermütig an und warf den Kopf nach oben, ich hatte Mühe den Hengst zurückzuhalten. Wir ritten ein Stück den Waldweg herab, ehe wir auf eine große Lichtung kamen. Eine große Wiese erstreckte sich vor uns, die die Hügel der Isle of Man heraufführte. Will nickte mir zu und ich gab Candlejacks Zügel nach. Das junge Vollblut preschte los und ich stellte mich lächelnd in die Steigbügel. Seine Hufe schlugen in den weichen Boden der Wiese und er begann zu schnaufen, als er den Hügel hinauf raste. Daryl und Will waren ein paar Längen hinter uns, als Jack abrupt stoppte und den Kopf hochriss. Ärgerlich legte er die Ohren an und wieherte schrill. „Wooh, ruhig Jack.“ Für einen kurzen Moment blieb mir das Herz stehen, ich dachte, er hätte sich verletzt. Doch dann sah ich, was er schon lange wahrgenommen hatte. Will hielt neben mir und sah mich besorgt an. „Alles in Ordnung?“, fragte er. „Pssscht.“, zischte ich und zeigte zum Waldrand auf der anderen Seite. „Wo kommt er denn her?“, murmelte Jack und sah zu dem grauen Pferd, welches in den Strahlen der Morgensonne stand und graste. „Keiner der Bauern hier vermisst ein Pferd, das wüssten wir.“, sagte ich leise und sah fasziniert zu dem Tier herüber. Jack hingegen teilte meine Begeisterung nicht. Er wieherte wütend und schnaubte laut. Der Fremde riss den Kopf hoch, blähte die Nüstern, wendete und verschwand im Wald. „Komm!“ Ich trieb Jack vorwärts und wir überquerten im Galopp die Wiese, verlangsamten etwas, als wir im Wald ankamen. „Wo ist er hin?“ Ich sah mich um, doch konnte ihn nirgendwo ausmachen. „Lass uns zurückreiten.“, sagte Will, doch ich schüttelte den Kopf. „Er ist weg, Jamie.“ Ich verzog das Gesicht, in dem Wissen dass er Recht hatte. Wortlos wendete ich Jack und wir ritten zurück zum Hof, sattelten ab und versorgten die beiden Hengste. „Sehen wir uns morgen?“, fragte ich und William nickte. Wir verabschiedeten uns und ich sah dem jungen Mann lächelnd hinterher. Wieder in der Stube erzählte ich meiner Großmutter von unserem Ausritt. Sie schüttelte den Kopf. „Ich werde mich mal umhören, ob jemand ein Pferd vermisst.“ Ich nickte und wir verbrachten den restlichen Tag damit Ordnung zu schaffen.

      Am späten Abend ging ich nach draußen, um die Pferde in den Stall zu bringen. Finley hatte sein freies Wochenende und so blieb alles an mir hängen. Ich brachte Candlejack und Daryl in ihre Boxen, ehe ich Shiryō und Bree reinholte. Die beiden Stuten verstanden sich gut und waren inzwischen unzertrennlich. Als letztes ging ich zu den Ponys, als ich eine Bewegung am Waldrand wahrnahm. Ich sah herüber, doch niemand war da. Belustigt schüttelte ich den Kopf und holte Minaki und Snuff rein. Im Stall schaltete ich das Licht aus und verschloss die Türen. Zurück im Wohnhaus ging ich duschen und verschwand in meinem Zimmer. Ich schloss das Fenster und drehte mich um, hielt jedoch in der Bewegung inne. Am Weidezaun stand wieder der graue Hengst. Er kam also näher.

