adoptedfox

Smarty Jones

2012 • englisches Vollblut • Hengst • gekört

Smarty Jones
adoptedfox, 8 Sep. 2019
Veija und Wolfszeit gefällt das.
    • adoptedfox
      30. September 2017 | 2830 Zeichen
      Nachdem ich den frisch aufgebrühten Kaffee in eine Thermoskanne gegossen hatte ging ich hinüber in den Stall um mich der Stallarbeit zu widmen. Ich brachte die Pferde gerade nach draußen auf die Weiden, als Erin’s Wagen auf den Hof fuhr. Vergangenen Monat bot Ich ihr einen Job als Pferdepflegerin an und noch bevor ich die Frage, ob sie Interesse hätte, stellen konnte stimmte sie freudig zu. Mit ihrer Hilfe erarbeitete ich Kurse für Pferd und Reiter die nun zwei Mal wöchentlich auf dem Hof angeboten wurden und dank der Reithalle regen Andrang fanden. Erin half mir bei der Stallarbeit und so waren wir bereits nach nur einer Stunde fertig. Ich griff nach dem Führstrick der an der Box neben mir hing und ging zu den Weiden um nach den Pferden zu sehen. Meine beiden Fohlen entwickelten sich großartig und Bearing Spots brachte letztens erst sogar ihre erste Schleife nach Hause. Compliment, der mittlerweile getrennt von Bearing Spots auf einer Weide mit den Wallachen der Einsteller stand, wird in den nächsten Wochen für eine Fohlenschau vorbereitet werden. Ich beobachtete die beiden noch eine Weile, bevor ich mich Smarty Jones, meinem Neuzugang, zuwandte und ihn ausgiebig begrüßte. Er hatte sich rasch eingelebt.
      “Na mein großer? Hast du Lust ein bisschen zu arbeiten?” fragte ich und zog sein Halfter zurecht bevor ich den Führstrick einhängte und den Hengst von der Weide in die Stallgasse brachte. Ich band Smarty Jones vor seiner Box an und nahm einen Striegel und eine Bürste aus der Putzbox um ihn zu putzen. Nachdem ich auch die Hufe ausgekratzt hatte legte ich die Utensilien zurück in die Putzbox und ging in die Sattelkammer um eine Longe zu holen. Ich tauschte den Führstrick gegen die Longe und führte den ruhigen Hengst in die Reithalle. “Wie macht er sich?” fragte Hunter der zwischenzeitlich erschienen war. “Ich weiß nicht, bisher hatte er Schonfrist.” antwortete ich ehrlich und warf ihm ein Lächeln zu, bevor ich mich wieder Smarty Jones widmete der im Schritt seine Runden auf dem Zirkel zog. Der Hengst arbeitete konzentriert mit, musste hier und da aber daran erinnert werden dass nicht er entschied wann das Training beendet werden würde. Nach einer guten halben Stunde holte ich Smarty Jones zu mir und lobte ihn ausgiebig. Hunter öffnete das Hallentor und zog an seiner Zigarette. “Gib ihm etwas Zeit, der wird noch!” sagte ich als ich seinen prüfenden Blick sah. Er rang sich ein lächeln ab und folgte mir zu den Weiden. Er öffnete das Tor und ließ mich mit Smarty Jones passieren. “Darf ich dich auf einen Kaffee einladen?” fragte ich Hunter als ich de Hengst in die Freizeit entlassen hatte. “Da sag ich nicht Nein.” antwortete er lächelnd und gab mir einen Kuss auf die Stirn. Wir gingen ins Haus und ich nahm mir vor, später noch mit den Fohlen spazieren zu gehen, sofern das Wetter hielt.
    • adoptedfox
      07. Dezember 2017 | 4117 Zeichen
      Der Boden war noch gefroren als ich die Haustür hinter mir schloss und mich auf den Weg in den Stall machte. Die letzten Tage waren frostig und 2 Nächte lang hatte es sogar geschneit. Ich öffnete die Stalltür und sog den warmen Pferdegeruch tief ein bevor ich die Schubkarre aus der Futterkammer holte und sie mit Heu füllte. Als die Raufen auf den Weiden gefüllt waren brachte ich die Pferde auf eben diese und widmete mich der Stallarbeit. Smarty Jones schaffte es Tag für Tag seine Hinterlassenschaften in der gesamten Box zu verteilen. Manchmal holte ich die Pferdeäpfel sogar aus der Tränke! Nachdem die Boxen gemistet und frisch eingestreut waren legte ich jedem Pferd einen Apfel in den Futtertrog und ging zurück ins Haus um eine Tasse Kaffee zu trinken. Ich setzte mich an den Tisch und zog mein Telefon aus der Tasche um Hunter eine SMS zu senden. „Guten Morgen Hunter, tut mir Leid dass ich mich lang nicht gemeldet habe. Wie geht es Dir?“ schrieb ich und sendete die SMS ab.
      „Guten Morgen Käthe, wir haben uns lange nicht mehr gesehen. Etwas dagegen wenn ich später vorbei komme?“ So schnell hatte ich nicht mit einer Antwort gerechnet. Ich sagte ihm für ein späteres Treffen zu und stellte die nun leere Tasse in den Geschirrspüler. Ich ging zurück in den Stall und nahm einen Führstrick um Bearing Spots von der Weide zu holen. Aufmerksam trabte sie an den Zaun und ließ sich aufhalftern. In der Stallgasse band ich die junge Stute an und begann damit ihr dichtes Winterfell zu striegeln. Sie entwickelte sich großartig und ich plante sie langsam aber sicher an das longieren zu gewöhnen. Bevor ich sie in die Reithalle führte holte ich die Longe aus der Sattelkammer und hängte sie in den Führstrick ein. In der Halle angekommen wärmte ich Bearing Spots auf bevor ich mit ihr ein wenig trainierte. Sie machte ihre Sache gut sodass ich nach zirka 20 Minuten die Arbeit beendete und die Stute ausgiebig lobte. Ich brachte sie zurück auf die Weide und nahm Compliment mit in die Stallgasse um ihn zu putzen. In der vergangenen Woche war ich jeden Tag mit ihm spazieren um das Führen zu verbessern sodass ich ihm ein paar Tage Ruhe geben wollte. Nachdem ich den jungen Hengst gestriegelt hatte kratzte ich seine Hufe aus und brachte ihn zurück auf die Weide. Bevor ich Smarty Jones holte beobachtete ich den Hengst eine Weile. Ich genoss seinen Anblick. Sein helles Fell glänzte in der Sonne und auch der frostige Boden taute auf und glitzerte sanft. Ich lockte Smarty Jones an den Zaun und hängte den Führstrick in sein Halfter ein. Trotzdessen dass ich nicht wusste wann Hunter kam, entschied ich mich einen kleinen Ausritt mit Smarty Jones zu wagen. Ich band den Hengst in der Stallgasse an und begann sein weiches Winterfell zu striegeln. Nachdem ich die Hufe ausgekratzt hatte ging ich in die Sattelkammer um seinen Sattel und sein Zaumzeug zu holen. Ich sattelte Smarty Jones, setzte meinen Helm auf und führte den Hengst auf den Hof um aufzusteigen. Gemeinsam ritten wir eine Weile an der wenig befahrenen Straße entlang bevor wir einen abgelegenen Waldweg einschlugen. Bis auf eine lange Galoppstrecke war es ein entspannter Ausritt im Schritt und Trab. Ich lobte Smarty Jones ausgiebig für seine Gelassenheit und machte nach einer Stunde kehrt. Als wir auf die Straße zurück kamen bog gerade ein dunkler Wagen auf den Hof ein. „Schön das du da bist!“ sagte ich sanft lächelnd und hielt Smarty Jones neben Hunter an, der gerade aus dem Wagen gestiegen war. Er streichelte Smarty Jones den Hals und erinnerte mich beinahe vorwurfsvoll daran, dass ich mich ja nicht gemeldet habe. Ich blickte auf den Hals des Hengstes und atmete hörbar aus. „Hunter ich brauchte etwas Zeit für mich, dass hatte nichts mit Dir zu tun.“ bat ich um Verständnis und stieg ab. Ich schob die Steigbügel auf und führte Smarty Jones in die Stallgasse wo ich ihn absattelte und ihm eine Apfelhälfte gab. Als ich Smarty Jones auf die Weide brachte stand Hunter vor dem Haus und rauchte eine. Ich entließ den Hengst in seinen wohlverdienten „Feierabend“ und ging zu ihm hinüber um ihn auf eine Tasse Kaffee hinein zu bitten.
    • adoptedfox
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      4481 Zeichen by Ravenna
      “Deine Eltern haben es nicht sonderlich gut mit dir gemein,oder?” feixte Rúrik, während er in dem Transporter nach dem Holzkästchen suchte für seinen Kunden. “Wiesoo?” fragte dieser verwirrt. “Ach...wir stehen hier, in Nottingham, in der unmittelbaren Nähe von Sherwood Forest. Du bekommst von mir einen Satz neuer Pfeilspitzen und dein Name ist Robin. Also noch mehr Klischee hätte man dir nicht anhängen können.” Robin schaute verdutzt, wirkte überrascht und lachte dann breit, er schien verstanden zu haben. Rúrik stieg aus dem Wagen aus, in Händen besagte Holzkiste. “10 neue Feuerpfeile. War gar nicht so einfach die zu schmieden, bei deinen Wünschen.” brummt Rúrik, dabei dachte er an die Arbeit die es gewesen war. Meistens war er eher weniger der Typ für solch filigrane Dinge, einer der Gründe wieso er kein Schmuckschmied war, doch in letzter Zeit bekam er des öfteren genau solche Anfragen. Bei einem Kaffe verhandelten sie noch über den Preis der Ware. “Robin, ich muss...mich erwartet noch ein Kunde mit vier Hufen. Ich will mich nicht verspäten.”
      Nur knapp 10 Minuten später rollte der schwarze Transporter auch schon auf den Hof von Käthe von Landsberg, auch der Hof hieß ähnlich, allerdings hatte sich der Schmied dahingehend nicht sonderlich informiert. Da er den Weg überschätzt hatte, war er bereits 10 Minuten vor seinem Termin am Hof, sah niemanden in unmittelbarer Erreichbarkeit und suchte ein wenig herum. “Entschuldigen Sie?” kam ein unsicheres, zartes Stimmchen von hinter ihm. Eine Frau, die er an die 30 schätze kam aus einer der Boxen “Der Stall ist nicht für fremde zulässig.” “Fremd bin ich, aber ich bin auf der Suche nach Käthe von Landsberg, sind sie das?” die Unbekannte schüttelte den Kopf. “Ich ruf sie schnell an.”
      Es dauerte nicht lang, dann kam ein “So früh hab ich mit ihnen gar nicht gerechnet” an seine Ohren, während er ein Pferd streichelte dessen Kopf neugierig aus der Box lugte. Eine hübsche junge Frau kam auf ihn zu, sehr jung...sie musste gerade dem Teenager Alter entwachsen sein. Schmerzlich erinnerte er sich daran, seine eigene Tochter wäre jetzt auch etwa in ihrem Alter. Aus dem Dutt den sie trug hatten sich braune Strähnen gelöst, standen ihr vom Kopf ab. Und Rúrik spürte das sie jetzt etwas unsicher wirkte, du starrst alter Mann. ermahnte er sich selbst. “Ja, der Weg von meinem letzten Kunden hierher ging schneller als erwartet.”
