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Eddi

Shattered Glass

Paint Horse ♀ gekrönt

Shattered Glass
Eddi, 8 Dez. 2020
Veija gefällt das.
    • Eddi
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      Ehemalige Berichte

      Oktober 2013, by Rajandra
      Die Ankunft von The Blister Exists & Shattered Glass
      Mein Weg führte mich heute in die Ställe von mKay und Occulta, denn ich sollte meinen neuen Paint Horse Hengst 'The Blister exsits' und meine neue Paint Horse Stute Shattered Glass. Ich freute mich schon sehr auf den Hengst, da er ein sehr hübsches Tier war. MKay stand schon mit dem Pferd im Hof, als ich mit knapp 10 Minuten Verspätung ankam. Kleinlaut entschuldigte ich mich sofort auch hierfür und sah mir Blister kurz drauf ganz genau an. Er hatte keine Verletzungen und war in einem top Zustand, wie auch schon beim Probereiten. Dann verluden mKay und ich zusammen den Hengst und ich fuhr wieder heim. Danach machte ich mich sofort auf den Weg zu Occulta und ihrer hübschen Stute. Auch über sie freute ich mich sehr. Ich kam natürlich auch hier ein bisschen zu spät an und entschuldigte mich rasch. Auch Shattered Glass sah ich mir genau an. Sie hatte auch keine Verletzungen und war in einem Top zustand. Zusammen verluden wir sie und ich bedankte mich noch mal bei ihr, dann fuhr ich heim. Die Fahrt verlief an sich sehr ruhig und die Pferde schienen sich gut zu verstehen. Nach der langen Fahrt zog ich den beiden als erstes die Decken von ihren Rücken und machte die Transportgamaschen ab. Dann brachte ich Blister und Shady auf ihre neue Weide. Beide sahen sich kurz um und begannen dann zu fressen. Ich musste noch die neue Paddockboxen einstreuen, da mir dafür heute morgen leider die Zeit gefehlt hatte. Nachdem dies erledigt war und ich das Futter hergerichtet hatte holte ich dir zwei Schecken rein. Ich putzte sie nochmal kurz und ließ sie dann ihre neuen Paddocke und Boxen erkunden. Blister schien es hier sehr zu gefallen. Shady sah sich ein bisschen länger in der Box um, aber auch ihr schien es hier zu gefallen. Ich räumte die Decke der zwei und die Transportgamaschen auf, danach sah ich noch mal nach ob bei ihnen alles okai war. Dann gab ich ihnen ihr Futter und lobte sie nochmal kurz. Dann fuhr ich im Gedanken versunken auch schon wieder heim. Ich hoffte, dass alles mit den anderen Pferden klappen würde und die zwei sich schnell einleben würden. Mit ihnen hatte ich schließlich zwei tolle Pferd für meine Zucht gefunden.Ausritt mit Shattered Glass
      Nun war das zweite Pferd der beiden Neuankömmlinge an der Reihe. Die Painthorsestute mit war mit ihrer Farbe ein besonderer Hingucker und ich erkannte sie schon von Weitem als ich auf dem Weg zu ihrer Koppel war. Ich hatte ihr Knotenhalfter in der einen Hand und in der anderen eine Möhre. Auf der Koppel begrüßte ich Shattered Glass, indem ich ihr die Möhre gab und sie etwas kraulte. Dann zog ich ihr das Halfter an und verschloss es sorgfältig. Nun führte ich sie zum Putzplatz und band sie ordentlich fest. Dann nahm ich mir einen Striegel aus dem Putzkasten und begann den Schlamm aus ihrem Fell zu bürsten. Es dauerte einige Zeit, bis ich den ganzen Dreck gelöst hatte und ich mit der Kardätsche den Dreck entfernen konnte. Doch die Stute stand brav still und so konnte ich in Ruhe an ihr rumwerkeln. Anschließend kämmte ich dir eher kurze Sportmähne und den Schweif sorgsam durch und kratzte zum Schluss die vier großen Hufe der Stute aus. Nun war Shady fertig und ich holte ihren Sattel aus der Sattelkammer. Zuerst legte ich das Pad auf ihren Rücken, dann schwang ich den Sattel hinauf und schloss den Sattelgurt langsam. Als nächstes holte ich ihre Trense und schob ihr sanft das Wassertrensengebiss in das Maul. Zum Schluss holte ich noch ein Paar Gamaschen, welches ich an ihren Vorderbeinen befestigte und stieg dann auf. Die rittige Stute reagierte sofort auf meinen leichten Schenkeldruck und ging fleißig an. Ich ritt sie eine ganze Weile im Schritt, damit sie sich entspannen konnte und sich die neue Umgebung angucken konnte, bevor ich sie auf einer geeigneten Strecke das erste Mal antrabte. Locker lief sie den Waldweg entlang, als ob sie die Strecke seit Jahren entlang laufen würde. Unwillkürlich musste ich lächeln und lobte die Stute, die mittlerweile entspannt in der Dehnungshaltung unter mir lief. Am Ende des Weges parierte ich sie wieder durch in den Schritt und wir bummelten gemeinsam durch das kleine Wäldchen. Als wir jedoch an eine Galoppstrecke wenig später kamen und ich Shady die Galopphilfen gab, wurde aus der gelassenen Stute eine Rakete. Schnell startete sie im Galopp durch und rannte im vollen Tempo bis zum Ende der Strecke, wo sie sich jedoch gut bremsen lies. Lachend klopfte ich sie und wusste nun, woher die Vermutung der Vorbesitzer kam, dass sie für Galopprennen geeignet war. Ich trabte und galoppierte sie noch ein paarmal, bevor ich sie im Schritt zurück zum Hof ritt. Zurück am Putzplatz, sattelte ich sie ab, gab ihr etwas Kraftfutter und decke sie dann ein, da es kühl geworden war, und die Stute auf dem Ausritt ziemlich geschwitzt hatte. Nachdem sie aufgefressen hatte, brachte ich sie zurück in die Paddockbox und verabschiedete mich von ihr.

      Oktober 2013, by Scalina
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      Heute sollte ich bei Rajandra The Blister Exists und Shattered Glass Zahnkontrolle machen,abchecken und Wurmkur.Als ich vorfuhr imfing sie mich freundlich.Ich nahm meine Utensilien und dann ging ich zum meinem ersten Patient The Blister Exists.Ich streichelte ihm kurz.Dann schaute ich ihm ins Maul es sah alles gut aus keine kanten oder spitzen.Nun verabreichte ich die Wurkur die er sehr gut aufnahm.Ich gab ihm zur Belohnug noch ein Leckerchen.Ich tastete ihn noch ab alles schien gut.Ich ließ ihn noch laufen und auch hier waren die Gänge schön und es war keine verltzung zu sehn.Nun ging ich zu Shattered Glass sie war eine Hübsche Stute.Ich begrüßte sie und fing auch hier an ihr Maul an zu schaute ich dort waren auch keine kanten oder spitzen.Auch sie kriegte ein Leckerlie.Als ich sie abtastete merkte ich das sein Auge tränte.Ich schaute mir das ganze genauer an und stellte fest das es vom Wind kam.Alles war gut.Dann packte ich meine Sachen zusammen und verabschiedete mich von Rajandra.Ich sagte ihr noch das sie bescheid sagen sollte wenn was ist.Nun fuhr ich zurück zu meine Klinik.

      November 2013, by ?
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      Hufschmied bei Shattered Glass

      Nun stand Shattered Glass auf meinem Terminkalender. Ich kannte die Stute nur vom Hören, begegnet war ich ihr noch nie. Aber ich muss sagen, sie ist wahrlich eine hübsche.
      Rajandra band sie in aller Ruhe an, die Kleine stand sofort ohne zu Mucken still und alles war tutti.
      Aber als ich ihren Huf hoch nahm. .. Es war, als wäre eine Sicherung in ihrem Kopf durchgebrannt. Sie Quietschte, trat nach hinten, dann mit dem Vorderhuf nach vorne, bis sie schließlich mit angelegten Ohren nach mit biss. Ich schimpfte kurz und bestimmt und wandte mich dann an Rajandra: „Holla, was ist denn mit der los?“
      Sie beteuerte, dass sie so etwas noch nie gemacht hätte – und ich glaubte es ihr.
      Just einen Augenblick später klärte sich auf, was zur Hölle die Stute hatte: Sie stellte die Beine auseinander, pinkelte – und die Hengste ein paar Boxen weiter begannen fröhlich zu wiehern und zu flehmen. Na denn, die Stute war also rossig. Und zudem mit ihren jungen Vier Jahren vermutlich schlichtweg in der Pubertät oder Flegelphase.
      Na, das konnte ja heiter werden.
      Dennoch nahm ich fröhlich den ersten Huf und begann vorsichtig die Eisen zu lösen. Ihre fünf Minuten schienen vorbei zu sein, denn sie war von nun an vollkommen artig.
      Ich konnte in aller Seelenruhe die Hufe kürzen und zurechtfeilen, immer wieder abstellen und neu hochnehmen – nach einer Weile begann sie sogar erst zu kauen, dann zu gähnen und schien dann beinahe einzuschlafen. Komisches Pferd.
      Ihre Hufe hatten eine recht gute Qualität, rissen aber recht schnell aus, sodass ich nur hoffen konnte, dass die Eisen dauerhaft fest blieben.
      Als sie korrekt auf den Beinen stand, fertigte ich auch bei ihr die Snowgrip-Eisen in die passende Form. Auch sie bekam vorsichtshalber Stollenlöcher. Bei ihr ging das Anpassen jedoch etwas schneller – ihre Hufe waren näher an der Normgröße.
      Das Beschlagen verlief ebenfalls vollkommen ruhig und erstaunlicherweise ließen sich die Eisen auch ziemlich fest annageln.
      Ich ließ mir die Kleine noch einmal vorlaufen. Abgesehen von einem kleinen Zwischenfall, bei dem sie anhielt um einen Hengst zu umgarnen, schien sie sehr gut zufrieden zu sein und lief vollkommen klar.
      Nun konnte sie wieder in die Box.

