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Stelli

Shavalou | Hannoveraner

15 Punkte

Shavalou | Hannoveraner
Stelli, 13 Aug. 2020
Wolfszeit, Zaii, Bracelet und 4 anderen gefällt das.
    • Stelli
      Pflegebericht September 2020
      Nun war es bereits wieder soweit. Wir hatten den August hinter uns gelassen. Es fallen bereits die ersten Blätter von den Laubbäumen und es dauert nicht mehr lang, bis die triste Wiiterung mich wieder einholt. Wie ich diese Zeit hasse. Nichtsdestotrotz mussten meine Pferde verworgt werden. Nachdem ich Rosenzauber di Royal Peerage, Shavalou, Sezuan, Diamond's Shine, Blue Moon II, PFS' Colours of life, It's Tea Time und Smarty Jones raus auf die Koppeln gebracht hatte, machte ich mich an die Stallarbeit und ließ den August revue passieren. Der August hatte mir uns meinen Pferden zahlreiche Platzierungen auf den verschiedensten Turnieren beschert. Kaum zu glauben, wie sich meine Pferde in der kurzen Zeit entwickelt hatten. Nicht zu vergessen meinen Neuzugang Shavalou, den ich angeritten erworben konnte. Ich lächelte. Der August war wundervoll, wie sehr ich die warmen Tage vermissen würde. Durch Corona war der Sommer recht bescheiden und ich konnte kaum etwas aus dem Sommer gewinnen. Es schien, als hätte ich den Sommer verpasst. Schade.. Nachdem ich die Stallgasse gefegt hatte, ging es ans Bewegen meiner Vierbeiner. Diamond's Shine und Sezuan wurden ein wenig von mir und meinem Freund auf dem Reitplatz gesprungen. It's Tea Time ritt ich anschließend etwas Dressur. Mit Blue Moon und Colours of Life gingen mein Freund und ich eine gemütliche Runde ins Gelände. Smarty Jones wurde locker am Halfer longiert und Shavalou wurde ausgebunden longiert. Rosenzauber wurde wieder an das Jungpferde ABC erinnert und wieder etwas gefördert. Alles in Allem ging die Arbeit recht schnell von statten. Machte aber auch Spaß, zusammen mit meinem Freund die Pferde zu versorgen und zu bewegen. Lasst uns hoffen, dass der September uns noch ein paar schöne Tage beschert....
    • Stelli
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      Galopprennen Klasse A -> L

      Ich hatte schon lange die Idee, mein Pferd Shavalou im Rennen zu trainieren. Also beschloss ich kurzerhand, dies in Angriff zu nehmen. Ich holte meinen Hannoveranerhengst aus seiner Box und machte ihn fertig. Ich machte seinen Springsattel auf den Rücken und gurtete diesen fest. Nachdem wir bereit waren, schwing ich mich auf seinen Rücken und ritt gemütlich im Schritt zur Rennbahn. Diese lag außerhalb meiner Reitanlage, deswegen mussten wir ein Stück dorthin reiten. Was aber an sich nicht schlimm war, denn so konnten wir uns auf dem Weg dorthin gut aufwärmen. Als wir nach ungefähr fünfundzwanzig Minuten eine schöne Waldstrecke erreichten, trabte ich ihn an. Wenig später fanden wir uns auf der Rennbahn wieder. Auch hier trabte ich erstmal eine Runde rechts und danach links herum, damit wir wirklich gut aufgewärmt waren. Anschließend galoppierte ich Shavalou nochmal in einem ganz lockeren Tempo die Bahn entlang. Dann waren wir bereit für das eigentliche Training. Ich platzierte mein Pferd und mich an der Startlinie und wartete, dass das programmierte Lichtsigal auf grün umschaltete. Ich sah an der Startertafel, dass die Sekundenzahl runterzählte. Drei....zwei....eins... go. Aus dem Stand galoppierte ich meinen motivierten Hengst an. Ein Ruck ging durch seinen braunen Körper und er startete durch. Wenn es auch ein klein wenig unerwartet für mich war, dass er so einen Blitzstart hinlegte, sammelte ich mich rasch und konzentrierte mich aufs Training. Ich ging in den leichten Sitz und lehnte mich dicht über den Hals meines Pferdes. Shavalou galopierte mit großen, energischen Galoppsprüngen die Rennbahn entlang. Ab circa der Hälfte der Strecke merkte ich allmählich, wie ihm die Kraft ausging. Nichtsdestotrotz motivierte und trieb ich ihn zum weitergaloppieren. Er war ganz schön schlapp und matt, als wir durch die Lichtschranke galoppierten. Ich ließ ihn locker ausgaloppieren und austrabten, bis er unter mir schnaufend zum Schritt durchparierte. Da stand noch einiges an Arbeit aus. Besonders die Sache mit der Kondition. Ich lobte Shavalou und ritt ganz gemütlich zum Stall zurück. Nach einer halben Stunde kam ich Zuhause an; ich hatte für den Rückweg den kurzen Weg gewählt. Zusammen mit meinem Freund heckten wir einen Trainingsplan für die kommenden Wochen aus.
      Der Plan stand und ich hielt mich akribisch dran. Wir mussten seine Kondition und die damit verbundene Kraft trainieren. An der Kondition feilten wir, indem wir viel galoppierten. Abwechselnd auf der Rennbahn oder im Gelände. Und ich freute mich immer, wenn ich merkte, dass Shavalous Kraft für zwei Meter mehr ausgereicht hatte. Mit kleinen Schritten nach vorne war das Ziel. Auch, um ihn nicht zu überfordern und seine Gesundheit zu gefährden. Mit der Kondition gewann er auch an Kraft, die wir auch durch kleine Sprünge, wie eine längere Reihe mit kleinen Sprüngen, trainierten. Die vielen In-Outs trainierten seine Hinterhandmuskulatur enorm. Wenige Wochen später konnte man bereits einen deutlichen Unterschied zu den Wochen davor sehen. Optisch, sowie auch im Training. Somit ging es für uns, diesmal in Begleitung meines Freundes, auf die Rennbahn. Shavalou war sehr motiviert heute. Er wirkte auf mich enorm kraftvoll und schnell. Ich war gespannt auf die Zeit, als ich die Ziellinie durchritt. "Gar nicht mal so übel!", meinte mein Freund zu mir. Uns fehlten nur 1,3 Sekunden. Am Gegenwind lag es nicht, da es heute ziemlich windstill war. Also hieß es: weiter trainieren. Somit beschäftigten wir uns die weiteren nächsten Wochen wieder mit Galoppstrecken, diesmal auch bergauf-bergab und natürlich gradeaus. Nach zwei weiteren Wochen hatte ich den Eindruck, dass Shavalou soweit war. Wir gingen erneut auf die nah gelegene Galoppsrecke und versuchten unser Glück. In einer gefühlten Lichtgeschwindigkeit galoppierten wir die Bahn entlang, der Wind peitschte mir ins Gesicht. Ich hatte trotzdem Zweifel, aufgrund des leichten Gegenwindes, ob die Zeit der entsprechend längeren Strecke ausreichen würde, ihn auf die nächste Klasse vorzubereiten. Im Gegensatz zu den Anfängen unseres Galopptrainings hatte ich heute nicht das Gefühl, dass ihm enorm die Kraft ausgeht. Auf den letzten Metern war er natürlich langsamer als am Anfang der Strecke, aber wir beide hatten gelernt, seine Kraft einzuteilen. Anstatt am Anfang Vollgas zu geben, hoben wir uns die Kraft für den letzten Teil der Strecke auf, damit ihm da nicht gänzlich die Kraft ausging. Wir durchritten die Lichtschranke mit einem guten Gefühl. Und endlich: die Zeit stimmte. Ich war super happy mit meinem Hengst und ließ die Zügel zufrieden lang, als er ausgaloppiert- und getrabt hatte. Ein wahnsinns Gefühl. Endlich war Shavalou so weit, Rennen auf L-Niveau zu starten.
    • Stelli
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      Distanz E -> A

