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Stelli

Sezuan | KWPN

20 Punkte

Sezuan | KWPN
Stelli, 15 Apr. 2020
Veija, Mohikanerin, Rose1 und 2 anderen gefällt das.
    • Bracelet
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      Springtraining E -> A

      Der Trainingsmonat April führte mich dieses Mal auf das Hofgut Birkenau. Der malerische Hof erinnerte mich ein wenig an die Pferdemädchenfilme meiner Kindheit, die ich so geliebt hatte. Umso schöner, dass ich hier die nächsten Wochen zwei der Pferde trainieren durfte: Diamond's Shine und Sezuan.
      Die ersten beiden Tage ging ich dabei erstmal ruhig an; nahm mir viel Zeit zum Putzen und forderte bei der Dressurarbeit nichts außergewöhnliches von ihnen, denn ich wollte sie dadurch zu allererst kennenlernen, ehe es an die ersten Sprünge ging. Sezuan zeigte sich mir von Anfang an immer recht entspannt; alles in allem wohl eine echt coole Socke, wo hingegen Shinie, wie der hübsche Trakehner liebevoll genannt wurde, dann doch eher ein paar Hummeln mehr im Hintern zu haben schien. Trotzdem konnte ich mir bei beiden Pferden eine wirklich erfolgreiche Karriere ausmalen da sie dieses gewisse Etwas mitbrachten, und überaus arbeitswillig waren sobald man das Training ein wenig abwechslungsreicher gestaltete. Definitiv zwei Pferde die auch selbst gefordert werden wollten.
      Am dritten Tag begann ich dann mit den ersten Stangen und Cavalettis. Ich baute mir dabei ein paar kleine Parcoursmöglichkeiten, so, dass man auch flüssig ein paar Sprünge hintereinander reiten konnte, wenn man die Hopser schon so nennen konnte. Dabei achtete ich auch darauf, dass sich immer wieder gute Punkte ergaben, die sich zum bremsen eigneten, was ich vor allem im Hinblick auf meine Runden mit Shinie sinnvoll fand.
      Mit dem feurigen Trakehner startete ich auch in diese Gymnastikeinheit. Wie erwartet wurde der schicke Hengst dann doch recht rasch heiß. Dies lag wohl auch daran, dass er ein sehr vorsichtiges und sensibles Pferd war, das sich aber gerade auch aus diesem Grund ausgesprochen gut fürs Springen eignete. Was mir auch positiv auffiel war, dass er im Springen viel durchlässiger war als in der Dressurarbeit und sich dadurch auch um einiges besser händeln ließ.
      Nach dieser positiv beendeten ersten springbetonten Einheit sattelte ich Sezuan. Der Schwarzbraune war im Umgang wirklich ein Engel, der einem mit seiner Neugierde immer wieder ein Lächeln auf die Lippen zauberte. Dies tat er ebenso im Miniparcours. Stets aufmerksam, ließ er sich für seinen Trainingsstand bereits überaus genau reiten; reagierte auf jede Hilfe und ließ sich auf exakt jene Distanz und Linie reiten, die man anpeilte ohne selbst das Ruder übernehmen zu wollen. Trotzdem war er nicht faul. Im Gegenteil: Sezuan war überaus fleißig und machte einen guten Sprung, bereits in dieser niedrigen Höhe schön über den Rücken.
      Da es mit beiden so gut klappte ging es bereits am nächsten Tag an die ersten Sprünge der Klasse E. Mit dem Hannoveraner im Bunde sprang ich an diesem schon den ersten kompletten Parcours der Klasse. Bei Shinie hingegen achtete ich vor allem auf dessen innerliche Ruhe, Spur und Tempo. Er übersprang sich zu diesem Zeitpunkt noch sehr viel und war überaus gestresst beim Springen. Deshalb ließ ich die Stangen am Anfang bei ihm auch noch ausreichend tief um ihn erstmal Routine bekommen zu lassen und nahm mir die Zeit immer wieder vor dem Sprung, natürlich rechtzeitig und nicht so, dass er sich ein Vorbeilaufen angewöhnte, abzuwenden und eher nochmals Ordnung und Ruhe rein zu bekommen, als ihn einfach darauf zuhechten zu lassen und im Endeffekt ein komplett überfordertes, aber in zwei Wochen A-fertiges Pferd zu haben. Die Höhe war für den Dunkelfuchs nämlich meiner Erfahrung nach ohnehin nicht das Problem, wenn ich ihn mir so ansah. Eher, dass er fast schon zu energetisch war.
      Nach zwei Wochen der Zusammenarbeit mit den beiden Hengsten konnte ich mit Sezuan bereits unproblematisch einzelne Sprünge der Klasse A reiten. Shinie war deutlich ruhiger geworden und schien allmählich sogar Spaß an dem Ganzen gefunden zu haben. Diese positiven Ergebnisse motivierten mich dann auch sehr, als ich die zwei dann etwas mehr zu fordern begann. Ich ritt, vor allem mit dem Hannoveraner; vereinzelt jedoch auch mit dem Trakehner, auch mal absichtlich einen Sprung leicht schräg an, einmal dichter, einmal so, dass sie etwas weiter, größer, springen mussten. Damit forderte ich nun auch den Kopf etwas mehr, was beide ganz gut annahmen und dadurch anfingen auch besser mitzudenken. Abgesehen davon baute ich stetig mit beiden ein wenig mehr Galopptraining mit in die Arbeit ein um ihre Kondition fitt für die längeren A-Parcours zu machen.
      Am Monatsende hatten beide Pferde dann nochmals einen riesigen Sprung gemacht. Beinahe im wahrsten Sinn des Wortes. Sezuan lief extrem solide, um nicht zu sagen fast schon wie ein Profi, durch den Parcours der höheren Klasse. Aber auch auf Shinies Leistung war ich überaus stolz, denn er hatte nun deutlich mehr Ruhe, auch schon bei den höheren A-Sprüngen, und ließ sich gut durch diverse, verschieden aufgebaute Parcours dieser Klasse führen. Meiner Meinung nach brauchte er dennoch einen guten Reiter, der dem eigentlich doch so selbstbewussten Tier einerseits Sicherheit gab auch mal die Führung abzugeben, andererseits aber auch um seine energetischen Impulse auszugleichen; auch seine kleinen Freudensprünge sitzen zu können.
      Alles in Allem hatte die Arbeit mit den beiden überaus Spaß gemacht, weshalb ich fast sogar schon ein wenig betrübt war als ich dann auch schon wieder abreiste.
      Stelli gefällt das.
    • Stelli
      Pflegebericht Mai 2020
      PFS' Colours of Life, Blue Moon II, Sezuan, Diamond's Shine
      Ein frischer Maimorgen. Ich holte tief Luft und lies die kalte Luft in meine Lungen strömen. Auf zu neuen Taten! Es war viel passiert in den letzten Wochen. Vom gekauften Hof, zu neuen Pferden, zu ersten Turnieren und Wettbewerben. Von meiner langjährigen Freundin Occulta hatte ich zwei wundervolle Vollblüter bekommen, Blue Moon II und PFS‘ Colours of Life. Die beiden waren die ersten Pferde auf meinem neuen Hof. Er ist bisher immernoch stark renovierungsbedürftig, aber der Charme der Landschaft hat mich vom ersten Moment an verzaubert. Wir hatten schnell 2 Boxen hergerichtet, damit die beiden Vollblüter einziehen konnten. Mittlerweile haben wir uns aneinander gewöhnt und drehen schon die ersten Runden auf dem kleinen Reitplatz. Wenige Tage später entdeckte ich zwei Warmblüter, Sezuan und dann Diamond’s Shine. Bei den beiden Hengsten war es sofort um mich geschehen. Jedoch mussten wir notdürftig erst 2 Boxen herrichten, bevor ich die beiden Hengste holen konnte.

