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Sammy

Shekitt Quinn

American Saddlebred | Stute | gekrönt | F || GA: S (4) | DR: S (2) | FA: S (0)

Shekitt Quinn
Sammy, 28 Sep. 2015
Ally gefällt das.
    • Sammy
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      Quinnie & Romance kommen nach England!
      Bericht vom 06. Oktober 2014
      "Ich darf sie wirklich haben? Oh das ist ja wundervoll! Ich danke dir vielmals. Ich komme dann heute Mittag noch vorbei, das war wirklich perfektes Timing, weil ich übers Wochenende sowieso da bin, um Dead Pop Romance von Eddi zu holen. Dann muss die kleine Maus die Überfahrt auch nicht alleine überstehen."
      Über das ganze Gesicht strahlend, wählte ich die Nummer meines Gestüts. Meg, die in meiner Abwesenheit die Leitung des Hofes übernommen hatte, nahm bereits nach dem zweiten Klingeln ab.
      "Hey! Ich hab eine Bitte an euch. Und zwar müsstet ihr bis heute Abend noch eine weitere Box einstreuen. Stellt Barakah bitte auf die andere Seite der Stallgasse neben Harmony und streut dann die Box neben Hope neu ein, ich bring ein kleines Stutfohlen mit. Ach und die Box für Romance neben Classic Moment, ja?", ratterte ich herunter.
      "Du hast ein Fohlen gekauft? Ist das denn dann auf Dauer oder auch nur zeitweise, bis du sie trainiert hast?", fragte Meg und ich hörte mal wieder ihre Enttäuschung darüber heraus, dass ihr gesagt hatte, dass Levistino's Hope uns irgendwann verlassen würde. Wenn alles gut lief, erst wenn sie gekrönt war, doch wenn sich vorher schon ein geeigneter Käufer fand, würde ich sie auch früher abgeben.
      "Nein, Quinn bleibt.", beruhigte ich sie.
      Wir unterhielten uns noch kurz darüber, ob auf dem Gestüt alles gut lief, dann machte ich mich auf zu zu Elii, um die kleine Quinn abzuholen.
      Elii erwartete mich bereits und führte mich sofort zu dem Braunen Saddlebred Fohlen. Wie schon beim ersten Mal verschlug mir der Anblick der kleinen Stute fast den Atem. Ich hielt ihr meine Hand hin und beobachtete begeistert, wie Quinn meine Hand abschnupperte und sich dann vertrauensvoll näherte.
      "Sie ist so wunderschön. Und unglaublich süß!", hauchte ich ganz verzaubert. Elii lächelte nur wissend und half mir, Quinnie fertig zu machen.
      Dann verluden wir das hübsche Fohlen auf meinen Hänger.
      "Da ich sowieso über Frankreich fahre, ist der Abstecher zu Eddi auch kein Umweg. Ich hoffe Quinn übersteht die lange Fahrt gut...", sagte ich.
      "Ach da bin ich mir sicher. Obwohl sie danach wahrscheinlich noch anhänglicher sein wird, als sonst. Das Schlimmste war eigentlich das Absetzen. Sie hing so sehr an ihrer Mutter, das hat mir richtig weh getan.", meinte Elii.
      Wir unterhielten uns noch kurz, dann überreichte ich Elii den Scheck für Quinn und bekam im Austausch dafür Kaufvertrag und Papiere. Dann verabschiedete ich mich von Elii, setzte mich in mein Auto und machte mich auf den Weg zu Eddi, um Dead Pop Romance abzuholen. Ich hatte ihr den Hengst damals als Fohlen geschenkt, doch da meine gute Freundin umziehen wollte, hatte sie nun keinen Platz mehr für den Fuchs.
      Bei Eddi angekommen, schaute ich mich staunend um. Es war wirklich alles voll im Aufbruch. Nach kurzem Suchen fand ich meine Freundin und ließ mich von ihr zu Romance führen. Seine Sachen lagen bereits vor seiner Box bereit. Ich staunte nicht schlecht, denn der Hengst hatte sich prächtig entwickelt. Mit ein wenig Training und Turniererfahrung würde ich mit Sicherheit irgendwann auch einen guten Platz für ihn finden. Wir machten Romance gemeinsam flott fertig, damit Quinne nicht solange warten musste. Dann drückte ich meine Freundin noch einmal und wünschte ihr ganz viel Glück bei ihrem Umzug nach Kannada.

