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Gwen

Snow White Cassedy

New Forest Pony ♀

Snow White Cassedy
Gwen, 5 Apr. 2017
Samarti gefällt das.
    • Gwen
      Leben auf der Kanaskins Rêver Ranch

      Pflegebericht 12.12.2015 - Ankunft
      © Snoopy
      Heute sollte wieder Neuzugang gemeldet sein, denn BearBrook hatte sich, während sie in England unterwegs war, für mich nach einer hübschen New Forest Pony Stute umgesehen und konnte mir kurz vor ihrer Abreise den Gewinn präsentieren, anders gesagt informierte mich darüber das sie eine Stute mitnahm, sie hatte nur die Farbe und den Charakter erwähnt also hieß es frohes Rätseln.
      Ganz aufgeregt stand ich nun beim Eingang des Hofes und wartete auf Bear und den Hänger des ersehntlichen Neuzugangs.

      Trainingsbericht 29.02.2016 - Dressur E auf A
      © Veija
      Heute war ich auf dem Weg zu Stefanie Westside. Ich hatte eines ihrer Pferde gekauft, wofür ich ihr Training für fünf ihrer Pferde versprochen hatte. Welche Arbeit ich mir damit antat, was ich mir erst bewusst, als ich vor den Pferden stand. Zwei Tiere in Dressur, zwei in Springen und eins in Military. Zur Unterstützung hatte hatte ich mir Alexis mitgebracht, die mir bei den Dressurpferden und auch bei den Springpferden unter die Arme greifen würde. Heute fingen wir also mit Snow White Cassedy und Chronicle's Sahara. Beide Pferde wurden, nachdem wir uns dann endlich mal bei Stefanie angekündigt hatten, aus der Box geholt und am Putzplatz angebunden. Aufgrund der beschriebenen Charaktereigenschaften teilte ich Alexis Snow White zu. Ich würde mit der temperamentvolleren Sahara vorlieb nehmen, denn ich war, was temperamentvolle Pferde anging, doch etwas bewanderter als es Alexis war. Wir putzten und sattelten also die Pferde fertig, ehe wir in die Halle gingen. Wir wärmten die Pferde im Schritt, Trab und Galopp auf, ehe es an die wirkliche Arbeit ging.
      Die Übungen waren sehr einfach für mich und auch Alexis, und die Pferde kannten das Meiste davon auch schon. So zum Beispiel den Übergang vom normalen Schritt zum mittleren Schritt. Dazu nahm ich die Zügel vorne an und trieb mit den Fersen. Die Sahara trabte zu erst an, doch ich nahm sie zurück und machte das ganze so lange, bis sie im Schritt einfach schneller ging. Dann lies ich die Zügel etwas gehen und das wars auch schon. Das Selbe versuchte ich ihr im Trab und im Galopp klar zu machen, was auch sehr gut klappte. Ich sah zu Alexis rüber, doch auch sie hatte keine Probleme damit. Als nächstes übten wir das Halten aus dem Schritt und aus dem Trab. Im Trab mussten wir etwas kämpfen, doch nach einiger Zeit hatten wir auch das im Griff. Alexis mit der ruhigeren Stute brauchte ich nur aus dem Augenwinkel zu beobachten, denn es klappte alles super. Die nächste Übung war Leichttraben, bevor wir das aussitzen im Trab übten. Einmal buckelte Sahara ein wenig, weil ihr das gar nicht passte, wenn ich ihr einfach die ganze Zeit im Rücken hing. Da musste sie jetzt jedoch durch. Das Training neigte sich jetzt dem Ende zu. Ich teilte die Halle imaginär in der Mitte, so dass Alexis nun die rechte und ich die linke Hälfte hatte, denn nun ritten wir beide Zirkel, weshalb wir den Platz brauchten. Zu erst im Schritt, dann im Trab, und dann im Galopp. Zum 'durch den Zirkel wechseln' parierten wir beide jedoch wieder zum Trab durch, da Galoppwechsel in dieser Klasse noch nicht gefragt wurden. Alles klappte wie geplant, weshalb wir nun zu der letzten Übung für diese Trainingseinheit kamen. Den Schlangenlinien, welche wir erst im Schritt und dann im Trab ritten. Ich wies Alexis an ihre Stute trocken zureiten, was ich dann mit meinem Pferd auch machte.
      Fertig mit den beiden brachten wir sie wieder in den Stall und machten sie für die Box fertig, ehe wir uns Zipje und Soldier schnappten. Da Stefanie Zipje als sehr schreckhaft beschrieben hatte. "Soldier ist ja ein schicker", sagte ich zu ihr und strich dem Hengst den Schopf aus den Augen. Ruck zuck waren wir in der Halle und ein kleiner Parcours war aufgebaut. Zu erst wärmten wir die Pferde jedoch ordentlich auf, auch mit Schritt-, Trab- & Galoppstangen. Dann ging es an die Sprünge, bei denen sich die Pferde wirklich gut anstellten. Zwar stoppte Zipje einige Male vor einem der Hindernisse, ob aus Angst oder fehlendem Vertrauen seinerseits wusste ich nicht, jedoch wies ich Alexis an, Diabolus zu satteln und auch einmal hier drüber zu springen, damit ich später mit ihm ins Gelände gehen konnte. Ich übte derweil noch etwas weiter mit Zipje, so dass wir den Parcours komplett schafften, Zwar nicht fehlerlos, aber das war mir egal, denn der Hengst traute sich zu springen, dass war für den Anfang viel mehr wert, als ein fehlerloser Durchlauf. Das könnte Stefanie im weiteren Training erledigen.
      Ich brachte den Hengst in seine Box und schaute Alexis eine Weile zu, ehe sie mir den Hengst gab und wir ins Gelände gingen, während sie den Parocurs abbaute. Dort stellte sich der Hengst sehr gut an, auch wenn er mit seinem Sturkopf des öfteren an Hindernissen vorbeiziehen wollte, schafften wir es, ohne Stürze und lebend durch den Parours und wieder nach Hause zu kommen. Dort berichtete ich Stefanie von unserem Erfolg, ehe wir ihr noch Tipps für das weitere Training gaben, was besinders Zipje betraf, bevor wir uns auf den Weg nach Hause machten.

      Pflegebericht 04.03.2016 - Pflege Zuchtstuten
      © Snoopy
      Heute war ich mal wieder im Stall der Hackneys und New Forest Ponys.
      Und fing auch so gleich mit der Arbeit an, also holte ich mir Chatana aus der Box und band sie fest, ehe ich ihr Fell striegelte und ihre Hufe gründlich säuberte, auch das Langhaar musste verlesen werden, Trainingsmäßig kümmerte ich mich heute bei der Falbstute um die Dressur. Also führte ich sie zur Halle, saß auf und begann ein paar Übungen. Bald war ich fertig nahm die Ausrüstung ab und stellte sie mit einer Weidendecke auf die Koppel, dann säuberte ich ihre Box.
      Nun war meine feurige Stute Chronicle's Sahara an der Reihe, also holte ich sie aus der Box und band sie fest. Nun schnappte ich mir Striegel und Kardätsche und säuberte das Feurige Fell, dann verlas ich ihre Mähne und den Schweif, ehe ich ihre Hufe gründlich säuberte. Dann entschied ich mich auch bei ihr für Dressur, legte ihre Ausrüstung an und trainierte sie auf dem Platz, dort machten wir die Grundlagen, der Bahnfiguren zur Wiederholung. Als die Stute wieder trocken geritten war, legte ich ihre Ausrüstung ab, warf ihr eine Decke auf und brachte sie auf die Koppel. Nun mistete ich den nicht stark verdreckten Stall des Ponys.
      Nun kam ich zu Chrysafénios Hera und band sie am Putzplatz fest, ehe ich ihr dunkles Fell striegelte und ihre Hufe säuberte. Das Langhaar kämmte ich auch noch und legte ihr dann einen Springausrüstung an. Nun übten wir auf den Springplatz, niedrige E-Hindernisse und lernten viel. Sie stellte sich super an und arbeitete fleißig mit, zufrieden, nahm ich die Ausrüstung nach dem Training ab und stellte sie ebenso mit Decke auf die Koppel, dann kümmerte ich mich um das Ausmisten.
      Fake XX war nun die nächste, diese säuberte ich gründlich bis sie glänzte und kratzte sowie putzte die Hufe aus, nun war es getan und ich machte mit dem Langhaar weiter. Nun bekam sie Geschirr angelegt und es ging auf die Renn/Ovalbahn, wo ich sie ein paar Runden drehen ließ und wir den Trab trainierte. Nach dem harten Training, hat auch sie sich die Koppel verdient, also brachte ich sie nach dem Ausrüstung ablegen, samt Weidendecke auf die Koppel. Nun mistete ich den dreckigen Stall und streute frisches Stroh, wie bei den anderen Boxen davor rein.
      Glamour's Rubina, war der nächste Fall, also holte ich den Fuchs aus der Box, band ihn fest und striegelte ihr Fell. Nun kümmerte ich mich um das Hufe säubern, entfernte jeden Unrat und legte ihr die Dressurausrüstung an, ehe ich auf den Platz ging und ein paar schwierigere Figuren übte. Nachdem fleißigen Lernen bzw. Training, war auch bei ihr die Koppel angesagt und sie wurde samt Decke zu den anderen gestellt. Dann konnte ich ihren fast sauberen Stall misten und brachte ihre Ausrüstung zurück.
      Nadira, der Schimmel war dran, sie war sehr dreckig also musste ich lange Striegeln, damit sie wieder etwas weißer wurde. Nachdem ich einen relativ angemessenen Glanz erhalten hatte, machte ich ihre Hufe sowie Langhaar. Dann ging es samt Ausrüstung auf dem Dressurplatz, wo ich mit ihr die härtere Klasse anging, da sie schon ziemlich erfahren in dieses Sport war und gute Leistungen erbracht hatte. Nachdem sie fleißig mit gearbeitet hatte, durfte sie samt dunkelblauer Decke zu den anderen, ehe ich ihren Stall säuberte.
      Dann ging die Pflege mit Nayeli weiter, diese war auch nicht sonderlich dreckig, also musste ich nicht lange Putzen, somit konnte ich in kürze Langhaar sowie Hufe abschließen. Zufrieden mit dem Ergebnis bekam sie Springausrüstung an und wurde in der Halle mit A-Sprüngen verwöhnt, dann durfte auch sie das Weidenleben genießen, natürlich aber nur mut Decke. Also kümmerte ich mich um die Stallsäuberrung und brachte Mist weg und füllte frisches Stroh nach.
      Die große Pushin' Jazz for Cash kam an der Reihe, also schnappte ich mir Strick und Halfter, holte sie und band sie anschließend an einer Stange fest. Dann striegelte ich das dunkle Fell und säuberte dreckige Hufe. Am Ende kam das Langhaar dran, welches nicht lang brauchte, sodass ich bald weiter machen konnte mit Springen, also bekam sie die passende Ausrüstung angelegt und es ging los mit der Arbeit. Etwas zickig arbeitet sie heute mit, doch es war ok, sodass ich sie am Ende gut ausgepowert auf die Weide stellen konnte, danach säuberte ich die Box.
      Snow White Cassedy die zweite Schimmelin im Zuchtstall, diese schnappte ich mir mit Halfter un Strick, band sie fest und begann mit der Fellpflege, welche auch sich etwas hinzog. Doch dann bald passend gemacht wurde und man die Hufe säubern konnte, sowie weißes Langhaar kämmen. Dann machte ich mit dem hübschen Tier Dressurtraining, legte ihr die Pinke Ausrüstung an und begann mit leichten Übungen auf dem Platz, welche sie immer besser absolvierte. Zufrieden mit der heutigen Leistung, erlöste ich sie von der Ausrüstung und brachte sie mit Weidendecke auf die Koppel, ehe ich den Stall des Stütchen säuberte.
      Sugarlips Habasi war die letzte im Runde, welche ich rausholte und erstmal gründlich striegelte. Mit dem Ergebnis zufrieden kämmte ich das helle Langhaar und machte die Hufe der jungen Dame sauber. Dann bekam sie Dressursachen angelegt und wurde auf den Platz geführt, wo ich aufstieg und ein wenig Dressur übte. Nach einigen Minuten, stieg ich ab und nahm die Ausrüstung am Putzplatz ab, ehe ich sie auf die Koppel mit Decke stellte. Dann wurde der Stall gesäubert
      Zum Ende des Tages holte ich die Stuten wieder runter und stellte sie in ihre sauberen Boxen.

