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Rhapsody

Siana *

Welsh Cob -- im Besitz seit 08/2017 -- von Purety -- Aa ee ff StySty

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Siana *
Rhapsody, 23 Aug. 2017
Gwen gefällt das.
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
      1/22

      Wenn mich jemand sucht, ich bin in der Besenkammer und ess' kiloweise Schokolade.
      unbk. -- Rhapsody

      Leise knarrte das Leder, als ich mich im Sattel aufrichtete. Ein Blick nach vorne zeigte einen hellen Feuerball, Wärme kroch meine Arme hinauf. Ein zufriedenes Brummeln entfuhr Chalil, ehe er sich freudig in Bewegung setzte. Noch bevor irgendein Trubel losgehen konnte, wollte ich einen Morgenstundenausritt mit meinem Criollo machen.
      Am langen Zügel folgte mein Mr. Saufproblem dem Weg, prustete ab und ab leise, bis ich die Zügel einen Ticken aufnahm und ihn antraben ließ. Eine Weile trabte ich leicht, ehe ich im Sattel aussaß und die Landschaft genoss. Man konnte der Sonne beim Aufgehen zusehen, traumhaft. Perry unter mir wurde langsam munter, sein Trab verschnellte sich. "Heeey, Süßer, wir sind noch nicht auf der Galoppstrecke!" lachte ich, nahm die Zügel leicht an und gönnte ihm eine ausgiebige Schrittpause. Wälder wechselten sich mit Feldern ab, ehe zu unserer Rechten eine riesige Wiese lag.
      Perry spitzte die Ohren, als ich ihn mit federleichtem Schenkeldruck auf das Gras lenkte und den äußeren Schenkel zurücklegte. Noch gab ich keinen Druck, ich wollte die Reaktion des Criollo abwarten. Seine Muskeln spannten sich an, doch er trabte immer noch locker vor sich hin. Erst, als ich beide Beine an den Pferdebauch drückte und laut in die Luft küsste – schließlich wollte ich mit Perry irgendwann auf Western umsteigen – machte er sich lang, streckte sich unter mir und legte dann los.
      Wind fuhr mir durch die Haare, kühlte mein Gesicht. Es fühlte sich wirklich an, als würde ich fliegen. Klar, das Gefühl war bekannt, doch bei Chalil durchfuhr mich diese bitzelnde Wärme immer wieder. Man merkte ihm seine Schnelle nicht an, so weich war sein Galopp.
      Das Ende der Wiese war viel zu schnell erreicht und ich nahm wieder ebenfalls nur leicht die Zügel an. Dafür saß ich mich tief in den Sattel, ließ die Hilfen weg und sagte in einem langen Atemzug: "Hooooo."
      Wie eine Eins stand Perry da, den Kopf aufmerksam in die Höhe gereckt. Auf Schnalzkommando ging es dann wieder in Richtung Heimat.

      Kaum hatte ich Perry auf die Weide gelassen, summte mein Handy. Eva, eine Bekannte, bei der ich vorgestern ein Welsh Pony gekauft hatte. Nur eine SMS, die bei mir gleich Bauchkribbeln auslöste.
      Du kannst Siana später abholen! :)
      Bevor ich zum nächsten Pferd ging, schnappte ich mir mein Do-it-yourself-Elektrozaun-Paket und steckte ein kleines Quadrat, passend für eine Ponystute, inmitten der Stutenweide ab. Baghira knabberte sanft an meiner Sweatjacke, bis ich mich grinsend zu ihr umdrehte. Mit ihren braunen Kulleraugen sah sie mich an, ehe sie den Kopf ins Gras senkte. "Jaja" murmelte ich, lächelte und holte mir einen frischen Kübel Eimer. Wenn ich Siana – so hieß die schöne Welshstute – abholen würde, dann spätestens in eineinhalb Stunden. Danach würden die Straßen voll sein, und mit einer jungen Stute im Gepäck wollte ich nicht unbedingt in einen Stau kommen.
      Sianas Neuheim für die ersten Tage war fertig, also krallte ich mir Baghira. Ein bisschen Longenarbeit, bei Gelegenheit weiter an den Zirkustricks arbeiten. Baghi freute sich, als ich ihr nur den Kappzaum und den Longiergurt anlegte und sie anschließend zum Longierzirkel führte, sodass sie gleich ein paar Bocksprünge hinlegte, kaum dass die Longe ein paar Zentimeter länger war. Sie ließ sich aber sofort wieder beruhigen und die Arbeit konnte beginnen.
      Meine Hand an der Longe spiegelte die Reiterhand wieder; locker, annehmend und nachgebend, nicht zu weich und nicht zu hart. Baghira hob ihren Rücken sauber an, während sie ihre Beine weit unter treten ließ. "So ist’s fein, Baghira" sagte ich laut, aber sanft, damit sie es als Lob verstand. Leckerli gab es unter der Arbeit nicht, wenn erst am Putzplatz.
      Als Belohnung für ihre tolle Mitarbeit ließ ich die Mixstute am Ende noch ein wenig frei galoppieren. Ohne Longe, ohne Ausbinder, ohne Longiergurt. Übermütig schlug sie ein paar Haken, ehe sie einen Vollstopp hinlegte und sich genüsslich wälzte.
      "So, jetzt ist gut" unterbrach ich ihr Gescharre im Boden und legte ihr ein bequemes Knotenhalfter an. Die Touchierpeitsche lag ebenfalls bereit, doch noch waren wir bei dem Einfachsten der Zirkustricks; dem Ja-Sagen.
      Der Clicker lag ebenfalls bereit, genauso wie die erforderlichen Belohnungen, kleine Apfelstückchen. Ein kleiner Test folgte natürlich, damit ich wusste, was die Kleine behalten hatte.
      "Bist du ein liebes Pony?"
      Richtig überzeugend schwang Baghi ihren feinen Kopf nach oben, ließ ihn wieder nach unten fallen und immer so weiter, bis ich clickte und ihr ein Apfelstückchen hinhielt. Mit samtweichen Lippen nahm sie es auf, malmte – und guckte mich bettelnd an. "Erst, wenn du sie dir verdienst" grinste ich und legte die Touchierpeitsche weg. Das nächste Mal konnten wir dann bestimmt schon mit dem Drehen weitermachen.
      Den Hals klopfend brachte ich Baghi zurück, putzte sie kurz über und brachte sie dann zurück. Auf dem Weg zum Auto aß ich mein Schokocroissant, mein Frühstück sozusagen. Der Weg zu Evas Hof war nicht lang, ich kaute immer noch, als ich in der Einfahrt parkte. Ein kleines Gespräch entstand, dann führte Eva mir eine wunderschöne Kohlfuchsstute vor. "Pass gut auf sie auf" sagte sie leise, als ich die Hängerrampe hochstemmte und mich verabschiedete. Schließlich musste ich daheim noch mit etlichen Pferden etwas unternehmen. Die Fahrt verlief totenstill, wir begegneten kaum einem Auto. Zum Glück. Später würden die Straßen voll sein von Urlaubsreisenden, die zurückkamen, weil sie noch etwas zuhause erledigen mussten.
      Es wurde immer wärmer, meine Sweatjacke verabschiedete sich schon bald von mir. Während Siana ruhig an einem Grasstreifen stand und das frische Grün rupfte, räumte ich den Hänger auf und das Zubehör aus dem Auto. Dressursattel, Springsattel, 2 Schabracken, blaue Bandagen, eine Wassertrense und ein Schenkelgebiss, eine Abschwitzdecke und ein englisches Reithalfter. Fürs erste genug.
      Auf der Weide wurden Siana und ich mit leisem Brummeln begrüßt, Vanity stupste die Kohlfuchsstute sogar aufmunternd an. Verfolgt wurden wir von den meisten Ponys, während Dahiba, It’s the CSI Girl und Creepin Up The Backstairs ruhig weiter grasten. Siana steckte gleich wieder ihren Kopf ins Gras und ließ sich von den Ponys begutachten. Ochrasy, Tiffi und Vanity verließen aber mit mir die Weide und ließen sich am Putzplatz anbinden. Nessa war auch schnell angerufen, einer Kutschfahrt stand also nichts im Wege. Da es aber irgendwie blöd war, drei Pferde einzuspannen, putzte ich Daim ebenfalls und legte den vier Welsh A’s das Kutschgeschirr an. Nessa half mir beim Einspannen, dann setzten wir uns auf den Kutschbock und ließen die vier Ponys losgehen. Daim und Tiffi vornweg, da sie sich am besten verstanden und am längsten kannten, Vanity und Ochrasy hinten. Entspannt zuckelte das Gespann über den Feldweg.
      "Schon mal wieder was von Manu gehört?" brach Nessa schließlich die Stille und grinste mich an. Ich konnte es nicht verhindern, dass ich feuerrot anlief. "Nein, nichts, aber alleine geht’s viel besser" konterte ich. Allerlieblingsthema, oh ja. Vor allem von meiner besten Freundin.
      "Wirklich? Keinen neuen…’Pfleger’ in Sicht?" Nessa kicherte wie ein Mädchen neben mir auf, ehe ich ihr meinen Ellenbogen in die Seite rammte. "Gehen wir lieber zurück, ehe du noch irgendwelche anderen Sachen sagst" murmelte ich und ließ die Ponys umdrehen. Keine halbe Stute später standen die vier am Putzplatz und genossen das kühle Wasser an ihren Beinen. Nessa wollte noch den ganzen Tag bleiben, die Pferde konnten wir uns aufteilen. Aber erstmal ging es zu den Fohlen.