      -*-

      Einige Stunden später kam ich dann endlich auf meinem Gestüt an und wurde bereits von Meg, Samuel und Donald erwartet.
      "Hey! Na, seit ihr neugierig?", fragte ich neckend, während die Jungs die Rampe des Hängers herunterließen. Ich ging in den Hänger und band zuerst Romance los.
      "Ist das der Hengst, den du deiner Freundin geschenkt hast?", fragte Samuel. "Der den du dann auch wieder her gibst?"
      "Ja genau, das ist Eddi's Dead Pop Romance. Nimmst du ihn bitte, Samuel?", fragte ich.
      Ich ging wieder in den Hänger und führte Quinn heraus. Meg quietschte begeistert und auch die Jungs nickten anerkennend.
      "Wow, die ist wirklich schön! Was ist das denn für eine Rasse?", fragte Donald.
      "Sie ist ein American Saddlebred mit sehr guter Abstammung. Später wird sie auch neben Rafinesse stehen, aber jetzt für den Anfang ist Hope glaube ich die bessere Gesellschaft."
      "Sammy? Darf ich sie nehmen? Sie ist so unglaublich süß! Und wenn sie eine Freundin von Hope werden soll, darf ich mich dann vielleicht sogar auch um sie kümmern?", fragte Meg mit leuchtenden Augen.
      Ich lächelte die junge Frau freundlich an. "Ja und ja. Aber ich möchte euch diese Woche auch mal auf den Pferden sehen, damit ich entscheiden kann, wer von euch beim Training mithelfen darf."
      "Oh das wird ja immer besser!", strahlte Meg und auch die Jungs warfen sich fröhliche Blicke zu.
      "Wo ist denn eigentlich Brian?", erkundigte ich mich nach meinem anderen Mitarbeiter, der auf dem Gestüt wohnte.
      Die anderen tauschten nur etwas beschämte Blicke und Samuel meinte schließlich: "Es gab eine kleine Auseinandersetzung und naja, ich denke, er ist immer noch sauer auf uns."
      "Okay, das könnt ihr mir gleich erzählen, jetzt bringen wir erst einmal die Pferde weg."
      Ich ging mit Meg mit, während Samuel und Donald sich um Romance kümmerten. Als die beiden Pferde ordentlich versorgt waren und ich meinen allabendlichen Rundgang durch den Stall beendet hatte, lud ich meine drei Mitarbeiter zu Pizza und Bier bei mir im Haus ein.
      "Wollt ihr Brian auch fragen?", meinte ich.
      Meg nickte und joggte zu den Unterkünften des Personals. Ich ging mit den beiden Jungs bereits ins Haus und schmiss Pizza in den Ofen.
      "So. Jetzt schießt mal los. Was war denn?", fragte ich.
      Donald wurde knall rot und schließlich war es Samuel, der sich räusperte und dann zu sprechen begann: "Naja Donald hat ihn ein bisschen aufgezogen. Nicht schlimmes, so wie er es eben mit uns allen ab und an macht. Und Brian hat darauf total empfindlich reagiert und war dann echt mies drauf, bis Donald ihn dann irgendwann angeschrien hat, dass er sich nicht so anstellen soll. Wir anderen haben das alle genauso gesehen, da hat sich Brian einfach umgedreht und ist gegangen."
      Ich seufzte. "Ach Leute, ihr wisst doch, dass Brian ein bisschen empfindlich ist. Aber er kann super mit den Pferden umgehen".
      "Ja es tut mir eigentlich auch irgendwie Leid, aber ich bin nunmal so und das war ja auch nicht böse gemeint. Zumindest am Anfang nicht."
      In diesem Moment kam Meg wieder und meinte leicht außer Atem: "Also bei ihm brennt kein Licht mehr, ich wollte ihn auch nicht wecken....."
      "Na gut ihr drei, dann lasst uns jetzt Essen. Aber ich möchte bitte, dass ihr das Ganze morgen klärt. Ich möchte endlich wieder mit der richtigen Arbeit anfangen, grade auch was die Pferde angeht, die demnächst auf Körungen sollen und da kann ich wirklich keinen internen Streit gebrauchen!", sagte ich.
      Die drei nickten ein wenig betreten und hauten dann aber kräftig rein.
      Im großen und Ganzen war ich sehr, sehr zufrieden mit meinem Personal und freute mich schon unglaublich auf die nächste Woche.
    • Sammy
      (Textweg)
    • Sammy
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      Planung & Vorreiten
      Bericht vom 10. Februar 2015
      "Guten Morgen alle zusammen!", begrüßte ich fröhlich meine Mitarbeiter Anna, Meg, Patrick, Brian, Donald und Samuel, die mich bereits erwartungsvoll anblickten. Ich hatte sie gestesrn Abend gebeten, sich heute eine halbe Stunde vor Arbeitsbeginn mit mir zu treffen, da es einiges zu besprechen gab.
      "Also ihr Lieben. Wie ihr wisst, möchte ich meine Zucht bald wieder eröffnen und habe nun beschlossen, auch Achal Tekkiner und Berber mitaufzunehmen. Deshalb ist Ivory zu uns gezogen und Candle in the Wind wird ebenfalls bleiben. Die Suche nach den Berbern habe ich auch schon begonnen, aber das wird noch eine Weile dauern. Fakt ist, dass wir den Stall ein wenig umplanen müssen und ich außerdem einen neuen Plan für die Unterbringung der Pferde erstellt habe. Das müssen wir nach dem Misten als erstes machen. Leider ist auf den Koppeln alles vereist, deshalb werden wir von den Stutenkoppeln einen kleineren Teil abtrennen, damit die Pferde wenigstens ein bisschen Auslauf bekommen.
      Außerdem beginnen wir ab heute mit dem Arbeiten der Pferde. Longieren werdet ihr alle, beim Reiten lege ich viel Wert auf die Dressur, wer möchte kann sich auch für Springen, Military, Distanz, Western, Galopprennen und Fahren melden. Eure Longiertechnik und die Dressur schaue ich mir heute schon an, den Rest dann morgen!". Ich blickte meine Mitarbeiter erwartungsvoll an und sie brachen alle in zustimmendes Gejubel aus. Nur Anna drückte sich ein wenig hinter die anderen und wirkte auch nicht wirklich begeistert.
      Wir machten uns nun alle gemeinsam daran, die Pferde auf die Koppeln zu verteilen und anschließend die ganzen Boxen auszumisten. Nachdem diese Arbeit getan war, beorderte ich alle in die Sattelkammer, um die Ausrüstung mal wieder richtig zu reinigen.
      Dann sagte ich: "Na los, erzählt mal. Auf wem würdet ihr das Probereiten heute gern absolvieren? Möchte jemand gar nicht reiten? Oder möchte jemand noch andere Disziplinen dazu nehmen?"
      Samuel und Donald begannen gleichzeitig zu reden, sahen sich an, lachten und begannen dann nacheinander nochmal von vorne. Samuel begann.
      "Also am liebsten würde ich natürlich Levistino reiten. Außer der Dressur würde ich mich unglaublich für Springen und Military interessieren.", begann der blonde Junge.
      "Und ich würde gern Fantastic Fly oder Golden Indian Summer reiten! Aber da du dir ja die Dressur ansehen möchtest, wohl eher Fly. Außer Dressur würde ich gerne Western und Fahren trainieren. Ich hab ja auch auf dem Gestüt auf dem ich vorher war, bereits Pferde eingefahren und mit ihnen trainiert.", schloss sich Donald an.
      Als die beiden Jungs fertig waren, brachte Meg strahlend hervor: "Mir ist es eigentlich egal, wen ich reiten soll, aber ich würde unglaublich gern Galopp- und Distanzrennen trainieren."
      Ich nickte lächelnd. Das hatte ich schon gewusst, da Meg eigentlich von nichts anderem mehr sprach, seit sie hier war.
      Fragend sah ich nun Brian an. Der zuckte mit den Achseln und meinte: "Wen ich reite, interessiert mich nicht. Ein guter Trainer muss ja schließlich mit allen Pferden klar kommen. Meine Disziplinen wären Fahren und Springen."
      Patrick erklärte, er wolle am liebsten nur Dressur reiten, da er mit den restlichen Disziplinen noch keine Erfahrung gesammelt hatte und Anna druckste verlegen, mit hoch rotem Kopf herum, bis ich sie schließlich aufforderte, mit mir nach draußen zu kommen.
      "Anna was ist denn los mit dir?", fragte ich die junge Frau. Schließlich hatte ich doch von vornherein klar gemacht, dass ich von allen erwartete, auch mit den Pferden zu arbeiten und zwar auch vom Sattel aus.
      Anna starrte verlegen auf ihre Füße und meinte dann leise: "Ich habe zu große Angst, um zu reiten! Ich liebe Pferde, aber ich möchte sie auf keinen Fall trainieren. Bitte wirf mich deshalb nicht raus, ich liebe meinen Job wirklich sehr!"
      Stirnrunzelnd betrachtete ich das braunhaarige Mädchen: "Aber Anna, ich habe fast 100 Pferde hier stehen, ich brauche jede Unterstützung, die ich bekommen kann. Warum hast du denn solche Angst? Du musst ja nicht Springen oder Galopprennen reiten. Aber Dressur und Ausritte sollten doch möglich sein?"
      Anna schüttelte den Kopf, während ihr Tränen in die Augen traten: "Nein, wirklich nicht. Ich hatte vor drei Jahren einen schlimmen Unfall und seitdem habe ich einfach zu viel Angst. Erst hatte ich überhaupt keinen Kontakt zu Pferden mehr, doch ich konnte einfach nicht ohne sie. Und dann habe ich gemert, dass alles wunderbar ist, solange ich nur nicht reiten muss!"
      Ich musterte das Mädchen von Kopf bis Fuß und sagte dann entschieden: "Anna es tut mir Leid, aber ihr seid nicht nur zum Arbeiten hier, sondern auch um etwas zu lernen. Um aber alles über ein Zucht- und Trainingsgestüt zu erfahren, muss man sich eben auch aufs Pferd setzen. Ich kann dir höchstens anbieten, dass wir dich auf ein ganz ruhiges Pony setzen, wenn die anderen heute Abend weg sind und du dich dann langsam wieder ans Reiten herantastest. Aber du hast in deiner Bewerbung angegeben, dass du sehr gut reitest und darauf habe ich mich natürlich auch verlassen. Bist du bereit, es heute Abend zu versuchen?"
      Anna sah mich unglücklich an, nickte aber nach einer Weile. Ich lächelte sie an und kehrte dann wieder zu den anderen zurück.
      Nachdem wir alles Sattelzeug geputzt und neu geordnet hatten, machten wir uns daran die Pferde reinzuholen. Wie immer widmete ich mich Hollybrook`s Cheeky Jot und Hollybrook`s Bloody Valentine, die zusammen auf einer der Hengstkoppeln standen. Die Halbgeschwister verstanden sich außerordentlich gut und ich war froh, dass Cheeky in Bloody einen Spielkameraden hatte und Bloody durch Cheeky`s Verhalten selbstsicherer wurde. Ich führte beide zum Putzplatz, nahm ihnen die Weidedecken ab und begann sie flott überzuputzen. Donald tat das gleiche bei Hollybrook`s Casanova und Hollybrook`s Classic Moment, Samuel übernahm Caspar und Orfino, Brian führte BMs Caradoc von der Koppel, Patrick übernahm Daemon, Meg führte Intolerable Life, Eddi`s Dead Pop Romance und Fair Prince von der großen Hengstkoppel und Anna kümmerte sich um Hollywood Undead, Pequeno und Juego.
