1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
Leaenna

Skippy

[color=#FF8C00][font=Palatino Linotype][size=5][b]S[/b][/size][size=4]kippy[/size][/font][/color] [color=#FF8C00][b]~*~[/b][/color] [b][color=#FF8C00]Mutter:[/color][/b] unbekannt [b][color=#FF8C00]Vater:[/color][/b] unbekannt [b][color=#FF8C00]Geburtsdatum:[/color][/b] 23. Februar [b][color=#FF8C00]Geschlecht:[/color][/b] Stute [b][color=#FF8C00]Rasse:[/color][/b] Mustang [b][color=#FF8C00]Farbe:[/color][/b] Fuchs [b][color=#FF8C00]Charakter:[/color][/b] Vorsichtig, wild, loyal [b][color=#FF8C00]Stockmas:[/color][/b] 1,68 [b][color=#FF8C00]Gesundheit:[/color][/b] sehr gut! [color=#FF8C00]Besitzer:[/color] Payty [color=#FF8C00]Ersteller:[/color] Payty [color=#FF8C00]VKR:[/color] Payty [color=#FF8C00]Western:[/color] [b][color=#FF8C00]E[/color][/b] A L M S [color=#FF8C00]Galopprennen:[/color] E [b][color=#FF8C00]A[/color][/b] L M S [color=#FF8C00]Springen:[/color] [b][color=#FF8C00]E[/color][/b] A L M S [color=#FF8C00]Dressur:[/color] E [b][color=#FF8C00]A[/color][/b] L M S [color=#FF8C00]Military:[/color] [b][color=#FF8C00]E[/color][/b] A L M S [color=#FF8C00]Distanz:[/color] [b][color=#FF8C00]E[/color][/b] A L M S [color=#FF8C00]Fahren:[/color] [b][color=#FF8C00]E[/color][/b] A L M S Die etwa 8-jährige Fuchsstute Skippy stammt von einer Mustangranch in Wyoming, USA, hatte jedoch vorher bereits ein unschönes Leben und wäre vermutlich beim Schlachter gelandet, wenn ich sie nicht aufgenommen hätte. Da sie damals offenbar nicht geritten wurde und nur vergessen auf der Weide herumstand, galt es, sie daran völlig neu zu gewöhnen. Den Sattel kannte sie kaum und sie nimmt bis heute keine Trense ins Maul ohne zu steigen, weshalb Skippy gebisslos geritten wird. Wahrscheinlich wurde sie auf dem früheren Hof auch geschlagen, einige winzige narben an ihrer hinteres Fessel zeugen davon. Sie ist ein im Grunde liebenswerter Mustang und, wenn man mit ihr umzugehen weiß, ein richtiges Verlasspferd. Skippy fasst jedoch nur sehr langsam vertrauen, und Leute, die sie nicht kennt, beißt oder tritt sie beim Putzen und Reiten. Aber wem sie erst ihre Freundschaft schenkt, der hat in ihr eine Partnerin fürs Leben gefunden, denn mit Skippy kann man durch dick und dünn gehen! Sie ist ein Freizeitreitpferd, zeigt hohes Potenzial im Springen und liebt ausgedehnte Ritte im Gelände. Auch Dressur kann man mit ihr reiten, jedoch mag sie das nicht so gerne, denn dafür ist sie zu wild, langweilt sich dann auch schnell und zickt. Ihr Trab ist etwas holprig, ihr Galopp dafür umso angenehmer auszusitzen. Sie reagiert nicht nur auf feine Hilfengebung, sondern bockt sogar, wenn man sie zu grob anfasst, daher braucht man für den Umgang mit ihr eine ruhige Hand und vorallem viel Verständnis. Das einzige, was man nie machen sollte, selbst, wenn sie einem blind vertraut, ist, mit der Gerte zu kommen, denn Skippy hat durch ihre frühere Lebensgeschichte panische Angst davor. In dem Fall kann es schon mal passieren, dass man als Reiter in hohem Bogen in den Dreck segelt, und Skippy einen nie mehr ohne Zähnezeigen an sich ran lässt.

Skippy
Leaenna, 29 Juli 2009
    • Leaenna
      [​IMG]
      Skippy mit Westernset

      Danke Norwiiii =*
    • Leaenna
      Sammelpflegebericht für alle Pferde

      Little Prince, Ankunft, Eingewöhnen, Putzen, Weide
      Campino, Ankunft, Eingewöhnen, Putzen, Ausritt, Weide
      Skippy, Putzen, Ausritt, Weide
      Mulceo, Putzen, Reiten auf dem Platz, Weide
      Low key little lane, Putzen, Longieren, Weide
      Scatterer Dream, Weide
      Crazy Loop, Putzen, Ausritt, Weide


      Heute war ein wirklich geschäftiger Tag im Stall.
      Schon früh morgens riss mich mein Telefon aus dem Schlaf, und noch gähnend tapste ich durch den Korridor. Als ich jedoch hörte, wer dran war, war ich sofort hellwach! Norwi nämlich erzählte mir hastig, dass mein neuer Wallach Campino heute schon ankommen würde, statt, wie geplant,
      morgen. Dass das der zweite Neuzugang an diesem Tag sein würde, wusste ich in dem Moment
      noch nicht.
      Ich jedenfalls schlüpfte schnell in meine Klamotten und fuhr zum Stall, wo auch ein Hänger auf
      dem Hof stand. "Ach, du bist ja schon da!" rief ich, auf den Hof stürmend, aber es war nicht Norwi, die mir entgegensah. "Alles Gute zum Geburtstag nachträglich!" meinte Fee grinsend und lies gerade die Laderampe hinunter. "Ist nicht dein ernst..!" war das erste, was ich leise
      hervorbrachte, als ich in das gesicht des knuddeligen kleinen Hengstes sah. "Ist der wirklich für
      mich? Wie heißt er, und was ist er für eine Rasse?" fragte ich eifrig, während ich FeenStern schon dankend um den Hals fiel. "Little Prince heißt der kleine, und er ist ein Andalusier." meinte sie lachend. "Ein Andalusier..!" hauchte ich ehrfürchtig und trat nun auf den kleinen Kerl zu, der sich, ganz ungleich eines Prinzen, leicht belämmert umsah. 'Wo bin ich denn hier gelandet?', schienen seine schwarzen Knopfaugen zu fragen, und, 'Mensch, ist das alles spannend!'
      "Danke, Fee, er ist sooo süüß!" bedankte ich mich erneut, und dass ich mich so freute, schien Fee ebenfalls zu freuen. Gemeinsam brachten wir den Grauen in eine Box, die ich flink und dennoch ordentlich herrichtete, und putzten ihn, was er sehr genoss. Da fiel mir ein, dass ja auch Campino eine frische Box brauchen würde.
      Schnell richtete ich noch eine her, Little Prince indes machte sich über sein Futter her. Er schien
      kein Problem damit zu haben, sich einzuleben.
      Ich beschloss, den kleinen Prinzen nachher mit meinem anderen Fohlen, Scattered Dream, bekannt zu machen. Um die Kleine musste ich mich ja schließlich auch noch kümmern, und vielleicht würden sie sich ja gut vertragen. Zusammenpassen, stellte ich grinsend fest, würden sie jedenfalls bestimmt, denn beide waren sie von hellem Grau.
      Als ich Fee gerade diese meine Pläne mitteilte, Skippy über die Nüstern streichend, die, neugierig der Aufruhe wegen, den Kopf über die Boxentür streckte, hörte ich auf einmal ein
      Motorengeräusch.

