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Cooper

| Sekuoia ♀| EVB | ♛ |

Distanz, *Rennen ->Middle Distance/ Meiler

| Sekuoia ♀| EVB | ♛ |
Cooper, 25 Juli 2018
Stelli und sadasha gefällt das.
    • Cooper
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      Monday 20 July 15'
      min: 15°C sunny
      max: 30° sunny
      sunrise: 5:25 am
      sunset: 8:36 pm

      *riiiiiiiiing* *riiiiiiiiiiiing*
      Ich haute den altmodischen Wecker direkt auf die Mitte und schaltete ihn damit aus, ich streckte mich. Es war das erste mal seit langem, dass ich bei mir Zuhause geschlafen hatte und wie sehr hatte ich nur dieses Bett vermisst. Nicht nur das Bett, die Sonne, der Geruch des Holzes und dass wenn ich meine Augen auf machte auf eine grüne große Weide und den Wald dahinter sehen konnte. Simon war schon wach, was untypisch für ihn war, aber ich roch den Geruch von Eiern und Speck und wusste, dass er von seinem Hunger geweckt worden war, anstatt von mir. Ich lief die geräumige und offene Treppe hinunter, einige Treppen gaben ein kleines qietchen von sich, dass ich sogar in den Füßen spüren konnte. Es war so, als würde man durch den Schnee stampfen, nur nicht so stark. Ich kam am Ende der Treppe an und sah nochmal zur Treppe rauf, jedoch ein bisschen weiter rechts. Dort hangen einige Bilder von meinen Pferden, entweder auf Tunieren oder Körungen. Am Ende war ein Bild vonAffiremed, als er einen großen Sieg errungen hatte. Ich schaute das Bild mit einem lächeln an. "Manchmal, da fühlt es sich an als wäre er noch da" sagte ich als Simon zu mir kam und mich in den Arm nahm. "Das stimmt wohl. Komm, ich hab dir auch schon was vorbereitet. Damit du Kraft für den perfekten neuen Anfang hast" sagte er und führte mich zu dem großen Tisch, der auch aus Holz bestand. Auf dem Tisch standen die Blumen die wir gestern zusammen gepflückt hatten, zwei Kannen von verschiedenen Säften eines mehr Orange wie das andere, eine Obstschale, die nur wegen mir mir allen möglichen Früchten gefüllt war, verschiedene Brötchen und Kaffe. "Ich hab natürlich nicht deinen Tee vergessen" sagte er und stellte mir ein Glas kalten grünen Tee, mit Orangen und Zitronen hin. Ich war unglaublich überrascht, nicht das er sowas noch nie getan hätte, aber heute war es einfach perfekt. "Oh, vielen lieben Dank. Wirklich, das hättest du echt nicht machen brauchen" lächelte ich. Simon schlug sich den Finger vor dem Mund und heraus kam nur ein "Psssst", dann lächelte er und setze sich zu mir.

      Nachdem wir ausgiebig gefrühstückt hatten liefen nach draußen. Kalt war es nicht, jedoch war ich kälteempfindlich und hatte einen grauen Pullover angezogen. "Die Pferde sind schon gefüttert. Schön das du wieder hier bist" sagte mir eine Stallmitarbeiterin und lächelte. ich lächelte zurück. "Na dann können wir sie ja schon auf die Weide tun". Mit vollem Tatendrang ging ich in den Stutenstall wo elf Stuten sehnsüchtig darauf warteten die Sonne zu genießen bevor einige Trainieren mussten. Die ersten waren Sookie, Laarnié die noch ein kleines Fohlen war, Birdcatcher, Felicita, Taliah und Sajé. Simon tat sich nicht mehr schwer damit Pferde auf die Weide zu bringen, doch man sah im trotzdem noch etwas nervosität an. Viele meiner Pferde werden hibbelig und freuen sich sehr wenn sie auf die Wiede kommen, vor allem die, die sich austoben wollen. Meist führt das zu kleinen tänzeln und ziehen, damit muss man erstmal umgehen lernen, wenn man vorher wirklich nichts mit Pferden zu tun hatte. Aber Er machte das super. Nachdem folgte Phaeleh, Sekuoia, Cryfirra, Quiet und Truth. Ich hatte Phaeleh und Cryfirra auf die Weide gebracht die nah am Wald lag, mit viel Schatten und sogar einem winzigen See wo sie sich abkühlen konnten. Ich hatte Phaeleh schon los gelassen und schaute mir Firra an, die in der Zeit wo ich weg war unglaublich gewachsen war. Ich wollte lächeln, es kam jedoch nur eine Seite hoch und dann schossen mir schon die Tränen in die Augen. "Du siehst immer mehr aus wie sein Dad. Du wirst ihn sicherlich irgendwann mal richtig stolz machen, dass weiß ich". Ich rieb mir mir den Handballen die Augen und ließ auch nach eine ganze Weile kuscheln auch sie auf die Weide. Zusammen erledigten wir noch die anstrengende Stallarbeit und machten dann eine kurze Pause.

      Wir setzten uns vor dem Hengststall auf die Bank. Mittlerweile war es 10 Uhr und die Sonne wurde stärker, das spürte man mit jeder Bewegung. "Heute wird es sehr warm" sagte Simon "schau mal nach dem Wetter". Ich zückte mein Handy und schaute nach dem Wetter. "Also, maximal werden es an die dreisig Grad. Das is ziemlich warm" sage ich und steckte das Handy wieder weg. Mein Bein wurde in der kurzen Hose von der Sonne angestrahlt und dem entsprechend warm. "Hmmm, lass uns mal mit der Stallarbeit fertig werden, sonst wird es noch zu warm" sagte Simon als er seine Hand auf meinem Bein plazierte und merkte wie stark die Sonne jetzt schon war. "Da hast du Recht". Wir tranken noch einen Schluck, er wie immer Wasser, ich meinen gekühlten Tee. Im Eingang des Modernen aber schön gehaltenen Stalls regelte ich die Temperatur und schloss alle Lucken, sodass es später eine angemessene Temperatur herrschen konnte, sobald die Pferde wieder in der Box waren. Guinnes, Odyn undAszu waren zurzeit meine einzigen Hengste und sie verstanden sich auch nur mäßig gut. Die drei Herren hatten wir in kurzer Zeit auf die Weide gebracht. Dennoch standen wir noch eine halbe Stunde oben um Absperrungen zu ziehen, damit die drei ihre Herdenkämpfe nicht ausführen konnten. Zumindest hatten wir dort aber ab und an den Schatten der großen Bäume.
      Im Stall angekommen war es angenehm kühl und wir konnten ohne das wir schweißgebadet am Ende waren, in ruhe die Boxen ausmisten und neu bestreuen. "Endlich fertig" sagte Simon und gab mir einen Kuss. Wir räumten alles weg und sortierten noch die Sattelkammern, in denen es nach Leder und Lufterfrischer roch.

      Es war noch einiges an Arbei im Büro zu erledigen. Gemeinsam liefen wir ins Haus, die Treppe hinauf, die wieder einige Geräuche von sich gab und geradeaus in das Zimmer. Die Tür war wie fast alles in diesem Haus aus Holz und darauf war ein Schild mit Büro. Ich zückte meine Augen zusammen und schaute nochmal auf das Schild. "Is es dir schon aufgefallen?" frug Simon und kam wieder um mich zu umarmen. "Ich hab es noch machen lassen bevor wir hergekommen sind. Und, ich habe noch eine Überraschung für dich. Die bekommst du aber erst Morgen" sagte er, setzte sich auf den Bürostuhl und kramte. Ich setzte mich dazu und blätterte durch die Pferdepässe, durch den Termin sowie Trainingskalender.

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      05|11|15'
      Nachdem ich bei den Fohlen war, stattete ich auch den Stuten einen Besuch ab. Sichtliche Aufregung war zu spüren als ich die drei nach langer Zeit mal wieder selbst von der Weide geholt habe. "Ihr süßen. Ich komme jeden Tag vorbei solange ich kann. Es tut mir so leid das ich so wenig Zeit habe" sagte ich traurig und blickte die drei Stuten an, die sicherlich sprachlich nichts verstanden haben, es aber dennoch verstanden durch die Stimmung. Sorgfältig putze ich auch diese Damen und konnte mit allen dreien auf den Platz. Zuerst war ich mit Sekuoia, die nur auf die Rennbahn wollte. Ich ritt sie im Schritt und Trab warm und landete am Ende mit ihr auf der Rennbahn. Lange hatte ich mich nicht mehr so frei gefühlt, geschweige denn verbunden mit meinem Pferd. Feli stellte sich mit einigen Dressureinheiten zufrieden und war einfach nur froh über meine Anwesenheit. Mit Sajé endete ich ebenfalls auf der Rennbahn. Alle Stuten bekam von mir noch selbstgebackene Haferkekse die ich früher fast jeden Tag gemacht habe, heute es aber eher als Seltenheit gilt. Zufrieden konnte ich sie wieder auf die Weide stellen.

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      Pflegebericht | 24..03.16
      Stutenstall
      Es war schon seit einiger Zeit geplant dass ich mich mal einen Tag komplett um die Pferde in den verschiedenen Ställen widme, und heute war dieser anstrengende, aber sicherlich spaßige Tag da. Simon war hingegen nicht sehr begeistert, er hatte sich vorgenommen mit Eskador eine Runde auf der Rennbahn zu drehen, was er aber mit zu liebe nach Hinten verschob.
      Es war der erste richtig sonnige, aber keineswegs warmer, Tag. Trotzdem genoss ich die Sonnenstrahlen und ich beschloss alle Stuten auf die Weide zu stellen. Jede von ihnen bekam aber eine Decke, angefangen mit Cryfirra, dann Sajé, Deadly Ambition, Smelyalata, Phaeleh, Tabita, Felicita und zuletzt Sekuoia. Die einzige die die neuen 'Kuscheldecken' nicht mochte war Sajé. Sie mochte die Decke gar nicht und versuchte sie mit aller Kraft ab zu streifen. "Jetz hör aber auf!". Mein Ton war harsch. Die Marwaristute bemekte dass, wackelte mit ihren Ohren und schaute mich mit großen Augen an. "Du brauchst mich jetzt nicht so an zu sehen. Auch für dich ist das noch viel zu Kalt, wenn du was länger draußen bist". Man wusste ja nie ob Pferde einen Wortwörtlich verstehen, das tun sie denke ich auch nicht. Dennoch sprach mit trotzdem mit Ihnen, wie, als wären es kleine Kinder. Meiner Meinung nach war das auch richtig so. Simon lachte mich, bevor er noch nicht so viel Kontakt mit Pferden hatte, aus. Mittlerweile weiß aber auch er dass man das einfach so macht. Als alle Stuten weidebereit waren, brachten Simon und ich sie zweiweise auf die Weiden, dort fütterten wir auch Frühstück. "Frühstück ist doch ein gutes Stichwort". Simon nahm mich an die Hand und wir verschwanden ins Haus für's Frühstück. Die Küche war groß und super toll eingerichtet sowie ausgestattet. Rachel stieß noch hinzu und wir genossen eine gemütliche morgendliche Runde. "Oh, ich muss los" sagte Rachel als sie um kurz nach zehn auf die Uhr schaute und verschwand nach dem gemeinsamen aufräumen. Auch Simon und ich machten uns wieder auf den Weg in den Stutennstall und misteten dort alles Boxen aus. Einige der Stuten wie, Sekuoia und Phaeleh setzten wir um auf Späne, da sie sich dauerhaft von Heu voll fraßen und das gute Futter dann nicht aßen. Zudem erneuerten wir den ganzen Boxenplan, Futterplan und die Weidezeiten. Alles hatten wir auf eine Pinnwand gehängt, somit jeder Zugriff auf die Unterlagen hatte. Nach der Prozedur, waren unglaubliche drei Stunden vergangen und die Sonne stand hoch am Himmel.
      Nach einer kleinen verdienten Pause holte ich mit drei Stuten hinunter. Sekuoia, Felicita und Tabita. Alle drei waren sehr angenehme Genossinen und vertrugen sich untereinander außerordentlich gut. Ich machte mich daran die drei zu putzen und zu pflegen. Alle drei bekamen zusätzlich ein schönes Öl für das Fell und auch eine nette Frisur. Dann schickte ich einen Mitarbeiter mit ihnen zum Selbsttrainer. "Eine halbe Stunde für jede reicht heute. Es ist Feiertag" sagte ich humorvoll, was es nach seinem Gesichtausdruck zu Urteilen, nicht so wirkte. Die nächsten waren Sajé und Cryfirra, da Simon mit Smelyalata, Deadly Ambition und Phaeleh zuvor genommen hatte. Ich trauerte ein wenig um die Gesellschaft von Yalata und Eleh, dennoch würde ich sie dann einfach am nächsten Tag mal besuchen. Zudem war ich froh, dass Simon sich eingelebt hatte, das machte mich am glücklichsten. Mit Sajé und Cryfirra machte ich das gleiche wie bei der Dreiertruppe von eben. Die beiden genossen es, nur Cryfirra war nach kurzer Zeit schon genervt und ließ sich keine Frisur mehr machen, was aber auch nicht unbedingt nötig war. Ich sattelte und trenste Sajé und beschloss mit ihr noch einen kleinen schönen Ausritt in den Wald zu machen. Ich sagte Simon bescheid und verschwand dann.