      Coronabedingt hatten wir eher eine Flaute, was unseren Ausbildungsbetrieb betraf. Nur vier Aufträge kamen bislang diesen Monat hinein. Ich nutzt diese Zeit intensiv, um mich um meine Schützlinge zu kümmern und diese in dieser Zeit auszubilden. Dabei hatte ich einiges vor mir. Fürstenherz, einer meiner neusten Pferde, stand noch ganz am Anfang seiner Ausbildung, genau wie Leviathan’s Levisto, der meinen Hof am gleichen Tag erreichte wie Fürstenherz. Bei den Beiden stand mir also alles frei, mit was ich beginnen wollte. Shavalou wollte ich in der Distanz ausbilden, da dies die einzige Klasse war, wo er noch keine Erfahrungen sammeln konnte. Sezuan, mein erstes Pferd auf meinem Hof, hatte bereits einige Turniererfolge sammeln können. Hier entschied ich, ihn im Galopprennen auszubilden. Bei den Stuten ging es erstmals für Grey Rose ins Training. Nachdem sie bereits zwei Siege ergattern konnte, ging es diesen Monat für sie in die Ausbildung. Grey Rose erhält im Oktober eine Ausbildung der Dressur zur Klasse A. Zu guter Letzt noch Golden Highlight, welche ich ebenfalls im Galopprennen fördern wollte. Wie man sah, ich hatte ganz schön was vor mir. Momentan aber auch genügend Zeit und Motivation dafür.
      Als mein Trainingsplan stand, ging es los. Ich startete das Training mit meiner Stute Grey Rose. Nachdem ich meine Stute geputzt und gesattelt hatte, ging es los mit dem Training. Ich saß auf und ritt raus auf den Platz. Das Wetter war heute traumhaft! Nachdem ich sie eine gute halbe Stunde ordentlich im Schritt aufgewärmt hatte, trabte und galoppierte dann später auch an. Rose war heute etwas stutig am Bein, aber davon ließ ich mich wenig beeindrucken. Nachdem sie einigermaßen locker war, saß ich im Trab aus und nahm sie im Genick etwas höher. Sie nörgelte anfangs etwas herum, weil es anstrengend für sie wurde, aber nach vielen Handwechseln, Volten und Übergängen bekam ich sie langsam auf meine Seite. Im Schritt probierte ich mich erstmals am Viereck verkleinern. Die erste Reaktion war ein simples Schweifschlagen, aber auch hier wurde sie von Mal zu Mal probieren durchlässiger und verstand langsam, was ich von ihr verlangte. Als ich zufrieden mit ihr war beendete ich die heutige Trainingseinheit und machte mit dem nächsten meiner Pferde weiter. Dies war Golden Highlight, die ich weiter im Rahmen der Stutbucheintragung ausbilden wollte. Die Palominostute wollte ich in der Renndisziplin ausbilden, nämlich von Klasse E zur Klasse A. Nachdem ich Grey Rose weggebracht hatte, holte ich Highlight aus ihrer Box, putzte und sattelte sie, bevor es für uns Beide raus ins Gelände ging. Dort stand zuerst das Ausdauertraining auf dem Plan, da Golden Highlight zugegebenermaßen nicht die allerbeste Kondition besaß. Dies war jedoch der Grundstein für ein ordentliches Rennen der Warmblüter. Die Wege, die wir im Trab und Galopp nichz bestreiten konnten, nahm ich natürlich im Schritt. Mein heutiges Ziel war eine leichte Steigung, die ich im Galopp nehmen wollte. Als wir diese erreichten, galoppierte ich meine Stute noch vor der Steigung an. Da war sie noch ziemlich übermotiviert, wie immer, wenn wir im Gelände galopipierten. Ihre Energie ließ aber rasch nach, als wir den Hügel hochgaloppierten. Ich versuchte, sie etwas über den Schmerzpunkt hinaus im Galopp zu halten, parierte aber frühzeitig durch. Ich merkte, dass wir noch einiges vor uns hatten und ritt am langen Zügel im Schritt zum Stall zurück. Denn dort warteten ja bereits die anderen Pferde auf mich. Nachdem Golden Highlight wieder zum Ausruhen in der Box war, holte ich Fürstenherz, genannt Herzi, aus seinem Stall. Ihn hatte ich erst wenige Tage und bin ihn noch nicht oft geritten, allerdings musste es auch für ihn weiter gehen. Daher machte ich den sensiblen Perlinohengst fertig für unser erstes richtiges Training. Mein Freund baute draußen einen Pacours auf, während ich mit Herzi Schritt ging. Praktisch, denn diesen konnte ich für Leviathan’s Levisto gleichermaßen nutzen, denn beide Hengste befanden sich auf dem exakt selben Ausbildungsstand. Fürstenherz hielt sich am Anfang noch etwas fest, als er um die Sprünge traben und galoppieren sollte, den er war in seinem Leben noch nicht allzu viel gearbeitet worden. Deswegen nahmen wir auch zuerst ein paar Trabstangen, die er schon kannte, bevor wir uns an die ersten kleinen Hüpfer machten. Auch hier merkte man seine anfängliche Unsicherheit, welche aber mit der Anzahl der Sprünge immer kleiner wurde. Wir nahmen erstmal Kreuze und Mini-Steilsprünge, bevor wir uns an Sprünge der Klasse E herantrauten. Schließlich sollte er keine Angst vor wachsender Höhe bekommen. Im gesamten Training verweigerte er zwei Mal, was aber nicht schlimm war. Da fehlte ihm noch Mut und Erfahrung am Sprung. Nachdem er nochmal fein gesprungen war, ließ ich es gut sein. Mein Freund hatte bereits Leviathan’s Levisto gesattelt und Schritt geführt, sodass ich einen nahtlosen Übergang von Pferd zu Pferd machen konnte. Levi war im gegensatz zu Herzi etwas selbstsicherer. Ihn ließen die vielen Sprünge und Stangen relativ unbeeindruckt. Auch, wenn er genauso wenig Erfahrung hatte wie Herzi. Auch bei Levi fang ich erst mit Trabstangen an, bevor wir uns ans Springen machten. Levi nahm alles völlig cool mit seinen sechs Jahren und dachte dabei immer mit. Ich war begeistert von seiner Arbeitseinstellung und ich malte mir schon aus, wie wir mal über Hindernisse der schweren Klasse fliegen würden. Beim ersten Kreuz zögerte er kurz, sprang aber. Ich wiederholte zuerst einige Male das Kreuz, bevor wir uns an die anderen Sprünge trauten. Er hatte total Spaß bei der Sache und machte seinen Job für seinen ersten Pacours fantastisch. Nach ihn spang ich heute nur auf E-Niveau, um ihn nicht zu überfordern. Ich lobte meinen Hengst und ließ ihn am langen Zügel Schritt gehen. Nun standen für heute noch zwei Pferde auf meinem Trainingsplan. Shavalou und Sezuan. Shavalou war der nächste und für ihn stand Distanztraining auf dem Plan. Auch hier befand sich mein Hengst auf dem Einsteigerniveau, welches wir dringend ändern wollten, da auch er eines Tages mal in die Zucht einsteigen sollte. Da er aber schon zu alt für die normale Körung war, musste das über Erfolge geschehen. Und die konnten wir am Besten über ein breites Ausbildungsspektrum sammeln. Also ging es los. Auch für Shavalou ging es – wie bei Golden Highlight – raus ins Gelände. Ein langer Ausritt stand