      Dezember 2013, by Rajandra
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      Nachdem die letzte Woche ziemlich stressig gewesen war, und alle Pferde täglich gearbeitet hatten, beschloss ich heute den Tag etwas ruhiger anzugehen und den meisten Pferden heute einen Weidetag zu gönnen. Ich trank noch schnell in ein paar zügigen Schlucken meinen Kaffee aus und zog mir dann meine dicke Winterjacke über bevor ich das Haus verließ. Sofort schlug mir die eisige Kälte ins Gesicht und ich beschloss mich zu beeilen und die Pferde schnell auf die Koppeln zu bringen, um möglichst schnell wieder in den warmen Stall zu kommen. Zuerst schnappte ich mir in der Sattelkammer die Halfter von den beiden Hannoveranerstuten Seference Suprime und Atraxe. Beiden kratzte ich in der Box schnell die Hufe aus, zog ihnen eine warme Thermodecke an und legte ihnen zum Schluss noch ein paar Springglocken an, dann ging ich mit ihnen aus dem Stall hinaus in die Kälte. Den Stuten machte das Wetter nichts aus, sodass sie kurz nachdem ich ihnen auf der Koppel die Halfter ausgezogen hatte, sofort buckelnd losrannten. Leise musste ich Lachen und schaute den beiden noch ein wenig zu, ehe ich wieder in den Stall ging und The Post War Dream, Obscured by Clouds und Late Night Tales holte. Auch ihnen kratzte ich wieder die Hufe aus, legte ihnen die Glocken an und deckte sie warm ein, dann ging es für die drei auf die Koppel. Ungeduldig scharrte Clouds, als ich das Koppeltor öffnete. Kaum hatte ich ihren Strick gelöst rannte sie auch schon im Renntempo davon und genoss ihre Freiheit. Die anderen beiden folgten auf der gegenüberliegenden Hengstwiese, weil Obscured immernoch aufgeregt rumhüpfte waren die zwei Hengste auch ungeduldig. Während ich das Gatter öffnete und sie zu mir umdrehte löste ich die Stricke und sie trabten beide befreit über die Wiese. Die Halfter hängte ich an den Haken ans Tor, so musste ich sie später beim Reinbringen nicht mehr suchen. Die nächsten Pferde waren Na’im, Farasha, Bubi, Rubicon und Pete’s Peppermill. Zuerst kratzte ich einem nach dem anderen die Hufe aus, kramte dann aus der Sattelkammer für jeden seine passende Decke raus und legte sie ihnen an. Dann schnappte ich mir Na’im, Bubi und Pete und führte die drei zuerst auf die Koppel. Anschließend brachte ich Rubicon zu den Hengsten und Farasha zu Obscured auf die Stutenweide. Die Hengste widmeten sich eher dem Gras, anstatt zu spielen, lediglich Na’im versuchte einmal die anderen Pferde zum Spielen zu animieren, hatte jedoch keinen Erfolg. Wieder im Stall machte ich Dante und Rabbani fertig für die Koppel, dann brachte ich auch die beiden hinaus. Aus dem Turnierpferdestall fehlten nun nur noch Svea, Fanja und Ravallo. Ravallo wollte ich jedoch heute noch etwas reiten, da der Hengst schon am vorigen Tag frei gehabt hatte. Ich brachte also noch schnell die beiden Stuten hinaus, nachdem ich ihnen die Hufe ausgekratzt hatte, sie neu eingedeckt hatte und ihnen Glocken angezogen hatte. Anschließend machte ich mich auf den Weg zu Ravallo, der wiehernd in seiner Paddockbox umher lief, da er nun der einzige im ganzen Stall war. Als er meine Stimme hörte beruhigte er sich jedoch schnell wieder und stand brav still während ich ihm seine Decke auszog und anfing ihn gründlich zu säubern. Zuerst entfernte ich den groben Schmutz mit der Wurzelbürste aus seinem Fell, anschließend nahm ich mir eine Kardätsche und bürstete auch den Staub aus. Die Hufe kratzte ich gründlich mit dem Hufkratzer aus, bevor ich als letzten Schritt Mähne und Schweif verlas. Dann lief ich schnell in die Sattelkammer und holte von dort Ravallo’s Trense, seine Gamaschen sowie seinen Sattel. Alles legte ich ihm vorsichtig an und ging dann mit ihm in die nahe gelegene Reithalle. Dort angekommen schloss ich schnell wieder das Tor hinter mir um nicht zu viel kalte Luft hinein zu lassen und stieg dann auf. Der erst frisch angerittene Hengst stand noch immer etwas unruhig beim Aufsteigen, ließ mich jedoch gewähren und beruhigte sich beim Schritt reiten auch langsam wieder. Nach zwei Runden außen herum fing ich an einen Zirkel zu reiten, wobei er erst etwas unsicher seitwärts lief, bevor er nachgab, sich bog und den Zirkel brav lief. Ich lobte ihn sofort und machte weiter mit großen Wendungen. Nachdem dieses wieder gefestigt war fing ich an zu traben. Hierbei ließ ich meine Zügel noch halblang und verlangte nur Zirkel als Hufschlagfiguren von ihm, alles weitere würde ihn zu sehr aus dem Gleichgewicht bringen. Ravallo lief jedoch ganz artig und gab sein Bestes. Zum Abschluss dieser Reiteinheit wollte ich ihn heute zum ersten Mal angaloppieren. Sanft saß ich aus und trieb Ravallo weiter bis er – erst etwas unsicher – in den Galopp fiel. Sofort lobte ich ihn und hörte nach einer halben Runde überglücklich auf. Ich trabte ihn noch zwei Runden am komplett hingegeben Zügel ehe ich ihn zum Schritt durchparierte, abstieg und ihn trocken führte. Anschließend ging ich mit ihm zurück in den Stall, wo ich ihm sein Sattelzeug abnahm, ihm eine Abschwitzdecke überwarf und sein Kraftfutter gab, welches er sich redlich verdient hatte. Dann ging es auch für ihn auf die Koppeln. Ich stellte ihn zu Dante und Rabbani, die sich über den Neuzuwachs freuten und wieder anfingen zu spielen. Nun hatte ich den ersten Stall komplett versorgt und schaute auf die Uhr. Mit Erschrecken stellte ich fest, dass Stelli in einer halben Stunde schon zum Ausritt kommen würde. Ich schnappte mir schnell Candy and a Current Bun, Your Possible Pasts und Throw a Diva, band die drei nebeneinander an, kratzte ihnen die Hufe aus und zog allen dreien eine warm Decke an. Schnell waren die drei auf der Wiese und versorgt und ich ging weiter zu On the Turning Away und Wearing the Inside Out. Während ich bei Inside gerade die Hufe auskratzte, hörte ich auf einmal Stellis Stimme von hinten, die mich begrüßte. Ich kratzte noch schnell den Huf fertig aus und umarmte sie dann zur Begrüßung. Stelli bot mir ihre Hilfe beim Hinausbringen der Pferde an, was sehr hilfreich war, angesichts der vielen Pferde die noch auf die Koppeln mussten. Wir teilten uns die Arbeit auf, sodass Stelli die beiden eindeckte während ich noch Turning’s Hufe auskratzte, dann brachten wir die beiden hinaus. Anschließend holten Stelli und ich Chapter 24, Alans Psychodelic Breakfast, Elasso, und The Blister Exists. Schnell hatten wir die vier Hengste versorgt und hinausgebracht. Ich bedankte mich bei Stelli und fragte sie, wen sie nun gerne reiten würde. Sie antwortete mir, dass sie gerne mal die noch recht neue Stute Shattered Glass selber reiten würde, da ich in meinen Erzählungen immer von ihr geschwärmt hatte. Lachend gab ich ihr das Halfter und holte mir dann Interstellar Overdrives Halfter. Da beide mit einer leichten Übergangsdecke in der sauberen Paddockbox gestanden hatten, waren wir zügig mit dem Putzen fertig und befanden und schon kurz darauf beim Satteln. Stelli fand schnell Shattered’s Sattel sowie ihre Trense und rüstete die Stute für den Ausritt aus. Auch ich hatte Männi komplett geputzt und legte ihm nun vorsichtig den Sattel auf bevor ich sorgfältig den Sattelgurt zuzog. Anschließend trenste ich schnell und legte ihm ein Paar Gamaschen an. Auch Stelli hatte fertig gesattelt sodass wir uns in den Sattel schwangen und uns auf den Weg in Richtung Wald machten. Die Paint Horses waren beide gut drauf und gingen flott vorwärts, sodass wir sie anfangs ziemlich zügeln mussten, damit sie im Schritt blieben. Bald schon kam jedoch die erste Trabstrecke in Sicht und die Zwei beruhigten sich während dem flotten Trab am hingegebenen Zügel etwas. Nach weiteren Trabeinheiten kamen wir schließlich zu der ersten Galoppstrecke. Als ich Stelli gerade fragte, ob sie fertig zum galoppieren war schoss Männi unter mir auch schon im Renngalopp los und auch Shattered folgte ihm geschwind. Wir lachten beide und genossen den kühlen Wind, der in unser Gesicht peitschte während die Pferde sich ein Kopf an Kopf rennen lieferten. Am Ende gewann Shattered mit einem knappen Vorsprung und ließe sich auch nur wiederwillig bremsen, dennoch strahlte Stelli übers ganze Gesicht ung schwärmte von der Stute. Wir trabten und galoppierten noch einige Male bevor wir im gemütlichen Schritt zurück zum Hof ritten und dort die beiden versorgten und anschließend zusammen auf die Koppeln brachten. Leider musste Stelli dann schon wegen einiger Tierarzttermine schon wieder fahren, sodass wir uns trennen mussten. Ich gönnte mir nun auch eine kleine Pause und trank einen Kaffee im Haus bevor ich wieder hinaus ging und die beiden Hengste Mejorano und Aerion holte. Rano war erst vor Kurzem angekommen, verstand sich aber auf Anhieb gut mit dem Mustanghengst Rio, sodass ich die beiden heute zum ersten Mal zusammen laufen lassen wollte, in der Hoffnung, dass beide etwas miteinander spielen würden. Zuerst jedoch musste ich beide putzen, was jedoch wie zuvor mit Stelli recht schnell ging und die meiste Arbeit eigentlich aus dem Hufe auskratzten und dem Langhaar verlesen bestand. Als ich beide fertig geputzt hatte lief ich in die Sattelkammer wo ich für beide jeweils ein paar Springglocken holte und sie ihnen anlegte, dann ging ich mit ihnen hinüber zu der Halle. Drinnen machte ich sie los und beobachtete erst mal ihre Reaktionen. Beide quietschten sich etwas an, tobten aber kurz später schon ausgelassen zusammen in der Halle herum. Nach einer guten halben Stunde, in der ich das Spiel der beiden Hengste beobachtet hatte, fing ich beide wieder ein und brachte sie zurück in die Boxen, wo ich ihnen ihre Decken wieder anlegte und ihnen etwas Futter brachte. Nun musste ich noch alle Pferde von den Koppeln wieder hinein holen, bevor die kalte Nacht hinein brechen würde. Ich beeilte mich und hatte nach gut einer Stunde endlich alle Pferde zurück in den Stall gebracht und umgedeckt sowie Hufe ausgekratzt. Ermüdet ging ich nun in das Wohnhaus wo ich noch Abendessen kochte und auf Stelli wartete um mit ihr gemeinsam zu essen.

      März 2014, by Rajandra
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      4.Pflegebericht - Freilaufen in der Halle

      Das nächste Pferd war nun Shattered, eine wundervoll gezeichnete Paintstute, die ich sehr in mein Herz geschlossen hatte. Auch für sie sollte es heute etwas lockerer angehen, und so hatte ich beschlossen, sie heute einfach mal etwas toben zu lassen, damit sie nach dem anstrengenden Training der letzten Tage einfach mal den Kopf frei kriegen konnte und nach Herzenslust bocken konnte, was einer etwas explosiven Stute wie ihr nur zu Gute kam. Zuerst jedoch musste auch sie erstmal wie alle Pferde zuvor geputzt werden und so schnappte ich mir ihr Halfter und lief zu ihrer Koppel. Dort stand sie schon am Tor als ich kam, als hätte sie auf mich gewartet, was mein Herz automatisch einen kleinen Sprung machen ließ. Schnell zog ich ihr das Halfter über und ging dann zurück in den beheizten Stall, wo ich ihr die dicke Winterdecke abnahm und das glatte Fell darunter dann anfing zu bürsten. Anschließend kratzte ich die Hufe aus und kümmerte mich dann noch um das allzu stark ausgeprägte Langhaar der Stute. Dann ersetzte ich schnell das normale Stallhalfter durch ein Knotenhalfter, legte ihr ein Paar Springglocken und Gamaschen an und ging dann los in die Reithalle. Doch bevor wir richtig beginnen konnten musste ich Shattered erstmal etwas aufwärmen und statt einfach nur außen herum zu gehen beschloss ich spontan schnell eine kleine Runde um eines der nahe gelegenen Felder im Schritt und Trab zu drehen, so war sie heute sogar etwas draußen gewesen und konnte sich gleichzeitig super aufwärmen. Wie schon zuvor bei Pasi war das Wetter noch schön und auch Shattered lief relativ entspannt neben mir her, zwar schaute sie sich öfter mal um, da jedoch keine Annahme zur Gefahr bestand, erfüllte der Spaziergang seinen Zweck und so kamen wir nach der kleinen Runde heil und aufgewärmt in der Reithalle an, wo ich den Strick von Shattered’s Halfter löste. Sofort preschte die Stute im vollen Galopp bockend los. Ich schaute ihr lachend eine ganze Weile zu, wie sie immer wieder durch die Halle düste, stehen blieb, sich umschaute und erneut losrannte – sie hatte sichtlich Spaß an dem freien Gerenne. Erst nach und nach ging ihr die Kondition aus und sie wurde langsamer, bis sie dann schließlich zu mir getrottet kam. Ich schmuste etwas mit ihr und brachte sie dann in die Stallgasse, wo sie ein bisschen Kraftfutter, ihr Mineralfutter und ein paar Äpfel bekam, bevor ich ihr schnell die Decke wieder anzog und sie wieder auf die Koppel durfte.

