Gwen

Smoke Cream

Englisches Vollblut x Paint Horse ♀

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Smoke Cream
Gwen, 19 Nov. 2017
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    • Gwen
      Pflegebericht 10.10.2016 - Ein Vollblut oder ein Westernpferd
      © Veija

      "Du hast jetzt völlig den Verstand verloren, oder Verena?", fuhr mich Caleb von der Seite an, als ich mein neues Pferd Smoke Cream auslud. Ich kannte die Stute schon eine Weile und hatte jetzt die Chance gehabt, sie zu kaufen. "Warum denn?", fragte ich augenrollend und strich der schönen Scheckin über den Hals. "Wir haben hier Rennpferde, damit hab ich nichts am Hut.. wir haben hier Westernpferde, um die kümmere ich mich.. dann haben wir hier zum Beispiel Deutsche Reitponys oder Criollos, oder oh warte, ein Polo Pony, damit finde ich mich ja auch noch irgendwie ab. Aber warum hast du jetzt einen Vollblut-Paintmix gekauft?", fragte er mich und klang schon fast verzweifelt. "Ich fand dieses Pferd repräsentiert unsere Ranch einfach am Besten. Es hängt natürlich von ihrem Potenzial ab, sie ist bis jetzt nur englisch geritten.. aber ich wette, wir bekommen sie auch unter den Westernsattel." "Du bist verrückt.", sagte Caleb nur noch und ging kopfschüttelnd davon. Der würde noch sehen, dass diese Stute ein wahres Wunder sein würde, da war ich mir sicher.
    • Gwen
      Pflegebericht 23.10.2016 - Pflege am frühen Morgen
      © Canyon