auf dem Plan, um seine Ausdauer zu trainieren. Ich baute einige Trab und viele Galoppreprisen ein, natürlich alles in einem entspannten Tempo. Nach einiger Zeit war mein Hengst allerdings schon ziemlich erschöpft und geschwitzt, da es auch des Öfteren bergauf ging. Auch hier hatten wir in Sachen Kondition noch einiges vor uns. Im Stall zurück ging es ein letztes Mal ins Gelände, dieses Mal jedoch mit Sezuan, meinem KWPN-Hengst. Bei ihm hatte ich das Ziel, ihn im Rennen weiter auszubilden. Auch er stand am Anfang seiner Karriere. Nachdem auch er reitfertig gemacht war, ging es raus in die frische Luft. Ich wählte die selbe Galoppstrecke wir für Golden Highlight’s Training, jedoch war Sezuan zu meiner Überraschung um einiges ausdauernder als meine Stute. Bei ihm wird die Ausbildung nicht so lange dauern, soviel stand fest. Denn: schnell war er auch noch dazu. Abends fiel ich sehr müde ins Bett. Es war viel, aber ich wollte die Förderung meiner Pferde.
      In der ersten Woche wiederholte ich vieles aus dem allerersten Training meiner Pferde. Ich wollte sie nicht überfordern, deswegen nahm ich mir nicht zu viel auf einmal vor, sondern arbeitete mich Stück für Stück voran. Grey Rose wurde jeden Tag durchlässiger und war nicht mehr so ganz nörgelig. Da war ich mir sicher, dass das bald ganz Geschichte sein würde. Auch das Viereck verkleinern und vergrößern saß mittlerweile echt gut. Golden Highlight wurde viel ins Gelände geritten, genau wie Sezuan. Dabei entwickelte sich Sezuan schneller als die Stute, was aber nicht schlimm war. Fürstenherz gewann im Laufe der Woche immer mehr an Selbstsicherheit im Pacours und auch Levisto’s Leviathan setzte nochmal einen drauf, was seinen Mut betraf. Trotzdem blieb der Pacours die Woche auf dem untersten Niveau. Bei Shavalou merkte ich nicht allzuviel von einer Entwicklung, kann man aber in der ersten Woche auch nicht wirklich erwarten. Sein Futter wurde angepasst und ich war auf die nächsten Wochen gespannt.
      Woche zwei war interessant. Grey Rose machte eine unglaubliche Entwicklung und kam immer mehr aufs Hinterbein. Ich hatte mich inzwischen an die Verstärkungen im Trab und Galopp gemacht, was sie auch sehr gut umsetzte. Es dauerte nicht mehr lang, bis man sie definitiv in der Klasse A vorstellen konnte. Mit Golden Highlight und Sezuan bin ich in der Woche zwei Mal auf die Galopprennbahn gefahren, um mal auf einer Rennstrecke trainieren zu können. Ganz langsam merkte man das Ausdauertraining von Golden Highlight, während Sezuan schon beinahe die Idealzeit der Klasse A erreicht hatte. Bei der Stute würde das sicher noch zwei, drei Wochen dauern. Bei Sezuan könnte es sein, dass er in der nächsten Woche schon soweit war. Unsere zahlreichen Ausritte machten sich anscheinend bezahlt! Fürstenherz wurde immer selbstbewusster und mittlerweile sprang er sehr zuverlässig einen E-Pacours, sodass wir in der kommenden Woche sicherlich den Pacours höher ziehen konnten. Lecianthan’s Levisto dagegen war so Feuer und Flamme fürs Springen, dass wir uns schon auf einem guten A-Niveau befanden. Nur in der Kombination wurde er manchmal etwas unsicher, aber das dürfte auch bald Geschichte sein. Shavalous Futteroptimierung machte sich deutlich bemerkbar und er gewann zusehends an Kondition, welche für den Distanzsport unerlässlich war. Ganz sachte verlängerten wir unsere Ritte peu à peu, damit er weiter an Ausdauer und Kraft zulegte. Ich war gespannt auf Woche drei meiner Ausbildung.
      Mittlerweile waren Grey Rose’ Verstärkungen deutlich sichtbar und auch die Rückführung klappte immer besser. Ich konnte jegliche Lektionen der Klasse A abrufen, dazu gehörte Vierekc verkleinern oder vergrößern im Schritt, Tritte verlängern im Trab und Galopp und natürlich das etwas höher getragene Genick. Ich ritt zur Überprüfung des Ausbildungsstandes eine abschließende A-Dressur durch und war sehr zufrieden mit der Trakehnerstute. Ihre Ausbildung war fürs erste abgeschlossen. Nun konnte sie sich die nächsten Tage entspannen, bis es für sie nächsten Monat weiterging mit Festigung der gelernten Lektionen und Vorbereitung auf die Klasse L. Mit Golden Highlight und Sezuan war ich, wie letzte Woche auch, zwei Mal auf der Rennbahn. Ein dort angestellter Trainer unterstützte uns diese uns letzte Woche sehr gut, sodass auch Golden Highlight langsam sichtbare Fortschritte machte. Shavalou nahm das ganz gelassen, für ihn schien diese Aufgabe beinahe ein Klacks zu sein. Jede Runde rannte er eine vorbildliche Zeit, was auch den Trainer beeindrucke. Bei seiner letzten Runde nahm er nochmals die Zeit. Ich beugte mich während des Rennens dicht über seinen Hals und ließ ihn einfach unter mir galoppieren. Mittlerweile war diese Runde schon kein Problem mehr. Mit einer spitzen Zeit rannte er ins Ziel und auch der Trainer war beeindruckt. „Ja… Gratulation, eine spitzen Zeit! Da gibt es nichs mehr hinzuzufügen.“, meinte er nur, worauf ich sehr stolz war. Auch Sezuan hatte es geschafft und befand sich auf Klasse A des Galopprennens. Golden Highlight würde sicherloch noch ein paar Wochen brauchen, bis sie nachziehen würde. Bei Fürstenherz hatten wir uns mittlerweile an einen höheren Pacours getraut, kaum merklich hochgezogen. Aber mittlerweile hatte er wirklich Spaß dabei und seine anfängliche Unsicherheit war gänzlich verflogen. Er sprang jetzt schon fast auf einem soliden A-Nivau. Leviathan’s Levisto hingegen war schon durch mit der Ausbildung auf die nächsthöhere Klasse. Er hatte so viel Mut und Ehrgeiz entwickelt, dass ich dachte, er würde über Häuser mit mir springen. Egal welcher Unterbau, egal welche Sprünge aufgebaut waren: er sprang ausnahmslos alles. Immer mit dem Wille, alles richtig zu machen. Der abschließende A-Pacours war ein Witz für ihn. Fehlerfrei übersprang er die neun Sprünge, bestehend aus Steilsprüngen, Oxern und einer Kombination aus Steilsprung und Oxer. Es würde nicht lange dauern, bis ich ihn schon im L-Springen vorstellen konnte. Die Einstellung des Fuchshengstes war abnormal! Shavalou hat auch einen enormen Sprung in seinem Training gemacht. Er wurde immer ausdauernder und kraftvoller und schaffte schon locker eine Distanz von fünfunddreißig Kilometern. Jetzt brauchten wir nur noch zehn Kilometer zusätzlich, damit er sich auf der Klasse A befand. Unser Training ging also weiter. Viel ins Gelände, viel Trab und Galopp, ab und an mit Steigung. Ich war gespannt auf die nächste Woche.