      “Ich hab Smarty Jones schon draußen angebunden, die paar Strahlen Sonne wollte ich heute mal nutzen.” sie hatte recht, es herrschte schneidende Kälte, aber die Sonne schien angenehm vom Himmel. Smarty war ein hübscher, etwas hagerer Vollblüter von ungewöhnlicher Farbe. Allzu oft sah Rúrik einen Roan nicht...lange keinen Red Roan, ihn faszinierte diese Farbe. Neugierig betrachtete der Hengst den Schmied, ließ sich von der Möhre locken. Wie bei allen seinen Kunden stellte er erst ein paar Fragen, ließ sich den Hengst vorlaufen und machte sich einen ersten Eindruck der Hufe.
      Anschließend griff er in seinen Koffer, steckte sich die Raspel und das Messer in die Schürze und griff nach dem ersten Huf. “Da sind öfters rote Punkte im Huf zu sehen, was könnte das bedeuten?” “Helle Hufe machen sichtbar was dunkle nicht haben. Tritt sich das Pferd...oder kommt es irgendwo gegen kommt es auch dort zu Blutergüssen, bei schwarzem Horn ist das natürlich nicht sichtbar bei denen hier schon.” er winkte sie näher heran. “Siehst du hier die eingerbungen? Das sind Abdrücke von Steinen...nicht weiter übel, aber seine Hufe sind etwas weicher, dadurch sieht man das eben auch schneller. Du kannst zur Unterstützung Huf Vital ins Futter machen. Auch das Laufen über Betonboden schult den Huf...sie laufen zunächst langamer, fühlig. Aber es regt die Durchblutung an...und dadurch kann es auch härten. Das erzielt nicht bei allen gute Ergebnisse aber einen Versuch ist es wert. Bei den Hinterhufen tat sich Smarty ein wenig schwer den Huf lange auf dem Bock zu halten. “Er kam aus schlechter Halung, wir bauen ihn erst wieder auf und die Verspannungen lösen sich erst.” gab Käthe als Entschuldigung an. “Er wird sich wieder daran gewöhnen, außerdem hetzt uns ja niemand.” Geduldig griff Rúrik nach dem Bein und beendete seine Arbeit. “Damit wären wir auch schon fertig. Hufchmutz benötigt er nicht unbedingt.” Dankeschön Herr Hálfdánsson, das mit dem Futter werde ich mir überlegen.”
      Damit fegte Rúrik noch die Überreste der Arbeit fort, verabschiedete sich und fuhr zum nächsten Auftrag.
    • adoptedfox
      06. Januar 2018 | 4489 Zeichen
      Käthe | Vor wenigen Tagen hatte ich Smarty Jones bei einer Gelassenheitsprüfung angemeldet, welcher ich zuversichtlich entgegen blickte. Heute war es soweit. Der Regen peitschte nasskalt in mein Gesicht als ich den auffälligen Hengst in die trockene Stallgasse führte. Erin war mit mir gekommen.“Geh du zur Anmeldung, ich suche seine Box und fange dann an ihn vorzubereiten.” sagte Erin und ich gab ihr, dankbar lächelnd, den Strick von Smarty Jones. Ich machte mich auf den Weg um unsere Ankunft zu melden und die Startnummer abzuholen. Erin hatte den Hengst bereits abgetrocknet und geputzt als ich zurück kam. Ich half ihr dabei die Mähne zu richten und suchte die Mähnengummis in meinem Rucksack, die ich extra für heute besorgt hatte. Als ich sie endlich gefunden hatte reichte ich sie Erin und band auch meinen Zopf neu, da sich bereits einige Haarsträhnen gelöst hatten und mir ins Gesicht hingen.
      “Was meinst du, stelle ich ihn mit Halfter oder Trense vor?” fragte ich Erin und hielt sowohl sein Lederhalfter, als auch sein Zaumzeug in die Luft. Erin überlegte einen Moment, zeigte dann aber entschieden auf das Lederhalfter. Ich legte den Zaum zurück und tauschte Smarty’s jetziges Halfter gegen das Lederhalfter aus.“Du solltest dich auch langsam fertig machen Käthe.” stellte Erin mit einem Blick auf die Uhr fest.
      Ich klopfte meine Jeanshose sauber und zog ein weißes Poloshirt aus meinem Rucksack um es mir anzuziehen.
      “Viel Erfolg!” wünschte mir Erin und übergab mir den Strick von Smarty Jones.
      Da sich noch ein Teilnehmer in der Halle befand warteten wir einen Moment vor dem massiven Hallentor bevor es sich öffnete und wir hereingebeten wurden. Ich führte Smarty Jones hinein und stellte ihn mittig der Halle auf damit sowohl die Richter, als auch die Zuschauer den Hengst begutachten konnten. Als einer der Richter nickte schnalzte ich mit der Zunge und führte Smarty Jones im Schritt eine Runde auf der Bahn. Ich beschleunigte mein Tempo und der auffällige Hengst trabte an. Er war gut bei der Sache und lief schwungvoll an meiner Seite. Nach einer weiteren Runde parierte ich den Hengst und führte ihn an die nächste Aufgabe, ein Hindernis. Als wir uns dem Hindernis näherten ließ der versteckte Mitarbeiter die bunten Ballons los sodass sie gen Hallendach aufstiegen. Smarty Jones legte prompt die Ohren an, folgte mir aber ohne Einwände. Als nächstes wurde mir ein großer Sack überreicht der laut klapperte. Es klang, als würden sich Blechdosen darin befinden. In der einen Hand mein Hengst, in der anderen den lärmenden Sack gingen wir eine Runde durch die Halle. Smarty Jones blieb unbeeindruckt und ich hielt einen Moment um den Sack abzulegen damit wir uns der nächsten Aufgabe widmen konnten. Wir liefen auf eine Frau mit einem Schirm zu. Ich hielt Smarty Jones und sie glitt mit dem Regenschirm über seinen Rücken. Der Hengst schnaubte angespannt, doch die Neugierde schien zu überwiegen. Sie öffnete den Schirm sowohl auf seiner Linken, als auch auf seiner Rechten. Ich klopfte dem Hengst lobend den Hals und stellte mich vor ihm auf. Ich ließ Smarty Jones rückwärts richten was ihm sichtlich leicht fiel da wir dies mehrmals die Woche trainierten. Die nächste Aufgabe sollte ebenfalls problemlos zu meistern sein. Ein Turnierhelfer kam bereits auf uns zu und hielt eine Flasche in der Hand, ähnlich einer Mähnensprayflasche. Er nickte mir kurz zu bevor er anfing Smarty Jones’ Mähne einzusprühen. Der sanfte Sprühnebel legte sich auf seiner Mähne ab und ich musste lachen als er auf das Spray reagierte: er flehmte.Die letzte Aufgabe war eine Wahlaufgabe. Bereits bei der Anmeldung teilte ich mit, dass wir uns für die Brücke entschieden hatten. Ich führte meinen Hengst an die Brücke heran und ließ ihn kurz daran riechen bevor ich hinauf ging und den Hengst hinterher lockte. Angespannt betraten seine Hufe die Holzbrücke und folgten mir. Am Ende der Brücke machte er einen Satz nach vorn, als wolle er so schnell wie möglich wieder runter und ich konnte gerade so noch zur Seite treten. “Du Schlingel!” schimpfte ich ihn leise und klopfte seinen Hals. Ich führte den Hengst nochmals in die Mitte der Halle wo wir uns von den Richtern verabschiedeten, bevor wir die Halle verließen.
      Der Andrang im Stallgebäude hatte deutlich zugenommen und trotzdessen das man mit Pferd unterwegs war, gingen die Menschen nur nach Bitten auf die Seite. Ich konnte erkennen das Erin sich mit jemandem unterhielt, doch mit wem wusste ich nicht. Zumindest nicht bis ich näher kam.
    • adoptedfox
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      3004 Zeichen von Calypso
      Heute führte mich mein Weg nach Nottingham, ich freute mich darauf da ich dort Freunde besuchen würde und auch beruflich dort hin musste. Käthe von Landsberg brauchte einen Tierarzt für ihren Hengst Smarty Jones. Als es noch dunkel war hatte ich ich auf den Weg gemacht, ich brauchte etwas über 4 Stunden bis nach Nottingham.Gegen 11 Uhr Vormittag kam ich dann endlich an, das Wetter war trüb aber nicht regnerisch. Auf dem Hof war schon Betrieb und ich machte mich auf die Suche nach Käthe. Nachdem ich mich bei einem der Pfleger, der gerade ausmistete, kundig gemacht hatte fand ich sie bei der Box des Patienten. „Hallo, ich bin Veronika“ stellte ich mich vor und wir beide reichten uns die Hand. „Schön das du da bist. Dann darf ich dir auch gleich Smarty Jones vorstellen.“ entgegnete mir die stolze Besitzerin des Englischen Vollbluts. Man konnte auf dem ersten Blick gleich erahnen das der Hengst keine schöne Vergangenheit gehabt haben musste. Er war noch recht mager und sah nicht nach einem stattlichen, jungen Pferd aus. Käthe erzählte mir ein wenig über ihn, während ich ihn kennenlernte und streichelte. Smarty Jones war recht aufgeschlossen und suchte regelrecht meine Nähe. Seine Besitzerin holte ihn dann aus der Box heraus und band ihn davor an. Ich hatte meine Utensilien schon mit aus dem Auto genommen und begann sogleich ihn gründlich abzutasten und mit dem Stethoskop abzuhören. Hierbei war ich besonders gründlich und genau, da man nie wissen konnte was das Pferd vielleicht doch schon an Krankheiten oder Defizite aufgenommen hatte durch die schlechte Haltung. Ich war sowieso sehr überrascht das er trotz seiner Vergangenheit anscheinend keine Schäden von seinem Sozialverhalten davon getragen hatte. Manche Pferde waren dann sehr in sich gekehrt, scheu und ängstlich. Smarty hingegen war einfach nur glücklich jetzt liebe Menschen an seiner Seite zu haben, so interpretierte ich es zumindest. Atemwege hörten sich frei und gesund an, ein gutes Zeichen, und als ich seine Beine und Gelenke nochmal genau anschaute und bog und streckte zeigte er keinerlei Schmerzen. Um diese Untersuchung abzuschließen ließ ich ihn mir von Käthe nochmal vorführen auf dem Hof, im Schritt und im Trab. Sah alles bestens aus. „Geimpft muss alles werden richtig?“ fragte ich Käthe und sie nickte zustimmend. „Mein Großer, dann musst du leider ein paar mal gepiekt werden!“ Smarty schaute mich mit gespitzten Ohren an und schaubte. Schnell waren die Spritzen aufgezogen mit den Impfstoffen gegen Influenza, Tetanus, Tollwut und Herpes. Der Hengst fuhr mit seinem Kopf zweimal zu mir herum, wie wenn er eine Fliege verjagen wollte, aber da musste er jetzt durch „Prima gemacht, schon vorbei!“ lobte ich ihn und auch Käthe streichelte ihn sanft über die Nüstern. Die Wurmkur gab ich Käthe, mit die konnte sie ihm selbst verabreichen und somit war der Tierarztbesuch schon zu Ende. Ich verabschiedete mich von den beiden und wünschte ihnen alles gute. Smarty Jones war auf dem besten Weg der Besserung.