      Pflegebericht 29.07.2016 - Pflege Zuchtstuten
      © Snoopy
      Nun ging es an die Zuchtstuten, also holten Maxi und ich die ersten zwei aus ihren Boxen.
      Ich übernahm Chronicle's Sahara, während Maxi Fake XX übernahm. Also striegelte ich das feuerrote Fell von meiner Stute und machte dann weiter mit ihren chaotischen Langhaar. Dann kamen ihre Hufe an die Reihe, welche ich gründlich säuberte und ihr dann die Ausrüstung anlegte. Maxi säuberte das dunkle Fell von Fake und war auch bald fertig, nachdem er das Langhaar gekämmt hatte und die Hufe gesäubert. Nun sattelten wir die beiden Stuten und bewegten sie auf dem Reitplatz. Nachdem wir einiges trainiert hatten, nahmen wir beiden die Ausrüstung ab und brachten sie auf die Weide. Dann holte Maxi Rubina und ich schnappte mir Snow White Cassedy. Dann begannen wir bei Beiden mit der Fellpflege, Maxi kam schneller voran als ich, gut bei mir war das Pferd auch ein Schimmel. Doch bald war ich fertig und begann mit dem Kamm das Langhaar der Stute zu kämmen, was mir Maxi bei Rubina nach tat. Dann säuberten wir bei beide Stuten die Hufe aus und konnten sie dann endlich ausrüsten. Dann brachten wir sie auf den Reitplatz, wo wir sie erstmal warm ritten und dann trainierten an der Longe. Sie machten sich gut und hörten. Zufrieden brachten wir sie dann auf die Weide und holten die letzte Stute namens Sugarlips Habasi. Maxi half mir und striegelte die andere Seite der Stute, während ich mich um die andere Seite kümmerte. Dann kämmte ich ihre Mähne und säuberte anschließend die Hufe. Sie wurde heute nicht trainiert, da sie ziemlich nervös heute schien, weswegen wir sie auf die Weide zu den anderen brachten. Dann säuberten wir die Boxen der Stuten und fegten die Stallgasse, gegen Abend holten wir dann die Pferde wieder rein.

      Pflegebericht 15.12.2016 - Stuten Ahoi!
      © Snoopy
      Heute war ich mal wieder beim Stutenstall und brauchte nicht lang, um Code of Mystic Girl aus der Box zu holen. Die Rappstute war so hübsch und groß geworden. Zufrieden kümmerte ich mich nun auch um die Dame und begann ihr Fell zu striegeln, ehe ich das Langhaar kämmte und die Hufe säuberte. Dann bekam die kleine den Sattel auf den Rücken und wurden sorgfältig befestigt. Nachdem auch die Trense dran war ging es auf den Platz wo wir mit Dressur anfingen und endeten. Maximilian kam mir nach mit der frisch geputzten Mikado. Die junge Stute trainierte er natürlich nicht in Dressur sondern, übte ein paar Bahnfiguren und hatte die ein oder anderen Spacken am Hals. Ich war mittlerweile von Code abgestiegen und blickte meinen Mann zu während er fleißig weiter übte. Ein Lächeln glitt über meine Lippen, ehe ich mich mit Code auf den Weg zurück in den Stall machte und sie absattelte. Dann rieb ich den Schweiß vom Fell und stellte sie in ihre Box. Maxi übte mittlerweile mit Mikado weiter während ich mir Snow White Cassedy schnappte. Dann begann ich ihr Schimmelfell zu säubern und ihr Langhaar zu 'Sortieren' und gründlich zu reinigen. Zum Schluss kamen ihre Hufe, wo sie ziemliche Zicken machte und ich eine Weile brauchte bis alles fertig war. Dann kam an die Stute der Longiergurt und wir gingen zum Dressurplatz, wo Maxi mittlerweile Mikado trocken ritt. Ich longierte nun Snow und ließ sie ihre GGA ausleben und musste feststellen das wir an dem ein oder anderem noch Arbeiten mussten. Wir hatten nach einer Halben Stunde Schluss gemacht da finstere Wolken vom Norden aufzogen... Wir brachten die Stuten wieder in ihre Boxen und gaben ihnen noch frisches Wasser.
    • Gwen
      Pflegebericht 07.04.2017 - Zwei neue Schönheiten

      Es war ein grauer und verregneter Morgen und dennoch wurde ich bereits fünf Minuten vor meinem Wecker wach und sprang motiviert aus dem Bett. Es folgte mein üblicher Gang ins Bad, ehe ich mir wahllos Hose und T-Shirt aus dem Schrank kramte und dann hinunter in die Küche hüpfte.
      Dort machte ich mir ein kleines Frühstück und füllte auch schon einmal Ivy’s Napf auf. Wie immer dachte die Katze gar nicht daran, schon das warme Bett zu verlassen, aber wenn sie dann mal aufstand, dann wollte sie auch ihr Futter haben und da ihr Napf sowieso weiter oben stand, kam auch nur sie dran.
      Dafür füllte ich auch direkt die Näpfe der Hunde. Shiva schlief immer mit bei Ciaran und da Clyde die Labradorhündin liebte, hatte er sich dazu gesellt. Großes Glück für mich, denn so musste ich mir mein Bett nur mit einer kleinen Katze teilen und nicht mit großen Hunden. Dementsprechend standen aber die Hunde auch erst mit Ciaran auf.

      Ich war in der Zwischenzeit schon im Stall unterwegs, denn heute erwartete ich zwei neue Schätze. Von beiden war ich absolut begeistert und sie waren auch der Grund, weshalb ich trotz des miesen Wetters fröhlich umhersprang.
      Zum einen würden wir die Jährlingshengst Prismatic wieder auf unserem Hof begrüßen dürfen. Wieder, weil er seine Wurzeln hier hatte. Er war ein Fohlen aus Minnie Maus und von Papermoon’s Yakari vom letzten Jahr. Nach seinem Absetzen hatte ich ihn für ein halbes Jahr auf eine Weide mit Gleichaltrigen geschickt, da wir zu dem Zeitpunkt keine passenden Weidegenossen für ihn gehabt hätten.
      Nun sollte er aber zurückkommen und ich freute mich schon riesig, denn er war ein wirklicher Prachtkerl. Neben Prismatic würde heute aber auch noch eine Stute einziehen. Auch ein New Forest Pony, auf welches ich aber eher durch Zufall gestoßen war. Sie hatte keine großartig bekannte Abstammung, besaß dafür aber bereits Turniererfolge, war charakterlich einwandfrei und auch einfach ein schönes Pferd.
      Snow White Cassedy hieß die Schimmelstute, welche jeden schnell um den Finger wickelte. Sie war momentan sechs Jahre alt und ich plante natürlich, sie nun direkt in die Turniersaison zu schicken und eventuell dieses Jahr noch zu prämieren.
      Mit ihren Vorbesitzern hatte ich bereits alles abgesprochen und so stand die Stute momentan auch gut im Training, an welches wir bei uns direkt weiter anknüpfen würden. Sicherlich würde sie dahingehend keine Probleme machen. Generell war ich mir sicher, dass sich unser kleines Schneewittchen schnell einleben würde.