      Grey Rose, Leviathan’s Levisto und Sezuan waren bereits durch mit der aktuellen Trainingseinheit. Golden Highlight war die Erste auf dem Plan. Wir hatten weiterhin viel an ihrer Kraft gearbeitet und fuhren heute zum abschließenden Training in die Rennarena. Ich war nervös, ob sich unser intensives Training auszahlen würde. Als der Startschuss fiel galoppierte meine Palominostute sehr ehrgeizig nach vorne. Ich schmiegte mich an ihren Hals und feuerte sie an. Wir bogen recht fix auf die Ziellinie ein, wo der Trainier bereits an der Reling stand und uns akribisch beobachtete. Wir durchritten die Lichtschranke mit einer schönen Zeit. Da abschließende Gespräch war zufriedenstellend, wir müssen zwar immernoch an unserer Schnelligkeit arbeiten, aber sie hatte es geschafft. Golden Highlight rennt ab heute nun auf der Klasse A mit. Ich war sehr stolz auf meine Stute, aber mussten natürlich weiter dranbleiben und uns stetig verbessern. Auch Fürstenherz hatte sich zur vorherigen Woche nochmal gesteigert. Wir sind wieder viel gesprungen und hatten an seiner Technik gearbeitet. Und wirklich, im Vergleich zu seiner Anfangszeit als Springpferd war keine Spur mehr zu sehen. Er war Mutig am Sprung geworden, machte sich auch schon selbst die Distanzen passend. Der Abschlusspacours war eine Leichtigkeit für ihn geworden. Fehlerfrei sprang er den ein Meter hohen Pacours mit Freude durch. Ich war begeistert von ihm! Ich war mir sicher, dass er mit wachsender Selbstsicherheit auch in anderen Sparten ein tolles Turnierpferd werden wird. Zu guter Letzt konnte ich auch zufrieden mit er Entwicklung von Shavalou sein. Kurzerhand entschloss ich, mich an die fünfundvierzig Kilometer lange Distanz zu trauen. Die Strecken vorher waren schon keine Herausforderung mehr für ihn, hatte mich aber noch nicht an längere Strecken getraut. Zu meiner Überraschung nahm er die lange Strecke aber mit ziemlicher Coolness. Und das auch in einer vorzeigbaren Zeit. Stolz wie Bolle berichtete ich meinem Freund von diesem Fortschritt. Auch er war nun zu guter Letzt auf A-Niveau angekommen. Nun konnte es mit allen Pferden weitergehen!
    • Stelli
      Pflegebericht November 2020
      So langsam wurde es kalt draußen. Nachts gab es bereits schon Frost und das Jahr neigte sich dem Ende zu. Nichtsdestotrotz mussten die Pferde – wie jeden Tag – versorgt werden. Nachdem ich mir meinen Mantel und die dicken, wetterfesten Schuhe angezogen hatte, ging es raus in die Kälte und in den Stall. Ich wurde mit einem erwatungsvollem Wieheren begrüßt. Die Pferde wussten genau, dass es Zeit fürs Frühstück war. Nachdem ich auch dem letzten Pferd sein Kraftfutter gegeben hatte, wartete ich kurz, bis ich die ersten Pferde bewegen und rausstellen konnte. Heu gab es heute ganz früh schon. In der Zeit, wo die Pferde gefressen hatten, machte ich einen heutigen Tagesplan:


      PFS‘ Colours of Life – Geländeritt mit Blue Moon


      Blue Moon II – Geländeritt mit Colours of Life


      Sezuan – Dressurtraining


      Diamond’s Shine – Longentag


      Smarty Jones – Koppeltag


      Shavalou – Springtraining


      Leviathan’s Levisto – lockeres Reiten


      Fürstenherz – lockeres Reiten


      It’s Tea Time – Koppeltag


      Golden Highlight – Koppeltag


      Grey Rose – Dressurtraining


      Rosenzauber di Royal Peerage – Fohlen ABC


      Als ich fertig war, ging es wenig später auch ans Eingemachte. Zum Glück hatte ich meinen Freund, der genauso Pferdeverrückt ist wie ich es bin. So ging alles viel schneller.


      Nachdem die Pferde nach ihrem jeweiligen Tagesprogramm bewegt waren, gingen sie natürlich raus auf die Koppel. Nach dem letzten Pferd war der Großteil des Tages schon vorbei. Wir misteten noch die Boxen und streuten sie neu ein, als alle Pferde auf Koppel und Paddocks waren. Wir bereiteten das Futter für heute Abend vor und gaben bereits Heu in die Boxen.


      Am Abend holten wir alle Pferde nacheinander in den Stall und fütterten noch Kraftfutter. Vor dem Schlafengehen machten wir unsere Kontrollrunde und sahen noch einmal nach PFS‘ Colours of Life, Blue Moon II, Sezuan, Diamond’s Shine, Smarty Jones, Shavalou, Leviathan’s Levisto, Fürstenherz, It’s Tea Time, Golden Highlight, Grey Rose und Rosenzauber di Royal Peerage. Alles war in Ordnung und alle mümmelten zufrieden ihr Heu. Somit konnten wir den Abend in Ruhe ausklingen lassen.
    • Stelli
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      Distanz A -> L

      Und zack, war das Jahr auch schon fast wieder rum. Mittlerweile hatten wir schon November. Nächsten Monat ist schon Weihnachten und auch Silvester. Wahnsinn, wie die Zeit gerannt war. In der Zeit war auch nicht viel los. Corona wütete immernoch durch unsere Pläne und Vorhaben, deswegen hatte ich viel Zeit, mich meinen Pferden zu widmen. Daher plante ich einen neuen Trainingsabschnitt für meine Vierbeiner. Diesen Monat betrifft es Grey Rose, welche ich in der Distanz von Klasse E auf A trainieren wollte, Fürstenherz, der in der Dressur von E nach A trainiert werden soll, genau wie sein Boxennachbar Leviathans Levisto. Shavalou wollte ich auch im Distanzbereich weiter fördern und Sezuan wollte ich ebenso in dieser Disziplin von Klasse E auf A trainieren. Also hatte ich drei Pferde in der Distanz und zwei in der Dressur. Ich freute mich riesig drauf, denn so konnte ich mehrere Pferde auf einmal mit zum Training nehmen.


