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Svartur

SD's Simble Jacson I Trakehner I Hengst

SD's Simble Jacson I Trakehner I Hengst
Svartur, 27 Apr. 2015
    • Svartur
      Alte Berichte
      Catalina Simple Jacson, A-Dressur
      Direkt nach Firestone ging es weiter mit dem Trakehnerhengst Jacson. Der war bereits gerade bewegt worden und musste somit nicht gesattelt werden. Der Braunschecke wirkte sehr schmuck in seinem Dressursattel, und auch die blaue Schabracke unterstrich sein Äußeres. Der Hengst war nicht zaghaft, als ich ihn nachgurtete und schnappte nach Luft. Etwas langsamer zurrte ich nun die Steigbügel in die passende Länge und kraulte den Mähnenansatz des Trakehners. In der Halle saß ich auf, gab ihm mit einem sanften Druck in den Bauch zu verstehen, loszugehen und wärmte meine Arme dabei auf. Auch ohne die Zügel fest in der Hand zu haben befolgte er meine Schenkel- und Gewichtshilfen, wechselte die Hufschläge an den langen Bahnseiten wie ich es wollte und schaffte es auch, bei A auf den Zirkel zu gehen. Dann aber nahm ich die Zügel auf und brachte ihn wieder auf den Hufschlag, da er bereits auf die rechte Hand abbiegen wollte.
      Es folgten Beugungsübungen für die Vorderbeine, Schritt- und Tempowechsel. Besonderen Wert legte ich auf den Leicht- und Normaltrab, den viele auch Mitteltrab nennen, obwohl der Mitteltrab geschlossener war. Die Anlehungen der A-Dressur beherrschte der strikte Hengst bereits, so bog er sich schon bei den Biegungen auf den Zirkeln, auch in den Ecken konnte er gelassen seinen Kopf abnicken. Als diese Phase vorbei war, führte ich ihn im Trab an die einfachen Lektionen der A-Dressur heran, darunter gehörten Bahnfiguren wie Volten, Schlangenlinien, Zirkel, aber auch Bahnwechsel. Die Zirkel klappten im Trab so schon sehr gut, daher waren auch die Volten kein Problem. Nur die Umstellungen auf kleinere Kreisbahnen war etwas schwierig. Der Dressurhengst wollte häufig ausbrechen, aber ich war dagegen gewappnet und stand auf, sobald ich spürte wie er sich aus der Bahnfigur herausreißen wollte. Nach einigen Wendungen hatte er sich dies aus dem Kopf geschlagen und kaute stattdessen auf dem Mundstück, während ich ihn in lockeren Sätzen Schlangenlinien reiten ließ.
      In der nächsten Ecke dann saß ich aus, richtete meinen Rücken auf und gab Jacson Galopphilfen, die er auch sofort in die Tat umsetzte. Er hatte den gut durchsitzbaren Galopp gut drauf. Die erste Runde ließ ich ihn nur Kopf voraus reiten, damit ich ein Gefühl für den Hengst entwickeln konnte, und wie er galoppierte. Da er sehr flott dabei war, musste ich die Zügelhilfen sehr schnell geben, um ihn einfache Schlangenlinien reiten zu lassen. Er streckte den Hals sehr weit nach vorne, daher nahm ich in der Ecke die Zügel mehr auf aber nicht zu viel, um seine Halsmuskulatur nicht zu überanstrengen. Das wäre sehr schädlich und gäbe definitiv keine Punkte bei einer Dressurkür. Auch das Zirkeln klappte sehr gut, musste aber einstudiert werden, da er den Bogen sehr groß umschrieb. Das wurde nach und nach korrigiert. Am Ende konnte er abtraben und ließ dabei auch den Kopf hängen, schnaubte und schaute gelegentlich hoch. Danach gab ich ihn wohl zufrieden in Rangas Hände. Ich musste heute noch anderes erledigen.
      Simple Jacson hat erfolgreich die A-Dressur Qualifikation erreicht.

      Ranga
      Sammelpflegebericht
      (Falona * Celebrity Girl * Bijou * Simble Jacson * Go Solo * Firestone)
      Am frühen Morgen wurde ich von den Vögeln des Westerwaldes auf dem Bett gezwitschert. Ich schleppte mich aus dem Bett in das Bad. Nachdem ich mich fertig gemacht hatte, setzte ich mich an den Frühstückstisch und nahm die wichtigste Mahlzeit am Tag zu mir. Eine schale Müsli und ein Brot mit Käse, Gurke und Tomate für unterwegs. Ich schlüpfte in meine Arbeitsschuhe und lief zum ersten Stall rüber. In dem ersten Stall standen vier Trakehner, darunter auch zwei Fohlen. Ich nahm eine Schubkarre und befüllte diese mit Heu und den anderen Futtereimern und drehte die Runde durch den Stall. Denn auch die Vierbeiner brauchten Ihr Frühstück. Aufgeregt scharrten Sie mit Ihren Hufen das Stroh auf und klapperten gegen die Box. Nachdem ich das Heu und Müsli verteilt hatte ging ich in die zweite Stallgasse. Zu den Freibergern. Leider war diese Stallgasse noch nicht so befüllt, doch ich hoffte das würde noch werden. Bisher steht hier nur die Fuchsstute Firestone und der neu dazu gewonnene Hengst Go Solo. Auch in dieser Stallgasse verteilte ich das Futter. Die Trakehner Bijou, Simble Jacson, Falona und Celeberity Girl durften jetzt fertig sein mit dem Frühstück. Ich ging zunächst zu Bijou und nahm ihn aus der Box. Ich putzte Ihn gründlich und führte Ihn dann in die Führmaschiene. Er war ein unheimlich liebes Pferd. Nie würde er einer Fliege was zu leide tun und auch hier hoffte ich, das ich eines Tages mal Nachwuchs von Ihm ernten könnte. Nachdem ich Bijou nun eine Aufgabe gegeben hatte, ließ ich Falona und Celebrity Girl in der Dressurhalle etwas laufen und Simble Jacson holte ich ebenfalls aus der Box und putzte ihn gründlich. Dann legte ich Ihm die Longiersachen an und ging mit Ihm in den Roundpen. Als erstes ließ ich Ihn ein wenig Schritt laufen zum Aufwärmen. Nach geraumer Zeit trabte ich Ihn locker an. Immer wieder wechselte ich die Seiten und ließ Ihn auch mal über Stangen laufen. Nachdem ich mit Simble Jacson fertig war durfte ich ein wenig auf die Weide. Ich holte die Fohlen wieder rein und Bijou durfte auch noch was auf die Weide. Ich ging in den Freibergerstall rüber und holte Go Solo aus der Box. Ich putzte Ihn und brachte Ihn dann in die Führmaschiene. Ich ging wieder zurück in die Stallgasse und holte Firestone aus der Box. Ich machte Sie fertig fürs reiten und ging mit Ihr in die Halle, denn heute war es mir zu windig als das ich auf dem Platz reiten könnte. Wir machten uns ein wenig im Schritt warm und konnten dann nach geraumer Zeit anfangen zu traben. Nachdem reiten ließ ich Sie noch ein bisschen Schritt laufen und brachte Sie dann auf die Weide, wo Go Solo auch hin durfte. Jetzt waren so gut wie alle Pferde auf der Weide und ich konnte endlich die Boxen ausmisten. Nachdem ich mit dem Boxen ausmisten fertig war holte ich alle Pferde wieder rein und am späten Abend bekamen sie Ihr Abendessen.
      2842 Zeichen | © Ranga


