Gwen

Smoke Cream

Englisches Vollblut x Paint Horse ♀

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Smoke Cream
Gwen, 19 Nov. 2017
Dir, Canyon und Mohikanerin gefällt das.
    • Gwen
      Pflegebericht 31.08.2018 - Bodenarbeit

      Eine schöne Beschäftigung für Pferd und Reiter war die Bodenarbeit, besonders an den sehr kalten und den sehr warmen Tagen. Aktuell hatten wir mit zweiterem zu kämpfen und da man eben nicht alle Pferde am Morgen in den kühleren Stunden schaffte, war Bodenarbeit immer ganz nett.
      Also holte ich mir nach der Mittagspause erst einmal Altair von der Weide. Kurz putzte ich über meinen hübschen Braunen drüber und dann wechselte ich das normale Halfter zum Knotenhalfter, schnappte mir Rope und Stick und verzog mich mit ihm in den Wald.
      Dort war es selbst jetzt angenehm kühl und schattig, besonders in der Nähe unserer Seen. Natürlich musste man sich und das Pferd vorher zur Genüge eingesprüht haben, denn sonst wurde es kritisch. Und im Wald fand sich immer eine Lichtung, die genug Platz für Bodenarbeit bot.
      Altair war darin bereits ein alter Hase, wir konnten schon relativ viel und heute fragte ich auch nur spielerisch die bereits erlernten Lektionen ab. Wir begannen mit den Führübungen, dem Rückwärts und dem Weichen von Hinter- und Vorderhand.
      Danach ging es weiter mit dem Seitwärts, erst von mir weg, dann auf mich zu. Später nahmen wir den Trab und Galopp hinzu. Und ich knotete Altair das Seil um den Hals. Freiarbeit war mit ihm auch draußen möglich und bei den schnelleren Gangarten hatten wir so mehr Spielraum.
      Wir übten heute die Schritt-Galopp und Galopp-Schritt Übergänge, ebenso wie Trab-Halt und Halt-Trab. Altair war sehr motiviert bei der Sache und es machte wirklich Spaß, nur ich war irgendwann echt k.o. und beendete deshalb die Einheit. Am See durfte er noch ein wenig plantschen und dann entließ ich ihn wieder auf die Weide.
      Stattdessen holte ich mir nun noch Smoke Cream. Sie war noch nicht so lange bei uns und dementsprechend noch ein Neuling in der Bodenarbeit. Aktuell arbeiteten wir noch viel an den Feinheiten, dass sie die Führposition besser einhielt, auf das Rückwärts besser reagierte und auch das Weichen fließender ging.
      Sie machte aber wirklich gut mit und lernte schnell. Außerdem merkte man, dass sie durch die Einheiten immer beweglicher wurde und ihren Körper mehr und mehr besser kennenlernte. Besonders das Seitwärts half ihr viel, um in der Hüfte lockerer zu werden. Seitdem hatte sich auch ihr Gang unter dem Sattel verbessert und sie kam leichter in ein schönes Vorwärts. Auch war es gut, die Motivation zu fördern und mittlerweile machte Smoke Cream die Arbeit richtig Spaß.
      Deshalb beendete ich die Einheit auch, als sie eine Aufgabe wirklich einwandfrei erledigt hatte, denn sie sollte immer mit einem guten Ergebnis aus der Arbeit gehen. Auch sie durfte noch etwas am See grasen, ehe es zurück auf die Weide ging.
    • Gwen
      Pflegebericht 31.10.2018 - Wintervorbereitungen