      "Alle drei sind ans Halfter gewöhnt, ich würde jetzt gern mit dem Longieren anfangen" teilte ich Nessa mit, als wir Chloe gerade für die Arbeit fertig machten. Die fast Einjährige war schon an die Longe gewöhnt, Cabal an Love, Nessaja und Zauberflöte jedoch nicht. "Ich hol Kabel schon mal, wenn du auf dem Platz bist" seufzte meine Freundin und überreichte mir die Longe. Chloe quietschte freudig und folgte mir dann zum Reitplatz. Erst, wenn sie älter war, ging es in den Longierzirkel.
      Die Euphorie, die das Stutfohlen umgab, war fast ansteckend. Brav hörte sie auf jedes Stimmkommando, galoppierte sogar richtig an. Ein Ohr war zu mir gedreht, das andere gespitzt nach vorne gerichtet. Ihre kleinen Hufe wirbelten ein wenig Sand auf, ehe ich sie mit einem lauten "Wooooooohoo" wieder zum Schritt durchparierte. Danach wechselte ich die Hand und ließ Chloe nochmal ihre drei Gangarten vorzeigen, ehe sie zurück zum Putzplatz kam. Nessa putzte gerade den Zappelphilipp über und übernahm dann den Rappschimmel. "Viel Spaß, er sieht sehr motiviert aus" seufzte sie.
      Es dauerte eine geschlagene dreiviertel Stunde, bis Cabal es langwierig gecheckt hatte, dass er in einen großen Zirkel um mich herum laufen sollte. Nessa half mir eine Zeit, bis sie dann mit Nessaja, ihrer Namensverwandten, zum Reitplatz stiefelte. Eine Weile arbeiteten die beiden miteinander, ehe ich und Zauberflöte ebenfalls den Platz betraten. Nessa wechselte gerade die Hand und bemerkte mich erst gar nicht. "Willst du nicht mit Zauberflöte weitermachen? Bei dir klappt das viel besser, ich bin eher fürs Einreiten geeignet" bat ich grinsend. Meine Freundin zuckte zusammen, nickte dann jedoch. "Ja, von mir aus. Aber einreiten musst du alle alleine" Sie lachte ebenfalls und beendete wenige Minuten später die Arbeit mit dem Rabicano-Stutfohlen. Nessaja hatte ordentlich geschwitzt, aber sie sah glücklich aus. Nessa und ich tauschten die Fohlen aus und ich brachte das kleine Fohlen zurück zum Putzplatz. Wasserfest war sie, also war das kurze Abspritzen kein Problem für Saja. Danach putzte ich sie über und brachte sie zurück in den Fohlenoffenstall, in dem Chloe und Cabal munter kabbelten. Das kleine Ponyfohlen nahmen sie sofort auf und jagten sich gegenseitig über das Grasstück.
      Es dauerte nicht lange, da brachte auch Nessa Zauberflöte zurück. Anscheinend konnte die kleine Scheckstute schon ziemlich viel und hatte bei Hedone eine gute Ausbildung genossen. Trotzdem, erstmal sollte sie alles von vorne lernen, damit sie perfekt auf meinen Hof passte.

      "Und jetzt?" Nessa grinste. "Ausritt?"
      Mein Blick fiel auf die Weiden. "Okay, Ausritt. Wen nehmen wir?"
      "Ich reite Creepi" entschloss sich meine Freundin, stiefelte los und nahm sich ein Halfter. Grinsend rannte ich hinterher, meine Entscheidung war auf Dahiba gefallen.
      Keine viertel Stunde später sattelten wir die beiden (Fast-)Schimmel und verließen den Hof in Richtung Wald. Inzwischen war es warm geworden, es ging auf Mittag zu. Dahiba und Creepi waren vollkommen locker geworden, vor wenigen Wochen waren beide noch total verkrampft und aufgeladen unterm Sattel gewesen. Auch im Trab konnten wir die Zügel lang lassen und die schließlich locker angaloppieren. Die beiden Stuten genossen es, über die Felder zu rasen und Creepi buckelte einmal übermütig. Nach fast eineinhalb Stunden kehrten wir zurück, machten Creepin Up The Backstairs und Dahiba fertig, brachten sie zurück und aßen erstmal was.
      Weitere eineinhalb Stunden beschlossen wir, Siana ein bisschen laufen zu lassen. Schließlich sollte sie sich mal richtig austoben, damit ich die nächsten Tage gleich ein bisschen mit ihr üben konnte. Putzen musste man den Kohlfuchs nicht, schließlich sollte sie dreckig werden, bzw. sich wälzen.
      Wir brachten sie in den großen Round Pen und ich nahm gerade rechtzeitig meine Kamera hoch und fokussierte. Siana schlug mit dem Kopf und fing an, wild zu buckeln. "Yeeaaah!" rief Nessa und klatschte in die Hände. Wie von der Tarantel gestochen raste Siana über den Sand, machte eine Vollbremsung und machte kehrt. Fast eine viertel Stunde lang, ehe sie trabend auf uns zukam, einen Meter von meinen Füßen stoppte und sich genüsslich wälzte. Sie fühlte sich also wirklich wohl.

      "Ich hab Calina einen Ausritt versprochen. Wir müssen also noch einmal" grinste ich, als wir Siana zurück brachten. Nessa seufzte. "Klar, wenn bis dahin noch ein Pferd frei ist? Aber bitte an irgendein Wasser, es ist unsäglich heiß"
      Ich nickte, entließ Siana auf ihren Paddock und legte dann ihr Halfter zu den anderen. "Soweit wie ich gerechnet habe, müssten noch 4 Ponys bewegt werden. Spirit fällt weg, mit dem gehen wir später noch grasen, da können wir Siana auch nochmal mitnehmen. Dann müssten wir noch Vanilla Twilight, Prejudice, Topar und Barquillero Mojito frei sein. Und eben noch Victim und Calina"
      Eine Weile überlegte meine Freundin. "Mit Victim und Barqui könnten wir mal wieder springen, außerdem hab ich grade Lust drauf. Und wolltest du Topar nicht mal tölten? Dann machen wir mit ihm und Prejudice ein bisschen Gymnastik-Dressur, Pedi ist ganz schön fett geworden" Sie grinste und wich noch schnell aus, ehe ich sie wegstoßen konnte. "Und mit Calina und Twilight machen wir dann einen schönen, entspannten Ausritt" schlussfolgerte ich. "Na, dann mal los!"
      Nessa nahm – welch große Überraschung – Victims Halfter und lief gut gelaunt auf den großen Rappen zu. Die beiden waren irgendwie schon ein Dreamteam, außerdem wollte ich im Moment lieber keinen anderen auf Barqui setzen, bis er wieder besser lief. Es ging bergauf, er buckelte nur noch selten, aber den unkontrollierten Galopp hatte er noch drauf.
      Zehn Minuten später führte ich Barqui hinter dem großen Rappen in die Reithalle, in der eine angenehm kühle Temperatur herrschte. Während Nessa bereits aufsaß und ihre Aufwärmrunden drehte, stellte ich den Grauen auf die Mittellinie und baute Cavalettis und Trabstangen auf, die richtigen Hindernisse kamen erst später. Barquillero blieb die ganze Zeit auf seinem Platz stehen und ging erst fleißig los, als ich auf ihm saß und die Schenkel anlegte. Ziemlich zügig wärmten wir die Pferde auf, ließen sie über die Trabstangen laufen und auch vereinzelt über die Cavalettis springen. Für Victim waren sie nichts, er galoppierte erst über sie, als zwei aufeinander standen. Barqui brauchte jedoch die Unterstützung der Hilfe, vor allem bei zweien. Aber irgendwann ging es flüssig und wir gönnten den beiden Hengsten eine kurze Pause. Zusammen bauten Nessa und ich erstmal kleine Hindernisse auf, nachdem die Trabstangen und ein paar Cavalettis aus der Bahn verschwunden waren. Sie waren hoch genug für den Anfang. Bei einem Oxer hatten wir zwei extra Stangen draufgelegt – für den Fall der Fälle.
      Da es gleichzeitig ein wenig blöd war, wechselten wir uns ab. Der andere konnte dann etwas Reitlehrer spielen. Nessa wollte anfangen, was mir ganz recht war.
      Sie lenkte Viccie auf den Zirkel, galoppierte ihn an und stellte ihn dann auf einen kleinen Steilsprung. Die Ohren des Hannoveraners zuckten augenblicklich nach vorne, seine Galoppsprünge wurden raumgreifender und in einem Zug sprang er über die blau-weißen Stangen. Sofort war der Blick auf das Nächste, ein kleines Kreuz, gerichtet. Ebenso schwungvoll nahm er es, ließ sich versammeln und für die Kombination vorbereiten. Ohne Probleme nahm er auch die zwei Hindernisse und fiel danach in den Trab und schließlich in den Schritt. Victim atmete heftig, aber er sah nicht müde aus. Nessa ließ die Zügel ein Stück länger, damit er sich ein wenig strecken konnte. "Na, sah das nicht toll aus?"
      Ich grinste. "Sehr toll. Wirklich, ich hab nichts zu meckern."
      "Okay, dann seid ihr wohl dran. Ich verkleinere die Hindernisse schnell, du kannst ihn ja schon mal ein bisschen vorbereiten"

      Zehn Minuten später war Nessa dann endlich fertig. Barquillero hatte sich beim Vorbereiten anständig aufgeführt, war in schöner Anlehnung gegangen und hatte kaum gespackt. Wie Nessa vorhin ritt ich ihn auf den Zirkel, galoppierte an und steuerte das Kreuz, dass ich als erstes nehmen wollte, an. 5, 4, 3, 2, 1 – hopp, wir waren drüber.
      Beim Steilsprung und der anschließenden Kombination machte er sich richtig schön rund und galoppierte danach noch freiwillig eine Runde. Danach ritten wir noch trocken, ehe Victim und Barqui die Freiheit auf der Weide genossen.

      Gerade, als wir Calina und die wieder trächtige Vanilla Twilight von den Weiden führte, bekam ich zwei SMS. Eine von Ivonne, einer ziemlich bekannten Züchterin und Jacqueline. Bei beiden hatte ich für zwei Pferde – einem Holsteinerfohlen und einer Haflingerstute – geboten und anscheinend bekommen. Später, wenn Nessa gegangen war, würde ich Mahira und Little Baby abholen.
      Meine Freundin putze die Fuchsstute, bei der sich noch kein großer Babybauch zeigte und wollte sie später auch bewegen, während ich bei meinem Liebling war. Calina döste und ließ sich die Nachmittagssonne auf den Rücken scheinen, während ich über ihr reinweißes Fell strich. Nur ein kleiner Mistfleck an der Flanke war vorhanden, aber auch nur noch blass. "Feines Schimmelchen" flüsterte ich und holte dann mit Nessa die Sättel und Trensen. Ein paar Minuten später waren wir auf dem Weg in den schattigen Wald.
      Erst, als der Weg richtig breit und eben war, trabten wir die beiden Stuten an und ließen die Zügel lang. Der Wald lichtete sich, führte zu den Wiesen und Felder um das Gestüt Sanssouci. Hibbelig wie Calina und Vanilla waren, tänzelten sie, bis wir sie endlich lospreschen ließen. Der langbeinige Warmblüter hing das Pony ab und wir mussten schließlich eine Weile warten, bis Nessa und Vanilla wieder da waren.
      Als wir zurückkamen, war es bereits kurz vor halb sechs. Nessa verabschiedete sich recht rasch, sie hatte ja auch eine Herde Pferde und Ponys bei sich stehen. Ich setzte mich ebenfalls ins Auto und machte mich auf den Weg zu Ivonne. Mahira hieß die kleine Trakehnerstute, die ich abholen wollte. Ich hatte mich sofort in sie verliebt, als ich sie entdeckt hatte. Eine kleine Fuchsscheckin mit einer atemberaubenden Aura eben.
      Nachdem wir das Fohlen verladen hatten, fuhr ich noch zu Jacqueline, um die Haflingerstute abzuholen. Sie war gekört und hatte eine wundervolle Fellzeichnung. Bei ihr hatte es den Haben-Blick gegeben und ich wusste, ich musste sie haben. Little Baby fand neben Mahira ihren Platz im Hänger, dann ging es nach Hause.