      Kurzer Besuch bei Coopers Pferden | Veija
      Heute hatte ich mir zur Aufgabe gemacht, einmal bei Coopers Pferden vorbei zu schauen. Ich hatte ihr versprochen, dass ich mich um die Tiere kümmern würde, während sie keine Zeit hatte, also tat ich das dann auch.
      Bei den Jungpferden waren es Sorayia, Cyoue, CHH' Elhae, Glamour of Death, Nour, Light up Hell, Aywy, Pantoffelchen, Taliah Cableah und Laarnié, die meiner Aufmerksamkeit bedurften. Ich schaute sie mir alle genau an, kontrollierte ihre Beine auf Verletzungen und ließ sie dann auf der Koppel in Ruhe. Als nächstes folgten jetzt die Stuten von Chattahoochee Hills. Cryfirra, Sajé, Deadly Ambition, Smelyalata, PFS' Phaela, Tabita, Felicita II und Sekuoia brachte ich alle zu erst auf die Koppel, ehe ich die Boxen ausmistete und nach dem Futter schaute. Als ich damit fertig war, folgten die Hengste. So brachte ich Aikon Aszu, Eskador, CHH' Guinness, London Grammar, Losco, Seattle Slew und Odyn ebenfalls auf die Koppel. Danach mistete ich die Boxen und kümmerte mich, genau wie bei den Stuten, um das Futter. Das waren jedoch noch nicht alle Pferde, ein paar fehlten noch. Aldaire, Siropòn, Quiet Giant, Vintage und Moment of Truth brachte ich zuletzt auf die Koppel, bevor ich auch ihre Boxen mistete und nach dem Futter schaute. Dann machte ich mich wieder auf den Heimweg, bis zu einem nächsten Besuch.

      Chattahoochee Hill's | sadasha
      Stuten
      Cryfirra, Sajé, Deadly Ambition, Smelyalata, PFS' Phaeleh, Tabita, Felicita II, Skuoia
      Am zweiten Tag meines Kurzurlaubs in den Chattahoochee Hills sah ich nach den Stuten des Guts. Cryfirra, Sajé, Deadly Ambition, Smelyalata, PFS' Phaeleh, Tabita, Felicita II und Skuoia waren alle top in Form und standen nach wie vor in der Obhut von Pflegern, die die Stuten umsorgten und bewegten. Gerade als ich vorbeilief beschäftigte sich jemand mit der Berberstute Tabita. Da es für mich interessanter war nahm ich mir heute die Vollblutstuten vor. Sechs an der Zahl gab es hier und ich tat mein Bestes sie ordentlich auszulasten, bevor ich sie wieder in ihre Boxen verabschiedete. Besonders angetan hatte es mir Felicita II, die den besten Eindruck hinterlassen und wunderbar mit gearbeitet hatte. Aber auch Phaeleh würde mir im Gedächtnis bleiben, weil sie so auffällig gefärbt war. Im ersten Augenblick hätte ich gedacht, sie sei eine Spotted timeout Tochter. Nach einem Blick auf ihr Boxenschild wusste ich dass ich damit falsch lag. Dieser Zufall wäre wohl zu groß gewesen.


      Chattahoochee Hill‘s Stables
      03.April 2017 | 6459 Zeichen von sadasha
      Pflegebericht für alle Pferde

      Nein, es sieht im Moment noch immer unverändert stressig aus. Es wäre super, wenn du nochmal aushelfen könntest! Du bist der Beste! – Cooper

      Genau diese Antwort hatte ich bereits erwartet. Da für den eigenen Hof endlich eine Aushilfe (die sich gut einfügte und für nichts zu schade war) gefunden wurde, konnte ich mich ohne schlechtes Gewissen auf den Weg machen. Eine Aushilfe, damit man selber aushelfen konnte. Die Ironie wurde mir erst so richtig bewusst, als Isaac mich mit der Nase drauf stieß. Würde ich nicht nach Amerika fliegen und die Pferde von Cooper versorgen, wer tat es dann? Meine Vernunft sagte mir zwar, dass Cooper da schon jemanden finden würde, mein Gewissen redete mir ein, dass ich unabdingbar war um die Situation zu retten. Also packte ich meine Tasche. Eine Woche wollte ich in Amerika bleiben.
      Der Flug nach Georgia war unruhig und an Schlaf war die meiste Zeit nicht zu denken. Entsprechend fertig sah ich aus, als ich endlich auf dem Gestüt ankam. „Ach Hunter!“ seufzte Cooper und umarmte mich herzlich. „Du brauchst Kaffee, oder?“ mitleidig musterte sie mich.

      Cooper gab mir gut drei Stunden Zeit mich zu sortierten, ehe sie mir zeigte, dass sich auf dem Gelände nichts Gravierendes verändert hatte. Sogar die Pferde belegten noch die gleichen Boxen, wenn ich mich recht erinnerte. Dieser Umstand machte es mir leichter mich wieder einzufinden. Für heute jedoch war nicht mehr viel mit mir anzufangen. Das Jetlag hing mir nach und zog mich wie ein schwerer Sack Kartoffeln nach unten. Im Vorbeigehen erhaschte ich aber schon einen Blick auf die Youngsterkoppel und erkannte sofort Glamour of Death wieder. Das erste von mir gezogene Fohlen. Wie immer war ich stolz zu sehen wie gut sich mein Nachwuchs entwickelt hatte. Den Abend verbrachten wir damit die Woche zu planen. Wir waren zu zweit, also konnten wir uns aufteilen. Cooper würde sich jeden Tag um die Fohlen und Jährlinge kümmern, während ich die ausgewachsenen Pferde so gut es mir möglich war bewegte und bestenfalls etwas förderte.
      Nach einer durchgezechten Nacht wachte ich immer noch totmüde auf. Es hatte die Nacht lang heftig Gewittert und draußen war es nass, aber immerhin warm. Als ich das Haus verließ kam mir Cooper mit Sorayia undCyoue entgegen. Sie waren auf dem Weg zur Weide. Wir brauchten nicht viele Worte um abzuklären, dass sie mit den Jungpferden weiter machen würde, während ich schon anfing die Boxen zu misten. Das Misten war mühselig, weckte meine müden Knochen. CHH‘ Elhae beobachtete mich neugierig von der Box gegenüber. Neben ihr drehte Nour schon Kreise, weil er endlich raus wollte. Doch Cooper holte vorher Light up Hellund Aywy ab. Mit dem Misten kam ich gar nicht hinterher so schnell fertigte sie ihre Jungpferde ab. Auch Taliah Cableah und Laarnié waren jetzt schon auf der Weide. Am Ende fehlte nur noch Pantoffelchen, die sogar fast vergessen wurde. „Man, immer wieder das Gleiche!“ beschwerte sich Cooper und beeilte sich etwas um vor 9am noch die Verkaufspferde rausbringen zu können. Mich hatte sie noch gut zwei Stunden beschäftigt bis ich mit dem Misten der Fohlen- und Verkaufspferdeboxen durch war.
      Die einzigen Pferde draußen, die wohl älter als ein Jahr waren, waren Morgaine, Sence of Humor und Neela. Die drei Pferde standen zum Verkauf und standen zusammen mit einem Knabstrupper Stutfohlen sowie einem Paint Horse Jährling auf der Weide direkt am Eingang des Gestüts. Schließlich sollte jeder, der her kam ein Auge auf diese Pferde werfen und vielleicht Gefallen an einem oder zwei finden. Für einen kurzen Moment blieb ich am Zaun stehen und sah den Pferden beim Herumtollen zu. Die nassen Wiesen boten viel Spaß und während ich mir die nach wenigen Minuten bis zum Scheitelverdreckten Tiere ansah überlegte ich mir die restlichen Pferde heute erst zu reiten und sie danach ins Paradies zu entlassen. Cooper hatte wohl den gleichen Gedanken, denn als ich mich wieder dem Stallzuwandte, sah ich wie sie zusammen mit der gesattelten Cryfirra in Richtung Reithalle verschwand. Im Stall hatte ich nun die Qual der Wahl. Ich entschied mich aber einfach der Reihe zu folgen und zuerst Sajé zu reiten. Mittlerweile war es nach 10am. In der Halle plauderte ich ein wenig mit Cooper, die mir erklärte, dass sie gleich bei den Jungpferden weiter machen würde. Den Ritt brauchte sie als kleinen Motivationskick. Eine Stunde später hatte ich Sajé am langen Zügel und ließ sie noch ein paar Runden abkühlen, bevor sie direkt von der Halle auf die Weide kam. Übrig blieb nur ihr Reitzubehör, dass ich zurück in die Sattelkammer brachte. Auf keinen Fall würde ich heute alle Pferde reiten. Das war leider nicht drin. Daher brachte ich eine Hand voll Stuten schon auf die Weide. Deadly Ambition, Smelyalata, PFS‘ Phaeleh, Tabita und Felicita II wirkten soweit ganz zufrieden mit dieser Entscheidung. Sekuoia hingegen fand es nicht so prickelnd jetzt alleine auf der Stallgasse zu stehen und von mir geputzt und gesattelt zu werden. Die Zuchtstute schrie förmlich nach Bewegung und die Stunde in der Halle mit ihr bereitete mich nur schon darauf vor, was mich Nachmittags bei den Hengsten erwarten würde. Als ich die Reithalle verließ sah ich, dass Cooper Aikon Aszu und Eskador schon raus gelassen hatte. Auf dem Weg zur Sattelkammer kam sie mir entgegen. „Ich helfe doch noch kurz bei den Hengsten. Ich nehm CHH‘ Guinness und du London Grammar und danach nur noch die letzten beiden.“ Gesagt getan. Die Hengste waren anspruchsvoller und so beschäftigen wir uns jeweils zwei Stunden mit ihnen, ehe sie in ihre Offenställe entlassen wurden. Auch Losco und Odyn platzten fast vor überschüssiger Energie.