      Der Nebel schlich lautlos durch das Tal unterhalb des im Vergleich doch noch recht kleinen Berges und für einen kurzen Moment fühlte es sich für mich so an, als würde ich auf Wolken leben. In aller Frühe verließ ich das kleine Wohnhaus und stakste hinüber zu dem kleinen Stallgebäude auf der anderen Seite des gemütlichen Hofes. Aus zwanzig großzügigen Boxen, aus hellem Holz und trotz ihres Alters noch gut gepflegt, bestand der kleine Stall, in welchem unsere Pferde standen und gemütlich an ihrem Heu kauten. In den letzten Tagen waren einige neue Pferde dazugekommen. Ein Gestüt hatte ihre Zucht geschlossen, sodass wir nun auch noch einige spanische Pferde zu Gast hatten. Die Pferde wären sonst an Händler verkauft worden und später wer weiß wo gelandet.
      Ich schlang meinen Schal noch etwas enger um meinen Hals und schob dann das große Tor auf, welches mich noch von meinen großen Freunden trennte. Ein verirrtes Huhn wurde von dem lauten Knarren aufgescheucht und suchte panisch das Weite. An dem linken geknickten Flügel erkannte ich es sofort. Unsere kleine Emma war schon immer etwas scheu gewesen und dazu auch noch schnell, eine schlechte Kombination, aber das hatte ihr bestimmt schon das ein oder andere Mal das Leben gerettet.
      Die achtzehn Pferde im Stall verströmten einen süßlichen Geruch, welcher mich an eine große Blumenwiese im Sommer erinnerte. Sommer, schade, dass dieser nun endgültig vorbei war und die Tage nun von Regen, Wind und Kälte bestimmt waren. In meinem Alter war der Winter immer schwer zu überstehen.
      Mit langsamen Schritten holte ich eine Schubkarre aus einer Ecke, befüllte diese dann mit frischem Heu und fing an, die Pferde zu füttern. Einige hielten Vroni und mich für verrückt und glaubten uns nicht, dass wir mit Mitte siebzig noch so viele Tiere halten konnten. Aber genau das, diese Tiere, waren es, was mich am Leben hielt und mich davon überzeugte, jeden Morgen aufs Neue aus meinem warmen Bett aufzustehen.
      Klar, die wilden Ausritte in die Natur von Österreich funktionierten nicht mehr, aber dafür gaben wir beide, zwei verrückte alte Damen jüngeren die Chance reiten zu lernen und es war ein tolles Gefühl, so viele Kinder und Jugendliche glücklich machen zu können.
      Meine Fütterungsaktion begann bei unserer hübschen Mirabelle. Sie stand gleich in der ersten Box am Stalleingang und hütete diese wie ihren eigenen Augapfel. Sie hatte schon einiges in ihrem Leben erlebt und hatte nun endlich einen Platz bei uns gefunden, an welchem sie bleiben konnte. Neben ihr stand gleich ihre beste Freundin Smoke Cream. Erst vor kurzem hatten wir gedacht, endlich einen passenden Platz für sie gefunden zu haben, doch bereits nach einiger Zeit hatten wir sie wieder zu uns nehmen müssen. Wahrscheinlich würde sie nun für immer bleiben, denn mein Herz hing doch ganz schön an ihr. Leider hatte ich das bis jetzt noch nicht bemerkt gehabt.
      Danach kamen Fire and Flame, sowie eine unserer neuesten Pferde Ocarina of Time. Auch sie hatte bereits schon einiges erlebt und war dazu nicht leicht händelbar, geschweige denn reitbar. Vor wenigen Tagen war dann die Gips Reminder Ranch explodiert und wir hatten keine Sekunde gezögert und uns dafür bereit erklärt, Pferde aufzunehmen. Ich war gespannt, was wir mit der ängstlichen Stute alles erreichen würden, denn immerhin waren an ihr schon so einige vor uns gescheitert.
      Ich schaffte es, der Stute frisches Heu in die Box zu legen, bevor sie die Ohren anlegte und Anstalten machte, nach mir zu schnappen. Etwas Zeit wollten wir ihr noch zum eingewöhnen lassen, erst dann würde unser Training mit ihr beginnen.
      Bei der hübschen Autumn Blossom und ihrer jungen Gefährtin Jule, klappte das Füttern reibungslos. Beide mochten mich sehr und auch wenn ich es ihnen gönnen würde, wenn sie ein anderes zu Hause finden würden, so würde ich sie doch schme
      rzlich vermissen.
      Bei River‘s Bateau war es nicht anders. Der kleine Engel gehörte hier her und der Hof ohne sie wäre nicht mehr der Hof.
      Für Vignir hatten wir bereits einen Platz gefunden, was mich für den jungen Hengst sehr freute. Er würde zurück nach Island gehen, wo er eigentlich auch herstammte. Es hatte zwar lange gedauert, bis der Antrag angenommen wurden war, aber zumindest würde er es dort unter seines Gleichen gut haben.
      Unsere beiden Vollblüter Ruby Light And Dark und Hurricane waren als nächstes an der Reihe. Für Ruby gab es bereits eine Interessentin, welche es jedoch aus Zeitmangel noch nicht geschafft hatte, die hübsche Scheckstute zu sich zu holen. Eine weite Reise wartete auf die Stute und ich freute mich, dass sie bei ihrer neuen Besitzerin hoffentlich gut gepflegt werden würde.
      Der Wallach Tiago lebte auch schon längere Zeit bei uns und obwohl er ein wahres Prachtexemplar war, gab es bisher niemanden, der ihn kaufen wollte.
      Ich ließ mir bei ihm etwas mehr Zeit, kraulte ihn ausführlich und steckte ihm dann noch eine kleine Möhre zu, welche ich in den tiefen meiner dicken Jacke fand.
      Auch die anderen Pferde versorgte ich noch, bevor, genau zur rechten Zeit, eine unserer Helfer kam. Livia war eine junge Frau Anfang zwanzig, welche gerade Biologie studierte und sich dieses Studium mit der täglichen Arbeit auf dem Hof verdiente. Sie war eine der wenigen, die immer für uns alte Damen da war, auch mal Reitunterricht gab und all die Pferde für uns bewegte. Außerdem half sie uns die Pferde auf die Weiden zu bringen, denn vor allem bei dem matschigen Herbstwetter war das kein Zuckerlecken.
      Zu zweit und kurz darauf zu dritt, als auch Vroni zu uns dazu stieß, begannen wir also damit, die Pferde hinaus auf die weiten Wiesen der Ranch zu bringen. Die Neuankömmlinge hatten noch ihre Weiden für sich, sodass wir die junge Thysbe, Esmeralda und Flame auf eine Weide stellten und etwas abseits die Hengste Fenicio, Wild Cherry und Ezio.
      Vroni hatte es gar nicht gefallen, dass die Lusitanostute auch den Namen Flame besaß, sodass wir auf unserem kleinen Hof jetzt zwei Pferde mit diesem Namen besaßen. Auch für mich war es noch verwirrend, allerdings konnten wir dagegen ja nichts unternehmen, wie Livia so schön festgestellt hatte.
      Auch die anderen Pferde kamen kurz darauf auf ihre gemeinsamen Weiden, sodass der Stall nun leer und leblos erschien. Zum Glück gab es noch einige andere Tiere, welche dem alten Hof Leben einhauchten.
      Wohl oder übel war nun die Stallarbeit an der Reihe und mit einem kleinen Seufzer schnappte ich mir eine Mistgabel und begann in der ersten Box.
    • Gwen
      Pflegebericht 30.11.2017 - Ankunft

