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kira

Snow Whites Beauty

Fellpony | Stute

Snow Whites Beauty
kira, 13 Juli 2013
    • Gwen
      Vertretung für Kira
      (c) Gwen
      Um 6 Uhr klingelte mein Wecker und riss mich aus meinem Tiefschlaf. Ganz und gar nicht munter stand ich auf und machte mich auf den Weg zum Bad, um mich fertig zu machen. Kürzlich hatte sich wieder jemand auf meine Anfrage gemeldet und so hatte ich es heute mit 15 Pferden zu tun, da sollte man schon relativ früh beginnen. Deshalb wollte ich schon vor um acht auf dem Gestüt von Kira ankommen. Schnell frühstückte ich und schaute aus dem Fenster, wo es Gott sei Dank nicht regnete, sondern die Sonne schien und sich ein blauer Himmel zeigte. Dann packte ich meine sieben Sachen zusammen inklusive mein Mittagessen und machte mich auf den Weg. Eine halbe Stunde später stand ich auf dem Gestüt Milky Way und wurde von einer freundlichen jungen Frau begrüßt. Kira zeigte mir noch schnell alles und ging auf das ein oder andere Pferd ein, ehe sie schon los musste. Heute stand bei ihr eine Familienfeier an, welche noch einiges an Vorbereitung bedurfte, aber ihre Pferde sollten darunter nicht leiden. Kira hatte ihre Pferde bereits gefüttert, so dass ich mich nun darum kümmern konnte, dass alle auf ihre Weiden kamen. Dafür hing am schwarzen Brett extra ein Weideplan und dank der Boxenschilder lief auch alles problemlos ab. Als alle Pferde auf den Weiden standen, machte ich mich erst einmal an die Stallarbeit, denn es galt 15 Boxen auszumisten. Da Kiras Pferde aber nur nachts in den Boxen standen, war ich relativ schnell fertig und musste nur noch das neue Stroh und das Heu verteilen, ehe ich mich an meine eigentliche Aufgabe für heute machen würde.
      Ich wollte den Tag ein wenig ruhiger angehen lassen, weshalb ich entschieden hatte, erst einmal etwas mit Kiras Miniature Horse Rumpelstielzchen zu machen und danach ihr Fohlen Candy Fireflies zu bespaßen. Doch zuerst holte ich den kleinen Schecken von der Weide und band ihn am Putzplatz an. Kira hatte mir gezeigt, wo ich in der Sattelkammer die Putzboxen fand und so entdeckte ich auch schnell die des kleinen Hengstes. Ich begann ihn gründlich zu putzen, auch wenn er beim Hufe auskratzen versuchte mich zu ärgern. Als Strafe machte ich mich dann noch daran, seine dicke und lange Mähne einzuflechten. Meiner Meinung nach konnte sich der spanische Zopf danach auch sehen lassen, denn ich fand ihn wirklich schick. Dann schnappte ich mir das Knotenhalfter, was in Rumpelstielzchens Spind lag und suchte mir noch eine längere Gerte, um dann mit dem Pony in die Halle zu gehen. Dort begann ich, mit ihm einige Zirkuslektionen auszuprobieren. Zu Beginn klärten wir die Rangordnung, welche auch schnell klar war. Dann versuchte ich Rumpelstielzchen zu motivieren, mir immer zu folgen, was mir auch durch Leckerlies gut gelang und der Kleine anscheinend Spaß an den Spielen zu finden schien. So hatte ich ihm auch schnell beigebracht, zu Steigen, wenn ich es wollte und dass er mit dem Kopf schüttelte, wenn ich es tat. Es war wirklich lustig, mit dem Hengst zu arbeiten. Nachdem er so lange aufmerksam gewesen war, ließ ich ihn noch ein wenig durch die Halle toben und baute stattdessen schon einmal Trabstangen und ein Cavaletti auf, denn ich wollte nachher mit der Jungstute ein wenig Bodenarbeit machen. Ohne Probleme ließ sich der Miniaturehengst wieder einfangen und auf die Weide bringen. Ich gab ihm noch ein Leckerli zum Abschied und holte mir dann das Halfter von Fireflies.
      Da er das einzige Fohlen war, stand er mit auf der Hengstweide und schien diese auch gerne mal aufzumischen, zumindest machte er sich gerade wieder einen Spaß daraus, den kleinen Pride zu ärgern. Dennoch ließ er sich ohne Probleme von der Weide holen und auch beim Putzen war er relativ brav. Auch wenn er anscheinend gerne mal das Fohlen-ABC zu vergessen schien. Lediglich das Hufe geben bei den Hinterhufen schien noch nicht ganz zu sitzen, so dass ich dies explizit noch übte. Danach holte ich einen Kappzaum und eine Longe, um dann mit ihm in die Halle zu gehen. Die Stangen lagen auf dem Mittelzirkel, also ging ich auf den Vorderen und wärmte Fireflies erst einmal im Schritt und Trab auf beiden Händen auf, ehe wir uns an die Gymnastizierung machen würden. Anfangs schien Fireflies den Stangen auch nicht zu trauen, aber das legte sich dann allmählich, nachdem er einige Male über die Trabstangen gelaufen war. Beim Cavaletti schnappte ihn der Übermut und er sprang voller Motivation darüber, so dass er dann auch einige Runden galoppieren und springen musste. Nach einer halben Stunde war er deshalb auch ziemlich k.o. Ich lobte ihn ausgiebig und er durfte sich, genauso wie Rumpelstielzchen, noch ein wenig austoben. Fireflies wälzte sich außerdem noch ausgiebig und ärgerte mich, als er sich nicht einfangen ließ. Ich war froh, als das quirlige Fohlen wieder auf der Weide stand.
      Der nächste auf meiner Liste war Davour, ein schlanker Achal Tekkiner Hengst, welcher für seine weichen Gänge bekannt war. Ihn nahm ich direkt mit, nachdem ich Fireflies in seine Freiheit entlassen hatte. Davour war sehr menschenbezogen und schien sich zu freuen, dass ich mich mit ihm beschäftigte. Auch beim Putzen und Satteln war er ein Sonnenschein, auch wenn es ihm anscheinend nicht schnell genug gehen konnte. Doch Geduld musste auch er haben. Ich holte mir noch schnell meinen Reithelm und wanderte dann samt Pferd in die Halle. Dort gurtete ich nach und stellte die Steigbügel ein, ehe ich mich in den Sattel schwang und einige Runden im Schritt am langen Zügel ritt, um Davour aufzuwärmen und mich an ihn zu gewöhnen. Nach 10 Minuten nahm ich die Zügel auf und begann, Handwechsel und Volten zu reiten, um den Hengst allmählich abwärts zu stellen, aber auch ordentlich vorwärts zu reiten. Auch nahm ich schon Verstärkungen und Versammlungen mit rein, damit er stets aufmerksam blieb, ehe wir in den Trab wechselten. Als wir uns auch dort erwärmt hatten, nahm ich die Trabstangen hinzu, damit für Davour ein wenig Abwechslung auftauchte und dem Hengst schien das auch äußerst viel Spaß zu machen. Seine Gänge waren wahrlich ein Traum und er ließ sich einfach wunderbar reiten! Auch im Galopp konnte ich ihn gut sitzen und da er heute einen guten Tag zu haben schien, sprang ich auch mit ihm ein wenig über das Cavaletti. Nach anfänglichen Startproblemen, lief auch das reibungslos ab. Nach einer Stunde ritt ich den verschwitzten Hengst ab und brachte ihn wieder zum Stall. Dort erlöste ich ihn von seiner Ausrüstung, putzte noch einmal drüber und spritzte ihm die Beine ab, ehe auch er wieder auf die Weide durfte.
      Da ich gerade noch die Motivation auf ein wenig Training hatte, holte ich mir direkt All Pride, einen jungen Welsh B Hengst. An seiner Box hingen drei Schleifen, also schien er trotz seinem jungen Alters schon recht erfolgreich gewesen zu sein. Anfangs schien er auch ein äußerst Braver zu sein, bis wir an der Stutenweide vorbeiliefen, da driftete sein Benehmen ein wenig ab, doch ich hatte ihn schnell wieder unter Kontrolle. Am Putzplatz machte ich auch ihn fertig, was gar nicht so leicht war, da Pride total staubig war und ich zu tun hatte, ihn sauber zu bekommen. Doch nachdem das geschafft war, konnten wir uns endlich auf den Weg in die Halle machen. Dort passte ich wieder alles an und schwang mich dann auf den kleinen Hengst. Seine Ponygänge waren so viel anders als Davours schwungvollen Schritte! Dennoch war Pride äußerst angenehm zu reiten und er war stets aufmerksam. Nachdem wir warm waren, ritt ich auch ihn wieder sehr abwechslungsreich und versuchte ihn stets in einer lockeren Anlehnung zu reiten. Als wir im Galopp waren, sprang ich auch mit ihm und man merkte, dass er Springturniere ging. Er zog vor dem Hindernis beträchtlich an, wusste aber genau wie er springen musste, denn seine Manier war einwandfrei. Dennoch wurde er mir nach einer gewissen Zeit zu hitzig, so dass ich noch ein wenig Dressur ritt und ihn dann wieder abritt. Der Hengst durfte dann noch ein wenig in der Halle herumwühlen, während ich die Stangen umbaute und eine Springgasse errichtete, denn der nächste Punkt auf meiner Liste würde das Freispringen mit den Ponys sein. Also putzte ich dann nochmal Pride, verstaute seine Ausrüstung und brachte ihn wieder auf die Weide, wo er sofort zu grasen begann.
      Für die erste Runde Freispringen wählte ich die drei Hengste Wild Dream, Club Can't Handel me und Asfari Sharin. Die beiden Ponyhengste würden das Springen schon gewöhnt sein, während der Araber noch nicht eingesprungen war. Deshalb würde er nur die niedrigen Sprünge mitmachen. Doch zuerst putzte ich die drei gründlich, was ein Weilchen dauerte, ehe sie sich in der Halle noch einmal bewegen durften, damit die Muskeln sich aufwärmten. Dann begannen wir mit einer Kombi aus Trabstangen und am Ende ein Cavaletti. Als erster durfte Wild Dream springen, was er auch einwandfrei machte. Club folgte ihm ohne Probleme und überwand die Kombi fehlerfrei. Lediglich bei Sharin gab es einen Beinsalat, weshalb er die Kombi direkt noch einmal nehmen durfte und dann zu verstehen schien, was er machen musste. Danach tauschte ich die Trabstangen durch drei weitere Cavaletti aus. Wieder überwanden die Ponys die Hindernisse ohne Probleme und auch der Araber stellte sich nicht mehr gar so dumm an, so dass wir das letzte Hindernis erhöhen konnten und so eine Steigerung drin hatten. Wild Dream und Club gingen routiniert ans Werk und Sharin wollte es ihnen gleich tun, was ihm auch gelang. Noch einmal erhöhte ich das letzte und zweite ein wenig und ließ noch einmal alle drei springen. Dann fing ich Sharin ein und behielt ihn bei mir, da es nun höher als 1m wurde. Wild Dream und Club sprangen noch ein Weilchen und dann sammelte ich auch die beiden wieder ein, um alle drei in geschlossener Gesellschaft zurück auf die Weide zu bringen.
      Nun waren die Stuten an der Reihe. Ausgewählt hatte ich mir für den ersten Damendurchlauf Flaschenzieherin und Drachenlady. Beide Schönheiten machte ich ordentlich fertig und versorgte sie mit Gamaschen. Dann gingen wir in die Halle und auch die beiden durften sich wieder erwärmen, ehe mit der gleichen Masche weiterging wie bei den Hengsten. Sowohl Flaschenzieherin als auch Drachenlady schienen Spaß am Springen zu haben und ich war froh, dass richtige ausgesucht zu haben. Lediglich nicht so hoch wie Hengste sprangen sie, da ich vorher beendete, weil ich nichts über das Potenzial der beiden wusste. Sie durften sich noch einmal ausgiebig wälzen, ehe ich sie zurück auf die Weide brachte und dann die drei Fellponydamen I like it, Wie konntest du nur und Snow Whites Beauty holte. Auch die Mädels putzte ich gründlich und machte sie fertig, ehe es in die Halle ging. Auch sie sollten sich erst einmal aufwärmen, während ich die Sprünge wieder niedriger einstellte. Auch das Prinzip des hintereinander Springens hatten die Stuten schnell verstanden und es schien ihnen Spaß zu machen, durch die Gasse zu fegen und dabei immer noch mit viel Luft zur Stange zu springen. So dass ich bei ihnen ohne schlechtes Gewissen immer höher gehen konnte. Nach einer Weile war dann aber auch hier Schluss und sie durften sich nochmal so die Beine vertreten, während ich die Hindernisse wieder komplett abbaute. Dann brachte ich auch diese Stuten wieder die Weide.
      Nun wollte ich mir eine Pause gönnen und wählte dafür einen Ausritt mit White Dance und als Begleitstute suchte ich mir Laheeb al Amara aus. Ich holte die beiden von der Weide und brauchte erstmal ein Weilchen, ehe ich White Dance sauber hatte, denn sie sah aus wie ein Ferkel. Dann begann ich sie zu satteln und zog auch Amara ihre Trense über. Gemeinsam gingen wir auf den Hof, ich gurtete nach und stellte meine Steigbügel ein. Kurzerhand schwang ich mich auf White Dances Rücken, schnappte mit Amaras Zügel und ritt los. Wir ritten durch den naheliegenden Wald und genossen die Ruhe. Obwohl Amara ziemlich schreckhaft war und so manches Mal zur Seite sprang, blieb White Dance total entspannt und ließ sich davon so gar nicht beeindrucken. Ich beließ es bei einem Schrittausritt, da ich die beiden Stuten nicht kannte, aber das schien ihnen auch nicht sehr viel auszumachen, zumindest waren beide zufrieden. Als wir an einer Lichtung vorbeikamen, bog ich ab und ließ beide Stuten ein wenig grasen. Auf unserem Heimweg ritten wir an einem Bauernhof vorbei, als plötzlich eine Ziege aus dem Hoftor gedackelt kam und bei Amara beinahe einen Herzinfarkt verursachte. Mit geblähten Nüstern und tänzelnden Schritten lief sie neben White Dance her und versuchte sich vor der Ziege zu verstecken. Ich musste mir dringend ein Lachen verkneifen, denn sonst wäre Amara komplett ausgetickt. Allerdings war ich auch froh, dass wir danach wieder auf dem Hof ankamen, denn das hätte auch leicht ins Auge gehen können, wenn White Dance nicht so eine gutmütige Stute gewesen wäre. Ich machte beide Stuten in aller Ruhe fertig und brachte sie dann wieder auf ihre Weide. Jede bekam noch ein Leckerli und dann entließ ich sie zu ihrem frischen Gras, um mich zum letzten Pferd des Tages aufzumachen.
      Hierbei handelte es sich um den Araberhengst Eisenmann, welcher noch nicht lange auf Kiras Hof stand. Weswegen ich ihn heute auch nicht zu sehr nerven wollte. Ich holte den schicken Roan von der Weide und band ihm am Putzplatz an, um ihn in aller Ruhe zu Putzen. Schon da merkte ich deutlich das Temperament und die Hengstmanieren des Hengstes, so dass ich den geplanten Spaziergang direkt verwarf und lieber auf die Halle zurückgriff und den Hengst für die Bodenarbeit fertig machte. Jedoch war das Longieren äußerst anstrengend, denn der Hengst war so aufgedreht, dass wir kaum zum Arbeiten kamen, sondern ich eher zu tun hatte, ihn auf einem ordentlichen Zirkel zu halten. Aber letzten Endes powerte sich der Hengst so trotzdem aus und nachdem ich ihn nochmal ein wenig in der Halle hatte laufen lassen, war er auch platt und pumpte wie ein Marienkäfer. Ich führte ihn noch eine Runde um den Hof, ehe ich seine Beine abspritzte und ihn direkt in seine Box brachte, denn es dämmerte bereits. Auch die anderen Pferde folgten kurzerhand und dann kümmerte ich mich um die Abendfütterung und als ich komplett fertig war, schrieb ich Kira eine SMS, dass alles glatt gelaufen war und machte mich müde auf den Heimweg, wo zu Hause erst einmal eine heiße Dusche auf mich warten würde.
    • kira
      Pflegebericht Weidepferde