      Als erstes traf Prismatic bei uns ein. Ich begrüßte den Fahrer nur knapp, denn ich wollte den Hengst direkt ausladen. Er war in real beinahe noch schöner als auf den Fotos. Also wenn man von seiner überbauten Gruppe und der generell fohlenhaften Unförmigkeit absah. Aber er hatte eine tolle Farbe und generell war Pria ein sehr charismatischer Hengst.
      Ich dankte dem Fahrer und führte dann Pria auf die kleinere Weide neben dem Stall. Dort gesellte sich auch Ciaran mit Regenschirm zu uns. Er musterte den Hengst ein wenig und nickte dann. „Der war auf jeden Fall ne gute Entscheidung“, meinte er. Ich widersprach ihm nicht, immerhin war ich total begeistert von dem Jährling.
      Länger anschmachten konnte ich ihn jedoch nicht, denn da fuhr schon der zweite Transporter auf den Hof. Jetzt würde noch Cassis kommen. Während ich alle Formalitäten mit dem Fahrer durchging, lud Ciaran die Stute direkt aus und führte sie ein wenig über den Hof.
      Für sie hatten wir ein kleines Stück der Stutenweide abgeteilt, da sowohl sie als auch unsere Herde bei Eingewöhnungen immer sehr problemlos waren. Als erstes waren natürlich alle aufgeregt und die ersten Kontakte über den Zaun hinweg waren unterlegt von Quietschen und Prusten, aber es kehrte schnell Ruhe ein.
      Cassis war eine wirklich tolle Stute, das konnte auch Ciaran nicht leugnen, wobei ihm meine New Forest Ponys immer zu klein waren, aber selbst schuld, wenn man so groß war. Mit meinen 1,63m passten die Ponys immer perfekt zu mir und für Ciaran hatten wir ja die Großpferde. Zwei neue Pferde mehr für mich!
    • Gwen
      Pflegebericht 19.05.2017 - Ankommen in der Herde

      „Na ich bin ja mal gespannt wie lange du das durchhalten willst“, meinte Ciaran nur fröhlich grinsend, als ich keuchend vor ihm anhielt. Ich kam gerade von meiner morgendlichen Laufrunde wieder und war gerade gar nicht in der Stimmung für blöde Kommentare. „Du hättest in der Zeit ja auch schon einmal was Sinnvolles machen können“, meinte ich nur knapp und verschwand ins Haus, um zu duschen und mich umzuziehen.
      Eigentlich eine recht sinnlose Aktion, denn zehn Minuten später kam ich im Stall an und half Ciaran beim Herausbringen der Pferde. Die Wärme erreichte nun auch langsam Kanada und so waren wir darauf bedacht, die Pferde immer möglichst früh schon auf die Weiden zu bringen. Dennoch standen sie über Nacht in den Boxen, da mir das bei unserer Abgeschiedenheit in der Wildnis einfach lieber war.
      Heute musterte ich besonders aufmerksam Snow White Cassedy. Sie war erst knapp einen Monat bei uns und nun langsam in die Herde integriert worden. Am Anfang hatte es tatsächlich einige Auseinandersetzungen gegeben, mit denen ich gar nicht gerechnet hätte. Inzwischen war die Rangordnung aber geklärt und die Stuten kamen sich nicht mehr in die Quere.
      Auch heute wirkte das Herdenbild ruhig und entspannt und jeder wusste von Anfang an, wo sein Platz war. So konnte ich die Stuten zufrieden alleine lassen. Stattdessen nahm ich Ciaran unseren jungen Prismatic ab, den er gerade auf die Weide bringen wollte. Ich hingegen wollte mit Pria direkt noch ein bisschen arbeiten, ehe er rausdurfte.
      Der Jährling war ein Vorbildshengst, der seinesgleichen suchte. Brav folgte er mir in den Stall, wo ich ihn am Putzplatz anband. Brav ließ er sich putzen, Mähne und Schweif kämmen und gab alle Hufe anstandslos. Obwohl er das erste Jahr seines Lebens nur auf einer Weide mit Gleichaltrigen verbracht hatte, war das Fohlen ABC kein Problem gewesen.
      Stattdessen liebte Pria die Aufmerksamkeit die er bekam und lernte unglaublich schnell. Auch solche Sachen wie Mähnen- oder Fliegenspray waren kein Problem. Wir hatten in letzter Zeit auch häufig mit ihm Schrecktraining gemacht, einfach, um ihn schon in jungen Jahren abzuhärten und er hatte die Aufgaben schnell und erfolgreich bestanden.
      „Du kleiner Überflieger“, meinte ich nur grinsend und band Pria los. Wir gingen eine kleine Runde um den Hof zum Spazieren und danach noch auf den Platz. Bei Prias Lernwillen übten wir jetzt schon so einfache Sachen wie die Stimmkommandos, Rückwärtsrichten und einfache Seitengänge. Heute wagte ich es auch das erste Mal, mit ihm ein bisschen Richtung Freiarbeit zu machen, so dass ich das Halfter komplett abnahm.
      Durch die vorherigen Übungen war Pria voll bei mir und arbeitete super mit, ich konnte ihn sogar einmal zum Angaloppieren motivieren. „Hallo? Denkst du daran, wie jung du noch bist?“, fragte ich grinsend, lobte den kleinen Hengst und entließ ihn aus der Arbeit. Brav ließ er sich aufhalftern und auf die Weide bringen.
      Dort erwartete uns schon Ciaran. „Er lernt so schnell“, jammerte ich ihm direkt die Ohren voll, aber auch Ciaran musterte den dunklen Hengst aufmerksam. Wir liebten Pria schon jetzt dafür, aber es eben auch echt anstrengend, ihn vor sich selbst zu schützen, wenn er eben zu viel auf einmal wollte.
      Damit hätte ich auch nie gerechnet, ein Pferd mit solchen „Problemen“ zu besitzen. Aber das war immerhin leichter als so manch anderer verrückter Vierbeiner mit Wehwehchen.
    • Gwen
      Pflegebericht 22.06.2017 - Turnierplanung