      Also ging es auch schon relativ schnell los, nachdem ich den Trainingsplan geschrieben hatte. Ich begann heute mit dem Distanztraining von Grey Rose, Shavalou und Sezuan. Da ich aber nicht alle Pferde auf einmal reiten konnte, was sehr schade ist, teilte ich mir das Training mit meinem Freund. So konnten wir uns prima gegenseitig unterstützen. So machten wir Grey Rose und Shavalou fertig. Heute nahm ich die Stute und mein Freund den Hengst. Im Distanzsport war es wichtig, dass man die Ausdauer und nachher auch die Schnelligkeit trainiert. Somit widmeten wir uns heute dem Punkt der Ausdauer. Wir sattelten beide Pferde und gingen ins Gelände. Wir wählten für den heutigen Tag eine Strecke mit vielen Hügeln, Steigungen und Hängen, damit wir gleichzeitig auch an der Kraft feilen konnten. Zuerst ritten wir gemütlich im Schritt, nachher aber auch im Trab und Galopp die Steigungen hinauf. Bergab ging es nur im Schritt, da ich zu viel Sorge um die Beine habe. Generell, immer. Meine Pferde müssen nicht auf Biegen und Brechen trainiert werden, die Gesundheit steht dabei immer an erster Stelle. Wir merkten, dass Grey Rose und Shavalou schon ziemlich schnell müde waren, weswegen wir das Training langsam beendeten. Mit Sezuan wählte ich die gleiche Strecke, nachdem wir Grey Rose und Shavalou weggebracht hatten. Sezuan war schon mehr ‚an‘ als die anderen Beiden. Ihm fiel die Hanglage deutlich einfacher, er hatte aber einfach auch einen unheimlichen Ehrgeiz entwickelt. Aber auch hier ließ ich es nach einer halbe Stunde klettern gut sein, damit die Muskulatur nicht übersäuerte. Ich war gespannt, wie die Pferde sich morgen im Training zeigen würden. Als ich wieder Zuhause war waren noch Fürstenherz und Leviathan’s Levisto dran, die mein Freund bereits beide gesattelt hatte. Die zwei Hengste müssen langsam näher an die Dressur gebracht werden, und wir würden heute den Grundstein dafür legen. Beide befinden sich zum aktuellen Zeitpunkt auf einem soliden, vielleicht auch ausbaufähigem E-Niveau. Schritt, Trab und Galopp konnte man in sicherer Anlehnung abrufen, vielleicht auch mal ein Schenkelweichen reiten, mehr aber auch nicht. Ich war gespannt, wie sich die Beiden machen würden. Auch hierbei half mir mein Freund, der wegen Corona ähnlich wenig zu tun hatte wie ich. Er schwang sich auf Levi’s Rücken, ich ritt heute Fürstenherz. Wir ritten die Hengste erstmal ordentlich warm, bevor wir locker antrabten und erstmal leichttrabten. Wir lösten die Beiden erstmal in einem schönen vorwärts-abwärts mit vielen Handwechseln und Hufschlagfiguren. Im Galopp nahmen wir erstmal ein frisches Grundtempo ein, bevor es an die Arbeit ging. Im Trab saßen wir nun aus, auch das war kein Problem für Leviathan’s Levisto und Fürstenherz. Levi hob sich ab und an Mal raus, was aber sofort korrigiert werden konnte. Im Trab hieß es nun: versuchen, das Genick etwas weiter oben zu halten, während wir aussitzen. Das klappte gut, aber schließlich war das auch Teil unseres täglichen Trainings. Eigentlich mussten die Hengste nur die Verstärkungen und das Viereck verkleinern/vergrößern lernen. Heute widmeten wir uns aber zuerst nur den Basics. Ansatzweise testeten wir, ob das Viereck verkleinern möglich war, einzuleiten. Fürstenherz verstand auf Anhieb, was ich von ihm wollte. Levi hingegen war am Anfang recht klemmig und wollte kaum seitwärts treten, aber nach dem dritten Anlauf machte es auch bei ihm langsam ‚klick‘.


      In der ersten Woche des Trainings gingen wir mit Grey Rose, Shavalou und Sezuan viel ins Gelände. Abwechselnd ritten wir viel am Hang, denn das steigerte enorm die Kraft und somit die Ausdauer. Es war gut, dass wir zu zweit waren, denn die Pferde motivierten sich täglich gegenseitig. Wir ritten aber auch immer in anderen Konstellationen. Mal Grey Rose mit Shavalou, mal Sezuan und Shavalou, oder Grey Rose mit Sezuan. Wir Pferde wurden zum Mal zu Mal eifriger. Grade, wenn es auf die lange Galoppstrecke ging. Mittlerweile mussten wir die Trainingseinheiten von Dressur und Distanztraining splitten, denn die Distanzritte wurden immer länger und ausgedehnter. Bei den Galoppstrecken versuchten wir, die Pferde anfangs immer in einem ruhigen Grundtempo zu halten und die Energie nicht auf einmal zu verbraten. Das ging anfansg nur mäßig gut, grade die beiden Hengste Sezuan und Shavalou schaukelten sich gegenseitig ziemlich hoch, weswegen wir diese Konstellation zum Ende der Woche hin eher nicht mehr wählten. Bei Levi und Fürstenherz machte sich das Dressurtraining auch ganz gut. In der ersten Woche konnten wir noch eine signifikanten Unterschiede feststellen, was aber ok und auch normal war. Lieber step by step aber dafür richtig. Wir hatten uns so langsam an die Verstärkungen in Trab und Galopp rangetastet. Da beide Pferde mit einem netten Gangwerk ausgestattet sind, macht das die Verstärkungen einfacher. Nur das Abfangen brauchte noch mehr Durchlässigkeit und musste schneller gehen. Das ist fohl der Fokus für Woche zwei des Trainingsprogramms.