      Mai 2014, by Rajandra
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      Jedesmal wenn ich irgendwo eingeladen war nahm ich mir vor, nicht so lang zu bleiben, da ich jedentag um die gleiche Zeit aufstehen musste, egal ob Wochenende, Feiertag, Geburtstag, Schnee und Eis, Sonnenschein - die Pferde warteten. Auch wenn ich es jedesmal bereute, länger geblieben zu sein wurde ich daraus nicht schlauer und auch bei der nächsten Einladung blieb ich lange. Mit leichten Kopfschmerzen war ich aus dem Bett gekrochen und hatte mich fertig gemacht. Meinen ersten Kaffe schlürfte ich recht schnell herunter und schlüpfte in Stallschuhe und Jacke, wickelte mir einen Schal um den Hals und ging raus. Die Tür fiel hinter mir ins Schloss und ich zog die Jacke zu, denn es war kühl. Ein angenehmes sommerliches Kühl, die frische Luft tat gut und meine Kopfschmerzen waren fast nicht mehr bemerkbar. Als ich in den Stall hinein kam fingen die Pferde an zu grummeln, denn sie wussten, dass es nun Raufutter gab. Ich hatteFeiertagsdienst, das hieß ich war allein und musste die Arbeit somit auch allein erledigen. Zum Misten kamen unsere zwei Stallburschen Lukas und Navid, aber den Rest musste ich selbst machen. Alle meine Pferde bekamen Heu und da wir noch einige Ballen sehr gute Silage hatten und einer offen stand bekamen sie auch zusätzlich jeder eine kleine Menge Silage dazu. Nachdem ich im Zucht und Tunierpferdestall, im Zucht und Westernpferdestall und auch im Fohlen und Jungpferdestall Raufutter gefüttert hatte ging ich ins nochmal ins Wohnhaus um zu Frühstücken. Es war viertel vor acht, ich schmierte mir ein Brot und schenkte noch eine Tasse Kaffee ein. Dann drehte ich das Radio an und hörte mir die Nachrichten an. An Feiertagen konnte ich immer entspannt frühstücken und hatte keinen Zeitdruck. So hatten die Pferde etwas Zeit zwischen Rau und Kraftfutter. Als ich mit Frühstücken fertig war zeigte die Uhr kurz vor halb neun, weshalb ich beschloss zum Kraftfutter füttern über zu gehen. Nachdem ich damit fertig war und die Pferde aufgefressen hatten brachte ich zuerst die Pferde heraus, die heute frei hatten, da sie die letzten Tage gut gearbeitet hatten. Aus dem Zucht und Turnierpferdestall durften Pete's Peppermill, Ravallo, The Post War Dream, Obscured by Clouds, Fanja, Dante, Svea und Aestas Amor direkt auf die Wiesen, der Rest musste heute noch etwas arbeiten und kam erst später raus. Aus dem Zucht und Westernpferdestall durften alle Pferde direkt raus, denn bis ich mit den anderen fertig war konnte es etwas dauern und auch den Jungpferden machte ich das Gatter vom Offenstall zu den Wiesen auf. Nun konnte ich endlich anfangen die Pferde zu arbeiten, da ich einige von ihnen Freispringen lassen wollte baute ich in der Halle zuerst einmal eine Reihe an der langen Seite auf. Erst zwei Kreuze zu einem In-Out, dann ein Galoppsprung zum nächsten Steil, zwei Galoppsprünge folgten bis zum nächsten Steilsprung wohinter zum Abschluss ein Oxer folgte. Schnell stellte ich noch die Fänge an die Seite und ging dann zurück in die Stallgasse. Die erste die dran kam war Seference Suprime. Ich begrüßte meine Falbstute freundlich und kratzte ihr die Hufe aus, dann führte ich sie aus der Box, putze draußen einmal kurz drüber und legte ihr Gamaschen an. Danach gingen wir in die Halle, wo ich sie zunächst einmal einige Runden Schritt führte und sie dann auf beiden Händen in allen drei Gangarten an der Longe etwas aufwärmte bevor es zum Springen ging. Als sie Seference soweit war ließ ich sie von der Longe und lenkte sie in die Freispringgasse. Da die Hindernisse noch sehr klein waren meisterte die Stute dies mit links und ich wiederholte dies einige Male mit ihr bevor ich die Hindernisse erhöhte. Auch dies machte die Falbstute sehr routiniert und ohne Probleme. Als ich ein letztes Mal erhöhte kam Sefi leicht unpassend herein und warf eine Stange ab die ich danach gleich wieder aufbaute und sie dann noch zwei Mal springen ließ. Sie hatte zwar noch viel Luft gehabt nach oben, jedoch ging es mir nur darum die Routine beizubehalten und so war es eine gute Übung gewesen. Seference durfte sich noch wälzen während ich die Hindernisse wieder kleiner machte und als sie damit fertig war führte ich die Stute noch ein wenig trocken bevor ich sie in die Box zurück brachte. Die Gamaschen nahm ich ihr wieder ab und machte dann mit Atraxe und Late Night Tales weiter, mit denen ich genauso vorging wie bei Seference Suprime. Auch diese zwei waren sehr routinierte Pferde, die keine Probleme mit der Reihe hatten und ebenfalls so gut wie keine Abwürfe. Atraxe war dabei noch etwas geschickter als Late Night Tales, da es für den großen Dunkelbraunen etwas enger war als für die zwei Stuten, doch auch er machte es gut. Danach nahm ich mir noch Silberstern und Springbreak vor. Auch diese zwei mussten Freispringen, allerdings erhöhte ich bei ihnen nicht so viel wie bei den anderen, da sie beide noch nicht oft Freigesprungen waren. Trotz des ein oder anderen Abwurfes machten sie es sehr gut. Springbreak neigte dazu in einem übereilten Tempo in die Reihe zu kommen, merkte dann aber von allein, dass sie zurück kommen musste und Silberstern hielt sich anfangs noch etwas im Rücken fest, was er aber von mal zu mal verbesserte und lockerer wurde. Als ich mit diesen fünf fertig war entließ ich sie auch schoneinmal auf die Weide und baute danach ab. Nun wollte ich nämlich die restlichen Pferde reiten. Bubi und Rubicon arbeitete ich beide gut durch, da sie bald wieder die ersten Turnierprüfungen anstehen hatten und so übte ich mit den beiden auch viele einzelne Lektionen und ritt zum Schluss noch die ein oder andere Aufgabe durch, sodass beide auch gut geschwitzt aus der Trainingseinheit gingen. Mit Rabbani hingegen ging ich erst eine kleine Runde zum Aufwärmen durchs Feld und ritt ihn nur locker in allen Gangarten auf dem Platz, da jetzt zur Vormittagszeit langsam die Sonne heraus kam. Er hatte sich in letzter Zeit auf den Turnieren gut gemacht und so wollte ich heute nur ein wenig locker reiten. Nach ihm war Golden Lights an der Reihe, meine neue vierjährige Westfalenstute. Die kleine führte ich zum Aufwärmen noch um den See und auf dem Platz ritt ich sie auch nur schön flüssig in allen drei Gangarten auf beiden Händen. Sie machte sich sehr gut und blieb immer schön bei mir, das gefiel mir an Goldi sehr. Nach einer guten halben Stunde ließ ich die Zügel aus der Hand kauen und ritt noch etwas Schritt am langen Zügel. Dann stieg ich ab und ging mit ihr zurück in die Stallgasse, wo ich die Palominostute vom Zubehör befreite und sie gleich auf die Weide brachte. Auch die anderen achte entließ ich nun auf die Weide und nachdem jetzt alle meine Pferde auf der Weide waren ging ich ins Wohnhaus, denn es war langsam Mittagszeit und ich hatte Hunger bekommen.

      November 2014, by Raja
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      6.Pflegebericht - Reiningtraining
      Heute würde ich mich zuerst mit der Painthorse Stute Shattered Glass beschäftigen. Ich freute mich schon sehr darauf, denn es machte immer sehr viel Freude, mit Shady zu arbeiten.
      In der Sattelkammer öffnete ich ihren Schrank und nahm Halfter und Strick, sowie ihr Putzzeug heraus. „Hoffentlich hat sie sich heute nicht in den Dreck gelegt“, dachte ich, denn Mistflecken aus dem hellen Fell zu bürsten war wahrlich keine angenehme Angelegenheit. Dann ging ich zur Box der Stute. Shady blubberte mir schon freundlich entgegen und ich hatte Glück, die Stute war verhältnismäßig sauber – wenn man das von Schimmeln überhaupt sagen konnte…
      „Na du“, begrüßte ich sie sanft, während ich ihr vorsichtig das Halfter über den Kopf zog. Anschließend führte ich sie nach draußen auf die Stallgasse und band sie vor ihrer Box an. Aus dem gepflegten Putzkasten nahm ich zunächst die Wurzelbürste und entfernte den groben Dreck aus ihrem wunderschönen Fell. Mit der weichen Kardätsche strich ich den verbliebenen Staub heraus. Schnell entwirrte ich noch Schweif und Mähne, bevor ich ihr die Hufe auskratzte.
      Dann ging ich in die Sattelkammer und holte den schweren Westernsattel, sowie Trense und Boots. Die Trense hängte ich kurz an den Haken an der Box, während ich die Stute sattelte. Vorsichtig legte ich ihr den schweren Westernsattel auf den Rücken und zog den Sattelgurt an. Dann legte ich ihr die Boots an, damit sie sich bei den Reiningmanövern nicht verletzen würde. Zum Schluss trenste ich Shady auf. Bereitwillig nahm sie das Gebiss ins Maul.
      Da das Wetter heute sehr schön war, entschied ich mich dafür, auf dem Platz zu trainieren. Ich führte Shady zum Reitplatz und hatte Glück, der Platz war frei. Dort angekommen gurtete ich zunächst einmal nach, zog mir meinen Helm an und stieg auf. Zum Aufwärmen ritt ich einige Runde im Schritt. Dann nahm ich die Zügel leicht auf und trabte an. Zuerst ritt ich einige Zirkel und Schlangenlinien, um die Stute zu biegen und zu stellen. Nachdem das gut klappte, erhöhte ich das Tempo und ritt die Manöver ebenfalls im langsamen Galopp auf beiden Händen. Auch das klappte hervorragend, sodass ich der Stute fünf Minuten Pause gönnte, indem ich sie in der Mitte des Platzes verschnaufen ließ.
      Dann erhöhte ich den Schwierigkeitsgrad. Ich verlagerte mein Gewicht leicht nach rechts, legte den linken Schenkel an ihren Bauch und den linken Zügel an den Hals. Sofort verstand die Stute, was ich wollte und begann einen langsamen Spin. Nach einer Runde stoppte ich und drehte in die andere Richtung. Dann erhöhte ich die Rundenzahl und variierte das Tempo. Zum Schluss der Übungseinheit ritt ich noch einmal im Galopp entlang der ganzen Bahn, wendete an der kurzen Seite ab und erhöhte das Tempo. Etwa in der Mitte verlagerte ich mein Gewicht nach hinten und rief: „Whoa“. Shady legte einen klasse Sliding Stop hin. Hier merkte man, dass die Stute wirklich Spaß an den Aufgaben hatte. Ich klopfte ihr lobend den Hals.
      Zum Trockenreiten ritt ich noch eine kleine Runde entlang der anliegenden Weiden auf dem Hofgelände. Zurück am Stall nahm ich Shady die Trense ab und halfterte sie auf. Dann holte ich aus der Futterkammer ihre Portion Kraftfutter, welche sie sich wirklich verdient hatte. Während die Stute genüsslich das Müsli fraß, sattelte ich sie ab, entfernte die Boots und bürstete noch einmal den groben Dreck herunter. Anschließend kratzte ich die Hufe aus, bevor ich Shady wieder in ihre Box stellte. Zum Schluss verstaute ich ihr Sattelzeug und den Putzkasten in ihrem Schrank.

      Februar 2015, by Eddi
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      Tierarztbesuch - Routineuntersuchung

      Nachdem wir unsere kleine Kaffeepause ausgiebig genossen hatten und die ersten Impfpässe nun alle fertig ausgefüllt waren, ging es im nächsten Stall direkt weiter. Diesmal befanden wir uns unter den Westernpferden und ich war mir ziemlich sicher, dass diese wesentlich entspannter sein würden. Doch Candy an a Current Bun bewies uns schon einmal das Gegenteil: Hoch motiviert trat die Stute nach mir aus, als ich die Temperatur kontrollieren wollte und war auch sonst nicht gerade der größte Sonnenschein. "Geht ja gut los!", meinte ich lachend, nachdem die Gute endlich geimpft und entwurmt war. Als nächstes war Your Possible Pasts an der Reihe und diese Stute war mir wesentlich sympatischer. So waren wir auch viel schneller fertig und keiner von uns beiden war genervt oder gestresst. Es ging auch ruhig weiter und so ließ sich On the turning Away ohne Probleme impfen und schluckte auch die Wurmkur ohne mit der Wimper zu zucken. Der Hengst Interstellar Overdrive war zwar nicht sonderlich begeistert von mir und meinem Beruf, hielt aber tapfer still und hatte nach zehn Minuten dann auch die Untersuchung und Impfungen hinter sich. Leider fiel Wearing the Inside out schon wieder aus der Reihe und machte mächtiges Theater, besonders als ich sie impfen wollte, wurde die Stute so unruhig, das selbst Rajandra sie kaum noch bändigen konnte. Chapter 24 und Alans Psychodelic Breakfast ließen uns hingegen wieder in Ruhe unsere Arbeit machen und waren dementsprechend auch schnell fertig. Auch Elasso und The Blister exists machten keine Probleme und so waren wir schon fast am Ende des Westernstalls angelangt. Shattered Glass maulte bei den Spritzen ein wenig herum, aber Rajandra hielt sie vorne fest und ich beeilte mich mit den Impfungen und dann war auch das geschafft. Als das letzte Pferd, Silky Rose Chex, fertig war, setzten wir uns wieder ins Reiterstübchen und machten nacheinander die Impfpässe fertig.

      März 2015, by Stelli
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      Um Rajandra nicht noch mehr Sorgen und Kummer zu bereiten, erklärte ich mich bereit, ihre Pferde zu versorgen. Ich ging zuerst in den Turnier und Zuchtpferdestall und fing dort mit meiner Arbeit an. Zuerst stellte ich Stuten und Hengste getrennt nach draußen auf Paddocks oder Koppeln. Seference Surprime und Atraxe kamen zusammen raus, genau wie Petes Peppermill und Bubi. Im Stall zurück nahm ich mir Rubicon und The Post War Dream, stellte die beiden Hengste jedoch einzeln auf je ein Paddock. Obscured by Clouds und Fanja stellte ich mit auf die Stutenkoppel. Der Schimmelhengst Dante kam, genau wie Late Night Tales auf einen Hengstpaddock. Aestas Amor kam mit seinem Kumpel Silberstern auf ein kleines Koppelstück. Anschließend stellte ich Spring break und Golden Lights auf die Stutenkoppel dazu. Danach ging es zu dem Westernpferdestall. Auch dort durften die Pferde auf die Koppel. Wieder im Zweierpack stellte ich Candy and a Currend Bun und On the Turning Away auf die Stutenkoppel westlich des Stalls. Der Hengst Interstellars Overdrive kam einzeln auf ein Hengstpaddock. Wearing the Inside Out, Silky Rose Chex und Shattered Glass dagegen kamen zu den Stuten dazu. Die hengste Chapter 24, Alans Psychodelic Breakfast, Elasso, The Blister Exists verteilte ich wiederrum auf Paddock und Hengstkoppeln. Die Pferde im Fohlen und Jungpferdestall standen entweder im Offenstall oder in Paddockboxen. Trotzdem durften diese heute alle zusammen auf die Weide. Demnach brachte ich Ceredwen, Little Askim, Piccobello, Burnin' Malcolm, Crest und Ilviny nach draußen. Als alle Pferde draußen waren mistete ich die Boxen ab und streite sie frisch über, machte danach Futter und gab den Pferden Heu. Ich hinterließ Rajandra eine kurze Message, dass ihre Pferde versorgt waren.

