Sammy

Shamal

Arabisches Vollblut | Hengst | gekört || Dr: S (0) | SPR: S***(7) | DI: S** (6) | RE: L (2)

Shamal
Sammy, 4 Sep. 2016
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      Pflegeberichte aus Shamal`s Zeit bei Sweetvelevetrose auf Fearie Hills

      Mein vierter Kunde am heutigen Tag war Samsisam mit ihren drei Fohlen Code of Mystic Girl, Shamal und Sheregi. Nachdem ich bei Samsisam angekommen war, begrüßte ich sie, woraufhin sie mir direkt ihre Schützlinge zeigte. Wir begannen mit der kleinen 'Code', wie Samsisam sie nannte. Es war heute ihre erste Impfung, genau wie bei den anderen zweien. "Na meine Kleine? Keine Angst, das tut gar nicht weh.", flüsterte ich ihr zu uns streichelte dem Fohlen über den zarten Kopf. Samsisam holte ihr Fohlen aus der Box, während ich mich vorbereitete. Ich holte die Ampullen mit dem Impfstoff und eine Kanüle aus meinem Koffer, zog den Impfstoff ind die Spritze und ging wieder rüber zu meinem Patienten. Mit einem getränkten Tupfer reinigte ich das Fell und die Haus der Halsvene und bat Samsisam, ihr Fohlen abzulenken. Schnell war das kleine Fohlen geimpft, wobei sie tapfer alles durchstand. Jetzt musste ich sie aber nochmal ärgern. Ich holte eine neue Nadel, Tupfer und Blutröhrchen und stach ein zweites Mal in die Halsvene, um ihr Blutabzunehmen. Ich ließ die Röhrchen für den Allergietest vollaufen und zog die Nadel wieder heraus. Samsisam führte ihre Stute zurück in die Box, wo ich sie für die Zahnkontrolle leicht sedieren konnte, damit es nicht zu stressig für sie wird. In der Zeit wo sie müde wurde, baute ich alles nötige auf. Ich holte die Maulsperre und öffnete so das Maul Mit dem Spiegel kontrollierte ich alle Zähne, aber hier sah alles in Ordnung aus, sodass kein Handlungsbedarf notwendig war. Ich nutzte die Sedierung um die kleine letztendlich noch zu Chippen. Ich rasierte eine kleine Stelle am oberen Teil des Halses frei, desinfizerte sie und holte den Chip und dessen Nadel. Zum Glück merkte das Fohlen nicht viel, weswegen sie schnell gechipt war. Ich kontrollierte Funktion und Lage des Chips und war beruhigt, als das Kontrollgerät piepte. Während sich die Stute erholen konnte ging es mit Shamal weiter. Samasisam holte den jungen, frechen Hengst aus der Box für die Impfung und die Blutabnahme für den Allergietest. "So, jetzt bist du dran du Schicker!", begrüßte ich den Araberhengst und reinigte mit dem Tupfer rasch die Brust. Ich holte wieder Kanüle und Impfstoff, zog den Imfstoff ein weiteres Mal in die Spritzen und ging rüber zu dem jungen Hengst. Vorsichtig stach ich mit der Nadel zu, doch der mutige Hengst zuckte nichtmal. Samsisam lobte ihren tapferen Hengst, während ich ihn durchimpfte. Anschließend holte ich eine neue Kanüle, Tupfer und Blutröhrchen für die Blutabnahme. Ich reinigte wieder den Bereich der Halsvene und traf diese auf Anhieb. Schnell hielt ich das Röhrchen drunter und sammelte das nötige Blut. Ich ließ die Nadel in der Vene stecken, wo ich direkt die Sedierung spritzen konnte. Samsisam führte auch dieses Fohlen in die Box, wo auch die Stute davor behandelt wurde. Als die Sedierung wirkte legte ich los. Hier war leichter Handlungsbedarf, denn hinten hatte er leichte Hakenbildung. Ich holte mein Schleifgerät und raspelte die Haken vorsichtig weg. Nach einer viertel Stunde war ich fertig und löste meine Geräte von dem jungen Pferd. Auch jetzt nutzte ich die Sedierung aus um ihn direkt zu chippen. Ohne dass er viel merkte injizierte ich den Mikrochip in seinem Hals und überprüfte anschließend mit dem Erkennungsgerät. Hier war alles getan, also ging es mit dem letzten Fohlen weiter. Sheregi hieß er ein Deutsches Reitpony. "Hallo mein Hübscher!", berüßte ich ihn als er draußen stand. Auch hier reinigte ich mit einem Alkoholtupfer die Brust des Fohlens, während Samsisam den Hengst ablenkte. Ich zog den Impfstoff in die Spritzen auf und ging zu dem Reitponyhengst. Er zuckte kurz als die Nadel zustach, blieb aber sonst ruhig. Schnell war der Impfstoff im Körper des Fohlens und ich konnte mit der Blutabnahme fortfahren. Ich reinigste mit dem Tupfer die Vene und holte Blutröhrchen und eine neue Nadel. Ich ließ die Röhrchen vollaufen und zog injizierte die Sedierung, bevor ich die Nadel wieder herauszog. Wieder kam das Fohlen in die Zahnbehandlungsbox. Als es müde wurde, konnte ich beginnen. Hier war, wie bei Code, alles okay, sodass ich nichts raspeln musste. Schnell holte ich den Rasierer, rasierte eine kleine Stelle am Hals frei, reinigte diese und holte dann den Chip. Sheregi merkte davon nichts, denn er war tief am Dümpeln. Ich kontrollierte ein letztes Mal den Chip, dann war meine Arbeit getan. "So, das wars! Ich ruf dich an wenn die Allergietests ausgewertet wurden.", sagte ich zu Samsisam und verabschiedete mich.
      Nach fünf Tagen hatte ich die Ergebnisse der Bluttests. Code hatte eine leichte Allergie gegen Melasse und gegen Staubmilben, Shamal eine leichte Allergie gegen Sporen von Schimmelpilzen und bei Sheregi sah alles unbedenklich aus. Ich rief Samsisam an und informiere sie über die Ergebnisse. "Bei Code und Shamal besonders auf saubere Boxen achten, den Heu und Strohstaub immermal aus der Box entfernen. Außerdem wäre möglichst viel frische Luft gut.". Damit war mein Auftrag beendet.

      [4994 Zeichen © Stelli]

      Der Winter ist da! Jede Menge Aufregung,
      Müde und mit wenig Elan schleppte ich mich aus dem Bett machte mir im Morgenmantel einen Kaffee, streichelte dem Hund übern den Kopf der mich genau so verschlafen anschielte wie ich mich fühlte.
      Nach der Morgen Toilette schlüpfte ich meinen Jeans zog mir einen warmen Pulli an und die Winter Boots und schnappte mir die Jacke machte dir Tür auf und bleib wie angewurzelt stehen …. Alles war weiß es hatte die Nacht geschneit und das tat es immer noch auf dem Absatz machte ich kehrt und holte meine Mütze und die Handschuhe, die würde ich heute brauchen.
      Dicker eingepackt stampfte ich durch den Schnee zum Stall zu erst zu meinem Jungspund Shamal zog ihm das kleine Halfter an und führte ihn auf die verschneite Jungpferde Koppel und dachte wieder daran das ich einen Pater für das Fohlen finden müsste mit dem er toben kann, doch auch ohne diesen tobte der kleinen Kohlfuchs Hengst im Wilden Galopp durch den Schnee ich entscheid mich die Hengst auch auf ihre Koppel zu lassen aktuell waren sie nur in ihrer Paddock Box und langweilten sich sicher, doch wenn zu nass war machten sie die Koppel nur kaputt – jetzt mit dem beachtlichen Schnee drauf sollte erst mal nichts passieren.
      Also klapperte ich alle Boxen der Hengste ab und machte die Tür vom Paddock auf die alt eingesessenen kannte das ja schon mal sehen wie Sayyad drauf reagieren würde nicht nur durch die Gitterstäbe kontakt zu haben bisher hatte ich immer glück und keiner der Hengste musst alleine stehen – Ice war der erste der raustrabte dann Duke und dann Davinci Poker legte Angesichts das Schnees nur die Ohren an und blieb lieber in der warmen Box.
      Sayyad ging auch raus wurde von Duke begrüßt und sie steckten erstmal die Köpfe zusammen zweimal quietschten sie laut und scharrten im Schnee dann galoppierten beide los, ok das schaut schon mal gut aus – davinci und Ice hielten sich raus spielten etwas mit einander und kraulten sich dann die rücken ein süßes Bild.
      Die nächsten die ich raus ließ waren Bintu , Tiramisu und Antar die drei trabten erst mal eine runde auf der kleineren aber dennoch großen Winterkoppel und gesellten sich dann zu Duke und dem neuen Sayyad und steckten alle die Köpfe zusammen und quietschten als Bintu den neuen beißen wollte fing er sich einen Rüffel von Duke ein und trollte sich in einen andere Ecke der Koppel , gut er hatte verstanden das er sich unter zu Ordnen hat und Duke war obwohl er eher ein Draufgänger war ein guter Herden Chef in Spe denn der richtig war Ice doch zeigte er es nur mit seiner Gelassenheit vielleicht war es aber auch die Größe ? denn er überragte die kleinen Araber um mindestens einen bis zwei köpfe außer bei Davinci die beiden warne gleich groß.
      Zufrieden das es keinen große Keilereien gab ging ich durch den Stall am Putzpaltz vorbei zu den Stuten und entließ sie auf der anderen Seite auf ihre Winter Koppel .
      Badiryah galoppierte erst mal ein paar runden Nara und Harmony legten sich beide erst mal Synchron in die weiße bracht und wälzten sich Safye schloss sich Bad Buckelnd an nur die neue Cardiac stand etwas verwundert in ihrer Box und blickte nach draußen als hätte sie noch nie Schnee gesehene streckte sie die Nüstern in die weiße Bracht und schnaubte entsetzt auf .
      Nara war die erste die die neue Stute begrüßen ging standen ja auch neben einander die beiden es war ein sanftes begrüßen und an herausführen zu den anderen.
      Auch hier war alles ruhig und ich machte mich an das entspannte Misten der Boxen streute neue Spähen und Stroh rein und Füllte die Heuraufen auf und brachte auch einen Rießens Berg raus auf die Koppel .
      Nach der getanen Arbeit brachte ich auch Shamal einen halben ballen Heu und ging zufrieden rein um direkt wieder rauszugehen und die zufahrt zum Hof vom Schnee zu befreien. Danach machte ich es mir mit einem zweiten Kaffee vor dem Holzofen gemütlich und würde später ein paar der Pferde bewegen gehen .

      Fohlenpflegerin Cooper zu Besuch bei Sweetvelvetrose & Shamal
      Ich saß in meinem Büro als ich die letzten Aufträge protokollierte, da klingelte mein Telefon. Es war Sweet die für mich einen neuen Auftrag in Aussicht hatte. Sie wollte dass ich ihren Araberfohlen, Shamal, einen Besuch abstatte, um ihn dort eine Rundumpflege zu verpassen und mit ihm Spiele. Ich zögerte nicht lange und nahm den Auftrag sofort an und machte mich auch nach kurzer Zeit schon auf den Weg zu ihr. Ich fuhr über die Autobahn und dann über ein paar Landstraßen. Ich hielt um zu Tankstelle, um zu tanken und fuhr dann in aller ruhe weiter. Ich näherte mich dem Ziel und sah von weitem schon das riesengroße Gelände. Ein Schild mit der Schrift "Fearie Hills" zierte den Eingang des Gestüts. Ich stieg aus, schloss meinen Wagen ab und ging vorsichtig in das Gelände. Sofort kam mir ein Hund entegen, ein Aussi und eine nett aussehende junge Frau die mir zur Begrüßung die Hand schüttelte. "Also Shamal ist eigentlich gut zu Beherrschen, er brauch Zeit sich an einem Menschen zu gewöhnen und ist manchmal ein bisschen Wild, das haben aber Vollblüter, wie du sicherlich weißt, eben an sich" sagte sie und schaute mich nachdem sie zu ende geredet hatte fröhlich, lächelnd an. "Ja, ich hab selber fast nur Vollblüter und betreibe fast nur Galopprennen, außerdem versuche ich grade mir eine Vollblutzucht zu erbauen" sagte ich stolz. Wir unterhielten uns noch ein wenig und dann widmete ich mich nur den kleinen Shamal. "Na kleiner, ich bin Cooper" sagte ich zu ihm und begrüßte ihn mit einem stück Apfel. Danach halfterte ich ihn und band ihn in der Stallgasse an wo ich ihn genau im Blick hatte. Ich mistete relativ schnell den Stall aus und ging dann mit ihm auf den Putzplatz. "Du bist kein Dreckspatz?" sagte ich fragend, weil deine Box ziemlich sauber war. Ich lief die Stallgasse hinunter zu Shamal's Spind und holte sein Putzzeug. Zuerst ließ der temperamentvolle Junghengst sich nicht an ihn ran, jedoch nach einigen Versuchen und als er sah dass sowas bei mir nicht funktionierte, gab er auf und ließ das Putzen über sich ergehen. Hin und wieder schnappte der freche zu, aber ich wies ihn dann zurecht. "So, dann wollen wir uns mal Bewegen, oder?" sagte ich ermutigt und gestärkt von etwas Wasser. Ich band Shamal ab und lief mit ihm zur Reithalle, wo ich zuvor einen Gymnastikball, eine Plastikplane und paar Trabstangen bereit gelegt hatte. "So, dann wollen wir mal" sagte ich und lief mit dem Araberjunghengst in die Reithalle. Ich knipste ihn vorerst vom Strick los, damit er alles erkunden konnte. Er sah sich alles neugierig an und stubste ein paar mal den Ball an. "Das Interessiert dich?" frug ich und lief nach einigen Beobachtungsminuten wieder hinein. Ich schubste den Ball weg und grade als er wegrolle galoppierte der kleine Araber sofor hinterher. Jetz wurde er ganz Wild und aufgeregt, er jagte mit sichtlich viel spaß, den Ball durch die ganze Reithalle bis er das Interesse verlor. Da ich wusste das Araber meist sehr schreckhaft sind, wollte ich spielerisch Shamal zeigen dass er vor harmlosen Sachen, die aber ein bedrohliches Geräusch machen, keine Angst zu haben brauchte. Ich nahm die Plastikfolie und lief damit ihm hinterher. Er war nicht erfeut darüber und buckelte um mich hinfort zu jagen. Ich ließ die Plane fallen und ging aus der Halle um zu sehen was er tat. Tatsächlich näherte er sich der Plane und lief am Ende sogar darauf herum. "Siehst du, du brauchst garkeine Angst du haben" sagte ich glücklich. Es war sichtlich ein erfolgreicher Tag, auch wenn der dunkle Araber sich nicht so wirklich mit mir anfreunden wollte. "Es hat sich aber trotzdem gelohnt" sagte ich zu mir selber als ich Shamal in den Stall brachte. "So kleiner, jetz lass ich dich wieder in ruhe" sagte ich humorvoll und gab ihm zum Abschied einen Apfel und streichelte ihn über das Nasenbein, was er trotz meidenden Körperkontakt sehr genoß. "Fertig?" hörte ich eine Stimme sagen als ich grade die Sachen in der Reithalle wieder in mein Auto packte. "Ja, es ist relativ gut gelaufen, auch wenn er mich nicht unbedingt Wahrnehmen wollte. Er ist aber ein sehr lernfähiger Junghenst, er wird viel vor sich haben und bestimmt eine erfolgreiche Zukunft" sagte ich zu Sweet. Sie bejate meine Aussage und wir unterhielten uns noch über ein paar Finanzen und über den Weg zurück auf die Autobahn, da es schon dunkel geworden war. "Vielen dank das du da warst" sagte sie als wir uns zum Abschied die Hand gaben. "Immerwieder gerne" erwiederte ich und stieg in mein Auto.