      Am heutigen Tag hatte ich mir bereits einen Plan gemacht. Mein Freund und ich wollten mit den beiden Sprintern Blue Moon und Colours of Life ins Gelände, damit die Beiden sich mal wieder richtig auspowern konnten, um auch ihre Kondition und Schnelligkeit konstant zu halten. Wir waren ca eineinhalb Stunden unterwegs und hatten die Beiden ordentlich müde gemacht. Wegen der aktuellen Situartion hatten wir nicht die nötige Zeit, die beiden immer komplett auszulasten. Danach kamen die beiden noch raus. Mit viel Gebocke war nach unserem Ausritt allerdings nicht mehr viel, die Zwei waren anscheinend wirklich ausgelastet.
      Nachdem Blue Moon und Colours of Life fertig waren, wollte ich Sezuan bewegen. Ich war froh, bereits eine Unterstützung beim Springtraining für Sezuan und Shinie zu haben. Ein Mal pro Monat werde ich unterstützt. Darum hatte Sezuan heute nur lockeren Longentag, denn er hatte die lezten Tage genug geschuftet. Ich longierte ihn für zwanzig Minuten auf dem Reitplatz, bevor auch er draußen seine Seele baumeln lassen durfte. Diamond’s Shine hingegen musste heute etwas dressurmäßig arbeiten. Ich war grade dabei, den Trakehner erstmal in Richtung konstantes A-Niveau zu trainieren. Er hat aber deutlich Potenzial für mehr, war besonders jetzt schon ohne viel Kraft in den Verstärkungen zu erkennen war. Auch das Viereck verkleinern und vergrößern klappte immer besser. Nach einer guten Stunde waren wir fertig. Auch er kam natürlich nochmal nach draußen. Während alle Pferde die frische Luft genossen, mistete ich die Boxen und streute großzügig nach, damit sie gegen Nachmittag wieder reinkommen konnten. Jeder bekam noch eine Portion Mittagheu, dann war ich fertig für heute.
    • Stelli
      Pflegebericht Juni 2020
      It's Tea Time, Diamond's Shine, Sezuan, Blue Moon II, Colours of Life

      Zum Glück war dieser Junitag etwas bewölkter und kühler als die Tage davor. Somit machte es die Arbeit auf dem Hof und das versorgen der Pferde um einiges angenehmer. Bereits am frühen Morgen fing ich mit der Stallarbeit an. Nachdem alle Pferde auf den Koppeln waren, streute ich die Boxen mit frischem Stroh nach. Unsere Pferde stehen auf einer wöchentlichen Matatze, deswegen musste heute nur nachgestreut werden. Das ging relativ fix. Als ich fertig war, kehrte ich die Stallgasse und machte mich dann ans Bewegen meiner Vierbeiner. Ich schnappte mir meinen Freund, denn es stand ein entspannter Ausritt mit Blue Moon II und PFS' Colours of Life an. Die beiden Vollblüter dürfen mindestens 1x die Woche im Gelände richtig fetzen. Das taten sie auch, als wir zur berühmten Galoppstrecke kamen, die so lang ist, dass selbst meine Blüterchen außer Puste kamen. Da konnten sich die beiden mal richtig auspowern. Wir waren etwas mehr als eineinhalbstunden unterwegs. Die Pferde wurden kurz geduscht und kamen dann wieder auf die Koppel. Damit wir heute schneller waren, nahm ich wieder die Hilfe meines Freundes in Anspruch. Wir sattelten Sezuan und Diamond's Shine im Anschluss der Vollblüter. Sezuan wurde von meinem Freund geritten, Shinie übernahm ich. Wir gingen mit den beiden auf unseren Reitplatz. Bevor sich mein Freund auf Sezuan schwang, baute er 2 Sprünge auf. Für Shinie stand Dressur auf dem Plan. Ich sah, dass Sezuan heute wiedermal top motiviert war, während Shinie etwas träge schien. Nach einer guten Stunde beendeten wir zeitgleich das Training und gingen eine Schrittrunde ins Gelände. Die Hengste wurden ebenfalls geduscht und kamen dann auch noch raus auf die Koppel. Nun kümmerte ich mich noch um meine Stute It's Tea Time. Die junge Stute hatte noch nicht viel Erfahrung und musste die ganze Woche über etwas mehr schuften. Deswegen beschloss ich, sie heute nur locker zu longieren. Ich glaube, sie fand die Idee gar nicht so übel. Schön locker und oftmals abschnaubend longierte ich sie eine halbe Stunde auf dem Platz und ließ es dann gut sein. Nun waren die Pferde alle bewegt und zufrieden und konnten den Rest des Tages auf der Koppel entspannen.
    • Stelli
      Pflegebericht August 2020
      Pflegebericht August 2020
      Es war ein herrlicher Sommertag Anfang August. Da es heute deutlich über die dreißig Grad gehen soll, beschloss ich, meine Pferde bereits früh am Tag zu versorgen und zu bewegen. Bei einer brütenden Hitze macht das Pferd und Reiter keinen Spaß. Also ging ich bereits um kurz nach halb sechs am Morgen zu den Pferden, mir die Müdigkeit wegschaffen. Mein Freund musste auch dran glauben, der durfte mir nämlich wie immer helfen. Die Pferde im Stall begrüßten uns wie immer mit Wieheren und Gebrummel. Zuerst wurden alle gefüttert und nach der Fütterung auf die Weiden gebracht. Zuerst machten wir uns, nachdem wir die Boxen gemacht hatten, an Sezuan und Diamonds Shine. Wir putzten und sattelten die beiden Hengste und gingen dann auf unseren Reitplatz. Wir ritten die beiden heute nur locker vorwärts-abwärts, da sie die ganze Woche ein ordentliches Programm hatten. Anschließend gingen wir noch eine Schrittrunde durchs Gelände. Als die Beiden wieder auf der Koppel waren, ging es an die Vollblüter PFS‘ Colours of Life und Blue Moon II, die heute mal wieder ordentlich galoppieren dürfen. Auch diese Beiden wurden geputzt und schnell gesattelt, bevor es ins Gelände ging. Wir wärmten sie ordentlich im Schritt und Trab auf, bis wir die ewig lange Galoppstrecke erreichten. Auf los gings los, und die beiden Blüter freuten sich riesig mal wieder rennen zu können. Dies machte sich auch in der Ausdauer bemerkbar, sie hielten Beide durch, bis die Galoppstrecke langsam endete. Wahnsinn! Entspannt ritten wir zurück nach Hause und versorgten die Beiden. Nach einer kurzen Pause machte ich It’s Tea Time zum reiten fertig. Die wunderschöne Schimmelstute musste heute bisschen dressurmäßig schaffen. Sie war noch relativ grün hinter den Ohren und musste langsam weiter ausgebildet werden. Sie stellte sich heute echt gut an, nachdem wir anfangs etwas diskutieren mussten. Am Ende arbeitete sie aber gut mit, sodass ich es gut sein ließ. Während ich Tea Time absattelte und abspritzte, übte mein Freund mit Rosenzauber di Royal Peerage etwas Führen und Longenarbeit. Der schicke Hengst war ziemlich lernwillig und war immer motiviert bei der Arbeit. Es fällt ihm von Mal zu Mal leichter, Dinge umzusetzen. Akuell „muss“ er nur 1x die Woche etwas machen, da er noch sehr jung ist und sein Jungpferdeleben noch genießen darf. Zu Guter letzt war Smarty Jones an der Reihe. Es war einfach unfassbar, dass ich diesen Hengst wieder mein Eigen nennen durfte. Er war bereits früher in meinem Besitz, musste damals wegen dem Brand den Besitzer wechseln. Ich dachte, ich bekomme ihn nie wieder zurück, aber manchmal hat man einfach Glück! Seit gestern war er auf unserem Hof und ich kann es immer noch nicht glauben. Ich streichelte dem Roanhengst sanft über die Stirn. „Du hast hier deinen Endplatz, das verspreche ich dir!“, flüsterte ich ihm zu. Smarty durfte sich nun erstmal in Ruhe eingewöhnen. Deswegen hat er heute nur einen Koppeltag. Nun war es kurz vor Mittag und alle Pferde waren gemistet und bewegt. Perfektes Timing!
    • Stelli
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      Dressur Klasse E -> A