      Früh morgends stand ich im Stall um mich um meine ganzen Privatenpferde und Zuchtanwärter zu kümmern. Freudig wurde ich schon begrüst, als ich allen nacheinander in den zwei Ställen ihr Früstück servierte.

      Erst brachte ich die "Kleinen" auf eine gemeinsame Koppel, zu ihnen zählte der süße AMH Hengst Rumpelstielzchen und die beiden Junghengste Pancake Killer und Valentine´s Candy Fireflies. Problemlos waren die drei zusammen auf die Weide zu bringen und als ich sie losließ stürmten sie übermütig spielend davon.

      Danach brachte ich die Hengstgruppe auf ihre etwas abseits gelegene, aber große Weide. Erst Davour und Club Can´t Handel Me, danach die beiden Ponyhengste All Pride und Wild Dream und dann zwei Araber Hengste, Eisenmann und Asfari Sharin.

      Als die Männer aus dem Stall waren brachte ich noch die Damen nacheinander auf ihre Weide. Flaschenzieherin und Juwel der Stille, die Araberstute Laheeb al Amara zusammen mit der kleinen Drachenlady. Zuletzt das dreier Gespann Fellponys; I Like It, Wie Konntest Du Nur und Snow Whites Beauty zusammen mit der Welsh Stute White Dance.

      Den Rest des Tages verbrachte ich mit dem Ausmisten der Boxen, ehe ich erst die "Kleinen" reinholte. Der dreien große Paddockbox, war schon fertig, den Rest streute ich noch ein, dann kamen die Stuten und Hengst auch wieder in ihre Boxen, wo alle noch ihr Abendessen serviert bekamen, ehe ich ging.
    • NeverTheLess
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      Heute hatte ich einen ziemlich großen Auftrag bei Kira. Sie hatte mir 8 Pferde in Auftrag gegeben, zum kontrollieren, ausschneiden und korrigieren. Ich machte mich also sofort auf den Weg, nachdem ich alle Sachen zusammengepackt hatte, und Kira begrüßte mich sofort. Sie hatte 3 der Pferde schon beim Putzplatz angebunden: All Pride, Wild Dream und Drachenlady. Ich machte mich also sofort an die Arbeit und überprüfte die Wärme von All Prides Beinen, die aber schön gleichmäßig warm und nicht geschwollen waren, also hob ich seinen Huf und überprüfte dort die Temperatur, die auch perfekt war. Allerdings entdeckte ich einen großen Stein, der zum Glück aber nur im Dreck steckte, also schnitt ich diesen inklusive dem Sand und der Erde in seinem Huf heraus, ehe ich die Hufzange holte und das überstehende Horn abknipste und den Huf anschließend feilte. Das wiederholte ich mit allen restlichen drei Hufen und lobte den hübschen Welshhengst danach, ehe ich mich Wild Dream zuwendete. Der etwas temperamentvollere Hengst zog immer wieder seine Hufe weg, aber schließlich schaffte ich es doch, seinen Huf zwischen meine Beine zu klemmen, und nachdem ich überprüfte, ob seine Hufe die richtige Temperatur und keine Entzündungen oder Krankheiten hatten, machte ich mich auch bei ihm an die Arbeit und war ziemlich schnell fertig, weshalb ich sofort zu Drachenlady gehen konnte. Sie hatte an ihrer Fessel eine kleine Wunde, die ich desinfizierte, aber sonst war sie vollkommen gesund und so schnitt ich auch ihre Hufe und korrigierte sie schnell. Kira führte die drei Pferde weg und holte weitere Drei: I like it, Snow Whites Beauty und White Dance. I like it war etwas zickig, gewöhnte sich aber schnell daran, dass ich an seinen Hufen etwas machte. Ich entdeckte eine kleine Entzündung an seinem Huf, allerdings erst nach dem Ausschneiden, und gab ihm ein entzündungshemmendes Mittel, das bei solchen kleinen Entzündungen gut wirkte. Ich sagte Kira Bescheid und erklärte ihr, dass sie dem Welshhengst jeden Tag ein bisschen von dem Mittel an den Huf reiben sollte, und machte mich dann an die Arbeit mit Snow Whites Beauty. Sie verhielt sich eher ruhig und ließ mich meine Arbeit schnell machen. Auch ihre Hufe waren vollkommen gesund und ich musste die Hufzange nur ein paar mal anwenden. Dann ging ich zu White Dance, dem etwas größeren Pony, und kontrollierte auch seine Hufe. Er hatte ebenfalls einen Stein im Huf stecken, allerdings nicht zu fest, und ich konnte ihn leicht mit dem Hufmesser herausschneiden. Als ich auch mit ihm fertig war, holte Kira die letzten beiden: Asfari Sharin und Laheeb al Amara. Auch ihre Hufe waren gesund und ich war ziemlich schnell fertig, daher packte ich meine Sachen, während Kira die Pferde zurück in den Stall führte. Ich verabschiedete mich bei ihr, als sie wiederkam, und fuhr wieder zurück zu meinem Gestüt.
    • kira
      Hufschmiedin Atha - Hufschmiede ~Freedom~