      August 2015, by Eddi
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      Ich hatte Rajandra versprochen, ab und an bei ihr vorbeizuschauen und ihr unter die Arme zu greifen. Heute war im Kalender ein dickes rotes "GTH" eingeschrieben und ich erahnte bereits, dass ich spät dran war, weil ich es total vergessen hatte. Eilig frühstückte ich zu Ende und zog mich dann an, um mich dann so schnell wie möglich auf den Weg zu Rajandra zu machen, so wie es aussah, war ich heute auch mit den Pferden alleine dran, aber wenn ich Glück hätte, würde Stelli zumindest auch einmal kurz vorbeischauen und mir helfen. Doch nun hieß es erst einmal füttern und rausbringen. Das war bei den ganzen Pferden gar nicht so leicht und es dauerte ein Weilchen, ehe ich damit durch war und mich den Boxen widmen konnte. Wie erwartet kam Stelli tatsächlich vorbei und zu zweit waren die Boxen wesentlich schneller sauber. Wir wollten ein wenig die Fohlen betüddeln, weshalb wir uns zuerst Ceredwen und Little Askim holten, die beiden putzten und spazieren gingen. Danach waren Piccobello, Burnin' Malcolm und Crest an der Reihe. Ich half putzen, ehe Stelli die drei in der Halle laufen ließ und in der Zwischenzeit putzte ich noch Ilviny und brachte sie dann wieder auf die Weide. Stelli half mir auch noch bei einem Teil der Zucht- und Sportpferde, so dass dann bereits Seference Surprime, Atraxe, Pete's Peppermill, Bubi und Rubicon fertig waren, als Stelli sich wieder verabschiedete. Genug zu tun hatte ich aber trotzdem noch. The Post War Dream und Obscured by Clouds packte ich in die Führanlage und in der Zwischenzeit holte ich Fanja, putzte und longierte sie. Danach waren Dante und Late Night Tales an der Reihe, welche gemeinsam Freispringen durften. Aestas Amor und Silberstern putzte ich nur gründlich und brachte sie dann zurück. Spring Break und Golden Lights wiederum ritt ich heute sogar noch und schon waren die Turnierpferde geschafft. Nun waren die Westernpferde an der Reihe, da ich mich dort aber nicht so gut auskannte, beließ ich es lieber beim Putzen und der Bodenarbeit. Im Schnelldurchlauf kümmerte ich mich dementsprechend um Candy and a Current Bun, On the Turning Away, Interstellar Overdrive, Wearing the Inside Out, Chapter 24, Alans Psychodelic Breakfast, Elasso, The Blister Exists, Shattered Glass und Silky Rose Chex. Der Tag neigte sich dann auch schon dem Ende zu, also machte ich die Abendrationen Heu fertig, holte die Pferde rein und fütterte sie gründlich.

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      Ehemalige Berichte

      April 2016, by Occulta
      Viele viele bunte…

      „Occu, Blütenzauber bekommt ihr Fohlen!“, rief Lisa mir vom Hauptstall entgegen. Ich hastete dorthin um nach dem Rechten zu sehen. Im selben Moment rief Lily hysterisch vom Nebenstall: „Ich glaube Skydive hat gehustet, Tante Occu! Komm schau ob er krank ist!“ So ging das nun schon seit Wochen; ein Fohlen nach dem anderen kam zur Welt. Naja, eigentlich war ja auch absichtlich geplant gewesen, dass die Fohlen fast alle März kommen sollten. Ich rollte die Augen und drehte um. Ich wusste schliesslich genau, dass mir meine kleine Nichte keine Ruhe lassen würde, bis ich mich um ‚ihr‘ Fohlen kümmerte. Wie erwartet hatte sich Skydive aber nur beim Trinken verschluckt, sonst fehlte ihm absolut nichts. Das Hengstchen war kräftig und verspielt, und manchmal überlegte ich skeptisch, ob er nicht schon fast etwas zu moppelig war. Als Lily mich endlich gehen liess, lag Blütenzaubers Fohlen schon als feuchtes Bündel neben ihr im frischen Stroh. Ich betrachtete die beiden liebevoll und versuchte zu erkennen, welches Geschlecht das Tierchen hatte. „Eine Stute!“ Über einen Namen würde ich mir später Gedanken machen. Das Fohlen war das erste von Spot und dementsprechend neugierig war ich auf seine Qualitäten. Ich sah ein paar Boxen weiter nach Caprice und ihrem wolligen braunen Hengstchen, das Gestern in der Frühe geboren worden war. Die Fuchsstute war entspannt und kümmerte sich liebevoll um ihr Erstgeborenes. Sogar noch besser war es vor zwei Wochen mit Pointless gelaufen. Das gepunktete Monster hatte uns alle überrascht und sich als hervorragende Mutter entpuppt. Ausserdem war ihr Fohlen eine unglaublich hübsche, dominant weisse Stute mit ganz feinen, braunen Fleckchen auf dem ganzen Körper. An der Schnauze und um die Augen hatte sie ebenfalls dunkle Flächen, die aufgrund des dort feineren, weissen Fells noch etwas deutlicher zu sehen waren. Auch sie hatte noch keinen Namen, aber ich spielte mit der Idee ‚A Winter’s Tale‘. Ausserdem hatte ich bereits beschlossen, sie definitiv zu behalten, denn ich war neugierig, wie sie sich entwickeln würde. Ich wusste noch nicht genau, welche Fohlen dieses Jahrgangs wir sonst noch zur Ausbildung hier behalten würden; das wollte ich in den kommenden Tagen zusammen mit Oliver bestimmen. Ausser den drei bereits erwähnten Babys hatten noch ein Welsh von Noir, ein Mini von Alu und ein Criollo Fohlen von Gini das Licht der Welt erblickt. Ja, nun war der Frühling definitiv gekommen. Ich freute mich schon auf die letzten Geburten, die noch bevorstanden. Bei Indiana und Islah konnte es jetzt auch jeden Tag so weit sein. Doch nicht nur solch junge Neuankömmlinge hatten wir in letzter Zeit begrüssen dürfen; auch sonst hatte sich viel verändert. Zum Beispiel stand nun in Box Nummer 14 der wunderschöne Fajir El Assuad, ein knapp sechsjähriger Halbbruder von Kaythara. Ich erhoffte mir, ihn später erfolgreich als Zuchthengst einsetzen zu können, denn seine Abstammung war ausgezeichnet. Der einzige Haken daran war, dass er sozusagen keine Rennleistung hatte. Er war früh aus den Rennen zurückgezogen und stattdessen in Dressur oder Springreiten trainiert worden, sodass ich nicht mit Sicherheit sagen konnte, wie gut seine Nachkommen auf der Bahn sein würden. Vom Körperbau her schien er aber alle Voraussetzungen für einen guten Galopper zu erfüllen. Ausser Fajir waren noch Shattered Glass, eine Paint Horse Stute, und Dante, ein Holsteinerhengst übergangsweise hier. Ich hatte die Beiden von einem Rettungshof übernommen und bereits neue Besitzer gefunden, doch solange der Papierkrieg um die Ausfuhr noch andauerte, blieben sie hier. Auch Álaedis hatte den Weg zurück nach Pineforest Stable gefunden: ich hatte die Stute zurückgekauft, weil sie vernachlässigt worden war. Nun überlegte ich, ob ich sie vielleicht als zukünftige Zuchtstute behalten wollte, doch es hatten sich auch für sie schon wieder Interessenten gemeldet, also würde ich sie wohl weiterziehen lassen. Der letzte Neuling, der heute ankommen sollte, war ein prächtiger Andalusierhengst, den ich im Frühsommer zusammen mit den meisten Fohlen dieses Jahrgangs versteigern wollte. Ich hatte ihn ebenfalls von einem Schutzhof freigekauft und wollte ihn nun aufpäppeln. Er war laut den Tierschützern in Spanien bereits Gekört worden und hörte auf den Namen Negresco. Seine Ankunft war für fünf Uhr geplant, also hatte ich noch etwas Zeit, mich um die Minis zu kümmern.
      Es war drei Uhr, die Sonne schien und die Vögel wollten gar nicht mehr ihren Schnabel halten. Ich schlenderte Barfuss und mit hochgekrempelten Hosen durch das saftige Gras am Wegrand zu den Weiden. Nur im Schatten der Tannen war es noch etwas zu kalt, sodass ich leichte Gänsehaut bekam. Ich hüpfte über den Schotterweg zum Weidetor und betrat das Reich der Stuten. Meine Hornhaut ist auch nicht mehr das, was sie mal war, stellte ich angesichts meiner nun etwas schmerzenden Füsse fest. Aber das wird sich bald wieder ändern. Chip, Daki und Allegra kamen angetrabt, die restlichen glotzten mich nur von weitem an, weil sie genau wussten, dass es nicht Futterzeit war. Ich wich Dakis Hufen geschickt aus, als sie mir fast auf die Füsse trampelte, mit dem Resultat, dass ich fast über Allegra stolperte. Der winzige Fellball versteckte sich erschrocken hinter ihrer Mutter, nachdem sie mir einen warnenden Tritt verpasst hatte. Na zum Glück ist sie noch so klein und schwächlich, dachte ich augenrollend, und rieb mir die Wade wo sie mich getroffen hatte. Ich konnte ihr aber nicht wirklich böse sein, weil es ja meine Schuld gewesen war. „Stupid humans shouldn’t come here barefoot, right?“, rief ich lachend. „That’s probably right“, rief eine Stimme hinter mir zurück. Lewis stand mit der Mistgabel beim Offenstall; ich hatte ihn zuvor gar nicht bemerkt. Er grinste und machte sich wieder an die Arbeit. Ich lief zu den restlichen Stuten, die in der Nähe der Bäume grasten. Alu und ihr kleines Anhängsel wurden von Papillon beschützt, die sehr Herdenorientiert war und sich anscheinend dazu verpflichtet fühlte. Ich machte mir aber ein wenig Sorgen, dass Papillon das Kleine vielleicht stehlen könnte. Daher bat ich Lewis später ‚to keep a close eye‘ was die beiden anging. Bei den Minis musste nur noch Rapunzel abfohlen. Sie war ein richtiges Fass auf zwei Beinen und ich fragte mich, wie lange sie noch brauchen würde. Eigentlich war der errechnete Termin schon vor über einer Woche gewesen. Andererseits hatte die Stute bei ihrem letzten Fohlen auch etwas länger gebraucht, und am Ende war trotzdem alles gut gegangen. Wo wir schon vom Teufelchen sprachen - Kicks-a-Lot und Tigrotto lieferten sich gerade dem Zaun entlang ein Wettrennen, mit anschliessendem Gerangel. Tic-Tac sah ihnen bloss verschlafen zu, denn sie lag zusammen mit Lady und Rose im Schatten. Ein wenig Training würde ihnen wiedermal guttun, beschloss ich bei Kiwis pummeligem Anblick. Ich hatte in letzter Zeit mehr mit den ausgewachsenen Minis trainiert und die Halbstarken etwas vernachlässigt. Dafür war Lady Diva was das Country Pleasure Fahren betraf nun in die höchste Turnierklasse aufgestiegen.
      Bevor ich wieder zum Nebenstall schlenderte, sah ich kurz bei den Hengstchen rein. Die Langweiler dösten alle im Offenstall, anstatt das tolle Wetter draussen zu geniessen. Ich ging nicht näher heran, um Arco, Caress und Caillean nicht zu stören. In einer Ecke des Stalls lag Becks, den ich vor ein paar Tagen gekauft hatte. Er brachte frisches Blut in meine Zucht und war bereits ein erfahrenes Showpferd. Rapunzel hatte sogar schon einmal Bekanntschaft mit ihm gemacht – das Fohlen von den beiden war damals aber an einer Krankheit gestorben. Immer noch barfuss begab ich mich zu Dreams Box, weil ich Lily suchte. Doch sie war ausnahmsweise nicht hier. Erstaunt sah ich mich um und rief nach den Hunden, die jeweils auch ein gutes Indiz für den Aufenthaltsort meiner Nichte waren. Sheela und Zira kamen hinter der Halle hervorgeschossen, Jacky folgte ihnen humpelnd. Sie war letztens ziemlich übel gestolpert und hatte sich die Pfote dabei verstaucht; nichts Ernstes, aber es würde noch ein/zwei Wochen dauern, bis sie wieder ganz normal lief. Ich lobte die drei für ihr rasches Auftauchen und lief dann, von ihnen verfolgt, auf dem Schotterweg zur Ovalbahn. In der Ferne sah ich Ajith und Quinn beim Osteingang zum Hof stehen. „What’s going on?“, fragte ich, sobald ich bei ihnen war. „Muskat broke free from Charly, when he was trying to get him and Cantastor back to the barn. At first he was able to hold back Canto, but then he fell and Canto got away too. They both ran in this direction; Lily and Charly are following them. We’re standing here in case they manage to chase them back.” Ich entgegnete wütend: “What was he thinking by taking them both at once? He must have known It’s springtime and the horses are all very jumpy!” Ajith zuckte mit den Schultern und Quinn schüttelte den Kopf. Ich nahm Quinn mit zum Nordstall, wo wir Calico und Dod sattelten, um die Ausbrecher einfangen zu gehen. Ich konnte nicht gut mit einem Lasso umgehen, weshalb ich darauf hoffte, nahe genug an die beiden heranzukommen, um die Führstricke zu fassen, die noch immer an den Halftern hängen mussten. Quinn und ich ritten an Ajith vorbei raus und trabten schon nach einer kurzen Einwärmzeit an, um die Verfolgung aufzunehmen. Zunächst mussten wir Charly und Lily finden. Nach langem Rufen begegneten wir ihnen weiter oben am Flussufer. „Where are they?“, fragte ich hoffnungsvoll. „We last saw them somewhere over there, but they’re hidden behind the bushes now.“ Charly deutete zu den Büschen weiter oben. Wir teilten uns auf und ritten, beziehungsweise liefen um das Gebiet herum, sodass wir die Pferde von Norden her einfangen konnten. Mit dieser Strategie wollte ich verhindern, dass sie noch weiter weg liefen. Vorsichtig streiften wir an den Büschen vorbei, bis ich Cantastor entdeckte. Der Dunkelbraune sah mich und Dod mit gespitzten Ohren an. Er blieb zum Glück ruhig stehen, sodass ich mich nähern konnte und sein Seil zu fassen bekam. Ich lobte ihn erleichtert und band sein Seil am Sattelhorn fest. Dann trabte ich weiter auf der Suche nach Muskat. Die anderen hatten ihn inzwischen aufgespürt und umkreisten ihn, doch er suchte bereits nach einer Lücke zum entwischen. Als Quinn auf ihn zuritt, drehte er ab und bretterte mit Fahnenschweif in Richtung Pineforest Stable zurück. Canto tänzelte etwas und rief seinem Kumpel lautstark, versuchte aber nicht, sich wieder loszureissen. Ich befahl Charly, sich auf Cantos Rücken zu schwingen und an der Mähne zu halten, während die kleine Lily bei Quinn vorne mit aufstieg. Wir trieben Muskat in die Richtige Richtung, sodass Ajith einen entscheidenden Versuch hatte, ihn zu fassen zu bekommen. Der dunkelhäutige Pfleger warf die Arme hoch und liess Muskat abbremsen, dann schnappte er sich zielsicher den Strick des Hengstes. Wir jubelten ihm zu brachten dann die beiden Vollblüter gemeinsam zurück zum Hauptstall. Quinn meinte lachend zu Ajith: „That was not bad, he had no chance!“ Er winkte ab, grinste aber übers ganze Gesicht. Charly hatte seine Lektion gelernt und versprach, in Zukunft zumindest die Hengste einzeln zu führen. Kurz darauf kam Negresco an und wurde von Jonas in seine vorläufige Box im Nordstall gebracht. Der Braune hatte einen wunderschönen Kopf und ich konnte mich nur schwer davon abhalten, mit dem Gedanken zu spielen, ihn hier zu behalten.
      Am Abend sassen wir alle auf Gartenstühlen und Bänken unter den drei Bäumen zwischen dem Pflegerheim und dem Haupthaus. Nur Elliot, Lisa und Oliver waren noch unterwegs, um ausserhalb von Pineforest Stable Reitstunden zu geben. Es gab Tee und Kekse, was nach dem langen Arbeitstag eine verdiente Wohltat war. Wir überlegten uns Namen für die Fohlen, war gar nicht so leicht war. Sie mussten nicht nur gut klingen, sondern auch zu den Namen der Eltern passen und später von den Sprechern bei Rennen oder Turnieren gut genannt werden können. Für Pointless‘ Fohlen setzte sich ‚A Winter’s Tale‘ durch, denn uns fiel ausser ‚Surely no Spots‘ und ‚Snowbutt‘ nichts mehr ein (Lewis machte einen Schmollmund, als ‚Snowbutt‘ einstimmig abgelehnt wurde). Blütes Fohlen wurde dank Rosie vorläufig ‚Savory Blossom‘ genannt. ‚Gamble Away‘ wurde es für Mikkes Fohlen. Das kleine Welsh-Tier nannte ich ‚Daydream of Money‘, als Anspielung auf Noir’s französischen Namen. Ginis Fohlen hiess fortan ‚Dreams of Revenge‘ und das Mini-Fohlen von Alu ‚Arctic Alinghi‘. Bei der anschliessenden Stallkontrolle entdeckten wir ausserdem, dass bei Indiana die Wehen eingesetzt hatten. Die Geburt verlief Problemlos und ohne unser Eingreifen. So stand eine Stunde später auch Spots zweites Fohlen, ‚Stop Making Sense‘, zum ersten Mal auf wackeligen Beinen. Ich mochte dieses Kerlchen schon jetzt ganz besonders, weil es fast dieselben wilden Sprenkel wie sein Vater trug. Ausserdem hatte es einen Bildschönen Kopf.