      Ein Blick auf den Hof verriet mir, dass nun auch Norwi angekommen war, die meinen neuen
      Wallach Campino brachte. Freudig erregt lief ich ihr entgegen und umarmte sie erstmal kurz. "Ach ist das schön, dass der Große heute schon kommt!" jauchzte ich, und fügte mit vor Freude
      geröteten Wangen hinzu "Lass ihn uns gleich abladen, die Box ist schon hergerichtet!" Als Norwi
      den Wallach von der Rampe führte huschte ein glückliches Lächeln über meine Lippen. Zwei neue Pferde an einem Tag, wow! Und Campino war wirklich ein wunderhübscher durch seine Auffällige Scheckung.
      "Sagt mal" sprach ich Fee und Norwi an, nachdem wir Campino untergebracht hatten und er
      zufrieden an seinem Heu mümmelte, "Hättet ihr Lust, heute noch mit mir auszureiten? Ein
      langsamer und gemütlicher Ritt im Gelände würde Campino sicher gut tun. Dass du, Norwi, mit
      Skippy klar kommst, obwohl sie nicht einfach ist, weiß ich außerdem. Und Fee, du könntest Crazy
      nehmen, ich bin mir sicher, du wüsstest dich bei dem kleinen Sturkopf durchzusetzen." Die beiden stimmten auch zu und wir verabredeten eine Uhrzeit, dann fuhren sie nach Hause.
      Ich freute mich schon auf den Nachmittag, aber nun musste ich alle anstehenden Arbeiten
      erledigen und meine beiden Hengste bewegen.
      Zuerst mistete ich routiniert alle Boxen aus, das ging bei mir mitlerweile sehr schnell.
      Unterwegs einen Blick in die Boxen von Campino und Little Prince werfend - Beide sahen
      durchaus nicht unglücklich aus - ging ich danach zuerst zu Mulceo, der die Nacht über auf der
      Weide gestanden hatte, holte ihn rein und band ihn am Putzplatz an.
      Ich putzte den Hengst in aller Ruhe, so viel zeit musste sein. Ich glaube, er genoss das Putzen und die Zuwendung, immerhin war ich ihn länger nicht geritten, das machte seine Reitbeteiligung, Raven. "Na, kennst du mich noch?" murmelte ich lächelnd, und wie zur Bestätigung bettete Mulceo seinen Kopf auf meiner Schulter. Einen Moment kraulte ich ihm verträumt den Hals und hing einfach meinen Gedanken nach, dann raffte ich mich wieder auf und schob ihn sanft weg. Ich putzte sein Fell, bis es glänzte, und nur noch die braunen Flecken zu sehen waren, die da auch wirklich hingehörten. Ganz schön dreckig war der Schecke gewesen, wahrscheinlich hatte er sich gründlich gewälzt, aber das gönnte ich ihm durchaus.
      Fertig geputzt und sogleich auch gesattelt und getrenst, führte ich ihn auf den Reitplatz und saß
      auf. Eine volle Stunde arbeitete ich mit ihm, und er war sehr fleißig; Ich ritt viele Übergänge,
      stellte und bog ihn schön, und letzendlich waren wir beide patschnass geschwitzt. Lobend klopfte ich Mulceo den Hals, dann saß ich ab und führte ihn zur Waschbox, wo ich ihn absattelte und ihm die Beine abspritzte. Mulceo schnaubte glücklich...hach, tat das gut! Schließlich brachte ich ihn in seine Box. Als wir an den Boxen der beiden Neulinge vorbeikamen, spitzte er überrascht die Ohren und begrüßte sie mit einem brummeligen wiehern. Stimmt ja, er kannte sie noch gar nicht! Ich lachte, als erst Campino, und dann Prince mit seinem hellen "Stimmchen", das wiehern erwiederten, und war wiedermal froh, dass Mulceo so umgänglich gegenüber anderen Pferden war, obwohl er ein Hengst war. Mulceo bekam noch eine Karotte, ehe ich mich dem nächsten Pferd zuwandte -
      Mein Wildfang Lane, den ich jetzt noch longieren wollte, ehe Norwi und Fee wiederkamen, war da nämlich ganz anders. Er legte unwillig die Ohren an, als ich ihn aus seiner Box heraus zum
      Putzplatz führte, und tänzelte mit hoch aufgerichtetem Schweif neben mir her an den Boxen
      vorbei, aber ich kannte meinen Schlingel ja und hatte ihn gut im Griff. Ich band Low key little lane sicher an und holte dann sein Putzzeug, wobei ich gleich den Longiergurt, seine Trense und die Dreieckszügel aus der Sattelkammer mitbrachte. Nachdem ich meinen Hengst, der wie fast immer vorbildlich sauber war, schnell geputzt hatte, schnallte ich ihm den Gurt um, trenste ihn auf und führte ihn dann zum Longierzirkel.
      Im Schrit trottete Lane noch unwillig Runde um Runde, den Kopf regelrecht mürrisch gesenkt, die Ohren noch immer angelegt. Traben wollte er dann, nachdem er warm war, zunächst gar nicht;
      aber als ich die Peitsche in die hand nahm, galoppierte er sogleich buckelnd an. Bewegungsstau, konnte ich gut nachvollziehen, er war heute früh nicht auf der Weide gewesen... und so lies ich ihm eben die Freiheit für einige Minuten, bis er sich ausgetobt hatte und in ruhigem Tempo mit weit greifenden Sprüngen weitergaloppierte. "Brrrrr..." machte ich leise, und nun war Lane auch willig und fiel in den Trab. Da er nun deutlich aufmerksamer war als noch vorhin, lies ich meinen Hengst nun viele Übergänge machen, und wechselte beizeiten die Richtung. Schließlich lies ich ihn noch eine Weile Schritt gehen, und er kaute zufrieden auf der Trense herum. Na, ging doch! Als ich Lane gerade wieder in seine Box gebracht, abgesattelt und mit vielen Streicheleinheiten und einem Stück Apfel belohnt hatte, dass er mit weichen Lippen entgegen nahm, wurde ich zum zweiten mal an diesem Tag durch Motorengeräusche aufmerksam.Fee und Norwi sprangen aus dem Auto, die beiden waren wohl zusammen hergekommen. WIeder begrüßte ich beide mit einer Umarmung und wir tratschten, während wir in den Stall gingen und ich ihnen zeigte, wo "ihre" Pferde standen.
      Campino war beim Putzen total brav. Er schnupperte neugierig an mir herum, und ich kraulte ihn
      grinsend zwischen den Ohren. "Ja mein Lieber, ich bin deine neue Bsitzerin!", murmelte ich
      lächelnd, ehe ich die Box verließ, um kurz darauf mit Sattel und Zaum wiederzukommen. Auch
      beim Satteln und Trensen war mein neuer Wallach die Ruhe selbst. Schon in der Box kaute er auf seiner Trense herum und hob, mir interessiert nachblickend, den Kopf über die Boxentür, als ich noch einmal bei den beiden anderen nach dem Rechten sah.
      Fee schob dem Sturkopf Crazy gerade die Trense ins Maul, der trotzig die Zähne aufeinanderbiss.
      Blitzblang geputzt war er, seine Mähne war ordentlich gekämmt. "Kommst du klar?" fragte ich
      grinsend, aber die Frage erübrigte sich, denn in dem Moment öffnete der Wallach doch das Maul
      und Fee legte ihm den Zaum fertig an. "Sicher!", antwortete sie lachend und klopfte Crazy den
      Hals, der gelangweilt mit dem schweif Fliegen verscheuchte.
      Ich ging weiter zu Norwi, die ebenfalls schon am auftrensen war. Skippy legte drohend die Ohren an, aber bei dem beruhigenden Klang von Norwis Stimme lies sie sich dann doch wiederstandslos das Hackamoore anlegen. Lächelnd beobachtete ich, wie Norwi gedankenversunken und stetig
      leise mit dem Pferd redend noch ihr Schopfhaar ordnete - ich mochte ihren Umgang mit der
      verängstigten Stute, und ich wusste, dass sie eine der wenigen Personen war, denen Skippy außer mir vertraute.
      "Okay", sagte ich schließlich in die Runde, "dann lasst uns gehen!" Ich ging wieder zu Campino und nahm ihn am Zügel, um den Wallach dann hinter Skippy und Crazy Loop auf den Hof zu führen.
      Wir alle gurteten noch einmal nach und stiegen dann auf; der Waldweg, den wir in gemütlichem Schritt einschlugen, war breit genug, sodass wir alle nebeneinander reiten konnten.