      Als die zwölf Hengste sauber waren, zog ich meinen zerknitterten Stallplan aus der Tasche und begann vorzulesen: "Cheeky Jot kommt wie gehabt in die erste Box am Eingang auf der linken Seite. Daneben stehen Bloody Valentine, Casanova Orfino, Caradoc, Caspar, Fair Prince, Intolerable Life, Daemon, Hollywood Undead, Juego und Pequeno. Classisc Moment kommt dann neben Juego und Romance wiederum neben den."
      Als alle Pferde versorgt waren, holten wir die nächsten Hengste und wieder las ich vor: "Direkt neben der Tür auf der rechten Seite steht Wüstentänzer. Dann kommen Khamar al Sanaa, Ghostbuster, El Racino, Tschiwabschischi und Candle in the Wind. Die Box neben Candle bleibt frei, dort soll später mal der Berberhengst stehen. Daneben stehen dann Ojos Azules, Pierre, Slaters Secret, San Salvador, Someone, Levistino, Fantastic Fly, Branagorn, Black Soul, Dream of Wyoming und Golden Indian Summer." Somit war neben Summer noch eine Box für den Painthengst frei, den ich mir definitiv noch zulegen wollte. Auf der anderen Seite hingegen gab es noch sechs freie Boxen. Diese waren für Trainingspferde, Fohlen oder auch Rettungspferde gedacht. Immerhin sollten auch Romance und Classic Moment irgendwann wieder ausziehen.
      Nachdem alle Hengste gut versorgt waren, ging es mit den Stuten weiter. Wir begannen mit den Stuten aus dem linken Trakt. Dort standen auf der linken Seite vom Durchgang aus Samiyah, Mahira, Wild Lady Roxanne, Angels Falls First, Reminiscent Inspiration, Unannounced Pleasure, Levistino`s Hope und Barakah al Sanaa. Gegenüber von Barakah sollte irgendwann einmal meine Berberstute einziehen. Daneben kamen dann Ivory, Salwa, Benjilala, Mizzi, Paradises Rafinesse, Shekitt Quinn und Cuchara. Im Haupttrakt im rechten Seitenteil waren American Baby, BBs Harmony, My Golden Heart und The Morticains Daugther untergebracht. Die große Eckbox stand momentan leer. Dann kamen Backup, Kagami el Assuad, Pirate Island, Black Pearl, Ace of Spades, Rose de Soleil, Adina de Ra`idah, Melody`s Girl, Bittersweet, Fallen Immortaliny, Sharley, Haadeh, Little Miss Sunshine und Sahira. Zwischen der Box von Sahira und Magical Moment lag die große Stalltür, die nach hinten zu den Koppel führte. Neben Magic waren Naboo, Everybody`s Darling, Isola della Pirateria, Thousand Sunny, Walk of Fame, Fairylike Facility, Aimiliani, Precious Scream, Golden Flair, Dorina, Cinnemont`s History, Fatimah und Dark Misery untergebracht. Daneben im Seitenteil standen meinen kleinen Damen, nämlich Talina, Mississle, Little Big Girl und Kolibri.
      Als schließlich alle Tiere sauber in ihren gemisteten Boxen standen rief ich meine Pfleger wieder zusammen.
      "Also Samuel du machst Levistino fertig, Donald du darfst Fly reiten. Meg dir habe ich Ghostbuster herausgesucht, Brian nimmt Black Soul. Patrick dich setze ich auf Branagorn, du meintest ja, dass du noch nicht so sicher bist. Anna für dich habe ich Ojos Azules ausgesucht. Ihr sattelt die Pferde bitte alle, aber wir werden zuerst longieren. Anna du legst Jojo einfach nur einen Longiergurt und den Kappzaum an."
      Es verteilten sich sofort alle und Anna nickte mir dankbar zu. Ich lief im Hengststall auf und ab und beobachtete meine Pfleger dabei, wie sie die Pferde putzten.
      "Samuel macht den Anfang, ihr anderen dürft mit gucken kommen.", wies ich die jungen Leute an. Ich war schon sehr gespannt, wie Samuel mit dem etwas eigensinnigen Levistino klar kommen würde, doch ich musste mein Personal auf die schwierigeren Pferde setzen, damit ich sah, was sie konnten.
      Samuel wirkte nun doch ein wenig nervös, als er den hochbeinigen Schimmel aus dem Stall zur Reithalle führte. In der Halle angekommen, verteilten wir anderen uns auf die Ränge, während Samuel Levistino in der Mitte der Bahn aufstellte, die Steigbügel noch einmal sicherte und dann die Longe einhakte. Der große Hengst lief recht manierlich, auch wenn er zweimal versuchte, vom Trab in den Galopp zu wechseln. Schließlich hatte ich genug gesehen und nickte Samuel zu. "Okay, dann schwing dich mal in den Sattel und zeig uns, was du kannst!", sagte ich lächelnd zu ihm.
      Samuel nickte, brachte mir Longe und Peitsche, gurtete nach, stellte die Steigbügel auf seine Länge ein und saß dann auf. Levistino merkte, dass Samuel nervös war und begann sofort auf der Stelle zu tänzeln. Samuel trieb ihn sachte vorwärts und der Hengst schoss im Stechtrab auf die Bande zu. Donald stöhnte auf und Brian verzog verächtlich das Gesicht, während Anna am liebsten davon gelaufen wäre.
      Ich sagte gar nichts, sondern schaute einfach zu. Levistino war kein einfaches Pferd und natürlich lies ich Samuel Zeit, um sich auf den Hengst einzustellen. Der verstand nun langsam, dass er Levistino nervös machte und ich konnte erkennen, wie er versuchte, sich zu entspannen. Er ließ die Zügel lockerer und wurde weicher in der Hand. Auch sein Sitz sah jetzt besser aus und prompt ließ Levistino sich fallen und arbeitete mit. Ich nickte Samuel anerkennend zu und sagte: "Sehr schön, Samuel. Morgen kannst du mit ihm Springen, dann werden wir deinen Trainingsplan ausarbeiten! Bring Levistino bitte zurück in seine Box. Donald du bist als nächtes an der Reihe!"
      Die beiden Männer eilten zurück zum Stall und kamen ein paar Minuten später mit dem gesattelten Fantastic Fly zurück.
      Der junge Fuchs war heute gut aufgelegt und Donald hatte schon seine liebe Not, überhaupt in den Sattel des Hengstes zu kommen. Dann fügte sich Fly jedoch schnell und ich war wieder einmal sehr froh darum, dass Samuel seinen Freund damals einfach zu seinem Vorstellungsgespräch mitgebracht hatte. Nachdem Donald Fantastic Fly auf beiden Händen galoppiert war, nickte ich ihm lächelnd zu. Dann schickte ich Meg in den Stall, um Ghostbuster zu holen.
      Die junge Frau hatte sich im Nu in den Sattel des grauen Hengstes geschwungen und holte nun alles aus ihm heraus. Ich war hin und weg. Ghostbuster war zwar bisher das einfachste Pferd gewesen, doch um ihn so zu präsentieren, brauchte es einiges an Können.
      Als nächstes war Brian mit Black Soul an der Reihe. Der schweigsame Pfleger führte das Pferd mit festen Schritt in die Halle und saß auf dem Rücken des Rappen, bevor dieser überhaupt Blödsinn machen konnte. Black Soul hasste fremde Reiter und gebährdete sich normalerweise wie ein Wahnsinniger, doch ich hatte ihn für Brian ausgesucht, weil der junge Mann einen fantastischen Lebenslauf hatte, was die Reiterei betraf. Und tatsächlich versuchte Black Soul nicht einmal Blödsinn zu machen, sondern zeigte sich wie das geborene Dressurpferd. Als Brian Soul unter meinem lächelnden Blick aus der Halle führte, begannen Donald und Samuel zu tuscheln. "Das war ja gemein! Unsere Pferde waren viel schwieriger. Auf Black Soul hätten wir auch eine solche Figur abgegeben."
      Ich baute mich hinter den beiden auf und räusperte mich: "Ihr irrt euch. Black Soul war das schwierigste Pferd. Dass er Brian nicht abgeworfen hat, grenzt schon fast an ein Wunder und beweist, dass er nicht gelogen hat, was seine reiterliche Laufbahn betrifft."
      Die beiden Jungs zogen die Köpfe ein und liefen knallrot an.
      "Anna? Holst du bitte Ojos Azules? Es wird so langsam immerhin auch Zeit, mit der Abendfütterung zu beginnen. Donald, Samuel geht ihr schon mal vor und fangt mit Brian zusammen an, bitte.", sagte ich zu meinen Helfern.
      Als Anna weg war, nahm ich Meg zur Seite und sagte: "Meinst du, du schaffst es, Jojo`s Sattelzeug hierher zu schmuggeln? Ich will Anna wieder aufs Pferd setzen, aber wenn die Jungs das rausfinden, wollen sie zuschauen."
      "Aber ich dachte Anna reitet nicht, weil sie es nicht kann?", fragte Meg verwundert.
      Ich zog überrascht die Augenbrauen hoch, da ich eigentlich erwartet hatte, dass Anna sich wenigstens den anderen Stallburschen anvertraut hatte. "Nein. Sie kann reiten, hatte aber einen schweren Unfall und hat deshalb fürchterliche Angst. Deshalb möchte ich es sehr ruhig angehen lassen und ich finde, dass Jojo dafür das perfekte Pferd ist."
      Meg nickte und rannte zum Stall, um mir das Sattelzeug zu bringen. Da die Jungs im Hengsttrakt mit der Fütterung beginnen würden, müsste sie es ungesehen aus der Sattelkammer holen können. Kurz darauf kehrte sie bereits wieder zurück, legte mir Jojo`s Trense, Sattel und Satteldecke vor die Füße und machte sich dann daran, ihren Freunden bei der Abendfütterung zu helfen.
      Als Anna mit Jojo zurückkam, ließ ich sie den Rappen erst einmal in aller Ruhe longieren, dann schnappte ich mir das Sattelzeug und lief auf das Mädchen zu. Anna wurde bei den Utensilien auf meinem Arm ganz blass.
      "Ich soll Jojo reiten? Der ist aber doch so groß!", stammelte sie.
      "Er ist vielleicht groß, aber sanft wie ein Lamm, das hast du doch gerade gesehen. Wir satteln ihn jetzt zusammen und dann nehme ich dich für den Anfang an die Longe, wenn du dich damit sicherer fühlst."
      Anna sagte kein Wort mehr, half mir aber den Hengst aufzusatteln. Als ich ihr in den Sattel half, war sie leichenblass und zitterte so sehr, dass sie kaum die Zügel aufnehmen konnte. Ich stellte mich in die Mitte der Bahn und ließ Jojo im Schritt antreten. Anna zuckte zusammen und verkrallte die Finger in den Zügeln. Mein sensibler Andalusierhengst riss den Kopf nach oben, blieb stehen und sah mich verunsichert an.
      "Anna. Ganz ruhig, Jojo ist eines meiner brävsten Pferde. Er würde niemals etwas tun, was dir schadet!", versuchte ich das Mädchen zu beruhigen.
      Nach einem zweiten Blick seufzte ich, entwirrte die Zügel aus Anna`s verkrampften Händen und löste diese von Jojo`s Trense.
      Anna sah mich schockiert an und wollte schon absteigen, da sagte ich : "Halte dich an seiner Mähne fest. Oder am Sattel. Aber Jojo ist sehr empfindsam, deshalb darfst du ihm auf keinen Fall im Maul reißen. Wir lassen ihn heute auch nur Schritt gehen, versprochen!"
      Ich ging wieder zurück in die Mitte der Halle und ließ Jojo erneut losgehen. Der Rappe schritt fleißig aus und bewegte sich in völliger Gelassenheit. Nun, da nichts mehr an seinem Maul zerrte, war die Welt für ihn wieder in Ordnung.