    • adoptedfox
      17. Februar 2018 | 5491 Zeichen
      Obwohl es noch früh am Morgen war dämmerte es bereits und ein paar Amseln sangen ihre Lieder. Ich streckte mich, so gut es mit meiner verletzten Schulter eben ging und ging ins Bad um mich für den Tag vorzubereiten. Die Nacht war die erholsamste seit langem und ich war mir fast sicher, dass ich das dem Schmerzmittel aus dem Krankenhaus zu verdanken hatte. Ich lief über den Hof zu den unteren Stallungen und bereitete die Futterrationen der Pferde zu. Smarty Jones brummelte und klopfte ungeduldig mit dem Huf gegen seine Boxentür. “Beruhige dich, du bist doch gleich dran!” rief ich aus der Sattelkammer heraus und stellte alle Eimer in eine Schubkarre um sie unter den Pferden zu verteilen. Während die Pferde fraßen äppelte ich die Paddockboxen ab und brachte Heu auf die Weiden.
      “Guten Morgen!” rief Erin über den Hof nachdem sie aus dem Wagen gestiegen war.
      “Guten Morgen! Du bist ja schon da, hattest du nicht einen Termin?” fragte ich und zog mein Smartphone aus der Hosentasche um einen Blick auf die Uhr zu werfen. Erin winkte lachend ab.
      “Alles schon erledigt. Was macht die Schulter?”
      Ich tat so, als hätte ich ihre Frage nicht gehört und füllte den letzten Rest Heu in den Reifen vor mir. Erin schob die Frage, wie es mir mit meiner Schulter gehe, sicher nur vor um zu fragen wie es nun mit Hunter lief, nachdem er mich gestern ins Krankenhaus gebracht hatte und das wollte ich vorerst für mich behalten. Erin schien den Wink verstanden zu haben und ging in den Stall um mit dem ausmisten der Boxen zu beginnen. Ich lehnte die Schubkarre gegen die Stallwand und folgte ihr um meine beiden Jungpferde Bearing Spot’s und Compliment etwas zu beschäftigen. In den vergangenen Wochen verbrachten wir viel Zeit damit, die beiden im RoundPen an das longieren zu gewöhnen. Bearing Spot’s legten wir sogar schon einen Sattel auf damit sie das Gewicht auf dem Rücken kennenlernte. Ich holte die junge Stute aus ihrer Box und putzte sie ausgiebig, bevor ich die Longe aus der Sattelkammer holte und mit ihr in den RoundPen ging. Nach gut einer halben Stunde beendete ich das Training und klopfte der Stute lobend den Hals. Die Gangwechsel beherrschte sie an der Longe immer sicherer, nur am parieren und anhalten mussten wir noch feilen. Da Erin die Box gerade frisch eingestreut hatte brachte ich Bearing direkt auf eine der Weiden die ich zuvor für die Pferde vorbereitet hatte. Im Gegensatz zu Bearing Spot’s arbeitete Compliment heute konzentriert mit. Die beiden machten Fortschritte und ich konnte es kaum erwarten Hunter davon zu berichten. Als auch Compliment sich seinen “Feierabend” verdient hatte unterhielt ich mich kurz mit Erin und besprach den heutigen Tagesplan.
      “Gegen 16:00 Uhr kommen heute die Reitschüler, das dürfen wir nicht vergessen! Grenzfee und For an Angel wurden zur Nutzung angefragt. Die beiden müssen unbedingt ablongiert werden, sonst sind sie unausstehlich.” sagte ich und Erin nickte zustimmend. “Wenn du nichts dagegen hast würde ich mit Smarty Jones gern eine Runde ins Gelände gehen. Bei ihm brauch ich mir wegen meiner Schulter keine Gedanken machen.” fügte ich hinzu und sah sie bittend an. “Natürlich! Ein wenig Entspannung wird dir gut tun!” sagte sie lachend und dankbar ging ich in den Stall zu seiner Box um ihn zu begrüßen. Ich zog ihm sein Halfter an und brachte ihn hinaus in die Stallgasse wo ich den Hengst putzte, bevor ich seinen Sattel und sein Zaumzeug aus der Sattelkammer holte. Nachdem Smarty Jones gesattelt war, bandagierte ich noch seine Beine bevor ich ihm das Zaumzeug anzog. Ich holte meinen Helm und führte den ruhigen Hengst in den Hof um dort aufzusteigen. Erin longierte gerade Smooth Gravity im RoundPen. Ich winkte ihr kurz zu und schlug dann den schmalen Pfad, vorbei an den Weiden, in Richtung Wald ein. Über den Morgen wurde das Wetter zwar milder, kühl war es dennoch und ich war froh mir einen Schal mitgenommen zu haben. Nach einer Weile, als Smarty Jones endlich entspannter unter dem Sattel wurde, trabte ich ihn an und wechselte auf den Pfad an den Feldern vorbei, wo sich eine schöne Galoppstrecke befand. Ich galoppierte den Hengst an und ließ ihn frei laufen. Smarty Jones war durch und durch ein Verlasspferd und so stieß ich einen Jauchzer aus und klopfte ihm lachend den Hals bevor ich ihn parierte und im Schritt weiter ritt. Wieder zurück auf dem Hof nahm ich meinen Helm ab und hing ihn ans Horn des Westernsattels. “Mensch, ihr wart aber lange weg!” rief Erin und stemmte die Hände in die Hüften. “Wirklich? So lang kam es mir gar nicht vor.” sagte ich wahrheitsgemäß, hielt Smarty Jones neben ihr und stieg ab. “Die Pferde sind übrigens fertig. Mit Amistad war ich nach dem longieren auf dem Platz und bin ein paar Sprünge geritten. Der ist echt Klasse, der zieht richtig an wenn es auf den Sprung zugeht!” erzählte sie aufgeregt und folgte mir in den Stall wo ich Smarty Jones den Sattel abnahm und ihn in die Sattelkammer brachte. Ich stimmte ihr zu und bot ihr an, Amistad öfter auf dem Platz zu trainieren, sofern sie Lust dazu habe. “Nur zu gern!” rief sie mir zu und begann bereits damit dem Hengst die Hufe aus zu kratzen. Ich brachte Smarty Jones auf die Weide und bot ihm eine Apfelhälfte als Belohnung an, zu der er natürlich nicht Nein sagte. Bevor die ersten Reitschüler eintreffen würden, bereiteten wir die Reithalle vor und longierten Grenzfee und For an Angel damit die beiden ihre Reitschüler zufrieden stimmen würden. Am Abend lud ich Erin dazu ein, zum Abendessen zu bleiben.
    • adoptedfox
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      Pflegebericht für alle Pferde des von Landsberg TC | 13055 Zeichen von adoptedfox
      Käthe | ...kalt kalt kalt. Fröstelnd stand ich auf um das Fenster zu schließen welches ich über Nacht gern gekippt hatte. Die Sonne ging schon auf, wie spät ist es denn? Mit einem Blick auf die Uhr stellte ich fest, dass es erst 6:53 Uhr war. Da ich einmal stand beschloss ich direkt auf zu bleiben und ging ins Badezimmer um mich für den Tag fertig zu machen. Auf dem Weg in die Küche band ich meine Haare zu einem einfachen Pferdeschwanz zusammen und stellte die Kaffeemaschine an. Ein Blick in meinen Terminkalender verriet mir, dass für heute keine Kundentermine an standen und so plante ich den Tag, zumindest größtenteils, im Stall zu verbringen. Mit meiner frisch aufgebrühten Tasse Kaffee setzte ich mich an den Küchentisch und genoss die Ruhe im Haus.
      Früh am Morgen brauchte ich meine Ruhe.
      Es war kurz nach 8:00 Uhr als ich mich auf den Weg in den Stall machte. Erin’s Wagen stand bereits auf dem Parkplatz und da die Pferde weder wieherten, noch mit den Hufen gegen die Boxentüren klopften wusste ich, dass Erin sie bereits gefüttert hatte. “Guten Morgen!” sagte ich als ich in den Stall trat und nach ihr ausschau hielt. “Guten Morgen!” antwortete es aus der Sattelkammer und ich ging hinein um mich für einen Moment mit Erin zu unterhalten. Seit einer Woche war sie offiziell als Trainerin auf dem Trainings-Center angestellt und sie machte ihren Job mehr als gut, woran ich natürlich nie gezweifelt hatte! “Ich würde mich dann jetzt um die beiden Fohlen kümmern. Übernimmst du die anderen soweit?” fragte ich während ich eine Putzbox aus dem Regal nahm und eine Longe auf den Deckel legte. “Gern! Das Wetter soll sich bis Mittag bessern, wollen wir dann eine Runde ausreiten?” fragte sie etwas zögerlich und ich antwortete mit einem freudigen Ja. Das gleiche wollte ich ihr auch vorschlagen. “Bis später.” sagte ich, nahm die Putzbox und ging zur Box von Bearing Spots die bereits neugierig an der Tür wartete. Nachdem ich die Tür geöffnet hatte schob ich die junge Stute ein Stück zurück damit ich selbst eintreten konnte und die Box am Boden abstellte. Mit dem Striegel in der einen und der Bürste in der anderen Hand putzte ich in langen, massierenden Zügen das Fell. “Sobald es wärmer wird wirst du gebadet, du Schweinchen.” sagte ich lachend während ich versuchte den gelben Fleck aus dem hellweißen Fell zu bürsten. Mit dem Kamm kämmte ich ihre Mähne und den Schweif und kratzte die Hufe aus, bevor ich die Longe in das Halfter einhängte und sie aus der Box in die Stallgasse führte. Sie stieß ein schrilles Wiehern aus und bekam prompt von Compliment eine Antwort. Ich führte sie in den Roundpen und begann damit mit dem Carrot Stick, den ich mir vor kurzem besorgt hatte, ihren Körper entlang zu fahren um sie für Berührungen zu sensibilisieren. Aufmerksam folgten mir ihre Ohren. Ich lobte sie ausgiebig und schickte sie dann auf die Bahn um sie ein wenig zu longieren. Bald würde die Zeit kommen sie einzureiten und obwohl ich meinen Pferden alle Zeit der Welt gab, konnte ich es kaum erwarten. Im Schritt umrundete sie mich immer wieder bis ich meinen Arm leicht anhob und mit der Zunge schnalzte. Der Carrot Stick nutzte ich als Armverlängerung damit sie das Kommando besser umzusetzen wusste. Nach ein paar Bucklern trabte Bearing an und es dauerte nicht lange bis sie sich zu entspannen begann und abschnaubte. Mit einem lauten “Priiiima!” lobte ich sie und ließ sie noch ein paar Runden laufen bevor ich sie hielt und die Hand wechselte. Da dies noch nicht gut funktionierte ging ich für einen Moment zu ihr und führte sie ein paar Schritte bevor ich zurück in die Mitte des Roundpens ging. Zufrieden galoppierte ich die junge Stute an