      Eddi
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      (Antalia * Majandro * Zanyah * Pezzata * Falona * Celebrity Girl * Simble Jacson * Bijou)
      Der heutige Tag begann für mich mit einem großen Auftrag, denn auf Nachfrage hatte ich eingewilligt, gleich einmal auf einen Schlag Steffies gesamten Stall unter Augenschein zu nehmen. Erst vor einer knappen Woche hatte ich ihre beiden Freibergern untersucht und heute sollte der Rest dran sein. Das hieß, dass ich meinen Vormittag ihren restlichen acht Pferden widmen würde. Ich war mir ziemlich sicher, dass wir das ohne Probleme schaffen würden. Als ich auf ihrem Gestüt ankam, war es gerade kurz nach acht und Steffie war auch schon im Stall unterwegs.
      Ich begrüßte sie herzlich und folgte ihr dann direkt mit zur ersten Box. Wir begannen mit ihren beiden Stutfohlen und als erstes war Falona an der Reihe. Mit der Hübschen würde ich wohl weniger Probleme haben, denn sie hatte eine zeitlang bei mir selbst im Stall gestanden und so kannte sie mich bereits. Problemlos ließ sie sich im Schritt und Trab vorführen, ehe Steffie sie für mich am Putzplatz festband. Zuerst warf ich einen Blick in Augen und Maul, dann hörte ich das Stütchen gründlich ab, ehe ich auch noch Genick, Rücken und Beine abtastete.
      Falona war topfit und auch die Körpertemperatur war in Ordnung. So konnte ich sie guten Gewissens impfen und entwurmen. Die Spritzen hielt Falona tapfer aus und ließ sich auch nach dem Chippen nicht entmutigen. Dementsprechend gelobt wurde sie auch und dann war sie ja auch schon fertig und durfte zurück in ihre Box. Stattdessen war direkt ihre Nachbarin Celebrity Girl an der Reihe. „Die beiden sehen sich ja verdammt ähnlich“, meinte ich lachend zu Steffie und sie nickte zustimmend.
      „Die beiden sind Vollgeschwister“, klärte sie mich auf. „Oh“, meinte ich grinsend. Nicht nur abstammungsmäßig ähnelten sie sich sehr, sondern auch was ihre Gänge und ihren Körperbau betraf. Beide besaßen ein korrektes Exterieur und würden später in Sport und Zucht sicherlich ein gutes Bild abgeben. Auch Celebrity Girl ließ sich brav untersuchen, abhören und abtasten. Nur die Impfungen fand sie gar nicht toll und Steffie musste sie mir festhalten. Dann gab es auch noch die Wurmkur und den Chip, aber dann war die kleine Stute zum Glück fertig und durfte mich verlassen.
      Nun wechselten wir zu den größeren Kalibern und als erstes führte mir Steffie ihren Hengst Simble Jacson vor. Direkt zu Anfang wurde deutlich, dass der Hengst sehr dominant war und dementsprechend hatten wir dann auch zu tun, als ich ihn untersuchte, denn das mochte er gar nicht. Dennoch war rundum fit. So wurde er geimpft, entwurmt und gechippt und durfte unter großem Theater wieder den Putzplatz verlassen.
      Als nächstes war direkt Bijou an der Reihe. Ich fand den weißen Hengst ja wunderschön und zudem war er ein wirklicher Engel. Ohne Probleme ließ er sich vorführen und dann untersuchen. Auch er war kerngesund und topfit, so wie ich es eben von Steffies Pferde gewöhnt war. Also wurde auch er geimpft, entwurmt und gechippt.
      Dieses Schema betrieben wir auch bei Steffies Privatpferden weiter, denn vier waren nun noch an der Reihe. Den Anfang machte die Kleinste: Antalia. Die Falabellastute war ganz lieb und es war witzig sie traben zu sehen. Während ich sie abhörte und abtastete musste ich mich bücken, um überhaupt an die Zwergin dran zu kommen. Das Gleiche galt auch für die Impfungen und das Chippen. Dann gab es noch die Wurmkur und schon war auch Antalia fertig.
      Als nächstes folgte der junge Majandro. Der war ja von Tierärzten nicht sonderlich angetan und von Anfang an recht misstrauisch. Dennoch ließ ich mich nicht beirren und untersuchte ihn ausgiebig, was er auch brav über sich ergehen ließ. Bei den Impfungen zuckte er ein wenig zusammen, hielt aber wunderbar still. Auch der Chip war schnell unter der Haut und Majandro entwurmt.
      Zanyah, die Araberstute machte da ein paar größere Probleme, denn sie mochte weder mich, noch Spritzen und so benahm sie sich auch. Steffie und ich hatten alle Hände voll zu tun, damit die Stute am Putzplatz stehen blieb und sich untersuchen ließ. Eine der Spritzen ging sogar ins Leere, weil Zanyah gekonnt daneben sprang, kaum zu glauben! Doch nach fast einer halben Stunde war auch die Blüterin geimpft, gechippt und entwurmt.
      Den Abschluss machte dann Pezzata, eine Lewitzerstute. Sofort war ich wieder mit neuem Interesse dabei, denn ich selber züchtete Lewitzer und es war immer interessant Frischblut anzutreffen. Pezzata war ein Falbschecke und dementsprechend hübsch. Auch charakterlich war sie wirklich sympathisch und benahm sich auch während der Untersuchung ohne Probleme. Flott war auch sie geimpft, gechippt und entwurmt und ich hatte tatsächlich Steffies gesamten Stall am Vormittag geschafft! Es war jetzt kurz nach 11 Uhr und Steffie lud mich als Dank noch auf eine Tasse Kaffee ein, welche ich nur zu gerne annahm.
      19 Apr. 2015
    • Svartur


      Ein Ende der Suche?


      „Fyyyyyyyyyynn, kommst du mal bitte?“, rief ich laut während ich vor dem Computer saß. Etwas genervt kam er zu mir und erblickte recht schnell den Grund warum ich ihn gerufen hatte. Ich hatte eine Verkaufsanzeige geöffnet, die von einer jungen Frau stammte, die bei mir bereits einige Pferde erfolgreich trainiert hatte. Sie wollte aus Zeitmangel so gut wie alle ihre Pferde abgeben, darunter auch ein Trakehner Scheckhengst, der mir durch seine auffällige Zeichnung ins Auge gesprungen war. Eigentlich hatte ich weiterhin nach einem Kumpel für Glymur gesucht, und die Anzeige erst weggecklickt, konnte dann jedoch einfach nicht wiederstehen und hatte mir die Anzeige näher angeguckt, was dazu führte, dass ich umso begeisterter von dem Hengst war. Fynn dagegen war es aktuell noch absolut nicht, eher im Gegenteil. „Warum willst du noch einen Trakehner kaufen? Wollten wir nicht eigentlich nach einem Isländer Ausschau halten? Irgendwann sind unsere Ställe voll..:“, sagte Fynn leicht verärgert. Nach einigem guten Zureden hatte er sich zumindest für eine Besichtigung bereitschlagen lassen, sodass ich die Besitzerin anrief und wir kurz darauf losfuhren und ihn anschauten. Nach einer guten halben Stunde Fahrt hatten wir das Ziel erreicht und wurden direkt von der netten Besitzerin begrüßt. Sie hatte Jacson bereits auf Hochglanz geputzt und führte uns zu ihm. Der Hengst schaute uns freundlich entgegen und genoss die folgenden Streicheleinheiten sichtlich. Wir redeten ein wenig über die Qualifikationen und Begabungen des Hengstes bevor ich anfing ihn zu satteln. Das Satteln wollte ich auf jeden Fall selbst übernehmen um eventuelle Verhaltensauffälligkeiten hierbei festzustellen. Das einzige Auffällige jedoch war ein gut sitzender Sattel und ein aufmerksames Pferd, welches jedoch brav stillstand. Fynn’s Interesse hatte der Hengst langsam auch geweckt, sodass er sich unterdessen die Hufqualität und das Gebäude des Hengstes näher anschaute. Anschließend gingen wir in die Reithalle wo ich ihn in Ruhe probe ritt, erst etwas dressurlastiger und zum Abschluss noch ein paar Sprünge. Der Hengst war sehr fein im Maul und sensibel am Schenkel, was es einerseits etwas kompliziert gestaltete ihn zu reiten aber andererseits auch ein absolutes Vergnügen war da eine kleinste Hilfe reichte und sofort reagierte Jacson willig. Zum Schluss setzte sich noch Fynn auf ihn und ritt eine kleine Runde ins Gelände um zu testen wie er sich dort verhalten würde. Nach einer guten viertel Stunde kam er leicht grinsend zurück und erzählte mir, dass alles prima war. Ich war sehr erleichtert, dass auch Fynn ihn scheinbar überzeugend fand und befand mich schon kurz danach in den Verhandlungsgesprächen mit der Besitzerin. Wir einigten uns schnell auf einen Preis und beschlossen dann Jacson sofort mir zum Gestüt zu nehmen, da wir einen Hänger dabei hatten und somit nicht zwei Mal fahren mussten. Gemeinsam verluden wir ihn, verabschiedeten uns von der Besitzerin und fuhren dann zurück nach Hause. Auf der Fahrt war Fynn noch immer etwas still, schien jedoch nicht mehr ganz so verärgert über den Kauf zu sein, schließlich würde er sicherlich auf sein Vergnügen mit dem Hengst haben und ihn auch auf dem ein oder anderen Turnier vorstellen können. Zurück am Hof luden wir Jacson sofort aus und ich brachte ihn auf eine der Koppeln neben Tasty und Bailey, mit denen er später mal zusammenstehen würde. Danach lief ich sofort zu Freya und teilte ihr mit, dass sie bitte eine Box fertig machen sollte für den Neuankömmling. Sie war sehr überrascht schließlich war kein Pferdekauf geplant gewesen doch nach einem kurzen Blick auf die Weide zu dem Hengst freute sie sich sehr auf das neue Pferd und kümmerte sich um die Box.