      Ich ließ den Hengst etliche Runden im Schritt drehen und sah zufrieden, dass Anna sich ganz allmählich entspannte.
      "So, das reicht für heute. Sonst fragen sich die anderen noch, wo wir solange bleiben.", sagte ich schließlich, ließ Jojo halten und half Anna aus dem Sattel. Der hübsche Rappe schüttelte seinen weißen Kopf und schnaubte mir in die Haare. Ich lächelte.
      "Morgen bewege ich dich wieder Jojo, dann arbeiten wir eine neue Kür aus.", sagte ich liebevoll zu dem Hengst, während wir sein Sattelzeug wieder gegen Longiergurt und Kappzaum tauschten.
      Im Stall angekommen, half ich Anna den Rapphengst zu versorgen und stellte ihn dann zurück in seine Box.
      Anschließend halfen Anna und ich den anderen bei der Abendfütterung, bevor Patrick und Anna sich verabschiedeten. Meg nahm mich später noch einmal auf die Seite und fragte nach, wie es mit Anna und Jojo gelaufen war.
      "Das Longieren war gar kein Problem, aber beim Reiten musste ich die Zügel ausschnallen, weil sie Jojo so im Maul gerissen hat. Ich hab ihn nur im Schritt gehen lassen und hab aufgehört, als Anna sich endlich ein bisschen entspannt hat. Das wird noch eine ganze Weile dauern, bis sie aktiv beim Arbeiten der Pferde helfen kann.", sagte ich ein wenig resigniert.
      Meg sagte schnell: "Also ich mache gern Überstunden und reite mehr Pferde, um Anna auszugleichen. Samuel, Donald und Patrick würden das bestimmt auch machen. Nur bitte, du darfst sie nicht rauswerfen. Anna liebt diesen Job."
      "Meg, ich habe nicht vor, sie rauszuwerfen. Aber dafür muss sie an sich arbeiten und das habe ich ihr heute auch gesagt. Sie kann ja zusammen mit Patrick die braven Pferde bewegen, aber das muss einfach gehen."
      Wir unterhielten uns noch eine Weile, bis Meg sich schließlich verabschiedete und ich mich todmüde ins Bett fallen ließ. Heute war ein sehr anstrengender Tag gewesen und der morgige würde sicherlich nicht leichter werden, zumal ich noch ein neues Pferd erwartete....
    • Sammy
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      Shekitt Quinn & Ivory - Die Wilde und die Schüchterne
      Bericht vom 29. März 2015
      "Gut so Meg, nimm ihn noch ein bisschen mehr zurück. Er ist zwar ein Rennpferd, aber im Moment trainiert ihr Dressur!", gab ich meiner Lieblingsmitarbeiterin Anweisungen. Sie saß gerade auf meinem Englischen Vollbluthengst Tschiwabschischi und ich war recht zufrieden mit ihrem Reitstil. Meg wollte mehr als jeder andere hier einmal eine Profireiterin werden und ich unterstützte sie in diesem Traum, in dem ich sie auf meine Pferde setzte. Tschiwi war zwar nicht der schwierigste Kandidat, doch es brauchte einiges, um ihn bei der Stange zu halten.
      Mit hoch rotem Kopf parierte Meg den Hengst schließlich in den Schritt durch und ritt ihn trocken, als ich sagte:
      "Okay, das reicht für heute. Kümmere dich gut um ihn, dann kannst du mir noch mit Ivory und Shekitt Quinn helfen, wenn du möchtest."
      Sofort stahl sich ein Lächeln auf Meg`s Gesicht. Sie liebte meine Pferdekinder über alles und ich genoss es sehr, das Training mit ihr zusammen abzuhalten, da sie sehr einfühlsam mit ihnen umging. Gerade für die schüchterne Quinn war das ein Wundermittel.
      Zuerst ging ich zur Fohlenkoppel und legte dort einen Regenschirm, eine Brücke, ein paar Luftballons und eine große Plastikplane bereit. Dann kehrte ich in den Stall zurück und begrüßte die beiden Stutfohlen schon einmal, bevor ich damit begann, Ivy`s glänzendes Fell überzubürsten. Die aufmümpfige junge Stute hatte Anfang diesen Monats ihre erste Fohlenschau gewonnen und ich war unglaublich stolz auf sie. Bei Quinnie würde das wohl noch eine Weile dauern, momentan war das Fohlen noch so unsicher, dass ich ihr den Trouble einer Schau nicht zumuten wollte. Nachdem ich Ivy fertig gemacht hatte, holte ich auch Shekitt Quinn aus ihrer Box und säuberte das braune Fell der jungen Stute. Ich war gerade fertig, da kam auch schon Meg in den Stall.
      "So, wir können schon gehen, ich hab alles vorbereitet. Ich hab uns auch die längeren Führstricke hingelegt, die müssten für das Training heute besser geeignet sein.", erklärte ich Meg, während wir die Stuten losbanden und zur Fohlenkoppel führten. Ich hielt das Training dort ab, da Quinn die Koppel kannte und sich wohl darauf fühlte.
      Wie üblich schritt Ivy mutig auf die Gegenstände zu und schnupperte ohne zu zögern daran. Quinn dagegen brauchte mehr Zeit und wagte sich auch dann nur mit gutem Zureden an die Gegenstände heran und zwar erst, wenn Ivory diese als sicher befunden hatte.
      Nachdem die Stutfohlen alles in Ruhe betrachtet hatten und sogar Quinn wieder ein paar Grashalme abrupfte, konnten wir mit Schritt zwei beginnen. Ich löste Ivy`s Führstrick von ihrem Halfter und wies Meg an, mit Quinn das gleiche zu tun. Dann begann ich damit, die Luftballons mit den Füßen anzustoßen, so dass sie über die Weide hüpften. Ivory sah sich das Spiel ein paar Minuten lang an und kam dann mit hocherhobenem Kopf angetrabt, um mitzumischen. Dabei trat sie auf einen der Ballons, der daraufhin prompt zerplatzte. Shekitt Quinn erstarrte zur Statue und bewegte keinen einzigen Muskel mehr, während Ivy den Knall zum Anlass nahm, in gestrecktem Galopp über die Weide zu preschen und dabei ein paar Mal nach hinten auszuschlagen. Das Perlinomädchen hatte sich auch schnell wieder im Griff und trabte gleich darauf wieder durch die Ballons, um den nächsten zu zerstören. Wieder knallte es und wieder stob die junge Stute im Galopp davon. Das trieb sie solange, bis nur noch ein Ballon übrig war, den ich schnell in Sicherheit brachte. Immerhin sollte auch Quinn ein bisschen Training bekommen. Die braune Stute stand immer noch stocksteif neben Meg und rollte ängstlich mit den Augen, als ich den Ballon ein paar Mal in die Luft warf und wieder auffing. Da ich sehr darauf achtete, ihn nicht platzen zu lassen und ihn vor Ivy zu beschützen, wurde Quinn langsam wieder ruhiger und ich durfte sie am Schluss sogar mit dem Ballon berühren.
      Als wir uns schließlich der Brücke zuwenden wollten, staunte ich nicht schlecht, da Ivy bereits in der Mitte stand und dann hoch herobenen Hauptes auf der anderen Seite wieder herunterschritt. "Warum sind wir gleich nochmal hier? Ivy macht ja alles alleine.", sagte ich grinsend zu Meg. Auch Quinn hatte mit der Brücke nicht viele Probleme. Sie brauchte zwar eine ganze Weile, bis sie sich dazu überreden ließ, nach der Mitte weiterzugehen, doch nach weiteren zwei Durchgängen, war ihre Angst wie weggeblasen. Den Regenschirm wiederum mochte das Saddlebred-Stütchen überhaupt nicht. Angstvoll rollte sie mit den Augen und versteckte sich hinter Meg, während Ivy ihn mir am liebsten aus der Hand gezogen hätte.
      Die Plastikplane schließlich war beiden nicht ganz geheuer, sodass wir das Training kurze Zeit später mit einem letzten Gang über die Brücke beendeten, um bei den Fohlen ein positives Gefühl zu hinterlassen. Dann wurden sie beide ausgiebig gelobt und wir verfrachteten sie zurück in ihre Boxen, wo sie abwarten mussten, bis wir die Koppel von den Ballonfetzen befreit hatten, die Ivy hinterlassen hatte....
    • Sammy
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      Shekitt Quinn & Ivory - Fohlenstunde
      Bericht vom 25. Mai 2015
      "Hallo meine beiden Hübschen! Bereit für ein bisschen Training?", säuselte ich, während ich die Koppel betrat, auf der meine beiden Stutfohlen Ivory und Shekitt Quinn untergebracht waren. Ivory hatte im März ihre erste Fohlenschau gewonnen und entwickelte sich auch sonst prächtig. Außerdem tat sie der etwas zurückhaltenderen Shekitt Quinn wirklich gut, da diese durch das aufmümpfige Stutfohlen mutiger wurde.
      Ich drückte Meg das kleine grüne Halfter von Quinnie in die Hand und schnappte mir selbst Ivory. Sie sollte die Achal Tekkiner Linie meiner Zucht begründen, da ich mit Candle in the Wind ja bereits einen gekörten Hengst besaß. Quinni teilte sich diesen Rang dagegen mit Mizzi und Paradises Rafinesse. Aber sie war sowieso jünger und noch nicht so reif wie Ivory.
      Wir halfterten die beiden Stutfohlen auf und führten sie dann erst einmal ein paar Runden um die Koppel. Dabei übten wir auch das Halten, sowie Richtungs- und Tempowechsel. Ivory konnte das alles bereits von dem Training für die Fohlenschau, doch immerhin wollte ich auch mit Shekitt Quinn bald auf ihre erste Schau gehen.
      Schließlich nickte ich Meg zu: "So, ich denke sie sind soweit, dass wir mit ihnen ein bisschen übers Gestüt gehen können. Außerdem möchte ich gerne mal versuchen, Quinnie an den Hänger zu gewöhnen. Das sollte uns mit Ivory zusammen auch keine allzu großen Probleme machen."
      Meg nickte glücklich - Sie freute sich immer wahnsinnig darüber, wenn ich sie in das Training der Fohlen mit einbezog. Quinnie zögerte ein wenig, als wir nicht den gewohnten Rückweg zum Stall einschlugen, sondern an meinem Haus vorbei in Richtung der Reithalle liefen, doch da Ivory eifrig voran ging, überwand sich auch mein süßes Saddlebredfohlen. So umrundeten wir einmal meinen weitläufigen Hof, bis wir schließlich am Parkplatz ankamen. Ich drückte Meg auch Ivory`s Führstrick in die Hand und öffnete die Rampe des Hängers. Dann nahm ich Ivory wieder selbst und führte das hübsche Perlinomädchen problemlos auf den Hänger. Shekitt Quinn stand stocksteif vor der Rampe und starrte uns mit ihren großen Rehaugen ungläubig an. Nach unendlichem guten Zureden und aufmunternden Worten, setzte Quinnie schließlich zaghaft einen Huf auf die Rampe und hechtete dann plötzlich Ivory hinterher, wobei sie Meg den Führstrick durch die Hände zog. Die verzog vor Schmerz das Gesicht und rieb sich die aufgeschürften Hände. Doch dann lächelte meine Lieblingsmitarbeiterin tapfer und streichelte Quinns schlanken Hals.
      "Immerhin hast du dich getraut und bist jetzt auf dem Hänger!", lachte sie. Wir fütterten den beiden Stuten ein wenig Hafer und führten sie dann zurück zum Stall. Dort banden wir sie auf dem Putzplatz fest, übten Hufe geben und bürsteten das glänzende Fell der beiden. "Okay, das war genug Training für heute. Jetzt bringen wir sie in ihre Boxen und dann schauen wir uns mal deine Hände an", sagte ich lächelnd zu Meg, während wir die Fohlen losbanden.