      Am heutigen Tag war es an der Zeit, Sezuan etwas in der Dressur zu fördern. Der bereits neunjährige Hengst stand dressurmäßig noch ganz am Anfang seiner Karriere und sein Potenzial war noch lang nicht ausgeschöpft. Nachdem ich meinen KWPN Hengst fertig gemacht hatte zum reiten, ging es raus auf den Reitplatz. Ich begann, ihn nach einer ausreichend langen Schrittphase in einem lockeren Trab aufzuwärmen. Auf vielen gebogenen Linien wechselte ich oftmals die Hand und ritt ihn erstmal nur vorwärts abwärts. Auch im Galopp ließ ich seine Nase erstmal unten und ritt ihn flüssig vorwärts. Nach und nach begann ich, ihn im Genick etwas nach oben zu holen und ihn dabei schön nachzutreiben. Anfangs machte er sich etwas fest im Genick und sprang nicht mehr wirklich von hinten nach vorne durch. Als ich das Gefühl hatte, er konnte es etwas besser halten, ließ ich ihn wieder etwas länger, sodass er abspannen konnte. Ich parierte ihn wieder zum Trab durch und lobte ihn. „Brav!“, rief ich ihm zu. Im Trab begann ich nun auszusitzen und ihn ebenfalls etwas höher zu holen. Auch hier machte er sich erst etwas fest im Rücken. Dies veruchte ich nun, allmählich über Volten, Achten und Tempiwechsel zu lösen, was mir auch schnell gut gelang. Langsam merkte ich, wie sein Rücken lockerer wurde und seine Bewegungen an Raumgriff gewannen. Nach ein paar Minuten ließ ich ihn wieder länger, um ihn danach wieder langsam aufzunehmen. Dieses Procedere wiederholte ich im Trab und Galopp mehrmals, bis ich merkte, dass die Kraft nachließ. „Gut, dann geht es morgen weiter.“, lobte ich ihn und ließ ihn am langen Zügel Schritt gehen.
      Gesagt getan – am nächsten Tag ging es weiter. Sezuan war diesmal deutlich schneller bei der Sache und viel lockerer als am Vortag. Nach der Lösephase nahm ich ihn auf und holte das Genick etwas höher. Sofort war er mit von der Partie und arbeitete super mit, sodass ich mich heute definitiv an die Verstärkungen machen wollte. Dafür trabte ich leicht, behielt das Genick trotzdem oben. Ich wendete auf die Diagonale und trieb ihn mit Schenkel und Gewicht etwas mehr in meiner Hand hinein. Direkt merkte ich einen Unterschied zum Arbeitstrab, seine Tritte wurden raumgreifender und länger. Ich lobte ihn überschwänglich dafür. Da es so gut geklappt hatte, wiederholte ich das ganze beim Aussitzen. Sezuan schwing locker im Rücken mit und als ich auf der nächsten Diagonale erneut zulegte, war ich erstmal überrascht, wie viel Schwung und Elastizität er während des Mitteltrabs entwickeln konnte. „Na, das brauchen wir ja gar nicht groß üben, braver Junge!“, lobte ich ihn und ließ ihn einen Moment im Schritt lang. Er schnaubte dabei zufrieden ab. Nun wollte ich das ganze im Galopp probieren. Ich nahm die Zügel auf und trabte an, um wenig später anzugaloppieren. Das Zulegen plante ich an der nächsten langen Seite. Ich schob ihn mehr nach vorne und merkte, wie er direkt ins Bergauf sprang und den Rahmen im Galopp erweiterte. Kurz vor der Ecke nahm ich ihn zurück, was noch nicht zu hundert Prozent gelang. Daher wiederholte ich das Ganze an der nächsten langen Seite erneut, fing ihn aber diesmal früher ein, was besser gelang. „Super Dicker.“, rief ich ihm zu. Damit ließ ich es gut sein, lobte ihn und gab ihm am nächsten Tag frei.
      Zwei Tage später machten wir uns erneut an die Dressurarbeit. Ich wiederholte nach dem Aufwärmen das Zulegen, was schon viel besser klappte als zwei Tage zuvor. Heute hatte ich Viereck verkleinern auf dem Plan. Ich denke nicht, dass es Sezuan große Probleme bereiten wird. Er kannte bereits Schenkelweichen, was er schnell lernte. Ich parierte zum Schritt durch und versuchte mich an der langen Seite ans Viereck verkleinern. Mit dem äußeren Schenkel schob ich ihn nach innen und stellte ihn dabei entgegen die Bewegungsrichtung. Ich schob ihn vorwärts, seitwärts, dabei immer gestellt. Für den Anfang gar nicht schlecht. Ich wiederholte die Lektion mehrere Male; von Mal zu Mal klappte sie besser. Ich war begeistert von dem Auffassungsvermögen und der Umsetzung meines Hengstes. Ich beschloss kurzerhand, eine Aufgabe der Klasse A durchzureiten. Schnell checkte ich die Aufgabe auf meiner App. Nachdem ich sie durchgelesen hatte, ging es los. Im Trab marschierte ich auf der Mittellinie auf. Sezuan stand nicht ganz geschlossen, ließ sich aber während des Stehens korrigieren. Das Antraben war recht vom Fleck weg. Im Arbeitstrab konnte ich ihn schön oben halten und er versuchte nicht mehr ständig abzutauchen. Auch als ich in den Volten überstrich blieb er schön bei mir. Auf dem Zirkel galoppierte ich an und ging dann ganze Bahn, wo ich zulegte. Das klappte wunderbar, und auch die Rückführung gelang deutlicher als im Training zuvor. Die Parade zum Trab gelang, kam mir nur ein bisschen auf die Hand, was man von Außen aber nicht bemerken würde. Nachdem die Galopptour beendet war, wechselte ich im Trab durch die ganze Bahn. Dabei wollte ich die Tritte verlängern. Ich musste aufpassen, dass Sezuan nicht schon in den Mitteltrab ging, da er durch sein elastisches Vorderbein schnell den Anschein machte. Nach der Diagonale parierte ich zum Schritt durch und verkleinerte das Viereck. Auch das klappte. Alle Kernlektionen der Klasse A saßen und ließen sich schön reiten. Ich beendete die Aufgabe und lobte mein Pferd. Ich konnte nun selbstsicher sagen, Sezuan bis zur Klasse A ausgebildet zu haben. In den nächsten Wochen mussten die Lektionen und die Durchlässigkeit, sowie Losgelassenheit noch etwas verbessert werden, bevor wir uns an die nächsthöhere Stufe machen konnten.
    • Stelli
      Pflegebericht September 2020
      Nun war es bereits wieder soweit. Wir hatten den August hinter uns gelassen. Es fallen bereits die ersten Blätter von den Laubbäumen und es dauert nicht mehr lang, bis die triste Wiiterung mich wieder einholt. Wie ich diese Zeit hasse. Nichtsdestotrotz mussten meine Pferde verworgt werden. Nachdem ich Rosenzauber di Royal Peerage, Shavalou, Sezuan, Diamond's Shine, Blue Moon II, PFS' Colours of life, It's Tea Time und Smarty Jones raus auf die Koppeln gebracht hatte, machte ich mich an die Stallarbeit und ließ den August revue passieren. Der August hatte mir uns meinen Pferden zahlreiche Platzierungen auf den verschiedensten Turnieren beschert. Kaum zu glauben, wie sich meine Pferde in der kurzen Zeit entwickelt hatten. Nicht zu vergessen meinen Neuzugang Shavalou, den ich angeritten erworben konnte. Ich lächelte. Der August war wundervoll, wie sehr ich die warmen Tage vermissen würde. Durch Corona war der Sommer recht bescheiden und ich konnte kaum etwas aus dem Sommer gewinnen. Es schien, als hätte ich den Sommer verpasst. Schade.. Nachdem ich die Stallgasse gefegt hatte, ging es ans Bewegen meiner Vierbeiner. Diamond's Shine und Sezuan wurden ein wenig von mir und meinem Freund auf dem Reitplatz gesprungen. It's Tea Time ritt ich anschließend etwas Dressur. Mit Blue Moon und Colours of Life gingen mein Freund und ich eine gemütliche Runde ins Gelände. Smarty Jones wurde locker am Halfer longiert und Shavalou wurde ausgebunden longiert. Rosenzauber wurde wieder an das Jungpferde ABC erinnert und wieder etwas gefördert. Alles in Allem ging die Arbeit recht schnell von statten. Machte aber auch Spaß, zusammen mit meinem Freund die Pferde zu versorgen und zu bewegen. Lasst uns hoffen, dass der September uns noch ein paar schöne Tage beschert....
    • Stelli
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      Rennen E -> A