      Am Abend waren wir beide froh, dass alle Pferde soweit versorgt waren. Auch die nächsten Tage wurden nicht ruhiger und wir lernten uns die Zeit noch besser einzuteilen. Wir bauten hier und da kleine Verschnaufpausen ein und schafften es ein gutes Gleichgewicht zu finden, sodass jedes Pferd mindestens alle zwei Tage bewegt wurde. Vor allem die Jungpferde mussten täglich trainiert werden, damit sie nicht auf dumme Gedanken kamen. Nach der Woche war ich froh wieder nach Hause zu fliegen, wo der Alltag etwas ruhiger verlief. Cooper hatte nun wieder die Unterstützung ihres Personals und würde ebenfalls zurechtkommen. Vermutlich würde es nächstes Jahr wieder um exakt die gleiche Zeit eng werden. Sie wusste, dass sie sich auf mich verlassen könnte. Auch dann würde ich wieder zur Stelle sein und ihr über die harte Zeit helfen.
    • Cooper
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      10.01.2017 | Birth of Elhae
      Es war ein typischer kalter Wintertag auf Chattahoochee Hill's. Minus 10 Grad um genau zu sein. Der Tag war verhältnismäßig ruhig verlaufen, wenn man auf die letzten Wochen zurückblickte. Hunter war hin und wieder für einige Wochen zu uns nach Kanada gereist um Simon und mir über die Runden zu helfen, was ich als sehr unangenehm empfand, dieses Angebot aber auch nicht ausschlagen konnte. Heute hatten wir alle Pferde bewegt trainiert bekommen und ihnen Abwechslung geboten weiter wurden alle Boxen erneuert und den neuen Zaun hatten Simon und Hunter ebenfalls aufgestellt. "Ich habe euch doch gesagt das ich auch Handwerker anrufen hätte können. Ihr müsste euch nicht zusätzlich soviel Mühe machen" sagte ich kleinlaut. Alle Beide schauten mich an und lächelten. Ich schnaufte und war eigentlich erleichtert das es nicht noch mehr Ausgaben gab. Natürlich schauten wir alle drei gespannt jeden Tag nach der hoch trächtigen Sekuoia, diese wurde vor 11 Monaten von A Winters Day aus Pineforest Stables, gedeckt. Weiter hatten wir alle alle Vorbereitungen getroffen, die essentiell waren wie, regelmäßige leichte und stressfreie Bewegung, besondere Hufpflege, sowie auch die wichtige Equine Herpesvirus Impfung, diese mindert das Risiko einer Fehlgeburt und sorgt dafür das die Muttermilch die entsprechenden Abwehrkräfte enthält um das Fohlen vor dem Virus zu schützen.
      Zudem haben wir unseren kleinen Zuchtstall erneuert und haben für die Stute eine große Box mit Stroh ausgelegt, sowie nachgeschaut das keine Verletzungsgefahren bestehen. Nachdem wir bemerkten das sie 'harzt', verlegten wir sie in die Box im Zuchtstall und schalteten zusätzlich eine Wärmelichtlampe an, da die Stute unerklärlicherweise eine leichte untertemperatur hatte."Harzen!" lachte Simon nachdem ich dies bemerkt hatte. "So nennt man das halt. Das ist wenn an den Zitzen sich durchsichtige harzige Tropfen bilden" sagte ich und versuchte ernst zu bleiben, da die Mischung aus Verdutzung und lachen von Simon, mich ebenfalls zum lachen anstecken versuchte, was auch gelang. "Und jetzt?!" fragte Simon. "Naja, jetzt warten wir" war meine Antwort. Es vergingen zwei Tage, die wir damit verbrachen und um alles zu kümmern und jede halbe Stunde nach Sekuoia zu sehen. Mittlerweile hatte Simon eine gute Idee, er hat die Box von der braunen Stute mir einer Kamera ausgestattet, so konnten wir sie dauerhaft über eine App oder dem Laptop beobachten, ohne unsere Arbeit für einige Zeit zu unterbrechen. "Ganz schön gute Idee, bin dafür das wir alle belegten Boxen damit ausstatten" erwiderte ich nach dem anbringen der Kamera bei Sekuoia. Hunter fand die Idee auch ganz gut und half Simon am Abend alle Kameras anzubringen. Der letzte Abend von Hunter war damit schon eingetroffen, wir spazierten gemeinsam durch die kalte Luft und aßen ein großes Abendessen. Simon schaute nach Sekuoia, beim ersten Blick den er mit zuwarf, wusste ich schon was in diesem Moment geschieht. Ich rannte voller Vorfreude aus dem Haus. Natürlich wusste ich wie Geburten abliefen, wie es ist und was alles dazugehört. Dennoch ist es was anderes, wenn einer der eigenen Stuten ein Fohlen bekommt, anstatt nur bei einem Kunden dafür zu Sorgen das es ohne Komplikationen und gesund auf die Welt kommt, was natürlich auch wunderschön ist, aber nicht mit dem zu Vergleichen ist, das dieses Fohlen bei einem bleibt und in deinem Beisein aufwächst. Geburten werden immer in drei Phasen aufgeteilt, als ich angekommen war, befand Sekuoia sich mitten in der ersten Phase. Zu erkennen war dies an ihrer übertriebenen Schweiß Absonderung, Nervosität und ab und an starkes stampfen. In dieser Phase setzten die Wehen ein und die Gebärmutter beginnt zu kontrahieren zudem öffnet sich der Geburtskanal. Ich wusste das es wichtig war die Stute in ruhe zu lassen und sie Mutter Natur in die Hände zu geben, solange es keine schwerwiegenden Gründe gab einzugreifen. Als Hunter und Simon hinterher kamen, bat ich die beiden sich aus dem Blickfeld von Sekuoia zu halten, da es für die Stute besser ist, wenn so wenig Menschen wie Möglich beteiligt sind. Knapp eine Stunde verging in diesem Zustand bis ihre Fruchtblase platzte und nach medizinischer Theorie die zweite Phase eintrat. Ich schaute auf die Uhr um die Zeit im Blick zu haben, denn nach spätestens dreißig Minuten muss das Fohlen geboren sein, anderenfalls muss Hilfeleistung gegeben werden. Angespannt warteten wir ab. Viele Stuten legen sich bei der Geburt hin, Sekuoia aber blieb stehen. "Ist das normal?" fragte Simon. Ich erklärte ihm das sich die meisten Stuten zum abfohlen hinlegen, einige wenige bleiben stehen. Er machte sich Sorgen, da es so tief fallen würde. Diese Angst nahm ich ihn aber wieder, da wir die Box mit ausrechenden Stroh abgepolstert haben. Schon nach kurzer Zeit konnten wir die Vorderfüße des Fohlens erkennen. "Da kommt der große Kerl" sagte Hunter und lachte. Der Kopf sowie Oberkörper folgte. Ich hatte Tränen in den Augen, nicht nur das es die erste Geburt sein langem war, sondern auch, das ich sah das das Fohlen sehr hell war, was ich mir auch erhofft hatte. Kurze Zeit darauf hatte ein dominant White Fohlen das Licht der Welt erblickt. Überwältigt umarmte mich Simon und Hunter gleich darauf. "Es sieht schleimig aus, aber es ist wunderschön dabei". Simons Aussagen waren immer sehr humorvoll, was nicht immer gut ankam, mir aber immer die Nervosität und Anspannung nahm, er war eben perfekt. Zwischen der Freude schaute ich noch Sekouia und dem Fohlen genau zu, da es wichtig war das Sekuoia die Eihülle beseitigt, was sie erfolgreich tätigte. Ich beobachtete dies sorgfältig, da ich sicher gehen wollte das Elhae luft bekam. "Alles ist gut! Sie haben es geschafft" lächelte ich. Das weiße Fohlen stand umgehend auf seinen noch wackeligen Beinen, wobei die Nabelschnur riss, so wie es seien muss. Nachdem fing das zierliche Hengstfohlen an sich direkt an der Milch der Stute zu vergreifen. Was jetzt noch wichtig war, war die wiederholende Desinfektion von der Nabelschnur. Nun wartete ich noch auf die dritte und letzte Phase, den Ausstoß der Nachgeburt die schnell erfolgte. Diese behielte ich und schickte Teile und Proben in ein Labor um krankhafte Veränderungen auszuschließen. Fohlen und Stute ließen wir anschließend alleine, um die natürlichen Ablauf nicht zu stören. Die beiden standen unter ununterbrochenen Beobachtung und nach zwei Tagen untersuchte ich Stute und Fohlen erneut, beide Untersuchungen waren unauffällig. Somit ging der normale Alltag auf Chattahochee Hill's weiter.​


      Chattahooche Hill's Stables
      06. Oktober 2017 | 1512 Zeichen von sadasha
      Chattahooche Hills. Wiedermal. Ich musste mich beeilen nicht zu spät zu kommen, denn die Pferde von Cooper waren seit ein paar Tagen ohne Aufsicht. Als ich auf dem Hof ankam wirkte jedoch alles ruhig. Zuerst ging ich zu den Jährlingen und Fohlen. Aywy, CHH’ Elhae, Cyoue und Glamour of Death kamen mir gleich freudig entgegen getrabt, als ich an der Weide vorbeilief. Auch Laarnié, Light up Hell, Nour und Sorayia wirkten sehr fit auf mich. Doch das Futter war leer und so ging ich gleich durch zum Stall, wo Cryfirra und Deadly Ambition gierig aus ihren Boxen schauten. Vermutlich waren auch hier die Futterkrüge leer. Nachdem die Jungpferde versorgt waren ging ich also bei den Stuten die Boxen ab. Am Ende hatten auch Felicita II, PFS’ Phaeleh, Sajé, Sekuoia, Smelyalata und Tabita neues Futter. Nun waren noch die Hengste übrig. Ian, Losco, Aikon Aszu, CHH’ Guinness, Eskador, London Grammar und Odyn hatten nicht nur Hunger, sie waren außerdem maßlos unruhig. Auch die Showpferde Aldaire, Moment Of Truth, Quiet Giant und Siropòn liefen in ihren Boxen einen Hufschlag ins Stroh. Doch viel Zeit hatte ich dieses mal nicht. Auch die Verkaufspferde brauchten neues Futter und das war erstmal wichtiger als Bewegung. CHH’ Emanaé, Morgaine, Taliah Cableah und Vintage waren die letzten, die ich heute fütterte.
      Nachdem alle Pferde versorgt waren beeilte ich mich Cooper eine Nachricht zu hinterlassen. Ihre Mitarbeiter würden sich ab morgen wieder kümmern, sodass alle Pferde weiter bewegt und gefördert würden.

      Chattahooche Hill's Stables
      Zu Besuch bei Cooper - 26. April - 2141 Zeichen
      An diesem sonnigen Donnerstag im Spätapril, beschloss ich Coopers Vierbeiner auf dem CHH' Gestüt zu besuchen. Sie hatte aktuell nicht so viel Zeit, deswegen dachte ich mir, ein kurzer Besuch um ihr unter die Arme zu greifen, würde sie bestimmt freuen. Ich spazierte als erstes auf dem großen Gelände herum und kontrollierte Zäune und Zauntore. Alles stand wie es sollte - Coopers Abwesenheit war kaum zu bemerken. Zuerst kümmerte ich mich um alle Jungpferde, also Aywy, CHH' Elhae, Light up Hell, Cyoue, Laarnié, Glamour of Death, Nour und Sorayia. Anschließend kümmerte ich mich um die Stuten. Ich mistete die Boxen vonIan und Losco, als ich danach in den Ställen den Gang entlang lief, stellte ich fest, dass Aikon Aszu, London Grammar und Eskador's Futter sich dem Ende neigte. Nachdem alle gefüttert wurden, führte ich CHH' Guinness und Odyn zu den Jungpferden auf die Weide. Auf der Hengstweide galoppierten Cryfirra, Deadly Ambition und Felicita II entspannt umher. Sekuoia stand etwas abseits und graste ruhig vor sich hin. Gegen Vormittag kümmerte ich mich noch um die Boxen von Sajé und PFS' Phaeleh. Als Weidenwechsel anstand, führte ich auch noch Smelyalata, Aldaire, Moment Of Truth und Tabita auf die Weide. Anschließend füllte ich das Futter von Siropòn und Quiet Giant auf. Bei Coopers Verkaufspferden kontrollierte ich nur die Boxentüren und ob noch genug Futter da war. Vintage begrüßte mich freundlich mit einem wiehern und auch Morgaine schaute mich mit großen Augen an. Die Boxentür von Taliah Cableah war nicht gut verschloßen, also half ich nach. CHH' Emanaé ist so zuckersüß, am liebsten hätte ich den Kleinen mitgenommen, leider ging das nicht. Am Ende des Tages waren alle versorgt. Langsam brauch auch schon die Dunkelheit an, also beschloss ich mich auf den Heimweg zu machen. In den nächsten Tagen war Coopers Team wieder da und würde sich um ihre Pferde kümmern. Bevor ich ins Auto stieg, musterte ich den gesamten Hof noch einmal um mir zu versichern, dass ich nichts vergessen hatte. Auf dem Telefon teile ich Cooper mit, dass ich mich um alles gekümmert habe, ehe ich mit dem Auto davon fuhr. ​
    • Cooper
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      Galopprennen M bis S

      Schon lange war ich nicht mehr bei Cooper und deren Vollblüter gewesen und ich war neugierig was sich so alles bei ihr zugetragen hatte. Freudig wurde ich von der Stallbesitzerin begrüßt, wir begannen auch gleich zu Plaudern und ich wurde auf den neusten Stand gebracht. Cooper hatte es nicht leicht gehabt, es gab im Leben halt immer Höhen und Tiefen. An Sekuoia konnte ich mich noch recht gut erinnern, zeigte sie doch schon zum Anfang ihres Trainings großes Potential. Die hübsche Braune stand gelangweilt in ihrer Box und wartete regelrecht auf ein wenig Beschäftigung. Und diese sollte sie heute mehr als genug erhalten, war unser Ziel doch heute eine Stufenerhöhung im Rennen. Ich begleitete Copper und ihre Stute zum Putzplatz und in dem Moment kamen auch meine beiden Helferlein auf dem Hof an. Mangelns geeigneter Trainingspartner brachten meine Jockey´s Mayble S. und Garry T. ihre Privaten Pferde mit um beim Training von Sakuoia zu helfen. Ich half also dabei die Pferde aus den Hänger zu holen und wo ich noch überall gebraucht wurde. Nebenbei besprachen wir unsere heutige Vorgehensweise. Zuerst war Aufwärmen im Schritt angesagt anschließend etwa 30 Minuten Trabarbeit und dann noch etwas Cantern, das allerdings nur in einem Tempo welches noch nicht alles von den Pferden forderte. Sprich man sollte immer noch etwas in der Hand haben. Nach einer Verschnaufspause im Schritt sollten die Pferde soweit sein für ein kleines Rennen. Soweit die Theorie.