      Viel hatte sich bei uns verändert. Gerne dachte ich an meine Anfangszeit hier in Kanada zurück, als meine Mutter entschied, es wäre Zeit, Deutschland zu verlassen. Wie wir diese Ranch übernahmen und lange Zeit nur drei Pferde hatten. Es war eine tolle Zeit gewesen und immer mal vermisste ich sie. Ich musste auch schmunzeln, wenn ich daran dachte, was uns Ohnezahn zu Beginn zum Beispiel für Probleme gemacht hatte.
      Wie oft war mein kleiner Lieblingshengst verschwunden, teilweise in den stürmischsten Winter. Oder wie hatte er meine Mutter in den Wahnsinn getrieben, weil er sich partout nicht von ihr auf die Weide bringen lassen wollte. Dann dachte man natürlich auch an die anderen Pferde zurück. Einmalige Pferde, die uns aber teilweise wieder verlassen hatten. Zu den meisten neuen Besitzern hatte ich Kontakt und oftmals war es kein Problem, die Vierbeiner ausfindig zu machen.
      Und nun hatten wir einen gefüllten Stall, oftmals noch Berittpferde da. Ich war oft unterwegs, entweder mit unseren Vierbeinern oder bei anderen. Erst war Ciaran gekommen und nun waren wir tatsächlich schon zu viert. Hazel und Celeste hatte ich schneller ins Herz geschlossen als es mir lieb war. Normalerweise war ich nicht der sozialste Mensch und mein kleiner, aber feiner Freundeskreis hier in Kanada reichte mir vollkommen.
      Die beiden Mädels waren aber so herzlich und engagiert, man konnte sie nur mögen. Elena hatte mir auch schon Celeste streitig machen wollen und das tatsächlich aufgrund ihres Geschmackes. Celeste liebte Reiteroutfits, bald noch mehr als Pferdeoutfits und damit war sie bei Elena goldrichtig. Und dementsprechend hatte Elena sich auch schon sehr beschwert. „Nathan und Colin interessieren sich nicht für ihre Kleidung, das ist so schrecklich!“, jammerte sie uns nun immer öfter die Ohren voll.
      Hazel hielt noch weniger von passender Kleidung als ich. Kurzerhand hatten wir sie also ein wenig eingekleidet. Weniger als Kritik an ihrem Kleidungsstil, sondern mehr an der Haltbarkeit ihrer Sachen. Sie hatte sich auch tapfer gesträubt, vor allem, weil ich entschieden hatte es zu übernehmen, da sie es für mich beziehungsweise ihren Beruf benötigt.
      Wenn man nun aber täglich mehrere Pferde ritt und bei jedem Wetter einige Stunden draußen war, hielten günstige Chaps und Reitklamotten leider keine zwei Wochen aus. Elena war natürlich sofort zur Tat geschritten und hatte uns bestens versorgt. Außerdem war ich den Kompromiss eingegangen, dass Hazel zunächst nur ein Reitstiefelpaar bekam.
      Geplant war einmal Springen und einmal Dressur gewesen, aber da war Hazel förmlich in Panik ausgebrochen. Also hatte Elena uns ein tolles Mittelding gesucht und alle waren glücklich. Inzwischen war sie mehr als glücklich und dankbar für unsere Entscheidungen. Besonders jetzt, wo doch langsam der Herbst deutlich machte, dass Schluss war mit dem Sommer.
      Dementsprechend wurde auch auf der Ranch allmählich umstrukturiert. Bisher zeigte sich der Herbst mehr als dankbar, er war sonnig und trocken. Doch ich war mir sicher, dass es nicht mehr allzu lange dauern würde, bis es regnete und eigentlich war das auch wirklich von Nöten.
      Also bezogen wir nun allmählich die Winterweiden und ließen die vorherigen Weiden sich ausruhen. Nur zu gerne halfen mir Shiva und Clyde bei den Kontrollgängen der Zäune und Weiden. Mittlerweile war Clyde von der Schulterhöhe her ein gutes Stück größer als Shiva, auch wenn er die schwarze Labradorhündin nie in der Masse übertreffen würde.
      Er war zumindest wesentlich aktiver und ich war dankbar, dass ich ihn von Anfang an als Reitbegleithund ausgebildet hatte, ohne die Ausritte wüsste ich ihn sonst zeitlich gar nicht auszulasten. Wobei wir tatsächlich auch viel in Richtung Frisbee und Agility machten. Ich liebte ja diese Hundesportarten und Clyde war ideal dafür. Nur manchmal fehlte mir neben der Ranch eben die Zeit dafür.
      Für was aber immer Zeit war, waren die regelmäßigen Besuche bei seiner Schwester Bonnie. Es war ein kurzer Weg bis zu Elisa und außerdem mussten wir dringend unsere Freundschaften wieder mehr pflegen. Clyde und Bonnie hatten schon immer eine innige Beziehung und war eine Freude, den beiden beim Spielen zuzuschauen.
      Heute war für das alles aber keine Zeit, denn das Wochenende war fest eingeplant für die Wintervorbereitungen. Die Wasserleitungen mussten nun doch mal wieder neu gedämmt werden, was immer eine ätzende Arbeit war. Außerdem brauchten wir wieder Feuerholz. Zwar war es nur bedingt notwendig, aber im Haus und im Reiterstübchen machte es einfach ein ganz anderes Feeling.
      Während also Ciaran und Hazel die Leitungen übernahmen, kümmerten Celeste und ich uns ums Feuerholz. Was beide Mädels einwandfrei konnten, war mit anpacken. Inzwischen war ich auch echt glücklich, den Schritt gewagt zu haben und das Team zu vergrößern. Und mit den beiden hatten wir auch einen wirklichen Glückstreffer gehabt.
      Neben diesen Arbeiten stand auch der jährliche Herbstputz an. In meiner Krankenzeit im September hatte das Team den Großteil schon übernommen, dennoch mussten hier und da noch ein paar Neuerungen erledigt werden. Ebenso gab es, wie jedes Jahr, hier und da bei den Zäunen Verbesserungsarbeiten, aber wir waren schneller fertig als gedacht.
      Die Pferdedecken waren alle überprüft, intakt und neu imprägniert. Ciaran hatte direkt nochmal Halle und Reitplatz abgezogen und außerdem hatten wir den Reitplatzzaun und die Stalltüren neu gestrichen. Sechs Jahre sah man ihnen eben doch irgendwann an und wenn man jedes Jahr ein bisschen was machte, ließ sich alles wunderbar intakt halten.
      So war alles für den Winter bereit. Wir erhielten noch eine letzte Heu- und Strohlieferung und dann würden wir auch da gut über den Winter kommen. Um die neue Futterlieferung kümmerte sich Ciaran, der sich die Zeit nahm und nach Dauphin rüberfuhr, um die Säcke zu holen.
      Dieses Jahr war er sowieso sehr motiviert gewesen. Er wohnte ja schon seit zwei Jahren mit auf der Ranch und hatte auch einiges im Haus gemacht. Ich musste zugeben, damit hatte ich mich nie wirklich beschäftigt, ich hatte es einfach von meiner Familie übernommen.
      Er hatte aber hier und da einige Sachen erneuert und uns auch zwei schöne Gästezimmer eingerichtet. Theoretisch schien es, wären das eher Aufgaben für mich gewesen, aber wie es nun einmal war, hatte ich eben nicht für alles Zeit und war umso dankbarer, wenn alle so hilfsbereit anpackten.
      Dementsprechend lud ich auch diesen Sonntagabend mal wieder Hazel und Celeste zum Abendessen ein. Erst gab es gemeinsames Essen und danach verkrochen wir uns ins Wohnzimmer vor den gemütlichen Kamin und schauten noch einen Film. Jeder brachte eine Kleinigkeit zu Knabbern mit, ich besorgte die Getränke und schon hatte man einen geselligen Filmeabend.
      Ab und an konnten mich die anderen auch zu Gesellschaftsspielen überreden und das waren einfach wirklich schöne Abende, wenn wir zu viert dort saßen, Clyde mal wieder versuchte, überall was Essbares zu klauen, Shiva sich gemütlich an die Füße von Ciaran platzierte, sich kraulen ließ und Ivy ihren Lieblingsschlafplatz auf dem Kaminsims einnahm. Schon letztes Jahr hatte ich unserer grauen Katze dort ein Kissen platziert und für sie gab es keinen tolleren Platz.
    • Gwen
      Pflegebericht 31.12.2018 - Altes Jahr