      Nebelsuppe und ein Krankes Pferd
      Putzmunter schlüfpte ich aus dem Bett wuschelte meinem Hund über den Kopf der noch recht verschlafen aussah und lachte. Ich schlenderte zum fenster machte den Rolladen auf und stellte fest das der Stall die Halle und auch der Hof weg waren – vom Nebel verschlungen , sofort war meinen Gute Laune fast verflogen den das bedeutet die pferde mussten auf den Paddocks bleiben und konnten nicht auf die Winterweide … so ein mist – Naja egal ich schlüfte in die Ski Hose und zog einen Pulli an und die Ski jacke in dem Wissen das ich sie eh später ausziehen würde – das Misten war immer einen Schweiß treibend arbeit – doch da Mike heute frei hatte musste ich ran.
      Kaum hatte ich einen Fuß in den Stall gesetzt wiehrten mir auch schon die ersten zu und freuten sich einen Apfel zu bekommen .
      Wie imemr war ich zuerst bei den Hengsten um sie vom Stuten geruch nicht Kire zu machen.
      Als erstes ging ich zu meinen Beiden Großen Ice und Davinci Halfterte sie auf und führte sie in die Große Halle und ließ sie laufen – freudig Bockend und quitschend machten sie die Halle unsicher.
      Ich ließ die beiden allein was ich schon öferers gemacht hatte und gut klappte und miestet die Beiden Boxen und die Einzel paddox aus.
      Dann holte ich Duke und Antar raus führte sie ebenfalls zu Hall Band sie aber vorher an und holte die beiden Großen wieder aus der Halle und brachte sie in die Führanlage um wieder trocken zu werden den die beiden warn gut geschwitzt. Wieder zurück an der Halle machte ich zuerst Antar los und dann Duke auf die Beiden fetztn sofort los und Duke machten einen auf Wild west Pony mit allen vieren in die Luft kopf shcüttelnd ging ich auch deren Boxen ausmisten und nahm klein shamal mit er konnte noch zu antar und Duke in die Halle.
      Shamals Box war schnell sauber doch holte ich ihn noch nicht rein genau wie Duke und Antar nicht erst holte ich Ice und Davinci wieder rein und machte den Gro0en Paddock auf der von den Boxen weitläufig aufging und mit Sand gefüllt war der leider etwas nass war aeber bersser als nur der kleien paddock + Box, eingestreut hatte ich auch schon und heu hatten sie auch.
      Beide gingen direkt raus zur großen Heu raufe und naschten ein wenig und genossen die Leichte sonne die sich nun durch dne Nebel schleier kämpfte – vielleicht könnten sie doch später auf die Koppel male sehen wie sich das entwickelt .
      Bintu und Tirmaisu und Joker kamen getrennt in die kleienre Halle und durften sie austoben zwischen durch holte ich Duke , Antar und Shamal wieder rein auch die 3 gesellten sich zu ICe und Davinci auf den Paddock .
      Jetzt folgten die beiden neuen Hengste Sayyad und Na´im siek ontne ich auch Porblemlos zusammen laufen lassen standen sie doch shcon einen weile zusammen auf dem andere großen Paddock und es gab noch nie reibereien heute würde ich mal das Tor zum anderen Paddock auffmachen und schauen was passiert .
      Nach dme alle versogt waren machte ich das Tor auf Duke ging gucken quitschte mit Naím rum und fand es dann ok und alle standen sie um die Große Heurauf rum und knabberten zufrieden ihr Heu.
      Also auf zu den Stuten, auch hier wurde ich freudig begrüst von fast allen irgendwas war nicht rihtig hier ..
      Bady , Nara , Cardiac und Farasha schauten aus den Boxen raus nur Harmony nicht eilig ging ich zur Box und da lag sie schwer Atmend und verschwitzt – oh nein Bitte keine Kolik ! allamiert ahm ich das Halfter zog es ihr an und zwang sie mit gutem zureden aufzustehen führte sie raus zur kleinen Longier Halle und Führte sie etwas wobei man ihr an sah das jeder schritt zu viel war – wärend der runden die ich mit ihr lief – rief ich den Tierarzt an mit kloliken war nicht zu spassen . Ich erreichte sie uns sie meinte sie wär so schnell wie möglich da ich sollte sie warm halten und leicht bewegen gute das bewegen tat ich grad das warm halten würde ich gleich mahcen in dme ich sie unter das solarium packe ich band sie recht kurz an das sie sich nicht hinlegen konnte.
      Ich machte mich wieder ans ausmisten und machte das gleiche spiel wie bei den Hengsten nur das ich jetzt alle zusammen Packte und sie rennen ließ.
      Nach dme alles Sauber war und die Stuten wieder im Stall kümmerte ichm ich um Harmony sie schwitze immer noch und machte keinen guten eindruck …
      Seuftzend schaltet ich das Rotlich wieder ein und ging in den schuppen und führ mit dme kleinen traktor in die halle und zog sie neu ab das gleiche machte ich bei der kleinen und der Longierhalle . dann holte ich dne großen Traktor und brachte einen Teil des Misthaufens zur energie analge und „ feuerte sie wieder neu an .
      Wieder zurück brachte ich Harmony in die Longierhalle und wartet auf den Tierarzt … ich ließ sie etwas allein laufen und hoffte das sie sich nicht hinlegt
      „So, jetzt müssten wir eigentlich gleich da sein!“, sagte ich fröhlich zu meinen vier Mitarbeitern, die mit mir in meinem Auto saßen. Wir waren gerade auf dem Weg zum Gestüt Fearie Hills von Sweetvelvetrose. Diese hatte für heute jemanden gesucht, der sich um ihre 38 Pferde kümmerte und ich war der Meinung, dass uns etwas Arbeit mit fremden Tieren auf keinen Fall schaden würde.„Ich muss leider auch schon weg, ich hoffe ihr findet euch trotzdem zurecht? Du warst ja schon hier, denkst du das geht so?“, fragte Sweet mich. „Klar, das schaffen wir auf jeden Fall! Bis du wieder hier bist, ist alles erledigt!“, versprach ich ihr lächelnd und führte meine kleine Truppe dann auch sofort in den Stall. Es war erst früher morgen, doch da die Pferde ihr Frühstück bereits beendet hatten, begannen wir sofort damit, sie auf die Koppeln zu bringen. Sweet hatte uns netterweise einen Plan da gelassen, damit wir alles richtig machten. Ich bewunderte Sweet`s Tiere, während meine Lieblingsmitarbeiterin Meg erwartungsgemäß bei Barakah al Sanaa hängen blieb. Die junge Stute stammte aus meiner Zucht und Meg war es nicht ganz leichtgefallen, sie gehen zu lassen. „Meg, schau mal hier! Ihre erste Tochter!“, rief ich die junge Frau zu mir, als ich vor der Box einer wunderhübschen Araberstute namens Baraija ankam. Das Stütchen hatte Barakah`s Fellfarbe geerbt und besaß ein ausgezeichnetes Exterieur. Auch Meg war hin und weg von der Süßen.Nachdem wir alle Pferde aus dem Stall raus hatten, begannen wir mit dem Ausmisten der Boxen. Zu Hause übernahmen das immer meine Arbeitsreiter und Stallburschen, doch hier legte ich natürlich selbst mit Hand an. Immerhin hatte ich hier und heute Gott sei Dank einmal keinen Bürokram zu erledigen. Wir waren ein absolut eingespieltes Team und kamen daher sehr gut voran. Schließlich hatten wir alle Boxen ausgemistet, frisch eingestreut, Heu hineingeworfen und die Tränken kontrolliert. Ich holte flott die Kühltasche aus meinem Auto und wir schlenderten zu einer Wiese bei den Koppeln, um dort Pause zu machen. Ich tischte Sandwiches, Obstsalat und Eistee auf und es dauerte nicht lange, bis sich Samuel und Donald um das letzte Schinkenbrötchen stritten. Meg und ich rollten nur mit den Augen, während der stille Brian keine Miene verzog. Er hielt sich aus dem Gehabe der anderen Jungs meist raus, was vielleicht auch ganz gut so war. Nachdem Donald und Samuel ihren „Ich-habe-aber-mehr-gemistet-Streit“ um das Brötchen endlich beendet hatten, packten wir zusammen und kehrten in den Stall zurück, um nun mit den Pferden zu arbeiten.„Okay meine Lieben, weiter geht’s. Ich dachte wir machen einen kurzen Ausritt mit den nächsten fünf Hengsten. Donald nimmt , ich selbst werde reiten, Samuel bekommt , Meg – wegen der Größe und Brian, du holst dir . Bis auf Duke und Amor könnt ihr euch die Reitweise aussuchen, die beiden werden Western geritten.“Wieder kamen wir alle am Putzplatz zusammen, säuberten und sattelten die wunderschönen Hengste und schwangen uns anschließend in die Sättel. Ich hatte mich für Tiramisu entschieden, da der Hengst wohl sehr unsicher wurde, wenn man beim Reiten einen klitzekleinen Fehler machte. Meine Mitarbeiter waren zwar alle ausgezeichnete Reiter, doch ich hatte nun einmal die meiste Erfahrung – und das auch mit schwierigen Pferden. Wir verließen den Hof im gemütlichen Schritt und genossen die warme Maisonne auf unseren Rücken. Die Pferde schritten eifrig aus und überzeugten uns alle von ihrem ausgeprägten Arabertemperament. Als wir auf einem recht breiten, ebenen Weg angelangten, gab ich das Zeichen für den Galopp und wir preschten den Weg entlang. Zu meiner Freude ließ Tiramisu trotz seiner anfänglichen Unsicherheit wunderbar reiten und auch auf den Gesichtern der anderen lag ein zufriedenes Lächeln, als wir auf den Hof zurückkehrten. Wir sattelten die Hengste ab und entließen sie wieder auf ihre Koppeln.Die anderen setzten sich nun schon einmal an die Stutenkoppeln, während ich die nächste Ladung Sandwiches holte. Die hatten wir uns nach der Arbeit nämlich redlich verdient. Inzwischen war es früher Nachmittag und wir lagen immer noch sehr gut im Zeitplan. „So, ihr Süßen“- ich ignorierte gekonnt, dass Donald, Samuel und Brian bei dieser Anrede die Gesichter verzogen – „lasst uns weiter machen. Wir starten mit einem Ausritt, dann kommt ein weiteres Dressurtraining, noch ein Ausritt, ein bisschen Freispringen und Bodenarbeit. Damit wären wir dann durch für heute. Aber jetzt mal von Anfang an: Meg, du darfst reiten, ich nehme . Donald bekommt , Samuel und Brian . Auf geht’s!“Als nächstes stand der dritte und letzte Ausritt dieses Tages an. Ich teilte Donald das Quarter Horse zu, Brian bekam die Criollostute , Meg die Irish Tinker Dame , Samuel und ich selbst übernahm deren Tochter , ebenfalls zwei hübsche Criollostuten.Wir machten die Tiere fertig und schwangen uns in die Westernsättel. Diesmal schlugen wir einen anderen Weg ein, der uns in den Wald führte. Diesmal waren wir sowieso mit einer ein wenig ruhigeren Fraktion unterwegs, sodass wir es bei einem gemütlichen Schrittausritt beließen. Immerhin hatten wir nun doch schon einen recht anstrengenden Tag hinter uns und waren ja noch nicht fertig für heute. Wieder auf dem Hof angekommen, sattelten wir die Stuten ab, versorgten sie und schnappten uns die nächsten fünf Pferde. Nun stand wieder Bodenarbeit auf dem Programm und ich teilte als erstes Brian den Hengst zu. Die beiden sollten in die Halle gehen, während wir anderen mit den Stuten auf dem Platz trainieren würden. Ich selbst übernahm das Hannoveranerfohlen , Meg bekam , Samuel und Donald die Shettystute . Brian ließ uns den Vortritt und kümmerte sich erst um White Boy, als wir den Putzplatz verlassen hatten. Ich wollte mit fremden Pferden kein Risiko eingehen, deshalb hatte ich diese Trennung vorgenommen. Wir anderen betraten mit den Stuten den Platz, machten ein wenig Führtraining, übten Seitengänge, richteten die Pferde rückwärts und übten zuletzt das Freilaufen. Nur Cassidy bekam natürlich den Schongang, da das Stutfohlen in ihrer Ausbildung selbstverständlich noch nicht so weit war, wie die anderen vier Stuten.Als wir später wieder mit Brian zusammentrafen, verteilte ich die letzten drei Pferde. Inzwischen war es auch Abend geworden, es wurde somit Zeit, die Pferde in den Stall zurückzuholen. „Okay, wir werden jetzt ein kleines Freispringen zum Abschluss veranstalten. Dazu nimmt Samuel bitte , Brian bekommt und ich selbst nehme . Meg, Donald ihr kümmert euch bitte schon einmal darum, dass die Pferde in ihre Boxen kommen. Wenn ihr schnell genug seid, könntet ihr auch schon mit der Abendfütterung beginnen. Meg machte ein langes Gesicht, doch ich brauchte Leute, die sich mit dem Springtraining auskannten und Meg war nun einmal Rennreiterin. Mit Springen hatte sie wirklich überhaupt nichts am Hut. Wir holten die drei besagten Pferde von der Koppel, putzten sie und schützten ihre Beine mit Gamaschen und Streichkappen. Eine kleine Springgasse hatte ich in der Halle bereits aufgebaut, sodass wir die Pferde zuvor nur noch aufwärmen mussten. Ich war wirklich froh zu sehen, dass Barakah sich hier so gut eingelebt hatte. Die Stute ging mit gewohntem Ehrgeiz ans Springen heran und auch Shády und Farasha machten ihre Sache sehr gut. Letztere war die Mutter von meinem Araberhengst Wüstentänzer, daher kannte ich auch sie bereits. Wir ließen die drei Stuten ein paar Mal über verschiedene Höhen springen, dann führten wir sie trocken und brachten sie anschließend in ihre Boxen. Im Stall herrschte ein ganz schöner Tumult, da Meg und Donald tatsächlich bereits mit der Abendfütterung begonnen hatten.Als schließlich jedes Pferdchen seine Ration im Trog hatte, legte sich die uns gut bekannte, wohltuende Stille über den Stall, in der nur das zufriedene Kauen der Pferde zu hören war. Wir drehten eine letzte Runde durch den Stall und machten uns dann nach diesem langen Tag auf den Heimweg. Erst spät am gestrigen Abend hatte sweetvelvetrose die Klinik verlassen und ihre Stute in unserer Obhut gelassen. Es war schwer gewesen, sie zum gehen zu überreden, doch zu Hause warteten immerhin noch wesentlich mehr Pferde auf sie, welche auch umsorgt werden wollte. Heute würde ich einen ihrer kleinen Hengste impfen, doch vorher schaute ich bei Harmony vorbei. Die Stute stand schlaff in ihrer Box, der gestrige Tag war mehr als anstrengend gewesen, doch sie schien sich allmählich zu erholen. Als ich sicher war, dass es ihr verhältnismäßig gut ging, machte ich mich auf den Weg zum Auto. Schnell war ich auf sweetvelvetroses Gestüt und begrüßte sie herzlich, als ich sie im Stall antraf. Dunkle Ringe unter den Augen waren Zeugen der gestrigen Nacht, ich konnte mir gut vorstellen, wie schlecht sie geschlafen haben musste, doch ich konnte sie beruhigen. Danach machten wir uns an die Arbeit, was den nächsten Patienten betraf. Shamal war ein hübscher, junger Araberhengst, welcher mich neugierig musterte. Er beobachtete jede meiner Bewegungen und als ich ihn untersuchen wollte, hielt er kaum still. Zuerst warf ich einen Blick in Augen und Maul, um eventuelle Auffälligkeiten zu entdecken. Als dort alles okay war, horchte ich Herz und Lunge ab, ehe ich den Rücken nach Verspannungen abtastete. Als auch hier alles wunderbar war, warf ich noch einen Blick auf die Gelenke und Sehnen, doch auch hier war alles im guten Zustand. Nun kontrollierte ich noch die Körpertemperatur, welche jedoch mit 37,2°C im Normalbereich lag. So konnte ich guten Gewissens impfen, denn der Hengst wart kerngesund. Er würde insgesamt vier Spritzen bekommen und ich bat sweetvelvetrose, ihn festzuhalten. Sie tat wie geheißen und ich zog die erste Impfung gegen Influenza auf. Diese hielt Shamal tapfer aus, genauso wie die zweite gegen Tetanus. Doch ab da begann er zu zappeln, denn er war äußerst ungeduldig. So hatte ich doch zu tun, ihn noch gegen Herpes und Tollwut impfen zu können. Nach einem kleinen Kampf war auch das geschafft und nun bekam er nur noch seine Wurmkur. Diese nahm er zwar sehr ungern entgegen, doch wir schafften es, ihm sie zu verabreichen. Danach gab es mit Erlaubnis von sweetvelvetrose noch ein Leckerli zur Belohnung und schon hatte er den Besuch überstanden. Sweetvelvetrose brachte ihn zurück in die Box und während ich meine Sachen packte, unterhielt ich mich mit ihr noch über Harmony und unser weiteres Vorgehen.
      Endlich wieder einmal bei Jani zu Besuch!
      Heute verbrachte ich meinen Nachmittag mal wieder auf Janis Gestüt und irgendwie war ich froh, sie endlich mal wieder zu sehen. Momentan war viel los, sowohl bei ihr als auch bei mir, so dass wir uns ein wenig aus den Augen verloren hatten. Doch nun wollte ich mal wieder vorbeischauen. Jani hatte natürlich auch direkt Arbeit für mich, denn ihre Araberzucht stand nie still. Fearie Hills hieß sie und seit meinem letzten Besuch waren doch allerhand neue Tiere dazugekommen! Kurz nach meiner Ankunft und unserem Pläuschen bei einer Tasse Kaffee lud Jani mich zu einem Ausritt ein. Ich durfte ihre hübsche Stute Tothless Harmony reiten und Jani begleitete uns mit ihrem Hengst Sayyad. Wie ich während des Ausritts erfuhr, war Harmony um ein Haar dem Tod entkommen, als sie eines Nachts plötzlich an einer grauenvollen Kolik gelitten hatte. „Zum Glück verlief die OP reibungslos, sonst würde sie jetzt nicht mehr so munter neben uns herlaufen.“ meinte Jani lächelnd und betrachtete ihre dunkle Araberstute. Laut ihren Erzählungen war das ganze nun schon fünf Monate her und trotzdem ging ich kurz darauf vorsichtiger mit Harmony um und versuchte sie nicht zu sehr zu nerven. Doch hier trafen zwei zueinanderpassende Pferde aufeinander: Harmony war aufgeweckt und verspielt und nutzte meine Verlegenheit natürlich sofort aus. Auch Sayyad war nicht ohne, denn er wollte immer gerne der Chef sein. So mussten wir aufpassen, dass die Araber uns nicht auf der Nase herumtanzten. Doch Jani kannte ihre Pferde bestens und nach einem strengen „Nein.“ kehrte schnell wieder Ruhe ein und wir konnten unseren Ausritt genießen. Wer auf dem Hof für mich neu war, war der junge Shamal. Er war ein dreijähriger Dunkelfuchs und äußerst wild. Ich lernte ihn kennen, als ich Jani auf den Weg zu Sayyads Koppel begleitete, denn die beiden Hengste standen zusammen. Obwohl Shamal viel kleiner war, ärgerte er dennoch ständig seinen Weidenachbarn und sah gar nicht ein, den älteren ernst zu nehmen. „Tja das ist Shamal, aber er ist auch was besonderes. Schau ihm einmal in die Augen.“ meinte Jani zu mir und pfiff die Hengste an den Zaun. Verwundert blickte ich den jungen Hengst an und erstarrte kurz darauf, seine Augen waren eisblau und wahrlich faszinierend. Während ich den Hengst anstarrte, nutzte er das natürlich aus und wollte mich zwicken. Nur Janis Aufmerksamkeit hatte ich es zu verdanken, dass ich nun keinen blauen Fleck am Oberarm hatte. Nach den Hengsten zeigte Jani mir ihre vier neuen Stuten und ich wusste gar nicht, wen ich schöner finden sollte. Es handelte sich um drei Scheckinnen und eine Rappin. Wie ich erfuhr, hieß die dunkle Farasha und das nicht ohne Grund, denn sie schwebte wahrlich wie ein Schmetterling über die Weide. Noch toller fand ich die Schecken und konnte mich gar nicht satt sehen. Cardiac war eine Fuchsscheckin und eine wahre Angeberin, denn sie zeigte gerne, was sie hatte. Saddy war eine interessante Braunscheckin und begrüßte uns nur kurz mit angelegten Ohren, ehe sie wieder verschwand. Aber am tollsten fand ich Teasie. Sie war schwarz gescheckt und besaß seidenfeines Langhaar, einfach ein Traum! Sie kam an, schmuste mit uns und starrte Jani erwartungsvoll an. „Dabei war die Gute heute schon dran! Sie ist einfach ein richtiges Arbeitstier.“ lachte Jani und schickte ihre Stute wieder weg, damit sie den schönen Sonnenschein auf der Weide genießen konnte. „Uh, weißt du, wer nun doch in meinem Stall steht?“ meinte Jani glücklich und schleifte mich zu einer der Hengstweiden. Ich konnte hingegen meinen Augen nicht trauen. „Ist das Arsil?“ meinte ich ungläubig und Jani nickte grinsend. Ich hatte das ganze Trara um den hübschen Araberhengst mitbekommen und war der Meinung gewesen, dass Jani bei der damaligen Entscheidung ziemlich ungerecht behandelt worden war. Nun durfte sie den Hengst aber doch ihr Eigen nennen und er war hübscher als gedacht! Anmutig kam er zu uns und ließ sich anscheinend nur zu gerne bewundern. Aber auch sein Weidegenosse konnte sich sehen lassen. Der Braune hieß Nai'im und auch wenn er mir ein wenig zu stämmig war, war er dennoch ein hübscher Kerl. „Deine Araberzucht ist wahrlich gewachsen! Ich bin auf die ersten Fohlen gespannt und vielleicht bin ich ja doch mal noch irgendwann Besitzerin von einem.“ meinte ich lachend und musste mich dann auch schon bald wieder auf den Heimweg machen

      Ein Zuchtfohlen der Fearie Hills?

      „Hey Jani!“, rief ich und krakelte aus meinem Auto. Etwas verwirrt schaute Jani mich an. „Was ist denn mit dir passiert?“, fragte sie grinsend zu meinem leicht geduckten Gang. Grummelnd erzählte ich ihr davon, wie ich gestern von meinem liebsten Schecken abgesetzt worden war und natürlich voll auf dem Steißbein gelandet war. „Seitdem laufe ich so“, erklärte ich leidend und folgte Jani in den Stall. Ich war hier, um mit Jani über den Kauf eines eventuellen Zuchtfohlens zu sprechen. Ich hatte großes Interesse daran, auch einen schicken Araber im Stall stehen zu haben und Janis Zucht war dafür schlichtweg ideal. Während wir uns unterhielten, gingen wir an einigen Boxen vorbei, unter anderen an der von Best Look fort my Weekend. „Oh die hast du noch?“, fragte ich neugierig und strich der Ponystute über die Stirn. Jani nickte knapp und erklärte mir, dass sie schon länger einen neuen Besitzer für das Pony suchte. Still liefen wir weiter, bis wir an die Boxen von Shamal und My Lovely Horror Kid kamen. Shamal war mir sympathisch, auch wenn der kleine Kerl es faustdick hinter den Ohren hatte. Die beinahe goldene Stute war mir leider gar nicht sympathisch und so machte ich einen großen Bogen um ihre Box. Dann betraten wir die Zuchtstallungen, wo mich als erstes der Kopf von Tiramisu begrüßte. Er war ein ehemaliges Nasty Past Pferd und ich war so stolz auf das, was aus ihm geworden war. Dann kamen wir zu Janis Liebling: Duke of Darkness und sie strahlte direkt übers ganze Gesicht. Ab da erzählte sie mir zu jedem Zuchtpferd etwas, denn ich wollte die Eltern für mein Zuchtfohlen mit Bedacht wählen. Duke war auf jeden Fall schon einmal eine eventuelle Wahl für mein Fohlen. Dann kamen wir zu Badriyah, die hübsche Schimmelstute, die uns aufmerksam musterte. Ich hatte sie auf ihrer Krönung gesehen und war wirklich fasziniert gewesen. Bintu-al Bahri war auch ein damaliges Nasty Past Pferd gewesen und so richtig glauben mochte ich immer noch nicht, dass er jetzt sogar gekört war. „Er wird der Vater!“, jauchzte ich, während Jani mir schon was zu Arsil und Khadir erzählte, ihren anderen Zuchthengsten. „Öhm, okay“, meinte sie grinsend und wir gingen die Boxen der Stuten weiter ab. Zuerst kam Cardiac, die kleine Stute hatte ich schon als Fohlen ins Herz geschlossen, aber ich wollte ungern einen gescheckten Araber, weshalb sie raus fiel. Farasha war auch interessant, hatte diese Stute sogar damals mal mir gehört, aber irgendwie nicht ganz das richtige. Wir gingen noch die Boxen von Saddy und Teasie ab, auch zwei wunderbare Stuten, die aber beide Schecken waren und deshalb genau wie Cardiac aus meinem Beuteschema fielen. Jani runzelte schon die Stirn. „Also zwei Stuten habe ich noch. Allerdings fällt davon auch eine weg, weil die auch gescheckt ist“, erklärte sie mir und zeigte auf Barakah al Sanaa. „Oh die ist ja aus Sammys Zucht!“, rief ich verzückt und begrüßte die Stute, aber leider ja, sie war gescheckt. „Und wer ist die letzte?“, fragte ich unsicher und wollte mich schon mit dem Gedanken an Farasha oder Badriyah anfreunden, als Jani mir Shády zeigte. „Shády!“, flüsterte ich ungläubig und dann machte es Klick. Na klar! Janina hatte ihre gekrönte Araberstute an Jani gegeben und hier war sie jetzt natürlich auch. „Sie wird es“ Shády und Bintu-al Bahri!“, verkündete ich zufrieden und Jani grinste erleichtert. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg zum Büro, um den Vertrag aufzusetzen und die Termine festzulegen.

      Prolog
      Leise schlich sich der schwarze Schatten über den Hof zu den Ställen. Der Schatten wollte Schaden anrichten so viel wie möglich. In der ausgebeutelten Tasche seines Kapuzen Shirts holte er eine Flasche raus öffnete sie und stopfte einen Lumpen rein, das Feuerzeug Klickte leise und eine Rote wärme spende Flamme flackerte schwach im Wind.Es war nur ein Test ob das Feuerzeug Funktionierte denn jetzt musste es schnell gehen, die Pferde durften ihn nicht Wittern.Der Schatten huschte gegen den Wind zum Stall , der Zuchtstall , er wusste wo was war und er wollte die Futterkammer und die daneben liegenden Boxen treffen ,das Heu würde brennen wie Zunder , die Pferde waren ihm egal es sollte Schaden angerichtet werden.Mit einem Satz war er über den Zaun und kauerte sich unter das Fenster zur Futterkammer sie lag Zentral zu beiden Ställen und war normaler weiße on einem Bewegungsmelder mit Licht gesichert doch diesmal nicht dafür hatte er gesorgt. Erneut flackerte das Feuerzeug mit einem leisen Klick auf diesmal hielt er es an den Lumpen der Augenblicklich anfing lodernd zu brennen mit einer kurzen Bewegung zerschlug er die Scheibe und schmiss den explosiven Cocktail in die Futterkammer und verschwand mit dem Lauten knall in der Dunkelheit.
      Der Morgen des Grauens
      Mit einem Ruck war ich wach, Himmel hatte ich komisch geträumt es hatte eine Explosion geben, sie war so real das ich noch den Geruch in der Nase hatte .Kopfschüttelnd blickte ich auf die Uhr 3 Uhr in der frühe so ein Mist, mein Blick wanderte zum Fenster warum war es draußen schon hell?Langsam Dämmerte es mir mein Herz rutschte mir in die Hose mein Hund fing an zu Jammern und zu Bellen oder hatte er das schon die ganze Zeit getan? Mit einem Satz war ich am Fenster, der Stall Brannte!Jetzt war ich hell wach und rannte los das Handy in der Hand tippte ich den Notruf und bestellte die Feuerwehr und Polizei her , kaum hatte ich den Anruf beendet tippte ich die Nummer von Eddi, doch nur der Anrufbeantworter ging ran „ Hallo hier ist Jani , du musst so schnell wie möglich kommen bring auch Hilfe mit der Stall brennt ! „ Atemlos legte ich auf und rannte rüber zum stall Öffnete die Tür und Rauch kam mir entgegen die Vorderen Boxen könnte ich fix Öffnen Duke, und Tiri Packte ich in die Halle bis auf Husten war bei ihnen alles gut.Bei den anderen sah es nicht so gut aus viele hatten ihre Decken auf die Feuergefangen hatten Die hintern Boxen standen Komplett in Flammen kein Laut kam mehr aus den Boxen von Ice und Davinci ein kurzes schluchzen von mir och die andere Pferde schrien vor Schmerz Antar war nicht mehr zu retten er klappte vor meinen Augen zusammen und bleib regungslos liegen .Bintu , Kadihr, Arsil, Holte ich auch raus 3 aufgebrachte Hengste zu führen war gar nicht so einfach doch es lang mir irgendwie sie rauszuholen und Zu Duke in die Halle zu stecken …Jetzt spurtete ich Los zu dem Stute Trakt Holte Baraka raus die ganz vorne stand dann Shady, Teasie Saddy, Farasha und Cardiac dann Stockte mir der Atem Badriyah lang am Boden und schnaufte sehr schwer.Ich brachte sie alle raus rannte in den Stall nahm einen Wasser Eimer und ein Tuch mit machte das Tuch klitsch nasse und legte es der Stute über Nüstern und Augen redete auf sie ein das sie aufstehen muss und sie tat es sie schwankte doch sie lief mir Blind hinterher draußen angekommen schnappte ich nach Luft der Qualm war unerträglich endlich hörte ich auch die Sirene der Feuerwehr mehr kam alles so Unendlich lang vor doch waren grade mal 10 min vergangen seit meine Anruf. Badriyah war draußen wieder zusammen gebrochen, ich nahm ihr die Decke am die viele Verrannte stellen auf Wies auch das darunterliegende Fell war verbrannt doch nur ein paar wenigen stellen die Haut mit.Bahar und Shamal hörte ich rufen sie waren nicht im Stall gewesen sondern auf der Jungspund weide abseits die einen Unterstand besaß.Auch sie holte ich zu den Hengsten in die Halle. Dort untersuchte ich die andere Pferde viele hatten tiefe Blessuren von dem treten gegen die Boxenwand und auch leichte Brand Verletzungen, alle Atmenden schwer doch schienen sie soweit ok zu sein.7 Pferde fehlten sie waren wohl noch im Stall dieser war aber als solcher nicht wieder zu erkennen …Die 4 neuen Pferde Standen auf den Offenen Paddocks und waren gesund.