      Nachdem die Tiere sauber und gesattelt waren und alle sich etwas beschnuppern konnten ging es auch schon zum Trainingsgelände. Neben der Rennbahn gab es genug Platz für die erste Einheit, der Schrittarbeit. Ich half allen dreien beim Aufsteigen und Cooper lächelte mich breit an als sie auf dem Rücken ihrer Stute saß. Mit ihren 1,70 war die Stute ein klein wenig größer wie ihre beiden heutigen Trainingspartner. Unser kleiner Lot hatte jetzt Gelegenheit sich noch etwas näher bekannt zu machen und Sekuoia schien die neue Gesellschaft zu genießen. Alle drei sahen sehr Harmonisch aus und benahmen sich recht gut. Ich begab mich an den Rand und genoss es einfach nur zu zusehen. Nachdem alle soweit aufgewärmt waren gingen wir über zur Trabarbeit, auch diese Einheit noch nicht auf der Rennbahn. Hier gab ich die Anweisung die Positionen zu trainieren. Sekuoia sollte vor, zwischen, hinter, sowie nah neben den anderen Pferden laufen und diese Positionen auch halten können. Hier zeigten sich die ersten Probleme, nicht immer ließen sich die Rennpferde halten, sobald man ein Pferd in Position hatte spielte das andere Verrückt und preschte nach vorn und so zogen wir dieses Training etwas in die Länge bis ich zufrieden war. Das Positionentraining vollführten wir auch bei der Canterarbeit, diese allerdings auf der Rennbahn. Nun war ich auch zufriedener da unsere Arbeit die ersten Früchte trug. Alle drei Vollblüter ließen sich händeln und auf ihren jeweiligen Positionen halten. Meine Uhr erinnerte mich daran das es Zeit für eine erholsame Pause war damit wir noch ein kleines Rennen starten konnten, auch war ich neugierig auf Sekuoias Zeit. Ich gab also das verabredete Zeichen für die Pause und die Pferde fingen nach und nach an zu entspannen.

      „So Leute, ich glaube die Pferde haben es sich redlich verdient endlich mal laufen gelassen zu werden, bisher sah es doch gar nicht so schlecht aus. Cooper du solltest allerdings so oft es geht das Positionstraining absolvieren. Damit erreichst du dann auch eine bessere Kontrolle im Rennen, so verausgabt sich deine Stute nicht schon zum Anfang sonder lernt ihre Kräfte zu sparen bis du ihr das Zeichen gibst Gas zu geben. Na dann mal Los, lasst mich nur noch schnell auf Position gehen.“ Lachend sah ich zu an meinen Platz zu kommen damit ich das Startzeichen geben konnte. Ich überprüfte noch schnell meine Stoppuhr, die Vollblüter spürten das es jetzt zur Sache ging und ließen sich nur schwer halten und so gab ich recht zeitig das Zeichen zum Start und drückte gleichzeitig meine Uhr. Die Pferde preschten los und es war herrlich ihnen dabei zuzusehen.

      Mayble konnte nicht lange mit den anderen beiden mithalten aber zwischen Garry und Cooper gab es schon bald ein Kopf an Kopf rennen, genau so hatte ich es mir erhofft. Auf dem Letzten Drittel der Strecke stob Sekuoia aber dann ihrem Trainingspartner davon und machte das Rennen. Die Stute strotzte nur so von Energie. Rechtzeitig drückte ich die Stoppuhr und war voll auf zufrieden mit der Zeit welche ich sah. Die Stute hatte wahrlich Potenzial. Nach dem auslaufen versammelten sich dann alle um mich herum und ich verkündete freudestrahlend die Zeiten. „So und nun ab mit euch, reitet die Pferde ab, wir sehen uns am Stall. Cooper deine Stute hat die Stufenerhöhung geschafft, Glückwunsch euch beiden.“ Einige Zeit später nahm ich alle drei in Empfang und spritzte den Pferden die erhitzten Beine ab, ehe wir sie versorgten und uns für den Feierabend bereit machten.

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      Ausbildung Galopprennen von Klasse E auf A
      Die junge Vollblutstute Sekuoia und deren Besitzerin Cooper warteten schon geduldig auf mein Eintreffen. Die Stute war neu auf Coopers Hof, hatte sich bis jetzt eingelebt und sollte nun im Galopprennen weitergebildet werden. Ich kam heute alleine ohne meine Trainingspartner im Schlepptau. Wir wollten heute den Grundstein für Sekuoia´s Rennkarriere legen und dazu musste die junge Stute sich heute vor allem alleine unter Beweis stellen. Neben Konditionsaufbau und dem Schnelligkeitstest steht heute vor allem das Üben des Starts in einer Startbox auf dem Programm. Wir begrüßten uns ganz herzlich, waren wir doch keine Fremden mehr für einander. Dann begutachtete ich die junge Stute, welche mich ebenfalls musterte. Ich bestach sie kurz mit einem Leckerchen und wandte mich wieder zu Cooper. "Sie sieht fabelhaft aus und was für einen schönen Namen sie doch hat. Na dann wollen wir doch auch gleich mit dem Aufwärmen beginnen oder?" Cooper gurtete ihre gesattelte Stute nach und ließ sich dann von mir auf deren Rücken helfen. "Wir fangen heute auf dem Reitplatz mit dem Aufwärmtraining an und sobald Sekuoia soweit ist wechseln wir auf die Trainingsbahn." Ich begleitete meine beiden `Schüler` bis zum Platz, ich war nur zu neugierig wie sich die junge Stute unter dem Sattel verhielt. Im Schritt ritt Cooper ihre Stute warm bis sie merklich entspannt und losgelöst am Zügel ging, erst dann fing sie an zu traben. Im Trab war Sekuoia allerdings kaum zu halten, sie wollte Gas geben und sprang immer wieder in den Galopp. "Setz dich durch Cooper und lobe sie sobald sie trabt, die endgültige Belohnung für sie ist es dann, wenn wir auf die Bahn gehen. Was wir aber erst machen, wenn sie weiß das du der Boss bist." Und als hätte Sekuoia mich verstanden trabte sie nun wie ein Engel über den Platz. "Hehe, wie auf ein geheimes Stichwort. Also schlau ist meine Süße ja. Braves Mädchen." Cooper klopfte der Vollblutstute anerkennend den Hals und führte sie im Schritt in Richtung Rennbahn, ich folgte beiden auf dem Fuße. Dort angekommen durfte Cooper erst einmal absteigen. Zu zweit gewöhnten wir Sekuoia vorsichtig und sanft an die Startbox. Zuerst durfte die Stute sie begutachten und beschnuppern. Dann führte Cooper, der sie mehr Vertraute wie mir, in die Startbox hinein und hinaus und lobte für ruhiges und ordentliches Verhalten umgehend das Tier. Die gleiche Übung absolvierten wir noch einmal als Cooper dann im Sattel saß. Nach und nach gewöhnten wir Sekuoia auch an die Tätigkeiten welche die Rennbahnhelfer tätigten. Die junge Vollblutstute verhielt sich relativ ruhig nur wenn es ihr zu eng wurde scheute sie ein wenig, ließ sich aber stets leicht beruhigen. "Für ihr vorbildliches Verhalten darf sie jetzt endlich einmal rennen. Wärm sie noch einmal etwas auf und dann noch einmal in die Box. Als nächstes Üben wir den Start, sie soll mit einem Satz starten. Lass sie 100 Meter laufen und komm dann zurück. Mehr wie zwei Durchgänge dürfen wir allerdings nicht machen, sonst gewöhnen wir ihr ein Fehlverhalten an." Der erste Start sah noch nicht gekonnt aus, Sekuoia kam lange nicht aus dem knick. Ich wartete bis Cooper mit ihrer Stute wieder bei mir war. "Hey für das erste mal ging es doch, sie hätte ja auch gar nicht loslaufen können.", nahm Cooper ihre Stute in Schutz und grinste mich an. Für den zweiten Durchgang hatten wir den Geschwindigkeitstest festgelegt, an der 1000 Meter Grenze sollte ich die Zeit stoppen. Ohne viel aufmucken ging die junge Stute wieder in die Box und der zweite Start verlief schon ein wenig besser. Sekuoia schien der Sorte an zu gehören welche schnell lernt. Laufen jedenfalls konnte und wollte sie, ihre Galoppsprünge sahen geschmeidig und kraftvoll aus und man schien sie nur wenig antreiben zu müssen. Ihre gelaufene Zeit sah viel versprechend aus, mit ein wenig mehr und vor allem regelmäßigem Training würde aus ihr vielleicht sogar eine der besten werden. Gespannt sah mich Copper an als sie im Trab auf mich zu geritten kam. "Eine vielversprechende Zeit mit der sie es auf Stufe A geschafft hat. Aber für heute ist es genug, wir wollen sie ja nicht gleich überfordern." Ich sah beiden noch beim Trockenreiten zu und begleitete sie dann vor zum Stallgebäude. Dort spritzten wir Sekuoia´s erhitzten Beine ab und rieben sie noch Trocken ehe sie mit ihrer Abschwitzdecke in die Box durfte.

      24. Juli 2015 by Veija
      Trainingsbericht
      Besuch bei Cooper- Sajé Distanz E nach A, Felicita II Distanz E nach A, Sekouia Distanz E nach A, Odyn Distanz E nach A, Sookie Distanz E nach A, Birdcatcher Distanz E nach A, Aikon Aszu Distanz A nach L, CHH' Guinness Military E nach A, London Grammer Military E nach A, Quiet Giant Galopprennen E nach A, Moment of Truth Western M nach S
      Gut gelaunt fuhren meine 5 Mitarbeiter und ich auf das Gelände von Cooper- Chattahoochee Hills, wie ihr Hof hieß. Wir stiegen aus und machten uns sofort auf die Suche nach ihr. Mich kannte sie ja schon, doch die anderen 5 stellte ich ihr kurz vor, ehe wir den Trainingsplan anfertigten. Wir würden nur eine Woche bleiben, also mussten wir uns an die Arbeit geben. Als erstes waren Sajé, Felicita II, Sekouia, Odyn, Sooki und Birdcatcher an der Reihe, die wir alle in der Distanz von E nach A bringen wollten. Alle zusammen sattelten wir die Pferde und entschieden uns dann, Cooper auch noch auf eines der Pferde zu setzen. Da sie selbst sehr viel Ahnung vom Training von Pferden hatte, konnten wir sie auf Aikon Aszu setzen, den sie in Distanz von A nach L bringen sollte.
      Als wir dann alle Pferde gesattelt hatten, ritten wir sie kurz auf dem Reitplatz und in der Halle warm, gurteten nochmal nach und verließen den Hof- allen voran Cooper, da sie sich am besten hier auskannte. Aus Gewohnheit hatte ich mir in Google Maps zwar die Landschaft ausgedruckt, aber die Karte half ja immer noch, sollten wir uns verreiten. Geplant für heute waren 20km. 10 hin, 10 zurück. Morgen würden es dann 15km sein. Dann einen Tag Pause, wo wir die Pferde nur longierten und auf dem Platz ritten, dann 20km. Cooper würde dann die 25km reiten, das war jedoch auch kein Problem.
      Nach guten 5km fingen alle an zu quasseln und konzentrierten sich nicht mehr wirklich auf die Pferde. "Leute, das hier ist kein Ausritt, das ist Training!", sagte ich, musste aber selbst ein wenig lachen. Nach guten 2 Minuten trabte Cooper zunächst an, gab dann jedoch Galopphilfen, denn wir hatten für die nächsten 2-3km eine schöne, gerade Galoppstrecke vor uns. Wir anderen 6 taten es ihr gleich und galoppierten an. Ich bildete mit Odyn den Schluss, da ich alle meine Mitarbeiter im Blick haben wollte. Zwar konnte jeder von ihnen sehr gut reiten, wir ritten aber fremde Pferde und da konnte man ja nie wissen!
      Irgendwann parierte Cooper dann zum Trab durch und wir trabten bis zu der Stelle, an der die 10km gefüllt waren. "Hier ist ein kleine Bachlauf, da können die Pferde kurz etwas trinken und ein wenig grasen", warf Cüp beiläufig ein. Ich nickte und wir verweilten hier an dieser Stelle eine Weile, ehe wir über einen anderen Weg nach Hause ritten. "Gut, dass du dich hier so gut auskennst Cooper", sagte ich lachend und klopfte Odyns Hals. Er machte seine Sache wirklich gut! Auch die anderen Pferde waren sehr fließig und immer bei der Sache. Zurück am Hof machten wir die Pferde für die Koppel fertig und schnappten uns dann die Militarycracks. Es waren jedoch nur zwei Pferde, CHH' Guinness und London Grammar, die wir von E nach A bringen sollten. Um Aaron ein wenig Abwechslung zu bieten, nahm ich ihn mit auf den Militaryritt und überließ Aliena und Alexis Quiet Giant, um ihn im Galopprennen von E auf A zu bringen. Caleb, mein Westernspezialist, und Riley kümmerten sich derweil zusammen mti Cooper um Moment of Truth, weshalb Aaron und ich etwas mürrisch gelaunt auf den Springplatz gingen. Wir waren beide noch immer sehr sauer auf Aliena und Caleb. Das würde wohl auch noch eine Weile andauern.
      Auf dem Platz angekommen wärmten wir die beiden Pferde zunächst auf, ehe wir ein paar E-Sprünge sprangen. Dann erhöhten wir die Höhe und nahmen ein paar A-Sprünge. Das klappte soweit gut, so dass wir ins Gelände gehen konnten. Ich fand Military immer recht einfach zu trainieren, wenn die Pferde einmal verstanden hatten, dass man durch Hecken durchspringen konnte, ohne dass es den Tieren Schmerzen zufügte. Das schwierigste waren allerdings die Tiefsprünge ins Wasser oder auch auf Land. Das war ein Grund, weshalb ich nur kleine Klassen von Military trainierte. Gegen 16 Uhr kamen wir dann wieder auf dem Hof an. Guinness und London hatten heute die Angst vor den Tierfsprüngen verloren, waren in den Wassergräben plantschen und sprangen solide durch Hecken. Ein großer Fortschritt!
      Beim Abendessen hörte ich mir dann an, wie sich Giant und Moment of Truth machten. Giant war wohl eine Kanone beim Rennen! Sie hatten alle Mühe gehabt, ihn zurück zu halten, weil er einfach nur rennen wollte. In den nächsten Tagen würden sie also trainieren, dass er solide und locker galoppierte, am Ende jedoch nochmal alles rausholen konnte! Auch Moment of Truth machte sich sehr gut. Caleb hatte zwar ein paar Meinungsverschiedenheiten mit ihr, doch zum Schluss hatte sie alles locker gemeistert und sich nicht mehr gegen Caleb gewehrt.
      Am nächsten Morgen ritten wir die Distanzler wieder zu erst- 15km. Hier gab es so viele schöne Wege, so dass Cooper uns sehr viel von der Landschaft zeigen konnte. Am Nachmittag waren die Military-Pferde dran. Auch Giant und Moment wurden am Nachmittag trainiert, so dass alle Pferde am Abend frei hatten. Am dritten Tag hatten die Distanzer alle frei, so dass wir den Focus mehr auf die Military Pferde sowie Giant und Moment legen konnten. Jeden Tag wurden die Pferde besser, so dass wir am Ende der Woche sagen konnten, dass alle Pferde eine Stufe aufgestiegen waren!