      Heute war ein großer Auftrag, da ich viel zu tuen hatte fuhr ich schon früh morgens zu kira. Heute waren alle Pferdchen von ihr dran und ich freute mich auf jedes einzelne! Als ich auf ihrem Hof ankam begrüßte ich sie freudig, da wir keine Zeit verlieren wollten gingen wir sofort los. Als erstes waren die Zuchtstuten an der Reihe, dort warete auch schon Nosferatu. Die Welsh B Stute kam neugierig zu mir, als ich ihre Box betrat. Ich fing an ihre Huf zu säubern, das machte ihr nichts aus. Auch das korrigieren ließ sie mich machen "Sie ist ein Traum!" meinte ich nach dem ich die Box wieder verlassen hatte. Als nächstes kam Draculas Wife, wie erwartet war sie auch ein Welsh B. Die Stute sah mich an, sie war neugierig aber auch zurückhaltend. ich gab ich eine Möhre und machte das gleiche wie bei Nosferatu, Wife zog hin und wieder mal den Huf weg, doch das störte mich nicht. Nach ihnen kamen noch die etwas eigensinnige Famiah, die temperamentvolle Pangäa, die tollpatschige Star, die aufgeschlossene Happy Steffi, die Welsh Cob Stute Siana, die schüchterne Knieves and Pens und zu letzt Fellpony Stute Antigone. Alle waren super lieb, doch wir mussten uns beeilen, schnell gingen wir in den Hengst Stall, dort erwartete uns schon A le Hope, der Hengst war echt schwierig. Immer wieder zog er die Hufe weg, zwickte mir in die Hüfte oder durchsuchte meine Taschen. Es dauerte ewig bis ich fertig war, zum Glück waren die anderen leichter. Golden Pirat war ein Engel, Legacy of Gold war das Traumpferd, Coco´s Landzauber war verdammt frech, Frisco hat fast nur gedöst, Look at my Hair war echt freundlich und Admiral wollte immer mit mir spielen und hat den Sinn des Hufschmiedes noch nicht ganz verstanden! Da es mittlerweile Nachmittag hatten und uns kaum noch Zeit blieb, hasteten wir in den nächsten Stall. Davour, der Achal-Tekkiner Hengst, merkte das ich mich beeilte und blieb lieb stehen, auch All Pride blieb lieb stehen, Wild Dream machte seinem Namen alle Ehre, Valentine´s Candy Fireflies war etwas verspielt blieb aber trotzdem gut stehen. Ich hatte nicht mehr viel Zeit, doch ich machte trotzdem alles ordentlich, Flaschenzieherin war verdammt ruhig, Rumpelstilzchen ärgerte mich mal hin und wieder, Laheeb al Amara blieb ganz lieb stehen, Drachenlady stand geduldig da und freute sich als ich kam. Asfari Sharin war schreckhaft, Club Can´t Handel Me war mega gehorsam, I like It zickte etwas rum, Wie konntest du nur war eine echt neugierige Stute. Diese ging langsam unter und auch die Pferde wurden müde, ich hatte es auch bald geschafft. White Dance war sensibel aber lieb, Snow Whites Beauty schlief einfach ein, Eisenmann war etwas arrogant, Pancake Killer war so süß und Juwel der Stille war ein weiterer Engel auf Erden. Da ich nun fertig war, machte ich mich auf den Heimweg und freute mich auf mein Bett!
    • kira
      Hallo, Looki!

      Piep, piep, piep... nervig und unnachgibig riss mich mein Wecker aus dem Schlaf. Langsam kam ich stöhnend auf die Beine und kroch, mich reckend, aus meinem Bett. Wie fast jeden Morgen führte mich mein erster Weg in die Küche zur Kaffeemaschiene.
      Während ich langsam am heißen Kaffee nippte und mein Marmeladenbrötchen aß, ging ich meine Stallkleidung anziehen. Nach einem Blick aus dem Fenster schnappte ich mir auch noch meine mit Fleece gefütterte Regenjacke und wappnete mich innerlich auf einen "Schlechtwetter-Schock". Trotz dieser Vorbereitung kam es "Scheiße ist das kalt!... ihhh und es regnet!" über meine Lippen. Ich war froh über meinen heißen Kaffee.

      Schnell war ich in den Stall gehuscht, hier war es von den ganzen Pferdekörpern schön warm drinnen. Freudiges wiehren und scharren begrüßte mich. Der eine raffte sich verschlafen auf, wären ander schon längst auf ihr Futter warteten oder noch lagen und schliefen. Ich ging zielstrebig in die Futterkammer, wo ich den Futterwagen frisch auffüllte, mit Kraftfuttermischungen, reinem Hafer und Pellets. Danach packte ich noch einige Eimer zum portionieren in den Wagen. Bevor ich los konnte meine Futterrunde drehen holte ich aus dem kleinen Waschraum an Futter- und Sattelkammer einen Eimer Rübenschnitzel, welchen ich am vor Abend aufgesetzt hatte und stellte diesen zusätzlich in den Futterwagen.

      Die Futterkammer war im ersten Stalltrakt gelegen. Hier standen die Zuchthengste und einige weitere Hengste. Nacheinander gab ich A le Hop, Legacy of Gold und Golden Pirate ihre morgentliche Ration. Dann schob ich den Futterwagen ein Stück weiter, um auch dem Zuchthengst Coco´s Landzauber und seinem noch nicht gekörten Sohn All Pride ihr Frühstück zu geben. Die Eimer füllte ich wieder auf. Einen brachte ich Frisco, meinem gekörten Fellpony Hengst, welcher heute die Stellung als einziger Fellpony Zuchthengst in meinem Stall verlieren würde. Um die MIttagszeit würde ich einen weiteren abholen. Schnell hatte ich auch den anderen drei Hengsten, ungekörte, ihr Futter gegeben. Wild Dream, Asfari Sharin und Eisenmann stürzten sich gesund und munter wie alle anderen auf ihr Futter. Die Zehnte Box in diesem Stalltrakt war frei, hier würde heute der neue Hengst einziehen, ich hatte das Glück gehabt, dass sie nicht besetzt war, so musste kein Pferd umziehen und die Box nachher nur eingestreut werden.

      Als nächstes ging ich in den direkt anliegenden Stalltrakt mit Freizeit und Tunierpferden. Auch diese waren längst durch den Tumult im Nebengebäude wach geworden und erwarteten ihr Futter. Routiniert und schnell fütterte ich, mit einem Kontrollblick auf den Gesundheitszustand und die Box, Davour, Club cant Handle me, Laheeb al Amara, und Drachenlady. Einige Boxen in diesem Stalltrakt waren leer, was aber nicht störte und für Notfälle immer gut war. An diesen Stalltrakt gelegen waren direkt die Zugänge zu den erst neuerlich errichteten Laufställen mit Paddockbereichen über welche auch Weiden erreicht werden konnten. Doch momentan bei den schlechten Wetter waren die Pferde drinnen und die Tore nach draußen geschlossen. Mit mehreren Eimern bewaffnet ging ich zum ersten Stall wo ich in zwei lange Raufen das Futter für White Dance, I like it., Wie konntest du nur und Snow Whites Beauty verteilte. Die vier Puschel, wie ich sie nannte, passten gut zueinander, auch wenn es ab und an gezicke gab. Doch sie waren halt Stuten. Im zweiten Laufstall waren zwei Jungspunde, Panecake Killer und Valentines Candy Fireflies, zusammen mit den beiden älteren Stuten Flaschenzieherin und Juwel der Stille und dem AMH Hengst Rumpelstielzchen untergebracht. Auch hier verteilte ich das Futter in Raufen. Die beiden älteren Stuten leisteten gute Arbeit und erzogen die Frechen kleinen Machos, langsam wurden diese "Gesellschaftsfähig". Was aber auch Zeit wurde da ich diese bald von den Stuten trennen müsste, aber noch konnten diese auf die Jungs einwirken.

      Als nächstes bekamen meine neun Zuchtstuten ihre erste Mahlzeit an diesem Tag, sie waren auf zwei weiter Laufställe aufgeteilt. Ich war einfach ein großer Fan von dieser Haltungsart und auch den Pferden schien es zu gefallen. Erst fütterte ich Famiah, Pangäa, Knives and Pens und Siana und auf der gegenüberliegenden Hallenseite Star, Dracula's Wife, Happy Steffi, Antigone und Nosferatu. Bald würden erste Fohlen kommen und ich war mächtig gespannt. Sorgsam betrachtete ich alle Tragenden Stuten auf erste Anzeichen einer nahenden Geburt. Doch noch bei keiner war es soweit. Sollten sich Anzeichen Zeigen würden die Stuen in eine geräumige, zugfreie und ruhige Box ziehen und erst nach einigen Wochen, mit ihren Fohlen, sich wieder im Laufstall zusammen finden.

      Der Futterwagen wurde weggebracht und danach verteilte ich in alle Boxen und Ställe Heu, schließlich war Raufutter das Grundnahrungsmittel von Pferden. Und meine Pferde sollten guter Gesundheit sein. Daher bekamen sie auch über den Tag verteilt fünf Rationen Raufutter, vorwiegend Heu, durch mich, oder Stallburschen, gefüttert.

      Endlich fertig mit dem Füttern machte ich mich daran die frei Box einzustreuen. Damit fertig brachte ich Halfter,Decke und Transportgamaschen, sowie ein gefülltest Heunetzt in meinen kleinen Hänger. Diesen benutzte ich meist wenn ich mit jur einem Pony oder Pferd unterwegs war. Nachdem das Heunetz aufgehängt und alles andere verstaut war verteilte ich mit Hilfe meines Stallburschens bei allen Pferden die zweite Tagesration Heu. Dann setze ich mich in den Wagen und machte mich auf den Weg um Look at my Hair abzuholen.

      Ivi.Kiwi kam nach einem kurzen Anruf, dass ich da wäre zu mir und begrüßte mich freundlich. Sie holte mit mir zusammen Looki und wir machten ihn reise fertig. Brav ließ der tolle Hengst in den Hänger führen. Mit den Papieren in der Hand verabschiedete ich mich und stieg in mein Auto.