      Es war der letzte Tag des Jahres. Hier in Kanada mussten wir uns wenig Gedanken um die Pferde um diese Zeit des Jahres machen. Wir lagen so abgeschieden, dass sowieso nichts in der Nähe war, was sie hätte aufregen können. Stattdessen waren der 31.12. und der 01.01. für uns vollkommen normale Tage und wir gingen unseren Routine nach. Unsere beiden Mädchen Hazel und Celeste hatte ich auch über den Jahreswechsel noch frei gegeben, sie konnten dann ab dem 02. Januar wieder anfangen zu arbeiten. Die Woche Pause hielten unsere Pferde gut aus und Ciaran und ich schafften es trotzdem, alle zu bewegen.
      Wir waren viel im Gelände unterwegs gewesen, denn der Schnee und das schöne Wetter lud einfach dazu ein. Heute hatten wir auch einen Altjahresritt gemacht. Ich war Altair geritten und hatte Ohnegleichen als Handpferd gehabt und Ciaran hatte sich auf Neelix geschwungen und Stolen Dance als Handpferd genommen. Inzwischen war der halbwüchsige Trakehner ja schon fast so groß wie der Lewitzer und es hatte äußerst amüsant ausgesehen. Wir gingen allein deshalb täglich hinaus, weil man so gut die Jungpferde bewegen konnte. Besonders bei den Jüngsten war es immer ganz dankbar. Mit Prismatic, PFS' Disparo de Fiasco und Stolen Dance konnte man noch nicht so viel machen, aber so waren auch sie ein paar Mal die Woche beschäftigt.
      Nuriya longierten wir hingegen bereits zweimal die Woche, für sie wurde es so langsam ernst, denn kommendes Frühjahr wollte ich sie dann gerne anreiten, also mussten wir jetzt mit der Vorbereitung beginnen. Ähnliches würde Ohnegleichen bevorstehen und wir waren sehr gespannt, wie sich die beiden Nachkommen aus eigener Zucht so machen würden. Seitdem wir zwei neue Reiter hatten, gingen wir auch wieder vermehrt auf Turniere. Momentan starteten Hazel und Celeste mit unseren alten Hasen, damit sie selbst erst einmal Routine bekamen.
      Denen tat diese Abwechslung aber gut, denn Ciaran und ich fokussierten uns eher auf die Youngster und angehenden Anwärter. Dieses Jahr hatten wir auch insgesamt drei neue Pferde in den Stall bekommen. Im Januar 2018 war Ensnare the Sun gekommen, die schicke Paintstute, welche aktuell auf Schleifenjagd war, denn nächstes Jahr wollte ich sie zur Zucht zulassen. Außerdem neu waren Khadir und Aspantau. Ein Schimmel und ein Rappe. Khadir hatte sich inzwischen gut gemacht und wir konnten die reiterlichen Defizite schnell ausgleichen. Aspantau hingegen hatte noch etwas Zeit und würde erst nächstes Jahr dann eingeritten werden.
      Und zu guter Letzt war da noch Panino. Der nun dritte Tigerschecke in unserem Stall und mein kleiner Liebling. Er hatte sich schnell als ein tolles Pferd gemausert und machte bei der Arbeit einfach nur Spaß. Momentan waren wir vermehrt mit Pinero und Sun auf Turnieren unterwegs, aber er wäre ab der nächsten Saison auch aktiver mit dabei. Und sonst gab es eben unsere altbekannten Pferde.
      Hazel und Celeste hatten jeweils momentan zwei Turnierpferde. Zum einen die beiden Hengste Neelix und Back To Business und dann die beiden Stuten Ameya und Snow White Cassedy. Im Alltag ritten sie auch alle anderen mit, die bereits gut ausgebildet waren. Celeste ritt ja zu gerne Tawny Bawny und liebte das Barbiepferd. Dafür mied sie oft Nayala, deren stutige Zickigkeit sie nicht abhaben konnte. Hazel liebte sie dafür umso mehr. Es war wie es immer war, es fand sich für jeden der passende Deckel.
      Ich arbeitete immer noch sehr aktiv mit Smoke Cream, die auch gute Fortschritte machte und inzwischen wieder wie ein richtiges Pferd aussah. Sie hatte Muskeln aufgebaut, einen neuen Haarschnitt bekommen und konnte sich nun echt sehen lassen. Ab der nächsten Saison würde ich sie gemeinsam mit Panino auf Turniere nehmen. Sie hatte viel Ähnlichkeit mit Shenandoah, unserer zweiten Vollblutstute und die beiden Damen teilten sich auch eine Weide und verstanden sich mehr als gut. Ciaran ritt immer noch zu gerne die beiden Furiosos Kedves und Fagy und natürlich seine geliebte Ceredwen. So hatte jeder seine Präferenzen, nur um Sinfonie stritten wir uns gerne, denn jeder mochte die Knabstrupperstute, die sich vom schüchternen Fohlen zu einer wirklich tollen Begleiterin gemausert hatte.
      Soeben brachten wir alle Pferde in den Stall und kontrollierten sie noch einmal. Das Futter war bereits in den Boxen, so dass alle wie von selbst in ihre Box marschierten. Die Heunetze hingen und auch die Tränken waren einwandfrei. Nachdem wir fertig waren, beobachteten wir zufrieden die fressenden Pferde. Ciaran und ich wollten im kommenden Jahr den Hof ein wenig aus- und umbauen und waren dementsprechend immer schon am Planen. Doch heute wollten wir das neue Jahr einfach mal gut sein lassen und den Rest des alten Jahres noch genießen, also gingen wir gemeinsam hinein und machten unser Raclette fertig, denn bald würde meine Familie eintreffen und dann würden wir gemeinsam ins neue Jahr feiern.
    • Gwen
      Pflegebericht 31.03.2019 - Sie kommt, die Turniersaison!