      Coronabedingt hatten wir eher eine Flaute, was unseren Ausbildungsbetrieb betraf. Nur vier Aufträge kamen bislang diesen Monat hinein. Ich nutzt diese Zeit intensiv, um mich um meine Schützlinge zu kümmern und diese in dieser Zeit auszubilden. Dabei hatte ich einiges vor mir. Fürstenherz, einer meiner neusten Pferde, stand noch ganz am Anfang seiner Ausbildung, genau wie Leviathan’s Levisto, der meinen Hof am gleichen Tag erreichte wie Fürstenherz. Bei den Beiden stand mir also alles frei, mit was ich beginnen wollte. Shavalou wollte ich in der Distanz ausbilden, da dies die einzige Klasse war, wo er noch keine Erfahrungen sammeln konnte. Sezuan, mein erstes Pferd auf meinem Hof, hatte bereits einige Turniererfolge sammeln können. Hier entschied ich, ihn im Galopprennen auszubilden. Bei den Stuten ging es erstmals für Grey Rose ins Training. Nachdem sie bereits zwei Siege ergattern konnte, ging es diesen Monat für sie in die Ausbildung. Grey Rose erhält im Oktober eine Ausbildung der Dressur zur Klasse A. Zu guter Letzt noch Golden Highlight, welche ich ebenfalls im Galopprennen fördern wollte. Wie man sah, ich hatte ganz schön was vor mir. Momentan aber auch genügend Zeit und Motivation dafür.
      Als mein Trainingsplan stand, ging es los. Ich startete das Training mit meiner Stute Grey Rose. Nachdem ich meine Stute geputzt und gesattelt hatte, ging es los mit dem Training. Ich saß auf und ritt raus auf den Platz. Das Wetter war heute traumhaft! Nachdem ich sie eine gute halbe Stunde ordentlich im Schritt aufgewärmt hatte, trabte und galoppierte dann später auch an. Rose war heute etwas stutig am Bein, aber davon ließ ich mich wenig beeindrucken. Nachdem sie einigermaßen locker war, saß ich im Trab aus und nahm sie im Genick etwas höher. Sie nörgelte anfangs etwas herum, weil es anstrengend für sie wurde, aber nach vielen Handwechseln, Volten und Übergängen bekam ich sie langsam auf meine Seite. Im Schritt probierte ich mich erstmals am Viereck verkleinern. Die erste Reaktion war ein simples Schweifschlagen, aber auch hier wurde sie von Mal zu Mal probieren durchlässiger und verstand langsam, was ich von ihr verlangte. Als ich zufrieden mit ihr war beendete ich die heutige Trainingseinheit und machte mit dem nächsten meiner Pferde weiter. Dies war Golden Highlight, die ich weiter im Rahmen der Stutbucheintragung ausbilden wollte. Die Palominostute wollte ich in der Renndisziplin ausbilden, nämlich von Klasse E zur Klasse A. Nachdem ich Grey Rose weggebracht hatte, holte ich Highlight aus ihrer Box, putzte und sattelte sie, bevor es für uns Beide raus ins Gelände ging. Dort stand zuerst das Ausdauertraining auf dem Plan, da Golden Highlight zugegebenermaßen nicht die allerbeste Kondition besaß. Dies war jedoch der Grundstein für ein ordentliches Rennen der Warmblüter. Die Wege, die wir im Trab und Galopp nichz bestreiten konnten, nahm ich natürlich im Schritt. Mein heutiges Ziel war eine leichte Steigung, die ich im Galopp nehmen wollte. Als wir diese erreichten, galoppierte ich meine Stute noch vor der Steigung an. Da war sie noch ziemlich übermotiviert, wie immer, wenn wir im Gelände galopipierten. Ihre Energie ließ aber rasch nach, als wir den Hügel hochgaloppierten. Ich versuchte, sie etwas über den Schmerzpunkt hinaus im Galopp zu halten, parierte aber frühzeitig durch. Ich merkte, dass wir noch einiges vor uns hatten und ritt am langen Zügel im Schritt zum Stall zurück. Denn dort warteten ja bereits die anderen Pferde auf mich. Nachdem Golden Highlight wieder zum Ausruhen in der Box war, holte ich Fürstenherz, genannt Herzi, aus seinem Stall. Ihn hatte ich erst wenige Tage und bin ihn noch nicht oft geritten, allerdings musste es auch für ihn weiter gehen. Daher machte ich den sensiblen Perlinohengst fertig für unser erstes richtiges Training. Mein Freund baute draußen einen Pacours auf, während ich mit Herzi Schritt ging. Praktisch, denn diesen konnte ich für Leviathan’s Levisto gleichermaßen nutzen, denn beide Hengste befanden sich auf dem exakt selben Ausbildungsstand. Fürstenherz hielt sich am Anfang noch etwas fest, als er um die Sprünge traben und galoppieren sollte, den er war in seinem Leben noch nicht allzu viel gearbeitet worden. Deswegen nahmen wir auch zuerst ein paar Trabstangen, die er schon kannte, bevor wir uns an die ersten kleinen Hüpfer machten. Auch hier merkte man seine anfängliche Unsicherheit, welche aber mit der Anzahl der Sprünge immer kleiner wurde. Wir nahmen erstmal Kreuze und Mini-Steilsprünge, bevor wir uns an Sprünge der Klasse E herantrauten. Schließlich sollte er keine Angst vor wachsender Höhe bekommen. Im gesamten Training verweigerte er zwei Mal, was aber nicht schlimm war. Da fehlte ihm noch Mut und Erfahrung am Sprung. Nachdem er nochmal fein gesprungen war, ließ ich es gut sein. Mein Freund hatte bereits Leviathan’s Levisto gesattelt und Schritt geführt, sodass ich einen nahtlosen Übergang von Pferd zu Pferd machen konnte. Levi war im gegensatz zu Herzi etwas selbstsicherer. Ihn ließen die vielen Sprünge und Stangen relativ unbeeindruckt. Auch, wenn er genauso wenig Erfahrung hatte wie Herzi. Auch bei Levi fang ich erst mit Trabstangen an, bevor wir uns ans Springen machten. Levi nahm alles völlig cool mit seinen sechs Jahren und dachte dabei immer mit. Ich war begeistert von seiner Arbeitseinstellung und ich malte mir schon aus, wie wir mal über Hindernisse der schweren Klasse fliegen würden. Beim ersten Kreuz zögerte er kurz, sprang aber. Ich wiederholte zuerst einige Male das Kreuz, bevor wir uns an die anderen Sprünge trauten. Er hatte total Spaß bei der Sache und machte seinen Job für seinen ersten Pacours fantastisch. Nach ihn spang ich heute nur auf E-Niveau, um ihn nicht zu überfordern. Ich lobte meinen Hengst und ließ ihn am langen Zügel Schritt gehen. Nun standen für heute noch zwei Pferde auf meinem Trainingsplan. Shavalou und Sezuan. Shavalou war der nächste und für ihn stand Distanztraining auf dem Plan. Auch hier befand sich mein Hengst auf dem Einsteigerniveau, welches wir dringend ändern wollten, da auch er eines Tages mal in die Zucht einsteigen sollte. Da er aber schon zu alt für die normale Körung war, musste das über Erfolge geschehen. Und die konnten wir am Besten über ein breites Ausbildungsspektrum sammeln. Also ging es los. Auch für Shavalou ging es – wie bei Golden Highlight – raus ins Gelände. Ein langer Ausritt stand auf dem Plan, um seine Ausdauer zu trainieren. Ich baute einige Trab und viele Galoppreprisen ein, natürlich alles in einem entspannten Tempo. Nach einiger Zeit war mein Hengst allerdings schon ziemlich erschöpft und geschwitzt, da es auch des Öfteren bergauf ging. Auch hier hatten wir in Sachen Kondition noch einiges vor uns. Im Stall zurück ging es ein letztes Mal ins Gelände, dieses Mal jedoch mit Sezuan, meinem KWPN-Hengst. Bei ihm hatte ich das Ziel, ihn im Rennen weiter auszubilden. Auch er stand am Anfang seiner Karriere. Nachdem auch er reitfertig gemacht war, ging es raus in die frische Luft. Ich wählte die selbe Galoppstrecke wir für Golden Highlight’s Training, jedoch war Sezuan zu meiner Überraschung um einiges ausdauernder als meine Stute. Bei ihm wird die Ausbildung nicht so lange dauern, soviel stand fest. Denn: schnell war er auch noch dazu. Abends fiel ich sehr müde ins Bett. Es war viel, aber ich wollte die Förderung meiner Pferde.
      In der ersten Woche wiederholte ich vieles aus dem allerersten Training meiner Pferde. Ich wollte sie nicht überfordern, deswegen nahm ich mir nicht zu viel auf einmal vor, sondern arbeitete mich Stück für Stück voran. Grey Rose wurde jeden Tag durchlässiger und war nicht mehr so ganz nörgelig. Da war ich mir sicher, dass das bald ganz Geschichte sein würde. Auch das Viereck verkleinern und vergrößern saß mittlerweile echt gut. Golden Highlight wurde viel ins Gelände geritten, genau wie Sezuan. Dabei entwickelte sich Sezuan schneller als die Stute, was aber nicht schlimm war. Fürstenherz gewann im Laufe der Woche immer mehr an Selbstsicherheit im Pacours und auch Levisto’s Leviathan setzte nochmal einen drauf, was seinen Mut betraf. Trotzdem blieb der Pacours die Woche auf dem untersten Niveau. Bei Shavalou merkte ich nicht allzuviel von einer Entwicklung, kann man aber in der ersten Woche auch nicht wirklich erwarten. Sein Futter wurde angepasst und ich war auf die nächsten Wochen gespannt.
      Woche zwei war interessant. Grey Rose machte eine unglaubliche Entwicklung und kam immer mehr aufs Hinterbein. Ich hatte mich inzwischen an die Verstärkungen im Trab und Galopp gemacht, was sie auch sehr gut umsetzte. Es dauerte nicht mehr lang, bis man sie definitiv in der Klasse A vorstellen konnte. Mit Golden Highlight und Sezuan bin ich in der Woche zwei Mal auf die Galopprennbahn gefahren, um mal auf einer Rennstrecke trainieren zu können. Ganz langsam merkte man das Ausdauertraining von Golden Highlight, während Sezuan schon beinahe die Idealzeit der Klasse A erreicht hatte. Bei der Stute würde das sicher noch zwei, drei Wochen dauern. Bei Sezuan könnte es sein, dass er in der nächsten Woche schon soweit war. Unsere zahlreichen Ausritte machten sich anscheinend bezahlt! Fürstenherz wurde immer selbstbewusster und mittlerweile sprang er sehr zuverlässig einen E-Pacours, sodass wir in der kommenden Woche sicherlich den Pacours höher ziehen konnten. Lecianthan’s Levisto dagegen war so Feuer und Flamme fürs Springen, dass wir uns schon auf einem guten A-Niveau befanden. Nur in der Kombination wurde er manchmal etwas unsicher, aber das dürfte auch bald Geschichte sein. Shavalous Futteroptimierung machte sich deutlich bemerkbar und er gewann zusehends an Kondition, welche für den Distanzsport unerlässlich war. Ganz sachte verlängerten wir unsere Ritte peu à peu, damit er weiter an Ausdauer und Kraft zulegte. Ich war gespannt auf Woche drei meiner Ausbildung.
      Mittlerweile waren Grey Rose’ Verstärkungen deutlich sichtbar und auch die Rückführung klappte immer besser. Ich konnte jegliche Lektionen der Klasse A abrufen, dazu gehörte Vierekc verkleinern oder vergrößern im Schritt, Tritte verlängern im Trab und Galopp und natürlich das etwas höher getragene Genick. Ich ritt zur Überprüfung des Ausbildungsstandes eine abschließende A-Dressur durch und war sehr zufrieden mit der Trakehnerstute. Ihre Ausbildung war fürs erste abgeschlossen. Nun konnte sie sich die nächsten Tage entspannen, bis es für sie nächsten Monat weiterging mit Festigung der gelernten Lektionen und Vorbereitung auf die Klasse L. Mit Golden Highlight und Sezuan war ich, wie letzte Woche auch, zwei Mal auf der Rennbahn. Ein dort angestellter Trainer unterstützte uns diese uns letzte Woche sehr gut, sodass auch Golden Highlight langsam sichtbare Fortschritte machte. Shavalou nahm das ganz gelassen, für ihn schien diese Aufgabe beinahe ein Klacks zu sein. Jede Runde rannte er eine vorbildliche Zeit, was auch den Trainer beeindrucke. Bei seiner letzten Runde nahm er nochmals die Zeit. Ich beugte mich während des Rennens dicht über seinen Hals und ließ ihn einfach unter mir galoppieren. Mittlerweile war diese Runde schon kein Problem mehr. Mit einer spitzen Zeit rannte er ins Ziel und auch der Trainer war beeindruckt. „Ja… Gratulation, eine spitzen Zeit! Da gibt es nichs mehr hinzuzufügen.“, meinte er nur, worauf ich sehr stolz war. Auch Sezuan hatte es geschafft und befand sich auf Klasse A des Galopprennens. Golden Highlight würde sicherloch noch ein paar Wochen brauchen, bis sie nachziehen würde. Bei Fürstenherz hatten wir uns mittlerweile an einen höheren Pacours getraut, kaum merklich hochgezogen. Aber mittlerweile hatte er wirklich Spaß dabei und seine anfängliche Unsicherheit war gänzlich verflogen. Er sprang jetzt schon fast auf einem soliden A-Nivau. Leviathan’s Levisto hingegen war schon durch mit der Ausbildung auf die nächsthöhere Klasse. Er hatte so viel Mut und Ehrgeiz entwickelt, dass ich dachte, er würde über Häuser mit mir springen. Egal welcher Unterbau, egal welche Sprünge aufgebaut waren: er sprang ausnahmslos alles. Immer mit dem Wille, alles richtig zu machen. Der abschließende A-Pacours war ein Witz für ihn. Fehlerfrei übersprang er die neun Sprünge, bestehend aus Steilsprüngen, Oxern und einer Kombination aus Steilsprung und Oxer. Es würde nicht lange dauern, bis ich ihn schon im L-Springen vorstellen konnte. Die Einstellung des Fuchshengstes war abnormal! Shavalou hat auch einen enormen Sprung in seinem Training gemacht. Er wurde immer ausdauernder und kraftvoller und schaffte schon locker eine Distanz von fünfunddreißig Kilometern. Jetzt brauchten wir nur noch zehn Kilometer zusätzlich, damit er sich auf der Klasse A befand. Unser Training ging also weiter. Viel ins Gelände, viel Trab und Galopp, ab und an mit Steigung. Ich war gespannt auf die nächste Woche.