      Momentan saß ich an der Abschlussarbeit meines Studiums, denn diesen Sommer hatte das letzte Semester begonnen und das Ende nahte. Zugegebenermaßen war ich recht froh darüber, denn das Fernstudium hatte doch allerhand Zeit gefressen, aber eine zweite berufliche Absicherung schien mir auch jetzt noch klug und nun war es bald geschafft.
      Nur leider saß ich deshalb momentan mehr am PC als dass ich draußen bei den Pferden war und so war ich doch etwas froh, mich damals für Ciaran entschieden zu haben, welcher mir momentan viel Arbeit abnahm. Nichtsdestotrotz ließ ich mir meine tägliche Portion Stall nicht nehmen und arbeitete deshalb dann gerne auch abends etwas länger an meiner Arbeit, wenn es sein musste.
      Momentan hatten wir angenehmes Wetter mit um die 20°C und Sonnenschein. Da es aber auch regelmäßig regnete, war es bei uns grün wie eh und je. Doch vor dem Stall kam die Büroarbeit, denn Mails mussten beantwortet werden und die Turnieranmeldungen sollten auch noch raus. Dinge, die ich nicht gern tat.
      Aber immerhin war bei den Mails auch mal Gutes dabei, denn Occulta Smith hatte mir neue Bilder von PFS‘ Disparo de Fiasco geschickt. Vor einem Monat waren wir in England auf der Auktion von Pineforest gewesen, wo ich mich in den kleinen Criollohengst verliebt hatte.
      Tja und wie es nun einmal sein sollte, gehörte er nun mir. Bis August würde er noch auf PFS bleiben, dort abgesetzt werden und dann die Reise nach Kanada antreten. Da wir erst letzten Monat dort gewesen waren, begnügte ich mich momentan mit Bildern und wollte erst im Juli zu Besuch kommen. Wir hatten also auch noch genügend Zeit für die Planung seines Umzugs.
      Viel komplizierter gestalteten sich hingegen die Turniermeldungen für den kommenden Monat. Momentan lag mein Fokus auf Snow White Cassedy und Ohnezahn, denn die beiden führte ich gerade mehr oder weniger in den Turniersport ein, weshalb es mir ein großes Anliegen war, dass die beiden auf Turnieren starteten, die für sie angemessen waren.
      Bei meinen Turnier-Oldies wie Moon’s Wishing Well oder Altair machte ich mir da weniger Gedanken, sie waren schon unglaublich routiniert und hatten definitiv zur Genüge ihren Spaß am Reisen. Bei Ceredwen überlegte ich auch kurz, ließ aber die restlichen Wochenenden des Junis aus, denn die Stute sollte auf ihre Prämierung vorbereitet werden.
      Ciaran riss mich aus meinen Gedanken und zog mich mit in den Stall, dort warteten bereits zwei gesattelte Pferde auf uns: Shenandoah und Neelix. Und wenn ich mich nicht täuschte, sahen beide mit Springsattel, Gamaschen und Vorderzeug sehr stark nach Geländespringen aus.
      „Komm! Es wird mal wieder Zeit!“, meinte Ciaran grinsend und drückte mir die Zügel von Shanti in die Hände. Ich schaute ihn grinsend an, „Ich weiß das echt zu schätzen, aber ich nehme auch gerne Neelix“, meinte ich lachend und wir tauschten die Pferde.
      Mit seinen über 1,80m sah Ciaran auf unseren Sportponys meist etwas sehr ulkig aus und gerade im Gelände musste es dann ja doch nicht sein und da ich unseren Lewitzerhengst auch sehr gerne ritt, war das kein Problem. Es war natürlich ein Unterschied wie Tag und Nacht, ob man nun auf einem Pony saß oder die große Vollblutstute ritt, aber als Besitzer von beiden Pferden konnte man das doch gut verkraften.
      Wir wärmten die Pferde in aller Ruhe auf und machten uns auf den Weg zur Geländestrecke. Wir entschieden uns heute für die Route B, etwas anspruchsvoll, aber dennoch nicht zu fordernd, denn so hochkonzentriert konnte ich momentan gar nicht sein.
      Ciaran ritt voraus, ich zählte brav bis 30, ehe Neelix und ich uns auch auf den Weg machten. Der Hengst galoppierte klar und ruhig unter mir und nahm sie Hindernisse immer sehr weich und im Galoppsprung, ohne mich auch nur annähernd aus dem Sattel zu werfen.
      Auf der langen Galoppstrecke legten wir auch etwas zu und doch ließ sich Neelix wieder gut zurücknehmen, als es den Berg hinauf und wieder hinabging. Am Ende der Strecke trafen wir auch wieder auf Ciaran, der mich fröhlich angrinste. Es gab doch wirklich nichts Schöneres als Geländespringen!
      Zu Hause bekamen die beiden Pferde zur Belohnung auch eine erfrischende Dusche, ehe sie zurück auf die Weide durften. Ciaran und ich widmeten uns in der Zeit der Stallarbeit. „Und wie läuft es mit Kedves und Ginny My Love?“, fragte ich neugierig, denn die beiden war Ciaran heute schon geritten.
      Kedves mochte er total, die beiden passten einfach unglaublich gut zueinander und dementsprechend gut verlief auch immer das Training. Ginny war hingegen heute wohl etwas anstrengend gewesen, da sie im Moment rosste und sie machte einem dann das Leben wirklich nicht leicht.
      Nach kurzer Absprache holte Ciaran Sinfonie von der Weide, während ich meinen beiden Jungpferden einen kleinen Besuch abstattete. Nuriya und Prismatic wurden von Tag zu Tag schöner. Besonders der braune Junghengst machte sich wirklich toll, ich hatte zwar gehofft, dass seine Eltern mir ein schönes Fohlen bringen würden, aber mit ihm hatte ich doch nicht gerechnet.
      Für Pria stand eventuell demnächst auch noch eine Fohlenschau auf dem Plan, aber ob sich der Stress bei den momentanen Wertungen lohnte, war noch fraglich. Nuriya hingegen genoss ihre freie Zeit, denn mehr als ab und an ein wenig Arbeit an den Grundlagen, stand für sie nichts weiter an.
      Also kehrte ich in den Stall zurück und machte gemeinsam mit Ciaran unsere Stute Sinfonie fertig. Seit kurzem war sie unter dem Sattel und nun langsam begannen wir mit dem richtigen Training. Deshalb waren wir heute auch zu zweit, weil Sinfonie heute das erste Mal Stangen unter dem Reiter kennenlernen würde.
      Ciaran ritt sie heute, während ich fleißig auf- und umbaute und den beiden Tipps gab. Sinfonie war immer noch so zart besaitet wie damals und man musste sie teilweise wirklich mit Samthandschuhen anfassen. Ich wusste auch, dass Ciaran sie nicht gar so gerne ritt und er lieber Pinero bevorzugte. Ich liebte Sinfonie und besonders ihre weichen Gänge waren einfach ein Traum.
      Damit die Stute aber auch ein Gefühl für andere Reiter bekam, musste nun einmal Ciaran herhalten. Für ihr erstes Mal machte sie es heute aber auch wirklich mehr als gut und hatte dann auch schnell ihren Feierabend verdient.
      Ich nahm sie danach nur zu gern Ciaran ab und machte sie selbst fertig. Ein bisschen Schmusen mit dem eigenen Pferd hatte schon was. Ciaran hingegen widmete sich Pinero, welcher heute longiert werden sollte. Er brachte mir auch direkt Dead Memories mit, für welchen das Gleiche auf dem Plan stand.
      Da wir gerne auch mit der ganzen Bahn arbeiteten, nahm Ciaran sich den Reitplatz und ich ging in die Halle, so störten wir uns nicht gegenseitig. Das war im Sommer echt ganz angenehm, wenn man nicht permanent aufeinander hockte, sondern jeder sein eigenes Viereck zur Verfügung hatte.
      Auch mit den beiden Pferden fertig, schaute ich kurz auf unsere Liste im Stall. „Ich würde mir mal Ohnezahn und Minou für einen Ausritt stibitzen. Elena ist heute aus England zurückgekommen und ich dachte mir, ich lade sie zu einem kleinen Ausritt ein“, meinte ich fröhlich und Ciaran nickte nur, ehe er selbst auf die Liste schaute.
      Ameya und Nayala hatten heute frei, so dass er auch nur noch Fagy und Tawny Bawny bewegen musste und dann für heute fertig war. Wir waren dementsprechend wirklich gut im Zeitplan gewesen, aber wenn ich pünktlich auf Sanssouci ankommen wollte, musste ich nun schnell die Ponys holen und fertigmachen.
      Unglaublich, wie sich Ohnezahn gemacht hatte, seitdem er unter dem Sattel war, das Training machte doch nochmal allerhand aus. Das erzählte mir auch Elena erstaunt, die den Schimmel ja nun wirklich selten zu Gesicht bekam. „Ihn erkennt man kaum wieder!“, meinte sie staunend, als sie sich in Minous Sattel schwang.
      Ich grinste sie fröhlich an, immerhin freuten mich solche Komplimente. Danach berichtete ich ihr von den Fortschritten ihrer Nachkommen, die ja bei mir im Stall doch ganz gut vertreten waren, ehe sie selbst alles von ihrem Urlaub erzählen musste.
    • Gwen
      Hufschmiedbesuch 30.06.2017 - Big Bear Farrier
      © ceres

      "Meine Güte!", knurre ich entnervt. "Einmal im Leben, einmal ist der Kunde nur wenige Meter von meiner eigenen Haustür entfernt und dann komme ich trotzdem zu spät". Völlig fertig schlage ich die Arme auf dem Lenkrad meines kleinen Transporters zusammen und hefte den Blick auf den Stau vor mir, als würde er davon vielleicht wie durch ein Wunder verschwinden. Mein Wagen steht. Ich stehe und befinde mich noch genau am gleichen Fleck wie noch zehn Minuten zuvor - Townsend Acres in greifbarer Ferne. Mein Blick richtet sich in Richtung Himmel. Auch dieser ist stark bewölkt, er könnte mein Glück jetzt noch perfekt machen.

      Als hätte ich es mit meinen schlechten Gedanken heraufbeschworen, hat der Himmel seine Pforten geöffnet und entlässt nun all seine Fruchtbarkeit über mir, gerade dann, als ich den letzten Abzweig in Richtung des Gestütes von Elisa Cranfield nehme. Trotz des strömenden Regens schaffe ich es, den Parkplatz zu finden und so viele Sachen wie möglich zusammen zu packen und auf dem hübschen und großzügigen Gelände den Stall zu finden, den man mir per Telefon beschrieben hat. Mit tropfenden Haaren und verschwommenen Blick, weil eine uralte und runde Brille meine Nase ziert, betrat ich endlich das hoffentlich richtige Gebäude. "Ich muss dringend zum Friseur", murmle ich, während ich versuche mit einer Hand mir einen klaren Blick zu verschaffen.
      "Wie bitte?"
      Ich schrecke auf. Vor mir steht eine junge Frau, welche mich mit hochgezogenen Augenbrauen fragend anblickt. "Nichts nichts!", sage ich schnell und strecke ihr dann versucht professionell die Hand entgegen und lächle schräg. "Xavier Cote, Hufschmied, Sie hatten mich für vier Pferde bestellt."
      "Ach genau, das war zwar nicht ich, sondern Gwen". Sie drehte sich um und rief laut den Namen ihrer Freundin, welche hastig den Kopf aus einer der Boxen streckte. "Der Hufschmied ist endlich da!"
      Ich lächle wieder schräg. Xavier, du siehst so nicht hübscher aus! Ich höre auf mit Lächeln. "Ich hatte versucht Sie deswegen zu erreichen, tut mir ehrlich leid, ich bin in einen Stau geraten."
      "Halb so wild!", meint Gwen freundlich und hält mir ihre Hand entgegen. "Gwendolyn Campbell, willkommen auf Townsend Acres. Wollen wir beginnen?"