      Campino unter mir lief grandios. Er hatte weitgreifende Schritte, gemütliche Gänge und ich hatte
      auf ihm irgendwie ein Gefühl wie von Mächtigkeit, da er das größte meiner Pferde war und ich
      alles von oben herab sah - aber dafür musste ich mich ständig unter Ästen hinwegducken!
      Gegen den Stress und die Hektik de vormittags war der Ausritt sehr entspannend. Die meiste Zeit gingen wir Schritt und trabten nur zwischendurch etwas, mehr wollte ich Campino am ersten Tag noch nicht zumuten, er sollte sich erstmal eingewöhnen.
      Wir plauderten über allerlei und traten schließlich am frühen Abend den Heimweg an. Die Luft
      wurde deutlich kühler und ich atmete tief ein, schloss für einen Moment die Augen. Als mir eine
      leichte Gänsehaut die Arme heraufkroch, war das ein wunderbarer Kontrast zu der Hitze der
      letzten Tage und dem Geschwitze beim Reiten in dieser Woche.
      Ich lies dem Wallach die Zügel schließlich lang, meine Mitreiterinnen taten das selbe.
      Skippy, deren rotgoldenes Fell wie flüssiges Licht in der Abendsonne glänzte, schnaubte
      genüsslich und streckte den Hals
      , und Crazy, der mit gemütlich zur Seite geklappten Ohren
      nebenhertrottete, kaute auf seiner Trense herum.
      Bald hatten wir den Stall erreicht, und NorwegeerStar und FeenStern verabschiedeten sich,
      nachdem sie ihre Pferde abgesattelt und auf die Weide gebracht hatten.

      Ich führte auch die anderen noch auf die Weide, denn es sollte eine sehr warme, regenlose Nacht werden. Außerdem würden besonders die Hengste, die ich auf die beiden voneinander
      entferntesten Weiden stellte, dann nicht mehr so feurig beim reiten sein, wenn sie schon die
      Möglichkeit gehabt hatten, sich auszutoben.
      Scattered Dream hüpfte beim Herausführen fröhlich neben mir her und schmiss sich, nachdem ich das Halfter abgemacht hatte, zuallererst wohlig in den Sand.
      Als ich Little Prince zu ihr auf die Weide brachte, wieherte sie erfreut und spitzte interessiert die Ohren. Erst nur vorsichtig lies ich die beiden zueinander, aber die beiden Füllen verstanden sich
      auf Anhieb grandios und tollten herum!
      Ich saß noch eine Weile am Zaun und sah ihnen beim Spielen zu, bis mir kalt wurde.
      Also raffte ich mich auf, um die letzte "Arbeit" für heute noch zu erledigen, ehe ich nach Hause
      fuhr; ich füllte alle Raufen auf den Weiden mit Heu und die Bottiche mit Wasser auf.
      Schlussendlich, sah ich noch einmal nach, ob alle Gatter richtig verschlossen waren, dann fuhr ich endlich nach Hause. Bis bald, meine liebsten!
    • Leaenna
      ~Pflegebericht für Skippy~