      Ich sah Ciaran förmlich an, wie er meinen Kauf keineswegs nachvollziehen konnte, aber er sagte nichts. Dementsprechend ignorierte ich den zweifelnden Blick, während ich die junge Vollblutstute vor uns beobachtete. Jung war relativ, so war die Stute schon sieben Jahre alt, aber sie sah aktuell, so unbemuskelt und schmal, eher wie ein Jungpferd aus.
      Ein reines Vollblut war sie auch nicht, denn ihre bunte Scheckung verdankte sie ihren Paint Horse Vorfahren, nichtsdestotrotz besaß sie eher den sportlichen Körperbau eines Vollbluts und genau das machte sie für mich interessant.
      Aktuell stand die Stute in einem kleinen Stall, welcher von zwei älteren Damen geleitet wurde. Erst kürzlich hatten sie gehofft, einen Platz für die Stute gefunden zu haben, aber leider kehrte sie kurze Zeit später wieder zurück. Nun wollten sie es noch einmal versuchen, waren dafür aber umso strenger mit den Interessenten.
      Eine der beiden Damen longierte uns gerade Smoke Dream in der Halle, damit wir sie uns anschauen konnten. Aktuell wirkte sie mir zu schlecht bemuskelt, weshalb ich auf ein Vorreiten verzichtet hatte. Durch eine leichte Geste holte die Frau die Stute zu sich hinein und Smoke Cream reagierte sofort, kam zu der Frau und senkte vorsichtig den Kopf, um sich ihre Streicheleinheiten abzuholen.
      Dabei fiel ihr die lange Mähne leicht ins Gesicht und machte ihren Ausdruck noch lieber, als er vorher schon gewesen war. „Also ich würde ihr sehr gerne einen Platz bei uns in Kanada geben“, erklärte ich der zweiten Frau und beredete mit ihr meine Pläne für die Stute.
      Sie schien sichtlich angetan und nach einem kurzen Gespräch stand es fest: Smoke Cream würde noch heute mit uns nach Hause fahren. Während die Stute noch einmal kurz in der Box stand, regelten wir das Schriftliche und setzten unsere Unterschriften unter die wichtigen Dokumente.
      Kurze Zeit später gehörte die Stute offiziell mir. Ciaran sah ich sein Unverständnis immer noch an, ignorierte es aber weiterhin, während ich die Stute sanft auf unseren Hänger führte. Die Stute hatte mich von Anfang an mit ihrem Exterieur und ihrem Interieur überzeugt.
      Sie war sehr sportlich gehalten, dabei aber durch den Einfluss des Paint Horse nicht zu zierlich geraten. Positiv wirkte sich diese Mischung auch auf ihr Gemüt aus. Sie war durchaus arbeitswillig und neugierig, aber wirkte so, als könnte neben ihr eine Bombe hochgehen und sie würde es nicht stören, solange sie ihrem Menschen vertraute.
      Das war genau das, was ich mir als Sportpferd wünschte. Zuverlässig, Spaß an der Arbeit und trotzdem sportlich und peppig. Dennoch würde Smoke Cream genügend Zeit bekommen. Dafür bot sich jetzt die kommende Winterpause mehr als nur an. Zuallererst wollte ich sie gerne vom Boden aus etwas aufpäppeln und fit machen, ehe sich jemand auf ihren Rücken setzen würde.
      So würde sie sich auch ideal bei uns eingewöhnen können und ich war mir sicher, dass aus ihr ein Toppferd werden würde. Ciaran bezweifelte häufig meine Pferdewahl und war dann jedes Mal sichtlich überrascht, wenn er sah, was nach einem halben Jahr aus den Pferden wurde. Bei Smoke Cream würde das nicht anders sein.

      Nach einer langen Fahrt kamen wir abends wieder auf unserem Hof an. Abend war eigentlich relativ, denn es war erst 17 Uhr, aber bereits dunkel. Ciaran entschwand in den Stall, um direkt eine Box für die Stute vorzubereiten. Ich lud sie derweil in aller Ruhe ab und ließ sie dann noch einmal kurz in die Halle, damit sie sich die Beine vertreten und wälzen konnte.
      Danach ging es für sie in ihre neue Box, die frisch eingestreut war und wo schon Heu und Abendessen auf sie warteten. Während die Stute fraß, bürstete ich kurz den überschüssigen Sand von ihr ab, um ihr dann eine Stalldecke aufzulegen. Das andere Klima war doch immer neu für die Pferde und sie sollten sich behutsam daran gewöhnen.
      Die kommenden Tage würden wir uns nun erst einmal um die Eingewöhnung der Stute kümmern, damit sie demnächst auch mit den anderen Stuten ihre Tage auf den Weiden würde verbringen dürfen und danach würde ihr Training beginnen.
      Zaii gefällt das.
    • Gwen
      Pflegebericht 14.12.2017 - Smoke Cream

      Seit fast einem Monat gehörte Smoke Cream nun zu unserem Stall. Durch ihr liebes Gemüt hatten wir sie schnell in die bestehende Herde eingliedern können und sie schien auch bereits Freunde gefunden zu haben. Außerdem hatte ich direkt in der ersten Woche für sie einen ausgefuchsten Futter- und Trainingsplan erstellt.
      Und so zierte auch schon ein schönes Boxenschild die Tür der Stute. Sie war also eindeutig angekommen. Da es auch zeitlich ganz gut gepasst hatte, hatte sie nun schon ihren ersten Tierarzt- und Hufschmiedbesuch bei uns hinter sich gebracht.
      Trotz Ankaufsuntersuchung ließ ich gerne ein paar Wochen später nochmal Fachleute über meine Pferde schauen, denn es sollte ihnen an nichts fehlen. So waren auch direkt Smokes Zähne noch einmal an der Reihe gewesen. Kommende Woche stand für die Stute nun noch der Besuch unserer Physiotherapeutin an und dann hatte sie die erste Reihe an Terminen schon hinter sich gebracht.
      Mir war es wichtig, dass meine Pferde rundum versorgt waren, gerade, weil sie nicht gerade zu den gesprächigsten Lebewesen gehörten und umso effektiver würde das Training sein, wenn rundum alles stimmte.
      Das einzige, was noch fehlte, war neue Ausrüstung für Smoke. Natürlich würde ich mich dahingehend von unserer hauseigenen Sattlerin Elena beraten lassen. Wir hatten aber gemeinsam entschieden, dass das noch nicht sinnig war, so lange wie Smoke nicht einen guten Trainingsstand erreicht hatte.
      Um diesem Ziel nun einen Schritt näher zu kommen, machte ich mich schon früh morgens in den Stall, um mit der Stute zu arbeiten. Es hatte bereits Frühstück gegeben und die Pferde standen auf den Weiden. Also schnappte ich mir fix das Halfter und holte die Vollblutstute von der Weide.
      Wie wir sie bereits kennengelernt hatten, kam Smoke motiviert und mit gespitzten Ohren zu mir gelaufen, als ich sie rief. Sie war wirklich ein herzensgutes Pferd. Wir gingen gemeinsam hoch zum Stall, wo ich ihr die dünne Decke abnahm und sie gründlich putzte.
      Danach ging es in den Stall, wo ich bereits Stangen und Cavaletti auf einem Zirkel aufgebaut hatte. Zu Beginn führte ich die Stute aber erst einmal in Ruhe warm, ehe wir auf den freien Zirkel gingen und ich sie zu longieren begann. Wie gewohnt longierte ich allein am Kappzaum, dass reichte mir vollkommen und in unseren ersten Trainingseinheiten hatten wir bei der Stute schon eine schöne Selbsthaltung erarbeitet.
      Heute würde es vor allem um die Geraderichtung und die Hinterhand gehen. Smoke sollte weg von der inneren Schulter, auf welche sie sich immer so arg auf der Gebogenen abstützte und um das zu schaffen, musste sie ihren Schwerpunkt auch etwas mehr nach hinten verlagern und Last mit der Hinterhand aufnehmen.
      Deshalb arbeiteten wir nach einer ausgiebigen Erwärmung mit den Trabstangen und Cavaletti. Smoke machte wirklich einwandfrei mit und hatte sichtlich Spaß an der Arbeit. Ich gab ihr auch genügend Pausen im Schritt, in welchen sie einfach mal verschnaufen und über das geübte nachdenken konnte.
      Nach einem für mich sehr schönen Abschluss beendeten wir dann auch das Training. Ich lobte die Stute ausgiebig und führte sie im Schritt noch trocken. Danach ging es zurück in den Stall, wo sie ihr Futter für nach die Arbeit erhielt, bevor es für Smoke wieder zurück auf die Weide ging.
    • Gwen
      Pflegebericht 18.01.2018 - Die Neue