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      Ehemalige Trainingsberichte

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      Mai 2016, by Veija

      Miss Holly Golightly, Only Known in Texas, Compañero, My sweet Little Secret, Kisshimbye, Alan's Psychedelic Breakfast, Shattered Glass & Chapter 24 Trail LK 5 auf LK 4, Possibility Trail LK 4 auf LK 3

      Nun hatten wir gar nicht mehr so viele Pferde zu trainieren. Im nächsten Monat würden wir uns aber auf jeden Fall Hilfe suchen, so dass wir mehr Zeit für unsere Kunden hatten. Unsere Pferde waren dann schließlich in fachmännischen Händen.
      Nun ging es darum, Miss Holly Golightly, Only Known in Texas, Compañero, My sweet Little Secret, Kisshimbye, Alan's Psychedelic Breakfast, Shattered Glass und Chapter 24 in Trail von der LK 5 auf die LK 4 zu bringen und Possibility von der Trail LK 4 auf die LK 3.
      Anfangen würde ich diese Woche mit Possibility, weil das am wenigsten Arbeit war. So putzte und sattelte ich ihn, ehe wir in die Halle gingen und zunächst mit der Stangenarbeit anfingen. Über Stangen drüber in allen Gangarten, 360° Drehungen in einem Stangenviereck, rückwärts durch ein L und alles, was man sonst noch so mit Stangen anstellen konnte. Damit fertig brachte ich ihn wieder weg, ehe ich mir zu erst Miss Holly Golightly schnappte und die Walk- Trot Pattern durchritt, die ich zum Beginn jedes Pferd durchreiten ließ. Mit ihr fertig, machte ich das Ganze auch mit den anderen Pferden, welche ich von der LK 5 auf die LK 4 bringen sollte.
      In den folgenden Tagen schnappte ich mir jedes der Pferde jeden Tag, um immer eine der Übungen zu reiten. So übte ich am ersten Tag mit allen Pferden das Tor, am nächsten Tag die Stangen und und und.
      Im Grunde hatte ich nur vier Wochen für das Training aller Pferde eingeplant. Dass es dann doch länger dauerte, war eigentlich nicht so schlimm, nur ärgerlich, weil es den gesamten Trainingsplan durcheinander brachte.
    • Eddi
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      Ankunft
      05. Oktober 2016
      „Aaaah, wer hat Eddi nur das Wlan-Passwort gegeben!“, jammerte Alexa theatralisch auf und fing an zu lachen. Auch Tami und Tassilo stimmten in das Gelächter mit ein und ich verdrehte nur grinsend die Augen. „Also ich habe die ja nun nicht am gleichen Tag gekauft! Und es war Zufall!“, versuchte ich mich zu verteidigen, aber das war wohl zwecklos, nachdem ich die Ankunft von fünf neuen Pferden angekündigt hatte. Meiner Meinung nach konnte man ja davon zwei zusammenfassen, also nur vier Pferde.
      Alexa mischte fröhlich das Futter für die Turnierpferde, während ich die Eimer für unseren Nachwuchs vorbereitete. „Ich bin gespannt“, meinte sie ehrlich und lächelte mich an. „Neue Pferde sind gut, die bringen Abwechslung rein – nicht, dass uns noch langweilig wird!“, lachte sie fröhlich und entschwand dann mit der Schubkarre voller Eimer. Ich tat es ihr einige Minuten später gleich und schon bald waren alle Pferde gefüttert.
      Danach fanden wir uns alle erst einmal im Esszimmer am Frühstückstisch ein, denn die Pferde waren versorgt und standen nun auf den Weiden. Tassilo blickte stirnrunzelnd aus dem Fenster. Der Himmel war grau und bewölkt, es sah sehr nach Regen aus. „Vielleicht haben wir Glück und es regnet nicht den ganzen Tag“, warf Tami ein, unsere kleine Optimistin.
      Ja, der Herbst war offiziell da und mit ihm die wundervollen Regentage. An sich machte uns das kaum etwas aus. Dann kamen die Pferde mit Regendecke auf die Weide und das Training wurde zum großen Teil in die Halle verlegt. Mehr machte es uns nicht aus, wir waren alle stets bestens auf das Matschwetter vorbereitet.
      „Ok, nun erzähl mal wer alles kommt!“, meinte Tassilo neugierig und schon wurde ich von drei Seiten erwartungsvoll angeschaut. „Äääh“, murmelte ich nur, denn ich wusste gar nicht wo ich anfangen sollten. „Okay. Mein Favorit ist Sarabi. Eine Trakehnerstute mit traumhafter Abstammung. Leider noch recht jung, aber das ideale Gegenstück für Cover the Sun. Ein Fohlen aus den beiden wird der Burner“, stellte ich Pferd Nummer eins vor und alle spitzten die Ohren, denn so eine Trakehnerstute ließ sich niemand entgehen.
      „Pferd Nummer zwei ist eigentlich Nummer eins gewesen: Shattered Glass. Eine Paint Horse Stute. Jaaa, keine Ahnung was mich geritten hat, aber ich liebe sie“, erklärte ich entschuldigend. „Und dann ziehen Batida de Coco und Polka Dot ein. Zwei Shettys!“ – und ich hatte das Gefühl meinem Team fiel gleichzeitig die Kinnlade herunter…
      „Ich dachte für unseren Kinderreitunterricht wären sie toll und stellt euch die beiden mal an der Kutsche vor!“, guut, dieser Kauf war vielleicht nicht der klügste gewesen, aber ich bereute es nicht. Trotzdem machte ich schnell weiter. „Letzte ist Lila Wolken. War schon einmal in meinem Besitz und ist es deshalb jetzt wieder. Ich habe sie als Schulpferd eingeplant, ich denke da wird sie uns gute Dienste erweisen“, ihre Rasse verschwieg ich geflissentlich, denn niemand hier mochte Isländer.
      Der Tag verlief ganz normal, bis ich mit Tassilo losfuhr, um die ersten beiden Pferde persönlich abzuholen. Es ging zu Occulta Smith, wo wir Sarabi und Lila Wolken abholen würden. Beide Pferde stammten aus ihrer Zucht und ich war mehr als dankbar, dass ich beide nun mein Eigen nennen durfte.
      „Guter Kauf“, meinte er knapp, lobte mich dann aber besonders für Sarabi. Beide Pferde hatten sich problemlos aufladen lassen und so waren wir schon schnell wieder auf dem Heimweg. Dort wurde insbesondere Sarabi schon sehnsüchtig erwartet. „Awr, die ist schön!“, quietschte Tami begeistert, als wir die Stute ausluden, weshalb ich sie ihr auch direkt in die Hand drückte.
      Auch Lila Wolken bekam allerhand Komplimente, besonders in Richtung „Also für einen Isländer ist sie echt toll!“. Ach, mein Team war schon liebreizend. Beide Stuten durften für heute jeweils auf einen der größeren Paddocks, um erst einmal anzukommen. Bei der Eingliederung in die Herden wollte ich mir Zeit lassen.
      Die beiden kleinen Ponys würden gebracht werden, so dass es nun für mich Warten hieß, beziehungsweise konnte ich in der Zeit gut meine Büroarbeit erledigen. Und dann kamen sie: Polka Dot und Batida de Coco. Beide mehr als süß und beide sofort geliebt und umtüddelt von meinem Team.
      „Ja ja, aber erst grummeln“, lachte ich und überließ die beiden kleinen Stuten meinen Mädels, die waren nämlich total hin und weg. Nun fehlte also nur noch Shattered Glass. Laut Verena O’Connor sollte sie bald samt Pfleger hier eintreffen und tatsächlich: Eine halbe Stunde später als erwartet kamen sie.
      Alle betrachteten die Porzellanschecke neugierig und schienen sichtlich begeistert. „Zwar ein Westernpferd, aber ein tolles!“, rief Alexa fröhlich und lobte mich für den Kauf. „Solltest öfters das Wlan nutzen dürfen“, neckte sie mich fröhlich und ich verdrehte nur erneut die Augen, ehe ich sie lachend in die Seite knuffte. „Für die nächsten Jahre reichen die aber erstmal!“, meinte ich warnend (an mich selbst).
    • Eddi
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      Weihnachtsfeier
      24. Dezember 2016
      Heute war ich schon seit fünf Uhr morgens auf den Beinen und im Stall unterwegs. Unser großes Weihnachtsfest stand an und obwohl wir schon alle Vorbereitungen auf die letzten Tage geschoben hatten, gab es heute noch einiges zu tun. Nebenbei mussten natürlich auch unsere Pferde versorgt werden, weshalb mein Team ausnahmsweise auch schon eher in den Tag startete.
      Nach der Fütterung widmeten wir uns direkt dem Misten, ehe dann schon die ersten Leute eintrafen. Wir veranstalteten ein kleines Turnier, sowieso eine Quadrille und einige Showeinlagen. Deshalb kamen auch einige Leute von außerhalb, welche sich bei uns einquartierten. Das Organisatorische hierfür übernahm Alexa und wies alle Neuankömmlinge ein. Sie hatte auch direkt ein Blatt gemacht, wo alle wichtigen Informationen und Regelungen standen – sehr gut mitgedacht.
      Ich kümmerte mich hingegen um unsere Schüler, welche heute auch dabei sein würden. Diese waren natürlich wesentlich aufgeregter als die alten Hasen, die schon oft bei Turnieren und Shows mitgemacht hatten. Mila und Jilly, zwei unserer jüngsten, würden heute eine kleine Vorstellung mit den beiden Shettystuten machen. Deshalb waren sie schon tatkräftig bei Batida de Coco und Polka Dot am Werk, um die beiden einzuflechten.
      Tami kümmerte sich um die Pferde für das Ponyreiten. Dafür hatte sie ihre arme Schwester mit angeschleppt und die beiden machten gerade Lila Wolken und Shattered Glass fertig. Ponyreiten war eventuell übertrieben oder falsch ausgedrückt. Aber wir gaben Kindern gerne die Chance, sich für einen kleinen Spaziergang um das Gestüt in den Sattel zu schwingen.
      Dafür nahmen wir natürlich unsere liebsten Pferde und ehrlich gesagt hatten wir heute gar nicht so viel Auswahl, da viele Pferde bei dem Turnier oder der Quadrille teilnahmen. Raunchy’s Limited, Feuervogel und He’s called Trüffel liefen alle drei unter vielversprechenden Reitern bei dem Turnier mit.
      Unsere Quadrille wurde nur von uns Teamleuten geritten, denn da sah ich ungern andere auf den Pferden. Mein Reittier war natürlich Pajero. Tassilo ritt Thorondor, Alexa saß auf Aristo und Tami schwang sich in den Sattel von Cover the Sun. Wir waren eine sehr bunte Truppe, aber genau das machte die Weihnachtsquadrille dann auch so lustig.
      Danach folgten die Showeinlagen und dann war auch schon das Turnier an der Reihe. Während sich unsere Zuschauer also aufteilten, konnten wir nun auch das Ponyreiten anbieten, ebenso wie kleine Kutschfahrten. Dafür liefen Erutan Wishes und What does the Fox say vor unserer kleinen Kutsche und wurden von Tassilo geführt.
      Natürlich gab es auch einige Pferde, denen ich solchen Stress noch nicht zutraute. Das war zum einen unsere junge Stute Sarabi, welche noch gar nicht lange bei uns war und deshalb heute frei hatte, weit abseits auf einer ruhigen Weide und auch Dr. Insektor blieb außen vor, denn mein Rapphengst sollte demnächst bei einer Hengstkörung antreten und konnte keine Ablenkung gebrauchen.
      Auch Dissident Aggressor ließ ich dieses Jahr außen vor. Er war der totale Liebling von allen Besuchern und deshalb auch immer argen Stress ausgesetzt. Deshalb hatte er heute schlichtweg frei und genoss das auch sichtlich auf seiner Weide.
      Der heutige Tag neigte sich dann auch alsbald dem Ende. Die Auswertung und Siegerehrung des Turnieres fand statt und als es 16 Uhr begann zu dämmern, luden wir alle noch zum großen Lagerfeuer und Punsch ein. Der Tag war zwar stressig und anstrengend gewesen, aber trotzdem schön!
    • Eddi
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      Winterroutine
      07. Februar 2017
      Wenn der Winter Einzug hielt, veränderte sich auch das Leben auf dem Gestüt. Die Turniersaison war im Herbst beendet und in den Wintermonaten gab es nur hier und da ein paar kleinere Hallenturniere. Ich nutzte diese Zeit dann gerne, um unsere Youngster an die neue Atmosphäre heranzuführen und generell auf die neue Turniersaison vorzubereiten. Das galt natürlich auch für die Turnierpferde, für welche ab Oktober meist das Wintertraining begann.
      Natürlich wurden unsere Pferde allumfassend trainiert, so dass für alle der Muskelaufbau und die Verbesserung der Techniken auf dem Plan stand. Trotz der allgemeinen Einheiten gab es aber auch diejenigen, bei welchen wir uns auf die individuellen Stärken und Schwächen unserer Pferde konzentrierten und auch deren Hauptdisziplin in den Fokus nahmen.