      Trainingsberichte
      Dressur E - A
      7230 Zeichen | © Veija | unbekannt

      Heute war wieder einer der Tage, an denen ich gar nicht aus dem Bett aufstehen wollte. Ich hatte mir so viel vorgenommen, was ich am Ende des Tages erledigt haben wollte, dass ich es jetzt schon für einen Fehler hielt und am morgigen Tag vor Muskelkater sterben würde.
      Seufzend erhob ich mich aus dem Bett und ging duschen, ehe ich mir meine Thermoreithose und einen warmen Pulli anzog. Dazu meine gefütterten Stiefel. Mit einer dicken Jacke bewaffnet ging ich nach unten, um etwas zu essen. Caleb und die anderen waren schon im Stall und machten ihre Pferde fertig. Natürlich war ich wieder die Letzte. Doch da ich die Chefin war, war das egal.
      Ich zog also meine dicke Jacke an und ging in den Stutentrakt, wo ich zunächst Bella auf die Koppel brachte. Sie brauchte heute nicht trainiert zu werden, weshalb sie ihr Leben heute im Schnee genießen durfte. Zwar stand sie alleine draußen, doch es kamen später noch andere Pferde dazu.
      Caleb hatte sich Lil Princess Gun geschnappt, Aaron machte Vice fertig, ich holte Devil aus der Box und Alexis sattelte gerade Cherokee Rose. Princess sollte in Western von der LK 5 auf die LK 4 in der Reining gebracht werden, Vice ebenfalls, Devil von der LK 4 auf die LK 3 und Rosy ebenfalls auf die Lk 4. Doch das war noch nicht alles. Ich wollte heute alle meine Pferde mit Hilfe meiner Angestellten weiterbilden. Also ans Werk:
      Devil zickte mal wieder rum wie sie es so oft tat, doch nach einer Weile war sie genau wie die anderen Pferde gesattelt und wir gingen in die Halle. Nach dem Nachgurten schwangen wir uns alle in die Sättel und ritten die Pferde warm. Während Caleb Alexis und Aaron erklärte, wie sie die Pferde zu trainieren hatten und anfingen erste Spins zu drehen, übte ich mit Devil das angaloppieren auf der richtigen Hand, das Stoppen und die Roll Backs. Immer wieder schaute ich zu meinen Angestellten rüber, wie sie die Pferde ritten. Doch mit Calebs Hilfe hatten sie die Tiere bald so weit, dass sie ordentliche Spins konnten, Back Ups kein Problem mehr waren, sie einfache Galoppwechsel ritten konnten und die Tiere langsame Roll Backs konnten. Zufrieden lächelte ich und klopfte Devil den Hals, ehe ich eine leichte Pattern durchritt und sie definitiv in der LK 3 starten konnte. Ich schwang mich vom Pferd, schnappte mir Vice und schwang mich auf ihren Rücken, während Aaron Devil wegbrachte. Auch mit Vice ritt ich eine einfache Pattern um zu schauen, ob sie in der LK 4 starten konnte. Ja, sie konnte. Ich stieg ab, übergab sie Alexis und setzte mich auf Cherokee, die natürlich total rumzickte und es nicht einsah, mit Sporen geritten zu werden. Doch sie fügte sich ihrem Schicksal und ritt Caleb und Princess genau hinterher, da wir die selbe Pattern ritten. Es war zwar etwas umständlich, doch es klappte. Sehr zufrieden lobten wir die Pferde und brachten sie wieder in den Stall, wo Aaron und Alexis schon Summer und Honey sattelten. Ich machte mein Pferd fertig und brachte sie mit Decke auf die Koppel zu den Anderen. Auch Princess kam auf die Koppel, ehe Caleb und ich uns Amarula und Moon fertig machten. Moon wurde mit Bosal geritten, weshalb ich sie lieber selber übernahm, als sie dem radikalen Caleb zu überlassen. Auch wenn es mir nicht gefiel, dass er meine Zicke Amarula ritt. Nach und nach waren wir fertig mit satteln und gingen in die Halle, wo wir uns nach dem Nachgurten in die Sättel schwangen. Da wir alle Pferde von der LK 5 in die LK 4 bringen mussten, war das Training klar: Caleb und ich machten vor, Aaron und Alexis machten nach. So dauerte es nicht lange, bis die Pferde langsame Spins beherrschten, Back Ups kein Problem mehr waren und die Roll Backs einigermaßen klappten. Alles musste heute etwas schneller gehen, weshalb wir die Pferde schon in den Stall brachten, sie absattelten, ihnen die Decken auflegten und sie auf die Koppel brachten.
      Die nächsten Pferde waren die neueren Pferde, mit denen wir etwas langsamer machen mussten. So waren wir sehr schnell mit Angelic Desolation, Born to Die, Goddess und Croatoan in der Halle und brachten ihnen die Grundlagen der Westernkunst bei. Jedoch dauerte es bei ihnen doch etwas länger, so dass wir Goddess, also das Pferd, das schneller lernte, gegen Sheza tauschten. Sheza war durch ihre Platzierungen sehr talentier, weshalb wir sie auch sehr schnell fertig hatten und alle Pferde absatteln und auf die Koppel bringen konnten. Nun folgten die Hengste.
      Genuine Lil Cut, Funky Powerbabe, Dead or Alive und What Lies Ahead waren die nächsten Kandidaten. Auch diese mussten in der Westernklasse von der LK 5 auf die LK 4 gebracht werden.
      Nach dem putzen und satteln waren wir erneut schnell in der Halle und ritten die Pferde warm, ehe die Übungen an der Reihe waren. Die 4 lernten schnell, weshalb wir nach knapp einer halben Stunde richtigem Training fertig waren und wir sie wieder in den Stall bringen konnten. Wir sattelten ab, legten die Decken auf und brachten sie auf die Koppel. Mittlerweile schneite es einzelne Flöckchen, weshalb die nächsten Pferde leider nicht mehr auf die Koppel kommen würden.
      Es folgten die letzten vier Pferde. Zues konnte man ja sowieso nicht anpacken- noch. So machten wir Gun and Slide, Flintstone, Sympathy for the Devil und Siku fertig. Auch sie waren alle relativ neue Pferde und brauchten lange zum warm werden mit uns. Doch es dauerte nicht lange, da liefen sie einzelne Figuren der Westernreitere beinahe perfekt, weshalb wir hier auch nach knapp einer Stunde fertig waren. Wir brachten sie zurück in den Stall und stellten sie dann doch auf die Koppel. Hengste waren nicht so empfindlich wie die Stuten oder unsere Fohlen.
      Draußen war es jetzt schon dunkel, doch die restlichen Pferde wollten auch noch trainiert werden. Doch nun wurde es kompliziert: Ich sollte Gipsy reiten und von der LK 4 in die LK 3 bringen, Aaron würde Emilio im Springen von E nach A bringen, Alexis würde Black Ops von E nach A im Springen bringen und Caleb würde Snuff in der Dressur weiterbringen. Das sah nach einem riesen Durcheinander in der Halle aus, als Caleb Trabstangen aufbaute, Alexis und Aaron die Hindernisse richteten und ich mittendrin mit Gipsy lief. Wir entschieden uns dann um, so dass Alexis und Aaron die Hälfte der Halle nutzen konnten, sowie Caleb und ich die Andere, da wir weniger Utensilien brauchten. Gipsy war wie immer leicht zu reiten und war sehr schnell in allen Lektionen sicher, weshalb ich ihn rasch gegen Steel Heart tauschte, die ich vor kurzem erst eingeritten hatte. Aber auch sie machte gut mit und wir hielten und sehr an Snuff und Caleb, da sie ja die selben Übungen machten wie wir. Aaron und Alexis waren schon vor uns aus der Halle verschwunden, da sie ja auch früher angefangen hatten. Auch Caleb ging irgendwann, so dass ich alleine mit Snuff in der Halle war. Lächelnd lobte ich die Stute, als sie sich schön bog, um die Kehrtvolte zu reiten. Sie war wirklich talentiert, weshalb ich es auch für heute gut sein lies.
      Als ich mit ihr in den Stall ging um sie abzusatteln, waren schon alle Boxen gemistet und alle Pferde wieder in ihren Boxen. Zufrieden sattelte ich die Stute ab und stellte sie weg, nachdem ich sie gelobt hatte. Nächsten Monat hatte ich mehr Zeit für die Pferde und würde sie alle ordentlich trainieren.