      Alles in allem war dies ein sehr erfolgreiches Training gewesen und ich war gespannt zu sehen, was wir von den beiden Stütchen noch erwarten konnten.
    • Sammy
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      Shekitt Quinn & Ivory - Das erste Mal im Gelände
      Bericht vom 26. Mai 2015
      "Anna? Machst du Shekitt Quinn fertig, bitte?", rief ich durch den Stutentrakt, um eine meiner Pflegerinnen auf mich aufmerksam zu machen. Heute wollte ich zum ersten Mal mit meinem Achal Tekkiner Fohlen Ivory und meinem American Saddlebred Fohlen Shekitt Quinn einen Spaziergang ins Gelände unternehmen. Normalerweise kümmerte Meg sich mit mir um die Fohlen, doch die ambitionierte Reiterin hatte heute morgen bereits mit meinen Rennpferden gearbeitet und war nun mit Backup und Kagami unterwegs zu einem Turnier. Da die Jungs auch alle mit dem Training der Pferde beschäftigt waren, hatte ich Anna gebeten, mich zu begleiten. Das etwas schüchterne Mädchen hatte fürchterliche Angst vorm Reiten und ich hatte sie in der ganzen Zeit, die sie nun schon hier war, nur ein einziges Mal aufs Pferd bekommen. Seitdem erfand die Azubine immer wieder neue Ausflüchte, wenn ich sie darum bat, eines meiner braven Pferde zu bewegen. Neben der Hilfe, die ich beim Spaziergang brauchte, konnte ich mich also auch gleich nebenher in Ruhe mit ihr unterhalten.
      Ich lächelte, während ich meiner aufmümpfigen Ivory über das glänzende Fell strich. Das Fohlen hatte bereits eine Fohlenschau gewinnen können und ich hoffte natürlich darauf, dass ihr das auch noch ein zweites Mal gelingen würde. Damit würde das hübsche Pferdekind nämlich bereits ins Zuchtbuch eingetragen werden und das ohne den langen Körungsprozess durchlaufen zu müssen. Kurz darauf kam Anna mit Shekitt Quinn am Führstrick die Stallgasse herunter. Die kleine braune Stute schaute sich neugierig um, doch ich wusste, dass sie sich sofort hinter Ivy und mir verstecken würde, wenn wir draußen waren. Quinnie war absolut putzig und sehr gelehrig, doch ihr Selbstvertrauen musste ich unbedingt noch aufbauen.
      Ich führte auch Ivory aus ihrer Box und wir liefen mit den beiden Stutfohlen aus dem Stall.
      "Ich dachte mir, wir gehen mal über die Feldwege, da ist nicht ganz so viel los, wie im Wald.", sagte ich zu Anna. Die nickte und wir führten die Pferde durch das Tor hinter den Koppeln. Ivy wurde sofort ein paar Zentimeter größer und sah sich mit gespitzten Ohren um, während ihre Schritte länger wurden. Quinn dagegen stämmte ihre dünnen Beine in den Boden und weigerte sich, auch nur einen Schritt weiter zu gehen.
      "Zeig ihr, dass sie dir vertrauen kann, Anna. Das ist eine gute Übung für euch beide.", sagte ich aufmunternd zu dem Mädchen. Anna wurde jedoch nur immer nervöser und löste in Quinn damit eine Panikreaktion aus. Das sonst so ruhige Stutfohlen rollte mit den Augen und stieg direkt vor Anna hoch. Die ließ vor Schreck den Führstrick los und ich hechtete nach vorne, damit die verängstigte Stute nicht weglief. Ivy tänzelte nervös neben mir und ich hatte nun alle Hände voll zu tun, die beiden Pferde unter Kontrolle zu halten.
      "Anna! Jetzt reiß dich zusammen und hilf mir! Nimm Ivy, die ist ruhiger als Quinn.", sagte ich scharf zu meiner Mitarbeiterin. Die erwachte dann auch tatsächlich aus ihrer Starre und nahm mir das Achal Tekkiner Mädchen ab. Ich ging nun näher an Shekitt Quinn heran und strich dem zitternden Fohlen sanft über den Hals.
      "Ist ja gut meine Kleine. Dir tut niemand etwas. Jetzt gehen wir ein paar Minuten diesen schönen Weg entlang und dann darfst du wieder mit Ivy auf die Koppel. Was hälst du davon?", sagte ich leise zu Quinn, während ich mit ruhigen Schritt losging. Die braune Stute hielt sich dicht bei mir, kam aber wenigstens mit. Anna hatte einige Mühe, Ivy im langsamen Schritt zu halten, doch nach fünf Minuten nickte ich ihr sowieso zu.
      "Das reicht für heute. Wir schließen das ganze jetzt ab, solange alles gut läuft und ich probiere es ein anderes Mal wieder."
      Wir gingen schweigend zurück zum Gestüt und brachten Ivy und Quinn auf die Koppel.
      Dann sah Anna mich schütern an und meinte: "Du gehst das nächste Mal alleine mit den beiden?"
      Ich schüttelte den Kopf: "Nein, aber ich werde Meg oder einen der Jungs mitnehmen. Anna, das heute war wirklich gefährlich. Ich weiß, dass du Angst hast, zu reiten. Aber ich wusste nicht, dass du auch am Boden Probleme damit hast. Entweder du arbeitest an dir - und dabei helfe ich dir gerne - oder ich muss mich nach einem Ersatz für dich umsehen. Wir haben jetzt 83 Pferde hier, da brauche ich jede Hilfe, die ich bekommen kann. Und ich kann nicht immer aufpassen, dass ich dir nicht zufällig mal ein schwierigeres Pferd zuteile. Und auch Quinn ist nicht schwierig. Sie hat nur Panik bekommen, weil sie deine Angst gespürt hat. Dieses Risiko ist mir einfach zu hoch."
      Anna nickte und verzog sich in den Stall. Es tat mir Leid, dass ich so hart zu ihr sein musste, aber ein solches Verhalten war mir einfach zu gefährlich. Ich stützte mich auf den Koppelzaun und betrachtete meine beiden Stutfohlen, die schon wieder friedlich grasten. Schon bald würden sie eingeritten werden und dann zu den großen Stutenherden kommen....
    • Sammy
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      Shekitt Quinn & Ivory - Gelände Klappe die Zweite
      Bericht vom 30. Mai 2015
      "Meine Güte, ist das heute schön!", strahlte ich, als ich in den stahlblauen Himmel blickte. Heute wollte ich zusammen mit Meg den zweiten Versuch unternehmen mit meinen beiden Stutfohlen Ivory und Shekitt Quinn ins Gelände zu gehen. Da unser letzter Ausflug so fatal verlaufen war, hatte ich heute sehr viel Zeit eingeplant und für Meg und mich ein wenig Proviant in einen Rucksack gepackt. Anna, die Mitschuld an dem unglücklichen Verlauf gehabt hatte, ging mir seitdem so gut es ging aus dem Weg und ich überlegte schon die ganze Zeit, wie ich ihr bei ihren Problemen behilflich sein konnte, ohne sie feuern zu müssen.
      In diesem Moment kam Meg strahelnd um die Ecke des Stalls gejoggt und wir gingen gemeinsam in den Stall, um die beiden jungen Stuten fertig zu machen. Beide bekamen Gamaschen an und wir tauschten die Führstricke gegen lange vier-Meter-Seile aus, da ich vorhatte, die Stuten auf einer ebenen Wiese ein wenig zu longieren, damit sie ruhiger wurden und sich an das Gelände gewöhnten.
      "Nimmst du heute Ivory bitte? Sie wird zwar nach dem letzten Ausflug auch nicht gerade begeistert sein, aber bei Quinn weiß ich, dass sie beim kleinsten Vorfall in die Luft geht. Anna hat ihr letztes Mal leider überhaupt nicht geholfen, so dass sich unsere Probleme mit ihr nur noch verstärkt haben.", klärte ich Meg auf.
      Das Mädchen senkte beschämt den Kopf und meinte leise: "Es tut mir so Leid, Sammy. Wenn ich nicht so mit meiner Karriere beschäftigt gewesen wäre, hätte ich mitkommen können und das wäre nicht passiert."
      Ich schüttelte bestimmt den Kopf: "Sag sowas nicht. Erstens habe ich dich auf das Turnier geschickt und ich bin wahnsinnig froh, dass du mir mit den Rennpferden unter die Arme greifst. Zweitens ist Anna hier nicht als Stallbursche angestellt, sondern als Azubi, wie ihr alle. Sogar Patrick bewegt die braven Pferde und mittlerweile kommt er am Boden auch mit den temperamentvollen zurecht. Anna macht aber überhaupt keine Fortschritte - noch viel schlimmer, sie will keine machen. Ich mag sie wirklich gerne, aber wir haben so viele Pferde hier, dass ich jede Hilfe brauche. Und ich kann ihr auch nicht immer hinterherrennen, ob sie jetzt mit diesem oder jenem Pferd klar kommt."
      Meg nickte und wir führten die Fohlen an die Mauer, die um das Gestüt herum lief. Wieder wählte ich den Feldweg, da ich die schlechte Erfahrung der beiden Stuten sofort überschreiben wollte. Als selbst Ivory vor uns nur zögernd aus dem Hof hinaus trat, wusste ich schon, dass das heute kein leichter Spaziergang werden würde. Im nächsten Moment stämmte Shekitt Quinn auch schon alle vier Hufe in den Boden und weigerte sich, auch nur einen einzigen Schritt weiter zu gehen. Meg und ich redeten mit Engelszungen auf das Stütchen ein, führten Ivy außer Sichtweite und lockten sie mit Karotten. Als nichts half, seufzte ich und sagte: "Gib mir mal schnell Ivy und leg unsere Decke in ca drei Metern Entfernung auf den Boden. Dann machen wir unsere Pause eben hier, bis Quinn sich traut weiterzugehen."
      Wir schlugen also in aller Ruhe gleich vor den Mauern des Gestüts die Decke auf, tranken einen Schluck Wasser und fütterten Ivy, die dich bei uns stand mit Möhrchen. Quinn hatte zwar Angst vor dem Gelände, doch so ganz alleine herumzustehen, behagte ihr ebenfalls nicht, sodass sie nach einer Weile zögernd durch das Tor trat und dann mit zwei schnellen Sätzen zu Ivy sprang. Ich gab Meg ihren Führstrick, schloss das Tor und faltete die Decke zusammen, während Meg Quinn ausgiebig lobte. Das Stutfohlen sah sich mit rießigen Augen um und ich hatte anschließend alle Hände voll zu tun, da Quinn vor Bäumen, Büschen und Steinen scheute. Ich blieb jedes Mal ruhig und ging so schnell es mir möglich war wieder in ruhigem Schritt weiter. Ivory hatte ihre Scheu sowieso schnell überwunden, sodass sie neugierig vorausging und irgendwann nicht einmal mehr zusammen zuckte, wenn Quinn erschrak. Als wir nach einer Weile an einer großen Wiese ankamen, die ebenfalls noch zu meinem Besitz gehörte, longierten wir erst Ivy ein paar Runden und anschließend auch Shekitt Quinn. Diese fühlte sich zunächst überhaupt nicht wohl, auf der freien Wiese, doch allmählich konzentrierte sie sich so auf ihre Aufgabe, dass sie alles um sich herum vergas. Ich lobte sie fröhlich und entschied dann, dass es an der Zeit war, zum Hof zurück zu kehren. Die beiden Stutfohlen hatten sich so gut angestellt, dass wir das Training guten Gewissens beenden konnten.
    • Sammy
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      Der ganze normale Wahnsinn & zwei Neue auf dem Hof!
      Sammelbericht für alle Pferde