      Heute wurde ich gebeten von sweetvelvetrose ihre Pferde oder eher einige davon bitte doch zu verpflegen. Sie war für einige Tage weg und somit war ich heute für einige Pferde zuständig. Natürlich hatte ich damit kein Problem, im Gegenteil ich war auf die Pferde gespannt. Sie hatte zu mir gemeint sie teilt mir einige Araber zu. Araber – diese edlen Geschöpfe. Schmunzelnd fuhr ich auf den Hof und parkte dort auf den vorhergesehenen Parkplatz. Ich blickte mich um und lief dann in den Stalltrakt. Dort sah ich eine große Tafel, also ging ich auf diese zu. Ein Zettel: Joyce: Bahar, Shamal, Khadir, Barakah al Sanaa, Zanyha und Baraijra. Anscheinend die Pferde, welche ich heute übernehmen sollte. Die Namen klangen alle nach Arabern. Ein erneutes Lächeln legte sich auf meine Lippen. So blickte ich mich kurz im Stall um, dann wieder auf den Zetteln. ,,Mach was du willst, du darfst sie auch gerne reiten. Auf der Rückseite sind noch einige Charakterbeschreibungen damit du weißt was auf dich wartet.'' - Ok. Gut zu wissen. So blickte ich auf die Rückseite: ,,Bahar & Shamal: Bahar hat einen guten Einfluss auf Shamal, sonst ich Shamal schon ein frecher Hengst der es gerne darauf anlegt. Er besitzt viel Temperament, Bahar hingegen ist eher der ruhiger.'' - Wie Yin und Yang also? Niedlich. So lief ich durch die Stallgasse und suchte die beiden Pferde auf, doch hier standen sie anscheinend nicht dabei, wenn ich mich so umsah schienen mir die Pferde hier drin alle Araber und erwachsen. Hatte sie vielleicht einen Stall für die Jährlinge/Fohlen? So lief ich also wieder auf den Hof und blickte mich erneut um. Als ich ein Wiehern vernahm, welches nicht von hinter mir stammte, lief ich zu dem nächsten Gebäude. Recht sollte ich behalten, zwei Jährlinge, Araber wie mir schien und sie standen in Offenställen. So lief ich zu den beiden und auf dem Boxenschild stand auch:
      Bahar. Auf dem anderen daneben: Shamal. ,,Jetzt hab ich euch also gefunden, verstecken gilt nicht!'',meinte ich lächelnd und blickte die beiden an. Ein Fuchs und ein Brauner. Ein Rappe und ein Pferd welches ausschimmelte wären da klischeehafter gewesen. Naja auch gut, ich war auch mit diesen beiden Prachthengsten zufrieden. ,,So was machen wir drei hübschen?'',fragte ich nach und sie brummelten kurz. Hm. Keine tollte Antwort. Spazieren gehen wollte ich ungern, weil Shamal ja seine Grenzen gerne testete.. nachher haute er mir noch ab? Oh nein, Spazieren gehen käme nicht in Frage. Hm ein paar Tricks lernen in dem großen RoundPen das ich vorhin gesehen hätte, das wäre doch was! Da ich die zwei irgendwie ungern trennen wollte suchte ich also als erstes die Sattelkammer, dort würde ich bestimmt die Putzkisten finden. So suchte ich die Sattelkammer auf und diese war auch schnell gefunden. Mit zwei Putzkisten bewaffnet machte ich mich wieder in den Stalltrakt wo die beiden Jährlinge drin standen. Ich platzierte die Kisten vor den Boxen, schnappte mir dann das Halfter von Shamal. Ihn wollte ich als erstes putzen. Ich trat an seine Box heran und öffnete diese. Vorsichtig streckte ich die Hand aus, jedoch keinenfalls ängstlich. Als er sich von mir streicheln ließ hob ich dann das Halfter an und halfterte ihn auf. Na wenn das weiterhin so ging war ich froh. Nachdem ich ihn aufgehalftert hatte band ich ihn fest. Ich blieb mit ihm in der Box. Es war gewohntes Umfeld, abgesehen davon wusste ich nicht wo der Putzplatz war oder ob sie einfach auf der Stallgasse putzte. Misten müsste ich eh also von daher. Ich nahm mir eine Bürste nach der anderen und schrubbte den Fuchs sauber. Auch das Hufeauskratzen ging einigermaßen gut von statten. Er zog mir ab und an einfach den Huf weg, aber sonst war alles gut. Etwas frech eben. Als ich mit Shamal fertig war, begann ich dann Bahar zu putzen. Nach einer Viertelstunde war auch dieses Pferd fertig. Ich holte beide Pferde aus den Boxen, zum Glück war das Tor groß genug mit beiden gleichzeitig heraus zu gehen. Shamal blieb ruhig und ließ sich artig führen, nur zupfelte er etwas an meinem Ärmel herum. Im Round Pen angekommen ließ ich beide vom Strick, als das Tor natürlich geschlossen war. Sie durften sich als erstes umschauen, die Leckerlis in meiner Bauchtasche schienen aber für Bahar interessanter. ,,Die gibt’s später!'',meinte ich lächelnd und schickte ihn wieder weg. Nachdem sich beide umgeschaut hatten nahm ich einen Strick in die Hand und schleuderte ihn etwas. So bewegten sich die Jünglinge auch gleich in den Trab. Sie trabten ihre Runden und Shamal versuchte immer wieder Bahar etwas zu schnappen, jedoch nur rein aus Spaß so wie es mir schien. Sie trabten freudig ihre Runden, doch nach einigen Minuten parierte ich sie in den Schritt und holte Bahar zu mir. ,,So jetzt gibt’s die Leckerlis wenn du alles gut machst!'',schmunzelte ich und streichelte ihn. Ich begann als erstes den vorderen, linken Huf zu nehmen und zog dieses vorsichtig etwas nach vorne, also nicht wie beim Hufe auskratzen. Brav machte Bahar dies mit und streckte das Bein dann auch schön lang. Das gleiche passierte mit dem anderen Vorderbein, dann gab es ein Leckerli. Mit den Hinterbeinen sah es ähnlich aus nur das er diese nach hinten strecken sollte, was er dann auch brav tat. Sanft streichelte und lobte ich ihn, ehe er dann wieder ein Leckerli bekam. ,,So ist's fein!'',schmunzelte ich und drückte ihn ganz sanft in die Flanke, brav tat er das was er machen sollte. Er ging einen Schritt zur Seite aber nur mit der Hinterhand. Dies führte wir fort, bis er dann nur noch auf ein leichtes Tippen reagierte. Auf der anderen Seite klappte das nicht ganz so gut, aber der Ansatz war da. ,,Fein gemacht!'',lobte ich ihn und gab ihm erneut ein Leckerli. Das gleiche machte ich dann auch mit Shamal wobei dieser sich schon beim Strecken etwas zierte. Doch das Hinterhanddrehen klappte schon etwas besser wie bei Bahar. Jeder hatte wo anders seine Stärken. Ich schmunzelte und lobte auch Shamal, welcher mich dann Schnappen wollte. ,,Nein, das kannst du von mir aus mit Bahar machen. Dieses Spiel spiele ich nicht!'',meinte ich lachend und schickte ihn wieder heraus. Ich ließ die beiden noch etwas hin und her laufen im Round Pen, im Trab, Galopp und Schritt. Nachdem sie dann noch am Ende 5 Minuten sich umschauen durften und entspannt im Schritt umher trottelten, führte ich sie auch schon wieder zu ihren Boxen. Ich schloss auf dem Paddok aus und begann dann rasch zu misten. Als die Boxen sauber waren und frisch eingestreut gewährte ich ihnen wieder den Zugang der Boxen. Nun sollte es an die anderen Pferde gehen die ich noch machen musste. Also lief ich wieder in den anderen Stalltrakt, nachdem ich mich versichert hatte das die Boxen der Jährlinge auch wirklich verschlossen waren. Für den Hengst Kadir und die Stute Baraija hatte ich mir was besonderes überlegt. Ich wollte mit den beiden Ausreiten und Baraija als Handpferd mitnehmen. Auf dem Zettel stand nämlich das sie sehr umgänglich wären, auch zu anderen Pferden und ich denke das die beiden sich schon auf dem Reitplatz oder sonst wo schon begegnet sind. So machte ich mich als erstes zu Khadir um diesen zu putzen. Ich dachte der Schimmel wäre dreckiger aber die Araberschimmel schienen nicht solche Dreckbuben wie die Hannoveraner- oder Kaltblüterschimmel zu sein. Ein Lächeln schlich sich auf meine Lippen als ich daran dachte wie Tyler gestern sich abgequält hatte als er Jaela putzte. Als der Hengst sauber war stellte ich ihn auf die Stallgasse und band ihn dort an. Ich holte schon mal den Sattel und den ganzen Rest, bevor ich die Stute putzte. Bei ihr ging auch alles recht flott und sie war unheimlich brav und verschmust. Richtig süß. Nachdem ich dann beide Pferde sauber hatte, sattelte ich Khadir auf und brachte die Trense an, sowie Gamaschen. Als ich ihn wieder fertig hatte trenste ich die Stute auf, zog über die Trense noch ein Halfter und hakte dort den langen Strick ein. Ich lief mit beiden Pferden hinaus und dort durften sie sich noch einmal kennenlernen. Es gab ein Gequieke aber das war auch schnell wieder vorbei und sie schienen sich abzukönnen. Somit war doch jede Voraussetzung für den Ausritt getroffen. Nachdem ich meinen Helm anhatte stieg ich dann auch auf Das erste Mal sein langen das ich wieder auf einem Araber saß und es fühlte sich so gut an! Schade eigentlich das ich meinen kleinen Abendprinz abgegeben hatte.. Nun denn. Ich nahm die Zügel auf und Band den Strick am Sattel fest, so wie ich es bei mir auch immer Zuhause machte wenn kein vorhergesehener Platz dafür da war. Als der Strick auch wirklich fest war lief ich los. Baraija lief brav mit. Somit ritten wir vom Hof und einen Feldweg entlang. Ich wollte es vermeiden in den Wald zu gehen, weil ich die Gegend nicht kannte und mir die Felder übersichtlicher waren. So ritten wir einige Zeit Feldwege entlang, bevor wir vor einem kleinem Hügel standen. Wir waren schon getrabt also könnten wir den sicherlich hoch galoppieren. Ich galoppierte grundsätzlich nur Hügel/Berge hoch. Bei uns im Gelände war dies ja auch kein Problem und hier auch nicht. So nahm ich die Zügel weiter auf und blickte Baraija an, diese schnaubte kurz und schnippte eine Bremse weg. ,,Dann mal los ihr zwei Süßen!'',meinte ich und drückte meine Beine etwas mehr an Khadir's Bauch, kurz darauf trabte er los und galoppierte im nächsten Moment. Ich fiel in den leichten Sitz und Khadir preschte los, Baraija brav hinter her und es schien ihnen unehimlichen Spaß zu machen mal das Vollblut in ihnen kräftig heraus zu lassen. Bevor wir an der Spitze des Hügel's ankamen versuchte ich mich wieder etwas in den Sattel zu setzen damit Khadir auch wieder langsamer wurde. Dies klappte und auch Baraija achtete darauf in welchem Tempo Khadir lief. Somit fielen wir in den Trab und dann in den Schritt. Ich lobte beide mit Stimme und Hand. ,,Fein ihr beiden, sollte ich nochmal kommen dann wiederholen wir das!'',meinte ich begeistert und wir traten dann auch wieder den Rückweg an. Ein Blick auf meine Uhr verriet mir das wir auch schon mehr als eine Stunde lang unterwegs waren. Im Stall wieder angekommen stieg ich ab und brachte die Pferde wieder in die Stallgasse. Zuerst machte ich Baraija fertig und danach Khadir. Als beide von ihrer Ausrüstung entledigt waren sperrte ich auch sie aus in ihre Paddok's. Ich mistete rasch und ließ sie wieder dann auch wieder in die Boxen als das frische Stroh wieder eingestreut war. Ich verschloss die beiden Boxen und blickte zu der nächsten Schimmelstute. Zanyah. Sie wollte ich etwas longieren. Also holte ich mir ihr Putzzeug und putzte sie, auch sie machte keine faxen beim Putzen, außer das sie mich immer wieder anstupste. Entweder wollte sie Leckerlis oder Streicheleinheiten. Ich knuddelte sie noch kurz, bevor ich dann ihr das Halfter anlegte und eine Longe holte. Wir liefen zum Round Pen wo ich sie dann nach draußen schickte. Sie durfte sich zuerst warm laufen, ehe ich sie dann traben ließ. Danach kam auch diese Streckübungen wie bei den Jährlingen. Als diese dann fertig war, bekam sie noch ein Leckerli und durfte dann wieder laufen. Sie sollte traben und dann galoppieren. Auch sie ließ beim Galopp etwas die Sau raus. Nach einer halben Stunde des weiteren galoppieren und traben, sowie einigen Schrittpausen lief ich mit ihr wieder in den Stalltrakt. Wie bei den vorherigen Pferden sperrte ich sie aus und mistete dann, dann durfte sie wieder rein. Somit war dieses Pferd auch fertig. Nur nochBarakah al Sanaa. Die Stute im besonderen Fellkleid. Was sollte ich mit ihr machen, reiten wollte ich sie nicht. Longieren oder einfach nur frei laufen lassen im Round Pen auch nicht.. Mir fielen die zahlreichen Schleifen auf, auch Springschleifen. Hm.. Freispringen wäre doch eine klasse Idee. So suchte ich die Halle auf. Ich fand diese und baute einen kleinen 'Freispringpacours' auf, ehe ich dann Barakah putzte und ihr die Trense aufzog. In der Halle angekommen longierte ich sie erst etwas warm, ehe ich die Zügel abmachte von der Trense und sie dann freilaufen ließ. Sie trabte freudig umher und blickte sich immer wieder um. Ich schnappte mir eine Peitsche und führte sie mit dieser dann in die Bahn. Sie nahm die Hindernisse mit Bravour. Ich ließ sie zwischen den Durchgängen auch immer wieder so etwas traben und galoppieren, danach sollte sie noch Schritt gehen bis ich die Hindernisse und alles andere weggeräumt hatte. Ich lief mit der Stute in den Stalltrakt und erneut ging das große Misten los. Danach verabschiedete ich mich noch von allen Pferdchen und setzte mich in mein Auto um wieder nach Hause zu fahren. Meine Arbeit war damit getan.[12565 Zeichen by Sevannie

      Leicht verschwitzt und außer atem ging ich in den Hengst Stall und stand vor Dukes Box „ hallo Dicker , jetzt geht’s los „ Sättel/ Trensen und Co war verstaut jetzt sollte es mit dem Transporter und 3 Pferden auf lange Fahrt gehen .Es sollte zu dem Tunier Jolympia gehen in Vielseitigkeit Duke war bestens geeignet dafür doch wen noch ?
      Ich ging im Kopf die Vorzüge meiner einzelnen Pferde durch Triamisu hatte sich sehr gut gemacht ihn würde ich noch mit nehmen und eigentlich wollte ich Badriah mit nehmen doch sie war noch tragend mindestens eine Woche oder länger. Bara war zu Jung auch wenn sie mit viel Ehrgeiz zeigte, überfordern will ich sie aber nicht. Hestia und Asfari waren noch nicht so lang in meinem Stall und sollten sich noch eingewöhnen sie vielen daher auch aus.Grübelnd stand ich vor Zanhya sie zeigte viel Potenzial war aber in neuer Umgebung meist etwas unsicher , Famina war auch noch zu frisch bei mir und passte eher zu einem Ruhigen Tunier .Rubina war ebenfalls tragend also viel sie auch aus, ich schüttelte den Kopf jetzt hatte ich den ganzen stall voller Pferde und keins Konnte mit zum Turnier.Saddy war auch nicht das mädel was ich mit nehmen wollte da sie doch mal zu beißen konnte es musste einfach ein Team sein was passt , das sollte doch möglich sein Teasy hatte erst ein Fohlen und wurde nun erste wieder antrainiert zu viel wäre nicht gut für die kleine .Bei der nächsten Box blieb ich stehen und blicke Shady an ja sie sollte mit das würde passen Duke und shady und wen noch ?Baraka, Dukes große Liebe eigentlich würde ich sei gern mit nehmen aber dann wäre Duke nicht bei der Sache Farahsha hatte sich den Fuß verstaucht oder geprellt sicher waren wir uns da nicht und Cardiac sollte am Wochenende Rossig werden das wäre ungünstig.Bei den Fohlen blieb ich stehen und tütelte ein wenig mit ihnene rum bald würde ich sie trennen müssen nicht das der kleine seine Halbschwester Deckt . Weiter ging es wieder bei den Hengsten Tiramisu war ja schon eigentlich die zweite wahl gewesen aber er war jetzt so oft auf Tunieren gewesen und erst zu letzt die Körung die er erfreulicherweise gewonnen hatte, ich beschloss erst mal weiter zu schauen und zu überlegen . hey Bintu du Ekelpackt „ begrüßste ich dne Hengst denn dieser schoss hervor mit gebleckten Zähnen das war auch schon mal besser gewesen dachte ich bei mir und setzt ihn auf die Liste für kleine Veranstaltungen .Arsil soll Cardiac am Wochenende decken da muss er leider dableiben.Kadihr war und ist ein Träumer und ein schatz doch wär es für ihn zu anstrengend ( und für mich auch gestand ich mir schmunzelnd ein)Da ich schon auf meiner Runde war ging ich auch zu den Jungspunden Shamal und bahar kraulte ihnen die nasen und meine „ Bals bekommt ihr einen Icebraker sohn zu euch ihn die Runde seit schön lieb zu ihm – Shamal der viel von bahar übernommen hatte war kaum wieder zu erkennen anhänglich und Sanft legte er den kopf auf meine schulter und lies sich Kraulen.Auch in den Westernpferde Stall ging ich um zu schauen das alle Fit sind und ich mir keine Sorgen machen musste wenn ich nicht da war .Gerlie, Jade, Caresse, Keep the Faith, Kajano und Shlush standen verstreut in den Boxen oder auf dem Paddock.Ich machte mich dran noch eine Ladung Heu in die Raufen zu geben und Füllte den Futter Automat auf Natürlich wären die Pferde nicht allein mein Pfleger war ja auch noch da und würde Misten und alles doch wo man ihm arbeit abnemen konnte tat ich das .Nun holte ich Tiriamisu raus Packte ihn in Reise Decke und Gamaschen ein. Danach folgte Duke den ich ebenfalls gut verpackte , jetzt folgte das stütchen Shady auch sie kleidete ich ein, überblickte noch mal das eingepackte Material und auch den Wanderstrom Zaun hatte ich dabei war ich doch fast einen Tag unterwegs .Futter und auch die Sättel der andere Pferde waren dabei Duke musste mit dem Dressursattel von Triamisu Vorlieb nehmen aber für einmal würde es gehen .Shady hatte Zahays Sattel – Spring und Dressursattel einen VS sattel hatten sie alle selbst.Dann ging die große fahrt los ….Ein grauer Morgen und doch ein guter Tag,Aufgewacht der regen tratschte gegen die Schreibe und ich hatte so gar keine Lust raus zu gehen und doch heute war ich mit stall dienst dran.Nach dem Anziehen ging ich raus in den Stuten stall Mistet den Paddock von Fada Fid ,Hestia, Baraija, Zanyah, Best Look mein gast Pferd , Famia, Rubina Badriyah, Saddy,Teasie, Shady,Farahsa,Baraka Cardiac und meine Jungstute Cassi, bei Moulan meinen Englischen Volli streute ich auch neu ein brachte frisches Heu mit dem Trekker in die paddocks ,dann Kümmerte ich mich um die drei Jung Hengste Shamal und Bahar so wie Ironic, die beiden Pfelgis Cola und Wihte Boy bekamen auch ihre ration Shamal und Bahar und Ironic durften sich im frei speigen aus toben.Meine Western Pferden bekamen auch ihre Ration und durften sich in der Kleinen Halle die Beine vertreten brav nach ein andern oder auch mal zusammen.Erst Gerlie Faithe Jade und Caresse dann die beiden Hengste Slush und Kajano dann ging es zu meinen Araber hengsten Duke, mein neuer und nun bester Freund von Duke Amore , dann Ashqar mit Tiri danach Bitu allei n da er grad wieder eine Phase des ich bin blöd zu anderen hatte danach Asfari mit Kadihr und Arsil danach ging ich mit dem Hund und Amore und Duke noch im Regen spatzieren und freute mich nach einem Anstregenden langen Tag auf ein Heißes Bad und ein BuchDie Sonne schiehn und es war warm Vöglein zwitscherten und man spürte einfach das Frühling war. Ich schlenderte über den Hof und überlegt mit wem ich heute was machen könnte der jnge Hengst Ironic stand auf dem Paddock und schaute mich spitzbübich an er würde Bald in sein neues Zuhause um Ziehen wo er seiner rasse gerecht trainiert und ausgebildet wird hier unter den Arabern würde er auf dauer nicht glücklich werden wobei er ja einen Narren an Casanova gefressen hat dieser stand zur Zeit auf der gemähten Apfel weide bzw ehere Garten aber genau Richtig für den kleinen Kerl er hatte aktuell gesellschaft von noch einem Shetty Hengst dieser kam mit einer Stute zusammen auf den Hof die stute stand jetztz mit Magical meinem neuen tinker auf der Mittleren weide zum eingewöhnen die Araber Stuten waren alle saamt auf der großen sommer weide mit Unterstand die Mädels würde ich aktuell nicht stören esseiden eine der Ladys soll gedeckt werden doch aktuell war die nachfrage nach Arabern sehr gering wie überhaupt nach Fohlen, somit haten die Stuten erstmal Pause.Die Hengste standen in 2 Gruppen auf den Kppeln da esi n der ganz großen Gruppe häufig zu Keilereien kam musste ich sei aufteilen so war aber aktuell Ruhe Duke stand mit Ashqar und Amor und dne beiden JungHengsten Bahar und Shamal zusammen.Ich entschied mich meinen geliebten Hengst Duke zu holen und auszureiten das Wetter war einfach zu verlockend vielleicht nehm ich Amor als Handpferd mit ? oder Bahar ja Bahar würde es werden ich holte beide von der mittleren Koppel und stellte sie am Putzplatz ab. Nach einer Hlben studne hatte ich beide geputzt Duke gesattelt udn getrenst und Bahar auch die Trense an geszogen seit langem würde der Junge Hengst mal wieder rauskommen da war mir nur das Halfter dann doch zu unsicher.ich sitieg auf und Ritt los in Richtung kleinem Gebirege dort gab es eine leicht ansteigende galopp strecke dort wurde ich sicher mal galoppieren können ohne das Beide in Raserei verfallen.nach gut 2 Stunden kam ich mit zwei geschwitzen aber Glücklichen Pferden wieder zurück duschte beide ab und entlies sie wieder auf die Koppel Wo sie erst mal Lustig rum Bockten udn sich im Sand wälzten.für heute war ich jetzt erst mal fertig die Stall PFlege machte heute der Simon bzw er war schon fertig morgen würden wir einen Heuballen bei den Stuten vorbei Bringen.Über die webcam kontoleierte ich ob es allen gut ging und schloss dann das reiter stübchen ab und ging ins Haus die Hunde brauchten noch ihr fressen.udn ich hatte mitlerweile auch Hunger.

      Pflegebericht für alle Pferde
      Ich bog in die Zufahrt ein und stellte das Auto ab. Ich war schon ein paar mal hier gewesen, da ich Sweet schon des Öfteren Pferde abgekauft und auch eines verkauft hatte. Kaum waren wir alle ausgestiegen, kam uns die Gestütsleiterin auch schon entgegen und begrüßte uns herzlich.Nach einem längeren Blick auf die Trainingspläne hatte ich mich entschieden: Wir würden zuerst einmal mit den Hengsten beginnen – dazu zählten White Boy und Asfari Sharin, die beide im Verkaufsstall standen. „Samuel, Donald? Ihr schnappt euch Slush und Kajano. Letzterer ist wohl ein absoluter Westerncrack, deshalb reitest du ihn, Donald. Ihr geht mit den beiden einfach ein bisschen auf den Platz. Meg, Brian und ich schnappen uns die Shettys Ginnies Casanova und Erutan Wishes, sowie das Hengstfohlen Ironic und machen in der Halle ein bisschen Bodenarbeit. Sind alle damit einverstanden?“, ratterte ich den ersten Teil meines Plans herunter. Alle nickten und so machten wir uns wieder auf zu den Koppeln, damit jeder das ihm zugeteilte Pferd holen konnte. Am Putzplatz trafen wir uns alle wieder und machten die Pferde in aller Ruhe fertig. Brian, der sich um Erutan Wishes kümmerte, stöhnte angesichts der langen, dicken Mähne des Ponies. Aber auch Meg hatte mit Casanova`s dickem Fell gut zu tun, während ich mit dem Hannoveraner Ironic vergleichsweise schnell fertig war. So zogen die beiden Jungs mit den Criollos in etwa zeitgleich mit uns los – Donald im Westernsattel, Samuel in gewohnter Dressurmanier. Wir anderen schlugen dagegen den Weg zur Halle ein. Ich war ganz begeistert von dem Hengstchen an meiner Seite. Ironic blieb brav neben mir und war sehr folgsam. Meg musste da mit Casanova schon ein wenig mehr verhandeln und Brian brauchte eine ganze Weile, bis Erutan an seiner Seite ein wenig zugänglicher wurde. Alles in allem verlief das Training aber sehr gut und so trafen wir eine halbe Stunde später wieder mit den beiden Jungs zusammen. Donald war völlig hin und weg von dem hübschen bunten Criollohengst, während Samuel ein wenig geschafft aussah. „Slush hat es mir anfangs ganz schön schwer gemacht, der kleine Sturkopf hat mich wirklich getestet bis aufs Blut. Aber danach ist er dann wirklich schön gelaufen!“, berichtete er. Wir versorgten die fünf Pferde und entließen sie anschließend wieder auf die Koppeln.„Auf in die nächste Runde! Danach machen wir dann kurz Pause. Donald du holst dir bitte Shamal und Meg, du nimmst Bahar. Mit den beiden Halbstarken könntet ihr ein wenig spazieren gehen, wenn ihr wollt. Brian schnappt sich Khadir, Samuel du dir Asfari Sharin und ich selbst werde Arsil nehmen. Für die drei hübschen steht heute Dressurtraining an.“, wies ich meine Mitarbeiter an. Es war nicht ganz einfach, das Training so vieler unbekannter Pferde zu koordinieren, doch bisher lagen wir sehr gut im Zeitplan. „Ach, nur damit sich niemand wundert: Ich habe White Boy nicht vergessen, den nehmen wir dann nach der Pause noch dazu.“ Während ich Arsil`s fuchsfarbenes Fell bürstete, überlegte ich mir schon einmal, was wir schönes mit den Stuten anstellen könnten. Wahrscheinlich würde sich der Plan so ziemlich wiederholen, aber nach einer kurzen Pause sollte das machbar sein. Als der wunderschöne Araberhengst glänzte, legte ich ihm die Dressurausrüstung an und schlenderte mit den beiden anderen zum Platz. Dort stellten wir die Hengste auf der Mittellinie auf, gurteten nach und schwangen uns auf die Rücken der Pferde. Während Samuel erst ein wenig um das Vertrauen des jungen Schimmels Asfari kämpfen musste, kam ich mit Arsil sehr gut zurecht. Der schöne Araber arbeitete sehr gut mit und reagierte auf jede noch so kleine Hilfe wunderbar. Auch Brian kam mit Khadir ausgezeichnet zurecht und wir beendeten die Dressurstunde mit einer kleinen, schnell improvisierten Quadrille. Als wir die drei Hengste gerade zurück auf die Weide brachten, kamen uns Meg und Donald mit Shamal und Bahar entgegen. Beide waren ganz begeistert von den Junghengsten. Shamal war zwar laut Donald sehr aufgedreht gewesen, doch Bahar`s Ruhe hatte sich zu einem guten Teil auf den anderen Hengst übertragen, sodass die vier einen netten Spaziergang gehabt hatten.Ca. zwanzig Minuten später hatten wir das Gestüt auf dem Rücken der fünf Stuten wieder verlassen. Ich saß auf der Tochter von meinem preisgekrönten Araberhengst Khamar al Sanaa und war hin und weg von der wunderschönen Badriyah. Auch Meg strahlte auf Barakah`s Tochter mit der Sonne um die Wette und so hingen wir beide völlig unseren Gedanken nach und blendeten das Geplapper der Jungs einfach aus. Zumindest solange, bis Donald lauthals neben mir quengelte, er und Teasie wollten jetzt endlich galoppieren, dieses ewige Schrittreiten sei doch viel zu langweilig. Also nahmen wir alle die Zügel auf und ließen die Pferde angaloppieren. Donald und Samuel lieferten sich auf dem ebenen Weg ein kleines Rennen, während wir anderen einfach die schärfere Gangart genossen. Die Pferde waren zwar alle recht temperamentvoll, ließen sich dabei aber gut händeln, so dass auch dieser Ausritt wirklich schön endete. Als die fünf Stuten wieder auf ihrer Weide waren, schnappten wir uns Zanyah, Rubina, Famiah, Hestia und Fada Fid. Donald murrte ein wenig, da er sehr viel lieber Western als Dressur ritt, aber da musste er jetzt eben durch. Ich wusste ja, dass er es konnte. Meg durfte die wunderschöne Famiah reiten, die früher einmal einer guten Freundin von mir gehört hatte, während ich Donald auf Fada Fid setzte. Samuel bekam Rubina und Brian Hestia, also blieb für mich die hübsche Schimmelstute Zanyah übrig. Sie sah meiner geliebten Little Miss Sunshine wirklich sehr ähnlich und ich war gespannt, ob sie sich auch charakterlich ähnelten. Wir putzten die hübschen Damen und machten sie anschließend fertig fürs Training. Dann zockelten wir mit ihnen zum Reitplatz und begannen mit der Arbeit. Soweit ich das von Zanyah`s Rücken aus beurteilen konnte, arbeiteten alle fünf Stuten sehr gut mit und meine Leute kamen gut mit ihnen zurecht. Wir beendeten das Training mit einer kleinen Schrittrunde um den Hof, damit die Pferde abkühlten und entließen auch sie wieder auf die Koppel
    • Sammy
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      Ausbildungsberichte aus Shamal`s Zeit bei Sweetvelvetrose auf Fearie Hills