      Inzwischen lebte Smoke Cream gut über einen Monat bei uns. Nachdem unsere Physiotherapeutin einmal über die Stute geschaut hatte, wussten wir auch, wo ihre muskulären Schwächen lagen und wo es Blockaden gegeben hatte. Wir hatten Cookie, wie wir die Stute inzwischen liebevoll riefen, noch sehr viel Zeit zum eingewöhnen. Aktuell wurde sie circa dreimal die Woche bewegt und das noch einem sehr lockeren Rahmen. Sie war sehr untrainiert zu uns gekommen und so hatte ich ihr erst einmal genügend Zeit zur Erholung geben wollen.
      In den ersten Wochen waren wir viel spazieren gewesen und hatten auch allerhand an Schrecktraining gemacht, um dahingehend die Grundlagen der Stute zu festigen. Nun gingen wir langsam in die zweite Phase über, die wirklich aus Training bestand - aber immer noch vom Boden aus. Das bezog sich vor allem auf Longieren und Gymnastizieren. Aber sie ging auch hier und da als Handpferd mit ins Gelände, um auch dort Abwechslung ins Training zu bringen.
      Dementsprechend wurde Cookie nun mittlerweile auch schon vier- bis fünfmal die Woche gearbeitet und machte sich auch allmählich. Heute stand ein lockerer und entspannter Tag an. Ich wollte im kommenden Training ein wenig mehr den Fokus auf den Charakter der Stute legen. Cookie war unglaublich lieb und geduldig mit Menschen, aber sie war auch sehr zurückgezogen und ließ sich bevormunden.
      Mein Ziel waren jedoch Pferde, die gerne mit dem Menschen zusammenarbeiteten, selbst Spaß an der Arbeit hatten und sich auch gerne selber mit einbringen wollten. Ich merkte schon jetzt, dass das bei der Stute noch ein weiter Weg sein würde. Während so gut wie alle meine Pferde auf Zuruf ans Gatter der Weide kamen, blieb Cookie eher stehen. Aber immerhin hob sie inzwischen den Kopf und das war ja dann doch schon ein kleiner Fortschritt.
      Also überquerte ich die verschneite Wiese und sammelte die bunte Scheckstute ein. Ich begrüßte sie herzlich und führte sie dann von der Weide hinauf in den Stall. Dort parkte ich sie direkt unter dem Solarium und nahm ihr ihre wind- und regenfeste Weidedecke ab. Diese war auch leicht gefüttert, denn da Cookie eh schon nicht viel auf den Rippen gehabt hatte, ging ihr natürlich auch das kalte kanadische Wetter sehr nahe.
      Umso mehr liebte sie unser Solarium und entspannte darunter richtig. Während Cookie sich also bestrahlen ließ, schaute ich kurz in ihr Trainingsbuch. Zu Beginn hatten das alle neuen Pferde bei uns. Schließlich mussten sich Ciaran und ich auch erst einmal einarbeiten und gemeinsam mit dem Pferd abstimmen. Cookie kannten wir noch nicht und so schrieben wir vieles erst einmal auf, damit immer beide Bescheid wussten.
      Ciaran hatte sie gestern longiert. Alle drei Gangarten mit Trab- und Galoppstangen. Die Stute hatte wirklich gut mitgemacht, war aber noch recht häufig und gerne auf die innere Schulter gefallen. Vor allem auf ihrer rechten Hand, was anscheinend die schlechtere Seite zu sein schien. Aber sie zeigte schon sehr gute Ansätze zum freien vorwärts-abwärts.
      Ich klappte das Buch zu und schnappte mir eine Bürste, um die Stute gründlich zu putzen. Viel Dreck gab es dank Schnee und Decke eh nicht und so war ich recht fix fertig. Dann wechselte ich das Stallhalfter gegen Knotenhalfter und Rope und sammelte noch meinen Bodenarbeitsstick ein. Gemeinsam gingen wir in die Halle, wo wir erst einmal ein paar aufwärmende Runden im Schritt liefen. Dabei achtete ich bereits auf Cookies Position neben mir.
      Als eher schüchternes Pferd neigte sie stark dazu, zurückzufallen, so musste ich sie eher antreiben und motivieren, damit sie auf meiner Schulterhöhe blieb. Nachdem wir dann einigermaßen locker waren, begannen wir mit ein wenig Rückwärts und Seitwärts. Immer so, wie es mit die Stute gerade am besten anbot. Ebenso bauten wir hier und da eine Vor- oder Hinterhandwendung ein und Cookie wurde immer lockerer.
      Zur Motivation hatte ich mir Leckerlis eingesteckt und trotz Vorsicht nahm Cookie diese gerne an. Wir übten schon bald das rückwärts schicken und dann warten, bis ich sie zu mir rief. Das auf mich zu kommen war noch sehr vorsichtig und langsam, aber nach einigen Versuchen kam Cookie dann immerhin auch auf mich zu. Und sie freute sich sichtlich sehr über das Lob.
      Wir wiederholten alles noch einmal knapp und ich lobte abschließend Cookie ausgiebig, ehe wir zurück in den Stall gingen. Man merkte sichtlich wie es im Kopf der Stute noch ratterte. Wir hatten nicht unglaublich lange gemacht, aber sie hatte nun genug zum Nachdenken. Ich deckte die Stute wieder ein, schob ihr eine Möhre zu und dann ging es für Cookie auch schon wieder hinaus auf die Weide zu den anderen.
    • Gwen
      Pflegebericht 28.02.2018 - Leichte Dressurarbeit

