Bracelet

Sir Donnerhall │ Hannoveraner │ Hengst

Show Me Your Real Darkness x To Where The Skies Are Blue <3

Sir Donnerhall │ Hannoveraner │ Hengst
Bracelet, 28 Dez. 2016
Zion gefällt das.
    • Bracelet
      Zasa
      17 October 2011 - 01:00 PM | Permalink: #1
      Heute früh klingelte der Wecker sehr früh, fand ich.
      Ich stand auf und wurde direkt von meinen Hunden begrüßt.
      Ich machte mir Frühstück und zog mich an.
      Im Stall angekommen fütterte ich erstmal alle mit ihren speziellen Futter.
      Als alle gefressen haten, brachte ich sie auf die Koppel.
      Nun mistete ich alle Boxen aus und führ den Mist auf den Misthaufen.
      Nach dem Mittagessen holte ich Calli von der Koppel.
      Er ist einer meiner neueren Junghengste und soll später
      mal inn der Zucht und im Dressursport aktiv werden.
      Ich putze ihn, sattelte ihn und brachte ihn in die Halle.
      Calli war heute nervös, aber ich beruhigte ihn schnell.
      Nach gelungenen Dressurlektionen der Klasse L
      baute ich einen 1m Sprung auf.
      Er bewältigte ihn 3 mal perfekt.
      Das sollte nun reichen. Ich brachte ihn zurück und sattelte
      ab. Nun brachte ich ihn in seine Box und gab ihn eine Karotte.'

      Es ist 16 Uhr, und ich ging in die Ställe und
      öffnete die Paddocktüren und gab jeder Box futter,
      Heu, eine Karotte und frische Bananen.
      Ich blickte in den leeren Stall und nahm die Stricke.'

      Nachdem ich alle Pferde rein holte ging ich zurüch ins haus.
      Nun setzte ich mich beruhigt an den laptop und chattete
      ein wenig auf joelle.
      0 MultiQuote
      Antwort
      Zasa
      12 July 2011 - 09:07 AM | Permalink: #2
      Zitat

      Pflegebericht für alle Pferde:


      Ich wachte nach einer erholsamen Nacht endlich auf.
      Ich schaute aus dem Fenster und sah wie die
      Junghengste im Sonnenschein auf den Sommerkoppeln spielten.
      Ich zog mich an und schnappte mir meine Handschuhe.
      Mit glücklicher Stimmung ging ich in den Stall, wo mich alle
      schon erwarteten. Nachdem ich fütterte
      brachte ich immer zwei Pferde auf die Koppel.
      Nun kam der lästigste Teil.
      Ich schnappte mir Mistgabel und Schubbkarre,mistete jede einzelne Box aus
      und brachte es anschließend zum großen
      Misthaufen.
      'Alles sauber' dachte ich mir.
      Mit einem Führstrick in der Hand und dem
      Putzkasten unterm Arm ging ich zum Putzplatz, wo ich
      den Kasten abstellte.
      Als ich an der Sommerkoppel der Hengst ankam
      wurde ich gleich von Sir Donnerhall begrüßt.
      Ich legte ihn den Strick um den Hals und führte ihn zum Putzplatz.
      Sorgfältig geputzt Sattelte ich ihn auf und startete einen kurzen
      Ausritt im warmen Sonnenschein.
      Auf der letzten Gerade bis zum Gestüt
      galopierte ich ihn an.
      Mit zufriedenen Schnaufen kamen wir wieder an.
      Ich sattelte ihn ab,kontrollierte die
      Hufe,duschte ihn kurz über und bachte ihn
      zurück auf die Koppel.
      Shapaan,welcher am Zaun stand, gab ich noch eine Möhre.
      Jetzt gehe ich essen'
      Pünktlich um eins klingelte meine Freundin und wir unternahmen einen schönen Tag.
      Am Abend holte ich die Pferde wieder rein und Füttere
      nocheinmal.
      Leicht erschöpft legte ich mich gegen zehn schlafen.
    • Bracelet
      Ankunft von Sir Donnerhall
      ,,Rrrrrrieng'' Ich fuhr aus dem Bett auf. Eben hatte ich noch geschlafen als mein erschrockener Blick zu meinem Wecker wanderte,der nun auf dem Boden lag. Ich hatte ihn wohl versehentlich hinunter geworfen. Ich gäänte,schlüpfte in meine Klamotten,zog mir noch schnell meinen Extra-Plüsch-Pulli an und wartete die Treppen zur Tür hinunter. Als ich diese öffnete,fegte mir ein Windstoß die Haare aus dem Gesicht. Der Wind war kalt und eisig und ich beschloss so schnell wie möglich zum Auto zu gehen und mich auf den Weg zum Gestüt zu machen. Als ich losfuhr drehte ich den Radio auf Maximum auf und erfreute mich mit dem Gedanken an meinen neuen Hengst,der Heute eintreffen müsste. Es dauerte knapp 15 Minuten als ich den schmalen Weg zum Gestüt einbog. Ich stieg aus und wickelte den Schal um meinen Hals. Mit einem Seufzer ging ich in den Stall hinein. Ein paar meine Pferdchen wieherten freudig,andere blickten bloß einen Moment auf und machten dann wieder bei dem weiter,wo sie aufgehöhrt hatten. Ich ging die Hengstboxen endtlang bis ich zu einer kam,welche weit geöffnet war. Ich machte mich auf und hohlte Einstreu herbei,welchen ich in der Box verteilte. Dann hohlte ich noch einen Salzstein,eine Gießkanne voll Wasser und Futter herbei. Die Heukippe hatte ich schon gefüllt,nun mischte ich auch schon den Hafer mit ein paar Karottenstückchen ab und füllte alles in den Futtertrog. Mit der Gießkanne schüttete ich das Wasser in zwei Tröge. Einer davon war bloß ein Wassertrog,in den anderen gab ich einen speziellen Tee,der die Abwehrkräfte der Pferde für den Winter stärken sollte. Da höhrte ich auch schon das Geräusch eines Autos,welches auf das Gestüt kam. Ich ging hinaus und begrüßte Zasa,die Vorbesitzerin des Hengstes. Sie öffnete den Pferdeanhänger und führte einen wunderschönen Hannoveranerhengst heraus. Ich berührte vorsichtig seinen Hals und streichelte ihn. Er spitze seine Ohren und schnüffelte neugirig in meine Richtung. Ich strick ihm über den wunderschönen Kopf,werend Zasa mir erklärte,auf was ich bei ihm achten solle. Die anderen Dinge hatten wir schon am Telephon geklärt und somit verabschiedete sie sich bei mir und ich führte Sir Donerhall in Richtung Stall. Er erschien mir ziemlich neugirig und gehorsam. Sein Gang war flüssig und strahlte Eleganz aus. ,,Braver Junge.'',stellte ich fest. Ich brachte ihn in die Halle,wo ich ihm einen anderen Zaum anlegte und ihn etwas longierte. Sein Schrittwechsel war beeindruckend und das Gesamtbild ein Traum von einem hengst. In dieser Sekunde war ich mir sicher; Sir Donnerhall würde ein perfekter Zuchthengst werden. Ich müsste mich mal wegen einer Körung umsehen. Nach dem longieren führte ich ihn noch trocken. Dann kam er in die Hengstabteilung,in seine Box. Anfangs schnüffelte er noch unruhig,aber er schien sich schon eingelebt zu haben,als ich vom Putzzeug-verstauen zurückkam. ,,Du scheinst dich wohl zu fühlen.'',sagte ich liebevoll und er schnaubte zustimmend. Dann verabschiedete ich mich mit einer Streicheleinheit bei ihm und trat die Heimreise an.
      Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.


      Pflegebricht für Sir Donnerhall

      Schon früh am Morgen stand ich vor dem Sall des Gestüts. Ich stiefelte durch den Stall, bis ich bei Sir Donnerhall ankam. Der wunderschöne Hengst sah mich durch die Gitterstäbe der Box schon mit großen Augen an. Ich öffnete die Boxtüre und halfterte ihn. ,,Brav Donnerhall.'',sagte ich lieb und musterte meinen hüpschen Hengst. Ich führte ihn vor den Stall, wo ich den Strick anband und seinen Putzkasten öffnete. Ich striegelte ihn, kämmte ihn und nahm mir dann seinen ersten Huf vor. Ersteinmal ausgeputzt spritzte ich ihm den Huf mit etwas Wasser ab. ,,Brav mein Hüpscher.'',sagte ich als ich fertig war und er tiptop geputzt war. Zugegeben, etwas stolz auf mich war ich schon. Kurz darauf hatte ich ihn zur Sattelkammer geführt wo ich ihn sattelte und auftränste. Ich gab ihm noch seine Schützer hinauf, nahm die Zügel nachvorne über seinen Kopf und führte ihn hinaus durch das Gestüt zur Halle. Als ich ihn hineingeführt hatte, ließ ich ihn stehen und stieg gekönnt auf. Die Zügel nahm ich natürlich wieder hoch.
      Als ich das hatte ließ ich ihn 1 Runde durch die Halle im Schritt warmgehen. Dann ließ ich ihn zwischen den Hindernissen, die aufgestellt waren, traben und ließ ihn dann auf das erste Hinderniss zugaloppieren. Er hob brv die Beine und schwups, waren die ersten beiden Hindernisse auch schon geschafft. Die vier Darauffolgenden übersprang er ebenso mit Leichtigkeit. Eigentlich kein Wunder, mit einem Stockmaß von 1,73 m. Dann, das letze Hinderniss. Auch diesem schenkte er kaum Beachtung und übersprang es. Ich ließ ihn noch etwas traben und ging ihn im Schritt trocken. Dabei klopfte ich ihm leicht auf den Hals. ,,Gut gemacht, Hüpscher.''
      Als ich ihn wieder abgesattelt hatte und er geputzt war, brachte ich ihn zurück in seine Box, wo ich seine Häuraufe auffüllte,ihm Wasser nachfüllte und etwas Kraftfutter zusammen mit Karotten und Gurken in den Futtertrog gab.
      Da musste ich auch schon wieder gehen. ,,Machs gut Sir Donnerhall.''

      Besuch von Beere
      Heute fuhr ich zu Birdie um mich um ihre Pferd zu kümmern. Ich kippte mir etwas Kaffee in meine Tasse und ging aus dem Haus, gefolgt von Amy, meine neuen Braunen Windhündin und Grisou meinem Bernersennen Rüden. Ich öffnete den Kofferraum meines neuen Geländewagens und ließ die beiden hineinspringen. Anschließend stieg ich ins Auto und fuhr los.
      Auf Birdis Hof ging ich als erstes zu den Fohlen und Jungpferde um diese auf die Koppel zu lassen. Allerding gab ich ihnen vorher noch etwas Futter. Als erstes brachte ich Easy Going, eine kleine Isabell Stute und Adicted Player, einen Tigerscheck Hengst raus. Die beiden ließen sich für ihr alter schon sehr gut führen. Anschließen holte ich Dancing is like Heaven, ein kleiner Schecke und Mysery, eine Deutsche Reitpferd Stute. Nun holte ich Facebook II, eine kleine Scheckstute und Xalsa, eine kleine Lusitano Stute. Als nächstes holte ich De Domino, er war der größter der Nachwuchspferde und stand noch bei den Fohlen, weil er noch in der Ausbildung war, dann nahm ich noch Just like the Wind und brachte diese ebenfalls auf die Koppel. Nun nahm ich Herbstblatt und De Ricco. Zum Schluss nahm ich noch Zwilling und stellte sie auf die Fohlenkoppel.
      Dann machte ich mich auf den Weg zu den Stuten. Als erstes holte ich Áleadis, sie war eine Isländer Stute, ich brachte sie zum Putzplatz und putzte die Scheckstute. Dann ging ich mit ihr noch eine kleine Runde spazieren, damit sie etwas Bewegung hatte und stellte sie danach auf die Koppel.
      Nun holte ich Glory Diva, eine Classic Pony Stute in der Farbe Palomino. Ich putzte sie ebenfalls und holte dann die Trense aus der Sattelkammer, da Birdie mir erzählt hatte, das man sie auch ohne Sattelreiten kann, dachte ich mir ich probiere es mal aus. Also trenste ich sie auf und ritt dann mit ihr eine Runde um den Hof. Sie war total brav und erschreckte sie auch nicht vor knackenden Stöcken oder vor anderen Sachen, wovor andere Pferde fast in Ohnmacht fallen vor Schreck. Als wir wieder am Hof ankamen, trenste ich sie ab und führte sie zu Aleadis auf die Koppel.
      Im Anschluss holte ich Violett Hill, die ich wie Aleadis und Glory Diva putzte. Danach stellte ich sie auf die Koppel.
      Danach holte ich Donella und Confusion Bay, die ich beide zur selben Zeit bei putzplatz anband, damit sie nich so alleine sind. Erst putzte ich Donella, eine Deutsche Reitpony Stute die in ein Weißes Fellkleid gehüllt war. Dann putzte ich Confusion Bay, eine ebenfalls weiße Stute. Confusion Bay war eine Lusitano Stute, die früher in schlechten verhältnisen gelebt hat und Misshandelt wurde, wovon man ihr aber kaum mehr was anmerkte. Nachdem ich auch sie geputzt habe, ließ ich die beiden auf die Koppel.
      Anschließend holte ich Angels Kiss, eine Braune Mustangx Welsh Stute, und Lanin Fictive, eine gescheckte Quater Horse Stute. Ich putzte beide und ging dann mit beiden eine Runde spazieren, bevor ich sie auf die Koppel zu den anderen stellte.Nun holte ich Svenja, eine Palomino Welsh D Stute und Arafella, eine Schwarzbraune Kentucky Mountain Saddle Horse Stute und putzte die beiden Ponys und stellte sie dann zu den anderen Stuten auf die Stutenkoppel.
      Dann holte ich die Barockpinto Stute Beautiful Black und Brock Fraser, eine Mausgraue Deutsche Reitpony Stute. Mit den beiden ging ich erst eine runde spazieren, putzte sie dann und stellte sie dann auf die Koppel.
      Als letzte Stute holte ich eine Braunscheck Pinto Stute aus dem Stall, die auf den Namen Dear Lovely Truth hörte. Ich putze sie und stellte sie auf die Koppel.
      Dann ging ich zu den Hengsten in den Stall und stellte sie raus, nachdem ich sie alle gefüttert hatte. Erst Beauty und Bonito, dann Toy Solidier und Calofao Chingolo. Lucero, Masterpiece, Dome, Dandro, Kolibri, Pretty Stick, Golden Eye und Autumm Hurrycane brachte ich in die Führanlage, damit sie bewegung bekamen. Sir Donnerhall und Wastl brachte ich zu den anderen auf die Koppel.
      Anschließend ging ich noch einmal zu den Fohlen und schaute ob bei ihnen alles ok war und auch bei den Stuten schaute ich noch einmal nach dem Rechten.
      Nun ging ich nochmal eine kleine Runde mit meinen beiden Hunden Amy und Grisou spazieren und holte dann die Hengst aus der Führanlage und stellte sie auf die Koppel zu den anderen Hengsten.