      Baby band ich für die ersten Minuten an der Stutenweide an, damit sie grasen und ein wenig runterkommen konnte. Mahira, die komplett halfterführig war, folgte mir zum Fohlenoffenstall. Chloe war die Sozialste aus der Gruppe, sie begrüßte die Neue sofort freundlich und verteidigte sie gegen Kabels Angriffe. "Demnächst fangen wir dann mit der Arbeit an, kleine Mira" flüsterte ich, ehe ich das Tor hinter mir schloss und wieder zur Stutenweide ging. Baby sah mich unschuldig an, aber in ihren Augen blitzte keine Hinterfotzigkeit. Ein wunderschöner Haflinger mit astreinem Charakter. Ihre neue Box war bereits beziehbar, also kam sie als erstes rein, zwischen It’s The CSI Girl und Vanilla Twilight. Die Nächte waren noch zu lau, über Nacht kamen alle Pferde rein.

      Als ich fertig war und die Stalltür für heute schloss, zeigten sich bereits die ersten Sterne auf dem lila-blauen Nachthimmel.
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
      2/22

      unbk. -- Lovelyhorse

      Neugierig wartete ich auf dem Hof auf Toffifee. Sie wollte mich heute das erste Mal mit ihrer Welsh Stute Siana besuchen kommen. Voller Erwartungen stand ich im kühlen Schatten des Stalles und lies die Hofeinfahrt keine Sekunde aus den Augen. Und dann endlich sah ich einen Pferdeanhänger in der Ferne glänzen. Wuhu! Mein Herz schlug ein bisschen schneller, und ich trat aus dem Schatten, als Toffifee ausstieg. Freundlich ging ich auf sie zu und begrüßte sie im Namen aller Kollegen. Nach dieser Begrüßung schlenderten wir zum Hänger und holten die Stute heraus. Mit offenem Mund stand ich da. Siana war wunderschön! Ihr Kohlfuchsfarbenes Fell glänze majestätisch in der Nachmittagssonne. "Sie ist wunderschön!", sagte ich zu Toffifee und lächelte. "Ja, das ist sie.", antwortete Toffifee stolz. Nachdem ich mir ein grobes Bild von der Stute gemacht hatte, führten wir sie zum Putzplatz wo – wie der Name ja schon verrät – ich sie anfing zu putzen. Besonders sorgfältig war ich an der Sattelauflage und am Kopf, nämlich da, wo nachher die Ausrüstung drauf liegt. Es wäre verdammt unschön, wenn Siana sich dann dort scheuert. Als auch ihr Schweif verlesen war, beschloss ich sie erst einmal laufen zu lassen. Toffifee hatte eine weite Fahrt hinter sich und bestimmt muss sich die Stute erst mal die Beine vertreten. Also machte ich ihr schnell die Gamaschen an, damit sie sich nicht irgendwie verspringen konnte und führte sie anschließend in die Halle. Nachdem ich das Tor hinter mir geschlossen hatte, machte ich sie vom Strick und sie galoppierte quiekend los. Sie buckelte, stieg, schlug aus und machte noch ein paar sehr komisch aussehende Bewegungen, bevor sie in einen ruhigen Trab verfiel. Oha, wenn ich mir vorstelle, dass ich da vielleicht hätte drauf sitzen können. Ich will gar nicht dran denken. Am Putzplatz zurück holte ich Sattel, Schabracke, Trense und Martingal. Siana wusste was los es – es wurde trainiert! Sie wieherte freudig und schlug willig mit dem Kopf. "Ist ja gut!", lachte ich und fing an sie zu satteln. Den Sattelgurt lies sie sich brav zu ziehen und auch beim trensen war sie der Frieden in Person. Ich lobte sie und nahm dann die Zügel über den Hals. So, Kappe auf und los geht’s! Am Springplatz angekommen, legte ich die Zügel zurück auf den Hals, nahm Schwung und stieg auf. Während dem Aufsteigen rührte sich Siana keinen Zentimeter. Lobend gab ich ihr dann die Schritt Hilfen und gab ihr genügend Zügel, damit sie sich vor dem Training nochmal ordentlich lang machen kann. Ihr Schritt war taktvoll und federnd. Wirklich sehr schön! Nach dem Schritt trabte ich die Stute immer noch am langen Zügel an und war jetzt wirklich hellauf begeistert. Zufrieden kaute die Stute auf ihrem Gebiss, ging aber trotzdem fleißig voran. Damit sie jetzt so langsam wieder rein kommt, trabte ich über Cavalettis. Sie hob schön die Beine und dockte an keine einzige Stange an. Bravo! Dann ging es richtig los. Nach einer Runde Galopp ging es auf den ersten Sprung zu. Ein ziemlich einfaches Hindernis. Drei Stangen und für Siana somit kein Problem. Dann lag vor uns ein Hindernis, wo ich schon befürchtete, dass Siana es nicht nimmt, da links und rechts der Stangen zwei Sonnenschirme aufgestellt waren. Erst zögerte sie kurz, zeigte dann aber Vertrauen und Mut und nahm den Sprung. Dadurch, dass sie vor dem Sprung kurz nicht aufgepasst hatte, wackelte die Stange ein bisschen, blieb aber liegen. Ich tätschelte kurz ihren Hals und ritt dann im flotten Galopp weiter. Nach einem weiteren normalem Sprung folgte ein wenig schwierigerer. Nach dem ersten Sprung folgte dicht dahinter ein zweiter Sprung. Man musste also mit einem Mal über zwei Sprünge springen. Da Siana so ein Sprung überhaupt nicht kannte, riss sie die eine Stange vom zweiten Sprung. "Ist nicht schlimm.", sprach ich auf sie ein und probierte den Sprung gleich nochmal. Diesmal ging die Stute mit viel mehr Schwung und Elan an die Sache, sodass sie den Sprung fehlerfrei hinter sich lies. "Siehst du? Übung macht den Meister!" Jetzt ging es ab über die dreifache Kombination. Den ersten Sprung – fehlerfrei! Den zweiten Sprung – Leider gerissen. Den dritten Sprung – wieder fehlerfrei. "Komm Süße, das kannst du besser.", ermutigte ich sie und ritt die Kombination gleich noch einmal. Diesmal lies Siana alle drei Sprünge mühelos hinter sich und es ging zum Wassergraben. Doch genau vor dem Sprung blieb die Stute plötzlich stehen. Hm? Das passt ja so gar nicht zu ihr. Aber was sie dann machte, brachte mich zum lachen. Sie ging um den Sprung rum und planschte eine Weile im Wasser herum. Nach einer Weile ging sie wieder auf das Gras und schnaubte. So nach dem Motto: So, jetzt kann's weiter gehen! Immer noch grinsend galoppierte ich sie an und nahm den Sprung jetzt aber wirklich. Scheinbar hatte ihr diese kleine Pause viel Energie zurück gebracht, denn sie nahm den Sprung ohne große Anstrengung. Siana war so gut gesprungen, dass ich mir sicher war, dass sie ein A-Springen locker schafft. Zufrieden ritt ich die Stute trocken und machte sie wieder fertig für den Transport. Sehnsüchtig wieherte sie noch einmal einem Hengst zu, bevor sie dann im Hänger verschwand. "Mach's gut Siana..", sagte ich durch die Vordertür zu ihr und verschloss diese dann auch. "Tschüss Toffifee!", sagte ich und sah den beiden dann nach, wie sie vom Hof fuhren. Adios!
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      3/22

      Kleiner Rundgang im neuen Stall
      unbk. -- Rhapsody

      Ein fauler Tag war das heute. Heiß, schwül, zum Faulenzen gemacht. Und das hatten wir heute auch gemacht. Die Pferde und ich.Mit ein paar Freunden war ich zu einem Badesee gefahren, hatte da den Tag verbracht und den Pferden eine Auszeit gegeben. Den Nachmittag über waren sie auf den Paddocks geblieben, doch jetzt am Abend sollten sie, zusammen mit den Schulpferden, auf die Weiden kommen. Summend bog ich auf den Trampelpfad zum Reitverein Aciano ein, auf dem mein kleines, neues Gestüt Aciano a la salida lag. Meine zwei gepachteten Ställe, einer für die Stuten und einer für die Hengste, lag direkt hinter der Reithalle, zwischen Hof und den 'Berg'weiden. Die Sonne versank im Horizont und tauchte den Hof in goldenes Licht. Während ich das Gatter, das verhindern sollte, dass die Pferde, wenn die Stalltür geöffnet war, abhauten. Ich baute es im Sommer früh immer hin und erst, als die Pferde nicht mehr im Stall waren, wurde es wieder aufgeräumt. Bis dahin konnte man es wie ein Weidengatter auf und zu machen.Als erstes würden die Stuten auf die Bergweide, die auf einer riesigen, natürlichen Lichtung im Wald hinter beziehungsweise über dem Gestüt lag, kommen. Schulpferde wurden bereits vorbeigeführt, als ich Vanilla Twilight aufhalfterte und sie zusammen mit ihrem Fohlen Vendetta aus dem Stall führte. Das kleine Fohlen war seiner Mutter ziemlich ähnlich, auch vom Charakter her. Als Fohlen ein wenig scheu, jedoch aktiv und übermütig. So rannte es auch vorneweg als ich den Waldweg nach oben lief. Vanilla lief ruhig neben mir, schnaubte ab und zu und begrüßte Freunde von den Vereinspferden. Der Marsch zur Weide war nicht sehr lang, die Hengstweide lag weiter oben.Drei kleine Pferde waren als nächstes dran; Spirit, Picasso und Chiada. Chiada und Picasso waren meine neusten Neuzugänge, ein Isländerhengstfohlen und ein Shetlandmixstutfohlen. Zusammen mit meinem kleinen Liebling Spirit folgten sie mir tapfer durch den dunklen, gefährlichen Wald und legten sich sofort ins Gras. Chiada sah man gar nicht mehr.Zusammen mit Siana und seiner besten Freundin und Halbtante Chloe sprang Cabal and Love voraus. Neugierig zog er ans Unterholz, schnupperte hier und da und blieb öfters einfach stehen. Dass ich ihm am Halfter führte und noch zwei andere Pferde dabei hatte, das interessierte ihn nicht. Nur mit viel Überzeugungskraft kamen wir voran.Durch Kabels Aktion hatte ich ziemlich viel Zeit verloren, die Sonne war schon kaum mehr zu sehen und vor Einbruch der Dunkelheit wollte ich alle Pferde auf den Weiden haben. Der nächste und letzte Schwung Stuten musste irgendwie zusammen gehen. Brenda, meine neue Trakehnerzicke, dackelte ein wenig hinten her, was mir aber auch ziemlich recht war, da sie sonst die anderen – Paradise Creepin' Up The Backstairs, Calina und Baghira – wieder belästigen würde. Brenda war aber noch ziemlich neu und musste sich erst den Platz in der Herde erkämpfen. Die Hengste musste ich bis auf ein paar Ausnahmen alleine führen. Aber eine halbe Stunde später grasten Chalil, Cabaniro, Phil's Filou und Prejudice in den allerallerallerletzten Sonnenstrahlen. Und ich war fertig.
    • Rhapsody
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      4/22