und genoss wie sie sich streckte und sichtlich gefallen daran hatte zu laufen. So wie ich merkte das sie unkonzentrierter wurde beendete ich das Training, holte sie zu mir und lobte sie ausgiebig. Zur Belohnung gab es ein Leckerchen aus meiner, bei den Pferden sehr beliebten, Hosentasche und brachte sie auf die Weide. Wieder zurück im Stall trat ich an die Box von Compliment der schon wusste was heute auf dem Plan stand und aufgeregt brummte. “Da kann es einer aber gar nicht abwarten, oder?” fragte ich ihn lachend und kraulte seine Stirn. Ich holte die Putzbox aus der Box von Bearing Spots und ging zu Compliment um auch ihn zu putzen, bevor es in den Roundpen ging. Compliment genoss das putzen sehr und streckte den Kopf in die Luft. Nachdem der junge Hengst fertig geputzt vor mir stand zog ich ihm das Halfter an und hängte die Longe ein um ihn in den Roundpen zu führen. An manchen Tagen fiel es ihm sichtlich schwer, sich von mir zu trennen und auf die Bahn schicken zu lassen und an anderen Tagen strotzte er so vor Energie, dass er es kaum erwarten konnte zu laufen. Heute war es ersteres. Ich führte ihn ein paar Schritte bevor ich mich langsam von ihm entfernte und er letztendlich im Schritt seine Runden zog während ich ihn von der Mitte aus “dirigierte”. Trotz anfänglicher Diskussion war Compliment doch schnell bei der Sache und arbeitete konzentriert und fleißig mit. Seine Balance im Trab und Galopp besserte sich von Training zu Training mehr und auch die Handwechsel klappten immer besser. Seit der Nutzung des Carrot Sticks fiel es Compliment wesentlich leichter die Kommandos auch ohne Zurufen zu verstehen, was mein Ziel bei allen Pferden war. Die Kommunikation ohne Worte. Sichtlich stolz beendete ich das Training und lobte ihn ausgiebig indem ich ihm den Hals kraulte und ihm ein Leckerchen in sein weiches Maul schob. “Du bist mein kleiner Musterschüler, nicht wahr?” sagte ich und klopfte seinen Hals bevor ich ihn auf die Weide brachte, wo Amistad bereits auf ihn wartete. Auf den Weg zurück in den Stall machte ich einen Abstecher in die Reithalle wo Erin gerade mit Smooth Gravity vom Boden aus arbeitete. Ich ging auf die Tribühne und beobachtete die beiden eine Weile bevor ich Erin zurief “Das ist wirklich der Wahnsinn oder?” Ich war mit Smooth Gravity vor ein paar Wochen bei einem Bodenarbeitskurs weil ich selbst mit meinem Latein am Ende war, doch seit dem Kursbesuch lief alles viel besser. Wir achteten auf unsere Körpersprache und gingen auf die Schimmelstute ein. “Ich denke wir haben uns viel zu viele Gedanken und Sorgen gemacht und sind nicht auf ihre Bedürfnisse eingegangen.” antwortete Erin, die Smooth Gravity angehalten hatte und ihren Hals kraulte. Ich nickte. “Welche Pferde stehen noch aus?” - “Hibana, Smarty Jones, Grenzfee und For an Angel.” Ich überlegte. “Machen wir noch Grenzfee und For an Angel, die anderen beiden nehmen wir dann für den Ausritt mit ins Gelände.” rief ich ihr zu und ging in den Stall zurück. Bevor ich mich Grenzfee widmete holte ich die Putzbox aus der Box von Compliment und stellte sie vor die Box von Grenzfee. Ich brachte die Longe zurück in die Sattelkammer und nahm von dort direkt den Sattel und die Trense von Grenzfee mit. “Na meine Große?” begrüßte ich die dunkle Stute und zog ihr ihr Halfter an, bevor ich sie in die Stallgasse führte wo ich sie fest band und einen Striegel aus der Putzbox nahm damit ich die Stute putzen konnte. In kreisenden Bewegungen striegelte ich ihr kurzes Fell um grobe Verschmutzungen zu entfernen, bevor ich die Bürste nahm und so lose Haare, Staub und Schuppen entfernte. Mithilfe eines Kamms kämmte ich ihre kurze Mähne, den Schopf und den Schweif bevor ich mich ihren Hufen widmete die ich auskratzte und auf Beschädigungen kontrollierte. “Die sind aber recht trocken. Da müssen wir gleich mal dem Hunter schreiben, hm.” sprach ich mit der Stute und zog auch gleich mein Telefon aus der Tasche um ihm eine kurze SMS zu senden.
      “Hallo Liebster,
      hast du noch etwas Hufbalsam für mich übrig? Grenzfee’s Hufe sind recht trocken.
      Liebe Grüße, Käthe.”
      Nachdem die SMS gesendet wurde nahm ich den Sattel und legte ihn auf. Bevor ich den Gurt schloss zog ich die Schabracke glatt und richtete den Sattel aus. “Bist du dick geworden…” schnaufte ich als ich den Gurt nach oben zog und im letzten Loch verschloss. “Dich bewegen wir in nächster Zeit öfter, das kannst du mir aber glauben!” lachte ich und öffnete das Halfter um es ihr auf den Hals zu ziehen, damit ich ihr die Trense aufziehen konnte. Auf dem Weg in den Hof griff ich in der Sattelkammer nach meinem Helm und setzte ihn auf. Als ich mit Grenzfee auf den Platz ging hatte Erin das Training mit Smooth Gravity gerade beendet und hatte die Stute auf die Weide gebracht. “Ich longiere For an Angel noch, dann bin ich bereit!” rief sie mir zu und verschwand im Stallgebäude. Als wir den Dressurplatz erreicht hatten brachte ich Grenzfee in die Mitte, zog die Steigbügel nach unten und setzte mich mit Schwung in ihren Sattel. Ich ritt Grenzfee für eine viertel Stunde im Schritt auf der Bahn um sie aufzuwärmen, bevor ich sie antrabte und ein paar Bahnfiguren abritt. Grenzfee’s Stärke war die Dressur zwar nicht, dennoch waren Dressurlektionen auch für das Springreiten sehr wichtig und durften nicht vernachlässigt werden. Grenzfee arbeitete konzentriert mit und so gab ich ihr etwas mehr Zügel. Nach einem Handwechsel durch die ganze Bahn blieben wir auf eben dieser und nahmen etwas Tempo auf. Ich gab der dunklen Stute die Galopphilfen und sie fiel in einen weichen und doch raumgreifenden Galopp. An der kurzen Seite des Platzes verlangsamte ich das Tempo etwas, um auf der langen Bahn wieder zuzulegen um Grenzfee optimal zu gymnastizieren. Nach einer guten Stunde beendete ich das Training und parierte die Stute in den Schritt um sie trocken zu reiten. Ich ließ ihr die Zügel lang damit sie abkauen- und sich strecken konnte und klopfte ihr lobend den Hals. Die Sonne hatte sich inzwischen durch die grauen Wolken gekämpft und erwärmte die Luft zunehmend. Ich zog meine Fleecejacke aus und band sie mir so gut es ging um die Hüfte. Ich entschloss direkt zum Stall zu reiten und ritt den Schotterweg zwischen den Ställen entlang. Erin wartete bereits auf mich. “Ich habe Hibana und Smarty Jones bereits geputzt, ich hoffe das ist in Ordnung.” sagte sie und sah zu mir rauf. “Erin du bist ein Schatz!” sagte ich lachend und hielt Grenzfee am Stalltor an um abzusteigen. Ich führte die Stute hinein und band sie kurz an um den Sattel und die Trense abzunehmen und sie in die Sattelkammer zu bringen. Mit dem Hufkratzer kontrollierte ich nochmals ihre Hufe und brachte sie dann auf die Weide zu den anderen Pferden. Da Erin die Pferde bereits geputzt hatte gingen wir in die Sattelkammer um das Sattelzeug der Pferde zu holen. Hibana wurde von Erin englisch geritten und erhielt eine Sportausbildung da Erin vorhatte mit ihrem Pferd erfolgreich auf Turnieren zu starten. Wir trennten uns in der Stallgasse und ich ging zu Smarty Jones in die Box. Bevor ich ihn sattelte begrüßte ich ihn erstmal ausgiebig. Smarty hatte sich zu meinem Liebling entwickelt. Unter dem Sattel war er immer fleißig und konzentriert und ich schätzte seinen ruhigen Charakter sehr. Ich ging zurück an den Boxentür und griff den Sattel um ihn mit einem gekonnten Schwung auf den Rücken des rötlich schimmernden Hengstes. Ich zog das Pad glatt und schloß die beiden Gurte des Sattels, bevor ich zur Trense griff und sie ihm über zog und den Schopf aus dem Ohrriemen. “Also ich wäre fertig.” rief ich aus der Box und schaute nach Erin und Hibana. “Ebenfalls!” rief sie lachend und schob die Boxentür auf um die große Oldenburgerstute in den Hof zu führen. Ich folgte ihr und hielt Smarty neben Hibana an um aufzusteigen. Ich war immer wieder glücklich einen so ruhigen Hengst mein Eigen zu nennen der auch neben einer Stute überaus gelassen war. Damit Erin aufsteigen konnte nahm ich die Zügel von Hibana und hielt die Stute fest. Normalerweise nutzte Erin nämlich eine Aufstieghilfe, weil Hibana ziemlich unruhig werden konnte wenn ihr Reiter nicht beim dritten Mal im Sattel saß. Fertig für den Ausritt schlugen wir den Weg entlang der Weiden ein die in ein ruhiges Waldstück führte. Entspannt folgten wir den Waldwegen, unterhielten uns und nutzten einen breiten Grünstreifen am Waldrand für einen ungehaltenen Galopp. Nach einer gefühlten Stunde entschieden wir uns entlang der Straße zurück zum Hof zu reiten und immer wenn es möglich war, ritten wir nebeneinander. “Erin ich bin wirklich froh dich am Hof zu haben. Auf dich ist immer Verlass und auch wenn ich deine Chefin bin, pflegen wir ein freundschaftliches Verhältnis. Danke dafür.” sagte ich und sah zu ihr rüber. Sie lächelte verlegen und sah mich ebenfalls an. “Nicht dafür. Du hast so viel für mich getan und es macht mir einfach Spaß bei- und mit dir zu arbeiten.” Ich lächelte zufrieden und setzte mich wieder hinter den beiden ab, da ein Auto gefahren kam.
      Wieder am Hof sattelten wir unsere Pferde ab und während Erin die beiden auf die Weiden brachte, ging ich ins Haus um zwei Gläser und eine Packung Eistee mit nach draußen zu bringen den wir uns auf der kleinen Bank am Haus genehmigten. Da der Tag noch relativ jung war, würde ich die freie Zeit nutzen um einzukaufen und vielleicht würde ich auch einen Abstecher nach Nottingham in den Pferdeladen machen.