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      ~ Fohlen ABC von Ranjit ~

      Heute war Shamal an der Reihe. Bei ihm stand schnell fest, dass er das Fohlen ABC benötigte, auch nach bestätigen von Jani. Nachdem Jani das Halfter von ihm geholt hatte, öffnete ich die Boxentür und begrüßte den Hengst erst mal. Anschließend nahm ich das Halfter, nahm ein Leckerli aus meiner Tasche heraus und hielt dem Hengst erst mal das Halfter hin, damit er es beschnuppern konnte. Nun hielt ich ihm das Halfter so hin, dass er mit der schnauze durch den Nasenriemen musste, um an das Leckerli zu kommen. Ich wiederholte dies so oft, bis ich kein Leckerlie mehr brauchte. Für heute wollte ich auch erst mal damit aufhören. Am nächsten Tag kam ich wieder auf den Hof und wollte da weiter machen, wo ich aufgehört hatte. Nur wollte ich heute einen Schritt weiter gehen und das Halfter ganz anlegen.
      Die letzten Tage haben Jani und ich regelmäßig mit ihm das Halfter anlegen geübt. Nun wurde es Zeit, damit er ans führen gewöhnt wurde. Nachdem ich dem Hengst das Halfter angelegt hatte, befestigte ich den Führstrick daran und zupfe leicht daran und laufe los. Anfangs kapierte er noch nicht so ganz, was ich von ihm wollte, aber irgendwann hatte er langsam den Dreh raus. Jani holte aus der Sattelkammer die Putzsachen von ihm. Gemeinsam fingen wir an, ihn zu putzen. Wir hielten ihm jedes mal die Bürsten vor die Nase, damit er dran riechen konnte. "So, jetzt kommen die Hufe dran", sagte ich und nahm den zweiten Führstrick, der in der Putzbox lag. Ich schlang diesen um sein Fußgelenk. Nach dem ich ihm beigebracht hatte, den Huf zu heben, lies ich es für heute gut sein. "Am besten du übst das jetzt mit ihm jeden Tag", wies ich Jani an. Nachdem der Hengst versorgt war, verabschiedete ich mich von Jani und fuhr nach Hause.
      (C) Ranjit

      Dominanztraining, von ?
      Mein Wecker hatte noch nicht einmal annähernd geklingelt, als ich aus dem Bett sprang. Leise klaubte ich mir meine Sachen vom Boden zusammen und lief dann ins Bad, um zu duschen. Danach huschte ich die Treppenstufen hinunter, um in die Küche zu gelangen. Dort schnappte ich mir ein Glas Orangensaft und ein Toast. Als ich mit dem Frühstück fertig war, steckte ich noch zwei Äpfel ein und eilte aus dem Haus. Es war ein kühler Morgen und die Nebelfelder ließen die Sonne kaum durchblickten. Fröstelnd schwang ich mich auf mein Rad und fuhr los. Ich wollte so schnell wie möglich zu Fearie Hills gelangen, denn ich hatte Jani versprochen, heute die Bewegung einiger Pferde zu übernehmen.
      Außerdem wollte ich ihr bei der Stallarbeit helfen, zu zweit ging das alles einfach viel schneller. Als ich gerade die Auffahrt hinauffuhr, kam Jani gerade aus dem Auto. Ich winkte ihr schon entgegen, fuhr aber direkt vor den Stall. Ich lehnte das Rad an die Wand und folgte Jani in den Stall. „Schön, dass du heute kommen konntest! Das nimmt mir viel Arbeit ab.“, meinte Jani dankend und und drückte mir als Bestätigung direkt zwei Führstricke in die Hand. Lächelnd halfterte ich zwei der Stuten auf und brachte sie auf die Weide. Danach schaute ich erst einmal bei der kleinen Ginny vorbei. „Guten Morgen meine Süße! Wie geht’s dir?“, fragte ich sie lächelnd und reichte ihr einen meiner mitgebrachten Äpfel. Genüsslich kaute Ginny darauf herum und ließ sich aufhalftern. Gemeinsam mit Best durfte sie auf ihre Weide.
      Nachdem alle Pferde auf den Koppeln waren, machten Jani und ich uns an die Stallarbeit. Jeder von uns mistete zwölf Boxen und so waren wir verhältnismäßig schnell fertig. Alles wurde frisch eingestreut, wir füllten die Heunetze und kontrollierten noch die Tränken. „So, ich fahr jetzt in die Stadt und kaufe neues Futter, du kannst ja schon einmal mit Best anfangen.“, meinte Jani lächelnd und verschwand. Ich lief mit Halfter und Strick bewaffnet zu der kleinen Weide, wo die Ponystute und Ginny standen. Best stammte aus schlechter Haltung und war erst seit einem Monat auf Fearie Hills. In dem Zeitraum hatte sie sich aber schon gut gemacht. Sie sah nicht mehr gar so mager aus und der Glanz war in ihre Augen zurückgekehrt. „Komm, Best, wir arbeiten ein wenig!“, rief ich ihr lächelnd zu und direkt kam die Stute angelaufen.
      Natürlich hatte sie gewusst, dass es dafür als Belohnung einen Apfel gab, sonst wäre sie nie so freiwillig gekommen. Ich halfterte sie auf und brachte sie in den Stall zum Putzen. „Du sollst doch schön aussehen, damit du bald einen neuen Besitzer findest.“, murmelte ich lächelnd, während ich mit langen Bürstenstrichen ihr Fell bearbeitete. An manchen Stellen musste es erst wieder nachwachsen, aber das wurde auch langsam besser. Mit viel Liebe und Geduld würde sie sicherlich wieder ein tolles Reitpferd werden. Als wir fertig waren, lief ich mit ihr zum Longierzirkel. Dort ließ ich sie frei laufen und arbeitete eine Weile mit ihr. Best musste erst einmal wieder Vertrauen zu den Menschen aufbauen, allerdings wollte ich auch allmählich ihre Muskeln schulen.
      Nach dem Training massierte ich Best noch ein wenig, ehe sie zurück auf die Weide durfte. Zufrieden trabte sie zurück zu Ginny und begrüßte ihre junge Freundin. Ich beobachtete die beiden noch ein wenig, ehe ich mich auf den Weg zu Janis wahrscheinlich größten Chaoten machte. Shamal war momentan schlimmer als jeder andere Junghengst den ich bisher kennengelernt hatte. Der junge Araber wusste sehr wohl um seine Rasse und benahm sich auch dementsprechend. Jedoch konnte man auch nicht das Gegenteil behaupten, denn mit seinem dunklen Fell und den hellen Beinen sah er einfach jetzt schon aus wie ein Stall. Aufgeregt kam er angetrabt und wieherte, als er mich entdeckte. „Na du aufgedrehte Nudel?“, fragte ich grinsend und halfterte ihn auf. Shamal stolzierte neben mir her zum Stall, wo ich ihn anband. Stillstehen mochte der junge Hengst auch nicht sonderlich und zappelte permanent herum. Dennoch ließ ich mich davon nicht beeindrucken und putzte Shamal heraus.
      Da er so hengstig war, stand heute wieder Dominanztraining an. Er sollte immerhin ein gut händelbarer Zuchthengst werden, also musste dafür jetzt schon etwas getan werden. Shamal arbeitete gerne und fleißig mit – zumindest so lange wie er Lust hatte. Und sehr lange Lust hatte er auch heute nicht. Dennoch setzte ich mich durch und arbeitete weiter mit ihm. „Komm, das schadet dir auf keinen Fall!“, meinte ich gutmütig und schickte ihn wieder hinaus auf den Zirkel. Shamal schnaubte unwillig, tat aber wie geheißen. So arbeitete ich recht lange mit ihm, bis er zufrieden abschnaubte und sich zu mir gesellte, um sich ein wenig kraulen zu lassen. Die Beschäftigung war ungemein wichtig für den jungen Hengst, denn sonst würden sich schneller Unarten einschleichen als gedacht. Ich lobte Shamal ausgiebig und als Belohnung gab es auch direkt eine Karotte. Danach durfte er zurück auf seine Weide und mal wieder den Hengst herauslassen.
      Für mich stand heute nur noch ein Pferd auf dem Plan. Momentan trainierte ich für Jani einige Pferde für die Körungen und während Badriyah allmählich bereit war, lag vor Duke noch ein weiter Weg. Deshalb wollte ich meine restliche Zeit heute dem Rappen widmen. Dieser wieherte mir schon aufmerksam zu, als ich zur Koppel lief. Ich begrüßte ihn mit einigen Streicheleinheiten und brachte ihn dann in den Stall. Dort band ich ihn an und putzte ihn in aller Ruhe bis er wie schwarzer Satin glänzte. Die Araber bekamen kaum Winterfell, obwohl der ein oder andere auch sehr plüschig werden konnte. Als ich Duke gesattelt hatte, lief ich mit ihm zur Reithalle. Dort gurtete ich nach und schwang mich vorsichtig in seinen Sattel. Nach einer ausgiebigen Aufwärmphase übten wir unsere Problemstellen. Heute klappte das Training richtig gut und ich war mir sicher, dass es nicht mehr gar so lange dauern würde, bis Duke für die Körung bereit wäre. Lächelnd ritt ich ihn ab, versorgte ihn dann und brachte ihn zurück auf die Weide zu Tiri. Dann suchte ich Jani auf, um mich noch bei ihr zu verabschieden, denn es wurde allmählich Zeit für den Heimweg.

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      Einreiten
      10. Juni 2016
      Aufgeregt trippelte ich von einem Fuß auf den anderen. Heute würde ein neues Trainingspferd auf meinem Gestüt ankommen und ich konnte es kaum erwarten, loszulegen. Es ging nämlich einmal nicht um das ewige Stufentraining in Dressur, Springen, Fahren etc, sondern darum, einen jungen Araberhengst einzureiten. Ich liebte die Arbeit mit jungen Pferden einfach und freute mich daher umso mehr als sonst auf den Neuankömmling.
      Endlich kam ein Auto mit Pferdeanhänger in Sicht und fuhr auf meinen großen Parkplatz. Ich war sofort zur Stelle und öffnete Jani die Tür. Die junge Frau stieg aus und streckte sich erst einmal ausgiebig, bevor sie mir die Hand gab. "Hattest du eine gute Fahrt?", fragte ich freundlich, während wir um den Hänger herumgingen, um ihren Hengst zu befreien. Der junge Araber stieß aus dem Innern des Fahrzeugs ein lautes Wiehern aus und Jani beeilte sich durch die Seitentür des Hängers zu ihrem Schützling zu gelangen. Ich öffnete solange die Rampe des Hängers und bewunderte Sekunden später den wunderschönen Shamal. Ich hatte den Hengst bereits kennen gelernt, als ich bei Sweet auf dem Hof ausgeholfen hatte und fand es nun natürlich herrlich den Hübschen eine ganze Weile bei mir auf dem Hof zu haben.
      Shamal spitzte die kleinen Öhrchen, reckte den Hals und stieß erneut ein lautes Wiehern aus, das sofort vielstimmig beantwortet wurde. Daraufhin tänzelte Shamal mit gewölbtem Hals neben Jani her. "Bringen wir ihn erst einmal in seine Box, damit er sich eingewöhnen kann. Ich habe natürlich alles vorbereitet.", klärte ich Jani auf, während wir zu den Stallungen liefen. Am Springbrunnen in der Mitte meines Gestüts, stämmte Shamal die Beine in den Boden und starrte den Brunnen mit großen Augen an. An ihn hatten sich all meine Pferde gewöhnen müssen, doch ich war einfach der Meinung, dass er meinem Gestüts das gewisse Etwas verlieh. In diesem Moment kamne Samuel und Donald mit den beiden Westernpferden Golden Indian Summer und Dissident Hawk vorbei und Shamal hatte es auf einmal sehr eilig, den beiden Pferden nachzusetzen. Hauptsache er musste nicht alleine bei diesem gruseligen, wasserspeienden Ding bleiben! Jani und ich lachten immer noch über den Hengst, als wir die Stallungen erreichten. Ich hatte Shamal die Box neben meinem braven Andalusierhengst Ojos Azules zugewiesen, da ich hoffte, dass Jojo`s Ruhe sich auf den aufgedrehten Jungspund übertragen würde. Shamal erkundete sofort seine Box und auch den angrenzenden Paddock und streckte gleich darauf den Kopf über den Zaun zu dem schwarzen Jojo. Der drehte sich in aller Seelenruhe um und begrüßte den Neuankömmling. Das wäre schonmal geschafft. Ich begleitete Jani zurück zu ihrem Hänger und nahm Shamal`s Ausrüstung entgegen. Dann lud ich die Pferdebesitzerin noch auf einen Kaffee ein, damit sie mir etwas über ihren Hengst erzählen konnte. Je mehr ich wusste, desto besser.
      "Also. Wie ist Shamal denn so? Was hat er für Eigenarten? Wie benimmt er sich in neuen, unbekannten Situationen? Wie schnell akzeptiert und lernt er neue Dinge?", bombadierte ich Jani mit Fragen, nachdem ich ihr eine Tasse dampfenden Kaffee und ein Stück Kuchen hingestellt hatte.
      "Hm, Shamal hat extrem viel Temperament und schlägt deshalb schnell mal über die Stränge. Zu Hause hat sich das dank seinem Weidekumpanen Bahar ein wenig gelegt, aber ich weiß natürlich nicht, wie es jetzt ohne ihn ist, der ist momentan nämlich in Kanada... Naja auf jeden Fall braucht Shamal auch immer ein wenig, bis er Vertrauen gefasst hat - darauf solltest du dich vielleicht einstellen. Fleißig ist er allemal und intelligent erst recht! Meistens hat er auch viel Spaß an der Arbeit, da steht ihm eben manchmal sein Temperament im Weg.", antwortete Jani mir bereitwillig.
      Ich nickte und machte mir derweil Notizen. "Was kann er denn bisher schon alles?", wollte ich dann noch wissen. Natürlich würde ich das alles im Laufe der Zeit selbst herausfinden, doch es war immer besser, von vornherein vorbereitet zu sein. Jani überlegte den Bruchteil einer Sekunde, dann meinte sie: "Er hat ein Fohlen ABC hinter sich, lässt sich also gut putzen, anbinden, führen und eigentlich auch verladen. Außerdem wird er regelmäßig spazieren geführt und longiert." Gerade Letzteres war für mich sehr gut zu wissen, da die Longenarbeit nicht zuletzt auch die Balance der jungen Pferde schulte. Ich nickte dankbar und verabschiedete Jani kurze Zeit später, da diese wieder zurück auf ihr eigenes Gestüt musste. Ich dagegen sah gleich nocheinmal nach meinem neuen Schützling. Shamal stand mit aufgestellten Ohren an seiner Boxentür und beobachtete, wie meine Hengste von den Koppeln herein geholt wurden. Es war Abend und Zeit für die letzte Fütterung des Tages. Meine Hengste wussten das natürlich und schenkten dem neuen daher eher wenig Beachtung. Nur mein aufmümpfiger Berberhengst Amayyas stieß ein drohendes Wiehern in Richtung des Arabers aus und ich schüttelte missbilligend den Kopf. Shamal ließ sich davon jedoch keineswegs einschüchtern, sondern warf den schönen Kopf hoch und wieherte herausfordernd zurück. Ich grinste in mich hinein und drehte eine letzte Runde durch den Stall. Das würde bestimmt eine aufregende Zeit werden, doch erst einmal durfte Shamal sich einleben....

      ~*~

      "Guten Morgen Leute! Wie geht es unserem Neuankömmling?", fragte ich am nächsten Tag meine Angestellten, die bereits fleißig damit beschäftigt waren, die Boxen auszumisten. "Er macht nen guten Eindruck. Steckt andauernd den Kopf zu Jojo rüber, aber der mag das ja. Fressen tut er auch gut und ja, das wars eigentlich was wir heute morgen beobachtet haben.", antwortete Samuel wie aus der Pistole geschossen. "Gut. Wenn er sich mit Jojo so gut versteht, könnt ihr die zwei zusammen auf die hinterste Hengstkoppel lassen. Dann hat der Kleine ein bisschen Bewegung und muss nicht alleine stehen. Wisst ihr wo Meg ist?" Die Jungs nickten beide grinsend und sagte gleichzeitig: "Cookie!". Ich lachte auf und ging durch die lange Stallgasse hinüber zu meinen Westernpferden. Dort stand mein jüngstes Pferdchen: Grace`s Cookie 'n Cream und Meg wuselte mit einem seeligen Lächelnd im Gesicht um die kleine Stute herum. "Meg. Meheg!", sagte ich laut, um ihre Aufmerksamkeit auf mich zu lenken. Die junge Frau wirbelte herum und sah erschrocken auf. "Ich bräuchte dich mal in meinem Büro, du müsstest mir beim Training von Shamal behilflich sein und ich würde gerne den Trainingsplan mit dir besprechen. Außer natürlich du hast vor, unserer kleinen Cookie gar nicht mehr von der Seite zu weichen!", stichelte ich lachend. Meg nickte und folgte mir sofort. So sehr sie auch an dem Fohlen hing, sie liebte die Arbeit mit Jungpferden generell und freute sich immer, wenn ich sie um Mithilfe bat.
      "Also. Heute hat Shamal nochmal frei, ich möchte, dass er sich erst 100% eingewöhnt. Dass er sich so gut mit Jojo versteht kommt uns natürlich sehr zu gute. Ab morgen werde ich mit der Bodenarbeit anfangen. Also Spaziergänge, Longenarbeit, eventuell auch ein kleines Schrecktraining. Wenn das alles gut klappt und er Vertrauen zu mir gefasst hat, beginnen wir damit, ihn mit den verschiedenen Bestandteilen der Reitausrüstung vertraut zu machen. Die meiste Zeit werden wir dabei natürlich auf Satteln und Trensen verwenden, aber ich möchte Shamal auch mit Bandagen, Gamaschen, etc vertraut machen. Währenddessen werden wir immer weiter an Shamal`s Balance arbeiten, die braucht er immerhin, um einen Reiter auf seinem Rücken zu tragen. Danach fangen wir dann ganz langsam an, Gewicht auf seinen Rücken zu bringen - dabei brauche ich dich auf jeden Fall, ein junges Pferd kann man einfach nicht alleine einreiten. Ist soweit alles klar?", beendete ich meinen kleinen Monolog und Meg nickte zustimmend. "Ich kann es kaum erwarten, dir zu helfen, das ist so spannend", sagte sie lächelnd, während wir gemeinsam die Boxenreihen entlang gingen. Donald und Samuel führten gerade Shamal und Jojo aus ihren Boxen und wir folgten ihnen, um zu überwachen, dass auch wirklich alles gut ging. Samuel ließ den großen lackschwarzen Hengst zuerst laufen, bevor Donald auch Shamal`s Strick löste. Der junge Araberhengst schoss sofort im Galopp über die Koppel und Jojo ließ sich sogar anstecken, eine Runde mit ihm zu drehen. Dann bequemte er sich im Schritt zur Mitte der Koppel und begann zu grasen. Shamal schien etwas überrascht über die abrupt Unterbrechung und verfiel in einen atemberaubend schönen Trab. "Wow, wenn der unterm Sattel auch so läuft, wird er hervorragend zu reiten sein.", schwärmte ich. Auch meine Mitarbeiter waren ganz begeistert und wir beobachteten den Hengst noch eine ganze Weile, bis dieser sich schließlich zum Grasen zu Jojo gesellte.

      ~*~

      Am nächsten Tag machte ich Shamal schon früh zum Training fertig. Zufrieden stellte ich fest, dass sich der junge Hengst brav putzen ließ. Sobald er etwas sah, dass seine Aufmerksamkeit erregte, wurde er zwar schnell unruhig, aber das konnte natürlich auch der unbekannten Umgebung geschuldet sein. Ich führte Shamal mit Halfter und Bodenarbeitsseil zu meiner Longierhalle, schloss das Tor und ließ den Hengst freilaufen. Um sein Vertrauen zu gewinnen, musste Shamal freiwillig zu mir kommen und auch freiwillig mit mir arbeiten und das ließ sich nur realisieren, indem ich ihn ersteinmal ohne Hilfsmittel arbeitete. Shamal trabte ein paar Runden um den Ring und schenkte mir wenig bis keine Beachtung. Auch gut, damit hatte ich eigentlich auch schon gerechnet. Ich ließ mich einfach in der Mitte des Longierzirkels auf den Boden sinken , schaute zum Fenster raus und summte ein paar Melodien. Den Hengst beachtete ich überhaupt nicht mehr, auch nicht, als er bockend auf dem Zirkel rannte. Das widerum passte Shamal anscheinend überhaupt nicht, er gab sich wirklich beste Mühe, meine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, doch ich blieb hart. Irgendwann holte ich eine Karotte aus meiner Tasche und bis genüsslich und vor allem geräuschvoll davon ab. Shamal stellte sich ein paar Meter von mir entfernt mir gegenüber auf und sah mich mit gespitzten Ohren und gerecktem Hals an. Wieder biss ich in die Leckerei und nun kam der junge Hengst Schritt für Schritt auf mich zu, bis er direkt vor mir stand. Ich hob die Hand und legte sie sacht auf sein weiches Maul. Shamal ließ sich die Berührung kurz gefallen, dann riss er den Kopf hoch, bevor er seine Nüstern erneut in meine Hand senkte. Ich grinste und verfütterte ein Stückchen der Möhre an ihn. Dann stand ich in Zeitlupe auf, um den Hengst nicht wieder zu verscheuchen und fuhr mit kreisenden Bewegungen über Shamals Hals und seinen Rücken entlang. Shamal ließ ein wohliges Brummeln hören und blieb stehen, bis ich mich einmal um ihn herumgearbeitet hatte. Wieder bekam er ein Karottenstückchen zur Belohnung. Anschließend drehte ich mich um und ging ans andere Ende der Longierhalle. Dann drehte ich mich in Richtung des Hengstes und rief ihn zu mir. Shamal blieb stehen wo er war und starrte mich nur neugierig mit hoch erhobenem Kopf an. Wieder holte ich ein Möhrchen aus meiner Tasche und biss herzhaft davon ab. Sofort klappten Shamal`s Ohren, mit denen er zuvor noch unschlüssig gespielt hatte, nach vorn und er kam langsam auf mich zu. Ich gab ihm das Leckerchen und strich ihm den seidigen, hellblonden Schopf aus der Stirn. Das übten wir noch einige Male, bis Shamal brav zu mir kam, wenn ich ihn rief. Der erste Grundstein war gelegt und das reichte für heute Vormittag auch. Wenn das Wetter hielt wollten Meg und ich in ein paar Stunden einen kleinen Spaziergang mit Jojo und Shamal unternehmen.
      "Meg? Bist du soweit? Der Kleine hier wird langsam ungeduldig!", sagte ich zu meiner Angestellten und Freundin, während ich versuchte, Shamal ruhig zu halten. Der Araber tänzelte um mich herum und versuchte das rege Treiben um sich herum ins Auge zu fassen. Auf einem solch großen Gestüt wie meinem gab es aber nun einmal überall etwas zu sehen, so dass sich Shamal die ganze Zeit drehen wollte. "Bin ja schon fertig, wir kommen!", schallte es prompt zurück und schon tauchte Jojo`s weißes Gesicht hinter Shamal auf. Wir führten die Hengste am Haupthaus und der Fohlenkoppel vorbei und raus ins freie Gelände. Sofort schoss Shamal`s Kopf in die Höhe und der Hengst tänzelte aufgeregt neben mir her. Dabei rammte er mit der Hinterhand den älteren Jojo, der sich mit angelegten Ohren beschwerte. Jojo würde nie austreten oder zubeißen, doch er war ein wahrer Meister darin, den Jungspunden Manieren beizubringen. Wir bogen nach rechts ab und gingen in Richtung der Heiden. Im Wald war doch ein wenig mehr los, dies wollte ich Shamal an seinem ersten Trainingstag natürlich ersparen. Insgesamt hatten wir einen netten Spaziergang und ich hatte das Gefühl, dass Shamal und ich danach noch ein wenig mehr zusammen gewachsen waren.