      Ich wollte nun auch mit der Alltagsarbeit beginnen und machte mich auf den Weg zu Glymur. Weit kam ich jedoch nicht bevor mein Handy klingelte. „Hallo Fynja, ich bin’s Jessica. Sag mal du fandest doch immer Snoppa so toll, oder?“, klang es von meiner Hufschmiedin und Freundin. „Ähm ja, wieso denn?“, entgegnete ich ihr leicht verwirrt, schließlich war die Stute immer einer ihrer absoluten Lieblinge gewesen und ich wusste nicht ganz warum sie mich anrief. „Möchtest du sie eventuell bei dir aufnehmen? Ich finde leider einfach keine Zeit für sie und sie ist viel zu schade um nicht weiter gefördert zu werden.“, sagte sie als nächstes. Das Telefonat dauerte nicht allzu lang, für mich war schnell klar, dass Snoppa zu uns ziehen würde, sie war wirklich eine bildschöne Stute und ich hatte bereits die Möglichkeit gehabt sie zu reiten, auch dort war sie einfach traumhaft. Sofort vereinbarte ich mit Jessica eine Uhrzeit um sie abzuholen und sagte dann Fynn Bescheid. Gegen die Stute hatte er absolut nichts einzuwenden, denn auch er war von ihr und ihrem Können überzeugt. Gemeinsam hängten wir wieder an und bereiteten ein Heunetz vor. Bevor wir losfuhren gab ich noch Freya Bescheid, dass sie direkt beide Boxen vorbereitete und dann fuhren wir los. Schnell waren wir am Hof von Jessica angelangt, wo uns leider nicht viel Zeit zum quatschen blieb da wir Zuhause noch alle Pferde versorgen mussten. Snoppa verhielt sich wie gewohnt brav beim verladen und stand auch während der Fahrt ruhig im Hänger. Bald waren wir wieder zurück am Hof, wo ich die Stute auslud und ihre Box brachte wo sie sich etwas von der stressigen Fahrt erholen sollte.

      Fynn hängte den Hänger wieder ab und kam dann zu mir an die Box, wo wir gemeinsam Snoppa beobachteten. Sie war etwas unruhig fing jedoch schnell an am Heu zu mümmeln, sodass ich beschloss, dass wir sie alleine lassen könnten und ich mit den nächsten Pferden weitermachen konnte. Da der Tag inzwischen leider schon etwas fortgeschritten war würde ich keine Zeit mehr für alle Pferde haben, sodass ich beschloss mir für die Fohlen eine andere Beschäftigung auszudenken. Vor kurzem erst hatte ich einen großen, bunten Gymnastikball gekauft, der sich hervorragend für Pferdefußball eignete, aber mit dem bestimmt auch die Kleinen Spaß haben würden. Ich brachte den Ball auf das große Sandpaddock und holte dann zuerst Cody und Alesco. Beide waren inzwischen schon im Jungpferdealter angelangt doch noch sehr verspielt und jugendlich, sodass sie bestimmt Spaß an dem neuen Gegenstand finden würden. Zuerst jedoch putze ich sie gründlich und säuberte die Hufe, dann ging es für beide auf das Sandpaddock. Cody scheute im ersten Moment etwas vor dem Ball, doch Alesco ging mutig voran und stupste den Ball vorsichtig an. Auch er sprang erschrocken zur Seite als der Ball sich daraufhin bewegte. Ich stand lachend am Rand und schaute den Beiden kurz zu bevor ich noch Ófeig aus dem Stall holte. Schnell putzte ich die kleine, braune Stute und stellte sie dann zu den beiden anderen. Diese hatten inzwischen die Angst vor dem Ball verloren und tobten ausgelassen damit über das Paddock. Für Ófeig war es nun leichter sich an den Ball zu gewöhnen, da die anderen beiden ihr vermittelten, dass vom Ball keine Gefahr ausging. Es dauerte nicht lange und alle drei galoppierten gemeinsam mit dem Ball durch die Gegend. Am liebsten hätte ich ihnen Stunden zugeguckt doch leider wartete noch einiges an Arbeit auf mich.

      Schon am Vormittag hatten Fynn, Freya und ich eigentlich einen Ausritt ans Meer mit den drei Isländerstuten geplant, doch daraus wurde wegen Jacson und Snoppa morgens nicht. Da wir alle drei jedoch noch Lust auf den Ausritt hatten holten wir nun Elding, Kempa und Fjörgyn uns dem Stall und putzen sie in Ruhe. Wie gewohnt saß jeder auf seinem Lieblingspferd, sodass Fynn Fjörgyn reiten würde, Freya würde Kempa nehmen und für mich blieb dann noch Elding übrig, was mich freute, da ich die Stute sehr gerne hatte und sie ja auch erst seit kurzem wieder bei uns war. Durch den Fellwechsel waren wir einige Zeit mit dem Putzen beschäftigt bevor es an das Satteln ging. Ich trenste Elding nur, da wir es noch nicht geschafft hatten einen Sattler herzubestellen seit sie angekommen war und ich ihr keinen halbwegs passenden Sattel zumuten wollte – wenn sollte da ein Fachmann drauf schauen und ihr einen ordentlichen Sattel anfertigen. Die anderen beiden waren jedoch auch schnell fertig, sodass wir bald losritten. Glücklicherweise lag der Hof nicht weit vom Meer entfernt, sodass wir nach gut zehn Minuten am Strand ankamen. Wir genossen das schöne frühsommerliche Wetter mit einigen, längeren Galoppstrecken. Es war einfach schön den Wind in den Haaren zu spüren und auch gerade Elding vermittelte mir ein enormes Gefühl von Kraft und Sicherheit, obwohl wir ohne Sattel unterwegs waren. Vollkommen zufrieden kamen wir nach einer guten Stunde zurück an den Hof, wo wir die drei Stuten noch etwas gemeinsam auf die Koppel brachten.

      Da es langsam schon dunkel wurde mussten wir auch die restlichen Pferde untereinander aufteilen, damit alle die verdiente Bewegung bekommen würden. Freya würde noch etwas Sun longieren, Fynn würde etwas Springen trainieren indem er Bailey in der Halle ritt und ich longierte Tasty. Glymur brachte ich unterdessen auf das Laufband, damit auch er seine tägliche Bewegung bekam. Während Freya und Fynn schon ihre Pferde fertig machte holte ich die Jungpferde vom Sandpaddock rein. Sie waren noch immer fleißig am spielen, doch langsam war es genug, sonst würde der Ball irgendwann langweilig werden. Schnell waren die drei in ihren Offenstall gebracht, sodass ich mich ganz Tasty widmen konnte. In letzter Zeit hatten wir viel mit ihm an der Dressur gearbeitet, sodass lockeres Longieren oder Bodenarbeit öfter auf der Strecke geblieben waren. Umso mehr freute er sich nach dem ausgiebigen putzen und anlegen des Kappzaums, als er sich an der Longe mal nach Herzenslust austoben durfte. Ich ließ ihm die Freiheit und ließ ihn etwa fünf Minuten bockend umher rennen- das hatte er sich nach den strengen Trainingswochen verdient! Anschließend arbeitete ich ihn jedoch noch ernsthaft und nutze meine Einwirkung durch den Kappzaum um eine Stellung und Biegung herzustellen. Nach gut einer halben Stunde waren wir fertig, sodass ich ihn zurück in die Box brachte. Auch Freya war mit Sun fertig und erzählte mir, dass es Sun heute sehr schwer gefallen war die richtige Stellung zu finden und den Hals fallen zu lassen – daran würden wir wohl in der nächsten Zeit noch arbeiten müssen. Fynn brauchte mit Bailey noch etwas, sodass ich Freya und ich alleine anfingen die restlichen Pferde wieder von den Koppeln in den Stall zu bringen und das Kraftfutter für alle Pferde zu mischen. Kaum hatten wir das Futter in den Trögen verteilt kam auch Fynn zu uns. Er war total begeistert vom Training mit Bailey – dem merkte man einfach seine sehr gute Ausbildung und seinen tollen Charakter an, nicht umsonst war er einer meiner absoluten Lieblinge und noch dazu mein erfolgreichstes Pferd! Fynn kümmerte sich nun um die Heufütterung während ich mich nochmal speziell Jacson und Snoppa widmete. Snoppa war noch immer etwas unruhig, wobei sie sich wohl einleben würde. Jacson dagegen schien sich schon recht wohl zu fühlen und ließ sich gerne streicheln – die nächsten Wochen und Jahre mit den beiden würden sicherlich viel Spaß bringen! Als Fynn fertig war gingen wir alle gemeinsam ins Wohnhaus um dort noch etwas zu kochen und den Tag gemütlich ausklingen zu lassen.
    • Svartur
      Ein schöner Sommertag