      Zuhause auf den Gestüt angekommen holte ich den Hengst aus dem Hänger. Looki schaute sich aufmerksam und mit gespitzen Ohren um. Als ich ihn zu seiner Box führte blieb er einmal kurz stehen und wiehrte laut und schrill. "Die Stuten lernst du auch noch schnell genug kennen!", meinte ich lachend zu ihm. Nach einem kurzen zupfen am Strick folgte er mir aber wohl erzogen in seinen neunen Stall. In der Box entledigte ich ihn von seiner Decke und Transportgamaschen und zuletzt, nachdem ich vorherige weggebracht hatte, auch von Halfter und Strick. Er schien nicht sonderlich beunruhig von der neuen Umgebung, sodass ich ihn guten Gewissens allein lassen konnte. Die nächste Heuration der Pferde stand an und ich musste noch bescheidgeben, dass ich wieder da war, dass Looki und ich sicher Zuhause angekommen waren.
    • Eowin
      Tierarztbericht für Kira’s Weidepferde

      Als ich heute in meinen Terminkalender sah, erschrak ich: ich hatte einen riesigen Auftrag drin stehen. Zwar hauptsächlich impfen und Wurmkur geben, aber dennoch waren es über 30 Pferde, sodass ich eine ganze Weile unterwegs sein würde.
      Ich seufzte tief – ich hatte ja heute Zeit. Ich packte mir einen ganzen Karton mit Fläschchen verschiedener Impfstoffe, der gerade geliefert worden war, und platzierte ihn auf dem Rücksitz meines Mercedes, da der Stauraum im Kofferraum bereits mit Notfallkram vollgestopft war, sodass ich insgesamt für so viele Impfstoffe zu wenig Platz hatte.
      Achtsam schob ich den Karton so lange hin und her, dass ich sicher war, dass er auch bei einem Bremsmanöver sicher stand – dafür schnallte ich ihn sogar an, was sicherlich Gelächter hervorrufen würde, würde es jemand sehen, doch das war mir vollkommen egal.
      Als ich sicher war, dass ich alles beisammen hatte (also auch Nadeln, Spritzen, Alkoholtupfer und die gesamte Notfallmedizin), stieg ich ins Auto und rief kurz Kira an, um ihr Bescheid zu sagen, dass ich in rund einer halben Stunde bei ihr ankäme. So konnte sie sich auf meinen Besuch vorbereiten und einer schnelleren Bearbeitung wegen das erste Pferd schon einmal bereitstellen.
      Dann ließ ich den Wagen an, der surrend ansprang, und machte mich auf den Weg.

      Bei Kira angekommen, lehnte sie lässig an der Gebäudewand – offenbar hatte sie bereits auf mich gewartet.
      Ich begrüßte sie herzlich, dann begleitete sie mich in den Stall.
      „Als erstes ist Davour an der Reihe. Ein Achal-Tekkiner Hengst. Manchmal kann der Gute etwas stürmisch sein, aber eigentlich ist er total lieb und anhänglich – du solltest also eigentlich keine Probleme haben“, erklärte seine Besitzerin mir, während ich bereits auf ihn zu trat und ihn begrüßte.
      Ich ließ mir seinen Impfpass zeigen und stellte fest, dass die letzte Impfung bereits zwei Jahre her war.
      Ich impfte also Tetanus, Influenza und Herpes. Er war in der Tat etwas aufbrausend und quietschte mich an, blieb aber artig. Die Wurmkur nahm er dann mit stoischer Gelassenheit.
      Anschließend überprüfte ich rasch seinen Gesundheitszustand, wo ich keine Mängel feststellen konnte.
      Bei All Pride stellte ich durch den Impfpass fest, dass noch keine Impfung wieder notwendig war, sondern erst im August fällig würde.
      So schaute ich auch bei dem Welsh Hengst zunächst nach dem Gesundheitszustand und verabreichte ihm anschließend eine Wurmkur. Er wehrte sich ein wenig, aber durch Trick 17 mit Selbstüberlistung, wie man so schön sagt, schaffte ich es, ihm die Paste ins Maul zu drücken.
      Mein nächster Patient war wieder ein Welsh, dieses Mal aber im Cob-Typ: Wild Dream. Der Rapphengst machte seinem Namen alle Ehre. Die Tatsache, dass er Influenza, Tetanus und Herpes ertragen musste, machte das alles irgendwie nicht besser, sodass ich bei der letzten Spritze ordentlich zu kämpfen hatte.
      Dies alles und auch ein kundiger Blick verrieten mir jedoch schnell, dass der Hengst in einwandfreiem Gesundheitszustand war.
      Auch Wild Dream bekam zu guter Letzt eine Wurmkur, bevor er wieder auf die Weide gelassen wurde und dort den Abend genießen durfte.
      Nun war Valentine’s Candy Fireflies an der Reihe, ein mittlerweile fünfjähriger Junghengst. Der Holsteiner wurde ebenfalls gegen Tetanus, Influenza und Herpes geimpft. Erstaunlicherweise ließ er dies recht ruhig über sich ergehen.
      Auch bei ihm kontrollierte ich den Gesundheitszustand, wo ich aber nichts Besorgniserregendes finden konnte, und gab ihm eine Wurmkur, die er nicht toll fand, aber ertrug.
      Dann lobte ich den Bunten und schickte ihn wieder auf die Weide.
      Auf selbige Art und Weise verfuhr ich bei der Dülmener Stute Flaschenzieherin. Diese Stute gefiel mir außergewöhnlich gut, sie hatte so einen aufmerksamen Blick.
      Nachdem sie Kontrolle, Impfung und Wurmkur ertragen hatte, war sie sichtlich froh, dass sie auf der Weide wieder mit ihren Kumpanen spielen durfte.
      Anschließend war ein American Miniature Horse an der Reihe – Rumpelstielzchen. Voller Begeisterung kraulte ich die Kleine, bevor er mir mit einem kecken Biss bewies, dass er sich bester Gesundheit erfreute.
      Auch er bekam Tetanus, Influenza und Herpes und wurde entwurmt. All das fand er nicht lustig, bei der letzten Impfung stieg er, aber es war machbar und er blieb einigermaßen händelbar.
      Laheeb al Amara war schließlich genau mein Beuteschema. „Wenn du den mal verkaufen willst, sag Bescheid, ich kauf dir den ab!“, sagte ich zu Kira. Leider verneinte sie und meinte, er sei nicht verkäuflich, aber sie würde auf mich zurückkommen, sollte sie ihn abgeben müssen. Da willigte ich ein.
      Laheeb hatte eine kleine Macke am Bein, was jedoch nichts Wildes war. Ich sprühte es mit Silberspray ein, damit es nicht entzündete, aber dann bekam auch er ganz normal Impfungen und Wurmkur. Hierbei blieb das Vollblut erstaunlich ruhig.
      Mit Drachenlady war ich rasch fertig. Sie war sehr artig und blieb ruhig stehen, während ich sie kontrollierte und impfte. Auch die Wurmkur nahm sie erstaunlich gut an.
      Anschließend kam mit Asfari Sharin wieder ein Vollblutaraber. Bei diesem musste ich vor allem mit der Impfung etwas mehr tricksen und bei der Kontrolle beäugte er mich misstrauisch. Aber schließlich schaffte ich alles und drückte ihm auch die Wurmkur noch rein.
      Club can’s handle me war ein Fellpony Hengst. Auch mit ihm war ich schnell fertig mit Impfung, Kontrolle und Wurmkur.
      Auch der nächste Patient war ein Fellpony, dieses Mal eine Stute namens I like it. Sie verhielt sich sehr artig, sodass ich auch bei ihr mit dem Pensum schnell durch war.
      Daraufhin war „wie konntest du nur“ an der Reihe – ein Blue Roan. Auch hier war die Grundimmunisierung an der Reihe, was schnell gemacht war, obgleich die Stute schon ein bisschen zickig war. Auch Kontrolle und Wurmkur brachte ich routiniert hinter mich.
      Anschließend war wieder ein Cob an der Reihe – eine Stute namens White Dance. Sie war wirklich hübsch und gefiel mir optisch sehr gut. Offenbar teilten andere ebenfalls diese Meinung, denn sie hatte bereits einen Schönheitswettbewerb gewonnen.
      Auch sie wurde geimpft, kontrolliert und entwurmt und durfte dann wieder auf die Weide.
      Ähnlich schnell ging es bei Snow Whites Beaty. Sie musste ebenfalls die Grundimmunisierung bekommen, war vollkommen fit und nahm die Wurmkur mit gelassener Routine, sodass ich sie lobte.
      Anschließend war Eisenmann an der Reihe, ein hübscher Vollblutaraber in Sonderlackierung.
      Einen Augenblick war ich von seinem großen Ausdruck gefesselt, dann zog ich in gewohnter Routine meine Arbeit durch: Gesundheitszustand kontrollieren, Impfung, Wurmkur. Hier war alles in Ordnung.
      Auch das Fohlen Pancake Killer war erstaunlich ruhig und ließ sich so schnell abarbeiten. Der bunte Hengst war rasch fertig.
      Nun folgte die Graufalbstute Juwel der Stille. Ich begrüßte sie kurz, dann begann ich mit Kontrolle, Impfung und Wurmkur. Es war alles in Ordnung, sodass ich sie rasch wieder auf die Weide schicken konnte.
      Ähnlich schnell war de Luxe fertig. Die Stute ließ alles artig mit sich machen; selbst die Spritzen schienen sie kein bisschen zu stören. Ich lobte sie für dieses vorbildliche Verhalten ausgiebig, bevor sie wieder auf die Weide durfte.
      Der letzte Patient von der Weide war Dracula. Ich begrüßte wieder den Hengst, dann kontrollierte ich ihn. Er war absolut fit, sodass ich ruhigen Gewissens impfen konnte. Auch er bekam die Grundimmunisierung und eine Wurmkur, die er einigermaßen artig über sich ergehen ließ.
      Dann durfte auch Dracula wieder auf die Weide und der erste Teil der Vielzahl von Kiras Pferden war fertig behandelt. Nun folgten die Zuchtstuten.

      7637 Zeichen
    • victoria12433
      Sammelbericht

      Heute morgen fuhr ich auf einen riesigen Hof mit meiner Freundin Leonie. Mir wurde angeboten , sich um die Pferde einen Tag lang zu kümmern.Da meine Freundin Pferde auch ganz mochte, wollte sie mit und ich fragte erst einmal nach ob sie durfte. Klar durfte sie mir helfen und wir malten uns schon aus, was wir alles mit den Rackern tun würden.

      Wir bogen nach rechts zu einer Landstraße. Alles war voller Bäumen. Dann fuhren wir in den Hof . Wir begrüßten erstmal alle und ich nahm das Putzzeug aus der Sattelkammer. Leonie nahm Halfter mit Stricken und so anderes. Wir stellten die Sachen draußen ab und liefen zu der Koppel. Wir hatten Leckerlies dabei und hielten sie hin. Da kam "White Dance" zu uns . Das Pferd sah richtig göttlich aus."Snow Whites Beauty" blieb aber hinten und graste lieber. Meine Freundin Leonie und ich streichelten alle und fütterten alle voll. "Eisenmann" hatte Leonie so richtig ins Herz geschlossen.Wir überlegten uns also mit welchen 2 Pferden wir ein Spaziergang in den Wald machen würden. Leonie nahm "Pancake killer" .... war aber auch klar... sie mochte solche Namen wie "killer" und sowas. Ich konnte mich zwischen "Juwel der Stille" und "Davour" nicht entscheiden. Am Ende nahm ich doch "Davour".
      Wir nahmen also die Halfter in die Hand und gingen auf die riesige Koppel. "Davour " ließ sich richtig einfach und leicht halftern , aber "Killer" (sein Spitzname) wollte einfach nicht weg. Aber genau der brauchte einbisschen Bewegung.
      Wir gingen zum Putzplatz und banden sie an. Ich musste Leonie erstmal beim Knoten helfen, weil sie noch nicht lange was mit Pferden am Hut hat.
      Wir putzten die Pferde obwohl wir ja nicht reiten gingen aber trotzdem müssen die ja sauber sein , oder ?