      Pflegebericht für Sir Donnerhall
      Es war ein windiger Herbsttag als ich zum Gestüt kam. Der Wind fägte die rotbraunen Blätter umher und ich fror zugegeben ein wenig. Schon erschreckend, wie schnell es ging, dass es hier kühl wurde. Zum ersten Mal dachte ich darüber nach den alten Gestütshof meiner Großmutter in Italien als Winterresidenz anzunehmen. Sie selbst wohnte hier alleine, würde sich also über Gesellschaft freuen und ihr letztes Pferd war auch schon sehr alt und die Stallungen riesig.
      Wie dem auch sei, dachte ich mir und schob die schwere Stalltüre zur Seite. Ich ging Richtung Hengstboxen und suchte meinen wunderschönen Hengst Sir Donnerhall. Schweren Herzens kam ich heute zu ihm und streichelte sanft seinen Nüstern, welchen er mir entgegenstreckte. ,,Na Hüpscher?'',fragte ich und mein schlechtes Gewissen ihn in letzter Zeit nicht besucht zu haben, weil ich nicht konnte, überviel mich.
      Nachdem ich die Box geöffnet hatte halfterte ihn und führte ihn zu einem der zahlreichen Putzplätze, wo ich ihn anband. Er stand brav da und ich begann ihn liebevoll zu striegeln. Als ich fertig war glänzte sein Fell wunderschön und er betrachtete mich lieb. ,,Es tut mir leid mein Großer.'', meinte ich und gab ihm eine Möhre, welche er sofort verschlung.
      Als ich auch seine Hufe sorgfälltig gesäubert hatte holte ich seinen Sattel und sattelte ihn. Daraufhin trenste ich ihn auf und gab ihm seine Schützer herauf. Er blieb gelasse, wie immer. Ich nahm die Zügel über seinen Kopf nachvorne und führte ihn hinter mir her zur Halle. Der Weg war nicht lange nur der kühle Wind schien auch meinem Hengst nicht zu gefallen. Er zog mich kurzerhand zur seite und beutelte sich. ,,Aus'', meinte ich und führte ihn wieder zur Halle. Hier stieg ich auf und nahm die Zügel in die Hand.
      ,,Zuerst einmal aufwärmen'', sagte ich und ging mit ihm im Schritt einige Runden durch die Halle. Als ich dann das Gefühl hatte er wäre warm ließ ich ihm auf der rechten Hand traben. Er hatte einen wunderschönen, ausdrucksvollen Trab. Nach 3 weiteren Runden leichttraben ließ ich ihn angaloppieren. E schwebte nur so durch die Halle.
      Nach einigen Dressurlektionen und ausübung der 3 Grundgangarten ließ ich ihn in der mitte der Halle halten und lobte ihn. ,,Gut mein Hüpscher'', sagte ich, stieg ab und führte ihn trocken. Dann führte ich ihn zurück in den Stall wo ich ihn absattelte und abtrenste. Dann bakam er noch seine warme Stalldecke von mir uind durfte zurück in seine wärmere Box.
      ,,Dann auf Wiedersehen mein Hüpscher, ich hoffe wir sehen uns bald und können zusammen noch viele schöne Dinge erleben'', sagte ich zum Abschluss und ging.

      Springen für Anfänger
      Es war ein kalter Herbsttag. Der Wind, welcher übers Gestüt fegte, machte es wesentlich kälter und ich musste mich sehr dazu überwinden aus dem Auto zu steigen und den Weg zum Stall anzutreten. Ich tat es aber doch und siehe da, Sir Donnerhall stand gemütlich in seiner großen Box und kaute an einem Büschel Heu.
      ,,Hallo mein Hübscher'',rief ich und öffnete die schwere Boxtüre. Er blickte auf und betrachtete mich mit großen Augen. Ich ging auf ihn zu und streichelte seinen Hals. Er fraß weiter und ich holte seinen Halfter.
      Gehalftert ging es dann zum Putzplatz. Hier begann ich ihn ausgiebig zu striegeln damit er glänzte. Der große Hengst blieb brav stehen als ich auch seine Hufe ausputzte und lauwarm abspritzte. ,,Braver junge'',lobte ich ihn und kämmte seine Mähne und seinen Schweif. Er blieb ganz brav und ich gab ihm ein Küsschen auf den Nüstern.
      Dann flechtete ich seine Mähne ein und machte ihm Tunierzöpfchen. Er sah damit noch eleganter aus als er e schon aussah. Der wunderschöne Dressurhengst war groß, hatte wunderhübsche Gänge, einen treuen Blick, tolle Selbsthaltung. Er war einfach ein Traum von einem Hengst.
      Als ich fertig war holte ich seinen Sattel und seine Trense. Dazu bekam er seinen Gurt. Ich war mir noch nicht sicher aber ich glaubte, es sei gut, ihn ein wenig springen zu lassen. Jedenfalls ein paar niedrige Stangen um ihn ein bisschen zu beschäftigen und ihm zu zeigen, dass er wieder etwas mehr die Beine hob.
      ,,So'',sagte ich und führte ihn hinter mir her in die Halle. Hier ließ ich ihn erstmal stehen und stellte einige E-Hindernisse auf, ein paar Stangen kamen auf den Boden.
      Dann stieg ich auf und lobte ihn; ,,Guter Junge.''
      Zuerst ließ ich ihn im Schritt warm gehen. Nach einiger Zeit trabte ich ihn an und ließ ihn seinen wundervollen Trab zeigen. Daraufhin noch 1 Runde Galopp und dann ging es auf die Stangen zu. Brav hob er die Beine und folgte auf die kleinsten Beinhilfen. Er war ein toller Hengst. Mutig, willig und zielsträbig.
      Dann zum setzten wir zu den ersten Sprüngen an und er hüpfte brav darüber. Ich war glücklich und setzte es fort.
      Dann ging ich ihn trocken und putzte ihn erneut. Dann noch die Mähne entflächten und die Weidedecke herauf und schon stellte ich ihn auf siene Koppel auf der er auf und ab trabte. Ich verabschiedete mich mit einer Handbewegung von ihm und ging dann.

      Bodenarbeit mit Sir Donnerhall
      Am Morgen war ich schon früh auf dem Gestüt und ging in den Stall. Sir Donnerhall stand gerade vorne in seiner Box und knabberte an einem halben Apfel. Als er mich sah spitzte er neugierig seine Ohren und ich streichelte ihm kurz über den Hals. ,,Hallo mein Hübscher. Wie geht es dir denn Heute?'' Er sah mich nur an und ich beschloss einmal seinen Halfter zu holen. Als ich wieder die Stallgasse entlang ging streckte er den Kopf ein wenig aus der Box und gähnte. Nicht sehr aktiv, dachte ich und beschloss heute ein wenig Bodenarbeit mit ihm zu machen.
      Ich halfterte ihn und führte ihn aus seiner Box zu einem Putzplatz, wo ich ihn anband und sein Putzzeug holte. So striegelte ich ihn und kratzte ihm die Hufe aus. Dann noch schnell Mähne und Schweif gekämmt und los gings: Ich nahm den Führstrick in die Hand und führte ihn hinter mir her aus dem Stall. Es war ein eher kühler Tag und im Vergleich zum Stall war es hier draußen ziemlich kalt.
      Als ich ihn in der Halle bei C abstellte, sagte ich zu ihm: ,,Na dann lass uns etwas arbeiten. Damit dir warm wird.'' Ich ging zur Tribüne hinüber und nahm erstmal das Longe-Zeug. So wurde er aufgetranst, den Gurt bekam er auch darauf und auch ein paar Schützer bekam er, damit er sich nicht verletzte, immerhin kam er mir heute sehr durch den Wind vor.
      Daraufhin nahm ich ihn an die Longe und trieb ihn mit der Peitsche erst mal im Schritt an. Nur mühsam rappelte er sich auf und ging los. Er schien die Kälte der letzten Tage nicht sonderlich zu mögen. Ich hieb mit der Peitsche hinter ihm in die Luft und hoffte, er würde antraben, aber nicht so mit dem Hengst. Er ging nun zwar schneller Schritt, trabte jedoch keineswegs. Um mich durchzusetzen machte ich weiter und dann siehe da: Sir Donnerhall trabte. Langsam, aber doch. Er schien heute nicht zu wollen und blieb öfter wieder im Schritt zurück. So ließ ich ihn dann auch nicht mehr lange Traben und hielt ihn an.
      Wieder abgetrenst und gehalftert begann ich dann ihn einfach im Schritt durch die Halle zu führen. Dann nahm ich ein Leckerli aus der Tasche und ließ Donnerhall stehen. Mit gespitzten Ohren sah er schon zum Leckerchen und so ließ ich ihn sich verbeugen. Dies machte er ganz brav und ich lobte ihn. Daraufhin wollte ich noch etwas rückwerts-gehen probieren. Auch dies und weitere Tricks und Trainingsfiguren klappten auf anhieb und er schien etwas 'aufzutauen'.
      Am Ende konnte ich dann doch noch gut mit ihm arbeiten und nachdem ich den Großen geputzt hatte, streichelte ich ihn noch und kraulte den Hengst in seiner Box. Dann musste ich aber auch schon wieder los.

      Umzug in den neuen Stall
      ...für Diarado, Double Diamonds, Final Destination 4, Golden Eye II, Sir Donnerhall und Wastl

      Nach Vollendung des Baus eines neuen Stalles konnten nun auch die Pferde einziehen. Der neue Stall war nun sehr groß und ist nun auch wunderschön Lichtdurchflutet. Zu öffnende große Fenster an der Decke des Stalls sorgen für Frischluft und Lichteinfall. Zusätzlich sind an den Seiten Fenster angebracht. Diese lassen sich jedoch nur mit einem Schlüssel mit Genemigung öffnen. Es wurde bei diesem Bau sehr auf das Wohlbefinden der Pferde geachtet. Große Boxen, bieten schönen Raum in welchem sich das Pferd bewegen kann. Die Box selbst ist mit einer Mischung von Hobelspäen und Stroh versähen. Padocks gibt es in diesem Stall leider nicht, aber die Stallburschen werden darauf achten, dass die Pferde regelmäßig Weidegang bekommen. Ausgenommen in der karge Winterzeit. Der erste Weidegang für die Pferde die nun im neuen Tunierflügel legen werden ist Anfang Mai und der letzte im Jahr immer, wenn der erste Schnee fällt.
      Nach Besichtigung des neuen Stalls staunte ich sehr und schon konnten die Pferde einziehen, Hier kommen bald die Tunierpferde hin und solche die große Leistungen erbringen sollen. Auszubildende kann man hier auch oft antreffen.
      Zuerst holte ich die Einzige Stute, die derzeit hier leben sollte, aus dem Stutenabteil des alten Stalls. Sie folgte mir wie immer brav und ließ sich hinüber führen. ,,Gut. Brav'',lobte ich Double Diamonds als ich sie in den Stall führte. Sie bekam die vorderste Box gleich links vom Eingang. Ich führte sie hinein und machte den Strick ab den ich ihr umgebunden hatte. Dann verschloss ich die Tür und hängte den Halfter an die Halterung neben der Boxtüre. Erst sah sie mich etwas verwirrt an und schien mit den bis zur decke reichenden, grünen Gitterstäben nichts anfangen zu können. Dann aber schnaufte sie und sah sich einmal um. Ich schrieb inzischen auf das Schild ihrer Box ,,Doubles Diamond''.
      Dann ließ ich sie erstmals alleine und holte einen braven und ruhigen Hengst aus der Box. Golden Eye. Er war eher zurückhaltend und somit war ich interessiert was passieren würde, wenn er das ganze Jahr über neben einer Stute stehen würde. Vielleicht würde er dann endlich aus sich herauskommen und wieder mehr zeigen, dass er ein Hengst und keine Schlaftablette ist. Ich halterte ihn und führte ihn zum neuen Stall. Es war ein nicht allzulanger Weg aber es genügte ein paar wenige, flüchtige Sonnenstrahlen zu erhaschen. Brav trottete er hinter mir her und als wir ankamen bekam er die zweite Box von links Vorne, neben Doubles Diamond, einer wunderschönen Stute. Er spitzte interessiert die Ohren und beäugte sie. Als ich ihn vom Strick in die Box ließ und sie verschloss und den Halfter aufhing sah ich wie er das erste Mal wieder interessiert und groß dastand. Wow war das ein schöner Hengst. Die Stute sah zu ihm und er steckte seinen Nüstern ein wenig durch die Gitterstäbe. Sie kam neher zu ihm aber biss ihn dann. Er wieherte und benamm sich wie ein junger Hengst. Er wirbelte umher und machte kurz Anstallt zu steigen, tat dies dann aber doch nicht. Ich beschloß grinsend sie wieder alleine zu lassen und verließ den Stall.
      Dieses Mal entschloss ich mich Sir Donnerhall und Wastl mitzunehmen. Das Gleichzeitig. Der gekörte Wastl folgte brav und so konnte ich schön Sir Donnerhall mitnehmen. Die Beiden ließen sich gut führen und so kamen wir sehr schnell zum neuen Stall. Wastl stellte ich in die erste Box rechts. Sir Donnerhall daneben. Die Beiden sahen die Stute kaum und so wusste ich das diese Ordnung solange Doubles nicht rossig war sehr gut klappen sollte.
      Dann holte ich Final Destination. Er war ein Halbblut aus Hannoveraner und Englischem Vollblut. Ein wunderschöner, großer und stattlicher Hengst. Dieses Jahr würde er vier Jahre alt werden. Sehr jung aber er war sehr schnell sehr groß und so kann man auf ihm sogar schon reiten. Ja, er ist angeritten. Mit gerade mal 3 Jahren. Und er macht sich gut. Gut unterm Sattel, gut an der Londge, gut am Sprung. Ich sah in ihm ein klasse Springpferd. Nur sein Temperament, daran müsse man noch arbeiten. Aber bis er 6 ist, ist er perfeckt. Ich liebte ihn, meinen Final. Langsam führte ich ihn hinunter in den Stall, wo ich ihn neben Sir Donnerhall stellte. Die Beiden waren früher schon öfter zusammen gewesen also sah ich hier kein Problem. Brav ging er hinein und guckte mir dann nach als ich Diarado holte.
      Diarado war der letzte für heute. Er war ein hübscher Springer. Rabenschwarz wie die Nacht. Er war eigentlich ein perfeckter Hengst. Ich konnte ihn leicht erreichen, das heißt, wir verstehen uns. Er folgte ebenfalls brav bis er die Stute sah. Plötzlich zog er und riss mir das Strick aus der Hand. Er stieg und versuchte es ebenfalls bei Doubles. Dieser schien der tobende Hengst egal zu sein und sostellte ich dann schlussendlich auch ihn in seine Box, die neben Final.
      Dann ging ich auch schon wieder da ich einen wichtigen Termien hatte.​
    • Bracelet
      Kurzbesuch bei Sir Donnerhall
      An einem trüben aber angenhm sonnigen und mildem Herbsttag kam ich um meinen wunderschönen Dressurhengst, Sir Donnerhall, zu besuchen. Der Große freute sich als er mich kommen sah und wieherte brav. Ich lobte ihn und streichelte ihn ein wenig. Dann holte ich seine Putzbox herbei und striegelte ihn bis sein Fell wunderschön im feinen Stallicht glänzte. Dann kämmte ich seine Mähne und seinen Schweif. Hierbei achtete ich darauf ihm keine Haare auszureißen. ,,Guter Junge.'' Als ich ihm dann noch die Hufe auskratzte war er ebenfalls total brav. Danach lobte ich ihn und brachte ihn dann auf diw Weide wo ich ihm bevor ich wieder ging noch etwas beim Galoppieren zu sah.