      Gwen holt als Erstes eine schneeweiße Stute namens Snow White Cassedy aus ihrer Box. Passender Name, denke und begutachte das Schneewittchen mit kritischem Blick. Ich streichle kurz ihren Kopf und lasse meine Hand dann sacht in einer Bewegung das Bein herabgleiten. Einen Huf nach dem anderen hebe ich so an und werfe einen ersten prüfenden Blick auf das Laufwerk des Tieres. Da es draußen immer noch regnet, muss ich Gwen bitten, mir die Stute einmal im Schritt und Trab im Stall vorzuführen, sodass die Hufe laut auf dem harten Boden gegen den Regen anklappern.
      Ich nicke zufrieden. "Das sieht schon einmal sehr gut aus. Ich würde vorne innen etwas mehr wegnehmen, da scheint mir etwas zu viel zu sein." Gwen ist einverstanden und so mache ich mich mit meinem Werkzeug an die Arbeit. Überschüssiges Horn wird abgeraspelt und anschließend in eine ordentliche Form geschliffen, der Strahl wird überarbeitet und die Form des Hufes der perfekten Laufform angepasst. Gwen hat Geduld und grault ihre Stute ununterbrochen, während ich ihr von meiner Arbeit erzähle und wie immer jeden Arbeitsschritt kommentiere. Ich kann gar nicht anders, als während der Arbeit zu reden. Nachdem jeder überarbeitet wurde, suche ich die passende Eisengröße heraus und halte sie Cassy an. Ich lege kurz überlegend den Kopf schief, schüttle diesen dann und nehme doch eine kleinere Größe, welche auch ohne Probleme an die zarten Hufe passte. Mein mitgebrachter mobiler Ofen ist bereits erhitzt und so dauert es nicht lange, bis ich die Hufeisen auf die passende Form gebracht habe. Mit kräftigen und doch vorsichtigen Schlägen bringe ich die Hufnägel in die jungen Hufe von Cassedy ein. Sie zuckt kurz, lässt sich jedoch brav von Gwen beruhigen, welche sich zur Ablenkung etwas frisches Heu hat bringen lassen.
      Nachdem alle vier Hufeisen an ihrem neuen Platz sind, muss Gwen für mich noch einmal laufen und Cassedy mit ihren neuen Schuhen vorführen. "Sieht gut aus!", meine ich zu ihr, die Hände zufrieden in die Hüften gestemmt. "Ich glaube, sie ist fertig."

      Der nächste Schuhpatient Ginny my Love. Gwen stellt sie mir höflicherweise vor und ich mache mich kurz mit ihr bekannt. Vielleicht wechselt auch ein kleines Leckerli den Besitzer, das ist aber so schnell verschwunden, dass das niemand nachweisen kann. Auch Ginnys Hufe kontrolliere ich ein erstes Mal, lasse sie dann auf dem Modelsteg ihre Gangtalente vorführen und mache mich auch bei ihr an die Korrektur der Hufe. Ihre Hufe sind um einiges härter und widerstandsfähiger als die von Cassy und ich komme fast ins Schwitzen, als ich am vierten Huf angelangt bin und Ginny jedoch immer wieder neugierig den Kopf zu mir drehen will und so unbewusst ihr Gewicht auf das Bein verlagert, welches auf meinen Knien ruht.
      "Puh!", sage ich und wische mir den Schweiß von der Stirn. Kurz bin ich orientierungslos, denke dann jedoch: "Hufeisen." Eine andere Stimme in meinem Kopf stimmt diesem Gedanken zu und so mache ich mich an die Wahl der Hufeisengröße, bei welcher ich diesmal sofort richtig liege. Auch diese vier Kandidaten werden flink an ihren Platz gebracht, nochmal kurz kontrolliert und dann netterweise abermals von Gwen vorgeführt, damit der Hufschmied sich ein Bild machen konnte. Wieder gute Arbeit, denke ich selbstverliebt und klopfe mir in Gedanken auf die Schulter. Auch Gwen scheint zufrieden und bringt ihre frischbeschlagene Stute mit klappernden Hufen zurück in ihre Box.

      Nun sind Elisas Cranfields Pferde an der Reihe. Sie beginnt mit einer fuchsfarbenen Stute. "Liberté's Nessaja", meint Elisa. "Ein Rabicano", fügt sie noch stolz hinzu und ich sehe wie ihre Brust anschwillt.
      "Sehr hübsch!", meine ich ehrlich und lächle. Auch Nessi soll Hufeisen bekommen, die gleiche Prozedur also wie bereits zuvor. Nessi scheint mich zu mögen, aber vielleicht mag sie jeden, der ihr etwas mitbringt. Aber ein guter Streichler bin ich auch, dass weiß ich schon lange. Auch Elisa bitte ich darum, nach einem kurzen Blick unter die Hufe, mir die Stute einmal in Bewegung vorzuführen, was diese auch prompt macht. Ach wie sehr mochte ich nette Kunden! Nach en Begutachtung steht für mich schnell fest, was für mich zu tun ist und ich beginne fleißig mit dem Ausschneiden und Korrigieren der hübschen Hufe. Ich mag gestreifte Hufe, denke ich, als ich den vorderen Huf anhebe und mit gekonnten Bewegungen diesem zu einer viel hübscheren Form verhalf. "Sehr gut gepflegte Hufe hat sie!", lobe ich die Besitzerin und nicke anerkennend.
      Die Hufeisengröße ist dieselbe wie bei Cassy, sodass ich nicht lange suchen muss und gleich beginnen kann, diese anzupassen. Kurz darauf befestige ich diese dann noch an den Hufen der Stute und entlasse meinen dritten Kunden mit neuer Bekleidung zurück in ihre Box.

      Ich bin schon leicht verschwitzt, als Elisa mir die letzte Stute für heute bringt. Accomplishment scheint es auch nicht gut zu finden, dass sie die letzte ist oder vielleicht mag sie meinen Schmeichelversuch nicht, jedenfalls schnaubt sie ungeduldig und dreht unruhig den Kopf weg, als ich versuche sie zu streicheln. Ich zucke mit den Schultern. Dann eben nicht, denke ich und beginne abermals mit der Arbeit. "Einmal vorführen bitte", ich lächle und gebe Elisa den Weg frei. Auch wenn sich Acco mir gegenüber nicht wie eine Prinzessin benommen hatte, so schwebte sie nun die Stallgasse entlang, als wäre sie eine. "Wow", hauchte ich. "Also laufen kann sie wirklich!", Elisa grinst und streichelt stolz das hübsche Tier.
      Bei Acco gibt es nicht allzu viel Arbeit. Ihre Hufe haben eine noch sehr annehmbare Form und ich rasple nur wenig weg, um diese nicht zu zerstören. Nachdem die Hufe angepasst und angelegt sind, darf ich noch einmal Accos fließenden Gang bewundern und gebe sie dann zurück in Elisas Hände.

      Zufrieden reibe ich mir die verstaubten Hände an meiner Hose ab und beobachte Elisa wie sie die Stute wegbringt. Dann reiße ich mich aus meinen Gedanken und werfe das erste Mal einen Blick aus dem Stalltor nach draußen. Der Tag hatte also doch noch etwas Gutes zu bieten! Die Regenwolken sind fast verschwunden und lassen der Sonne doch endlich die Chance dazu, ihre Kraft zu zeigen. Glücklich grinse ich. Ich mag die Sonne.
      Nachdem Elisa und Gwen sich beide wieder bei mir eingefunden haben, schüttle ich die Hände der beiden, berede noch kurz einige wichtige Dinge und suche dann meine verteilten Sachen zusammen. Bevor ich jedoch in mein Auto steige, kehre ich die Stallgasse und befreie diese von den Hufresten, die die Pferde zurückgelassen hatten. Elisa und Gwen scheinen sich jedenfalls über meine Hilfe zu freuen, sodass ich mit gutem Gewissen trotz der Verspätung kurz darauf den Hof verlassen kann und wieder zurück in Richtung Heimat fahre.
    • Eddi
      Tierarztbesuch 05.07.2017 - Pferdepraxis Sapala