      Wir räumten also unsere Putzsachen weg und gingen in Richtung Wald. Die Pferde waren total entspannt und machten bei allem mit. Wir überlegten uns wieder, was wir alles nach dem Spaziergang machen würden. Wir könnten einbisschen auf den Platz oder ausreiten. Am Ende entschieden wir uns aber auf dem Platz einbisschen zu springen. Der Ausritt war ein sehr gemütlicher Ausritt. Es ist nichts spektakuläres passiert aber eben auch nichts schlimmes. Total gechillt also entspannt eben.Jetzt machten wir uns in Richtung Heimweg weil wir es nicht mehr aushalten konnten zu warten.

      Am Hof angekommen gingen wir sofort mit den Pferden zur Koppel und halftern sie ab. Sie bekamen noch einen saftigen Apfel .
      "All Pride " forderte uns auf ihn zu streicheln. Dann kam noch "Wild Dream " dazu. Wir fanden alle Namen schön und witzig und mussten wieder einmal lachen- wir sind eben echte Kichererbsen.
      "Valentine´s Candy fire flies " kam zu Leonie. Wir fanden den Namen richtig lang aber dafür total schön. Wir erfanden Spitznamen. Das Pferdchen bekam diese Spitznamen: Vali , Candy , Fire , vivi .... schon wieder kicherten wir.


      Jetzt gingen wir uns die Pferde aussuchen , die wir zum Springen wollten.Leonie wollte diesmal "Flaschenzieherin" nehmen. Ich fragte mich immer wie sie so schnell ein Pferdchen auswählen konnte. Naja wir sind eben einbisschen verschieden.
      Ich nahm "Rumpelstielzchen" Das Pferdii war wirklich hübsch.
      Wir gaben natürlich auch denen Spitznamen : Flaschi und Rumpi.
      Wir gingen zum Putzplatz und banden die Pferde an. Leonie konnte es jetzt schon richtig gut. Ich musste ihr nicht einmal mehr helfen!
      Wir holten die Putzsachen der Pferde und begannen sie ausgiebig und gründlich zu putzen.
      Dann eilten wir schnell zu der Sattelkammer und holten Sattel , Trense und Schabracke. Wir zäumten und sattelten und schwangen uns in den Sattel. Die erste Male in den Sattel zu kommen war schon peinlich , weil wir nicht hoch kamen. Aber die Pferde waren ja keine Shettys.
      Wir gingen zum Springplatz und wärmten uns erstmal auf. Wir ritten Schritt, Trab , Galopp auf dem Platz und dann gingen wir auf die Hindernisse zu. Ich hörte das Wiehern von "Laheeb al Amara " und "Drachenlady" wir fragten uns was die da grad machten und grinsten. Dann sprangen wir ab. Es war wirklich ein unbeschreibliches Gefühl und auf Rumpi kam es mir vor als ob wir nicht Springen sonder richtig fliegen.
      Es war toll. Das machten wir dann noch einbisschen und führten die Pferde wieder zur Putzstelle. Wir quasselten und putzten die Pferde . Wir gaben natürlich noch was zu futtern . Diesmal eine leckere Karotte.

      Wir führten die zwei Pferdis zur Koppel und ließen sie frei.
      "Asfari Sharin" schleimte sich wirklich sehr bei mir ein , und er hat es auch geschafft. Er hat noch eine Karotte bekommen. Bei Leonie war das die selbe Geschichte und "Club can´t handel me" bekam auch eine Karotte.Wir holten noch einen Ball für die Pferde und sie begannen richtig zu spielen. "I like it " und "Wie konntest du nur" haben schon einbisschen um den Ball gekämpt, Nach dem ganzen mussten wir auch schon leider weg.

      Wir verabschiedeten uns von den Pferdchens und mussten jetzt los.
      Jeder bekam ein knuddel und ein Kussi und dann gingen wir.
      Im Auto erzählten wir dann noch das, was uns am meisten gefallen hat!
    • kira
      Hoch und Tief
      Pflegebericht

      Der Blick auf die Uhr verriet mir, dass ich vielleicht mal etwas in die Pötte kommen sollte. Schnaufend befreite ich mich aus der Umarmung. Lars brummelte. Vorsichtig rutschte ich zur Bettkante und schlüpfte mit meinen nackten Füßen in meine Pantoffeln. Es war kalt im Zimmer, bloß schnell in die Küche. Ich reckte mich noch, um mich wieder bewegen zu können und stupste meinen Freund leicht an „Wir müssen aufstehen Lars. Ich bin schon mal unten.“ „Hmmhh..“, er drehte sich rum. Mit einem leichten grinsen und kopfschüttelnd bewegte ich mich die Treppe runter. In der Küche angekommen deckte ich den Tisch, nicht sehr viel Aufwand bei zwei Personen. Grade fertig mit decken tauchte auch Lars auf. „Schon fertig?“ Ich nickte. „Morgen erstmal, ne?“, meinte ich dann grinsend. Ein Lachen konnte er sich nicht verkneifen. „Guten Morgen mein Schatz“, ein Kuss folgte. Am Frühstückstisch würde der Schlachtplan für den heutigen Tag folgen. Ich setzte mich schon mal und begann mein Brötchen fertig zu machen, während Lars sich noch Kaffee kochte. Brrr.. Kaffee – nicht so meins – mit meinem Kakao war ich sehr glücklich. Einen kräftigen Bissen nahm ich von meinem Käsebrötchen, während Lars sich setzte. „So. Was steht heut an? Die Kleinen kommen heute, oder?“ Ich nickte, denn ich war immer noch mit meinem Käsebrötchen beschäftigt. „ Ist alles dafür schon fertig?“ Noch am kauen nickte ich, aber hob die Hand um ihm zu verdeutlichen, dass ich dazu noch etwas sagen wollte. Der letzte Bissen war runtergeschluckt: „ Prinzipiell schon, die kommen doch zu Gracie in den kleinen Laufstall.“ „Meinst du das geht gut?“ Die Kleinen waren nicht nur vom Alter klein, was Grace auch war, sondern wirklich klein. Zwei Miniature Horses. Und Grace war normal groß. „Hoffe ich doch.“ „Okay.“, meinte er nickend. Wir Frühstückten zu Ende ehe wir uns fertig anzogen und auch schon nach draußen verschwanden um das Tageswerk zu beginnen.

      Als wir vor der Tür standen genoss ich es einen Augenblick mein Gesicht der Sonne entgegen zu strecken, die letzte Zeit hatte es viel geregnet, richtiges Winterwetter hatte es diesen Winter bisher kaum gegeben, dennoch war es kalt und ekelhaft gewesen. Dann folgte ich Lars zu den Ställen. Er hatte schon begonnen den Pferden ihr Frühstück zu geben. „Stutenstall ist fertig, ich mach jetzt die Hengste.“ „Gut, dann nehm ich was übrig bleibt.“, meinte ich und schnappte mir einen Futterwagen, womit ich mich aus dem Hauptstall, welcher die Zuchthengste und Anwärter beherbergte, auf dem Weg zu einem der Nebengebäude machte. Hier waren die Pferde und Ponys untergebracht, welche nicht eine unserer Hauptzuchtlinien waren. Also eher die Hobby Pferde. Nacheinander bekamen Davour, Valentine´s Candy Fireflies, Flaschenzieherin, Rumpelstielzchen, Pancake Killer und Umpalumpa ihr Futter. Ebenso wie die Araber, gekört und ungekört, Asfari Sharin, Laheeb al Amara, Eisenmann und Famiah und meine Berber Stute Pangäa, die auch hier untergebracht waren, da sie nur eine Nebenzucht waren. Am Ende des Gebäudes befand sich der Jungpferde Laufstall, in welchen heute die beiden neuen Jährlinge einziehen sollten. Eigentlich schon anderthalb, bald zwei. Am Tor stand Graceful Eclipse. „Na Gracie?“, begrüßte ich die Stute. Das große Mädchen steckte mir freundlich ihren Kopf entgegen, sodass ich sie krabbelte während ich ihr Futter in die Raufe schüttete. Auch hier kontrollierte ich routinemäßig die Tränke und nahm mir kurz die Zeit die Stute in Augenschein zu nehmen, aber wie immer war alles in Ordnung. Glücklich klopfte ich Grace den Hals, worauf hin sie mich an stupste. So ein freundliches Pferd hatte ich selten erlebt und mit Spannung wartete ich darauf wie sie sich unterm Sattel und bei sonstiger Arbeit machen würde. Sie war echt ein Herzenspferd. Aber weiter ging es, also wieder in den Hauptstall und den Futterwagen weggebracht und neu aufgefüllt. Beim Verrichten davon kam ich bei All Pride vorbei, im Gegensatz zu sonst kam er nicht zur Boxentür um sich ein Leckerchen zu egammeln. Noch so eines meiner Lieblingspferde, auch wenn er jetzt wohl noch faul im Stroh lag. Generell haben wir viele wundervolle Pferde. Was würde ich nur ohne sie machen? Und ohne Lars? Aber sie sind alle hier. Glücklich machte ich weiter. Vom Heuboden schmiss ich einen kleinen Quarder Stroh runter und transportierte ihn mit einer Schubkarre zum Hänger. Eine neue Schubkarre könnten wir mal gebrauchen, diese hier war etwas schrottig. Aber es reichte, ich und das Stroh kamen beim kleinen Hänger an, wo ich eine Schicht drin verteilte. Der Hänger war eigentlich ein Schafhänger. Aber wofür den riesen Häger mitnehmen, dieser war für zwei so winzige Pferdchen viel sicherer und auch angenehmer zu fahren. Würde Lars fahren? Das müsste ich ihn noch fragen. Aber so oder so würde ich auf jeden Fall mit zum Abholen. Mit dem restlichen Stroh ging ich zurück zum Hauptstall. Eigentlich könnte ich es auch im Stutenstall verteilen. Wieso nicht? Die würden sich freuen. Also nahm ich einen kleinen Umweg und brachte das restliche Stroh zu den Stuten. Das ganze wurde im Laufstallverteilt, wo die Zuchtstuen standen. Nosferatu, Draculas Wife, Star, Happy Steffi, Siana, Knifes and Pens, Antigone, Vanity und Lillifee freuten sich drüber und ein Großteil stürzte sich sofort drauf. Vanity zickte etwas herum doch Siana bot ihr direkt Einhalt. Dennoch musste ich lachen als Knive lieber reißaus nahm und sich mit etwas Stroh davon machte. Frisches Stroh war recht beliebt, Heu und Kraftfutter oder Frischfutter natürlich mehr, aber momentan gab es für die Zuchtstuten fast nur Heu. Ein paar Zusätze gabs dennoch, für die Entwicklung der Fohlen. Aber es passt so. Es gab immer gesunde kräftige Fohlen. Und ab Frühjahr sind sie ja auch draußen. Nach kurzen Recken nahm ich die Schubkarre wieder auf und ging an den Einzelboxen der ungekörten Stuten, sie standen alle noch im Training, Wie konntest du nur, Drachenlady, I like it, De Luxe, White Dance, Snow Whites Beauty und Juwel der Stille vorbei. Einige neugierige Nasen reckten sich mir entgegen, aber es gab keine Leckerchen. Like versuchte es mit quitschen und empörten treten gegen die Boxentür. „Hör auf du Zicke! Ich hab nichts!“, vesuchte ich ihr klar zu machen. Zufrieden war sie dennoch nicht, sie warf mir einen trotzigen Blick zu. Einfach ignorieren, sie war eben so. Eine der kleinen Stalldiven.