      In der zweiten Woche begannen wir auch hier wieder mit der Distanzarbeit. Es war toll, die Pferde so zu erleben. Gefühlt täglich bekamen sie mehr Kraft und Ausdauer und hatten einfach Spaß an der Arbeit im Gelände. Wir nahmen trotzdem immer mal wieder die Hanglage mit, damit auch weiterhin die Hinterhand gestärkt wird. Aber der Fokus lag definitiv auf den langen Strecken, die wir im Schritt, aber natürlich auch Trab und Galopp nahmen. Die Pferde hatten mittlerweile gelernt, in einem gleichmäßigen, ruhigen Tempo zu laufen, um sich die Kraft einzuteilen. Ziel dieses Trainings im November war, dass die Pferde an der vierzig Kilometer Marke kratzten. Neununddreißig Kilometer mussten sie bis zur Klasse A in einer Durchschnittsgeschwindigkeit von zehn km/h zurücklegen. Wir schafften mittlerweile gute dreizig Kilometer, danach waren die Pferde aber auch ziemlich erschöpft und am Ende der Kräfte. Es hieß also: Weitertrainieren und dran bleiben. Ich hatte das Gefühl, in zwei Wochen dürften alle Pferde die vierzig Kilometer in geeigneter Zeit schaffen. Grey Rose konnte nach meinem Gefühl jetzt schon beinahe die vierzig Kilometer schaffen, denn sie hatte einen unglaublichen Ehrgeiz. Die Hengste waren etwas schwächer als sie, grade Shavalou brauchte recht lange um Kraft und Ausdauer aufzubauen. Sezuan befand sich nach Woche zwei in einem guten Mittelfeld. Daher hieß es weiter Ausdauer trainieren. Bei den Dressurlern verlief die zweite Woche ähnlich erfolgreich. Fürstenherz hatte mittlerweile verstanden, dass Rahmenerweiterung gefragt wurde bei den Verstärkungen. Er konnte seine Beinchen sehr gut in Szene setzen, was mich unheimlich stolz machte. Aber auch Leviathan’s Levisto verstand das Prinzip so langsam, auch wenn er mehr Springpferd als Dressurpferd werden wollte. Dennoch glaube ich an das Potenzial des Fuchshengstes. Wir übten auch viel am Seitwärtsgehen und somit war das Viereck verkleinern und vergrößern seit dieser Woche bei beiden Hengsten kein Problem mehr.


      Woche drei des Workouts war großartig. Meine fünf Pferde machten einen gewaltigen Sprung nach vorne, das Training trug endlich Früchte. Leviathan’s Levisto und Fürstenherz waren mittlerweile wirklich auf einem guten A-Niveau der Dressur angekommen. Sobald es auf die Diagonale ging im Trab, gingen die Öhrchen nach vorne und ab die Post. Man musste beide regelrecht bremsen, mal nicht zuzulegen wenn man durch die ganze Bahn wechseln wollte. Zum krönenden Abschluss wollte ich auf beiden Pferden eine A-Dressur zur Überprüfung des Leistungsstandes durchreiten. Zuerst machte ich Leviathan’s Levisto dafür fertig. Wenig später konnte es dann auch schon losgehen. Aufgewärmt und bereit für unsere erste richtige A-Dressur. Mein Freund saß am Rand des Reitplatzes und laß mir die Aufgabe vor. Mittellinie einreiten und Grüßen war grade und geschlossen. Das Antraben vom Fleck weg war schonmal besser und durchlässiger, alles aber noch im Rahmen. Mittlerweile konnte ich wirklich spüren, wie Levi unter mir anfing zu schwingen. Schritt, Trab und Galopp waren kein Problem. Auch das Zulegen im Trab und Galopp war deutlich sichtbar herausgeritten, auch das Abfangen wurde immer besser. Das Viereck verkleinern war nach vielem Üben auch keine Hürde mehr für den KWPN-Hengst. Ich war sehr zufrieden mit seinem Werdegang als zukünftiges Springpferd auf Abwegen. Danach war die Leistungsüberprüfung von Fürstenherz dran. Auch mit ihm ritt ich die gleiche Aufgabe. Die erbrachte Leistung war sogar noch besser als die von Levi. Fürstenherz war einfach ein tolles Dressurpferd, der wusste, wie man sich präsentiert. Er wusste auch einfach, dass er schön ist. Auch hier waren die Kernlektionen wie Tritte verlängern im Trab und Galopp sowie Viereck verkleinern im Schritt sauber geritten und deutlich erkennbar. Auch hier konnte man vermerken, dass sich Herzi auf sicherem A-Niveau befand. Somit war dieser Part der Trainingssession im November abgeharkt und beide Pferde liefen zuverlässig auf A. Nun mussten wir noch das Distanztraining abschließen. In der Woche waren wir wieder viel im Gelände und erweiterten jeden Tag peu a peu die Strecke. Sie hatten mittlerweile enorm Kraft und Ausdauer bekommen. Auch Shavalou, der immer erst ein wenig brauchte, bis er mithalten konnte. Grey Rose und Sezuan hatten eine unglaubliche Entwicklung in der doch eher kurzen Zeit gemacht. Somit konnten wir sonntags auswärts fahren, um unser Können unter Beweis zu stellen. Damit wir nicht zwei Mal fahren mussten, fragte ich eine Freundin, ob sie eins meiner Pferde auf dem Distanzritt reiten konnte. Sie willigte ein und nach einem Probetraining, welches super war, konnten wir zu Dritt in den Kampf ziehen. Ich ritt Sezuan, mein Freund Shavalou und Lara, meine Freundin, Grey Rose. Nachdem wir die Pferdehänger bepackt hatten, ging es los zur auswärtigen Distanzstrecke. Die Pferde waren auf fremden Terrain relativ entspannt und ich konnte es kaum erwarten, bis es losging und wir das harte Training endlich abschließen konnten. Nachdem wir gesattelt hatten, ging es los. Der Prüfer nahm die Zeit, jedoch ließen wir es ganz entspannt angehen. Wir hatten eine Menge Spaß auf unserem Distanzritt und bauten viele Trab und Galoppstrecken abwechselnd ein. Wir waren einige Stunden unterwegs, wie lange wusste ich gar nicht. Ich hatte jegliches Zeitgefühl verloren und war fast traurig, als der Ritt schon vorbei war. Shavalou musste jedoch noch eine Runde weiter, um die neunundfünfzig Kilometer für das L-Niveau voll zu machen. Aber auch das war ein Klacks für ihn, obwohl er es nicht so lustig fand, erst von seinen Pferdefreunden wegzureiten. Der Ritt danach war aber weiter entspannt und harmonisch. Jedoch war Shavalou nach fast sechzig Kilometern ganz schön kaputt, auch von der innerlichen Aufregung. Der Richter gratulierte uns recht herzlich zu den bestandenen neununddreißig Kilometer in einer guten Zeit. Somit war es amtlich: Grey Rose, Shavalou und Sezuan liefen auf A-Niveau, Shavalou auf L-Niveau, was Distanzritte betrifft. Glücklich und zufrieden mit den Leistungen der Pferde und deren Werdegänge in den letzten Wochen machten wir uns auf den Weg Richtung Heimat, wo wir die Stufenerhöhungen der Pferde ausgiebig in kleinem Kreis bei einer Flasche Sekt feierten.
    • Laraya13
      Hufschmiedebericht „Swedish Steels – Nordische Hufeisen und mehr“
      Datum: 29.11.2020
      Zeichen: 1516 mit Leerzeichen