      Über Weihnachten und Neujahr war viel los gewesen auf dem Gestüt, immerhin musste man sich auch repräsentieren, wenn man wahrgenommen werden wollte. Bei uns war das wirklich erfolgreich gewesen und danach waren wir entspannt in das neue Jahr gerutscht. Momentan lief alles routiniert und ruhig ab, auch heute war wieder einer der Tage, an denen ich mir keine Gedanken machen brauchte.
      Mein Team war fit und motiviert, alle drei waren anwesend und bei bester Laune. Aber immerhin hatten wir auch einen wunderschönen Wintertag mit Schnee und Sonnenschein erwischt. Das war hier in Deutschland ja dann doch nicht der Normalfall für einen Winter, also musste es auch wirklich genossen werden.
      Die Pläne für heute standen und nachdem alle Pferde gefüttert waren, wurde eingedeckt und dann auf die Weiden hinausgebracht. Auch im Winter durften unsere Vierbeiner den gesamten Tag draußen verbringen und es tat ihnen sichtlich gut. Wir mühten uns dann stattdessen mit den Stallarbeiten ab und bereiteten schon alles für den Abend vor, um da dann schneller zu sein.
      Und dann ging es mit der ernsten Arbeit los. Momentan standen für mich Sarabi und Shattered Glass im Fokus. Bei den beiden Stuten nutzte ich die Wintermonate, um sie auf ihre Prämierungen vorzubereiten. Hierzu war Sarabi erst kürzlich wieder bei einer Trainerin gewesen und hatte sich im Springen fortgebildet. Die junge Stute entwickelte sich prächtig und zeigte auch auf Turnieren eine tolle Präsenz. Heute ritt Alexa sie in der Halle Dressur und feilte an den Lektionen.
      Shattered Glass ließ ich hingegen noch etwas in Ruhe, hatte sie dennoch immer im Auge. Fleißig ging auch sie hier und da auf Turniere und zeigte sich von ihrer besten Seite. Ihr Training war hingegen entspannt, da ich noch nicht recht wusste, in welche Richtung ich mit der Stute gehen wollte. Für sie stand heute ein wenig lockere Arbeit unter Tami an. Unsere Auszubildende hatte sich ja in die Scheckstute ein bisschen verliebt.
      „Bringst du sie in die Führanlage?“, fragte ich Tami, die gerade mit Shattered Glass durch die Stallgasse lief. Sie bejahte und ich drückte ihr gleich noch Teasie und Walking in the Air in die Hand, um sie mit in die Führanlage zu packen. Die beiden Scheckstuten würden sich nur eine Viertelstunde warmlaufen, aber Wita wollte ich danach noch etwas traben lassen und dann war sie für heute auch schon fertig.
      Mit zwanzig Jahren musste man es in der Wintersaison auch nicht übertreiben und meistens ging sie im Unterricht mit, so dass sie sehr gut ausgelastet war. Ich schnappte mir stattdessen heute Teasie. Schnell geputzt und gesattelt, ging es für uns beide in die Halle, wo Alexa bereits Sarabi abritt und Tami hingegen Shattered Glass warmritt.
      Wir gesellten uns dazu und ich wärmte Teasie in aller Ruhe auf. Teasie war immer vor allem eine Zuchtstute gewesen und hatte nie viel mit Turnieren am Hut gehabt. Das wollte ich ab kommenden Frühjahr aber ändern, da ich merkte, wie viel Spaß ihr das machte und sie diese Aktion auch brauchte. Also arbeiteten wir heuten an den grundlegenden Lektionen, Tempiunterschieden und Bahnfiguren.
      Teasie war für einen Araber ausgesprochen schön zu reiten und ich war wirklich zufrieden, als ich mit ihr dann fertig war und sie abritt. Im Stall durfte die verschwitzte Stute dann für ein Viertelstündchen unter das Solarium, ehe sie eingedeckt wieder auf die Schneeweide hinausdurfte. In der Zeit traf Lynn im Stall ein. Sie war die Reitbeteiligung von Lila Wolken.
      Tendenziell vergab ich keine Reitbeteiligungen, es sei denn, sie konnten etwas, was ich nicht konnte, nämlich einen Fünfgänger reiten. Lynn konnte das und umsorgte Lila Wolken schon gefühlt seit immer. Sie war sehr zuverlässig, ritt gut und hatte eine tolle Art mit Pferden umzugehen. Dementsprechend war sie bei uns stets willkommen.
      „Eddi, kurze Absprache?“, fragte Tassilo und riss mich so aus meinen Gedanken. Ich nickte nur kurz und folgte ihn raus zu der Weide unserer Youngster. Ich ahnte, worauf er hinauswollte. „Jaaa, die beiden sind diesen Winter an der Reihe. Willst du das machen?“, fragte ich ihn grinsend und Tassilo nickte begeistert. Es ging um die Junghengste HGT’s Unitato und Outlaw Torn.
      Junghengste war wohl untertrieben, denn beide waren nun eigentlich schon erwachsen, aber für mich waren sie immer noch Babys. Nichtsdestotrotz stand für sie diesen Winter das Einreiten an und ich wusste, dass Tassilo indirekt darauf brannte, die beiden selbst auszubilden. Ich vertraute ihm da und überließ ihm meine beiden Schätze. Es wurde auch langsam echt Zeit für die zwei.
      Paddington und Amadahy hatten da noch ein Jahr Zeit, würden dieses dann aber auch schon anlongiert werden und vom Boden aus in aller Ruhe vorbereitet werden. Das ersparte dann später viele Mühen. Fraglich für mich war hingegen Korah. Sie wurde dieses Jahr bereits vier, nur konnte ich sie noch gar nicht einschätzen, ob sie noch etwas brauchte oder bereit war. Ich würde wohl bis zum Frühjahr warten, ehe eine Entscheidung gefällt wurde.
      Calimero II war da auch so ein fraglicher Kandidat, aber auch ihm ließ ich noch ein wenig Zeit. Stattdessen widmete ich mich lieber noch den großen Sportponys. Raunchy’s Limited wurde gerade von Alexa geritten und Feuervogel hatte heute frei. Schon öfters war ich gefragt wurden, wann ich denn ein Fohlen aus beiden ziehen wöllte, aber ehrlich gesagt, wusste ich das noch nicht. Vielleicht nächstes Jahr.
      „Acariya wird auch vier“, meinte Tami mahnend, als sie einen Blick über meine Schulter warf und die Liste durchlas. Kurz wollte ich ihr widersprechen, dann rechnete ich aber nach und seufzte. „Ja stimmt“, murmelte ich nur und schrieb sie auch zu den Vierjährigen. Wenigstens hatten Maelis und Herbstmond noch Zeit!
      Die jüngeren beschäftigten wir nur regelmäßig mit den Grundlagen des Fohlen ABC und sonst durften sie ihre freie Zeit genießen und Fohlen beziehungsweise Pferd sein. Like Honey and Milk lief gerade seelenruhig hinter einer Reitschülerin her. Sie war heute zu einer Probestunde da und wurde von Alexa unterrichtet.
      Ich war mir sicher, dass sie begeistert sein würde, auch wenn ich das Pferd wohl anders gewählt hätte, aber das musste Alexa wissen. So viel ich weiß, ritt das Mädchen schon länger und da wären Aristo oder sogar He’s called Trüffel auch eine sehr gute Wahl gewesen. Wobei zweiterer eventuell etwas zu klein hätte sein können, das wäre dann doch nicht so stimmig gewesen.
      „Ausritt?“, fragte ich Tami und sie nickte begeistert. Ich holte mir Thorondor von der Weide und sie sich Call me a Twist. Wir machten beide Hengste fertig und entschwanden dann für zwei Stunden in unser Winter Wonderland und genossen einfach die Sonne.
      Danach war ich wirklich motiviert und hatte Kraft getankt, weshalb ich mir Pajero schnappte und für ein Springtraining vorbereitete. Tassilo war auch sofort dabei und sattelte sich Cover the Sun. Die beiden Hengste liebten das Springen und die heutige Stunde machte auch wirklich Spaß. Alexa nahm sich sogar kurz Zeit, um uns beide noch etwas zu korrigieren und so war die Stunde ein voller Erfolg.
      Während Pajero dann unter dem Solarium döste, brachte ich Dr. Insektor und Dissident Aggressor in die Führanlage. Sie sollten sich heute bewegen, aber ruhig und kontrolliert, dementsprechend war die Führanlage ideal. In der Zeit besprach ich mit Alexa, wie unsere heutige Ponystunde aussehen würde und wen wir nehmen wollten.
      „Ich bin für Polka Dot und Batida de Coco“, meinte Alexa und ich stimmte ihr zu. „Übrigens hab ich gestern in der Zeitung etwas von einer neueröffneten Zirkusschule gehört, vielleicht könnte man die gute Frau mal zu uns einladen, um den Kindern das zu zeigen?“, gab Alexa als Vorschlag und ich meinte, dass ich darüber nachdenken würde. Es klang gut, nur musste ich eben erst wissen, um wen es ging.
      Da nun die beiden Ponystuten heute im Einsatz waren, mussten unsere Hengste noch versorgt werden. Erutan Wishes nahm ich für eine halbe Stunde an die Longe und mit What does the Fox say machte ich Bodenarbeit. Shetland Ponys waren bald anstrengender als Großpferde, denn die Zwerge mussten täglich beschäftigt werden. Sie wurden sonst erstens dick und zweitens maulig.
      Für uns stand heute dann nur noch 17 Uhr die Reitstunde an und dann kehrte auch langsam Ruhe auf dem Gestüt ein. 18 Uhr ging es für alle Pferde in den Stall, es gab Futter und dann wurde noch der letzte Abendrundgang gemacht, ehe wir uns alle in unsere eigenen vier Wände zurückzogen.
    • Eddi
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      Pferdepraxis Sapala
      12. Februar 2017
      Die Wintermonate hatte ich gut dafür genutzt, um die nachfolgenden Zuchtanwärter für die kommenden Prüfungen vorzubereiten. Im Fokus standen da momentan Sarabi und Shattered Glass. Meine Porzellanscheckin hatte jedoch noch etwas Zeit. Sie war noch nicht so lange bei uns und auch noch nicht bei dem Punkt, wo ich sie guten Gewissens auf eine Prämierung geschickt hätte. Anders sah es da bei Sarabi aus.
      Schon von Anfang an hatte die junge Stute uns mit ihrem Talent überrascht, lernte unglaublich schnell und sahnte viele Schleifen ab. Bei ihrer Abstammung jedoch auch kein Wunder und so war die Anmeldung für die kommende Prämierung bereits raus. Heute stand deshalb für sie der entscheidende Vet-Check an.
      Und da Shattered Glass im Frühjahr sicherlich auch so weit wäre, machte ich sie heute direkt mit. Da ich es ungern als eigene Besitzerin des Pferdes machte, kam meine altbekannte Freundin und Kollegin Rebecca zum Gestüt und führte die Untersuchungen mit mir durch.
      Ich hatte bereits Shattered Glass aus der Box geholt als sie kam. Also führte ich ihr die Stute einmal im Schritt und einmal im Trab vor. Dann kontrollierten wir die Werte von Herz und Lunge, ehe Augen, Ohren und Zähne kontrolliert wurden. Shattered Glass war topfit, weshalb sie direkt die Impfungen bekam und danach noch die Wurmkur folgte.
      Die Stute war fertig und ich entließ sie wieder in ihre Box. An der Tür befestigte ich direkt unser Schild, damit alle wussten, dass Shattered Glass heute geimpft worden war und die kommenden drei Tage ihre Ruhe hätte. Danach war auch schon Sarabi an der Reihe. Wie immer benahm auch sie sich vorbildlich.
      Ich führte sie vor, dann wurde sie abgehört und untersucht und danach gab es noch die Impfungen und die Wurmkur. Auch sie war schnell durch und kam zurück in die Box. Meine Kollegin stellte die Zertifikate aus und erneuerte die Impfpässe. Ich dankte ihr noch einmal herzlich und dann entschwand sie auch wieder.
    • Eddi
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      Hufschmiede "Tänzelndes Pony"
      16. Februar 2017 - von Arktiswolf
      Shattered Glass hieß die nächste Stute. Ein American Painthorse mit ebenfalls einem schönem Fellkleid wie Malte fand.
      Auch bei ihr ging er das Selbe durch wie zuvor mit Sarabi. Zuerst lies er sich beschnuppern damit die Stute schon einmal vorweg schauen konnte ob sie den Fremden nun mochte oder nicht und Malte konnte sich schon einmal ein Bild von ihren Hufen machen.
      Trotz allem musste auch dieses Pferd einmal vortraben und seine Bewegungen zeigen. Malte konnte so nichts ungewöhnliches erkennen und begann direkt mit der Arbeit als Shattered Glass wieder bei ihm stand und von Eddi festgehalten wurde.
      Folgsam gab die Stute jeden ihrer Hufe in die Hände des fremden Mannes und der Hufschmied erledigte auch hier korrekt seine Arbeit. Mit geübten Bewegungen schnitt er das Horn am Huf zurecht, prüfte den Strahl sowie den Tragrand ehe er zum Abschluss das aufgeraspelte Horn mit seiner Feile wieder glatt arbeitete.
      Das Painthorse blieb die ganze Prozedur über anständig und brav, während es von seiner Besitzerin hinter den Ohren gekrault wurde.