      Pfeifend schlenderte ich an all den Boxen vorbei, bis ich schließlich vor Skippys stand - und sie leer vorfand. Aber ja, sie war ja auf der Weide!
      Die Zeit galt es nun zu nutzen, und wo ich also schon im Stall stand, mistete ich flott Skippys Box aus. Danach schnappte ich Halfter und Führstrick der Mustangstute. Am Koppeltor blieb ich stehen und pfiff. Einige Pferdeköpfe flogen hoch und sahen mich mit gespitzten Ohren an, sonst geschah erstmal gar nichts - bis ich ein leises wiehern vernahm. "Na komm schon Skip" lachte ich, und nun kam sie angetrabt, federnden Schrittes, eine wahre Schönheit, rotgolden glänzend im Sonnenlicht. Skippy brummelte mir fröhlich entgegen und liebkoste mich, während ich ihr das Halfter anlegte. Ich wollte sie zum Tor führen, doch dann kam mir eine Idee; anstatt den Strick festzuhalten, legte ich ihn locker über den Rücken der Stute. Und dennoch lief sie brav neben mir her. Ich blieb stehen - und sie auch.
      Für diesen Vertrauensbeweis lobte ich Skippy überschwänglich und war, um ehrlich zu sein, sehr stolz auf sie. Die Stute vertraute nur sehr wenigen Menschen, und tat sich immer schwer, bezug zu einzelnen Personen aufzubauen - wer wusste schon, was sie in ihrer Vergangenheit erlebt hatte, aber es war weiß Gott sicher nichts schönes gewesen.
      Auf dem Hof nahm ich sie dann doch beim Strick, denn ein Traktor fuhr vorbei. Leicht erschrocken spielte Skippy mit den Ohren und machte einen unsicheren Schritt zur Seite, doch ich redete ihr gut zu und ansonsten blieb sie völlig ruhig, was mich sehr erleichterte.
      Schließlich band ich sie am Putzplatz an und holte den Putzkoffer. Na, das würde ein hartes Stück Arbeit werden; die letzten Tage hatte es zeitweise geregnet, hatte wohl auf der Wiese eine Pfütze gegeben, und wie es aussah...hatte Skippy mitten drin gelegen!
      Beim Putzen verhielt die Stute sich aber sehr ruhig, und so lies ich mir genügend Zeit, in der ich ihr alles erzählte, was bei mir in den letzten Tagen passiert war, und sie mir aufmerksam zuhörte. Zum Schluss ging ich mit einem feuchten Tuch über ihr Fell, das den letzten Staub entfernte und sie glänzen lies wie eine Speckschwarte. Noch über diesen Gedanken grinsend ging ich zur Sattelkammer, und kam mit Trense und Springsattel wieder - ja, heute wollte ich mal mit Skippy springen!
      Nach dem Satteln stieg ich auf und schnallte von oben die Steigbügel nochmal um ein Loch kürzer, bis sie die richtige Länge hatten. Erstmal lies ich Skip Schritt am langen Zügel gehen, gurtete dann noch einmal nach, nahm die Zügel auf und trabte schließlich an.
      Schwungvoll trug sie mich über den Platz, gut gebogen in Schlangenlinien um die Hindernisse herum, und nahm jede kleinste meiner Hilfen perfekt an. Ein wahres Traumpferd...
      Nach einer Weile galoppierte ich sie an, sie bockte zweimal und steuerte dann direkt auf ein Hinderniss zu, doch ich lenkte sie wieder davon weg. "nanana, nicht so übermütig.." murmelte ich. Die Stute drehte ein Ohr in meine Richtung, während das andere aufmerksam nach vorne gerichtet war, und als verstünde sie, was ich dachte, wurde sie sofort ruhiger.
      Einige Runden auf beiden Händen lies ich Skippy galoppieren, bis sie langsam unter mir her lief und die Hindernisse völlig uninteressant geworden zu sein schienen. Dennoch parierte ich vorerst wieder durch zum Trab, als ich das erste Hinderniss, welches die Höhe eines Cavaletti hatte, ansteuerte. Wir ritten mittig darauf zu, Skippy sprang und galoppierte danach einige Sprünge, bis ich sie wieder zum Trab durchparieren konnte. Das wiederholten wir ebenfalls auf beiden Händen. Später auch mit etwas höheren Hürden.
      Nun konnte ich selber noch nicht sehr lange und gut springen, und auch Skippy, die früher Western geritten worden war, hatte es erst gelernt, und doch meisterte mein Goldschatz das für uns beide.
      Und ich war überrascht, wieviel sie mir alleine bei diesen paar Sprüngen beibrachte - es fühlte sich an, als hätte ich nie etwas anderes getan, als mit Skippy zu springen, und es klappte besser als mit jedem anderen Pferd, mit dem ich bisher gesprungen war. Das war eigentlich erstaunlich, ich hätte erwartet, dass wir uns damit beide schwertun wprden - Aber anders als viele, die dann losrasten wie von der Tarantel gestochen und meilenweit über das Hinderniss setzten, strahlte Skippy in dieser Hinsicht eine unbeschreibliche Ruhe und Routine aus. Sie lief nicht schneller, als ich wollte, sprang nicht höher, als es nötig war, riss aber keine Stange. Das war wohl gerade das gute daran, dass sie das alles gerade erst gelernt hatte.
      Nungut, dachte ich mir schließlich mit einem Blick auf ein circa ein Meter hohes Hinderniss; dann steigern wir mal etwas die Herausforderung! Für die Stute würde dies sicher eine leichtigkeit, denn das Talent hatte sie durchaus, blos musste ich oben bleiben!!
      Als ich angaloppierte, war Skippy noch ganz ruhig, wie schon die ganze Zeit - bis ich sie auf das Hinderniss zulenkte. Plötzlich schien ihr Übermut mit ihr durchzugehen und sie zog mächtig an. Ohweh, schoss es mir durch den Kopf; wenn ich nun springen würde, wäre das nächste, was ich sehen würde, der Boden...
      "Brrrr..." versuchte ich die Stute zu beruhigen und zog am Zügel, um sie am Hinderniss vorbeizulenken. Sie vollführte einen perfekten fliegenden Galoppwechsel - na, immerhin! - obwohl ich das eigentlich nicht gewollt hatte. Erst nach zwei Runden Zirkel hatte ich sie wieder im Griff.
      "Da habe ich mich wohl überschätzt" gab ich zu und klopfte Skippy den Hals, als sie wieder ruhig trabte. Für heute war das wohl doch noch etwas zu viel - für uns beide.
      Zum Schluss nahm ich aber, um den Tag mit einem Triumph ausklingen zu lassen, noch zweimal eine Hürde von 80 zentimetern, und lies die brave, talentierte Stute dann noch 10 Minuten im Schritt am langen Zügel trocken gehen.
      Letzendlich brachte ich sie in ihre frische Box und nahm ihr Sattel und Zaum ab, sogleich machte sie sich über das Heu her. Nachdem ich alles verstaut hatte stand ich noch eine ganze Weile bei Skippy, sah ihr beim fressen zu und kraulte ihr den Hals, froh, dass es heute so gut gelaufen war. Bis ich mich schließlich mit einem Leckerlie verabschiedete, verging eine halbe Stunde. "Warst superbrav, mein Mädchen.." murmelte ich lächelnd.
    • Leaenna
      Skippy trabt ^-^
      [​IMG]
      [sub]Danke Norwi =*[/sub]
    • Leaenna
      Skippy galoppiert ^-^
      [​IMG]
      Adieu mein Mädchen... lauf zu deinem Ty, er braucht dich ♥
      [sub]Danke Norwi =*[/sub]
    • Leaenna
      Skippy mit Decke und Halfter
      [​IMG]
      Danke Norwi =*
    • Leaenna
      Weihnachtspflegi für die Pferde:

      Pitch Black Progress
      Hallelujah
      Scattered Dream
      Little Prince
      Bella Diva
      Skippy



      "Hey ihr Süßen!" strahlend realisierte ich, wie mir meine Pferde allesamt entgegenwieherten, als ich den weihnachtlich geschmückten Stall betrat. Der Duft von Tannennadeln und, aus dem Reiterstübchen wehend, Lebkuchengewürz, stieg mir entgegen, und ich atmete lächelnd tief ein.

      Besonders dass das Stütchen Pitch mir begrüßend entgegenbrummelte, als ich auf die Box zuging, freute mich sehr. In den letzten Tagen hatte sie großes Vertrauen zu mir gefasst, was mich sehr, sehr glücklich machte. Ich war zu ihrer Bezugsperson geworden, und nahm diese Aufgabe sehr ernst. Anhänglich, wie sie war, streckte sie sogleich den zierlichen Kopf über die Halbtür, als ich zuerst mit ihrem Putzkasten kam. Ich streichelte Pitch über den Hals und kraulte sie am Mähnenkamm, woraufhin sie den Kopf an mir rieb und genüsslich die Augen schloss.
      Flink huschte ich in ihre Box und schloss die Tür hinter mir, damit mein Stütchen nicht etwa auf die Idee kam, mir zu entwischen. Als ich anfangen wollte, sie zu putzen, beäugte sie mich noch misstrauisch, und ich hob warnend einen Finger. "Sei lieb, Pitch!" ermahnte ich sie und begann dann, ihr Fell aufzurauen. Immer wieder warf die Stute den Kopf hoch und schien zu protestieren, und als ich ihr gerade über die Kruppe fuhr, drehte sie den Kopf und biss mit angelegten Ohren nach mir. "Na!" rief ich halblaut und gab ihr im Affekt einen leichten Klaps - Erzeihung musste sein. Pitch schien demonstrativ zu schmollen, drehte sich um und wandte mir ihr Hinterteil zu. Ich seufzte und lief um sie herum, um mir nun gleich ihre andere Seite vorzunehmen. Schließlich, sie war nun brav gewesen, lobte ich sie ausgiebig und steckte ihr ein Leckerlie zu. Pitch schnupperte erst an meiner Hand, nahm die Leckerei dann vorsichtig und schnaubte schließlich, als wolle sie sagen, 'Nagut, weil du es bist'. "Kleine Zicke!" lachte ich nur und klopfte ihr den Hals, dann holte ich ihr Sattelzeug, beziehungsweise Trense und Longiergurt.
      Behutsam legte ich ihr selbigen an und zog ihn fest; wieder warf sie den Kopf hoch und legte die Ohren an, aber da ich mich nicht irritieren lies - das schien neu für sie zu sein - beruhigte sie sich bald. Ich lobte sie wieder und legte ihr dann auch noch die Trense an. Ein letztes Mal warf sie den Kopf hoch, was ich nur mit einem Kopfschütteln und dem gemurmel "Biest.." hinnahm, doch so groß, als dass dies ihr Maul für mich und die Trense unerreichbar machte, war sie nunmal einfach nicht.
      Schließlich hakte ich die Longe ein - endlich etwas, das ohne Komplikationen funktionierte - und führte das Stütchen auf den Platz. Der Schnee war hier schon komplett weggetrampelt, und nur noch einige schlammig Braune Matschreste erinnerten an die ehemals weiße Pracht. Mein Blick huschte sehnsüchtig zum Wald, wo alles noch weiß glitzerte; und in diesem Moment beschloss ich, heute noch in die Winterlandschaft auszureiten!
      Nun war aber erstmal Pitch Black Progress dran. Beim Longieren verhielt sie sich sehr vorbildlich. Nach dem Aufwärmen lies ich sie traben und immer wieder die Richtung wechseln. Damit ihr nicht langweilig wurde, und sie außerdem geschmeidiger ging, baute ich immer wieder Übergänge zum Schritt und zum Halten ein. Schließlich selbiges noch im Galopp. Der Schneematsch spritzte nur so unter ihren flinken kleinen Hufen!
      Wieder in der Box, nahm ich ihr all die Ausrüstung ab, und putzte die Stute dann noch einmal über. Ihre Beine und ihr Bauch waren komplett verdreckt von dem Dreck auf dem Reitplatz. Erstaunlicherweise hielt sie aber beim Putzen diesmal ganz still - was ich sofort glücklich mit einem Apfel und vielen Streicheleinheiten belohnte.
      Sie hatte nun endlich wirklich Vertrauen zu mir gefasst...ein schöneres Weihnachtsgeschenk hatte mir die Kleine Welshstute nicht machen können!