      Distanz E - A
      4220 Zeichen | Unbekannt | unbekannt
      Im Moment war mal wieder gar keine Zeit für die Pferde. Ein Wunder, dass ich mit dem Trainieren nachkam. Doch heute würden wir uns um alle Tiere kümmern, schließlich sollten sie bald Kör- und Krönbereit sein!
      Ich schmiss Bellas Vielseitigkeitssattel auf ihren Rücken, Aliena kümmerte sich um Princess, Alexis kümmerte sich um Wimpy, Caleb um Amarula und Aaron um Shadow, die mit Abstand die bravste von allen war.
      Die Strecke war schnell ausgesucht: die selbe wie für alle anderen Pferde, die wir auf A bringen wollten. Also ging es nach dem satteln schon los. Zunächst über den Hof, auf den Feldweg. Dann eine lange Schrittstrecke, einen Berg hoch im Galopp, ein wenig Trab, eine lange Schritstrecke, eine Galoppstrecke und eine lange Trabstrecke. Dann waren wir auch schon wieder daheim und konnten sagen, dass die Pferde mit ein wenig mehr Training fertig für die Klasse A waren. Fertig für ihre Box stellten wir die 5 Pferde weg, ehe 5 andere an der Reihe waren.
      Nun ging es um Summer, Honey, Ally, Bailey und Goddess. Wir entschieden uns spontan, wer wen reiten sollte, wobei ich mich für Goddess entschied. Schließlich konnte ich nicht immer die selben Pferde reiten- aber es gab welche, auf die ich niemand sonst lies; normalerweiße. Zu diesen Pferden gehörten Gipsy und Bella.
      Also ging es ans satteln. Wir brauchten ein wenig länger, als vorher, weil die 5 auf der Koppel gestanden hatten und dementsprechend aussahen. Doch endlich ging es los!
      Wir ritten die selbe Strecke wie eben: zunächst über den Hof, auf den Feldweg. Dann eine lange Schrittstrecke, einen Berg hoch im Galopp, ein wenig Trab, eine lange Schritstrecke, eine Galoppstrecke und eine lange Trabstrecke. Dann waren wir auch schon wieder daheim. Leider dämmerte es nun, weshalb diese fünf die Letzten für heute waren. Nach dem absatteln kamen sie in die Box, wo sie reichlich Heu und Kraftfutter bekamen, damit das Training in den nächsten Tagen besser weitergehen konnte. Nun gingen alle ins Bett und freuten sich auf morgen- oder auch nicht. Denn es stand noch mehr Arbeit an.
      Schon am frühen Morgen waren wir alle auf den Beinen und machten Toy, Sheza, Grace, Gen und Spooky fertig.
      Nun standen wir vor der Frage, wer die Hengste reiten sollte. Zum Schluss entschieden wir uns dafür, dass ich meinen geliebten Spooky ritt und Caleb sich Gen schnappte. Aliena ritt Toy, Alexis Sheza und Aaron Grace. Nach dem satteln also ritten wir auf den Hof, wo wir uns nach dem nachgurten auf die Pferde setzten. Wir ritten die selbe Strecke wie am Tag zuvor und konnten am Ende des Trainings 5 erfolgreich in der Klasse A laufenden Pferde vorstellen. Etwas schneller als gestern machten wir die Tiere für die Koppel fertig, ehe neue fünf folgten. Funky, Ali, Winny, Blue und Flint. Auch mit ihnen waren wir ruck zuck auf der Strecke und wieder zurück. Für zehn Pferde hatten wir heute noch Zeit. Doch wir alle wollten Feierabend machen, weshalb wir uns doch sehr beeilten. Die nächsten waren: Dash, Suke, Sol, Gipsy und Emil.
      Hier waren die Reiter sofort klar- naja, zwei davon. Gipsy würde ich reiten und Emilio würde von keinem Anderen außer außer Aaron geritten werden. Nach dem satteln ging es auf die Pferde und auf die Strecke. Weil wir ein wenig auf den alten Wallach achten mussten, blieben Aaron und ich ein wenig zurück, während die anderen drei ihre Pferde ganz normal trainierten. In dieser Zeit verquatschten Aaron und ich uns, so dass wir viel zu spät am Hof ankamen, und es schon dunkel wurde. Da wir nichts riskieren wollten, beließen wir es für heute dabei und brachten alle Pferde weg.
      Am morgigen Tag waren alle ziemlich schlecht gelaunt. Sie hatten alle Muskelkater- verständlicherweise. Doch die Arbeit musste getan werden und wir waren fast fertig!
      Es fehlten nur noch: Skrudi, Vin, Hartmut, Letty, Ops, Snuff, Heart und Maracuja, die bald wieder zurück an Ofagwa gehen würde. Nichts desto trotz, trainierte ich sie mit.
      Wir mussten die Pferde zwar aufteilen, und mit Snuff, Heart und Cuja zu dritt gehen, doch es lohnte sich allemal.
      Am Ende des Tages waren alle Pferde in Distanz auf der Klasse A angelangt! Wir hatten zwar über einen Monat mit dem ganzen Training gebraucht, doch hauptsache wir konnten sie jetzt weiter fördern.