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      April 2018, by Veija
      Smarty Jones | Hunter under Saddle LK 5 - LK 4

      Caleb | Am vorherigen Tag war ein Trainingsauftrag reingekommen, von dem ich zunächst absolut nicht begeistert gewesen war. Der Grund? Ich sollte ein Vollblut in der Hunter under Saddle trainieren. Bellamy wusste genau, dass ich nichts mit den Vollblütern zu tun haben wollte, er hatte mich oft genug zu Octavia und ihren Rennpferden degradiert. O war jedoch jetzt schon ein paar Tage weg und alle Rennpferde hatten das Blakes Crow Meadow verlassen. Ich jedoch blieb nicht verschont, erneut davon gequält zu werden. "Stell dich nicht an.", hatte mein Chef gesagt. "Ich kenn das Pferd von Verena von früher, der ist toll.", hatte er gesagt. So stand ich nun hier, irgendwo in England auf einem Hof, der selbst einer Trainerin gehörte. Ihr Name sagte mir bis jetzt nichts, aber das hatte ja nichts zu heißen. Die Welt war groß, und Trainer gab es wie Sand am Meer. Die Guten jedoch, machten sich irgendwann einen Namen- und so wie die Anlage hier aussah, war Käthe davon nicht mehr weit entfernt. Ich kam mir ein wenig dumm vor, vor der Tür zu stehen und mich umzuschauen, doch mein nächster Schritt wurde mir sofort abgenommen. "Hallo, ich bin Käthe. Sie müssen Mr. O'Dell sein?", kam eine Stimme von hinten und ich drehte mich um, zückte meinen Cowboyhut und nickte. "Caleb. Bitte nur Caleb.", sagte ich und sie schüttelte mir die Hand. "Smarty Jones steht auf der Koppel. Ich zeige dir kurz dein Zimmer und dann bringe ich dich zu meinem Hengst.", sagte sie nett und ich folgte ihr schweigend. Ich war noch nie ein Mensch großer Worte gewesen, zumindest in Bezug zu Menschen. Bei Pferden war dies etwas anderes. Ich wollte auch nicht zu viel sagen, denn Bellamy hatte mir angedroht mich zu feuern, sollte ich mich noch einmal so daneben benehmen wie bei einem Auftrag vor ein paar Jahren. "Danke.", sagte ich und setzte ein freundliches Lächeln auf. "Wie lange hast du dir vorgestellt zu bleiben?", fragte sie mich. "Ich weiß nicht, das hängt von deinem Hengst ab, wie er sich anstellt.", erklärte ich ihr und folgte ihr dann zu den Koppeln. "Der ist ja schick.", sagte ich und war wirklich begeistert. Er hatte farbliche Ähnlichkeiten mit unserer, beziehungsweise Octavias, Pria. "Ja, und ein ganz Lieber.", erklärte mir Käthe und rief den Hengst zu sich. Willig kam er an den Zaun getrabt und streckte zu erst seiner Besitzerin den Kopf hin, ehe er zu mir kam und ein paar Streicheleinheiten haben wollte. "Er ist zwar ein halbes Vollblut, aber charakterlich ist er einfach ein Schatz.", erklärte mir Käthe und ich nickte erleichtert. "Zum Gück.", meinte ich scherzhaft und erntete einen fragenden Blick. "Meine Ex- Cheffin hat einen ganzen Haufen Vollblüter, alles bekloppte Tiere, mit denen ich nicht arbeiten wollte. Dass er hier das genaue Gegenteil davon ist, erleichtert mir die Arbeit um Längen.", erklärte ich und Käthe lachte. "Davon hab ich auch zwei hier stehen." "Um Gottes Willen.", erwiderte ich. "Ich bin einfach durch und durch ein Westernreiter. Die können zwar auch hitzköpfig sein, davon haben wir auch ein paar, aber mit den Vollblütern wurde ich nie warm.", erklärte ich ihr und übernahm den Führstrick von Smarty Jones. Käthe erwiderte nichts mehr, sah mich nur grinsend an und ging neben mir her zum Putzplatz. Sie zeigte mir kurz wo Smartys Sachen waren und ließ mich dann alleine. Schließlich hatte sie auch eine Menge zu tun. Ich fing also an das "große, böse" Vollblut zu putzen und stellte fest, dass er das Ganze sichtlich genoss und seinen Kopf entspannt hängen lies. Na sowas... Als ich dann fertig mit Putzen war, nahm ich seinen Sattel und legte ihn mitsamt der Satteldecke auf. Ich holte noch eine Longe und klickte diese in sein Halfter ein. Seine Trense nahm ich in meiner Hand mit, denn ich wollte ihn vorher noch ein wenig longieren. Heute war es zwar bewölkt und nicht sonderlich warm, aber sie hatten keinen Regen gemeldet, weshalb ich mich für den Dressurplatz als Arbeitsstätte entschied. Ich hängte die Trense an den Zaun und ging mit ihm auf die Mitte des Platzes. Dort gurtete ich nochmal nach und schickte ihn dann von mir weg. Ich hatte mit einem wegspringenden Pferd gerechnet, doch Smarty ging ganz gelassen nach außen und fing an, im Schritt seine Runden um mich zu drehen. Dieses Pferd fing an, meine Meinung über Vollblüter zu ändern. Ob das nun gut oder schlecht war, da war ich mir nicht sicher. Ich schnalzte ein paar Mal und der Hengst fing an zu traben. Smarty hatte durch seine Zuchtrichtung schon ausgreifende, schwungvolle Gänge, was ihm die Aufstufung in dieser Klasse um einiges erleichterte. Ich fragte Schritt und Trab noch auf der anderen Hand ab, ehe ich den Galopp auf beiden Händen abfragte und ihn dann wieder einsammeln ging. Zusammen gingen wir zum Zaun, ich wechselte Halfter gegen Trense und stellte die Steigbügel richtig ein, damit ich aufsitzen konnte. Er war ein bisschen größer als unsere Candy, dafür aber um Längen schmaler. Ich ritt ihn nun auf den Hufschlag und drehte dort ein paar Runden im Schritt auf beiden Händen, ehe ich ihn schließlich antrabte. Das Leichttraben fiel mir hier nicht schwer, denn er hatte wirklich einen wunderschönen, leichten Trab. Immer wieder wechselten wir zwischen Schritt und Trab, hielten an, ritten an verschiedenen Punkten Kehrtvolten und gingen so auf beiden Seiten. Den Galopp wollte ich erst morgen dazu holen, auch wenn dies kein Problem darstellen sollte. Das Rückwärtsrichten käme auch morgen erst dazu. Ich ritt ihn also ein wenig im Schritt ab, sammelte Halfter und Longe ein und ging wieder zum Putzplatz, wo ich Käthe wieder traf und sie ihn übernahm. "Bei ihm werde ich vielleicht drei Tage brauchen. Er bietet die Gänge von sich aus wunderbar an, der kann schon fast alles.", sagte ich lachend und nahm mir vor, Octavia noch zu schreiben, dass Vollblüter ja gar nicht so schlimm waren.
      Am nächsten Tag sah das Training genau gleich aus. Zu erst longierte ich ihn, dann ritt ich ihn auf dem Platz. Der Galopp war bei Smarty ein bisschen komplizierter, denn ich wollte einen Arbeitsgalopp, keinen Renngalopp. Daran würden wir am nächsten Tag noch arbeiten müssen. Das Rückwärtsrichten allerdings klappte wieder hervorragend, so dass ich an meinem letzten Tag das Hauptaugenmerk auf den Arbeitsgalopp legte, ehe ich ihn Käthe wieder zurück gab. "Ein tolles Pferd, welches hier auf jeden Fall noch Potenzial hat. Vielleicht bis zum nächsten Mal.", verabschiedete ich mich und machte mich wieder auf die Rückreise nach Albuquerque.
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      Neuzugänge | 13.173 Zeichen von sadasha
      Als mitten in der Nacht das Telefon klingelte drehte ich mich zuerst noch einmal auf die andere Seite, in der Hoffnung den schrillen Ton ignorieren zu können. Doch sobald ich mich umgedreht hatte leckte mit Pitch hektisch über das Gesicht. Genervt schob ich ihn von mir weg und richtete mich ächzend mit einem Blick auf die Uhr auf. Wer zur Hölle ruft um 2:37am an? Die Vorwahl sagte mir nichts und das konnte nur bedeuten, dass der Anrufer von weit weg kam. Wenigstens erklärte das auch die irre Zeit. Verschlafen nahm ich das Gespräch an und brummte ins Telefon. "Ehm… Hunter?" Ich brummte erneut. Eine Frau war am anderen Ende der Leitung und die Verbindung stand eher schlecht als recht, sodass der Ton knisternd und rauschen bei mir ankam. "Hey! Wir hatten uns doch über deine Tinker unterhalten! Und was du suchst und ja… Ich hab eine tolle gefunden, Pearl carrier und… du wolltest keine Fohlen oder?" Nachdenklich schwieg ich. Cooper aus Kanada war am Telefon, doch auch bei ihr musste es jetzt schon spät sein. "Schläfst du auch mal?" brummte ich ohne ihre Frage zu beantworten. Sie lachte. "Ist doch noch früh hier! Oh, hab ich dich geweckt? -" sie brabbelte eine Entschuldigung und redete dann über ein Fohlen, das sie ebenfalls entdeckt hatte. "Double Dilute! Du suchtest doch sowas oder nicht? Und eine Stute! Warte, ich schicke dir Fotos. Und… Hunter ich hab die zwei gekauft, du kannst also nicht Nein sagen. Im Zweifelsfall werden die sicher auch klasse Therapiepferde für deine… Freun-, Kollegin?" Ich hatte nach Fotos mein Gehör eingestellt und kramte nach meinem Laptop. Pitch hatte seinen Kopf auf dem Bett abgelegt und sah mir schwanzwedelnd dabei zu wie ich versuchte klar zu werden. "Warte kurz, der Laptop braucht Strom…" unterbrach ich Cooper. "...und ich brauche Kaffee."
      Nachdem ich mir einen Kaffee gemacht und Pitch auf den Hof gelassen hatte, setzte ich mich mit dem Laptop ins Wohnzimmer wo auch das Ladekabel lag. Die Stute war bereits eingeritten und gefahren und komplett durchgetestet was Erbkrankheiten und Farben betraf. Für mich also perfekt und dass sie Pearl Trägerin war würde später noch mit Mephisto interessant werden. Das Tinkerfohlen war sehr kompakt gebaut trotz der Größe und sie sah auch ansonsten korrekt aus. Hier wurde nicht nur wegen der Farbe gezüchtet. Trotzdem sah ich mir auch die Linien der kleinen Stute ausgiebig an, ehe ich mich bei Cooper bedankte. Gemeinsam planten wir die Überfahrt nach England und klärten das Finanzielle. Als ich auflegte wurde es schon hell und auch Cooper war jetzt müde. Wir wünschten uns also noch eine gute Nacht und legten dann auf. Ich jedoch blieb jetzt wach. Ich ging ins Bad um zu Duschen und mich für den Tag fertig zu machen. Noch bevor einer der Angestellten eintrudelte hatte ich die Fütterung fertig, die ersten Pferde auf die Weiden gebracht und mistete die ersten paar Boxen, bis Beth zum Arbeitstag kam und mir das Werkzeug aus der Hand schnappte. "Guten Morgen!" meinte sie fröhlich und lächelte mich an. "Du hast wohl nichts Besseres zu tun, hm?" Ich verneinte grinsend und streckte mich ausgiebig, ehe ich aus Benjis Box ging. Der kleine Hengst stand zusammen mit seinem Shettykumpel Niffler auf einer doppelt gesicherten Weide aus denen sie nicht mehr ausbüchsen konnten. Zu meiner Überraschung kam mir Ruby entgegen, als ich Thomas von der Weide holen wollte um mit ihm zu arbeiten. Sie hatte ihren Ponyhengst Braddock 'The Parrot' an der Hand. "Mit dir habe ich erst am Nachmittag gerechnet. Keine Schule heute?" Sie grinste über beide Ohren und nickte. "Richtig. Es sind viele Lehrer krank und deshalb dürfen heute zwei Klassen zu Hause bleiben. Ich bin unter den Glücklichen." - "Na dann viel Spaß." meinte ich und ging weiter zu meinem Drum Horse Hengst. "Achja Hunter?!" rief Ruby noch und ich blieb kurz stehen. "Später kommen noch ein paar Freundinnen, können wir uns die Shettys dann leihen? Nur auf dem Hofplatz etwas Spielen mit den Ponys?" Ich nickte und gab ihr einen Daumen hoch, ehe ich wieder kehrt machte. Thomas stand zusammen mit Tank am Rand der Weide, wo das höchste Gras wuchs. Doch im Gegensatz zum Rappen graste er nicht, sondern beobachtete aufmerksam mein Verhalten. Vielleicht erkannte er, dass ich sein Halfter mitschleppte. Jedenfalls trabte er ein paar Schritte auf mich zu, sodass auch Tank kurz aufsah um zu überprüfen was seinen Kumpel aufmischte. "Guter Junge." lobte ich den Schecken und streichelte den kräftigen Hals, als er bei mir stand und sich das Halfter überziehen ließ. Den fast vierjährigen Hengst hatte ich seit Kurzem unterm Sattel und er machte sich soweit ganz gut. Die langen Beine bekam er noch nicht immer richtig geordnet, doch dafür übten wir das ja. Auch heute sattelte und zäumte ich ihn. In der noch recht kühlen Reithalle longierte ich Thomas zuerst ab und schwang mich dann in den Sattel. Im Moment arbeiteten wir an seinem Trab und den Übergängen zum Schritt. Hier und da, wenn die Motivation stimmte versuchten wir es auch schon mit kurzen Galoppphasen. Doch die waren kaum nennenswert und wirklich schlacksig in der Ausführung. In Trab und Schrott kam Thomas aber schon gut runter, lernte sich zu entspannen und versuchte es mir Recht zu machen.