      Distanz A-L | Gwen
      Es war noch früh am Morgen, als ich bereits fröstelnd auf der Veranda stand und auf mein neues Berittpferd wartete. Ein Blick auf das Thermometer reichte, um den Grund zu erfahren, warum ich fror: -5°C. Hoffentlich schneite es nicht! So wirklich konnte ich die weiße Wunderpracht Kanadas nun noch nicht gebrauchen und für das kommende Distanztraining war sie nun auch nicht so ideal.
      Während ich in Gedanken abschweifte, bahnte sich ein größerer Transporter den Weg auf unseren Hof. Ich begrüßte den Fahrer knapp und dann luden wir die neue Stute auch schon aus. Sie hieß Sekuoia und war eine vierjährige Vollblutstute. Für ein Vollblut war sie jedoch sehr ruhig und lernwillig, dementsprechend würde das Training mit ihr auf jeden Fall gut verlaufen.
      Ich bedankte mich beim Fahrer, nachdem er mir Sekuoias Zubehör ausgeladen hatte und verabschiedete ihn dann. Für die Stute ging es erst einmal auf eine kleinere Weide, damit sie sich ihre Beine vertreten konnte. Sekuoia war sichtlich aufgeregt, so wie sie neben mir her tänzelte und laut wieherte. Doch ich ließ mich nicht beeindrucken und ließ sie erst einmal auf der Weide ihre Power auslassen.
      In der Zwischenzeit verstaute ich ihre Sachen in der Sattelkammer und pinnte den Futterplan in unsere Futterkammer, ehe ich noch einmal nach der Stute schaute. Während ich am Zaun lehnte, rief ich ihre Besitzerin, Cooper Chattahoochee, an und berichtete ihr, dass die Stute wohlbehalten angekommen war. Außerdem versprach ich ihr, sie ab und an zu informieren wie es Seku, so wurde die Vollblutstute kurz genannt, ging.
      Für heute würde sie auf jeden Fall noch frei haben und sich erst einmal eingewöhnen dürfen. Ich wollte sie ungern überfordern und so hatte ich auch noch genug Zeit für meine Planungen, denn die brauchte ich beim Distanztraining immer. So durfte Seku den Rest des Tages auf der Weide verbringen und ich im Büro.

      Am nächsten Tag ging es für Seku direkt nach dem Frühstück los. So viel Stroh wie sie in Schweif und Mähne hatte, schien sie sehr gut geschlafen zu haben. Ich begann also erst einmal mit dem Verlesen des Schweifes, ehe ich überhaupt das Pferd an sich putzen konnte. Danach kam auch schon der Sattel drauf und dann waren wir bereit.
      Um Seku nicht zu überfordern, gingen wir heute erst einmal auf den Platz und lernten uns kennen. Ich ritt einfach nur grundlegende Dinge: Alle drei Grundgangarten, allerhand Bahnfiguren und schaute, wie es um Sekus Ausdauer, Wendigkeit und Balance stand. All das war wichtig für das Distanzreiten, denn auch wenn viele dachten, dass man da einfach nur möglichst schnell durchs Gelände ritt, stimmte das auf keinen Fall.
      Aus diesem Grund würden wir die erste Woche auch gar nicht wirklich ins Gelände gehen, sondern viel an den grundlegenden Dingen arbeiten und dazu gehörte auch die Dressurarbeit. Heute zeigte sich Seku auf jeden Fall sehr bereitwillig und machte motiviert mit, sehr gute Voraussetzungen für ein Distanzpferd.
      Die kommenden Tage würde ich mit Seku immer zweimal am Tag arbeiten. Einmal etwas in Richtung Longieren oder Spazierengehen und das zweite Mal reiten. Dabei entweder Dressurarbeit, ein Ausritt oder Ausdauertraining. Das war das Schöne am Distanztraining: Es war unglaublich vielseitig.
      Schon am zweiten Tagen gingen wir zum Extreme Trail auf Townsend Acres, um an Sekus Trittsicherheit zu arbeiten. Außerdem förderten die Auf- und Abstiege auch ihre Hinterhandmuskulatur und ebenso musste die Stute nachdenken. Das alles war eine klasse Kombination und Seku hatte sichtlich Spaß.
      Besonders das Baumstammmikado machte ihr Spaß, lediglich vor der Hängebrücke hatte sie Respekt, bewältigte die aber am Ende des Tages sogar samt Reiter auf dem Rücken. Mit der Stute ging wirklich alles immer ganz fix. „Du machst schneller Fortschritte als gedacht“, murmelte ich lachend und lobte die Stute ausgiebig, als sie auch die letzte Aufgabe mit Bravour gelöst hatte und wir uns auf den Heimweg machten.
      Die erste Woche bestand wirklich komplett aus dem Grundlagentraining. Dabei bauten wir vor allem Sekus Ausdauer und Gleichgewicht aus. An der Longe lief sie schnell schon viel besser und fand auch eine gute Selbsthaltung, so dass ich durch Stangenarbeit gezielt ihre Rückenmuskeln stärken konnte. Wenn es etwas gab, was ein Distanzpferd auf jeden Fall brauchte, dann starke Rückenmuskeln, immerhin musste es eine lange und oft auch beschwerliche Strecke den Reiter tragen.

      Dann begann die zweite Woche und für uns die zweite Etappe. Ab sofort ließen wir die Platzarbeit weg und gingen jeden Tag ins Gelände. Wir begannen bei Ritten von ein bis zwei Stunden. Jedoch trödelten wir dabei nicht durchs Gelände, sondern waren wirklich in einer ordentlichen Gangart unterwegs.
      Dabei achtete ich auch kontinuierlich darauf, dass Seku wirklich immer in einer gesunden Haltung lief und nicht das typische Giraffen-Ausreitpferd spielte. Das war gar nicht so einfach, denn die Stute musste lernen, dass Gelände nicht nur Entspannung hieß, sondern sehr wohl auch Arbeit, denn das war das Distanzreiten. Eine Menge Arbeit.
      Mit jedem zweiten Tag erhöhten wir die Dauer unserer Ritte. Einmal die Woche hatte Seku komplett frei und sonst machte ich jeden Tag noch etwas Auflockerndes mit ihr, damit sich sowohl ihr Körper als auch ihr Geist entspannten. Seku schien diese Art des Trainings sichtlich zu gefallen, denn sie blühte wirklich auf.
      Schon bald waren wir bei Ritten, die um die vier Stunden dauerten und wirklich größtenteils aus Trabstrecken bestanden. Das kanadische Gelände des Nationalparks war dafür außerdem ideal, wir besaßen alles: Wälder, Wiesen, Gebirge, Flüsse und Seen. Ich konnte Seku also mit allem konfrontieren, was sie auf Distanzritten treffen würde.
      Entscheidend war auch der Boden und den gab es bei uns zur Genüge in allen möglichen Varianten. Ab der dritten Woche nahmen wir die Gebirgsstrecken hinzu und schon musste Seku auch auf sehr hartem Steinboden laufen oder steile Hänge erklimmen. Teilweise stieg ich natürlich auch ab und half ihr, aber das Ziel war, dass sie dies auch mit Reiter bewältigte.
      Da Seku über Hufeisen verfügte, brauchte ich mir auch keine Gedanken über ihre Hufe machen. Natürlich kühlte ich die Beine nach jedem anstrengenden Ritt etwas, was aber mehr der Wellness von Seku galt. Manchmal gingen wir dafür sogar rüber zu Elisa und Seku durfte sich eine halbe Stunde unter dem Solarium entspannen, das wirkte immer Wunder bei müden Muskeln.
      Seku erhielt bei uns also das komplette Rundumpaket und schien sichtlich zufrieden. Deshalb plante ich ab sofort alle zwei Tage richtige Tagesritte, an denen wir komplett weg waren. Anstrengend waren sie und das Wetter stellte uns auch oftmals auf die Probe.
      Es war Herbst und der war sehr wechselhaft. Den einen Tag schien die Sonne und wir beide schwitzten uns zu Tode und am nächsten Tag goss es aus Strömen und die Temperaturen sanken fast unter den Nullpunkt. Umso wichtiger war es, dass Seku nach dem Training immer richtig trocknete und danach auch noch gut eine Stunde im Stall stand, um sich wieder an die Temperatur zu gewöhnen.

      Und dann näherte sich unser Training langsam dem Ende. Seku war inzwischen wesentlich ausdauernder und ausbalancierter, weshalb wir die Strecken auf L-Niveau nun locker schafften. Jedoch war mein Ziel, immer, die Pferde auf mehr vorzubereiten. Wer eine Distanz gewinnen wollte, musste besser sein, als das, was gefordert werden sollte.
      Aus diesem Grund plante ich für Seku und mich abschließend einen dreitägigen Wanderritt. Dieser würde uns beide noch einmal auf die Probe stellen und wirklich zeigen, wie weit Seku war. Er würde uns über den Gebirgskamm und wieder am Clear Lake entlang führen.
      Schon früh am Morgen starteten wir. Es war noch recht dunkel, so dass ich mit Helmlampe losritt. Ehe die Sonne aufging, hatten wir schon eine halbe Stunde im geschmeidigen Trab hinter uns gebracht und gönnten uns eine kleine Schrittpause, um den Fluss zu durchqueren. Es dauerte eine Weile, ehe wir eine geeignete Stelle fanden, denn die Nacht über hatte es geregnet und so führte der Fluss mehr Wasser als sonst.
      Aber wir schafften es auf die andere Seite und konnten unseren Weg hinüber zum Gebirge fortsetzen. Gegen Mittag kamen wir endlich am Fuß des Berges an und dann kam der anstrengendste Part: Der Aufstieg. Seku hatte trotz unseres Trainings an einigen Stellen zu tun, aber wir kamen recht flott voran.
      Am Abend schafften wir es pünktlich zu unserer Übernachtungshütte. Ich brachte Seku in ihre Box und versorgte die Stute für die Nacht. Erst dann widmete ich mich meinem Essen und dann meinem Schlaf, denn am nächsten Morgen sollte es schon früh weitergehen.
      Und so saß ich kurz nach sieben auf dem Pferd und war nach fünf Minuten bereits gefühlt durchnässt, denn es goss in Strömen. Wenigstens hielt sich der Wind zurück, so dass wir relativ gut vorankamen. Unwetter auf dem Gebirgskamm konnten wir wirklich nicht gebrauchen.
      Der Abstieg war bei dem Regen natürlich umso schwerer und ich musste absteigen. Die letzte Etappe ab dem Fuß des Berges ging dafür recht schnell und wir erreichten unser zweites Lager noch vor Einbruch der Dunkelheit. Dafür waren wir beide aber auch fertig von dem heutigen Ritt.
      Die letzte Etappe hatte es noch einmal in sich, war aber dafür wirklich schön anzusehen, wir machten unsere Mittagspause am Ufer des Sees und entspannten ein wenig. Immerhin war es heute trocken, wenn auch eiskalt. So waren wir beide froh, als wir am Abend wieder auf der Ranch ankamen.
      Ich versorgte Seku ausgiebig und rief dann Cooper an, um ihr von unserem Erfolg zu erzählen. In drei Tagen würde Seku sich auf den Heimweg machen. Vorher würde sie sich bei uns noch von dem Wanderritt erholen dürfen und ich würde sie locker bewegen, damit sich kein Muskelkater einschlich. Der war besonders gefährlich, gerade wenn für die Stute eine lange Reise anstand.
      Aber Seku ging es bestens und so konnte ich sie dann drei Tage später gesund und munter wieder nach Hause schicken. Ein wenig vermissen würde ich die Stute ja schon, aber ich wartete auch schon bereits auf das nächste Trainingspferd, so dass ich bereits neue Beschäftigung hatte.