      Springen E - A

      2135 Zeichen | © Veija | unbekannt
      Seufzend strich ich ein paar Namen auf einer Liste durch, wo die Trainingspferde drauf standen. Es waren im Endeffekt einfach viel zu viele Pferde, die wir mit 6 Leuten trainieren mussten, weshalb ich wohl bald an Personal aufstocken müsste- schon wieder.
      Heute hatten wir uns My lovely Horror Kid, Eldrian Antrax, Cauldron, Hell, Zuckerschock und Wimpys Little Devil vorgenommen. Nach dem satteln fanden wir uns auch schon auf dem Platz wieder, wobei Horror, Antrac und Cauldron in der Halle trainiert wurden, da sie schon eine Stufe höher waren als die anderen 3 Pferde. Den ganzen Vormittag verbrachten wir damit, den Pferden die Hindernisse schmackhaft zu machen und ließen es dann gut sein, damit die nächsten 6 an die Reihe kommen konnten. Diesmal waren es Pluie, Annie, Blaze, Jagger, Faster und Genuine. Ich ritt die stürmische Blaze, die sich heute nicht kleinkriegen lassen wollte. Ständig verweigerte sie oder warf die Stangen ab. Ich seufzte kurz und legte die Stangen ein Stück nach unten, ehe ich das Ganze nochmal versuchte. Dann klappte es und ich legte sie wieder hoch. Siehe da, die Stute konnte also doch springen!
      Als die Pferde dann fertig waren aßen wir etwas zu mittag, ehe wir weitere 6 Pferde aus ihren Boxen holten. Princess, What Lies Ahead, Gun and Slide, Shadow, Summertime und Sympathy for the Devil. Mit ihnen waren wir sehr schnell fertig, da sie alle sehr schnell lernten, so dass wir uns nun den restlichen Pferden widmen konnten. Es fehlten uns noch My Blue Gun, Possible Pasts, Smoking Chex, Ravi, Snuff, Enjoy Nature, Woodstock Lady und Augen auf, wobei letztere in Dressur trainiert wurde. Ich selbst schnappte mir Abby, mit der ich alleine auf den Dressurplatz ging. Es dauerte eine ganze Weile bis ich so ordentlich aufgewärmt hatte und sie locker an meinen Hilfen ging. Doch nach einer guten Stunde hatte ich ein schön gelassenes, locker laufendes Pferd unter mir, mit der es Spaß machte, zu trainieren. Ich schaute nun bei den anderen 5 vorbei, die immer wieder die Pferde unter sich tauschten und fleißig am Springen waren. Ich lachte kurz und brachte Abby dann weg, ehe ich den anderen half.

      Springen A - L

      6802 Zeichen | © Veija | unbekannt
      "Hopp, hopp, hopp!", sagte ich und schubste Alexis weiter den Flur entlang. "Pferde trainieren!" "Aber ich will nicht!" "Du musst aber" - seufzen. Nicht nur von Alexis, sondern auch von Riley, der mitllerweile bei uns ziemlich eingespannt wurde und anpacken musste, wo gerade Not am Mann war. "Ja, Riley, du auch", sagte ich etwas schnippisch zu ihm und schob auch ihn den Gang entlang. "Come on", sagte Caleb und schnippte seine Kippe weg. Seit neustem rauchte er, was mir gar nicht in den Kram passte. "Caleb!", fauchte ich ihn an und sofort zuckte er zusammen, hob die Zigarette auf und schmiss sie, als sie ganz aus war, in den Mülleimer. "You should stop smoking.. it smells terrible!", sagte ich ihm doch er rollte nur mit den Augen und ging dann auf den Stall zu, wo die Arbeit auf uns wartete. Ich nehme mir Skrúður und Trainiere ihn in Distanz von L auf M, Riley und Alexis ihr trainiert Eldrian Antrax und Cauldron of Renascence in Dressur von A auf L, Alexis, Aaron und Caleb ihr schnappt euch Snuff, Lovely Summertime und Sympathy for the Devil und trainiert sie in Springen von A auf L. Gebongt?", fragte ich alle und bekam ein nicken zur antwort. "Gut, an die Arbeit!", verkündete ich fröhlich und ging zur ox von Skrudi, um ihn mir fertig zu machen. Nach dem putzen schmiss ich ihm seine Decke und einen Vielseitigkeitssattel auf den Rücken, ehe ich ihm die Trense anlegte und mit einem Helm auf dem Kopf den Hof verließ. Im Moment regnete es sehr viel hier in Kanada, weshalb ich für Training außerhalb der Halle immer passende Momente abwarten musste. Diesmal schien ich jedoch Glück zu haben und konnte mir ruhig Zeit lassen mit unserem Ritt. Als ich um die Ecke bog, sah ich schon wie Eldrian sich in der Dressur versuchte und an den neuen Übungen scheiterte. Kurz grinste ich. Der Hengst hatte sich so gut gemacht und war für meine Poloponyzucht so relevant, dass er das einfach hinbekommen musste, da glaubte ich fest an ihn. Skrudi war von seiner Kondition her schon sehr gut, weshalb ich sofort traben und galoppieren konnte, als wir aufgewärmt waren. Wir ritten eine Strecke, die er schon sehr gut kannte, aber diesmal zügiger und auch ein paar kleine Umwege, damit die Strecke länger wurde. Nach einer guten Stunde rief mich Alexis an, welche Pferde nun an der Reihe waren. "Schnappt euch Ravi, Blazing Flame, Lil Princess Gun, Wimpys Little Devil und What Lies Ahead. Trainiert sie in Military von E nach A. Wenn einer von euch früher fertig ist, holt der sich noch Woodstock Lady. Dann machen wir Schluss für heute.", gab ich Anweisungen und hörte, wie ALexis im Hintergrund die Pferde verteilte. Dann legte sie auf. Ich trieb Skrudi ein wenig an, damit er mir nicht unter dem Hintern einschlief. "Guter Junge", sagte ich und klopfte seinen Hals, der schon ordentlich nass vom Schwitzen war, weshalb ich mich entschied, umzudrehen. Schließlich wollte ich nicht, dass der Hengst krank wurde.