      Dressur E-A
      unbk. -- Monsterflosse

      Heute hatte ich wieder einen Auftrag. Dieses Mal bei Toffifee und Siana, einer Welsh Cob Stute. Vor ein paar Stunden hat Toffifee mich angerufen, und gefragt, wann ich denn einen Termin für eine L Dressur hatte & so vereinbarten wir einen Termin für heute Abend, 19 Uhr. Schließlich hatte ich mich fertig gemacht und war zu Toffifee's Stall gefahren."Hey, ich bin Lissy, du hattest mich angerufen weil ich Siana trainieren sollte oder?" - "Genau" lächelte die junge Frau " Ich bin Toffifee... Ich zeig dir wo alles ist, und so und... Ehm, kann ich dich dann mit ihr alleine lassen? Denn mir ist noc ein wichtiger Termin dazwischen gekommen und ich wollte unseren nicht absagen" - "Klar, kannst du" lächelte ich sie an. Und so zeigte sie mir alles und führte mich schließlich zu Siana. "So, ich geh dann mal. Ich bin in circa einer Stunde wieder da, ist das gut so?" - "Ja klar, ist okay" Und so war ich erstmal allein mit der niedlichen Stute. "So, dann fangen wir mal an" flüsterte ich und halfterte Siana auf. Nun ging es erst einmal ans putzen. Ich band die kleine an und putzte mi Striegel, Kardätsche, Hufkratzer, Kopfbürste und Mähnenbürste. Dann sattelte ich mit der Trense, Bandagen und dem Dressursattel. "So, dann gehts auf zum Viereck" murmelte ich vor mich hin und machte mich noch schnell reitfertig ehe wir uns auf den Weg machten. Schnell überlegte ich, was wir noch alles üben mussten. Versammelter Trab&Galopp, Außengalopp, die Kurzkehrt und die Hinterhandwendung, Volten werden enger und es werden mehr Hufschlagfiguren gefordert wie zum Beispiel durch die halbe Bahn wechseln. Als erstes wollte ich mich wohl an die Volten halten und die neuen Hufschlagfiguren abreiten, bevor ich mich an die versammelten Gangarten und Außengalopp wendete. Endlich waren wir am Viereck angekommen. ICh stellte die Bügel ein und schwang mich aufs Pferd. Würklich gespannt war ich wie die kleine sich reiten lies, denn äußerlich sah sie wirklich perfekt aus. Jetzt ritt ich die Welsh Stute gut auf beiden Händen im Schritt warm. Oft ritt ich Bahnfiguren um sie beweglich zu machen. Kurz danach gurtete ich nach und trabte an. Erst leichttrab. Schnell hatte Siana sich eingelaufen und ich begann mit den Volten. Anschließend die Hufschlagfiguren, welche ich im Schritt schon geritte hatte und danach gab es erstmal eine schöne Schrittpause, wonach ich mit Schritt-Steh und Trab-Schritt, sowie Trab-Steh Übungen weitermachte. Nun ging es erstmal an den Galopp, dass Siana sich schön eingaloppierte bevor wir anfingen zu versammeln. Die Stute war wahnsinnig bequem und leicht händelbar, sodass ich schnell mit dem Versammelten-Abteil fertig & zufrieden war. Dann übte ich nochmal die BAhnfiguren und Volten bevor ich mich an die Kurzkehrten und Hinterhandwendungen machte. Bei den Hinterhandwendungen gab es ein kurzen Konflikt zwischen der niedlichen Stute und mir, doch dieser war auch schnell nichtmehr in der Welt, sodass ich gut weiterarbeiten konnte. Inzwischen war Toffifee auch wieder da und probierte die Übungen mit Siana aus. Schließlich war zufrieden und ich kpnnte meine Arbeit beenden.
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      Herzlich willkommen, Siana!
      27. Dezember 2011 -- Muemmi

      "Super, ich komme sie gleich abholen!" sagte ich und knallte den Hörer auf die Station. Idefix sah mich an. So ruppig ging ich normal nie mit meinem Telefon um - außer ich hatte mal wieder ein Pferd gekauft. Mein Parson - Terrier sah mich dementsprechend an und ich nickte. "Aufgehts nach draußen!" rief ich und warf mir meine Jacke über. Schnell war der Pferdehänger angekuppelt und ich konnte los. Idefix lag auf einer weichen Pferdedecke auf dem Beifahrersitz und döste, als ich so vor mich hinfuhr. Eine gute dreiviertel Stunde war ich unterwegs, bis ich auf Toffifee´s Hof ankam. Sie hatte nurnoch ein paar wenige Pferde. "Beneidenswert..." meitne ich und dachte an die viele Arbeit, die meine immer machten. Und jetzt hatte ich tatsächlich noch eins dazu genommen! Doch als ich Siana sah, war ich nur noch glücklich. "Awrrr, die sieht ja noch süßer aus, wie das letzte Mal!" meinte ich und zusammen verluden wir sie. Dann regelten wir nurnoch den Papierkram und ich versprach Toffifee, mal auf einen Ausritt vorbei zu kommen. Vorzugsweise mit Red Diamond. "Bis dann!" rief ich und winkte ihr, als ich vom Hof fuhr. Daheim angekommen durfte Siana erst einmal auf den trockenen Paddock und sich ein wenig umsehen. Die Sonne schien und so konnte ich ihre Sachen in der Sattelkammer verstauen. Idefix döste im warmen Licht und blinzelte ab und an zu der neuen Stute hinüber. Sie sollte sich erst einmal eingewöhnen. Jenachdem, wie sie sich benahm, würde ich sie in die jeweilige Stutengruppe einteilen. Vorerst aber beließ ich es bei Paddock & abgelegenerer Box, damit sie zur Ruhe kam.
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      Alte Pflegeberichte
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      Pflegebericht für alle Pferde
      23. Juni 2012 -- Varien

      An diesem Morgen fuhr ich zum Hof von Muemmi. Ich hatte erfahren, dass Muemmi gerne jede helfende Hand auf ihrem Hof gebrauchen kann.Ich hatte mich mich also mit ihr in Kontakt gesetzt und bekam eine Zusage.Als ich ankam wurde ich freundlich begrüßt.Ich wurde kurz über den großen Hof geführt, damit ich mich ein wenig zurecht fand.Dann bekam ich den Auftrag die Pferde zu putzen. Sie waren eigentlich alle "einfach" zu putzen, bis auf Walking tot he Moonlight, Cadoc, Stromer und Cascavelle.Die vier hatten ja alle helles Fell und sich dazu noch im Matsch gewälzt.Nach 3 Stunden waren alle Pferde bis auf das Sorgfältigste geputzt.Es hatte keiner wirkliche Zicken gemacht, oder mich in irgend einer Weise geärgert sondern waren sehr lieb beim Putzen.Nun holte ich jedes Pferd wieder einzeln aus der Box und mistete diese aus.Zumindest das, was auszumisten war.Ich hatte den Eindruck, es würde hier alle 2 Stunden ausgemistet werden.Der ganze Hof war in einer solchen Reinheit.Nun, wieder eine 2 Stunden später wurde mir noch gesagt, ich solle alle auf die Koppel bringen.Das tat ich und als das letzte Pferd auf der Koppel war, lies ich mich erledigt ins Reiterstübchen lotsen und trank dort ein kaltes Wasser. Ich streichelte den süßen Idefix, ehe ich aufstand um mir East für einen Ausritt fertig zu machen.Dieser Ausritt verlief ohne Probleme und tiefenentspannt kam ich wieder auf dem Hof an.Nun fuhr ich glücklich aber erschöpft nach Hause.
    • Rhapsody
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      Zuchtumstellung?
      unbk. -- Monsterflosse