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      Trainingsbericht für Sekouia, Seattle Slew und Moment of Truth in Distanz A-L, Distanz E-A und Dressur A-L

      Ich stand bereits auf dem Hof als ein großer Transporter durch das Hoftor gefahren kam. Freudig begrüßte ich Cooper Chattahoochee die mir heute drei ihrer Pferde zum Training bringen wollte. Eigentlich wollte ich nicht so viele Pferde auf einmal ins Training nehmen aber Cooper hatte bereits auch eine Ausnahme bei mir gemacht deshalb hatte ich ihr zugesagt.
      Nach unserer Begrüßung half ich ihr die Pferde auszuladen und in den Stall zu bringen. Ich hatte Cooper noch gebeten eine Woche zu bleiben damit sie mir beim Training ihrer Stute Sekouia helfen kann. Nachdem wir die Pferde in ihre Boxen verfrachtet hatten zeigte ich Cooper ihr Zimmer. Am Nachmittag ging es los mit der ersten Trainingseinheit, Cooper sattelte sich Sekouia und ich mir Slew. Ich wollte eine große Runde mit ihnen ins Gelände gehen mit Pausen um zu testen wie fit sie sind. Nachdem wir sie warmgeritten sind starteten wir. Auf einem drittel des Weges, wir waren viel getrabt und auch teilweise galoppiert hielt ich an und kontrollierte die Pulsfrequenz und die Athmung der beiden. Beide waren leicht geschwitzt aber nicht außer Puste, daher ritten wir sehr schnell weiter. Kurz bevor wir wieder Zuhause waren hielten wir erneut an und kontrollierten wieder die Werte. Beide waren so gut von der Kondition her sodass ich beschloss die beiden zusammen mit Cooper auf dem nächsten Distanzturnier zu starten. Wir trainierten die beiden weiter indem wir viel ausritten und auch viel Bergauf und Bergab gingen.
      Mit Moment of Truth gestaltete ich das Training ebenfalls abwechslungsreich. Mit dem schönen Mix Hengst ritt ich die erlernten Lektionen auch im Gelände um sie so zu festigen und das Dressurtraining nicht so schnöde zu lassen. Die Tempi in den einzelnen Gangarten, ebenso Lektionen wie Halten aus Schritt und Trab, Übergänge, Zügel aus der Gang kauen, Kurzkehrt und Vor-und Hinterhandwendungen trainierte ich im Gelände. Lektionen wie Bahn verkleinern und Vergrößern, Überstreichen und Außengalopp trainierte ich mit ihm in der Halle. Am Ende der Woche, kurz bevor das Turnier mit Sekouira und Seattle Slew anstand hatte ich mit Truth ein abschließendes Training bei meiner Trainerin, nachdem ich Truth vorgeritten war, stieg Cooper auf meine Trainerin gab ihr etwas Unterricht und gab ihr Tipps für das weitere Training.
      Als endlich das Abschließende Training vorbei war hatten die Pferde Pause, ich trainierte währenddessen eins meiner Pferde, es scheute und ich verstauchte mir den Knöchel nachdem ich runtergefallen war. Für das Turnier war das eine Katastrophe, ich viel aus und wir hatten keinen auf die Schnelle der mich vertreten konnte. Ich fragte schnell herum und in letzter Minute konnte eine meiner Reitschülerinnen einspringen. Zwar fuhr ich mit zum Turnier aber reiten konnte ich schlecht. Maren die mich vertritt saß nervös auf Slew, ich redete ihr Mut zu und sagte das sie es sicher schaffen wird, da er sehr gut Trainiert war.
      Während des Rittes fuhr ich mit jemandem vom Turnier von Station zu Station um den beiden zu zusehen. Am Ende des Turniertages bekamen wir die Urkunden die bestätigten das beide bestanden hatten, somit konnte Cooper alle ihre Pferde wieder nach zwei Wochen Training wieder mitnehmen.
      Am Tag ihrer Abreise half ich ihr beim Verladen und verpacken des Zubehörs, dann verabschiedete ich mich von ihr und freute mich darauf erneut von ihr und ihren Pferden zu hören.
      3494 Zeichen by AliciaFarina
    • Cooper
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      Pflegebericht | Mares and Stallions
      Der Tag auf Chattahoochee Hill's begann wie jeder andere Tag auch. Die Pferde wurden um 6 Uhr gefüttert.
      Simon und ich machten unseren Rungang und prüften die Extemitäten der Tiere. Dann wurden die einen auf die Weide gebracht, die anderen genossen ein Training in der Fühmaschine oder hatten Frühsport in den Trainingsringen. Dadurch das die Pferde eigene Reiter und Pfleger haben, konnten wir sicher stellen das wenn ein Problem, physischer oder psychischer Natur auftritt, wir diese sofort beheben können, ohne das es sich weiter verfestigt. Sekuoia und Smelyalata wurden erst vor kurzen gedeckt und erhielten somit Fohlenpause. Ich hatte die beiden heute Morgen untersucht und sie schienen beide Fit zu sein. Nach der morgendlichen Routine erhielt ich von jedem Pfleger Auskunft über den Zustand unserer Pferde und dokumentierte sie.
      Sajé und Sorayia erhielten heute Konditionstraining, Deadly Ambition und Felicita || durften heute zum ersten mal in den Seawalker, deswegen beschloss ich, sie selbst zu begleiten. Felicita mochte den Seawalker und empfand das Training als sehr angenehm, jedoch ließ ich das Tempo nicht steigern und ließ auch den Strick dran damit wir, falls sie Panik bekommt, Kontrolle über sie hatten. Ambition fand das alles nicht sehr toll. Sie konnte die Situation nicht einschätzen und verfiel in große Hysterie. Wir beschlossen somit das Training doch an Land fortzusetzen. Da sie aber ein Springer war wurde sie auf dem Platz trainiert. Cryfirra war einer der großen Nachkommen von Affirmed. Sie erhielt heute Morgen schon Training und konnte am Nachmittag entspannen. Auch sie ist noch sehr jung, erzielte jedoch schon deutliche Erfolge. PFS' Phaeleh ist im gleichen Alter wie sie und gewann bis jetzt nur erste Plätze in Sprintrennen. Die zwei wurden als Paar trainiert, welches ich heute mit einer Stoppuhr und einen außenstehenden Trainier beobachtete und leitete. Lethal Combination war erst vor einigen Tagen auf CHH angekommen und befindet sich derzeit noch in der Eingewöhnungsphase. Lethal ist allgemein kein einfaches Pferd, wie uns von unseren irischen Freunden gesagt wurde. Sie sollte für die Dressur eingesetzt werden, konnte davon aber nichts umsetzen. Wir erhielten dann vor einigen Tagen einen Anruf, und boten uns die Stute zu einem sehr guten Preis an. Nun wird die Stute behandelt wie eine zweijährige und absolviert zunächst das Pre-Training.

      Bei unseren Hengsten sah die Routine genauso aus. Aikon Aszu ist einer unserer nicht englischen Vollblüter. Er ist ein arabisches Vollblut und begleitet mich schon lange. Aikon Aszu war eines der ersten Pferde die ich mir zugelegt hatte. Damals gab es unseren Rennstall von nicht. Ich hatte ihn damals schon auf vielen Rennen gesehen und war geschockt als er zum verkauf stand. Durch ein Sehnenverletzung wurde er schnell aussortiert. Unser Glück ihn bei uns zu haben. Seine Verletzung ist nun vollends geheilt, jedoch läuft er nur noch in Dressur und dient als Deckhengst für Interessierte. Aszu war heute im Seawalker.

      London Grammar war für uns ein schwieriger Kandidat. Wir sind auf Rennen spezialisiert, jedoch war unser Schimmel in recht vielen Disziplinen begabt. Um dies zu fördern anagierten wir einen speziellen Trainer. Heute hatte Grammer Tempotraining, das ich ebenfalls ein bisschen beobachtete um Fortschritte zu dokumentieren. Eines unserer älteren Pferde Odyn diente uns heute als Leithengst im Pre-Training und gab den unerfahrenen Pferde somit ein bisschen Sicherheit. CHH' Chroma hatte ich besonders unter Beobachtung. Er war in der ersten Woche des Pre-Trainings uns hatte den Tag voll zu tun. Ich lobte den Schecken als die Gelegenheit kam und freute mich darauf ihn laufen zu sehen. Mit Simon lief ich dann über das Gelände. Wir besprachen die anstehenden Aufgaben und trennten uns dann. Er war heute dabei Pferde für Turniere anzumelden und machte neue Trainings und Fütterungspläne. Ich ging weiter um den Pflegern und Trainern beiseite zu stehen. Losco ist einer unserer größten Vollblüter und hatte heute Tempotraining gemeinsam mit CHH' Ian und unserem neuen Marwari CHH' Jeevan. Ich beobachtete die drei, untersuchte sie nach dem Training nochmal und dokumentierte die Fortschitte. Vor allem Ian hatte einen sehr guten Tag. Glücklich mit den dreien ging ich auf die Suche nach Light Up Hell. Der junge Hengst war grade aus dem Pre-Training raus und sah in Bestform aus. Ich besuchte ihn auf der Weide und streichelte ihn für eine Weile. Zwischendrin wurde ich angerufen. Es war einer unserer Trainer, er arbeitet grade mit CHH' Guinness und Nour. Leider hat Guinness die letzten Monate keine großen Erfolge erzielt. Deshalb hatten wir für ihn einen sehr speziellen Trainingsplan erstellt und freuten uns auf das Ergebnis. Ich schaute bei dem Training kurz rein um sicher zu stellen das wir den Hengst nicht überforderten. Guinness schien aber Spaß zu haben und meckerte nicht. Ich lobte ihn und suchte Simon.
    • Cooper
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      Pflegebericht | Mares
      Ein weiteres Jahr auf Chattahoochee Hill’s neigte sich dem Ende zu und ein neues Jahr begann. Anders als die anderen Jahre hatten wir dieses Jahr nicht wirklich vorgeplant, wir ließen alles auf uns zu kommen. Das einzige interessante war, dass wir mit dem Gedanken spielten Chattahoochee Hill’s umzubenennen, aber ich befand mich mit dieser Entscheidung in einem Zwiespalt und ging davon aus, dass es sowieso so bleiben würde wie es ist. Zudem würden einige unserer Jungpferde bald an den Start gehen und an Wettbewerben teilnehmen und unser Stall füllte sich langsam mit Zuchtfähigen Tieren. Die Klinik lief mäßig gut, aber da das nicht unsere Haupteinkommensquelle ist, ist das auch nicht schlimm.

      Nachdem ich den Tag davor mich um die Fohlen von Chattahoochee Hill’s kümmerte, waren nun die Stuten an der Reihe. Insgesamte hatte ich im Stutenstall neun Tiere zu versorgen, deshalb fing mein Morgen auch um 5:30 an. Zunächst half ich den Mitarbeitern bei den Stalltätigkeiten aus und tauschte mich danach allgemein mit ihnen ein wenig aus während die Tiere ihre üblichen Trainingseinheiten liefen. Ich optimierte mit dem Team die Fütterungen und Traininspläne. “So müsste es jetzt passen” sagte ich motiviert und freute mich. Da es unmöglich ist alle 9 Stuten auf einmal zu bewegen entschied ich mir dazu zwei Mitarbeiter zu schnappen.
      Nach der Fütterungspause und dem etwas gekürztem täglichen Training sattelten wir Glamour of Death, Sekuoia und Smelyalata. Grundsätzlich war Dee noch nicht offiziell eingeritten, jedoch hatte sie mit einem Reiter ohne Sattel kein Problem, was ich natürlich nutze. Es war immer noch sehr kalt und wir achteten sehr darauf die Pferde und uns warm einzupacken. Zudem wollten wir keine Route laufen wo es vereist sein könnte, weshalb wir auch nach knapp ein und halb Stunden wieder die Heimkehr antraten. Für die restlichen 6 Stuten, Sajé, Deadly Ambition, Felicita ||, Cryfirra, PFS’ Phaeleh, Lethal Combination und Sorayia entschied ich mich für eine gute Stunde englisches Reiten. Natürlich teilte ich alle auf einige Mitarbeiter auf, somit konnte alle zusammen in der Halle bewegt werden. Alle Mitarbeiter auf CHH hatten Reiterfahrung, das war aber kein wirkliches Einstellungskriterium. Ich freute mich einigen etwas beibringen zu können und darauf das sie Erfahrung mit den verschiedensten Charakteren machen konnten.