      ~*~

      "Hey mein Süßer, na komm her!", rief ich lockend über die Koppel, auf der Shamal und Ojos Azules standen. Zu meiner Freude kam der junge Hengst sofort auf mich zu und holte sich seine Streicheleinheiten und das Leckerli ab, was er immer bekam, wenn er etwas gut machte. Ich hakte den Führstrick ins Halfter und brachte Shamal zum Putzplatz um ihn für das heutige Training fertig zu machen. Während der letzten Wochen hatten wir sehr viel miteinander gearbeitet. Wir waren viel spazieren gewesen - vor allem auch im Wald, um Shamal`s Muskeln beim klettern zu stärken, hatten ein umfangreiches Schrecktraining abgeschlossen und in letzter Zeit vermehrt mit Stangenarbeit begonnen, um Shamal`s Balance zu schulen. Der Galopp an der Longe klappte wunderbar und auch die Stangen bereiteten dem fleißigen Hengst keine Probleme mehr. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass das temperamentvolle Tier durch die viele Abwechslung langsam ruhiger wurde. Natürlich hatte der Hengst imemr noch ein sehr hitziges Gemüt, doch dieses ließ sich allmählich ein wenig lenken, was gerade für den ersten Ritt extrem von Vorteil war.
      Heute wollte ich Shamal nun endlich mit der Reitausrüstung bekannt machen, damit wir bald den nächsten und entscheidenden Schritt gehen konnten. Shamal war defintiv soweit, daher war es an der Zeit, weiter zu machen.
      Erst gestern hatte ich ein Gespräch mit Jani geführt, die sich erkundigte, wie Shamal sich so machte. Natürlich vermisste sie ihren Hengst und ich konnte sie gut verstehen. Das ging mir genauso, wenn meine Pferde unterwegs waren und ich fürchtete, dass ich auch Shamal vermissen würde, wenn er uns wieder verließ. Meg wartete bereits in der Longierhalle. Vor ihr auf dem Boden lagen Shamal`s Kopfstück, Bandagen, Gamaschen, eine Satteldecke, eine Gerte und einer von meinen alten ramponierten Sätteln. Natürlich hatte Shamal auch seinen eigenen Sattel hier, doch da mein geliebter Zuchthengst Cheeky Jot mir beim Einreiten sage und schreibe drei Sättel ruiniert hatte, indem er dagegen getreten hatte, darüber gelaufen war und hinein gebissen hatte, nahm ich für die erste Trainingseinheit nur diese alten Dinger. Ich bat Meg die Sachen rundum im Zirkel zu verteilen, damit wir mit Shamal von Gegenstand zu Gegenstand gehen konnten. Auf keinen Fall wollte ich den jungen Hengst jetzt überfordern. Wenn ich merkte, dass es ihm zu viel wurde, würden wir das Training unterbrechen und ein anderes Mal damit fortfahren. Zuerst führte ich Shamal zu den einzelnen "Stationen" und ließ ihn die Sachen ausgiebig begutachten. Der Hengst besah sich alles kurz, verlor jedoch schnell wieder das Interesse. Immerhin roch das Zeug größtenteils nach Pferd und bewegte sich auch nicht. "Sehr gut, das ging jetzt besser als ich dachte! Dann machen wir jetzt gleich mit dem nächsten Schritt weiter, umso besser!", sagte ich erfreut zu Meg, die Shamal lächelnd den schlanken Hals klopfte. Wir begannen mit den Bandagen. Meg hielt Shamal am Halfter, während ich dem Hengst die aufgerollten Bandagen nochmals zeigte und sein Bein ein paar Mal hinauf und hinunter fuhr. Dann wickelte ich die Bandage um sein linkes Vorderbein, bis ich Meg kichern hörte. Erstaunt sah ich auf und blickte direkt auf die samtene Nase Shamals. Der Hengst hatte den Kopf nach hinten gedreht, um mich zu beobachten. Ich lachte und gab ihm einen Schmatzer auf das Maul, was er mit einem Kopfschütteln quittierte. Beim Bandagieren der anderen Beine war das größte Problem, Shamal ruhig stehen zu lassen. Ansonsten störte der Hengst sich überhaupt nicht an dem, was ich da machte. Als ich fertig war, wies ich Meg an, Shamal vorwärts zu führen und lachte gleich darauf laut los. Shamal hob bei jedem Schritt seine Beine wie ein Storch und blickte ziemlich unglücklich aus der Wäsche. Auch Meg hatte ihre liebe Mühe, den Hengst noch geradeaus zu führen, da sie selbst vor lauter Lachen schon Tränen in den Augen hatte. Shamal sah uns beide beleidigt an und setzte seinen höchst interessanten Lauf fort. Nach und nach schien der Hengst sich an das ungewohnte Gefühl zu gewöhnen und setzte die Füße wieder normal auf. "Ist eigentlich fast schon schade, findest du nicht?", grinste Meg. Doch ich war ehrlich gesagt ganz froh, dass der Hengst sich doch recht schnell mit dem neuen Zubehör abgefunden hatte. Die Gamaschen waren danach überhaupt kein Problem mehr, sodass wir gleich mit der Gerte weiter machen konnten.
      "So Meg, es geht ans Satteln. Bin gespannt, wie Shamal sich jetzt anstellt!", sagte ich freudig, während wir den Hengst zu Sattel und Decke führten. Ich zeigte Shamal die Satteldecke noch ein weiteres Mal und rieb den Hengst dann damit ab, damit sie seinen Geruch annahm. Dank unserem Schrecktraining konnte ich die Decke auch über Shamal`s Rücken und Kopf schwingen und auch damit hinter ihm herumtanzen - den notwendigen Sicherheitsabstand hielt ich selbstverständlich trotzdem ein. Schließlich platzierte ich die Decke auf Shamal`s Rücken und griff nach dem Sattel. "Meg? Lass Shamal`s Strick ruhig ein wenig lockerer, wenn er sehen kann was ich hier treibe, gerät er nicht so schnell in Panik!", gab ich weiter Anweisungen. Ich hielt dem hübschen Hengst den Sattel unter die Nase, bevor ich ihn in Zeitlupe auf seinen Rücken hob. Im Schrecktraining hatten wir bereits geübt, Dinge über Shamals Rücken zu heben und auch zu schwingen, um den Hengst daran zu gewöhnen. Aber das Gewicht auf seinem Rücken zu spüren war natürlich noch einmal etwas völlig anderes und so ganz begeistert schien der junge Hengst auch nicht zu sein. Ich ließ ihn alles mit ansehen und rieb ihm immer wieder lobend über den Hals, während ich den Sattel sacht hin und her bewegte und ihn schließlich erneut in seine richtige Position hob. Nun bat ich Meg Shamal ein paar Schritte vorwärts zu führen, den Sattel hielt ich dabei mit einer Hand, damit er nicht hinunterfallen konnte. Nach einer Runde auf dem Zirkel kehrten wir zurück zur Mitte und ich verschnallte den Gurt auf einer Seite des Sattels. Langsam ging ich um Shamal herum und griff unter seinem wachsamen Blick unter seinem Bauch hindurch nach dem Gurt. Fürs erste verschnallte ich ihn nur so locker, dass er Shamal`s Fell lediglich leicht berührte. Der Hengst ließ mich keine Sekunde aus den Augen, blieb jedoch ruhig, lediglich die Muskeln unter seinem Fell zuckten ein wenig. Er bekam erneut ein Stückchen Möhre, dann zog ich den Sattelgurt zwei Löcher weiter zu. Wieder kam keine größere Reaktion von Shamal, also zog ich den Gurt soweit zu, dass er fest saß. Obwohl ich dabei extrem behutsam vorgegangen war, warf Shamal seinen feinen Kopf nach oben und legte die Ohren flach. "Führ ihn vorwärts! Er soll gar keine Zeit haben, sich zu sehr auf den Sattel zu konzentrieren!", sagte ich sofort und ging neben dem jungen Pferd her. Shamal wurde zunehmend nervöser und ich nahm Meg den Hengst ab. Er war mittlerweile dazu übergegangen, mit den Hinterbeinen nach vorn auszutreten und ich schickte den Araber flott um mich herum auf den Zirkel und ließ ihn gleich darauf antraben, da ich die Hoffnung hatte, dass die flottere Gangart ihn ablenkte. Ich ließ ihn galoppieren, parierte ihn wieder durch, ließ ihn die Hand wechseln und wiederholte das Ganze. Irgendwann wurden die Gänge des Hengstes wieder weicher, er nahm den Kopf runter und blieb nach dem Durchparieren auch brav stehen. Ich streichelte seinen verschwitzten Hals und strich ihm liebevoll über das Maul, bevor ich ihm ein weiteres Leckerchen zusteckte. "Das hast du fein gemacht mein Großer!", sagte ich zu ihm, bevor ich den Sattel von seinem Rücken nahm. "Meg? Die Trense machen wir nachher. Er soll das Ganze jetzt positiv abschließen und bekommt erstmal ein paar Stunden auf der Koppel. Den Rest machen wir gegen Abend.", sagte ich, während ich dem Hengst immer noch lobend den Hals rieb. Meg nickte zustimmend und sammelte alle Utensilien außer dem Kopfstück ein. Ich dagegen befreite Shamal von den Gamaschen, die wir zu seinem Schutz drangelassen hatten und führte den Hengst im Hof herum, damit er erst einmal trocknete. Anschließend entließ ich ihn zu Jojo auf die Koppel.
      Abends kehrten wir mit Shamal in die Longierhalle zurück, um auch das Trensen zu üben. Ich überließ Meg den Hengst, während ich das Gebiss des Kopfstücks sorgfältig mit Honig bestrich, um dem Shamal das ganze Erlebnis ein wenig schmackhafter zu machen. Meg führte ihn zu mir und ich legte ihm das Halfter über den Hals. Dann hielt ich Shamal das Gebiss auf der flachen Hand unters Maul und Meg übte leichten Druck auf die Lücken in seinem Unterkiefer aus, damit der Hengst das Maul öffnete. Gleich darauf schob ich ihm das Gebiss ins Maul und zog ihm das Kopfstück über die Ohren. Während Shamal mit Denkerblick den Honig vom Gebiss leckte, verschnallte ich umsichtig mit Megs Hilfe seine Trense. Immerhin klebte meine linke Hand vor lauter Honig. Das angewärmte, eingeschmierte Gebiss schien Shamal gar nicht so sehr zu stören. Wir nahmen ihm die Trense wieder ab und probierten das Ganze gleich nocheinmal - wieder mit etwas Honig, doch diesmal machte Shamal das Maul schon von alleine auf und wir lobten ihn begeistert. Zum Abschluss des heutigen Trainings führte ich Shamal mit Trense im Zirkel herum, dann durfte der brave Hengst in seine Box zu seinem wohlverdienten Abendessen.

      ~*~

      "Ein bisschen nervös bin ich ja schon!", gestand ich Meg schief grinsend, während wir Shamal an diesem wunderschönen Sommertag in die Reithalle führten. Hier würde ich mich heute das erste Mal auf seinen Rücken schwingen, zumindest wenn er die Vorübungen brav mitmachte. In letzter Zeit hatten wir vermehrt auf diesen Tag hingearbeitet. Wir hatten Shamal mehrmals täglich gesattelt und getrenst, waren mit Ausrüstung spazieren gewesen und hatten außerdem überwiegend Gleichgewichtsübungen mit dem jungen Hengst gemacht. Letzteres hatten wir mit Stangenarbeit, Schritt-Trab und Trab-Halten-Übergängen sowie engeren Wendungen im Galopp trainiert. Wir schlossen die Bandentür hinter uns und wärmten Shamal erst einmal wie gewohnt an der Longe auf. Sollte das Aufsitzen heute schon klappen, würde ich den Hengst selbstverständlich nur ein paar Minuten im Schritt bewegen, bevor wir die Intensität langsam steigerten.
      "Meg? Du hälst Shamal jetzt gut fest, aber er soll ruhig wie gewohnt nach hinten schauen können. Wenn er mich sieht, fällt ihm die ganze Prozedur sicherlich leichter. Ich werde jetzt abwechselnd die Steigbügel belasten, damit Shamal sich an das Gewicht gewöhnt. Wenn er das gut verträgt, legte ich mich quer über ihren Rücken und erst wenn er auch dabei ruhig bleibt, richte ich mich langsam auf. Samuel müsste auch gleich kommen, um uns zu helfen." Da der Junge sich um Shamal`s Fütterung gekümmert hatte, aktzeptierte der Hengst ihn genauso, wie er auch Meg und mich akzeptierte, daher würde seine Mithilfe dem Hengst auch nicht noch mehr Stress bereiten. In diesem Moment kam Samuel auch schon um die Ecke und strich Shamal zur Begrüßung über den Hals. Ich dagegen ließ beide Steigbügel herunter und hob einen Fuß. Vorerst berührte ich den Bügel noch nicht. Shamal starrte mich neugierig an, mein Verhalten schien ihn zu wundern. Ich grinste in mich hinein, dann brachte ich behutsam Gewicht in den Steigbügel. Sofort trat Shamal einen Schritt zur Seite. "Schnucki, du bist soweit. Keine Sorge, du fällst nicht einfach so um.", sagte ich beruhigend zu dem Araber, bevor wir das Ganze ein weiteres Mal probierten. Diesmal ging ich noch behutsamer vor und lobte den Hengst postwendend, als er stehen blieb. Natürlich war nun auch der rechte Steigbügel an der Reihe. Wir führten Shamal anschließend eine Runde um die Bahn, dann folgte der nächste und wichtigste Schritt. Während Meg nun liebevoll auf Shamal einsprach, hob Samuel mich hoch und ich legte mich vorsichtig über den Sattel. Shamal`s Kopf schoss sofort herum, aber er sah nur meine Beine. "Falsche Seite Süßer, ich bin hier!", sagte ich etwas gepresst, da diese Position nicht gerade die Bequemste war. Der Hengst wandte den Kopf auf die andere Seite und starrte mich mit großen Augen an. Ich streckte den Arm aus und streichelte Shamal über das weiche Maul. Der Hengst schien immer noch ein wenig verunsichert, aber immerhin duldete er mich auf seinem Rücken. Ich bat Meg den Hengst ein paar Schritte zu führen, während Samuel an seiner Seite ging. Die ganze Zeit über sprach ich mit Shamal, damit er sich auch immer daran erinnerte, dass ich es war, die da über seinem Rücken lag. "Okay Meg, halt ihn an. Ich glaub ich kann es jetzt wagen, mich aufzusetzen.", sagte ich, als der sattel wirklich unangenehm gegen meinen Bauch drückte. Meg brachte Shamal sofort zurück in die Mitte der Bahn und hielt ihn mit einem leichten Zupfen am Zügel an. Wieder drehte sie den Kopf des Hengstes ein wenig nach hinten. Würde ich mich einfach so aufrichten, könnte Shamal mich möglicherweise rein aus Instinkt für ein Raubtier halten und würde in dem Fall dann auch alles tun, um mich loszuwerden. Das wollte ich aus naheliegenden Gründen gerne vermeiden. Samuel stellte meinen linken Fuß in den Steigbügel und ich schwang so langsam wie möglich mein rechtes Bein über den Sattel. Nun lag ich mit dem Oberkörper auf Shamal`s Hals und richtete mich Wirbel für Wirbel auf - natürlich ohne mein beruhigendes Gurren an Shamal einzustellen. Der Hengst beobachtete mich mit großen Augen und zuckte aufgrund des anders verlagerten Gewichts auch kurz zusammen. Ich saß mittlerweile aufrecht im Sattel, angelte mir den zweiten Steigbügel und strich Shamal dabei über den Hals. "Meg dreh jetzt seinen Kopf wieder nach vorn und führ ihn langsam im Schritt los. Aber wirklich langsam! Er muss sich erst an mein Gewicht gewöhnen und sein Gleichgewicht finden.", wies ich Meg an. Samuel blieb nach wie vor an unserer Seite, auch wenn jetzt der heikelste Part geschafft war. Meg führte den Araberhengst Schritt für Schritt um die Bahn und mit jeder Sekunde hatte ich das Gefühl, dass Shamal sicherer wurde. Nach etwa zehn Minuten beendete ich das Training und rutschte vorsichtig aus Shamal`s Sattel.

      ~*~

      Diesen Ablauf wiederholten wir während der nächsten Zeit tagtäglich und langsam konnten wir die Trainingsdauer erhöhen. Shamal duldete mich mittlerweile ohne Probleme auf seinem Rücken und seine Fortschritte waren rießig. Bereits nach wenigen Tagen konnte ich damit beginnen, Shamal die ersten Kommandos vom Sattel aus zu geben - natürlich immer noch mit Meg als Führperson. "Ich gebe Shamal das entsprechende Kommando, auch mit Stimme. Wenn er nicht reagiert wiederholst du das Ganze vom Boden aus, damit er den Zusammenhang versteht. Aber so feinfühlig wie er ist, glaube ich eigentlich nicht, dass wir hier große Probleme haben werden.", erklärte ich meiner Helferin. Dann drückte ich Shamal zum Antreten gleichzeitig leicht beide Schenkel gegen den Bauch und schnalzte auffordernd mit der Zunge. Da der Hengst angesichts dieser neuen Bewegungen auf seinem Rücken ein wenig verunsichert wirkte, führte Meg ihn an und lobte ihn danach. Nach und nach verstand Shamal dann auch, was meine Hilfen zu bedeuten hatten und es ging nicht lange bis ich den gelehrigen Hengst alleine im Schritt um die Bahn reiten und auch zum Stehen bringen konnte. Als das Schritt reiten wirklich gut saß, bat ich Meg, Shamal wieder an die Longe zu nehmen. Nun sollten auch Trab und Galopp hinzukommen. Da Shamal diese beiden Gangarten wegen des Gleichgewichts nicht gleich auf dem Zirkel beginnen sollte, würde Meg im Innern der Bahn mitlaufen, um es Shamal so zu ermöglichen auf dem Hufschlag ganze Bahn zu gehen. Ich gab ihm die Hilfen zum Antraben, während Meg vom anderen Ende der Longe aus dasselbe Kommando gab. Mit unsicheren Schritten trabte der Hengst an, doch dank unserer vielseitigen Balance-Übungen fand er schnell seinen Tritt und ich fühlte mich einfach wunderbar in seinem Sattel. An diesem Tag versuchten wir auch unseren ersten Galopp und ich fühlte mich wie auf Wolken. Die Ecken kürzten wir anfangs noch sehr ab, da sie die größte Schwierigkeit für Shamal darstellen würden. Daran konnten wir mit der Zeit arbeiten.
      Eine Woche später schafften wir das Ganze schon ohne Meg und ich war völlig begeistert davon, wie gut Shamal sich reiten ließ. Er war zwar zuweilen immer noch furchtbar hitzig und aufgedreht, doch je mehr Abwechslung ich in das Training brachte, umso umgänglicher wurde der Hengst. Vielleicht langweilte er sich einfach schnell, das konnte ja immerhin gut sein.

      ~*~

      Viel zu bald war schon der Tag gekommen, an dem Jani ihren Shamal wieder zu sich holen sollte. Wir hatten den Hengst extra fein herausgeputzt und ich wartete mit Shamal in der Reithalle auf Jani. Sie sah mich ein wenig fragend an, als Samuel und Meg sie zu mir führten, doch ich deutete nur grinsend auf ihren Hengst und meinte: "Ich finde, du solltest mal sehen was er schon alles gelernt hat. Bisher saß ja nur Meg und ich auf ihm, da würde ich gerne sehen, wie er auf noch mehr Abwechslung reagiert. Er hat seine Sache wirklich toll gemacht und läuft mittlerweile zumindest in der Dressur ein solides E-Niveau. Jani lächelte voller Vorfreude und begrüßte ihren Shamal liebevoll. Ich lieh ihr eine Reitkappe und außerdem eine Schutzweste und ein paar Minuten später saß sie schon auf dem Pferd. Wir halfen Jani noch beim Steigbügel einstellen und ich beobachtete Shamal dabei die ganze Zeit aufmerksam, bevor ich mich in die Mitte der Bahn stellte und zufrieden das Ergebnis unserer Trainingswochen beurteilte. Shamal ging in allen Grundgangarten brav und sicher. Er beherrschte die einfachen Übergänge, sowie den Halt aus dem Trab heraus. Außerdem kannte er mittlerweile neben dem Zirkel auch den Mittelzirkel, aus dem Zirkel wechseln, durch die ganze Bahn wechseln und einfache Schlangenlinien. Kurz um - er konnte mittlerweile alles, um erfolgreich seine ersten E-Turniere gehen zu können und Jani stieg strahlend vor Stolz von ihrem Pferd. "Ich wusste ja, dass er ein tolles Pferd ist, aber dass er sich so schön reiten lassen würde, hätte ich ehrlich gesagt nicht erwartet. Vielen Dank!", sagte sie an mich gewandt und ich nickte nur glücklich. Gemeinsam machten wir Shamal fertig, bevor Jani ihn auch schon für die Heimreise verlud. Wie auch schon bei seiner Ankunft stieß der Hengst ein lautes Wiehern aus, das in voller Lautstärke von Jojo beantwortet wurde. Der schwarze Andalusier würde seinen Schützling sicherlich vermissen und auch uns Menschen würde es da nicht anders gehen. Aber wer weiß? Vielleicht schickte Jani ihren Shamal ja später mal wieder zum Training zu uns - wir alle würden uns darüber sehr freuen!
      [31301 Zeichen | by Sammy]
    • Sammy
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      Shamal, Saddy & Girlie ziehen nach Hollybrook Stud!

      "Oh wow, ich glaubs ja nicht!", rief ich völlig aus dem Häuschen aus. Gerade hatte ich im Internet die Anzeige gefunden, dass Jani von Fearie Hills den Großteil ihrer Pferde verkaufte. Ich wusste dass Jani viele wunderschöne Tiere besaß und würde auf jeden Fall zu der Auktion gehen. Meg war sofort zur Stelle und bekniete mich, sie mitzunehmen. "Der Verkauf ist schon morgen, wir sollten also heute schon packen.", sagte ich und entließ eine vor Freude quietschende Meg aus meinem Büro.

      ~*~

      Am nächsten Morgen machten wir uns bereits sehr früh auf den Weg. Ich hatte den großen Hänger an mein Auto gekoppelt, damit ich nicht zweimal fahren musste. Meg schlief den Großteil der Fahrt über, also konnte ich in aller Ruhe darüber nachdenken, was für Pferde ich kaufen wollte. Hengste hatte ich genug, also kam das nicht in Frage. Außer... nein, von diesem herrlichen Tier würde Jani sich sicherlich nicht trennen. Als wir endlich auf Fearie Hills ankamen, stellte ich mit großer Freude fest, dass wir zu den ersten Besuchern gehörten. Jani begrüßte mich herzlich und führte mich auf mein Bitten hin auch sofort zu den Ställen. Dort zeigte sie mir sämtliche Pferde, die zum Verkauf standen - darunter war auch meine ehemalige Stute Barakah al Sanaa. Ich seufzte, da ich Meg`s brennenden Blick in meinem Rücken förmlich spüren konnte, doch Barakah kam für mich nicht in Frage. Sie war zwar sehr hübsch und hatte außerordentliches Potential, doch ich wollte Stuten, die ich von Wüstentänzer und Khamar decken lassen konnte. Dies war mit Barakah natürlich nicht möglich. Allerdings verliebte ich mich auf den ersten Blick in eine Scheckstute namens Saddy und die wunderschöne Criollostute Girlie. Girlie war mir bereits bekannt und ich hatte schon immer einen Narren an diesem Stütchen gefressen. Schnell wurde ich mir mit Jani einig, dass ich mit Trainingseinheiten für ihre verbliebenen Pferde bezahlen würde, doch dann meinte sie: "Du, ich glaube ich hätte da noch ein weiteres Pferd, das du vielleicht gerne mitnehmen würdest." Ich sah sie erstaunt an, da wir bereits durch den gesamten Stutenstall gewandert waren. Als sie mich zum Hengststall herüberführte, sagte ich ihr schon, dass ich keinen Hengst kaufen wollte, doch sie lächelte nur. Im Stall angekommen, streckten ein paar wundervolle Tiere ihre Köpfe über die Boxentüren, doch als wir vor Shamal stehen blieben, traute ich meinen Augen kaum. "Du gibst ihn her? Wirklich?", fragte ich fassungslos. Als Jani nur nickte, war meine Entscheidung bereits gefallen. Ich hatte Shamal vor einiger Zeit zum Einreiten bei mir auf dem Hof gehabt und hatte den wunderschönen Hengst seitdem nicht mehr richtig aus dem Kopf bekommen. Er war einfach ein absolutes Charakterpferd und ich hatte mich augenblicklich in ihn verliebt.