      Nach der Session mit dem Drum Horse Hengst rief ich bei Käthe an. Sie erzählte mir vom ein oder anderen Neuzugang und dass sie nun aufpassen müsse nicht noch mehr Pferde ins Boot zu holen. Ich erklärte ihr, dass es mir da im Moment nicht viel anders ging. Die beiden Neuzugänge Stonery und Hester würden wohl nächste Woche eintreffen. "Achja und wenn du ja jetzt eine Rappstute hast verlange ich ein Shooting zusammen mit Moulan und als Kontrast vielleicht Smooth Gravity, sollten die sich verstehen." meinte ich und lächelte bei dem Bild, das ich mir da zusammenstellte. Echo's Maiden sollte die Rappstute heißen. "Mit blauen Augen!" Ich war sehr gespannt sie kennenzulernen. "Und wenn du so denkst, kannst du Sympathy of the Devil auch gleich mit einplanen. Die ist auch schwarz-weiß." Ich brummte wohlwollend. "Und wen hat dir Occulta noch verkauft?" fragte ich neugierg. "Einen Hengst." sagte sie aufgeregt. "Valentine's Cantastor heißt er. Ein Brauner." Da ging mir sofort ein Licht auf. "Den habe ich gesehen, als ich sie mal besucht habe. Holst du die zwei ab oder werden sie dir gebracht?" Käthe schwieg. "Ich sehe dich nicht, das ist dir aber klar oder?" fragte ich vorsichtig. "Ja klar… Keine Ahnung, das haben wir noch nicht geklärt." Ich lachte leise. "Gut, ich komme später vorbei. Bearing Spots und Compliment erkennen mich vielleicht schon nicht mehr, so lange war ich nicht mehr da." Wir legten auf. Kerry hatte mittlerweile Vikar und Mister Blockhead für heute fertig, sodass sie nur noch die Stuten übrig hatte. "Venetia und Magical Touch spanne ich mir an und bin für etwa eine Stunde im Gelände." erklärte ich und ging mit den Halftern der beiden Stuten auf die Weide. Erleichtert dankte sie mir und schnappte sich das Halfter von Felan. Max und José sind fleißig mit CHH' Classic Spring und PFS Strolch. Die beiden Vollblüter räumten auf den Rennen aktuell viele Schleifen ab. Bald würde ich Bear Brooks Denahi ebenfalls auf die Rennbahn schicken, doch ihr fehlte es noch an Ausbildung.
      Während ich mit den beiden Tinkerstuten unterwegs war überlegte ich was ich am nächsten Tag unternehmen wollte. Die beiden benahmen sich vorbildlich und wir hatten eine sehr entspannte Runde um das Gestüt herum. Die Schatten der Bäume ließen die brennende Sonne nicht zu uns durchdringen, sodass wir immer noch fit waren als wir auf den Hof zurück kehrten. "Crowley, sie sollten was essen!" rief mir Mrs. Clayton von der Türe zu. Ich brachte zuerst die beiden Stuten zurück auf die Weiden und schob die Kutsche die letzten paar Zentimeter in die Scheune, ehe ich zum Essen kam. Danach setzte ich mich mit Pitch ins Auto und fuhr nach Nottingham um Käthe zu besuchen.
      "Erin ist mit Hibana unterwegs." erklärte Käthe und küsste mich sanft zur Begrüßung. "Wir haben den Hof für uns!" Hinter ihr stand Amistad und stupste sie ungeduldig an. "Wir bringen den kurz weg ja? Dann zeig ich dir auf dem Rückweg Echo's Maiden und dann gehen wir rein. Die beiden anderen sind ja noch nicht hier. Aber ich hab Fotos!" erzählte sie stolz. Dass ich auch nach den beiden Fohlen gucken würde war selbstverständlich. For an Angel streckte neugierig den Kopf aus der Box, als wir an ihr vorbeigingen. Amistad war auch nicht abgeneigt gegenüber der hübschen Stute, doch Käthe kannte keine Gnade und zog den Scheckhengst weiter bis zu seiner Box. "Wo sind denn die Kleinen?" wollte ich wissen. Käthe zeigte nach draußen und ich beschleunigte meinen Schritt. Bearing Spots und Compliment standen gleich draußen, wenn man aus dem Stall kam und warteten darauf reingeholt zu werden. "Die sollen noch draußen bleiben, Hunter!" rief Käthe, als ich das Tor öffnete um mich auf die Weide zu mogeln. Sofort kamen die beiden zu mir und taxierten mich neugierig. Doch Leckerchen hatte ich heute nicht dabei. Besonders Compliment hatte nochmal einen ordentlichen Wachstumsschub. Ich ließ meinen Blick über die anderen Weiden schweifen. Grenzfee stand auch noch draußen zusammen mit der neuen Rappstute. Smarty Jones war der einzige, den ich noch nicht gesehen hatte. Aber er würde dann wohl in seiner Box stehen. Pitch fing an zu quängeln, weil ich ihn nicht mit auf die Weide gelassen hatte und bevor er richtig laut wurde kam ich lieber wieder raus und ging mit ihm Käthe hinterher ins Haus. Hier tauschten wir uns über unser beider Neuzugänge aus. "Ach, ich hab ganz vergessen dir Echo's Maiden zu zeigen." sagte Käthe schockiert. Doch ich unterbrach sie, ehe sie weitersprechen konnte. "Ich hab sie eben schon gesehen. Sie sieht toll aus. Wunderbar groß!" - "Und ihr Fell ist total samtig!" fügte Käthe hinzu woraufhin ich schmunzelte.
      Wir waren erst spät wieder heim gefahren und so schaffte ich es in dieser Nacht wieder nicht den verlorenen Schlaf nachzuholen. Doch es half nichts. Wenigstens war Kerry früher da und hatte sich schon Iseabail und Lady Lyneth Bowen gewidmet. Ich ging daher sofort über zu meinen Vollblütern. Kerry würde später noch Xana bespaßen. Ich begann mit Happy Fantasy. Die Stute kam grundsätzlich etwas zu kurz und deshalb gehörte mein Vormittag heute gänzlich ihr. Ich putzte sie ausgiebig, sattelte sie dann und ging mit ihr auf die Militarystrecke in Mitten der Rennbahn. Von hier aus konnte ich meinen Jockey bei der Arbeit zusehen. Sie hatten heute die Oldies Ehrengold und Mikado aus dem Stall geholt. In der Mittagspause erklärte ich den beiden dass ich mir als nächstes Mr. Raw Depression rausnahm. Die beiden nickten und sagten dann dass sie PFS' Savory Blossom und Raving Hope Slayer rennen wollten.
      Ich freute mich sehr, als am Nachmittag Isaac aus dem Urlaub kam. Übersäht mit noch mehr Sommersprossen als üblich und mit heller Fläche rund um die Augen, weil er wohl die Sonnebrille nicht abgenommen hatte bevor er sich an den Strand gelegt hatte. Freundschaftlich begrüßten wir uns und gingen zusammen in den Stall. Blütenzauber und Riven in a Dream waren die nächsten, die wir uns vornahmen. So heiß wie es war zogen wir uns in die Reithalle zurück, wo auch Abby schon den ganzen Tag war. Sie hatte sich mit Moulan beschäftigt und jetzt gerade ritt sie Scarlet in Birth warm. "Beth macht das mit den Fohlen gut oder?" fragte Isaac, der unsere Stallhilfe vor seinem Urlaub auserkoren hatte die Fohlenarbeit zu übernehmen. Sie hatte damit zu Beginn sehr zu kämpfen. "Sie hat sich gut mit ihnen eingespielt, ja." gab ich zurück. Besonders das Hengstfohlen Golden Sugar hatte sie ganz gut im Griff. Die Flausen von PFS' Storm Cat oder Stars of Magic waren dagegen ein Witz. Als wir mit den beiden Stuten fertig waren hatte Beth gerade Little Miss Backyard an der linken und Fantastic Sonata an der rechten Hand. "Könnt ihr nicht noch die letzten beiden übernehmen?" flehte sie und Isaac und ich tauschten vielsagende Blicke aus. Wir stimmten aber zu. So konnte Beth mit der Stallarbeit weiter machen und Isaac und ich schnappten uns What Rainbow und Rouge Trap. Die beiden Stuten brannten schon darauf die Welt zu erkunden. Als wir jedoch mit ihnen nach draußen gehen wollten um eine Runde um den Hof herum zu machen scheuten sie und wollten lieber wieder zurückgehen. Wir tasteten uns also eine Ecke vorsichtiger heran und ließen die beiden Stutfohlen in Ruhe gucken und das Tempo selbst bestimmen. Weit kamen wir so zwar nicht, aber wir konnten das Führtraining mit einem positiven Gefühl abschließen, als wir nach einer halben Stunde auf den Hof zurück kehrten um die Fohlen in ihre Boxen zu bringen wo sie übernachten würden.
      Am nächsten Tag hatten die meisten Pferde frei und so konzentrierte ich mich auf Slap Happy. Isaac hatte sich Bear Totem's Denali fertig gemacht und Kerry nahm LMR Lady Luna mit auf einen gemeinsamen morgendlichen Ausritt. Am Nachmittag kümmerten sich die beiden um Verdine und Tainted Whiz Gun, sodass ich frei hatte. Ich nutzte die Zeit um mit Pitch zum See zu gehen und die Woche ruhig ausklingen zu lassen. Nächste Woche würden die beiden Neuzugänge eintreffen und die Stallordnung wieder mal aufmischen.
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      Reining LK 5 - LK 4
      Juni 2018, by Veija

      Caleb
      Kaum hatte ich Menetetty auf den Heimweg geschickt, erreichte mich ein neuer Auftrag. Ich sollte, bevor ich selbst nach Hause fliegen konnte, noch einen Abstecher in England bei Käthe von Landsberg und ihrem Englischen Vollblutmix Smarty Jones machen. Erfreut war ich zu erst nicht darüber, denn ich hatte mich gefreut, mein eigenes Pferd nach meinem Aufenthalt in Deutschland bei Alicia Grey wieder zu sehen, aber die Arbeit ging eben vor, und mein Pferd war definitiv Hobby, und keine Arbeit.