      Grey Rose, Leviathan’s Levisto und Sezuan waren bereits durch mit der aktuellen Trainingseinheit. Golden Highlight war die Erste auf dem Plan. Wir hatten weiterhin viel an ihrer Kraft gearbeitet und fuhren heute zum abschließenden Training in die Rennarena. Ich war nervös, ob sich unser intensives Training auszahlen würde. Als der Startschuss fiel galoppierte meine Palominostute sehr ehrgeizig nach vorne. Ich schmiegte mich an ihren Hals und feuerte sie an. Wir bogen recht fix auf die Ziellinie ein, wo der Trainier bereits an der Reling stand und uns akribisch beobachtete. Wir durchritten die Lichtschranke mit einer schönen Zeit. Da abschließende Gespräch war zufriedenstellend, wir müssen zwar immernoch an unserer Schnelligkeit arbeiten, aber sie hatte es geschafft. Golden Highlight rennt ab heute nun auf der Klasse A mit. Ich war sehr stolz auf meine Stute, aber mussten natürlich weiter dranbleiben und uns stetig verbessern. Auch Fürstenherz hatte sich zur vorherigen Woche nochmal gesteigert. Wir sind wieder viel gesprungen und hatten an seiner Technik gearbeitet. Und wirklich, im Vergleich zu seiner Anfangszeit als Springpferd war keine Spur mehr zu sehen. Er war Mutig am Sprung geworden, machte sich auch schon selbst die Distanzen passend. Der Abschlusspacours war eine Leichtigkeit für ihn geworden. Fehlerfrei sprang er den ein Meter hohen Pacours mit Freude durch. Ich war begeistert von ihm! Ich war mir sicher, dass er mit wachsender Selbstsicherheit auch in anderen Sparten ein tolles Turnierpferd werden wird. Zu guter Letzt konnte ich auch zufrieden mit er Entwicklung von Shavalou sein. Kurzerhand entschloss ich, mich an die fünfundvierzig Kilometer lange Distanz zu trauen. Die Strecken vorher waren schon keine Herausforderung mehr für ihn, hatte mich aber noch nicht an längere Strecken getraut. Zu meiner Überraschung nahm er die lange Strecke aber mit ziemlicher Coolness. Und das auch in einer vorzeigbaren Zeit. Stolz wie Bolle berichtete ich meinem Freund von diesem Fortschritt. Auch er war nun zu guter Letzt auf A-Niveau angekommen. Nun konnte es mit allen Pferden weitergehen!
    • Stelli
      Pflegebericht November 2020
      So langsam wurde es kalt draußen. Nachts gab es bereits schon Frost und das Jahr neigte sich dem Ende zu. Nichtsdestotrotz mussten die Pferde – wie jeden Tag – versorgt werden. Nachdem ich mir meinen Mantel und die dicken, wetterfesten Schuhe angezogen hatte, ging es raus in die Kälte und in den Stall. Ich wurde mit einem erwatungsvollem Wieheren begrüßt. Die Pferde wussten genau, dass es Zeit fürs Frühstück war. Nachdem ich auch dem letzten Pferd sein Kraftfutter gegeben hatte, wartete ich kurz, bis ich die ersten Pferde bewegen und rausstellen konnte. Heu gab es heute ganz früh schon. In der Zeit, wo die Pferde gefressen hatten, machte ich einen heutigen Tagesplan:


      PFS‘ Colours of Life – Geländeritt mit Blue Moon


      Blue Moon II – Geländeritt mit Colours of Life


      Sezuan – Dressurtraining


      Diamond’s Shine – Longentag


      Smarty Jones – Koppeltag


      Shavalou – Springtraining


      Leviathan’s Levisto – lockeres Reiten


      Fürstenherz – lockeres Reiten


      It’s Tea Time – Koppeltag


      Golden Highlight – Koppeltag


      Grey Rose – Dressurtraining


      Rosenzauber di Royal Peerage – Fohlen ABC


      Als ich fertig war, ging es wenig später auch ans Eingemachte. Zum Glück hatte ich meinen Freund, der genauso Pferdeverrückt ist wie ich es bin. So ging alles viel schneller.


      Nachdem die Pferde nach ihrem jeweiligen Tagesprogramm bewegt waren, gingen sie natürlich raus auf die Koppel. Nach dem letzten Pferd war der Großteil des Tages schon vorbei. Wir misteten noch die Boxen und streuten sie neu ein, als alle Pferde auf Koppel und Paddocks waren. Wir bereiteten das Futter für heute Abend vor und gaben bereits Heu in die Boxen.


      Am Abend holten wir alle Pferde nacheinander in den Stall und fütterten noch Kraftfutter. Vor dem Schlafengehen machten wir unsere Kontrollrunde und sahen noch einmal nach PFS‘ Colours of Life, Blue Moon II, Sezuan, Diamond’s Shine, Smarty Jones, Shavalou, Leviathan’s Levisto, Fürstenherz, It’s Tea Time, Golden Highlight, Grey Rose und Rosenzauber di Royal Peerage. Alles war in Ordnung und alle mümmelten zufrieden ihr Heu. Somit konnten wir den Abend in Ruhe ausklingen lassen.
    • Stelli
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      Distanz E -> A

      Und zack, war das Jahr auch schon fast wieder rum. Mittlerweile hatten wir schon November. Nächsten Monat ist schon Weihnachten und auch Silvester. Wahnsinn, wie die Zeit gerannt war. In der Zeit war auch nicht viel los. Corona wütete immernoch durch unsere Pläne und Vorhaben, deswegen hatte ich viel Zeit, mich meinen Pferden zu widmen. Daher plante ich einen neuen Trainingsabschnitt für meine Vierbeiner. Diesen Monat betrifft es Grey Rose, welche ich in der Distanz von Klasse E auf A trainieren wollte, Fürstenherz, der in der Dressur von E nach A trainiert werden soll, genau wie sein Boxennachbar Leviathans Levisto. Shavalou wollte ich auch im Distanzbereich weiter fördern und Sezuan wollte ich ebenso in dieser Disziplin von Klasse E auf A trainieren. Also hatte ich drei Pferde in der Distanz und zwei in der Dressur. Ich freute mich riesig drauf, denn so konnte ich mehrere Pferde auf einmal mit zum Training nehmen.