      Björn |
      Ich war gerade mal wieder in Europa unterwegs und hatte ein paar Aufträge in Deutschland, so führte mich mein Weg wieder auf den Hof von Stelli. Als ich ankam, wartete Sie bereits mit dem Hengst Shavalou am üblichen Platz. Nach einem Begrüßungsplausch bereitete ich alles vor und Stelli band den Hengst am Ring fest. Ich nahm meine Zange und machte mich erstmal daran, die alten Hufeisen vorne zu entfernen, danach fing ich mit dem üblichen an. Irgendwie hatte Stelli nur Pferde mit unkomplizierten Hufen - vorne war ein wenig Raspeln nur nötig, hinten musste ich ein wenig zusätzlich abknipsen. Die Eisen waren ebenfalls schon fast fertig, also wolle ich den Hengst nicht länger als nötig langweilen und fing an, das erste Eisen anzuhalten. Ein lautes Schnauben lies mich aufsehen – Shavalou hielt wohl nichts davon, direkt am Rauch zu schnuppern. „Neugieriges Dfing, du.“, lachte ich und schlug das Eisen auf dem Amboss nochmals etwas zurecht, ehe ich damit begann es an den Huf zu bringen. Als ich fertig war, hatte der Hengst voller Freude mein Handtuch in der Gusche und erfreute sich dessen. „Shavalou, hör auf!“, mahnte Stelli und nahm den Hengst das Handtuch schnell weg, während ich lachend das zweite Eisen nagelte. Hinten nahm ich nochmal eine kleine Feilenkorrektur vor und schon konnte der Hengst entlassen werden.

      Nach einer entspannten Tasse Kaffee machte ich mich wieder auf den Weg.
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  • Album:
    02 - Hofgut Birkenau | Hengststallungen
    Hochgeladen von:
    Stelli
    Datum:
    13 Aug. 2020
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    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • Shavalou


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    Vom: Incendio
    Vom: Fabulus
    Aus der: Café la Crema

    Aus der: Colored Belle
    Vom: Giacomo Casanova
    Ramires x Cassini's Girl
    Aus der: Jumping To Conclusions
    Smith x Juggling Maid


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    Rufname: Loui
    Geburtsjahr: 2015
    Stockmaß: 1.72 m
    Rasse: Hannoveraner
    Geschlecht: Hengst
    Fellfarbe: Dunkelbrauner
    Abzeichen: unterbrochene Blesse, 4x weiß
    Gesundheit: Sehr gut


    [​IMG]

    neugierig, sanft, elastisch

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    Besitzer: Stelli

    Ersteller: Stelli
    VKR: Stelli
    Verkäuflich: Nein

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    Zuchtzulassung: Nein
    Nachkommen: -
    Decktaxe: -
    Stationiert: -


    [​IMG]
    Galopprennen Klasse: L
    Western Klasse: A
    Spring Klasse: A
    Military Klasse: A
    Dressur Klasse: L
    Distanz Klasse: L
    Fahren Klasse: A

    Eignung: Springen, Dressur, Military
    Geritten: Ja


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    598. Dressurturnier, 600. Dressurturnier, 600. Springturnier, 549. Westernturnier, 471. Fahrturnier, 449. Militaryturnier, 526. Rennen
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    Galopp auf der Koppel mit Halfter