      Grade als ich die Schubkarre abstellte kam Lars an: „Kommst du gleich mal?“ Er machte so ein besorgt-wichtiges Gesicht. Nickend fragte ich: „ Klar, was ist denn?“ „Gleich. Ich muss wieder zu Dracula.“ Schon war er wieder verschwunden. Anscheinend hat er Dracula bewegt. Gut, dann muss ich das nicht mehr machen, der Kerl war auch heute mit Training dran. Worums aber geht..? Hoffentlich ist nichts mit Dracula passiert. Sorgen breiteten sich aus. Das Zurecht legen des Sattelzeuges der Pferde die heute geritten werden sollten müsste warten, erstmal würde ich nach schauen was los ist.
      Lars war grade Dracula am abbürsten. Dee hatte ordentlich geschwitzt sah ansonsten aber quitsch lebendig aus und hibbelte wie immer ein bisschen herum und machte uns das Leben schwer. „HEY!“ Ich schreckte aus meinen Gedanken auf. Lars verpasste Dee einen kräftigen Klaps. „Er hat mich gezwickt.“, entschuldigte er sich und verzog das Gesicht. „Frechdachs. Aber er ist dennoch gut.“ „ Ich hab ihn mal ein bisschen gefordert, Medy hat gute Arbeit geleistet, der geht ne super L Dressur mitlerweile.“ „Wir könnten sie ja nochmal kommen lassen oder meinst du er wäre mit mehr Überfordert?“, fragte ich nachdenklich und kam naher um den Ponyhengst zu krabbeln. Dee ließ mal seine hengstige Seite fallen und drückte sich meiner Hand entgegen. „was du nur immer mit den Pferden machst!“, meinte Lars lächelnd. Dees Lippe zuckte, der Mascho genoss es sichtlich. „Achja und wir können ja mal mit Medy telefonieren was sie dazu meint.“, er schwieg kurz, setzte an etwas zu sagen, aber überlegte es sich doch anders. Nach einem Moment der Stille und einem Stirnrunzeln von mir kam er doch noch zu Punkt: „Ich glaub Pride geht’s nicht so gut.“ Nein! Ich verkrampfe leicht, „ Könnte ne Kolik sein.“ Dracula wurde unruhig, ich hatte unbewusst aufgehört ihn zu krabbeln. Meine Hand hing nur noch angespannt an seinem Hals, ich nahm sie weg. „Es ist noch nicht so schlimm. Ich hab den Tierarzt vorhin schon angerufen er kommt nachher.“ Ich nickte. „Magst du nach ihm schauen? „, fragte er sanft und legte mir seine Hand auf die Schulter. „Du kannst am besten mit ihm. Ich kümmer mich hier um den Rest. „Ja“, kam es leicht krazig aus meinem Mund. Er schenkte mir einen mitleidigen Blick, denn er wusste wie viel mir Pride bedeutete. Dann nahm er Dracula um diesen wieder in seine Box zu bringen. Also auf zu Pride. Wird schon nicht so schlimm sein. Warum hab ich das nicht gemerkt heute Morgen als er nicht raus geschaut hat! Ich hätte nach ihm schauen sollen.
      So schnell war ich noch nie bei einer Box gewesen. Vorsichtig lugte ich durch das Boxen Gitter. Da lag er im Stroh. Zumindest wälzt er sich nicht. Schwitzig sah er aus und er blähte auch die Nüsten. „Hallo Kleiner!“, begrüßte ich ihn leise und schob den Riegel zu Seite um einzutreten. Prides Blick wanderte zu mir. Langsam ging ich zu ihm hin und hockte mich neben ihn. Er legte mir pracktisch seinen Kopf in den Schoß, mir kamen beinahe die Tränen. Ich streifte ihm sein Halfter über und stand dann auf. „Komm! Hoch!“, versuchte ich ihn zum Aufstehen zu bewegen. Schnaufend kam er hoch. Zumindest das Geschafft. Er spannt den Bauch. Jetzt mal ein bisschen Bewegung, dass hilft. Hoffentlich kommt der Arzt bald. Mit einem sanften zupfen am Strick brachte ich ihn dazu mir zu folgen. Aus der Box raus, er sah nicht gut aus. Die Tränke hatte aber funktioniert, also lag es nicht daran. Erstmal würden wir ein paar Runden drehen.
      Es dauerte bis der Tierarzt kam. In der Zwischenzeit war ich mit Pride Runde um Runde gegangen und hatte immer wieder versucht ihm etwas Wasser anzubieten – bisher ohne Erfolg. Lars schaute auch immer wieder vorbei: „Wie geht’s ihm?“ „Nicht so gut.“ „Wenn du was brauchst sag mir Bescheid. Ich hab mein Handy dabei.“ „Klar“, meinte ich und schenkte ihm ein Lächeln. „Looki ist jetzt auch bewegt. Ich war eben mit ihm in der Halle und bin ein bisschen gesprungen..“, er hielt inne und grinste mich leicht an, „.. es war intressant, aber ich glaube nicht das er ein großes Springpferd wird. Cavalettis schafft er aber.“ Lars zwinkerte mir zu. Bei dieser Vorstellung wie er Looki wohl mit großem Aufwand zum Springen gebracht haben musste musste ich lachen. „Überlass das besser uns.“, ich schaute etwas wehleidig zu Pride. Er und ich – das war ein Team – wir waren beide unglaublich springbegeistert und kamen super miteinander aus. Aber ans Springen war momentan nicht im Entferntesten zu denken. „Ich bring jetzt erstmal die Zuchthengste in die Führmaschiene und dann reit ich noch Club.“ Ich nickte. Dann waren zumindest schon mal Admiral, Frisco, Coco´s Landzauber, Legacy of Gold, Golden Pirate, A le Hop und Club Can´t Handle Me bewegt.
      Endlich traf der Tierarzt ein. Ein schaute sich Pride genau an, tastet ihn ab. Drückte hier und da. Armer Kerl, er hatte echt Schmerzen. Und jetzt drückt der Arzt auch noch an ihm rum. Beruhigend streichelte ich ihn. „Also „, setzte der Tierarzt an, „ es ist wie sie dachten eine Kolik. Das Führen war schon eine gute Maßnahme, ebenso wie das Anbieten von Wasser. Ich werde ihm jetzt eine Krampflösende Spritze geben und ein Schmerzmittel.“ Den Strick fest in der Hand streichelte ich Pride und redete mit ihm um ihm abzulenken: „Schau her Junge! Alles wird gut. Hhmm? Ja, mein lieber Pride.“ Der Arzt setzte die Spritzen geschickt und Pride blieb brav. Er war aber auch fertig. “ Sie können ihn dann wieder in die Box stellen. Achten Sie darauf ob er trinkt. Aber er sollte erstmal noch nichts fressen. Wenn es sich bessert kann er wieder kleine Portionen Heu bekommen, was dann langsam gesteigert werden kann. Wenn es aber nicht besser wird sollten sie mich nochmal Kontaktieren, aber ich denke hiermit sollte es getan sein.“, wies der Arzt mich an. „Okay alles klar.“, ich verabschiedete mich mit einem Händeschütteln und brachte Pride etwas erleichtert in seine Box zurück. Dort räumte ich alle Futter Reste raus und stellte ihm zusätzlich zur Tränke einen Eimer mit lauwarmen, frischen Wasser in die Futterraufe. Es schien ihm schon jetzt etwas besser zu gehen. Zumindest steht er und ist nicht mehr schwitzig.
      Nach kurzem Tätscheln ließ ich ihn dann alleine, mein Magen grummelte schon seit geraumer Zeit und es waren noch andere Pferde um die ich mich heute kümmern müsste. Und die zwei Neuen! Erschrocken schaute ich auf meine Uhr. Vier Uhr. Mist. Eigentlich hätte ich vor einer halben Stunde bei der Züchterin sein sollen. Hastig zog ich mein Handy aus der Hosentasche – kein verpasster Anruf. Also machte ich mich auf die Suche nach Lars. Wie es schien hatte er inzwischen schon alle Hengst wieder in ihre Boxen gebracht, denn die Führmaschine war leer. Als ich die Futter- und Sattelkammer betrat bemerkte ich eine Notiz am Brett
      ‚Bin die Kleinen abholen. Hoffe du bist nicht sauer, dass du nicht mit bist ;)
      Lars‘
      Glückgehabt, es wäre mir sehr unangenehm gewesen, wenn niemand pünktlich dar gewesen wäre. Und ich war nicht sauer. Auch wenn ich natürlich schon sehr gerne mitgekommen wäre. Hatte er gut gemacht. Aber ich sehe die Kleinen ja nachher. Motte und Porcelain Doll. Beim Überprüfen der Tabelle stellte ich auch fest das Lars auch anscheinend noch unseren alten Herren Wild Dream geritten war, so hatte ich jetzt eigentlich nur noch ein Pferd heute zu reiten. Bei übriger Zeit würde natürlich sich auch keines der restlichen Pferde dagegen wehren, aber es gab immer einige „Pflicht“-Pferde, danach kamen die Optionen. Aber erstmal ging ich jetzt ins Haus. In der Küche stellte ich auch fest, dass Lars sogar gekocht hatte. Wie ich ihn liebe! Er hatte heute echt gerackert.
      Nach dem Essen ging ich wieder gestärkt erstmal nach Pride schauen, ich erwischte ihn grade mit dem Maul im Wassereimer. Erleichtert seuftze ich, worauf hin er seine Nase hob und ans Gitter presste. „Nein, Pride du kriegst nichts. Du willst doch wieder Gesund werden.“, wähnte ich. Weil ich ihn aber nicht so stehen lassen wollte kraulte ich ihn, es schien ihm schon deutlich besser zu gehen. Wie schön! Ich merkte wie ich deutlich entspannter wurde. So und jetzt kommt der Spaßige Teil des heutigen Tages.