      Es war noch früh am Morgen, aber dafür stand auch genügend auf dem Tagesplan. Nach dem Frühstück ging es für Ciaran und mich direkt hinaus in den Stall, wo die Pferde gefüttert werden sollten. Nachdem alle zufrieden ihr Futter vertilgt hatten, durften sie auf die Weiden. Endlich konnten sie wieder den gesamten Tag draußen stehen, nachdem Anfang der Woche so ein fieser Schneesturm gewütet hatte.
      Das nutzten sie natürlich auch direkt aus und jagten davon. So konnten wir uns den anstehenden Stallarbeiten widmen. Im Stall war es im Gegensatz zu draußen kuschelig warm und am liebsten hätte man den gesamten Tag mit der Stallarbeit verbracht.
      Als wir dann fertig waren, mussten dennoch einige Pferde bewegt und gearbeitet werden. Ich freute mich ja schon seit heute Morgen auf Smoke Cream. Sie hatte sich inzwischen sehr gut eingelebt und in den letzten Monaten schon schön aufgebaut. Mit dem Halfter bewaffnet, stiefelte ich durch den hohen Schnee zur Weide.
      Dort begrüßte ich die große Vollblutstute herzlich und halfterte sie auf. Für Ciaran nahm ich auch direkt noch Fagy mit in den Stall, denn er wollte gerne mit ihr ein wenig an der Longe arbeiten. Am Putzplatz nahm er sie mir auch schon ab, so dass ich mich wieder voll und ganz Cookie widmen konnte.
      Die Gute putzte ich nun erst einmal gründlich, ehe ich sie sattelte. Wir begannen nun langsam mit dem Training und kamen auch gut voran. Heute stand jedoch nur leichte Dressurarbeit auf dem Plan. Nachdem Cookie gesattelt war, gingen wir in die Halle, wo ich aufstieg und sie in aller Ruhe aufwärmte. Bei der Eiseskälte sollte man sich da auf jeden Fall Zeit lassen, damit es der Stute an nichts fehlte.
      Kurze Zeit später stießen auch Ciaran und Fagy dazu und auch er wärmte seine Stute gründlich auf. Ich hatte nun schon den ersten Trab hinter mir und versammelte mir Cookie langsam, um sie in die Anlehnung zu bringen. Wir ritten erst große gebogene Linien wie Zirkel und Schlangenlinien, ehe wir auch die Volten mit dazu nahmen.
      Die Stute machte mustergültig mit und so nahm ich auch den Galopp dazu. Cookie hatte wirklich einen schönen Galopp und war sehr motiviert mit bei der Sache. So ritten wir noch ein Weilchen, ehe ich sie ausgiebig lobte und abritt.
      Im Stall sattelte ich sie dann ab und warf ihr direkt die Abschwitzdecke über. Gerade wurde das Solarium von Fagy belegt, weshalb Cookie erst einmal etwas Mash mit Möhren bekam. Danach durfte auch sie noch einmal unter das wärmende Licht.
      Dank dessen war sie schon nach kurzer Zeit wieder trocken und konnte wieder hinaus auf die Weide. Ich widmete mich nach dem Ritt direkt noch unserem Sattel, denn über den putzte ich noch kurz drüber, ehe er wieder in die Sattelkammer durfte.
    • Gwen
      Pflegebericht 31.03.2018 - Turnierplanungen