      Nachdem die Grundarbeit nun beendet war, folgten auch hier die neuen Hufeisen. Auch diese wurden mit Hilfe von Ofen ,Amboss und Hammer zurecht gemacht bis sie genau auf die Hufe der Stute passten.
      Beim unheimlichen Zischen der heißen Eisen auf dem Horn bzw. im Wasser beim abkühlen, hob Shattered Glass nur ein paar Mal den Kopf und legte die Ohren missmutig an. Es galt aber mehr dem beißendem Geruch und den komischen Lauten, als das es den Menschen gewidmet war.
      Trotzallem blieb die Stute brav stehen wofür Malte sie auch lobte.

      Die Eisen anzubringen dauerte dort auch nicht mehr so lange und auch Shattered Glass musste ein letztes Mal vorführen ob die neuen Schuhe auch wirklich passten.
      Mit einem Möhrchen wurde das Tier dann zum ende auch noch belohnt und nach einem kurzem Gespräch mit Eddi, verabschiedete sich der Hufschmied, packte seine Sachen zusammen und verließ bei schönem Wetter gutgelaunt den Hof.
    • Eddi
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      Weidezeit
      06. Mai 2017
      Es war der 6. Mai. Eigentlich kein besonderes Datum, aber ich hatte mich dafür entschieden, dass nun endgültig die Weidesaison für unsere Pferde losgehen sollte. Den gesamten April über hatten wir sie in aller Ruhe angeweidet und nun sollte es auf die ersten großen Sommerweiden gehen. Ich machte daraus immer gerne ein kleines Event, weil es doch was Anderes war und uns endlich von unserer Winterroutine löste.
      An diesem Morgen wurden dennoch alle Pferde noch einmal im Stall gefüttert. Meine Truppe war auch schon früh gemeinsam zugegen, denn alle wollten es miterleben. Gestern Abend hatte ich mir noch einmal Gedanken über unsere Weideaufteilungen gemacht. Die Hengste hatten wir in zwei Gruppen geteilt und die Stuten ließen wir aber zusammen.
      Auch heute fühlte sich das noch gut an, so dass wir guten Gewissens die Pferde nacheinander rausschaffen würden. Ich hatte die Hengstgruppen so aufgeteilt, dass sie gut ausbalanciert waren. Es gab in jeder Gruppe sowohl jüngere als auch ältere Hengste, denn ich erachtete das für die Sozialisation als sehr wichtig.
      So durften die drei „Oldies“ Call me a Twist, Pajero und Dissident Aggressor mit Cover the Sun, HGT’s Unitato, Outlaw Torn, Altyn und Calimero II auf die Weide. In der zweiten Gruppe waren somit Thorondor, Aristo, Dr. Insektor, Erutan Wishes, What does the Fox say, Nochnoi Dozor, Feuervogel und He’s called Trüffel. Generell erschien mir die erstere Gruppe definitiv die aktivere, aber das war ja nicht schlimm.
      Die Sommerweiden boten den Pferden genügend Platz und frisches Gras. Zusätzlich gab es einen geräumigen Unterstand, wo wir jetzt zu Anfang auch noch Heu anbieten würden. Dort ließ sich auch eine von zwei vorhandenen Tränken finden.
      Die älteren Hengste wussten bereits genau, worum es heute ging. Unsere beiden Neulinge Altyn und Nochnoi Dozor hatten sich auch schon sehr gut eingefunden und nun null Probleme, mit ihren neuen Freunden auf die Weiden zu jagen. Es war wirklich schön anzusehen, wie da jeweils die Gruppen aus acht Pferden über die Wiese preschten.
      Als nächstes machten wir direkt mit den Stuten weiter. Insgesamt beherbergte das Gestüt momentan zehn Stuten und im Gesamten waren das alles sehr ruhige und liebe Zeitgenossen. Aus dem Grund wollte ich die Gruppe auch nicht teilen.
      Walking In The Air und Teasie waren die ältesten, aber auch gleichzeitig ranghöchsten. Danach folgte Sarabi, welche schon gerne einmal den Besitzanspruch der beiden älteren anfechtete und danach ergab sich der Rest ein bisschen von alleine. Lila Wolken zog sich vorzugsweise immer etwas zurück und genoss ihre Ruhe.
      Batida de Coco und Polka Dot waren generell auch sehr gern für sich. Zumindest wenn sie nicht ihre fünf Minuten hatten und den Großen auf den Keks gehen wollten. Sie waren aber auch gerne in der Nähe von den zwei absoluten Ruhepolen Shattered Glass und Like Honey and Milk. Die beiden machten ihrem Westernpferde-Dasein nämlich alle Ehre.
      Raunchy’s Limited und Amadahy waren irgendwie die Küken der Gruppe und waren sich dementsprechend bezüglich ihres Platzes noch nicht so sicher. Aber sie hielten sich auch gerne eher im Hintergrund auf. Außerdem hatte Raunchy im Moment auch noch Feuerdrache bei Fuß, aber das lief erstaunlich gut und er würde ja schon bald abgesetzt werden. Bei den Stuten ging es auch ruhiger zu und der Großteil begann sehr schnell zu grasen.
      Nun fehlten nur noch unsere Jungpferde. Dahingehend hatten wir momentan gar nicht viele und da wir auch die Hengste von den Stuten trennten, bekamen die jeweiligen Gruppen auch kleinere Areale. Also verhältnismäßig kleiner, für die Dreiergrüppchen waren sie dennoch riesig, aber den vollen Platz hätten sie nie nutzen können.
      So zunächst Applaus und Paddington alleine eine Gruppe, ehe Ende Sommer noch Feuerdrache dazu stoßen würde. Die Stuten bestanden hingegen aus Maelis, Acariya, Herbstmond und Korah. Alle bereits halbwüchsig und auch sehr aufgeweckt.
      Nachdem nun alle Pferde die Stallungen verlassen hatten, begann für uns erst der wahre Akt. Über den Sommer würden die Boxen nicht wirklich in Benutzung sein, also wurden sie komplett ausgemistet, ausgekehrt und auch direkt einmal mit dem Wasserschlauch ausgespritzt.
      Außerdem putzten wir die Tränken und Tröge, säuberten grob die restlichen Oberflächen und die Fenster. Auch die Paddocks mussten abgeäppelt werden.
      Am Ende hatten wir aber einen blitzeblanken Stall und waren wirklich zufrieden mit uns. Der Tag war jedoch noch längst nicht rum, denn immerhin sollte ein Großteil der Pferde heute auch bewegt werden. Besonders die momentanen Anwärter standen unter Beobachtung.
      Dazu zählten insbesondere Altyn und Nochnoi Dozor, die beiden neuen Achal Tekkiner, in welche ich große Hoffnungen legte. Aber auch Calimero II sollte langsam aus sich herauskommen, genauso wie HGT’s Unitato. Die vier hatten momentan einen strengen Trainingsplan einzuhalten.
      Ich kümmerte mich hingegen um Outlaw Torn, der war zwar bereits zur Zucht zugelassen, aber unter dem Sattel musste er dennoch noch viel lernen. Alexa nahm sich da lieber unsere Shettys zu Hand, denn daran hatte sie besonders viel Spaß. Die Shettyhengste fuhr sie heute und mit den Stuten machte sie Freiarbeit.
      Ich gönnte mir heute dann noch einen Ausritt mit der jungen Amadahy, die zu meinen geheimen Lieblingen gehörte. Und außerdem schaute ich noch einmal bei Sarabi vorbei, von welcher ich nämlich diesen Monat noch ein Fohlen erwartete. Das Treiben auf dem Gestüt war dementsprechend in vollem Gange und so hatten wir alle Hände voll zu tun.
    • Eddi
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      Gestütsbetrieb
      07. Oktober 2017
      Tatsächlich gehörte der Samstag mit zu meinen liebsten Tagen. An diesem Tag war besonders viel auf dem Gestüt los, da samstags immer die Reitvorschule stattfand. Dementsprechend wuselten Kinder von drei bis sechs Jahren im Stall herum. Es waren zwei Gruppen von je vier Kindern.
      Der einen Gruppe gehörten Batida de Coco und Polka Dot als Schulponys und der anderen Gruppe gehörten Erutan Wishes und What does the Fox say. In der Reitvorschule ging es vor allem noch viel um den Umgang und die Pflege der Pferde. Gerne fragten wir die Kleinen ab und beantworteten auch alle aufkommenden Fragen.
      Natürlich kamen die Kinder auch noch näher mit den Pferden in Kontakt, aber neben dem Reiten lernten sie auch schon Grundlagen der Bodenarbeit und des Longierens, je nachdem wie fortgeschritten sie schon waren. Da heute aber unglaublich schönes Herbstwetter war, entschieden sich Tami und Alexa dafür, mit den Kindern nach der Theorieeinheit einen Ausritt zu machen.
      Während die Gruppen unterwegs waren, richtete ich im Reiterstübchen schon einmal die Obstteller und den Tee her. Generell trafen sich die Gruppen danach noch einmal und nebenbei gab es ein paar Kleinigkeiten. Gerade im Winter war es dann ganz gut, wenn sich die Kinder aufwärmen konnten.
      Lange trödeln konnte ich jedoch nicht, denn ich übernahm heute den Unterricht von Alexas einer Schülerin. Sie hatte diese Woche nicht so kommen können wie sonst und dementsprechend musste sie sich mit einem anderen Reitlehrer zufrieden geben.
      Als ich in den Stall kam, war Aristo bereits geputzt und gesattelt. Lara schien auch schon so gut wie fertig zu sein, so dass wir uns auf den Weg in die Halle machten. Die Reitschülerin war 17 Jahre alt und eine sehr begabte Reiterin, sie bevorzugte aber die klassische Reitkunst und war umso dankbarer, Aristo gefunden zu haben.
      Der Barockpinto war dahingehend ja einwandfrei ausgebildet und konnte ihr so wirklich viel lehren. Heute arbeiteten wir an Travers und Renvers, teils auch schon im Trab. Danach arbeiten wir im Galopp noch an der richtigen Versammlung, so dass die beiden heute dem Pirouettengalopp schon sehr nahe kamen.
      Das Input war heute glaube auch genug für Lara, aber sie ging sehr zufrieden aus der Reitstunde. Nachdem sie vorbildlich Aristo versorgt hatte, verabschiedete sie sich auch schon. Ich war froh, mich für die Reitschüler entschieden zu haben. Natürlich wählten wir alle mit bedacht und hatten so neben den acht kleinen Kindern auch nur sechs größere Reitschüler.