      Frühlingsputzaktion
      Da nun der Frühling auf dem Gestüt einkehrt und alles rund um das Gestüt begann zu blühen, beschloßen ich und meine Mitarbeiter auf dem Gestüt eine Frühlingsputzaktion zu starten. So sollte auch das Gestüt wieder seinen alten Glanz finden und die Pferde für die kommende Tuniersaison besonders herausgeputzt werden. Alle Mitarbeiter versicherten mir mitzuhelfen und so kam dann auch der 29. März.
      Ich kam schon um 6 Uhr auf das Gestüt und begrüßte meine Mitarbeiter. Zusammen saßen wir in der großen Gemeinschaftshalle des Gestütshauses und tranken Kaffee. Ich redete mit dem Trainer einer meiner Pferde und schlürfte gelegentlich an meiner Tasse. So verging die Zeit bis um halb 7 alle da waren.
      Dann ging es daran die Pferde auf die Koppeln zu bringen, die mitlerweile wunderschön grün waren. Sie hätten heute einen Ruhetag damit das Gestüt geputzt werden konnte und wurden anschließend auch herausgeputzt. In einem großen Schwall ging es in den Stall. Jeder schnappte sich ein oder zwei Pferde und führt sie auf die Weiden. Ich nahm Touchable, meine hübsche Apfelschimmelstute, und Donella, ebenfalls Apfelschimmel. Brav folgten sie mir und liefen dann munter auf der Koppel umher.
      Für uns ging es dann daran aus allen Boxen Heu, Stroh und co heraus zu nehmen und die Boxen mit Wasser abzuspritzen und die Gitterstäbe zu putzen. Auch die Halterungen für die Halfter und Decken wurden geputzt und ebenso die Stallgasse. In der Sattelkammer wurden alle Halterungen geputzt und die Sättel und Trensen poliert. Die Decken wurden alle gewaschen und die Halfter und Führstricke ebenfalls abgespült. Auch die Bandagen und alles andere an Ausrüstung wurde perfekt geputzt. Auch die Futtertröge, Wassertröge, Heukippen und Salzsteinhalterungen wurden wieder auf Hochglanz gebracht. Ich packte fleißig mit an und half auch die Halle neu einzustreuen und die Boxen mit Stroh wieder zu erneuern.
      Als dies alles geschafft war war es 5 Uhr nachmittags. Somit mussten wir die Pferde nun im letzten Licht putzen, aber da alle mithalfen klappte es super. Jedes Pferd, Pony und Fohlen wurde mit Glanzschampoo gewaschen, die Hufe wurden gesäubert und eingewachst und der Nüstern und die Maul und Augenpartie wurde mit Schwämmchen gesäubert. Als dies gemacht war wurden die Pferde wieder in ihre Boxen gebracht und wir genossen noch einen netten Abend zusammen.
      An diesem Tag war ich wohl fertiger als je zuvor.

      Der Herbst kommt und damit ebenfalls einige Veränderungen
      Allmählich wurde es von Tag zu Tag kühler, was man auf dem gesamten Gestüt im eher nördlich, in Slowenien, gelegenen Gestüt immer mehr zu spüren bekam. Langsam begannen auch die Blätter sich rotbraun zu färben und Burning Spring wurde der ersten Silbe seines Namens immer gerechter.
      Der Herbst brachte allerdings mehr als bloß eine Jahreszeitenveränderung mit sich. Unter anderem verabschiedeten sich einige Trainer und Bereiter. An ihrer Stelle sollten bald einige andere nachrücken und auch das Gestüt sollte sich auf seine neuen Ziele vorbereiten. Abgesehen davon, das wir unsere hohen Standards beibehalten möchten, wollen wir uns immer mehr auf die Selektierung und Krönung von Pferden beschäftigen. Mir war bewusst, dass es mir nicht leicht fallen würde mich von Einigen zu trennen, dennoch sah ich ein, das dies die richtige Entscheidung wäre.
      Nun wollte ich mich aber einmal wieder vergewissern, dass es allen meinen Schützlingen gut ging. Also stand ich an jenem Tag ziemlich früh auf und ging nun, in einen warmen Mantel gehüllt, Richtung Stallungen.
      Als erstes ging ich in den Stall in dem meine dressurorientierten Pferdchen zu finden waren. Als ich hinein kam wurde gerade Sir Donnerhall in seiner Box geputzt. Der 1,73m große Hannoveraner stand wie immer ganz gelassen da und beäugte mich neugierig als ich den Stall betrat. Waldjunge stand in der Nebenbox und streckte seinen Kopf aus seiner Box. Ich schnalzte mit der Zunge und sagte liebevoll seinen Namen. Anschließend gab ich ihm ein Leckerli und streichelte ihn ein wenig. Es war gerade halb 7 Uhr morgens und sein Bereiter kam erst gegen 8, weshalb er noch Zeit zum Entspannen hatte. Zuletzt geritten hatte ich den Hübschen vor etwar zwei Wochen, was allerdings bei den meisten Pferden der Fall war. Der Grund dafür war, dass er gerade mitten in seiner Ausbildung steckte, die jedes Pferd auf dem Gestüt genoss. Außerdem hatte ich leider nicht allzuviel Zeit all meine Pferde zu reiten. Insgesamt waren dies nämlich 24, zusammen mit 3 Fohlen. Dies war mitunter ein Grund weshalb ich leider einige der Süßen in liebevolle neue Hände vermitteln wollte. In Gedanken versunken hatte ich nun begonnen Waldjunge zu striegeln. Ich ließ mir Zeit und kratzte ihm auch die Hufe aus und kämmte seine Mähne und seinen Schweif. Er schnaubte genießend. Als ich dann fertig war ging ich auch zu Costas Box. Der hübsche Trakehner stand mit dem Po zu mir in seiner Box und fraß etwas Heu aus seinem Heunetz. ,,Costa.'',rief ich ihn, aber er drehte bloß ein Ohr in meine Richtung und reagierte sonst nicht. Ich öffnete die Boxtüre und setzte mich ins Stroh. Nun blickte er auf und drehte sich langsam zu mir um. Er betrachtete mich neugierig und ließ sich nun auch streicheln. ,,Braver Bub.'',sagte ich und gab ihm einen Kuss. Costa war eines der Pferde, welche ich mindestens einmal in zwei Tagen ritt. Mit ihm ging ich auch auf Turniere und wünschte mir, mit allen meinen Pferden so eine gute Beziehung zu haben wie zu ihm. Auch wenn er, wenn er fraß, nicht unbedingt gerne gestört wurde. ,,Na dann bringen wir dich mal auf die Weide.'',meinte ich und holte sein Halfter. Anschließend brachte ich ihn auf seine eigene Koppel, so wie sie jeder Hengst auf meinem Gestüt hatte. Mit den Worten ,,Heute hast du einmal einen Tag für dich.'' verabschiedete ich mich bei ihm und er galoppierte auf die Weide.
      Nun ging ich zu meinen vielseitigorientierten Pferden und/oder Freizeitpferden. Da sie alle erst gegen 11 gingen um ihr ''tägliches Fitnessprogramm'' zu absolvieren putzte ich jedes einzelne von ihnen und nahm mir viel Zeit für Streicheleinheiten. Zuerst putzte ich Love me tender; Anschließend Donella, Angels Kiss, Herbstblüte, BS Je'taime, Black Pearl, Double Diamond, Deila, Golden Eye, Final Destination IV, Wastl, Touchable, Pearl, Scarlet Sun und Ungezähmt Snow. Als ich gerade meine hübsche Snow putzte, kam auch schon einer der Bereiter, der für Black Pearl und Double Diamonds zuständig war. Er grüßte freundlich und verschwand anschließend in der Sattelkammer um Sattel und Trense zu holen. Ich aber verabschiedete mich auch schon wieder bei meinen Pferden und verließ auch den 2. Stall.
      Im 3. standen nun meine springorientierten Pferden, welchen derzeit meine größte Aufmerksamkeit genossen. Deo Volente, HGT's Nightmare, Takada, Party Shaker und N'oubliez jamais ritt ich nämlich jeden Tag, wie auch meist Costa. Diese Pferde hatten heute einmal einen Ruhetag und durften den gesamten Tag auf der Koppel verbringen, wo ich sie auch gleich darauf hinbrachte. Diarado putzte ich daraufhin ganz in Ruhe und genoss die Zeit mit ihm. Anschließend holte ich Sattel und Zaumzeug sowie Gamaschen und Hufglocken. Danach ging ich ganz in Ruhe ausreiten.
      Nach einem schönen Tag auf meinem Gestüt ging ich nun am Abend ins Bett und freute mich schon auf die kommenden Tage.

      Stallrundgang: Ich sehe mir an, was unsere Pferdetrainer so machen

      Es war ein regnerischer Tag auf meinem Gestüt, als ich den monatlichen Stallrundgang machte. Leider hatte ich diesen schon im Vorhinein bekannt gegeben und konnte so den Tag nicht ändern, egal wie mies das Wetter heute zu scheinen schien.
      Ein Stallrundgang war immer viel Arbeit auf meinem Gestüt. Ich musste jeden einzelnen Trainer begutachten, wie er seine Arbeit machte und wie weit die Pferde beim jeweiligen Trainer bereits waren.
      Pünktlich um 7 Uhr morgens verließ ich mit einer vollen Thermoskanne, beziehungsweise diesen Coffee-to-Go Dingern, das Hauptgebäude. Es war relativ warm für Februar aber dennoch durchdrang die Nässe mich bis auf die Knochen und ich fror ein wenig. Dabei kramte ich, solange ich noch unter dem Dachvorsprung stand, nach meinem Plan.
      Der lautete für die Wintermonate wie folgend:
      6:30 Die Pferde bekommen ihre erste Futterration für den Tag
      7:00 Die ersten Trainer und Bereiter trafen am Gestüt ein, kontrollieren ihre Notizen und planen vorläufig das Training für den nächsten Tag, was sie später allerdings noch ändern können
      7:30 Die Stallburschen putzen die ersten Pferde
      8:15 Die ersten Pferde werden aufgesattelt
      8:30 Ab nun kommen die Pferde mit den späteren Trainingseinheiten nacheinander in die Schrittmaschine
      8:30 Die Bereiter bzw. Trainer übernehmen ihre Pferde und beginnen mit den vorgesehenen Trainigseinheiten.
      Okay, weiter las ich zugegeben erstmal nicht. ,,Hallo.'', grüße mich auch schon die bekannte Stimme einer meiner Trainer. Ich grüßte zurück und schlenderte dann gemütlich zum Fohlenstall.
      Dort kamen meine drei hübschen Hengstchen auch schon munter auf mich zugelaufen. Chestnut wieherte aufgeweckt, woraufhin Exciting Force und Hidden Flyer ebenfalls einstimmten. Ich streichelte sie liebevoll und verhätschelte sie. Als ich das nächste mal auf meine Armbanduhr sah, war es auch schon kurz vor halb 8, weshalb ich den Süßen eine letzte Streicheleinheit gab und dann auch schon wieder ging.
      Um exakt 7:29 kam ich bei den Springpferden an, beziehungsweise beim Springpferdestall. Ich ging hinein und sah meine süßen entspannt am Heu knabbern. Nur N'oubliez jamais stand mit gespitzten Öhrchen in seiner Box und beäugte mich. Seit er am 10. Juli zu mir gekommen war ritt ich den Hübschen jeden zweiten Tag selbst und beschäftigte mich intensiv mit ihm. Obwohl er ein Hengst mit großem Temperament war verhielt er sich mir gegenüber immer respektvoll und liebevoll. Erst neulich erzählte mir ein Stallbursche, dass er sich vom Strick gerissen hatte und weggelaufen war. Erst nach einer Stunde konnte man ihn wieder einfangen. Natürlich war dies nicht unbedingt was ich gerne hörte, aber er war, auch wenn man es ihm Äußerlich nicht anmerkte, gerade mal 4 Jahre alt und hatte einen riesigen Überschuss an Energie, was allerdings den Sport mit ihm, sollte es nicht gerade um Dressur gehen, sehr angenehm machte.
      Sein Wiehern riss mich aus den Gedanken, als der Stallbursche mit dem Putzzeug angerannt kam. Er grüßte mich freundlich und öffnete dann N'oubliez jamais Boxentüre. ,,Schnuller'', wie ich ihn liebevoll nannte, fand dies allerdings nicht so toll und hatte sich in die hinterste Ecke seiner Box gestellt. Er war nicht unbedingt ein Fand davon, dass er jeden 2. Tag zu den Pferden gehörte, die als erstes raus mussten.
      Er musste sich aber damit abfinden, da die Springpferde immer erst in die Halle mussten, um ihr tägliches Dressurtraining abzuschließen, ehe sie dann am Nachmittag Springtraining hatten und die Dressurpferde die Halle für sich hatten.
      Ehe ich mich versah hatte der Stallbursche Schnuller geschickt dessen Halfter angelegt und führte ihn nun zum Putzplatz. Er folgte nun brav und ich ging den beiden nach. Es hatte eben aufgehört zu regnen, also nutzten die Stallburschen den Putzplatz draußen, da der drinnen bloß 4-5 Plätze hatte. Draußen allerdings konnten Deo Volente, Diarado, Nightmare, Takada, Party Shaker und Schnuller nebeneinander stehen. Fleißig begannen meine 6 zuständigen Helfer die Pferde zu putzen. Gähnend sah ich dabei zu und plauderte ein wenig mit meinem Springtrainer, der früher als gedacht mit seinen Notizen fertig war. Wir verstanden uns sehr gut und auch er nützte jede freie Sekunde um bei den Pferden zu sein, welche auch eine sehr gute Bindung zu ihm hatten.
      Insgesamt hatte ich 2 Springtrainer. Einen, Georg Müller, für Deo, Takada und Diarado und einen, Ricardo Sanchez, mit dem ich gerade sprach, für Nighti, Schnuller und Party.
      So, nun ging es ans aufsatteln. Dabei sah ich wieder etwas genauer hin, da mir auffiel, dass Deo seine Trense in letzter Zeit so ungern annahm, wenn ich dies von ihm verlangte. Und da sah ich das Problem auch schon: Der Stallbursche zog erst ein Ohr hindurch, dann das andere und dabei riss er ihm kurzzeitig aber doch im Maul herum. Ich ging hinüber und erklärte ihm, dass es so viel besser funktionieren würde und nahm den Zaum wieder herunter. Einmal vorgezeigt, wieder herunter und von ihm nachgemacht und siehe da: Ging doch.
      Nachdem dies auch geschafft war kamen auch schon die 6 Bereiter, die ich für die 6 Pferde ausgesucht hatte.
      Chloé Perrez für Takada, Daniel Murphy für HGT's Nightmare, Lucia Sanchez, Ricardos Tochter, für Deo Volente, Tyler Woods für Party Shaker, Riley McCalley für Diarado und Franc Novak für N'oubliez jamais.
      Sie übernahmen die Pferde, grüßten freundlich und folgten mir und Ricardo in die größte Halle, auf dem Gestüt, die hauptsächlich für Dressur und Stangenarbeit genutzt wurde. Bei uns, ganz vorne ging Lucia. Sie redete etwas mit ihrem Vater, der allerdings nicht mehr ihr Trainer war, da sie beschlossen einmal andersherum zu trainieren. ,,Und wie läuft's so mit Deo?'', fragte ich schließlich. ,,Ganz gut.'', antwortete sie ,,Dressurtechnisch will er ja bekanntlich manchmal einfach nicht so ganz aber es wird besser. Im Springen ist er dann aber mit ganzem Herzen dabei und reagiert super auf meine Hilfen.'' Ich grinste: ,,Das freut mich'' und öffnete dann das Hallentor für meine Bereiter.
      Die beiden Trainer gingen hinein, ich blieb auf der Tribüne sitzen und verfolgte alles aus der ferne mit. Schnell waren sie alle zu Pferde und die Trainer legten brav zum Warmreiten die Decken auf. Es folgte eine Viertelstunde Schritt, was ich als sehr lange empfand, im Winter allerdings nicht schlecht. Die Pferde verhielten sich am langen Zügel sehr unauffällig. Dann nahmen sie langsam die Zügel auf und bald trabten die ersten drei Reiter, die bei Georg im Training waren an. Sie achteten dabei darauf, dass sie möglichst nicht in der Abteilung ritten sondern frei. Immer wieder ging ein Reiter auf den Zirkel und umrundete Georg, der Tipps gab. 5 Minuten später trabten auch die drei übrigen Reiter an. Ich sah amüsiert zu und beobachtete sie. Sie machten das toll und hatten die Pferde gut im Griff. Nur im Galopp gab es dann einmal eine etwas brenzliche Lage, als N'oubliez jamais und Deo Volente gleichzeitig an die lange Seite kamen und sich auf der anderen Hand begegneten. Irgendwie kam es dazu das das innere Pferd, Deo Volente, plötzlich nach innen ausweichen wollte und der trabenden Nightmare beinahe den Weg geschnitten hätte. Dies war allerdings nicht weiter schlimm und alle beruhigten sich wieder.
      Nach diesem Training besuchte ich auch die Dressurpferde Sir Donnerhall, Costa und Waldjunge.
      Sie freuten sich sehr mich zu sehen und ich half den Stallburschen etwas beim Putzen und sah mir anschließend auch ihr Training an, worüber ich sehr zufrieden war.
      Zu guter Letzt besuchte ich Love me Tender, Donella, Angels Kiss, Herbstblüte, BS' Je'taime, Black Pearl, Double Diamonds, Deila, Golden Eye, Final Destination, Wastl, Touchable, Pearl, Scarlet Sun und Ungezähmt Snow. Ich half, sie auf die Weide zu führen und sah bei einigen Trainingsdurchgängen im Geländeparcour und auf der Galoppstrecke an. Es war toll, zu sehen wie sie aufblühten, seit sie wieder mehr gefordert wurden, da sie eine Zeit lang ja ''nur'' meine Freizeitpferde waren, die fast den ganzen tag auf der Koppel standen und dann nur eine Stunde geritten wurden und dies meist nicht sehr kontrolliert, sondern auf ,,Ja, heute will ich das ernster nehmen, morgen nicht', wenn ich ehrlich war. Aber nun hatten sie wieder eine schöne Muskulatur aufgebaut und waren auch sonst top fit.
      Vor allem bei Donella merkte man, da sie nun viel mehr Spaß hatte, sie war immerhin ein Pferd das eine Herausforderung benötigte.
      Mit gutem Gewissen konnte ich Abends meinen monatlichen Stallrundgang beenden und war sehr zufrieden.