      Obwohl sich Kanada gefühlt noch im tiefsten Winter befand, saßen Ciaran und ich beisammen und nutzten die letzte Kälte für die Planung der kommenden Turniersaison. 2018 stand wieder sehr viel Neues auf dem Plan und spätestens im April sollte es dann endlich wieder losgehen. Und nebenher durfte auch gerne der Frühling endlich mal bei uns einkehren.
      Doch nun widmete ich mich dem Plan, der vor uns lag und noch ziemlich leer aussah. Unsere Standard-Sportpferde würden wie jedes Jahr regulär auf festen und vor allem größeren Events vertreten sein. Es war immer gut, sich dort als Trainer und Züchter zu zeigen. Außerdem wurden so die Pferde bekannt und das schadete auch nie.
      Doch von größerem Interesse waren unsere Turnierneulinge. So beispielsweise Sinfonie, oder Ensnare the Sun, aber auch Pinero und Smoke Cream. Die beiden letzteren würden aufgrund ihrer Ausbildung noch auf Sparflamme laufen. Sie durften erst einmal in aller Ruhe die Abläufe kennenlernen, ehe es ernst werden würde.
      Für unsere Paintstute hingegen visierte ich bereits eine eventuelle Prämierung an, doch vorher würde sie gute Resultate bei den Turnieren bringen müssen. Außerdem liefen wie immer die beiden deutschen Reitponys Back To Business und Dead Memories auf den Turnieren mit. Und damit es auch was für Ciaran gab, standen Kedves und Fagy wie immer auf dem Plan.
      Er liebte die Furiosos und war ganz vernarrt in sie. Aber auch Ceredwen war stets auf Turnieren an seiner Seite. Ich widmete meine freien Wochenenden da ja lieber den Sportponys wie Neelix oder Altair. Das war mehr meine Welt, aber das war ja auch gut so. So glichen wir uns perfekt aus.
      Für die Jüngsten stand dieses Jahr nichts auf dem Plan. Ganz eventuell und wenn es wirklich gut passen sollte, könnte man die Kleinsten auf Fohlenschauen vorstellen, doch zugegebenermaßen hielt ich davon nicht besonders viel und den Stress war das Ganze dann auch nicht wert.
      Also widmeten wir uns nach der Planung lieber noch den eventuellen Sommerweiden für die Jungspunde. Aktuell empfand ich alle eigentlich noch als zu jung und so richtig aufgetan hatte sich in der näheren Umgebung auch noch keine Möglichkeit. Außerdem war unser Kindergarten groß genug, dass wir selbst die Spielgefährten bereitstellen konnten. Das war kein Problem und für den Notfall hatte man auch gute Nachbarn.
      So waren Ciaran und ich letztendlich doch schneller mit den Planungen fertig als gedacht. Und ich freute mich schon auf die wärmeren und grüneren Tage! Man jammerte ja doch gerne über die Wärme, aber ewig Winter und Schnee war dann auch nicht so schön. Und im Gegensatz zu Deutschland hatte man hier in Kanada einen herrlichen Sommer, bei welchem es selten zu warm wurde. Und wenn doch, dann kühlte es über Nacht zumindest gut wieder ab.
      Auf unserem Plan stand nun nur noch die Besprechung der kommenden WHT Events an. Für April war der Osterwanderritt geplant, bei welchem Ciaran und ich eine kleine Gruppe an Reitern durch die kanadische Wildnis begleiten würden. Im Mai wäre dann ein Jungpferdetreffen an der Reihe. Ich war sehr gespannt auf die Resonanz der beiden Events, hatte aber bisher meine Zweifel, dass die Teilnehmerzahlen besonders groß sein würden.
      Aktuell war das Interesse für solche Veranstaltungen doch eher gering. Aber eventuell wurde ich ja dieses Jahr doch noch überrascht. Zumindest hielt die regelmäßige Teilnahme für einige bekannte Gesichter zu Ende des Jahres eine Überraschung bereit, denn Ciaran und ich hatten entschieden, dass Treue schließlich belohnt werden müsse.
    • Gwen
      Pflegebericht 22.05.2018 - Fortschritte

      Smoke Cream war nun schon ein halbes Jahr bei uns im Stall und seither hatte sich auch viel getan. Die Stute sah mittlerweile wesentlich besser aus. Das Fell glänzte, sie war muskulöser geworden und wusste sich immer besser zu bewegen. Zu Beginn hatten wir durch Longenarbeit erst einmal eine körperliche Basis geschaffen. Nebenher hatte sich Smoke Cream auch mit der Bodenarbeit anfreunden müssen, dadurch aber viel an Ausdruck und Selbstbewusstsein gewonnen.
      Inzwischen tasteten wir uns auch schon ein wenig an die Freiarbeit heran, aber nur die einfachen Sachen, um Smoke Cream nicht zu überfordern. Sie wurde nun auch schon geritten, nachdem einmal das Rundumpaket da gewesen war. Wir hatten einen Zahnarzt und einen Ostheopathen kommen lassen. Danach hatte Elena der Stute einen gescheiten Sattel angepasst und direkt eine neue Trense mitgeliefert. Smoke Cream war also bestens ausgestattet in die diesjährige Saison gestartet.
      Da sie in den vergangenen Monaten auch so eine wunderbare Entwicklung durchgemacht hatte, durfte sie bereits einige Turniere besuchen und zeigte sich auch dort von ihrer besten Seite. Begleitet wurde sie dabei immer von Ensnare the Sun, die bei allem super verlässlich war und uns wirklich glücklich machte. Für Smoke Cream war sie die perfekte Stütze bei dem Turniertrubel und so kamen wir mit beiden neuen Stuten bestens voran.
      Auch Ensnare the Sun ging bei uns nämlich regelmäßig Turniere. Zeitgleich wurde sie aber auch von mir für längere Wander- und Distanzritte ausgebildet. Mit der Stute machte mir das mehr Spaß als gedacht und war gespannt, wie sich das weiterentwickeln würde. Heute hatte die Stute hingegen ihren freien Tag, während Smoke Cream mit mir eine lockere Runde ins Gelände gehen würde.
    • Gwen
      Pflegebericht 30.06.2018 - Begabte Springerin