      'Hmm. Hmmmm.', machte ich und nahm einen Schluck Tee. Coletto und Krümel stapelten sich auf meinem Schoß, wie sie es gerne taten, und ich kraulte beide nacheinander hinter den Ohren. Währenddessen telefonierte ich mit Delilah, denn wir hatten festgestellt, dass unsere züchterischen Interessen mittlerweile doch ein wenig auseinander gingen. 'Und wenn du River Dales behälst, ich wieder Secret Creek aufmache und wir Partnerzuchten werden, uns also die Zuchtpferde teilen, von den Rassen die wir beide weiterhin haben, also hauptsächlich Shettys?', schlug sie vor. Nach kurzem Überlegen stimmte ich zu, das war wohl das beste. Wir verabschiedeten uns und legten auf.
      River Dales gehörte nun also nurnoch mir. Ich dachte über das Zuchtkonzept nach. Jetzt, da ich privat hauptsächlich Western ritt, waren Welsh Cobs, Tinker und Shettys irgendwie nicht mehr das richtige. Klar, man kann mit ihnen klasse Fahren, mit allen dreien, und besonders mit den Shettys hatte ich viel Spaß an der Bodenarbeit. Tinker machen sich auch unter dem Westernsattel gut. Aber Welsh Cobs mit der riesigen Knieaktion wohl eher weniger... Allerdings liebte ich sie genau deswegen, und sie sind einfach wunderhübsche Tiere. Aber viel mehr konnte ich darüber nicht nachdenken, denn mein Handy klingelte schon wieder. Diesmal war es Thomas, mein Reitlehrer. 'Hey Larissa, wie sieht's aus, heute Zeit für ne Reitstunde?' - 'Klar', lächelte ich, war in Gedanken aber noch bei der Zucht. 'Worüber grübelst du?', hakte Thomas nach. Ich erklärte ihm die Situation. Ich sah förmlich vor meinem inneren Auge, wie er verständnisvoll nickte. 'Und wenn du noch eine Rasse dazu nimmst, die fürs Westernreiten einfach super sind, Quarters zum Beispiel?' Ich überlegte. 'Eigentlich mag ich Quarters ja gar nicht so, ich steh so auf bunte Pfe....hey, vielleicht währen Paints ja was, da hätte ich ja schon einen kleinen Vererber im Stall...' - 'Eigentlich wollte ich dich eh fragen, ob wir die Reitstunde heute nicht sausen lassen wollen und zur Paintzucht, die nur ein paar Kilometer von unserem Reitstall entfernt ist, fahren wollen. Die sind pleite gegangen, haben wohl auch n bisschen Dreck am Stecken, und müssen jetzt alle Pferde abgeben...In dem Sinne gibt's da heute eine kleine Auktion, auch mit Pferden von anderen Höfen. Und ich seh dir an, dass du gerne ein gut ausgebildetes Westernpferd hättest, und solche gibt es da. Du hättest auf jeden Fall genug Talent dazu und es würd sich mit Sicherheit lohnen... Außerdem weiß ich doch mittlerweile, dass du total auf Roans stehst, und da gäb es eine Stute, die Kristy...Paint Horse, Bay Roan Tobiano, wunderhübsch und mit Potenzial, nur etwas schwierig, müsstest du dir angucken. Könnte vielleicht auch ein kleiner Startschuss für die Zucht sein, wir können uns danach ja auch mal vor den Computer hängen und gucken, ob wir noch mehr Paints finden, die dir gefallen könnten, was meinst du? Dein zweiter Offenstall ist doch mittlerweile fertig renoviert und Reithalle sowie Reitplatz doch auch fast und....' - 'MOMENT. Meinst du, ich kann Geld scheißen?' - 'Ich glaube an dein züchterisches und reiterliches Können und würde Anfangs vielleicht mit einsteigen, wenn du magst. Einzige Bedingung wäre, dass ich meinen Flash bei dir unterstellen dürfte, wenn er sich mit deinen Hengsten soweit versteht, und ich eventuell bei dir als Reitlehrer auch für andere Schüler arbeiten könnte... Mit der Paintzucht geht nämlich nicht nur die Zucht an sich pleite, sondern auch der Reitstall, und das ist dieser hier...ich muss hier raus.' Er seufzte tief und ich überlegte. 'Gut, ich komm dann rüber zu euch und wir fahren zu der Auktion. Wenn mir Kristy zusagt, werde ich sie kaufen, und wenn es noch weitere Paints gibt, die mir da gefallen, ließe sich darüber reden, eine Zucht aufzubauen und dich als Reitlehrer einzustellen. Abgemacht? Wann soll ich rüberkommen? Sind Hunde erlaubt?' - 'Meinetwegen kannst du dich auf den Weg machen und ja, du kannst Coletto mitnehmen.' - 'Gut, ich kümmer mich eben noch auf die Arbeitsverteilung auf River Dales und lad dann Coletto ins Auto. Hänger häng ich mal vorsichtshalber an... Ich guck auf dem Weg noch eben auf meiner Weide vorbei und dann komm ich rüber. Bis später!' - 'Bis später!'
      Ich tippte die Nummer von Daniel ins Display. 'Hey Monsta!', begrüßste er mich. 'Hey Daniel. Machen wir's kurz, haste Bock zu Fahren? Dann würd ich vorschlagen du arbeitest Legacy und Morning im Gespann, Marcel kann Knives und Siana zusammen anspannen. Dann könnt ihr euch aufteilen, Dots möchte gerne ein bisschen vom Boden aus gefördert werden und Sorrows soll n bisschen Dressur gearbeitet werden.' - 'Wird gemacht, Chefin.', lachte er ins Telefon, verabschiedete sich und legte auf.

      Ich holte die Leine von Coletto und hakte sie ins Halsband. Mein Blick fiel auf den Hut, den mir Seth geschenkt hatte...kurz betrachtete ich ihn, mit einem schlechten Gewissen, noch nimmals abends eine SMS geschrieben zu haben. Ich redete mir ein, dass ich jetzt eh keine Zeit hätte (was ja auch irgendwo die Wahrheit war) und ging zum Auto, den Hut in der Hand, sozusagen als Glücksbringer. Dort legte ich Coletto sein Geschirr um, schnallte ihn an und hängte den Hänger an. So fuhr ich erst zu meiner Weide, wo alles in bester Ordnung war und alle Pferde friedlich grasten, und danach zum Reitstall, um dort Thomas zu begrüßen. Der sprang auch sofort ins Auto und so fuhren wir zu der Paint Horse-Zucht.
      Da die Auktion erst in einigen Stunden anfing, blieb noch genug Zeit, die Pferde anzusehen. Dank Thomas und seiner Kontakte zu diesem Hof, konnte ich glücklicher Weise darauf vertrauen, dass alle Pferde gesund waren. Er konnte mir zu jedem Pferd einen kleinen Roman erzählen. Als er mir von jedem Pferd erzählt hatte, gingen durch den Stall.

      Mir fiel sofort eine Rappscheck-Stute ins Auge. Ich ließ sie an meiner Hand schnüffeln. Sie war etwas zurückhaltend, aber ganz sanft. 'Ob ich die mal probereiten darf?', hauchte ich, fasziniert von den blauen Augen der Stute. 'Ja klar', meinte eine Männerstimme und drückte mir eine Trense in die Hand. 'Geputzt ist sie ja für die Auktion, der Sattel ist unten rechts in der Sattelkammer.' Während Thomas den Sattel holte, schlüpfte ich in die Box und legte der Stute - die übrigens Mausi gerufen wird, aber eigentlich The Morticians Daughter hieß - die Trense an. Mir gefiel sie voll und ganz, selbst der Name war total nach meinem Geschmack.
      Als Thomas und ich sie aufgesattelt hatten, ließ sie sich ohne Probleme aus der Box auf den Reitplatz führen. Dieser war rappelvoll. In einer Ecke sah ich eine Roanscheckstute, die ihren Reiter nicht aufsteigen ließ, und schmunzelte. Bei Mausi hatte ich mit dem Aufsteigen keine Probleme und bereits nach ein paar Runden war ich regelrecht verliebt. Thomas nahm mir die rosarote Brille ab. 'Wolltest du nicht entweder was ganz gut ausgebildetes oder ein ganz junges mit viel Potenzial? Mausi ist jetzt sieben, also weder super ausgebildet noch ganz jung...' Ich überlegte. Aber ich war doch so verliebt... 'Gucken wir, was der Preis so sagt', meinte ich und sprang ab. Nun konnte ich mir das Schlamassel mit der Roanscheckstute in der Ecke nicht mehr ansehen. Der Reiter hatte es noch immer nicht geschafft, aufzusteigen. Mausi drückte ich Thomas in die Hand und ging zu den beiden. Auf meine Frage, ob er Hilfe bräuchte, erntete ich nur ein zickiges 'machen Sie es doch besser!'. Das ließ ich mir nicht zwei Mal sagen. Ich nahm die Stute aus seiner Hand und führte sie ein paar Runden. Soweit das ging, immer wieder versuchte sie, die Führung zu übernehmen, sei es durch Zwicken oder einfach überholen. Damit hatte ich allerdings gerechnet.
      Nach ein paar Runden stoppte ich sie und stieg geschickt schnell auf, ohne dass die Stute Zeit zum Nachdenken hatte. Ich lächelte süffisant und klopfte sie. Sanft gab ich ihr Schenkeldruck und sie gehorchte aufs Wort und setzte sich in Bewegung. Sie schnaubte zwar missmutig, aber sie tat, was ich von ihr wollte.
      Währenddessen kam Thomas zurück und lachte. 'Du hast Kristy entdeckt. Ich wusste dass du mit ihr klarkommst! Wie gesagt, sie ist nicht unbedingt einfach, hat aber unheimlich Potenzial. Sie bräuchte einfach den richtigen Reiter...und sie würde in dein Beuteschema passen, mit 5 Jahren ist sie noch relativ jung.' Ich nickte überlegend und brachte die Stute zum Traben.
      Nach ein paar Wendungen und Gangwechseln stellte auch ich fest, dass die Stute unheimliches Potenzial hatte und unterm Sattel nicht halb so biestig war, wie im Umgang. Langsam ritt ich zu Thomas, um seinen Rat zu hören. 'Was meinst du?' - 'Ich würde mich freuen, wenn du sie nimmst. Ich habe Angst, dass sie sonst durch zig Hände geht, weil sie eben nicht einfach ist, auch wenn sie unheimliches Potenzial hat... Und du kommst super mit ihr klar, das könnte was werden.' Ich nickte und überlegte mir, wie hoch ich höchstens für sie gehen würde, während ich sie zurück in die Box brachte.
      Ich wollte mich schon so langsam auf die Plätze bei der Auktion begeben, als Thomas mich zurückrief. 'Hey, wenn du eine Zucht aufbauen möchtest...suchst du nicht noch einen Stammhalter, so lange Outlaw noch zu jung ist? Ich hab hier ein ganz besonderes Exemplar von Paint Horse gefunden...'
      In der hintersten Box stand ein schwarzbrauner Hengst. Ich schmunzelte. 'Paint Horse? Ich hätte schon gern nen bunten als Stammhalter...' Thomas grinste. 'Er ist bunt.' Ungläubig beäugte ich Thomas. 'Wo?' - 'Hol ihn mal raus und reit ihn mal Probe, ich glaub er ist klasse, zumindest was Abstammung und so angeht.' Ich tat wie Thomas sagte und legte ihm die Trense an. Als wir die Box verließen, kamen ein vollkommen weißer Hintern und zwei vollkommen weiße Hinterbeine zum Vorschein. Ich grinste. 'Als wäre er in einen Topf Farbe gefallen - genial!' Nun freute ich mich ein wenig mehr aufs Probereiten und auch unter dem Sattel machte er sich 1A. Er war zwar noch nicht perfekt ausgebildet, wie ich es eigentlich wollte, aber dieses Potenzial...unglaublich! Auch für ihn dachte ich mir schon innerlich ein Höchstgebot aus, als wir ihn zurück brachten. Ich MUSSTE diesen Hengst haben!

      Die Auktion begann gleich mit Mausi. Sie hatte einige Interessenten und ich fürchtete schon, keinen Zuschlag zu bekommen. Doch ich irrte mich, ich war tatsächlich Höchstbietende! Mausi gehörte MIR!
      Ich war immernoch voller Endorphine, als Kristys Auktion begann. Thomas stupste mich an, damit ich endlich aufmerksam wurde. '1.000 Joellen? Höre ich 1.000 Joellen?' Stille. Niemand bot. 'Niemand? Wirklich niemand für diese wunderschöne Stute?' Promt biestete Kristy ihre Führperson an. 'Irgendwo kann ichs verstehen...ich muss verrückt sein', flüsterte ich zu Thomas und hob endlich meine Hand. '1.000 Joellen von der Dame dort hinten! 1.500? Höre ich 1.500?' Der Auktionator versuchte alles erdenkliche, um mehr herauszuschlagen, doch letztenendes war das Startgebot auch das Höchstgebot und Kristy war meine.
      Immernoch glücklich sah ich, wie der Hengst in die Halle geführt wurde. Die Gebote schallten nur so durch den Raum und es wurde immer mehr. Ich sah ihn innerlich schon in einem anderen Stall, denn mir ging das Geld aus. Doch Thomas schaltete sich ein. 'Was du nicht hast, lege ich drauf', meinte er und hob seine Hand.
      Schließlich wurde 'Unbroken Soul Of A Rebel' das teuerste Pferd des Abends. Trotzdem ging auch er an uns!