      Das diesjährige, private Gestütsreitertreffen ~
      Um die gute Arbeit unserer Trainer und Bereiter zu würdigen, beziehungsweise für etwas Spaß zu sorgen, finden nun jedes Jahr einige kleine Turnierchen statt, an denen nur die Pferde unseres Gestütes teilnehmen dürfen. Zusamman mit unseren Bereitern natürlich. Zu allererst fanden die Wettbewerbe in der Sparte Dressur statt, anschließend ein Springparcours und zu guter letzt eine kleine aber feine Geländestrecke. Bewertet wurde das ganze von mir und 2 weiteren Richtern, die sich die Zeit für mich genommen hatten.
      Entspannt machte ich mir noch einen Tee, ehe ich damit zu meinem Richtertisch ging. Nachdem ich vor Ort noch mit meinen beiden Kollegen gesprochen hatte, begann auch schon der Bewerb. Eine kleine Dressurpferde A, bei denen ausnahmsweise auch Pferde teilnehmen durften, welche ursprünglich nicht in dieser Klasse startberechtigt waren. Insgesamt nahmen 7 Pferde teil. Donella, Black Pearl, Scarlet Sun, Ungezähmt Snow, Sir Donnerhall, Waldjunge und Costa de la Bryere. Sie waren alle wirklich Spitze. Dennoch wurden einige Punkte mehr vergeben, da hier und da ein kleiner Fehler passierte, was vollkommen okay war. Ich war wirklich sehr stolz auf sie alle.
      Schon bald ging es an die Siegerehrung, an welcher alle Reiter teilnehmen durften und eine Ehrenrunde galoppieren durften. Die ersten 3 bekamen allerdings eine Medaillie als Ehrung und der Gewinner einen Gutschein für ein Reitgeschäft in der Nähe. Ich durfte aufrufen. Somit rief ich sie von hinten nach vorne auf. Die ersten 3 waren, um sie kurz noch einmal zu erwähnen, Sir Donnerhall und ex equo Costa de la Bryre. Platz 3 ging an Donella, meine zuckersüße, gekörte Reitponystute.
      Als nächstes auf dem Programm stand Springen. Teilnehmer waren N'oubliez Jamais, HGT's Nightmare, Party Shaker, Diarado, Takada und Deo Volente. N'oubliez Jamais' Reiter musste leider aufgeben, da ,,Schnuller'' mal wieder seinen Sturschädel durchsetzen musste und, nachdem er bereits am ersten Hinderniss verweigert hatte, seinen Reiter hochkant abwarf. Die übrigen Pferde blieben relaxt und die höchste Fehlerrate lag bei 1 Abwurf pro Pferd. Gewonnen hatte Nighti, welche fehlerfrei geblieben war und sich im Stechen gegen Diarado durchsetzen konnte. Takada belegte Platz 3.
      Dann war auch schon die Geländestrecke dran. Sie beinhaltete neben einigen Auf und Abgaloppaden über die hügelige Landschaft eine Wasserpassage und ein Abschließendes Springen in einem kleinen Springparcours. Teil nahmen N'oubliez Jamis, Deo Volente, Pearl, Final Destinatin IV, Wastl, Touchable, Golden Eye, Deila, Double Diamonds, Black Pearl, Herbstblüte, Angels Kiss, Love me Tender und BS' Je'taime. Diesmal gab eskeine Ausfälle und alle Pferde absolvierten gekonnt den Parcours. Wenn man Zeit und Fehlerpunkte zusammenzähltem kam man auf ein Ergebniss, das mich wirklich stolz machte. Die beste Zeit hatte Black Pearl, mein schwarzes Muskelparket. Er hatte sich seit er bei uns war enorm entwickelt und gewann nun somit diesen Bewerb. 2. wurde N'oubliez Jamais, welcher diesmal brav geblieben war, und 3. wurde Final Destination IV.
      Nachdem alle Sieger geehrt wurden und alles wieder abgebaut war, besuchte ich nun meine kleinen Fohlen, welche auf der Weide standen. Die 3 werdenden Hengste liefen sofort im Galopp auf mich zu. m schnellsten war Chestnut, der sich beinahe nicht vor dem Koppelzaun bremsen konnte. So tollpaytschig er war, man sah ihm sein Talent einfach an. Ich streichelte sanft seine Nase, bis auch Hidden Flyer und Exciting Force da waren und mich neugierig beäugte. Ich streichelte sie und genoss noch einen schönen Tag mit ihnen.​
    • Bracelet
      Vergesellschaftung auf der Weide - Na, wie machen sich meine Neuzugänge?
      26. Dezember 2015

      7 Uhr morgens. Gestüt Burning Spring. Eigentlich war es ein schneeloser, milder Wintertag wie jeder anderer. Doch für unser Team hier liefen ganz und gar nicht bloß gewöhnliche Vorbereitungen. Heute sollten nämlich unsere neuen Pferde endlich in die Herde eingegliedert werden.
      Bisher waren die Neuzugänge nämlich in 'Einzelhaft' gehalten worden, was die Weide betraf. Nun aber würden sie die Herde kennenlernen, was für alle Beteiligten eine große Sache war. Vor Allem bei der kleinen Junghengstherde, welche ein sehr ungewöhnliches Projekt für unsere bisherigen Verhältnisse waren. Denn die Hengste hatten früher alle ihre eigenen, aber kleineren Weiden. Da aber der Umzug nach Schweden bevor stand und wir dort auf eine große Koppel umsteigen wollten hatten wir vor einem Monat unsere Hengste zusammengelassen und wer hätte es gedacht? Sie verstanden sich. Ja klar, anfangs gab es einige Rangkämpfe, aber am Ende klappte das Ganze dann doch ganz gut.
      Nun war also auch die Zeit für Take my Hand, Batman's Rendezvous, I've got the moves like Jagger, Backfett und Bambina gekommen.
      Wir begannen bei den Stuten. In der kleinen aber feinen Herde waren neben Leitstute HGT's Nightmare Takada, Scarlet Sun, Deila, BS' Je'taime, Herbstblüte, Donella und Angels Kiss. Ich führte Handy neben mir und Jagger wurde von meinem Trainer geführt. Dann näherten wir uns der Koppel, wo die acht Stuten gerade rund um die Heuraufe, circa 20m entfernt, standen. Ich machte den Anfang und öffnete die Koppel. Dann ließ ich Handy vom Strick. Mein Trainer tat es mir gleich. Da sich Jagger und Handy bereits kannten standen sie erst zusammen abseits und verhielten sich unauffällig. Ruhe hatten sie jedoch nicht lange, da Nighti kurz darauf hinüber trabte. Daraufhin schnupperte sie an Handy, welche zurückschrak und wegsprung. Die nächsten Minuten lief die Herde um Handy herum; Handy vorn weg und die ganze Herde hinten her. Alle bis auf Donni. Diese hatte sich nämlich zu Jagger gesellt und schnuffelte diese nun auch schon freudig ab. Auch Jagger war nicht abgeneigt sondern freute sich über die neue Bekanntschaft.
      Nachdem wir uns vergewisserten, dass wieder etwas Ruhe eingekehrt war ging es zu den Hengsten. Diese waren momentan sehr weit weg, also außer Sichtweite. Dennoch holten wir Batman. Dieser war brav wie immer. Ließ sich artig auf die Koppel führen und stand brav da bis ich ihn abgehängt hatte. Dann ging er einige Schritte, ehe er bemerkte wie groß diese neue Wiese war und freudig einen Luftsprung machte und umhergaloppierte. Wiehernd. Woraufhin jemand erwiderte. Baty erstarrte. Etwas später stieß er ein eigenartig klingendes ,,Wüüühh?'' aus. Dann tauchte auch schon ein anderes Pferd auf der Bildfläche auf. Black Pearl. Er kam neugierig und begrüßte seinen neuen Kumpel.
      Etwas später folgten auch die anderen Hengste; Sir Donnerhall, Wastl, Golden Eye, Final Destination, Waldjunge, Seattle's GT'aime, N'oubliez jamais, Party Shaker, Deo Volente und Costa.
      Nachdem dies auch getan war ging es an die Fohlenweide, wo wir Bambina und Backfett mit Chestnut, Capri und Caddylack vergesellschaften.
      Alles in Allem klappte das Ganze super und ich konnte sie gutes Gewissens, ohne Bedenken nun zusammen mit den anderen auf die Koppel stellen. Das nannte ich mal einen gelungenen Tag.

      Besuch von Zion
      12. Juni 2016

      Verschlafen. Mal wieder. Und heute war so ein wichtiger Tag, denn es ging zu Bracelet nach Slowenien. Schnell hatte ich mich angezogen und gewaschen. Angie drückte mir noch eine Lunchbox in die Hand. Ich umarmte sie kurz und rannte ins Auto um zum Flughafen zu fahren. Gerade noch so hatte ich den Flieger geschafft. Auf nach Slowenien!
      Da die liebe Bracelet gerade nicht da war, bat sie mich, dass ich ihre Pferde pflege. Vom Flughafen aus nahm ich ein Taxi und fuhr zum Gestüt.
      Dort angekommen zog ich mir die Reitsachen an und machte mich an die Arbeit! Zu aller erst ließ ich alle Pferde des Gestüts nach draußen um die Boxen auszumisten und Futter zu verteilen. Erstmal schickte ich Dempsy, Vaconda, Vintage Gold, Winterzauber und Dreaming of better Day in die Führanlage. Anschließend durften sie zusammen mit Christmas Joy, HGT's Nightmare, Takada und Take my Hand auf die Stutenweide.
      Als nächstes waren die Trakehnerhengste dran:
      Erstmal scheuchte ich It's Showtime, Master of Gold, Batman's Rendezvous, Costa de la Bryére, Deo Volente, N'oubliez jamais, Party Shaker, Seattle's GT'aime und Waldjunge in der riesigen Halle umher. Danach durften sie sich welzen nach Lust und Laune. Nun war schon einiges an Zeit vergangen und ich brachte die Trakehner in den Stall und machte weiter.
      Nun waren die Jungpferde und Fohlen dran, alle durften auf der Weide rumtoben. Also brachte ich VK Gunna Whiz, Backfett, Bambina, Capri, Caddylack und Chestnut nach draußen.
      Also nun fast fertig mit der Arbeit, machte ich mich an den Nebenstall. Angels Kiss, Birdcatcher, Black Pearl, Donella, Golden Eye, Herbstblüte, I've got the move like jagger, Simple little Melody und Sir Donnerhal hatte ich bereits nach draußen geführt und brachten nun den anderen Teil des Stalls nach draußen. Es war nur noch 1 Pferd da und zwar Wastl. Nun war es vollbracht! Alle Pferden waren versorgt und ich konnte nach Hause fliegen.

      Trainingsbericht Dressur A-L
      29. Mai 2016 - by AliciaFarina

      Heute kamen vier neue Ausbildungspferde an, alle gehörten einer Freundin von mir, sie hatte mich gebeten sie auszubilden. Da vier Pferde ziemlich viel Arbeit bedeuteten, hatte ich drei der Reitbeteiligungen meiner Pferde gefragt, ob sie mir helfen können.Lena, Lina und Lucy hatten schon jahrelang bei mir Unterricht gehabt und waren schon erfolgreich mit meinen Pferden auf Turnieren gestartet. Daher hatte ich mir gedacht, dass ihnen Erfahrungen mit fremden Pferden nicht schaden kann..
      Am ersten Trainingstag trafen Lina, Lena. Lucy und ich uns morgens um zu besprechen wer welches Pferd übernehmen würde. Lina, die gerne sprang durfte mit Sarah Vintage Gold im Springen trainieren. Lucy durfte Sir Donerhall und Lena Got the Moves like Jagger reiten. Ich übernahm Costa de la Bryere. Wir machten die Pferde fertig und gingen in die Reithalle, Lina ging mit Sarah zusammen auf den Reitplatz. In der Halle angekommen ritten wir die Pferde warm. Nachdem wir sie warmgeritten hatten fingen wir mit dem Training an. Da in der A-Dressur, für die Sir Donnerhall und Jagger trainiert wurden, nicht viel mehr als in der E-Dressur gefordert wurde hatten wir dort nicht so viel zutun. Bei Costa, der von der S-Dressur zur S*-Dressur trainiert werden sollte war ebenfalls nicht viel zu tun. Nach anderthalb Wochen intensiven Trainings tauschten wir untereinander die Pferde, um zu kontrollieren ob alles geklappt hat. Als wir zufrieden waren gaben wir Bracelet Bescheid, dass sie ihre Pferde abholen kann. Am Wochenende kam Bracelet, sie beobachtete uns beim Abschlusstraining, sie war zufrieden mit dem Ergebnis und organisierte den Rücktransport ihrer Pferde.