      Im Anschluss ließ ich alle Mitarbeiter ihren wohlverdienten Feierabend machen und nahm mir die Zeit entspannt die sechs Stuten zu putzen. Somit konnte ich auch mit ihnen noch eine ruhige Minute verbringen, welche ich sehr genoss. Zudem war CHH an diesem frühen Nachmittag sehr sehr ruhig, was mir vor allem nach dem stressigen Neujahrsanfang sehr gut tat.
    • Cooper
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      Pflegebericht | All Horses!
      „Wenig Zeit, wenig Zeit“ sagte ein Mitarbeiter genervt zu mir und verdrehte die Augen, als ich genau diese Worte sagte. Ich ignorierte den Vorfall, würde aber keinen zweiten mehr dulden, obwohl er Recht hatte und ich auch mit der Größe die CHH in den letzten Jahren angenommen hat, überfordert war. Ich überlegte mich demnächst zu verkleinern, eventuell mich auch komplett zurückzuziehen. Diese Entscheidung war aber noch unschlüssig.

      Ich besuchte erst die Fohlen, Newton, CHH‘ Primary Secession, Aywy und Cyoue. Ich streichelte alle einmal durch, schrieb neue Daten in ihr Buch und ging sofort weiter in den Stutenstall.

      Dort stand Glamour of Death, Sekuoia, Smelyalata, Sajé, Deadly Ambition, Felicita ||, Cryfirra, PFS‘ Phaeleh, CHH‘ Lethal Combination und Sorayia. Auch bei ihnen ging ich Box für Box durch, schaute mir Grob ihren Zustand an, ließ mir Leistungen sowie Komplikationen und physische Probleme Berichten. Ich gab jeder Stute einen Apfel, notierte alles in die individuellen Bücher und rannte zu den Hengsten, da ich erneut im Zeitdruck stand. „Ich werde den Tierarztjob aufgeben müssen. Zumindest im Ausland“ sagte ich leise zu mir selbst. Aikon Aszu, London Grammar, Odyn, CHH‘ Chroma, Losco, CHH‘ Elhae, Light up Hell, CHH‘ Guinness, CHH‘ Ian und CHH‘ Jeevan standen auf meine Anweisung hin ebenfalls alle in der Box. Auch hier ging ich die Prozedur wie bei den Stuten durch. „Ich weiß, etwas Herzlos“ sagte ich traurig als eine treue Trainerin der Hengste vorbei lief. Sie schüttelte den Kopf und sagte „Ich werde immer hinter dir stehen, das weißt du. Es ist doch vollkommen nachvollziehbar das auf lange Dauer eine Tierklinik auf der kompletten Erdkugel zu viel wird. Vor allem wenn man sich auch noch einen Namen gemacht hat. Lass die Leute doch hier her kommen wenn sie unbedingt dich als Ärztin haben wollen und nimm nicht unlimitierte Aufträge an sondern reduziere sie auf ein paar im Monat“. Ich schaute sie an, lächelte, bedankte mich und nahm sie in den Arm. Sie hate auch Grundsätzlich einfach recht.

      Die letzte Station war für mich der Stall der Showhorses. Dort standen Quiet Giant, Kholáya und Siropón. Sie waren alle sehr gut trainiert und auch Kholáya hatte Muskelmasse aufgebaut. Ich lobte die Trainer die für diesen Abteil zuständig waren und gab ihnen den Wohlverdienten Mehrlohn. Erneut inspizierte ich alle Tiere und notierte die Daten.

      Zum Ende rief ich alle zu einem Teamgespräch.
    • Cooper
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      Pflegebericht | Stuten
      „Der Regen endet wohl nie“ dachte ich und drehte mich nachdem der Wecker klingelte doch noch mal um, obwohl ich das eigentlich nicht wollte. Die Motivation, die ich gewonnen hatte, war von innerhalb einiger Stunden einfach verpufft. Dennoch hatte ich mit fest vorgenommen heute bei den Stuten vorbeizuschauen und bei allen wenigstens die Fellpflege durchzuführen. Das Wetter war dabei nicht hilfreich. Mein Wecker klingelte erneut. „Schnauzte“ sagte ich und haute auf die altmodische Uhr. Ich fragte mich selbst warum ich so mies drauf war, versuchte das aber irgendwie zu ignorieren und machte mir dann Frühstück. Mudge rannte fröhlich an mir, auf der Treppe vorbei.

      Nachdem ich den Border Collie versorgte hatte, setzte ich mich mit einer Tasse Tee an den Laptop und regelte erneut einige Turnieranmeldungen, Verkäufe und Wettbewerbe. Zudem auch Rechnungen, da es Monatsende war. Die neuen Klamotten der Mitarbeiter waren auch schon da. Zudem bestellte ich auch Futter vom Bauern nach. Dieser heiterte tatsächlich durch ein sehr herzliches Telefonat mein morgen ein wenig auf. Ich bemerkte das ich heute so nicht arbeiten konnte und nahm mir doch noch einige Stunden, um alles mit mir selbst auszumachen. Somit fiel die Fütterung und auch das morgentlicher Renntraining für mich aus. Dies ersetze ich mitlesen, Musik hören und Sport machen. Mir ging es tatsächlich nach der etwas anderen Morgen Routine etwas besser und beschloss die Stute mittags zu besuchen.

      Ich hielt mein Wort und ging gegen zwölf in den Stall der Stuten. Hier blickten mich viele acht neugierige Köpfe an. Ich schmunzelte und nahm zunächst PFS‘ Phaeleh und Sajé aus dem Stall. Wenn man ‚Eleh‘ wie wir sie nennen, ansah, dachte man immer noch sie sei ein Fohlen. Sie besitzt ein sehr junges Gesicht, auch ihre Art sich zu bewegen war sehr jugendlich. Bei Rennen ist die Stute für uns als Steher unterwegs und erzielte bis dato nur erste Plätze. Was bei der Herkunft aber auch nicht verwunderlich war. Die Overostute schaute mich an. „Jaaa, hier“. Ich gab ihr eine Karotte und fing dann mit der Fellpflege an. Das Langhaar bürsten mochte sie gar nicht, aber Bestechung funktionierte bei ihr ganz gut. Hin und wieder erschrak sie vor Schatten und Dingen die eigentlich nicht da waren. Was mich zum lachen brachte. Sajé die geduldig wartete schaute sie zwischendurch ein wenig verwundert an. Ich setzte Eleh in den Trainer und ging dann über zu Sajé. Die Marwaristute war mittlerweile zur Zucht zugelassen, hatte aber noch keine Nachfahren, welche aber für das Frühjahr geplant sind. Die Stute ist für uns im Galopprennen, in der Dressur und im Springen. Ihre beste Disziplin ist jedoch das Distanzrennen, welches auch zu ihrer Rasse passt. Die Sabinostute genoss das Pflegeprogramm. Als Abschluss ritt ich sie ein wenig in der Halle ohne Sattel. Da ich so lange nicht mehr auf einem Marwari saß, hatte ich schon vergessen wie schön es ist. Die Gangarten sind zwar ähnlich wie zum englischen Vollblüter, dennoch aber anders. Sajé war aber vom Wesen her auch eine sehr ruhige und hörige Stute, was die eine Stunde zu einer regelrechten Meditationsstunde machte. Dann wechselte ich zu Cyfrra. Die Palominofuchsstute liebte ebenfalls die Pflegeeinheit, fand aber die Longeneinheit blöd und verhielt sich dementsprechend.

      Nach einer kurzen Pause holte ich Sorayia und Smelyalata aus den Boxen. Ich bemerkte das im Stall die Farben abgingen und setzte dies direkt auf die Bearbeitugungsliste. Auch bei diesen beiden Stuten führe die das Pflegeprogramm durch und hatte sie dann beide zusammen in der Halle Auslauf gegeben. Danach wurden sie zum Training abgeholt. Die nächsten zwei waren beide zur Zucht zugelassenen Vollblutstuten. Sekuoia und Glamour of Death. Sekuoia hatte schon einige Nachfahren und viel mehr würden da auch nicht mehr kommen. Dee, wie wir sie nennen, hingegen hatte noch keine. Aber auch bei ihr war dies für im Frühjahr geplant. Die Stuten waren vom Wesen her auch relativ unterschiedlich. Dee hatte gar keine Lust auf irgendetwas und die ganze Prozedur, bis auch das Reiten, stellte sich als sehr schwierig heraus. Sekuoia genoss die Aufmerksamkeit und freute sich anscheinend vor allem auf die Belohnungen. Ich lobte beide Stuten bis auch diese dann zum Training genommen wurden. Zuletzt war noch die neue Stute ‚Flúx‘ übrig. Viel hatte ich mit der Füchsin noch nicht gemacht, wusste aber schnell das die sehr kontaktfreudig war und entsprach vom Wesen her nicht dem typischen Vollblut. Ich beschloss mit ihr eine Binungseinheit durchzuführen die sehr erfolgreich war. Auch sehnte sich die Stute nach Streicheleinheiten, die ich ihr auch gab.
      Zufrieden mit meiner geleisteten Arbeit pfiff ich nach Mudge und lief dann ins Haus als die Dämmerung eintritt.
      3987 Z. | ohne Leerzeichen | by Cooper
    • Cooper
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      Pflegebericht | Stuten
      April 2020


      Einleitung
      Zwei Monate waren vergangen in den ich recht viel mit der Planung und mit der allgemeinen Verwaltung von Chattahoochee Hill’s beschäftigt war. Ich tätigte Videokonverenzen mit Partnern für die Tierklinik und ließ das Erneuern was erneuert werden musste. Zudem kam die Fohlenzeit immer näher und ich hoffte das die diesjährigen Planungen erfolgreich sein würden.
      Leider hatte ich sehr wenig, meiner Meinung nach, viel zu wenig, Zeit im Stall und mit meinen Pferden verbracht. Es machte mich traurig das die Organisation so viel Zeit in Anspruch nahm. Ganz unschuldig war ich aber nicht. Ich schob die letzten Monate auch einiges auf. Und das musste dann eben nachgeholt werden. Ende April war ich nun auf dem Stand, auf den ich sein muss. „So, jetzt darf ich nicht wieder irgendwas aufschieben“ sagte ich zu mir selbst.​


      Nachdem ich am gestrigen Tag bei den Fohlen vorbeischaute, war es nun heute Zeit für die Stuten. „Morgen geh ich dann zu den Hengsten und dann zu den Showhorses“ sagte ich in der morgendlichen Teambesprechung, an der ich seit einigen Wochen mal wieder teilnehmen konnte. Ein Kaffee später machte ich mich dann auf den Weg zu Sajé, Glamour of Death, Smelyalata und Sekuoia. Die zur Zucht zugelassenen Stuten grasten derzeit auf der Weide. Ihr Training war schon beendet. Da es alles Tiere waren zu den ich eine relativ starke Bindung hatte, musste ich nicht nach ihnen rufen. Sekuoia war die erste die mich entdeckte und kam sofort angetrabt. Der Rest lief dann automatisch hinterher. Die Begrüßung war dementsprechend chaotisch. „Keine Sorge, jeder kommt dran“ lachte ich. Ich verbrachte ein bisschen Zeit mit den Stuten und aktualisierte ihr Buch. „Ihr scheint alle wohlauf“ sagte ich zu mir selbst und dokumentierte. Es stand einiges an medizinischen Untersuchungen an, aber das war ja kein Problem. Zurzeit waren Sekuoia und Smelyalata trächtig und deshalb unter spezieller Beobachtung. Ich genoss eine Weile die Sonne und statte dann Cryfirra, PFS‘ Phaeleh, Flúx, CHH‘ Primary Secession einen Besuch ab. Auch diese hatten sich gut entwickelt und Probleme gab es laut Berichten auch nicht. Flúx hatte des Öfteren großen Erfolg im Synrochspringen, was mich sehr freute. Auch hier dokumentierte ich nach und plante weitere Turniere. Die nächsten zwei Tiere waren Seoki und Siúil A Rún. Beide waren recht neu auf Chattahoochee Hill’s und ich hatte mit ihnen bedauerlicherweise noch nicht viel Kontakt. Seoki war ein Schimmel auf die wir lange gewartet hatten. Wir hatten oft Angebote abgelehnt, bei ihr passte aber alles. Si hatte das Silvergen um welches wir uns ebenfalls sehr bemüht hatten. Auch bei ihnen dokumentierte ich die Aktivitäten und führte eine kleine „Kennlern- Runde“ durch. Auch die nächsten drei Stuten waren beide etwas besonderes und ebenfalls neu auf Chattahoochee Hill’s. Amplitude und Sweet Disaster und Northern Downpour. Ihr Buch war noch nicht angelegt worden, deshalb verkroch ich mich ins Büro und erstellte ihr Buch zum Dokumentieren. Nach einem weiteren Kaffee stolzierte ich mit den Büchern unter den Arm zurück und trug die ersten Aktivitäten ein. Auch mit ihnen führte ich kleine Übungen zum Kennenlernen durch. Die letzte Stute Cyou wartete schon gespannt in der Box. Das junge Tier freute sich sichtlich über meine Anwesenheit. Ich nutzte die Gelegenheit und das angenehme Wetter für einen kleinen Ausflug in den Wald. Mudge spürte regelrecht das ich das Geländer verlasse und kam nach einigen Minuten hinterhergerannt. Ich hörte ihn schon vom weiten. Seine Pfoten stampfte auf den Waldboden. „Ich wusste das du kommst“ sagte ich als er da war und streichelte ihn als er durch meine Beine schlängelte.