      Wie gewohnt ging alles seinen Gang bei uns. Mit Hazel und Celeste als Hilfe hatten wir auch mal ruhigere Tage in der Woche, an denen man durchatmen konnte und so arbeiteten wir effektiver als zuvor. Sowohl Ciaran als auch ich hatten hier und da ein paar Reitschüler und Berittpferde, denn neben dem eigenen Stall war das immer noch unser Beruf und dem gingen wir auch zu gerne nach.
      Dieses Jahr war ich bereits auf zwei pferdigen Veranstaltungen gewesen und hatte uns dort präsentieren dürfen. Bei der ersten hatte ich Hazel mitgehabt, bei der zweiten Celeste. So hatten beide mal diese Erfahrung machen dürfen und trotzdem war zu Hause alles weitergelaufen.
      Wir hatten Ende März und bereits seit Mitte Februar waren wir aus der Winterpause raus und bereiteten uns auf die Turniersaison vor. Die ersten Turniere waren bereits genannt und dieses warme, aufgeregte Gefühl machte sich langsam in mir breit, welches die ersten Turniere des Jahres immer begleitete.
      Für Nuriya und Arce begann auch allmählich der Ernst des Lebens. Den Winter über hatten wir sie vom Boden aus vorbereitet, inzwischen kannten sie Sattel, Trense und das Reitergewicht und so langsam wurden die beiden Jungstuten eingeritten. Durch die langwierige Vorbereitung kamen wir problemlos voran und beide machten sich wirklich gut.
      Ohnegleichen und Disparo würden eventuell auch dieses Jahr langsam mit ähnlicher Arbeit anfangen. Aber da sie beide ein Jahr jünger waren, wollten wir ihnen gerne noch etwas Zeit lassen. Wichtiger war im Moment auch einfach die Turniersaison und das Anweiden der Pferde, denn so langsam wurden die Wiesen wieder richtig grün und das Gras wuchs.
      Da unsere Pferde auch über den Winter täglich rauskamen, war die Umstellung nicht gar so groß, da sie immer was zum knabbern hatten. Trotzdem musste man gerade jetzt, bei dem jungen Grün vorsichtig sein, aber unsere langjährige Methode bewährte sich auch dieses Jahr wieder.
      Und nicht nur die Pferde hatten Fortschritte gemacht, auch Hazel und Celeste hatten den Winter über fleißig trainiert und würden so auf den kommenden Turnieren sicherlich eine gute Figur machen. Sie waren immer mit ganzem Herzen dabei und ich bereute meine Entscheidung für die beiden keinen Tag. Es war schön, wenn alles so passte und wie am Schnürchen lief. Bisher fühlte sich 2019 nach einem sehr guten Jahr für uns an.
    • Gwen
      Pflegebericht 30.04.2019 - Idylle