      ~*~

      So kam es also, dass wir einige Stunden später mit drei Pferden im Hänger auf meinem Gestüt ankamen. Die Jungs staunten nicht schlecht, als ich Shamal aus dem Hänger führte und Donald sagte feixend: "Achso, keine Hengste also, ja? Was ist er denn dann? Eine Ente?" Ich beachtete ihn nicht, sondern führte meine neue Errungenschaft stolz in den Stall. Der junge Hengst würde für den Anfang wieder neben Ojos Azules stehen, da er ihn ja schon kannte. Später sollte er selbstverständlich zu den anderen beiden Araberhengsten ziehen. Auch Girlie und Saddy wurden mit bewundernden Blicken in Empfang genommen. Die beiden gekrönten Stuten schienen sich in ihrem neuen Heim auf Anhieb wohlzufühlen. Girlie steckte sogar sofort ihren Kopf zu Devil in Prada herüber und die junge Stute freute sich sichtlich über die unverhoffte Gesellschaft. Ich erledigte meinen allabendlichen Stallrundgang mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht und löschte schließlich die Lichter. Was für ein erfolgreicher Tag das heute doch wieder gewesen war!
    • Sammy
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      Trainingsbericht Dressur E-A
      zusammen mit Saddy
      29. September 2016

      Herzhaft gähnend, schlug ich meine Bettdecke zurück und sprang aus dem Bett. Gleich darauf hüpfte ich bibbernd in mein Badezimmer und schaltete erst einmal die Heizung an. Es war zwar erst Ende September aber offensichtlich hatte der Sommer beschlossen dieses Jahr direkt in den Winter überzugehen. Das galt besonders für die frühen Morgenstunden. Ich packte mich so warm wie nur irgend möglich ein und joggte dann hüber zu den Stallungen. Heute stand zuallererst das Dressurtraining mit meinen beiden neuen Arabern Saddy und Shamal an. Beide hatten sich bereits prächtig eingelebt und die ersten Trainingseinheiten für den Aufstieg in Klasse A perfekt gemeistert. Saddy war bereits seit vielen Jahren gekrönt und hatte vier Fohlen zur Welt gebracht. Turniertechnisch war sie jedoch noch nicht allzu oft vorgestellt worden. Dies wollte ich nun ändern. Die hübsche Scheckstute hatte enormes Potential, weshalb sie auch perfekt in meine gerade entstehende Zucht passte. Shamal dagegen war noch ein richtiger Jungspund. Ich hatte ihn für seine Vorbesitzerin eingeritten und hatte mein Glück dann kaum fassen können, als sie ihn mir tatsächlich verkauft hatte. Ich wollte den aufgeweckten Hengst nun langsam weiter fördern und ihn sobald die Zeit reif war selbstverständlich auch auf Turniere schicken. Bei dem heutigen Abschlusstraining würde mir meine Angestellte und Freundin Meg behilflich sein. Damit hatte ich mich zugegebenermaßen erst ein wenig schwer getan, da ich die etwas schwierigeren Pferde eigentlich immer selbst trainierte. Doch Meg hatte inzwischen solche Fortschritte gemacht, dass ich ihr die Gelegenheit geben wollte, mit Saddy zu arbeiten. Die Stute hatte zwar eine gehörige Portion Temperament und stellte sich auch beim Reiten gerne einmal quer, wenn ihr etwas nicht passte, ansonsten war sie aber umgänglich. Meg erwartete mich bereits im Stall. Sie war ein bisschen blass, grinste aber über das ganze Gesicht, als sie zu der wunderschönen Araberstute in die Box schlüpfte. Ich dagegen lief hinüber in den Hengsttrakt, um mich um meinen kleinen Jungspund zu kümmern. Shamal begrüßte mich zu meiner großen Freude mit einem dunklen Brummeln, als ich seine Box betrat und ich strich ihm liebevoll den langen Schopf aus der Stirn. Eigentlich war ich mit meinen beiden bisherigen Araberhengsten vollkommen zufrieden gewesen, doch Shamal hatte mich mit seinem Charme einfach völlig verzaubert. Ich putzte den jungen Hengst in aller Ruhe, verlas seine Mähne und seinen Schweif und kratzte ihm die Hufe aus. Anschließend bandagierte ich seine Beine, legte ihm den Dressursattel auf den Rücken und trenste ihn auf. Kaum zehn Sekunden später kam Patrick aus dem Stutentrakt herüber und fragte mich, ob ich fertig sei. Meg hatte ihn geschickt und ich nickte zustimmend. Ich traf die junge Frau vor dem Stall, während sie versuchte die gescheckte Araberstute neben sich ruhig zu halten. Saddy stand mit hoch aufgerichtetem Hals und gespitzten Ohren vor dem Stall und tänzelte immer wieder zur Seite. "Na, war sie brav bisher?", fragte ich Meg. Die zog eine Grimasse und meinte nur: "Naja, sie hat versucht mich beim Putzen und beim Satteln zu beißen, aber das funktioniert ja dann nicht mehr, wenn ich erst einmal auf ihrem Rücken sitze." Ich lächelte mitfühlend. Ich hatte außer Saddy nur ein bissiges Pferd auf dem Hof und das war ein Hengst - Meg hatte mit ihm also nichts zu tun. Ich führte Shamal vorwärts in die Reithalle. Es war mir heute entschieden zu kalt, um auf dem Platz zu trainieren und außerdem würde es uns die Arbeit mit den aufgedrehten Vollblütern erleichtern. In der Halle angekommen, schloss ich die Hallentür hinter Saddy und Meg und führte Shamal zur Mittellinie. Dort gurtete ich behutsam nach, zog die Steigbügel herunter und schwang mich in den Sattel. Gleich darauf lobte ich den jungen Hengst, weil er so brav stehen geblieben war. Das war beim Einreiten ein großes Problem gewesen und auch jetzt hibbelte das Jungpferd ab und zu noch herum, wenn ich aufsitzen wollte. Meg hatte mit Saddy größere Probleme. Die Scheckstute drehte sich permanent um die eigene Achse oder rannte seitwärts. "Stell sie mit dem Kopf voran in eine Ecke Meg, dann hast du es leichter.", riet ich meiner Freundin. Meg folgte dem Rat und saß schon zwei Minuten später auf dem Rücken der Stute. Leider wurde das Training ab diesem Punkt nicht gerade besser. Shamal sprang zwar zweimal zur Seite, absolvierte seine Aufgabe ansonsten aber tadellos. Wir übten den Schritt-Galopp-Wechsel, das Rückwärtsrichten, die Vorhandwendung und Viereck verkleinern und vergrößern. Wieder einmal genoss ich Shamal`s herrliche Gänge und lobte den Hengst immer wieder. Als Meg Saddy immer noch im Schritt um die Bahn ritt, während ich mit Shamal schon beinahe fertig war, rief ich ihr zu: "Meg, jetzt arbeite sie mal ordentlich. Das hier ist ein Abschlusstraining und Saddy kennt die Aufgaben. Du darfst dich von ihr nicht so einschüchtern lassen!" Meg verzog das Gesicht zu einer grimmigen Grimasse und drückte ihre Beine viel zu fest zusammen, um Saddy anzutraben. Die Araberstute riss den Kopf in die Höhe und schoss im Galopp los. Mit angelegten Ohren legte sie ein paar Bocksprünge hin, bevor Meg es schaffte sie zum Trab durchzuparieren. Aber auch jetzt lief Saddy alles andere als schön: Sie rannte Meg mit weggedrücktem Rücken unter dem Hintern weg - von Stellung und Biegung keine Spur. Nach zwei solchen Runden auf dem Zirkel, parierte Meg Saddy zum Schritt durch und ritt zu mir herüber. Tränen glänzten in ihren Augen. "Sammy ich kann das nicht. Ich komme mit ihr einfach nicht zurecht, ich weiß auch nicht warum.", sagte sie mit zitternder Stimme. "Meg, du weißt genau was ich vom Aufgeben halte. Du musst einfach länger mit ihr Arbeiten, ihr kennt euch doch noch gar nicht.", versuchte ich sie umzustimmen, doch Meg schüttelte trotzig den Kopf und rutschte aus dem Sattel. Kurz bevor sie auf dem Boden aufkam, machte Saddy einen Satz nach vorn und riss Meg von den Füßen. Ich sprang aus Shamal`s Sattel und führte ihn zu Saddy und Meg. Wortlos drückte ich ihr Shamal`s Zügel in die Hand und übernahm Saddy. Als ich im Sattel der Stute saß und Meg mich immer noch anstarrte, atmete ich tief durch und meinte: "Du musst Shamal trocken führen. Er hat seinen Aufstieg super gemeistert. Wenn er trocken ist, versorg ihn bitte. Ich beende das Training mit Saddy." Meg ließ den Kopf hängen und führte den jungen Araberhengst um die ganze Bahn. Ich dagegen trabte Saddy mit einem leichten Schenkeldruck an und trieb sie ordentlich vorwärts, wenn sie wieder anfing herumzuzicken. Nach etwa zehn Minuten nahm die eigensinnige Stute den Kopf herunter, ließ den Rücken locker und ersetzte ihre abgehackten Tritte durch schöne, gleichmäßige Trabschritte. Ich lobte sie und ritt nun einmal sämtliche Aufgaben durch. Wie erwartet beherrschte Saddy sie alle ohne Probleme. Meg hatte mit Shamal inzwischen die Halle verlassen, doch ich wusste, dass ich noch einmal in aller Ruhe mit ihr sprechen musste. Zuvor ritt ich jedoch Saddy trocken und führte sie zurück zu den Stallungen...
    • Sammy
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      Trainingsbericht Dressur A-L

      zusammen mit My lovely Horror Kid & Saddy
      31. Oktober 2016
      "Guten morgen meine wunderhübschen Lieblinge, wie geht es euch denn an diesem bitterkalten Tag so?", säuselte ich fröhlich vor mich hin, als ich an diesem windigen Halloween-Morgen meinen Stutentrakt betrat. Brian, der gerade mit der hochträchtigen Kagami El Assuad von einem kleinen Morgenspaziergang zurückkam, rollte nur grinsend mit den Augen, doch Samuel und Donald prusteten wie immer laut los. Sie alle waren meine kindliche "Klein-Mädchen-Stimme" wann immer ich mit meinen geliebten Vierbeinern sprach bereits gewöhnt und zogen mich nur noch ab und an damit auf. Ich begrüßte jede meiner Stuten, bevor ich mich dem Neuankömmling My lovely Horror Kid widmete. Heute wollte ich meine drei Araber, also Horror, den jungen Hengst Shamal und meine zweite neue Stute Saddy in der Dressur auf Klasse L trainieren. Sie alle sollten mittlerweile soweit sein, daher freute ich mich auf das Training. Als ich die Box der schönen und temperamentvollen Horror betrat, ging Meg vorbei. Die Stimmung zwischen uns war seit dem letzten Training mit den Arabern recht angespannt, da Meg überhaupt nicht mit Saddy zurechtgekommen war und am Ende einfach aufgegeben hatte. Es fiel mir unglaublich schwer diese Stille zwischen uns zu ertragen, doch ich wusste nicht, wie ich die Angelegenheit regeln sollte. Meg weigerte sich darüber zu sprechen, doch bevor wir das nicht geklärt hatten, würde ich sie nicht mehr am Training der Pferde beteiligen. Meg war normalerweise keine ängstliche Reiterin, doch ich befürchtete, dass sie nach diesem kleinen Zwischenfall zu genau einer solchen werden könnte. "Na komm meine Schönheit, jetzt zeig mir mal, was du alles kannst und bring mich auf andere Gedanken,ja?", sagte ich leise zu Horror, als ich die Fuchsstute geputzt und gesattelt aus dem Stall führte. Horror riss ihren feinen Kopf in die Höhe und tänzelte aufgeregt neben mir her, als das laute Wiehern eines Hengstes von den Koppeln herüber schallte. Jetzt, wo es langsam aber sicher auf den Winter zuging, waren die Pferde tagsüber nur einige Stunden auf den Koppeln und ansonsten auf ihren Paddocks. Die Trainingspferde hatten den Morgen über im Stall bleiben müssen. Horror erwiderte das Wiehern lautstark und riss an den Zügeln. Auch sie war wahrlich kein einfaches Pferd, doch ich hatte mich einfach auf den ersten Blick in die Stute verliebt. Außerdem besaß sie traumhafte Gänge und eine schier unglaubliche Ausdruckstärke - man musste sie nur zu händeln wissen. In der Halle angekommen gurtete ich nach, zog die Steigbügel herunter und schwang mich anschließend auf Horror`s Rücken. Das Stütchen blieb brav stehen und ich lobte sie dafür, denn diese einfache Lektion hatte uns nach Horror`s Ankunft viel Zeit gekostet. Anschließend wärmte ich die Fuchsstute in aller Ruhe auf und fragte dann die neuen Lektionen ab. Das waren der Außengalopp, der einfache Wechsel, die Kurzkehrt und die Hinterhandwendung. Dank unserer guten Vorbereitung saßen all diese Lektionen perfekt und Horror schwebte förmlich unter mir dahin. Nach den ersten - zugegebenermaßen leicht katastrophalen - Trainingseinheiten mit ihr, hatte sich bei Horror ein Schalter umgelegt. Sie war zwar immer noch sehr, sehr stürmisch und wenn sie sich erschreckte kaum zu halten, doch ansonsten lief sie sehr ordentlich. Bei meinem zweiten Ritt auf ihr war ich nämlich recht unsanft im Dreck gelandet und hatte danach eine lange Diskussion im Sattel mit ihr ausgetragen. Seit diesem Tag schien Horror mich zu akzeptieren und darüber war ich mehr als froh. Ihre seidige Mähne umspielte sacht meine Finger, als ich Horror um die Bahn galoppierte und sie schließlich freudig trocken ritt. Wenn die Trainingsstunden mit den beiden anderen Arabern genauso gut liefen, war der Tag gerettet.
      Nachdem ich Horror an Patrick übergeben hatte, lief ich hinüber in den Hengsttrakt, um Shamal fertig zu machen. Doch das wunderschöne Hengstchen sah mir bereits mit gespitzten Ohren aufgesattelt von der Stallgasse aus entgegen. "Oh Jungs ihr seid die Besten!", sagte ich dankbar, doch Donald und Samuel sahen sich nur etwas betreten an und Samuel meinte: "Das Kompliment nehmen wir natürlich gerne an, aber Meg hat Shamal fertig gemacht. In ihrer Pause." Ich schaute ihn überrascht an und meinte dann: "Und wo ist sie jetzt?" "Sie hat gesagt, sie will sich in ihrer Wohnung aufwärmen und vielleicht kurz heiß duschen gehen.", antwortete Samuel, während er von einem Fuß auf den anderen trat. Auch meinen anderen Angestellten war die Anspannung zwischen mir und Meg unangenehm. Ich seufzte, band Shamal los und führte ihn über den Hof zur Reithalle. Der junge Araberhengst hatte bereits eine gewaltige Entwicklung durchgemacht, seit er auf Hollybrook Stud war. Er erkannte mich bereits und ich fühlte nicht zu all meinen Pferden ein solch tiefes Band der Zuneigung, wie es zwischen Shamal und mir bestand. In der Halle angekommen, stellte ich meinen Hübschen auf der Mittellinie auf und saß bereits ein paar Sekunden später im Sattel. Mit Shamal hatte ich das Stillstehen bereits beim Einreiten geübt, doch ich freute mich immer noch jedesmal rießig, wenn es auch klappte. Mit einem unsichtbaren Schenkeldruck ließ ich den Hengst antreten und ritt ihn am langen Zügel um die Bahn. Shamal schritt eifrig aus, doch eins seiner Ohren zeigte aufmerksam zu mir nach hinten. Ich strich ihm über den seidig weichen Hals und trabte ihn locker an. Nach einer kanppen Stunde beendete ich das Training mit einer sehr gelungenen Dressurkür auf L-Niveau. Wenn Shamal so weiter machte, würde er sich zu einem absoluten Tophengst entwickeln und würde ein Prachtstück meiner Zucht werden, da war ich mir sicher.
      Wieder im Stall kraulte ich Shamal noch einmal, übergab ihn an Donald und lief hinüber zu Saddy. Auch die Scheckstute war bereit geputzt und gesattelt, doch diesmal war Meg noch mit Trensen beschäftigt. Als sie mich sah, wurde sie rot und wollte sich umdrehen, doch ich hielt sie auf. "Meg warte. Das geht so nicht weiter. Hol dir deine Reitsachen, ich möchte, dass du Saddy's Training übernimmst." Meg starrte mich mit großen Augen an und schüttelte stumm den Kopf. Doch ich blieb hart und meinte: "Ich werde diesmal selbst nicht reiten und nehme dich Anfangs auf ihr an die Longe. Vielleicht war es etwas voreilig, dich gleich für ein Stufentraining auf sie zu setzen, aber du musst dein Selbstvertrauen wieder gewinnen. Und mit verlaub, das wirst du nicht, indem du mit Melody oder Golden Flair ins Gelände gehst." Meg wurde wieder rot, verschwand jedoch in der Sattelkammer und kam gleich darauf mit Schutzweste, Reitkappe und Handschuhen zurück. Ich nickte aufmunternd, band Saddy los und führte sie zur Halle. Die Scheckstute war heute sehr übermütig und hibbelte auf dem Weg zur Halle so sehr herum, dass ich sie zweimal anfahren musste, um ihre Aufmerksamkeit wieder zu bekommen. Meg beobachtete das überdrehte Pferd mit ängstlichem Blick. In der Halle angekommen, gurtete ich selbst nach und wich Saddy's schnappenden Zähnen aus. Jedesmal, wenn sie es versuchte, bekam sie dafür einen leichten Klaps auf die Nase und gleich darauf konnte ich in Ruhe neben ihr stehen, ohne einen blauen Fleck zu riskieren. Meg stand unschlüssig am Eingang der Bande, sodass ich sie irgendwann zu mir rief. Ich griff fest in Saddy's Zügel und wies Meg an aufzusteigen. Doch sobald die junge Frau einen Fuß in den Steigbügel setzte, schwenkte Saddy das Hinterteil herum und Meg musste von vorn beginnen. Ich runzelte die Stirn: "Meg, wir können dieses Spiel auch eine Stunde lang machen, also würdest du bitte einfach aufsteigen? Ich dachte du möchtest Rennreiterin werden? Da hast du mit genau solchen Pferden wie Saddy zu tun. Nur dass du sie nicht allein in einer geschützten Halle reitest, sondern in einem Feld voller dahinrasender Vollblüter." Das hatte gesessen und Meg schaffte es endlich auf den Rücken der Araberstute. Sofort verspannte Saddy sich und legte die Ohren an. Die intelligente Stute hatte die letzte Trainingseinheit mit Meg wohl noch sehr genau vor Augen und wusste nun, dass sie ihr nicht gewachsen war. Doch ich ließ Saddy nicht los, sondern führte sie im Schritt um die Bahn, bis Meg sich auf ihrem Rücken ein wenig entspannte. Sofort wurde auch die Araberstute ruhiger. Schließlich hakte ich die Longe in die Trense ein und ging in die Mitte des Zirkels. "Meg, locker lassen!", wies ich Meg sofort an, da ihre Schultern sogleich wieder in Richtung ihrer Ohren rutschten. Meg gab sich wirklich Mühe und allmählich harmonierten sie und Saddy besser zusammen. Schließlich ließ ich die Stute anhalten und sah erwartungsvoll zu Meg auf: "Na, versucht du es jetzt mit dem Stufentraining?" Als Meg nickte, meinte ich aufmunternd: "Super! Denk dran, gibt ganz leichte Hilfen, Saddy ist sehr sensibel." Und Meg ritt die Araberstute behutsam um die Bahn. Die L-Lektionen klappten zwar nicht so sauber, wie bei mir, aber dafür, dass Meg und Saddy gerade erst zusammenfanden, war ich mehr als zufrieden. Als Meg schließlich aus dem Sattel rutschten, umarmte ich sie froh und lobte auch die erfolgreiche Araberstute. Fröhlich miteinander lachend und scherzend führten wir Saddy zum Stall zurück. Die Jungs atmeten erleichtert auf, als sie uns so zusammen sahen und Samuel zeigte mir den erhobenen Daumen. Drei Pferde trainiert und eine Freundschaft/Reitkarriere gerettet, das konnte man wirklich nur einen überaus guten Tag nennen!
    • Sammy
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      Trainingsbericht Dressur L-M