      Am Flughafen stornierte ich also meinen Flug nach New Mexico und buchte stattdessen einen nach Großbritannien, genauer gesagt nach Nottingham zu Käthe und Smarty Jones. Es war kein langer Flug dorthin, doch es reichte, um mich zu beruhigen und nicht schlecht gelaunt aus dem Flieger zu steigen, denn Käthe war so lieb und holte mich vom Flughafen ab. Ich schnappte mir mein Gepäck und bedankte mich freundlich, ehe wir auf den Hof fuhren und sie mir mein Zimmer zeigte. Zum Glück quatschte sie mich nicht tot, denn sie schien zu sehen, dass ich doch ziemlich fertig war, denn es war auch schon später Abend. "Morgen Mittag können wir anfangen, schlaf dich erstmal aus. Müde kann man keine Pferde trainieren.", sagte sie nur und ich nickte dankend, die Worte fehlten mir noch immer. Und kaum dass ich mich umgezogen und ins Bett gelegt hatte, schlief ich auch schon ein und wachte erst wieder auf, als es an meiner Zimmertür klopfte. "Caleb, kommst du?", fragte eine Stimme an der Tür, die mit Sicherheit die von Käthe sein musste. Ich drehte mich um und schaute auf den Wecker. Halb eins. "Oh.. oh gott. Ja, sofort. Gehst du Smarty Jones schon fertig machen? Denk an Gamaschen vorne und hinten und Hufglocken bitte... und lass den zweiten Sattelgurt weg. Und denk an die Wassertrense, keine Kandarre!" Das waren fast mehr Worte, als ich beim letzten Mal gesagt hatte. Vor der Tür hörte ich nur ein "Öhm...", ehe die junge Frau sich entfernte. Das hatte Bellamy nun davon, mich von Auftrag zu Auftrag zu jagen- ich verschlief einfach das Training. In Windeseile war ich also aufgestanden und hatte mich umgezogen, ehe ich auch schon im Stall stand. Käthe hatte Smarty gerade gesattelt und war dabei, ihm noch die Hufglocken anzuziehen. Ich nickte Käthe kurz zu, ehe ich Smarty meine Hand hin hielt und er daran schnupperte. Ich band Smarty los und zusammen gingen wir drei zum Springplatz. Da war der Sand ein wenig tiefer, als auf dem Dressurplatz. "Die ersten Tage kannst du eigentlich nicht viel hier machen.", sagte ich zu Käthe. "Egal, dann bleib ich trotzdem hier und schau euch zu.", sagte sie gut gelaunt und erntete von mir kurz einen leicht ärgerlichen Blick. Ich hatte zuletzt erst Ylvis Exfreund zur Schnecke gemacht, als er beim Training von Ylvi und Ravn zuschauen wollte, sich dann aber nicht raushalten konnte, obwohl er keine Ahnung von Pferden hatte. Da Käthe allerdings selbst Trainerin war, konnte es hier gleich also nur nervig werden. "Ich bin auch ruhig.", sagte sie dann, als hätte sie meine Gedanken gelesen. Mein Blick glitt zurück zu ihr und ich sah sie mit hochgezogener Augenbraue an, nickte dann jedoch nur und ging mit Smarty in die Mitte des Platzes. Zum Glück waren alle Springutensilien weggeräumt worden, so dass wir hier auch genügend Platz hatten, um ausgiebig zu trainieren.
      Käthe nahm auf einer kleinen Bank außerhalb des Platzes platz und ich gurtete noch einmal bei Smarty nach, ehe ich mich in den Sattel schwang und meine Zügel sortierte. Dann trieb ich ihn im Schritt an und ging zunächst ganze Bahn auf beiden Händen, ehe ich ein paar Bahnfiguren einbaute und diese dann auch im Trab ritt. Dann galoppierte ich ihn auf dem Zirkel an. Ich hatte mit ihm beim letzten Mal Probleme im Galopp gehabt, diese waren jedoch jetzt fast wie weggeblasen. Da schien jemand mit ihm geübt zu haben, einen schönen und ruhigen Galopp zu laufen und nicht unter dem Reiter wegzurennen. Im Galopp klopfte ich ihm kurz den Hals und hielt ihn dann wieder auf dem Zirkel. Wir galoppierten zunächst in einem gemäßigten Tempo große Kreise, ehe ich ihn an X in den Trab zurück nahm und ihn dann auf der anderen Hand wieder angaloppieren ließ. "In der LK 4 müssen die nur einfache Galoppwechsel springen, das heißt kurze Trabphase und dann auf der anderen Hand wieder anspringen.", erklärte ich Käthe, als ich an ihr vorbeikam und Smarty im Schritt an ihr vorbei ritt. Ich gönnte ihm eine kurze Pause, ehe ich ihn wieder angaloppierte und ihn nun im gemäßigten Tempo auf kleinen und großen Zirkeln hielt. Außerdem baute ich Galoppwechsel zwischen den Seiten ein, so dass er immer etwas zum Nachdenken hatte. Er war mittlerweile ordentlich ins Schwitzen gekommen, so dass ich ihm eine Schrittpause gönnte und ihn dann in etwa einer Pferdelänge Abstand zum äußeren Zaun ritt. Ich hielt ihn immer wieder an und wandte ihn in Richtung der Abgrenzung ab, um dann in die andere Richtung zu gehen und wieder das Gleiche zu machen. Jedes Mal, wenn ich dies auf beiden Händen gemacht hatte, ritt ich Smarty ein wenig enger am Zaun entlang, so dass er sich immer mehr biegen musste, um am Zaun vorbei zu passen. "Das ist die Vorstufe der Roll Backs und der Spins.", erklärte ich Käthe, die meine Reiterei hier kritisch beäugte, aber nichts dazu sagte, wie sie eigentlich versprochen hatte.
      Ich nahm Smarty wieder gerade und ritt ihn im Schritt trocken. Ich hielt an, stieg ab und übergab Käthe wieder ihr Pferd. "Reicht für heute, der hat genug zum Nachdenken.", erklärte ich ihr. "Wenn du willst mach morgen einen Ausritt im Schritt mit ihm, wirklich nur gemütlich.", sagte ich zu ihr und sie nickte.
      Am nächsten Tag hatte Käthe mit ihrem Hengst morgens einen Ausritt gemacht und ihn mir gegen Abend fertig gemacht. Ich wollte den ganzen hitzigen Vollblütern hier aus dem Weg gehen, weshalb ich dann trainierte, wenn die anderen fertig waren mit ihren Pferden. Ich übernahm den Hengst, gurtete nach und wärmte ihn wie am gestrigen Tag im Schritt und Trab auf, dann fingen wir wieder mit den Galoppzirkeln an, die wir heute jedoch eher kurz hielten. Smarty war nun schon besser auf mich zu sprechen und hörte mir besser zu, so dass ich Tempounterschiede im Galopp einbaute. Speed Control nannte man das. Dabei galoppierte man die großen Zirkel schnell, die kleinen langsam. Auch ein paar einfache Galoppwechel ritt ich heute, die auch schon besser klappten. Käthe stand am Zaun und schien entweder mit jemandem am Handy zu schreiben, oder sie machte sich Notizen. Als ich an ihr vorbeiritt, schaute sie kurz auf, versank dann allerdings wieder über ihrem Smartphone. Ich fing dann an Smarty wie gestern wieder am Zaun vorbei zu reiten und immer wieder in Richtung Zaun abzuwenden. "Ha, hast du gesehen!", rief ich Käthe irgendwann zu und sie ließ vor Schreck fast ihr Handy fallen. "Der hat die Beine gekreuzt, da will ich hin.", sagte ich und schaute sie tadelnd an, denn sie hatte es nicht gesehen. "Ich pass jetzt auf.", sagte sie dann und steckte verlegen ihr Handy in die Tasche. Das restliche Training über machte ich nicht mehr viel außer diese Übung. Ich fing irgendwann an, am Zaun zu traben, ihn anzuhalten und entweder ein paar Schritt rückwärts zu richten, ihn in Richtung Zaun abzuwenden oder in Richtung freie Fläche. Das machte ich, damit er lernte mir zuzuhören und nicht einfach das zu machen, was er dachte was er machen sollte.
      In den nächsten Tagen ließ ich Käthe noch immer nicht reiten. Ich wollte, dass ihr Pferd die Manöver beherrschte, bevor ich sie auf ihr Pferd ließ. Morgens ging sie ab und zu eine Runde im Schritt ins Gelände, während ich den Hengst abends ritt und trainierte. Mit den einfachen Galoppwechseln kam er mittlerweile super zurecht, auch das langsame Galoppieren auf dem kleinen Zirkel sowie das schnelle Galoppieren auf dem großen Zirkel machte ihm auch keine Probleme mehr. Rückwärtsrichten konnte er nun auch schon, lediglich die Rollbacks, das Spinnen und das Stoppen übte ich in den nächsten Tagen vermehrt. "Ein guter Freund von mir hat auch Pferde ausgebildet und er hat mir immer gesagt, Spinnen lernen sie nur durch Spinnen.", sagte ich Käthe und gab Smarty eben zu dieser Übung die richtigen Hilfen. Er tat sich noch etwas schwer mit dem Beine kreuzen, aber das lag auch an seinem Körperbau, denn Vollblüter, auch wenn er ein Mix war, hatten doch Probleme damit, denn sie waren eben dazu nicht gebaut. "Für seine Größe und seinen Körperbau macht er das gut.", erklärte ich Käthe, als ich mit dem heutigen Training fertig war. "Morgen kannst du dann rauf, lass den Ausritt morgen früh weg.", sagte ich zu ihr und drückte ihr ihr Pferd wieder in die Hand. Vier Tage wollte ich noch bleiben, das Heimweh packte mich dann doch. Nunja, nicht wirklich Heimweh, aber ich vermisste mein eigenes Pferd nun mal doch ziemlich.
      Der viertletzte Tag meines Besuches hier war nun gekommen. Käthe hatte ihr Pferd selbst gesattelt und auf den Platz gebracht. Ich sah davon ab, ihn heute warm zu reiten und die Übungen nochmal durchzugehen, denn Smarty war so weit. Ich half der jungen Frau auf den Rücken des Pferdes. "Aufwärmen im Schritt und Trab wie ich es jeden Tag gemacht hab, dann angaloppieren auf einem großen Zirkel, halt ihn im lockeren Galopp. An X ein einfacher Galoppwechsel mit Trabphase und dann auf der anderen Hand auch ein paar lockere Galopprunden. Dann sehen wir weiter.", gab ich ihr Anweisungen und glaubte zu sehen, wie es in ihrem Kopf rauschte. "Na hopp.", fügte ich an und schickte die beiden drauf los. Am anderen Ende des Zaunes erblickte ich einen großgewachsenen, braunhaarigen Mann. Dieser hob kurz die Hand und grüßte mich, ich wank zurück und war mir sicher, dass dieser Mann besagter Hunter war, dem ich auch schon einmal Reitunterricht gegeben hatte. Das Ende vom Lied war leider dann nicht mehr so rosig gewesen, weshalb ich mich lieber auf Käthe und nicht den Mann konzentrierte.