      Hufschmiedbesuch
      20. Juli 2016

      Heute war wieder einmal einer der anstrengenden Tage im Leben gekommen. Der Routinetermin beim Hufschmied stand an und bevor ich mein Amt in ein paar Wochen niederlegen würde musste ich ein letztes Mal an die Hufe meiner Pferde. Hufe, Hufeisen - irgendwie konnte ich den ganzen Kram nicht mehr sehen. Umso mehr freute ich mich nun auf die Tage in denen ich stattdessen Jungpferde ausbilden würde und mit erfahrenen Pferden arbeiten könnte um Feinheiten zu verbessern. Auch bei meinen eigenen Pferden würde ich also bald Hand anlegen dürfen - ich wartete nur noch auf die Bestätigung und meiner Trainerlizenz.
      Nun seufzte ich allerdings erstmal und arbeitete Box für Box ab. Begonnen wurde mit Dempsey. Sie lief bisher barfuß und sollte heute beschlagen werden. Zuerst musste ich ihre Hufe allerdings kontrollieren: Alles in Ordnung. Dann wurde noch schnell aber gründlich ausgeschnitten und anschließend folgte auch schon der neue Beschlag.
      Damit wanderte ich auch schon zur nächsten Box: Vaconda; mein süßes Alterchen. Alt war sie nicht wirklich aber in meinem Stall, in dem beinahe nur Pferde unter 7 standen stach die 13jährige Stute natürlich etwas heraus. Hufzustandsmäßig aber ganz und gar nicht. Deswegen war ich bei ihr auch sehr schnell fertig. Ausschneiden und ein wenig Hufbalsam, dann war's das auch schon wieder.
      Next: Winterzauber. Wizza war heute eher müde und etwas träge, weshalb ich mir etwas Sorgen machte. Allerdings schätze ich, dass dies mit den Hormonen im Zusammenhang mit ihrem Fohlen stand. Mein Hufschmiedbesuch bei meiner Braunen verlief absolut komplikationslos und am Ende waren ihre Hufe wieder in bester Ordnung. ,,Feines Mädchen.'',sagte ich liebevoll und tätschelte ihren Hals.
      Dreaming Of Better Days war die nächste. Als ich zu ihr kam kaute sie gerade an ihrem heu, ganz genüsslich und zufrieden. Dreamy schien also von dem von mir verordneten Zwangstag Boxenruhe für alle meine hufschmiedbedürftigen Pferden wenig betrübt zu sein. Nur mein Herumwerkeln an ihren Hufen schien etwas zu stören - beim fressen nämlich. Dennoch hielt sie brav still und erleichterte mir meine Arbeit. ,,So. Fertig.'',sagte ich dann und gab ihr noch eine Karotte.
      Anschließend ging ich in die Futterkammer und holte ein paar Kräuter, welche ich unter WInterzaubers Extrafutterportion mischte. Sie sollten sie etwas aufputschen und den Kreislauf stabilisieren. Sie nahm das ganze dankbar an und ich blieb noch ein wenig bei ihr.
      Dann ging ich zu Christmas Joy. Sie war im Gegensatz zu Dreamy wenig begeistert über die Zwangsruhe. Sie lief nämlich kreise in ihrer Box als ich kam. ,,Hee.'',sagte ich und sie fuhr kurz zusammen. Im nächsten Moment aber spitzte sie ihre Öhrchen und kam neugierig auf mich zu. Ich streichelte sie einige Zeit lang und untersuchte dann gründlich ihre Hufe. Auch ausgeschnitten und neu beschlagen wurde mein Schimmelchen. Sie zeigte sich geduldig. ,,Gute Joy.''
      Nighti war mein nächstes Opfer. Mein rabenschwarzer Liebling. Trächtigkeitsbedingt war ich sie schon sehr lange nicht geritten, was ich sehr bedauerte aber sich möglicherweise bald ändern könnte. Mal schauen - vielleicht ließ ich sie auch Koppelpferdchen sein, zumindest noch eine gewisse Zeit lang. Meine Stute wurde untersucht, ausgeschnitten, etwas korrigiert und ebenso neu beschlagen. ,,Brave Maus.'',sagte ich dann sentimental und ließ sie in ihrer Box zurück.
      Take my Hand und Takada erledigte ich daraufhin sozusagen in einem Aufwasch. Auch sie wurden behutsam ausgeschnitten, nach ausführlicher Kontrolle natürlich, und beschlagen.
      Dann ging's an meine Trakehnerhengste. Deo Volente, Batman's Rendezous, N'oubliez Jamais, Party Shaker, Seattle's GT'aime und Waldjunge. Sie alle bekamen ebenso das selbe Routineprogramm wie meine Stuten und die selbe Arbeit sollte bei den Pferdchen im Nebenstall folgen.
      Sookie, Birdcatcher, Angels Kiss, Black Pearl, Golden Eye, Donella, Herbstblüte, Simple Little Melody, Wastl und Donnerhall. Bei ihnen allen das selbe Prozedere. Es war wirklich mühsam. Wie froh ich doch war diese monotone Arbeit zukünftig nicht mehr verrichten zu müssen.
      Am darauffolgenden Tag machte ich auch noch It's Showtimes Hufe. Der Hengst zeigte sich dabei gewohnt vorbildlich und erfreute sich danach einer ausgiebigen Streicheleinheit.

      Der Umzug in die Traumheimat Schweden
      16. August 2016

      Freitag. Wie immer ein absolut fantastischer Tag. Dieser Freitag, dieser Freitagmorgen, sollte jedoch ein ganz besonderer Tag in meinem Leben werden. Beinahe ein Jahr hatte ich auf diesen besonderen Moment hingearbeitet und nicht mal in meinen kühnsten Träume hätte ich gewagt mir diesen auszumalen. Doch nun war er tatsächlich gekommen: Der Umzug nach Schweden; mit all meinen Pferden, ohne meine Familie, ohne all meine Freunde. Der Sprung ins Unbekannte. Die Abreise von allem was ich bisher kannte und liebte. Meine Selbstverwirklichung in einem von mir selbst geplanten Reit und Sportpferdezuchtstall. Das One-Way Ticket auf ein absolut gigantisches Areal, welches ich seit einem dreiviertel Jahr offiziell mein Eigen nennen durfte und bebauen ließ, im schönsten Land das ich bisher kennengelernt habe.
      ,,Guten Morgen.'',sagte meine Mutter lächelnd und strich mir über die Wange. Ich presste meine Augen zu und versuchte diese nun mit Mühe zu öffnen. ,,Guten Morgen Mum.'',entgegnete ich dann und blickte in ihr Gesicht. Obwohl sie ein breites Lächeln auf den Lippen hatte wusste ich dennoch, wie traurig sie dieser Tag machte. Ich hatte die letzten drei Tage mit ihr verbracht. Doch nun war die Zeit gekommen zu gehen. Ich wusste, dass ich sie wieder sehen würde, dass sie öfter übers Wochenende zu mir fliegen würde. Doch nichts würde je sein wie früher und es würde jedes Mal zweieinhalb Stunden dauern bis ich bei ihr wäre. ,,Ich hab dich lieb.''
      Dies waren dann auch die letzten Worte zu ihr und meinem Vater, kurz bevor ich ins Auto stieg und nun zu meinem alten Gestüt fuhr. Burning Spring. Wenn ich auch eine wunderschöne Zeit hier hatte wusste ich, dass es seinen Glanz längst verloren hatte. Seine Zeit war um. Zumindest die Zeit in der ich hier mit meinen Pferden lebte und diese den Hof so lebendig machten. Die neuen Besitzer würden es wohl, zumindest die nächsten Monate, brach legen. Traurig. Dies war das zweite Mal an diesem Tag dass ich meine Tränen ersticken musste. Dabei wand ich meinen altbewährten Trick an und presse meine Zunge gegen meinen Gaumen.
      Wehmütig ging ich ein letztes Mal ins Haupthaus. Nur um die Liste meiner Pferde zu holen. Sie und jeweils eines ihrer Halfter mit Strick, Transportgamaschen und Abschwitzdecke waren alles was noch hier war. Beim Personal hatte ich mich vor einer Woche verabschiedet. Die letzten Tage hatte ich alle Pferde zusammen mit meiner Mutter selbst versorgt. Nun war ich alleine hier. Nur die Mitarbeiter des Transportunternehmens waren ebenfalls anwesend. Sie waren mit acht riesigen Pferdetransportern gekommen, mit welchen meine Lieblinge anschließend zum Flugharfen gebracht werden sollten.
      Ich half beim Verladen. Im ersten LKW standen zum Schluss Waldjunge, Party Shaker, Deo Volente und Sir Donnerhall; im Zweiten Takada, Take my Hand, Dreaming of better Days, Vaconda und Simple little Melody; im Dritten Angels Kiss, Donella, Herbstblüte und Bambina; im Vierten Sookie mit Kameradin Birdcatcher und I've got the moves like Jagger; im Fünften Seattle's GT'aime, N'oubliez Jamais, Costa de la Bryére und Wastl; im Sechsten HGT's Nightmare, Vintage Gold, Dempsey und Winterzauber; im Siebten Batman's Rendezvous, Master of Gold, Black Pearl, Golden Eye und Chestnut; im Achten, letzten Hänger, die Stute Christmas Joy mit den vier Fohlen Capri, Backfett, Caddylack und der Junghengst, am weitesten weg von der Stute, VK Gunna Whiz.
      Ich ging ein letztes Mal die Pferde durch, zählte die Equidenpässe durch, unternahm einen letzten Rundgang auf dem Gestüt und kontrollierte alle Richtlinienbestimmungen, Papiere und Genehmigungen. Dann konnte es los gehen. Adieu Burning Spring.
      Die Lastwagen rollten vom Gestüt. Gleich taten es ihnen meine Tränen über die nun nassen Wangen. Ich versuchte sie mir mit den Fingern zu trocknen. Erfolglos. Dann stieg auch ich in meinen schwarzen Volvo-Geländewagen und stieg in die Pedale. Ich folgte den Pferdetransportern circa zwei Stunden zu einem Flugharfen, weit außerhalb unserer Heimat Velenje, Slowenien, gelegen. Hier wurden wir von einigen Mitarbeitern des Flugplatzes eingewiesen. Ich stieg anschließend aus meinem Wagen, welcher ebenfalls nach Schweden geflogen wurde und gab zu allererst den Schlüssel ab. Dann musste ich gefühlte tausend Formulare ausfüllen und alle Impfpapiere meiner Pferde vorlegen.
      Erst dann durfte ich beim Aus- und wieder Verladen meiner Pferde mithelfen. Beinahe alle von ihnen standen nun zum ersten Mal in einem Flugzeug. In diesem gab es spezielle Boxen, welche natürlich sehr platzsparend und damit klein gehalten waren. Wie immer sollte es vor allem bei einem ganz bestimmten Hengst ein Problem geben: Deo Volente. Der Rappe, welcher mich Tag für Tag auf die Palme brachte, da er einfach zu viel Energie und Temperament besaß. ,,Brrrr.'',sagte ich dennoch in ruhiger Tonlage. Erfahrungsgemäß war dann kurz Ruhe, was auch jetzt der Fall war; Deo ging gehorsam in die Box. In der nächsten Sekunde jedoch riss er den Kopf hoch, die Vorderbeine folgten und er verfehlte mich nur knapp mit einem Tritt. ,,Deo!'',schrie ich und schnalzte mit dem Strick. So rettete ich mich aus der Box und schloss sie hinter ihm. Allmählich wurde dies zu ein Problem. Auch unterm Sattel wurde der Sechsjährige täglich unkontrollierbarer. Deswegen hatte sich der Gedanke in meinen Kopf geschlichen ihn nicht vielleicht legen zu lassen. Der Sicherheit wegen.
      Kurz danach standen alle Pferde in ihren Flugboxen. Leider hatte sich dank Deo Volente, der nach wie vor in seiner Box wild auf und absprang, allgemeine Unruhe eingeschlichen und der Tierarzt musste beginnen die Pferde zu sedieren, beziehungsweise ihnen Beruhigungsmittel zu verabreichen. Leider war während der Tierarzt durch die Reihen ging die Unruhe bei einem anderen Junghengst übergekocht. Ausgerechnet Chestnut, mein dreijähriges, selbst gezogenes Nachwuchspferd kämpfte mit sich selbst, hatte Panik und damit extrem hohen Puls, weshalb er bereits keuchte. Der Tierarzt gab ihm deswegen etwas ganz besonderes, fragt mich nicht was, das half. Es tat wirklich weh das mit ansehen zu müssen.
      ,,Tief durchatmen.'',befahl ich mir selbst und schluckte wiederwillig. Dann trat ich vom Flugzeug zurück und wurde von einem Mitarbeiter mit einem dieser putzigen mini-schrägstrich-Golf-Wagen zu meiner Propellermaschine gebracht.
      Zwei Stunden später landete ich in Schweden und hier wurde es wieder mühsam: Formulare ausfüllen, Gesundheitsnachweise, Bewilligungen und zig andere Papiere mussten erneut ausgefüllt und vorgezeigt werden.
      Dann, ungeschlagene zweieinhalb Stunden später, durfte ich zu meinen Pferden. Das gemietete Transportunternehmen hatte bereits alle Pferde in die LKWs umgeladen. Ich kontrollierte dennoch noch einmal ob alles richtig gemacht wurde. Anschließend stieg ich zu einem der Fahrer in den Wagen. Mit dem Herrn Eriksson hatte ich bereits im Vorfeld telefoniert. Es war erfrischend, dass er noch Deutsch mit mir sprach, da mein Schwedisch noch sehr eingerostet war, wenn ich es vor ein paar Monaten auch noch relativ gut konnte.
      Eine dreiviertel Stunde fuhren wir bis zum Tor meines Traumanwesens. Ich kramte meine Fernbedienung aus der Handtasche und drückte auf das kleine, weiße Schlüsselsymbol. Daraufhin öffnete sich das schwarze Metalltor augenblicklich und die Transporter fuhren durch zum Parkplatz. Hier begann ich die Pferde auszuladen. Von hier ging es für die Pferde, natürlich nachdem Decken und Gamaschen abgenommen wurden, auf die flachen, weiten Weiden des DVTS.
      Ich verabschiedete mich anschließend bei Nils Eriksson und ging in meine neuen Ställe. Die Boxen mussten gut verteilt und beschriftet werden. Anschließend ging ich das Anwesen ab. Abgesehen von den traumhaften Stallungen und Weiden fand man auf dem Den Vacker Trakehner Stud alles was das Herz eines Pferdemenschen begehrte: Ausreitwege, Paddocks, ein tolles Hauptgebäude mit Stüberl, Dressurarena, Springhalle, Dressurviereck, Springplatz, Roundpen, Geländestrecken, Schrittmaschine, Laufband, ein Solarium unter welchem während meines Rundganges It's Showtime gerade massiert wurde, und sogar eine kleine Grasrennbahn. Es war traumhaft.
      Als die Sonne unterging saß ich im Gras der Stutenkoppel und beobachtete Vina neben mir, wie sie genüsslich einige Halme ausriss und die Büschel herunterschlang. Als könnte sie meine Gedanken lesen blickte sie kurz zu mir hoch, beäugte mich mit ihren braunen Ponyaugen und schnaubte glücklich. Hach, was für ein wunderbarer Ort für Pferd und Reiter.

      Fahrtraining E->A
      August 2016

      Diesen Monat stand ein ganz besonderes Projekt auf dem DVTS an. Meine Hengste Deo Volente, Master Of Gold, Party Shaker und Sir Donnerhall sollten im Geschirr zur Klasse A ausgebildet werden. Anforderungen dafür gab es jede Menge und das auch noch in drei verschiedenen Sparten. Dressur auf dem Platz, Geländefahren und Hindernisfahren. Doch langweilig Ein- oder Zweispännerfahren war mir zu langweilig - wenn schon denn schon. Dies dachte ich mir an diesem Tag, als ich mutig wie ich war den Trainingsplan ans Whiteboard schrieb. Diese Entscheidung würde ich wohl noch bereuen. Immerhin waren es vier Hengste und dann bestand der Vierspänner auch noch aus Deo Volente, der mich wirklich immer auf die Palme brachte und Master, bei dem ich das Fahren mit dem Einspänner aufgegeben hatte. Er hatte einfach zu viel Energie um ruhig vor dem Wagen herzutrotten.
      ,,Wüüh.'',gab Deo schon von sich als ich zum Putzen in die Stallgasse kam und schnaubte hengstisch. Ich seufzte genervt und bat mein Personal ihn mir fertig zu machen. Master und Party wurden von meiner Bereiterin geputzt. Dann machte ich mich an meinen Hannoveraner Sir Donnerhall. ,,Na mein Schatzi?'',murmelte ich während ich den Großen mit zwei Fingern am Nüstern streichelte. Anschließend putzte ich ihn und stattete ihn mit Geschirr und Trense aus. Ebenfalls bekam er dunkelbraune Gamaschen, Streichkappen und Hufglocken, damit er sich nicht verletzte.
      Dann ging ich mit ihm zum Wagen, wo ich ihn mit den anderen Pferden vor die Kutsche spannte. Master Of Gold und Deo Volente kamen am nächsten an den Wagen. Sie hatten die meiste Energie und Kraft um die Kutsche zu ziehen. Vorne Sir Donnerhall und Party Shaker. So ging es dann auch schon los.
      Zuerst ging es auf den Platz, wo das Gespann sich erstmal einlaufen sollte. Wie erwartet führten Donnerhall und Party ausgezeichnet. Deo machte Probleme. Ebenso wie ich es mir gedacht hatte. Doch durch die anderen Drei war er mehr oder weniger gezwungen sich halbwegs zu benehmen.
      Die darauffolgende Woche arbeitete ich mit ihnen an ihren Dressurskills. Die nächste an dem Hindernisfahren und dann am Geländefahren. Von Tag zu Tag wurde es besser und auch Deo benahm sich, da ich ihn sehr vorderte; zusah, dass er in den Wendungen das meiste Gewicht ziehen musste. Klang unfair, war aber außerordentlich effektiv und ihm schien das Training gefordert auch mehr Spaß zu machen.
      Am Ende des Monats konnte ich stolz sagen, dass mein kleiner Vierspänner auf A-Niveau lief.