      Es war noch früh am Morgen, als ich mich von der Zeitung losriss und mich auf den Weg zum ersten Termin machte. Ein wenig unsicher blickte ich hinauf zum Himmel, welcher heute komplett bewölkt war, während ein recht kalter Wind ging. Deshalb eilte ich noch einmal zurück und schnappte mir im Flur meine dickere Jacke. Ich wollte heute ungern erfrieren, denn ich bezweifelte, dass es auf der Nahanni Rivers Ranch großartig wärmer sein würde.
      Eine Dreiviertelstunde Fahrt brauchte ich bis zu dem friedlichen Hof von Gwendolyn Campbell. Schon länger war ich dort nicht mehr gewesen, durfte dafür heute aber direkt drei Pferde untersuchen. Ich parkte kurz vor dem Stall und wurde dann auch schon direkt von Gwen in Empfang genommen. Wie immer war sie an Gastfreundschaft nicht zu übertreffen und reichte mir eine Tasse frischen Kaffee, ehe wir in den Stall gingen.
      Dort breitete ich mich in aller Ruhe am Putzplatz aus, ehe Gwen das erste Pferd für heute holte. Dabei handelte es sich um Ohnezahn, dem ersten Pferd von Gwen. Ich kannte den Schimmel bereits und ich wusste auch, wie anstrengend er damals gewesen war. Heute machte er mir als Tierarzt keinerlei Probleme mehr. Er ließ sich brav vorführen und dann untersuchen. Zuerst warf ich einen Blick in Ohren, Augen und Maul, ehe ich Herz und Lunge abhörte. Dann kontrollierte ich die Körpertemperatur und abschließend tastete ich noch Wirbelsäule und Beine ab.
      Alles war in bester Ordnung und Ohnezahn war topfit. Ich lobte ihn ausgiebig und machte die Impfungen bereit. Ohnezahn wurde dieses Jahr nur gegen Influenza und Herpes geimpft, der Rest hatte noch Zeit. Dafür bekam er heute direkt noch seine Wurmkur hinterher und durfte dann zurück in seine Box. Ich erneuerte alle Materialien und nahm einen Schluck vom Kaffee, ehe schon das nächste Pferd vor mir stand.
      Wieder ein New Forest Pony und wieder ein Schimmel. "Oh, die ist aber neu", meinte ich lachend und so wurde mir Show White Cassedy vorgestellt, der neuste Neuzugang auf der Nahanni Rivers Ranch. Gwen versprach mir jedoch, dass das Pony keine Probleme machen würde und wie immer, konnte man ihren Worten Glauben schenken.
      Snow White Cassedy benahm sich genauso gut wie ihr Vorgänger, so dass weder die Untersuchung, noch das Abtasten oder die Impfungen ein Problem waren. Alles lief routiniert und zackig ab, so dass die Stute schneller als gedacht fertig war und sich allerhand Lob einheimste. "So wünsche ich mir das doch", grinste ich und entließ auch die Stute wieder zurück in ihre Box.
      Die letzte Kandidatin war erneut eine Stute, fiel aber sehr aus dem typischen Muster von Gwen heraus, denn Ginny My Love war ein Paint Horse. Ich kannte sie bereits, aber bei meinem letzten Besuch war sie noch vollkommen unförmig und fohlenhaft gewesen. Nun stand vor mir eine erwachsene Stute, die auch ordentlich an Muskeln aufgebaut hatte.
      Auch Ginny My Love benahm sich während der Untersuchung einwandfrei und zuckte auch kaum bei den Impfungen, sowie sie die Wurmkur brav schluckte. Dementsprechend waren wir schnell mit allen drei Pferden durch und ich hatte den Termin schneller als gedacht abgehandelt. Ich unterhielt mich noch kurz mit Gwen, ehe ich mich verabschiedete und mich auf den Weg zum nächsten Hof machte.
    • Gwen
      Pflegebericht 07.07.2017 - Kutschfahrt

      „Ich weiß schon, warum ich nicht gerne fahre“, grummelte ich und versuchte das Wirrwarr aus Leder zu sortieren und gescheit über den Anbindebalken zu legen. Ciaran schüttelte nur lachend den Kopf und schob mich zur Seite, um mein Chaos zu beseitigen. Ich gab seufzend nach und machte mich mit einem Halfter bewaffnet auf den Weg zur Weide. Wenn man fahren wollte, brauchte man schließlich auch ein Pferd.
      Nicht viele meiner Pferde waren eingefahren und wenn es nach mir ging, würde sich das auch nicht ändern. Bevor Ciaran hier ein Wörtchen mitzureden gehabt hatte, war keins meiner Pferde vor der Kutsche gegangen, aber nun wurde ich sogar dazu gezwungen. Es würde aber definitiv nie meine Paradedisziplin werden…
      Es war erst kurz nach sieben, denn wir wollten die noch relativ kühlen Morgenstunden für unser Training nutzen. Heute war Snow White Cassedy an der Reihe, welche mir nach einem Pfiff auch auf der Weide entgegen kam. Ich halfterte die Stute auf und führte sie hoch zum Stall.
      Dort band ich sie an und fing an, sie gründlich zu putzen. Außerdem kämmte ich Mähne und Schweif und flocht beides ordentlich ein. Danach sah die Stute richtig schick aus und Ciaran machte sich daran, ihr das Geschirr anzulegen. Ich hielt mich lieber im Hintergrund und schob Cassy nur hier und da eine Möhre zu.
      Es war nicht so, als könnte ich es nicht, denn das Fahren und seine Grundlagen hatten leider zu meinem Trainerschein gehört, aber trotzdem mochte ich es nicht. Nachdem Cassy dann fertig war, half ich Ciaran beim anschirren und als wir bereit waren, schwangen wir uns auf den Bock.
      Ciaran übernahm die Leitung und wir folgten der größeren Straße durch den Nationalpark ein Stückchen, ehe wir auf einen breiten Waldweg abbogen. Außer dem Hufgetrappel von Cassy und den zwitschernden Vögeln hörte man hier nichts, es war herrlich!
      Nach einer Weile knuffte Ciaran mich in die Seite und holte mich aus meinen Gedanken. Danach drückte er mir die Fahrleinen in die Hand und grinste amüsiert. Ich verzog den Mund zu einem Strich und verdrehte die Augen. Wieso musste er auch immer alles provozieren.
      Da ich aber nun nicht gerne von mir behaupten ließ, ich könne etwas nicht, nahm ich die Leinen auf und ließ Cassy ruhig angaloppieren. Entspannt zog die Stute die Kutsche und lief flüssig vorwärts. Auf mein Kommando parierte sie auch wieder zum Trab durch und wir traten den Heimweg an.
      Die letzte Viertelstunde lief Cassy schon nur noch Schritt, so dass sie relativ abgekühlt war, als wir auf dem Hof ankamen. Ciaran nahm der Stute alles ab und wir teilten die Arbeit auf: Ich versorgte Cassy und er putzte das Lederzeug.
      Also nahm ich die Stute mit zum Waschplatz, wo ich an den Hinterbeinen begann und der Stute dann eine ausgiebige Dusche verpasste. Bei dem Anlass wusch ich auch gleich noch Schweif und Mähne, nachdem ich beides wieder entflochten hatte.
      Nachdem Cassy dann mit dem Schweißmesser abgezogen war, schmierte ich die Hufe noch mit Huföl ein und sprühte Cassy sorgfältig mit Insektenschutz ein, ehe sie wieder auf die Weide durfte.
    • Gwen
      Pflegebericht 28.08.2017 - Tierarzt für Hund und Katz

      Es war noch früh am Morgen, aber mit den Stallarbeiten hatte ich mich extra beeilt, denn heute beehrte uns die Tierärztin aus der Stadt. Grund hierfür waren zwar auch Vierbeiner, aber dieses Mal die kleineren unter uns. Der jährliche Tierarztbesuch für Shiva, Clyde und Ivy stand auf dem Plan und bei drei Tieren zog ich es vor, die Anfahrtskosten der Tierärztin zu zahlen, anstatt mit zwei Hunden und Katze im Wartezimmer zu sitzen.
      Die Tierärztin war pünktlich wie immer und ich hatte schon Ivy im Stall eingesammelt, damit sie nicht flüchten konnte. Generell war sie eine sehr vorbildliche Katze, was den Tierarzt betraf und saß so nun schon brav auf den Tisch im Reiterstübchen und ließ sich ohne Probleme abtasten und abhören. Aber man wusste ja nie, ob es sich die Katze doch einmal anders überlegte und das Weite suchte.
      Geimpft wurde Ivy heute gegen Katzenschnupfen und -seuche, ebenso wie gegen Tollwut und Katzenleukämie. Somit hatte sie wieder alles abgedeckt und konnte zufrieden über den Hof stromern. Die Tierärztin lobte auch ihren Allgemeinzustand und war sehr zufrieden.
      Als nächstes war Shiva an der Reihe, welche ebenso problemlos das Prozedere über sich ergehen ließ. Sie wurde heute nur gegen Staupe und Leptospirose geimpft, der Rest war noch auf dem neusten Stand und schon war unsere schwarze Labradorhündin auch fertig.
      Clyde bildete den Abschluss und mit ihm hatten wir mehr zu tun. Er war noch jung und sehr agil, dementsprechend sah er es nicht wirklich ein, still zu halten. Dennoch benahm er sich für einen Junghund gut und ließ sich einwandfrei untersuchen.
      Clyde wurde heute gegen Staupe, Parvovirose, Leptospirose und Tollwut geimpft, denn alles musste erneut beziehungsweise das erste Mal geimpft werden. Er hielt aber auch dabei tapfer aus und bekam danach noch Streicheleinheiten und Leckerlis.
      Damit waren unsere Hoftiere allesamt fertig und die Tierärztin konnte sich wieder auf den Heimweg machen, nachdem ich direkt die Rechnung beglichen hatte. Das war doch problemlos verlaufen und so sollte es sein. Zur Feier des Tages entschied ich mich für einen kleinen Ausritt mit Tawny Bawny und Snow White Cassedy. Die beiden Stuten konnten ein bisschen Abwechslung zum täglichen Trainingsalltag sicherlich gebrauchen.
      Tawny ritt ich und Cassedy war Handpferd. So machten wir eine entspannte Runde durch die kanadischen Wälder und sahen den Blättern dabei zu, wie sie allmählich ihre grüne Farbe verloren. Es würde nicht mehr lange dauern und der Herbst hätte auch Kanada erreicht.
    • Gwen
      Pflegebericht 25.09.2017 - Der Herbst kommt

      Es war September. Draußen war es bewölkt und diesig, denn der Morgennebel senkte sich nun allmählich als Nieselregen auf den Boden herab. Und ich war müde. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal vor null Uhr ins Bett gegangen war und in Ruhe ausgeschlafen hatte. Momentan konnte ich mir diesen Luxus zumindest nicht leisten.
      Ciaran war aktuell nicht da. Er stellte für das Gestüt seines Vaters Sportpferde auf großen Auktionen in Europa vor. Ich hatte ihn regelrecht gedrängt, dieses großartige Angebot anzunehmen, aber ich hätte nicht gedacht, wie anstrengend es war, hier alles alleine zu managen.
      Natürlich kümmerte sich Ciaran auch darum, direkt uns bekannter zu machen und hielt nach Pferden Ausschau. Einige Anzeigen hatte er mir auch bereits geschickt, aber momentan wollte ich unseren Stall vorzugsweise so klein halten wie er war.
      Aus diesem Grund hatte uns auch kürzlich Ginny My Love verlassen. Die Stute war ein tolles Pferd und hatte mir unglaublich viel Spaß gemacht, aber sie war und blieb ein westerngezogenes Pferd und dementsprechend kam es so wie es kommen musste: Für einen guten Preis zog Ginny auf eine Westernranch.