      "Zügel bisschen lockerer, der weiß was er zu tun hat.", rief ich ihr zu und sie folgte meinen Anweisungen. Beim Galoppwechsel hatte sie ein paar Probleme, doch auch da wurde sie mit jedem Mal sicherer. "An X stoppen.", rief ich zu ihr rüber und schaute ihr dabei zu, wie sie den Zirkel zu Ende galoppierte und an X anhielt. "Wenn du jetzt einen Spin nach rechts machen willst, nimmst du dein rechtes Bein komplett von ihm weg, streck es ruhig nach vorne, genau. So seitlich. Dein linkes Bein legst du zu erst nur feste an, geht er nicht rum tippst du. Und die Zügel nimmst du beide nach rechts, die linke Hand aber nur bis zum Mähnenkamm. So ist gut. Und tippen. Wenn er nicht sofort kommt, zupf am rechten Zügel. Sobald er sich jedoch dreht, lass wieder locker", gab ich ihr die Anweisungen zum Spin und Smarty fing an sich langsam zu drehen. "Tippen, Käthe. Der schläft dir ein. Und zupf mal rechts", tadelte ich sie und ich sah, wie sie sich bemühte, Smarty anzuspornen, sich ein wenig schneller zu drehen, jedoch vergeblich. "Mach mal das Gleiche auf der anderen Seite.", sagte ich und schaute ihr zu. "Zügel weiter nach links, vergess das Antippen nicht.", sagte ich, aber Smarty hatte scheinbar keine Lust. "Halt mal an und steig mal ab.", meinte ich dann knapp und saß selbst auf. Ich trabte das Vollblut kurz in einem engen Kreis auf beiden Seiten, ehe ich stehenblieb und die Hilfen zum Spin gab. Im Gegensatz zu Käthe hatte ich Sporen drauf, weshalb Smarty sich nun mehr anstrengte und sich auch schneller drehte. Nach rechts war es nun okay, nach links ging es auch. "Du darfst nicht zu zögerlich sein, das ist ein Hengst, da kannst du ruhig mal etwas fester zuhauen wenn er nicht möchte.", sagte ich zu ihr und sie nickte, ehe sie wieder aufstieg. "Das Ganze nochmal.", sagte ich zu ihr und sie gab ihrem Pferd erneut die Hilfen zum Spin. "Tippen, tippen, hau mal fester zu.", sagte ich dann und Käthe tippte jetzt nicht mehr nur ihre Ferse an den Bauch des Hengstes sondern haute einmal zu. "Na siehst du, geht doch. Der hat gemerkt, dass er nicht muss und konnte dich veräppeln. Spinnen ist anstrengend.", sagte ich und befahl ihr dann, die Übung auch noch nach links zu machen. "Schau mal wer das auf einmal ordentlich kann.", sagte ich zu ihr und rollte kurz mit den Augen. "Wir hören auf für heute, reit ihn ab und dann reicht es, war ja gut jetzt, auch wenn ich noch mehr machen wollte. Der hat aber genug.", erklärte ich ihr und so war unser Training vorbei.
      Am nächsten Tag wollte ich so etwas direkt vermeiden und setzte mich zu erst auf ihn drauf. Nach dem Aufwärmen fing ich sofort mit den Spins an. Er hatte sich das von gestern gemerkt und machte sofort ordentlich mit. Er hatte gestern wohl einfach keinen so guten Tag gehabt.
      Auch wollte ich die Roll Backs üben, damit Käthe es gleich einfacher hatte. Smarty schien doch nicht alles vergessen zu haben und sprang schön um. "Gut, du bist dran. Fang direkt mit den Spins an.", sagte ich zu Käthe und half ihr wieder aufs Pferd. "Genau... Zügel mehr rüber, tippen... schnalzen.. vergiss das schnalzen diesmal nicht, der braucht das noch... guuuut.", gab ich ihr Anweisungen und war wirklich zufrieden. Der Schlaf der gestrigen Nacht hatte beiden wirklich gut getan und sie hatten das gestrige Training verarbeiten können. "Das mit dem Stoppen und den Roll Backs ist schwierig. Wenn du ihn weiter in der Reining ausbilden willst, Potenzial hat er da auf jeden Fall, dann lass ihn bitte mit speziellen Reiningeisen beschlagen. Das erleichtert ihm das Stoppen ungemein. Pass aber auf bei Ausritten und Sonstigem auf Teerstraßen, der rutscht dir durch die Eisen hinten auseinander, da die, anders als normale Hufeisen, hinten komplett glatt sind.", sagte ich Käthe. "Wenn du nicht vor hast ihn weiter in der Reining auszubilden, dann lass ihn nicht damit beschlagen. Für die anderen Disziplinen braucht er die nicht.", fügte ich an und sie nickte. "Reit ihn auf der Geraden im Trab, Stoppen und dann Roll Back. Die Hilfen dazu sind fast wie beim Spin, aber du drehst dich tendenziell vor seiner Bewegung in die Richtung, die du gerne hättest. Du musst ihm hier ein wenig voraus sein.", erklärte ich ihr und sie sah mich fragend an. "Ich helf dir, warte.", sagte ich und ging neben ihr her. "Antraben, neben mir stehenbleiben, ruhig werden. Erst dann gehst weiter.", befahl ich und sah ihr zu, wie sie auf mich zutrabte und Smarty dann neben mir stoppte. "Tief ein und ausatmen, bring Ruhe in dein Pferd.", meinte ich und sie nickte, atmete ein paar Mal tief durch und wurde wirklich ruhiger. "Gut.. jetzt nimmst du die Zügel als wölltest du einen Spin machen. Lehn dich in die Richtung, in die Smarty springen soll. Wenn du richtig sitzt nimmst du dein Bein weg und legst das andere feste an seinen Bauch, dann gibst du Küsschen.", erklärte ich ihr und es klappte zu erst eher schlecht als recht, aber es funktionierte. "Genau so!", lobte ich die Beiden. "Der Rest ist einfach Übungssache. Trab an, stoppen und dann rumspringen. Mach das ein paar Mal.", gab ich ihr Anweisungen und sie tat, wie ich ihr befohlen hatte. Es klappte auch von Mal zu Mal besser und ich war mit dem Ergebnis zufrieden. "Nun trab mal an, bleib stehen und richte ihn rückwärts.", erklärte ich und sie nickte. Auch das sah gut aus. "Abreiten und Schluss für heute, morgen das Gleiche nochmal und übermorgen bekommst du eine Pattern, die du durchreiten und üben kannst.", sagte ich zu ihr und wir verließen dann gemeinsam den Platz.
      Das Training am nächsten Tag klappte ohne Probleme und besser als ich erwartet hatte, so dass ich Käthe am Abend die Pattern in die Hand drückte und ihr auftrug, sich das bis zum nächsten Tag einzuprägen. Ich würde ihr zwar vom Rand aus helfen, aber bei einem Turnier musste sie das auch auswendig lernen.
      An unserem letzten Tag waren wir schon früh auf dem Platz und Käthe hatte Smarty Jones auch schon warmgeritten, als ich ankam. "Und, nervös?", fragte ich sie und lachte kurz auf. "Ein bisschen, ich hoffe ich kann mir alles merken.", gab sie dann zu und ich klopfte ihr kurz aufs Bein, an ihre Schulter kam ich ja nicht dran, da sie auf dem Pferd saß. "Es ist nur Training, keine Sorge.", erklärte ich ihr und schickte sie dann los. Käthe ritt zum Eingang des Platzes und lenkte Smarty dann am Rand vorbei, ehe sie zwischen E und X stehenblieb. Dann ritt Käthe zu X und hielt ihren Hengst an. Sie gab ihm die Hilfen zum Spin und sie drehten sich vier Runden nach rechts, blieben kurz stehen und drehten sich vier Runden nach links. Das hatte sie gut gemacht und ich hatte nichts zu meckern. Ich wollte auch jetzt nichts reinrufen, da sie hoch konzentriert war und keine Ablenkung gebrauchen konnte. Dann stellte sich Smarty nach rechts und galoppierte einen schnellen, großen Zirkel auf der rechten Hand, ehe sie ihn an X zurücknahm und einen kleinen, langsamen Zirkel galoppierte. An X erneut angekommen spornte sie ihn wieder an und ritt den dritten Zirkel auf dieser Hand, ebenfalls wieder im schnelleren Galopp. Als sie wieder an X ankam, parierte sie ihn zum Trab durch und ließ ihn auf der linken Hand anspringen. Hier machten sie genau das Selbe, wie auf der vorherigen Hand. Einen großen, schnellen Zirkel, dann einen kleinen langsamen Zirkel und dann wieder einen großen Schnellen, ehe sie ihn an X wieder zum Trab zurücknahm und auf der rechten Hand wieder angaloppierte. Sie fingen an einen großen, schnellen Zirkel zu reiten, schlossen ihn jedoch nicht sondern galoppierten gerade an der Bande vorbei und stoppten kurz hinter E. Dann gab Käthe die Hilfen zum Roll Back nach links, was ein wenig holprig war, denn Smarty konnte das nicht so wirklich gut.
      Sie galoppierten jedoch zurück, ritten wieder einen halben Zirkel und galoppierten an der anderen Bande vorbei, ehe sie auch hier stoppten und dann einen Roll Back nach rechts machten. Erneut fingen sie einen Zirkel an, schlossen diesen jedoch wieder nicht sondern galoppierten erneut an der Bande vorbei, ehe sie ein paar Meter hinter E erneut stoppten. Käthe gab nun die Hilfen zum Back Up und Smarty ging willig rückwärts. Dann hielt sie an, klopfte den Hals des Hengstes und sah zu mir. "Das war gar nicht mal so schlecht.", rief ich ihnen zu und sprang vom Zaun, während sie auf mich zukamen. "An den Roll Backs müsst ihr noch arbeiten und wie gesagt würde ich ihn beschlagen, wenn du ihn weiterhin in der Reining fördern möchtest... aber sonst.. dein Vollblutmix macht sich besser, als ich dachte.", sagte ich und hielt Smarty meine Hand mit einem Möhrenstück hin. Er nahm das Stückchen freudig entgegen und schnaufte erschöpft. "Meine Arbeit hier ist getan.. bis zum nächsten Mal!", sagte ich und verabschiedete mich von den beiden, ehe ich meine Sachen packte und endlich wieder nach Hause zu meinem Pferd fliegen konnte.
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    Privatpferde
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    8 Sep. 2019
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    Hengst • englisches Vollblut • geboren 16. Juli 2012
    Stockmaß: 1.63cm
    Gewicht: 431.00kg
    Fellfarbe: Red Roan
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    • Abstammung •
    von Pharlap
    von Night Raid aus der Entreaty
    aus der Pangaä
    von Unbekannt aus der Unbekannt
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    • Charakter •
    Smarty Jones ist aufgrund seines gutmütigen und ausgeglichenen Charakter ein Verlasspferd. Im Sommer 2017 wurde der Hengst aus schlechter Haltung freigekauft und darf nun ein ruhiges Pferdeleben genießen. Hauptsächlich deckt sein Trainingsplan den Westernreitsport ab, wird aber mit Dressur- und Springeinheiten aufgefrischt.

    ───────────────────────────
    • Zuchtinformationen •
    Zur Zucht zugelassen: nein
    Züchter/Herkunft: Maleen

    Besitzer: Johanna Röder
    VKR/Ersteller: Maleen
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    Abstammung: 2
    Schleifen: 17
    HS: 0
    TA: 2
    Trainer: 2
    Zubehör: 2
    Gesamt: 25

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    • Qualifizierungen & Erfolge •
    Fohlen ABC ✔ | Eingeritten ✔ | Eingefahren x

    Schleifenaufstieg Trainingsaufstieg
    Western
    E A M L S
    Western Pleasure: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Hunter under Saddle: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Reining: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Trail: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1​


    Distanz E A L M S S* S** S***
    Distanzritte: EL EVG1 EVG2 EVG3 EVG4 CEN* CEN** CEN***
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    • Schleifen •

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    Zuchtverband
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    GHP - Prüfungen + Reiterspiele
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