      Also ging es auch schon relativ schnell los, nachdem ich den Trainingsplan geschrieben hatte. Ich begann heute mit dem Distanztraining von Grey Rose, Shavalou und Sezuan. Da ich aber nicht alle Pferde auf einmal reiten konnte, was sehr schade ist, teilte ich mir das Training mit meinem Freund. So konnten wir uns prima gegenseitig unterstützen. So machten wir Grey Rose und Shavalou fertig. Heute nahm ich die Stute und mein Freund den Hengst. Im Distanzsport war es wichtig, dass man die Ausdauer und nachher auch die Schnelligkeit trainiert. Somit widmeten wir uns heute dem Punkt der Ausdauer. Wir sattelten beide Pferde und gingen ins Gelände. Wir wählten für den heutigen Tag eine Strecke mit vielen Hügeln, Steigungen und Hängen, damit wir gleichzeitig auch an der Kraft feilen konnten. Zuerst ritten wir gemütlich im Schritt, nachher aber auch im Trab und Galopp die Steigungen hinauf. Bergab ging es nur im Schritt, da ich zu viel Sorge um die Beine habe. Generell, immer. Meine Pferde müssen nicht auf Biegen und Brechen trainiert werden, die Gesundheit steht dabei immer an erster Stelle. Wir merkten, dass Grey Rose und Shavalou schon ziemlich schnell müde waren, weswegen wir das Training langsam beendeten. Mit Sezuan wählte ich die gleiche Strecke, nachdem wir Grey Rose und Shavalou weggebracht hatten. Sezuan war schon mehr ‚an‘ als die anderen Beiden. Ihm fiel die Hanglage deutlich einfacher, er hatte aber einfach auch einen unheimlichen Ehrgeiz entwickelt. Aber auch hier ließ ich es nach einer halbe Stunde klettern gut sein, damit die Muskulatur nicht übersäuerte. Ich war gespannt, wie die Pferde sich morgen im Training zeigen würden. Als ich wieder Zuhause war waren noch Fürstenherz und Leviathan’s Levisto dran, die mein Freund bereits beide gesattelt hatte. Die zwei Hengste müssen langsam näher an die Dressur gebracht werden, und wir würden heute den Grundstein dafür legen. Beide befinden sich zum aktuellen Zeitpunkt auf einem soliden, vielleicht auch ausbaufähigem E-Niveau. Schritt, Trab und Galopp konnte man in sicherer Anlehnung abrufen, vielleicht auch mal ein Schenkelweichen reiten, mehr aber auch nicht. Ich war gespannt, wie sich die Beiden machen würden. Auch hierbei half mir mein Freund, der wegen Corona ähnlich wenig zu tun hatte wie ich. Er schwang sich auf Levi’s Rücken, ich ritt heute Fürstenherz. Wir ritten die Hengste erstmal ordentlich warm, bevor wir locker antrabten und erstmal leichttrabten. Wir lösten die Beiden erstmal in einem schönen vorwärts-abwärts mit vielen Handwechseln und Hufschlagfiguren. Im Galopp nahmen wir erstmal ein frisches Grundtempo ein, bevor es an die Arbeit ging. Im Trab saßen wir nun aus, auch das war kein Problem für Leviathan’s Levisto und Fürstenherz. Levi hob sich ab und an Mal raus, was aber sofort korrigiert werden konnte. Im Trab hieß es nun: versuchen, das Genick etwas weiter oben zu halten, während wir aussitzen. Das klappte gut, aber schließlich war das auch Teil unseres täglichen Trainings. Eigentlich mussten die Hengste nur die Verstärkungen und das Viereck verkleinern/vergrößern lernen. Heute widmeten wir uns aber zuerst nur den Basics. Ansatzweise testeten wir, ob das Viereck verkleinern möglich war, einzuleiten. Fürstenherz verstand auf Anhieb, was ich von ihm wollte. Levi hingegen war am Anfang recht klemmig und wollte kaum seitwärts treten, aber nach dem dritten Anlauf machte es auch bei ihm langsam ‚klick‘.


      In der ersten Woche des Trainings gingen wir mit Grey Rose, Shavalou und Sezuan viel ins Gelände. Abwechselnd ritten wir viel am Hang, denn das steigerte enorm die Kraft und somit die Ausdauer. Es war gut, dass wir zu zweit waren, denn die Pferde motivierten sich täglich gegenseitig. Wir ritten aber auch immer in anderen Konstellationen. Mal Grey Rose mit Shavalou, mal Sezuan und Shavalou, oder Grey Rose mit Sezuan. Wir Pferde wurden zum Mal zu Mal eifriger. Grade, wenn es auf die lange Galoppstrecke ging. Mittlerweile mussten wir die Trainingseinheiten von Dressur und Distanztraining splitten, denn die Distanzritte wurden immer länger und ausgedehnter. Bei den Galoppstrecken versuchten wir, die Pferde anfangs immer in einem ruhigen Grundtempo zu halten und die Energie nicht auf einmal zu verbraten. Das ging anfansg nur mäßig gut, grade die beiden Hengste Sezuan und Shavalou schaukelten sich gegenseitig ziemlich hoch, weswegen wir diese Konstellation zum Ende der Woche hin eher nicht mehr wählten. Bei Levi und Fürstenherz machte sich das Dressurtraining auch ganz gut. In der ersten Woche konnten wir noch eine signifikanten Unterschiede feststellen, was aber ok und auch normal war. Lieber step by step aber dafür richtig. Wir hatten uns so langsam an die Verstärkungen in Trab und Galopp rangetastet. Da beide Pferde mit einem netten Gangwerk ausgestattet sind, macht das die Verstärkungen einfacher. Nur das Abfangen brauchte noch mehr Durchlässigkeit und musste schneller gehen. Das ist fohl der Fokus für Woche zwei des Trainingsprogramms.


      In der zweiten Woche begannen wir auch hier wieder mit der Distanzarbeit. Es war toll, die Pferde so zu erleben. Gefühlt täglich bekamen sie mehr Kraft und Ausdauer und hatten einfach Spaß an der Arbeit im Gelände. Wir nahmen trotzdem immer mal wieder die Hanglage mit, damit auch weiterhin die Hinterhand gestärkt wird. Aber der Fokus lag definitiv auf den langen Strecken, die wir im Schritt, aber natürlich auch Trab und Galopp nahmen. Die Pferde hatten mittlerweile gelernt, in einem gleichmäßigen, ruhigen Tempo zu laufen, um sich die Kraft einzuteilen. Ziel dieses Trainings im November war, dass die Pferde an der vierzig Kilometer Marke kratzten. Neununddreißig Kilometer mussten sie bis zur Klasse A in einer Durchschnittsgeschwindigkeit von zehn km/h zurücklegen. Wir schafften mittlerweile gute dreizig Kilometer, danach waren die Pferde aber auch ziemlich erschöpft und am Ende der Kräfte. Es hieß also: Weitertrainieren und dran bleiben. Ich hatte das Gefühl, in zwei Wochen dürften alle Pferde die vierzig Kilometer in geeigneter Zeit schaffen. Grey Rose konnte nach meinem Gefühl jetzt schon beinahe die vierzig Kilometer schaffen, denn sie hatte einen unglaublichen Ehrgeiz. Die Hengste waren etwas schwächer als sie, grade Shavalou brauchte recht lange um Kraft und Ausdauer aufzubauen. Sezuan befand sich nach Woche zwei in einem guten Mittelfeld. Daher hieß es weiter Ausdauer trainieren. Bei den Dressurlern verlief die zweite Woche ähnlich erfolgreich. Fürstenherz hatte mittlerweile verstanden, dass Rahmenerweiterung gefragt wurde bei den Verstärkungen. Er konnte seine Beinchen sehr gut in Szene setzen, was mich unheimlich stolz machte. Aber auch Leviathan’s Levisto verstand das Prinzip so langsam, auch wenn er mehr Springpferd als Dressurpferd werden wollte. Dennoch glaube ich an das Potenzial des Fuchshengstes. Wir übten auch viel am Seitwärtsgehen und somit war das Viereck verkleinern und vergrößern seit dieser Woche bei beiden Hengsten kein Problem mehr.