      Bericht vom 31. Juli 2015
      "Hey Eddi, was gibts?", fragte ich ein wenig atemlos. Ich war immer noch in den USA, wo Kagami el Assuad, Backup und Success Story xx an Rennen teilnahmen. Vor einiger Zeit hatte ich Eddi auf ihrer Ranch besucht und ihr beim Training ihrer Stute Classic Gold geholfen.
      "Du bist doch noch in Kentucky, oder? Ich habe mich entschieden einige meiner Pferde abzugeben und wollte dich fragen, ob du Interesse an Napayné und Ehawee hättest?"
      Da musste ich nicht zweimal überlegen. Napayné hatte einmal meiner ehemaligen Zuchtpartnerin rawwrrr gehört und Ehawee war eine wunderschöne fuchsfarbene Traberstute. Da ich sowieso Traber in meine Zucht aufnehmen wollte und ich mit Kolibri und Hollywood Undead ja auch zwei wunderbare Welsh Bs hatte, sagte ich Eddi sofort zu.
      "Ich fliege nächste Woche wieder nach Hause. Am besten rufe ich gleich mal bei der Fluggesellschaft an und frage nach, ob sie die beiden mitnehmen können."

      ~*~

      Eine Woche später knetete ich nervös meine Hände, während ich darauf wartete, dass der Flieger endlich auf der Rollbahn aufsetzte. Der Flug war lang gewesen und ich konnte es kaum erwarten, nach meinen fünf Stuten zu sehen. Gott sei Dank war noch Platz gewesen und wir hatten Ehawee und Napayné gleich mitnehmen können.
      Als wir ausgestiegen waren, trat ich so ungeduldig von einem Bein aufs andere, dass Samuel schon genervt die Augen verdrehte.
      "Erde an Sammy, beruhig dich mal. Denen geht`s gut. Die haben den Hinflug immerhin alle fünf schon einmal hinter sich gebracht. Nach Amerika kann man nun mal nicht mit dem Hänger fahren! A propos Hänger , da kommt Donald!"
      Ich drehte mich um und winkte meinen Mitarbeiter zu uns. Donald war extra mit dem Hänger hergekommen, um uns abzuholen. Ich hatte natürlich schon Bescheid gegeben, dass die Box neben Kolibri und die große Eckbox eingestreut werden sollten, doch noch wusste die Daheimgebliebenen nicht, um was für Pferde es sich handelte.
      Endlich winkte uns der Flugsicherheitsbegleiter heran und wir durften die Pferde aus ihren Container-Boxen holen. Donald nahm Backup, Samuel Kagami und ich kümmerte mich um Succcess Story xx, da die braune Stute immer noch recht scheu war.
      Nachdem die drei verladen waren, begann Donald damit, die Sattelkisten im Transporter zu verstauen und Samuel und ich kümmerten uns um Napayné und Ehawee.
      Die beiden Stuten reckten die Hälse und blähten die Nüstern.
      Donald betrachtete den Schimmel und den Fuchs eingehend, dann strahlte er.
      "Wahnsinn, ich liebe die ganzen neuen Pferde, die du uns in letzter Zeit anschleppst! Ich weiß zwar nicht, wie du das machst, aber irgendwie schaffst du es immer, an absolute Diamanten zu kommen!", rief er aus, bevor er Napayné und Ehawee vorsichtig begrüßte.
      "Napayné ist ein bisschen zickig, aber Ehawee ist ganz lieb. Sie soll die Traberlinie bei uns begründen - fehlt nur noch der passende Hengst.", lachte ich.
      Wir verluden auch die beiden und machten uns dann auf die letzte Etappe unserer Reise. Ich freute mich schon unglaublich darauf, endlich meine ganzen Pferde wieder zu sehen.
      "Hat sich Amayyas eigentlich benommen?", fragte ich Donald nach meiner ehemals neuesten Errungenschaft, einem Berberhengst.
      "Es geht. Er testet uns an allen Ecken und Enden, aber wir haben es geschafft ihn von der Box auf die Weide zu bringen und umgekehrt. Außerdem hab ich mal ein bisschen Bodenarbeit mit ihm gemacht, aber da war ich wohl eher der Rangniedrigere. Er hat mich nämlich einfach stehen gelassen und ist über den Zaun gesprungen. Eigentlich wollte Brian sich ja um ihn kümmern, aber der lag mit einer ziemlich fiesen Grippe im Bett.", sagte Donald ein wenig betreten.
      Ich machte große Augen: "Über den Zaun gesprungen? Und dann?"
      "Ganz einfach. Erst ist er zu den Stutenkoppeln gelaufen, hat dann die Fohlen besucht und hat sich anschließend in seine Box gestellt, als wenn nichts gewesen wäre.", berichtete Donald weiter.
      Während Samuel sich vor Lachen ausschüttete, runzelte ich nachdenklich die Stirn. Amayyas war ein ausgesprochen vielversprechender Hengst, aber ich musste ihn endlich so erziehen, dass auch die anderen mit ihm arbeiten konnten.
      "Na gut, schauen wir erstmal, dass wir gut daheim ankommen, um unseren Geparden kümmere ich mich morgen!", entschied ich grinsend.

      ~*~

      Gähnend stieg ich aus und streckte mich genüsslich. Endlich wieder daheim! Sofort kam Meg angelaufen. Brian lag immer noch im Bett und Anna und Patrick waren bereits nach Hause gefahren, da sie ja nicht auf dem Gestüt lebten.
      "Ich möchte Backup nehmen! Darf ich?", fragte sie sofort. Seit Ravenback`s tragischem Tod kümmerte Meg sich lebevoll Backup und die Stute entwickelte sich unter ihrer Führsorge prächtig. Donald führte diesmal Kagami und ich nahm wieder Succes Story.
      "Samuel bleibt du kurz bei den anderen? Ich möchte keine von ihnen alleine lassen.", bat ich den jungen Mann, während wir die drei Stuten in den Stall brachten. Wie immer wurden wir von lautem Gewieher begrüßt und es juckte mich in den Fingern, jedes meiner geliebten Pferde in die Arme zu schließen.
      Stattdessen liefen wir sofort zurück zum Transporter.
      "Jungs kümmert ihr euch um die Sattelkisten und das Gepäck? Dann stelle ich Meg unsere beiden Neuzugänge vor.", sagte ich, während ich bereits in den Hänger ging und Napayné herausführte. Meg quietschte erfreut, als sie das Schimmel-Pony sah. "Die bekommt bestimmt süße Fohlen mit Holly!!", meinte sie strahelnd.
      "Oh ja, das denke ich auch. Und unsere zweite Hübsche hier wird irgendwann sicherlich auch einmal eine Bereicherung für unsere Zucht!", sagte ich, während ich Ehawee aus dem Hänger führte.
      "Oh wow! Was ist das für ne Rasse? Sieht ein bisschen nach Traber aus....", riet Meg.
      Ich nickte lächelnd und sofort meinte sie: "Trainierst du sie für Trabrennen? Ich weiß, ich will Jockey werden, aber Trabrennen sind ja schließlich auch Rennen...."
      "Halt, stopp! Ich weiß noch nicht genau wie ich sie fördern werde. Eddi hat sie für Dressur und Springen vorgemerkt, sollte sie Talent fürs Rennen und den Sulky haben, nehmen wir diese Disziplinen natürlich dazu. Aber jetzt darf unsere Süße sich erstmal eingewöhnen! Napayné steht natürlich in der Box neben Kolibri und Ehawee hier bekommt die Eckbox neben Napayné. Dort soll sie zwar nicht immer stehen bleiben, immerhin ist das der Ponytrakt, aber dann fühlen sich unsere beiden anfangs vielleicht nicht so einsam."
      Meg nickte zustimmend und gemeinsam führten wir die Stuten in den einladenden Stall. Als ich meinen Rundgang durch den Stall erledigt hatte, lud ich Donald, Samuel und Meg noch zu einem Feierabend -Bier in meinen Garten ein, wo wir einen anstrengenden Tag in der lauen Sommernacht ausklingen ließen.