      "Hör auf deinen verrückten Ideen", schalt ich Ciaran einen Narren. Er blickte mich enttäuscht an und band Pinero neben Panino am Putzplatz an. Die beiden Tigerschecken nebeneinander zu sehen war ein göttliches Bild und lenkte mich von Ciarans selten dämlichen Vorschlag ab. Er war aktuell in dieser Phase, die wir wohl alle schon einmal hatten - er wollte ein Rennpferd. Natürlich ging sein Gedankengang so weit, dass Aspantau doch perfekt dafür werden, immerhin war er erst vor kurzem vier Jahre alt geworden und somit noch ein Youngster. Sofort hatte ich ihn zurechtgewiesen, dass keines der Pferde dieses Stalles auf der Rennbahn verbraten werden würden.
      Ich selber liebte den Rennsport ebenso, dieses Herzklopfen, dieser Ehrgeiz und diese Begeisterung. Es war ein Strom, der einen fing und mit sich forttrug. Und doch hatte eben gerade dieser Sport seine Schattenseiten und die waren mir meine Pferde in keinem Leben wert. Auch Ciaran würde dies noch verstehen und außerdem hatte ich mit Aspantau ganz andere Pläne. Mein schöner schmaler Rappe sollte irgendwann im Gelände erfolgreich sein und sich im Cross Country beweisen. Doch noch hatte er alle Zeit der Welt.
      Im Winter hatten wir mit der Vorarbeit begonnen, seit März kannte er den Reiter und so langsam erreichten wir Reiteinheiten, welche man auch als solche benennen konnte. Wir hatten ihm viel Zeit gelassen, aber er war ein williger Lerner und so kamen wir schneller voran als geplant. Deshalb ließ ich ihm auch absichtlich mehr Zeit. Mir war es egal, ob er mit fünf oder erst mit sechs Jahren sein erstes Turnier gehen würde. Wir hatten genug andere Topsportler im Stall.
      Unter anderem auch Panino und Pinero die beide schon in der Phase danach waren und sich aktuell gut unter Beweis stellten. Aus dem schlaksigen und etwas unbeholfenen Pinero war ein solider Springer geworden, auch wenn er ab und an doch noch über die eigenen Beine stolperte. Er war jetzt sechs Jahre alt und konnte bereits viele Erfolge vorweisen, da war das vollkommen okay. Panino war wesentlich älter und konnte dementsprechend auch schon mehr vorweisen, leider nur bedingt Schleifen, was aber daran lag, dass er lange Zeit beim Vorbesitzer eher zu kurz kam, was Turniere betraf. Doch das würden wir alles nachholen.
      Heute hatten die beiden Tigerschecken Ausdauertraining absolviert. Ein frischer Galopp im Gelände tat neben der Dressur- und Springarbeit auch mal gut und kräftigte die Muskeln. Gestern hatten beide nämlich ein intensives Training gehabt und so mussten wir nun Muskelkater vorbeugen, was uns, denke ich, aber auch gut gelang. Inzwischen war es so warm, dass man schon guten Gewissens nach dem Reiten die Beine abspritzen konnte und die Pferde genossen es sichtlich.
      Wir hatten bereits erfolgreich angeweidet und die Pferde würden ab Mai auf die saftigeren Wiesen wechseln dürfen. Noch hatten sie sich mit den Winterweiden begnügen müssen, damit sie sich allmählich an das frische Gras gewöhnten, doch nun waren sie allmählich so weit. Als wir die beiden Hengste auf die Weiden zurückbrachten, hielt ich kurz bei den Junghengsten und blickte über den Zaun. Ohnegleichen war inzwischen auch schon im ernsteren Training angekommen und würde vielleicht dieses Jahr noch angeritten werden, doch sicher war ich mir noch nicht.
      Was aber feststand war, dass dieser goldene Palomino mit einer der schönsten Hengste unseres Stalles war. Er machte seinen Eltern wirklich alle Ehre. Auch Prismatic, inzwischen dreijährig, konnte sich sehen lassen. So langsam legte er alle Fohlenlaster ab und wuchs zu einer wahren Schönheit heran. Stolen Dance und PFS' Disparo de Fiasco waren davon noch etwas entfernt. Die beiden zweijährigen wirkten noch sehr halbwüchsig, obwohl sie die Ponyhengste inzwischen gut überragten.
      Hollybrook's Arce und Nuriya standen bereits mit bei den großen Stuten, da sich eine Herde aus zwei Stuten nicht gelohnt hätte, außerdem waren sie ehrlich gesagt auch alt genug und bei den Stuten ging das eh entspannter von Statten als bei den Hengsten. Es gab zu meinem Glück auch keine Probleme mit der Konstellation bezüglich ihrer Mütter Nayala und Ameya. Aber bisher hatte ich generell wenig Probleme mit Vergesellschaftungen gehabt. Anfang des Jahres war unser Haflingerhengst Andvari zurückgekehrt und er hatte sich so unglaublich schnell wieder eingelebt.
      Inzwischen stand der Dunkle auch wieder voll ihm Training und Ciaran war absolut begeistert von ihm. Er mochte ihn sehr gerne, denn trotz der Tatsache, dass er eigentlich ein Kleinpferd war, war er groß und breit genug, um Ciaran ohne Probleme abzudecken. Auch Hazel und Celeste liebten den Dunkelfuchs mit der langen Mähne über alles. Die beiden waren heute auf einem Turnier zugegen. Sie ritten Altair und Neelix, also zwei alte Hasen, weshalb wir die beiden guten Gewissens alleine losgeschickt hatten.
      Ich mochte die beiden Mädels wirklich sehr, aber diese Ruhe und Einsamkeit war auch mal wieder ganz schön. Ciaran und ich waren heute auch schon sehr fleißig gewesen. Der Großteil der Pferde war bereits bewegt und einige hatten heute auch ihren freien Tag gehabt. Wir hatten ein großes Repertoire an Trainingsplänen die alle so aufeinander abgestimmt waren, dass man nie zu viele Pferde an einem Tag hatte. Lediglich die Tage der Jungpferde gestalteten sich flexibler, weil denen ein Tag mehr auf der Weide nicht schadete.
      Wir wollten heute noch einmal auf die Geländestrecke und eventuell noch einen gemeinsamen Ausritt machen, dann aber nicht mit zehn Minuten Galopp am Stück, sondern entspannter und wohl oder übel würde ich heute noch Khadir zu seiner wöchentlichen Portion Dressur zwingen. Inzwischen machte der Kerl es wirklich gut, aber es fiel ihm aufgrund seines Exterieurs schwieriger als den meisten unserer Pferde, doch die Erfolge waren zu sehen und inzwischen lief er besser als die meisten Pferde, die man so auf den Abreiteplätzen sah, ergo konnten wir uns wirklich nicht beschweren.
      Momentan lief alles rund und sowohl die Vier- als auch die Zweibeiner waren mehr als zufrieden. Ivy schlich wie jeden Tag durch den Stall, in der Hoffnung, doch irgendwo mal eine Maus zu entdecken, doch wir hatten bisher noch nie welche gehabt und so hatte sie sich mittlerweile mehr auf Vögel spezialisiert, zu unserem Leidwesen. Clyde und Shiva lagen auf der Veranda in der Sonne und dösten vor sich hin, nachdem sie auch mit beim Ausdauertraining gewesen waren und so erschien die Nahanni Rivers Ranch in purer Idylle.
    • Gwen
      Pflegebericht 06.10.2019 - Herbst