      Überglücklich gingen wir zum Auto und öffneten den Hänger. Zum Glück hatte ich gleich das Modell für 3 Pferde mitgenommen. Jetzt mussten sich die drei nurnoch verstehen.
      Wider Erwarten war das jedoch kein Problem und schon kurze Zeit später standen die drei Pferde friedlich nebeneinander. Kristy hatte regelrecht einen Narren an Mausi gefressen...
      Auch auf der Weide zu Hause hatten wir keine Probleme. Ich schnappte mir gleich Bonsaj und Lady, um einen kleinen Spaziergang zu wagen und ein wenig nachzudenken.
      Thomas kam mir auf Flash entgegen und riss mich aus meinen Gedanken (die sich übrigens fast ausschließlich um Seth drehten, obwohl ich mir wohl mehr Gedanken um die Zucht machen sollte). 'Wie sieht's jetzt eigentlich aus mit der Zucht?', lachte er. Ich grinste. 'Mit drei Pferden im Gepäch, die sich alle für die Zucht eignen würden, würde ich wohl sagen....beschlossene Sache. Du kannst hier bald als Reitlehrer anfangen.' Er lächelte, sprang von Flash ab und nahm mich in den Arm. 'Danke', hauchte er mir ins Ohr. 'Ich hab zu danken', lächelte ich und erinnerte ihn an Unbroken, der ohne Thomas jetzt nicht auf meiner Weide stehen würde. 'Ich setz mich heute Abend noch vor's Internet und suche geeignete Stuten und Wallache, für Zucht, aber vor Allem für Reitschule und nicht zuletzt für den Sport. Schließlich wollte ich doch eigentlich ein perfekt ausgebildetes Paint für den Sport, naja', grinste ich. Er lächelte immernoch, musste dann aber weiter und auch ich brachte die beiden Ponys wieder auf die Weide.
      Dort sah ich, wie sich Unbroken und Delite ausgiebig beknabberten und Mausi mit Kristy über die Weide fetzte. Ich lächelte über das Glück, das ich mit den Pferden hatte. Bis jetzt hatte sich jeder mit jedem Vertragen.

      Coletto und ich fuhren im Auto zurück nach Hause. Dort öffnete ich erst einmal eine Flasche Sekt und fütterte Hund und Katze. Danach schaltete ich den PC ein. Während dieser hochfuhr, nahm ich einen Schluck, drehte die Musik aus und spielte mit dem Hut in meiner Hand. Würde bestimmt klasse aussehen, wenn ich dazu einfach eine schicke Röhre tragen würde, Westernboots, einen schicken Pyramidennietengürtel, Lederjacke,... Am besten mit einem schwarzen Sattel mit Trense ebenfalls mit Pyramidennieten.... Mit diesen Gedanken im Kopf schnappte ich mir erstmal Bleistift und Papier und entwarf einen Sattel. Irgendwann würde ich einen solchen für eins meiner Pferde bauen!
      Ich hörte Krallen auf dem Laminat schlürfen und schon bald saß Coletto neben mir. Neugierig betrachtete er den Hut, kam näher, beschnüffelte ihn und stupste auf die Stelle mit Namen und Handynummer von Seth. Schon hatte ich wieder ein schlechtes Gewissen... Tröstend legte Coletto seinen Kopf auf mein Bein und sah mich mit einem Dackelblick an. Sanft kraulte ich ihm die Ohren und überlegte... Rufe ich ihn an? Jetzt noch? Schreib ich ihm ne SMS?
      Ich zog das Handy aus meiner Hosentasche. Speicherte die Nummer ins Adressbuch. Öffnete das Adressbuch. Starrte auf die Nummer. Schloss das Adressbuch. Öffnete es wieder. Starrte wieder auf die Nummer. Schloss es wieder...
      Wenn ich anrufen würde, was würde ich überhaupt zu ihm sagen? Hallo, hier ist son Fan, dem du deinen Hut geschenkt hast, wollen wir uns mal treffen? Sicher nicht. Coletto winselte und auch Krümel gesellte sich zu uns. Als ich das Handy weglegen wollte, biss er mir in den Finger. 'Krümel!', rief ich erschrocken, behielt das Handy aber in der Hand. Endlich drückte ich auf die Nummer. Es tutete. Allerdings nicht lange. 'Hello?' Mein Herz schlug bis zum Hals 'Hallo Seth...', krächzte ich. Sehr sexy. 'Monsterflosse?' ER KANNTE MICH NOCH! Ich nickte, stellte dann aber fest, dass er das nicht hören könnte, und brachte ein schüchternes 'ja...' hervor. 'Ich dachte schon du meldest dich nicht mehr, ich freu mich so! Sag mal hast du irgendwann mal Zeit oder so?' Seine Stimme überschlug sich beinahe, was mich dann doch ein wenig grinsen lies. Also nahm ich allen Mut zusammen und sagte 'ich hab gerade eine Flasche Sekt geköpft und wollte mich vor dem Computer nach Verkaufspferden umschauen, hat sich n bisschen getan was meine Pferdepläne angeht....Interessiert dich wahrscheinlich weniger, aber vielleicht hast du Lust, mir beim Vernichten der Flasche Sekt zu helfen?' Ich hörte förmlich, wie er breit lächelte, und meine Anspannung wich. Ein bisschen zumindest. 'Natürlich, wo wohnst du denn?', fragte er und ich verriet ihm, wo ich wohnte.
      Er machte sich also auf den Weg und ich zog mir noch schnell was feineres an. Dann schloss ich mein Handy an die Anlage an, ein bisschen Musik konnte ja nie schaden.

      Schon bevor es klingelte, rannte Coletto wie von einem Schwarm Bienen verfolgt zur Tür. Etwas perplex stand ich dann schon an der Tür, bevor Seth die Chance hatte, überhaupt zu klingeln.
      Dieser wurde auch sofort von Coletto angewuselt. Lachend griff ich in sein Halsband und zog ihn ein wenig zurück, worauf hin mich Seth lächelnd mit einer Umarmung begrüßte.
      Wir gingen sofort ins Wohnzimmer und ich verteilte ein wenig Sekt. Kaum saßen wir, kam auch schon Krümel und schlich um unsere Beine. 'Ich hoffe du hast nichts gegen Katzen, Krümel ist ein wenig...anhänglich.', lächelte ich schüchtern. Seth lächelte zurück. 'Kein Problem. Was hast du denn jetzt geplant, was die Zucht angeht?' Ich erklärte ihm den kompletten Plan und er hörte gespannt zu. 'Also suchst du noch Shetlandponys und Paints, wenn ich das richtig verstanden habe?', hakte er am Schluss ab. 'Genau.' - 'Ja dann mal los!'
      So öffneten wir das Internet und begaben uns auf die Suche. Das erste Pferd, was uns ins Auge stieß, war eine prämierte Cremelloscheckstute und sofort griff ich nach dem Telefon, um den Besitzer zu kontaktieren. Dieser schien nett und erzählte mir von der angeblich besonders freundlichen, ruhigen Stute. Wir machten ein Termin für den nächsten Tag aus, damit ich mir die Stute ansehen konnte. Während wir telefonierten, hielt Seth Ausschau nach weiteren Pferden. Gerade als ich auflegte, hatte Seth eine weitere Stute gefunden. 'Die sieht besonders aus wie die talentiertesten Paints bei uns in Amerika!', berichtete er begeistert. Und auch ich war sehr angetan. Eine wunderschöne, knallig rotbraun-gescheckte, sehr bemuskelte, gut ausgeblidete Stute. Genau das was ich gesucht hatte! Wir scrollten etwas herunter, um die Beschreibung zu lesen. 'Sie heißt Splattersplatterbloodsplatter', schmunzelte Seth. 'Snow White's Poison Bite, wuhu!', lachte ich. 'Du kennst die?' - 'Klar, ich mag die total.' Seth lächelte 'Ich auch' Und so riefen wir auch ihren Besitzer an, um einen Termin zu vereinbaren.
      'Ich gucke mal kurz meine Mails nach, mittlerweile hat sich meine Suche ja ein wenig herumgesprochen, vielleicht meldet sich ja noch jemand mit Pferden für mich.' Und so war es tatsächlich. So wurde mir ein Graufalb-Shetlandfohlen angeboten, Winnie wollte ihre Jungstute Caramel Sensation abgeben - aber ausdrücklich nur in gute Hände, weswegen sie sich an mich wandte, und RoniChoni hatte einige Shettyzuchtpferde abzugeben. Alle boten mir an, einfach irgendwann vorbei zu kommen. Vielleicht ließe sich das ja morgen noch einrichten, nach den beiden Paintstuten, überlegte ich.
      'Lass uns mal ein bisschen weitergucken, du wirst ja sicher nicht alle angeguckten nehmen', schlug Seth vor. Also surften wir noch ein wenig herum.
      'Woa.', entfuhr es uns beiden, als wir, ziemlich am Ende der Kleinanzeigen angekommen, auf einen Hengst stoßen. Ein Silver Bay Sabino, Stichelhaare, Dapples, weiße Ohrspitzen. Ein wahrer Hingucker. 'Eigentlich hab ich genug Hengste...', überlegte ich, aber Seth klickte schon auf den Verkäufer, um sich den näher anzugucken. 'Vielleicht hat der Verkäufer ja noch ein paar ebenso nette Stuten, und das mit dem Hengst kannst du dir dann überlegen, wenn du ihn dir einfach mal anguckst.' Ich nickte und wir sahen durch die anderen Verkäufe durch. Dort befanden sich zwei als Quarter Pony eingetragene Mischlings-Ponystuten und tatsächlich eine schöne, Roanfarbene Paintstute, die wir uns näher ansahen und entschieden, auch bei diesem Verkäufer anzurufen und einen Termin zu machen.
      Damit wanden wir uns aber entgültig der noch relativ vollen Flasche Sekt zu und fuhren den PC runter. 'Mit wem willst du dir die Pferde eigentlich angucken?', fragte Seth. Ich brauchte da nicht lang überlegen. 'Ich denke mal mit Thomas, ich ruf ihn morgen früh dann gleich an, ob er Zeit hat... Der hat mehr Ahnung als ich, vor Allem was Paints angeht' Seth nickte. 'Kann ich vielleicht mitkommen?', fragte er etwas schüchtern. Ich lächelte. 'Klar, wenn du willst.' Er freute sich, ich mich auch, und wir beide nahmen einen Schluck Sekt.
      Und dann redeten wir. Redeten und redeten, über Tiere, Musik, Motorräder, Haare, einfach über alles. Stunden lang. So lang, dass er plötzlich auf die Uhr sah und feststellte, dass es schon Mitternacht war. Und so lang, dass wir gar nicht bemerkten, wie schnell alles draußen von einer dichten, weißen Schicht überdeckt wurde. So schlichen wir zum Fenster und sahen, mit dem letzten Glas Sekt in der Hand, in eine weite, weiße Landschaft, die von vielen weißen Flocken immer mehr bedeckt wurde. Es war eine wunder, wunderschöne Aussicht.
      Diese trübte sich jedoch bald, als wir auf den Parkplatz sahen, und feststellten, dass das Räumfahrzeug schon da war. Und alle Autos zugeschippt hatte. 'Den krieg ich ja nie da weg...', seufzte Seth. Tatsächlich traf es sein Auto am Schlimmsten. Während hinter meinem nur ein kleiner Berg war, versank das Heck seines Autos regelrecht in einem Schneeberg. Demotiviert ging er zum Stuhl und ließ sich auf diesen fallen. Offensichtlich machte er sich Gedanken, wie er denn bitteschön wieder zum Hotel kam. Ich atmete tief durch. 'Und was wenn du einfach hier bleibst? Ich find schon nen Platz und Decke und Kissen sollten sich auch auftreiben lassen...' Er sah mir in die Augen. 'Ehrlich? Hast du da kein Problem mit? Immerhin bin ich fast n Fremder...' Ich schüttelte mit dem Kopf. 'Passt schon. Du müsstest nur damit klar kommen, nicht allzu viel Schlaf zu bekommen, ich muss nämlich früh raus zu meinen Pferden.' Er lächelte. 'Kein Problem' Ich lächelte ihn ebenfalls kurz an und machte mich daran, Decken und Kissen zu suchen. 'Jetzt müsste man nurnoch ein Gästezimmer oder ein etwas breiteres Sofa haben', seufzte ich und starrte auf mein schmales Sofa, auf dem man unmöglich schlafen konnte. 'Geht schon', meinte er, und ich schüttelte nur mit dem Kopf. 'Ich kann dich da unmöglich schlafen lassen, da bekommt man Rückenschmerzen von, alles schon ausprobiert.' Er stand auf und kam einen Schritt näher. Nachdenklich starrte ich in Richtung meines Schlafzimmers, in dem ein großes Doppelbett stand. 'Und wenn...?', fragte er vorsichtig und folgte meinem Blick. 'Na gut', meinte ich und schleppte Kissen und Decken in mein Schlafzimmer. Er folgte mir.
      Schnell schnappte ich mir meinen Schlafanzug und ging ins Bad, um mich bettfertig zu machen. Wieder angekommen, stand er immernoch dort wie zuvor. 'Ich habe keinen Schlafanzug dabei...', murmelte er fast unverständlich. Ich grinste. 'Meinst du echt ich hätte ein Problem damit, wenn du nur in Unterwäsche schläfst?' Nun grinsten wir uns an. Kurz darauf machte ich es mir schon auf meiner Seite im Bett bequem, er entledigte sich unnötiger Kleidung und legte sich schnell auf die andere, konnte so jedoch nicht ganz meinen bewundernden Blicken entgehen. 'Was sagst du zu Tieren im Bett?', fragte ich vorsichtig. Er lächelte. 'Kein Problem, so lange mich keines rausschmeißt.' Als hätten sie das gehört, kamen Krümel und Coletto angetapst und sprangen mehr oder weniger elegant aufs Bett. Krümel auf die äußere Seite meines Kopfkissens und Coletto machte es sich zwischen Seth und mir bequem. 'Er scheint dich zu mögen', lächelte ich Seth an, und er streichelte dem Hund zärtlich über den Kopf. Dieser grunzte glücklich. Nachdem er seine abendlichen Streicheleinheiten abgeholt hatte, tapste er ans untere Bettende und kuschelte sich ein wenig unter meine Bettdecke. 'Sehr praktisch, wenn man kalte Füße hat', stellte Seth fest. 'Jep, deswegen hab ich ihm auch erlaubt im Bett zu schlafen', lachte ich. 'Gute Nacht' - 'Gute Nacht' So schaltete ich das Licht aus und kuschelte mich gemütlich in meine Decke. Seths und Colettos leisen Atemzügen lauschend schlief ich auch bald zufrieden ein.