      Der Herbst hatte uns endgültig eingeholt und die Bäume verloren allmählich ihre Blätter. Erschreckend wie schnell es immer ging und schon vermisste man den warmen Sommer. Der Fokus lag ab jetzt auf den Nachwuchspferden, welche im Winter immer in den Vordergrund rückten. Die Jungspunde durften noch ein wenig Fohlen sein, während unsere „Oldies“ ihre wohlverdiente Winterpause erhielten, was Turniere und Ähnliches betraf.
      Sinfonie würde den Winter über weiterhin an kleineren Turnieren teilnehmen. Der Stute fehlte es generell noch an Routine und nichts war dafür besser geeignet, als die kleinen Vereinsturniere, die im Winter stattfanden. Auch Pinero sollte bald Turnierluft schnuppern und sich langsam an die Atmosphäre gewöhnen dürfen.
      Back to Business würde hingegen weiterhin aktiv im Training stehen, denn für ihn stand in geraumer Zeit seine Körung an und dafür sollte der Reitponyhengst fit sein. Dementsprechend würde auch er im Winter Turniere gehen. Ähnliches galt auch für Snow White Cassedy, wobei deren Stutenprämierung bereits für Oktober geplant sein würde.

      Und der Rest wurde über den Winter über fit gehalten und würde dann im Frühjahr wieder aktiv in den Turniersport starten. Unsere Jüngsten hatten auch viel frei im Winter, denn wir hatten mit den Großen genug zu tun.
      Außerdem würde sich dort erst einmal genug Aufregung auftun, wenn Ende des Monats die zwei neuen Hengstfohlen einziehen würden. Ich hoffte einfach, dass Ohnegleichen und Prismatic die beiden Neuankömmlinge freundlich aufnehmen würden. Aber eigentlich machte ich mir dahingehend keine Sorgen.
      Nuriya und Hollybrook’s Arce würden den Winter über noch zu zweit stehen und dann gegen Frühjahr in die große Stutenherde wechseln. Das würde auch noch interessant werden. Um Arce machte ich mir da keine Sorgen, sie war sehr problemlos. Aber Nuriya kam ab und an schon sehr nach ihrer Mutter und das schrie dann doch förmlich nach Zickenkrieg und Machtspielchen.

      Momentan verfolgte ich einen strengen Tagesablauf, um alle Pferde unter den Hut zu bekommen. Das war tatsächlich nicht so einfach, wenn man alleine war. Immerhin gestaltete es sich schon schwer, wenn man zu zweit war. Aber man tat ja schließlich sein Bestes.
      Ein bisschen mehr Freizeit gab es deshalb vor allem für Altair, Tawny Bawny und Ameya. Das waren so die drei Kandidaten, welche auch mal zwei Tage Pause am Stück vertrugen. Am wichtigsten war immer die Bewegung von Shenandoah und Ceredwen. Da kam bei beiden definitiv der Blutanteil durch, bei der einen mehr, bei der anderen weniger.
      Neelix behielt ich auch immer im Blick. Der Lewitzer war ein toller Hengst, aber er musste gearbeitet und beschäftigt werden, sonst kam der sture Ponykopf durch und das war definitiv kein Spaß. Aber immerhin war es immer wieder eine Freude, den Schecken zu reiten. Er blieb dahingehend definitiv eines meiner Lieblingspferde.
      Gleiches galt für Ohnezahn, der ja sowieso eine leichte Sonderstellung einnahm und auch wenn wir ab und an mal nur spazieren gingen oder nur Bodenarbeit machten, beschäftigte ich ihn immer seine sechs Tage die Woche. Bei ihm fand ich das besonders wichtig.

      Schwer tat ich mich hingegen mit den Furiosos. Seitdem es Ciaran gab, übernahm er beinahe immer Kedves und Fagy, weil er eher der Typ für Großpferde war und man gewöhnte sich diese Routine dann wirklich an. Dementsprechend war es für mich eine große Abwechslung, die beiden wieder mal zu reiten und zu arbeiten.
      Aber ich konnte mich nicht beschweren, denn Ciarans Arbeit war wirklich gut und beide Pferde waren in Topform. Das Gleiche galt für Dead Memories, der wiederum eher meiner Obhut unterlag, denn ich liebte den Reitponyhengst noch wie am ersten Tag.
      Memo legte auch jedes Mal aufs Neue eine unglaubliche Ruhe und Zuverlässigkeit an den Tag, so dass es nie einen Moment gab, wo ich keine Lust auf den Rotfalben gehabt hätte. Dank sei solchen Pferden, denn umso leichter fiel einem dann die Arbeit mit Kandidaten wie Nayala.
      Eigentlich hatte ich gehofft, dass ihr Temperament irgendwann mit der Zeit nachlassen würde. Pustekuchen. Für ein New Forest Pony total untypisch strotzte Nayala immer noch vor Stolz und Zickigkeit. Und so langsam gab ich es auf, zu hoffen, dass sie das irgendwann ablegen würde.
      Deshalb war die Arbeit mit Nayala immer ein bisschen wie Roulette. Man wusste nie mit welcher Stimmung Nayala nun ankommen würde und wie das Training verlief. Aber gut, so etwas konnte man auch als positive Eigenschaft ansehen.
      So lange das Wetter noch hielt, würde ich die Stute auf jeden Fall noch viel im Gelände auspowern und beschäftigen, denn erfahrungsgemäß machte sie dort am liebsten mit. Heute hatte ich auf jeden Fall noch alle Hände voll zu tun. Aber nachdem nun alle Pferde auf den Weiden standen und die Boxen gemacht waren, ging ich erstmal wieder ins Haus und gönnte mir mein Frühstück und eine heiße Tasse Cappuccino. Auch in so einer schweren Zeit wurde ich nicht zum Kaffeetrinker und den Geruch von Ciarans Kaffeemaschine vermisste ich auch als einziges gar nicht.
    • Gwen
      Pflegebericht 31.10.2017 - Langer Tag