      Roi du Soleil stand schon ungeduldig an seiner Boxen Tür, er war noch ziemlich neu doch hatte er sich schnell eingelebt und wartete nun jeden Tag auf seine Beschäftigung. "Hey du!", begrüßte ich den hübschen Hengst. Roi stampfte mit dem Huf auf und nachdem ich ihm diese ausgekratzt hatte und ihn mit Halfter am Strick aus der Box führte schien er fast etwas beleidigt. Armer Kerl, musste er heute so lange warten bis er dran war. Sonst war er früher.. Also schnell geputzt bis das rote Fell in der restlichen winterlichen Sonne funkelte und dann den Sattel drauf gepackt. Schnell flitze ich noch in die Sattelkammer um meinen Helm zu holen und nahm dabei wieder die halbe Tür mit "Autsch!" "Was für´n Mist!", fluchend ging ich wieder zu Roi zurück, darauf bedacht nicht weitere Ecken mit zu nehmen, der blaue Fleck würde nun reichen. Relativ flott war der Kerl gesattelt und als würde er sich bedanken wollen, dass er jetzt endlich seine heiß ersehnte Bewegung bekäme, stupste er mich sanft an. Lächelnd krabbelte ich ihn zwischen den Ohren. Brav folgte er mir zum Reitplatz, das Wetter war heute wirklich gnädig, blauer Himmel und Sonne. Naja kalt war es immer noch. Und feucht. Vom ganzen Regen. Aber was sollte man erwarten? Mit dem was man hat sollte man sich zufrieden geben und sich freuen. Ich öffnete unter einiger Anstrengung das Tor, da müsste man noch mal was dran machen, es funktionierte nicht mehr ganz so wie es sollte. Darum war ich froh als ich es wieder geschlossen hatte und im weiß umzäunten Reitplatz stand. Roi war hibbelig, das merkte ich schon beim aufsteigen. "Hey!", stehen bleiben war wohl nicht drin.. Schnell schwang ich mich hoch und ihn dann, er war einfach losgelaufen, anzuhalten und rückwärts wieder zum Ursprungsort zurück zu kehren. Dort ließ ich ihn erstmal stehen. Passte ihm natürlich nicht und er schlug mit dem Kopf. "Selber Schuld, wer sich bewegen will muss dennoch auf mich hören.", meinte ich etwas genervt. Als er es dann doch schaffte ruhig zu stehen durfte er dann endlich auch gehen. Im Schritt ging es einige Minuten über den Platz bis Roi gut aufgewärmt war. Dann sollte er traben. Die nächste Hürde an diesem Tag. Lief heut nichts wie es sollte? Sanft berührte ich seine Flanke und Roi preschte los als würde er ein Rennen laufen. Ein Galopprennen. Gegen die Schnellsten. Und er hält mit. "Hör auf!", schnauzte ich ihn an. Ein paar sehr eindeutliche Paraden und Volten ließen ihn zu seinem Glück wieder langsamer werden. So geht man nicht mit mir als reiter um. Hatte er jetzt gemerkt, würde er, hoffte ich für ihn, nicht nochmal machen. "Nächstes mal wirst du vorher longiert!", meinte ich zu ihm. "Was?", kam es zurück. Verwirrt schaute ich mich um und entdeckte Lars am Zaun, der musste natürlich lachen, ich schien wohl recht verdutzt zu schaune. Ich manovrierte Roi im lockeren Trab zu Zaun und ließ ihn dort anhalten. Na bitte, ging doch. Er stand ruhig. "Dachtest du dein Pferd spricht mit dir?", meinte Lars schmunzelnd. "Ich war mir nicht ganz sicher und habe schon an meiner Zurechnungsfähigkeit gezweifelt!", erwiederte ich lachend. "Wo sind denn die Kleinen?" "Ordentlich verstaut im Stall. Alles super gelaufen, sind brav in den Hänger und haben es sich dort bequem gemacht. Zwei ganz süße sind das!" "Super! Ich schau sie mir an, wenn wir hier fertig sind." "Lass dir Zeit mit Roi die Kleinen rennen schon nicht weg!", meinte Lars frech. Ich zog eine Schnute, doch musste dann lächeln, er kannte mich einfach zu gut. "Jaja." Also widmete ich meine Aufmerksamkeit wieder Roi. Erst lobte ich ihn natürlich, dass er so lange brav und ruhig gestanden hatte. Da hatte es wohl klick gemacht wer das sagen hatte. Als ich antrabte meinte Lars noch:"Ich mach schon mal die Abendrunde." Ich nickte nur. Ich hatte gar nicht wirklich wahrgenommen das es schon recht düster wurde, aber der Tag würde bald zuende sein. Roi stellte sich beim restlichen Reiten vorbildlich an, er arbeitete toll mit und bot sich von selber an. Fleißiger Junge! Als ich schließlich beendete schien er mit sich selbst sehr zufrieden zu sein und sich, zum Glück, gut ausgepowert zu haben. Ich würde mit Lars besprechen ein Paddock an seine Box zu Bauen, denn umziehen lassen wollte ich ihn nicht. Dort wo er momentan stand stand er eigentlich gut. Umzüge waren immer so große Pferde hin und her Schieberreien. Denn es konnte ja uch nicht jeder überall stehen. Also wäre ein neues Paddock die simpelste Möglichkeit. Klar, es müsste auch noch ein Durchgang nach Außengebaut werden, aber hey! Wofür hatte man einen handwerklich begabten Freund? Als Roi wieder in seiner Box stand könnte ich gar nicht schnell genug Sattel und Putzzeug wegräumen. Beinahe vergaß ich zu kehren. Doch der drohend in der Stall Gasse stehende Besen erinnerte mich daran. Seuftzend nahm ich ihn und beseitigte den Dreck vor Rois Box. Schließlich konnte ich mich doch endlich in Richtung Laufstall auf machen, auf dem Weg kam mir Lars entgegen. "Sie stehen doch im Laufstall?" "Ja, ich hab ihnen aber erstmal ein eigenes Stück abgetrennt, dass sie nicht sofort zu Gracie müssen." Ich nickte. "Bin gleich auch mit Füttern fertig. Dann geh ich rein. Pride geht es übrigens schon eindeutig besser." Erleichtert lächelte ich, er war mein Liebling, ohne ihn.. ich wollte es mir gar nicht vorstellen. Lars und meine Wege gingen wieder auseinander, ich betrat das Gebäude in welchem sich der Laufstall befand. Dunkelheit empfing mich. Licht an. Da standen sie.. zusammen gekuschelt bei Gracie. Absperren hatte wohl nichts gebracht. Motte und Porcelain Doll hatten sich einfach durch den sorgfältig aufgestellten Zaun gequetsch, wie war auch mir ein Rätsel. Verschlafen blintzelten mir drei Augenpaare entgegen. Lars hatte recht, sie würden mir nicht weglaufen, daher beschloss ich den dreien ihre ruhe zu lassen. Für die beiden Minis war der Tag schon aufregend genug gewesen. Lich aus und wieder raus. Lars war warscheinlich schon fertig. Auf dem Weg zum Haus ging ich nochmal bei Pride vorbei. Ruhig lag er im Stroh. Als ich langsam den Riegel aufschob und zu ihm rein ging, reckte er mir den Kopf entgegen und blieb völlig entspannt liegen. Vor seinem Bauch ließ ich mich nieder und lehnte mich gegen ihn, seinen Kopf legte er mir nun fast in den Schoß. Die Ruhe die er ausstrahlte ging auch direkt auf mich über. Nach diesem stressigen und aufregenden Tag könnte ich endlich wieder durchatmen. Vertrauensvoll ließ er sich von mir umarmen und krabbeln. Wir beide, das war was. Ich liebte diese Momente, die einem beinahe verzaubert vorkamen, etwas unreal, aber dennoch wundevoll. Ich strich noch einige male über sein braunes, weiches Ponyfell, bevor ich auf stand, aus der Box ging und mich, wieder etwas unbefangener, zum Haus und zu Lars aufmachte.
    • kira
      Kurzer Zwischen-Pflegebericht
      Ich hatte in letzter Zeit ein bisschen Fehlplanung, weshalb ich schnell aus dem Bett sprang als mein Wecker schrillte. Im Hengststall versorgte ich flott All Pride, Roi du Soleil, Cocos Landwein, Admiral, Look at my Hair, A le Hop, Frisco,Legacy of Gold, Club cant Handel me, Golden Piratmit Frühstück nacheinander. Dann kamen die Zuchtstuten oder solche die es werden sollten dran. Nosferatu, Draculas Wife, Star, Happy Steffi, Lillifee, Vanity , Knives and Pens, Siana, Antigone , De luxe, White Dance, I like it, Juwel der Stille, Snow Whites Beauty, Wie konntest du nur, Drachenlady bekamen auch ihr Futter, worüber sie sich wie jeden Tag her machten. Danach brachte ich Davour, Pangäa, Famiah, Asfari Sharin, Laheeb al Amara, Eisenmann , Flaschenzieherin, Wild Dream auf ihre Koppeln. Ich hoffte niemanden in meiner Eile vergessen zu haben, hinterließ Lars noch eine Nachricht auf dem Küchentisch. Er war noch nicht aufgestanden, aber ich hatte heute Termine so das ich so früh raus musste. Zum Glück hatte ich bald wieder Zeit meinen Pferden die Pflege zukommen zu lassen, die sie brauchten und verdienten.
    • kira
      Nikolaus
      Pflegebericht
      ZM´s Zanaro, Realités, Umpalumpa, Rumpelstielzchen, Snow Whites Beauty, Wie konntest du nur, I like It, Baroness of the Guard, Motte, Porcelain Doll, Valentine´s Candy Fireflies