      ~*~

      Am nächsten Morgen war ich bereits vor allen anderen auf den Beinen, da ich meine Pferde ganz in Ruhe noch einmal begrüßen wollte. Deshalb würde ich sie alle alleine auf die Koppeln bringen.
      Wie immer begann ich im Hengsttrakt, da meine Herren mir sonst einen rießen Radau veranstalten würden. Ich gab meinen Liebling Hollybrook`s Cheeky Jot einen dicken Kuss auf die Nase, zog ihm sein Halfter über und führte ihn aus der Box. Dann halfterte ich einhändig seinen Halbbruder Hollybrook`s Bloody Valentine auf und führte die beiden Ponyhengste nach draußen. Der schüchterne Bloody war der einzige Hengst, mit dem Cheeky sich verstand, deshalb kamen die beiden zusammen auf einen der zehn Hengstpaddocks. Auch Cheeky`s Sohn, Hollybrook`s Casanova, durfte auf einen Hengstpaddock, da er was das Verhalten anderen Hengsten gegebüber anging, genauso war wie sein Vater.
      "Nova, du bist wirklich schrecklich. Schau dir lieber Chex gute Seiten ab und nicht sein alberenes Getue!", ermahnte ich den jungen Silver Dapple, als ich ihn an dem giftenden Cheeky Jot vorbeiführte und der Junghengst sofort das Gehabe seines Vaters nachahmte.
      Der letzte New Foresthengst, der einen Paddock sein Eigen nennen durfte, war Cheeky`s Vater und damit Nova`s Großvater, BMs Caradoc. Der schöne Braunschecke tänzelte eifrig neben mir her und legte auf der Koppel erst einmal ein paar ausgelassene Bocksprünge hin.
      Früher hatte ich auch meinen Gründerhengst Caspar einzeln stellen müssen, doch der in die Jahre gekommene Hengst war ruhiger und umgänglicher geworden und ließ mittlerweile auch andere Hengste an sich heran, weshalb ich ihn zusammen mit dem Palominohengst Orfino auf die große Hengstkoppel brachte.
      Der nächste war mein Araberhengst Wüstentänzer. Der energiegeladene Fuchs schlug bereits mit dem Vorderbein gegen die Boxentür, weshalb ich meinen zweiten Araberhengst, Khamar al Sanaa erst einmal stehen ließ.
      "Keine Sorge mein Schöner, ich bring nur schnell deinen lärmenden Kollegen auf seine Koppel und dann bist du an der Reihe!", tröstete ich den wunderschönen Schimmel.
      Ich streifte Wüstentänzer das Halfter über und er bezog Paddock Nummer vier. Danach löste ich mein Versprechen ein und brachte Khamar al Sanaa auf die Koppel. Der Hengst hatte ein wenig Zeit gebraucht, doch mittlerweile mauserte er sich zu einem Top-Hengst. Erst kürzlich hatte er eine hart umkämpfte Hengst des Monatswahl für sich entscheiden können und ich war unglaublich stolz auf meinen Schönen.
      Weiter ging es mit meinen Warmbluthengsten. Wie immer begann ich mit dem Apfelschimmel Levistino, da er schon am längsten in meinem Besitz war. Der große Hengst vergrub sein Maul in meiner Hand und ich strich ihm liebevoll den weißen Schopf aus der Stirn, bevor ich ihn auf die nächste Hengstkoppel stellte. Auch Levistino verstand sich überhaupt nicht mit anderen Hengsten. Genauso lief es mit dem jungen Holsteiner Fantastic Fly. Er wölbte stolz den Hals, als ich ihn an den anderen Hengsten vorbei zu seiner Koppel führte und preschte dann erst einmal in gestrecktem Galopp über das grüne Gras. Ich schüttelte den Kopf und holte den nächsten im Bunde: Den Hannoveranerrappen Black Soul. Er war bei den Warmblütern immer noch ein wenig mein Sorgenkind, da er außer Brian und mir niemanden so wirklich an sich heran ließ. A propos - nach Brian musste ich heute unbedingt auch noch sehen, immerhin lag der arme Kerl krank im Bett.
      Meinen zweiten Hannoveranerhengst Branagorn führte ich zusammen mit dem Andalusier Ojos Azules auf die große Hengstkoppel, auf der ja schon Orfino und Caspar standen. Die beiden braven Hengst folgten mir wie Lämmchen und ich gab beiden einen Kuss auf die weichen Nüstern. Als nächstes waren dann Golden Indian Summer und Dream of Wyoming an der Reihe. Der Quarterhengst folgte mir brav am langen Strick, während Wyoming immer noch ein wenig zurückhaltend war. Aber gut, er hatte viel durchgemacht, da verzieh ich ihm das natürlich. Ich war unglaublich froh, dass er in Summer einen Freund zu haben schien, denn der Buckskin ließ keinen der anderen Hengste an den Appaloosa heran.
      Das nächste Paar, das auf die große Koppel durfte waren mein Achal Tekkiner Candle in the Wind und mein frisch gekörter American Saddlebred -Hengst GH`s Safriko. Beide gehörten mir noch nicht so lange, hatten sich jedoch hervorragend eingelebt und sich toll entwickelt.
      Als ich wiederkam, schaute mich mein zweiter Saddlebredhengst Someone bereits vorwurfsvoll an. Der elegante Cremello mochte es nicht, missachtet zu werden, schon gar nicht, wenn man ihm seine Boxnachbarn entführte.
      Ich lachte und strich Someone den langen Schopf aus der Stirn, bevor ich ihn auf den achten Hengstpaddock brachte.
      Mein Barockpintohengst Slaters Secret und mein Lusitanohengst Pierre dagegen durften zusammen mit dem Junghengst San Salvador ebenfalls auf die Gemeinschaftskoppel, da sie sich gut mit den anderen verstanden.
      Als nächstes waren dann meine edlen Englischen Vollblüter an der Reihe. El Racino, den pechschwarzen Sohn meiner Stute Black Pearl brachte ich auf Hengstpaddock Nummer neun, während die beiden älteren Hengste Ghostbuster und Tschiwabschischi auf die große Koppel durften. So langsam wurde der Hengststall merklich leerer. Es standen nun nur noch meine Ponyhengste, sowie die beiden ungekörten Amayyas und Classic Moment im Stall.
      Ich begann mit dem Welsh A Juego und dem Welsh B Hollywood Undead. Beide kamen auf die große Koppel, auf der sie sich sofort gemächlich zu den anderen gesellten.
      Auch die Isländer Fair Prince und Intolerable Life machten mir keine Probleme.
      Den Deutschen Reitponyrappen Daemon nahm ich wie üblich alleine, da der Hengst zwar mit anderen Hengsten klarkam, sie aber nicht in seiner unmittelbaren Nähe haben wollte. So stand er auch auf der Koppel immer ein wenig abseits und drohte den anderen, wenn sie ihm zu Nahe kamen.
      Da ich die beiden verbliebenen Ponies auch zusammen mitnehmen würde, beschloss ich zuerst meinen Neuzugang Amayyas, einen wunderschönen Red Roan Berber auf den letzten Hengstpaddock zu bringen. Er war der Grund, warum Daemon jetzt auf der großen Koppel stand. Im Gegensatz zu dem Rappen konnte der wilde Amayyas andere Hengste nämlich nicht ausstehen und ging wenn möglich auf sie los. Um solche Angriffe zu vermeiden, bezog er den letzten Hengstpadock, der durch einen noch höheren Zaun und eine Hecke von den anderen abgetrennt war. Hier war früher Cheeky Jot`s Reich gewesen, doch seit der Hengst mit Bloody Valentine zusammen stand, war er merklich ausgeglichener geworden.
      "So ihr zwei Schönen, ihr seid die letzten!", verkündete ich meinem New Forest Ponyhengst Hollybrook`s Classic Moment und meinem Reitponyhengst Eddi`s Dead Pop Romance. Letzteren hatte ich eigentlich nur kören und dann verkaufen wollen, doch der Hengst hatte solch ein ernormes Potential, dass ich es einfach nicht über mich brachte, ihn herzugeben.
      Classic dagegen würde nach seiner Körung defintiv ausziehen müssen, da ich nicht noch einen Hengst aus der Linie halten konnte. Auch diese beiden durften auf die große Hengstkoppel und nachdem ich ihnen ein paar Minuten beim Toben zugesehen hatte, widmete ich mich meinen Stuten...
      Hier waren wie immer zuerst meine Jüngsten an der Reihe. Mein Champagne farbenes Achal Tekkiner Stütchen Ivory führte ich zusammen mit dem Berbermädchen Cirilla aus dem Stall. Die beiden hatten sich einfach gesucht und gefunden. Anschließend waren die Welsh A Stute Mississle und mein American Saddlebred Shekitt Quinn an der Reihe. Letztere war immer noch sehr schüchtern und hatte auch noch keine wirkliche Freundin in den anderen Pferden gefunden, was ich sehr schade fand. Meine Hannoveranerstuten Unannounced Pleasure und Reminiscent Inspiration führte ich wie immer zusammen auf die mittlere Stutenweide, auf der meine Warmblüter und Westernpferde untergebracht waren. Die zwei waren immer noch unzertrennlich, auch wenn Reminiscent Inspiration mittlerweile schon fleißig im Turniersport unterwegs war, während ich bei Pleasure noch mit Einreiten beschäftigt war.
      Die Trakehnerstute und Tochter von meinem Levistino, Levistino`s Hope führte ich gemeinsam mit der braven Pintostute Glammy ebenfalls auf die mittlere Koppel. Als nächstes waren Backup und Success Story xx dran. Backup war zwar nervös und aufgedreht, ließ sich aber ganz gut händeln, sodass ich meine Konzentration auf die schwierigere Success Story richten konnte. Die beiden Damen bezogen die Koppel links der Warmblutkoppel.
      Nun waren von den ungekörten Stuten nur noch Kagami el Assuad und Ehawee im Stall. Da Ehawee und Napayné die Köfpe zusammen steckten, machte die aufgedrehte Kagami bereits Radau, weshalb ich die schöne Palominostute zuerst aus ihrer Box herausführte. Das aufmümpfige Jungpferd hatte mir bereits ganz schön viel Ärger bereitet, doch ich liebte die Stute trotzdem abgöttisch.
      Meine beiden Neuzugänge Ehawee und Napayné bezogen die dritte Stutenkoppel, allerdings nur einen kleinen abgetrennten Teil davon, damit sie sich an die anderen gewöhnen könnten. Anfangs würde ich die Welsh B Stute und die Traberstute noch zusammen stehen lassen, damit sie sich in Ruhe eingewöhnen konnten.
      Ich wischte mir den Schweiß von der Stirn. Es war ganz schön anstrengend, alle Pferde alleine raus zu bringen, doch ich wollte ja alle gebührend begrüßen.
      Weiter ging es mit meinen Araberstuten. Hier führte ich wie immer Sahira, Fallen Immortaliny und Sharley alleine auf die Koppel der Vollblüter. Sahira und Kagami hatten sich anfangs gehasst, doch mittlerweile hatte meine Araberfalbstute ihre Position als Leitstute wieder klar gemacht und Kagami hielt sich ihr gegenüber zurück.
      Die anderen Araber nahm ich in Dreier-Gruppen, um noch fertig zu werden, bevor meine Mitarbeiter aufkreuzten. Vor allem Meg kam öfter schon früher in den Stall. Ich schnappte mir Melody`s Girl, Adina de Ra`idah und Rose de Soleil und brachte die drei zur Koppel, um gleich darauf auch Hadeeh, Little Miss Sunshine und Bittersweet hinaus zu führen. Soweit so gut.
      Auch die drei verbliebenen englischen Vollblutdamen Ace of Spades, Pirate Island und Black Pearl beförderte ich im Dreierpack zu den anderen Vollblütern und sah ihnen dann lächelnd dabei zu, wie sie sich über die weitläufige Weide hinweg ein Wettrennen lieferten, solange, bis mich das ungeduldige Wiehern meiner Prinzessin Samiyah aus der Starre riss.
      Die Trakehnerstute forderte die nächsten zehn Minuten meine volle Aufmerskamkeit, da sie immer wieder den Kopf hochriss, nur um gleich darauf ihr rosanes Maul in meine Hände zu drücken. Ich kraulte sie an ihrer Lieblingsstelle am Hals und führte sie dann zusammen mit der zweiten Trakehnerstute, Mahira, auf die Koppel. Gleich darauf waren auch die Hannoveranerstute Angels Fall First und die Holsteinerstute Wild Lady Roxanne an der Reihe. Sie kamen alle auf die mittlere Koppel. Um eben jene voll zu machen, machte ich gleich mit den Warmblütern weiter. Da meine Westernpferde alle exzellent ausgebildet waren und aufs Wort hörten, nahm ich die Paint Horse Stuten My Golden Heart und The Morticains Daugther sowie die Quarter Horse Stuten BBs Harmony und American Baby einfach alle zusammen mit zur Koppel, liebkoste jede Einzelne von ihnen und entließ sie dann zu den anderen.
      Meine Andalusierstute Cuchara führte ich zusammen mit dem Lusitano Salwa und der Barockpintostute Benjilala hinaus und zum Schluss folgten noch meine American Saddlebreds Mizzi und Paradises Rafinesse. Seufzend verschloss ich das Gatter und machte mich auf, um auch meine geliebten Ponies hinaus zu lassen, damit Napayné und Ehawee endlich ihre Stallgenossen richtig kennen lernen konnten.
      Ich begann mit den Welsh Ponies Little Big Girl und Kolibri, dann kamen die Isländer Dark Misery und Fatimah und zum Schluss folgten die Reitponies Dorina und Cinnemont`s History.
      Alle sechs schenkten den beiden Neuen nur einen kurzen Blick und begannen dann zu grasen.
      Das würde bei meinen New Forest Ponies wohl anders laufen. Zumindest Naboo und Walk of Fame würden ihre Position schnell deutlich machen.
      Genau deshalb ließ ich die beiden auch erst einmal stehen und begann stattdessen mit der Palominostute Magical Moment und ihrer Freundin Thousand Sunny. Dann waren die Red Roan Stute Aimiliani und die Braune Fairylike Facility an der Reihe, bevor ich Golden Flair und Precious Scream holte. Die Buckskin Stute verstand sich gut mit der älteren Falbscheckin und Gründerstute meiner Zucht, weshalb ich die beiden problemlos zusammen führen konnte. Auch über das nächste Paar freute ich mich nach wie vor ungemein: Meine scheue Rappstute Isola della Pirateria hatte in dem Waisenfohlen Everybody`s Darling so etwas wie eine Tochter gefunden und obwohl Darling mitlerweile ausgewachsen, gekört und fast fertig ausgebildet waren, bemutterte Isola sie noch immer. Nun waren nur noch Walk of Fame und Naboo übrig. Ich beschloss mich mit Cheeky`s Mutter zu beginnen und führte die Apfelschimmelstute aus ihrer Box. Als wir an Naboo vorbeikamen und diese registrierte, dass sie nun alleine war, stieg sie in ihrer Box und begann laut zu wiehern. Ich verdrehte die Augen, band Walk of Fame neben Naboo`s Box an und holte auch die Rappscheckin aus der Box.
      "Na gut ihr beiden, ich nehme euch zusammen mit, aber wehe ihr macht mir Ärger!", warnte ich die zwei vorsichtshalber. Normalerweise nahm ich meine temperamentvollen Stuten nur einzeln mit nach draußen, aber ich wollte auch nicht, dass Naboo mir den Stall zerlegte oder sich gar verletzte.
      Erstaunlicherweise waren die beiden recht brav, doch sobald sie frei waren, galoppierten sie zum Zaun, der sie von Ehawee und Napayné trennte und gifteten die neuen Stuten gemeinsam an.
      "Na sieh mal einer an, normalerweise könenn sich die beiden nicht leiden, aber bei dem Thema halten sie zusammen...", dachte ich kopfschüttelnd, während ich zurück zum Stall ging, wo mich meine Mitarbeiter ein wenig entgeistert ansahen.
      "Warum hast du die denn alle alleine rausgebracht? Das war doch ne wahnsinnige Arbeit!", meinte Samuel fassungslos.
      "Ja, aber ich war ja jetzt auch ewig weg, da musste das sein. Dafür dürft ihr jetzt Boxen ausmisten, während ich uns Kaffee koche und dann mal nach Brian sehe....", gab ich grinsend zurück.
      Die anderen lachten und machten sich an die Arbeit. Mit diesem tollen Team würde ich sicherlich noch viele schöne Stunden erleben...
    • Sammy
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      Trainingsbericht Dressur E-A
      (zusammen mit Unannounced Pleasure)