      Dressurtraining L->M
      Oktober 2016

      Mal wieder war das Programm für diesen Monat gestopft voll. Ja gestopft - verzeih mir jeder für meine Ausdrucksweise aber es war wirklich absolut furchtbar. Takada und Party Shaker wurde im Springen auf die Klasse L trainiert, was sich als schwieriger als gedacht erwies. Taka wollte nämlich momentan die Füße einfach nicht heben und rannt teilweise fünf Anläufe hintereinander in ein Hindernis und Party schien ebenfalls lustlos. Irgendwie schien sich meine negative Stimmung auf die Pferde zu übertragen und alles noch schlimmer zu machen. Einzig und alleine Deo Volente, und dies hätte ich nie erwartet, stimmte mich bei jeder seiner Trainingseinheiten glücklich. Er sollte die Militaryklasse A erreichen und schien in dieser Disziplin absolut gut aufgehoben zu sein. Er kämpfte für mich, gab alles. Zum ersten Mal blühte er wirklich unter mir auf und arbeitete nicht gegen mich; er wurde ruhiger und entwickelte sich in eine sehr positive Richtung. Des weiteren trainierte ich im Oktober auch Sir Donnerhall in der Dressur auf Klasse M und Herbstblüte auf A. Die kleine, flinke Stute mauserte sich wirklich zu einem prächtigen Dressurpferd. Sie stand gut an den Hilfen und hörte immer gehorsam zu.
      Am Ende des Monats hatte ich es doch wirklich geschafft: Alle Pferdchen hatten ihre Ziele für diesen Monat erreicht und ich konnte nun ein Wochenende Stresspause einlegen.​
    • Bracelet
      Graue Stunden
      1. Februar 2017

      Die beißende Kälte hatte mittlerweile die Mauern meiner Schützenden Behausung durchdrungen und nagte nun einmal mehr an mir als ich um halb fünf Uhr morgens aus meinem Bett stieg. Ich hüllte mich in eine dicke Wollweste und ging die Treppen des Haupthauses hinunter. Nie hätte ich gedacht, dass mir Kälte so viel ausmachen würde; war ich doch immer ein sehr unempfindlicher Mensch diesbezüglich gewesen. Doch dies war auch der erste Winter im neuen Heim, der erste Winter in Schweden, den ich miterlebte. Doch es lang nicht an den eisigen Temperaturen, dass ich die ganze Nacht nicht schlafen konnte. Während ich mir den Kamin einheizte versank ich dann endgültig in Gedanken. Meine Sorgen kamen wie schon so oft von meinem Deo Volente. Der Rappe brachte mich nun seit über drei Jahren regelmäßig auf die Palme, oder eher hinaus ins Universum. Schon als ich ihn bekam wusste ich, was ich mir da aufhalste. Er war absolut kein leichtes Pferd. Wofür andere zwei Wochen brauchten brauchte Deo vier. Einfach und alleine schon aus dem Grund, dass er einfach nicht mitarbeiten wollte. Andere Pferde taten sich schwer und der Trainingserfolg verzögerte sich deswegen. Bei Deo war es schlicht und ergreifend einfach sein Sturschädel, der jede noch so kurze Trainingseinheit mit ihm zu einer nervenaufreibenden Sache machte, die nicht selten mit meinem Unfreiwilligem Abstieg endete. Nein, an Deos Potential lag es nicht. Davon hatte er genug und dies war einer der Gründe dafür, dass ich einer Freundin vor kurzem erzählt hatte, dass ich überlege den rabenschwarzen Wildfang zu verkaufen und genau diese Freundin hatte sich vor einigen Tagen bei mir gemeldet und ihr Interesse bekundet.
      Seufzend saß ich beinahe eine Stunde vor meinem Kamin und starrte in die Decke. Es war so traurig. Aber es würde wohl das Beste für ihn sein. Hier auf dem DVTS würde er nicht weiter kommen. Er würde praktisch verstauben weil ich mich immer vor dem Training mit ihm drückte und Anastasia wollte ich das nicht antun. So hart dies klang. Es war einfach zu gefährlich und ich wollte nicht die Verantwortung dafür übernehmen, wenn mein Rappe seine fünf Minuten bekam und sie dabei verletze.
      Hustend verließ ich dann meinen bequemen Sessel, zog mich schnell um und ging in den Stall um die Pferde zu verpflegen. Als ich die Stallgasse betrat beäugte mich auch schon meine Hummels Enterprise. Sie schien nichts dagegen zu haben heute schon etwas früher an ihr Heu zu kommen. Sie zauberte mir ein kleines Lächeln auf die Lippen und ebenso taten es Dempsey, Vaconda und Christmas Joy, die ihre Hälse nun ebenfalls neugierig in die Höhe ragten. Ich schlenderte also hinüber zur Futterkammer und ging dann bewaffnet mit Scheibtruhe, Heugabel und Heu die Boxen ab. Dabei begann ich bei Take my Hand und Takada. Die letzte war Dreaming Of Better Days, die sich am gelassensten gab und am wenigsten Hunger klagte.
      Anschließend verschlug mich meine Morgenmotivation, oder wohl eher mein Ablenkungsritus, in die Sattelkammer, wo ich beschloss, dass es an der Zeit war neue Schabracken unter die Sättel zu geben. Mein Neuling Roommate zum Beispiel hatte noch nicht mal eine. Dies änderte sich nun. It's Showtime stieg von Dunkelblau auf Weinrot um, Batman's Rendezvous von Grün auf Beige, Master Of Gold von Weiß auf Schwarz und N'oubliez Jamais von Hellblau auf Pastellgelb. Danach putzte ich noch eine knappe halbe Stunde die Trensen meiner Spitzenhengste Seattle's GT'aime und Costa de la Bryére.
      Als dies auch vollbracht war brachte ich meinen Party Shaker zusammen mit Waldjunge raus aufs Paddock. Ich sah den Beiden anschließend kurz zu und brachte dann Romulus, Sir Donnerhall, Wastl, Nephilim und Vina auf die Weide. Ihnen folgten Scarlet Sun, Pinochio, Sookie, Birdcatcher, Black Pearl, Herbstblüte, Donella, Golden Eye, Angels Kiss und I've got the moves like Jagger.
      Dies lenkte mich eine Zeit lang ab. Inzwischen waren auch meine Mitarbeiter schon auf den Beinen und freuten sich einen Kaffee länger genießen zu dürfen, da ich die Pferde ja schon auf die Koppeln gebracht hatte. Nur Anastasia traf ich in der Stallgasse an. Sie hielt ihren Reitplan in den Händen und grübelte ob sie nun mit Only Known in Texas oder Simple Little Melody beginnen sollte. Ich grüßte sie nett und ging holte Hollywood King Guns Putzzeug. Diesen putzte ich ausgiebig und schmuste ein wenig mit ihm. Ich hatte ihn leider noch nicht sehr lange aber jeder Tag mit ihm brachte mir eine Menge an Glücksgefühlen. So auch heute.
      Nachdem ich Husky, wie wir ihn zu nennen pflegten, in der Halle gearbeitet hatte ging es für mich am heutigen Tage zu den Jungpferden. Chestnut und VK Gunna Whiz trainierte ich momentan gerade für das bevorstehende Anreiten. Sie machten sich sehr gut, weshalb ich diesem sehr positiv entgegenblickte.
      Leider war der Tag nun noch immer nicht vorbei und meine Trauer um den bevorstehenden Abschied, welcher unausweichlich immer näher kam, drohte überzuschwappen. Deshalb beschloss ich nun zur Koppel meiner Zuchtstuten zu gehen, da mich der Anblick dieser mit ihren Fohlen immer und immer wieder glücklich machte. Bereits auf dem Weg dorthin sah ich Caddylack, Capri, Bambina und Backfett durch den hohen Schnee toben und fühlte mich ein klein wenig besser. Dann sah ich sie endlich. HGT's Nightmare trabte gerade mit aufgestellter Schweifrübe den Trampelweg entlang, der sich im Laufe der letzten schneelosen Tage gebildet hatte. Neben ihr im vollen Galopp DVTS' Colour the Nightsky; mein erstgeborenes Zuchtfohlen. Die Kleine musterte sich immer mehr, wenn sie auch noch etwas tollpatschig war. Sie hing sehr an ihrer Mutter, konnte jedoch mittlerweile auch schon damit umgehen von ihr getrennt zu sein, wenn ich Nighti etwas arbeitete. Sie stand dann immer mit Vintage Gold und deren Fohlen DVTS' Cascadeur de la Vie zusammen. Winterzauber und ihr Fohlen grenzen sich immer ein wenig von der kleinen Herde ab, standen interessanterweise konstant alleine immer zehn bis fünfzehn Meter entfernt. DVTS' Seattle's Wintertime war trotzdem ein sehr soziales Fohlen. Bloß ihre Mama schien keine Lust auf den Trubel zu haben.
      Am Abend erreichte mich dann der erwartete Anruf. Meine Freundin fragte nach, wie es denn mit Deo aussah und ich willigte schweren Herzens ein. Nachdem ich den Hörer zur Seite gelegt hatte ging ich noch ein letztes Mal für den heutigen Tag in den Stall. Deo Volente stand nichtsahnend in seiner Box. Wie gewohnt begann er zu Scharren als er mich kommen hörte und erwartete, dass ich ihm einen Leckerbissen mitgebracht hätte. Meist war dem allerdings nicht so und Deo ließ mit seiner lästigen Angewohnheit nicht locker. Diesmal allerdings hatte er Glück: Ich hatte ihm extra einen halben Kilo Möhren mitgebracht. Diese nahm er gerne an.
      Nachdem ich meinen Rappen anschließend ein wenig geputzt hatte kamen mir dann endgültig die Tränen. Ich wusste, dass er es gut haben würde doch leicht würde es wohl nie werden ein Pferd zu verkaufen, das man schon so lange besaß wie ich Deo.​
    • Bracelet
      Dressurtraining M->S
      April 2017


      Der Trainingsmonat April war für meine Pferdchen sehr erfolgreich.
      Sir Donnerhall schaffte in der Dressur endlich den Sprung in die Klasse S. Es war ein unfassbar tolles Gefühl ihn mittlerweile auf diesem hohen Niveau reiten zu können. Er besaß alle Anlagen und an der Hand konnte mein Hübscher bereits Passagieren und Piaffieren. Unterm Sattel waren wir davon jedoch noch weit entfernt, wenn auch endlich die ersten schweren Lektionen begannen einwandfrei zu funktionierten. Traversalen, Galopppirouetten und fliegende Wechsel waren Donnerhalls Lieblingsübungen der schweren Klasse. Dieser Aufgabenstellung nahm er immer mit Enthusiasmus auf und freute sich richtig wenn er sie gut gemacht hatte und ich seinen Hals zur Belohnung tätschelte.
      It's Showtime wurde ebenfalls in der Dressur sehr intensiv gefördert und trainiert. Für ihn stand jedoch erst einmal die Klasse L an. Die Lektionen fielen dem Hengst überaus leicht, weshalb ich ihm zusätzlich auch schon einige M Lektionen beibrachte. Am Ende des Monats hieß es jedoch erstmal, dass er nun in der leichten Klasse starten konnte. Die Zeit würde weiteres bringen.
      Golden Eye wurde in der Dressur von L nach M ausgebildet, Waldi wie Showi von A nach L und auch Vaconda schaffte es in der Dressur in die leichte Klasse.
      Dies war ein sehr dressurlastiger Trainingsmonat. Doch die Ergebnisse waren es Wert meinerseits ein wenig Eintönigkeit zu erleben.​
    • Bracelet
      [​IMG]
      Hufschmiedbesuch
      Mai 2017 - by Arktiswolf

      Das `Sauwetter´ hatte sich endlich verzogen als der grüne Sprinter durch eine Hofeinfahrt holperte und mit leicht quietschenden Reifen zum stehen kam.
      Malte atmete einmal tief ein und aus und streckte sich kurz nach dieser längeren Fahrt.
      Bis vor ein paar Minuten kam ein Regenschauer nach dem Anderem vom Wolkenverhangenen Himmel zur Erde und durchnässte Flora und Fauna.
      Der Weg hier her nach Schweden war mit einer der weitesten die Malte je gefahren war. Aber er konnte es sich nicht mehr anders vorstellen. In diesem Teil seines Berufes kam er so viel herum und kam in den Genuss so viel neues zu sehen.
      Heute besuchte der Schmied Bracelet und ihren Hof um drei ihrer Pferde zu behandeln. Es war zwar nur eine simple Grundbetreuung der Hufe, aber das spielte keine Rolle. Er kam weil die Leute ihm vertrauten und seine Dienste gerne in Anspruch nahmen.
      Während der Schmied aus dem Wagen stieg und schon einmal die Ladetüren öffnete, kam eine Frau vom gegenüberliegendem Gebäude auf ihn zu. Es war die Haus- und Hofbesitzerin Bracelet die sich dem Mann kurz darauf vorstellte.
      Nach einem kleinem Wortwechsel ging Bracelet los um das erste Pferd zu holen und Malte zog sich seine Schmiedeschürze über.
      Der erste Kandidat war der Trakehnerhengst Batman's Rendezvous, Ein gescheckter Fuchs von beachtlicher Größe.
      Neugierig beäugte der Hengst den fremden Mann und schnupperte aufgeregt an dessen Hand. Auch lies er sich von dem Schmied den Hals tätscheln und über die Stirn streichen, woraufhin Batman's Rendezvous dem Mann seinen großen Schädel an die Schulter stieß um noch mehr zu bekommen.
      Nachdem Hengst und Schmied sich einander vorgestellt hatten, musste das große Pferd einmal vorlaufen damit Malte sich einen Blick über dessen Hufe verschaffen konnte.
      Wieder bei dem Platz angekommen, wurde Batman's Rendezvous an einem Anbindering gebunden und Malte begann mit seiner Arbeit.
      Man merkte das der Hengst Schmiede kannte, denn er verhielt sich ruhig und mustergültig. Ab und an sah er sich nur neugierig um soweit es das Anbindeseil zu ließ.
      Ein Huf nach dem Anderen bearbeitete der Schmied indem er Unebenheiten mit der Zange wegschnitt wenn sie zu groß waren oder die Raspel einsetzte. Das angeraute Horn wurde danach mit der Feile sauber abgeschmirgelt und der Tragrand korrigiert.
      Sohle und Strahl wurden nur soweit beschnitten wie es Notwendig war.
      Als Malte letztendlich fertig war, durfte der große Hengst noch einmal auf und ab gehen während Malte seine Arbeit kontrollierte. Zufrieden nickte der Man und Bracelet konnte das Tier wieder weg bringen um den Nächsten zu holen.
      Ein Rappschecke namens Party Shaker war als Nächstes an der Reihe. Nicht ganz so groß wie der erste Hengst, aber nicht weniger hübsch. Besonders sein ungewöhnliches Kopfabzeichen fiel Malte gleich als erstes auf.
      Auch dieser Hengst zeigte sich brav und äußerst neugierig. Wie zuvor schon bei Batman´s Rendezvous, lies der Schmied auch dieses Pferd erst einmal an sich schnuppern. Die Schüre wurde ausgiebig inspiziert und erst als die frechen Pferdelippen an den Griffen der Feile herumspielten, liest Malte das Tier anbinden und begann dessen Hufe zu bearbeiten. Er hatte schon beim vorführen gesehen das da nicht viel zu machen sein würde. Dennoch kontrollierte er jeden Huf sorgsam und beschnitt das Horn bis er damit zufrieden war. Beim abraspeln zappelte der Hengst ein wenig mit dem Huf herum. Aber wohl eher weil ihm langweilig wurde als das es ihm irgendwie unangenehm war.
      Dadurch das das Tier so angenehm brav war, wurde Malte auch zügig fertig.
      Nach einem kurzem Probelauf war auch dieser Hengst entlassen.
      Sir Donnerhall kam als letzter dran. Ein Hannoveranerhengst welcher auch sogleich einmal auf und ab gehen durfte. Neugierig spitze der Braune die Ohren und sah zwischendurch zu der ihm unbekannten Person.
      Auch er durfte dann einmal ausgiebig zur Begrüßung herum schnobbern um seine Neugier zu befriedigen. Er hatte einen gutmütigen Blick und Malte ein gutes Gefühl das es auch hier problemlos voran gehen würde.
      So war es dann auch als der Schmied loslegte. Sir Donnerhall gab artig die Hufe und verhielt sich wie ein Profi als die Hufe ausgeschnitten wurden und das Horn abgetragen. Das Einzige was zwischendurch vorkam war, dass Malte das Gewicht des Hengstes an seiner Schulter spürte wenn dieser sich mal bequem abstützen wollte. Dann aber zupfte Bracelet kurz am Halfter und der Hengst stellte sich wieder vernünftig auf die restlichen drei Beine.
      Auch hier musste das Tier zum Abschluss einmal den Laufsteg-Hengst mimen ehe Malte ihn zufrieden absegnen konnte.
      Der Hufschmied packte seine Sachen zusammen während die Besitzerin das Pferd wegbrachte und als sie wieder kamen unterhielten sie sich noch kurz miteinander. Dann trennten sich ihre Wege und Malte setzte sich in seinen Lieferwagen um zu einem nächsten Kunden zu fahren.