      Nach dem Ausflug brachte Cyou zurück auf die Weide und schaute mit dann das Training anderer Pferde an. Gegen Abend telefonierte ich dann mit dem Zuchtverband „NativeBreed“ da wir eine Kooperation für die Tierklinik im Hinblick auf Genetik planten. Der Tag endete dann mit einem Buch und für meine Verhältnisse frühes zu Bett gehen.

      3362 Zeichen | by Cooper
    • adoptedfox
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      CHH’ Mr. Buckminster | Sorayia | CHH’ Fleeing Skipping Stone | CHH’ Mahduri | Tag, you’re it!
      CHH’ Comeath | CHH’ Zéniba | CHH’ Stanley | Newton | Aywy
      Sajé | Glamour of Death | Smelyalata | Sekuoia | Cryfirra
      PFS’ Phaeleh | Bear Brooks Denahi | Flúx | CHH’ Primary Secession | Seoki
      Siúil A Rún | Amplitude | Sweet Disaster | Northern Downpour | Cyoue
      London Grammar | Losco | Aikon Aszu | CHH’ Elhae | CHH’ Chroma | Mellow
      CHH’ Ian | CHH’ Guinness | CHH’ Jeevan | CHH’ Polychromed Biosphere | Élon
      Percy | Wilfred | Quiet Giant | Pudgy | Liav HMJ 4549

      Die letzten Tage des Sommers vergingen wie im Flug. Ich sog die frische Luft des Morgens tief ein und machte mich, mit einem lachenden und einem weinenden Auge, auf den Weg zu den Pferden. In zwei Wochen würde mein Praktikum auf den Chattahoochee Hill’s enden. Ich würde vieles hier vermissen, doch ich freute mich auch schon auf meine bevorstehende Ausbildung als Trainerin. “Guten Morgen!” rief ich in den Stall und half dabei die Pferde auf die Weiden und Paddocks zu bringen. Sekuoia, Flúx und CHH’ Guinness blieben als einzigste im Stall zurück. Nach einer kurzen Besprechung in der Sattelkammer trennten sich die Wege der Pfleger und Trainer in verschiedene Richtungen. Bevor ich mich meinen Aufgaben widmete, ging ich an den Zaun der großen Weide und beobachtete eine Weile die Pferde. “Sei nicht traurig. Wer weiß, vielleicht sitzt du in ein paar Jahren selbst am Schreibtisch und planst das Training der Pferde hier.” munterte Cooper mich auf und stieß mir ihren Ellenbogen sanft in die Rippen. Ich lächelte.
      “Vielleicht hast du Recht.”

      17. September 2020 - Pflegebericht - 1046 Zeichen
    • Sammy
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      Pflegebericht für alle Pferde
      24. Mai 2021

      Gähnend schlug ich mit dir Hand nach dem Wecker, der ein nervtötendes Piepsen von sich gab. Ich hatte geschäftlich in Kanada zu tun gehabt und Cooper hatte mich gebeten, einige Tage bei ihr auszuhelfen. Allerdings war ich erst gestern angekommen und der Jet Lag machte mir zu schaffen. Dennoch gab es viel zu erledigen, als atmete ich tief ein und sprang mit einem Satz aus dem Bett. Ansonsten würde ich mich doch wieder in die kuschelige Decke wickeln und weiterschlafen.
      Zuerst betrat ich die Stallungen der Stuten. Cooper hatte einige wirklich schöne Pferde auf ihrem Hof, unter anderem die wunderbare Red Roan Stute Bear Brooks Denahi, für die ich selbst einmal ein Kaufangebot abgegeben und die ich sogar schon trainiert hatte. "Hallo mein Mädchen, na wie geht es dir?", fragte ich das junge Pferd, während ich ihm zärtlich über die Blesse strich. Cooper's Pfleger würden in einigen Minuten hier auftauchen und meine Aufgabe war es eigentlich nur, alles zu überwachen und zu koordinieren. Dennoch genoss ich die morgendliche Ruhe auf dem Gestüt. Neben Denahi stand eine weitere wahre Schönheit. Nach einem Blick auf das Boxenschild wusste ich, dass es sich auch hierbei um ein reinrassiges englisches Vollblut namens Siúl A Rùn handelte. Ich hielt der erst fünfjährigen Stute meine Hand hin und sie näherte sich zögerlich mit gespitzten Ohren. Als ich ihre Stirn kraulte, schmiegte die Stute ihren Kopf an meine Hand. Ich lief weiter die Boxenreihe entlang und wiederholte dabei den Namen jeder Stute, an der ich vorbeikam. Da gab es Sajé, eine auffällig gefärbte Marwari-Stute, Glamour of Death, die ich bereits als Fohlen bewundert hatte, Smelyalata, Sekuoia, Cryfirra, PFS' Phaeleh, die vom bekannten Vollblutgestüt in meiner Nachbarschaft stammte, Flùx, CHH' Primary Secession, Seoki, Amplitude, Sweet Disaster, Northern Downpour und Cyoue. Ich sah mich um, entdeckte die Tür zur Futterkammer und besah mir die Futterpläne der Pferde. Die Pfleger sollten sich zwar eigentlich mit ihren Schützlingen auskennen, aber das Cooper mir die Verantwortung für ihre Vierbeiner übertragen hatte, nahm ich sehr ernst.
      Als ich zu den Stallungen der Hengste ging, kamen mir die ersten Pfleger entgegen. Ich grüßte alle freundlich, stellte mich kurz vor und ging dann mit einem Teil von ihnen zu den Hengsten. Die elf stattlichen Hengste Mellow, Èlon, CHH' Polychromed Biosphere, London Grammar, Losco, Aikon Aszu, CHH' Elhae, CHH' Chroma, CHH' Ian, CHH' Guinness und CHH' Jeevan warteten bereits ungeduldig auf ihr Frühstück. Alle Pferde hatten eine zweitägige Trainingspause weshalb die übliche Morgenarbeit der Vollblüter heute ausblieb. Als ich mich davon überzeugt hatte, dass sowohl Stuten als auch Hengste gut versorgt waren und ein paar alte bekannte unter den Vierbeinern begrüßt hatte, ging ich weiter zu den Jüngsten Bewohnern des Hofes - Coopers Fohlen. Auch hier wurde Coopers Zuchtziel sehr deutlich. Neben den beiden Marwaris CHH' Mahduri und CHH' Zéniba, gab es die Angeloaraber Stute CHH' Aywy und die fünf englischen Vollblutfohlen CHH' Fleeing Skipping Stone, Tag, you're it!, CHH' Comeath, CHH' Stanley und Newton. Die Fohlen fütterte ich selbst, da die Pfleger noch damit beschäftigt waren die Stuten auf die Weiden zu bringen. Blieben nur noch die beiden Rentner CHH' Mr. Buckminster und Sorayia sowie die Showpferde Percy, Wilfred, Pudgy, Quiet Giant und Liav übrig. Bei Letzterer ließ ich mir besonders viel Zeit, da ich das schöne Stütchen damals beim ersten Horse Makeover trainiert hatte. Es war eine aufregende, aber auch anstrengende Zeit gewesen. Dennoch wollte ich sie um nichts in der Welt missen.
      Schließlich riss ich mich von Liav los und begab mich ins Büro, um die nächsten paar Tage zu planen. Immerhin sollte Cooper ihren Hof im besten Zustand vorfinden, wenn sie zurückkam.​
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  • Album:
    |CHH Mares|
    Hochgeladen von:
    Cooper
    Datum:
    25 Juli 2018
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    Kommentare:
    10
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    Sekuoia
    Seekuh
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    Exterior

    Rasse Englisches Vollblut
    Herkunft England
    Geschlecht
    Alter 9

    Stockmaß 162cm
    Deckhaar Dunkelbrauner
    Langhaar schwarz
    Abzeichen Blesse
    vr [x] | vl []| hr [x] | hl [x]


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    Interior

    nervenstark | menschenbezogen | hörig

    Charakter/ nature
    Sekuoia stammt von guten Eltern, sie ist eine relativ ruhige Stute und
    beherrscht die Rennbahn, sobald sie diese betritt.
    Sie verhält sich gegenüberanderen Pferden zurückhaltend,
    strahlt jedoch genug Autorität aus, sodass sie keine Probleme hat.
    Sich zu verteidigen fällt ihr auch nicht schwer, da sie es deutlich genug
    signalisiert, wenn ihr etwas nicht gefällt.
    Sie zu reiten ist ebenfalls nicht einfach, sie braucht einen erfahrenen
    Reiter und jemanden, der sie gut führen kann und deutlich sagt,
    was von ihr verlangt wird. Vom Menschen ist sie nicht distanziert,
    lässt sich aber nicht gerne von vielen Leuten anfassen.
    L
    aute Geräusche, große Gegenstände, fremde Menschen
    und Straßenverkehr lösen bei ihr keine Probleme aus.
    Sie ist sehr auf ihre Bezugsperson fixiert, tut sich jedoch nicht schwer damit,
    ohne diese klar zu kommen. Sie ist dann nur etwas
    unruhig und wartet sehnlichst darauf, diese wieder im Blickwinkel zu haben
    .

    Beschreibung/ description
    Vorgesehen ist Sekuoia als Zuchtpferd, nachdem sie an Körungen und Turnieren
    erfolgreich teilgenommen hat und über eine fortgeschrittene Rennausbildung verfügt.
    Sie ist gegenüber Fohlen – so, wie es eine Stute sein soll – liebevoll und fürsorglich, dies
    zeigt sie bei den Fohlen, die bei mir ebenfalls im Stall stehen.
    Wegen ihrer guten Grundfarbe und Herkunft wird sie hoffentlich in der Zucht
    viele Erfolge erzielen können.


    Sozialverhalten/ social behavior

    1 (schwierig)-5 (unproblematisch) points
    herd [5] | conspecific [3] | towards humans [4]

    Problematiken/ Ängst
    ohne Bezugsperson zu sein
    zu viele Menschen


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    Breed Information

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    |SK 439|

    Nachkommen
    CHH' Elhae | CHH' Primary Secession
    Gencode Aa Ee

    Besitzer Cooper Chattahoochee
    (User: Cooper)
    VKR Cooper
    Ersteller Stelli
    Zucht CHH

    Ancestry
    aus der♀ Pirate Island
    von
    aus der


    von♂ Aestas Amor

    von
    aus der

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    Achievements & Qualifications
    eligbility: Rennen | Distanz | xxx
    Distanz E A L M S S* S** S***
    Rennen E A L M S S* S** S***

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    Grinds & Successes

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    277 Galopprennen | 280 Galopprennen


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    Training & Educational State
    Fohlen ABC [] | Eingeritten [x] | Rittigkeit [2] | Gelassenheit [4]
    Ängste Bei Abwesenheit von Bezugspersonen unsicher
    1(schwierig)-5(unproblematisch)
    Halftern [5]
    Trensen [5]
    Satteln [3]
    Führen [4]
    Putzen [4]
    Anfassen [3]
    Ladefromm [2]
    Schmiedefromm [5]

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    Health Condition
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    (TA + HS) Verzeichnis

    Chronische Erkrankung: Rückenbeschwerden
    Akute Erkrankung:

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