      Alexa organisierte die „Reitschule“ zum Großteil selber und war auch die aktive Lehrerin. Bei dem kleinen Maßstab benötigte es da auch nicht mehr und ich glaube niemand hätte gerne Tassilo als Lehrer gehabt. Er war fair, aber er war sehr streng. Und auch ich war keine Lehrernatur, dementsprechend war ich froh, dass wiederum Tami gerne einsprang, wenn sich ihr die Möglichkeit bot.
      Für kommendes Wochenende plante Alexa zum Beispiel einen größeren Ausritt ans Meer mit den älteren Schülern. Dafür plante sie Aristo, Like Honey and Milk, Lila Wolken, Teasie, Walking in the Air und Call me a Twist ein. Sie selbst würde wohl Shattered Glass reiten, somit waren die Pferde für den Tag auch schon versorgt.
      Ich schaute noch kurz auf dem Springplatz vorbei, wo Tassilo gerade Cover the Sun ritt. Vorhin hatte ich ihn schon mit Feuervogel beobachtet und war sehr zufrieden mit dem Training gewesen. Ich wollte heute Abend noch einen Ausritt mit Thorondor machen, doch vorher musste ich die anstehende Arbeit im Büro erledigen.
    • Eddi
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      Weihnachten!
      24. Dezember 2017
      Wieder war ein Jahr vorüber und Weihnachten stand vor der Tür. Da sowohl Alex, als auch Tami und ich total weihnachtsbegeistert waren, war das gesamte Gestüt rundum geschmückt. Zu unserer Freude hatten wir aktuell auch Schnee, so dass alles weiß und verschneit war. Heute war der 24. Dezember und wir hatten unseren alltäglichen Betrieb auf das Minimum runtergeschraubt, denn natürlich wollte ich meinem Team auch freie Tage gönnen. Aber wie es bei Pferdemenschen so war, tauchten sie trotzdem alle morgens im Stall auf und halfen bei den täglichen Arbeiten.
      Das bedeutete, alle Pferde wurden gefüttert, dann ging es raus auf die Weiden und die Boxen wurden gemistet. Abschließend wurde schon Futter und Heu für den Abend vorbereitet, ehe wir gemeinsam noch unseren weihnachtlichen Rundgang über die Weiden gingen und den Pferden Möhren vorbeibrachten, die wir auf den Weiden verteilten.
      Gerade im Schnee war es immer relativ amüsant, den Pferden bei der Suche zuzuschauen. Wir begannen bei den Jungpferden und dort hatte besonders Tassilo seinen Spaß. Paddington hatte schnell verstanden, dass Tassilo die Möhren etwas weiter warf und war schon ein Stück weiter getrabt, bevor die nächste Möhre durch die Luft flog. Unsere jüngsten, Cover the Moon und Feuerdrache, hielten sich da lieber etwas bedeckt und erschlichen sich durch Süßheit bei Tami ihre Möhren.
      Bei Alex sammelten sich auch bereits einige Jungpferde. Darunter auch unser noch recht frischer Neuzugang Merida, die sich aber schon bestens eingelebt hatte und sichtlich zufrieden mit ihrer Herde zu sein schien. Besonders gerne spielte sie mit Maelis und Acariya. Ich wurde gerade von Lady Fox angestupst, die Korah und Herbstmond zur Seite schob, um nun auch an ihre Möhren zu kommen. Die beiden Welshs Acariya und Applaus hielten sich etwas zurück und warteten einfach geduldig, bis Tassilo ihnen die Möhren vorbeibrachte.
      Bei den Hengsten war aktuell wesentlich mehr los. Calimero II und BonnyBoy jagten sich gerade gemeinsam über die Weide und stießen dabei beinahe mit Call me a Twist und Aristo zusammen, die eigentlich gerade im Schnee nach Gras stöberten und die jungen Hengste direkt zurechtwiesen. Den restlichen Teil ließ das bisher kalt, bis wir dazu kamen. Sofort hoben Pajero, Thorondor und Dr. Insektor den Kopf als sie mein Pfeifen hörten und kamen angetrabt. Man merkte, wer schon lange hier lebte.
      Cover the Sun, Altyn und Fiebertraum ließen sich direkt anstecken und kamen mit angerauscht. Durch die trabende Gruppe wurden auch die anderen aufmerksam und warum auch immer preschten Feuervogel und Outlaw Torn nebeneinander los und buckelten erst einmal wild über die verschneite Weide. Das waren eindeutig die Wintergefühle und die ergriffen auch HGT's Unitato und die beiden Shettys What does the Fox say und Erutan Wishes. Die waren ja sowieso für jeden Quatsch zu haben.
      Bis dann die Hengste bemerkten, dass es bei uns Möhren gab und schon standen sie in einem großen Kreis um uns herum und warteten ungeduldig auf das weihnachtliche Geschenk. Das war eigentlich vor allem dafür da, um bei allen Pferden nach den Rechten zu sehen. Aber anscheinend waren alle bei bester Gesundheit. Für die Möhren rissen sich dann sogar Auftakt und Dissident Aggressor von den Heunetzen los und kamen herübergeschlendert. Fürst der Finsternis und He's called Trüffel schlossen sich an. Die beiden hatten bisher relativ weit hinten gestanden und das Theater hier vorne geflissentlich ignoriert.
      Fehlte nur noch Single Malt, aber der kam nach einem Rufen auch sofort an und schon waren alle Hengste beisammen. Sie waren alle fit und dementsprechend konnten wir uns dann schon bald verabschiedeten und nun ging es nur noch zu den Stuten. Dort wurden wir schon von Walking in the Air, Sally und Teasie erwartet. Die ruhigeren Damen hielten sich gerne am Eingang auf, um auch ja alles mitzubekommen.
      Auch hier reichte ein Rufen und schon kamen Sarabi, Raunchy's Limited und Polka Dot um die Ecke gesaust. Und da sich die Gruppe in Bewegung setzte, kamen auch nach und nach die anderen. Erst Possy Pleasure Mainstream und Shattered Glass, dann aber auch noch Nesquik und Nandalee. Für den Rest mussten wir uns auf den hinteren Teil der Weide bewegen. Lila Wolken und Like Honey and Milk fanden das Heunetz zu nett, als dass sie sich bewegt hätten. Außerdem stromerte hier hinten auch noch Batida de Coco herum und Alice von Landwein und Amadahy spielten gerade miteinander, während Razita sich genüsslich wälzte.
      Auch sie war wie Merida noch relativ neu bei uns, hatte sich aber wirklich problemlos eingliedern lassen.
      Allen Pferden ging es bestens und so schickte ich mit etwas Nachdruck mein Team dann nach Hause zu ihren Familien. Vorher gab es für jeden von ihnen noch ein kleines Geschenk von mir, ehe ich sie dann endgültig verabschiedete und ihnen frohe Weihnachten und schöne Feiertage wünschte. Die hatten sie sich definitiv verdient und die Pferde konnten auch mal ein paar Tage entspannen.
    • Eddi
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      Sommerweiden
      07. Juni 2018
      Hengste: Altyn, Aristo, Auftakt, BonnyBoy, Calimero II, Call me a Twist, Cover the Sun, Dissident Aggressor, Dr. Insektor, Erutan Wishes, Feuervogel, Fiebertraum, Fürst der Finsternis, He's called Trüffel, HGT's Unitato, Namour, Nochnoi Dozor, Outlaw Torn, Pajero, Single Malt, Thorondor, Varulv, Vertigo, What does the Fox say
      Stuten: Alice von Landwein, Amadahy, Batida de Coco, Das Kürbisvieh, Herbsttraum, Like Honey and Milk, Lila Wolken, Naimibia, Nandalee, Nesquik, Polka Dot, Possy Pleasure Mainstream, Raunchy's Limited, Razita, Sally, Sarabi, Shattered Glass, Teasie, Walking in the Air
      Fohlen: Acariya, Applaus, Cover the Moon, Feuerdrache, Herbstmond, Korah, Lady Fox, Maelis, Merida, Paddington

      Der Sommer hatte uns mittlerweile vollständig erreicht. Nach einer längeren Anweidezeit dieses Jahr, waren nun seit kurzem die Sommerweiden eröffnet. Den Mai über hatten uns noch allerhand Unwetter und Stürme geplagt, doch mit denen schien endlich Schluss zu sein. In aller Ruhe hatten mein Team und ich die Sommerweiden vorbereitet und vorgestern die jeweiligen Herden auf die großen Stücke gelassen. Die ersten Tage hatten sie auch alle heil überstanden. Für uns hatte das bedeutet, die Ställe komplett zu misten und auch einmal ordentlich durchzuspülen. Nun fiel für uns viel Arbeit weg. Das Futter bekamen die Pferde nach der täglichen Arbeit und Heu stand ihnen trotz der Weiden permanent zur Verfügung. Jeden Morgen kontrollierte ich auf dem Pferderücken alle Zäune, ehe ich den Pferden auch einen Besuch abstattete und schaute, ob alles in Ordnung war.
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  • Album:
    Stutenstall
    Hochgeladen von:
    Eddi
    Datum:
    8 Dez. 2020
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  • Name: Shattered Glass
    geboren: 31.05.2009

    __________________

    Von: Jealous
    Aus der: Black Forest Harmony

    __________________

    Rasse: American Paint Horse
    Geschlecht: Stute
    Farbe: Grey Tovero (Ee,aa,Gg,Toto,Oo)
    Stockmaß: 158 cm

    Beschreibung:
    Shady ist eine sehr fröhliche Stute, die aber auch ihren eigenen Kopf hat. Wenn sie gerade ihre 5 Minuten hat,dann kann man sie kaum stoppen. Allerdings ist die junge Stute nie böswillig dabei sondern bemüht sich immer, es ihrem Menschen Recht zu machen.

    Ersteller: Occulta
    Besitzer: Eddi
    Vorkaufsrecht: Occulta

    Western S
    Distanz M
    Military L

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    [BSW 451] Pferde ohne Schleifen
    2. Platz 270. Distanzturnier
    3. Platz 276. Militaryturnier
    357. Galopprennen
    357. Westernturnier
    2. Platz 288. Militaryturnier
    1. Platz 370. Westernturnier
    3. Platz 280. Distanzturnier
    1. Platz 376. Westernturnier
    3. Platz 282. DIstanzturnier

    __________________

    Gekört: ja, [SK 450] Alle außer Ponys, Braune und Rappen
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    Nachkommen: --