      [​IMG]
    • Bracelet
      Militarytraining E->A
      Mai 2017

      Gähnend streckte ich mich in meinem weichen, gemütlichen Bett aus, während mich die Sonnenstrahlen, die vom Fenster hinein in mein Schlafzimmer drangen, immer mehr irritierten. Langsam wurde es zu heiß. Der Frühling wollte zur Zeit scheinbar Sommer spielen, was ich ja eigentlich mochte. Dennoch war ich morgens meist nicht allzu begeistert davon. Trotzdem hatte es etwas gutes an sich, da ich so wenigstens in die Gänge kam und motivierter war mein Bett, natürlich in rasender Geschwindigkeit, zu verlassen.
      Ganz in Ruhe frühstückte ich anschließend und las ein wenig Zeitung, während mein Personal an diesem Montagmorgen des Ersten des Monats Mai schon ganz bei der Arbeit waren. Als ich dann endlich in voller Montur vor der Haustüre stand und auf die Uhr sah, bemerkte ich, dass ich ein wenig spät dran war. ,,Rechtzeitig genug.'',murmelte ich und näherte mich dem Springplatz, auf welchem Anastasia mit Simple Little Melody bereits erste, kleine Hindernisse übersprang. ,,WO warst du?'',rief sie zu mir hinüber und wirkte einerseits besorgt, andererseits genervt weil ich scheinbar ihren Reitplan zunichte gemacht hatte. Immerhin hätte sie eigentlich mit Melody bloß Schrittgehen sollen und das nur fünf Minuten, bis ich eigentlich gekommen wäre. Nun war bereits über eine viertel Stunde vergangen. ,,Tut mir leid.'',gab ich von mir und ging zu ihr hinüber. Sie sprang ab, drückte mir die hübsche Stute in die Hand und hetzte hinüber zum Stallgebäude. Ich stellte mir währenddessen, etwas schlechten Gewissens, die Steigbügel ein und schwang mich auf meine Holsteinerstute. Diesen Monat stand bei ihr der Sprung in die Klasse L an, der sie, meines Erachtens nach, gewachsen war. Sie sprang wirklich gut und ließ sich gut zurücknehmen, aber auch genauso leicht nach vorne schicken. Am heutigen Tag zog sie anfangs relativ stark, für ihre Verhältnisse. Sie war ziemlich heiß, weshalb ich sie erstmal ein paar Runden galoppierte. Als sie ein wenig zur Ruhe kam, nahm ich dann den ersten Sprung. Ein E-Hindernis war es, das Anastasia heute bereits einige Male mit ihr gesprungen war. Ich lobte Melody und beschloss, gleich mal einen mittelgroßen A-Oxer zu nehmen. Erfolgreich. Deswegen ging es dann auch schon auf ein kleines L-Hindernis zu, das weitgehend unauffällig war. Die flinke Stute zeichnete sich stark durch ihre unfassbar gute Technik aus. Beinahe lautlos kam sie nach dem Sprung auf und drückte sich kurz darauf wieder leicht wie eine Katze vom Sand des Platzes weg. ,,Guutes Mädchen.'',lobte ich nach der Kombination. Es folgten weitere Sprünge. Nach einer besonders guten, zehn minütigen Trainingseinheit, stieg ich auch schon wieder ab und ließ sie von Anastasia abreiten, während ich mich von Melody im fliegenden Wechsel auf Raffinessca schwang, die Anastasia mir in der Zwischenzeit hergerichtet und gebracht hatte. Die süße Scheckstute war noch nicht lange in meinem Besitz, weshalb ich sie noch nicht so gut einschätzen konnte wie Melo. Dennoch probierten wir es gleich mal mit Springen. Seit sie bei mir war trainierte ich nämlich mit ihr, um es in die Klasse A zu schaffen. Nach fünf Minuten Schritt begann ich die Hübsche etwas vorwärts abwärts traben zu lassen. Sie streckte sich brav nach unten, ehe sie plötzlich den Kopf hoch riss und abrupt stoppte. Anastasia hatte den Platz verlassen und dabei scheinbar ein ungewöhnliches Geräusch von sich gegeben. ,,Aalles Gut.'',sagte ich mit ruhiger Stimme, ehe ich Raffinessca wieder anritt. Kurze Zeit später machte ich bereits ein wenig Cavalettiarbeit mit ihr und anschließend auch schon die ersten Sprünge. Bei ihr ging es in erster Linie um Vertrauen und darum, dass sie das Selbstbewusstsein bekam einen A-Oxer zu springen. Sie konnte es bereits. An der Höhe scheiterte sie definitiv nicht. Dennoch war sie für meinen Geschmack etwas zu zögerlich. Ein paar Mal hatte ich heute das Gefühl, dass sie lieber verweigert hätte oder seitlich am Sprung vorbei gelaufen wäre. Dennoch beendeten wir die Stunde heute mit einem ganz guten Gefühl, da die Trainingseinheit für die Verhältnisse der Stute ziemlich solide verlaufen war. Ich saß also zufrieden ab und zog die Steigbügel hoch. Dann nahm ich die Zügel über ihren Kopf, lobte sie noch einmal und führte sie anschließend in den Stall, wo ich sie Amelia zum absatteln übergab.
      Mein nächster Weg führte mich zur Führanlage. Dort ging sich mein beinahe neuster Schützling nämlich bereits warm. Amelia hatte ihn nämlich bereits vor zehn Minuten hinein gestellt und ich konnte ihn nun gleich reiten. Es war schon stressig mit so vielen Pferden - dennoch war es wirklich genau das, was ich mir immer gewünscht hatte. ,,Naa Hübscher?'',sagte ich grinsend und machte Lead me Homes Sperriemen auf, durch den meine Mitarbeiterin die Zügel gezogen hatte. Dann ging es für uns hinüber zur Dressurhalle, wo Anastasia bereits fleißig mit meiner Traberstute Birdcatcher arbeitete, die sie diesen Monat in der Dressur auf die Klasse A trainieren durfte. Ich hatte das selbe mit meinem neuen Criollo vor. Es sollte unsere Verbindung ein wenig stärken. Bevor nämlich an anderes gedacht werden konnte, war eine gute Dressurbasis immer essenziell und noch essenzieller war es, dass ich mein Pferd kannte und dieses gut an den Hilfen stand. Deswegen stand für Lead me Home heute eine Session A-Dressur an. Es fiel ihm beinahe zu leicht. Ich hatte heute wirklich das Gefühl, dass er sich trotz vielseitiger Arbeit, geschmückt mit diversen Hufschlagfiguren, Tempiwechsel und Übergängen, ziemlich langweilte. Dennoch arbeitete er fleißig mit und bestätigte mir den Eindruck, den ich bereits beim Probereiten von ihm hatte. Mit ihm würde ich richtig viel machen können und er würde es wohl auch genießen, wenn er endlich auch andere Aufgaben bekäme, als reine Dressurlektionen.
      Nachdem ich den Schecken abgeritten hatte war Anastasia auch schon wieder mit einem anderen Pferd in der Halle: Party Shaker. Mit ihm bekam sie eine ganz besondere Aufgabe. Er sollte nämlich im Springen auf die Klasse S trainiert werden und war ein Traum zu reiten, weshalb sie ihn ausbilden durfte. Ich wusste nicht, ob er von ihr oder sie von ihm lernte. Fest stand, dass sie sich in den letzten beiden Wochen zu einem guten team entwickelt hatten und ich großes Vertrauen hatte, dass mein eigentlich relativ gewagtes Projekt klappte.
      In Gedanken versunken brachte ich Lead me Home zurück in seine Box, wo er eine Extraration Mash bekam. Glücklich schnaubte er und ließ es sich schmecken. Ich grinste und verschloss die Box gleichzeitig wieder. Dann ging ich hinüber ins Haupthaus, wo ich die Unterlagen meiner Pferde studierte. Währenddessen machte ich mir Notizen und arbeitete anschließend Trainingspläne für jene Pferde aus, die noch keinen Trainingsplan für diesen Monat besaßen.
      Nachdem die Pläne ausgedruckt, beschriftet und ans Whiteboard geschrieben waren machte ich mich auch schon wieder auf den Weg in den Stall. ,,Sooodala.'',murmelte ich in meinen nicht vorhandenen Bart und nahm den dunkelbraunen Springsattel meiner neuen Lieblingsoverostute auf meinen Arm. Die Trense hang ich mir über die Schulter und die ebenfalls dunkelbraunen, mit Glitzersteinchen verzierten Gamaschen klemmte ich mir etwas schwerfällig unter den Arm. So quälte ich mich hinüber zu Give me Chocolates Box, die zugegebenermaßen der einzige Overo meines Stalls war. ,,Haallo Hübsche.'',sagte ich und streichelte sie liebevoll, nachdem ich ihre Box betreten hatte. Da sie zur Zeit ein wenig Probleme mit den Atemwegen hatte stand die Arme zur Zeit auf Sägespänen. Der Tierarzt meine die Ursachen dafür könnten vielfältig sein. Dennoch hatte er mir versichert, dass es nichts schlimmes war und sie nach wie vor normal gearbeitet werden konnte. Vermutlich war es die Umstellung der Witterungsverhältnisse. Schweden war doch klimatechnisch sehr speziell. ,,Pffww'',stieß Choco plötzlich aus und riss mich damit aus meinen Gedanken. Nachdem ich Choco geputzt, gesattelt, abgeritten und ein wenig abgesprungen war begann ich mit ihr die ersten S**** Sprünge. Sie zog heute wunderbar an die Hand und drückte sich von Mal zu Mal besser weg. Eigentlich gab es bei ihr keinerlei Bedarf mehr sie zu trainieren. Dennoch war es nötig, damit sie die Routine bekam diese, die schwerste Klasse überhaupt im Springsport, zu meistern, zu üben und es war unfassbar. Was für einen Spaß das doch machte.
      Bevor es ans Mittagessen ging stand noch eine Trainingseinheit an, auf die ich mich heute besonders gefreut hatte: Militarytraining mit Roommate und Sir Donnerhall. Amelia hatte die beiden Hengste bereits fertig gemacht. ,,Hej hej!'',rief sie mir zu. Ihre gute Laune war immerzu ansteckend. ,,Hej. Tack!'',antwortete ich und nahm ihr die Beiden ab. Donnerhall stellte ich in die Schrittmaschine bis Anastasia kam. Ich selbst schwang mich bereits vor dem Platz auf Roomy und ging ein paar Runden mit ihm über das Hofgelände. Bis Anastasia dann jedoch kam ging es für uns beide dann doch noch auf den Springplatz, wo ich ihn schon ein wenig locker vorwärts abwärts traben und galoppieren ließ. Als Ana, wie ich sie, wenn ich genervt war, immer nannte, nach fünf Minuten immernoch nicht aufkreuzte beschloss ich auch schon mal einen kleinen E-Oxer zu nehmen. Dann hörte ich ein vertrautes Wiehern. ,,Aaa du schaffst es auch mal. Warm sollte er ja schon sein. Lass uns gehen.'',gab ich patzig von mir und parierte meinen Braunen zum Schritt durch. Ana machte ein griesgrämiges Gesicht. ,,Wie heute Morgen, Princess?'',platzte es dann aus ihr heraus und so frech dies mir gegenüber war, genauso demütig war sie danach, weil sie wusste, dass sie mit mir so nicht reden sollte.
      Ich ignorierte ihren Gefühlsausbruch und ließ meinen Hengst etwas hochnäsig vom Platz in Richtung Gelände schreiten. Anastasia schwang sich in der Zwischenzeit auch auf Donnerhall und folgte mir. Die letzten Tage hatte ich mit Roommate einiges an Galopptraining gemacht; bergauf, bergab und auf unebenem sowie ebenem Untergrund. Heute sollte es an die Sprünge gehen. Das erste Hindernis, beziehungsweise die erste Hürde, stellte das Wasser da. Ich hatte das Glück auf meinem Gestütsgelände einen kleinen Tümpel zu haben, den wir als Wasserhindernis umfunktioniert hatten, als ich hier her gezogen war. Roommate zögerte nicht und wartete durch das kalte Nass. Anastasia strugglete jedoch mit ihrem Schützling. Der Braune wollte einfach nicht hinein gehen. Während ich mit Roomy bereits zum sechsten Mal hindurch gegangen war, war Donnerhall keinen Schritt näher gekommen. Im Gegenteil. Jedes Mal, wenn meine Bereiterin trieb ging er rückwärts und sprang dann abrupt nach vorne weg, drehte sich nach rechts und galoppierte einige Sprünge. Dieses Verhalten hatte ich bei meinem wunderschönen Hannoveraner noch nie kennengelernt. Eigentlich war er in allen Lebenslagen ein absolutes Verlasspferd.
      Ich beschloss abzusteigen. Da Roommate Donnerhall nicht leiden konnte konnte er nicht die Rolle des Führpferdes einnehmen, weshalb ich beschloss einen Pferdetausch durchzuführen. Anastasia machte also einige Geländesprünge mit Roomy, während ich mich um Donnerhalls Problem kümmerte. Vom Boden aus probierte ich es Schritt für Schritt. Immer wenn er einen auf das Wasser zumachte belohnte ich ihn indem ich den Druck wegnahm. Wenn er zwei Schritte machte durfte er sogar wieder ein wenig von dem unheimlichen Ding weg und Schritt für Schritt näherten wir uns und siehe da: Es klappte. Auch wenn ich dabei etwas nass wurde. Zurück auf dem Pferderücken klappte es ebenfalls und mit Anastasia anstelle meinesgleichen lief es plötzlich ebenso geschmiert. ,,Toller Bub!''
      Die kommenden Tage vertiefte ich das Ganze mit meinen Pferdchen und im Laufe des Monats zeigten sie alle wirklich gute Fortschritte. Wie stolz ich doch auf sie war.​
    • Bracelet
      Stallburschen im Urlaub