      Auf dem Rückweg begegnete ich Caleb, der mir mit Woodstock Lady entgegen kam. Wir nickten uns kurz zu, ehe ich auf dem Hof ankam, Skrudi schnell absattelte und ihm eine Decke auflegte. Dann machte brachte ich ihn in seine Box und gab ihm noch seine Kraftfutterportion. Da die anderen wohl noch lange nicht zurückkommen würden, entschied ich mich dazu, Like Honey and Milk zu satteln und in Hunter under Saddle von LK 3 auf LK 2 zu bringen. Gesagt getan. Nach 10 Minuten war ich mit ihr in der Halle und ging die Grundlagen nochmal alle durch. Honey fand es komischerweise heute gar nicht lustig, dass sie ständig Zug im Maul hatte, doch da musste sie durch, weil ich sie hier nicht mit durchängenden Zügeln reiten konnte. So stand mir eine ganze Stunde voller Diskussionen und Streitereien an, bis Honey einigermaßen ordentlich lief. Ich ließ sie dann aber auch in Ruhe, weil ich unser Training mit einem positiven Ergebnis abschließen wollte. Dann brachte ich sie wieder in ihre Box. Im Stall traf ich die anderen, weshalb wir nun ins Haus gingen und gemeinsam zu Abend aßen.


      Am nächsten Tag ging es wieder früh los. Naja, was hieß früh, es war 10 Uhr. Von 7 bis 10 hatten wir die Pferde gefüttert und auf die Koppeln gebracht, jetzt ging es ans Training. "Caleb, Aliena, Alexis, Aaron und Riley, ihr teilt euch folgende Pferde auf: Annie get your Gun Trail LK 2 auf LK 1, Hot Smoking Chex Trail LK 3 auf LK 2, My Blue Gun & Your possible Pasts Reining LK 3 auf LK 2 und Enjoy Nature Reining LK 5 auf LK 4. Ich fahre mit Hollywood King Gun und Black Sue DunIt zu unseren Nachbarn, um sie in Barrel Race und Pole Banding weiter zu bringen. Bis heut Abend dann!", verkündete ich die Tagesplanung. Alle nickten zufrieden, weshalb ich nun in den Stall ging und mir King und Sue schnappte, die ich sattelte und in den Hänger stellte. Hier war es üblich, dass die Tiere komplett gesattelt in den Hänger kamen. Natürlich trennte ich die beiden großräumig voneinander, doch ich hatte wenig Hengste, die ausgeprägte Hengstmanieren hatten, so dass ich mir da keine Sorgen machen musste. Bei der Halle angekommen kam mir der Besitzer entgegen der mir seinen Azubi vorstellte. "Oh gut, willst du reiten? Ich hab zwei Pferde dabei, kann jedoch nur eins davon reiten, gleichzeitig geht ja schlecht.. dann kannst du direkt mal andere Pferde kennen lernen.", schlug ich dem jungen Mann vor, der aufgeregt nickte. "Gut, komm mit", sagte ich und führte ihn zum Hänger, wo wir zu erst meine rabenschwarze Sue ausluden, die ich ihm in die Hand drückte, ehe ich meinen Hengst aus dem Henger holte. Er hatte kaum Zeit die Pferde zu bewundern, da war ich schon beinahe bei der Halle. "Kommst du?", fragte ich ihn und hielt ihm die Tür auf. Die Halle war so groß, dass wir gleichzeigt Barrel Race und Pole Banding trainieren konnten. Gemeinsam wärmten wir die Pferde also auf, ehe es losging. Mit King hatte ich gerade mehr zu kämpfen als der junge Mann mit Sue, bei denen es super klappte. King reagierte kaum auf meine Hilfen, wir fielen sogar bei der zweiten Tonne einmal hin. Da der Hengst jedoch sehr flink war, stand er kurze Zeit wieder auf den Beinen. Ich hatte mir natürlich aus Reflex am Sattelknauf festgehalten und konnte noch rechtzeigtig mein Bein wegziehen, bevor er auf es draufgefallen wäre.. Nach einer kurzen Pause machten wir jedoch weiter, da es langsam spät wurde und wir das Training heute noch abschließen mussten. Mittags hatten mich die anderen angerufen, wen sie noch trainieren sollten. Arbeit war ja genug da, weshalb ich ihnen noch Comeback of a fallen Goddess und Marly's Pluie aufs Auge drückte. Goddess musste in Cutting von LK 4 auf LK 3 gebracht werden. Pluie in der Pleasure von LK 3 auf LK 2.


      Als ich dann spät am Abend heim kam, waren alle Pferde versorgt in ihren Boxen. King und Sue stellte ich noch dazu, gab ihnen Kraftfutter und ging dann erschöpft ins Bett.