      Ein noch schöneres Weihnachtsgeschenk sollte mich nun jedoch draußen auf dem Hof erwarten. NorwegeerStar dort stehen zu sehen überraschte mich sehr, doch ich lies mich nicht lange ablenken und umarmte sie. "Frohe Weihnachten mein Hase!" lachte ich, doch sie grinste nur und meinte: "Ich bin hier, um dir dein Geschenk zu bringen!" Dann deutete sie nach hinten - und nun erst bemerkte ich den Pferdehänger. Ichs chob leicht die Augenbrauen zusammen, kein Pferdekopf lugte über die Halbtür; war er leer? Langsam ging ich hin und spähte in den Hänger - und das klassische Strahlen von Kinderaugen an Weihnachten spiegelte sich in meinem gesicht wieder! "Nein wie süüüüüß!" Dankbar fiel ich Norwi um den Hals, die glücklich schien, dass ich mich so freute. Doch dann beeilte mich lieber, das knuffige Falabellafohlen auszuladen. Staunend sah sich das Stütchen um , schnupperte an meiner Jacke und knabberte dann daran. Lachend drehte ich mich wieder zu Norwi. "Danke, danke, danke!" jauchzte ich freudig, ehe mir eine Frage einfiel, die ich mir schon die ganze Zeit hätte stellen müssen: "Wie heißt sie denn eigentlich?" - "Hallelujah!" rief meine beste Freundin lachend; das Fohlen brummelte aufmerksam, als sie ihren Namen hörte, und ihre zierlichen Öhrchen drehten sich in alle Richtungen, mit geblähten Nüstern und erhobenem Kopf begutachtete sie die fremde Umgebung neugierig. "Hallelujah.!" wiederholte ich glücklich lächelnd und strich ihr durch die struppige Mähne.
      "Oh - ich hab' gar keine vorbereitete Box!" fiel mir pötzlich ein, als ich Hallelujah gerade zum Stall führen wollte. Norwi winkte schmunzelnd ab und eilte voraus, um der Kleinen schnell ein Bettchen aus Heu vorzubereiten. Das Fohlen folgte mir mutig und zeigte keine Scheu, auch nicht, als Bella Diva den Kopf über die Boxentür streckte und sie mit angelegten Ohren anquietschte. Sogleich nachdem ich ihr das Halfter abgenommen und die Boxentür geschlossen hatte, lies sie sich - Wums! - in das Heu fallen und wälzte sich vergnügt. Das sah so niedlich aus, wie dieses winzige Wesen fast in dem Heuberg versank! Eine ganze Weile sahen wir ihr noch zu, und ich konnte gar nicht aufhören, mich immer wieder bei Norwi zu bedanken, bis diese sich schließlich verabschiedete. "Danke!" rief ich ihr noch einmal nach, als sie wieder wegfuhr, und winkte ihr, bis das Auto um die Straßenbiegung verschwunden war. Dann ging ich wieder in den Stall. Im Vorbeigehen steckte ich dem kleinen neuankömmling noch ein Leckerlie zu und Streichelte sie, dann ging ich an ihrer Box vorbei zu den nächsten beiden, die heute auf dem Plan standen;

      Meine beiden anderen Fohlen, die beiden Grauen Scattered Dream und Little Prince. Seit sie sich das erste mal gesehen hatten, waren die Kleinen beste Freunde.
      Zuerst griff ich nach Scatters Halfter, doch Prince sprang nebenan schon wild in seiner Box herum, wusste er doch scheinbar genau, dass ich gleich auch zu ihm kommen würde. Leise lachend trat ich zu Scatter. Sie war lange nicht so aufgedreht, und das erste, was sie tat, war, sich an mich zu schmiegen. Ich lies mich langsam neben der Kleinen in das Stroh auf die Knie sinken und knuddelte sie ausgiebig. Auch sie war mal, wie ich mich gerne erinnerte, ein Geschenk von Norwi gewesen. Und sie hatte sich so prächtig entwickelt. So tief in Gedanken versunken, bemerkte ich plötzlich, dass Scatter ihre Schnauze in meine Jackentasche geschoben hatte - in der ich die Leckerlies aufbewahrt hatte. "Oh, du Schelm!" lachte ich und schob sie leicht weg, sie jedoch, sich keiner Schuld bewusst, sprang auf die Füße und stupste mich neckend an. "Spielen willst du also, ja?" fragte ich grinsend und wedelte mit dem Halfter, und sie schnappte spielerisch danach. "Na, gleich kannst du dich austoben, komm her!" Sofort - und ich war mir sicher, sie hatte genau verstanden, was ich gesagt hatte - hielt die Stute in ihrem Spiel inne und lies sich von mir das Halfter anlegen. Ich hakte noch den Führstrick ein und holte sie dann somit aus der Box. Fröhlich tänzelnd lief sie neben mir her, und ich brachte sie zur Halle; nachdem ich gesehen hatte, wie Pitch nach den paar Runden longieren ausgesehen hatte, wollte ich meine Fohlen lieber nicht auf die noch schmuddeligere Weide lassen. Nun öffnete ich also das Hallentor und führte Scatter hinein, selbiges hinter mir wieder halb schließend. In der Mitte der Halle löste ich den Führstrick, ging dann wieder zum Tor und schlüpfte hindurch, um auch noch Prince zu holen. Während ich um die Ecke verschwand, sah ich noch, wie Scatter sich in Bewegung setzte, einige Schritte trabte, und sich dann in den warmen Sand fallen lies.