      Genussvoll räkelte ich mich im Bett ehe mein laut schrillender Wecker mich daran erinnerte, dass es Zeit war aufzustehen. Ich zog mir schnell etwas an und tapste dann die Treppe hinunter in die Küche, wo bereits eine komplett ausgeschlafene Freya wartete. „Na Fynja, du siehst noch was müde aus…“, sagte sie zu mir. Lachend bejahte ich und machte mir dann gemeinsam mit ihr Frühstück. Nach einer Tasse Kaffe und frischen Brötchen merkte ich wie mein Körper langsam wach wurde und verließ voller Tatendrang das Haus. Fynn war wie jeden Morgen bereits am füttern und begrüßte mich nur kurz. Ich genoss die Ruhe bei den Pferden und beschloss schnell Tasty Ass für einen Ausritt fertig zu machen. Die Sonne war gerade erst am aufgehen, sodass ich wenn ich mich beeilte im Sonnenaufgang eine Runde reiten gehen konnte. Der Hengst freute sich sichtlich schon früh morgens etwas tun zu dürfen und folgte mir willig aus der Box heraus. Glücklicherweise war er nicht sonderlich dreckig, sodass ich ihn nur schnell mit einer Wurzelbürste überputzte, die Hufe auskratzte, Mähne und Schweif kämmte und ihn dann trenste. Zu guter Letzt holte ich noch meinen Helm und legte Tasty Gamaschen und Streichkappen an, damit er sich während des Ausritts nicht verletzten konnte. Auf einen Sattel verzichtete ich ausnahmsweise, da es schon ohne dass die Sonne viel schien, sehr warm war und ich vor hatte eine Runde zum Strand zu reiten. Ich suchte den schnellsten Weg zum Strand und genoss dort angekommen den Sonnenaufgang. Tasty war ebenfalls total zufrieden und flott unterwegs, sodass ich einen flotten Galopp am Strand einlegte. „Was es doch für ein Glück war hier leben zu dürfen..“, schoss es mir durch den Kopf während Tastys Hufe auf den weichen Sandboden donnerten. Langsam ging Tasty die Kraft etwas aus, sodass ich in durchparierte und ihn etwas zum Wasser lenkte. Der Hengst liebte es im Wasser zu planschen und fing prompt an im Wasser zu scharren, was dazu führte, dass wir beide klatschnass wurden. Lachend schickte ich ihn noch etwas weiter ins Wasser und ritt ein Stück durch das Wasser. Die Sonne stieg unterdessen immer höher und tauchte den Strand in ein schönes Zauberlicht. Da ich heute noch viel zu tun hatte drehte ich aber um und ritt im Schritt und Trab zurück zum Hof. Dort angekommen spritze ich Tasty noch mit dem Schlauch ab und brachte ihn dann mit einer Fliegenmaske ausgestattet auf die Koppel.

      Auch die anderen Pferde waren bereits von Freya rausgelassen worden, sodass ich ein Stück zur Koppel laufen musste ehe ich mir das nächste Pferd holen konnte. Da es noch angenehm kühl war beschloss ich die Sportpferde etwas zu trainieren. Hierzu gehörte Bailey, den ich mir als erstes schnappte und zum Putzplatz führte. Dort angekommen putzte ich ihn gründlich und sattelte ihn anschließend. Da er demnächst nochmal ein paar Dressurprüfungen laufen sollte nahm ich sein Dressuroutfit und zog dann mir selbst noch Stiefel und Helm an ehe ich mit ihm die Reithalle ging. Dort war es schön schattig und dementsprechend relativ kühl, was ein Training ermöglichte. Nach dem Aufsteigen ritt ich zunächst einige Runden am langen Zügel im Schritt ehe ich die Zügel langsam aufnahm und anfing Schenkelweichen und Schulterherein zu gehen. Bailey arbeitete gut mit, sodass ich bald schon in den Trab wechselte. Der Hengst ging fleißig vorwärts und dehnte sich im flotten Tempo schön an das Gebiss heran. Ich begann mit großen Zirkeln und Schlangenlinien, die ich nach und nach verkleinerte. Nach dem ersten Galopp verkürzte ich die Zügel und versammelte Bailey etwas im Trab. Prompt kam der Hengst in eine schöne Aufrichtung und ich begann das Seitengängeprogramm aus dem Schritt im Trab weiter zu machen. Der Hengst stand gut an den Hilfen und konzentrierte sich auf mich, sodass ich keine große Galopptour noch einlegte, sondern das Training bald schon beendete, schließlich war er inzwischen schon sehr warm. „Super gemacht Großer, in der Form können wir uns sehen lassen!“, sagte ich abschließend als Lob ehe ich abstieg und Bailey wieder an den Putzplatz brachte. Hier sattelte ich ihn in Ruhe ab, gab ihm zwei Möhren als Belohnung und brachte ihn dann wieder auf die Koppel.

      Von dort nahm ich direkt Snoppa mit und brachte sie zum Putzplatz. „Na meine Kleine, wie geht’s dir so? Geht es noch mit der Hitze?“, fragte ich in die Stille hinein bevor ich schnell anfing sie zu putzten. Die Stute war etwas unruhig, was allerdings verständlich war, da Fynn gerade mit dem Traktor Ballen über den Hof transportierte und dabei einen Heiden Lärm machte. Zudem lebte Snoppa ja noch nicht allzu lange bei uns, wobei sie sich gut in die Herde integriert hatte. Trotzdem beeilte ich mich und ließ auch beim Satteln keine unnötige Zeit verstreichen. Auch mit ihr führte der Weg in die Reithalle, da für sie noch eine halbe Turniersaison anstand. Erst letztes Wochenende waren wir mit ihr und Kempa unterwegs gewesen, für Fynn war es das erste Turnier bei den Isländern und dementsprechend war er aufgeregt gewesen, was sich leider auf Kempa übertrug. Die Stute war zu angespannt gewesen um den Trab zu finden und hatte somit eine Platzierung verpasst – nächstes Mal würde es sicher besser werden! Snoppa dagegen hatte sich bestens angestellt, es war für sie das erste große Turnier und sie meisterte es mit Bravour, sodass wir am Ende in der Töltprüfung den ersten Platz belegen konnten. Glücklich dachte ich an das Wochenende zurück während ich sie im Schritt warm ritt. Nach einigen Runden konzentrierte ich mich wieder voll und ganz auf Snoppa und begann sie etwas locker zu traben und zu galoppieren. Anschließend fing ich mit dem Tölttraining an, welches für die Stute momentan am wichtigsten war. Wir ritten verschiedene Tempiwechsel und übten vor allem das starke Temo Tölt, in dem die Stute noch immer etwas die schöne Haltung verlor. Snoppa arbeitete gut mit, auch wenn sie phasenweise etwas unkonzentriert war. Nach einer guten Sequenz beendete ich das Training, lobte die Stute und stieg dann ab. Nachdem sie fertig versorgt war brachte ich sie wieder zurück auf die Koppel.