      Es war ein kühler Herbstmorgen, als ich dick eingepackt das Haus verließ und mich auf den Weg in den Stall machte. Der Himmel war grau verhangen und über den großen Wiesen schwebte der morgendliche Nebel. Es war kühl und feucht und trotzdem stieg in mir ein wohliges Gefühl auf. Ich mochte den Herbst sehr gerne, die regnerischen Tage, das bunte Laub und die Freude, wenn die Sonne schien. Wie jeder Morgen begann auch dieser mit der Fütterung der Pferde. Während alle fraßen, überprüfte ich sie nacheinander nach eventuellen Verletzungen oder ähnlichem und schaute, wie es um ihren Winterpelz stand. Da es nicht nach Regen aussah, ging es heute für alle ohne Decke hinaus und danach stand für mich erst einmal das Boxenmisten und das Vorbereiten für den Abend an.
      Ich war heute so gut wie alleine, da Ciaran unsere beiden Nachwuchsreiterinnen Hazel und Celeste auf das letzte Turnier dieser Saison gefahren hatte. Es war ein kleineres Hofturnier im Halloween-Stil, etwas vorgezogen, da die Veranstalter die letzten schönen Herbsttage noch hatten nutzen wollen, um das Turnier draußen stattfinden zu lassen. Die beiden waren mit Ameya und Snow White Cassedy gefahren, so dass die beiden schon heute morgen eingedeckt und eingeflochten den Stall verlassen hatten.
      Ich wiederum fuhr heute ein bedingtes Sparprogramm, denn wenn drei Leute fehlten, machte sich das natürlich bemerkbar, dennoch begann ich direkt mit der Arbeit und holte Dead Memories von der Weide. Ich putzte und sattelte ihn und ritt dann zum Aufwärmen eine kleine Schrittrunde um den Hof, ehe wir in die Halle gingen. Für den Reitponyhengst stand heute wieder Dressurarbeit auf dem Plan, denn aktuell arbeiteten wir viel an unseren Galopptouren, den Galoppwechseln und generell seiner Kraft und Fitness. Er machte wirklich einwandfrei mit und ich konnte mich nicht beschweren.
      Nach ihm longierte ich Nayala. Mit meiner goldenen Stute war ich erst gestern noch einmal auf der Geländestrecke gewesen, so dass es für sie heute nur lockeres Joggen bedeutete, damit sie nicht so argen Muskelkater bekam, ehe sie morgen ihren freien Tag haben würde. Danach holte ich Tawny Bawny von der Weide und machte mit unseren Mähnenschönheit ein wenig Bodenarbeit, denn heute war eigentlich ihr freier Tag, aber da sie gestern nicht gar so viel gemacht hatte und mein Zeitplan es hergab, kam sie dennoch an die Reihe.
      Nach einer kleinen Mittagspause und etwas zu essen ging es weiter. Mittlerweile hatte sich die Sonne ein wenig durch die Wolkendecke gekämpft und der Tag wirkte schon wesentlich freundlicher. So entschied ich mich für einen kleinen Ausritt, schnappte mir Khadir als Reitpferd und nahm den jungen Aspantau als Handpferd mit. Das klappte wunderbar und wir kamen zufrieden wieder. Mittlerweile waren unsere Turnierreiter auch zurück und versorgten ihre beiden Pferde, luden die Sachen aus und machten sich dann direkt an den weiteren Alltag.
      Für die beiden gab es heute direkt nach dem Turnierprogramm noch eine Springstunde bei Ciaran. Spontan schloss ich mich ihnen an und als ich mich auf Shenandoah schwang und erwartungsvoll vor Ciarans überraschten Gesicht stand, konnte ich mir mein Grinsen nur schwer verkneifen. Hazel ritt Sinfonie und Celeste saß auf Fagy. Mit den drei Damen hatten wir heute gut unseren Spaß, denn alle drei hatten gut Energie, die sie anscheinend nur zu gerne loswerden wollten. Doch alles in allem verlief die Stunde wirklich gut.
      Während unsere jungen Reiterinnen noch Ensnare the Sun und Smoke Cream bespaßten und sich danach auf den Heimweg machten, beschlossen Ciaran und ich noch einen entspannten abendlichen Ausritt zu zweit auf Kedves und Pinero. Die beiden Hengste waren seelenruhig und genossen die kühle Abendluft mindestens genauso wie wir. Schweigsam, aber zufrieden ritten wir nebeneinander her und ich hätte in dem Moment nicht zufriedener sein können.
    • Gwen
      Pflegebericht 14.02.2020 - Viel unterwegs