      zusammen mit My lovely Horror Kid & Saddy
      21. November 2016
      "Brian, Meg, ich brauche euch heute für das Dressurtraining mit den Arabern!", rief ich, als ich vom Abfohlstall hinüber in den Stutentrakt lief. Ich hatte gerade die beiden jüngsten Hollybrook-Bewohner Kazumi Princess El Assuad und Successful Dream besucht. Sofort kamen meine beiden Angestellten an. "Es geht um die Stufenerhöhung auf Klasse M. Meg du reitest Saddy, Brian dich setze ich auf My lovley Horror Kid. Ich selbst werde Shamal reiten." Meg und Brian starrten mich beide überrascht an. Bei Brian konnte ich das nachvollziehen, da er bisher nicht am Training von Horror Kid beteiligt gewesen war, doch Meg hatte die hübsche Scheckstute Saddy die ganze Zeit über bewegt. "Was habt ihr denn?", fragte ich. Brian lächelte: "Nichts, ich war nur ein bisschen überrumpelt. Hatte nicht damit gerechnet, dass du dein Versprechen mich mehr am Training zu beteiligen so schnell einlöst!" Mit diesen Worten drehte sich der junge Mann um und verschwand in der Box der Fuchsstute, um sie fürs Training fertig zu machen. Meg dagegen zögerte. "Du lässt Brian Horror Kid trainieren? In einer so hohen Klasse?", fragte sie mich leise. Neugierig sah ich auf: "Ja, warum?". "Naja, er hat ja bisher noch nicht so richtig beim Training mitgeholfen, da dachte ich er würde mit leichteren Sachen beginnen...", druckste Meg herum. Ich runzelte die Stirn: "Meg, dir ist aber klar, dass Brian die schwierigsten Pferde auf dem Hof reitet und sie sozusagen für das jeweilige Abschlusstraining vorbereitet? Aber keine Sorge, du wirst noch genauso am Training beteiligt wie bisher." Nun schien Meg erleichtert und trollte sich zu Saddy. Ich erhob mich ebenfalls und lief hinüber in den Hengsttrakt um meinen kleinen Chameur Shamal fürs Training fertig zu machen. Während Saddy bereits seit langem gekrönt war, hatte ich sowohl Shamal als auch My lovely Horror Kid für die nächste Hengstkörung beziehungsweise den nächsten Stutbuchwettbewerb gemeldet. Auch mein American Miniature Horse Darkwood's Storm Dancing Feather war gemeldet und die Welsh A Stute Mississle war ebenfalls bereit für diese wichtige Prüfung. Nachdem im letzten Monat erst Rainbow prämiert worden war, konnte man momentan wirklich nur davon sprechen, dass es auf meinem Gestüt ausgesprochen gut lief. Deshalb hoffte ich nun natürlich, dass auch Shamal und Horror Kid erfolgreich durch ihre Prüfungen kamen. Davor wollte ich jedoch ihre Dressurausbildung noch weiter vorantreiben. Shamal begrüßte mich mit einem tiefen Brummeln und ich strich ihm liebevoll über das samtweiche Maul. Da alle Pferde momentan Stalldecken gegen die Kälte trugen, war ich knapp eine Viertelstunde später vor dem Stall. Weder Meg noch Brian waren hier, also schickte ich Samuel in den Stutentrakt, damit er ihnen ausrichten konnte, dass ich schon einmal in die Halle ging. Shamal lief mit großen Schritten neben mir her und prustete ab und an die kleinen Schneehaufen an, die zu beiden Seiten des Weges aufgehäuft waren. Ich lachte über den dahinstaksenden Hengst, war aber dennoch froh, als ich den kalten Wind in der Reithalle aussperren konnte. Ich stellte Shamal auf der Mittellinie auf, gurtete nach und schwang mich leichtfüßig in den Sattel. Das Stillstehen beim Aufsteigen war mittlerweile kein Problem mehr für den Araberhengst, doch ich lobte ihn immer noch dafür. Als ich Shamal gerade am langen Zügel im Schritt um die Bahn ritt kamen Meg und Brian mit den Stuten. Sie stellten beide auf der Mittellinie auf, doch während Brian innerhalb von zwei Minuten in Horror's Sattel saß, hatte Meg wieder Schwierigkeiten mit Saddy. Als Brian Horror im Schritt antreten ließ, wurde Saddy noch nervöser. Sie reckte die Nase in die Luft und drehte sich im Kreis. "Meg stell sie wieder mit dem Kopf in die Ecke. Wir bleiben so lange bei C.", rief ich ihr zu. Kurz darauf saß auch Meg im Sattel, doch sie sah nicht gerade glücklich aus. Während der letzten Wochen hatte ich mit allen drei Pferden den Halt aus dem Galopp, den fliegenden Wechsel, Renvers, Travers, Traversale, Schulterherein und die halbe Pirouette im versammelten Schritt erarbeitet. Für das Abschlusstraining heute wollte ich alle drei Pferde in einer M-Dressuraufgabe sehen. Wir wärmten unsere Pferde im Schritt und Trab auf, dann machte ich mit Shamal den Anfang. Bei A wendete ich im versammelten Trab auf die Mittellinie ab und parierte den Hengst bei X zum Halt durch. Gleich darauf ritt ich wieder im versammelten Trab an, wechselte im starken Trab durch die ganze Bahn und versammelte Shamal bei Erreichen des Hufschlags sofort wieder. Bei A wendete ich erneut ab und traversierte mit Shamal nach rechts. Den Rest der langen Seite zeigten wir das Schulterherein. Bei C parierte ich Shamal erneut zum Halt durch, richtete ihn vier Tritte rückwärts und trabte daraus wiederum versammelt an. Beim Ritt durch die Länge der Bahn folgten nun zwei halbe Pirouetten im versammelten Schritt. Danach fehlte nur noch die Galopptour. Mit einer kaum sichtbaren Hilfe ließ ich den eifrigen Hengst anspringen, wendete auf den Zirkel ab und wechselte mit einem fliegenden Wechsel aus selbigem. Dann galoppierte ich die Mittellinie hinunter, brachte Shamal bei X zum Stehen und lobte ihn ausgiebig. Er hatte seine Sache unglaublich gut gemacht und ich war sehr zuversichtlich, dass er auch gut durch seine Körung kommen würde. "Okay, Brian?", fragte ich. Der junge Mann nickte entschlossen und trieb Horror Kid vorwärts. Mit leuchtenden Augen sah ich dem Paar zu. Horror war keineswegs einfach, doch Brian ging genau richtig mit ihr um. Er zeigte in der richtigen Situation das nötige Feingefühl, ließ ihr aber auch ihre Buckelei am Anfang der Galopptour nicht durchgehen. Als er Horror bei X wieder zum Stehen brachte zeigte ich ihm begeistert den erhobenen Daumen. Er grinste und strich Horror Kid lobend über den glänzenden Hals. Nun waren Meg und Saddy an der Reihe. Meg machte ein hochkonzentriertes Gesicht, doch ich bemerkte, dass sie die Finger starr um die Zügel gekrampft hielt. Saddy war ein wunderbares Dressurpferd, doch die Stute war auch hochsensibel. Sie riss sofort den Kopf hoch und kam sehr unsauber zum Stehen. Das zog sich durch die gesamte Kür. Brian hatte Horror Kid schon trocken geritten und auch Shamal war abgekühlt. Ich bat Brian also die beiden Pferde zurück in den Stall zu bringen und Shamal Samuel oder Donald zu übergeben. Sie würden sich gut um den braven Hengst kümmern. Ich dagegen sah mit gerunzelter Stirn zu ihr auf. "Meg, was ist los mit dir? Beim letzten Training hat es doch so gut geklappt mit euch beiden.", sagte ich ernst zu ihr. "Bei Brian hat alles so toll geklappt und ich hab es nichtmal ohne Probleme aufs Pferd geschafft! Bestimmt trainierst du bald nur noch mit ihm, weil er einfach so viel besser ist als ich!", brach es aus Meg hervor und Tränen strömten über ihre Wangen. Ich griff in Saddy's Zügel, da die Araberstute nervös mit den Ohren spielte. Ein solcher Gefühlsausbruch auf ihrem Rücken war ihr ganz offensichtlich nicht geheuer. "Also Meg ich erkenne dich im Moment kaum wieder. Ich werde dich nie durch Brian ersetzen, aber wir haben doch wirklich mehr als genug Pferde hier. Möchtest du das Training beenden oder soll ich Saddy fertig machen? Aber egal wie du dich jetzt entscheidest, wir müssen uns diese Woche mal zusammensetzen und reden.", erklärte ich ihr. Meg nickte, nahm die Zügel auf und ritt die Kür ein zweites Mal. Diesmal zeigte ich auch ihr den erhobenen Daumen und ging grinsend zu den beiden. "Das war wunderbar! Und das kannst du auch, wenn Brian dabei ist. Davon bin ich fest überzeugt!" Wir gingen hinüber zu den Stallungen und ich stufte Saddy, My lovely Horror Kid und Shamal in der Dressur auf Klasse M auf. Ich war wahnsinnig stolz auf meine drei Vierbeiner!
    • Sammy
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      Vorsorgeuntersuchung
      23. November 2016
      Fröhlich vor mich hinsummend lief ich hinüber zu den Stallungen auf Hollybrook Stud. Da ich gerade sowieso ein paar Tage hier bei meiner Freundin Sammy verbrachte, um ihr bei der Geburt zweier Fohlen beizustehen, hatte ich mich gerne bereit erklärt ihren Araberhengst Shamal für eine Körung durchzuchecken. Nun, da beide Vollblutfohlen gesund und munter das Licht der Welt erblickt hatten, war es an der Zeit sich um den Hengst zu kümmern. Sammy wuselte wie üblich irgendwo im Stall umher, doch ich fand sie schließlich bei den beiden neugeborenen Fohlen. Gedanklich schlug ich mir mit der Hand an den Kopf, das hätte ich mir eigentlich auch gleich denken können. Ich sammelte die völlig verzückte Pferdebaby-Besitzerin ein und ging mit ihr in den Hengsttrakt. Dort erwartete uns Shamal bereits auf Hochglanz poliert auf der Stallgasse. Wie üblich waren Sammy's Angestellte auf Zack, wenn es um die Pferde ging. Ich stellte meine Tasche außer Reichweite des Hengstes ab und trat auf ihn zu. Shamal war wirklich wunderschön und er hatte sich in letzter Zeit so toll entwickelt, dass Sammy ihn schon in diesem Monat bei einer Hengstkörung anmelden wollte, obwohl sie ihn noch gar nicht allzu lange besaß. Shamal beäugte mich misstrauisch und schielte immer wieder zu meiner Tasche hinüber. Er schien genau zu wissen was ihm nun blühte. Sammy trat an seinen Kopf und der Hengst schmiegte sein Maul gegen ihre Hand. Auch ich kraulte den Araber erst einmal, bevor ich mich an die Untersuchung machte. Sammy hielt Shamal's Kopf fest im Griff und redete leise auf ihn ein, während ich die Wirbelsäule des Hengstes abtastete, an den Beinen hinunter fuhr, Herz und Lunge abhörte und schließlich in Augen, Ohren und Maul sah. Bis auf die Hampelei des Hengstes war alles vollkommen in Ordnung, aber das hatte ich nach Sammy's Beschreibung eigentlich auch nicht anders erwartet. Ich bat Sammy dennoch mir Shamal auf der Stallgasse vorzuführen und beobachtete aufmerksam den Bewegungsablauf des Hengstes, als Sammy ihn im Schritt und Trab auf und ab führte. Ich zeigte ihr den erhobenen Daumen und sie führte den Hengst zu mir zurück. Fehlte nur noch das Impfen. Ich machte die Spritzen bereit und Sammy griff wieder fest in Shamal's Halfter. Ich spritzte dem Araber den Impfstoff und sofort stieß er ein hohes Quieken aus und trat mit dem Huf nach hinten aus. "Shamal, was fällt dir ein!", wies Sammy ihn zurecht. Ich wusste wie viel Wert sie auf gut erzogene Pferde legte, doch bei manchen Kandidaten dauerte eben gerade die Gewöhnung an den Tierarzt ein wenig länger. Glücklicherweise waren wir hiermit ja auch schon fertig. Sammy führte ihren Shamal zurück in die Box und entschuldigte sich nochmals bei ihr. Ich winkte grinsend ab und Sammy entschädigte mich mit einer großen Tasse Kaffee und einem Stück selbstgebackenem Kuchen.
    • Ionia
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      Hufschmiedbericht 5.12.2016

      Es war ein angenehmer sonniger Tag. Vor ein paar Tagen hatte mich Sammy angerufen, denn es ging um ihren Hengst Shamal. Der junge Araber soll das Starterpaket bekommen, aber sie warnte mich vor, dass er nicht einfach war. Ich meinte es wäre kein problem und buchte den nächst besten Flug. Zum Glück ging der nächste in einer Stunde und so schnappte ich mir meine Notfalltasche und lief vom Hof. Schnell schrieb ich noch meinem Pfleger, dass ich weg musste und dass er sich um die Pferde kümmern sollte. Ich stieg in meinen Wagen und fuhr so schnell wie möglich los. Ich war in Rekordzeit am Airport, rannte in das gebäude und checkte ein. Ich musste oft wegfliegen, somit kannten mich viele schon und während der kurzen Wartezeit hatte ich wen zum reden. Ich hatte im Flugzeug einen entspannten Platz am Gang und während der eineinhalb Stunden Flug las ich ein bisschen. In England holte mich Sammy ab, sie hatte mir das angeboten, damit ich kein Taxi nehmen musste. Wir kamen auch ziemlich schnell bei ihr auf dem Hof an und wir entschieden uns direkt mit der Arbeit anzufangen. Wir brachten meine Tasche ersteinmal ins Haupthaus, da ich heute hier übernachten werde und dann gingen wir nach links und auf dem Putzplatz stand bereits der Araberhengst und tippelte energiergeladen hin und her. „Wie ich gesagt habe er ist nicht leicht.“, sagte Sammy verlegend lachen. Ich meinte, dass er wunderschön ist und zu erst machte ich mich Shamal bekannt. Er sah mich sehr skeptisch an und war sih unsicher, was er von mir halten sollte. Ich lächelte beruhigend und strich ihm vorsichtig über den Hals. Shamal schnaubte zufrieden ab und ich fuhr mit der Hand über seinen Nasenrücken. Ich fing nach 10 Minuten an mit dem Ausschneiden und dies machte er auch wirklich gut mit hin und wieder zog ere mal den Huf weg, was ich jedoch nicht zuließ. Als es jedoch zum Korrigieren und Kürzen mit der Raspel war ihm das sehr suspekt. Er wich zur Seite aus und legte die Ohren an zum Glück stieg er jedoch nicht und so holten wir in bisschen zum Knabbern. Sammy fütterte und lobte Shamal, während ich die Hufe so geräuschlos wie möglich kürzte und korrigierte. Ich atmete auf als ich endlich fertig war und wusch den Schweiß von meine Stirm. Sammy ließ Shamal wegbringen und dann gingen wir zusammen erstmal reden und den Tag ausklingen.
    • Sammy
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      Trainingsbericht Dressur M-S
      zusammen mit My lovely Horror Kid & Saddy
      05. Dezember 2016
      Mit einen seeligen Lächeln im Gesicht wandte ich mich von der Fohlenkoppel ab, auf der momentan lediglich Kagami El Assuad und Success Story xx mit ihren beiden winzigen Stutfohlen Kazumi Princess und Successful Dream standen. Ich kam gerade vom Mittagessen und hatte wie immer einen Abstecher zu den jüngsten Hollybrook-Bewohnern unternommen. Nun war es an der Zeit, ein weiteres Stufentraining mit meinen talentierten Pferden zu absolvieren. Diesmal stand eine S-Dressur-Abschlussprüfung auf dem Programm. Diesen Aufstieg sollten heute meine Arabischen Vollblüter Saddy, Shamal und My lovely Horror Kid schaffen und ich war schon sehr gespannt, wie sie sich alle schlagen würden. Das galt vor allem für Shamal und Horror Kid, da diese beiden bereits für Körungen angemeldet waren. Als ich in den Stutentrakt kam, waren meine beiden Angstellten Meg und Brian bereits damit beschäftigt, Saddy und My lovely Horror Kid zu putzen. Ich grinste sie an und verschwand gleich darauf mit Shamal's Putzkoffer im Hengsttrakt. Brian hatte den wunderschönen Araber bereits für mich von der Koppel geholt und ich begann sofort mit der Arbeit. Doch zuerst begrüßte ich meinen kleinen Liebling liebevoll. Etwa zwanzig Minuten später traf ich Meg und Brian mit den beiden Stuten vor dem Stall. Alle drei Pferde glänzten in der kalten Mittagssonne und waren jeweils mit Bandagen, Dressursattel und Kandarre ausgerüstet. In letzter Zeit hatten wir alle sehr hart trainiert, um Saddy, Horror und Shamal die schwierigen Dressurlektionen der Klasse S beizubringen. In der Halle angekommen, schloss ich die großen Hallentüren hinter uns und führte Shamal in die Bahn. Wir gurteten nach, zogen die Steigbügel herunter und schwangen uns in die Sättel, die zu dieser eiskalten Jahreszeit mit herrlichem Lammfell bezogen waren. Die Araber waren zwar alle immer noch sehr hitzig, blieben mittlerweile aber wenigstens während des Aufsitzens brav stehen und warteten alle auf unsere Kommandos. Wir ritten die Schönheiten ein wenig im Schritt am langen Zügel um die Bahn, dann legten wir die Abschwitzdecken auf die Bande und trabten an. Shamal lief gleichmäßig unter mir daher und ich konnte es immer noch kaum glauben, wie sehr sich der junge Hengst in dieser kurzen Zeit gemacht hatte. Auch Saddy und My lovely Horror Kid sahen unter ihren Reitern top aus. Ich war sehr froh zu sehen, dass Meg ihre Eifersucht auf Brian einigermaßen im Griff zu haben schien. Wir hatten ein sehr ernstes Gespräch miteinander geführt und ich hatte Meg zu meinem großen Missfallen klipp und klar sagen müssen, dass ich sie vom Stufentraining abziehen würde, wenn sie sich nicht zusammen riss. Ich war unsagbar froh, zwei so talentierte Dressurreiter auf meinem Gestüt zu haben, da konnte ich weder Streit noch Eifersucht gebrauchen. Gerade jetzt, da die meisten erwachsenen Pferde durch die Körung durch waren und es bald verstärkt mit dem Training der Fohlen und Jährlinge losgehen würde. Shamal erinnerte mich mit einem unwilligen Buckler daran, dass ich mich gefälligst auf ihn konzentrieren sollte und holte mich damit in die Wirklichkeit zurück. Mit einem leichten Schenkeldruck galoppierte ich ihn an und grinste wie immer, wenn ich den wunderbaren Hengst bewegte. Alle drei Pferde beherrschten mittlerweile die Passage, die Piaffe, die Schaukel und die Traversale im Galopp. "Meg, fängst du bitte an?", rief ich meiner Angestellten zu. Ich hatte entschieden, sie heute als erstes reiten zu lassen, damit sie sich nicht von Brian oder mir verunsichern ließ. Sie nickte entschlossen, nahm Saddy auf und galoppierte im versammelten Galopp die Mittellinie hinunter. Bei X parierte sie die Scheckstute zum Halt durch, ließ sie ein paar Sekunden lang still stehen, grüßte imaginäre Richter und ritt im versammelten Trab an. Anschließend wechselten die beiden im starken Trab durch die ganze Bahn, wendeten bei A auf die Mittellinie ab und zeigten eine Zick-Zack-Traversale und präsentierten gleich darauf auf der Diagonale die Passage. Nun folgten vier Übergänge von Passage zu Piaffe und andersherum. Saddy hatte die Kruppe dabei abgesenkt und hatte schön Gewicht mit der Hinterhand aufgenommen. Ich nickte zufrieden und verfolgte jede Bewegung des Paares. Es folgte die Galopptour mit der Traversale, den fliegenden Wechseln im Einer-Rhythmus, dem versammelten und dem starken Galopp, bevor Meg die Araberstute erneut zum Trab durchparierte. Nun folgte die Abschlusstour die Mittellinie hinunter. Dieser Schluss erfolgte wieder mit Wechseln aus Passage und Piaffe, bis Meg Saddy bei X erneut zum Halten durchparierte. Ich grinste ihr begeistert zu und wies sie an, die Stute trocken zu reiten. Als nächstes war Brian auf Horror Kid an der Reihe. Die wunderschöne Fuchsstute hatte sogar noch mehr Esprit als Saddy und bewegte sich tänzerisch durch die Bahn. Brian ging wie üblich hervorragend auf das sensible Tier ein und kam auch mit Horror's kleinen Aussetzern bestens zurecht, sodass ich auch ihm begeistert den erhobenen Daumen zeigte. Brian blieb nun auch in der Halle, um Shamal und mich zu beobachten. Wie üblich reagierte der feinfühlige Hengst prompt auf jede noch so kleine Hilfe meinerseits und schwebte regelrecht durch die Aufgabe. Shamal's besondere Stärke waren Piaffe und Passage und es bereitete mir eine große Freude, diese Lektionen abzufragen. Als wir bei X ankamen, ließ ich begeistert die Zügel lang und kraulte Shamal den schlanken Hals. Brian und ich ritten die Araber in aller Ruhe trocken, brachten sie dann zurück in den Stall und versorgen sie umsichtig. Gleich darauf eilte ich in mein Büro und änderte die Akten von Saddy, My lovely Horror Kid und Shamal ab. Ich war unglaublich stolz auf meine drei Wüstentänzer.
    • Sammy
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      Ein neues Jahr beginnt!
      12. Januar 2017
      Fröhlich vor mich hinpfeifend hängte ich die letzte blau glitzernde Christbaumkugel an meinen Baum und trat dann einen Schritt zurück, um mein Werk zu bewundern. Die rießige Tanne machte sich toll in meinem Wohnzimmer mit den hohen, stuckverzierten Decken und ich konnte den Weihnachtsabend kaum noch erwarten. Meine Familie würde aus Deutschland herkommen und natürlich hatte ich auch Meg, Brian, Samuel und Donald wieder eingeladen. Meg würde diesmal allerdings in die USA zu ihrer Familie fliegen. Die drei Jungs blieben wie auch die Jahre zuvor bei mir auf dem Gestüt. Patrick hatte es nicht weit, sodass er bei sich zu Hause das Fest verbrachte. In zwei Tagen war endlich Weihnachten und ich steckte noch mitten in den Vorbereitungen. Plätzchen hatte ich bereits gebacken - überall im Stall standen Dosen mit den den süß duftenden Leckereien, von denen sich vor allem die Jungs bedienten. Meg musste nach eigener Aussage auf ihre Figur achten und ich backte sehr viel lieber als die Kekse am Ende auch zu essen. Mein Haus war nun endlich festlich geschmückt und in allen Bäumen und Büschen des Gestüts hingen wunderschöne Lichterketten. Auch die Turniersaison hatte ich vor einer Woche für beendet erklärt. Im Januar ging es dann frisch und munter weiter. Ich riss mich vom Anblick meines Bäumchens los, schnappte mir seufzend meine Jacke und die Autoschlüssel und machte mich ans Einkaufen. Normalerweise kochte ich überhaupt nicht gerne, doch dieses Jahr wollte ich eine Ausnahme machen. Immerhin kam meine Familie zum allerersten Mal auf mein Gestüt, da sollte alles perfekt sein. Auch die Gästezimmer hatte ich bereits hergerichtet, nur die Betten mussten noch bezogen werden.

      ~*~

      "Ich wünsche dir einen guten Flug meine Liebe, meld dich bei mir, wenn du gut angekommen bist, ja? Und lass dich nicht ärgern!", sagte ich ein wenig wehmütig zu Meg, als ich sie am nächsten Tag verabschiedete. "Mache ich. Und falls ich es nicht aushalte, kann ich früher zurückkommen, oder?", fragte sie. Ich grinste nur und drückte sie an mich. Dann winkte ich ihr hinterher, während sie durch die Kontrolle ging und aus meinem Sichtfeld verschwand. Es würde seltsam sein, das erste Weihnachtsfest ohne sie zu verbringen. Ich fuhr zurück zum Gestüt, wo gerade das Heu angeliefert wurde. Die Jungs hievten die Ballen mit hochroten Gesichtern auf Karren, um sie zur Scheune zu bringen. "Das Futter ist schon da und verräumt, Sammy!", informierte Brian mich, bevor er sich dem nächsten Ballen zuwandte. Ich zeigte ihm den erhobenen Daumen und trollte mich in mein Büro. Es gab doch noch ein paar Formalitäten, die ich vor den Feiertagen erledigen wollte. Aber Hauptsache für die Pferde war gesorgt. Mississle und Shamal waren letzte Woche beide gekört worden und ich musste die Akten noch aktualisieren und die Eintragung ins Zuchtregister veranlassen. Außerdem hatte ich zwei Fohlenschauen gefunden, auf der ich meine beiden jüngsten Lieblinge Kazumi Princess El Assuad und Successful Dream vorstellen wollte. Dies alles erledigte ich zuerst, dann ging ich ins Haus um schon einmal das Dessert für den morgigen Abend vorzubereiten, Betten zu beziehen und ein letztes Mal das Haus zu kontrollieren. In dieser Nacht tat ich mich mit dem Einschlafen doch recht schwer, da ich ziemlich aufgeregt war, was meine Familie zu meinem Herzstück sagen würde.