      Springen L - M

      1443 Zeichen | © Veija | unbekannt
      "Aaron, komm mal mit", sagte ich zu meinem Mitarbeiter und schleppte ihn in den Stall. "Das ist Snuff, du und Snuff werden heute Springen.", erklärte ich ihm und schickte ihn zu der Stute, um sie zu putzen und zu satteln, was auch sehr schnell ging. Ich hatte derweil in der Halle schon ein paar Hindernisse aufgebaut, bei denen Aaron sich aufwärmte. Einzelne Stangen auf dem Boden, Cavalettis, E und A Hindernisse sowie einige L. Dann nach dem gründlichen Aufwärmen legte ich alles auf M-Höhe und Weite hoch, so dass er nun nicht nur das Pferd, sondern auch sich schulen konnte. "Aaron, über dem Sprung mehr Zügel... nimm die doch auf nach dem Sprung! ... Aaron!! Halt sie kurz!", nörgelte ich die ganze Zeit rum, ehe ich ihn zu mir befahl und wir den Platz tauschten. Ich ritt Snuff eine Runde um die Hindernisse, ehe es über eines ging. Vor dem Sprung nahm ich sie zurück, ließ dann die Zügel lang, damit sie sich strecken konnte und riegelte sie dann wieder runter, da sie dazu neigte, nach dem Sprung zu stolpern, wenn sie zu schnell wurde. "So..", sagte ich und ritt wieder zu Aaron. "Du bist dran", sagte ich und wir tauschten wieder. Ich musste ihn noch einige Male anmeckern, ehe er es verstanden hatte. "Genau! So ist gut, das reicht auch für heute", sagte ich und Aaron brachte Snuff weg, während ich die Halle aufräumte.
      Wir übten eine Woche lang jeden Tag, ehe wir mit Snuff soweit waren, dass sie in der Klasse M starten konnte.

      Springen M - M*

      1347 Zeichen | © Veija | unbekannt
      Müde schleppte ich mich vom Bett in den Stall, wo schon Alexis und Aaron auf mich warteten. "Aaron mach bitte Cauldron fertig, Alexis du Snuff. Ich schnapp mir Mento.", erklärte ich den Arbeitsplan für diesen Morgen und schickte Caleb auf den Platz und in die Halle, einmal einen M und M* Parcours aufzubauen und auf dem Platz einen A-L für Mento und mich. Schnell waren die Pferde geputzt und gesattelt, so dass ich auf den Platz verschwand und den beiden noch einen Rat gab: "Sollte was sein, kommt mich sofort rufen."
      Nun ging es mit Sacramento auf den Platz, wo ich ihn nach dem Nachgurten ordentlich warm ritt. Dann ging es schon an die ersten Hindernisse, die er solide nahm, was vielleicht auch daran lag, dass er so große Beine hatte. Nach und nach ritten wir auch die L Hindernisse, die er locker nahm, weshalb ich heute nicht viel trainierte und mal in die Halle ritt, um den anderen Beiden beim Training zuzusehen. Bei ihnen klappte auch alles sehr gut, weshalb ich mir mal erlaubte, einen Sprung mit M*-Niveau zu springen. Mento riss die Stange zwar, kam aber ansonsten super über den Sprung. "Haha, das wird ein guter Springer!", sagte ich lachend und ritt ihn dann ab, ehe ich in wegbrachte. In den nächsten Tagen trainierten wir immer wieder ein wenig, so dass die drei Pferde am Ende der Woche die gewünschte Stufe erreicht hatten.
    • Mohikanerin
      Viel zu Warm!


      Vinkona frá Sólin | Totbringer | River’s Fjörgyn | Aqua | Þögn | Yuva | Ylfa | Willa | Wild Reflex | Topa’s Comtesse | Snúra | Snuff | Saints Row | Mademoiselle | Layers of Fear | Krít | Kempa | Eimyja | Blávör | Atom Bomb | Aska | Maekja van Ghosts


      Kvest Halsnaes | Hnakki van Ghosts | Blossi | Voodoozirkus | Tesla | Skrýmir | Ryuk | Ruvik | Party in the Clouds | Overo | Litfari | Gnani | Glanni frá glæsileika eyjarinnar | Flic Flac’s Milano | Capital | Blaer frá glæsileika eyjarinnar | Almost Illegal


      Tvífarí van Frelsi | St. Pauli’s Amnesia | Songbird | Skjanni vom Helstorf Moor | Nautilus | Milska | Lu’lu’a | Hvítsunna van Frelsi | Feuergeist di Royal Peerage


      Erstes Semester geschafft, stelle ich erfolgreich fest. Endlich etwas Zeit für die Pferde. Nach dem Horror Winter und Frühling ist plötzlich dermaßen warm, das es auch kaum auszuhalten ist. Doch die Jungs brauchen meine Hilfe. Zuhause angekommen schnappe ich mir direkt das Fahrrad und los geht’s zum Hof.

      “Guten Morgen”, begrüße Familie Earle am Tisch im Wohnhaus.

      “So früh haben wir gar nicht mit dir gerechnet”, antwortet Karola überrascht.

      “Setz’ dich doch erst mal, der Kaffee ist noch warm”, fügt sie hinzu.

      Ich setze mich und alle zusammen besprechen wir den Tagesplan. Heute kommen die ersten Feriengäste mit insgesamt 5 Kindern, die wir heute bespaßen müssen. Aber zu erst gehe ich zu den Jungpferden auf der Weide gucken und anschließend zu den Zuchtstuten.


      Neugierig kommen Tví, Skjanni, Loui und Lu an den Zaun. Ich weiss gar nicht zu wem ich zuerst soll. Doch es gibt eine logische Reihenfolge - der Älteste zuerst. Allen vier Jungs geht es prächtig. Demnächst kommt auch Tví mit nach oben an den Hof und ich arbeite ihn gemeinsam mit Bruce an.