      Raffinessca, Panino, Aspantau, Khadir, Pinero, Kedves, Ensnare the Sun, Smoke Cream, Shenandoah, Ceredwen, Fagy, Sinfonie, Zipje, Ohnegleichen, Moon's Gealach, Ohnezahn, Altair, Andvari, Dead Memories, Neelix, Back To Business, Nayala, Tawny Bawny, Ameya, Snow White Cassedy, Carino di Royal Peerage, Stolen Dance, Hollybrook's Arce, PFS' Disparo de Fiasco, Prismatic, Nuriya

      In letzter Zeit war ich unendlich viel unterwegs und so gut wie fast gar nicht zu Hause. So bekam ich auch meine Pferde eher weniger zu sehen, aber ich wusste, dass sie trotzdessen gut versorgt waren. Ich reiste viel als Trainerin, aber auch für potenziell neue Pferde und andere Events. Die Zeit würde auch wieder nachlassen und ich hätte wieder mehr Zeit für den eigenen Stall, doch aktuell mussten wir eben alle damit leben, dass ich unterwegs war und die Pferde von anderen Leuten bespaßt werden mussten. Dafür würde ich allerhand schöne neue Eindrücke und eventuell auch Pferde mit nach Hause bringen.
    • Gwen
      Pflegebericht 29.05.2020 - Neue Gesichter, Veränderungen und doch bleibt alles beim Alten

      Es war Ende Mai. Ostern und Himmelfahrt waren bereits geschafft, nun stand Pfingsten an. Beliebte Feste, um auch diverse Turniere zu veranstalten und so waren unsere Wochenenden immer randvoll gefüllt und wir kamen beinahe gar nicht hinterher mit der Arbeit. Ich sowieso nicht, neben meinem Dasein als Bereiter und Trainer, versuchte ich auch weiterhin meine Pferde selbst auf Turnieren vorzustellen, eben auch international und das war zeitlich manchmal kaum zu schaffen, besonders, wenn man ganz locker flockig nebenher noch eine Ranch und einen Ausbildungsbetrieb leitete.
      Die Anmeldungen für die Pfingstturniere waren bereits raus und die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren. Dennoch ging es bei uns entspannt zu. Wir hatten einen festen Rhythmus und so konnte alles in Ruhe stattfinden. In letzter Zeit hatten wir viele neue Pferde begrüßen dürfen, denn wir hatten ein wenig aufgestockt. Somit hatte sich die Weidekonstellation ein wenig verändert und besonders das Eingewöhnen der Neuen hatte durchaus ein wenig Zeit beansprucht, aber alle waren bisher mehr als gut angekommen.
      Aktuell hatten wir eine Jungpferdeherde bestehend aus vier Hengsten. Neben den altbekannten Gesichtern, PFS' Disparo de Fiasco und Stolen Dance, waren zwei neue Jungspunde eingezogen. Zum einen Carino di Royal Peerage und Flavor's Feverdream. Die beiden hatten sich inzwischen bestens eingelebt und die Konstellation der vier Junghengste war wirklich sehr angenehm und passt für dieses Jahr wunderbar. Eventuell würden wir sie den Sommer über in die Berge schicken, doch so richtig sicher war ich mir noch nicht, zumal Fiasco bald mit dem Training würde beginnen können.
      Bei den Sportponys hatte sich nicht zu viel verändert. Unsere eigenen Nachzuchten starteten dieses Jahr langsam durch. Hollybrook's Arce und Ohnegleichen liefen bereits erfolgreich Turniere. Nuriya und Prismatic waren noch in der Vorbereitung, machten sich jedoch mehr als gut. Auch über die beiden neuen Stuten Chatana und Golden Flair konnte ich mich nicht beschweren, denn sie erfüllten ihren Soll zur Genüge.
      Mein besonderes Augenmerk lag hingegen auf unserem Neuling Caspian. Nachdem Golden Flair und Blue Moon's Caradoc zu uns gezogen waren, hatte ich neugierig ihre Nachkommen durchstöbert und war kurzerhand auf Caspian gestoßen und hatte mich sofort verliebt. Kurz darauf war der wunderschöne Schecke zu uns gezogen und erweiterte nun unsere Zucht, genauso wie der Rappe Bartholomäus.
      Beide Hengste waren noch im Aufbautraining, doch man sah bereits gute Fortschritte und ich war sehr optimistisch, dass sie diesen Sommer noch die ein oder andere Schleife nach Hause bringen würden. Bei unseren Alteingesessenen machte ich mir da keine Sorgen. Altair und Ohnezahn hatte ich dieses Jahr etwas zurückgehalten, genauso wie Neelix und Dead Memories. Stattdessen widmete ich viele Starts Zipje und Andvari, damit die Jüngeren auch zum Zug kamen.
      Nur bei Back To Business wusste ich nicht so recht, was ich mit dem Schönen machen sollte. Aktuell trudelten viele Zuchtanfragen ein und mit Bedacht wählte ich passende Stuten aus, aber ansonsten kam er doch manchmal etwas zu kurz. Nichtsdestotrotz hatte er einen soliden Trainingsplan, welcher strikt verfolgt wurde.
      Gleiches galt für die Damen. Nayala, Ameya, Tawny Bawny und Snow White Cassedy standen gut im Training, auch wenn sie dieses Jahr weniger Turniere gingen. Doch da mussten die Erfahrenen auch mal den Unerfahrenen Platz machen. Beispielsweise Moon's Gealach, welche langsam routinierter wurde, was Turniere betraf.
      Ich schickte meist ein erfahrenes Pferd mit einem jungen auf Turniere und dieses Prozedere klappte mehr als gut. Zufrieden musterte ich die vor mir grasende Herde, während ich mir über die Turniersaison Gedanken machte. Vor mir standen Sinfonie, Shenandoah, Smoke Cream und Ensnare the Sun. Alle vier Stuten grasten zufrieden und wenn genau hinschaute, konnte man am Horizont auch die Silhouetten von Ceredwen und Fagy ausmachen.
      Wir hatten unser Weideland ein wenig ausgebaut und so im Sommer nun riesige Weiden und die Pferde genossen es auch wirklich. Auch die Großpferde hatten dieses Jahr gut zu tun. Pinero und Panino sammelten weiter Schleifen, während Kedves und Khadir dieses Jahr eher im Home-Office blieben. Aspantau und auch Herbstblüte brachte ich nach und nach in die Turniere ein, hatte aber eben manchmal nicht genug Reiter.
      Und dann gab es da unsere beiden Neulinge: PFS' Sarabi und PFS' Scion D'Or. Zweitere stammte von einer guten Freundin, welche sich ein wenig verkleinert hatte, während erstere noch direkt von Pineforest zu uns gekommen war. Witzigerweise fiel mir erst im Nachhinein auf, dass die beiden Stuten nicht nur aus der gleichen Zucht stammten, sondern auch noch Halbgeschwister waren.
      Sarabi war nun bereits gut einen Monat bei uns und hatte sich bereits gut eingelebt. Goldie hingegen war erst seit zwei Tagen da und stand deshalb noch auf einer Extra-Weide. Dennoch hatte sie schon immer mehr Kontakt zu den anderen und der Plan war, sie mit Raffinessca und Sarabi demnächst zusammenzustellen, damit sie allmählich eingegliedert werden konnte.
      Es gab also viel zu tun, doch ich war mehr als zufrieden damit und genoss die schöne Zeit einfach so wie sie war.
    • Gwen
      Pflegebericht 14.07.2020 - Umbau