      Woche drei des Workouts war großartig. Meine fünf Pferde machten einen gewaltigen Sprung nach vorne, das Training trug endlich Früchte. Leviathan’s Levisto und Fürstenherz waren mittlerweile wirklich auf einem guten A-Niveau der Dressur angekommen. Sobald es auf die Diagonale ging im Trab, gingen die Öhrchen nach vorne und ab die Post. Man musste beide regelrecht bremsen, mal nicht zuzulegen wenn man durch die ganze Bahn wechseln wollte. Zum krönenden Abschluss wollte ich auf beiden Pferden eine A-Dressur zur Überprüfung des Leistungsstandes durchreiten. Zuerst machte ich Leviathan’s Levisto dafür fertig. Wenig später konnte es dann auch schon losgehen. Aufgewärmt und bereit für unsere erste richtige A-Dressur. Mein Freund saß am Rand des Reitplatzes und laß mir die Aufgabe vor. Mittellinie einreiten und Grüßen war grade und geschlossen. Das Antraben vom Fleck weg war schonmal besser und durchlässiger, alles aber noch im Rahmen. Mittlerweile konnte ich wirklich spüren, wie Levi unter mir anfing zu schwingen. Schritt, Trab und Galopp waren kein Problem. Auch das Zulegen im Trab und Galopp war deutlich sichtbar herausgeritten, auch das Abfangen wurde immer besser. Das Viereck verkleinern war nach vielem Üben auch keine Hürde mehr für den KWPN-Hengst. Ich war sehr zufrieden mit seinem Werdegang als zukünftiges Springpferd auf Abwegen. Danach war die Leistungsüberprüfung von Fürstenherz dran. Auch mit ihm ritt ich die gleiche Aufgabe. Die erbrachte Leistung war sogar noch besser als die von Levi. Fürstenherz war einfach ein tolles Dressurpferd, der wusste, wie man sich präsentiert. Er wusste auch einfach, dass er schön ist. Auch hier waren die Kernlektionen wie Tritte verlängern im Trab und Galopp sowie Viereck verkleinern im Schritt sauber geritten und deutlich erkennbar. Auch hier konnte man vermerken, dass sich Herzi auf sicherem A-Niveau befand. Somit war dieser Part der Trainingssession im November abgeharkt und beide Pferde liefen zuverlässig auf A. Nun mussten wir noch das Distanztraining abschließen. In der Woche waren wir wieder viel im Gelände und erweiterten jeden Tag peu a peu die Strecke. Sie hatten mittlerweile enorm Kraft und Ausdauer bekommen. Auch Shavalou, der immer erst ein wenig brauchte, bis er mithalten konnte. Grey Rose und Sezuan hatten eine unglaubliche Entwicklung in der doch eher kurzen Zeit gemacht. Somit konnten wir sonntags auswärts fahren, um unser Können unter Beweis zu stellen. Damit wir nicht zwei Mal fahren mussten, fragte ich eine Freundin, ob sie eins meiner Pferde auf dem Distanzritt reiten konnte. Sie willigte ein und nach einem Probetraining, welches super war, konnten wir zu Dritt in den Kampf ziehen. Ich ritt Sezuan, mein Freund Shavalou und Lara, meine Freundin, Grey Rose. Nachdem wir die Pferdehänger bepackt hatten, ging es los zur auswärtigen Distanzstrecke. Die Pferde waren auf fremden Terrain relativ entspannt und ich konnte es kaum erwarten, bis es losging und wir das harte Training endlich abschließen konnten. Nachdem wir gesattelt hatten, ging es los. Der Prüfer nahm die Zeit, jedoch ließen wir es ganz entspannt angehen. Wir hatten eine Menge Spaß auf unserem Distanzritt und bauten viele Trab und Galoppstrecken abwechselnd ein. Wir waren einige Stunden unterwegs, wie lange wusste ich gar nicht. Ich hatte jegliches Zeitgefühl verloren und war fast traurig, als der Ritt schon vorbei war. Der Richter gratulierte uns recht herzlich zu den bestandenen neununddreißig Kilometer in einer guten Zeit. Somit war es amtlich: Grey Rose, Shavalou und Sezuan liefen auf A-Niveau, was Distanzritte betrifft. Glücklich und zufrieden mit den Leistungen der Pferde und deren Werdegänge in den letzten Wochen machten wir uns auf den Weg Richtung Heimat, wo wir die Stufenerhöhungen der Pferde ausgiebig in kleinem Kreis bei einer Flasche Sekt feierten.
    • Eddi
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      Routineuntersuchung

      Heute machte ich mich auf den Weg zu Stelli. Mein heutiger Patient war ein schicker dunkler Hengst. Routinemäßig stand eine simple Untersuchung mit Impfen und Entwurmen an. Geplant pünktlich kam ich an und wurde herzlich in Empfang genommen. Sezuan stand bereits angebunden am Platz und spitzte neugierig die Ohren, als wir um die Ecke kamen. Nachdem ich meine Tasche abgestellt hatte, machte ich mich direkt an die Arbeit.
      Von Stelli ließ ich mir Sezuan im Schritt und Trab auf dem Hof vorführen. Einmal auf der geraden Linie und einmal gebogen. Die Gänge waren taktklar und auch in der Biegung zeigte Sezuan keinerlei Schwierigkeiten. Somit war beim Bewegungsapparat alles einwandfrei. Also konnten wir zum Putzplatz zurückkehren und mit der Untersuchung weitermachen.
      Zunächst schaute ich in die Ohren, danach leuchtete ich die Augen ab und zuletzt der Blick ins Maul und auf die Zähne.
      Alles war in bester Ordnung und ich konnte mit dem Abhören weitermachen. Herz, Lunge und Darm hörte ich in Ruhe ab, aber alles klang einwandfrei. Kurz lobte ich das Pferd, ehe ich noch die Lymphknoten abtastete und zu guter Letzt die Beine hinabtastete. Ich konnte keine Auffälligkeiten entdecken und machte mich noch daran, die Körpertemperatur zu messen. Alles war im grünen Bereich.
      Damit konnten wir guten Gewissens impfen. Ein kurzer Blick in den Impfpass genügte und ich wusste, was heute alles anstand. Wir begannen mit dem Kombipräparat für Influenza und Herpes. Danach folgten noch Tetanus und Tollwut und dann waren die Impfungen auch schon geschafft. Abschließend gab es noch die Wurmkur ins Maul und direkt hinterher einen Apfel, damit die Paste auch schon im Pferd landete.
      Ich lobte Sezuan ausgiebig und erneuerte noch den Impfpass, während Stelli bereits Sezuan wieder wegbrachte. Zu guter Letzt stellte ich noch das Gesundheitszertifikat für entwaige Wettbewerbe aus und verabschiedete mich dann von Stelli, ehe ich mich auf den Weg zum Auto und damit zum nächsten Patienten machte.
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  • Album:
    02 - Hofgut Birkenau | Hengststallungen
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    Stelli
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    15 Apr. 2020
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    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • Sezuan


    [​IMG]
    Vom: unbekannt
    Vom: unbekannt
    Aus der: unbekannt


    Aus der: unbekant
    Vom: unbekannt
    Aus der: unbekannt



    [​IMG]
    Rufname: -
    Geburtsjahr: 2011
    Stockmaß: 1.71 m
    Rasse: KWPN
    Geschlecht: Hengst
    Fellfarbe: Schwarzbraun
    Abzeichen: Keilstein, grosse Schnippe
    Gesundheit: Sehr gut


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    liebevoll, äußerst leistungsbereit, neugierig

    - folgt -

    [​IMG]
    Besitzer: Stelli
    Ersteller: Stelli
    VKR: Stelli
    Verkäuflich: Nein

    [​IMG]
    Zuchtzulassung: Nein
    Nachkommen: -
    Decktaxe: -
    Stationiert: -


    [​IMG]
    Galopprennen Klasse: A
    Western Klasse: L

    Spring Klasse: S**
    Military Klasse: S
    Dressur Klasse: A
    Distanz Klasse: A
    Fahren Klasse: L

    Eignung: Dressur
    Geritten: Ja

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    429. Militaryturnier, 318. Synchronspringen, 430. Militaryturnier, 323. Synchronspringen, 444. Militaryturnier, 549. Westernturnier, 473. Fahrturnier, 606. Springturnier, 456. Militaryturnier, 607. Springturnier, 478. Fahrturnier, 557. Westernturnier
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