      Der Kleine Prinz indes benahm sich ganz unprinzenhaft. Er tobte in seiner Box herum und wieherte schrill, herrjeh, in dem Alter schon solche Hengstmanieren! Kopfschüttelnd schnappte ich sein Halfter und wagte mich todesmutig in die "Höhle des Löwen" - seine Box. "Ist gut jetzt, Prince, sei still!" ermahnte ich ihn halblaut, aber wenigstens war er so gut erzogen, als dass er auf mich hörte. Auf schmusen hatte er keine Lust, aber es lies sich das Halfter anlegen. Den Führstrick konnte ich auf die schnell nicht finden, so ein Mist, den hatte ich sicher noch an der Bande liegen..! Also schnappte ich ihn halt so am Halfter und komplimentierte ihn aus der Box. Wie ein geölter Blitz schoss der hengst sofort Richtung Halle. "Hola, hola mein Junge..." murmelte ich und lief, joggte halb, neben ihm her. WIeder öffnete ich die Hallentür und führte ihn hinein. Bei X drehte ich ihn um, dass er mit dem Kopf Richtung Tor stand. Dann erst lies ich ihn los. Im ersten Moment stand Prince ganz still, den Kopf hoch erhoben und die Ohren gespitzt. Erst als ich schon wieder draußen war und das Tor geschlossen hatte, drehte er sich auf dem Absatz rum und galoppierte an. Übermütig drehte er eine Runde, stoppte dann vor Scatter, stupste sie an, und die beiden verfielen in ein nur für sie verständliches Fangspiel.
      Ich holte mir eine Tasse Kaffee und einen Lebkuchen aus dem Reiterstübchen, mit dem ich mich dann an die bande setzte und die beiden Grauen Fellknäule (sie hatten sooo plüschiges Winterfell! ) beobachtete.
      Schließlich stellte ich die Fohlen zurück in ihre Boxen und die leere Tasse zurück in das Reiterstübchen. Mein Blick huschte nach draußen, wo es wieder zu schneien angefangen hatte.

      Mit einem leisen seufzen wandte ich mich dem nächsten Pferd zu...herrjeh, was eine Arbeit mit 10 Pferden, 6 von ihnen musste ich heute pflegen... Aber eigentlich war das winterliche Wetter ja wunderschön, und der Schnee machte die Atmosphäre perfekt. Wenn ich heute noch ausreiten wollte, musste ich allerdings bald los; es wurde ja schon früh dunkel! Da kam mir eine Idee; kurzerhand zückte ich mein Handy. "Norwi? Ich bin's nochmal. Magst du noch mit mir ausreiten...?"
      10 Minuten später kam sie also schon wieder, meine Norwi. In der Zeit hatte ich Bella Diva schon fertig gemacht. Auch sie war noch neu in meinem Stall, hatte sich aber schon gut eingewöhnt. Heute würde ich zum ersten mal mit ihr ins Gelände gehen, und sie deshalb nicht zu sehr fordern - galoppieren würden wir wegen der eventuellen Rutschgefahr aber sowieso nicht können. Praktisch, dass Norwi jetzt noch kam, so hatte ich gleich zwei Pferde gleichzeitig umsorgt.
      Bella war nicht schmutzig gewesen, obwohl sie auf dem Paddock gestanden hatte. Das war eine tolle Charaktereigenschaft von ihr; sie machte sich schlicht nicht schmutzig, als würde sie wert auf ihr Aussehen legen. Eine richtige Dame eben.
      Norwi gab ich wie beim letzten mal Skippy. Die Mustangstute hatte in ihrem Leben schlechte Erfahrungen gemacht und hegte nicht zu vielen Menschen Vertrauen. Genauer gesagt, nur zu zweien; ich war die eine. Norwi die andere. Und ich wusste, dass meine Freundin sehr gut mit der Stute umging und sie liebte wie ein eigenes Pferd.
      Nach dem Satteln und Trensen führten wir die beiden Stuten auf den Hof und saßen auf. In gemütlichem Schritt verließen wir den Hof und schlugen einen kleinen Waldweg ein. Der Schnee knirschte bei jedem Schritt unter den Pferdehufen und um uns herum glitzerte alles. Bella schien die frische Luft zu genießen, sie liefneben Skippy her und schnupperte aufgeregt, während die Rotgoldene den Kopf gesenkt hatte und gemütlich den Pfad entlangtrottete.
      Später trabten wir noch etwas, insgesamt war es ein wundervoller Ritt!
      Wieder zu Hause angekommen belohnten wir die Stuten mit einem Stück Apfel, und nachdem Norwi mir auch noch schnell geholfen hatte, alle zu füttern - anlässlich Weihnachten gab es für jedes Pferd noch einige Karotten - machte ich uns beiden einen heißen Kakao. Wir saßen gemütlich im Reiterstübchen und sahen den tanzenden Schneeflocken zu, bis sich die Dunkelheit über das Land legte. Es war ein anstrengender, aber wundervoller Tag gewesen.
    • Leaenna
      ** Körungsversuch mit Skippy **

      [BSK 278]

      Nun war's soweit: Skippys großer Tag! Ich war schon Körungen geritten und sollte eigentlich nicht nervös sein; Meine Knie aber zitterten sehr; doch ich versuchte meine Stute das nicht spüren zu lassen. Denn für sie war es die erste Körung. Ich saß schon auf ihrem Rücken als wir aufgerufen wurden. Mein Herz rutschte mir beim Klang der Stimme in die Hose; doch Skippy nahm das ganze erstaunlich gelassen. Fast von selbst trabte sie, wie wir es geübt hatten, an, bei X parierte ich sie wieder durch um die Richter zu grüßen. Die Kür, die ich mit meiner Stute vorbereitet hatte, war simpel, aber zeigte die Talente der Stute. Die Musik wurde angeschaltet; dann ging es los. Aus dem Stand trabte ich Skippy an und lies sie erstmal ganze Bahn gehen. Ihr Trab war etwas holprig, das wusste ich; aber hatte nicht jedes Pferd ein kleines Manko? Skippys Galopp war dafür umso eleganter; den würde ich als nächstes zeigen. Nach einer Runde vollführte ich eine Schlangenlinie durch die Bahn mit 4 Bögen und wechselte somit die Hand. Aus der Ecke heraus lies ich die Stute angaloppieren und auf den Zirkel gehen; eine schnellere Melodie setzte ein, deren Takt ich Skippys Galoppsprünge anpasste. Eine Runde auf dem Zirkel, jetzt folgte der fliegende Wechsel - es klappte! Ein stolzes Lächeln flog über meine Lippen, doch man sollte den Tag nicht vor dem Abend loben. Vom Zirkel wendete ich ab und zeigte noch eine Galopprunde auf der ganzen Bahn, wobei ich an der langen Seite zulegte, schließlich aber parierte ich Skippy bei A zum Halten durch - im selben Moment, da die Musik aussetzte. Zu ruhigen Klängen ritt ich sie im Schritt wieder an, ging auf den Zirkel, wechselte durch Selbigen; und war insgeheim sehr froh, dass bisher alles so gut klappte. Ich parierte wieder zum Halten und richtete Skippy eine Pferdelänge rückwärts, um dann aus dem Stand anzugaloppieren. Als geforderte Westernlektion wollte ich einen Sliding Stop zeigen; vielleicht nicht einfallsreich, aber auf alle Fälle eindrucksvoll. Lange hatte ich mit Skippy geübt und beschleunigte nun auf der Geraden langsam. Dann setzte ich mich tief in den Sattel, Skippy "setzte" sich auf die Hinterbeine, lief mit den Vorderbeinen noch weiter - und kam dann sehr schön zum Stillstand! Ich war sehr stolz auf sie und nahm mir die Zeit, sie zu loben; zufrieden klopfte ich ihr den Hals. Das Schlimmste war geschafft, nun mussten wir nur noch durch den Parcours. Dass Skippy mir vertraute, wusste ich, so war ich guter Dinge, als ich sie im Schritt auf die Plastikplane zusteuerte. Langsam und bedächtig setzte sie einen Huf vor den anderen, doch zeigte keine Angst. Die Flatterbänder beäugte sie etwas misstrauisch, doch auch hier scheute sie nicht. Die Sprühflasche war sowieso das kleinste Problem; nur die Tüten bereiteten mir etwas sorgen. Meine Kleine jedoch behielt weit stärkere Nerven als ich! Endlich war es geschafft und ich atmete erleichtert auf als ich zu X ritt, mich verabschiedete und die Halle im Trab verlies. Gut gemacht, Skippy!
    • Leaenna
      Skippy steigend...
      [​IMG]