      Langsam brannte die Mittagssonne vom Himmel, sodass ich nun beschloss nur die Pferde zu arbeiten, die etwas weniger Arbeit hatten und sich somit in der Hitze nicht überanstrengen würden. Zu den Pferden gehörten Alesco und Cody, die ich nun gemeinsam von der Weide holte. Beide waren zu gesunden und kräftigen Hengsten herangewachsen, die momentan auf das Einreiten vorbereitet wurden. Nachdem ich beide geputzt hatte rief ich schnell Freya auf dem Handy an. „Du..hast du eventuell Lust Cody etwas zu longieren? Dann könnten wir beide gleichzeitig machen!“, sprach ich in das Handy hinein. Freya freute sich auch mal etwas mit den Jungpferde arbeiten zu dürfen und kündigte an direkt rauszukommen. Ich legte Cody trotzdem schonmal den Longiergurt und Trense an und hakte die Ausbinder an den Longiergurt, damit Freya gleich direkt starten konnte. Alesco war schon etwas weiter in der Ausbildung, sodass er bereits mit der Doppellongenarbeit vertraut war. Er bekam ebenfalls Longiergurt und Trense angelegt, zusätzlich jedoch noch ein Paar Gamaschen. Während ich diese anlegte kam auch bereits Freya, die für uns beide Longen holte und dann gingen wir in die Reithalle. Wir verteilten uns auf die beiden Longierzirkel und begannen mit der Arbeit. Freya sollte Cody erstmal etwas locker in allen Gangarten aufwärmen, was sie auch befolgte. Ich versuchte mich auf Alesco zu konzentrieren und übte weiterhin an der Lenkung. Bremsen über die Doppellonge war kein Problem mehr, doch gerade ein engeres Abwenden fiel dem Scheckhengst noch sehr schwer. Im Schritt ging es nach einer Zeit sehr gut, sodass ich mit Volten im Trab anfing. Diese filen noch sehr groß aus, doch langsam verstand Alesco das Grundprinzip und bemühte sich sehr meinen Hilfen zu folgen. Nebenan sah ich wie Freya die Ausbinder locker in das Gebiss einhakte und dann wieder anfing Cody weiter zu arbeiten. Der Junghengst machte sich gut und fing mit den Ausbindern an den Weg nach unten zu suchen, so wie es sein sollte. Auch Alesco kam immer wieder in eine schöne Dehnungshaltung und begann im Rücken locker mitzuschwingen. Im Galopp forderte ich noch keine schwierigen Wendungen, hier sollte er erstmal generell lernen auf der Zirkellinie das Gleichgewicht zu halten und ordentlich durchzuspringen. Abschließend folgten noch ein paar Volten im Trab bevor ich die Doppellonge aushakte und ihn etwas Schritt führte. Auch Freya hatte Cody die Ausbinder längst rausgenommen und longierte ihn noch etwas locker im Schritt. Nachdem die Atmung der beiden wieder komplett ruhig war beendeten wir auch das Schrittführen und versorgten beide gemeinsam. Für die Jungpferde ging es nun zurück in den Offenstall, da die beiden auf ihrer Wiese keinen Unterstand hatten und sich somit nicht in den Schatten stellen konnten, gegen Abend würden sie aber nochmal nach draußen auf die Koppel dürfen.

      Die nächste Stute, mit der ich arbeiten wollte war Elding. Die Stute befand sich momentan in einer Turnierpause, sodass für sie nur leichteres Training anstand bis die Saison vorbei war und alle Pferde wieder in das normale Wintertraining starten würde. Ich holte sie von der Koppel, putzte sie gründlich und fing dann an sie auf das Training vorzubereiten. Zuerst legte ich ihr den Hufschutz an, darauf folgten Gamaschen und ein Kappzaum. Komplett ausgestattet gingen wir nun in die Reithalle, die heute bereits mehrfach besucht hatte. Dort legte ich auf einen Zirkel verteilt mehrere niedrige Bodenstangen und Cavalettis hin ehe ich anfing Elding aufzuwärmen. Die Stute war etwas träge, was aber sicherlich an dem Wetter lag. Nachdem sie einige Runden in Schritt, Trab und Galopp gedreht hatte wechselte ich vom einen Teil der Halle in den, wo ich die Stangen aufgestellt hatte. Im flotten Trab schickte ich Elding über die Stangen und sofort wurde die Stute etwas wacher und aufmerksamer. Im ersten Versuch tapste sie auf eine der Stangen und verlor sofort den Takt, doch beim nächsten Mal achtete sie mehr auf die Anordnung und schwebte nahezu hinüber. Der Kappzaum half ihr den Hals fallen zu lassen und durch die Stangen schwang sie locker mit und fing an mit den Hinterbeinen gut über den Abdruck der Vorderbeine hinüber zu treten. Nun vergrößerte ich den Zirkel etwas, damit Elding um die Stangen herum gehen konnte und ließ sie auf beiden Händen galoppieren bevor ich sie zum Abschluss noch zwei Mal auf jeder Hand über die Stangen laufen ließ. Dann zog ich ihr den Kappzaum aus und fing an die Stangen alle wieder zu verstauen. Elding nutzte die Gelegenheit frei in der Halle laufen zu dürfen und fing sofort an nach einem Wälzplatz zu suchen, den sie schnell fand. Bald schon hatte ich sie wieder an meiner Seite stehen, lediglich nun ziemlich paniert. Lachend sagte ich: „Na Mäuschen, findest du das schön dich so dreckig zu machen? Das muss ich schließlich alles gleich wieder sauber putzen!“. Doch übel nehmen konnte ich ihr das nicht, schließlich hatte ich sie ja selber losgemacht damit sie sich wälzen konnte. In Ruhe versorgte ich die Stute noch und brachte sie dann zur Koppel.

      Um mir bei der Hitze einen Weg zu sparen brachte ich direkt von der gleichen Koppel ein weiteres Pferd mit, die Stute Kempa. Nach dem eher mißlungenen Turnierstart mit Fynn wollte ich mir die Stute heute unterm Sattel nochmal etwas genauer anschauen. Dennoch war ich mir ziemlich sicher, dass es nicht an der Stute gelegen hatte sondern lediglich an der Fynn’s Nervosität. Dieser Vermutung stimmten sowohl Fynn selber als auch Freya zu, aber dennoch wollte ich sie mir vorsichthalber mal anschauen, nicht dass ihre Verspannungen eine andere Ursache hatten. Beim Putzen war Kempa wie gewohnt die Ruhe selbst und störte sich auch nicht daran, dass ich ihr die Wirbelsäule entlang strich und an verschiedenen Stellen des Rückens etwas Druck ausübte um zu schauen ob dort eventuell Blockaden saßen. Nachdem dies ohne Bedenken ablief sattelte und trenste die Stute, saß auf und ritt dann mit ihr zur Ovalbahn. Nach einigen Runden im Schritt töltete ich sie zunächst an um sie etwas lockerer und geschmeidiger zu bekommen, was schon bald glückte. Zunächst waren ihre eher kurzen, aber hohen Bewegungen etwas ungewohnt, da ich sie schon länger nicht mehr geritten war und die Isis für die ich zuständig war über mehr Raumgriff statt akzentuierten Gängen verfügten, doch schnell gewöhnte ich mich auch hier dran. Nach zwei Runden auf der großen Ovalbahn im Galopp parierte ich erneut durch zum Schritt und versuchte Kempa anzutraben. Sie zögerte kurz, sodass ich schon unsicher war, doch dann sprang sie wie gewohnt in den Trab. Ich übte noch einige Male den Übergang und Kempa arbeitete jedes Mal gut mit und sprang richtig an. Anschließend töltete ich sie noch etwas im starken Tempo bevor ich sie zufrieden lobte und zurück zum Putzplatz brachte. Dort wartete bereits Fynn ungeduldig und war froh zu hören, dass es Kempa super ging und es nur an seiner eigenen Aufregung gelegen hatte – da würde sich schließlich Routine entwickeln! Um ein wenig Zeit zu sparen versorgte er die Stute dann und ich ging schon weiter zum nächsten Pferd.