      'Piep - Piep - Piep!'
      Das immer lauter werdende gepiepse meines Weckers weckte mich. Und das bleib nicht lange unbemerkt - Coletto kroch sofort hoch zu mir, natürlich unter der Decke, es könnte ja kalt werden. Mit einem Blick auf den noch schlafenden Seth schaltete ich den Wecker aus und begrüßte Coletto, indem ich ihn ausgiebig kraulte. Danach schlich ich mich aus dem Bett, ab in die Küche, das Futter für die Tiere vorbereiten. Ausnahmsweise folgten mir die beiden nicht - Krümel war noch am Schlafen und Coletto schien noch ein wenig bleiben zu wollen. Also stellte ich die vollen Näpfe einfach auf den Boden, zog mir Stallkleidung an und bereitete mit den wenigen Zutaten, die ich im Haus hatte, ein kleines Frühstück vor.
      Danach entschied ich, dass Seth so langsam auch aufstehen musste, und schlich wieder ins Schlafzimmer. 'Guten Morgen', flötete ich. Ein bereits hellwaches 'Guten Morgen' kam zurück und ich sah, wie sich Coletto auf Seths Bauch gemütlich gemacht hatte und gekrault wurde. Ich grinste. 'Frühstück wäre fertig, wenn du Hunger hast.' Seth lächelte. 'Danke, gern, ich zieh mir nur eben was an und komm dann rüber'
      Daraufhin ging ich zurück in die Küche und schnitt ein paar Scheiben Brot ab. Seth gesellte sich schon bald dazu und auch Coletto und Krümel machten sich nun eifrig über ihr Futter her. 'Kann ich dir vielleicht gleich helfen, mit deinen Pferden? Ich kann zwar nicht so gut mit Pferden umgehen aber du hast noch so viel vor heute da kannst du vielleicht ein bisschen Hilfe gebrauchen...' Ich lächelte. 'Klar, gerne'
      Und so setzten wir uns ins Auto und fuhren zusammen mit Coletto zu den Pferden. Der Schnee war mittlerweile wieder weggetaut, es herrschten 8°C und es schien herrlich die Sonne. Verrücktes Wetter.
      Am Zaun wurden wir auch gleich von Unbroken begrüßt. Kurz darauf folgten Mausi, Delite, Dakini, Outlaw, Whiskey und Bonsaj. Nur Kristy galoppierte unbeirrt über die Weide und buckelte ausgelassen. 'Selbst Schuld', murmelte ich und steckte allen Pferden eine Möhre zu. 'Okay, was kann ich tun?', fragte Seth. 'Du könntest schnell das Wasser hier vorne auffüllen, der Hahn ist am Offenstall. Ich hole währenddessen das Heu und...hm so viel war gar nicht zu tun, Arbeiten tu ich die Pferde heute Abend. Bonsaj und Lady haben eh eine Reitbeteiligung, die fünf neuen brauchen Ruhe und Delite schadet ein freier Tag auch nicht, nur die Fohlen brauchen ein bisschen Beschäftigung. Ich rufe mal eben Thomas an, ob er auch mitkommen kann' Seth nickte und ich wählte Thomas' Nummer, der auch ziemlich schnell am Apparat war. 'Hallo?', tönte es durch den Lautsprecher. 'Hi Thomas! Du ich hab mich mal ans Internet gesetzt und ein bisschen nach Pferden geguckt, kurz um, ich habe jetzt Termine bei sechs Leuten, um mir die Pferde anzuschauen. Du hast nicht zufällig Zeit und magst mir ein wenig helfen?' Er lachte. 'Das wird stressig, aber okay. Ich verbring gern Zeit mit dir.' - 'Seth kommt übrigens auch noch mit...' Thomas schien nicht sonderlich begeistert. 'Der Bandtyp da, der Gitarrist? Na wenns sein muss... Treffen wir uns an deiner Weide?' Ich stimmte zu und wir legten auf.
      Bald kam Thomas an - mit seinem großen Trailer - und wir fuhren los.

      Kurze Zeit später kamen wir bei Stute Nummer 1 an. Freundlich kam sie schon am Zaun auf uns zu und wir alle waren schon vom ersten Augenblick von der weißen Stute namens Goodbye Graceful begeistert, sodass nach dem Probereiten schon bald fest stand, dass wir sie mitnehmen würden. Wir wollten sie dann gleich abholen, wenn wir bei den anderen Pferden waren.
      Die zweite Stute, die gut ausgebildete Scheckstute, verschlug uns einfach nur die Sprache. Unheimlich bemuskelt, blutrot, schön und dieses Talent! Damit hatten wir heute schon die zweite Stute gekauft.
      Danach fuhren wir zu mKay, die uns auch sofort freundschaftlich begrüßte und uns die Shetlandponys zeigte, die sie abgeben wollte. Besonders Window, Nabila und Werina hatten es mir angetan und damit waren es heute schon fünf Pferde, die wir kauften. Zum Glück hatte ich viel gespart, um die Zucht aufbauen zu können.
      Das nächsten Pferde, die wir uns ansahen, waren wieder Shettys. Dieses Mal hatte es mir aber nur ein Fohlen namens 'Sweet Present' angetan. Auch für sie unterschrieben wir den Kaufvertrag.
      Bei Caramel Sensation war es keine Frage, ich kannte die Stute ja schon länger bei Winnie und fand sie einfach von Anfang an klasse. Auch sie hatte unheimliches Talent und war einfach wunderschön!
      Unsere letzte Anlaufstelle war der Besitzer des Silver Dapple-Hengstes und der Roanstute. Wir erfuhren, dass auch er seine vier Pferde privat hielt, jedoch in der Landwirtschaft auf Bio Umstieg und für diesen Umstieg viel Geld benötigte und sich die vier somit nicht mehr leisten konnte. Trauig streichelte er die schokobraune Ponystute, die an den Zaun gekommen war. 'Wow, wie ein Miniatur-Quarter', entfuhr es dem sichtlich beeindruckten Thomas. 'Ist ja auch ein Quarter Pony', lächelte der Besitzer traurig. Auch Seth und ich waren schon bald begeistert von der kleinen, wunderschönen Stute. Thomas nahm mich beiseite. 'Wie wäre es, wenn wir noch Quarter Ponys züchten?' - 'Hatte ich auch schon drüber nachgedacht...lass uns mal gucken was er für sie will und so und dann gucken wir weiter' Thomas nickte und wir gingen zurück zu Seth und dem Besitzer. Mittlerweile waren auch noch die drei anderen Pferde am Zaun. Ich ritt alle vier Probe und alle vier begeisterten mich. Noch dazu stellte sich herraus, dass Gisela die Tochter von der heute gekauften Goodbye Graceful ist und so entschied sich schon bald, dass wir alle As War Fades, Nevaeh, Gisela und Abigail übernehmen wollten.