      Nun geht es zu den Stuten, auch sie gucken bereits sehnsüchtig zu mir: Amnesia, Bird, Milska, Sunna und Feuergeist. Ich war besonders aufgeregt Amnesia wieder zu sehen. Die kleine hatte es mir besonders angetan und jedes Wiedersehen sorgte für Freude. Auch Milska hat sich prächtig entwickelt. Sunna kommt demnächst zusammen mit Tví an den Hof. Feuergeist ist noch neu hier und lebt sich gerade in die Truppe ein.


      Die letzte Station waren die Zuchtstuten. Auf der Weide standen Aqua, Vinkona, Tot und Fjörgyn. Die vier Stuten verbrachten den ganzen Tag mit fressen und schlafen. Bald kommen die Fohlen und wir freuen uns schon sehr.


      “Ich hab mir schon überlegt wen für die Kinder nehmen. Es werden Comtesse, Kempa, Aska, Overo und Illegal. Während wir die Pferde fertig machen, fängst du schon mal mit den Paddocks an”, sagt Bruce und geht mit seinen Brüdern die Pferde holen.


      Also schnappe ich mir die Schubkarre und gehe auf die Stutenpaddocks. Gelangweilt stehen sie alle herum, da sie gerade von den Weiden kommen und sehr erschöpft sind. Zu allen gehe ich kurz hin streiche Ihnen über den Kopf oder Hals. Gerne würde ich mehr Zeit für sie mitbringen aber ich muss denen Jungs heute viel Arbeit abnehmen, da seine Eltern auch kaum Zeit haben.


      Dann geht es auch schon weiter bei den Hengsten. Dort ist es etwas komplizierter, weil es viel mehr Paddocks sind und Neugier oft alles übertrifft.

      Nach insgesamt sechs Stunden war ich auf dem Hof fertig und auch mit mir selbst.


      “Warum machen wir das alles eigentlich?”, fragte Tyrell rhetorisch. Wir alle zucken mit den Schultern. Gemeinsam lassen wir noch den Abend ausklingen mit ein paar Getränken und einem kleinen Feier am Häuschen. Mal sehen was der morgige Tag bringt.
    • Mohikanerin
      Frühlingsbeginn

      Willa | Vinkona frá Sólin | Totbringer | River's Fjörgyn | Krít | Kempa | Aqua
      Kvest Halsnaes | Hnakki van Ghosts | Capital | Blossi | Alvari

      Þögn | Snúra | Saints Row | Aska | Ylfa | Trú fra Frelsi | Snotra | Maekja van Ghosts | Eimyja | Blávör
      Wild Reflex | Yuva | Topa’s Comtesse | Tamana | Snuff | Mademoiselle | Layers of Fear | Kisshimbye | Jule | Friede sei mit dir | Atom Bomb

      Voodoozirkus | Litfari | Blaer frá glæsileika eyjarinnar | Skrýmir | Glanni frá glæsileika eyjarinnar
      Tesla | Ryuk | Ruvik | Party in the Clouds | Overo | Gnani | Flic Flac’s Milano | Amjad Amir | Almost Illegal | Absolutely Right

      Tvífarí van Frelsi | Skjanni vom Helstorf Moor | Nautilus | Lu'lu'a | Hawking von Atomic
      St. Pauli’s Amnesia | Songbird | Milska | Feuergeist di Royal Peerage