      Dieses war eine weitere Isländerstute, Fjörgyn. Die Stute war noch sehr jung und hatte bereits zwei Turnierstarts hinter sich, einmal in einer einfachen Springprüfung, die in der Nähe stattgefunden hatte und bei der sie direkt den zweiten Platz belegt hatte und einmal bei einer Futuryprüfung für Gangpferde, wo sie siegte. Die Stute hatte jetzt ihre Grundausbildung gemeistert und war alt genug langsam in das Turnierleben einzutauchen, weswegen wir momentan vor allem an ihrer Konzentration und Kondition arbeiteten. Zunächst putzte ich sie jedoch flott und sattelte sie dann bevor ich sie zur Ovalbahn führte und dort aufstieg. Wie immer war sie anfangs etwas hektisch, beruhigte sich jedoch schnell. Ich wärmte sie gründlich in allen drei Grundgangarten auf und fing dann zunächst mit etwas Galopptraining an. Hierzu galoppierte ich sie auf jeder Hand drei Runden auf der großen Ovalbahn, wobei ich versuchte sie zu versammeln und an den Zügel zu reiten. Aufmerksam achtete sie auf meine Hilfen und setzte es größtenteils so um wie ich es mir gewünscht hatte. Anschließend folgte das Tölttraining, welches ihr absoluter Glanzberreich war. Sie ging flott vorwärts und ging mit viel Raumgriff und stets im Takt weiter. Ich baute Tempounterschiede ein und versuchte zum Ende hin noch etwas starkes Tempo herauszureiten, was ihrem Alter entsprechend noch nicht ausgebildet war. Im starken Tempo tauchten immer mal wieder Galopprollen auf, doch Fjörgyn bemühte sich sehr, sodass ich sie schließlich lobte und dann in einer kleinen Runde im Gelände trocken ritt. Dann versorgte ich sie und brachte sie wieder auf die Koppel.

      Als letzte Stute war nun Sun an der Reihe. Die Stute erwartete bereits jemanden, der sich um sie kümmerte, war jedoch leicht irritiert, dass nicht wie sie es gewohnt war, Fynn kam sondern ich. Dennoch kam sie willig mit mir, was allerdings nur ein Zeugnis aus viel Arbeit war, die Fynn, Freya und ich in die Stute gesteckt hatten. Dennoch freuten mich dann gerade solche Momente, die die ganze Arbeit wett machten. Um die Stute jedoch nicht mit einer zu fremden Situation zu konfrontieren beschloss ich sie nur etwas zu baden. Das Wasser kannte sie und nahm es dementsprechend gelassen hin. Ich wusch sie einmal komplett ab und shampoonierte sie dann gründlich ein bevor ich wieder den gesamten Schaum ausspülte. Auch Schweif und Mähne wurden mitgewaschen bis die Scheckstute endlich wieder weiß war – meiner Meinung nach hatte sie eindeutig zu viel weiß um ein solcher Drecksspatz zu sein. Und wie sollte es anders sein, so wälzte sie sich prompt wieder als ich sie zurück zur Koppel brachte. Ich lachte jedoch nur und machte mich auf den Weg zum letzten Pferd.

      Der Abend dämmerte nun langsam und ich beeilte mich als letztes noch Glymur zu holen. Der Hengst war einer meiner absoluten Lieblingspferde – und so sehr ich die Arbeit mit ihm liebte, heute würde ich es einfach nicht schaffen ihn noch zu reiten. Dennoch nahm ich mir beim Putzen Zeit für ihn und legte noch ein paar Kuscheleinheiten ein bevor ich ihn in die Führanlage brachte. So hatte er zumindest etwas Bewegung und ich konnte unterdessen etwas anderes machen. Glymur ging ohne Probleme in eine Parzelle hinein und ging fleißig los als ich die Führanlage startete. Ich kümmerte mich unterdessen gemeinsam mit Freya darum alle Pferde wieder in die Ställe zu bringen während Fynn bereits Futter verteilte. Nach einer guten dreiviertel Stunde waren wir fertig und auch Glymur war bereit um wieder in seine Box zu kommen. Ich holte ihn aus der Anlage, putzte ihn nochmal kurz über und brachte ihn dann in den Stall. Als alle Pferde genüsslich am Heu mümmelten, verteilten wir zuletzt noch das Kraftfutter für die Pferde, bevor wir das Licht ausmachten und den Stall abschlossen. Lediglich Jacson hatte heute einen freien Tag gehabt, da der Hengst schlecht mit der Hitze klar kam und somit geschont werden sollte.
    • Svartur

      Wie schnell die Zeit verfliegt…

      Noch etwas müde trat ich aus dem Haus hinaus und ging in Richtung Stall. Für langes Rumtrödeln blieb in letzter Zeit leider kaum Zeit, da die Tage immer kürzer wurden und die Arbeit am Stall nicht weniger. Wie immer begann Fynn mit der Morgenfütterung, während ich bereits mit dem ersten Pferd arbeitete. Da die Stuten über Nacht auf einer Wiese standen und somit Gras knabbern konnten und keinen leeren Magen hatten, holte ich mir zunächst Amável. Die braune Stute hatte sich optimal eingelebt und wir hatten bereits einige interessierte Leute zu Besuch, die diese seltene Rasse mal in Action sehen wollten. Auch einen Turniererfolg in Military ging bereits auf ihr Konto – ihre Vielseitigkeit stellte sie einfach immer wieder unter Beweis! Für heute stand jedoch nur ein wenig lockeres Longieren an, da sie erst einen Tag zuvor noch ein Turnier gelaufen war. Rasch war sie fertig geputzt und ich streifte ihr nur noch einen Kappzaum über bevor wir in die Reithalle gingen. Da es noch stockduster war machte ich drinnen das Licht an und begann dann mit der Arbeit. Zunächst begannen wir mit etwas Schrittarbeit an der Hand, bei der es mir vor allem wichtig war, dass Amável sich richtig bog und den Hals fallen ließ. Die Stute begriff schnell was sie tun sollte und arbeitete gut mit. Nach einer Weile setzte ich die Arbeit im Trab fort, jedoch schickte ich sie nun auf den Longierzirkel und achtete nur noch auf ihre Biegung und Dehnung. Es dauerte nicht lange und schon dehnte Amável sich schön abwärts und ging dabei fleißig vorwärts. Im darauffolgendem Galopp fiel ihr das Ganze noch etwas schwerer, weswegen ich sie nach jedem kleinen Dehnen lobte und dann durchparierte. Zu guter Letzt feilte ich noch etwas an den Seitengängen an der Hand und beendete dann das Training. Für Amável ging es nun vorerst in die Paddockbox zum frühstücken ehe sie nachher wieder mit den anderen Pferden auf die Koppel kommen würde.

      Als nächstes holte ich Fjörgyn. Erst vor gut drei Wochen hatte ich die Stute geschoren, doch bereits jetzt hatte sie schon wieder so viel Fell nachgeschoben, dass es ihr zu warm war. Ich beschloss also kurzfristig sie nochmal nachzuscheren. Das Scheren war flott vollbracht, da die junge Stute brav still stand während ich das Fell entfernte. Anschließend putzte ich sie ausgiebig, sattelte sie und begab mich dann auch mit ihr in die Reithalle. Fjörgyn genoss es ihr Fell los zu sein und stiefelte fleißig vorwärts. Um ihren Vorwärtsdrang etwas einzudämmen beschäftigte ich sie mit Voltenarbeit und Schenkelweichen. Gerade das Schenkelweichen viel ihr extrem schwer weshalb sie schon schnell wieder langsamer und kontrollierbarer wurde. Als sie sich endlich fallen ließ trabte ich an. Auch hier stürmte sie mir zunächst etwas davon, weswegen ich weiter auf Zirkeln arbeitete. Doch durch eine gute Ausbildung und inzwischen auch vielen Turnieren hatte sie einiges gelernt und wurde bald langsamer, ihre Energie würde sie schließlich noch brauchen! Die Stute zu reiten war inzwischen ein absoluter Genuss geworden, sie war im Gangreiten bereits in Klasse S*** aufgestiegen und hatte erst letzte Woche wieder eine goldene Schleife mit nach Hause gebracht – sie war momentan wirklich eine unserer besten Pferde. Doch trotz der Erfolge mussten wir weiter trainieren, da bald ihre Prämierung anstand, da wir die Stute auch endlich für die Zucht nutzen wollen. Da ich beim Vorstellen dort besonders den Tölt hervorheben wollte, begann ich nun mit der Arbeit im Tölt. Ich begann im ruhigen Tempo und ritt weiter einige Biegungen um die Stute absolut locker zu bekommen. Fjörgyn kaute eifrig auf ihrem Gebiss und hatte sichtlich Spaß in ihrer Lieblingsgangart. Auch die folgenden Tempiwechsel bereiteten ihr keinerlei Probleme, sodass ich das Training schließlich überglücklich beendete und Fjörgyn ausgiebig lobte. Ich ritt sie noch ein wenig Schritt ehe ich wieder in den Stall ging um sie zu versorgen. Damit sie sich nicht erkältete, zog ich ihr noch schnell eine wärmere Decke an und brachte sie dann zu den anderen Stuten auf die Koppel.