      Der Tag startete grau und diesig, so dass es mir wirklich schwerfiel, mich aus dem warmen Bett zu bewegen und mich auf den Weg ins kalte Bad zu machen. Seufzend machte ich mich dort fertig und schlüpfte danach in meine Stallsachen. Umso glücklicher war ich, als ich unten in der Küche ankam und sah, dass Ciaran bereits das Frühstück machte.
      Ich fütterte in der Zwischenzeit unsere Katze Ivy und die beiden Hunde Shiva und Clyde. Der junge Dalmatinerrüde war mittlerweile gut in die Höhe geschossen und machte Shiva langsam größentechnisch Konkurrenz. Nur im Gegensatz zu der schwarzen Labradorhündin war er immer noch ein halbes Hemd.
      Der Morgen startete schweigend, denn sowohl Ciaran als auch ich waren eher Morgenmuffel und ganz und gar nicht gesprächig. Aber es funktionierte auch ohne Worte ganz gut und gemeinsam machten wir uns dann auf den Weg in den Stall. Die Hunde und Katze warteten auch schon darauf, dass es rausging, wobei sich Ivy an der Haustür kurzerhand dagegen entschied, als ihr der kalte Herbstwind entgegen geweht kam.
      Während die Hunde ihre täglichen Rituale durchführten, verschwanden wir im Stall und fütterten die Pferde, ehe diese nacheinander auf die Weide durften und wir uns um das Misten der Boxen kümmerten. So wurde man auf jeden Fall munter und warm wurde einem auch.
      So waren wir dann bestens vorbereitet, um erneut zu den Weiden zu laufen und die Pferde zu holen, mit denen wir heute arbeiten wollten. Ciaran war etwas fixer als ich. Er sammelte sich Dead Memories und Back To Business ein und lief wieder hoch zum Stall.
      Ich wollte vorher noch kurz bei den Jungpferden vorbeischauen. Gerade jetzt in der Herbstzeit betüddelten wir diese noch einmal regelmäßiger, ehe der Fokus im Winter dann vermehrt auf den Großen lag.
      Die Gruppe hatte wirklich gut zueinander gefunden und stand zufrieden grasend auf der Weide. Die ersten Spielereien waren vorhin schon von Statten gegangen, als wir sie rausgeschafft hatten. Jetzt probierte es Prismatic gerade noch einmal bei PFS‘ Disparo de Fiasco, der aber gerade nicht so viel Lust zu haben schien.
      Also verzog sich Pria recht schnell wieder und versuchte es bei Ohnegleichen. Der ging sofort darauf ein und ein paar Sekunden später fegten meine Ponyfohlen einmal quer über die Weide, stiegen und kappelten sich. Es war immer herrlich, ihnen dabei zuzuschauen.
      Und auch wenn man hätte meinen können, dass es bei den Mädels anders aussehen würde, machten Hollybrook’s Arce und Nuriya genauso viel Quatsch. Die beiden standen ihres Alters wegen allerdings schon mit in der großen Gruppe der Stuten, aber ich wollte dort jetzt sowieso hin, also konnte ich meine beiden Jungstuten auch noch kurz begrüßen.
      Nuriya würde nun bald drei Jahre alt werden und das sah man ihr langsam auch an. Das Gleiche galt für Arce, wobei ich hoffte, dass die Stute nicht gar so schnell ausschimmeln würde, da durfte sie sich ruhig noch etwas Zeit lassen.
      Die beiden standen gerade nebeneinander, schauten aber neugierig in meine Richtung, als ich in ihre Richtung gestiefelt kam. Eigentlich wollte ich jetzt aber Snow White Cassedy und Ameya einsammeln. Ich halfterte die beiden Stuten auf und machte mich mit ihnen zurück auf den Weg in den Stall.
      Dort war Ciaran schon dabei, seine beiden Hengste zu putzen. Dead Memories stand am Putzplatz, während Back to Business bereits geputzt war und gerade ein wenig unter dem Solarium entspannen durfte.
      Aus dem Grund ging ich vorzugsweise an den anderen Putzplatz, nahm aber Ciaran etwas Arbeit ab, indem ich ihn Memo die Stalldecke überwarf und den Hengst noch einmal in die Box packte, denn zuerst würde Ness an der Reihe sein, welcher nun auch schon gesattelt wurde.
      Aktuell stand der Reitponyhengst sehr viel im Training, denn im kommenden Monat wollten wir ihn auf einer Hengstkörung vorstellen und dementsprechend sollte er sich von seiner besten Seite präsentieren.
      Ich putzte auch fix beide Stuten und packte dann Ameya in die Box, bevor ich Cassis sattelte. Auch die Schimmelstute hatte nächsten Monat ihren großen Tag, aber wir waren sehr optimistisch, dass sie ohne großartige Probleme bestehen würde. Nichtsdestotrotz musste auch sie in Topform sein.
      So ging ich mit ihr erst einmal eine kleine Runde um den Hof, um sie bei den herbstlichen Temperaturen gut aufzuwärmen. Dann gingen wir auf den Platz, wo ich sie noch in allen Gangarten warmritt und dann einige Lektionen auf L-Niveau abfragte. Vor allem arbeiteten wir momentan aber an den Grundlagen, denn die waren es, die auf der Prämierung gesehen wollen würden.
      Das hieß Takt, Losgelassenheit und Anlehnung. Cassis machte ihre Sache heute einwandfrei und nachdem ich sie abgeritten hatte, brachte ich sie zurück in den Stall, wo ich sie unters Solarium packte.
      Ich war eher fertig als Ciaran, der noch eine kleine Runde mit dem Hengst ins Gelände ging. Deshalb konnte ich direkt Ameya fertigmachen und Ciaran würde sich dann um Cassis kümmern. Ameya wollte ich heute nur longieren, baute dafür aber auch Stangen und Gassen auf, denn Kopfarbeit war ja bekanntlich auch sehr wichtig.
      Die Stute machte auch wirklich fleißig mit, auch wenn man sie am Anfang etwas sehr motivieren musste. Wir arbeiteten viel an der Geraderichtung, damit sie auf dem Zirkel nicht mehr auf die innere Schulter fiel. Das wurde auch zunehmend besser, ebenso ihre Selbsthaltung. Der Kopf schliff weder irgendwo auf dem Boden, noch war sie eine Giraffe.
      Umso effektiver waren dann die zwanzig Minuten Arbeit, aus welchen Ameya auch sichtlich verschwitzt herausging und sich erstmal noch ausgiebig in der Halle wälzen durfte, eh ich sie als nächste unters Solarium packte und so in der Halle Platz machte für Ciaran.
      Nachdem die Stute wieder auf der Weide stand, holte ich Kedves und Ceredwen und band beide am Putzplatz an. Nacheinander putzte ich sie und sattelte sie dann auch, so dass ich pünktlich fertig war, als auch Ciaran wiederkam.
      Wir wollten gemeinsam eine Runde ins Gelände gehen. Das Wetter hatte sich zwar nicht unbedingt gebessert, aber zumindest regnete es auch nicht mehr. Von daher konnten wir uns nicht beklagen. Clyde und Shiva begleiteten uns und so würden die Hunde auch schon ihre große Runde für heute wett haben.
      Es war auch ein sehr netter Ausritt, eher auf Entspannung und frische Luft ausgelegt, als auf Arbeit. Das brauchten die Pferde auch mal, besonders die beiden unter uns, die sehr oft auf Turnieren unterwegs waren. Dementsprechend zufrieden waren sie dann auch, als wir wieder am Stall ankamen.
      Wir versorgten beide Pferde und brachten sie zurück auf die Weiden, ehe es direkt weiterging. Zu zweit mit so vielen Pferden war doch ein ganzes Stück Arbeit und manchmal fragte ich mich, ob ein weiterer Bereiter nicht doch ganz schlau wäre.
      Ich kümmerte mich heute noch um unsere beiden jungen Knabstrupper Sinfonie und Pinero. Mit ersterer machte ich nur etwas entspannte Bodenarbeit, um ihr Abwechslung und Kopfarbeit zu geben. Mit der Bodenarbeit konnte man gut die Aufmerksamkeit und Konzentration schulen und gerade bei Sinfonie war das sehr wichtig.
      So fühlte sich die Stute nicht mehr so schnell bei allem überfordert und wurde generell im gesamten Umgang entspannter und ruhiger. Außerdem machte es ihr nebenher auch sichtlich Spaß. Pinero longierte ich heute hingegen und arbeitete wieder viel an Takt und Losgelassenheit.
      Das wurde bei dem jungen Hengst auch immer besser und ich war sehr zufrieden. Noch lief er eher weniger unter dem Sattel, meist nur ein- bis zweimal die Woche. Aber er zeigte sich sehr souverän. Da er kürzlich noch einmal einen starken Wachstumsschub gehabt hatte, ließen wir ihm etwas mehr Zeit, so dass sich sein Körper an die neuen Gegebenheiten gewöhnen konnte.
      Ciaran hatte es sich in der Zwischenzeit leicht gemacht, sich Tawny Bawny und Nayala geschnappt und war eine Runde spazieren gegangen. Aus dem Grund holte ich mir Altair von der Weide, putzte kurz drüber, trenste ihn und schwang mich dann ohne Sattel auf seinen Rücken, um Ciaran entgegen zu reiten.
      Er war tatsächlich eine riesige Runde gegangen und es dauerte gut eine Viertelstunde bis wir die drei einholten. Das war dann gepaart mit riesigem Begrüßungswiehern und die Hunde hatte ich natürlich auch dabei, war ja nicht so, als dass wir uns nicht den gesamten Tag sahen, da musste erst einmal so ein Theater gemacht werden.
      Gemeinsam machten wir uns dann wieder auf den Heimweg, so dass auch Altair für heute etwas lockere Bewegung bekommen hatte. Wir versorgten die drei letzten Pferde noch und danach war es auch schon geschafft. Während Ciaran sich in die Küche begab, um etwas Essbares zu zaubern, machte ich im Stall bereits alles für den Abend fertig, so dass die Pferde dann nur noch in die Boxen müssten und sonst alles schon erledigt war.
      So hatten wir heute den Tag doch schnell rumbekommen und sogar noch etwas freie Zeit behalten.
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  • Album:
    Südstallungen
    Hochgeladen von:
    Gwen
    Datum:
    5 Apr. 2017
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  • Rufname: Cassis, Schneewittchen
    Geburtsjahr: 2011

    Von: Cinrion
    Aus der: Cassy

    Rasse: New Forest Pony
    Geschlecht: Stute
    Fellfarbe: Schimmel
    Stockmaß: 145cm


    Beschreibung:

    Snow White Cassedy stellt einen klassischen Vertreter ihrer Rasse dar.
    Wie es sich für New Forest Ponys gehört, tritt die Stute gegenüber Mensch und
    Tier stets freundlich und offen auf. Cassis zeichnet sich dabei besonders durch
    ihre vorsichtige und sanftmütige Art aus, welche sie zu einer tollen Begleiterin
    auf allen Wegen macht.
    Bei der Arbeit zeigt sich die Schimmelstute nämlich durchaus sehr konzentriert und
    versucht, Fehler zu vermeiden, indem sie aufmerksam ihren Reiter studiert und sich
    schnell Aufgaben einprägen kann.
    Durch ihren freundlichen Charakter könnte sich Cassis sehr gut als Kinderpony eignen,
    doch da sich die Stute als sehr intelligent und nervenstark erweist, sollte sie auch
    gefördert werden. Mit ihrem schönen Gangwerk zeigt sie vor allem im Dressurviereck
    und vor der Kutsche großes Talent.

    Ersteller: sadasha
    Besitzer: Gwen
    Vorkaufsrecht: verfallen

    Dressur S - Springen S* - Fahren L - Military A

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