      ...und mit Zubehör
      [​IMG]

      Von Norwi ♥
    • NorwegeerStar
      Pflegebericht für Skippy

      Es war schon spät am Tag, als ich Paytys Notruf bekam; sie brauchte Hilfe, und das dringend.
      "Ich schaff's nicht. Ich schaffe es einfach nicht." hatte sie gesagt und so verzweifelt geklungen, als das ich gar nicht anders konnte, als zu ihr zu fahren und ihr zu helfen.
      So stand ich also gegen halb Sieben in der Stalltür und wurde stürmisch begrüßt. "Danke.. danke danke danke.." und dann war sie eigentlich auch schon wieder weg. Sie hatte noch viel vor sich, zwei weitere Pferde warteten auf ihre Beschäftigung.. und ich? Ich würde meine Zeit mit Skippy verbringen.
      Es war nicht so, dass ich die Stute nicht mochte, ganz im Gegenteil, nur war ich in den letzten Tagen so Lustlos gewesen und hatte auch nach der ganzen Hausarbeit keinen Schritt mehr vor die Tür machen wollen. Na, so viel dann dazu.
      Als ich über die geschlossene Boxentür lugte seufzte ich auf, nicht mal die Box war gemistet, also würde ich damit anfangen. Skippy schien schon oder noch auf der Weide zu sein, weshalb ich mich sofort mit Schubkarre und Mistgabel bewaffnete und nur wenige Minuten später in der geräumigen Box stand und das Stroh schaufelte.
      Da ich Payty nicht fand, und ich somit nicht fragen konnte, ob die komplette Box gemistet werden sollte oder nur das nasse Stroh und die Pferdeäpfel raus sollten, entschloss ich mich einfach die gesamte Box auszumisten - war jetzt auch nicht so viel mehr Arbeit.
      Mit einem neuerlichen Seufzen kippte ich die letzte, Randvolle Schubkarre voll Mist auf dem großen Misthaufen aus, zog diese dann hinter mir her und belud sie mit frischem Stroh, welches wenig später knöchelhoch und gold glänzend in der Box lag.
      "So weit, so gut.." murmelte ich, gönnte mir eine kurze Verschnaufpause, ehe ich mir kurz einen feuchten Lappen nahm und den Trog säuberte, die Tränke kontrollierte und schließlich mit Halfter und Strick bewaffnet zur Weide marschierte.
      Die Fuchsstute spitze die Ohren, als ich die Weide betrat und ihren Namen halblaut rief. Sie war noch nie sehr vertrauensvoll gewesen und das sie mir nun sogar ein paar Schritte entgegen kam, rechnete ich ihr hoch an. "Na Mädchen, du kennst mich doch, oder? Genau.. ich tue dir nichts.." ich redete leise, sanft auf sie ein, stand etwa einen Meter von ihr entfernt und hatte die Hand ausgestreckt in der Luft, während sie sich den Hals verrenkte um daran zu schnuppern aber ja keinen Schritt weiter machen zu müssen. "Na komm schon.. so ist's fein.. siehst du, ich mache nichts." redete ich weiter, zögernd setzte Skippy ein Bein vor das andere, bis die weichen Nüstern der Stute meine Handinnenfläche abtastete und regelrecht enttäuscht brummelte, als sie dort kein Leckerli fand. "Das gibt es nachher, wenn du brav gearbeitet hast.." lachte ich leise, schob ihr das Halfter über und klinkte den Führstrick ein. Bei dem metallenem Geräusch zuckten ihre Ohren kurz nach hinten und ihre Augen weiteten sich für einen schier unendlichen Augenblick, bis sie merkte, dass ich ihr nichts tat.
      Zurück im Stall, band ich sie in der Box an, wo sie den Kopf senkte und sich erstmal einen Moment mit dem Stroh beschäftigte, während ich die Putzkiste aus der Sattelkammer holte und auf dem Rückweg mit einem Jungen zusammen stieß, der aussah als wäre er grade daran gestorben.
      "Oh, Entschuldigung.." beeilte ich mich zu sagen, während mein Gegenüber noch immer wie hypnotisiert mir.. gegenüber stand. "Ich bin Saskia.. und du bist?" Also.. auf eine Frage musste man doch etwas antworten, irgendetwas, oder?
      Vielleicht auch nicht, denn es kam ein Schweigen, ein langes Schweigen, ehe er den Mund öffnete, tief Luft holen zu schien und dann antwortete; "Tyler.. ich bin Tyler."
      Aha, ein Name. Wenigstens etwas. Naja, wie auch immer.. ich sollte jetzt die wenige Zeit nicht damit verschwenden, hier zu stehen und Smalltalk zu halten.
      Mit dem Putzkoffer in der Hand schob ich mich an dem schmächtigen Jungen vorbei, dessen Blick mich nur kurz streifte und dann irgendwo am Boden zu haften schien. Seltsamer Junge.. aber interessant. Definitiv.
      "W-was.. machst du denn?" hörte ich seine Stimme hinter mir und selbst ohne ihn an zu sehen, hörte man das Zittern in seiner Stimme - und ich hatte gedacht ich hätte wenig Selbstbewusstsein. "Ich helfe Patricia aus." - "Mit Skippy..?" Es klang, als würde er mir das nicht zu trauen, na danke auch. Ich kannte die Stute länger als er. Und sie auch, also.. Pay. Jetzt sag' nichts vorlautes, sonst stirbt er vermutlich wirklich noch.
      "Ja, mit Skippy, wieso?" meine Stimme klang so freundlich wie möglich, auf meinen Lippen lag ein leichtes Lächeln - obwohl ich schmollte. "Sonst.. mach' ich sie.." murmelte Tyler und zuckte dann mit den Schultern - seltsamer Junge, wirklich.
      Da nichts mehr kam, setzte ich meinen Weg fort und gesellte mich zu der selig kauenden Skippy, die nur kurz den Kopf hob und mich und den Putzkasten musterte. "So, was wollen wir denn gleich überhaupt machen, mh? Einen Ausritt..? Oder lieber auf den Platz..?" während ich nun also mit der Stute Smalltalk hielt - mit diesem.. Tyler war das ja kaum möglich - putzte ich das Fuchsfarbene Fell, biss es in der langsam tiefer sinkenden Sonne strahlte wie die Sonne selber. Nun noch die Hufe auskratzen und wir waren fertig. Selbst die sonst leicht struppige Mähne glänzte, als wäre sie mit Fett eingeschmiert.
      "Also, wir gehen ins Gelände, richtig? Richtig.." Ich hatte schon lange keine Probleme mehr mit Skippy.. nur zwischen zeitlich schien sie immer mal wieder zu vergessen, dass ich ihr nie etwas an tun würde.. hatte sie sich bestimmt bei Tyler abgeguckt, der war ja fast genauso. Nur.. als Mensch eben.
      Mit Sattel und Trense bewaffnet kehrte ich aus der Sattelkammer zurück - und ohne weiteren, seltsamen, blassen Typen zu begegnen.
      Die Trense hängte ich über die Boxentür, während ich mit dem hübschen Westernsattel auf dem Arm die Box betrat. Skippy sah mich an, hatte die Ohren gespitzt und ihr Blick schien zu fragen, was ich denn jetzt vorhatte. Zugegeben, dass ich sie das letzte mal geritten war, war schon etwas her.. aber trotzdem.
      Nachdem ich Skippy nun also getrenst und gesattelt hatte, führte ich sie auf den Hof, weder Tyler noch Patricia oder sonst wen sah ich auf dem Hof - wo waren die denn alle?
      Also.. auf dann, ich hatte ja eigentlich gedacht jemanden zu sehen und nicht alleine ausreiten zu müssen, aber dann.. würden Skippy und ich eben ein bisschen Zeit mit einander verbringen, alleine.. romantisch, wirklich. Bei dem Gedanken grinste ich, von einem Ohr zum anderen. Schnell nochmal den Gurt kontrolliert, ehe ich mich auf den Rücken der Stute schwang, die Zügel aufnahm und ihr leichte Schenkelhilfen gab. Ohne zu Zögern lief sie los, nicht schnell, aber das war ihr Tempo - damit konnte ich leben.
      Leise summend schlug ich wenig später den Weg durch den schattigen Wald ein, denn um ehrlich zu sein, war es eigentlich viel zu heiß um überhaupt etwas zu machen; Skippy schien meiner Meinung zu sein, denn sie hatte den Hals lang und schien mehr zu schlafen als zu Arbeiten - bei dem Wetter.. naja, ich wiederhole mich. Eine gute Viertelstunde später tanzten die Sonnenstrahlen durch das Blätterdach und alles wurde in dieses seltsame, grüne Licht getaucht und.. Skippy und ich schienen aus unserer Hitzestarre zu erwachen. Hier, mitten im Wald, war es angenehm kühl, es ging sogar ein leichter Wind - also nahm ich die Zügel auf, trieb sie an und schon trabte wie durch das sich langsam lichtende Unterholz; denn ja, wegen meiner Tagträume waren wir vom richtigen Weg abgekommen, doch ich sah nicht ein zu wenden, so groß war der Wald hier ja auch nicht.
      Später würde ich wissen, dass ich mich geirrt hatte.
      Auch die letzte Zeit hatte ich mich kaum auf die Umgebung konzentriert - was ein Fehler war. Hier kannte ich mich eben nicht aus, wie zu Hause.. es war alles fremd. Mein Blick schwiff durch die Gegend und was ich sah war.. grün. Alles um mich herum war einfach nur noch.. Grün. Vielleicht wäre es doch das Beste einfach umzudrehen, den Weg zurück zu nehmen.. aber wo war ich hergekommen?
      Links, rechts, gradeaus?
      Mein Herz schlug schneller, es.. es wurde langsam dunkel, also musste es schon nach 21 Uhr sein, wenn nicht noch später. Ich tastete in meiner Hosentasche nach dem Handy.. welches ich, welch Ironie des Schicksals, am Stall vergessen hatte während meine Augen sich mit Tränen füllten..
      Danach bekam ich nicht mehr viel mit, nicht, dass Skippy sich wieder in Bewegung setzte, nicht, dass der Wald wieder dichter wurde, dass es dunkler wurde, war viel zu sehr damit beschäftigt überhaupt etwas durch den Tränenschleier zu sehen und nicht bei jedem Rascheln im nächsten Busch durch zu drehen.
      "Sk.. Skippy.." ich schluckte, irgendwann waren keine Tränen mehr da gewesen, weshalb ich nur mehr am schluchzen war. "..hast du.. du hast doch nicht..?"
      Und ob sie hatte, sie hatte den Weg zurück gefunden. Ich klopfte ihr den Hals, wäre ihr ja auch um diesen gefallen, wenn ich nicht noch immer auf ihrem Rücken gesessen hätte. Jetzt erkannte ich den Weg wieder, auch wenn er im Dunkeln so ganz anders aussah - unheimlicher, gruseliger..
      Ein heller Lichtkegel traf mich, schien mitten aus dem Nichts zu kommen, blendete mich und das einzigste, was ich hörte, war die Stimme eines Jungens.
      "Ich hab' sie... sieht die immer so aus?!" er klang schroff, genervt.. als hätte er auf all' das keine Lust, konnte ihn verstehen, wer will schon eine Fremde suchen?! Doch da schien er der einzigste zu sein, Patricia kam, ihr folgte der Junge von vorhin, Tyler. "Saskia, da bist du ja..!" stieß sie aus, klang erleichtert, während ich mir mit dem Handrücken über's Gesicht fuhr. "Ist dir kalt?" fragte sie, ich hatte noch immer kein Wort raus bekommen, saß auf Skippys Rücken, zitterte vor mich hin und war.. glücklich. Es war alles gut ausgegangen, und das nur, weil Skippy dagewesen war, weil sie aufgepasst hatte.. auf mich. "G-geht schon.."