      Als Nächstes hatte ich einen Ausritt mit Freya geplant, und da diese mit ihrer Arbeit schon etwas früher als geplant fertig war hatte sie bereits unsere beiden Pferde fertig geputzt und gesattelt. Ich bedankte mich ausgiebig bei ihr und stieg dann sofort dankbar in den Sattel, die gesparte Zeit könnte ich später noch gut gebrauchen! Freya saß heute zum ersten Mal auf Bailey, der sonst ausschließlich von mir geritten wurde, währen ich mich in Tasty’s Sattel schwang. Da beide Hengste sich eine Auszeit vom Turnierstress verdient hatten, hatten ir spontan beschlossen, dass Freya Bailey reiten würde, für zwei Ausritte am Tag hatte ich nämlich keine Zeit. Schon nach dem ersten Antraben kam Freya aus dem Grinsen nicht mehr heraus und ich konnte verstehen wieso- Bailey war ein absolut top ausgebildeter Hengst, der einfach wahnsinnig Spaß machte zu reiten, nicht umsonst war er einer meiner absoluten Lieblinge im Stall. „Gewöhn dich aber nicht zu sehr dran Freya, er ist und bleibt immernoch mein Heiligtum!“, sagte ich lachend zu Freya, ehe wir einen kurzen Galopp einlegten. Doch auch Tasty war gut drauf und stand sehr gut an den Hilfen, er hatte sich super entwickelt seit er hier angekommen war und würde in Zukunft auch mit mir in das Turnierleben einsteigen. Um die beiden Dressurpferde noch etwas zu fordern suchten wir einen ebenen Weg mit ein paar Baumstämmen, über welche wir nacheinander sprangen. Bailey sprang die kleinen Hindernisse sehr routiniert und Freya hatte kaum etwas zu tun, Tasty tat sich da noch etwas schwerer. Die ersten zwei Baumstämme nahm er noch sehr vorsichtig und skeptisch, wurde dann jedoch auch mutiger und sprang von Sprung zu Sprung besser. Anschließend lobten wir die beiden Pferde ausgiebig und ritten am langen Zügel, munter quatschend, heimwärts. Dort angekommen versorgten wir die beiden Hengste und brachten sie dann auf die Wiese.

      Freya schnappte sich nun Elding um mit ihr ein wenig auf der Ovalbahn am Tölt zu feilen. Auch ich ging wieder hinaus um mir ein weiteres Pferd, Jacson, zu holen. Auf dem Weg kam mir Fynn mit seiner Stute Sun entgegen. Wir wechselten kurz ein paar Worte und ich erfuhr, dass Sun heute beim reiten eher schlecht drauf gewesen war und wieder in alte Muster gefallen war. Zwar hatten sie das Training wohl positiv abschließen können, doch morgen würde er sich statt des geplant freien Tages für sie, wieder in den Sattel schwingen um ihr dieses Verhalten nicht durchgehen zu lassen. Ich war jedoch guter Dinge als ich den Hengst von der Weide holte und machte ihn schnell und routiniert fertig. Anschließend legte ich ihm ein Paar Gamaschen an und stiefelte am Knotenhalfter mit ihm in die Reithalle. Für ihn stand heute nur ein wenig Bodenarbeit an, welche ich mit einer kurzen Longeneinheit einleitete, damit der Hengst sich warmgelaufen hatte ehe wir begannen. Schnell war er aufgewärmt und ich begann mit ihm vom Boden aus an Seitengängen zu arbeiten. Anfangs wählte ich einfachere Elemente wie das Schenkelweichen, welches er schon recht gut beherrschte. Bevor wir zu den freien Traversalen übergingen übte ich noch ein wenig Schulterherein, welches auch schon bald relativ gut klappte. Die folgenden Traversalen klappten im Schritt hervorragend, sodass ich beschloss mich noch an das Schulterherein im Trab zu wagen. Zunächst versammelte ich Jacson im Trab so weit, dass ich gut mitlaufen konnte und begann ihn dann zu stellen und biegen. Da die Dressur nicht ganz seine Stärke war viel ihm das noch sehr schwer, doch er bemühte sich und schaffte schon bald ein paar Tritte. Sofort lobte ich ihn und beendete das Training. Auch ihn versorgte ich und brachte ihn dann weg. Zurück in der Stallgasse begegnete ich Freya, die hoch zufrieden mit Elding von der Ovalbahn kam. Die Stute hatte sich wohl wie immer super verhalten und Eldings Schwäche, die Töltverstärkung, sei heute besonders gut gewesen.

      Ich freute mich und besprach dann mit ihr und Fynn, wie wir die letzten Pferde aufteilen würden. Wir entschieden uns dafür, dass Fynn Alesco etwas mit Sattel longieren würde, um ihn weiter an das ungewohnte Gewicht zu gewöhnen, Freya würde noch etwas Kempa reiten und dabei Snoppa als Handpferd nehmen und auch ich musste beim folgenden Training ein Pferd als Handpferd nehmen, damit auch wirklich alle Pferde bewegt würde. Ich holte mir Glymur als Reitpferd und putze ihn ordentlich heraus bevor ich mir den jungen Cody schnappte und auch diesen gründlich putze. Glymi wartete unterdessen geduldig am Putzplatz und fing an zu dösen. Auch Freya und Fynn machten die Pferde zeitgleich fertig, was zu einem ziemlichen Trubel um die Pferde herum führte. Cody stimmte dies etwas nervös, doch er ließ sich gut händeln und war schnell für die Handpferdetour bereit. Glymi trenste ich nur und schwang mich dann ohne Sattel auf seinen Rücken, bei ihm wusste ich schließlich genau, dass man ihm in jeder Situation vertrauen kann. Cody trenste ich ebenfalls auf und ritt dann mit beiden los. Ich schlug eine kleine Runde in den Wald ein und die beiden bereits Handpferdeerfahrenen Pferde meisterten die Strecke super. Unterwegs trabten und galoppierten wir einige Male und Cody hatte bereits gut gelernt immer auf der Höhe meines Beins zu bleiben, sodass wir keine Probleme hatten. Nach einer guten Stunde kamen wir wieder Zuhause an, wo Fynn bereits die Abendfütterung absolvierte und Freya grade Snoppa und Kempa versorgte. Von beiden hörte ich, dass ihre Pferde gut gelaufen waren, auch wenn Snoppa es wohl etwas eilig gehabt hätte. Auch ich versorgte noch in Ruhe die beiden Pferde und brachte sie dann sofort in ihre Boxen, die Fynn bereits komplett bereit für die Nacht gemacht hatte. Gemeinsam holten wir dann noch die restlichen Pferde rein und begaben uns dann ins Wohnhaus um zu Abend zu essen.
    • Zion
      vanad sõbrad
      by © Zion




      „Good morning sweetie!“, flüsterte Luce mir ins Ohr, während sie an der Bettkante saß. Zillow, ihr Black Tri Aussie, und Finn, mein kleiner Blue Merle Welpe, springen auf's Bett und leckten mir das Gesicht. „Its okay I’m coming!“, sagte ich lachend, während ich aus dem Bett sprang. Heute war mal wieder einer dieser Tage, an denen man am liebsten den ganzen Tag im Bett verbringen möchte, denn es regnete in Strömen. Gott sei Dank hatten Scott und Luce die Pferde von der großen Weide au den kleinen, mit Offenstall versehenen Paddock getrieben. Als ich nun endlich mit den Hunden runter zum Frühstück kam, hatte mir Luce schon die Cornflakes und den Kaffee hingestellt. Nachdem ich fertig war mit essen, packte ich meine Sachen für eine Woche und wurde anschließend von Scott zum Flughafen gefahren. Ich verabschiedete mich und machte mich nun auf den Weg zur Nordküste Estlands. Denn dort wartete bereits Fynja, eine alte Freundin, auf mich, da sie mich um Unterstützung gebeten hatte. Natürlich stimmte ich zu! Nach einem langen und eher unangenehmeren Flug, holten mich Fynja und Fynn vom Flughafen ab. Ich schlief im Auto ein und wachte erst wieder auf, als wir am Stall angekommen waren.