      Dadurch, dass meine Stallburschen Urlaub hatten mussten ich und Ana eine Woche um alle Pferdchen kümmern. Misten, Füttern und alles mögliche andere stand dabei auf dem Plan. Am ersten Tag war bereits das füttern wirklich schwierig, da wir ja zu genügen Pferde hatten. Ich begann dabei bei den Youngsters Chestnut, VK Gunna Whiz, Caddylack und Vina, ehe es zu meinen Trakehnern ging; Cost da la Bryére, HGT's Nightmare, N'oubliez Jamais, Party Shaker, Takada, Seattle's GT'aime, Waldjunge, Batman's Rendezvous, Master of Gold, Dreaming of better Days, Christmas Joy, Winterzauber, Vintage Gold, Vaconda, It's Showtime, Roommate, Hummels Enterprise, Dempsey, Akira, Take my Hand, Give me Chocolate, Raffinessca und Traumfänger. Anschließend bekamen meist Dreammaker, Mihály, Lead me Home, Cornetto, Last in Love, Cotsworlds Eik, Wastl, Romulus, Sir Donnerhall, Scarlet Sun, Pinochio, Hollywood King Gun, Only Known in Texas, Nephilim Son Of Angel & Devil, Sookie, Angels Kiss, Birdcatcher, Black Pearl, Donella, Golden Eye, Herbstblüte, I've got the moves like Jagger, Simple little Melody, Aiana, DVTS' Takinou, DVTS' Magic Movements, Sir Bacardi, DVTS' Seattle's Wintertime, DVTS' Cascadeur de la Vie, DVTS' Colour the Nightsky, Backfett, Bambina und Capri Heu. Anschließend begann ich wieder von vorne die Pferde auf die Koppeln zu bringen ehe es los ging mit dem Reiten. Das würde noch eine anstrengende Woche werden.
    • Bracelet
      Frischer Wind

      Viel früher als gewohnt ereilte uns nach dem kurzen, milden Sommer auch schon wieder die eisige Kälte, die uns der Nordwind gebracht zu haben schien. Die kurzen T-Shirts, die ich diesen Sommer doch so sehr lieben gelernt hatte, wurden bereits Anfang September durch Pullover und funktionelle, langärmlige Funktionsunterwäsche ausgetauscht. Die Jacken dicker den je für diesen Monat. Schweden hatte leider, wenn es den wunderschönen Schleier ablegte und damit das vermeintlich schöne Gesicht zum Vorschein kommen sollte, eine nicht all zu schöne Seite an sich. Die allgegenwärtige Kälte schien mir dieses Jahr gar nicht gut zu tun. Sie schlug mir mehr als merklich aufs Gemüt und schwächte mich körperlich mehr als je zu vor.
      Objektiv betrachtet hatte das Ganze jedoch schon seinen Reiz. Als ich kurz vor 10 Uhr die Trainingspläne für die kommende Woche fertiggestellt hatte und vor die Haustüre trat wirbelte der Wind gerade gelbe, orangene und rotbraune Blätter über den Asphalt. Die Sonne stand hoch am himmel und wärmte sanft meine eisigen Hände, dich ich dieser jedoch bald entzog und in wärmende Handschuhe einpackte.
      Auf dem Weg in den Stall kamen mir zwei meiner Stallburschen entgegen, die soeben Aiana, Bambina, Backfett und Vina in die entgegengesetzte Richtung, zu den Stutenkoppeln, führten. In der Stallgasse angekommen wartete auch schon Neuzugang Mihály fertig getrenst und aufgesattelt auf mich in seiner Box. Mit dem hübschen ungarischen Halbbluthengst hatte ich mir einen ganz großen Traum erfüllt. Schon lange hatte ich nach einem Pferd wie ihm gesucht. Einem Pferd, dem die Welt offen zu stehen scheint wie kaum einem anderen. Es gab keine Sparte des Reitsportes, in dem ich bei Mihály von Anfang an zu wissen schien, dass ich diese mit ihm nicht komplett episch gestalten würde. Und noch dazu war er ein ungarisches Halbblut; eine Rasse von der ich immer schon geträumt hatte. Umso glücklicher war ich jeden Tag wenn ich ihn reiten durfte. Heute gab es jedoch alles andere als Intensivtraining. Es war Sonntag. Ruhetag, wie er bei uns ganz klassisch praktiziert wurde. Ein kleiner Ausritt stellte jedoch sicher, dass der Hengst sich am heutigen Tage dennoch etwas bewegte. Da Mihály im Gelände absolut gelassen war drifteten meine Gedanken zur zukünftigen Gestütsplanung ab. Die Youngsters, die ich eigentlich im Frühling schon anreiten wollte, durften diesen Sommer noch wilder denn e und je auf der gebirgigsten Wiese meines Eigentums verbringen. Sie war riesig und relativ weit vom Stalltrubel weg. Der perfekte Ort für junge Hengste um sich noch einmal so richtig auszutoben. Natürlich hatten sie nun alle ihre Geschlechtsreife erreicht und Vina wurde bereits in die Stutenkoppel integriert und war nicht mit ins Geschehen involviert. Caddylack, Chestnut und VK Gunna Whiz jedoch verwilderten jedoch beinahe ein wenig. Natürlich verbrachten sie den Sommer nicht ohne Aufsicht meiner alten Hasen. Nunja; alt waren sie noch nicht wirklich. Dennoch bekam sie eine Sommerpause, da sie in ihren jungen Jahren ohnehin schon genug geleistet hatten und ich mich dieses Jahr vorwiegend auf die Nachwuchspferde des Gestüts konzentriert hatte. So fiel die Wahl damals unter anderem auf Wastl, der mittlerweile 16 Jahre alt war, was natürlich für heutige Verhältnisse noch lange nicht alt war. Dennoch wurde dieser von mir nur noch spaßhalber geritten. Natürlich durfte er noch seine Lektionen laufen und wurde hin und wieder gesprungen. Dennoch war dies nicht mehr so sehr auf Druck wie früher. Er war immerhin gekört und solange keine Vorstellungen mit ihm stattfanden musste ich ihn diesem Stress einfach nicht mehr aussetzen. Dasselbe galt für seinen zwölfjährigen Koppelkollegen Seattle's GT'aime, der zusammen mit ihm den Somer über die Junghengste etwas erziehen sollte. Die Zeit in den Bergen schien ihnen gut zu tun, weshalb ich sie, wie auch Chesi, Caddy und Nano wohl erst gegen Ende des Septembers herunter holen würde, wenn es dann auch langsam gefährlich werden würde über Stock und Stein zu huschen und ein schützender Stall von Vorteil war.
      Nachdem ich mit Mihály wieder zurück war machte ich mich daran ein paar Sprünge aufzubauen und seitlich ein Flatterband zu ziehen. Freispringen stand auf dem Programm. Zuvor ließ ich die Kandidaten sich aber in der Schrittmaschine warm laufen und sich in der Halle ein wenig austoben. Gerade die Pferde mit ohnehin schon zu viel Energie schabten mir in den letzten tagen endgültig über. Allen voran mein wunderschöner, brauner Deckhengst Master Of Gold. Dieser war zusammen mit seinem Kumpel N'oubliez Jamais als erstes an der Reihe. Bei den Beiden ließ ich mir die Freiheit die Stangen mit der Zeit ein wenig höher zu legen, da sie frei locker über die 160cm-Marke sprangen. Sie schienen ihren Spaß zu haben, weshalb ich ihnen relativ viel Zeit ließ, bis mich Ana dann schon mit den nächsten beiden Pferden dazu zwang ihr meine beiden Hengste wieder mitzugeben. Party Shaker, Batman's Rendezvous, Christmas Joy, Dreaming Of Better Days, Winterzauber, HGT's Nightmare, Takada, Vintage Gold, Hummels Enterprise, Raffinessca, Take my Hand, Akira, Give me Chocolate und auch Herbstblüte folgten. Glücklich über die Masse springbegabter Pferde auf dem DVTS ging es für mich dann zum Essen, ehe ich Waldjunge eine halbe Stunde lang locker longierte, was ich dann auch mit Black Pearl machte. Anschließend ritt ich Dempsey auf dem Platz ein wenig vorwärts abwärts. In der Zwischenzeit war Anastasia ebenfalls schon am Reiten und drehte mit Romulus und Sir Donnerhall eine kleine Runde im Gelände.
      Für mich ging es daraufhin ebenfalls ins Gelände. Nachdem ich mit Hollywood King Gun und Golden Eye bloß jeweils eine halbe Stunde draußen Schritt gegangen war galoppierte ich meine beiden englischen Vollblüter Cotsworlds Eik und Last in Love ein ordentliches Stück auf der Galoppstrecke. Es war für die beiden zwar nicht sonderlich fordernd; dennoch erfüllte es den Zweck sie ihre Energie ausleben zu lassen.
      Davon wieder zurück berichtete mir Ana, dass sie Scarlet Sun und Only Known in Texas freilaufen gelassen hatte und Pinochio longiert hatte. Es war mittlerweile schon relativ spät, weshalb ich beschloss Sookie, Birdcatcher, I've got the moves like Jagger, Donella, Angels Kiss und Lead me Home, die ich heute noch für etwas Bewegung einspannen wollte, lediglich in die Schrittmaschine stellte.
      Damit neigte sich der Sonntag auch schon wieder dem Ende zu. Am nächsten Tag trug ich noch in die Trainingstabelle des Hofes die ausstehenden Stunden ein, die ich mit Training mit Vaconda, Costa de la Bryére, It's Showtime und Roommate auffüllte. Anschließend erzählte mir Anastasia noch vom gestrigen, abendlichen Longieren mit Cornetto, Nephilim Son Of Angel & Devil, Traumfänger und Simple Little Melody.
      Weitaus spannender jedoch waren für mich meine Überlegungen was ich mit Dreammaker machen würde, der ja nun wieder zu mir zurück gekommen war. Obwohl ich den hübschen Holsteiner mit den auffällig gefärbten Abzeichen wirklich gerne hatte war ich mir mittlerweile relativ sicher, dass ich den Süßen bald wieder abgeben würde. Ob es nun aus einer Laune heraus zu sein schien oder deswegen, weil ich mit meinen anderen Pferden bereits genug zu tun hatte, konnte ich nicht mit Sicherheit sagen. Deswegen würde er vorerst wohl doch noch hier bleiben, ehe es dann Adieu hieß.
      Ein Pferd, für das es jedoch so bald nicht mehr Adieu heißen wird, kam Mitte September zu mir. Es war ein ganz besonderes Pferd, das ich schon seit Jahren im Auge hatte. Es handelte sich dabei um Magic Attack; einen wundervollen englischen Vollbluthengst, der abgesehen von seinem unfassbaren Talent zu laufen auch noch eines der schönsten Pferde war, die ich je zuvor gesehen hatte. Der prämierte Schönling wurde mir mit einem bekannten Transportunternehmen am Morgen des 12. Septembers auf den Hof gebracht, wo ich schon sehentlich auf ihn wartete. Bereits beim Entladen des Hengstes fielen mir seine guten Manieren auf. Er reagierte sehr fein auf meine Körpersprache und verzauberte mich damit ein weiteres Mal. Magic, wie ich den Schabrackenschecken ab nun liebevoll nannte, durfte nun erstmal eine Woche bloß auf der Koppel verbringen, ehe ich langsam wieder beginnen wollte ihn ein wenig locker zu arbeiten. Noch standen meine genauen Pläne für den Zehnjährigen in den Sternen. Dennoch hatte ich da schon meine Ideen für den Süßen - wenn sich diese auch teilweise nicht verwirklichen ließen, wie ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste. Wenn meine Gebirgspferdchen nämlich wieder da waren wollte ich probieren den Hengst in die kleine Herde zu integrieren, was jedoch, wie ich später, kurz vor knapp, herausfand keine gute Idee gewesen wäre, da Magic ein Pferd war, dass sehr harmoniebedürftig zu sein schien und deswegen wohl nicht glücklich mit der Aufgabe gewesen wäre. Was ihn jedoch glücklich machte war es, mit seinen neuen Kumpel Eik jeden Schritt auf der Koppel zusammen zu gehen. Eik, der ja bekanntlich ein sehr dominantes Pferd war, hatte Magic, der sich, ohne je aufmüpfig zu sein, von Anfang an untergeordnet hatte sehr schnell ins Herz geschlossen. Er beschützte seinen neuen Freund vor all den anderen Pferden, wenn sich diese Magic anlegen wollten. Nicht etwa, dass der hübsche Schecke es notwendig gehabt hätte. Trotzdem war es für diesen wohl sehr bequem.
      Da sich mein Neuankömmling so gut einlebte konnte ich mich relativ intensiv meinen Nachwuchspferden widmen, für die die Sterne in ihren jungen Jahren noch ganz wo anders standen. Sie würden erst zeigen müssen was sie konnten und wie ihr zukünftiges Leben wohl aussehen sollte. DVTS' Takinou, DVTS' Magic Movements, Magic Attacks Sohn, Sir Bacardi, DVTS' Seattle's Wintertime, DVTS' Cascadeur de la Vie, DVTS' Colour the Nightsky und Capri wussten dies jedoch klarerweise noch nicht und wuchsen erst noch stresslos auf den schönen Koppeln des Gestüts auf, ehe der Ernst des Lebens wohl eher früher als später beginnen würde. Dennoch war ich bereits jetzt schon zuversichtlich, dass sie alle Hürden, die ihnen noch in den Weg gelegt werden würden, gut meisten würden.
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Album:
    Nebenstallungen ♥
    Hochgeladen von:
    Bracelet
    Datum:
    28 Dez. 2016
    Klicks:
    723
    Kommentare:
    13

    EXIF Data

    File Size:
    475 KB
    Mime Type:
    image/jpeg
    Width:
    960px
    Height:
    640px
     

    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • _____Sir Donnerhall_____

    ____Abstammung´s Nachweis_____

    Von dem: Show Me Your Real Darkness
    Von: Take a good Look
    Aus der: To Where The Skies Are Blue
    Aus: Golden Wonder
    Von: Scandic

    __________Besitzerdaten:__________

    Besitzer: Bracelet
    Vorbesitzer: Zasa
    Ersteller: sweetvelvetrose
    VKR: verfallen
    RB: keine

    _________Pferdedaten:__________

    Geburtsdatum: 20.02.2005
    Farbe: Brauner
    Abzeichen: h: weiße Fessel
    Rasse: Hannoveraner
    Stockmaß: 1,73m
    Geschlecht: Hengst
    Nachkommen: -

    __________Zuchtinformationen:__________

    Gekört: Ja/Nein
    Zuchtfähig: Ja/Nein
    Zuchthof: DVTS

    _________Beschreibung:__________

    Sir Donnerhall ist ein ruhiger und freundlicher Hengst. Er ist sehr anhänglich und lernt sich schnell.

    __________Qualifikationen:__________

    Springen: A
    Dressur: S
    Military: A
    Distanz: E
    Fahren: L


    __________Schleifen:__________

    [​IMG][​IMG]

    ~Drittplatzierter beim 361. Dressurturnier ~
    ~Gewinner des 396. Springturniers ~

    __________Zubehör:__________

    [​IMG]

    [​IMG]
    [​IMG]
    __________Sonstiges:__________

    [​IMG]

    [​IMG]