      "..dafür hat sie einen Preis verdient." schloss ich nun, wir alle saßen im Stübchen, jeder eine heiße Tasse Kaffee in der Hand, ich hatte eine Abschwitzdecke über die Schultern gelegt und war nur noch müde. Müde und erschöpft. Als Raphael, ich hatte der weil den Namen des unsympathischen Jungens herausgefunden, gegangen war und Tyler seine 'Nachtrunde' drehte, blieben nur noch wir zwei da sitzen.
      "Du hast mir gar nicht's von ihm erzählt." - "Wem?" - "Tyler, wem sonst?" ich grinste, aha.. sie dachte also gleich an den großen, schwarzhaarigen.. "Bin nicht dazu gekommen.." rechtfertigte sie sich, doch ihre Augen strahlten, als sie anfing zu erzählen.. und ich freute mich für sie.
      "Vielen Dank, Skipp.. du bist die Größte.." murmelte ich der Stute zärtlich ins Ohr, kraulte ihr den Hals und verabschiedete mich somit für heute von der Stute, die mir.. mein Leben gerettet hatte. So.
      "Und du.. hab gefälligst mehr Zeit für mich." tadelte ich Pay, als ich ihr um den Hals fiel, sie an mich drückte und nicht mehr los ließ, für einen ganzen Moment nicht mehr.
      "Weißt du eigentlich, wie lieb' ich dich habe..?" - "Bis zum Mond und wieder zurück hab' ich dich lieb."
      Die Heimfahrt war ruhig, ich ließ das Radio aus und als ich zu Hause ankam, war da kein Platz mehr für Gedanken, egal welcher Art..

      "Bis zum Mond und wieder zurück hab' ich dich lieb..!"
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Album:
    Ehemalige Pferde
    Hochgeladen von:
    Leaenna
    Datum:
    29 Juli 2009
    Klicks:
    768
    Kommentare:
    15