      Kurzer Hand waren die Koffer im Haus und ich in Stallklamotten. Auf geht’s! Fynja, ich und Fynn griffen nach den Stricken und führten ein Teil der Pferde auf eine große Weide und den anderen Teil auf das Sandpaddock, wo sie sich suhlen konnten. Danach griffen wir zu Schubkarre, Schaufel und Strohgabel. „Ran an den Mist!“, sagte Fynja und lachte. nach und nach arbeiteten wir uns durch die Boxen und streuten nachher Stroh rein. Die Pferde wurden heute schon gefüttert, also ging es nun an die Arbeit mit ihnen.

      Als erstes holten wir 3 Pferde, für jeden eins sozusagen. Fynja holte ihren noch recht frisch angekommenen Andalusier Hengst Guepetón. Ich als Amateur Westenreiter führte den Junghengst tc Mister’s Silvermoon Cody nach vorne zum Putzplatz, doch heute ging es für ihn nur an die Bodenarbeit. Fynn hatte die Mangalarga Marchador Stute Amável am Strick. Gemeinsam mit etwas Abstand putzten wir die Pferde und machten uns anschließend an die Arbeit mit ihnen. Fynja ging mit Guapetón auf den Sandplatz und trainierte etwas in der Dressur, während Lynn mit Amável einen kleinen Ausritt machte. Ich ging mit Cody in die Halle und machte mit ihm etwas Bodenarbeit. Alles verlief super! Am Nachmittag waren wir nun auch fertig und die Pferde durften zurück in die Boxen.
      Für den frühen Abend war ein Ausritt mit den Isis geplant, da es abends nicht mehr ganz so warm war. Da es 5 Isis gab, war es kompliziert für drei Leute auf fünf Pferden zu reiten, also entschieden wir uns dafür, zwei Handpferde zu nehmen. Fynja ritt auf Snoppa, ich auf Elding, der Stute die auch mal zum Rennpferd werden konnte. Auch Fynn schnappte sich ein Isi und zwar Glaumur, der einzige Isländer Hengst des Hofes. Als Handpferden führte wir Kempa und River’s Fjörgyn. Es war ein wunderschöner Ausritt entlang der Nordküste Estlands.

      Am späten Abend aßen wir gemeinsam Abendbrot und fielen müde ins Bett.

      Am nächsten Morgen machten wir uns wieder an die Stallarbeit und beschäftigten uns mit den restlichen fünf Pferden die noch Bewegung benötigten. zu aller erst holten wir den einjährigen Hengst Alesco Requiem di Royal Peerage und gingen mit ihm auf den Sandplatz, dort konnte er sich austoben. Es war lustig anzusehen, wie er sich so in den Sand schmiss und wieder ausstand. Danach brachten wir ihn wieder in die Box. Lynn hatte in der Zwischenzeit seine Paint Stute Ensnare the Sun geholt und arbeitete mit ihr auf dem Platz. Als Fynn fertig war, holten wir uns die drei deutschrassigen Hengste SD’S Simple Jackson, Tasty Ass und Bailey’s Choclate Luke. Mit allen dreien ritten wir in der Halle. Es machte richtig Spaß auf so einem spritzigen Dressur Hengst zu sitzen.

      Natürlich war die ganze Arbeit innerhalb der zwei Tage nicht getan, weshalb ich ja auch eine Woche eingeplant hatte. Die Tage verflogen und schon war ich wieder am Flughafen und zack wieder in Idaho. Es war eine tolle Woche in Estland!
    • Svartur
      Stallalltag

      Langsam wurde es Winter und der Alltagstrott kehrte ein. Nach dem gemeinsamen Frühstück mit Freya und Fynn schnappte ich mir Freya und wir brachten Guapetón, Bailey, Jacson und Tasty auf ihre gemeinsame Winterkoppel. Anschließend folgten Alesco, Cody und Glámur auf das große Paddock ehe wir auch die Stuten Amável und Sun auf ihre Winterkoppel brachten. Zuletzt folgten noch die vier Isländerstuten Kempa, Fjörgyn, Elding und Snoppa, die Freya und ich sorgfältig putzten, eindeckten und fütterten. Fynn hatte unterdessen schon angefangen die Paddockboxen der Pferde zu misten, sodass Freya und ich uns nur noch um das füttern der Rasselbande kümmern musste. Alle Pferde bekamen angepasst an ihre Leistung ihre jeweilige Ration Hafer und Heu für den Abend wenn sie reinkamen.
    • Svartur
      Pflegebericht
      Nach einem erfolgreichen Turniertag kehrten wir endlich zurück an den Heimatstall. Guapetón, Bailey, Jacson und Tasty hatten wir heute dabei gehabt und in 5 der 6 Prüfungen konnten Freya und ich Schleifen sammeln. Die vier gingen nun zurück in die Box, wo es ihr wohlverdientes Abendbrot gab. Fynn hatte sich unterdessen um die anderen Pferde gekümmert. Alesco, Cody und Glámur standen bereits in ihren frisch gemisteten Paddockboxen und mümmelten genüsslich an ihrem Heu. Lediglich Amável und Sun waren noch auf der Wiese. Die beiden grummelten uns entgegen als wir kamen und wir brachten sie flott rein. Bevor es ins Bett ging schaute ich noch schnell nach Kempa, Fjörgyn, Elding und Snoppa. Da es ihnen super ging machte ich mich wieder auf den Weg ins Haus um den Tag bei einem schönen Abendessen ausklingen zu lassen.
    • Svartur
      Alltag kehrt ein
      Langsam kehrt Alltag auf dem Gestüt ein. Fynn kümmert sich um Castanho, Alesco und Guapetón. Alle drei bringt er auf die Wiese und mistet anschließend. In der Zwischenzeit reitet Freya den kleinen Cody, Amável und Snoppa - heute geht es mit den dreien raus ins Gelände. Ich selbst unterstütze sie und schnappe mir Tasty, nehme Jacson als Handpferd mit und wir reiten eine Runde zum Meer. Am Nachmittag kehren wir zurück und ich stelle Elding, Kempa und Fjörgyn zusammen auf das Paddock, um sie von dort nacheinander zu holen und zu longieren. Fynn reitet unterdessen seine Sun und am Ende des Tages fehlen nur noch Glymur und Bailey, meine ganz besonderen Schätze. Da es bald dunkel werden würde erlaubte ich Freya sich mal auf Glymurs Rücken zu setzen und ein paar Runden um die Ovalbahn zu flitzen, während ich selbst mit Bailey auf den Dressurplatz ging. Am Abend fütterten wir gemeinsam die Pferde und holten sie rein.
    • Eddi
      Verschoben am 08.12.2017
      Grund:
      6 Monate keine Pflege. Pferd wurde nicht namentlich im Bericht erwähnt (Regel).
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Svartur
    Datum:
    27 Apr. 2015
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    Vom: Donnerschall (Don Calandrio x Marah)

    Aus der : Unbekannt

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    Rasse: Trakehner
    Alter: 03.04.2008 (7 Jahre)
    Geschlecht: Hengst
    Stockmaß: 164 cm
    Farbe: Braunschecke

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    Jacson ist ein sehr sensibler, jedoch sehr taltentierter Hengst. Das Reiten gestaltet sich für Fremde eher schwierig, da er sehr fein auf Bein- und Zügelhilfen reagiert. Für Anfänger ist dies ein absoluter Fluch, für die fortgeschrittenen Reiter jedoch ein Segen. In der Herde verhält er sich meist ruhig und unauffällig.

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    Gekört/Gekrönt: Nein
    Nachkommen: Keine

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    Eignung: Springen

    Western Klasse A
    Galopprenn Klasse E
    Fahren Klasse E
    Dressur Klasse A
    Springen Klasse L
    Diestanz E
    Military Klasse E


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    3.Platz - 287.Westernturnier

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    3.Platz - 292.Springurnier


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    2.Platz - 70.Synchronspringturnier
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    Besitzer: Svartur
    Vorbesitzer:Ranga
    Vkr/Ersteller: Ranga
    Zu Verkaufen: Unverkäuflich

    PNG Puzzle Offizieller HG

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