      Einige Veränderungen standen bei uns aus. Lange hatte ich überlegt und mit mir gerungen, doch die Ranch sollte einen neuen Anstrich und einige kleine Veränderungen bekommen. Bisher hatte das uns nicht wirklich beeinträchtigt. Es hatte sich um neue Trainingsmöglichkeiten und Weiden gehandelt, so dass wir ganz gut normal hatten weiterarbeiten können. Doch auch das Stallgebäude sollte komplett erneuert werden und somit mussten die Pferde zwischenzeitlich umziehen.
      Vorgestern waren die vorerst letzten Berittpferde abgeholt worden, so dass nur noch unsere eigenen da waren. Zum Glück hatte ich tolle Freundinnen und damit Nachbarn, die zu gerne meine Vierbeiner für einige Wochen bei sich aufnahmen. Mit den Jungpferden war das sowieso kein Problem, die vier Chaoten brachte ich für die Zeit auf die Bergwiesen, welche ich grundsätzlich sowieso jährlich für die Jungpferde pachtete. Aber die anderen sollten natürlich weiterhin im Training stehen.
      Außerdem hatten Lena, Elena und Elisa mir zugesagt, mich beim Training zu unterstützen, weil natürlich die zusätzlichen Wege auch Zeit fressen würden. Ich war mehr als dankbar.
      So teilte ich die Pferde so auf, dass jeder einen Teil zu trainierender Sportler hatte und aber auch welche, die aktuell eher nicht auf Turniere mussten. Das funktionierte besser als gedacht und da ich den Wechsel schon länger plante, waren auch alle vorbereitet. Auch mein Team teilte ich zu den Nachbarstallungen auf, so dass jeder immer nur zu einem Stall fuhr und dort die jeweiligen Pferde arbeitete. Effizienz war das Stichwort.
      Hazel würde sich um unsere Schützlinge auf Crescent Acres kümmern. Ciaran und Celeste schickte ich nach Sanssouci, denn dort standen die zweitmeisten Pferde von uns. Und ich kümmerte mich um die Schützlinge, welche Zuflucht auf Townsend Acres fanden. Dementsprechend zogen dort auch meine Kandidaten ein: Altair, Ohnezahn, Ohnegleichen...
      Dieses Wochenende standen die Umzüge statt und wir ritten zum großen Teil die Pferde in ihre jeweiligen neuen Stallungen. Ich dankte meinen Freundinnen tausend Mal als wir abends dann alle beisammen saßen und von den Männern begrillt wurden, während wir mit einem guten Sekt anstießen. "Ich bin ja echt gespannt, was du dir alles so ausgedacht hast", meinte Elena und grübelte. Ich hatte bisher nicht verraten, was alles angedacht war, umso gespannter waren natürlich alle.
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  • Album:
    Südstallungen
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    Gwen
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    19 Nov. 2017
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  • Rufname: Cookie
    Geburtsjahr: 2010

    Von: unbekannt
    Aus der: unbekannt

    Rasse: Englisches Vollblut x Paint Horse
    Geschlecht: Stute
    Fellfarbe: Falbschecke
    Stockmaß: 160cm

    Beschreibung:
    Smoke Cream lebt erst seit kurzem bei uns. Bisher zeigte sie sich im Umgang als friedliche und ruhige Stute, welche jedoch sehr zurückhaltend wirkt. Sie scheint sich stets zu bemühen, man merkt ihr ihr junges Alter jedoch noch an. Auch in der Herde muss sie erst einmal ihren Platz finden, aber das wird sich mit der Zeit sicherlich zeigen.

    Ersteller: Canyon
    Besitzer: Gwen
    Vorkaufsrecht: Canyon

    Dressur L - Springen S*** - Military A - Distanz M

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