      Grinsend trat Ciaran neben mich, während ich die neusten Turnierschleifen von Smoke Cream aufhängte. "Wie war das mit vielseitig geförderte Sportpferde?", meinte er lachend und ich gab ihm nur einen Knuff in die Seite. "Kann ja keiner ahnen, dass das Pferd bei jedem Springturnier was es besucht, eine Schleife mitbringt", seufzte ich.
      Zehn Schleifen hatte Smoke Cream seit ihrer Zeit bei uns gesammelt und acht davon waren von Springturnieren. Die Stute hatte in der kurzen Zeit sehr deutlich gemacht, was ihre Paradedisziplin war, nur, dass damit nicht wirklich jemand gerechnet hatte. Aufgrund dieser Tatsache wollten wir nun aber die anderen Disziplinen wieder mehr in den Fokus rücken.
      Zum einen wollte ich mit Smoke Cream diesen Sommer noch einige Geländespringen starten und zum anderen hatten wir auch schon einen größeren Distanzritt hinter uns gebracht. Das war nicht gerade meine liebste Disziplin, durch ihre hohe Kondition eignete sich Smoke Cream jedoch serh gut dafür.
      Ich war mir nur noch nicht sicher, ob wir diese Ausbildung weiter verfolgen würden. Mein persönlicher Favorit war ja immer die Dressur, nur konnte ich Smoke Cream schwer davon überzeugen und wir brachten Ciaran häufig zum Lachen. Es war nicht so, als wäre Smoke Cream unbegabt oder es sähe nicht gut aus, was wir ritten, aber diese ständigen Diskussionen mit dem Pferd waren echt anstrengend.
      Beim Springen war sie anders, viel entspannter und kompromissbereiter. Da ich aber gerne Smoke Cream als weiteres Vielseitigkeitspferd haben wollte und sie auch in allen drei Disziplinen das nötige Potenzial hatte, würde sie sich wohl oder übel mit der Dressur anfreunden müssen. Zumal diese eh für mich die Grundlage fürs Springen darstellte.
      Wir verlagerten aktuell unser Dressurtraining viel nach draußen auf die freien Wiesen und tatsächlich gewann Smoke Cream immer mehr Spaß daran, wenn auch langsam. Heute würde für uns beide wieder so eine Einheit anstehen, doch zuvor musste ich noch Platz schaffen für die drei neusten Springschleifen...
    • Gwen
      Pflegebericht 31.07.2018 - Sommerzeit