      „Hast du alles beisammen?“ „Ic h denke schon! – Aber viel kann ich ja nicht vergessen er wird ja nicht geritten!“, antwortet ich meinem Freund während ich das Heunetz in den Hänger brachte und an der linken Innenseite befestigte. Auf die rechte Seite legte ich auf den Boden ein kleines Häufchen Heu. Die Anstandsdame durfte heute Realités spielen, ein kleiner Falabella Hengst. Mit seinen gestandenen 10 Jahren fuhr er problemlos Hänger und sollte ZM´s Zanaro wärend der Fahrt beschäftigen und ruhig halten. Auch wenn Zanaro den Hänger schon kannte, wollte ich den Junghengst nicht alleine zu seiner ersten Prüfung fahren lassen. „Alles fertig ..“, ich schlüpfte aus dem Hänger,“.. der Kleine kann jetzt rein.“ Mein Freund führte nickend Realités in den Hänger, auf die rechte Seite natürlich. Als Zanaro dann auch im Hänger stand konnt es los gehen. „Tschüss, bis später! Ich ruf dich an!“ Schnell drückte ich Lars einen Kuss auf die Lippen und verschwand im Auto.

      Die Fahrt verlief ruhig und so erwarteten mich als ich den Hänger öffnete zwei entspannte Pferde. Bis zum Start hatte ich noch etwas Zeit, deshalb ging ich mich erstmal umschauen. Nach meiner Streiftour über den fremden Hof kletterte ich in den Hänger. „Bald geht’s los.“, flüsterte ich Zanaro zu. Rückwerts ließ er sich aus dem Hänger bugsieren und trottete ein Stückchen davon weg. Zum anbinden gab es eine Stange, welche an der Seite des Hängers befestigt werden konnte. Zanaros Fell war zwar schon sauber, doch in seiner Mähne hatten sich nun wieder einige Heuhalme verfangen. Wie der Hengst es immer schaffte aus sich wieder so ein verwildert aussehendes Tier zu machen war mir ein Rätsel. Erstmal würde ich ihn aber von den Halmen in seinem Haar befreien.

      Langsam würde es dunkel und als Zanaro und ich an der Reihe waren war so gut wie jegliches Tageslicht gewichen. Zanaro und ich nahmen am Nikolaustag an einem Reiterspiel teil. Mit "Nikolausritt" war es betitelt, Ich würde Zanaro aber führend durch die Spiele bringen, denn der Junghengst hatte bisher keinen Menschen auf seinem Rücken getragen. Als ich die Ausschreibung gelesen hatte dachte ich mir, dass dies eine gute Gelegenheit sei eines meiner ungerittenen Jungpferde an eine Atmosphäre zu gewöhnen die wohl einem Turnier ähneln würde. Viele Pferde und viele Menschen, aber wahrscheinlich nicht ganz so hektisch. Ich hatte mich nicht getäuscht, relativ ruhig ging ein Paar nach dem andern an den Start. Die Veranstalter hatten sich eine Reihe kleiner Aufgaben ausgedacht, welche alle weihnachtlich angehaucht in die Jahreszeit passten. Am Zaun des Platzes beobachtete ich einige andere Starter, während ich Naro am Hals krabbelte, was er sichtlich genoss. Zu meinem Erstaunen hatte der Hengst bisher nur vorbildliche Manieren an den Tag gelegt. Und so konnte ich ruhig mit einem gelassenen Pferd in die Aufgaben starten. Erst durchquerten wir eine Allee aus Menschen, die Laternen in ihren Händen erleuchteten die Nacht. Neugierig beäugte Naro sie, folgte mir aber brav. Danach kam ein Stangenquadrat. Problemlos ließ Zanaro sich hinein führen, Stangen kannte er, als Pferd welches freudig beim Freispringen mitmachte. Nun sollte eine Kehrtwende folgen, dabei sollte ich aber Vorsicht walten lassen, ich sah die leichte Spannung in dem Hengst. Darauf bedacht Zanaro keinen Anlass zum Sprung über eine der Stangen zu geben hob ich sanft die eine Hand und drehte ihn langsam rum. Zu unserm Glück gelang das Werk und als wir die Stangen wieder verließen war Naro wieder völlig entspannt. "Guter Junge!" Tätschelnd blieb ich stehen, nach kurzen zögern folgte Naro meinem Beispiel. Langsam hatte es angefangen zu schneien und feiner Schnee rieselte sanft auf uns hinunter, die Tannenbäume, welche für weitere Aufgaben bereit standen, sammelten die weißen Wasserkristalle auf ihren Nadeln. "Bleib stehen Kleiner!", eindringlich sah ich den Hengst an, der nun wohl aus seiner Ruhe aufgewacht schien und mich frech anschaute. Neben einer Kiste voller Weihnachtschmuck lag eine rot-weiße Decke und eine Weihnachtsmütze... für Pferde! Ich musste grinsen, gilt dürfte ich das gute Stück später ja sogar behalten. Gefallen würde mir das auf jeden Fall. Die Mütze schnappte ich mir zuerst. Sie Zanaro anzuziehen stellte sich als etwas schwieriger heraus als gedacht, zu begeistert war er von dem Bommel der Weihnachtsmütze. Als ich es endlich geschafft hatte war er immer noch hin und weg. Mit Kopfnicken brachte er den Bommel dazu auf seinem Nasenrücken auf und ab zu hüpfen und zugleich versuchte er diesen mit seiner Lippe zu erhaschen. Die Zuschauer und Helfer amüsierte es genauso wie mich, dem leichten Gekicher im Hintergrund zu entnehmen. Grinsend ließ ich den Hengst stehen der völlig mit sich selbst beschäftigt war und holte die Decke welche ich ihm dann überzog, verwundert schaute er sich um und vergaß seinen Bommel. Mit fertig geschmücktem Pferd holte ich mir eine Laterne ab. Im Joggen wollte ich nun einen Slalom aus kleinen Tannen durchqueren. Als letztes müsste ich nämlich auf Zeit einen Tannenbaum schmücken und darauf wollte ich Zanaro schon etwas einstimmen. Brav trabte er neben mir her als wir durch die Bäume joggten. Im Licht meiner Laterne glitzerte die dünne Schneeschicht auf den benadelten Ästen. Beim letzen Baum wollte der Hengst zur Seite weichen aber ein kurzer Ruck am Strick ließen ihn seinen jugendlichen Trotz vergessen. Zufrieden klopfte ich seinen Hals wofür er mir seine Nase an meiner Weste abwischte. Kopfschüttelnd steuerte ich die große Tanne an die nun vor uns stand. So, dass es nicht beim schmücken störte, stand ein kleiner Tisch mit einer Stoppuhr daneben. 60 Sekunden, dann sollte der Baum geschmückt sein. Noch ein tiefer Atemzug, ein prüfender Blick auf den Baum und ich startet die Stoppuhr und rannte los. Zanaro etwas erschrocken rauschte kurz an mir vorbei, fand sich aber wieder. Bei der Kiste angekommen schnappte ich mir zielstrebig die dicken Lamettaketten in rot und Gold. Drapierte sie um Zanaros Hals und füllte zudem meine Arme gut mit silbrigweißen Kugeln. Während ich nach der schnell gerannten Strecke zielstrebig um den Baum schritt und die Kugeln, so gut es ging, gleichmäßig verteilte, trottete Zanaro etwas erstaunt neben mir her. Das Lametta hatte sich zum Glück nicht verhäddert, sodass ich dieses von Zanaro Wickeln und dann um den Baum Schlingen konnte. 10 Sekunden. Schnell rannte ich noch einmal zu der Kiste. War da nicht noch eine schöne Spitze gewesen? Ja! Ich schnappte mir das schöne Stück und hechtete, von einem etwas aufgedrehten Zanaro gefolgt, zurück. In letzter Sekunde schaffte ich es noch diese auf das Haupt des Nadlebaumes zu setzen. "Ufff..", etwas außer Atem tätschelte ich Naro. Glücklich betrachtete ich den Baum, welcher gar nichtmal so schlecht aussah. Vielleicht sollte ich dieses Jahr die Tannen auf unserem Hof auch so schmücken? Zeitsparend war es auf jeden Fall.

      Als wir schließlich die Platzierung hinter uns gebracht hatten konnte ich wieder glücklich den Hengst in den Hänger schieben und uns auf den Nachhause Weg machen. Mit Lars hatte ich schon telefoniert und von Zanaros vorbildlichem Benehmen berichtet. Grinsend schaute ich auf rot-weiße Bommelmütze, welche auf dem Beifahrersitz lag.

      Mitten auf dem Hof kam das Auto zum halten, während der Fahrt hatte es zwar aufgehört zu schneien - insgeheim war ich darüber recht glücklich gewesen, ich wollte nicht noch im Graben landen - aber der Hof war noch überall von einer feinen Schneeschicht bedeckt. Als ich ausstieg kam mir Alex entgegen, welche anscheinend einige Stuten noch von ihrem Paddock holte. In ihrere Hand erkannte ich die Halfter von I like it, Snow Whites Beauty und Wie konntest du nur. Während ich die Hängerklappe öffnete und Zanaro aus dem Hänger treten ließ brachte sie eine nach der anderen Fellpony Stute in den Stall. Der Haupstall der Stuten wär direkt am großen Innenhof gelegen.Zanaro konnte so wie er war in die Box gebracht werden, dank Realités hatte er die Fahrt ruhig über sich ergehen lassen. Der Kleine Ponymann wartete brav im Hänger und ich brachte ihn zu seiner Doppelbox mit Paddock, wo ihn schon seine Kumpel Umpalumpa und Rumpelstielzchen erwartete. Umpa reckte seine kleine Naser über den Boxenrand, während Rumpi hinter ihn von einer Seite zur anderen tippekte. Mit etwas Mühe bekam ich Realités zu ihnen hinein gepackt. Sogleich beschnüffelten sich die drei und quitschten zur Begrüßung. Ich gab mir noch einen Moment Zeit die Szene zu betrachten ehe ich mich darum kümmerte den Hänger zu säubern und an seinen Platz zu stellen.

      Motte und Porcelain Doll hatten Baroness of the Guard freundlich in ihrer Fohlenbande aufgenommen. Die Jährlings Stuten gingen nun schon völlig vertraut miteinander um, auch wenn es dennoch großes Gerangel gab als ich ihnen einige Lagen Heu in den Laufstall schmiss. Zuletzt schaute ich noch bei Valentine´s Candy Fireflies vorbei. Alex hatte ich schon vor einiger Zeit in ihre Wohnung verschwinden sehen und auch unser anderer Angestellter würde schon in seinem Wohnbereich sein. Lars schätzte ich auch schon im Haus, auch wenn er mit ziemlicher Sicherheit noch beschäftigt war, mit Finanzen, Anzeigen, Tunierergebnissen; er fand immer eine Beschäftigung oder etwas, was noch erledigt werden musste. Seuftzend schüttete ich dem Hengst neben mir, welcher schon danach geierte, die halbe Flasche Malzbier in den Trog. Die halbe Abendration, welche er meist übrig ließ, sog die trübe Flüssigkeit sofort auf. Seit Vally Malzbier bekam war sein Fell, aber auch seine Hufe, glänzender und gesünder geworden. Er war auch inzwischen aus dem Wachstumsschub raus und fing langsam an wieder Pferd zu werden, anstelle eines dünnen großen Lulatsches. Außerdem schmeckte es ihm auch vorzüglich und für mich war es ein Genuss dem schmatzenden und schlabbernden Pferd zuzusehen. Vally klopfte ich kurz auf den Hals, was ihn aber reichlich wenig intressierte, dann machte ich mich auf Richtung Haus.
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  • Album:
    Gnadenweide
    Hochgeladen von:
    kira
    Datum:
    13 Juli 2013
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    Kommentare:
    11
  • offizieller Hintergrund

    Snow Whites Beauty
    Snow
    18.04.2004

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    unbekannt​
    Snow Whites Beauty
    unbekannt​
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    Rasse Fellpony
    Geschlecht Stute
    Stockmaß 136cm
    Fellfarbe Schimmel
    Gencode ..

    Charakter ...
    Beschreibung
    ...

    Springen E
    Dressur E
    Distanz E
    Military E
    Western E
    Galopprennen E
    Fahren E


    Besitzer kira
    Ersteller/VKR kira

    Gekört ja nein
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