      Nachdem wir alle Pferde abgeholt und mit den anderen bekannt gemacht hatten, setzten wir uns alle auf den Zaun und genossen den Anblick tobender Pferde vor einem wunderschönen Sonnenuntergang. Zum Glück hatten sich wieder alle vertragen. 'So, ich muss mich jetzt noch um den Verkauf meiner Welshis kümmern, auch wenns mir schwer fällt, und dann kann's so langsam los gehen mit River Dales', seufzte ich. 'Ich freu mich schon drauf, vor allem auf unsere Zusammenarbeit, auch wenn das mit dem Geld wohl ein wenig knapp wird, aber irgendwie schaffen wir das schon.' Auch ich freute mich bereits. 'Joa, die anderen Weiden und die Abfohlbox und ein Hauptgebäude müssen wohl erst einmal warten, wenn überhaupt', gab ich von mir. Da schaltete Seth sich ein. 'Vielleicht kann ich euch ein wenig behilflich sein? Wenn ich dafür Reitunterricht bekomme und n bisschen Einfluss habe. Meine Eltern haben mal erfolgreich Border Collies gezüchtet, da hab ich auch ein wenig Erfahrung, auch wenns was anderes ist als so ein Pferd, aber im Grunde...'
      Das würde Thomas und mir natürlich sehr helfen, und ich fand die Idee grunsätzlich gut, nur machte ich mir Sorgen um Thomas' Meinung. Doch nachdem ich ihn ansah, schien ihm die Idee doch zu gefallen, und so konnte ich beruhgt sagen: 'Meinetwegen gern!' Seth grinste breit. 'Dann seh ich auch meinen kleinen Outlaw öfter mal' Ich nickte.
      Thomas züchte eine Sektflasche und drei Plastikgläser. 'Darauf müssen wir anstoßen!'

      So ließen wir den Abend ausklingen und fuhren dann alle Richtung zu Hause. Bei mir angekommen schaute Seth ein wenig bedröppelt. 'Ich denke ich muss mich mal wieder bei meiner Band blicken lassen. Wir sehen uns ja hoffentlich...morgen oder so?' Traurig nickte ich. 'Bis morgen', verabschiedete ich mich. Seth sah mir einen Moment in die Augen und drückte mich dann zärtlich. 'Bis morgen', flüsterte er mir ins Ohr und ging.
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
      8/22

      Pflegebericht
      20. April 2013 -- kira

      Vor einem Monat hatte ich drei neue Zuchtpferde abgeholt. Einen Hengst und zwei Stuten der Rasse Welsh Cob. Die drei waren wunderbar und hatten alle außergewöhnliche Farben.

      Der Hengst hieß Legacy of Gold, sehr passend wie ich fand, denn er war ein Lichtfuchs. Er sah zwar etwas Haflinger ähnlich aus, hatte aber einen schöneren Körperbau als diese und Puscheln an den Füßen. Ihn spante ich heute vor die Kutsche und fuhr durch den nahen Wald. Er machte seine Sache super, ich hatte ihn bisher erst einmal fahren können. Munter lief er und hörte fein auf die Hilfen. Als wir auf dem Rückweg an einer Koppel mit Pferden vorbei kamen, wurde er etwas unruhig und wiehrte kurz. Legacy ließ sich aber mit Beschwichtigung, dann ohne weitere größere Problem dran vorbei fahren. Im Stall angekommen versorgte ih ihn noch und er kam in seine große Box.

      Mit der Stute Knives and Pens machte ich heute ein kleines Springtraining. Bevor ich sie ritt baute ich auf dem Außenplat einen A** Pacour auf. Nachdem sie warm und schön gelockert war ritt ich mit ihr erst ein paar einzelne Sprünge. Sie machte ihre Sache sehr gut, vielleicht würde sie ja bald L gehen? Dann sprang ich mit ihr einmal den Pacour durch und dann waren wir auch schon fertig. Ich wollte es bei diesem Erfolgserlebniss belassen und sie nicht überstrapazieren.

      Danach ging ich mit Siana in die HAlle. Das Stütchen machte fein mit, war anfangs etwas unruhig, was sich aber legte. Die Dressurarbeit machte ihr Spaß. Etwas Schenkelweichen, Übergänge und Rückwehrtsrichten übten wir. Danach wurde auch sie versorgt und zu Knives auf das Paddock entlassen.
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
      9/22

      Pflegebericht für die Zuchtstuten
      02. Juni 2013 -- kira

      Früh morgens stand ich auf um mich um meine Zuchtstuten zu kümmern. Die vier kleinen Ponystuten Star, Nosferatu, Dracula´s Wife und Happy Steffi holte ich aus ihrem Laufstall und brachte sie auf´s Paddock, wo sie sich genüsslich wälzten und tobten.

      Dann wendete ich mich meinen beiden hübschen Welsh Cob Stuten zu. Siana und Knives and Pens wollte ich heute nochmal fahren. Also holte ich die beiden nacheinander aus ihren Boxen, um sie dann zu putzen und das Fahrgeschirr anzulegen. Dann spannte ich sie gemeinsam in die Kutsche ein. Noch ein kurzer Check ob alles richtig saß und befestigt war, dann füren wir los. Die beiden waren tolle Kutschpferde und gaben ein schönes Bild ab, das mochte aber bestimmte auch an der Rasse liegen, denn diese war oftmals ein gutes Kutschpferd. Brav hörten die beiden auf mich und liefen im Gleichschritt durch die Felder. Nach einem kurzen Abstecher in den Wald fuhr ich wieder heim. Zuhause am Stall angekommen putze und versorgte ich die beiden.

      Als ich fertig war holte ich die beiden Stuten Pangäa und Famiah aus ihren Boxen. Dann brachte ich sie gemeinsam auf die Weide, worüber sie sich sehr freuten und ausgelassen tobten und immer wieder ab und an stehen blieben um einen Büschel Gras auszurupfen.

      Danach begann ich die Ponystuten wieder rein zu bringen. Eine nach der anderen holte ich vom Paddock und putzte sie strahlend sauber. Als alle vier in ihrem Laufstall standen brachte ich ihnen ihre Ration Heu.

      Zu letzt holte ich noch Pangäa und Famiha von der WEide und putzte auch sie bevor ich sie in ihre Boxen stellte. Dann bekamen sie ihr Futter und ich verließ den Stall für den Moment.
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
      10/22

      Tierarztbericht für Siana
      25. Juni 2013 -- Tequila

      Ich hatte schon alles vorbereitet für die nächste Patientin die gerade von kira geholte wurde. Ich schaute zum Himmel und dachte gerade an meine eigenen Pferde. Von einem schrillen wiehren wurde ich aus den Gedanken gerissen. Vor mir stand die Stute Siana. Die kohlfuchs Stute schnaubte mir ins Gesicht und ich musste grinsen. "Na dann zeig dich mal" sagte ich zu ihr und untersuchte ihre Augen, Ohren und Nüstern. Alles war gut und auch ihr Herz und die Lunge waren in Ordnung. Ich holte die Spritzen und nachdem ich die passende Stelle hatte stach ich erst die Tetanus-Influenza Spritze ein und dann sie Herpes und Tollwut Impfung. Die hübsche Stute blieb ruhig und entspannte sich als ich ihr über den Hals streichelte. Ich holte nun die Wurmkur und steckte ihr die Spritze in die Maulspalte und drückte ihr die paste in den mund. Sie blieb ganz ruhig und ich lobte und verabschiedete mich von ihr. Während kira sie weg brachte bereitete ich noch alles für meine letzte Patientin Knives and Pens vor.
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  • Album:
    2 | Tullamore Creek
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    Rhapsody
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    23 Aug. 2017
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    Siana
    Die Glückliche


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    Exterieur & Interieur

    Welsh Cob (Sek. D)
    Stute
    13 Jahre

    150cm
    Kohlfuchs mit Flaxen
    breite Blesse

    Von ihren Eltern bekam die Welsh-Cob-Stute den besten Charakter und die besten Gänge vererbt; grottenbrav und ein schwungvoller Trab ist bei der Mischung aus Purety und Paint my Pommes herausgekommen. Eine Karriere als Allround-Turnierpony ist dieser jungen Stute also offen.Nebenbei ist Siana ein wirklicher Allrounder. Im Dressurviereck schwebt sie nur so umher, beim Springen gibt sie alles, im Gelände ist sie eher neugierig als schreckhaft und beim freizeitmäßigem Über-den-Hof-zuckeln auch gern dabei. In der Herde ist sie eher unscheinbar, aber keineswegs ein Außenseiter. Zu Neuen ist sie jederzeit nett, achtet die Ranghöheren, aber lässt sich ihren Rang niemals streitig machen. Die kleine Stute hat eine wahnsinnige Hinterhandaktion, zeigt auch eine wundervolle Stärke in der Vorderhand und verliert nicht ihren Schwung.

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    Pedigree

    von: Purety von Arvalon
    v: Arvalon
    v. unbk.
    a.d. unbk.


    a.d. Porty
    v. unbk.
    a.d. unbk.


    aus der: Paint my Pommes
    v: Peterles Mondfahrt
    v. unbk.
    a.d. unbk.


    a.d. Promise
    v. unbk.
    a.d. unbk.


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    Training

    Englisch geritten
    Fohlen ABC – Eingeritten – Eingefahren

    Dressur
    E A L M* M** S*

    Springen
    E A L M*

    Distanz

    E A L M* M**

    Fahren
    E A L M* M** S* S**



    Erfolge

    Offiziell

    -

    Inoffiziell

    -


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    Stallintern

    Besitzer: (Rhapsody)
    Ersteller/VKR: Sasii


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    Zucht

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    BSK 359 Warmblüter und Ponys


    Aa ee ff StySty
    Leihmutterschaft: 110.-
    Aus der Zucht: privat (IRL)
    Nachkommen:

    Shawnée (v. Legacy of Gold)
    Siberia (v. Legacy of Gold)


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    Gesundheit

    372 4 35 223293475
    Erkrankungen: -
    Letzter Tierarztbesuch:
    26.06.14, Tierarztpraxis zum Gestüt Federsee


    Fehlstellungen: -
    Beschlag: Barhuf
    Letzter Hufschmiedbesuch:
    25.02.15, Hufschmiede Freedom


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    Spind – Offiziell