      Aktuell war es sogar bei uns in Kanada recht warm und der Juli machte seinem Ruf alle Ehre, der heißeste Monat im Jahr zu sein. Dementsprechend schoben wir das Training meist auf die frühen Morgen- und die späten Abendstunden, um so die Pferde und auch uns zu schonen.
      Schon seit Juni waren die Gesuche für Auszubildende und Praktikanten online. Es flogen auch bereits Bewerbungen ein, doch weder Ciaran, noch ich, hatten aktuell die Zeit gefunden, uns die Bewerbungen in Ruhe anzuschauen und Potenzielle einzuladen.
      Wir hatten uns darauf geeinigt, Anfang August die Zusagen zum Vorreiten zu verschicken und noch in diesem Monat jemand passenden zu finden. Und tatsächlich war geplant, dass wir uns heute Abend zusammensetzen würden, um einige Bewerbungen anzuschauen.
      Ciaran war jedoch für heute ausgeflogen, denn für ihn war es mit Sinfonie und Ceredwen aufs Turnier. Meine beiden Schützlinge hatten heute frei bekommen. Dabei war Pinero aktuell ganz gut dabei aufzuholen, was die Turniererfolge betraf. Panino hingegen hatte heute frei, nachdem er sich gestern auf seinem ersten Turnier wirklich mehr als gut geschlagen hatte.
      Es war ein Synchronspringen gewesen und an der Seite von Zais routinierter Stute Lakim hatte er eine wirklich gute Figur abgegeben. Da er aber noch nicht lange bei uns war und erst recht noch nicht lange im Turniersport, wollten wir mit ihm schonend anfangen. So hatte er heute frei und würde morgen nur locker bewegt werden, ehe es dann wieder mit dem Training losgehen würde.
      Darum kamen heute Ensnare the Sun und Smoke Cream nicht herum. Ich hatte beide Stuten von der Weide geholt und bereits geputzt und Sun gesattelt. Smoke Cream würde als Handpferd mitgehen. Seitdem die Vollblutstute bei uns war, hatte sie ganz schön zugelegt und aufgebaut. Das schmale Vollblut war Geschichte.
      Für die beiden stand heute ein wenig Ausdauertraining auf dem Plan. Tatsächlich nahm ich dabei selten Handpferde mit, aber wenn personalbedingt Leute fehlten, musste man nun einmal kreativ werden. Außerdem funktionierte das bei den beiden Stuten einwandfrei, da sie einen ähnlichen Rang innehatten und sich generell vertrugen.
      Auf dem Trainingsplan stand so heute ein eineinhalbstündiger Ritt durch unsere Wälder. Fünfzehn Minuten Schritt zum aufwärmen, danach fünfzehn Minuten Trab und dann eine kurze Pause, ehe noch einmal fünfzehn Minuten Trab und daraufhin fünfzehn Minuten Schritt folgten. Den Abschluss machten fünfzehn Minuten Galopp mit lockerem Austraben und den restlichen Heimweg im Schritt.
      Smoke Cream hatte sich zu einer exzellenten Springerin gemausert, unter anderem auch wegen ihrer Kondition und Kraft. Dementsprechend wollten wir bald vermehrt im Geländespringen starten, doch dafür benötigte sie noch mehr Ausdauer. Ensnare the Sun war durch und durch ein ausdauerndes Pferd und eignete sich so ideal als Begleiterin, somit war die Stute für heute auch versorgt.
      Ich spritzte beide Stuten in Ruhe ab, ehe sie noch ihr Kraftfutter bekamen und danach zurück auf die Weide durften. Von dort schnappte ich mir Fagy und nahm sie mit in den Stall. Sie und ihr Halbbruder unterstanden im Training meist Ciaran, der echt einen Narren an den Furiosos gefressen hatte. So bekam ich Elenas Nachzuchten nur selten zu sehen.
      Nein Spaß, ich hatte sie oft genug an der Backe. So wie heute. Für Fagy stand Longieren mit Stangenarbeit auf den Plan und für Kedves zum Glück nur lockeres Reiten. So war ich mit den beiden Spezialisten schnell durch. Aber es freute mich sehr, Fagys Entwicklung zu sehen.
      Zu Beginn ihrer Zeit hatten wir beide arg lange gebraucht, um warm zu werden, doch mittlerweile war sie ein unglaublich souveränes Reitpferd geworden und ich konnte mich wirklich nicht mehr beschweren. Sie machte sich echt gut.
      Für den restlichen Tag blieb mir nicht mehr viel. Gegen Nachmittag wollte Ciaran wiederkommen und hatte sich für das Geländetraining Shenandoah reserviert. Da die Uhr bereits fast zwölf anzeigte, beschloss ich, mich auch erst einmal ins Büro zurückzuziehen und schon einmal ein wenig Vorarbeit bei den Bewerbungen zu leisten.
      Für heute Abend hob ich mir Aspantau und Khadir auf. Den dreijährigen Vollblüter Aspantau gewöhnten wir momentan ein wenig ans Arbeiten. Zweimal die Woche wurde er longiert, einmal ging er als Handpferd mit ins Gelände und einmal machte ich mit ihm Bodenarbeit oder arbeitete an der Hand, um die Grundlagen an Seitengängen und solche Späße zu erarbeiten.
      Die restlichen drei Tage hatte er frei, denn wir hatten schon bei seinem Kauf entschieden, dem Jungspund noch Zeit zu geben. So durfte er stattdessen aktuell in alles ein wenig hereinschnuppern, ehe es dann für August und September in eine Junghengstherde auf eine große Sommerweide gehen würde, wo er noch einmal richtig entspannt Pferd sein durfte.
      Und Khadir wollte ich heute Abend noch ein wenig reiten. Aufgrund seines Daseins als Deckhengst war das manchmal ein wenig zu kurz gekommen. Er hatte zwar grundlegend eine solide Ausbildung absolviert, aber eben mehr nicht.
      Zu Beginn hatten wir viel an einem gesunden Vorwärts-Abwärts mit aktiver Hinterhand, denn Khadir rollte sich gerne ein und marschierte dann in schönster Arabermanier über den Platz - nur dass wir daran kein Interesse hatten.
      Inzwischen machte er sich aber wirklich gut. Man merkte wie er an Kraft gewann und sich immer mehr auf die Hinterhand setzen konnte. Außerdem war die Anlehnung mittlerweile viel konstanter und weicher, so dass wir schon hier und da ein paar kurze Reprisen in Aufrichtung ritten.
      Und der Hengst hatte wirklich tolle Gänge, man musste sie eben nur aus ihm herauskitzeln. Genau das Vergnügen würde ich wohl heute wieder haben. Aber wir kamen immer schneller zum Ziel, dementsprechend war ich gespannt, was mich heute erwarten würde.
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  • Album:
    Sportpferde
    Hochgeladen von:
    Gwen
    Datum:
    19 Nov. 2017
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  • Rufname: Cookie
    Geburtsjahr: 2010

    Von: unbekannt
    Aus der: unbekannt

    Rasse: Englisches Vollblut x Paint Horse
    Geschlecht: Stute
    Fellfarbe: Falbschecke
    Stockmaß: 160cm

    Beschreibung:
    Smoke Cream lebt erst seit kurzem bei uns. Bisher zeigte sie sich im Umgang als friedliche und ruhige Stute, welche jedoch sehr zurückhaltend wirkt. Sie scheint sich stets zu bemühen, man merkt ihr ihr junges Alter jedoch noch an. Auch in der Herde muss sie erst einmal ihren Platz finden, aber das wird sich mit der Zeit sicherlich zeigen.

    Ersteller: Canyon
    Besitzer: Gwen
    Vorkaufsrecht: Canyon

    Dressur L - Springen S*** - Military A - Distanz M

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