      Der Frühling beginnt schon langsam und das Ende Februar. An den Bäumen sind die ersten Knospen und Krokusse habe ich auch schon am Weidezaun erblicken können.
      Die erste Kontrolle ist bei den Stuten draussen auf den Weiden: Willa, Vinkona, Tot, Fjörgyn, Krít, Kempa und Aqua. Die sieben Stuten haben schon kleine Frühlingsgefühle und freuen sich über meinen Besuch. Aufgeregt kommen sie angetrabt, teilweise auch im Galopp, und schnauben mich begrüßend an. Als sie merken, dass ich keine Leckerlis habe, rennen sie wieder weiter und scheinen alle sehr gesund. Ich werfe noch einige Möhren auf die Koppel und dann geht es weiter.
      Da die Paddocks gerade renoviert werde und die Hengste aktuell nicht auf die Weide können, stehen sie noch in der Box. Erst nach her ist der übergangs Paddock fertig. Kvest, Hnakki, Capital, Blossi und Alvari stehen im Stall und suchen im Stroh nach Ähren. Ich fülle bei allen das Heu noch mal auf und verlasse den Stall wieder. Nachher werde ich noch Helfen sie auf die Paddocks zu bringen.
      Der nächste Besuch ist auf dem ersten Stuten Paddock. Dort stehen Ylfa, Snotra, Eimyja, Blávör und Aska. Die fünf Stuten sind eher rangniedrig und konnten sich in der anderen Herde nicht durchsetzen. Jetzt zusammen vertragen sie sich prächtig. Ich hole eine Schubkarre Pferdeäppel und fülle das Heu auf. Im Anschluss öffne ich die Weide und die Stuten dürfen für einige Stunden raus. Die Männer haben die anderen Stute von der Weide geholt und gehe zu ihnen auf den Paddock.
      Thögn, Snúra, Saint, Maekja und Trú schlendern langsam zum Tor, als ich mit der Schubkarre komme. Natürlich wissen sie, was jetzt kommt. Auch hier hole ich eine Schubkarre herunter und fülle das Heu nach. Mit einigen Rangeleien werden sie sich der Reihenfolge an den Heuraufen klar und fangen an zu knabbern.
      Dann sind die Männer auch schon bei den Großen Pferden und machen ebenfalls sauber. Wie immer komme ich dazu und helfe. Als wir fertig sind gucken wir uns alle die Tiere noch einmal an. Reflex, Yuva, Comtesse, Tamana, Snuff, Mademoiselle, Fear, Kiss, Jule (die neu in der Truppe ist), Friede sei mit mir und Bomb. Natürlich stehen die beiden Shettys nicht bei den großen, aber trotzdem geniessen sie den Besuch! Allen geht es gut und wir gehen zu den Hengsten.
      Die Isländer Hengste sind alle soweit für die Körung und wir gehen mit den Pferden noch mal die Prüfung durch und stimmen die Kleinigkeiten ab. Voodoo, Litfari sind als erstes dran, danach folgen Blaer, Glanni und Skrýmir. Die drei sind nämlich noch nicht so weit. Besonders Glanni ist noch ziemlich vorsichtig und unsicher unter dem Sattel.
      Auch die Großen bekommen noch etwas Aufmerksamkeit. Ich hole Milano und Ryuk von dem Paddock und longiere sie im Round Pen. Tesla und Gnani sind im Moment erkältet und stehen deshalb in Quarantäne. Ruvik steht wie immer in der Box und möchte mit keinem Menschen etwas zu tun haben, obwohl ich mit ihm schon ein Stückchen weiter gekommen bin und die Box betreten kann, ohne das er mich angreift. Overo, Illegal, Right, Party und Amir stehen auf den Weiden. Die beiden Welsh Ponys spielen, hingegen die anderen den Kopf ins Gras stecken, auch wenn es nicht mehr viel gibt.
      Das gemeinsame Mittagessen haben wir beendet und es geht wieder an die Arbeit. Wir fahren noch zu den Jungpferden. Als erstes zu den Jungs. Tri und Nautilus sind mittlerweile ziemlich alt und könnten schon zum Hof, um ein Reitpferd zu werden. Leidere fehlt uns allen noch die Zeit, Jungpferde einzureiten. Deshalb dürfen sie noch weiter Pferd sein. Skjanni, Lu und Hawking sind noch nicht so weit, aber wachsen wohl auf. Allen Pferden geht es gut und wir fahren weiter zur Stutenweide.
      Schon als sie das Auto hören, kommen Amnesia, Bird, Milska und Feuergeist zum Zaun. Auch hier sind drei Pferde bei, die eigentlich unter den Sattel gehören. Ein weiterer wichtiger Grund ist, dass die Truppe so bleibt, ist Feuergeist. Sie hätte keinen Anschluss mehr und scheint sich auch nur mit den drei zu verstehen. Wir hatten sie bereits in einer Jungstutengruppe bei Freunden, aber dort fühlte sie sich nicht wohl und kam nicht ans Futter. Hoffentlich kommen bald neue Fohlen, damit die aktuelle Generation sich weiter entwickeln kann.
      Der Abend ist angerückt und nach einem derart erfolgreichen Tag fällt es mir nicht schwer schnell einzuschlafen.
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  • Album:
    Gnadenweide
    Hochgeladen von:
    Mohikanerin
    Datum:
    23 Feb. 2018
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  • Exterieur
    Name: Snuff
    Spitzname: Angel
    Geburtsdatum: 15.06.
    Alter: 11 Jahre
    Geburtsort: unbekannt
    Geschlecht: Stute
    Stockmaß: 140cm
    Rasse: Welsh B x Isländer
    Fellfarbe: Bay Dun Tobiano (EeAaDdToTo)
    Abzeichen: schmale Blesse

    Stammbaum
    Hengst: Hell in a Cell
    Hengst: unbekannt
    Stute: unbekannt

    Stute: unbekannt
    Hengst: unbekannt
    Stute: unbekannt

    Geschwister: - River's Hell of Warapuu, Halbbruder, verschwunden
    - Daughter, Halbschwester, verschwunden

    Interieur
    Snuff zeigt oft wer der Chef ist. Deshalb wird sie selten von anderen Leuten geritten. Wenn man sich nämlich nicht durchsetzt, macht sie das immer. Sie ist trotzdem freundlich.
    Snuff ist eine kleine Zicke. Wenn sie nicht will, will sie nicht. Niemand kann etwas daran änderen. Sie wehrt sich immer, wenn sie keine Lust hat. Entweder buckelt sie oder bleibt einfach stehen. Aber sonst ist sie ganz nett. Snuff kann springen, aber ist viel Besser im Reining. Am meisten spaß macht ihr Freestyle Reining. Ob sie Tölt oder Pass kann weiß man nicht. Es sind Töltschritte vorhanden, aber nicht geritten.

    Zucht
    Zuchtzulassung: [x] ja | [ ] nein
    Leihmutterschaft: 170 Joellen (Carenté Pferd)
    Nachkommen: -

    Besitzer: Foxdale Stables
    Vorbesitzer: Verena O'Connor
    Züchter: kira
    VKR: -
    Kaufpreis: 0 Joelle
    Zu Verkaufen: [ ] ja | [x] nein
    Verkaufspreis: -

    Pferdesport
    Eingeritten: [x] ja | [ ] nein
    Eingefahren: [x] ja | [ ] nein
    Trainer: -
    Letzter Besuch: -

    Eignung
    Dressur: E A L LM M S
    Springen: E A* A** L M* M** S* S** S*** S****
    Fahren: E A L LM M S
    Distanz: EDR KDR MDR LDR
    Galopprennen
    Western
    Fahren

    Schleifen und Pokale
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    244. Galopprennen
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    287. Springturnier
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    289. Springturnier
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    220. Fahrturnier
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    187. Synchronspringen
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    SK 433 Kaltblüter & Ponys
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    216. Synchronspringen
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    217. Synchronspringen

    Gesundheit
    Gesundheitszustand: [x] gesund | [ ] krank
    Tierarzt: -
    Letzter Besuch: September 2015
    Hufschmied: -
    Letzter Besuch: September 2015
    Beschlag: Hufeisen mit Snowgrip und reindrehbaren Stollen

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