      ~*~

      Am nächsten Morgen war ich trotz der bescheidenen Nacht vor allen anderen auf den Beinen, schlüpfte in meine wintertauglichen Stallklamotten und stapfte durch den frisch gefallenen Schnee hinüber zu den Stallungen. Ich schaltete die Notbeleuchtung aus und das Licht ein, drehte es jedoch ein wenig herunter. Dann begann ich mit der Morgenfütterung. Am Weihnachtsmorgen übernahm ich diese immer selbst und genoss dabei die Ruhe und das Zusammsein mit meinen geliebten Vierbeinern. Ich maß das Kraftfutter ab und stellte zehn Eimer in eine Schubkarre. Wie üblich begann ich bei den Stuten, da die Tür zum Hengsttrakt geschlossen war und sie daher nicht so viel mitbekamen wie meine Damen. Im Stuten-Fohlentrakt angekommen, fütterte ich zuerst Success Story xx und Kagami el Assuad. Ich schlüpfte auch in die Boxen und kraulte meinen Pferden liebevoll die schlanken Hälse. Selbstverständlich widmete ich mich auch den erst wenige Tage alten Bewohnern von Hollybrook Stud: Den beiden wunderschönen Englischen Vollblutmädchen Successful Dream und Kazumi Princess el Assuad. Die zwei entwickelten sich einfach prächtig und ich hatte das Gefühl, dass sie mit jedem Tag noch hübscher wurden. Dennoch riss ich mich ein paar Augenblicke später von den Pferdebabys los. Immerhin warteten auch die anderen Stallbewohner auf ihr Frühstück. Die nächsten Eimer Futter verteilte ich an meine hochtalentierte Andalusierstute Cuchara, die hübsche Barockpintostute Benjilala und die grauschimmernde Lusitanostute Salwa. Die drei restlichen Futterrationen gingen an die Saddlebredstuten Shekitt Quinn, Paradises Rafinesse und Mizzi. Alle drei waren gekrönt und wurden vor allem im Gangreiten auf Turnieren vorgestellt. Während nun langsam schon der Tumult begann, musste ich erst einmal zurück in die Futterkammer, um die nächsten zehn Eimer zu richten. Weiter ging es mit meinen Westernpferden. Wie üblich bekamen zuerst meine beiden geliebten Paints My Golden Heart und The Morticains Daughter ihre Ration, gleich darauf die Quarter Horses Your possible Pasts, American Baby und BB's Harmony und zum Schluss die Appaloosadame Apaches Tomahawk, die ich von meiner besten Freundin Eddi geschenkt bekommen hatte und die beiden Criollos Girlie und Charia. Nun waren die Fohlen beziehungsweise Jungpferde an der Reihe. Die letzten beiden Eimer bekamen die Lewitzer Rosewell und Panta Rhei. Auch die zwei hatte ich von Eddi und sie waren mittlerweile beide langsam bereit zum Einreiten. Beide sollten später im Vielseitigkeitssport gehen und ich war schon sehr gespannt darauf, wie sie sich entwickeln würden. Panta Rhei würde demnächst auch in den Hengsttrakt umziehen. Er würde zusammen mit dem Isländerhengst Ljósfari seine Jungpferdezeit genießen dürfen. Nach einem weiteren Gang in die Futterkammer bekamen auch das Paintstütchen Grace's Cookie'n'Cream, Ljósfari, die Welsh Ds Siberia und Shawnée, die Criollo Jungstute Devil in Prada und die American Miniature Horses Porcelain Doll und Ala' Forza ihr Frühstück. Gerade auf Cookie war ich sehr neugierig, da das Stutfohlen schon durch seine außergewöhnliche Fellfärbung ins Auge fiel. Die drei übrigen Eimer gingen an die noch ungekörten Miniature Horse Stuten Miniature America's Narnia und Hollybrook's Tiny Girl und die erst kürzlich gekrönte Welsh A Stute Mississle. Little Big Girl, die neben Missy untergebracht war, trat gegen ihre Boxentür, doch sie musste sich gedulden, bis ich die nächsten Futterrationen eingefüllt hatte. Danach waren auch die Welsh B Stuten Napayné und Kolibri an der Reihe, die aber geduldig auf ihr Frühstück gewartet hatten. Weiter ging es mit den drei Traberstuten Middle Ages, Ehawee und Rainbow. Gerade Letztere machte immer einen höllischen Aufstand, wenn es um ihr Futter ging und ich war jedesmal froh, wenn sie "abgefertigt" war. Die letzten vier Eimer gingen an die Trakehnerstuten Mahira und Samiyah und die Hannoveranerstuten Reminiscent Inspiration und Unannounced Pleasure. Inspiration und Pleasure hatten in diesem Jahr nach ihren frühen Krönungen eine lange Turnierpause einlegen dürfen, da ich sie in diesem Alter auf keinen Fall überfordern wollte, doch 2017 wollte ich sie wieder auf Englands Turnierplätze loslassen. Beide waren extrem talentiert, sodass man gut aufpassen musste, es nicht zu schnell anzugehen. Dafür hatte ich mich in diesem Jahr um die Förderung meiner dritten Hannoveranerstute - der Falbscheckin Angels Fall First konzentriert, die nun auch den ersten Eimer der nächsten Fuhre bekam. Das talentierte Stütchen hatte die viele Aufmerksamkeit sichtlich genossen und sich wunderbar entwickelt. Sie zählte nun zu den erfolgreichsten Pferden in meinem Stall. Von den Warmblütern fehlten nun nur noch die Holsteinerstute Wild Lady Roxanne und das gescheckte deutsche Reitpferd Glammy. Ich lief die Stallgasse weiter zu den englischen Vollblutstuten. Da Kagami und Story im Fohlentrakt standen, blieben hier nur noch Backup, Pirate Island, Ace of Spades und Far Cry. Gerade Backup entwickelte sich wahnsinnig gut, weshalb ich in diesem Jahr auch davon abgesehen hatte, sie decken zu lassen. Ich wollte sie nicht in ihrer Hochphase stören. Far Cry wiederum war mittlerweile bereit zum Verkauf, doch ich hatte noch keinen geeigneten Käufer ausfindig gemacht, dem ich die Stute anvertrauen wollte. Erschrocken fuhr ich zusammen, als mich die samtene Nase meiner Achal Tekkinerstute Ivory anstupste. Flott fütterte ich das elegante Stütchen und gab auch den Berberstuten Pangäa und Cirilla ihre Rationen. Mutter und Tochter verstanden sich ausnehmend gut, weshalb ich sie auch nebeneinander stehen ließ. Gleich nachdem ich die nächste Karre mit Kraftfutter geholt hatte, widmete ich mich meinen Araberstuten Sahira, My lovely Horror Kid - die Anfang nächsten Jahres bei einer Krönung mitmischen sollte, Saddy, Haadeh, Little Miss Sunshine, Sharley, Bittersweet, Fallen Immortaliny, Adina de Ra'idah und Melody's Girl. Ich liebte die feingliedrigen Stütchen und freute mich schon sehr auf die zukünftigen Fohlen mit meinen nicht minder talentierten Hengsten. Fehlten nur noch die restlichen Ponies, bevor ich auch meine Hengste versorgen konnte. Das Herzstück meiner alten Zucht - meine New Forest Ponies waren als nächstes dran. Ich begann mit der wunderschönen Magical Moment, machte mit der frisch gekrönten Hollybrook's Fairy Bluebird weiter und ging dann die Stallgasse entlang, vorbei an Thousand Sunny, Aimiliani, Naboo, Isola della Pirateria, Fairylike Facility, Everybody's Darling, Golden Flair und Walk of Fame. Die nächste Fuhre teilte ich auf Precious Scream, die Deutschen Reitponies Dorina und Cinnemont's History, sowie die Isländer Fatimah und Dark Misery auf. Ich wischte mir über die Stirn und atmete einmal tief durch, bevor ich mit dem Hengsttrakt weiter machte. Diese schöne Tradition hatte begonnen, als ich nur zwei Pferde besessen hatte, mit inzwischen 117 Tieren war das doch schon etwas anstrengender. Dennoch machte ich mich gleich darauf wieder an die Arbeit. Als erstes bekamen meine edlen Araberhengste Khamar al Sanaa, Shamal und Wüstentänzer ihr Futter. Danach waren der Achal Tekkiner Candle in the Wind und der Berber Amayyas dran. Da ich mit dem Beginn der Fütterung sofort einen Tumult bei meinen Hengsten auslöste, sauste ich gleich darauf in die Futterkammer und machte bei den New Forest Ponyhengsten Hollybrook's Cheeky Jot, Hollybrook's Casanova, Hollybrook's Bloody Valentine, Hollybrook's Classic Moment, Hollybrook's Zarin, BMs Caradoc und Orfino weiter. Gleich darauf waren auch mein Starhengst Levistino, die Hannoveranerhengste Branagorn und Black Soul, das deutsche Reitpferd Pride & Prejudice und der Holsteiner Fantastic Fly versorgt. Auch die englischen Vollblüter Ghostbuster, Tschiwabschischi, El Racino und Pawaneeh stürzten sich gierig auf ihr Futter. Dagegen ging mein Liebling, der Traberhengst Damon's Dynamo mit schierer Eleganz an die Morgenroutine heran. Meine Ballettänzer - die Pferde die hauptsächlich auf die Dressur spezialisiert waren, waren ebenfalls richtige Gentleman. Dies waren die Andalusier Negresco und Ojos Azules, die Barockpintos Slaters Secret und San Salvador und der Lusitano Pierre. Bei meinen Gangpferden war das Benehmen schon gemischter: Der Saddlebredhengst Someone stürzte sich gierig auf den Trog, kaum dass ich das Futter eingeschüttet hatte, während GH's Safriko und der Paso Fino Wannabe höflich warteten. Auch die Isländer Fair Prince und Intolerable Life zeigten sich von ihrer guten Seite und ich wuschelte ihnen fröhlich durch die dichten Mähnen. Fehlten nur noch die Ponyhengste Juego, Hollywood Undead und der kürzlich gekörte Minihengst Darkwood's Storm Dancing Feather, sowie die Westernpferde Dissident Hawk, Golden Indian Summer, Dream of Wyoming und Cazador. Kaum hatte ich den letzten Futtereimer verräumt, kamen Brian, Donald, Patrick und Samuel durch die Stalltür. Obwohl sie meine Tradition mittlerweile kannten, staunten sie nicht schlecht, dass alle Pferde bereits eifrig am Kauen waren. Sie schnappten sich sofort Mistgabeln und begannen damit die Boxen herzurichten. Mittags durften die Pferde dann hinaus auf die Paddocks, doch ich ging zurück ins Haus, stellte mich unter die Dusche und wartete dann auf die Ankunft meiner Familie. Sie kamen tatsächlich pünktlich und ich ging mit einem leicht nervösen Lächeln hinaus um sie zu begrüßen. Meine Mutter, Tante und Oma sahen sich begeistert um, während mein Onkel etwas fehl am Platz wirkte. Auch mein jüngerer Bruder schien noch nicht zu wissen, ob seine Entscheidung mitgekommen zu sein so gut war. Doch meine Cousine sah aus, als hättte man sie gerade kopfüber in einen Haufen Kuhmist gestippt. Ich unterdrückte den Impuls die Augen zu verdrehen und führte meine Familie in mein Haus. Dort zeigte ich ihnen zuallererst ihre Zimmer. Meine Cousine teilte sich ihres mit meiner Tante, meine Oma mit meiner Mutter, mein Onkel hatte sein eigenes Zimmer und mein Bruder schlief auf der Couch. Ich ließ ihnen ein wenig Zeit und ging zurück in den Stall, um dort noch einmal alles zu kontrollieren, bevor ich mich ans kochen machen würde. Im Stall griff ich Donald, Brian und Samuel unter die Arme, da inzwischen auch Patrick nach Hause gefahren war. Wir rückten Stalldecken zurecht, schlossen die Türen zu den Paddocks, kontrollierten die Tränken und bereiteten die Abendfütterung vor, damit die Jungs es später leichter hatten. Irgendwann tauchte mein kleiner Bruder hinter mir auf und fragte: "Was machst du da? Sind das alles deine?" Mit großen Augen sah er sich um und ich lächelte stolz. "Jap, alles meine. Ich finde auch, dass wir morgen mal einen kleinen Ausritt machen sollten. Komm mal mit.", schlug ich vor und führte ihn hinüber in den Hengsttrakt. Dafür, dass er neun Jahre jünger war als ich, war er mittlerweile einen Kopf größer und brauchte dementsprechend auch ein großes Pferd. Außerdem wusste ich, dass er Pferde mochte, aber Angst hatte für mädchenhaft gehalten zu werden, wenn er reiten ging. Ich blieb vor der Box meines Hannoveranerhengstes Branagorn stehen und öffnete die Tür. Sofort streckte der große Leopardenschecke uns seinen hübschen Kopf entgegen und schnoberte an den Taschen meines Bruders. Der streichelte dem Hengst vorsichtig übers Maul. "Leon, das ist Branagorn. Ich denke, dass du ihn reiten könntest. Er ist zwar ein Hengst, aber ganz brav.", sagte ich. Großspurig lächelnd stimmte Leon zu. Ich legte ihm einen Arm um die Schulter und führte ihn zurück zum Haus.

      ~*~

      Das gesellige Essen am heiligen Abend war wunderbar gewesen und fast alle hatten sich prächtig verstanden. Die Ausnahme war natürlich wieder einmal meine Cousine gewesen. Sie hatte die ganze Zeit eine missbilligende Miene aufgesetzt und jegliche Unterhaltungsversuche der Jungs ignoriert. Dennoch hatte ich die Zeit mit meiner Familie sehr genossen. Auch der erste Weihnachtsfeiertag begann herrlich. Der Himmel war stahlblau, über Nacht hatte es nochmals geschneit und bis auf meine Oma und meinen Onkel wollten alle auf den Ausritt mitkommen. Das hatte mich allerdings ein wenig überrascht, da ich nicht gedacht hätte, dass meine Cousine uns begleiten würde. Nun war ich schon eine Stunde vor meinen Mitreitern im Stall, um Pferde auszuwählen und mit dem Putzen zu beginnen. Leon setzte ich wie versprochen auf Branagorn. Meine Tante sollte den pechschwarzen Andalusierhengst Ojos Azules reiten, meine Mutter Pierre, meine Cousine bekam Cazador und ich selbst würde Damon's Dynamo ein wenig Auslauf verschaffen. Alle fünf Pferde waren sehr verträglich, sodass ich sie alle nebeneinander auf der Stallgasse anbinden konnte. Mein kleiner Bruder kam in den Stall und ich gab ihm das Putzzeug für Branagorn, während ich die anderen vier Hengste fertig machte. Gerade als ich Branagorn den Sattel auflegte, kamen auch die anderen durch die Stallgasse geschlendert. Ich stellte jeden neben sein Pferd und machte mich ans auftrensen. Dann führte ich Dynamo hinaus, band ihn draußen am Halfter fest und half den anderen. Meine Mum durfte zuerst aufsitzen und streichelte begeistert Pierre's schlanken Hals. Auch meine Tante war mit meiner Wahl vollauf zufrieden, nur meine Cousine rümpfte wiederum die Nase. "Warum muss ich in so einem komischen Sattel reiten?", fragte sie hochnäßig und deutete auf Cazador's Westernsattel. "Weil Cazador ein Westernpferd und auch westernmäßig ausgebildet ist. Außerdem hast du dadrin einen sichereren Sitz, als im Vielseitigkeitssattel. Unsere Mütter hatten früher ein Pony und Leon habe ich selbst schon Reitstunden gegeben, also bist du die einzige, die noch keine Erfahrung hat. Cazador wird dir gefallen, keine Sorge.", sagte ich und musste mich sehr zusammenreißen, um meinen ungeduldigen Ton zu unterdrücken. Ich half meiner Cousine in den Sattel und führte Cazador neben Pierre und Jojo, die brav auf die Kommandos ihrer Reiter warteten. Nun trat ich neben meinen kleinen Bruder, der plötzlich recht beklommen wirkte. "Was ist denn los?", fragte ich mit gesenkter Stimme. Er schluckte und meinte: "Branagorn ist doch ziemlich groß. Bist du sicher, dass er mich nicht einfach abwirft?" Ich lächelte: "Ganz sicher. Branagorn ist das liebste Pferd hier, auch wenn man es ihm nicht gleich ansieht." Leon nickte und ich half ihm in den Sattel. Unsicher nahm er die Zügel auf und zog sie zu eng. Vorsichtig verlängerte ich sie ein wenig und strich Branagorn lobend über den Hals. In diesem Moment kamen auch Donald und Samuel auf Negresco und Hollybrook's Zarin aus dem Stall. Sie würden uns begleiten, während Brian mit Black Soul ein wenig Dressurarbeit machte. Der ruhige Mann hatte es lieber, wenn er den Hof für sich hatte, um mit dem stürmischen schwarzen Hengst zu arbeiten. Ich selbst schwang mich auf Dynamo's Rücken, schickte Donald vor und reihte mich selbst neben meinem kleinen Bruder ein. Samuel ritt neben meiner Mutter und meine Cousine neben meiner Tante. Kaum waren wir vom Hof runter, wurde Leon's Haltung entspannter. Ich grinste. Offenbar hatte er schon verstanden, dass der Hannoveranerhengst tatsächlich brav war. Dynamo schritt eifrig aus und ich musste den energiegeladenen Traber ein wenig zurück halten, damit er meine Cousine auf Cazador nicht überholte. Als wir an einen ebenen Feldweg kamen, der schneebedeckt war, schlug ich vor ein Stück zu galoppieren. Meine Mutter und meine Tante winkten ab, doch mein Bruder und meine Cousine wollten mitmachen. Also ließ ich Donald und Samuel zurück, damit sie Jojo und Pierre daran hindern konnten uns hinterherzustürmen. Die Hengste waren zwar brav, aber das war doch eine sehr große Versuchung. Unterdessen erklärte ich meinen beiden Mitreitern, was sie zu beachten hatten und ritt zum Anfang der Galoppstrecke. Ich wartete bis die beiden bereit waren und galoppierte Dynamo mit einem Schenkeldruck und leisem Zungenschnalzen an. Branagorn fiel ebenfalls sofort in seinen wunderbaren, raumgreifenden Galopp, während Cazador eher eine Art Stechtrab zeigte. Meine Cousine hatte die Zügel viel zu eng angezogen und hinderte den Schecken am galoppieren. Ich hielt Dynamo zurück, bis ich gleich auf mit ihr war und rief: "Lass die Zügel locker, sonst kann er nicht laufen!" Sie gehorchte Augen rollend und sofort galoppierte der Criollohengst an. Im Stillen dankte ich ihm für seine Geduld und trieb Dynamo wieder ein wenig vorwärts. Als das Ende der Galoppstrecke in Sicht kam, setzte ich mich vor Branagorn und Cazador und parierte durch. Aus Gewohnheit taten es die anderen beiden Hengste dem schönen Braunen gleich und verlangsamten das Temp ebenfalls. Nun warteten wir auf die Nachzügler. Meine Cousine starrte mit verbissener Mühe in den Schnee - sie hatte ihr braves Reitpferd nicht einmal gelobt. Ich lenkte Dynamo neben Cazador und klopfte dem Schecken den Hals. "Was soll denn das? Er hat nicht gehorcht!", schnappte meine Cousine. Ich biss mir auf die Zunge, doch da kamen schon Donald, Samuel und unsere Mütter an. "Konnte er ja nicht, so eng wie du die Zügel gehalten hast.", bemerkte meine Mutter in ihrer direkten Art. Meine Cousine starrte zu Boden und sagte kein Wort mehr. Ich schüttelte über so viel Uneinsichtigkeit den Kopf, beschloss jedoch mir davon die Laune nicht verderben zu lassen. Als sie die Zügel jedoch wieder so sehr anzog, dass Cazador sein Maul aufriss, nahm ich ihr die Zügel aus der Hand und gab sie Donald auf Zarin als Handpferd. Sie protestierte zwar, merkte aber schnell, dass nicht einmal ihre Mutter auf ihrer Seite war.
      Als wir wieder auf dem Gestüt waren, machte Donald noch schnell ein Familienfoto, dann versorgten wir die Pferde. Auch Leon, meine Tante und meine Mutter halfen mit, nur meine Cousine zog sich ins Haus zurück.

      ~*~

      Die nächsten Tage vergingen wie im Flug und schon war der Tag gekommen, an dem meine Familie wieder abreiste. Mit meiner Mutter und meinem kleinen Bruder hatte ich viel Zeit bei den Fohlen verbracht, vor allem natürlich bei Kazumi Princess El Assuad und Successful Dream. Ein wenig traurig war ich zugegebenermaßen schon, doch auf der anderen Seite war ich auch über alle Maßen froh, dass ich meine Cousine jetzt wieder für eine Weile los war. Sie war einfach ein unglaublich anstrengender Mensch. Es waren keine zwei Stunden vergangen, nachdem meine Familie abgereist war, als mein Handy klingelte. Eine Sekunde lang blieb mir der Mund offen stehen, denn Meg's Nummer wurde mir angezeigt. Hastig nahm ich ab. "S..S..Sammy?", krächzte eine verheulte Meg durch das Telefon. "Meg! Was ist denn los?", fragte ich alamiert. "Ich bin am Flughafen, kannst du mich morgen abholen? Ich weiß, es ist Silvester, aber....", schluchzte sie. "Natürlich hole ich dich, schreib mir einfach nur wann, ja? Aber was ist denn passiert?" "Ach, ich weiß nicht was ich erwartet habe, aber es waren alle einfach furchtbar. Ich halte es keinen Tag länger mehr hier aus. Aber ich muss jetzt Schluss machen, sonst wird die Telefonrechnung unbezahlbar." Ich seufzte: "Okay, Süße. Aber halt die Ohren steif, morgen bist du wieder daheim."

      ~*~

      Nervös trommelte ich mit den Fingern auf die Armlehne des Stuhls, auf dem ich saß. Es war bereits vier Uhr nachmittags und ich saß am Flughafen und wartete auf Meg. Eigentlich hatten Donald und Samuel mitkommen wollen, doch ich hatte sie überredet bei den Pferden zu bleiben. Am Silvesterabend wollte ich unbedingt Leute auf dem Gestüt haben. Das Essen war bereits vorbereitet, fehlte nur noch Meg. Endlich kam die Durchsage für ihren Flug. Ich suchte das Kofferband auf dem ihr Gepäck ankommen würde und schloss sie schon ein paar Minuten später in die Arme. Ihr Gesicht war rot und verquollen, doch ich wollte sie hier am Flughafen nicht ausfragen. Als wir im Auto saßen, brach es jedoch wie von selbst aus Meg hervor: "Meine Mutter hat die ganze Zeit nur gestichelt, dass ihre jüngste Tochter ja so gar nichts auf die Reihe bekommt. Immerhin haben Terry und Rima schon Kinder und Jonathan ist Anwalt. Als ich ankam hat sie meine gesamten Klamotten in die Waschmaschine gekippt, weil sie meinte die stinken nach 'diesen widerlichen Viechern mit denen ich mich ja permanent umgebe' und das würde sie nicht aushalten. Meine Geschwister haben vorgestern sogar einen Teil meiner Kleider verbrannt und meinten ich solle mir doch mal was anständiges kaufen, da ich sie so nur beschämen würde. Aber mein Vater war am Schlimmsten. Er hat kein Wort mit mir geredet, hat einfach so getan, als wäre ich überhaupt nicht da. Er hat mir zu Weihnachten nichtmal was eingeschenkt und die Pute einfach direkt an Jonathan weitergereicht." Nun liefen Meg regelrächte Tränenbäche über die Wange. Ich setzte den Blinker, fuhr links ran und nahm sie in den Arm. Ich hatte gewusst, dass Meg aus einer sehr wohlhabenden amerikanischen Familie stammte, die mit ihrem Berufswunsch überhaupt nicht einverstanden war, doch als die Nachricht ihrer Mutter eingetroffen war, dass sie sie über Weihnachten gerne bei sich haben wollte, hatte ich doch Hoffnung gehabt. Dass diese angebliche Familie die herzensgute Meg nun so gequält hatte, machte mich rasend. Ich fuhr erst weiter, als Meg sich ein wenig beruhigt hatte.
      Eine Stunde später fuhr ich durch das Tor meines Gestüts und sofort kamen die Jungs angerannt, um Meg zu begrüßen. Alle nahmen sie fest in den Arm und Donald trug sofort ihren Koffer hinüber zu den Personalwohnungen. "Siehst du Meg, du hast doch eine Familie - hier bei uns!", flüsterte ich ihr ins Ohr und das erste Mal an diesem Abend sah ich sie lächeln. Ich führte sie ins Haus und bat sie einen Moment zu warten. Dann reichte ich ihr einen schmalen Umschlag und ein in seidenpapier eingewickeltes Päckchen. Sie riss den Umschlag zuerst auf und starrte mich mit großen Augen an. "Ist gestern gekommen, ich wollte es dir aber lieber persönlich überreichen!", sagte ich lächelnd. "Meine Assistenztrainerlizenz.... du hast mir ja gar nicht gesagt, dass du sie schon beantragt hast!", sagte Meg fassungslos. "Ich weiß, aber du bist soweit. Und ich wollte dich überraschen. Aber jetzt mach mal dein Weihnachtsgeschenk auf!", forderte ich sie grinsend auf. Innerhalb von zwei Sekunden war das Papier aufgerissen und zum Vorschein kam ein Seidenblouson in royalblau und gold - den neuen Hollybrook-Farben. Dabei waren auch lederne Handschuhe und ein Helmüberzug in den selben Farben. Nun stand Meg's Mund endgültig offen. "Das.. was... oh wow.", stammelte sie. "Ich möchte, dass du endlich richtig für Hollybrook reitest und dass das auch jeder sehen kann. Du musst doch absolut super aussehen, wenn du Kazumi Princess und Successful Dream in ihren ersten Rennen reitest oder?" Meg flog mir um den Hals und schluchzte erneut hemmungslos. So waren die Jungs ein wenig fassungslos, als sie die Küche betraten, doch sie fingen sich schnell wieder und stiegen einfach in das Gruppenkuscheln ein.
      Wir verbrachten ein wunderschönes Essen, erfreuten uns an dem rießigen Feuerwer, dass hier auf dem Land in alle Richtungen meilenweit zu sehen war und gingen anschließend zu den Pferden um ihnen ein frohes neues Jahr zu wünschen. Ich wusste einfach, dass dieses Jahr noch besser werden würde als das letzte. Immerhin hatte ich die tollsten Pferde und das tollste Team, das man sich nur wünschen konnte!
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  • Album:
    Showpferde
    Hochgeladen von:
    Sammy
    Datum:
    4 Sep. 2016
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  • Shamal
    --------------------------------------------------

    Spitzname: /

    --------------------------------------------------

    ~ Abstammung ~
    Von:
    Arsil
    V: Azón
    M: Nayl
    Aus der: ?
    V: ?
    M: ?

    --------------------------------------------------

    Rasse: Arabisches Vollblut
    Geschlecht: Hengst
    Geburtsdatum: 09. September 2011
    Stockmaß: 1,56 m
    Fellfarbe: Dunkelfuchs mit windfarbenem Langhaar
    Kopfabzeichen: unregelmäßige Blesse
    Beinabzeichen: 4 x hochweiß gestiefelt

    --------------------------------------------------

    ~ Beschreibung & Charakter ~
    Shamal ist ein wilder Hengst, der gerne mal die Sau raus lässt. Er ist ein typischer Araber mit hohen Temperament und wird schnell mal nervös. Der dunkle Hengst ist ein wahrer Renn-Künstler und macht seiner Schnelligkeit alle Ehre. Zudem braucht man Zeit um den Hengst ordentlich kennen zu lernen, geschweige denn zu zähmen. Doch trotz seines hohen Temperaments, ist er des öfteren ziemlich verschmust und liebevoll. Er lässt aber auch nicht jeden an sich ran, da er einen Menschen erst richtig kennen muss um ihm Beistand zu leisten. Sonst ist er im großen und ganzen selbstbewusst und mutig. Er merkt sich alles, was man mit ihm macht. Auch seine GGA und sein Springvermögen sind bemerkenswert.
    Shamal wurde auf einem arabischen Gestüt, auf die Anweisung seiner Vorbesitzerin hin gezüchtet. Er hat einen sehr hohen Vollblutanteil von seinen Vater geerbt, welcher etliche Vollblutrennen gewonnen hat. Seine Mutter ist eine liebe verschmuste aber auch selbstbewusste Stute. Als er 1 Jahr alt wurde hat seine Vorbesitzerin Jani ihn zu sich auf das Gestüt Fearie Hills geholt. Dort ist Shamal durch den Kontakt zu einem von Jani's Junghengsten deutlich ruhiger geworden.

    Nachdem Shamal schon zum Einreiten nach Hollybrook Stud kam und mich völlig verzauberte, ist es mir gelungen ihn Jani abzukaufen. Nun wird der Hengst in England weiter gefördert und trainiert und hat schon einige Erfolge einheimsen können. Wir sind gespannt was noch alles in unserem wilden Charmeur steckt.​

    --------------------------------------------------

    Besitzer: Sammy
    Vorbesitzer: Sweetvelvetrose
    Ersteller: Sweetvelvetrose
    Vkr: Sweetvelvetrose

    --------------------------------------------------

    ~ Qualifikationen ~
    Dressur:
    S
    Galopprennen: L
    Distanz: S**
    Springen: S***
    --------------------------------------------------
    ~ Schleifen ~
    HK[485] Hengste mit Abstammung
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    139. SynSPR | 373. SPR | 144. SynSPR | 145. SynSPR | 149. SynSPR
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    380. SPR | 382. SPR
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    270. DI | 298. DI | 399. DI | 401. DI | 403. DI
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    406. DI
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    361. RE | 381. RE
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    ~ Sonstiges ~
    Zuchtfähig:
    Ja
    Nachkommen: ///
    Geschwister: ///