      "Hallo meine Hübsche!", säuselte ich liebevoll, als ich die Box meiner wunderschönen Hannoveranerstute Unannounced Pleasure betrat. Nebenan kümmerte sich Meg um die Saddlebredstute Shekitt Quinn. Die beiden Stuten waren mittlerweile ordentlich eingeritten und es wurde Zeit, dressurtechnisch weiter mit ihnen zu arbeiten. Deshalb stand für heute der Aufstieg in die Klasse A der Dressur auf unserem Programm und ich war mir sicher, dass die gelehrigen, braven Stuten diese Anforderungen mit Leichtigkeit meistern würden. Ich halfterte Pleasure auf und führte sie nach draußen auf dem Putzplatz, Meg folgte mir mit Quinnie. Noch war das Wetter so schön, dass wir draußen trainieren konnten. Nachdem ich mein Stütchen in aller Ruhe geputzt hatte, bandagierte ich ihre schlanken Beine und sattelte sie anschließend auf. Dann führten wir Quinn und Pleasure am langen Zügel zum Dressurplatz, stellten sie auf der Mittellinie auf und schwangen uns leichtfüßig in die Sättel. Shekitt Quinn blieb brav stehen und wartete geduldig auf Meg`s nächstes Kommando. Sie hatte wirklich einen unglaublich angenehmen Charakter. Neben Paradises Rafinesse und Mizzi sollte sie zu meiner Saddlebred-Linie beitragen und stellte hoffentlich eine Bereicherung dar. Aber eigentlich war ich davon fest überzeugt. Shekitt Quinn konnte neben einer herrausragenden Abstammung auch mit einem perfekten Exterieur und sehr schönen Gangarten aufwarten. Unannounced Pleasure dagegen tänzelte unruhig auf der Stelle und warf ihren schönen Kopf in die Höhe. In dieser Hinsicht war sie wirklich genau wie ihre beste Freundin Reminiscent Inspiration, die bereits seit längerer Zeit im Training stand. Doch auch Pleasure sollte irgendwann meine Hannoveranerlinie bereichern. So in Gedanken versunken, wärmte ich die junge Stute im Schritt und Trab auf, galoppierte sie auf jeder Hand eine Runde ab und begann dann mit den heutigen Lektionen. Das wären die Schritt-Galopp-Übergänge, das Rückwärtsrichten, Viereck verkleinern und vergrößern, sowie die Vorhandwendung. Ich beschloss mit Ersterem zu beginnen und ritt im Schritt zur zweiten Ecke der langen Seite. Kurz vor der Ecke legte ich mein äußeres Bein eine Handbreit hinter den Gurt, stellte Pleasure nach innen und schnalzte auffordernd mit der Zunge. Pleasure war unglaublich sensibel und sprang sofort richtig an. Ich kraulte ihr lobend den Hals und wiederholte die Übung einige Male auf beiden Händen. Der Übergang zum Schritt war um einiges schwieriger, da Pleasure sich weigerte, in die langsamere Gangart zu wechseln. Doch nach mehreren Wiederholungen klappte der Übergang in beide Richtungen zufriedenstellend. Bei Meg und Quinn sah es ähnlich aus. Der Übergang zum Galopp klappte auf Anhieb perfekt, in die andere Richtung klappte das Ganze nicht ganz so gut, da der Übergang anfangs doch noch recht holprig aussah. Indem Meg Quinn jedoch immer mehr versammelte und sie früher auf das Kommende vorbereitete, schaffte die Stute den Übergang bald spielend. Nun gönnten wir den jungen Stuten eine kurze Schrittpause, bevor wir mit dem Rückwärtsrichten weiter machten. Dazu ritt ich Unannounced Pleasure zu C, während Meg mit Shekitt Quinn zu A ritt und parierte sie dort zum Halten durch. Anschließend hoben wir uns leicht aus dem Sattel, ließen die Zügel anstehen und sagten: "Back!". Zuerst spielten die jungen Stuten nur verwirrt mit den Ohren, doch eigentlich kannten sie das Kommando ja bereits von unserer Bodenarbeit. Quinnie machte den ersten Schritt und verlagerte ihr Gewicht nach hinten. Sofort ließ Meg die Zügel locker und lobte die braune Stute, bevor sie es erneut versuchte. Pleasure brauchte einen Moment länger, schaffte es mit meiner Bestärkung dann aber schneller, die Lektion zu bewältigen. Als beide Stuten zuverlässig eine Pferdelänge rückwärts treten konnten, gönnten wir ihnen eine weitere Pause, um gleich darauf mit Viereck verkleinern und vergrößern weiter zu machen. Das Schenkelweichen hatten wir ja bereits für Klasse E erarbeitet, nun wurde es ein wenig schwieriger. Ich ritt mit Pleasure voraus, stellte sie Stute bereits in der zweiten Ecke der kurzen Seite nach außen, trieb mit dem äußeren Schenkel vorwärts-seitwärts und legte den inneren verwahrend hinter den Gurt. So ließ ich die Stute bis eine Länge vor E weichen, stellte sie für zwei Pferdelängen geradeaus und ritt anschließend im Seitwärtsgang zum Hufschlag zurück. Anschließend parierte ich Pleasure zum Halten durch und sah Meg und Quinn zu. Meine junge Freundin strahlte immer noch über die Ehre, tatsächlich eines der Pferde trainieren zu dürfen. Doch mittlerweile war Meg so gut, dass ich ihr diese Aufgabe ohne Probleme anvertrauen konnte. Auch Quinn meisterte die Aufgabe hervorragend, sodass wir gleich zur nächsten und damit letzten Lektion für heute übergehen konnten - der Vorhandwendung. Wir stellten die beiden Stuten auf dem zweiten Hufschlag auf, stellten sie leicht nach außen, trieben mit dem äußeren Schenkel seitwärts und legten das innere verwahrend hinter den Gurt. Dabei achteten wir vor allem darauf, dass Pleasure und Quinn keinen Schritt nach vorn machten, sondern wieder geschlossen zum Stehen kamen. Danach ließen wir die Zügel lang und ritten unsere beiden Hübschen trocken, beide hatten den Aufstieg in die Klasse A der Dressur hervorragend gemeistert!
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  • Album:
    Gnadenweide
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    Sammy
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    28 Sep. 2015
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  • Shekitt Quinn
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    Spitzname: Quinnie

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    ~ Abstammung ~
    Von:
    Silenc Dream
    V: unbekannt
    M: unbekannt

    Aus der: Season`s Princess
    V: Winston
    M: Small Fly


    --------------------------------------------------

    Rasse: American Saddlebred
    Geschlecht: Stute
    Geburtsdatum: 15. April 2013
    Stockmaß: 1.59 m
    Fellfarbe: Brauner
    Kopfabzeichen: Blesse
    Beinabzeichen: 4x weiß gestiefelt

    --------------------------------------------------

    ~ Beschreibung & Charakter ~
    Shekitt Quinn ist eine sehr ruhige Stute, sodass sie früher unter den anderen Fohlen nie wirklich auffiel. Während die anderen wild über die Koppel rannten, blieb sie bei der Mutter und entfernte sich kaum einen Meter von ihr. Auch Menschen gegenüber ist sie sehr anhänglich und vertraut ihnen blind.
    Das bisherige Training zeugte bisher immer schnell von Erfolg, da sie sehr aufmerksam bei der Sache ist. Diese Eigenschaft wird sich sicherlich positiv auf ihren weiteren Lebensweg auswirken.

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    Besitzer: Sammy
    Vorbesitzer: Elii
    Ersteller: Elii
    Vkr:
    Elii

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    ~ Qualifikationen ~
    Dressur:
    S
    Fahren: S
    Gangreiten: S

    --------------------------------------------------
    ~ Schleifen ~
    Gewinnerin der SK[438] Stuten mit Abzeichen
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    3. Platz beim 48. Gangturnier
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    1. Platz beim 56. Gangturnier
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    1. Platz beim 343. Dressurturnier
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    3. Platz beim 346. Dressurturnier
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    3. Platz beim 60. Gangturnier
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    2. Platz beim 73. Gangturnier
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    ~ Sonstiges ~
    Zuchtfähig: Ja
    Nachkommen: ///
    Geschwister: ///